Deutsche Macht -- M*tt M» »H«>N m •««■tat inm U* tlM ft» still nit S»st»u»», I»'» H,»» m»»»n>ch st. —M, »»rlelliihrist I. UM, st. I—, st. 1—. «u Mnt«|l^r1| ItM WM st. * —i |>^|l|n| st. Ui %Ht rtaylu IU—n I kr. .Taftttl« »Ach !««(; M »ftrrr* Sutortoiuagra «epTr$fitt«t *«b«tt. liMrii »chx, Mmfe fit infrt Blott •!( »<»<»»»»,» bHOMNa M)»HI lafUakt« •«. a**cttn nl IMnlhMra (nr»U| IM. e»«4(aa>«a W ««toftail l»„iich. mtt »er e»„ II» »ktfrt«»«. »»» II—U Mt Bor- uft »- « ut> H«4minagl- — R «UnntioRttt ttcttahe». — Wannten*« mtU* nicht |«rStf|r1«n6tt. — A»W>»»»I>-» mW »trstfllili««»». Nr. 2. Cilli, Sonntag den 5. Jänner 1890. XV. Jahrgang. ZiTi, 4. Jänner. Wir wollen wieder von den Ausgleiche Verhandlungen sprechen, welche heute im Minister« palais auf dem Judenplatze zu Wien anheben. ES wäre zwar Näherliegendes vorhanden, denn in gegnerischen Blättern hat irgend ein Wicht seiner Wuth über ein vor einem Vierrichter-CoUe^iuui des Eillier KreiSgenchteS jüngst gefälltes Urtheil, mit welchen ein Genosse unserer Partei von dem ihm von der Gegenpartei an-gedichteten Vergehen deS Stimmenkauft» frei-gesprochen wurde, in einer Weise Luft gemacht, daß et Einem im ersten Augenblicke förmlich die Rede verschlägt, so sehr man sonst für die Ausgeburten der im Pervakenlager grassierenden Vcrleumdungssucht abgehärtet sein mag. Aber genau betrachtet: wer kehrt sich denn im Ernste um das. was der «ollwütdige Deutschen aß unserer Gegner in ihren Blättern Tag um Tag Srbicrt! Und hieße es nicht, die betroffenen ustizbeamten thatsächlich in ihrer Ehre kränk«», würde man auch nur den leisesten Versuch mache», sie zu vertheidigen? Im Uebrige» hat die neueste Paufchalverd5chtigung. wie wir titren, die Staatsanwaltschaft zum Einschreiten veran« laßt, und wo die Thätigkeit der Staatsbehörde beginnt, da hört bekanntlich die öffentliche DiS-rufsion in der Regel auf. Kehren wir also zu den Ausgleichsverhandlungen bei dem Grafen Taaffe zurück! Mit besonders eisersüchtigen Blicken folgen die Elericalen den Vertretern der beiden Völker Böhmens, zwischen welchen Friede geschaffen werden soll. Die Clerical.n haben bei den Be r«thungen derselben nichts, gar nichtS zu thun, und es ist demnach niemandem in den Sinn ge- „Sibirien!-' Unter diesem Titel hat der amerikanische Publicist George Kennan eine Schrift heraus-gegeben, welche allenthalben das größte Auf-sehen erregt, da in ihr Aufschlüsse über da« Lo« der Verbannten gegeben werden, so grauenhaft, so haarsträubend, daß man im ersten Augen-blick glauben konnte, die Ausgeburt eines wahn» sinnigen Gehirnes vor sich zu haben. Ab.? e« ist Wahrheit, reiue. entsetzliche Wahrheit, wa« wir da lese«, denn der Verfasser ist ein genauer Kenner der russischen Verhältnisse und hat sich streng an von ihm beobachtete Thatsachen ge-halten. Kennan. der russischen Sprache mächtig, bereiste niedrere Jahre hindurch da» europäische und asiatische Rußland, stets beobachtend, lernend, beurtheilend. Im Jahre 1835 ist er in der be-stimmten Absicht nach Westrußland aufgebrochen, das „VerschickungS-System" an Ort und Stelle zu studieren; er verschaffte sich zu diesem Zwecke die Erlaubnis des Ministers des Innern und «in Empfehlungsschreiben des Auswärtigen Amtes in Petersburg. Die Bewilligung dieser Legiti-mationen erhielt er nur, weil eS der Regierung bekannt war. daß er in Amerika mehrere Ar-tik.l gegen die Nihilisten und Revolutionäre veröffentlicht hatte und man somit glaubte, in ihm einen Vertheidiger des Verschickungssystem» zu finden. Aber diese Erwartung der Behörden wurde nicht erfüllt; was Kennan in Sibirien kommen, sie zu denselben heranzuziehen. Die Mißstimmung, welche darüber empfunden wird, äußerte sich zunächst in der Weise, daß in allen deutschconservativen Blättern unlängst zu lesen war. daß Eiugehen der Regierung in die Au«-gleichSverhandlungtn bedeute nichts weiter „als ein« Schwenkung der Regierung nach links." Diese Blätter — das bekannte ..Grazer Volks-Matt" zählt ja auch zu ihnen — kennen nur zweierlei Offenbarungen, welche ihnen zur Richt» schnür dienen: daS, was der Papst in Rom sagt, und das, was das Organ Riegels, die „Politik", in Prag schreibt. Die Aeußerungen dieser beiden sind für unsere Elericalen gleich „unfehlbar" und gleich verbindlich „für jeden Katholiken". Wenn der Papst ungehalten ist, dann befinden sie sich ungefähr in derselben GemüthSverfassung. und wenn die »Politik" fchimpit. so schimpfen sie mit. Eigentlich ist e« auch gar nicht zu wundern, daß die politischen Katholiken ängstlich nach Prag hintiorchen, denn idre ganze Kraft liegt im Bündnisse mit den Slaven. Käme es zwischen den Deutschen und den Tschechen zum Ausgleiche, so wäre eS um dieElericalen geschehen, denn bezüglich d«r letzteren handelt es sich bei den h«ut« in Wien aufge» nommtnen Verhandlungen in der That um Sein oder Nichtfein. Neben den elericalen verhalten auch die tschechischen Blätter nur mit Mühe ihren In» grimm darüber, daß e» nun doch zu einem Au»-gleichsversuche gekommen ist. So lange die Deutschen a«S guten Gründen bei solchen Ver« söynunstsr>ersuchen nicht mithalten konnten, wurden sie mit den größten Schmähungen bedacht, weil sie da» angeblich „weiße Blatt Papier," das man idnen vorlegen wollte, zurückwiesen. In dem Augenblicke aber, in welchem die Deutschen da« weiße Blatt Papier zu sehen verlangten, war dasselbe auch schon mit der „Gleichberechti-gung" in staatsrechtlicher Auffassung, mit Er-klarungen über die „böhmische Ehre", über die „Hoh«itSr«chte der böhmischen Sprache" u. s. w., ganz und gar bkdeckt. Der Aerger der tschechischen Blätter über den neuesten Ausgleichsoersuch läßt annehmen, daß die slavischen Eonferenzmitglieder nicht anstehen werden, jungtfchechifche Allüren anzunehmen, um die Eonferenz zum Scheitern zu bringen. Dann kann die geheuchelte Jeremiade über die „Unfriedfertigkeit' de» Deutschen von Neuem beginnen. WaS den Grasen Taaffe anbelangt, so wird er vom Ausgleich nicht so zurückkommen, wie er hineingeht. Kommt Etwa» wie ein Ausgleich zustande, so wären die Slaven nicht mehr die unbedingten Lastträger des ElericaliSmuS und Graf Taaffe würde mindestens die clerical-feu« dalen „Stützen" verlieren. Kommt aber der Ausgleich nicht zustande, was weitaus das Wahr-scheinlichere ist, dann hat sich das Programm der „Versöhnung" in seiner vollen Nichtigkeit enthüllt, denn die Unversöhnlichkeit der Slaven und ihrer BundeSgenessen, der Elericalen. die beide nur erobern, nicht ausgleichen wollen, wird sich vollauf erwiesen haben. Das ist ein böse» Entweder-Oder für den Grasen Taaffe. Uebrigen» war e» Taaffe selbst, welcher die Begehrlichkeit sowohl der Tschechen, wie der Elericalen e»t« fesselt und großgezogen hat. Wie anders wären die Tschechen vor zehn Jahren in einen Aus-gleich gegangen! Seither ist ihre Unzufrieden-heit Jahr für Jahr durch einseitige Zugestand« nisse vergrößert worden. Was Wunder, daß sie heute so übermüthig find? Und darin liegt eine Gerechtigkeit, daß es Graf Taaffe selbst ist, d«r jetzt bei den Ausgleichsconferenzen jene sah. hat ihn mit Abscheu, mit Entsetzen erfüllt; sein Buch ist eine Anklageschrift geworden und er hat ihr die furchtbaren Worte aus Dante'S „rinserao* vorangefeyt: »Lasciate ogni spe-ranza, voi cd' entratp !* Folgen wir dem Autor bei seinen Streif-zügen, die ihn über Nifchny-Nowgorod, Jeka-terinenburg und Tomsk nach Jrkutsk führten, und lassen wir ihn selbst erzählen, was er dort erfahren. »In Rußland gibt e» keine Zuchthäuser. Wenn ein Verbrecher zu weniger als vier Iah-ren Gefängnis verurtheilt wird, so sitzt er diese Strafe in einem russischen Gesängnisse ab, weil eS sich nicht lohnen würde, ihn für so kurze Zeit nach Sibirien zu schicken. Uebersteigt das Strak-maß vier Jahre, so wird er verschickt. Die Zahl dieser Armen hat vom Jahre 1823 bis zum Jahre 188/ nicht weniger als 772,979 betragen!*) Sie theilen sich in drei Classen, in Sträfling«, welche zu Zwangsarbeit verurtheilt sind, in Strafcolonisten und in einfache Ver-bannte. Dazu kommen die Frauen und Kinder, welche freiwillig dem verbannten Gatten oder Vater folgen. Die zur Zwangsarbeit Verurtheil-ten und die Strafcolonisten sind aller bürger« lichen Rechte beraubt und müssen auf Leben»-zeit, in Sibirien bleiben. Die einfachen Ber- * Unter der Regierung bei jetzige» iSjaten (feit 18SI) wurden bis 1887 allein 125,?»6 (!!) Personen verbannl. bannten behalten einige ihrer bürgerlichen Rechte und dürfen, wenn ihre Strafzeit abgelaufen ist. in die europäische Heimat zurückkehren. Die Sträflinge und Strafcolonisten wandern mit fünf Pfund schweren Fußkett>n und halbgescho-renen Köpfen an ihren Bestimmungsort. Die politischen Verbannten bilden keine besondere Strafclasse, sondern werden unter di« dr«i Straf-classen vertheilt." Kennan schildert da» grauenhafte Elend, welche» die Verbannten aus ihrem Wege in'» Exil auszustehen haben, mit entfetzlicher Aus-führlichkeit, indem er von Etappe zu Etappe sie begleitet und so ein getreue» Bild de» ganzen, langen Marsches gibt. Die erste Etappe ist an der eurspäisch-asiatischen Grenze. „An keinen Punkt zwischen Petersburg und dem Stillen Ocean knüpfen sich fo schmerzliche Erinnerungen, wie an den Grenzstein Sibirien S zwischen den Dörfern Markowa und Tugulins-kaja, keiner hat für den Reisenden melancholi-schereS Interesse, als dieser. Hunderttausende von menschlichen Wesen, Männer, Frauen und Kinder. Fürsten, Edelleute und Bauern haben hier von den Freunden, dem Vaterlande und der Heimat für immer Abschied genommen. Kein anderer Grenzstein in der Welt ist Zeuge von so viel menschlichem Elend gewesen, an keinem sind'so zahllose Wesen mit gebrochenem Herzen vorbeigeschritt«n. Stit 1878 sind 170,000 !B«r« bannte diese Straße gezogen, seit Beginn dieses Jahrhunderts mehr als «ine halbe Million! •I Schwierigkeiten zu überwinden hat, welche er sich durch zehn Jahre hindurch großzog. Alle Schuld rächt sich auf Erden! Z>er Kampf um die Schute. Wien, 2. Jänner. E» ist kein müßiges Beginnen, gerade jetzt die Aussichten der Regierung«-Schulvorlage zu erörtern. Denn wenn ti zur publicistifchen Gewohnheit geworden, den kalendermäßig«!, Ab-schnitt, den wir Jahr nennen, als Gelegenheit »um Rückblick auf die Vergangenheit und zum Ausblick auf die Zukunft zu benühen, so ist die Betrachtung de« Kampfes um die Schule eines der besten Mittel, um aus dem Gewordenen für die Zukunft zu lernen. Denn um es gleich zu sagen: Daß die Elericalen heute nicht weiter gekommen find, alS bis zur Wahl der Herren-hauS-Schulcommission, in der sie nicht einmal eine unbedingte Mehrheit haben, das verdankt man dem euergischen und zielbewußten Widerstand, welchen die deutsche Partei der Zertrümmerung des ReichSvolkSschulgesetze« entgegen-gesetzt hat. Die Situation ist hier ähnlich der allgemeinen Lage Europa'S. Die ernste, besonnene Haltung deS Dreibünde» hat Rußland bislang verhindert, aggressive Politik zu treiben, und mag e« auch manchmal Lust empfinden, seine Er-oberungSpläne auf der Wallstatt zu verwirk-lichen: der Gedanke an die Folgen solch wahn-witzigen Beginnens hält die Machthaber des TzarenreicheS in den Schranken der Ver-nunft. Aehnlich ergeht eS unseren Ultramon-tanm. Wohl hat ihnen der Minister Gautsch durch seine Schuloorlage den Rahmen geliefert, in der die clericalen Forderungen eingepaßt werden sollen. Allein sie mögen e» nicht wagen, auf diesem Umwege den Antrag deS Prinzen »ou Lichtenstein einzuschmugeln; den« jeder Versuch. auch nur einen Stein aus dem Gebäude des Reichsvolksschulgesetze« herauszubrechen, wäre das Signal zu einem Kampfe, wie ihn Oesterreich noch nie erlebt hat. Aber nicht nur diese Erwägung allein, auch die allgemeine Zeitströmung, die dem ElericaliS-mus durchaus nicht günstig ist, noch mehr aber die parlamentarische Lage der clericalen Partei sorgen dafür, daß die Bäume der Römling« nicht in den Himmel wachsen. ES klingt wie ein blutiger Hohn, daß ein moderner Staat, — heute, wo es ihm die Fortschritte der Technik ermöglichen, seine wichtigsten Städte durch ein Netz von Telephonlinien zu verbinden, — ein clericaleS Schulgesetz beschließen soll! Der Zug der Zeit drängt nach Bildung. Sie ist das elementarste Rüstzeug deS Individuums im Da der Grenzstein halbwegs zwischen der letzten europäischen und der ersten sibirischen Etappe liegt, ist es immer üblich gewesen, den Ver-bannten zu erlauben, sich hier auszuruhen und der Heimat und dem Vaterlande ein letzte« Lebe-wohl zuzurufen. Der russische Bauer, selbst wenn er ein Verbrecher, ist von inniger Vater-landSliebe beseelt, und die herzzerreißendsten Scenen haben sich oft an dem Grenzpfeiler abgespielt. Manche überlassen sich rückhaltlos ihrem Schmerze. Andere finden Trost in ihren Thränen ; Einige knien nieder und pressen ihr Antlitz gegen den geliebten toben des Vaterlandes oder drü-cken ihre Lippen auf den kalten Backsteinpfeiler, als ob er das Symbol alle» Geliebten fei, das sie hinter sich gelassen. „Bildet Reihen!* lautet der ernste B«s«hl d«S UnterofficierS, welcher die Tolonne führt. Beim Eommando: ..Vorwärts, marsch machen Verbannte und Verbrecher eilig da» Zeichen de» Kreuze», und unter dem Geklirr der Ketten setzt sich der Zug langsam in Bewegung über die Grenz« Sibirien'S." „Bis vor kurzem war der sibirische Grenz-stein mit kurzen Inschriften, AbfchiedSworten und Namen von Verbannten bedeckt, die in den harten Cement, mit dem der Pfeiler ursprünglich be-kleidet, eingekratzt waren. Zur Zeit unseres Be-suche» war der Bewurf großentheilS verschwun-den; e» blieben nur wenige rührende oder bedeutungsvolle Inschriften oder Initialen übrig. An einer Stelle la« ich: „Lebe wohl, Maria\" Dem Verbannten, der diefe« letzte AbschiedSwort „Deutsche Wacht" Kampfe ums Dasein und ihre Verallgemeine-rung wird umso nothwendiger, je schwierigere Formen dieser Kampf annimmt. Wenn erst ein unglückliche« Ereignis Oesterreich daran erinnern mußte, daß Bildung Macht ist, wie kann heute der Staat dieses Machtmittels entrathen, wo die Unsicherheit der allgemeinen Lage ein stehen-der Satz aller Thronreden geworden, wo also trotz der äußeren Ruhe irgend ein rollender Stein auf dem Balkan — und deren gibt eS leider genug — die Großmächte auf den Kampf-platz treiben kann? E» bleibt immerhin ein bedeutsamer Moment, daß der Chef de» öfter-reichischen GeneralstabeS sich in die Schulcom-mision de« Herrenhauses wählen ließ. Unzählige-mal muß sich dieser Mann davon überzeugt haben, daß eine gründliche Volksschulbildung für eine schlagfertige Armee dieselbe Bedeutung hat wie das Blut für den Körper und schon die immense Wichtigkeit dieses Zusammenhange« zwischen Schule und Heer muß jeden Gedanken einer Concession an die ultromontane Herrsch-sucht im Keime ersticken. E« gäbe keine schlechtere Politik al« die, welche die ungeheuren, sür die Wehrkraft des Staates gebrachten Opfer ver-schleuderte zu Concessionen an «ine selbstsüchtige Clique! Und selbst wenn es der Rücksichtslosigkeit und den, Einfluss« der ultramontanen Partei gelänge, diese centnerschweren Hindernisse au» dem Wege zu räumen — ist heute die Mehrheit de« Abgeordnetenhauses in der Lage, für «ine Rückwärt»reform der Schule ihr Votum abzu-geben? Welche» war dann da» Zeichen, unter dem die Jungtschechen die Partei des Dr. Rieger aufs Haupt schlugen ? Gegen die confefsionelle Schule lautete die Losung, und da» tschechisch« Volk, in dtsskn Stele noch immer ein gutes Stück Hussitenthum« steckt, verstand diese Worte. Können also die Altschechen kurz vor den Reichs-rathSwahlen den Clericalen in ihrem Verstoß gegen die freie Schule HeereSfolg« leisten? DaS ist undenkbar, und wenn sie eS thäten, so unterschrieben sie damit ihr TodeSurtheil als polittsche Partei. DaS wiss«n die Clericalen sehr gut. War «S ja doch ihr ureigenster Führer, der als erste Ratte das sinkende Schiff verli«ß. Au» diesem Wissen «»springt auch der unwirsche Ton der clericalen Blätter gegenüber den Alttschechen und der Regierung. Die Elericalen haben sich eben in eine Sackgasse verrannt, sie haben das Volk aufgewiegelt, die Leidenschaften desselben erregt und ihm das Blaue vom Himmel ver-sprachen, wenn eS ihnen gelänge, die freie Schule zu vernichten. Kein Wunder, wenn heute die Wählerschaften den ultramontanen Führern den Wechsel zur Einlösung überreicht», wenn sich aus den Grenzstein schrieb, war Maria ver-muthlich alles m der Welt; sein Ueberschreiten der Grenze war ein Verzicht auf Vaterland, Heimat und Liebe!" Hochinteressant ist di« Beschreibung der Etappengesängniss«, welche Kennan in seinem Buche gibt. Betreten wir an seiner Hand das bedeuteudste derselbe», jenes von Tjumen in Sibirien. Diese« Gefängnis ist sür 800 Personen berechnet; an dem Tage, al» Kennan eS besichtigte, waren jedoch nicht weniger als 1741 dort zusammengepfercht ! „Beinahe alle trugen Fesseln, und daS Geklirr der Ketten machte den Eindruck, als ob man unausgesetzt risige Schlüsselbunde schüttele. Die Zimmer sind ungefähr 33 Fuß lang, 25 Fuß breit und 12 Fuß hoch. Die Wände derselben sind alle schmutzig, der Fußboden ist schwarz von getrockenem Schmutz und fest-getretenem Koth. In der Mitte de« Raume» und ungefähr die halbe Breite desselben be-deckend, befindet sich die Schlafbank, eine zwölf Fuß breite und 30 Fuß lang« hölzerne Pritsche, welche sich auf starken Psosten zwei Fuß über den Boden erhebt. Von der Mitte auS dacht sich dieselbe von beiden Seilen ab. so daß, wenn die Gefangenen in zwei diametralen Reiben eng an einander schlafen, ihre Köpfe einige Zoll höher liegen al» ihre Füße. Ein sibirisches Gefängnis enthält außer diesen Pritschen sein anderes Möbel al» einen großen Kübel für die Excrememe. Die Gefangenen bekommen weder Kissen noch Decken, noch Bettwäsche, sie schlafen aus den harten 18*0 eine jungclericale Partei bildet, welche über die Leichen der Alten hinweg die consessionelle Schule zu erobern verspricht. Dasselbe Schicksal, da« die Altschechen ereilt, wird auch den „Altclericalen" nicht erspart bleiben. Kundschau. |Z u den Aus^leichSperhand-I u n g e n] wird den „®l. N. 9L* aus Wien berichtet, daß den Begebenheiten vom Kaiser persönlich di« Richtung gegeben wurde, welche sie nunm«hr genommen haben. Entscheidend für die entgegenkommende Haltung, welche die Regierung mit der Einleitung der Ausgleichs-Verhandlungen eingeschlagen, sei das Urtheil gewesen, da« der Club der Vereinigten deutsche« Linken über die Antwort Taaffe'« ausgesprochen. Von maßgebendster Seite wurde darauf dem Grasen Taaffe erklärt: AuS dieser Stellung-nähme der Linken ist klar zu ersehen, daß eS diesen Leuten wirklich nur um den Staat zu thun ist. Wenn sich eine Opposition, welche, wie die der Deutschen der Regierung gegenübersteht, von einer JnterpellationS - Beamwortung be-friedigt erklärt, nur weil die Wahrung der Verfassung darin betont ist. dann ist das eine Partei, mit welcher «ine Verständigung möglich fein muß. — Graf Taaff« knüpft« unverzüglich mit dem Fürsten Schö..bürg an. • • * lFriedenSglocken.j Der NeujahrS-tag bracht« mehrfach hochbcdeutfame Kund-gebung-n, welche alle dem Frieden günstig lauten. So des ungarischen Ministerpräsidenten in der Ansprache an seine Partei, dann deS deutschen Kaisers in einem Schreiben an den Fürsten Bismarck. deS Königs von Italien in der ^«ebe an die Glückwunsch-Deputationen der Vertre-tungSkörper, und deS Präsidenten Carnot in den Worten, mit welche» er die Begrüßung de» diplomatischen CorpS erwiderte. ^CriSpi'S Kampf gegen den Va-t i c a n. In unerbittlich consequenter Weise führt der ialienische Ministerpräsident den Kamps gegen den von ihm de» öfteren al» „Todfeind Italien»" bezeichneten Vatican, mit welchem, den RegierungS-Organen zufolge, ein« Versöhnung oder auch nur ein moäi» vivendi überhaupt nicht mehr denkbar sei. Auf die in der Kammer so glänzend durchgebracht« Reform der .Oper« Si«', folgt jetzt ein Guerillakrieg. d«n noch kein« k«gi«rung der Welt so scharf gegen die Cleri-calen infcene gesetzt und betrieben hat. CriSpi hat nämlich dem Präfecten der cl«ricalst«n Stadt Italiens, Neapel's, die Weisung ertheilt. Pritschen und decken sich mit ihren Ueb«r-röcken zu. „AIS wir die Zelle betraten, sprangen die Sträflinge mit plölUichem Kettengeklirr auf die Füße, zogen ihr« Mütztn und standen schweigend und dichtgedrängt an d«r Schlafbank. „Wie geht'S euch, JungeuS 1" fragte der Director. ..Wir wünschen Euer Gnaden Gesundheit," riefen hundert Stimmen im Chor. „Das Ge-fängnis ist schrecklich übersüllt." sagte der Director; „diese Zelle z. B. hat für 35, höchsten» 40 Mann Luftraum." „Wie viele haben letzte Nacht hier geschlafen?" fragte er, indem er sich an die Ge-fangenen wandte. Einhundert und sechzig." rief «in halbe« Dutzend heiserer Stimmen. „In dieser Zelle," sagte der Director zu mir. „befinden sich viermal soviel Gefangene, als sie aufzunehmen bestimmt war. Und so ist eS im ganzen Gefängnis." In einer dieser Zell«n, schr«ibt K«nnan, sahen wir 8—10. Adelige, die gebildete Männer zu sein schienen und in deren Gegenwart der Director feinen Hut abnahm. Ob sie politische Gesängen« waren, weiß ich nicht, aber in diesem Theile deS Gefängnisses wurden die politischen Verbannten gewöhnlich eingesperrt. Die Luft in den Gängen und Zellen, besonders deS zweiten Stockwerks, war unbeschreiblich schlecht. Jeder Kublkfuß derselben war offenbar wieder und immer wieder eingeathmet worden, bis er auch kein Athom Sauerstoff mehr enthielt. Sie war mit Fieberkeimen aus den unventilierten Kranken- IK90 nicht nur die Begleitung der das Viaticum auS-tragenden Geistlichen durch Glöckchen schwingende Ministranten zu verbitten und Dawiderhandelnde zu verhaftm, sondern auch ,ammliche Heiligen-Statuen oder in Wandnischen angebrachten Heiligenbilder von den öffentlichen Plätzen und den Straßen entfernen zu lassen. Desgleichen gab Erispi als Minister de« Innern dem Prä* fetten von N apel strenge Weisungen betreffs der Ueberwachung der Proceifionen außerhalb der Kirchen, die gesetzlich eigentlich verboten sind. [Seit dem Besuche des deut-schen Kaisers in Konstantinopels ist dort ein gründlicher Umschwung in der all-gemeinen Stimmung eingetreten, der sich in«-besondere darin äußert, daß die türkische Presse es neuester Zeit sogar wagt. Rußland gegen» über eine entschieden feindselige Haltung einzuzunehmen. Besonders bemerkenswert ist. daß der „Levant Herald" einen sehr scharsen Artikel gegen Rußland mit Bewilligung der Censur gc> bracht hat. Dagegen offenbaren die türkischen Zeitung n immer mehr Enthusiasmus für D. utjch-land. Der ossiciöse „Tank" feierte in einem Artikel das unvergleichliche „Genie deS Fürsten Bismarck. der in der Politik der Meister aller Meister sei", und Madschid Pascha, der Director des PreßbureauS, hat einem Galaiaer Blatie. welche» die Haltung ds» „Tank" angriff, eine Verwarnung ertheilt. jJu Frankreichs sind die friedlichen Gesinnungen im Zunehmen begriffen, und wird in dieser Beziehung ein charakteristischer AuS-spruch Caruol'» colportiert. Vo ige Woche, kurz bevor er an der Influenza erkrank!?, empfieng er einen alten Bekannten feiner Familie in wich-tigen Provinzialangelegenheiten. Es kam die Rede auf da« Aufblühen der Ge chafte seit der Ausstellung und der Besucher äußerte: „Ja, da» ist alle» sehr gut, wenn wir nur keinen Krieg bekommen." Der Präsident sah idn ernst an und erwiderte: „Der Krieg ist unmöglich, für All' und Jeden ganz unmöglich." Al» der andere an d>e seinerzeit vielfach ereiferten friedlichen Worte Earnot'S vor z > ei Jahren erinnerte, unterbrach ihn diefer langsam und mit Nachdruck: „Zu denen bekenne ich mich noch heute mit derselben Entschiedenheit. Für meine siebenjährige Präsidentschaft ist das Ideal meine« Streben» die Erhaltung de» Frieden». Aber e» müssen doch feste, greifbare Vorfchläge zu dem Zweck gemacht werden. Niemand will jedoch in dieser Hinsicht da» erste Wort sagen, wir können es leider nicht.« Die Stimmung in Frankreich ist eine derartige, daß jeder veruünf- abtheilungen, mit der übelriechenden Ausdünstung kranker menschlicher Lungen und unsauberer Körper und dem Gestank geschwängert, der aus den Kübeln aufstieg. Ich hielt so lange wie möglich den Athem an. aber jeder Athemzug war gleichsam Gift, und eS wurde mir aus Mangl an Sauerstoss schwach und übel." Ueber die „politischen" Verbannten gibt Kennan sagenden Aufschluß: Nach einer kaiserlichen Verordnung vom 12. März 1882 ist der Minister berechtigt. „Personen, welche der öffent» lichen Ordnung „nachtheilig" sind, auf admini-stratioem Wege (d. h. ohne Proceß und Urtheilsspruch) einen bestimmten Wohnsitz anzu-weisen". Die geringste Kleinigkeit genügt schon, al» »neblagoDadeilrni* (unzuverlässig) zu erscheinen und da» furchtbare Lo» der Verbannung auf sich zu ziehen. Wirkliche Verschwörer und Revolutionäre — Männer wie Frauen — schickt man nach den entferntesten Theilen Sibiriens, wo sie zu oft lebenslänglicher Zwangsarbeit verurtheilt sind. Der politisch Verbannte erfährt meisten» gar nicht den Grund seiner Exilierung. er wird plötzlich gefangen genommen und e»cortiert. ohne von feiner Familie, feinen Freunden Abschied nehmen zu können, die oft niemals erfahren, was aus ihm geworden. Er ist verschwunden, verschollen. Kennan führt ein drastisches Beispiel dafür an. waS in Ruß-land genügt, jemand als unzuverlässig er-scheinen zu lassen; die Geschichte ist auch deS-halb interessant, weil sie den Beleg gibt, daß neben der Grausamkeit, welche den Unglücklichen „»-«tfch- W«ch»- tige Vorschlag, der im Uebrigen ganz von der Restituierung Elsaß-Lothringen« absieht, doch mit entgegenkommender Ruhe Aufnahme finden würde. Der Wunsch nach Frieden, ansänglich und vor-wiegend in den Provinzen vertreten, macht sich seit der Ausstellung auch in Paris immer äugen-scheinlicher gellend. [Der Streik der Bergleute in B e l g i e n. ] Die allgemeine Aufmerksamkeit wendet sich zum so und sovielten Male dem BergmannSstreik im südlichen Belgien zu. wo im Eharleroier Becken allein über 20.000 Kohlengräber die Arbeit eingestellt habcn. Diesmal ist der Streik um so empfindlicher, als allenthalben ein arger Kohlenmangel herrscht, welcher ohne-hin schon eine erhebliche Preissteigerung de» schwarzen Brennmaterial» zur Folge hatte. S lbst Hauswirtschaften können sich nur mit Mühe und unter erheblichen Opfern die noth-wendige Kohle verschaffen. Alle Werke lind Fabriken welche einen großen Kohlenverbrauch haben, sind durch den Bergmannstreik in die größte Verlegenheit gebracht und werden ge-zwungen sein, den Fortbetrieb ganz einzustellen. Die Verantwortung für eine schwere ffriff in der gefammlen belgischen Industrie, wird auS-schließlich die belgischen Bergwerkbesitzer treffen, welche sich je^en Centime Lohneserhöhung sürm-lich abpressen lasse». Seit drei Monaten sind sammt-liche Kohlen-Preise um 100 und noch mehr Pr»cent gestiegen, so daß der jährliche Rein-gewinn der belgische» Bergwerke jetzt über 150 Millionen Francs beträgt. Da die Bergleute 15 pCt. Lohnerhöhung fordern, so würde e» sich bloß darum handeln, von diesem Reingewinne höchsten« fünszebn Millionen den Kohlengräbern zu überlassen. Den Bergwerksbesitzern verbliebe noch immer die stattliche Summe von 135 Millionen. s I n Deutsch-Ost afrikaj scheinen ne»e Kämpfe bevorzustehen. Nacf)_ einer Draht-Mittheilung der „Time«" au« Sansibar vom 29. v. Di. geht das Gerücht, die deutsche und die englische Flotte würben unverzüglich nach der Sansibarküste zurückkehren. Der deutfchfeind-liche Araberchef Bemana Heri rücke mit 6000 Streitern vor, um die Deutschen in der Nähe von Pangani anzugreifen. Da die englischen Meldungen in der Regel sehr stark gefärbt sind, so wird ab.uwarten fein, ob sich diese uner-freuliche Kunde, die mit der bisherigen Dar-stellung der Lage in Ostasrika gar wenig im Einklang steht, bestätigt. Wo die 6000 Krieger so urplötzlich hergekommen sein sollen, wäre zu erfahren doch recht interessant. in« Exil schickt, sich der Heldenmuth, die auf-opfernde Liebe findet, welche ihm in die Ver-bannung zu folgen und fein Loo» zu theilen gewillt ist. Ein junger Arzt, Dr. Beloi. wurde ver-bannt, weil er mit zwei Studentinnen, die wegen angeblicher, politischer „Unzuverläfsigkeit' in ihre Heimat geschickt norden waren, verkehrt halte. Beloi erhielt da» arktische Dors Verchojansk unterm 67.2v. Breitegrade in der Provinz JrkulSk al« „Residenz" angewiesen; seine junge und schöne Gattin sah ihrer Entbindung entgegen, al» ihr Mann verschickt wurde, konnte ihn also nicht begleiten. Bald nach der Geburt ihre» Kinde» überließ sie dieses der Fürsorg« ihrer Ver-wandten und trat di« 10.000 Kilometer weite Reise an, um ihren Gatten j«ns«itS d«S nördlichen Polarkreise» auszusuchen. Da sie die Mittel nicht besaß, selbst die Reisekosten zu be-streiten, mußle sie den Minister de» Innern um die Erlaubnis bitten, sich einem Verbannten-Transport anschließen zu dürfen. Auf dies« Weis« würde Frau Beloi den VerbannungSori ihre» Gatten i» 16 Monaten erreicht haben. Aber sie sollte nicht an ihr Ziel gelangen. Wochenlang hielten Hoffnung. Muth und Liebe fie aufrecht und verliehen ihr Kraft, ohne Klagen den eritickenden Staub, die versengende Hitze und die kalten Herbststürme auf der Landstraße, die schlechte Nahrung, da« Ungeziefer und die ver-pestete Luft der Elappengefängnisse zu ertragen. Aber auch menfchliche Kraft hat ihre Grenzen. Monatelange Entbehrungen, die beständige Angst um ihren Gatten und da« Kind, da« sie um de« 3 [Eine Revolution in Sicht.] I» London sind beunruhigende Nachrichten au» China eingetroffen, welche den Ausbruch einer großen Revolution au« ganz eigenthümlicher Ursache in Aussicht stellen. Während der letzten Jahre folgte eine verheerende Naturkatastrophe der anderen: ungeheure Ueberfchwemmungen. Erdbeben und Epidemien. Seitdem erhebt sich im Volk Aberglaube gegen die Herrfcherfamilie, al» unheilbringend für da» Land. In einem Berichte heißt e» : „E» bedarf nur eine» Führer« Hand und der Aufstand ist fertig. In Peter»-bürg soll man von alledem gut unterrichtet sein, und ein Vormarsch auf Peking gehöre bereit« zu den Projecten de» nächsten Jahre»." In der Londoner Presse wird deshalb England. Amerika und Deutschland angerathen. beizeiten auf Wahrung ihrer Interessen in China zu achten. Locales und Irovinciales. Cilli, 4. Jänner. Killier H-n»tind,rath. Die gestrige Sitzung wurde vom Herrn Bürgermeister mit einer herzlichen Ansprache er-öffnet, in welcher er der Hoffnung Ausdruck gab. die Gemeindevertretung werde wie bisher auch künftighin mit Liebe und Eifer eine segensreiche Thätigkeit zu Nutz und Frommen der Gemeinde entfalten. Eingelaufen ist ein Act des Kreisgerichte», au« welchem hervorgeht, daß die Servitut»an» gelegenheit mit dem Dereanifchen Garten ge-regelt ist, und daß auch die Rechte der Gemeinde vollkommen gewahrt sind. — Ein Antt»bericht zeigt an. daß der bisherige Fleischbeschauer. Herr Wechsler, am 31. December seine Funktionen eingestellt, und daß Herr Volouschek sich bereit erklärt hat. diese Stellt gegen ein monatliche« Honorar von 44 fl. zeitweise zu bekleiden. Der Anspruch des Herrn Volouschek wird genehmigt. Hierauf wird zur Tagesordnung übergegan-gen und über Antrag de» Referenten der IV. Section, Herrn Ferjen. an Mautabfindung»-pauschale bewilligt: den Firmen Wogg & RadakovitS 25 fl., Traun & Enger 40 fl.. Peter Majdit 40 fl. Die I. Section. Ref. Herr GR. Dr. Sa« jo»ic, berichtet über einen Recur« de» Kaufmanns Milan Hocevar. Das Stadlaml habe, nachdem Herr Hokevar ein viel größeres Quan» tum von Petroleum, als gesetzlich zulässig ist, in einem ungeeigneten Locale untergebracht hiell, der Sicherheit wegen Entsprechende» angeordnet; Vater» willen in Rußland zurückgelassen, zer-rütteten ihren Körper und Geist. Einige Sta-tionen westlich von JrkutSk erfuhr sie. daß ihr Gatte sich nicht, wie sie geglaubt, in Verchelansk, sondern in BerchojanSk aufhielt, daß sie noch durch 5000 Kilometer Steppe, Wald und Gebirge von ihm getrennt sei, und um seinen Verban-nungSort noch in demselben Jahre zu erreichen, viele Wochen allein auf Hunde- und Rennthier« Schlitten in schrecklichster Kälte durch die arktische Einsamkeit deS nordöstlichen Asiens reisen müsse. Diese Entdeckung war zu viel für die arme Frau -sie wurde wahnsinnig und starb einige Monate später im GesängniShospital zu JrkutSk, ohne den Gatten wiedergesehen zu haben, dem zu Liebe sie sich solch' schrecklichen Leiden unter-zogen hatte. ES ist ein Wunder, meint Kennan, indem er diese furchtbaren Dinge erzählt, daß die Ver» bannung auf administrativem Wege nicht da» ganze russische Volk in Terroristen verwandelt! — Und Kennan ist nicht einmal bis nach Ost» sibirien gekommen, wo da» Elend der Ver-schickten noch viel grauenhafter ist: er hat in JrkutSk Halt gemacht. Aber er hat genug ge« sehen, um das Recht zur Zeugenschaft zu bean-spruchen. Und sein Zeugnis ist zerschmetternd für diejenigen, gegen welche er eS ablegt. Zorn und Entrüstung, Schreck und Erbarmen ver-einigen sich, um den Richterspruch der Humanität zu säll'n, an welchen Kennan'S Buch appelliert ! 4 damit war Herr Hotevar jedoch ganz und gar nicht einverstanden, sondern er gestattete sich, in einem von Jnvectiven strotzenden Recur«, der gar keine einleuchtenden Gegengriinde enthält, gegen die Anordnung zu protestieren. Dem Recurse wird keine Folge gegeben. Mit Rück-ficht aus die beleidigenden Aeußerungen, welche der RecurS enthält, sind seitens der k. k. Statt-halterei bereits die gehörigen Schritte einge-leitet worden. Hierauf folgte die Wahl in die Sektionen, welche folgende» Ergebnis hatte: I. Section: die Herren: Stiger Gustav, Dr. Johann Sajovic, Dr. August Schurbi, Rakusch Joses, Malheö Fritz. II. Section: die Herren: Dr. Josef Tar-bauer, Bobisut Josef, Bahr Franz. Rakusch JuliuS. Mareck Adolf. III. Section: die Herren: Mareck Adolf, Herzmann Josef, Ferjen Anton, MatheS Friedrich, Dr. August Schurbi, Negri Joses, Rakusch Josef. IV. Section: die Herren: Stiger Gustav, Bahr Frai», PalloS Joses, Ferjen Anton, Rakusch Julius, Schmidl Gustav. Skoberne Georg, Walland AloiS, RadakovitS Johann. V. Section: die Herren: Herzmanu Joses, RadakovitS Johann. Negri Jsfef, Schmidl Gustav. Skoberne Georg, Tr,.ttnik MarcuS, Jellenz Josef. Der öffentlichen Sitzung folgte eine ver-trauliche, in welcher Herr Franz R e i d i n g e r zum städt.. Fleischbeschauer ernannt wurde. [Die Kaiserin und Erzherzogin Valerie] haben in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag auf der Rückreise von Mira-mar nach Wien unsere Stadt passiert. [Bezirksrichter Franz Kmetitsch f.] AuS Friedau, 31. v. Mtö.. wird unS geschrieben: „Seit gestern weht die schwarze Fahne vom Gemeindehause, um zu verkünden, daß sich der Tod auS den Reihen der Besten unserer Stadt ein Opfer geholt hat. In seinem Landhause aus einem an der Nordseite der Stadt sich malerisch erhebenden Hügel war seit zwei Tagen der Leichnam de« mit Ende 1888 in den Ruhestand getretenen k. k. BezirkSrichterS Franz Kmetitsch ausgebohrt. Ein ganzer Mann, wo eS That« kraft galt, jederzeit unverdrossen, furchtlos und offenen VisirS für alles Rechte und Gute ein-stehend, und doch andererseits wieder von wahr-haft kindlich weichem Gemüthe: so strahlt un« sein Bild vor den Augen. WaS die Persönlich feit deS nunmehr Verstorbenen für unsere Stadt bedeutet hat, welcher der nahezu siebzigjährige Grei», feit er die Fesseln des öffentlichen Dienstes abgestreift, feine ganze Thätigkeit widmete, und wie unauSfüllbar die Lücke ist, die dessen Tod in das Gebilde unseres Gemeinwesens gerissen hat, davon gaben die fchmerzdurchzuckten Gesichter derjenigen beredtes Zeugnis, welche den Dahin geschiedenen auf seinem letzten Gange begleiteten. E» schien, als ob selbst die Natur hätte Klage führen wollen, daß des Tod?S unbarmherzige Hand gerade dieses edle Leben geknickt hat, denn als sich der Trauerzug zum schweren Gange anschickte, lagerte tiefer Nebel über der Erde, und oben schloßen sich bleigraue Wolken zu einer schweren Decke zusammen. Nun ruht er, eingc-bettet in die heißgeliebte Erde seiner untersteivi-scheu Heimat, von den Mühen eines an Thaten und Erfolgen, aber auch an Kämpfen reichen Lebens auS. und er wird fortan nur mehr dem Rauschen der Drau horchen, die zu seinen Füßen vorbeiströmt, und dem Brausen der Winde, welche Botschaft bringen auS den in Nebeldunst versinkenden Höhen der Windifchen Büheln, wo seine Wieg« gestanden. ES werde ihm die Erde leicht!" [Personal » achrichten.f Zum Commandanten de« Infanterie - Regiment« Freihtrr v. B«ck Nr. 47 würd« Oberst Josef F ü r i ch von FürichShain vom Infanterie - Regi« mente Erzherzog Wilhelm Nr. 12, und zum zweiten Seelsorger in der Männer - Strafanstalt Karlau zu Graz Kaplan Franz H e tz l der Stadtpfarre von RadkerSburg ernannt. [„Südmark"j In der gestrigen Sitzung deS Eillier Gemeinderathes wurde einstimmig der Beschluß gefaßt, daß die Etadtgemeinde der „Sübmark- als gründendes Mitglied beitrete. «Dentsche Wacht" [Die Predigt am A l t e n j a h r S-tage.] Hier in Eilli herrscht seit jeher die Sitte, daß am AltenjahrStage, abend« fünf Uhr. in der deutschen Kirche «ine Predigt gehalten wird. Auch Heuer fand dieselbe statt, und hat sich unser deutscher Prediger mit dem Thema „Eeelemnörder" besaßt. Schriftsteller, Zeitung«-schreibe?, Schauspieler und Freimaurer machen sich des Seelenmorden« schuldig. Die Theater seien Tempel deS Ilnfläthigen. In den vielen Theater-, und den so seltenen Kirchenbränden, sehe man deutlich Zeichen GotteS. Am wenigsten könne man übrigens noch über jene Schriftsteller sagen, die auS purer Noth schreiben, denn — in der Noth fresse der Teufel Fliegen. — Die Predigt w»r, wie gewöhnlich, zahlreich besucht. Die Zuhörer vermißten mit Bedauern eine Bemerkung wegen des kranken Herrn Abte«. [DieSylvesterseier des Eillier Eafinoverei n e«] verlief bei recht gutem Besuche in vortrefflicher Weife. Die Direktion hatte diesmal die „Tombola" mit splendiden Besten ausgestattet, und die Wahl de« Tombola-Jux-GewinneS erregte viele Heiterkeit. In Ab-Wesenheit de« Herrn Director« Kurz begrüßte Herr Schmidl die in der JahreSfcheidestunde versammelten Verei»«mitglieder mit einigen herz-lichen Worten, welchen die allgemeine gegen-fettige Beglückwünschung in fröhlichster Stim-mung folgte. Die Musik war vortrefflich und getanzt wurde mit einer Passion, die uns sehr animierte FafchingSunterhaltungen voraussagen läßt. s »S l o » e n i s ch e r Verein".^ Am letzten Sonntag versammelte sich im Zimmer deS Macburger windifchen LefeoereineS ungefähr ein Dutzend »hervorragender Slovenen", um in gemeinsamer Beratdung für daS Werk der Volksverhctzung neue Kraft und „Begeisterung" zu sammeln. Daß an der Berathung besonder« Mitglieder deS geistlichen Stande« theilnahmen, ist bei unseren Zuständen leider selbstverständlich geworden. ES präsidierte der „Kleine von Neu-kirchen", Herr Dr. Gregorec. Von den sonsti» gen Abgeordneten hatte Herr Baron Gödel den guten Geschmack, der Unterredung ferne zu bleibe« ; dagegen waren di« Herren Radeq und Micha VoSnjak erschienen, um sich unter ande« reni sagen zu lassen, daß sie die Angelegen-heilen der Slovenen im Landtage mit „Kühnheit und Weisheit" vertreten haben. Noä> schöner klingt die Lifte der Erfolge, mit welcher die windischen Abgeordneten dem Volke auswarten: ..Erkämpfung flovenifcher Parallelclassen am Marburger Gymnasium, Siechenhaus in Hochen-egg, Inangriffnahme deS Baues der Eisenbahn Luttenbcrg-RadkcrSburg und d?r Sannthaler-bahn, Errichtung einer Sparkasse in Eilli. und „Erhalt eine« windifchen Nachfolger« des den Slovenen unvergeßlichen Fürsten und Bischofs Slomschek." Ein hübsches Bouquet — fremder Federn. Aber es geht daraus hervor, wie wenig dem eigentlichen VolkSwohle Dienendes diese Herren zustande gebracht haben. Wenn man von den gedachten „Erfolgen" diejenigen abzieht, welche auf Rechnung Anderer gestellt werden müssen, so bleibt ein klägliche« Resultat von erfochtenen Zugeständnissen zurück, die den Deut-scheu zwar Aerger und Schaden, dem windifchen Volke aber leider auch keinen praktischen Vor« theil gebracht haben. ES fehlt bei den wendi-sehen Abgeordneten eben an Geist und Verständ-niS für praktische volkSthümliche Fragen, und an dem Ernste, sich mit solchem zu beschäftigen. — E« wurden auch einige Beschlüsse gefaßt, welche der „Vereinigung aller Slovenen" ge-widmet sind. Darüber lassen wir nn« übrigen« noch keine grauen Haare wachsen, und die geplanten Konferenzen der wendischen und slovenischen Ab-geordneten in Laibach sind un« und der übrigen Welt ganz Wurst. E« wird damit zwar offen-bar neue Unruhe in'« Volk getragen werden, aber an einen anderen praktischen Erfolg denkt wahrscheinlich keiner von allen den VolkSver-führern. D«r Beschluß, Vertrauensmänner für die nächsten Wahlen zu bestellen, ist ebenfalls gegenstandslos, da bi« zur Wahl sicher noch sämmtliche Pfarrämter in Thätigkeit bleiben werden. I'90 [Das M a r b u r g e x Bau « rnl, etz-blatt| ist in sehr guter Stimmung. Iu seiner letzte» Nummer ruft es au«: „Wir haben einen Slovenen als Nachfolger de« unvergeßlichen Fürsten und Bischof« Slomschek bekommen. Wir dürfen befriedigt sein. Gott helfe weiter— WaS derartige GefühlSauSbrüche bei dem Hetz-blatte eigentlich bedeuten, ist nicht schwer zu er-rathen. UebtigenS steht der „Slov. Gosp." nicht al« einzige« slovenisch-clericale« Organ da. welches sich mit nicht mißzuverstehender Absicht über Bischof Stepischnegg hinwegsey», der für die ausschließlich prioilegirten wendischen Katholiken der Lavanter Diöcese natürlich ein „un-würdiger" Nachfolger deS alten nationalen Hitzkopse« war. Man sollte glauben, daß der „würdige Nachfolger" die Gut" haben werde, eine solche Herabsetzung seine« unmittelbaren Vorgänger« in der clericalen Marburg«? Presse künftighin hintanzudalten. [Richtigstellung^ Ueber persönlich«» Ersuchen »e« Herrn «loi» Lang, f. f. AreiSgerichtS-Officialen i. P., stellen »ir hiemit richtig, dessen Sohn, der in Hl. Geist bei Lolfche al« Unterlehrer angestellt »urte, nicht Ferdinand, sondern Friedrich he'bt. [Zum Ehrenbürger de« Marktes Lutlenbergj wurde der BezirkShaup mann Herr Biron Mac N e v i n ernannt. [Sanktionierter Lanbtagsbe-s ch 1 u ß.) D«r Kaiser hat den Beschluß de« steiermärkischen Landtage«, womit der Stadt-gemeinde Marburg der Fortbezug der Abgabe von Bier und Spiritussen, welche daselbst zum Bertrauche gelangen, für die Jahre 1690, 1891 und 1892 bewilligt wird, die Bestätigung er» theilt. [Die A d v o c a t e u » 2 i st e] der steiermärkischen Advocatenkammer weist mit End« 1839 «in« Anzahl von 15j Adoocaten aus, wovon 62 in Graz ihren Amtssitz haben. [Der deutsche Sprachen verein in M a r b u r g] hielt, wie man uns berichtet, vorgestern sein« Hauptversammlung ab. welch« einen durchaus befriedigend«» Verlauf nahm. Der Rechenschaftsbericht deS Obmannes. Herrn Dr. Mally, gab ein Bild der Thätigkeit de« Verein«» im abgelaufenen Jahre. Die Zahl feiner Mitglieder ist aus 114 gestiegen, die BereinSverfammlungen waren, Dank jener Mit-glieder, welche Zeit und Mühe nicht scheuten, durch Vorträge die Antheilnahme rege zu er-halten, immer sehr zahlreich besucht. Im Monat Februar fand ein Tanzkräuzchen. anfangs Juni ein AuSflng nach Leibnitz statt. Der gesellige Verkehr der Mitglieder erstreckte sich über da« ganze Jahr, indem anch während der schönen Jahreszeit, in welcher keine eigentlichen Verein»-Versammlungen abgehalten wurden, die Mit-glieder sich allmonatlich einmal zusammenfanden. „Wir können", schloß Herr Dr. Mally seinen Bericht, „mit dem Bewußtsein treu erfüllter Pflicht in'« vierte VereinSjahr treten. Möge e« un« ein gleich günstiges sein, wie da« ver-gangene. Daß dieS der Fall sei, liegt an Ihnen, an Ihrer Aller Mithilfe. Nicht mit landläufigen Schlagwörtern und leeren Redensarten wollen wir unser Dentfchthum bekunden und bekräftigen, sondern mit Thaten, mit geistiger, volklicher Arbeit, Und wenn Robert Hamerling sagt: Da« beste Mittel, deutsch zu bleiben, ist deutsch zu fein, so rufe ich: Werden wir zuerst deutsch, deutsch in der Gesinnung, deutsch in der Sprache — itr Verein haue eine Einnahme von 234 fl. 79 kr., während die Ausgaben 139 fl. 37 kr. betrugen, so daß zur Zeit ein Baroermögen von 103 fl. 92 kr. zu verzeichnen ist. Ein Theil di«f«S Betrage« ist in d«r Marburger Sparkasse nutzbringend angelegt. In den Ausschuß wurden die früheren Mitglieder desfelb«» durch Zuruf wiedergewählt. Hieraus sprach Herr aiml. iur. A. Serpp „über den Einfluß der schönen Literatur auf da« Sprachgefühl," ein Vortrag, der in warmempfundenen Worten den großen sprach-lichen Wert der Meisterwerke unserer Dichtkunst kennzeichnete. Der Vortragende wies darauf hin. daß da« deutsche Volk seine besten Dichter nicht genug kenne, und daß es eine nationale Pflicht sei, unsere Sprache vor jeder Verunstaltung aus da« Sorgsamste zu beschützen. — Herr Dr. Buko- 1590 juatz auS Wien ergriff sodann da» Wort, um in einer schwungvollen Ansprache die Bestrebun-gen de« Sprachvereine«, der in Marburg so großen Anhang gesunden, zu begrüßen. Ein fionet Tanz, der sich bi» über die zwölfte Nacht-stunde ausdehnte, schloß diese Hauptversammlung, die der Sprachverein in seiner (Beschichte besonder» zu bemerken sehr berechtigt ist, K. sDer vor einigen Tagen in Agram verstorbene Herr Guido v. Ponaratzs hat seiner HeimatSaemeinde Windisch-Feistritz 1000 fl. und der Gemeinde SchmitSberg ebenfalls 1000 fl. vermacht. Au» den Interesse» sollen dort arme Schulkinder ge-speist, hier aber brave Winzer betheilt werden. jD i e Maul- und Klauenseuchej wurde bei einem von Kopreinitz in Kroatien nach Steiermark gelangten Schweine-TranSport entdeckt, weshalb die Einfuhr von Rindern, Schweinen. Ziegen uud Schafen au« dem Belovar-Kreuzer Comitate bis auf Weileres nur mehr zum Zwecke sofortiger Schlachtung und mittelst Babn gestattet wird. 13 ii 11 u t n z «.] Slm Laihacher Ghinnasiuni waren gestern 3 Professoren und Schüler als an der Influenza erkrankt gemeldet. sGegen dieslovenischenHetzer.] Der OrtSschvlratb der slovenischen Schulgemeinde LitterSdors in Kärnten hat folgende Kund-gebung beschlossen °. „ES sei dem hohen Lautes-ichulrathe sür die bisher bestehende Einrichtung bezüglich der slovenisch-deutschen llnterrichtSer »Teilung au der hierortigen zweiclassigen Volks-schule der wärmste Tank auSznsprechen und zu-gleich die ergebenste Bitte daran zu knüpfen, daß die gegenwärtige Schuleinrichtung auch fernerhin al» dem Wunsche der Bevölkerung ent- sprechend belasten werde." » » ch sSchubbewegu n g.) Im Monate De cember wurden vom Stadtamte Cilli jO Schüblinge an ihre Bestimmungsorte expediert. Die Zahl der gefällten VerschiebungS-Erkenntnisse betrug 27. In die Besserungsanstalt zu Messendorf ivurde > In-dividuuin eingeliefert. zD i e b i i ch c * v b t i t c r.J Der Schmiedemeister Johann Zimnjak erstattet« diesertage gegen seinen Gehilscn Franz Wimmer und den Lehrling Fnmj I»«binsch«k die Anzeige, daß er ro» denselben schon seit längerer Zeit an seinem Weinvorrath be-stöhlen worden fei, und daß stch der Schade gegen-»artig aus 44 fl. 50 kr. belaufe. Der Fleischer-meister Franz Sölestin erstattete gegen seine Lehr-linze Anton Stremtschan und Matthias Flieh die Anzeige, daß sie ihn an Geld und Waare geschädigt haben. Alle vier wurden verhaftet. [Von den Brüdern erschossen.! In Filzmoo« bei Radstadt ereignete sich, «ie da« .Grazer PolkSbl." meldet, in den Weihnachi«tagen ein bedauernswürdiger Unglück«fall. Sin junger BauerSsohn hatte in einem Winkel der Tenne ei« tun» „FuchSpassen' geladene« Gewehr versteckt. Zwei kleine, vier bi« fünf Jahre alte Brüderlein kamen dazu, nahmen da« Ding in die Hand; e« öffnete sich die Tcnnthüre, der Bursche kommt herein, »m nach,»sehen, aber in diesem Augenblick gien« ihm der Schuß schon in die Magengegend. in einer Stund« war der Bauerischn todt. Mcater, Kunst. Literatur. * Gestern fand im Eillier Stadttheater eine Aufführung der Strauß'schen, so melodiösen Operette: „D i e Fledermaus' statt. Die Vorstellung war vorzüglich, und das Publikum unterhielt sich den ganzen Abend hindurch außer-ordentlich, namentlich aber im dritten Auszuge, wo die Darsteller so viel Temperament und Komik entwickelten, daß da» Hau» von Lachsalven förmlich dröhnte. Die Vorstellung war. wie gesagt, sehr gelungen, und an den Ehren d.'S Abends hatten die Fräulein Schwarz und Korzan, sowie Frau Donat großen Antheil. Nicht minder verdienstlich wirkten die Herren Strasser. Director Frinke, Werk und Braun. Da» im zweiten Acte eingelegte „komische Ballet-Jntermezzo" fand vielen Beifall und mußte wiederholt werden. — Tie nächste V«rftellung ist sür Dienitaa de» 7. d. MiS. anberaumt, und zwar wird Änzen- »Deutsche Macht- gruber's ,H«i in g ' f u n d e it" gegeben, ein Volksstück. das jetzt auf alle» größeren Bühnen Deutschlands di« Runde macht und allenthalben Erfolge erreicht. Die Darstellung, welche das Drama seitens der Frinke'schen Gesellschaft in Marburg gefunden, wird sehr gelobt. Kaus- und Landwirtschaft. [Behandlung der D i p h t h e r t t i «1 Der „Oberfchl. Volk«ztg." wird geschritben: „Interessant ist daS feiten« d«« Herrn KreiSphyficu« Babel bei Diphtheriti« angewendete verfahren. Er läßt dem Kranken alle zwei Stunden einen Thee-lSffel untergährige, flüssige Bierhefe eingehen: wo nur Preßhefe zu erlangen ist, leistet auch diese, in Wasser aufgelöst und in derselben Weis« verabfolgt, vorzügliche Dienste." sGegen Schnupfe n] hilft bekanntlich da« Einziehen von Wasser oder Salzwasser in die Nase, doch ist diese Procedur durch daS dabei entstehende Prickeln in der Nase sehr unangenehm und letztere« der Grund. we«halb diese f« empfehlen«werte Cur nie lange fortgesetzt wird. Man lege deshalb den Kopf gerade hinten über, schöpfe daS Wasser mit einem Theelöffel und gieße e« damit in jede« Na-senloch. Ohne alle Umstand« fließt da« Wasser auS der Nase durch den VerbindungSeanal in die Mund höhle und kann dann ausgespuckt werden. Allen an Schnupfen, Naseneanalverengung, üblen Nasengeruch leidenden Menschen durchaus zu empsthlen. A untes. sDaSSchloß Laecken der belgi -scheu K ö n i g s f a m i l i ej ist am I. d. Mt». ein Raub der Flammen geworden. Der Schaden beträgt zehn Millionen, da da» Schloß, welches zu den schönsten Schlössern der Erde gehörte, große Kunftschätze barg. Der sJlame Laecken wurde geleg ntlich der Verlobung des ver-storbenen Kronprinzen Rudolf oft genannt. sDie Erkrankung de« Ezaren.s welche in den letzten Tagen in den Blättern so viel'ältig besprochen wurde, wird nunmehr al« eine Lungenaffection hingestellt, w.iS i"s?serne t,anj glaubwürdig erjibciitf, cls fc.l Ezar jedenfalls erblich belastet ist. Sein älterer Bruder starb an der Schwindsucht, und seine Mutter ist demselben Leiden erlegen. Auch mit der Ge-sundheit des Großfürsten-Thronfolger» ist es nicht gut bestellt. Ob die diesmalige Erkrau-kung des Ezareu eine ernstliche ist oder nicht, läßt sich vorerst in keiner Weife feststellen, da vom Petersburger Hofe au» daS tiefste Still-schweigen beobachtet wird, übrigens auch d?u officiell ausgegebenen Bulletins nicht unbeding-teS Vertrauen entgegengebracht werden darf. fDie feierliche Ausrufung de« neuen König» von Portugal! fand letzten Sonnabend statt. König Don Earle» und seine Gemahlin begaben sich in feierlichem Zuge, welchen der Herzog von Oporto eröffnete, nach« den» Sitzungsgebäude der Eorte». Hier bestiegen sie den Thron, woraus der König, indem er die Hand auf da» Evangelienbuch legte, den Schwur leistete, die Religion und die Integrität de» Königreichs aufrecht zu erhalte», der Verfassung und den G setzen treu zu binden uid für da« allgc:neine Wohl ter Nation sorge.: zu wollen. Der Präsident der Eortes proclamierte hierauf Don Earlos I. als König vo» Portugal, während die Anwesenden in Judelruse ausbrachen. aus welche die Hochrufe der vor dem Sitzung?-gebäude der Eorte» versammelten zahlreichen Menschenmenge antworteten. Der Zug begab sich darauf in die Kirche San Domingo. Hier wurde der König bei seinem Eintritt vom Patriarchen empfangen. Dem Tedeum wohnten da» gesammte diplomatische Corp», die Minister und die offiziellen Perföulichkeiten bei. Nach der Feier begaben sich der König und die Königin zum Stadthaus«, wo der Präsident de« Munizipal-ratd» dem Könige die Schlüssel der Stadt über-reichte. Der König hielt ein« Ansprache in wel-cher er den Portugiesen für die ihm kundgegeben Königstreue dankte. Der Präsident des Munizi-palraths verkündete der versammelten Volks-menge daraus, da» Don C«rlo» l. als König von Portugal auSgerufe-i worden sei. Die Be- 5 völkerung begrüßte die Mittheilung niil lau^-anhaltenden Jubelrufen. Danach bewegte sich der Zug wieder zum PalaiS von Beleui zurück. » * ch sJ u d eN i m I u st i z d i e II st e.] Der „Köln. Ztg." wird au« Wie» geschrieben: Der Justiz-Minister hat zu Weihnachten für da» hiesige LandeSgericht vier jüdisch- Richter ernannt, drei Adjuncten und einen Rathssecrerär. den ersten jüdischen R ithSsecretär in Oesterreich. Da jedoch diese Ernennungen nur für ein Eollegialgericht erfolgten, so wurde damit von dem bisherigen Brauche. Juden nicht zu selbständigen Einzelrichtern, zu eruenuen, keineswegs abgewiche». [Di« neue Pharmaceuten-Stu-ditn-Ordnung.j welche am letzten Tage de» abgelaufenen Jahres publiciert wurde, stellt al» Bedingung der Zulassung zum Studium die Absolvieruug von sechs Mitt lschnlclasse.i fest; Realschüler müsse» lateinische Kenntnisse nach weisen. Zur Erlangung des Diploms werden drei Vorprüfungen und ein Rigorosum verlangt. DaS Doctorat der Pharmacie kann in der bi»-herigen Weise nicht mehr erworben werden. Magister, welche daS Doctorat der Philosophie erworben, dürfen den Titel Doctor der Phar-macie führen. [Deutscher Schulver « in.) Die V«r-ein»l«itung schreibt un«: In der AuSschußsitzung am 30. December v. I. wurde der Frauenort««ruvpe Brüx und d«r Ortsgruppe Leonstein für FestertrZg-nifle, s»»i« d«m Bereine böhmisch-bayrischer Roh-glaShütten in Fürth für eine namhafte Spende der Dank au«ge!pr»chen, und der Bericht d«« Au«schuß-Mitglied«« Dr. Schindler über seine Reise nach Kö-nig«feld, Trebitsch und Gr Meseritsch zur Kenntnis genommen. Obmann Dr. Weitlof berichtete über den Stand der Rigoni'- und Singer'schen Stiftung«-angelegenheittn. Für den Kindergarten in Gr.-M«s»ritsch, dann für die Volksschule, die Knaben-bürgerschule und den Kindergarten in Trebitsch würben weitere Subventionen bewilligt und d«n Schultn in Lin«dorf nnd Gutwasstr Unterstützungen für arme Kind«r gewährt. Weiter« würd« über die Schulbaukosten und d«n Abv«rkauf der überflüssigen Grundstücke der Realität in St Egddi Beschluß g«-faßt, die Flüssigmachung einer weiteren Baurate für den Schulbau in Eisenberg genehmigt und ein Credit zur Versicherung de» beweglichen und unbe-weglichen Vermögen« pro 1390 eingestellt. Schließ-lich wurden VcrwaltuugSangelegenbeiten der Verein«-anstalten in Prachatitz, DriSlawitz, Licht«nwald, Jablonetz und Windisch-Feiftrih erledigt. sU e b e r die I n f l u r e n z as lesen wir in der »Wiener Mediciuischer Wochenschrift „Im Ganzen und Großen lassen sich nach den Mittheilungen, die un» von vielbeschäftigten Aerzten zugehen, die Fälle ziemlich scharf in schwere und leichte trennen. Die letzteren unter» scheiden sich kaum merklich von dem saisonge-mäßen und landesüblichen „Schnupfen"; mit der vermehrten Secretion der Nasenschleimhaut gehen Fieber, Kopfschmerz. Abgeschlagenheit, und vage Schmerzen einher. Die schweren und eigentlich charakterifchen Fälle setzen mit Schüttelfrost, hohem, bis zu 30 und 40 Grad steigern-dem Fieber ein und bringen im AufangSstadiuin bedrohliche Erscheinungen mit sich, die aber nach zwei bis drei Tagen vollständig zurückgehen. Der Verlauf ist im allgemeinen ein gutartiger: doch sind i» der letzten Woche mehrere Fälle beobachtet worden, die letal endeten; dieselben betrafen ausschließlich marastiche oder tuber-culöse Individuen." [Land - und forstwirtschaftliche AuSstellung in Wien 1390] In Ver-biiidnng mit dieser Ausstellung ist sür den An-fang des MonateS September die Abhaltung eines allgemeinen land- und forstwirtschaftlichen EongresseS mit internationalem Charakter ge-plant und wurde zu diesem Zwecke ein vor-bereitende? Eomit5 bestehend aus den Herren: Arthur Freiherrn von Hohenbruck, Dr. E. Meißl und Dr. Ritter von Weinzierl gewählt. Die Dauer diese« EongresseS soll drei bis vier Tage betragen. Gewiß bietet ein derartiger Eongrest die erwAnschte Gelegenheit, nicht bloß die persön-liche Bekanntschaft der Beruf»- und Fachzenossen zu ??l?scht?rn, sondern auch durch d:e daselbst gefaxten Beschlüsse wichtige land- und sorst. wirtschaftliche Fragen *u eventueller Lösung zu innren. Die Verhandlungen sollen in Einzel-ectionen erfolgen, von welchen vorläufig nach» lebende in Aussicht genommen sind: 1. Section iir Ackerbau und Viehzucht. 2. Landwirtschaft-iche Special^weige (Obst-. Wein-. Gemüse-. Flachsbau. Bienen-, Fisch, und Seidenzucht.) 3. Eulturtechnik. 4. Landwirtschaftliche Industrie. 5. Forst- und Jagdwesen und forstliche Meteo-rologie. 6. Land- und forstwirtschaftliches Unter-richt«- und VersuchSwesen und Literatur. 7. Volks-wirtschaft. Die zu wählenden Localitäten sür die Verhandlungen dieser Sektionen richten sich „ach deren Theilnahme. Jeder Congreßthtilnehmer hat eine Mitgliedskarte zu lösen, die zur Theil nadme an de» Verhandlungen. Festen und Ex-cursionen berechtigt. Nähere A»skünfte ertheilt bereitwilligst daS vorbereitende Eomitf. | A u ch in Ober-Ungarn > herrscht Nothstand. Die Bauern verkaufen Pferde um 2 bis 15, Kühe um 10 bis 20, Ochsen um 30 Gulden. [Der getaufte Jude.) HerrRoscnbaum. CommiS im Geschäfte de» Herrn Landauer, hat sich taufen lassen. Mit fauerfübem Gesicht hat ihn sein Principal für diesen lag auf ein paar Stunden vom Dienst befreit; kur»e Zeit nach vollzogener Taushandlung sitzt er schon wieder auf dem Kontor-fessel. Bald darauf tritt der Chef herein und läßt sich die eben fertiggestellte „Sorresvstndenj' de» Herrn Rosenbaum «»rlegen. .Wa« »st das for S Zeug!" fährt er ihn an, „nix »e hauen und ze stechen! Machen Se da« noch 'mall' Und beim Weggehen murmelt er wohlvernehmlich vor sich hin: .Erst 'ne Stunde Christ und sch»itts-H?reile.l Im Monate D e-e e m » e r 1889 kostete in Cilli da« Hektoliter Weizen fl. 6.84, «orn fl. 5.43, Gerste fl. 5.—, Hafer fl. 3.10, Kukuruz fl. 4.28, Hirse fl. 4.—, Heiden fl- 5.40, Erdäpfel fl. 2.40, per 100 Kilogramm Heu fl- >.76, «ornstrvh fl. 1.70, Weizenstroh fl. 1.40, Streustroh fl. 1.35, Haferstroh fl. 1.63. Im Monate Jänner 1890 kostet da» Kilogramm Rindfleisch (ohne Zuwage) von 44 bis ',2 kr., Kalbfleisch von 50 »is 60 kr.. Schweinfleisch von 50 bi« 60 kr., Schöpsenfleisch 40 kr. Gra sMensflorff- Ponliy - Miiii är-Veteranen-Verein Cilli iini UrngebQDiL Deteranen! Die statutenmäßige General-Versammlung findet Sonntaq, den 12. Jänner l«»0, nachmittags 2 Uhr, im „Hotel Strauß" statt, wobei nachstehende Tagesordnung be-stimmt ist. >. Rechenschaft»-Bericht und Bericht der Cassa-Gebahrung. 1. Feststellung der Remuneration de» Cafsiers und des Schriftführer». 3. Bericht der Delegierten über den ani 5. Jän-ner 1890 stattgeiundenen steiennärtifchen Bundestag in Graz. 4. Neuwahl der Ausschußmitglieder. 5. Anträge d»r Vereinsmitglieder. Hiebei werden di« Herren Vereinsmitglieder auf § 17, Schlußsatz der Vereinsstatuten, mit dem B-isiZg«n aufmerksam gemacht, daß, wenn mit Beginn der Geueral-Verfammlung die fixiert« Anzahl von einem Drittel der Vereinsmitglieder nicht anwesend ist, nach Ablauf von zwei Stunden jede Mitgliederzahl beschlußfähig erscheint. Cilli, am 22. December 1389. Di, Bereinsteitnnq. T versendet gegen haar oder Nachnahme zu staunend billigen Preisen, und zwar —20 nur gute Qualitäten: 3* 10 Meter Anzu^stolT.......fl. 4.80 3 „ „ ' besser ..... 6.30 310 » „ fein...... 10.50 3*10 „ „ hochfein . . . „ 16.50 2 10 „ Rockstoff.......„ 5.60 S 10 „ „ fein fl. 12— bis „ 16.— Fuchfakriks-^ager E. Flusser in Brilnn, l>oiiitiilkttuerplutz W. 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Skolaut, Glaswaarenhandlung in Cilli den Alleinverkauf meines Fabrikates der M. Herrmann's Blitzlampe ätlfrr. Patent 4t,498, Ungar, für Cilli und Umgebung hat. und ist dieselbe atent g&.m&j ermächtigt, für „ _____ ron mir meine Fabrikate volle Garantie zu leisten. Zugleich bringe ich noch zur gef. Kenntnis, da** durch den grossen Erfolg meiner Lampen, verschiedene Fabrikanten und Händler grössere Durch-zugslampen unter dein Namen ..ßlitslampen" zum Verkauf bringen, diese haben jedoch bei weitem kein so weis&es, schnittiges Licht und ist demzufolge auch der Oelverbrauch ein wesentlich grösserer. Die allein eolite UUtzlnmpe trägt den Xamen de» Erfinders HEKBMAMK" im Oelbassin eingeprägt, und bitt« ich bei Ankauf darauf gütigst zu achten. M. HE11RMANN. Ferner sind alle Gattungen Laster, Hängelampen, Wandlampen, Tischlampen und sonstige Lumpen in grosser Auswahl zu den billigsten Preisen stets vorräthig. .890 7 Gasthof „zum Mohren" empfiehlt sich mit sehr nettem Passagier- und neuem Extrazimmer dem geehrten Publikum; für schmackhafte Küche und gute Getränke bei aufmerksamer Bedienung wird bestens gesorgt. WelH-rrclse: Türkenberger 1885er, Liter 60 kr. Echter Tiroler ... , 48 , Sauritscher 1886er . * 40 „ Um zahlreichen Zuspruch bittend 8—1 Koloser......Liter 28 , dto....... » 24 „ Reininetiaus-Härzenliier, per Liter 20 Kr. hochachtungsvoll i^nton Slco"to©rn.e. MM" Muster nach allen Gegenden tranco. Tuch- & Modewaren tod der billigsten bis zur allerlelnston Qifllti» für den Herbst- und »»nterbadarl ywndet auchan PH»««* zu Fabrikspreisen blHtfer als überall das Depot. K. k. priv. 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