Mbacher Zeitung. Nr. 1«4. Pränumeratlonsplei«: Im Eomptoii „anzl. fi, il, halbi- ft- 5 5<», yür die Zustellung in» Hau» halb», Nv ll. Mit b«l Post stl»,,,, fl. ,5. hall'j. ? 50. Dinstag, 13. August. Instllionsgebilr: Für lleine Inserate bi» zu 4 Zeilen »5 lr., größere per Zeile « tr.; bei öfteren Wicbcrholungcl! per Zeile 3 tr. 1879. Aintlicher Theil. »,s, ^' ^ ""^ k' Apostolische Majestät haben mit Allerhöchst nnterzeichiletelil Diplome dem Großhändler >Maz Brüll in driest als Ritter des Ordens der fernen Krone dritter Klasse in Gemäßhei« der Ordens-wtliten denRltlerstalld allergnädigst zn verleihen gerllht. Se. t. lind k. Apostolische Majestät habe», mit "^höchster Elltschließimg vom 4. d.M. dem Kom-",,sar der Polizeidirceliun in Graz Joseph Hölzl in ^nerlennung seiner belobten Dienstleistung das goldene ^erdic»stkreuz «'it der Krone allergnädigst zu verleihen MMmtlichci Tbc,!. Zur Parlamentarischen Situation. l.iN.'..^, ^"bernnge» der nationalen Ol.jane Prags Ns n ^^" ^!^ ^"' u. das neue Parlalllent il n G Wla7^^^'^'"l'chl^t voraussshen. In lmlten ^I^sto K" ^^' ^.cl) bi' Mpräse»-vertretung iwerschK. m ^^ ?"M'lle der Reichsaller Vorsicht gH i^. ^^ '"'" ^"'nach, ")'n gleich l,e!.n A km m?^ "."''''"^''"l. welche vmdieiert wurde 3„ "^" der Wahlresultate drohen M, d^ f«st qleiche Theile "" "nau r zu m ^^i.'^".^ ^"llsr^, tretung ""bindende P >l v ck't s . "^ ^'.söhnende, das ei"e Linke aber .i. Z' / ^dt es eine Rechte und solches esch f m w d^' "'^. ""b doch muß ein chcs dnrck di! w.l. .'- "^ ^ch wird sich ein sol-M NaH,^/ ^othwelid.gkeit, dc» Parlamentarismus ^.p^ ' « ,f^ ""^'"' ""^"'' und doch wlrd die ^aged^ Volksvertretung selbst jeue verbindende und versöhnende Partei hervorrufen, von welcher die ein-lettlge Parteiteudeuz noch immer so wenig als mvalich wissen will. Daß die Beschaffenheit der neuen Reichsvertretung auch ans die Negieruug und dercu Zusammensetzung von Emfluß sem wird, das darf wol nicht bezweifelt werden. Zwar hat es eme mehr als zweijährige Epoche m dem Dasein des Kabinets Auersperg-Streuiayr gegeben m welcher zwischen der Regierilng und dem ^ulkshause, keine organische Verbindung bestand. Das war mdessen ein anormaler Zustand, das Produtt einer Zwangslage, aus der ein jedes Parlament ohne "ucksicht auf die in ihr dominierende Tendenz heraus- treten oder doch herauszutreten bestrebt sein muß. Würde mau diesen Zustand der Zusammenhanglosig-kcit zwischen Parlament und Kabinct einbürgern wollen, dann würde wol die Zusanimensetzung des neuen Ministeriums keinerlei Schwiel»gleiten zu bieten vermögen. Keine der Parteien hat eme ausschlaggebende Mehrheit, leine bietet einem parlamentarischen Kabinet einen sicheren Verlaß. Was liegt da näher, als überhaupt vuu der Bildung eines solchen zu abstrahieren und, dem Postulate der Verhältnisse folgend, ein unpolitisches, reines Geschäfts- und Bcamtemumistermm dem Hause zu präsentieren. Wir können allerdings nicht bestimmen, in wie weit eine solche Eventualität iu die Erwägungen jener Kreise einbczogen wnrde, welchen in dieser Hinsicht das eulscheideudc Wort zugefalleu, wir können noch weniger bestimmen, in wie weit die nächste Gestaltuug uuserer parlamentarischen Verhältnisse nicht einen ähnlichen oder diesen Geballten in den Vordcrgrnnd bringen wird, aber gewiß ist es, daß ein solcher stets nur dcu allerletzten Ausweg vorstellen würde, den diejenigen zu acccpliere» vermöchten, welche für die unmittelbare Einfluhnahme des Parlaments auf die Geschicke des Staates eintreten. Wir sind der Ansicht und drnten, daß auch Graf Taaffe einer ähnlichen Ueberzeugung huldigt, daß jede halbwegs haltbare Combination, welche ihren parlamentarischen Ulsprnng nicht verleugnet, einem solchen Nolh-behelfe vorgezogen werden muh. Nuii gibt es allerdings bei der Zusammeusctzung des Parlaments nur zwc, Möglichteilen, seinen Ten^ denze» bei der Bilduug des Kabmels Rechnung zu tragen. Vorerst, wenn mau ein Parteiministerium schasst, welches cutwcder auf die vereinigte Gruppe der Linken, oder ein solches, das auf die vereinigten Frac^ lioucn der Rechten sich zu stützen bemüssigt wäre. Man wird wol zugeben, daß die kiage cmer solchen Regierung leine beneidensweithe wäre. Bei der Gleich heit der Parteien wäre von einem Gefühle der Sicherheit auf der Mgicrungsbant kaum die Rede, und die allergeringste Stimmenverschiebnug, der Zufall oder der Eigenwille eines Einzelnen oder'Einzelner würde uus m eine Minlstertrisc stürzen, deren Lösung doch nur wieder eme zwettc Miuisterkrise zn sem vermöchte. Solch eme Disciplin, daß die Anhänger der Parteien stelö und m allen Fällen am Platze wäreu. keimt mail bei uus nicht, nnd die Whippers, die Einpeitscher der ,aull»gen Parteigenossen, hauen bei uns noch keine genügende Autorität errungen. Es ist fcruer evident daß selbst während der Zeit, iu welcher solch em Partelkal'mel, auf seme einige Stmmleu zählende Majorität gestützt, seine Existeuz zu behaupten ver- möchte, es einerseits verurtheilt wäre, die eigene Partei stets ili guter Lauue zu erhalten und die andere stets zu bekämpfen. Sklavische Abhängigkeit von der einen Seite, deren Anforderungen es willenlos nachkommen müßte, und fchroffcr Gegensatz gegen die andere wären sein Schicksal, bis es denn endlich von dem erhabenen Piedestal, das eine jedwede Regierung einnehmen mnß, mitten in das Partcigctricbe hineingezerrt würde. Die Idee eines Ministeriums, welches allen Kräften entnommen wäre, die zu einem gemeinsamen parlamentarischen Schaffen sich verbunden haben oder welche von der gleichen Einsicht in die Nothwendigkeit solch' einer gemeinsamen Thätigkeit durchdrungen siud, lag somit nahe, und es kann wol nicht wundernehmen, wenn die czechischen Organe, welche viel früher an die Discutierung der Rcgieruugsfrage herangetreten sind, den Gedanken an ein Eoalitionsministerium ventiliert haben und noch erörtern. Mit Rücksicht auf das eben Ausgeführte kann man nicht leuguen, daß dieser Vorschlag iu der Zusammensetzung des neuen Parlamentes seine Begründung finde. Soll man zu einem unpolitischen Geschäftsministerium greifen? Dieses bedentct die Negation des Parlamentarismus. Soll man zu einem Partcikabinet seine Zuflucht nehmen? Dieses bedeutet bei dem Stimmenverhältnifse der Parteien die Lahmlegung des Parlamentarismus. Dle Eoalitiou bietet die Möglichkeit, die activen Kräfte des Parlaments zur Activität'zu verbinden. Das unpolitische Geschäslsmiuistel iuln bringt die Stagnation in das ösfeiitlichc Leben, das Partei-Kabinet brmgt den Kampf il. (iliU'l».il<^, das Coallllons-Kllblliet tauu den Waffenstillstand nnd den Frieden schaffen. Wir wollen noch keineswegs damit gesagt haben — meint das „Fremdenblatt", dessen Ausführungen wir hier wiedergeben, — daß dieser Ausweg schon be-treteu oder als der einzige accepUrrt wurde, aber wir töiineu, wcuu wir die parlamentarische Lage unbefangen beurtheilen, jenen nicht beistimmen, welche dieser von dcu Präger Organen im Hinblick auf die mit dem Eintritt der Czccheu geänderten Partcivcrhältnisse angeregte Idee cmes Eoalitlons-Kabinets jede Anerkennung versagen. Allerdings würde dieser Gedanke den größten Theil fciucr Berechtigung verlieren, wenn die Ezechen sich ,m letzten Augenbllcke noch entschließen sollten, dem Hause serne zu bleibeu. Da es nicht ausgeschlossen ist, daß für einen solchen Fall der historische Adel, wie ein Prager Blatt angedeutet hatte, seine Mandate uiederlegeu würde, so würden im Hause wieder die Gruppen der unbestrittenen und gesicherten Mehrheit sein. Wenn in einem solchen Falle diese sich aus- Zmnll'eton. Ueber Orts- und Personennamen in Kraiu. Von Prof. Arnvld Lusch i n v. Eb e „ n r c ll t h, (FortschiMss.) Die Slovene» waren, als sie ihre Wohnsitze in ^ merusterrcich aufschlüge», in Abhängigkeit von den ^va"n ^ g^th^ theilweise auch' unter die Bot-«mäkelt der Langobarden. Selbst dann. als sich im uaiten Jahrhunderte ein nationales Herzugthum bei oen Karantaner Slaven unter Voruth, Eacatius, Eei-Mnar erhol), waren dic Slovenen außer staube, für ^a) allem deu Avarcn zu trotzen. Sie traten in ein ^Mtzverhältms zn den baierifchen Agilolfingern nnd Mangten so nach deren Sturze in den Rahmen der lawlmglschcn Weltmunarchic. Dle noch heute üblichen Namen des Landes: Krain D^.^"',"!'"' reichen in diese Epoche zurück.-lT^'i Zainen Earniolia. oder streng genommen Earniola, »^"' w'e eZ schema die Langobarden anfgebracht, Estrich bezeichneten, in welchem Li ! ^"öpfuchtM Karantaner Slave» wohnten. Wie b' F""' «er sich „lit dieser Frage all, eingehendsten IM ligle, ausführt, braucht also Paulus Diacuuus fü. ^ "'"en Carniola für ein Gebiet außerhalb Krain, a sei k 1"^ Gailthal iu Kärnteu, allein die Verde» s^l D'plumen des zehnte» Jahrhunderts' — nalml?,, ^ Ht,u I'ujxmi« tniuiti« 8il,l<. waren jene Güter, welche K. Ottu II. am 23. November 973 an das Äisthum Frrismg verschenkte. 1» comiluw I'uiwmk lomit,i« ^1Iu,wr, lagen die Güter emer anderen Schenkung, welche kurz vorher vou Tribur aus erfolgt war (30. Inm !)73). Was für den Slaven eine allgememe Bezeichnung war, das wurde für dc» Driltsche» z»m lion^il j,'il>i»'wm. Der Name der Mal tomailiien ist im Stammüamrn der Äaier» u. s.w. untergegangen, seitdem die betreffende» Völkerschaften aufgehört hatten, die Grenzwächter der Deutschen gegen Rum zu sein. Dem Slovcnen hingegen kommt oei Name kl-iijilo, Gienzbewohner. nur msownt zu, als derselbe dem von den Deutscheu Krai» genannte» Lande angehört. Gerade die westlichste» Slove»e» d.e ngen -lichst » GrelMvachter der Slaven gegen Italien, die Gö zer S o ne» zählen nicht zu den Xr^i nnd ebel'so wemg die Slovencn in Istrie», in Karnten oder ^^'^Se'^ mehr als einem Jahrtausend waren und bis zur Gcaemmut blieben die Gefilde Krams mü den Geschicken deutscher Lande innig vereint. Der Adel, 1582 nahmsweise zu einer consolidierten Einheit zu verschmelze» vermöchten, dann könnte allerdings aus ihrer Mitte ein Majoritätskabinet entnommen werden, wenigstens für so lange, als diese Einigung anhalten würde. Tritt aber diese Eventualität nicht ein, kommen die Czechen in das neue Haus, so tritt die Idee eines Coalitions-Kabmets wieder in ihre Rechte. Freilich ist mit der bloßen Bezeichnung der Charakter eines solchen Kabinetes noch nicht genügend gekennzeichnet. In welchen Verhältnissen sollen die verschiedenen Kräfte und Richtungen in demselben vertreten sein? Das ist dann die nächste Frage. Sicherlich muß der Verfafsungspartei, falls sie nicht als Opposition (Mmä möm« auf die Leitung der Staats-geschäfte freiwillig verzichten will, in einem solchen Ministerium der ihr gebührende Einfluß gewahrt bleiben. Mit Rücksicht darauf, daß ja die anderen Parteien sich auf ihren Boden gestellt, ihr Werk anerkannt haben, ihre Institutionen fortentwickeln, auf ihren Grundlagen weiter bauen wollen, müßte sie in erster Reihe in Betracht gezogen werden. Sie müßte berufen sein, den Kern zu bilden, an welchen sich die Elemente reihen, welche sich mit ihr zu gemeinsamem Schaffen vereinigen wollen. Die Frage der Bildung eines Coalitions-Kabinets und seiner Zusammensetzung setzt jedoch die Anerkennung des Gedankens der Eoa« lition voraus. Diesem kann man seine Richtigkeit selbst auf die Gefahr nicht absprechen, daß dessen praktische Durchführung Schwierigkeiten überwinden müßte. Achtung vor der Verfassung, Achtung vor dem Parlamentarismus müssen selbstverständlich die Voraussetzung einer Coalition sein, die eine Regierung vorstellen soll, welche die Verfassung und den Parlamentarismus in gleicher Weise in Ehren zu halten willens ist. Es dürfte auch einer solchen, wenn und so lange sie von diesen Intentionen durchdrungen bleibt, nicht schwer fallen, Combinationen den Vorrang abzugewinnen, welche entweder die Negation des Parlamentarismus oder dessen Neutralisierung durch den steten Widerstreit zweier gleich starker unversöhnter Parteien verkörpern müßten. Aus Frankreich. Herr Grcvy hat definitiv beschlossen, in diesem Jahre weder das südliche noch das mittlere Frankreich zu bereisen, sondern sich lediglich für einige Wochen nach seiner Besitzung Mont-sous-Vaudrey im Jura zu begeben. Bestimmend soll bei diesem Entschlüsse die Rücksicht gewesen sein, daß es Herrn Greuy Verlegenheiten bereiten könnte, jetzt, da die Kammern die handelspolitischen Fragen noch nicht gelöst haben, abwechselnd in freihändlerischen und in schutzzöllner ischen Städten zu erscheinen. Dagegen hat der Präsident ausdrücklich versprochen, im nächsten Jahre das südliche Frankreich zu besuchen. Aus dem den beiden französischen Kammern erstatteten Berichte des Aufsichtsausschusses der Amor-tisierungs- und Depositenkasse über die Jahre 1876, 1877 und 1878 gewinnt man einen neuen Einblick in die staunenswerthen Fortschritte des materiellen Wohlstandes in Frankreich. Unter dem Kaiserreich waren die Einlagen in den Spartassen durchschnittlich um 30 Millionen Francs jährlich und zuletzt auf 720 Millionen gestiegen. Infolge des Krieges waren sie im Jahre 1872 auf 515 Millionen gewichen und erholten sich dann im Jahre 1873 auf 5)34 Millionen und im Jahre 1874 auf 573 Millionen. In diesem Augenblicke wurden die Schulsparkassen eingeführt, und nun trat plötzlich ein ganz außerordentlicher Aufschwung ein, der noch bis zur Stunde fortdauert. Ende 1875 hatte man ein Plus von 87 Millionen, Ende 1876 ein Plus von 109 Millionen. Ende 1877 ein Plus von 94 Millionen zu verzeichnen und Ende 1878 waren die Einlagen mit einer neuen Zunahme von 147 Millionen auf 1 Milliarde 10 Millionen Francs gestiegen. Zu keiner Zeit und in keinem Lande, sagt der Bericht, hat die Geschichte der Sparkassen einen ähnlichen Erfolg aufzuweisen. Der Fall des Obersten Langlois, welcher in Nancy einen kriegerisch klingenden Toast ausbrachte, hat neulich sein Seitcnstück bei einem Schützenfeste in den Schwesterstädten Charlesville und MeMres gefunden. Dort ließ sich der Präfect der Ardennen durch seinen Generalsekretär, Herrn Lambert, vertreten, und dieser, also eine offizielle Persönlichkeit, sagte in einer Rede, nachdem er es als den Zweck der Schützengesellschaft bezeichnet hatte, tüchtige Vaterlands-vertheidigcr heranzubilden, wie die offiziöse Zeitung des Orts, die „Union Liberale", berichtet, wörtlich: „Der Tag ist vielleicht nicht fern, da Frankreich von seinen Kindern Schutz und Revanche verlangen wird, seien wir für diesen Augenblick bereit! Ich trinke auf eure Gesundheit, künftige Soldaten, auf eure wackern Führer und auf unser aller Oberhaupt, den Präsidenten der Republik, Herrn Grcvy!" Die „Union Liberale" erklärt, sie gebe in vorstehendem den Trinkspruch des Regierungöbeamten wörtlich wieder. Sie fügt hinzn, daß ein anderer Redner, Herr v. Iouven-ccl (ein früherer Abgeordneter), an den Toast des Herrn Lambert anknüpfend, bemerkt hätte, „auch er fürchte, daß es demnächst einen Krieg mit Deutschland geben werde". Die regierungsfreundlichen französischen Blätter, wie das „XIX. Siöcle" und der „National", beeilen sich nun, den Generalsekretär Lambert wegen der Rede, die er in Charlesville gehalten, unumwunden zn des> avouieren. „Daß die Bürger", sagt der „National", „in ihrem Herzen theuere Hoffuuugeu bewahren, begreifen wir so gut wie irgend wer. Aber ein Vertreter der Regierung ist in feinen öffentlichen Reden zu einer Zurückhaltung verpflichtet, die in unseren Augen sogar die höchste Fon:: des Patnotismus ist. Die Republik will entschiedenen Frieden mit aller Welt, und dies ist nicht der letzte Grund des Vertrauens, welches sie in der öffentlichen Meinung gefunden hat. Der Friede ist für Frankreich das dringendste aller Bedürfnisse. Das allgemeine Stimmrecht hat sich seit unserm Kriegs-unglück beständig den Männern zugewendet, welche mit Recht oder Unrecht für die Träger einer vor allem friedlichen Politik galten. Die Wahlen von l8?0 und 1877 gaben diesem Gefühle einen nicht minder starken Ausdruck als die Wahlen vom Februar 1871. Eiue Regierung, die bei den Bevölkerungen in den Verdacht käme, kriegerische Hintergedanken zu hegen, würde bald an sich selbst den Abscheu erfahren, welchen jede Idee an einen Krieg dem arbeitsamen Frankreich einflößt. Die Republik hat unserem Lande den Frieden versprochen. Sie ist ihm den Frieden schuldig. Sie wird ihn ihm erhalten. Nicht in den strafbaren Aufhetzungen, welche man dem Generalsekretär der Ardenuen in den Mund legt, sondern in den verständigen Worten. die der Seinepräfect Herold die vornehmste Klasse der Bevölkerung, war deutsch. Nicht als ob eine völlige Ausrottung des slavischen Uradels durch die Deutschen erfolgt wäre. Slavifche Edle und selbst hohe Würdenträger finden wir auch außerhalb Krams in Kärnten uud Stciermart bis in das 12. und 13. Jahrhundert. Eine Urkunde K. Arnulfs vom Jahre 898 nennt den vir ^ru^mo donav no-diMatiä exorwm ^^ventidoieli, im 10. Jahrhunderte werden ein NoMM' come» (926) und ein anderer Luoutipolcuo nodills vir in Salzburger Traditionsurkunden erwähnt; 1023 erscheint ein c«m0« luräo-ßoni im Mürzthal, die Zcltschacher Grafen werden als Slaven bezeichnet u. s. w. Die Entnationalisierung des slavischen Adels in Krain erfolgte immer im friedlichen Wege, durch freiwilligen Anschluß an die deutschen Standesgenossen. Höchst bezeichnend für das Gefügte sind die Worte, mit welchen Valvafor im Jahre 1689 das erste Ka. pitel des 6. Buches „von der crainerischen und Scla-vonischen Sprache" einleitet. In allen Theilen Krams, berichtet er. herrschen „zweyerley Sprachen, nemlich die Sclavonische (oder Windische) und die Teutsche; unter welchen aber die letzte nur bey den Edlen und politen Leuten meistentheils gebräuchlich, wie nicht weniger alle Rechtsführungen teutsch ausgeführt, ingleichen alle Schriften und Briefe in felbiger Sprache verfaßt werden, dahingegen die andere, nemlich die Windifche oder Sclavonische, sich der Dorfzungen und anderer gemeiner Lippen bedient." Es kann nach dem Gesagten nicht überraschen, weshalb die Namen der meisten Edelsitze deutsch und die sluvenischen Benennungen gutentheils nur Uebersetzung oder Verstümmelung siud. Ich führe mit Berufung auf die von Valvafor im 2. Buche seiner „Ehre des Herzogthnms Krain" gebotenen Zusamn stellungen der adeligen Sitzc als Beispiele aus Obcr-krain an: Vrunnfeld (Prunfeld) Wolfspichcl (Voli-.ji i>0- Galenberg (Galenberg) wl<) Grafenweg (Xii6hi M) Stein, Kam«» Mansburq (Nen^u5) Schenckenthurn (äinkuv Rattmansdorf, I^äo^'icu. luru) Vetoes (Fels). Lieä u. f. w. Bei anderen Schlössern hat allerdings jede Sprache ihre eigene Bezeichnung: Ebensfeld, Oiodw Liechteneck, l^oneo Egg, vLl-äo Neuthal, öMuliö Galnek, Nuäiu. u. s. w. Wieder bei anderen ist der slavische Ursprung unverkennbar: Drogen,bl (Doissnmoii) Iamma (.Innu.) Dupplach (Oui>1o) Sdusch (/äuüa) u. s. w. Wie unstatthaft die Annahme wäre, daß die herrschende Klasse des Adels im Lande einzig deutscher Herkunft gewesen sei, das ist schon früher dargethau worden. Noch irriger aber wäre die Meinung, die Urbarmachung des Landes wäre vom Slaven allein bestritten worden. Die Kulturarbeit, durch welche Krain in Stadt und Land auf den heutigen Zustand gebracht wurde, ist nur durch das Zusnininenwirken der Slo-venen mit deutschen nnd italienischen Einwanderern vollbracht worden, und die Rolle des Kulturträgers ist dabei oeu zwei letztgenannten Nationalitäten zugefallen. (Echluh folgt.) gestern im Pariser Gemeinderath gesprochen hat, muß man den wahren Gedanken der Regierung suchen. Engelhardt beantragte, in dem neuen Stadthause unter den Standbildern der Städte Frankreichs zwei Plätze leer zu lassen. Daranf fagte der Präfekt der Seine gelassen: „Ich bitte Sie, diesen Antrag zu verwerfen, denn die unfruchtbaren Proteste scheme» mir nicht zeitgemäß." Im „Courrier dcs Ardennes" berichtigt übrigens der Geueralsekretär Lambert selbst das Referat der „Union Liberale" über die von ihm gehaltene Rede; in Wahrheit hätte er sich, wie folgt, allsgedrückt: „Sie haben, meine Herren, mit Ihrer Schützengescll-chaft eine wahre Schule gegründet, in welcher man das Vaterland vertheidigen und so das Vaterland auch licbcu lernen wird. Diese Zusammenkunft ist, ich stehe nicht an, es auszusprechen, eine patriotische Kundgebung, einer jener Feste, welches uns in der Zukunft unseres theuren Frankreich schon die Wiederherstellungen erkennen läßt, die ich Ihnen nicht näher zu bezeichnen brauche (lou i'^iu'lUiou» behaupten, daß der Brief des Grafen von Chamb^ einen ungeheuren Evfolg erzielt hade. „Union" oe^ sichert, daß dieser Brief eine große Aufregung ^ bonaparlistischen Kreisen hervorgerufen habe und schreibt-„Die Ereignisse verfolgten den von der Vmsel)>u>g vorgezeichneten Weg. Die Monarchie ist nicht mehr getheilt; sie erhebt sich üder die Eompetitionen, dlc ihr den Weg verlegten; sie versöhnte diejenigen, d>e in ihrem eigenen Schoße getrennt waren; sie zwingt sich jetzt den konservativen auf, die ihre Wohlthaten im Kaiserreich zu finden glaubten und ihr Bild darin suchten. Es gibt nicht mehr drei Prätendenten f^' einen Thron; es gibt nur einen König." Paul ^ Cassagnac meint dagegen im „Pays": „Ich hege l^ die Legitimität ciue große Achtung, eine große Sympathie, die ich nicht verbergen will und die mich l»st des Verraths durch die paar Dummköpfe, welche dlc unteren Schichten des Kaiserreichs einnehmen, anschuldigen liehen. Aber diese Achtung und diese Sympathie genügen nicht, das zu verändern, was die Eyve, die Ergebenheit, der Glaube meines politischen Lebens war. Ein Mann wie ich ändert niemals." Heu' Paul de Eassagnac beschwört die ^onservatmen, einig zu bleiben, well die Republik ihnen gegenübersteht-Erst die Republik besiegen, dann kann man das Ideal suchen. Ministerblmtett in London. Der Lordmayor von London gab am 6. d. M- ^ der egyptischen Halle dcs Mansionhouse das am Schluss der Parlammtösession übliche Bankett zu Ehren del Minister, bei welcher Gelegenheit der Premier d'e schon telegrafisch im Auszüge lmedergegebene Tischrede hielt und außer ihm auch uoch die Minister MarqUl» of Salisbury, Sir Stafford Northcotc und Mr. Smlty sprachen. Das Bankett verlief in der üblichen Welse-Nachdem der Liebespokal hernmgcgangen, brachte del' Lordmayor in kurzer, huldigender Rede die Gesnn^ heit der Königin, dann des Prinzen und der Prinzcjst" von Wales und der übrigen Mitglieder des königlich^' Hauses aus. Hierauf traut der Lordmayor auf d^ Wohl der Armee, Flotte und Reserve. Er begln^ wünschte die Minister zu dem erfolgreichen AbschllU des afghanischen Krieges und drückte die HoffnuA aus, daß auch der viel schwierigere und verhäng"^ vollere Zulukrieg bald ein Ende finden würde- ^ Viscount Bury dankte namens der Armee und " Marincminister Smith namens der Flotte. Der 2c»l mayor brachte sodann in den schmeichelhaftesten A" drückcu die Gesundheit von Ihrer Majestät Mum" aus. Er sagte unter anderm: „Die Rathgeber N^ Majestät sind verdientermaßen populär ill der ^ von London. Ich freue mich, in der Lage zu sein, >^ nach einer langen und mühseligen Periode der "^ .,l-zn ihren gewonnenen Triumphen und ihren übe^ denen Schwierigkeiten beglückwünsche» zu können- Lord Veaconsfield, mit lebhaften Z""Ä»-begrüßt, beantwortete dcn mit Enthnsiasmns "uf^u ^ menen Toast mit nachstehender Rede: „Mein ^ .<. mayor! Als ich am letzten Lordmayorstage d»e ^. hatte, einige Worte an Sie zu richten, sH^e" ^ Angelegenheiten nnscres Landes ein etwas lN. ^ Aussehen cmgenununen zu h^ben. Unsere Geg'"'^,.-schuldigten uns, einen durchwegs nuansfichrbaren ^, trag abgeschlossen zu haben, und daß wir "Nte^ c^ Vorwande der Erlangung einer richtigen wisse"! ^,i lichen Grenze daranf abzielten, das Land in ^< Krieg voller Schwierigkeiten nnd möglicherwcli ^ fahren zu verwickeln. Jener umnlsführbare /" ^ ist nunmehr vollständig zur Durchführung gel"" 1583 Trutz wiederholter gegentheiliger Voraussagungen be-Wldet sich in diesem Augenblicke nicht ein einziger rus-wcher Soldat auf dem Gebiete des Sultans. Der Kaiser von Rußland ist seinen Verftflichtnngen in ehrenvoller und würdiger Weise nachgekommen nnd m d'rsem Augenblicke ill Geuleinschaft mit Ihrer Ma-Mat Regi »rung und den übrigen Mächten Europa's bestrebt, den allgemeinen Frieden zu sichern und zu erhalten. Man behauptet hin und wieder, daß der andere kriegführende Theil nicht in gleicher Weise stmen Verpslichtuugeu treu geblieben sei, und daß wir du: ch denselben nicht die Reformen in der Verwaltung stm^ Provinzen verwirklicht sehen, welche durchzuführen er versprochen hatte. Ich glaube, die Gerech. Nglett — von Edelmuth gar nicht zu sprechen — verlangt es, daß wir uns darau criuucrn, daß noch vor wenigen Tagen seine Territorien von den russischen ^ruvpeu besetzt waren und daß in der Zwischenzeit M dei Unterzeichnung des Vertrages dem Sultan zahlreichere uud schwierigere Frageu zur Losung vor-yelegen haben, als irgend emem andern Monarchen w emer gleichen Spanne Zeit. Ueber den Berliner "ertrag will ich weiter nichts sagen. Jenes Iustru-nem hat seinen Platz gefuudeu uutcr deu Kapital-urlundeu, welche die Sicherung des allgememen Frie-"ei5 bezwecken; sollten sich in den Läuderu, auf welche «er Ertrag stch bcsoiidcrs bezicht, abermals Gefahren und Schwierigkeiten zeigen, so wird man in dessen "erfuguugen Hilfsmittel für alle Zufälle finden. Mein Lordmayor, Sie haben mich daran erinnert, M lch der City von London zurrst die Absicht von i ?c! "aiestat Regierum; angedeutet habe, unserm Nachen Reiche eine richtige und wissenschaftliche Grenze zu sichern. Es gereicht mir zur Genugthuung, ^ür) von London jetzt daran erinnern zu kounen^ lÄ ^'7."'"^ "reicht worden ist mit einer Genauig. d,.n ^ ^'""?^."^ Schnelligkeit der Ausführung, deren Me.chen d>e Aiinaleu der Staatslenkuuq Mid des ^ N^.^^^K^^'? ,^,^ei dem S^nm?vmf^ ,,, ^ ^ ^ ""^ ""'d "lit einer wettern ^m S u A3mic!^ """'wateten Krieges in bisherigen Ver aufe ie ^ ^" ^'"p^" g")abt. Ini abgespult, welch? d^öfs,tul/^ben sich Ereigi.ifse regt haben- allein sl, «< ,^ M""mg peinlich er-Wide spruchc ^Aewn^ ' °d' Furcht vor en.enl das LM H Zu dürfe», daß '"cht einen ein «.n N. / """arteten Krieges ailch E'Mm oder ^ . V'"'^ ""en Mangel an jene Mn Hoffuung hingegeben haben, indem Sie an eine baldige ulld befriedigende Lösung aller auf unsere süd. alrilanischen Besitzmlgeu bezüglichen Fragen glauben. Es würde mich gefreut haben, die City von London be: dieser Gelegenheit zu der Beendigung jener Handclsstoctung beglückwünschen zu können, welche nunmehr seit vier Jahren auf allen zivilisierten Ländern lastet. Es ist hier nicht der Ort für eiuc Analyfe der Ursachen jener bemerkenswcrthcu Stockuug. Ich will nicht auf deren anfängliche Urfachen zurüÄkum-Men allein ich glaube mich kaum zu täuschen, wenn lch die Behauptung aufstelle, daß zu deu Ursachcu zweiten Ranges die rücksichtslose Speculatiou gehört. M furchte, daß nur die Zeit und das Füllhorn der ^lehmig als Heilmittel für dicfc Uebel dienen wer-oeu. Eine beträchtliche Periode liegt bereits hinter uns und diejenigen, welche die Situatiou mit der verdienten Aufmerksamkeit verfolgt, habeu fchon feit enuger Zeit Anzeichen einer Besserung bemerkt; kommt ylezu uoch em reicher Erutesegeu' in der Welt im a^memen, so hoffe ich. daß wir bald die trübste» bunden hinter uus haben." (Beifall.) s^.f.?!?^ ?"' Auslaffullgell über den landwirth-MfMchen Nothstand, einer Kritik einiger jüngsten "eußeruugen Lord Hartinglons. des Führers der "pftosltwn im Uuterhause uud „Erben eines der AWteu Grundbesitzer im Lande" (des Herzogs von Aevunshlre), über die Mangelhaftigkeit der englischen «chtzverhältmsse uud eiuem Vergleiche des eugli chen landwirthschaftlichen Sistems mit dem von theoretischen M usupheu gepriesenen bäuerlicheu Aodeubcsitze ent-Wuldigt sich Lord Äeaconsfield wegen seiner weit au2,chweife,iden Nede, welche er dadurch zu rccht-'"Ugeli ,ucht, daß es ihm voraussichtlich für lange ^u nicht mehr gegönnt fein werde, zu feinen Lands-lcme,, zu sprechen. Schließlich dankt der Premier im i^l"!!' ^^ Kabinettes für die Uuterstützung. welche vnl k s. "A'ä"l voilfeitc der City gefuudell habe; felbst ^liii^^' Gegiler hätten sich lim dasfelbc geschart und w,,. ."'^ ^icht erachtet, eine Regierung zu stützen, di. m' , "hl geweseu. die Majestät der Krone und " wurcht des Reiches aufrechtzuerhalten. N.-.vl 'vlgeuden Toast auf die beiden Häufer des Parlaments beantworteten der Marams von Sali'6-^>>«"^ der Schatzkanzler. Ersterer dankte für das menen "'.^ letzterer für das Hans der Ge. das Ve.l,?/"^ "°" Salisbury sprach über d,?^ ^wlis uud die Thätigkeit beider Häuser das ^ . "le uud bemerkte unter anderem: wenn Haus der Lords iu der laufenden Seffion keine lange Liste bemerkenswerther gesetzgeberischer Arbeiten vorlegen könne, fu liege die Schuld daran in etwas an dem Hause der Gemeinen, das dem Oberhause die Bills zu weiterer Verarbeitung zusende. Das Haus der Gemeinen produciere aber nicht nur Bills, sondern auch Redeu und oftmals mehr Reden als Bills. Der Schatztanzler Sir Stafford Northcote bemerkte zum Schlüsse seiner Rede: „Wenn das Er« gebnis der Politik der gegenwärtigen Negierung, wie >ch glaube, in hohem Grade d^zu beigetragen hat, die Ehre dieses großen Reiches zu vergrößern' uud dessen Stellung zu erhöhen, so bildet das Verhalten des Hauses der Gememeil und die Unterstützuug, welche es deu Maßregelt, Ihrer Majestät Minister angedeihen ließ, keineswegs den kleinsten Factor in diesem Ergebnisse. (Beifall.) Aber wir haben nicht uur nnseren Freunden zu daukcu, sondern auch einigen unserer Gegner, die das Parteigefühl dem Patriotismns so sehr vorzogen, daß sie es zu stände brachten, uns selbst durch facliöse Opposition und dnrch gänzlich vergebliche Profezeiungcn einen großen Dienst zu leisten. Im ganzen sind w,r mit dem Resultate der Campagne, welche wir durchgemacht haben, sehr zufrieden." Die übrigen Toaste des Banketts galten dem Lord-mayor, ausgebracht voll Lord Beaeonöfield, der Corporation von London, den Sherifs von London und Middlesex, ausgebracht vom Lordmayor. und der Lady Mayoreß, ausgebracht vom Herzoge voll Northumberland. OassesneMlmten. — (Im Ab geordnetenhause) vor dem Schotten-thorc werden gegenwärtig schon umfassende Vorkehrungen zum Empfange der Nengewählten getroffen. Sämmtliche Lokalitäten uud Ubicationcn werden geschmackvoll restauriert, das Mobiliar aufgefrischt, und auch die Außenseite des Hauses erhält eine gründliche Restaurierung. — (Ein verschollenes Dors.) Im Walde zwischen Hochlibin und Scheles in Böhmen werden jetzt Nachgrabungen nach einem verschollenen Dorfe angestellt, dessen Ruinen dort entdeckt wurden. Verschiedene aus-<;egrabcnc Thongefäße und Gcräthe, die auf cin hohes Alter schließen lassen, wurden in dns Czernin'schc Musenm überbracht. Ein vorgefundenes Prrgamcntstück besagt, daß hier das Dorf Bor bestanden have, das jedoch in den Hussitcukriegeu ganz zerstört wurde. ^ — (Deutsche Naturforfchcrversamm-lung.) In den Tagen vom 18. bis zum 24. September findet in Baden-B^dcn die 5)1. Versammlung deutscher Naturforscher »md Aerzte statt. Das Programm derselben ist cin außerordentlich reichhaltiges Mehrere relwmmirrtc Gelehrte haben Vorträge über interessante Themen angekündigt, und nach Erledigung des wissenschaftlichen ThciKs des Programms sind größere Ans« flüge. darunter auch einer nach Straßburg, in Aussicht genommen. — (Bienenfleiß.) Der Chemiker Wilson in Dublin hat kürzlich berechnet, daß ungefähr 125 Klee-bluten einen Gramm Zncker geben; da nun jede Blüte aus etwa 60 Blumenkelchen besteht, so mnsscn 7'/« Millionen Blumenkelche ausgebeutet wcrdcu. um ein Kilogramm Znckcr zu geben. Und da Honig 75) Perzent Zucker enthält, ist ein Kilogramm Honig das Produkt von 5.600.000 Blumenkelchen. Man sieht daher, welche unendliche Zahl von Blumen die Bienen ausbeuten müssen, um einen Bienenstock mit Honig zu füllen. — (Nasse Summer.) Mit dem Sommer des gegenwärtigen läßt sich in diesem Jahrhundert nur der des Jahres 1816 vergleichen; während der Monate Juni. Juli und August regnete es fast beständig, so daß die Ernte fast ganz verloren ging. — Nasse Sommer kamen im nördlichen Europa besonders häufig im 1l,tcn Jahrhundert vor. Doch find auch einzelne ans früherer Zeit verzeichnet; so wird das Jahr 1248 cin besonders nasses genannt. Im Jahre 1315 soll der Regen sogar am 1. Mai angefangen und dann zehn Monate un. unterbrochen gedauert haben Die Folge war Hungers-noth uud großes Sterben. Das Jahr 1404 war gleich-falls cm böses, man klagte namentlich über den kalten Wind. der im April uud Mai herrschte, so daß die Baume ihre Blätter verloren. In Holland war die Nolh fu groß, daß cinc Anzahl von Kaufleute« die Städte Brügge. Antwerpen uud Ypcru verließ und nach Frankreich uud Deutschland auswanderte. Aus dieser Zeit hat sich am Niederrhein als sprichwörtliche Redensart der Ausdruck: „Der Tod vou Ypcrn" erhalten, mit dein man ungewöhnliches Elend bezeichnet. Von 1434 bis 1440 wird eine ganze Reihe von Nothjahren genannt, unter denen wicdernm ganz besonders Holland gelitten zu haben scheint. Wir treffen zunächst einen strengen Winter an, der vom 1. Dezember 1434 bis Ende März 1435 währte. Das Jahr 1436 weist Flnßüberschwcm-nuingcn "»f. denen eiu kalter Winter und l437 cin vollständiges Mißjahr folgten. Im Jahre 143!) wird nochmals von Ueberschwrmmungcn berichtet; 1437. 1438 und 143i) herrschten Huugcrsuoth uud Pest. — (Eine neue Brauche des Versicherung swese us.) Der Verlust von Schlüsseln gehört mehr als oft zu den unangenehmsten, die man sich denken kann. denn der Mißbrauch dieser Schlüssel führt fogar zum Diebstahl. Man hat daher bereits in Amerika und Frankreich Versicherungsbureaux eingeführt, wo mau gegen eine unbedeutende Prämie sich dagegen versichern lann. Man zahlt z. B. eine Marl an das Bureau, dafür erhält man eine Controllmarke. die mit " der Adresse des Bureaus »nd einer laufenden Nummer versehen ist. Auf dem Revers verspricht das Bureau dem eventuellen Finder eine Belohnung von vier Mail. Diese Cuntrollmarle befestigt man am Schlüfselohr. Es ist auf diese Weise alle Wahrscheinlichkeit vorhanden, daß ein verlorener Schlüssel, der für den Finder ja gar keinen Werth hat. wieder in den Besitz des Verlierenden znrückgclangt, andernfalls liefert das Bureau einen neuen Schlüssel. Ebenso ist ein Mißbrauch verlorener Schlüssel verhindert, denn der Finder erfährt gar nicht, wem der verlorene Schlüssel gehörte. fokales. — (Krainische Sparkasse.) Wie wir vernehmen, beabsichtigt die Direction der krainischen Spar« lasse einer, in nicht ferner Zeit einzuberufenden Generalversammlung den Vorschlag zu machen, den Zinsfuß für Tabularposte» vom I. Jänner 1880 an um '/2 Perzcut, d.i. von 6 auf l>'/, Perzent zu ermäßigen. Zweifelsohne wird dieser Antrag auch die Genehmigung der Mitglieder erhalten und dadurch der ohnehin schwergedrückte Rcalbcsitz nicht unerheblich entlastet werden. — (Cuncentrierung in A delsberg) Der Herr Divisional. FML, Ritter v. Schmiguz ist am Nen d, M. zu den Waffenübungen nach Adelsberg abgegangen und verbleibt daselbst bis zum 7. September. Während sciner dortigen Anwesenheit wird bis zum 24. d. M, der GM. Freiherr v. Villecz und von da bis znm 7. September der GM. Ritter v Schauer das DivisiunSlommando in Trieft führen, — Am 24. d. M. rückt das Infanterieregiment König der Belgier Nr. 27 von Trieft zu deu Waffcnübungcn nach Adclsberg ab und verbleibt daselbst bis zum 8, September. — (Unfall beim Bade n.) Wie gewissenlos es ist. Knaben in dem, wenn auch jeht sehr niedrigen Laibachstussc ohno Aufsicht baden zu lassen, davon gibt eiu Vorfall, welcher sich am letzten Freitag nachmittags zutrug, ein bchcrzignngswrrthes Beispiel. In der Nähe der Udmater Tuchfabrik, an einer als Waschplatz und Pferdeschwemme benutzten Stelle badete ein Knabe von 8 bis 9 Jahren. Der 13jährige Sohn eines hiesigen Finanzbeamten, welcher in Begleitung eines Freundes am Laibachufcr spazieren ging, bemerkte, daß der Kleine sich zn weit vom Ufer entfernte und rief ihm zu. zurückzukommen. Dieser gab den Ermahnungen jedoch lein Gehör, gericth in eine tiefe Stelle und verschwand vor den Augcn seines muthigen Warners, der sofort seine Kleider abwarf und den Untergegangenen zu retten suchte. Allein, selbst des Schwimmens unkundig, lehrte er, bevor er de» Boden unter den Füßen verlor, aus Ufer zurück und eilte nun im primitivsten Nadelostüme in die nahe Fabrik, wo er den Unfall athcmlos meldete. Der Hausmeister derselben lain gerade noch rechtzeitig dazu, den Verunglückte» in dem abgeleiteten Rinnsale, in welchem das Wasser mit starken, Gefalle auf die Räder der Fabrik einströmt, knapp vor letzterer zu erfassen und ans Land zu ziehen. Die sofort angestellten Belebungsversuche führten glücklicherweise etwa nach zehn Minnten zum Resultate, und befindet sich der Gerettete gegenwärtig im allgemeinen Krankenhause am Wege der Besserung. Der geistesgegenwärtige 13jährige Knabe, dem die gelungene Rettung eigentlich zu danken ist. verlor übrigens nach vollbrachtem Rettungswcrte seine Haltung uud bedürfte selbst einer Labung, bis er sich kräftig genug fühlte, den Heimweg anzutreten. Es ist „ur zu wundern, daß nicht mehr solcher Unjälle mit ernsterem Ausgange vorkommen, da man säst tägllch Gelegenheit hat. gegenüber dem hölzernen Schlachthause die Munterkeit oft ganz kleiner, im Flusse herumpritschclnder nackter Knaben und die — Sorglosigkeit ihrer Eltern und zum Theil wol auch der Sicherheitsorgaue zu bewundern. — (Aus dem S ch w u r g e ri ch t s s a ckle.) In der beim hiesigen Landesgerichtc am 8. d. M, gegen Johann Zupan wegen Verbrechens deS Raubes durchgeführten Schwnrgcrichtsvcrhandlung wurde der Angeklagte zu drei Jahren schweren Kerkers verurtheilt. — In der Nachmitta>Merhandlung wurde Maria Kocijancit' wegen Verbrechens des KindcSmordes zu sünf Jahren schweren Kerkers verurthcilt. — (Der Brand in Krainburg), dessen wir bereits in unserm gestrigen Blatte kurz erwähnten. be< traf cin Wirtschaftsgebäude dcs Herrn Fr, Omersa. das in der Nacht von Samstag auf den Sonntag cinaeäschert wurde. Der rasch zur Stelle gewesene» und energischen Hilfeleistung gclang cS glücklicherweise, das Feuer auf das eine Obielt zn beschranken und mehrere neben-'inende, in großer Gefahr gestandene Gebäude vor dem gleichen Schicksale zu bewahr^ NichtSdestowemger soll der - übr^eus versicherte - ^ade "„ z.eml.ch mm-haftcr sein derselbe wird au mehr als 1500 fl. beziffert, niter ,e.n berief ^^^, ^ O^.rthe Franz Riei m Blatna-Brcsouca bei Oberlaibach wurden im voriaen Monate aus einen, m seiner unversperrten Wohnung b^'dlichen Schubladelasten 135 si. theils in Fün» theils in Zehngulden Noten solme em ungarischer Thaler im Werthe von 1'/, st. gestohlen. 1584 — (Gemeindewahl.) Bei der Neuwahl des Vorstandes der Ortsgemeinde Obertuchein am 27. v. M. wurden nachbenannte Functionäre gewählt: zum Gemeindevorsteher Ialob Valuh, Grundbesitzer in Malihrib; zu Gemeinderäthen: Martin Hribar, Grundbesitzer in Cirkuse, und Blas Drolc, Grundbesitzer in Obertuchein. — (Ein wandernder Schwindler.) Am 25. v. M. gegen 7 Uhr abends kam zum Wirthshaus-besitzer Franz Umberger in Bärnberg ein unbekannter, ungefähr 32jähriger Manu, gab sich als Revident der Verzehrungssteuer aus und verlangte den Anmerkungs-, Revisions- und Anmeldungsbogen. Als ihm dieser vom Wirthe überreicht wurde, machte er denselben aufmerksam, daß er an der Verzchrungssteuer 4 st. 71 kr. schulde, und bemerkte, ihm 71 kr. nachlassen zu wollen, wenn er den übrigen Betrag gleich entrichte. Da dieses Vorgehen dem Umberger verdächtig schien, so erwiderte er, daß er lein Geld habe, worauf sich der Unbekannte entfernte. Am gleichen Abende gegen 10 Uhr kam derselbe nach Rodockendorf, übernachtete beim Wirthe Josef Oven daselbst und gab an, daß er Regimentsarzt und in Bosnien gewesen sei. Als er dort in Erfahrung brachte, daß die Besitzerstochter Maria Zupaucic krank sei, begab er sich deu folgenden Tag früh dahin und spiegelte vor, daß er der Dr. Blei weis und bereit sei, für die Kranke gegen Entgeld von 3 fl. 4l) kr. Rezepte zu schreiben und Medikamente zu bestellen, welcher Anbot auch nicht angenommen wurde. Hierauf fuhr derselbe mit einrm Postillon gegen Treffen und wurde an demselben Nachmittage von mehreren Insassen aus Groß-gaber in Gesellschaft des herumziehenden Iofcf Pla-ninöek, gegen Pluska gehend, gefehen. Nach Angabe des Planinsek soll dieser Schwindler ein ehemaliger Besitzer des Eckhauses beim Virant'schen Garten in Laibach und bereits wegen Betruges abgestraft fein. Gegenwärtig soll er als Photographengehilfe herumziehen und nach seiner gegen PlaninSek gemachten Aeußerung auch mit falschen Banknoten Geschäfte machen. Nachträglichen Erhebungen zufolge dürfte dieser Schwindler, vor dem hiemit gewarnt wird, ein Sohn des verstorbenen Niemer-meisters und ehemaligen Besitzers des oberwähnten Hauses, der Riemergeselle und Kellner Ludwig Knee aus Laibach sein. — (Vom Wetter.) Seit den letzten Tagen des Monats Juli blieb der allgemeine Charakter der Wit-teruug fast über ganz Enropa ein ruhiger, die Vcrthci-lung des Luftdruckes über dem Continent eine sehr gleichmäßige, wodurch die der Jahreszeit entsprechende Witterung überall zur Geltung gelangte. Mit besonderer Intensität trat bei den vorherrschenden Windstillen die Temperatur in den Vordergrund und überschritt all» entHalben ihre normale Höhe um 6 bis 10 Grad Celsius. Gewitterbildungcil waren wieder nur in den Gebirgsgegenden vorherrschend, ebenso die Niederschlägt', während in den Ebenen keine solchen zu verzeichnen waren. Gleichwie das abnorme kühle, nasse Wetter vordem über England, Frankreich, Deutschland und Oesterreich-Ungarn gleichmäßig herrschte, war in dieser letztver« stossenen Periode die heiße und trockene Witterung überall gleichzeitig eingetreten und andauernd, bis eine vom Atlantik gekommene Barometerdepresfion neuerlich westliche und nordwestliche Winde über unsere Gegenden brachte, welche Niederschläge und Abkühlung im Gefolge hatten und voraussichtlich noch auf einige Tage das Anbauern unsicherer Witterung mit kühlen westlichen Winden und theilwcisen Niederschlägen zur Folgc haben dürften. Neueste Post. Oriainal-Telegramnle der „Laib. Zeitung." Wieu, 11. August. Kronprinz Rudolf und Erzherzog Mlhelm spendeten für die Verunglückten in Serajewo je 1000 st. Die „Pol. Korr." meldet aus Konstantinopel das Gerücht, Mithat) werde zurückberufen und das Ministerium im liberalen Sinne umgestaltet werden. München, 11. August. Der Kaiser von Oesterreich mit der Prinzessin Gisela und dem Prinzen Leopold besuchte die Ausstellung durch zwei Stunden. Nom, 11. August. Eine lange Encyklika des Papstes an den gesammten Episkopat über das in den katholischen Seminarien und Schulen für den philosophischen Unterricht anzunehmende Sistem bezeichnet als solches die Philosophie des heiligen Thomas von Aquino. Newyork, 11. August. Der „Herald" meldet, die Unionsregierung stehe im Begriffe, in einem Rundschreiben die europäischen Regierungen aufzufordern, die Mormonen von der Auswanderung nach den Unionstaaten abzumahnen, da sie fest entschlossen sei, der Polygamie schärfstens entgegenzuttelen. — In dcr letzten Woche sind in Memphis 29 Menschen am gelben Fieber gestorben. Bad - Gastein, 10. August. Franz Joseph spendete 500 st. der hiesigen Kirche zur Vollendung der Malerei des Kirchenschiffes, 200 fl. den Gemeinde-Armen und 300 fl. dem Spitalc. Salzburg. 10. August. (N. fr. Pr.) Kaiser Wilhelm trifft am Dinstag abends um ll Uhr hier ein, übernachtet mit feinein ganzen Gefolge im „Hotel de l'Europe", wo er im Vorjahre mit' der Kaiserin zusammentraf, und fetzt die Heimreise am Mittwoch vormittags fort. Prag, 10. August. (Deutsche Ztg.) In der gestrigen Versammlung der Feudalen, an der die Führer der mährischen Feudalen theilnahmen, wurden die Modalitäten des Reichsrathseintrittes durchberathen. Die czcchischen Abgeordneten Böhmens, deren Eintritt in den Reichsrath unzweifelhaft ist, werden mit den czechischen Abgeordneten Mährens unter Ricgers Obmannschaft den slavischen Klub bilden. Serajewo, 10. August. Der Vrand hat an, rechten Miljacka - Ufer beiläufig 600 Objekte zerstört. Aemerkenswerthe Objekte, die abbrannten, sind: die katholische Kirche, vier kleine Moscheen, theilweise noch mit Vervflcgsgütenl gefüllt; die Kaufmanns ^ Warendepots in Tasli-Han-äalSija nnd Djnl-Han; die zur Aegova-Moschee gehörigen großen Religionsschulcn; ein Theil der griechischen Metropolis das Offiziersspital nnd das deutsche Konsulat; viele bessere Häuser der griechischen Familien Despiö, Petrovit, Triflovic, Heftanovic', Lukovic', Vasiljevic, das Hans Saloms und andere. Schwere Unglücksfälle find glücklicherweise noch keine gemeldet. Sieben beschädigte Soldaten wurden in das Marodehaus gebracht. Per Schaden der Bevölkerung ist enorm. Mindestens tausend Familien verloren ihr Obdach. Das Äenehinen der Truppen war ansgezcichnct. Sehr viele Offiziere und Beamte verloren ihre gesammte Habe. Serajewo, 10. August. (Presse.) Amtlich wurde constatiert, daß 7tt0 Häuser — die Nebengebäude und Läden ungerechnet — abgebrannt find. Ein Theil der Bevölkerung brfindet sich im Barackenlager vor der Stadt. Die Offiziere des 4l. Infanterieregiments Bmol» Kellner beliehmen sich äußerst gastfrei. Es herrscht Wassermangel, da die Brunnen in den abgebrannten Stadttheilen verschüttet sind. Telegrafischer Wechselkurs VMK N.August. Papier. Rente 66 65. — Silber »Rente 68 25. — Gold-Rente 78 75. 18Wcr Staats.Anlchcn 124 80. — Vanl-Actien 826. — Kredit»Actien 268 50, — London 116 95. — Silber — —. K. l. Münz«Dukaten 5 49. — 20. Franlcn . Stücke 9 32. — 100«Reichsmarl 57 35. Wien, 11. August, 2'.', Uhr nachmittags. (Schl»s,lussr.) Krcditactien 26860. 1860er Lusc 12475, 1864er Lose 157-75, österreichische Rente i„ Papier 66 62, Staatsbad» 27175, Nordbahu 220'—. 20'Frnnlenstiick, 9 32'/. ungar. krcditactien 255 50, österreichische ssrancuoank . -—, österreichische Anqlobanl 126—, Lombarden 88 ?.'>. Unio»banl8? 10, Llu»,t>ac!ic,l 573—, türkische Lnse i9 60. Comnmnal-Anleheii 111' - . EM'lischc —, Goldvcitte 78 50, ungarische lNoltncntc 91/90. Fester. Kandel und Golkswirthschastliches. «udolfswerth, 11. August. Die Durchschnitts.Preise stellten sich auf dem heutigen Markte wie folgt:_________________^ Weizen pr. Hektoliter 7 80 Eier pr. Stück . . ^ U Korn „ — — Milch pr. Liter . . -^ ° Gerste „--------- Rindfleisch pr. Kilo . - b2 Hafer „ 2 30 Kalbfleisch „ - t>0 halbfrucht „ — — Schweinefleisch „ — "" Heiden „ — — Schöpsenfleisch „ - A Hirse „ — — .hähndcl pr. Stücl . ^ "" ttuturuh „ 4 — Tauben „ , ^ "" Crdäpsel pr.Meter-Ztr. — >.heu pr, 100 Kilo . — ^ Liuscu pr. Hektoliter — — ! Stroh 100 „ . — -" Erbsen „ — — Holz, hartes, pr.Kubil. Fisolen I--------- " Reter .... 2 71 Rindsschmalz pr. Kilo — 80 — weiches, „ — -^ Schweineschmalz „ — 80 Wein, roth., pr.Hcltolit. « 2« Speck, frisch, „ __ ^ _ weißer, „ 6 2« Speck, geräuchert, „ — 65 Leinsamen „ 7 tw Äugekommene Fremde. Anl 10, August. Hotel Stadt Wien. Then, Professor; Steinharter, Schott, Neumann, Regnli und Pollal, Kaufleute; Sturm, Fabrikant; .hassck, Ledcrsabrikant, und Heller, Wicu. — Schnapp, P"' uaticr, Agram. - Stemme». Kfm., Kassel. — Popovit, Slavonien. Hotel Elefant. Neuner, Fabriksbcsitzcr. sslagcnsurt. - Sre-botnit mit Familie und Butza. Prwalr. Trieft. - v, .hay>w>, t. Obcringemcur. s, Frau, Fiume. — Dolial, l, f. Staats" anwaltssubstitut, und v. Mrincoli, Student, Gürz, - Schalt», Lehrer, Mähr, Trübau. — Arko, K'sm., Agram. - Kellner, Assecuranz-Inspcktor, Wien. Hotel Europa. Kunz, .Handelsreisender, Wien, — Terenzl», Agent des österr,'ungar. Llol,d, mit Familie, PortSaid. ^ Treffer, Äahnbeamtcr, s, Frau, Marburg. — .haffner M Ilcmowna, Trieft. Vaierischcr Hof. Kaucik, Obertrain. — Gregor, Istrien. -^ Rcibc, Marburg. — Cosmcno, Trieft. Kaiser von Oesterreich. Thiancl, Geschäftsführer, Graz. Mohren. .Heiland, Tricst. — Schneider s. Familie, Marburg' Verstorbene. Den 10. Angus». Elisabeth Znpaniic, Pfriindneri«, «5 I., Karlstädtcrstraftc Nr. l). Cntlräftung. Den 11. A u ss u st. Joses Vabsct. Sohn der Arbeiterin Maria Babscl, 5 Mon,, .hauptmanza Nr. <1, Fraiscll, Im Ziuil spitalc: Den 9. August Anna Ianc, Taglöhncrin, 4.' ^>' lPolanafilialc), Polanastraßc Nr, 42, Mutlcrtrcbs. - Mar>a Osmct, Fabrilsarbcitcrin, 16 I., Iaulsieber. ____. Meteorolozzijche Beobachtungen in Laibach^ « ^« kZ^ Z^ K ^3 ,e ^^ ^ 7U.M^. 737'92 ^-14 6 ^schwach Wlw. b'elv. 11. 2 „ N. 73608 >213 O. schwach fast heiler 0'00 9 , Ab. 73531 ^-150 O. schwach heiter Angenehmer Tag, tlarc Luft, abends sternenhell. Das Tagesmittcl der Wärme -j- 17 0", um 2's)" unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Otto mar Eingesendet. Echo des Dpcrnfcstes in Paris zugunsten der tlevcrschwclmnten von Aegcdin. Nach einem iisfcutlicheu Berichte des „Figaro" vom 9. IuN' über dieses Fest müssen wir uuter allcu französischen .Häuser"' welche dem Opcrnhausc freigebig ihre Produkte zum VertaUI für die Ueberschwcmmlcn von Szegcdiu spendeten, des Hau!^ Mannet ck Co, in Reims erwähnen, desftn Champagner^'' bei diesem großartigen Feste von der auserlesenen französisch" und ausländischen Gesellschaft fchr geschätzt worden ist. Wir wissen, daft das Haus Manuel ck Co. in diesem AugkN blicl in Oesterrcich'Ungarn Agenten ersten Ranges für den ^ lauf seiner Champagner-Weine „goldene Medaille" sucht. 2v> lüuuen nicht uuchiu, diesem .hause Glück zu wünschen, das, '^ dein es trachtet, seiner Marke bei uns Eingang zu verschall^' damit anfängt, dieselbe unter den Schutz einer wohlthätig' Handlmtg zu stellen. Ucbrigens darf der Champagner des Hauses Manuel «b ^' nicht als ein gcwöl,nliches Produtt angesehen werden. dclM/, ist das einzige Hans von Reims, welches in der letzten aM' Pariser Weltausstellung die „goldene Medaille" erhalten ha^, Vörsenbericht. N/i°«27^ °°' °"'""""'"'«"" bel»,.««-«« «°lch°i. >,. «,»m.,.l»cr«,., «i. «,,ric d«,,-, ««Id Ware Papierrente........ 6670 6680 Silberrente........ 681ü 68 80 Goldrente......... 78 55 78 6.°. Lose, 1854........ 11525 115 75 „ 1860........ 125 — 125 50 . I860 (zu 100 st.) ... 127 75 128 25 ^ 1864........ 158- 1l>850 Una. Prämien.Anl..... 10! 50 102 - Kredit-L.......... 166— 16825 «udolf«-L......... 18— 1850 Prämienanl. der Stadt Wien 11125 11175 Donau.3iegulierungs.Lose . . 108— 10825 Domäner. - Pfandbriefe . . . 143 50 — — Vesterr. Schatzscheine 1881 rück» zahlbar......... 10080 101 — Qestcrr. Schahschcine 1882 rück» zahlbar........ 100 30 101 - Ungarische Goldrentc .... 9205 9215 Ungarische Eisenbahn'Nnleihe . 113— 113 25 Ungarische Eiscnbahn'Anlcihc, Cumulütivstücke...... 11250 11290 Ungarische Schahanw. vom I. 1874.......... - - — - Anlehen der Stadtgemeinde Wien in B. V...... 9950 t)9 70 «tlb Ware Gruudeutlaftungsvbligatisnen. Nähmen.........10250 -. .. Niedcrösterreich......105 — —-— Galizien.........91— 91-50 Siebenbiirqen.......8475 85-50 Temeser Äanat......85'-- 85 50 Ungarn..........86 - - 87— Aciien vsn Vanlen. Anglo-österr. Nanl..... 12N l262i. Kreditanstalt ....... 26820 26830 Depositenbank.......-^ -— Kreditanstalt, ungar..... 25l.50 255 75 Ocsterreichisch. ungarische Ban! 825— 826 Uniunbant . . 8725 87 50 Verkehrsbank . 116— 116 50 Wiener Vankverein..... 127 - 12?'b0 klctlen uo« TranSvsrtUnterneh-munden. »eld Ware Alföld-Nahn .......137 137 50 DonaU'Dllmpsschiff.^ssellschaft 576 - 5.78-Ellsllbeth'Weslbahu.....182 - 18250 «elb war« Ferdinands-Nordbahn. . . .2200—2205 — ssranz.Iuseph.Äahn .... 14475 14525 Galizische Karl-Ludwig. Nahn 236 50 237 — Kaschau.Oderberger Nahn . . 112 50 113 -Lemberg.Czernowitzer Bahn . 13525 135 75 Lloyd . Gesellschaft.....575—577— Oesterr. Nordwestbahn . . . . 127—128— Ruoolss'Nahn.......134-25 134 75 Staatsbahn........273 50 274 . Südbahn.........89 75 90 25 Theiß.Vahn........215-50 216 — Uugar.galiz. Verbindungsbahn 104- 104 50 Ungarische Nordostbahn . . 126Ü0 12? — Wiener Tramway-Gesellschast. 188 25 183 75 Pfandbriefe. Allg.ost.Vodenkreditanst.(i.Gd.) 115-50 116 « .. « 0 , Krainischc Orundentlastungs-Obligati" . „ . , . , . Geld 91-50, Ware —'-- ,„ his stachtrag: Um 1 Uhr 15 Minuten notieren: Paplerrente 6070 bis 66 80. Silberrente 68 10 bis 6815. Goldrente 7850 bis 78 60 Kredit 269— bis 2«<,-20 Äualo I^'"" 1257b. Lvndon 116 90 bis 117 20. Napoleons H31V« bis 9 32'/.. Silber 100— bis 100' '-""««»« <«-.->" vl» ,«,^. «neolt ^ v,s ^^^0. ^nglo