3^<4 ! V ^ II > H^ «. Nr. 383. Planiimcrationspreis: Im Comptoir ganzj. sl. 1 l, halbj. s>. s>.5><>. ^!!r dic ^uslclliiiK) >n« Haul« yall'j. 5.« tr. Mit der Post ganzj. st. ,5,, hall'j. fl. ?..°i<>. Samstag, 9. Dezember Insertlon«gebl!h» bis u> Zeilen^ lmal nn fr., 2m.«0ll., ^m. > sl.; sonst pr.Zeilc Nn.«lr. li. s. w. Hnln-tionsstemptl jedesm. 3<>t». I8«3. iMDM^ ^ll» Beilegung der vollständigen krai« ""^^ Nischen ttandtagöl'erichte musite ein« getretener.Hindernisse halber «nterbrochen Werden, wird jedoch jetzt regelmässig fort» laufend erfolgen. — Heute liegt der zweite Sitzungsbericht bei. Die hicrläudigc Nepäscntanz dcr Gesellschaft hat diese sowohl gegenüber dcr StaatSvcrwaltnng, als gegen» über drittel, Personen in Oesterreich gerichtlich und außergerichtlich mit unbcschränktci Vollmacht il, allen Angelegenheiten zn vertreten, welche in dem Betriebe dcr Geschäfte in Oesterreich ihren Grnnd haben. In Rechtsstreiten, wclchc sich auf Angclcgnheitcn dieser Art beziehen, ist die ausländische Gesellschaft alS Geklagte den österreichischen Gerichten unterworfen, und, falls statutenmäßig cinc schiedsrichterliche Entscheidung cinzutrctc-u hat, ist für derlei Angelegenheiten nur ein in Oesterreich zu bestellendes Schiedsgericht zuständig. Art. V. Die hicrländigc Repräsentanz dcr Gesell, schaft hat dcr politischen Lanoesslcllc desjenigen LnndcS, in welchem die hicrländigc Haiiptnicdcrlassung ihren Sitz hat, innerhalb dcr ersten drei Monate eincS jeden Geschäftsjahres folgende Urkunden über das letztvcrgan. gcnc Geschäftsjahr vorzulegen: ii. Die Protokolle dcr abgehaltenen Generalversammlungen ; d. die Gencralbilanz der Gesellschaft; <'. die Spczialbilanz für den Geschäftsbetrieb in Ocstcr-»eich, in welcher die für diesen Betrieb bestimmten Aktiven, so wie die in Oesterreich befindlichen Be-lricböaulagcu, abgesondert von dem übrigen Vermögen der Gesellschaft nachzuweisen sind. Außerdem hat die Gesellschaft die obgcdachten Bilanzen zu veröffentlichen. Art. VI. Die Mitglieder dcr Repräsentanz hasten gegenüber sämmtlichen hicrländigcn Gläubigern dcr Gc. scllschaft persönlich für jeden Schaden, welcher aus dcr Unrichtigkeit dcr eingereichten Spczialbilanz (Art. V, lit. c) entstanden ist nnd durch die Anwendung dcr Pflicht-mäßigen Sorgfalt bei dcr Errichtuug derselben hätte vermieden werden können. Art. VII. Dic Ncchtc und Pflichten dcr in Oestcr« ^ rctch zugelassenen Gesellschaft smd nach dcn für hicr-landilie Gcscllschaflcn nlcichcr Alt ncltci,dcil Gesetze» i und Berordininnrn z» liclislhcilcn. ItlSlicsondclc halirn auf dic Gesellschaft die acsetz-lichen Bcstimmungcu über die Uebung dcr Staatsauf, ficht nnd, sofcrnc sie in Oesterreich Handelsgeschäfte betreibt, über die Pflicht zur Eintragung in die Han. dclörczlistcr, wo solche gesetzlich bestehen, Anwendung zu finden. Auch hat dieselbe, gleich dcn hicrländigcn Gesell-schaftcn, von ihren zum Geschäftsbetriebe in Oesterreich gehörigen BctricbSanlagcn, von ihren hicrlandS abgc« schlosscncn Geschäften und von ihren Handels- uud anderen Einkommen in Oesterreich die Steuern, Abgaben und Gebühren nach Maßgabe dcr hicrläudigcn Gesetze nnd Verordnungen zn entrichten. Art. VIII. Die WirtsamtcitdcrZulassunaScrklärung erlischt : :;. wcnn die Gesellschaft dcn Geschäftsbetrieb in Oesterreich innerhalb dcr ihr in dcr HulassungS. crlläruug ausdrücklich bestimmten oder, w Ermaug. luug einer solchen Bestimmung, innerhalb einer Frist von scchö Monaten vom Zeitpunkte der Er» lhcilung dcr ZulassuugScrlläruna uicht wirklich eröffnet hat; >». wenn die Gesellschaft dcn in Oesterreich schon er-ÖM'ctm Geschäftsbetrieb ohne Genehmigung dcr Slaalsucrumltmig durch einen drei Monate über-schreitenden Zeitraum gänzlich eingestellt hat; c. wenn die Gesellschaft in ihrem heimatlichen Staate rechtlich z» bestehen aufgehört oder dic volle Per-ugungS- oder Vcrkehrsfähiglcit in Betreff ihrcS Vermögens verloren hat; . wenn dcr Heimatstaat dcr Gcfcllfchaft in dcr Beobachtung der Gegenseitigkeit (Art. I Iii. d) ciuc für die hicrländigen Gesellschaften "achthciligc Aenderung eintreten, oder I». wenn die Gc-scllschaft sich Ucbcrtrctungcn dicscs GcsetzcS zu Schulden loinmcn läßt. i Art. X. Ueber dic Zulassung ausländischer Vcr-slchminasgcscllschafttii zum Gcschäftsbclricbc in Orstcr. ,rc,ch wird eine bcsondcic Borschrift folgcu. Art. XI. Die Zentralstellen, welche es angeht, sind mit dcr Vollziehung dicfcr Verordnung beauftragt. Schöubrmm, am 29. November 1805. Franz Joseph in. ji. Mensdorff m. s». Auf Allerhöchste Anordnung: Bernhard Ritter v. Meyer m. p. Sc. l. k. Apostolische Majestät haben mit Aller-höchstem Kabinctschrciben vom 30. November d. I. dein Scltionschef im Justizministerium Dr. Anton Hyc Ritter v. Glnnct dic Würde eincS geheimen Rathes mit Nachsicht dcr Taxen allcrgnädigst zn verleihen geruht. Sc. f. k. Apostolische Majestät haben mit Aller-höchster Entschließung vom 28. November d. I. den bisherigen l. l. Honorarlcgationsrath Franz Freiherrn v. Rcyer unter gleichzeitiger Beförderung desselben zum wirklichen Legationsrathe zum Geschäftsträger bei dem landgräflich hesscn-homburgischcn Hofe und bei der freien Stadt Frankfurt allcrgnäbigst zu ernennen geruht. Am 6. Dezember 1805 wurde in der k. l. Hof« uud Staatsdruckcrci in Wien das XXXV. Stück ocS RcichSgcsctzblattcs ausgegeben und versendet. Dasselbe cuthält unter Nr. 126 dcu Erlaß des Finanzministeriums vom 17. November 1865) in Betreff der Einführung dcr allgemeinen Vcrzehrunaöstcucr im Ascher ^cheugcbictc; Nr. 127 dic kaiserliche Verordnung vom 2!). November 1865 über die Zulassung ausländischer Alticncle« sellschastcn und Kommanditgesellschaften auf Aktien, mit Ausschluß Hon Versicherungsgesellschaften, zum Geschäftsbetriebe in Oesterreich; Nr. 128 die Verordnung des Finanzministeriums im Eiuvcrstäuduissc mit dcn übrigen Zentralstellen (aus-fchlics;lich des KlicaSmiuistcriumS) vom 29. No-vcmlier I8C.5 über die Gelmhrenbtstimmulia, bei Acrsctzuna definitiver Beamten auf provisorische Dienstpostcu odcr provisorischer Beamten auf pro-visorische ober stabile Dicnstpostcn, wirksam für das ganze Reich. Vom k. l. Rcdaltions-Bureau des Reichsgesetzlilatles. Amtlicher Theil. Aaiscrl. Verordnung vom 29. November 1865 ilber die Zulassung ausländischer Aktiengesellschaften und Kommlluditgcscllschaftcn auf Akticu, mit Ausschluß von Versichcruugsgcsellschaftcu, zum Geschäftsbetriebe in Oesterreich. Um Verzögerungen zu vermeiden, wclchc ciuc Ein» leituug diplomatischer Verhandlungen mit dcn einzelnen Staaten zur Folge hätte, finde Ich in Nürdiguug dcr staatS- uud voltSwirlhfchaftlichcu Ilttcrcssen ocS Reiches mit Bezug auf dcu zweiten Artikel Mcincö Patentes vom 20. September 1865 nach Anhöruug Meines Mi» mstcrrathcS zu vcrorducu, wie folgt: Art. I. Jede ausländische Aktiengesellschaft und Kommanditgesellschaft auf Aktien, mit Ausschluß dcr Vcrsichcruugsgcscllschaften, wird in Oesterreich als recht» lich bestehend anerkannt und zum gcwcrbmäßigcn Be» triebe ihrer Geschäfte uutcr ihrer Firma gleich den hicrländigcn Gesellschaften derselben Art zugelasscu, wc,m :l. dieselbe nachweist, daß sie iu dem Staate, in wcl« chcin sie sich gebildet hat, nach dessen Gesetzen rechtlich besteht uud sich dort in wirklicher uud regelmäßiger GcschäftSthätiglcit bcsmdct; >». die Regierung des Staates, dem sie angehört, die hicrländigcn Gesellschaften gleicher Art zum gc« werbmüßissc» Gcschnftslictncbc uud z»r Bcrfolgm'g ihrer Ncchlc vor Gericht iiu dort inen Staalöac. biete, auf Grundlage dcr Gcacliscitialcit, gleich dcn einheimischen Gesellschaften zuläßt, wenn ferner <;. die Zwecke der Gesellschaft den hicrländigcn SlaatS-Interessen nnd die Statntcn derselben dcn für dic Sicherheit des Verkehrs maßgebenden Grundsätzen der hicrländigcn Gesetzgebung nicht widerstreiten, uud wcnn endlich «1. die Gesellschaft durch cincn statutenmäßigen, erforderlichen Falls von der Regierung ihrcS heimatlichen Staates genehmigten Beschluß sich gillig verpflichtet, bei dcr Ausübung ihrcö Geschäftsbetriebes iu Oesterreich, nebst den allgcmeiucu Gesetzen, inö» besondere dcn Bestimmungen dcr gegenwärtigen Verordnung nachzukommen. Art. II. Dic VlNschcidimg über dcn Eintritt dcr im Art. I. erwähnten Voraussetzungen uud die Erthci« lung dcr ZulassungScrlläruug steht dcnsclbcn Bchördcu zu, wclchc in Ansehung dcr Errichtung hicrläiidigcr Gc-scllschaftcu gleicher Art kompetent sind. Die Zulassung kann für die ganze statutenmäßige Dauer dcr ausländischen Gesellschaft odcr für ciuc tür» zcrc Zeitdauer auögcsprochcu wcrdcn. , "Icdc Verlängerung derjenigen Zeitdauer, cms wclchc die ursprüngliche ZulasslnigScrtlärlmg sich erstreckt, jede Errichtuug von Filialen oder Agentien, die in dcrscldcn nicht bcgviffcu si»d, so wie jcdc, auf Grund cincr im Heimallande dcr Gesellschaft erfolgten Ergäuzuug oder Aenderung dcr Statute» beabsichtigte Erweitcrnug odcr Aenderung des Geschäftsbetriebes in Oesterreich untcr-llcat cmcv neuerlichen Entscheidung derjenigen Behörden, wclchc die Zulassung erklärt haben. Art. III. Bevor die ausländische Gesellschaft ihren Geschäftsbetrieb auf Grund dcr ZalassnngSurkuude eröffnet, verlängert, erweitert odcr ändert (Art. II). hat dieselbe dcn Wortlaut dieser Urkunde uud dic cmschlä. gigen wesentlichen Bestimmungen dcr Statuten durch diejenigen Blätter zu veröffentlichen, wclchc durch bcson< ^ dcrc Verordnungen bestimmt wcrdcu. Durch dicselbcu Vlättcr haben auch die übrigen Veröffentlichungen zu ncschrhen dic dcr Gesellschaft nach diesem Gcsctzc ob.! ^ Art. IV. Die Gesellschaft hat für ihren acsmnmtcn ^eiMftslictricb in Oesterreich ciuc aus cincr odcr mch. rercn Personen bestehende, dcr Staatsverwaltung in ^ .s'^ iur Gcnchmiguug anzuzeigende und durch die °N Mllchcn Blätter kundzumachende Rcpräscutauz zu ^ ,."'- . ?" Mitglieder an dcm Orte dcr hicrländigcn! kdc7nchmcn^ ")Mi blcibc.dcn Wohnsitz hadcu, Mchtamtlicher Theil. Laibach, 8. Dezember. Die „Wr Mdpst." schreibt: Vielseitig ist bereits die Frage augcrcgt worden: ob cS für ein Mit.li^ >. . ungcn fnr vereinbar erklären, werden die Schwein-kc.tcn mchl verkennen, in wclchc der Richter und ^and. lagsabgeordnele häufig bezüglich der Pftichte era e. w.rd d.e ,h,n diese doppelte Stellung a fer t Dm abgcsclM davon, daß dcr Richter in dem llorgesch bcnen D.enstc.d ausdrücklich schwört: ..an den allHchst oraeze.chuetenR^ierungSgrundsätzen unverbrüchl ch e uhallen," wahrend er als Abgeordneter im Wes. . .cheu lene pol,ti,chcu Anschauungen zum Ausdrucke nd u Gellung br.ngcn soll, denen seine ssommit ent,, huldigen, w>: d ich ein solcher Richter kaum d r .? gnindc.e.' Besorgniß verschließen können ß .' seme r,ch erl.chen AmlShaudluugen, mit odcr ohne Grund das Vcrtraucu aller Parteien wrss.i»li/V . ?I ' welche., er als Abgeordneler^ !'U'^'°' 'lUml der Richter vermag^enK.^d^ nur au d « ?^ c^ "^'"' ^ah er ja eben als Richter nur an das Gcfetz gebunden ist und daß, wenn er sich nur bei scmcn richterlichen Abstimmungen „nd Elitschci-düngen nach sciucr gewissenhaften Ueberzeugung auf dem Bodcn des Gcfctzcs bewegt, er dafür nicht zur Berantwor-tung gezogen werden kann. Ganz anderer Art ist das Verhältniß, in welchem dcr staalSanwaltschaftliche Frmllionär und namentlich der Oberstaatsanwalt zu der Negierunf, steht. In dcm Kronlande, für welches er bestellt wnrde ist er das Auge dcs GcsctzcS, aber auch da« Organ dcs Iustizmiuistcrs; cr schwört in seinem Diensteide sich in allem genau nach dcn ihm ertheilten Instruktionen m bcnchmcn, für deren gewissenhafte und unbcdinalc Befolgung cr nach klarer Weisung dcr Gesetze dcm Justiz. , minister verantwortlich ist. Ihm steht cs ouhcr nicht 1128 zu, auf eigene Hand Politik zu treiben, noch weniger j kann es ihm gestattet scin, als Landtagsabgcorductcr jcne politischen Grundsätze öffentlich anzugreifen, für welche ^ cr als Olgan dcS Ministers einzustehen verpflichtet ist. Das kaiserliche Manifest und daö kaiserliche Patent vom 20. September d. I. wurden den Landtagen süimntli« chcr Königreiche und Länder mitgeteilt; Beweis genug, daß die Räthe der Krone die öffentliche Würdigung dieser StaatSattc nicht scheuten, ja daß sie selbst vor den thcilivcisc» Angriffen auf dieselben nicht zurückschreckten. Solche Angriffe können aber nur vou Mäuncrn aus« gehen, welche in ihren politischen Bestrebungen keine anderen Pflichten als die ihres Mandates zu erfüllen haben, die leinen audercu Richter als den ihres Gewissens ancrkcnucu. Unmöglich kann aber die kaiserliche Regierung duldcu, daß sich Denjenigen, wclchc in den erwähnten Staatsakten eine vom Ministerium ansge« gangcue Rechtsverletzung erblicken, auch Männer beige« scllcn, die dazu bcrnfen sind, die politischen Grundsätze eben dicscS Ministeriums zu vertreten, nach den von ihm erhaltenen Instrnktioncn zu handeln. Der Einklang zwischen zwei so verschiedenen Pflichlcntrciscn kann nicht erzielt — der Widerspruch zwischen beiden aber vou keiner Regierung geduldet werden, die sich achtet und ihre Aktion selbst nicht lahmen will. Oesterreich. Wien, 5. Dezember. (Deb.) Hiesige Blälter berich« tctcn, daß gestern eine Konferenz wegen der Streitfrage des kroatischen Landtages im Staatsministcrium stattge» funden und daß die Minister Graf Belcrcdi und Graf Eßtcrhazl), der ungarische Hoftanzler von Majlalh und von der Deputation der kroatischen Fusionsuartci der Graf LadislauS Pcjaccvic, Varon Levin Rauch, Barou Lazar Hellenbach, Herr Koloman Bcdckovich uud Ad« volcit Mrazouic anwcscud waren. Hente wurde hinzu» gefügt, daß abermals eine Konferenz nnter Bciziehung der genannten fünf Herren aus Kroatien stattgefunden habe. Nie wir nun vernehmen, war dies jedoch nicht der Fall. Die Unterhandlungen, wclchc einer definitiven Beschlußnahmc nalnrgcmäß voranzugehen haben, seien noch immer in dcr Schwebe. — 7. Dezember. (G. - (5.) Ein Wiener Blatt brachte gestern angeblich von gutcr Seite die Nachricht, daß die Sistirung c>cs Beamten»Avancements in allen Ministerien und Hrfstrllen beschlossenen Thatsache sei. Wir können diese Nachricht sammt dm daran getnnpf» ten Sistirungs»Termincn und sonstigen Konsequenzen in die Reihe vollkommen unbegründeter tendenziöser Eifin» dnngcn verweisen. Pest, 4. Dezember. DaS „Politikai Hctilap" bringt wiederholt Artikel, in welchen die Frage des öffentlichen Unterrichts von len höchsten Gesichtspunkten ans bchaudclt wird. Eine in dem genannten Blatt vor einiger Zeit veröffentlichte Reihe von Artikeln lulminirtc iu dcr Annahme des „Dualismus" auf dem Felde des öffentlichen Unterrichts, nämlich des Znsam- , menwirtens des Staates nnd dcr Kirche. Hcnte beginnt dasselbe Blatt abermals eine Reihe von Aitikeln, deren Tendenz sich durch folgenden Passus charaklerisin: „Dic Zcutralisation dcs öffentlichen Uutcrrichtö findet dort tciuc Schwierigkeit, wo die Nation hinsichtlich dcr Kon« session nnd Sprache eins oder wenigstens nicht so zcr« j splittert ist, wie wir es sind. Immer allgemeiner wird! die Ueberzeugung, daß die Natioualitälcu'Fragc bei unö nur auf Grund einer freien Gemeindeorganisation ge« löst werden kann. Das Prinzip, welches wir anf dem, Feldc dcr Verwaltung aunchmcn, müssen wir auf dem Felde dcs öffentlichen Unterrichts für ebenso heilsam halten. Durch die Anwendung dicscö Prinzips werden wir unendlich vielen Verwicklungen, Mißverständnissen, Aufregungen vorbeugen, uns nnscre kräftige Entwicklung eben fo sicher wie friedlich bcgninde» können. Neusatz, 3. Dezember. Nach den heutigen Mittheilungen des „Navredak" haben dic Serben in folgenden Wahlorten ihre Kandidaten dmchgebracht, uud zwar iu Werschetz den Thcrcsioplcr Advokat Emil Manojlouic, in Oroßlitiuda dem G. Peter Earnojeuic, in Alt'Belcj den Svctozar Milctic, iu Zombor dcu G. Nikolaus Mihajlovic, in Kuluiu (durch Zusammen« gehen dcr Serben uud Sloualcu) den Milosch Dimi-lrijcvic, in Tovarisevo den Suetozar Vlilutiuovic. Klausenburg. Im siebeubürgischcu Landtage sind die Verhandlungen über die große Frage in vollem Zuge. Wichtige Frage», sind cS, die iu Klauscnbmg nuumehr ihre definitive uud bcfricdigeudc Erlcdiguug gefuude» haben. Die Vertreter sämmtlicher National^ täten haben ihre Sitze im Landtag eingenommen nnd belhciligcn sich au dcr Bcralhuug; die Uuiou ist we» nigstcns im Prinzipe von allen Seiten angenommen; Einwendungen werden nnr gegen die Art: die Revision dcs UniouöartikclS vorzunehmen, erhoben. Aber auch diese Einwendungen gcheu uicht von Korporationen: von dcr Gesammtheit der Vertreter der einen oder au» deren Nationalität aus, sowohl sächsische als rumänische Abgeordnete theilen die Anschauung dcr Magyaren und Szeklcr. Es kann daher cuentncU eine Majoritäts» und Minoritätslldrcsse zn Stande kommen, beide werden aber aus dem Gremium dcs Landtages hervorgehen, sie werden nicht die Sondelanschauungen der in sich abgeschlos« sencn, einander schroff gegenüber stehenden Nationalitü» lc» rcpräscntircu, und dies ist ein Gewinn von unberechen» barem Werthe. Das Votum der Majorität wird voll« giltig als daS Votum dcS Landes iu seiner Totalität betrachtet werden dürfen. Ausland. Turin. „Italic" versichert, daß dic päpstliche Regierung au mehrere Kabinclc, namentlich an jenes von Wien, eine Depesche gerichtet hat, in welcher neuer« dingS erklärt wird, daß sic die September« Konvention nicht anerkennt. Die Wicncr Regierung hätte hierauf dem römischen Hofe zu wissen gemacht, daß sie uic auf« gehört habe, von den bcsttn Wünschen für den heiligen Stuhl befcclt zu scin. DaS „Memor. diplom." de-mcntirl aber die Nachricht, daß Herr v. Hübncr die Weisung erhallen habe, dic Scptcmbc»Konocntion, welche der Wiencr Hof als gar ">cht vorhanden ansehe, zu Rom durchaus zu iguorircn. Baron Hübncr hat, nach dcr bestimmten Versicherung dcs „Memorial," im Gegen« theil dic förmliche Insttultioll, alle Schrille dcö Grafen Sartigcs zu Gunsten dcr vollständigen Durchführung dcr Konvention vom 15. September moralisch zu unterstützen. Iu diesem Sinne habe sich Herr u. Hübucr kürzlich bei seiner Durchreise durch Paris Herrn Dronyn de l'Huys gcgcuüber klar und deutlich ausgesprochen. Parift. Prioatnachrichtcn zufolge ist es dem in besonderer Mission daselbst anwesenden uniouislischcn General Shofficld gelungen, ein Arrangement mit Frankreich zu Staude zu bringen, dnrch welches die friedlichen Beziehungen zwifchcu den Vereinigten Staaten und Frankreich gesichert cischcinen und dcrcn nächste Folge für Napoleon die Möglichkeit scin wird, scine Truppcu ohne Gefahr für den mexikanischen Thr?n zurückzuzieheu. Mexiko. Ein aus dcr Hauptstadt vom 20. Oktober datirtcS Privatschreiben enthält folgende Milthci« luugeu: Die Hnßarcn und Uhlancu haben abermals cin glänzendes Gefecht bei Ajalapam bestanden nnd dic Bande Figucroa's zerstreut nnd über 200 Maun derselben gctödtct. Nach dem eingelaufenen Telegramm ^-denn nähere Details sind noch nicht bekannt — smd Obcrlicutmant Kawatzly, Kadct Barou Kordon und drei Hußarcn gcfallcu; dcr Obcrlieutcnaut Mocker, vicr Hußaren nud Uhlancn verwundet. In Michoaco» hat Oberst Mcudcz mit dem Kaiser-Max-Balaillo» (mexikanische Truppen) einen außerordentlichen Erfolg übcr Arteago nnd mehrere Insurgcntcnführcr errungen. Ar-teago hatte dort nicht weniger als 2200 Manu zusam« mengezogcü. Ein großer Theil derselben wurde vom Obersten Mendcz gefangen genommen. Dcr Kaifcr halte allsoglcich nach Erhalt dieser Nachricht einen Oi dounanzof« fizicr nach Morclia abgeseudtt, um dem Obersten Meu-dcz das Gcneralspatcnt uud sciucu Osfizicrcu Dekors tiouen zu übcrbriugcn. — Eiuc Depesche ans Mazatlan bestätigt die Ätachricht dcr Niederlage und dcs Todcö des Insurgcutcnführcrs Rosalcs. Dieser hatte den Abzug dcr kaiserlichen Truppcu aus Alamas dazu bcuutzl, i» dcu Ort einzudringeu und ihn plündern zu lassen. Auf die Kunde davon eilten die kaiserlichen Truppen nach Alamas in angcstrcugtcu Eilmärschen zurück- nach zwei Stunden eines lebhaften Kampfes tödlctcn sie Rosalcs, drei seiner Obersten, mehrere Offiziere nnd l05) Sol» datcn. Gefangene nnd Waffen ficlrn in dic Hände dcr Sieger. Diese Reihe von Erfolgen wurde noch vervollständigt durch das Scheitern eines Vcrfuchs dcr Feinde, der gcgen Morclia gcricht war, ohne Zwcifcl in dtt Hoffnuug, dic dortige belgische Garnison zu übc?rum< pcln. Von sehr großer Bedeutung ist dic freiwillige Anerkennung dcs Kaiserreiches in Süd'Kaliforuicn, wo die ganze Bevölkerung die Vortheile, die ihnen die Kro»e bictct, erkannt und ihre Anhänglichkeit öffentlich kund' gegeben hat, ohne daß bis jetzt anch nur cin Mauu dcr kaiserlichen Trnppen ihr Land betreten Hütte. Diese A»' crlennnng uud dic Erfolge dcr kaiserlichen Waffen habc» mächtig znr Konsolidiruug dcr Znstäudc im Iuucrn dcö Reiches beigetragen. — Die Ministcrlrisis ist ohne dcu geringsten störende» Zwischcnfall vorübergegangen. --Für dic nächste Zeit wird dcr Veröffentlichung schr wichtiger Finanzcilässc entgegengesehen. — Die Pariser „France" bespricht in einem läugercn Artikel dic Äc-ziehuugsu dcr Vereinigten Staaten zn Mexiko und gelangt zu dcm Schlüsse, daß die Aueltcunuilg dcö »cue« Kaiscrstaatcö, wenn auch dcr gecignctc Moment d^'" dcr Regierung iu Washington noch nicht gekommen t<' schcinc, doch üucr kurz oder lang erfolgen müsse, "" Dic offizielle Post auö Mcxilo bringt nachstehende Aua"' zcmcuts in der österreichischen Legion: Beim Hußarci''' rcnimcittc: Llculcnaltt erster Klasse Ioscpl) Kaual.) z>»N Obcrlicutcnant, die Lieutenants zweilcr Klasse Hcmrich Schneider, Arthur Graf La Motte nnd Alexander v. Kulczar zu Liculmautö crstcr Klasse; Kadct Bcla v. Variassy zum Licuteuant zweiter Klasse. Beim llhlancn' rcgimcntc: die Licntcnants crstcr Klasse Anton Sncho' dolski, Karl Sega, Friedrich Tl)»l»eißcn nnd Hermauu Gcbancr zu ObeilicutcuantS; die Lieutenants zwcilcr Klasse Ludwig Thom, Franz Baron Dc Fin nnd ^ bcrt v. Kotz zn Lieutenants crstcr Klasse. Bci dcr Iägcl' truppc: dic Hauptlcutc zwcitcr Klasse Hcdcmann m'd Leicht zu Haupllcntcu crstcr Klasse; die LicutcuautS erster Klasse Rambach, Nosinicö, Mauussi, Madcr nud T«' uccchi zu Obcrlictcuants; die Lieutenants zwcitcr Klasse Franz Raczet, Friedrich See und Ernest Eoltel zu Lieu» lcnauls crstcr Klasse; die Kadctcn Anton Adam, Wil' hclm Baron Scldcnct, Augnstin Linger, dcr Führer Johann Gail nnd dcr Obcrjägcr Heinrich Kaßcgcr z» LicnlcnautS zwcitcr Klasse. Äci dcr Artillerie: dic Lic>»' tenants crstcr Klasse Mallik, Molnar und Radoczai z» Obcrlieutcnants. VcrwaltungSbranche: Hauptmauu zwei- Feuilletoll. Kalenderliteratur. Die Vorläufer des Jahreswechsels sind da. Vor uus liegt ein volles Dutzend Kalender, nicht in dcm gewöhnlichen allhcrgcbrachtcn Qnart und einfachen HanS-gcwande, sondern in handlichem Oktav, iu gefälliger, selbst eleganter Ausstattung. Wer bedarf nicht eines Kalenders? Und hier sind alle Stände befriedigt. Dcm Militär empfehlen wir den „Kameraden," illnstrirten östeircichischcn Militärkalcndcr, dcsscn besonderer Vorzug außcr cincm Schematismus in nuco in den vcigcgcbcncn kolorirtc» AdjustirungSblültcrn dcr l. k. österreichische» Armee, mit voller historischer Treue cutworfen und küust-lerisch ausgeführt von Franz Gcrasch, besteht. Es sind dies: Deutsche Infanterie von l,765, National»Grenz-infantcric, Ehcvauxlcgcrs, Kürassiere und Dragoner von 1707. Dic Redaktion dcr militärischen Zeitschrift ..Käme« rad," wclchc dcn vorliegenden Kalender herausgibt, be« absichtigt, demselben regelmäßig solche Adjustiruugöbildcr beizugcben, welche, nach eincm einheitlichen Plane entworfen, ein Werk liefern werden, welches, dic Adjustirung sämmtlicher Truppcuthcile, Korps und Brauchen um-fassend, in Bezug auf Geuauigkcit uud mäßige» PrciS einzig daslchcu wird. Dcr PrciS dcs elegant ausgcstat-tetcn, üdcr 300 Scilcn Großoktau umfassenden Katen-ders ist schr mäßig. Kleiner im Umfange, obwohl anch sehr empfchlcnSwcrth durch sci»en praktischen militärischen Inhalt, ist dcr im 15. Jahrgange erscheinende Hirtenfcld'sche „M i l i tär lal en d c r." Dcr in: scchstcn Jahrgange erscheinende „Oesterr. Handels- und Vörsenlalendcr," herausgegeben vom Redakteur des „Wiencr Aktionär," E. Henop, ist eiu schr elegantes Vademekum für die Handelswclt, mit allen nöthigen NoUzcn, ltonvcrtirnngs-, Ziuscntabcllen, Zichungsübcrsichlen, Adresse» uud GcschäflScrgcbnisscn der Aktiengesellschaften u, s. w. Beigefügt ist cin Tage» buch für Einschrcibuugc» und cine Iahrcsübersicht, das Ganze schr bequem i» der Art eines Notizbuches auSgc« stattet. Pharmazeuten uud Doktoren finden ihre Fächer würdig vertreten in dcm „P ha rm azeu tische n" und „Oesterr. Mcdizi» allale» dcr" i» Taschen« format. Dcr erstere hat bereits seine» dritten Jahr» gang angetreten und bietet dem Pharmazeuten viele geschäftliche Notizen, unter denen wir nur die Arzueitaxc dcr österreichischen Pharmalovöe, OrdinatiouSnormen, Tabelle zur Verglcichuug dcr Medizinalgcwichle hervor« heben wellen. Der „M edizinallalende r," 21ster Jahrgang, herausgegeben vo» Dr. Nader, mit dcm Bildnisse dcS Professor Sigmund, mit fachwissenschaft« lichcn Abhandlungen der DDr. Sigmund, Grubcr, Stein« bcrger :c., Heilmittelrepertorinm, Arzneitaxe, Gebühren» tarifen uud vielen audereu nothwendigen Notizen, vcr« einigt, wie dcr Pharm. Kalender, mit einem Tagcbuche, kaun dcr ärztlichen Wcll bcslc»s empföhle» werde». Seit drei Jahre» hat sich dcr Stube »ten-talc »der in dcr Kalcudcrwclt eingebürgert. I» gcmz gleicher Ausstattung, wic die vorigen, biclcl cr allcö für eiuc» Jünger dcö Wissens Nöthige: UniocrsitätS-almanach, Studicugesctzc, Aurschcnschaflcn nud Vcl' bindnngcn i» Oesterreich, Pcrso»alsta»d dcs Lehrkörpers der k. l. Gymnasien »ud Realschulen und vieles Andctt< I» de»l höchsten Staate, elegant gebunden in Le>'^ wand mit Goldschnitt, zeigt sich nnö dcr „Notizl^ lender für die elegante Welt." Handlich >'"" hübsch ausgestattet siud dcr „kleine Wiener O^ schäfts« »ud Aus lunftö talc» der" uud b"' „Wie»er Tasch cnkalc» der" und — bald hätten wir dcn „Portcmon»aiclalc»dcr" überschc", was bei seiner Kleinheit »icht Wunder nchmc» windc, dic aber seiner Eleganz »nd Zwccknlüßigkcit leinen Abbruch thut. Einen alten liebe» Äcla»»te» begrüße» wir lN Vogel'S „VolkSkalcndcr" mit dcn viele» sch"""' Holzschnitte», cin wahres Volksbuch zur Unterhaltung und Belehrung. Wir fi»dc» da »nlcr Anderem „Prinz Eugen und dic schöne Lorl," eine höchst interessante Episode ans dem Lebe» dcö große» Helden »nd zugleich edle» Mcttschen. Wir fiudc» sei» „Standbild" besprochen von Schimcr, wir erfahren Manches über „Ncuwien" u»d Altwien »nd lom,en daher diesem scho>' sci» 22. Jahr antretende» Kalender »ur die weiteste Verbrcituug wüuschc». De» schö»c» Lcscrilmcl, kön»c» wir dc» Wie»" „Salo»kalender" wegen sci»cr elegante» AuSstal' tung unbedenklich culpfehlcu. 1129 ter Klasse Noder zum Hauptmanu erster Klasse; Oder-! licutcuaut Moravan zum Hanplmaun zweiter Klnfse.! Aerztliche Brauche: dic Odcnuzlc Hanptlcntc ,;uni>cr Klasse Dr. Joseph Braun und Karl Heincmanu zn Oberärzten Hanptlcntcn erster Klasse; die Odcrmztc, Obcrlicntcuants Schinidlciu und Haudcfchcck zu Olicr-^ ärztcu Halifttlcutcu zwcitcr il lasse. 3dew'?jork, 23. Noucmdcr. Dcr Mariucminisler rcduzirtc daS Vcamtcupcrsonal dcr licdcnlcndstcu itrirgS« schiffswcrftc um die Halste. Ob General ^ogan dm Nlcxikanischcu Gesaudlfchafldposlcu annchmcn wird, ist noch ungewiß. Iu Florida auuullirlc die Kolwcntion den Sczcsfionobcschlus; wcgcu dcr illclicllcuschnld und dcr^ SNavcrci; dieselbe nahm daS Nc^erzcngniß an. Dcr Kaudidat zum Amtc dc(l Sprechers vom Rcpräscntan-tenhansc, (iolfa^, tritt dcr sofortigen Zulassung südstaat-lichcr Kongreßmitglieder cntacgcu. Wcgcn angcdlichcr! Unterstützung rcpndlikanischcr ÄclagcrnngStrnppcn dnrch BundcssoldcUcn gad, dem Vernehmen nach, iiaiscr Ätn-^imilian, Vcrwicklnna.cn licfürchtcud, dcu iltciscplan »wch Yucatan auf. Die 5taiserin hält jedoch fest an dcr ynca-tauschen Reise uud will darauf ciucn Anou hicr zur ^andtag^crofs-nung nach Pest und Ofen abreisen. Auö diesem An» lasse hat cinc Ehrenlompngnic des Infanlcricrcgimcutö Großhcrzog uon Sachscn-Wcimar 9ir. 64 mit dcr Fahnc und Mnsiltapcll« <ü! ^»ünull! mit Feldzeichen au dem gcuannlcu Tagc rechtzeitig am )iordbahnhof gestellt, zu sein." -' Einer Mittheilung des „Idiil Tannja" znfolgc wird dcr (5igculhiimcr der „Dcliatlc" in Pest demnächst cin ungarisches politische« Journal hcransgcbcu, welches, wie wir andciscits erfahren, das Organ des Grafen Georg Appunyi sein wird. — Auf den Marktplätzen in Wie» gchcu jetzt Kna» ucn uut hcißcin Äiilchlassce hanfiren. Dcr Kaffcc be« findet sich in verschlossenen Gläfcrn, wclchc wicdcr in lieißcm Wasser stcl)ci,, daö sich i„ ciucnl .Nislchell uc>» Blech bcsiüdct. Am Hof lvcrdcn läßlich ^00 solche» Glaser Kaffee in dcr Zeit von 5 bis 7 Uhr Frnh r>cr. lanft. . . Wie man der „Nivista Frinlana," einen, in Udinc erscheinenden Blatte, ans Wicn tclcgraphirt, wird die Nndolssbahn übcr Tarm's, Pontascl, Udinc bis ans Meer geführt. — Ain 5i. Dezember starb in Köln Adolf Kol-ftiug, dcr Gründer dcr Gcscllcnvcrcinc, nach längcrem Leiden. Kolpiug war bis zu seinem 23. Lebensjahre noch Schnhmachcrgcscllc nnd wnrdc anf wunderbare Weise auß dcr Wcrlslältc znm Pricstcrthnmc gcrnfcn. Sein eifrigstes Vcslrcbcn ging nun dahin, dnich Beyründnng^ der Gcsellcnucrcinc dcr Wohlthäter seiner ehemaligen Sllliidcsgcnosscn z» werden. Das großartige Gesellen» hospital in it öln ist sein Wcrl. — Vor einigen Tagcu starb die Tochter (ihoisculs, dcö Ministers Ludwig XV. Die Dame sagte cmcin jungen Herrn, dcr gegen die Gesellschaft von ehedem uud ihr Siltcnvcrdcrbuiß eiferte: „Wir warcu nicht schlim. mcr, als dic Damen von hcntc, aber wir waren auf> richtiger." Mademoiselle Choiscul, dic übrigens daS 80. Lebensjahr erreicht hatte, war cinc intime "Freundin ChatcanbriandS. — Dcr Schöckclprophct stellt eincn langen, aber im Ganzen ziemlich milden Winter, ohnc andauernde heftige Kälte iu Aussicht. Ocftcre größere Schnccsällc sollen erst gegen Eudc desselben eintrctm. Dcr Dc-zcmbcr soll mit uaßlaltcr, meist mbclreichcr Witterung dcgiiuic,,, in dcr ersten Hälftc ziemlich unfreundlich sciu und von wenigen sonnigen Tagcn untcrbrochcu werden; dic zweite Hälfte foll mehr hcitcrc Tagc und cinc in» tcnsiucrc Kältc bringen. Schnee werde im Dezember wenig fallcu. — Iu Lothringen, namentlich in dcr alten Hanpt» stadt dieses cinst dcntschen Hcrzoglhnuis Nancy, wird gegenwärtig lebhaft übcr dic Frage verhandelt, ob im Jahre 1866 dic hnndcrtjährige Vereinigung Lothringens mit Frankreich feierlich begangen wcrdcu soll odcr nicht. Der „Monitcur dc la Mcnrlhc" muntert dazu in fol« L.cndcr Wcisc auf: „Sind die Lothringer geneigt, 1866 <'" erstes Inbilänm zu feiern, wie dic Elsasscr im Jahre sj^ bereits ihr zweites, odcr, bcsscr gesagt, wollenste dcn ?'l ^'^ Franzose» zeigen, wie unsere Nachbarn in ,., geben soll, nm an Ort nnd Stelle dic Ursachen zu stu» diren, welche znr Erzeugung dcr Cholera beitragen. So» bald dicsc Kommission ihrc Arbeite» bccndigt habcn wird, tritt die Sanitätslonfcreuz untcr Vorsitz Aali Pascha'S zusamiucn. ^iolialöericht und Korrespondenzen. Anläßlich drr i„ „»snrr 2>tlMl'och!l»l!l!!U'r c,^nachlc» 3ic>li; habcn wir ;i> dnichliqcii, daß nicht dic Hcrn-ii Zhrschlo und Tnpiu; allein Vi.iriitlniüur d>>r Oörlschachrr Papinjadiil find, sondrrn daß lrtztcic Eissriühnin drr Orstllschaft d^r Iosl'fsthalrr Fnwl ist. — Tic Vorlrässc cms dcr ^ a u d >u i r l h s ch a f tö l c h r c niu hlcsigcn Gymnasium waren s»ü virlcn Jahren nicht von cnirr sc> grofil'n Zahl von Hörern besucht, als hener. Herr Professor >r on 5 el, welcher in diesen, Jahre dc» Gegenstand tradirt, hat üder 00 Zuhörer, darunter <1^ Theologen. ! — Ziiiu Pfarrer der hiesigen evangelischen Gemeindc nnd der Filiale in Cilli wurde Herr Dr. Schat ans Darmstadt gewählt, dessen Approbation zuversichtlich erwartet wird. — Hente wird vou den Turnern, Sängern uud Schlitzen wieder ein Kneipabend abgehalten. — Morgen Nachmittag uni halb 3 Uhr findet im Redouten: saale die erste Probe ;u Meildc'lbsohuö „O e d i p u e" mit Orchester slatt, welchem große MusiNverl die philharmonische Gesellschaft nächsten Freitag ;ur Ansfiihruiig bringt. Wir werden nächsten« eine Uebersicht deö textlichen Inhalt« drö „Oedipns" dringc». — Hliitlwoch Adendö winde von ciuer Iägerpatronille der Diener eiue«5 hiesigen Generals in einem Wirthshause betreten, festgenommen und, da er der Patrouille Widerstand leistctele, durch eiuen nnglnellicherweise tödtlichcn Stich in den Ärnsttorb getroffen. Derselbe ist bereits an dieser Nnnde gestorben und gestern Nachmittag mit militärischen (5hren beerdigt worden. — Die soeben erschienenen „Mitlheilnugen deö historischen Vereinn für Kram" einhalten : „Geschichte.Kramö mit Rüelsicht auf die angrenzenden Länder znr Römerzeil." Bon Professor Peter Pelrnzzi. Der vorliegende Abschnitt behandelt in der dem Verfasser eigenen anzichmden Ncise das 5,'eben einiger hochstre, beuden Pannoiuer iu der Zeit dett sinlenden Romerreich«. Feruer finden wir in dem vorliegenden Hefte von dem ilberauö thätigen Milglieoe P. H it., iilgcr: 1. „Nachträge znr sünshnndertjuh-rigen Gründnngöfeier von Neusladtl (Rndolsswerlh);" ^. „Anezng au« dem Schriftenregistrr der Stadt Stein;" .'!. „Statistische« aui< ^raiu uom 18. Jahrhunderte (VersorgnugShänser im Jahre 1767, Aerarialschnlden in ^rain ilM, Hauptgillbuchertralt vom Jahre 175»^). (TchluHvcrhaudluugett) beim l. ! i.'andeegerichle in !l,'aibach. Am 13. Dezember. Josef Stibil und Johauu Doberlet.-Schnüre lörperliche Vefchädiguug. Harlelmä Aolf: Diebstnhl nud öffentliche Gewalllhätigteit. — Äm 1^. Dezember. Auton <^c!' und Franz Bresez: Diebslahl. Atalhi^ Faidiga: Tiebstahl. Joses Alait,,,'',: Tiebstahl. — 1.^,. Dezember. Franz Urlm5 und Franz Po-ga.'ar: Schwere lorpcrliche Veschädigmig. Emil Statin: Diebstahl. Aus den Landtagen. Lemberg, 5. Dezember. Es wird bctaunt gc» geben, daß znm Vorsitzenden dcr Gcmcindcgcsctzlommis. sion Graf Hollichowsti, zi» dcsscn Slcl^crt» clcr Las. loivoli lil,d 3ldam Pcilocli; zi, Stlrelütlii: Flilmai„irli »lud Wudzilli; — z„m Boisi^cndc« dcS Pctilioli^allc!. schusscö: Äorzkowöti, zu dcsscn Slcllvcrtlrtcr Huppen, zum Sclrctär ?tchrcbccti gewühlt wurden. — Mehrere Petitionen, darnntcr cinc Petition zahlreicher Slädlc GalizicnS nm Acndcrnng dcr Landtagswahlordnung. — Abg. Zyblilicwicz beantragt Maßregeln wegen des Ins< lcbcntrctcns dcr gräflich Slarbelischeu Armen« und Waiscnstiflnng in Drohowycc nud Äcsrcinng dc>selben von der tuntrailmäßigcn Bcrbindlichlcit dcr ^rhallnng des Lcmbcrger Theaters (wird uutcrsliltzl und dcr La», dcsfondstouimission zugewiesen). — Hchc Lesung dcr Vorlagen dcS LandcSanöschnsscs, betreffend Kirchen-, Schul- nnd Strahenbanlonlurienz i^crslcrc Vorlagen gehen an dcu Spczial», letztere an dcn Administrativ' ansschnß). Dcr Antrag Zdnu wcgcn allgcmcincr Ein,! fnhrung dcr (Ärundbüchcr gchl an dic jnridische Kom« mission; cbcnso dcr Antrag CiclMz wcgcn Wcchsclfähig. lcitobcschränlnng dcr Aaucrn; schlicßlich finden dic Sctrctärwahlcn statt; gewählt: Grochololi, Kulczycti-dann zwei Nachwahlen, ^itachslc Sitzung Donnerstag' zNausenbur.,, 5. Dezember. In dcr heutigen Lanolagssitzung wurde die Diskussion bcznglich dcr Union , fortgcfctzt. Morgen diirfle dcr Schluß dcr Äcralbuna stattfinden. Troppau, 5. Dezember. Der Anlrag auf Errich. ' tnng cincr schlcsischcu HyVolhclcnbanl wird dem Finanz. ausschu,sc zngcwiescn. Donnerstag lommt die Adresse wcgcn dcS Scptcmbcrpatcntcs zur Debatte. Uemilc Nachrichlnslnd Telegramme. Aaram, 7. Dczcmbcr. Die heutige Nnmmcr dcS , „Pozor" spricht sich ubcr das von dcr Deputation dcr uatioual-libcralcu Partei, aus Anlaß ihrer Sr Majc» stät überreichten Äcschwcrdcschrift, crzicltc Ncs'nllat in uachslchcndcr Weise aus: Dcr Erfolg ihrer Mission sci c>n oolltommcncr; cs sei ihr ausdrücklich verspreche» worden, daß dic durch falsche Iutcrprcta'ion dcr Gc-schastSordnnng culstaudcncu Mängel rcklifnirt werdcu. Dic dicsfälligcn Entscheidungen scicu jedoch uoch uicht zur Reife gcdichcu, um fchou hculc veröffentlicht zu wer-dcn. (5bcn aus dicfcm Grunde feien uoch einige Mit-glicdcr des Komilcc iu Wicn gcblicbcu, bis dcr Gc« gcnstand gänzlich dcr Beendigung zugcfiihrt sein wcrdc. München, 7. Dczcmbcr. Die heutige „Bair. Zta.." meldet, dcr König, insormirt iibcr dic thatsächlichen Vcr-hällnissc, welche dem in jnngstcr Zeit vielbesprochenen Konflikt zu Hrnndc licgcn, habe fich anläßlich der er-haltcncn ^rllärnngcil entschlossen, Hcrru illichard Wa«. ner dcn Wunsch auszudrucken, daß derselbe einige Monate aus Vaieru verreisen möge. Berlin, 6. Dezember. Dic heutige ..Prov, Korrcsp." schreibt: Dic östcircichisch. preußischen Verhandlungen über oic Hcrzogthümerfragc haben seit dem Gastciner Vertrage vollständig geruht. Die Zeitimgeangabeil über Anträge und Vorschläge Pieußcns odcr Erklärnugen Oesterreichs seien völlig erfunden; weder schriftlich uoch mündlich habe ein Auslausch über Erlcoignng dieser Angelegenheit stattgefunden, (öbcnso seien alle Milthei» lnugcn von cincr beabsichtigten außcrordeutlicheu Sendung nach Wicu grundlos. Berlin, 7. Dezember. Die „Svcner'schc Zcitnug" dcmculirt dic von d-r Wiener „Prcssc" gebrachte '.'lach. richt von Briefen, wclchc letzthin Graf Bismarck an Kaiser Napoleon und Minister Droniu geschrieben ha. bcn soll. Kiel, 0. Dezember. (N. Fr. Pr.) Graf Mensdorf verlangte einen Bericht übcr die Landcsznstände im All« gemeinen. Auch die holslein'schc Landesregierung überwacht die TagcSprcsse schärfer bchnfs Vcrmcidnng jeder Differenz mit dem Statthalter von Schleswig. Nom, 0. Dczcmbcr. Dnrch Dctrct dcs PaftsleS wird jcdcS Agic» auf päpstliche Münzen untersagt. PariS, 6. Dczcinbcr. Offiziösen Mittheilungen zufolge hat Sheffield lcmc bcfoxdcre Mission. Shof« field ist aus Gesundheitsrücksichten nach Europa gclom» mcn und wird daselbst cincu lüngcrcn Aufenthalt nchmru. ! Brüssel, 7. Dczcmber. Dcr heutige „Mouit. bclge" !veröffentlicht das nachstehende Bulletin: „Die Schwäche ist dasjenige Symptom, welches iu dem Zustande dcs Königs vorzuhcrrschcu fortfährt." Laclcn, 0. Dezember. Gcz: Nimmer; Dc Noubaix. New-York, 25, November. (Abends) Nachrich. tcu aus Brownsville vom 15. d. M. znfolgc beschösse» dic Kaiserlichen cin Schiff dcr Union auf dem Rio Grande. General Weitzcl verlangte Ertlärungeu. Geschäfts-Zeitung. Die HadernauSflilir aui> Oesterreich, wesentlich mit Bezng auf Großbritannien. Der l. l. Seltioiivrath Igna; Ritter von Schäfser ui i'ondon lenll die Anfmertsamttil anf die Hader» als einen Ändflihrartitel, der nicht dic gelMige Äenchtnnss in Oesterreich findet, dic er verdient, nlier mit der Zeit eine besondere Nntiril in dem Handelsverkehre mit Glichbri lannien zu bilden liernfen ist, sobald brr Ausfuhrzoll darnnj ohne Verzng u»d gänzlich ansgehoden sein wird. England führte nn Jahre I5<'<^ gegeil 07.^^1? Tonnen Hadern nnd änderet« Male-rialc zur Paftierfadrilation ein, »nd es genügte nicht Oesterreich liethciligle sich düdel mit beiläufig 1N>l) Touneu, Rimini man dm Preis der besten Hadern m Bonbon zu ^'str. 12 an, so stellt sich der geringe Werthverlehr von 1<;(i.«»»l) fl. hc^auö, von wel-chem mehr ali« '/, aus Traut'porl nnd Acrschiffung tommen. Man sollte vornllSfeken, dah Oesterreich bei einer li^rnilnftisseu Hadern-saiiiliililügSlnelyode nnd „ach Alischafsnnss deö «'lu^fnhr^ollls Wl-iii.!ift!»e< dat< ^i'lllrl di-s englische» ^ednrfeö detl,n liinne, lvlltl den WeUhuerlehr, wobei so uille ^'«-iilr Kiilhen ^iehr» winde», aus die ii,ch! unbedeutende Differ von dritthnlo M,ll,onen Gnlde,, in diesem Artilel allein slelgern dltrfle. Wcnn Oesterreich den Hadernzoll aufgibt, wird gewisj Frankreich nachfolgen, denn dir französischen Papiersabrilanle» sollen sich rutschlossen liaben, ein Gesuch bei dem Senate wegen Abschaffung jede« Zolles anf Hadert, einzureichen, sobald die anderen europäischen Staaten dasselbe thun. Der Ausfall im Hlldernbedarf iu Fraulreich bei einer nach-herigeu größeren Ausfuhr nach Grobbrilannieu lönnle dauu bmel) Oesterreich gcdeckt werden, da« mit seinen Schiffen uach Marseille näher alö nach London hätte. Nudolföwerth, 5. Dezember. Dir Durchschnilts^Preise stellten sich auf dem heutigen Marltc, wie folgt: sl. lr. ^ fl. ,l. Weizen Pr. Metzen ä 40 ^ Vntlrr pr. Pfuud , — 45. Norn „ — — Eier pr. Stiicl . . — N Gerste „ 2 40 Milch pr. Maß . __ ,<» Haser „ 1 70 Rindfleisch pr. Pfd. ^- I.'j Halbfrncht „ .'l 40 Kalbfleisch „ — üio Heiden „ 2 20 Schweinefleisch „ — 20 Hirse „ ii — , Schöpsenfleisch „ — 15, ilntnrich „ 2 50 Hähubel pr, Slncl — 25» Erdäpfel „ 1 5»0 Tanbeu „ — Itt linsen „ 4 ^0 Heu pr. Zeuluer . 2 5^0 Erbsen „ 4^00 Stroh „ . i ,><> Fisolen „ 4 !iO Holz, härtet«, pr. illft. 6 i^<» »l,ndl«jchmalz pr. Pfd. — 40 — weichet«, ,. — , - Schweineschmalz „ — 40^ Wein, rother, pr. Eimer 5»,— Speck, frisch, „ — 28,, — weißer „ 1 . — geräuchert, „ - ^ _____________________ Theater. Heute S a m t< t a g d e u l>. Dezember: Hochzeit dci ^aterlieilschei». Operette iu 1 AN von Osseubach. Hierauf zum zweiten Male: Unter gefälliger Mitwirlung des Herru Pe.m mid mehrerer hiesigen .sluustsreunde iu slover.ijcher Sprache Die Tanfe an der Saviea. ! Episches Gedicht uou Prciern. in Szene gefetzt von 5vimich , Penn, mtt lebenden Bilder», arrcmgirt vou K. v. tt'oldenl'!,!». ^toleorologische 3äculjuchlul!llell in Qnbuch. (i U. Mg. il«->« -^4.? O. schwach viegen 7 7 2 „ N. 330...» 4. Ü.? O. schwach triibe ^"' ' 10., Ab. 331.»? -> 4.4 O. schwach j bewültt "^l" 3 7 O. milßlg^ grüßth. bewl' « 2 „ N. 332.9» z j- 2.4 O. mäßig halbheiter l».o„ 10 „ Ab. 333.70 -1.7 O. mäßig heiter Außcrgewühnllch hoher Barometerstand. Den 7. Schneefall in dcu Alpe». Bcraulworüichcr Ncdattcur: Ignaz v. sileinmayr. Druck und Perlag von Ignaz v. Kleinmayr sk Fcdvr Bamberg m ^ibach.^ 1130 Fremden-Anzeige vom 0. Dczlir. Stadt HÜien. Die Hrvrru: ^cchölin, HaudclSmauu, von Bicnnc in dcr Schweiz. — Tuna, Fabrikant;^ Flattich, Architelt; Dittlcr, Kaufmann, uud Eisler, Ägmt, uon Wien. — Heller, Privat, und Finl, Äanfmann, von Graz. Elepkant. Die Hencu: Varon Tauffcrcr, Gutsbesitzer, von Weifelbnrg. — Michel, Fabrikant, uon Berlin. — Molin, Handelsmann. von Paris. — Bcrl, Kaufmann, uon Brunn. — Mahor-<"i<", Outsbrsitzcr, uon Vlaula, — Küriisi, Ma-schinrnfabrilant, von Graz. — Icrmann, Onto-dcsitzcr, von KalMslcin. — Elöucr, t. l. Acam» tcr, von Plauina. Mohren. Herr Schotten, Kaufman«, von Graz. Verstorbene. D c ii 1, D c 5 c m b c r. Martin Zcrcr, Taglohmr, alt 45 Jahre, im Ziuilspital an der Lnngencntziiudung. — Iatab Germet, Taglöhner. alt 47 Jahre, in der Tiruau-Vorstadt Nr. 23 am Zehlfiebcr. Den 2. Dczcmbe r. Regina Schnlgaj, Institutsarme, alt 29 Jahre, im Versorgung-hause Nr. 4 am Magenkrebs. Den Z. Dezember. Helena Dobcrleth, Hauöbcschcröwitwe, alt 77 Jahre, in der Kralau-Vorstadt Nr. 4:j an der Wassersucht. — Johann Topolouc, Taglöhner, alt 64 Jahre, in der Gradischa-Vorslaot Nr. 2 an der Lmigcnlähmuug. Dcn 4. Dczc m b cr. FranziSka S6)i,cl-lcr, l. l. Äczirlslommissärö-Nitwc, alt 56 Jahre, in der Gradischa-Vorstadt Nr. A9 am schweren Vlntschlage. Den 5. Dezember. Ursula Schctina, Taglohncrin, alt (>ü Jahre, im Zivilspital au Altersschwäche. Den 6. Dezember. Johann Hllbschcr, Schneidergcsellcnskind, alt 4 Monate, in der Stadt Nr. 5») an Fraisen. -- Amalia Maria Dobrin, t. l. Postoffizialslind, alt 1 Monat, in der Kapuziner-Vorstadt Nr. 24 am äußern Brande. — Christian Schlcgl, Schlosserlchrjungc, alt 16 Jahre, im Ziuilspital an der Luugcn- lähmnng. — Elisabeth» Finz, Magd, alt 16 Jahre, im Zivilspital am Lnngenblutstlirzc. — Helena Dornig, ZimmcrmannSwitwc, alt 71 , Jahre, im Ziuilspital am organischen Herzfehler. Den 7. Dezember. Helena Äambi^, Magd, alt 21 Jahre, im Zivilspital, uud Johann Malaucrh Knecht, alt 20 Jahre, beide an Erschöpfung der Kräfte. Wein-Offert. An, Gute Hnlökovkll). 2 Stunden von der Eisenbahn Station Iaska, sind 400 n. ö. Eimer 1865cr. theils qelbc , theils rotde Weine zu verkaufen. Zn erfragen i ill Karlstadt im Hause Nr. 357 in ! dcr Vorstadt. (2562) Buchhändler vtto Wagner hier nimmt einen gebildeten jungen Mann (Slovcncn), ! ans gntcm Hanse als Praktikanten in die ! Uehre. Deutsche Äumcldnngcn durch die Expedition diescö Blattes. (2541—3) (2547-1) Nr. 5634. Tritte erekutive Feilbietung. ! Mlt Vczng auf das Eoikt uom 27ten September l I,. Z. 4525, wiro bekannt ' gegeben daß im Einverständnisse dcr Ere« , kliticmstheile die erste und zweite Feil» bietling dcr dem Anton Pegam von Wip-pach ssldörisscn. anf 2918 fi. l>cwlrtl),tcn i Realitäten für abgethan erklärt wurm, , und das sohin nur am 6. Februar l 8 6 6. früh 9 Uhr, in dcr GcrichtSkanzlei zur dritten crck. Felbiclnng derselber geschrit« ten werden wird. K. k. Vezirksamt Wippach als Gericht, am 27. Nouemder 1865. z^eih.Bibliothek,! <1«5 lecture ^U» lunto lli lil»'i z V,c angencymste und zugleich belehrendste Unterhaltung iu den langen lL Winterabenden bietet unstreitig ein gntcö Buch. 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H „ », „ ^ 4 „ „ „ „ 7;) „ ^ " ^ <» " ^' lf s, », ^ », !! ssd 1») Ans ein picrtcl Jahr, wenn täglich 1—2 Bde. gcwechsc llwcrdcn 1 si. i^0 kr. ö »/ s' ^ ^ 4 „ „ „ « „ „ ^ », », >, »»« „ „ „ <> „ w „ ^ e) Auf ein halb Jahr, wenn täglich 1-2 Bde. gewechselt werden 2 fi. 25 kr. l^ ^ »^ k, " ^ !» „ »/ " „ "" ss !/<, „ „ s, »^ " >, ,, ,, »^ „ " ^ "6 ., .. .. 9 „5)0 ., ^ Alißerdenl erhalten diejenigen geehrten Leser, welche sich an lcptgc- ^ uanntcm Abonnement bcthciligcn, ein schönes werthvolles Vild als D Prämie «>»»tix. ^ ?icn eintretende Monnextcn erhalten ci>« Exemplar des uollständiacn >ö Katalogs ^«»»tii^, wclln daS mifznnchmcndc Abonnement mindestens !j fl. ^ beträgt. l^ II. Alwnnements auf eine bestimmte Anzahl Dande. ^ Die geehrten Leser erhalten je nach derHöhc dcS l»ll>«>»»»>O,'»»» N-2) Hauptplatz Nr. 280 (nächst dem Bischoshose). Morgen letzte Vorstellung. ßÄ Menagerie zu schell jeden Tag, Flittcrung um 5 Uhr Abends. Sonntag mn 10. Dezember letzte Vorstellung. 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