Nr. 84. Vr«nu«elation»prei«: Im «omptolr «au»! halb). LO lr. M«t der Post «e«te b<« ,» 4 Zeileu « l». grißne pl. s«lt « l».: bei «fte?«» Wiederholung« pl. ><«!le l rung bewilligt. Artikel II. Mit dem Vollzuge dieses Gesetzes, welches mit dem Tage seiner Kundmachung ill Wirksamkeit tritt, sind der Handelsminister und der Finanzministcr beauftragt. Wien am 12. März 1870. (k. 8.) Franz Joseph m. p. Auerspergw.p. Chlumectym.p. Pretlsm.p. Se. «. und k. Apostolische. Majestät geruhten mit Allerhöchster Entschließung vom 5. April d. I. dem Major-Auditor Adolf Starz in Anerkennung seiner langjährigen, ausgezeichneten und ersprießlichen Dienst, leistung in der Kriegsmarine das Ritterkreuz des Franz Ioseph'Ordcns allergnädigst zu verleihen. Se. l. und k. Apostolische Majestät haben den außerordentlichen Professor des römischen Rechtes und des HandelS' und Wechselrechtes an der lembergcr Uni. versität Dr. Leonhard Pietal zum ordentlichen Professor dieser Disciplinen daselbst allergnädigst zu ernennen geruht. Stremayr in. p. Se t. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom f. April d. I. dem Briefträger Jakob Huber in Karlsbad m Anerkennung seiner vleljährigen, treuen und eifngen Pflichterfüllung das silberne Verdienstlreuz allergnädigst zu verleihen geruht. __________ Der Instizminister hat den Bezirtsgerichtsadjuncten i" Gonobih Alois Walter zum GerichtsadMtten des Kreisgerichtes in Eilli ernannt. . Der Iustizministcr hat den Oerichtsadjuncten bei dem Kreisgirichle in Cilli Franz Sorto zum Bez.rks-"Mr in Windisch-Feistritz ernannt. 5 Der Iustizminister hat den Nuscultantcn Dr. August Hesse zum Vezirlsgerichtsadjuncten ,n Ncumarlt er-nannt. ,^' ««lhaltn, in dem am 6. April 1876 ausgegebenen XIV StUcke de« N. O. Vl. unter «r. 03. Nichtamtlicher Theil. Iournalstimmen. Die Presse ftndet. daß der Gesammtemdruck des Ergebnisse« der Conferenzen in der Sutlorina lein durchaus ungünstiger sei. Daß die Insurgenten Mehr verlangen, als ihnen, wie sie wol selbst wissen, zugestlmden werden kann, liege in der Natur ,olcher Transactionen bei barbarische«, Völkern. Sie fordern "nmäßig, sttlilen und feilschen über jeden Verhandlung, punlt mit Leidenschaft, um dadurch daS Gegenanbot zu steigern. Das Endergebnis der Perhandlungen werde diesen Erfahrungesatz nicht ttügen strafen. Die DeutscheSeitung knüpft an d»e Nach. licht an, daß das in diesem Jahre den DilegatiVuen ?orzulegei,de Kriegsbudget die Bewilligungen des Vor« lahres nicht überschreiten werde, um ihrem Bedauern Ausdruck zu geben, daß man sich angesichts der Finanz, läge nicht zu der entschiedenen That, der Reduction des vräsenzstnndes der Arm«, aufraffen könne. DaS Blatt U'bl jldoch weiterhin zu, daß die politische Lage eine lrübt ist und daß die Monarchie in internationaler Be» zlthung vor Lventualitilten steht, von welchen fie ftch nicht überraschen lassen dürfe. Die Tagespresse findet einiae Beruhigung darin, daß die beiderseitigen Finanzminister, die sicherlich nicht flolt mit dem Steucrgroschen umgehen, den Vorschlägen der Armeeverwaltung ihre Zustimmung gaben. Weil aber das Blatt, wie e« erklärt, nichts gemein hat mit jenem Chorus, welcher jeden Kriegsminister wie dcn geschwornen Feind de« Steuerträgers anheult, richtet e« an die Nrmeeverwaltung die Frage, ob sich denn gar nichts einschränken, vereinfachen und ersparen liehe. Im bejah:ndcn Falle plaidiert das Blatt dafür, daß die möglichen Ersparungen zu Nutz und Frommen der Mannschaft und zur Aufbesserung der Lage der Sub-allern.Offiilere verwendet werden mögen. Mehre« Journale besprechen einen Artikel der berliner .Nordd. Nllg. Ztg.", welcher, an die Gerüchte über die Abdankung des Ezaren anknüpfend, die Vc-zlehunaen zwischen Rußland und dem de ut s ch en Reiche erörterte. Die Neue freie Presse glaubt in diesem Artikel, der nicht blos an die Adresse gewisser deutscher Zeitungen, sondern auch an jene Rußlands gerichtet ist, die Einwirkung des Fürsten Bismarck ganz deutlich zu sehen, und hält dafür, der Artikel wollte besagen: Deutschland geht mit Rußland, solange die Interessen beider Staaten dieselben sind; es wird ohne Rußland gehen, wenn letzteres versuchen sollte, das deutsche Reich nicht als vollkommen gleichberechtigten Freund zu be-handeln. Die „Neue freie Presse" spricht es sodann un> verblümt aus, daß nach ihrer Anschauung in dem citierten Artikel dcr Keim jener weitergehenden Auffassung liege, daß die Verbindung Deutschlands mit Oesterreich auf festeren und natürlicheren Grundlagen ruhe. als jene Deutschlands mit Rußland. Das Fremdenblatt theilt vollständig die in dem Arlikel zum Ausdrucke gelangten Anschauungen und findet in den etwas strammen Andeutungen, daß Preußen „wcdcr nach Osten, noch nach Westen die Furcht kennt" für unS leinen herben Anstrich. Wir liegen glücklicher» weise in einer anderen HimmrlSgeaend und diese Un» deutungen gehen an eine andere Udrcfse. DaS Vlatt freut sich übrigens, daß die wenn auch nur flüchtige Erwähnung des Drei.Kaiser-Oundes uns wenigstens die Wahl frei läßt, ob wir in den Augen der „Nord. Allg. Ztg." der „Freund" oder der „Freund des Freundes-sind. Das Blatt möchte diese Frage vorläufig offen lassen, da es keineswegs nothwendig und zeilgemäß sei, sie zu schlitßen. Fürst Bismarck im preußischen Abgeord-nctenhause. Die herannahenden Osterfcrien haben wenigsten« auf dem Gebiete der inneren Politik eine wesentliche Slille herbeigeführt. Die jüngsten Verhandlungen im preußischen Abgeordnelenhause über die Einverleibung Lauen b urgS in den preußischen Staat trugen auch trotz ma»chm lebhaften Wortes ein wesentlich °la. demischcS Gepräge. Indes dürften die Aeußerungen des Fürsten Bismarck über seine Auffassung der Stel« lung des Abgeortmelenhauies in dm Conflictsjahren 1862—66 sowol im Inlande wie im Auslande ein großes Interesse gefunden haben. Man wird aus den-selben ersehen, daß der Fürst für die Werlhschähung seiner damaligen politischen Gegner ein durchaus gerechtes und objectives Urtheil Hal und daß seine gegenwär, tlge Stellung zur liberalen Partei eine durchaus erfreu, liche und für bei« Theile zlifricdenstcllmde ist. Um so mehr wäre eS zu wünschen gewesen, daß d:r Abgeordnete Virchow nicht die Verpflichtung ge-fühlt Hütte, an jcne längst entschwundenen Zeiten zu er. innern. Er vertheidigte Verdienste des Abgeordneten. Hauses, welche Fürst Bismarck überdies gar nicht be-stritlen hatte. Historisch wurde die Frage der politischen Verdienste der Regierung und des Abgeordnetenhauses um die Entwicklung deS preußischen Staates somit gar nicht gefördert. In praltischn Super, intendent der Northampton und Bailbull).<3,senbllh,!, Mr. Porter, erhielt eine hüchsi elegante und lostbarr Garnitur von Hemd» und Manscheltrnlnizpsen, mit Diamanten beseht; dem Ehrmsecltlilr des S!rrplc;2hase'Comil6« von Towcefter. Mr. Whilburn, ver» ehrte Ihre MojclM eine Brustnadel m,l Dimnunlln u»d Perlen -der Förster des Herzogs von Giallo,, erhielt edeilfall« ein lMsche« Präsent. Die Kaiseriu hat auch d>e Schulen «nb nnldllM»en Anstalten des Orte« sehr reichlich bedacht. - lLerunlllllckt.) Se. Lrc. der Herr i>tlfth°smeister Gr l. und l. Hohen de« burHlaucht.gstm Herrn Erzwz°°« Rainer. chm ann namens des Finanzausschusses über deu Voranschlag des Normal» schulfonde« für das Jahr 1877. Die HauptauSgabS. rubril dieses Fond«s bilden die Nctivitiitsbezüge der Lehrer. Im Vergleiche zum Voranschläge für daS laufende Jahr sollten dieselben nach der Landesausschußvorlage im Jahre 1877 eine Steigerung um beiläufig 6000 st. erfahren. Mein der Finanzausschuß gewann aus den ihm vorgelegten Verhandlungsacten zwischen dem Lan« deoausschusse und dem Landesschulralhe, betreffend die Gründung neuer oder die Erweiterung bereits bestehender Schulen, sowie die Erhöhung der Lehrergehalle an ein» zelnen Schulen, alsbald die Ueberzeugung, daß der An» spruch an den Normalschulfond im Jahre 1877 eine Steigerung von mehr als 20,000 fl. werde erfahren müssen. Es werden für den Schulbezirl Adelsberg im ganzen 20,787 fl. 45 lr. an Lehrergehalten, 240 fl. an Dienftalterszulagen, 408 fl. 33 lr. an Functions zulagen und 160 ft. an Ouartiergeldern beansprucht; für den Schulbezirl Tschernembl 18,571 fl. 67 lr. Leh. rergehalle, 330 ft. Dienstalterszulagen und 500 ft. Func. tionszulagen; für den Schulbezirt Gurlfeld 14,300 ft. Lehrergehalte, 240 ft. Dienstalterszulagen, 566 ft. Func. tionszulagen und 160 fi. Quartiergelder; für den Schul« bezirk Krain bürg 15,549 ft. 98 lr. Lehrergehalte, 400 fi. Dienstalterszulagen, 350 ft. Functionszulagen, 240 ft. Quartiergelder; für den Schulbezirl Umge -bungLaibach 13,070 fl. Lehrergehalle, 280 fi. Dienst, allerszulagen, 150 ft. FunclionSzulagen und 120 ft. Quarliergelder; für den Schulbezirl Li tta i 8000 fi. Leh> rergehalte, 200 ft. Dienstallerszulagen, 150 ft. Func« lionszulagen und 42 fi. Quartiergelder; für den Schul» bezirl Loitsch 7700 fi. Lehrergehalte, 200 fi. Dienst, altecszulagen, 250 fl. FunclionSzulagen; für den Schulbezirl Radmannsdorf 9266 fl Lehrerqehalte, 280 fl. Dienstalterszulagen, 100 ft. Funclionszulagen, 80 fl. Quartlergelder; für den Schulbezirt Rudolfswerth 12,787 fi. Lehrergehalle, 160 fi. Dienstalterszulay-n, 200 fl. Functionszulagen. 160 fi. Ouartiergelder; für den Schulbezirl Stein 11,041 ft. Lehrergehalle, 120 ft. Diensteszulagen, 250 ft. Functionszulagen, 111ft. 50lr. Quartiergelder. Es ergibt sich daher in dem Normalschulfondsprä. llmlnare ein Gesammterfordernis von 174,529 fl. 41 lr., dem eine Bedeckung von nur 13,477 ft. 62 kr. gegen» übersteht, fomit der Abgang die Höhe von 163.800 ft. erreiHt. Wird zur Deckung des Abganges auf Grund der SleuerliasiS von 910,000 ft. eine 18perzcntige Schulumlage mit dem Ertrage von 163,800 ft. in An« spruch genommen, so ergibt sich ein Ueberschuß von 2748 fi. 79 lr. Der Finanzausschuß beantragt demnach: 1. „Der hohe Landtag wolle dem erwähnten Erfor. dernisse sammt der Bedeckung seine Zustimmung erlhei. len. 2. Hur Deckung des Abganges wird für das Jahr 1877 «ine 18perzentige NormalschulfondSumlage auf die dem Zuschlage bei dem Landes, und Grundentlastungs-fonde unterliegenden directen Sleuern, mit Ausnahme jener im Stadtbezirke Laibach, beschlossen und der Lan de«au«schuh beauftragt, das Erforderliche wegen aller-höchster Sanclionierung dieses Beschlusses und wegen Ellihebung dieser Umlage zu veranlassen." Nei der Generaldebatte über diese Anträge ergreift zunüchst Uhg. Dr. o. Schrey das Wort. Wenn die Absicht bestehen sollte, demerit derselbe, wegen der etwa stch ergebenden Abgänge den Landesfond zu belasten, so würde für die Stadtgemeinde Laibach, die für ihre Schulen selbst aufzukommen habe, der Fall einer Be-nachtheiligung herantreten, und zwar dadurch, daß sie zu Beiträgen fijr den Landesfond herangezogen würde. Redner erlaubt sich daher seine Verwahrung dagegen auszusprechen für den Fall, als durch Inanspruchnahme des Lanoesfondes zur Deckung auch die Stadtgemeinde Laibach ins Mitleid gezogen würde, ohne jedoch oiesfalls einen Antrag zu stellen. Abg. Bleiweis: Aus dem Berichte des Finanz-ausschusscs sei ein Abgang von dem Erfordernis des Normalschulfonosprällminare in der Höhe von 161,051 Gulden 79 kr. ersichtlich. Der Finanzausschuß erschrickt selbst vor diesem Deficit und sucht nach allen Seiten nach Hilfsmitteln und Erleichterungen. Die nationale Partei habe das alles vorausgesehen, und darum die neue Schulordnung Jahre hindurch bekämpft. Endlich habe sich die Majorität des Landtages doch zur An« nähme derselben herbeigelassen. Heute fühlen alle, wohin die Aera der neuen Schulgesetze führe. Im Nachbarlande Steiermark sei nvm bereits bis zu 30 Prozent Zuschlägen gelangt, nicht lange werde es anstehen, so werden wir dieselbe Höhe erreicht haben. Redners Ideal einer vernünftigen Schulgesetzgebung ist der jüngst im vorarlberger Landtage zur Verhandlung gelangte „Entwurf eines katholischen Schulgesetzes." Statt eines solchen Muster« gesetzes sei uns Oestcrreicheru das preußische Schulgesetz aufgedrungen worden. Die Schule gehöre, wie es vormals der Fall war, unter die Obhut der Kirche. Heute treibe man den Lehrer einem nichtsnutzigen Liberalismus in die Arme. Deutschthümelei, Zerwürfnis mit der Geist, lichkeit seien die Folge davon. Schon schämen sich die Lehrer Organisten- und Meßnerdicnste zu thun. Den Entgang an Gehalt müsse das Land decken. Der vor« liegende Bericht zeige dies schwarz auf weiß. Das Reich werfe zwei Millionen jährlich an Steuergeldern hinaus blos für Lehrerbildungsanstalten, Schulinspection; für Krain fallen leine 20,000 fi. ab. So müsse denn wieder in den Steuersäckel des Volles gegriffen werden. Die Schulinspcction war früher bei den Decanatrn. Die paar Dechante verrichteten ihr Amt unentgeltlich. Er frage, ob etwa die Herren Sima, Küster und Consorten den Dienst besser versehen? Im Vollsschulwesen herrsche der neulich von Dcschmann angedeutete Trialismus zwischen Gemeinde, Land und Reich. Das Reich commandiert, Land und Gemeinde müssen zahlen. Doch müsse man den herrschenden Zuständen Rechnung tragen, es bleibe nach der gegenwärtigen Sachlage nichts anderes übrig, als die Errichtung der Ackerbauschule in Unterlrain einstweilen zu vertagen, das Ministerium aber zn ersuchen, es möge die dafür in Aussicht gestellte Iahressubvcntion von 2400 fl. zu Zwecken der Fortbildung der Jugend in der Landwirthschaft an den Volksschulen widmen. Redner stellt einen diesbezüglichen Antrag. Abg. Dr. von Schrey wendet sich gegen diese Aeußerungen des Vorredners und kritisiert besonders dessen Sehnsucht nach der geistlichen Schulära und der Inspection der Decanate. Die Klagen wegen der Höhe der Umlagsziffer seien nicht gerechtfertigt. Es müssen freilich die schweren Versäumnisse der vergangenen Sch^l. ära gutgemacht werden, das tonne aber nicht auf einmal geschehen. Heuer stehe man eben das erstemal vor der Thatsache, die Lehrergehalte zahlen zu müssen, dafür seien abcr das Schulgeld, die Lehrercollectureu und an. dere Schulumlagen aufgehoben; die Gemeinden würden hiedurch eine wesentliche Erleichterung erfahren. Die hohe Ziffer der Vorlage biete also leinen Grund zu Angrlf fen. Vielmehr seien dieselben geeignet, die Folgen des Föderalismus anschaulich zu mache», die im Voltsschulgesetze zutage treten. Besser bestellt wäre es freilich mit dem Centralism«« im Schulwesen und auch vortheilhaf-ter für das Land durch die Uebernahme der Schulen auf das Reich. Da fich niemand mehr zum Wort meldet, erhält der Berichterstatter oaS Wort: Der Abg. Blei. weis habe die Folgen der neuen Schulgesetzgebung so schwarz als möglich gemalt. Der Unglaube sei damit ins Land gedrungen, die Lehrer erfaßte eine entsetzliche Scheu vor dem Meßner, und Organiste.idienste; die> selben würden dem Liberalismus in die Arme gepeitscht; zwischen Schüler, Lehrer und Geistlichkeit herrsche ein unheilbarer Zwiespalt lc. «. An alle dem sei das „System" schuld. Der Sleueroruck sei ebenfalls eine Ve. qlückung der neuen Schulära. Da müsse er doch dem Gedächtnisse des Herrn Mg. Bleiwtis etwas zu Hilfe kommen. Gerade das neue LandeSschulgesetz habe in diesem Hause sehr wenig Staub aufgeregt, wol aber das SchulaufsichtSgesetz, das dem Lande leine Lasten auferlegt, da ja die Schuliuspeclion vom Staate bestritten werde. Mit aller Energie habe man stch dagegen gewehrt, und die Regierung sei erst nach hartnäckigem Kampfe damit durchgedrungen. Dagegen wurde das Volksschul« gesetz, das doch dem Lande so große Lasten auferlegt, weder im Hause, noch im Ausschüsse bekämpft; wenig habe gefehlt, so wäre eS, wie so viele Gesetze im trainer Landtage, «u iiloe angenommen worden. Herr Dr. Bleiweis, M Mitglied des Landesschulr«thes, des Landesausschusses, wie des Schulausschusses halte oft genug Gelegenheit gehabt, die einzelnen Bestimmungen desselben zu bekämpfen. Es sei jedoch nicht geschehen. Dies zur Charakterisierung der nachträglichen Schmerzens. rufe. Was nun die weiteren Ausführungen des Dr. Vleiwels betrifft, dem der Entwurf deS Vorarlberg« Landtages als Ideal vorschwebe, u»d der die frühern Zustände zurückfehnt, so frage er, welche Resultate die llerlcale Schulüra auszuweisen habe? Die Schönfärberei stand damals in üppigster Blüte; die Dekane wm^en in öffentlichen Blättern förmlich b^räucherl; aber von den Rekruten konnten die wenigsten lesen oder ihren Namen schreiben. Krain sei eines der Hinterländer der Monarchie, deren Bildung am tiefsten stehe. Das sin) die Folgen der llericalen Schulleitung. Die Ausweise der Kriminalstat,stit zeigen ferner, daß Krain in Hinsicht auf Verwundungen, fchwerc körperliche Beschädigungen, Mord und Todtschlag obenan steht. Das sind die segensreichen Folgen der früheren Zustände. Da sei es wol gerechtfertigt, wenn endlich der Staat eingriss und die Ordnung des Schulwesens salbst in die Hand nahm und für bessere Schulaufsicht sorgte. Die 4000 fl. für die Schulaufsicht in Kram werden nicht von den Steuerträgern des LandeS, sondern auS dem Staatsschatze geleistet. Wenn der Stadt ferner zwei Millionen für die Volksschulen jährlich ausgibt, so fällt davon ein gut Theil auch für Kram ab; eincLehrcrbildunge-anstatt wird gebaut, die Zöglinge derselben weiden in zweckmäßige Lokalitäten untergracht; der landwirthschüsl-liche Fortbildungsunterricht wird vermittelst der Staats« subvention entsprechend organisiert weiden. Dem Lande Krain können diese Zuschüsse nur erwünscht kommen. Was den beliebten „letzten Groschen" anbelangt, den der Kramer angeblich hergeben soll für eine Gelehrsamkeit, mit welcher er nichts anzufangen weiß, so gebe er zu bedenken, daß lauter prallische Gegenstände in den Volksschulen gelehrt werden. Freilich tommen auch hier manche Misgriffe vor, aber daö werde mit der Zeit anders werden, endlich werde auch die Geistlichkeit sich aussöhnen mit der neueu Schulordnung, wie es schon jetzt geistliche Inspectoren gebe. Insbesondere soll der landwirthschaftliche Unterricht besser gepflegt und ein größerer Betrag für Hebung desselben eingestellt werden als bisher; er danke Herrn Bleiweis, daß er für diese Position so warm eingetreten sei. Auch constatiere el mit Befriedigung, daß Dr. Bleiweis von dcr Dringlichkeit der Errichtung einer kostspieligen Ackcrbauschnle, die einen großen Theil des Lanocsvcrmögens verschlungen hätte, zurückgekommen sei. Er betrachte seinen heutige» Antrag für einen ehrenvollen Rückzug. Sonst sei Dr. Bleiwcis stets mit dem Feuereifer eines Jünglings für diele Anstalt eingetreten, heute ist er dcr Allsicht, das Ackerbauministcrium möge wegen dcr Subvention von 30,000 fl. nicht gedrängt werden, selbes möge die 2400 st. jährlicher BcittiM lieber silr landwirtl)schaftlichc Fortbildungsschulen verwenden. Dem Antrage stimme rr vollkommen bei und verspreche sich von einer zweckinäßt» gen Durchführung dieser Maßregel das Beste. Die Schullehrer selbst werden dann eine mehr praktische Richtung einschlagen, auch die heute noch schmollende Geistlichkeit werde sich mit der ncum Schule versöhnen. Bei dcr Alistimmung wird dcr Antrag Bleiwcis angenommen. Der Finanzausschuß beantragt ferner folgende Rt>! solutlonen: n,) „Indem der Landtag an dem im tz 66 des Reichsoollsschulgesetzes von» 14. Mai 186«), R. O. Äl. Nr. 62, aufgestellten Grundsätze festhält, daß die An Weisung dcr Ausgaben des NormalschulfondeS auf Gruild des vom Landtage festgestellten Prälimi-nares der Landesschulbehördc zukommt, somit die Art dcr Prälimimcruug dem Landtage zusteht, wird dcr fill Lehrcrgehaltc an neu zu errichtenden oder zu erweiterndc" Schulen und für Lehrcraehaltsaufbesscrungen bestimmte Pauschalbetrag von 12,600 ft. nur unter der Bedingung eingestellt, daß jede einzelne Lchrerpostensystemi' sierung oder Gehaltserhöhung von der Zu st immunst des Landesausschusses abhängig gcmachl wird, wobei dieser ohne Gefährdung dcr VollSsch»^ zwecke auch das Interesse der Steuerträger zu wahre" und msbesonders bei Gehaltserhöhungen darauf zu seh^ hat, daß der Normalschulfond eventuell der Lchrerpcnsious-fouo nicht übermäßig belastet wcrocil. daß eine cutsp"'' chenoc Abstufung in den Lehrergchaltcn der einzeln^ Schulbezirle stattfinde und der gesetzlich bestimmte ^ nimalgehalt nicht zur Ausnahme werde. d) Jede neue Gehaltssystcmisicruna, hat crst v^ Zeitpunkte der Besetzung der oicsfälligen Stelle zu aelt^' Sollten daher die bei neuerrichteten Schulen systc^ siertcn, oder die mit neuen Gehaltserhöhungen bedacht vacauten Lehrerftosten nach der CcmcursauSschreibulw nicht zur Besetzung gelangen, so sind die hiefür in da Präliminare eingestellten Beträge nicht an den Lehr" Pensionsfond abzuführen, sondern es könnet, dieselben Falle mangelnder Deckung für Lehrevgchaltscrhöhu"^ oder Nachtragscredite an anderen Schulen im ^"'^ ständniffe mit dem Landesausschusfe zur Verwcndm^ kommen. Letzterer hat auch mit der LandeöschulbcY" das Einvernehmen zu pflegen, daß die Intercalarlcn , erledigte Lchrerstclleu als ein Gcsammtcrsparnis m Ausgaben des Normalschulfondes angesehen w" woraus zunächst die Remunerationen für den ""Sy ' weisen Unterricht an Volksschulen Krains und etwa '^.^ präliminierte neue oder erhöhte «ehrerbczüge <>" ^ Verständnisse mit den» Landesausschussc zu crtymcn , ^ und erst der erübrigende Rest als Zufluß der pen, lasse zu behandeln wltre. 653 «) Die k. t. Regierung werke ersucht, bei dem k. l. Unterrichtsministerium dahin zu Wirten, daß der Lehrer. Pensionsfond in die Verwaltung der Landesverlretung übergehe und die hiezu allenfalls erforderliche Aenderung in dem bezüglichen Reichsgesetze bei der Rcichsvertretung beantragt werde. ä) Im Falle der Errichtung neuer, oder der Er. Weiterung bereits bestehcnoer Schulen hat der Landes, ausschuß als einzuvernehmender Interessent unter voller Beachtung der Zwecke der Volksschule jederzeit auch den im § 6 des Landesgesetzes vom 29. April 1873, Z. 21, ausgesprochenen Grundsatz der Rücksichtnahme auf die Leistungsfähigkeit der Concurrenzpftichtigen, zu denen auch das Land gehört, zu wahren und dahin zu wirlen, daß im Falle des anerkannten Bedürfnisses einer neuen Schule oder einer Schulcrweiterung, in so lange sich nicht die Verhältnisse der Steuerträger in Krain gun« stiger gestalten, vorläufig die miethweise Unterbringung der Schule versucht und im Falle eines unvermeidlichen Tchulbaues dieser dcn lokalen Verhältnissen und Bedürf. nissen angepaßt und alle unnöthigen Ansprüche vermin den werden. s) Der Landesausschuh hat oab Erforderliche wegen Errichtung eines Katasters sämmtlicher Schulstiftungen i» itillin zu veranlassen und dafür Sorge zu tragen, daß die nach § 2 des Gesetzes vom 20. Oktober 1875, H. 27, an den Normalschxlfond abzllführcndcn Ueberschüsse einzelner Lehrerstiftuligen unier Aufrechthaltung der stiflbricflichcn Anordnung z>»r Abfuhr gelangen, und die fo ermittellcn Beträge im nächsten NormalschulfundS» präliminarc in die Bedeckung aufgenommen werden. l) Die LandcSschulbehölde wcrde ersucht, bezüglich der in die Volksschule zu Urem eingeschulten lüstenläu. dischcn Ortschaften einen eulsprechenden DolalionSbcitrag von lüstcnländischer Seite zu erwirken. ^) Bezüglich des Anspruches der Staotgcmcinde Laibach an den Normalschulfol.d wegen einer Beitrags« leistung für die gewerbliche Vorbildungsschule in Laibach wird für das Jahr 1876 nachträglich der Betrag von 260 fl. bewilliget. Ii) In den Subrubrilen 1, 2, 3, 4 der Ausgaben-rubrit II wird dem k. l. LanoeSschulrathe das Revirement emverständlich mit dem Landcsausschussi gestattet, i) Der SchullehrerSwitwe Maria Ribnilar wird die angesprochene no malmäßige Pension im Ausmaße eines Drittels des von ihrem Manne zuletzt bezogenen Gehaltes per 450 fl., daher mit jährlich 150 ft. auf I die Dauer deö Witwenstandes, u»d ihrem Sohne Anton l ein jährlicher Erzichungöbcitrag von 40 fl. bis zum l zurückgelegten 20. Lebensjahre, eventuell nur bis zum Tage einer etwa früher erlangten Versorgung, aus dem SchullehrcrpcnsionSfonoe vom 1. August 1875 angefan« gen im Gnadenwege bewilliget. k) Die Petitionen der Schulgemeinde Sturja wegen ausnahmsweiser Bewilligung einer Functionszulaae für den Lehrer an der dortigen cinklassigen Volksschule und der Gemeinde Zirlniz wegen Nachsicht der an den Nor-malschulfond zu leistenden Rückvergütungen werden dem LandcSllUöschussc zur Erledigung im Sinne der bestehen. ^ dcn Gesetze und der vom h. Hause betreffs des Nor. malschulfondes gefaßten Beschlüsse abgetreten." (Schluß folgt.) l Vom Festbanket. ^ (Schlllh.) In Beendigung unseres gestrigen ausführlichen Bt' richles über das zu Ehren unseres gefeierten Lands, mannes Anton Graf Auersperg vorgestern im I Casinv'Glasslllon veranstaltete Festbanlet theilen wir aus dem reichen Inhalte dcr hicbei gehaltenen dcdeu» tungsvollen Reden noch nachstehende Trinlsprüche mit. Nachdem die vielstimmigen Beifallsrufe, mit denen der letzterwähnte Toast Dr. KeesbacherS a^f die! „Frauen" aufgenommen worden ward, verklungen waren, ^ ergriff daS Mitglied der liberalen Landtagsminorität. die zu dem Feste, das der Feier eines einstigen hervor« ragenden Mitgliedes derselben gewidmet war, gleichfalls nahezu vollzählig erschienen war, Freiherr v. Apfal-trern zu folgendem Toaste da« Wort: Gestatten Sie es mir, meine Herren, meinen Trink»! spruch einem Manne zu bringen, den wir heute zu unserer Freude gleichfalls in unserer Mitte sehen und der vor mir in warmen und nachdrucksoollen Worten unseres Heimatslandes Kraiu gedachte. Jenem Manne, der allen, die unter seiner Leitung zu dienen die Ehre haben, als nachahmenswerlhes Vor, bild zu dienen vermag, den wir als Muster eines gcdie.! genen Admimstrativbeamten kennen und schätzen lernten und desscn Familienleben uns zugleich auch ein so an. muthend schönes Bild gewährt; es ist dies unser allseitig hochverehrter Herr Landesprästdent Ritler v. Wid-mann, ihm gilt mein Trinlspruch — er ltbe hoch! (Stürmischer Beifall.) Dr. Kapler fordert die Versammlung auf, in. mitten des begeisterten Festjubcls auch des hoffnungsvollen Sprößlings nicht zu vergessen, der dem Helden unserer heutigen Feier zu dessen Glück und Freude zutheil geworden ist. Möge derselbe unter den Auspiclm seines illustren Vaters heranreifen und gedeihen und gleich dem ersteren zu Ehren und Ansehen gelangen, auf das es ihm gelinge, den erhebenden Beruf, der ihm bereits in der Wiege vom Schicksale zutheil geworden war, im besten Sinne des Wortes vollauf zu erfüllen und den Lebensabend des Jubilars durch das Glück ungetrübter und beseligender Vaterfreuden wohlthuend zu vergolden. Möge er aber auch in Nczug auf die Licbr zu unserem Vater-lande Krain, dem er — wenngleich in Graz geboren, doch durch die Bande natürlicher Wahlverwandtschaft und elterlicher Pietät zum Theil angehört — die Erb« schaft und das danlenswerlhe Beispiel seines edlen Vaters antreten und so in verjüngtem Maße zur Ehre und zum Stolze unseres Landes heranwachsen. Auf diese Idee hin — schließt der Redner seinen beifällig begrüßten Toast — leere ich mein Glas! — Ganz besonderen Beifalles und stürmischer Anerkennung erfreute sich die hierauf gcfolgte Redc des Herrn Viccbürgermeistcrs Dr. v. Schrey, deren Gedankengang wir — soweit uns dies angesichts des fließenden Vor-tragcs derselben möglich ist — nachstehrnd skizzieren: DaS Geschlecht der Auersperge ist zum Kampfe geboren; schon in den Türtenlriegen bethciligte sich dasselbe am Kampfe in hervorragender Weise. Jetzt, nachdem die Bedrohung unseres Landes durch die asiatischen Horden aufgehört hat, ist dies freilich anders geworden, und wenngleich uns Krain in seinem politischen Leben gegenwärtig auch eine Parodie dcr einstigen Kreuzzügc darbietet, so sind cs wahrlich doch nicht die Eoeln dcs Landes, oic sich an denselben dethciligen. Der Kampf, der heutzutage in Krain geführt wird, ist in gewissem Sinne allerdings ein Kreuzzng. cs ist der Kampf gegen den Ultramontanisinus, diesen Erbfeind des wahren Christenthums, der demselben weit mehr schadet als nützt. Und so wie die Urahnen AucrspcrgS seinerzeit gegen dcn türtischen Erbfeind dcs EhnstenthumS zu Felde zogen, ebenso betheiligtc sich auch unser Jubilar mit der vollen Macht seiner zündenden Bcrcdtsamleit cm dem erwähnten nwdcrnen Kampfe. Was cr in demselben gc-leistet, ist männiglich bekannt. — Wcnn wir uns nun der erfolgreichen Thaten un» seres berühmten Streiters im einstigen lrainischen Land» tage dankbar erinnern, so erfordert es andererseits wohl auch die Gerechtigkeit, hicbei jener Männer nicht zu vergasen, die von allem Anbegmn an Aucrspergs treue Hel» fer und Genossen waren und den Grund zu unserer gegenwärtigen, so blühenden Perfassungspartei gelegt haben und deren nahezu vollzählige Anwesenheit bei unserem heuligen Feste wir mit Freuden begrüßen. ! (Beifall.) Gleichzeitig mit ihnen tritt uns jedoch anch noch das Bild eines anderen hochverdienten Manne« — gleich« falls aus dem illustren Stamme der Auersperge i„S Gedächtnis, dem wir uns zum würlnften Danke verpflichtet fühlen; es ist dies unser einstiger, uns leider viel zu früh entrissener LandeSprüsident Alexander Graf Auersperg. Wenn wir die Frage an uns richten, welcher Art wol die Ziele sind, die wir verfolgen, so dürfen wir uns ! gewiß mit innerster Ucherzeugung sagen, daß dieselben leine unedlen sind. Man wirft uns vor, daß wir mit Gewalt germanisieren wollen; doch ist dieser Vorwurf vollends unbegründet, denn nicht der Germanismus im buchstäblichen Sinne des WorttS ist es, der, wir an-streben, sondern der im kulturellen Sinne, mit einem Worte der Germanismus allgemeiner Veredlung und Fort» bildung. Das Princip der Gleichberechtigung gilt auch uns als ein unantastbarer Rechtssah, doch was wir mit aller unserer Macht verhindern wollen und — so Gott will — auch verhindern werden, ist ebm der Mis-jbrauch der Gleichberechtigung zum Zwecke der Vernich. tung der deutschen Kultur. Soferilt unsere Gegner gleich uns bereit wären, dem Ziele einer allgemeinen Veredlung zuzusteuern, und dies auf dem Wege der slovenischen Muttersprache er-! reichen wollten, so wären wir jederzeit gerne bereit, ihnen brüderlich die Hand zu reichen — bis dahin aber und solange nicht dies, sondern das Gegentheil hievon der stall ist, wollen wir die Kulturldcen, mannhaft hochhalten und gegen jedermann vertheidigen. Dieser Kultur» idee nun und der Trägerin derselben, der liberalen Vcr-fassungsparlei im allgemeinen gilt mein herzhaftes Hoch l Dr. 8 eilmaier: Ich glaube nur einer unab-weislichen Pflicht zu folgen, wenn ich die Aufmerksamkeit der verehrten Festocrsammlung auf einen Mann lenke, der eine Zierde unseres Landes bildet und in allen Theilen desselben hochverehrt und geachtet dasteht; eines Mannes, der den reichen Burn seines Wissens, den Schah seiner vielseitigen Erfahrungen im Administrativ- l l und Finanzwesen und vor allem seine staunenSwerlhe, Tag und Nacht unermüdlich schaffende ArbeiSlraft mill ganzem Herzen dem Wohle unseres Laudes widmet. Wer! kennt ihn nicht? > > Es ist ein Mann, der, wenngleich er unserer Partei angehört, doch weit über allen Parteien steht und dessen Name, wcnn ich ihn Ihnen nenne, des jubelnden Zu-Gruses dieser Versammlung gewiß sein kann. Diesem Manne — unserem hochverehrten La ndeShauptmann Riller von Kallenegger — in dreifaches donnerndes Hochl Die Versammlung schließt /ich diesem Zurufe in stürmischer Weise an, worauf sodann Landeshauptmann von ilaltenegger mit folge nder Rede dankend er-' widert: Es fühlt fi« gewiß jeder resch belohnt, der sich von einer Versammlung so achtunaswerther. hervor, ragender Männer auf diese ehrende Wti,: «uSgeze.chnet sie t. Und dennoch, meine Herren, gibt e« neben d.eser Anerkennung noch einen schöneren und «ngleich werth volleren Lohn - es ist dies daS innere «enmßtse n redlich erfüllter Pflicht, sowie die Ueberzeugung daß man nicht umsonst gearbeitet hat und daß d,e e.genm Bemühungen dem Lande in Wirklichkeit zum Nutzm und Frommen gereichen. ^,.«..« Indem ich Ihnen somit für Ihren sreundllchen Beweis Ihrer Achtung mit d.-.m Gefühle beS Dankes erwidere, fordere ich Sis auf. mit mir vereint emMa« zu leeren auf die freudige Hoffnuna hin, daß auch un-serem vielgeliebten Heimatslande K'rain in nicht serner Zeit eine neue Morgenröthe des Gl/lileS und GedechenS erstehen möge! Die Zeit war bereits zlemlich vorgerückt, alS Rcichsrathsabgeordncler Deschmann sich nochmals zum Worte meldete, um einem treuen Kampfgenossen AuerspergS die schuldigt Ovation darzubringen. Trotzdem wir unseren Jubilar Anton Graf Auers-pera — begann der Redner — im Laufe des heutigen Abends bereits in mehrfacher Hinsicht feiern hörten, so wurde doch eine Eigenschaft desselben bisher noch nicht hervorgehoben; ich meine seine Eigenschaft als Ehrcn-büraer unserer Stadt Laibach. Wie bekannt, spielte bei seiner diesbezüglichen Ernennung nicht die hervorragende Dichtrrstellung AuerspergS. sondern vielmehr ein llllnz praktischer Grund die Hauptrolle. Auerspcrgs mächtigem Einflüsse und srincn vielseitigen Bemühungen war es ncmlich gelungen, zu bewirken, daß die Sladt Laibach in Bezug auf die Vergütung der Mllitür-Ein-quarticrung in eine höhere Tariftlasse eingereiht wurde, als dics früher der Fall war. Wie begreiflich, erwuchs der Stadt hicdurch ein fchr wesentlicher finanzieller Vortheil. Da Anersperg durch diese seine erfolgreiche Ver-niltlung somit gewissermaßen auch in militärischer Hinsicht zu unserer Stadt in Beziehung steht, so führt uns die Erinnerung dessen unwillkürlich auf einen altbewährten Kampfgenossen Aucrspergs, dcr mit militärischer Kaimi-adschaftstreue demselben seit seiner Jugend zur Seite stand, vereint mit ihm dem deutschen Parlamente in dcr Paulskirchc zu Frankfurt angehörte, und der vor kaum 24 Stunden das Glück hatte, ihm die Hand zu drücken und die Huldigung der Stadt Laibach zu überbringen- Es ist dies unser Verehrtester und hochverdienter Bürgermeister Laschan. Ihm gilt mein herzliches drei- maliges Hoch! Den langen Reigen der Toaste beschloß der Reichs-ralhsabgeordnete Herr Dr. Schaffer, der sich gegen Ende des Bankets noch zu folgenden zwei Trinksprüchen erhob : Mehr als je, meine Herren, haben wir heute Veranlassung, millen in dem Festesjubel, dcr zu Ehren unseres heimatlichen Dichttrs und Staatsmannes in diesen Tagen ganz Oesterreich mllchlig durchbraust, auch jenen Männern den Tribut unserer Hochachtung und unseres wärmsten Dantes zu zollen, die nach dem bedauerlichen Austritte des heuligen Tageshelden aus der lrainischen Landstubc die Eroschaft desselben angetreten und mit unverdrossenem Eifer ehrlich, muthig und redlich fortgeführt haben. So schwierig ihr Posten im Laufe der Zeit auch geworden ist, so haben sie doch jederzeit treu auf demselben ausgeharrt und ihn gegen alle Angriffe unserer Gegner mit mannhaftem Mulhe und Feuereifer vertheidigt. Lassen Sie uns daher heute, meine Herren, am Schlüsse einer Landtagssession, deren Verlauf uns neuerdings glänzende Beweise ihrer Ulberzeugungelrcue und ihres unermüdlichen Wirkens für die wahren Interessen un. sereS Landes geliefert hat, dieser unferer würdigen Vertreter mit aufrichtigem Dante gedenken. Unsere wackere liberale Land'agsminorität — sie lebe hoch! Schließlich hebt Dr. Schaf fer noch die erfreuliche Erscheinung hervor, baß auch zahlreiche Anhünaer und Gesinnungsgenossen unserer Panei aus ihrcn ländlichen Wohnsitzen eigens nach Laibach geeilt sind, um das schöne Fest in unserer Mitte feiern zu können. Ui.ler ihnen bemerke er zu seinem besonderen Vergnügen auch !den vcrehrlen Herrn VezirlShauplmann Derbitschvon Kramburg — gleichfalls einen allen und verdienten Kampfgenossen AuerspergS im lrainischen Landtage, »uf das Wohl dieser auswärtigen Gesinnungsgenossen nun leere er sein Glas, indem er die Versammlung zugleich lauffordert, denselben zum Danke ihres Erscheinen« ein herzliches, dreimaliges Hoch zuzurufen. (AUseitge Hochrufe!) Hiemit endete das in äußerst gelungener und erhebender Weise verlaufend Banket. , Bcmcrkcn wollen wir diesbezüglich nur noch, daß die Pausen zwischen dcn einzelnen Reden durch die Vorträge dcr Musülaprllt bestens ausgefüllt wurden und daß desgleichen auch das Soupcr und die Bedienung in keiner Hinsicht irgend etwas zu wünschen übrig ließen. - (Die «uersperg.Ndrtsse bt« conftilu. «ionlllen Verein«.) Die v°m conftitul.onelltn Vernn in l'°i!>°ch °us«c8°ng'n., von H«rn R'ich«r°lh,°b°.°lbn.t.l, Dr S chaff er v«l«ßle«wsse a° s.. Erc^u, Aulon Vrafen ^Au-lspttg, uber berm °m v. d. m Oraz dmch b«« >D.vutati.n«milglitt>. V.ctl»ü^tlnmß.l Dr. v. Schrey,rf«lgle 634 Uebergabe an den Jubilar wir bereit« gestern des näheren be. richteten, lautet ihrem «ollen Inhalte nach: Euer Excellenz! Hachgeborner Herr bau und Weinhandel durch Einführung beeideter Weinagenten unterstützt werden? Wäre es wüiischenswerlh, einen derartigen Versuch zu machm? Welche Erfahrungen sind über die erfolg» reiche Verwendung vo>« Salicylsäure, Thymel und Easlin in der Ktllerwirthschafl gemacht worden? Welche Resultate haben die neueren wissenschaftlichen Untersuchungen über da« Reifen der Trauben ergeben? Wie kann die 3Heinproducliou durch Afsocia» tion kleinerer Weinproducenten gehoben werden? Welche Erfahrungen hat mau in den letzten Jahren über die in den verschiedenen Kronlänbern eingeführten Lraubtnforteu gemacht? Welche Schuhmittel gegen den Frostschaden haben sich am besten bewährt? — (Voraussichtliche Witterung) Nach der gegenwärtig über dem Continente herrschenden Verlheilung des Luft» druckes sowol wie au» dem allgemeinen Stande der Witterung zu schließen, dürften nach einem Berichte der Eentralanstalt fl!r Meteorologie nächster Tage nur wenig Niederschlage, dagegen heitere und tagsüber warme Witterung zu gewärtigeu sein. Neueste Post. (Original-Telegramm der „Laib. Zeitung.") Pest, 11. April. Die ..Pester Eurrespondenz" mel. det: Die heutige, von 1 bis halb 6 Uhr währende ge. meinsame Ministerconferenz ging unter günstigen Au» spielen vor sich und wird morgen fortgesetzt. Auch die baldige, wo möglich günstige Erledigung der Banlfrage wurde von allen maßgebenden reiten in Aussicht gestellt. Pest, 10. April. Minister Szende conferiert mtt dem Reichs.Kriegsminister Koller über die Militar-Äequai» tierung, über die Besteuerung der militärpflichtigen dienst' untauglichen Individuen und über das Porspannwescn. Eine Vereinbarung in allen drei Fragen ist nach dem „Hon" voraussichtlich zu erwarten. Wie man hier bchaup» tet, soll man sich in den Zoll'Angelcgenhciten von öfter-reichischer Seite nachgiebiger zeigen; es wird ein wesent» licher Beschluß erwartet. Wenn dieser erfolgt, dürfte die Erledigung der anderen Fragen sich leichter gestalten. Die ungarischen Minister haben, nach einer Meldung des „Pester Lloyd", auf Grundlage der Erperten.^r-llärung den Zolltarif vollständig ourchberathen. Sie beabsichtigen, jede Concession von der Uebereintunft über die PerzehrungSsteuer abhängig zu machen. Die Aussichten für das Erreichen dieses Zieles sind noch gering-In der Banlfrage wurde die No:e ungarischerseits deshalb abgesendet, um von der Nationalbanl eine schriftliche Antwort zu erhalten, welche dem Kaiser vorgelegt werden soll. TiSza hält sich reserviert und stellt die Minister Szell und Simonyl ins Vordertreffen. Telegraphischer Wechsellill» vom 11. April. Papier , Rente 65 70. — Silber - Nente 69 60. — 18 Angekommene Fremde. Am 11. April. Hotel 2tadt Wien. Finger, Troppau. — Koblar, Veamler, ssiume. — Müller. Kfm., Pest. — Widerwohl, Mottschee. Slarja, Postmeister, Krainburq. — Iavornig, Neuma>ttl. -Nanzinger, Mannöburg. — Schütz, Kfm., Wien. ^ - Walh, Ungarn, Hotel Elefant. Ogoreuz, Nudolfswerth. — Ieretin, Svetec. l. k. Notar, und Hlaowig. Littai. — Derbii, Krainbnrg. — Neuburg, Wien. — Slverlo Anna, Zirlnitz. — Eigner und Santner Maria, Wildon. — PotoNn, Steinbrück. - Iglil, Oberlrain, Hotel Europa. Lüwy, Sissel. — Schlefinger, Ngram. — Träger, Albert, Oraz. — Meteorologische VeoliachlunlM m Laibach. «- "Z R i? ° "» V 7 U. Mg. 733.« -l-10.. SW. schwach fast heiter II. 2 „ N. 732»9 ,4-15-5 SW. heftig lhcilw. bew. 0.oo 9„ Ab. 732,0» ! 4-12,, SW. schwach bewölkt > Schöner Morgen, später theilweise Vcwöllung, lagübcr heftiger SVW., abend« faN ganz bewölkt. Da« Tagcsmitlel der Wärme 4- 12 6', um 3 6' über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Ottomar Vambera. NölseNbeNÄ>t ^!^' ^. ^"' ^'" '"zwischen bereit« dementierte« Gerücht «ber eine ungarische Minifterkiise. die Nachrichten von Ueberschwemmungen durch die Theiß und die febr flaue ____!' ^ Haltung fremder Plätze concurrierten in ihrem Drucke auf die Stimmung der Vörse, welche denn auch auf der ganzen Linie stall reagierte. Mai- ) y (.....6« 20 «j« 3^ Febrnir.) ^"" (.....6« 40 ««b(, Iünner-) «.»^„.ute < ' - ^»" 69 90 «pnl. ) vilberrlNte ^ . . . ß< . . 75.^ 74^ 2>onau-8iegulierung«»Lose . . 203— I0U50 Ung. Eijenbahn-Nul..... 99 7b 100 — Ung. Pran.i«n-Vnl...... 71 90 73 10 Niene», Communal«Nulehen . 90 80 91 — «ctlen von V«nle«. »nglo.Vanl........«ß.^ ßfz^y «untve^tin........55^ H7^. lbll!i«ucledit»^Ü»U.....—..» __^ «rebitanfialt........ 146 30 14b sis' «reditanfialt, ungar..... 12650 186 7b Depofittnbanl....... —-— —-— CscouipteanNalt...... 640— 650 - ssronco-Vanl....... 1250 13 — b»udtl«b°nl........ e»0— 50 50 wlltionalbllul....... t»6l< — 87s. - 0esterr. Banlgeftllschaft . . . Ibv- I51-- Unlonbanl ........ b9_ 5925 Verlthr«l>aul ....... 78— 7ilb0 klctln» h«« zr«»so«rt-N»ter»eh-«n»,en. »lfijlb-Vahn........loi. ^ 1^.50 ilarl-Ludwig.Bahn.....II,? 2b 157 75 2)onau.Tan,Psch,ff.»Otslllsch«ft 820— 322-^ Elisllbtlh-Wesibahn.....i5gb(» 1^.59 «llisadeth.Vahn (Lmz-Vudweiser Strecke).......... — ^. __ Herdinande-Nordbahn . . . 1770— i?ßt)-. Franz > Joseph - Vahn ... 1»8 b0 184 t>0 ^cmb..