^N 38. M^M ^^^" Dinst^D drn l2. Mai. TM i e n. Oe. k. k. Majestät haben mil Allerhöchster Entschließung vom 2l. Märjl b. I.. zum Behufe der statistischln Arbeiten für Allerhächstihre Staaten ein« tlgene Direction der administrativen Statistik unter der unmittelbar«« Leitung des Präsidiums des General Rechnungs-Dirccloriums einzusetzen, und mit de« weiteren Allerhöchsten Entschließung vom 2. Mai d. I., den Rechnungsrath der Staats - Credit«« und Central-Hofduchhaltung, Moritz Rittet v. Lucam, zam Director derselben, und gleichzeitig zum wirklichen Hof-Secrelär deß k. k. General «Rechnung«» Diltlloriums' allergnädigst zu ernennen g"uhi> vor, unsern Streit durch einen Zweikampf zu cnl.' scheiden. Vei meinem Rang als Sultan kann ich — 151 — mich nur m't einem Konig, wie ich bin, schlagen. Aber ich will dir, wenn du hiermit einverstanden bist, einen meiner Chalifas schicken, der sich mit dir messen soll." —. Der Gouverneur soll hierauf erwie« dert haben: ^Ich nehme die Aueforderung an. Da «S aber bei unS der Brauch ist, daß der Gefordert« die Wahi der Waffen hat, und meine spcciele Waffe die Artillerie ist, so wähle ich die Kanone und überlasse es deinem Chalifa, die Entfernung festzusetzen.« Der ToulonnaiS gibt über den Aufenthalt der französischen Prinzen in Algier ausführlichen Bericht. Bei einem Besuch der Offiziere der afrikanischen Miliz und der Kolonisten — letztere waren in Trauer-kleidcrn — wurden die Klagen über die erlittenen Unfälle und das gegenwärtig« Elend sehr laut. Der Herzog von Orleans ermähnte ste, Muth und Vertrauen nicht sinken zu lassen, und versicherte, daß die Regierung für die Angelegenheiten Algiers di« wärmste Sympathie hege; Beweis hiefür sey die Gegenwart zweier Söhne des Königs. „Bei meiner Ab? reise von Toulon — fuhr der Herzog fort — hübe ich durch telegraphische Depesche die Nachricht erhall ten, daß die Commission der Deputirtenkammer sich für bi« beschrankte Occupation Algiers entschieden hat. Zugleich meldete mir aber die Regierung, daß sie diesen Antrag mit aller Kraft bekämpfen werd«. Vielleicht andern die Resultate des bevorstehenden Krieges auch die Ansichten der Commission. Hüten Si« sich vor Enlmulhigung, zeigen Sie dieselb, besonders nicht, wenn Sie nach Paris geh«n> Entrnu-lhigung würde Ihre Sache zu Grund richten. Von den (Kolonisten h^ngt ^es ab, den KammeM «inen Impuls zu Gunsten der Colonisation zu geben.* Einige Colonisten, welche bei dem Auebruch deS Kriegs am meisten gelitten hatten, und die dem Herzog einzeln vor-gestellt wurden, bemerkte er noch inbbcsondtle: Di, "Nation wird sich nicht geizig zeigen; sie wird Sie entschädigen. Verlieren Sie die Hoffnung nicht. Das gesammte Ministerium theilt die Gesinnungen des Königs. Hr. Thiers hat sich für Ihre Sach« verwendet, und Sie wissen, welchen Vertheidiger Sie an ihm haben! Ihr Unglück ist groß, aber nur roiübergehend. Warlen Sie vertrauensvoll das Ende des Krieges ab, dessen Resultate zweifelsohne glücklich seyn werden. Die Deputirtenkammer wird auf einer Maßregel nicht bestehen, welche Frankreich nur mit Leid sehen würde.« Die Miliz, welche über die trostreichen Worte des Herzogs hoch entzückt war drückte ihm den Wunsch aus, seine Ehrengarde z« bilden. Der Prinz verweigerte di«ß anfangs, weil «r nach ihren vielen erlittenen Verlusten sie nicht auch noch ihrer Zeit berauben wolle. Aus die Be-merkung der Offiziere aber, es sey dieß ein Glück, keine Last für sie/ nahm der Prinz eine Wache von bloß fünf Mann an. Abd-cl-Kader hat an die Europäer in Algier und die französischen Soldaten folgend« Proclamation erlassen, welche in zahlreichen Exemplaren verbreitet ist. «Den ^Christen, welche in Algier und sonstwo wohnen, thun wir kund, daß alle, welche sich auf unser Gebiet begeben wollen, gute Ausnahme finden werben. Ihre persönliche Freiheit ist ihnen gesichert,-eben so die freie Aueübung ihrer Religion. Nen Krieaelcuten bewilligen wir das Doppelte ihreS bisherigen Soldes, welchem Rang sie auch angehören mögen; den Civilisten steht ls frei, ihrer Profession nachzugehen, und denen, welche den Boden anbauen woKen, geben wir zu diesem Zweck Grund, stücke, Getreide, Vieh und Geldzuschüsse aus unserm Schabe. — Die, welche wahrend des Kriegs in unsere Hände fallen, werden anstandig behandelt, und wenn si« uns dienen wollen, geben wir ihnen den doppelten Sold, den sie früher hallen. Die Verwun» dcten werden wir pflegen und ihnen gleichfalls doppelten S ld geben bis zu ihrer Heilung, und wenn sie uns dann dienen wollen, behalten sie diesen Sold. Wir fordern demnach alle Christen, welche zu unS zu kommen wünschen, auf, dieß ohne Furcht zu thun; nir versprechen ihnen auf unser Wort und unser« Ehr», sie wohl aufzunehmen und in jeder Hinsicht gut zu behandeln.« Telegraphische Depesche. Toulon, 28. April. Der Seeprafsct an drn Sreminisier. Am 25. ist der Marscholl nach Nuffarik, wo die Prlnzen war,n, aufgebrochen. Man wird den Fejdzug unverzüglich eröffnen,- die Truppen nehmen die Richtung nach Nlida. Man glaubte, die ersten Operationen dürften geKtn Medeah Statt finden. (Allg. Z.) Großbritannien. London, 29. April. Das Land verhält sich in Setrcff der chinesischen Frage fortwährend neutral. Der hier gemachte Versuch einer Bewegung ge» gen den Krieg mit dem himmlischen Reiche ist, trotz dem, daß der ritterliche Graf Stanhope sich an die Spitze derselben zu stellen bereit war, ehne allen Erfolg geblieben. John Bull hat zu viel Tact unb kennt seinen Nationalvorlheil zu gut, um eines Par-teitriumphes wegen sich der asiatischen Welt gegenüber als schwach und schwankend hinzustellen. Die, welche China zenau kennen, sind der Meinung, daß die Operationen ungefähr in folgender Ordnung er^ folgen dürften. Di, vereinigte Flotte würde etwa in der Mitte Juni bei Macao erfcheimn. Der Admiral würde alsdann die Forderungen seiner Regie« rung einsenden,^ und auf Antwort in dtr kürzesten — 152 — Frist bestehen. Sollte dieselbe nicht befriedigend aus« Men, so würden sich die Schiffe längs der Küste hin verbreiten und sich alles beweglichen chinesischen Eigenthums bemächtigen, bis der Betrag des genommenen Opiums gedeckt wäre. Dieses würde mit einer allgemeinen Blokade verbunden werden, und sowohl zur Sicherung der Schiffe, als um den Chinesen mehr Ernst zu zeigen, würde man eine oder mehrere Inseln mit guten Häfen wegnehmen, und diese Operationen so lange fortsetzen, bis der Kaiser sich zu,einem billigen Vertrage versteht, welcher uns sowohl Genugthuung fürs Vergangene als Sicherheit für die Zukunft gewahrt. Es scheint zwar, als wenn zur Erreichung dieser Zwecke eine größere Seemacht von hier abgegangen wäre, als gegen China nöthig seyn mochte. da dem Generalgouverneur von Indien bereits Schiffe genug zu Gebote stehen; aber nach Briefen von Calcutta zu schließen hält man cb für nöthig, zu gleicher Zeit eine bedlUlende Flottille in der Nahe von Nangun zu halten, um dem Veherr» scher von Ava von vornherein all« Lust zubnuhmen, uns den Krieg zu erklären. Die Arbeiten am Themse» Tunnel schreiten rasch vor, und man lriffl an dn Lebensgröße — der ßroße Masserkünsiler — Prieli-nitz in seinrm alltäglichen Gewände, mit der ausg»» stltckttn rechten Hand aus die Najade wciftnd. Tausend« au« London und der Gegend umhrr, snö-men neugitlig zu diesem T»mp?l; sob.ild er aber nnt Schaulustigen angefüllt ist, stürzt plötzlich aut einem dreifach«!» Volsprung? der Tempelkugtl das Wafscr in Form einlS dreifachen Glassturzes auf «in eisern,3 Gitter herab, t>«s in der Breit« von 2 Schuh den Tempel umgürtet; iu den Säulen deö ^Tenipils lmd nämlich Röhren verborgen, durch welche mttttlft eines Druckwerkes das Wasser in die Kuppel ^. bracht wird. Zugleich läßt sich aus einer Fels