Nr.293. «-^W'K^»'» Samstag, 20. Dezember. ?^^''^^»!^ü^.- ^4. Amtlicher Theil. y„ Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 7. Dumber d. I. ^n griechisch, orientalischen Religion«.Professor am ss^alegymnasillm in Zara Chrysant Grkiniö zum -"'lftliede des Landesschulralhes für Dalmatien aller» Madigst zi, ernennen geruht. Conrad-Eybesfeld m. p. ^ ,„______________________ Nichtamtlicher Theil. Das Localbahngesetz. -j- Wien, 17. Dezember, ^ Dem Herrn Abgeordneten Neuwirth mag es zur ^lunde schon leid thun, dass er die unbedeutende mage der Wien-Tulln-St..PölteN'Localbahn zu einer ^laatsaclion aufzubauschen bemilht war. Statt eine '"ederlage zu erleiden, hat der Handelsminister ^ute, wie kein geringerer ale Dr. Herbst constatierte, i°ln Abgeordnetenhause ein Vertrauensvotum erhalten. ^?r Itückzng der Herren Neuwirth und Eonsorten lll'ch einrr Flucht. » Gleich das rrste taltische Manöver misslang. Das Abgeordnetenhaus hatte zwei Ausschussberichte vor 'ch. den Antrag auf Verlängerung der Wirk. !?N,leit des Localbahngesehes und den Be-sM ilbcr den Neuwirth'schen Antrag. Ritter von ^hlumecky schlug nun vor. den zweiten Gegenstand ^ dem ersten zu behandeln, die Personenfrage vor ^ Sachen frage zu stellen. Damit sollte schon indirect ^ Entscheidung präjudiciert Werden, aber das Haus 'M dem Septarchen der «Vereinigten Linken" nicht ien Gefallen und verwarf mit 158 gegen 136 Slim» >nen seinen schlau gemeinten, aber ear ausgebaut worden, und der Minister konnte aufs Klagendste nachweisen, dass die Regierung in keinem yDyen Fall die ihr von der Legislatur eingeräumten . ^machten überschritten habe. Da nun weder in dem Men Reichsrath noch in der ersten Hälfte der ersten ^lsion des nächsten Reichsrathes auf da« Zustande- kommen eines definitiven Localbahngesehes mit Sicherheit gerechnet werden kann. der Eis»'nbahnbau aber doch deswegen und'aus dem weiteren Grunde, weil vielleicht der Reichsrath gerade mit anderen Geschäften überhäuft ist, nicht sistiert werden kann, so bleibt eben nichts anderes übrig, als die ,m jetzigen Localbahn» gesetze enthaltenen Vollmachten der Regierung zu verlängern. Die Nothwendigkeit hat auch der Regierungsver-treler Ministerialrath v. Wittek schlagend nachgewiesen, und die zwei langen Reden des Abgeordneten Herbst werden wohl niemanden vom Gegentheile überzeugt haben. Dass jede Bahn, die unter Umständen einmal einen Transitverkehr erhalten kann, keine Localbahn mehr ist; dass eigentlich nur eine lebensunfähig? Sack» bahn als Localbahn angesehen werden darf; dass, wenn eine Localbahn gebaut wird. derjenige, der die Mühen und das Rlsico des Baues auf sich nimmt, beileibe nichts dabei verdienen darf, das sind Thesen, deren Originalität wir zwar nicht bestreiten wollen, mit denen aber Dr. Herbst ziemlich allein bleiben dürfte. Die Bevölkerung wird es der Regiernng beiweilem mehr Dank wissen, wenn infolge der liberalen Politik derselben bisher isolierte Landstriche die ersehnten Schienenverbindungen bekommen, als wenn dies nicht geschehe, dafür aber der parlamentarische Apparat in Sachen jeder Legung eine« neuen Geleises in Be-wegung geseht würde. Das« Dr. Rieger unter an. derem dem Abgeordneten Herbst nachweisen tonnte, dass dieser seinerzeit gerade im entgegengesetzten Sinne gestimmt habe wie heule — sei nur nebrnbei bemerkt, wir legen darauf kein entscheidendes Gewicht; aber es ist doch ein interessanter Zug im B loe. Herr Dr. Herost, dem der Vornimf sehr wehe zu thun schien, benutzte die Rieget'sche Bemerkung nur, um nochmals zu constatieren. das« die Votierung des Localbahn. gesetzes eine Vertrauenssache sei — und hierin befinden wir uns mit dem geehrten Abgeordneten für Tetschen ausnahmswesie in voller Uebereinstimmung. Die Votierung war 1880 unzweifelhaft ein Vertrauens. Votum für den damaligen Handelsmimster, die heute erfolgte Verlängerung — die Linke wagte es nicht, namentliche Abstimmung zu begehren! — ist ein Ver. tlaucnsvotum für den derzeitigen Chef unferes Handels-amtes. Indem der Reichsrath ihm die im Localbahn-gesetze für ihn enthaltenen Vollmachten auf anderthalb Jahre verlängert, spricht er ausdrücklich aus, dass er Vertrauen in die gegenwärtige Leitung unserer Eisen-bahnpolitit setzt, dass er ihre Erfolge anerkennt und die Anklagen einer in der Wahl ihrer Mittel wenig discrete» Opposition nur als Ergebnis der Partei- eidenschaft, nicht aber al« ernste, sachgemäße Kritik zu betrachten vermag. Die Debatte über den Neuwirth'schen Antrag sollte noch schlimmer für die Linke verlaufen, ol« die über das Localbahnaeseh. Boreist griff der Herr Han» delsminister wieder persönlich in die Debatte ein. Der Text seiner Rede ist »nseren Lesern bekannt; man kann sie mit Fug und Recht eine Executive nennen. Herr von Pino nahm diesmal den Glier bei den Hörnern, er wich keiner einzigen der vom Abgeordneten der Brünner Handelskammer provocierten Contro-versen aus, sondern behandelte jede so, dass Herr Neuwirth Grund haben dürfte, lange daran zurückzudenken. Das Wesen und das System der Localbahnen, die Beziehungen des Handelsministeriums zur Liinder-bank, zur Localbahn-Gesnüschaft, zu den Stabtbahn-Concefsionären und zur Fogerty'schen Million — eines nach dem anderen kam an die Reihe, und als der Minister geendigt hatte, war nichts zurückgeblieben von all dem Staub, den Herr Neuwirlh aufgewirbelt hatte, nichts von den Behauptungen, nichts von den Anklagen, nichts von den Insinuationen. Die Herren Neuwirlh und Ruß versuchten, dem Minister zu antworten. Ein großer Schriftsteller hat einmal gefagt, es sei ein Zeichen geistiger Schwäche, wenn man glaube, eine Behauptung erwiesen zu haben dadurch, dass man sie wiederhole. Herr Neuwirlh scheint zu glauben, dass eine Insinuation wahrer wird, wenn man sie zweimal aus-spricht. Die Wiederholung der Beweismittel ist jedenfalls ein logisches Novum. Herr Dr. Ruß spielte sich auf d.n „losen Schäker" hinaus, er scheint für die Wahlen frischen Credit zu suchen. Im ganzen haben wir allen Grund, mit dem heutigen Tag zufrieden zu sein. Die Linke hat nicht gewagt, eine namentliche Schlussabstimmung zu begehren ; als über den Anischussbericht in Sachen Neu-wirlb/schen Antrages abgestimmt werden solllr, zoa sich ein nicht unansehnlicher Theil ihrer Mitglieder in die Couloirs zurück, das Vertrauen, das die Regierung verlangte, hat ihr das Haus votiert. Wichtiger aber, als dass Baron Pino heule den Sieg davongetragen und eine glänzende Satisfaction erhalten hat, erscheint uns der Umstand, dass sich gezeigt hat, das« er auch sachlich recht hat, dass sich gezeigt hat, das« an all den Klatschereien und Denunciationen, die der Abgeordnete der Brünner Handelskammer gesammelt und ins Haus getragen hat, nichts ist, absolut nichls als Worte. Nicht für eine einzige der Anklagen, die Herr Neuwirth unlängst formuliert hat, könnte er heute auch nur den Schalten eines Beweise» beibringen. Jemlleton Typen aus dem Wirtshausleben. lick, ^" den Besuchern unserer Restaurants, nament-z^l der größeren Städte, stoßen dem aufmerksamen y/°bochter gewisse typische Erscheinnngen auf, denen i,"" immer wieder begegnet, wenngleich es natürlich ' Men Fällen nicht dieselben Individuen sind. Wir ^'"kn „iA ^ wandernden Hausierer, Brehrlbuben, Importeure und wie alle jene «fliegenden Geschäfts-,/'?." heißen, welche in den Cafe« uud Restaurants UMich aus< und eingehen und ihre Waren an den «Ä? äu bringen suchen, sondern wirkliche Gäste, die sj Me Eigenthümlichkeilen an sich haben, durch welche 'lch von den anderen Gästen zu unterscheiden pflegen. ll»>> keifen wir zunächst tine der Weitverbreitesten ^. >"ln häufigsten auftretenden dieser Figuren heraus i»^" Zeitungsmarder. Derselbe ist in allen o.s'.""rants, wo eine größere Anzahl von Zeitungen dal 'M. besonders aber in Cafis, auzutreffen und lh,, ' leicht kenntlich. dass er stets in einem wahren e."N von Journalen begraben dasitzt. Während er ot>,^"lnal liest. liegen unter demselben noch zwel W, ei andere, unter den Arm hält er ein viertes W ?'"' ein fllnftes liegt über seinem Schoß und <^>'en, sechsleu sitzt er womöglich. Der Ze,tungs< ""d !/"ubt alles, was ihm unter dic Hände kommt, ist i^lfftftt hie Beute dann nach seimm Platze. Er ein ziemlich unsympathischer und boy ^.«'Nigrr Geselle, der nur mit Widerstreben etwas ^ '""er Veute herausgibt, ja seine Unversrorenhett geht manchmal so weit, dass er, falls von einer Zeitung zwei Exemplare vorhanden sind, alle beide mit Beschlag belegt. Die politische Richtung des geitungs-marders auf Grund seiner Lektüre zu bestimmen, ist ein Ding der Unmöglichkeit, da er, wie gesagt, eben alles verschlingt. was ihm unter die Hände kommt. Bei Wirt und Kellnern ist der Zeitungsmarder gerade nicht sehr beliebt, da er, in seine Lektüre vertieft, bei einer Tasse Kaffee oder einem Glas Bier stundenlang zubringen kann und auch hinsichtlich des Trinkgeldes sich gewöhnlich etwas zäh erweist. Ganz anders in seinen äußeren Manieren al« der Zeitungsmarder. dabei aber in seiner Art nicht minder gefährlich, ist der Bi ll ardt iger. Man sieht ihn fast immer mit dem Queue in der Hand, und findet er nicht gleich einen Partner, fo vertreibt er sich einstweilen die Zeit durch Kunststöße auf dem Vil« lard. Slels befindet er sich auf der Lauer nach jemandem, den er auf dcm grünen Tuche „hineinlegen" kann, und schon nach den ersten Slöhen des Betreffenden weiß der Aillardtiger. was für einen Spieler er vor sich hat. Ist derselbe noch verhältnismäßig schwach, so macht sich der Nlllardtiger oft das Vergnügen, sein Opfer in einer Carambolage-Partie zu fünfzig Points bis vierzig kommen zu lassen und sich dann erst dem ver-blufften Gegner in seiner wahren Gestalt zu zeigen. Der Billardtiger ist im Kegelspiel wie in der Caram-bolage gleich perfect, er kennt alle Kunstgriffe und ..Kunstbälle", und es geschieht daher nur in seltenen Fällen, dass auch er einmal «gemacht" wird. Der Villardtiaer kleidet sich stets elegant und ist ebenso gewandt wie höflich in seinem Benehmen den M«lsplc< lern gegenüber. Letzteres gilt auch mitunter von dem Scat» fuchs, der immer und ewig bemüht ift, einen Scat zufammenzubringen. sei es, um seiner Leidenschaft für da« edle Spiel zu fröhnen, sei es, um Unerfahrene zu rupfen und sich hierdurch täglich ein paar Gulden zu verdienen. Diese Art der Scatfüchse ist natürlich die ge-riebenere, häufig gehen sie zu Zweien auf ihre Naub-züge aus und kennen einander in der Kneipe gewöhnlich nichl, d. h. sie thun so, um desto besser die Gimpel auf ihren Leim zu locken. Haben sie den dritten Mann gefunden, so kann sich der heilig darauf verlassen, dass er nie die vier Wenzel bekommt, wenn er sie sich nicht einmal selbst gibt; aber selbst wenn der Unglückliche das schönste Grand in Händen hat, so kommt es vor, dass er es verliert, da sich seine beiden Partner ganz genau verstehen. Scheu.t es aber unmöglich, dem Gim« pel durch allerhand Kniffe, in der Terminologie des Scalspiels „Mogeln" genannt, ein Spiel abzunehmen, so hat dann der eine von seinen Gegnern gegen Vnde des betreffenden Spiele« nur noch eine Karte, während die beiden andern Spieler deren noch zwei haben. Beim Recherchieren findet sich das vermisste Vlatt auf dem Boden, natürlich isi es durch ein Ärschen be.m Mischen dahin gekommen, beileibe «'cht wahrend de« Spiclens. das niiht aber dem Unglücken Sp.eler nick s dm, sein schönes Grand oder Solo ,st nun ist selbstverständlich ein Meister in seiner Kunst, er entwickelt nebenbei im Kartengeben eine wahre Virtuosiliit, kennt jede Karte, die heraus ist, und verzählt sich nie; spielt er ein Spiel, das für ihn eine mifsliche Wendung nimmt, fo überfällt ihn manchmal Farbenblindheit, so dass er verkehrt zugibt, worauf er sich den Mitspielern ge« Laibach« Zeitung Nr. 293 2418 20. Dezember 1884. Die weitere Entwicklung des österreichischen Localbahn< z nehes wird durch derlei Manöver nicht verhindert > werden können. Der vergiftete Pfeil ist wieder einmal auf den Schützen zurückgeflogen. Reichsrath. 386. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 18. Dezember. Se. Excellenz der Herr Präsident Dr. Smolla eröffnet um 11 Uhr 1b Minuten die Sitzung. Auf der Ministerbank befinden sich: Se. Excellenz der Herr Ministerpräsident und Leiter des Ministeriums des Innern Graf Taäffe, Ihre Excellen» zen die Herren Minister: Dr. Freiherr von Ziemiat» kowsti, Graf Falkenhayn, Dr. Freih-rr von Prajäk, Dr. Freiherr von Con rad-Eybesfeld, Dr. Ritter v. Dunajewski und Freiherr v. Pino. Se. Excellenz der Unlerrichtsminister überreicht einen Nachtragscrrdit pro 1884 behufs Umbaues dcr ehemaligen Gewehrfabril zum Zwecke der Wiener Universität. Der Präfident erbittet sich die Zustimmung des Hauses, um anläsilich des bevoistehenden Oebults. festes Ihrer Majestät der Kaiserin Allerhöchstdelselbcn die ehrfurchtsvollsten Glückwünsche des Hauffs dar» zubringen. (Allseitiger Beisall.) Es wird zur Tagesordnung übergegangen. Der Steuerausschuss berichtet über die Petition der Bürgermeister und Gemeindevorstcher von Straß» ! nih und Ungarisch-Ostrau in Mähren, betreffend die^ Uebelweisung der Steuereinhebung von den Gemeinde» Vorstehern an die t. k. Sleuerämter, und beantragt, die Petition der Regierung zur eingehendsten Würdigung abzutreten und die Regierung dringlichst aufz»forde>n, noch in dieser Sessio» einen Gefehentwulf wegen Re-gelung imser Nna.elea.eiiheit dem Reichsrathe zu unterbreiten. Nach kurzer Debatte, an der sich die Abgeord-Ntten Dr. Mattus, Dr. Menger, Dr. Hanisch und der Referent Meznil belheiligen. wird der Ausschussanlrag angenommen. Das Gesetz wegen Veilängerung der Wirksam« li. sich nicht erfüllt hätten. Er verweist auf die Abnahme der Zuckerfabriken, ferner auf den Ausfall an Albmblohn beim Rückgang der Zucker-Industri,', sowie auf da« Beifpiel der französischen Regierung beim Auibruche einer landwirtschftlichen Krise in Frankreich im Iah>e 1880. und führt aus, dass die Abhilfe der Noih, Welche gegenwärtig die Zucker Industrie b dränge, gerade so eine Pflicht des Gem^üwesens sei, wie die Hilfe bei Eleimutarschädeü. Er beschwört die Regierung und das Haus, der einst so blühenden, jetzt schwer bedrängten Zucker.Iodustrie zuHilfe zu kom-men. (Beifall.) Abg. Dr. Rieger weist auf die Rückwirkung der Zuckerkrise auf zahlreiche andere Zweige der Volks« wirtschaftlichen Erwerbsthätigkeit hm und bemerkt, es sei allerdings schwer zu sagen, wie am beste" geholfen werden kann, da selbst die Fabiilanw, darüber nicht ganz einig scien. Er wünscht die Emberufulia. eiiir» EnqMe, aber nicht bloß von Zuckerfabrikanten. (Beifall.) Noch dem Schlussworle bei Berichterstatters Dr. Talir, der hervorhebt, man dürfe nur das Mögliche und nicht auch das Unmögliche anstreben und lnchl bloß die missliche Lage der Zucker-Industrielleli, son- ! dern auch den Stand der Staaissinauzen sich vor ! Augen hallen, wird der Antrag Gregr abgelehnt und ! werden die drei Punkte des Ausschussanlrages an- genommen. Es folgt hierauf die zweite Lesung des Gsches, betreffend die Abänderung und Ergänzung des Gesetzes über Maßregeln gegen Verbreitung der Reblaus. Abg. Fürnlranz beantragt, dass die Re-gicrung noch in dieser Session ein Gesetz über An« legung von amerikanischen Weinrebschulen und unentgeltliche Verabfolguna. von amerikanischen Setzlingen an die Besitzer bedrohter oder zerstörter Weingärten im Hause einbringe. Abg. Graf Coron ini sieht in der Vorlage einen dankenswerten Fortschritt und hofft, die Regierung werde auf diesem Wege nicht erlahmen; er dankt auch dem Ausfchusse für die von ihm vorgenommenen Aenderungen der Vorlage. Referent Sochor bekämpft den Antrag Fürnlranz', betonend, dass derselbe eine Einmischung in die Sphäre der Executive bedeuten wülde. Es wird hierauf in die Speclaldebatle eingegangen, und wird der Gesetzentwurf mit unwesentlichen Aenderungen auch in dritter Lesung zum Beschlusse erhoben. Der Präsident theilt mit, d^ss erden nächsten Sihungstag im schriftlichen Wege bekanntgeben werde, und wünscht allen Mitgliedern, inbegrissen die Herren Minister, ein recht fröhliches Weihnachtsfest und recht glückliches Neujahr. Inland. (Das Abgeordnetenhaus) hat vorgestern seine letzte Sitzung in diesem Iahle abgehalten. Der Bericht des Sleuerausschusses über die Petition der Zuckerindustriellen veranlasste eine länger«', lebhafte Debatte; desgleichen der Gesetzentwurf, betreffend tue Bekämpfung der Reblaus. Bezüglich beider Vorlagen wurden die Ausschussanträge "zum Befchlusse erhoben. — In Anschluss an den Bericht über die 385. Sitz'" > des Abgeordnetenhauses wird mitgetheilt, dass die Vel> längelung des Localbahngesetzes unter Ablehnung aller Miiiorilätsanträge mit großer Majorität angenomm"' wurde. (Zur Verstaallichung der Eisenbahnen.) Wie die ..Psess." meldet, hat der galizist" Neusatz ein neues Organ. „Nase Doba" (Uch" Zeit), welches zweimal wöchentlich erscheinen und M mit den politischen, culturelleu u»d ökonomischen 3>'' teressen der Serben Ungarns beschäftigen wird. Nach dem ausgegebenen Programme steht das Blatt '" staatsrechtlicher Beziehung auf dem Boden der M" jorität des ungarischen Reichstages. Rücksichtlich d" brennend gewordenen Kirchenfrage will das neue Ä^ den Weg der Verständigung mit der Hierarchie ^ treten; es perhorreöciert den Standpunkt der Intrant igentcn, welche bestehende und unabänderlich a/wol' dene Thatsachen nicht anerkennen wollrn, uud spr'lY sich für die Einberufung des Kirchencongnsses all«. Das Blatt will die Verständigung der hervorragendste» serbischen Parteien und Politiker fördeln und eine" Theil seines Raumes der Discussion der verschiedenste!'' selbst der politischen Richtung des Blattes n"^^ sprechenden Richtungen übe» lassen. Ned,cteur ^e Blattes ist Dr. St. Pavloviö, der als Schriftsteller unter dni Selben einen sehr guten Ruf genießt uN als Politiker schon seit Jahren der conselvatoen stlH" tung nahe stand. Ausland. (Deutschland.) Wess.n Geschäfte die H""" Ri!/>r und Wmdthorst mit der Ablehnung der ^"^ Mal für das Auswärtige Amt Blsm^rcks besorg habe», das mögen sie und mag zu eigenem Nutz ^ Frommen das deutsche Volt aus den Piriscr O^a"^ der französischen Revanche-Politit entnahmen. 3" .'« erörtert die chauvinistische Presse die Möglichkeit ell"» genüber entschuldigt, dass er seine Brille vergessen habe. In der Regel ist der Scatfuchs von verbindlichen For« men, kann aber ungeheuer grob werden, wenn man den leisesten Zweifel in seine Spielehllichleit seht. Findet sich übrigens der dritte Mann nicht gleich, so lässt sich der Scatfuchs auch zu einer Partie Sechsundsechzig herab. Eine recht unangenehme Rasse ist der Politik-esel. Er lebt u»d webt in rsbus polities und fahn det in der Kneipe nur auf jemanden, mit dem er politische Discussions, führen kann. Du sitz'st ganz ruhig und lnchts Böses ahnend bei einem Glase Bier, da gesellt sich plötzlich dcr Politilesel zu dir und beginnt ohne weitere C?lcmonien dir einen g'vh'N Vortrag zu halten, der an die schwebenden politischen Taqes-fragen anknüpft lind sich schließlich über das qesammte Gebiet der inneren und auswärtigen Palitil mit Ein-schluss der wirtschaftlichen Fragen'erstreckt. Ein Protest gegen diese Redekunst nützt nichts, und wenn du nicht unliebenswürdia. sein und dich mit deinem Glase Vier ostentativ wegsetzen willst, so musst du eben aushurrcn und den Redestrom des Polilikejels über dich ergehen lass«, Derselbe hält sich in seinem Genre für unsehl. bar. und wenn du es wagst, seinen NMauungen, die sich meist in sehr engen Grenzen bewegen, zu oppo-mere«, so weist er dich mit emer Überlegenheit in die Schlanken zurück, die fast den Glauben aufkommen lässt, als sei der Polilikejel in alle Geheimnisse der europäischen Diplomatie eingeweiht und sei mindestens em Vertrauensmann des deutschen Reichskanzlers. Im Gegensatz zum Zettungsmarder lässt sich die politische Falbe des Politileslls nach seinen T'raden leicht be> stimmen; g'wöhnlich gchöit rr extremen PaNcien an. Er hat stets etwas Unruhiges und Heftiges an sich. denn beständig a/ht er danach aus, seine politische Weisheit an den Mann zu bringen, und kaum hat er ein Opfer aus den Klauen gelassen, so sucht er sich ein neues aus. Dem gewöhnlichen Politikesel nahe verwandt ist der politische Bullenbeißer, nur mit dem Unterschiede, dass es letzterem eben niemand recht machen kan», weder Graf Taaffe noch Dr. Herbst, weder Greuler noch Schönerer, der politische Bullen» beißer schimpft über alle Parteien und hat sein ureige« nes politisches Programm. Als letzter in dieser Reihe typischer Figuren erscheint der Neuigkeilshamster. Er ist von einem unwiderstlhlichen Dränge bcscelt, Neuigkeiten, gewöhnlich localer Natur, zu sammeln und solche wieder von sich zu geben, und zur Erfüllung beider Zwecke ist das Wirtshaus natürlich der geeiglietste Ort. An allrn Tischen hurcht er umher, um irgend etwas zu ergat tern, und selbst wenn das Gehörte „ur fiir die aller« engsten >l>k'se Interesse hätte, so ve> schläft das dein Nluiqlliit^ülster wenig, er registliert es in seii'em Notizbuai oder auch nur iu seinem erstaunliche« Ge-dachtinss.'. >.i',n di> Nachricht sofo.t in einem cmderel, Stammlocal, >>z,en er mehrere Dutzende hat, mit gehöriger Ausschmückung »uiederzugeben. Wenn sich jemand die Hanli verstaucht hat. so macht der Neuig-keitshamster einen complcierten Schenkclbluch oder gar einen Schädelbruch daraus; ist akl5 einem Local irgend ein armer Teufel hinausgeworfen wurden, so macht er einen großen Wirlshausexoss mit Intervention von Schuhmannschaft und Milifärpatrouilleu daraus, setzt ein vor einen Milchwagen gespannter Köter einer Katze nach, so wird hieraus flugs e durchgegangenes herrschaftliches Geschirr, wodurch "" desten» ein halb Dutzend Personen zuschaden a/l^V men sind. Dem Neuigkeitshamster sind oclglelV Uebertreibungen schon manchmal schlecht bekoMlN ^ ohne dass er indessen hierdurch gebessert worden wa> Ein Dorn im Herzen. Novelle von Jenny Piortowsta. (Fortsetzung.) ..Wer »st krank, I.mgart?" fragte Charles- ^ ..Meine Freundin," antwortete diese h?f>>a., ^.,» selkl,', bei der ich war. ehe ich zu Ihi""» kam. ^" schreibt mir, sie sci sehr tra-.l, und ich s^ill sos^t " men. Liebe Frau Baronin," fahr sie fo-t nut r> ^, Ausdülck in dem Gesicht, der ein Herz von ^ .^ hatte rühse» müssen, „u. u,ttc. h.lfen Sie >">''/,,jcht wann der nächste Zug alia/ht. Halt», Sie m'ct) für undankba» ." letzte sie schnrll hmzn, "l2 vc ^ wahrte, dass die Matrone etwas verletz! schleN- «^.. bin zu unglücklich, um zu überl^el,, wa5 ich 1^^ «Ich Will einen Fahrvlm, holen U"d 1"^''. ' g. Sie zu wissen wünschen, Irmgart." verletzte 0Y" M-t dirsen Worten eilte er in WL ^es^ ' z, sah nach dem Fllhrplan und kch'te mit der M>'"^. lung zurück, dass der Zug in einer S„ ai'Mltnu«'!!." elwlv«'" ernst. «Ich grhe nach Äruue." «aibachcr Zeitnng Nr. 2ss3 2419 20. Dezember 1884. Nücktriils Vismarcks, und recht bezeichnend ruft die ..Nivublique Fraii^aise" der Opposiion des deutschen NnchLtagrs zu: '„Uns Franzosen lann solche Nie« detlage Bismarcks nur freuen. Doch wenn wir seine Landsleute winen, würden wir darüber empört lein." (Volkswirtschaftliches aus Russland.) Auch in Nussland herrscht gegenwärtig auf den meisten Gebiete», der Volkswirtschaft große Stagnation, und die daraus sich ergebenden Uebelslände werden noch erhöht durch die Schwierigkeit, zu billigen Bedingungen Credit zu erhalten Die Krise beschränkt sich nicht blos auf d'e eigentliche Handelswelt, sie erstreckt sich auch auf dcn Vewrrbestand und hauptsächlich auf die landwirt-lchafllichen Kreise, insbesondere auf den großen Grund-besitz, welche den ihnen von den Bodencredit.Instiluten 'lUr Verfügung gestellten Credit zu Investitionen und Vergrößerung ihres Besitzes verwendeten. Bei der »egenwärtigen Handelsstockung, den niedrigen Getreide« preisen und dem fast gänzlichen Stillstande des Ex< Ports ist es begreiflich, dass die Schuldner den Boden« Kreditanstalten die Hypothelarzinsen zu zahlen nicht '"stände sind. und deshalb wird die Zahl der Exe-culionen. durch welche die Grundbesitzer zugrunde geachtet werden, täglich größer. Jedenfalls sind die Monomischen Aussichten Russlands für die nächste Zeit >chr ungünstige. (In der französischen Kammer) kamen ehevorgestern bei der Budgetdebatte die geheimen Fonds des Ministeriums des Innern im Betrage von zwei "t'lliomn zur Discussion. Der Posten wurde von der Opposition auf das heftigste angegriffen unter Be-lonung, dafs der Minister diese Gelder zu wahl-voli-Aschen Zwecken missbrauche und dass auch die geheimen Polizei. Agenten, welche während der Wahlperiode in die Provinz grschickt wären, au« jenen Fonds bezahlt würden. Der Minister Waldcck Rousseau verweigerte Mere Aufklärungen über die Verwendung der ge< Linien Fonds, deren Conlrole dem Präsidenten der Ülftublik zustehe, und forderte die Annahme der Vor-loge als einen Ausdruck des Vertrauens der Kammer 5"r Regierung. Die Kammer bewilligte darauf mit ^ geye,, 194 Glimmen die geheimen Fonds, ohne Weitere Ciuschränknng durch die Controle der Budget-commission wie die Opposition beanlragt hatte. (Die westasrilanische Conferenz) befasst sich jetzt mit der Berathung der von der Com« Nl'ssion aufgestellten Schiffahrlsacte. Unter den Be-vollmächtiglen gilt es für ausgeschlossen, dass die Con« serenz vor Weihnachten zum Schlüsse ihrer Arbeiten gelangt. Großbritannien hat bereits die Anerkennung bkl „Internationalen Congo betreff der Angelegenheiten von Korea ins Einvernehmen setzen werde und hofft eine gütliche Ordnung der Angelegenheit. Tastesneuigkeiten. Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin sowie Ihre k. und k. Hoheit die durchlauchtigste Frau Erzherzogin Marie Valerie sind gestern von Gö' döllö in die Ofner Hofburg übersiedelt. Se. Majestät der Kaiser haben, wie das un> garische Amtsblatt meldet, für die Kalota-Szt'Kirälyer griechisch»katholische Kirche 100 fl,, für die Vrezaer röm.-lath. Kirche 200 fl,. fiir die gr..lath. Kirche in Somlyü'Györtelek und für die reformierte Gemeinde in Almäs je 100 fl. zu spenden geruht. — (Hab »bürg» Warte.) Se. Majestät der Kaiser hat für sich und Ihre Majestät die Kaiserin dem Oesterreichischen Touristen-Club für die auf dem Her» mannßlogel zu errichtende „Habsburg'Wartc" den sehr bedeutenden Betrag von 1000 st, ö. W. gespendet. Der Touristen.Clut» darf diese Allerhöchste Unterstützung nicht nur als elne besondere Förderung seines Projectes, son» dern gleichzeitig auch als eine höchst ehrende Anerkennung seiner gemeinnützigen Thätigkeit betrachten. — (Personal Nachrichten.) FZM. Gabriel Freiherr v. Rodiö ist von seinen Besitzungen in Un-gärn sammt Familie in Wien zu dauerndem Aufenthalte eingetroffen, — Am 21, d, M. vollendet der Historiler Leopold v. Rauke in Berlin sein 89 Lebensjahr. Der greise Gelehrte ist körperlich und geistig frisch. — (Defraudation in der niederösterrei-chischsn Escomptecasse) Ein Communique der niedclüsterreichischen Escompte. Gesellschaft theilt mit: „Der Vorstand der Escompt»casse, Lucas Jänner, ist seit vorgestern 9'/, Uhr vormittags abgängig. Die An» stalt erstattete die polizeiliche Anzeige. Eine sofort vorgenommene Casseinevision ergab einen Abgang an Gar« geld von 1509 960 Gulden, an Wertpapieren von 550000 Gulden, zusammen 2059 900 Guldrn Ge. legeutlich der letzten Cassenrevisiun am 18. November wurde alley in Ordnung liefunden. Die Malversations« fanden daher anscheinend in der letzten Zeit statt." Einer anderseitigen Meldung zufolge wurden in der Wohnung de« verhastetcn Kufflrr Wechsel im Betrage von einer Million vorgefunden. — (Jubiläum derVie» er Kaffeehäuser) In den Kreisen der Wiener Kaffeesil-der.Geiwfs-üschaft wird dasilc Propaganda gemacht, das zweihundertjährige Jubiläum der Existenz der Kaffeehäuser in Wicn (1885) festlich zu begehen. 1685 wurde bekanntlich dem Kol-schitzky in Anerkennung der ausgezeichneten Dienste während der Türlrnbelagerung die Concession zur El-richtung des ersten Wiener Kaffeehauses ertheilt, — (Ein gräsSlichfr Unglücksfall) AuS Budapest wird telegraphiert: In der Gerson Spiher'schen Spiritusfabrik in Alt-Ofen waren gestern abends 10 Uhr die Albeiter Dommik Pandrok, Stefan Meixner und Albert Rab bei einem der Heizlrsscl beschäftigt, als ! plötzlich ein Kesselrohr barst und das aus demselben her« ! vorftrömende heiße Wasser in wenigen Augenblicken oaS ! ganze Local immdierte. Nur Rab vermochte sich mit leichten Verletzungen zu retten, während Pandrol nur als Leichnam, Meixner aber mit lebensgefährlichen Nrandwundeu bedeckt aufgefunden wurde. — (Das Attentat gegen das Nieder-Wald »Denlma l.) In Leipzig begann am 15. d. M. gegen Reinsdorf und Genossen wegen verschiedener projektierter Dynamit Attentate, unter diesen eines im September 1883 im Niederwald glgen den Kaiser; es sind 48 Zeugen und 6 Sachverständige vorgeladen. Nach Verlesung der Anklage-Acte gegen die acht Angeklagten wegen Hochverraths, Mordversuchs. Brandstiftung, respective Theilnahme an diesen Verbrechen, begann das Vl-lhür der Angeklagten, Wachmann gibt zu, die Dynamit-Explosion in Elberfeld ausgeführt zu haben, und sagt gegen R-intzdorf sehr belastend aus. Reinsdorf bekennt sich betreffs der Elbrrfelder Explosion nichtschuldig und bezeichnet sich als Anarchist. Auf die Frage des Prä-sioenten, ob die Attentate auf gekrönte Häupter und überhaupt die Dynamit-Attentate zu den Mitteln der Anarchisten, ihre Bestrebungen durchzuführen, gehören, erklärte Reinsdolf. die Anarchie schreibe leine taktischen Mittel vor und überlasse es jedem, zu handeln wie er wolle. — (Das eheliche Leben) hat nach allen Statistikern auf die Lebensdauer des Menschen einen unbestreitbaren Einfluss, und ist es allüberall, wo Sta» tistit betrieben wird, auch nachgewiesen worden, dass die mittler? Lebensdauer der Unverehelichten nicht wenig zu ihren Ungunsten von den Verheirateten differiert Dies ist schon unter gewöhnlichen Umstünden dcr Fall; nun kommt aber das statistische Bureau der Stadt Paris und behauptet, das» die Ehe auch ein Präservativ gegen die Cholera sei, indem die statistischen Daten über die jüngste Cholera Epidemie in Paris nachweisen, dass die Sterblichkeit der Verheirateten in allen NlterSclassen tief unter der Sterblichkeit der Ledigen geblieben war. In der That beweist uns eine Tabelle de» genannten Bureaus, dass von je 100 000 Personen in der Ieit vom 2. bi» 20. November 1884 an Cholera gestorben find: Alter: Lcdig: Verheiratet- 25-30 Jahre 5l l8 30-35 „ 78 21 35-40 „ 58 40 40-45 „ 152 44 45-50 „ «i 47 50-55 „ l«? 37 55-60 „ 86 57 60—65 „117, 65-70 „ 69^ 46 70-75 „ bkj D'ese Affern sprechen llar; wer gegen Cholera geschützt sein will — heirate; die heirat scheint gegen Cholera gerade so ein Schuhmittel zu sein. als die Impfung gegen Blattern. — (Ein Triumph.) In Uoine heiratete der siebzigjährige Viehhändler Giuseppe Jacob eine fünfunb« fünfzigjährige böhmische Kvchin Marianla Robliha. welche mit einer Herrschaft vor Jahren eingewandert war. Am 16, d M. beglückte die etwas übertragene Marianka ihren greisen Gatten mit der Geburt von Drillingen, zwei Mädchen und einem Knaben, die sich sämmtlich wohl be< finden und in der ganzen Stadt die czechische Nation zum höchsten Ansehen bringen. — (Chevaleresk) Richter: „Angeklagter, wir kennen uns ja schon!" — Angeklagter: «Freilich! Was macht Ihre liebe Frau Gemahlin?" «Wie lange werden Sie we Meiden?" „ .Das weih ich nicht," gab sie schmerzlich zur Antwort, „aber, och, es wird nie wieder so sein, w,e ^ bisher war — nie!" Und diese« — ihr lrtztes Wort — noch lange ""ug es ihm in den Ohren nach, als der Zug längst ^rschwnnden war. ^, Vergrben» quälte er sein Hirn. Was konnte nicht 3'eder so sein? Wovon sprach sie? Was m aller ^'lt war das Geheimnis dieses schönen, schwer« '"l'th'aen Mädchens? l Er konnte die Ungewifsheit, in der er sich be-'°"d. kaum ertragen. Nein, nicht leben konnte er, ohne !" Wisse,, ob sein Lebm durch Irmgarls Liebe ge-,6"t oder' durch ihre Zurückweisung für immer un-löslich sein würde. > Er musste ihr nach Grove folgen, nwchte daraus 'den. was wollte. Sie konnte ihm daium nicht !"'"en. und wonach er lechzte wie der müde Wan- .'er nach d?m labendm Quell, er würde ?L erfahren, c° " hoffen durste oder ob allrs umfonst u»d alle '.""e Träume von Liebesglück vergeblich und unerfüllt "''ben sollten <» Ein schöner Iuni-Morgen war es als Charles ^otfield ver ß und ein Gefühl de« Stolzes über- "" 'hn bmn Anblick des schönen Beschlhums als er '"'" lchten Blick darauf zurückwarf. Sonnensttah n "gelten es; die Bäume, die Blumen und Garw. > ^ Wählte in dem Glanz des hellen Tages. Es "" ein kostba^s, herrliche« Fleckchen Erde, und zum "lw'tnale sühlle Charles etwas wie Stolz auf semen Reichthum, seinen Titel und sein Schloss — um Irm« garts willen! Ach, er ahnte nicht, was die nächsten Stunden für ihn in ihrem Schoße bargen und was geschehen sollte, ehe er zurückkehren und die stolzen Thürme von Schloss Stratfield wiedersehen würde! Er sah nicht voraus, dass mit dem Zerreißen des Schleiers, der alles vor seinem Auge verhüllte, ein neuer Wechsel in seinem Leben eintreten sollte, ein Wechsel, gewaltiger und erschütternder als der, welcher ihn zum Herrn von Stratfield erhob.^^_______ Fünftes Capitel. Erst in Grove angclaügt, ficl es dcm Baronet ein, dass er den Namen von Irmgarts Freundin gar nicht wusste. Doch Grove war ein so kleiner Olt, dass er hoffte, eine Fremde daselbst bald ausfindig machen zu können. Zunächst wandte er sich an den Portier auf dem Bahnhof. Zu seiner Freude erinnerte sich derselbe nicht nur, die Dame, die der Baron ihm beschrieb, gesehen zu haben, er halte ihr sogar da» Gepäck besorgt. ..So können Sie mir sagen, wo sie wohnt?" fragte Charles ungeduldig. „Ich will Sie dorthin führen." gab er zur Antwort, „es ist keine sünf Minuten Weges von hier." Diese Mittheilung überraschte den jungen Baronet, denn er sah lein Haus ringsum, in dem, seiner Ansicht nach, eine Freundin Irmgarts hätte wohnen lölmen. Seine Uewraschung sollte sich jedoch »wch st"-gern. als der Portier auf ein kleines, unscheinbares Haus deutele. «Dorthin geleitete ich die fremde Dämel" er« klärte er. „Irren Sie sich auch nicht?" fragte Charles be. troffen. ,Nein. mein Herr. In jenem Hause wohnt die alle Mrs. Brown, und zu ihr gieng die Dame, welche gestern hier ankam." „Wer ist Mrs. Vrown?" fragte der Baronet weiter. „Eine höchst refpectable alte Frau." versetzte der Poltier. „Sie bekleidete einst im Hause eines hohen Officiers das Amt einer Kinderwärterin. Jetzt woh.lt si? bereits seit Jahren hier mit ihrem Bruder." Die Verwunderung Sir Charles' wuchs immer Mthr. Konnte das dieselbe Frau sei", von der Irmgart mehr denn einmal erzählt hatte? Ein bedeutungsvolles Lächeln glitt über das Gesicht des Mannes, als der Baronet ihm ein Geldftiick in die Hand drückte. An der Thürtlingel ziehend, öffnete ,hm eme °"^ Keine Ahnung sagte ihm, als ^"e Thür diese« Hauses hinte. ihm »chlc.se, welchen Wechsel d.e nächste Stunde über sein Leben tm„gen soll e. „Ich wünsche Miss Irmgart «lson zu sprechen," Die Frau schaute erschrocken und hilflos darein. Sie schie" im Begriff zu stehen, die Anwesenheit der Gesuchten velleugnen zu wollen. (Fortsetzung folgt.) Lalbacher Zeitung Nl. 293 2420 20. Dezember 1834. Local- ulld Provinzial-Nachrichten. — (Ernennungen.) Se. Majestät der Kaiser haben den mit dem Titel und Charakter eines Hofrathes bekleideten Fii'anzdirector in Laibach, Thomcig Bar< tlisch el, zlim Hofrathe und Fiuanz.Lnndesdirector in Innsbruck und den mit dem Titel und Charakter eines Ol'elfinanzratheö belleidetin Fiuanzrath August D < mitz zum Oberfinanzrathe und Finanzdirector in Lalbach zu ernennen geruht. — (Glockenweihe.) Wie schon erwähnt, wer« den morgen um 10 Uhr vormittags die Glocke» filr die neuerbaute Herz«Iesn Kirche vom hochwindigüeii Herrn Fürstbischof Dr. Missia feierlich eingeweiht werdcn. Die Glocken, welche von der hiesigen k, k. Hofglocken-gießrrei des Herrn Albert Sa mass a geliefert werden, werden heute nachmittags zwischen 1 und 2 Uhr aus der Gießerei zur Herz-Iesu-Kirche überführt werden, — Um falschen Feueralarm zu verhüten, werden Wir ersucht, das P T Publicum darauf aufmerksam zu nuichrn. dass aus Nnlass der Glockenweihe morgen um 4 Uhr früh von der Schützen«Gesellschaft bei der Herz.Iesu-Nirche Kanonenschüsse gelöst werden. — (..Rothes Kreuz") Heute abends um ü Uhr findet eine Sitzung des Ausschusses des Patrioten Landes'Hilfövereines für Krain im Bureau des Vereins« Präsidenten statt. Den Hauptgegenstand der Berathung und Veschlussfassung bildet die Angelegenheit der noch in diesem Monate zu pflegenden Uebernahme des ge« sammten Nusrüstungsmateriales der Blessierten'Trans-portscolonne Nr. XVI aus der interimistischen Verwaltung des Garnisonsspitales Nr. 8 in Laibach in die eigene Verwaltung des Vereins. — (Bau der Hau stapelte im Knaben« Waisen Haufe zu Laibach.) Das Knaben Waisenhaus in Laibach ist am 15. September l I. den durch ihre Schulerfolge in Repnje in Obertrain rühmlich b?» kannten Schulschwester vom III Orden des heil. Fran« ciscus zur Besorgung und zum Unterrichte übergeben worden, während der hochw. Franciscaner-Eonvent da' selbst die Mitleitung und den Religionsunterricht übernommen hat. Bei der großen Anzahl der daselbst unter-gebrachten Zöglinge — es sind ihrer gegenwärtig 91 im Waisenhause und 7 im Asyle — einerseits und mit Rücksicht auf die Ordensschwestern anderseits elwies sich das Bedürfnis nach einer Hauslupelle als ein unab-weisliches. Deshalb wird der Vincenz.Verein im ersten Beginne des kommenden Frühjahres mit den, Bau einer selbständigen (an das Haus angelehnten) kleinen Kapelle im Hofraume des OoNsßiniu UariHnum beginne», um dieselbe wo müglich fchon im Spütherbste zum Gottes« dienste benutzen zu können. Da es ihm jedoch bei den großen Kosten fiir den Unterhalt so zahlreicher Pfleg, linge und bei der noch immer vorhandenen Schuldenlast von 8000 si. vor dem Beginne des Baues bangt, wendet sich derselbe an die bewährte Wohlthätigkeit der Be« wohner Krains mit der Bitte, ein Scherstein zum Baue dieser Kapelle beitragen zu wollen. Nach den bereits Vorliegenden Plänen für die Kapelle wird jede Kost. fpieligkeit vermieden werden; dieselbe wird in dem ebenso einfachen, wie edlen und praltifchen Früh Renaissancestile aufgeführt und auf den Titel «Mariahilf" geweiht wer den In Laibach nehmen die Mitglieder des finanziellen Comites: die Herren Tanonicus Andreas Zamejcc. Stadt« Pfarrer Johann Rozman. Professor Friedrich Kr>znar. die Stadtcapläne ?. Josef Bizaviöar und Martin Ma> lenjek. die Handelsleute und Hausbesitzer Thomas Pirnnt und Karl Polak, Canomcus Msg». Ieran und Theol, Prof. Anton Iuftaniiö und das löbliche Damcncomite des Waisenhauses diesfällige milde Gaben in Empfang. — (Die Ausstellung weiblicher Hand« arbeiten) wurde auch vom hochwürdigsten Herrn Fürstb'schof besucht. Der Kirchenfürst verweilte fast 1^/, Stunde in der Ausstellung und sprach sich lobend über die Reichhaltigkeit und das Arrangement der» selben aus. — (Benefiz anzeige.) Die Localsängerin Frau, lein Vorree hat sich Raimunds Iaubermiirchen «Der Verschwender" für ihren Beuefizabcnd am nächsten Montag erwählt. Abgesehen von der guten W^hl, ver< spricht dieser Abend noch aus dem Grunde ein interessanter zu werden, da im zweiten Acte in der Gesell« schaftsscene ein Concert eingelegt wird. Wir wünschen der Benesiziantin ein volles Haus — (Mahnung zur Vorsicht.) Je mehr d!e Weihnachtsfeiertage heranrücken, desto mehr Diebstghle gelangen zur Anzeige. Ixsbefondere auf das Geflügel hat es die Langfingerbande abgesehen, und so mancher für den Feiertagsbraten bestimmte Indian pflegt um diefe Ieit aus der Huhuersteige oder Holzlammer spurlos zu verschwinden. Außerdem treiben sich in den Häusern mehrere arbeitslose Individuen herum, die unter dem Scheine der Armut und dem Vorwande des Bettelns Diebstähle begehen. Wir mahnen daher das Publicum zur Vorsicht. — (InKrainburg) wurde jüngst für Gewerbe« und Handelspralticauten eine Schule eröffnet. Diese Schule wird dreimal wöchentlich von circa ^0 Schülern besucht. — Am kommenden Dienstag werden in Krain» bürg unter 50 Schüler und Schülerinnen der dortigen «ollsschule Wintellleider vertheilt werden Die Kosten werden aus der Valentin Pleiweiß'schen Stiftung bestritten. — (Blattern auf dem Karste.) Wie man dem „Triester Tagblatt" mittheilt, hat die Blattern, epidemic, die in Trieft so zahlreiche Opfer fordert, leider nunmehr auch auf dem Karste ihre Swndquar« tiere aufgeschlagen, und werden Vlatlernerkrankungen bereits von Corguale, St. Daniel. Nährest««. Comen und anderen Orten gemeldet. Wie sich die Epidemie auf dem Karste entwickelt, ist leicht begreiflich, wenn man sich erinnert, dass die Karstbewohner mit Trieft in continuierlicher geschäftlicher Berührung sind. So wurde z. B. durch einen Dienstboten, welcher in Trieft diente, die Krankheit in Comen eingeschleppt, wo man bis zur Stunde bereits zwei Fälle zählt, Hoffen wir, dass dieselben vereinzelt bleiben, — (Schadenfeuer.) Am 9. d, M. abends brach beim Grundbesitzer Johann Loncner von Althammer in der auf der Alpe Ukanca befindlichen Heuhütte Feuer aus. wobei 28 Centner Heu. die Slallung und das darin befindliche Pferd zugrunde giengen. Das Feuer ist durch Unvorsichtigkeit des Besitzers entstanden, indem derselbe abends den Ofen. auf dem sich viel trockenes Holz befand, überheizte. Der Schaden beträgt 600 st, und war der Besitzer nicht assecuriert. — (Raub.) Aus Cilli. l 7. Dezember, wird ge< meldet: Gestern abends wurde der Grundbesitzer und Gemeinderath der Umgebung Cilli, Strencan vulgo Dolenc, als er aus der Stadt nach Lava heimkehrte, zwischen der Nngerle'schen Villa und der Bahr'schen Meierei von zwei Strolchen überfallen und seiner Brief« tasche. in der sich 130 fl. befanden, beraubt. Aunst und Aiteratur. — (Ein Weihnachtsgeschenk filr Frauen und Mädchen) Die „Wiener Hausfraucu-Zcituna," nimmt den Jahrestag ihres zehnjährigen Bestandes zum Anlasse, nm ihren Abonnenten eine erwünschte Prämie anzubieten. Die Redaction, welche nnermüdlich ist, den Inhalt des Alattes ebenso belehrend als unterhaltend zu gestalten, hat nämlich das im Verlage von M. Pcrles in Wien erschienene ncnc „Wiener Koch» und Wirtschaftsbuch" als Prämie bestimmt. m,d nlle Abonnenten, welche als Ersatz für den schönen Einlmnd des Nuchcs und für das Porto 75 kr. einsenden, erhallen daaselbe mittelst Post gratis zugesendet, DaZ neue Wiener Koch« »nd Wirtschaftsbuch von Amalie von O r ü n z w e i a, ist ri» voll-ständiges Wert mit über !)00 Recepten, wobei die dcnlsche. böh> mische, ungarische, polnische und slavische Küche nach Möglichkeit berücksichtigt wurde, und jede Hauswirtin wird sich daraus verlässlichen Rath in allen Fragen der Wirtschast erholen sönnen. Unsere Männer können ihren Frauen und Mädchen leine nützlichere Wcihnachtsbescheruna bieten, als indem sie denselben ein Abonnement aus das beliebte und cmqesshcne FraucN'Organ „Wiener Haussraucn-Ieituua." nnd dnmit ssleich» zeitig gratis das Wiener Noch» nno WirlschastSbuch bestellen. Das Iahres-Abonnement lostet 5 fl,, mi! der Prämie 5,75 fl,, und ist an die Administration, Wien, I.. Salvatoraasse 6, einzusenden. — („Geschichte Bosniens von den ältesten Zeiten bis zum Verfalle des Köniareiches." Nach dem Kroatischen des Professor Vjcloslav Klaic von Dr. Ivan von B o j n > t i <. Leipzig. Verlag, von Wilhelm Friedrich) Die interessanlen Neichsländer südlich der Save verdienen nicht nur in ethno-graphischer und mcrcantilischcr Beziehung erhöhte Aufmerksamkeit, auch ihre Geschichte ist zur Erkenntnis der socialen Vcr» Hältnisse, des Voltscharakters und zur Richtschnur für die Art und Weise, wie die civilisatorische culturelle Mission Oesterreichs dort zur Erfüllung gelangen soll, uon hoher Bedeutung. Nun sind es vor allein die stammverwandten, gelehrten Historiler Kroatiens, die berufen erscheinen, diese Geschichte, gestützt nicht nur auf die etwa in den Archiven der europäischen Htaaten befindlichen Documentc, sondern auf die Zeugnisse, welche das Land selber bietet, zu erforschen und darzustellen. Dies ist Hrssrn und dcr Frau d. Kol^mme._______________ ^ 'Anbekommene Fremde. Am 18. Dezember, Hotel Stadt Wien. Ncmimg. Reis. m,d Ierlach. Handln»^' commis, Wien. Müller, Reis., heillnmin. Dornn'. Vesiher, Udinc. Hotel Elefant. Iennot, Hühneraugen » Operateur, s. F"», Österreicher und Tpihlopf, Reisende, Wien. — Pfeifer, Mis>, Vielch. — Krs. «fm,. Brunn, Gasthof Siidbahnhof. Ciciremba, Jurist, Wien. — AlnnM, hulzhttndler. Trieft. Kaiser von Oesterreich. Appci, Agent. Uutellrcnu. Verstorbene. Deu l7. Dezember. Alois Hajc, Kcsluerssoh,!. 1'/>I' Petersstraße Nr, 25, Anszchrmil,. Deil l8. Dezember, Maria M^ina. Mherin. 28I, Pctcröslrasie Nr. 2 , Kehlloftsschwindsucht, Gettnnid Äla,^. Köchin. 72 I.. stcldaassc Nr. 16, Lunaculuberculuse, Landschaftliches Theater. Heute s,ma,eradcr Tan): Die P r i n z c s s i u vun Tra' Pezunt, Komische Operette in 5! Acte» uon Nuiller M'd Trösen. deutsch von I, Hopp. Musil von I Offenbach, Lottozichung vom 17. Dezember: Brunn: 21 79 23 0! 3Ä. Meteorologische Velibachtmlncn in ^aiback^ 7U.Mg.! 736.55 - 6.0 windstill Nebel ^ 19 2 „ N. 733,25 - 2.0 W. schwach bewölkt 0,00 9 ., Ab. 731.41 — 4.6 windstill Nebel Vormiüags Nebel, uachmittasss bewölkt, abends Nebel. Das Tanesmittcl dcr Wärme — 4,2». um 2,-5" über dem Not' male. ___ Verantwortlicher Redacteur : I. Naa. llö. !^üüüü_üüüü||i ™ Prekrasno tožièuo iu novoletuo äarilo! iüfj [LJJi| Ravnokar so v našom založništvu izišle na fkj pj Bvitlo: IWJl 1 Poezije, m S. Greoorciè. je |]_j Drugi, pomnožcni natis. — Elegantno vozane iJJ in_' jj in z zlatim obrezkom stanejo 2 gold. [rt] Ln I9. v. Klejnmayr S Fed. Bamberg )' U|||^rJ)C knjigotržnica v Ljubljana. ^^l|l Gefertisttcr empfiehlt seinen hochverehrten P. T. Kunde" sein reiches Gold«, Silber» und Inwclenlager, »lielchcs stets die geschmackvollsten, modernsten und elegantesten Sch>""^" gcgenstände enthält. Als NeucsleL hervorzuheben: Egyptische Fragmente. Vestelluugeu von auswärts werden rasch und prc»»p rffcctuicrt. I. Kapsch, Juwelier und vom l. k. Landesqerichte beeideter Schä^iuann. (217;")) AnläsKlidi der Wiidts-AisMiI lilcibL das üalanlerie-üeschält «Iuh C. Karinger morgen geöffnet. Laibacher Feitung Nr. 293 212, 20. Dezember 1884. Course an der Wiener «örse vom 19. December 1NN4. ^^^«0^«^^«^) ».« Vor» Ttaate.Nulehe». 3°l«"«nte.......8,.«s. g2- .°"b"«"tl.......5,.,5 ^,,z<, ,»^ " '» ««""«lose . ,ba st. „5 ?5 l«a ,,, ««n«l.v/, ftll«,««,l . ,e!n« . per Sl, 45 — 47 — ^/» v«fl. <8oldre»t«, ft»uerfre< . 104 05 I0i »0 2n». «olbltnt« «»/. . . . , ,,4 ,« „4 !5 ' ^. /. 4«/, . . . , ,5»z »5 50 . Padlerrent« »°/. .... „»«5 »<,«<> » «is«nb.»Nnl. !»ast. s.w.S. ,<« _ ,<« zo » 0stbah». Prioritäten . . 97.,y 97^ , Kta»l«.0bl. (Ung. Oftb.) „0 __ _ — ' . vom I.I«?s ic,,^-<,<>.L0 , !b'«,«..5!<>le 4°/. ,00 st. . . l,,.^ ,17.z» ^lnndentl.. 0bli«ati»ne» (fllr ,00 st. »,.«<.). l'/.t«hm«,che.......,«l5<. ^- '/«»lllzlsch«.......ln»-i°zs>° "/»lnählilckl.......,05.75 _.__ "«n!«dlrefte«»!chl«ch«. . . . iol.— >0«'»5 '-Z» ?b»tI«e . . . . io4-s>0 lo« - '/' ^'l>!chl.......,N4 « ,«-5 l0 »/»ttoatilch» unb slavonische - '00^- 1« — /> Nlbtl>l!!»l«!sch« ... i»0»5l<»> — ---------------------------------------------------«el», N'or, 5"/<. l«me«val»V»nat« . . . lco «5 loc. »5. »°/° NN»aris<»e......U>0 50 ll.l 25 »nbere »ssentl. klnlehen. P°nau.«e,..i!ol« 5»/„ l00 ff. Il« 50 ll? . -dlo. «nleib l»7«, Nenersrei . l»4„s>'04'« «nleben b. G'^dtgemeinde Wien ,0» — 10« — «nlehen b. Sti^tgemei"!'« ^ie» (Silbe« eblr «Kold) . . . ,-------^'— Pram!en»«nl.d Vt»b!<,em.w!0«l.) «oben«, »ll«. «fieri. 4'/,°/° «°Ib 11» » - "3 - bto. !n N0 . . <>/, °/° °7 7,0 »? ?<< blo. in 5 - i»«-k.c »»— bto. Hlamirn^Vchulbverschr.«»/, l>« 50 »7 — 0«ft, hypotbelenbanl l«j. L'/,«/° - ------- Oeft..,!>!>;, Vanl »»I. 5«/, . 10l 80 lcii — bto. . 4'/,»/, loi eo lc.i bo bto, , 4°/, . . l,7z5 S7 7s. Nng. alla.Nobencrebit.Ucllenges. ln Pest in 84 I Verl. 5'/,°/» '01 75 l0» öo Pri,litöts. Obligationen (siil l«o st.1. «ll!sabeth.Wc!,»»hl! l. «m,sfic>n ,10- - l!0 5N ^erbinaildsi^iXorbbahn in Slld. zc>5 70 1<>« — jran^Ioses.iUahn.....«0- - »0 lc »Tuschs «arl. tzutwlg » Uahn «Defterr. »i,rbw«ftb«d>, ... ><», b» 1« « EiebtNlUl«« . . . . l>» —" l>» 50 ««Id Wa^ V»»at«bahn 1. sflon . . . lg» — — — »übblihn «»««/,......l4c 8<< 1<7 »0 , » »°/,......!»4 — !2t 50 Nn«.-»aliz, Nah» . . . . ,»g^ », «<, Diverse Lose lper V<ü
  • -, WalbNeM'l'osr ,u ft..... ^7.5,, zg,^ wlnbil^nläy-i'llfe ,<>!,. , , z« l,« ,7 ,,K »au!' Nctien (per — V«nl,«el<:NIch»ft, Wicncr «<1« ff. . . — -. -«anlvercin, Wiener, ,00 ss, . . «« - - S!«»»,' «dnci..«nft.,Oeft.,o«n. S.40°/° »i« 50 «l — :l.' Nieblfö«. 500 st. b»» — 5!»« — hypolhelenb., «ft. ü„c» N. ,5°/^ H. 5, . . ^^ , . sänderbaill i«ft. »ov ss.«. fiy»/,«. ,4.. 54.^ 0eNerr..Nnss. N>1»I.....^4» — 84« llnionbanl IN» N......itlN 74 «l> «erlebr«!«,"? «lll>, »40 N. . 144.50 ,45 5g ««ll» „r, Netten uo» IranSport» Nnternehmnngcl, (p» Stils», »lblecht.«llhn »«» ff. «ff.Gilb. ,»s, — l«i>-«usfi,..T«pl. «Iscüb, »on st. «Vl. —— _^ - »shm. «orbbahn ,5» N. . . .-----. . , weftbllhu ,ao ll. . . .------. — »»Ichtilhrab« «Mb, 50N ff, HM.-------.— slit, ») «nn ff. . IK7 50 I9l'. Donau » Dampfschiffahrt . Hll. Oefterr. 500 ff, ?Vl.....>^2< — 524 -» Dra,,.«il.f«at..Dd.'g,),ooN.H :?? — ^77 5<) t>ni.«odenbach««..».«ollff.V._____. . «l!sab«tb'«ahn 200 ff. «M. . . »üZ '.5 283-75 „ Lin^Vubwri« zoo ff. ... zo»- z»i>, s.« ,EIzb,.Iilol.HI.lt,i«7««oasl,S. N'e-5» lb? »» fferdinando.Norbb. 1000 ff. IM. z«»c> ^^«^ lfr<,n,.Io»ef<«ahn »oo ff. Silb ,07">5 »^p ^7 Mnflirchen.V>,lcs«HiI,»u<)N.tz, — - . ", ' «al,.Karl.t!nb»iss.« »uoff. !l«l, ,«7 — z«7 -^ «taz.«öNacher«..V. »ooff.z.W._______ «ablenb«g.«b. «iilenb.^oofl. S, 147 7s, l« . . bahll.Gejcll. «00 st. «, W. . . 1», — ,z, . iüoyb, öft..unz., Iiiess 500N.HP.'. 57; — 513 .. Olfterr. Nordweftd. i!!>0 ff. Silb. ,71 75 ,7^-^. bto. (Ilt. ll, zoo st. Silb« . ,?k ^5 >?«-»5 Prag.Dul» «isenb. 150N.T>,h.____,5 __ stnbols'Bahn zou fl. Silber . ,8<>"«5 >». ,5 Siebenbülg« «isenb. »oo ff. O ,73.5« l»o — Stüolseilenlüldu «>a f^. ö. ll> , »^,z__«>« ^z G"^ Ware SNbbabn ,00 ff, VN»« ,4l-l.o ,4, ^ Ir»m»l,y.Ge,..!Vr. i?u ff. S. W, «.9 ?i „n 95 Wr., neue lno ». . . „, .. ...,,. Il<,n«port»V«sell««»st 109 N. . — — ". _ Nn»'Mi», «llenb. ,00 ff. «i,b»r ,?l ,s. ,„,»; llng. «orboftbahn ,00 ff. «Nber ,6l 75 ,k?-^e Nn,.westd.s«a»b'»ra,),0off.S, n? — l?«-»O ^ndnftrieNetie» (per «til. ltgybi n»b lten 100 ff. «, . »z — Hilenbabnw.'i'eiha. I.»« ff. 40«/^, ,y« __ los ^ ,,«,. kalllo'Tarj, llisenraff, !0N ff. iyy__l<>! ». Wasiens.««,. Oeft. !n w. I0U st,----------- > . lrilailn »<>bln>w..»es. wo «, . . — — — Devisen. benliche Pläye......««,0 eo »ü l!?ud0«.........>»» 30 >« l<0 Vail».........U.70 «»?» V«t««bl«g......—>.- — — Valuten. Vucalen....... »78 5« «0.ssr»nc».«tit" und ai|«or Laibach zur Boistnllung von Ball- und Tanzmusik '|ir kloines und grosses Orchester, auch für Vla'ior und Violine. Aufträgo orboton unter ^'Adresse: (5037)3-3 J. G. Lichtl derzeit Thoatororchestor-Director _____Laibach, AlterJMarkt 8, IL Stock. 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C5 L\ a tl f-WAT»^ • Dle ö»terrelohi»ohe Pharmaoopoe (geselz- ^j \f i*-lltVWl l> • ]jc|ies Arzneiberoitungsbuch) schreibt einen jC O Leberthran vor (Oleum jeooris asselli flavum ~ gelber Leber- W rS thrän), der aus den frischen Lebern von Gadus Morrhua (Klipp- rj JC flsoh), Gadus Callarias (Dorsch) freiwillig ausfliesst oder durch Jt w gelindes Erwärmen erhalten wird, gelb oder goldgelb, von W ^ schwachem Fischgeruoh und Geschmack sein muss. L* \L Dor von jnir annoncierte Leberthran ist der aus den frischen Lebern >» O nur freiwillig ausfliessende und daher der natürllohste. W ^\ Ueber die Aufnahme eines medicinischen Artikels in die österr. Pharrna- ^\ \L copoe haben die ersten Koryphäen der weltberühmten alten Wiener medicinischen JC C# Facultät, welche Facultät als die erste und massgebendste unseres Erdballes %J Q anerkannt dasteht, zu entscheiden. „Dampf-Leberthranö'l", welches einer ^\ /\ 100-bis 120gradigen Erhitzung unterliegt, fabriksrnässig erzeugt und von Specu- JK ^# lauten um theures Geld verkauft wird, weiss, geruc.h- und geschmacklos %L rj ist, wurde von dieser autorisierten medioinisohen Commission in die r% JC österreichische Pharrnacopoe nioht aufgenommen und also daher verworfen. 5i ^r Wir machen nun das p. t. Publicum höflichst daraus aufmerksam, dass \# f|V eine Firma schon seit Jahren in der Wintersaison mit bewusstem, in der öster- ^V \t reichischen Pharmacopoe nioht zulässigem «Dampf-Leberthranül> in hiesi- JC W gen Blättern erscheint. W /\ Sobald also ein Arzt einem Bedürftigen Leberthran (Oleum jecoris asselli Q J\ flavum) verschreibt, so hat jeder gewissenhafte österreichische Apotheker, dem JL U einzig und allein nur die österreichische Pharmacopoe bei Arzneienverabreichung \J ^S und Zubereitung massgebend sein darf, kein «Itomps-Leberthranöl», sondern ^% ^V nur stets obig beschriebenen Leberthran (die reinste, von unserer neuen öster- jC *^L reichischen Pharmacopoe allein geforderte Sorte) zu verabfolgen. ^J /S Nachdem unsere österreichische Pliarinacopoe gleichsam eine Toohter cV J\ der weltberühmten medioinisohen Faoultät Wiens isf, so bücke icJi jL ^# mit Stolz auf diese gediegene österreichische Phannacopoe, 'welohe behufs ^# ^j Zusammenstellung einer internationalen Pharmacopoe beim internationalen ^S jt PhannuceulencoTigross in London 1881 (dem ich persönlioh beiwohnte) /l C^ die meiste Berücksichtigung fand und laut welcher ich diesen gesetz- %L /S lieh vorgeschriebenen natürlichen Leberthran als auf natürliohem /j \C Wege erzeugtes nn O X nebige Unterschrift // ^ ^ S / X O triiRt >^*/J4^47^0\?&bjf/ S X ^» c/ ^^^^^^1' Q X ^^^ A O Apotheke Trnkoczy g X in Laibaoh, Rathhausplatz, X \/ zu haben ist. (493«) 8—H \t Qxxxxxxxxxx xx oxxxxxxxxxxxxy Haarwuchs-Pomade I nach Prof. Dr. Pytha, I oinos dor besten Mittel, um den Haar-B boden zu stlirken un« das Ausfallen ¦ der Haaire zu verhindern; zuK'h'ich ¦ gibt os dicHon oinon schönon Glanz und ¦ wird mit sicboroin Erfolg bei Tausenden I angüwondct. ¦ I Tiegel sammt Anweisung 60 kr. I Schuppengeist I ist anerkannt ala das rationellste Mittel I zur vollstiindigpn Entfernung dor so I liistigon Kopfschupjien, dio so hiiufig die 9 Ursache dos Kahlkopfos eind I 1 Original - Flaoon sammt An- ¦ welsung kostet 60 kr. ¦ Alleinige» pepÄt:| Einhorn-Apotheke | dos M-W) 8-7 ¦ Jul. v. TrnkAc^l i„ Laibact., Ratbhausplat/, Kr. 4. | Fir liafc! Nuss-, Honig-, Mandel-, Rosinenpoti-zen, Gugelhupf, Mohn-, Nusskipferl, böhmische Kollatsohen, Marzipan- und Ijobkucbdnjiguren, divtTRo (jattungnn Zwio-backo. Tboo-, Tafel- und Terschiedon« andere Luiusbäckoroion ompfiuhli untor Zusichorung (5077) 3-3 Bolidestcr Bodienung Johann Föderls Lnxnsbäckerej «ßdicifliseber Malagawein conton, In Flasclien a <»«> kr. u. sl. I^O. Auch * (4255) 30 10 Twice Past The Line in Flaschen a 11. 2,-r>(>. Zu habea in der Apotheke Piccoli laa. Uo.l'ba.cls., T77"len.»iiBti«.»««.