sir. 285. Mittwoch, 11. December 1889. W8. Jahrgang. Zeitung. -^ ^ _ Vl« ..«albachn ^,ttnn," «scheint lügllch ml« «n«n«hm« d« «on»» unl» y«ie»ta<,e Dle «b»«»»U«>tt»» beNnbcl fich songressplay », bit «tbattt«» «ahnhofgasse >», Gprlchftunben bn «ebactlon tänUK vo» 10 bl« 1» Uhr d°rmitla««.— Nnsranl,«»««! «»>«<» »«bcn nicht »nzln°mm»° unb «»»n<»ipt« »icht»«. ""dnt Golden Gold zur Pertheilung. Bewerber um ^s Stipendium haben ihr eigenhändig geschriebenes. " Seine ,. und f. Apostolische Majrstät «'Nchtttes Ge-.? zu belegen: 1.) m,t dem Tanf. od^r G bnrtsicheine; '! n>it gluubwürdia/n Documenten ilber chre Durstig. !." ",,d Nachwe.s.mg des Standes, der Beines-. '"°mmtns. und Familien-Verhältmfse der Eltern. >t»cU im Falle der Verwaisung mit einem Belege der ""'nmdschaftsb.'hörde über den allfälligeu Vermögens. °"d; 3.) mit dem Maturitätszeugnisse und den an " Hochschule etwa crworbeuen Stutnenzcug'nfstu. wob., °ch bemerkt wi.d. dass unter gleichen V^rhal Nissen "k Bfwnb.r welche die Slnduu der Hochschule erst N"M,n haben, den Vorzug genießen. Die Gesnche "kn ühf,dies die Angabe zu entölten, ob der Be-?l " im Gni»sse einss Stipendiums oder .rg.nd 7 ?^"c;eK ans öffentlichen C.ss'" st'ht. und smd ,, langes 10, Jänner 1890 bei der k. und ÜG^ >'Direction der Allerhöchsten Fo"di> '" W»n l'H°sburg) einzureichen. Anf später a.lal'gende ..nd 3 ^örig belegte Ge'uche wird k.'ue Rucksicht ge-^"kn werden. - Auch an der k. t. B^atadem.e K^Ubram ist vom Studienjahre 1889 ^ e.us s,^ beiden dortselbst qest'fleten F"nz-Josef-G°ld-L Üb»"' im Iahrcla.lsm.ße von 300 fl. m Gold <^>"ig c.et°mmen. Bewerber um dieses Stipend»." haben ihre an Se. k. und k. Apostolische Majestät gerichteten, eigenhändig geschriebenen Gesuche zu belegen: 1.) mit dem Tauf. oder Geburtsscheine; 2.) mit glaubwürdigen Documentcn üb,r ihre Dürftigkeit unter Nach-weifung des Standes, der Vermögens», Einkommens» und Familien-Verhältnisse der Eltern, eventuell im Falle der Verwaisung mit einem Velege der Vormundschaft über den allsälligen Vcrnwgensstand; 3.) mit dem Maturitätszeugnisse von einem Obergymnasium oder eincr Oberrealschule, und wenn sie bereits eine der Fachschulen sür Berg. und Hütteuwesen absolvierten, mit dmi betreffenden Studienzeugnisse; 4.) mit guten Fortgangsbelegen der Leobner l. k. Bergakademie oder ein.r Hichschule über jene Gegenstände, welche nach dcm Lehrplaue die Grundlage für die Studieu an den obgenannten Fachschulen bilden. Unter gleichen Ver. hältnissen genießen jene Bewerber, welche die Studien an der k. k. Bergakademie erst angetreten haben, ins» besondere jene. welche auch die juridischen Studien mit gutcm Erfolge abfolvierten und hiefür die erforderlichen Belege beibringen, den Vorzug. Die Gefnche haben überdies die Angabe zu enthalten, ob der Bewerber bereits im Genusse eines Stipendiums oder eines Bezuges aus öffentliche,, Lassen steht, und sind längstens bis 10. Jänner bei der l. und k. G,neral'Direction der Allerhöchsten Fond« in Wien (t. k. Hofburg) einzureichen. Auf später einlangende oder nicht gehölig belegte Ge-suche kann keine Rücksicht genommen werden. Kraimscher Landtag. Sechzehnte Sihung am 22. November. (Fortsetzung.) Abg. Dr. Tavkar referierte namens des Ver-waltungs- und volkswirtschaftlichen Ausschusses über den Oeschentw'irf. betriffend die Regelung der Per» sonal» und Dienstverhältnisse der der bewaffneten Macht ungehörigen Lehrpersmien an einer öffentlichen Volksschule mit Bezug auf deren Verpflichtung zur activeu oder Uaudsturm-Dienstleistuug. Die wichtigsten Bestimmungen dichs Gesetzes sind folgende: Die Stel° luugspflicht, ausgenommen den Fall der strafweiseu Stell-mg außer der Altcrsclasse und Losreihe im Sinne des We'hrgesches vom 11. April 1889. R. G. Bl. Nr. 41. der freiwillige Eintritt als Officier in dir uichtactive Landwehr, dann der Umstand, dass der ein» jährige Präsenzdienst bri der Landwehr oder von Seite eines Einjahrig-Freiwilligen noch nicht angetreten wor den ist, sowie auch die nach Zurücklegung des gesetzlichen Präsenzdienstes noch fortdauernde Wehrpflicht sind keine der Aufnahme in das Lehramt an einer öffentlichen Volksschule entgegenstehende Hindernisse. Der zu einer mehr als einjährigen Präsenzdienstleistunq verpflichtende freiwillige Eintritt eines Volksschullehrers in den activen Militärdienst hat den Austritt aus dem Schuldienste zur Folge. Im Falle und auf die Dauer eines Krieges jedoch ist der freiwillige Eintritt in den activen Militärdienst mit Beibehaltung des Lehramtepostens zulässig, jedoch von der Genehmigung des k. k. klinischen Landesschulrathes abhängig. Während der activen Militärdienstleistung a) zum Zwicke der eigeuen militärischen Ausbildung in der für die Rekrutmausbildung festgesetzten Zeitdauer, b) anlässlich der periodischen Waffenübungen, c) im Falle einer Mobilisierung und 6) im Falle einer Einberufung des Landsturmes — bleibt jedem Volksschnllehrer sein Lehramtsposten und sein Dienstrang gewahrt. Bei einer Militärdienstleistung ,n den Fällen a) und k) behalten die Lehrer ihre vollen Bezüge; in den Fällen ^) nnd 6) bleiben, wenn die Lehrer dem Mannschaftsstande an« gehören, die halben Bezüge, gehören sie dem Gagisten» stände an, ein Drittel der Bezüge anfrecht; verheiratete Lehrer behalten aber im Maunschaftsstande die vollen Bezüge, im Gagistenstande bleibt der Familie das Na« turalquartier oder Quartiergeld. Lehrer, die im Mi» litärdienste vollkommen dienstuntauglich werden und nicht 10 Jahre gedient haben, haben doch Anspruch auf Pension nach einer 10jährigen Dienstzeit. Das gleiche gilt sür die Ansprüche der Witwen und Waisen, und wenn die Mililärvorschriften in solchem Falle gün> stiger sind, haben diese in Anwendung zu kommen. — Der ganze Gesetzentwurf wurde ohne Debatte angenommen. Abg. Kavcic erstattete namens des volkswirtschaftl. Ausschusses Bericht über die Karstaufforstungsarbeiten. Wie dem Berichte des k. k. Landesforstinspectors zu entnehmen ist, wurden im Jahre 1889 auf Kosten des Karstllufforstungsfonde« folgende Aufforstungen am Karste gemacht: I.) in der Steuergemeinde Famlje auf der den Insassen von Gorice gehörigen Parcelle Nr. 733/4 in der Ausdehnung von 9 78 kl»; 2.) in drr Steuergemeinde Kal auf den den Insassen von ssal zustehenden Parcellen, beziehungsweise Parc^llentheilen Nr. 651 und 524 in der Ausdehnung von 43' 15 k»-3.) auf den den Insassen von Britof, Unterurem und Obcrleselsche gehörigen Parcellen. beziehungsweise Par> crllentheilen Nr. 514/2, 514/3 in der Steuergemeinde Famlje, Nr. 1309 in der Steuergemeinde ^jiof. Nr. 855/1 in der Steuergemeinde Oberurem im Nus-miße von 34 67 da. Das Gesammtausmaß der im Feuilleton. Bo2ena uud BoÄdar. ii. dir.?? z°l!Ni denn Bozena und Vozidar hinaus ,n hi» "be Welt uud durchwauderteu die Länder, zogen «d her. bald der Soune nach. bald dem Laufe v<»"!l sagend, wie es ihre Eltern. Großeleru ,hrc die 5? W Hunderten von Jahren gethan. War denn 9°ßen?"^ '" M'. dass sie darüber die Hennat ver-^/icin. durchaus nicht. ^. ^ . Ac>t ^"" war die Gotteswelt überall, aber die Hcl< llch^Vm si, „ich!, sie nahmen sie m.t m ,hmn '"de," ^"g"', der mit allerhand Gesänrr vollauf be-he>^"' '" 'brem kleinen, kräftigen Pferde, m ihren Kleid.' °"2 grober, selbstgewobcnrr Lnuwand, m lhrcn >hle„ ^^us rauhem Halinatnch uud vor allem m ""ch ki?«"'^ sie die Heimat mitnahmen, fo gm'g ^ / «lebe mit ihnen. Sie selbst wussten es kaum. > " d"n steten Wandern wurden sie immer ,',-'" rrch '1 ,"" das andere geschlossen, sie empfanden >'»t) ^' '."'e das Leben eine Pilgerfahrt ist und blc'bt ^ es ./"Ehe eine gemeinsame Wanderschaft ist. bei ^hrt°n ^" '"> einen lieben, tceueu und mulh'g n . V'^liaben. ^ lva^V' ^'lt war gleichsam ihre Wohnung d'e "le. l)i, ^,!' wit einem fa.bigcn T.ppiche bcd.cktc " -Uaume. die Berge stützten das Himu'.clidach, uuter dem sie schliefe», aber in diesem weiten Hause fanden sie doch noch jederzeit und allerorten ein kleines Stübchrn für sich. Bald war es im ewig rauschenden, ewig flüsternden Waldc ein grüues Häuschen, mit Son. nengold eingelegt uud mit Harzgeruch erfüllt, oder ein Zelt aus gelben Arhren. um das die kleinen Vögel fchwirren. Nahrung fucheud für ihre Jungen, oder ein Arltterhänöchen au einem Dochaune. auf dem der Hahn den jungen Tag begrüßt und mittags die Katze in der Sonne schläft, oder endlich auf einem stillen Plätzchen der großen Stadt ihr eigener Wagen, unter den sie sich Stroh hingeschüttet habeil und der ihnen Schatten gibt nnd Schutz vor dcm Regen. Langsam leert sich der Wagen m,d füllt sich der lederne Geldbeutel, denn sie brauchen wenig, um zu leben. Wenn sie in eimm Orte Halt machen, geht Bozidar voi, Haus zu Haus mit seinem Geschirr, mit seinen Mausefallen, feiimn Draht und Werkzeug, und Boztna kauft ein und facht ein kleines Feuer an,in der Nähe ihres Wagens und kocht das bisschen Essen, das sie nöthig haben, Kartoffeln. Erbsen. Bohnen mit einem kleinen Stückchen Speck, und nur Sounwgs ein Etückcheu Fleisch. Anf dem Wege durch den Böhmerwald nach Bmern trafen sie eines Tages mitten in einer finsterm Schlucht einen wandernden'Slovaken. mien Drahtbinder. Es war ein hübscher Bursche, ebenso hübsch und cnifa/wlckt wie Bozidar, den rundm breitlrämvigen Filzhut mit Pfauenfedern geschmückt. Sie begrüßten und setzten dann l ihren Weg gemeinsam fort, aber nicht zu lange. Der schmucke Landsmann, der Frantisek Slopar,k hirß. war ein junges, leichtes Blut uud dachte wohl, mit s,!nen Mausefallen ebenso leicht die jungen hübschen Frauen zu fangen, als die Mäuse. Einmal, als Bozidar im Dorfe Pfannen und Töpfe flickte, lehrte Sloparek unerwartet zurück, nnd es zeigte sich, dass sein Herz auch so eine Art zerbrochenen Topfes war nnd dass er von der schönen Bozena er« wartete, sie werde die Kunst, die sie schon an so manchem Kessel erprobt, auch an diesem Herzen üben. Doch die junge Frau wies ihn ernst nnd entschieden zurück, und als er trotzdem die Arme um sie schlang und sie auf den Hals küsste, zerschlug sie eine irdene Pfanne auf seinem Kopfe und lachte, als er mit Blut überströmt fluchtnd den Rückzug antrat. «Habe ich dich gerupft, du kecker Spatz?» tief sie ihm nach und hielt in der That ein paar Pfaurn-federn von seinem Hute in der Hand ... Seitdem waren Vozidar uud Sloparek Feinde, und wo sie sich hsgegulten, gab es Spot». Zank und böse Worte, so dass Vozidar, als eines Tages ihr Pferd gestohlen wurde, niemand anderem als dem leichtfertigen Lands' manne dir Schuld daran gab. Nun mussten Bozrna und Bozidar selbst ihren Wagen ziehen. Es hieng langsamer vorwärts, aber es gi'fng doch. und sie verloren deshalb die gute Laune nicht. Bozcna ertrug alles geduldig, und sobald sie wieder ihr Zelt irgendwo ausgeschlagen hatten, dachte sie nicht mehr drr Anstrengungen und der müden Glieder, der wunden Füße, sondern wand sich einen ^llibachcl Zeitung Nr. 285. 2446 11 December 1889. Jahre 1889 bewerkstelligten KarftaufforstlMgen beträgt sonach 87'60 ka oder 152 Joch; dazu wurden 874.000 Stück zweijährige Schwarzföhren, und 4000 Stück dreijährige Tannenpflanzen im Werte von 570 st. 70 kr. verwendet; diescs Pflanzenmateriale wurde aus dem staatlichen Forstgarten in Rosenbach unentgeltlich beigestellt. Die Gesammtauslagen für die Neuculturen haben 3820 st. 8 kr. betragen. Äußer diesen Neuculturen wurden Nachbesserungen bei den in den frühern Iah ren gemachten A»sforstuna/u ob.>r der Orotte, am Ostri Vrh und am Somk bei Adelsberg, ferner am Reber bei Mautersdorf in einer Ausdehnung von 47 52 lia mit 110.000 Stück Pflaumn gemacht. Mit Embrzie hung einiger unterschiedliches Ausgaben im Betrage von 369 fl. 73 - 75 kr. haben sich die Kosten für die be-zeichneten Nachbesserungen auf 737 fl. 34 25 kr. be« laufen. Aus allem diesem folgt, dass im heurigen Jahre 87-60 ka — 152 Joch neu aufgeforstet. 47-52 ka —82 Joch Culturen nachgebessert wurden, darauf 988.000 Stück Pflanzen zur Verwendung ge« gelangten und dass die Gesammtauslaa.en 4553 st 42 75 kr. betragen haben. Die Gesammtfläche von den bis incl. des Jahres 1888 vom k. t. Laudesforst - In. spector und von den von der Karstaufforstungs Commission im Jahre 1889 gemachten Aufforstungen be» trägt 544 78 ka --- 947 Joch. die dafür verwendeten Pflanzen beziffern sich auf 7.748.350 Stück. Der Stand der Aufforstungen kann insgesammt als ein recht erfreulicher bezeichnet werden und lassen insbesondere jene Aufforstungen, welche der Landesforst»Inspector vor 10 Jahren längst der Eisenbahnstrecke St. Petcr-Dioaca, und zwar zunächst zum Schutze de< Eisenbahnverkehrs gegen die Bora und gegen Schnee» verwehungen, gemacht hat, einen schützenden Charakter schon dermalen erkennen. Laut des vom k. l. Landes» forstinspector der vorerwähnten Commission vorgelegten weiteren Berichtes über die im Jahre 1890 auszuführenden Karstaufforstungen, werden dirsclben in den Steilergemeinden Pctelinje, Kal, Sevce, Altdirnbich. KoZana, Rodockendorf und Narein, und zwar längs der Eisenbahnstrecke zum Schuhe des Eisenbahnverkehrs gegell die Vorastürme und Schneeverwehungen vor< genommen werden. Diese Aufforstungen, für welche 1.165.000 Stück Schwarzföhrenpflanzen erforderlich sind, werden sich auf das Flächenausmaß von 116 51 ka (200 Joch 748 Quadratklafter) erstreckn und einen auf 7258 st. präliminierten Kostenaufwand verursachen. Da außer diesem Erfordernisse auch noch die dosten für die Nachbesserungen der bereits ausgeführten Aufforstungen sowie zur Bestreitung der R gie der Auf-sorstungs - Commission pro 1890 au« dem Karstauf' forstnngsfonde zu bedecken fein werden, so wird gemäß § 5 des Landesgesches vom 9. März 1835 außer der Beitragsleistung der Staatsverwaltung auch rine Sub« ventiou aus Landcsmitteln erforderlich sein. Der Re« ferent stellte schließlich folgende Anträge: 1.) Der Land» tag nimmt den Bericht über die Karstaufforstnngs« arbeiten zur Kenntnis und bewilligt den im Vur-anschlage de« Landeöfondes pro 1890 eingestellten Bei» trag per 2000 fl. für die Karstaufforstung. 2.) Die l. t. Landesregierung wird ersucht, den betreffenden Organen den Auftrag zu ertheilen, strenge darauf .zu achten, dass auf den Weideplätzen des Nanos nicht Schafe aufgetrieben werden, wenn hiedurch die Auf forstung behindert oder die bereits bestehende Bewal-dung beschädigt werden sollte. — Die Anträge wurden ohne Debatte angenommen. hierauf referierte Abg. Detela namens drt Finanzausschusses über die Petition des Central-ausschusses für die land» und forstwirtschaftliche Aus« stellung in Wien um Bewilliguug von Prämien an Aussteller aus Krain. Ueber Antrag d.'s Referenten wurde der Landesausschuss ermächtigt, angemessene Prämien zu gewähren. — Abg. Murnit referierte namens des Finanzausschusses über die durch Ueber« schwemmung, Haqelschlag, Frost, Feuer und auf andere Art im Jahre 1889 verursachten Schädcn und über die betreffenden Unterstühnngsgesuche. Dem Lande«-ausschusse sind aus allen Theilen des Landes Berichte illxr die enormen Verheerungen, die die Ueberschwem-munqen veru, sacht haben, üb>r die durch Haa/lschlag. Frust, Feuer. Wurmfraß und die Peronospora an Wiesen, Acckern, Weingärten, Feldfrüchten. Obübänmeu, u, s. w. verursachten Schäden zugekommen. Infolge dessen hielt es der Landesausschuss für seine Pflicht, Erhe« bungen zu pflegen und erstattete auf Grund der ihm von der k. k. Landesregierung zur Verfügung qestclllen, der ihm von der k. t. Landwirtschafts - Gesellschaft für Krain zugekommenen und anderen ihm vorgelegten Mittheilungen dem Landtage eim>n ausführlichen Bericht, den wir hier in 6xl,6nno reproducieren zu sollen glauben. Der Bericht lautet: Im Gerichtsbezirke Tschernembl hat das Getreide infolge des Rostes, der Kukuruz aber durch den Enger-ling viel gelitten, die Kartoffeln sind fa»t durchwegs schlecht gerathen, und es wird nothwendig sein, neuen Samen zu beschaffen. In den Weingärten hat die Pero-nospora und theilweise auch die Reblaus Schaden au» qerichtet. Annähernd verhält sich die Ernte- zn einer guten Iahreserute. wie 50:100. Die Bevölkerung wird voraussichtlich Noth leiden, indem sogar mit den Pro-ducten einer guten Iahrcsernte nicht das Auslaugen gefunden werden kann. Im Gerichtsbezirle Mottling ist die Iahresernte mittelmäßig ausgefallen. Die Kartoffel-fechsung ist verhältnismäßig gering. DaZ Viehfutter ist gut gerathen. Die Neingärten bieten au einig n Orten einen traurigen Anblick. Die Feidfrüchte in Grabrouz in der Gemeinde Lukwitz wurden durch Hagelschlag total vernichtet, desgleichen die Weinqärten Vrcice in der gleichen Gemeinde. Das Dorf Wuschins-dorf in d^r Geimindc Suchor veilor "/^ dcr Wein-fechfung, ebenso die Dörfer: Boldresch und Sleindorf in der Gemeinde Radowiza. In der Gemeinde Boscha« kowo hat dcr Hagelschlag den vierten Theil d.r Feld» fruchte und die Hälfte der Weinfechsnuq vernichtet. Auch Draschitsch. Widoschitz, Krmatschina, Schelcsnike habrn an den Weingärten einen ziemlich bedeutende» Schaden erlitten. Im Sprena/l der landwirtschaftlichen Filialt in Egg hat am meisten das Grummet Schaden gelitten, wiil es infolge der starken Niederschläge weder getrocknet noch unter Dach gebracht werden konnte; überdies fiengm die Kartoffeln zu faulen an. weil sie zu lange in der Erde blieben. Die Getreide-Ernte ist so ziemlich günstig ausgefallen, nur der Hafer ist leer, das Hektoliter wiegt nur wcnig über 30 Kilogramm. Obstbäume, ausgenommen die Nüsse, welche voll war-n, lieferten gar kein Erträgnis. Der Schaden ist schwer zu bemessen, man kann jedoch behaupten, dass nicht alle Ortschastc.i gleichmäßig betroffen wurden und dass oft zwei Nachbarn nicht den gleichm Schaden erlitten haben Im allgem inen kann die Iahrescrntc tmses Bezirkes nicht zu den fchlechtesten gezahlt werden. Eine allgemeine oder auch auf weitere Kreise sich ausdehnende Nothlaqe ist nicht zu befürchten, w,nn auch Einzelne stärker betroffen werden; diesen wird wohl eine Hilfc nöthig sein. In, Sprengel der landwlrt-schaft!ich?n Filiale Stein war das Ergebnis oei Weizen . Korn-, Gerste- und Haferernte um die Häl,te gering?r, als in einem guten Erntejahre. Die Ernte des spät angebauten Heidens lieferte, wiewohl er auch dnrch Reif beschädigt wurde, doch so viel, dass danm die Samm- und ArbMkoslen gedeckt werden konnten: der größt,' Tl^il des später angebauten Heidens wnroe jedoch durch den N^if total vernichtet. Hie nnd da lieferten wohl einige Zwetjchkenbäume Früchte, AeM-und Viruliäuine aber gar keine. Vi le VMer werdc.i daher Noth leiden und ohne Aufnahme von Lailche» die Steuern wohl nicht bezahlen können. Im Sprenqel der landwirtschaftlichen Filial Guttschee halien der Engerling, die Dürre nnd die Kar-tuffl'lsänlnis den Landwirten große Schäden ver'irsackt. Im Spreng'I txr laudwittschaftlichen Filiale NeismV haben 'in heurigen Jahre auf den Feldcrn den größten 3ä)2den anq richtet: die allzu reichlichen nnd häufig Niederschlage, die gering? Wärme und der EnaerlM an in der Nähe von Gesträuchen gelegenen Orten. Die Winterfrüchte: Weizen, Roggen, Gerste, sowie auch dir Sommerfrüchte: Hafer, Hirse, Frühjahrsa/rste, Kohl, Mohre. Rübe. war^n ein Dritthril schlechter als bel eimr guten Iahresernte. Die Kartoffeln sind verschieden gerathen, einige Landwirt habm davon geM ersechst, vi>l>' jedoch um die Hälfte weniger als andere Jahre. Vichfntter und Klee wurde in qeniigendl''« Quantum erfechst. anch der Kukuruz war schön, wo "1" der Engerling nicht vernichtet hat. Die armen Land' leltt>> werden vom Eigenen im Frühjahre nichl level töinl'N.j d,, sie nichts zu verkaufen haben und 'lM> auch di»: nothwendigste Nahrung, Kartoffeln, abgeht. Die Ichrcsernte im Sprengel der landwutschalt" lichen Filiale Krainburg war im allgemeinen schlech > Der Weizen. di>: Fisolru nnd Kartoffeln waren «oin Engerlinge mchr oder wcniq^r derart beschädigt, dm die Fechsung an mrhveren Orten n ir geringe 3i^>llla lieferte; den Heiden hat der Re,f total vernichtet. o>^ Rüben» uud Möhrenernte war auch nicht ergiebig, un es muss bem rkt werden, das«, ailsgenommen v^ und an einiqen Orten Hafer, die ganze übrige Er» ungünstig ausgefallen ist. Auch der Klcesamen schlecht. Im Vergleiche mit einer guten Iahresenm sin'i Zweidrittel weniger erfechst word.n. und d«e ^ völterling wird Noth leiden. Die geringe Fechs»"g .^ Wintergetreides wird verkauft werdm inüssen, "'"^, steuern zu entrichten. Nachdem abec auch b".3"Al ertrag an Heiden. Kartoffeln. Rüben :c. ein mulllna war, wird es auch au Lebensmitteln mangeln. (Fortsetzung folgt.) ^^^^. Politische Uebersicht. (Das «Parlamentarische Iabrbl'ck'i von Dr. G lslao Kohn. Verlag von Moriz Perles, ' ^ ch.s vor Jahr und Tag zum erstenmale ersäufn ^ li«,st uns heute in seinem zweiten Jahrgange su Session 1889/90 v^r. Was der erste ,Iahlg""l! ,^. sprach, hält auch dcr zweite. Ali^mals ist ""i^^M nisn-äßig beschränktem Raume ein üb«rrelcht's -" > j,^ mit wahrem Bienmfleißr zusammengetragen " ^ ^ nl"rsichtltch,r Darstellling veranschaulicht. ^^3^i!isst' Natur der österreichischen parlamentarischen V^"> ^ dass jeder neue Jahrgang dicsts Werlckens, we ^ seinen, Zwecke entsprechen soll. einer vollständig > ^^ ständiqrn Bearbeitung unterzogen werden ^^/^steü dieser Aufgabt,- ist der Vcrfass'er. einer der Ulc^^ Kran,^ von Blumen und sang mit den Lerchen und Nachtigallen um die Wette. So kam auch eines Tages ihr erstes Kind zur Welt. auf freiem Felde, zwischen den Garben unter dem Sternenhimmel. BoZidar verzweifelte, weinte und betete, während die arme kleine Frau noch den Muth und die Kraft fand. ihn zu trösten, und als erst das Kind in ihren Armen lag und schrie, dem unter Thränen lachenden Bozidar die Hände küsste, als habe er ihr einen Stern vom Hünmel geholt. Und ist ein Kind nicht mchr als ein Stern? Ist rs nicht eine ganze Welt im kleinen für jene, die ihm das Leben gegeben haben und nun staunend und stumm vor dem großen Geheimnis der Schöpfung stehen, wie einst die ersten Menschen vor den Thoren des Paradieses? . . . Freilich, die Wanderung war jetzt noch beschwerlicher. Vozidar mus«te nun den Wagen allein ziehen, und Bozena fchritt hinter dem» selben, ihr Kind in einem großen Stücke Leinwand auf den Rücken gebund.n. Doch Bozidar dachte nicht an sich, er war immer nur besorgt um sie und d.n Knaben, der zu Ehren des braven alten Palicek Jan gttauft worden war, während Bozena wieder ihren armen Mann bedauerte, der wie ein Pferd ziehen und sür alle drei das tägliche Brot verdienen musste und noch etwas dazu. Sie freute sich jedesmal, wenn ihre Ware zu Tnde qieng »nid sie Halt machen mussten, um eine neue Sendung aus der Heimat abzuwarten. Dann gab es Vtuhetagl. d« zugleich kleine Feste waren, und ,» gab anch manchmal einen kleinen Rausch, der jedoch ausschließlich Bozidar zugute kam. An einem solchen Festtage trafen sich wieder einmal Bozidar und Sloparek, beide vom Viere iu eine erhöhte Stimmung versetzt. Bozena bebte, sie erwartete, dass sie mit dem Messer in der Hand auf» einder losgehen würden, aber sie hatte vergessen, dass zwei Slaven einander nicht lange feind sein konmn. Statt die Messer zu ziehen, sanken sich die beiden Feinde in die Arme und küssten sich, tranken zu» sammen und küssten sich wieder, und die Feindschaft war vera/ssen für immer. Ja, Eloparek spannte sich sogar mit Bozidar vor den Wagen nnd half ihm so lange seine Waren ziehen, bis sie einen Hund fanden, dcr die Stelle des neu gewonnenen Freundes würdig auszufüllen vermochte. So zogen Aozena und Vozidar drei Jahre in der weiten Min>>z Mädchen hinzugekommen, und die ersparten Groschen hatten sich ansehnlich vermehrt. Da traf sie eines Tages an der belgischen Grenze ein Brief ihres Pfarrers. Die alte Frau. die Mutter, sch-irb er. sei kränk« lich und werde mit jedem Tage schwächer, es sei Zeit, heimzukehren. «Nun. was denkst du?» fragte Bozidar. «Wie du willst,» erwiderte Bozena, «ich gehe mit dir durch die Welt, ich gehe mit dir heim, ich bin dort, wo du bist, das ist mein Los auf Erden, und ich verlange mir kein anderes.» — «So gehen wir denn nach Hause.» — «Geh-'n wir.» — «Gehst du gern?» Bozena sah --------------------------------------- ., ^„. ihn ?rst eine Weile an, dann nickte ste "» Kopfe. ... und Sofort wurde der große Marsch aMire" ^, als in den wilden Waldbcrgcn der Karv-MN "' ^t Flockm fielen, zuqen Äozcna und Vuzidar in iyre.^ ^« ein, die beiden Kinder auf dem mit dem '" ,.^lde» spannten Wagen, sie selbst mblnh?r M't "" ^ Augen, ans voller Brust singend. ^ «e er> Die Mutter l.bte noch. als sie kamen, u " ' ^< holte sich bald. als sie wieder ihre Kinder ' ^d dies lwch zwei Enkel um sich sah. Doch -^ Ac M'zidar dachten nicht mehr daran, fortM>en ^^„ himen die Märchen des alten Palicek "U ^ hie Augen gesehen, und nach der großen Welt z^ ^so kieine. die Scholle, auf der sie gcborcn mehr an. . . WN^ Was ist auch das Leben and^s als el>' ^ „,B schast, bei d.r man zuletzt dort ankommt. ^ ^ angezogen ist, nur dass der eine mit einem V zich't und dcr andere mit Mausefallen. ^ Pal'^ N.m sitzen sie wieder dort. wo der ^ ,ue' und Mutter Anna so lange gesessen lM''g ^ll ^. den so lange da sitzen, lnö sie eines ^u^,M worden sind und ihre Kinder in die ^^ Denn so lange ss Mänse gew. wird ^ ,p5 fallen, werden anch slooakljche Drah"" ..^, " durchziehen mit ihren guten, ehrliche» " ihren ehrlichen Seelen. ^an5l.^l lnemals erreich, n tonnen; anderseits dlidenl ^ltcr Quelle gemeldet werden, dass M'N'ster-fetsmi „"sin. trotz der planmäßigen, gegen sm>e >,i dichteten unqnal.ficierbaren Augriffe mcht s?" sei?' s"nen Posten u verlassen; alle Gerüchte 3 fch .^/'bsichtigten Demijswn ii.d falsch. T.«za ^" 'veich schloss, den Angriffen der M'uor.tat mchl ! (Kaiser Wilhelm) sagte gestern bei einer Festtafel zu Frankfurt am Main in Erwiderung eines Toastes des Oberbürgermeisters, er habe sich überzeugt, welche Früchte die Jahre zeitigten, während welcher es seinen Vorgängern gelungen, den Frieden zu erhalten. So Gott will, werden auch seine darauf gerichteten Bestrebungen von gleichem Erfolge gekrönt sein. (Vom Heiligen Stuhle.) Aus Rom wird unterm 6. d. M. gemeldet, dass inbetreff der Prä» conisation der Polnisch «russischen Bischöfe keinerlei Hindernisse mehr im Wege stehen, indem der russische Ge« schüftsträger Herr Izwolski rben mit der kaiserlichen Genehmigung der vaticanischen Vorschläge in Rom an> gekommen ist und selbe zweifellos schon nächstens dem Heil. Stuhle unterbreiten wird. — Das Datum des nächsten Consistoriums ist bis zur Stunde officiell noch nicht verlantbart worden; auch hat Cardinal Fürst« erzbischof Graf von Schönborn, welcher in diesem Con» sistorium den Cardiualshut empfängt, bis nun seine Ankunft noch nicht angemeldet. (Aus Serbien.) Eine Aufsehen erregende Broschüre, betitelt «Bombe», macht Enthüllungen über die Gründuug uud den Betrieb der serbischen Bahnen und nennt die Personen, unter welche sechs Millionen Francs zu Bestechungen vertheilt wurden. Die aus> gesprochene Tendenz der Broschüre besteht darin, die Fortschrittspartei bloßzustelltn. Die Flugschrift ver-öffentlicht die Liste aller Personen, welche dabei Geld bekamen. Angeblich sollen auch König Milan zwei Millionen. Pirocanac 800.000. Garaöanin 300.000, das Finanzministerium 500.000 Francs erhalten haben. (Der deutsche Reichstag) wird am Samstag bis zum 9. Jänner vertagt werden. Die Session nach dem neuen Jahr wird von sehr kurzer Dauer sein, da alsbald die Auflösung des Reichstages erfolgen soll. Für die Eröffnung des preußischen Landtages ist, wie in den Vorjahren, einer der letzten Verfassung«» mähig zulässia/n Tage um die Mitte Jänner in Aussicht genommen. Ueber die besonderen Aufgaben der neuen Tagung verlautet noch nichts Bestimmtes. (Dom Pedro.) Die Pariser Blätter melden aus Lissabon: Ex-Kaiser Dom Pedro, der vorgestern hier angekommen ist. erklärte, er werde nach Brasilien! nur zurückkchren. wenn er rückberufen werden sollte. Er beabsichtige, keine Proclamation zu erlassen. Weder der Kaiser noch ein Mitglied seiner Familie hat die ihnen von der republikanischen Regierung angebotene Eivil-liste oder Pension angenommen. (In Kiev) ist in den letzten Tagen der einst so gefürchtete Polizei-Chef von Petersburg, General Trepov. gestorben, welcher durch ein nih,listisches Atlen-tat im Jahre 1878 schwer verwundet und bald darauf entlassen wurde. General Trepov hat längere Zeit in Wien geweilt, wo er Heilung von seiner Wunde gesucht hat. (Der Kohlen streik.) Die Bergarbeiter Westphalens beschlossen in zahlreichen Versammlungen, die Aufhebung der Arbeitersperre bis zum 15. December abzuwarten, dann aber einen allgemeinen Streik zu eröffnen. Tagesneuigleiten. Se. Majestät derKaiser haben, wie die «Brünner Zeitung» meldet, der Gemeinde Leskau zum Schulbau uud der Gemeinde Kirchwiedern zum Wiederaufbau der Kirche je 100 fl. zu spenden geruht. Se. Majestät derKaiser haben, wie das «Prager Abendblatt» meldet, der Ortsvertretung in Krugsreuth 60 st. zu spenden geruht. — (Ludwig Anzengruberf) Der Telegraph übermittelt uns die erschütternde Kunde von dem gestern in Wien plötzlich erfolgten Ableben des Vollsdichlers Ludwig Anzengruber, eine Kunde, die umso schmerzlicher wirkt, als der Dichter „och vor wenigen Tagen seinen fünfzigsten Geburtstag im besten Wohlsein feierte. Ludwig Anzengruber. geboren am 29. November 1839 in Wien als Sohn eines subalternen Beamten, musste infolge misslicher Verhältnisse die Studienlaufbahn auf« geben, ward Buchhändler, bildete fich autodidaltisch weiter, war 1660—67 Schauspieler, dann Mitarbeiter mehrerer Witzblätter und Novellist, und wurde 1869 Kanzlei« beamter der Wiener Polizei. Das Volksslück «Der Pfarrer von Kirchfeld». das er im Jahre 1870 der Tendenz des Stückes halber unter einem Pseudonym erscheinen ließ. erregte Sensation und ermuthigte ihn, im darauf folgenden Jahre seine Stelle niederzulegen, um sich ganz der Schriftstellern zu widmen. Nach dem lode Karl Elmars übernahm Anzcngruber die Redaction des Wiener «Figaro» und der im Verlage von Waldheim erscheinenden Vollslalender. Mit dem Tode Anzengrubers verliert Oesterreich seinen größten Voltsdichter, der mit Vorliebe bäuerliche Verhältnisse dramatisch gestaltete und mit einigen Stücken, wie «Mri>,eidbaucr», «Kreuzelschreiber» und jüngst noch mit dem «Fleck auf der Ehre», mit welchem das neue deutsche Vollstheater in Wien eröffnet wurde, durch, schlagenden und anhaltenden Erfolg erzielte. Auch als Nomanschriststeller entwickelte Unzengruber eine frucht« bare und von verdient« Anerkennung begleitete Thätigkeit. — (Die Influenza-Epidemie.) Nach einem Warschauer Telegramm des «Przeglond» ist die In-stuenza»Epidemie auch in Moskau, Kursk, Tver, Kasan, Iekaterinoslav. Novgorod und in anderen Städten Russlands ausgebrochen. In Moskau sind nahezu 20 000 Personen erkrankt; die Apotheken sind Tag und Nacht in Anspruch genommen und die Aerzte theils selbst von der Epidemie ergriffen, theil« von der mühevollen Praxis ganz erschöpft. Der Mangel an Aerzten macht sich fehr fühlbar, und man befürchtet, die Epidemie werde anch in den übrigen Theilen Rufslands überhandnehmen. Die Ausbreitung findet offenbar auf miasmatischem Wege statt, Ob die Verbreitung auch durch Ansteckung stattfindet, ist bei der überall massenhaft auftretenden Erkrankung noch nicht zu entscheiden. Der «Symptomen-Complex» ist ein verschiedener. Allen gemeinsam jedoch ist das Hervortreten der allgemein nervösen Symptome, wie hochgradige Abgeschlagenheit und Schwäche, Gliederweh, Kopfschmerzen, bisweilen Schwindel und verschiedenartige nervöse Sensationen. Das Fieber steigt meist rasch an, erreicht oft am selben Tage 40 bis 40-5 Grad und fällt ebenso rasch wieder ab oder hält sich ein paar Tage hoch. um dann rasch abzufallen, Als Complicationen, die aber im ganzen sehr selten sind, werden gemeldet: menin-gitische Reizung, katarrhalische Pneumonic. Letztere ist die Todesursache in den bisher spärlichen Fällen mit letalem Ausgang gewesen. — Die Gerüchte über das Auftreten der Influenza in Wien und in Galizien find darauf zurückzuführen, dass infolge der Witterung acutere Katarrhe, welche aber weder epidemisch noch typisch sind, auftreten. — (Der be st bezahlte Journalist.) Herr W. E. Gladstone dürfte wohl gegenwärtig der bestbezahlte Journalist sein. Er erhält von der amerikanischen Zeitschrift «Ninethenth«C?ntury», in welcher er des öflern Beiträge publiciert. für einen 1500 Worte nicht übersteigenden Artikel ein Honorar von 2000 Mark ober pro Wort etwa 1 40 Mark. — (Eine ganze Familie erstickt.) Im Orte Iazbina der Gemeinde Desinic in Zagorien ist eine ganze Familie ihrer Unvorsichtigkeit zum Opfer gefallen. Josef Iuraj und seine Concubine Witwe Therese Valek sowie deren drei Söhne im Alter von 7 bis 19 Jahren begaben sich am 4. b. M. abends zur Ruhe. Therese Valel schloss die Rauchfangröhre des Ofen« ab, «um die Warme im Zimmer zu behalten». Während die Familie schlief, entwickelte sich im Zimmer so viel Rauch, dass alle Schläfer die Besinnung verloren. Am Morgen fand man die Witwe und ihre Kinder tobt im Vette; Josef Iuraj wurde noch gerettet und dürfte am Leben erhalten werben. — (Streikende Staatsanwälte.) Die dritte Section des Tribunals in Vularest musste es Freitag erleben, dass sie sämmtliche für diesen Tag an« gesetzten Verhandlungen zu vertagen genöthigt war, weil keiner der Staatsanwälte im Sihungssaale erschien. Der General'Staatsanwalt sah sich genöthigt, den Staatsanwalt Atanasovici mit der Untersuchung diese« einzig dastehenden Streiks zu betrauen. — (In Pari«) circuliert das bereits dementierte Gerücht, nach welchem unter den Angestellten des «Ma-gasin du Louvre» ein epidemisches Fieber ausgebrochcn wäre, feit zwei Tagen wieber. Wie «Eclair», «Mot d'Orbre» und «Petit National» melden, sollen 400 Er-kranlungsfälle vorgekommen sein. — (Erdbeben in Italien.) Der vorgestrige Tag war in Italien ein kritischer; es wurden nämlich in mehreren Städten Erdbeben verspürt, und zwar ereigneten sich in Neapel, Urbino, Ancona und Agnone leichte Erdstöße, heftiger und länger andauernde in Chieti, Monte Saraceno, Foggia und Tarent. In Torre-mileto war der Erdstoß sehr heftig. Unsülle sind bei diesen Erbbeben, die sich nacb 6 Uhr morgens ereigneten, nicht vorgekommen. — (Leuchtende Brunnen.) Gelegentlich der im nächsten Jahre in der Rotunde in Wien stattfindenden land- und forstwirtschaftlichen Ausstellung werden jene I'outÄines luminous, welche heuer auf der Pariser Weltausstellung so große Bewunderung erregten, zum erstenmale auch in Oesterreich aufgestellt werden. — (Duell.) Aus Pressburg wird vom 8. d. M. gemeldet: Zwischen Hauptmann Kostyal und Lieutenant Gerzic vom 72. Infanterieregiment fand heute ein blutiges Säbelduell statt, in welchem ersterer eine schwere Verletzung am rechten Arm und an der Brust erlitt. Das Motiv des Zweilllmpfes ist unbekannt. — (Kinberfest inPari«.) Madame Carnot veranstaltet zu Weihnachten ein Kinderfest im Glysce, wozu vierhundert der ärmsten Pariser Kinder im Wege der Arrondissemenls-Vorslehungen geladen wurden. — (Zu guter Letzt.) Doctor: «Nun, wie hat die Frau Gemahlin die Nacht verbracht?» — Mann: «Gott sei Dank, Herr Doctor, es geht entschieden zur völligen Genesung; sie hat eine Tasse Bouillon zu sich genommen und dann die Tasse dem Dienstmädel an den Kopf geworfen.» L.tbll-ttl Zettun« 3tt. 285. 2448 l l December 1889. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Verhandlungen desReichsrathei.) Ueber die gestrige Sitzung des Abgeordnetenhauses wird uns aus Wien telegraphisch berichtet: In der heutigen Sitzung beantwortete der Landesvertheidigungs« Minister Graf Welsersheimb die letzthin vom Abgeordneten Lippert gestellte Interpellation über die Maßregelung eines nichtactiven Landwehrmannes durch einen Oberst. Der Minister gibt zu, dass der Vorgang den Gesetzen nicht entsprochen habe und dass eine Competenz-Ueber« schreitung vorliege, und theilte mit, dass der Fall zur Durchführung des gerichtlichen Verfahrens an die com» petente Instanz geleitet worden sei. Die Regierung legte die kaiserliche Verordnung vom 6. October vor betreffs Gewährung von Unterstützungen und Vorschüssen an Noth» leidende in Galizien, Schlesien und die Nukovina sowie die kaiserliche Verordnung vom 29. October 1889 betreffs Gewährung von Unterstützungen an die Ueberschwemmten in Tirol und Kärnten, den Gesehentwurf betreffs Herstellung eines zweiten Geleises auf den Strecken Kralau-Przemysl und Przemysl'Lemberg sowie eine Zuschrift des Finanzmini» sters. betreffend den Central-Rechnungsabschluss pro 1883. Nach Erledigung del Relrutencontingent'Gesehes und nach Vornahme einer Reihe von Ersatzwahlen in verschiedene Ausschüsse wurde die Debatte über die Seemannsordnung fortgesetzt, an welcher sich auch der Hanoelsminister Marquis von Vacquehem betheiligte. Vor Schluss der Sitzung wurden mehrere Interpellationen verlesen. Die nächste Sitzung findet Donnerstag den 12. d. M. statt. Auf der Tagesordnung befindet sich u. a. der Bericht über das Vudget'Provisorium für das erste Quartal 1890. — (Concert Rosa Papier.) Wie bereits gemeldet, findet der Lieder-Abend der l. t. Hofopern» und Kammersängerin Frau Rosa Paumgartner-Papier unter Mitwirkung der Herren Hans Gerstner und Josef Zöhrer am kommenden Montag im Saale der alten Schießstätte statt. Pas Programm wurde wie folgt festgestellt: 1.) L. v. Beethoven: Sonate für Clavier und Violine, op. 12 Nr. 2, die Herren I. Iöhrer und Hans Verstner. 2.) O.F.Händel: Recitatw und Arie aus der Oper Rinaldo: «^.«ei» od'io piauß»», Frau Rofa Paum» gartner»Papier. 3. ») R. Franz: «Musst nicht allein im Freien», d) E. Orieg: Wiegenlied, o) R.Schumann: -Frühlingsnacht», Frau Rosa Paumgavtner»Papier, 4. 2) Wagner - Wilhelmj: «Albumblatt, d) Schumann: «Abendlied», Herr Hans Gerstner. 5. 2) E. Lassen: «Ich halte einst», b) I. Brahms: Sapphische Ode, c) W. A. Mozart: Wiegenlied, Frau Rosa Paumgartner-Papier. 6.) Fr. Schubert: ») «Kreuzzug», d) «Per Tod und daö Mädchen», 0) «Wohin?», Frau Rosa Paum« gartner < Papier. — Vormerkungen bei Herrn Carl Naringer am Rathhausplatze. — (Au» dem Schwurgerichtssaale.) Am dritten Verhandlungstage hatte sich der 30 Jahre alte verehelichte Arbeiter Josef Vurger aus Voklo des Ver» brechens der Nothzucht zu verantworten. Derfelbe wurde nach dem Wahrspruche der Geschwornen vom Gerichtshofe zu fünfzehnmonatlichem fchweren Kerker, verschärft mit einer Faste monatlich, verurtheilt. — Bei der zweiten Verhandlui-g war der 1? Jahre alte Kaischlersfohn Johann Podlipnil aus Moste des Verbrechens d.'s Todt« schlages angeklagt. Podlipnik hatte am 21. Juli dem Johann Nnzlovar im Streite einen Messerstich versetzt, so dass dieser infolge der erhaltenen Verletzung am 7ten October d, I. starb. Der Angeklagte wurde zu vier Iah-«en schweren Kerler«, verschärft mit einer Faste monat» lich, verurtheilt. — Bei der dritten Verhandlung saß der 26 Jahre alt« Besitzer Michael Slapnicar aus Moste nächst Laibach auf der Anklagebank. Derfelbe wurde des ihm zur Last gelegten Verbrechen« des Ve« truges (begangen durch einen Meineid) schuldig gesprochen und zu zwei Jahren schweren Kerker« verurtheilt. — Um letzten Verhandlungstage fand nur eine Verhandlung statt, und zwar gegen den 24 Jahre alten Vcsiherssohn Joses Trbeznik au« Oberschischka, welcher des Verbrechens dcs Todtschlages angellagt war. ErbeHnit hatte in der Nacht vom 4. auf den b. August dem Arbeiter Anton Rojc, mit welchem er früher in größerer Gesellschaft im Gasthaufe Hibert gezecht, auf der Heimlehr mit einem spitzen Werkzeug einen so wuchtigen Schlag auf den Kopf versetzt, dass dieser bereits am folgenden Tage verschied, ohne da« Bewusstsein wieder erlangt zu haben. ErbeHnil Wurde zu fünf Jahren schweren Kerler« verurtheilt, ver« schärft mit einer Faste monatlich und hartem Lager in dunkler Zelle am 4, August jedes Strafjahre«. — Hie« mit war die letzte diesjährige Schwurgerichtsperiode be-endet. — (Ein Delphin im Triester Hafen.) Vorgestern früh bot sich den Passanten der Riva Ear« ciotti in Trieft ein seltsame« Schauspiel auf dem Meere, Vor dem «Hotel de la Ville» tummelte sich nämlich ein Telphin von bedeutenden Dimensionen auf dem Wasser« spiegel, indem er belannlerweise mit seinem Schwanz und Hinterlheil zeitweilig zum Vorschein kam und dann immer wieber auf einige Secunden unter der Wasserfläche verschwand. Sogleich machten mit Harpunen bewaffnete Lacher Jagd auf da« Thier, die aber resullatlo« blieb. — (Zum Concert Moser-Ja nuschowsky.) Von einem Freunde unseres Blattes, der ein Berufsmusiker und Musikkenner ist, ist uns folgendes Schreiben zugekommen, welches wir in loyaler Weise nachstehend veröffentlichen: Es ist allerdings Zweck der Kritik, zu belehren, und es muss jedem Künstler eine strenge, fach» männische Kritik ein Ansporn zu noch besseren Leistungen sein. Trotzdem halte ich die in Ihrem Blatte publicierte Kritik über die am Sonntag aufgeführten Compositionen des Herrn Moser zu strenge und geeignet, einen jun» yen, strebsamen und talentierten Musiker und Comftoni-slen, der dcs L?bens Ungemach in vollen Zügen genossen hat, volltommin zu entmuthigen. Zugegeben, dass sich seine Schöpfung stellenweise an große Vorbilder hält — was übrigens nur gute Schule und Geschmack verräth — könnte es nur Uebelwollen leugnen, dass sowohl die Suite als die Rhapsodie wirklich originelle und schündurchdachte Themata enthalten. Bei der Suite muss berücksichtigt we»den, dass dieselbe für großes Orchester componiert, die Beglei« tung daher polyphon, als Claviersatz bearbeitet, gehalten ist. Ob Herr Moser ein «gottbegnadetes Talent» ist oder nicht, kann man nach seinen Erstlingswerken nicht beurtheilen. Ich erinnere nur an die Erstlingswerke eines Richard Wagner, aus denen sich die spätere geniale Schöpfungslraft nur schwer erkennen lässt. Dass Misers Compositions ein schönes Talent zeigen, wird wohl jedermann zugeben müssen. — (Oesterreichische Virginier.) Gleichwie im verflossenen Jahre hat Kaiser Franz Josef dem König Humbert auch in diefem Jahre 10.000 Stück auserlesene Virginier«Cigarren zum Geschenke gemacht. Bei den italienischen Raucher-Gourmands erfreuen sich die Virginier.Cigarren der österreichischen Tabal'Negie seit langer Zeit der größten Beliebtheit. — (Schulnachrichten.) An der Volksschule in Tschatesch bei Tuffen, wo die Blattern auftraten und unter den Schülern bereits Opfer forderten, mussle — wie die «Laibacher Schulzeitung» meldet — der Unter< richt eingestellt werden. — Die absolvierte Lehramts» Canbidatin Fräulein Iurman, welche eine provisorische Lehrstelle in Unteridria erhalten, hat aus diese Verzicht geleistet und einen Lehrposten im Küstenlande angenommen. — (Todesfälle.) In Aich ist vorgestern abrnbs der dortige Pfarrer, Herr Leopold Albrecht, im Nltcr von 69 Jahren an Schlagfluss gestorben. — In Laibach starb vorgestern Frau Rosalia Rom, geborne Edle von Lillegg, Hausbesitzerin am Polana«Damms, im Alter von 86 Jahren. Die Verblichene war eine stille Wohl« thäterin der Armen, und mancher bedürstige Student fand b?i ihr bereitwillige Unterstützung. Ehre ihrem Andenken ! — (Der juristische Verein «Pravnik») hält Sonntag den 14. December eine Versammlung im Hotel «Elefant». Anfang um halb 8 Uhr abends. Aus der Tagesordnung steht u. a. ein Vortrag des Ausschuss» Mitgliedes Herrn A. Levec «Ueber die Tagsahungs» erstreckung nach § 13 der Processnovelle». — (Vezirlskranlencasse Laibach,) In der abgelaufenen viermonatlichen Periode sind 179 Casse« mitglieder erkrankt, u. z. 160 männliche und 19 Weib liche. Gestorben sind ? Mitglieder. An Krankengeld wurde 979 fl. 12 tr,; an Spitalsverpflegslosten 193 st. 20 lr.; an Fahrspesen 15 fl. 48 kr.; an Beerdigungskosten 86 fl.; an ärztlichen Behandlungskosten 60? fl.; für Medicamente 162 fl. 70 lr.; für Bäder 6 st. 60 lr.; für theraveu« tische Behelfe 3 fl. und für Verbandstücke 1b fl. 76 lr., somit zusammen 2070 fl. 86 lr. bezahlt. — (Gemsen in Untersteier.) Kürzlich hatte, wie man aus Tüffer schreibt, Herr Dr. E. Schwab das Glück, einen ungefähr fech« Jahre alten starken Gemsbock im dortigen Jagdreviere «Malitsch» zu erlegen. Gewiss eine für Untersteiermarl feltene Jagdbeute. — (Krainifcher Lehrerverein.) Der lrai« nische Lehrerverein hält am kommenden Samstag abends um 8 Uhr im Cllsinv'Clubzimmer seine diesjährige Haupt» Versammlung ab. Auf der Tagesordnung stehen u. a. der Rechenschaftsbericht des Vereinscassiers und die Neuwahl des Ausschusses. Eventuelle Anträge sind bis morgen an den Vi'reinsobmann zu leiten. — (Seltene Erscheinung.) Die gestern hier eingetroffene «Bilancia» meldet, dass vorgestern nachls und gestern früh in Fiume das Meer an einigen Stellen des Hafenbassin« gegen das Ufer zugefroren war. — («Die Illustration.») Das neueste Heft der Wiener «Illustration», Verlag von G. Steiner und Comp,, enthält nicht nur eine reiche Fülle von schönen Illustrationen, sondern auch bereits literarische Beiträge deutscher brlanntsr Autoren. Wir nennen: Hermann He,berg und E. von Dincklage. Oesterreicher werden jetzt wohl auch bald folgen in einer öfter« reichischen Zeitung so vornehm schöner Art wie die ' nung, «für illustrierte Blätter sei in Wien lein Boden», 5"' schänden werde. Hier ist ein Familienblatt, das Gutes bietet, an Wien und Oesterreich ist es nun, sich den schönen Besih i" erhalten. ^ Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztss" Wien, 10. December. In den nächsten Tagen be< ginnen zwischen der österreichischen und der ungarischen Regierung die Verhandlungen inbetreff der Val»la-Regulierung. Die ungarische Regierung schlägt die Frcmcs-Währmig vor und möchte zunächst die Salm"--scheine in Circulation belassen und nur die Hälfte der Staatslwten eiuziehen. so dass zur Valuta Anleihe der Betrag von ungefähr 400 Millionen ausreichen würd«'. Prag, 10, December. Zur Feier des 71. Geburtstages Dr. Rieger« fand in der städtischen Ressource^»! Festtafel statt. Die Theilnehmer übersendeten Dr. M< gcr ihre Glückwünsche nach Wien. Bern, 10. December. Die vereinigte Vllnd^ Versammlung wählte zum Vundespräsidenten für da« Jahr 1890 den Radicalm Ruchonnet mit 149 vo» 154 abgegebenen Stimmen, zum Vicepräsitienten den lidrral-conservatioen Welti mit 144 von 162 abgegebenen Stimmen. ,, Sofia, 10. December. Das Sobranje nahm m>t großer Majuritcit den Dreißig.Millionen-Unlehensott-trag an. Constlllttinopel, 9. December. Der kaiserliche ss"' man »„betreff der Amnestie für Kreta ist soebm z>" Veröffcütliäinüg gelangt. ^ Deutsches Theater. Heute: «Wiener Humor», großes Quodlibet mit ^cM in fünf Bildern, Gastspiel des Wiener GssamMnnlers Uuv'vw (YottSleben. Allgelomlucne Fremde. Am 10. December. . Hotel Stadt Wien. Plaino, Fabrikant; SliaSni, stFend". Frischaus. Mandl. Hartmann. Wetzel. Ziirner und Fatt, «" > leute; Göschel. Privatier, Wien. - Icglii, Oberlmitenm ' Trieft, — Ledner, Kfm,. Prag. — Schleimer. Glittsch". . Hotel Elefant. Hahn und Göber, Kaufleute; Tsch^p""^, Adler. Reisende, Wien. - Mallner. Vrldeö. — Mollm?, "^. marlll. — Egy, Italien. — Nraf Barbo. KroisenoaA ^ Polorny. Vergcommissär, Prag. — Vroß. Reis.. V»^^', Kdhler, Kfm., Agram. — Pollat, l. u. l. Hosantiquar, ^ bürg. «Mein- Hotel Vairischer Huf. Pogner. Schauspielerin; Pe"s, A.., Händler. Klagcuwrt. — Modic. Viehhändler, Oblal. ^ " „, Grahovo. — Varbic s. Frau, Istrien. - Siw), w" Cubar, . ^ Hotel Sliolmhnhof. Fischer, Agram. - Peinik, LlMne-Frosch, Taruis. ___— Verstorbene. Den 9. December. Rosalia Rom, RealitätenbestV« ' 86 I.. Polanadamm 12, Marasmus. ?«.<»»HN' Den 10, December. Karl Reder, Conducteurs-14 Mon., Franciscanergasse 6, Fraisen. Im Spitale: 59 I., Den 9. December. Franz Tteblaj, Inwohner, WolkswiMastMes, Rüdolfswerl, i>, December. Die D!lrchschnitts
!c sich auf dem heutigen Martte wie folgt:                    ___——""
sl,     lr,^                                                ^^Z Weizen   per Heltoliter      7  U0   Butter pr. Kilo -   '  '   ^.   H Korn                 .              5   20    Eier pr, Stück   '   '  '   ^    " Gerste                .              4   54    Milch pr, ^" .   '   '   ^  44 Hafer                 .              2   92    Rindfleisch pr. K'lo   -   ^  4» halbfruchi          .              5   52   Kalbfleisch           '    '   ^ A Heiden               .             4   22    Schwcinesleisch    '    '   ^  " hnse                  .              4  ««    Schöpsenfleisch     '    '   ^  ^ Kuluruz             .             4  54   Hähndel pr. SMc!.      ^.  ^ Erdäpfel pr.Mcter^Clr.     2   92    Tauben           '    '        2  " Fisolen  per heltoliter      5   K8    Heu pr. M^r.    -        8 Erbsen             .               5   52    Stroh     UX)    '    :,,,         ^ Uinsen              .               5   52    H.lz, hartes, pr.Eub'l     ^  ?« Leinsamen       .             ---------^I^ «r Cubil-Nüldsschmalz pr. Kilo    —   80   Holz, weiches, pr."        ^-  ^ S,1»oemeschmalz      .      -   72           ^^7' ^  - k'tl.    ^  ^ Speck, frisch,           .      -   56    Wein, roth. pr.V^       ^ Speck, geiäl,che,t.    .      -   A»! Wein, '"lher,         ^)  "' Die   Wcinpreise   variierten   zwischen   10   uM) zwischen 18 und 24 fl. (^^^^??^ Meteorologische VcollachtllMi^L^-^I NW,iHwach     °   öl« 10. 2 . N.   !  75! 6   -2-8    O. schwa«       ^M         ^ 9 . Ab.    ?^-ü i-4-2     O. schwa«         h„ Te"p"" Ziemlich  heiterer Tag.   Daö Tageö""""                ^^ —5.2«, unl 4 «° unter dem ---------------------------------------------------' ^, «zas^ «e,a>',lw)N!ichcr Rrdattexr:  ^l-
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Piioritäts-ObligatiVuen
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Diverse Lose
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Osrncr Lose 4« fi.....    ^ „   S^-
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Rud°lph.L°se 1» fl.....    20'-   «U7V
Ealm>iiose 4« fi......    g,_.   ^z^
Sl.°Ven°i«-ll°se 40 fl.    .    .    .    «4-85 ..
Walbstein^use 20 fi. .             .     «...   .«._
Windisch-OrähUose 2U fl.    .    .    «...   _.-. . «cw.'Ech. d,»"/«Präm,-Zchuld<
versch d, Äobencreditanstalt .    z? —   i8 —
«ant. Actien
(per EtüF),
»nalo.Oest, Vanl 2«<> fl. 6u«/„   »34 — 294 50
Crdt, Anst. f. Hand. u. V. 1«Nfi.   3175U »>»'-
Crebitbanl, Allg, ung, 200 st. .   38S 75 U37 25
Depositenbank, «lla. 200 fi.    .  2uo 5o Loi ün
.         (lit. L.) ,»0 ft. .   388 — 390 - -Donau»Dllmpfichifffllhrt» Oes.,
Oesterr. 500 fi. IM.  .    .   .   l»V7 - 378 -
Drau-Els. (V.-Db.-Z.) »00 fl. T.   I9S 50 IV? ^
Dui-Nobenb. Vis-V. 200 fl. V.   470 — 4«0   -
Ferbinanbs-Noidb. 1000fl.CM.      i5«5    «7l,
Val.ClliI-l!ud»..B, 200 fi. EM,   I8Sül» I« 75 Uemb. - «lzernow.»Iassv.. Eilen«
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vestrrr, Nordwestb. »00 fi. Gilb.   18» »5 18^ -
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Süd.Nordd.»jerl!,-V,»O0N,«cM.   IS? »b 1«? 5«
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Indnftrie.Actien
(per Tlüs).
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Prager Eisen Ind,'Vts, »00 fl,   4i»5v«5b<»
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