"lk 2^>^ «> "> b«lbl. N. »50. ylll dl. Zustellung ln, H.u. Nl^llvtllll . ^ Dt ^Mlil^l! « ««ill» ,5 ll., »löß«, P» Z.U« « l,,, be« ösl.«» 1 T^^H. Amtlicher Theil. «, Ve. k. und t. Apostolische Majestät haben mit «lllerhiichster Entschließung vom 3. Dezember d. I. °tln mit dem Titel und Charakter eines Sectionschef« "kleideten Ministerialralhe Andreas Ritter von Vaum. ^?rtner eine systemisierte Sectionschefsstelle im "'Nanzministerium allergnädigst zu verleihen geruht. Dunajewsli m. p. ^ Eie. k. und l. Apostolische Majestät haben mit «llerhilchfter Entschließung vom 3. Dezember d. I. ^ln Ministerialralhe im Finanzministerium Wilhelm ^loß anlässlich seiner Versetzung in den von ihm ^gesuchten dauernden Ruhestand in Anerkennung seiner Mährigen, mit treuer Hingebung geleisteten vorzüg» "Hen Dienste den Titel und Charakter eine« Sections, "ksl allergniidigst zu verleihen geruht. Dunajewsli m. p. . Der Ministerpräsident als Leiter des Ministeriums ^Innern hat den Vezirlsgerichtsadjuncten Wladimir ^'herrn von Prajäk zum Ministerialconcipisten im "llnisterium des Innern ernannt. ^ ^ Am 5. Dezember 1884 wurde , ^"Vpk hinabstiegen, halte er einen leichten "von Schwindel. b»°u« ^'.Ueno g'engen wir in die sternenhelle Nacht ^eh.« Zlöhlich fessle mich der Oberst am Arm. KltNlln,.^ jel'en rothen Stern dort, der über das ^tllt 5^ slhleht?« fragte er mich. indem er die '" der Höh« bezeichnete, wo da« Sternbild d,s großen Bären erglänzte. — .Wo?" — «Er ist schon verschwunden. Sonderbar, das« Sie ihn nicht gesehen haben." Einige Tage darauf debattierte man im Militär-Casino fehr lebhaft über die nihilistlsche Agitation in den Reihen der Armee. Der Oberst leugnete lurzweg, dass der Nihilismus in den Kreisen der russischen Off'ciere Anhänger besitze; alle Verhaftungen, die in der letzten Zeit in einem Garderegimente vorgenommen wurden, seien die Folge gemeiner Denunciationen. „Wissen Sie," rief er mit gerathetem Gesicht aus. indem er mit der Faust aus den Tisch schlug, »wissen Sie, meine Herren, wer eigentlich an der Spitze der nihilistischen Agitation steht?" — «Nun?" — „Nie-mand anderer als der Bismarck. Er bezahlt die Nlhi« listen und Mollle hat einen Plan ausgearbeitet, nach dem sämmtliche kaiserliche Schlösser an einem Tage in die Luft gesprengt werden sollen." Drei Wochen später wurde ich von unserem commandierenden General e> sucht, den Obersten N. nach der Irrenanstalt des GouvelnemenlK zu bringen, die, zwölf Werst von unserem Städtchen entfernt, isoliert auf einer Anhöhe lag. Ich muss vorausschicken, dass ich mit dem neuen Director und ersten Arzte der An« talt nicht bekannt war, und dass der General ver-äumt halle, mir eine Vollmacht mitzugeben. Wir uh,en in offenem Schlilw,, und die Fahrt in der frischen Lust schien dem Kranken wohl zu thun. Er war sehr gespiächig, plauderle von diesem und jenem und erkundigte sich wiederholt in einer Weise, die mir ausfiel, nach meinem Gesundheitszustände. »Der Aufenthalt dort — und er deutete nach der Ferne, wo die Anstalt bereits sichtbar war — wird d,r gut thun. Man behandelt dort die Kranken, d»e an von- gestionen leiden, sehr rationell! Sehr rationell!" Gr zündete sich eine neue Eigarrelte an, blies den Rauch m großen Wolken in die Luft und sah so heiter und vergnügt aus, als handle es sich um eine Lustpartie. Was gieng in seinem kranken Geiste vor? Der General halle ihm mitgetheilt, dass eine rationelle Ge-Handlung seines Neivenleidens in einer Heilanstalt seine Gesundheit rasch wieber herstellen werde. Aber der Oberst wusste recht gut, das« das Ziel. dem wir zufuhren, nichts anderes war. als die Irrenanstalt. Und doch diese Grmüthsruhe, diese heitere Sorglosig« leit! Und dabei diese ängstliche Besorgnis um m,ine Gesundheit. Die Natur der Wuhnvorstellungen, die in diesem Augenblicke seinen kranken Geist beschäftigte, follle mir bald genug klar wetben. Als wir in den Hos des Irrenhauses einfuhren, war der Oberst der erste, der aus dem Schlitten sprang und in da« Hau« eintrat, während ich dem Kulscher meine Ordre« erth.ille. Ich sah ihn, als »ch »hm nachfolgte, in dem Hausflur s,hr anael-gentlich in flüsterndem Tone mit dem Director sp"«". Dam, traten wir alle drei in das 3«"'^"'"""^" ""^' wo uns eine wilrdiae Dame Mlt violettem Hauvchn, ^d lana n Schmachtlocken im Alter von ungefähr 40 b 50Ic.h.e.' blgrilß... d,e der D.reclor als seine Schwester Ma.fa Ivatwvna vorstellt^ Viatfa Ivanuvna bereitete uns den Thee Mlt der Hlrazie eines alten Illngferchens. das noch nicht alle Hoffnungen aufgegeben hat, und sie schmunzelte sehr freundliH. als der Oberst anfieng. ihr sehr angelegentlich den Hof zu machen. Einmal bemerkte ich, wie der Oberst ihr etwa« ins Ohr flüsterte und wie sie dann «albacher Zeitung Nr. 283 2334 9. Dezember 1884. Kammer gerathen, dadurch herauskommen, dass man das von der Kammer abgeänderte Wahlgesetz an den Senat zurückleitet, aber ohne Empfehlung von der Re< gierung. Der Senat wird voraussichtlich die Abände. rungen der Kammer verwerfen, und diese hat dann Gelegenheit, dieselben auch ihrerseits fallen zu lassen oder auch das ganze Senatorenwahlgesetz, das ohnehin für die nächsten Wahlen nicht mehr in Anwendung kommen kann, auf unbestimmte Zeit zu vertagen. Dasselbe hat noch in der letzten Kammersitzung zu einigen heftigen Auftritten geführt, aber schließlich gieng der Antrag der Regierung durch, alle Zusatzanträge anzu< nehmen und das Gesetz in dieser Fassung dem Senate zuzusenden. (England.) Das englische Unterhaus hat am 5. d. M. die NeU'Cintheilungsbill in zweiter Lesung nach siebenftündiger Debatte angenommen. Der nächste Zug auf dem politischen Schachbrette ist uun am Oberhause, welches die Wahlreformbill in dritter Le-sung zu erledigen hat. (Die sensationelle Nachricht vom Tode des Mahdi) hat bisher leine Bestätigung gefunden. Bekanntlich ist es nicht das erstemal, dass Emir Ncbmed todt gesagt wird. Solche Nachrichten aus der Wüste, von irgend einem Pilger beim Brunnen« bivouac erzählt, verdienen in den seltensten Fällen die Beachtung, welche ihnen von Seite der neuigkeits» hungrigen Correspondenten in Kairo zutheil wird. Tagesneuigkeiten. Se. Majestät der Kaiser haben zur Anschaffung von Löschgeräthen den freiwilligen Feuerwehren in Niederösterreich, und zwar jener zu Blumau an der Wild im politischen Bezirke Waidhofen an der Thaya eine Unterstützung von 80 fl. und jener zu Wilfersoorf im politischen Bezirke Mistelbach eine solche von 50 fl. aus der Allerhöchsten Privalcasse allergnädigst zu be« Willigen geruht. Ihre Majestät die Kaiserin hat dem Vice. gespanschafts»Kanzelisten Anselm Susani«! in Pozega für sein am Tage des Allerhöchsten Namensfestes Ihrer Majestät geborenes elftes Kind zehn Ducaten in Gold als Taufgeschenk zu spenden geruht. — (Billard«Match.) Freitag wurde das auf drei Abende anberaumt gewesene Billard'Turnier zwi» fchen dem französischen Nillardlüustler Mr. Vignaux und dem Wiener Champion Herrn Peyraud Rudolphe ent« schieden, und zwar — wie dies schon nach den Ergeb« nissen der beiden ersten Abende vorauszusehen war — zu Gunsten Mr. Vignaux'. Dieser bekundete eine große Ueberlegenheit über seinen Partner, der sich vergebens abmühte, die bereits erlittenen Schlappen wettzumachen. Die beste Serie erzielte auch diesmal Herr Vignaux, und zwar mit 102 Points. Herr Peyraud brachte es nur auf 53 Caramboles, Im Laufe der drei Abende machte in Summe Herr Vignaux 2400, Herr Plyraud 1330 Points. — (Die bedrohten Magyaren) Wie der kundige Schiffer das harmlose Wölkchen am Firmamente »kennt, das sich alsbald zu einem gewaltigen Ungewitter auswächst, so notificiert der feinfühlige „Fiiggetlenseg" eine auf den ersten Anblick unscheinbare Thalsache, die aber der Aufmerksamkeit der maßgebenden Politiker aufs ernsteste empfohlen sti. sollen nicht die dualistischen Beziehungen eine ernste Trübung erfahren. „Wie sehr uns die Oesterreicher über den Kopf wachsen — so schreibt das genannte Blatt — geht aus dem Umstände hervor, dass von einem speciell magyarischen Boden« producte. dem Paprika, im verflossenen Jahre 415 Metercentner aus Oesterreich nach Ungarn importiert worden sind!" Wer hätte es dem «Schwaben" zugetraut, dass er es wagen werde, die höllische Paprika« saat auf seinem Boden auszustreuen l — (Die Rächerin ihrerEhre.) Frau Clo-vis Hugues in Paris, die bekanntlich im Iustizpalaste ihren Verleumder Morin niederschoss und bisher zwei Verhöre vor dem Untersuchungsrichter bestand, soll seit Samstag etwas von ihrer Kaltblütigkeit verloren haben. Sie soll jetzt Mitleid mit Morin haben, dessen Zustand nach wie vor ein verzweifelter ist und dessen Ende die Aerzte jeden Augenblick erwarten. Eine Haussuchung bei Morin hat zur Entdeckung zahlreicher Schriften geführt, unter denen verschiedene Briefe sich befinden, welche dar« thun, dass er falsche Zeugen aufsuchte. Morin scheint übrigens nicht der einzige zu sein, der gegen Clovis Hugues und seine Frau intriguierte. da ersterer feit dem blutigen Votfalle im Iustizpalaste noch fortwährend anonyme Briefe erhält, in welchen er beschimpft und bedroht wird. Man glaubt, dass Morin Mitschuldige hat. Der Revolver scheint in Paris übrigens Mode werden zu wollen. So schoss in Saint ders Dr. Eugen Albert zu Grunde. Der Spiegeldruck, von geschliffenen Spiegelplatten gewonnen, eignet sich in erster Reihe zur Reproduction von Gemälden, welche ohne Retouche des Negatives und der Bildfliiche daS Gemälde so wiedergibt, wie es auS Künstlerhand hervorgegangen, Der «Splegeldruck' wird sich als bahn« brechend erweisen für die gesammte. nach Original« Gemälden reproducierende Kunst, welche die Urbilder bisher nur in glattlackierten, unhaltbaren und oft ,,ge« leckt" erscheinenden Photographien wiederzugeben ver« möcht hat. — (Abonnentenwerben.) Der in Paris erscheinende „Gaulois" wirbt jetzt Abonnenten auf eine Art, die jedenfalls den Reiz der Neuheit für sich hat. Er verspricht den Hinterbliebenen eines jeden seiner Abonnenten, welcher auf der Eisenbahn oder Pferdebahn getödtet wird oder durch irgend ein Gefährte in den Straßen seinen Tod findet. 3000 Francs zu zahlen; bei Verwundungen soll eine entsprechende Schadloshaltung gezahlt werden. Als Legitimation genügt die einfache Vorweisung der letzten Nbonnementsquittung. Doch ist das noch nicht alles. Das Blatt will auch den Käufern einer einzelnen Lagesnummer eine Entschädigungssumme zahlen. wenn sie am Tage des Erscheinens derselben durch Ueberfahren »c. getödtet oder verwundet werden. — (Der Kunstfreund.) „Haben Sie schon das neue Bild «Der Tod des Solrates" gesehen?" — «Nein. hab' ich doch gar nicht gewusSt. dass er gestorben ist. Was hat ihm denn gefehlt?" Local- und Provinzial-Nachrichten. Der Process der Kaibacher Anarchisten. Klagenfurt. S.Dezember. Heule begann um 9 Uhr unter dem Vorsitze des k. k. Oberlandesgerichtsralhes Edmund Schrey Edlen v. Redlwert vor dem hiezu deleg'erten hiesigen Schwurgerichte die Verhandlung gegen die fünf Angeklagten. Um 9 Uhr erschien der Gerichtshof und begann die Auslosung der Jury, welche um 9'/. Uhr beendet war. Die Scenerie ist die gewöhnlich?. Bald nach Beendigung der Auslosung der Jury begann die Verhandlung mit der Ausrufung des Ver-handlullgsgegenstalldes. Sodann begann der Präsident die Aufnahme der Generalien. Der Angeklagte Zeleznikar erzählt: Im Iah" 1859 freigesprochen, gieng er in die Fremde, nach Graz, Wien und sonst in Oesterreich bis 1669. dann war er wieder in Laibach. Später begab er sich N kräftiger Mann in den besten Jahren mit rothem H^r und Bart. Ferd. Tuma. höher und schlanker als Zeleznikar. gibt wie dieser, in fließendem Deutsch einen Abr>i« seiner Lebensgeschichte. Seine Schulbildung ist durch Krankheit vielfach unterbrochen gewesen; er sprA deutsch, slovcnisch und ^böhmisch. Cr ist nicht außer Oesterreich gewesen. Fianz Sturm spricht mit einer gewissen ^ wähltheit des Ausdruckes und der Construction. ^ spricht deutsch und slovenisch. Eduard Kriegt tritt mit militärischer Straw"' heit vor den Gerichtshof und gibt auch in fast «""' tärischer Weise die von ihm verlangten AllSlilnsle' Sein Vater ist Maschinensührer. Er ist Buchbinder und hat in Trieft, Tirol und Steiermark gearbeitet. Auch in München war er einige Zeit. Nach se'"" Mililärdienstzeit fand er Arbeit in Laibach. Er geh"! jetzt zur Reserve des 2. Genieregiments. ,« Franz Dhü, ein hellblonder junger Mam», "' in Ungarn geboren und dahin zuständig. Lesen U>^ schreiben lernte er erst später in Graz. Seine Eltt"' sind arme Kaischler gewesen. Der Vorsitzende gibt den Angeklagten die "e-lehrung, dass ihrer Vertheidigung kein Hindernis " den Weg gelegt werde, dass er sie aber ermähne, l»e Anstand vor Gericht stets zu bewahren. . Darauf nimmt der Vorsitzende die AngeloblW der Geschwornen vor, und werden die Zeugen eln gelassen, verlesen und von dem Vorsitzenden vermag' Der Vorsitzende wiederholt die Vermahnung der A" gen auch in slovenischer Sprache. ^f E,ner der Zeugen fragt, ob sie in Rücksicht "^ ihre große Zahl nicht abgetheilt werden könnten, > dass nicht alle stets anwesend zu sein brauchten, l" der Vorsitzende zunächst verneint. Die Zeugen teel wieder ab und der Schriftführer des Gerichtsy^ verliest nunmehr die Anklageschrift, welcher »" Folgendes entnehmen: einen ängstlichen Blick auf mich richtete. Sobald wir uns erwärmt hatten, bat ich den Inspector um eine Unterredung unter vier Augen und machte ihm Mittheilungen über den Zweck unsere« Besuches. „Mein armer Kameiad!" sagte ich am Schlüsse meiner Eröffnungen. „Ich hoffe, dass sein Leiden lein unheil« bares ist." Der Director sah mich mit einem forschenden Blick und mit einem feinen, kaum bemerkbaren Lächeln an. „Ich hoffe," sagte er dann. „dass auch Ihnen der Aufenthalt in diesem Hause sich wohlthätig erweisen wild." .Mir? Ich verstehe Sie nicht!" »Darf ich bitten?" Er machte den Versuch, mir den Puls zu fühlen. Mas fällt Ihnen ein? Ich bin nicht krank." «Gie sind es nach dem. was mir der H rr Oberst über Sie gesagt hat. Und Sie begreifen wohl, da einer von Ihnen beiden d.r Kraute »st und ich erst meine Beobachtungen mache» muss. Sie haben teine schriftliche Beglaubigung?" „Nein." faqte ich. «Der General wird Ihnen wohl die Fähigkeit zugetraut haben, den Verrückten von dem Vescheidten zu unterscheidet»." „Hm!" fuhr der Arzt fort. «Es ist der seltsamste Fall, der mir in meiner Praxis vorgekommen ist. Zwei Herren kommen in meine Anstalt und jeder bezeichnet den andern als denjenigen, der meiner ärzt-lichen Pfleg? bedarf Uebrigens gibt es ein leichtes Mittel, um au« dieser Situation herauszukommen." „Und da« wäre?" „Ich werde sogleich einen reitenden Boten zur Stadt schicken. Bis dahin bitte ich Sie, in diesem Ammer «» sich bequem zu machen." Ich watf mich auf das Sopha und belächelte meine Situation. Die Fahrt hatte mich ermüdet und ich schlief fest ein. Als ich nach einer Stunde wiedel er» wachte, stand der Director vor mir. „Herr Major," sagte er, «ich bitte um Ver« zeihung--------" «Nun? Der Bote kann doch nicht schon zurück sein?" «Nein. Aber ich weiß jetzt, woran ich bin." «Wieso?" fragte ich. «Der Herr Oberst hat meiner Schwester soeben in aller Form einen Heiratsantrag gemacht. Folglich ist er der Verrückte." Ein Vorn im Herzen. Novelle von Jenny PiorlowSta. (Fortsetzung.) «Aber es bestanden keine verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen Ihnen?" fragte Charles weiter. „Weder von väterlicher noch von mütterlicher Seite?" «Von der Familie meiner Mutter weiß ich nichts," lautete die Antwort. ,Ich kenne nicht einmal ihren Mädchennamen. Mein Vater sagte mir immer, sie sei als die letzte ihres Stamme« gestorben." «Armes Kind!« sprach der Baronet. „Wie ein. sum müssen sie sich fühlen! Versuchen Sie es. sich bei uns glücklich zu fühlen." «Sie sind sehr gütig," rief sie, ..aber wie könnte ich Ihnen zur Last fallen —" Sie hielt inne, und eine dunkle Nöthe ergoss sich über ihr Gesicht. «Ich werde meines Onkels Stelle einnehmen und Sie als meine Mündel betrachten," versetzte Eh"^ lächelnd. he- Sie erhob ihre Augen zu ihm, ihre 2'Ppen ^ wegten sich, als ob sie etwas sagen wollte, ein y ^ Strahl breitete sich über ihre Züge aus, um dle!" schnell wieder umso trüber e»scheinen zu lassen. ^, ..Wollen Sie, wenn Sie nicht anderwettlg ^ schäftigt sind. ein paar Minuten mit mir M Lesezimmer kommen?" fragte er nach einer " ^ Pause. «Ich möchte Sie bitten, einen Brief fur zu copieren." , HD „Gern!" antwortete sie rasch und folgte Baronet. „.„,,'««" Charles gab ihr das Nöthige und "ach weH Augenblicken war sie eifrig bei der Arbett be!^ «Dieses Zimmer erscheint mir weit freun" ^ als früher." sagte sie nach einer Welle. ..Fruy" es hier so dunkel, dass man kaum sehen lonme.«^ ..Man hat einen weiten Blick von diesem t5' aus." versetzte Charles. „. ..nd trat Sie erhob sich. durchschritt das Z'mmer und ans Fenster und an seine Seile. ^^ Ein Schrei tiefsten Schmerzes, «m wllvel, zerreißender Schrei brach sich von ihren L'Ppen- ^ les blickte sie an. ihre Augen "^en starr a^. durch die Bäume schimmernden Unglückssee 9« "9 «Der See! Der See!« st.eh i« Hvor^ hätte ich ihn doch nie. nie wledergefehen. ^r sie vom Fenster fort und suchte st« .^ b"uh.ge^ sie weinte leidenschaftlich und wollte stch "'«t ^"«O. weshalb musste ich ihn wiedersetM ^ "e e grausamen See?« schluchzte sie unaufhörlich- Lainacher Zeitung Nr. 283 2335 9. Dezember 1884. «Die k. k. Staatsanwaltschaft in Laibach erhebt gegen die in Haft befindlichen: 1) Franz Zelez nil a r, 40 Jahre alt, katholisch, ledig, Schneidermeister; 2.) Ferd. Tuma, 41 Jahre alt. katholisch, ver-ehelicht, Schuhmachermeister; 3.) Franz Sturm. 33 Jahre alt, katholifch, verehelicht, Schneidermeister und Wirt; 4.) E.Kriegl. 26 Jahre alt, katholisch, ledig, Vuchbwdergehilfe. und ^ 5.) Franz Dhil, 27 Jahre alt. katholifch, ledig, Schustergehilfe — in Laibach die Anklage. Die vier Erstgenannten haben durch Reden, welche sle im Laibacher Arbeiter-Bildungsvereine hielten, und 'n welchen sie erklärten, auf gesetzlichem Wege sei für vie Arbeiter nichts zu erreichen, nur der Umsturz alles Bestehenden könne Hilfe fchaffen, man müsse daher die anarchistische Partei auf jede Art unterstützen — das Abrechen des Hochverrathes nach § 58 b und o vt. V. begangen. Franz Zeleznilar und Ferd. Tuma haben überdies, der erstere durch Verbreitung der Druckschrift „Ein Mahnruf an das Volk" das Ver-brechen des Hochverralhes nach § 58 a, d und o St. G. und durch Aeußerungen, welche er im März 1881 anlässlich der Ermordung des Zaren Alexander II. stthan, das Verbrechen der Störung der öffentlichen Ruhe nach § 65 k St. G.; der letztere durch Verbreitung der Druckschrift «Ein Mahnruf an da« Volk" das Verbrechen des hochverralhes nach § 58 », d und e St. V. be-»angen; Franz Dhü habe durch Verbreitung der Druckschrift ,An das arbeitende Volt" das Verbrechen des Hochverralhes nach z 58 c St. G., das Ver-brechen der Majestätsbeleidigung nach § 63 St. G., das Vergehen gegen die öffentliche Ruhe und Ordnung nach § 302 St. G. und § 300 St. G. be. gangen. Die Strafe wäre bei allen Befchuldigten nach § 59 lid. c St. G. auszumefsen. In den „Gründen" charakterisiert die Anklage-shrift die Arbeiterbewegung in ihrer Bedeutung im allgemeinen und die Entwicklung der Laibacher Ver-Mlnisfe insbesondere. Der Laibacher Vrbeiter-Vildungs-verein habe sich anfänglich von Politik ferngehalten u»d Schulze-Delitz'schen Anschauungen gehuldigt; aber schon 1871, sei Most nach Laibach gekommen, und seine Zeitschrift „Die Freiheit", wie später die Peuterts -Die Zukunft" häM'n so verderblich gewirkt, dass, "« im November 1882 der Anarchist Jakob Waitz Nach Laibach kam, der Verein unter Führung deS Ze« »eznitar, Tuma und Sturm sich für das Programm der radicalen „Zukunft" ausgespochen habe. Die Ve-mühungen des Schneidergehilfen Ludwig Sadnil (im Sommer 1883), die gemäßigtere Form der Socialdemokratie (der Parteiblätter „Wahrheit" und „Volks-freund") in dem Vereine heimisch zu machen, fand an Zeleznikar, Luma, Sturm und Kriegl, der damals Obmann war, die heftigste Gegnerschaft, und immer Mehr und mehr traten diese Genannten völlig auf die Seile der ausschweifendsten Anarchistengruppe unter den Arbeite,Parteien. Mehrfach halten diefe Angeklagten auch, wenn auch nicht zu bestimmten Thaten, im Sinne der Anarchisten aufgefordert und Tuma folche Thaten, Ae z. V. die Ermordung Hlubels, für recht erklärt, "'kse Nusfagen des Sadnik feien an sich glaub» würdig und manche auch von anderen Zeugen con-ftatiert. Zeleznikar und Tuma haben aber nicht bloß im Arbeiter-Aitbungsvereine, fondern auch an anderen Orten und auf andere Weife ihre Agitation betrieben, unter anderem auch, wie erwäht, durch die Verbreitung von Flugschriften. Auch gegen den fünften Angeklagten Dhü ist durch Zeugen der Beweis erbracht, dass er fast einen förmlichen Flugblätterverschleih gehabt habe, abgesehen von anderen Gründen, welche für die Berechtigung der Anklage sprechen. Der Vorsitzende theilt den Einspruch der Angeklagten gegen die Anklagen und die Delegierung des hiesigen Schwurgerichtes sowie die diesfällige Entscheidung des Obersten Gerichtshofes gegen den Recurs der Angeklagten mit. Der Vertheidiger beantragt die Vorladung einiger neuer Zeugen, welche imstande wären, zu Gunsten der Angeklagten auszusagen, und bringt auch zugleich selbst einige Momente vor, welche geeignet sein sollen, darzuthun, dass mehrere der Angeklagten sich bei verschiedenen Gelegenheilen loyal, kaiser- und ge-sehestreu benommen hätten. Der Staatsanwalt erklärt sich gegen den Antrag des Vertheidigers, indem er die Thalsachen, welche die neuen Zeugen darlhun sollen, »heilweise selber zugibt, theilweise als irrelevant darstellt, lheilweise als ohnehin in den Protokollen der Voruntersuchung verzeichnet bemerkt. Der Vertheidiger repliciert. Der Vorsitzende ordnet die Vorrusung der Zeugen Justin und Eckwalt an und ruft ihnen die Vernehmung der Zeugen ins Gedächtnis unter Androhung härterer Mahregeln. Die Angeklagten, bis auf Zeleznilar, treten nunmehr ab. Der Voisitzende fragt den Angeklagten, ob er sich der Anklage schuldig sichle, was Heleznilar verneint. Der Vorsitzende fordert den Angeklagten auf. sich zu äußern. Zeleznikar eiklärt, er habe, was ihm die Anklage imputiere, nie gesprochen, in dem Vereine habe es viel nationale Zänkereien gegeben, aber um Politik habe man sich wenig gekümmert; er habe zur gemähigt-na-tionalen Partei gehört. Er habe nicht zum Nusschuss des Vereines gehört und habe also keinen Einfluss aus die Zeitungen, welche derselbe hielt, nehmen können, gesprochen habe er darüber sehr wenig. Seine Be« ziehungen zu Tuma erklärt er als au» Ursachen der GeuossenschaftLliildung lebhafter geworden; dass er jenem staatsgefährliche Papiere gebracht, bestreitet er; er habe Flugblätter überhaupt nie in Händen abhabt; den Waitz (einen anarchistischen Emissär) würde er jetzt nicht mehr erkennen, da er ihn nur einmal gesehen. Auf die Frage des Vorsitzenden, warum man dem Waih so entgegengekommen, sagt Zeleznikar, dies sei ganz allgemeine Gewohnheit gegen jeden fremden Arbeiter; von der Anwesenheit des Waitz bei dem Anarchisten.Cona.ress in Langenzersdorf habe er nichts gewusst und erst später erfahren, dass er ein An-archist sei. Die ihm imputierte Aeußerung bei dem Bankett zu Ehren des LandesausZchusses Schneid, ..er trinke nicht auf das Wohl eines Tyrannen", als der Toast auf Se. Majestät ausgebracht wurde, bestreitet er, ja er habe zden Toast mitgetrunken. In Paris habe er in einem Vereine ein Schriftstück unterschrieben, dessen Inhalt er, weil er damals noch nicht hinreichend Französisch verstand, nicht verstanden habe, — als er später über die Tendenzen des Vereins unterrichtet wurde, sei er nicht mehr in diesen Verein gegangen. An Barrikadenkämpfen in Lyon und Paris habe er nicht theilgenommen. Dass er öfter den Spruch „Vive la repudiigue!" gebraucht, erklärt er als eine während seines Aufenthalts in Frankreich angenommene Gewohnheit. Eine Nummer der „Freiheit" habe er einmal unter Couvert bekommen und gelefen, aber keinen Eindruck davon gehabt. Seine Aeußerung anläfslich der Ermordung des Kaisers Alexander 11. erklärt er als so gethan: „Wie ich in den Zeitungen lese, war dies der größte Tyrann," die Aeußerung, „nun kämen auch die anderen daran, und er wolle mit seiner Schere selber einem den Bauch aufschlitzen", habe er nie gethan. Besonders gegen Se. Majestät den Kaiser, den er sür den besten Menschen und Monarchen halte und voll Loyalität gegen ihn sei, habe er gewiss nie eine ungesetzliche oder nur ungehörige Aeußerung gethan. Der Vertheidiger fragt, ob Zeleznikar wisse, was unter Anarchismus zu verstehen sei. Zeleznikar erklärt fast erregt, er sei gegen diese Partei stets gewesen und werde stets dagegen sein. Er legt viel Gewicht auf seine gemäßigt.nationalen österreichischen Anschauungen gegenüber der ultra-nationalen, russo-Philen Partei in Laibach, woran sogar seine Candi-datur für den Gemeinderath gescheitert sei. Er habe aus dem Gesangvereine aus Ueberbruss austreten wollen, als aber der Kaiser nach Laibach kommen sollte, sei er deshalb wieder zu den Uebungen gegangen und habe an allen Festlichkeiten loyal theilgenommen, ja, er habe ein außerordentlich lebhaftes Gefühl gehabt, als er zufällig ganz nahe an den Kaiser kam, so das» er ihn sprechen hören konnte: und so benehme sich, so fühle kein Anarchist. Nach einigen minder wichtigen Fragen des Staats-anwaltes wird da« Verhör des Heleznilar geschlossen. Es folgt die Vernehmung des Ferdinand Tuma, der sich gleichfalls für nichtschuldig und in hastia. fließender Rede erklärt, er habe nie irgend gefährliche Reden gehalten und irgend etwas Ungesetzliches gethan. Er habe sich zur deutschen Partei gehalten, sei von den Vlovenen verspottet worden und die Aussagen wider ihn seien nur auf nationale Gehässigkeit zurückzuführen. In slovenische Blätter Artikel zu schreiben, sei er gar nicht sähig. Im Vereine habe er nationale Feinde gehabt. Der Unterschied zwischen radicaler und gemäßigter Arbeiterpartei sei ihm nicht klar, obgleich er die Blätter beider kennt und als Ausschussmitglied für die ersteren eintrat, aber nur. weil die Auflegung der anderen nicht ordnungsgemäß angezeigt worden. — Den Waih hat er nur einmal gesehen und nicht gewus»t, dass er ein Agitator sei; bezüglich einer bei ihm gefundenen Postkarte, mit ^. >V. gefertigt, au« Graz datiert, erklärt er, nicht zu wissen, von wem dieselbe an ihn gekommen; warum Waih zu ,'hm ge-kommen, wisse er nicht zu sagen; seine Bekanntschaft mit Hubmayer gibt er zu, aber nur als Familien-und Veschäftsbeziehnng; in Wiener Arbeiterlreisen habe er trotz seines zehnjährigen Aufenthaltes keinerlei Be-ziehungen; über ein in Wien faisiertes, an ihn adres. siertes Paket mit 25 Exemplaren der »Freiheit" weiß er leine AuLknnft. Von Heleznikar habe er nie aufrührerifche Schriften erhaltsn, und was in feiner Ofenröhre gefunden worden, habe er nicht dahin gethan, noch wisse er, wie es dahin gekommen. Die Röhre sei auch längere Zeit gar nicht in seinem Locale gewesen. Gegen die ihm vorgehaltene Aeußerung seines Lehrbuben, Tuma sei, als er dies Paket erhalten, mit dem Schlüssel de« bezüglichen Gelasses, wo die Ofenröhre sich befand, weggegangen, erklärte er diesen für einen Lügner. Von dem Vorhandensein einer Ndresse „Jakob Hausen" (Deckadresse für Jakob Waitz) weiß er nicht. Er verab-scheue den Anarchismus. Poetische, .hohe" Reden habe er nicht gehalten, die Arbeiterfrage verstehe er gar nicht. Der Staatsanwalt richtet Fragen bezüglich der Steuerzahlung an Tuma und Aeleznilar mit Rück-sicht auf ihre Eigenschaft als Vorstandsmitglieder des Arbeiter-Vildungsvereine«. Für die radicalen Blätter im Vereine habe er gestimmt, aber nur in seiner Eigenschaft all Ausschussmitglied und der Ordnung wegen, weil die anderen Blätter von Sabnil nicht gehörig bei dem Ausschüsse angemeldet worden. Auf die Frage des Vertheidiger« um de« Angeklagten Beziehungen zu der Versammlung im Wl'rlihlluse „zur Schnalle" erklärt derselbe, damals Ä'"«°" ande"7Mi?!»i'd./d.. glichen h»«,e, ^l,, ,r ssch öfters geäußert. ^ Um 12 Uhr unterbricht der Vorsitzende die Verhandlung. ^ « Bei Wiederaufnahme der Verhandlung wünscht der Vertheidiger zu constalieren, das« Hubmayer in Oraz freigefprochen worden sei. . Charles stand sprachlos neben ihr. Erst nachdem ttl Schmerz sich einigermaßen gelegt hatte, sehte er "H zu ihr und hob an: ^ «Fräulein Irmgart, lassen Sie mich Ihr wahrer freund sein. Sie fürchteten, den See wiederzufehen; Z begreife Ihre Gefühle, aber Sie müssen diese Mku zu bekämpfen suchen. Bannen Sie alle schmerzten Gedanken und begleiten Sie mich jetzt an den ^e. Wollen Sie?" s. ..Ja. vielleicht ist es das Beste." erwiderte sie. '",", zürnen Sie mir nicht, dass ich Ihnen so viele ""ruhe bereite." l>! .^'e giengen zusammen die schönstepflegten Wege '"nah, bis sie sich dem hellen, klaren Gewässer näherten. '.. Irmgart zitterte heftig. Charles bot ihr den Arm °"l Stütze. a?l. ^ war ein großer, tiefer See, von Weiden um-^?en, deren Zweige sich bis hinab in das Wasser lMen. und theilweise mit Schilfrohr und Wasser- '"en bleckt. ein ^" sphere Schlossherr von Stralsield war stets sick ^^^ Liebhaber vom Rudern gewesen und hatte «,^ 'lnmer mehrere Gondeln gehalten. Nach dem Un-UMal! war die Idee aufgetaucht, den See zuzu< Word ' ^" "°ch "'^ war bislang dafür gethan H. Als beide den Uferrand betraten, stützte das junge ^n sich schwerer auf ihres Begleiters Arm. C°^ war ein heller Sommermorgen; die goldenen hi«, .'"strahlen glitzerten im Wasser und ließen es ""d da leuchten wie eine dunlelrolhe Feuerfläche. H'llp» «lwässer war leicht bewegt, die klaren "k" küssten die Wasserlilien und erswben unter den herabhängenden Weidenzweigen. Alles war so schön, so ruhig, so friedlich. Und doch — in jenen Verrätherischen Tiefen halten der Herr der Besitzung und sein junger Erbe ihren Tod gefunden. Der Baronet fühlte, wie das junge Mädchen an feiner Seite an allen Gliedern zitterte und führte sie zu einer nahen Moosbank. „Armrs Kind," sprach er lheilnahmsvoll, „sehen Sie sich nieder und lassen Sie Ihrem Schmerze freien Lauf." Aber keine Thräne entquoll ihren traurig blickenden Augen; mit dem Ausdruck unsagbarer Sehnsucht waren sie auf das sonnenbeleuchtete Wasser gerichtet. „Sir Charles," sagte sie nach einer Weile, „wissen Sie, wie das Unglück geschah?" „Das ist uns allen ein Geheimnis," erwiderte Charles. „Onkel Alexis und Vetter Albert verließen eines Morgen« das Herrenhaus, um eine Stunde auf dem See zu rudern. Als sie nicht wiederkehrten und die Diener ausgiengcn. um nach ihnen zu suchen, fanden sie das Boot umgeschlagen auf dem Wasser lrei-brn. Man suchte weiter und fand die Leichen von Vater und Sohn!" Stöhnend rang sie die Hände. „Wo fand man sie?" fragte sie nach einer lleinen Weile mit leisem, fast unhörbarem Tone. „Gerade in der Mitte, wo der See am tiefsten ist," entgegnete Charles. »Durch irgend welchen Zu-fall muss das Boot umgeschlagen sein. doch bleibt e« ein Räthsel, dass die beiden kräftigen Männer sich nicht haben retten können." (Forllehuna solat.) Laibacher Zeitung Nr. 283 2338 9. Dezember 1884. Ez folgt die Vernehmung des Franz Sturm, Welcher sich für nichtschuldig erklärt; er habe im Arbeiter.Vildungsvereine überhaupt me Reden gehal» ten, selbst seine größten Feinde könnten nicht behaupten, dass er Schlechtes gesprochen, im Gegentheile habe er stets auf den gesetzlichen Wea, auf dem vieles zu erreichen sei, hingewiesen. Dem Vereine gehöre er seit 1878 an, einmal sei er Obmann gewesen. Im Aus-schuf« sei nur ja berathen worden, ob die abonnierten Blätter weiter zu halten seien; er gibt Auskunft über die gehaltenen Blätter; Sadnil habe seine Blätter in den Verein gebracht, worüber der Nusschuss ungehal-ten gewesen sei und es untersagt habe. Er sei lein Feind der gemäßigten Blätter, ja für das Abonnement der Nmlszeitung gewesen. Er reuociert seine Aussage Vor dem Untersuchungsrichter, dass er für die radicalen Blätter gewesen; auch er erklärt, den Unterschied zwi> schen radicaler und gemäßigter Arbeiterpartei nicht zu verstehen, und im Vereine habe es nur Unterschiede zwischen ultra« und gemähigt«nalionalen Parteien ge» geben. Bezüglich des Wahlrechtes habe er nur «kri< tisch" geäußert, wegen des geringen Bildungsgrades der Nrbeiter.Wähler sei wenig davon für sie zu e» erwarten; diese Anschauungen habe er, als er im Vereine arbeitete, kennen gelernt; den Agitator Schneider habe er nicht gekannt und wisse nichts von ihm. Die Mitglieder des Nrbeiter-Bildungsvereines und speciell die Mitangeklagten seien sehr selten in seinem Wirtshaus gewesen; den Waih hätte er nicht gekannt, nur zufällig sei er mit ihm zusammen und sei ihm behilflich gewesen, Arbeit zu erhalten; am selben Tage sei er zufällig auch nach St. Veit gekommen, ohne von Waitz Anwesenheit dort zu wissen; von einer Sendung Flugschriften unter Declaration als Trauben an einen gewissen Breilquar wisse er nichts; er habe nie Flug» schriften anempfohlen, ja er habe diese verdammt; dass sie unter Arbeitern verbreitet gewesen, habe er nur von Hörensagen gewusst; auf die Redaction des „Ljudski Glas" habe er leinen Einfluss genommen. Vom Vertheidiger gefragt, gibt er Auskunft über seine Haltung in einer Versammlung, in welcher die Merstallinger-Affaire zur Sprache gekommen; dort habe er erklärt, die Laibacher Arbeiter wollten mit Dieben u. s. w. nichts zu thun haben. Die Volksversammlungen seien mit Hoch auf den Kaifer eröffnet und geschlossen worden; mit dem Polizei'Obercommissär Parma sei er nur zusammengekommen, als dieser ihn gefragt habe, was für Sendungen er durch die Post erwarte. Der Vorsitzende theUt mit, es seien unter einem ostensiblen Deckumschlag (Antiquar-Anzeigen) radical-sociale Flugschriften an den Angeklagten gekommen. Auf die Frage des Staatsanwaltes nach gewiss sen national-ökonomischen Ausdrücken im „Sloveniki Narod" erklärt der Angeklagte, davon nichts zu wisser.. Der Angeklagte Kriegt ertlätt den Inhalt seiner Anklage für eine niederträchtige Lüge und Verleum-dung. Er ist seit zwei Jahren im Vereine, wurde bald Schriftführer und auch Obmann. Er hat den Verein auf durchaus gesetzlicher Grundlage gesühri; ja er habe darauf gehalten, die Polilil vom Vereine auszuschließen; er kenne weder die gemäßigte noch die radicale Partei und habe also auch leiner angehören können. Die ver« schiedeuen Blätter kenne er; die Devise des „Radical": „Auge um Auge, Zahn um Zahn" verstehe er nicht; die Blätter habe er selten gelesen; von einem Streite Wegen Auflegnng der einen oder der anderen Sorte von Blättern im Vereine wisse er nichts. Eine bei der Haussuchung bei Tuma gefundene, von ihm geschriebene Adrck; Franz Ma< rejik, Pfarrcooperator zu St. Veit ob Laibach. als solcher nach Weixelburg; Leopold Zaletel, Pfarr-coofterator in CiSnern, als solcher nach St. Veit ob Laibach; Anton Berce. Pfarrcooperator zu Hl. Kreuz bei Terzii, als solcher nach Franzdorf. — (Monsignor Dr. Flapv,) der neuernannte Vischof von Parenzo-Pola. wird. wie das „Cco" meldet, am 4, Jänner consecriert werden und seinen feierlichen Einzug in seine Diöcese wahrscheinlich am 2. Februar halten. — (Blattern.) Aus Wipp ach wird uns berichtet . dass jüngst im Orte St. Veit im Hause de» Besitzers Anton Kovaiin drei Personen an Blattern erkrankt sind. — (Leichenfund.) Vor einigen Tagen hat der Fischer Primus Azman aus Säule auf der gegen Unter« gamling liegenden Seite des Saveflussell an einer Fischerstelle einen unbekannten, städtisch gekleideten männlichen Leichnam aufgefischt. Nei der commijsionellen Besich« tigung wurden keine Spuren einer Gewaltthat vor» gefunden. — (Cine Gewohnheitzdiebin.) Die aus Prezid, Bezirk äabar, in Kroatien gebürtige Maria Mlakar wurde. eines Diebftahle« dringend verdächtig, lürzlich in einem Gafthause in Iirluiz durchsucht, wobei vier Stück Cottonina (109 Meter), ein Umhängtuch, meh-rere Kopftücher. Strümpfe. Handstütz«!. Schuhe u. s. w, vorgefunden wurden. Nachdem dieselbe als eine Gewöhn» heitsdiebin erkannt wurde und auch gestand, mehrmals wegen Diebftahl abgestraft gewesen zu sein. wurden die wahrscheinlich auf dem Planinaer Markte gestohlenen Effecten confisciert und die Diebin dem Gerichte über« geben. Kunst und Aiteratnr. — (Landschaftliches Theater.) Bezüglich der Opercttenaufführungen in den letzten Tassen, die namentlich dem Frl. Peters große Ouationcn eintrugen — das Fräulein sang in der That mit solcher Frische und spielte ciert ein Allerhöchstes Handschreiben, mit welchem Baron Sennyey zum nnao ernannt wird. Agram, 6, Dezember. Im Pressprocesse «Slo-boda" beantworteten die Geschwornen nach halbstündiger Berathung die Fragen betreffs Aufreizung zu Hass, Verachtung der Staatsgewalt, Störung der öffentlichen Ruhe und Beleidigung des Banus in seiner amtlichen Stellung einstimmig verneinend, woraus die Angeklagten freigesprochen wurden. Zahlreiche Studenten und das Publicum begrüßten den Freispruch lebhaft. Paris, 8. Dezember. Der Senat nahm definitiv die Wahlreformvorlage gemäß den Commissionsanlrä-gen an. Die Kammer nahm bei Berathung des Cul-lusbudgets — entgegen dem Cultusminister — den Commissionsantrag auf Herabminderung der Bezüge des Episkopats an. London, 6. Dezember. Das Oberhaus nahm d>e Reformbill in dritter Lesung ohne Abstimmung an> London, 7. Dezember. Beide Häuser des Parlaments wurden, nachdem die Reformbill die königliche Sanction erhalten, bis 19. Februar vertagt. . Bukarest, 8. Dumber. Das Cabinet zog auf Wunsch des Königs seine Demission zorück, Holyhead, 8. Dezember. Der Dampfer „Pochard . mit Passagieren und Ladung von Cork nach Rotter« dam bestimmt, ist nächst Holyhead gesunken. Des schweren Seeganges halber wurde niemand gerettet. üaibach. «. Dezember. Auf dem heutigen Markte si"b erschienen: 12 Wagen mit Getreide, 8 Wagen mit heu UN» Stroh und 16 Wagen mit Holz. Durchfchnitts. Preise, ss.j lr, ft^^ si.j l^ ft^l.' Weizen pr.Hektolit. 6 34 7 25 Nutter vr. Kilo . -84-!- Korn . 5' 4 5 83!Eier pr. Stück . . - 3; -^ Gerste . <55 5^17Milch pr. Liter . >«------' Hafer . 3 9 3 lOzRindfleisch pr.kilo 64 !-" Halbfrucht „-------6 33 Kalbfleisch „ — 60 ^ ^ Heiden „ 4 55 b I^schwcmeflcisch „ —52 -^ Hirse „ 4 69 5 58>2chöpsensleisch „ -36------ Kukuruz „ 5 40 5 44 Hähndel pr. Stuck -45 Erdäpfel 100 Kilo 2 86-------Tauben , 1? ^ Linsen pr. hektolit. 8-----------Heu 100 Kilo . . I 69 ^ Erbsen „ 8-----------Stroh „ . . 151 ^ Fisolen ^ 8 50-------Holz, hartes, pr. — "" Nindöschmalz Kllo-92------- Klafter 7 60—- Schweineschmalz „ — 82 — - - weiches, „ 5 20 — -" Speck, frisch „ - 56-------Wein. roth,. WOUlt.------24 ^ — aerimchert„ — 72 - — wciwr . _ . 20 ^ Verstorbene. Den 5. Dezeml> er. Ludmila Vidmar. Schuhmachers' tochtcr. 2V, Mon,. Alter Markt Nr. 11. Äronchitiö. Den 6, Dezember. Johann Potisek, Schuhmach"' 56 I.. Vlunngassc Nr. 13. Tubcrculose. Landschaftliches Theater. Heute (gerader Tag) Gastspiel der l. k. Hofschauspiclerin FH Kathi Schratt: Dora, Pariser Sittengemnldc in f""' Acten von Victorien Sardou. — Das Theater ist acheizt-^ Meteorologische Beobachtungen iu Laib^H^. °^ i N? N_______«' 1^55 ?U.Mg. 738.23 ^. 0.6 W.'schwach > bewölkt „^ 6. 2 „ N. 7.W.N0 4- 1.8 NO. schwach bewölkt 0.0" 9 ., Ab,! 742.00 -> 0.4 NO. schwach! bewölkt !^_^ ^ 7 U. Mg?"742.18 -"0,4 O. schwach bewölkt j . 7. 2 „ N. 743,22 ^. 6.3 SW. schwach theilwhcitcr «."" 9 ^M^5.28! -l- 2.0 !SW, schwach bewölkt^____^- 7U.Mg. 744.80 -^2.6 NO. schwach bewölkl" „ 8. 2 ., N. 744.08 -^ 2.8 windstill bewölkt ".<" 9 ^ Ab. 743.70 -s-4,4 SW. schwach bewölkt , Den 6.. 7. und 8. gleicher Wittcrnnascharattcr. bew^c. Thauwetter, die Alpen klar. Das Taaesmitlcl der ^"", 4- 0.U". -j- 2,6« und 4- 1.9"; bcziehnngsweise um 0.5 , ^ und 2,2° über dem Normale. _____^- Verantwortlicher Redacteur: I, Naglli. ^ > Danksagung. > D Für die vielen Beweise der Theilnahme w«h' > W rend der Krankheit nnd beim Ableben unserer v" « W geliebten Gattin nntz Mutlcr. sowie snr d>c schonen « > Kranzspenden und die zahlreiche Äca eiluna zur « M Ruhestätte sagt ihren liefaesllhltcn Dank ^ ^ die trauernde Familie > W Oölh. » Laibacher Zeitnna Nr. 283 2337 9. Dezember 1834. Course an der Wiener sörse vom 6. Dyemlier 1884. ^ d«. 0^«°«. «o»^«««« > O,«««"l°s« - «50 ft 1»5 75 ,»» «^ l«33« A "U-N«! 1«! , ,.,.. . l<3 - 18«.« ^laat«!«,. . . 10« . !,1 75 17, « ^^n». «atenltnlt, steuersrel , ,7 g< «7.7»; °°». «"nib««»« «°/. . . . l«70,«»o ' ,..^5 /'/' .... ,5.75 gg.zu » tll«nd..«nl. «usl.z.w.V. i<«.«5, ^ II ' «la»t«.Obl. (Nng. Qftb.) no 25 !i»'5 ' 0. . ' »om I. 187» lo« - — — ^rnudentl.. Obligationen (s«r i«st.«..H.). ,.!'"Wische.......^.5^ __._ «'/'».che.......l«i«c.i°z.,(. l'/. N,Ä^"'^'l"k . . . .104-50 1°«-'/'»>«bll!b«lgll«, .... ,»l--10l?5 5°/, Iemt«vllr«V»nal» . . . ls0 5«^0'>'^ »°/, ungarische..... INI l(,i 50 «nbere öffentl. «nl«he«. Donall.«ess..l»osc »'/,-, in« ff. . '17'- »17 l« bto. «nlcib^ 1«?». fteuerlici . !0«'i»5 lOt?5 N,!leb«n d. G'übtgemewbc Wien 10» — 10» — «nleyen l». Stadtaemeinbt >"iien (Sllber eder Gold) . . . . — - -'-PrH«len»Unl.b.Vtabt«lm.l0l«n l,?-— I« « Pfandbriefe lfürioufl.) Vob«ncr.allg. lsterr. <>/,'/» Void izz— l«> 5c, dto. ln «> , , blo. !n nn , , <°/, , <,, s,c »» — dto. Plämi«n^SchuIbvellchr.3»/„ h« >/,'/»....... bto. , <«/» . . 9L'?5 — — Ung. allg.V«denc,eblt»>ctienges. in Pest w 54 I v«l. 5'/,'/« . lo» ?c lo«eo Prioeitäts. Obligationen tsül 100 st.',. »lisabelh.Wessbahn l. «misston ,10 i5 lio ku »erblnail>)^.N°lbbahn lu Gilb. 10k 25 ice 75 jran',.Ic>ses.«ahn.....90-25 vo . I««I »Ull sl, V. 4'/,»/« . . „«I. »« i,, Olflerr. «»rbwefttnhn . . . .105 50 0» ?,, «lcbeuiiülgtt . . . . 88 bo^ b« 80 »eld V»r« «t»a«b»hn 1. «mlsslou . . . «7 7l '.k8-«lai»t-. Nn«,..««li,. Vay« . . , „,5, 9,-5l, Diverse Lose (per «ttl«). «rebttlosl 70^N.....l« —l»".^u LU.ry.e°l«'.— ,15 55 Depofitenl,^ «N«. l.oa st. . . . ,„4 . . ,^ ^ hypothclcnb.. iift. ,00 fl. 25"/» 5. to-- -^ «,-, . eä»bnb°nl öft »os fl. V. 5»./ «. li.4 - ,04 »5 Oefic«,.Ung. «aul . . . . ,57^ — 87,,^ Unionbanl 10a fi. . . 5/»c 8» z^< Ä«llthl«l>»ut «2UH. ,40 N. ' . i4b",5 1« ,5 Nette« v,n Transport. Nuternehmuuae« »»ah« «0 «. Vilb« . -.— ».. «lf«l»"Mum«l.>Nahn»N0fi.>2i!b. '»1 5N ig^- . «uMg,.Iepl.«<, 7:f,«^"I1?ss,------! —-^ Vlhm. «orbbadn ii.0 ». . . .190 . 191 . , Nestbahn ^00 sl. . . .------____ »»schtiehrab« »b,.Z.)»<»o!l.E l?» »0 löo ^ Nui,»obenb»cher«,.V.»o««.V — — .-> . «lisabeth.Nahn X»o st. «»l. . . ,34 — «»450 , kln,«Vub««l» ««> fi. ... «f,5 z»07 7ü ,«lzb.»llrol.m.».i87«»!>oN.G. 197 75!!!»» ,l< «lbwanb«>N«bb. 100« st. «Vl. ,z^!z ,,,, z»a«z-Ios»s««ahn «oa st. Gilb ,»b 50 «» - «lnslilchen.V»«ser?r». Viser.b.zoofi. G. ,^« .. »5« l^n elm»«g»2»rn»w.» IaNy »<<««> bahN'Gcstll. i!0U st. «, W. . . ,^.^ zzg 75 Lloyd, lft.'iing..Inest500fl.H«.'. z^ ^ 57i — «DeÜnr. «orbwestb. «0c» II. Gilb, 175 «5 57^75 dto. M. «, ,00 st. Silber , «0 »z ^lo ?5 «l°,.H>lll««is«!'.b. l50ft.Gilb, ,7« z» — «ubrlf > «»hn !««(» st. Silber . ,,,<<) ,«, ,0 «l«b«nbilrg« »ilenb. «00 st. G. l8«-7<^iki -Vt»»t««isenbahn «o fl. «. W. . ,^,z 75 zc»^ — «2l>b<,5:! «» st. «,l,n 149 ^o^,« 75 ll!»mw»h.<»««.,Vr. 170«. «.«,!„i^' 5i, » , wr,, neue 100 st. . . ic,7 . . il», « Ilan»p5rt»GeseMl»a?i 1N0 fl. . «5, „ ,. ^. Nng..«ali,. «ilenb. ,0»N. «ilb», l?4 75 ,?c »^ Ung. «orbostbahn »00 st. Vilb« I«!» l5',8« «, Nng.westb.c«»»».«»»«,)«««.«. i,i,5 ,7^« I»d»ftrk.»etie> (pn «««). Vsshbl und iNnbberq, » st. , «»^. »^ ^. «üenbahuw.'i'elhg. I.»l» st. 40«/« __ ^. ^«ldemühl", P»p,«». u. «.,«. ,^7^ «t ^ ViontaU'Vtstlll. 8sterr.»alpi»e . 5«, 40! s>, ^ »rag« «ilei,'Inb.»V«s ««» st i?« 5, 17z Galno»I»l1. »isrnlaff. il»o st. . 1,4 5» 105 .. waffens..«., vest, in w. ill« fi.------... «l«<»lln«°bl«»w.-»e». 100». . .^ ^_ Devise». Deutsch« Plätze......«»15 «o »b Lrndo».........l« ^(< »« ?l Pari«.........« «?» tö,z, Pttn«b«n......— - ^ — »«lnte». Ducal«»........ i-,7 »», «»ss»»nc»'«t 100- bis 12()gradigen Erhitzung unterliegt, fabriksmässig erzeugt und von Specu- V Jf 'anten um theures Geld verkauft wird, weiss, geruch- und geschmacklos CJ Q ist, wurde von dieser autorisierten medloinisohen Commission in die J\ i\ österreichische Pharmacopoe nioht aufgenommen und also dalier verworfen. \f Sr Wir machen nun das p. t. Publicum höflichst daraus aufmerksam, dass (J Q eine Firma schon seit Jahren in der Wintersaison mit bewusstem, in der üster- Ä w\ reichischen Pharmacopoe nioht zulässigem «Dampf-Leberthranöl> in hiesi- \t Jr gen Blättern erscheint. O O Sobald also ein Arzt einein Bedürftigen Leberthran (Oleum jecoris asselli Ä Q flavum) verschreibt, so liat jeder gewissenhafte österreichische Apotheker, dem \ž JF einzig und allein nur die österreichische Pharmacopoe bei Arzneienverabreichung lj *2 imtl Zubereitung massgebend sein darf, kein «Darnpf-Leberthranül>, sondern L\ JC nur stets obig beschriebenen Leberthran (die reinste, von unserer neuen üster- \r W rcichischen Pharmacopoe allein geforderte Sorte) zu verabfolgen. Q t» Nachdem unsere österreichische Pharmacopoe gleichsam eine Toohter X X der weltberühmten medioinisohen Faoultät Wiens ist, so blicke ich V S# mit Stolz auf diese gediegene österreichische Pharmacopoe, welohe behufs O Q Zusammenstellung einer internationalen Pharmacopoc beim internationalen ä\ š\ Pharmaceiitencongress in London 1881 (dem ich persönlloh beiwohnte) V V die meiste Berücksichtigung fand und laut welcher ich diesen gesetz- Q fj lioh vorgeschriebenen natürlichen Leberthran als auf natiirliohem #% /\ Wege erzeugtes und also ungekünsteltes Product am Lager führe. \f V Der duroh natürliohen Vorgang aus den Lebern freiwillig O Q ausfliessende Leberthran ist ein uraltes Volksheilmittel. rj*:'^ /\ A Jeder Flasche ä b"übkr. und Doppel-Flasche k 1 fl. ist einegGebrauchs- \f O die der Echtheit wegen ÄS —-—— * » Q f\ nebige Unterschrift // #^ ^ S / X X tn' /^^J^Z^r^^ 8 S3 und in der O 8 Apotheke Trnko4*/y v ö in Laibaoh, Rathhausplatz, X f\ zu haben ist. (403fi) «-4 Jt ^xxxxxxxxx xx oxxxxxxxxxxxxy Kräiiter-Bruistüyrup wlrklioh aus Kräutern zubereitet von O. p»iceoli, Apotheker „zum Engel" In Hja.lToa.cli, "^7"len.er»tra,«se. ^Ua wirksamon Kräutorn zusammongosotzt, wird mit boatoni Erfolge gogon alle "lUst- und LuiiL'onkrankhoiton, Vorschloimung, Huston, lloisorkoit und Krampf- huston angowondot. 1 Flasche 36 kr. ^- S. Ein aus Kräutern zubereiteter Brustsyrup wird immer mehr °äer minder eine braune Farbe haben, und Jeder Apotheker wird ^geben müssen dass ein Kräutersyrup, der nioht diese Eigensohaft *Ätte, nioht als Kräutersyrup zu betraohten wäre. (4H3H) JO—:» iliTavli+4-« nfiucr Roman: „Die Frau mit den Karfunkelsteinen" be-Illl ***¦*¦•*>Lt Kjnr,t a,„ 1 Januar in der ,,Gui-li»liiitlM1!kk zu erscheinen. Im Ifl Lauf« ,|(.s lalircn werden folgen: „Trudohens Hochzeit" von W. Heimburg. "Vfi..»8anct Miohael" von E. Werner. „Der EdelweiMkönlg" von L Ganghofer. ^^»Niohts 1st so fein gesponnen'' von Th. Fontane. —• Populär-wissenschaft- v. Kche Artikel von Joh. Scherr, M. Pettenkofer, K. Vogt, 6. Schweinfurt etc. U|nlv rlolJührig fl 1 10 iucl Stempel, nach auswärts fl. 1,75 mit wöchentlicher Kreuz-ersenüullR. /„'Abonnements empfehlen sich (4974) ß-1 ^^ lg- v. Kleininayr & Fed. BamiDerg in Laibach. r* Ohne dioso gos. dop. Schutzmarke ist jodor Olchtpelst nach sofort als Falslficat zurllckzuweisen. § Gichtgeist nach Dr. Maliè ist ontschioden das orjirobtesto Mittel gogon Gicht und EhemnaÜBmuE, Gliederreissen, Kreuzsohmorzen, Nervenschmerz, Anschwellungen, Steifheit der Muskeln und Sehnen etc., mit welchem nach kurzem Gobrauch dioso Loidon gänzlich bohobon werden, wio dios bereits massenhafte Danksagungen bowoison können. Diesen Gichtgeist mit nobonstohondor protokollierter Schutzmark©, dio Flasche ä 50 kr., versendet »cht per Nachnahme avlt die „Einhorn-Apotheke" des Jul. v. Trnköczy in Laibaoh, Rathhausplatz Nr. 4. HF* Neuestes DankschreÜDen. *WŠ Herrn Jul. v. Trnköczy, Apotheker in Laibach! Durch Vorkühlung habon mich auf oiimal in den Füssen die qualvollsten Gichtschmerzon überfallen, in don Hüfton hatte ich ein dorartigos gichtisches Loidon noch dazu bokommen, dass ich kaum mehr gehon konnte und schlaflose Niichto von Schmerzen gepeinigt zubringen mussto. In dioscr ontsotzlichon Lage gobrauchto ich ihren Gichtgeist nach Dr. Maliè ä 50 kr. und muss Ihnen mit frohein Herzen dankbarst bekennen, dass dioser boi meinem gichtischon Leiden wahrhaftig Wunder wirkte, denn nach oinigenmalon Einschmieren war ich in droi Tugon von moinon furchtbaren Gichtsebmerzen Tollkommen befreit. Indem ich dioson echten Gichtgeist nach Dr. Malic jodem Gichtleidenden bostons ompfohlon kann und nochmals nioinen vorbindlichaton Dank ansBpreche, zeichne mich hochachtungsvoll (4ö'l4) y—G Laibach im Oktobor 1883. Gregor Salaanlk, k. k. Postdionor in Laibach. Für WeilinaclitBn nnfl Nenjaür! («w) Karl Eisert Galanterie-Arbeiter Laibach, Schellenburggasse Nr. 6 dankt für das ihm bishor in so reichlichem Masso goschonkto Vertrauen und empfiehlt sich zugloich zur Montiorung der elegantesten und goschmackrollston Oalanterie-Arbei-ten : Briofkäston, Briefboschweror, Briofwand-taschon, Loaopulto, Fedorständor, Schreib-«ougo, Glockonjiigo, Weihurunnkcssol, Wand-körbo, Handschuh-Cassotton, Geldtaschen, Ci-garrontaschon, Uhrtrügor, Schmuckotuis, Essbostcck-Etuia für ganze Service, Etuis für Kolcho und Monstranzen etc. Vorzüglich wer-don Dipl»mo und Adresaen sammt Etuis auf dais ologanteste und geschmackrollste angefertigt. ^nlräße unter „2. 21." poste l6«ln.nte I.n,il>2«:!l. (4967) 3—2 : Angekommen: ^ 3 Rarsala-Komk o direct aus Sicilien bezogen. : Apotheke ^iccoli : Freiwillige Veräußerung. ,5°. 9^?k Bewilligung des k. k. Landesgerichtes Laibach, dbto. 18. November 1864, Z 7N7, w,rd die freiwillige Veräußerung der zum Verlasse nach Hen-rictte Schautet m Lalbach gehörigen, auf 264 fl. 20 kr. bewerteten Zimmer- undIücheneinrichtung und sonstiger Fährnisse auf den 15. Dezember 18«4, vormittag» 9 bis 12 Uhr und eventuell nachmittags 3 bis « Uhr, im Hause der Erblasserin am Rain Nr. 16 mit k?m zn^k, nnaeordnet das« die F,.lbie