^^ -« ^ /» «M ^^c^^^^^^!^3H^^>^'^. R^. ^^^^^-^HH^^^^^2.<^ Die Oasis. «'"^ie lockt der Palmen grünes Dach, ^ Wie rieselt hell der stille Vach, Wenn draußen in der Sonne Gluth Das Saudmeer aufwogt, Fluth bei Fluth! Sin buntdurchwebtes Vlüthenlleid Ist auf den Boden hingestreut. Und aus den Blüthen rein und hell. Springt murmelnd auf der frische Quell. Heinrich Stiglih. Vaterländisches. Der Zeyerfluß in Oberkrain. (Beschluß.) In dieser Gegend nimmt der Zeyerfluß zur Linken den aus einer Thalschlucht (8»vo66n genannt) herfiießenden Bach Uodou^La auf. Am innern Ende dieser Schlucht bildet sich am Fuße jenes Berges, auf welchem sich die Pfarrkirche und der Pfarrhof des Vicariats Neuoßlitz befindet, welches in seinem Kirchsprengel über 900 Seelen zählt, aus drei zusammenfließenden Quellen der HobousI»-2»,Bach, nämlich: ai:< der unter dem Dorfe IIn-!>ml«!i6 hervorsprudelnden Hauptquelle IlodousNLa; aus einer, von einer südlich liegenden Schlucht des Altoßlitzer Gebirges hcrfiießenden Quelle, und aus der vom Dorfe I^lu«1l6 herabrinnenden Iinnisllx»-Quelle. — Die drei Häuser, welche sich am Fuße des Neuoßlitzer BergeS am Puncte der Vereinigung dieser Quellen befinden, führen den in der Landes» spräche dieser Gewässer - Vereinigung bezeichnenden Namen savtxleii, und so hcißt auch die ganze Thalschlucht, nach welcher die Iloboil^a der Zeycr zustießt, nebst den in derselben an den Ufern des Baches liegenden einzelnen Häusern, welche eine Conscriptions-Ortschaft bilden, savullon. Noch verdient hier bemerkt zu werden, daß in der oberwähnten Ortschaft I^mslik von dem Hause des LanrmannesE rfchcn, welches auf einem Berg» sattel liegt, sich die Dachtraufe in zwei Meere er» gießt, nämlich: die südliche Dachtraufe über dm südlichen Bcrgabhang in den I^6l22 cdcr Idrianel? bach, dieser in den Iscnzo, und der in das adria-tlsche Meer; und die nördliche mittelst der IiÄnixll-x», N«t»«u8li22, Zeyer, Save, Donau in das schwarze Meer. Dieses Haus stcht zugleich an der Gränze des Laibacher und Görzer Kreises, und dadurch an der Gränze des illylischen und lüstcnla'n-dischen Gubernialgebietcs. Die Z.'ycr »nmmt von Fuschine ihrcn wcitcrln Laufnoch immer nach einem steinigten Bette westlich, dem Dorfe 'I'ei-di'g, dem Sitze des Obcrrichtcrs der Hauptgcmcinde Oslitz zu, an dessen Feldern sich d,r 'Itiriiju-Bach in die Zeyer ergießt, diese aber hier ihren Lauf ändert, und ihrcn Zug gegen Nordost nimmt, wo sich ihre Ufcr verflachen. Die Bauern des ganzen Gebirgszuges zwischen Alt- und Ncuoßlltz haben isolirte betlä'chtliche Ge-birgswirthschaften, welche alle zu der Ortschaft Alt» cßlitz gehören, und man kann sich leicht cincn Bc« griff ron der Ausdehnung dieser cultivirten Gebirge machen, wenn mehr als sechzig Wohligcbäude zerstreut, und meist mit großen Wirthschaften versehen, hier angetroffen werden. Viehzucht und Leinwand« erzcugung ernährt den Landmann, den Elementar» Unfälle nicht selten besuchen. Den Wanderer, der von Altoßlitz aus d,e Gegend von Ncuoßlitz und das merkwürdige Idria besuchen will, lohnt auf der Anhöhe deS Gc. birges eine herrliche Aussicht. Ncrtwestlich erblickt man den im lcmlardisch.venetianischen Königreiche liegenden, nühcr beide Reiche scheidenden Monl« ^u, jenseits dce Isclizo im Kanalthalc, die steinigen Tolmemcr Gcdirge und den die venctianischen Ebe- - 2« - ^ nen beiTagliamente undPiave schauenden, Lack von Tollmein schadenden ?or686n; westlich die xli6l-na ?«l-8t der Wohein und den hohen Lls^agll; im wölten Nordost die ho!).?n Karvankas, Sreineralpen, Uftd die Scey.'rmark bei Trojana scheidenden Mittelgebirge; im weitesten Hintergründe den Gorianz» derg bei Landstraß, den Wohnplatz der Szluin.-r Gränzer; w^ter aufwärts den mit einer Kirche bekrönten P.'tcrsberg bei Seisenberg, südöstlich den hohen, in seinen Rissen und Schluchten ewigen Schnee bergenden Schneeberg; endlich südlich den das adria» tische Meer schauenden zackigen Nanas, und den zu den Zeiten der Römer bekannten Birnbsumer-Wald <^ä ?l'r»m>5) , nebst dem Schwarzenberger. In der früheren Z/it, als der Handel nach dem Festlande Irakens, und den der reichen benachbar» t«n Republik Venedig unterchänig gewesenen Lano» districten seinen Zug in der gegenwärtigen Richtung «och nicht genommen hatte, war der römische Stra« sienzug aus dem eisenreichen Kärnten durch das Kankerthal über das »ndustriose Lack und durch das julische Alpenthal (von Pölland) über Schwär« zenberg nach Wippach und weiterhin von Wichtig. leir, und da die Fuhrwerke diese Gegenden nicht betreten tonncen, ersetzten krainische Saumrosse (!"«-v»ri) und italische Esel (Olsli) dieselben, und es entstand der für die hiesigen Ansiedlungen sehr anpassende Name Ols^lxa in der Landessprache. Für die Angabe, daß zur Beförderung des Handels und semer verschiedenen Artikel nach Italien von dem Stäbchen Lack aus, oder aus Italien nach Lack, häufig Esel als Lastthiere verwendet worden seyn mußten, spricht auch die Vulgär «Benennung einer Strecke dcr zu Lack gehörigen, an der Wippacher oder itall» schen Strasie liegenden Vorstadt Karlovitz, woselbst Gässcn noch dermal HizlivIkoiiL genannt werden; und in dem alten Urbarium der uralten Haupt» pfarikirche zu Alrenlack kommen mehrere unterthänigc Besitzungen, Häuser und Gärten in der Stadt Lack vor, die in der obern und untern Eselgasse gelegen sind, und wovon Zinsungen an die erwähnte Pfarrkirche bezahlt werden. Die gestohlene Uhr. (Von cmcm Amerikaner.) INI ni«> voi-um. Die W'lt weiß Verdienste nicht zu würdigen. Begehe Einer eine Thorheit, im Fluge eilt die Mähr' von Mund zu Mund, von Blatt zu Blatt; das Gute erfahren nur W'nige. Mein geistesstarker Landsmann, der treffliche Isak Slocum, ist weltberühmt geworden, nxil er einmal in cinem Augen- blicke tiefen Nachdenkens — er s.,nn ub/r die Vorzüge eineS amerikanischen Büffekückens vor einem englischen Beefsteak nach — seine Uhr kochce, und das Ei vor sich hinlegte, um nach d.»r Z?il zu ft. hen. Alle Journale posaunren es aus, in allen Cafü's, allen Salons, in allen Bierkneipen erzählte man stch'S; von seiner wunderbaren, gigantische Entdeckung aber, von einer Entdeckung, um welche ihn die Halde Erobevölkerung beneiden wird, welche, so wie die Daguerrotypie, Tausende von Menschen für sich werden vindiciren wollen — von dieser Ent? deckung ist dlöher noch Alles stumm. Und doch ist's eine Entdeckung, welche eine gänzliche Umstaltung der socialen Verhältnisse nach sich ziehen, welche alle Wasserräder, allen Dampf unnöthig machen wird.--------Doch der Leser mag lesen und dann selbst über die im Augenblicke noch un» berechenbare Wichtigkeit dieser Entdeckung urtheilen. Nachdem also mein sinnreicher Landsmann, der hochachtbare Eapitän Isak Slocum, die Uhr in das Wasser geworfen, und das Ei vor sich gelegt hatte, siel es ihm bei, das; er die Uhr aufziehen, und, da es bald Schlafenszeit war, den Wecker richten müsse. Er nahm daher den' Uhrschlüsscl und wollte das Ei aufziehen, wurde aber sogleich seines In< thums gewahr. Ohne im mindesten die Geistesgegenwart, welche ihn in jcoer Lebenslage auszeichnete, zu verlieren, griff er schnell in das kochende Wasser, verbrühte sich die Finger, nahm die Uhr heraus, zog sie auf, und stellte den Wecker. Im Vorbeigehen muß ich bewirken, daß die Uhr eme Cylinder-uhr, und dcr Wecker, nach ciner eigenen scha'.fsin« nigen Erfindung des CapitänS Isak Slocum, in der Uhr selbst angebracht war. Das Ei war hart gesotten und verspeist — nicht ohne den kleinen Irrthum, daß das Eiweiß abgeschält, und die Schale mit dem Dotter gegessen wurde, — als der Blick meines weisen, besonnenen LandSmannes auf ein Paket Tulpenzwiebeln siel, welche ihm kürzlich ein Freund aus Massachu» setts geschickt hatte. Er klingelte seiner Aufwärt«-rinn, einem dreizehnjährigen Negermädchen, befahl ihr, Erde und Töpfe hereinzubringen, setzte, nach. dem dieß geschehen, die Tulpenzwiebeln ein, ließ sich von Pomvcj, seinem schwarzen Bedienten, auSzie» hen, und legte sich zu Bette. Die ordnungsvolle Aufeinanderfolge, in welcher dieß Alles geschah, war em neuer Beweis» wie geregelt der Geist meines trefflichen Landsmannes, und wie niedrig und ver» läumderisch die Anckoötchen seyen, die seine Feinde __ welcher große Mann hat deren nicht? — von ihm ausgesprengt habcn. . , ^^ __ Capitän Isal Slocum liegt also, wahrscheinlich in Folge eines c»r iol 6«t nl)li-6 pwi^ir, die Füße «uf den Kissen, den Kopf unten, und schläft. Schlafe ruhig, Du verkannter, verläumdeter Mann! Unten aber schäkerten und herzten und küsitcn sich Pompej und Stachy__das dreizehnjährige Neger» Mädchen, — und trieben tausend Possen, und hätten wohl noch heillosere Possen getrieben, wenn nicht die alte Barambilla, Siachy's Mutter, sie sorgsam bewacht hätte. Sie schäkerten so lange, bis die Nacht so schwarz wurde, wie Stachy, Pompej und Barambilla zusammen. So spielen die sorglosen Fischlein auf der Höhe des Niagara, nicht ahnend, welchen Gefahren, welchen Abgründe» sie die Strom-schnelle cntgrgenrcißt. Die ersten Sonnenstrahlen beleuchteten Isak Slocume herabhängenden Kopf, und weckten, wie sie vor Alters der Memnonssäule entzückende Klänge entlocke hatten, in seinen rosigen Naslöchern ein harmonisches Schnarchen. Bald öffnete der große Mann seine Augen, und obwohl ihm der hclle Tag schon entgegenstrahlte, schloß er sie wi.d.r, weil der Wecker noch nichc gerasselt hatte. Endlich jedoch währte ihm das Warten zu lange, und er stand auf, «M nach der Uhr zu sehen. Aber, o Schrecken, die Uhr war nirgends zu finden. Barambilla, Stachy, Pompej, alle wurden herausgeläutet, alle mußten suchen, das Unterste wurde zu oberst geworfen; an jeden Schrank, an jeden Papierhaufen, selbst an Matratze und Beickissen wurden die weifen und Ichwarjv'n Ohren gelegt, ob man nicht das Ticken der Uhr vernähme — Alles fruchtlos! Ein schreckli» cker Verdacht stlcg in der sonst so arglosen Seele meines trefflichen LandsmanneS auf. Er hatte gestern, das stand lebendig vor seinem inneren Auge, po«t inulw liisei'iniina i6inm die Uhr aufgezogen — wo war sie nun? Niemand war in scin.'M Zimmer gewesen, alS Stachy und Pompej; jene oder di.'scr mußte sie also gestohlen haben. Isak Slocum war cm entschlossener Mann, er stopfte seine Pfeife, ließ sie anzünden, nahm anfänglich den Kopf in dcn Mund, schickte dann Barambilla hinunter, sperrte ymier ihr die Thüre ab, und begann Pompcj und Srachy zu verhören. Bei Capitän Isak Slocum's hohem Scharfsinne und fast unglaublicher Conccnt, irtheit der Gedanken wäre es für jeden Iustizmann äußerst belehrend gewesen, diesem Verhöre beizuwohnen. Die heterogensten Fragen wurden da aufgeworfen, und biswei« lcn von Slocum selbst beantwortet, aber AllcS die-sts war gVwiß nach einem tief anglegten, sinnrci.-chl'N Plane; und selbst als einmal Slocum in einer Beantwortung seiner eigenen Krcuzftagen sich ftll st zu dem Diebstahle bekannte, geschah dieß wahrscheinlich nur darum, um durch diese bewundcrnswcrtheGut-müthigkeit d»e verstockten Gemüther dcsto eher zum Geständnisse zu bewegen. Gerne möchte ich hier das Verhör den Lesern in seiner ganzen Länge mittheilen, aber ich vermag nicht dem überlegenen Geiste meines Landsmannes in alle die Winkel nachzufolgen, in welche er seine Inqmsitcn verlocken wollte, und will daher bloß angeben, daß nach einem dritthalbstündigen Verhöre die hartnäckigen Sünder noch nichts eingestanden hatten. Empört über dieses hartnäckige Läugnen eines Verbrechens, daS doch so sonnenklar am Tage lag, und aufgebracht über das unverschämte Gekicher, mit welchem diese schwarzen Seelen oft seine ernit» haftesten Fragen beantworteten, ergriff der gutherzige Isak Slocum eine ncunschwänzige Katze, und hätte damit Pompej's schwarzen Rücken gewiß roch ge-pcitschr, wenn er nicht unterdeß auf sein Vorhaben vergcss.n __ oder vielleicht es aus angeborner Guc- müchigkeil unterlassen hätte. Aber daß Stachy, das so junge, anscheinend so unschuldige Mädchen eine solche Verstocktheit des Herzens zeigte, konnte er ihr nicht vergessen. Er ergriff sie beim Arme, schleppte sie nach einer dunklen cngcn Kammcr, und sperrte — sich selbst bei Wasser und Brod ein. Fünf Wochen waren seit jenem verhängnißvol-len Tage verstrichen, Isak Slocum hatte — mit andern Gedanken beschäftigt__den ganzen Vorfall vergessen, ja überhaupt vergessen, daß er je eine Uhr gchabt, und dasi es Uhren auf der Wclr gebe. Wieder lag er auf seinem Bette — aber dicßmal nicht mit dem Kopfe am untern Bettende, sondern quer überm Bctt liegend, so daß auf einer Seite der Kopf, auf der andern die Füße hinuntcrhingcn <— und schlummerte und schnarchte. Horch — waren das scinc rosigen Naö» löchcr, die plötzlich so rasselten, als ob hmidcrt Wek--tcr auf einmal schnarrten? Ncm, denn selbst als Isak Slocum über dem Lärm erwachte, hörte dieser noch nicht auf. Capitän Isak Slccum, wein trefflicher Landsmann, ist einer jener wißbegierigen energischen Geister, welche bei jeder neuen Erscheinung sogleich ihren Ursachen auf die Spur zu gelangen trcchren. Er fiel aus dem Bette, (denn an ein Heraussprina/n war in seiner Lage nicht zu denken) , eilte nach der Gegend, von welcher das endlose Gerassel kam, und — doch es ist nöthig, den Lcscr auf etwas auft mcrksam zu machen. — Die Tulpenzwiebeln, wcl-che Capicän Isak Slocum in dcm Fcnstcr seines SchlafgcmachcsTgepfianzc hatte, haltcn schon lange, h.rvliche Blämr gctri^nj es war ein dichter, un, dmchdnnglichcr Wald von Blättern UNd Stielen, - 28 - zwischen welchen sich üppiges Unkraut hindurchwand. Aus dieser Gegend schallte das seltsame unerklärliche Geräusch. Es ward dem Capitän aber gar bald klar. Mitten aus dem reich aufgesproßten Grün blitzte ,hm etwas wie Goldblätter und goldene Kapseln entge« gen, — er setzte seine Brille auf, und obwohl ver« kehrt, sah er dennoch zwischen den Tulpenblättern und dem Unkraut eine zahllose Menge kleiner und großer goldener Cylinder «Uhren. Jetzt erinnerte er sich wieder jenes Abendes, an dem er dle Uhr gekocht hatte, und er gestand sich die Möglichkeit, daß er damals die Uhr mit den Tulpenzwiebeln eingesetzt haben konnte. Und sein :n jedes Ereigniß tief eingehender Geist erkannte, nach einer genauen Untersuchung und Zergliederung der Uhrpstanze, daß, wenn man eine Uhr im Wasser hart siedet, und dann in die Erde einsetzt, diese nicht nur die Eigenschaft eines Perpetuum mobile erhält, sondern auch sich zahllos vervielfältigt. Leser, bedenke, welcher wichtige praktische Nutzen sich aus diesen beiden Entdeckungen ziehen läßt, und erkenne, daß Isak Slocum einer jener Männer ist, welche selbst durch ihre Thorheiten Segen über die Welt zu verbreiten wissen, welche aber auch das Loos alles Großen theilen müssen, von der Mitwelt verkannt, und erst von der Nachwelt begriffen zu werden! Ich selbst verdanke meine Uhr dieser scharfsinnigen Entdeckung Isak Slocums; denn mein würdiger Landsmann sandte mir eine dieser gewachsenen Uhren zum Geschenke. Sie geht trefflich, bedarf nie des Aufziehens, und ich bin erbötig, sobald ich wieder einmal hier durchreise, sie jedem auf Verlangen zu zeigen. Seinen Verdacht gegen Pompes und Stachy Machte der ausgezeichnete Isak Slocum dadurch wieder gut, daß er ihre Hände zusammenfügte; da er aber während der Trauung über seine neue Endck-kung nachsann, so wäre es ihm beinahe widerfahren, daß er sich selbst mit Stachy hätte trauen lassen. Glücklicherweise bemerkte Pompej bei Zeiten diesen Irrthum, und kam der ihm drohenden Gefahr zuvor. ^ X. Y. Z. Feuilleton. (Salon des IocuS.) Nante Strumpf, der bekannte Eckensteher, lag in den letzten Zügen und sprach zu den Seinen: »Meine Kinder, ick jehe dem Loose aller alten Strümpfe, der Auflösung entjegen; seyd einig, trinkt immer ecne Sortt Schnaps, roocht nicht uf der Straße, und denkt stets an Tujend, Nechtschaffenheit und dcn Feuer, zettel. Uf Dir, mem Aeltester, jehr das Majorar über; ick überlasse Dir meine Ecke mit dazu gehörigem Sonnenschein, meine Schnapsbulle, meinen Durst, meine Larve und mein Achselband. Trinke niemals mehr als drei halbe Pfündchen, trage alles mit Ieduld, und fordere nich zu viel und fürchte die Gensdarmen! — Föbus, mein Zweiter, Dir vermache ick an den Staat; Du mußt Soldat wer-den, denn Du verstehst zu fechten wie Keener, und hast Dir dabei noch nich erwischen lassen. Werde ein sechszölliger Füselier vors Vaterland, und ehre das schöne Ieschlecht; das ist die schönste Tujeno des Militärs. — Und nun zu Dir, mein Fridolm, mein Lieblingsstrumpf, Du kaum Deiner Mutter entfallene Masche! Du stehst allein in der Welt__ Iott schütze Dir!« (AuS der Musikwelt.) Unter dcn in der Musikwelt bekannten Namen findet man: Ernst und Liszt, — Kreuzer und Heller, — Iä. ger und Fischer, — einen Türk, Bö hm un> Bayer, — ferner Bohrer, Gläser, Seiler, Müller, Maurer, Schneider, Schuster, Drechsler, Schmidt, Wagner und Webers __ dann Beer, (Meyerbeer heißt eigentlich- Meye 5 - Beer) , Fuchs, Hummel, Löwe, Wolf, Adler, Strauß, Vogel, und endlich Händel, der in der Tonkunst ein gar seltener Vogel war. (Ausgelassenheit.) Im Kaltenhau-ser Plauderer steht folgende Anzeige: »Vorgestern wurde im Theater eine Brieftasche verloren. In derselben befanden sich zwanzig Gulden. Ferner waren darin der Name, Charakter und die Woh« nung des Eigenthümers, dann eine vollständige Ziw-mercinrichtung, ein Rieß Papier, tausend Federkiele, Schillers Werke und andere Kleinigkeiten. Der redliche Finder ,c." Der Verfasser dieser Anzeige hatte vergessen beizusetzen, daß die obigen Sachen in der Brieftasche notirt waren. (Gute Einrichtung.) Ss oft im Sudelsteiner Theater ein neues Stück zur Auf, führung gebracht wird, steht auf dem Theaterzettel: »Sollte das Stück keinen Anklang finden, so wird um stilles Beileid gebeten." Verleger: Ignaz Alois Gdler v. Kleiumayr.