MtmcherDMimg. Nr. 133 Pri>»n«elall»n»prel«: I« somploi» «««zj. st. >l< halbj. fi. 5 50. Nllr >ll gustlN«,'!, in« Hau» halb!. »!» li. VNl d« Post „an,j. fi. ,5. halbj. f>, ? «,. Montag, 12. Juni. 4 Z«ilen »l l», g,«ß«»t pr. »jeil« « lr.< d,i ojle»e» lll>!eb«ho!un en pc. ^«il« > n. l^?«. Alutlicher Theil. 2 3e. k. und l. Apostolische Majestät haben mit "llerhüchst unterzeichneten, Diplome dem l. t. Haupt« "°nn im 7. Feldarlillerie-Regimenle Julius Plobst «dir» v. Flammen bürg als Ritter des Ordens der "!«rntn Krone dritter Klasse in Gemäßheit der Ordens-'"tuten den Ritlerstand allergnädigst zu verleihen geruht. Sr. l. und t. Apostolische Majestät haben mit nllerhilchsttr Entschließung vom 5. Juni d. I. dem vof'Ehromolithographen Anton Hartinger gsn. in lluerlennung seiner verdienstliche industriellen Thätigkeit das Ritterkreuz deS Franz Ioscph.Ordens allergnüdigst !u verleihen geruht. __________ Verordnung der Winislerien des Innern, für Cultus und Unterricht und der Justiz vom 2». Viai 1876,* treffend die Ehen von Israelite«, welche außerhalb des Verbandes einer israelitischen Cultusgemeinde leben. 8 1. Israeliten, welche außerhalb des Verbandes tiner israelitischen Cultusgemeinde lrben, sind, wenn es sich um die Verkündigung der Ehe, um die Trauung, dann um die Scheidung von Tisch und Bett oder um die Trennung handelt «M 12(i, 127, 132, 133 a. b. G. V.), als der ihrem Wohnorte nächstgelegenen inländi» schen Cultusgemeinde einverleibt anzusehen. § 2. Der Umfang, bis zu welchem die Cultus, gtmeinden für die bezeichneten Zweck« ausgedehnt werben, ist von der betreffenden Landesbehörde zu bestim» wen und kundzumachen. Soll jedoch die gedachte Wirksamkeit einer Cultus Nemelnde über das Vcrwaltungsgebiet der Landesbehörde tMausreichen, so werden die einschlägigen Verfügungen ^m Ministerium des Innern getroffen. Entstehen in ^r Folge neue Cultusgemeinden, so sind die entsprechen» "N Aenderungen in der Zuweisung vorbehalten. ^ s 3. Far die Vornähme des Aufgebotes und der Schließung solcher Israelite,,, dann der in den §§ 132 ""b 133 <,. v. G B den Rabbinern oder Religions-M'"" zugewiesenen Funktionen dürfen von derjenigen "ultusgemeinde, welcher dieselben nach den vorangegan» ?"'t" Bestimmungen zugewiesen sind. Gebühren einge-K" ""den, deren Höhe von jener Landesbehörde zu "Mmmen ist, in deren Gebiete die Cultusgemeinde sich "findet. XX ' «nthallm in l>,m »m 9. Juni 1876 °u««egtbencn ^"l. StUcle de« R. O. «l. unter Nr. 76. 8 4. Nach Durchführung der gemäß § 2 sofort zu treffenden Anordnungen wird der Beginn der weiteren Wirksamkeit dieser Perordnung in jedem einzelnen Verwaltungsgebiete kundgemacht werden. Lasser m.p. Stremayr m. p. Glaser m.p. «m 9. Juni 1876 wurdl in der l. l. Hof' und Vtalll«. drucke«, in Nieu da« XXII. blücl de« Rtichsgtsthblattee, vorläufig blo« in der deulschen Ausgabe, auezegtbm und vlrssndet. Dasselbe euthilll unter Nr. 74 da« Utbertinlomnifl, vom I. Mai 1876 zwischen der l. l. Gla»»«o,rwa!tun<, und der l. l. pnoilsgirlten Eisenbahn Pilsen«Priesen (Komolau). betrefsend die lheilweise Nbiinberuug und Ergänzung de< wegen t.'nstuilg eine« SlaatSrxnschusse« zum Zwecke der Dmchfllhlu»g de« Lisrn. liahnproiecle« Pilseü-Klallau-Eiscilsteill abgeschlossenen Ueber» eiulommena vom 23. «pril 1674 (R G. Vl. Nr. 52); Nr. 75 den Finaü,ministerialerlll8 vom 20. Mai 1876. Oestol» lung der Abfertigung von Slrtlleu^ugsgMern im Ansage» versohlen bei den i» de» Eisenbahuhüsc« aufgeflellleu l. l. Zollämtern Mitlelwalbe. Ziegenhal«. IUgeindorf, Sc,olow°, Scidenbery und Lirban; Nr. 76 die Verordnung der Ministerien des Innern, s«r Kullu« und Unterricht und der Iufii, vom 29. M»i 1876, öelres, send die Ehen von Isrueliten. welche oußelhalb des Ver-bände« einer israelitischen Lullllsgeiiuiüde lcbcn; Nr. 77 »ic «cmrdnung des IuftizmimÜerium« vom l. Juni 1876. betlfff,nd den Vlginll der Nln!?w>!l1°mleit de« V», zi,l«gtlichle« Hochstadt in Vühmen, (Wr, Ztg. Nr. 131 vom i). Juni.) Nichtamtlicher Theil. Kundmachung. Laut Mittheilung dts tüngl. ungarischen Ministe« riums fur Ackerbau. Industrie und Ha^el vom 1. Juni l, I. i't die am 27. April l. I in Ungarn in dem Comitalc Szcröny (früher Romane!, Äll>,llter.Orc>'z.Rt' gimenl) auSgebrochene Rinderpest inmmehr volllommen getilgt und die Seuche in Ungarn als erloschen erklärt worden. Es treten dahcr die beslu„denen Verkehrs-beschränlungen wiedcr außer Wirllamseil. ^aibach, am 8. Juni l«76. Die Creditforderunss des französischen Kriegsministers. Der auf Rechnung des sogenannten Liquida< tions. Conto —das btlannllich ein im Jahre 1872 in Frankreich gldildtlts besonderes und außerordentliches Budget zur Btglelchm'g der aus dem Kriege 1870 bis 1871 rückständig gebliebemn Auslaaen und zur Wieder» Herstellung deS verlorenen Kriegsmaterials ist — vom französischen Kriegsminister eingebrachte Gesetzentwurf, betreffend die Creditforderung von 260 Millionen Francs, scheint in gewissen Speculationsgruppen uno , selbst im Auslande eine vorübergehende Aufregung her. V vorgerufen zu haben. Letztere ist gegenüber der Klarheit « der Thatsachen schwer zu rechtfertigen. In Wirklichkeit ^ weiß alle Welt — schreibt man der „Pol. Corr.", der wir diesen Hrtilel entnehmen, aus Paris — daß dieser Credit seit langem vorgesehen und beantragt und ftenau zu drei Viertheilen seine« Olsammtbetrage« für die Ve« festigungsarbeilen bestimmt ist. Er ist die Konsequenz der von der letzten Naiionaloersammlung für das fran, ^ zösische Berlheidigunusneh votierten Gesetze. Die 200 1 Millionen sind der Rest der ganzen für den erwähnten Zweck bestimmten Summe. Es liegt demnach in der fraglichen Erediloorlage nicht das geringste, was die Sicherheit stören und irgendwelchen Zweifel an den friedlichen, für die ganz? Well so offen daliegenden Absichten der französischen Regierung aufkommen lassen könnte. Wie bereits bemerkt, sind drei Bierthelle deS Ere-oiles für Beflstiaungsarbeiien bestimmt, Arbeitt" von langer Dauer, deren Veendigung Jahre erheisch! und für welche die Pläne vor drei Jahren entworfen und ! festgesetzt worden sind. Der Rest des Credites ist zur Ausfüllung der Lücken im Kriegsmateiiale bestimmt, l Was die Haltung Frankreichs in der orien. talischcn Anaelegenheit anbelangt, so ist stral'lreich dem berliner Memorandum zwar im Piincipe beigetre» ttl', aber es erachtet, daß die Ereignisse in Konstai'tino-pcl die Situation vollständig geändert haben. Die neue türkische Regierung kann nicht für Thalen und Hand« lungen ihrer Vorgängerin als verantwortlich eraa^tel werden. Frankreich ist demnach der Ansicht, daß man die in Berlin vereinbarte Action provisorisch suspendieren und in dnsem Augenblicke jedes dir»cten Drucke« in Kon» stantmop^l sich enthalten müsse. Man müsse zuvor der neuen Regierung dort eine angemessene materielle Zm lassen, damit sie ihren Charakter vfftnbarcn könne. Es müssen ihre Acte abgewartet werden, um zu erwüaen, ob das bei liner Memol andmn wiedcr aufgenommen, modiftcierl oder mlfaelllssen werden joll. Hur Stunde ertheilt Frankreich in confidenlieller Weise in itonstanlinopel Rathschläge im Sinne von Concessionen. Es ist namentlich der Ansicht, daß die nelie türkische Regierung einen Waffenstillstand aus freien Stücken gewähren könne und solle. Im ganzen arbeitet Frankreich thätig daran, das Einvernehmen zwischen allen Garantiemachtin ausiechl, zuHallen und ganz besonders die Divergenzen zwischen England und Rußland zu ebnen und zu mildern. Neue-stenS sind auch von Paris aus Rathschläge der Müßi gung und des Friedens dem Fürsten Milan ertheilt Feuilleton. ^er Uhrmacher von Ztraßburg." Historische Novelle von F. Klinck. lKvrljetzung.) A«ö«l<» H«pil«l. Auf der Raves horst. ^lltr , wenn Ihr das wißt, an Eurem Verstände zu zweifeln wage," sagte der Ritter höhnisch. „Ja, Ihr seid auf der Raveshorst, aber Ihr werdet sie nicht anders verlassen, als mein Weib." „Oder als eine Leiche." versetzte Gunda mil un. erschülterlicher Ruhe. ..Wohl durchschaue ich das Gewebe, mit welchem Ihr mich und jenen Unglücklichen, von dessen Untreue Ihr mich vergebens zu überzeugen ver. suchtet, umsponnen habt und woran, Gott sei's geklagt, dem Scheine nach mein Vater theügenommen. Aber ge. lingen soll Euch der Schurkenstreich nicht, denn mein Leben ist längst für mich werlhlos geworden, und für. wahr, euretwegen werde ich es gewiß nicht zu erhallen suchen." Dcr Ritter schrak zurück vor dcm furchtbaren Ernst ihrer Worte. „Gu>, Ihr wollt's nicht besser," versetzte er finster. .Vis heule Abend mögt Ihr Euch besinnen, dann aber werdet Ihr sehen, wie man Euch zwingen wird." Gunda zitterte, als der Ritler mit dröhnenden Schritten das Gemach verließ, aber sie war doch zu. frieden, keinerlei sturcht gezeigt zu haben, Ihr Enlschluß stand fest — lieber sterben, als das Weib dieses Elen« den werden. Sie sah am Tage den Ritter nicht w,eder. Speise und Trank wurden ihr von eincr alten Frau aebracht — ein« finsteren, unheimlich aussehenden Person. Gern hätte Gunda nach manchem gefragt, aber sie wagte es nicht, wußte sie doch vorher, daß sie leine Antwort be> kommen würde. Wenn Gunda auch nur den leisesten Gebanken zur Flucht gehabt, sie mußle ihn sofort aufgeben, als sie im Lause des Tages »« das kleine Vogenfenfter trat. Unmittelbar unter demselben gähnte ein «bgrund, dessen Tiefe mit bloßem Auge nicht zu ergrlindrn war; schwarz und düster zeigte er seinen Schlund und schaudernd trat Gunda zurück. Mit heimlicher Furcht crwa,lele sie den Abend. Zitternd sah sie die Schatten sich verlangen, und die erste Dämmerung das Gemach dlirchschlticdcn, bis sie hier und da am Himmel ein Slernchen auflnlchten sah, während um sie herum schon tiefe Dunkelheit herrschte. Bei jedem Geräusche fuhr Gunda zusammen, aber sie täuschte sich, bis endlich nach völlig eingetretener Nacht in der That Schritte auf dem Gange laut wurden. Es war die alte Frau, welche Gunda am Tage mit Speise und Trank versehen. Sie trug in der Hand einen mächtigen «asten, welchen sie vor dem jungen Mädchen niedersehte. ..Der Ritter von RaveShorst läßt Euch bitten, diese Gewänder sogleich anzulegen, dieweil er in einer Stunde Euch abholen werde, bamil der Pfaff den Ehe» bund segne." Mit diesen Worten öffnete die Alte den Kasten, und gold- und silbergeslickte Seidenstoffe von seltener Schönheit blickten Gunda entgegen. Oben aus denselben lagen goldene und silberne Spangen. Perlen, Illwrkn und sonstiger Schmuck umher. Ein verüchllichee Lächeln umspielte Gunda'« Lip. pen. Nie niedrig mußte der Mann von ihr denke«, welcher den Versuch machte, sie durch solche Dinge zu gewinnen. ..Wollet Eurem Herrn sagen, baß es einer armen Gefangenen schlecht geziemen möge. solche Gewänder an. zulegen," sagte sie. ..Als unglückliche Witwe sei es mir ohnedies nicht möglich, Zeuge seiner Hochzeit zu sein" 1026 worden. In seiner Antwort dankte der letztere der fran. zöflschen Regierung für ihren Rath und versprach, stch demselben anzubequemen Die Willungen des türkischen Cabinets-wech rantien zu umgeben. Die notablen Türken wurden in den Kanal des Vali gerufen, wo er ihnen eine ernste Rede hielt und dieselbi mit der ernstgemeinten Drohung schloß, daß, wer die geringste Hetze gegen die Christen veranstalten sollte, mit der Erve Ein« gemacht würde (ein in Vosnien gebräuchlicher Ausdruck). Die Polizei entwickelt nun hier wie in der Provinz die aröhte Energie und scheut sich nicht mehr, selbst türkische Quer-köpfe zur Raison zu bringen. Nun ist es aber bekannt, daß die Gefahr nicht blos von türkischer, sondern auch von christlicher Seile ausgehe. In Vosnien werden an den Communalschulen seit Jahren Lthrer verwendet, welche de, Unterricht nur als Nebenaufgllbe betrachten. Die Hauptsache ist sin sie, die Jugend zu guten „Serben" heranzuziehen. Die Iu. gend wird systematisch zur Auflehnung gegen die Staats» autoritüt herangezogen und werden ihr Ideen und An» sichten eingeimpft, welche nichts als den Umsturz der legalen Ordnung der Dinge zur Voraussetzung haben. Seil der Verwaltung Osman Pascha's überließ man die Schulen sich selbst, die staatliche Oberaussicht fehlte fast gänzlich. Ibrahim Pascha richtet nun seine Aufmert» samlelt auf diese Zustände. Er berief den autonomen Schulausschuß zu sich und forderte von demselben eine strenge Sichtung des Lehrerpersonals. Die Mitglieder dieses Verwallungslörpers, zumeist die angesehensten Vürger der Landeshauptstadt, gaben selbst zu, daß die Lehrer ihre Pflichten verabsäumen und entließe', sämmtliche Lehret der Communalschule ln Serajewo und anderen Orten, darunter auch den Archimandrilen Sava Kosano« vit, der ungescheut eine fast gcwaltihätige Propaganda be» trieb. An die Stelle der Agitatoren sollen nur Männer kommen, die ihrem Verufe besser zu entsprechen gewillt und befähigt sind. Fahren die türkischen Ortsbehörden fort, strenge, gerecht und calmierend zu wirken, dann lann sich in Bosnien noch vieles bessern. Der Aufstand lann freilich nur gewaltsam überwunden werden. In den insurgler-ten Bezirken aber gibt es immerhin noch genug Ehri. sten, die nur widerstrebend sich der Bewegung anschlössen, und nehmen diese wahr, daß Gerechtigkeit und Energie sich in Regierungslreisen Bahn brechen, dann werden sie leichter zum Gehorsam zurücklehren. Zur Situation in Serbien. Infolge des letzten Einbruches türkischer Soldatesca in serbische« Gebiet hat stch die türkische Regierung diesmal beeilt, den serbischen Reclimalionen G.hör zu schenken. Die gemischte türkisch-serbische Commission zur Untersuchung aller vorgekommenen Grenzverletzungen tritt bereits demnächst in Thätigkeit. Serbischerselts ist Oberst Antonije Orestovli zum Commissar ernannt wor-dm, dem als Secretür H. Vostovic, ein Beamter im Ministerium des Neußern, bcigegeben wurde. Die Pforte hat sich mit anzuerlennendem Wohlwollen bereit erklärt, für alle die Schäden, welche türtische Banden auf serbischem Gebiete seit Monatm angerichtet haben, eine Ent« schädiaung zu leisten. Gleichzeitig gab der Großoezier das formelle Versprechen ab, solche Maßregeln treffen zu wollen, die künftig derartigen ärgerlichen Vortomm» nissen vorbeugen würden. Die gemischte Commission wird auch die Frage über die DrinaInseln, die äo koto im serbischen Besitze waren, von den Türken aber mit bewaffneter Macht besetzt wurden, untersuchen und im Sinne des Rechts einer Lösung zuführen. ES scheint, als ob diese entgegenkommende Haltung der Pforte in den Regierungskrisen Belgrads nicht un« gelegen kommt, um sich daraus die goldene Brücke zu schlagen, auf welcher man, allem Anscheine nach, einen kleinen Rückzug wieder zu inscenieren sich anschickt. Rist it ergreift plötzlich wieder mit einem etwas allzu auffälligen Empressement jede sich darbie'enoe Ge> legenhelt, um die friedlichen Absichten des fürstlichen Cabinets zu documentieren. Die unternommenen und bereits zu Ende geführten Rüstungen rechtfertigt der serbische Minister des Aeußern mit dem alten Argu» ment, daß stch die Nothwendigkeit herausgestellt habe, die bereits vom Fürstin Michael beg°nn?ne Organisa» lion der Wehrkräfte des Landes zu vollenden. Ebenso, wenig gibt er zu, daß die Aufstellung einiger Brigaden an der Grenze einer kriegerischen Absicht zugeschrieben werden könne. Serbien sei nur dem Beispiele der Pforte gefolgt, die ein Beobachlungscorps bei Nis auf. stellen lies. Sobald diese militärische Maßregel der ottomanischen Regierung redressiert sein werde, würde sich die fürstliche Regierung beeilen, ihrerseits eine ähnliche Verfügung zu treffen. In diesem Sinne bewegen sich wieder die Schlagworte, die momentan in Neaierungelrcisen ausgegeben werden. Es ist zu erwar» ten, daß die Vertreter Ruhlands und Oesterreich-Ungarns ihren Auftrag, Serbien vor jedem übereilten Schritte zu warnen, mit Erfolg auszuführen in der Lage sein wer« den. Wie die Dinge momentan liegen, scheint Ristlö die Agaressions.Politil, vorausgesetzt, daß er sie je gehabt, wieder aufgegeben zu haben. Der Aufstand in Bulgarien. Die von gewisser Seite aufgeworfene StreilMl ob es in Bulgarien überhaupt noch rineu AuW gebe, oder ob derselbe nicht vielmehr schon im M" der Insurgenten erstickt sei, wird durch nachstehende, dt' ..Pol. Corr." unterm 3, d.M. aus Philipps" zugehende Details über die kriegerischen Vorgänge « letzten Zeit unzweifelhaft beantwortet. Wie die genann« Correspondenz nemlich mittheilt, fanden in den ^ 14 Tagen auf dem Insnrrectionsaebicte nicht unbedt"' tende Kämpfe statt, welche beiden Theilen, schwere OM kosteten, und die selbst in den ofsiciclleu türkischen M letins nicht als „siegreiche" bezeichnet werden ltM^ Am 20. Mai marschierte auö Tatar.Bazardjit ""° von Philippopel ein aus acht Bataillonen Infants' drei Escadronen Cavalleric und einer Batterie bestehe»'^ Corps in der Richtung der Dörfer Ullnlöi. Sttt" nnd Avradal ab. In der Nähe von Utlnlöi stießen M' Tscherlessen und 1500 Baschi-Vozuks zum Haupt"'k Die gesammle türtische Streitmacht betrug ,»'gt'°? 8. bis 9000 Mann. Die Aufständischen wurde» ^ einen Parlamentär dreimal anfgefordert, die Waffe"), strecken, in welchem Falle Fazyl Pascha sich ermachw erklärte, eine Amnestie allen „Verirrten" zu gewM'' Die Insurgenten verweigerten die Waffenstreckung. l"» auf die türkische Infanterie die fche Position ai'M' welche die Aufständischen in dem Dorfe Utlutöi, ^ an der Kirche, inne hatten. Nach einem sechsstünH Kampfe wurden die Angreifer zurückaeschlagen. Die ^ brachten die Kämpfenden in einer kaum eine 5M" meile betragenden Entfernung von einander zu. ^. Bei Anbrnch des folgenden Tages entbranntes Kampf von neuem nnd wurde derselbe von Fazyl A!^ mit der ganzen ihm zugebole stehenden Macht ^ führt. Trotz der unsäglichsten Anstrengungen beidmt" kam es auch diesmal zn leinen» anderen Resultate, daß ln i 800 Leichen den Kampfplatz bedeckten. Die T^ vermochten die Insurgenten nicht aus ihren Pos^'^ zn vertreiben; diesc vermochten nicht die Gcgi»"' ^ Nnckznac zu zwingen. Kaum aber brach die Nacht l^ als das von den Insurgenten besetzte Dorf in l>^ Flammen aufloderte. Die Insurgenten mußten 'Ui»H feste» Positionen aufgeben und sich nach dem nahe" "^ Watrcna (zwischen Ischtiman nnd Vuzardjil) zurückz^ Auch da hielten sich die Aufständischen nicht mehr, ^ die Kunde erhielten, daß aus Sophia gegen sie Tl»p^ im Anmärsche sind. Mit den lleinen, in Strelac" Avradal stehenden Abtheilungen sich vereinigend. ^ die Insurgenten sich ins Gebirge zurück. Darauf A die Türken in diese Dörfer ein. deren friedliche ^ wohner von d:n Tschcrkssen lülal ausgeplündert V"lH Ein anderer Kampf entspann sich am 23. ^ licim Dorfe Teruschtiza. vier Stunden Weges f, Philippopel entfernt. Die Insurgenten waren gut ^ schanzt und bekundete ihre Bewegung eine fachmÜ«"^ Leitung. Der zweitägige Kampf endete anch hier »"' ^/ Nückznge, der Insurgenten, nachdem das Dorf. am^, sie sich stützten, in Flammen anfaing. in den v« ^ Auö Rache schleppten die Baschi.Voznls 120 W'ls ß ans dem eingeäscherten Dorfe nach Philippopel, ^! in die Kerler geworfen wurden und ihrer das SW harrt, als Rebellen abgestraft zu werden. . .F Wie viel Insurgenten sich im Ballanacbirae l"^ befinden, ist ziffermäßig nicht festzustellen. Als ^ Die Alte starrte Gunda an, als habe sie dieselbe nicht recht verstanden. „Seid Ihr von Sinnen?" stieß sie endlich rauh hervor. „Ihr wollt Euch dem Willen des Rilters wi-versetzen? Hütet Euch; widersteht Ihr seinem Vefeh'e, s«ib Ihr «in Kind des Todes l" „Mir liegt nichts am Leben", gab Gunda veracht, llch zur Antwort. ..Nicht leiblicher, sondern geistiger Tod wäre Euer gewiß", flüsterte die Alte wieder, und in dem runzlichen Gesichte zeigte sich eine eigenthümlich« Bewegung. „Im Geschlechte derer von Raveshorst hat immer der Teufel Sitz und Stimme gehabt. Auch ich war einst jung und schön, wie Ihr — glaubt Ihr, ich wäre freiwillig hier. her gekommen? Ja, seht mich nur nicht so zweifelnd an, wenn Ihr nicht nachgebt, so werdet Ihr eines Tages sehen, was Kummer und Elend, körperliche Züchtigungen und geistige Qualen aus einem jungen, schönen Müt>. chen, wie Ihr seid, machen können. Gebt nach, ich bitt« Tuch. denn Ihr dauert mich." „Lieber alle Qualen der Hölle erdulden", sagte Gunda, indem ein Schauder ihren Körper durchrieselt«. „Das ist leicht gesagt, armes Kind — Ihr kennt wol keine Qualen der Hölle. Fürwahr, der Teufel mag sek, handwert nicht so gut verstehen, als der Ritter von Raoeshorst, und Ihr werdet's merken. Gebt nach, sage ich Euch zum letztenmale. Der Tod mag nicht so schwer sein. aber ein lange« Leben hindurch gemartert werden — da« ist schwer." Sl« fuhr zusammen. E« war ihr gewesen, als hätte sie einen Schritt draußen auf dem Gange gehurt — eilig näherte sie stch der Thür. ..Thut. »a« ich Huch gesagt habe", flüsterte sie NVchmal«. „Ihr bereuet sonst zu spül." Die Me hatte das Gemach verlassen, und Gunda fühlte, daß die Worte derselben einen tiefen Eindruck auf sie zurückgelassen. Sie schauderte und ,'ie fühlte sich dem Schicksale, welches ihrer wartete, gegenüber wehrlos. Aber keinen Augenblick wurde sie ln ihrem Entschlüsse wankend, leinen Augenblick dachte sie daran, die gold» und silbergestickten Gewänder anzulegen, um sich zu retten. Und dennoch war es eine entsetzliche Stunde, welche sie verlebte. Jede Secunde dünlte ihr eine Ewigkeit, und es war ihr, als lönne die Zeit gar nimmer ein Ende nehmen. Wie schrak sie dann aber zusammen, als endlich der sporenllirrende Schritt des Ritters draußen auf dem Gange laut wurde Dann trat er ein — ein finsteres Lächeln machte sein Gesicht noch furchtbarer. »Ich habe nicht erwartet, Euch, wie es einer Braut geziemt, geschmückt zu sehen," sagte er, „denn Ihr wisset nicht, was Eurer harret, wenn Ihr Euch nicht meinem Willen fügt. Fürwahr, ich sollte nicht gar so viele Worte machen, Euch zu überreden, sondern mit Gewalt zu einem Schritte zwingen, der nicht zu um» gehen ist, aber noch einmal will ich es versuchen, ob —" „Spart Eure Mühe. Ritter," unterbrach ihn Gunda stolz. ..Ihr wlht, daß ich Isaat Habrecht mein Wort gegeben, daß ich seine Braut bin, und all Eure Ueber-reoungslunst vermag es nicht, mich vom Gegentheil zu überzeugen. Mag Isaak gleich mir das Opfer einer grausamen Rachsucht sein. so ist dies nicht imstande, mich zur Untreue gegen ihn zu verleiten." „Beharre denn bei deinem Willen," knirschte der Ritter, Gunda's Arm mit roher Heftigkeit ergreifend, „wähle jetzt: Hochzeit oder Kerker!" Gunda schauderte, aber sie vermochte dennoch das Wort Kerker über ihre Lippen zu bringen. Kaum war es laut geworden, da hatte der ^,, sie schon erfaßt, hob sie mit Leichtigkeit ans dc" ^< nnd verließ mit seiner Last das Gemach. Er cil" ^ endlose Gänge und Treppen hinab, bis er z"^^' einer schweren, mit Eisen beschlagenen Thür steht" Im nächsten Augenblick war sic geöffnet. ^,i. Ein dunkler, öder Raum gähnlc Ounda ew» ^ Die Wände waren feucht und schlüpfrig, l"Un<^ rieselte es unaufhaltsam daran hernieder anf die s^ ^„sil ^ Erde. Ein nwderlqer Geruch umnebelte Oundas ^ — sie glaubte ersticken zu müssen. In eine: "" ^ ein Häuflein Stroh, über welchen, in der M' ^l-schwerer eiserner Ninq mit einer Kette angebra^ jo Sonst befand sich lcin (Gegenstand in dem ^""" yic weit das qualmende Licht, welches der Ritter "-» Gegenstände erkennen ließ. Oill^ „So, hier mögt Ihr nachdenken über 2"""^ b"^ stieß der Ritter hölznisch hervor. ..Ihr werdet s ^ erfahren, was es heißt, sich gegen meinen 2"'" <,l> '" lehnen. Ihr seid machtlos. Euer Vater Ml u F Freiheit, Euch zn Eurem Glücke zu zwimic», " ^F mein Wissen und Willen wird es Euch ""»"a^H, cv die Raveshorst zu verlassen. Gehabt Euch "^"M' Jungfrau, nnd überlegt, ob die alä'vzel'den. ^A lein vcsserer AnjenlhaUsorl sind, als das ^H^ ^, Dröhnend trachte die Thür in das ^ ^^„.^ dann war alles still, nicht einmal die s'"1 ^' '^ w' Schritte des Ritters hörte Oimda. Scha"^' ,„ t^ auf den, Hansen Stroh, und hier, ihr ^'"Hzeo"''„ Hände vergrabend, brach sie in ein lautes^ ^ge^ Ihr blieb nichts übrig, als der Tod, oe»"^ ^ würde weder sie noch der Ritter. -^ 1027 scheinlich darf aber angesehen werden, daß sich dort bei 20,000 Mann befinden. ^ Politische Uebersicht. Laibach, 11. Juni. Die neue Pfortcnregierung hat den sechs-wvchentlichen Waffenstillstand, dessen Meldung bekanntlich bereits seit mehreren Tagen vorliegt, nun officiell angekündigt. Die betreffende Eircularmittheilung, welche den Vertretern der Pforte im Auslande zugegangen ist, lautet nach einem Telegramme der „A. A. Ztg." wörtlich: „Änf Befehl des Sultans theilte der Großvczier den Commissären in Bosnien und der Herzegowina mit, daß der Sultan den Insurgenten vollständige sechswüchcntliche Amnestie vom Zeitpunkte der demnächst dort zu veröffentlichenden Proclamation gewährt, daß die Oberbefehlshaber während dieser Zeit die Truppen« beweguugen einstellen sollen, außer zum Zweck der Verproviantierung von Nilsii, und daß die Insurgenten ruhig zurücklehren und den OrtSbehiirden sich unter« werfen sollen; letztere sind dahin instruiert, die Zurück, lehrenden gut aufzunehmen und ihre Wünsche anzuhören." — Offenbar steht der von Berlin aus angekündigte Entschluß der fünf Mächte, von der Ueberreichung des Memorandums in Konstantinopel vorläufig abzusehen, im Zusammenhange mit dieser Haltung der Pforte. Da letztere auf den ursprünglichen Gedanken des Drei' Kaiserbündnisses und der europäischen Mächte, daß die Action zunächst nur der energischen Durchführung der Pacification gelten könne, zurückgegriffen hat, scheinen die Gründe für ein nachdrücklicheres diplomatisches Vor» gehen in Konstantinopel fürs erste weggefallen zu sein. Nachdem die Softas bei der Umwälzung in Konstao'.inopcl Hre Dienste gethan haben, werden sie auf die Seite geschoben. Wie telegraphisch gemeldet wird, untersagt ihnen ein Erlah des Scheil.ul.Islam das Tragen von Waffen und Zusammenrottungen auföffent» lichen Straßen. Wie man aus Konstantlnopel weiter meldet, wird der Khedive demnächst dort erwartet, um dem Sultan seine Huldigung darzubringen. Fran» Msche und englische Vläillc halten in Zweifel gezogen, daß Ismall Pascha persönlich nach Konstantinopel gehen werde, da er bei seiner alten Feindschaft zu Murad V. irgend eine Gewaltthat befürchtete. Der Khedive scheint sich inzwischen den Rath der Westmächte eingeholt und hinlängliche Bürgschaften für seine Reise erhalten zu haben, wenn die ausgesprochene Erwartung überhaupt etwa« mehr als ein deutlicher Wink für den Vice. lvnl« ist. Wie die berliner „Natlonal.Zeltung" von „bestunterrichteter" Seite erfährt, ist Fürst Bismarck lediglich auf den Wunsch deö Kaisers, über die neueste Phase in der Türlei einen direclen Bericht des Kanzlers tntgegenzunehmen, nach Berlin gekommen. Die Bestre. düngen der deutschen Politik bleiben, wie das Blatt "eller jagt. vor allem auf die Erhaltung oeS Friedens strichlet. In berliner leitende» Kreisen glaubt man, "ß die betreffenden Vesttebungen nach wie vor Erfolg haben werden. . . Die französische Deputiertenlammer verwarf i" ihrer Sitzung vom 8. d. den Antrag NaquelS, das Dufaure'fche Gesetz inbelreff der Jury aufzuheben, und »«stattete über eigenes Verlangen Rouoiers die gericht. U«e Verfolgung desselben. - Die Fractlone« der Rech. ^" im Senate habe» die Eanoioatur Buffets ange. "ommen. . In der italienischen Kammer kamen am ^. die außerordentlichen Rüstungen Italiens zur Drache, von denen der reglerungSfreundllche ..Dtrmo b/nige Tage vorher Meldung gethan hatte. Der Mmi-'lerpräsidenl leugnete, daß Italien irgendwelche außer, "deniliche Maßnahmen getroffen habe; mit Ausnahme ^r «bsendung einer Vchiffsdloision in die türkischen Ge. Mr infolge der Ereignisse von Salonichi habe die strung lelnerlei andere Maßregel wegen Erhöhung 5" Slreitlräfle zu Land oder zu Meer getroffen. Dc-k^ti« fügt hinzu, daß niemand das Recht zum Verdacht ?.'be. daß das Ministerium eine Abenteurer.Polilit adop. !'"«' gleichwie niemand das Recht h°be, eine Friedens->°litll um jeden Preis zu erwarten. Die Regierung ^rt>e nur mit Rücksicht auf die Interessen des W.beS ^"dlln. Italien brauche den Frieden, und d,e Regierung "be diesen zu erhalten trachten. ^ Wiewol aus den bastischen P«v «M noch 3"ner von der Gegenwart zahlreicher carlisti cher Unten berichtet wird. scheint das Ministerium Emw. U del EastiUo die Zustände in Spanien doch als ziem. ^ consolidate zu betrachten; dem entsprechend hat d e Uierung im iiongreß einen Gesetzentwurf eingebracht, ^lcher die Effectivstürle de- stehenden Heeres auf die 3!"iv^erinze Höhe von 100.000 Mann filiert. Hagesneuigkeiten. "«'»in-Mutt» I^phiue °°n Schweden ist am 7. d. 2^ mor-'"" in «.°« einstigen «icelvn«. von I.alieu h" ^"'isohne« Napoleon I.) «n° der Herzog n ««»uste ge. X« Prinze« «°n «»'«..; »cb°ren wurde sie »m 14. Mär, ^^; 1^3, ,i„ ^^ vor dem T°b, ih«« valtt«, vermUlle sie sich mit dem da««lize»l Kronprinzen, nachmaligen KVnig Oslar I. z von Schweden, der I«5>9 starb. Dieser Ehe entsprossen drei Sühne: der !872 verstorbene «tlnig Karl XV., der jetzige ««nig Oslar II. und der 1873 verstorbene Herzog August von Dalelarlien, b»u»> die Prmztsstn Lugeuie. — lH »up! t reff er) Den Hanfttlreffer bei der letzten Ziehung der triefier Lose im Vttrage von 21,000 fl. Hut der l. l. Notar Hr. Kumer in Vleiburg, llürnle«, gewonnen. — (DtUtscher Iuristentag.) Wie man der „Natio. nalzeitung" c>u« Lisrnach lhelegraphlsch mittheill, ist in der am 5. d. M. abgehaltenen Sitzung der ständigen Deputation des deutschen Iurifteutage« uuler Vorsitz de« Herl» Professor« Vueist beschlossen worden, den diesjährigen Iuristentag in «salzburg vom 28 bis 30. »ugust abzuhalten. — (Neue Fahnen in der franz. Armee.) Ve» lanullich hallen die Franzosen im letzten Felbzuge das Malheur, fast alle ihre Regiments-Fahnen, eigentlich Adler, zu verlieren. In der dem Kriege folgenden Periode behalf man sich daher einige Zeit mit proviforischen Fahnen, so baß gegenwärtig die französische Krmee zum Theile noch einige napoleonische Adler — K halle man herauegeschnilten - zum Theile grobwollene Exer» cierfuhnen besitzt. Durch Decret des Marschall-Präsidenten ergeht nun an den Kriegsminister Dimstons-General de Cissey der Auf, trag, daß sämmtliche Infanterie» und Lavallerit'R:gimentcr, serner die Iägerbalaillone Fahne« aus wciß'bl°u»rolher Seide er« halten sollen, in der Mille dc« Tuche«, von Lorbeer, und Lichen» zweigen umgeben, das einst berilhmle li l>. (liipulili'zuo l>>»i>c»l3».) Die Fahuenbänder tragen in Stickerei dm Nomen des Regiments-Vezirls, Division und Nrmec.Lorp» und Regiments-Nummer, ferner dic Inschrift »Ilonnour el pllric." — (Italien ifche Armee und Marine.) Italien besitzt jetzt 435,00l) Mann. welche von 1-b Jahren Dienstzeit habm. 90.000 Mann von 6 Monate» und 265.000 von 6 Wochen Dienstzeit, zusammen 790.000 Maun, mit Neglassuug aller Un« sicheren 650,000 Mann, von denen dlt Hälfte der Armee erst« Linit angehört. Die 300.000 Man« erster Linie aber «nuten nach dem neuen MobilisierungssyNem in der zweiten Woche nach Aufruf lamps, und marschbereit «nceutriert sein, die der zweiten Linie in der dliltcu Nochc. Alle Leute erster Linie seien mit neuen Vcltcrll' Gewehren bewaffnet; oi? Artillerie mit Hinterladern, die La» vallerie mit Revolvern und Vetterli, da« Heer zweiter Linie eben» falls mit Hinterladern. Weniger glänzend scheint e» mit der Marine «»«zusehen: 14 Panzerschiffe, von denen 4 Reparaturen brauchen, 7 Kanonenbunte, von denen 3 in entfernten Vewilffern, 3 Holzstegatten u. f. w., im ginzen 490 Kanonen, von denen 1ä0 großen Caliber«, und 8115 Mann, von denen nur 632 in entfernten Gewässern. — ( Die älleste Zeitung.) Die älteste aller Zeitungen ist die „Pekinger Gazelle«; ihr Alter beläuft sich auf llbet 1000 Jahre. Cs ist ein zehn Seiten starke« Vlatl mit gelbem Umschlag, enthält lein Feuilleton, leine Inserate, leine Hnrals- «der Todes« anzeigen, leine Leitartikel und e« hat auch leine Abonnenten. E« bringt lediglich die amtlichen Velannlmachungen der chinesische« Regierung. — lCin brennender Vach.) Von einem merlwllrdi» gen Phänomen wird au« Llarien Lo. gemeldet: Schon feit läu» gerer Zeit bcmerllen die Vewohner jener Gegend eine Bewegung, wie solche durch aufsteigendes Gas hervorgebracht zu werben pflegt, auf der Oberfläche eine« Vache«. Man schenlte diesem Umstände ansangs jedoch leine Nufmeilsamleil, l'i« sich die Quantität deS ausströmende» Gases vermehrte, die Oberfläche des Vache« auf eme weile Strecke mit Vlascn bedeckend und die Luft tn der Nachbarschaft mit starkem, gasartigem Gerüche erfilllenb. Mehrere Herren, welche im April den Platz besuchten, gelangten zu der Ueberzeugung, daß wirkliche« Gas dem Bache entströme, und setz? ten dasselbe, um defseu Vrennbarleit zu prllfeu, vermittelst eines in Petroleum gclrilnlten Lappens in «rand. Vine leichte Cxplo, sion erfolgte, uud in wenigen Augenblicken brannten zahlreiche Gllsflalnmm auf allen Stellen, wo frilhcr die Blasen aufgestiegen waren, eine etrecke von Ubcr eine Viertelmeile bedeckend. Dit Gasflammen sind feildem noch nicht verlöscht, und da der Bach von bciocn Seiten durch ziemlich steile, bewaldete Anhöhen begrenzt ist. gewährt der brennende Bach, besonders in einer dunklen Nacht, einen äußerst romantischen Anblick. Als einzige Erklärung de« Phänomen« muh angenommen werdeu. daß sich unter dem Nachbelle reichhaltige Pctroleumlager befinden, dem diese Gase entströmen, wie e« auch beim Oil Creel, allerding« in geringerem Grade der Fall war. fokales. Aus der Handels» und Gewerbekammer für Kram. . (Fortsetzung.) ää 2. Die Abaichunasvorschriften und der Aichullgslarif. Mit dem bisher Angeführten sind die durch das neue System eingeführten Auslagen einer Brauerei bei weitem nicht erschöpft. Die t. t. Aichänlter sind so wie in den übrigen Provmzcn auch in Kram in den bereits bestimmten Orten noch nicht ill Wirksamkeit getreten und die bereits aufgestellten heute derart nicht eingerichtet, daß diese ihre Thätigkeit den Bedürfnisse», entsprechend entwickeln und den Wünschen der Parteien nachkommen könnten. Dies ist insbesondere in der Landeshauptstadt Laib ach der Fall. Die Nichung und Avstempewng der Flüssiglelts-aefäße hat im Aichamte stattzufinden, und der § 5 der mchrerwähnten Verordnung des l. l. Handelsministeriums lautet: ..Dcr äm'lichc Aichstempcl der Bierfässer ist auf ein Jahr giltig, dieselben sind übrigens nach jeder Reparatur einer neuerlichen Aichung zu unterziehen," wofür die nach der weiteren Verordnung, N. O. Äl. Nr. 171, festgesetzten Gebühren eingehoben werden." Wie schwer und drückend diese hohen Gebühren die Brauerei'Indnstrie belasten, möge nachfolgcndc Darstel lung beleuchten. ^ Eine Brauerei von 30,000 Hektoliter Erzeugung benöthigct nach den hierländischcn Verhältnissen für circa WM) Hektoliter an Transportfässern, welche in Ver Wendung kommen, mit circa: 300 Stück Ä 100 Liter, deren Aichungslostrn ü 15 kr............ 45 fl. 15,000 Stück Ä 50 Liter, deren Aichungs-losten u 10 kr..........1500 st. 8800 Stück Ä 25 Liter, deren Nichungs-lostcn 5 10 kr...........^_b80 fl. 24,100 Stück Fässer losten demnach an einmaliger Aichungsgebühr......2425 fl. in einem Jahr. Nachdem hievon im Laufe des Jahres mindestens ein Drittheil der Reparatur und Umarbeitung unterzogen werden muß, so ergibt sich (abgesehen von dem obdetaillierten Verluste an Faßholz bei Umwandlung dcr Fässcr in die nächst mindere Faßraumabstu-fung) von circa 8000 Stück Fässern an Ar-bcitslostcn, im Durchschnitte pr. Stück mit 45 kr., zum mindesten der Betiag von . . 3600 fl. und es sind, die neuerliche Nbaichung dieser letzteren an Nichgebühr per Stück zu 10 kr. angenommen, noch......800 fl. zu bezahlen, womit sich die jährlichen Kosten mit.............0825 fl. darstellen. Diese bedeutenden Kosten wiederholen sich bei drm ! imperativen Gebote dcr alljährlichen Aichung aller Fässer in jedem Jahre und steigern sich auch im Verhältnisse der natürlichen sncccssivcn Abnützung der Gebinde. Nach den bisher bestandenen Vorschriften hingegen wurde dir Recimentierung nur dann vorgenommen, wcnn durch die Herabminocrung des Faßraumes unter das gesetzlich bestimmte Mnimalquantum eine Umänderung der Gier transportfässer sich als nothwendig darstellte. Wegen des Mangels an hinreichend bestellten und entsprechend eingerichteten Aichämtern ist bereits nach wenigen Monaten eine Verschiedenheit im Aichverfahrcn in größeren Städten nnd in den einzelnen Hronländrrn zur Geltung gelangt, welche gegenüber den Begünstig lrn sich für die anderen als eine Ungerechtigkeit darstellt. (5in allgrmrincs Gesetz soll doch nach gleichen Principien gchandhabt werden. Diesfalls nun ist in Wien und Nirdcrostcrrcich die Verschiedenheit, daß von cinigrn Brauereien die Bicr^ transportfässcr zum Aichamt geführt und dort jcnen bereits gepichten Fässern, welche ciurn größeren Fassmigi^ räum, als den gesetzlich bestimmten haben, noch s» vicl an Pech zugegossen wird, als zur Urbrrrinstimmung mit dem normalen Maße nöthig ist. Andcrc Bramvcien haben eigene ämtliche Mcßapparate in dcr BrausläUe in welchen die Aichung vorgenommen wird. In Böhmen ist die Aufstellung eigener Mcßapparate ebenfalls gestattet, jedoch haben die Brauereien der Ai-chungscommission 4 st. per Tag an Diälm zu entrichten. Nebst diesen muß die Brauerei Handarbeiter und Wasser beistellen. In Stciermart macht man von der Conces-sion der Finanzlandcsoircction Gebrauch, welche die Verwendung der Eimerfässer auf zwei Iuhre und so lange selbe dauern, für 60 Liter Rauminhalt gcltcn läßt. Arhnlichc verschiedene Usanccn sind in Mähren, Ober-östcrreich, Gnlizien und Tirol. In unserem Kronlande Kram jedoch herrscht dies-falls noch Ungewißheit, indem das einzige Aichamt in Laibach zur Abaichung größerer Quantitäten Fässcr noch nicht hergestellt ist. Abgesehen von dieser Thatsache kann man sich des Bedenkens nicht erwehren, ob dicscs Aich amt bei dessen bereits wahrnehmbarer Nnlagc überhaupt imstande sein wird, die mindestens 30' bis 35,000 Biertransporlfässer, welche von den Brauereien Laibachs und dessen Aichungsbezirlcs alljährlich zur Aichung gc-bracht werden müssen, auch in dcr gewünschten und für den Geschäftsgang erforderlichen kürzesten Zeit abllichcn und abstempeln zu können. Rechnet man die Amtstagc des Aichamtes mit 300 Tagen per Jahr, so müssen zum mindesten l00 Bierfässer täglich abgcaichl, gestempelt und mit Brand versehen werden. Könncn bri cinrr solchen langwierigen Procedur die Braurrcirn auf die Abaichung ihres gesammten Faßvorrathes ohne empfindlichen Nachtheil des Geschäftsoerlehres warten? Und wer besorgt dann dn anderen, im Aichunysdrzirte vorkommenden Aichungcn verschiedener Beschaffenheit? Doch zu allem dem fallen noch die Vexalwnen welche inbctreff der Verwendung der durch das Gesrtz bestimmten Holzstärke und dcr allfälligen Differenzen hinsichtlich de« gesetzmäßigen pcrzentuaw, Maximal, und Minimal-Faßinhalt-s u. s. w. entstehen, sowie dir c>^ steigerte Buchführung und eigene Coutrok un, dem Gefetze in allen so subtilen Punkten entsprechen n. können, nur der Brauerei zur Last. ' stört wurde, in einem abgelegene,! Waldthale, vier Kilometer nordöstlich von der St^dt Laa« in Innerlrain, wieder »ufzufillde». Hinter der vom Herrn Kurze theilweise blo«gelegten, aus mit Mörtel verbundenen Bruchsteinen bestehenden Stadt, mauern fand derselbe eine großer« Menge zerttllmmerter Thon, gefasst von eigenthümlicher Form mit primitiven Randverzierun« gen, welche darauf hinzudeuten scheinen, daß dieselben nicht rümi» schen, souderu japodisch < n Ursprünge« sind. Außerdem sürder« ten die Aulgrabnngen einen dünnen Lisenstreifen mit Löchern an beiden Enden nnd Einzackungen, sowie ziegelühnliche kleine Plat» ten zutage, die au« einer »it Thonerde, vermischt mit Ciseulhei» lm. geftrtigl sind. Wie un« Herr Kurze ferner mittheilt, ist derselbe gern bereit, Archäologen und gelehrten Gcsellschafleu so» wie Herren, die sich an einer in größerem Style fortzusetzenden Au«grabung betheiligen wollten, Weiler« und genauere Milthei« lungen hierüber zu machen. — (Contumaz» Aufhebung.) Da die am 27sten April d. I. im Uligarifchen Lomilate Szilröny in der ehema« ligen Mililärgrenze ausgebrochene Rinderpest nunmehr bereit« gänzlich behoben und hiemit ganz Ungarn für seuchenfrei erlläil ist, fo treten zufolge ämüicher Verlaulbarung die zwischen Krain und UnM» angeordnet gewesenen Vertehrsbtschiiwlungen wieder außer Wirlsamleit. — lNlchwesen.) Da» gesetzliche Material llber da« Nich-wesen auf Grund de« Gesetze« über die neuen Maße und Gewlchte hat einen Umfang angenommen, welcher die Zusammenfassung desselben in ein Compendium zu einem Bedürfnisse der belhciligtc» Kreise gemacht hat. Die Verlagshandlung von Heinrich Mercy in Prag entspricht diesem Bedürfnisse, indem sie in Nr. 5 der Se< paratausgabe der ueuen österreichischen Gesetze mit Motiven und Erläuterungen in zweiter, bi« Ende April 1876 ergänzter Aus« gäbe die Gesetze und Verordnungen über da« Nichwesen, nebst allen Nachträgen und Durchführungsverordnungen mit Ein« beziehuug der Gesetze und Verordnungen über die neuen Maße und Gewichte im allgemeinen sowie speciell für Arzneien, Bier, Brennholz, Petroleum, Salz, Tabak, für den Post, und Zoll. dienst, für Staalshochbauten u. f. w. nebst allen Durchführung«, und Abänderungsbestimmungen, erläutert au« den Motiven und ergänzt durch die Verordnung der Norwal'Aichnngscommission, mit einem au«!uhrlicheu alphabetischen, nach Schlagwettern abge« faßten Sachregister veröffentlicht. Der überaus mäßig.' Prei« von 80 kr. (mit Postvelsendung unler Kreuzband 85 lr.) dl: mu-«lc»!" (Handbilduug) für Pianoforlefpiel ist da« dritte Heft (bei Karl Tendier in Graz) erschienen und durch alle Musilhanolun« gen zu beziehen. Nl« tägliche Eiuleiluno. zu musikalische» Studien im Planospiel benutzt, soll es ein vorzügliches Hilfsmittel zu einem sicheren und schnellen Forljchreiten sein. — („Heim at") Die neueste Nummer ll der „Heimat" hat folgenden Inhalt: Der Schandfleck. Roman nun Ludwig Anzengruber. (Fortsetzung.) — Auf hohen Bergen. Bon Robert Hamerlinq. -- Irgendwie. Au« d«m Ungailscheu de« Aleran» der Petofi Von Ladislau« Äleugebauer. — Da« Aloeblall. Novelle nou Hau« Gra«berger. (Fortsetzung.) — Freiherr v John. Von W. (Mil Illustration.) — Wiener Journalistik im Jahre 1848. Von Freiherrn v. Helfert. II. Höhepunkt journalistischer Gründungen. — Laleinische Mädchen. Eine Skizze aus der Bukowina, Bon Karl Emil Franzo«. (IchlnH.) — Kuostinbullrie. Lichter und Leuchter. Von Ialob Falle. (Mit Illustration.) — Aus aller Welt. — Amerlings „Shylocl". (Mit Illustration.) — Briefkasten. Neueste Pojl. (Origittlll'Teltgramm der „Laib. Zeltung.") KonftantWopel, li.Iuni. Die Antwort Serbiens auf die Anfrage des Grotzveziers betreffs der dortigen Rüstungen betont die friedlichen Absichten Serbiens, welches nichts gegen die Integrität des türkischen Ge« bietes unternehmen werde. Es werde ein Specialgesandler nach öonstanlinopel entsendet, um alle zur Befestigung des guten Einvernehmens dienlichen Aufklärungen zu geben. Berlin. 10. Juni. Die Abreise des Kalfers nach Ems ist nunmehr definitiv auf den 13. Juni, abends 9'/» Uhr, festgesetzt. Das Reiseprogramn, ist da« nem« liche wie früher. London, 10. Juni. Es circulieren, allerdings noch der Bestätigung bedürfende, Gerüchte, wonach die englische Regierung ernstlich damit umginge, Helgoland an Deutschland zu überlassen. London, 10. Juni. Uuterhaussihung. Disraeli erklärt Hartington gegenüber, daß höhere Interessen vor-läufig jede Mittheilung über die diplomatische!, Eorre» fpondenzen in der orientalischen Frage verbieten; doch lönne er heute erklären, daß das Memorandum zurück« gezogen werde, wozu die Ereignisse in Konstantinipel und die neuesten Sch'ltte der Pforte den Anlaß boten. Die Weigerung Englands, dem Memorandum bcizulrelen, sei von leiner Macht im feindlichen Sinne aufgefaßt worden. Es gebe mehr als einen Punkt, worin England gemeinsam mit den übrigen Mächten erfolgreich vorgehen konnte. Zwifchen allen Großmächten bestehe ein volllom« menes Einvernehmen darüber, d«ß man leine unange. messene Pression a»f den Sultan ausüben dürfe, fondern seinen Rathgebern Zeit lassen müsse, ihre Maßregeln zur Reife zu bringen. England unterstützte die Vorstel' lungen der übrigen Mächte bei Serbien, dessen Regierung auf die Wichtigkeit eines gemäßigten Verhallens auf-merlsam machend. Auch bezüglich gleichzeitiger Nnerlen« nung des neuen Sultans handelte" die Großmächte gleich« artig. Ebenso erklärten sich alle Religionssecten und Voltsstämme für den Sultan, was bei den Insurgenten im Sinne der Herstellung des Friedens wirken kann. Telegraphischer Wechselcours i vom 10. Juni. Papier - Rente 6b 25. - Silber - «ente 68 75. - '860" St»°t«-»nltheu 108 75. - Vaul-Nctieu 811—. «redit-Nclie« 135 60 — London 121 «0. — Silber 103 25. K. l. M''>n,-Du' laten 5 75. — Nap°leo»«d'or 9 67. — 1(X) Reichsmark 59 6b. Wien. 10. Juni. Zwei Uhr nachmittag«. (Schlußcourse.) Trebitactien 13580, 1660er Lose 10875, 1864er Lole 12825. österreichische Rente in Papier 65 35. StaatSvah» 26l . N°r°' ^ bahn 18125, 20. Franlenstücke 9 67. ungarische 6redit°ct«n , 11850, österreichische ssrancobanl 1350. österreichische Anglobam 66 90, Lombarden 79 75, Uuionbanl 57—, austro-orlenl«llschl Bank — —, Lloybactlen 326- -, austro-oltomanische Bank '^' «urlische Lose 19 75. Communal, «nlehen 97 — , EgYP«!^ 7l'-. Fest.__________________________________________^ Handel und «UochenauSwei« der ütationalbanl. Derselbe n>e>»l im Verhältnisse zu dem der Porwoche solgcude BcrllndenlNg" au«: Banknoten-Umlauf fl. 276.028.300. Avuahme fl.2.!63Mi Giro-Einlagen fl. 865,816, Zunahme fl. 399.404; emMse»« Vanlanweifnngen und andere fällige Passiva fl. 2.243.579, Z"' nähme fl. 475.893; Metallfchah ft. 136.597.155. Zunahme fl. 42; in Metall zahlbare Wechsel fl. 11.378,303. AbnaM fl. 341.108: Slaatsnoten fl. 2.291,970. Zunahme fl. 5liMi «t«compte fl. 101343.630. Abnahme fl. 1.847.272; Darlth«« st. 28.410,800. Znnahme fl. 63.900. Lalbach, 10. Juni. Auf dem heutigen Markte find «' schienen: 7 Wagen mit Getreide, 4 Nagen mit Heu und Mror, 25 Wagen und 4 Schiffe mit Holz (38 Kubikmeter), ______________Durch sch « itt« , Preife.________—«>- «lt.. Mg,.. , vll«.. W-' ft. ,r. st.I ll. I fi. tl.H^tt' Welzen pr.Heltolit. 9!-10 3» Vutter pr. Kilogr. —j85-!^ «orn ^ 6 40 6 5? Eier pr. St«, Kaufleute; Kapeles, Rosenberg und Heim, Reisende; Ali«"' Winter, Geometer, und Karl Winter, Wien. — Maria Hnntel, Nörz. - Frau Schaunil. Krainburg. — ssrl. Iussowih, stt«' sisch. — Linhart, Hauöbescher, Graz. — Triller, Notar, la°' — Ezeicke, Privatier, Filrstenselb. - Lohr, Rittmeister a. »" Nljrz. — Lohr, t. l, pens. Thierarzt, Adelsber«. Hotel Elefant. «ilSner, Wien. — Wolsegger, Vottschee. ^ «rund, «lafetier und Wirth, Frieda». — Steuer, Prag- ^ Owaih und Urlo, Vleifnlz. — v.Hüffern sammt Frau, !!<»" Fllnfkirchen, - Urschit). Handelslnaun, Trieft. Meteorologische Beoliachtunneu l« ^aibach^. ' '1 B z? ' z,- ;ß 7ÜVMg. 729.0, i f 22.8 windstill^ hriter' »« 10. 2 „ N. 728.04 -l-25.« SW. mäßig! heiter "'" ____9 „Ab 729.« ^-19.8 iSN. schwach heiter^^^^ 7 U. Mg l 727.74 -j-16 « NW. schwach ^ bewüllt i 9«, 11. 2 ^ N. 729.«« 420 4 SW. mäßig bewölkt Msgeu 9« «b, 730.»a .l>15.l> NW. schwach^ bewillkt ^ Den 10. anhaltend schiln, «agüber etwa« windig, °^,,^ Wetterleuchten in N. sternenhell. Den ll. in der Nach« ">'„, sanfter Regen, morgen« und tagitber trübe, abwechselnd <"A^ abend« 7 Uhr stürmischer SO., merkliche Adlllhlung der ^ dunkle Wolkenzüge läng« der Verge, abend« ganz bewölk«. ».Z,, Tagesmittel der Wärme am 10. ->> 22 7', am II. 4- ' beziehungsweise um 4 4" über und 10° unter dem Norm«'!' Verantwortlicher Ridacteur: Oltomar Vambe^ __________________________________ ^° 3^M'^N^1l'l^^ ?^"' ^. Juni. Die Viirse war ohne irgendwie erheblichen Verkehr. Ungeachtet der Geschäftslosigleit. welche erfahrungsgemäß ein gefährlicher Feind der Course 'st. "' ^v»,v»»vvl»v«^. haupltttn letztere ih« Notierung. Die Ntiue Tagesspeculation war fest gestimmt. «ai. ) ^ (..... «4 «0 Ub 10 Februar.) '""" <..... «4 90 6510 Iilnner-) »,,^.„.«.. ( . . - 68 70 68 80 «prU. ) «"dernnle ^ . . . 8^70 ßß^ lose, I8S9........242 — 244 — » 1804........1062b ,0«-50 ^ 18W........10850 1087b « I860 zu 100 si. ... 117 75 l18 — » 1864........12750 127 75 Domäntll-Psandbritft .... 18S7b 140«b Vl«mimaulehen der Stadt «ien 96 7b 97 20 Vöhmen » «. ^ l . 100— — — «.lizieu ! «rund. l ^.^ ^.^, «iebenbllrgen s '"' j . . 73 7b 74 50 Ungarn j lastuug s ^.^ ^^.^ Douau-«egulienmg«.kost . . 10875 IftS — Ung. «lijelibahu-Anl..... 83 7b 8325 Un«. Prän.ien-«nl...... KV — K9 2b «Nenn Communal. «nlthen . »140 9170 Aetie« »«» V««le». » . » ^" »«« «>!^ !"'........«»So 6610 »llb W«l «reditanfialt........ 182 60 IV8H0 sreditanstall, ungar..... 115 50 115 7b Depositenbank....... - - — ««compteanftalt...... 685— 64b - tzranco-Vant....... 1»— ii»50 Handll»bant........ 54 — 54 50 ^»ionalbanl....... b09— 810 — Oefterr. Vanlgesellschaft ... —-— ..-— Unlonbanl ........ 567h b? — Verlehrsbaul ....... 84 - llb — Uctle» »<» tr«»»ePort-Uuter«etz-W»»«e«. «elb ««« «lflllb.Vahu........-- -.. «arl-kudwiz.«»hn.....Iftl - 191 2b Donau.Dampschifi.»Gesellschaft Z»3 — bUb — «illsabeth-Westbahn.....140- ,41- «tlisabeth.Vahn (Linz«Vnbw«iser Strecke).........— — - — ßtrdinanb«-Nordbabn . . . 1812— 1hl7-Franz. Joseph « «ahn .... 127- 127«) Ltmb..tzern..Iafsy.V°hn . . IIl«b- Lloyd.Gestllsch........l»«l> - 836 — Oefterr. ,i°rd»tftb«ch» .... I3b b0 1»S - Nubolf«-Vllhn....... 1lbk^0 >0e — ttaatsbahn........ Lb7 — 257 59 Slldbahn......... 7«-— ?6ilb Theiß.Vahn........ ,90b0 191 50 Ungarische Nordoftbahn . . . 99 — 99 50 Ungnrische Ostbahn..... 81 — 31'50 Tramway-Oesellsch...... Ivl» — 110 — «au,ese«fch«fte». «llg. öfterr. Vaugesellschaft . . —«— -.-- Wiener Vaugeftllschaft..... —»— — — P,«»dßriese. «Ng. üfterr. VodtNtttbit . . . 108 bo 104 — dto. in 88 I»h«n 88 — 88 25 »iationalbanl ». «..... 97 3b 97 50 Uug. Vobencredit...... 8b — 8b lib Prlorttitte«. «lisabtth.-V. 1. «lm..... 87 - 8725 »trd.tViordb.r«....... 104 25 ,047b Hranz«IostphrV....... 8V— 89 25 »nl. «arl'Lubwia.V., I. «m. . 97 b0 97 7b 0 tUrr. «arbweft-V..... «,40 sb-SO Glebenburger.......«2 ,5,-^ Staa!«l,ahn ... ^ .... lb«' ^50 Sitdbahn k 5'/.......l0«^ '^.^ Sudbahn. Von«......7,'5 H9"^ Un«. Ofioahn.......b8'70 «lredi.-L.......... l59 Tb '^.^ »udolfs-l»......... lsb" Wechfel. ««««bur«......... 71^ b9^ »rankfu«......... ^s" ksH London .........iü«t) ^ Pari« .........^^ «el»l-rte« ^.,. Duc«ttn .... bfi.«» lr. b^,.,,. «°pl>leon«d'«r . . 9 « 70 /.» " " ß0 -Preuß.«asstnfchtine b9 ,80 ",^"?0 - »r«ln