von ÄolmMr ' Allsirmd uncergangen ist in den ^'ccmschen 8.^NFeIo in Wckschiaird / nicht allein in den Em» Nvrjjchcn Himmel nnnmehro glorreiä)/ son» derriauch dsr belrubten Well onoch wun» derbar: ein von cen Römisshcn Stuhl erwöhlker allgemeiner Kirchen» Patron, Auß den Errnrite Orde des H, Vatters /l v 6 v § 1 k l , L^iliaer Bcicktraer i von Dolenkin. ln VbernakVrl-IQHen SCHcln jV neVen Elstereiner ln Lralir I^anvs- fVistQILiM HaVbt«ClaO1- !.aH- badh Verehret Vermög Ver bereits verflossenen Jahr zn Visen ! Wunder,voNcn Heiligen neu,cingeführten y Tägige« Andacht in der ClostcrKirche deren WW EE.PP. Augustinern bcy Maria Verkündigung _ vor den Spital,Thor. Eaybach/ gedruckt bep Adam Fr. Reichhardt/ Worberichk. KHEn grossen Heil. Beichtiger von 7o/e«r/«, weis chen ein äusser ordentlicher Stern nicht allein in seiner Gcdurth verkündiget hat/ sondern auch in seinen Hinscheiden vorge- Reichtet/ hat zu einen allgemeinen Pa¬ tron der allein seeliginachenden Kirche >?r« wöhlet/ benennt/ und anbefohlen LL der in den Jahr Christi 1446. als er ihn in die Zahl deren Heili¬ gen gesetzet; zweifelsohne arrßUriache/ weilen besagter Römischer Pabst von >lr. ro/^o das Lob ausgesprochen hatte: daß Er einer deren grösten Heiligen seye/ mas« sen von Zeit deren Apostlen die Kirche GOttes von keinen Heiligen mit seine- gleichen vornehmen Wunder-Zeichen ist beleihtet worden/ deren am Tag der Heiligsprechung zoo. an der Zahl von A s den dm geistlichen Rat?) warhafft erkennet/ Md gut geheissen seynd worden/ worbcy ein gantz neues selbe bekräfftiget hat; in- deme derjenige/ welcher sie öffentlich ab- znlesen befehliget ist worden / seine von Natur außstammlende Zunge also ver¬ besseret gefunden hat / daß Er ohne aller Beschwärnuß und Anstoß mit jeder- mans Verwunderung seinen Ambt bey- gepflichtet. Worauss zor. deren unge- meinen Wunder-Wercken damahls ver¬ zeichnet seynd worden/welche nunmehro gleichsam unzahlbar angewachsen seynd/ daß man andächtig das geziemmende Urthcü fehlet: Die göttliche Gnadens- Sonne habe einen Stern ih¬ ren Allmacht^Schein auffgewisse Wei¬ se fteygabigst mitgetheilet; indeme selber nicht allein glorreich an denThron GOt- tessolte leichten / sondern auch wunder¬ bar vor der Welt sich erzeigen/ wie dass die Erfahrnuß zum Genüge lehret/ daß wunderbar GOttseye in disen seine Hei¬ ligen weilen nicht allem der lebende Erdkreiß / sondern auch die in den peynlichen Kcrcker des Fegfeurs verschlossene Seelen seine mächtige Für- bitt r«: bitt an den Thron GOttes sattsam ver- spiren'. Kemer ist / welcher unter denen Lebenden sein Anligen (es seye so groß als es wolle ) dem H.^'coÄo von klaget / und nit sich der geschwinden Hiiffkan versichern / und keiner opfferet sein andächtiges Gebctt / insonderheit unter denen 7« heiligen Meessen/ oder 9« LaglgenAndacht/ zu Ehre des H. ^/co- vor die Seelen in Fegfeur/ welcher nichtdardurch solchen Abgestorbenen be¬ sonderen Trost verschaffet / und dre bal¬ dige Entlebigungauß ihrer unbeschreib¬ licher Peyn zu wege bringet. Alle 4.' Elementen seynd Zeug der übernatürli¬ chen Wercke ^'coLrr, und in allen Stän¬ den jedwedercn Welt-Theils wird Er als ein besonderer H. Wundersmann ange- siehet/ welches beydes klar zu ersehen seyn solle am Ende dises Büchlein/ allwo nach vergehenden Andachts.Übungen zu Vi¬ sen grossen Heiligen einige seiner Wun- der-Wercke / dann alle zu beschreiben ist des Rauhms zu wenig / werden angefü- get werden. Vorläuffig aber Zu kleiner Erkantnuß/ wie gefählig den Höchsten vfft gedachter H. stye/ wird an- U z gemers gemercket fene wunderbare Begebenheit/ weiche sich in 1602. Jahr zu ( in Spanien ereignet/ allwo in vssentlrchen Dttkgang wegen anhaltender grausam» mer Pest das von denen WW.EE. ??. F>E^Ern entgegen getragene ge- schuitztee Or/c?/n-Aild/ als es zu der des H. von 7o/eMr« ge» langet / beydeHändvondem Creutz ab- geleset/ und seinen Diener zum Zeichen der angchvrten Fürbitte umar¬ met batte/ außwelchen ein frvmer Christ schlössen mag/wie angenehm in dem Him¬ mel dem allmögenden GOtt seye Worauß jederman vernünfftig be¬ wogen wird/ sein vollkommenes Vertrau¬ en in allen Anligenheiten gegen -K'co/K. «m zu fasten; damit diser von der göttli¬ chen Gnaden-Sonnebeleichter der gan¬ zen Christenheit zum unaußsprechiichen Nutzen auffgegangene Stern niemand einer Blindheit beschuldigen möge/ son¬ dern allen insonderheit/ und ins gemein seinen heilsammen Einfluß ertheilen/wei¬ ches der unendlich güttige GOtt mildreichft verleihen wolle. ' MorgenMebetk. M^Llmächtiger / Ewiger GOTT! mein HCrr und Erschaffer/ ich dein ver» üchkliches Geschöpffauß Liebe und Verlangen/ dich allzeit zu lieben/ und ohne Unterlaß dich zu loben/angetribe/wünsche/' mit Vir folgende» Bund vor allzeit einzugehen ; weilen meine menschliche Schwachheit zu weilen von den die unauffhörlich gebührenden Lob mein Gemüch abhaltet. Wie offt ich Athen schöpffe/ oder mein Blut bewogen wird in denen Aderen, so erkla» re ich mich vor jetzt/ und allzeit / daß ich so offt erwecken/ und erneurn will/ anffbeste Weiß/ als es möglich/ folgende gute Geyancken/wann auch damahl mein Gemüth zerstreuet seyn solte. So offt sprich ich/ bette ich dich an mit dee tieffesten Nivertrachtigkeit/alswie sie mir mög¬ lich ; und erfreu« mich auß gantzen Hertzen we« gen deinen Vollkommenheiten : Verspüre z» gleich die gröste Freud wegen denen gutenWer- cken / welche zu deiner Ehre jemahls von eine» Geschöpff seynd vollzogen woroen / Heunr ge* schehen / oder künffrighin werden vollbracht werden / und wünschet« nur / daß ich alle dise selbst vollzogen Hütte. So e «s§ G Go offt liebe ich dreh aup ganhen Hertze» . mit Ver hästkigsten Neigung aller Heiligen und Eriglen aber alles wegen dmm Gute/ und auß difer Liebe ist mir höchstens Leyd über alle meine Sünde des gantzen Leden; hoste aber durch yei* ve unendliche Barmdertziakeit die Berzeyhung derenselben. ^ltihme mrrvor/ mit deiner Gnad ehender zu-sterben/ als dich hniführozu bcley- digen / Es ist mir auch Leyd/ daß so vii Sün¬ den von Anfang der Weit biß anfetzo von de¬ nen Mcnjchen begangen feynd worden. So ostt befehle nH mich in deine Hände/ und alles das meinige/ abänderlich aber das Ende meines Leben; damit du mit mir hand¬ lest/ wie es deinen göttlichen Willen gefahlig feynwn-o/ deme ich mich gäntzlich überlaste. So ostc in Vereinigung deren Verdien- sten Chrstil/ der allerjeeiigsten Jungfrauen NsnE, und aller Heiligen fchencke ich deiner göttlichen Allmacht alle meine Gedancken/ Wort/ und Werch/ aust daß selbe zu Ehre/ und Erhöhung demrs heiligsten Nammen gereiche möchten. S o offt opffere ich dir das Leyden unfers HErrn JEsu Christi/ die Verdienste der aller- fteligsten Jungfrauen blanE, wie auch alle hei¬ lige Meesten/ welche biß nunmrhro vemchket morden/ und biß zu Ende der Welt werden vollzohen werden zur Danchagung vor alle Gurhacren/welche du mir an Leib / und der Seele erwijen hast. Dise «M' A TT» - Drse will icwso ofjt güitia / angenehm / und wiverholr babe« / so oßr möglich / mW er- dencklicd ist selbe zu widerhollen/ und zuver- mehren/ und dises alles auß lauterer Liebe ge¬ gen dir/ und auß allen Heiligen und guten Mseken / welche jemahls ein Mensch gehübt hat. Äu/ nrcin GOtc! halte nun vorgenehm dhc meine Willfahrung des Dienst/ und aujs- richtige Zeugnuß meiner Liebs, Amen./ WorgeN'Andacht vonMro P«pst!ichciiHcjligkcit/^lexLnäw den Vll.und lnnocenclo den XI. Höchs stena' aubefohlen/ das; es wenigstens einmal)! des Tags solle ver¬ richtet werden. 1. Anbettmig. Mer heiligste Dreyfalttgkeit! ich verehre dich diemüthigst/ und bette an GOTT Vatter / Sohn/mW Hsil.Ge-st dreyfach i!t Versöhn/ der Natur nach einen wahre GOtt. 2, Diemuth. Vor dir/ O unendliche Göttliche Maje« statt! erkenne / und bekenne ich armer fündi¬ ger Mensch/ daß ich Slaube/2stche/ und nichts feye / ja ein Abgrund aller Nichtigkeit. z. Glaub, Ich glaube vesiiglich alles / was du/ O rwige Machest! ,n H. Schrissl geofjenbah- M/ rv E O ret / und durch di« H.Eatholische Kirche zu glauben befohlen hast ; bin auch willig und be« reit für distn heiligen Catholifchen allein fee» ligmacheoven glauben taufendmahl mein Leib uni) Leben barzugeben, 4. Hoffnung. O GOtt aller Gnaden l mein Leben/ und einige Hoffnung! auff dich letze ich all mein Vertrauen / und was ich an leiblichen / und geistlichen Gaaben und Gnaden/ >o wohl in distr/ als jener Welt Haden kan/ dlfes alles begehre / und hoffe ich allein von dir / und dei¬ ner milbreichen und vatterltchen Hand durch die unendliche Verdienste deines allerliebsten Sohn IEju Christi zu empfangen. 5. Verlaugnung seiner selbste. Dir/ O getreuer und starcker GOtt! opffere ich auff / undübergibe völlig heunt/ und auff ewig mein Leib/ und Seele/ alle mei¬ ne Krgffte/ Gedächtnuß/ Verstand/ und Willen sambl innerlichen / und äusserlichen Sinnen. 6. Kindliche ForchtGOttek Ich bezeuge hiemit/ O gütigster! lieb« reichester GOttdaß ich/ so vil an mir ist/ we¬ der jetzt / noch jemahl die Zeit meines Lebens einwilligen wolle in eintzige Sache / dardurch deine göttliche/ unendliche Majestatt das we« Wste solle verletzet/ und beleydiget werden. 7. Dienst- G so» rt 7. Dünstwiliigkeit gegen GOkk. GOkk und HErr aller herrschenden ! ich Nihme mirvestiglich für/ jederzeit mein Leit» und Selle nach allen Kräsjten/ und Vermö- gen daran zu spannen / damit ich dir auß gan- tzen Herren diene/ und deine grössere Ehre/ und Glvryjederzeit befördere. 8. Gleichförmigkeit mit dem göttli¬ chen -Willen. Bereit bin ich / O himlischer lieber Vat- ter! deinen göttlichen Willen/ und Wohlge¬ fallen zu erschien / alle und jede Widerwär- kigkeiren/ Creutz und Leyden/ gedulrig/ willig/ an und aufszunehmen / welche deine vättcrli- che Hand jemahlen über mich verhängen wird. Z. Eyffer grösserer Ehre G Ottes. Auß gründ meines Hertzen/ O aller¬ höchster HErr undGOttl will ich gern alle Mühe und Arbeit anwenben/ auch alles/ was ich habe / ja mich sechsten gäntzlich dargebeü; bamir dir aile und jede Men/chen dienen/ dich alle erkennen / verehren / lieben/ und loden hie zeitlich/ und dort in Ewigkeit. ro. Freud in denHErrrr. Mich erfreuet hcrtzlich deine unendlich- ewige Glory/ und Herrlichkeit/ O ewiger Kö¬ nig der Mlory l Ach frolocke auß innersten Hertze» wegen aller Ehre / Ladv und Preyß / ft 12 G Zs» so dir von allen lieben heiligen Engeln / und allen ausierwöhlkenGOrles m Himmel/und auf Erve/ erwisen wird. ik. Dancksaqung.' O barmhertziger fteWäbigjter GOtt! ich dancke dir um alle deine unzählbare/ uner- messene Wohltharken/ die du mir/ und des gantzen Weit jo gnädiglich nrikgetheiler hast/ und noch täglich durch beme GLttliche Vor¬ sichtigkeit immrsdar jo überflüssig mittheilcst. ir. Liebe GOktLs. O höchstes unendliches Gut! Ich liebe dich von deinentwegen ausi gantzen meinen Hertzen/außgantzsr meiner Seele / uns auß allen meinen Krästren/ wolle GOtt/ ich kunke dich also lieben / wie dich alle heilige Engel/ und Außerwöhlke in Himmel/ alle gerechte Menschen auf Erde lieben / mir aller deren inbrünstigen Liebe vereinige ich meine kalte/ und unvollkommene Liebe. iz. Liebe deß Nächsten. O gültigster GOkt! Ich liebe von dei¬ netwegen meinen Nächsten und Neben-Men¬ schen so gutt/ als mich sechsten/ verzeihe auch/ und vergib« auß gantzen Hertzen allen denen/ die mich auf einigerley Weise beleydiget Ha¬ den. 14. Aufopfferung. O allmächtiger/ grosser GOtt! all mein Thun und Laffen/all meinGedancken/Worth/ und «VT G ZS» r; und Wercke epffere ich dir jetzund/ und allweg völlig auf/und damit Mage dir desto wohl» gefähliger / mir desto verdienstlicher ,'cpnd / dulicke ich es ein in das rosenfarbe / kostbac- lichste Blut meines Erlöstrs und Seeligma- chers Christi JEsu/und vereinige sie mit dem heiligen bitteren Leyden und Sterben meines gecreutzigren Heylands/ mit denen überreiche Verdiensten jeiner gebenedeytesten Jung» fraulichen Mutter / und aller außerwöhltm Heiligen GOcres. l;. Reu und Leyd. Mein G Okt/ und alles! Hu höchstes/ unendliches Gukt! unendlicher Liebe undEhre Werth / mich reuet von gründ meines Her» tzens aller meiner begangenen Sünden; haste/ und verfluche diejelbe als das höchste Übel/ Und habe ein Abfcheuen darüber mehr / als über alle andere Übel; Bitte derowegen demüthigst um Verzeihung/ und nihme mir vermittels deiner Göttlichen Gnaden kcastlig- lich fur/ dich das höchste Gutt in Ewigkeit Nicht mehr zu beleydigem i6. Buß- O strenger/ und gerechter Richter ? zur Abbüssung und Genugthuung meiner Sun¬ den opssere ich dir auf den unschuldigen Lodt deines allerliebsten Sohn / all mein Creutz und Leyden/auch was ich dir wohlgesahliges thnn/ unv aufopfferrn kam 17. BarlM 17» Barmhertztgkeir gegen denen See¬ len m Fegfeur. O JEsu! du unerschöpstlicher Schatz der gantzen Welt! ich begehre hcuntiges Tags in meinen Gebett/ und allen dir wohlgesähli- genWercken/io vil möglich alle In6ulzen- rien und Ablaß zu gewinnen / und will selbe denen armen Seelen in Fegseur zu besonde¬ rer Hilst und Trost hiemit auch scheucken/ und gescyenckel haben. i8. Befehlung zu Christo den gecreutzigten. O Gebenedeytester JEsuin deine H. s.Munden befehle ich mich/ darin verberge/ und behüte du mich heunt und allzeit/ biß daß ich erlange die Gnad / zu genussen deines Kölllichen Angesichts/ und himmlischer Liebe in ewiger Freud und Seeligkett/ Amen. JEsus/ Maria/ und Joseph euch schencke Ich mein Leib und Seele. , Jetzt und in meiner letzten Stund sey ZE» sus Maria und Joseph tn Hertz und Mund. JESUS der gccreutzigte / seyc in meinest Eevan^cken / Wor ch ten/ und Wer 2 cken. Heiliger GOlt/ starcker GOtt/ unsterblicher GOtt/ erbarme dich meiner. Durch das Zeichen des H. Creu*ttzes be- ßchÄtze mich GOtt vor allen Feinden. Gebett Zu Maria der Mutter GOttes/ und den Heil. Schutz-Engel. MCH sage dir Danck/ O allerseeligste Jung. W? frau und Mutter GOttes Maria! auch dir O H-Schutz» Engel! und allen meine» andern heiligen Patronen / dieweillcn ihr mich die verflossene Nacht beschützet habt/ und befehle mich auf ein neues unter euren Schutz und Schirm. O mein Frau / Heil. Mutter GOttes Maria! unter deinen gehei¬ ligten Schutz und besondere Obsorge / wie auch in die Schoost deiner Barmhertzigkett befehle ich mich heut und allzeit besonders in der Stund meines Äbsterdens mit Leib und Seel. Dir seye anbefohlen alle meine Hossr nung und Trost/ alle meine Trübsaal und L» lend/ alle mein Noth und Veriuchungen/ al¬ les mein so wohl äusserliches als innerliches Anligen/ auch meiner Bekamen/ Anverwan- ten/undGutthättern/mein Leben/ und auch bas Ende meines Leben; auf das durch deine heiligste Fürbilk/ und durch deine Verdienste alle meine Gedancken/ Worth und Wercke jgeleitet werden nach Deinen / und nach de» Willen deines Sohns. Ich befehle mich vir in deine getreue Wacht/ OH- Schutz-En» Sel! deme die Göttliche Gültigkeit mich jeder» -rit/ und aller Orchen zubewahren anbefohle« Kak ,6 Wyg G ZS» hak- Ich bitte dich / führe mich blinden/ nn» terweiss mich unwissenden/ starčke mich jchwa» chen/ leite mich irrenden/ ermuntere mich lauen/ wecke mich schlastevden/ ttoste mich be« trübten/erfreue mich bekummerenden. Er» werbe mir die Gnad/ das ich m nwinen letzten und aesährlichsten Streit / den ich mit den bö¬ sen Feind / und bittern Todt zugewanen hab/ glückselig bestehen / und also in deine/ und Herrn andern heiligen Gelcllschasst gelangen möge / Amen° Gebett Zu den Hel!. Joseph. MOJr bitten dich O HErr / das uns durch eM) yje Verdienste de st Braurigams dei¬ ner heiligsten Gedclhrerin gehoben werde/ damit durch seine Fürbitt uns gegeben werde/ was unser Vermögen nicht erlangen kau / der du lebest/und regierest in alle Ewigkeit/ A- MN. Der Namm deß HErrn fty gebeneveyt/ Von nun an/biß in Ewigkeit. Abend« Gebett. WMmächtiger GOTT! Ich sage dir Danck vor die Gnad / welche du mir Visen Tag hindurch vilisalkig und barmher- tzigst erwisen hast; auch sage dw Danck vor E Guaven/welche du Nir/ rneinen Anver¬ wandte» E! M sd» r? wandten und Bekakmn auch allen Geschöpf- fen verlyheu hast An starr oec Danchagun- Vor solche Guiharten opftereund schencke ich dir das Blut JLju Christi/ die Verdienste der allerseeligsten Jungfrauen Mariae / und aller Heiligen / uns ergibe mich dir ggntzljch mir allen/ was mein ist. Komm/ H. Geist! und erthejle die Stral» len deines übernatürlichen Liechts/ wasche/ was in mir unrein ist / beseichre/ wasaußge- dorret ist / bewöge / was erstarrt ist / erwgr> Me/ was kalt ist / leite/ was irrend ist. Allhier geschiehet die Gewissen- Erforschung/ »nd ein weniges nachdeuckcn / w>e der ve> stoffe¬ ne Tag seye zugebracht wsrdi: sach diien sprech-» W.Ileine LiebeO mein IEsus ich bedaure/ daß du pon mir/ als deinen elendigsten und verächtlichsten Geschöpft nur in mindesten bist belediget worden/ der du mir/ mehr als mit väterlicher Sorge gedenckest und suchest/ gutes ju rhun. O wle undsnckbarbinich ge- weien / daß ich dich meinen lieben Batter so oftr beleydiger habe; ach! Ls reuet mich/gesün- big« zu hüben; deren Sünden meiner Zu» «end/ uns meines Unverstands gedencke nicht/ O HErr! sondern mit deinen Blut / in wel¬ ches ich alles versenche/ wasche ab/und reini¬ ge mich / gibe auch die Gnad und einen ernstli¬ chen Willen/ tausendmal)! lieber zu sterbrn / als daß ich dich nur einmal)! belcyoige. Lejtk meine Lrirr auf den Weeg deiner Gebotten / B Wstk- tz, «A? G sa- würdige dich O HLrr! mich vise Nacht von aller Sund zu bejchützen/ ich deschle und über¬ laste mich dir und alles das meinige / und ver¬ lange dich zu loben durch alle Bewegungen des Hertze»/ des Leibs/ und aller Glider. ES seegne mich der allmögendeGOtt Vatchter/ SoWn/ und H Gkchist / Amen. Auch dir jage ich Banck/ O allerseeligste Jungfrau/ und Mutter GOtkes dir O H. Schutz-Engel / und euch meinen Hei¬ ligen Patrone»/ und empfehle mich unter eu¬ ren Schutz und Obsorg dije heuntige Stacht auf ein neues O mein Frau H. Mutter GOtles Maria unter deinen rc. suche an iz . Blak. 1 eKament Oder letzter Wille täglich zu ma¬ chen/ ehe man sich zu Nachts m drcRuhe begibet/ auf daß man in der Gnad GOtteS die Ruhe genüssc/ und von den gahen undunverfehenen Todt br» schützet werd«. -k In den Nammen UnserS HErrn JEsu Christi / Amen. AUEm Allet höchsten GOtt befehle ich mein» Seelle, dann ich weist daß der Leib dec Erve zu gehöret / und dec Versaulmrg/ aiS eine Speiß deren Wärmen. Zch G §6» rz Ich sage freywillig ab allen zeitlichen Dm* gen / welche mchtsanderstseynd/ als lauter Eitelkeit. Es ist mir von gantzen Hertzen leyd / und trage Reu über meine Sünden/ und zwar auß Hässtigkeit der Liebe gegen meinen GOtt. Auß gantzen Hertzen / und Gemüth verzeche ich allen meinen Feinden. Ich glaube an einen einigen GOtt/ wel- cher dreyfach ist in denen Persohnk / als nemb- lichGOtt den Vatter / Sohn / und heiliger Geist / und zwar / daß diser GOtt mein Er» schaffer/ mein Erlöser/ und mein Eeeligma- cherteye/ wie auch mein Vergelter/ und Er¬ halter / Er ist/ der allein der allmächtigste/ al¬ lermeistste GOtt / und höchste Gut ist. Gäntzlich und kräßtig glaube ich alles / was die allein seeligmachende Kirche lehret zu glauben. Ich hoste austdie Güte und Barmherßig- keit GOttes/daß ich werde Verzeyhung erlan¬ gen aller meiner Sund? und das ewige Leben. Ich liebe GOtt auß gantzen meinen Her¬ tzen auß gantzer meiner Seele/ und auß allen Meinen Krästten. Gäntzlich/ völlig/ und ohne eintzigen Auß- nahm befehle ich mich / und thue mich Willis untergeben der Anordnung des Allerhöchsten/ und vereinige mich mit seinen göttlichen Wil¬ len; bin auch bereich zu khun und zu leyven/ was ihm« gefällig/gesund oderttanck zu styn/ Br LU L0 «0Z N ju leben und zu sterben / wie und wann es sei» «en allerhöchsten Willen gefällig / welcher so wohl in mir / als in allen Geschöpffen solle er¬ fühlet werden / Amen. Mein Leib und Seele befehle ich in die Für¬ bitte der allerheiligsten Jungfrauen Mar,«/ meiner allerliebsten Mutter und Vorfpreche- rin / in die Fürbitt des H. Joseph/ meines H. Schutz-Engel und aller Heiligen / bitte auch demüthigst / daß sie mir in meiner letzten Sterb>Stund beystehen wollen. Meine letzte Stimme / und meine letzte Wort sollen feyn an den Ende meines Lebens JEsus Maria/ und Joseph in eure Hand befehle ich meinen Geist/so lang als mir GO kt das Leben fristet / verlange ich unter euren ge¬ waltigen Schutz zu stehen. Gefetzt aber/ das meine schwache Zunge an dk Ende meines Lebens dise heiligste Nam¬ men nicht außzusprechen vermöchte/so sollen dise doch von den Hertzen angeruffet werden. ^Zerlasset mich aber auch in meinen letzten Lodlö Nöthen die Sinn und Verstand / so bezeuge ich jetzt und allzeit / daß i h gleich wie anjetzo micMund und Hertz/ auß möglichster Begierde und inbrünstigen Eyfec / mit grö» ster Ehrerbietigkeit undDiemmh in allen mei¬ nen Nöthen/ besonders in den Lodt-Beth Will außgesprochen haben JEfus/ Maria/ und Joseph. O mein GOtt.' > In deine Hand befehle ich meinen Geist. ' Me G §0» r^ Gedächtnuß deren armen Seelen irr Fegfeur. HCrr gibe ihnen die ewige Ruhe. H. Und bas ewige Liecht leichte ihnen. Gebett. Wj Err IEiu Chnfte! ich bitte dich durch alle Scdmertzen deiner heiligsten Wun¬ den/ und bittern Leyden/und durch dein häuf- siges rosenfarbes vergossenes Blut / durch die Ärafir deines bitternTodts/ daß du dich erbarmen möchtest über die arme Seelen in Feaseur/ und selbe mit deinen göttlichen An¬ gesicht baldigst erfreuen; der du mit den Vat¬ ter/ und den heiligen Geist gleicher GOtt le¬ best und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit/ Amen. Gebett. Zu Ehre des H. Xr'co/7. zu meiden / und nicht mehr zu begehen / star¬ rte also/ und bekrasttige O GOn! diseszwar ynvolkommene Verlangen meines Hertzen. Zur genugchuung vor meine Sund / und deine göttliche Gnad zu erlangen / opßereich dir das kostbare Leyden / den Todt / und alle Verdienste deines eingebohrnen Sohn / und deiner Jungfräulichen Mutter/ und die Wer» tke aller liebe Heilig?/ die künßtige Zeit meines Lebens/ und hoße ich auff deine Güte und un- end- G 8«» 2f endliche Barmhertzigkert/ daß ich durch die Verdienste deines eingebohrnen Sohns/ und durch die Fürbitt deren Heiligen Verzeihung aller meiner Sünden von dir erlangen wer¬ de/ und die würckende Gnad erhalten / mein Leden künßtig hin heilig anznstellen/ und die hiß zur Ende treu zu dienen / Amen. G bett ehe man beichten will. CH werde aufstehen/ hingehen zu meinen d Vatter/ und sprechen: in hab in den Hin mei gesündiget/ und vor dir / nunmehro bin ich nicht würdig/da ß ich dein Kind genenet werde. Erinnere dich aber deiner Barmher- tzigkeit / und ertheile Gnad meiner sündigen Seel/ löse auf die Band/ und heile miloreichst ihre Wunden. Gide dre Zerknürschung meinen Hertzen/ und den Fluß deren Zcihern meinen Augen/ damit ich mit Diemuih/ und Rcinigkeik des Hertzens alle meine Sünden / und Nachläs¬ sigkeit möglichst beweine/ vollkommen beken¬ ne/ und durch die Früchte des ailerheiligsten Leyden JEsu Christi widerum lebendig wer¬ de meme Seele/ und zu den ewigen Leben ge¬ lange/ Amen. Übung deren Haupt Tugenden. Des Glaubens/ Hoffnung / und Liebe/ auch darauß erfolgenden Reu und Leyd beson¬ ders vor Eingang in den Beicht - Stuhl andächtig zu sprechen. Zch -6 «o? O Za» ^kCH glaube in den wahren lebendigen rM GOtt/dreyfach m denen Personen/ ein¬ fach in der GOtkheit / ich glaube in dem Vat¬ ter/ der mich erschaffen hak/ in den Sohn / der mich erlöset hat / in dem heiligen Geist / der mich durch seine Gnad geheiliget hat/ ich glaube und bekenne jenen heiligen Glauben/ welchen JEsus Christus gelehret / welchen die heilige Apostel geprediget/ welchen die H. Römische Cacholische Kirchen haltet/ und in Visen heiligen allein seeligmachenden Glau, den betheure und schwäre ich/ zu leben und zu sterben; auß Ursach / weilen GOtt selbst/ der die ewige unberrügliche Wahrheit ist/ sol¬ chen geoffenbahret. Ich hoffe/ und vertraue auf GOttes un¬ endliche Barmhertzigkeic / 0 GOtt! du ein« tztger und mächtiger Helffer aller meiner Leibs und Seelen Bedächtigkeit/ ich hoffe auch und vertraue auf das kostbahreste Bluth meines Heylands JEsu Christi/ Vas mir GOtt ver¬ zeihen werde alle und jede durch mein gantzes Leben begangene Sünden/ und erkheilen das himmlische Leben / auß Ursach/ weilen GOtt es versprochen har/ treu und allmächtig ist in Haltung seines Versprechen. Ich liebe dich/ O liebwehrtester GOttdu höchstes/ unendliches Gutt/ und Abgrund al¬ ler Vollkommenheit/ ich liebe dich aüß Una.b deiner eigenwesentlichen Gurre / Schönheit und Lieblichkeit; weilen du bist / der du bist wüc- «o? G 27 Würdigst aller möglichster Liebs und Ehre / ich wünsche auß gründ meines Hertzens/ das ich dich mit jener inbrünstigen Liebe lieben Lunte / mit welcher dich alle Außerwöhlks und Engel in den Himmel lieben / und in Ewig-» keit lieben werden; mit weicher dich würckli'ch lieben/ und lieben können alle Geschöpf/so du erschaffen hast/und erschaffen kanst auf Erden/ mit derer aller inbrünstigen Liebe ich meine unvEommneste Liebe vereinige. Undauß dijer vereinigt? inbrünstigstenLie- be bereue ich bertzlichmit grösten Abscheu und Grausen/ verwerffe und vernichte alle und jede meine durch das gantze Leben begangene Sünden. Wolke GOtt! ich kunte anjetzo machen / das ich solche niehmahls begangen hätte. Ich will lieber sterben / als dich / O liebwehtt-ster GOtt! hinführo jemals mit ei¬ ner Sünd/ sonoerbahr mit einer Todt Sund beleydigen / Amen. WL. Lenestiüu; der XIH. hat jedermann» lieh 7. Jahr Ablaß verlchen/ so man dise Tugcnvs» Übungen vollziehet / geschicht es aber mit abgelegter Beicht und H Com- munion/ alsdann / wird vermög 17:8. er- theilker Freybeit ein vollkommener Ablaß erlanget/welcher auch denen armen See¬ len urag geschencket werden. Am 2« M? G §0» Andächtige Bitt/Seuffzcrdeß H. Vatters LM HErr JEsu gebe/ bas ich mich kenne / und kenne dich/ Nichts anders verlange/als dich! Mich Haffe/ und liebe dich/ AU mein Thun zum absehen habe dich. Michdemülhige/ und erhebe dich/ Nichts gedencke als dich. Dir lebe/ und verachte mich/ Alles annehme/ und le„be vor dich. Dir folge/ und selbst verfolge mich/ , Dein Nachfolger zu seyn verlange ich. Flühe zudir/undfiühe mich/ Würdig werde/ das du beschützest mich. Mir fürchte/ und fürchte dich/ Und denen Außerwühlten zuzehlest mich. Nicht mir traue / sondern vertraue auf dich. Gehorsam leiste; weilen ich liebe dich. Du allein / und nichts anders bewege mich / Schaue mich an/ das ich liebe dich. Russe mich/ das ich sehe dich / Und also ewig anschaue dich. Zußucht zur Mutter GOttcs MNter deinem Schutz und Schirm fliehen tW wir/ O heilige GOttes Gebahrerin / verschmähe nicht unser Gebet! in unsern Nü- rhen then/ sondern erlöse uns allezeilvon aller Ge¬ fährlichkeit/ O du glorwürdige und gebene- dcyreJungfrau/ unser Frau / unser Mirle- krn/ unser Fürsprecherin / versöhne uns mir deinen Sohn/ befehle uns deinen Sohn/ fürstelle uns deinen Sohn. änripk. O Jungfrau aller Jungfrauen/ O Jungfrau! du allein grosse Hoffnung de¬ ren Menschen / du einige Zuversicht - reinige uns von allen unser» Sünden / und versöhne uns mit dem himmlischen Vatter. Bitt für uns O heilige GOttes Gebah» rerin. w.Auffdaß wir würdig werden der Ver* heiffung Christi. Gebest. MHJc bitten dich O -HErr / verschone der Sünden deiner Diener ( Dienerin) da¬ mit wir / die wir mit unfern Wercken dir nicht Mögen gefallen/ durch die Fürbikt der Gebüh¬ ren!, deines Sohns unfers HErrn seelig wer» den/ der mit dir lebet/ und regieret von Ewig¬ keit zu Ewigkeit/ Amen- Vollziehe anjetzo die Beicht. Dancksagung nach der Beicht. MrOn dir O grundgütigster GOtt! kehre ich zuruck / und sage Danck / daß ich durch deine Knad von den Unflats) meinex Sünden bin gereiniger worden/ beinNamen ?c> M? D O ZTsu! sey gebenedept in Ewigkeit. Mar- haßtig/ du bist JEjus / das ist/ cin Seelig- macher / der du niemand von dir / er seye so boßhasit/als er wolle/ verstossest/ hingegen alle/ welche warhasst ihre Sünden bereuen/ in deine Gnad annihmrst/ und unter die Zahl deiner lieben Kinder zehiest. Ich erkenne/ L> JEsu! den Überfluß deiner Varmhertzigkeit / unfange selbe / und wiltme mich hinsüro gäntzlich zu deinen Dienste. Ich bitte dich/heisse meiner Schwachheit/ damit ich niemahls dsser deiner mir erzeugten Gülte vergesse/ oder durch die Liebe einer zeitlichen Freud/ und Begierde nach den vorigen Leben verkehret werve/ :n die vorige Sünde fahle/ und von dir mich absöndere- Mein Hertz/ und mein Seel umfange mit denen Ärmden deiner Liebe also kräffrig / daß ich mit dem Apostel spröchen kan: wer wird mich von der Liebe Christi aissöndern / Verdu lebest und re* girest von Ewigkeit zu Ewigkeit/ Amen. / Wann es leicht geschehen kan/ ist rathsam, daß die aufferlegte Buß nunmehr» verrichtet wird, Gebett, Gemacht von den V. Vatter zur Zeil der von den Feind belagerlen Stadt Hippon. ASHr deine Augen O HErr! stellen wir un» ftre Schulden / und Vie Wunden / die pir empfaMu/ tragen wir zusammen. Wann EWA» ;r Mann wir das Übel / welches wir gethan haben/crwegen; so ist weniger/ waswirley- den / und mehrer was wir verschulden. Schwärer ist/ was wir begangen / und geringer was wir übertragen. Die Strasje der Sünde empfinden wir/ und die Hawsieirigken zu iundigen meiden wir nicht. In deinen Geißlen wird unsere Schwach¬ heit gedemüthigel/ und vie Boßhrit wird nicht geändert. Das kranckeGemüth wird gcquellet/und die Hartnäckigkeit wird nicht gewogen. Das Leden jeustzel in Schmertzen/ und bes¬ seret sich in Wercke nicht. Wann du erwartest/ werden wir nicht ge- besseret/ wann du straffest/ so tragen wireS nicht. Wir bekcnen in derZüchtigung/ was wir be¬ gangen/ und vergessen nach derHeimsuchung/ was wir beweinet haben. Wann du die Hand außströckest / so ver» sprächen wir zu lhun/was du befihleft/wann du dein Schwerd aushenckest/ halten wir un¬ ser Versprechen nicht. Wann du schlagest / schreyen wir/ das du verschonest/ wan du verschonet hast / bewegen wtr dich widerum/ das du schlagest. Du hast O HLrr l die sich schuldig bekesien; tvir wissen / das/ wann du nicht veraibest/ bil- Uchunstädteft. zr E W s«» Ertheste O allmächtiger Vatter ! ohne Verdienst was wir bitten; der du die jemge guß nichts erschaffen hast/ die dich bitten «ollen durch JEsum Christum unseren HLrrn/ MSN. KVMer deinen Schutz und Schirm fliehen W wir O H. GOtleö Gebährersn/ ver¬ schmähe nicht unser Vebetk m unsern Nölhe/ Gebett. ^kCH bitte dich O HCrr/ lasse dir angenehm und gefählig seyn durch die Verdienste JLsu Christi / Marich der allerseeligstrn Jungfrauen / und aller Heiligen dise meins Beicht/ und was mir vffesmahl abgegangen ist / oder auch sonsten an einer genugsammen Meu und Leyd/ oder reinen und vollständigen Beicht/ Vifes ersätze deine Güte und Barm- hertzigkeit/ und vermög biser lasse mich gäntz» lich loßgesprochen seyn durch eben demselben unfern HErrn JEsum Christum/ Amen, OG Olt der du machest/ bas denen dich liebenden alles zu Nuyen werbe / gibe meinen Hertzen ein unverlötzliche Neigung deiner Lie¬ be/ damit mein Verlangen / so ich gegen dei¬ ner Erbarmnuß geschöpstet habe/ durch keine Versuchung jemals geändert werbe/ Amen. Zu der allerseeligsten Jungfrau -EH W IgM J') sondern erlöse uns allzeit von aller Gefahr- lichten / Odu glorwürdige und gebenedeyte Jungfrau / unser Frau / unser Mitlerin/ und Vorsprecherin/ versöhne uns deinem Sohn/ befehle uns deinem Sohn / vorstelle uns dei¬ nem Sohn. F.Bltt vor uns O H. GOttes Gebähre- rin. w.Auff daß wir rheilhasttig werden der Ver¬ heissung Ehrtsti, Gebett. AH Dllerseeligste Jungfrau Maria/ einKö- nigin der Himmeln/ «in Mutter unferS lieben HErrn JEsu Christi / ein Herfcherin der gantzen Welt / du du niemand verlaffest/ sihe mich armen Sünder an mit deinen barm- hertzigen Augen / und erlange mir bey deinen höchst geliebten Sohn / den du eine Jungfrau sebohren hast / Nachlassung und Verzeihung aller meiner Sünden z damit ich durch deine H- Empfangnuß / welche ich verehre, in künf- ttgen Leben die ewige Vergeltung erlange / Amen. Zu dem H. icolrlo von l'olentin umb Beständigkeit in guten. , ^nriplion.Von der Schooß der Mutter rst mit Nicolao außgegangen die Erbarmnuß und Miileyden / und ist mit ihme auffgewgche «en ju dem Glantz der Heiligen. C Z4 Ev? O ?a» tK'. H- Nicolae bring zuwegen / H. Daß mir GOtt geb seinen Seezen. Gebett. «ELlmächtiger Ewiger GOtt/ barmhertzi- ger HErr/ oer du in deinen Heiligen ge- ehret wirst/ und alle / so deinen Seegen be¬ gehren/ gutwillig erhörest/ sihe mit denen Äugen öemer grundlosen Garmhertzigkeit auf mich armen Sünder / und verleyhe mir durch die Vorbikt des H. Nicolai von Lolentin deines getreuen Diener / damit ich in deinen Dienst und allen guten beständig verharre biß an das End / und in deiner Gnad wie er ver- fchelüe / der du lebest und regierest in Ewig» kett/ Amen. Lomunion-Gebetkek. Vor Empfahung des H. Altars KM GOTT Himmels und der Erden! der unendlich zu lieben bist/ und ein uner¬ schöpflicher Brunn bist a lies guten / ich als dec Mste Sünder / auß allen dein unwürdigstes Geschöpfs/ wersse mich auff die Erden voe dem Thron deiner Glory. Sihe ich trachte zu deinen Tisch / und mein Seel verlangt da? Vrodt der Engien zuempsangen / mit so groß ser Liebe/ Ehrerbietigkeit/ Andacht/ und Sirrde / als es mir möglich ist. O höchst «vtz G §6» zf M anstatt ! dise H. Communion opstcre ich ^diraustin Vereinigung aller jenen Dir ange» neme« Kommunionen/ jo von Einsetzung dijes hochheiligsten Sacrament biß auß vife Stund geschehen ftynb/ unv von nun an biß ju End der Welt geschehen werben/ auf; purer Lieb zu die/ und auß Verlangen dir zu gefah* len / zu deinen gröjsern Lob und Ehr / zur Be- kanmuß deiner höchsten Majestättunb Herr» schaßt über alle Geschößl: zur Gedachtnuß deß bitlern Leyden und Todts IEju Christi: zur Ehre der allein ohne Mactel Empfangenen Jungfrau Maria/aller Engeln und HH in¬ sonderheit des H. Nicolai von Tolentin: zue Dancksagung vor alle Gulhatlen/ welche du mir und allen Menschen mildreichist verlyhea hastzur Genugthuung vor die Sunden dec , gantze Welt/besonverS jener/ so ich persöhnlich begangen hab; deren es mich von Hertzen re¬ ichet/ weilen solche dir als dem höchsten Gutt mißfallen / weiches aller liebe werlh/ nebst De¬ rne opßere ich dir mein GOtt! dift Com- munion noch auß vor meine / und aller Men¬ schen Anligenheiten/ vor die arme Seelen irr Fegfeur/ insonderheit vor die Seel NN- beS jüngst Verstorbenen/ Damir ich unv sie sene 'Gnad erlangen / welche wir durch den H. lbli- colsum von Tolentin zu überkommen unS Serkröstrn- -6 «d? G Za» OmeinGOtt/ an dich glaube ich/ O mein GOlt an deine Gnad hoste ich/ O meinGOtt! dich liebe ich über alles. O HErr! sey mir gnädig und barmhertzig. Laß mich nicht unwürdig ju Visen deinen Gna- den-Tijch hinzugehen/ damit ich nicht das Ge¬ richt über wich ziehe / und des ewigen TodtS schuldig werde. Da bu dich zur Empfahung der H. Hos stien näherest/ sprich: zMOmme mein liebster ZEsus! und heile mein krancke Seel/O Hertzliebster ZE- sus! mache/ daß ich mit dem Eyster der En¬ geln dich allda anbette/ und würdigst empfan- «e. Nachmals klopffe z. mahl an die Brust sprechend-: O HErr JEsu Christs! ich bin nicht wür¬ dig / daß du eingehest unter mein Dach / son¬ dern sprich nur ein Wort / so wird gesund mein Seel. Nach der (^ommum'on. WEt) gegrüffet du mein liebster Erlöser! du außerwöhlter Bräutigam meiner See» len ! gebenedeyt seye deine süsseste Ankunstl zu mir armen Sünder. Die Seel Christi heilige mich/ Der Leib Christi mache seelig mich / Daß Blut Christ» krancke mich / Da- MC G N Das Wasser der Seitbe Christi wasche mich/ Das Leyden Christi starčke mich/ L> gütiger JCsu erhöre mich/ llnter deine Wunden verberge mich/ Von dir laß nicht absondern mich / Von bösen Feind beschirme mich / Zur Stund des Todts beruße mich / Schafte zu dir zu kommen mich/ Damit ich ewig lobe dich / Und mit allen Heiligen erfreue mich/ Amen. Nun bin ich vereiniget mit d,r O JEsu! laste nit zu / daß ich mich hinführo durch Be¬ gebung einer Sund von vir abjöndere/ son¬ dern stats in dir zu leben / und zu sterben mich befleisse. Ich hab gefunden / den meine Seel lie¬ bet / ich werde ihn halten/ und nicht mehr ent¬ lasten. Zu der allerseeligftm Jungfrau -r k 1 Mi Mutter des eingebohruen Sohn GOt- tes / welche du M tzer neun Wonach lang JEsum Christum deinen lieben Sohn Unter deinen Jungfräulichen Hertzen ver¬ schlossen getragen hast z erzeuge dich nunmeh- ko eine Mutter / und bringe mir die Gnao zu- fegen / daß ich in meinen Hertzen JLSUM Christum als den kostbaresten Schatz ver¬ fahre/ damit mich kein eintziger zenllchee VZollust / Begierlichkeit/ oder üble Neigung von demselben absöndere / Amen. 2a 'z8 «vtz G §0» Zu dem H. Schutz - Engel. XWEm -H. Schutz' Engel! begleite mich in allen meinen Weegen / damit ich den sichersten Weeg allzeit gche ; verwachte mein Hertz/ damit ich meinen GOtt nimmer ent¬ lasse z behüte mich/ damit ich nicht eingehe die Fußtritt deren Sündern/ und stehe mir bei)/ aust das ich von denen Weegen GOttes nicht in geringsten abweiche/ Amen. Aufopfferung. Zu Ehren deß H. von To/e»/ iz¬ vor die arme Seelen in Fegfeur. k^icolAi von l'olenrin ein besonderer NM* Vorkikter vor die arme gequette Seelk in Fegfeur/ dir befehle ich vise meine mögliche Andacht/ und empfahung des H.Sacrament deß Altars. Überreiche selbe denen armen Seelen in Fegfeur zu ihren Trost / labe sie mit dem Blut JEsu Christijpeste sie mit dem allerheiligsten Leib meines Erlösers/ aust das sie in ihren Peynen eine Linderung ver* spihren und bald zur göttlichen Anschauung gelangen / durch JEsum Christum unsirn HErrn/ Amen. Gelobt und gebenedeyt/.sey die allerheiligste Dreyfalttgkeit/ von nun an biß m Ewigkeit Amen. . W-is E G ;s Weis und Manier Die 7. H. Messen nach dem Beys spiel dcß ^v/co/^rr von I'o/e»/r» yyx die arme Seelen in Fegftur aus» zuopffsreri- Die erste H. Meß ist aufMpfferen r ZS Or die Seel/ welche sonst von allen ver» lassen ist/und niemand ihr^r gedencket/ sondern nur das allgemeine Gebett der Kir- chm zu hülst har. Die änderte. Für die Seel/ welche die letzte in das Feg» feur gekommen ist. Die dritte. Für die Seel/ welche sich am längsten irr Fegfeur befindet. Die vierdte: Für die Seel/ welche jum längsten in Feg» stur verbleiben solle. Die fünfte. Für die Seel/ welche die erste soll erlöset werden. Die Sechste. Für jene Seel/ welche die gröffe Peyn §ey- det. Die sibende. Für die Seel/ welche in LebS* Zeiten der Andacht der allerseeligsten Jungfrauen Ma? riä tMthan wäre. L 4 Aw 4» M? G 8«» Anmerckung. M)Nter andern Tugenden / welche der H. I^icolsusvon l'olenrin besessen/ Ware nicht die letzte seine grosse Lieb gegen Venen armen Seelen in Fegfeur/ welche von Nico» lao zum üfftern hülst gesucht; wie uns vor andere Zeugnuß gibet die Seel ?r. peregri- »i von ^uximo, welche in dem Lloster V«I- lirmsnenr genannt d^icolrio nächtlicher Weill «rschinen/ und gebelten/ Er wolle künsttigen Lag vor die Abgestorbene die H. Meß lesen; führte ihn Nicolaum auch an unen Orth / and zeigte ihm ein Menge dergequelten See» len beyderley Geichlechls jo wohl Geistlich» als weltlichen Stands/ welche alle Nicola» zugerussen: Nicolae erbarme dich/erbarme dich über uns müheseelige / die wir alle deine Hilst erwarthen. Welches den frommen Die¬ der GOkteS dahin bewogen/ baser mit Le- laubnuß feines kriorr die gantze Wochen hindurch auff oben besagte Weiß vor lelbe die H Meeß verrichtet / nach welcher Verstos¬ senen Wochen Nicolao der benennte kr. Pe¬ regrin zum rten mahl erjchinen / und ihn ver¬ sichert/ baß durch Auffopfferung diser seiner H.Meeffen er nicht nur peregrini Seel/ sondern einen grossen Theil der gesehenen Seelen erlöset babe. Derowegen auch er¬ wähnte Andacht von der Kirch bestättiget / dnd zum grösten Nutzen deren in Fegfeur ley- -enben Seelen von Villen fortgejötzel wird. Se- «V? D 4< Gebetter Welche unter Anhörung der y. Meeß zuver richten. Gute Meinung. Zu Anfang der H. Meeß. D?,Ein HTrr und GOttder du mich auß nichts nach deinen Ebenbild erschaffen / erkffeile mir die Gnad / damit ich Visen Heil. Meeß-Opffer mit solchen Ehrerbietigkeit und «ndacht/ als es sich gezimet beywohne/ lch vpffere dir bises auff zur gröffern Ehr und Mory deines Nahmens! zur Gedächmuß Und Verehrung des Leyden und Todts IEsu Ehristi; zur Dancksagung vor alle Guthal¬ len/ ,o du mir und allen Menschen gnädlgst er¬ eilen/ zur Genugthuung vor alle meine Sün¬ den; zu Erlangung demerGnad/vornemb- !>ch in Visen wichtigen Merck kl. kl. über VijeS vpffere ich dir dise H. Meeß auff vor alle Le^ bendige und Abgestorbene/ vor meine El¬ tern/ Bluts-Verwandte/ Gutthater / beson¬ ders vor Visen oder jenenkl. kl. nihme an O GOttl meinen guten Willen und Meinung/ Und erhöre mich/ Amen. Zum Offertorium. DKJHmean OH.Vatter allmächtiger ewi- «er GOtt! dise unbefleckte Hosti/ uno un 4» W unblutiges Opffer durch die Hand des Prie» sters zu s'ob und Glory deines H. Nahmens / zu unseren Nutzen/ und deiner gantzen H. Kir¬ chen / Amen. Nach der ersten Aufwandlung. 8,GE»e gcgrust mein qecreutzigker IEsu! mit treffester Temulh bette ich dich an/ der du allhie warhafftig gegenwärtig bist/ und scbencke mich dir/ seve mir barmhertzig 0 lieb¬ ster IEsu! O IEsu seye mir gnädig! IEsu verzeibe mir alle meine Sünden. Nach der änderten Aufwandlung. ZKEvs gegrast O kostbarestes Blut unsers HErrn IEsu Christi! mit tieffester De- muth bette ich dich an/ O heiligstes Blut wa¬ sche auch von aller Unreinigkeit / O rosenfar» des Blut thue vor mich genug / O kostbare- stes Blut bringe mir zu wegen die Gnad / und Barmhertzigkert GOltes. Geistliche Lommunion Verlangen MLm zu empfangen. Zum -VFNU8 Oci. Du kamb GOttes/ welches du hinm'mst die Sünd der Welt/ erbarme dich unser. O du Lamb GOttes / welches du hinnimst Pik Sund der Welt/ erbarme dich unser. G 4; O du Lamb GOttes/ welches du hinnimsi die Sund der Welt/ schencke uns deinen Friden/ Amen. Mein GOtt! ich liebe dich/ Nicht aber liebe ich dich/ Das du scelig machest mich; Oder weil du/ die dich nicht lieben/ Mit der Höllen thust betrüben. Du/ du mein IEsu hast gantz mich Dn Creutz zu umfangen gewurdiget dich: HastNagel/ Lanzen/SchmertzunüSpott/ Schwelst/ Aeugsten/ ja den bittern Todt / Mir Freud vor mich empfangen / Da du an Creutz thcist hangen. Wie solt ich dann nicht lieben dich/ Der mich geliebt so inniglich? O liebster ITsu ! ich liebe dich/ Nicht, das du leelig machest mich / Weder das mich nicht straftest mit der Höllen Peyn/ > Noch das du wollest mein Hoftnung sevm Sondern gleich wie du geliebt hast Mich / ^lso lieb ich/ und werde lieben dich. Bloß weil du bist der König mein/ Wie auch mein GOtt nur gantz allein. Alsdann klopfe dreymahl an die Brust mit dem Priester allzeit sprechend: . O HErr! ich bin nicht würdig/ das du ^"gehest unter mein Dach / sondern sprich "ur ein Wort/ so wird gesund mein See^ ' Nach» 44 «o? A §0» Nachdem schöpfe rin Verlangen nach der H. Hosti und sprich: Geistlicher Weiß/ QmeinGOtt! bin ich Nun mn dir vereiniget/ach! mache/das mich weder Fr.ub noch L'eyd von dir jemals süM dere / Ämcn. Aufopfferung. Zu Tao der H. Meeß. W^mme aust O alierheiligste Drevfaltig* Anbörunq diser H. Meeß; laß dir es gefallen und verlevhe/ das es mir unv allen/ vor welche ich es anqehört/ deine Gnad zuwegen bringe durch JEsum Christum une sern HLrrn/Amen. Tag Seiten Deß H. Nicolai von lolentm. Anruffung. MEiliger Nicolaus zu aller Zeit Solst du gebrisen Werden- Groß ist dein Namm undHeiligkeit In Himmel und aust Erden: Der Abgrund selbsten aller Welt Weiß dich nicht gnug zu loben / Die weil du in des HimmelS; Zeldt Vor andern hoch erhoben / List «V5 M d Cin Stern in Himmel leuchtest vor Dein Glantz gchst zu erkennen / Cs pflegt auch der Englisch Chor Dich seine Freud zu nennen. Das Kleinoth deiner Reinigkeit Der Lilien wird verglichen/ Weil durch deingantze Lebens» Zeit Die Blum niemahls verblichen. Dein Tugend/ so du Wunder» Mann Gepflantzer hast auff Erden/ Dem Ceder-Baum auch leidsten kaa Verglichen billich werden. Dem Krancken warst ein Medicin/ Der höchste Trost der Armen/ Weil dir nichts läge in den Sinn Als varteriichs Erbarmen. Mil was vor Eysser/und grosser Frucht Thqkst du die Erd durchdringen/ Die Seelen in des Fegfeurö Grustt Etats in Erquickung dringen. Cin Schröcke aber warst allzeit ^-Der Höll vertiestten Rachen/ ^r must ob deiner Heiligkeit ! Vor zittern gantz erbrachen. sprich pan» ein in Hertz/und Mund/ Thue meine Leffzen steisjen/ Das ich dein Lob biß aust den Grund Demülhig kan begreiffcn. ist zu deiner Heiligkeit ! Zu schwach zwar meine Zungen / ^6 sey dir doch nach Möglichkeit Ein ewiges Lob gesungen/ Amen- 4Ü «VZ O Za» Jur Metten. /. AHErr thue aust meine Lestzen ^o wird mein Mund dein Lob vei> kündigen. O GOtt merck aust mein Hülst/ H. HEn cylle mir zu heissen. Ehr jey dem Vatter und dem Sohn und dem H. Geist/ als er war in Anfang / jetzk und allweg/ und zu ewigen Zeilen/ Amen. NVIVlNOS. MAEr Nicolae aufferkohren Dein Ursprung will ergründen / Wre du der Erde warst gebohren Wird gleich Verwunderung finden; Dann dein Geburt jchonEnglgch war/ Gleich in den ersten Tagen / Was wird man erst in wenig Jahr Voü deinen Leben jagen? Ihr Eltern ach wie thät jo mild Dec Himmel euch beglücken Indem er euren Wunjch erfüll/ > Thar einen Engel schicken? Dec euch des Himmels Wunderthat Auch em Stern musts erklären / Drumb last uns was nur Zungen hat/ Nicolai Lob vermehren. " . L nciph. Dijes Äind ist grofi vor GOiu LNd oo feiner Geburt werden sich vill erfreue"' GOtt hat Nicolaum außerwählt / y. Uno har ihm in den Glantz seiner gen groß gemacht. Es G 50» 47 Gebett. KMJr bitten dich O GOlt / daß gleich wie du die unfruchtbare Ellern des H. Ni¬ colai mit emen jo heiligen Erben erfreuet hast/ und durst) einen Stern seine wunderbare Ge¬ burt verkündiget/ also gibe auch derne mit, wurstende Gnad umern unfruchtbaren See¬ len / dir allein wohlgefällige Gebansten / Wort/ und Werst zu üben / damit wirzu den Stern / der auß Jacob außgegangen rst/ ge¬ langen mögen ZLSUM Christum uniern HLrrn! Ämen. Die Instäes. O GL>tt mercke aust rc. wie oben. Linkst ^(75. MEr Englisch Jüngling ist aldort/ Nicht lang zu Haust verbliben/ Zur Kirchen hat ihn GOttes Wort / Mn Eyfec angerriben. bin Predig rhär er ungefehc / Ntit grossen Nutzen hören/ 'Düntzlich bewogen durch Vie Lehr Der Welt wolle abschwciren. *0" Eyfer stig ststts mehr unv mehr/ Den Berufs wolt er erfüllen / bntfchiuge sich der eitlen Ehr Mit feiner Eltern Willen. Ist also durch sein Heiligkeit Der Augustiner Orden Mit 48 S-M D §a» Mik grossen Wunder weit/ und breit Von »hm erleuchtet worden. ^ncipk, Nicolaus ein wahrer Armer Christ! / ein von GOrr außerwöhlte Jung« frau / ein Spiegel des Gehorsams Hal den Eremiten Orden des H. Augustini mit Tue genden gezieret. Der Herr hat den Gerechten durch die wahre Weeg geführet/ y. Und Hal «hm das Reich GOtles gezeigt- Gebett. KM GOttl der du deinen Diener NicolauM von denen zeitlichen Eitelkeiten zu der geistlichen Vollkommenheit berußen hast/ ver^ leihe gnädiglich / daß wir mit ihme deinen Willen recht erkenen/ und denselben volikom« wentilch nach leben mögk durch JEfum Chki^ stum unfern HErrn/ Amen, Zur Prim. O GOtt merek aust mein Hülst/ rc. » V 5. M^Ebettet hat er Tag und Nacht/ Sein Ruhe war stäts wachten/ Er hat sein Leben zugebracht In göttlichen Betrachten. Sein Leib hat kein Rast noch Ruh; Er lchluge ostkermahlen Mil Geißlen so erbärmlich zu Sgs er zuiamb möcht fallen. GH? D 5GM ^ütdesi dann die Glider malti Und thateN sie sich klagen/ Nlcdlaus die Steiner that Herbey zum Rühe-Beth tragest» Eein L'igersiatt wat ö Erd allein/ L)isi war «in gUkteS Zeichen, Was Wunder wann der harte Skrist Ntöchle gleich wachs erweichen» . ^nriph. Das stätkeGrbett Nicolai ßktzs ^ffzu dem HErrn/ und die Barmhertzigkrit GOtkes sirge zu ihm herunter. Bitt für uns O Herl. Nicolae» . Aust das wir würdig werden der Vit» Gissung Christi. Gebctt. MMäNge uns O. H-Nicolai durch deins villmögende Fütbikt, das wir mit wahr ^"tzyster und ohne Mstraung des Oemvch ^on GVtt begehrn/ was uns Nützlich ist/ und wir nützlich degehrn/auch in dein Wrrck Elbst erhalten/ durch JEsum ChrlstuM UM lrtn HErrn Amech Zur Tertz» Gjdtt Mercks aust rc. wie oditt» N V 8. WÄum Aahr/ em kleine Zahl- Thcit seine Jugend rastem Da fangte er schon eklichs mahl Die Woche an zu fasten; D EM 5» E O 5»» Sein Mer selbst die Hungers» Noch Freywrllig that vermehren / Dann ;o. Iahrwolt er nichts/als Brod Und Murtzl zur Speist begehren. Das Master ihm zur Labung war/ Em Kranckheit aust dis Leben Sich zügle gar/auch Lods »Gefahr/ Fleijch Spesen must man geben. Gebrame Rebhun wurö angerragen / Dre aust d Beneoicnon / klls man chm ihal von Essen sagen/ Lebendig fiug darvon. ^neipk. Nicolaus Hat ihme eine strengt Fasten austerlegel/ und hak stch in keiner Ein» jamkelt vor dem HErrn gedemürhiget. Er hat durch die Fasten feine Seel ge» speiset. «. Und GOlr hatdie Dsmüth feines Die* ners angesehen. Gebctt. -ThfvJe Gnad des H. Geistes kome über meis Hertz / damit ich in Ansehung der streik gen Fasten des H. Nicolai von allen lünnli* chen Aumuthungen enobalten/ und allein von denen himmltichen Einjpröchungen erjältigel werde/ durch Cbrrstum unjern HErrn/ Am^- bud Ek^t. O GOtt mercka - i nc a Hilst rc. KKLsdann thäk zein HeiliMt RD Die Hdiien Gspenster blagrn / E G 8S* k» Wei! sie ihn in der Einsamkeit Biß auff ven Todt geschlagen; Doch Christus gleich in Visen Streikt That güttig ihn umbfangen/ Knd lindert seinen Schmertz / und Leyd Nachall Wunsch / und Verlangen. Ein solcher Sig folgt auff den Streikt In GOtt that er obsigen/ d^icolsi Tapfferkeic Wust nichts von unterligen. Drumb sein Capelln noch anheunt Wanß bsessne Leuth erreichen / Da muß alsbald der böse Feind Auß ihren Leibern weichen. tipk. Der HErr hat seine Macht kn de^ "en Armben seines Dieners erzeuget / damit die Trüffel vertilget/ und die Mühefeclige mit allen gölten erfüllet wurden. ^»Das Gesatz GOttes ist m seinen Hertzen/ Und seine Tritt werden - cheg werden. Gebett. M)Erleihe uns/ OGOTT! durch die grosse Verdienst des H. Nicolai / das wir wi- der die Nachstellungen und Anfechtungen de- lrydigen Sathans/ insonderheit in jenen letz- teu höchst gefährlichen Streit ritterlich mögen obsigen durch ZESUM Christum unser» HErin/ Amen- D 2 Zur Zur ^on. O HErr mercke aust mein Hrlffst. M^As Wunder er noch mekr gethüR rEV In seinen strengen Leben / Frag man sichbcy den Seelen an/' D«e können Nachricht geben. Wie em gantze LPoch allein Für sie hakeelckriret/ Und GOtt sie mit dem HimmelS-Scheitß Älfo gleich Kat gezieret Es hat gelöscht Vie Feuers-Quall Sein betten und castayen/ Ein unerhörte grosse Zahl Aust einmal)! that b^freuen. Was Ist nicht viß vor grosse Gnad/ L)ie GOtt ihm thcit verleihen / An dem Lt alle Mijsethac Aust einmahl that verzeihen. ^nripk Nicolaus Kat sich als ein besonde» rer Freund deren armen Seelen erbarmet/ tveilen sie die Hand GOttes schmertzlich bt» rieret Kat. Er hat fürste zu den HErm geschrye». Hk»Und der HLrrhat sein Stimm erhöret. Gebett. ^^Rkarme dich/O güttiger und karmhertzi^ ger c^L>tkl deren arme^ Trost beraubten Seelen in Fegfeur/ und verwiilr.ie ihnen gn«' diglich / daß sie in krasit oer mannigfaltiges Wrrckktl und H. Meeß OMr/so E M 8a» rr Maus m seinen Leben vor sie pflegte zu verrich¬ ten / zudem Angesicht jener unbeschrechliche« Schönheit/ nach welcher sie schmertzlich seusse h«n/gelangen mögen durch IEsum EhristÄW^ Unfern HErrn/ Amen, Jur Vesper. D GOtt merck auffmein Hilst re. einstens er vor dem Altar Sähe sein GO» auflkeben / Ern Kindlern dunckte ihm gany klar In selbiger Hosti schweben Daß IEfulein ihn gantz irebrerch Thar in der Gstalk anlachen Vor Süssigkeit thäe alfo gleich Sein Seel verzucker machen. Vor mich auch bitt/ in meinen Todt Leiff mirein gutten Gferdten/ Das ich durch diseS HrmmelS»Brod Möge erquicket werden. Alsdann will ich in Ewigkeit MN dir auch GOtt anzehen / Thue mir in meinen lekren Streitt Gancr Nicola beystedrn. ^nciph. Die Seele Nicolai verschmelzet Vor Süssigkeit; dann seme Augen had^u de« Heyland gesehen. Der Gerechte wird sich vor dem AnM sicht G OtteS erfreuen. Und mit aller Ergötzlichkeik erfüllst werden. K L Güo L4 «o? G kM Gebett. W Süssester IEsu ! der du dich dem Heil. Nicolao in dem hohwürdigsten Sa^ crämentdes Altars in sichtbarer Gestalt er¬ zeiget kast/ ertdeile auch mir die Gnad/ bas ich vor meinen Ende mit diser englischen Speist möge erquicket/und der darunter ver- borgenenGOtlheit ewig ansichtig werben/yek vu lebest und regierest in alleEwigkcit/ Amen- Zum Komplet. ^.Bekehre mich OGOtt mein Heyland. y?. Und wende deinen Zorn von mir ab. ß) GOtt mercke auff mein Hilst/rc. nun dem allerhöchsten GOtt Sein Lebens" Schluß gefallen / Ließ er ein Halbs Jahr vor dem Lod Der Engel Stimm erschallen. Die himmlisch Music thak all Nacht In Nicolai Zell erklingen/ Die Glory selbst der Englen Macht Die Boktschastt thäte bringen. Mit grösten Trost ist dise Zeit Beglückt ;u Ende gangen/ Biß er kam in die Himmels Freud / Und liebreich wurd empfangen/ Bev sein Tod» Belh Maria rein Sanct Augustni darneben Stund/ die Zell war voll des Schein KH er sein Geist austgeben. G 55 ^nripk. Wolman du mein frommer / und Sen euer Diener Nicolae / gehe in die Freud Deines HErrn. Der HCrr hat ihm geliebt/ und gezieret. tz, Lr hat ihm das Äleid der Glory an-. Zczogen. Gebett. AMrch deinen Trost/ und glorreiches Hin- scheiden / O H. N-colae! erhalte mik vvn GOlt/las ich lhme bist an mein Ende getreulich dienen/ und auch «einer rmerwäh» renbenGlory theilhafftig werben könne, Lurch JEiumLhrlstum unjern HLrrn/ Amen. Beschluß. AMAnct Nicola von Tolentm Sey nunmehro verehret / Nimm gütig meinen Lob»Spruch Hilt Dein Glory sey vermehret. Eugenius zu leiner Zeit Der vierbte Pabst erwöblet/ Har dich der gantzen Christenheit Als ein Stern vorgestebet/ E-o von der Gnadens - Sonn bescheint _ Dein Liecht jeden ertkeilest/ Der es mir dir andächtig meint/ Zu Helffen nicht verweilest. Wie auch nunmehro kaum ein Tag Wo nicht Wunder seynd zu jehen/ , l. . D 4 DE M EV4 H 8M Heins Heiligkeit vili vermag / Durch sich virl -roch wird gfchehr^ Em Hest man vor verspiren kan / Auch selbst deS Krieges Blitzen/ Dann deine rmbvorsavgenan/ Dos delle Blukh zu schrpitzen. Hru nobilllch hat zu seiner Zeit Luzeniu^ bekennet / tz)a er icht ablegen / und das hochheiligste Sa¬ krament des Altars andächtig empfan¬ gen; damit aber die Zubereitung durch die 8. vorstehende Täg würdiger/und mit grös¬ seren Nutzen geschehe/ seynd täglich dise fol¬ gende Gebetter mit Andacht zu benannten Heiligen zu sprechen. Dm M O M» «1 Den ersten Tag. KL. Folgendes Geben wird täglich denest anderen vorgesttzet/umb sich würdig zur An¬ dacht zu machen. Gebett» HM HErr! ich glaube / aber steifte du Meinest Glauben/ HErr ich Hoffs / aber mach« du sicher meine Hoffnung / HErr ich liebe/ a- der mache/daß ich inbrünstiger Liebe/ HErt es reuet mich meiner Sünden / aber mache/ daß meine Reu haffligerwerd«. Dich bette ich an als den ersten Anfang / dich verlange ich als das letzte Zihl/ dich lobt ich als einen immerwahrenden Wohlkhättec/ dich ruft« ich an als einen gnädigen Beschützer. Leite mich mit deiner Weißhen / halte mich Wil deiner Gerechtigkeit / tröste mich mit dei¬ ner Gülte/ schütze mich mit deiner Srarcke. Mem GO«! ichopfferevirauff meine Ge» damken / auff baß sie zu dir seynd / meine Wort/ damit sie von dir feynd/ meine Werck/ auff baß sie nach dir seyno / meine Beschwär- dr / damn sie deinetwegen seynd. Ich will/ was du wilst / weilen du es wilst: sch will wie du wilst / ich will/ so lang du wilst, HErr ich bitte/ erleuchte mein Verstand / entzünde meinen Willen/ reinige mein Leib/ heilige meine Seel. Verschaffe/ baß ich beweine die beMMt HE 6» E G Za» Boßheiken/ widerstrebe denen kündigen Ver¬ ju cdungen /verbessere die ffmdhaffte Neygun- gen / übe wohl anständige Tugenden- Gütiger GOtk! verlcyhe mir / daß ich lie» be dich / Haffe mich/ des Nächsten mich eyftig annehme/ dre Welt verachte. Gibe auch / daß ich mich befleisse denen Li¬ bern zu gehorsammen / denen Untergebenen beyzustehn/ rar!) gebe denen Freunden / und Verzeihe denen Feinden. Gibe/ daß ichüberwmde allen Wollust mit der Strengheit des Lebens / den Geitz mit der Freygäbigkeil/ den Zorn mit der Sansstv muth/ die Lauigkeit mit der Andacht. Mache Mich klug in denen Rakhschlüssen / standhastng in Gefahren/gedultig inWider- rvarltigkeilen/ demüchigin Freuden. Mache/ das ich sive m Gebell austmerck- sam/ in Essen und Trmcken mäßig/ emsig in meinen Verrichtungen / beständig in meinen -Uten Vorhaben. Vcrschaste/das ich Sorg trage/die inerlichs Unschuld zuhaben / äusserlich die Ehrbarkeit juweisen/ die AusserbäuUchkeit in meinen Wandet zeige / und durch mein Leben den Nächsten ein gutes Beyspill gebe. Vcrleihe/das ich allzeit wachtbar seve/ mei¬ ne Begierlichkeit zu zäumen/ deine Gnad zu- erhallen / dein Gesatz zu erfüllen / mein Heyl zu verdienen. Lehre mich/ mein GOtt! wie gering unv schlecht «04 O SS» S r schlecht / was indisch / wie Wichtig und groß / was GLlkUch/wie kurtz/ was zeitlich/ wie lang/ was Ewig. Gwe O HErr/ das ich dem Todt mit einer wahren Zubereitung verkomme/ dein Gericht förchre/ der Höiien entgehe / dem Himmel erlange mittels der Fürbirt des H. Nicolai von Tolenrin/ durch ZEsum Christum un¬ fern HEnni Limen. MDmmer her ihr Menschen-die belrangt/ Demuthig fair zu Fussen AVer Nicolai Hilst verlangt / Der wird es gwisr genu ffen. ^nript,. Der HLrr har seine Macht ir» denen Llrmben des g). Nicolai von Tolcntin feines Dieners erzeuget ; damit alles Übel dertribrn werde. H. d^colai bitt Key GOtt. Damit uns plage keine Noth- HErr erhöre mein Gebett. Und laß mein Geschrei-zu dir komme». Gebctt. der du deinen getreuen / und Demurhi» S«n Diener Nicolaum von Tolentin ,n dem «wigwadrendes Reich übersetzct/und als emea Fürsprecher aller Nothlevdenden/und irr alter Betrübten außerwöhlet hast/lch §4 «vtz G 84» dich demüthiglia-/ du wollest mich durch M seine Verdienste und mittels seiner Fürbitt in allen AnUgrn und BesclWarden anhören/ von solchen bestellen / und endlich die ewigt Glückseeligken verleihen / der du lebest und regierest von Ewigkeit zu Ewigkeit/ Amen. HErr ich werde nicht zu schänden wer¬ den. h. Dann ich hab dich angeruffen in deineit Diener Nicolas. Es sollen ruhen die Seelen aller Glaubst -en durch die Barmhertzigkeit GOttes ill tzriden/ Amen. Hier bette z. Vatter unser/und AveMeyn er- kennen möge/ der du lebest und regierest von Ewigkeit zu EwigWt/ Amen. de^' HErr werde nicht zu schänden wer* E V« 66 «M M «. Dann ich hab dich angeruffen in deinen Diener Nicolao. ES tollen ruhen die Seelen aller Glaubt gen durch die Barmhertzigkeit GOttes in Friven/ Amen. Hier bette z. Vatter Unser / und Ave Maria vor die jenige in Fegfeur lendende Seelen/ so dir in Leben jum nächsten anverwauot waren. HErr gib ihnen die ewige Ruhe / De. Und das ewige Liecht leuchte ihnen. Gebett. O HErr! durch dessen Gutte re- wie oben. Den dritten Lag. O HErr! ich glaube rc. wie oben. t^MNU8. (MEv etlich zc>. an der Zahl «A Erweckte er zum Leben / . Betrübten noch rhuk er in Qual! Ein Trost und Lindrung geben. r-- * ^nriph. Wir bekennen und vek* . ^kündigen ostenrlich/daß durch das Blulb Z ^>es Worts GOtteS dir heilige Änch seve erbauet worden; und jagen/dast stl» A L.ke durch das Vluth des H. Nicolai vos ? Tolentin beschützet Zverde. H N^olae bey uns bleib/ ». Alles Übel von uns abtreib. - Wtzg A 6^ HErr erhöre mein Gebett/ Und las mein Gejchrey zu dir komm. Gebett. ^LLlmcichriger/ ewiger/und barmherziger 7^' GOtt! verleyhe mix deine Gnad/ aujf daß ich dich m deinen Diener Nicolgo vanTo- ^ntin nach Möglichkeit ehre/ lobe undpreye ue / der du lehrst und regrerestjvon Ewigkeit zu Ewigkeit/ Amen. Hier bette z. Vatter Unse?/ und Ave Maria vor jene Seel in Fegftur - welche den Heil. Vicolaum austErden zum eystrigsten vereh« . ret hat. HCrr gib ihnen die ewige Ruhe/ Uno das ewige Liechr leuchte ihnen. Gebett. O HErr! durch besten Gürte rc. wie oben. Den vierdten Tag. ^HErr ich glaube :c.wie oben. I^vmnus. MCrzweistlenve bekehren sich / Nie Gspanfter sich verlihren / ^on Kranckheit/ Fieber wunderlich ^hut Nicola curiren. ä nripk.Scelig ist der Mann/ der vertrau» har aust dem HErrn/ er hat verkündiget ^Gesaiz des HErrn/ und ist erhoben wor^ aust seinen heiligen Berg. 68 Ms G W» H. Nicolae grosser Patron H. B'lt / daß GOlt unser verschon HErrerköre mein Gebell. «. Uno laß mein geichrey »u drr kommen- Gebett. KM Gültigster/ uyd liebwerthester HErr/und GOkil der du alle/welche dich ehren/ und benedeyen / hingegen auch ehrest/ unv glorwürdig machest; insonderheit aber durch d«e Verehrung deiner Heiligen und Außtk- wühlten gelobet und gebrysen wirst/ verleb gnädiglich/ daß ich in deinen getreuen Dienet Nicolao dich inbrünstig benedeyen / und däMlig verehren möge/ der du lebest/und re^ gierest von Ewigkeit zu Ewigkeit/ Amen- Hier betteVatter Unser / und Ave Maril> vor jene Seelen «n Frgfeur/ welche in ihre»' Leben die Andacht des H. Nicolai beförvek' haben. ch- HErr gib ihnen die ewige Ruhe. P. Und das ewige Liecht leuchte ihnen- Gebett. O HErr durch dessen Gürte rc. wie oben. Den fünfften Tag. O HErr ich glaube rc. wie oben. MHAs Würckung drser Heilige gethan/ Haben Land und Städt erfahren/ Die d^'colaus der Wunders Mann Von Übel lhät bewahren. . E N A» - 69 ^nrlpd. Der HErr kat seinen rüstenden Heiligen cmgekvrt/und ihn bestellet in Fride. H Nicolae mein Bitt erhör/ Und mache daß cs GOtt gewahr. HEr? erhöre mein Gebe«. Und laß mein Geschreyzu dir kommen. Gebett. RMebwertester GOtt und MErr! in Ver» einigung aller Verdiensten / mir welchen vichdein getreuer Diener H. Nicolaus/ und ^lte deine Außerwöblte aust Erden geehrek ha- ben/ und annochjetzt in Himmel loben/ und rhren/ opstere ich dir aust alle meme Gedan» Eken/ Wort und Werck/ und hoste Key dir ^nadhrer zeitlich/ und bork ewig zu erwer¬ ben / durch ZEsum Christum unsern HLrrn/ Amen. Hier bette ?. Vatter unser / und Ave Maria vor jene Seelen in Fegfeur / welche von der Andacht des H. -Molar aust Erven nichts gewust / nun aber jeiner Hilst bedurstlig leynb. HErr gib ihnen die ewige Ruhe, h- Und das ewige Liecht leuchte ihnen. Gebett. Q HErr durch besten Gurte rc. wie oben. Den Sechsten Tag. HErr ich glaube rc. wie oben. E z N/m. U^MNU8. WH Nicolae seya'icmahl/ Nach Wurde hoch verehret Dvlch dessen Krasit die Wunder-Zahl / Sich immer mehr vermehret. -V nrixk. Es erfreue»! sich alle/ welche Hof» sen inoichOHErr/ dann du HM den Ge» rechten gefeegnel. -H. Nicolae gedencke mein. H. Wanns mit Leib und Seel solt übt' >eyn. 7^. HErr erhöre mein Bebett. re. Uird laß mein Geschrei) zu dir kommen- Gebett. LM Vatter der Barmhertzigkeit! der dual» ler Dinge Anfang / und Ende bist / und gleichwie meinen Eingang / alfo auch meinen Außgang von difer Welt in deiner Macl)k hast/ertheile mir die Gnad/ daß ich nichts vollziehe/ was deiner göttlichen Ehre wider» strebet / sondern wie dein getreuer Diener Ni' eolaus von Tolentin vie Zeit meines Lebens in der Andacht gegen dirbestcindig verharre / Amen Hier b iteVatter unser / und Ave Maria vor jene Seelen in Fegfeur/ welche noch ein Zeit lang leyden sotten wegen der Nachlas' sigkeit ihrer Befreunden/so die vor die Seef len der Verstorbene angeordnete H.Mees^ ftn immerdar verschieben- «os Gk 7L HErr g'b ihnen die ewige Ruhe. Und das ewige Liecht leuchte ihnen. Gebett. O HErr durch dessen Gütte rc. wie oben. Den Sibendm Tag. O HErr ich glaube rc. wie oben. MN Himmels-Saal! ein große Zahl/ " Nicolaus Hal geführet/ Stehe mir auch bey/ mein Helffersey/ Wann mich die Sund verführet. -^nliph. Sehet den grossen Priester/ der m seinen Tagen dem HErrn gefallen hat / auch gerecht ist befunden worden/ und zur Zeit des Zorn eine Versöhnung worden ist. H. Nicolae vertreib das Leyv/ k'.Ünd erbitt uns die Himmels-Freud. HErr erhöre mein Gebett/ h. Und laß mein Gefchrsy zu dir kommen. Gebett. W Mein GOtt l ertheile mir die Gnad durch die Fürbitt deines H. Beichtigers Nicolai von Tolentin / daß ich alle sündhaftte Gelegenheiten meide/ die Lasterhaft« von den kündigen abhalke/und alfo gereinigel vondi- ler Welt gehe / daß ich mich ewig mit dir er¬ freuen möge/ Amen. Hier bette z. Vatter unser/ und Ave Maria C 4 Hier 72 MH A vor die Seelen/ welche hm/ und wider aust der Erde zur Srčast erscheinen / und Hilst suchen/ aber keine finden. Herr gib ihnen die ewige Ruhe. ihr. Und das ewige Hecht leuchte ihnen. Gebett. O HErr durch dessen Gurte rc. wie oben. Den achten Tag. H HErr ich glaube rc. wie oben. sey dem Vatter und dem Sohn / 'd Dem H. Geist auch eben/ Die Nicola zu ihren Tron/ Gncjdigst wolten erheben, ^uripli. Eine goldene Cron ist ober sein Haupt/ em Zeug seiner Heiligkeit/ Glory/ und Ehre. Er leuchtet wie ein Heller Morgen- Stern/ und gibst annoch seinen Schein dek Erden. H. Nicolae sey gebetten / 2. Daß du uns wo list von Sund errett ten. HErr erhöre mein Gebett. y. Und Laß mein Geschrei) zu dir kommen. Gebett. LA GOtt! der du die Gnad deinen wunder» vollen H. Beichtiger Nicolao von To- lentin ertheiilet hast / daß er von dir als vek göttlichen Gnaden-Sonne seinen Schein dec gross O 50» 7? soffen Heiligkeit/ und gebenedeyten Anschau» Ung deines göttlichen Angesichts erhallen/ Und der du annoch wunverbariich bist in drsen deinen Heiligen / da du die Welk durch ihme wrr jonverbahren Wundern zu beleuchten dich Würdigest/ gibe nm dre Onad/ Vasi lch verne göttliche Gnad erkenne/ solche nicht mrßbrau» che / sondern zum Nutzen meiner Seele an, wende / der du lebest uno regierest von Ewig» kerr zu Ewigkeit/ Amen. Hier beiteVatter unser / und Ave Maria vor jene Seelen m Fegfeur/ welche ihnen in ibren Leben bas schache Gericht GOttet nicht vorgestellet; und ihnen nicht ein¬ gebildet haben/ daß kerne Erlösung aaß dem peynlichen Keccker des Fecseurs za hosten >eye/ brß daß der letzte Haller bezah¬ let werde ». Herr gib ihnen die ewige Ruhe/ K.Uno das ewige Liecht leuchte ihnen. Gebett. O HErr durch besten Gülte rc. wie oben. Dm neunten Tag. HErr ich glaube rc wie oben. k^MNN8. W Daß ich kund nm Hertz und Mund Der gantzen Weltzuschreyen / ( wst «s? G Za» 75 ( wie es in einigen Ländern ruhmwürdig ver- . richtet wird) 9. Montag nach einander ausf - besagte Weiß entrichtet werden; weilen be¬ sonders der Montag / vor die Arme Seelen i» bitten/ von der Kirch benennet ist worden. Lob« Gesang. An Fest-Tag deß H. Nicolai von Lolentin Besonders zu sprechen. ktzLElobt in aller Welt soll werden Nicolai Wundecthat Ober - unter-auss der Erden Lob ihn/ was da Zungen hat. Vil durch ihm zum Leben kämmen/ Die schon längst verstorben gwest / Seelen auß des FegfeurS-Zlammen Har er ohne Zahl erlöst- Dhöl! selbst Forcht und Zittern leydet/ Wa n man Nicolaum nennt; Auß vesöstnen Leibern scheidet Satan/ sich gebunden kennt. heilsam Stern-Zeichen Machet Seel und Leib gesund; Tobsucht/ Fieber müssen weichen/ -Aussatz/ Krebs heilt Er von gründ. Bald durch ihn der Taub tbut hören / Bald der Stumm fangt zreden an / »>etzt dec Blind sicht schon die Srern / - Hschwmvder Lamme gehenM. 7« ES A §t» Ldut von Kriegs» Noch uns errötken / Hattet die Pest'Ruthe ein / Corduba sambt andern Städten Müssen ewig Zeugen seyn. Unfruchtbaren schickt er Kinder / Springt Gebührenden stäts bey; Löst von Strang die arme Sünder/ Macht die gfangene Kelten frey. Th"t die Feurö-Gefahr einstellen/ Legt Vie grausam wilde Wind; Stillt die wüttende Meer-Wellen / DasGstatt der Schistbrüchig find. Keyerey flieht ihn von wcithen; Freund' auß Feinden macht er gutt/ Unglück thut der Kirch andeuten / , Wann seine Acmben ichwitzcn Blut. GOtc in Dreyheit,ey geprnftn/ Stimmt ihm ewigü Lob-Gsang an; Der uns so vill Gnad erwisen Hat durch drsen Wunders-Mann. Simen. Litaney Dor die arme Seelen in Fcgftuk. SMErr erbarme dich ihrer / Christ« erbarme dich ihrer/ HLrr erbarme dich ihrer/ Christs köre sie/ Ekriste erköre sie. GOtt Vatter von Himel/ erbarme dich ihrer/ «Ott Sohn Erlöser der Welt/ erbarme drcy ihrer/ G0tk ««v? O Za» 77 GOtt H. Geist? erbarme dich ihrer? Heilige Dreyfaltigkeit ein einiger GOtt? er» barme dich ihrer/ H. Maria ein Königin deren Himmeln? bitt für sie. H. Mana ein Trösterin der Betrübten/ bitt für sie. H.Maria ein Zuflucht der Sünder/bitt für sie. H. Maria ein Hilst der Christen? bitt für sie. H-Michaei ein Führer der armen Seelen auß dem Fegfeur? bitt für sie. Alle -HH. Ertz-Engelrr/ bitter für sie. HH. Engel- die ihr gewesen >eyt ihre Schutz» Geister/ büret für sie. H. Johannes der Lauster? bitt für sie. H. Joseph ein Scahr. Vatter Christi? bitt für sie. Ave HH. Patriarchen und Propheten/ bittet für sie. H. Petre/ bitt für sie. -Ö. Paule? bitt für sie. H. Andrea? bitt für sie. H. Johannes / bitt für sie. Ave HH. Apostel und Evangelisten? bittet für sie. Ave HH. Jünger des HErrn? bittet für sie. Alle HH Unschuldige Kindlein? bittet fürste. H- Stephane / bitt für sie. H-s'auremi / bitt für sie. Ave HH. Märtyrer/ bittet für sie. D-Vatter Augustine? bitt für sie- H. »5 Durch E T 5S» 78 H. N>colae von Tolentin ein Vatter der ar» men Seelen in Aegfeur/ bitt für sie. H. PatrstieinApvste! derJrrlanüer/ der du selbe auß denen Buß'Flammrn m der die von Christo außgezeichneken Einöde er-- rettet hast/ bitt für sie. Alle HHPljchvst undBeichtiM/oittetfürsie- H. Lucia l bitt für sie.^ Tecla / bitt für sie. Barbara/ bitt für sie. H.CEcilra/ bitt für sie. H. Anastasia/ bitt für sie. Alle HH. Jungfrauen und Wiktwen/ bittet fürste. Abe Lhör der Gerechten/ bittet für sie. Gey ihnen gnädig/ verschone ihrer O HErr. Gey ihnen gnädig/ Erhöre sie O HErr. Sey ihnen gnädig / Erbarme dich ihrer O HErr- Von deinen Zorn. Von aller Martyr und Peyn. Durch deine Menschwerdung. Darch deine H. Geburth. Durch dein H. Creutz und Leyden. Durch dein heilig vergossenes Blut. Durch deine H. fünff Wunden. Durch dein biktern Todt und Begräbnuß. Durch dein glorwurdige Austerstchung. Durch dein wunderwahre Himmclfarth. Durch die Gnad bes H. Geists /d E G 8«» 7- Turch die grosse Verdienst und viümögende Fürbitt des wunderchakigen H. d^colai von Tolentin/ Erlöst sie O HErr. L>du Lamb tziOltes/ welches du hlunimbst die Sund der Welt / .verschone ihrer O ^HErr. D du Lamb GOtkes/ welches du hinnimbst die Sund der Welr / erhöre sie O HErr. Odu lÄmb GOtteö/ welches du hmmmbst die Sund der Welt / erbarme dich ihrer O HErr. friste höre sie. ^hrche erhöre sie. '»Lrr erbarme dich ihrer- ^-hriste erbarme biä) ihrer. DErr erbarme dich ihrer. Vatter unser/ Ave Maria. Der 129. Psalm Davids. D' Ust der Tiefte ruffe ich zu dir O HErr! HCrr erhöre meine Stimm. ^-Deine Ohren wollen acht haben auff dir ^timrn meines Bittens.; . Ach HErr; nmnn du deren Sünden gs* gen?^ wilst wer wird bestehn mö» Aber bey dir ist Vergebung / und umb dei, e^esah Willen verlast ich mich auft dich. Oleine Gerl verlast sich auft sein Wort: nne Seel Hoffer in dem HErrn. Von 8o O SS» Von der morgen Wacht biß zu dem Abend i soll Israel in dem <.o,rr hosten. Sann beydem HErrn istbarmhertzigkeit/ Uttduberfiuchge Erlösung. Und er wird Israel erlösen von allen ihren Sünden. HErr gibe ihnen die ewige Ruhe/ unddüs ewige Liecht leuchte ihnen. HErr errötte sie von aller Martyr. IL. Und von aller Peyn erlöse sie, HErr erhöre mem Gebetr. i?r. Und laß mein Geschrey zu dir kommen- Gebert. KU GOtt! ein Erschaffer und Erlöser allel Gläubigen/ verleyhe denen Seelen ve>' ncrDienerund Dienerinen Verzendung aliek Sunden/ aust daß sie die Nachlassung / sie allzeit gewunichet haben / durch die groß Fürl'Nt des H. Nicola» von Tolentin erlat" gen / der du lebest und regierest in Ewigkeit Amen. ! Die Seelen aller abgestorbenen Gläubig ruhen. Durch die Barmhertzigkeit GOtteö inst' den Amen. «VT ZA §S» »k Folgen etwelche Gebetter 3u Ehren des H. N icolui von To, lenttn in gewissen AnligenheiLen zu sprechen. Gebett. 3u Verthactlgung der Unschuld und Echalrung seines gurren Nahmens. M Grosser H. Nicolae von Tolentinl dee du sovil in Verdacht/ und zu offenen ^raffen gezogene Unschuldige wunderrhatig ^schützet hast / ich bitte dich / verthätige mei¬ ßln disen Laster bl. dl. verdächtige Unschuld Sncidigljch/ damit ich einen gurren Nahmen/ weicher dem Leben gleich zu schätzen/erhalte/ Ad dir als meinen erntzigen Schützer der Un¬ schuld unauffhörlichen Danck abstatte/ 2lmen. Zu Erhaltung eines Leibs-Erben/ oder auch glücklichen Ent- bundung. M Eiliger Nicolae von Tolentin/ du gross ser Hrorh-^elffer in allen Vorfallenhei» Un / der du von unsruchtbahren Ellern durch «M Gelubl von GOkt bist erhalten worden/ I unü «üd daher» auch mit diser sonverbahrk Gnad! i denen Unfruchlbahren einen Leids-Erbe ' / und in Kinds-Nörben sich befindenden ein glückliche Geburch zu erbitten/begäbet wor¬ ben/ erlange mir bey GOt die Gnad / naß ich mit einen Leibs-Erben erfreuet/ von se-beN glücklich entbunden/ er aber zur Nachfolg deines H. Tugend^wandeis in allen guttes aufierzogen i und mittels deiner H. Fürbilt mit allen notbwendigen Gaaben von GOtt begnadet werbe/ Amen. Em anders. RUUrch deine Heil. Schulter-Wunden/ i) HErr JEfu Christewelche dir eines rmauspröchlichen Schmertzen verurfachel hat/, befehle ich mich dir in meinen 51invS'Nokl>en/ und bitte dich durch die villmügende Fürbitt des H. Nicolai von Toleutin/du wollest mei- > ne Schmertzen lindern; dir zu deiner göttli¬ chen Ehr und mir zum Trost eine Leibs-Frucht! verleyhen/ der du mit dem Vatter und Heil« Geist gleicher GOtt lebest / und regierest ist Ewigkeit/ Amen. Zur Zeit deren Anfechtungen, j HM Allerseeligste Gebabrerin GOrtes Wa- rsg i die du der H. Birgitt« aeoßenba!)* ret bast/ dasi niemand in eine Tovt-Sünö einwiliigen wird / welcher deine unbefleckt Empfängnuß andtichtig verehret/ bichfle-t ich Ich ivehemüthig an / in diser Gefahr m inee Seelen durch Fürbitt des Heil. Nicol 1 von Aokntin deines besondern Verehrers dast vu mir die GnadGOttes erbitten wollest d«. tNll ich denen Versuchungen ritterlich wider¬ streben/ die böse Gelegenheiten meiden/ und m der Tugend der Reinigkeil mich üben köne: vamil der Feind sich über mich mit Nichten er» freue/ sondern von mir durch deinen mütter¬ lichen Beystand beobsiger werde / durch ZE» lum Christum unfern HErrn/ Amen. L) Heilige/ und unbi steckte Jungfrau Maria! mit was vor Lob Spruch sötte ich dich verehren? indeme disen.' welchen Himmel Und Erden nicht begreifen mögen/du in deinen "!b getragen hast; ach! reinig« mein Hertz Und Seel von allen unreinen Gcdancken/ Dorch/ und Wercken / Amen. 3u Erhaltung einer besondern Gnad von GOtt. AIJr seye geklagt O wunderlhäöger Heil. Nicolae von Tolenrin! mein heimliches ^uligenhhre an meine Bitk»Seufttzer/ und trage dieselbe vor GOtt den Allerhöchsten des mir elenden Geschöpft dises oder jenes Ereutz «.dil. zugesendet/ villeicht/damit ersehe/ ob ich tl)m liebe; ich erkene aber meine Schwachheit/ Und vermercke bey mir/ daß ich in eine Wein« u.uchigkeit wegen Visen Meinen Anligen leicht ^ksahlca möchte / sofern mir GOtt nicht zu» L L Mch «4 E D gleich seine Gnad verleyhet/alle Zaghafftkg' feit zu meiden; dije dann bringe mir zu wege» L> H. Nicolae von Tolemm/ damit ich durch die GnaoGOlres diieTrubsall / gleichwie l>a das Rasen des leydigen Satans/ der dich auß Zulassung GOtteS erbärmlich geschlagen/ jl> grösserer Ehr und GlöryGOttesnm Gevull tiberirage/ Amen. änrjph. GOtt hat es gegeben/GOtt hat es genommen / der Nahmen des HErrn se- gebenedeyr von nun an biß in Ewigkeit. ' HeMgerG^rr/ starcker GOll/unsterbl^ cher GOtt / seye bey mir/ und nur nm in alit Ewigkeit/ Amen. Ich will was GOtt will. H. GOtt seye in allen mein End und Zill. HErr erhöre mein Geben. ». Und las; mein Heschrey zu vir kommen. Gebest. 8U Vatter.'nicht mein Will/ sondern drill Willen geschehe; wann du wlist / daß diser Kelch von nm gehe / so geschehe veill> Will/wilst du aber / daß ich denselben trn^ cke / so seye mein Will mit dem dein,gen ver* einiget/ auss daß; wann es zu deiner Ehr/ und meinen Seelen Heil ist/ ich auch rausendmaht liebersterbe/ als etwas anverlangen wolle/ was du mein GOtt nicht wilst / dec du in vr? nen drey allerheiligsten Persohnen ein gleicht GOtt W mein HErr/ und alles/ Amen. Vor M? V 50» 85 Vor Anfang eines Geschäfftö. Mein heiliger Schutz Engel! welcher dir mir von GOttbist zugegeben worden / auftdas durmchin allen meinen Weegenund Ekegen/ Tdun und Lassen sicher sichren / und lenen solrest/ sihe/ ich erwöhle nebst dir den wunvervollen H. Beichtiger Nicolaum von Tolemm/ der mir vir in allen meinen Ubunaen wem Geleits-Mann seyn solte; ach! siebet beyde »ederzeit an meiner Setthe / damit ich besonders in Visen meinen Geschafft mchs übe/ was wiver Vie Ebre GOrres und meinerSee- Heil / sondern nur allein / was GOtl ge» mllig ist würcken möge/ Amen. All mein tkun/ unv lassen seye euch H. H. Patronen überlassen/ überreicher solches dem Küiligen GOlt / unv bittet mir mir / das ee «s barmbertzig annehme/ unv nm zum ewigen Leben geveyen lasse. JEsus seye in meinen Gedancken. viEjus seye in meinen Worthen. ^Esus seye in meinen Wercken- Derd?amm des HErrn seye in Mn benedeyr/ von nun an biß in Ewigkeit. Alles was ich thun/ reden / oder gedenckea werbe/soll also geschehen/ wie es GOtt will/ bas es geschehe/ der mich in allen stärcken wolle / damit alles ru seiner grösseren Ehk Seschehe / Amen. . F z Tag- »6 «8 G W» Tägliche Versöhnung mit seines Feinden. AHMer! verzeyhe ihnen / dann sie wiffes EZ nicht- was sie thun r sie haben mich umb sonst gehastet/und du O HE «wärest mels «Heister. Mein GOtt! gebe ihnen alles gul< les uud du O HErr rechne nicht die mit zugefügke Unbilden. Wegen dirO GOtt/ und auß deiner Liebt laß ich ihnen nach alle Belevdigung / und ich liebe meine Feind/ wie mich sechsten Äch kunte ich allen gutres thun / die mit übles wollen/ so wolle ich solches zu üben/ auß Lieb meinesGOlteö mitnichten Unterlasten-! Mein Seel wolte ich vor sie geben/ meines Feinden zu ^ieb sterben. HLrr schencke auch ihnen die wahre Lieb/ das sie mich vor ihren Freund erkennen aller von mir angethanenea Unbilden vergessen/ und mir selbe auß Liebe gegen dir/ nachlassen. Bie Ehr fty GOtt dem Vatter/ und dein Sohn/ und dem H. Geist/ als es war in fang / jetzt und allweg/ und zu ewigen Zeiten Amen. Gebett. Lu spröchen/ da man zweifflet/ ob ge- pugjamme Reu und Leyd über Vie Sünden erwecket worden. ELWlger/ gewaltiger GOtt! vor dessen db gxrmmen die Sauüen des Himmels / vno Mh? D n» r, vnd dieGrundfeffe der Erden erzittern; ich armer Erd, Wurm / der ich nicht würdig bin/deinen H. Nammen außzuspröchen/ habe deine unergründliche Majestät also villfaltig deleyoiget/ das sich billi h alle Creaturen ge- gen mich sitzen/ und deine Ekr an mir rechnen sollen/ und über disis alles doch bin ich durch weine Schuld / aus? deiner gereckten Ver- Hangnuß zwar / in solche Hurtigkeit des Her» tzens gecatheu/das mir meine Sünden gae Nicht zu Hertzen gehen/ und auch kern einziges ?iüncklein eines guten Wütens / oder einige egierden mich zu bessern/ in mir empfinde/L> wein GOO! dix klage ich meine Nord / Q V Ott! der ou durch deinen H. Propheten pesagt: ich will das steinens Hertz von euch Nehmen / und will euch ein fleischiges da'vov geben : sihe doch an die Harrigkeit memeS Hertzens/ und die Wideripansti.cheik meines tutens; güsse mir ein e»ntzlges Tröpflein dei¬ nes göttlichen Einfluß darein / und erweiche drsen harten Marmorftern. Du weift mein GOtt! daß wir auß uns keinen einigen gur¬ ten Willen haben können/ es seye dann / daß du auß deiner Güttigkeil uns denselb? michei» lest; darum bitte ich dich durch die Liebe / wel¬ che aiß dir und deinen Sohn außgebet/ du wo- , st mir ein wahre Reu niemer Sünden wiche len. . O Grosser GOtt! du erforderst von uns ta nicht mehe als wir haben/ begehrest auch F 4 E «r «m O nicht mehr/ als wrr können/ sihs alles, was ich hab und vermag/ disesgrbe rch dir; und oo ich zwar in mir kein wahre Reu verspire / so wol¬ le ich dannoch/ daß ich die höchste Ren Kaire/ die remahlen ein menschliches Hertz empfunden har. Ja ich wolle / baß rch solche Reu und Schmertzen Uber meine Sunden hätte/gleich» wie dein liebster Sohn über die Sünden dec gantzen Welt in seinen allerheiligsten Hertzen gehabt/ als er am Oelberg in Erinnerung al» ler Sünden / so die Menschen begangen Hat¬ ter« und noch begehen wurden/ in solches Her- tzemLeyd und Beängstigung gerathen / baß Er auß Onmacht nicht mehr auffrecht komen kunte/ sondern sein mattes Haupt aust die Erden niberwerffen / und vor unerträglicher Angst blutigen Schwertz schwitzen/ und mit dem Todt hat ringen müssen. Drsen hästtigen Schmertzen deines lieben Sohns opffere ich diraust Ogültigster Vatter-' und in Verei¬ nigung desselben opssere ich dir aust alle Ren und Levd- so in allen wahren büßenden Her- tzenjemahls gewesen ist/ zu Ersetzung der je- nigen Reu / welche ich nicht hab / aber doch hertzlich gern haben wolte. Ich verhosse O GOtt l du werdest dich mit Visen meinen gul- ten Willen begnügen / und die Würckrmg di» ses H.Sacrament der Buß in mir krasttrg seyn lassen durch JEsüm Christum beruen Sohn und durch die Fücbitt deines evffrigen Dieners Nicolai von Lolemin / Amen. Von «H? G -N» 8- Won dem Ursprung und Wunders VEN Würckung des s). ^601,^/ Brods/ wie auch dessen Gebrauch. MN einen lang anhaltenden Fieber hat den krauchen Herl. Nicolaum von Tolentm Maria die grosse Himmels §königin sichtbar besuchet / und ihme anbefohlen / baß Er von ««"er benachbarrenFrauen durch die Liebe JE- su Christi etwas von ihren neugebachnen Brod erbitten / und selbes in Wasser singe- Wachter genüjsen solle; welchen alser beföhle- " r Massen nachgekonien ist/ Haler alsobald d«e vorige Rrafftenund Gesundheit erhalten/ Und solches auch andern mitgetheilet. Wor- auß dann der Gebrauch die Christ-Cacholi- sche Kirchen veranlasset / schon vor drithalb hundert Jahren an dem Festag deß H. 9r«co- lai vvn Lolentm die Weyhung des wunder» bahren Brods anzuordnen / wordurch einige sa«t in allen Orlhen der ILelk augenschem» liche undwunverbahre Hilff/ wie wir ersehen werden, «rsahren haben. Von dessen Gebrauch, MZEr diies Brod nützlich gebrauchen will / muß enkweoers selbesbevsich tragen/ oder aber auff eine ihme beliebige Weiß etwas weniges darvon gemessen. Nachmahls mit Andacht sprechen z. Vatter unser/ und so vill Ave Marm zu Ehren der alierheiligsten Drey- »altigkeit / und zu Ehren Mari« der Urhebe- tmüiseö Brods. Ge- -o E? V ra» DLCgrust seyest du Königin / Mutter der Barmhertzigkeit/ und bas Leben Susstg- krit/ unser Hoffnung sey gegrüst/ zu dir fchreu- en wir eiende Kinder Evw / zu dir feufftzeN wir traurenveund weinendem Visen Jamer- thal/ Eja unser Fürjprecherm/ darumb wende deine barmhertzige Augen zu uns/und zeige uns nach Visen Elend JEsum die gebenedeyte Frucht deines Lews O milde/ O gütige/ O süsse Jungfrau Maria! Zu Ehren deß H. Nicolai von Tolcntm. ^ntipk. Nicolaus ein wahrer Armer Christi/ein Jungfrau von GOtt erwöhlet/ so dui Gehorsam reichlich behalten / hak den Eremiten Orden deß H. Augustmi mit Wun¬ der* Werck/ und Tugenden gezieret. d-. Bitt für uns O H- Nicolae vonTolentin. U. Auff das wir theilkasttig werden der Ver¬ heissung Christi. Gebett. ZUErleyhe O allmächtiger GOtt! das del- ne Kirchen/ welche durch die Tugenden «nv Wunder deines Beichtigers Nicolai Klorreich ist erleuchtet worden / durch dessen Fürbitt und Verdienste in statten Friden und Einigkeit sich erfreuen möge durch Christum vtssern HErrn/ Amen. E G 5«» -r HL. Wer aber nit Lesen kan/ soll noch 2. andere Vatter unser / und Ave Maria bet« ken: einen zu ehren Mariae an statt dem Ketzins »den andern zu ehren deß H. Nicoia» von Tolentm anstatt der ^n- ripkon, Ver5 und Gebetk. Beschreibung Einiger Wunder-Wrrckm. ME Mehrers die Stern von der Sonn be- W? leuchtet werden/umb sovill vollkomner weiset sich ihr Schein vor uns auff der Erde Wanderenden Menschen/ und scheinetzuwrüm die ichimrende Stern-Lichte auß der Forcht« tamen finstern Menschen-Feinvin der Nacht «inen angenehmen freundlichen Tagzugestal* ken; der Ursachen haben sich schon vtll bemü- del/ deren Sternen ihre Gestalt zuemwechen/ und wohl in hundert und mehr Theil ihre ^krallen vorzubilden/haben doch bey disen allen bekennen müssen / das die Skernliechtr «in unzerrheilliges von der Sonne entlenvtes i recht ftye/ welches ihren Schein in der Fim» fiere um so vill ansehnlicher zum Vorschein i ringet als sie es urthetlsn. Jngkichen und vstl mehr ist auch der beste Narkemsr; sche M erck Zeug nrcht fsthig/den von der göttliche» Gnauex-Sonn hell»beleuchten Stern Heil. Nicola,im von Lolrntin genugjam voriustel- 9» E? V len/ und besonders in seinen vllifältigen Wun- der-Strallen zuentwersten. Hier wird dem- nach nur einiger massen dessen H. Schein erkläret/ wie sich nemblichen selber in Wasser/ Feur/ Lufft/ und Erde in allen Königreichen und Ländern der Welt auß GOnes Gnad erstaunlichst zu Hilst der lebenden Menschen hat sehen lassen. In Wasser. MU 6enua erbebte sich ein unerhörte uw «A gestimme beö Meers/ wider welche alle angestelte Procestlvnen und Andachten nichts verfangen wollen; so bald man aber das H. Nicolai Brod in das Meer gemorsten / ist solches zu sedermäniglicher Verwunderung still und ruhig worden. >4nnä i6;2. wolle ^nAellu5 (^omcllinus Mit andern nacher Lorisno in (^lsbris ab¬ reisen/ und als sie nacher Oaiers schisten wol¬ len/ entstünde ein so gewaltsamer Wind / das sie den Todt so nahe/ als bas Wasser gesehen; auß Forcht dessen begaben sie sich in einen Thurn/ bessern Wind zuerwarthen/ alwo einer frevendlich gesprochen: er wolle das H. Nicolai Brod in das Meer wersten / und wann ,ch nicht wurde zu ruhe geben / als¬ dann wolle er nicht mehr aust den H. N>co- Ilaum vertrauen/ weder ikme zur Ehre etwas verrichten. Und seket! alsobald/ als auch in Frevel Ws geweyhle Brod in das Meer ge- E O y; geworften worben/ erhevte sich «in so ge- wvnschter Wmd/ das sie selbigen Abend noch bey (^sjekL sich anckern kunten. Ein pacer deß Eremiten Ordens bei; H. Vatters Liugustini der Ottellamschen ?ro- vinr nach Zeugnuß k^ieronymi in der Lebens Verfasiung §. l^icol. lolenrin Is?d ist wit andern seinen Reißgefahrten bey gahling Entstandenen Sturm gantz verzagt aust dem Meer gewesen; Visen falte bey die mächtige Fürbilt deß H. Nicolai/ warffe das geseegne» le H- Brod unter die faustende Wellen/ und «lsobald flöge ein Menge deren schwartzen ^öglen in aller Angesicht hmweck von dem Echistmnd das schier allerdings zertrimmerie Schift gelunge zu den erwünschten Porr. Ein gleiches geschähe im Jahr rsn. von Veneäij; nacher?elaro. 1479. von ^rimini racher VenesiiZ. 144z- von k^ala nacher ^vcco. I sz8. auß Iliria nacher VenestlZ; der Ursachen auch die fromme Schister selten die Segel spanen/und eine Reiß vor sich neh¬ men. Bevor sie nicht den H. Nicolaum von Tolcntm als einen Schutz Patron anruften/ und sich nut dem geweyhten Brod vorsehen. ^nnö 16 >t. fuhren bey 40. Geist-und Westliche Persohnen auff der Donau von Jn> Leistadt nacher Regenspurg ab / kaum aber waren sie zwey Meil Weegs von dannen/ da 8>enge das Schift zu trimmern : sie rufslen ^>Ott und alle Heilige an/ und richteten sich AH MW A 8AM zu dem bevorstehenden Todt/ unter drsen wäre rin Tag-WercSer von München auß der Au Wolffgang Prädi mit Nahmen / distk befähle sich GOtt und dem H.Nicolao/wirft ein Läiblein von dem bey sich tragenden H- Brod in Vas Wasser/ da nun dis übrige alle rrrruncken/glucktees «hme/ das er sambl seiner schwängern Weib / die sich an ihm gehalten/ und jweiffelsohne aust dem H. Toleniiner ihre .Hoffnung gesetzt/ mehr als rin halbe Stund weit uemlich zuPförnig außgrschwummen. Es wolle einrrDen Fluß (Zu-rrirum durch¬ schwimmen / wurde aber durch dessen Unge¬ stimme fast versencket/ als ec aber auff das geweyhle bey sich gehabte Brod gedachte / und die Fürbikt deß Heil, angeruffen / ist ee wunderbahrlicher Weiß an ein sicheres Ge» statt geiriben worden. ^nnö lssz. kurtzweileten jU Ancona 2» Mägdlein miteinander / und beschaueren die Angesichter in dem Wasser; eines deren »st ge- strauchlet/ in das Meer gesahlen/ und versun¬ ken. Sie wurde lange Zeit gesucht/ endli¬ chen gesunden/ und koorer auß dem Meer ge¬ logen. Die Eltern «rinderten sich unter ihren Wrheklagen deß H. Nicola» Brod/ steckten selbes der Verstorbenen in dem Mund / und Hörer Wunder! dgs verstorbene Mägdlein ga-'e alles verschluckte Wasser vor» sich / und langte ari ju leben. ES «m G 4S» 9; Cs befände sich eine Frau bey dem todten außgesetzten H. Lerb Nicolai von Lolentm/ lvelche Märwigst um ein L.eliguren ankiel» te;. n sie in ihrer Bitt aber nicht gewähret rvorvev / n ichts sie ihm auß Andacht Vie Hand und Faß / fühlte VileS Wasser in ein Maßlein / uns setzte ihr vertrauen auss GQtt/ und die Fürbitt dises Heiligen/ unv hrilele mit disen Wasser ihre / wie auch andere gröste Kranckhenen und Schäden / welches alles Auch nachmals mit vergleichen Wasser durch Furvitt vifes Heiligen biß archero stätts ge- IHehen iss. Der Ehrwürdige Priester vonOrbilsaU« Leburrig / selbiger Zeit Laplan bey St. Lo- ^ntz hak bccheuret / daß er Vie Veränderung bes WasierS in dem Wein/ als er mit dem H. Aicolao gespeiffet / zweymahlvermercket ha¬ be ; und soll dises Wunder auch östlers zu To- letin in dem LeteSorio des Augustiner Llo- ner sich ereignet haken/ alwo es annoch aust «iller Taffel verzeichnet zu sehen ist. Zu ViLcl-in» in Welftbland ergösse sich des ^o-Fluß also hästtig/ daß er selbiges Erdreich A uberjchwemmen geschunen; woraust die PP. Augustiner ein Procestion dahin ange- stellet / und das geweyhte Nicolai Brod in solchen gemorsten haben: Worauf sich der Kuß zuruck gezogen / und in dem »erlaubten HmfM verbilden ist. /tunet 96 D ^nno 1602. Hat sin Fischer M tüoröuhg , weilen er mrk Villen andern nichts fangen kun' te/ an fein Fisch-Netz Sas geseegnete Brod ge» bunden/ und den H. Nicolanm angerustt/ nach deme hat er eine solche Mänge Fisch ge> sangen / daß 6. Maulthier darmik beladett worden/ den halben Lheil vondemFischea aber hat er gemäß seines VerspröchenS in das Augustiner Lloster geschenckr. In Feuer. .MS entstünde änno l?Ly. den 4. Juliszs Lononien ein so entsetzliche Feuers Brunst / daß alle menschliche Hilst zu schwach wäre solche zu löschen/ welche Flammen doch das darein geworffene H.Nrcolai Brodge» hemmet har. Zu Florentz hat sich in dem Palast des Herrn von kckeäices ein entsetzliche Feuers' Brunst ereignet; wie dann auch wlderum beh einen Gecken daffelbst/welche beyde mit vels Wunder-Brod Nicolai gelöschet wordem. r;;6. hat sich m der Spanisches , Sradr Onction eine unverhostte Feuers' Flam hervorgelhan/ tvelche auch käme hat mögen gestilier werden / als nur mit des» Wunder-Brod des H.Nicolaivon TolentiN/ umb welches sich die Flamm gleich einer KE gewunden / biß daß es außgelöichet ist. Das Brsd aber ist unverletzt verbliben / unv kek' tliniincli des Königs-Tochter verehret wor- Veki/ «HZ D 86» ben/ die es mit sich in das Closter ^kaclnggii, dessen Vorsteherin sie gewesen / genommen, aiwo esannoch auffbehalten wird. Einen Edlmann/ welcher in Pest'Zeit vo»r ^oröub-l in das Gebürg geflogen/ und sei« festes inzweyen Küsten mit sich genommen, dar rin entstandenes Feur eine Küste gantz der« brent/ die andereaber/ in der das Nicolai Brod wäre/ unbeschädigt stehen lassen. ^nnL i6;;. schlafete zu dlepslirem ade« «cherHcrr bey noch driftenden Rechtem/ wel¬ kes seine Kleyder nnd Veth selbsten anges Een; er erwachete/und sunde nach gelvsch» Brunst in dem Aschen seme Kleyder/einen Schlüssel gantz schwach und verbrennt/ daS beygelegte Brod ober unverletzt. Ebner massen schlaffete em Knab z. gantz« 'Vtund / worunter das Belh und Stroh-sack Santz verbrunnen ohne eintzigsr Verletzung sei« ner / weilen er das H. Nicolai Brod am HalS getragen hat. äküiz, 8. befanden sich zu Qrenoblein in üranckreich 2. gottseelige Edl-Leuth vlü Zahr unsruchlbar/setzten jedoch ikr gantzes Vertrau¬ en zu den H. Nicolaum und hielten jährl ch seinen Festag feyerlich/ speiffeten auch vlll ir« N)e/ worauss sie emen Erben durch die Vor« bitt des grossen Lolentiner erhalten Haden, ^ils nun eben an dem Festag des H. N>colai Von Toleniin dise Herrschaft ihr Andacht "r vrrKirche verrichtete/ und das arme K>nd üufi UnoLachtsamkeit veren Bedienten allein gelassen worden / ist es in einen bev dem Feür stehenden Fleisch'.Kessel ungluckirchtst hinein gefallen; sobald Vie Eltern auß der Kirchen kommen / wäre di« erste Anseag umb ihren Sohn Nicolaum / fanden ihn aber nicht/ bist der Koch willens auß den Kessel Fleisch zu neh¬ men/ solchen völlig gesottener ersehen hat/ der Vatter/als er die Begebenheit vernom¬ men / bestürtzte sich hästrigst über die Be¬ schicht ; befähle jedoch die Sach dem höchsten Gc)kt / und bettete vor das .Kind zu den Heil« Nicolaum / mit vesten Vertrauen / daß diser Heilige ihme seinen Erben annoch von GL)tr erbitten möchte; in währenden Gebekt käme ein Auaustinerzu den Thor/ welcher/ alS dmsein -Vatterein Nicolai Brod/ und sag¬ te er solle es mit Andacht genüffen. Und r) Wunder! als der Knab mit der Schrat zn dem L.'azareth kämme/ lautete bife/ daß dee 402 N SS» Knab frisch und gesund seye/ und des Laza- rech nicht bedache. ?. ^»tiovicus Lscconl bringet einemän- gr Geschichten so weh' von Kindern als Er¬ wachsene«'/ Geist-- und weltlichen Personell Key / welche alle von der leydigen Sucht er» griffen/ aber nachdem? man ihnen das geweyh- teBrodauff die vergchrr Beullen gebündelt hat / nach einen sanfften Schlaff gemeiniglich gesund worden leynv. Wo er auch anmer- chet/ daß wann der Heilige in einen Haust «tniae Mirackel jchon gewürcket / nicht mehr Vonökhen gewesen seye/ unterschtdliche Rauch zu machen / dre Kleyder zu säubern / oder an¬ dere Mittel zugebrauchen : weilen/ schreibt er/ Dicht erhöret worden / daß die Pest jemand andern von dergleichen Hauß angegriffen ha- he. . ^nnL 1469 hat sich zu 8.imini auß Zulas¬ sung G Ottes mit einen jungen k.eli§iolea folgende Begebenheit ereignet: disee -ungt Mönich nut Nahmen ?r. k.sphLei wurde solcher gestalten von denen bösen Geistern ge- plaget / das alle ein Mittlcyden mit ihme hat¬ ten/ vielleicht liesse GOtt dises zu / damit et des geistlichen Jünglings Beständigkeit/ wie des Job in alten Testament probierte / 0- der damit er solchen Gelegenhett gebe / seine Verdiensten zu vermehren; alle Beschwörun- gen/und H Mittel/ so man zu des Jüngling» Erlösung angewendt/ waren umsonst; Lag . - » vnv G §«» ror und Nacht fast plagte ihm oer Geist / und batte er niemahls mehrer Rude / als wan ihr» der Vorsteher des Closters zu sich genommen bar/ übrigens wäre seine Raserey sohässtig/ daß man ihn mir Ketten und Banden vcr- wadren mnste/ welche aber auch durch Teu¬ fels-List wie ein Glaß zersprungen stund; wan ^an das Zeichen zur Metten gegeben dar / stillere sich doch in erwas das Rasen : umb al¬ lo dem abgemarten eine Ruhe zu vergasten/ befähle der Vorsteher das Glocken Ar-den früher m die Metten zu geben/ aussdas aber rer'Gathan dises verhinderte / har er besag¬ en k>. «.iipkael in den Thurn entführet/ und Uuffdie Glocken gesetzt/ von dannen aber gar auff di- Spitz des Thurns getragen/ der from- u>e Geistliche / welcher Vie Gefahr fernes Le¬ bens vor Augen hatte / wüste vor Erdrücken ui ht/ was er solre thun / rußte endlichen in b"er äussersten Gefahr ;u seinen H.Nicolas von Tolentin mit bitten / Er wolle ihm doch beissen / und höret: Nicolaus erschinne ihme nchrbarlich / und führte chme gantz sicher in die Kirche vordem Chor»Altar/ wormit der Mißliche Jüngling von der Gefahr feines Le¬ bens/ und zugleich von dem üblen Gast ist be¬ treuet worden. ännS 149). und t)27. regierte;u be grausame Pest / und es wurdet der H. Ni¬ colaus von Villen Fromen felbiqes Orths ober .der Stadt sichtbarirch in Lüßken fchwebend G 4 Skf-G rol E G SS» ge,ehen/was gestalten Er die göttliche Straff' Ueüle auffgefangen; wie dann aldort dise Begebenheit in einen Bild auffgezeichnet und entworstenist/ welches allein an dem Festag des H. Nicolai von Tolentin gezeiget wird. Nicht minder wäre einstens der mit harter Belagerung beängstigten Stadt Amelia in Wehchland der H. Nicolaus mit seiner Hilß aljogleich zugegen; Er erschinne sichkbarlich aust denen Stavk » Maurn/ und machte die Feind mn großen Schröcken abziehen. Als die Inwohner der Stadt in Spanischen Niderländen nicht mehr wüsten / w-e ste den erzürnten GOtt besänffkigen/ und die entsetzlich einreisende Pest abwenden möcv^ len / haben sie die Vildnuß des H. Nicolai aust offenen Kaffen herumgerragen / welche also den pestilentzischen Luffr vertriben / daß nicht allem die Seuche nachgelassen / sonders auchoie Äurcktich darmit behaffte ihr sundben erhalten haben / wordurch stebewo' gen worden jährlich ein lolemne OLtav z" Ehren des H. Nlcolai von Tolentin zuhalken/ und in selber denen Inwohnern Gaffenweiß -u üem Kebett anzu sagen. Zu Corstub« in Spanien hatte ein z.-ahri- ger Knab ein vergiffleS / großes und schos schwartzes Pest Zeichen; diser / nachdem ih'' seine Mucker zu dem Heil. Nicolao verlobet hat / gerathere in einen kiesten Schlaff; die Mutter wolle sehen/wie eö mit besagten Be»^ , «os G sa» ro¬ le« stche -fände aber nicht das geringste Mahl* Leichen/ traget ihn demnach in die Kirchen/ altvo er die Vrldnuß des H. Nicolai ersehen / Und ohne eintzlger Veranlassung mtt dem FiN» 6er daraust gedeutet- spiöchend: viser hat lNichgesund gemacht- und hat dortlubaoi» les Wunder mit mehr dann 1022. andern in chren Zahr-Buchern verzeichnet. ES wäre I^uclös ; i. Lag ihres Gesicht- beraubet/ und zuerle iinerdar nm dem Haupt; nachdem sie aber ihr Mutter KLorviäella m»t knien wachsenen Bild zu dem H.Nicolao vec» lodet- erschmnediser der H Nicolaus mit solchen umgeben in Lüstte / und sagte; stehe Uust/dann dein Tochter ist gesund: wie es dann in Merck befunden worden. /U6eiis ein Tochter jaeomutij von To^ lrntin wurde 5. Wochen von denen Leusteln dermassen geblaget / daß sie so gar in ihrer Li* gerstart keine Ruhe batte / rndeme ihr die höl- Me Geister alles unter und über gemorsten haben / welcher Ursachen sie die letzte Zufl ucht !udenH. Nicolaum von Loientin nähme/ welcher auch die in dem Lustt befindliche unv beymruhende Geister alzogleu- dertriben/ und daSgantz« Hauß von aller Un* kuhe befreuet hat. . Also nemlich fürchtet der böse Feind jenen/ der so vill in seinen Leben durch Zulassung ^Oltes von denen Teusteln gelitten/ daß we" Nig Heisse oder vileicht keiner ist/ oer >0 «r» bürmi» ros E O W» barmlich von dem Feind gleichwie Nicolau» gequellet ist worden. Dann uruerschidlich er> schinen vor Nicolao in abscheulichen Gesta^ rendreTeustel/ machten em grausackeS Ge' tost mit ihren Heulien und Brillen/ also das Nicolaus sicheinbildetr seine Zeil seye nichts anders a!S die lebendige Höllen / sie flügetel^ in Gestalt der Nachreylen nut brütenden Au» gen aust das Liecht zu/ so Nicolaus zur Nacht' Zeit in dem Betthaust gebrennet / wursten so^ ches mit allen Gewalt aust die Erden/ daß nicht nur das Liecht außgelöschk/ sondern auch die Ampel in vill Träumer zersprungen ish Mehrmahlen machten die Gspanster unweit!) dem Betthauß Nicolai ein Ungeheuers Oe' schrey von allerhand abscheulichen Thieres ' sie wursten gantz ungestim das Dach seines Betthauß unter und über sich / so das Nicola' us vermeint nicht nur das Betthauß/sonders dasgantze Closter werbe zusammen fahlen) weilen so gar die Mauren wegen ungeheu»eN Wind zu erzittern angefangen. ES wolle einstens nächtlicher Weil Nic^ laus in das Betthauß gehen / es verspörtes ihm aber die Teustel die Thür / nur damit A von dem Gebe» ablassen solte / so doch tii^ mahle geschehen. Seinen zeriffenm Habith so gar liessen ih" die böse Geister nicht flicken/ sondern haben den Fleck grstohlen/der zu diser Arbeith diene" ölte» Elkst «VZ A §O» r«7 Einstens Haven die Teuffe! einen Prigl am vdrolao abgeschlagen / der noch auffbehaltsn/ und denk Pilgern und Fremddlingen gewissen Wirb. Einstens haben die höllische Geister bsy Eingang in das Betthauß ihm dergestalten öejchlagen/ daß man ihm Hal muffen in die »eilen kragen / und Er die übrige Zeil seines gebens emen Stecken brauchen muffen/ wei- wu sie ihm krumm gejchagen. . So gar vor demgiirrheiligsten Sakrament ues Älkars wägete sich der Teuffe! über Nico- ^u>n , dann als er einmahl bettele/ zerbra- ü>« der D uffel die Ampel/ güffete ihm das Oel uvrr dem Hadith und wolle ,hn von der An- vachr vcryln ern/auß weichen allen der Zweif> ^knkstehn kan/ ob der Salhan mehr Gr» waltvonGOtl ü^r btzm alt.testamenkischen r' bv-er neü'lefiamenttichc Nrcolaum über- Nien. GO« liesse aber dises zu/ damit "M-mayis ienigr den Teuffe! desto mehr itt l m?n Gewalt haben Me / der vormahl so von dem dösen Feind erlitten: dises bestäl- 'An unzablbare Wunder; dann durch die ten-I^ Nicolai von Tolentin die Rei- nnveauff veuen Straffen die Sicherheit er- Wohnungen von denen Gespän- ^^^ofreuer und vill Besessene von dem pullet ftynd erlödiget worden/ und hat wohl gesprochen/ der gesagt; des TeuffelS der Hüll gröstrr Feind M Nicolaus von ror «VS W §0» In, und auff der Erden. DZM unterer Ordens Kirchen St- SteM k ni zu Venedig stunde ein Marmorsteine' ne Bildnuß d ß H. Nicolai von TolentM disehatman mit höchster Verwunderung^ sehen/ daß es in dem Zahr Christi iSsr. d<» 2o. Mast um die Vesper Zeit zu >.untersctM sichen mahlen die Augen und dieLeffzen aE getkan sich bewögt / und in gegenwarth alle» Volcks die Augen gegen den Hoch - 2M gewerrd ; nachdem solches zum dritten mal? geschehen/ hat solche ihr alte und vorige stall widerum angenommen/ und schreibt Ll' 6ui das sich darauff wunderbare Begebt Herten auff Erden ereignet haben. änoo 1584. an dem Fest* Tag deß Nrcolai Ware lbleonorL cle Lpirilu Odens deß H. Augustmi nach der Metten I" Chor verbliben/ alwo sie von Schlaff übet fallen etwas geruhet Hal / indessen ist ein av gefaulter Balcken von einer Maur aust l> herunter gefallen/ welchen Nicolaus ausM halten und gantz langsam neben der Schl^ senden darnider gelassen. Wie es ttelenao» ksrscljso ihrMit-Schwester von Fürstlicht' Geblut/ so ven H. Nicolaum sichtbarlich sehen/bedauret hat. ,i .. .^^Römische Tag-Zeiten in denen Mo^ lichen Gedächtnussen erzehlen r. grosse Ao"'', ver in seinen Leb* Zeiten / dern das erste >1^ E? M ra» 109 daß Nicolaus einmahl/ da man einen Brun¬ nen ju graben willens wäre/ und nicht wüste/ worin rechte Quell und Ader zufinden seye/ seinen Stab in die Erde gesteckt / alwo das Orkh vor dem Brunn außgezeichnet wäre / Und fang» an GOlt mit Villen Zähren zu bitten / das er hier eine Quell wolle flössen »asten/ und alsogleich seynd auß dem Srab häuffige Wasser - Tropften geflossen / welcher uachdem erauß der Erde gezogen/ die alda befindliche Waster-Quell endecket als man aber den Brunn zu graben angefangen / ist in währender Arbeit durch ein Erd»Bewegung alles zujam gefallen/ auft das Gebell Nicolai uvch hat dis« nachgelassen/ und der Brunn sich Verfertigen lassen; ia was noch mehr/ fo ist rin Theil der Kirchen/ welche vermög derErd» Bewegung zusammen fahlen wolle/so lang stehen oder viü mehr hangen bliden/biß daß selber unterstützet worden. Ein Bauers-Maun (ist die änderte Be¬ gebenheit ) weilen er geringe Lebens - Mstel halte/ und die Fähl'Jähr einjulreften geschu- uen haben/ hat sem Vertrauen zu dem Heil, Mcolao von Tolentin gesetzt/ und ihm seyrr heimliches Anligen geklaget / mit bitten / er wolle seinen Acker seegnen/ und sein nicht er- Ackliches Getre-d vermehren. Höret! zue 'Ttund fangte sein Feld-Bau an hauftig z«r krönen / und die Benachbarten verwunder¬ en sich schon in der Blühe in einen so schlecht MH no M? Hk 8gU gearbeitelcn Feld/ worauss dann znr Ernd^ Zeit ein häustzge Fechsung erfolget ist/ M das kein Acker so vill getragen/ als oisis ArlM austNicolaum vertrauenden Bauers-Mans- Nach 40. Jahr des seeligen Hinscheide» Nicolai hat sich zugerragen/ Vas ein Leyen« Bruder damahlen Lscrittsner zu Tolencin/ von täglich geschehenen Wundern unsere Heiligen angelnden / ein grosses Verlange» halte ein Heiligkhumb von Nicola» mir M in sein Vatter-Land zu bringen; eröffnest, demnach in seiner Einfalt nächtlicher V» die Sarge/ und schneidete von dem noch u>i» verwefenen Leib die Armb nebst den Ellen« bogen herunter/ welche nach so lang ersta^ len Leid überhciustiges Blur gegeben / das ek jwcy Schüssel damit angefüller / das übrige aber mit vil! Baum - Woll nicht austtrickne» kunte. Ungeacht dessen w'ckleke er seine» H. Diebßaü in ein Alrar - Tuch / und begibt sich eylferlig auffd e Flucht/ lauster die galB Nacht so vill seine Kcaffren zugegeben / vek' meinend/ er werde bey anbrechenden Tag dst Tolentinische Gräntzen schon weil hinrer D gelegel haben; allein bey austgehenverSon»'* befände er sich mitten in Closter; bereuet ssr« nen Fehler zeiget das Wunder dem Ober» an/ und bitter mit häuffigerr Zähren um V^ zeyhung. Betrachte hier/ob nichtwunvet« sam/ das der Todte gleich einen Lebendige» s!o häujMSBlut von sich gegeben/ und a^ MHZ M ADM ; Ir Noch/ insonderheit in denen abgeschnittenen Armben/ das hellefte Blut schwitzet/ so offt bei Cakholischen Kirchen ein grosses Unheyl be» Vorsteher. kecru; öonLgi-Lria von ^LettlsIicL wur«! de auf; Neyd verklaget/ gleich als ob er und seine Mit-Gespan dem Feind das Land ver- rathm wollen/ Ursach dessen er sambt ihnen > ln ein tiesie Gefängnuß geworden worden- Die fromme Eitern aber diser Gefangenen/ welchen die Unschuld sattsam bekant / verlob- ! len alle dem H Nicolao von Tolentin; nach gemachten Gelübt eröffnete ihnen sichtbar ^rH Nicolaus die Gefängnuß / entläbigte alle von ihren Banden/und führte sie gar jur Sicherheit auß dem Land mtt Befehl nach Dolenlin zu gehen/ und sein Grab jubefuchen. Jacobus kononiu; V0N wurde von denen Feinden der Kirchen GOtkes ge¬ igen nacher ^loll-Lno geführt / und 18. ^3 gefänglich angehalten« Dem 19. Sep» 'lnchxx jy Nacht verlobte er sich / da er > M in der Erden verspürter keine anders Hilss ! einfallen kunte lassen/ GOtt und dem H. , ^tikolao/ sambt denen evseren Banden und ! '"en Wachs»Liecht/mit versprechen / das ek , Jahr an der Vigil des Fest deß H.Ni» ?'3i festen / auch ein gemahlenes Tasselein > di? He". Grab ausshencken wolle; nach > i Gelübt giengen die Banden beyoer » U"den auss/ und der Gefangene gienge ledig s i^vfrev barvon« «O? O Za» Abgeschlagene Ader. MJner Closter-Frauen SanLee Oraris wurde auß Unbchutsamkeit dt!> Barbierers die ^e6i->n - Ader abgelchiagel» und kunte ihr das Blut durch kein erdenckl'" ches Mitel gestillet werden/ so bald sie aber z>> dem H. Nicolaum von Tolentin sich verlos und ein geweyhteö Brod über die Wund^ gelegt/ ist kein Tropffen Blut mehr heraA gestossen / und wurde also von dec Tovt-1 Gefahr befreuet. AbgehauteS Glid. L7K.«ncisco ^neirioli von kttacerscs von stinen Brudern der rechte Tla"" Klat abgehauet worden/ welchen )ensr behe>^ Hon der Erden auffgehoben / und mit grE Bettrauen auff dem H. Nicolaum von tzMin an sein voriges Orth gehalten »ir G 80» ----:-- _ Folge einige Wunder/durch welche in Villen Kranckhciten/und verschidenen Begebenheilen diser vott der Göttlichen Gnaden Sonn bell-beleuchttk Stern Nicolaus von Tolentin vor der Welt ist scheinbar worden. «o? G §0» rr; Verlobung / das gleichwie er bey dessen Hei» ligtprechung vili varmik gefchriben / also auch ' ,. in allen Begebenheiten ohne Be¬ lohnung schreiben / bey Vesten Grab ein wach¬ sens Hanv opsteren/ und sein Vigil fasten wolle; 4. Tag hernach verdorte der Daum/ «0 das der Nagel und Fleisch alles darvonge- fallen; die Hand/ der Armb/ ja die gantze rechte Seite saugte an zugeschwellen / an dem yeitag aber deß H. Nicolai / als er jeyn Ge¬ labt abgelegt / hat der verdorte Finger auff rin neues angefangen zu blutten / und wurde innerhalb »4 Lagen völlig geherlet. Angina. y^Jn kelixio! zu Lelsro 1619. kNMMß durch Halß - Schmertzen in würcklichee Angina in ein solche Gefahr / das jedevman ihn ein Kind deß Todts zu seyn urtheilte; alle nngewenvete Mittel waren um sonst / biß er Maust eine geistliche Artzney erinneret; ES lallete ihm nemlichen be»/ das zu Ehren deß D. Nicolai von Tolentin geweybre Brod / von welchen/ so bald er etwas andächtig ge» Usten / die augenblickliche Genesung erfolget Aposteln. DKAchdeme mit grossen Schmertzen / unk» WehklagenHiom-K Herrn k.vinqlöt Von lksstk Ehe-Frau e^.Lag ein i» H denk» «r4 G W» denen Ohren crimen/verlobte sie sich zu beul H. Nicolao vonTolentin / dann aucb^rsn- ci5cs eine Closter,Zrau zu 8. 6ene6o del? gleichen Apostem 12 gantzeZahr inir Lö* chern in der Seite hakte/ beachte mit gebun» denen Händen dises Heil.Grab/und erhielten beyde aljvbalv thre vollständige Gesundheit. B. Blutgang. /I" ^rggretliLm soanni; vonOmerinN deangstlgre der Blutgang dcrmasien^ dan st'' weder ligen noch schlasien tunte/ besam de sich aber nach gekhanenen Gelübtzu osttgt» dachten Heiligen gleich wiverum so gut/ ai^ wann sie niemahls die gerrugjte Ungriegenh^ gelitten Halle. .rMJn R.kIjZro5 jolte des andern Tagö Ehren des H. Nicolai predigen / zu weh cher i'ob-Rede er auch alle Mühe augewenden allein es begäbe sich/daß er zuNachkS in eine I schwäre Brust und Hertz? Schmertzen vels^' len / vast er sich des Beths bedienen müstc' legte jedoch mit großen Vertrauen zu besagte'! Heiligen das geweyhte Brod aust seine Brn" und Hertz / und höret Wunder/ er murvah genbijchlich gejuriv / und hat das Lob des He». Lolsntmer zu sedermanö Verwunderung kündiget. . W Za» » r? BludBrechm. <^or-6ubs Hat eni junger Mann an* derthald Tag taug Blut auß dem Mund gcjpmn / durch das Vertrauen aber au ff Vas geweichte Brod ist solches «-'sobald gestilirk worveu / Laß keine Aumerckung künffcighm «rfolget. Bildnuß des H» Nicolai von Tokt.rm- ihro Pcibsttiche Heiligkeit Luxen! u» der! V. em grosser Verehrer des Li-Ni» rolai von Toienrin die Weik geseegm't/ und w,t Todt abgeganqen / Hal zu Tvlelin in dee Capeln des H. Nrcola, eben dises Heilige» Bildnuß hauffig angefangen zu schwitzen / al¬ so daß das Volck dises grosse Wunder selbst mit Augen zu sehen / zahlreich dahm gelassen» Dises große Wunder zu sehen/ kämme auch der Päbstliche Adgesante und Stadlhattec der Vrovinrdie ^ncorricanische ^larca de» nambset/ disex/ als er selbst mit Augen solches Wunder betrachtete/ machele er hierüber em kleines Nachdencken/ und sagte zu denk Umste¬ henden: Habel Geduld ihr werdet bald in der Erchen GOttes eine Veränderung sehen; wie dann auch geschehen ist/ als gleich dem anoerck Tag darauff ein Curier angekommen mit der traurigen Nachricht/ daß ihrs Päbstliche Hei» kigkeit mit Todt adgegangett seye/ und zwar Nieman abnehmen kunce / in jener Stundtt H - irr ri6 M? V W» in ver die Bildnuß des Heil. Nicolai häuffkqe Tropften getchwlyet / und seinen Liebhaber und Verehrer Lugenium gleichsam bedau- rek/ derselben in die Zahl der Heiligen über¬ setzet/ und zum allgemeinen Patron berÄtt? chen vorgesteliet hak. Cur einer FußMunden. ^Ch Frantz Herr von Skubenberg / auft Kapsenberg / Herr zu Guttenberg / ^tubeeg/ Moregg öcc. öcc. Obrist- Erb- Munvschenck in Steuer öcc. öcc. General Feld-Marschal l^ieurenanr und General Obrister deren Croatftchen und Meer-Graa- tzen kc. Lcc. Urkunde hiemit bei) meinen Ave* ttchen Ehren/ Treu/ und Glauben/ das/ nach' dem ich ZlnnLi7v7. l» demÄöntgreich xoli; unter dem Löblichen Graff WalifiMli Infanterie Regiment als Obrist I^ierenanc in der Cornpaßlne gestanden / und zu (-sLca den letzten Septembris 1707. oen SlurM auffgeführt / mir bey lelbrgen Sturm auf meinen rechten Faß ober des Scdenckels das Bein entzwei) geschossen/ auch die Haubt-äc- rcrie lie6uer worben/ ai>o zwar daß die Feld- ekirurAi keine Mittel erfinden können/ Mtk das Blut zu stillen, mithin verzweifiendgemel- det haben/dre weilen kein menjchlicheHüsj vor¬ handen / man aust geistliche Mtttel gedencken müsse EG?«» rr> müsse / und weilen ich damals zu besagten l^aers in dem Augustiner- Closter blesiiret gelegen - jffein parer vorkommen / der mie das Brod des H. Nicolai von Tolenkin ge¬ bracht dat/ und hab ich solches nebst verrich¬ ten Gebett auff meine Wunde gelegt acinblich auff den H.Nicolaum von Tolenkin vertrau¬ end; als mir des andern Tags Vas Bank» ausgemacht/ und das Brod hinweg genomen werden/hat es sich befunden/das die lsestirte Eaubt lkerie völlig zugejchlosien wäre/ und kein Blut geflossen / wo so dann ich erst recht bin curieet worden / und nach und na h gene» fet.s /^Kuin m der Herrschafft Guttenberg M Stenermarckt den Jener 174z. s1^.5.) F. Herr von Stubenberg. mpr. Lrystall-Stücklcin. MJn unmündiges Kind/ dem die Kinds» Wärterin/um das weinen desselben zu nilien/ ein Stücklein Crystallzum ipilen/ m Dand gegeben/ har solches wegen Unob- ^chtiam keit der Kinds - Wärterin geschlicket; ^le/ als sie die Begebenheit mit dem Kmv Semerckett wäre voll der Aengsten und Fvrcht ^'cht wissend / wohin sie sich wenden sötte / Mme doch endlich ihre Zuflucht zu dem Heil. Aicolaum von Tolentm / steckte in besten Zrerrrauen dem Kind ein geweyhtes Brod den Schlund/ alwo dasgelcharsile Lrpstall H z Haff- H'» M? O ZÄ» hafftete/welchrs verursachet Hat/ damit da¬ von dem Kind verschluckte nut wenigen Bluts'Tropffen gefärbte Erystal! ohne wer« tern Schaden hrrauß gegeben worden. Kleristy« -AAIe gantze Ciensc!) bekräfftigte mit LuZe- nio den I V. Römischen PabsLen a» Tag dec Heiligsprechung/ das der H. Ni* eoiaus von Tolentin schon als ein Kind den H. Bischoffen NlcoMum in der strengen Fa¬ sten nachsolgete; mdeme er Mittwoch/ und Fremaqssogar die Brust der Säug-Ahme emrarhen wolle/ worbey. er doch / welche- jweyftlsodne kein kleines Wunder ist / gesund vnd frisch von GOtt ist erhallen worden.. > Aüpelln. ES befinden sich einige Päbstlichekullen, welche sc>. Jahr vor der Heiligspre¬ chung Nicolai herauß gegeben worden/ lll s welchen der Pcibstliche Stuhl den Tolenri- Nischen Nicolao den Ekren-Titl eines seelrgen und heiligen beygeleget; wie dann solches besonders erhellet auß der Lull« Lonisacst des IX. weicher denen jenigen sehr grosse Ablaß verlyhen/ die an dem Festag deß Hest. Nicolai seine Capellen zu Tolemin andächnS besuchen werden; und weile der Zulauff gleich bas erste mahl sehr groß/also hak seins Pabsts Hche Heiligkeit dem?rior daßigen Lonvenrs er^ «o? O "9 Erlaubet/das er s. Geistliche auß sein Orvm vder auch Well-Pciester zu Deicht - Vattee bestellen / und ihnen den Gewalt ellheiku ! könne/alle Wvhstahrttryon giien Sunden ws; zu sprechen. Dom. M S ziehet« sich in dem lmcken Füsi 6enrj. luciur einen Dornein/ darvon «hme p' e gautze Seile also austgeschwo!>en/ doch er susi 6. Ltonald nicht rühren krmte; lasset sich U'dvch aufeinen Pferd zu dem i^rab des Heil. Ä^ico ai tragen/ und gehet folgenden Lag ge? tunder »ach hauß. Donner^ Streich. MiJnffens brachte der p. Prior dessClo» iters zu lroesnaro ein an dem H Nl> ^!qi Armb berührtes Brod mil sich/ wurde über unceiweegs von einen Donner' Kell zu Noden geschlagen/ meich-r/ ober schon den Habit bist aust das Heil. Brod VurchörvngeN/ l>on dannen sedosi) widerum zuruck gewichen vhne Verletzung «emer Perlon.^ Dör-Sucht. ^rlsiolucius zu (Angoli SohN -O läge an disen Zustand gefährlich darni- der/verlührle endlich die Sprach/und fcheinte H 4 schon «ra «M O SS» schon mit ihm das End zusevnüber zwei! Stund» da eben seine Mutter zu Tolentin an» gekommen / ihren Gelübt gemäß das Heil. Grad mit Wachs zuumgeben / fangte an det Krancke wiverum zu reden/ und erholte sich der Malten/das er am Leib zunahme/ und noch 14. Zahr in erwünschter Gesundheit^ lebte. Dolch. MJnen Cestico hat sein Feind zu Venedig eMen Dolch durch die Gurgel gestossen/ Und darin stecken lassen/villeichk damit er sich desto behender in die Flucht begeben kunrel der Verletzte ist nach der Verlobnuß zu dem H. Nicolao wider ressiruiret worden/ wie es seyn aldort ausgehenckte Laßet bezeuget. E. Eheliche Untreu. E^Jne adelrche Matron lebte lange Zeit in grosser Unruhe / Creutz und Betrubnuß unweirh Corstubs auff ihren Gutt; wrilien ihr Gemahl wissentlich einen leichtfertigen ÄN- Hang zu Hauß unterhielte; setzte jedoch we¬ gen unzählichen Wundern auß einrathcn des Beicht,Vatters ihr Vertrauen auß den Heil- Wcolaum von Tolentin: resset mit Verlaub- Uuß ihres Ehe-Herrn in die Stadt Lonstuba, tlnd verrichtete nebft gehörten z. H. Äteeffe« «d? V ir, ju Ebren Nicolai ihre Andacht ; kehret geg.n Erbend wider nach hauß / unterdessen aber hat der Gemahl den unverlaubten Anhang auß dem Hauß geschähet/ und künffttg hin jeme Ehe-Gemahlin auffbas treueste geliebet. Ehr-Benützung. 1)^rru;bona Orsciavon ^lscelicosamt ieinen Gefellen wurde wegen verdacht einer «nqeipunenen Verrätherey unschuldig Zum Toor verurrkeilet; aber Nicolaus/ als rin besonderer Beichuyer der Ehre eröffnete stchkbarlrch die Gefängnuß/ führte sie bey der Pano gantz sicher auß dem Elend/ und befihlt ihnen jem Grad zu Tolentin zubesuchen. Eyftrsucht. D^JnFrau zu Lortlubs, von welcher ihr Derr übel Argwöhnet« / lebte in statten borgen/ von lyme umgebracht zu werben; ^>e es dann auch gejchehen tolle; dann als ne einstens nach Ave Maria letten Spazieren gienge/ der Herr sie aber nur durch dte ängste Täßlein führte/ kämme ihr solches verdächtig dvr/derocvegen sie den D-Ntcolaum vor ihren gebens«Beschützer inständig anzuruffen ange- mögen/ mit Versprechen/ wann sie mit Leben darvon komme / wolle sie ein vollkommene seicht ablegen / und forkhm ein aufferbauli» chers Leben führen; suchete alsdann das bey ach gehabte H. Brod unvermerckt hervor / kget solches voll deß Vertrauen austdieBrust. ,2» E G Ms bevde r'n das io genannte abseitige Gaßi ^pslmscli 5. Pierro gekommen / nimmet dek gottlose Mann den entblöskeir Stiller hervor/ gibek ihr einen Stich in das Hertz/ den andern mden Kopfs/ worüber sie gleich zu Boden 9^ suncken/ er aber fluchtig gangen» weilen die Frau aber in Hertz und Haupt unverletzt vei? blw-N/ und dem Ehe< Herrn solches zu Ohres kommet', isker zv ihr zurück gekchrek; wok^ über dre EmerjuMl vertilget worden / beydt aber for thin ein denen Ebe-Gatlen wohl all* . paiidiges Leben geführer haben. Erscheinung. 7pey Männer bekennten zu poüZno auß Furcht der Folter einen Diebstal!/ so sie ricb? beflaggen / und wurden würcklrch aust* xeker ckt; irach z Tagen rußten sie einen vor^ keyieitenden Edlman / und sagten/ das ihnen der H Nrcolaus/als ein Beschützer ihrer Un* schuld / zuwegen gebracht/ das sie auch von dem Strang den grimmigen Schmertzen nicht empfunden/ woraust der Edlman beyd? die Strick abgeschrmkenf welche sie zu Tolen-' tin nebst schuldigsten Danck aufgeopstcrl ha-^ den. Fahl. Kind fühle von einen Oang auf er* nrn Ziegel. Hausten / ist aber/weilen es Has H. Brod an Halß getragen / unverletzt KDMl worden. Fest. E G ir; Fest. MN Mexico pflegen dieKlaubige Indianer , keines H. Mag so herrlich zu hallen / Als deß H. Nicolai von Tolenrin: ja das Mst ist auch denen Ungläubigen also gemem/ ^as sie selbes von dem Herbsimonalh biß «usi die Geburt Christi wegen Menge des ^kommenden Volckö begehen unbungrhin-' ^ri vollziehen lassen. Fieber. NHAs vill tausend Menschen ins Gemein / muß I>erru5 phslesiu; besonders bekennen / als welcher schon ein 72. jähriger Mann /^nno iSis. von einen Fieber elendss Nlich zugenchtek worden/ so das er wuthn ass Endlich den Todt nimmer entgehen kunce: D,e Gsnüessung deß H. Nicolai Brods je-- bou hat ihn zur Genessung gebrachc/ worüber kr noch io. Jahr das zeicliche Leben genossen. Freud dcß Himmels. MULotenlin gebahrte eine Fran ein Änäb- lern/ welches so wenig Leben an sich spüh» ken liesse/ das es nur den Mund em wenig führte. Es wurde zwar alsobald auß Noch Nlausjet/ weilen aber ein Zweysel wäre / ob Ä'rnd eur Leben gehabt oder nicht/ fanglt ^le Mutter an bitterlich zu weinen / und be- kamele / das sie ein Ämd soli gebohren haben/ welches ewig der Anschauung GOues lolL brrauheL r-4 «0S G 8S» , beraubet seyn/zu diser Frau kommete YW* , laus / da er noch in Leben wäre / uörjece i also: Du sölst wissen/ das beut die See! der* nesSöhnleins/ als ihr die Teufte! riachgeeikrl bey mir Hilft gesuchet/und obwollen 16) selbß rin armer Sünder bin/ so bab ich doch selbs vntsk dem Schutz der göttlichen Barmkes tzigkeit besohlen; GOtt bat mich aber erhöret/ und m n Engel gejchicket/ welcher die Seel deines Kinds auß meinen Händen genohmetst und selbe denen Himmels-Meistern zuqeselU/ dessen du dich vertrösten kaust/ dann Gt)si mir solches geoftenbaret. G. Geschwulst. 1)t1iIippu;lZLrchoIi v0N Marelic« Söb^ L wäre ein gantzes Monakh in gantzen Leib völlig geschwollen / kume dahero r4. TaA nicht das mindeste genüffen; sein Vatter ver¬ lobte ihn mit einer Wachs-Kertzen zu den H- Nicolao von Tolentin/ und der Sohn wir» wider alle menschliche Hoffnung ge,und. Gicht-Brüchige. MS wurde I6;4. klana kartliolomri eines Zingüffers Ebe-Frau zu Antwer¬ pen ein unverhoffte Zeirrung gekracht/ ob wel¬ cher sie sich dergestalten entsetzte / daff sie gleich in der gantzen lincken Seitben einen unley- dentUchen Schmertzen empfände / mau brau¬ che E G "f ihr durch >.Jahr fastalleMites/abeedas übel hat nur mehr und mehr zugenohmen / so "atz sie sich sülchen mmer rühren möchte / son¬ dern von srembder Hand müste hin und wider keweltzet werden/ ihr Söhnlein mit Nahmen ^örisnus befähle seine armseelige Mutier ! vem H. Nicolao von Tolentin.- an dessen Mstag / als blsen ein Brod mitgetheillet woc- deli lragteer solchesmirvon weine« noch ro- Eben nassen Augen seiner Ärancken Mat- E"Nüchn hauß/ bitkete selbe / sie wolle es in duktar vertrauen zu besagten Heiligen genus» M/ welches sie gkthan / und noch darüber nch in o»e H rrchcn an jenes Orth tragen hat 'chsen / allwo sie aufs den Ättardes H. Nico» "si leben km re/ kaum wäre sie ein kleine Z-it EElda^ juaie sie zu ihren Mann / daß sie die Wunder wurckende Hand des grossen Lolen- Einer verspüre / wie auch vermeine / sie wurde ^ust denen Fussen schon stehn können / wie es I dann auch wäre/ dann sie so gesunder allda ausigestanden / daß ihr keine Kranckheil an» ^kennet wurde. Gcschwär, M'Jn übernatürliche Hülst hat durch Fü^- bi« ves H. Nicolai von Tolentin ersähe (ienrilir /tccoromhoa» von hlours E^umponi/ indem sie n. Jahr am gantzen ^b voller Geschwür wäre/ jedoch beydem «rab dr^s HeüiM frisch uno gesund wore iß. GrieM !26 E? G Grieß-und Stein-» tle d,1sceb^i5 von s. 5evehz'no> I7 wie auch ein Durchs-Sohu zu ^bi-uro lepderen also hässrig an Grieß »rrnd Stein? daß sie vor Schmertzen schier ihrer Simnek! beraubet würben / haben endüchihre Zufiuch« zu Nicolaum genohmen / und jeynd durch s^! ne Furbilk ohne weiteren Mittel von ihrer« Schchertzrn eriebWl worden. H. Hinfallcnd. 'Rlsik.ancihcur Li.'isi von §. Severino -L an dlser Such! z. gantze Tag mit vcr^ wendren Augen und abscheulich gekrümmter« Maul' befände sich aber/ so bald ihn die MUt^ ter zu den Grab des H. Nrcolai geführt / allda seine Kleyderzu opssern/ve; lodet/ Visen Uriheyl defceuer. Hertz-Wehe. L) /inslclucms von Lolentin erlitte 8.TaA einen so grossen Schmertzen bcy dem Hertz/ daö ihm das Leben schon äbgesprochek worden; so bald er sich nut eurer Dachs,Ker- tzenzu Nicolaum verlobet / gebunckte ihm «' es fahle ihm etwas von Hertzen hinweck / und tzcfqM sich gleich semesZusiaudö befreuet. Heilig- EG?»» Heiligsprechung. MZAch dem Todl'des Heil. Nicolai waren kaum Jahr verstoss u/ «o wäre Vie Vor-Nachr 2iüer Heiligen eia so glück eelige Nacht / daß in leider allein bey dem Grad un- sers Lolcurmer 4s. Wunder geschehe- seynv/ und die Glocke sich das' änderte mahl oi ne Hand-anlsgung geleühet Haden; besondrer leuchtete Viler Wunder-Srern an Tag seiner Heiligsprechung mit solchen Schein / da>j liebst andern Wundern r. unmündige Kinder Nicolaum dedeutlich vor heilig außgespro» chen. Hertz-Gespör. M^Olsfgang Stadler vonFalley bezeugelk, mit eigner Handschuffr/ was ivasjea rr ein Knadiein von 6 Jahren hatte/ welches gantzer Wochen sehr harr an den Hertz.-Gs- spör gedtken hatte / wocdurch ihmc Vie Bru L ^nddasAthmen dermassen gefpöret wurdet daß es chme HÜnd und Züß/ wrs dann auch "en Köpft selbstm in etwas mnbgswendtt uuv Ungezogen; dre betrübte Ellern verlobten si ch A Visen Umstanden zu den H. Mcolaum oo» 'Lolemin/ und höret Wunder / von Stund vn wurde dem so harr geplagten Knäblei» vhne ferneren Mittel gehoWu^ 2. rri 80» O §S» o 2.. Jngewetd. L?k.ster soannc-k c!e lVlonriculo Hat ek» fahren/ bas er von »einen Leib- Schaven/ in welchen daß Zngeweiv Hienge/ durch bas blosse H. Creutz - Zeichen von dein annocü lebenden Heil. Nicolas von Lolentin ksi erlediget worden. Jammer/und Noch. M-Er m der grösten Jammers - Noth dem H. Nicolaum von Tolennn anfiehet/ findet gcwiffen Trost/wie erfahren hak eine der Ehre deß H. Nicolai ergebene Frau zu Florertz weiche an dem hohen Fistag ihre zwey Kinder allein zu Haust gelaßen hatte/ um dem GOttes» Dienst desto fuglicher ab^ juwcmen/ damit aber das grössere Kind das kleinere stillere/ gäbe es selben einen zimlich grossen Nagel damit zu spillen / das aber schlickere den Nagl/ solcher gestalten/ das selber in den Halst »st stecken verbliben / als Pie Mutter nacher Haust kommen / sähe sie Pas schier schwartze Kind / gibet in bestell Mexttkauen zu dem H. Nicolaum von Tolen* -in Men das geweyhte Brod/nach welchen Genuß der geschlickte Nagel ohne aller preMhlicher Hstst guß dem Mund gefallen rr» Nachr eine allgemeine Menschen- 7?^ Feindin verursachet/ das öffters beson¬ ders die Reisende/ sich sehr verirren/ gleich¬ wie in den Mayiändischen Staalt Herr Via- eenrius Narrest ein berühmter Handels- Mann zur Nachtzeit durch ein ersehnes Irr- Riecht asio verführet word? ist/ daß er mit RoA ^nd Wagen von einer etlichen Klaffter hohen Anh-che/ in eine Treffe fallen solle/ in wehren¬ der aber diser Gefahr sich den H. Nicolas an¬ befohlen/ welcher ihn unvermuth in Ge¬ stalt eines schwartz-bekleydtenMönich mit ei¬ nen beleichteten Stern auff der Brust zu dm sichern und rechten Weeg hat gesühret. Jubel und Freud. KMr Todt erbreffet sonst bey denen Be- freunden und Bekannten die Zäher auß denen Augen/ doch wäre das zeitliche Hin¬ scheiden des H. Nicolai von Tolentin / wel- Aes hey jederman vernünfftigen Jubel unv «reud verursachcte/ weilen dise unschuldige Veele zu einen so mächtigen Fürbitter be¬ den, Thron GOttes durch d,e Äbsönderung von dem Leib ist worden. Dsse allgemeine Fro» wckung und Glückwunsch zu dem ewigen Le¬ ben liesse nicht zu/ daß man den H. Leichnams ch>o bald wie gewöhnlich begrabe» / dann je- derrnan wünjchele fielen ur den Jungfrausichk Krebs. MEk leydiae Krebs Hat Lucarelli Hauff- Esi-ö ^rau loZioia Mir Nahmen schon 6. gan- tze Monarh gequeliet/ und so weirh umb sich gefressen / daß sie den Mund nicht mehr eröff¬ nen kunte; nachdem sie aber mit blossen Füs¬ sen und gebundenen Händen Buß gekhan bey Dem Grab des H. Nicolai von Tolemiu/ hat sie ihr vorige Gestalt und Gesundheit über- kommen. Kezerey. MS seuffzete bey den Hoch-Ambt zur Zeit der Heiligsprechung Ihrs Päpstliche «Heiligkeit in der Orsrion oder Gebert zu GOtt mit erhobenen Augen/ das GOtt durch die Vorbitt N-coiat die Kezerepen und Irr¬ lehren außrorhsn/ und der Kirch den wahren Ariden schencken möchte/welches auch «lso- bald erfolget / indeme eben dazumahl das Zlorentmssche Concilium ist gehalten wor¬ den/ alwo aust Fürbttt und Verdienst Nico¬ lai der Verglich und Vereinigung deren ^rms: ir n E W SS» Leib Nicolai zusehen / ober einen TM deß Kleyds und Habilh zu seinen besonder» Ver¬ gnügen zu erlangen/ tunke man darum kaum genug Hütten/ daß bas heilig verliebte Voick Nicolaum seiner Moder nicht völlig berau- Lele. «V? O kW i?» Armenier, Indianer Md Griechen mit den Awnnschen Calholischen Kirchen vorbey ist gegangen/ und alle Zwyspalt aust einmahl ausgehoben worden. Es ist auch das gröste Miräckl gewest als Nlvoiaus von Tolentin ist h veilig gesprochen worden/ das die Kirche/ ! Weiche mehr als zo. Jahr mit der .dck^ms- lische» Zerrrennung sehr hart Betrangsallet Ware/ den grösten Friden nach aufgehobenen Zrrthum wcber alles Verhoffsn erhallen. Kropff. IDErwunderlich ist/ das §erv itA ein kleines KindzuTolenrin vonNicolao/ als er noch Leben wäre/ durch das H. Cr«utz->Zeichen i disen Übel von aussen zwar augenblicklich mbefreuet worben / nach Nicolai Ableiben Aer auch die inwendig noch zurück geblibens Brocken sambt der Wurtzl durch breymahli, Les ErbreÄ-en von sich gegeben hat. Krieg. Olrerrus von Bimini der Feld'Hm zu Zeiten Lixci I V. erhaltet an den Fe- nag des H. Nicolai/oesien Schutz er sich mit "Men ftinigen anbefohlen hatte/ von dem Her* ^8 in dö ladrig,einen grausammen Feind des vüpstiichsn Stuhls / einen herrlichen Sig lUch VlÄori, wodurch Ihrs Heiligkeit bewo* 8en worden/ver Stadt Rom grossen Ablaß za ^rlevhen/ und rum Andencken VeS erhatte- I - rM rzr «V? N N» pen Sigs die Erlösung einer Seel auß detst Fegseur Mltzutheilen. L. Leib-Schaden. WLJnen klemen Mägdlein grenge bald nach ver Geburt Vas völlige Gedärm auß den Leiv herauf/ so sich jedoch/ nachdem sie ihre Mutter in einen Wasser/ worin das H- Nicolai Brod gelegen/ gebadet/ widerum is ihr gehöriges Orth zurück gezogen hat. Lampen. NUEr böse Feind flöhe nächtlicher Weil in Gestalt einerNachr-Eul aust dieLampen des Betthaußdes H. Nicolai zu / und zerrrss merke selbe in Stücke / der H. Nicolaus hat sich aber nicht vili/ damahls lebend bestürtzet/ sondern suchte die Lkümlein in der Finster samm/ machete das H. Creutz-Zeichen dar¬ über / und die Lampen wurde nicht allein er- gäntzt / sondern auch mit Oel angesüllet/ und obschon der Leuffel alle Liechter und Feurfun- Äen in dem Lloster außgelöjchet / so hat doch durch serp feuriges Gebett das Liecht wundek- barlich Nicolaus der Ampel ertheilet- Ltlfft. ! ist schon vorläuffig von Element des Lusirs etwas gemeldet worden/ doch las¬ set sich allgemein von dem Nicolao auß Loten- Mg V ur Tolentin sagen/ daß er die schädliche Lüste durch feine Fürbitt vollkomentlich gereiniget/ alfo daß die Haupt Stadt Florentz in tle- trurien, und Residentz - Stadt des Groß- Hertzogens von darum die BUdnußdes Herl.' Nicolai von Tolentin ober das Stadt-Thor/ durch welches man nach Rom verreiset/ hat Wahlen lassen; weilen der H, Nicolaus von Tviemin unter andern Gurhatken auch denen Jnwo nern bey vecgüstten Lustt alsozu Hilst gekommen ist/daß Menschen unoVreh/ vis vermukhlich allem gründ gehen sollen/ erhal¬ len seynd worden. Lasterhaffter Mensch.' MJn denen Lastern ergebener Mensch/ ehe er in den grossen Unsiath difer Sünden gerachen / hatte seine Andacht zu den Heil. Ntcolaum von Tolentin / welche aber/ als sie erloschen/ ihm vermög des Lasterleben in Ken so elenden Grand gesetzt/ daß er auß Verzweistlung an der Barmhertzigkeit GOr- les sich selbst erhencket / es erschinne aber Ni- rolaü ihm zu Helgen/ damit die Schwere deß 9» Nicolao von Tolemin/ und verspricht mit blossen Haupt und Achsen desselben Grad zU besuchen/wie auch fern ViAil Zert deß Ledens zu fasten / worauff er ohne weiteren Hilsts- Mitt«! vollständig gesund worden. Mrackul. 1s) /oacklimu; öruliu; unjers Ordens ttt LI * zehlet/ was massen der Heil. Nicolaus von Tolentin in dem gegen den NiderganS der Sone gelegenen Indien / besorderist zu einer vornehmen Stadt in den Kö'-ig' reich?eru, so vill deren Miracklen undWun- berwürcket/ daß/ wann er nur emzig und vllein die jenigeauffzeichnen wolle / welche r« «rkwenter Stadt I_ima geschehen/ em seht grosses Buch ihme darzu vonnökhen wäre; demnach zu weillen in einem Tag wohl 8. an- gezeuget werden / und verlausten sich sehr we¬ nig Tage / welche von den H. Nicolao möss mit Wunder begnadet werden / ja er ballet es vor unmöglich zu seyn/ aller dissr Orrhen von den H. Nicolao erzeugte Wunder zube* schreiben / nicht anderst / gleich als ob er den unzahlbahren Sand an den Ufer des Meers Staublein weiß abzuzehlen/ sich unterfangen solle. Unter anderen so wird das geweyhts Brod zu gedacht? ^ims in so grosser Ehre ge¬ halten/ daß täglich einer auß denen ältere« Leli- - M? O ZD» rrx «.eliZiofen dasielbste m Vie-Hauser deren welt¬ lichen vas heilige Brod herum kragen muß / ünd hiemik den gantzen Tag m Außkheilung desselben zubringet/ und zu weilen/allen genug ju lhun/ kaum Zett ist durch eines Tagg-Wn- ge/ oa hingegen das andächtige Volck das Closter reichlich versorget und be»cher>cktt/ auch ein^edweders Brößlein gedachte BrodS m Verehrung haltet. Mord und Todt. -W:An Frau hatte einen sehr zornigen unK grimmigen Mann/welcher/ihr eine auß denen zweyen Brüsten in 4. Theil durch eil,en Streich voneinander zerspaltet/ auch wäre sie der Mordkhatt und deöTodtschlags von rhme chlcht sicher; dise betrübte nähme ihr Zuflucht ru den H.Nicolaum auß Lolentin/ ersuchte »hm/ daß er GO» sür sie bitten wolle / und als selbes geschähe / verlührte sie nicht allein alsobald allen samenrlichen Schmertzen/ und Mar gele die Gesundheit ihrer Brust / son* bcrn uberkomete auch den erwünschte Frid und Einigkeit des Ehe« Standes. Music. WEchS Monath vor seinen Todt erquicket« täglich den H. Nicolaum von Tolenkin kine englische Music/welche auch nach den Todt ist gehöret worden / welches Wunder Z4 sonst «o? G rs» sonst von keinen Heiligen aujj gleiche Weiss t» vernehmen ist. Nachläßigkeit. MJn kleiner Funcke hat schon Lssters eine grosse FeursBrunst erwecket / wann auß Nachläßigkeit diser ist übersehen.worven r <^remon« die ansehnliche Stadt hat es er» fahren/ alwo durch einen Funcke/ welchen eint Dienst-Magd bey einer Flaxs- Truhe über» sehen/ eine solche Brunst ist entstanden/das es scheinet«/ die gantze Stadt werde eingeä» schert werden/ wie dann auch die vornemD Häuser und Pallast von den wüttenven Feur schon seynd angegriffen, worden / und kerN Anzeigen wäre / das sich selbes wirb tö-cheN lassen; weilen aber besagte Dienst-Magv sich schuldig daran befunden / und wohl ge» wüst hat/ das es ihr Leben kosten möchte/ such¬ te sie bey den H. Nicolaum von Tolenlin ihre Zuflucht; nihme seine Brldnuß/ die sie bey sich an den Halß halte/ würfft solche mitten in das Feur/ und zur Stund ist die Flamme erloschen, auch das papierene Bild ruiveriehrt unter benAschen befunden worden/ wie jolches alba onnoch aufgewisen w»rd. Nähme. MAch Ven Todt Lugenjj des IVtenRönrk- ««ls Her» Pabstene / welcher in den Jahr G §M IZ? Christi 1447- ein Jake nach der Heiligsprö, chung Nicolai von Tolenlin gestorben ist/ seynd »8. Cardinale»/ welche damahls zu Rom waren/nun die neue Wahl vorzuneh- wen/ in dasConcläve gegangen / und ha» den in grosser Ewigkeit den Cardinalen Hio- wsm 6e LsrsranL Bijchosten zu öononien einhellig zum Stadthalter Christi erwöhlet / welcher sich aber auß grosser Demuth diser ho- khenWürde entschiagen wolle/ allein verge¬ bens ; massen die einhellige Wahl aller Ör- thev vor gültig ist erachtet worden. Nun diser Pabst hat den Nähme dlicoUi V. angensh-» wen / auß Ursach/ wie kor-IIius schreibet/ weilen dieCarvinalen von der Wahl eine Kirchen-Spaltung beförchteten/ und folgsam den H. Jcuolao von Tolentin ein Gelübt Ma¬ cheten/ daß so sern die Wahl ohne Zwyspalt ablauffsn iolre / so solle der Mige / welcher auß ihnen Pabst wird/ zur Dancksagung den Nah ns 9 icolai annehmen.^ Noch in der Geburth. WS befände sich in der Stadt ^eri in rurro /^nno !6oo. eine Frau schon 7« Täge in Kinds-Nöthen / und höchster Ge¬ fahr / massen das Kmd mit den Armberl her¬ vorgekommen/ und eine Unmöglichkeit gewe¬ sen ist / solches in rechten Stand zu bringen / als man nun das Händlein mit den geweyh- Nicolai Brod berührte / und der Frauen zu* r;r E T zugleich solches zu gemessen gäbe/ist sie mit leichter Muhr entbunden worden. Narrheit. ^^limbene; V0N ^lstkelica wollt in dek O Lod- uud Narrheit jein eigenes Weib er¬ würgen; wäre sie mithin von seiner Rastrey an keinen Orth sicher / ob sie schon vormahl- gutt miteinander gelebek hatten/welches vil- leicht durch boßhasstr Leuth ihnen ist gemacht worden. Sie verlobet endlich ihm und sich zü den H.Nicolauw von Tolentin/ woraust bal¬ digst den reinen Vernvnfft der Mann erhal¬ te»/ seinen Fahler bereuet/ und in geziemet der Ehe-Liebe hmführo gestebet. O. Ohren. *r?K.sncilyF von /cscoli Ware taub und -L? stumm/ man deuthete rhm durch Zeichen die grosse Wunder-- Werck/ lo bey dem Grab deß H. Nicolai von Tolenrin zu geschehen pflegen / an / wordurch er zu einen gleichen Vertrauen veranlasset worden / sich auch würcklich dahin verfüget hat/ und als er crust einer Höchs von fern die Clofter Kirch zu Tolentin gesehen/ fangte er also bald an zu sagen: H. Nicolai von Tolentin Hilst mir. Worauffer die völlige Sprach und Gehör »rhalteu. Or* «VS O 5«» IZ- Ordens-Gelübdes D^Je Kirche gjbet ein genugsammes Lob ven >y. Nicolao vonTolentin/ da es in denen gantzen Lag-Zeiten seines FesiagS von verschivrnen Tugenden ihmpreysit/ und sei¬ nen ^ nripdon also anstimmet: Nicolaus ein warhasttec Armer JEsu Christi/ ein von GOtl erwöhlre Jungfrau/ har unverletzt den Gehorsam gehalten. Auß welchen man die ey» siige Obsorge dises fronten Dieners vor die deilige Ordens^Gelübt kan abnchmen / doch scheinet/ als hätte er damahls den Gehorsam zuwider gehandlet / da er bas Brod wider Witien deren Odern unter die Arme gethei- let/ wann nicht GOtt solches mit einen Herr» lichen Wunder bestattiget hätte; dan als Ni» colaue von Tolcntin gegen der Pforte mit seinen verborgenen etwelchen Stücklein Brod S u ngcn ware/ und der ?. ?nor desLon- venrz auß sorg das Lloster möchte bey inste- hender Lheurung ftldsten Mangel leyden/ ihme angeredet / und einen vätterlichen Ver¬ weist geben wolte/ hat sich das Brod wunder» h«!>r n Rosin verwandlet/ welches mitten k lten Monath Oecemlrri5 sich ereignet hakte. Ohnmacht. I^Qccu! ein Sohn Meisters 8ersr6i von Tolentm hatte merhalb 8. Läge zwev- mahl !4 sosnnirvon Jerusälem kunte vor Po¬ dagra weder gehen noch stehen / wurde aber aufgeschehene Verlobung zu dem H-Nicolaü von Tolentin von dijen sonst unheilbahren Zustandt von Stund an verlassen / und Vie Zeitfeines Lebens mcht mehr angefochten. Prand. D^rromuci-evon klsnsreäini Tochter j» L7 Tolentin ist der Prand zu einen gefährd lichett E G W» Wen Suaden geschlagen / und kunte solcher ihr innerhalb Tag und Nacht nicht gestillet warben / es war« auch dis Sache allo gefähr¬ lich/ das bis Artzte mit Gewalt das schaden- dahte Gltd von dem Leib schneiden wollen/ hachdeme sie aber zu den H. Nicolao verlobet ist worden/, ist sie ohne emtziger Mittel gesund worben. Puckel. ^llsrello IkomL von Marelica ä-VL Sohn war-: vorn an der Brust em ab- scheuitcher Puckel ausgewachsen / und läge lieben dem schon Moncuh schwärlich kcanck/ wurde aber als er sein Vertrauen zu dem Heil. Niwlao von Tolenkin setzte/ zu gleichvon des- den Üble befreuet. Phantasierung. ^)klrruevon lSorßonio hatte einen eintzi« gi'n Sohu/ welcher völlig von Sünnen j Sekommen / und alles/ was ihme die Phanrg« Ich eingegebrn / auff die lächerlichste Weise Keüber / es bringet« aber die Vorbitt ves H. Nicolai zuwegen / daß er in Mrtze bescheihe, Ke und menschliche Übungen vollzogen. In Quall ligend. kcolsur ein Sohn Oarunch'« von Levermowu.be bald nach VeeHeL - LEI »42 EGA» Taust dermassen schwach / das er ungefehr zwey Grund Vormittag biß zu Untergang der Sonne vor Lobt gelegen; so bald ihn aber ferne Mutter zu dem H. N-colao von TolrMin verlobet / mit versprechen/ wann ec rviderum solle zum Leben kommen / sie das Grab deß H. Nicolai beleuchten wolle/ sam gele das Kind an sich zu bewegen / und lebele noch 8- Monarh. Quatember. SU Ls em sibeniahriges Kind kuntt schon d«c Mi.' H. Nicolaus der dgcklichm Welt zuM Beyspiel dienen / bann ersangete schon da-- mains an/ unerhört zu fasten/ als er kaum sich recht auffbas Essen verstehn solle / Tag -n derWoche/Montag/Mltrwoch/ und Frewag welchen er auchzu Ehren Maricr den E-amb» fing hinzu setzte.SeinSveisi undTrcmck wäre das gantze Jahr hindurch Brod und Wasser/ und in Quatember Zeit pflegte er gar nichts zu geniessen/welche Strengheit durch w.gan- ! tzsr Jahr gedaurek hatte/ darum vill Wundek i sich durch sein Abbruch ereignet haben / merck* würdig ist insonderheit jenes / von welchen in Den K.ete2orio veßClosters zu Tvlentm an Den Orth / wo der H. Nicolaus zu sitzen pfleg* te/ soigenbe SchristL verfasset ist< der H. Ni* Lolaus hat durch Abbruch und Fasten sime Seele also mit Tugenden erjcittiqet / daß ek Nkdkc UM npch etwas fastlig und woblge* schmgch Ev? N 5S» ,4;. schwaches jemahlen genossen/ allein mit Was» ter und Brod hac er sich besridigrt. DikLs man einstens in den ('onvenr zu To» E tenlrn in den Brunen zu gradk begriffen ware/urw das in den Gebäu höchst nolwedige ÄZaffer ermangleren / ha! ver H. Nicolaus ein Rohe in die Erdegestecket / selbes mil dem A.Creutz bezeichnet/ alwo gegen ioo. aller" östlichste Quelle sich hervor thatten / welche dunmehro meinen Brunnen zusamb siussend k>och sichkbar seynd / und heilet bises Wun- ^"'Wasser verschidene 5Tranckheilen. Quarta!. «MUff den Laust eines vierte! Jahr solle sich "E «.Mich der Vernunffr eines Menschen "innern/ da wir doch eine gantze Jahrs »Zeit sichtlich vergessen/wann der Heil. Nicolaus/ em viertel Jahr verflossen zu scyn/wahrnah- klle / führete er die Kostbarkeit der Zeit/ von Welcher der H. Ambrosius sagt / das jene 'Eibe zum besten erkennen / so sie verlohrm vaden/ also zu Gemüth/ das erinMuthmas- 'Ung / er habe die Zert übel angewendet/ vor >>chmertzen schir TodtS-Aensten außgestan» 1 7EU/ derowegen so ostt als die Uhr cineSluvd Wägete / spräche er; Mein GOtt! nun isk Zermahl eine Stund vorbev/ tvorvox jch dis ^ßRechenMsttgedm. N»» -44 . «VT G S0» R. Raße. M In ehrlicher Mann auß der Stabt Klonte Oronöo muste GeschastleU halber über Land verteilen / gerettete aber aus dem Weeg unter die Mörder/ welche ihm nicht nur alles genomen / sondern ohne Ver¬ zug auch bas Leben nemmen wollen. Er bit> me sie auf möglichste Weiß/ das sie wenigst semer Seelen verschonen sotten/ mithin ver? Men/bas er annoch vor dem Todt seine Sünden einen Priester beichten/ und sich mit GOn huldigen möge. Dise Gnad bitt re er auß Liede GOklcs und veß H. Nicola» von Tolentin/ weilen aber die Mörder da¬ hin gedachten/ wie die Entfremdung seiner Habschasst verschwigen bleiben wurde / er¬ mordeten sie ihn erbärmlich/ und wursten des Leib in einen See/ in der Meinung/ bas auch ihre Müffethai versencket seyn werde. Abte 8. Tag nach Visen Todt ist der H. Nicolau» dey dem Gestatt diseS See erschinen / und rustte den Verfencken auß dem Wasser / führte ihn biß zu seinen vorigen WohmBlatz» Es wurde demnach der neu lebende mit grosi ser Freud von seinen Weib und Kindern em- Mangen / er aber redete kein Wörtlein mit ihnen/ sondern legte sich in das Bech/ und hefahle nichts anders/ als baß man eine" GM»Sorger rußen Mr; al- er nun r-u Dtzs G M» k4§» Müthig gebeichtet hatte/wie auch das Heil. Sacrament och Altars empfangen samt der letzten Oellung/ machte er bep guten Verstand ein Testament/ nach solchen erzehlte er alles/ wie es mit ihms hergegangen seye/ nach wel- chen er seelig in Henri entschlaffen ist. Al- wa n aber seinen Leib auf die Bahr legte / haß man beobachtet/ das ec nichts mit sich aust dem Wasser gebracht / als die Nerven und Gebern bas anders wäre alles verzehrt. Regen. MrJe Peruanische Stadt (Zusnuco über- fühle die Hitz und spare der Erde ein Mntzes Jahr solcher Gestalten / das denen Leuihen abscheuliche Blattern aufgesahren/ an welchen sie haussig gestorben / weilen nun kein einziges Mittel abhelssen wolle / beschlos¬ sen die Inwohner/ einen Heiligen / der ihnen durch das Loosi wird zufahlen/ zu Ehre/ eins öffentliche Busi-Procession anzustellen/ schri- den dannenhero die Nammen verschibenee Heiligen aufs einige Zettl/ und allzeit kämm» ihnen umer so Villen der erste zu Händen dec H-Nicolaus von Tolentin / welchen sie dair Lu Ehre thr Gelübc abstattelen; es wäre aber die Procession noch nicht am ende/ kämme ei» Ledeyender Platz - Regen / und lns LüfstigS ^sucht yörele auss zu wulten. K Rck» *4^ Mtzß G Redlichkeit. M?Jn Betrüger verlängere einen redlichen Mann/ dec ihme die helstke der Schuld vachgelassen/auch den Schuld-Briest zulaug' rren iwordurch sie beede vor das Gericht zu Lpolerro gelanget / und bey einen Ayd die Schuld betheuret solle werden; der Be¬ trüger legte seinen falschen Schwur ab / der Gerechte Schuld» Foderer aber sagte nicht anderes alsDer Heil Nicolaus von Lolentin heisse mir/ meine gerechte Anfodtt rung zu behaupten/ undsihe/ asiobald beken- trete ver Betrüger/ das er wachafft dieSchu^ zzubezahlen gezwungen feye durch ein unsicht¬ baren Gewald/auch seinen Ayd wjderruffte/ tvorauff er in eine neue Strast / wegen vest falschen Schwur gerichtlich gefallen / von welcher er aust anruffung deß Heil. Nicolai von Lolentin ist betreuet worden. Recht. /WZn Venetianischer Edlmann wurde dasi sechste wegen falscher Unzüchte gefang' Lich eingezogen / keiner aber wolle sein Recl)» »erkbämgen/ als nur der H. Nicolaus/ zu vevi er in feinen Hertzen gefeusttzet/ woraust erve- andern Tags frey und ledig befunden ist worden/ auch seine Unschuld von sederman erkennet ist worden/ als wann es von den btt ^enRechts-Gelehrten warrverthütligel wA E G S0» »4? S. Schlag-Fluß. F^kLvcilco von erkrümmetß -l? durch den Schlag.Fluß Mund und Au¬ gen/ das er sehr übel außsahe / wurde aber bey dem Grab deß H. Nicolai von Tolentin mit der Gejundheil begabek. Schauer. WNAn pfleget in den ^nsomrsnischett Marckl dem Heil. Nicolao sehr vill von unlerschivlichen Gekrayd zu opffern / solches aber wiverum außzuwexlen/ und unter den Baamen in die Acker zu säen/ es ist aber nie- Mahl erhöret worden / daß solcher Otthen der Schauer einigen Schaden gethan hätte. Strassen-Rauber k^onre meloni wurde Lernaräur ein Richter neben nochzweyen Freundenvon denen Strassen»Raubern geplunderet/ und «n unterschidlichen Orthen angebunden/ als tr sich aber mit denen semigen den Schutz des H. Nicolai von Tolentin überlassen / gera- khelen die Räuber in einen Schlaff/ er und die Seinige wurden durch eine unsichtbare Hand von denen Banden frey / und nahmen alle ih¬ re abgenohmene Sachen wider zustch/gieo- ßen auch ungehindert die Straffe biß zu ihrer Wohnung. K» EchwW ,48 E A §0» Schwartz wird Weiß. A dilna von Llc-wena pstegte das BkoV zur Weyhung an den Fest deß H.Ni¬ colai zu buchen / welches aber unvermerckt in Ven Osten durch gähe Hitz völlig verbrennet und Schwartz worben ist / weilen aber die Weyhung sortgehen solle / und keine Zeil/ ein anderes Brod zubachen/ ubrigte/ nähme man Vijes verbrennte Brod / welches sich nnker bek Weyhe m Schnee weijses verwandlet Hal. T. Tob - Sucht. von Loi-xiano halte seinen Sohn Z7 Lensnrium, welcher Nicht mehr recht bey Sinnen wäre/ und bepnebens einen gross sen Mangel an Gesicht litre / mil einen sack Getrayd zu dem H. Nicolao verlobet / und sein verwitter Verstaubt nebst denen Auge» ist in guten Stand gekommen. Todt. ASErgröste Ruhm / welcher in denen Rö" milchen Tag-Zeiten einen Heiligen wird beygelegrt / bestehet in deme / daß er Todt» zu dem Leben erwecket habe / welche Ehre vil* fällig dem H. Nicolao gebühret; dann er hat durch göttliche Hülste eine grossen Anzahl deren Tobten erwecket/ baß er gleichsam ein anderster Lils««-! kume benamM werben. UlM ES G W> »49 unter andern hak ^niovinur von Omeri- No an seinen Sohn die Vollmacht des H.To- leukiner Nicolai genugsam vermercket/ disek Knab wurde von einen außgekommenenzigel- losen Pserdt vermassen hart getreten / daß er von jevermiw vorTodt gehalten wurde/alS man aber vor ihm den H. Nicolaum bttkele / kämme er baldigst widerumzu sich/ und wäre frisch und gesund wie zuvor. Teuffcl. WHEinen ärgeren Feind hatte auffder Welt der H. Nicolaus vonTokntm als die Teufte! au ft der Hölle / welche iHv» unterschid- lich beunruhigten/ und keinen ärgern Feind vat hingegen der Teufte! nunmehro als der» H. Nicolaum von Tolenrin; seme blosse Bild* uuß fliehen die Teufte! also / daß sietem gan¬ zes Hauß/ welches sie zu^ncon» unwahn- Mftr gemacht haben/ darum allein/ weilen die Pildnuß des H. Nicolai an das Hauß'Thoe ft! angchafttet worden / verlassen / daß in Niden die Einwohner verbleiben kunten. Trübsall. ħr)Rau krancilca auß Ingolstadt gerathe^ te wegen einigen betrübten Zufällen in solche Trübsall/ daß sie der Verzweiftlung na¬ hezu skyn / schemete / und sich selbst schon ein "vv a^urhun bereit wäre/ welchen Elend der H. Nicolaus also abgtholffen/ daß ihr nicht K z allein O allein das Anligen geringerer worden / son- Vern sie auch in ihren vorigen Glücks-Stand «erhoben / wormil jur Erkanntnuß dem Heil. Nicolao nacher Tolentin als ihren erwählten Patron dije Frau eine schöne Ampel verfett»- jen lassen. Unfruchtbarkeit. ^tri io ^brurro l6c»c>. bittete eint Frau vill Jahr lang um einen Erben/ endlich wurde sie durch die Fürbikt deß Heil. Nicolai geseegneten Leibs/doch eine Unglück- stetige KinbS-Mutter / das sie bey der Ge¬ hurt 8. gantze Tag mit dem Todt ringele / gestalten das Kind in ihr völlig verfaultet ge¬ wesen ist. Die anwesenden erinnerten sich der Hilff deß H. Nicolai vonTolemm/ ge¬ ben ihr das heilige Brod mit vesten Vertrau¬ en zugenieffen / und betteten Vatter unser and z.Ave Maria in Ehren deß H Nicolai/ worauff alsogleich das todte Kind mit unlev- dentlichen Gestanck ohne Schaden der Mut- ttr ist entwöhnet worden. Undanckbarkeit. ^""^tkisrms von (^smenno hatte durch ein gantzeS Monath ein schadhaffces Aug/ so/ daß sie keinen Stich daran sehen kan¬ te/ alldieweilen ihr aber die Artzte nicht zuhelf- ftn gewust haben / also verlobte sie ihr Mut¬ ter E G §«» *5» ter zu den H. Nicolaum/ worauff fle glekch dre Gesundheit ihres Augs erhallen Hat/ doch weilen sie dasGelübv undanckbar in Vre Ver¬ sessenheit gestellet Hal / wurde sie über daß Jahr widerü mit den Übel behasstel/welches sie bewogen Hal nachev Lolenkin zu verreissen/ aüwo sie völlig gesund beständig ist worden. Unglaube. F^^mpana; hatte sich vermessentlkch ver> nehmen lassen / daß der H. Nicolaus könne so wenig Wunder würcken / als ihr Kind numnehro blind ist / aber O erbchmli» cbes FpeKacuI! augenblicklich hcmgeten den Kind d,e Augen brß auff die Äünbacke herun¬ ter/ sobald sie aber auß Befehl des ValrerS den H. Nicolaum anruffete/ ihren Frevel de- kennete / und den Unglauben abgebetten/ ha¬ ben sich vte Augen an das gehörige Orth zu¬ kuck begeben. Übel geschleisst und Beschädigte. ^rtinus hilovell« von Et. Oenesio Sohn wurde von seinen Esel weit ge- lchleisit / auch an Kopst und Angesicht übel zu- Serichrel/ haß er z. Tag weder essen/ trincken/ keden / noch sehen kunte / indessen erschinne sei« uer Mutter in Schlaff der H. Nicolaus/und als sie erwachete/ verspirete der Sohnalso- bald eine Besserung/ wordurch sie/ ein Gelübk abzustatten/ bewogen worden/auf welches dek Bohn vollständig ist gesund worden. «f» E G rs» W. Wittwe. Tmpolj io. Meil-MeegS von Flo- d rentz warebey grosser Hungers-Noch «in arme junge Wittwe mit Kindern ver¬ lassen; Vise wäre in einen solchen Elend be¬ stellet/ das sie weder sich selbst / noch ihre Km^ der zuernähren gewust hat. Einen reichen Mann dises Orths gefiele sie unverlaulmt massen / und weilen er wüste / Vas die Noch sonst alles feilbiete / glaubte er auch / das er sein jündhafftes Absehen erreichen möchte. Er wagte alles varan/ und entvöckte sein Übels Vorhaben der elenden Wittwe/ verspräche ihr auch/ sie und ihre Kinder zuerhatten / wair sie seines Willens wurde. Als ec aber von ihr vrrnommen/ was gestalten sie lieber den Todt außstehsn / als GOtt beleidigen wolle/ liesse er sich vor dises mahl besrivigen/ hostend er werde bey zuwachftnden Hunger einanvecs mahl mehrers außwürcken. Die also an Seel und Leib in Gefahr-stehende Wittwe befähle sich unter den Schutz deß H. Nicolai von Tolentin / und liesse GOtt und dessen Heiligen über sich walten / der Hunger aber nähme also zu/ das ihr eines auß denen z Kindern gestorben. Als sie den Todt mit Villen Zähren beweinete / klopstte jemand an der Thür; indeme sie aber muthmaffete / das B- twfchlbar der «»verschämte Liebhaber seyn müsse/ «m A 5«» ts? müsse / nimnrct sie die Bildnuß des H. Nico« la« von Tolenkin /gehet in vesten Vertrauen der Thür zu/ und eröffnete sechsten dieselbe/ dann sie hoffte/ das in Visen Zweykampff ihr die Blldnuß bes v. Nicolai an statt eines Schild dienen solte. Allem sie sande in der Thur einen geistlichenauß dem Eremiten Or¬ den deßH, Mgustini/ der ihr ein Säcklein mir Brod überreichet hak sprechend : N-mms es hin und speist mit Visen dich und deine Kinder/ wsrauff er verschwunden ist. Sie nähme das Sacklein/ und weilen sie denjeni¬ gen nimmer dancken kunte / der ihr solches gebracht/ danckete sie GOttund seinen Wun- der.vollen Heiligen Nicolao von Lolentin / gehet dem ersten Weeg ;u dem todten Kind/ l^edet selbes also an: Ach mein Kind! hatte ich dises Brod vor wenig Stunden gehabt / tokunrest du noch lebe»; glbet ein Stücklein den rodlen Kind in den Mund; alsobald wä¬ re selbes lebendig/ und fanqete an mit Freud der Mutter das Brod zuesten. Uber das/ als sie das Säcklein außlähren wolte/sande sie duff den Boden ein stuck Gold / welches ihr LUr kunffligen ehrlichen Unterhaltung gedies ürt Hal. Wurm. ^Ndeme kckittg I.iponi von T/ucol! Hauß'Frau vor SchwächeTag und Nacht nichts mehr reden kunte / har ihr Man deu 154 M? G so» den H. Nicolau m versprochen/ jährlich seinen Vor-Abend zu fallen/ das Grab mikgebun- denen Händen zubejuchen / und 6. Ärme zu speisen; daraust gäbe sie einen spann-langett rochen Wurm von «ich / und befände sich ge¬ sund. Wassersucht. AUJse K'tancklmt hat bey krsrre?!-ancilcO Dorsis in drey Monach dermassen überbano genommen / daß kein Slrtzney-Mt- tel verfangen wolke/ sobald er sich aber mit einen wachsenen V-ld zu den Heil. Tolentiner verlobet / ist mir Erschütkung deß Masters selber zur Gesundheit gelanget. Wunden. IsITrfU! Vsnuriu; von Ongoll bekamme äL von denen Freybreuchern ;6. tödtlrche Wunden/ wurde aber auff Anruffang deß H. Nicolai von Tolerum bey den Leben erhal¬ ten/ und baldigst gesund. 3- Zanck. Lüttig Ware lr8^. ein Weib/ mit wel- -eA chen täglich ihr erwachsener Gobn un¬ menschlich gezancket; keine Ermahnungen woltenanihme frücheen/ sondern discs gott¬ lose Kind vermestete sich östters / die Hand wider seine leibliche Mutter zuheben / völlig be- ES W 155 betrübet erinerel sich dises Meib deß hoch»ge- weyhken Nicolai Brods/ legere solches un» vermerckcer in ein Muß/ gab« den Sohn sol« ches zugcnüssen / und er fangele denselben Augenblick an gantz ftomb / andächtig / uns GOttessörchtig zu werden / verhärtete auch in kurdllcher Verehrung gegen seiner Mutter biß an das Ende. Zauberey. M^Elche mir verschidenen Hexereyen und unverlaubten Künste sonst Broglen/ haben sich ihrer Teuffels »Macht gar nicht LUrühmen; dann/ wann/ schott sonste durch Zulassung OOtces sie nach belieben wütten mögen / so bieler ihnen doch den Trutz der D. Nicolaus von Tolentin durch seine Vor¬ bitt/ wie dan bas geweyhte bey sich getragene Brod einmahls zu Verona einen wohl»be» wikleten Kaustman beschützet/ das keine einji- 8e Teuffels- Macht / und alle wider ihm zusammgeschworns Hexen-Kunst schaben tun¬ ke/sondern villmehr aust ostentlichen Platz/ allwo er über einen schädlichen Außgus gehen ione/ müssen sie schammrolh zusehen / da er unsichtbarilch zuruck gehalten/ und einen an¬ dern Weeg gesühret wurde. Zustandt gefährlich. M^Jner wäre auf seiner lincken Seite also erkrancket/ das er weder Hand noch Fuß 7f6 M? G Faß auf einige Weiße rühren kante / auch nichts mit den lincken Aug sehen / nach villet vergebens angewenter Actzncy hak der Heil- Nicolaus/ welcher damahls lebekk/das H. Creutz-Zeichen über ihm gemacht / worauss er aljobaid seme gerade Glider erhalten/ und muthmasslrch von dem gefährlichen Schlag' Fluß/ befreuet ist worden. Zahn-Weh. M^Err ^mi6uz ein Do/^or der Rechten jtt Tolentin erlitte unbeschreibliche Zahn- Wehe/ nähme also seine Zuflucht zu den H« Nicolas von Tolentin/und cS kämme ihni in einen Schlaff nicht anderst vor/ als wann besagter Heiliger gegenwärtig wäre/und vec» längere/ das mau ihm das schmcrtzli che Orth zeigen solte / über welches er das H. Creutz» Zeichen gemacht/und den Schmertzen ver* triben hat. Hier hat man nun Visen Hellen von der > göttlichen Gnadens«Sonne beleuchten Stern H. Nicolaum von Tolentin nur ein wenig in seinen Schein entworffen; dann denselben vollkomentlich vorzustellen/ wie er in sich/ er^ klecken nicht die Kräfften deren Menschen; dann Nicolaus solche Wunder würcket/ die fast ohne Zahl/ und dem allwissenden allein bekannt.' Die Gefangene und mit Eysen und Band «ngeschmidete haben an Nicolao einen gewiss ftn E O SH» -57 sen Erlöser noch hem zu Lagt wann sie ihm anfleben. Die zu See undLand in gewisser Lebens- Gefahr sich befindliche einen Heister. Die Bcsesiene euren Erlödiger. Die Unfruchtbare/ in Kinds-Nöthen be¬ stelle/ mit Angina / Fieber/ Pest behasste / Seiten-Stechen / und offenen Schäden gc- chielkr/ Apostemmen / Geschwüren/Wurm/ hchigen Kranckheiren / Sand und Grein / Schmertzen in Glidern / Dör - und Wasser- Sucht gepeinigte/ mit Büglen und Kröpfen, gefährlichen Fahlen / abgestimleken Glidern beängstigte ihren vortrefflichen Artzken. Er Vertreiber dir ^lelsnestolie und Tors beit/Eifersucht und ungerathene Kinder an» derer er / stillet die graufamme Meer- ^.Leöen/ beförderet unglückseelige Gebärden/ wichet die gefährliche Feurs-Bru usten; haltet «uff die zujamm fallende Gebäu / bewahret § von den Donner / verjaget die Truste! und Gespänster. Ja so gar deren Tobten ist er ein Erwecker/ «UtstenI^uäovlcu^Lvonj zrhlet mehr als Z2. welche durch die Vorbitt deß H. Nicolai als Erstorbene wider das Leben erhalten haben/ Unter welchen auch ein Mohr ein gleiches -Wunder weisen kan/ der auf den Altar seist verstorbenes Söhnlein geleget hat/ und wei- »en der Priester / so die H. Meß gelesen/ bas Kvte Kind aldq nicht gedulden wGe/ sangrr r?« V §0» d'.r Mohr an bitterlich zu weinen/ welches des P-kster bewogen/ das er bas tobte Kind ligen llciktabec OWunverkaum wäre VrcH.Meß vol-nbet/ wäre das Kind lebendig. Unser H. Nicolaus von Tollentin ist ft vornehm in seinen Wundern/ bas kein Orld> in iir Welt/ alwo er nicht ichembahr worben. Ni Hk genug wäre es dem grossen GOlt/ das »n d:m einzigen Vorabend der ^eiligsprech^ u> j Nicolatvon Tolemin 4s. Wunder seynv ar s g,.zeichnet worben/ und bas auch täglich brtt H 20. Jahr hindurch nach fernen Al" schaden wenigst i. Wunver ist kund worden/ welche nrverZahl schon über 7zvc>.austmachc solch rn es wolteGOtt einen sebwebernWrst '^h ul mionderheil mir selben beleuchten. solches last sich genugsam erkennen / waö mar» in erwegung ziehet/ das die adgeschmlent Sir mb dlses Lleiligrn / so oßt der Ldristgla^ bigen Kirchen ein Unglück bevorstehet/ da» hele Blut schwitzen / hingegen wann etwas geneigtes sich weiset / ein weisses Manna wir Milch messen. Gleichwie unter andern sehr Villen Schweissungen anno i4rz. geschehen / VS der Untergang des Orientalischen Keyser* sthum erfolget; Constantmopei von deneü Lürcken erobert/ und barbey über hundert tausend Christen nidergetuachknudverkaussel tvoroen. M? G 5M ^nno Isio. erhellen sich grosse Kriegs tMp-rungen in den gantzenWelschland und vantz Franckreich / wie auch ein em-ötziich« Erdbeben zu Venedig/welches alles der vor- sehendeBlui-Schweisi Seuoiai angcdcmet. Jngletchen haben N-cola, ÄrmbBlu, ge- schwitze! / bevor nachsolaende Begebenheiten Lkichchen/ als ^nno 1522. thakteu sich in Ar älieche GOttes asiter Lcöen hervor : Nom wurde von grimmiger Pest ergi'iftn/ Und d,e Insul kchoch, von dem Erb Fcrud erobert. ^nno 1544. wurde Spanien von Franck» ^erch mit Kriegs Trouppen; Italia von den lUlchchhtzn General Lsr^rolU und gantz Europa durch die Erdbeben beunruhiget. ^nno l-i/o. hatten die Lürcken daö gantze Königreich Cypern unttr ihr Joch gebracht/ dann auch ungemeine/ und durch vill -Monath ^haltende Erdbeben zu sierara und andern Drthk „r Welschland alias zu gründ gerichtet, ^nno rz74. gienge d»e ansehliche Festung T-ivleltL andre t^acbomelsnische Pfordle 'wer/ und mithin das Catholtiche Weesen m wider zu gründ. ^nno 1591. erfolgte auffdiseS wunderbare ^lut-Trichen deren Armben unserS H. Ni* 'vlq, von Tolentin das bedaurliche Tbleiben ves Pabstens 6 resori) XIV. in welchen Jahr ^uch Rom und das übrige Italien mit Hun- Akk und Pch schwer heimgesuchet worden/ ttkur E D item ber Einfahl ver Türchen in Ungarn unks Croatien/ wie nicht wenigerem 14. Tägige Erdjchütklungber Stadt Wien erfolget ht. Anno ls94> wurde von denen Türcken Welschlano / Bohlen und llngarn starch be* unruhiget/ und die ZestungRaab denen Cdu* sten abgenommen / zu Puteolich aber mn weüh Oespel die Erde solcher Gestalten er- schittek / baß sich das Meer mit zedermaus Verwunderung 200. Schritt weit zuruck ge' zogen. Annö 1606. liessen Zhro Päbftliche Her' ligkelk ein allgemeines Kirchen »Gebott odek Inrercl-Äum wider Venedig / so discn Hess' besondere zugethan wäre / ergehen - ebenda* ! malSfiellen die Tartaren in l'irrau ein/ und müssen die Catholischein Welschlanb/ Un* gam/ Bohlen unbTeutschlanb sehrvNl leyoen. Anno i6eo. geschähe die unglückliche Enk* leibung Uenrici des I V. biseöNahmensKö^ nig in Franckreich - grosse Unrernehmungeü deren Türcken wider die Christen; wie auch grosse Feindleliigkeiten zwischen denen Latho* tischen und Urorcstsacen wegen denen dreN Hertzorthumen Gilch- Cleve und Berge. Annü idrz. ereignete sich ber Todr-Falst Keyserö l^uäolpsil z Einsahl der Türcken Sibenburgen/ wie auch deren Lartarn äl «Poboüen. Anu^» iL-r;. waresast gantz Europa, ßvHdMch aber Lemia Md Lavo/eu r M? G KrirgscFlammen «^gesteckt/auch »u §. Seve, nno m Welschland hak ein ungemeine Erd¬ beben alles über den ^aussen gemorsten / und wenigst roooo. Menschen verschittet. ^nnL 1641. geschahen grosse Verhörgun- 8kn unkerschidlicher Länder in Teutschland/ Niderlag deren Catholstche/ und Unterdrück¬ ung derenselben in groß Britanien. /VnnL iL^f. geschähe der feindliche Ein¬ fahl deren Türcken in das Venetiamsche za Waffer und kand/ der Verlurst der Festung in Königreich Lorclia / und die gantze Verwüstung des Königreichs LKUe in ^ws- rics. ännä lSzs. hat diePest zu Rom und Nea¬ pel wie auch zu Lenus vill tausend Menschen erleget / in welchen Jahr auch keräinsnchur ber dritte dises Nahmens R mijcher Keyser das Zeitliche geendet hat. Zmnü 1669. ist m Ungarn eine neue Aust- Wicklung wider die Catholische angespunnea worden.- zu Saltzburg seynd durch Erdbeben allein 200. Persodnen verschittet worden. ^nnü 1671. wurde Unterösterreich mit schädlicher Außgiessung der Donau über¬ schwemmet. Jn Sicilie» entstünde ein unge- wcine Hungers - Noth/ welche bey 70000. Menschen weckgerlsftn; mehr/ wurde die Re- kellion in Ungarn vorbeoeutet nnö 1076. wurde durch die Blut«fchweis- su«ü unsers Heiligen v-rbed-utkt pre Kriegs- L I6r D U-wnbein Ober Teukjchland/auch dasAblei- de,- grosser Häupter / als Oemenr-L Ves'X. item V^r Römischen Keyjerm Cl-iuciis felicir, Nenricr»; ^cleili3iäi5 Churfurstin in Bay- ren/ und ^icolül des Vemkianizchett OoZe» /^nno ^Ü8r verkintdigte es dis Bela- Serung der Kayserlrchen Aesidentz Stadt Wienn. Hingegen !68^. tropffeten die H. Armb rin weisses Manna / und wollen vorsagen den sigreichen Entsatz der Stadt Wienn/ und die göttliche Versöhnung mir der Christenheit. Letztlich haben die H.Ärmb Blut geschwitzet ,698. 1699. und ,700. alwo man in Es- fahrnheit gebracht / das sie vorhinein, erklä¬ ren wölken/ das Ableihen In-wcenrij des Xll. Oroli ll. Königs in Spanien/ und anderer Hmsten; dann auch die Kriegs Em- porungen und Erdbeben daßiger Zeit. Äi«e und vllleicht noch mehr m unseM Ländern undekaure Übel har der Blutt S chweiß «uß denen Armben deß H. Nicolai vorbedeutet; warumben Nicolaus auch voll der allgemeinen Carhoiischen und allein see- ligmacdenve Kirchen als ein allgemeiner Pitt trou erkustn und außerwöbler worden. Es war zwar di-er Erwöhluug auch eine Ursach der sich damahlens ereignete Zwyjpalt/ so wegen der Wahl der Päbsten r^o. Iaht Mauret; dann auch dijer Zwpjpqlt Hal sich wegeg einen gemgchten merics gibek Zeuxnuß der spanische Gene¬ ral und Vice-Äönig zu Mexico äon ^.opcr von ^imoncisremit folgenren Worten: in drsen Indien werden mit sonderbahrer An¬ dacht r. Heilige auß denen Eremiten Orden §. ^uxuülni verehret. In Mexico der H- Nicolaus von Tolentin / in Peru aber der H- loLuner von LsZunr; weilen durch dero Furbitt jo wohl die Indianer als Spanier al¬ le Hülst und Wodlthaten in ihren -AnligcN- heilen häffug empfangen ; zu Mexico wirb das Fest des H. Nicolai von Tolentin voU dem Herbst Nonakh an biß auß die Geburt!) Christ» wegen der grossen Mange besVolck^ begangen/ wie oben weitläuffiger gesagt wor¬ den. Wann die Wilde Indianer Visen Wun¬ der-Stern den H. Nicolaum von Tolentin vor so angenehm halten / so kan man muth- masten / baß eben dises das Absehen seye/ wa- rumv die Neun-Tägige Andacht zu Ehre vep erwehnten Heiligen in die Closter-Äirch deren WW. EL. ?p. ^uLussinern bey Maria Verkündigung allhier zu Laybach ist ringe" fihret worden ; damit nemblich selber dura- seine Wunderlhaten scheinen und leuchten sol¬ le in denen Hertzen dasiger Insassen. Wirb demnach jederman bestermassen die Andaast M? G I6s gegen Visen grossen Heiligen/ insonderheit/ da solche jährlich 8. Tag vor den Festag ge¬ pflogen wird / anbefohlen und gerühmek/ auf daß alle in ihren Anligsn den erwünschte» Trost erlangen möchten Solte aber Vie üp¬ pige und der Andacht feindseelige Welt freu¬ ten/ und an jo heiligen Vorstellungen eine» Eckel finden / oder wohl gar ( welches kein wahrer Christ lhuen wird ) einen jo wunder- dollen Heiligen gering schätzen / so diene zue Wahrmmg folgende von den gerechten GOlt kestrasste Vermessenheit. ^komestns ein Tolentmische Frau ver» lachks gleich nach dem Todt deß H. Nicolai von Toletin die damahls geschehene Wun¬ der-Zeichen ; und jagte / das alles difts nur ein wohlerdachkes geistliches Gedicht seye / und die Religiösen solches Glocke-Gekümmkl nur darum machten / das sie sich mehrers be- reichcten.Aber höret; kaum waren die Worth außgeredet/seynd dijer unglückfteltgenMuttee die Augen austgegangen; indeme GOtt ihren kleinesten und liebste Rind die Augen getchlos- sen/ und mit der Blindheit gejtrajfet hat/ Welches doch nach bereuht? Fehler undVer- lobung eines wgchsenen Bild/jo in der schwäre hyn soll wie das Kind/ bey dem Grab deß H. Nicolai von Tolentin ihr voriges Gesicht wjderum erhalten,- worüber tue Mutter sambt den Kmd/Nicolaum von Tolentin künftighin mit allen Kräften ju verehre»/ «ngefangen. L r Ä»- »66 «o? G 50» Dtses dienet zur Wahrung / damit man den Schein dises hell-beleuchten Stern von der göttlichen Gnaoens-Sonne nicht zuver» kuncklen sich erkünne/ sondern nur immer sel¬ ben besier zuerkenen/ und anzufiehen/ bestlssen seyn niöchte. damit aber der verständige Leser keinBe^ drucken oder mindesten Zweyfet habe an allen Visen/ was hier beschriben ist/ alsdann werden jene Schristlen beygefuget/ auß welchen alles und jedes enthaltenes ist entnohmen worden/ als da jeynd Die Kulls der Hcili'gsvrechung. k. sor- ^»nu; cie Lsronis. loreliiu;. ^isiur- lblseviu;. Corneliu; Curtiu;. IHz-eriu;. Lrulliur. /oan. kspt. cis Olcce. /snu! diiiciu;. -^nroniu; Oulciari. I^uäovlcur Lacconi. l?robper Clierle. 6cc. Anbev dieneren die schon gedruckte Büch» lem/ welche auß Visen Schrisiten und Scri* benten au verschidenen Orthen seynd austge- leget worden/als: von ?r. /osnne kono Heydt zu Jngolstadt-Von sosnne kspcistL Inn ger zuMünchen.Von denenW W-ElL- PP. Augustinern aufderLandstraß zu Wien in Oesterreich Zcnno 17^7 und rüngsten zu Osten in Ungarn änno 174;. inoeme ,elbe alle von denen Oberen seynd besichtiget undgutt geheissen worden/ und insonderheit die Beschreibung deren Wunder»Werckeü Veß H. Nicolai von Lolentin vor wahrhastt A §D» rs? «ttennct ist worden/ worauß dann auch ge» Senwcirkchcs Werckiein zu Ehre defibefagcen srojftn Heil. Lokentiner ist gezoden wor- den/ und eben achter mirGenchmhültung deren Oberen verftrriget/ und in Druck Gegeben; wird also der andachstge Leser vek- sichere!/ das ihmdchfals etwas w'rd einge- hcindiget/ alwomcht allein kein erdrchter Zu¬ satz/sondern noch ein grosterÄbgang zufinden« Es ftye aber dannoch alles achter versaste-/ und öffterS von dec wahren Kuchen be» sialtchles/aust Beseh! vi-bsni VlU. Röm. Pabstcn nach verunfthlbahlen Ä-rchenMei- uung verstanden/ und auf ein neues d«n ^uttachcen der allein steligmachenven Kirche unterworsten. So vill feye nur dargetkan / das die jemqe/ welche mit sonverbahrer Zuversicht und an» dacyüg darzu bereureten Gemuch bey den Wunder-vollen herchzen Nicolaum von Tolentln hulst suchen s durch jeme vlll mögen¬ de Verdienste und Vorbttt «n allen erdrück- sichen Leibs und der Seele Anlchenheilen Trost finden werden/ welches änlcrirnäer der VH. änno iLsb. durch drse suchende Denck»Schufst bekrafstigek hall : WrS Predigen / daß durch das Blut IEsu Christr die Kirche ausgebauet siye Bordell; erzehten aber auH/ vast durch L 4. vaS ,6k E S 5S» das Blut Nrcolai von Tolentin dir Kirche beschützet werde. Wird dannenhero der innere EyferS-An/ trib einen frommen Christen sicher dahin lesi ten- daß er auff Nicolaum vertrauet/ Visen Wunder-Srern/ welcher mit so unzahlbahrc Schein von der göttlichen Gnaden» Sonne beleuchtet ist/ vor seinen Führer inallweg er^ bitte / folgsam in seiner mühejeeUgen Walsi Verschafftaust Erve sichere Hulff finde/ auff daß ihme intemer Sterb-Stund gleichwie Y?,colaum eine Englische Music einlade / Vie himmlische Geister zu Geleits-Farthen vie^ ven/alsdann ihme die Sone der Gerechtigkeit zu seinen Hevl aufgehe; damit alsoGOtt in seinen wundervollen H. Beichtiger Nicolao von Tolentin geehrek wer¬ de biß zu des Lebens. ENDE. Innhalt/ Des jmigm/ waS in Visen Büch- lem enlhalttn lst. A. pprobarion und Guttheissung vises Büchlein. lü6. Trpostlen folget der erste in Münder, würcken Nicolaus- in der Vorrde- äpproKirLt jeynd ;o.i. Wunder worden in der .Heiligsprechung / wobey das neueste ist/ das ein von Natur stam- lenderBedeuth geredet hat. in der Vorrede. Abend Gebetter. rs. St. Augustin, krästtiges Gebett. zo. Arme Seelen erlöset in Lebs-Zeit Nico¬ laus 40. Nennen ihm ihren Vatter. 40. Neuntagige Andacht wie ste zubegehen. 6r. Massie vermöge. 97- Wird an einige Orthen alfo eyfrig begangen/das man von Hauß zu Hauß ansaget darzu. 104. Würcket vili. n». Augen schadkaffle werdengeheilst. 105. Äck-rwird Fruchtbahr. r«o. 14k. »45- Abgeschmttene Armb lassen sich nicht stehlen. nc>. Nach 40. Jahr flüssen sie Blut.' lo.m, Item annoch/und zu weilen weisses klrnng. ifb- Abgeschlagene Ader wird gantz. » Ab- Mgeschnittenek Daum wachset. rr»> Anfang des qen-eychten Nicolai Brod. 89. Dussals wird verlnben. 125, Engins wird durch einen Brod-Brosen gestillet. n;- Armut!) Ichmertzlich. >52. B. BeichttGebetter vor und nach. ar. 25. Bitt Seufttzer zurErkantnuß seiner Nichtigkeit. 28. Denichr der y Tägigen Andacht. 60. Bonnen dienen an statt Sluck-Kugel. 99- Besessene werden befreuet. ror- Bild des H Nicolai vertreibt dic Pest. 104. Auß Marmor wendet die Augen. rv8. Prophezeytt. rrs- Gchwützet. ns- Wird verehrt bey den Stadt Thor. 1 Brunn entipringetwunderbahr. 109. i^Z' üael schlaget der Teufte! an dkicolao ab. 107- Brod des geweychken Gebrauch. 89. Stillet das ungestimme Meer. 9^- Bringer zu den Leben eine lang er- trunckene Per,on. 94' Hülftt zu einen grossen Fischfang. y6- Bleibt in den Feur unverletzt. 9^ Ist eine Königliche Geschancknuß. 96» Ein grosser Schatz eines Closters. 97- Blut Gangs-?lrtzney. !«4- Blut Brechen stillet sich leicht. 1 it' Brust»Schmertzen lindert Nicolaus. i;k- Betrug wird entdecket. 14^ Erucifix auß Holtz geschnitzt umarmest in öffentlicher procestiou die Sta» ruen Nicolai. in der Vorrede. Eommvion-Gebetter vor und nach. ;4 Z6. Geistlicher weiß zu empfangen. 42. Chor.glocke stillet die Wukte des Teufels, ror. D. «Lieb muß das gestohlene zuruck geben. 147. Ist fromm und Heilig. "o. Bleibt an Galgen lebendig. icri. Diebstahl falsch gezichen wird entdecket. 12». Donner trifft nicht. "9- E. Erscheinung sichtbahre deß H. Nicolai vonTolentin. rc>4. Erdbewegung schadet nicht. 109. Ettbbündung glückseelig in Geburthen. 8 r. Erben erbittet bey GOrt Nicolaus. Ll. Ersetzung deß vermukhen Mangel m der Reuhe und Leyd. ^6- Ebr-Beschützer ist Nicolaus. irr. Eyfersucht wird durch Vas geweyhte Brod verberget. "l. 8egfeur ist eine harte Quast. 40. Darauß hülfft Nicolaus. 40. ücind wird mit 7. H. Messen überwun¬ den. 99» Gröste der. H. Nicolaus und der . Trüffel. *07. Fernds Versöhnung täglich zu üben. Fleck zum Habich flicken Met der Teuffel. io6. Frevel veranlaßet Nicolaum zum Wunder-würcken. yr. ist. 164- Fuß'Waffer wurcketWunder. 9^' Fluß-Ergussungthut keinen Schaden. 95'! Fieber und Feuerö»Pakron ist Nico, laus. §6. irt- Fnichibahr werden die Ebe-Leuth. 91- is^. Fasten fahlet Nicolao leicht. 4^' G. Gebett zu der Mutter GOtteS. 15. ;r. Zu dem H Schutz,Engel. is. Zudem H. Joseph. lv. Zu vem H. Nie. von Tolentiu. z. 90- Vor Verkhcittigung der Unschuld. 8r- Zu Vertreibung deren Anfechtungen. 8r- Um erhaltung einer besondere Gnad. 8Z- Von Anfang eines Mercks. ^5- Vor die arme Seelen. 14- 2'- Mutte Meinung vor allen Wercken. 4'' Glocken leiten sich selbst. 1^7. Gefanaenschafft wird leicht. il'' Gesottenes äkind wird Lebendig. 9§' Gehenckter nach 4. Tage redet noch. ioo- Item bleibt Lebendig. roi. iZ?' Gsschwulst verschwindet. 1,9- "4' Gefahr der Geburt wird leicht über« standen. iz7- rs^- ylibersucht vergehet »hne Artzney. H. Heiliger einer deren grösten ist Nicolaus von Tolentiir. in der Vorre^' Hinfahlesd« werden gesund» ' J. Jähr/ in welchen die HH.Armb meistentheils Blut geschwitzet. ls?. '62 Indianer halten feyerlich das Fest deß Heil. Nicolai von Tolentin. r-z. K. Krump und Lamm schlaget der Teuffel den H. Nicolaum. 107. Ketten und Band werden aufgelöset. rn. Kmd unmündiges redet Nicolai Lob. >?5« _ Spricht ihm heilig. '^7. Kochen leydet vill. r zo. Kirche» Patron ist Nicolaus In der Vorrede. Krebs Zustande wird verknben. igv» KnegstFeur erlöichet leicht. igl» Kropfs,Chur wunderbahr. ' i gl. x. Lob-Gesang zu Ehre dest H Nicolai- 75- ritaney vor die arme Seelen. 76. Zu Ehre deß H. Nicolai. 57- ^>ccht lcschet zu Nachtzeit der Teuffel auß. i«>6. Lampe zerbrochene wird gany. !g2. Leids-Schaden wird bald curiret- 182. 1;,. roß fahler auf den H. Ntcvlaum von Tolentin in Erwählung eines Patron» 145« M. Morgen Gebekter. 7- Afcaria befihier Mcolao Brod zu dachen. 8y. Aeß Gebetter. '^crs Ungesiimme wird gestillet. yr. ^cusic lasset sich hören bei- den Hinscheiden Nicolai eine englische »Zr- ->ilvrder bringen einen um/ der nach etwelchen Tagen nacher Hauß/gehet/ ein Testament Machet/ beichtet / und auf ein neues stirbt, »44- Nicolaus Commandirt ein armer Geister, r Verthaktiget die Unschuld Traget ein Religiösen von dem Thurn- Spitz brß zu dem ChowAllar. ioz, Lc'ydervist von Teuffel. 105. Lasser sich von Gebelt nicht verhindern. ic>6< Er> öttet ( auff gewisse Weise zu reden ) gar auß der Hölle. qy. Ist ein sicherer Geleits,Mann. 12c-. Ist allen alles!' 156. Sein Todt verursachet Freud. 12Y. Vertreibet die Pest. i«t< Rachlllßlgkeit ist strassmaffig. izS. Narren werden gescheid. iz8. 14«- O. 748- Ordens,Gelübder heilig zu halten. i zy> Opserung der Comnnion vor die arme Seesen. ;8> Ohren-Wehe wird lucht curiret. uz. rz8. P. Pest-frcy werden 8«o. Persohneu. i«i izz, Proviant ist das beste das Nicolai Brod. Prediger wird beredsamb. 1,4. Pabst nihmel den Nähme Nicolai an» , ;6> Puckel verstehrctsich. ,4,- Podagra vergehet. 141« Q- Quast wir- mit leichte» Mittel gelinderer. 141- R. .Reu und Leyd Erweckung. iz. 17. r?- Rübhingebrattenefluhct darvon. 50» Religiösen müssen von Hauß zu Hauß Prod außtheilen. r?5» Rosen ftynd vormahls Prod gewesen, »Zll« Regen erbittet Nicolaus^ 145- Guccurs unverhofft. ioo- schiffende finden ihre Fustucht. r>2. Kchiffer ehren den.y Nicolaum von Toleuti«. y?' Dchwangeres Weil) entschwimet behend bev Me» SchUdruch, 9^ schaffenderz.Stund Mitten, Feurbleibet unverletzt und levendig. 97« Schreiber zu Ehre Nicolai wird belohnet. ,»3« Sprachlose redcu "9. Schmertze von Sand und Stain wird gelindert.! 26. Sand-xö, nlein deSMeers und gewürcktcWun¬ der Nicolai zehlen/ haltet en, gelehrter Mann gleich. ,34« Schuldner muß zahlen. ,4^« Schlagfluß schabet nicht. ' 47. Schauerweihetab. 14^ T. Jäglichcs Testament. ^g-Zeile zu Ehre des H. Nicolai, - 4' -"uffel führet emen Äcijilichen auff einen Thurn,Spitz. Förchrct sich. '49 ^dlg/Acilgste fahlen nicht schwär. -^odte erhalten das Leden 148 - re 2« 150. '49- , einAttesta- tuin/sejae Gesnadheic durch Vorbitk Nicolar ^halten zu haben. Zungen verschidener Tugenden. Ver/^EN?. Lycologlse>-en Haubc-2». W. ^Eißund M.tnier die7.HH. Meissen r» hören. 39' Hasser wird Wein. ^/vhe machet das Schwartzr weiß. " Sünden werden geheilct. '20» 15^ 54 E^Utwestand gefährlich. 5 Bor, deg H, beschützet. Dassersichlige erlangen Gesundheit. 154. Wclrdicgantze muß Nicolai von Lolentin Wuitt der erkennen i;8. L iciin in Oesterreich hatNicvlaum vonLolene tiu zu eliien Propheten. 262- Zanchrnde werden vereiniget. i Zaudcreyist krafftloß. 155» ZahmEchinertze Iahet nach. 1 s6, Druck-Fehler. Erhebung lese Erhöchung 7. ein eintzige Sach/ in ein eintzige Sach ro. dineo dienen in. Christliche» Christlichen 58. wunderwahren/ wunderbahren 60. lehesi/ lebcst67. Hier/vor7>. gesen/ dessen 47 Ni/ colr/ Nicolai 8Z- O mein Gvo/ O mein GOtt 87» mitthellen/ mitthalen 87. Aicolao/ Nicolav95. rut bete/ rührcte -:z nihme/nähme -z6 nun/ um r;/. Üble/ übel 14«. dackiichen/ hachllchen 142. verscn/ den / verseuchten 744 verwitter / verwirter 148» muss/genuss 155. erschittet/ erschittlek.i6o.Kriegs/ Trouppe/ Kriegs--Trouplea »zs« Das übrige in verwenten / nicht Wohl jusamb/ gesetzten oder nicht förmlich außdedrucktcn Buchst«/ den wird der bescheidene Leser zu verbessern ersuchet-