% QAQQAQQiQQAQSAQ' □TO Diu OD DO m 1917 □oaBDPaDBB OiBfloCSBflhdh u K. k. Staatsgymnasium in Marburg a/D. JAHRES-BERICHT über das Schuljahr 1916—1917. Veröffentlicht durch den Direktor Dr. Josef Tominšek. INHALT: A) Chronik des Kriegsschuljahres 1916/17. (Mit zwei Ansprachen des Prof. Dr. Anton Medved.) Vom DI rektor. B) Schulnachrichten. Vom Direktor. MARBURG a/D., 1917. VERLAO DES K. K. STAATSGYMNASIUMS. Druck von Josef Mostböck & Co., Mirburg «.D. Ubsssss = 1917 = K. k. Staatsgymnasium in Marburg a/D. JAHRES-BERICHT über das Schuljahr 1916—1917. Veröffentlicht durch den Direktor Dr. Josef Tominšek. INHALT: A) Chronik des Kriegsschuljahres 1916/17. (Mit zwei Ansprachen des Prof. Dr. Anton Medved.) Vom Direktor. B) Schulnachrichten. Vom Direktor. MARBURG a/D., 1917. VERLAG DES K. K. STAATSGYMNASIUMS Druck von Josef Moslbück & Co., Maiburj; a. D. Vorbemerkung. Im Sinne des auf tunlichste Ersparnis bei den Druckkosten abzielenden Erlasses des Ministeriums für Kultus und Unterricht von 15. Nov. 1916, Z. 36.529 (Verord.-Bl. des steierm. i.andesschulrates 1916, Nr. 201), wurde der vorliegende J hresbericht nach Umfang und Inhalt auf die dringendsten Angaben beschränkt und in Darstellung und Ausstattung die einfachste Form gewählt. Chronik des Kriegsschuljahres 1916/17. Den letzten Jahresbericht schlossen wir unter dem stolzen Bewußtsein der glänzenden Siege unserer Truppen in Südtirol und im angrenzenden Feindesgebiet. Durch das Eingreifen der russischen Armee in Galizien und der Bukowina wurde Italien damals von dem drohenden vollen Zusammenbruch gerettet. Am 3. Juli 1916 wurden starke Angriffe der Russen an der Ostfront gemeldet und seither dauerten hier die Kämpfe ununterbrochen bis tief in den Winter. Am 27. August 1916 erklärte uns Rumänien den Krieg, am darauf folgenden Tage erfolgte die Kriegserklärung Italiens an Deutschland. Der Treubruch Rumäniens rächtc sich bald furchtbar; nachdem am 13. Oktober 1916 unsere Grenzgebiete von den räuberisch eingebrochenen Rumänen gesäubert worden waren, ging es in unwiderstehlichem Angriffsdrange hinein in das Feindesland: am 25. Oktober wurde Cernavoda genommen und dadurch das wichtigste Bollwerk der Dobrudscha zu Fall gebracht, in der ersten Novemberhälfte glückte ein starker Einbruch in die Walachei, in dessen zweiter Hälfte war die kleine Walachei besetzt, am 7. Dezember 1916 fiel Bukarest in unsere Hände, bis Mitte Dezember war die große Walachei erobert; auch der letzte Rest der Dobrudscha vermochte sich nicht zu halten. Die dadurch in günstigster Weise verkürzte Front wurde während des ganzen Berichtsjahres gehalten. Umsonst erklärten sich die Mittelmächte vor Weihnachten 1916 zu Friedensverhandlungen bereit; eine Note des Präsidenten Wilson der Vereinigten Staaten trug zur friedlichen Austragung der Streitfragen nichts bei; die uns feindlichen Mächte lehnten in einer gemeinsamen Note am 21. Jänner 1917 das Eingehen in Verhandlungen ab. Daraufhin kündigte Deutschland am 31. Jänner 1917 den verschärften U-Bootkrieg an, welche Ankündigung die Regierung der Vereinigten Staaten am 4. Feber 1917 durch den Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit Deutschland beant- (Vom Direktor.) Aus den Kriegsereignissen. wortete. Die wirkliche Kriegserklärung wurde von Wilson allerdingst erst am 2. April im Kongreß beantragt, am 5. April im Senat und am (5. April im Repräsentantenhaus angenommen. Am 9. April wurden die diplomatischen Beziehungen zwischen Österreich-Ungarn und den Vereinigten Staaten abgebrochen. — Am 3. Mai erklärte China, am 15. Mai Haiti an Deutschland den Krieg, am 6. Mai brach Boli via mit ihm die Beziehungen ab. Sowohl an der französischen als an der italienischen und zuletzt an der galizisch-bukowinischen Front suchten die Feinde mit dem Aufwand aller Mittel unsere Stellungen zu durchbrechen. Der Versuch mißlang nicht bloß, sondern schlug zum Teil in das Gegenteil um, indem unsere Truppen erfolgreich die Offensive ergriffen. Am 15. März 1917 war der russische Zar abgesetzt worden; eine von Österreich und Deutschland am 14., bzw. 15. April an die provisorische russische Regierung gerichtete Friedenskundgebung führte wegen der verworrenen russischen Verhältnisse zu keinem Ziel. Am 13. Juni 1917 wurde der den Mittelmächten freundlich gesinnte König Konstantin von Griechenland gezwungen, zu Gunsten seines zweiten Sohnes Alexander abzudanken. In diesem Kriegsschuljahre verlor unsere Monarchie ihren nie ruhenden Vater und Beschützer; am 21. November 1916 schloß Se. Majestät Kaiser Franz Josef I. seine liebend sorgenden Augen für immer. Seine Majestät Kaiser Franz Josef I. f. „Seine k. u. k. Apostolische Majestät Franz Joseph 1. sind heute den 21. d. M. um neun Uhr abends im Schlosse zu Schönbrunn sanft in dem Herrn entschlafen.“ — Diese Trauerbotschaft der Extra-Ausgabe der „Wiener Zeitung“ vom Dienstag, den 21. November 1916, durcheilte die Welt. An unserem Gymnasium wurde sie am 22. November nach Unterrichtsbeginn bekannt. Unmittelbar unter dem Eindrücke der Trauernachricht ließ der Direktor an die Stufen des Allerhöchsten Thrones folgende Beileidskundgebung gelangen: „Im Namen der ältesten Bildungsstätte Marburgs, des k. k. Staatsgymnasiums, das unter der väterlichen Obhut des unsterblichen pater Auslriae, Seiner Majestät des Kaisers Franz Josef I., das hundertste und das hundertfünfzigste Jahr seines Bestandes feiern konnte, bittet der Gefertigte um die Erlaubnis, der tiefsten Trauer und allergreifenden Erschütterung über die Abberufung des erhabensten und dem Menschenherzen allezeit nächststehenden Monarchen in das ewige Reich der Seligen mit der festen Versicherung Ausdruck geben zu dürfen, daß an dieser Bildungsstätte immerdar im Geiste des bei der ewigen Majestät von den Lebensmühen ausruhenden Vaters der Völker Österreichs und seiner Jugend gewirkt werden soll.“*) Die Jugend wurde zu einer der Trauerzeit würdigen äußeren Haltung gemahnt und in allen Klassen eine Traucrausschmückung der Kaiserbilder angeregt; dieser Anregung folgte die Jugend mit rührendem Eifer. Die amtlichen Nachrichten über die letzten Stunden des unvergeßlichen Kaisers *) Im Allerhöchsten Aufträge wurde für diese Trauerkundgebung der Gymuasialdirektlon der herzlichste Allerhöchste Dank bekanntgegeben. (Bezirkshauptmannschaft Marburg, 16. Jänner 1917, Z. 44 Prits.) wurden im Schulgebäude verlautbart, ebenso die ersten Regierungsakte Sr. Majestät des Kaisers Karl I. ln dem am 22. November 1916 eröffneten Testamente hatten weiland Seine k. u. k. Apostolische Majestät Franz Josef I. nachstehende Abschiedsworte an Seine Völker und an die Armee und Flotte zu richten geruht: „Meinen geliebten Völkern sage Ich vollen Dank für die treue Liebe, welche sie Mir und Meinem Hause in glücklichen Tagen wie in bedrängten Zeiten betätigten. Das Bewußtsein dieser Anhänglichkeit tat Meinem Herzen wohl und stärkte Mich in der Erfüllung schwerer Regentenpflicht. Mögen sie dieselben patriotischen Gesinnungen Meinem Regierungsnachfolger bewahren! Auch Meiner Armee und Flotte gedenke Ich mit den Gefühlen gerührten Dankes für ihre Tapferkeit und treue Ergebenheit. Ihre Siege erfüllten mich mit freudigem Stolze, unverschuldetes Mißgeschick mit schmerzlicher Trauer. Der vortreffliche Geist, welcher Armee und Flotte, sowie Meine beiden Landwehren von jeher beseelte, bürgt Mir dafür, daß Mein Regierungsnachfolger nicht minder auf sie zählen darf, als Ich.“ Da das Gymnasialgebäude militärischen Zwecken dient und das derzeitige Notsclnilgebätide keine größeren Räumlichkeiten besitzt, mußte jede gemeinsame Trauerfeier in die Kirche verlegt werden, um im übrigen im engen Kreise der Klassen und des Konferenzzimmers zwar mit weniger äußerem Aufwand, jedoch mit umso größerer Innigkeit das Andenken des großen Kaisers zu ehren und zu würdigen. Am Sonntag, den 26. November 1916, wurde beim gemeinsamen Gottesdienste in der Aloisikirche vom Religionsprofessor Dr. Anton Medved im Anschluß an die Verlesung des Hirtenbriefes des österreichischen Episkopates in einer kurzen Ansprache die Jugend belehrt, wie sie das Andenken des verewigten Kaisers in seinem Sinne hochhalten soll. Am 30. November als dem Tage der Einsegnung und Beisetzung des Allerhöchsten Leichnams wurde unter Teilnahme der gesamten Anstalt ein feierliches Totenamt mit Assistenz und absolutio ad tumbam abgehalten, für welches der Gymnasialsängerchor eigene Gesänge einstudiert hatte. Eingeleitet wurde das Amt durch folgende von der Kanzel gehaltene Trauerrede des Religionsprofessors Dr. Anton Medved: Von dem Dome Schwer und bing Tönt die Glocke Grabgesang .... Fürwahr! Wie ein gewaltiger Donner tönt er machtvoll hinaus in die Paläste der Reichen und in die Htiite der Armen, über Land und Meer, in alle Gaue unseres so teuren Vaterlandes, hinaus in die ganze Welt. Der Genius Oesterreichs hat sein Haupt geneigt; er weint und schluchzt. Millionen Herzen sind gebrochen; aus Millionen Augen fließen Ströme von Tränen — denn dieser Glockengesang begleitet den großen Kaiser Franz Josef 1. zum Grabe. Die Völker Oesterreichs blicken heute in tiefster Trauer hinein in die düstere Gruft des schlichten Kapuzinerklosters in Wien, wo an der Seite Seiner Ahnen, an der Seite Seiner Gemahlin, Seines Sohnes und Seines Bruders von diesem Tage an schlummern soll in ewiger Ruhe der geliebte Kaiser. Im Geiste schaut ganz Oesterreich auf jenen Weg von der altchr-würdigen Hofburg bis zum heirlichen Stephansdom, dorthin, wo das Volk so oft in unbeschreiblichen Enthusiasmus dem Kaiser zujubelte und wo heute die letzte Fahrt weiland Seiner Majestät des Kaisers Franz Josef I. stattfindet. Wie sollte da das Volk nicht untröstlich in Schmerz aufgelöst sein ? Wie sollte es nicht weinen und wehklagen ? Es weiß ja nur zu gut, wer heute zu Grabe getragen wird: Der Vater des Vaterlandes steigt heule hinab in das Totenreich. Durch volle 68 Jahre hat er tatkräftig die Geschicke Oesterreichs gelenkt. Die göttliche Vorsehung besctiied Ihm gütigst eine Regierungsdauer, wie sic keinem persönlich regierenden Fürsten je gegönnt war. Welch eine Menge von geschichtlichen Ereignissen sah Er an Sich vorüberziehen ! Welch eine Fülle großer Taten hat Er in dieser Zeit angeregt, gefördert und glücklich vollbracht! Bewunderungswürdig sind die kulturellen, wissenschaftlichen, sozialen und dem allgemeinen Wohlstände dienenden Errungenschaften Seiner glorreichen Regierung. Staunenswert ist der Fortschritt auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens in Oesterreich während dieser 6.8 Jahre. Eine solcbe Wandlung hat Oesterreich früher durch mehrere Jahrhunderte nicht erlebt als während der so glorreichen Regierung des Kaisers Franz Josef I. Die Annalen werden die segensreiche Tätigkeit weiland Seiner Majestät verewigen, ln der Geschichte Oesterreichs wird in goldenen Lettern der Name Franz Josef I. immerdar glänzen. Der große Wohltäter Oesterreichs wird heute zu Grabe getragen. Wer könnte die Wohltaten zählen, die Seine Majestät Franz Josef I. von der ersten Jugend an bis zum hohen Greisenalter gewirkt hat! Millionen hat er zu wohltätigen Zwecken gespendet. Wo immer eine Wohlläligkeitanstalt errichtet wurde, da kam Er mit großen, wahrhaft kaiserlichen Beiträgen zu Hilfe. Der Kunst war Er ein überaus freigebiger Maccenas. Kein größeres, dem Wohle und dem Fortschritt der Allgemeinheit geweihtes Unternehmen wurde vollendet, ohne daß Seine Majestät wesentlich beigetragen hätte. Wo Not und Elend herrschte, da erschien Er wie ein Engel, um zu trösten und zu helfen, um die Schmerzen zu lindern und die Wunden zu heilen, die Tränen zu»trocknen und die Herzen aufzurichten. Franz Josci I. war die verköiperte Güte, die durch ganz Oesterreich wandelnde, Wohltaten spendende Chaiitas. Das Buch des ewigen Lebens hat reichlich verzeichnet die edlen Werke Seiner Majestät. Der Friedenskaiser zieht hier in das Land des ewigen Friedens. Obwohl zu Beginn und am Schlüsse der Regierung Franz Josef I. gewaltige Stürme tob'en und der Kriegslärm die Welt erzittern machte, die Kriegsgreuel Ströme von Blut verursachten und Feuer und Schwert ganze Länder verwüsteten, so weiß es doch die ganze Welt, daß Er persönlich stets den Frieden und die Eintracht liebte und sie unter allen Nationen zu erhalten und zu fördern aufrichtig und rastlos trachtete. Viribus unitis — mit vereinten Kräften! war Seine Devise, mit welcher Er die Völker nicht zu einem blutigen Kampfe, sondern nur zur M tarbeit bei dem Aufbau des allgemeinen Wohlslandes auffordertc. Nie hat Er sich nach Eroberungen gesehnt, Ländergewinn zog Hin niemals an, die Früchte des Friedens zu zeitigen war immer Sein Ehrgeiz. Viele Jahrzehnte hindurch war Er unter allen Monarchen der Welt der sicherste und festeste Hort des Friedens. Den Oelzweig des Friedens den Nationen zu bieten, war der Ideale Wunsch Seines Hertens. Ein Märtyrer auf dem Kaiserthrone wallt heute in die Ewigkeit, um die Siegespalme in Empfang zu nehmen. Es gibt kaum einen Vater auf dem Erdenrunde, der so viel bittere Stunden erleben mußte, wie Kaiser Franz Josef I. Hart und überaus schmerzlich waren die Prüfungen, mit denen Ihn das Schicksal heimsuchte. Durch Gottes unerforsch-liche Fügung traf Ihn so manches, manches Leid. Im Kreise Seiner durchlauchtigsten Familie ereilten Ihn Schläge, die an Entsetzlichkeit einander überboten. Welches Herz hätte nicht verzweifelt, welcher Charakter hätte nicht gewankt, welcher Mut wäre nicht gebrochen ob dieser unerwarteten Unglücksfälle?! Aber Seine Majestät ertrug alle Leiden und Qualen mit heroischer Geduld, mit stoischer Ruhe, mit Ergebung eines standhaften Märtyrers! Datln müssen wir bewundern die imponierende Seelengröße und die eiserne Charakterstärke Seiner Majestät. Im geduldigen und heldenmütigen Ertragen eines Leidens erscheint ein Herrscher am größten. »Der Herr hat cs gegeben, der Herr hat es genommen, sein Name sei stets gepriesen“, war die Sprache dieses duldenden Heros, die Ihn ii^er ein jedes Lied triumphieren ließ. Ein frommer Christ wird heute an heiliger Stätte begraben. Franz Josef I. war eine tief religiöse Persönlichkeit. Vor der ganzen Welt hat Er immer mit großer Begeisterung Seine religiösen Pflichten erfüllt. Er war Gott und seiner Kirche ergeben mit dem ganzen Herzen. Mit beispielgebender Gewissenhaftigkeit hat Er die religiösen Gebo'e gehalten. Ein Muster der Frömmigkeit und aufrichtiger Andacht war Er allen Seinen Untertanen. Eine der größten kirchlichen Feierlichkeiten, welche überhaupt im Christentume stattgefunden haben, den Eucharistischen Kongreß in Wien im Jahre 1912, hat Er unter Seinen Schutz und Sein Protektorat übernommen. Die Vertreter aus der ganzen Welt haben sich damals an Seiner pietätvollen Haltung erbaut und Oesterreich bewundert und selig gepriesen, daß es einen so frommen Herrscher und einen so entschiedenen Verlretcr des Allerheiligsten Altarsakramentes besitzt. Wer würde zweifeln, daß ein Herseher von solchen edlen Taten und von einer so glorwürdigen Gesinnung von dem Könige des Himmels und der Erde den verdienten Lohn empfangen wird? Dieses Bewußtsein tröstet am heutigen Tage die Völker Oesterreichs. Auf die Bahre Franz Josef I. hat, so können wir überzeugt sein, Gott selber die Worte der Apokolypse (2, 19) geschrieben: „Novi opera tun et fidem tuam et charitatem tuam — Ich kenne deine Werke und deinen Glauben und deine Liebe“! Die zu Tränen rührende Andacht, mit weicher Seine Majestät den Todesengel erwartete, gibt uns die sichere Bürgschaft, daß sich auf den in Gott verblichenen Kaiser Franz Josef I. die trostreichen Worte an wenden lassen: „3eati mortui, qui in Domino moriuntur — Selig die Toten, die im Herrn sterben.“ (Apok. 14, 13). Die Rede wurde stehend angehört und hinterließ einen tiefen Eindruck. Unmittelbar nach dem Gottesdienste versammelte sich der Lehrkörper im Konferenzzimmer zu einer Trauersitzung. Den einzigen Punkt der Tagesordnung bildete folgende Ansprache des Direktors Dr. Josef Tominšek: Mit Blitzesschnelle eilte vor 10 Tagen die Trauerbotschaft durch die Welt: .Seine k. u. k. Apostolische Majestät Kaiser Franz Josef 1. sind heute, am 21. November um 9 Uhr abends, in Schönbrunn sanft in dem Herrn entschlafen." — Die Botschaft traf uns bei der Arbeit; es gab uns einen Riß — in tiefer Bewegnng und Erschütterung stand uns einen Augenblick das Herz still. „Der Kaiser ist tot* — es schien uns unfaßbar. Unfaßbar, weil unser ganzes Leben auf das innigste mit unserem Kaiser verbunden war. Wie soll ,,der Kaiser“ gestorben sein, Er, der schon 3 Jahie auf dem Throne saß, als der Älteste unter uns, selbst ein ergrauter Mann, erst geboren winde? Der Kaiser, dessen 50jähriges Regierungsjubiläum die Völker zu feiern sich anchickten, als der jüngste von uns erst 7 Jahre zählte? Geschlechter kamen und vergingen, der Kaiser erlebte und überlebte sie. Wir fühlten uns gegenüber dem Kaiser stets als Kinder, wie wir es auch waren; wie das Kind es als natürlich ansieht, daß der Vater für es aufsteht, sinnt und sorgt, so lebten wir im sicheren Bewußtsein: „Der Vater, der Kaiser, lebt und wacht“. Und nun wurde Er abberufen. Wir werden uns bewußt, was wir verloren haben. Den Bürgern dieses Reiches war Kaiser Franz Josef mehr als der waltende Fürst, mehr als der weise Lenker ihrer Geschicke, mehr als der sorgende Vater des Vaterlandes; unserem ganzen lebenden Geschlecht erschien der Monarch, der fast sieben Jahrzehnte seines erhabenen Amtes gewaltet, „als die Verkörperung von Thron und Reich'1; seine Gestalt, noch mil uns wandelnd, war bereits von den festen Fäden der Geschichte umwoben ; er ragte empor als Sinnbild und Wahrzeichen eines großen, schicksalsreichen Abschnittes der Weltgeschichte . . . Jedoch ist hier nicht der Platz und nicht sind wir berufen, die weltgeschichtliche Bedeutung der mehr als zwei Menschenalter umspannenden Regieiungszeit des Kaisers Franz Josef I. zu würdigen. Heute um 3 Uhr wird die feierliche Einsegnung des Allerhöchsten Leichnams im Slefansdom und daraufhin die Überführung zur Kapuzinerkirche und die Beisetzung in der Allerhöchsten Familiengruft stattfinden. Der unermüdliche Herrscher geht zur ewigen Ruhe ein: ,,Ruhc, ruhen!“ . . . Jung sind wir noch gegenüber dem Patriarchenalter unseres verewigten Kaisers, aber doch schon so alt, um die Lebensmühen Seiner Majestät zu verstehen, die Mühen dieses hewegungsreichen Lebens, eines der bewegtesten, das die Tragödie des Menschen kennt. Wir sind auch reif genug, um zu wissen, daß die Kaiserkrone eine Sorgenkrone ist, daß die atembeklemmende Macht irdisches Glück nur in Form selbstlosester Aufopferung bringt. Darum: „Ruhe, ruhen!“ Wenn nun erst der rein menschliche Teil des Gottgesalbten den schwersten Prüfungen ausgesetzt wird, wie sie unserem verewigten Kaiser in furchtbarem Maße beschieden waren — Ihm blieb nichts erspart — dann müssen und mußten wir in andächtiger Stille den Helden bewundern, der mit blutendem und zerrissenem Herzen, fern von alledem, was wir menschliche Freude zu benennen pflegen, in einsamer Höhe ganz in den Pflichten seines erhabenen Amtes aufging! Dann begreifen wir: wenn sich einmal, das erstemal, dem 86jährigen duldenden und kämpfenden Helden die Worte entringen: „Ich bin müde1', so müssen das Seine letzten Worte sein! Seine letzten .... Wenn der Kaiser müde ist, so kann Er nur zur ewigen Ruhe eingehen! — Doch nein! Es waren nur Seine vorletzten Worte; Seine letzten lauteten: „Ich stehe morgen wie gewöhnlich um halb vier auf!“ Tränen .... So starb der g.ößte Held dieses Krieges. Und die letzten Worte gelten! Der Kaiser steht noch für uns um halb 4 Uhr auf und wird aufstehen ; denn vergessen können wir Ihn nie, wie Er stets nur an uns dachte. Ob Jubelstimmen erschallten oder die Totenglocken tönten, ob der Mordstahl blinkte oder Millionen „Gott erhalte“ beteten, ob der Kaiser zu friedlicher Arbeit rief oder das Schwert gegen die Verräter zog — alles rührte an das Herz unseres Kaisers; aber jederzeit schloß Er sich an die geliebten und Ihn liebenden Völker an; noch in seinem Testament gedenkt Er dankend der Liebe seiner treuen Völker und wünscht diese Liebe seinem Nachfolger als kostbares Vermächtnis zu hinterlassen. Die menschliche Majestät ist sterblich gegenüber der Majestät des Todes; aber wahre Liebe überdauert den Tod! Großer Kaiser, ruhe sanft — mortuos plango; Dein Vermächtnis werden wir hoch halten — vivos voco. Regierungsantritt Sr. Majestät des Kaisers Kati I. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben durch ein Allerhöchstes Handschreiben am 21. November 1916 den Ministerpräsidenten Dr. von Koerber beauftragt, folgende Proklamation zu verlautbaren: „An Meine Völker! Tiefbewegt und erschüttert stehe Ich und Mein Haus, stehen Meine treuen Völker an der Bahre des edlen Herrschers, Dessen Händen durch nahezu sieben Jahrzehnte die Geschicke der Monarchie anvertraut waren. Durch die Gnade des Allmächtigen, die Ihn in frühen Jünglingsjahren auf den Thron berufen hatte, ward Ihm auch die Kraft verliehen, unbeirrt und ungebrochen durch schwerstes menschliches Leid, bis ins hohe Greisenalter nur den Pflichten zu leben, die Sein hehres Herrscheramt und die heiße Liebe zu seinen Völkern Ihm vorschrieben. Seine Weisheit, Einsicht und väterliche Fürsorge haben die dauernden Grundlagen friedlichen Zusammenlebens und freier Entwicklung geschaffen und aus schweren Wirren und Gefahren, durch gute Tage Österreich-Ungarn durch eine lange und gesegnete Zeit des Friedens auf die Höhe der Macht geführt, auf der es heute im Verein mit treuen Verbündeten den Kampf gegen Feinde ringsherum besteht. Sein Werk gilt es fortzusetzen und zu vollenden. In sturmbewegter Zeit besteige Ich den ehrwürdigen Thron Meiner Vorfahren, den Mein Erlauchter Ohm Mir in unvermindertem Glanze hinterläßt. Noch ist das Ziel nicht erreicht, noch ist der Wahn der Feinde nicht gebrochen, die meinen, in fortgesetztem Ansturme Meine Monarchie und ihre Verbündeten niederringen, ja zertrümmern zu können. Ich weiß Mich eins mit Meinen Völkern in dem unbeugsamen Entschluß, den Kampf durchzukämpfen, bis der Friede errungen ist, der den Bestand Meiner Monarchie sichert und die festen Grundlagen ihrer ungestörten Entwicklung verbürgt. In stolzer Zuversicht vertraue Ich darauf, daß Meine heldenmütige Wehrmacht, gestützt auf die aufopfernde Vaterlandsliebe Meiner Völker und in treuer Waffenbrüderschaft mit den verbündeten Heeren, auch weiterhin alle Angriffe der Feinde mit Gottes gnädigem Beistände ab-wehren und den siegreichen Abschluß des Krieges herbeiführen wird. Ebenso unerschütterlich ist Mein Vertrauen, daß Meine Monarchie, deren Machtstellung in der altverbrieften, in Not und Gefahr neubesie-gelten untrennbaren Schicksalsgemeinschaft ihrer beiden Staaten wurzelt, nach innen und nach außen gestählt und gekräftigt aus dem Kriege hervorgehen wird; daß Meine Völker, die sich, getragen von dem Gedanken der Zusammengehörigkeit und von tiefer Vaterlandsliebe, heute mit opferfreudiger Entschlossenheit zur Abwehr der äußeren Feinde vereinen, auch zum Werke der friedlichen Erneuerung und Verjüngung Zusammenwirken werden, um die beiden Staaten der Monarchie mit den angegliederten Ländern Bosnien und Herzegowina einer Zeit der inneren Blüte, des Aufschwunges und der Erstarkung zuzuführen. Indem Ich des Himmels Gnade und Segen auf Midi und Mein Haus, wie auf meine geliebten Völker herabflelie, gelobe Ich vor dem Allmächtigen, das Gut, das Meine Almen Mir hinterlassen haben, getreulich zu verwalten. Ich will alles tun, um die Schrecknisse und Opfer des Krieges in ehester Frist zu bannen, die schwervermißten Segnungen des Friedens Meinen Völkern zurückzugewinnen, sobald es die Ehre unserer Waffen, die Lebensbedingungen Meiner Staaten und ihrer treuen Verbündeten und der Trotz unserer Feinde gestatten werden. Meinen Völkern will Ich ein gerechter und liebevoller Fürst sein. Ich will ihre verfassungsmäßigen Freiheiten und sonstigen Gerechtsame hochhalten und die Rechtsgleichheit für alle sorgsam hüten. Mein unablässiges Bemühen wird es sein, das sittliche und geistige Wohl Meiner Völker zu fördern, Freiheit und Ordnung in Meinen Staaten zu beschirmen, allen erwerbstätigen Gliedern der Gesellschaft die Früchte redlicher Arbeit zu sichern. Als kostbares Erbe Meines Vorfahren übernehme Ich die Anhänglichkeit und das innige Vertrauen, das Volk nnd Krone umschließt. Dieses Vermächtnis soll Mir die Kraft verleihen, den Pflichten Meines hohen und schweren Herrscheramtes gerecht zu werden. Durchdrungen von dem Glauben an die unvernichtbare Lebenskraft Österreich-Ungarns, beseelt von inniger Liebe zu Meinen Völkern, will Ich Mein Leben und Meine ganze Kraft in den Dienst dieser hohen Aufgabe stellen.“ Die Südwestfront. In zehn Offensiven trieb unser Erbfeind seine gesamte Waffenmacht, unterstützt durch Franzosen, Engländer, Serben, gegen unsere Grenzen. Umsonst, dank der glänzenden Führung und dem unerreichbaren Heldenmute unserer Truppen! Es wurden ihnen darum vor allen anderen die höchsten Auszeichnungen zuteil. Seine k. und k. Apostolische Majestät geruhten allergnädigst das nachstehende Allerhöchste Handschreiben zu erlassen: „Lieber Herr Vetter Feldmarschall Erzherzog Eugen! In schwerer Zeit waren Euer Liebden an die Spitze einer Armee getreten. Unter ungünstigen Verhältnissen haben Sie durch zweckmäßige organisatorische und operative Maßnahmen ermöglicht, daß ausschlaggebende Kräfte auf anderen Kriegsschauplätzen in Verwendung kommen konnten. Als dann der heimtückische Angriff der Italiener erfolgte, waren cs wieder Euer Liebden, den das Vertrauen des Allerhöchsten Kriegsherrn wohl einer der schwierigsten Lagen gegenüberstellte. Mit geringen Kräften auf gewaltigen Fronten wußten Euer Liebden stets mit schöpferischem Feldherrnblick die unmittelbar gefährdeten Punkte zu erschauen, durch rasche, zielbewußte Maßnahmen, welche seitens der über alles Lob erhabenen Truppen in heldenmütigem Kampfe ausgeführt wurden, in vielen großen Schlachten und in unzähligen Gefechten die feindlichen Absichten zum Zerschellen zu bringen. Als einer der Führer der Offensive aus Tirol konnte auch Ich in dieser heroischen Phase des gewaltigsten aller Kriege Zeuge der alles abwägenden, den Sieg vorbereitenden und fördernden Leitung Ihrer Armeen sein. Die größten operativen Ziele klar übersehend, sind jetzt Euer Liebden stets selbstlos bemüht, die eigenen Aufgaben diesen Zielen anzupassen. Diese Fülle großer Taten schließt in reichstem Maße jene Soldatentugenden in sich, welche der großen erhabenen Kaiserin und Königin gelegentlich der Stiftung des Maria Theresien-Ordens vorschwebten. In dankbarer Anerkennung Ihrer Leistungen verleihe ich Ihnen das Großkreuz Meines Militär-Maria Theresien-Ordens. Bozen, am 15. Jänner. Karl m. p.“ Der Gynmasialdircktor beglückwünschte den ruhmgekrönten Feldherrn, höciistder darauf folgende Antwort zu übermitteln geruhte: „Meinen wärmsten Dank für die mir namens des Staatsgymnasiums in Marburg dargebrachte, patriotische Beglückwünschung. — Feldmarschall Erzherzog Eugen.“ Seine k. und k. Apostolische Majestät geruhten Allergnädigst das nachstehende Allerhöchste Telegramm an Seine k. und k. Hoheit den durchlauchtigsten Herrn Feld marsch all Erzherzog Eugen zu erlassen: „Wieder bei einem Teile Deiner siegreichen Truppen eingetroffen, sage ich Dir, dem hochbewährten Führer all der Helden, die an der Südwestfront eisern standhalten und mit Gotteshilfe den Sieg erringen werden, vom Herzen Dank und übersende Dir das Zeichen Meiner erneuerten belobenden Anerkennung mit den Schwertern. Trient, am 26. Juni 1917. Karl m. p.“ Die Isonzo-Armee. Seine k. und k. Apostolische Majestät geruhten Allergnädigst das nachstehende an die Isonzoarmee gerichtete Allerhöchste Befehl sch reiben zu erlassen: „An Meine Isonzoarmee! In schwerstem, tageiangem Ringen habt Ihr langvorbereitete, mit besonders mächtigen Kräften durchgeführte Angriffe des Feindes abgeschlagen, ihm abermals gezeigt, welch Heldenmut in Eurer Brust lebt. Es drängt Mich, zu Euch zu eilen, um Euch in Eurer Mitte aus Herzensgründe zu danken für Euere Tapferkeit, Ausdauer und Hingebung. Aus allen Teilen des geliebten Vaterlandes stammend, habt Ihr mit vereinter Kraft, treu zusammenstehend, Bewundernswertes geleistet, Euch heißen Dank der Heimat verdient. Nicht jedem einzelnen von Euch kann ich Aug’ in Auge Meinen Dank sagen. Das Kommandeurkreuz des Militär - Maria Theresien-Ordens aber, das ich heute Eurem hochbewährten Führer, dem Generalobersten von Borocvič auf die Brust hefte, cs versinnbildliche nicht nur dem Armeekonimandanten Meine höchste Anerkennung, es zeige auch Euch allen — Führern und Kämpfern — Meinen tiefempfundenen Dank, Meine stolae Zufriedenheit. Gottes Segen war mit uns. Beten wir zum Allmächtigen, Er möge uns auch fernerhin würdig finden Seines gnädigen Schutzes und Schirmes. Kr gewähre uns den endgültigen vollen Erfolg! Adelsberg, am 2. Juni 1917. Karl m. p.“ Verlauf des Schuljahres 1916 17. 1. Raum, Zeit, Organisation. — Da das Gymnasialgebäude nach wie vor in allen seinen Teilen als k. u. k. Reservespital Nr. 2 in Verwendung stellt, das im Vorjahre für die Zwecke des Gymnasiums militärischer-seits freigemachte Gebäude, Elisabethstraße 16, aber für den Herbst 1916 von der Stadigemeinde Marburg für die Unterbringung einer Volksschule in Aussicht genommen wurde, so drohte dem Gymnasium die Gefahr der Obdachlosigkeit, und die Möglichkeit der Aufnahme des Unterrichtes im Schuljahre 1916/17 schien zunächst in Frage gestellt. Durch die Gunst verschiedener Umstände und durch einen Kompromiß, der das Gymnasium zu einer stärkeren Zusammendrängung der Klassen nötigte, gelang es, das letztgenannte Gebäude dem Gymnasium auch für dieses Schuljahr zu sichern; durch die ausbedungene Unterbringung einer städtischen Volksschulklasse und der kaufmännischen Fortbildungsschule erlitt der Gymnasialuuterricht keine Störung. Der Unterrichtsbeginn erfolgte sodann regelmäßig Mitte September und der Scluilbetrieb vollzog,sich während des Schuljahres in gewohnter Art, allerdings mit allen Schwierigkeiten, die — wie im Vorjahre hervorgehoben wurde die Benützung eines unzureichenden, für die Schülermassen nicht eingerichteten Gebäudes und die Entlegenheit aller Lehrbehelfe, die fallweise aus dem eigentlichen Gymnasialgebäude herbeigeschafft werden mußten, ebenso für die Verwaltung wie für die Unterrichtserteilung erwachsen. Die Schwierigkeiten erfuhren eine bedeutende Steigerung, als die hierortige Staatsrealschule, die wegen Kohlenmangels den Unterricht hätte schließen müssen, am 19. Februar 1917 zunächst provisorisch, vom 10 März 1917 an, da ihr Gebäude in militärische Benützung überging, endgültig in das derzeitige Gymnasialgebäude einzog. Daraus ergab sich die Doppelbenützung des Gebäudes, die in der Weise geregelt wurde, daß die Unterrichtszeit der Realschule vom letztgenannten Tage an in der ersten Wochenhälfte auf die Nachmittage, in der zweiten Hälfte auf die Vormittage fiel; auf die übrige Zeit, zum Teil auch gleichzeitig mit der Realschule, die wegen ihrer geringeren Klassenzahl nicht alle Schulzimmer beanspruchte, wurden die Unterrichtsstunden des Gymnasiums angesetzt. Die Verteilung der Klassen und Stunden, zumal der Freigegenstände, gestaltete sich auch darum schwieriger, da das bisher dem Gymnasium vom Herrn Baron Pius von Twickel in zuvorkommender Weise überlassene Zimmer in der „Burg“ auch in militärische Verwendung genommen wurde. Doch wurde die Anstalt aller Schwierigkeiten Herr; der Unterricht blieb bis zum Schulschlusse ungekürzt und wurde zur Zeit des sonstigen Kohlenmangels nicht unterbrochen, da das Gymnasium für dieses Jahr mit hinreichenden Vorräten versorgt war. 2. Lehrkörper. In militärischen aktiven Diensten verblieben die Herren: Dr. Johann Arneiz, Dr. Anton Dolar, Johann Ev. Kociper, Ludwig Lang, Franz Otto, Karl Tribnik, Dr. Bruno Trobei, Johann Leskošek, Dr. Ludwig Mahn ert, Johann Mrawljak, Josef Pirnat, (Dr. Thomas Sch usehnig starb im Vorjahre den Heldentod), somit im ganzen 11, von denen nur Dr. Mahnert (evang. Feldkurat) im Laufe des Jahres riickbeurlaubt wurde. Mit den nicht militärpflichtigen und den enthobenen Lehrkräften (nach dem Ergebnis der Nachmusterungen erfolgten zwei weitere Enthebungen) wurde der Unterricht, unter Nebenverwendung von 4 Lehrern anderer Anstalten für die Pflichtfächer und von 4 für die Freigegenstände, aufrecht erhalten. 3. Die Schüler. Die Schülerzahl ist gegenüber dem Friedensstande zwar gesunken, hielt sich jedoch trotz der zahlreichen Einberufungen, die die Präsenzzahl in den obersten Klassen sehr stark, in der obersten Klasse zeitweise bis auf 1 herabdrückten, auf der Höhe des Vorjahres, indem wegen der geordneteren Schulverhältnisse die 1. Klasse einen erheblich stärkeren Besuch aufweist. — In den mittleren und oberen Klassen herrschte ununterbrochen, auch in der Ferialzeit, ein lebhaftes Kommen und Gehen, da den einberufenen Studierenden von den militärischen Kommanden in großer Zahl Studienurlaube bewilligt wurden, welche Urlaube die Beteilten zum Schulbesuch und zur Ablegung von Prüfungen eifrig ausnützten; das Klassenbild war darum ein sehr wechselndes. Neu einzurücken hatten auf Grundlage der Nachmusterungen und Musterungen abermals 70, bisher noch nicht militärpflichtig gewesene Schüler. Feierlich gestaltete sich die Verabschiedung des Geburtsjahrganges 1899. Beim Schulgottesdienste am Sonntag, den 4. März 1917, empfingen sie in der Aloisiuskirche die heil. Kommunion und als Geleitworte auf ihren neuen, dein Schutze des Vaterlandes geltenden Lebensweg hielt der Religionsprofessor Dr. Anton Medved folgende Ansprache: Confortamini ct estote viri — Fasset Mut und seid Männer! Herzerschütternd lauter, die prophetischen Worte Christi im Evangelium: „Ihr werdet von Kriegen und Kriegsgertichten hören; denn es wird Volk gegen Volk, Reich gegen Reich sich erheben; es werden Hungersnöte, Seuchen und Erdbeben bald da, bald dort sein“. Noch nie, o Herr, sind diese deine Worte so in Erfüllung gegangen, als jetzt in den entsetzenerregenden Stürmen des Weltkrieges. Was früher die lebhafteste Phantasie an Greueln und Schrecken des Krieges auszusinnen nicht imstande gewesen wäre, das muß jetzt die Welt schauen, niedergeschmettert durch die unfaßbare Wahrheit der Tatsachen. Es fließen Ströme von Blut und Trärcn, es weinen Millionen Augen. Die Erde erbebt vom nie geahnten Donner der Geschütze; unerhörte Kümpfe wüten und toben nicht nur auf dem Lande und auf dem Meere, wie jemals, sondern auch hoch oben in den Lüften und unten in der Tiefe des Meeres. Nun — mitten in dem furchtbaren Völkerringen, das alle bisherigen Schlachten und Kämpfe und Kriege in den Schatten stellt, stellt unser geliebtes und teuerstes Vaterland Ocsterreich! Die glorreiche Austria, die schon viele Jahrhunderte hindurch alle schweren Prüfungen des Schicksals ehrenvoll bestanden hat, ist rings von grimmigen Feinden umgeben. Wutschnaubend und vom diabolischem Hasse erfüllt, haben sic sich ein höllisches Ziel gesetzt: die Zertrümmerung des Habsburgerreiches, die Zerstückelung des durch göttliche Vorsehung geschaffenen Donaustaates, welcher, als ein Bollwerk der Kultur, verschiedene Stämme der Völker Europas harmonisch vereinigt. Doch die Helden Oesterreichs machen alle Anschläge des Feindes zuschanden. Unsere ruhmgekrönte Armee schmückt ihre Fahnen mit den herrlichslen Siegeskränzen und, wo es nottui, verteidigt sie mit Löwenmut die Grenzen des Reiches. Diesen bewunderungswürdigen Verleidigern des Vaterlandes sollen sich, zufolge eines Rufes Seiner Majestät des Kaisers, anschliefien die zum Militärdienste tauglichen jungen Männer des Jahrganges 1899. So folgen denn auch viele Schüler unseres Gymnasiums diesem Rufe des obersten Kriegsheirn. Ziehet nun hinaus, liebwerte Studierende, in die sieggewohnten Reihen der österreichischen Armee. Hier an der heiligen Stätte der uns so lieben Kirche des heiligen Aloisius nehmen wir heule Abschied von einander, bis ihr, nach ehrenvoll erfüllter Pflicht im Dienste für das Vaterland, inEuere Heimat zuriiekkehrt. Dieser Abschied darf niemandem schwer fallen; denn das flammende Feuer der patriotischen Begeisterung verklärt den sonst vorkommenden Schmerz über die Trennung. Auf den Weg gebe ich Euch ein kostbares Andenken, einen Talisman, einen Edelstein, in welchem ich drei Strahlen glänzen sehe. Dieser Edelstein heißt die Liebe und die aus ihm leuchtenden Strahlen beziehen sich auf die erhabenen Idealgüter: unser Vaterland, unseren Kaiser und unseren Gott. Studierende! Erfülle Euch Immei die wärmste Liebe zum Vaterlande! Oesterreich ist so schön, so reich, so gesegnet! Seine Berge sind Perlen der Naturpracht Seine Täler und Ebenen gleiohen entzückenden Gärten. Was immer das Erdenrund Schönes bietet, einen Teil davon hat es Oesterreich gegönnt. Man muß mit seinem größten Dichter Grillparzer ausrufen. Es ist ejn gUfes Land. Wo habt Ihr dessengleichen schon gesehen ? Schaut ringsumher, wohin der Blick sich wendet, Lacht’s wie dem Bräutigam die Braut entgegen. Dies Vaterland muß seinen Bewohnern über alles teuer sein, denn es ist geschmückt durch unzählige Kulturwerke der Vorfahren, durch den Fleiß der Bürger und durch den Schweiß des Landmannes, durch Forschungen der Gelehrten und durch die Schöpfungen der Künstler. Es steht in der ersten Reihe der am meisten fortgeschrittenen Länder. Wem sollte der Boden Oesterreichs nicht ehrwürdig erscheinen, denn er ist vielfach getränkt und geheiligt durch das Heldenblut unserer Ahnen. In Oesterreich spielten sich oft Ereig- nisse ab, welche eine weltgeschichtliche Bedeutung haben. Mit Recht müssen wir mit dem Dichterfürsten bekennen: Der Oesterreicher hat ein Vaterland, Er liebt’s und hat auch Ursach’ es zu lieben. Kein Wunder, daß die österreichische Heldenarmee für ihr Vaterland so beispiellos tapfer kämpft; denn sie ist sich innerlich bewußt, für welches herrliche Land sie ihr Leben einsetzt. Wohlan denn, Studenten I Seid beseelt von der gleichen Vaterlandsliebe, die zu den schwersten Opfern bereit ist und zu den größten Taten befähigt! Und die Liebe zum Kaiser! Welchem Oesterreicher ist sie nicht angeboren? Es gibt wohl kein Reich in der Welt, in welchem das Herz des Herrschers und die Herzen der Untertanen mit einem stärkeren Bande der Liebe verbunden wären, als seit Jahrhunderten in Oesterreich. Der Grund dieser rührenden Erscheinung liegt wohl in dem Umstande, daß die Regenten aus dem Hause Habsburg durch hervorragende verschiedenartige Herrschertugenden die Herzen ihrer Untertanen zu gewinnen verstanden haben, sei es durch hohe Weisheit, wie Rudolf IV., oder durch die aufmunternde Frömmigkeit, wie Ferdinand II., oder durch außergewöhnliche Leutseligkeit, wie Franz L, oder durch eine nie ermüdende sprichwörtliche Betätigung des Wohltätigkeitssinnes wie Franz Josef 1. Die Traditionen von solchen Tugenden vererben sich von Geschlecht zu Geschlecht und sterben nie aus. Geradezu hinreißend war diese Liebe Oesterreichs zu seinen Herrschern in den schweren Tagen der Gefahr und besonders harter Schicksalsschläge. Ein auffallenderes Beispiel von selbstloser Liebe der Untertanen zu ihrem Herrscher vermag wohl die Weltgeschichte nicht zu erzählen, als es die Liebe der felsenfest treuen Tiroler zu ihrem Kaiser in den großen Freiheitskriegen war. Erhebend ist jene bewegte Szene auf dem Reichstage zu Preßburg, in welcher die Magnaten Ungarns ihre Hände zum Schwure erhoben und aus der Tiefe ihres Herzens riefen: ,,Moriamur pro Rege nostre — Lasset uns für unseren König sterben!“ Die Liebe zum Kaiser war es, welche die glänzendsten Waffentaten Oesterreichs zustande gebracht hat; ihr setzte die Geschichte durch die Namen St. Gotthard, Kolin, Novara, Lissa und andere unvergängliche Denkmäler. Mit glühender Begeisterung singt ein jeder Oesterreicher die unvergleichlich schöne Kaiserhymne; in ihr vergißt niemand wie mit Donnerschalle zu betonen die Worte: Gut und Blut für unseren Kaiser! 9tudenfen! Diese Worte mögen nie in Euren Herzen verstummen! Gut und Blut für unseren Kaiser! sei für einen jeden die tägliche Parole. Ihre Erweiterung lautet: siegen oder sterben! Die Krone des Empfindens der Liebe ist aber die Liebe zu Gott. Wir dürfen niemals vergessen, daß unser Erlöser als das erste aller Gebote jenes bezeichnet hat, das da heißt: „Du sollst Gott, deinen Herrn lieben aus deinem ganzen Herzen, aus deiner ganzen Seele, aus deinem ganzen Gemiite und aus allen deinen Kräften!“ Lasset daher nie das Feuer der göttlichen Liebe in Eurer Brust erlöschen ! Gleichet, was Mut und die Ausdauer anbelangt, den großen Heroen unserer Geschichte, was aber die Liebe zu Gott anbelangt, gleichet den unschuldigen Kindern bei der Feier der ersten heiligen Kommunion; damals brannte die göttliche Liebe am hellsten! Jetzt, während der heiligen Messe, werdet ihr zum Abschiede zum Tische des Herrn hinzutreten. Das ist schön und erhebend von Euch. Gott wird es Euch lohnen. Bleibet treu dieser Gesinnung! Ein frommes Gebet — und sei es noch so kurz — sei ein tägliches Zeichen Eurer Lfcebe zu Gott! Euer Vertrauen auf Gott weide nie wankend ! Wenn auch trübe Stunden kommen, wenn auch Körper und Seele vor Qual und Ermattung zusammenzubrcchcn drohen, wenn auch Euer Blut fließt und brennende Wunden Euren Körper verzehren wollen, verlieret das Gottvertraucn nicht! Gott verläßt die Seinen nicht. Zu jedem von diesen spricht er, wie einst zum königlichen Propheten Isaias: „Fürchte dich nicht, ich bin mit dir, wanke nicht, denn ich bin dein Gott!" Übersehet auch niemals die Wahrheit, daß Gott es ist, der das Schicksal eines jeden einzelnen Menschen und ganzer Völker leitet. Die Weltgeschichte legt das unzweideutige Zeugnis dafür ab. Auch ist Er der König der Könige, der Heir der Heerscharen ; Er ist es auch, der die Schlachten entscheidet und den Sieg verleiht. StudierendeI Seid ihm getreu — „getreu bis in den Tod!“ Dann wird an Euch in Erfüllung gehen das trostvolle Versprechen, das der große Führer des auserwählten Volkes demselben gegeben mit den süßen Worten: „So wird Gott mit euch sein und euch zurückführen ins Land eurer Väter!“ Am Schlüsse des Gottesdienstes wurde die Volkshymne gesungen. Die Zahl der im Laufe des Weltkrieges von den Schulbänken weg zum Waffendienste ein berufenen Marburger Gymnasiasten hat das halbe Tausend bereits überschritten. Die meisten dienen durch längere oder kürzere Zeit unmittelbar an der Front und nahmen an allen Kämpfen der verschiedenen Kriegsschauplätze, teil. Viele sind durch Allerhöchste Auszeichnungen belohnt worden, eine nicht unerhebliche Zahl erlitt den Heldentod oder wurde verwundet oder gefangen. Ein ihrer würdiges Gedenkblatt wird nach dem Kriege hinausgegeben werden. Patriotische und Hilfstätigkeit der Anstalt. Das verflossene Schuljahr stand, wie unser ganzes Leben, für die Leitung, die Lehrer und Schüler unter dem Pflichtruf des Durchhaltens. Es wurde allen Schülern durch Wort und Tat, d. h. durch das lebendige Beispiel, als erste derzeitige Aufgabe der patriotischen Gesinnung und Betätigung die rückhaltlose Entschlossenheit vor Augen geführt, bei aller Genügsamkeit in den Ansprüchen an das materielle und geistige Leben und entsagungsvoller Abhärtung, docli körperlich und geistig die pflichtgemäßen Leistungen — und tunlichst noch mehr — au! allen Gebieten zustande zu bringen und durch frischen Wagemut und eine zuversichtliche Stimmung dem sich etwa einschleichenden Kleinmut zu begegnen. Wiewohl sicli die Gymnasiasten überwiegend aus den ärmeren Schichten und aus dem durch den Krieg am schwersten betroffenen Mittelstand der Pestbesolde'en zu= sammensetzen, so hielten sie — rührend für den Beobachter — in den Nöten der Nahrung, Bekleidung, Beleuchtung, Beheizung wacker aus; sie fanden sicli mit dem eben Vorhandenen ab und brachten außerdem die nötige geistige Spannkraft auf, um den Anforderungen des Studiums, die gegenüber dem Frieden so gut wie gar nicht herabgesetzt wurden, vollauf gerecht zu werden. Auch im Benehmen wurde eine gewisse Gesetztheit verlangt und fast durchwegs erreicht. Die Erfüllung dieser Pflicht der Arbeitsamkeit und des Ausharrens war wohl der wichtigste Dienst, den die Anstalt dem Vaterlande für die Jetztzeit und die Zukunft erwiesen hat. In diesem Geiste fühlte sich aber die Jugend unter den Fittigen der Anstalt auch wohl; die Wahrheit trat klar zu Tage, daß eine geordnete Schule, zumal in Zeiten der äußeren und inneren Unruhe, für die Jugend und die Eltern die größte Wohltat, nicht selten geradezu die Rettung bedeutet, ln der Schule waren die Kinder für so und soviele Stunden dem wenig anregenden Getriebe der Außenwelt entrückt und vermochten sich zu sammeln, um die Widerstandskraft zu stählen. Aber auch unmittelbar wurde jede patriotische Unternehmung, soweit es die Eigenart der Schule und die Vermögenslage der Schüler zuläßt, von allen Klassen gefördert. 1. Kriegsanleihen. Im Laufe dieses Schuljahres wurden zwei Kriegsanleihen, die 5. und die 6., aufgelegt. Bei beiden bildete die Gymnasialdirektion eine eigene Sammclstclle (Nr. 3) nach Art der von der Anglo-Oesterieichischen Bank ins Leben gerufenen. Durch eifrige Werbearbeit gelang es, bei beiden Anleihen ein glänzendes Ergebnis zu erzielen: auf die 5. Kriegsanleihe wurden bei der Gymnasialsammelstelle von 79 Zeichnern 46 000 K, bei der 6. Kriegsanleihe von 60 Zeichnern 40 800 K gezeichnet. — Außerdem wurden auf Anregung des Gymnasiums von Angehörigen der Schülerschaft bei anderen Sammelstellen, soweit Nachrichten vorliegen, auf die 5. Kriegsanleihe 122800 K und auf die 6. Anleihe 80000 K gezeichnet. 2. Opfertage im Oktober 1916: Das Gymnasium hat nicht nur im Rahmen der örtlichen Veranstaltungen zu Gunsten der Opfertage durch Lehrkörper und Schüler tätigen Anteil genommen, sondern an der Anstalt selbst im eigenen Wirkungskreise eine Sammlung veranstaltet, die den Betrag von 268 K 98 h ergab. Es spendeten: I. a Klasse: Alwies 1 K, Bartošek 10 h, Bračko 30 h, Brugger 1 K 10 h, Burndorfer 50 h, Detiček 50 h, Doleczek 90 h, Frece 30 h, Gabron 50 h, Heinz 30 h, Hermann 20 h, Huber 30 h, Horaczek 50 h, Jevšenak 20 h, Kabas 20 h, Kaspar 10 h, Karara 40 h, Komauer 1 K, Koražija 20 h, Koratschin 20 h, Koschell 1 K, Kylianek 30 h, Leskošek 10 h, Mahnert 1 K, Mikl 20 h, Nekrep 60 h, Nerat 40 h. Nödl 1 K, Oswatitsch 2 K, Ozimič 10 h, Paliege 1 K, Polimante 20 h, Pouch 40 h, Prah 10 h, Richter 20 h, Rittbauer 20 h, Ruß Friedrich 20 h, Ruß Harald 40 h, Scherag 90 h. Schwab 50 h, Schwarz 20 h. Seethaler 20 h, Tomslg 30 h, Tuch 50 h, Venedig 70 h, Weber 30 h, Weigert 1 K, Wernisch 50 h, Zagoda 20 h. Summe 23 K 50 h. I. b Klasse: Bohanec 10, Černelč 10 h, Deržič 10 h, Držečnik 10 h, Dvoržak 1 K< Grossmann 1 K, Haue 24 h, Iglar 20 h, Jurančič 10 h, Kac Leo 20 h, Kac Rudolf 20 h, Klanšček 14 h, Klemenc 40 h, Korban 50 h, Košutnik 1 K 10 h, Kreft 10 h, Krošelj 20 h, Lasbaher 20 h, Lebe 1 K 10 h, Lichtenwallner 30 h, Mikl 30 h, Mravljak 1 K, Mulec 24 h, Munda 20 h, Novak 10 h, Oblonšek 1 K, Pavalec 10 h, Pečenko 20 h, Pernat 30 h, Pirc 70 h, Pušnjak 22 h, Rautner 20 h, Savec 30 h, Sekirnik 40 h, Soršak 20 h, Stepic 20 h, Suhač 10 h, Skrabar 24 h, Tomanič 20 h, Vogrinec 10 h, Voršič 20 h, Weranitsch 12 h, Zamolo 30 h, Žabker 30 h, Župec 1 K 20 h, Abram 1 K, Grossmann 1 K 80 h, Jager 20 h, Tominšek 1 K. — Summe 20 K 20 h. II. a Klasse: Baumgartner 1 K, Binderhofer 30 h, Fill 50 h, v. Gstöttner 40 h, Hallecker 1 K, v. Haydegg 1 K, Hierstana 1 K, Hofer 1 K, Kronasser 40 h, Lukas 2 K, Marko 1 K, Matzl 50 h, Nekrep 1 K, Nozir 1 K, Persche 1 K, Pollak 1 K, Prull 1 K, Puschmann 1 K, Schifko 1 K, Studier 1 K, Tschebull 2 K, Valentincig Alfred 1 K, Valentincig Marie 30 h, Vidovič 1 K, Wald 20 h, Zöhrer 40 h. — Summe 23 K. II. b Klasse: Brumen 1 K, Čeh 20 h, Jurak 40 h, Kikl 20 h, Krulc 20 h, Leben 10 h, Maister 1 K, Osim 10 h, Osojnik 20 h, Podlesnik 20 h, Potočnik 20 h, PIpuš 1 K, Pucelj 20 h, Razboršek 66 h, Rojs 00 h, Strnad 40 h, Šijanec 30 h, Tušek 50 h, Uranker 10 h, Vnuk 22 h, Zelenko 32 h, Dolar 70 h, Tominšek 1 K, Ungenannt 1 K. — Summe 10 K 70 h. III. a Klasse: Bedjanič 1 K, Čerče 20 h, Einicher 1 K, I'odor 20 h, Gabriel 60 h, Gradišnik 20 h, Halfter 2 K, Horaczek 20 h, Ilger I K, Jančar 10 h. Kalin 20 h, Kollnig 1 K, Koren 10 h, v. Lichem 1 K, Lukas 1 K, Mahnert 30 h, Nerat 24 h, Peheim 1 K, Plotsch 30 h, Podmenik 40 h, Reichstädter 20 h, Rizzi 20 h, v. Schuschnigg 1 K, Sever 20 h, Stanzer 20 h, Weißenböck 10 h, Woschitschko 40 h, Zeichen 12 h, Zeides 30 h, Zimmermann 20 h, Zwirn 40 h, Fodor Josefine 20 h, Pečnik 1 K. — Summe 16 K 56 h. III. b Klasse: Babič 30 h, Černčič 40 h, Farkaš 36 h, Gajšek 60 h, Hrašovec 10 h, Hrvacki 10 h, Ivanuša 20 h, Jagodič 30 h, Janežič 20 h, Kolarič 20 h, Konečnik 10 h, Kos 40 h, Kostajnšek 10 h, Kovač 10 h, Kozinc 10 h, Kralj 30 h, Kruleč fiO h, Leskovar 1.20 K, Lichtenwallner 10 h, Macuh 10 h, Ogorelec 40 h, Peršuh 20 h, Pivec 20 h, Rataj 1 K, Richter 20 h, Rojko 10 h, Rudolf 20 h, Škerjanc 50 h, Soršak 30 h, Stergaršek 50 h, Strmšek 30 h, Šegula Franz 80 h, Šegula Konrad 102 h, Šerbela 10 h, Sever 40 h, Jurinec 20 h, Mlakar 10 h, Ulaga 20 h, Valentan 50 h, Verstovšek 1 K, Voglär 20 h, Voršič 20 h, Za- fošnik 16 h, Žolnir 20 h, Žunkovlč Bogomir 40 h, Žunkovič Vladimir 1 K, Žunkovič Philip- pine 1 K, Bračič 50 h, Pipuš Zdenko 1 K, Pipuš Maria 1 K 24 h, Zemljič 1 K- — Summe 21 K 04 h. IV. a Klasse: Buchta 1 K, Fischer 40 h, Frangesch 20 h, Gert 20 h, Graf 50 h, Grobeljnik 10 h, Gustin 2 K, Hempel 1 K 60 h, Huschak 1 K 20 h, Jantscher 10 h, Juter- schnik 40 h, Käfer 1 K, Klingberg 40 h, Klobassa 20 h, Koroschetz 20 h, Kotzbeck 20 h, Lah 40 h, Leinschitz 1 K, Lovrec 50 h, Mahnert 1 K, Maichen 20 h, Matauschek 60 h, Mauczka 30 h, Perme 50 h, Potočnik 1 K, Pungarsclieg 60 h, Puschmann 40 h, Rop 20 h, Sadu 40 h, Schmidt 40 h, Simonič 50 h, Trojner 10 h, Freih. v. Twickel 1 K, Vatovec 40 h, Zöhrer 10 h. — Summe 19 K. IV. b Klasse: Ašič 40 h, Avsenak 20 h, Betlic 32 h, Cajnkar 30 h, Časi 10 h, Dijak 50 h, Janžekovič 1 K, Jug 20 h, Kojc 20 h, Košenina 20 h, Lamut 40 h, Lovrec 50 h, Ozimič 10 h, Peitler 30 h, Porekar 20 h, Preac 1 K, Pribožič 20 h, Pučelik 20 h, Rosina 20 h, Schneider 20 h, Strašek 10 h, Stupan 10 h, Stoklas 10 h, Šijanec 20 h, Tiplič 20 h, Tirš 20 h, Tomažič 20 h, Tominšek 1 K,vUranker 30 h, Veselko 50 h, Vogrin 20 h, Vrečko Rudolf 20 h, Vrhnjak 30 h, Žalar 10 h, Živko 30 h. — Summe 10 K 72 h. V. a Klasse: Bauman 1 K, Bedjanič 1 K, Clodi 20 h, Čeh 20 h, Draxler 40 h, Hempel 80 h, Hermanko 1 K, Kiessner 40 h, Logar I K, Montag 1 K, Nadler 1 K, Nasko 1 K, Podgoršek 50 h, Porekar 50 h, Radšet 32 h, Razboršck 70 h, Remm 20 h, Repič 50 h, Rupnik 80 h, Serajnik Franz 40 h, Sigi 1 K, Skale 30 h, Simonič 20 h, Slodnjak 30 h, Soršak 50 h, Toš 20 h, Trstenjak 20 h, Vrbnjak 20 h, Žolnir 18 h. — Summe 16 K 20 h. V.b Klasse: Babšek 20 h. Črnko 20 h, Domajnko 20 h, Drofenik 20 h, Erker 10 h Godec 20 h, Grmovšek 20 h, Horvat 10 h, Jager 20 h, Kalb 10 h, Kralj 20 h, Kristan 20h, Lah 10 h, Lašič 10 h, Mojzer 20 h, Lorger 20 h, Nemec 10 h, Obersne 20 h, Obran 20 h, Osterc 40 h, Padovnik 20 h, Peče 1 K, Schinnerer 1 K, Se-netz 20 h, Souvent 20 h, Spitz 1 K, Stular 1 K, v. Teuchert 1 K, Tredl 50 h, Ullaga 1 K, Verhovšek 20 h, Voglär 20 h, Waldhans 20 h, Weiler 20 h, Wögerer 1 K, Zöhrer 40 h, Leskovar 1.20 K- — Summe 14 K 10 h. VI. Klasse: Antolovič 50 h, Franz 60 h, Glatz 1 K, Kautzner 20 h, Koss 1 K, Kovačič 40 h, Krajnc 20 h, Kramberger 42 h, Kronasser 40 h, Kšela 60 h, Loew 1 K, Matzl 1 K, Merčun 20 h, Meško 20 h, Mohar 50 h, Nasko 1 K, Prebevšek 20 h, v. Radics 101 h, Richter 1 K, Spitz 1 K, Štancer 20 h, Tikvič 50 h, Weiß 20 h, Wernhart 30 h, Zollneritsch 30 h, Zorec 20 h, Grill 1 K, Scalettari 1 K. — Summe 18 K 33 h. VII. Klasse: Bauer 1 K, Berdnik 50 h, Fischer 1 K, Goričan 20 h, Kavčič 40 h, Kaukler 20 h, Keifl 1 K, Koprivnik 40 h, Koser 1 K, König 20 h, Kurzmann 60 h, Lutman 20 h, Wohlkönig 20 h, Moškon 30 h, Peče 1 K, Radanovič 20 h, Ramšak 20 h, Rožič 40 h, Schedivy 40 h, Schwab 20 h, Stumpf 20 h, Tominšek 1 K, Trogar ‘20 h, Vauda 20 h, Verlič 20 h, Engelhart 50 h, Zmork 1 K- — Summe 12 K 90 h. VIII. Klasse: Borghi 40 h, Cajnkar 1 K, Pfrimer 2 K, Stanek 1 K, Steinklauber 31 h, Zöhrer 1 K. — Summe 5 K 71 h. 3. Dritter steiermärkischer Solda ten ta g. Zu dessen Gunsten wurde nach entsprechender Anempfehlung eine Sammlung in allen Klassen durchgeführt; von fast sämtlichen Schülern liefen Beiträge ein; der Lehrkörper ging beispielgebend voran. Gesammelt wurde der Betrag von 346 K 84 h. Es spendeten: I.a Klasse: Alwies 20 h, Bartošek 20 h, Bračko 30 h, Brugger 60 h, Burndorfer 1 K, Detiček 40 h, Doleczek 2 K 20 h, Frece 10 h, Gabron 20 h, Heinz 1 K 20 h, Hermann 10 h, Horaczek 40 h, Jevšenak 20 h, Kabas 20 h, Karara 2 K, Kaspar 20 h, Komauer 1 K 30 h, Koratschin 40 h, Koražija 10 h, Kylianek 20 h, Leskovšek 20 h, Mahnert 1 K 20 h, Mikl 40 h, Nekrep 1 K 20 h, Nerat 60 h, Nödl 50 h, Ohrenstein 1 K 30 h, Oswatitch 1 K 10 h, Ozimič 10 h, Paliege 1 K, Pouch 30 h, Richter 40 h, Ruß Friedrich 40 h, Ruß Harald 30 h, Rittbauer 20 h, Scherag 1 K 10 h, Schwab 40 h, Schwarz 50 h, Seethaler 50 h, Tomsig 40 h, Weber 60 h, Wernisch 1 K 20 h, Weigert 1 K 20 h, Venedig 40 h, Tuch 1 K, Polimante 30 h, Dziubek 40 h, Zagoda 20 h. — Summe 30 K. l.b Klasse: Eine Restsammlung 2 K 38 h, Beloglavec 20 h, Bohanec 10 h, Černelč 10 h, Deržič 20 h, Držečnik 10 h, Dvoršak 40 h, Haue 20 h, Iglar 50 h, Jurančič 10 h, Kac Leo 20 h, Kac Rudolf 20 h, Korban 34 h, Klemenc 26 h, Kopriva 1 K, Kreft 10 h, Krošelj 10 h, Lasbacher 20 h, Lebe 20 h, Lfchtenwallner 20 h, Mravljak 20 h, Mulec 30 h, Munda 10 h, Petrun 40 h, Novak 12 h, Oblonšek 34 h, Pavalec 10 h, Pernat 10 h, Pučelik 30 h, Pečenko 20 h, Rautner 10 h, Sever 30 h, Soršak 20 h, Sekirnik 70 h, Stepic 40 h, Suhač 20vh, Skrabar 22 h, Tomanič 10 h, Vogrinec 10 h, Voršič 10 h, Zamolo 40 h, Žabker 30 h, Župec 32 h, Jager 40 h, Pušnjak 20 h, Klanšček 30 h, Grossmann 1 K, Weranitsch 10 h, Tominšek 1 K, Abram 1 K. — Summe 16 K 68 h. U.a Klasse: Baumgartner 20 h, Binderhofer 1 K 20 h, Fill 1 K, Gstöttner 1 K 20 h, Hallecker 1 K, Hierstand 1 K 20 h, v. Haydegg 1 K, Hofer 50 h, Kronasser 20 h, Lukas 2 K 20 h, Marko 1 K, Millner 20 h, Nekrep 30 h, Nozir 50 h, Persche 40 h, Pollak 1 K, Pruil 1 K, Puschmann 80 h, Schifko 1 K, Studier 40 h, Tschebul! 1 K 30 h, Valentincig Alfred 20 h, Valentincig M*rie 1 K 20 h, Vidovič 80 h, Wald 10 h, Zöhrer 10 h, — Summe 20 K. II. b. Klasse: Brumen 60 h, Dolar 50 h, Košuta 20 h, Krulc 22 h, Leben 30 h. Qsim 1 K, Osojnik 30 h, Pucelj 50 h, Razboršek 44 h, Rojs 22 h, Strnad 20 h, Tominšek 1 K, Tušek 20 h, Uranker 40 h. — Summe 5 K 98 h. III. a Klasse: Bartošek 20 h, Bedjanič 1 K, Čerče 40 h, Černuta 1 K, Elnicher 1 K, Fodor Wilhelm 30 h, Fodor Josefine 30 h, Gabriel 40 h, Gradišnik 20 h, Halfter 1 K, Horaczek 50 h, Jančar 50 h, Ilger 40 h, Kaloud 36 h, Kalin 40 h, Kollnig 1 K, Košar 10 h, v. Lichem 1 K, Lukas 1 K, Mahnert 1 K, Nerat 60 h, Piotsch 1 K, Peheim 1 K, Podmenik 40 h, Reichstädter 10 h, Rizzi 30 h, Schoper 30 h, v. Schuchnigg 1 K, Sever 20 h, Stanzer 20 h, Weißenböck 20 h, Woschitschko 40 h, Würnsbergcr 1 K, Zeides 40 h, Zimmermann 30 h, Zwirn 40 h, Bersich 40 h. — Summe 21 K 26 h. III.b Klasse: Babič 20 h, Cvetko 10 h. Černčič 20 h, Farkaš 25 h, Gajšek 20 h, Gregorevčič 14 h, Grobnlšek 20 h, Hrašovec 12 h, Hrvacki 10 h, Jagodič 20 h, Janežič 20 h, Jurinec 10 h, Konečnik 20 h, Kos 40 h, Kostajnšek 20 h, Kozinc 10 h, Kralj 25 h, Krulec 10 h, Leskovar 40 h, Lichtenwallner 10 h, Ogorelec 20 h, Peršuh 10 h, Pipuš 60 h, Rataj 1 K, Rojko 20vh, Rudolf 40 h, Sever 1 K, Škerjanc 50 h, Soršak 20 h, Stergaršek 10 h, Strmšek 60 h, Šegula Franz 20 h, Šegula Konrad 20 h, Šerbela 10 h, .Ulaga 20 h, Valentan 30 h, Verstovšek 20 h, Voglär 20 h, Voršič 20 h, Zafošnik 20 h, Žolnir 20 h, Žunkovič Bog., Vlad., Philippine 3 K, Bračič 40 h, Pipuš 60 h, Rosina 1 K, Zemljič 2 K- — Summe 17 K 66 h. IV.a Klasse: Aicher 1 K, Buchta 1 K, Družovic 20 h, Fischer 30 h, Gert 1 K, Graf 40 h, Hempel 1 K, Huschak 1 K, Jantscher 1 K 20 h, Käfer 2 K, Klobassa 40 h, Lah 60 h, Leinschitz 10 h, [Lovrec 20 h, Mahnert 1 K, Maichen 10 h, Matauschek 50 h, Pungarschek 1 K, Puschmann 1 K, Sadu 50 h, Simonič 30 h, Vatovec 50 h, Frangesch 40 h, Grobeljnik 10 h, Gustin 1 K 30 h, Juterschnik 20 h, Klingberg 50 h, Koroschetz 40 h, Kotzbeck 30 h, Mauczka 1 K, Perme 40 h, Potočnik 70 h, Rop 30 h, Schmidt 1 K, Trojner 10 h, v. Twickel 1 K, Zöhrer 10 h. — Summe 33 K. IV. b Klasse: Ašič 50 h, Avsenak 20 h, Berlic 30 h, Cajnkar 40 h. Časi 20 h, Dijak 20 h, Držečnik 20 h, Janžekovič 50 h, Jug 20 h, Kojc 20 h, Košenina 20 h, Lamut 50 h, Lovrec 60 h,, Ozimič 10 h, Peitler 40 h, Porekar 30 h, Preac 20 h, Pribožič 30 h, Pučelik 40 h, Rosina 40 h, Schneider 30 h, Stoklas 20 h, Strašek 10 h, Stupan 20 h, Šijanec 20 h, Tiplič 40 h, Tirš 20 h, Tomanič 20 h, Tomažič 30 h, Tominšek 1 K, Turk 20 h, Uranker 30 h, Veselko 20 h, Vogliir 30 h, Vogrin 30 h, Vrečko Jakob 40 h, Vrečko Rudolf 30 h, Vrhnjak 20 h, Žalar 20 h, Živko 40 h. — Summe 12 K 20 h. V. a Klasse: Bedjanič 1 K, Hermanko 1 K, Clodi 10 h, Remm 26 h, Nadler 2 K, Nasko 2 K, Montag 2 K, Simonič 30 h, Radšel 10 h, Kiessner 40 h, Slodnjak 40 h, Meglič 40 h, Repič 50 h, Skale 30 h, Podgoršek 50 h. — Summe 11 K 26 h. V. b Klasse: Babšek 25 h, Črnko 40 h, Domajnko 20 h, Drofenik 1 K, Eckhel 1 K, Erker 10 h, Godec 40 h, Grmovšek 30 h, Horvat 10 h, Jager 20 h, Karba 20 h, Kaukler 10 h, Kolbl 20 h, Kralj 20 h, Kristan 30 h, Lah 20 h, Lašic 20 h, Lorger 70 h, Mojzer 10 h, Nemec 20 h, Obersne 40 h, Obran 1 K, Osterc 50 h, Peče 1 K, Schinnerer 3 K, Souvent 20 h, Spitz 1 K, v. Teuchert 2 K, Tredl 1 K, Ullaga 1 K, Verhovšek 20 h, Vogldr 30 h, Weiler 20 h, Wögerer 1 K, Zöhrer 50 h, Leskovar 1 K. — Summe 21 K 25 h. VI Klasse: Antolovič 40 h, Franz 1 K, Grill 1 K, Koß 1 K, Kovačič 30 h, Krajnc 40 h, Kramberger 50 h, Kronasser 50 h, Kšela 50 h, Loew 1 K 60 h, Matzl 1 K, Merčun 20 h, Meško 20 h, Mohar 50 h, Nasko 2 K, v. Radlcs 2 K, Richter 1 K, Rosina 40 h, Scalettari 50 h, Schilder 1 K, Spitz 1 K, Štancer 20 h, Tikvič 50 h, Weiß 20 h, Wernhart 40 h, Zollneritsch 80 h, Zorec 20 h, Miglič 1 K, Schedivy 40 h, Kautzner 40 h, ein Rest 1 K. — Summe 23 K 60 h. VII. Klasse: Bauer 1 K, Breznik 50 h, Engelhart 60 h, Erker 20 h, Fischer 1 K, Kaukler 20 h, Kaučič 50 h, Keifl 1 K, Koprivnik I K, Koser 22 h, Kurzmann 40 h, Lutman 20 h, Moškon 20 h, Peče 50 h, Radanovič 20 h, Ramšak 20 h, Rožič 30 h, Schedivy 50 h, Schwab 20 h, Stumpf 20 h, Tominšek 1 K, Vauda 20 h, Verlič 20 h, Weber 60 h, Wohlkönig 63 h, Zmork 1JK. — Stimme 12 K 75 h. Vlil. Klasse: Borghi 1 K, Krenn 1 K, Kriwanek 1 K, Kalister 1 K, Pfrimer 2 K, Stadtherr 1 K, Stanek 1 K, Schrott 1 K, Wintcrhalter 1 K, Zöhrer 1 K. — Summe 11 K. 4. Pilzsammlung. Als im Oktober günstiges Wetter eintrat, wurden an freien Nachmittagen zunächst kleinere Abteilungen von Schülern hinausgeschickt, am 4. Oktober das klassenweise Sammeln eingeleitet und am schulfreien 7. Oktober in großem Stile durchgeführt. Am frühen Morgen brachen 185 Schüler Unter der Leitung des Professors Dr. Leopold Poljaneč als naturwissenschaftlichen Fachmannes und des Turnlehrers Max Halfter in die Bachernwaldungen auf, in die sic bis zur Kammhöhe verteilt wurden. Sie sammelten Pilze, Kastanien, Eicheln, Beeren, Blätter für Tee usw. Das Ergebnis war ein recht befriedigendes; die schnell dem Verderben ausgesetzten Früchte wurden dem privaten Haushalte überlassen, das übrige zugunsten des Kriegsfürsorgeamtes veräußert. Nach einer allgemeinen Schätzung wurden unter anderem 25 kg Herrenpilze, 10 kg andere Schwämme, 50 / Kastanien und 1 Korb mit verschiedenen Teeblättern hereingeschafft. 5. Wohltätigkeitsvorstellung im Stadttheater. Veranstaltet von Studierenden der Marburger Mittelschulen fand am 26. Februar 1917 im Stadttheater eine Wohltätigkeitsvorstellung statt, bei der das Trauerspiel „Philotas“ von Lessing und das Zeitbild „Theodor Körner in Leipzig“ zur Aufführung gelangten. Die Ausübenden, sämtlich Studierende, lösten ihre Aufgabe zu großem Beifall des ausverkauften Hauses. An die Aufführung wurde eine Kaiserhuldigung angeschlossen, bestehend aus einem Prolog (von Karl Bienenstein) und dem Prunktanz „Gavotte der Kaiserin“, getanzt von 20 Damen (einstudiert von Frl. -Ida Eichler). Die Vorstellung, die unter dem Protektorate des Herrn Statthaltereirates Dr. Adam Weiß von Schleußenburg stand, wurde nach Wochenfrist wiederholt. — Als Reinertrag wurde von der Gymnasialdirektion, die die äußere Organisation der Veranstaltung besorgte, der Betrag von 406 K 42 h an den Witwen- und Waisenfond für die Marburger Hausregimenter, ein solcher von 205 K 06 h an die von der Erdbebenkatastrophe betroffene Bevölkerung von Rann abgeführt. Von beiden Seiten langten warme Dankschreiben ein. — Der Bericht der Gymnasialdirektion über den Verlauf und das Ergebnis der Wohltätigkeitsvorstellung wurde vom k. k. steierm. Landesschulrate (15. März 1917, Z. 31(*w) mit Befriedigung zur Kenntnis genommen. Für die anläßlich dieser Wohltätigkeitsvorstellung telegraphisch im Wege der Kabinettskanzlei Seiner k. u. k. Apostolischen Majestät dargebrachte Loyalitätskundgebung wurde im Allerhöchsten Aufträge der Allerhöchste Dank bekanntgegeben. (Statth.-Präsid. Graz 23. März 1917, Z. 477, Bezirkshauptmannschaft Marburg 27. März 1917, Z. 489 Präs.). 6. Der Marburger Gymnasialacker lieferte im Herbste 1916 einen Ertrag von 1500 kg Kartoffeln; die gesamte Ernte fiel dem Militärärar kostenlos zu. — Die Aussaat für 1917 stieß wegen Mangels au Saatgut auf große Schwierigkeiten. Die Anbauarbeiten besorgte das Gymnasium rechtzeitig; Saatkartoffeln konnten jedoch von der Militärapprovisionierung nicht geliefert werden, auch der als Ersatz versprochene Sonnenblumen-und Kürbissamen blieb aus, so daß die Gymnasialdirektion, um den Boden nicht brach liegen zu lassen, gezwungen war, in privatem Wege für Saatgut so gut es ging, vorzusorgen; der Acker wurde mit Kartoffeln, Bohnen, Mais, Kürbissen, Kraut usw. bepflanzt, je nachdem Pflanzen und Samen erhältlich waren. 7. Kriegspatenschaft. Zugunsten der Kriegspatenschaft für die Kinder der gefallenen Soldaten wurden vom Gymnasium 2000 Marken um 50 Kronen gekauft. 8. Feldarbeitenurlaube wurden den der Landbevölkerung entstammenden Schülern jederzeit gewährt; meistens nahmen sie wenige Tage, in fünf Fällen längere Zeit in Anspruch. 9. Patriotische Taschentücher wurden vom Gymnasium um den Betrag von 45 Kronen übernommen. 10. Das Ehrcnbucli der Österreichisch-Ungarischen Wehrmacht wurde von der Anstalt bestellt. 11. Vom Wohltätigkeitsgedicht „Zum Andenken weiland Seiner Majestät Franz Josef des Ersten wurden 120 Stück gekauft. 12. Versorgung mit Kleidern. Auf Vermittlung der Direktion wurden vom hierortigen Bekleidungsausschuß acht Gymnasiasten mit Kleidern, 32 mit Kopfbedeckungen beteilt. 13. Altpapier. Es ist Fürsorge getroffen, daß im Gymnasium alle Papierabfälle, auch die des Kehrichts, gesammelt und nutzbaren Zwecken zugeführt werden. Es wurden hievon bisher drei Fuhren abgegeben. 14. Rotes Kreuz. Das Hauptaugenmerk wurde auf die Gewinnung neuer Mitglieder gerichtet und, da in der Stadt wohl alle Willigen bereits gewonnen sind, die Werbetätigkeit in das flache Land hinausgetragen. Das Ergebnis steht noch aus. Religiöse Übungen. 1. Für die katholische Schülerschaft. Der Sonn- und Feiertagsgottesdienst wurde, da die Gymnasialkapelle Militärzwecken dient, in der Aloisiuskirche abgehalten. Für Festmessen wurde in einzelnen Fällen vom ehrwürdigen Franziskanerkonvent die Franziskaner-Marienkirche überlassen; die hl. Beichte und Kommunion fand aucli in der Domkirche statt. — An der Fronleichnamsprozession nahm die ganze Anstalt teil. Zu Beginne und am Schlüsse des Schuljahres, sowie zu Ostern empfingen die Schüler die Sakramente der Buße und des Altars; zu Ostern wurden sie darauf durch geistliche Übungen vorbereitet, bestehend aus 3 Exhorten, welche der Religionsprofessor Dr. Anton Medved über das Thema „Die Siegeskrone des christlichen Lebens“ hielt. Besondere kirchliche Andachten in Verbindung mit patriotischen Feiern wurden abgehalten: Am 4. Oktober 1916 ein Hochamt mit Tedeum aus Anlaß des Namensfestes Sr. Majestät Kaiser Franz Josef I.; am 18. November ein feierliches Seelenamt für weiland Ihre Majestät Kaiserin Elisabeth; am 30. November 1916 ein solennes Requiem mit einer Trauerrede des Religionsprofessor Dr. Anton Medved über weiland Seine Majestät Kaiser Franz Josef I. (Siche S. 5.). Am 27. April 1917 ein feierliches Hochamt mit Tedeum anläßlich des Namensfestes, am 9. Mai 1917 ein feierliches Hochamt mit Te Deum anläßlich des Geburtsfestes Ihrer Majestät der Kaiserin Zita. Am 4. März 1917 fand eine sinnige patriotische Feierlichkeit in Verbindung mit dem Sonntagsgottesdienste statt: die Abschiedsfeier von mehr als 50 zum Militär einrückcnden Gymnasiasten; der Religionsprofessor Dr. Anton Medved hielt an sie eine begeisternde Ansprache (siehe S. 12); während der Messe empfingen die Einrückenden die hl. Kommunion. Auf alle größeren kirchlichen Feierlichkeiten in Marburg wurden die Schüler jedsmal aufmerksam gemacht und zur Teilnahme angeeifert. Besonders zahlreich war ihre Teilnahme an den Kriegsandachten, Fastenpredigten und Maiandachten. II. Die nichtkatholischen Schüler wurden zur Teilnahme an den religiösen Übungen ihres Bekenntnisses sowie der damit verbundenen patriotischen Feiern verhalten. B) Schulnachrichten. Zusammengestellt vom Direktor. I. Der Lehrkörper. 1. Veränderungen im Lehrkörper. a) Aus dem Lehrkörper schied: Der supplierende evangelische Religionslehrer Gustav Nahrgang, der nach Rückkehr des als Feldkurat einberufenen evangelischen Pfarrers Dr. Ludwig Mahnert, den er vertreten hatte, mit Ende Februar 1917 enthoben wurde (Landesschulrat 21.3. 1917, Z. 3~). b) In den Lehrkörper trat ein: Der Lehramtskandidat Dr. Paul Strmšek, der zum Supplenten neu bestellt wurde (Landesschulrat 10. Okt. 1916, Z. 3 ~); zugl. Lehrer des Freifaches der steiermärkischen Geschichte (Landesausschuß 25. 9. 1916, Z. 25811, IV. 2969). c) Welterbestellt wurden: 1. zu suppl ierenden Lehrern: Johann Favai für das ganze Schuljahr, Gustav Nahrgang für die Zeit vom 16. September 1916 bis 28. Februar 1917; weiters in Nebenverwendung auf die Dauer des Bedarfes: der Theologieprofessor Dr. Josef Somrek, die Supplenten der k.k.Staatsrealschule in Marburg: Konrad Fabian und Dr. Emil Sadu, und der Professor an der Landeslehrerinnenbildungsanstalt Hans Sepperer (sämtlich mit dem Erlaß des Landesschulrates vom 10. Oktober 1916, Z. 3-~); seit 1. März 1917 als supplierender Lehrer für evangelische Religion Dr. Ludwig Mahnert (Erlaß wie oben a)\ 2. zu N e b e n 1 e h r e r n für freie Lehrfächer, und zwar: der Gesangslehrer an der Lehrerbildungsanstalt in Marburg, Heinrich Druzovic, für den Gesang; Professor Dr. Johann Mühlbach er für französische Sprache, Schulrat Franz Jerovšek für italienische Sprache und deutsche Stenographie (II. Kurs), die Fachlehrer Franz Hausmann und Karl Treiber für deutsche Stenographie (I. Kurs), sämtlich mit dem Erlasse des Landesschulrates vom 5. Oktober 1916 Z. 3^j?); weiters Professor Fr. Voglär für slowenische Sprache (Landesschulrat 15. 11. 1916, Z. 3“") und der Supplent an der Staatsrealschule in Marburg, Franz Zöhrer, für darstellende Geometrie (Landesschulrat 3.3.1917, Z. 3 ^); bezüglich der steiermärkischen Geschichte siehe oben b). Anmerkung. Die zum aktiven Militärdienste einberufenen Lehrkräfte verbleiben ohne Unterbrechung imStande und in den Rechtcn des Lehrkörpers. (Siehe Seite 11 u. 12). d) Ernennungen, Beförderungen, Auszeichnungen. 1. Ernennungen: Die Supplenten Franz Bračun und Dr. Bruno Trobei wurden mit der Rechtswirksamkeit vom 1. September 1916 unter Belassung auf ihrem Dienstposten zu k. k. provisorischen Gymnasiallehrern ernannt (Minist, f. Kultus u. Unterricht, 30. August 1916, Z. 20298; steierm. Landesschulrat 16. Sept. 1916, Z. 360,'’1). 2.Anerkennungen: Dem Direktor Dr. Josef Tominšek und den Professoren Dr. Anton Medved und Friedrich Knapp wurde „in voller Würdigung der vom patriotischen wie erzieherischen Standpunkte gleich wertvollen tätigen Mitarbeit bei der vom steierm. Landesschulrate zum Zwecke der Förderung der Zeichnungen auf die 4. österreichische Kriegsanleihe organisierten Aktion der Schulsammelstellen“ der Dank und die Anerkennung dieses Landesschulrates ausgesprochen. (Landesschulrat 28. Augast 1916, Z. 3^). 3. Auszeichnungen: Von den im aktiven militärischen Dienste stehenden Mitgliedern des Lehrkörpers erhielten (soweit der Direktion bekannt) Auszeichnungen: Professor Franz Otto und prov. Lehrer Dr. Bruno Trobei die Allerhöchste belobende Anerkennung (signum laudis), suppl. Lehrer Josef Pirnat das Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit der Kriegsdekoration und den Schwertern, suppl. Lehrer Johann Leskošek das Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit der Kriegsdekoration und den Schwertern sowie das Karl Truppenkreuz. Seine k. u. k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 6. Mai 1917 in huldvollster Anerkennung hervorragender Verdienste im Interesse der Förderung des Erfolges der Kriegsanleihen allergnädigst zu verleihen geruht: das Kriegskreuz für Zivilverdienste 2. Klasse dem k. k. Gymnasialdirektor Dr. Josef Tominšek und dem k. k. Religionsprofessor, geistl. Rat Dr. Anton Medved. 2. Stand des Lehrkörpers im Schuljahre 1916/17. a) Direktor. Dr. Tominšek Josef, Ritter des Franz Josef-Ordens, Besitzer des Kriegskreuzes 2. Kl. für Zivilverdienste und der silbernen Ehreiitnedaille für Verdienste um das Rote Kreuz, Mitglied des steiermärkischen Landesschulrates, Fachinspektor des Turnunterrichtes für Krain, das Küstenland, Dalmatien und den italienischen Teil von Tirol. — (Unterrichtete: Slowenisch 2. b: 3 Stunden.) b) Professoren und wirkliche Gymnasiallehrer (alphabetisch): Zahl Name und Charakter Klass.-| Vorst. Lehrfach und Klasse Wöch. Stund. 1 Dr. Arneiz Johann, k. k. Professor der VIII. Rgkl. — Beurlaubt und dem k. k. Ministerium für Kultus und Unterricht zur Dienstleistung zugewiesen, derzeit im Militärdienste. — 2 Dr. Böhm Alois, k. k. Professor — Geographie und Geschichte V. a, V. b, VI., VII. und VI I. 20 | (19) 3 Dr. Dolar Anton, k. k. Professor der VIII. Rgkl., Kustos der Schülerbibliotliek (slow. Abt.) — Steht seit der Mobilisierung in aktiven militärischen Diensten. — 4 Fink Alfred, k. k. Professor der VIII. Rgkl., Kustos der Unterstütz.-Bibliothek Ia u. II a Deutsch La und 11.a Latein L a und 11. a 23 5 Fistravec Othmar, akadem. Maler, k. k. Professor, Kustos der Zeichensammlung — Zeichnen La, l.b, 11.a, U. b, 111. a, 111. b, IV. a, IV. b, Geographie 11. a und U. b Kalligraphie La und Ib 18 6 Dr. Haid Max, k. k. Professor der VIII. Rgkl. VI Latein VII. Griechisch VI. und VIII. 15 7 Halfter Max, k. k. Turnlehrer — Turnen (militärische Übungen) 1.—VIII. 26 1 Jerovšek Franz, Slowenisch V. a,b, VI. VII. u.VlIl. 8 k. k. Schulrat und k. k. Professor der VII. Rgkl., Kustos der archäol. Lehrmittelsammlung VII Latein VIII. Griechisch VII. 18 9 Knapp Friedrich, k. k. Professor der VIII. Rgkl., Kustos der Lehrerbibliothek und Programmsammlung IV a Deutsch V.a, V. b, VI., VII. u. VIII. Latein IV. a 21 10 Kociper Johann Ev., k. k. Professor — Als Eeldkurat eingerückt — 11 Lang Ludwig, k. k. Professor, Kustos der Schülerbibliothek (deutsche Abt.) — Eingerückt wie Nr. 3. — Dr. Medved Anton, 12 f.-b. Geistlicher Rat, k. k. Professor der VII. Rgkl., Exhortator, Kustos der Paramentensammlung Besitzer des Kriegskreuzes für Zivilverdienste 2. Kl. — Katholische Religion 1. a, 11. a, 111. a, IV. a, V. a,b, VI., VII. u. VI1L, Exhorte 18 20 13 Dr. Müh Ibach er Johann, k. k. Professor, Hilfskraft d. Direktors lila und Vb Deutsch 111. a Latein 111. a, V. b Griechisch 111. a 20 . 14 Otto Franz, k. k. Professor der VIII. Rgkl., Kustos des Geographischen Kabiuettes — Eingerückt wie Nr. 3 Zahl j Name und Charakter W»o‘- Klass.-i Vorst. | Lehrfach und Klasse xi -d c i c/> 15 Dr. Pečovnik Adolf, k. k. Professor VIII Mathematik III. a, IV. b, VI., VIII Naturlchre III. b, VIII. Propädeutik VII., VIII. Geographie 111. a 23 16 Dr. Poljanec Leopold, k. k. Professor d. VIII. Rgkl, Kustos des Naturhistorischen Kabinettes II b Naturgeschichte I. b , II. a, 11.b, V. a, V.b, VI. Deutsch I. b 11. b Geographie I. b. 23 17 Tribnik Karl, k. k. Professor — Eingerückt wie Nr. 3. — 18 Dr. Verstovšek Karl, k. k. Professor der VIII. Rgkl., I.andcsausschußbeisitzer — Als Reichsrats- und Landtagsabgeordneter beurlaubt — 19 Voglär Franz, k. k. Professor, stellv. Kustos der Schülerbibliothek (slow. Abt.) III b und IVb Slowenisch IV. a, b, Latein III. b, IV. b Griechisch III. b, IV. b 23 20 Zahlbruckner Karl, k. k. Schulrat, k. k. Professor d. VII. Rgkl., Kustos des Physikalischen Kabinettes — Mathematik IV. a, V. a, V. b, VII. Naturlehre VII. Physikalische Übungen (2 Stunden) 16 21 Žagar Nikolaus, k. k. Professor der VII. Rgkl. Va Slowenisch III. a, b. Latein VI. Griechisch V. a, V.b. 18 •f c) Provisorische Gymnasiallehrer. 22 Bračun Franz — Mathematik l.a, l.b, 11. b, 111. b Naturlehre III. a, IV. a u. IV. b Geographie 1. a 22 23 Dr. Trobei Bruno — Eingeriickt wie Nr. 3. — d) Suppiierende Gymnasiallehrer. 24 Fabian Konrad, suppl. Lehrer an der k. k. Realschule in Marburg — Deutsch IV. a Naturgeschichte 1. a, 11. a 7 25 Favai Johann, suppl. Gymnasiallehrer IVb Deutsch 111. b Latein II. b, V. a Griechisch IV. a 20 26 Leskošek Johann, suppl. Gymnasiallehrer — Eingeriickt wie Nr. 3. — 27 Dr. Mahnert Ludwig, evang. Pfarrer — Evangelische Religionslehre (Seit l./III. 1917) — S «J NJ Name und Charakter Klass.-1 Vorst. Lehrfach und Klasse J= T> U c ••O 3 ^ <55 28 Mravljak Johann, suppl. Gymnasiallehrer — Eingerückt wie Nr. 3. — 29 Nahrgang Gustav evangel. Vikar in Mahrenberg — Evangelische Religionslelire bis 28. Februar 1917 6 30 Pirnat Josef, suppi. Gymnasiallehrer — Eingerückt wie Nr. 3. — 31 Dr. Sadu Emil, suppl. Lehrer an der k. k. Realschule — Mathematik 11. a 3 32 Sepperer Johann, Professor d. VIII. Rgkl. a. d. Landes-Lehrerinnenbildungs-Anstalt — Deutsch IV. b Geschichte II. a, III. a 7 33 Dr. S o m r e k Josef, Theologieprofessor in Marburg — Katholische Religion I. b, II. b, III.b, IV. b 8 34 Dr. Strmšek Paul suppl. Gymnasiallehrer I. b Geschichte II. b Latein I. b Slowenisch I. a, b Geschichte und Geographie III. b, IV. a, IV. b 25 e) Nebenlehrer für nichtobllgate Gegenstände. 35 Druzovič Hcinrich, Gesangslehrer an der k. k. Lehrerbildungsanstalt in Marburg — Gesang in 5 Abt. 10 36 Hausmann Franz Bürgerschul-Fachlehrer — Deutsche Stenographie I. Kurs 2. Abt. 2 37 Jerovšek Franz, k. k. Schulrat, wie Nr. 8 — a) Italienisch, 11. Kurs b) Deutsche Stenographie, II. Kurs. 2 2 38 Dr. Müh Ibach er Johann, k. k. Professor, wie Nr. 13 — Französisch I. u. II. Kurs. 4 39 Dr. Strmšek Paul (Nr. 34) — Stelerm. Geschichte. 1 40 Treiber Karl Bürgerschul-Fachlehrer — Deutsche Stenographie I. Kurs, I. Abt. 2 41 Voglär Franz, k. k. Professor, wie Nr. 19 — Slowenisch für Deutsche I., II. u. III. Kurs. 6 42 Zö h r e r Franz, suppl. Lehrer a. d. Staatsrealschule — Darstellende Geometrie, vereinigte Abt. (Seit 16. Febr. 1617). 2 A. Anmerkung. Die israelitische Religionslehre wird privat vom Hetrn Beck (aus Graz) unterrichtet. Diener. Seme Josef, k. k Scluildiener. Kelbitsch Franz und Sorko Friedrich, Aushilfsdiener. 1 II. Lehrverfassung. 1. Obligate Unterrichtsgegenstände. a) Der Lehrplan in den Stamniklassen mit deutscher Unterrichtssprache ist der durch die Ministerialverordnung vom 20. März 1909, Z. 11662, für Gymnasien normierte. — Für die griechische Sprache in der VII. Klasse wurden mit dem Ministerialerlaß vom 25. Juli 1909, Z. 27146 (k. k. steierm. Landesschulrat vom 17. August 1909, Z. 3^-}-) 5 Wochenstunden festgesetzt. — Das Turnen ist seit dem Schuljahre 1902/03 für alle Klassen, das Freihandzeichnen (k. k. steierm. Landesschulrat vom 19. Juli 1910, Z. 3^-) seit 1910/11 in den vier unteren Klassen obligat. — Das Slowenisch als Unterrichtsfach ist für die Slowenen verbindlich. Seit dem Schuljahre 1914/15 wird (Erlaß des k. k. steierm. Landesschulrates vom 11. November 1914, Z. 3--) der evangelische Religionsunterricht in 2 Kursen zu je 2 Stunden obligat erteilt. Stundenübersicht (für die Stammklassen). Lehrgegenstände I. II. III. IV. V. VI. VII. VIII. Summe Religionslehre 2 2 2 2 2 2 2 2 16 Deutsche Sprache 4 4 3 3 3 3 3 3 26 Slowenische Sprache . . 3 3 2 2 2 2 2 2 18 Lateinische Sprache .... 8 7 6 6 6 6 5 5 49 Griechische Sprache .... — — 5 4 5 5 5 5 29 Geschichte — 2 2 2 3 4 3 1 1. S. 4 20 Geographie 2 2 2 2 1 1 — III. S. 3 13 Mathematik 3 3 3 3 3 3 3 2 23 Naturgeschichte 2 2 — — 3 3 — — 10 Physik und Chemie ... — — 2 3 — — 4 I. Sem, 3 II. 4 12 (13) Philosophische Propädeutik . 2 2 4 Schreiben 1 — 1 Turnen 2 2 2 2 2 2 2 2 16 Freihandzeichnen*) 3 3 2 2 — — — 10 1 30 30 31 31 30 31 31 30 247 *) Anmerkung. In diesem Schuljahre wurde wegen Lehrermangels und aus Rücksichtnahme auf die Raumverhältnisse und den Stundenplan die Stundenzahl aus dem Freihandzeichnen ln allen Klassen um je 1 herabgesetzt. b) Utraquistische Parallelklassen. Durch den Ministerialerlaß vom 30. Juni 1889, Z. 4409, wurde mit dem Schuljahre 1889/90 die Errichtung von utraquistischen Parallelabteilungen zu den vier unteren Klassen angeordnet, in denen für Religion, Latein und Mathematik die slowenische Unterrichtssprache eingeführt wurde. — Im Schuljahre 1914/15 erfolgte durch den Ministerialerlaß vom 1. November 1914, Z. 41.348 (k. k. steierm. Landesschulrat vom 15. November 1914, Z. 3“J;t) eine sprachliche Reorganisation dieser Parallelklassen, dahingehend, daß beim Mathematikunterrichte in der IV- Klasse sowie bei der Lateinlektüre in derselben Klasse anstatt der bisher gebrauchten slowenischen Unterrichtssprache die deutsche, hiefür aber beim Geographieunterrichte in der I. Klasse sowie beim naturgeschichtlichen Unterrichte in der I. und II. Klasse anstatt der bisher gebrauchten deutschen die slowenische Unterrichtssprache zur Anwendung gelange. Durch den Ministerialerlaß vom 5. September 1916, Z. 27.202 (k. k. steierm. Landesschulrat, 25. September 1916, Z. 3~) wurde dieser sprachlichen Reorganisation der utraquistischen Parallelklassen dauernde Geltung verliehen. — Im O b e rgy m na s i u m ist die Unterrichtssprache für alle Klassen in gleicherweise die deutsche, bis auf das Slowenisch als Pflichtfach (für die Slowenen). Stundenübersicht (für die utraquistischen Parallelklassen, nach der Reorganisation). Lehrgegenstände Religionslehre Deutsche Sprache............ Slowenische Sprache . . Latein. Sprache ( Grammatik I Lektüre Griechische Sprache Geschichte ........ Geographie.................. Mathematik ................. Naturgeschichte............. Physik und Chemie .... Schreiben................... Turnen...................... Freihandzeichnen*) . . 1 II. 111 IV. Summe Gesamt- D S Im ganzen summe 2, S 2, S 2, S 2, S — 8 8 8 4, D 4. D 3, D 3, D 14 — 14 14 3, S 3, S 2, S 2, S — 10 10 10 8, S 7, S 3, S 3, S — 21 21 27 — — 3, S 3, D 3 3 6 — — 5, D 4, D 9 — 9 9 — 2, D 2, D 2, D 6 — 6 6 2, S 2, D 2, D 2, D 6 2 8 8 3, S 3, S 3, S 3, D 9 3 12 12 2, S 2, S — — — 4 4 4 — — 2, l) 3, D 5 — 5 5 1, D — — — 1 — 1 1 2, D 2, D 2, D 2, D 8 — 8 8 3, D 3, D 2, D 2, D 1° — 10 10 10 13 18 24 65 — — 65 20 17 13 7 — 57 — 57 30 30 31 31 — — 122 122 Summe 1) S : im ganzen j Anmerkung. D bezeichnet die d e u t s *) Bezüglich des Freihand zeich Stammklassen Gesagte. che, S die slowenische Unterrichtssprache, ncns in diesem Schuljahre gilt das zu den Unterrichtet Gesichtspunkten: 1. Kurs (2 Teilnehmerzahl: I 2. Kurs (2 Teilnehmerzahl: 1 slowenisch. 3. Kurs (2 Teilnehmerzahl; ] 2. Freie Gegenstände. wurden folgende Gegenstände nach den hier angegebenen a) Slowenisch für Deutsche. Stunden): Sket-Podboj, Slowen. Sprachbuch bis § 25. — . Sem. 19, II. Sem. 16. Stunden): Sket-Podboj, Slowen. Sprachbuch bis § 50. — . Sem. 14, II. Sem. 9. — Unterrichtssprache vorwiegend Stunden): Sket-Podboj, Slowen. Sprachbuch bis § 65. — 1. Sem. 10, II. Sein. 8. — Unterrichtssprache slowenisch. Fr. Voglrir. b) Französische Sprache. I. Abteilung (wöchentlich 2 Stunden): Lehre über die Aussprache; Deklination, Konjugation der Verba auf -er, -ir und -re\ avoir und etre; einige wichtige unregelmäßige Zeitwörter; Zahl- und Fürwörter; Teilungsartikel; Lese-, Schreib- und Sprechübungen nach dem Lehrbuch von Boerner-Kukula. — Vier Schularbeiten. — Teilnehmerzahl: 1. Halbjahr 23, 2. Halbjahr 12 Schüler. II. Abteilung (wöchentlich 2 Stunden) für Fortgeschrittene: Wiederholung und Ergänzung der Formenlehre, unregelmäßige Zeitwörter, wichtige Kapitel der Syntax. Lese-, Schreib- und Sprechübungen nach dem Lehr-buche von Boerner-Kukula; freie Konversation. Unterrichtssprache vorwiegend französisch.— Fünf Schularbeiten. — Privatlektüreaus Velhagen und Klasings französischen Schulausgaben. — Teilnehmerzahl: 13'2. Dr. Joh. Mühlbacher. c) Italienische Sprache. 11. Abteilung (2 Stunden): Lehr- und Lesebuch der italienischen Sprache von Prof. G. Baroni und Prof. A. Segatini. Dritter Teil von G. Baroni. Laibach 1914. — Seiten 1—40 durchgearbeitet. Unregelmäßige Zeitwörter, Moduslehre, indirekte Rede. Übersetzungen, Konversationen, schriftliche Hausaufgaben, Memorieren poetischer und prosaischer Stücke. — Unterrichtssprache vorwiegend italienisch. — Teilnehmerzahl: 162. Fr. Jerovšek d) Freihandzeichnen. Der vom Fachlehrer unentgeltich geleitete Kurs für die oberen Klassen dauerte in diesem Schuljahre nur kurze Zeit, da sich wenige Teilnehmer gemeldet hatten und von diesen die meisten zum Militärdienste einrücken mußten. Es war jedoch den Schülern gestattet, sich Korrekturen, Weisungen und Anregungen zu holen und die Modelle des Zeichensaales zu benützen. Das letztere gilt auch für die Ferienmonate. Othmar Fistravec. e) Deutsche Stenographie. I. Abteilung A (wöchentlich 2 Stunden). Teilnehmer im I. Sem. 37, im 2. Sem. 25. — Wortbildung, Wortkürzung, Lehr- und Schreibübungen nach Diktaten und dem Lesebuche. Auf stenographische Schönschrift wurde besonderes Gewicht gelegt. K. Treiber. I. Abteiung B (wöchentlich 2 Stunden). Am Beginne des Schuljahres 42 Teilnehmer, am Schlüsse verblieben 34. — Verkehrsschrift (Wortbildung und Wortkürzung), Lese- und Schreibübungen, Anstrebung einer schönen und sorgfältigen Schrift durch Verwendung der Marnet’schen Hefte, Hebung der Lesefertigkeit durch Bezug des stenographischen Übungsblattes „Gabelsberger“. Fr Hausmann. II. Abteilung (wöchentlich 2 Stunden). Satzkürzung in Theorie und Praxis, Lektüre gekürzter Lesestücke, schnellschriftliche Diktate, die meist in schönschriftliche Hausaufgaben umgewandelt wurden. — Teilnehmerzahl 13-. Fr. Jerovšek. f) Gesang. A. Untergymnasium. a) Anfängerkurse (I.a und l.b). Einführung in die Notenschrift. Aufbau und Entwicklung der Durtonleitern. Intervalle. Musikdiktierübungen. Rhythmische Übungen. — Lehrbehelfe: Wiedemann, Übungstafeln; Malferth einer, Liederbuch; Pesmarica 11. Ein- und zweistimmige Lieder. Ein- und zweistimmige lateinische Messen. — Wöchentlich je 2 Stunden. Frequenz: 1. Sem. I.a 36, I.b 38 2. „ „ 27, „ 32 b) Kurse für fortgeschrittene Knabenstimmen. (II.a und 11. b, bezw. III.b). Wiederholung und Fortsetzung des im vorigen Kurse behandelten Stoffes. — Lehrbehelfe: Fiby, Chorliederbuch I; Pesmarica III. Zwei- und dreistimmige Knabenchöre. Oberstimmen einer Messe für gemischten Chor. — Wöchentlich je 1 Stunde. Frequenz: 1. Sem. II.a 7, II.b—III.b 50 2. „ „ 6, „ 47 c) Kurse für gemischte Stimmen (III.a—IV.a und III.b—IV.b)-Wiederholung und Fortsetzung des im vorigen Kurse behandelten Stoffes. — Lehrbehelfe: Fiby, Chorliederbuch I; Pesmarica III. Bearbeitungen für 1—2 Knabenstimmen und 1 Männerstimme. Latein. Messe für Unisonochor. Responsorien. — Wöchentlich je 1 Stunde. Frequenz: 1. Sem. Ill.a—IV.a 21, III.b—IV.b 32 2............................... 20, „ 30 H. Obergymnasium. Männerchor. Zwei- und vierstimmige Männerchormessen. Unterstimmen einer Messe für gemischten Chor. Motetten. Responsorien. Requiem mit Libera. Sologesänge. Volkslieder und volkstümliche Lieder. — Lehr-behelf: Fiby, Chorliederbuch III. — Wöchentlich 2 Stunden. — Frequenz: 1. Sem. 52, 2. Sem. 28 (hiezu noch 13 Männerstimmen aus IV.a und IV.b). Gesamtfrequenz: 1. Sem. 234, 2. Sem. 192. H. Druzovič. g) Musikalische Übungen. (Gymnasial-SchUlerorchestei.) Mehrere der tüchtigsten Mitglieder des vorjährigen Schülerorchesters hatten entweder die Studien beendet oder waren eingerückt, das Übungszimmer in der „Burg“ wurde mtlitärischerseits beansprucht und ein Ersatz nicht zu beschaffen, die Stundeneinteilung des Unterrichtes hemmte jede auf mehrere Klassen gleichzeitig sich erstreckende Unternehmung; dennoch wurden die noch anwesenden musikkundigen Schüler von der Direktion wenigstens soweit und solang zu einem Streichorchester zusammengefaßt, daß die musikalische Tradition der letzten Jahre am Gymnasium nicht gänzlich unterbrochen wurde. Auch diesmal wurde die Organisation nach dem Grundsätze der Selbstleitung gewählt, als jener Form, die sich in Anbetracht der Unverbindlichkeit der Übungen und des an Mittelschulen hiefür fehlenden äußeren Rahmens als am ehesten zum Ziele führend bewährt hatte.. Das Streichorchester begleitete einigemale, zumal zur Feier des Allerhöchsten Geburtstages Ihrer Majestät der Kaiserin Zita, den Kirchengesang und übte im übrigen einige patriotische und andere Stücke (darunter die Ouvertüre aus „Dichter und Bauer“) ein, um gegebenfalls in einem Konzert auftreten zu können. Im Orchester wirkten folgende Sctiüler mit: Dirigent: Voglär Bogumil V.b. — Violine: II.b-Klasse: Ačko, Cvetko Anton; III.a: Gradišnik, Rizzi, Woschitschko, Zwirn; III.b: Cvetko Franz; IV.a: Aicher, Huschak, Maichen, Zöhrer, Schtnid; IV.b: Koje, Stupan, Tiplič, Tominšek, Turk; V.a: Serajnik Franz, Clodi, Kaspar; V.b: Germovšek, Obran, Lorger, Peče; VI.: Schilder; VII.: Peče. — Klavier: Wögerer V.b; Harmonium: Stular. h) Steiermärkische Geschichte. Nach zweijähriger Unterbrechung konnte in diesem Schuljahre der Unterricht aus der steiermärkischen Geschichte wieder aufgenommen werden. Es beteiligten sich daran im I. Sem. 31, im II. Sem. 28 Schüler der IV. Klasse. — Zur Preisprüfung am 23. Mai meldeten sich 10 Schüler. Die vom steierm. Landesausschuß gestifteten Erinnerungsmedaillen erhielten: Peitler Alois und Puschmann Ernst; die übrigen Preiswerber bekamen Geldspenden, und zwar: Simonič Anton 20 K, alle übrigen je 10 K. — Die Geldpreise wurden gewidmet: 20 K von Sr. Exzellenz dem durchlauchten Fürstbischof Dr. Michael Napotnik, je 10 K von den p. t. hochwürdigen Herren: inful. Domdechant Majcen, dem Dompropst Kanzleidirektor Dr. Marlin Matek, den p. t. Domherren Dr. Johann Tomažič, Rudolf Janežič und Alois Arzenšek, weiters vom Theologicprofessor und Direktor des Knabenseminars Josef Zidanšek und vom Religionsprofessor Dr. Anton Medved. — Die Gymnasialdirektion spendete für jeden Bewerber ein Gedenkbuch und den mit Geldpreisen Beteilten je eine Landkarte von Steiermark (von Lechner), der Fachlehrer Dr. Paul Strmšek Mayers Geschichte der Steiermark, die durch das Los dem Preisträger Puschmann zufiel. Im Rahmen des Freikurses wurden auch zwei Ausflüge unternommen: zu den Ringwällen auf der Poštella und nach Pettau; außerdem wurde das hiesige Museum besucht. Dr. Paul Strmšek. h) Darstellende Geometrie. (2 Stunden): Einleitung: Begriff und Aufgabe der darstellenden Geometrie. Grund-und Aufrißverfahren. Darstellung von Punkt, Gerade und Ebene. Lagenbeziehungen zwischen diesen Elementen. Darstellung von einfachen Körperformen. Schattenkonstruktionen. Anwendung der Methode der Zurückfiihrung des Lichtstrahles. — Teilnehmerzahl: 9. Fr. Zöhrer. 3. Lehrbücherverzeichnis. Da keine Neueinführungen Vorkommen, wird auf das vorjährige Verzeichnis verwiesen. — Das Verzeichnis kann im Schulgebäude und bei den Marburger Buchhandlungen eingesehen werden. IV. Absolvierte Lektüre im Obergymnasium. 1. Lateinische Sprache. V.a-Klasse: Caesar, De bello Gallico VI. Buch. Ovidius Naso (Sedl-mayer). Metarmorphosen: 1, 2, 4, 5, 11, 16; Fasti: 2, 13. Tristia: 1. Livius (Golling): Buch I. 1 —10; Buch XXI. 1 —15. — Privatlektüre: Bartošek: Ov. Metam. VI. 313—381; Bedjanič: Met. III 1—94; 101 — 130; Čeh: Met. III. 1—94; 101—130; Hermanko: Met. II 1—242; 251—332; Remm: Met. VIII 618—720; Sigi: Met. XI 87—193; Meglič: Met. X 1—63; 72—77. V.b-Klasse: Caesar: De belle Gallico VI. c. 9—30. Ovid (Sedlmayer): Metam. Nr. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 11, 13, 25, 28 (vv. 79—117); Fasti Nr. 1, 4, 16; Tristia Nr. 1, 4. Livius: (Golling) Einführung in die Lektüre Nr. 1, 2, 3; Buch I, c. 1—27, 57, 57, 58; XXI, c. 1—16, 32—38. — Privat- iektüre: Crnko August: Ovid, Trist. 1 (Abschied von Rom); Metam. 6 (Phaeton); Livius XXXIX (Tod Ptiilopömens, Hannibals u. Scipios); Godec Theodor: Livius XLV, 7—8 (Der besiegte König Perseus vor dem Konsul L. Ä. Paulus); Grmovšek Felix: Ovid, ep. ex Ponto (O süße Heimat!); Kristan Boris: Ovid, Metam. Nr. 25 (Die Zauberin Circe); Lasič Johann: Caesar, VI. c. 30—44.; Obran Adolf: Ovid, Metam. Nr. 16 (Dädalus und Ikarus); Schinnerer Paul: Ovid, Metam. Nr. 3 (Götterversammlung), Livius, XXI, 32—38 (Hannibals Übergang über die Alpen) I, 57—60 (Lukretia); Souvent Eugen: Ovid, Metam. Nr. 13 (Die lykischen Bauern), Trist. Nr. 4 (Frühling in Toini); Waldhaus Karl: Ovid, Metam. Nr. 7 (Kadmus gründet Theben); Livius III, 26—29 (Quinctius Cincinnatus); XXI, 38—43; XXVI, 9 (Hannibal vor den Toren Roms); XXVI, 18 (Der junge P. Corn. Scipio); XXVII, 19 (Scipio und der numidische Gefangene). VI. Klasse: 1. Sem.: Sallustius bell. lug. 1 — 113. II. Sem.: Vergil: Ecloga 1; Georg. Lob Italiens; Aen. 1, 1—573, II, 1—587 (ed. Golling) Cicero in Cat. I. — Privatlektüre: Loew: Cic. in Cat. II: Merčun: Sali., Cat.; Rosina: Cic. in Cat. IV; Radies: Verg. Aen. XII. VII. Klasse: Im 1. Sem.: Vergil, Aen. III. u. IV.; Cicero, De imperio Cn. Pompei; Laelius de amicitia. — Im 2. Sem.: Vergil, Aeneis VI. Plinius, Briefe (1, 15, 28, 29; 50—56.). VIII. Klasse: Tacitus: Germania cap. 1—27; Annal. I. 1—49, II. 41 — 43, 53—55, 69—83; Histor. I. 1—6. Horatius: Carmin. I. 1, 2, 3, 4, 6, 7, 9, 10, 11, 12, 14, 15, 18, II. 1, 13, 18, III. 1, 3, 30, Carmen saeculare, Epodon lib. 2, 16; Satur. I. 1, 4, II. 1, Epist. I. 1, 2, 20. 2. Griechische Sprache. V. a- und V.b-Klasse: Xenophon (Schenkl) Anabasis I, II, III, V. 1—22. Herakles am Scheidewegei—5; Homer, Ilias, II, 1—350.— Privatlektüre: Nr. 1 (Charakter des Kyros). VI. Klassse: Homer, Ilias II. 1—277; III, 1 — 160; VI.; ausgewählte Abschnitte aus XVI, XXIII u. XXIV. Herodot Vil u. VIII. (Auswahl). VII. Klasse: Homers Odyssee I., VI., VII., VIII., IX., XIII., XIV; Demosthenes, Cherson, Frieden. Olynth I; Platon, Apologie. VIII. Klasse: Sophokles: König Ödipus v. 634 bis Schluß; Antigone; ausgewählte Abschnitte aus Platons Kriton u. Phaidon und aus Aristoteles1 Poetik. Homer, Odyssee XVI, XVII, XVIII, XXIII u. XXIV. Proben aus den griechischen Lyrikern: Inschriften und Rätsel; Papyrustexte. Proben aus dem Neuen Testament. 3. Deutsche Sprache. V. a- und b-Klasse: Lesebuch. VI. Klasse: 1. Lesebuch; 2. Shakespeares „Julius Cäsar“, Lessings „Minna von Barnhelm“, Goethes „Götz von Berlichingen“, Schillers „Räuber“. VII. Klasse: 1. Lesebuch; 2. Goethes „Götz“ und „Iphigenie“; Schillers „Räuber“, „Wallenstein“, „Maria Stuart“, „Die Jungfrau von Orleans“, „Die Braut von Messina“, „Teil“; Kleists „Prinz Friedrich von Homburg“; Grillparzers „Ahnfrau“; Otto Ludwigs „Zwischen Himmel und Erde“. VIII. Klasse: 1. Lesebuch; 2. Goethes „Faust“ I., Schillers „Braut von Messina“; Grillparzers „Sappho“ und „Das goldene Vließ“; Ludwigs „Erbförster“; Hebbels „Agnes Bernauer“; Gottfried Kellers „Fähnlein der sieben Aufrechten“. Außerdem las der Fachlehrer Proben aus zahlreichen modernen Dichtungen (mit umrahmender Inhaltsangabe) sowie Kriegsgedichte vor. 2. Slowenische Sprache. V.a- und V.b-Klasse: Dr. J. Sket, Slov. čitanka za peti in šesti razred srednjih šol, Nr. 1—45. VI. Klasse: Dr. J. Sket, Slov. čitanka za peti in šesti razr. srednjih Sol, Nr. 76-179. VII. Klasse: Autographierte altslowenische Texte. VIII. Klasse: Dr. J. Sket, Slov. slovstvena čitanka za sedmi in osmi razred srednjih šol, Nr. 34—70. V. Themen. a) Zu den schriftlichen Aufgaben am Obergymnasium. 1. Deutsche Sprache. V.a-Klasse: 1. Ein Ferienausflug. (Sch.) — 2. Woran ich merke, daß wir im Kriege leben. (H.) — 3. „Man muß das Eisen schmieden, so lange es glüht.“ (Sch.) — 4. Marburg ohne Gas. (Sch.) — 5. ßrunhild in der Edda und im Nibelungenliede. (H.) — 6. Gedankengang einer Sprechübung. (Sch.) — 7. Meine Lieblingsbeschäftigung. (H.) — 8. Übersetzung aus dem Mittelhochdeutschen: Nibelungenlied VII. 66—69. V.b-Klasse: 1. Ferienarbeit. (Sch.) — 2. In welcher Weise ich im Kriege meine vaterländischen Pflichten zu erfüllen suche. (H.) — 3. „Erst wägen, dann wagen!“ (Sch.) — 4. Gedankengang einer Sprechübung. (Sch.) — 5. Kriemhild (Gudrun) in der Edda und im Nibelungenliede. (H.) — 6. „Sommerzeit.“ (Sch.) — 7. Meine Lieblingsbeschäftigung. (H.) — 8. Übersetzung aus dem Mittelhochdeutschen: Nibelungenlied XXVII. 13—16. VI. Klasse: 1. ,,Ein furchtbar wütend Schrecknis ist der Krieg.“ Schiller. (Sch.) — 2. a) In der Bücherei eines Lesefreundes im 17. Jahrhundert. b) Meine Lieblingsbeschäftigung. (H,) — 3. Der Gang der Handlung in Shakespeares „Julius Cäsar“. (Sch.) — 4. Klopstock als Odendichter. Auf Grund der in der Schule behandelten Oden. (Sch.) — 5. Zur Kriegszeit am Bahnhof. (H.) — 6. „Sommerzeit.“ (Sch.) — 7. Vom Kienspan zur Bogenlampe. (H.) — 8. „Arbeit und Fleiß, das sind die Fitigel, So führen über Strom und Hügel“. Fischart. (Sch.) VII. Klasse: 1. d) Kriegsferien, b) Die Soldatencharaktere in Lessings „Minna von Barnhelm“. (Sch.) — 2. a) Wie entwickelt sich Hermanns Charakter im Verlauf des Epos? b) Das Anwesen des Löwenwirtes in Goethes „Hermann und Dorothea“. (H.) — 3. Warum sehnen wir uns nach dem Frieden? (Sch.) — 4. „Zwischen Himmel und Erde“ von Otto Ludwig. Kurze Inhaltsangabe. (Sch.) — 5. „Versprechen ist schwer, Halten ist leicht.“ (H.) — 6. Wird's denn heuer gar nicht wärmer? (Sch.) — 7. Vom Einbaum zum Unterseeboot. (H.) — 8. Ein freies Thema. VIII. Klasse: 1. a) Das Flugwesen im Kriege, b) Schillers „Braut von Messina“ und das Schicksalsdrama. (Sch.) — 2. Ist das Nationalgefühl berechtigt? (H.) — 3. Der Krieg als Erzieher. (Sch.) — 4. „Das Fähnlein der sieben Aufrechten“ von G. Keller. Kurze Inhaltsangabe. (Sch.) — 5. Ostergedanken im Kriege. (H.) — 6. Ein freies Thema. (Sch.) Fr. Knnpp. 2. Slowenische Sprache. V.a- und b-Klasse: 1. O pomenu mojih letošnjih počitnic. — 2. Jesenska pokrajina. — 3. Kaj je ustvarilo razmišljanje naših starodavnih prednikov o prirodi in o pojavih v njej? — 4. Zima umetnica. — 5. Misli, ki se vzbujajo petošolcu o temnih večerih nerazsvetljenih ulic. — 6. Ali je Levstikova povedna pesem „Ubežni kralj“ romanca ali balada? — 7. Podlaga živalstvu sta rudninstvo in rastlinstvo. — 8. Kako hočem uživati svoje letošnji počitnice, da bo primerno dobi, ki živimo v njej, in pa mojemu stanu? VI. Klasse: 1. Kakega pomena je v prirodi voda? — 2. „Živeti vrli mož ne sme za se, Iz bratov sreče njemu sreča klije.“ S. Gregorčič. — 3. Ferro nocentius aurum. — 4. O koristi pozimskih zabav. — 5. Sperne voluptates, nocet empta dolore voluptas. Horatius. — 6. Kaj je Vesna v praznični opravi raznim slojem človeške družbe? 7. Razmerje med živalstvom ni rastlinstvom. — 8. a) Dignum lande viruin Musa vetat mori, caelo Musa beat. Horatius. b) .... Minuentur Carmine curae, Horatius. VII. Klasse: 1. a) Kako je razumevati S. Gregorčičeve besede: „Poet, le malokomu znan, Leži po svetu razmetan ?“ b) Iz katerih razlogov se priporoča spoznavati prirodo? — 2. a) Kompozicija in ekspozicija prvega speva Homerjeve Odiseje, b) Xeip öpyavov öpyävcuv. 'ApiororeXriq. — 3. Zakaj v A. Medvedovem Kacijanarju junak ne more doseči svojega namena? — 4. Zima in vojska sta si v marsičem podobni, izlasti obe uničujeta in gradita. — 5. Quo semel est imbuta recens, servabit odorem Testa diu. Horatius. — 6. Upanje. — 7. „Leži poljana trudna, zapuščena, In k njej ni solnca od nobene strani.“ A. Gradnik. — 8. Sličica Demostenovega značaja, kakršna se da sestaviti na podlagi letos prečitanih govorov. VIII. Klasse: 1. a) Pod vrhom! Samogovor osmošolca v začetku šolskega leta. b) „Pridi, zvezda naša, pridi, Jasne v nas upri oči! Naj moj dom te zopet vidi, Zlata zvezda srečnih dni!“ Kako vsebino ima ta S. Gregorčičeva kitica zdaj? — 2. Kateri činitelji pomagajo ustvarjati, ohraniti in razširjati omiko in prosveto, kateri pa ju ovirajo? — 3. Nil mortalibus arduum est. Horatius. — 4. Ostra zima nam jamči veselo pomlad. — 5. Šibke značaje nesreča zdrobi, krepke prekuje v jeklo. — 6. a) Vis consili expers mole ruitsua: vim temperatam di quoque provehunt inmaius; idem odere vires omne nefas animo moventes. Horatius, carm. 111. 5, 65—68. b) Katere zemljepisne prednosti so prispevale največ, da so se združile krajine današnje Avstrije v državo? — 7. Quanto quisque sibi plura negaverit, ab dis plura feret. — 8. Reifeprtifungsarbeit. Fr. Jerovšek. b) Themen zu den Sprech- und Redeiibnngen. Deutsche Sprache. V.a-Klasse: 1. Napoleon auf St. Helena (Sluga). — 2. Wanderungen in den Grazer Alpen (Slgl). — 3. Die Milchstraße (Bartoäek). — 4. An den Ufern des Isonzo (Fr. Serajnik) — 5. Schlagende Wetter (D. Serajnik.) — 6 Aus Österreichs Reichslanden Bosnien und der Herzegowina (Clodi). — 7. Andreas Hofers Tod (Kießner). — 8. Die ritterliche Gesellschaft im Zeitalter des Minnesangs (Čeh). — 9. Das Rittertum (Podgoršek). — 10. Eine Reise nach Italien (Nasko). — 11. Franz Josef 1. (Montag). — 12. Heinrich I. und die Magyaren (Repič). — 13. Kulturgeschichte der Ägypter (Simonič). — 14. Die Tierriesen der Vorzeit (Baumann). — 15. Hindenburg (Remm). — 16. Der erste Ozeandampfer (Radšel). — 17. Der junge Goethe (Slodnjak). — 18. Verkehrsmittel zu Wasser und zu Lande (Soršak). — 19. Kriegš-geist (Vrbnjak). — 20. Die OJympischen Spiele (Logar). — 21. Die Erwerbung Österreichs durch Rudolf vou Habsburg (Žolnir) — 22. Wallenstein (Meglič). — 23. Erzherzog Karl und die Schlacht bei Aspern (Razboršek). — 24. Die Schlacht bei Leipzig (Rupnik). — 25. Der Luftkampf der Menschen und die Tiere (Porekar). — 26. Die Seeschlacht bei Lissa (Draxler). —■ 27. Aus Momenegros Geschichte (Večerjovič) — 28. Aus dem Lebsn eines bosnischen Mohammedaners (Bedjanič) — 29. Hebbels Trilogie .Die Nibelungen' (Ferlan). — 30. Herbst in den Windischen Büheln (Hempel) — 31. Die Tuberkulose und ihre Bekämpfung (Struc). — 32. Das U-Boot (Hermanko). — 33. Steiermarks Land und Leute (Kaspar). — 34. Alexander der Große (Nadler). V. b-Klasse: 1. Andreas Hofer und seine Kampfgenossen (Waldhans). — 2. Minen und Minenkrieg (Schinnercr). — 3. Die Entwicklung und Technik der Handfeuerwaffen (Teuchert). — 4. Der deutsch-französische Krieg (Lašič). — 5. Die Adelsberger Grotte (Jager). — 6. Bismarcks Leben (Tredl). — 7. Die Poštela (Ullaga), — 8. Die .Emden“ und ihre Taten (Zöhrer). — 9. Entstehung, Wirkung und Folgen der Erdbeben (Babšek). — 10. Über die Verwaltung Bosniens und der Herzegowina (Drofenik). — 11. Geschichte des Suezkanals (Horvat). — 12. Sokrates (Sernetz). 18. Das Reich der Mitte (Lorger). — 14. Was uns an den alten Germanen besonders gefällt (Souvent). — 15. Die Religion der alten Germanen (Mojzer). — 16. Der Verlauf der Reformation in Österreich-Ungarn (Ostnrc). — 17. Die Franzosen in Steiermark (Kolbl). — !8. Der Krieg in Tirol 1914—16 (Kralj). — 19. Aus der politischen Geschichte Wiens (Obran). — 20. Die Schlacht vor dem Skagerrak (Kristan). — 21. Romantiker in den Spuren Beethovens (Voglär). — 22. Über die deutsche Heldensage (Weiler). — 23. Geschichte des deutschen Bauernstandes (Peče). — 24. Die Schlacht bei Aspern (Eckhel). — 25. Das Handels-U-Boot „Deutschland“ (Wögerer) — 26. Der Hradschin in Prag (Spitz). — 27. Die Entwicklung der Luftschiffahrt. (Padovnik). — 28. Selbsterziehung und Selbstbeherrschung (Črnko). — 29. Zur 90. Wiederkehr des Todestages L. van Beethovens (Voglär). — 30. Der Hund im Dienste des Heeres (Domajnko). — 31. l3ie Völkerschlacht bei Leipzig (Verhovšek). — 32. Die Entstehnng der Erdbeben in der Auffassung der Völker. (Kaukler.)’ — 33. Geschichte des U-Bootes (Karba). — 34. Das U-Boot (Erker). — 35. Wie man in Steiermark ißt und trinkt (Godec). — 36 Plato oder der Philosoph (Waldhans). — 37. Die Rätsel des Vulkanismus (Stular). — 38. Otto Ludwigs Leben (Leskovar). — 39. Robert Schumann (Dietinger). — 40. Japans Land und Leute (Čeh). — 41. Die geschichtliche Entwicklung unserer Karstländer (Grmovšek). — 42. Wie entstand das Petroleum ? (Obersne). VI. Klasse: 1. Die großen Männer Italiens zur Zeit der Reformation (Loew). — 2. Der Humanismus und die Renaissance (Rosina). — 3. Grillparzers .Ahnfrau“ (Franz). — 4. Ludwigs .Erbförster“ (Bruck). 5. Schillers .Maria Stuart“ (Tikvič). — 6. Das Mittelalter in unserer Dichtung (Spitz). — 7. Shakespeares .König Lear* (Glatz). — 8. Lessings .Emilia Galotti* (Kronasser). — 9. Radetzky (Radies). — 10. Peter Rosegger (Koß). — 11. Dantes Hölle (Zorec) — 12. Goethes „Clavigo“ (Kšela). — 13. Arbeit, Lebensfreude und Charakler (Kovačič).— 14. Die Folgen des dreißigjährigen Krieges (Krajnc).— 15. Goethes „Egmont“ (Matzl). — 16. Im Gletschergebiete der Ortlergruppe (Wernhart). — 17. Die Donau, Oesterreichs Zierde (Merčun). — 18 Schillers „Kabale und Liebe" (Vogl). — 19. Die Phönlker (Kautzner). — 20. Friedrich Hebbel (Schilder). — 21. Die Kulturbedeutung der Ströme (Kramberger). — 22. Kaiser Franz Josef I. (Richter). — 23. Warum studieren wir Deutsche Literaturgeschichte?(Grill). — 24. Der Stern Sirius (Scalettari). — 25. Vom deutschen Geistesleben zu Anfang des 19. Jahrhunderts (Schauritsch). VII. Klasse: 1. .Hanneles Himmelfahrt“ von Gerliart Hauptmann (Koprivnik). — 2. Goethes .Torquato Tasso' (Moškon). — 3. Schillers „Fiesko“ (Keifl) — 4. Schillers .Don Kariös“ (Lutmann) — 5. Schillers „Braut von Messina“ (Kaukler). — 6. Die französische Revolution (Zmork). — 7. Der Kampf zwischen Feuer und Wasser (Kavčič). —'8. Schilleis „Geisterseher (Rožič). — 9. Napoleons Feldzug gegen Rußland (Vanda). — 10. Kleists „Zerbrochener Krug“ (Tominšek). — 11. Oesterreichs Bergbau im Mittelalter (Schwab). — 12. Goethes .Člavigo“ (Ramšek). — 13. .Ein treuer Diener seines Herrn“ von Grillparzer (Breznik). — 14. Storms „Schimmelreiter“ (Fischer). — 15. Herders „Cid* (Peče). — 16. Brentanos „Gockel, Hinkel und Gackeleia“ (Koprivnik). — 17. „Hoffmanns Erzählungen" von Offenbach (König). VIII. Klassse: 1. Dichtung und Musik (Winterhalter) — 2. Über den Zusammenhang zwischen Elektrizität, Magnetismus und Licht (ßorghi). — 3. Shakespeares „Hamlet* (Cajnkar). — 4. Deutsches Schrifttum in Steiermark (Stadtherr). — 5. Die Stenographie im Altertume (Krenn). — 6. Aus der Geschichte des deutsthen Theaters (Kriwanek). F. Knapp. VI. Lehrmittelsammlungen. Wegen ununterbrochener Inanspruchnahme des Gymnasialgebäudes als Reservespital, wodurch die Schülerbibliotheken, das geographisch-historische Kabinett, der Z e i c h e n s a a 1 und der Turnsaal vollständig, das physikalische und naturhistorische Kabinett sowie die Lehrerbibliothek teilweise geräumt und nach wie vor vom Militär belegt sind — wobei die Qymnasialdirektion für Abgänge und Beschädigungen bei der Übergabe protokollarisch im eigenen und im Namen der Kustoden jede Verantwortung ablehnte — erwies sich wie in den Vor-Kriegsjahren auch in diesem Jahre eine ordentliche Geschäftsführung in den Sammlungen umsomehr als unmöglich, da die Kustoden beider Schlilerbibliotheken und der der geographisch-historischen Sammlung seit der Mobilisierung eingerückt und die Sammlungen nur schwer, bei gelegentlichen Kontumazierungen des Spitals überhaupt nicht zugänglich sind. Aus diesem Grunde wurden auch die Neuanschaffungen, abgesehen von fortzusetzenden Lieferungswerken und einigen dringendsten Gegenständen, bis zur Rückkehr normaler Verhältnisse zurückgestellt. Es werden dann die Sammlungen ohnehin einer allgemeinen Übersichtung unterzogen werden müssen. Die Neuanschaffungen, überhaupt der Zuwachs, betreffen hauptsächlich die Lehrerbibliothek. Lehrerbibliothek. (Kustos: Prof. Friedrich Knapp.) «^Geschenke: Es spendeten: 1. Das k. k. Ministerium für Kultus u. Unterricht: a) Zeitschrift für österreichische Volkskunde; b) Österreichische botanische Zeitschrift. 2. Die kaiserliche Akademie der Wissenschaften: a) Sitzungsberichte der philosophisch- historischen Klasse ; b) Denkschriften; c) Archiv für österreichische Geschichte; ui Name Geburtsort 0> o 0> O Vorzeitige Reifeprüfung am Ordentliche Reifeprüfung am Angegebener Beruf 1 Borghi Robert Triest 1899 7 III 1917 Technik 2 *Cafuta Anton Storišnjak 1895 20. II. 1917 Theologie 3 *Cajnkar Thomas IJchtenwald 1898 20. VI. 1917 Philosophie 4 Oranfola Johann Rotmann 1896 12. VI. 1917 unbestimmt 5 Heiser Friedrich St Sulpice(Schweiz) 1896 28. III. 1917 Medizin 6 Hödl Josef Abstall 1897 31. XII. 1917 Bodenkultur 7 Horvat Josef Groß-Sonntag 1897 27. I. 1917 Agronomie 8 Kalin Karl Pontafel (Kiirntcn) 1898 18 II. 1917 Medizin 9 Kaučič Jakob Pfefferberg 1894 11. XII. 1916 Medizin 10 Kralj Josef Wöllan 1895 22. VI. 1917 Chemie 11 *Krenn Auguste Marburg 1898 20. VI. 1917 unbestimmt 12 Kriwanek Marie Marburg 1896 20. VI. 1917 unbestimmt 13 Lovrec Franz Olimje 1896 8. III 1917 Militär 14 ♦Mihalič Franz l.uttcnbcrg 1898 6. VI. 1917 unbestimmt 15 Nemanič Ernesta Sarajevo 1899 9. X. 1916 unbestimmt 16 Osterc Anton Bunčavi 1897 1. IV. 1917 Theologie 17 Pfrimer Gerhard Marburg 1899 9. 111 1917 unbestimmt 18 Schrott Johann Marburg 1898 21. XII 1910 Philosophie 19 Sevnik Michael Kapellen 1897 1. 11 1917 Hochschule für Bodenkultur 20 *Stadtherr Maria Triest 1898 20. VI. 1917 unbestimmt 21 ♦Statiek Alois Cilli 1899 9. III. 1917 Medizin 22 Steinklauber Vinzenz. Graz 1896 25. X. 1916 Pharmazie 23 Winterhalter Josef Marburg 1S99 9. 111. 1917 unbestimmt 24 Zöhrer Wilhelm Roth wein 1898 16.11. 1917 Marine 25 ein Externist ist zurückgetreten. Anmerkung: Ein * vor dem Namen bezeichnet „reif mit Auszeichnung.“ Statistische Übersicht der Ergebnisse. Orad der Reife Mit Auszeichnung Mit Stiminen- elnhetljgkeit Mit Stimmen- mehrheit Zurlick- Ketreten Reprobiert Zahl im Ganzen öffentl. Schüler vorzeitig 3 9 7 — — 19 ordentlich 1 — — — — 1 Privalistinnen 2 1 — — — 3 Externe — 1 — 1 — 2 Summe . 6 11 7 1 — 25 IX. Körperliche Ausbildung. I. Obligater Turnunterricht. Unterrichtet wurde, wie in Friedenszeiten, in je 2 Wochenstunden für jede Klasse. Da die Turnhalle militärischen Einquartierungszwecken dient, wurde das Turnen im Freien, und zwar sei es im Gymnasialhof oder an freien Platzen, in Alleen usw. vorgenommen, bei ausnehmend ungünstiger Witterung auch, soweit durchführbar, in den Klassenzimmern. Im Hinblicke auf diese äußeren Umstände bestand der Turnunterricht aus einer den Bedürfnissen und Möglichkeiten angepaßten Verbindung des Turnens (hauptsächlich Freiübungen) mit Jugendspiel, Sport und militärischen Übungen. Die daraus sich ergebende Mannigfaltigkeit und Lebhaftigkeit des Betriebes erhielt dadurch noch die erwünschte Steigerung, daß mit allen Mitteln darnach gestrebt wurde, die Schüler — nach dreijähriger Unterbrechung — wieder dem schwer vermißten Gerätturnen wenigstens soweit zuzuführen, daß der trotz der intensivsten Pflege der Exerzier- und sonstigen militärischen Übungen immer mehr zutage tretenden Rückständigkeit der allgemeinen körperlichen Durchbildung einmal Halt geboten werde. Denn die Gerätübungen sind und bleiben unersetzlich! Das Turnen im Freien erlaubte allerdings nur die Benützung weniger, zumal leicht übertragbarer Geräte, in erster Linie Sprunggeräte, und solcher zur Belastung der Arme. Neu angeschafft — und jubelnd begrüßt — wurde ein Spannreck, Langstäbe u. a. Sonach wurden die Schüler in Freiübungen, mit und ohne Belastung, bei Festhaltung an militärischen Formationen ausgebildet. An den Geräten wurde geübt: Springen über die Schnur, und zwar Hock-. Schottisch- und Fenstersprung; am Bock: Grätsche-, Flanke-, Wende-, Mut-Hocksprung, alle Sprünge auch mit vor- und zurückgestellter Schnur; als Neuerung: Langstabübungen als Gesellschaftsübungen; am Reck: Hangübungen, Felgauf- und abschwinge-, Wellumschwing'e- und Kraftübungen. Unter den Spielen besonders: Katze und Maus, Drei Mann hoch, Komm’ mit, Kriegsball über die Schnur, Schleuderball, Wanderball, Bockspringen über den Schüler, Tragübungen, Schiebekampf, Gerwerfen. 2. Militärische Übungen. Schießunterricht. I. Nach dem im Vorjahre erwähnten, für unsere Anstalt im engsten Anschlüsse an die dem Ministerialerlasse vom 2. Juni 1915, Z. 533, beigedruckten „Richtlinien“ und an das Exerzierreglement verfaßten und an die turnerischen Rücksichten angelehnten Arbeitsplan wurden sämtliche Schüler der Anstalt militärisch ausgebildet, ohne indes in Einseitigkeit zu verfallen. II. Im Laufe des Jahres gelang es, außerdem eine bewaffnete „Gymnasialkompagnie“ aufzustellen. Die Übungen führte in strammer Weise der Turnlehrer Max Halfter durch. A) Die , Oym n a s i alko m p a g nie“. Bald nach Beginn des Schuljahres wurden für die militärische Ausbildung der Jahrgänge 1898, 1899 und 1900 besondere Übungsstunden festgesetzt und die Teilnehmer zum Besuche verpflichtet. Die Ausbildung wurde an 14 Nachmittagen (Mittwoch) in der Dauer von je 3 Stunden erledigt. Teilnehmerzahl: 70 Schüler. Die Abrichtung geschah zuerst ohne Gewehr; im Laufe des Jahres gelang die Zuweisung je eines Gewehres und Bajonettes samt Garnitur für jeden Teilnehmer, so daß mit dem 11. April 1917 die Abrichtung auch mit Gewehr erfolgen konnte. Der zu bearbeitende Stoff wurde vom Übungsleiter folgendermaßen auf die Übungsnachmittage verteilt: 11. April 1917: Wiederholung des schon durchgcarbciteteu Stoffes: Stellung, Kopf- und Körperwendungen, Körperlagen, der Marsch im allgemeinen, Gewehr- und Handgriffe: in die Balance, beim Fuß und schultert. 18. April 1917: Theoretischer Unterricht über das Gewehr: Zerlegen und Reinigen des Gewehres; die Bestandteile der Garnitur. 25. April 1917: Frontmarsch und Seitenmarscli, Gewehr und Handgriffe. 2. Mai 1917: Wiederholung vom 11. und 25. April und Theorie: Erklärung der Laufachse, Flugbahn, Visiervorrichtung, Visierlinie, Zielweise mit gestrichenem, grobem und feinem Korne. 8. Mai 1917: Ziehung und Schwenkung, Wiederholung vom 25. April, Baden und Schießen. 16. Mai 1917: Fehlerdreieck, Vorübungen im Abziehen desZüngels, Anschlagsübungen, Wiederholung vom 25. April. Gewehr- und Handgriffe. Bajonett auf und ab. Ausbildung zum Plänkler. 23. Mai 1917: Bildung des geschlossenen Zuges: Aufstellung und Bewegungsbehelfe, Reihen und Doppelreihen, Bewegungen, Formationsveränderungen und Fehlerdreieck. 30. Mai 1917: Wiederholung des Übungsstoffes vom 23. Mai. Gewehr- und Handgriffe, Feuer des geschlossenen Zuges. 6.—12. Juni 1917: Kapselschießen 20X. Schulkreisscheibe und Figuren. 13. Juni 1917: Wiederholung vom 30. Mai. Bildung der Schwarmlinie, Bewegung derselben. 16. Juni 1917: Wiederholung vom 13. Juni und kleine Gefechtsübung mit Marschsicherung (auf der Thesen). 19. Juni 1917: Erstes Probescharfschießen, 200X, Schulkreisscheibe (Militärschießstätte). Bester Schütze Čeli der V.b-Klasse: 35 Ringe. 20. Juni 1917: Wiederholung vom 13. und 16. Juni, große gemeinsame Angriffs- übungen im Burgwalde. 27. Juni 1917 : Vormittags 7—11 Uhr: militärische Gefechtsübung; nachmittags 2 Uhr: Zweites Probescharfschießen, in Verbindung mit Pr ei s-schießen, auf der Militärschießstätte. B) Preisschießen. Wegen des Ernstes der Zeit und infolge des vorzeitigen Schulschlusses wurde beim Preisschießen, das am 27. Juni, dem letzten Schultage, veranstaltet wurde, von jeder Festlichkeit abgesehen; es vollzog sich im Kreise der Lehrer und Schüler der Anstalt. Im Einklänge mit dem militärischen Charakter der Veranstaltung ließen cs sich die voll ausgerüsteten Schützen nicht nehmen, beim hierortigen Etappen-Stationskommando vor dem Abmarsch ihre Aufwartung zu machen, wobei der Etappen-Stationskommandant, Herr Oberst Hollik, nach einer markigen, begeisternden Ansprache die Parade abnahm. — Das k. u. k. Militärkommando in Graz spendete als Preis: 50 K. Am Preisschießen selbst (300X, Schulkreisscheibe) beteiligten sich 50 Schützen der Gymnasialkompagnie, jeder mit seinem Gewehr. Die Militärschießstätte, deren Zuweisung vom k. u. k. Stationskommando in zuvorkommender Weise erfolgte, bot das gewohnte lebhafte Bild, wenn die Jungens schießen und die Jüngeren, die zuschauen, auch in den nächsten Jahren zu schießen wünschen. — Die Schießresultate waren, wenn man berücksichtigt, daß die Mehrzahl der Schützen noch Knabenschuhe trägt und daß eine einzige Übung vorangegangen war, recht günstig; bis aut einen einzigen Schützen erzielten alle Treffer. Der Gymnasialdirektor hatte cs so eingerichtet, daß bei der Preisverteilung kein Schütze leer ausging; verteilt wurden ausschießlich Geldpreise, und zwar: 1. Preis: (Widmung des k. u. k. Militärkommandos^ in Graz, 50 K): Loew Wilhelm (VI. Klasse): 32 Ringe; 2. Preis (25 K): Čeh Karl (V.a-Klasse): 31 Ringe; 3. Preis (15 K): Ferlan Alois (V.a-Klasse): 30 Ringe; 4. Preis (10 K): Pivec Vinzenz (III. b - Klasse): 29 Ringe, usw. mit Preisen von 10 K bis 1 K. Die Preisverteilung nahm der Gymnasial direktor vor, der bei dieser Gelegenheit an die Versammelten eine Ansprache hielt, die in ein dreifaches Hoch auf Seine Majestät Kaiser Karl I. ausklang; herzerhebend war der Jubel, mit dem die Jugend in diesen Ruf einstimmte. In gehobener Stimmung endete das Fest, stramm erfolgte unter dem Befehle der eigenen Chargen und unter dem Absingen flotter Marschlieder der Rückmarsch. 3. „Gymnasialacker“, Feldarbeiten. Wie im Vorjahre wurde auch heuer die Jugend nicht bloß im Sinne der Kriegsfürsorge zwecks Beschaffung der Nahrungsmittel, sondern aus Gründen der körperlichen Erziehung zur Kräftigung, Abhärtung und Achtung der Körperarbeit zur Bearbeitung des von der Direktion zur Überlassung gewonnenen „Gymnasialackers“ lierangczogen. Die Arbeiten auf dem Äcker finden gegenüber den übrigen, nur Übungszwecken dienenden Körperbetätigungen darum einen besonderen Anwert, weil sie einem unmittelbaren Lebenszweck dienen und ihr Erfolg — auf dem urbar gemachten Boden — offensichtlich beobachtet werden kann. Es ist bezeichnend, daß sich die Jugend gerade zu solchen Zweckarbciten am schwersten gewinnen läßt. Diese Arbeiten waren darum ein ausgezeichneter Prüfstein der Ausdauer und Selbstverleugnung, wie nicht minder der Geschicklichkeit. (Näheres über den Acker siehe Seite 18). 4. Ausflüge. Außer den in militärischer Form geleiteten Ausmärschen wurden ab lind zu in unverbindlicher Weise von einzelnen Klassen und Schülergruppen Ausflüge in die Umgebung (auch zu Studienzwecken, so vom Schulrat Karl Zahlbruckner mit der VII. Klasse zur Besichtigung der Elektrizitäts-anlagen in Faal, vom Professor Dr. Poljanec naturwissenschaftliche, vom Dr. Paul Strmšek geographische Exkursionen, oder in Verbindung mit dein Unterricht im Freien, wie beim Professor Dr. Mühlbacher, Professor Alfred Fink und Friedrich Knapp) unternommen. Zur Veranstaltung von größeren Wanderfahrten wurde für die gesamte Anstalt der 19. Mai frei-gegeben. Bei allen Wanderungen traten heuer noch deutlicher als im Vorjahre zwei Erscheinungen angenehm hervor: das stramme Marschieren und die frisch erwachte, von der Anstalt geförderte Sangeslust. X. Schülerverzeichnis. Die Namen der Vorzugsschüler sind mit * bezeichnet, die im Laufe des Schuljahres ausgetretenen Schüler (in der VIII. Klasse auch die im ersten Semester bei vorzeitigen Reifeprüfungen für reif erklärten Prüflinge) sind eingeklammert (); ein f hinter dem Namen bezeichnet, daß der Schüler zur militärischen Dienstleistung eingerlickt ist. 1. Klasse A (52+10). (Alwies Wilhelm, Marburg) Bartošek Oskar, Murau Bračko Johann, Marburg Brugg er Friedrich, Föder-lach, Kärnten Burndorfer Norbert, Marburg D e t i č e k Franz, Pöltschach Doleczek Walter, Gams bei Marburg Dziubek Vladimir. Karap-kin a/L, Bukowina Frece Franz, Marburg Gabron Heinrich, St. Peter b. Kbg. (Hermann Josef, Baierdorf bei Graz) Jevšenak Johann, Roßwein ♦Kabas Johann, Metnitz, Kärnten Karara Johann, Görz, Küstenland Kaspar Josef, Marburg Komaunr Hubert, Podsused, Kroatien Kor atschin Alfred, Wr.-Neustadt,- N.-ö. Ko raži ja Alois, Marburg Koschell Alfons, Marburg K y 1 i a n e k Prokop, Marburg Leskovšek Wilhelm, Marburg M i k I Felix, Marburg Musger Otto, Kalsdorf bei Graz Nekrep Alois, Pragerhof Nerat Otmar, Miria Neustift (N i k oli ts Harald. Mödling, H.-O.) ♦Ohrenstein Isidor, Jako-beni, Bukowina Ozimič Hermanu. Marburg (Pouch Norbert, Marburg) (Prach Alexander, Marburg) •Richter Robert, Marburg Rittbauer Wilibald, Bruck a. d. Mur Ruß Friedrich, Mürzzuschlag Ruß Harald, Marburg *S che rag Franz, Gams bei Marburg Schwab Wilhelm, Leitmeritz, Böhmen Schwarz Edmund, Konstantinopel, Türkei (Seethaler Anselm, Mört-schach, Kärnten) T o m s i g Johann, Görz, Küstenland Weber Wilibald, Marburg *We misch Lorenz, Marburg Za goda Max, Brunndorf *H e i n z Hildegard, Innsbruck, Tirol, Priv. ♦Horaczek Helene, Bruck a/L., N -O , Priv. *M a li n e r t Ingcborg, Marburg, Priv. "Nödl Elisabeth, Wien, Priv. Oswatitsch Felizitas, Rann a/Save, Priv. *Paliege Helene, Wien, Priv. Polimante Klaudia, Görz, Priv. Ttich Klara, Lemberg, Galizien, Priv. Venedig Margarete, Bruck a. d Mur, Priv. *W e i g er t Adolfine, Marburg, Priv. 1. Klasse B (54+3) Beloglavee Max, Laase, Krain ♦B o h a ii e c Franz, Dobrava Černelč Stanislaus, Artitsch ♦Deržič Franz, Großobresch ■'Držečnik Max, Arlberg ♦Dvoršak Jakob, Žikarce »Grossmann Vlado, Lutten-berg Hau c Franz, Zierberg ♦Iglar Franz, Reifnig Jurančič Johann, Andrenzen Kac Leo, Marburg ♦K a c Rudolf, Marburg K1 a n š č e k Josef, Capodistria, Istrien Klemenc Josef, Graz (K o n j e d i c Aurelius, Plava, Küstenland) Kon jedi c Siantslaus, Plava, Kiis'enland Kopriva Alfons, Graz (K o r b a n Max, Steinbrlick) Košutnik Silvester, Razbor Kreft Adolf, Marburg ♦Krošelj Josef, Jereslavec ♦Lasbacher Franz, Pfeffer-berg Lebe Josef, Pivola Lichtenwa llner Zden o, MariaRast Miki Vladimir, St.Margarethen a. Dr. M r a v 1 j a k Felix, St. Anton a B. *Mulec Alois, Rogeis Munda Matthias, Sejauzen ■•Novak Alois, Friedau Oblonšek Anton, Brezje Pa valeč Jakob, Lasach Pečenko A'ois, Capodistria, Islrien Pernat Franz, Kerschbach Petru n J->sef, Re'fnlg Pichler Fran?, Maiburg Pirc Branko, Idria, Krain P uče lik Leo, Marburg *P n š n j a k Bogomir, St. Loren-zen (Ra ut n er Franz, St. Peter b. Königsberg) Savec Karl. Ponigl Sekirnik Max, Gaberje bei Pettau Se ver Richard, Laibach, Krain Soršak Alex., Prosek, Triest S tepi c Anton, Dr,.chenburg S u h a č Josef, Slaptince (Skerbic Fiiedrich, GCrz, Küstenland) Škrabar Ladislaus, Triest Tomanič Friedrich, Marburg (Vogrinec Alois, Unter-Pulsgau) ♦Voršlč Josef, Bratonečice, Friedau Weranitsch Josef. Maiburg Za m o I o Wilhelm. Frauheim Ž a bk er Alois, Schleinitz Župec Franz. St.Margarethen bei Pettau (Abram Vladimira, Laibach, Priv.) Jager lsabella, Franzensfeste, Tirol, Priv. Tominšek Areta, Laibach, Priv. II. Klasse A (22+9) Baumgartner Anton, Gloggnitz, N. Ö. v. Haydegg Herward, Wr,-Neustadt, N.-Ö. ♦Hofer Andreas, Kobenz bei KnittelfeIH Kronasse r Wilhelm, Radkers-burg Lukas Herbert, Mahrenberg Marko Wilhelm, Marburg (Matzl Ewald, Marburg) MillnerHaus,Gloggnitz.N.-Ö. Nekrep Otto, Pragerhof Nozir Gottlieb, Marburg Pa Hi er Kurt v. Theinburg, Wien, N.-Ö., Priv. Persche Karl, Ober-Lesece, Krain ♦Pollak Ludwig,Prag, Böhmen Prull Lleinrich. Klosterneuburg. N.-Ö., Priv. Puschmann Karl, Planina, Krain Schifko Alfred, Marburg Studier Edgar, Bruck a. M. Swiecicki v. Swiecice Zbyszko, Horedenka, Osten Tschebull Karl, Marburg Vabič Mohor, Pettau Valentincig Alfred, Wien, N.-Ö Vidovič Stanislaus, Marburg Wald Richard, Brunndorf Winter Karl, Marburg, Priv Zöhrer Alexander, Brunndorf ♦Binderhofer Herta, Brunndorf, Priv. FiII Erna, Marburg. Pri". *v. Gstöttner Gisela, Wolfs-berg. Kärnten Hai leck er Irma, Paifau, Priv. Hierstand Margarete, Marburg. Priv. *Valentincig Marie, Pola, Küstenland, Priv. II. Klasse B (27+3). Ačko Ludwig, Marburg Brumen Franz, St. Veit bei Pettau Cvetko Ant., St. Andrä W.-B. Čeh Friedrich,Hl. Dreifaltigkeit W.-B. Gorup Josef, Capodistria, Küstenland (Jurak Franz, St. Peter bei Königsberg) Kikl Ludwig, Ober-Serjavcen W.-B. Košuta Josef, Krestenica, Küstenland Kr ule Franz, Ober-Pulsgau Leben Stanislaus, Kötsch ♦Maister Hrvoj, Laibach ♦Ositn Ludwig, Maria-Rast Osojnik Johann, Ober-Rad-kersburg Pipuš Iskren, Marburg ♦Podlesnik Vladimir, Wöllan Potočnik Franz, Pristova (Potočnik Martin, Pristova) Pucelj Josef, Marburg Razboršek Ludwig, Roßwein Rojs Ivo, St. Jakob W.-B. Strnad Johann, Melchendorf Šijanec Milan, Allerheiligen (Terbovc Ivan, Franz) Tušek Erwin, Budweis, Böhm. Uranker Josef, Marburg Vnuk Franz, Jastrebci Zelenko Emil. Triest Dolar Nada, Cilli, Priv. Großmann Božena, Luttenberg, P'iv. Tominšek Josefine, Krain-burg, Krain, Priv. III. Klasse A (39+2). ♦Bartošek Klemens, Mahrenberg Bedjanič Milutin, Sarajevo, Bosnien Bersich Romeo, Dignano, Istrien Čer če Josef, Brunndof Černuta Josef, Breth, Küstenland ♦Einicher Walter, Hohcu-mauthen Fodor Wilhelm, Marosväsär-hely, Ungarn ♦Gabriel Leopold, Wien Gradišnik Felix, Marburg Halfter Max, Graz Horaczek Erich, Olmiitz, Mähren Ilger Friedrich, Kartschowin Jančar Viktor. Bad Radein ♦Kalin Alois, Pontafel, Kärnten Kaloud Wilhelm, Nagy-Ka-nizsa, Ungarn Kollnlg Max, Brunndorf Koren Karl, Rotwein Košar Rudolf, Bruck a. d. Mur v. Lichem Robert, Hohen-mauthen Lukas Ferdinand, Mahrenberg ♦Mahnert Detlev, Marburg Nerath Hubert, Mar.-Neustift *Peheim Alois, Marburg Plotsch Viktor, Marburg ♦Podmenik Rudolf, Lechen ''Reichstädter Karl, Wien Rizzi Rudolf, Bozen, Tirol Schneider Karl, Storozynetz, Bukowina Schuschnig Edler v., Arthur, Wien Sch oper Karl, Grobelno Sever Friedrich, Marburg Stanzer Franz, Drachenburg Weißenböck Johann, Marburg Woschitschko Wilhelm, Stu-denitz Würnsberger Adolf, Marburg Zeichen Franz,Umago, Istrien Zeides Emil, Leoben Zimmermann Hermann, Marburg Zwirn Othmar, Laibach Fodor Josefine, Maros väsär-hely, Ungarn. Priv, Pečnik Kornelia, Rohitsch, Priv. III. Klasse B (50+5; Babič Anton, Cven Cvetko Franz, St. Andrä W.-B. Černčič Johann, Seitendorf Farkaš Max, Marburg Gajšek Stanko, Dobova a Save Gregorevčič Franz. Malivrh Grobelšek Johann, Monsberg Hrašovec Alois, Nußdorf ♦Hrvacki Franz, Trofin Ivanuša Franz, Polstrau Jagodič Franz, Ober-Pulsgau Janežič Rudolf, Paulsberg J ur in ec Franz, Marburg ‘Kolarič Jakob, Luttenberg Konečnik Viktor, Marburg Kos Josef, St. Georgen a/d. Stainz Kostajnšek Anton. Marburg Kovač Stanislaus, Cilli Kozinc Max, Lichtenwald Kralj Karl, St. Peter bei Königsberg Kruleč Alois, Doberdob, Küstenland Leskovar Josef, Laibach *Lichtenwallner Milan, Maria-Rast (Macuh Josef, Marburg) Mlakar Josef, Köflach Ogotelec Ivan, St. Barbara b. Pettau Peršuh Josef, St. Lorenzcn am Dranfeld Pip uš Zdenko, Marburg Pivec Vinzenz, Špitalič Rataj Ermin, Trofin Richter Jakob, St. Nikolai bei Oberburg Rojko Josef, Kötsch Rudolf Branko, Gonobitz Sever Josef, Wien Škerjanc Felix, St. Ruprecht W.-B. Soršak Viktor, Ponigl Stergaršek Anton, Savna Peč Strmšek Vekoslav, St. Peter i. B. Šegula Franz, Klappendorf (Šegula Konrad, St. Anton W.-B. Šerbela Anton, Marburg Ulaga Thomas, Bruck a/M. Valentan Michael, Trestcrnitz Verstovšek Boris, Marburg Voglžr Vladimir, Troppau, Schlesien Voršič Josef, Marburg Zafošnik Gregor, Unter-Neuciorf Žolnir Oskar, Maxau Žunkovič Bogomir, St Margareten Žunkovič Vladimir, Na-raplc Bračič Vera, St. Veit b. Montpreis, Priv. Pipuš Mara, Marburg, Priv. Rosina Tatjana, Marburg, Priv. (Zemljič Maric, Cirkovce, Priv.) (Žunkovič Philippine, Pettau, Priv.) IV. Klasse A (37) A ich er Karl, Marburg Buchta Franz, Wien (Družovic Franz, Heudorf) Fischer Franz, Marburg Frangesch Viktor, Marburg Gert Gustav, Lembach ♦Graf Wilfried, Hz Grobeljnik Otmar, Weitenstein Gustin Josef, Tschernembl, Krain H e m pel Karl, Zirkniiz Huschak Artur, Kolomea, Galizien Jantscher Hubert, Graz Juterschnik Anton, Marburg (Kiffer Johann, Marburg) Klingberg Josef, Marburg Klobassa Erich, Graz ♦KoroschetzFranz.Windisch-graz Kotzbeck Albert, Marburg Lach Matthias, Warasdin in Kroatien Leinschitz Franz, Marburg Lovrec Rudolf, Marburg ♦Mahnert Hermann, Mahrenberg Maichen Martin. Brunndorf ♦Matauschek Franz, Marburg Mauczka Erwin,Tarvis,Kämt. Perme Josel, Marburg Potočnik Max, Marburg Pungarschek Viktor, Win-dischgraz *Puschmann Ernst, Planina in Krain Rop Felix, Marburg Sadu Arnold, St. Egydi W.-B. ♦Schmidt Alfred, Wien ♦Simonič Anton, Gonobitz Trojner Martin, Knrtschowin Twickel Heinrich, Freiherr v., Kartschowin b. Marburg ♦Vatovec Franz, Gradiška, Küstenland Zöhrer Josef, Marburg IV. Klasse B (10). Ašič Max, Kopreinitz Avsenak Franz, Lichtenwald Berlic Leo, Görz, Küstenland ♦Cajnkar Stanislaus, Savci ♦Časi Franz, Podhom Dijak Alois, Luttenberg Držečnik Josef, Arlberg ♦Janžekovič Johann, Per-venzen ♦Jug Vinzenz, St Nikolai Koje Martin, Polstrau Košenina Josef, Marburg Lamut Karl, Tepina Lovrec Friedrich, Olimje Ozimič Wilhelm, Graz ♦Peitier Alois, Kumen Porekar Viktor, Hum Preac Josef, Moschganzen Pribožič Peter, Raztez Pu Čelik Friedrich, Marburg Rosina Fedor, Marburg Schneider Josef, Zescndorf Stoklas Alfons. Leskovec Strašek Karl, Peilenstcin f Stupa n Bogomir, Cilli ♦Šijanec Franz, Pöltschach Tlplič Adolf, St. Leonhard W.-B. Tirš Ignaz, Nassau Tomanič Johann, Marburg Tomažič Anton, Görz, Küstenland ♦Tominšek Theodor, Krain-burg, Krain Turk Raimund, Marburg Uranker Alois, Marburg Veselko Max, Donawitz bei Leoben Voglar Srečko, Troppau, Schlesien Vogrin Josef, Zogendorf Vrečko Jakob, Ponigl Vrečko Rudolf, Schönstein Vrhnjak Vinzenz, Pameče Žal ar Alois, Grabendorf Živko Alois, St. Martin am Bacher V. Klasse A (41). Bartošek Norbert, Mahron-berg Bauman Johann, St. Egydi W.-B. Bedjanlč Vratislav, Sarajevo Clodi Emil, Sarajevo Čeh Karl, Hl. Dreifaltigkeit Draxler Albin, Marburg Ferlan Alois, Marburg Hempel Werner, Fröndenberg in Preußen Hermanko Josef, Marburg Kaspar Eduard, Marburg Kießner Karl, Wien, N.-ö. f Logar Vladimir, Heidenschaft, Küstenland Meglič Franz, Graz f Montag Karl, Brunn a. Gebirge in N.-Ö. Nadler Franz, Tarnow in Galizien Nasko Karl, Marburg Pečovnik Konrad, Rottenberg | ♦Podgoršek Anton, Ponigl Porekar Zyrill, Hum b. Friedau Radšel Franz, Pameče f ♦Razboršek Johann, Roßwein Re mm Wilhelm, Marburg Repič Franz, Kutinci f Rupnik Karl, Mahrenberg Serajnik Domitian, Friedau f Serajnik Franz, Grabe Sigl Johann, Marburg Simonič Johann, Werstje Skale Franz, Žiče | Slodnjak Anton, Bodkovci Sluga Franz, Mostec f Soršak Vladimir, Nikolsdorf, Tirol Štruc Miroslav, Windischgraz (Toš Franz, Brengova) Trstenjak Boris, Friedau f Večerjovič Martin, Oslušovci Voršič Franz, Marburg j Vrbnjak Alois, Kreuzdorf (Weran Franz, Hinterstein N.-ö) (Zidar Milovan, Nova Cerkev) Žolnir Josef, Maxau V. Klasse B (39+2) Babšek Franz, Podboč j-Črnko August, Lembach D o m a j n k o Josef, Loče Drofenik Ferdinand,St.Peter b. Königsberg f Eck hei von, Hugo, Schloß Gutenhaag Erker Ludwig, Lichtenwald f Godec Božidar, Hrastje Grmovšek Felix, Peilenstein Horvat Stefan, Ober-Jabling f Jager Karl, Franzensfeste, Tirol K a r b a Josef, Wien, N,-Ö, Kaukler Miroslav, Krčevina bei Pettau Kol bl Alois, Staragora j Kralj Vladimir, Cilli Kristan Boris, Friedau Lah Stanislaus, St. Nikolai b. Friedau Lašič Johann, Polstrau f Lorger Rudolf, Kartschowin Mojzer Anton, St. Lorenzen am Draufeld (Ne in ec Josef, Podgora, Küstenland) Obersne Alois, Devina Obran Adolf, Dolena Ostrc Alois, Kokoriči Padovnik Josef, Ober-Heudorf Peče Bogomir, Črnagora ♦Schinne rer Paul,Wien, N.-Ö. Sernetz Waldemar, Leibnitz Souveiit Eugen, St. Peter b. Graz Spitz Karl, Görz, Küstenland Stular Dušan, Triest, Küstenland, a. o. (von Teuchert Freiherr Friedrich, Graz) T re dl Erwin,Heudorf,Wiirttem berg Ullaga Karl, Marburg Verhovšek Adalbert, Brunndorf Voglär Bogumil, Wien. N.-Ö. ♦Waldhaus Karl, Marburg Weiler Ferdinand, Marburg Wögerer Hermann, Marburg Zöhrer Friedrich, Rotwein Dietinger Angela, Marburg, Priv. Leskovar Berta, Dolnja Tuzla in Bosnien, Priv. VI. Klasse (42+2). Antolovič Johann, Mihalo-vec •)• Bezjak Josef, Samuschen f Bruck Anton, Pettau F ranz Ernst, Ponigl f Gajšek Karl, Gonobltz f Glatz Alois, Kl St. Paul, Kärnten j Heric Franz, Wogrischofzen f Kautzner Josef, Sagrado in Küstenland Koss Hans, Voitsberg j ♦Kovačič Peter, Kellerdorf Krajnc Josef, Špitalič f KrambergerFranz.St Urban bei Pettau Kronasser Walter, Pettaü Kšela Josef, Wollachnetzen Loew Wilhelm, Agram, Kroatien ♦Matzl Guido, Pettau Merčun Ludwig, Mannsburg, Krain Meško Josef, Lahonetz Miglič Emil, Relfnig f Mikša Stefan, Križovljan, Kroatien f Mohar Franz, Lienz, Tirol f (Nasko Rudolf, Papa, Ungarn) Pliberšek Johann, Mlače f Prebevšek Alois, Rann f Radies von, Friedrich, Marburg Richter Ludwig, Graz Rosina Igor, Luttenberg Schauritsch Friedrich, Marburg Schilder Gustav, Trzynietz, Schlesien Spitz Richard, Görz, Küsten • Š e d i v y Johann, Linz, O.-ö. Šijanec Anton, Janndorf f Štancer Ludwig, Jahring-berg f Tikvič Alois, Oblaček f Vertovšek Felix, Drachenburg f Vogl Ludwig, St. Johann b. Herberstein Weiß Renatus, Marburg f Wernhart Franz, Brunndorf (W u g a Franz, Leitersberg f) Zidanšek Jakob, Špitalič f Zollneritsch Josef, Brunndorf f Zorec Franz, Partin f Grill Marie, Klamm, N.-Ö., Priv. S c a 1 e 11 a r i Nora,Görz, Küstenland, Priv. VII. Klasse (51+1) Bauer Albert, Budapest, Ungarn j Berdnik Franz, Rann b. Pettau f Breznik Franz, Oberiswanzen Brunner Ferdinand, Vordern-berg f Čiček Franz, Wochau f Engelhart Ötto, Mauritzen t Erker Johann, Lichtenwald f ♦Fischer Ernst, Hölldorf bei Pöltschach Gassenburger Stefan, Podova f Goričan Franz, Selo bei Franz f Jettmar Emil, Ritter von, Marburg f Kalb Max, Pettau f Kaukler Johann, Karčevina f Kavčič Alois, Gairach f Keif 1 Gustav, Cilli f K e r w i n a Franz, Unter-Loitsch, Krain f ♦König Hermann, Gottschee in Krain “'•'Koprivnik Ivan, Vordern-berg Koser Tugomer, Pettau f Kovacs Stephan, Murasentes, Ungarn j Kralj Andreas, St. Georgen a. S.-B. f Krauß Reinhold, Marburg f Kurzmann Oskar, Marburg f Leskoschek Franz,Marburg f Lesnika Roman, St. Anna a. Kiiechenberg f Lut mann Stanislaus, Triest, Kiisienland f Medvešek Matthias, Ober-Friesach bei Lichtenwald j Moškon Stanislaus, Cilli Pavalec Johann, St. Georgen W.-B. f Peče Johann, Marburg Pelko Josef, Wien f Pernuš Vladimir, Laibach f Radanovič Anton, Rann f ♦Ramšak Adolf, Skalis Rožič Franz, Brunndorf f Sattler Johann, Krčevine f Schedivy Franz, Marburg j Schwab Franz, Leitmeritz, Böhmen Š am perl Zyrill, Kerschbach f Stabej Josef, Preloge, a. o. Stefanciosa Franz, St. Florian f Stumpf Ludwig, Kraljevci f Sturm Paul, Iswanzen f Trogar Rudolf, Ravne bei Schönstein f Vauda Wo, Wernsee f Verlič Franz, Lichtenwald •(• Vimpolšek Alois, St. Leonhard f Vokač Otto, Brunndorf y Weber Lothar, Wien f *Wohlkönig Ludwig, Marburg f Zmork Richard, Mahrenberg j ♦Tominšek Helene, Krain-burg, Krain, Priv. VIII. Klasse (30-1-4) Borghi Robert, Triest j Cafuta Anton, Skorišnjak f ♦Cajn karThomas,Lichtenwald Drev Johann, St. Martin a. d. Pack f Gitschthaler Johann, Villach, Kärnten j Granfola Johann, Rottmann f Grebenšek Johann, Schönstein f Hauser Viktor, Klagenfurt f Heiser Friedrich, St. Sulpice, Schweiz f (Horvat Josef, Oslušovcl bei Friedau) j-(Hödl Josef, Abstall) f Jazbinäek Franz, Laakdorf ) Kalin Karl, Pontafel, Kifrntenf (Kaučič Jakob, Pfefferberg) f Kralj Josef, Wöllan •)• Lovrec Franz, Olimje f Mihalič Boris, Luttenberg f Osterc Anton, Wantscheu f Pa)k Michael, Lichtenwald f Pfritner Gerhard, Marburg f Prelog Karl, Slabotinzen f (Schrott Johann, Marburg) f (Sevnik Michael, Kapellen) f *Stanek Alois, Cilli f (Steinklauber Vinzenz, Graz) -|-TWickel Hubert, Freiherr von, Kartschowin b. Marburg f Winterhalter Josef, Marburg f Witzmann Rudolf, Reifnig + Zemljič Anton, Fichenberg f Zöhrer Wilhelm, Rotwein f (Kal i ster Wanda, Planina, Krain, Priv.) *Krenn Auguste, Marburg, Priv. Krtwanek Marie, Marburg, Priv. ♦Stadtherr Marie, Triest, Küstenland, Priv. XI. Statistik der Schüler. XI. Statistik der Schüler. ' K 1 a s s e II. | ~ III. 1. Zahl. a b a b 1 a L » a) Zu Ende 1915/16 .... 19 6 34 2 41 1 52 5 42 2 42 J b) Zu Anfang 1916/17 . . 40 10 53 4 209 27 2 36 2 50 5 | Während des Schuljahres ein- getreten 2 1 2 1 1 1 2 — c) Im ganzen also aufgenom- 9 men 42 io 54 4 22 28 3 374 50 5 Darunter: Neu aufgenommen, und zwar aufgestiegen . 41 10 52" 2, 31 — i 4 Repetenten — — 1 1 i — Wieder aufgenommen, u. zw. aufgestiegen — — * lü7 24 2 34 1 46 5 Repetenten oder freiwillig wiederholend 1 2 4 1 — 21 — d) Während des Schuljahres ausgetreten 6 42 1 4 — 22 Schülerzahl zu Ende 1916/17: öffentliche 36 50 21 24 37 48 Prlvatisten — — 3 — 2 Privatistinnen 10 2 6 3 2 3 Außerordentliche ... — — — — — — Summe . 36 i« 50 2 21 9 24 * 37 4 4«a 2. Geburtsort (Vaterland). Marburg . 142 7 53 4 11 82 Steiermark (außer Marburg) . 12 3 34 8 2 15 2 15 37 l Böhmen 1 — 1 1 — Bosnien — — — — 1 — Bukowina 2 _ — — 1 Deutsches Reich — — — — Galizien _ l — 1 — — Istrien — 2 — — 1 1 — Kärnten 2 — 1 — — — Krain 1 3i 2 11 1 1 Kroatien 1 — — — — — Küstenland 2' 4 1 3 1 1 Mähren — — — — 1 — Niederösterreich _ 2 — 42 — 3 Oberösterreich — V— — — — — Schlesien — — — — — 1 Tirol I 1 — — 1 — Türkei 1 — — — — — Ungarn — — — — 2 I — Summe 36 m 50 2 21 » 24» 374 48 3 3. Muttersprache. Deutsch 34 9 — 20 9 1 32 3 Slowenisch 1 50 2 1 23 3 2 48 3 Italienisch 1 1 — — — 21 — Kroatisch — — — — 1 Summe 36 io 50 2 21 9 24 3 37 4 48 3 4. Religionsbekenntnis. Römisch-katholisch 34 7 50 2 177 24 3 32 2 48 3 Evang., Augsb. Konfession 2 — 32 — 5 2 — Mosaisch 1 1 — 1 . _ Griechisch-orthodox 1 — — — — — Summe 36 io 50 2 | 21 9 | 24 3 | 37 4 48 3 Die Indexzahlen beziehen sich auf Prlvatisten, respektive Prlvatistinnen. *) Illevoll 1 a o Schüler, Klasse IV. V. VI. VII. | VIII. a b a b a [ b l_ /.usammen 29 3 60 2 28 2 30 2 31 2 | 34 25 4 82 475- f 33 37 40 39 36 2’ 32 2 31 2 75 451- H3 — — 22 2 1 10 19 22 1* 62+7 * 37 40 41 2 38 3* 42 2 50 2* 29 6* 51 „+50 2 1 1 1 — — — 2 107- ft8 35 37 33 2 32 2 41 2 50 2 29 4 377+27 — 2 7 5i 1 — — 24+3 2 — 4 2 2 — 52 32+6 35 40 37 36 40 50 24 478 — — 2 — — 7 — — — 2 2 1 3 34 — — — 1 — 1 1 3 35 40 37 2 36 35 40 2 50 2 24 4* 478+14 ** 13 6 7 4 1 3 6 22 90- f-10 14 30 231 25 28 35 i* 171* 293- -12 8 — — 2 — — 1 — 6 — — l _ l — — 1 1- 2- 1- -1 -1 -1 1 — 1 1 — — — 4- -I — — — — — 3- 1 1 — — — 1 — 3 7- 1 2 1 — — 1 3 1 — 16- -3 1 — — — 2 — — 4 1 2 1 1 1* 2 1 1 1 1 20+5 * 1 2 2 3 1 1 1 2 — 16+5 2 — 1 — — 1 — — 3 _ z 1 1 1 — — 4+2 1 — — — — 2 — 4+1 35 40 37 2 36 3* 10 2 50 2* 24 178+44 *» 34 — 121 12 1 182 20 104' 193- 29 1 40 24 i 24 2« 22 30 2* 14 280- 131 —- — — — — 3- 2 — 1 — — — 2 35 40 37 2 36 3* 10 2 50 2* 24 4* 478+44 32 40 37 1 32 3* 87 2 46 2* 23 4* 452-4 -36 ** 2 — 1 3 1 4 1 19- -7 1 — — 1 2 — — 6- 1 — — — — — 1 35 **) 3 a. o 40 Schüler. 37 2 36 3" 40 2 !>0 2* 24 41 | 478+44 ** —. .. ■ K 1 s s e - ■ ■ ' I. II. III. 5. Lebensalter. a b n b 1 a b 11 Jahre . . . 55 4 12 . 13 , 14 , is . :; 16 . 17 . 18 , 19 . 20 . 21 . 22 . 23 . und mehr . . . 18 4 81 4 1 92 15 14 6 2 7 i 74 6 2 1 2 5 52 8 i 6 - 12 9 i 7 1 9 2 4 i 16 1 151 8 4 1 E # — — Summe . . . 36 io 50 2 21 9 24 3 37 4 48 3 6. Nach dem Wohnorte der Eltern. Ortsangehörige Auswärtige 25 9 11 1 142 36 11 S 104 62 18 1 22 3 151 13 3 35 Summe . . 36 io 50 2 21 9 24 3 37 4 48 3 7. Klassifikation. a) zu Ende des Schuljahres 1916/17: 5 I. Vorzüglich geeignet ja II. Geeignet ji III. Im allgemeinen geeignet S IV. Nicht geeignet . . . V. Die Bewilligung z. Wiederholungsprüfung erhielten VI. Ungeprüft blieben . . . VII. Außerordentliche Schiller 56 172 21 11 i 1 13 21 5 8 3 _ 2 23 13 r. 1 2 2 1 1 3 142 2 5 _ 1 8 23 2 5i 1 i 4 33 3 7 4 Summe . 36 io 50 2 21 9 24 3 37 4 48 3 b) Nachtrag zum Schuljahre 1915/16: Wiederholungsprüfungen waren bewilligt ... Entsprochen haben . . Nicht entsprochen haben (oder nicht erschienen sind) Nachtragsprüfungen waren bewilligt . Entsprochen haben .... Nicht entsprochen haben . Nicht erschienen sind . 1 1 I 1 4 4 2 2 4 4 1 1 1 I — 2 _ 2 3 1 1 1 Darnach ist das Endergebnis 1915/16: Zum Aufsteigen in die nächste Klasse waren: I. Vorz.geeign.(m.vorz.Erf.) II. Geeignet III. Im allgemeinen geeignet IV. Nicht geeignet i Ungeprüft blieben .... | 3 3 13 2 1 3 6 i 14 6 7 1 1 6 241 3 6 2 1 4 41 5 3 3 1 5 26 8 32 12 25 3 2 Summe . || 196 34 2 | 41 1 | 52 5 42 2 42 iv. vi. VII. VIII. Zusammen 39—7 51—8 69—5 68—4 42 49—3 57—1 62 40 2 24 4* ! 478+44 37 2 478+44 22 121 18 1 22+1 59+7 42 478- 151 61+8 6--1 3--2 55--5 32 172 275+16 30—1 41—5 57—5 475+33 K 1 a s s e M OpIHIpicttincrpn Hai* ^rhTtlAr I. II. III. O« UtlUlLlalllllgLIl Uti JCIIUILI 1916/17: a b a b a b a) Das Schulgeld haben gezahlt: im I. Semester 28 23 17 7 12 11 im 11. Semester 27 20 21 10 15 17 Zur Häufte befreit waren: im I. Semester im II. Semester Ganz befreit waren: im I. Semester 19 33 11 22 27 44 im II. Semester 19 35 9 17 24 36 Schulgeldpflichtige waren cinge- geriiekt • Das Schulgeld betrug im ganzen: im I. Semester K 840 690 510 210 360 330 im II. Semester K 810 600 630 300 150 510 Zusammen , . 1650 1290 1140 510 810 840 b) Die Aufnahmstaxen betrugen: 210- - 23940 4-20 10-80 840 10 80 die Lehrmittelbeiträge betrugen : 202- 114-— 56 — 50-— 76 — 104 — die Taxen für Zeugnisduplikate betrugen: — •— —•— —-— Summe . . 412-— 353 40 60 20 60'80 84 40 114-80 9. Besuch des Unterrichtes In den nichtobligaten Gegenständen. Slowenische Sprache . I. Kurs 104 II. Kurs — — 61 — 6 III. Kurs — — — — — Französische Sprache . I. Kurs 11. Kurs — — — -- — — Gesang I.a-Klasse 22 5 — — — 1 b-Klasse — 30 2 — — — H.a-Klasse — — 42 — H.b-Klasse — —‘ — 17 2 III. u. IV.a-Klasse — — — — 12 III. u. IV.b-KIasse — — — — 25 3 Obergymnasium — - — — — — Deutsche Stenographie I.a-Kurs — — — — — — I.b-Kurs — -- — — — — II. Kurs — — — — — — Italienische Sprache — — — _ — — Darstellende Geometrie .... — — — — — — Steiermärkische Geschichte . . . — — — — — — K lasse IV. V r. VI. VII. VIII. Zusammen a b a b 10 3'/« 15 12 9 3 6 15672 16 16Vl> 1 17 15 10 5 6 1951/2 27 1 36 24 29 34 38 20 384 19 22 21 25 29 36 16 308 1 2 5 11 5 24 300 105 450 360 270 90 180 4.705 K 480 495 510 450 300 150 180 5.855 K 780 600 960 810 570 210 360 10.560 K 810 4-20 120 4 20 4-20 508 80 K 68 — 76- - 80- 80 — 86 — 102 — 62-— 1.156'— K —■ — —■ 4 — 4 — 4 — 8 — io-— 30 — K 76-40 8C-20 88-20 88 20 90-— 110-— 76-20 1794-80 K 10+4 — — — — —■ — 124-1 4 — — — 1 — — 5 3 1 4 3 1 12 1 1 4 4 i _ l 2 1 13+2 — — — — — — — 22—| 5 30-f 2 A O — — — — 4 | l 174 2 7 — — _ 19 — 24 — — — — — 49+3 — — 13 8 6 1 — 28 18 — 5 2 25 — 30 — 4 — — — 34 — — 3 61 4 _ l — 13+2 — 14 — I 1 1 1 — 16+2 — — 2 4 3 - — 9 15 13 - — — — — 28 XII. Einige normative Erlässe. 1. (Allerhöchste Gedenk- und Festtage.) Als Schulfest-und Ferialtage haben von nun an zu gelten: Der 4. November zur Feier des Namensfestes Seiner Majestät des Kaisers, der 27. April zur Feier des Namensfestes und der 9. Mai zur Feier des Geburtsfestes Ihrer Majestät der Kaiserin. (Das Geburtsfest Seiner Majestät des Kaisers, 17. August, fällt in die Hauptferien.) (Verordn.-Bl. des steierm. Landesschulrates 1917, Nr. 27.) 2. (Sprachliche Reorganisation der utraquistischen Parallelklassen an unserem Gymnasiu m.) Das k. k. Ministerium für Kultus und Unterricht hat mit dem Erlasse vom 5. September 1916, Z. 27.202, der in den letztabgelaufenen beiden Schuljahren an den utraquistischen Parallelklassen probeweise eingeführten sprachlichen Reorganisation dauernde Geltung verliehen. Sonach istf der Mathematikunterricht in beiden Semestern, der Lateinunterricht mindestens im zweiten Semester der IV. Klasse in deutscher, dagegen der Unterricht in der Geographie der I., sowie jener in der Naturgeschichte der I. und II. Klasse in slowenischer Sprache zu erteilen. (Steierm. Landesschulrat 25. Sept. 1916, Z. 31®?i.) Siehe oben S. 25—26. 16 3. (Z i v i 1 k 1 e i d u n g für eingerückte, zum Schulbesuche beurlaubte Mittelschüler.) Das k. u. k. Kriegsministerium hat mit Erlasse vom 10. Februar 1917, Abt. 2., W. Nr. 1511, verfügt, daß alle Einjährig-Freiwilligen, Einjährig-Freiwilligen-Aspiranten und Landsturmpflichtigen mit Einjährig-Freiwilligen-Armstreifen, die während einer Beurlaubung zu Studienzwecken am Unterrichte an Mittelschulen teilnehmen, während dieser Beurlaubung Zivilkleider zu tragen haben. 4. (Sprachgebrauch bei der militärischen J\igendvor-bereitung.) Mit dem Erlasse vom 6. März 1917, Z. 3789 ex 1916, hat das k. k. Ministerium für Kultus und Unterricht darauf aufmerksam gemacht, daß bei allen Übungen, bei denen militärische Kommanden und Fachausdrücke zur Anwendung kommen, diese in genauer Übereinstimmung mit den militärischen Vorschriften und in der Dienstsprache des Heeres zu gebrauchen sind. Es sind daher auch an Schulen mit anderer Unterrichtsprache als der deutschen die bei den militärischen Übungen vorkommenden Kommanden und Fachausdrücke, ebenso wie dies beim Schießunterrichte schon eingeführt ist, in der deutschen als der Dienstsprachc des Heeres anzuwenden. Doch sind diese Kommanden und Fachausdrücke den Schülern in der Unterrichtssprache zu erklären, in welcher auch alle sonstigen, bei den Übungen nötigen Erläuterungen und Unterweisungen zu erteilen sind. XIII. Schule und Haus. Darüber gilt das im Vorjahre Gesagte: Der Verkehr zwischen Schule und Haus war ein äußerst lebhafter. Weil die außerordentlichen Verhältnisse ununterbrochen neue Fragen aufrollten, deren Lösung oft in kurzer Frist erheischt wurde, holten sich die Angehörigen Rat und Hilfe bei der Schule. Auch die ehemaligen, zumal eingerückten Schüler nahmen in ihrer Bedrängnis oft zur Schule Zuflucht. Die Direktion selbst wurde zu einer Art Auskunftstelle in militärischen lind Studienangelegenheiten, nicht bloß für die eigenen, sondern aucli für fremde Jünglinge. Erfolgreich war die Heranziehung der Schuljugend zur Förderung von Wohltätigkeits- und patriotischen Unternehmungen. Die Schüler trugen die Agitation von Haus zu Haus, setzten es bei den Ihrigen durch, daß trotz der Schwere der Zeiten immer noch Beiträge gespendet wurden, und verstanden es namentlich bei den Kriegsanleihen, die Eltern zur Bewilligung der Zeichnung zu gewinnen. Die Voraussetzung zu alledem bildete das Vertrauen der Elternschaft zur Schule. XIV. Kundmachung über den Beginn des Schuljahres 1917/18. 1. Die Aufnahmsprüfungen in die erste Klasse finden im Herbsttermin am 15. September von 10 Uhr an statt, die Einschreibungen hieran, schriftlich oder persönlich, bis zum 14. September. — Die am 2. Juli bereits Aufgenommenen erscheinen zum Schulbeginne, am 18. September. 2. Die Nachtragsprüfungen am 16. September, die Wiederholungsprüfungen am 17. September, jedesmal von 8 Uhr an. 3. Die allgemeine Aufnahme der bisherigen Schüler am 17. September um 4 Uhr. 4. Neueintreten de Schüler anderer Gymnasien melden sich am 17. September um 10 Uhr in der Direktionskanzlei. 5. Am 18. September feierliches Hochamt als Schuljahresbeginn. — Alle diese Anordnungen gelten nur auf Widerruf. Anmerkung. Näheres siehe auf der schwarzen Tafel im derzeitigen Schulgebäude, Elisabethstraße 16. Oznanilo o začetku šolskega leta 1917/18. 1. Sprejemni izpiti za prvi razred bodo v jeseni dne 15. septembra od 10. ure dalje; vpisati za nje se je treba, pismeno ali osebno, do 14. septembra. — Učenci, ki so bili 2. julija sprejeti, se oglasijo 18. septembra. 2. Dodatni izpiti bodo dne 16., ponavljalni dne 17. septembra od 8. ure dalje. 3. Sprejem dosedanjih učencev bo 17. septembra od 4. ure dalje. 4. Novovstopajoči dijaki drugih gimnazij se javijo pri ravnateljstvu dne 17. sept. ob 10. uri. 5. Dne 18.sept.se šolsko leto otovri s slovesno službo božjo. — Vse te naredbe veljajo le do preklica. Opomba. Podrobni podatki so na črni deski v sedanjem šolskem poslopju (Elisabethstraße 16) razvidni. INDEX. (Nach den Seitenzahlen ) Allerhöchste Gedenk- und Festtage 54 Ausflüge.............................. 42 Boroevlč, Generaloberst.................10 Chronik des Schuljahres..................3 ff. Druckkosten ............................ 3 Erlässe, normative......................54 Erzherzog Eugen, Feldmarschall 9—11 Feldarbeitenurlaube . .18,41—42 Franz Josef I. +................4—8 Freie Gegenstände ...................26—29 Gymnasialacker......................18, 41 Gymnasialgebäude........................11 Gymnasialkompagnie . . . 40—41 Haus und Schule.........................54 Knabenseminar...........................37 Körperliche Ausbildung . . .39—42 Kriegsanleihen ..... 18 Kundmachung. Schulbeginn . . . . 55 Lehrbücher..............................29 Lehrkörper, die Einberufenen . 11—12 Veränderungen.............20—21 Ernennungen u. Auszeichnungen . 21 Stand im Schuljahre 1916/17 . 21—24 Lehrmittelsammlungen . .33-34 Lehrplan, Lehrverfassung . . .25 — 29 Lektüre, absolvierte ... 29—31 Matura...............................37—39 Dr. Medved, Trauerrede (f Franz Josef 1.)........................5—7 Abschiedsrede an die einberufenen Studierenden............12—14 Auszeichnung . . 21 Militärische Einberufungen 1 lf— 14 Militärische Übungen....................40 Musikalische Übungen. . . .28 Obligate Gegenstände . .25 Opfertage.........................15 Oznanilo..........................55 Parallelklassen, utraquistische, Reorganisation....... 25—26, 54 Patriotische Betätigung. . .14—19 Pflichtgegenstände................25 Pilzsammlung......................17 Preisschießen ................... 41 Regierungsantritt Kaiser Karl I. 8 Reifeprüfungen.................37—39 Religiöse Übungen.................19 Schießunterricht............40—41 Schülerverzeichnis.............42—46 S o 1 d a t e n t a g, dritter....16 Sprachgebrauch bei militärischen Jugendiibungen ..... .54 Stammklassen, Lehrplan............25 Statistik der Schüler . . . .47—53 Steiermärkische Geschichte. 29 Stipendien .......................37 Studienurlaube.................12—14 Theatervorstellung................18 Themen zu den schriftlichbn Aufgaben ................... 31—32 Themen zu den Sprech- und Rede- tibungen...................32—33 Dr. Tominšek Josef, Ansprache (f Franz Josef I.)..........7—8 Auszeichnung..................21 Turnunterricht . . . . . . 39—40 Unterstützungswesen . . .34—37 Zivilkleidung der studienbeurlaubten einberufenen Schüler . . .54