.'-.-' Erscheint ^iMtü g und Freitag. X. glcdltltion: Stadt, N, Markt Nr. 220, 3. St. Expedition: Rann Haus-Nr. !9U, I,! Mal « tr„ ? Mal 8 tr, 3 Mal IN kr. Insertions« stcmpcl jede« Ma l 3« kr. Verlag und Druck von I . Vlasnik. I. Jahrgang. Abonnement für Lailach: ganzjährig 5 fl. — kr. halbjährig 2 „ 5N „ »ierlcljiihrig! „ 25 „ Durch die Post: ganzjährig S fl. 4« kr. halbjährig 3 „ 20 „ »ierteljährig I „ ?U „ Einzelne Exemplare kosten 5 Nkr. Zeitschrift für vaterläudischt Intercfscil. Verantwortlicher Redakteur: (Manuskripte werden nicht zurückgesendet.) P. v. Rabies. Laib ach am 15. August 1865. M 65. Dumme Briefe. m. Von V. Vor wenigen Tagen spielte uns Jemand ein Büchlein in die Hände, welches den Titel führt: „Uätava wruirsks äruZd« IjlidlansKs«, auf gut deutsch: Verfassung „des Laibacher TmnierVeremes." Was für Gedanken uns nach Durchlesung dieses imposanten Titels be­glichen haben, könnten die verehrten Leser des „li-i^lav " wohl selbst sehr leicht errathen; wir wollen sie jedoch dieser, wenn auch kleinen Mühe überheben und dieselben als einen kleinen Beitrag zur Geschichte unserer Tage im „INßlav« zum ewigen Andenken niederlegen. Wir fühlten uns plötzlich in das Zeitalter der Turnier e versetzt, welche wir bisher nur aus Beschreibungen kannten. Welche Freude wurde daher in unserm Herzen durch die Ankündigung wachgerufen, daß in Laibach ein Turnier­verein offenbar zu dem Zwecke gebildet wurde, um dessen glücklichen Be­wohnern die mittelalterlichen Turnierspiele leibhaft vor die Augen zu füh­ren. Diese Freude trübte uns jedoch die Erwägung, wie in unserer kleinen Hauptstadt, wo man bereits so manches, was noch gar nicht ge­dacht wurde, als Thatsache ausposaunet, der entstandene Turnierverein sich im Stillen bilden, konstituiren und mit gedruckten slovenischen Statuten vor die Welt habe treten können, ohne daß wi r einen Laut davon früher vernommen hatten. An die Unwahrscheinlichkeit der Annahme eines solchen Vereines ließ uns die offene Thatsache glauben, daß derselbe bisher noch kein Lebenszeichen von sich gegeben habe. Wir hatten somit nichts Eili­geres zu thun, als uns nach dem Jahre, von welchem der Druck der genannten Ilgtava, sich datiere, umzusehen. Zu unserm Leidwesen fanden wir auf der Broschüre die Jahreszahl des Druckes nicht. Dies führte uns zur Vermuthung, dieser Turnierverein sei erst in der Bildung begriffen und die genannte „Dstava," nur ein als Manuskript gedruckt« ««^«««f, »<«^ rüber die Männer der mittelalterlichen Bildung berathen wollen, bevor sie damit vor die Öffentlichkeit mit der Einladung zum Veitrite in den­selben treten. Ehe wir uns jedoch dieser Vermuthung ganz Hingaben, schauten wir uns noch nach den jedem Druckwerke nothwendigen Förm­lichkeiten um, wir meinen den Druckort, Buchdrucker und Verleger. Und da fanden wir auf der letzten Seite unter dem Striche folgende zwei mit Petit-Lettern gedruckte Zeilen: ,,^a.ti8mla Nae« L. Tleinrüg^sr & ^. Lamdsr-A v I^ndljani. Xa1o2i1a IjndljÄU^Z, wruii-sl^a äruLda". Die verehrten Lefer wollen uns die Uebersetzung dieser leichtverständlichen Zeilen freundlichst erlassen, wir aber gestehen, daß uns dieselben die ge­hegte Vermuthung nicht erschütterten. Da fielen uns zwei mit fetten Let« tern gedruckte Zeilen auf, die also lauten: «8t. 1551/p. ^otei^ano! 06, o. K. äeHslneAa preä8eäliji8tva v I^udljain 25. ä«,u Ze^tLui- Feuilleton. Johann weikhard «freiherr uc>n Mlnajor. Geschildert durch P. v. Radics. (Fortsetzung.) Nachdem ihm — wie wir eben gehört — von anderer Seite in seinem großen Unternehmen so wenig Unterstützung geworden, mußte er selbst überall zur Stelle sein, wo es etwas Merk- und Denkwürdiges zu erforschen und zu bewahren gab. Er reiste bei 30 Mal durch den Aßlinger Boden. Vorzüglich waren es die zahlreichen Grotten und Seen Unter- und Innerkrains, die er alle selbst besuchte und erforschte. Am Urainersee in Unterkrain (bei Tarischendorf, am Flusse Neyring — auch Mirna genannt —) stieg er auf die Felsen und sah bei Fackelschein in den im Berg befindlichen See. Deßgleichen untersuchte er den See bei Kumpale (bei Podpeö in der Nähe Gutenfelds). . Auf Seite 235 des I. Bandes der „Chronik" sehen wir die Abbildung, wie er seine Reisen zu machen pflegte, zu Pferd, begleitet von einem Diener und einem Hunde; dies Thier ist hier bellend dargestellt, weil sich eben die Reisenden vor dem „wie eine Kirche gewölbten Felsen« bei Koste! befinden, von dem ein schönes starkes Echo zurück erschallt. — I n der nun weltberühmten „Adelsberger Grotte" war Valvasor — wie er sagt — so weit vorgedrungen, als keiner vor ihm, hindurch — schreibt er — ist jedoch noch niemand gekommen; in die Kleinhäusler-Grotte (bei Planina) hat er sich nur 7^ Meile hineinbegeben; in die von Lueg war ihm nicht mög­lich, über eine Meile weit vorzudringen. — Das Quecksilberbergwerk 5 dria durchstieg er in seinen Hnuptschachten St. Achatii und St. Bar­bara, nach welchen Besuchen und den von den Werksbeamten eingesendeten Berichten er sofort seine Beschreibung davon machte (I, z>. 410 ff.), wo er auch einen nicht uninteressanten Vergwerksreim über die Entdeckung von ödrill mittheilt. Ueber den wegen seines plötzlichen Verschwindens und Wiedererschei» dra Ista 1863. 8oK1<)i88niF I. r.«, deutsch: „Z. 1551/x. Genehmiget! Vom k. k. Landespräsidium in Laibach am 25. September 1863." Erst diese Zeilen namentlich der 25. September 1863 verbreiteten uns Licht über diese Broschüre. Es war uns nämlich erinnerlich, daß unter diesem Datum zwei TlMl-Vereine in Laibach genehmiget wurden. Wir kamen sonach zur weitern Vermuthung, es dürfte diese Broschüre die Statuten des am selben Tage genehmigten Laibacher (?) Turnvereines enthalten. Ist dies der Fall, kalkulirten wir, so wird es uns denn wohl aus dem Inhalte der besagten Broschüre klar werden. Mit großer Neugierde gien­gen wir demnach sogleich an die Lesung der 20 §.Z. enthaltenden Bro­schüre, deren erster wörtlich also lautet: „Namen tnruirsk e äru2de ^'s: PrilaLuoLt 23, 8puädn, urjsrrja,.« — Jus deutsche richtig übersetzt: „Der Zweck des Turnier ­vereines ist: die Gelegenheit zur Aneiferung und die Anleitung zu einer regelmäßigen Leibesübung". — Wie köstlich nimmt sich gleich dieser §. aus! ? — was dürfte erst kommen! dachten wir. Der Ausdruck „tsle»-ULAa nrjenja," belehrte uns jedoch vollkommen, daß wir die Statuten eines Turn - und nicht eines Turniervereines in Händen haben. Hätte der ruhmvolle Uebersetzer nur einige Zeilen im Wolfischen Wörterbuche höher geschaut, so hätte er unzweifelhaft den wahren sloveni­schen Ausdruck dafür gefunden. Um den verehrten Lesern zu zeigen, in welcher Sprache uns die Statuten des sogenannten „Laibacher Turniervereines" gereicht worden, lassen wir den 2. ß. wörtlich abdrucken; derselbe lautet, wie folgt: „Vstoz) ZpollljLNLinn 18. Istu äopussn, ako ni Kalc ^ossden üaäerLsK 0 pristopa. — Oslsstva Pri 'vaädali pripn8ti turQirsKI 2dor mla­clenösln trläi 2 nL^olr^eneru 18. IstciiQ^ ako Prn8tor na tur­ueMöi (?!) ^ri^uLti, iu äo8ti c»8sd 23, Ka^ar^e nank«, telovÄÄbs iu AOLpoäarjev." Man wird vielleicht erwarten, daß wir diesen §. deutsch wieder geben. Allein dies können wir nicht aus dem einfachen Grunde, weil wir ihn selbst nicht verstehen. Dieser Ausspruch wird manchen sonderbar klingen, namentlich bei dem Umstände, das der citirte §. wirklich kein Wort enthält, welches an die bekannte „Krau^ a spraka" erinnerte, allein wie ein bekannter Mensch durch Anlegung gewisser Klei­dungsstücke sich unkenntlich machen kann, so ist es dem Verfasser vortreff­lich gelungen, den ihm deutsch vorschwebenden Sinn dieses §. durch die Einkleidung in wahrhaft slovenische Worte ganz unverständlich zu machen. — Doch, vielleicht ist dem Verfasser dieser Broschüre nur dieser Satz so mißlungen? Wir wollen nur noch einen §. zum Exempel vorführen. Der 8. Z. lautet wörtlich: „Opravila äruZKe Koäo oPi'avIjoue (ri8uin ts­usa,ti8 anlioi!): a) oä AlavusAa slioäg,; I)) od turuii^eA«, sbora. nens merkwürdigen Zirknitzersee, den schon Torquato Tasso besungen, sagt er, daß in Betreff seiner noch manches werde zu erforschen sein*), aber er habe viel geforscht und untersucht, mehr als Alle, die bisher über ihn geschrieben; er hat ihn auch selbst gezeichnet. Seine besondere Auf­merksamkeit erregten auch die in Unterkrain, besonders in der Gotschee, häusigen Eisgrotten, die er alle genau untersuchte. Bei diesen Besuchen der Grotten und Höhlen gieng unser Forscher nicht oberflächlich zu Werke; er war vielmehr stets bestrebt, so weit und tief in dieselben vorzudringen, wie noch keiner vor ihm, weshalb er es auch nicht scheute, sich in hals­brecherischer Weise hineinzuwagen, auf den „stygischen Gewässern" auf einem Seelentränker allein zu fahren, oder sich an Stricken in noch un» bekannte Tiefen hinabzulassen! Wie Valvasor das schöne Krain forschend durchzog, so that er dies nicht vielleicht in einseitiger Richtung als Topograph, Archäolog und Hi­storiker, nein, der allseitig gebildete Gelehrte zog immer alle Momente des sich hier in noch unberührter Frische und Fülle bietenden Denk- und Wissenswürdigen aus allen Gebieten in den Kreis seiner Betrachtungen. So ist es bald der Mineralog, bald der Oeconom, dann wieder der Tech­niker, dem wir begegnen. I n letzterer Eigenschaft lernen wir in ihm den vorzüglichen Praktikus kennen, aus der Stelle nämlich, wo er uns seinen Plan bewahrt, den zwischen Krain und Kärnten liegenden Loibl-Berg zu durchstechen. Wir lesen nämlich in der Chronik (1,170), daß er (vor etlich wenig Jahren) ein Loch durch den Berg brechen wollte, das bei St. Anna hinein- und bei St. Leonhart hinausgehen sollte; aber die ein­tretende Pest hinderte das Unternehmen. Er verlangte vom Kaiser nur einen ewigen Zoll nebst einiger Beihilfe. „Die (jetzige) Straße (über ') Gin Jahrhundert später schrieb Franz von Steinberg, der in der Nah« des Sees wohnte, ein Buch: Gründliche Nachricht von dem in Inner-Kram gelegenen O^irKniüer-See ,c. Wie nämlich in einem Jahre der An- und Ablauf in diesen See geschiehet: auch jährlich in selbem gefischet, gejaget, gesäet und eiugeärndtet, Heu und Streu eingebracht, wie auch von den darauf Wohnenden die Oeconomie besorgt werden könne. H,»»» 1758. Laybllch bei N. E. Reichardt Wittwe, in 4.°, mit vielen Abbildungen. Dies« Schrift erschien dann 1761 in Grafenhaag in franz. Uebertragung. 27« Anstatt diesen Z. ins deutsche übersetzt zu geben, versichern wir unfern Lesern, daß die erwähnte „Ustava" außer den syntaktischen Fehlern, welche hie und da den Sinn in Unsinn verkehren, auch von so vielen gro­ben grammatikalischen Fehlern strotzt, daß die slovenische Sprache derselben nicht einmal eines Normalschülers von Laibach würdig wäre. Unwill­kührlich drängte sich uns dabei aus leicht erklärlichen Gründen die Frage auf, wer denn der Verfasser dieser Broschüre sein möge. Zu diesem Ende hielten wir in der Stadt eine Umfrage, und erhielten zur Antwort, daß der Uebersetzer des deutschen Originaltextes ein „gewiegter"(!) Slovene sei, welcher sich hiebet der Mithilfe eines als „Sprachgenie" bekannten Nichtslovenen bediente. Wir gratulieren den Herren zu diesem Ruhme, und wünschen ihnen Glück zum erstaunlichen Fortschritte in der sloveni­schen Landessprache. Sollte dies die slovenische Sprache fein, dann wäre es uns erklärlich, wenn der slovenische Landmann kein Begehren hätte, daß slovenisck amtirt werden möge. I m gegebenen Falle müßte es ihm ganz gleichgültig sein, ob die deutsche, französische oder spanische Sprache in Schule und Amt eingeführt wäre, da er keine derselben versteht. Soll die Sprache dieser Broschüre die slovenische Schriftsprache fein, dann müssen wir dagegen im Namen der slavischen Nation, der wir angehören, feierlichen Protest erheben. Noch seien uns einige mit unserer Broschüre im engsten Zusammen» hangestehende Reflexionen gestattet. Der fein sollende „Laibacher Turnierverein" dieser Broschüre, der jedoch nur ein Turnverein ist, nennt sich zum Unterschiede anderer derlei Vereine „Laibacher (?) Turnverein". Will man mit dem Worte „Laibacher" nur den Ort bezeichnen, wo derselbe besteht, so hätten wir dagegen nichts einzuwenden, wenn in Laibach nicht noch ein anderer Turnverein ^n2ni 80K0I) bestände, der somit im nämlichen Sinne auch „Laibacher" Turn­verein ist. Demnach ist obige Bezeichnung zu umfassend, und nach un­serm unmaßgeblichen Dafürhalten hätte der genannte Verein zur Vermei­dung jeder Zweideutigkeit einen Präcisern Namen annehmen sollen, etwa den eines „Laibacher deutschen Turnvereins". Wollte man aber mit obiger Bezeichnung sagen, dieser Verein gehöre der Nation an, die zum größten Theile die Stadt Laibach, welche trotz allen Widerstrebens eine Slovenen­stadt ist und, bleiben wird, bewohnt, dann müssen wir im Namen der flovenischen Bewohner Laibachs und im Hinblicke auf diese „IIstÄva,", die in einer Sprache geschrieben ist, welche von Slovenen nicht verstan­den wird, auch zur Wahrung der Ehre derselben dagegen feierlichst pro­testiren. Daß dieser Verein mit der slavischen Nation nichts zu thun hat, geht aus dem weitern Umstände hervor, daß derselbe überall, wo er unter der flovenischen Landesbevölkerung sich zeigte, als ein Fremder betrachtet wurde, obschon er auch slovenische Lieder hie und dort gesungen haben soll. Nach unserm unmaßgeblichen Dafürhalten hätte sich der gedachte Verein die Uebersetzung seiner Statuten in die sein sollende slovenische Sprache wohl ersparen können, da dieselben von Slovenen nicht verstanden werden, daher auch niemanden anziehen können. dort konnte gemacht werden, es sei nicht der Mühe werth gewesen, über eine so kleine und unwichtige Broschüre so viele Worte zu machen. Daß diese Broschüre klein sei, gestehen wir, allein ob ihrer Kleinheit hätten wir sie keiner Shlbe gewürdiget; daß sie unwichtig wäre, geben wir lei« neswegs zu und dies aus dem einfachen Grunde, weil diese Broschüre den evidenten Beweis liefert, daß es unbedingt nöthig ist, die slovenische Sprache gründlich und schulmäßig zu lernen, und daß es nicht hinreicht sich mit dem wenigen zu begnügen, was man von seiner Amme und am Markte erlernt, will man nämlich nicht bei sich ergebender Gelegenheit trotz des ausgezeichnetsten den Berg) — schreibt er — kostet viel und ereignen sich da im Winter durch die Lavinen viele Unglücke. Der Weg, der jetzt zwei Meilen be­tragt, wäre durch den Berg nur eine halbe Mertelmeile lang". Auch auf die Trockenlegung des Laibacher Moorgrundes war sein Augenmerk gerichtet, und theilt er den bezüglichen Plan des landschaftl. Sekretärs Markoviö ausführlich mit. I n welcher umfassenden Weise Valvasor Grabungen auf Mineralien anstellte, hat er uns ebenfalls überliefert (I, x. 429). Er fand bei Lai­bach (außer dem Carlstadter Thor) bei Auersperg auf dem Berge 81i­vsuoa Kristalle (!), bei Neudorf Achat, bei Lilienberg, Stroblhoff Jaspis, bei Kolowrat im Walde Landeneck bei der Kirche St. Mag­dalena u. f. w. Adlersteine (wie bei Neapel), „davon er viele Hun­dert in andere Länder verschickt", zwischen Laibach und Grünhof Blut ­steine, schönen schwarzen Marmo r („der schönste soviel ihm wis­send") bei Ein öd, andern schwarzen, gelb gesteckt, gestriemt und geädert in der nächsten Umgebung seines Schlosses Wagensberg im Walde Koprivnek! So hatten wir in Umrissen und doch, wie wir glauben, in über­sichtlichem Bilde die TlMgkeit des vorzüglichen Mannes gezeichnet, die er nur allein der Heimat sich widmend, für sie entwickelte; hier ausführlicher zu sein, war unmöglich, wir hätten denn nur den Inhalt der fernern Abschnitte in diesem einen müssen aufgehen lassen. Ich werde an anderm Orte zeigen, wie das Haus Valvasor's, wie die Wagensburg ein Mu­seum der interessantesten Schatze aller Art gewesen, wo eine Bibliothek stand, die eine zweite ihres Gleichen, im Lande gewiß, vielleicht sogar in ganz Österreich, nicht hatte, wo ein Naturalienkabinet aufgestellt war, das der vielgereiste Freiherr selbst zusammengebracht, wo eine ansehnliche Münzsammlung, von Valvasor's Hand selbst geordnet, die Forscher vom Fach von weit und breit anzog, — wo schließlich eine Werkstätte der Kunst aufgeschlagen war, in welcher zwei der zur Zeit besten Kupferstecher — die bekannten Grey scher und Trost — nach Valvasor's eigenen Ab­ rissen die schönen Bilder zur „Ehre Krains" schufen! Bevor wir aber diesen Abschnitt schließen, müssen wir einen flüch­tigen Blick auf die Familienereignisse werfen, die unfern Freiherrn seit seiner ersten Vermälung trafen; — doch sind davon einzig nur die Ge­burten seiner Kinder verzeichnet, über alle andern häuslichen Beziehungen, besonders über die wirthschaftlichen Vorgänge, herrscht ein vollständiges Dunkel! Wörterbuch'« einenUnsinn in seiner Muttersprache schrei­ben! — Ueber diese Broschüre berichten und „»at^ram uou noridore« ist aber wahrlich schwer — sehr schwer. Damit schließen wir. Politische Nevue. Die Abreise des Grafen Bloome nach Gastein, welche am 8. b. Abends erfolgte, soll dadurch verzögert worden sein, daß derselbe ein Hand­ schreiben Sr. Majestät des Kaisers an den König von Preußen mitzuneh­ men hatte. Dasselbe ist dem Vernehmen nach eine Antwort auf ein erst kürzlich eingetroffenes autographes Schreiben des Königs Wilhelm. Der Inhalt beider Schreiben ist natürlich Geheimniß, doch lassen die in Folge derselben getroffenen Anordnnngen schließen, daß der König von Preußen selbst den Wunsch aussprach, mit ünserm Monarchen eine Zu­ sammenkunft zu haben. Se. Majestät der Kaiser wurde den 12. August in Salzburg erwartet und reiste am Sonntag von dort nach Gastein. Der König von Preußen hat sich bei der Gemsenjagd ein Auge verletzt und wird heute Dienstag Gastein verlassen. Die „Wiener Abendpost" vom 12. d. schreibt: Auf Anordnung des Kaisers steht zur Herstellung einer dauernden Ordnung im Staatshaus­ halte die Bildung einer eigenen Budget-Commission bevor, deren perma­ nente Mitglieder der Staatsminister, der Finanzminister und der Präsident der obersten Controlsbehörde sind. Veizuziehcn sind außerdem die Chefs aller Controlstellen, auch solche Persönlichkeiten ohne Unterschied, ob sie in amtlicher oder außeramtlicher Stellung sich befinden, deren Mitwirkung zur gründlichen Behandlung der Sache wünschenswerth ist. Bezüglich aller Diensteszweige weiden Beratungen behufs dauernd zu erzielender, möglichst weitreichender Ersparnisse zu pflegen sein; ferners lautet die al­ lerhöchste Anordnung noch dahin, daß die Reduction des Armee-Erforder­ nisses auf die Normalgrenze von 80 Millionen durch die Beschränkung des Kostenaufwandes, namentlich auf dem Gebiete der Armeeverwaltung, allen Ernstes angestrebt werde. Die Hauptpunkte des von dem Finanzminister Grafen Larisch ergangenen Einladungsschreibens zu einer EnqMe in Sachen der Ver­ zehrungssteuer sind folgende: „Es liegt in meiner Absicht, dem im allge­ meinen Verzehrungssteuergesetz wurzelnden System bezüglich der Abfin­ dungen auf Bier-, Brantwein- und Zucker-Erzeugung eine solche Anwen­ dung zu geben, welche den Unternehmern freie Bewegung gestattet, die Controle beschränkt und dem Staatsschatz eine entsprechende Verzehrungs­ steuer sichert. Deshalb versichere ich mich des Veirathes einer sachkundi­ gen, zum 14. d. M. beginnenden, auf kurze Zeit beschränkten Enquete." I m Handelsministerium werden, wie man der „Voss. Ztg." von Wien schreibt, die Einleitungen getroffen, um über einen französisch-öster­ reichischen Handelsvertrag zu unterhandeln. Herr de Clerq-, der glückliche Unterhändler des Handelsvertrags zwischen Frankreich und dem Zollverein, wird in der nächsten Zeit in Wien eintreffen und mit ihm fein gewand­ ll>, E°««°i!iv v° Clermont, der zu Hause in den Bureaux des auswärti­ gen Ministeriums zu den am meisten versprechenden jungen Diplomaten gerechnet wird. Es war vorauszusehen, daß der vom Herrn v. Schmerling beim Universitllts-Iubilaum ausgebrachte Toast auf das künftige Frankfurter Parlament überall in Deutschland Aufmerksamkeit erregen werde. Wir fin­ den denn auch bereits in deutschen Blättern Bemerkungen über denselben. Freilich sind diese Bemerkungen so beschaffen, daß sie die — wie man jetzt weiß — nimmer ruhenden Bemühungen des weiland Reichsministers für die Herstellung der deutschen Einheit kaum ermuntern dürften. So schreibt die „K. Z.:" „Herr v. Schmerling ist als Politiker völlig geschei­ Di5 erste Gemalin (Anna Rosina von Grafenweg) gebar ihm 3 Töchter und 6 Söhne, es waren dies: Maria Sidonie geb. 1674, gest. 1676, Marimilla Cordula geb. 1675, gest. 1677, Anna Theresia geb. 1677, gest. 1681, dann Johann geb. 1678, Wolf Weikhard geb. 1679 (welche beide bei Abfassung der Chronik, 1689, noch lebten), Johann Gott­ lieb geb. 1681, gest. 1687, Johann Ludwig geb. 1683, Johann Wolf Engelbert geb. 1684 (welche ebenfalls noch lebten) und Franz Josef geb. 1686, gest. 1687 (14. März). ^ Ein Monat später, als dieses letztgeborne Kind, starb die Mutter, 1687 am 25. April. Valvasor verehelichte sich jedoch sehr bald wieder; es war noch nicht ein Vierteljahr um, so stand er (am 20. Juli 1687) wieder vor dem Altar und zwar mit Anna Marimilla Freiin Zetschekerin (ein Herr von Zetschger war der Religion wegen 1629 aus Innerösterreich nach Deutschland ausgewandert). Diese zweite Frau gebar ihm — soweit wir aus der Chronik entnehmen — eine Tochter, Catharina Franziska, am 28. April 1688 ! (Fortsetzung folgt.) Humoristische Reiseskizze. Von I. A. Haltmann. Freitag, am 4. August d. I., saß ich in unserem Laibacher Börse-Caf« beim dritten Leitartikel der eben so dielten Zeitung, ohne vernunft­gemäß herausbringen zu können, welcher der Leitartikelschreiber eigentlich den rechten Wärmegrad Bismarck'scher Freundschaft für unser gutes Oester­reich herausgefunden haben möge, als mich ein am Nachbartische geführtes Gespräch den oben angedeuteten Studien entzog. Einige Herren besprachen einen Ausflug auf den Grintouc für den kommenden Sonntag, und ich als besonderer Verehrer dieses Allvater« unserer Steiner Alpen beschloß sofort, mich der Partie anzuschließen. Mein diesfälliger Antrag wurde freundlichst acceptirt, und Sonntag Früh fünf Uhr rollte unser Wagen mit seinen vier respektablen Insassen zur Klagenfurter Linie hinaus und unseren herrlichen Alpen zu. Mit den entsprechenden physikalischen Apparaten, als da sind: Schnapsflaschen, kaltem Braten, Wurst, Limonien, geriebenem Cafö, Vrod und Cigarren, ausgerüstet, konnte es uns bei unseren Vermessungen nicht fehlen. 271 tert. Er schien sich aus dem Politischen Leben ganz zurückziehen zu wollen; ein sehr weiser Entschluß, da es sich abermals gezeigt hat, daß Herr v. Schmerling zwar ein gewandter Geschäftsmann und fertiger Redner, aber kein politischer Kopf, wenigstens nicht ein solcher ist, daß er große politische Ideen durchzuführen vermöchte. Er hat es so wenig, wie sein Gegner in Frankfurt, Heinrich«. Gagern , über die Stylisirung politischer Pro­gramme hinausgebracht. Wie dieser auf Österreich, so wartete Herr v. Schmerling auf die Ungarn, ohne daß sie kommen wollten, und die Ideen beider Staatsmänner, wenn sie überhaupt ausführbar waren, tonnten sich doch nicht selbst ausführen. Kurz, Herr v. Schmerling Ist als Politiker kläglich gescheitert. Er hat so wenig in Wien das einheitliche Oesterreich, als in Frankfurt als Reichsminister das deutsche Reich zu Stande bringen können, und sollte die Politik scheuen, wie das gebrannte Kind das Feuer, wenigstens für den Augenblick nicht ohne Noth als Politiker hervortreten." Noch ungalanter ist das „Frankf, Journal." Dieses Blatt bemerkt zu dem Toaste Schmerling'«: „Auf Wiedersehen in Frankfurt!": „Ach nein, Herr v. Schmerling, nicht auf Wiedersehen! Wir haben 1848 an Ihrem ersten Debüt genug gehabt, genug auf Nimmerwiedersehen!" Ungarische Magnaten sollen die Absicht haben, von der Herrschaft GödVllö , welche ehemals dem Baron Sina gehörte und jetzt Eigenthum einer belgischen Gesellschaft ist, das warhaft königliche Schloß mit dem prachtvollen Parte anzukaufen und es dem Kaiser als Krönungsge­schent darzubringen. Der „Sürgöny" bestätiget, es sei in den Regierungskreisen nicht in Absicht, die Comitate vor dem Landtage herzustellen. Die in der öffent­lichen Meinung des Landes zu Tage tretende, nüchterne, ruhige Stim­mung fei eine Garantie dafür, daß die Majorität des Landes im Reinen darüber ist, das einzige Ziel der auf Wiederherstellung des constitutionellen Lebens gerichteten Bestrebungen fei der Landtag, dessen Zustandekommen durch keinerlei Rücksicht aufgehalten, untergeordnet oder gar gefährdet werden dürfe. Der Zusammentritt des croatischen Landtages ist auf unbestimmte Zeit vertagt worden. I n einer neulichen Sitzung der Würtemberger Kammer interpellirte Oesterlen, ob die Regierung geneigt sei, die Herzogthümerfrage im Verein mit Oesterreich, Baiern und den andern Mittelstaaten einer Lösung im nationalen Sinne zuzuführen. Der Minister verweigerte die Antwort, Hopf brachte eine Motion gegen den Ordnungsruf des Präsidenten ein. Der päpstliche Nuntius Fürst Chigi erstattete dem römischen Hofe die Anzeige von der Absicht der französischen Regierung, deren diploma­tische Agenten auf die äußerste Anzahl zu reduciren und von der bevor­stehenden Vereinigung der französischen Botschafterposten an den Höfen von Rom und Florenz in der Person eines einzigen Gesandten. Privatnachrichten zufolge sind in Iassy und Krajowa Emeuten vor­gekommen, bei welchen das Militär einschritt. Sowohl auf Seite des Militärs als auch des Civils gab es Todte und Verwundete. Es wird bestätigt, daß dieser Tage theils aus Algier, theils aus Frankreich 8000 Mann Verstärkungen nach Mexico gehen sollen. Die Cholera ist in Konstantinopel noch immer im Steigen begriffen. Sämmtliche Dörfer ro 1866 discutirt. Das Resultat dieser Verhandlung ergab einen Abstrich von 682 st. des Voranschlags, so daß sich nun die Summe der präliminirten Ausgaben pro 1866 statt mit 2073 si. mit nur 1391 fl. beziffert. I m Vergleiche mit den Ausgaben des laufenden Jahres per 3051 fl. aber stellt sich für das kommende Jahr ein Abstrich von 1660 fl. heraus. — Das Cillier Ghmnasialprogramm enthält zwei vorzügliche Ar­beiten des für Krainburg ernannten Professors M. Pleternnik, nämlich „die Vergleiche im Homer und in den serbischen Volksliedern" und eine slovenische Uebersetzung des berühmten allrussischen Gedichtes „Igors Abschied", — welche beweisen, daß dem Krainburger Gymnasium zu dieser neuen Acquisition nur zu gratuliren ist. — Der „Nation " sind als Gründer beigetreten: die Herren F. Bla 2 und A. Ienk o in Fiume; der Ausweis der heurigen Ein­nahmen zeigt bereits die Summe von 140? fl. __ (Kinderspital). Am 11. d. M. hielt wieder das engere Comitö unter dem Vorsitze des Obmannes Bürgermeister Dr. E. H. Costa eine Sitzung, in welcher der Voranschlag für die Adaptirungs­kosten in dem angekauften Hause berathen wurde. Die Arbeiten werden in einer Minuendo-Lizitation hintangegeben werden. Qeffentlicher Dank. So eben gelangte an mich ein Brief von Laibach folgenden In ­ haltes : „Zum besondern Vergnügen gereicht es mir, Euer Hochwürden bei­ liegende 33 fl. für den Aermsten unter den Abgebrannten zu volenjs ^s-ero einzuhändigen. — Der Allmächtige möge diese Gabe zu Ehre der Lebensjahre seines göttlichen Sohnes Jesu Christi nicht verschmähen! Laibach, am 9. August 1865. Fabiola". Hundertfältigen Dank! Gott vergelts und segne die milde Hand des Gebers! spricht aus Zirkniz, den 11. August. F. A., Dekan. Volkswirthschaftliches. Die Mariahofer Rindviehrace. 8—. Im HerzogthumKärnten ist die Mariahofer Rindvieh­ race, nach ihrem Stammort, dem Lavantthale (zwischen den Cor- und Saualpen) auch Lavantthaler-Zucht genannt, die einzige Race, die sich bis jetzt rein erhielt; sie wurde auch bei der letzten großen österreichischen Ausstellung in Wien mit dem ersten Preise gekrönt. Die Mariahofer Race gehört zu den schweren Schlägen und hat den besondern Vorzug, baß Klima, Boden und Arbeit im Flachland« oder 4000 bis 5000 Fuß hoch im Gebirge keinen Einfluß auf sie ausüben. Die Farbe ist ausschließlich lichtgold d. h. semmelfarbig, die Haut fein, rofenroth und lose aufsitzend, mit fehr kurzem, weichem Haare besetzt, das Flotzmaul rosenfarbig; die Horner find nicht gar lang und ein wenig nach aufwärts gekrümmt, ihre Farbe von der Wurzel bis zu den Spitzen, die ins Graue vorschlagen, wachsgelb; die Klauen pechschwarz und glän­ zend. Der Kopf ist etwas länglich, der Hals nur mit einer kleinen Wamme versehen; die Vorderfüße etwas kürzer »ls die Hinterfüße; die Schulter­ blätter nicht vorstehend, der Wirbelrist sowie das Kreuz breit. Der Kör­ per ist tannenförmig und selten etwas wenig eingesattelt; das Exterieur wohlproportionirt und angenehm anzuschauen. Das Fleisch ist feinfaserig und sehr wohlschmeckend. Diese Race zeichnet sich besonders durch schnelles Wachsthum und Größe sowie durch Mästungsfähigkeit aus. Dagegen ist besonders große Milchergiebigkeit bei diesem Alpenvieh nicht zu suchen. Bei einer natur­ gemäßen Fütterung erreicht ein Stier nach vollendetem zweiten Jahre nicht selten ein Gewicht bis 7 Zentner, und nicht selten findet man in einem Alter von 5 bis 6 Jahren Ochsen, von denen das Stück 9 bis 10 Zentner im halbgemästeten Zustande wiegt. Die guten Melkkühe zeichnen sich nicht nur durch eine große Milch­ grube und singerdicke, schlangenförmige Milchadern, deren Ende meist in zwei Armen in jeden Strich auslaufen, sondern auch hauptsäch­ lich durch das teigweiche Euter (ohne Knollen und Verhärtungen), welches haarlos oder höchstens mit wenig Flaumenhaaren besetzt ist und durch den haarlosen Milchspiegel, der sich von den zwei hintern Strichen bis zum After erstrecken muß, aus. Obgleich sich die Mariahofer Race nur im Lavantthale, Krapfeld, Saualpen, Metnitz- und Gurkthale noch rein erhalten hat, werden dennoch von diesen wenigen Quadratmeilen einige Taufende der schönsten Exemplare jährlich nach Vaiern, Oberösterreich, Wien, Cilli, Trieft und Afrika ver­kauft und hiedurch,den dortigen Viehzüchtern Hunderttausende zugeführt. Selbst für Laibach wird von den hiesigen Fleischern zu den großen Feier­tagen die Kllpitalwaare sehr oft auf den Althofner großartigen Vieh» markten geholt. Schöne und ersprießliche Kreuzungen weiden mit der rothen böh­mischen und der rothen Schweizer Race zu Stande gebracht. Unser Land hätte wegen der Nähe den Vortheil sich nach und nach mit dem Original-Vieh zu versehen, da in Kärnten der Ankaufspreis dieser schönen sowie nützlichen Viehrace nicht viel höher ist, als jener des hiesigen Viehes. Bis nach Laibllch von Lavantthale, Hüttenberg, Guttaring, Althofen, Straßburg, Gurt, Friesach und Metnitz wo mehrmals im Iabre große Viehmärkte abgehalten werden, werden 4 bis ö Treibtage (von Klagen­ furt kann auch die Eisenbahn benützt werden) benöthigt; es fällt dabei nur die kleine Reiseauslage und der Zeitverlust, bei den nahezu gleichen Einkaufspreisen hier ins Gewicht, dagegen der Nutzen unberechenbar wäre. Der Ankaufspreis des Mariahofer Viehes ist dermalen 17 bis 20 fl. per Zentner des Schlächtergcwichtes; — 1 bis 2 jähriges Jung­vieh nach Güte und Schönheit per Zentner 2 bis 4 fl. theurer. Der Berichterstatter gibt mit Vergnügen Jedermann die Gehöfte und Viehbe­sitzer an, wo besonders Zuchtvieh dieser besprochenen Race stets zu kau­fen ist, fowie größere Einkaufe durch selben bereiwilligst besorgt werden können. Verstorbene. Den 9. August. Simon Hafner, Taglöhner, alt 55 Jahre, in der St. Peter-Vorstadt Nr. 82, am Zehrfieber. Den 10. August. Herr Michael Ialen, bürgl. Gastgeber, Haus- und Reali­tätenbesitzer starb im 91. Lebensjahre, in der St. Peters-Vorstadt Nr. 90 an der Altersschwäche. Den 11. August. Dem Herrn Heinrich Brilli, Geschäftsführer, sein Kind Heinrich, alt 1 Jahr, in der Kapuziner-Vorstadt Nr. 84, am Magen- und Darm­tatarrh. — Dem Herrn Anton Reich, Tuchscheerergeselle, sein Kind Josef, alt 11 Monate, in der Polaua-Vorstadt, Nr. 16, an Convulfioueu. Den 12. August. Katharina Brodtmann, gewesene Näherin, alt 70 Jahre, in de« Krakau-Vorstadt Nr. 30, am Zehrfieber. — Dem Jakob Klarer, Bahnschloffer, sein Kind Josef, alt 2 Jahre und 5 Mouate, in der Kapuziner-Vorstadt Nr. 81, in Folge des Keuchhustens. — Dem Herrn Johann Verhouc, Rauchfangkehrermeistcr und Hausbesitzer, sein Kind Alosia, alt 2 Jahre und 2 Monate, in d,r St. Peters-Vorstadt Nr. 28, an der Abzehrung, Getraute. Pf« « Mlllill-Verliwdigmig. Am 13. August: Alois Zeliskar, Knecht, 42 Jahre alt, mit Marianne Lah, 3? Jahre alt. Lottoziehnngen. K. l. Lottoziehung am 12. d. M. Trieft: 55. 16. 59. 38. 71. Getreidepreise in den Magazinen am 12. August. Weizen Mtz. fl. 4.2, Korn Mtz. fl.2.63, Gerste Mtz. fl. 2,30, Hafer Mtz. fl. 1.90, Halbftucht Mtz. si. 2,90, Heiden Mtz. fl. 3.18, Hirse Mtz. fl. 2.80, Kukurutz Mtz. fl. 2.72. 12. Aug.stel.) 9. August 10. August Eoursbericht (Dillchschüitls- Gelb Waare Geld Waare cours) I n österreich. Währung zu 5°/„ rückzahlbar „ '/-V» „ „ von 1664 63.40 98.23 86.80 63.60 98.50 87.— 63,20 98.25 66,50 63,30 98.75 86.70 Silbercmlehen von 1864 80.— 80-25 60.— 80.25 Nationallliilehen 5 °/„ Metalliques 5 °/„ Verlosung 1839 „ 1860 zu 500 fl 1864 73.80 68.90 145.— 89.30 80,30 74.— 68.10 143.50 89.40 80.40 73,80 68.85 145.— 89 — 80.10 73.90 68,95 145.50 88.20 80.20 74.15 69— 89.35 Como-Rentscheine 42 1^. »N8tr. . . 18.— 18.25 18— 18.25 Grundentlastungs-Obligationen von Steiermark, Kärnten, Krain. . . 83.50 86.50 85— 86 — Nationalbank 782.— 783.— 782— 783.— 783.— Kreditanstalt 173.70 173.80 173— 173.20 173.80 Wechsel auf London 110.30 110.40 110.60 110.70 110.— Silber 108.— 108.25 108.25 108.50 108— Lehr- und EyiehnnPanstlllt für Mädchen, Herrengllsse Nro. 206 (Fürstenhof). I n dieser Anstalt werden in den vier ersten Classen alle in den Normalhauptschulen vorgeschriebenen Gegenstände und nebstbei Zeichnen und weibliche Handarbeiten, in der 5. und 6. Classe aber auch Geogra­phie, Geschichte und Naturgeschichte gelehrt. Ferner können die Zöglinge aller 6 Klassen in der slovenische«, italienischen, französischen und eng» tischen Sprache, sowie im Clavierspiele und Gesänge Unterricht erhalten. Die Preise für den Unterricht in den Lehrgegenständen und im Slovenischen sind: I. und II. Classe 2 fl.; III. Classe 3 fl.; IV. Elaste 4 si.; V. und VI. Classe 5 fl. monatlich; für den Unterricht in einer fremden Sprache wird monatlich 1 fl. besonders bezahlt. Genaue Auskunft, fo wie die Aufnahmsbedingungen der Kostzöglinge enthalten die Programme, die in der Wohnung der Vorsteherin ein­zusehen sind. Der Anfang des Curses ist auf den 2. Oktober festgesetzt. 66—1. Leopoldine Petriö, Vorsteherin. 67 M» «Ä»«UVHvl I n Folge freundlicher Einladung von 45 Bürgern der Stadt Neu­stadt! wird der Sangerchor der öitavuicÄ, und der ^uLu i 8c>Kc>1« an der 500jährigen Jubelfeier dieser Stadt theilnehmen. Es ergeht somit die Einladung an alle Mitglieder, sich recht zahlreich daran zu betheiligen. Laibach, 12. August 1865. Der Vorstand. 68. 1. Im „Laiöacher RindersMale", Polana-Vorstlldt Nro. 67, werden Donnerstag, am 17. August l. I. , 10 Uhr Vormittags: 1. eine ebenerdige Wohnung, aus zwei Zimmern bestehend; 2. fünf große Magazine; 3. eine StlllllMg auf zwei Pferde, eine Wllgenremise und ein Zimmer; 4. Garten sammt Glashaus und Gärtner-Wohnung; 5. ein fast zwei Joch großer Acker an den Meistbietenden in Bestand gegeben werden. Das Gpmite.