-127 ^^n^^ ----------^- ^. «Mien. o. s-^' ^' ?."^^ baben dem Seressaner Bassa Pave^ullch, der sich bei einem am Szlui-ner Cordon Statt gefundenen Räubercinfalle durch kluges und tapferes Benehmen vorzüglich ausae-zeichnet hat, die silberne Tapferkeits.MedaiNe, und dcm ebenfalls dabei sich ausgezeichneten Seressaner Vlce.Bassa Peter Lavernya, eine Belohnung von sechs Ducaten in Gold allergnädigst zu bewilligen 5""bet. (Wien. Z.) V-ombarvisch - ^enetianisches Ronigreich. Venedig am '.Februar. Die innige Freu-de, welche dle erwünschte Ankunft Sr. kaiserlichen Hohett, des geliebten Vicekönigs, jedes Jahr in uns zu erregen pflegt, legte sich gestern, unendlich vermehrt durch das Andenken der neuen Wohlthat, mit welcker sein erlauchter Bruder, unser allver« ehrte Monarch, diese Ufer zu beglücken geruhte, auf eine solche Art an den Tag, daß wir, nicht lm Stande sie genau zu schildern, uns nur, sie cberflachl.ch anzuzeigen, getrauen. - Mit Tages-Vockes ^"" "7 ""6M"me Bewegung des se-^'^ ^chnl.chcn Geschäfte wurden w s.t^d.e Straßen waren verlassen von Mengen, aber dle Lagunen schwärzten sich von tausend u "d tausend Fahrzeugen, in denen unsere Bevölkerung 'le Wonne haben wollte, den besten Fürsten zu mpfangen.^ Unzählige Stimmen erschollen, und ^usln^'^- H'bcit am äussersten Ende von 5. "ik. < "'^"'' ^icn dieser Ort in einem Au-gcn .cke so zu sagen, in einen Wald von Masten '.n dn Vmte der schwimmenden Stadt verwandelt, :vl^e den geliehten Henscherbrud^r put, einem Hcck'gefühle der Freude erwartete. Eeinc kaiscrl. Hoheit' wurden dort von den Pcrscncn des^ höchsten Ranges, empfangen, nämlich von Cr. Excellenz dcm Hrn. Regicrung5fräsidcnten, dcm hcch« würdigen Hrn. Erzbischcf und Patriarchen, und vom Hrn. General-Major, dem Etadt- und Fe« stungscommandanten. Der Himmel, die Clemen-te selbst sä.iencn auffallend diescs freudige Schau« spiel zu begünstigen. V^n so vcrscUedcncm und hohem Gcfolgc begleitet bewegte sich, bcfehligt vom Hrn. 3:icc - Admiral und obersten Befehlshaber der k. k. Seemacht, das Schiff heran, auf wel« chcm der erlauchte Anlcnimlmg sich befand, der, die vielen Aeusserungen der Freude erwiedernd« während dcm ganzcn Wege auf dcm Berdccke'zu verweilen geruhte. So, angekündigt von ,dcm festlichen Geläute der Glocken, dem freiwilligen Kanonendonner auf den Handelsschissen, und begrüßt ron unzähligen Stimmen, fuhr der erlauchte Erzherzog in unsern Eanal ein, und stiege beim k. k. Pallaste an's Land, wo neuerdings die freudigen Zurufungcn erschollen, und^ wernach er unsern cssentlichen Cxaziergang mit seiner Gegen« wart zu beehren gcruhke. — Diese feierliche Arcudc^ dieser allgemeine Jubel,^er In jedem Antlitz z« lesen war, erhielt sich spat in die Nacht, und zeig< te sich auf tausend Weisen: durch eine aussergewöhnliche Volksmenge am Platze, in deu Kasseh-häufern. Theatern, iw Rcdcutensaale; durch zahlreiche Maskenauftüge, durch Ecsang und Musik, so daß man ganz Venedig eine Stimme der M'. be, einen (Zhor von Glückwünschungen für den erhabenen Monarchen rcnncn konnte, dcr uns mit so schönen Hossnun^cn erfreute. 46 Einen neuen Beweis des nie erstickten Wohl-thätigkeitssinnes Venedigs gab das Handelsgremi-um,dieser Stadt, welches, die Eröffnung des Frei-Hafens feiernd, der Anstalt für öffentliche Wohl« thätigkett die nicht geringe Summe von 4^oc»c> osterr. Liren zur Unterstu^ung^cr Armen übergab. Wie konnte nach einem durch strenge und Dauer der Kälte merkwürdigen Winter, ein Begebniß, welches zu neuem Leben den vaterländischen Handel hervorruft, schöner gefeiert werden? Das macht wahrlich Ehre unsrek Stadt, und ist ein ausgezeichneter Beleg der Dankbarkeit, angemessendem Vatersinne unsers erhabenen Monarchen, den wohlthätigen Gesinnungen Seiner kais. Hoheit, unsers geliebten Vicekönigs, und am nächsten entsprechend der Große der von Hochdenselben empfangenen Wohlthat, " ' ' (O.'IV) Frankreich. Am 25. Jänner in der Nacht wurde Paris durch das Aufthauen der Seine in große Gefahr gesetzt. Bei der Brücke Choify standen die Eis' -massen i5 Schuh hoch, und bedeckten die Pfeiler bis zur Krone. Alle Polizcibeamten waren wach« dar; die Posten wurden verdoppelt, und die Quais beleuchtet. Um 3 Uhr Morgens machte sich das gehäufte Eis endlich Bahn; kein bedeutender Un-McksfaN geschah, doch wurden einige Beschädigungen verursacht, ungeachtet eine Ucberschwem-^mung drohte, welche, wenn sie nicht durch günstige Umstände wäre abgewendet worden, so fürchterliche Folgen, wie jene, die sich 1802 ereignete, - würde gehabt haben. (B. v. T.) Ein Schreiben aus Toulon vom 2I. Jan. im Messager des Chambres enthält mehrere Details in Betreff der schon früher erwähnten Unterhandlung zwischen dem Dcy von Algier und Frankreich durch Vermittelung eines türkischen Bevollmächtigten.,- Die Eonferenzen sollen gegen acht Tage gedauert, und oer Dey dabei erklärt haben, er glaube nicht Frankreich in der Person seines Ge-neralconsuls beleidigt zu haben, der vielmehr selbst die ihm zugefügte Beleidigung herausgefordert hät' tc. Auch seien die von Frankreich geforderten Gnt» schädigungen ungegründet, und er tonnte eher wegen Störung seines Handels solche verlangen, er wolle aber aus Achtung für den Großherrn davon stbstehcn, und sei bereit einen Freundschaftslractat^ mit dem Könige von Frankreich abzuschließen. Alle Gründe, die dem Dey dagegen angeführt wor-(sn, hatten nichts gefruchtet/ sondern vielmehr neue Drohungen von seiner Seite veranlaßt, so daß der französische Commandant den Fregatten Herzoginn von Berry, Bcllona, Circe, den Briggs Voltigeur, Adonis und der Corvette Echo befehlen habe, die Häfen der Regentschaft von Neuem aufs Engste zu blockiren. Die englische Corvette Pelorc, auf der sich der türkische Abgeordnete befand, sei auf tie, Klippen vonMahon gestoßen, habe aber sogleich vcn allen fremden und französischen Schiffen auf der dortigen Rhede Beistand erhalten, so daß die ganze Mannschaft 'gerettet worden sei. Die Corvette werde, nun zu Maho?. ausgebessert, und die englische Fregatte Iris habe inzwischen diej Mannschaft der Pelora aufgenommen. (Allg. Z.) Die Rüstungen gegen Algier werden nicht nur in dem k. Arsenale zu Toulon mit der gröhlen Lebhaftigkeit betrieben, sondern es herrscht laut einem Schreiben aus Brest, nicht nur in dcm dortigen Hafen und der daselbst vor Anker liegenden Flotten^ abtheilung, sondern auch in jenem von Rochefort, eine ungewöhnliche Thätigkeit. Wie es heißt, sollen sich unverzüglich aus den zwei letzteren Häfen einige Linienschisse und Fregatten nach Toulon begeben, um sich mit der Hauptftotte daselbst zu vereinigen. Die Mutter des durch seine ausdauernde Trcie gegen Napoleon berühmten Generals Bcctrand ist vor Kurzem unter allgemeinein Bedauern zu (Zhatcauroux gestorben, Nach dem ^yonerPrecurseur geht das Gerücht, daß der Prinz Leopold von Sachsen-Kodurg nach " Toulon tommcn, und von dort durch ein englisches und französisches Geschwader nach Griechenland bc^ gleittt werden würde. , (Korresp. v. u. f. D.) Spanien. Der König und di^Königinn vsn Neape! wer« den Madrid erst am 1. Februar verlassen. Madrid, den l^. Jänner. Die spanisch5 Regierung scheint fest entschlossen zu seyn, eine starke Expedition nach Amerika zu schicken. (Z5 sollen ihr von zwei der reichsten Pariserhäuser An-geböte gemacht worden seyn, durch ein Darlehen die Kcsien dieser großen Unternehmung zu bcstrel» ten, allein es ist eine ihrer ersten Bedingungen-daß das Anlehen der Cortes anerkannt werden sol!; dieser'^n!rag wird daher nicht angenommen wir-den. ' (B. v. T.) Portugal. Das Journal le Tems meldet aus L « n >'. > hon vcm i5. Jänner; „Da3 Testament 3er ren- 57 wlgten Königinn Dona Charlotte Joachime enthält folgende Hauptartikel: i) Ihr ganzer Schmuck soll in gleichen Theilen unter ihre Söhne und ihre Töchter vertheilt werden; 2) das Dritttheil ihrer Aussteuer soll unter ihre Dienerschaft beiderlei Geschlechts vertheilt werden; 3) das Schloß Ramalhao wird Don Miguel vermacht; 0 das Schloß Quadras wird dcn Schwestern, die in dem Zimmer der Verblichenen schliefen, und andern Klosterfrauen vermacht, um daseldst ein Zuftuchtshaus zu gründen. Die Einkünfte der Ländereien des Schlossesund andere Vermächtnisse sind zur Unterhaltung der An-siald bestimmt; 5) In dieser Ansialt soll die Verewigte begraben, inzwischen aber sollen ihre sterblichen Ucbcrrcste zu Cintra in der Pfarrkirche St. Peter beigesetzt werden. — Die Beisetzung fand am 10. Jan. siatt. Das Leichcnbegängniß kam Abends um halb sicbcn Uhr aus dem PallasieQueluz, und zog nach dem zwei Stunden entfernten Cintra. Die Geistlichkeit, der Adel und die dabei gewesenen Staatsbeamten kehrten noch in dc'.se'.ben Nacht wieder nach Lissabon zurück. Der Wagen des Cardinals Patriarchen und andere Kutschen zerbrachen unterwegs. Der Tod der Königinn hat alle Geschäfte geläh.mt. Gestern ward ein Ministcrconleil gehalten, worin über die von Hrn. Antonio Rivei-ro Saraiva aus London gebrachten Depeschen berathschlagt worden seyn soll. Ueber den Inhalt derselben ist noch nichts verlautet." D«e Times sprccdcn von einer Amnestie, die ^on Miguel wo nicht unverzüglich, doch bald er-^/ - ^rürde. (Allg. Z.) Großbritannien. Das Liverpool Albion meldet: »Mit grown Vergnügen zeigen wir die Ankunft eines Schreibens aus Serampore mit der Nachncht a^l/ oaß der Gcneralgouverneur von Ostindien, Lord William Bcntink, eine Proclamation erlassen h't, wodurch dvinnung-dcr indischen Wittwen, das so lange zur ßchande der estin^a ^ Compagnie und des brit-tischen Namens iu , ,^dung gewesen, abgeschaft wird. Diese Proclamation ward bei ihrer Bekanntmachung zu Benares von den Brammen, der einzigen Masse von der vielleicht einiger Widerstand erwartet werden konnte, sehr günstig aufgenommen. Dem Vernehmen nach hat Lord William Beniink diese S ^Verantwortlichkeit untcrnom- men; ^ . -'^ -l— '-^- ^.,.,-s'^'^!'>' dieser gewiß nicht durch Widerstand gegen eins fs gerechte und menschenfreundliche Maßregel sich der Schande und der Verachtung wird aussehen .ws.!« len. So wäre denn endlich diese so lang verschobene Handlung der Gerechtigkeit und Barmherzigkeit zur Ausführung gekommen'" (Allg. Z.) N u O l a n V. Im Journal de St. Petersburg lieZt man Folgendes: «Die letzten Nachrichten aus Konstantinopel theilen eine Thatsache mit, die den Beweis liefert, wie sehr die türkische Regierung es sichMgelcgen seM zulassen scheint, ihr System gegen ihre christlichen Unterthanen zu ändern und ihnen einen Schutz angedeihen zulassen, densiebiö jetzt nicht genossen haben. Es war nämlich im Laufe des Decembers an einem der Thore des Serails ein Kopf aufgesteckt, mit der Inschrift: Dieses ist der Kopf des Räubers Osman, der gegen die armen Raj as grausam gewesen ist. Auf die Bewohner von Konstantinopel soll diese Maßregel der Regierung einen tiefen Eindruck gemacht haben." . (Oest. B-) Gsmannischts Neich. Nach einem Schreiben aus Smyrna vow ^. December ist das Lager von Megara aufgehoben worden, und das dort gestandene regulirte Bataillon nach Worea abgegangen, wo es in die Platze von Messcnien vertheilt werden wird. Kein gric> chisches (Zorps steht dermal gegen die Türken, die unter Omer Pascha, meisientheils in Negroponte zusammengezogen sind. — Am i5. November ging von Navarin der erste Transport französischer Truppen nach Toulon ab. Bis 20. December ist^Mo.-rea noch nicht geräumt. Nach Briefen aus Corfu vom 9. Jänner hatte eä der Aga von Murto gewagt, ein päbstliches und ein ionisches Schiff, welche, durch Sturm ge« zwungen, in den Hafen von Murto"eingelaufen waren, unter dem Vorwande von Repressalien fest zu halten, und den (Zapitän des^erstern auf ver-räthcrische Art, indem er ihn zum Kaffeh einlud, zu verhaften, Dieser fand nach ungefähr !v Tagen Gelegenheit, mit einem Boote zu entfliehen. Man setzte ihm nach, aber er wies den Angriff mit seinen Leuten muthig zurück, und setzte die Fahrt nach Corfu fort, wo er am 2. Jänner ankam, dem dortigen pabsiuchen Consul die Sache anzeigte, un) den bn ' ^ ' -ft zur Wiedererlangung seines ? ''" ' na ansuchte. Der Lcrd.Obcr- , Jänner 2 FreZatten und 46 2 kleinere Schiffe nach Murto, welche den Agc durch Drohungen zwangen, das päbsiliche sowohl als das jonische Schiff nebst allem ihnen abgenommenen Gute zurückzustellen. (B. v. T.) AricchenlanV. Die vier ersten Blätter des O^i^ier cls la (^i-öcL bis einschließlich 27. December enthalten verschiedene Ernennungen, von denen wir die bemer-kenswerthcsten mittheilen: Major Villa ni wird zum Commandanten der Festung Koron ernannt. — Hr. 6. (Janaris (der bekannte Branderfüh-rcr) wird zum Grade eines Mirarchcn ((Commandanten einer Flottille) befördert.— Hr. Alexis L u-coput 0 s , General. Post - Director , wird zum außerordentlichen Schatzmeister und Zahlmeister der verschiedenen Truppen. 6orps in Ost. und WZst-Griechenland ernannt, um zur Bezahlung ihrer Rückstände vom dritten Semester zu schreiten, und d^bei allen Mißbrauch oder Cassenraub zu verhin-. kern. Bis zur Rückkehr de5 Hrn. Lucopulos wird Hr. D. Ampe los provisorisch zum Gencral-Post-Meister ernannt. — Hr. A. Musioridi, sin ausgezeichneter Archäolog und Gelehrter, (wie es im Grnennungs-Decrete heißt), wird zum Dircc-tor und Aufseher des National-Museums ernannt, mit dem Auftrage, ,allmählig alle Antiken zu sam-meln, welche Griechenland noch besitzt, und die in verschiedenen Provinzen zerstreut, für die Wissenschaft und die Künste verloren sind. — Durch ein anderesDecretwird Hr. Mustoxi^di (der zugleich auch Director des Waisenhauses ist) mit der Auf-siä)t über die Staats-Druckereien beauftragt. — Behufs der Regelmäßigkeit des Dienstes im Hafen «on Porös wird der Admiral Miaulis, wenn er sich im gedachten Hafen befindet, zum Chefsämmt-licherin diesem Hafen liegenden Kriegs- und Trans-rortschiffe. ernannt; in seiner Abwesenheit ersetzt ihn der Vice-Admiral Sachturis, und wenn auch dieser nicht da ist, der Divisions - Commandant Eanaris. — Die Ernennung des Obersien Ge« lard zum General-Lieutenant haben wir bereits gemeldet. (Oesi. B.) Spanisches.Amerika. London, 25. Januar. Seit der ersten Bil- -dung der mericanischen Föderativverfassung hat wohl kein Individuum mehr für deren Befestigung gc- ! wirkt, als der spanische General Barradas. Mit seiner Sendung und seiner Niederlage scheint eine neue Aera für Mexico zu beginnen. Mexicaner, l aus ihrem Vaterlande von der herrschenden Partei ' verbannt, stellten sich unaufgefordert zu dessen Vertheidigung, und Männer von entgegengesetzten An< sichten vergaßen ihre Zwietracht, und schloffen sich einander an. Die Besorgnisse, daß Santa Anni seine vermehrte Popularität zu chrgeitzigen Absichten mißbrauchen werde, sind verschwunden, er hat sich mit dem patriotischen General Bravo ausgesöhnt und folgt dessen Rathschlägen. Die Bundesverfas^ sung ist also der Gefahr eines gewaltsamen Umsiur^ zes entgangen, und Bravo's Rückkehr ist vielleicht allein ein? hinreichende Entschädigung für alle Opfer, welche die Republik bei der neuesten Invasion der Spanier hat bringen müssen. (Allg. Z.) Verschiedenes. Durch die von dem Academiker Hrn. d'Arcet gemachten Vorrichtungen zur Verfertigung der Gelatine können in dem Armenzustuchtshause zu Paris i5oo Personen verköstigt werden. Diese Vsr> richtung liefert de? Eonsumtion ein Litre sehr nahrhaftes Bouillon zu fünf Centimes. Dieses Bouillon kann für Sparsuppen sehr nützlich verwendet werden. Hr. d^Arcet fand Mtttel, den in den Knochen des Rindfleisches befindlichen Nahrungsstoss sZ zu benutzen, daß die Bevölkerung von Paris fast ohne Erhöhung rhrcr Ausgabe täglich 800,000 Portionen eines nahrhaften Bouillon erhalten könnte^ während jetzt diese ungeheuere Masse Nahrungssisff in den Fabriken u. s. w. verlorengeht. — Uebri-gcnZ ist es merkwürdig, daß, wiePariserJournale versichern, in dem neuen Armcnhause, das >ur Aufncchms von 3ao und zur Beköstigungen ,5oo Armen hergerichtet ist, nichts fehlt, um in Thätig« keit zu treten, als — Arme. Der Vcnvaltungs« rath der Anstalt ersuchte mehrmals den Polizeipra-fecten Hrn. Manain, ihm Arme zusenden; assem der Hr. Präfect schickte keinen e-nzigen. Die Pari« fer Journale beschuldigen ihn deßhalb des Uebelwcl-lens'gegen die ncue, von seinem VsrM^r Hrn, Debelleyme gegründete Ansialt. Hr/Mangin erklärt indessen, daß das Gesetz zhm keine Gewalt verleihe, die Armen zu zwinacn, in ein Arbeitshcn:Z zu gehen, nnd daß sie in der Regel lieber betteln, als in einer Anstalt, wo sie arbeiten müssen, Unterkunft zu suchen. Theater Norgen: Zum glorreichen Geb::rtsfci5e Sr. Mezesiat ?m!>r5 allcrgnädigsten Landesvaters, «Joseph und seine Brüder.« Oper in zwei Acten von Nehul, Vor selber w,rd die Hymne: «Gott erhalte, Frauz den Kaise?." abgesungen. NeVattkur: Fp. ^av. Meinrich, VerleZer: Ilgnaz Al. SZscr v. Alcinmavr. Anhang zur Naibacher Beitung. Mere^orologi s chV^B eobachtungen zu Laib ach. Barometer f Thermometer l________Witterung_______ Monat 3 Früh Mittag Abends Früh M'ttag > Abend Früh Mittag Abends 37fL^ Z^L^ -ZTs^L. ^Ts^ '^W ^TsWbis^Uhr bis 2 Uhr bis 9 Uhr -" Fel^r 3. 2? 2,2 27! 2.6 ,-7 2,9"^ - 7!" bj- Schnee ttüb t^üb . 4- 27 2,9.27 Z,2.« 5I! ^ __ ;--- 6,- trüb Schnee Cchne. 5.27 2,2,27 2,3! 57 1,7 «,— 5'— 5— Schnee trüb lrub 6. 27 0,0 ,6 10.9 26 10 c. 5!— ^— 4 - Schnee Schnee Schne« / , 7, 26j io,i,27 0,0 z. 20 Zi , Z!__ ^ __ Schnee Schnee heiter 6. 27 i 4,2! 57 4^37 5,2 2---------!, Z - rrüb Thauwett. Neoel ! " 9'^l!^^l27j 5.^ 37 6.4 I,„ ol^ 2 ^ trüb trüb hetter___ fremden - Anzeige.. Angekommen den- 7. Februar 1830. Hr. Peter Godart,, Handelsmann, und Hr., Wilhelm Ritter, Fabriks - Director; beide von Wien nach Trieft. — Hr. Ludwig Neuling,, Kapellmeister^, von Wien nach Laibach. Den 8. Hr. August Echner, gewesener Professors d'er Musik des Prager Conservatoriums, von Grätz nach Laibach. — Hr. Hermann Mertens,, Kaufmann,, von Salzburg nach Laibach,. ^erjeichniss der hier ^erstarbene». Den 3,.Februan 1830. Jacob Ieras, Institutsarmer, alt 80 Jahr, in-der Kothgaffe, Nr. 137, wurde gerichtlich beschaut,. Den 4. Conrad Krieger, pensionirter Aufseher,, alt 86 Jahr, in der Krcngasse, Nr. 92, an der Lungensucht. — Caspar Kolb, pensionirter Kreisbothe, alt 86Iabr, in der St. Peters-Vorstadt,, Nr. ^6^ an ^Altersschwäche-^ Den 5. Dem Hrn. Anton Schort, Mannsklei« bermacher: Meister, seine Tochter Franzisca, alt 15-Jahr, hinter der Mauer, Nr. 251, an der Auszehrung». Den 6. Dem Mathias Ierschek, Zimmerman»,, seine Tochter Maria,- alt 2 Jahr) in der Pollana-Vorstadt, Nr. 46, am Keuchhusten. — Herr Feii> v. Hössern Ritter zu Saalftld, k. k. Provinzial-Zahl«. amts-Beamte, alt 30 Jahr, in der Carlstädter-Vorstadt, Nr. 2, an der Lungenvereiterung.,— Andreas Iellouschek, Institutsarmer, alt 50 Jahr,, in der Carlstädt r Vorstadt, Nn 18,- an der Lungensucht. Den 8. Dem Herrn Mathias Iaktttsch, Herr-' schaftsbeamte in Bruk an.der Muhr, sein Sohn Ale--rander, alt 2 3)4 Jahr, in der Capuziner-Vorstadt,, Nr. 25, an der Atrophia. — Dem Hrn. Joseph 'Kattauer, Mannskleidermacher-Meister,, sein Sohn Anton, alt 1 Jahr, in der Schuster-Gasse, Nr. 22^,, am Keuchhusten. — Hr. Vlasius Achtschin, Schuhmacher-Meister, alt 33 Jahr, in der Kren-Gasse, , M' Regiments, alt 27 Jahr, an der Lungensucht., K^ A. Nottonezungen. In Gräh am 6. Februar i33o: ^0. 28. 38' ZI- ^3. Die nächsten Ziehungen werden am l/. Februar und I, März i6ZQ< in Grätz abgehalten werden. TNasserttanV ves Naibachssusses am Pegel ver gemauerten Oanal- Drucke: Den 10. Februar l8Zo^ 2 Schuh, 1 Foll. 5 Li». unter, dtl Schleußen betlun^. Z. 165. (i)> Nebst anderen zum Verkaufe bestimmten, und schon früher angekündigten Pferden des k. k. Karstcr Ho^gestüttes, wird unter emern auch dle >m Jahre »826 geborne Slutte, G. z^.. Nr. Z, i>IosHin^. Braun,-hinterem lin« ken Füßl rvclß, 1^ Faust/ 3 Zoll hoch, vom Vater lavor)^ Braun, Koptschenner, und Mutter 5Io6c:iiinI, Falb, Koptschenner, den 17., d.M., Vormittag 10 Uhr,.in dem k. k. Ge-flüttyofe zu Prostrancg, llcitando verkauft werden,. Lipizza am 3. Februar i83c>^ Z. iä8. (2)' In dem Hause^ Nr. 4,, in der- Vorstadt Tyrnau, find für kommende Gecrgizeit im ersten Stocke zwci Zimmer nebst Küche,. Speis und Holzlege,, gegen billigen Zins zu vermischen. Nähere, Auskunft gibt die Hauseigen-thümermn. Helena Kicker.. Z.lIo. (3), An z ei g e,. Bei dieser Herrschaft sieben vier Mast« Ochsen im Gewickte von elwa /,2 Centner Fleisch und 5 ii'2 Ccntncr Unsä'lltl, zum Verkaufe; und ist sich im unterfer-tlgteNlSchlossc derselben mnulraaen. Herrschaft Landsderg in Srerermart, im Clllier Krelse, den 22. Jänner lv3o.