! V r L. Katholischer Bericht? VonderLommmnon des; Sacramcnts des; Altars vn-- der ainer Gestalt. Je hMg/ LHMlich/ tholrsth/ Rötmsth Rrrch/ hat von der Apostel zeit an/;e vn als weg im brauch gehabk/das Ga¬ rrament dess Altars^ demLhri- stenlichen gemaMLN Volck vnder ainer Gestalt/ nemlich dest Brots zuraichen vnd zuerrhailen. Distr Tommunron vnder amer Gestalt/ ist ein Fi- gurvnnd Vorbildung gcwcstn/ Erstlich/daskAoltz dcßLebcnsindcmparade^ß deßWollusts/vonwel- chcm kloltz man allain gessen/vnnd nicht geeruncken bar. Zum andern/W distr Lommunion in dem Al¬ ten Testament ein Figur gewesen das Lsterlamb / dessen Fleisch allein gcfsen/ das Blut aber vber die Pfosten vndTbürschwcllrn außbeuelch Gottes an- gestrichen worden. Zum dritten / V?ar bemclrer ^orüurüon ein Figur daß I^annL vnd k)imme!brot/ /s. " Ä ij f» Von der einmDtstalt vcß so Sott von s)imel Hera!» hak regnen lassen / welches genossen ward ohn« Franck. Zum vierdcen/Waren diser (Lommunion ein Figur diepLnes ^ro^oürioni;, die Schaubror/welche man gleichfalßim AlrenTe- stamenk ohne Tranck gessen hak. Zum fünsfeen/ Sein bemelres Sacramenr ein Figur gewesen / die z>Lnc5 prüniriarum, die Lrot der Erstlingen/zu wel¬ cher Messung kein Tranck nie von nöchenwar. Wi¬ der disen gebrauch deß heiligen Sacramencsvnder einer deßBrots Gestalt/ schrcycn vnnd schreiben die t)ussicen/^utheraner vnd andere mehr/ von der (ka¬ tholischen Barchen abgefalne MaulLhristen/vnnd wollen kurtzvmb/wan man wöll Lhristi deß t)errn beuelch eingeniegen rhun/vnd demWortGottes/wie sich gcbiert/gehorsamlich nachkomen/ so müeß man norwendigklich allem Volek dasGacramencvnder beyden gestalten deß Brors vnnd deß Weins errhai- len. Aber wir wöUen erstlich fre Moriuen vnd Be- helff'anhören/vnd nach Widerlegung derselbigen/vn- sere Argument herfür bringen/durch welche mit bey- standtGottes/Sonnenklar soll probiert/erwisen vnd dargerhan werden / daß die Lomunion vnder ainev gestalt/ nemblich/deß Brots/nir allein nit widerstre¬ be dem Wort Gottes/ sonder vilmehr inn heiliger Schriffk gegründet/ vnddas bemelre Lommunion mr allein durch niemandt inn die Birchen Gottes/ ohnbefüegter weiß nit eingefüre/sonder von derApo- stelzritan/jmmerdar in der Lacholischen Birchen gebrauchig gewesen sey. ^!un wol an/^ä rcm»In dem tHamendeßk)errn. Lrstl'ch H. Sakraments deß Altars. 5 ^Rstlrch sprechen vnsere Widersacher/ c^-Lhrrstus hat diss SaccamentVnder bey- ^der Gestalt eingesetzt/ Dechalden ist es blNich vnnd nothwendig/ dass es vnder beyden Gestalten empfangen werde. Aber diss jr für- gebe Helt den stich so wenig/als volgende Argument. Christus Hai den heiligen Taujfeingesetzt/ Lr§6so kan niemandt selig werden / er werd dan mit Wasser gctaussc/da doch vil im t)immel stin/ so nicht durchs Wasser/jonder durch jr Blut gemufft/ von Sünden gewaschen/vnd der ewigen Seligkeit rhailhasfcig ge¬ macht worden. Irem / Gott har dem Menschlichen Geschlecht zu gutem/ den wein verordnet/Lr^ä so muß jederman wein trincken. Christus hac den Ehestände eingesetzk/LrAo so muß jcderman Ehelich werden. Christus hat das Predigambe eingesetzt/ LlAo so muß jederman predigen. Christus har einge¬ setzt die Absolution/ vnnd verordnet dengewalrdie Sünd zuuerzeihen/ Lr§o jo muß jcderman Beiche hören/vnd dem Volek dre Absolution jprechen. wie nun dise Schlußreden nie gilcig/noch passrerlich sein/ alsovolgr auchnrr/Christus haedasSacramenrvn- der beider Gestalt eingesetzt / Lr§ä so muß mcniglich vnderbeyderley Gestalt solches empfaken. Dann ein ding verordnen/anstellen vnd einsetzcn/vnd nach¬ mals dasstlbig gebrauchen / ist zweyerley. Vüix Lilörr L rc. Christus hat zwar dz Gnadenopjfer deß Nerven 'Testaments in beyderleygcstallk/als ein Lpffer ver- ordncr/aber doch die j«nige/so nie Meß lesen/vnd das Lpffer deß Newen Testaments nichr verrichten/ zn A üj enrpfahyiig . Von der einen Gestalt -eß empfahungbeydcr Gestalten im wenigsten mt vrrv bunden. Derhalben/wann em Priester Meß Helt/ kan er zwar ohne abscheuliche grosse Sünd/dreein Gestalt zu messen nit vnderlassen/ sonder ist bey ver¬ tust stmer Seel seligkeic vcrobligiertvnnd schuldig/ solches Qpffer/ vnder der Gestalt dcß Brots vnd deß Weins zugeniesscn. Wie so Ich wilß anzaigen. Die Carholisch kirch har dise wsre Christi deß t?errn r -- Dasthvet zu meiner gedechtnuss^Ie VN allzeiral- so verstanden/das Christus durch solche Wort/der priesterfchasscdas opstern habausserlcgc vnndbe- k7-»e,7.-Lo»/. uolchen/wie fölches nik allein das CoriKanricnic vnd §i7/. ,«/. ^„^weistn/ Sonder auch die Vvaltc heilige Vatter Mehren/deren ich/wegen der liebe kürtze/nnr dreywil anziehen. Der heilige Mareialis/ein Jün- ger deß heiligen pecri/fchreibr vor r 5 oo. Jahr vom Opffcr deß L^eibs vnd Blues Chrrsti/vnd schleust sei¬ ne Aed mit drsen Worten: Das har vnser Herr be- volhezu thuen zu seiner gedeGtnuss. Deßglcichk O»s»^ schreibt der heilig Dionistus/ein Jünger deß heiligen ^)^uli/daß der Priester im Göttlichen Ambe vndcv dem opffcrn pflege Zvsprcchenr Du hast gesagt/ das thuet zu meiner gedechtunfl. Gleichfals be- F. zeugt der heilige Clemens / ein Distipnl vnnh!Iach- t. ^/> r». xömblrng deß heiligen Perri / vnnd schreibt in !Ia- der Äpostel/das offrermelceworc: Das thnet ZV meiner gedechtnuß/2lrrff das Lpffer der heili, ^n Meß sollen verstanden werden. Die Wort deß heiligen Ciemencis sein dist: Nachdem der Herr/ sagen H.SacramentSdeß Altar-. 4 sagen die Apostel/ von Todten erweckt wor¬ den / so opffert auch chr ewr Opffer> davon er euch durch vns bevelch gerhan/jprecherrdt/das thuet zv meiner gedechtnuss.wann dan die Prie¬ ster: dem beuelch Christi wollen nachkommen/ronnd das Gnadenopffer deß l^ewen Testaments recht rvöllen verrichten/fo feind fre fchuldig/den l^eib vnnd Blut Chrisii/ntt allein durch Gottes Work zu con/e- erierenvnd aufzuopffern/jörrderauch vnderbeyden gestalten zu messen/wie es nic allein die Wort Christi »nit sich bringen/fonder auch/das H sterlamd deß Al- ren Testaments solches vorbedcucec hat/wclches auß beuelch Gottes müste gessen vnd genoßen werden.Zu'" 5- dem wißen wir /das dtß Lpffer der heiligen Meß/ ist eingedechtnuß deßQpffers/dasam heiligen Creutz »st auffgeopffert worden/wie es der heilig Ambrosius vor i r o o. Jaren mit difen Worten anzaigt: In Cliri- ilo icnael oblaraetl laollia ad ialutem icnapirernana po- kenx. ()aud crAo no5 ? nonne per iiNAu1o5dicL oKcrinauz? / §ccl ad recor^Lrioncin m«rc1x eiu5L5vnLc6:boKiL,nyn^ ' ' tnulkL. tznornocloeilvna,noninu!rL> puiaierncloblL- ru§ eil Lbrillus. bloc Lucern 8a.cri6cimn cxcrnplurn ell ^liur: idiplum, Lc icmperproinde live idcni cll §Lcri6cinm. /^lio^uin dicernr: c^uoniLni in lnulciz loci8 vikermr, muiri lunr Cbriili? ne^uL^uzm, tcd vnu§ vbiP <^brillu5,rL bic p!enu§ cxiilen8,Sc iHic ^lenux. 8icur enim tzuodvbi^oikcrcur,vnulnetl Corpu;, L^non rnuIcL cor¬ pora; ica Lc vnuna 8acriüeiuni. konrifex aureni i!Ie eil e^ui bolliam obculic no§ lnundanr§m. Irena ipiäin oÜeri- Nau8 eriarn nunc, <^UL runc oblarr ell.Conlünai non po- ysll. (^uodnos sacirnuL, Lu commemorarionern Lc ciur ^uoä Doti der citierr Gestalt deß yuoäLÄumeK. Das ist: Inn Lhristo ist einmahl üuffgeopffert worden ein Hostia/ncmblrcham Grammen deß heiligenCrenyes/welche genugsältt ist ZN der ewigen Seligkeit, was thuen dann wir? Opjferen wir nitauch/ nembltch tmAmbe der heiligen Mess/alle Tag Aber solches / in de? Meß/geschicht zur gedechtnus seines Todts, vnd es ist nur einHostia/ vnd semd nit vil Ho- pien. Wie das nur eine/vnd nie vil sein? Dar, umb / das Lhristus ein mahl ist auffgeopffert worden. Aber diss Vpster/nemblichinderheili< gen Meß/ ist ein Vorbilds des jenigen / nembUch deß/ lo am heiligen Lrentzist verrichtet worden/ VNl) . ist eben eins/vnd allzeit einVpffer. Oerhalben ist jenes /am Crenrz/ vnnddls/inn der Meß/ein Vpffer. Mainstu / weil diss Vpffer an vilen or¬ ten geopffert wirdt/das darumbauch vil Lhri, stvs sein selten? das votgtgarmt. Dann es ist allenthalben ein Lhristus/hie volkommen/vnd dort anchvolkomen. Dan gleich wie/so allent, halben anffgeopffertwirdt/nur einLeib/vnd^ nit vil Leib seimalso ist auch nur einTpffer.Der Hohepriester ist der / welcher dise vns rain, machende Hostia auffgeopffert hat. Desglei¬ chen opffernwir auch diejenige Hostia/welche dort / am heiligen Creutz/ist auffgeopffert wor> den. Sie kan nicht verzehret werden. Das>> wilr H. Sacramcttts deß Mars. 5 wir thuen/in der heiligen Mess/ geschicht zvr ge- dechtttttss dess jemgen/so dort/am heiligen Creutz/ ist verrichtet worden. Nie lehret vns der heilig Ambrosius mir ausdrücklichen worten/dz dißLpffex der heiligen Mess/ vnd das jenig am heiligen Creutz/ nur ein Qpffcr sey/ in dem Christus an dem heiligen Creuy bluctiger weiß ist auffgeopfferc wordc. In der N. Mess aber geschicht solches vnblueciger weiss. Dan Christus leider vnd stirbet nicht mehr. Nkach- Mals sage der heilig Ambrosius in bemeltemSen- rentz/mehr als cinmahk/ das diß vnsrrLpfferder hei¬ ligen Mess/ein Vorbildrsey vnd ein gedechrnuss dess jenigcnQpffers/so der Sohn Gottes am Stammen dess heiligen Creuy/für das t?ayl der ganyenwele verrichtet har. wann dan diss Qpffer ein Gedenck- opffcr ist dess Leydens Christi / da er am Stammen dess heiligen Creutz seinem himlischen harter sich sel¬ ber blueciger weiss/ biß in den Todt auffgeopfferc hae/so erfordert die notturffr/ dz zue reprcsentierung dess bemelrcn Lpffers/ nicht allein di« Gestalt dess Brocs/durch welche Christi Leib/ sonder auch die ge¬ stalt deß Weins/durch welche beymBelch Christi/ das Bluet verstanden wirdr/genoßen werd / vnd wie nun Christi heiliger Leib am heiligen Creutz war- haffriglich dargegeben/vnd sein Roscnfarbcs Bluet warhaffciglich vergoßen worden/ also sollen auch beyde Gestalt von dem Celebrierenden Priester in dem Lcriücio vnd Lpffer der heiligen Mess empfan¬ gen vnd genoßen werden. Dijer vrsachen halben hat Bapst Gelafius ernstlich heuolhen/ daß man diß ? Von der einen Gestalt dcD Bpffer nicht halbieren/sonder beyde Gestalt empfa- den solle/vnd sagt auch / das solche zcrrhaylung ohn «in grossen Rirchenraub nic geschehen mög. Ja die Airch Gottes hak so steifsvnnd starck ab diservol- kommenhaitdeß Lpfscrs/sotnniessifng beyderGe- stalkennotwendiglichmueßgeschehcn/gehalcen/das 7-/^. auch in dem Concilio l'olerano beschlossen worden/ KV/. c>«. /. daß/wan ein Priester nach Consecrierung der einen Gestalt so schwach würd/daß er in der heiligen Meß nie fortfahren/vnnd die ander Gestalt consecrieren möcht/so söl ein anderer Priester an dem ort der heili¬ gen Mcßanfahen/ wo es der erste gelassen hak/ausis das also das Lpffervolkommenlich verrichcet/vnnd das Leyden Christi volkommenlich rcprcsenrierk/zn gemüee gefiert/vnnd vorgebildet werd/welche rexre- lcncarlon vnd erinderung nicht von nötten ist / wann jemandcnicopfsert/ sonder allain dasSacramenk zu einer Speiß seiner Seeln empfahet/welches vn- der einer Gestalt gnuegsam erhalten wirdt. Schleuß derhalben/dasvil ding einem Priester zurhuen ge- diern/so einem Layen verbotten/als da ist/predigcn/ Beicht hören / die Sünd verzeyhen/ die Sacramene erkhailen/dz Gnadenopfferdeß l^lewen Testaments verrichten/welches Qpffer stehet in auffopfferung deß Leibsvnd BlueesChristi/vnnd in empfahung deyder Gestalten / zu welcher Messung niemandt/als allein der da opsfcrt/ verbunden ist. Ja wann ein Priester nicht Meß hclc/vnnd sich doch dises Sacra- menrs wi! thailhaffcig machen/ alßdann ist er schul¬ dig/solches neben andern gehorsamen Christcn/vn- der einer Gestalt deß Broks zuempfahen. Inson- dcrhcrk H. Sacraments deß Mars. 6 öerheic aber/pstegen die Priester Iärlich in der Rar, Wochen auß vraltem brauch dasSacramenkvndee einer Gestalt zuempfahen/ vnd dergleichen wann st« kn Todrs nötren sein/oder jönstverhindernussenha, ben/dasste das Ampt der heiligen Meß nircelebrke, een künden. Derhalbcn mueß man wol sehen vnd aufsmercken / aufs was endr das Lacrillcium vnnd Gnadenopffer vnder bayder gestalt zugeniejsen/von Christo dem t7errn eingesetzt/vnnd widerumb/wem es vnder einer gestalt Gacramenealischer weiß zu- empfahen/von jme sey verordnet worden. Do das ge- schicht/ so wird man leichrlich verstehen/vnnd abne- men/daß dise von mir oben angebrachte ObieÄion» Gegenwurfs/vnnd Einred: Christus hat das Sa- crament des Altars vnder bayder gepalt eins gesetzt / Go müess mans vnder bayder ges palt empsahen: weder kräfftig/giclcig/noch passter- lich jst.Ran auch durch solchesArgumenk/wie offces auch der gemaine verführte pöfel im maul hat/ die Communion vnder bayder gestalt/nit erzwangen werden. Andern/Sprechen vnsere widersas Ocher/Lhripus der HERR hat in seinem Abendtmahl austruckenlich gesprochen: Trim eket alle daraus. Solchem Bevelch ist billich/jpre- chenste/daßmenigklich nachkomme/vnd jol alst» je, derman das Sacramene vnder bayderlay gestalt empfahen / vnnd der Reich billich niemandt nit ver- sagt / oder entzogen werden. Aber fridliebende Lhri- V Y sten Von der elntn Gestalt deß sten sollen wissen/dass Christus der t7err zu den jenk- gen allein hat gebrochen / dass ste crincken sollen/wel- liche gegenwertig waren / vnd mit jm zu Tisch gesest sen/Als da sein gewesen die zwölff Apostel/welche Er dazumal / dass ste in seiner Riechen das Gnadenopf- fer der t).Mess verrichten söllen/nach lehr des heili- gen Tridenrinischen Concili), zu Priester gemache hgx.Diejenigeaber/so dazuemal niczugegenwaren/ hat er zum Reich vnd Trinckennicverbunden.Dass auch Christus/durch bemelce wort : Trmcket alle daraussz allein die Apostel verstanden hab / erweisen die wort des EuangelistenMarci:Vttd ste/sagrEr/ haben alle daranss getruncken. Dann wan der t?ERR durch die wort/ Trmcket alle daraust/ federman hette wollen verstanden haben/Go hette er östlicher weiss zu disem seinem Nachtmahl beruf- fen / die Sibentzig Jünger/ Item Iosephum/ Nico- demum/ Lazarum / sein vilgeliebce Mutter / Mag¬ dalenam/ vnnd andere Gottsförchkige Matronen/ welche von disem Nachtmahl sein aussgeschlossen ge¬ wesen. Dann der l)err hat allein den zwälffen gc- 2-. sage . Mitverlangen hab ich begert/das Qsterlamb mit euch zuessen/Zu welchen er auch allein/Trmcket alle daraussz gesprochen hat. Vnnd wie er allein die Zwölff verstanden/da er gesprochen: Ir werd euch al- le in diser Nacht an mir crgcrcn : Einer auss euch /»«». L. wird mich vcrrathen: Einer auss euch ist der Teuffelr MM. Gehet hin in alle Welt / vnd prediget das Euangeli- vm/rcalso solle offcermclre wort r Tnncket alle dar^ auf/ H. Sacraments deß Mars. ? Kus/ allein von den Aposteln/ vnnd nie von der gan- tzen Christenheit verstanden werden / wie er dan auch allein zu den Aposteln gesprochen: Das thuet ZV meiner gedechtnuss. Als wolt er sagen: Thuet was ich gechan. Ich hab genommen in mein heilige händ/das Brodt vnnd den R.elch/Hab danck gesagt/ Habs gesegnet / vnnd mich vnder der gestalt Brodcs vnnd "Weins / meinem k-imlischen Vatter für die Sund der "Welt besonderer weiß anffgeopfferc. Di- sen gewalc / das Gnadenopffer des Newen Testa¬ ments zuuerrichcen/gib ich euch Aposteln/vnd euren kIachkömblingen den Bischöfen/vnnd durch sieden Priestern auch/ vnnd thuec solches/fr meirre Apostel/ zu meiner gcdechcnuss. Auß diser Erklärung / ist leichrlich abzunemen/daß in denworren:Tritt(kek alle daraus/ an menigklichkein beuelch nit kan er¬ zwungen werden / weil solche wort allein zu den Apo¬ steln/welche er dazuemal zu Priester gemachc/vn nie zu dergantzen Christenheit sein gesprochen worden. Zvm dritten / frechen vnsere Widersacher/ OEchristus hak gesprochen: Warlich/rrarlich^E sag ich euch/Werdet jhr nit essen vom Fleisch des Nkenschen Sohns / vnnd trincken von sei¬ nem Bluet / so werdet ihr kein leben in euch ha¬ ben/ So gebiret sich / daß wir vnder bayder ge¬ stalt Brodcs vnnd B)eins Communiciercn sollen. Auf diseEinred/eruolgc rHn mir/Erstlich disc Anc- worr/Daß sich die lutherischen dists orrs des Evan¬ gelisten Ioannis gantz vnttd gar mchrs zubehelffen B ty haben/ Don der «'nen Gestaltest haben/weilsrGroßuatterLurher/vnnd seine!7kach- / kömbling/wie auch die Caluinistcn/drses sechste Ca- pirel Ioannis / von dem heiligen Gacramenc des L Altars/ gany vnd gar absondern/vnd mit einander: ainrge gemarnschafft nicht haben lassen / sonder ste deuccen mehr ernendtcn Spruch aussdas Geistliche essen/welchesgeschichk ttir durch cmpfahung der ge- vo«r»r. //-c galten Brodcs vnd 'Weins / sonder durch den Glau- ben/vnd seind der endrlichen mainung/daß an disem ^t Ioannis c^.gar nichts vom Sacramcntalischen Essen oder Trincken gehandlet werd. Dcrhalben r.L^ /. künden die Lutherischen sich dises Spruchs wider Vns gar nit bchelssen/ vnd vi! weniger darauß bayde .» Von nörcen zu sein/erzwinge.Aber da denLu. therischen dise Antwort / welche befuegcer weiß/ wan ste anderst guet Lutherisch sein wöllen/von jhnennie kan Confnciert/ oder auffgelößt werden/nik gesellig/ So sag ich auss die beschehene Qbiection/vnnd Ein- red/zum andern also.^ch bestehe gern/daßwir Chri¬ sti Leib essen/vnnd sein Bluet trincken sollen. Dass aber solches notwendigklichvnder bayden gestalten geschehen mueß/das widersprich ich bestendigklich» Dann in disem Capicel Ioannis nichts gesagt wird von den gestalten des Sacraments/Es hacs auch der tderr nicht beuolhen / daß wir dieselbrge messen müessen/ oder daß wir sein Fleisch mit den Zähnen zerrhailen/vnnd sein Bluetdurch den Schlundt hin¬ ab lassen sollen/als wie wir die natürliche speiß essen vnd trincken/Sonder Mr seinem Fleisch/vnnd von feinem Bluet/sollen wir essen vnnd trincken/welche dayde so wo! sein vnder einer gestalt/als vnder der andern. H. SacrameirtSdeß Altars. r Andern. Dann als dann esten wir stin Lcib/vnd tritt- cke» stin Bluck/ wan wir seines vnzerkhailcen Leibs vndBlnekS rhailhaffrig werden/welches wir vndcr der gestalt des Brodcs volkommenlich / vnnd vnzcr- trentee empfahen /^)nnd wird vndcr der gestalt des Brodcs/eben der Christus empfangen/welcher vn- der der gestalt des "Weins genosten wird. Dan die ge¬ stalt des Brodcs vnnd des "Weins niesten / ist nic vo»r Christi Leib vnd Bluet eßen /Sondern Christi Leib vnnd Bluet/wird vns/vndee der gestalt des Brodcs/ desgleichen vndcr der gestalt des "Weins / volkomen- lich geraichr. "Wan dcrhalben ein Christ das Sacra- «nent vnder der gestalt des Brodcs empfahet / der Istc vnnd Crinckc/das ist/Erneust vnnd empfache Christi Fleisch vnnd Bluet/ja den ganyen (wie wir daldt hernach wcitlcüstriger vernemen werden) le¬ bendigen Christum /jambe dem Leib / jambt dem Bluec/sambtderSeel/vndsambcdcrGorcheic.Dan Christus der t)err vnder der gestalt des Brodrs/Sa- cramentalischer weiß/ gegenwercig/ vnnd volkom« menlich verbanden ist/ vnd sich nie mehr/wie am hei¬ ligen Creuy bcschchcn/trennen vnnd schaidcn lässt/ sonder wie Paulus lehret: Er ist airimahl ge stori ben/Vttnd wirbt mt mehr sterben/der Todt rvirdauck weiter mtvberjhtt herrschen. Der- halben versteht der t)crr durch die wort/ Esten vnnd Trincken von stinemLeib/nic aljo/daß wir bayde ge- stalcdes Sacraments niesten müesten/Er hacs auch nie nik gesagt/Sonder daß wir seines Leibs vnnd Bluecs / so vnder den gestalten verborgen / sollen chailhastv Von der Men Gestalt deß thailhafftig werden/welches vnder einer gestalt so wol/als vnder dayden geschehen kan.Dan nir die ge¬ stalten des Sacraments / Sonder der Leid / das Blnct/die Seel/vnnd die Gottheit/ so vnzertrencee dey einander sein/IaLhristus selber vnsere Seelen speisen/vnd vns lebendig machen thuer/ wie wir jne dan in jeder gestalt/gany volkommenlich cmpfahen. Auff was weiß wir auch den fürgcworffnen Sprucv ^oannis im Sechsten Lapitcl zuuerstehcn Haden/ lehret vns das heilig Tridencinisch Loncilium, wel¬ ches allen k>ujslten dise gantz richtige Antwort gibt; Man mag anssdem Sechsten LapitelJoannis nit schliessen/dass die LommunionzwayerGe- Kalt von dem Herrn gebotten seyrVnangese- hen/in was mainnng auch gedachts Lapitel der Heiligen Lehrer vilfaltiger Ansslegnng Hal - der znnerstehn sey. Dan wer gesagt hat:wee- det Zr nit essen des Menschen Sohns Fleisch/ rmd sein Blnet trincken/ so werdet jr das leben in euch nit haben / Derselbig hat auch gesagt: wer von dem Brodt essen wird/der wirbt in rwigkeit leben» Widerumb: wer gesägt hat: wer mein Fleisch isset / vnnd mein Bluet tritt- eket/derhat das ewig leben/Der hat auch ge¬ sagt : Das Brodt so ich geben werd/ist mein Fleisih/für der Welt leben. Letztlich: wer ge¬ sägt hat: Wer mein Fleisch jsset/vnndtrincket «ein Bluet/der bleibt in mir / vnnd ich in jhm/ Der H. Sacramettts deß Mars. - der har Nit weniger gesagt: wex dasBrodt iffet/ der wird in ewigkeir leben. Souil auß dem Tridencinischen Loncilio. Zum Dritten/Letstlich vnd zum vderstuß/gid ich vnsern widersachern/auff die fnrgedrachte Schriffc vnd Einred/dise antwort/ das offc ein Gententz der heiligen Schriffc/ nach lehr deßheiligen Augustini/auff ein gantz Volek/ oder <üommunircrVermainec Wirde/vnd doch nit reden in- sonderheir ancriffr. Zu einem Exempel Haden wir diese Schriffc: Machset vnd mehret ench / Vttd /. erfüllet die Erdt. Da wil Gott Haden / daß das MenschlicheGeschlcchk stch fol mehren/vnd doch ver- ffchc er dardurch nicht / das jederman heyrathen sol. D)an derNeyscr denilcht/gantzLstcrreich sol auffsein wider den Erdfeindt den Türcken/so versteht sich sol¬ cher deuelch zwar anff das ganye Lande / ader doch nic auffjcde Person in parricularj, vnnd insonderheit verstehet stch solcher deuelch nic auff die weider/ kin- der/vn alce leuth/so nit streikte köndcn. Also da Lhri- siusgesprochc: werdet sr Nit effen dessMenschen^E.-. Gohns Fleisch/vnnd sein Blnet trincken/so werdet jhr das leben in ench nicht haben / hat er Zwar solche Wort zu menigklich geredt/ ader doch nicht mcnigklich verstanden/sonder die Allgemaine Kirche hat er vermainc vn angeredr/daß/wan ste nie , werd thailhaffcig werden/ seines Leids vnd Bluees/ so werde ste kein leden in stch Haden/ zu welchem essen vnd crincken/an stac dergantzenR.irchen verdunden stin/welche an statt der ganyen gemain ( als da sein öie Priester) dasGnadenopffer deß NewenTesta¬ ments täglich verrichten/welches Qpffer erzuvnser nnr ein halbes Oacrament erthaüe/weil sie bayde gestal¬ ten in der Communion Nit gestatte. Darauss spre¬ chen wir Cakholischen. 'wann Christus der N>err in dem t). Gacramenc vnder der gestalt deß Brodts vns raichen ließ/ ein rohes Fleisch one Bluec / vnd vn¬ der der gestalt deß Weins/ein Bluec ohne Fleisch/wie es die verstockte Juden jnen selber auch haben einge¬ bildet / so möchte das fürgeben vnstrer Widersacher ein schein haben* Aber dise Sach ist vil anderst be- C tz schaffen. Von der einen Gestalt dtß schaffen. Dann Christus der k)Err ist vnder der ge- stalkdeß Brodcs nik Bluccloß/ sonder gantz vnd vol- kommen/wie er auch vnder der gestalt dcß Weins/ gany vollkommen vnd lebendig ist/ derhalben ist cs kein halbes/sonderein ganyesSacramenc/wo eral- so mit Fleisch vnd Seel/Flcisch vnd Bluec / Gotchaic vndMenschhait (wie vnder der gestalt deß Brodcs geschichc) Gacramerrtalischer weiß sich gany befin¬ det. Ein halbes Gacramenc wäre das/wann nicht der gantze Christus / sonder nur der halbe chcil von fme/als nur das Fleisch ohne Blucc/der Lerb ohn die Seel/die Menschheit ohn die Gottheit (wann es möglich were) geraicht vnd genossen wurde. Gouil die gestalten belangt/geben vnd nemcn sre dem wah¬ ren Gacrament für sich selbst nichts. Sie sein we¬ der derL.eib noch Bluee Christi/sondern das ist das rechteGacrament/welches vnder den gestaleen/nem- lichder Leib vnnd Bluec Christi/ja Christus selber/ Verborgen ist. Aber da möcht einer sprechen / ich bin Vergnüegt vnd zu friden / wanich meinen k)errn den lebendigen Christum volkomblich empfahe/vnd be¬ kümmert mich wenig/vnder was gestalt solches ge¬ schehe/ weil nic die gestalt/ sonder der warhafftige le¬ bendige Leib Christi/mein Seel speiset. Aberwek versichert mich/dass der gantze lebendige Lhü- rus/vnder der gestalt dest Brodts verhandelt Antwort. Als Christus der k)err in seinem lec¬ ken Abendcmahl seine Jünger zu Priester gemacht/ »ram er erstlich dasBrodc/segnet cs/ brachs/vnnd sprach zu seinen Axosteln/nemer hrnvndeffer/das ist H. Sacramerrts deß Mars. r > mein Leib/ der für euch gegeben wirbt. t)ie haben wir erstlich / dz die Apostel den fettigen Leib empfan- gen/welchen Christus hacee/da er am Tisch saß. Dan er spricht/das ist mein Leib/welches kein bluerloser/ sonder lebendiger Leib gewesen ist. Nachmals ist es ein solcher Leib gewesen/welcher am Gtammendeß heiligen Creuy/für das f)ayl der Welt gegeben wor¬ den. Dann solches bringen diewort Christi mit sich; Dec für euch gegeben wirbt, was istaber das für ein Leib gewesen/ welcher am heiligen Creuy für vns gegeben / vnd für vns ist aufsgeopfserc worden Antwort. B.cin Todcer/ sonder ein lebendiger Lerb/ vnd haben also die Apostel den lebendigen Christum vndcr der gestalt deß Brodrs genossen/ welcher bey jnenimAbendrmahl am Tisch gesessen/vnnd nach¬ mals am Grammen deß heiligen Creuy sich selbs le¬ bendig dargegeben /vnd seinem himlischen 'Vattern auffgeopfferc hac. wie nun die heiligen Apostel/den ganyen lebendigen Christum/vnder der gestalt deß Brodcs/im letsten Abendrmal empfangen/also em- vfahen wir fne auch/vnder einer gestalt deß Brodts« Vnd das dem also sey / bezeuget solches auch der hei¬ lig Ioannes/da er also spricht: Ein feder Geist / der Jesum trennet / oder thailer / der ist nit auss Gott/ vnd diser ist ein WrderLhrist. wie nun dieB.eyer die Ebioniccr Christum zerrrennctcn/da sie jne wahren Gott vnnd Menschen sein/gclaugnee haben/also zerrhailen Christum/vnd sein Anrichri- sien/wclche da lehrcn/das im Sacramenc deß Alcars Fleisch vnd Blnet / sambk der Seel vnnd Gottheit L iq Christi L-«».-. Von der eiaen Gestalt deß Christi nit beyeinander/ sonder das Fleisch vnder der gestalt dcß Brodcs / vnd das Blucc vnder der gestalt deß Weins/abgesündert sey. Ein grosses abiuräum vnd grausamer Irrthumwer es/da man sagen wolt/ daß Christi Leib durch ein jede Consecrakion von dem Bluet abgesondert/ vnnd der t7»crr deß Lebens/ demgewalt deß Codtsvnderworffcnscinsölte. wer das nie Christum von ncwem creutzigen? wer das nie denvnsterbllchen Sohn Gottes widerumb rödten? Q blindtheic der welk. Wer wil von diesen Geheim-« nussen G^dCtes so grob reden? Deßgleichen mueß man Schrifft mit Schrifft erklären / vnd ein Qrt der heiligen Schrifft erklärt den andern: Nun spricht Christus: (^uilnanäucar mc, viucr proprerrne: )Ver mich Mt / der wirbt leben von meinet wegen« wer Mich^mich/sprichker/jsset/neösst/vnnd redet nie vom Fleisch allein/oder vom Bluec allein / sonder Mich/mich/sagt ee/Mt/das ist/mich ganye lebende gen Christum empfahet vnnd neüssc/devwirdt leben von meinetwegen. Dann ich bin das lebendige Brodt/sprichter/welcher ich vom Himel gesti- gen bitt. Ich/ich brn das Brot/Nit nur mein fleisch/ nie nur mein Bluet / sonder ich gantzer Christus/bin das lebendige Brodr. Auß welchem klar erscheint/ das Christus gantz vnnd volkomlich im Gacrament deß Altars/vnder der gestalt deß Brodts sich befin¬ de. Verners/spricht der heilige Paulus: ThristnS ist von Tobten erstanden/ er stirbt nicht mehr/ der Todt wirbt wtitttrmtvber rnherschen. - Wann H.SaerametrtsdeßMars. i- Wannrrun Christus nie mehr stirbt/ somueffmanjs bekennen / das sein Leib oder sein Fleisch im Gacra- menc nicht bluerloß/sonder ein lebendiger Leib sey. Dann da er ohne Bluet wär/so wäre es ein Codcer Leib/welches ist wider die Lehr deß heiligen Pauli/ welcher ausdrücklich lehret/Christus sterbe nie mehr. Derbalben ist im Sacrament deßAltars nicht allein der Leib / auch nicht allein das Bluet / sonder Leib/ Bluec/Seel/vnd Gottheit Christi beyeinander. Wel¬ ches wegen die Allgemain R-irch Gottes lehret/vnird glaubt / es volge concomiranrcr das heilige Bluer one mittel seinem lebendige Leib nach beschehenerConse- cration vnd Wandlung des Brodts: Gleichermas¬ sen volge auch /der würdige Leichnamb seinem na¬ türlichen Bluet nach der Wandlung des Weins/vn seynitjedertheil Leib vnd Bluet an die blosse gerin¬ ge gestalt / notwendiglich gebunden/vnnd darumb zertheilt/vnd volgents/ welches Christliche Lhren nit hören kündcen /getodtet/ sonder sey Christus/sambt Leib/Bluet/Seel/vndGottheir volkommenlich ver¬ banden» Dise Lehr zeigt an vor eclich hundert Jarn mit wenig Worten / der hocherleüchte Lehrer Haornas ^c^uinas, da er also spricht: 8i Lli^uacluorealiceriunr coriiunÄL, vbicunc^z eil: vnurn realiter,oporrer eile aliucl. Das ist: Wann zwey ding wesenltch zusammen-'"^- gefüegtsem/wo dann derselbigen eins wesen? lich rst/ da muess das ander auch sein« Esbestet- tigk auch diese Lehr der Kirchen Gottes der heilige lpieronymus/daervor 120 o.Iaren also schreibt: LinAnli aureiri rorurn accipiunt Cliriilurn Ooroinum: Lc in ün^ulis pornonibus coms eü: nec xer ün^ulos minui-. cur, ' Von der eitlen Gestalt dcß i tur, 5cä inreArum 5e in linAnlis prLbcc, das ist: Alle VN zedeempfahen den ganyen HErrn Lhristum/ Vlid er ist in allen theilen gantz/vnd wird durch dietheil nichtgemindert/sonder ergibt sich sel- r>. /5^-». ber gantz inn allen theilen. Jeem r Moyses hat ^^9 das wahre Brodt nicht geben / sonder der Jesus ist selber der Gast/ vnd das Mahl/ er isset/ vnd wirdt selber gessen. Bapstwüari- US schreibt eben auss dise msrnung/vnd spricht: <7E wo ein theil ist dess Leibs/da ist auch das gany: Es ist ein gleichheit inn dem Leib dess Herren/ welche da ist im Himmelbrodt/welches ein Fi- gur dess Leibs Lhristi gewesen ist» Von wel¬ chem Himmelbrodt man schreibt/dass/welcher mehr geftmblet hat/der hat nicht mehr als ein anderer gehabt. Dan man muess nitansehen die sichtbarliche grösse inn disem Geheimnuss/ son¬ dern die Geistliche lLrafft dess Gacraments. Bisher Bapst Hilarius. 'weilindeinjetzternrelcen Gententz Meldung geschichc deßt7immelbrodcs/sol ich nit vnderlajsen/bieher zusetzen / was von diesem ^lann2 im Alten ^Testament geschribe stebt. Der Text lautet also: Moyses aber si>rach zu;nett: Diss ist das Brodt das euch der HErr zu essen geben hat. Das ist aber dess Herrn Gebot. Ein jegli¬ cher famble dess sovil/als er gnueg fckr sich habe zu essen / Vnnd neme ein Gomor für ein jeglich Haupt/ H. Sacr-aments deß Altars. , ? Haubt/nach der zahl der Seelen in scinerHöt- ten sol ers neme». Vnd die Rinder Israel khe^ ten also/vnd sambleten einer vil/der ander we¬ nig. Ader do mans mit dem Gomor ausimast/ Wardt dem der vi! hette/nichts Vbrigs/vnnd dem der wenig/ nichts mangelt / sonder ein jeglicher hak gesamblet/soml er fnr sich essen möcht. Ebcnmcstrg was hie durch Moysen geschrie¬ ben worden / künden wir auch von vnserm Wimmel- brodc des Leibs Christi vermelden. Der jenig so mehr gestalten/k^emblrch bayde empfachc/ nimbt vnnd niejsec nir mehr / als der sich einer gestalt gebrauchet. Dnnd der so ein gestalt empfächr/ hat eben souil/ als der bayde gestalt geniester. Dan nie die gestalten vns selig machen / sonder was vnder den gestalten ver- borgen/das ist vns nüylich/vnd zur seligkeic fürcreg- lich/nemblich Christus dcrt^crr. Man schreibr/das t)inre!brodc des Alten Testaments sey gleich gewesen dem CorianderSamen/vnndohne allen zweifsel nie ohne sonderliche schickungGottes.Dann gleichwie der Coriander Samen dise Arc vnnd Aigenfchafse har/ daß /wann er schon zu kleinen stückle!« zerrieben rvird/nichcs desto weniger/so man jn seet/so gehet er auff/vnnd bringt frucht. Also auch vnser tAmkischer Coriandsr/vnserChristlichs k)imelbrodt/ob gleich- wol die gestalt des Brodcs in ^)articke! vnnd Stuck gebrochen wird / so ist doch Christus nicht nur in der gantzen t)ostia oder Lblat/sonder inn einem jeden lOarricu! gantz vnnd volkommenlich/mir Leib vnnd bcel/Gsttheir vnd Menschheit/Lleisch vnnd Bluee/ D vnd Don der einen Gestalt deß vnd durchanß Nit halbiert/oder zerstuckt/als daß ein stuck von seiner Menschheit da / ein drumb dort / der ^eibbesonder/dzBluec besonder/die Seel besonder war/ welches sich von Christo de t)errn durchanß nie reden läßt. Der hochberhümbte ^ehrer/Freund/vn Märtyrer Chrlsti/der t?. Cyprtanus/zaigc an / vnd schreibcvor izoo.Iarn/daßChristus gantz/vnnd nie weiß imSacrament empfangen wirt/mrc distn r VnL eil: c1ornu5 LcclcilX,in <^na?^§NU5 cdirur: nullu8 ei communicac, ^ucniIü-Lelicici nominix Aencro- llcas non comrncnärr. bluiux ?Lni§ üZurL fuir lvlLNNL, ^uoäinäeicrropImc.Dasist.ÄlleM lsteiN^aus dek Kirchen/darinn dasLambgessen wirbt:Me^ mandts mag dessen thailhafftig werden / er sey dann durch den Adel des Iscahelitischen Na^ mens angenemb gemacht.DisesBcodrsFigur ist das Manna gewesen, t)ie har ein frommer^ ser die mainung des vralren ^eiligen Cypriani/da er ssricht / Daß das Lamb/welches ist Christus/vnd nie nur das Fleisch / oder das Bluet des Aambs / sonder das ganye Aam/der ganye Christus/genosien wirdc. welche empfahung des ganyen Christi/bczeugtdie glaubwürdige von den Priestern in Achaia beschrib^ t)istori/des heiligen Apostels/^närcL, welcher zu " dem Tyrannen Egea also gesprochen: Ich Ypssere alle tag dem allmechtrgen Gott am Altar /nit Vchsen oder Bock steisch/sonder ein VNbesteck- tes rames Lamb/rc. t)ie haben wir/daß sich vnder der gestalt desBrsdrs nit nyr das Fleisch befindet/ sonder H. Sacrameirts deß Altars. »4 sonder dz gantzeLamb/welches ist Christus derk)err° Sregorius lTlrssenus schreibe vor iroo. Jaru / dise Wort:^.rcano §Lcriiicy mocloiäe cK §Lccrdo8 Lc ^.Anu8: Das ist: Durch em gehaime weiss des Vpffers/A^^ ist zu gleich der Priester und das Lamb. Der Ephren» voriroo.Iarn/hat vns vondisemvnbe- steckten Lamb volgenden Sencentz verlassendloli icrurLri inscrucabilia-^LM 6 iKa curioxe rimari8,non iam 6äeÜ8 vocLbcri8, ieä curiolu8. üäeli8 Sc innocenz. karriLi^L immacularo corpore Domini, üclc^IemilimL, cerrus t^uocl LANum i^ium inre^rum commeäi8: das istr Du solt nit vnergrändtlrche ding erforschen. Dan so du diesen dingen färwitziger weiss nach¬ stellest/ so wirstu nie ein gläubiger/sonder em fürwitziger genennet werden- Biss gläubig vst unschuldig. Mach dich thailhafftig mit völli¬ gem Glauben des Leibs Lhristi / vnnd sey vere gwissk/dass du Wst das ganye Lamb. Das ganye Lamb essen/was ist es anders als Christum/welcher ist das Lamb / jo hinweg nimbt die Sünd der Melk/ völltgklich vnnd nie stuckweiß in dem s).Gacrament empfahen^DissLamb ist am Stammen des heiligen Creutzs zu vnserer Erlösung blueciger weiss auffge- opfserc worden/welches vnder der gestalt des Brodes sich selber vnblueriger weiss vns zur speiß der Seelen verordnet hat.Ab welcher vnstchtbarer gegenwertig- keit/wil vnnd ermaner vns der t).Ephrem / dass wir durchauss nic zweiffeln/jonder den Worten Christi/jo die warheir selber ist/volkommen glauben geben sol¬ len. Mit bemelrem heiligen Lehrer stimbt vbereins D tz de* Don der einen Gestalt deß der fnrcrefliche Kirchenlehrer Lrigenes/ jo gar irahe '. vor 140 o.Iarn gelebt/vnnd schreibt/Daß zu seiner disegewonheik gewesen/daß/wann man zu dem K L?<». Sacramenc des Altars gecrerren / jeder Commu- »E/v. mcancdisewort/derwirvnsauch noch heutiges rags gebrauchen/gejprochen.Dolnirie non ium-ch^nus: Das ist: Herr ich bin Nit würdig, wir sprechen nir/du Leib/oder du Bluet Christi/ Ich bin nic würdig/son- der/t7err/t?err sprechen wir/ ^ch bin nit wnrdig/daß du eingehest vnder das Dach meines sündigen t>cr- tzens/rc. Dardurch wir bekennen / daß wir Christum gantz empfahen. welches wegen vnscrc fronrme alce Tcurschen gepflegt haben/diser weiß zu reden sich zu- gebrauchen: Ich wü prrferen Herrn empfahen: Ich hab vnfernHerrn empfangen: Ich wil zn VNferm Herrn gehen/rc. Dardurch ste haben wöl- len anzaigen/daß wir des lebendigen Christi in dem Sacramenc des Altars chailhafftigwerden.Bemek- 0^./sco«-- ^r vralte Lehrer Qrigenes nennet die Speiß dises Sacramencs/ein heilige vnnd vnzerstörlrche Speiß/ welche/sagt er/wanns der Mensch einnimbt/ so gehet der Herr zn jme hinein. Diß sein so klare wort/von der volkommenheic Christi in dem k). Sa- crament/daß ste ainiger erklarung nit bedörjfen. Di¬ sc Catholische warheit von der gegenwertigkeitChri- sti/vnder der gestalt des Brodcs/wirdc auch durch den t).Ambrostum/so vor iroo.Iarn/ein eiffriger vnnd Gott angenemer Bischoff gewesen/ bestettigc/ mir disen worren: Lhristns ist der Reich Schatz bist- Brodts^ Er ist ein faistes Br-dk/wee H. Sacraments deß Mars. 15 von dem Mt/ den mag nie hungern. Das Brot . yst er den Aposteln geben/ dass sie es dem gläu¬ bigen Volck aussthaileten.-Vnd er gibt dastelbig selbst noch heurigstags: Er ist der Prie¬ ster /der das durch seine wort täglich Lsnse- crierk.Derhalben ist das Brodt ein Speis der heiligen worden. Go können wir den Herrn nun selb empfahen/der vns sein Fleisch gege¬ ben hat/wie er sagt.-Ich bin das Brodt des Le¬ bens. Da bekennet der heilige Doccor/daß wir em- Pfahen dcnk)errn selbs/indemSacramentdesAl- cars.Bcmelcer heilige L.ehrer/schrcibc auch an einem andern ort: 8acramenrum <^uoäL^riKi icrrno- ne con6cicnr,Lc üilllo äacrLinLnco LhriKuz cii::Das ist: Das Gacrament/ welches du empsahest/wirdt^ durch das wort Christi verrichtet /vnnd in solr^" chem Gaceamenr ist Christus. Diser Göttlichen rvarhcic/gibe auch zeugknuß/vor 1200. Jarn Epi- phanivö/vttd sagt: LinMnz vere eK in Koc 8acrLlncn- ro,eum non6ci11i L^uaIe in <^uLnricLte> nec iirnile in ü- xuraDaöist-Lhrrstus ist warhaftig ittdisem Sa- crament/weil chme auch nichts kan gleich sein in der gröffe/noch gleichförmig in der Figur. Dev hoch vnd weitberümbte B-irchenlehrer der to.Angus stinus / so vor irfo. Jarn gelebt/ bestettigt dise Chris stenliche warheit an vilen orten/ Sonderlich aber/da er vkerden Drey vnd dveisirgrsten Psalmen schreibt/ spricht evr kerebarur L^riiius in manikus iui;, c^uanclo 5>. corrunenäans iplmu Lorpus iuum air: bloc eK Lorpus V iy mcmnr Don der einen Gestalt deß « mcurn: fcrebar cnirn illuä Lorpus in inanibux iui§: Das rst.Lhristus ward in seinen Händen getragen/da er seinen Leib denalch/Vnd sprach: Das ist mein Leib: Dann damals trueg er den Leib in seinen Händen Widerumb daselbst spricht er: Die Indett feind an dem gecrentzi§ten6lmdrworden/Wir aber werden erleuchtet/ wan wir den gecrentz- igken essen vndrrincken. Da vuderweiftt vns der gewaltige Mehrer/daß wir den gecrcutzigcen/dasist/ Christum cmpfahen/vnnd nie nur sein Llcisch/vnnd sein Bluec abgesünderter weiß. Ehe wir aber zu den andern t). Rättern jrc zengnusse» znuernemcn fort- fchreitten/ kan ich nie vnderlassen/ auch andere Sem tentz drscs cheuren Mans des t). Augustini/zu besse¬ rer erkündiguttg/Lmzuführen.Ätt einem ork lehret er ,» also: Inuirac Dominus ieruo8,vc prLparcc cis cibum tc- ipium. (^.115 LuclcarmanciucLrc Dominum iuum? §c ra- mcn Lir: ()ui mLnchic^cmc^ viuir proprer mc. ()uancio <7o»/r. manäucarur^ vica manciucarur: ncc occiciicur vcman6u- cerur: ieci morruos viuiäcac. ()uanr!o manciucarur, rc6- citzicci non clcircic. ^/lanäucarur LbriKux: viuic manciu- LLru5:^ui2xc5urrcxirocciüiL:Da6ist:D6r! Herr ladLt feine Diener/ avff dass er ihnen beraitte sich sel¬ ber zur Gpeiss. wer ist so keck/der da wolt ser> nen Herren essen ? Vnnd nichts desto Weniger stgt rrrwer mich Wt/der lebt von meinet we- xen. wann er gessen wird / so wird gessen das teben:Vnnd doch wird ernit getödket/avff dass §rm§g gessen werden / sonder er macht leben¬ dig H. Sacraments deß Altars. i6 öig dir Codten. wann er gessen wird/so er¬ quicke er/vnnd leide mt nangel-Christus wirbt gessen/vnd lebt/nach dem er gessen ist. Dann er ist von Todren erstanden/nach dem er ist ge- tödtet worden.In distm Spruch Haden wie/daß er stch selber vns geb zur Gpeiß/vnnd daß er gatttz war- haffriglich geffen werd. Verners schreibe bemelcer Augustinus : manäucLnres in 8acrLmcnro (^briKum pLupLrcm,clec1jANLncureiIepLuperL5:das ist: z^s.c^.r?. - Erliche so den armen Christum in dem Gacra- weirt empfahen/die schämen sich arm sem.wide- rumb schreibe er drst wortMil bumilis clicr, 5cbumi- r-> liasser Dominu; Ieiu§, eum noc munclucare, ncc bibere poruiLlnur.- Das ist: wann Christus Nit demütig war/ vnnd sich nit ernidriget hette/ so hetten wir jhne weder essen noch trincken khünden« Da mercken vnstre Lutheraner/daß wir in dem Sa- cramene des Altars Christum eßen/Christum trin- cken/vnd nie stuck weiß/wre sie jhnen träumen lassen/ sonder volkommenlich empfahen vnnd messen. Von distr demue Christi/welcher der t). Augustinus in» dem jetzt angezognen Seneentz gedencke/thuet auch Meldung der r>.Tbomas/vnd jpriche: LLäern bumili- O.TLs« t38 incomprcbcnbbilein Dominum. bbueKurb cocgic ire<^uenrer venire 5ub ipccie puni8,ac1 eoniolLrioncm 6- rlelium in 8acmmenco : Das ist: EdtN bist deMNt hat den vnbegreiflichen Herrn der Maiestak gezwungen zu mehrmahl zu kommen mn dem Gacramenk vttder der gestalt des Brodts/zum tröst Äon der eirrerr Gestalt deß tröst der Manbigen. Da haben wir klar/daß Christus komme zu vnsimSacramcntdesAirars/ nie stucLweiß/sondergantz vndvolkommen/auff daß wir seines crostschailhasscig werden. Der k).Grego- D.r7^/k^. rrus/st>vor ^oo.Iarn gelebt/schreibt dise wort:E)b gleichwol Christus nach seiner Vrstendt nicht stirbt/vnnd der Tode vber;hne keinen gewalk mehr hat/Iedoch/da er vnsterblich vnd vnoer^ sehrlich lebt/wrrdt nichts weniger für vnsinn disem ^6erio oder Gehaimnuss des heiligen Vpffers widerumb immoliert vnndueopffert. t)ie merck mein Christ/daß nic nur der Leib Christ» allein/ oder sein Bluct allein / sonder der ganye Chri- stus im Gacramenk verbanden. Derhalben wir Ca- tholische von einem halbierten/ zerthailren/ oder zer- trencen Christo/durchauß nichts wissen. Aber wir D.i?L>2/r.L^ wollen auch den Chrysostomum hören/wie herlich er vonder volkommenhcic Christi in dem t). Sacra- ment des Altars geschrieben/ da er stch diser wort ge¬ braucht: O rniraculum, 0 Der deniAnirarem. <)ui cuin parrc iurünn iec!cr,in illo i^5o cemporis arrioulo ornnium MLnidusxrrrÄLcur: Dasistr V des WUttdekwerckS/ D der güte GottesrDer so oben bey dem Vat^ ter sitzt/der wirdtmn demselbigenavgenblick D.er-7/2.r-- durch mrmglich Händen gehandlet. Item/ixsum «»///.,» -^i^e8^^sum rLNAi5,ig5uln corrime6i5:Dasist:§)N sichst jnchn greifest jn/dn rsiest jn.'widerumb an einem D. <7L^/S. andern ort spricht er: Non pueruin, leä ixsulN vni^enirmn L>ei ülium acci^i5:Das jst:Dtl empsahest H. Sacrameirks deß Mars» i? "it ein RoniglichesRindt/sonder da empsachst den erstgsbornen Sohn Gottes» Empfahen wir in den» Sacrament des Altars den etngebornen Sohn Gorees/ st>werdenwir gewiß!ich/nach lehr der Anrhcraner/rne empfahen ein blneekostn Leib Chri- sti/anch nicht cin lcrbloses Blucc Christi/ sonder den Sohn des lebendigen Gorees selber» Desgleichen schreibt bemelrcr heilige Chryststomus/dastwirvmb D. ' vi! beßcr haben/als die heiligen drey A.önig» Illi cnim (in^uir) vieler unc Cbrillum^non ramen secum rulerunr^ ^c>8 aurem nobitcum tcrimu;: Das ist: DgNNst§ dlL heiligen drey König/die Weisen- spricheer/ ha¬ ben Lhnsiumgefthen/aber mt mrk sich getra- gen/absr wir tragen M mit vns. Eben drß leh,» retanch der vralee Mehrer CvrillnsvsriLoo.Iarn/ 6/^7/«, da erbricht: bKlcimur Chriiliberh boc cK, CbriKum in cor^oribus no^rris icrenecs^cuin cor^u; eius Le larigui- Ncm inMLmbranoKrarccix>imu8: dnöist: WNL »VLk- den Ltzulchferch Las ist/ wir tragen Christum in vnscren Lcioern/wann wir in unsere Elieder/ sem Leib vmrd Blnet zu vns nemmem Da ge, schicht abermals mcldnng / das wir inn dcn; Sacra- mene des lebendigen Eyrrsti rheilhaffrig werdemDer heiligBastiius crLlLrctdife A?arheiL in strucr Mcs/ O.F^//.,» da er Christum den tderrn rnn dem Sacrament des L//^. Älrarsverborge::/alsoanredet: (chuibuoracum ^arrc bchc;, Lc bic inuiilbllieer nobibcum c5: Das ist: OLV du oben sitzest bey dem Varker/vttd brst hie bey Vtt2 vnstchtdgrer weis. -Icem/ bezeugt dis: vol- E körn. Von der eine» Gestalt deß kommenhcic Christi irr» discm heiligen Sacrament der t). Damascenus vor>>o o.Iarn/vnnd spricht: ()uiLcompoiiriiumu8exc1upIlcinLrurL, clarus ost nobis cibu8> c^ui eK Dominus noilcr, Leiubss)cciep2ni8 propo- kirur: Das ist: weü wir zwssache Narurha- den/ist vns gegeben ein Speiff/welche ist vn- steeHErr/welcher vns vndec der gestalt de^ Brodks störgesetzt wirbt« Der stnreiche Lehrer PetrusLombardus/so vor 420. Jarngelebt/schrei- ^.^»/5». bet gar klar vnnd gut Aeursch von diser Gach/vnnd spricht. 8ub vrra^z lpecie corus sumicur Cbrill:u8,ncc plus sub vrra^;,nc:c minu8 5ub LlrerL rsnculn sumicni-: das ist: Vnder einer jeglichen gestalt/ wirbt der gantze Christus empfangen/wird auch nit mehr vnder bayden / noch minder vnder einer allein em-« L.TAEH»«- j)stangett.Der Adomas redet von diser geistlichen Malzeit/in welcher Christus der k)err volkomme?n lich genossen wrrdc/gar schön vnd herrlich /mir disen Worten: Ö du ksstbarliche vnd wrmdrrbarlrche kNahlzeit/ die du bringest das Hail/ vnd brst er¬ füllt mit aller lieblicheit. Dann was kan kost- barlichers stein/als eben dise Mahlzeit/In wel>« cher vns anstgestetzt werden/nit das Fleisch der Kälber vnnd der Böck / wie vor Jaren in dem Alten Testament geschehen/ Sonderes wirbt vns auffgrsetzt Christus der warhaffkig Gott, was ist wunderbarlichers als dises Gacra- menten welchem Brodt vnnd Weitt/inn den Leib H.SattametitSdeMltsrs. ir Leib vnnd Bluet Christi wesentlich verwand¬ let werdenMerhalben vnder der gestalt eines kleinen Brodts/Lhristusvolkomner Gott vnd Mensch begriffen wirbt/ vnnb wirbt von den Gläubigen geffen/vnd doch mt zsrriffen/Vnnd das noch mehr ist - so man das Gacrament zer- thaür/so blervt er doch gantz vnder ^eben par^ tickel des Sacraments.Bey welchem klaren vnnd Hellen Gencentz des hoch erleuchten Doctors/haben wir zway ding zu mcrcken. Erstlich/ daß der ganye Christus irr dem heiligen Sacramcnt verbanden scy. Nachmals sollen wir wrsien/daß vnder jcderr s)arricl gleichfals der gantze Christus sey /wann gleich die ge¬ stalt des Brodcs zerchailec wirdt. Es scy auch die Aarricul groß oder k!ein/so ist ein Christus/vnnd cm- pfahet der vnder der kleinen eben jouil/als der ander vnder der grossen. DißEehr/Vnd Carholische war- heic/ist auffein Zcirdurch hernach volgLncs^Vun- dcrzcicher» besterrigk worden. Fu Secfcldt/zwischen wundere L.andspergvnd Insprug in der Tyr^rschen Graff Zeichen, schaff/ist ^nno Oomini gewest einEdelman/ ^E//z/?o--/ namens / Lßwalör Mülser / ein Llauvrman des Gschloß/Schloßberg genant. Disemwardie gewön- liehe der Commurncanren k>ostiazu klein/ein grosse- re wolc Er haben/weder man sonst dem genramen Dolck raichcr/vermarnet etwa mehr zu sein/vnder einer großen/weder vnder einer kleinen idosiien. Da />^s aber gedachter k)aupr:odcr Ärndtman / die grosse tdostien bcy dem Alrar enrpfahen wolt/wich bald der Hoden vnder j hm/also/ daß Er zu grundr sanch. In E h dem Don der einen Gestalt deß dem Er aber stch an den Alcarstam vcrmaink zn steurenvnndzuhalren/ erwaicher jhm der: Grain im griff/wie ein linder Brode karg. "Vnnd als erdiet^SF stia durch den Mundt nic bringen moche/hat solche der Priester inn das Gacramene tväußiein gelegt/ welche noch heutigs cags/ mit Bluee vberzogen/ge- zaiget wirdk/ bey welcher auch/ zu v-rssru zeiten/stch vil Miracul haben zugeeragen. Die Feichen/welchcr masten er inn die Erd gesimcken/ vnnd wie der Alear den fanden wie ein "Wachst gewichen/ st chr uran Heu- rigs tags noch Durch solches Miracul hat GocevnS anzaigen wölken/ daß die grsstc/odcr dre klcinheir der gestalt/ nichts nie fürcrag/ sonder allein das jenig/sö vnder der gestalt begriffen / als ncmlich Christus der t")err/vnszur Seligkeit hülstich vnd hailsam sey.Di/ se Gach/dass nemblich Christus vnder jeder particuk des Sacramemsgantzscy/erkläret auchCr^cu; In- rcr^rc;, wie wir bey dem N>» Choma lesen/ mit diseN O.T-Ls» /» Worten r Ein jeglicher empfahet den ganyerl Leib /vmrd das Blnet des Herren/ob er nur ^i! VSN den Gehainnmssen empfa- het.Danr; wie em pedtschaffk oder Insigel/sein garitze vnnd volkommene Bildtnuss vilen din¬ gen/ den es eingedruckt wird/ aufthailer/ vnnd bleibt gleichwol nach der ausschailung gantz- Item / Wie ein ainige Gtim zugleich inn viler Dhren erschallet / also sol auch niemandt zweif¬ le«/dass inn einem jeglichen thail des Gacra- vrents/der Leib vnd das Bluek des Herren ge¬ funden H. Sakraments deß Altars. '9 Kunden wird. Der td. Bernhardus/har jo gar nie gezweistet/daß der gantze Christus im Sacrament dos Altars sich befinde/daß er auch einen Rcbclli- schon Grafen / durch dassolbig zum gehorsamb ge¬ bracht. Dann also schreibt von jme der fromme Abbe Wtlhelmus/ftin bester freunde / mit drsen worccn: wunder/ S. Bornhardus nirnbe der» Leib Christi auss eirr zerchcu. Aaren/vnnd tragetjn fürdieZxirchrhürhrnaußzu einemÄllbcrspcnnrgcn vnnd Rebellischen Grafen/ vnnd sagt zu jbnrc: Slhe da geherzu dir heraus der SohnderIungfrawerl/der daistdast^aupkvnnd der t'lLrr der Kirchen/welchen du verfolgest, tdie ist zugegen dein Richter/ in dessen namen sich alle Ami« bwgon/der idrmlischen/der Indischen vnndtdölli/ scheu tdre ist zugegen dein Richcer/inn dessen tdändr dein Seo! der mal)! eins kommen wird.Da der Graf sähe den Abbecn mit heutigem Geist fort gchn/vnnd den aller heiligsten Leib des t)errn inn tdällden cra- gen/ist er erschrocken vnnd erstarret/auch mit forchr vnd zittern kraffrloß worden/ vnnd wie ein Dnsinni- iger aufs der Erden sich vmbgewaltzer/vnd da jn sei¬ ne A.riegßleuc auffhubcn/fiel erzum andern mahl auss das angesiche mder/ biß jn S.Bcrnhardus mir dem Fueß stosset/vnd auffstehen hiesse/ mir disen wo:- rcn-ttieistderBischofzuAictauien/denduvon sei¬ ner Kirchen vertrieben hast/gehe hin vnnd versöhne dich mit jm/vnd mach init jm fried im heiligen 2^uß/ setze jn widerumb in stin Bistumb ein/ rhue Gott ein abrrag/vnndwasduzuuor gcschmächt hast/das er¬ statte jetzunder mit ehren vnd preisen / Bringe irr dei¬ ner gantzen AerrschaffkdieZwispalrigenvnd'Vnai- E iy nige» DottdereirmrGLstMdeß nrgen / widerumb zur aimgkeik/ Vrzderwirjf dich dcrn Bapfl Innocemro/vnd wie jrn die ganyc Airch gehorchet/also scy auch du disem von GL'C C er-- rneldrengew-ütigem Bapst vnderrhanvnndgehsr- samb. !"lachde?n der Graff diß Hörer/wird er durch derr r^.Gcistangeschen/vnd durch die gegenwärrdcs td. Sacramenrs vbcrwnnden/darif'Vndkan nichts antworten/ sondern läufst den; Bischoflc aißbaldk enegegeü/Vnnd nirnbc jhn an nur denr heiligen Nuß/ auch eben mir der i^ande/ mir der er sich gegen jhrn verschworen/ führet er m widerum/ mir großer frcud der ganycn Gkarr/zu seinem Bischöflicher» Sige vn S euebAuß drscr tdiflori baden wir erstlich zulcrnen/ rvrc kräfftig da scy das Sacramenrvnder einer ge- stalc.!^achnra!s haben wir vns zu erinderen/daß der td.Bernhardus nimermch: herzu dcmobbemelrcn Grafen gesprochcn/Da ist der Sohn der Jungfraw- cn: Da ist das i^aubc vnd der l^orr der Kirchen: D«r ist deinRrchrer/rc. "Wann er nieanß td.SchristrvnF derwisen/mitder gantzcn Kirchen Gorres fcstrglich geglaubt herc/ daß Lhristns vnder der gestalt des Brodts/gantzvolkommerr/Vnndicbnchig scy. errn auffein f)aten gclege/vnnd - dicselbig auff das klaubt des Weibs gejetzt/vnnd gcs^rochen-Gihe du vcrfluechccrGeifl/aihie ifl dein Atchter/gegenv^ertigifldie höchste kraffc/zvidersetze dich H. Sakraments deß Mars. r<» Erich fhme/kanstu es:'Es ist gegsnwerrigderstnig/ weicher als er für vns leiden wolt/gesaget.k^unwird derFürst discrwclt hinaus gesto sscn/rc. Dardurch» der r). Bernhardts in keinen zwciffe! nie gesttzt/dast Christus vnder der gestalt dcsBrodrs volksmmen Zegenwerrig sey/Sonst hcetc er zu dem bösen Geist mmmcr nic gesprochen/t^ic ist deinAichter/da ist , dein !Aerr/rc.Darbey auch zu merckcn ist/daß der bö¬ se feinde mucß weichen vndaußfahrcrr/wann vnnd wo diß tA.Sacramencgegerrwercig. Derhalbrn sol¬ len wir solches offr empfahen / vnnd darbey der wol- thar Gottes allzeit ingcdenck sein. Die krafft vnnd machtdesi^Sacraments desAlkars frrncrs zu ent¬ decken/ sol ich nie vnderlassen / volgcnde iAistori zu er- Zelen: Demnach dert).Anthonius von Padua irr der Wunder- Tolostrncr gegenc/ ein gute zeit mit einem halßstarri- Zeichen. Zen Actzcr vsm t"),Gacramcnr des Alrars/gar auß- bchrdig/scharpff/vnnd griLndrlichdispurrerc/denseb den also gezwungen vnnd vberwunden/daß er jhm Mrch Leine rechtschaffene Solution vnnd Antwort Mehr gebe;, Londc/ vnnd zum wahren katholischen Glauben also weit bracht vnnd bewcget/daß er saget: Diolan / wir wöllerr hicrusn nie viel worc machen/ sondern zu denMiraculnvnndwerckcrr schrerrecn: D)ann du Ancbonissagt er)wrrstdurch ein Miracul öffentlich anzeigen vnd bswcisen/daßin der kd.Con- secrierterr Hostien der wahre ll^cib des l^errn Christi 6egcnwcrtig/ss wil ich der Aeyercy absagen/vund wich also baldcinnden Gehorstrmbder Christlichen katholischen Kirchen begcben/vnd dir glauben ge- ^en. Der heilige Mann Gorees bewilliget solches/ mit Dorr der ewerr Gestalt deß mit dapfferem bestendigem k)evtzen vrrnd Gemüt. Darauf sagt der Hetzer:H?o!an/ so begere ich rum dißvnnd ein solches Miracul: Mein Maulthier sol drey ganycr Tagone geßen vnnd one gecruncken im Stall verschloßen bleiben/ Aufs den dritten Tag wil ich esherauß furen/ vnd jme das beste Lutter für-stei¬ len. Go komme dann du mir deiner heiligen Conse- crrerren sdosticn/virnd stehe gegen jhme."N)ann nun solches mein hungerigs vnnd frefsrgMaulrhjer sein gewöhnlichs vnd narürlichsLurrer vcrlasi'en/vndzn dem Gork/der in der sd.Eucharistta sein sol/zueylen/ vnndEhrerbietung erzeigen wrrdc/ wil ich deinem Glauben festigklich anhangen. Der heilige Mann nimbk disc Kondition an/vnnd verhaißeks mir Gött¬ licher hülffzuvslsnden. Solches wird verkündiget/ vnd ein bcstimbterTag ernennet/aufs welchen bay- dcrscies der katholischen vnd ketzerischen ein große anzahlVoleks sichvcrsirmblct/ beraiecer sich derkd» Amhonrus mit grosser andache zum Ampr derlei- ligen Meß/welche erin einer Lapelicn/nit ferrn von ernencern L>rt/Hic!k.l7?ach dem aber die kd.Constcra- riondcrEucharistia gesichchen/vnddasMaulcbier aus dem Stal! zun» aller besten Lutter geführct/ gehet er mir heiligen A.laidern angezogen / vnnd die kdcilige Hostien aufs der s)aren inn Danchen tragend dcranst/vnnd lprichrdasMaulrhiermiedi- stn Worten an: In der trafst vrmd inn dcrn bIamcN deines Erstböpffers/welchen ich vnwürdiger alhi^ inn meinen Landen halt/gebierichdir/daßdn ey- lcnts st-"-- herzu gehcst/vnrrd aufs deine weiß/nacd deinem nögen/jme gebnriiche Ehr beweisest vnd erzaigcst/ H Sacramerrtsdeß Altars. -r erzargest/ aufs daß a!le/jo alhis gcgsnwcrtig/war- Wässrig crkenen/ daß vnder discr kleinen 5dost:a mein Erlöser vnd dein Erschaffer verborgen sty. Was ge- fchihecr'L wie wunderbarlich vnnd erschröcklich stind die Gehaimnussen Gortes: Das Man lrhier verlaßet feur gewöhnlichs Lurrcr/gehet dem k)ochwürdigcn Sacrament entgegen/beuget vndfclrauff feineför- dere kme nider/naigr sin tdaupr/ vnnd erkennet ge- genwercig seinen Ldcrren vnndSchöpfer. Wie die Menschen dißMiraculvnd'Muttderzeichen sahen/ lobten sie Gott/vud sagten: wir haben heur gesehen feine lOerrligkeir vnd "Munderwcrck:Der Ketzer ver^ lrcs- seinen ^Irrrhumb/name an vnnd empfiengmik andachc den Cacholrschen feligmacherrden Glauben. Bey welcher tdistonen wir vns zu erinnern haben/ daß in der Birchen Gorces alzeic gegtaubc/vnd auch von dem td.Anrhonio gelehrt worden/daß der Sohn Gorees warhafftiglich inn dem Gacramenc gantz vn volkommcn crchailr wird. Danwarumb hat der td.Anchoniuü zu dem Maulthier gejprochen/tdie ist dein Erschaffcr/tdie ist dcr/welchcr mich erlöst hatr Wann er die gegcnwerrigkeitdes volkomnen Christi vnder der gestalt des Brodts nir vestiglich geglaubt her^ Wie nun die id.Datter durch bemelte Seneentz vnd erzaigre Miracul außfürlich angezaigkvnd er- wiesen/daßder lebendige Christus/ stch inn dem Sa- eramenr vnder der gestalt des Brodts volkommen- Kchbefinde/also haben auch die tdochheiligen Conci- ^en dise warheit vnnd lehr der Barchen Gottes nie verschwiegen/sondern außfürliche Erklärungen du» §esArriekels haibeneruolgen lassen. Das td. Conciü- L ELal- - Von der einett Gestalt dcß um I-LrerLucuic, so vor ?82.Iarn gehalten vorder»/ ^Redek vsn diser Sach also: Es ist ein ainrge allge^ mame Arrch der Gläubigen/ äusser dec aller ding/niemand selig werden magMarinnen Je¬ sus Christus seid bayde pnester vnd dasVpft ser ist. Diewort sein klar/vndbcdürffen keiner auß^ legung. Christus/ sage er/sty der Priestervnnd das c-^.co)?F»r. Äusser. Concilium Conl^Lnrienic, so vngesarlich vor 200. Jarn ist gehalten worden/bestettigc drse lehr mit volgenden worcen r Man sol vesiigklich glauben/ vnd aller ding nit zwersten / Es sey warhaffrig^ lich der gany Leib vnnd Bluet Christi/ so wol vnder dec gestalt des Bcodts/ als vnder der gestalt des Weins. Dass auch von Layen souil vndereiner gestalt des Brodts/als vnder bay- der gestalt empfangen wicd.Dessgleichen hac das LonciliumLa^licnic^rmo Domini 14; I. beschlossen: sol/ spricht cs/aller ding nie zweifleri/dass Mt vnder der gestalt des Brodts / das Fleisch allein/auch vnder der gestalt des Weins/das Bluet allein /sonder vnder jedweder gestalt volkommenlich Christus gantz sey. ConcUmm kio- rencinum, so vor iso. Jarn gehalten worden/lehret ,»^.r.^«-a!so: Durch die krasse dec wort wirddieGob- stantzvn Wesen des Brodts/in den Leib Chri^ str/vnd die Gubstantz des weins/in das Bluet Chrrsii verwandlet / Jedoch dermassen / dass Christus gantz ist/vndrr der gestalt des Broes/ ynd H. SacmmtMs deß Altars «ttd gantz vnder der gestalt des wems° Cono- Hum 'I' näenrinum. lehret eben das Ni ir volgenden wsr-- tcn.-Wrewo!vnfcrGeligmachermndemletzten Abentmahl/dist Gacrament mn zwayen gestal¬ ten emgefttzer/ vnnd den Aposteln das al^o ge- raichet/Sol redoch bekam werden/es werd allein vnder einer gestalt gantzer vnd volkom- menlicher Lhristus / auch das wahre Sacra- menr empfangen / derhalben dann / sovil die frucht belangt / werden die renigen fo es allem vnder einer gestalt empfangen/ keiner gnaden/ so zum hailnothwendig/ beraubet. Go pflege auch die Barch Gottes zu stngen:O res mirLbilis^inan- tiucarOonimum pLuperleruu; Lc bumüis: ll) wie (!N ein wunderbarliches ding ist das:derarme vnd^E^,. demütige Rnechr / »stet vn neuste feinen Herrn. Itcm/O /acrum Lonuiuium, in ^uoCbriKus iunricur: D die heilige Mahlzeit/inn welcher Christus genosten wird. Auss welchen Zeugnussen der td. Däkker vnd Concilien klar erscheinet/ dass der ganye lebendige Christus vnder der gestaltdesBrodkSge- geben wird. Drse volkommenheit Christi zaigen auch an dieMiraculvnndwunderzeichen/jo bey disem Gacrament des Altars vnder einer gestalt sich ha- i den zugetragen. ?25cbLiiux Cordicnii;, ein hochgelehrt ter vnd heiliger Mann/der vngefärlich vor 700. Ja- ren gelcbc/schrerbt/Es sey das t)ochwürdig Sacra- mene durch Göttliche barmhertzigkeie/ den Ungläu¬ bigen zu der bekerung/ denWanckclnrücigen Chri- L H flcy Don der einen Gestalt deß fken zu besterckung des Glaubens/vnd den frommen zu einem sondern rrost/zu mchrmaln/ jetzt inn ein le, dendigsR-indlein/jetzt tun Fleisch vnndBluec/vcr, wandlet worden/auff daß also die kleingläubigen de, sto weniger vrsach Herren/von der gchaimnnß drses t)ciligistcn Sacramenrs zu zwcisten/vnnd die from¬ men stch der gegenwercigkeir des Mailands der welk desto mehr zu erfrcwen. Daß aber inn dem Gacra-- mcnk des Alcars/bey der gestalt des Brodcü/dcrg'ci, «den Verwandlungen wunderbarlichervndvbcrna, türlicher weiß stch haben begeben / bestätigen vob gende Historien / deren wir erstlich die jenigc wollen herfür bringen/welche anzaigen/daß inn den Sacra, mcnralischen Hostien ossrernrals schöne holdselige Nändleirr sein erschienen vnd gesehen worden, k^rch, malswollen wirerlich andere erzelen/durch welche wir berichtet werden/daß auß den ^eiligen t)osticn/ manches mahl Bluec gestossen /zu anzaigung/daß der j7)err in dem t). Sacramcnt nic einen blueclosen Lleib/sonder vnder jeden gestalt seinen wahren LIeib/ sambr dem Bluek/sanibrder Seel/vnnd sambt der Gottheit/ja sich selber gantz/vns seinen Gläubigen erehaile. ^cyrlich/sollen die jenigen Historien singe, fürc werdcn/welcher massen die Gottlosen ^uden die t)ciliget)ostien des l^ciligenSaeramenrs diebischer weisi/zu mchrn:a!en zu sich erpraceicicrt/diesclbige durchstochen vnd gemartert haben.Bcy welcher ^y, rannisternng scltzame Wunder darumb eruolgk/auf daß die vcrbleudrc ^uden/vnnd alle die jenrge falsche slropheren/mic jrcm falschen Tichren/schreiben/vnd glossterrn/zu schairden werden/wclche den lebendigen Leid H. Sacraments deß Mars. Leib des kderrn Jesu Christi /auß den Consecrkerten kdostien stehlen/ vnd ein Beckenbrot darauß machen wöllen.Damir wir nun drscr tOistorrcn einen anfang Nlachcn/fo stye die erste/welchc vns beschreibt der jetzt «rmclre ^aschasrus / die sich also verlassen - Megüus Wundern ein fromer Goresförchriger Priester (welcher so otst er bcy dem Leichnam des s). Bischoffs vnd Beichri- 8-rsNuri/dasQpsi'erder td.Meß gehalten) dcrtsr allzeit zu Gore dem AUmechrigen/ daß er sm die !Ia- OE,»«. Tur deswahrcn Leids vnnd Bluccs Christi sichtbar- lich Zargen wslc: solches aber begcret er nie avßvn- glauben / sonder auß grosser Andacht des Gemüts: Dann ervonIugentauff seines Carters Erbchail verlassen / damic er Christo dem Herren desto frucht- barlichcrvnd verdienstlicher dienen/vnnd seine Ge- baimnuß erforschen möchte. Lpfscrec demnach täg¬ lich herliche Gaaben/dadurch er begerr/daß jhm« möchce/was cs doch für ein !Iacur sey / die vnder den gestalten Brodrs vnd Weins verborgen / gcoffenba- rcr vnd gezaigec werde/nicht zwar / daß er an der ge- genwertigkcir des Zerren Christi gezwciffclr/sonder daß er nur den t^crren also möchte sthen/ welchen keinMensch inndem t)eiligenGacramentnit sehen kändte. B>«rd als er eines °Cags abermals nach seiner gewonheitdas Ampc der k). Meß hielce/fallet er auf seine Zxnie für dem Altar nider.Ich bitte dich (sagt er) Ewiger Allmechriger Gott/du wollest in diesem kleinen Gchaimnuß/ die !Iatnr des Leibs deines lie¬ ben Sohns vnscrs Herren Jesu Christi mirofsenba- ven/ ausf daß ich mir leiblichen Augen sehen möchte/ brr gestalt eines kleinen Aindlerns/wic cs inn dem 5 irj Schoß Doti der elnetr Gestalt deß Schoß seiner Mutter gelegen/vnd mir disen meinen fänden anrbüren.Als er solches gebeccen/ist einEn- ge! vom k)immcl herab kommen/ vnd hat jn deutlich mit disen worren angeredc-Gcehe eylendcs auff/so du Christum den k)erren sehen wile/er ist gegenwertig/ vnnd mit leiblichen R laidern angezogen/wie jn sti- ne Murrer getragen. Nachdem der erschrockene vnd forchtsamc Priester sein Angesicht auffgcrichcet/si- her er aufs dem Altar das liebe Aindlcin/welches der Alte Simeon auffseinen Armen getragen/lie¬ gen/zu welchem der Enge! saget: Werl du begercst den Zerren Christum zu sehen/welche,»du zuvor vm der den Gestalten verborgen Consecriert/so greisse jn ftyunder an. Also verlest sich der Priester auff dir Göttliche Gaben/ welches wunderbarlich zu sagen/ nimbt das schöne zarte Aindelein in seine zittcrende Arm/ truckc cs an sttne Brust/ kujser es: Nach disem «llen leget er die zarte G lieber des Herren Christi auf den Altar/fallet widerumb auff die Erden/bittet Gott/daß er sich widerumb in die vorige gestalt ver¬ ändern wöll/vnd stehet auff/findet also die erste Ge¬ stalt der f). Hostien/wie er gebetten. Aljo hat er sol- ches/nach Altem Gebrauch/genossen/vnnd Gott für die Offenbarung gedanckt. Wann dann in demt?» Sacrament disem frornmen Priester ein lebendiges Ründlein erschienen / jo ist leichtlich zuerachten/daß Gott der t)err dem bemelten Priester plcgilo/vnnd durch jne vns/vnd menigklich hat wöllen zuuerstehn gebcn/dass Christus der t)err/ vnder einer gestalt des Sacramencs/gantz vnndvolkommen sich befinde/ wLi! ein Aindlein noehweirdiglich vnnd wesentlich Fleisch/ > I H. Sacmments deß Altars. -4 Fleksch/Dlnet/vnnd Secl/Haben mueß. Verners le¬ sen wirAls auss ein zeit ein Priester das Ampk der wunder, s).Meß Cclebriert/Har ein frommer Gottsförchti- Zeichen. Zer Mann ein stbönes Kindlern aussderpacen ge-^^«/-^ sehen/welches sich sehr gcwegerr/vnnd nicht von dem Priester wöllen lassen empfahen. Darnach ist er hin-^^ gangen/vnnd solches Miracnl seines Gesichts dem Priester gejagt/welcher alsbald verstanden/daß er^«L^ fein Leden bessern sobVndwie er seine stind gcbeich^«^-^-» tee/rew vnd laid darüber gehabt / vnd nachmals wi-/^ der Celebriert/ har der k)eilige Mann widernmb ein A.näblein aust dem Altar gesehen/ welches mit Frö- Kgkeit sich vom Priester hat lassen geniessen vnd em¬ pfahen. Bey diser lÄistori haben wir zulernen/daß Gott sein Allmacht in den Miraculn pstegt zu osten- Haren vns zum besten / damit wir aintweders vnserS ^nglaubcns/odervnserer Sünden abkommenvnd ledig werden. Daß aber ein Aindlein in dem Sacra- Ment ist gesehen worden / wer wil zweistcln/daß Chri¬ stus inn demselbigen nic gany gegenwerrig seyEuri schöne tdistori haben wir bey dem Alberto R.ranzio/ welcher massen der Fürst Wittikindus von Gott ist begnadet worden/daß er in der Comnnion vnder ei¬ ner gestalt/eines s)imlischenBändleins ist ansichtig worden. Daswundcrwerck har sich also verlostem Als Carolus Magnus hetce sein Läger lassen auss, wunder, schlagen / an einem Qrt bey dem Fluß Qrla/ welche Zeichen. 'lVolmerstat genant/gelegcn innQbern Sachsen/ka-- we dem FürstenWicrikindos welcher ein N»cidttischer sürrrcflicher Aönig oder Qberstcr der Sachsen / mir dem Carolo Magno vil Jar gekrieger) ein Lust an/ des Bonder einen Gestalt dcß des Königs Lager zubesichcigen / welches / ob er es wol vnuerhinderlich öffentlich hctte rhun können/ als der schon zu Gnaden auffgcnonrmen/ dannoch damit er alles desto besser erfahren/ vnnd mir mehrer Gelegenheit sehen möchte / har er zerrissene Nerlers N-laider angelegt. Es war aber nahe dasst).Lstcr Fest/vnnd der Christliche Z5.snrg/ samdc seinem gar»-' and/welchen"N)ittikindus hatte/sihet jn Herwegen steisstgvnnd starckan/daß erjn gewiß erkennec/vnnd fraget jn mit lachendem Mund/warumb cr/als ein ß> mächtiger Fürst / vnder den Armen jAß / vnnd das Almustn empfahe^Darauff er nichts anders geant^ Wörter/dann daß man jhn zum A.önig brächt. ES waraderL>sterkag/vnndderR.önrg empfing jn frö> !ich/ fragent/was er inn des Betlers Rlaidern rhck. Darauffer geantwortet: Ich wolt/L Durchleucht^ fkcrB.önig/wie ich verhoffr/vnbekantalleGehaim- »uß desto freyer erkündigen/die ich wol her mögen öffentlich (sintemal ich mit Ewer Mayestäc versöhn Aek) aber nit also frey ansehm/ der fürwitz hat mich darzn H. Gacraments deß Altars. -5 darzu gcbrachr/daß ich wolr verborgen sein. Darauff derR.örrig gefragt: was hast dudanngesehen/das dich belustiget? Antworter er: Er bettevnder andern mit grosser Verwunderung gesehen / daß auß der k)and dessen mit Purpur angelegten Priesters/ein jeglicher / jo dazu geeretten/ ein sehr schönes lieblichs Kindlern mir dem Munde empfangen/welches er¬ liche lieblich antachenc sich erzaigec/vnnd als selbst anzubiekengeeyletr'Von erlichenaberein abjchewen habenr/ sich mit dem Angesicht abgewendek/vnnd dennoch/wie ich gesthen habe / in den Mundt hinein gangen/rndnichrwider kommen. Darauff derAö- uig geantwortet.Du hast wol zugenominen/es ist dir etwas mehr/dann vns vnd allen priestern/erzaiget. Bald nach veränderterB.laidung/har er jhn mir der tAandr genommen/vnnd das grosse Gehaimnuß des Göttlichen westns im k). Gacramenr des Altars gclehrer vnnd erkläret. Auß distrpistori haben wir vnsdreyer dingen zuerinderen.Erstlich/wie Gorr in feinen werckcn jo wunderbarlich ist/ vnnd der Men¬ schen jo garnir vergessen thuct/ jonder alzeir vber sie seinDärcerliche furjorg bar. DijerWircikindus ein k)aid/bcgerr die heilige vnnd Gehaimnuß katholischer Religion/inn verborgner gestalt zuer- fahren/da offenbaret der f)Err sich sichcbarlicher v?eiß: vnnd hacs dieser paidnrschcr Mrst besser ge¬ habt /so einR-indleinmir leiblichen Augen inn dem Sacrarncnr gesehen/als derChristlicheB-aistr Ca¬ rolus Magnus / so Christum allein durch die Augen des Glaubens in dem Sacramenc erkennen müssen. Nachmals haben wir daeinExcmpeldcrCommn- G mon Äon der einen Gestalt dcß nronvnder einer: gestalt/welchevnsere Widersacher ^stegenzuvnbillichen/vnnd nir fürrcchrzuhalren. Zum drrccen / Zaigt vns das Zxindlein an/ daß Chri, siusvnder der gestalt des Brodcs gantzvolkommen ist.Wie aber die barmhertzigkeic G Q L E S dem wiccikindo/durch die erschemrmg eines holdseligen 2^näbleins/den Christlichen Glauben anzunemen/ grosse vrsach gegeben/ also hat er auch seine gücigkeie gegen einem Einstdel erzaigc/ damit er auß dem b^rinrbo vnd Irrgang der Finstcrnuss/in das Liecht der warheir gelaiccet wurde / wie wir jetzt vernemen Wundern werden. Der iZ.Arscnius schreibet von einem sehr Zeichen. frommen/doch vngelehrcen Mann/welcher zu seiner zeic/von wegen der einfelcigkeic im Glauben/ inn gxojsern werth/vnnd hoch gehalten ward :dai»n wie, wol er nichts sönderlichs in Künsten studiret/jrrec er doch in dem/ dass er vermainct/nach seinem Sin vnd /. Verstand/ das lebendige Bluec Christi wäre nie türlicher weist vnder dem ConsecrircenBrodt/web ches von den Christen genossen / sonder wäre nur eine ^^or vnd Bedeurmng desscibigen. Als solches zwen andere Goccsförchtige Mäncr gehöret (wiewol jneir bewnst/ dass er eines auffrichtigenwandelswar)ha> den ste zwar vermainet/ er rede solches auss einfältig, keit/ vnd one schulde vnnd zweiffelung des Gemücs/ gehen derentwegen zu jm/ vnnd sagen: Lieber frorn, mer alter Vatter/ wir haben gehört/daß einer fürge, l>en/vnnd gesagt/Das Brodtwelches in der iZ.CoM, inunion genossen wird/seye nit der natürliche Leib vnstrs tZerren Jesu Christi/ sonder ein Figur desselbb gen. Daravff der alte Patter geantwortet: Ich bi" es/dert H. Gacrameirts deß Altar-s» -s es/der solches gesagt hat. Da haken stejn gebetten/er sol jm dises nicht dermassen so scharp-finn Sinn ne- mcn/vnd einbilden/sonder einfältig glauben/was die Allgcmaine CarholischeR-irch glaubet: Sonil vns bcrrisfr/glauben wir (sagen sie)daß vnder dem Brot selbsten sey der lebendige L.cib Christi / nach der war-- hcit/vnd nicht allein irach der Figur,Dann gleich wie Goce im Anfang den Menschen auß dem staub der Erden/nach seinem ebenbild erschaffen/vnnddorffk doch niemand dargcgen sagen /daß der Mensch nie das ebenbild Gottes wäre/ob er zwar auß Scaub der Erden Herkommen: Auff dist weise glauben wir anch / daß vnder dem Brodt (ßncema! er selbsten ge¬ sagt : Diß ist mein L^eib) sey der wahre Aeib Christi. Welchen der Alt Daccer geantwortet - Es sey dann (spricht er)daß ich mit gewisser thac erfahre/vnd mit drsen meinen Augen solches selbsten sehe / karr ichs nie glauben. Dargcgen ste gesagt: Go last vns Gott den tAerren bist Wochen bitten vmbEröffnung solcher Gchaimnusi / vrind nie zweiffeln/ er werde cs vns of¬ fenbaren. Solche Wort haben dem alten Mann sehr rvolgefallcn / Derek derentwegen selbsten auff drst rveißE t)crr Al!mcchrigcr Gott/du warst daß ich nir auß boßheir an discr Sachen gczwciffelc/sondern vil Mehr vnwisfcnt jrr gehe/darumb bitt ich dich/L iAcrr ^Jesu Christe/offenbaredu dich selbsten/damik ich die Marhcic erkenne. Die andere baydegicngeninnjhre ^ämmerlcin/bercecen zu Gott/vnd sprachen.^ k)crr ^esu Christe/du erforscher der K)ertzen/erklare discm Alten das Gchaimnuß des k). Gacramcnts/damit Ek glaube/ vn»rd seine rnühe vnd'arbcir nit vmb sonst. G rj anleger Don der einen Gestalt deß anlege. Dert)err erhöret sie alle drey: Dann wie die LVoch ein end nam/ kommen sie auff einenGoncag zugleich zvv Riechen/ seyen sich alle dreyauss eine Banck/von Schilfsigzusammen geflochten/ inn der mitten saß der Alke. Vnnd nachdem jre Augen eröfss» nee/vnndBrodk auff dem Alrar vom Priester gel^ get/sahen sie alle drey ein schönes zarresRnäblcin auss dem Altar ligen : ^)nnd als der Priester seine t)ände aussstrecket das heiligeBrodc zubrechen/ist der Engel Gottes von dem k)immcl herab gcstigen/ ein Messer inn seiner t)and gehalcen/vnnd dasseibig Rnableinauff dem Altar gcopfferc/ vnd dasBluek auffgefangen mit dem Reichvnnd wie der Priester das Brot zu stücken brach/hat der Engel das Rnäb- lein auch zustücklein geschnitten. Als aber der Alte Mann darzu geeretten/vnd wollen die tXCommu, nion empfahen/ist fme allein ein blutiges stuckFleisch dargeraichet worden, "wie er solches gesehen/hat er sich darfür geförchtee/sehrentsetzet/vnd schreyentge- sagtrL k)errIesu Lhriste/Ich glaube/ich glaube/dass dass Brodc/welches aufs den Altar gelegek/vnd Lon^ secriert wird/sey gewiss dein wahrer Leib/vnnd der Reich sey dein lebendiges Blu«k.Vnd alssbald ist das . dluetig Fleisch in Brodtwiderumb verwandlet wor/ den/nachdemGehaimnuss/Bnndalser solches em^ pfangen/hat er Gott gedanckec/da haben die bayde zu dem Alten gesagt: Gott kennet die Schwachheit Menschlicher Natur/dass solche MenMiches rohes Fleisch nicht essen kan / darumb geschieht die Wandlung seines wahren Fleisches/vnnd lebendigen Bluets / daß vns solches vnder den Gestalten Brocs vnd H. Sacramentsdeß Altars. vndweins warhasstig geraichet würde.Merck mein Christ beydisereingeführcent)istori/ nicht allein dis volkommenheic Christi in dem k). Gacramene /web che vns durch erscheinang eines B.näb!eins fürgebil- dec wird/Sondern betrachte auch darneben/ die gü- rigkerr Gottes/durch welche diserEinsidiervon sei¬ nem Irrthumb/durch mittel dises wunderzeichens/ zu crkantnußderwarheit kommen ist. Oil anders als bemclcer Einskdler/rst gestnnec gewesen der t). Ludouicus R-öuig inn ^ranckrcich / der Gott lieber hat trawen/als mit den leibliche Augen seinen Glau¬ ben probieren wollen/inn dem er zu gcmüt gefürt/so der s).Gregorius aufs ein zeit geschrieben: kiäcx non badet merirum,vbibumLNL rarlo probet expcrimecum: Das ist: Der Glaub hat kein Oerdienst/da die Menschlich vernunfft durch die erfahrung de» Vorzug har.Oonjetzt crmclccmR.önig schreibt man Volgender massen: Als der t).Ludouicus Körrig inn Wunder- Lrarrckreich/ einsmals das Ampt der heiligen Gött- seichen, lichen Meß hörer/kam seinerOerwancen einer zu jm/ vnnd saget / daß vnder den t)ändcn eines Priesters/ welcher auff einem andern Altar Celebriert/ein klei-^ nesB^näblein gesehen würde/vnd vcrmanet den Ludouicnm/er sol kommen/vnnd solches Speccacul auch sehen.Dem antwortet der Mann Gorees: Ich wolt ehe die Augen zuthun/daß ich solches nicht sehe/ dann ich möcht dardurch den Oerdienst des Glau¬ bens verlieren. Ich glaub aber solches vil kräfftigev vnnd bestendiger/ weder wann ichs mit aigenen leid¬ lichen Augen anschawek t?at sich auch vom ort nicht G iij gewen- Von der einen Gestalt deß gewendet / daß er e6 sehen möcht. k^un schrcitten wir Wunder- forczu anderentAistorien. Fu Duay/so ein herrliche nchen» große Gtatt/zwischen den Edlen bcrümbten Scat- rcn Lammerach vnnd Atrebar gelegen/k)at sich be- geben inn der Kirchen der Lano nicken LariLki /cmari Lpilcopi, daß ein Priester arrsf den k). Lstercag das Dolck vnder dem Amprder t^.Mcß Lommunicierk/ vnnd mit demk). Sacramenc des Altars versehen/ vngefchr eine Lonsecrieree Hostien anff der Erden ligenr gesehen/vnd wie er aufs seine Anie nidcrfalicc/ solche auffzuhcben/also bald hat sich solche k)o- stien von sich selbsten crhaben/vnd am Büchlein/ mik welchem der Priester seine gesalbte Lingcr pfleget zrr erücknen / hangene blieben. Da rüffer der Priester den Lanonlcix^ welche alßbald herbcpeylcn/vnnd se¬ hen ausf dem Altar den lebendigen Leib des iAerrn Christi/inn gestalt eines Angesichts eines lieblichen N.indlcins.-Dn nachdem alßbald das gemaine volck zusannncn berueffen/wird solche t^imlischeDisioN gczaiget/vnd von allen angcschawct/vnnd gesehen. Als solches ich auß dem Laue vnd Gerücht vernom- merr/bin ich in die obgemelce Statt kommen/ vnd zn meinem bckandrcn t)errn dem Dechant derstlbigen Kirchen gangen/vnd jn gebercen/damir ich das Mi- racul anch sehen möcht. Welcher dann alßbald sol¬ ches verwilliget/vnnd verschaffet/ daß der Behälter oder das Oborium eröffnet, wie solches das Dolck daselbsten gehöree/vnnd verstanden / wird gar ein grosser An lauf/vnd da solches heraußgethan/schrcy- en sie alle samprlichen/Ich sehe meinen l^a^landk/ i . Ich schaw mein Erlöser. D^r stund ich zttterent/vnd , s«b« H. Sacramcnts dcß Altars. r- sähe nichts als die Gestalt eines weissen Brodts oder tdsstien/wiewo! ich mir selbsten keiner sünden dazu, Wal bewrrst/warumbich den k). Leib inn einer Ge- > stale eines schönen B-indleins/ mir den andern nicht , sehen könde. Wolan/demnach ich solches bcymirbe- dencke/alßbald srhe ich eines volkonrmenrlichen al¬ ters/das Angesicht Christi mit einer Dornen Cron/ vnnd zwayen Bluetötropffen/von der Stirn auff bayden Geirccn bey der Erlasen am Antlitz herab stiessen!/darüber ich mich etwas entsetzet/vnnd als bald auff meine Anie nidergefallen/vnd Göttin sei- »en Wunderwercken gelobet vnd gepreiset. Dise t)i- stori lehret vns festrglich zu glaubcn/daß Christus der tderrindem Gacramcncgantzverborgen/Vttnd die Comnrunion vnder einer Gestalt zur Seligkeit ge- nuegjam sty.Ich solnirvnderlassen hie einzuführen/ das herrliche "Wunderwerck/so sich bey dem t). Sa- cramenc vor 1220. Jarn har zugeeragen/vnd durch gantz glaubwürdige Scribenren verzaichner wor¬ den. Es hat sich begeben/als der heilige Bischoff wanden Basilius auff die Qsterliche Zerr das Amptder hcili- Zeichen. Mn Mesi verweset vnd gehalten/ ist ein halsstarriger Jude in dieR.irchen kommcn/vnd vnder die gemai- Ös¬ tren Christen sich hainüich emgerrungen/damic er ja aigentlich vnnd gewißlich erfahren möchte/was es doch für eine Gestalt mir dem tdochwürdrgstenGe- daimnusi des Amptsdcrtd.Meßhabe.Dnd wie die Ehristen nach empfangener Absolution/vnnd Ge-» wonheit des ^ests/vmb den Altar gehen / die h). Ho¬ stien zu empfahcn/sihet cr/dasi ein jeglicher pnder Lnen ein schönes zarrcs R-indicin inn seinem Munde von Dorr der einen Gestalt deß von den tdanden des k).Basilij empfahet.'Vnd dcm^ nach alle Christen/so gegenwertig/ zugangen / folget auch der vnglaubige ^ud /vnnd gehet zu dem Altar des k)errn/ die heilige Constcrierce t)ostien zu em- pfahen/welche/so bald er sie inn den Mund empfan- gen/inn wahres Fleisch ist verwandelt worden/daß er solches nicht hat können geniesten: thut cs derenthal¬ ben bald auß dem Mund/vnd bewaret solches in ei¬ nem Tüchlein/geheedarmit nachmals haim inn fein t)auß : zur Bestätigung der Wort/ zaiger er solche Partien! seinem Weib/ erzehlec darneben alles/was er mit seinen Augen gesehen / in seinem Munde war- hafftig geprüffet/vnd im k)eryen gewißlich erfaren: glaubet bcstendig/daß die heilige Mysterien/vnnd wichtige Gchaimnusten der Christen musten recht/ wunderbarlich/vnnd sehr crschröcklich sein. Des an¬ dern Morgens gehet er/ auß inbrünstigem k)ertzcn Vndgrosftr begierde/ hin/ zu dem k).Basrlio/begcrck vnvcrzüglich zu empfahen das Zeugnuß/ welches er innChristo gesehen. Alsbald hat jhn der k-.BasiliuS mit seinem gauyen t7außgesind mit andacht gekauft fet/vnnd nachmals mit dem k>.Sacramenc/we!cheo wider inn seine vorige Gestalt verwandelt/Christlich versehen. Dise t^istori zaigk vns an / daß Christus gantz volkommenlich vnder der Gestalt der Ho¬ stien scy / Sincemah! er sich inn Gestalt eines zarcen Z^näbleins geoffenbarek bat. wir haben oben ange- zaigt/wie ein vnuernünfftigMaulkhier/auß beuclcd des Anthony/seinem Erschafferinn dem Sacra- ment gebärende Reuereny crzaigc Habe/Ictzt wol¬ len wir vernemen/wie auch die kleinen ^hierlcin/die Bienen/ H. Satramrnts deß Altars. -- ^imen/ solches auch gelaistec haben. In dem Auer- Wunder- ruschen Gebiet/ist ein Bawer gewest/welcher vielsstchen. brock/in welchen die Bienen/das t)önig gewircket/ gehabt: Vnnd als der grobe Bawer sich besorget/sie möchten jhm entweder sterben / oder hinweg stiehen/ gehet er hin zu den Zauberern oder Schwarykünst- lern / so man gemainlich weise Leur (mit vnrechr) nenet/ welche die Gütigkeit vn derM. Gacramence» Gottes auch bißweilen zu jhren Zaubereyen vnnd bchwartzkünstcn / welches erschröcklich zu hören/ Mißbrauchen/ fragt fievmbAarh/waserdochthun müste/daß jme seine Biene bleiben möchten/welche jm antworteten / Er sol inn die R.irchen gehen/vnnd sampt den anderen von dem Priester das k). Sacra- Menc empfahcn / solches in feinem Munde behalten/ vnnd hingchen/dasseibige inn das Bienfaßblastn/fo wurde jm keiner weder sterben/noch hinweg stiehen/ sondern frisch beyeinander bleiben/daruon er groß» stn Nutz gewinnen würde, welches er gethan/gehet Mn dem hin/wi! die N. tdosticn mit starckem Arhem innden Bienstock cinblastn/wird aber verhindert/ daß solche neben dem Bienstockauff die Erden falltr Alßbald stiehen die Bienlein hauffig auß dem Bien- stock/Nemmendie t).t)osticnmie grosser Ehrerbie- Mng/tragen solche in jr t)auß!ein/ vnd verwaren ste «nffs aller steissrgist. Als solches der elende Mensch geschen/har er es nic hoch geachter/wil seinen andern Eescheffren nachgehen/ vnd aufs dem wege erinnert ersteh seiner schändtlichen Thar / hebet an zu zittern vn zu beben/wird jnnerlich bewegt/kchrt wider vmb/ vnd wegen seiner schröcktichcn begangenen Tharen/ t) nimbr Von der einen Gestalt deK ttimbt er ein Schaff vol Wassers /ercrancket vnnd Serben die Bienlein all mit errrander: vnnd als er dcN Bienstock ausfmachr/vnd durchsuchet/siher er zu vtt- derst(welchs zu sagen wunderlich) des Herren Frorr- leichnam/inn Gestalt eines schönen Anäblcrns/ als das allererst geboren / auffdem l^önigsam liegen» Me er solches Miracu! gesehen/erschrickr er sehr/daß er verstarrer/waiß nie was er rhuen oder anfahen sol/ gedencket entlichen bey sich/ daß er das Rnäblcrn mit seinen Händen in die Kirche tragen/vn weil cs jn rode dvnckct/daselbsten/vnwissenr anderer leuc/haimlich begraben wölce. Als er sich solches zurhun vnder- stunde/ist es auß seinen t)änden verschwunden. 'Nile er das gesehen/gehet er hin/vnnd erzehlec es alles nacheinander dem Priester / Solches der Priester seinem Bischoff zu Claromunt anmeldet. Damit aber solche Thar nie vngestraffet bliebe/ist dersclbige Brt nachmals durch das Fewcr gantz vnnd garvcr- dorben/vnnd so wüst worden/ daß niemand sicher da- selbsten wohnen kan.k)at sich dan/ vermög discri^i- stori/ein Junges B.näblein in dem t^.Sacramerrr sc-' hen lassen/ was bedeuten dises Wunder anderst/ als die volkommenheit Christi vnder der Gestalt des Brodcs^Ieem/k-aben die'Vnuernünffcigen Thier¬ lein Christum geehret/wieuil mehr sollen wir Ine inN seinem Sacrament erkennen/ ehren/vnnd anbetten^ ^Welcher massendie heilige Consecriercek)ostienost- termals in schöne lebendige Bindlein sein verwand¬ let worden/Hecke ich der t)istorien noch mehr zuerze- len. Aberdamitin herfärbringungderglcichenMi- rgcul ich mich nit zu lgng verweile/ so schreit ich fort/ H. Sacrameuts deß Mars. 5 s vnd Wil meinem zusagen nach/jetzUttd anzaigen/welB cher massen die t)eiligent)ostien/zu sterckung vnsers Glaubens/ offt bluekig worden/ja so gar auch Bluek von sich gegeben haben» Zn Rom/schreibr Joannes Wunders ! Diaconus / iss ein Gottsförchcige Marron gewesen/ Zeichen, welche auß täglicher Andacht Qblaten gcbachen/ vn anff die Lesträge solche auff den Altar geopfferr.Als 7-777^ dise einsmals mit anderen/nach gewonheik/vsttden^'^'I^' wänden des k). Gregorij (welcher dazumal oberster «-.v Bischoff zu Rom) die iA. tAostien empfahen wolke/ vnd dcr t7).Bapst im darraichen/sprach: Der Leib vnsers Herrn Jesti Christi sey dir nütz vnd für- derlich zum ewigen Leben: tAak sie darauff gela- chct. welches der tA.Mann gesehcn/vndjralßbald die lAostien entzogen/ sonderlich auffein Lrtdes Al¬ tars gclegec/Vnd dieselbige dem Dia^ono zuuerwaren ' bcuolhen / biß alle andere Communiciert. ^?ach vol- bracheem Ampt bat sie der tA.Gregorius zu sich ge- forderc/vnd gcfragc/warumb sie vnder der Commis nion gelachcr^Darauff sie geantwortet: Da mir dar- geraichk ist worden die^)arkicu!/vnddarzugesaget/ daß solche der Aerb Christi sey/welche ich doch mit Meinen aignen Landen gemacht/vnnd also hiehero brachc/da hab ich gelachet/ vnnd daran gezweiffele. Alßbald hak der iA Mann angefangcn das "Volck Zuermahnen/daß sie zugleich mit jme wolcen Gotk dcntdcrren bitten/daß er sich jren leiblichen Augen Zur Bestärtigung jhres Christlichen Cakholischen Glaubens/offenbaren wolre/weichen der'Vnglaub - discs Weibs mit den Augen des Gemüts oder Glau¬ bens herc sollen anschawcn,A>nnd nach vslbrachrem k) y Geber 1 Von der einen Gestalt deß Oebet stehen ste zugleich aust/vnd findet der heilige Bapst die Consecrierce Hostien inn wahres Fleisch vnd Bluec verwandelc/wclches er dann dem gantzen Volek vnnd dem Weibe alßbald gezaiget.k)icrdurch lerne- Q Weib (saget er) der Warheic zu glauben/ Das Brodc/welches ich euch geben werde/rst mein Fleisch/vnnd meinBluec ist warhaffcig ein Spciß vndTranck.Aber derAllmcchrige/ewigeGorr vnnd Gchöpffer erkennet vnsere Gebrechligkeir / welcher vnser schwache vnd blöde k^aenr durch mirwirckung des k). Geists an stch genommen/gibr vns solchen sei- nen wahren Leib vnder den Gestalten Brodcs vnnd Weins. k)at nachmals ste widerum zum Gebet ver- manec/ daß Gott das allerheiligste Gehaimnuß wi- der inn seine vorige gestalt wolce lassen kommen/da^ mit solches das Weib geniesten köndte/welchcs dann auch geschehen. Nachmals ist das Weib im Carholi- schen Glauben gesterckt/ vnd alle die solches gesehen/ seind in Qrchodoxischemvnd Christlichem Glauben vilmehr bestektiget worde. Diset?istori solcenvnsere Widersacher behertzigen/vnnd jrer vcrnunffc nic zu- enl zuschreiben / Sonder dem wort Gottes glauben/ den Verstand gefangen nemen/vnnd die Gegenwert rlgkeit Christi in demtd.Gacramenc nic verlaugnen/ vil weniger plodern/daß ein blueeloser Leib / vnd ein leibloses Bluet vnder den Gestalten des t). Sacra- mencs empfangen werde. Ein andere i^istori schrei- IVunber^ bet Paulus Diaconus /ein furcresticher Scribent/ eichen. vnd erzelt/Daßzn Salona in Lombardey/zu seiner O/ö Christus auch warhafftig im N» Gacramenr^^^ entgegen war: Alßdann ist ein frisch gehaimes vnd wundcrbars Bluec/auß der izostren heraußgestos- sen/vn har das Corpora! / darauff ste gelcgen/ailent- halben vbergosten/ baldr schwingt ste stch in die höhe/ vnd schwebt oder steugr in der R.irchcn herumb / vnd v?as ste fürstainanrürLt/besprengtstcallmitBluec/ letztlich ist ste verschwunden/ die Grain hat man her- nacher abgebrochen/ vnd zu andern» t)atlrhumb ge- legr.Das Corpora! aber ist also bluerigindie vhralce ^uscaner G cacc Drbeuerinm genant / geliefert/ vn hernacher vnder Bapst Nicolas demvierdren/ein «wsehenlich Kirchen daselbst von dcßwegenauster- dawet wordcn / an welcher ernandrer Bapst/Anno ir^> o. den ersten Grain gelegt / auch grossen Ablaß darzu geben har. i^)re bey diser tdistori/ sollen wir vns ermdernErstlich das Christi Leib vnder der ge¬ stalt des Brodrs nic bluerloß se^/sonder Christus/wie von mir vilmah! gemelt worden/in dem Sacram ent volkommen vns geratcher werd. Nachmals das <6orr der t7err dergleichen Miracu! vnnd Wunder- v>erck/anderer mainung nir har geschehen lasten/ alß daß cr vrrscrn schwachen Glauben durch dise vber- ^arürliche wnnderrhatenbekreffcigcn/vnttd verpet- schieren/Ia als ein gerrewer Gott alle kucken / die dev böse Geist vnglaubens halben mn den k)ertzcn der Glaubt Von der einen Gestalt deß Gläubigen etwa einreistenmöcht/zu zustopffen/vmb welche seine gurchacen/wir vns die zeit vnscrs lebens danckbarlich gegen jme erzaigen sollen, weil ich aber versprochen/ das von mir auch etliche Historien sob len herfür gebracht werden/welcher masten die Gott? losen vnnd verstockten Juden wider dis k). Sacra- ment desLronleichnambs getobt/gewiekec/dastclbig angetast/durchstochen/vnd wider den Sohn deß Le¬ bendigen Gottes jren grimen erzaigt/ darbey sich ab lerley wunderzaichen zugetragen /sol solches von mir setzt beschehen/vnd werden wir bey dcnsrlbigcn aber¬ mals vnnd zum vberstus zulernen haben/dasvnser k)aylandt in dem Sacramene deß Altars/ vnder der gestalt deß Brodts/nic einen blueclosen Leib/wic vn- sere Lutheraner/ aller vernunfft zuwider fürgeben/ «rthaile/sonder er als wahrer Gott vnd Mensch/ vns volkommenlich widerfahre. kTkun wollen wir anhö¬ ren/ wie sich die halsstarrigen Iuden/die Leindc des ! Creutz Christi/ gegen diesem heiligsten Kacrament Lvrrnder- verhalten haben. ImIar Christi 1427. im Mo- Zeichen. natQctobris/wie Nauclerus schreibt / ist ein Priester gewesen/pecergenant/inderGcarcGternberg/vn- der k)ertzogen von Mechelburg Gebiet gelegen/ he* hat sich mit Gelt bestechen kasten/ von einem Juden Elcazar genanr/daßer jm vnd den seinen zwo conse- criertek)ostien zukauffen geben hak r die Juden ne- men ste zu handen/vn auß bitterm grim durchstechen stedie/alsob ste/st>wol alsjhre Vorfahren/hiemitjhr Mütlein an dem heiligen Leib vnd Bluet Christi er¬ kühlen wolcen: alsbald sprützt Bluet heraus/vnd be- Frenger denIuden-hrFürtncher/ diese vmbvnn- an'-etK j H. Sacraments deß Mars. 55 an Herten: dessen erschrecken die Gottlosen Leut/vnd - lauffen wider zu bemcltem Priester mit der blueti- genL^osti/dcr nimbtste wider an/vnd begrebtstevn- der die Erden» Darauff wurden/auß beuelcht)er- tzogBalchasars/vnd t7ertzogsMagni/zwayer Ge¬ brüder von Meckelburg/dreissig Juden verbrent/dev Priester degradiert/vnd mit Z^ewer hingerichk. Das l^.Sacramentaberwurdaußgraben/vnnd mit ge¬ bärender Golcnnirec in die Bärchen gecragen/vnnd Zur andachr der Gläubigen ehrlich behalten» Des¬ gleichen schreibt der Surins von der Juden Miß- Handlungen gegen disem Sacrament also: Es ist/ Wunder- sp-ich- d-rlobwürdjg-Larch-^-rQ-m-niiuüSu- Isi o. ein Birchendieb gewesen/Paulus ^orm/der hat inn dem Dorfs B.nobloch genant/ bey nacht auß Es ///,. der Airchen/ das vergulce Liborium, in welchem das Sacrament/ altem Herkommen nach/auffbehak- ten war/gcstolen.In solchem waren zwo Nostien/ein grosse vnnd ein kleine. Nach solchem ist der Gottlose Mensch zu einem ^rrden gangen / damit er die ver¬ gölte Lapftl verkaussre.DerIud als er gemcrckc hat/ was diß für ein Geschirr wär/hat er zum Bärchen- sauber gesagt/ Er wolte sme vil ein mehrers drumb geben haben/da er auch das senig/ so darin gewesen/ Wre gebracht hette. Nach solchem hat der Bößwicht bre ein t^ostia(die eine hatte er auß TeustischerGott- losrgkeit selber genossen) auß dem Bucstn heraus ge¬ zogen/vnd dem Juden solche vmb etlich wenig Pfen¬ ning verkaufst. Der arme M ensch/ als er durch so grosses Laster verwicklet/ vnnd durch sein Gewissen I verwir. Von der «inen Gestalt deß verwirret worden/ ist er zu den wenden gcstohen/wke dann noch etlich Vandali derselben orthen sein / vnd der Fürst von Brandenburg stch ein k)errn schreibt derwenden.Aber dise fach bat nie künden verborgen bleiben. Der Rirchen dieb ist widerum haim körnen/ tst gefangen/vnnd durch die Torrnr/sein Missethnt zubekennen / getrieben worden.Vnder dessen hat der Gottlose Jud/ die t?. Hostien sich vnderstanden/mit vilen Stichen seines Tolchens durchstechen/als er aber gemerckt/ daß er nichts außrichcen kondre / vnd die k)ostia allzeit gany verbliebe / ist er inn ein solche vnsinnigkeit gerathen/daß er gesprochen-Bist» ein Gott der Lhristen/so laß dich sehen in tausent Teuffel namen. Aber sihe die t)ostia ist von stundan indrey thail zerchailt worden / vnnd Bluet von sich geben« Der Iud erschrickt/vnnd als er die particul inn ein Tüchlein eingewicklee/ hat er sie ein Monat lang bef sich behalten/ vnd nachmals zwayen andern Juden/ welche zu Brandenburg vnnd zu Stendel gewohnt/ zwoparcicl geschickt/die dritte aber hat er für sich behalten/welche er auss einem Tisch mit seinem Tob chen durchstochen / derhalben etliche Blutseropfsen darauß gestossen. Als der Iud sehr erschrocken/vnnd besorgt/ermöchtverrathenwerden/wil er die s)ar^ ricl messen/aber er kans nie hinein bringen. tIach^ mals wirfst er die t^ostiam ins Wasser / aber sie schwimt empor. Zum drikten/wirfst er sie ins Fewer/ aber sie wird nie verletzt. Zu leyc/als er zu der Lster^ llichen zeit vngeseürte Brode gebachen/hat er bemeb ke paretcl inn Taig vermischt/vnnd in Bachofen ge^ »porsfen / aber von stundan ist der finstere Sfen Son^ nen H. Sacramerrts deß Altars. 54 nenklar worden/ vnnd der Laig jhme ins Gestcht ge¬ sprungen» Nachdem er einen newen schrecken em- pfangen/har er bemelcen Laig/darin die t)ostia ver¬ mischt gewesen / einem andern Juden zvgeschickt. Aujf solches istdie sach lautmärig worden/vnnd hae der Marggrajs beuolhen / alle Juden / so inn seiner t">errschasfr wohnecen/ gen perlinzu Ciriern/vnd in dieGefengnuß zuwerffen.Nachdem ste gefragt wor¬ ben/haben sie neben andern Lastern bekenc/daßste in wenig Jarn Giben Christen Binder mic Nadlen stich vmbgebracht haben. Derhaiben seind nach ge- selrem Senceny / der Juden vteryig verbrent wor¬ den. Irer drey haben den Laufs angenommen/abev volgenden tag/mit dem Schwerin gerichtet worden. Einer/ aufs jrcr vilen Inkercessron/begnadek/ vnnd lme das leben geschenckr worden. Vberdasist auch der Gottlose Derrarher vnnd Kirchen dieb Paulus ^orm/mit glienden Zangen zerrissen / vn letztlich ver- brenc worden. Es seind auch alle Juden auß dem gantzen Marggräfischen Gebiet /bandisterc/ vnnd vertrieben worden. Ein gleichförmige s)istori be¬ schreibt bemelcer Surius/auff dise weiß. Als man wunder- 3alt isfeil ist jhr der Iud zum ofseermahl hart angelegen/ daß/nachdem ste den aller t^eiligisten Leib Christi Mitden andern/nach Christlichem gebrauch empfan- Sm/Ime dcmIuden/solrzubringen.Zu lohn solches I tz Lasters/ Don der einen Gestalt deß Lasters/ verhieß erjrDrey baller/vnnd ein Rlaidr mit Seiden Leisten. Vnnd was chuec doch der Gertz nit? Das Boßhaffkig weid rast sich/ durch ein solche kleine Gab/vmbschweyen/nimbc die Londieionan/ kombt am Qsterabenk z u einem Dorff Loyo gena»c/ da geht ste mit den andern zum Äitar / empfcngr das Sacramene eben wie der Judas/aber gleich dar¬ nach zeucht sie es auß dem Maul / legt es inn ein Gchwaißtüchlein/vnnd am Lster Dinstag/gibr sie cs jrem t)errn dem Juden«Zu welchem kamen drry an¬ dere Juden/ nemlich / Michalecus/ Sachaus/ vnnd Joseph/so bey diesem Staccleinwohnecen/seindvil- leicht von jm geladen/haben das aller heiligst Sa- crament in jre Synagog getragen / mit Tolchen vnd Messern zerstochen. Vnnd stbe/von stundan ist auß der Hostien viel Bluets gestossen/ welches die Gehe! mische Juden mit einem Löffel in ein Glaß gegossen. Solche Grausame That kondt nicht lang verborgen bleiben. Vor allen ist das schändklich Weib zu Sach- atzet gefangen/darnach fr t)err der Jud. Dise beken- nen/wie stch die Sach zugccragen. Zu der zeit war der R.önig von Polen Sigismundus zu Vilnen/wel- ches ist die k)auptstatt in der Liccaw/vnnd es waren do etliche inpolen/sovermaineten/manmnstbayde Gestalt der Euchartsty notwendig raichen. Wieder B-önig/was geschehen/vernommen/befilchc er dem Schultheissen des Lleckens/daß er steissg nach der fa¬ chen wolle forschen/vnnd wo es also geschehen/wie man sagt / sol er alle/so ein wissen ob dieser Vbelthak haben/mir dem Todt hinrichten. Derhalben seind Dorocheavnnd der Ind/nachdem ste gefokterr/aM LreyraA H. Sacramettts deß Altars. 55 Lreytag nach Christi himelfarc/verbrandr/dke an- dere Juden/ Micgesellen drestrVbelchak/seind am ersten cag des Brachmonacs verbranc worden / auß- genomen einen/welcher daruon gelaufen. Es wolk der allmechrig Gott mit difcm herrlichenwunderzei- chen / deren auch zu andern zerren mehr Key disem al¬ ler heiligsten Sacrament gefchehen/jhren Unglau¬ ben straffen / welche fo gar vngestüm vnd vnweißlich den Aelch fordern / gleich wär nie der gantz Christus vndcr bayder Gestaik.'wclche wann ste in der Christ¬ lichen Religion wo! vnderwiefen wären / folcen sie wißen/daß der L^eib Christi/nachdem er widerumb lebendig auß dem Grab entstanden/ nimmermehr von der Seelen/ deinBluet/ vnd der Gottheit könne gefchaiden werden/ vnd also würden ste gar gern mit einer Gestalt zu friden fcin.Gar füglich hat stch difes zu dieser zeit inn Polen zugeeragen/weil erliche den 2^.elch forderren/vnnd der Römisch Bapst Aloystum Lapomanum Bischoffen zu Beron/einen vberauß frommen vtknd geschickten Mann/dahin gefertigt/ daß er das polnisch'Volck in der Cacholischen Reli¬ gion soltbestcrtigen.Man sagt zwar/daß der R.önig in Polen/ durch drß wunderzeichen nitwenig sey be- siectiget worden/die Communionder Carholischen B-irchen zubehalten. "Wie erbärmlich das vermale- deyce Geschlecht der Gottlosen Juden den Herren Christum/Gottesvnnd Marien Sohn/als er nach seiner Menschheit/auff dieser B)elt gewandter/ver- folger/vnd jne zum rodr des Creuys mir vnrechc ver- urrhailt/kesen wirinnden H.Euangelien.Blie aber biß!Iaterngezücht jre Söhn /bemelcen Herrn Chri- Z iy stum Von der einen Gestalt deß stum/welcher gleichwol vnleidtlich ist/in den» k).Sa- crament zu Parisi stch vnderstanden zuuerfokgcn/ Vunder- das weiset ausi dise tdistori.Zu Parisi in Frankreich/ eicben. hat ein Christliches Weib/ ausi gerrungener Armut/ einein Lästerlichen Iuden/jren Feiertäglichen Aock versetzet. Als aber die k)eilige österliche Feit herzu nahet/ vnd das Weib sonst nichts sonderliches anzu- ziehen het/vnnd doch den Aock zu lösen vnucrmüg- «/. Uch/bitk ste den Gcitzigcn Inden stcissrg/er wolle jr nur die ÖsterlicheFeyertag das Lvlaidk anzulc- gen vergönnen. !Iach verschienentdeiligcn Wgen/ wolc ste jhm solches mit mehrerm vmb die gebär wi¬ der bringen.Der verräterische Jude mercket vnnd st- bet des Weibs grosse Bekümmcrnusi/gedencket bey sich bald ein erschröckliche thatzubegehsn/vnnddas Weib schändrlich zubekriegen. Aeder demnach das betrübte arine Weib mit diesen listigen Worten am Ich waisi daß du bist ein ansehcnliche Fraw/vn wirst von deinen lIachbawcrn vnnd Freunden in grossen ehren gehalten: wann du nun aufs die heilige öster¬ liche Zeit deinen Aock nit angelegec/wirstu in schänd¬ lichen verdacht kommen/vnnd jederman zum spott vnnd gelächcer werden. Go du mir dann nun folgen vnnd gehorchen wilc/solstu dein schönes R.laidt mit doppeltem Gelt wider bekommen. Da saget ste mir degierlichen Worten: was begcrest duvonmir/das ich thnn sol^dan ich habe ein grosses verlangen nach meinem Feiertäglichen B.laidt?So du mir schwerest bey deinem Gott vn allen k)eiligen(saget der schänd, tiche Iude)daß du den jenigen/welchen du von den k?äuden des Priesters gvjf die österliche Zeik/vnder dep H. Sakraments deß Altar-. 56 der Hostien als deinen Gottanbektest/vnnd mieden» Munde empfähest/mir hieher bringest/wil ich dir deinen EhrenRock mit doppeltem Gelt wider geben. Darüber die Christliche Maeron/wie ste solches ge- böret/hefftig erschrocken/ vnd stch sehr entsetzet:Q da sey der Allmächtige Gott vor (saget ste) solre ich eine solche That an meinem Erlöser vnnd Geligmacher begehen/das jolnimermehr geschehen/solte ich men nenGchöpffer also leichclichverrathen/Achdas sey sehr fern von mir/dessen sol mich kein Mensch vber- reden. Aberdas sage ichdir/Q Jude/mit meinem Aid zu/wan du mir nreinenRock nur einen tag gibst/ wil ich jn dir den andern tag bey guten trewen vnnd wahremGlauben widcrzustellen. pack dich hinweg du Lose Christin(sagc der schebige Iude)Ich gib dir das Rlaidr gar nit/ du folgest dann meinem ange- zaigcen Rath/ dann es dich nie gerewen sol. Darauff ste geantwortctrwaist du nir/L Iude/daß ich die t). k)ostien empfahen vnd einschlingen muess Antwort der Iud:Gihe/mach deinen Mund creug/ vnnd em- pfahe die Hostien/chu ste nachmals wider außdem Mund / leg ste in ein Thüchkein/vnnd bringe ste mir gantz hieher/st> empfähest du dein Leyerklaid. L wie vnbestendig vnnd wanckelmütig stnd die 'Weiber? Ä schnöde Lieb zum vergengklichen / wie verblendest du die t)ertzen L zeitlicher Wollust/ wie verachtest du das Ewige^Dise vnbestendige Lrawe/verwilliget alßbald dem arglistigcnIndenin solche erschröckliche 'Thac/empfähec jrR. laidt/vnd gehet damit zu t)auff. Aufs den aller heiligsten Qstertag gehet das vnseli- ge Weib mit andern inn die L^irchen/vnnd empfähee mit Don der einen Gestalt deß Mit srem verrächerischen Munde/denwahren L.cib vnsers lieben s)errnvnd Mailands Jesu Christi/thur solchen auß jrem Mund/ wickelt jn innein Schleyer: vnnd darmit sie auch das Gelt von dem Schänden¬ den bekommen möchte/gehet sie hin/ Sihedahast du was du so sehrvndsoembsigvonmirbegerec.Si- he diß ist mein Gotr/welchcn ich hcuc zu rag von den fänden des Priesters empfangen.Sihediss ist der jenige/welchen wir Christen so andächtig anbercen/ vnnd hoch ehren/gib mir nun das Gelt/welches du mir verhaissenAch/ach/ach/was geschieht nicht vmb des laidigen Gelcs willen r* Ach wozu beweget die traurige Armuc^Ach/ was nimt des Menschen Will inn Göttlichen Dingen für? Der Jude als er solches siher/wird sehr fro/haissec das Weib wilkomcn sein/ vnd spricht:Legedasjenige/wasdu bringest/dorrhin «uff denZahlCisch/vn»rd empfahe bald das gedop¬ pelte verhaissene Gelt/vnnd gehe haim/sage es ja nie¬ mand/ich wit deinen Gott nunwolvcrwaren. Sa Halde das Weib vom versiuechten Juden kommen/ hebet er an vnstlig zu toben vnd heffcigzu wüccn/als sey er mit allen Ceuffeln besesscn/voller bitcers Zorns vnnd grausamen Grimes/machee ein grosses Lewer/ henger darüber einen küpffernenB-cssel voller Was¬ sers vnd Bels/vnd erwischet mit seinen rachgierigen lk)änden(Ach laider) die t)eilige Consecrierte Hosti¬ en / mit lästerlicher stimme: Bistu dann der Christen Gott ? Bist du der Welt Messias ? Göltest du Jesus Christus/auss einer Jungfrawen geboren sein^Ep wol ein schöner GQCC derVnbeschnicnen Bistu der/welchen meinePatrer mit Lau sten vnd Gaisslen geschlagen^ H. Sakraments deß Mars. z» geschlagen / so wil ich dich in siedbaissem Wasser vnd Äcl brühen. Naben sie dich ans Lreutz gehengec: wil ich dich im Lewer braten. Naben sie dich lebendig zum todc verurchailer:wil ich dich todt widerumb martern. Was sagest du:' rede so du es kanst ? bist dn Goec/wo ist deine Macht vnnd Gewalt: Gibe erlöse dich nun sechsten von dem Lewerhaissen Wasser/ vnd wedelten Lel / darin du seyunder solt geworden wer- den.Dise)-nnd dergleichen Lästerwort schüttet erzor- niglich auss seinem vcrmaledeyren Mund/vnd wirf- fec mit seinen Bluetdnrstigen Nanden den wahren lebendigen Leib vnsers lieben Nerrnvnd Naylands Jesu Lhristi/in das siedcnt vnnd Lewerhaiste Wasser vnd Qel / vermainent seinen feindseligen willen mir demselben zuerfüllen. Als bald istaustdem siedenten Wasser ein schön liebliches Bmablein erschienen/ vnd oben vmbher gewandlct/welches der Jude ersehen/ doch sich daruon nicht wöllcn bckeren/sonder sich vn- derstarrden mit dem Instrument oder Lewergabel/ welche er in Nanden gehabr/das Rmäblein/welches geleuchtet als dis Gonne/vnder das haisse Wasser zu stossen/abcr doch solches mit Nichten vcrmöcht: Dan wann er darmic Lnn das Wasser nach dem A.näblein stieß/war es baldtavff der andern Seiten. Wan er vermainec / es wäre auff der rechten / so war es auff der lincken Seiten. Dnnd inn dem der Jude also sich mit dem A-näblein bemühet/kommen darzu seine Leibliche Bänder / welche noch klein/ vnd bey jungen Jaren/erschreckcn vnnd förchten sich/ lausten eylendt zu der Mvtter/wainen/vnnd sprechen: Ach Mutter/ dasIlättcrle wil dort ein kleines Dmäbleininn dem von btt eitlen Gestalt deß Nessel verbrennen.Vnd in dem das 'werb in das Ge, «nach gehec/zubesehen/was jhr Mann fürhab/ lauf, feit die Ninder hinauß auff die Gassen / vnnd zu den LIachbawern/ schreien laut/wainen/vnnd sprechen: Nommee hero/kommcc Hers/ Ach vnser Vätcerle wil ein schönes Nnablein dahaim inn einem Nessel voll haisses "Wassers brühen.Da feind je vil der Jüden vn Christen zugelauffen/vnnd haben gefehen/die schöne vnd leuchtende Gestalt eines zarten Nindes / in dem Nessel vol siebentes Wassers/vber einem grossen fcw, er/vnnd den verstuechten Juden mit einem Instra, ment oder Z^ewergabel darbcy stehen/ vnd solches vn, derzuerucken sich besteissenr. welches nachdem es dem Bischoff alsbald angezaiget/ist er mit seiner ganyen priesterschaffc mit grosser trawrigkeic konr^ men/vnd haben die aller zarteste k)ostien gany vnnd volkomlich auff dem siedenten Wasser schwimmene gesehen: welche der Bischoff mit grosser Reuerentz vnd atgenen fänden/in beyseindes "Volcks/genolM men/vnd in G.IoannisNirchen / da sie auch Lonsee eeieret gewestn/in herlicherprocessron getragen: da sie dan biß auff den heutigen cagin grosscrwnrdig, keit gehalten/vnd/dem td.Gacramenc zu ehren/cäg- lich ein Ampr der k).Meß gelesen rvirdc. Auff den Donnerstag/da der t)err Christus sein Sacra, menc eingeseyet/kommet viel Dolcks/da rvirdc das Ampc der t^.Meßmit grosser Golennikec verrichtet/ vnd geschehen darbeyvilMiraculvudwunderzei^ chen.Alsbald ist derIudegefangen/vnnd in das Ge, fengnuß gcleget rvordenrDas Weib vnnd die Nindee haben freywrllig bekant/alles/wie vnnd was sichzm getragen/ H. Sacraments deß Altars. r getragen/haben sich zum katholischen Christlichen Glauben bekerer/vn Namentlich rausten lasten: 'Mel¬ cher; dann andere so cs gesehen/ vnd gegenwercig/zur Bestercrgung der warheit/ auch also geschehen stin/ bekant. A)nnd wrewo! der vcrstuechce Iud nichts ge¬ la» gner/ sondern alles frcywillig angezaigt/wie es von anfang biß zum ende ergangen/Isterdochin« seiner verzweifelten t)a!ßstarrigkeit verstockee blie¬ ben/ vnnd derentwegen zum Gericht gefürc worden. Dnnd wie er noch auf dem wege gehet / sage er zum ^orsteder/wanich mein Buech/welches lalmuäge¬ nant wird/bey mir hecce/du solrest mich heut nic zum 'Tode verurcheilen.Dann solchsBuech hat von Gott solche Arafc/daß/wers oft lisec/ der wirdkvnsterb- lich/vnnd vor dem Todt erhalten. Da fraget jhn der Dorsteher/wo er dann solches Bucch habe/er sol ei¬ nen Botten dahin schrcken/vnd es lasten abholcn.Als solches gcschchcn/vnnd das Bucch/so in quart einge¬ bunden/dem Juden dargcraichc/ ist das^cwer/so von dem s)cnckcr/cin6 Armbrust schuß weit/ den Ju¬ den zuucrbrcnnen/zugerichkct/znm Juden geflogen/ vnnd jhn mir seinem Buech lalmucl zu sDuluer vnnd Aschen verbrenne.Das'Meib/so das Gacrament dem Juden vberraichec/ als sie den traurigen Auß- gang gesehen/har jr selbst das Leben mit einem strick w^der, genommen. Fu ^Drcßlaw in Gchlcsicn/Haben die Irr-- Zeichen, den wider d:e t). j^ostiagleichfalsTyrannisiert/wie auß volgender sdistoria zuucrncmen. preßlaw/ein bcrrlich berhümbce Statt inn der Schlesien gelegen/ bar sich je vnnd alle zeit in dem heiligen Gottesdienst «mbsigvnd recht Lakhplrsch.crzajgcr/vmrdauf das tz <^uareni>^/-/.Fo^ Bonder einen Gestalt deß Ouatember/nach Erhebung des kXCreutzs/ ein so- lennische procession mit dem t>Sacramem/inn ge- genwertigkeit der gantzen ^Dricsterschafft vnnd ge- mainemVolck/Iärlich gehakten, wie solches eins-« mals dieIuden gesehen/daßdz Dolck auß allen Gas sen so häussig zugclauffen / auff die R.nie gefallen/ vnd die k). k)ostien als jren Gott angebeecen/ haben sie angefangen solches in jren Ginagogen Hönisch zu- uerlachen/vnd lästerlich zuuerspocccn/daß der Cbri- sten einfältigkeitdahin kommenvnnd gerahcen/das sie ein solche kleine k)osticn/welche siestibsten nnc jren t>änden/durch mittel deßLorms vnd Kewers/for- miret vnd gebacken/für jren Gchöpsscr deß t)imc!s/ der Erden/vnd deß Meers glaubten / jn anberceten/ vnd auff jn alle jhre Hoffnung stellecen vnd setzten. Berathschlagen sich derentwegen / vn schliessen bald/ sie wölken keine Mühe/Arbeit noch Unkosten spa- ren/ biß so lang sie die warheit der Sachen recht er- fahren. Verlangst hernach / als alle Juden derselben Statt in einem t>auß ausseinem Abendt versamb- let / ein fröliche Gasterey hielten / macht jhnen der wein ein freche künheit/beruffcn in derselben lIacht vmb Eylff vhren zu jnen den Rirchner/ssrechent: Gihe lieber Man / hierinnen stehet vnser aller einige Meynung/ vnnd vornemmer Rathschlag / vnd daß wir gern erfahren wolten/L>b dann Gort vnder der kleinen t)ostien/welche die Christen so andächtig am betten /warhafftig gegenwertig sey/oder nichc/vnnd ob diß Brot (welches doch wider die ^laeur vnd al¬ le vernunffc) in den wahren Leib vnd inn das leben¬ dige Bluer Christi verwandelt sey oder nicht? was sollen H. Sakraments dest Mars. sollen wie die gcben/daß du vns solche Hostien/ so du rnn deiner Verwahrung hast/ hichee vberancwortcst? Daverstumec der Rirchner vber distm ongewöhnli- chen begeren / war inn solchen ängsten / daß er weder ein noch auß wüste. Zum rheil hielt jn die große forchc von dieser onmenschlichen Tharab/hecte aber doch auch gern das Gelt gehabt. ^)nd mit discrzweiffcl- hafftigkeit hielt er sich auff? vnd veezog lang mir der antwore/dann er nichts wüste Zusagen. Da schnarch¬ ten sc jnanmic harcerr Worten: Was vcrzeuchstdu langes Warumb helcestu vns mit deiner antwort auff? Was bedenckcstu dich viel? Wilcu vns die k)o- stieN/welche wir jetzunder begcren/bringen / wie wol¬ len die dreyßrg Silberling geben? Wie der ar¬ ine elende Mensch Hörer / daß er für ein so kleine Ho¬ stien souil Gelt bekomm köndte / beratschlaget er sich kürtzlich mit seinem Weibe/welches mit jm dahin zu jnen geführet/verwilligec/vnd verheißet jnen mir ver¬ räterischen Worten sslchezubringen/doch deren ge- stalt/sie solcen dieGachen verborgen heimlich halten/ vnnd niemandc offenbaren. L> freuentlichee Mut- will/wohirr führest du die wankelmütige Menschen? Q argeGelklicb/was bringestdu nichezuwegen? Q s)ärrigkeic deß t^eetzen/ was gedenckest du wider dei¬ nen Gott? Solche Meynung gefelc jnen sehr wol/ vnd schicken mit dem Kirchner/welcher die dreyffig Silberling schon empfangen/ein Gottlosen Juden aüß jnen ( welcher jnen die t)ostien bringen solce ) in die Riechen. Da vberreichec der schändliche Ver- rähree seinen Gott vnd t)erren Jesum (Lhristum/inn die t7ände der sündigen schelmischen Inden/ vnnd er R. iij gehet Don der einen Gestalt deß gehet daruon vnd haimb/ gedenckec nic wie erschröck- !rch sie mit jm werden vmbgehen. !7kach dem nun der vermakedeyte Jude zu denjenigen/welche jnaußg«- sendet/komen/hebt er die allerhciligstc ldosticn hoch rmpor/sprechenr: DißistdasBror/welches inBlucr vn Misch verwandlet (wie die Christen sagcn)ist/last sek vnö schawen/was drinnen sey: Schek/seher/ey ein schöner Gocc der Christen:' lasier vnserfahrcn/was in jm stecke. Bereiten also balde einen Trsch/vund werffcn den wahren Lronleichnamb vnscrs tdErren vnd i?cylands Jesu Christi darau ff/ mir grosser Lä- sterung vnnd Schandworren/verspotten vnnd ver- spcycn solchen ausfs grewlichst/ nemmen scharpffe Messer vnd spitzige pfrimen/dnrchstechen vnd men¬ gen den Sohn Gottes (Ach Gocc erbarme dich) wü dcrumb auffs aller erschrecklichst. Q das sich nic di« Erden auffgcthan/ vnnd die crewlosen Inden dazu¬ mal verschlungen. B das nic das Lewer vom tdisn- -nel gefallen/vnd solche mcineydigeL.euth verzehret: B das nir das tdanß auff sie gefallerr/vnnd alle zer¬ schmettert. B^ie sie solch« mir heffcigcm Forn/vnnd rachgrrigem Grim zum öffkern gekhan/ vnnd die t> tdostien zu stücken zerstochen/lieff das Blnec so vbcr- Müssig hcrausier/daß die parricul inn dem Blut auff dem Cisch daher geschwummen. Da sahen sie auß grausamen Ficrcrn/heffctger Lorch t vnd vnmensch- iichem Schrecken an znschreyen: Ivlan lnr? bu Lvas ist das^ was ist das? Solches Geschrcy erhö¬ ben/ausi Gottes schicknng/ die Gcharwachrer der Gcatt/lauffenfüvdas s)auß/daran die Lenster ni- Drig/vnd fast auff derErderrgewesen/sehen durch ei- nerr H. Saceaments deß Altars. 46 MN Spalt amFensterladcn in dicStuebcn/vnd wer¬ den gewar/daß die allerheiligste tdosticn/vnscr lieber lk)err vn Geligmacher/in seinenr eigenen Bluet/ auE dem Tisch sthwimmct/vnnd die vergiffce Juden mit jhren bluecgirigen k)änden hcrumb stehen, lieben derentwegen an die klägliche Thar bitterlich vnnd beiß zubeweinen/vud jämmerlich zu schrcyen/ wecken die Burger aufs/vnd zeigen alßbaldk an / was ste mit freu Augen bey den nächtigen Inden gesehen. Alß- balde erhebet stch in der gantzsn Statt ei»r trawriges Klagen / vnd großes t)ertzcnleyd. Vnd als solches der priesterschastr kundr gethan wirdr/nemmen ste Fahnen/R.ertzen/Fackc!n vrrd Licchter/gehen mit ei¬ ner herrlichen Aroceß'ion vimd Geistlichen Liedern/ Mit Vilem nachfolgen dem Volek/ gegen dem Juden- bauß/vnd wie ste nahe herzu kommen / vnd sehen den ewigen Aönig der Ehren / mn seinem eigenen Bluet erbärm lich zerstochen vnnd gemartert / schwimmen/ laßen steFahnen/Acrtzen/Fackcln/vnd Liechcer fak» len/horen auff zu strrgen/fallen mit großem Jamer vnd Trawrigkeic aujf jre Zxnie vnd Angestchcer/wei- nen/klagen/vnnd sprechen: Achdut)err derGöccli, chen Gnaden: Ach wer hat dich so ersthrechlich ver- rvundc? Ach wer hat dein Bluer so vnmenschlich Vberstüßlgvergoßen^ Ach wer hak dich so feindselig Zerhawen vnd zerstochen. Q wehe/Q wehe/den bluec- girigen fänden / welche deinen heiligen Fronleich¬ nam also jämmerlich zrrgerichcet ? vnnd vns deinen kindern anzusehen/so kläglich vcrwundet/dargestel- lec^ Q klaget jr k)imc! vnd Meer: L trawrec Laub Vnnd Graß r L jrThierlcin der Erden heuletvnnd schreyer/ Von der einen Gestalt deß sthreyet/vberdises erbermlicheSpecracul. Ach wie vil besser wäre es/daß wir dich mit den Augen vn- seres N)ertzens vnder der gestalt deß Sacramenrs/ weder mit den leiblichen Augen/also elend/ in deinem eigen Bluer vmbschwimmenr/ beeten mögen anse- den. Vnd wie solche vnnddergleichen sehr erawrige vnd klägliche reden seufftzent getrieben vnd vollen- det/seind ste von der Erden wider auffgestandcn/ vn den Tisch/welcher voller Bluet geronnen/vnd dar¬ auf vnsern Seligmacher im Bluec schwinrmcne/ge- nommen/vnd geben mit weinen vnd klagen zurR.ir- chen/darinn ste das Bluet in ein Gefäßlein gesamelt/ dieparciculder kd.tdostien avffgelesen/vnnd auch verwahret/vnd den Tisch in derBürchenjederman anzuschawen/an einen erhöhetenLrt/vordie Augen gestcllet. Bey discm jämmerlichen Gpectacul seinde nachmalsvil Miraculvnnd grosse Wunderzaichen geschehen. Vnd wie es die Inden geschen/haben sich jrer vil bekerec vnd lassen tauffen/ecliche aber scind in jrer t)alßstarrigkeic verstocker blieben/vnnd seindt hundertvnfünfftzig Inden auff einen Tag zu preß- !aw in derScace zu Pulver verbrennet worden/vnnd für ihre Thaten genugsamme Straffen bekommen vnd erlanget. Aber dcrIüdischeVerräeer der Glöck¬ ner oder Airchner/als er den TragedischenAußgang gesehen/ist er/gleich wie Indas/ mit seinem Weib Wmrder- bingangen/vnd sich erhenckc. Dergleichen Thak ha- zelckeir. ben begangen die I»den zu Brissel/ wie diese tAstori anzaigt. ^u Brüssel innBrabank/hacdas schnöde ttkewlosc Volck der Inden / nach jrer gcwonheic/eine E« erschrecklicheThat mildem N>ochwirdigste»Sacra- mcnL H. Sacraments deß Altars. 41 Ment deß Altars begangen vnd grübet. Dannvmb das Lest deß D. Bauonis/inn dem Jar tavsenr drey- bundcrt vnd nenn vnd scchtzig/seind die vermaledey- te Juden / auß Ceuffclrscher anstifftung/deß »achtes in die Cape!! G.AakharinT/heimlichgebrochen/das Gacranrenrbanßlein mir Instrumenten Diebisch er, öffnet / das Oborium oder Gefäßlein/darinnen stch- Zehen gcweyhre Hostien / vnnd vnder derselben ein grosse Martiču! gewesen/ vcrstolner weise mit sich hinweg gcnommcn/vnd biß auff den t).B.arfreicag in vcrwarung gehalten. Aach dem aber der t)eilig §ag/auffwclchen vnser lieber k)EAA vnd Erlöser JEsus Christus / für die Sünde der Melk / den aller schmehlichstenLodr gelitten/herbey kommen/haben ste solche t7>sstien/zvr Schmach vnd Derhänung deß Herren Lcyden/mit pfrimen vnd Nadeln (Ach jämmerlich vnd sehr kläglich ) durchstochen / darauß dann die rothe Blueestropffen reichlich gestossen. Als die verzw riffelte Leuch solches gesehen / stind ste jo sehr forchrjantb/vnd hcffcig crschrocken/das ste hin-- dersich zur Erden gefallen: Dnnd in dem ste wider aussgestanden/vnndzu stch selbstcnkommen/wvsten ste nicht/wie ste jre That verbergen solcen. Berath- schlagen stch daraujf/wie ste nun die jach angreiffen wollen/vnnd beruffenzu stch ein Meid Katharina/ welche zuvor ein Jüdin gewesen/ vnnd aber allberait ein Christin worden/ verhoffenr/durch ste jre Sach Zuuerdunckeln/ offenbaren jr solches/vnd verheissen jr grosses Gelt zu geben / wann ste an einen geheimen Qre/ die sehr zerstochneBluetrotige Hostien tra¬ gen vnd verbergen köndte/damit es die Christen nir L erfüren. Don der einen Gestalt deß erfären. Endlich lest sie sich durch jre gelinde Aede vnd grosse Verheissung deß Geles bewegen. Vnd inn dem sie die allerehrwürdigsten k)ostien zu fichnimc/ dedenckr ste sich schnell in jrem t)ertzen/vnnd fr selbst eigen Gewissen rühret sich in jhr/ das sie förchker/es möchte diese erschröckliche That/vber jr den außgang gewrnnen/gehee derentwegen hin / vnd bringet solche einem priester/mit Namen?crrux äc blccäe, welcher «in Vorsteher in vnser lieben Lrawen Barchen war/ vnnd erzehlec jm alles mit einander / wie es jrergarr- gen r IVelcher die wichtigen Sachen bey sich wo! be- dencket / vnd gründlich erwcgec / wil es doch für sich so balde nit glauben. Gehet demnach hin zu t)errn Michael vonBackarem sDfarruerweser der Kirchen S.GudekL/auch inBrüssel/inn beysein oder gegen- Wertigkeit k)err Johann Ä>ubluwe/ Lanonicken der Kirchen S.Nicolai/dem solch ding frembr fürkom- men. Vnd nach dem sie vndereinander die Zeugnuß gennegsam eingenommen/haben sie beschlossen / vor- gemelce Katharina sole solche k). Hostien jnen vber- antworten. "Mie diese drey nun dieselbe k). k)ostien empfangen/haben ste solche mit grosser Reuerentz in die Kapellen getragen / daselbst verwahret/ vnnd sol¬ ches albereie dem t^errn Scholaster zu G.Gudek-r/ Ioanni von Ischa/vnd nachmals dem ^rLbiäiLLon» zu Cammerich/vermeldec vnnd ordentlich anzeigee/ welcher genante Bakharinamvon den Sachen exa¬ minieret / Aber sie hat alles/wie znuor/frey herauß bekennet; Doch hak er sie zu Prison verwahret/ biß dz er es dem ganyenLapittel vermelden vn anzeigen lsröchtt, Nachdem solches das Lapircc! verstanden/ H. SacraiiKnks deß Altars. 4« haben sie dre t>. Hostien begerecinsrerBirchenzv, haben/seindt Hingängen inn die Capellen / vnnd von dem Pfarrherrn solche gleich mit gewalt begcrec/dar- mix solche in jreBirchen/sintemal mehrHolcksda, hin komme/tragen möchten. Aufs das aber Friede vnderjnen gehalten würde/habensiedie t). t)ostien gethcilet/ vnnd der maiste theil mit der grossen Par¬ tien! ist in die Birchen G. Gudekr getragen / der an¬ der theil isi in der Capellen blieben. Welche erschröck- liche Charen von den Gottlosen Inden begangen/ nach dem es dem t^eryogen in Brabant vnd andern Herren kundt worden/nemblicherMerrn Wenceßlao avß Böhem / vnd Johanne t)eryogen in Brabant/ vnd den t7errn von Gchwenforst vnd Bbirham/vnd anderen vielen mehr vom Ade!/ vnnd Gtande/Haben sie sich berathschkager/vnnd von den Herren deß Ca¬ pittels begerec/das sie sollen gemelteCatharinam!oß vnd ledig vor sie kommen laßen/welche dan vor den Fürsten vnd Adelß Personen alles bekandr. Aks stind die Gottlosen Iuden gefangen worden/vnd die Chat nit verlavgncr/ darausf sie dann zum Fewr verur, theilet/vnd auff den Abent vnsers Herren t)immel- farrh/imIar/ravsent dreyhundere vnd sibentzig ver- brenc worden. Seychero seindt viel Miracul vnnd Wvnderzeichen an gemelren beyden Orten / wie dan noch aufs den heutigen Cag geschehen. Vernembt Wunder, ,^0^«« dorff/har sich begeben/daß ein leichtfertiger boßhaff- - /«csL-, ter Mensch/weylande genant ChristoffEysengreiß- htriner/vergessende seiner Seelen seligkeit/ nach Ju¬ das siecen / auß begierd zeitliche Guers / mir den Ju¬ den/ der zeit wohnent zu Passaw bey der Ultz/Hindev G. Georgen Berg/Feinden vnd festerer deß gecreu- tzigten vnd wahren lebendigen Gottes / vnd Maria seiner Gebarerin/durch ein Vorred vertrag gemacht hat: Nachdem/ als sie jnoffcin jren Bortschaffccn genützt vnd gebrauche / nahende vnnd ferrn geschickt herrenk/woer jhnen brächt dashochwirdigSacra- ment/ H. Tacramrnts -eß Altar». 4, Mene/ den Leichnamb vnsers k)Erren Jesu Christi/ ob sie den auch kauffen wolcen? Darauffftejm/ als die begierigen t)und/auß großem neydc/jo sie zu dem Zerren Jesu vnserm iAailande haben / antwort ge» ben: Er sott denbringen/barumb wolcen siejmein Genügen thuen. !Iach solchem geding/ber verkauffer vn verstockt sünder in seiner boßheit/nach dem hoch, würdigen Gacramenr stellet / vnd des bemelren siben vnnd sibentzigsten Jars/am Freycagvor Gance Mi» chaels Tag / hat er inn der A-irchen vnstrlieben Frawcn inn der Freyung inn der Abrey / das Gtockgehäuß auffgebrochen / acht parricu! dest t)ochwirdigen Gacramentö gestoien / das mit s-i, nen sündigen t)änden angegriffen / inn ein Tüch- lein gewickelt/von Freycag an biß anff den Gon, tag morgens bey jm getragen/darnach den Inder» falschhassciglich vberantworc / vmb ein Rcinischerr Gulden verkaufst: Ein pareicul gebürc vmb ;o. Pfenning/zu schmach der heiligen ChristlichenB.ir» chen. Die Juden aber vnnd Lästerer Gocrcs/Haben das behalten/zum zwciffel in jre Synagog brache/ den Leichnam Christi mit jren sündigen t)ändcn griffen/ vnnd mit grimmiger begier jn zu creutzigen/ vnd den Christlichen Glauben zubeweren/ har ein 3nd ein scharpffes Messer genommen/ den Leich» namb Christi aufs irem Altar inn der Synagog ge» stochen/darauß Bluet geflossen^vnd eines kinds An» gesicht erschienen. Dessen nu die Juden erschracken/ wurden zu rath / vnd schickten zwey stuck gen Prag/ Zwey in die lIewstatt/zwey gen Galtzbvrg/vnd zwey stttch wurjfen siL tnn ein glüenden Lfen/ da haben sie L itz zwen Do« der einen Gestalt de- ZMtt Engel vnnd zwo Tauben anß dem Bachofen Ziehen sehen» Nachmals ist der Vbelrhäker vorder Fasten im acht vnndstebentzigistenIar/bey einem LUrchstock zu Germanßberg begriffen / vnnd dann gefangen geführt worden auff das Qberhguß be? passaw/daselbs er vngezwunglich jolchVbel gesagt/ vnnd mehr bekaudt auff die Jüdrschaic. Darausf der obgcnanc tdochwirdigin Gott Vaceer vn tderr/ Bischof Vlrich zu ^)assaw/a!s ein Christlicher Lürst/ dem solch Vbel billich zu heryen ist gangen/vn recht¬ lich zu straffen erkandc hak: Schliess' durch den Edlen vn Gestrengen Ritter/ t?errn Sebastian von der Albn/die zeit seinerGnaden Marschalck/dteselbr Juden in^>assawallzufahen/ vnd vmbdiewarheir Anfragen/ die doch gemainiglich einhellig vn bekanc- lich wurden/vndzeigten das Meffer/den Gkain/dis Scart vnd denüfen/da sie solch Handlung mir dem ß^ochwirdigrn Gacrament volbrachr vnd begangen hekten» Also bekehrten sich jr vier zu dem Christlichen Glauben/vnd wurden am Erichrag nach luäicL inn der Lasten deß acht vnd fiebentzigisten Jars für recht gestelr/die newen Christen mit dem Gchwerdr ge- Vicht / die Inden mit dem Lewer/auch je zwen mit Zangen zerrissen. Nach dem allen vber etlich "Wo¬ chen/ward derVerkauffer auch nach ordnung deß Rechtens/mkt glüenden Zangen geeicht. Das er al¬ les mir grosser gedulr/rew vnnd andachk erlitten hat» Me das durch jngehandekr/ist öffentlich bekaudt. GorewöU sich vber sie vnnd all Gläubig Seel erbar- -nen.In der pfarkirchen zv Wolfsperg/welche Grat drAärnren lige/ werdenauffgehalkenzwo Hostien/ welche H. Sakraments deß Mars. 44 Welche die Juden mit spitzigen Messern vnnd Aken» Zerstochen/ auffwelchen frisches Bluec gestossen. Die blueeigen stich siche man in den Hostien noch auff den heutigen Tag. wie nun ich vor der erzehlung dieser tRstoricn au ß dem k>. paschasiovermelthab/ das dergleichen Zaichen den Vnglaubigen zu der be- kerung/den wanckelmüecrigen Christen zu besserung deß Glaubens/vnd den Frommen zu einem tröst ge¬ schehen seyen/Also sollen wir auch daneben wissen/ bass wann wir lestn/ das die k).s>ostien sein durchsto¬ chen worden/vnd das sie Bluet von sich geben haben/ darumb wir nicht gedencken sollen/das Christus der t)err durch dergleichen Verfolgungen der Juden wi¬ dern mb habe gelitten, laicht also mein Christ. Der t)err ist einmahls gestorben/ vnd leidet nit mehr. Er lest sich nichcmehr schlagcn/gaißlen/stcchen/verwun- den/mkrtern. Er ist vonTodten erstandcn/er ist vn- leidenlich/er ist vnsterblich/ vnnd hat ein Glorificier- een Leib. Das er aber bey demk).Sacramentder- gleichenWunderzaichen hat leüchtenlassen/ das ist mir/dir/vnnd meuiglich zu gueeem beschehen/anjf daß die Ungläubige bekehre/die Gläubigen inn der t). Religion gestcrckt/vnnd die Sünder zur Bueß dewege werden. Ich finde in mancherley Bücher der Miracul mehr/aber es wurde gar zu lang werden/ solche alle zuerzehlen/ jo wäre es auch vnmüglich ding/alle die Wunder discs Sacramenes zubeschrei- den: Dann kein Lande noch Königreich nicht baldt Est/ inn welchen dergleichen wunderwerck Gottes sich »richt haben zugetragen, wer aber dergleichen Mi- *a«rl mehr begerrzy wissen/ der mag lesen übrox Col- Isrionuru r/. Von per einen Gestalt dcß larionuni iacrLrum O. Illmauni Lrc6cnbLLbij,IteM 5pccu1um miraculorum Lucbarilkix, vnnd dergleichen andere ^urbares, aber darneben gar nie gcdenckcn/ daß dergleichen wunderzaichen alle von jhnen sein beschriben worden. Dann ich selber vil noch wüste zu- beschreiben/welche in öffentlichen Druck ine nie kom¬ men sein. Dahcro haben wir zu spüren die Gültig¬ keit Gottes/dervns nirallein durch sein k).worr/ sonder auch durch manchcrley "wundercharen/die wahre Gegenwercigkeit/seines geliebten Sohns/ in dem t). Sacramenc deß Altars predigen!ast/an wel- chen 'wunderzaichen wir desto weniger vrsach ha¬ ben zu zweisten/weil solche nir durch schlechte Leuc/ sonder durch fürcrestiche von G2M hocherleuchre Vatter vnnd heilige Lehrer sein beschriben worden. Derhalben ist es billich/ daß wir derGöktlichen Ma- yestac für solche seine Gucchaten danck sagen. Da» aber vnsere Widersacher solche Miracula weder se¬ hen / noch der gebär nach erkennen wollen / das ver¬ ursachen die SaulinischeSchuppen/micwelchenjre Augen vberzogen/vcrfinstert vnd verbleut sein. Es ist ja wegen jres Vnglaubens zubesorgen / das gleich wie Christus dert)err/doreimEuangelio gesprochen: wehe dir Lsrsftim / wehe dir Bethsaida/daK ws zy Jerusalem/Tyrs vnnd Gydsn/sslch- Zaichen geschehen weren/fie hetten mn dem Stand Vnnd in der Aschen Buess gethan. Also werden die abgefalne Christen auch dergleichen erschrecklichen Senrentz hören/vnnd das ewige Ach »nsd wehe schreyenmüessen/das sie alle Väterliche Warnungen H. Sacraments deß Altars.- 45 Warnungen veracht/ die wunderzaichen nit gcacht/ vnnd inn den Gehorsam der Rirchen Gottes sich nie nie einsiellcn wällen. Derhalben hcrylich zu wün¬ schen war/daß sie die Barmhertzigreic Gorces nic zm- ui! vnnd zu lang in TVrndt schlregcn/ sonder dieselbe bey zeitrcn/vnnd weil das stündlcinnochlaussk/zu Gemüt führten/ vnd behcrtzigrcn. H)ir zwar die Ca- tholisihe halten souil von denen vnsdurch Gocrcr- Zaigrcn'lVunderwerckcn/ dasiwir mir dem fürcreff- lrchen/hochcrlcuchtcnMehrer ?vicharc1o 6c 8anÄoVi- Äorc gcirucgsam vrsach haben zu schreyen: Oominc, 6 orror cib,^uo6 crc6imu8, a rc6cocprisulnu8.Iibacliiinili Nobi8,y8 ü^ni8 pro6i^h8 con6rmLtL tunr, c^uL non niü L rc 6criporucruric. Dasist-i^E^^X lieber Gott/ wann das^so wir glauben / em Irrthumb rst / so feind wir von dir betrogen worden. Dann dife ding feind mn vns mit solchen saichen vnnd ^Dunderwercken bcflettrget worden / welche von nlLmandts andern,dann allem von dir ge¬ schehen mögen. Diß scy nunamfclrig gesage/von den IDundersanren Gacramenrs Laichen / dabey ab le fromme Gocrlicbcnde Christen / herrzlich sollen cr- Manet scrn/daß sic bcy der ainma! cmpfangrrcn^ehr/ drsc6 hohen besicndigklich verbleiben/vnnd vondervEommenheit Christiinn dem Lo.Sacra- Menc das wenigisi uichrzwersieu. ^Vasvondrscrge- geuwcrrigker't Christi in demi"V.Sacramenrdie Ms, , reu auch halreu/ so! -ch vuuermeldee uie laßen. Die Priester run MorcuLandc/ pflegen vnder der Mesi/ d.re t),Sacramenr indic höhezn heben/vnnd alleur Von der einen Gestalt deß Dolckzn zaigen/mie drsen Worten: Das ist der Htt- lig / Ehrwürdig/ vnnd Lebendig Lerb vnfers Herrn VnndH»slandts Jesu Lhrrsti/welcher dargegeben ist worden zu Vergebung der sün- den / Vnndzu erlangung des ewigen leberrs/al- len denen die ;n wardafftP empfangen.Dasist warhafftig der Leib vnd das Bluet Emanue¬ lis vnsers Gottes. Darauff antwortet alles Dolck: Ich glaub/ich glaub/rch glaub von nun- anvndallweg/Amen. Der Priester sagt weit- ter: Das ist der Leib/vnd das ist das Bluet Vil¬ sers Haylandts Jesu Lhrksti/so er von vnsrr lieben Frawen Maria / von der Heüigen Vn- nermailigten Jungfrawen Maria an sich ge- nsmmen.Darauff das Volck abermals antwort tekrJch glaub/ich glaub/ich glaub dassdieGott- heit von der Menschheit keine stunde/ja kein Augenblick avgesöndert sey.Drs« ding semd des¬ sen/der aller Ehren/Reuerentz/vnnd Glori würdig ist. 'Mie nun die Mohren bekennen/daß Christus der tderr /sambe Fleisch vnnd Blnee/auch Im Gesang sambe der Gottheit vnnd Menschheit/volkomlich in bLchlem L«- dem Sacramenc verbanden sey/also hat auch solche eeinlsch vnnd volkommenheic erkennet der Ertzketzer/vnd derLm T-utsch/gc- xheraner Dorfechter Johan tduß / vnnd erkennen Vrak^Anno solche/stine Nachkömblingdie tdusstken/welche ,56 5.durch in dem vom t)uß gemachten Gesang also psiegcn zu stngenrl^on cs?-nis, lcä cs Ocu§ bomo, bbemror mcu;: Da- H. Saekatnenks deß Altars. Qas ist. Du brst kern Brodt/sonder Gott vnnd kktlensch/mein Erlöstr.wanndann der lebendige Chrrstus/nir stuck weiß/sonder gany/ vnndnirzer- rrenk/sonder vsikomen rnrrdisem k).Sacrament sich befinde!/So wissen wir/von keinem halben Gacra- mcnr durchaus mchcs.Dnd jo wenig diß nur ein hab bcs Gacramenr nie gewesen ist/da die k). Apostel/ auß erheblicherr / vnd der Närrchen Gottes wolbcwu- sten vrsachen/allein (wie wir in der Apostel Geschieht lesen)mn dem Namen ^esu gemufft haben/da doch wir inn dem Namen der N. Dreyfalcigkeic/vermög der ttr.Schriffc. Gehet hm vnnd lehret alle Völ- Eer/vnnd tauffet sie/ inn dem Namen des Vat- ters/vnd des Gons/ vnd des Heiligen Geists/ pfiegcn zu muffen: Also wenig ist ein halbes Sacra- menr/ wann wir allein vnder der Gestalt des Brots/ vnd nit vnder baydcn Gestalccn/Brocs vnd Weins/ Christum den Herren empfahen. Lerners sprich ich/ wann der lebendige Christus vnderder Gestalt des Brocs/deßgleichcn vnder derGestalr des Weins vol- kommen ist/warumb sollen wir shme die gebärende von-er«',- rhr versagcm'warumb sollen wir jhne/ weil er war- bttrmig Lhn daffrig gegenwercig ist/ nic anbeccen Stehet nit gc- «n dem S. schricben:Ou sollest den Herren deinen Gottam detten. Sagt nieder Prophet Malachias ? Der <. Sohn ehret den Vatter/ vnnd dec Anecht sei¬ nen Herrn. Bin ich nun der Vatter/wo ist mein ehr Oder bin ich der Herr / wo ist dann mein forcht? Es sey Gokcder perrjmerwoerwöll/so sol M tz man Von der einen Gestalt deß man jne anbeccen. Ist er km s)ime!/so heb c deine au- §en vberstch / vnnd beere jn an. Ist er auff Erdcn/so erkenne jn für deinen l/)crrn.Ist er in dein kA.Sacra- menc/so wende dein tAertz gegen jm / vnd berce jn an» !Iic die Gestalt des Brodrs sollcstuanbcrcen/sondcr das jenig so darnnder verborgen ist/Christum den t^errn.Dnnd gleich wie das Canaireische Weibel nie die T^larder Christi / sonder den jcnigcn/so mir densel¬ ben bedecke gewesen / angcbercer hac / Also decken wir auch nie an die Gestalt des Broks/oder die Gestalt des Weins / sonder den tderren/ der sich selber vndcr den Gestalten zur Spciß vns geben ebnet- Wann dann Christus warhaffccr Gorc irr dem Sacramenk ist/wie von mir nach lengs ist dargerhon vnnd gepro- bicrcwordcn/warum sollen wir jne/als vn sern Gorc/ nie anbeccen? warnmb sollen wir jhne/als vnsern k)errn/nic ehren? Aber du sprichst/Ich sthejhne nie? Ancworc: Du sthest nic Gocc den A)arccr/vnnd sthest nie Gocc den tA.Gcist/Lrgo sollest Gort satter vnnd heiligen Geist nie anbeccen? ^anstu nun vnd sollest auch Gort den Daccer vn Gore den s> Gcist/welche du mit leiblichen Augen nie sthest/anbeccen/Warum sollest du Christum den Sohn des lebendigen Gor- res/welchen du sthest/zwar nic mir leiblichen Augen/ sonder durch den Glauben / vnnd mit den äugen des Gemüts/inn dem k). Gacrament nic anbetten?Alö- bald der Blindgeborn vernam / daß der Sohn Goc- res vor jme stunde/vnangeschen er jhne als ein Blin- der/mir leiblichen äugen nicht anschawec/ sprach er doch von stundan. Hrkr lch glaub rnud ßel vor H. Sacramenks dcß Mars. 4? M ttider/vnnd bettet chnan. Alsbald die weisen arrß Morgcnlandr durch dcu Sccru das idauß cr-^^^.^. karrdten/darinnerr das Aandlein Jesus war/gieugen sie hiircin/ficlerr au^f jhreN.nie/vnnd betteten es an. DaThomas der zwölfen cincr/mir seinen Augen sa¬ li c / vnd mit seinen t?ändcn griste den Leichnam des gecrcntzigtcn- brach er herfür/vnnd sprach: !^kein ^err vnd mein Gott/ vnnd bettet jne also an. Die lld Däcccr vnnd Bärchenlchrer haben durch jre him der sich vcrlaßne Schrrjfcen / vns vnderwisen/daß Wirvnsern tdaylandc in dem td. Sacrament anbec, rcn sollen.Der lA.Dionisius/ein Jünger des lA.Apo, stcls Pauli/bettet Chrrsimn an irm dem k). Sacra, ment/vor isoo. Jarn/mir folgendenworren: V du ^ler Göttlichstes Sacrament/ erscheine vns/^^.I^ vnnd lege hinweg die Decken der dunckelheit/ 1 welche dich vmbgeben/ vnnd erfülle die äugen vnsers verstandrs mit deinem Liecht» 6r<-§oriu5 ^L2lLN2cnu5 sclircibc von seiner Gchwesier OorAonia, als sie cödclich keanc^ gclegen/hab sic sich für dasSa- cramenr des Altars tragen lassen / vnd als sie solches nngebekrct/ sty sic alsbaldk gesund worden, Altäre curn ?iäc procumbir, eum c^ui super illuäcobrur obre- liau5,Sie leget sich/sirgrcr/vo: dem Altar Nlder> wit dem Glauben/vnnd bettet an den stnigen/ welcher ausf dem Altar geehret wird. Der k>. s^brrsosiomus sckrcibk vor iroo.Iarn-bsoe dorpus, inc^uir, in pr^sepc rcueriri suur ^LAi, 2c Barbari cum ri- ruore Lc crcmorc plurimo Lciorauerunr. Imircmur Larba- M iq ros »rr/. Don der einen Gestalt dess 105 norčuj coclorum ciuc; i'umu8. Illi cum in pr^/öpe ricrunr, ru vcro non in pr^iepc, icci in abäri-Das sttr Dlesttt Lerb / spricht der t/)eklrg Chrisostomus/ ha- den geehrt die Weisen inn der Ar rppcn / vnnd Kaden drse BarbanscheLeut solchen mrr grost ferforchk vndzttrern angebettet« Last vis sol¬ ches diesen Wersen nachrhuemdre wrr Bnrger fern der Hrmrl. Gre haben chne m der Anppen gesehen/dn aber sihest stre nrt in» der Arippen/ N. srnder aust dem Älkar. Ferrers schreibt der jctzter- melreLchrcr/vnd spricht-- ^.6orL,scCommamLL:Das . Bette es am ersten an darnach Lomunmer. „«i L- Bemelker Chusostomus schrerbe auch/daß auch em zeit/ein heiliger Mann gewesen/ der babe vnder dem O. cS^M L, Ampr der td.Mcß gesehen die Engel Gottes/ welche r» /- gegen Lbristo in dem td.Gacrarnenr sre tdanprer ge- naigcr/vnttdjneangcbereer haben. Der td.AngnstiF nns schreibt von discr anbettung Christi inn dem D Sacramenr/vn st>richc: Niemand sssek das Fleisch Herrn / er habe es dann znuor angebettet: Durch das Fleisch wird nit verstanden ein blueclosee Leib/sonderdcr volkomne Christus/vnd wird durch das Fleisch eben das verstanden / was dardurch ver¬ standen har der Evangelist Joannes/da er gespro- chenhat-LcVcchumCaro frchum cll:,DaSWort ist Fleisch worden. Das Wore/nemblich der Sohn Gotkes/ist Fleisch/nemblich Mensch worden/vnd ist also in dem t>. Sacramenr das Fleisch/welches wir/ vach lehr des t).Augustitti/anbekkett sollen/nichts anders/ H. Sacraments deß Mars. 4t anders/als der lebendige Christus. ^l)nd wann gleich die h) Bäceervnsnircmcn so austfürlichen Bericht bistranberrung halben inn jrenSchriffcen verlassen Heeren / so solce vns doch genueg scin/der jmerweren- de / vnnd von den Aposteln hcrrürende gebrauch dev werden Christenheit/welche je vnnd alzcic gepflegt Christum den lderrn inn disem t).Sacramenc anzu- betten. Discs Apostolischen brauche thuec Meldung D dcrtd.Bastliusvor iroo.Iarn/vnnd schreibc/dast Christum anzuberccn/ wann das Brok der Euchari, ' sty/ vn der B.elch des Segens gezaigcc wird/ein Apo- stolische Traditionvnd verkommen scy. So hab ich auch oben angezogcn den Lrigenem/so vor izoo.Ia- , ven geschricbrn/dast/ wann der Christ hac Communi-- eieren wollen/har er gesprochen: Domine non ium äi- xnux:Herr ich binnit würdig.Dcstgleichen schreibe der i/).Basrliusvor iroo.Iarn/dast man stch vnder der lA.Mcst gegen dem D.Sacrament/diser wort ge- . brauche: Deus propiciu8 eKo mibi peccarori: bist gnädig mir armen Sünder. Der t?. Christ», stonrus bcstccrigr drsen Kirchen gebrauch / vnd sage/ Daß zu seiner zeit die gcwonhcit gewest/das td.Sa- cramentalso anzurcdcn: Domine non sum6i§nu8,vr lnrrc8inbtcÄ:um mcum:i^err ichblN Nicht würdig/ bast du eingehesi vnder mein Dach. DistrForm vnd "weist zu reden / vnd das heilig Gacramcnc am Zubetten/gebrauchen wirvns noch bistauff den heu¬ tigen rag/vnd ist durchaust rnezu zwcistcn/ dann daß bise gewonheic Christum vnder der gestalt Brots vn ^eins arrzubeccen/von den Aposteln herkome.Die Adcliche Bott der einen Gestalt deß AdclrcheIungfraw/die k). T!ara/gebornzu2sstsio/ E NachfolgerinjresMitburgersdesN>.^rancisci/ hat j>Edk Vilen Gottsförchtigcn Iungfrawcn inn dem Tlostcrzu G. Damian/ ein strenges vnd hciligs leben gefüre. Da auff ein zeit die wilde Garaccner/ die Statt Asirsinm belcgcrc / vnangcschcn sie aller kranckvnnd schwach war gewesen / har ste doch sich zum Thor tragen lasicn/vnd Lhrrstum den !7crrn/in dem t^.Sacramenr/welches sie außderB-irchenmit sich genommen / mit diesen worren angcbcrrce/ vnnd vmb hnlss angernfft: V HE2^A/ du wöllcst die Seelen / deren so an dich glauben/vnd dich be¬ kennen/nit in diehünd/vndirr den gewalk der wilden Bestien kommen lassen/sonder wölkest deine Dienerin schützen/welche du mit deinem Rosenfarben Bluet erkaufst hast. tdre haben wir «in schönes Ercmpcl/weicher massen die Gottselige Jungfraw Christrnndcn k)crrn/indem Sacrament angebettet hab. Aber last vns hörcn/was sicdarmit hab ausigcrichr. DieLdistori vcrmcir/daß nach sol¬ chem Geber ein Srim in düstren erschailcn.sIchwil jederzeit ewer schürz vn stbrrm scin.Ab welcher Srim die blnctgierige tdaydcn dermassen erscbrocken/daß sic zum thai! cnclosserr / zum chai! erblindet / zum thail Haussen weiß von der Mawer abgefallcn/vnnd schaden empfangen haben. b7nn hab lch auß der i?» Schnfsr/ nachsnalü aus den td.^)atccrrr/vnnd alten 2xirchcnlehrern/vnnd dann durch den allgemaincn gebrauch der Kirchen Gottes/dieanbcrrung Thrift des l)errrr/in dem b).Sacramesrt/erw::stn/v!td eün- dc ausr- H. Gacräments deß Mars. 4- besuch solches auß den stnreichen Gchullehrern/vnd andern Scribenren / noch weicleuffeiger bekräffcr- gen/ aber wegen der liebe kürye wil ich allein noch Zum vberstuß die Erklärung des heiligen °Tridenti- Nischen Loncilrj hie einfürcn/durch welche vnsder? Geist versrchert/daß wir recht vndwolthun/wan wir Christum inn dem tRSacramenc änderten. Die Wort des t?. Concilij scind dist: EZ ist das H» Sa- erament des Altars nikdarnmb desto weniger anzubetten/das es znrrÄessvng von Christo dem Herren ist eingesetzt worden. Dann wir glanben/das eben der Göttin demselbigen ge¬ genwertig sey/welchen der ewige Vatter in die Welteirrfuret/Vnd spricht: Vnnd es sollen chne änderten alle Enget Gottes: Desgleichen wel- chen die weisen mit gebognen Rnien angebet- tet haben: welcher auch von den Aposteln inn Gallilea ist angebettet worden. Me nun die Rarch Gocccs je vnnd allzeit im brauch gchabr/Chri- stum dcn toerren inn dem to.Gacramenc anzubcr- ten/ also ist solcher gewonheit steißrg nachkommen/ Graff Rudolph von k)abjpurg/ Landcgraff in El- saß/welcher durch dieEhrerdrerung dists t0.Sacra- wents von Gott dem t)errn dermaffen ist begnadet tvorden / daß Er vnd stin Posteritec/ das t)och!öbli- tl)e traust Lesterreich/zu dem A-ayscrchuin/vn diesem Wochen Aocenracen Skandt/in welchem es sich noch letztbefindet/ist erhebt worden. Dann also lesen wirr Als Graff Rudolph von t)abspurg/L.andkgraff in N Elsaffen/ Don der einen Gestalt deß 7^ Elsassen/vondem dieEryhertzogen zue Österreich herkommen/ein demütiger Ehrer des Gacraments/ ^,s nennetjn die tZistori) eines cags mir den seinen an ein Wasser gerrrccn kam / vnnd dabey einen prie- ster anrraffc/ der mit dem t7>ochwürdigcn Sacra- LL cLro- ment gern durchs Wasser zu einem Arancken wäre //>/«-- gewesen/zweistee aber an demFurt/fprangc der Graf 'tE. vorn Roß/vnd hiesse der» Priester darauff sitzen/vnd durch das Wasser reircen/welches der Priester rhär« Da er aber darnach dem Grafen das Roßwidernm zustellcnwolre/namErsnir an/sonder sprach / Ich bin nie würdrg/daß ich forthin auff dem Roß rcirre/ das den N>errn aller k)errn getragen/vnnd schencket es also dem Priester. 'Vnlangcst darnach kombt der- selb Graf zu einer Gott andecheigen Geistlichen ein- gcschloßnen Lrawen / welche von Gott vr! Erleucht tungen vndQffendarungen hatte.Dise weissaget jm/ daß wegen der demütigen Ehr vnd Reuereny/ die er demi^errndes t)ime!svnnd der E' den im Sacra- ment erzaigek/sein glück dermassen wachsen vnd avf- nemen werde/daß er nicht allein für sein Person zur Rayserlichen tZochheic kommen sol/sondern daß sol¬ ches R^ayserthumb lange zeit bey seinem Geschlecht bleiben/vnd seine Nachkommen vil mächtige Lande vnd R.önigreich/erobern vnd Regieren werden.Das ist der Segen vber das t)auß Österreich / den es biß auff den heutigen tag mit der nd bezeugt der Apostel solches durch diese wort :8ic ^v8 cxEimcc bomo vc rniniKrv8 ObriKi, Lc^itpeularo- rcr rnykcriorum V L i : MeNlgltch soll VNS darfÜU halten/als Diener Christi/ vnd Aussspender der Geheim- ,./sE /. Von der einen GeMt deß Eeheünvusten (bsttes. Da haben wir/ das Gott die Apostel vnnd jre Nachkömbling/die Bischoffen verordnet/das siedieGacranrencaußspenden sollen/ Viid sie werden durch beystandkdcß t). Geists wissen/ wie sie diejenigen erchailcn sollen. Alaun dann die chipoiirion in dergleichen fachen der D.trchcn Goeces gebierec/so sollen wir vns derselben gchorsirrnblich vnderwerffen/vn dem jenigc/was sie vnsfürschrcibk/ gehorsambltch nachkommen/vnnd nic die Schrifft deß t>.^)avlj mißbrauche / als wann er vns die Con^» munion vnder beydcr gestalt gebscecn hek/da er doch dergleichen Sachen so wcmg gedacht/als wenig sol¬ ches auch Christus der N>err niemals geboccenhac. Sechsten / Sprechen vnjere wider- Ostrcher: Das Bluek JEstr Christi/ wieder Evangelist Johannes schreibt/ macht VNS ktM Von allen Sünden/ Lr§o,wö!!enwir vonvnseren Sünden gerainigec werden/so müssen wirinndem Sacrament deß Altars deß R-elchs rheilhaffcig wer¬ den. Auff diese Einredr sprich ich erstlich/daß das BlueeIesu Christi vns rainigervon Sünden/ dessen wir vnder einer gestalt so wo! /als vnder bayden ge- stalten/wievonmir zuuor vberstüssrgistdargcthan worden/rheilhaffrigwerden. wer derhalben vnder einer gestalt Communiciert/ der wirde durch das BluccChristi hie gerainigecvon Sünden. Zuman¬ der sprich ich / das der Johannes hie nic redee von dem k).SacramentdeßAltars/sondererredecvon dem Leyden Christi/vnd von dem l>.B!uct/welchcs " eran H. Saer'amettts deß Mare. 55 er an dem Creuy vergoßen har/durch welches wir fern erledige worden/vnd gleich wie der t). Johannes sagt: Das Bluet IesnLhristi/rainiget uns von allen Sünden/also spricht auch der heilig Paulus: Dann so das Bluet der Vchsen/und derBöcke/ vnud der Relber/mit Aschen besprenget/die Dummen heiliget/zu der leiblichen Rainigkeit: Wieuil mehr wirdt das Blnet Christi (der sich selbs durch den H. Geist Gott geopsfert hat unbefleckt) unser Gewissen rainigen von den lobten wercken zu dienen dem lebendigen Gott» Don disern Bluet/welches am Stammen des t0. Creutzs vergossen worden / redet auch der t0. Petrus/vndspricht: Irsolt wissen/das srnit mit vergenglichen Silber oder Golt erlöset seyt/ von ewerm losen Wandel der Vätterlichen Gatznng/sonder mit dem tewren BluetChristi/ als eines unschuldigen un unbefleckten Lambs. Auß welchen Sprüchen der p. Schufst wir haben/ das jo wo! der tb. Petrus vnnd paulus/als der k). Johannes nie von dem Sacramenc deß Altars/son- der von dem Bluet Christi reden/wie es am Stamen deß Creutzs vergoßen/v,md durch welcheswir/vnd das gantze Menschliche Geschlecht ist erlöset worden. ^^.Etztlich/ Sprechen unsere Widersacher/ OVvn wöllen «Bapst Gelasins habe die Lom^ Munion vnder ba)?der!e^ gestalt gebotten / wie str dan» deshalben den Gramnum auzieken. Q Aber Don der einen Gestalt deß Aber wir geben jnendise antwort: Fürs crst/Wann vnsere Widersacherdeß beuelchs dises Bapst Gelasis sich wollen betragen/ warumb lasten sie jhncn nicht auch gefallen / was andere Bapst auch sonst geschrie¬ ben ? Warumb verwerten Ne die andere Dccrec vnd Beuelch der Römischen Bischöfen? warum baicen ste nit für recht / was sonst inn dem Geistlichen Recht begriffen? warumb halten jic nit/ was die hochhei¬ ligen Coneilia beschloßen/von welchen die Commn- nion vnder ainer gestalt für hailsamb vnd recht vnd Göttlich erkenc/bestetkige/vnnd approbiert worden? Aber vnscrer Widersächer brauch ist/ nie wie die Bie¬ nen/sonder wie die giffcige Spinnen einzueragcn/ vnd das jenig anß vnsern Schriffcen zuklauben/ wel¬ ches sncn inn jr B.ram wider die R-irchen Gottes die¬ nen möcht. Zum andern / Wil ich vnsere Widersa¬ cher auff die Rubrica/ vnd auff den Tire! deß Cano- nis/welchen sic anziehen/ gewisen haben. Der Titel aberist diser: Den Leib Ghristi soll der Priester ohne dasBluet L H R J G E Init empfähen. Außdiesem Titel erscheint klar/daß der ermelre Ca¬ non deß Bapsts Gelasis nie alle Menschen/sonder al¬ lein die Priester angehe. Damit aber der guchertzi- ge Leser wiffe/was bcmelcer Canon in sich halt/lau- ret er von Latem auff vnser Teutsch also: Wirke? finden das etliche nemmen allein die Portion deß heiligen Leibs/Vttd sich von dem^elch dest H. Blnets abhalten/welche ohn Zweifel (wais nicht mit was Aberglauben sie verstrickt) amt? rvrdrr gantzeSacramerrk rmpftngen/odrr von den H. Sacrämerrts deß Altars. 54 den gantzc Gacrament soltenabgehalten wer^ den/dann die zerchailung eines Gacraments kan ohn sondern grossen Rirchenrgnb rritbe» schehe». Sprich derhalben nochmals/ das dieftv Canon allein die Priester zu den bayden gestalten verbindet/ vnd ist drst Sach inn der Kirchen Gorrcs so vndisputierlich/das auch ein jeder Celebrierender Priester das Lpfser deß Leibs vnnd Bluees Christi vndcr bayden gestalten zuempfahen/ bey seiner See¬ len stligkeir verbunden ist. Aber ich stye/der beuelch gehe auch die Layen an / so soll man doch wisten/das ich zuuor gesagt/das die Vorsteher der Kirchen Goc- tes/das Gacrament vnder bayden gestalten/ auß er- böblichen vrfachen bewilligen vn beuelchen können/ wie dann Bapst Gelastus fürnemblich hiedurch die Manicheer hat Verstehen wollen/ welche durch Irr- thnmb vnnd durch Aberglauben/wie der Text ver- mag/dcnwein als ein Crcaeur deß bösen Geists ver- acht/vnd die gegenwertigkeir deß Bluecs Christi/ inn dem Sacramenc verlaugnet haben. Diesem Irr- rhnmb/vnnd distm Aberglauben zubegegnen/hae Bapst Gelastus drsen befelch ergehen lasten/wann er anderst die Layen dardurch verstanden hac/ Gleich- wol ich darfür halt/das er dists Gebot allein aufs die Priester/wie ich erst vor vermelt hab / ergehen lasten/ *vie solches nie allein die Glosta daselbst/sonder auch andere /so vber drsen Canoncm geschrieben / allein von der Priester Communion verstanden haben, letztlich mögen vnstre Widerfacher den ofsrernen- rcn Canonem verstehen wie stc wölken / so haben ste tz doch Von der einen Gestalt deß doch zubedencken/das gleich wie Bapst Gelastus auß erhöblichen vrsachen die alte gewonhaic vnder ainer gestalczuCommunicirenauß erheblichen vrsrchcn/ vn sonderlich zuaußreüccungdeßvonmir bemelren ManicheischenIrrrhumbs eingesetzt/ also hat die BärchGottes macht gehabt/auß erhebliche vrsachen die bemelreComunionwrdcruminden alten brauch vnnd schwung zubringen/wie solches äe iaÄo gesche¬ hen ist. Dan ich nun mehrma! hab angezeigr/das in dcrBirchen Gottes macht stehec/die Communion vnder ainer oder baydcr gestalt / nach dem es die not¬ curffc crfordert/anzustcllen. (^^Jese Einreden vuud Gegenwürffvuse- (^DrerWiderstichcr/habich auffs kürtzest widerlege wöllen/Ictzundcwil ich ordenlichnach einander setzen/die Argument/durch welche so! au¬ genscheinlich dargethan/vnd klärlich geprobierc wer¬ den/das die Communion vnder ainer gestalt je vnd allzeit in der Barche Gottes sey gebräuchig gewesen/ vnd derhalben billich vnd recht/daß man noch dar- bey verbleiben/ vnd zu erhalcung Christlicher guecer vnnd friedliebender ainigkeie/sich derCommunion vnder bayderley gestalt enthalten soll. erst Argument. Es spricht der iA. Au- güstinus: (^uocl vniueriL cencc Tcclelia, nce Loncilhs inKiruruln, ieciicmxer rercncum cKnonniil amborirarc ^po^obcL craätrnln ctle, reLiilliine crcälcnr. Das ist: Das jemg welches Helt die Allgemaine Rirch^ vnnd solches durch keine Lorrcilra nir ist ang«- H. Sackamenls deß Mars. 55 Hrgestelt/ sondern allzeit ist erhalten worden/ wrrdt gar recht geglaubt/ das es m't/dann al¬ lein durch Apostolische Amhoüket sey heeksm- Men vnd gegeben worden. NunistdieCommu- nion vnder ainerlsy gestalt allzeit inn der Birchen Gorres gebrauchig gewesen/vnnd kan darneben kern Menschnichrsagen/das solche durcheinConcilium/ oder durch einen Bapst/oder semandts arrdern/in die Kirchen Gorees scy cingefürc worden/so volgenot- wendiglich/ das bemelce Communion/vermög der obgesetzren Aeg!deßf).Augustini/vonden t). Apo¬ steln mueß Herkommen. Diese Lehr wirdtbestettigt durch vnsercr Widersacher selbs aigne Bekandcnuß/ welche in jrer AugspurgischeConfession als» sprechen: Es kan niemandt wissen / wen oder durch weh che diese gewonheit eine gestalt zunemen/em-^^^' gefärt ist. Recht sprechen die Confcssronisten/ daß man/vnd sonderlich sie nie wissen/wann diese Kom¬ munion jren anfang gehabt. Aber ich wils jhnen sa¬ gen- Sie ist von Christo vnnd seinen Aposteln in die Barchen eingefürc worden. Dann diese Communi- on von denApostcln herkombt/vnd ist von niemandt Nir nach der Apostel zeit/inndie Barchen eingefürc/ sonder als ein Apostolischer brauch in der B irchen er, halten worden. Dann do solche Communion von se- Mandc erdacht/oder inn die Birchen wereingefürt worden/würden es die Historien nichtverschweigen. Aber vnscrer Widersacher selbe aigne bekandtnuß Zaige an) dasdergleichen Einführung nic könne ge- probiere werden. Go kan man auch keine Bäpstli- S iq che 2/. Von der einen Gestatt deß che beuelch/keine Loncilia/kcine Canones nitherfHrk bringen/durch welche diese Communionvnder einer gestalt/wäre wider alt Herkommen angcstcle worden/ Derhalbcn ein feder Liebhaber derHlarheitbekew nen mueß/das sie fhren "Vrsprvng/vermög der obge- setzten Regel deß t). Augustini / allain von den Axo- stelnhabe. <^F^As ander Argument. Das 8i§n3tum so! <9^Dc-rre!pond!rrnmitdem8rZno, vnd das so vorbedeutek worden / so!! sich vergleichen mit der igur« wann dann die von mir zuvor ver- melce Fjgvren/^emblich das t)o!tz deß Lebens/ das Lsterlamb/ dask)imme!brodc/drcSchavbrodc/dje B rodc der Erstlingen/ sein gewesen ein Vorbildr deß Gacramencs deß Altars/ solche Figuren aber alle ohne cranck sein verrichtet worden/vnd also Gott inn dicstn Figuren allein das Essen vorgcbilder/ vnd von allem Trmckenabgeschaidcr hat/ So wirde auch nit vnrecht sein / das diese Communion ohne den R.elch allein vndcr dcr gestalt deß Brodcs verrichtet werde. <^^As dritt Argument. Christus vnserHerr OL^shat sein Gacrament des Altars seinen Iüngernzn Emaus vnder ainerlay gestalt ge^ raicht/Darauß eruolgt vnwidersprechlich / das die Kommunion vndereiner gestalt / nicht allein recht vnd hailsamb / sonder auch frcn anfang von Christo selber hab. Der Text deß Evangelisten lautet alsor Vnndesgeschgch/da er mir jnenzu Trsch sass/ nam H. Sacraments deß Altars. 56 , ! mm er das Brodtffprach er den Gegerpbmchs vnd gads men/da wurden jre Augen geöffnet/ Vn erkenneten sn. Anßdiscm Text haben wir/das dertderr seinen Jüngern zu Emauß eben diesen sei- > nen Leib/vnder der gestalt deß Brodcs hab gcraichr/ Neichener seinen Aposteln in seinem Adenrma! gege¬ ben hac. Solches dringen die wort mit sich. Dann wie er in seinem Abcncmal das Brodt in seine heilige tdänd genommen/dasseldig gesegnet/gcdrochen / vnd seinen Aposteln gegeden/also hat er auch Zn Emaus das Brodt inn seine kA° tdarrd gcnommen/solchcs ge- segnet/gebrochcn/vn den zweyen Jüngern geraicher/ Derhaldcn man dillich auß solchem gieichförrnigen rhuen abnemcn vnd schließen kan/das er zu Emaus söwol als im leyren Adencmal das Sacramenc er- rhailee had. Man lißc gleichwol/das Christus der tAerr mir fünff Brodren fünffTauscnc Mann/vnd mir siben Brodren vier TausencMann/ gespeiser/-^,^/, vnd dergleichen wort ( wie ich sie erst vermelc) darzn gebrauche had/jedoch / sol man nie gedencken/das da¬ selbst Christus der tdErr/ein Gäcrament geraichc dab / sonder hat allein sein AllmcchcigLaic durch sol¬ che zway Miracul wollen anzaigen. Gowaranch^ dazumals das Sacrament deß Altars noch nitein, gesetzt. Gemelee zway wunderzaichen aber/waren EM Figur / ein Vordrab / ein Vorbildt/ vnnd ein ent- ^verffüngdeß Sacramenrs deß Altars vnder ainev Sestalr/also das gleich wie das Volek durch Christum allein mir den fünff: vnd mir den siben Brodcen/ one Franck ist gespeist worden/wir gleichfals auch vnder der «irren gestalt deß Brodts volkomenlich gepsei st/ erquickt/. Vsnder einen Geffalt deß erquickt vn erjattigt werden. Sein derhalden demsd ce Miracui kein Sacramenk gewesen / weil Kemel- re Brodr/nit in den Leid Christi verwarrdlec worden. Das aber dasBrodrzu Emaus in den Leid Christi Verwandler worden/vnnd also ein Sacramem gewe- sen / das zaigr an der Text deß Euangelisten/deffcn Wort also lauten: Vnnd jre Augen wurden ge§ öffnet/Vttd erkenneken M. Welche Augen waren eröffnet? Die Leidlichen ? E^ain. Dan dieselben wa¬ ren zuvor offen. Sondern die Geistliche Äugen deß Gcmüecs waren eröffnet worden/durch dieAraffr deß Leids Christi/welche eröffnung der innerlichen Äugender Seel/vnnd glanyreichc crleuchrung deß Gemüers vnd deß t7ertzens/nichc errhailc ein gemai- nes natürliches Beckendrodr/ sonder allein das vder- nacürliche Gacramencalrsche Brodr/ welches vom tdimmcl kommenist/wie solches der heilig Äugu- stinus lehrec/mirdisenworcen: Melcher bist crametnitVNwürdigzum gerichr/sonder wur- HaN seiner Seel empfachk/ derselbig erlangt die Erkandtnnss Christi eben so wol/als Zhnr erkennet haben die Jünger zu Emaus. Solche Lehr destereiger auch Cheophilacrus/daer von dieser zu Emaus dcschehenen Comuuion schrei- det/ mikdisen Worten: Die Augen der Jünger^ welche dieses gebenedeyte Brode empfahen/ werden eröffnet/auff das sie Christum erkenn « nen können Dann das Fleisch Christi hat ein vnaussprechliche Nrafft. Der vordemelre heilig Augusts H. Sa craments deß Altars. 5^ Augustinus zaigc auch an/was dißSacramentvn- derainerley gestalt für A.raffc hab/da er also spricht: «L- wir verstehen mt vnbillich/ das diese verhin- L- derung nm den Äugender zwayen/vom Sa- thanbesckehen fty / dardurch der HErr Jesus nie erkandr wurde/vnd hats Christus also ge¬ schehen lassen / bist auss das Gacrament dess Brors/damü man verstehe / dz durch verami- gnngsemesLeids/dest Feindts hinderugabge- schasst/vn Christus erkandt werde. Icem/Vn- O. ser Herr Jesus Christus(sagtcr)redetmitmen wie ein Frembbervon dem Brodrbrechen/^^^ aber im Brodtdrechen wirbt er erkenbt/ da das ewig Leben empfangen wirbt. Ebenvber dicst worc ^uce hak gar schön vnd guec Catholistb vor ii 0 0. Jarrr der t). Johannes Chrysostomus also geschrieben: Der Herr hat auss dem Wege das Lrsdt nit allain gebenedeyet / sonder auch aust seiner handt demLleophe vn seinemMefer-^"^ ten gegeben. Vnnb Paulus da er sthissek/hat Slrichfals bas Brodt nicht Main gebenedeyee? sonder auch austseiner Handr dem Luce/vnud andern geraichet. was aust der Handr gerai- chet wirdk/das so!! weder denvunernünssrigett Thieren/noch auch den Vnglaubigen gegeben werden/ dann es ist nicht allain geheiligek, son¬ dern die Heiligung selbst / vnd es heiliget den/ der es empfahet« Das nun Christus der t7crr/ den P zrveyerr Von der einen Gestalt deß zweyen Jüngern zu Elmaus/ das k)ochwürdig Sa/ cramencgeraichc/ bezeugen nic allein die jetzt ange^ zogne Väccer/wie auch derEchrwürdig Beda/sonder es bekennen solches auch vnsere Widersacher/ t)nß/ Melanchthon/Machesius/rc. wann dander k)err den zweyen Jüngern das Gacramenc des Altars zu Emaus/wie erwiesen/crrhailcso volgc/das dieCom- Runion vnder ainer gestalt von Christo hcrrühre/ weil zu solcher weder Wein noch A.elch nicht ge- der§4. prc" braucht / sondern so baldc die Jünger die gestalt deß dig der HZ,- Brots cmpfangen/haben sie jne durch erö^nung der Pori vos, Augen deß Gemüees erkennet/vnd der k)crr har den B.elch jnen nit geraichr/ bar auch weiter mit jnen nie gehandlcc / sondern er ist stracks ohne raichungdeß Kelchs versthwunden. Vierdr Argument In der Apostel Ge/ schicht lesen wir also: Die nun sein Mort attnamen>!iessen sich tauffen/vnd wurden hinzu gekhan an derri tage bey z ooo. Seelen^ sie blie^ . benaberbestLndlgin der Apostel Lehr/vndinn der gemainschafft der brechnng dess Brodts/ r>nd imEebekk» Inn disem Text haben wir/das sie das Brodk gebrochen / vnd zwar nix ein gemaines Brode / sondern das lebendigBrodt/von welchem /E.F. Christus sagt: Diss ist das Brode / welches vom Fimmel gestiegen ist^emblich der Leib Christi/ oder vilmehr Christus selber / welcher sich im Sacras mene desi Altars befindet. Nun bey dieser Broder drechung geschicht kein Meldung deß Weins / oder de- H. Sacnrments deß Maks. 5^ deß Kelchs / wie auch nie deß Bluees / noch auch deß Trinckens/sonder allain deß Brodcs/vnnd werden vnsere Widersacher mitjrer erdichten Synechdoche vns nie erweisen / daß der Aclch sty geraichc wor¬ den. Laule/lahme/licchrstüchtigeaußredensein das/ welche von aigensrnnigen A-öpsten erdicht / vnd auß der k). Gchristc noch den RirchenLehrern nicht kün¬ den probiert werden. Auß welchem erscheinet/das sieallain vndcr ainer gestalt Tommvniciert haben. Das aber durch die Brodtbrechnng die Außspen- dung deß Gacraments deß Altars zuuerstehen sey/ probier ich aufs diese weiß. Dann erstlich / wann der Euangelrst nun her wollen beschreiben/wie dreGlau- bigen Herren mir einander gestcn / oder nur ein Beckenbrodk gebrochen/wer solches weder löblich/ noch Thristlich/noch würdig gewest/ das es solce in» die td. S christr/mit solchem vlciß crngezaichner wer¬ den. L^ür Epicurisch het man vil mehr dise Brodc- brechung gehalten / dann man wo! waiß / das der Mensch täglich / srch zucrnehren/ mueß gessen haben, übs steugt auch der Adler deß Tags nimmer nicht st> hoch / daß er sich nir ein mahl sein fpeiß zuempfahen/ «rüst' die Erde herab vnnd nieder laß. ^>nnd diß be- darffauch keiner sorgfelrigcn beschreibung/ sonder der Text ßrgr/das sie sich haben lasten lausten/ das sie haben gebettet/ vnnd das ste haben das Brodk/nem- lich deß Gacraments deß Alkars/gebrochen/weiches alles Geistliche Übungen sein. Dan da man predigt/ ha man kaufst / da man berccc/ da bricht man auch/ ( wie noch täglich inn der Kirchen Gottes grschrchc ) das Brodk. Welches Brodr r' Das Geistliche Brodr. p q Das Von der einen Gestält deß Das gedenedeyre Brode. "Verd wie man innderAir- chen cauffec/predigee/bekrer/also pflegt man auch in der Kirchen nicht ein gcmaines/ sonder das heilige Brode deß Leids Christi zuerrbailcn. Man bricht in der Kirchen Gorees das Brode/ welches Christus in seinem letzten Adendema! gebrochen hat/da er sich selber seinenDiscipulnzur speist geraichek hat. Von distr Sacramenralischen Brodrbrechung redet hie Lucas auch. Dan das gemaine Beckenbrode gehöre nie in die Kirchen/sonder in die Ldäuser/wie Paulus c-sEkL. lagt: Habt je ttir Havser/da jr cssen Vttttd tritt- cken mögt^ Oder verachtet jr die Kirch Gor¬ tes:' Icem: Darumb meine liebe Brnder/wann Ir zusammen kompt zn essen/so warte amer deß andern / hvngertaber jemanden / der esse da- haimb. Derh^lden haben ste nic ein gcmarns/ son- derdasBrodtdeß Ledens zu der ewigen Scligkaie genoßen. Diese außlegung destcrrigt auch das wörk- lein/so derEnangeltst drauchr/x.pvovk'L, welches haist/ Comunicario, ein Gcmainsthafft. Oie verbarre- ten/ spricht Lucas/MN der Gemaittschajst der brechttttg deß l^rodrs. Durch welche Gcmarns schafft das Gacrament deß Altars musst verstanden werden/wie es auch der heilig Paulus versteht/ da er spricht: Das Brodr welches wie brechen/Ist es nicht em Gemamschafft dess Leibs LHrrstr Es legen auch solche Brodrdrechung aust von dem Gacrament deß Alcars/nichrallainvnsereCatho!^ sche Lehrer/sondern auchvnsere Widersacher/als - Calais H. Saekamenks deß Mars. §-> Taluinus/Lucherus/Melanchchon/vnnd andere mehr. Waben drrhalben also die Glaubrgen/inndsr ersten Rirchcn/das Sacrament deß Altars vnder arnerley gestalt empfangen. (WhAs fünffk Argument. In d-r Ax.st-lG--,^^/'- OLD schicht l-st-r wir also: Auff etnen Gadgch LS aber, da wir zusammen kamen/das Brodt zu ^^,^7 brechen/redet Paulus zu ihnen/vnud wolt des andern Tags aussra;fen / vnnd verzog die Red bis zu Mitternacht. Nachmals: Paulus brach dasB rodt/vnd ass/vnd redet vil mit ihnen/biss der Tag aubrach. Da'geschichckein ainige mel- - düng deß Relchs/noch deß Bluets/noch deß trinckes/ sonder aUain deß Brodts/dcß Brodkbrcchens/ deß Brodrcssens/deß Brodrkostens. So ist auch wißent- lich/das so offr die W Schristrvonbcyden gestalten wi! handlcn/sooffc hat ste im Brauch vnderschiedli- cher weiß dauon zu reden/vnd den Reich neben ainer gestalt/außdruckenlich zuuermelden. 'Nleil ste aber hie deß Reichs amige Meldung nic thuet/ist es ein ge¬ wiße anzaigung/daß man auch kein Relch nicht ge¬ braucht har. Das aber solche Brodtbrechung vom Sacrament deß Altars zuuerstehen sey / bezeugt der ^exc/der da sagt/das ste sein zusamen kommen im Gabarh/da man pflege den Gottsdienst Zu halten, bo gcsthach solches in einem Gaal/da Paulus pre¬ digt. Dber das hat der Evangelist nicht ein welt¬ liche Gasterey/dcren stch die ersten eyferigen Christen nichts achteten/ sondern ein Geistliche Malzeic/der p itz Sacra«! Von der einen Gestalt deß Sacramcncalischcn Lommunion wollen beschreib bcn. 'Vnd da wir das Griechische wo-rc da¬ von der aigcnrliche!glame drses Sacranrcnts bcrkombr/ wollen betrachten/mücstcn wir schlicjscn/ das drß kein gemaine / sondern Sacrarncncalrsche Brodrbrechung gewesen ist» Solches ncberr andern Kirchen Lcbrcrn/bezengc der k). Augustinus: ?LU- 1^5 fran^ebar pancm in Dominica, iicuc fran§icur in c^^^x-nro Lor^oriz Obiilii: panlUS hat h!L g(- brachen am Gonrag das Brodt/wie es im Sa- cramenrdest Leibs Lhrrsti gebrochen wirbt» sechst Argument» Inn der Apostel Ge- schicht lesen wirwiderum also: Paulus nam das Brodt/danckt Gott vor ihnen allen / vnnd brachs/ vn fieng an zu essen/ vnd als sie was best seren Gemnets worden/ haben sie Speist ge¬ nommen. tdie rbuec der Evangelist kein Meldung von demA.elch/wrin/Bluer/oder vom trincken/son- der schreibt allain in dem angezognc Capirc!/ wie der k). Paulus auff dem Meer geschifft / den zukunssti- gen Schiß brucch seinen Geferten angezaigc / das Brodr gebrochen/dasselbig genoß'en/vnd darauff scy jcdcrmanfrisch vnd gesunde auß der Wassers kIotb auff dz Lande komen / welches der t7>. Lbrysost. zu- i aignetderR-rassc deß gesegneten vnnd gebrochenen ' Brodes: t)abe also hie aberma! ein Exempcl der Cd- D. ,^unio vnder aincrley gestalr/wrc dan drse außlcgung volgende wort des b). Chrysost. bcsterngc wirc» D» Pg»I»s Schlffrk / hük cr dos Lxsdr N!t al- l^in o. A. Sackamenks deß Mars» öc» lem gebenedeyet/sonder auch aus seiner Handr demLucZe/vnnd andern geraichet. Wasaust der Handt geraicht wirdk / das soll weder den vriuernnnffkigen Tchieren/noch auch den Vn- gläubigen gegeben werden/den es ist uit allein geheiliget/sonder die Heyligung selbst/ vnd es herligLt den der es empfahlt* AAs sibent Argument. Lese em guekher- ^StzigerLhrist/das sechste Lapite! Johan- nis/indemselbigen wirdt er fmden/dz Christus ailffmah! Meldung thuet/der gestalt deß Brodcs/ ^eß Kelchs aber/oder deß Weins/ gany vnd gar nie. Nachmals thuer er meldüg der Messung seinesLerbs vnder ainerley gestalt Key ailfmalen/vö der Messung aber seines Leibs vn Bluets zugleich nur vier mahl/ welche Messung aber auch gcschichc vnder amer ge¬ stalt deß Brodes/wie ich solches ober»was weitleassi- ger erklärt hab. Vber das schreibt Christus ebendie krasse vnd wirckung dem fenigen zu/wclcher dasSa- cramerrt vnder ainer gestalt empfahet/ welche da bac/so es vnder beiden empfahet. Dann wer Christi Leib empfahet vnder einer gestalt / der hat das ewig Leben/wie solches nachfolgende Christi Gcncentz vn 'Nore anzaigen Warlich/warlich sag ich euch / /E. F. lAoysts hak euch nicht Brodt vom Himmel ge- den / sondern mein Vatter gibt euch das recht Brodt vom Himmel: Dann dist ist das war- ^^ffrig Brodt/das vom Himmel kombk/ rmnd gibt Vorrder einen Gestalt deß gibt der Welt das Lebe». Ich bm Las Brodt dess lebens. Wer zu mir kombt/ den wirr nicht hungern: Ich bin das Brodt dess Lebens. Ewre Vatter haben Himmelbrodt gessen mn der wüste / vnnd sein gestorben. Diss ist das Brodt/das vom Himel kombt / auff das der dauonjsset/nit sterbe. Ich bin das lebend big Brodt vom Himmel kommen, wer von disem Brodt essen wicdt/der wirdt leben inn ewigkert. Vn das Brodt das ich geben werde/ ist mein Fleisch/ welches ich geben werd für das Leben der Welt. Diss ist das Brodt / das vom Himmel kommen ist. Nit wie ewre Vatter , haben Himmelbrodtgessen / vnnd feind gestor¬ ben. Wer von disem Brodt Mt/der wicdt le¬ ben in ewigkeit. wann wir dann vnder der gestalt deß Brodcs bekommen das ewige Leben der jmmetv Mehrenden Scligkaic/ jo befindet sich nicht/ das vrrs beyde gestalten so notwendig sein / das sie nit künden j vnderlajsen/vnndwir mitainer allein nit solcenvM genüegc werden. Vn vnangesehen die wort: Wer¬ det jhr nicht essen vom Fleisch dess Menschen l Gohns/vndtrittcken von seinemBlnet/so wer¬ det 'jr kein Leben in euch haben/rc. cm schein ha- i ben/als wan beyde gestalten von nätten seyen/ so hab ich dochoben mikainerdrifirchenatttwort/nebenan- Ziehung dererkläermg deßTridenrinischenLoncrlrj/ dargerhan/das in bemelten Worten ainrgerbeuelch/ be^dt H. Sacrkments deß Altars. r deyde gestalt zunemmen/ nie ist. Darneben soll man wo! in acht nemmen/das der t7>. Joannes in beschreib bung seines Euangelii sich der hebräischen Sprach gebrauche/ in welcher das wörtlein/Lr, Vnd/stuil als oder haist/ wie dergleichen weiß Zureden die heilig Schrisscvolist: wil nur ein Exempel geben. wer sein Vatter/ vnd sein Muetter schlagen wirdt/ sagt die Schriffc/ der soll dest Todts sterben. DaswörtleinLc, Vttd/haistoder/vnd soll nie coxu- iLtiuc, sonder äiüunÄiue verstanden werden/vnnd ist der Verstände der Schriffc nic/der sein Vatter vnnd Muetccr beyde schlegc/ der so! sterben/sonder der den Vaccer/oder die Mucrccer schlegc / vnd wann er nur "ins auß diesen beydcn/ es sty der Vatter oder die Muercer schlegr / so hat er das Leben verwirckt/vnd so! deß Todes sterben. Also mueß das Lc, vnd/rn dem Senrentz/ werd jr nik essen/vnnd werd ihr mr trinc^en/re. nit copulaciue, sondern äiiiunÄiuä/ver^ standen. Vnd hat der HERR stuil sagen wollen/ Werd jr nit essen /oder werd je nit trincken/so werdet jr kein Leben in evch haben/rc. Vndwil der herralst nic/dasbeydesvon nötten/vndaßman Zugleich essen vnnd crinckenmueß/ sonder man eße/ vder rrincke/so wirdt man das Leben haben. Man kan Sacramenealisch esstn/ohnetrincken/ vnd man kan erincken/ohne essen / vn man kans beyde zugleich verrichten. Wem diß frembcfürkombr/der lest die ^rrnon deß h. Märtyrers Typriani/so er vor izoo. Jar« äe iLpi'n gcschriebcn/da wirr er finden/das auch (!) im Von der einen Gestalt deß kmanfangderAirchen Gottes/dieser brauch gewe¬ sen/daß man hat Communicicrkvnderarncr gestalt deß Brodcs: Man hat Communicierc vnderaincr gestalt deß Weins: Man hat Comnrunicierevnder beyden gestalten Brodcs vnnd Weins. In Gumma man ist nie nie durch kein aimgc beuelch Christi/noch seiner Apostel/an die äusserliche gestalt gebunden ge¬ wesen/sonder man hat allein gesucht/das Brodc so vom k>imrirel gestiegen/das ist Christum den Nerrn/ vnnd wer dieses Brodc jssec/der hat das ewig lLeben« Aber jetzt brich ich ab/vnd merck du guechertzigerL^e- ser/ vnd ließ/was ich baß vnden in dem zwölffcen Ar¬ gument wird fürbringen / welcher massen so wo! die Gricchisch/alsdieL-accinisch R.irch sich der gestalt deß Brodcs allein/dcßgleichen der gestalt deß Weins allein gebrauchet/ so wirst» finden/das die B.ircb Gocres sich nitvmb die gestalt/sonderwas vnderder gestalt verborgen/durch anrcgung vnnd anlaitung deß Geists/bckümmerc hab. (^^As acht Argument. Es kan auf den hei- (ALDligenlLoncilien erwiesen werden/dass die Lommunion vnder ainerley gestalt/allzeit intt der Kirchen Gottes sey gebrauchig gewesen- Das allgemain erste Loncilium I^sicLnurnän welchen* vor zwölf hundertJarn selbst persönlich erschienet»/ der großmechtige Kayser Constaneinus / vnd darin auch gewesen/ der von Gott hochcrleuchte Mehrer vn Doctor/der N.Achanasius / in welchem auch gesessen drcy hundertvnd achtzchcnBischöfen / vnnd vil an¬ dere hochgelehrte Patter/lehret vns/das zur selben H. Sakraments deß Mars. 6 s Zeit gebreuchig gewesen/das DochwürdigSacra- menceinzuschliessen/vndauss zufallende noch zube- haken. Die Tvore deß Concilij sein dieser Die Oichs gestalt den jenige/so in Todes nöccen sein/jöl erchailc werden. Dcßgieichen spricht vor rausent ^arn das <7E,7. ^A^rbenle Loncüium: Viaricuin in rnorce poiirix non LF clincALnäum: Das RMsbrodr soll man Nit ab- c7-.». Klagen den s-'N-geu / so mn Todts nörten ssin. Das luronenic Conciliuin bcfilch e/ das der Priester ^»./7 ^iu bichstn/odcr bchalcerlrn hab / darin er deß loerrn 7^^/-°?'. i ^tich«attstbehalre. Das ^orinarienie Loncili- wn befrlchr/das der Priester die LucbarilriLm, oder das Gacramcrrr deß Akars-allzeit berair habc^ ^77^?!i h' ?ICLb^- Von der einen Gestalt deß I^rcs^rcrLucliLriliiLtcm^cr Iiabcac ^LrarLMzVt c^uis inürmarux iucrir,Karim cum comuniccrme Knc co- mumonc moriarur: Der Priester soll allzeit dre Encharlstiäm beraikhaben auffdas so stmandt erkrancket/communicieren mög / ausf dass er nrt sterbe ohtt dle lLommunron. k)ie sirgc das Lonci- lium nicht/ das man das Sacramene bcy den Bran¬ chen consecrieren sol/sonder so! das Sacramenc aufss- behalten/vnnd auss jeden Laalberait haben. lTkun last sich die gestalt deß Weins nitausshalcen/sowol wegen der t^itz/als wegen 2xe!te/vnd verdirbt baldt/ <7s»tt7. oder wirr ZU Eßrg.DaS K.cmcn5c doncilium besllcht/ das die Priester den heilige Leib deß k)erre,r keinem <7-»/ weib noch Layen geben sollen / das ste es mögen zu dem krancken tragen/vnnd rhuet allein deß Leibs Lhristi/vnd nit deß Kelchs mcldrmg. DasdoncKium <7^». /. lVlorisüoncnse gibtvns zuuerstehen/das vor rausent Jarn dieLommunion vnder aincr gestalt sey gebräu- chig gewest/da es befilcht/dasdie v brige Brösemle deß Leibs deß t)errn/in einem vngescgnccen wein/ sollen eingenommen werden / welches auch imconse- criereen hek können geschehen / wann derAelchden Christen dazumahl wer geraichet worden. Das grost t»»cr7. se Allgemaine daremnenic dcmcilmm, hat Vordre^ hundert Jarn ernstlich beuolchen/ das in allen A.ir- Gacrament deß Altars inn wol verschloße¬ ner Verwahrung soll auffbehalcen werden/ da kein Meldung von wein geschichr/welchcr sich auch mchk auffhalten lasset/sondernbaldc/wie vor vermeldet/ verdirbt/vnd khainig vnd zu Essig wirdc. Das drič¬ al-» teLvriciUum LoukANttuopoUrauum- welches man 5s- noäulN H. Sacraments deß Altars. Noäum 8cxram, nennet/vnd vor neun hundert Jarn/ durch beysein drez7 hundert Bisti)ofen ist gehalten worden: Wie auch das I^Loäiccnle Conci1iuln,vnd 6s»cr/.L^»L. auch das HuII^num zaigen an/das in Griechenlandt der brauch gewest / inn der viertzigkägigen Lasten/al- lern am Gambstag vnd Soncag/das Gnadenopffer der id. Meß zmrerrichcen/vn da einer in der Wochen wolc gesperstk werden/war jme die zuuor constcrierre vnd gesegnete tdostra deß Leibs Christi vnderainev gestalt geraichec / vnd ist also die Communion vnder ainer gestalt deßBrodrsbey den Griechischen im brauch gewesen: Verners hak die Christliche ^irch von der Apostel zeit an/auff den Aarfreytag nie nie constcriert/vnd haben die Priester Iärlich (wie noch heurigs tags mit sonder andacht geschichr) anst dem Altar allein ein vorhin consecrierce tdostie genossen/ vnd pflegen also auss den bemelten Tag die Priester so wo! / als die Layen/das Gacrament allein vnder ainer gestalt zu nemmen. ^Icuinux, wie auch oräo Komanu8,geben vns zuuerstchen/daß man vor acht k, hundert Jarn pstegr an dem heiligen Donnerstag den Aelch deßkderrngarauß zu trincken/vnd vom Leib deß Nerrn soni! vberig/behalten/ daß man fol¬ genden Tag hat Communiciern mögen. Vnnd weil wan am Aarfreytag nit consecriert/hat man sich al¬ lein der vor consecrierten Hostien/vnnd gestalt deß Brodts ohne den Aclch gebraucht. Vnnd diß schrei-M den auch Aabanus/Petrus Damianus/ Microlo- gus/vndDurandus/vnndweilsowol die Griechen/ als die Aömische 2virch auffbemelre zeit vnder ainer deß Brodtögestalt pflegen zu communicieren/sol es ils VNS/ccr- Von der einen Gestalt drß vns genueg vnd vber genueg sein / ab dieser Commm nion kein ainiges bedenckens nrrzu haben/sonderder Kirchen Gocrcs beuelch in aller vnderrhclngkaic vn gehorsambs nachzukommen. Es ist auch die Corn- munion vnder ainer gestalt bey dcnr Lhristiichen ^l>olck vor vil hundert Jarn/rnainem so bestendigcn brauch gewest / das ste l-aiLa communio, das ist/die Lommuniorr der Layen rst gcnenner worden/ dar-- durch man hat wollen anzaigen/ das die Communi- on vnder beyder gestalt allein den Priestern/so das Gnadenopffcr der i^>. Meß verrichcen/gebiere/vnd zugehörig sey. Dreser Layen Lommuntori / chuce «>»-»7. c',»- Meldung daß Lonciliuni Lonli:Llirino^oIicLnuMz8exrL M,»-/--/,,.,. §vnoäu5 gcnandr/vor neun hundert Jarn/vnd zaigc an/das die Layen / vnd das gcmaine Dolck/das Sa¬ cra ment mir stch gen hauß getragen/ vnnd sich selbst t7E,7. gespeiset haben. Das (^ucilium ^Aacbensc, har vor rausenc Iahrn beschlossen / das/ wann ein Prie¬ ster oder Diacon ein grosses Lasker begangen/Bricsf' verfelschk/oder falsche zeugnus geben/der solle zur bueß in ein Lloster geskosscn/ vnnd keiner andern/als derLaycnCommnnion chailhafskig werden. Irem/ k7arc'7.5^^c.das Loneilium 8Lräiccnle beuilchk/dz erlichen grossen Sünden; die Layen Eommnnion nie gegeben werd/ esseydann sach/das ste zulerzc rcchreBueßgechan haben.Bapst Gclaßus schreibe zu dein BischoffAu- fitto/vudbeuilchrrbm/daßerdems^ricstcr/soarnem andern das Aug außgcschlagen/mn ein Kloster vcr- stosse/vnd jme alleii» die Layen <5omm urrion bcwilii- ge. Der ls). Märtyrer <5yprianus erzehlc irmamer ^Lpjstei/dM die jenige priester/wclche vom Glauben H» Sa cramrnks deß Mars. 64 abgefallcn/vnnd doch widcrumb zu erkandtnußder warhair kommen/nic sein aussgenommcn worden/zu der Priester/sonder allein zu der Layen Communi-» on/vnnd habe» also die Priester vnder beydcrley ge-« sialt im Lpsscr der t). Meß/ die Layen aber allein vnder ainer gestalt commnniciert. Dasfürcrestiche <^onü:Lnricnte LonciUuln, welches auffvleissrganhal- Qm- eeudeß CyrijrenilMcn stomenÄ-ayscrs Sigismundi/E^-/./F. tstversamblecvnd gehalten worden/ausswelchem^-. parriarchcn/dreyvndrcyssigCardinäl/srbcnvnvier- tzlg Ertzbischoff/zwey hundert vnd acht vnd zwain- tzig Bischoss/zwcy hundert vnstbcnzehenDoctores dertd.Schrrssc/ drcy hundert vnnd ein vndsechtzig DoctoresbcyderRcchtcn/lambtvilenansthcnlichcn Männern auß Griechcnlandt erschienen/hat diese Sach wo! erwogen/vnd auß gründe der td.Schrissr/ vnnd der t). Rätter erkennet: Essty warkafstlg der gantze Leid vnnd BluerLHRIGTI fo wo! vnder der gestalt def Brodts/ als vn- der dergestalt dess Weins: Das auch von Lay- en souil vnder ainer gestalt dessBrodts/als vn¬ der beyden gestalten empfangen werd, "wer vnl nun so Diernloßsein/der da nie mehrwötl glam ^>en ainem so ansehenlichc (Loncilio/ als den verstockt kcnt)ußrcen/vndverblendten Lutheranern^ wer ^il nit gedenckcn / das so hochgelehrtevn Sinrciche ^euc/jr Seel seligkair so wol/vnd vil besser bedacht/ <7E//.Ar/7/ als die abrrinnige falsche Christen? So hab ich auch oben citiert vnnd fürgebracht/dasConciliuln LaiiU- <7s»cr/.^7o>-. vnnd klorclicinum» welche anßdru^lich lehren/ Von der einen Gestalt deß das Christus gany sty vnder der gestaltdeß Brodts/ vn gantz vnder der gestalt deß Weins. Letztlich aber macht das LonLÜiuln l'riäencinunidcrAetzereydcn garauß/ durch welche die L^eut betrogen worden/als wann bayde gestalten zu empfahnng deß Sacras , mcms deß Altars von nörren sern/derhalben erklärt solches Concilium diese warhaitalso: Das heilige Loncilium erklärt vndlehrt/das die Layenvn die priester/so nit Mess halten durch kern Gött lichen bevelch verbunden sein das Gacrament dess Altars vnder bayderley gestalt Zuempfs- hen: Vrid das niemandk ohne Verletzung dess Lhrrstlichen Glaubens zweyflen kckndt / das die Lommunion vnder amer gestalt mtgenuegsam sty Ztt der GLligkait. Diß lehren nun die heiligen Concikia/wer ist dann so toll vnd hareneggig/der die- sen hochheiligen verjamblungen nicmehr solee glau¬ ben geben / Als den von der R-irchen Gottes abge- falnen Schwermern^ Maklich/sprichc der frome ?^^^ Rayser Marrianus/ der nmest ein Gottloser Mensch vnnd Rirchen briechieg sem/ welcher nach so vieler Priester Gententz/seiner opim'on VNttdgeduttcken/etwas weitters zu handle«/ vorbehelt» Ja billich solte er für vttstnnrg gehal¬ tenwerden/welcher da vermaintdie Gach besser zu- «erstehen/ als es von souil hundertErtzBischofen/ Doctorn/vnnd hocherleüchcen Lehrern ist erkennet »nd erklärt worden. Vas H. Sattaments deß Altars. 65 neundt Argument. Das die offter- Ö^melte Communion vnder amer gestalt dess Brodts/je vnndallweg inn der Christen- hart im brauch gewesen/kan auß den td. Vattern vnd ^.irchenL-ehrern / wie auch glaubwürdigen tdi- storien/erwieserr werden. Der t). Clemens cinJün- ger deß heiligen Apostels perri/hacvor 14 fo. ^arn schrisstclich vcrlasten/welchermasten das Sacrament^E»»/. vndcr der gestalt deß Brors sey austbehalrc worden. Die D^irchenOicner/ spricht er/sollen mit forcht Vnd zrtrern die vberbliebenen gebrocdne stuck- lin dessHerrn Leibs verwahren/damit kein Ver¬ faulung im Gacrario gefunden werd/ vnd also durch hinlaAgkair der Portion des HErrn Leids/nir ein schwüre vnbilligkait bewiesen werdt/vnd sie sollen allemahl souilVpfferblo- locauka ausfden Altar opsfern^als v:l dem volck genueg sein mag. Biß daher S. Clemens. Daser aber allein von dergestalt deß Brodts rede / geben alle wörccr vnderschidlrch zuucrnemmen/dann er ge¬ brauchet diese wort: l^eiigniXfra^mcnrorum corporis Domini: ?orrio corporis Domini: KeüciuL corporis Domini: kraAmenra Dominica: porrionis,ne purriclame ^ncer ea murium ikcrcora appareanc: Das ist: Die Bro¬ ten vom F^cib Ckrtsti: die stuck vom L.cib Christir bag vberig vom ^eib Christi: die brocken deß thails bcß kderrn/rc. welche worc stch allein auff die gestalt bcß Brodts reimen/ vnnd nicht von der gestaltdeß ^ei ns können verstanden werden. Vber das so laße R sich Don der einen Gestalt deß sich die gestalt deß Meins nie austhalten. Llnndweik also ein Apostolischer brauch gewesen/ die vbcrblrebe- ne gebrochne stücklin deß Leibs deß tAerrn auffzu- halcen/daher ist geschehen/ das die alte Griechen das Gacramenchäußlin Arropborion ein Brodrhaußlin/ oder behalcung deß Brodrs gencnner habcn/vnd diß darumb/dasdarirrnen nur die gestalt deß Brodts/ wie noch heutigs tags gcschichr/aufgehalrenworden. Derk). Ignacius/cinDrscipuldeßtd.Euangclisten Ioanniö/sprichcalso: Ge^'t gehorstrmb dem Bi^ schosf/vnd dem Priester, vnd brecht dasBrodt/ welches ist ein Artzney der Vnsterblrgkait. Der vralce Lehrer Tcrculianus/schreibt vor izoo. Zu seiner zeit brcüchlich gewesen/ dz Sacra- E' niencdeß Brodts/wegen derjmcrwehrcndenvcrfol- gung/haimzurragen/vnd dz sein Eheweib alzeic vor der natürlichen Speiß mit dem Gacrament deß Al¬ tars vndcr ainer gestalt sich gepstegczu speisen. Der ... k). Märtyrer Lyprianus/ so gelebt hac vor i; oo, Iurn / beschreibt glcichfals den gcmclrcn brauch/ das Sacramenc deß Brodts nach ldauß zu cra- gelt/ vnnd si-richt/ das ein Meib diß Sacramenc deß Brodts mit sich hab haimb getragen/ vnnd in ein Truhen gelegt/ Als aber sie mit Sünden sich selber bcsteckc/vnd das Sacramenc heran ß zunemmcn/ vn das tAailrhumb in der eröffneten Truhen anzurüh¬ ren sich vndcrstanden/ da sey ein geschwindes Z^ewr auß der Truhen geschlagen / vnnd sie dermaßen er- schreckcc/das sie sich deß anrührens enthalten mnssen. Deßglcichen schreibt er/als ein arrderer dasSacra- menr deßBrodrs nach hauß gerragcn/vnd durch an- tastuns H. Sacraments deß Mars. tastung der 'Verfolger Christum verlaugnet/styedie t^ostiadeßBrodcs zu Aschen worden. Der t).Ba- srliusvori 20 o.Iarnbezeugc/das dieEinßdlerin Egypecn pstegcen four! der 2>blae oder Hostien bey^^E jnen in der ^Vücsterr gewöndlich zn haben/ das ste da- non crn langczeie/dhndcnR.elch/ sich selbst speisen möchten. Er bczcugr auch/das in Alexandria vnnd Eg/pro das gemain 'Volek die Communionainer- ley gestalt / in jrcn bchausungen gehabt/vnd steh austs jhr wolgcfalken damic gespeiste. Vkun last stch der Vleinnir lang austbehalcen/sonder verdirbt balde/ so haben die alcen Christen von wegen der Verfol¬ gung vnnd andern vngelegenhaieen nie allzeit Prie¬ ster bekomnien/ oder zusammenkunffcen anstellcn »nögen/sondcr haben ainmah! etliche von Priestern gesegnete Hostien mrc stet) genommen/vnd zu gelege¬ ner zeit genoßen. Dcßgleichen schreibe er Bastlius/ daß er kein bedencken gehabt habe/ das in dcrzcic der Verfolgung / wann der Priester oder Diacon nie bey handen/die Chrrstglaubigendre Communion/ wo ste die frnden / mieaigner t)andc cmpfahen/dann ste sty darumb bcraic/ esstyauch ein solcher brauch durch ein lang hergebrachte gewonhaie bekreffciget wor¬ den. Joannes Euararussthreibc/daß man zur zeit Dionljy deß BischofszuScleucia im brauch gehabt/ die ein gestalt deß Brodcs auß der Kirchen nach^ t)außzu tragen/ diestlbig lange zeicoffc auffbehal- ten/vnd wann es die noch erfordert/gcnojscn/vnd er- Zelc ein herrlichs Miracu!/ so zu Gelcucia gcsthe- hen / Dann ein Cathobschcr frommer Mann / eines D-ttzers Diener/ hak nach gewonhaie der A-irchen/ R tz am Don der einen GeMt dcß amAarfreyeagdieLommunion inn einem schönen rainen tüchlin mit stchhaimbgecragcn/vnndincin ^Trühlin verwahret. Als er aber hernach von seinem t)errnineyl nach Konstantinopel geschickt worden/ findet der t^err in seinem abwescn dasTrühlin/vnd die darein gewicklcce heilige ^arricl der Lomunion/ vnd last sie doch liegcn/der mainung/dz sein Amecht baldtwidcr kommen werd. Weil aber der Larholisch B.necht ein Jaraußblicben/ wilder ketzerisch k)err die heilige Marciel verbrcnnen/vnnd da er das Lrüh- lein aufschct/sshet er/das die heilige pareiculzu Kal¬ men vnd Eher geschoßen vnd gewachsen ist. Darü¬ ber erschrickt er / vnnd läufst er vnd sein gantz k7>auß- gestndc mit der heiligen Partie! zum Bischoff Dio- nisso/ vud stttgenR-yrieleison. DodasMiraculdas Volck gesehen/ sein vil zum katholischen Glauben bekehrt worden. Diese t^istoricrweiscc gar klar/daß das k). Gacramenc vnder ainer gestalt istaustbe- Holxen worden. Go wissen wirauch/ das der heilig i /E Märtyrer Tharsrriuszu Rom/^nno Domini L 6o. in derverfolgung beyderRayserBalerianrvnd Ga- lieni / vber dem haimbcragen der k7>. k)osticn/ist gc- martert worden. Dann wie er aufs der Gasten dcß Zerren Leib bey srch getragen / vnnd die L.!aria/an derScatt/dahinsre zum Code gefürc/slch selber mit dem Sacranrenr/ welches sie in der gestaltdcß Brodrs/ nach grwonhair bey jr gctra-^ gen/gespeiscrhabe. Clemens Alexandrinus schrcibr/^.^^ das erliche das td.Sacrarneilt/wrc gcbrcüchlich/auß- thailen/vnd einem jeden auß dem ^)olck ein stuck da- uonnemen lassen. Diß kan allein von der gestalt dcß ^rodts verstanden werden. "Nlir lesen bey dem Me- taphrastc/das einkdaidnischcr?rLieÄu8 oder b)aupt- Man/der kd.Marcyrcrhaußrarhdurchsucht/da hab er ein hiltzenes läd!in/arcUlL,funden/in welches die!/). Martyrerdie t^>. Oblariä gclegt/welche stezu jrer ge- legenhaic genossen vn empfange habe. Diß ist ein an- ^igung der Comunion vnder einer gestalt/ dz sie im ^.Jarn nachChristi gebürt im brauch gewesen. In Jerosolimischen R-irchen ist gebreüchig gewestn/ ^re Eucharistiam in einer Btxen ausszuhaiten/für oie Pilgram vnd ^Valfarcer/ das ste in jrer ankunssc ^nuerzogenlich gespeisec wurden. Es schreibe auch R iij Ämphij- der einen Gestalt drst Amphilochiug/daß der s). Basilius das Aacrament heß L^erbs Chrrstrin einer güldenen Tauben biß um semendt hab anstbehalren/ vnnd solches vor seinem ^odc empfangen. Der N). Augustinus sprichc/das >. /^/r>. /»- der krauet soll nach dem Priester schicken / vnnd von jmeempfahcn die heilige Qclung/vnnd^>asSacra- ,nc«rrdcßL.erbs Christi / welches Sacramcnr er da¬ selbst ncnncc ern ViLricum/das ist/ein Wander/ wccg/oder 2kaißbrodt/Er sagt 8alurare cü'e seruari 65 r>ird das sottrn sie auch chuen/ wann man bemel- teHc>- H. Sacraments dcß Mars. 68 te Hostiam zu dem krauckeu tregt / welche Ho- siiam der Priester mit einem säubern Tuech be¬ deckter zu/vnd von dem krancken öffentlich vn ehrlrch vor seiner Brust mit aller ehrerdret- tung vnd sorcht darbey auch ein Liecht sey tra-^ gen soll. Der l7>. Ambrosius schreibt vor zwölffhun- dercIarn/dassernBrueder Satyrusin gefährdest Meers / da das Schiff gebrochen/ das»?. Sacra- ; rncnrvonandcrngecauffren Christen entlehnet Hao/ vndweil er als ein Catcchumcnusvnndvngctauffr/ solches nie essen dörffen/hab er solches Sacramenc in ein otLrium, oder geweichtes Cnech cingcwickiet/vnd antdalßgehcnckcc/vnd auch darauff ohnallchülff ainiges prers/slch auffs Meer begebcn/vnd lebcndrz daruon kommen/ nach welchem er stch har tauffcn lassen/auffdaß er solches Sacramcnr/wclches jhme inn dervngestümmigkeic deß Meers so starck gchol^ fen/ zu seiner Seel nutz garin^cibnemmcn/vnnd Messenmöchc. Aust dieser t^istori haben wirzumer- eken/ das die gemaine Christen/das l0 Sacramcnt im Schiff bey sich getragen/ auff das sie sich im fahl der noch selbst speisen möchten. Das auch bemclces Sacramenc allein vnder der gestalt dcstDrodcs ge- rvesen/ist leichrlich ansi dem abzunemcn/das ßch dcv ^ein/oder die gestalt deß Uneins / in keirrer Stola oder ^Cüechlin nir entwickle last/auch in langwieriger Schjffuug nicht bestcndigblcibt/sondernbaldt ver¬ dirbt /oder zu Esstg wirdr. koie merck nie allein den gebrauch der einen gestalt/ sondern auch die grosse krasse dieses Sacraments/ durch welches Saryrus beym «»/o/S. '57^0^'«/ »/><» «5. 7^es- «ss^/. 1 Von der einen Gestalt dcß beym leben ist erhalten worden. Es beschreibt Gre- gorrus krcxbyrcr in dem leben dcß heiliger» Theodori/ eines Einj dlischcn Abbrs/cr scyauffeinzcirin ein Statt gangcn/vn hab beuolcherr / jme soll ein Arrab/ der auch bey nahe stumwar/nachuolgen biß inndie 2^rrchcndaselbst/da er dz k).Sacramcncaußchai!t/ haterdenAnabenauchhaissen hinzu crerrcn/ da er solches gerhan/sperrjm der heilig Mari den Munde auff/bließ jhn drcy mahl mit bezaichnuß dcß heiligen LrcutzS an / gab jhm daranff den Leib dcß Herren/ vn sprach: Im Warnen dcß k)errcnIcsu Christi/rcde/ Vn alßbaldc kam er widcrnm dieses mangels halben zurecht. Diß ist ein schon Exempcldcr Commnni- onvndcr einer gestalt. Bapst Gregorius/ diß kra¬ mens der srbent/gebraucht /ich der k)ostien deßk), Sacramencs/zu bewerung stiner vnschuldr/welchcs ich billich erZehlen soll. Dan da er von Kayser t7>airk- pichen dem vicrdcen / vilcr grausamer Laster halber gestrafft vnd bczüchtigt worden/rhuer crvbcr deM Alcar/als er Meß hiclc/scin vnschuldt dar/mir diesen viel beweglichen worren: Ich hab / spricht er/zurn B.ayserMenrico/vor lengsten von dir vn von den dei¬ nigen Brrctf empfangen/darinnen du mich beschul- digest/wie ich den Apostolischen Grucl/durch Gimo- neivnd Andere vngcbicrliche Mittel hab eingenom- nren/vn das ich mich auch in meinem Lcben/vor vn rn dcmBapsthum/mic solchen Lastcrn^bestcckt hab/ das ich weder zu der heiligen Weyhe/ noch zu diesem hohen standr deß Bapsthumbs nie tauglich sty/vnd wiewol ich rnic vielen glaubwürdigen Zeugen / denen meingantzes leben von jugendc auff bekandc gcwe- scn/ H. Sacmrnents deß Altars. 6- stu/die mich auch auff diesen Stuel deß maisten »Heils gebracht/gründclich vnd mik der warhait mein vnschuldt darehuen vnd bewei sen möchr/ jedoch vnd damit man mich nicht darfür balc/ich wolle meinen handel mehr anff cin Menschlichs/dann auff Got¬ tes Gericht bawcn Vnnd scyen/istauch nie mit vilem geschwey vnnd langem vmkschwaiff/sonder mit ei¬ ner knrtzen char/dir vn den deinigen alles argwohns ahhc!ffe/st> fchawe allhie den Leib dess Herren/ den l>iee ich / daß er mich heut zu einem zaichen wer¬ den laß/also/das mich aintwcdcrs der Allmechtig Goktdurchdieses k). Gacramenrs empfahungvor jedermeniglich ledig zchl/wann ich vnschuldigbin/ oder laß mich allhie deß gäben Todes sterben / warne ich der berüchtigten schänden vn läster schuldig bin. Bistu nun auch vnschuldig/vnnd chuee mandir/so rvol als mir vnrecht/so nimbdu den andern Marti¬ ču! diß k). Sacramenes /zu bewehrung deiner fröm- kait. Darauff hat der Bapst das t). Sacramene stcherlich genostcn/aber der Kayser hat nichthinan gcwölr. Aljo ist diß t). Sacramenr/ sovndereiner gestalt war dargeborren/ vnnd also die Comm union vnder einer gestalt dazumal gebreuchig gewesen/der vnschuldr Bapst Gregorij ein öffentliche zeugnuß/ her Aayser aber mit seinem anhangzu schänden ge¬ mache worden. Dionistus Alexarrdrinus schreibc/wie jbme dessen die ailgemainU.irchen L^)i stori zeugnuß 6ibt/das hey jhme zu Alexandria gewesen sty einer/so Zurzeit der vcrfolgung/dc,rAbgötterngcopffcrr/der hat bcgert/vnd sehr offcangchalccn/ ob manjhnwi- herumb her auffgcnommLn/hab aber nichts er hab S rcn Von der einen Gestalt deß ten können / hab mic Namen gehaisscn Serapion« Dieser Serapion ligc drey ganyer rag sprachlos/ arn vierdcen tag aber erholt er sich widernmb etwas we/ nigs/ohne Zweifel aus sonderbarer barmhertzigkait Gorees/ fordert seinen Gnaden für sich/zudemseb ben redet er also: wie lang Halter jr mich aufs/ Lie/ ber Sohn/berüest'mirdenpriester/vnd bitte jn/das ich doch ein mahl mög abgefcrrigt werden. Alßbalk er diß geredt/ beligt vnd enrfelk jm die Sprach wider/ nmb. Nichts desiowcniger lauffc der B.nab zum Priester bey eitlerNacht/der war selbs auch schwach/ vnd konte nicht kommen / aber er gäbe dem Bmaben etwas wenigs von der Encharistia des SacramentS des Altars/dz ers dem Alten Serapioni solre einge/ ben. Da der 2vnab widerumb kombr/spricht der Alt/ ehe er den Bueben siher: Brstu dann wider kommen/ mein Sohn? Qb schon der Priester nie kommen kan/ so verricht doch du/was dir zuthnen befolchenwor/ den ist/damit ich ja sicher/vnd mit fremden abziehen mög. Der B.nab verrichtet/was jhme befolhenwor/ den/vnnd als Serapion das Gacrainenr genoßen/ hat er seinen Geist seinem Erschöpffcr aufsgeben. t)ie merck erstlich/daß man das Sacramentfürdie krancken hat austbehalcen. Zum andern/hat er jme das Gacrament vnder der gestalt des Brodes vber/ schickr/wekches er in einem Wein (wie es der Griechin sche Text vermag ) befeüchken/netzen/vnd dem kran-' cken eingiestcn müesscn/vnnd ist alsoSerapron vnder Lommunlci-tt «or^u. Desgleichen bez-ugr der Paulinu»/ so c-n BischoffzuNola gewesen/ das d^ heilig Ambrosius in seiner Höchsts H. Sacrameirts deß Altars. r-o kranckhait bey Nacht den L^eib Christi vnder einer gestalt / kurtz vor seinem abschiedr/cmpfangcn hab/ vnnd nach dem er erzelt / welcher masten t^onoracns cin furnemmer/ ansehenlichcr Priester durch ein Geim/so er zum dritten mahlinn seinem Rhuebech gehört / ermahnet worden / das der heilig Ambrosius «uß dieser Welt schaiden werd/sagt er: Der heilig Ambrosius hat mit Lrevtzweiss avsgestreckten Henden gebettet: Honoratus ader/obcubc 5an- LioOoinini Corzrux, c^uo acce^ro, vbi ^luriuic^, emiiir ipirirum: Das ist / hat dem Heiligen den Leib Christ! gegeben / Nach dem er solchen empfan¬ gen /vnnd durch den Mundr hinab gebracht/ har er seinen Geist auffgeben. Ist also der heilig Ambrosius an seinem leyecn Ende vnder einer ge¬ stalt gesi>eisctn>orden. r Lbrigkake befragen sole/ was hierinnenzu rhuen sey r l'arnen proprer incolerahilo ciamnurn animarumi <^uoc1 - rncurricur cx ^acramenci <1e^cÄu, videcur rnibi cHeFE^^^L cum ralibu8 cii^enlancium, vc Lor^us Oornini 6nc La- lice habcrenr, Lc con^ccrenc ^acramonrurn: c^uia Oor- PU5 non cK ilnc lLn^uine, L5 anirna, ö: OeitLcc: Das ist r Jedoch/diewer! anss mangel dess heiligen Sa- craments/den Christlichen Seelen/ein vner- teeglicher schade entstehen wörd/ solt man mei¬ nes erachtens mn dem fahl dMich dispensier»/ vnd den Landen vergönnen / das sie/ den Leib Christi ohnden Lelch haben / vnd das Sakra¬ ment wandlen möchten: Dann der Leib ist nie ohn das Bluet/See!/vnnd Gotthait» Die hoch vnd wcieberümbce Vniuerstrec zu paryß/rcdet auch recht vnnd lauter aufs diese mainung also: I^aicis aci ialurcm. nccciHria Lominunlo?ub vrrac^ue is>c- cie: Dasifk. DieLommnnl0tt beyderley gestalt/ ist dm Layen zue Seligkeit nicht von nötten. Desgleichen hatgelchrekdie namhaffce Vninersiret vnd hohe Schuel zu L-öuen. Solches lehren auch an- dere fürcreffenltche hohe Gchuelen / inn Teucsch/ TValsch/Spanisch/vnd andern Landen vnd Aünig- reichen/welche die Sach weit bester verstanden ha- ben/als t^)uss/Luther/vttd Mekamhon/ von welchen diser Fwyspalt ist erweckt worden. Vnd weil so gros¬ se anzahl der heiligen Vatter vnd hohen Schuelen/ sambt den heiligen Loncilijs/dieser Lommnnion vn- der einer gestalt zcugnuß geben/dieselbige billichen/ vnd für recht/hailsamb vnd Göttlich erkennen/was S ich ist das Don der einen Gestalt dest ist das für ein verstockte ^horhaic/ das vnstre ver¬ diente Lutheraner hoher achten/ die Lehr etlicher vnder sich selbs zerrrcntcn/wanckclmüetigc Schrver- mcrn/als die lLinhelligkair der gantze Lhrlstenhair e Ja wer! sie wissen / weicher massen in dre i d oo. Jar Hers/so wo! in» der Griechischen als der Römischen Barch die Eucharistia in einem Gaeramenc heußlin ist austbehalren worden / warumb dadlen sie/das sol¬ ches alrer gewonhaic nach/noch bcyvns geschieht / A)ir wissen wo! / sie börsten vns das nicht lehren/das sich Lhristus wahrer Gorr nie einschliessen/verspcrre/ vnd verriegle» lest/Dann wie er warhastcig im tdim- ,nel ist/vnnd kan sein wo er wil/ also ist er aber danie¬ den auch vnder der kTostia/ seiner zusagung nach/ Sacramentalischer weiß / damic wir dardurch an vnstrer Seelen gespeisec werden. zehendk Argument. Wan dieLsnd O^Hmon vnder amer gestalt mt wer allzeit rn der Ldristenhait gebreuchkg gewe sen/ so wur¬ den gewißlich tdistorien nie manglcn/welche daan- zaigren/zuwas zeiren solche in die Birch Gorees ein- geschliechen wer / dann ein so hochwichtige Sach/ wer nic verschwiegen blieben. Aber kein Buc cd sta¬ ben finde man nie/das solche Communion anders wo her/als eben von den Aposteln herrüere. Vbcr das / welcher Bayser/ welcher Bünig/wclcher ^ürst/ welchesLandt/welchesBünigreich /welches Dolck Hecke jme den Belch entziehen lasscn/wann die Conr- mnnion vnder einer gestalt/ deren sich die gantze Christenhaic gebrauchek/jren vrsprung -richt von den Apostckrr H.Sacmmetits deßMars. -r Aposteln Hecken Derhalben solche als ein Apostoli¬ scher Arricul inn der Zxirchen Gorees billich soll er- halten werden. arlffte Argument. Mann die Costm- O^mon vnder einer gestalt dest Brodts/nie solte von denAposteln her komen/welcherBapst/ welcher Bischojf/welches Concilium/wolce seiner Geel Seligkaicjogarvergessen/vnnd sich vnbcfueg- ter weissvndcrstanden haben / ein so grosse newrung/ in einer so hochwichtigen Sach anzustellen?War!ich vnsere fromme Gorcsförchtige EVorElcern/haben jr aigen/ vndjr anbeuohlnent)eerd/hailvnndwol- farrh viel besser in acht gehabt/als das ste imrdisev hochwichtigen/die Geclseligkait anrreffende Sach/ wider den beuelch Christi/solren gehandelt habend Derhalben ist es ein grosse Gorrslesterung/dieA^ir- chcnGorces zu beschuldigen/vnd mir so falscher auff- lag zu beladen/alswan ste aignes gefallens die Corn- munion vnder einer gestalt wider alcherkomenan- gestelr herre. Aber es möchc einer sprechen/ weil die Airch Gottes macht hat / die Communion vnder beyderley gestalt zu bewilligen / wie das ste den abge- falnen Christen/die Communion vnder beyder ge¬ stalt nie bewilliget/weil ste villeicht durch diss Mittel Zu der Cacholischen Aeligion möchten gebracht wer- vrsachm/ den. Antwort/Darumb bewilliget ste es nie/das es warumb die nicrathsamb/auch zur Einigkait dcr Christenhait nie fürcraglich ist. Dann erstlich wurden diejenige/ "sdi-Lo-n- welchen solche bcwilligung geschech/in jrem Irrchurn «»pgesterckc werden/ indem stevermainren/eswere mc die grr. Von der einen Gestalt deß die Commnnion vnder eincrley gestalt nie recht Gäc- lich vnnd hailsamb. Je mehr man auch den Hetzern nachhenger/ je hartneckiger pstegen sie zu werden/vn da man jnen eines Fingers lang nachsihee/so wollen ste gcmainiglich ein klaffcer haben. t^upfcn vonei- nem Glaubens Arricu! zu dem andern/ leben ihres B-opsss / vnd komen letztlich dahin / das sic niea llcin Calujnisch/Arrianisch/vudMrckisch/sonder offc gar Arhei werden/vnnd Gott im t)rmmelverlaugnen. Dcßgleichen wurden die Ketzer durch solche bewilli- gung in diesem großen Irrthumb gesterckt/alswan Christus im Gacramenc vnder jeden gestalt/ nicht gantz vnd volkommen / sonder halbiert vnd zerstuckc wer. t)at nun Bapst Leo die alte Communionvn- der einer gestalt auss ein zeit eingestelc/dasdieChri- sten nit Mamcheisch werden / das ist/ das sie nicht in Irrthumb gerahcen/als wann Christi Bluet im Sa* cramenr nic verbanden wer/ warumb soll die A.irch Gottes nir macht haben/die Communion vnder bey- dergestalt cinzustcllen/ das die Christen nie Luthe¬ risch werden/das ist / inn diesen Irrthumb gerathcn/ als wann Christus nit volkomlich/sonder stuckwcist irrdemheiligenSacramentverhandenwer. Lerners soll die Commnnion vnder bcydcr gestalt / nit leicht- lich bewilligetwerden/zuverhiettung der jrreucrcntz vnd vngebier/wclche sich durch Verschüttung deß l?« Bluers / leichtlich / wann man viel A>olck/in grossem gedrengCommuniciercn mueß/zurragenkan. Wil geschweigcn/daß der Aelch zu denÄ.rancken/ohne verschittung schwerlich kan gebracht werden. Die¬ se vrsachen hat ein t>ochge!ehrcervnSchrjffcerfahr- »erAbbk H. Satramerils dcß Maks. ^5 ner Abbr Audolphus Trudonensis vor 45 o. Jarn/ ru drese Lateinische Verßvcrfa st- 7>»-h- ///5 <4 ^r/, »e s^Ä /c/,'//e?', /7^/-?^, -rs-r Durch v?e!che Larmina der bemeltc Mehrer bar angezaigr/dasman wegen derangezognenzwovr- sachcn/das Sacramenr vnder beyder gestalt mr rai- chcn soll. Ich hab auch zuuor erlich mahlvcrmeldec/ daß die gestalt dcß "Meins / für die Arancken schwer¬ lich kan aufsbchalten werden? weil solche in der hiy baldckomgvnd zu Esssg/im Minter aber baldtge¬ freuter vnnd zu Ex ß wirdr/oder in ander weeg ver¬ dirbt. So ist das tragen zu den Branchen auch ge¬ fährlich / bcuorab wann man vbcr Feldr/Berg anff/ Berg ab/vnd wann man vber Berg vnd Thal raisen nrucß. Es haben auch die Arancken gcmainiglich einen Ecke! oder grausen vor dem "Mein / derhalben steossrmals die gestalr dcß Meins schwerlich messen wurden / vnnd das noch mehr ist / so har mancher ein abstheuchenaußdemR.elch zu rrincken/auß welchem Zurzeit der Infeccion/inficierce vnnd vmnficieree Personen zuuor geeruncken habcn/wie hierin Excnr- pel irrc manglen. Vbcr das sein vil Abstemij/sovon ^acurkcin Mein schmecken können / welche stch se- der zeit mir einer gestalt betragen müssen. Vberdas ulles/istbrllrch vn rcchr/das ein gicichhaitdrser - - -- Ment vnder bevderley gestalt/vnd vermischen das Brodt nut dem wem/oderden Lcrb mitA^^»- dem B'u:r. Es nrmmet der Priester em stück lein aust den; Ixelch mir einem Löste!/ vrmd gibt rs dem/so das dlachum! empfahen wü Vcrncrs "- T N verm-h Dorr der etnerr Gestalt deß vermeldet die tdrstori: watttt die Zunder siben Jar alt sindtt so gibt man jnen Las Gacrament» Go das Rindt kranck/ odervilleichk angefan- gen zu^erben/also das es das Brodt nicht em- pfang^mag/ so schüttet man jhm ein tropfen von dem Reich em. ^nr die Rrancken/conse- criecer man das Gacrament am Hohen Don¬ nerstag in der Rarwochemwelchs dann dvrch das ganye Jar behalten wirdt. wann es nnn von nötten/ so nimet er ein stücklem daruon vn legt es inn ein Wein/so es wol erwaichet/gibt er es dem krancken» wie ich nun oben angezargc/ das zur zeit deß heiligen Cypriani / das Sacrament jetzt vnder beydcr gestalt: jetzt allein vnder einer ge¬ stalt deßBrodcs: jetzt allein vnder einer gestalt deß Weins / sey erchaile worden: Desgleichen das bey den Griechen die Communion vnder bcyder gestalt/ wie auch vnder einer gestaltdeßBrodcs seygcbrcu- chig gewesen / Also haben wir auß der jetzt eingcfür- ren tdistori vernommen / daß die Moscouiter die Kommunion vnder beyder gestalt zwarempfahen/ aber doch geben ste den Rranckcn allein die gestalt deß Brodrs/ deßgleichen den jungen Rindern (wel¬ che die gestalt deß Brodts nie schlicken können) die gestaltdeßweins/außwelchem abzurrcmmen/daß die Griechen vnd die Moscouiter/nit wie vnstre Lu¬ theraner rhuen / aujs die gestalt dringen/sondern su¬ chen vnd begeren/ was vnder den gestalten ist/nemb- lich Christum den Herren- Wir Larholische gebrau¬ chen H. SacramentSdeß Altars. 75 chen vns der Comm union vndcr einer gestalt dcß Brodcs/vnnd sagen/das solche von den Aposteln her komme/vnd darneben vndrllrchen wir nicdasjenrg/ so von dein ^olcrano Eoncilio aussein zeit ist v.erord- <7»«»,/. nee worden / das ncmli ch den Ä.rancken/so dr^gestalr deßBrodesnit schlucken vnnd cinnemmen können/ allein die gestalt dcßWeins ist geraichet worden, Wi- dcrurnb lassen wir i«r seinem werk!) verbleiben/daß man vor Jarn denjenigen/so von Sinnen kommen/ dasSacramcnc vndcr der gestalt deß Weins ringe- goßen bat. Wie nundieR.irch Gottes/ auß erbebli-^' chenvrsachen/nach gclegenbair der zeit vnd der Per¬ sonen/ dcnChristglaubigendiß Gacramenc dcßAl- rars/ausf' mcbrerlcy weiß gcspendierr vnnd erthailt: Also bat bemelce Z^irch Gocces/noch bcurigs tags den Gewalt / dieses Gacrament zu sirendiern/ wie ste eszumchuelichsten/vnrarbsamesten befindet/deren äis^oiicion wir vns geborsamlich vnderwersfen sollen. Werl ich nun inn diesem Argument bab angezaigc/ bas nie allein die Römische Aärch der Communion vndcr einer gestalt/ von der Apostel zeit hero sich ge- brauche/sondcr das auch solche bey den Griechen vnd Moscouirern gebrcuchig sey/so! ich vnncrmeldetnic^ lassen/dasauch die Morenrüt vnder beidengestal- kcn / sondern nur vndcr einer gestalt communiciern. jrcr Meß frnden wir / das allein der celcbriercnde ^ricstcr das Sacramcnc bcydcr gestalt cmpfachc/"«^^^^ bie Diaconi abervnd 2xrrchcn Diener empfahen sol-^ ^>es allein vndcreirrcr gestalt deß Brodrs. Dan nach "em darinn vermclc wirdc / wie der Priester das bcr lig Gacrament dem^lolckzaige/vnd vbcr sich bebe/ T iij lesen Don der einen Gestalt deß lestn wir diese Work. Dlic 8acercio8 lumir corpus Sc An» Auincm, 5c potlea commuuicac ex eaäcm doAiammi» Aris: Das ist: Hiemmbt der Priester den Leib Dnnd ^as Bluet/ nachmals gibt er von der be- me lrenHostia den ^irchenDienc rn/da allein di- gcstalt deß Brodes für die ^.irchcnDrener vermelden wirdc. Nachmals wirdr vns angcdcurcc/das ste dar- für halten/das Leid vnnd Bluet/vnder der gestalt deß Brodrs dey einander seyen/da ste sprechen r 8um- pümus Auci:um corpus 5c voncrancium Anguinem, hoc cliLorpus ddriki: wir haben empfangen den hei¬ ligen Lrrb/vnd das Ehrwürdige Bluet/das rst/ den Leib Christi« Sic sagen/ ste Haden empfangen den Leid Christi / vnnd doch vermelden stc/das ste zu gleich dey dein Leid sein Blrrec empfangen Haden» "wie auch dey vilen Cacholische prrcsterr, der brauch ist/rvann ste den Layen gleich allein die L^ostiamvn- der der einen gestalt deß Brodrs raichen/pflegen ste doch zu sprechen: Corpus 5c Augurs Domini noliri Irs v Cdriüu, Lulloäiac animam ruam in vicum Lrcrnam : Der Lrrb vnnd das Bluer vnsersHerrn Jesrr Lhristrchewahre dem Gerl m das ewige leben» Dardurch j?ewollen anzajgen/das jie niteitt Blucx- losen Lei d/soiidcr vnder einer gestalt, Leid vn Bluct Christi raichen, Lerners hat die Meß der Mohren diese wort: Dorus populus 6icic Qommc6en6.o,83n-t-c^ kgkhennst auch mt mein mainung/ dz einer oder etliche Bischöfe von aignem gewale sollen heben / beyde gestalten femandt zuraicyen / es g-n Sacra- u?ncds dantt also gesetzt vund benolhen/durch^^^- Von der- einen Gestalt deß em gemain Lhustllchs Loncsimm. 'wtdcrnmb ÄndcnTcutt schrerbcL.ur!)ci,-: Diewerl es dann wo! fern wn- McnAdc!. x^heyde gestaltest) es aber doch nicht geborten ist/^ca noch zu chuen/solte man den Fried vnd Errngkair dre gehörten selndt/ von noth zu ha¬ ben / lasten vorgebn / vnnd vber die gestalt ztt brauchen/ vberein komrnen. Merck hic/Fried vir Eittrgkait/strgc L.uchcr/seirl gcborcc/dic so! man ha!» ren/warmn gibe man sich dann nir zu derEinigkarl» ^m Lncch An eine andern Lrt schrcibc er.- Das man die Döh- von zwcycr- men guetüch vnderrichken solle / das keines Nit lc-grsialt. se^e/man nemme das Gacramenk in Zm Durch emeroder zweyer gestaltten. Irem: Rommefiu V»1 zrvcylr, an denOrtcha man nur ern gestalt gibt/ so nime lcygcstair. nur ein gestalt/ gibt man beyder gestalten/so ^7'7^1 nimb beyde / vnnd richte nichrssonderlichs an/ noch setze dich wider den hausten. Irem: wrl- Znderant- che sich ülkm der einen gestalt gebrauchen/siltt- Z-^d- " bigen wider Christum nit / wer! Chrrstus ainige Vss-c.ais zu gestalt nrrgebotten habe zu gebrauchen/sonder Palpen, sieches cnres jeden freyen willen haimb gefielt/ r nd gesagt hat: Go offr jr das thuer / so rhnet /^,»/ies zu kneiner gedechtnuss. Ieem.- Nkr gefclrs wo! da? der Vststialgebeut vnd lrhredman sol an enrrrgestalt sich beniegen lassen vnnd festig- lichglauben/ Lhrrstus sey nit sittcklrcb/ sondern gantz vn gentzlrch vnder einer jeglichen gestalt des H. SacrarircntS deß Maro. dess Gacranrenrs-- dis glaube ich auch/r'nd dir» re auch enien jeglichen/er wslre diestr sedel hierin glaub en. Irem.- Ich bitte/Sie wolten Sucher vo« den andern vnddrrtken Amen!recht ansehen/ darin ich Aar gcftgt/Es seye ein gestalt genug. Item: Wrewo! man jetzt rm ba^ve gestalt dem /./^^/7 Dslck alle rag gibt / wie vor Zeiten/ ist auch nir norh > Go neu stet jr doch alle tag die Prie/Scrmon »o» fierschafft r-or dem Volck / vnd ist genueg/ dass dem K.Sa-> das Dole? sein täglich begere/ vnnd zur zeit ein vud gestalt/sour! die LhnstMicheAirch ordnet vnd sch^" gchjvempstche. Drse angezogne Senkcntzdes Lu, rhers/rcdcn st klar von der <5ommunion vnder ainer gestalt / daß ste keiner bcstnderen außkegungnitbe, dürsten. Er bekennet arrßrrucklich/ daß Christus gairtz Vndgcntzlichvnder einer jeden gestalt sty: daß / z Man sich an einer gestalt möge benüegen lasten r daß nitvon nökten seyvndcr baydcn gestalten Commn, nicieren r daß Christus bayde gestalten nicht gebot, reu habc:daß dre nir stndigcn/st nur ein gestalt brau, chen/rc.Go chuct auch Luther vber diß alles dist be, kantnuß.-wir bekennen /stricht er/Daß VttderL«ch.7E7. dem Bapsthumb vielChrrftliches Wers / ja al-^ les Christlich gvet sey/vnnd auch daselbst hen dcr'w.dcr- kommen sty an vns/nemblich/wir bekennen/ rauffe,» dass im Bapstthvmb die Recht Heilig Gchrifft p^r- sey/Rechte Tauste/RechtsGacramenk des Al^ tars / Rechte Schlägel zur Vergebung der V Sünde/ Von der einrn Gestalt deA Sünde? Rechte peedigambe/ Rechter Lake- chrsmus/ als das Varrer vnser/ sehen Gehört? die Articl des Glaubens« Ist nun dem also/daß im Bapstchumb rechte Sacramcne styen/ so wird er nie künden in abred stehen/ daß die Lommunion vm der bayder gestalt reche/hailsam/vnnd gurr sty.Aber wir Haden des Auchers mainung angehöre / Jetzt wollen wir sein Spießgesellen / so jhme die Angspur- gisch- Confessron helfen schmiden / ?In!ippü Ivlclan - rdoncm auch verneme. Distr hat darfür gehalcen/dz die Lommunion vndereiner/oder zwaycrley gestalt/ sep rex aciiapdora, das ist/ein mittel ding/vnnd cs gelt gleich wie man Comunicier/vnder einer oder zwayer ,» gestalt.Geine aignewortlaurren also: k-rrat oui purac /s- LcicreluillLM oarnern: k^rracileMi c^ni pur^r!M- abKinere a iniHa. ^IcciiLiuncIrLc,Lc inardirciono- Üro poürL.8ic rc cleLuch^riKiL iucllcoi non pcccarc, c^vi icicntcx duiux lidertLrü, Lc crcücnrcs, Llrorurra ü^nipar- ccvcunrnr. Das ist: Der inet/der da vermarttt? man solle nicht Schweine fleisch essen: Es ir¬ ret auch der / so da vermachet / man köndte sich dauon nir enthalten. Das seind Mittel drng / es peher einem jeden in seinem Freyen willen. Al¬ so halte oder vrthai!« Ich auch vom Sacra- ment das/das die nie sundrgen/welche dieFrcy- hrir wissen/vnd glauben^vnd also in einer oder bayder gestalt Lommvnicieren. "Was dcmelcce Philippus kurtz vor seinem ende einem vom Adel/ Derrn Bartholome von Veldcrg/für einen Duden richt d H. Sakraments deßAltars. »z kichtdißfals geben/erzchlet fderr Wokfgangus Agrr- woW^F. co!a/Dcchanr vnnd Vsarrhcrrzu Spalk/ mir diesen Zgi-ico?« mn ivorren-Inr fahl aber ander drscr Dersündlunget- srr-i^P-cdig wa einEhrlichcrvomAdel/odcrandcrcrgucLhsrtzi- Eh<- ZerLhristglaudigcr Mensch wäre/der je nur einen b»ndr. kurtzcn crnfelcigcn Bericht wissen wolk/was er doch dey disixFwikracht glanben/thuen vnnd lasten sölre/ daß er recht daran rhek / dem waiß ich au d:ßmadl/ vrnd kürtz willen/ keinen Hestern /gcwisternDndcr- richc nic zugedcn / als den Philippus Mclanch'rhsn wenig Aar vor seinem Ahskerhen/einem Ehrlichen/ Alcen/Lrommen/ Bekandren vorn Adei/dem Edlen vnd Vcs^'in Nansen Barchodne von Deidcrg seliger gedechriruß/gegeden hak. Mcrckek mit ßeiß auff/dan wasichsag/kan ich alles noch hcmigscags/im sah! der norrurfsc/mit vilen Ehrlichen vom Ade!/derer erliche jetzunder in diser Dersamdlung gegenwercig/ dczeugcn/daß sre es so wo! a!s ich/auß dessen von Del- berg Mund gehört/ so!/ oh Goccwr! / kein worr dar- usn/oder darzue kommen. Philippus Mcr'anchrhon vonWirrsnherg/raisec auteln zeit nach dem E^arrÄe Zu Würrcenderg. wie er nun herauß gar rnn vnser L-andrs arr kombr/kehrr er nir weit von Dünckheiß- ^ühc! in einem 'lDirrshauß v der nacht zud!c iden ein. An dessen jo komdt der odnermsic from von Deloerg .Gacramcnt deß Altars / da glaub ich/ als ein armer einfältiger Lay/wann mir dassclbig der Priester in einer gestalt raichek/so hab ich als wol wahren ganyen Christum/ fein heiliges/gebcnedeykcs/lebendiges Fleisch vnnd Bluet genosten/vrrd warhaffcig cmpfangcn/als wan kök,r./«. dem tarnen Jesu/entgegen rauffcjctzundcdiegan- tze<5hristenhaic mn dem Flamen der l^.Dreyfalkig- kaie. wann nun jetzt ernL-andc wäre / welches diß den Aposteln nacheherre/Vnnd allain in dcrn tarnen Jesu raufsre/ wolcecjhreuch auch diesesTauffsge- drauchen r' Wolterjrs nir lieber mir der ganyen Chri- stenhaic halren/als mir einem ainigen ^andr Gorr- ders Zweifel wurd jr das rhucn/was allenthalben ge- dreüchjg ist, vnd darneben gedenchen/die Allgcmarne 2^rrch Don der einer; Gestalt deA Airch werde wo! wisserr/vu vrsach baden / warum sie tu dem kramender s).DreyfaleiZkcLr/vü nrrnuri-n ! !7tamen Jesir pstege zu cauffen. Eben also / solt jhrr auch gedenckcn/ wann gleich an erlichen Qrrcn die Coinmunion vnder beider gestalt scy zngelasserrwor¬ den / so wölr jr doch denrailgemarne:?. brauch vuder einerley gestalt zu conrmumciern Nachkommen/ nn dcdcncken/ daß die katholische allgemame B.irch/ durch deystandr dcß td. Gersts gnucgsirme vrsach wissen vnd Haden werd/warumd sie die Lorrrmunion durch die ganrze Welk/vnder einer/ vnnd nit deydcr gestalt errhaile. !"!cmdr ein ander Excmpel.Wann man in der ersten Airchen gcpstegt zu cauffen/da hak man die jsnige/sogcraussc wurden/drey mahl vnder Mo»»/7 das Wasser gecauchr/wie solches auzargr der l?.Dio, nisius/einDiscipuldeßtd.^auli/da er also si)richk:1er jUonr?oncitcx mcrAic, bac rrina Mu.; meriiouc Lc crionL5 iuLlamLnrr DerBischoftauchet jndre^mal/Vn räefft an/ neben diser dryfachen eintauchung/vn herauf Ziehung/ die drey Personen Göttlicher seligkait. Desgleichen lesen wir/dz die Apostelnverdocren ha- dcn/dz wederBischofnoch Priester nur ein mahl ei«L- tauche si>llcn/vn ist auch solche dryfache eincauchung zurzeit deßt7.Grcgorij/vnddeßt^.Amdrosifchurch dieI^irchenGorces gedreuchig geweselr/ncmlich/ das alle tausslittg drcy mal vnder dz wasser sein geraucht worden. Dieser dryfachen tauchung gedruckt auch V? ks»/?^cher td. Augustinus/wie er dann von denr Grakiano angezogcn wirdt. Der t). Hieronymus desterrige dü ^es gleich- H. Sacraments deß Mars. s r stö g!eichfalö/da er spricht: Loäem moäo Lc in parrern, 6^«. Lc in üliuin, Lc in ipirirum ianÄurn bapri^ainur> §L ccr iinmcrAilnur, vc 1 riniraci8 vnum appareac 8acnnnenrü: Eben ausf diese werss werden wre geknufft/ auff den Vatter/gusf den Gohn/vudnuff den heiligen Geist/ vnd wir werden drey mahl vn- ders Wüster getaucht / auff das erscheine das ' arnig Gücrümenr der heiligen Dreyfültigküit. r^lun ist es ein mak)! Sonnenklar/ vnnd kan von kei¬ nem Menschen nie gelaugnet werden/dz in der tauff- ung die dryfache tauchungvnderdas Wasser in der gantzen Christenhaic gebrcüchig gewesen/wie das stch dann vnscre Lutheraner auff diese weiß nicht auch rauffen vnd vndercauchen lassen Ist das nie wider das alte Herkommen ? warumb machen stejnen dess¬ elben kein gewissen r' warlich st» grosse vrsach haben ste durchauss nit/den Belch zu begeren /als grosse vr¬ sach haben ste drey mahl in der caufsung eingerauche Zuwcrden/vnddannochkanjr Gewissen leiden/ das solche dryfache eineauchung vermieten bleib. Wir katholischen sprechen/ die Römische katholische Birch werde die vrsach wolwissen/warumb ein sol¬ che Veränderung inn der Christenhaic gcschchcn/daß Man die Bänder nit vndcrcauche/ sonder allein das Hasser auff sie giesse, wann dann wir hierin nicht Mühlen/noch vns vnderstehen/die Birche Gottes Zu marstcrn/oder mass vnnd ordnung zu gebcn/war- umb ste das oder jenes / aufs dise oder jene weiss psteg Zu halxen/also jolcenvnjerewidersacher fein rüewig sein/vnd sich nicht vttdcrstchen/derB.irchen Gorees T ordnung Von der einen Gestalt dcß ordmmg zu geben/ wie sie es in außspendung vnd er- rhailung/sowol deß Lauffs/als deß SacramentS dcß Alcars/Halten sol.Sie solcen der Kirchen Gorccs fslgen/welche wolwaißr/wie man muffen/ oder die Lomnrunion erchailen sol. Ein verstendiger laßt jm gemainiglich besser gefallen/ ^uoä ab omnibus xroba- cur, was von mcniglich für guet vn recht crkcnc wirt/ Derbalben solcen vnsere Widersacher sich lieber be/ der einhelligen Christenhait finden lasscn/als etlichen Landen anhangen / welche sich wider die Einhellig-» kaic der Römischen Rirchen/ st) VdN keinem Mett^ schenainigesJnchumsnienitist vberwundett w<-rden/vnbil!icherwerß haben auffgeworffen. Sie haben auch nie vrsach/sich vmb bcyde gestalt so starck zu reiffen/weil jre Großvärter/Lurher vn Melanch- rhon dcßhalben nie so hitzig gestritten / vnd solche zur Seligkeit nie nothwcndig zu sein/bekenncc haben. Vierzehendt Argument. Wan einer OtzÄbedenckt wer diese Aeyerey / das matt vnder beyder gestalt/bey Verlust der se- ligkeit/communicieren muess/erdacht/Der so! b-b lich in sich selber gehen/vnd ein abscheuchen haben/in so Gottloser Leuth Lchr/oxmion, vndIrrehurnb zu-» bewilligen. Dann erstlich/ist dieses Irrehumbs ein anfänger gewesen / Petrus von Dreßdcn/ein Schub rnatstcr inn Mcissen/welchcr/da ß er Waldenser Re- tzerey zugerhan gewesen / auß seinem Vattcrlandc vertrieben worden» Dieser Meißnerische Calmeüste war kein Prediger/vnnd so geschickt nic/daß er sein Giffc möchte vnderdasgemain Pöfelaußsprengen/ Derhab H. Sakraments deß Altars. r r Derhalben hat er sich nach Prag begcben/vnnd sich an seinen LandcsmanIacobellum/Predigern inn S. Michaelis Airchen/gehenckc / vnnd jnc dahin ge- drachr/daß er discn Irrchumb öffentlich von der Cantzcl dem Dolck ernzubilden/sich vnderfange/wel-^ chen Irrchumb auch der meniglich wol bckandte Jo¬ han N>uß/mic Mundt vnnd Ledern zu vcrraidigen/ sichvndcrsianden. Diß sein nun die gewaltige Leh- rer/wclchc man höher als die 2xirche Gottes achten sol!^ Drß sein nun die schöne Calmeuser/durch wel¬ che sich die wanwitzige Welt amNarrcnsailherumb har führen laßen. Deß k)uß haben sich die Luthe¬ raner mtvi! zu berühmen/weil er jrcr Religion nie gewesi/auch Meß biß an sein endt gehalten. Go lesen auch die t)ufsicen noch heutigs tags Meß mit dem Lanone vn aller zugehörung: So hat t)ußdiean- rüffnng dertDeyligen defendicrt/vnd gebrauchen sich die t)ußrrcnder fürbittderk)cyligen/sie tragen auch das Gaeramenc in öffentlicher proceßron inn der Statt Prag hcrumb / welche puncten alle den Lu¬ theranern zuwider sein. Disemt)uß isi indisirSa- cramencalischcn Gtricrigkaic nachgcfolgr/der main- erdige Münnich Martin Luther/ jo dem Volck Keß Teutschlandcs durch sein falsche Lehr/ein großes fensier zu aller boßheic aufgecha. Was er für ein ver- kuchcerMensih gewesen/bin ich nir bedacht zuerzeh- Een/weil sein rieben / vnchristlichs chuen vnnd laßen/ von freu vielen außfürlich beschrieben worden. Eins soll ich von jnie vnuermeldec nic laßen/daß er von der einigen frag der Lommunion deß Sacramenrsvn- der einer gestalt drey hundert vnd neunyrg Ja vnnd L Y Nein/ Don der einen Gestalt dcß kttnnrsptt Nein/wie Johannes pistorius bezeuge/ inn seinen bchriffeenverlassen. Der sich nachmals der vnseind in die harte reden ge- Serci. r..nr> fallen/rn vieler Leuch anhören / dergestalt/das D. Luther entlich einen Goldtgulden ausssei^urchdi-pr«, nem Beutel gezogen / dem Larlstat denselben dig-r der arrff die Handt gegeben/ dass er gegen jm schrei- den solte. Vnnd als der Larlstat den Goldtgul- Embr-n den darauffempfangen/hat D. Luther jmzuge-dwck / Ann» truncken/vnnd vermahnet/er solte dreGach^-u^-r, wacker angreiffen/ vnnd seiner nit verschonen/ er wolte desgleichen auch thun. Dise kläg!ichefol.rs. Historien beschreibet D. Luther wettleuffig im andern Tomo Jenensi Teutscham46z. blak. Auch schreibet er im Buech wider die Himli- che Propheten / ^omo secunclo Wittenberg» 'ol. zo.Das er Larlstak mit einem Goldtgulden )erauss gelocket hab / der von Gortes Genaden wolangelegetz vnndseyjm nochnitlaidt- Das aber solcher heffcigkait sn Luther gerewct/schreiben sie rundem srbenden Lapitel/fol. 45.mit folgeirden K ih wortem Von der einen Gestalt deß Worte: Doch Helt man für gewiss / dass ;hm selbst der vorige Streik vn Heffrigkalt missfallen ha- be/vn!cngs vor seinem LodtDann glaubwür¬ dige gezeugnuss verhanden/der stnigen/welche auss Philippi Meianchthonis seligen aigenem N lundr gehört/das D. Luther/als er Anno 46» den 25. Ianuarij/von Wittenberg nach Eyss- leben gezogen/an welchem Ort er baldt dar¬ nach den i s.Lebruarij im Herrn entschlassen/ diser wort sich vernemmen lassen: Lieber phi- lrppe/ich bekenne es/dass der Sachen vom Sa¬ krament zumelgetharr ist. Vnnd als Philippus geantwortet: Mein Herr Doctor/ so wollen wir/auff das denRirchen geholffenwerde/ei- ne gelinde Gchnfft lassen aussgehen/darinnen wir Vnsere mainung klarlich darthuen. Hat Lutherus darauss geantwortet: Mein Phi- lippe/ich habe disem auch nach gedacht/aber al¬ so machte ich die gantze Lehr verdächtig: Dar- vmb wi! ich das dem lieben Gott bevoihen ha¬ ben. Thuet chr auch was nach meinem Todt. Die Zeugen aber/so diss vom Philipps gehöret/ vnnd auss seinem Mundt bezeuget haben/sein gewest mit Namen / der Edle / Ehrnueste Hir- berth von Langen/welches Goktseligkait zu Bremen inn Westfallen/vnnd im ganyOssk- Friesslandt sehr wolbekandt / Jkem/ M» Joan¬ nes H. Sacramentödeß Altars. §4 nesSchuelgrafe/ welchen emErbarerTxath von Bremen derentwegen solche ding argem- lich zunernemmen^an Herrn Phrlippum nach Wittenberg abgefertlget. welches alles dre von Bremen beneben gemeltenzeugem mit ar- genen Henden bestettigt/pftltzgraftirFrldri- che Lhrrstseliger gedechtnust/ auff seiner Lbur- fnrstlichen Gnaden begeren/zrigesandt haben, Bißherodie^rcdrcanrenzu Embken. Au ß welcher Wistorien wir haben / das nicht allein Mclanchchon Laluinisch wordcn/sonder auch jme der Luther zum abfahl von der Augspurgischen Confessron/ als ein harmlicher (saluinist / hat vrsach geben/wie dann et¬ liche Senreny inn bemeltemBüchlein/außdcßLu- rhersSchrifscen angezogen werden/durch welche ob- ermelte r)rcdicanten sich vnderstehen zuerweisen/ daß der Luther der (Haluinistcrey nie vngünstig ge¬ wesen. traben also dise zween Maister der Augspur¬ gischen Coirfession jr selbs aigen wcrck durchborcr/ Zcrhudlet/zerstoß'en. So sehet nun jetzt sr meine ein¬ fältige Lutheraner / was für schöne Maister deß Worts jr habc/welche jr aigen werck der Augspurgi¬ schen Lonfesston selber zerstossen. Soll eseuchnick-e wehethuen/daß jrbißhero solche R.elber/Götzen/vn Abgötter habtangcbettet^ 2^alc vnd warm außei- Nem Mundt können sie blascn/wie solches vberstüstig ^uzaigt/dcr von parer LErnhofer in druck verfertig¬ te Ä?ccterhan. Derhalben hac aufs ein zeit der from¬ me k)eryog Georg zu Saxen nicht vnbillich gespro- , Hen dift wort: was die Lutherische Heut glauben Dorr der einen Gestalt deß '8-rtzoZ Ge- glauben vnnd lehren/ das wais ich zwar: was »rg zu Sach-fie gher: Morgen glauben vnd lehren werden/ das ist inir Nit bewnst. Durch welche Red er der Lutheraner vnbestendigkaic hat wölken an Tag ge¬ ben. Damic wir aber widerumb zu vnserm xropoücc» komen/ hiibi:» wir zumercken/das pecrus von Dreß- den/Iacobcllus außMeißnen/Iohan t^uß zus)rag/ Luther vnd Mclanchthon/die Großväcter der Aug- spurgischcn Confession/die fürnembste sein gewesen/ so die norwendigkait baydcr gestalten in dcmSacra- rnent deß Altars/wider die Einhellrgkaic der gan- yen Christcnhaic gecrieben/gestritcen/vcrfochten/vn demgemainen Mann/vnbcsrncer weiß eingeblcuct haben. Aber da frag ich einen/ob es einem frommen gehorsamen Christen nic mehr gebicrc/den hochheili¬ gen Concilien/den Uralten Datkern/vnd derAllge- mainen R.irchen Gottes / so den Geist der °N?arhcit/ deß "Verstandts/vnd der weißhair haezu folgen/als den obbcmelten Meücmachcrn/abtrinnigen/vnnd außgcfprungnen München / vnnd vnbcstcndigcn MaulChristen? fvnstzehendt vnnd letzt Argument. c^DWann die Communion vnder einer ge- stalt/nit von Christo oder seinen Aposteln/ fren Ursprung bar / so muess man bekennen/ das die Lirch GVTtes in» einem verdamblrchen thumb gerathen sey. Aber weil dieB.irch Gottes/ wegen beystandt deß t). Geists / in Glaubens fachen nir frren kan/so volgcvnwidersxrechlich/daß die von dec H. SacramentSdcß Altars. s 5 der Kirchen Gottes/ inn den tdochhcrligen Concilrjs approbierte vnd bestcrrigre Comunion vnder einer Scstalr/ Göttlich / löblich vnd hailsamb sey. Zu mch- ter vnd besserer erklarungderSach/wilich hrezwey stuck Händlern Erstlich wi! ich anzaigcn/welches die rechte B.irch Gotrcs fty. Zum andern/wilichauß der heiligen S chrissr probieren vnd darehucn/das ste in glaubens Sachen mr jrren noch fähleir kan. de?r Ersten puntten belangt/soll welch,- d.« (W^man wissen / das man pflegt zu sagen/wo Gott der Herr sein Rirchen bawe/da fltze der böst Geist sein Gapell darneben. Damic derhal- bcn wir versichert sein/ welches die rechte Rärch Got¬ tes scy/ vnnd darneben wissen vns vor den Capellen dcss Sarhans zu hüeten/haben die stXZpostel in jrem Symbols der zwölssZrricken dess Christlrchen Glau- bens/vns ein schönes vnd vnfailbars Merckzaichen verlassen / da sie gesprochen: Lreäo LcclcliLin Larbo- bcam: Ich glaub ein Allgemaine ^irch. was baben sie mir dissm Griechischen wort/ Carholica/ vns wollen zuuerstehen geben? Nichts anders/dann das die wahre B-irch Gocces diß Merckzaichen habe/ das sie scy Carholica/das ist Alkgemain / vnd außge- drairrcc durch die ganye weite Welk/welches R.en- Zaichen die andere falsche Rlrchen nimmer nicht Ha¬ den werden/Dcrhalben wir solche als Synagogen öeß laidigen Sarhans fliehen sollen, was aber diß worr Cachoiica/ jo einaigenthumblichsR.enzaichen lst der Kirchen Gorres/in sich begreisse / vnnd wie cs Müeß verstandcnwerderr/ wil ich kürzlich anzaigen. A Vinc«^r- Z Von der einen Gestalt deß ^-Vincent. Lyrincs. schreibt vor 1200. jarn gar schott/ recht vndwarhaffrig/vnd spricht: Inn dec Gatho^ Kirchen ist mit sonderm steiff zo betracht ten/dass wir allem glauben vnd ha!ten/(Iuo6 v- bl'c^ue, das an allen VrteN/(Iuocl semper, das zu jederzeit/ (Ittoä ab omnibus crc6itum elt)das von memglick ist geglaubet vnd gehalten wo:-» den: Dann das haiffet warhafftig/vnd aigent- lich Latholisch vnnd Allgemain» Diese worr dcß Vincencij Lyrinensis/wällen wir was besser erwe- gen/vnd erstlich von dem Vbic^uc, nachmals von dem 8cmper,vnd letztlich von dem ^b omnibus einen be^ richt rhuen. Derhalben sollen wir wißen/Erstlich/ daß die R-irch Gottes/ darumb Cacholtsch vnnd All- gemain von den Aposteln genennct wirdt/ dann sie wirdc nit nur inn einem Lande oder B.önigrcich sich finden lasserr/ sondern ste wirdc stiir Vbi^ue, an allen Lreen/vnnd wirdt sich außstrecken ober dengantzett vmbkraiß der Welt. Dieser generalitec vnnd erstreck- vng der Barchen Gocres/ist vertröstet worden/der Patriarch vnnd Eryvatter Abraham/zu welchem Fw-Z". Go« also gesprochen: In deinem Samen sollen gesegnet werden alle Völcker anff Erden/dar- vmb dz du meiner stim bist gehorsam gewesen. Da haben wir die gewiße zusag / vnnd Göttliche ver- eröstung/das die B-irch Gottes nicht nur ein Lande oder Königreich inn sich begreiffe/ sonder das alle Völcker der Erden zu solcher sollen versamblec / vnd durch die Erkarrdrnrrß Göttlicher warhait gesegnet wcr-crr- H. Sacramerrts deß Mars. -S6 Werden. Es schreibt auch der Prophet Damd vns/ * die wir von den t^aydcn her kommen / zu sondern» Trost/vNttd spricht: Lonucrrcnrur Lci Oolninumvni- ucrü ünc->rerrL. Alle Ende dess Erdbodens wer¬ den sich zum Herrn bekehren/Vlidshne werden mrbetten alle Geschlecht der Hayden: Dann dess Herren ist dasReich/vnd er wirdt herschrn vber die Hayden. was ist aber das füreinAcich deß tterrn Es ist die k). Catholischc Kirche/ wie es anzaigr der k).Gregorius mit diesen worcen: ^klan soll wissen dassdiesetztschwebendeRirchittder H» Gchriffr ossk ein Reich der Himmel genen- nek wirdt. Das nun der Röniglich Prophet/durch «ingebung deß t). Geists gesprochen/dass das Reich dess Herrn sey/vnd dass er werd herschen vber die Hayden / hat er wällen anzaigen / das Christus der k)Err in vnd durch sein Rirchen werde herschen vber alle Völcker/vber alle t?ayden/vberdengan- tzen Erdkraiß der Welt. Er wirdt herschendurch alle Landr inn den t^cryen seiner Glaubigen/durch den wahren Glauben. Sein Evangelium wirdt er¬ schallen von Aufgang biß zu Nidergang/auffdz wir durch den Cacholischen Glauben gesegnet/vnnd zu dem Paradeiß der tAmlischen Frewden mögen ge- laitrer werden. Solches bestettigt der Prophet Da- Uidfernersalso: Er wirdt herschen von einem ^/.7/. ^eer brss ans ander / vnnd von den wassern/ biss zum Ende der Welt: Vor ihm werden ni- ^^kfallen die Mohren/vnnd seine Femdt wer- Atz den Von der einen Gestalt deß den die Erden lecken: Die Römg am Meer vn mn den Jnsnlen werden Geschenck bringen/die Lönig vom Reich Arabien vnd Saba werden Gaaben bringen: Alle Rönig werden ihn än¬ derten/alle Hayden werden ihm dienen. Wns kankläelichers gesagt werden/als daß das Reich der Christlichen Rirchen/sich durch alle Rönigrerch wer¬ de erstrecken/vn das alleRönig vn t?aydcnChristurn für jren t)errn erkennen werden/vn das also die kirch Gorres/nit nur an eclich wenig Lrcen/ sonder allent¬ halben stch befindenwerd. Welches Volck/ spricht Gott zu seinem Sohn/VNd welches Reich dir mt dienen wirdt/ das wirdt zu grundt gehn. So weit sich nun die l^errschassr Christi erstreckt/so weit erstreckt sich sein Rirch. Ä?er in diser Rirchcn Chri¬ sti nit dienen wirdk/der mucß zu gründe / vnnd ewig¬ lich sterben vnnd verderben, was nun zu Mchrmal Gott den Patriarchen zugesage/ vnd die Propheten von der wcitschwaisingkait der Rirchen Gocees an vielen Lrten geweissagc/das hat der Sohn Gottes mir außdrucklichen vnd lautern Worten außgcspro- chen - Ich sage euch / das viel werden kommen vonAuffgang vnnd Nidergang der Sonnen/ vnnd sitzen bey Abraham/Istrc/vnd Jacob/im Reich der Himlett. Durch diesen Auffgangvnnd )7tidergang wirdt verstanden derganyeVmbkraiß deßErdtbodEns/vber welchen die Rirch GQCces wirdt außgebraitek stin/ vnd werden die wahre Chri¬ sten inn grosser Anzahl/nicht nur an einem Qre/ oder in etlichen H. Sacramcnes deß Mars. in erlichen wtncklen vnnd Landcschastren/ sondern durch dre vier Lreen der Weit sich auffhalcen. Icem/ spricheder n»err: Es wirbt gepredigt werde» dz Evangelium vom Reich mn der ganyen Welt/ r» einem gezeugnust vber alle Völcker. Die kirch löorees/in welcher das Euangelium gepredigt wird/ wrrdc mt nur in einem Lande/ sonder in der ganyen D)e!k/vnd nie nur bey einem^olek/jonder bey allen Dölckern sein/vnd gleich wie die SsttN alle Landt/ Königreich vnnd Qrter der Welt mit jhrem Schein durchsuchec/alsokanmankcirrLrtinderWelc nichr finden/da die Rirch Gorres aincwcders nie gewesen/ oder mc hin kamen werd.Es sprichtThristus ferner^/ Sehet hin in alle Welt/ vn prediget das Enan^ gelium allen (Lrearurett. t7ie haben wir gleichfals die Eigenschaft deß wahren Euangelij/dasnemb- lich solches in der ganyen welt/vnd allen Crcaturcn rnueß gevrcdigc werden, weil dann so woldasAlce als das 1"kewe Testament außdrucklichvcrmag/daß die wahre Rnrch Gottes durch die garrye Welt mucß ^ußgebraicret werden / Dahero ist geschehen/das sie von den Aposteln Latholica/einAllgemaineRirch ist gencnncc worden/ wie es der t?. Augustinus be- stettigc mit diesen Worten LppcIIrrur, L/,./7o. 4^ ^er rocum ordern rcrrarurn chfrundirrrr: Die ^irch wirbt Latholrsch genennet/m der Grie¬ chischen Sprach/denstedraitet sichauffdurch ^en ganyen Erdboden. Nun frag ich/ob die Lu¬ therisch / oder die Taluinisch / oder die ^idertaufse- risih / oder die Zwinglisth/ oder die t)uggonotisch R itz Lxirch/ Donder einen Gestalt deß U.irch/ein Cacholische vnnd Altgemaine ^xirch mög gcnenncr werden:' Durchaus nicht Derer» Lerne ist durch die gange 'Melk ausgerhailt: Deren keine er- streckt sich in die vier thail der Welt r Deren keine ist von einem Meer biss zu dem andern bekandt. Wim rkel R.irchen sein es/deren die wucherischem Saxen/ die Laluinische inn der pfaly / die t7uggonotische an etlichen Lreen inn Lranckrcich/ die Zwinglische an etlichen Qrtcnm Schweitz/die widercaufferische an erlichen Qrren inn Mehren sich austhclt. wrnckek Kirche sein cs/wclche jre Lüeß hinaus für jr h)aimet/ da sie enrsianden/nie nitgesetzt haben - Ern begliche s^etzerey> spricht der Augustinus/ hat aintwe- der iren besonder» Ort rn der welt/oder be- ' treugtdie färwitzige Tockemenserische Men¬ schen mit heimblichen zustrmmenkunstten/ Irem/ «F sirgt er r Oiucrüs Iocü cüuerlL iunr icÄX, ieü vnL maccr üipcrbiLomQcsxenuic: In» VNdekschldllcheN Ok- ten/sein vnderschidliche Gecken/ aber alle sein > von einer Muetter/nemlich von der Hoffarth geboren» wanichderhalben meine Augenwcnde/ auff den gatttzen Vmbkratß der Erden/so find ich keinR-irchen nit/ die sich auss die Propheccyungcn/ vnd ausdrücklichen erkkerungen deß r?ewcn Testa¬ ments/sich durch die ganye welk/ innainhekligem Glauben erstrecke / als allein die katholisch / Aposto¬ lisch /Römisch Rärch / von welcher Paulus schreibt: Ewer Glaub/ L jrRömer/ wirt verkündiget in der gantzen Welt, weil dan diser Kirchen Glaub tnn der gantzen Welt verkündiget wirdt / wer wil sm gen/ H. Sakraments bkß Mars. §3 Am/das sic nie Carholischsey? Von welcher der l"). Augustinus schreibe: Der Herr hüt an dem schütz o. keiner Dicchen nie nicht gemangelt/ welcher durch sein Joch/ jrer durch die ganye welr auss- gebrauten Gchoss/Hat vndcrworlsen alle Kö¬ nigreich der Erden. Da sage der W. Kehrer/das Christus der tdERR/der Römischen Airchen alle B.önigrsrch hab vuderworsten/Derhalben ste al- lein/vnnd saerst kein andere den Tircu! Cakholrsch/ reche vnrrd biliich fieren kan. Von diser Römischen Rirchen/von welcher die ganye Welt ist vberschat- rer worden/schreibe der heilig Bcrnhardus/zu dem O. BapstEugcnro: Der muess anssderwelkgehem^- dec da etwas suchen wolt/ dass du (Bapst Eu-^^7 geni) nir zu versorgen hettest. Deine VorEl- kern sind verordnet worden / nicht nur etliche Lander/sondern die ganye Welt mir Geistli¬ chem Aarupff zu gewinnen- Ihnen ist gesagt: Gehet hm in die ganye welk/vnd ist zwar chr Schall aussgangen mnalle Lande. Dieser Bcrn^ bardus sagt auch aufs ein zeit bestendiglich zu dem Rogerio/Ä.önig in Gicilia/das zu seiner zeit/ Lricno vnnd Lccidens dem Bapst gehorstimd sey. Dess- glricheFranckreich/Teutschlandr/EttIellandr/ Hispaniemvnbviel Barbarische Völcker vnnd Lander. Derhalben ist die Römische Rirch allein/ welcher das Apostolische Merckzaichen Cacholica/ ^on rechtswegen zngrhörct. Kese jemandr die Epi¬ steln '-F- Vo:r der eitten Gestalt dcß stcln Gregorij/ weiche er an die Qrientalrschc Bischof ^6^0^. gcstHriebcn/deßglcichen an die Bischöfen irrn Italia/ Affrica/ k^tspania/ Gallia/Anglia/ Gici!ia/rc. so wrrdc er bekennen mücffen/ daß der bemelee Bapst Gregorius/alsein t)aupcderBömischenBirchen/ vber die gantze'Mclc hak zu gcdiercn gehabt/Derhab ben die Römisch Birch aller» die jcntge ist/welche be^ fucgrerweiß kan Carholisch vnnd Ailgemarn gcnen- net wcrdcrr. Es ist laider wo! wahr/dasdisc AügcF mame Birche/durch die Lutheraner/Caluinistcn/ t)uggonoccen / BAdercauffer / Schwencksclder/ Fwirtglianer/vnd dergleichen Luzifer/ starčke Scöß vnd Buff' eingenommen/vnnd derBirchcn Gottes grossen schaden / durch ste in Europa zugefüege wor- den/so soll man doch wistcn/als etliche Landrvnnd Leuth / von der wahren Römischen Religion abgc-- fallen/das entgegen/vnnd an starr dieser versierten Landrschafften / andereDölcker vnnd Königreich/ von Gott ( der jme auß Srainen ein Volck erwecken kan) erwöhlc/ vnnd zum Christlichen Glauben sein n/, berucffet worden. Dann cs ist meniglich bcrvüßc/dz die Römisch Carhelische Birch hcurigs rags / nie als V 7.,/»7-- lej» jnn Bccidenk/ durch welschlandc/ Spanien/ Franckreich/Teurschlandt/Engellandt/^oln/Be- hem/^ngern/söndcr auch in dcr ncwen)Dclr/gegen Äuffgang in Indys / gegen Nrdergang in America/ gegen Mitternacht in Japonia/gegen Micrencag in Brastlia/vn an den äufferisten Lrren Affrice/ Irem/ durch Morenlandt/ Griechenlandt/ Gyriam/vnnd Egypren/da es allenthalben viclCarholische har/stch befindet/vnnd scheinet also diser Catholrsche Glaub noch H. Sacramentsdeß Altars. s- Noch heurigs rags durch die gantze Welt. Derhal- den kau kein Geckische Gynagog discs Apostolische Merck: vnd Benzaichen Carholica / jr durchauß nie Zu aignen/sonder es gehöret allain zu der Römischen Birch en / deren Glaub / wie Paulus sagt/ verkündi- gee wirde in dergantzeu weiten braiten 'Welt/ welche Birch auch die Porten dert)öllen nie sollen begwelti- /<5. gen. Ja drse Römische Birch hak sich dermassen auß- gcbratrer vnd erweitere / dz auch die liebe Sonn/jhre Glanyen nic weiter kan scheinen lassen. Sie hat jren Lahnen gar bey denAmipodes/vn bey den Völckern/ so jre Meß gegen vns kehren/auffgesteckt. Vnndist Zwar nicht ohne grosse Göttliche Gehaimnußvnnd Wunderwerch Gottes geschehen/ das ebenvmb die Fetk/vmb welche die wilde Schwein/Luther/Calui- nuß/Zwinglius/vnd dergleichen RoccenGetster/ den Weinberg dcß k)erren verwiest/vnd ein jämmerlich anzahl Christen zum Abfahl gebracht / die bemelce Lande der newen Welt/zum Christlichen Glauben bekehret worden/ vnnd was die Caeholisthe Religion in Europa haeabgenommen/dessen ist stein andern Königreichen ergäntzt/gemehret/vnd erweitere wor¬ den. I^on clk Lonilüum contra Dominum: Gottes Macht/hat Menschen Gedancken kein brasst. Derhalben kan vnd mag kein ainige See¬ lische Gynagog/ sondern allein die Römische Rirch/ wir dem Apostolischen wort Caeholica genennet wer¬ den. Dann inn diser Römischen Kirchen/werden durch den Catholischen Glaubengestgnetalle Völ- Zn diser Römischen Bärchen sein bekehrt wor- Z den Von der etnen Gestalt deß den alle Ende der Welt r Inn diser Römischen Ale- chen/haben Christum angebetcec die t?aiden: In di- ser Römischen B.irchcn/ist der Latholische Glaub von einem Meer biß zn dem andern außgebraicret worden: In diser Römischen Birchen/ist das Euan- gelium gepredigt worden/allen Creaeuren: Von bi¬ ser Römischen Bärchen hacWelschlandc/ Ceuksch- landr/Franckreich/Spanien/k)ungern/Enge!land/ Ir!andt/Schotlandc/Dannemarck/Behem/s)oln/ vn andere vil B.önigreich/den Christlichen Glauben empfangen: Dise Airch hat die Welt anßder Fin¬ sternuß der Abgötterey/zu dem Liecht deß Euange- lij gebracht: Die Römische Bäpst sein die jenige/wel- che die vnglaubige Völcker zu dem Catholischen Glauber» bekehrt/ in dem ste in die i6oo. Jar hero al- zeicin die weite Welt / Bischöfen vnd gelehrte Leuth außgeschickt/durch welche die Abgöttische t)aiden/ vnnd sonderlich zu vnsern zeiren/vi! Abergläubische Völcker/zu dem Schafstahl Christi erobert worden/ in welcher Gottseligen Arbeit sich sonderlich haben brauchen laffen/vnd arbeiten noch heutiges tags gar starck in dem Weinberg deß tderren / die tdochgekehr, re/fromme/Gottselige/vnd eyferige L>rdenslevkh/dis Franciscaner/Dominicancr/Iesuicer/ vnnd anders dergleichen Religiosimehr/ so von der Bäpstlichen t)eiligkait/ zu den Barbarischen Völckern/vnnd an vil zuvor nie erkandte L>re vnd Landt/das Euange- lium zuuerkündigen / geschickt werden. Diß sein die Leueh/sovmb Christi witten/Dauß vndt)of/Vakter /,. vnd Muetter/vnd alles was sie Kaben/verlassen: In kcuschhait/Gottsforchr/vnnd stctter Andacht leben r sich ! H. Sacrameritsdeß Altars. -s sich vber Meer/ inn vnbckandre Landk/mit höchster gefahr Leibs vnd Lebens begeben: Die vngeschlach- re Lisch die tdaidcn/auß dem Meer desi vnglaubens/ vnnd Abgörcerey/sahen: Dem bösen Geist einvn- nußsprcchenliche anzahl der Seelen au^ seinem Ra¬ chen rcissen/vn zu dem Port der Christenhaik fuhren. Ä)as rhuen aber vnder dessen vnscrc Lutherische/ Caluinische/ Schwenckfeldische predicance»/ vnnd 'Nliderraussertsche Männlen^ welche tdaiden be¬ kehren sic:' Sie sirzen dahaimb bey jren Dalilis: sie studier» das Oclcire vnnd mulriplicamini: Sie war¬ ten jrem Milrverck auß: Der tdaiden vnd der Vn- gläubigen bekümmern sic sich wenig: Lremde Lande Zudem Glauben Christi zu bringen / sichtet sie gav nichts an / sonder das ist jhr Art/ wann Lande vnnd Leuth von der Römische» Särch/zu dem Euange- lio bekehrt/die Schaaf in den pferch vn Schafstahl Christi gebrachc/die Lisch in Schalter verwahrt/Alff- dan droclen sie hcrnach/wie der 'Wolf nach derGaisir lauster» aufs die Christliche Seelen / wie der Luchs nuff das tducn / vnnd wie die S.ay auss den Vogel. 'Nlas dieseGeelGeyren erschnappen/das wirgen sie/ tödeen vnd fressen sie/vnd handle» nicht wie redliche/ sonder wie lose / Diebische Lijcher/vnnd haimbliche Dorkcnzieher. füren die ainfelcige Christen von der Landstrasi auss die tdolyweg/vom wahren Glauben in Irrrhumb/vnd sturyen sich selber/vnd andere inn die ewige Vcrdamnuß: Vnd was ich da sag/ das hat ZesqgxVn gefchrieben/ ^erculliannsvor i roo. ^arn/ vnd spricht: Oer Retzec Art vnnd Ardart lst> schreibt er/nik die Hrrrdett ZU bekehre», sonder die Don der einen Gestalt dcß vnsere zu verkehren: Nicht den hegenden auff zu Helffen / sondern die stehende zum Fahl zu bringen» Wann danndie Römische Bischöfen sich auffs höchst bemüehen/die Waiden zum Liecht der Marhait zu bringen/vnnd haben es dahin gebracht/ das durch dise Römische B.irch /die ganye Welt mit dem Glanydeß Christlichen Glaubens durchleuch¬ tet worden/so triumphieret ste billich mit dem Apo¬ stolischen Merckzaichen/vnd wirdk genennec Carbo- IlcaLcoIellL, einAllgemame Rirch/zu welcher sich allerley Lande vnd Königreich bekennen/also daß wir mit dem lRAngustino/rccht vnd billich sprechen künden: I>IunL LÜ memoriam pilcacorix ücÄunrur ge- Imperacorix: ibi raülanc AcmmL Oiaclemarix, vbi 5ulAcnr bencücia pilcatorix: Jetzt der Raystk bie- gek seme Rnie zur gedechtnuss des Fischers: Wo sich sehen lassen die woltharten dess Fi¬ schers/ daselbst glanyen die Perlemder Ray- strlichen Cron. Ikem/schreibt der jetzt bemelre Au- L>. gustinus zu den Abgöttischen Mandarenses: Vicie- -/-r. rix impcrh nobilülimi cmincnriüimum culmcn aci 1c- pulcbrü pilcarorix?ccri,Lübmiü'o OiLclcmare supplicarc: Ihr sehet das allerhöchste Haupt dess L dlrsteN Rayserthums/bey dem Grab des Fischers/mit mdergelasiner Cron/sein Gebett verrichten» Auß drsem haben wir / das die Rayscr auß der k)ai- denschafft von der Römischen Barchen / zum Christ¬ lichen Glauben sein gebracht worden/wie solches al¬ les zuuor langest durch die Propheten/vermög der oban- H. Sakraments deß Altars. 9; vbangezognen Sprüch geweissagt worden. Nun ba, den wir angehört/das nach der Lehr Vincencij Ly- renensts/ die Latholisch Birch die Eigenschassc hab/ daß man inn solcher pflegt zu glauben/eu- H. Sacraments deß Altars. ser/auff jre Synagogen vnd jre Schneien/ welche ste gehabt/stch referieren können/ da entgegen unsere Lutherische kein ainige Lehrer / keine tArcenoder prediger/mic tarnen nic nennen könen/ der vor zet¬ ten auss jrweiß vnd Art gelehrt vnd gepredigt hab. Vnnd was ich hie von den Lutheranern vermeldet/ das soll auch von den Caluinisten/ t)uggonocen/ Awinglianern / S chwenckfeldern/ vnnd ^rdercauf- fern verstände werden.Dann sie eben in dem Spital/ in welchem die Lutheraner stch befinden/kranck lie¬ gen/vnnd kan deren Rotten eine so wenig als die an¬ der nie darrhuen/das jre Lehr vor disem/in der 'Welt . im schwunck gewesen sey. Entgegen können wir Ca- tholrsche sprechen/das inn der Römischen Kirchen noch heutigs tags gelehrt vnnd geglaubt wirdc/das <^uoälemper crcciirulu cll:, was von der zeit der Apo¬ stel geglaubt worden ist. Diss bezeugen die Römische Bischoff/ vnsere Gottselige Bäpst/ deren von pecro bißauss den jetzigen vnstrn fromen "VatternBapst Klemencem den achten /2)4. gezehle werden / vndev welchen in die 54. jhr bluer/wegen Christ» !^amen be- stendiglich vergossen/vn jren Carholischc Römischen Glauben/damic bezeuget haben. Darbey ist zu mer- cken/daß/wie der Augustinus/die Römische Bi- scboff/von perro biß auss Anastastum gczchlt/ vnnd E- i»arzu dise wort gesetzt: Inn dieser ordnung der Succeffoa rvirdr kein Donatistrscher Bischoff ktsundett^Also können wir sagen / das von perro/ brß auss den jetzigen Bapst Clemencem/ kein ainiger Dapst/weder dcr Lurherischcn/noch dergleichen an¬ der» - Don der einen Gestalt deK dexnGectjschcn Religion nit sty^ zugethan gcwcstm Von welchen wir auch mir dem tR Irenes sprechen V können: Durch drse d§r B«pst Drdrnmg/Snc- ^^-ceffron/vn Nachfotg/rst die sayung/so die Rrrch .^.t.F. Aposteln hat/vnnd die verköndigung der Machart/bissauff vnsher gebracht. Fum andern/bezeugendas^emper^nric^uiccr, vuddieAlc- haik vnscrs Glaubens/dic heilige Lchrer/Bischofen/ Varcer/vnd Scribencen/ welche micvns einer L.ehr/ einer Maynungvnd Glaubens gewesen sein/welche wir von hundert zu hundert Jarn / mir kramen nem nen/vnnd mit Fingern zaigen können/welche inn die 160 o. Jar an/das jenig geglaubt/ was die Römische B-irch noch heutigs tags glauben thuet. Dann erst¬ lich haben wir bey vns die heiligen Euangelia/vnnd die ganye k). Schriffc/dercn vnsere Widersacher kei¬ nen Buechstaben nir hetten / da ste solche vns nie Her¬ ren abgetragen/welche sie auch nicht allein mir vbel außlege / sonder auch an vil hundert Lreen vcrfelscht haben / wie solches im fahl der noch kan dargechan werden. Vor 14.1?. vnnd 1200. Jarn/ haben ge¬ lehrt/den Römischen Glauben/ der tR Polycarpus/ Ignatius/Egesippus/G. Martialis/G. Justinas/ 6. Ireneus/ Clemens Alexandrinus/dcr to.Cypria- nus / Dionistus Alexandrinas/ S tRpolicus/ Arno- dius/k)ilarius/ Lpcarns / Prudeutius/Bastlius/ Ephrem/Cyrinusk)ierosolimiranus/Gregoriusr7la- zianzenus/G. Ambrostus / Amphilochius/ Epipha- nius/S.Avgustinus/S. t)ieronymus. Dise alle Ha¬ den gelehrt/was wir Catholische noch heurigscags lehren/ H. Sacrarrrerits deß Alta rs. 5 5 iebrcn/vnd wir können vnser Lehr / auss jrcn Gchriffi, rcn vbersiüsfkg bcstettigen/Da entgegen vnserewi- vcrjachcr/auss drsen allen / kein ainigen benenen kön- nen/der jr Religion vn Maynung genylich gewesen. Also können wir nenncn/den k). Thrisosiomvm/Io- «rnnenr Tasilanum/Paulinum/Ürojrum/Possrdoni- u m/ Tyrillum Alexandrmum/VincenriurrEyrinen- scm/primasiurn/S.L^eonem/prospcrum/Lrrlgenti«- um/Bencdicrum/Forcunatum/ Lafsiodorum/Gre- 6^"»m Magnum/Gregorium Turonensem/Ilido, rum/S.2xylianum Bischöfen zuWiryburg/Ganct k)ameV^um Bischöfen zu Regenspurg/G.Tvni, bcrcnmBischofen zu Lölln/Bedam/ S.wilibal- dum/S« Bonifacium/Alcuinum/t>incmarum/Res migium/ k)aimonem/ Rabanum /G.Vdalricum/ Radulpbum/G. B)olffgangurri/Brunonem/ Anscl- mum / r^anfrancum / Ncrmannum Conrraccum/ s^ecrum Damianum/ vnnd deren mehr/wekche vop ii. io. g. vnnd6^0 0. Jarngelebt/auß deren ^chrijsten wir auch vnjere Carholische Religion »tätlich erweisen können. Also haben vor x'. 4. ;.vnd 2vv. Jarn/ vnnd zu vnjern Zeiten geschrrben/dic für-» trechche ^cbrer/k)ugo 6c ianÄo VjÄorc^, Richarduö/ G. Bernhardus/Rupercus Luiriensrs/Petrns Llu- uiacenjrs/Alexander t)alenss/ Bonaventura/ Al^ bcrcus Magnns/Innocennus tereius/ S. "Thomas veAquino/Nicolaus de iTyra/Tajsranu6/<^uido/ Aluarus/Thomas de B^empis/Ioannes t6crjon/S. -^tncenrius/Thomas waldcnsrs/ Dionistus Lar- Ehuslanu6/S.Attthoninu6/Ecklus/Loch!cus/^)igd- ^/Groppcrus/Nausea/pcrrns Dominicus L Aa Soro/ Von der einen Gestalt deß Soto/Emserrrs/Joannes Rosssnsis/ pcrrns Cank- sius/Colerus/Dreccbergcrus/Clrcoutus/L'abcr/l^o- sius/vnnd andere mehr / deren vil »roch im leben sein/ welche alle aufs gut Carholisch grlebc/vnnd die ^chr dcrRömischcn Kirchen erklerc/vnnd in jreir Schrifs- ren anssfierlich gchandchabt vnnd crwiscn yaben. Dcrhalbcn lehret die ZrärnischeAirchvnnd glaubt/ ^uc>äsempcrctcäirumeib,das je vnd allzeit/von einem hundert zum andern inn die L<5oo. Jar ist geglaubt worden/Darumb ste brllich allein / vnd sonst kein an¬ dere 2virch / soll vnnd kan Catholisch genent werderr. Fum dritten / das die Römische Airch glanbc/so all¬ zeit geglaubt worden ist/bezeugcn alle Crorricken/ die alre Geschichten/die alte Clöster/jre Sciffcbriefs vnd Sigill/die alte Rirchen vnnd Capellen/ bey welchen man nichts anders findet/spnrec/vnd sicht/ alswas die Römische R.irch glauben thuet. Das ainige Clo- ster bey S. Peter zu Galyburg/ ist vber canscnt Jar alc/welches die Benedictiner Münch erbaue haben/ vnnd noch bewohnen/ so allzeit guec Bapstisch gewe¬ sen. warlich die Stain der alten Airchengebäu/ werden am Jüngsten Cag reden/ vnd vnsere Wrder- facher jhres Unglaubens vberzeugen/ sierichken vnd zu schänden machen/ das sie von der Römischen R.irchen abgewichen/vnnd sich zum abfahl bewegen lassen. Ja die Römische R.irch hat eilt so altes her- kommen/vnd so grosse Aurhoricek/das auch das gan- ye Römische Reich/vn das Rayserthumb Deutscher k7ation/aufs sie gegründet i st/ vnnd haben die Lerre- schen niemandr nie zu dancken/dz sie zu diserR.ayscr- lichcn t?ochhaik kommen/als allein dem Römischen Stark. H. Sucraments deß Mars. Grucl. Fum vicrdccrr/ bezeugen allein. Concilien/ vnd verrambiungc» der Christenhair/ das die Rörm- schc Bir'ch glaube/ <^uoä lou^x-r orcclitum cli, das all¬ zeit geglauber worden rst/auß welchen allenGonncn- klar erscheinct/das die Römrsche Birch/jc vnd allzeit. fürdrewahre/Christenlrche/vnd Cacholische Birch/- ist crkandt worden, letztlich bestettigen dlß auch/die t^ohcnGchuele» der ganyen Christenhaic/welche al- lezuerzchlcn/ gar zu laug fern wrrrd. Iaaliet)ohe Schneien habe» jre s)riuilegia von dem Römischen Scuel/eshabenauchdie lutherische t?ohen Schu¬ len keine Lreyhaicen nrcht/als welche sie von den Rö- rnischenBapsten/vnd BäpstischenBayscrn haben/ die sie gleichwol als wie die falsche Minrzcr mißbrau- , chcn. Der heilig Ambrosius aignec der Römischen D. Birchen das worr Carbolisch dermassen zu/daß er dz»» 0?-^. jenigwasCatholischjst/fürRömisch/vnndwasRö-^" misch ist / für Cacholisch Helt. Danner schrcibt/das fein Brueder Satorus dern jenigen Bischoff/zu wel¬ chem er nach erlittncm Schiffbruch kamen / gefragt hab / ob ers halte mit den Carholischen / das ist/ spricht Ambrosius/mir der Römischen Airchen/vnd hielt also der tR Ambrosius/ das Larholisch vnd das Römisch für ein ding. Dcrhalbcn bleibt es bey dem/ das allein der Römische Barchen zugeehaue/sollen Catholisch gcnennet werde». Nu» wöllett wir jetzt ZUM dritten erklären /cjuoff ab omnibus crechtum eff, das von meniglich / oder an allen Vrten Ze- Llaudt ist wsrden / durch welche *N)ork Vincenti- Vs Lyrinensis zunerstchen gibt/das die jenige Birch Aa tz Cache- Von der einen Gestalt dest katholisch sey/bey welcher ist die einhclbg'öarc der Lehr/ vnnd die einhellige bekandenuß deß Glaubens durch die ganye Welt. Disceintrechcigkait deß glau- bens/hat Christus der k)err seiner Kirche gewünscht vnd verlasfen/da er gebrochen: kacem rncam rclinguc» vobi5^?acen^mcLrnc1c)vobi5: DtN Fkted Verlas ich euch / meinen Fried gib ich euch. Don diesem Fried der Allgemainen Kirchen/so durch die gantze Welt außgebraikcet ist/ redet abermals Lhristus/da //. er spricht: Leari pLciüci, guoniam ülh Ox i vocabunrur: Selig feind die Fcidfamen/dann sie werdm Minder Gottes genennet werden. Da zaigc Christus an / das die jenige werden Kinder Gottes fern: werden die rechten Christen sein: werden die rechten Carholischen sein/welche nach dem Fried stre¬ ben/ vnnd sich der Einigkait befleissen. Solche Ca- tholtsche Christen seindr gewesen / von welchen wir !e- ^c. sen/i»rn der Apostel Geschicht/daß der Glaubrgen scy gewescn/ein tdcry/vnd ein Seel: Für dise Einigkert feiner Kirchen/Hak Christus seinen tAimlrschen Dac- rer gebeccen/micdisen Worten: Heiliger Vatter/ erhalte sie intt deinem Namen/die du mir gege¬ ben hast / das sie eins fein / gleich wie wrr. Ich bitte aber nik fär sie allein/ sonder auch für die/ fo durch jhre Wort an mich glauben werden/ auffdas sie alle eins fein. Nun wollen wir sehen/ welchedie Kirch sey/die diss Merckzaichcn der einhcl- ligkair deß Glaubens har. So ich berrachre/wte sich vnsere wrder^chcr/ inn Glaubens Sachen mit ein¬ ander H. Sacramems deß Mars. -5 ander verglcichen/kan ich nichr spneren/das Key inen einCacholische Rirch mög erfunden werden/Weit bey jnen ein solche "Vneinigkeic erscheint/das es schier keiner mit dem andern Helt. Dannwelche Seccrsche t^ohe Schnei/ kombr mit der andern vberains/inn Glaubens Sachen^ welches abgefalnes Mrsten-- thumb/helcs in der Acligion mit dem andern^ Ein ConcordiBuech haben steausfgericht/welchesmehr ein Discordia kan genennecwerden, was stedarmik haben außgcrichc/lese man Apologia Marci Beum- lcri/deß t)aidelbergischen predicanren/welche Fyrich/Ano Ss. ist außgangcn/da wird man wunder hören/was von der bemelcen Concordia zu halten sey. Brencius sagr/das die lutherischen zusammen I-rido5, vr öubirenr, vb.i ücvcrrrax, Lc an alic^ua 6c Lcclclia I) L 1 äitrinÄa a c^cerix Aenribux. Drse Wort laurren Zu^ bursch also; Die BaplsteN/s^LitMaior/rrerffLN Aa ui Von der einm Gestalt deß vusfür/die Ergernusider serrrennuttg. Da bekenn ich bajselb jo grof fern / das rs gnueg- famdlrch nir zn beweinen. Ich bekenn auch/ dass die emfelkigeHertzeu vndGemüeter/dardurch dermassen angefochten vund betrübt werden/ das sie zwerflen/ wo doch die Machart zufin- den/ vnd ob nochaimge Rirch Gottes Verban¬ den/die von andern vnglmbMn Völckertt vnderfcheideu. t>ie bar mandre'pneittigkairvns sererWrdersächer/auß jrerselbs aignen bekandenuß. In Summa/ al! fr proccdiern ist/wie Paulus sage/ ^eindrschassc / Hader/ Neyd/ZoeN/Zanck/Zwi- tracbt/Haf vnd Mordr. 'vndzwar/wannsie sich im Glauben Vergleichen kündrcn/ so wer nitvon not- cen/dz sie so vik verträganstelten/tkoncordi Büechev machcen/ncwe/wundcrbarliche/Vnerhärke/Vttnddew Akhersino gleichförmige Articul färlich schmidcen. Aber sie rhuen eben das / was der tA. t7ilarrns von r^o^^<7s/,-dcnAriaiierir vor faren gefchrieben/das sicnemblich freu Glauben / von Jar zu Jar verändert haben/vn können sich niemals mit einander vergleichen/ das ein bcstcndrge Einigkait bey fhnen möcht angestelt «erden/welches wegen dann sie durch vnsereScvi- -s. dencen verglichen werden / Erstlich/ den Madiani- krrn/welchc hauffenweiß/als die k)ayschrecken/wider Gedeonem vnd Israel außgezogen/ vnnd durch schi- ckung Goctes/in solche EVneinigkeik gerakhen/das sie einander selber erwirget haben. EIachmalswerden S-». //. sic verglichen denen / deß Babylonischen Churns Bauleuten/ H. Sakraments deß Altars. -ö Bauleuten / welche auß laureer tAoffart/ sich grosiev S craich außchatten/ vn ein Thurn biß an den t)rm- melführenwoleen/aberGBTT verändere jdnenje Gprach/das keiner den andern verstehen möcht/vnd derhaiben mir Schande vnnd Spott abziehen müß, een. Bber das werden ste verglichen den Ausscyigen/ so im Alten Cesta n: en k/ zerrissene Blaider kragen müßren/darunrb/das sie tragen zerrißne Blaider der Dncittigkaik / dw Zererennung/ der Zerspaltung. Letztlich/werden sie verglichen/ den zoo. Lüech, sen Salomonis/deren Gchwäny/darin der Brandt/ //- zu verderbungdeß Crardcs/steckct/waren zusammen gebunden/jre Böpffaber warerr frey vnnd ledig/vnd Uesfetn par dahin / das ander dorr hm/darumb daß der Widersacher Böpsf wollen frey sein / einer wil daß/der ander jenes haben/ allein im Ende kommen sie vber eins/vn in der Intention/ den AckerderBir- chen Gocces zu verderben/zu vcrwiesten/zu vertil¬ gen. Da man Christum versporrct/gegaißler/gekrö- nek/ an das Creutz genagelt/ wurden Pilatus vnnd tAerodes gute freunde/vnangesehen sie zuuor einan¬ der fcindr waren. Wann es wider die Carholischen Barchen gehk/da seind Lukherische/Caluinische/vnd alle Beyer eines sins/vnd rotten sich mitSpißvnnd Stangen zuesamcn/vnangesehen sie sonsteinander Spinnen feinde sein. Derhaiben künden wir von vn- sern Widersachern warhaffcigklich sägen/ daß jhnen das Apostolisch Merckzeichen nie gebäret- Dann inn derBirchen/so LacboIrcL ist/wird gelehrtvundge- glaubc/das ()üoä ad omnibu5,das von menigklich ge- Klaubr worden.Wclchesbeyjtien nicht gcschichr/die- weil sie Von der cincn Gestalt deß Weil sie inn Glaubens fachen rncvberains komme«? können. Entgegen sprechen wir/daß gleich wiein der ErstenAirchen die memg der Gläubigen Hütte em Hertz vnnd em Geel/also hat die Römische Air ch dieses Güldene Bandt/ drese Güldene Gürtel der Ainigkerc inn Glaubens jachen/noch aufs den heurigen rag/da sie lehret vrrd glaubet/()noä ab om¬ nibus crcäirumcK, dasbcy allen ^)ölckern «stgeglau- der worden. ^)nd künden wir Cacholischenvnsrhü- men / so bezeugt auch solches die erfahrnng/daß in«? Icalren/in Gallicn/in^eurschlandr/vrrd andern or¬ ten vnnd Königreichen/do man aufs Römisch sich verheil/ein schönc/gervisie/ vnd herrliche Gleichheit/ vnnd Ainigkeic in allen Arriculn des Glaubens ist. Deßglcichen was die SacramcntvndCeremonicn/ das GnadcrEpster desk^ewenCestamencs/vnddie Gebet/wre auch die^astcrr vnnd Feyrcägen belangt/ halten es die Cakholische an einem ort/wie an dem andern- Es wär gewißlich cinvnmöglrch ding/daß ein solche bcstcndige Ainigkeic inn so ferren Landen künde erhalten werden/wanrr nie der tA. Gei st/der Gott des Arides vnd Ainigkeit/dcr Römischen Air- cherr beywohnccc.^Mas man zu Rom glaubt von der zal der Sacramencen / vonderRc.chkfcrrigungdcs Mc«rschcn / von dem GnadciEpstcr des Nerven Te- stameircs/vorr Anrüssung der heiligen/ vnd von am dcrn Articuln Christlicher Rcligion/das glaubt man auch ainbclligklich in der ganncn Christenheit/ vnnd so gar in der ^kewen ^l?c!r/ in America / in ^aponia/ virdinandcrn l^lewerfundnen^nsulen vndAönig- rtichen/Dcrhalbcn dise Römische Arrch billich vnnd recht H. Sacramerrts deß Mars. recht Oarbolicachas ist/ein allgcmainc/vnd durch die ganye "Welt ausigebraiteete 2 stattliche Lande vnnd R.nnigreich/vnnd st» weiter Landrschaffren / als die Christliche Potentatenvn- der sich haben. Nachmals manglet derMachometi- schcn Seck/die Eigenschaffcdcss so allzrit geglaubt B b worden/ Von der einen Gestalt deß Worden. Dan sic hat jren anfang nir von Christo vnd seine Apostcln/wie die Römische Arrch/sslcher ist erst vorpoo.Jarn entstanden. Entgegen/wt?ein'A.trch Carholischgenennet werden/so mueß sie 2lpostolisch sein/das ist / von Christo vnd seinen Aposteln jren vr- sprung haben. Bber das/hat dise abstheuliche Sece mc die Eigenschaft deß/so V0N menrglich 'geglaubt worden ist. Dann dise Dihische Religion/Hac mr her¬ berg bekommen bey allen "Volckcrn. ^)»md das noch mehr ist/so ist sie vndcr sich selber zererenr/weil die ^)erschischen Türcken glauben vnnd verstehen/den Alcoegn deß Machomets vi! anderst/ als die andere Türch'en/vnd gleich wie die Lutheraner vnd die Cal- »inisten/wegen jres zwirrachk/für ein Sect nie Löncn gehalten werden/Also sein die Türchen vndcr einan¬ der auch vnarns / vnnd ligen jres Aberglaubens hal¬ ben/gegen einander inweiccem^eldk. Disererzelren vrsachen halben/können die Türchen im wenigsten nit Carholisch vnd Allgemain genennee werden. Ich wi! geschwcigen/daß der Machomerische Aberglaub mc herfür kombt/cx auäiru, von gehör/vnd von predi- gen/sondern allein vom Säbel/durch welchen laider/ vil Lande vnnd 2^.ünigreich/ zu disem verfluchten Greyel jämmerlich gezwungen worden. Entgegen wie der rechte Glaub / nach Lehr deß LR pauli/aust dem gehör kombt/ also ist die Römische Aärch/durch die von den Römischen Bischöfen/inn die Welt ge¬ sandte Prediger erweircerc worden. EsVkrdcrlassen anchnic die Römische Bapst noch heurigs rags/inn dienewr Welk/vnird andere vil bekandke vnd vnbe- kandre H. GacramenkS deß Altar-. - r kandkeQrr/allcrley gelehrte vnd GorrsförchtigeLv» denslcuc außzuschicke/ durch welche vil hundert tau- scnt Scclcn/ zu dem Schafstahl Christi / der Römi¬ schen Barchen/ von Jar zu Jur gebracht werden. Bcgerr jemandc zu wrßen/was der verbuchte dcß (s)achomers Alcoran inn sich hab/der mag lesen die Is. predigen ?arri8 5cbercri, weiche er wider den Machomer/vn seinen Alcorain druck verfertigt/ vn dem andern Tomo/stincraußgegangnen Schrif¬ ten eüruerlcibt hac. Go bleibt es nun bey dem/ dz we¬ der vttsereadgcfa!ueCH:istcn/noch die bluerdürstige Vürckc nie köncn genennekwerdemAber vnstre Wi<» gleich wie die 'Cürcken sich dises Namen rLkrth-llsch/ nicht vil achten / also sein jhme spinnen fcmdt vnscre rholisch. Midcrsicher. warum!)? Darm jr Wißen vnd Ge¬ wissen vberzeugetstc/dasjncn (wiedann solches von »mranßflcrlich znuor ist probiert worden) drsts Apo- stolrschc der rechten Barchen Mcrckzaichcn nie ge- hüree/weil sie mic Dauid vnd ^aulo nicht sein in der grossen Mtrchett/sonder halten sich auss irr etlichen /. winckcln der Welt/welches gegen der ganyen Chri- stenharr/nur erliche Maußlöcher sein/welches wegen ste dann die drcy Symbola/vnd Articui deß Christ¬ lichen Glaubens /ncmblich/ der s). Aposteln/deßi)). Achanasij/vnd dcß s). E iicemschen Concilij/schandc- lich vcrfelschk / vnd auß allen drsyen das wort Lacbo- bcam, AligemalN / freuerrtlichcr vnrrd Bücbischer weiß außgekratzt/außgemustert/vndershlagcn/da- gcgsrr aber lrstiger vrrnd verkehrter weiß das wort/ LIwiüiLULm- y; !jl' «ia! Ith/ c ing c se rz c vnd emgescho- Bb h den/ Don Vereinen Gestalt veß den/wre solches in jrem Concordibucch/vnnd Luthe¬ rischen Carechismo zu sehen. Qb aber diß Christlrch/ redlich/vnd Bidermannisch gehandlee/ gib ich jedem Ehrliebenden zu erkennen. Aber gleich wie sie vnsere widerlicher dises Apostolische workCatholisch uik leiden noch gedulden können/siiehens wie der Ceuffel das Creutz/encseyen sich vnd erschrecken darab warrn sie es hören/ja möchten leiden/das es erlich tauscne B-laffker tieffvnderdcr Erden leg/ Alsocriumphie- ren wir die Römische Christen / vnd erfrewen vns ab discmApostolischenMerckzaichen/vndfrolocken mit dem paciano/ so vor 12. o o. ^arn ein Bischoff zu Barcilona gewejen/sprechender Cbrilkia- nusmibi nomen eti, Carbolicux vcroCoANomcn: illucl mcnunLupLr,i6:uc1oKcnchr. k)örestu mein Sempro- mane/ du k^ouatianischer B.eyer/der du das wort Latholisch nir leiden kanst/ Erzürne dich mr» Reiss dich nit ab. Mein Tauffnam ist ein Christ/ mein Zunam ist Catholisch: Mit dem ersten werd ich genent/durch den andern werd ich erkennt. Dcrhalben diß Apostolische der wahren B-irchen Gottes Merck: vndB-enzaichen/CarboIica, Catholisch/gchöret von rechts wegen / keiner Bar¬ chen nie zu/dann alleirr der Römischen B-irchen/ wel¬ che ist einMaistcrin vn ein k)aubtB-irche aller Air- chcn/wclche auch indergantzenweitcenWelkbekant ist/vnnd sich nit verbergen lest/wic solches vnsvorge- sagk har Christus der k)eer / da er gesprochen: Minira!- lripra monccm polira ablconäi non porcü::Da6 ist; -Lm Stakt die ausfeinemBerg ligt^kan nit ver¬ borgen H. Sacraments deß Mars. 5- borgen werden Das aber bemelcer Sencentz/von der Lacholischen Asmischcn Rirch soll verstanden werdc/zaigc an der k). Augustinus/da er also spricht r kacilcribicü:acrcn6crc, Lcviäcrc Oinicaremlupramon- rcm con^iruram,6c ^na Oominu; aic in LuLNAclio^noä Lbl'conäi non poüir: Ipia cll cnun Lcclclia Oarbolica, vn6cx«So^iüov Onrccappcllacur, c^uoci per rorurn Or¬ dern rcrrarü 6iEin6rcur. Das ist: Dtt kanst dirStatt so auff em Berg gestellt/leichtlich merckenvnd sehen/ von welcher der HERR im Euangelio sagr/das sie nrt könne Verborgen werden/ dann dlss ist die Latholische Rirch / daher Larhobsch anff Griechisch so vil haiff das auff dem ganyen Erdboden austgebrait wirdt. Von diser Riechen schreibt ferners der k). Augustinus: Ipsa cK dcclclla. jÄnÄa, Lcclcüa vna, dcclciia vcra, k^cclciia Oarbolica, concra omncz dl^rcsez pu^nan;, pnAnarc poreK, ex- puAnari camcn non potcld dlLrescs omncs cie illa cxie- runk) ranc^nam iarmenra inurilia 6c virc prLciia, ip5a an- rcm maner in ra6icc tna, in virc lua, in cbarirarc iua: por- tLinfcrorumnon vincenrcam. DlS Alkch Gottes ist heilig: Sie ist nur eine: Sie ist warhafftig: Sie ist Latholica Vnnd Allgemain: Sie streikt wider alle Reyerey / Vnd kan doch von jnen nie vberwunden werden: Von jr sein aussgangen alleReyereyen/ als Vnnütze von dem Wein¬ stock abgeschttittene Näst: Dise Rirch bleibt in Zrer wurtzel/ittlremRebstockinjrer Lieb.Die Porte» der Höllen sollen sie nicht vberwinden. Bb iq Disee Von der eLtren Gestalt deK Diser füvtrestiche Ssntentz/ ist wol würdig/dao wrv VirRirch ist jnc etwas besser crcleeen. Erjprichr/ die Krrch ist Heilig. heilig. t)ci!ig I. ist sie/wre LS auch die k). Aposteln in /E/^.Lk/^jrcm Symbols ausigesprochcn/ Dann stehaeden L?» Geist/welchen Christus fr verhaissen vir gesandt har« Sie 2. ist heilig / dann Christus das LdaupkderAtr-- chenist heilig/ zu weichem die tdimlrsthe Geraxhin TagvndNacbc sthreyen/ Heüig / heilig / heilig ist der Herr Sebaoch/zu welchem wir auch imAmbt der td. Meß täglich schreyen/ du bist allem heilig. Sie ?. ist heüig/wcgen der heiligen "Marhrrr/ der hei¬ ligen Ach:, deß l7eilrgen Slaudcns/dcr heiligen A^eli- gion/dcsi heiligen GottLdiensts/ss allein öey jr/vnnd nirgenrs andcrßwo ist / wie solches anzaigk der L7i» it-en-kus: Es gebierek sich gar mr/ die Ü/arhait auderstwo zu f'rrche^wrlche wir gar leicht V0tt der Kirchen haben können / in welche die hei¬ lige Apostel alle ding/als in em reiche behaltnust Verwahret Haden. Sie^.wirdthrrliggcnenc/dan stc har die l?. Schrissc/ vnnd dieL^.Bihel/stewaiß auch zuerrsnnen/ welches die s). Schrissc scy oder nicht/weiches wegen der heilig Augustrnus spricht : D. -h ^jgudte dem Euangelio n'-t / wann mich dir Aurhorttek der CarhoUschcn Rirchen darzrr nrk bewegte- Sic s. ist heilig wegen der slben hcrlr- g-n Gacramcirt/wetche iic har/vnd durch welche wir von allem Firstar der Sünden gewaschen/ mn allere gneten gcstcrckc/vnd an vnstren Seelen gespeist vnd §chc:!;ger werden. Sic d.tstherliZ/'dan ste Hacin sich dre * H. Sakraments deß Altars. ros die heilige Concilia / durch welche die k). G chriffc er, klerc/die Göttliche A)arhaic entdeckt/ vnd die falsch« Irrrhumb vnd Aeyereycn vmgestossen/ vnd zu nich, re gemache werden» Sie 7. ist heilig/dann sie hat inn sich heilige Mehrer/heilige Münmchvttttdürdens, leuth/welchc Tagvnd Nacht/ zu Gore dem Herren schreyen/ vnnd für das anligen der gantzen Christen, kaic/jre Gebecc verrichten. Sie S. ist heilig/dannvn, der jr sein ein vnaußsprechliche anzahl der Christen gemartert worde/ welche mit Vergiessung sres Kiners/ denRömischenGlaubenbekent vnnd kestaktigtha, Ken/Del Halden die Römische A-irch/durch die blue, rige Verfolgungen nicht weniger für die wahre Rärch Gottes erkennet wirdr/als da ist Raak zu Jericho arr denr klukrorecn Ladc/der vormFenster heranß Hieng/ für das tdauß der Gläubigen erkennet worden. Aker du sprichst/es sein auch vil Köse inn der Kirchen Got¬ tes? Jademistalso: Dann indisemgkSffrtt haust/ wie Paulus sagt/ stin nie lauter Güldene vnnd Sil- Kerne/sondern auch L/) i!genL vnd Erdene Geschirr: nit allein Ehren Gcfäß/sondern auch Schandt Ge, fäß/das ist/nic eykel heilige vn volkomne/sonder auch vnuolkomne vnrrd Sünder. Derhalken diseR-irch verglichen wirdt/einem Tennen/daranff waitzen-r^L.,. vnd Gpreuer vnder einander liegen. Itcm/wirdc sie verglichen einem Gchafstahl/inn welchem gedulcige L.ämklein vnnd stinckende Böck sich befinden. Deß, gleichen wirt sie verglichen einem verschloßnen Gar, ten/dariun schöne Rosen vnd stechende Dörner: lick, ltchvno c^1re I)L o, icabiL ^uogueibbvno kummo?6ri6Le parriLrchXi/^rLbie^ilco^i.L^ilco^iz^b- bLres.Lcrc.-Ii^uisunc. LVre !M Himmel dre beka- phiri vnd Lherubra / vnnd die andere Geister- biss zu den Engeln vnder dem^aupt dcff ami- gen Gottes geordnet sein - Also stm hie inn der Kirchen Goeres/vnder demÖbnsten Bischof/ die Patriarchen - die Er tz bisch osen/ die Bi¬ schöfen die Abbt vnnd die andere Priester. Ein solche ürdmrng gebet ab/vnnd mangletvnstrrr 'Widersachern/bey welchen weder Lrdnung/ Disci-- plin/noch Einigkair ist/darnmb das sie sich eines ge¬ wissen L'danptS Vnd Vorstehers nie vergleichen kön¬ nen/ Wei! wi^rber inn der (katholischen 'Airchen ein gewisses sichrbarliches vnnd Geistliches k)aupc ha- ben/dahcrkomt/das vnstr RirwenAegimenr/durch schicknng Gottes bcstendig bleibe/ vnnd so lang man L c solchem Don der cinerr Gestalt deß solchem Lbristen der Airchcn GQ^Tres gcho^amb blcibt/so lang haben wir vns einer Zerspaltung nichr zu besorgen / dann wie der t). Cypriauus spricht: Die Spaltung vnd Retzereycn haben kern an¬ dern Ursprung/ als daher / das man dem Prie¬ ster Gottes mk gehorsamb laistet / vnd das man nik gedenckt/dz em zerrlang ein 2vichrer an Chri¬ sti statt sein müeffe. Zum dritten/sprichc der r?.Au- SikMrch isr gustmus/ste ist warhastrig. warhaffligistste/dan warhaffrig. sie hat den Geist der Warheic/ wie wir balde hernach vernemmen werden. Zum vicrdten/ spricht er/ SicRirch ist st^ ist (^Jtbolica. Allgemain ist ste / wie solches von Lachc-lljch, rechst obendargerhanworden Zumfüttffken/ Sie Likch spricht cr/Sie streiktet wider alle 2^etzere^/vnd kan doch von snen nicht vberwunden werden, eercyen. Beider die B.irch Gottes haben gcstrirten/gcschricn/ vn gcschriben/die Saeurnianer/die Valencianer/die Marrionikcr/ die Montanisten / die Donaristcn/die Messanianer/Marririaner/Gatanianer/Arrianer/ Manicheer/Macedoniancr/Eunomianer/welche von der 2virch Gottes alle in Ban gerkan/vberwun- den/vn zu schände gemacht worden. Vn vnangesehe dergleichen Ä.eyereycn sich wider die B.irch Gottes vngestim erzaigc/ so haben ste doch allzeit müssen vnden ligen /zerstiessen vnnd verschwinden / welches wegen der t). Augustinus die Secten vergleicht ei¬ nem rauschendenNach/derdurch Platzregen znsain- men läufst/vnnd der wo! grossen schaden rhuet/abev wehret nic lang/ sonder verlauste vnnd verlcurer stch balde» H. Sacramentsdeß Altars. rar balde: Liebe Bruder/sprichter/ last euch nicht schrecken etliche Wafferstüss^ dre man Regem bach / oder Grsbach nennet. Das Wasser scheust abwerrs / vn rauschet ein zeit lang/wirr aber b Udt austchörerr / dann da rst kern bestaubt. Viel Aeyereyen semdt schon weg gestochen/ liessen wöl daher mn chren Bachen/aber nun sein sie al)gelostem vudansgetrucknet/dermast sen/das kaum ein gednchrnuff von ;nen vorhan¬ den/ das ste -inmahlaust der Welt gewesen. Mit dem tA- Augusirno strmmcr vber eins der t?. t)ilarms/vnd spricht: Der Rirchen Eigenschastk O. ist das sie dann vberwint / wann sie beschedrge wirbt: Dann bcsterh/wann sie gelestert wirdt: dann den Sieg erhelt/wann sie verlassen wirr. Zumftchsicn/ sprichrdcr !7>.Augusti»rus. Von ihr vood«»- Liki sein ausgangen alle Aetzereyen / gleich wie Layn ch-n gchc^ jsiabgcwlcheu vouderRirchendeßAbclü/^emroch von der Kirchen dcß L"?oe/ Lore Vltd Abiron von der ' Rirchendcß Aaron/Simon der Zauberer vor» der Rirchcn des lA. s)ecri/ also sein von der Römischen Rirchen abgewichen/der Ertzkeycr Arrius/vnnd andere alte Secrcnmaister/zu vnseren zcicccn aber/ stin vorr der Römischen Kirchen außgangen/ der Münch Luchcr / der Münch Hecoiampadinö/der Münch Bncerkrü/vnd andere iuehr/a!sMc!anchon/ Zwingens/ Larlsiadiris/ La!niinrs/rc. welche alle Bapistijch gewesen, st in von Vns ausgangc/ q 'sprrchk Don der einen Gestalt deß sprichtdert).Ioannes/daun sie wahren m'chtaust VNS. Dann so sie auf VNS gewesen weren/jo weren sie be^vns verblieben. !^rc wir Laeholi- i schcn kommen von den wucherischen her / sondern Ne die wucherischen kommen von vns her/ vnd sein von S-»,/vrrs adgefallen / vnnd sein mir dem Cain gewichen/ von dem Angesicht dcßk)ERrcn/welcher t?err ein t)err der Kirchen ist. weyclich spricht der t?.Augu- stinuü: Die Porten der Höllen sollen sie ttitv- berwinden» Dise Kirchen haberr sich vndcrstanden außzureirrern vn zu vertilgen/ die t /aidnische 2^-ay- ser/!^ero/Domitianu6/ Traianus/ Antoninus Ve- rus / Scuerus / Maximinns / Decius/ Valerranus/ Aurelianus/Dioclccianus/vnnd andere Tyrannen mehr/abcr sie har durch bcystandt Gorccs / Nit köncn vbergwclcigr werden-'Nlelches wegen spricht der k>. O 6rcAoriu8, was bedenket der wagens der mit siben Sternen am Himmel leuchtet/anders/ dann diegemaine Rirch? Der wagen wirdt staks vmbgewärblet/vnd gehet doch nimmer vnder/also leidet wo! die Lirch Verfolgung/ Verharret aber ohtt vndeegang. Das wrl er sa¬ gen. Die Römische R.irch wirdc offcIamcr/Noch/ Verfolgung/vnnd Bluetucrgicsscn außstehen/abcr doch wirdc sie nimmer nie genylich vnderdruckc wer¬ den. Sechzehenhunderc Jar/ ist sie aufsrecht gestan¬ den/ auffrechc wirdt sie stehen / biß zum Ende der IVelt/da entgegen allcActzereyen zcrschmelyen müs¬ sen. Diser hochberiemten/vn durch die ganye wcicce Welt H. Sacraments deß Altars. r 05 EWekt memgttch bekandce L7>aupekirchen erster Dor- Petrus der steber ist gLwesen/dcr lA. pcrrus/welcher zu einem ^upr vnd Qbristen vber die andere Aposteln / vnnd x vber alle Gläubige von Christo ist gewirdigec vnnd Gb-ist^> gesetzt worden / welches folgende zeugnusten der t). der Btrchm Gchriffc vns zuuerstehen geben, i. Dann Christus Gones. harpecro allein seinen tarnenvnderden Aposteln verändert /vnd jhne Ccpham einen Lelstn gcnennek. L.Christus hacjneallem mit sich lastenauff demwast ser gehen, z. pcrrushar besonder/ vnndfür andere zum ersten die Qsscnbarung von der Gorrhaic Chri¬ sti vom Darccr enrpfangcn. 4. pecro allein ist ver-^5rttL.//. sprochcnworden/daß dieauff' jhne gebaute R.irch nie sol vbergwelcigec werden, f. Christus harfürperro gebeccen / das da der Sarhan die anderen reicceren wurd/stin Glaub nie abncme. <5.Christus har für sich vnd für Pecro geboccen/Finßzu geben. 7. Christus har in den zwcycn Fischzügen/ pecro vor andern den Vorzug vorbcdcuccc / als er in Perri Schiff gangen/ vnd halsten aufs die höhe fahren. S. Christus har stch ^«<7.2^. pecro zunr ersten offenbaret, p. Christus hat zum ersten perrodicMß gewaschen. 10. Christus hatjme /o^»- 2/. allein den Code deß Creuyes/welchen er nachdem ExempclChristr leiden jolr/geoffcnbaret/da dcr!/)err jhmevorgesagc/daß er inn seinem Alcer werde sein t)ättdt außstreckcn/ vnd ein anderer werde jne vmb- girrekr/vnd jn führen/wo hin er nir werd wollen, ir. Petrus als das t)aupk/ har die andere Apostel auß Gocrcs wort errnahnec/cincn an starr deßDerrärrers zuuerordnen.ir Petrus ist dcrerst gewesen/dcr nach empfahung deß p. Geists gepredigec/vnd drey tau- Lc iij senk Von der einen Gestalt dcß : sent gckauß'c. i?. pecrus hat das erste Miracrrlgn /. rhan. pecrus har Airnanram vnnd Saphiram ' /». rnic den» Bann des gähenTodcs gestrafsk.ip.perrus ist der erst gewescn/so den tAaidcn gepredigek. pecro/als für daslAaupk/ hak die gange L^irch ge- betrcc.i/.IndemConcilko dcrtd.Aposteln/hak pe- rrus/ais das tAaupc/die propoürion,vnd denfürcrag gcchan/vnd Jacobus sambc den andern/ ist jme bc>'- ^/^2. gefallen. iS. Paulus ist gen Jerusalem gezogen/ das tdaupt der Kirchen/ pecrumzu sthcn. ^Uondisem tAaupr der Archen Gorres/reden vnnd sct>rcibcn die hocherlcuchte tA. A)acrer also: ()^uix ne5ciar, schreibe /). der lA. Augustinus/primum omnium ^poüiolorum cl^- 0«. «» Le ?crrum: fdll Nicht Wlfsktt / dgst /E. dex h^arg Petras der erst vnd fariiembsre rm- der allen Aposteln se^ r' Da haben wir/ das zur zeic deß tA. Augustini nicinandt gezweistec/ ab der prLeminentz/ pr^ccdeny / Vorzug/vnd hochhaic deß i'). Perri / welche er vber alle die andere Apostel ge- habrhar.Irem/schrcibrerwiderumb: Der ^)Err pctrum gesetzt zu einem Haupt vber dre ^1"? 7^ HeerdtdestHerren- Der Ambrostus fthretbrr BrMch har Paulum verlangt/perrum zu sehen/ ,»^5 dann er Petrus war der ^rst^nnd fürnembst Aposteln dem der Harlandt dre sor¬ ge aller Kirchen anbeuolhen vnnd vertrawet D. ^^0/ hatte- Itcm/sthrcibr eran einem andern Qrt: An-» d:eas hat stch ehe zum Hailandt geschlagen als <7^2/ pcnus/lrdoch hat deuprürmt/ oder obusten Gewalt H. Sacramenrs deß Mars. «04 Gewalt nicht Andreas/sonder Petrus empfan- gen. Der k). Hieronymus nennet den t^.perrum/T).^--» lRincrpem ^poKoIorum, einen Fürsten VNttd^^^^' VbristenderAposteln. Irem/k*r-r'nci'pem kcclellTk', O «in Fürsten vnd Ohristen der Rirchcn. Der Chrysostomus ipricht: Christus hat Petrum der c'/.'T/s/.-'» gantzen Weltfürgesetzt. Derk). Cyprianussagt:^^'^^ Petrus sey auff welchen die Auch vom Herrn rrbawer sey. Epiphaniussagr: Der Herr hat"-^^"- Perrum gesetzt zu einem fürnembsten Apostel/ zu einem starcken Felsin/darauff Gottes Rirch erdawet ist. Der td. Ambrosius sagt: Da der^«^s/,'« Hangekcaet/da hat der Fels der-Kirchen pe ^" trus stine sünd bewainek. Cyrill sprichr-Christus »»/,. verkündiget Petro / das er forthin nit Gimon/^ sonder Petrus haissen sol! /vnd deutet also mit dem wort an/ dass er anffjn/als auff einen Feh- sen/vngar vesten stain /sein Rirchen erbawen würde.wie nun Petrus derQbriste vnd das Wanpe der Apostel gewescu/ausfwelchen Christus seinAö- nnsche R.irchcn gebawet/ also sein auch ftine Nach- kömlrng/die Römische Bischöfen die ttaubcbischoff/ vnd dreLbrrste Bisiboff vber alle Bischöfen der welt, dl)nd das dem also sty/bczeucrcn erstlich die Griechi¬ sche Rätter. Dann in dem Calccdomschen Concilio c7E,7. c°^- citiert paschasius einen Canonem/dcsi ersten!^ice-^- Nischen Concilij/ in dem bekennet wirbt / das die Rö¬ mische Bärch jedcrzeit dcn Vorzug gehabt/vbcr alle Kirchen. Dondereilmr Gestalt deß Airchcn. Das ander Genera! Concilium bezeugt in .»---s-E der Epistel zum Bapst Damaso/das solches Loncili- -- run/auff befcich derBapstlichenBrieff sey versamb- lcc wordcn/vnnd bekennet auch/ dasdie Römische Bärch/dasbdaupt/ das Concilium aber die Glieder scyen. Das dritte Conciltum bezeuget,/daß cs anß be- «M/r^-^-fclch Celestini deß Römischen Bapsts / den Hetzer !^estorrum entsetzt hab. Bemcltes Concilrnm Chal- ^donenje nennet/zu mch: maln der: Bapst Leonern einen Bischofch der AllgiNigürLN Ach'chctt«. Ich künde dergleichenzeugnusfcn nrehr hauffenwerß für- bringen/ sonderlich aber G. Ignarium / ^reneum/ Epipdanm/Basiliurn / Grcgorium Nazianzcnum/ Chrvsostonmm/Lprrllum/ vnd andere mehr /welche ' alle bekennen/ das der Römische BiDoff/ als ein 5ucceÜor vn Nachkörnbling deß W.^)etri/dz t)aupk/ vnd Qbristcr Bischoff sey/vbcr alle Bischöfen / vrmd wie, diß die Grieche,! außdruckcnlich bekennet ba- Len/also baden solches micMundt vnd mir der Feder verfechtet / vnnd bcstercigk dre Lareinische^Lebrer/ Cyprianus / Lpracus Milenieanns / Ambrosius/ tdieronymrrs/^rosper/'Vlcror Dticensrs/ vnd ande¬ re wehr. Ich köndre auch darrbuen / vnnd erweisen/ außdcn Bärchrpr tdistorrcn/ das die Rönüschc Bi- schost/dieandere Bischoff der Lbüstenhait/Haden in die Brstbumb allenthalben eingesetzt/ vnd derselben widernm wegen erheblichen vrsacbc enrsctzt/vn da sie die Bischoff vnbiilichcr weiß vcrtricben wordcn/wi- dcrumb in jreKirchen gebracht vnd eingesetzt. Aust welchem klar crscheinct/daß die RömischeBtshoffen haben H. Sacraments deß Altars. ! 05 Haden gewalrvberallcandereBrschossvnd Airchen gehabr/wic stedan solchen Apostolischen gcwalt heu- rtgs tags auch noch haben» "wie nun jctzundt ist dar- gcchan wordc?r/daß gleich wie Petrus zu eine tdaupr vnd Lbrrsten der Apostel ist Verordner worden/ vnnd die lAachkönrblrng peeri/die Rönrische Dischoss sein tdanprBlschofs/vn Lbrrste vber alle andcreBrfchoff der Lhristenbcrc/also ist die komische Airch (von welcher wir öißhero gehandlcr) dreiIlMpLAikss)/ ein MtZtter/VNnd em Maisterm Mer anderen Airchen der Christenheit, was vondiscr Römi- LobssrLch schen'Airchen in die 1600. Jarhcrogcsihricben ha- beildrep.Daccer/solichvnuermcldernirlassen.Der ' t). Ignatius nennet die Römische Airchen Lcclcb- nm LnAiLcaram, ein geheiligte Airch. Der td. Irene- L r» ns sagr/DierechteAposto!ischeL.chr/seyinnderRö- «rischen Airchcn jederzeit erhalten worden/ vnd daß alle Gläubigen inn der gantzen wclr/rnit jr gcmain- schasst haben sollen, ^creullianus neuner die Römi- sche Airch/ ei»r selige Airch/ darunrb daß die Apostel Petrus vnnd Paulus die gantzc lehr Christ: daselbst/ neben Vergiessung j^esbluces/außgeschüttethaben. Qrigcncs wünscht jme daß er sie sehen möchce/wer! sie sey dic Elceste2virche. Lyprianus rrenner sie die für- neme L6 ranenb Lon cilio^darau stbcy i? o v.V ischsffgewescn/ wrrd die AömrschcArrch/cin Mutter vnndMaiste- - rrn/aller andern Archen genenncr. Eben das ha- /». hcn vondcrAomrschcn Kirchen gebalrerr/die «rüge, in «rine O)NLiiiL>Ia^chincnse,Vierieruc, Lonüanrienle, klorcnrinum vniid 'I'ri^enrinum.Dass nun nienigklich beydistr sohochbcrüembren I^irchen bleiben/vnrtd das haü seiner Seligkeitin dcrsclbigen succhen vnnd erwarten st l/zaigcn an die fürtresirche hocherleuchte Lehrer/dcr i). k)icronymuö vnd t).Augustinus/de- rcn zwcen hcrliche Genrenrz ich von worr zu wort hier¬ her zusttzcrr/mt sc!vnderlastcn. Des t?, t)icronymi Sc-lkcntz/rst dieser .- Ich wi! dir mein NMlNNNg kärtzlich vnd ausstrnckenllch offenbaren. 7/n der renigen Kirchen so! man bleiben vnnd verhar-- ren/welche von den 7^posieln gefffft/vnd stets biff auff den heutigen tag gewehrt hat. wann dn aber erwan hörest/ dass die Christen sich nit Von vnserm HerrnIesn Lhristo/sondervon ei¬ nem andern nennen/ Als Mamomter/Valertti- nianer/Nlontaner/rc. so soltu für gewiss halten« dass es nicht die Airch Chrrsti/sonder des Ami- ehrists Sinagog vnd Versamblnng sey. I,rdie- sem Gcncentz / lehret vno der h).Vatter zwcy ding. Erstlich/ dass wir bey der vott den r).Aposte!a ^ccro vnd^aulo gcstkfften/Vud mrkjrem bkuecgeweichten UomischerrÄ-irchen bcstandhafst bleiben vnnd ver¬ harren sollen/warn» wir arrderstwoilenseligwerden. vum andcrn/lchrct er vrro/dass wir alle die jcnigc Sc- Dd y cren von der einen Gestalt deß ctenvnd Rotten/ als Schlangen vnnd Bastlißkei»/ meiden/schcuchcn/vnd fliehen soilen/welchejreir Na¬ men nicht von Ehristo/sondcr von den Menschen ha¬ ben /Als die Mareionirer von dem LLrrzkctzer Mar- rione/ die Montaner vom Erykctzcr Montano/ die Lutheraner vom Eryketzcr Luchcro/dieLaluini- stcn vom Ertzketzer Laluino/rc. welche alle des Ar:- tichrists Botten vnnd ^orlauffer sei«r. Der andere Senkentz des t?.Augnstini/ durch welchen wir Key der Römischen Barchen zuuerbleiben / errnahncc werden/ist diser: Vl! ding/ sagt er/ sind / die mich ^>d»dieLs- hillich inn der Schoss der Kirchen erhalten. ck" Mich erhelt der Lonsenss vnnd Ainhelligkeit der Ilolcker vnnd Nationen. Mich erhelt die Aurhoritek vnd Gewalt/ so durch wunderzai- chen angefangen / durch Hoffnung ernehrt/ durch Lieb gemehrt/vnd durch Alter bestem- get ist.Es Helt mich die Nachsolg vnnd ordent¬ liche Lini der Priester vom Smel des Apo¬ stels Petri an/dem der HERR nach seinerVc- standt seine Schaflein zu waiden befolhen/biss anff das gegenwertige Bistumb. Mich erhelt auch derNamen Latholisch/welchen Namen al¬ lein diese Rirch vnder souil Retzereyen nit vn- bittich bisher dermassen erhalten/das/ob gleich wo! alle Hetzer Lathollsch gcnent wollen sein/ Jedoch/wann etwan em Frembdling fraget nach einer Lacholischen Rirchrn / keiner sich vnder- H. Sacraments deß Altars. r o? vnderstehen darff/ sein Airch oder Haus dar- für auszugebeu/oder zu zaigen« Dise hochwichti¬ ge Ursachen/ sollen alle der Seligkeit begierige Chri¬ sten wol behcrtzigen / vnnd mit sondern! ernst zu ge¬ rn üt führn/vnd wegen dersclbigen biß an jr Emd/bey der Römischen Cathoiischen Kirchen bestcndiglrch verharren / vnnd so lang sie auch ein Arhem inn jrem Leib habcn/sich von dersclbigen nicht abwendig ma¬ chen lassen. den Andern puncten belangt / das SaßdieRn ^S^die Aircb Gottes in Glaubens fachen nit jcren kündh bezeugt erstlich / die zusagung Goc- res/da erseinannercraurteBrant/sein Airch/durch ren kündr. den Propheten also anrcden thuet-Oelstoniabo re mi¬ hi in kiäe, Das ist.Ich wil dich mit nur verheira¬ ten ün Glauben, Dttd widcrumb: 8ponLbo romibi 2. in 5empiccrnum, Das ist: Ich wt! dich Mit Mik aujf ewig zeit verheiraten« k)ae sich nun Christus der tdcrr mir scincrL^irchcn höher verbunden/als kein Manmitscineweib sich nitverbrndckan/werwilso vnuerschambr sein/vnnd sprechcn/Daß Christus sein Sponß die Airchen in Irrrhumb hab sincken lassend t)clc man einen für ein Losen Mann/der sein Ehe¬ weib verlast/wer wil so Gorrloß sein/vnd dergleichen gedanckcn von Christo dem Herren haben. Der k). Paulus sprichc-Ihr Männer sollet lieben ewere Gemahcl/ wie Christus geliebL hat sein Air- chen/vnd hat sich selbs bis in Todt dargegeben für sie/auff das er sie heüigte. pat er dann sie so D d iy hoch Von der einen Gestalt defi lisch geliebt/ wer wi! sp:cchc/daß er sie hab verlassend i0at er sich biß inn^Tobk gegeben/daß er sic heiligte/ werwü so vnuerschambccrweißsprechen/daßer stein ein schröcklrche Irtsiumb hab fallen lassen:'Zum an- dern/spricht GQTT der k)err durch den Propsietem Das ist der Brmdt oder Gedittg zwischen mir vnnd jhnrn/dass nemblich mein Geist/ so m dir/ vnd meine wort/fo ich in deinen Mundt gelegt/ werden nicht abweichen/weder von deinem Mundt/noch von dem Mundt des Samens deines Samens / von nun an biss inn ewigkeit« Drestr jcrze angezognc Spruch vergwissecvns/daß Ehrrstus seru Airchcn nimmer nit verlassen/ sonder bcstenbigklich bcy jr verbleiben werd /Dnnd derhal- den sollen wir fcstigklich glauben/er werbe stenimcr nicht innIrchumb stucken lassen. Dann soltcsie jrcs Glaubens beraubt werden/ so müße der Geist Got¬ tes von jr gewichen scinMon welchem Geist Gottes/ sagt der obangezogne Prophct/daß er nimmer nicht werb hinbersich weichcn.LLr spricht/baß Gottes wort in eroigkeirbcy seiner Airchen verbleiben sol/wclchcs je ein hcrlichc zeugnuß ist / daß die Airch nimsner nit jrren wcrd.Zum dritcen/Daß drse perrinischc Aö- mischcAirch/mk wird jrren künden / haben wir die vcrhaissung Gottes/da er durch den Propheten also spricht: Es ist Mir diss eben/ spricht der N) E A R/ wie mit dem Gewester Noe / dem ich fchwuer/ daß lch dre Master des Gündstust fortan nim¬ mer vber das Erdreich führen wöile-Also dab ich H. Sacraments deß Mars. r o g icb auch gesthworen/Ich wölke nimer auff dich zürnen/noch dich schrieen/dank- die Berg wer¬ den sich bewegen / vrmd die Bühel werden schwancken / aber mein Barmheeyigkeit wirbt von dir nit weicken/Vnnd der Bundt meines Fridtö wird sich nie cndernsagt der Herr dem Erdarmer.k)ie sagt Gott der k)crr/daß wie er s^se gcschworen/drc Erd nie mehr mir "Wasser zu vberfül- kett / also hab er auch geschworen / sein Christenheit nimmer nie zmrerlajsen/odcr seinBarmhertzigkeit von jr abzuwcnden.'Vnttd ob gleichwol etliche Gtekt vn Insuln versunckcn/so ist doch die gantze Erd nie- mals nach solcher znesagnng mit "Wasser vberfült worden. Alst» ob wo! erliche Srecr vnd Länder durch Lxetzerey Vttnd Irchnmb versuncken sein/so ist doch die Allgemain Catholisch Airch jederzeitaufsrecht verblieben/ vn wird sie der fdcrr nimer nicht inn fal¬ sche Irrhnmb sincken lassen. Zum vierdren/sprichr Christus der ti>crr sclber.Der sey em weiser N?an/ /. welcher sein Haust mit gueker fürsorg auss ei¬ nen Felsen bawe/welchem keine Regen/keine wasierflust/noch keine wmdt mk schaden mö¬ gen. Entgegen sey der jem'g cm Thor/ welcher sein Haust auff den Gandr dawe/ welches dem Vngewirter nit klM widersiandt thuen. Nun ist die Christliche Rirch /nach lehr des Neiligen ^anli/ /. 71-«-^. ein Nauß des lebendigen Socres /wer wi! derhalben Zweisten/daß sie von Christo nicht sev aufs einen star¬ ken ^elscn gebawet worden/ weil Christus der s)err nir Don der einen Gestalt deß nie allein ein weiser Mann/ sonder die Weisheit Gok¬ ees selber ist:Ist die2xirch dann aufs einen S-'elstn ge- bawcr/wcrwl! sprechen/ daß sie inn Glaubens suchen jrrcn mög:'2.Conci!iaan- zargcn. Zrnn fimstcen/bekenr der l7)crr gar außrruck- lrch/Vnd spricht- Gihe ich bin vnd bleib bey euch zederzeit/bisszumEndtderWelt» Ist Christus hey seiner Kirchen allzeit gegenwcrrig/wie er sich mir den vergehenden Worten erkläret hat / jo ist nicht müglich/daß die Barch von jme mög abfaUen/in Ir- thumb gcrathcn/odcr dem gcmaincn Volek falsche Arcicul vor predigen / oder die Sacramenrcn verfäl¬ schen» Fum sechsten/Christus hat ainmahl gesagt: Auff diesen Felss Wil ich mein Rirchen dawen/ Vnnd die Hellisthe psorten werden darwider mit allem gewalk nichts vermögen» Ist sic dann aufs einen solchen starcLen Felsen gcbaur/so werden sie weder die Aegen der falsche;» ^chr/ noch die wast serstnß der Irehunrb/wre auch dieSklrrrnwrndrdcr 2^.ctzercycn nit stürtzen/Es so! auch kern t7>cllischer gewalt sie nic begweltigcn/sonder sie wird allzeit bc- standrhafsr bleiben im Glauben/ in der Achr/vnd in aller warhcir/vnd wird so wo! wegen der Cornmnni- on/als in andern Articnln des Glanbens/kcincn fehl nie bcgchtt.Zum sibcndcn/wann die ^- tiL Larbolicr cK, r^UL verum culrum rerinec. b^iocti kons vericacis. Lloc eil ciomicibum Lcici: Allein die Lachslische Rirch/ erhelt den wahren Gottes dienst. Dise ist der Brun der warhait. Dise ist die Herberg des Glaubens. Aus welchem allem wir zwey ding hie schließlich mercken sollen.Erstlich/ daß/weildieAomische Carholische vnd Apostolische ^.irch inn Glaubens fachen (wie von mir geprobierr Ee itz worden) Dorr der einen Gestalt deß worden) nEjrrenkan/ vnnddicCornrnunionvnder eurer gestalt von derselbigcn jeder zeit ist approbiert/ vnd für reche erkennet worden/ Das bemelte (Lom- munion vnder einer gestalt (welche feder zeit mder Aicchen Gottes gewesen) nir allein nit znuerwersfen/sonder als em Hai! strme G V TD wolgefellige Lommunion/von meniglich so! ge¬ halten werden» ^achmals/weilcrklere/vnnd von nüranßfierlichist dargechan worden/ das allein die Römische Birch/diercchre/wahre/Aposto!ische/vnd Carholrschc Birch Gottes sty/sollen vnsere "widersä- cher/vnd alle adgefalne Christen/ jncn nic craumcn lasicn/das sie mögen selig werden/ es seydannsach/ das sie widcrumbzu diser Römischen Barchen sich dcgeben/von welcher sie abgewichcn vnd außgangen seirr/wie stlches vor; mrr oben angezaigc worden/vnd solches auch bezeuget der td. Märtyrer Cyprianrrs/ da er jpricht : bladere non porcK Oevx parrem, c^ui ^^^^-LcelcsiLmnondLbecmarrein: Mer die Airch Nlt zu einer Mutter hat/ der kan Gott nit z» einem Vatter daben» Deßglcichcn spricht der Äugu- ZV/?-« siinrrs: birrniilirnc rcne, St nullaccnu; nul!arcnu5 poüc(aluari. «^zaltS fnc gewlsi/Vöst / L?N Vngezweyfelt/das kein Aeyer oderSpalwng- macyer/ der in» dem Namen dess VaLtcrs/r'nd Sohns/ H. SacramerrtA deß Mars». r i r Gohns^nd heiligen Geists gerauffr ist/ss lang er der Larholssche^RirchLkimt zugcthan/nicht selig kau werden / vnangesehen / dass er grosse AUmusen aufspendet/ja gar vmb Lhustr Na¬ mens wrllen/sem Bluet vergöss. An psiegc zu sagen/ Mer zuuü begert/ der bekompr ossr garmchtschascrege stch zu mit vnscrn ^urberancrin Sie wö!^ len mit der Catholrschen vn Apostolischen Onmnmion des Sacramencs vnder einer gestalt nit vergmegr sein/vnd in dem ste beyde gestalt per for- Tucher-ische 22, virnd kuryumb baden wollen/ so verlieren ste das nu da» Gacramenc gany vnd gar. Dan so wahr die heilige Schrrsse nie liegen noch bekriegen kan/so wahr ist es/ das die Aeuch kein ainiges bisslein deß Leichnambs Ehristi/auch kein ainiges rröpstcin seines Aosenfar- ben Blucts/von den Seelischen sDredieancen empfa- ben/vttndertbailendiseGtimpler nichts aikders/als allein ein Beckendrodt/vnd cin Acbensrssc. "N?ie soS Dann ste können diß Sacramcnr des Altars weder bandlen noch wandten /weil znen manglet vnd adge-- det der Göttlich Gewalt/ so zu disem "N?erck von nöt- tenist. dnnd damit du mein Ll-nstwisscst/dasdcm Von der einen Gestalt drß Vom Geist-» also sey/so sollen wir wisstn/dz der GcHiiche Gewalt irchen Gr, die n>. Sacranrenca zu handle» / vnnd zu erthailcn/ «c-klr. vnd andere Enrprev dess Christ!m?en Pricsterrhums zuuerricheen/allein von Gott her komme/ wie solches A-./. dertd.IacobnsbezeugcrAlle gute Gstab/sprichrcr/ vndalle volkomus Gaad/komdtvonobenher^ ab/von dem Vatter der Licchter. Dcrhalben wann wir rechte Priester vnnb Aussspendcr der Gacranrerrken Gorees sein wollen/ so müejsen wirr vns distsGewalrs nie für vns seiber vnderfahen: wir müssen vns nit selber zu Vorsteher der kirchc aufwcrf- fen - wir müssten vus nie durch vnordenliche beruf- fung in die AarchcnEmpcer seiber eindringc/ sonder wir müssten von G^rt ordcnlichsr weiss zu drstm Geistlichen Stande berueffc/erfordcrt/vnnd verord- net werden. Niemandt/ spricht der Paulus/ mmbt ihm selber die Ehr^sondern der beruesft wirdr von Gott / gleich w;e der Aaron: Also auch Christus/hat sich nicht ftlbs herrlich ge- macht/das er Hoher Priester wurde/ sondern der zu ihm gesagt hst/du brst mein Gohncheut Hab ich dich gezeuget. Vndwidsrumbr Du bist ein Priester inn ewigkeit/ nach der ordnung Melchistdech. k)ie haben wir/ das Aaron sich nie selber zu einem t)ohen Priester gesetzt vnnd auffgeB worffen hak / sonder ist von G2tt berueffen worden. Dessgleichen/dass der Sohn Gottes sich nicht aigens Gewatks/ dess t)ohenPriesterthumbs vnderfangen/ Kmder ist von stimm tIimlifchen Vatter darzu er- wöhlt H. SacramentS deß Altars. r i? wöhlc vm»d erkisec worden, tdacnunweder Aaron/ noch Christus / sich selber zu einem Hohenpriester nir austgeworffen/vil weniger wirde es Gott den jenigen gneč haisi'ru/ vnnd werden dem Zorn deß gerechten richccrs urc enrgchn/wclche sich selber zu ^Drophererr/ zu sDricster/zu Prediger/zu Kirchendienereindrin- gen / vnangeschen sie weder berueffr/ weder gesandt/ auch von G2TT isn wenigsten nrc zu dem ^irchcrr- dienst stin deputiert/ vnd verordnet worden. !^ach dem diesen Göttlichen Gewalt / Christus von seinem tdimlischcn Vacrern empfangen/ wie er selber bezeu¬ get: Es ist mir gegeben aller Gewalt/imHim-^n^,. mel vnd anss Erden/tdac er seinen Gewalt vber sein R.irchcn seinen Aposteln vor seiner tdimclfarch crchailc/da er gesprochen: wie mich mein Vatter ZE.^,. gesandt hat/also sende ich euch auch. Erbarmen Gewalt geben/dasGnadenopfer dest^ewcn Testa- meirrs zuuerrichrcn/ da er inn stinem Abencmahl ge¬ sprochen: Das thnet ZN meiner gedechrnuss/z^-L wie ich solches oben inn dem dritten blak was auss- ficrlichcr angezaigc hab. Er har jynen Gewalt ge¬ ben/die Sünd zuuerzeyhen / da er gesprochen: Nemet hm den heiligen Geist / welchen zhr ZE-,, die Sund vergebt/ denen seindt sie vergebene vnd welchen ;r sie behaltet/ denen seindt sie be¬ halten. Er har jnen Gewaltgcbcn/das t^.Euan- gclium zuuerkündigen/vn allenthalben außzubraic- ren/da er gesprochen: Gehet hin in alle Welt / VN prediget das Euangelinm allen Lreatnren. Lf Er Dorr der einen Kchalr deß Erharsncn gcwalt gegeben zu eauffcn/da er Zu fnen gesprochen: Gehet ym/ vnd lehict alle Vökker/ VndtKuffet sie m drm Namsu dsst Varrers/vnd des Sohns / vrrttd des herugsn Gersts. Drsti, Geistlicher» Gewalt/ das Opfer deß Nerven Testa¬ ments zuuerrichrc/ die Gündznucrzethen/dz LLuarr- gciium zu predigen/das Dolch zu rausferr/die Sacra- inenezu handlcn vir zu wandien/ haben also die Apo¬ stel von Christo dem tDrrn empfangen/welches we, . L7-EL. gen dann der t?. Paulus sprich-: Also Halts VtMS ttunjedenmn als för Christi Diener/VndArrss- thaikr der Sehaimbrmffcn/das ist der Sacra, menten Gattes. "Wei! aber die Apostel sterblich wa- vcn/auch an alle Ort dcrB?c!c selber nicht kommen kündren/hac die notrurffc der Barchen Gortes erfor¬ dert/ das stc diesen von dem tderrn Christo empfang- ncn Geistlichen Gewalt auch andern erthaileen. Dcrhalbcn ist von den Aposteln/zn einem Priester vn Bischoff ordin'cre vnd geweyher worden/dcr Ld.Apo, stel S. Paulus/wie vns solches zuuerstehngebcn/die Geschichtder Apostel /run welchen wrrlescn/das ste Hal en gefastek/gebettct/vnnd die tDndkauffPau¬ lum vnd Barnabam gelegt/ vnnd ste zu Apostel ge¬ macht haben. Dnd weil die Apostel vnd Bischöfen/ die lAändtaust die t^auprer der jenigen pflegten zu¬ legen/welche ste zu Priester oder Bischöfen geweyher haben/Dahero ist kom-nen/daß dieprrcsterwcyhung impoücio inanuum, ein auflegmrg der Bischöflichen tdände gencnnec wirbt. ^Äun haben wir gehört/wir Paulus ein Apostel vnnd Bischosfrst gewcyhccwor¬ den. H. Sacramcnts deß Altars. r 14 den. s)at er nie distn Gewalt auch andern erthailc^ Ja. 1^?cm ? Erstlich dem 'Tito/ welchen er zu einem Bischoff verordnet har/wie er selber bezeuge: Ich ^71,/./. ermahne dich/mem Tite / mrffdaf du erweckest die Gnad Gortes/ welche m drr lst / durch auste^ guug meiner Haude. Deßgkichci'.harcrzucmcm Bischoff gemacht den Dmolhcum-zu welchem er al¬ so schreckt: Du wölkst nicht Verabsäumen Gus d/ welche m dir ist - welche dirgegedm ist/ mit prspheceyhmW' durchanfleguug d Häudr des prresterchumbs. WrenunDrus vnd Tirno- rhms disen Geistlichen Gewalt 'von Paulo empfan- gccr/also haben sie solchen auch andern errhai'r/Gttd das denr allo sty/gibr vns zemerstehn der td. Paulus/ da crzrrmMnschco schreibt: Schau apff/legS Vie Handt nieursndtLu suc aufs. Das wü er srgen/ er solle beirren zürn Priester machen/er wisst dann zu- uor/daß er gelchrr/gcschickr/fromb/ vnd eines gurren Wandels sty. Das aucl) Treusarrderc zu Priester ge- weyher/iesen wir bcy dem bemcltcn ^)au!o/daerzu dem Mo schreibt - Ich hab dich danmrd zu Tre§ ^7Ä.,. ta gclcrsseu/au^ das du/was manglet/Verbes- ftkst/vnd Verordnest Priesterin den Stetten/ wie ich dir besolhenhahe. Auß welchem ^Texrha¬ ben wir/das Deus/wie auch Paulus/Priester ge- machk/gcwcyhek/vnnd verordnet Habern EJun ist je¬ tzo gewiß/daß die von ^imokheo/vnnd dic vouDcs gsordenierre Priester / den Geistlichen Gewalt dcß Priesterehumö empfangen. ^unm:rcht.Ponwem f tz haben Vorr der einen Gestalt deß haben ste solchen Gewalt enipfangen? DomDko vn Timocheo. Don wem haben solchen "Timotheus vnd "Tims empfangen? "Von deni lA. Paulo. Don wem hat jn Paulus empfangen? Don den hcüigcn Aposteln.Don wem haben jn dieApostc! ernpfangcn? Don Christo. Von wem Christus ? Don seinem him- lischenDarcern/wie oben ist dargcchan worden/zn welchem auch dieStim vom t^imma! crschallcrr: /7. Drst ist mein geliebter Sohn / ab welchem ich ein wolgefallen hab/den solt ;hr hören. Also sein die stben Diaconi/wie wir in der Apostel Gcschichc le, sen/durch austegungdert^andc/von den Aposteln/ vnd nicht von der Gemain ordiniertvnnd gcweyhcr worden. Die Gemain hat stc zwar den Aposteln für- gestelc/ aber die Apostel haben fürste gebeccec/die t^ändc aufsste gelegt/vnnd den Geistlichen Gewalt erchailc. Desgleichen haben Paulus vn Barnabas allenthalben aufs die Airchcn Priester ordinicrt/vn stchee im "Text das Griechische wort / XLi§o-7-->vi'-Lv-s-L5, welches anzaige/dasste solche durch austegung der l Apostolischen t)ändt/ordinicrc/gcweyhcc/vnd gesetzt haben. Dnnd wirdc derhalbendasSacramcucder prrcsterweyhng/Griechisch XL!§o-7-2vi«.> einaustegung der t^ändc/genennec. B)ie nun die Priester in Creta von "Tito/ Titus von Paulo/Paulus von den Apo- steln/die Apostel von Christo sein zu priestervnd Bi- schofen geordinierc worden/Also lesen wir in der Air- chen k)istoricn/das von dem l'). pctro/auss die Air- - Z" Anriochia/zu cirrenr Brschoff ist gcsttzt vnnd verordnet worden / der t^.Euodins: Auff dieAir- H. SacramerrlS deß Altars. n 5 eben zu Alexandria der to. Marcus: Dnnd auif dir toauprkirchen zu Rom der l/>. Elemens / wie er Ele- mens solches auch mit aignen Worten bezeuget: 8i- O. mon ?erru8 /^poliolus primu8 pro picrarc pari volenc, Apprebensamanu mc^ in Eonucncu frarrum 6ixir: Lio- mcnrem bunc Lpii'copum vobi§ oräino, cui ioli mcL pr^clicarionix LcäocirinX Eacbeciram craäo: GiNMN Petrus/ spricht er/ der erste Apostebals er Lhn- str wegen hat wöllenleiden/har er meine handt erwischk/vn har m der versamblung der Brü- der gesagt: Ich verordne euch diesen Llemen- tem zu einem Bischof/ welchem allein ich vber« gib/denGtue! meiner predigung/vnnd meiner Lehr« Verrcrs stiricht er: Iplr rraäo a Domino mibi rmäicam porc^arem li^ancii üc solucnäi: Ihme / ver- stehe dem Elementi/ v b ergib ich den Gewalt / zu binden vnd zu lösen/welcher mir von dem Her¬ ren ist erthailet werden. A)on disem Elemente/ baden nachmals auch andere Bischoff/disen Aposto¬ lischen Gewalt empfangen/ vnd drsen Gewalt haben tnn der Bärchen Gottes allein die Bischöfen/welche die wahre Guccejsores vnd Nachkömbling der Apo¬ stel sein/wie solches nie allein bezeugt der Spruch deß Pauli: Go habt NUN acht auff euch selbst/ vnd auff die gantze Herd/ inn welcher euch der heilig Geist gesetzt hat zu Bischöfen / zu regie¬ ren die Airch Gottes / welcke er durch sein ai- Len Bluet erworbey hat / Sonder es lehret auch Lf LH solches Von der einen Gestalt deß Av.solchesder Anrbrssins/Mkfdisen Worten: Aucrunr» o Lcclclia, ^polkoli pacre; cui> ipA cc Acnoeruor: LMLM, ^uiallli rcccüerurrrchäbes pro bis LprAo- po^^^o^ciuiLrccrcLrilunr: Die Apostel/ E) dN Z»irchGottes/stemd gewesten demeV^kter/drst sie Haber; dich geborn: Jetzundt ab>er/biLwest sie hinweg gestchiden stein / so Häsin für dr§siidl- ge die Bischosfdeine Son / welche von dir ges Horen sein. Dahabewiraustdruckerrlich/dzdieBl- stchofen in der B.irchcn Gorees sein Mi starr der Apo- stcln/vn haben sie allein discn Apostolrscher» Gewalt/ das sie können Brschofst v«;ch Priester maeden/wel¬ chen Gewalt / die erste Bischöfen/von den Aposteln/ die andere Btschosst aber/tucceiHuo, einer von denr andcrn/von har.dczu handc/ durch das Gacranrcne der Priestcrweyhung/empfangcn haben. Dtsewar- hait wrrdc auch bekrefftigct/durch disendestt'X Au- gustiniSententz: ()uiclclk,pro parrlbux cui§nariAmc 7^»?. ribi Ali)? Karres miüi lunc ^polioli, pro ^pollolisAlist nLci tunr ribi, conKicurl iunr Lpi5copi: lV§S lsi dz ge^ rede/das Damd stpricht/an statt deiner V/iktcr/ fein dir Söhn geboren Die Apostel stein ei stlich alsVütttrgestendet worden/vn darnach strindt dir an statt der Apostes/Göhn geborn - welche zn Bischöfen stein geordnet worden. Glerchfals e>^//. kehren diß/das^lorenrinisch vn^Trrdencinisch Lonci- kjum/dcrcnworrzn referieren/ich kürnhalber vnder- kast. Dcrbalben haben dtscn Apostolischen gcwalc/ 2PriestervnBischöfenZ»wezchen/alicm dr«Bischoff/ ' vnd H. Sacr-aMttts deß Mars. r» vnnd Nit die priester/dänn drse nie Nachkörnling der Apostel/sonder allein die Bischoff sein. Fürnrmblich aber haben drsen Apostolischen gewalt/ in alieLandt vnd Königreich erehailt/die tAanprBischoffdevRö- »irischen B.irchcn/von welcher B.irchen/al!eBistyum deß Ceutschlandcs (wil der anderen B.önigreichen gesibweigen) sren vrsprungffunäLrion, Herkommen/ Christenliche L^ehr/ vnd Geistlichen B-irchengewalk empfangen haben. Ich sagauch vnuerhslen/daß/ wann der Römischc/Cakholische/Bapistische Glaub nie der rechte Glaub sein solce^dz vnser ^)acrerlandr Teuescher EIakion/den rechten Glauben ( welches zu reden/eingroßevnnd vnnerschambtcvcrmeßcnhaie wär) nie nir gehabtherre. Dann alle Bischöfen deß Teucschlandes / sambe alle«» Christlichen Volek/ so lang dz Teueschlandt Christlich ist/ haben nie anderst geglaubr/als was die Römische Birch geglaubt/vnd noch glauben cbuec.Auß welchem alle«» erfolgen für- nernblich zwey ding. Erstlich/das die Gccrische prc- dicanten/disen Apostolischen Gewalt rrit haben/ vnd weder Bischoff noch Priester sein/vnnd deßwegen nit gewalt haben/dic Sacramenczuraiche. ^lachrna's/ das die Weltliche Bönig / Fürsten / l^errn/^Gemain- den/vndQbrtgkajken/kei^en Geistlicher» Gewalt nie können crchailen/auch vberdieGaistligraitzrr regie- ren/kein gercchtigkaic nie haben. Inn drsen zweyen Puncren/wollen wir vns ein wenig verweilen. dm Ersten punclen belangt. L^/ Mc-l-rrLbüste Lvirchengewalc/von Chrrsto anff die Apostel/vnnd von den Apostel.» auff die Bi- giwälr. Don der einen Gestalt deß schoff/vnnd von denselbigcn aiu ff andere / so gewesen sein/vn noch forthin sein werden/ (wie von mir gleich jetzterwtscn worden) allein der steust/So frag ich die wucherische / vnd andere Seccische predicancen/ob sie auch mit gueccn Gewissen sagcrr können/das sie Priester sc^en? Das sic macht habcn/das Euangeli- um zu predigen? Das sie mache haben / dieGacra- nrcucazuhandlenvndzu wandlen? Diser Gewalt/ wie ich geprobiert/ wirdc allein von den Bi schöfen cr- thailt: Ich frag sie / welcher Bischoff hac Apostoli¬ schem brauch nach/ diest)ände aujf sic gelegt? Mel- cher Bischoff hak sie ordiniert/geweyher/vn zu pfafs fen gemacht ? Die Priester in Creca haben den prie¬ sterlichen gewalc/wie oben angezaigt ist worden/ durch austegung der iAändc von Tito empfangen/ Ticus aber hac sein Gewalt von Paulo/Panlus von den Aposteln / die Aposteln von Christo empfangen. Also hat diesen Apostolischen Gewalt geben/der s). Petrus dem Bapst Clemcnki/welcher nachmals sol¬ chen auch andern Bischöfen erchailr/ dahcro gesche- hen/das drstr Apostolischer Gcwalc/von handczn handr/von JarzuIar/auffdie Bischöfen der gan- tzcn Clmstcnhair/durch austegung der i^ändr/konu- rnen ist. Da haben wir/von wemc wir Bischöfen vnd Priester vnscrn Gewalt haben. Don wern haben aber sren Gcwalcdiepredicanterr? Dorn Bischoff Niemandt» Diser Apostolrsichc Gewalt mangletvn gehet streu ab/Dcrhalben fr aigncs Misien vnnd Ge¬ wissen treibt sic/marrcrc sie/ängstiget sie/das sie sovil Hertz nrr haben/ sich selber 5aoechoro5, Pricstcr/Pfaf- fcn/vn Bischöfen zu nennen/ sonder schreiben allein/ l?LÜorc§». H-Saerammts deß Altars. »i- ßch?akore§> Predicanpen/Diener am wort/k)elf- ser/ Vuderhelffer/ vnnd wie bcy vns die Meßner/ Kirchendiener. Ja es vcrßHmachr sie/wann man sie 8Lccräoce5, Pfaffen/ oder Priester nennet/vnnd ver- mainen/Ucseyen dardurch an jren vnpriesterliche» Ehren verletzt worden. 2zherdy möchtest spreche/ die Predicanecn legen auch die t)ändc auffeinander/ vnd murmle» erliche worc vberemandcr/ Derhalbe» geben sie auch einander den Kirchen gewale r' Ant¬ wort: wer nichts hat/der karr nichts geben. Ein Pawer kan den andern nicAdlen.KüLn Predicar bar deri Apostolischen Kirchengewalr nie nicht empfang gen/derhalbcn kan er auch solch . n keinem andern nie gebcnr Vnd wann gleich solche Affen fünfftausenr Händeauff einen legre / so wirr doch solcher den Prie¬ sterlichen gewalc nir bekamen/ vnd derhalben keirrem Menschen/weder den Leib noch dasBluetChristi mt raichen/noch dieGündverzeyhenkönnen. Dy fpnchst/Lurher hatauch erlich ordiniert/geweyher/ vnd die händr auff sie ge!egr/Lr§o, so sein solche Prie¬ ster worden^ Darauff gib ich erstlich dise antwort. Luther hat verdambr die C^ch«!rsche Priesterweys hung/er hatdiestlbig vcrlaugnek/ vnnd har sich deß Priesterehumbs abgeehan/wiekan ersdan ander» «rrhailk haben Go finde man Predicanten/welche predigen vnnd Sacramentiren/auff welche von de» andern Predicanren keine t)ändk nie sein avffgekegt worden / Derohalbrn jrer vil auff die avßegung der tsändr gar nichts halten. Zum andern antworte ich/das ich gleich zuvor außder k). Gchriffr vnd hei¬ ligen Vattern erwiesen hab/das allein den Priester- UchenGewak geben können die Bischoff/ ist arrch/so Gg lang Von der einen GHalt dch lang dre Christenhair steber/ riichr erhört worben/das sich jemandr/aujscrhalb der Apostel vnd Bischöfen/ disenR.Lrchengewalc durch ausiegungderwändtzu- erehailen/ sich her vnderstanden. Ern Priester kan predigen/kaussen/Mcßlcscn/ die Sacramenc erehai- len/abee Priester zu weyhen/stehet nicht imr seiner S.7Z7->-s».()uici facir, spricht derk). ZAieronymv8/ex- Lepra oräinarionc Lpilcopu5,^uoä prc5d^rcr non faciLr? Mas thuet em Brschostv das nrr such em Prie¬ ster rhnet/ «ustgenommm die Vrdmarion? Er wil sagen. Ein Priester hak ein grossen Gewalt in der Kirchen Gotres/aber dz er mög Priester wey- hen/das ist nie. Distr Gewalt gehöret allein den Bi¬ schöfen zu / welche solchem von den Aposteln / von lpandr zu ttanLe/ ordmlicher weiß / empfangen ha¬ ben. !7kunist Luther ^einDischossnit gewcsen/der- balbenhakerauch Lern Priester machen können/vn da er gleich sich solches zu rhun vnderstanden/ vn auf etliche predicamen t)ändr gelegt/so hac er doch mehr nie außgeriche/LXS Ser einen R-ohlschwaryen/ drax, drL5, schreicndr^Aaadcn / mit baden vnd wa- schen/weißzvti a,- bemühet, wann dan vn- sere Widersacher kerne rechte/mit Apostolischem ge- walt versehene vn außgesta^ierce Bischoffnichr ha¬ be n/ so folgt vnwiderstrrechlich / dz bey jnen XLi§°---ov?bccab2nc. ^)ch schicket die Pk0- pheten mr / vnnd sie treffen: Ich redek nicht ZU Mtt/vnd sie weissagten. Ein solcher prebičane war der Aeyer k^ouacianus/von welchem der td. Cyprianos also schreibt: I^ouariLnuz in LccleÜL non ncgue Lpiicopus compurari počeli, L^uiLuLNgclicL^?-^-^^ Lc /^postolica Hachrione concompra, ncmini suLccclcn8,aupc dcrRirchenhaeaufsgeworffen. Disen/odcr dergleichen Gewalt/ haben die abgefalne predrcantc/auch jren weltlichen abgefalnen Lürste vndLbrigkaireneingeraumbc. Solches aber haben die predicanren geehan/auff das stc sich auf der Di¬ sciplin vnd auß der Zucht vnnd dem Gchorsamb der Bischöfen straiffen/ Vndinjremvnlaurern/schendt- lichen leben/jres gefallens verharren/vnnd den schütz wider die Bischöfen/von jren Weltlichen Lbrigkai- ten haben möchten. Das aber die Lürstc/die Aeichs- stäcr/vnd andere weltlicheLbrigkaicen/das gch^dce dises Angels / so geschwinde angenommcn/gcfaff/er- schnapr/vnd sich deßB.irchengewa!rs angemast/das haben verursrchr die Geistliche Gäerer/welche sic in die Augen gestochen, laiche der Eyfcr der Acitgion hak sicdarzu gcrriebcn/es istjnen auch nic das Geist¬ lich so sthr angelegen gewesen / so»»dcr die gucce/faist« ^Drebenderr/die stacliche Lcnciicien^ die reiche Clöster/ die herrliche Lhumbstifft vnd Bisthrrmben sein jl:en im H. Gacraments deß Altars. r -o im Ropjfvmdgangen/vnnd Haden jnen starčke ge- dancken gemachr/das durch solche jre Lamcrgüerer/ reichlich vndstarkich mochten gemehret werden. Di« Mest/welchean großem Ernksmmenmächkigwar/ gieng Mn vorm Liecht vmd. Drse degeeeen sie za erden. 'Weil man aber vor dem Lobt niemand! er, den kan/vnnd derhaldendre Erdschaffc der Mest/ vor jrcr avßtilgung/ zu den Fürstlichen/ vnd Glätt/ vnnd tderrn Lämmern nie möchte gedrache werden/ da har man jr nach dem Leden getrachc/vnd sie letzt¬ lich zu der Riechen hinauß gestosten/sie adgestochen/ ermordc/vndsie ganyvnd garmitButzenvnGcen- gel/Rirchenrauderischer weißaußgetilgk. !Iach sol¬ chem hat man in jr verlassenschaffc geplaye/an vilen Brecn/ das Einkommen der Rirchen G L L T E G Freydeurerischcr weiß an sich gezogen/dieRirchen/ die Liöster/dieThumdstifscgepliendert/vnddieIar- liche Gefall/zu sich genommen. Wie schandclich mit der Geistligraie ist gehauset worden/wär vil zn schrei- den/aber jetzune nicht vonnöcren/darzudieaußge- sprungneMünch/vnd Gottlose adgefalne Pfaffen/ den Weltlichen Ldrigkaitcn vrsach gcden/sprechender Vos arinis nos ^rorc^ire, no8 ^enna vo8 cicicnclcmus: Das ist: Gnedige Fürsten / Wolgedorne Grafen/ EhrnuesteBurgermaistervnndAarh/ Veste Jun- cker/schütztvns/ dehüer vns/ schirmctvns/versichert vnö/vor vrrftrm odristen t>anpr dem Bapst/vor vn- sern Bischöfen / vor vnsern ( denen wir mir Aydts- psiichrverbunden sein) GeistlichenL>drigkairen/daa lievns wegen vrrscrs Mainaydrs vnnd Buchenstuck nicht Von der einen Gestatt deK Nkcht auff den Gcheitrerhau-sscn setzen/Entgegen rvollen wir ruck mit vnstrcr Feder/ nne rnscrn fal¬ schen Zungen nuff den Cantzcln/vnd in öffentlichen druck vnnd schreiben/ewers B.irckenr-rubs halben defendieren/vcrrhcdigen/vn enlschnldigcn.Wlr wol¬ len lchren/jckrcyen/vnd schreiberr/der R-irchengewalt gehör euch Weltlichen Lbrrgkanen zu: Wrr wollen predigen/dieGeistliche vnnd gestissceGücrer/scycn ewer gantz vnd gar/vnangeschen solches alles erstun- cken vnd erlogen ist. tdabcn also diseabgefalne/vttd «ußgesprungne Münck/ wider dieAarch Gottes sich gesetzt/fichan die LpelrllcheLbrigbc.it gehenckt/jren Gottlosen B.irchenraub/vnd wegnemung der Geist¬ lichen Güetcr/gebillicher vn vereaidigr/damit sic di« lEhruergessene vnnd mainaydigeBneben/ deß Gal¬ gen vnnd deßFewers/ welches fiewolverdient/frey waren, wie falsch vnnd Gorrloß jhr fnrgcben sey/ das dir weltliche Lbrigkaieen ein R.irchengewalt haben/zeigt an das alte vnsercr frommen/Gotts- förchcigen Voreltern Verfiel / da sie gesprochene 5upp!ex ora, ru prorc§e, ruc^ue labora: Das ist: DvBapst lehr/dttLrgiser wehr/du bavr ernehrr Durchweichen sie haben wollen anzaigen/ daß es alßdann in derwelc recht zugchn werd/ wann ein je¬ der Standr in seiner vocarion vnd berucffverbleibe. Gott der N»Err hak zwcy Gchwerdt verlassen/das Geistliche vnd das weltliche. Dem Peero/vn niß dem R.aystr/Rönig/Fürsten vnnd h)errn/ hak er das Geistliche befolhen. Go hat er auch nitB.önig/R.ay- ssr/Färsten/Grafen/Burgermaister vnd Rath/ oder «irrer gsntzen Gemain/gewak geben/das sie sollen Pfaff«» H. Sacraments deß Altars. r r» Pfaffen machen / vnnd Verordnung thuen/wieman predigen/den G occsdiLnst verrichten/ vnnd die Sa- cramenra administrieren vnnd raichen foll/sondern Er hatvsprichk paulus/in der Rirchen gesetzt A- / postel/ Propheten/Hirten/vnnd Doctores/^^^- nie den B.aysern/nicht den R.önigen/nichr den Für¬ sten vnd t)errn/oder der Gemain/dat er dists Kir¬ chen regiment beuolhen/ sondern den Aposteln/vnnd den Bischofen/welchen derApostel paukus(wie oben vermclr) zu geschrien/das steauff sich vnnd auff die ganye N>eerd achrung geben sollen/vber welche sts vonGoctzu Bischöfen scin gesttzt vnnd verordnet worden. Dessgleichen schreyec den t)ebreern zu der heilig Paulus/vnnd vermahnet stein seiner Epistel/ Das sie sren vorgesetzten Geistlichen Obrigkai- ten sollen gehorsamb laisten/als welche Messen rechenschasst geben für ihre Seelen. Vber dass/ so hac vnser t)err vnd k)ailandr/nicht den Kaysern/ nicht denRönigen/nicht denFürsten/nichc denGra- fen/nichtden Statten/nicht den Gemainden/Bur- germaister vnd Rarh/ sonderdem k), petro/vnd ser- nen lT^achkömblingen gesagt: oues Waide meine Schlrf: Bapst vnd Bischof/sein die t)irten. Rayser/B-önig/ Fürsten/vnnd allesVolck/ stin die Schaf / vnd müeffen vnder den Geistlichen t)irren bleiben/ wollen sie anderst nit zu stinkenden Böcken werden. Dem heiligen Petro hat Christus gesagt / vnnd nicht den weltlichen Qbrigkaiten/ Dn bist Petrus/ vnnd auss disen Felsen wil ich Hh baweir Von der eknen Gestalt deß baweNMem Rirchm. widcrumb dem Petra hat er gesagt: Dir wü ich geben dre Schliesse! dess Reichs der Himmel/v!md was du bmden wirst anffErden/dz sott gebundm stin im Hmi- inel/vü was dn austösen wirst auff Erden / das soll auffgelöst stur .a dem Hrmel. Dis-worthae er zu Petrs gercdt / vnnd können rrichx von den R.aysern/Aämgen/Liirstckr vnd t^crrn/sondern al- lein von dcrr E^achkömbiingcn dcß l'). petri/derr Bi- schoferr/verstanden werden. Derhalben blcibc es Key dem/daszwaycrleyAcgimenrscin/das Geistliche vn das Weltliche. Drstzwcy mneß man in acht haben/ wi! man anderst nit/das allerleyConfusion/Derwir- rung/Zwitracht/Bnainigkait/vnnd letztlich die ewi¬ ge Bcrdambmrß erfolge. Dieses har rechrvnnd wol verstanden/dcr fromme RönigIosaphat/daerge- sprachen: Lmaria; 8acLräo5 öe?onrifcx in omnidu;, eplL Lcl vevxi percincnc, peTüchdir. ?orro kuper ca opera erir, c^uT aä Kcgi8 oürcium pcrcinenr: Amarms der Priester vnnd Bischof sott der Vdriste vber euch stm / in allen dmgen/welche Gott den Herrn antreffen: Go soll Uabadras em Fürst sein Vber alle Sachen des Königs» Dcrhatbe gedöret den Weltliche Lbrigkaieen / nie dz Waiden/sonderngewaidcewerden/vrmd haben die Weltliche Qbrigkaicen im wenigsten in der 2^irchen Gottes nichts zu th uen/als das ste / was die G eclsorg belange / den Bischöfen/ als von Gott jren verordne¬ ten Geistlichen Qbrigkaiten/gehorsamb laisten. Dee t). Ams H.SacraZmrtts deß Altars. r - - t>. Ambrosius schreidr von sich /das er Hern Kayser- Dalenkiniano/wegen dsß Kirchen Asginrrnrs/ also hab zu gefprschen: bloli re Arauars Imxsraror» vr .rcr rern eL, oUL ciimnü. simt, aU^rro^ Ins i-nxellaleIrabe-^)>. re. ?ub!icorum cibr rnceniurnIu8 conrmillum.ek, nynlL-M'E.^ crorum: Drr Ag^ses / wölkest dich mchk demäe> he-r/dsff dl! gedemkest/sls wsmr drr em Rasser* ^chLgexschtigkKlLhabest'vbLr die iemge Lurg/ welche Gsetuch stin: Der Gewalt vbsr die Sramngwren ist drran'oLfolhen/nichtVbcrdis Geistliche- Deßgleichers hat er gesagtzudem Theo- dssio: ?nr^ura Im^eratores ü.cjc, non 8acei.äoce8 r; Das Purpurkkidt macht Rmser/absr nie prie^ ster, Da zargr er an/dz der Geistliche gewalr mr von denKayftrn herkomme/ sonder von den Bischöfen den Priestern errharic werd. Der t). Athanasius straffe au ff ein zerr/ den Kayser Gonstantiunr/das er sich den Geistlichen geschcffeen pstegre einzumi- schcn/Vn schreibt darncben/dz idostus/einBischofztr rilordnba/bcMelccm Constanrio/ auffeinzeirgesage hab: bch^l'Xcive nobis in boc Acncre, fccl ea ^ociu8 äch'/E-r/?/» nobissircho: Bbrenrin Orvs Imperium coinnnlln no-^B -bi; ea HUL siunc boclLÜL ooncrc6iäir: Btstlch ,s,' nrchts/V Naystr/rn drsen Sachen/ sondern vit mehr lehrne dise dmg von vns: Dann GDTT bat dir das Aayserchmnb beuolhen / vns aber hat er die dmg/ welche zn der Kirchengehös ktg^nuertrant. Wie hoch disen Kirchengewaks - der t). Chrysostomus geachtet / Zargen an dise wore/ t7h tz welche Ätl Oiaconum ii LoiE, ii Is^ui OiLclemacc: ornarur, inäi§ne aäeLc coblbe, coercc. ^laiorem cu babezjlloporcKarcm: wann emHertzog/sprichter zudemLeutten/wann em Burgermaister/ wen» einer mit Königlicher Lron geziert/vnwücdig hinzu trittfo Helte ine auss/treib in hinderstch/ lassin nicht fort. Einen grösser» gewalt hastu/ als er. k)iezaigc der k). Chrysostomos an/das nicht «Nein ein Priester vnnd ein Bischoss/sondern so gar «nch die Diaconi vnd Leniten/einen gröstcrn gewale haben/als die Aonig vnd die R.ayscr/ welche mit kei¬ nem Geistlichen/ sondern allein mit dem Indischen Gewalt/vber das Volck begabt sein/welches dann auch anzaigc der t). Ambrostus / da er alsogespro- chen: blonor LL iubUrnicas Lpi5copLÜL, nulli; poreric comparacionibuz LciL^uLrl.8iKcAum5ulAor1comp^re5, prinLipium chaclemLri, lonAe erir in5eriu8, <^ULM il merallum aci auri kulAvrem coinpares. cüin vidcL8 KeAurn colla principum, lub inicri^eni- bu8 8acer<1oMMi L5cxoiculLri8 corum ciexrri5-orLrioni- bu8eorumcrLLO 8Lceräoce5 eliis conkiruri, nobis claci vr Di), c^ui liominibu8 iuäicLri non äcberis, Leči dornine5Lvobi5 : Ir se^t V0N SottZUpkiester bestelt/ vnd vns/als Götter/gegeden worden/ die Jr nicht solt von den Menschen/ sonder die Menschen von euchgeurthailet werden. Auß welchem allem klar erscheint / das die R.ayser/Zxö- nig/Fürsten/t)errn/Gemainden/ vnd alle "weltliche Bbrigkait/keinen Gewalt vber die Rirchen Gottes nicht haben/ viel weniger das ste Priester ordinier«/ bestellen/vnd machen können/welcher Gewalt allein den Aposteln/vnd fren l^achkömblingen den Bischö¬ fen ist gegeben worden. Aber du sprichst/sein nichcdie weltlicheQbrigkaiten Lehens: vnd Vogrherrn vber die R.irchen r' Das Fürsten vnnd k)errn / die Lehen- schafft vnd VogtQbrigkait vber die Barchen haben/ das bestehe ich jnen / aber das soll allein zum Schutz geschehen. Ein LehenßWerr soll nicht gedencken/ daß die Geistliche Güter jme gehörig sein/vnnd das sme zu zeiren auch ein particul oder Portion daruon t)h ih zu Von der emett Gestalt deK ZN reissen / erlaube sey. Dann was G^T'T vttd stiner Kirchen ein mahl zuge,..igneeworden/ daskau kein Merrsch/billichsu weiß uw an sich zirhen.D ae sie aber; VoZkt)srrn sein/das ist dahero geschehen / das die Weltliche fürsten v.rnd i^crrn/sich deß Schutz der Airchsn selber a-rerbotten/dar durch sie verhofft/ein hesöndern Loh?? von Gott zu haben. Das auch dis Ertzbischofen vnnd Brschoftn/solcheVogtobrigkai-' ren vey de? pfarrenElostern / vnd andern2firchen mrg'enonrmen/das ist darum b geschehen/ das sie ver¬ hasst/es würde die Llcriscy dardurch geschützt/ge- schrrknt/vrrnd gcharrdrhabc werden. Aber die ersah- rung bringt mit sich/das dieDogtherrnossccrmals Hausen rnicdenRsrchen Güecern/wie dieB.atz mit derMausi/wclchcs ein grosse Sünd ist. Vnd mögen sich fürstliche Aächwolhüecen/ das sie nie das f)öl- lische fewer jnen selber auss jre Aöpss verdienen/ welche jren tderrn zu Zeiten einblasen/als wann die Geistliche Gott dem t^Errn gescheuchte vnndvbcr- gcbneGüetür/Lammergüetcr wären/ vu-rd d-rhal- benjre iAerrn-nachthaben/mie dcnsclbigenjresge¬ fallens zu disponieren. So kündte ich auch harrffen- weißl^istoriLN erzehlen / welcher massen die jenige von Gott sein gestrafft worden/ welche Zxirchcngüec- ter angemst/vrrdan sich gezogen haben / Aber wegen der kürtze wii ich dergleichen Sachen fahren lassen/ vndwil widerumbzu vnscrm proposilo grcissen/vnd sprich/ Das die weltliche Qbrigkait zwar die A.ir- chcngüeter/vnd die redicanren keinen Nirchen- gewalt/weder von der "Melrlrchsn Qbrigkaie vnd Ge- mainderr/krochvsnden andern vngeweichten ^)redr- cankcn nie haben kömren/vnd der rechte von den Bi¬ schöfen erthailceGewalk/jnen manglet vn abgehet/ Go volgc vmvidersprechlrch/ das sie keine Priester sein/vnnd keinordenlichen Gewalt zu predigen/zu Meß lesen/zu Haussen / dieGündzuuerzeyhen/die Sacrarnenezu handlen vnnd zu wandlen/durchauß nicht habcn/sonder sein purlaucer L,ayen/welche den Leib vnd Bluct Christi deß kderrn nicht raichen kön¬ nen. Go bleibt es nun bcy dem/welches ich oben ver- mele/Wer zu vi! begert/derbeksnibt offtgar Nichts/ vnd der mit einer gestalt deß wahren Gacra- menes/in der Lxirchcn Gottes nik vergnüegc/vn sich wegen zwcycn gestalten zu den prcdicarrcen verfügt/ der verlenrc Christum / vnnd bekonrbt außer Brodc vnd "weins/gantz vnd gar nichts. Gott erleuchte als kc die/ so in Irrhumb stecken / vnird bekehre alle Sünder zu wahrer Bueß / das wir alle mögen selig werde»»/ Amen.