Nr. 281. Freitag, 6. December 1889. 108. Jahrgang. Mbacher Zeitung. ^»»»e»»n«»»tz»»«»l Mit Pofiv»«l«»bun«: ,»n»<«h»l, fl. 1», h»lbl»h,ig sl. »,«. I» ««»ptol«: l'nMhll, sl.ii, halbjährig sl. b,»°. F»» dle Znstlllnn, <»» »an« ,«n»)«hli<, sl. I. — I»»»rtl,««,,»»,, Fll» n«i», In««?»!« b<« ,n 4 ^t»»«»W»«««» llslnbet fich «°llgles»platz > bl» «ei»ett» Nahnhosgasse 9t, «prlchftnnbnl dn ««baction tialich v« l0 bi« l« Uhr vormittag«.— Unsl»nN«^»V,zu berufenen Enquete» Commission laut Protokolles vom 25. April 1889 zur Annahme empfohlenen Podhaqsky'schen Nlternativpro» jecte mit dem derzeit auf 1.378.600 fl. veranschlagten, jedoch in dem zwischen der k. f. Staatsverwaltung und dem lrainischen Landesausschusse abzuschließenden Ueber-einkommen noch endgiltig festzustellenden Kostenaufwande als ein unter staatlicher Mitwirkung auszuführendes Landesunternehmen erklärt. Zu den Gesammttosten dieses Unternehmens haben die Besitzer der zum Ge« biete des Moorgrundes gehörigen Grundstücke 28 Procent, das Land Krain 12 Procent und die Stadt Laibach 10 Procent beizutrag/u. Zur Bestreitung der gedachten Kosten ist ein eigener Morastentwässerungsfond zu bilden, in welchen der Veitrag des Staates, der Beitrag der Morastbesitzer. der Beitrag des Landes Krain und der Beitrag der Stadt Laibach einzufliehen haben. Abg. Hribar sagt, es sei zwar für die Hebung der Landwirtschaft in der letzten Zeit viel geschehen, die projectierte Entwässerung des Laibacher Moores aber werde ein geradezu epochales Werk sein. Auch die Stadt Laibach werde durch die Entsumpfung des an» grenzenden Moorlandes in vielfacher Beziehung gewinnen, und er begrüße daher mit Freuden diese Vor» läge. Redner schilderte die bisherigen Versuche der Entwässerung des Laibacher Morastes und wie« auf das Elend hin, welches durch die alljährlichen Ueber-schwemmungen hervorgerufen wird. Durch das geplante Unternehmen werde nun diesem Elende abgeholfen, Abg. Hribar sprach schließlich dem Herrn Landes-Präsidenten, dem Herrn Landeshauptmanne und dem krainischen Landesausschusse den Dank für die bisherige Förderung des Unternehmens aus. — Abg. Dr. Ritter von Blei we is fragt, ob das Fabrikswehr bei Kaltenbrunn den Abfluss des Wassers nicht behindere. Referent Po vie bemerkte auf die Anfrage des Abg. Nleiweis. dass nach fachmännischer Aussage das Fabrikswehr in Kaltenbrunn auf den Abfluss der Morastwässer keinen Einfluss habe, weil das Gefalle von Selo genügend sei. Der Referent stellte schließlich namens de« Ausschusses folgende Anträge: 1.) Der Gesetzentwurf, betreffend die feiten« des Landes Krain, der Landeshauptstadt Laibach und der Besitzer des Moorgrundes zu leistenden Beiträge zu den Kosten der Arbeiten behufs Entwässerung d»s letzteren, wird genehmigt. 2.) Der Landesausschus« wird beauftragt, die Allerhöchste Sanction dieses Gesetzes zu erwirken. 3.) Der Landesausschuss wird beauftragt, bei der hohen ! l. t. Regierung unverzüglich die erforderlichen Schritte zu thun, um von der hohen k. k. Staatsverwaltung im verfassungsmüßigen Wege: a) einen Staatsbeitrag von 50 pEt. der Gesammtkosten des Unternehmens; d) ein nnverzinsliches Darlehen von 300.000 fl. für die Moorgrundbesiher; c) die Stempel» und Vebüren« freiheit von infolge dieses Unternehmens erforderlichen Urkunden und Rechtsgeschäften; (3) die Zustimmung zur Verwendung des verfügbaren Theiles des bestehen« den Morastentsumpfungs-Fondes zu Gunsten des auf die Morastbesitzer entfallenden Beitrages zu erwirken, derart, dass die nach dem beiliegenden Gesehentwurfe angestrebte Entwässerung des Moores gesichert, die Arbeiten womöglich im Jahre 1890 in Angriff genommen und im Laufe der darauf folgenden vier Jahre durchgeführt werden. 4.) Der Landesausschuss wirb ermächtigt, nach Einvernehmen der übrigen Interessenten mit der hohen k. k. Staatsverwaltung im Sinne des beschlossenen Gesetzentwurfes die zur Durchführung der Meliorierungsarbeiten erforderlichen Vereinbarungen zu treffen und sohin unter sorgfältigster Wahrung der Interessen des Landes und der Meliorierung die nöthigen Schritte zu thun. 5.) Der Landesausschus« wird ermächtigt, erforderlichenfalls für das seitens der Moor-grundbesitzer aufzunehmende Darlehen bis zum Höchst-belrage von 300.000 fl. unter Anwendung des § 6 des beiliegenden Gesetzes und aller sonstigen gebotenen Vorsichten im Namen des Landes die Haftung für die zu vereinbarende, voraussichtlich mögliche Rückzahlung dieses Darlehens zu übernehmen. — Bei der Abstim» mung wurden die Anträge einstimmig angenommen. Abg. Detela referierte namens de« Finanzaus« schusset über die Petition der krainischen Landwirtschaft»-Gesellschaft um Subvention für ihre gewöhnliche Thätigkeit und Unterstützung behufs Betheiligung an der Wiener landwirtschaftlichen Ausstellung im Jahre 1890. Feuilleton. Die Klöster in Krain. IV. H^.Alz in der zweiten Hälfte des dreizehnten Jahr» bttit,"^ b-r Augustiuer-EremiteN'Orden sich zu ver» "ie ^ begann, kam bald auch nach Krain eine Colo-in c?" Süden her. Im Jahre 1329 finden wir schon Hz« "bach einen Agustiner - Convent, welcher bel der I«, ^n der Untertrainer Straße vor der Stadtmauer ihlt Molge der Türkeneinfälle mussten die Augustiner U93 ^e b" heil. Maria Lauretana verlassen, und tzn >>, lvurde ihnen die St. Iakobslirche eingeräumt, halte« ^sormationszeit tonnte sich der Convent nicht z«b,''.d'e St. Iakobstirche wurde den Jesuiten über-tzy ' M Kloster aber wurde als Spital verwendet. Kicher ä^Men Jahrhundert kamen die Augustiner ^glisti ""^ Laibach, und damals wurde auch em ' lNer-Eonvelü der «Discalceaten» gegründet, dclch L" Franciscaner sollen schon 1233 aus Italien lhr? i"l H gekommen sein. Urkundliche Belege für ^hre 1 c "s in dieser Stadt haben wir aus dem ^«ien ^' TW Conventstirche war der heil. Maria Mtez >V" geweiht. Von den Schenkungen dieses M ez c>"'" wenig bekannt, nur so viel wissen wir. ?'ddack 1^ '" vierzehnten Jahrhundert Güter nm Melen ^'""" "warb. Im fünfzehnten Jahrhunderte ^ und >,. «Minorite«, oder «Conventualen» über» ^ 'bre ^ ^engeren «Observanten. (Barfüßer) wur-^ Viin/?Hsolger. Am 27. August 1491 übergaben >de °we" in Laibach die Klosterkirche und das ^ezs^uz s^, ^ Siegel in die Hände des "uptmannes, welcher dann am Z.September alles den Observanten einantworlete. Bald darauf wurde die Marienkirche erweitert und da« Kloster repariert. Allein im sechzehnten Jahrhunderte ver. armte es so sehr, dass Erzherzog Maximilian 1594 das Klostergebäude den Jesuiten übergeben ließ. Aber schon nach wenigen Jahren 'forderte der Franciscaner-Orden den Laibacher Convent zurück, und 1619 war hier schon die erste Ordenscongregalion. Laibach wurde uun Mitlclpunlt der krainischen Mino-rilenvrooinz, und 1658 beschloss die Ordenscongrega-tion. ihr «8w6iurn 86N6rkl6» für die ganze Provinz nach Laibach zu übertragen. Allein im Jahre 1676 wurde dieses nach Trsato verseht, doch wurde dieser Beschluss schon 1688 wieder rückgäugig gemacht. Außer in Laibach treffen wir die Observanten noch in Stein seit dem fünfzehnten Jahrhundert bis 1538. wo sie die Stadt verlassen mussten und ihre Besitzungen dem Spitale zufielen. Aber 1627 wurden die Franciscaner wiederum in Stein eingeführt. In Gradac bei Mottling wurde auch 1467 ein Francis-canerkloster errichtet, aber schon 1469 von den Türken zerstört und die Brüder zerstreut. Die meisten giengen nach Rlldolfswert, wo von denselben Stiftern 1470 bis 1471 das noch heute bestehende Kloster gegründet wurde. Die Herren von Gallenberg stifteten 1300 das Clarissen - Kloster zu Münkendorf (Mekine) bei Stein uud erhielten es ohue fremde Hilfe aus eigenen Mitteln. Der Stifter Seyfried von Gallenbcrg schenkte dem Kloster 13 Huben, zerstreut in verschiedenen Ort. schaften um Stein herum. Langsam wuchs das Vermögen des Stiftes bedeutend an und es wurde mit Privilegien uud Gerechtsamen ausgezeichnet. So wurde ihm 1338 auch die freie Gerichtsbarkeit von Erzherzog Albrecht gewährt. Woher die ersten Nonnen gekommen waren, ist nlcht bekannt. Wie in Mictzlstetten, so finden wir auch hier Töchter der ersten Landesfamilien. Noch vor dem Ausbruche der Revolution gerieth Münlendorf in ernste Streitigkeiten mit den Gallenbergern als Erbvögten, denen das Stift die Vogtei entziehen wollte. Diese Streitigkeiten währten lange Jahre hindurch, und noch gegen Ende des sechzehnten Jahrhunderte« lagen beide Parteien in hartnäckigem Kampfe miteinander. Erft Kaiser Leopold fällte 1681 das endgiltige Urtheil zu Gunsten der Gallenberger. Zur Zeit der Reformation waren viele Nonnen, ja die Nebtifsin Susanna von Obernburg selbst, ketzerisch gesinnt. Das Nonnenkloster zu Lack nach den Regeln de« hl. Franciscu« wurde im Jahre 1358 vom Pfarrer Ottokar von Stein gegründet. Unter harten Bedingungen wurde ihm die Gründung gestattet, darunter auch, dass keine öffentlichen Messen ohne Bewilligung des Pfarrer« ge-lesen werden durften. Es ist Thatsache gewesen, das« die Kirchen des Weltcleru« leer standen, wenn die Frauciscaner oder Dominicaner gleichzeitig in den ihnen gehörigen Kirchen predigten. Daher durfte in der Lacker Conventslirche nur an Sonntagen bei offenen Thüren gepredigt werden. Auch durften die Klosterlapläne leine Beichte aushören, noch irgend welche Sacramente ertheilen. Die Zahl der Schwestern wuch« sehr rasch, und soll einmal sogar 250 betragen haben. Auch hier finden wir wieder die Namen der ersten Landelfamilien. Nach der 1782 erfolgten Aufhebung dieses Eonoentes sind hier die Ursulinnen ein» geführt worden. Einige behaupten, dafs auch in Laibach ein Convent der Elisabethinerinnen bestanden haben soll und dass er 1345 an der Kirche der hl. Elisabeth zur Krankenpflege in dem dabei stehenden Spitale gestiftet Mbachtt Fettung Kl. 281. 2410 6. December M^ Als gewöhnliche Subvention wurde ein Betrag von 2000 fl.. ferner ein Beitrag von 3000 fl. zu dem für die Unterbringung der krainischen Abtheilung der Ausstellung zu erbauenden Pavillon bewilligt. Welters wurden dem Landesausschufse 5000 fl. zur Verfügung ge» stellt zum Anlaufe und späterer unentgeltlichen weite-ren Abgabe von Kupfervitriol zur Bekämpfung der Peronospora in den krainischen Weingärten. Endlich wurde dem Abg. Gorup der Dank votiert filr eine Spende von 500 fl. zu Iwecken der genannten Ausstellung. — Abg. Murnik berichtete namens des Verwaltung« ausschusses über das Subventionsgefuch der Gem-inde Dornegg an der Poik zur Errichtung einer Viehtränte und beantragte, da« Gesuch an den Landesausschuss zu übermitteln, welcher ein Project ausarbeiten lassen und sich auch an die l. k. Regierung um eine entsprechende Subvention wenden solle. Der Antrag wurde angenommen. Sodann referierte Abg. Dr. Tavcar namens des Verwaltungsausschusses über den Gesehentwurf, belref» fend einige Aenderungen in den Mautbestimmungen der Stadt Stein, und empfahl den nachstehenden Gesetz« entwurf zur Annahme: Artikel I. In den Mautbestim-mungen der Stadt Stein haben folgende Aenderungen einzutreten: 1.) Die Mautgebür bei leeren Fuhren be« trägt: a) von jedem eingespannten Pferde und Maul« thiere 4 kr.; d) von jedem Stück Rind (Ochsen. Stiere. Kühe) in der Bespannung 2 kr. 2.) Die bisher bestandene Mautfreiheit für sogenannte Personenwagen der Bewohner der Stadtgemeinbe Stein bleibt fortan in Geltung; dagegen ist bei allen anderen Personenwagen, gleichviel ob der Wagen besetzt 'st oder nicht, für jedes eingespannte Pferd eine Mautgebür von 4 Ir. zu entrichten. Artikel II. Die im Artikel I. erwähnten Tarife haben für zehn Jahre Geltung. Artikel III. Alle übri-gen hinsichtlich der Maut in Stein zu Recht bestehenden Bestimmungen verbleiben in Wirksamkeit. Abg. Baron Schwegel erklärte sich im Principe gegen alle derartigen, den Verkehr beschränkenden Normen- überdies sei der vorliegende Gesetzentwurf keineswegs klar gefasst; einmal sei von «sogenannten» Personenwagen und dann wieder von Personenwagen im allgemeinen die Rede, ein in der Praxis wohl schwer constatierbarer Unterschied; außerdem werde es nicht leicht festzusetzen sein, wer jeweilig als Gewohner der Stadt Stein anzusehen ist; ob z. V. Personen, die den ganzen Sommer dort verbringen. Curgäste und andere, die längeren Aufenthalt nehmen, dahin ge« hören. — Refer-nt Dr. Taviar entgegnete auf die Ausführungen des Vorredner«, dass als Bewohner der Stadt Stein nur solche Personen angesehen werden können, welche dort ihr Domicil haben. — Bei der Abstimmung wurde dem Gesehentwurfe die Zustimmung ertheilt. Schließlich referierte Abg. Murnik namens des Verwaltungsausschusse« über das Subventionsgesuch der Untergemeinde Nussdorf bei Adelsberg behufs Er« richtung eines Gemeindebrunnen«. Nachdem Abg. Kavcic ha» Oefuch befürwortet, wurde der Antrag dcs Referenten angenommen, wornach ein Project ausgearbeitet und die k. k. Regierung um eine entsprechende Subvention ersucht werden soll. — Sodann wurde die Sitzung um halb 2 Uhr geschlossen. Politische Uebersicht. (Der Staatsvoranschlag,) den Finanz, minister Dr. Ritter von Dunajewski in der ersten Sitzung des Abgeordnetenhauses eingebracht hat, zeigt, dass die große Action der finanziellen Consolidierung nunmehr auf dauernde Grundlagen gestellt ist. Der Staatsvoranschlag des Jahres 1890 zeigt einen Ueber-schuss, ein Moment, welches angesichts der bedeutenden Ausgaben militärischer, wirtschaftlicher und cultureller Natur umso gewichtiger in die Wagschale fällt, und wir dürfen es mit froher Genugthuung constatieren, dass die erste und wichtigste Aufgabe, welche die un-erlässliche Voraussetzung für die Durchführung der finanziellen Reconstruction und Consolidierung bildet, die dauernde Herstellung des Oleichgewichtes im Staatshaushalte nach menschlicher Voraussicht als erreicht betrachtet werden darf. (Der Reichs rath.) Wie «Närodni Listy» melden, soll der Reichsrath am 10. Jänner und nicht, wie ursprünglich beabsichtigt war, erst gegen Eude desselben Monat« zusammentreten. Die Nachsession des böhmischen Landtages wird dann gänzlich entfallen oder nur wenige Tage dauern. Derselben Quelle zufolge hat Dr. Mattus. der die Stelle des OberdirectorL der böh-mischen Landesbank bekleidet, die bestimmte Absicht ausgesprochen, nach Neujahr sein Reichsrathsmandat niederzulegen. (Der Wehrgesehausschuss) nahm das Rekrutengesetz an. Auf eine Anfrage Prombers theilte Minister Welserheimb mit, er werde ehethunlichst eine Vorlage über die Rückwirkung des neuen Militär-Pensionsgesehes für Witwen und Waisen auf die An-gehörigen der älteren Kategorie einbringen und erklärte dann, dass das Ergebnis der ersten Stellung nach dem neuen Wehrgesetze verhältnismäßig ein sehr be« friedigende« war. (Aus dem czechischen Partei lager.) Der «Hlas Näroda» setzt sich für die Fortdauer der Allianz zwischen den Nltczechen und dem conseroatioen Adel ein, indem er betont, dass beide Parteien aufeinander angewiesen seien. Anlässlich des von dem jungczechischen Organe in Scene gesetzten Hus-Rum« mels erinnert der «Hlas Näroda» daran, dass die «Närodni Listy» seinerzeit gegen den Vorschlag eines altczechischen Blattes, es möge zum Ankaufe des bekannten BroM'schen Hus'Bildes eine Subscription eingeleitet werden, eiferten und erklärten, die Reichen mögen den Betrag aufbringen; kreuzerweise Sammlungen unter dem Volke seien nicht vorzunehmen. (Zur Situation.) Die Abgeordneten Oelz und Thurnher erklärten ihren Austritt au« dem Cen« trumsclub. Die Führer der Rechten sehten ein eigenes Counts, welchem auch Karton angehört, zur Ausarbeitung eines Programmes der Rechten ein. Der Liechtenstein-Club beschloss, die Wahl des Obmannes vorläufig zu vertagen. Nach einem Communique" der Clubleitung berieth er vorgestern in zweieinhalbstündiger Sitzung die Schulfrage in Verbindung mit der gegenwartigen Situation. Die Vereinigung mit dem Hohenwart-Club wurde abgelehnt. (Bei der Propinationsablösung) " Galizien wurde der Regierung für die in den Staats' gütern betriebenen Propinationsberechtigungen eine 6Nl< schädigung von 1'/« Millionen zuerkannt, welche M Reclamationswege auf 1.800.000 ft. bis 1.900.000 P. erhöht werden dürfte. Bekanntlich soll dieser Betrag "«cy einer Regierungsvorlage zum Ankaufe von LandaMn in Galizien verwendet werden. <. (Der Budgetausschuss) vertheilte gest«« die Referate. Dr. Mattus erklärte, wie man nn» telegraphiert, wegen anderweitiger Ueberbürdung "cyl mehr als Genera'lberichterstatter functiouieren zu wnnen. Obmann Hausner sprach sein Bedauern und Mlei") den Dank für die ausgezeichnete Leistung. Dr. von Plener erklärte, auch die Opposition erlem'e die Gruno-lichkeit. Objectivität und Besonnenheit Mattuö' an. sodann wurde Abg. Kathrein zum Generalberichterstailer gewählt. (Verwaltungs-Gerichtsbarkeit in un-gärn.) Der im ungarischen Abgeordnetenhaus« »acy« stens zur Unterbreitung gelangende Gesetzentwurf uoer die Verwaltung«.Gerichtsbarkeit wird in detailliertem Weise alle jene einzelnen Fälle anführen, in welcyen, abweichend von den bisherige» gesetzlichen Bestimmunge', an das Verwaltungsgericht in zweiter, «ipectlve . n dritter Instanz appelliert werden kann. Cs ist nünm^ nicht so wir in Oesterreich die Errichtung "»es dlvß mit dem Cassationsrechte betrauten Verwaltungs'Gerlcyi^ Hofes, sondern mit jedem einzelnen Mumcipium die V richtung einer Verwallungs-Gerichtsbehörde M.« Instanz geplant. < (Im kroatischen Landtage) wurde nac^ den Reden des Sectionichefs Stankovit und des l" ferenten Mislatovic die Budgetdebatte geschloffen unv das Budget angenommen. . f, (Deutschland.) Wie aus Berlin gemeldet nm". soll der Reichskanzler Fürst Bismarck, welcher z" Zeit noch iu Friedrichsruhe weilt, die Absicht yaoe., bei der zweiten Lesung des Socialisten-GeseheS, w"^ frühestens in der zweiten Woche dcs December, «"H^ weise auch erst nach Weihnachten, stattfinden kann. Reichstage zu erscheinen. Fürst B'smarck bestanv " her in Uebereinstimmung mit dem Minister H""" h auf der Beibehaltung der AusweisungsbefugM. " in Vundesrathskreisen glaubt man. dass er an 0"> seiner Ansicht festhalten werde. .^ (Frankreich.) Wie telegraphisch gemeldet wi wurde vorgestern in der französischen Kammer der nister der auswärtigen Angelegenheiten über die Manischen Angelegenheiten' interpelliert. Aus der" wort des Ministers geht hervor, dass die "^^ von einer formellen Anerkennung der neuen ^"1,^ form in Brasilien^ seitens der französischen ^ "^-eine verfrühte gewesen ist. Die in Rio thatsächl'^ ^ stehende Regierung, sagte Herr Spuller, hat «A^. dem diplomatischen Vertreter Frankreichs M ^> dung gesetzt, und letzterer hat Befehl erhalten. 0" u^ ten Beziehungen, die er mit der kaiserlichen ""9 ^, unterhalten hatte, auch mit der jetzigen Regierung , zusehen. . Olad- (Siegeszuversicht stone hat im «Ninteenth Century» einen «"^.^B, worden sei. Dies lässt sich aber nicht beweisen, und wenn auch ein Convent gegründet worden war, so dürfte dies erst im fünfzehnten Jahrhunderte geschehen sein, da sich die Elisabethmerinnen erst in diesem Jahrhunderte verbreiteten. In der Spitalskirche, welche sich bekanntlich die Protestanten zur Zeit der Reformation zugeeignet hatten, befanden sich die Grüfte der Gallenberge und der Thurne. Alle krainischen Franciscaner»Klöster gehörten zur österreichischen Provinz dieses Orden«, wovon Krain mit Untersteiermarl eine eigene Eustodie bildete («cu-»lo6ia marckia Vinäorum»). Im Jahre 1559 aber trennte man Krain von der österreichischen Provinz und vereinigte es mit jener von Bosnien-Kroatien. Als aber in Bosnien die meisten Orden vernichtet wurden, nannte man die Provinz, zu welcher auch kroatische Klöster gehörten, «Carniolia», bis man ihr 1700 den Namen «provinoia s. eruoig» geben wollte. Aber durch den Einfluss des Wiener Hofes entschied man sich für den Namen «provincia, Ooalias-^ürnioliae». Unter den Provinzvorstehern begegnen wir erst seit 1700 krainischen Namen, während früher die Vor^ fteher meist Kroaten, seltener Italiener waren. Die Congregationen wurden alle drei Jahre abwechselnd in Laibach und in Stein abgehalten, nur einmal auch in Rudolsswert (1723). In demselben Maße, in welchem das Ansehen der landesherrlichen Gewalt stieg, fiel die Macht des Mönchthun,«. Schon Kaiser Friedrich III. fieng im Selbstbewusstsein seiner Würde den Kampf mit der Kirche und gab in seiner zähen Natur nicht nach. Von nun an werden deu Klöstern allmählich die wichtigsten Privilegien entzogen. Papst Eugen IV. räumte ihm 1445. als er sich in einer schwierigen Lage befand, da» Recht ein, Klostervisitatoren zu ernennen. Gleich- zeitig eiferten die Humanisten gegen das Mönchthum, und die Opferwilligleit des Volkes erkaltete nach und nach. Die Lage des Mönchthums in Krain wurde umso schwieger, als dieses seinen mächtigsten Gönner und Beschützer, den Patriarchen von Uquileja, verlor, indem ihn die Venetian« der weltlichen Macht in Friaul beraubt hatten und er ganz in die Abhängigkeit der Republlk gerieth. Die österreichische Regierung verbot ihm, auf krainischen Boden seineu Fuß zu setzen und mit dem krainischen Clerus zu verkehren. Für den österreichischen Theil des Patriarchates wurde ein Archidiakon bestellt. Um die Einmischung fremder Gewalten in das innere Staatsleben Oesterreichs zu ver-hindern, durften die österreichischen Klöster nicht mehr zu fremden Provinzen gehören. Jede directe Verbindung mit den ausländischen Orden und mit Rom wurde aufgehoben. In früheren Zeiten wurde der Landesherr von der Wahl eine» neuen Klostervorstehers nicht einmal benachrichtigt, im Jahre 1573 verordnete aber die Re» gierung, dass jedesmal der Tod eines Vorstehers derselben angezeigt, die Bewilligung zur Vornahme einer neuen Wahl eingeholt und der Neugewählte nach Aus-stellung eines Reverses von einem kaiserlichen Com» missär mit den Temporalien investiert werden musste. Nach der Verfügung von 1677 musste auch die Person des Candidaten angegeben und seine Bestätigung seitens der Regierung abgewartet werden. Kaiser Leo» pold I. verordnete 1669 und 1673. dass keine un-beweglichen Güter mehr an die Geistlichkeit verschenkt, vermacht oder verkauft werden dürfen. Im Jahre 1771 wurde angeordnet, dass kein Kloster ausländischen Ordensgeneralen Geld senden dürfe, endlich wurden 1769 die Wallfahrten ins Ausland verboten, ebenso auch die Reisen der Ordensmitglieder nach Rom oder anderen Städten. Nach allen diesen Vorbereitungen ersch'" ^ da« Aufhebungsdecret der Klöster. Die Zelle" , Privilegien und des Asylrechtes waren "" Mtel< musste ein jeder dem Gesetze unterstehen. ^?s.Maft alter stand es jedermann frei, sich aus der ^' zll zurückzuziehen und sich um dieselbe nicht w ^, lümmern, d. h. als Mönch zu leben. Jetzt AcMng langte man von jedem in erster Linie dle ^ ^ ^e der' Bürgerpflichten, daher ließ Kaiser 3"'" „h zltt Eremiten zur Verlassung ihrer Einsiedelelen . h^ti. Ablegung ihrer Kleider bei Arreststrafe .aW ^^ Durch das Aufhebungsdecret vom 12.3"^^, wurden zunächst fünf Klöster betroffen: «""s^ne»-Michelstetten, Münkendorf und die beiden Mar>' ^ Klöster zu Lack und Laibach. Zwei Jahre !V° ^ die Reihe auch an die Venedictiner und Elstewe ' ^ ^„ 6. October 1784 wurde die Aushebung des ^o, .^s Sittich angeordnet und am 2. October I78o « "Oelt-von Landstraß. Alle Conventualen traten m priesterstand. . :,i i"" Zum Schlüsse liefert Herr M'lkowicz ^ Excursen 1.) einer. Beitrag zur Erforschung "< ,^ h-r alterlichen Klosterarchivwesens und 2,) i" "^,cchäst'f Klostergründungssagen. Im letzteren Excuse ^e-er sich besonders mit den Gründungssagen v" ^ stetten, Sittich und Landstraß und bemerlt rH ^M der Ortsname zur Bildung der Sage verwc voi> (z. B. «Sitich. vom Vogel -p^"^'' ^ 2a"°' «^lik, 5ntiöna.). Nur der alte HOh" " ^gl. »" straß dürfte richtiger durch einen Vlah" ^ hM Auffchrift über dem Klosterthore aus de" ^e" se" Jahrhundert) als durch den «Waldmann» i" slav^ Auch hat die Endung .strah. nichts "»t °r ^n,""^ «l,lÄ5a zu thun, sondern ist nur "ne " ' des""' aus «tröst., da der Ort ursprünglich ß. ^ hieß. Laibachei Zeitung Nr. 281. 2411 6. December 1889. ^ffentlicht, in welchem er zur Ermuthiqung seiner Par-A mit großer Zuversicht für die nächsten allgemeinen Harlamentswahlen eine Mehrheit für Homerule um W bis 110 Stimmen voraussagt. Der Artikel ist ein ^orliwfer der großen Kundgebung, welche die Glad-stoneaner schon in diesen Tagen in Manchester ver-ünstaltei, wollen. Das Parteiverhältnis im Unterhause '>l jcht unter Hinzuziehung der jüngsten Wahlergebnisse ?' dasz 378 Uniouisten. da« ist Conservativen und «beralen Unionisten, 292 Homeruler, das ist Glad-stoneaner und Parnelliten. gegenüberstehen. Gienge die voraussage Gladstone's in Erfüllung, so würden im ^künftigen Unterhause die Homeruler etwa 430, ihr? Gegner nur 240 Stimmen zählen. Das aber würde Wohl so viel als den Sieg Irlands bedeuten. (Der zweite Nachfolger des Mahdi,) Abdullah Khalifa, soll, wie italienischen und englische» glättern übereinstimmend gemeldet wird, gestorben sein. Aas afrikanische Khalifat ist offenbar nicht gesundheits. mdellich; binnen sechs Jahren führt bereits der vierte Herrscher das heilige Schwert im Sudan. . (Aus Zanzibar.) Das Mitglied der Peter->Hen Expedition Rust, der soeben nach Lamu zurück ^lchrt ist. nimmt an. dass Peters und Tiedemann l°dt seien, da die an sie abgesendeten Boten nicht zurückgekommen wären. Tagesneuigleiten. , Se. Majestät der Kaiser haben den Abbränd-An der Gemeinde Zillingdorf im politischen Bezirke ^lkner.Neustadt in Niederösterreich eine Unterstützung von 500 fl. «us der Allerhöchsten Privatcasse zu be-""U'gen geruht. ______ -^ (Audienz der Postbeamten.) Mittwoch °°tmittags wurden die Repräsentanten der nach Wien ^sendeten Delegierten Versammlung der l. l. subalternen W' und Telegraphen - Beamten Oesterreich« von dem H"rn Handelsminister Marquis de Vacquehem cm-^"gen. Der Sprecher Prolopowicz führte die De» Galion mit folgenden Worten ein: «Erlauben Gurr ^"llenz, dass die subalternen Post. und Telegraphen. Aalnten Oesterreich« eine Petition behufs Schaffung von ^"officials.Stellen, analog wie fie bei den Finanzbeam-^, bestehen, ehrfurchtsvollst unterbreiten dürfen.» Der Dufter erwiderte, dass er bereits von der Petition ^"ntnis habe und die darin berührten Wünsche in wohl-wundste Erwägung ziehen werde. Allerdings müsse man "^ bloß die Staatsfinanzen im allgemeinen, sondern F, die Einnahmen des Postgefä'lle« insbesondere berück-U'lgen; doch werde er bemüht sein, den Procentsah der ""tbeamteu-Stellfn zu den unteren zu verbessern, denn . verkenne nicht, dass der Dienst der Post- und Tele-" "Phen-Beamten ganz besonders anstrengend und verant- Mungsreich sei, und er müsse der Deputation gegenüber 5) Vertreterin der Post. und Telegraphen«Veamtcn Inf, "Hs die volle Anerkennung ausfprechen über den ""swsrten Pstichteifer und die correcten Dienstleistun. ^ der genannten Beamtenschaft. Auch die Erhöhung der ehe l "ligebüren s" durchführbar, und er werde dieselbe N,""lls in wohlwollende Erwägung ziehen. Der Mini« den ^"e ferner, dass er, eben weil er sich für ^Halt der Petition angelegentlichst interessiere, über die einzelnen Punkte sich Berechnungen vorlegen ließ und gefunden habe, dass der zweite Punkt der Petition, die Gewährung einer Subsistenz.gulage, auf Schwierigkeiten stoßen dürste. Am Schlüsse der Audienz überreichte Ossi» cial Prokopowicz die mit mehr als 2500 Unterschriften versehene Petition. — (Ueber Duft und Färbung) der in Europa gezogenen Vlumenarten theilt Möllers «Deutsche Gärtnerzeitung» Folgendes mit: Cs werden gegenwärtig in Europa 4200 Nlumenarlen gezogen, von denen nur etwa 420 einen angenehmen Duft entwickeln. Am meisten sind unter ihnen die weißen Blumen mit 1194 Arten, darunter 167 duftende, vertreten. Dann folgen die gelben Blumen mit 951 Arten, einschließlich 77 duftenden. In dritter Reihe stehen die rothen Blumen mit 623 Arten und 84 mit Duft, in vierter Reihe die blauen Blumen mit 594 Arten und 31 duftenden. Bei den violetten Blumen gibt es nur 308 Arten und nur 13 angenehm riechende, während unter 230 Arten mit verschiedenfar« bigen Blumen 28 einen angenehmen Geruch aushauchen. Umso größer jedoch ist die Zahl derjenigen Arten, welche bei Reibung oder auch ohne solche einen unangenehmen Geruch verbreiten. — (Vom Tage.) Aus Wien, 4. December, wird gemeldet: Im letzten Augenblick gelang es, die Südbahnstrecke wenigstens für den Hofzug fahrbar zu machen, so dass die Kaiserin über die Semmeringroute heute vormittags hier eintraf. Die Kaiserin erfreut sich des besten Wohlseins. Heute nachmittags wurde der Triester Postzug abgelassen, auch die übrigen Bahnen konnten im Laufe des heutigen Tages den Verkehr wieber aufnehmen. — (Großer Brand.) Das «Extrablatt» erhält folgende Depesche aus Newyorl: In einem acht« stückigen Hause in Mineapolis, in welchem sich die Dru» ckerei und Redaction der «Tribüne» und noch drei an» derer Zeitungen befand, brach Feuer aus, wa« furchtbare Folgen hatte. Ehe noch die RettunaMtern herbeigebracht werden konnten, waren mehrere Seher aus dem siebenten Stock auf das Ctraßenpflaster gesprungen und hatten hiebei den Tob gefunden. Ein Reporter, der nicht wagte hinabzuspringen, erschoss sich auf dem Fensterbrett. Mehr als 20 Personen sind umgekommen, darunter ein Uni» versitäts'Prosessor, welcher kurz vor dem Feuerausbruch i" die Redaction zu Besuch gekommen war. — (Wiener.Neustädter Tiefquellen. Wasserleitung.) Wie man uns aus Wien mittheilt, haben die vereinigten Delegationen der Vororte-Gemein» den der politischen Bezirke Hernals und Sechshau« ein» stimmig beschlossen, dass in den Ausschusssihungen der von ihnen vertretenen Gemeinden nachstehender Beschluss gefasst werben soll: «Im Sinne der tz§ 3 » und 5 des Reichssanitäts.Gesehes wird der hohe niederüsterreichische Landtag um die sofortige Erlassung eine« Landesgesehes ersucht, mit welchem der Gemeinde das Recht der zwangsweise n Verhaltung der Hauseigenthümer ihres Gemeinde» gebiete« zur Einleitung und zum Gebrauche des Wassers der Wiener-Neustädter Tiefquellen-Wasserleitung, eventuell das Recht der eigenen Durchführung dieser zwangsweisen Einleitung und der Anwendung der hiezu erforderlichen Iwangsmaßregeln eingeräumt wird.» Die Sitzung der Delegationen war äußerst zahlreich besucht, und wohnten derselben auch Vertreter der Gemeinden Mooting, Perch-tolbsdorf und Brunn a. G. bei, welche sich dem obigen Delegationsbeschlusse anschlössen. Schriftliche zustimmende Erklärungen lagen seitens der Gemeinden Liefing und Vöslau vor. — (Dotation zur Erhaltung des Hof. staates.) In der ersten Sitzung des Abgeordnetenhauses wurde folgender Gesetzentwurf eingebracht: § 1. Die von den im Reichsrathe vertretenen Königreichen und Ländern zu leistende. Dotation zur Erhaltung de« Hofstaates Seiner l. und l. Apostolischen Majestät Franz Josef I. wird vom 1. Jänner 1890 bis 31. December 1899 mit jährlichen 4.650.000 fl. festgesetzt. Dieser Ve« trag ist während dieses Zeitraumes jedesmal in das Iah-resbudget einzustellen. § 2. Mit dem Vollzüge diese« Ve-sehes ist Mein Finanzminister beauftragt. — (Eisenbahnunfall.) In der Station Kroscienko in Galizien stießen vorgestern zwei Lastzüge zusammen. Sieben Waggons und eine Maschine wurden zertrümmert, einige Waggons geriethen infolge der unter Detonation erfolgten Explosion der Petroleumladung in Brand. Ein Maschinist wurde verwundet. — (Hohes Alter.) Wie aus Athen gemeldet wird, starb zu Vriula vor kurzem ein gewisser Tonstan-tin Nikolau in dem Alter von 11? Jahren. Der Verstorbene, 1772 geboren, heiratete im Jahre 1816, !und fein erster Sohn wurde ihm 1621 geboren. Auch ! seine Frau ist noch am Leben und noch zum Verwundern rüstig. Nilolau hinterließ 36 Enkel, die alle auch nicht mehr jung sind, und 5 Urenkel. — (Ein Liebesdrama.) Wir berichteten kürzlich über eine Liebestragödie eines italienischen Liebespaares; ein junger Mann Namens Vincenz Morelli erschoss in einem Wiener Hotel seine Geliebte und versuchte dann, sich selbst durch einen RevolverschusS zu entleiben. Wie man uns mittheilt, ist Morelli vorgestern im Wiebener Spital seinen Verletzungen erlegen. — (Aufgebessert.) Commis: «Herr Pumpwitz war soeben hier und hat eine Abschlagszahlung gemacht!» — Banquier: «Out, für die Folge schreiben Sie wieder Hochachtungsvoll unter die Mahnbriefe!» Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Aus dem l. k. Lanoesschulrathe.) Ueber die jüngste Sitzung des k. l. Landesschulrathes für Kram erhalten wir folgenden Bericht: Nach Eröffnung der Sitzung durch den Herrn Vorsitzenden trug der Schrift« führer die im currenten Wege erledigten Geschäfts» stücke vor; diese wurden zur Kenntnis genommen und sodann zur Erledigung der Tagesordnung geschritten. Die Errichtung einer allgemeinen öffentlichen Volksschule in Iggendorf bei Altenmarlt und die Activierung einer Excurrendoschule in Oberseedorf für die Ortschaften Oberseedorf, Laze und Otok wurden beschlossen, und wurde für die erstere Volksschule eine Lehrstelle mit 450 fl. Iahresgehalt neu systemisiert. Ueber die Zuweisung der schulpflichtigen Mädchen aus dem Schulsprengel von Vodice zur Privat.Volksschule der Schulschwestern in Repnje wurde Beschluss gefasst. Herr Christian Engelmann, Lehrer an der zweiclassigen Volksschule in Allcnmarlt, wurde zum Oberlehrer daselbst ernannt. Die zweite Lehrstelle an der vierclassigen Voltsschule in St. Veit ob Laibach wurde dem Lehrer an der breiclas» sigen Vollsschule in Weixelburg Herrn Josef Ianovsli verliehen. Ernannt wurden ferner: Herr Josef S edla l, »lachdiucl vel»olen. „, Verschlungene Zsäöen. """ «us dem Englischen von Hermine Franlenfteln. l91, Fortsetzung.) Eir ^"'listigen Sie sich nicht. Richards., bemerkte !at> ^ in gütigem Tone, als er ihre Aufregung H. l' Seaport wünscht einige Fragen an Sie zu lnö?' und es wäre mir lieb, wenn Sie ihm dieselben ""Hit genau beantworten würden.» y 'Gewiss, Sir Ralph., sagte sie und machte eine Fran,""""g vor dem Doctor, der sofort mit seinen " "gen beg^. llin, » " Herr hat die Gewohnheit, eine Limonade zu 'Ha 5l " Sie selbst für ihn bereiten,» fimg er an. lebten I .""" si""?, dass ihm dirse Limonade m der lvodll..^ "^ sehr g"t gethan hat. möchte ich wlssen, '^le sie bereitet haben.. ^ ,, Han/, aus frischen Eitronen, Zucker und heißem " .^. war die Antwort. 2'"onln ^"' statt der Citrone» niemals eine Saure ^!«nals. Herr.. . ... b"eittt?/ b°ven die Limonade auch jeden Tag fnsch d'e y'^' gewiss. Der Bediente bringt mir jeden Abend ') <^w U"° wenn noch etwas übrig ist, so g'ehe >ch sletz""al aus. I„ der letzten Zeit hatte Slr Ralph .^ abgetrunken!. . «A^"6en Sie?» rief der Baronet aus. ^tle>, "Z. i"gte, dafs Sie immer alles ausgctrun en 5 T^" Nalph __ wenigstens ist in dcu letzten > F^ " mchtz in der Kanne geblieben., erwiderte '«< h" ehrerbietig. Sir Ralph und der Doctor wech. coeutsame Blicke über diese Antwort. «Wer bringt denn die Limonade herauf, wenn sie bereitet ist?» fragte der Doctor. «Ich thue es gewöhnlich selbst, wenn ich zu Lady Lynwood gehe, um meine Aufträge für die Tafel entgegenzunehmen; ein- oder zweimal hat auch Mylady die Limonade heraufgebracht.» Sir Ralph wurde todtenbleich. «Ich danke Ihnen,» sagte der Doctor mit einer Geberde der Entlassung. «Sie haben alle Fiagen, die ich an Sie richtete, klar und deutlich beantwortet, und es ist sicher, dass die Limonade nichts Schädliches euthallen haben kaun. Sie können uns jetzt verlassen.» Richards war hierüber nur zu erfreut, konnte es sich aber nicht erklären, warum sie diesem Verhör unterzogen worden war. «Cs ist wohl zweifellos, dafs Sie die Limonade nicht jeden Tag ganz ausgetrunken haben?» fuhr Dr. Seaport fort, sobald sich die Thür hinter der Frau geschlossen hatte, und Sir Ralph antwortete ver« neiuend. «Ich glaube nicht, dass ich es ein einziges mal gethan habe.» fügte er hinzu, «denn ich habe in der letzten Zeit ziemlich viel Claret getrunken, weil ich bemerkte, dass es mir gut thue.» «Dann muss jemand das, was übrigblieb, jeden Abend ausgegosfen haben.» Der Baronet nickte zustimmend. «Sie begreifen, aus welchem Grunde dies geschah ?» fuhr Dr. Seaport fort. «Ich denke, es geschah, um zu verhindern, dass jemand anders als ich die vergiftete Limonade trinken sollte.» «Vielleicht auch, um zu verhindern, dass ein Ueberbleibsel untersucht werden könne. Jetzt, da es klar scheint, dass das Gift nur hineingethan wurde, damit Sie es trinken sollten, ist die nächste Frage die nach dem Beweggrund. Haben Sie jemanden von Ihren Dienern beleidigt?» «Meines Wissens nicht — ja, ich glaube, dies mit Bestimmtheit verneinen zu können, denn ich habe durchwegs alte, vertraute Diener, die seit vielen Jahren in meiner Familie angestellt und mir und meinen In» teressen sehr ergeben sind.» «Sie haben keine Gäste im Hause?» «Niemanden, mit Ausnahme meines Neffen Otto.» «Dann sind er und Lady Lynwood die einzigen Personen, die Zutritt in Ihr Studierzimmer haben, wenn wir die Dienerschaft ausnehmen?» Der Baronet nickle bejahend; er war nicht fähig, zu sprechen. Dr. Seaport ergriff seine Hand und drückte dieselbe voll inniger Theilnahme. «Glauben Sie mir. Sir Ralph, dass es mir von ganzem Herzen leid thut um Sie,» sagte er in warmem, treuherzigem Tone, «aber die Wahrheit mns» erforscht werden. Verzeihen Sie darum meine Frage, ich weiß, sie ist sehr delicater Natur — hatten Sie vielleicht einen Streit mit Lady Lynwood?» «Nein; es wurde niemals auch nur ein hartes Wort zwischen uns gewechselt.» «Ich freue mich. das zu hören. Und wie stehen Sie mit Ihrem Neffen?» «In jeder Hinsicht gut.» «Er ist Ihr Erbe. nicht wahr?» «Ja; er erbt den Titel, aber nicht die Güter, über welche ich ein freies Verfügungsrecht habe.» (Forschung folgt.) Latlmchtt Feltung Nl< 28l. 2412 «. December 188».___^ provisorischer Lehrer in Kopaln, und Herr Johann Iupanec, provisorischer Lehrer in Oroßvölland, zu definitiven Lehrern auf ihren gegenwärtigen Dienftposten. Die Beschwerde des Gemeindeamtes Petersdorf gegen das Erlenntni« des Vezirlsschulrathe« Tschernembl, betreffend die Tindachung des SchulgebHudes in Petersdorf, wurde abgewiesen; desgleichen wurde der Beschwerde des Gemeindeamtes Suchen gegen die Erledigung des Voranschlages über die sachlichen Schulerfordernisse der Volksschule in Suchen pro 1889 leine Folge gegeben. Die Gesuche um Vüwilligung von Remunerationen für die Vrtheilung des Nothschulunterrichtes, des subsidiarischen Religionsunterrichtes, des Unterrichtes in den weiblichen Handarbeiten und des landwirtschaftlichen Unterrichtes wurden der Erledigung zugeführt. Mehrere Schulgeld» befreiungsgesuche von Gymnasial« und Realschülern sowie von Lehramtscandidaten und «Candidatinnen wurden der Beschlussfassung unterzogen. Iweien Mittelschulprofessoren wurden weitere Quinquennalzulagen zuerkannt. Schließlich wurden mehrere Geldaushilfsgesuche erledigt. — (Eine zweitePetition berPostbeam« t e n.) Die Vubalternbeamten der Post» und Telegraphen« Directionen haben sich zu einem weiteren Collectivschritte behufs Aufbesserung ihrer materiellen Lage entschlossen und werden nunmehr — auf die Initiative der Beamten der Post« und Telegraphen«Directionen von Wien, Prag und Trieft hin — ihrer Petition an den Handelsminister eine solche an den Reichsrath folgen lassen. Diese zweite Petition fasst die Wünsche der Beamten in folgende fünf Punkte zusammen: 1.) Es möge das Missverhältnis zwischen den Bezügen der Dienerschaft und der Beamten der letzten drei Rangsclassen bei der Poftanstalt entweder durch Gewährung einer Zulage von 120 st. ober durch Erhöhung des Gehaltes der letzteren um je 100 st. beseitigt werden; es mögen ferner die Quin-quennalzulagen der zehnten wie der elften Rangsclasse mit 100 fl. fixiert werden; 2.) es möge den Verkehrs« beamten der Poftanstalt zur Anschaffung der neueinge« führten Uniform ein einmaliger Equiftierungsbeitrag von 100 st. und ein jährliches Uniform«Vbnützungspauschale von 50 fl. bewilligt oder den in Ausficht genommenen Uniformierungscassen ein dementsprechend«« Nequivalent als Zuschus« zugewiesen werden; 3.) es mögen Post« Oberofficialsstellen creiert und die Stellen der letzten drei Rangsclassen in allen Pirectionsbezirken in drei gleiche Theile ausgetheilt werden; 4.) es mögen die Nachtdienst« g?lder von 50 kr. auf 1 fi. pro Nacht erhöht werden; 5.) el möge die Erlangung des Anspruches auf den vollen Gehalt als Ruhegenus« für die Manipulationsbeamten der Postanstalt mit Vollendung des 35. Dienstjahres festgesetzt werden. — (Concert im Redoutensaale.) Wir werden ersucht, mitzutheilen, dass das Concert Moser« Ianuschowsly morgen präcis um halb 8 Uhr abends beginnt. Der Text zum Melodram «kovoä^i nio2» wurde in Druck gelegt und ist um den Preis von 10 lr. sowohl in der l. l. Haupttraftl als auch abends an der Casse zu bekommen. — (Ernennungen im Richter stände.) Se. Excellenz der Herr Iuftizminister hat ernannt: zum Rathssecretär bei dem Kreisgerichte in Rubolfswert den Vezirksgerichtsadjuncten in Krainburg Herrn Thomas Einspieler, zum Gerichtsadjuncten bei dem Landes» gerichte in Laibach den Vezirlsgerichtsadjuncten in Loitsch Herrn Dr. Martin Travner, dann zu Bezirksgerichts» adjuncten die Nuscultanten Herren Dr. Johann Babnil für Latsch und Johann Kaocnil für Kcainburg. — (Kunst« und historische Denkmale.) In der jüngsten Sitzung der l. l. Centralcommifsion für Kunst« und historische Denkmale machte Correspondent Garde-Rittmeister Venesch aufmerksam auf alte Freslen in den Kirchen zu Jauchen und St. Iodoc bei Krainburg, an der alten Pfarrkirche zu Velde«, dann in Wissolo und Naklas. Correspondent Pliwa in Villach berichtete über die alten Holzdecorationen in den Kirchen zu Klein.Kirchheim, St. Oswald und Wöllan in Kärnten. Conservator Größer berichtete über einen in der Kirche zu St. Walburgen in ttärnten aufgefundenen mittelalterlichen Grabstein. — (Deutsches Theater.) Gestern gelangte das vieractige Lustspiel «Die wilde Jagd» von Ludwig Fulba zur Ausführung. Die Novität ist reich an drastischen Scenen und komischen Verwicklungen, welche das zahlreich erschienene Publicum in die animierteste Stimmung ver« sehten. Die Leistungen des Fräulein« Elise Bach, von dem wir mit dem gestrigen Abende leider Abschied nehmen mussten, bann der Herren Exel (Dr. Weiprechl) und Eoudel (Sanitätsrath Liebenau) fanden wohlver« dienten lebhaften Beifall seitens des Auditoriums. Herr Vrösch, Frau Thomas«Töld und Fräulein Kel-ler (Familie Crusius) fanden sich mit ihren allerdings unbedeutenderen Rollen vortrefflich ab. Abgesehen von der Gedächtnisschwäche einiger Darsteller, hoffen wir bei einer etwaigen Reprise auch noch einige andere Mängel beseitigt zu sehen, die sich bei der Premiere recht un-angenehm sühlbar gemacht haben. Auch dürfte es nicht schwer fallen, der Unruhe hinter den Coulissen zu steuern. ' " — (Aus Raucherkreisen) erhalten wir eine Zuschrift, in welcher eine Rauchergesellschaft den gewiss begründeten Wunsch ausdrückt, es möge von berufener Seite veranlasst werden, dass man in Laibacb nicht bloß in der Haupttrafil, sondern auch in den übrigen Tabaktrafiken — Cigarren «leichter Sorte» nach Wunsch erhalten könne, damit viele Raucher nicht noch fernerhin gezwungen werden, oft sehr weite Strecken durch« wandern zu müssen, um endlich eine leichte Cigarre zu erhalten. Der Wunsch verdient gewiss Berücksichtigung auch im Interesse eines größeren Eigarrenconsums. — (Wohlthätigkeitsconcert in Gott-schee.) Das jüngst zu Gottschee im «Hotel zur Post» zu Gunsten der durch einen verheerenden Brand heimgesuchten Insassen von Unterlag veranstaltete Concert ist in jeder Beziehung als gelungen zu bezeichnen. Die Theilnahme war sowohl seitens der Bewohnerschaft von Gottfchee als auch seitens der benachbarten Orte eine rege und die Leistungen der Dilettanten recht anerkennenswert. Dem humanen Zwecke wurde das Reinrrträgnis von 134 fl. zugeführt. — (Auszeichnung.) Herr Erzherzog Ferdinand IV. Großherzog von Toscana hat dem Schriftsteller und Redacteur Heinrich Penn in Brunn in «Anerkennung seiner literarischen Verdienste und der durch seine Publicationen bewirkten Förderung patriotischer Gefühle» die große goldene Verdienstmedaille erster Classe verliehen. — (Technischer Verein fürKrain.)Der technische Verein für Kram veröffentlicht soeben den Iah« ««bericht für das achte und neunte Vereinsjahr (1868 und 1889). Die Einnahmen des Vereines betrugen im Jahre 1888 497 st. 36 kr., die Mitgliederzahl 39. Außer dem Berichte über die Thätigkeit des Vereines enthält die Publication zwei im Vereine gehaltene Vorträge der Herren Hräsl/ und Kirch schlager und schließlich eine kurze Schilderung der permanenten lunst« gewerblichen Ausstellung im Landesmuseum Rudolfinum mit gelungener bildlicher Reproduction der ausgestellten Gegenstände, sowie eine perspectiuische Ansicht des neuzuerbauenden Landestheaters in Laibach. — (Für die hungernden Vögel.) Der anhaltend« Schnecfall macht das Mitleid für die hungernden und frierenden gefiederten Sänger, die bei uns überwintern, in besonders hohem Grade rege. Wohl jeder könnte für die armen kleinen Hungerleider etwas thun, indem er in Gärten und Höfen gedeckte Futterplähe herstellt oder doch eine Fensterbank vom Schnee frei« macht und dort einige Brotkrumen oder etwas Futter« lorn streut. — («Iiunl» »ijs».Melodie in Wien.) Bei dem Gründungsfest des Clubs der Kupferdrucker am 30. v. M. im «Hotel Union» zu Wien war unter anderen das «Ständchen» mit unterlegtem deutschen Text au« dem Liederbuch «Alpenglühen» am Programm. Die« schöne Lied wurde unter lautestem Beifall des sehr zahlreichen Auditoriums im großen Gallerie-Saale des Hotels vom Quartett Schreiber vortrefflich zum Vortrag gebracht. Dabei ist bemerkenswert, dass der obgedachte Club zumeist aus Ausländern — Sachsen, Vaiern und Schwaben — besteht. Bekanntlich sind die slooenischen Volkslieder in reichsdeutschen Sängerlreisen sehr beliebt. — (Das Unterricht« «Vubget.) Das Unterrichts» Budget weist in seinen Ziffern leine wesentlichen Ver-änderungen auf. Insbesondere enthält es noch keinerlei Einstellung für die ErriHlung einer czechischen theologi« schen Facullät in Prag, welche nach den Meldungen czechischer Blätter angeblich im October 1890 activiert werden soll. Für da« Jahr 1690 ist die Beförderung von 71 Professoren in die achte Rangsclasse und die Neusystemisierung von 40 Lehrstellen extra 8t,2t,um in Aussicht genommen. — (Hauptversammlung) Der Unterstühungs-verein für dürftige Lehramtszöglinge in Laibach wird Sonntag, den 8. December, vormittags 11 Uhr im Con-ferenzzimmer der l. l. Lehrerbildungsanstalt (Resselstrahe Nr. 10, erster Stock) seine diesjährige ordentliche Hauptversammlung abhalten, zu welcher alle p. t. Mitglieder und Gönner zu erscheinen eingeladen werden. — (Todesfall.) In Trieft ist der Landwehr« hauptmann a. D. Herr Severin Latoschinsky im Alter von 72 Jahren verschieden. Hauptmann Latoschinsly hat in Trieft seit einer Reihe von Jahren eine Militär-Vorbereitungsschule sür Einjährig'Freiwillige und Cadet-ten geleitet. Er hatte im Jahre 1849 in Ungarn gelämpft und später die blutigen Krieg« in Italien mitgemacht. — (Gemeindewahl.) Bei der Neuwahl des Gemeindevorstandes der Ortsgemeinde Winllern im politischen Bezirke Krainburg wurden gewählt, und zwar zum Gemeindevorsteher Johann Molj, Grundbesitzer in Winllern; zu Gemeinderäthen die Grundbesitzer Josef lvimnovc in Hülben und Johann Osel in Winklern. — (Aus dem Gerichtssaale.) Der Comptoirist Victor Schleicher, welcher sich über Anzeige des Herrn Franz Detter des Verbrechens des Äe-truges zu verantworten halte, wurde bei der am 3ten d. M. vor dem hiesigen Schwurgerichte durchgeführten Verhandlung von dem ihm zur Last gelegten Verbrechen freigesprochen. — (Gräfin Vay.) Infolge der Beförderung des Adjuncten Baron Aichelburg zum Nezirksrichter M Millstalt ist die Untersuchung in Angelegenheit der GrW Sarolta Vay dem Adjuncten Dr. Vouvier übertragen worden. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 5, December. In der heute mittags statt-gefundenen Sitzung des Polen-Clubs erklärte Obmann Ritter u. Iaworiti, das« die Berathungen des Ex^cutl^ Connie's der Rechten sich derzeit noch der Veröffentlich'Mg entziehen; doch sei er ermächtigt, wiederholt und nach' drücklichst zu betonen, dass drr Zusammenhalt der bisherigen Majorität vollständig gesichert ist. Berlin, 5. December. Die «National-Zeitung» bespricht das österreichische Budget pro 1890 und sagt: Bei dem großen Interesse, welches Deutschland nicht nur wegen dei mannigfachen finanziellen und nnrt-schaftllche,,. sondern auch wegen der stetig wachsenden politischen Beziehungen zu Oesterreich an der Erstar« kung dieses Reiches uimmt. ist die Thatsache der wo seiliguug des Deficits auch eine für uns erfreuliche. Rom, 5. December Per Kammerpräsident me dele eine Anfraqe des Abg. Imbriani über die Nuswechli'U des italienischen Vürqers Ulmann aulTriest an. Ministerpräsident Crispi erklärte, diese Aufrage werde er me-mals beantworten. Imbriani sprach seine Verwunderung aus über die für die Vorrechte dls Parlament« wenig respcclvolle Antwort Erispi's und zog unter Protest seine Aufrage zurück. Christiania, 5. December. Der Kaufmann D,cl,un aus Göteborg erklärte sich bereit, die Kosten emer Noidpol-Expedition unter der Leitung Nansens zu ve-streite». ^ Angekommene Fremde. Nm 4, December. . Hotel Stadt Wieu. Glück, Berner, Gawliha, Huserl, PH Kaiser. Goloft und Ronzoni. Kaufleute, Wien. — Ettich. vcy" nau. — Vuchreiner, Trieft. — Stern, Weinhändler, Prag-^ Hotel Elefant. Mißancr, Handelsmann, und Ielinel, Wlen-Nuof, Wohlrn. — Globolschnig, Nmmarlll. - ssried, «5«", lirchen. — Walzer. Kaufmann, Cilli. — Teuschl, Control, Trieft. Rasthof Kaiser vo» Oesterreich. Cerar, Glogowch. Hotel Slidbalillhof. llenc, Galluschag. ^.ll-nbela- Hotel Vaierischcr Hof. Nabnil und Ursula Sustarsii. Se>..^<" « ' TATMq ?46ch -4^ ^schwach dew»" <,.o0 5 2.^, 7462 04 NO. mäßig bews 9 » Ab. 746-6 -2-2 j NO. mäßig "".^,,9. Vormittags trübe; nachmittags theilweise 'UN^^t»" latter Wind; abends bewüllt. Das Tagesmittel oei —19°, um 25° unter dem Normale. —-" Verantwortlicher Redacteur: 5». Nagl ^^-""^ ! Hie heiligen Seelenmessen für b'^"/A<»tt' > Maria Versündigung gelesen werden. 2413 Course an der Wiener Börse vom 4. December 1889. ^ dm, oM«^ lo««^«. »eld Ware ^ stllllts-Aulchen. «.seitliche Rente in «oten 85 90 »« ,<» l8«/"""'....... «« l^! ^^^ 1°^" "/»Ntaat»lose. 250 fi. ,825c ,33 l« 1»«^^° » yauze 500 fi. 189 7l» 14l» 8" M/ ^ ' Mnftelionl. ,43 ?5 144 50 °°'" Vlaatslose . . 100 l. l?8 25 174 — zo, », » , . 50 fi. l?8«5IV4»5 '"«"lN'Mbr. ^ ,2 ,00 ?b ^"«lerte «»send»«,«. «chnlbverlchretbuunen. ^""l,bal,n !,, «steuerfrei . ,2« lL^ »<> » it,' ,"l>b<>h!! ^on fi. «M. . . «4»" «43 - ^ ?.'")^udweie 20« st. «. W. »,7 50 »I« 50 ll«.^ Nroi zmn 6, °. W. »,«.. -- bl!°, ^°b» für 200 Marl . Ill »i. Ill '. . . 1,6 50,18- h^>'°'evhVah!! ltm. 1884 . »S »0 9? »0 ""«berg« «ah» «tmiss, ,884 "b0 -- H^°lb"nte4°/, ... 1«,0 101 30 «° ^"b'«lnl,,8l»fi.ö,W,E, 1,4'«" !!4 50 ^!» 0^°' cumul, Gtlllle , . S5 8" «5 «l» >!o «, "^'PrioritHten . . 9l» «<< w« ,« ««' ,«.,"^ l)bllaat, v, I, I«7« l,, 7l< l l» «b K°' ^.!^he»t^lbl.-0b, ,(X»N. h» .- ,<)<» - !,!, ""lN'«nl, ^ ION N, «, W. ,40 — 14» 4!» "f»z.»°/„ mahlische...... W9KN11li^ I?/« »rain und Küstenland . . — — —-— b°/« niederbsterreichilche . . . 109b(,1l0b0 l.°/„ sleinlchc......----------------- b"/n lroatilche und slavonische . 10b — — — 5°/„ siebrnbürailchc .... 104 59 10510 5°/<> Temescr Vanat .... —--.------- 5"/n ungarische...... 88 »0 856» Undere össcntl. Anlehen. Donau'Neg.Lose b°/« 100 fl. . ,«z - i»z . bt«. lllütlhe 1878 , . 10« bu 107 506 L<> Präm,'«nl. b. Etabtgem. Wien 144 — 144 s.n Nvrsenbau.Unlehen verlo«. b°/„ 96-- 97 - Pfandbriefe (für 100 fl.), Vodensr. all«, «ft. 4«/, «. . . 11« 50 ,17 50 dto. » 4»/,°/,, , , 150-50 101'- dt°, » 4°/, . . . 9815 »865 dto, Präm,-Tchuldverschr. 3°/» 108 25 108 75 Oest. Hypothslenbanl 1«j. 50°/„ .. .- ioz .. Oest.',ma, Vanl vrrl, 4>/,°/<, . ,oi »l» ,01 sc, betlo » 4°/„ . . 99 80 100«» betto bojühr. » 4°/, . . 99 80 io<> »>» Prioritäts-Obligationeu (für lW st.), Ferdinande Nordbahn Vm, 1886 g,>zo 100 — Valizüchc Karl'Uudwig. Nahn Im, 188, «00 fl. 3. 4>/,°/<> . 9» 50 100 — »tld «»« «üefterr. Norbwcstbahn . . . 10« 40 10? »c> L»»at«bahn....... 191 5« >9i 5» Lüdbahn ll 8«/,..... l4k SU 146 40 » il 5°/„..... 117 — 1,8- Ung.'gali». «ahn..... »9 70 100 ev Diverse Lose (per Etücl). llrcditlose 100 fi. . <«,; ^> <«,- Clary kose 40 ss, . ' ! ' . 'Z^ ^ ^ 4°/, Donau Dampfsch. 10» fl. . ,« ^ ,W - Laibacher Präm..«nleh. »N ft. »^z zz »z Valm-Lose 40 st...... A a»..,> Et.-Veno!«-ll°Ie 40 fl. 3?."' «?^' Walbsteln.Uose »0 fl. . . ' ?t." ?«" Ulnbi,ch Vrüh-Lok LU ft. ' ' «," ..'" «ew, Ech, b, 8"/„ Prlim,'Schuld' versch d. Vobencredltanstlllt . ,?.„ l8_ «llnl - Actlen (per Stück). Analoges». Vanl 200 fl, »0«/.«. l4« 6» 14? »U Äanlvcrein, Wiener 100 fl.. . i,» .. ,i« 4«, Vbncr^«ns< «st. 200 fi. S, 40°/. »95 75 «96 »5 llrdt «nft. f. Hand, u. ». l««fi. 81» «5 8,S 75 Lreditbanl, Ulla. ung. 200 fl. . 3,4 75 «l, 25 Depofitenbant, «llg. 200 fl z^z ,. Lu4'— «scompte-Ges..Ndiüst. ü0<) fi, .' b« - «5 — «irouLassen!,., Wirnrr200fi, »,5 — »,? - Hypothelrnd.,est. »0<>N. »5°/, I ?«,-— 7,— V«ld «»ar» Üänberbanl. 5st. »00 fi. «. . . 22»'-»« 50 Oefterr.unaar. Vanl «00 fi. . 92« - 9«4 - UnionbllNl »00 fi...... »43 40 24»«» Vertehr«banl, »ll«. 140 fi. , . 159 bu,«<, — Actien von Transport» Unternehmungen. (per Vtück). »lbiecht.»2hn »00 fi. Lllber . 57— 57 »5 «lllilb-ssiuman. Nahn »00 fl. T. »00 «» » Neftbahn »00 fl.....,.._.. »uschtiehraber »is. 500 fl. «Vl. l«b 10»^ dto. (M. N) »00si. . 898 50 894 5l» Donau. Dampfschiffsahrl. »es., oefterr. 50« fi. 5«> «nl. Carl.Ludw.°«, 200 fi, IVt. IS1-75 18, »5 Lemb, > «lzernnw.. Iasst,. Eisen» bahn.VeseMch. 2W fi. L. . . »SI'— »8» — «loybM,'UNll,,lri,ft5<>0fl.IW. 89? - 4ay°Ves.,Wr,,I70fi.». »H.--------.-. » neu« Wr., Priorttüt«' «crien 10« fl...... 98 — »3 5o Una.^allz. Msenb.«» fi. Vilb« 191 75 19, - Ung, Nl»bostbahn »00 fi, ßllbn 18? 5« 188 50 Un9.Weftb.(«aab'«r»z)»0<»fi.S. 190 50 191 - Illönstrie-Nctien (per Stück), »äuge!, «lllg, Oefi. 100 fi. . « bv »5 »5 lgybier ««sen- und Vtahl'Inb. in Wien 100 fi...... 90 bO 9»'b0 Eisenbahnw'Leih«, erfie, 8«fi.--------.'.. «ltlbemühl», Papiers, u. ».»«. »0 -- »0 tO Liestnger Vrauere! ,0« fi. . . v? - 9»'-. Montan «besell, sfierr» alpine 9« 9b ,us 0 fl. .->- x» .. «Vteyrer«ühl»,Vapterf.u.V.»«. »87 - 187 tu Irisailer »ohl,n»,«»es, 70 fi. . 140 b« 141'« W«fftN<,-»,,0tst.inWlenIO0fi. 4«, - 45» — WazgonLelhllnft . «ll«. » b«4 »0'Fr»nc»-Ttücke..... »40, 94« Dtnrlche «etch«banln«ten . . b» »0 «15 Vaplsl'Rubel...... I « 1 «^. Italienische »antnoten (100 «.) 4« 85 4« 4i