(Mbacher ^S eituna^ Dienstag den 8. December ^29 An vas wohlthätige ^Dubllcum in Umbach. Ungeachtet der ansehnlichen Beiträge, die die wohlthätigen Dewohne? der Provmzi'al-Hauptstadt Laibach dem Armcninstitute anqedcihen lassen, sind die Kräfte desselben dc?ch nicht zurcichenV, um der slch sichtbar mehrenden Anzahl von Armen auch nut He nothwendigste Unterstützung zukommen lassen zu tonnen, daher die Armeninstituts'Osmmissisn bei der Almähetung des neuen Jahres das wohlthäüa« Publicum Laibachs auf die Noth ss vieler leidenben Mitmenschen, und auf die hier eingeführte löblkch« Sitte, ftch der sonst gebräuchlichen Neujahrswün« fche durch Erlaß karten zu enchsben, und den Kafür einkommenden Betrag den hicrortigenArmen zuzuwenden, mit der angelegentlichsten Bitte auf« werksam macht, dcch es die bei jeder Gelegenheit bewiesene werkthali^s Theilnahme an dem Bestan^ Ve des dasigen Armcnvcrsins auch jetzt bei dem her» bückenden Jahreswechsel durch hausige und ergicdi^ ge Abnahme der Erlaßtartcn zu beurkunden nicht Unterlassen wolle. Diese Erlaßkarten können von. heule angefangen im (Zomptsir des Armeninsiituts-Cassiers, Herrn Leopold Frorenteich, gcgen den ge« wohnlichen Erlag von 26 kr. für die Person, ohne jedoch der gewohnten, bisher so rühmlich bewiesenen Großmuth der wohlthätigen Stadtinsassen Schran« kenzusetzen, erHoden werden. Die Namen der Neujahrs- Ow-tulanten we?« den m gedruckten Verzeichnissen dcr Zeituug beige« lfA, und der eingegangene Geldbetrag wird beson« ders. bekannt gemacht werden. Bon. der Armeninsiituts «> EommUon zu ^lZibach am ^. ^elc'nikc'v ,tt?»^. Frankreich. Au5 Toulon wird vom 14. Nov. gemeldet; ^,Die Brigg« Gorlctte Aventure isi vor einigen Ts' gen mit den von Hrn.> v. Synard bezahlten 7<,o>ao» Fr. für den Präsidenten von Griechenland von hier unter Segel gegangen« PorNlgHl. Bek Möniteu? enthält ein Privalschretben aus Lissabon vom 3i. October, worin es heißt: ^Dcr Minister des Innern Graf Bastes, welcher interimistisch auch mit Vem Portefeuille dcr Marin? beauftragt ist, hat dem Centre-Admiral Rosa, welcher die Blockade von Terceira commandirt.> Nachstehende Insiructienen ertheilt: „Wenn sich ^ ne'Z oder mehrere Kriegs ^ oder Handels-Fahrzeuge brasilianische odcrandere, vorderInsel Tetckir« zeigen, um den Rebellen Verstärkungen zu bri»>-gen, so sollen f!e genöthiget werden, sich auf 3er Stelle zu entfernen. -^- Sssste jedoch eines dieser Fahrzeuge Ihre königl. Hohcit diePrinzrsslNn Ds» na Maria da Gloria an Bord haben, so sott ihm bedeutet werden, daß es sich, da die Insel Terceira auf Befehl Gr. Majestät Don Mi. guel I. blockirt wird, schleunigst zu entfernen habe, um sich nach jcdcm beliebigen Orte, uur nicht Nach den Landern unter portugiesischer Herrschaft, zu begeben. — Wenn andere Fahrzeuge versuche» sollten, die Blockade mit Gewalt zu brechen, um die Landung der Prinzessinn zu beschützen, so sollen diese unverzüglich in den Grund gebohrt werden. -<-Sollte jedoch die Prinzessinn dabei beharren, auf dcr Insel landen zu wollen, und die gewöhnlichen Mittel nicht hinreichen, um das Einlaufen des Schisses zu verhindern, s<5 soll es eben lo wie die 396 übrigen behandelt und bloß, so viel als möglich, 'Sorge gecragcn werden, daß der Prinzessinn nichts zu Leide geschehe. ,(^est- B.) OsrsWritannien. ' DieRegierung auf Mauritius (Isle de France) hat, aus Mangel anNcgersclaven, 12,00c. Chinesen einzuführen erlaubt; 5000 derselben waren bereits auf der Insel angekommen. Sie schließen mit den Eigenthümern der Pflanzungen einen Vertrag auf zwei biS sechs Jahre, um den Zucker-und Kaffehbau für deren Rechnung zu betreiben, und widmen sich dieser höchst mühseligen Arbeit mit großem Fleiße. Die chinesische Regierung sieht die-se Auswanderungen nicht ungern, da China bekanntlich alle seine Einwohner nicht ernähren kann / so daß im Durchschnitt 100,000 Menschen jedes Jahr daselbst Hungers sterben sollen. Bei der neulich Statt gefundnen Lord-Mayors» Prozession hat sich die neue Polizei sehr zu ihrem Bortheile ausgezeichnet, indem in den Stadttheilen, wo sie eingeführt ist, nicht ein einziger Raub begangen wurde, während dieses in der Eity, wo noch die alte Einrichtung besteht, sehr häusig des Fall gewesen ist, ^ "' Am 2z. October lagen von englischen Kriegsschiffen die Britannia, der Ocean, Melville, Spar-tiate und Madagascar in Malta. Der Gloucester war weiter nachdem Archipel gesegelt; die obigen Schisse aber warteten auf die Rückkehr des an den Vice-Admiral zur Einholung von Befehlen abgesandten Brigg Weazle. Der Britomatt von »o Kanonen geht nach den Azoren'al?, um den englischen General-Consul. Hrn. Read, dorthin zurückzuführen» Es soll eine regelmäßige von der Regierung unterhaltene Dampfdoot-Verbindung zwischen Ir» land und Amerika eingerichtet werden. In der be« Vorstehenden Parlaments-Session werden es, einem irländischen Blatte zufolge, der Marquis von Lcmdsdowne und Hr. O'Connell seyn, welche die Nützlichkeit einer solchen Einrichtung besonders in Schutz nehmen wollen. Briefe aus New'Orleans welden, daß diejenigen spanischen Truppen, welche auf ihrer Ueberfahrt von Havannah nach Tampico durch, den Sturm gezwungen worden waren, in jcncm Orte eine Zuflucht zu suchen, am 16. September unter dem Geleite des Admiral Labordc und seines Geschwaders, in New'Orleans sich wieder einge- schifft haben, um nach Tampico sich zu begeben. Dem Vernehmen nach, waren sie 600 Mann stark. (Oest. B.) Der (3 our vier vom 17. Nov. sagt: «Durch Briefe aus Mexico bis zum 16. September erfahren wir, daß die Invasionstruppcn noch immer in Tampico standen, aber keine Hoffnung hatten Verstärkungen aus der Havannah zu erhalten, wo die Expedition gegen Mexico nie populair war, wegen der erhöhten Steuern und Abgaben, die sie auf die Einwohner brachte. Die letzten Nachrichten aus der Havannah erwähnen, es sci ein neuer Grund zur Unzufriedenheit entstanden, weil man einen bedeutenden Theil der Eirculationsmittel aus dem Um« laufe gezogen habe, um sie an Barradas zu senden, so daß die nachtheiligcn Folgen von den Pflanzern unD Kaufleuten von Eudg schon sehr gefühlt würden," Gin englisches Journal versichert, die Regie» rung habe im Sinne, den vereinigten Staaten neuerdings zu erlauben, mit den englischen Eolo« nien in Amerika Handel zu treiben, (Allg. Z.) N n H l N n V. St. Petertburg den 18. November. Seit" einigen Tagen leiden Se. Majestät der Kaiser an einer Unpäßlichkeit, die jedoch durchaus nichts Beunruhigendes hat, da aus nachstehenden Bulletins der kaiserlichen Leibärzte hervorgeht, daß Allerhöchst-dieselben Sich bereitK im Wege der Besserung befinden. Erstes Bulletin: Am vergangenen Dienstag, den 29. October (ia. November), um 6 Uhr Abends empfanden Sc. Majestät einen Frostschauer, dem im Laufe der Nacht ein Fieber. Anfall nachfolgte. Am Morgen zeigte es sich, daß die Unpäßlich-keit Sr. kaiserlichen Majestät in einem Erkaltungs-fieber bestand, welches Allerhöchsidicselben Sich durch eine zweimalige Erkältung zugezogen hatten. Seitdem hat die Unpäßlichkeit ihren gewöhnlichen Lauf gehabt, das heißt, der Fiebcrzustaiid dauert, mit zur Nachtzeit etwas vermehrter Hitze, noch fort. Vom Anfang des Unwohlscyns an hat sich in keinem Organ ein Symplon von krankhafter oder inflam-matorischer Art gezeigt, und während der letzten dreimal vier und zwanzig Stunden hat die Fieberhitze allmälig abgenommen. Obgleich Se. Majc« stat, in Folge dcö fortdauernden Fiebers, Sichel mgcrmaßcn geschwächt fühlen: so hoffen wir doch?, 397 daß die Krankheit bald eine günstige Wendung nehmen wird. Den 4. !>6.) November 1829. Untcrz.: Ch right on Rauch. Zweites Bulletin: Se. Majestät derKaiser haben die Nacht ruhia zugebracht, und sind von n Uhr Abends an bis L Uhr Morgens nur dreimal'aufgewacht. Was die Fieber-Anfälle betrifft, so ist bei denselben keine bedeutende Aenderung wahrzunehmen. Den 5. (17.) November 5629. Unterz.: Die Leib-Acrzte: Brighton Rauch. In der ersten Hälfte des laufenden Jahres lieferten die Uralischen Bergwerke folgende Ausbeute: an Gold wurde gewonnen: aus den der Krone gehörigen Bergwerken 46 Pud 6 Pfund »^4 So-lotnik *), und aus Privatwerken 96 Pud 54 M 461^4 Solotnik; an Platina: aus den Krön-bergwerkcn über i5 Pfund, und aus Privatwer-ken über 4^ Pud. In der Nacht vom 16. zum 17. November hat sich das Treibeis der Newa bei Petersburg gestellt, und man hoffte, am iö. zu Fuße nach den ge< trennten Stadttheilen gehen zu können. Das Journal d'Odessa gibt aus, dem Russischen Invaliden eine Uebersicht des Bestandes der türkischen Land- nnd Seemachtim Monat Mai 1626. Hiernach betrugen die auf europäische Weise organisirten und aus 66 Bataillonen jedes zu 1000 Mann,, bestehenden Truppen, mit Einschluß der Ofsiciere, Unterossicicre u. s. w. 68,000 Mann; die Garde des Sultans belief sich auf 6000; die Secsoldaten aus der Levante, die erforderlichen Falls auch zu Lande dienen müssen, betrugen 40,000; acht leichte Bataillone, früher unter dem Namen Mcchterdi bekannt, 600a; das leichte Ecrps asiatischer Truppen zählte 6000; das Corps der Freiwilligen booo; und das Corps der Fremden 5<,o0 Mann. Alle diese zusammen bilde« ten ein aus i5U,o0oMann bestehendes Corps, Infanterie. Die Artillerie bestand aus 12,000 Artilleristen in 20 Bataillonen zu 600 Mann ge« theilt; aus 3ooo Bombardieren; 300a Mincurs und Pioniers; 2000 Mann Garde . Artillerie; ^4.400 Mann Fcstungs - Attilleristen längs der Donau und aus 6uoo Mann Trainkncchtcn u. s. w. zustnnmcn 4^4«o Mann. Die Reiterei zählte an Garde-Kavallerie i5oo Mann; an Spahiö, '.' Eil! Pwno hat ^ Solotnik, mithin l L°th 3 Solotnik. - die beständigen Sold beziehen, 25,000; an Reserve-Kavallerie 2o,0oo; an Timaristen