^^53. ^ ZU ^ R84O. ^^^Z>^^H^I^^H^^^^^^>^cL^ 3R. ^^5^c^'^->53^531-^5^-^-^^ Glaube, Hoffnung und Liebe. ^Vib mir Perlen, Vater! doch nicht jeue, Die des Meeres feuchter Grund umschließt; Jene Perlen nicht! Nein, nur die Thräne, Die bei fremden Schmerzen sich ergießt. Gib mir Mitgefühl, o Vater! nimmer Laß' versiegen dieser Quellen Lauf.' Diese meine Perle wiegt der Schimmer Von Golkonda's Schätzen nimmer auf! Gib mir Gold! doch nicht, wie aus den Schachten Es der Mensch mit tausend Mühen gräbt,, Nicht das Gold, wornach so Viele trachten. Deren Sinn nur nach dem Niedren strebt. Nein, das Gold des Glaubens, daö im Herzen Nein und ungetrübten Glanzes strahlt. Und in Noth und unterm Druck dcr Schmerzen Ulis des Himmels Seligkeiten malt. Gib mir Silber, Gott! nicht wie aus Erzen Es der Mensch durch Fleiß gewinnt, Nein, der Hoffnung Silber, die im Herzen Ewig ihre Zauberfaden spinnt! Jenes Silber, dessen reiner Spiegel Jeden Zweifel aus der Vrust verscheucht, Und durch den gesprengten Grabeöriegcl Strahlend mir das bess're Leben zeigt. Von den tausend bunten Edelsteinen Aus der Grde mütterlichem Schooß Sende mir, o Vater, nur den einen, O! dann fühl' ich herrlich mich und groß; Den Nubin der Liebe, dessen Feuer Mir die dunkle Erdennacht erhellt, Welches, strahlend durch des Schmerzes Schleier, Tröstend in des Armen Seele Mt! — Vaterländisches. Die Kirchen Laib ach's. ^ (Beschluß.) Die Pfarr Maria Verkündigung, oder ehemalige Augustiner, jetzt Franziskanerkirche, wird von einem Pfarrer und zwei Kaplänen aus ihrem Orden versehen. Die ehemalige alte Augustinerkirche bei der alten Martinskirche vor dem Spital, wurde 1366 von dem Grafen von (Zilli, damaligen Landeshauptmann in Kram, gestiftet, von den Türken aber sammt den Kirchen St. Martin und Johann Baptist, verwüstet, sonach wcgen Feindesgefahr im I. 1499 das Kloster sammt der Kirche abgebrochen und die Geistlichen nach St. Jacob überfetzt. Sie wurde 1628 von neuem unweit den Kapuzinern erbaut, das Jahr darauf aber, sammt 26 Häusern, am 11- Februar durch Feuer emgeäschert. Die der-malige Kirche ist 1650 vom Freiherrn von Nissen-stcin und seiner Gemahlinn Felicitas, zu Ehren U. L. F. Verkündigung erbauet worden. Oben auf der Kirche sieht m^>^ die Srame U. L. F. von Loretto mit der dreifachen päpstlichen Krone stehen. Die Franziskaner hatten ehemals ihre eigene Kirche und Kloster unweit St. Nicolaus, wo jetzt das Lyceum erbauet ist. Diese Kirche wurde im Jahre 1073 von einem reichen Kaufmanne, Namens Peter Baldariz, errichtet und dem heil. Philipp gc-weihct. Im Jahre 1403 wurde sie ganz neu erbauet, und nach Vertreibung der Lutheraner, 159? den Jesuiten eingeräumt, die sie aber bald wieder ver. ließen, und die Kirche zum, Spital oder St. Ja-- ,-cob einnahmen. Die Kirche der barmherzigen Bruder gehörte ehemals denDis'calzeaten, oder unbeschuheten Augustinern. Sie ward sammt dem Kloster, im Jahre 1657, vom Fürsten von Eggenberg gestiftet und dem heil. Joseph geweihct. Diese Geistlichen errichteten im Jahre 1693 auf magistratliche Erlaubniß, die beim Kloster befindliche heil. Dreifaltigkeitssäule, so wie die Jesuiten im Jahre 1680 die schöne Statue, oder Büdniß U. L. F. bei St. Jacob, auf Kosten der Landschaft errichtet hatten. Wci Aufhc.- 258 hung der Discalzeaten wurde die Kirche und Kloster den barmherzigen Brüdern eingeräumt. Die Pfarrkirche in der Tyrnau ist zwar klein, aber inwendig sehr schön hergerichtet, so wie die Kirche zu St. Georg auf dem Schloßberge. Die Kapuzinerkirche und die Kirche St. Rosalia ist ab-gecragen, die der Clarifferinnen und die Spital-kirche zur heil. Elisabeth sind umgeschassen, und die Kapelle der Bruderschaft des Herzens Jesu ist auch nicht mehr vorhanden. Schließlich kommt noch die deutsche Ordens-kirche zu U L. F. anzuführen, welche die deutschen Ritter, die im 13. Jahrhunderte nach Laibach ka^ men, auf den verfallenen Mauern der alten Stadt Aemona in Form eines Kreuzes nach alter Manier erbauten. Gundobald Graf von Stahrenberg, damaliger «Zomthur, ließ aber diese alte Kirche im Jahre 171.4 völlig abbrechen, und die dermalige neue No-tonda erbauen. Der Baumeister war der berühmte Venetianer Dominik Nossi. Bei Legung der Grundsteine ist ein großes Monument der ehemaligen römischen Colonie Aemona mit folgender Aufschrift entdeckt worden: I.. ()ÄNtlU8 I.. k'. V. ?. 8il)i Nt l^mllias 1^. 1^. C. I'. Rätlltt ^Vlati-i. Diese Kirche ist mit einigen Gemälden von dem berühnuen Maler Menzmger geziert, nämlich die drei Altarblätter, vorstellend: Maria Himmelfahrt, die hcil. Elisabeth und den heil. Georg, indem er einen Lindwurm ersticht. Herr Blitz. Ein Genre-Bild von Moriz M a rkb r eiter. Mein Freund Blitz ist nicht ohne Talent; aber da B. in den glänzendsten Zeiten seines Lebens keinen Ueberfluß an SchälM besaß, fo ist es klar, daß er auch jetzt an diesem Uebel nicht leidet. B. hat kein Geld, gar kein Geld, eine verzweifelte Lage; aber B. weiß sich zu trösten; er hat einen Talisman, der ihn über alle Anfälle des Lebens erhebt. Der Leser wird vielleicht glauben, B. sey nahe daran das Lebenselixir oder den Stein der Weisen zu ergründen, oder er habe sehr bedeutende Verbindungen. Vielleicht hat er Daguer-re auf den Einsinß der Jod-Dämpfe aufmerksam gemacht; oder er hat dem Luftballon eine neue Richtung vorgeschrieben; mindestens besitzt er das Diplom einiger gelehrten Gesellschaften? — Nichts von dcm allen. Die glückliche Ruhe und Zufriedenheit des talentvollen B. beruht in der Berühmtheit seines Namens, von dcm aber nur er allein durchdrungen ist. Es ist ein simples Sprichwort, das ihn über die kleinlichen Sorgen und Gebrechen des Alltags-Lebens erhebt. „Mein Name tst Blitz," das ist das Paraderoß, auf dcm er sich stets tummelt; der Harnisch, gcgcn den jcdcr Angriff abprcllt. B. will ein Engagement erhalten; man fragt ihn. ob er auch Hoffnung dazu habe. „Mein Name ist Blitz," sagt er, indem er sich stolz umwendet. Eine glänzende Equipage rollt vorüber, B. beneidet den,Besitzer nicht;-er sagt! „Mcin Name ist Blitz," und geht ruhig weiter. B. hatte eine Geliebte, die mit ihm gebrochen, und ihm sogar den verhängnißoollen Ring, eine Erinnerung an traute Stunden, zurücksandte. B. verkauft den Ning, ohne eine Miene zu verziehen. »Mein Name ist Blitz," ich werde eine andere Geliebte finden. Neulich fand ich V. im Kaffehhause; das Billard war leer, B. schlürft behaglich seinen Schwarzen. »Warum soll ich nicht Kassel) trinken? Mein. Name ist Blitz, sehr natürlich." Ein Fremder engagirt B. auf einige Parthien; doch B. spielt nur, wenn es um etwas gilt. Der Fremde ist zufrieden, man wird eins __ und der Gegner verlangt, daß eingesetzl werde. „Mcin Hr.,' sagt B., „ich brauche nichts einzusetzen, mein Name ist Blitz." Der Fremde, der in dcm berühmten Namen mindestens den Pwfeffor einer auswärtigen Universität vermuthet, entschuldigt sich höflichst und steckt sein Geld wieder ein. Das Spiel beginnt. B. ist offenbar im Vortheile, denn das Billard ist ihm keine ^ri-a incugnila, aber er macht Kunst-stoße, verläuft sich und dgl.; kurz in einer Stunde ist er der Verlierende. Der Fremde Icgc die Qucue weg, und bittet um den Betrag von 14 Parthicn. B. greift ruhig in die Tasche, zieht sie aber edcn so wieder zurück und sagt: Mein Namc ist Blitz; ich werde Sie morgen bezahlen." Der Fremde schweigt; B. bemerkt, daß er ein gebildeter Mann sey und sagt zum Marqueur, indem er einen etwas unschein^ baren Hut ergreift: „Mein Name ist Blitz; notiren sie den Schwarzen und das Billardgcld;" und laßt den Marqueur in zweifelhafter Stimmung zurück. 259 Abends begegnet mir B. wieder; er nimmt mich auf die Seue und ersucht mich um ein klcii.eö Dolchen. Er müsse heute im Gasthause schlafen, denn seine Miethe ,ey abgelaufen. Ich a/be ihm das Verlangte und frage ihn, was er denn morgen machen werde. „Das weiß ich nicht," sagt er, aber wie kann mir bange seyn? — mein Name ist ja Blitz." Gin höchst interessantes Journal. Den abschätzten Journal - und Lcctürfreundcn wird es nicht unangenehm seyn, auf eine Zeitschrift aufmerksam gemacht zu werden, die in Wien erscheint, welche das Illyrische Blatt schon oft be-lobc hac, welche aber neuerdings einen solchen Aufschwung ei halten hat, dasi es nur verdient ist, sie bei dem Herannahen eines neuen Jahres abermals 'zu empfehlen. Es ist dieß die Wiener allgemeine Theatcrzeitung, das Originalblatt für Kunst, Literatur, Musik, Mode und gcselli-gcö Leben, herausgegeben und redigirtvon Adolph B>5ucrle. Offenbar zeichnet sich dieses Journal durch die höchste Reichhaltigkeit und Gediegenheit aus. Hier erhält der Leser von allen möglichen wichtigen und wissenüwcrthen 'Vorfällen Nachricht. Es ereignet sich ganz gewiß auf der ganzen Welt nichts von Interesse und Gewicht, wovon nicht m dieser Zeitung Bericht erstattet würde. Was jeder Leser zu wissen nöthig hat; was neu, auffallend und pikant ist, hier wird es verhandelt, so das; man alle die kostspieligen Journale des Auslandes durch dieses Originalblatt gänzlich entbehren kann. Eine eigene Rubrik, unter dem Titel: »Ge-sch wind, was gibt es Neues?" enthält Tag für T^g alle merkwürdigen Ereignisse von der ganzen Welt. Eine andere Rubrik berichtet über Industrie und Handel, eine dritte über Eisenbahnen und Dampfschiffe, wieder andere Rubriken besprechen die militärischen Vorfälle u> s. w. Eine Damcnzeitung weiß das schöne Geschlecht reichlich zu befriedigen; allenthalben kreuzen sich die Corre.spondenz-N ach richten aus allen Städten Europa's; die besten Original-Novellen und Erzählungen werden geboten; die Kunst-Urtheile und Literatur-Berichte sind so vortrefflich, dasi selbst der berühmte Gutzkow sie höchst geistvoll und im Tadel motivilt benennt. Es sollte also kein Journal freund zurückbleiben, diese beliebte Theaterzeitung zu halten. Meisterhaft sind die in Kupfer und Stahl ge- stochenen i lluminirtenM 5 den bildcr; es werden jährlich über 52 doppelte Figuren geboten. Was elegante Damen und Herren in Wicn tragen wird hier g/z^igt. Diese Modenkupfcr sind so prächtig und jede neue Tracht ist immer von zwei Seiten so vollkommen aufgefaßt, daß jede Modistinn, jeder Kleidermach'r ?c. tc. augenblicklich darnach arbeiun kann. Ebenso schön sind die theatralischen Costumcbilder, die Portraite der berühmtesten Bühnenkünstler, sodann die an Farbenpracht überreichen Masken und National - Anzüge, und die äußerst co mischen und satyrischen Scenen aus Wien. Das Illyrische Blatt kann daher mit Recht behaupten, daß es Niemand reuen wird, diese allgemein beliebte Zeitung zu abonniren, von welcher die bewunderungswürdigen Bilder allein das Geld werth sind, was das ganze Abonnement kostet. Die Pränumerations-Bedingungen sind sehr einladend. Die Wiener Theaterzcitung erscheint mit Ausnahme der Samstage täglich im größten Quartformat, auf prächtigem Velinpapier; jährlich werden eine Unzahl Bilder, alle prachtvoll colorirt, ausgegeben;'dessen ungeachtet kostet sie halbjährig sammt freier Zusendung om'ch die Post nur 12 fi. C. M. Wer ganzjährig mit 24 fi. C. M. pränumcrirt, und den Betrag directe nach W«'e„, an den Redacteur Adolph Bäucrle, Comptoir, Rauhensteingasse Nr. 926 einsendet, erhält noch Gra tis-Zugaben an illuminirten Kupferstichen und andere Vore rh.'ile; wer 48 fi. C. M. auf zwei Jahre bar einsendet, nämlich für 1841 und 1842, erhält den Jahrgang 1843 sammt allen kostspieligen Bildern gratis und portofrei. Wer die Pränmneration auf zwei Jahr? noch vor dem Auslange des December 1840 übersendet, erhält auch das letzte laufende Quartal 1840 sammt allen hiezu gehörigen Moden- und Costumc- und andern Bildern gratis und portofrei. Fenillet o n. (Neues Sicherheitsschloß.) Ein Engländer hat ein neues Schloß erfunden, das an sich schon die größte Sicherheit gewährt, und übeidieß die Person bezeichnet, welche dasselbe auf unge-wöhiUichc Weise zu öffnen sucht, indem es derselben einen unerwarteten Etampel aufdrückt, der wochenlang sichtbar bleibt und so den Thäter unfehlbar 260 kenntlich macht. Der Erfinder heißt Pierce und hat auf seine Erfindung ein Patent erhalten. Wieder eine Fatalität mehr für die Diebe! (Die Eisenbahnma nie geht in Nordamerika jetzt so weit), daß man bei großen Gastmälern in der Mitte der Tafel die ganze Länge herunter eine zierlich aus polirtem Stahl gearbeitete Schienenbahn legt/ auf der eine kleine, mit Spiritus geheizte Locomotive mit langsamer Triebkraft dje mit Vorkehrungen dazu versehenen Schüsseln, Terrinen, Präsentirteller tt., an den Speisenden vorüberführt, und ihnen Zeit genug läßt, beim Paffiren das Begehrte gemächlich abzulängen. Auch ein Führer en miniätui-e, gewöhnlich aus Bisquit, die Figur des Gastgebers darstellend, hockt vorn auf der Locomotive; ja joviale Herren sollen sich sogar mitunter den Scherz machen, ihre Gäste durch einen absichtlich angestifteten Unglücksfall auf diefer Eifenbahn zu necken, und eine Revolution unter Bratenschüffeln und Terrinen zu allgemeinem Gelächter anzustiften. Q p e r i n L a i b a ch. „Die Nachtwandlerinn" von Bellini. LoatU8 czni panci« cunl.«n!,ii8. Jedermann, dcr die Verschiedenen einzelnen» oft klciolichen Umstände, van denen der glückliche oder unglückliche Verlauf einer Oper abhangt, kennt und erwägt; 2er da weist, dasi ciuc, wiewohl'sonst in all','» Theile» a,,sprechende, und stets beliebte Musik, durch die minder gelungene Auffassung und Darstellung, ganz kalt lasse» kann; der es endlich aus eigener Erfahrung geschöpft, daß cine» wenn auch in manchen Stellen nicisterhafte Repräsentation der Titelrolle, bei dem großen Schwanken dcr Nebenparte, nie dem Ganzen einen günstigen Ausschlag zu geben vermag; Jeder wird es erklärlich finden, wenn ich sage, daß obbenannte Oper, bisher eine Favoritinn dcs Publikums, — sour-los vorbeizog, und einen gänzliche» Gchiffbruch nur durch die Bemühungen der Amina und des Graf Rudolph vermied. Die Musik zu besprochener Oper ist einfach, faßlich, und doch so ergreifend, so gemüthlich, sie ist die zarte S.eleusprache der Idylle, zei'; sie »st An.idneü Klagelaut um den Verlust des Geliebten, mit ihm dcs Theuersten; sie ist ei» schönes Ton-Zemälde, jedoch nicht blendend durch bunte strotzende Farbenpracht. Ich übergehe zur Detailirung der Hallptparte und ihrer Verführung durch Amina, Elvin, Graf Rudolph, Elise, Alexis, Amina bewährte sich in der Rolle die von Leiden, so nMH» Freuden gleich assicirt ist, als eine ausgezeichnete VravU^r Sängerinn, und feierte ihren schönsten Triumph durch ü,re «V nen chromatischen Läufe, so wie durch ihre klaren und klangvi^ lcn Triller. ^^ In der ersten Arie «Meines Herzens schnelles Poche»'," web che sie mit dem Ausdrucke d>'s innigste» Gefühles vortrug, er» warb sie sich allgemeinen Beifall. Wie ich schon bemerkte, pssegtjene Sängerinn, welche die Ami-«agab, öfters vom Original-Salze abzuweichen und varirt manche Stellen, theils um Geleaenheitzur Emwebunc, von musikalische» Figuren zu fiodc», theilsauch um mancher populäre» Weise durch »eue Ausschmückungcinen eigenen Reizzu verschaffen. Oft ist cine solche Modulation «»»gehörige» Playe und von guter Wirsing ; ob jedoch ein zu häufig angewandtes musikalisches Ertemporiren, besonders wenn es dc» Verlust der Original - Melodie »ach sich zieht , »icht zu rügen sey, dieß bildet cine eigene Frage. Ich erwähne dieß nur aus dem Grunde, um anzuführen, daß die zweite Gesangstrophe der Final, Arie „Lust und Freude" von Amina > mit so vielen Trillern »»0 Läufe» gesungen wurde, dasi ma» nach der Melodie vergebens horchte. Einfache, durch sich selbst schöne Weisen brauche» leinen musikalische» Putz; das Liebliche und Sanfte der Idee, das bei selch' einer Triller-Sucht ganz verloren geht, ist schon allein geeignet, lebhaftes Interesse zu erwerbe». Tadolini, eine der gefeiertesten Amina unserer Zeit, sang diese einfach schöne Arie, ohne von einer Note abzuweichen, und wer weiß nicht den Erfolg ihrer Gesangsmanier? und wer erinnert sich nicht an den Vortrag der Dem. Eh »es? Eine minder günstige Erscheinung war Elui» , der, ob durch Maugel a» Studium oder Proben, seinem Posten nicht gewachsen war. Höchst unsicher war er in« Anschlage dcr Töne, wankend i» deren Aushalten, abgerechnet, daß Reinheit und Geläufigkeit Vieles zu wünsche» übrig ließen. So mangelhaft jedoch auch dessen Leistungen im ersten Acte waren, so müssen wir ihm im zweite» Acte gerechtes Loh zu Theil werden lassen, wo er den seiner Stimmlage angemessen trn Part mit mehr Sicherheit und Reinheit vortrug. Zur Beruhigung cines anonymen Mitarbeiters dcr Zeitschrift „Croatia", (Siehe Nr. ^7 dieser Zeitschrift), dcr lmterdem Artikel: «Wie tenorarm unsere Zeit ist,« eine Stelle aus »nincr Beurtheilung über die Oper «Die Jüdinn« herausnahm, deren ersten Theil er »icht verstand, dem zweiten aber durch eigenmächtige Zusähe, ei»c» ander» Sin» beilegte, bemerke ich, daß unser Elvin in eben besprochener Oper auch das hohe a» und » mit kräftiger Vruststimme nahm. Wenn Herr Anonymus meiner Rede Sinn verstanden hätte, so sollte vor Allem andern der Arti-kel folgenden Namen führen: Wie tonarm unsere Tenoristen sind; fernershätteerfüglich durch dieAeußcrung, daß ein Varitonist stets das hohe 25 und » singen solle, sich lächerlich zu machen, vermeiden sollen. Ob dcr Part des Eleazar für einen Tenor oder Barnon acschvicben sey. dics, gilt gleichviel, werden doch so vicle Tenorftarthien von Narit°>'iNcn — jedoch mit gehöriger NÜck- sichtuehmiing dcr Höhe und Tiefe, gcsungc». Elise bemühte sich, nach Möglichkeit ihren Thcil zum Gelingen des Ga»zc» beizutragen. GrafRudolph sang die gemüthlicheArie»Thcuerc Ortc« mit vie« ler Wärme, uud machte überhaupt durch den schöne» Klang scincr Slimme Effect warum er jedoch bei dcm crstc» Sonambulismus dcr Amina, solch ein Piano ja fast Pianissimo beobachtete, daß manche schöne Stelle fast unhörbar wurde — dieß weiß ich nicht. Uebcrdieß hätten die schönen Augen der Vraut, soAvie d,ii Coketcrie der Wirthinn / die Eiskruste seines kalte« Benehmens wohl erwärmen können. Alexis lcistete in snncr kleinen Sphäre Genügendes. < Chöre waren nicht gut einstudiert, und wußte» selten den Moment dej Einfallens; das Orchester wurde nur durch Umsicht dcs Eapellmeisters, Herrn Rafael, auf dem gelsörigen Pfade cr« halten. Mögen künftighin durch fleißigeres Studium und genauere Proben, reifere Productioncn dc» Abend erhcitev». Fr. Kaus. ^ Sylbeurcithsel. ^^l (Drei sylbig.) AA^Ncm fing die bö'e Letzte «esterü ^^"^Vei hellem Schein der ersten Neiden. Das Ganze kann 5ie Erstci, uns verleiden. Hat nichts zu thnn als ülatlchcn — lästern. Und' lollte man das Heer der Ganzen fangen, Da würd' manch' feines Herrchen prangen- Auflösung des Räthsels im Illyr. Blatte Nv. 52: Fusikorb. Verleger: Iznaz Alois Edler v. Kleinmayr.