^N »48. Samstag am 9 December «848. An das wohlthätige Publikum ^^ ProuinMt-Hauptstadt Laibach. IDie schon scit vielen Jahren hier bestehende fromme Sitte, bei dem Jahreswechsel durch eine milde, den Stadtarmen gewidmete Gabe sich von den sonst üblichen Gratulationen loszusagen, veranlaßt die Armeninstituts Commission, denjenigen, die dieser frommen Sitte zum Besten der Stadtarmen gerne huldigen, hiemit kund zu geben, das; vom 15, d. M. bis zum 15,. Jänner I84!> dieErlaßkarten der Glückwünsche zum ne^uen Jahre 18 l9, und wieder besondere Erlasikarten der Glückwünsche zu Geburts- und Namens festen des Jahres »849, in der Schnittwaren-Handlung des Hcrrn Joseph Aichholzer, am Hauptplahe Haus-Nr. 237, gegen den bisher übliche (5r!ag von 2tt kr. für die Person erhoben werden können, daß für höhere Spenden auf Verlangen besonders quittirt werden wird, und daß die Namen aller 'Abnehmer dieser Erlaßkarten durch die »Laibacher Zeitung" werden bekannt gemacht werden, daher mit dem Erläge der milden Gabe auch die Namen der Abnehmer deutlich geschrieben abgegeben werden mögen. Von der Armcninstituts-Commission Laibach am N. December 1848. Heyagthum Kram- ' ^"aibach,am 7. December. Der Redaction ! wurde nachstehende Erklärung des Abgeordneten für Adtlsberg aus Frankfurt zur Veröffentlichung ein , gesendet! ^ Frankfurt a. M., am 29. Nov. 1848. l An die Wähler des Wah lbe zir ks Ad c ls- > berg! Der kramisch - ständisch verstärkte Aussckuß hat i in seinem Majestätsgcsuche vom 13. d. M., welches t glsttln in der Frankfurter Oberpostamtszeitung ver- , öffentticht ward, Gesinnungen ausgesprochen, welche ^ in meiner Brust ihren vollen Anklang finden. ! Auch mir dünkt die Einbeziehung der deutsch- > österreichischen Provinzen in den deutschen Bundes- . staat weder dem historischen Rechte, noch dem Volks. , willen entsprechend, dalier die Vertretung dieser Pro.- . vmzen beim Frankfurter Parlamente mir unzulässig, l und insofern unnöthig erscheint, als ein Völkerrecht!,, l ches Bündniß des österreichischen Gesammtstaates mit . Deutschland nur aus einer Vereinbarung der beider- » seiligen gesetzgebenden Gewalten hervorgehen kann. l ' Ich würde daher ungesäumt mein Mandat zu, t rÜcklegcn und es der österreichischen Negierung über. ^ lassen, fallS sie anderer Meinung wäre, für die Wie c derbesetzung meiner Stelle nach Gutdünken zu sor- ^ gen, wenn ich die volle Ueberzeugung hätte, daß der c trainisch.ständische verstärkte Ausschuß — sey es durch ^ die Modalität seiner Zusammensetzung, oder sey es ) auf Grundlage vorläufiger Erkundigung — die Ge- ( sinnung der Mehrheit meiner Wahlmänner wirklich darstellt,. - Da ich jedoch dic zu dieser Ueberzeugung noth- l wendigen Prämissen nicht besitze, so crsliche ich jene c Herren Wahlmänner des Adelsbergcr Wahlbezirks, t welche die Fortdauer ihrer Vertretung in Frank fürt verlangen, mu ihren Willen binnen acht Hagen , „ach Empfang dieses Schreibens kund zu geben. l Stillschweigen werde ich als Zustimmung zu mei- c ner Eingangs geäußerten Ansicht betrachten, und so- < fort meine Stelle niederlegen. l Carl v. Gold, ( Abgeordneter des Adelsberger Wahlbezirks , Vou der Dräu. ^ ( Corre spond enz, ) Die Interessen des l steilischen Unterlandes fanden immer einen guten t Wiederhall im nachbarlich besreuirdlten Krain, und so mögen Mittheilungen aus unsern slavisch - deut- l schen Gauen im Laibachcr Blatte ihre unuerkün^ l merte Aufnahme finden; ein Wunsch, der uns 5 nicht überall ehrlich erfüllt wird, so lange manche . Blätter ein Recht zu haben meinen, weil sie aus- ' schließend ohne Opposition in der cprovinz dastehen, ! mit der weggeworfenen Scbecre der Censur au6 cit- ' lem Muthwillen zu spielen. Marburg, Pettau, Frie- > dau sind gewaltig lebhaft geworden, besonders seit- > dem mit 22. und 23. November das Armee«Corps < des Generals Nugent wieder hieher zurückkehrte, um wie wir hoffen, dieser Tage die Operationen gegen Ungarn zu beginnen. Wir hoffen! denn ein großer Theil des un-säglichen Leides, das Oesterreich trifft, wurzelt denn doch in Ungarn, und verbreitet wie ein verderblicher Upas von dort seinen tödtlichen Schatten, seinen gif. tigen Hauch. Hatte das hochmülhlge Magyarenthum von je in der deutsch.slavischen Steyermark wenig, seit Jahren im slavischen Theile keine Sympathien mehr, so verlor sich die letzte Achtung und Theilnahme, seit in den Märztagen die sogenannte ritterliche Nation frech die Maske abwarf und höhnend dem al< ten Oesterreich, das dem ungarischen Boden mit dem ^ Herzblutc seiner Söhne den Ruhm entriß, ein türkisches Zinsland zu bleiben, die Zähne slatt der Hand geboten. Wie man in Steiermarl seit dem blutbefleckten Monate October, in welchem sich die witzigen Wiener von jenen Nachbarn, welche sie sonst als Träger des Anecdolcn» Peches anzusehen gewohnt , waren, dupiren — und mehr als baS, zum Entsetz, j lichstcn verleiten ließen, über die Handlungsweise der Leiter des starren Magyarenthumes denkt, ist eine ! Frage, für welche alle Gutgesinnten Oesttlltichs die , gleiche Antwort haben. Die muthigen Krieger unseres < Marburger Regimentes Kinsky st,h„, z„ «iserner Kraft , auf Italiens Boden, ihre jüngeren, neu eingereihten 1 Waffenbrüder zogen am 26. Nov. bis auf einen kleinen Theil aus unseren Mauern gegen die ungarischen ! Gränzen. , Die Nationalgarde versieht Nacht sür Nacht alle , Wachtposten bei den Cassen und wetteifert durch Eintracht < und Ordnung, sich jenes Vertrauens würdig zu ma-chen, das Kalscr und Vaterland bei der Errichtung , der Volkswehrc offen ausgesprochen. , Ein schweres Dilemma bol sich jüngst, als Roth' , mäntler im Durchmarsche mit Plünderung drohten, , und man die Frage aufwarf: ob Widersetzlichkeit , gegen die Gewalt nicht andererseits — eine andere < Auslegung fände? Man wußte die aus Ungeschick ! lichkeit odll planmäßiger Bosheit ohne BrotfasslinS > Gebliebenen zu beschwichtige»» und bedauerte nur, daß sich , in Ptttali ähnliche Sccnrn wiederholt habensollen. Die , Garde., ahnenweihen zu Ptttau, Feistritz und Mar- < burg schlössen noch engcr die Verständigung der nach- ^ darlichen Bürger als deutsch slavische Brüder unter j der Acgide des Kaiselaars. j Daß sich die akademische Legion in Gratz sus- s pendirte, hat hier, wo so viele jeuer rüstigen Jung. j lingc Hcimath und Angehörige besitzen eine lebhafte z Freude erregt! Eine frische, in den Uebungen des 5 Kriegsdienstes eingeschulte studierende Jugend erklä'.- l ren wir für eine der edelsten Grundlagen unserer Zu. > 'kunft, aber man verstecke diese Jugend nicht in das l elastische Netz der Politik, man mache den Baum ^ nicht von der Blüthe abhängen-sondern die Frucht t voll dem Baume, man bestelle nicht den Rekruten s zum Chef dcS Gencralstabes, man vertraue auf un- e sere Jugend in der begeisterten Ausfühlung der edelsten Beschlüsse, aber spare sie den, Vaterland? für wackere Thaten, und lasse sie ferne vom vorsichtig überlegenden Berathen seyn. Daß die Gratzer Akademiker, aus welche man, wie überall auf die Studierenden, nur gar so gerne Verdacht und Spott — bei hundert Veranlassungen gewiß neunzig Mal mit grellem Unrecht — warf, sich suspendirt, ist im Interesse ihrer Ehre, der Nuhc und des Studienzwcckcs ein weiser Schritt gcwesen. (Schluß folgt.) W i e n Se. k. k. Majestät haben mit allerhöchster Ent, schließung vom 24. November d. I. Sich in Gnaden bewogen gesunden, Allerhöchst ihren Hofcaplcm Bartholomaus Widm er zum Ehrendomherrn an der Kathedralki'rche zu Laibach zu ernennen. Das „Abdbl. zur Wien. Ztg.« vom 5. December berichtet: Uns ist von achtbarer Hand folgender Arti-kel zugekommen, den wir als den Ausdruck patrioli-scher Gefühle mitzntl)eilen keinen Anstand nehmen. Il, den Morgenstunden des.'j, Decembers dcs Jahres »848 verkündeten der nichts ahiundcn Bevölkerung süien's Maueranschläge die ganz unerwartete Abdankung Er. Majestät Ferdinand l., des vielgeliebten ersten constitutionellcn Monarchen Ocstcr. reichs! Viele, die es lasen, trauten >I)ren Augen kaum, Viele, die es durch mündliche Mittheilungen erfuhren, wollten nickt daran glaube», und konnten nur durch die gedruckten Prociamalionen von der Wahrheit der erschütternden Nachricht überzeugt werden. Alle, die dem angestammten Kaiserhause ihre uralre Treue stets im Herzen wahrten, und die bci Weitem den unermeßlich größten Theil der Einwoh' ner Wi»'ns bilden, konnten sich einer tiefen Trauer nicht erwehren, ihren Ferdinand den Gütigen in einem Momente von ihnen scheiden und in's Privatleben treten zu sehen, wo die, Gott sey gedankt, in Oesterreich besiegte Anarchie und hoffentlich auch in Ungarn bald gebändigte Rebellion es den mit Weh-muth erfüllten Wienern möglich gemacht hätten, ihrem Kaiser, dem unvergeßlichen Geber der Constitution, die vielen bittern Stunden, die sie ihm verursachten, durch ihre Rückkehr zlir Besinnung und zur gesetzlichen Ordnung, und den Vorsatz, auch den klein» st,» Rückfall zur Anarchie sogleich im Keime zu ersticken, aus seinem Gedächtnisse schwinden zumachen. Bewohner Wiens! Zweimal zwangt ihr, die Ei. nen durch Verblendung irre geführt, die Anderen durch Mangel au Einheilund die dadurch entsprungene Muth-losigkeit gelähmt, den Gütigen, die Burg seiner Väter zu meiden; zwei Mal habt ihr seinHcrz gebrochen, und nun fühlt es nicht mehr die Kraft, den erschütternden Eindiücken dcr sich Hänsen-den Zeitereignisse zu widerstehen. Wohl mag auch der fromme Sinn des e n tsagen d en Mon a rchcn eS nicht über sich gewinnen, gegenüber dcr lmithwillig rebellirenden Magyaren, sich selbst von Eiden zu entbinden, deren Haltung doch vor Gott und der Welt jene fluchwürdigen Ausrührei längst verwirkten. Diese mögen wohl zu den gewichtigen Gründen gehören, die den von seinen Völkern Schein dcndrii zu seinem uns so betrübenden Entschlüsse brachten, und daß es so kommen mußte, wird ewig ein nagender Wurm am Gewissen derer seyn, die es ver> schuldeten. Noch im Scheiden ließ seine Herzensgüte ihn die Zukunft seiner Völker nicht vergessen und wohl erwägend, daß das in der Wiedergeburt begriffene junge Oesterreich in unsern aufgeregten Zeiten eines jugendlichen, kräftigen Lenkers bedürfe, ernannte Ferdinand in Uebereinstimmung mit seinem, dem Va-terlande sich selbst zum Opfer bringenden kaiserlichen Bruder, seinen Neffen Franz Joseph zu seinem gesetzlichen Nachfolger. Den Thron Olstcrreich's bestieg nun ein Jüngling, dessen Geistesbildung, gepaart mit der, allen Gliedern.des Kaiserhauses angebornen Milde, um so mehr zu den schönsten Hoffnungen be-rcchtiget, als die das Jahr «848 grell bezeichnenden, unheilschwangercll Ereignisse den Jüngling schnell zum Manne reiften und ihn Ersahrungen machen ließen, für deren weise Benützung uns sein heutiger Gruß an seine Völker und die damit verbundenen Zusiche-ru»gr>» Bürgschaft geben. Wir können nicht schließen, ohne Dich, Ferdinand, Du Gütiger, zu versichern, daß Dein kaiserliches Lebewohl den rührendsten Widerhall in unser Aller Herzen findet, und wenn Dein frommes Gemüth im stellen Gebet Segen vom Himmel auf Deinen kaiserlichen Neffen und auf uns herabsieht, so halte Dich doch von der, von Dir doch nie verkannten alten Anhänglichkeit Deiner gutgesinnten Wiener überzeugt, daß dieselben nich: minder Gott inbrünstig bitten, er möge in Deiner selbstgcwa'hlten Zurüct'gezogcnheit Dir jene Ruhe und Zufriedenheit verleihen, welche die undankbare Welt nie zu geben vermag. Wenn wir, oK.nser! unser 25er, gehen gegen Dich nur einigermaßen sühnen kön' nen, so soll es dadurch geschehen, daß wir unserm ge genwartigen constitutionellen Monarchen, Franz Jose pH, den Eid der Treue und Anhänglichkeit an seinen Thron mit eben so aufrichtigem Herzen erneuern, als wir wünschen, unsere errungenen Freiheiten auf eine Weise zu benutzen, welche den jüngsten Schand» sieck in der Gcschichle Wien's möglichst zu tilgen im Stande wäre. Hoch! dreimal hoch! unserm constitutionellcn Kaiser Franz Joseph! Ueber den Act der Entsagung des Monarchen erfährt man aus Olmütz nachstehende Details, welche wir verbürgen können. Der Kaiser und die Kaiserin, umgeben von der kaiserl. Familie, begaben sich Sams-tag 2 d. M., um l0 Uhr Morgrns in dcn großen Salon des erzbischöfiichen Pallastes, allwo sich der Marschall Fürst Wind i schgr ätz und der Banns von Cro^tien, v. Jellaöiö, nebst allen Ministern «ingesunden hatten. Hier erklärte der edle Fürst nach Verlesung seiner Abdications - Urkunde, daß er seine Rechte dem lcgitimcn Nachfolger übergebe. Hierauf verlas Erzherzog Franz (Zarl, Vater d,s jetzigen Kaisers, seine NtsignationsUrkliüde, ui'ddic Majori-täts-Erklärung dls jungen Kaisers wurde hierauf ver» kündet. Nun trat dieser junge Fürst vor den Kaiser, warf sich vor ihm auf die Knie und bat den Kaiser und seinen Vater um seinen Scgen. Dieser Augen« blick war ergreifend. Sämmtliche Erzherzoge und Erzherzoginen erhoben sich nun von ihren Sitzen und leisteten dem neuen Monarchen unter lautem Schluch zen und thränenden Aligrn die Huldigung. Die bei' den Repräsentanten der Armee, Fürst Windisch-grätz und Baron Jellaöiö, ware»' wahrend des ganzen Actes dem Kaiser zur Seite gestanden, beide waren tief erschüttert. Der Kaiser Ferdinand, nach-dem er sich erhöbe,, hatte, nahm beide Heerführer bei 0e>- Hand und suhrte sie seinem Nachfolger zu. Hierauf wurden die Tlniren der Säle e, öffnet und die Abdications- und Resignations-Acten der kaiserlichen Brüder nochmals öffentlich verlesen. Ein allgemeines Schmcrzensgefühl zeigte sich auf den Gesichtern der Herbeigteiltcn und lautes Schluchzen ertönte in allen Gemächern. Der Kaiser Ferdinand verließ sogleich darauf Olmütz und nahm seine Residenz in Prag. Die Abfahrt am Bahnhofe war eben so erschütternd. Das überraschte Volt war beim Anblicke der Scheidung des Kaisers in tiefen Schmerz versunken. Das Ministerium sü? Landescultur und Bergwesen findet sich veranlaßt, an sämmtliche landwirth» schastliche Vereine nachstehende Aufforderung zu er. lassen: Die Interessen der Landwirthschast, worunter alle Arten der Bodenbenützung verstanden werden, sind in jedem geordneten Staate eine Hauptausgabe der Fürsorge für die Regierung. Selbst in Staaten, deren Industrie und Handel auf der höchsten Stufe steht, bildet die Landwirthschast den wichtigsten Theil des Gesammt. Einkommens, sind die agrarischen Zustände die Hauptgrundlage des staatlichen Gedeihens. In Staaten aber, welche vorwaltend landbautre!» bend sind — und darunter gehört Oesterreich — gibt es keinen Zweig, der einer sorgsamen Pflege würdi. ger ist, als die Landwirthschaft. Der Betrieb dersel-bcn ist in Oesterreich im Allgemeinen noch lange nicht so ausgebildet, als in allen Ländern, und die plötzliche und tiefgreifende Veränderung hat, so wohlthä tig ihre weiteren Folgen seyn werden, eine wesentliche Störung in die früheren Betriebs - Verhältnisse ge bracht, welche den National» und Privatwohlstand in der Gegenwart mit empfindlichen Verlusten be droht, wenn nicht rasch, zweckmäßig und kräftig in die neue Bahn eingelenkt wird. Einseitig kann weder die Staatsverwaltung, noch ein Verein von Landwitthtn mit ganzem Erfolge darauf einwirken. Es müssen solche Einleitungen u»d Maßregeln in's Lcbcn gerufen werden, welche vom Einzelne!» bis zur obersten Gesammtheit ei>, tüchtia.c5 und in einander greifendes Bestreben zu begründe!, im Stande sind. Es muß dem Landwirthe Gelegen-heit verschafft werden, sich in jedem Zweige seinll Wirthschaft genügend unterrichten zu können. Es müs sen da, wo noch keine, oder nur wenige, auszugro^ ße Räume ausgedehnte Vereine von Landwirthen be. stehen, solche in einer Stufenfolge ausgebildet werden, um nicht bloß durch Schriften, sondern vorzüg. lich durch lebendigen mündlichen Verk'edr der Mit glieder, und durch nahe Beispiele bewährte Erfahrungen schnell zu verbreiten, und zu besserer Bewirth schastung wirksam aufzumuntern. Es müssen endlich alle Organe des Staates, die verwaltenden, wie die gesetzgebenden, welche sich mit landwirlhschastlichen Interessen zu befassen haben, unter sich selbst und mit dcn landwirthschaftlichrn Vereinen in eine orga» nische Gliederung gebracht werden. Von der Landgemeinde bis zum Ministerium, bei administrativen Verfügungen, wie bei Gesetzentwürfen sollen allc die Landwirthschaft betreffenden Beschlüsse und Anträge mit dcn Landwirthen selbst berathen und vorbereitet werden. Die Landwirthschasr-Gesellschaften in Steiermart und Niederösterreich haben bereits, jcnc durch Filiale, diese durch Delegationen, diesen Weg angebahnt. Ihrc Wirksamkeit konnte sich aber nicht allseitig geltend machen, weil die politischen Beziehungen, welche so vielfältig in Anschlag kommen müsscn, von ihre» Verhandlungen ausgeschlossen waren, dic Staatsverwaltung auf die vorgelegten Gutachten zu wenig Ge-wichl legte, und es als Eingriff in ihren Wirkungs. kreis ansah, wenn die Vereine unaufgefordert aus dem engen Kreise der strenggcwerblichcn Vcrhandlui». gen heraustraten. Die Regierung faßt jetzt il,re Stellung in an derem Geiste aus: sie ist ,'ich klar bcwußt, daß sie in der Mitwirkung der Betheiligtcn die kräftigste Hilfe und Beförderung der Staalsintercssen finden wcrde. Das Ministerium für Landescultur und Bergwesen halt es für seine erste Aufgabe, die freie Thä. tigkeit der landwirthschaftlichcn Vereine zu ermuntern, und mit denselben z:> berathen, durch welche organi. schel, Einrichtungen die Regierungsorgane mit den land, wirthschaftlichen Vereinen in regelmäßige Verbindung zu setzen seyen, damit aus kurzem und einfachem Wege eine Verständigung erzielt werhe, welche vor. dem trotz langwierigen Schlistenwechsels nicht zu Stande kam. Bei einigem Zusammenwirken werden die admi nistrativen Maßregeln der Regierung zweckentsprechend seyn und richtig vollzogen werden. Der gesetzgebenden Gewalt können auf diesem Wege Anträge über Gesetze, welche die wahren Interessen der Landwirthschast fördern, erfolgreich vorge-legt werden. Das Ministerium für Landcscultur und Berg, wlsen lebt der Ueberzeugung, daß der patriotische Ei» fer der Landwirthschast-Gesellschaften freudig mithel' fen wcrde an den in diesem Augenblicke doppelt wich» tigen und schweren Aufgaben der Regierung, und er. sucht Anträge und Beschlüsse: Itrns über die weitere Verzweigung der land. wirthschasllichen Vereine, und 2iens über die Verbindung derselben mit den Behörden baldigst an das Ministerium gelangen zu lassen. Wien, am 4. December l84g. Seit einigen Tagen circulirt im Wahlbezirke Mariahilf folgende Adresse: An den Reichstags - Deputirten F üster! Sie wurden gewählt, um die freie Versassung unserer Monarchie mitzuberathen. Jedwede Verfassung soll beruhen auf der freien Entwickelung ehrenwerther Gesinnung und Gesittung im Volke. Wir haben in Ihnen einen Priester und Uni, ocrsitälö. Professor gewählt, der sline politische Ge-sinnung und seine Fähigkeit, die Verfassung dcr Mo« »archie zu berathen, zuerst in der Reichs. Versamm-lunq durch jene schmähliche Rede bewies, in der er die Abreise d«s Kaisers und deren Folgen mit dem Schicksale des sechszehnttn Ludwigs und der Stuarte in eine Parallele zu stellen wagte. Obwohl unverantwortlich vor dem Gesetze für jede Aeußerung als Deputirter, hastet in der Hin, wcisung auf den Königsmord, gegenüber einem der Dynastie treu anhänglichem Volke eine solche Schmach, daß wir unS verpflichtet fühlen zu dem Geständnisse, wir schämen uns unserer Wahl. — Ihre Gesittung endlich, und Ihr öffentlicher Lebenswandel hat eben so viel dazu beigetragen, die Ihnen anvertraute aca» demische Jugend zu verderben, alS Ihr Betragen und Ihre öffentlichen Reden außerhalb des Paria-mentes daraus hinwirkten, die Achtung vor göttlichem und menschlichem Gesetze zu untergraben. Obwohl wir wissen, daß dieß unser nur zu gegründetes Mißtrauen nicht die gesetzliche Kraft hat, Sie von Ihrem Sitz im Parlamente zu entfernen, wenn Sie es mit der Ehre verträglich halten, densel ben ferner einzunehmen, so glauben wir doch, ehe wir durch eine begründete Petition an den hohen Reichstag Ihre Versetzung in Anklagezustand erbitten, vorerst dieses Mittel in Anwendung bringen zu sol. lcn, um nicht langer im Parlamente durch einen Mann vertreten zu seyn, der nach unserer Ueberzeu» gung als Priester seinem Stande und der Religion, als Professor der Bildung und Intelligenz, als De» putirtcr der Freiheit und dem Vaterland« weder Ehre noch Vortheil gebracht hat und dringen kann. Das „Journal des österr, Lloyd« vom 3. Dec. meldet aus Wien vom 2. d. M,: Die für Ungarn bestimmte Opcrationsarmce besteht aus den, e>sten Armeecorps, commandirt von dem Feldmarschall'Lieu» tenant Baron Iella«'-!«; dem zweiten Armeecorps, commandirt von den, Feldmarschall . Lieutenant Grasen Wrdna; dem Reserve.-Armeecorps, commandirt vom Hcldmarschall.-Lieutenant Duca di Serbil-loni, und der d.tachirtcn Brigade, commandirt vom Fcldmarschall - Lieutenant Simonich. Das erste Armeecorps umsaßt l 4 Bataillone nnt l6.800Mann, 6 eigene Eompagnien mit »200 Mann, 2« Escadrons mit 3640 M., 54 Geschütze mit 378 Mann und eine Brückencquipage mit 200 Mann. Das zweite Armeecorps besteht aus l5 Vl.tail^ lonen mit »8.000 Mann, 4 eigenen Eompagnien mit 800 Mann, 7 Escadrons mit 980 Mann, 54 Geschützen mit 378 Mann und einer Brückenequipage mit 200 Mann. Das Reserve-Armeecorps zahlt s Bataillone mit 9600 Main,, 5 eigene Compagnien mit 1000 Mann, 23 Escadrons mit 3500 Mann, !08 Geschütz« mit 756 Mann und 8 Brückenequip.igen mit l 600 Mann. Die detachirtc Brigade besteht aus 5 Bataillo, NlN mit 6000 Mann, 3 Escadrons mit 280 Mann und l2 Geschützen mit 84 Mann. Das Wiener Besatzungscorps umfaßt >6 Ba-taillone mit 19.200 Mann, 6 eigene Compagnien mit !200 Mann, 10 Escadrons mit !400 Mann, 36 Geschütze mit 252 Mann und 4 Brückenequipa-gen mit 800 Mann. Bei dcr am l. d. M. vor sich gegangenen fünfzehnten Verlosung des AnlehenS vom Jahre 1839 pr. 30,000.000 fi, sind die hier unten bezeichneten 86 Serien gezogen worden: l35, 145, 308, 336, 35i, 432, 543, 688, 723, 740, 74,, 757, 760, 767, 796, 96l, 1069, 12N0, 1212, »492, ,53», 1535, 2594, 1637, i860, 1884, 1940, »993, 2091, 2l84, 2225, 2276, 2298, 233», 2374, ,376, 2<70, 2510, 2527, 2567, 2620, 2621, 2715, ,728, 2741, 2940, 2961, 3000, 8l30, 3l63, 3l95, 3232, 5589, 3655, 3675, 3757, 3781, 3823, 3862, 2695, 3980, 4056, 4l62, 4,02, 4238, 4,46,4247, 4357, 4370, 4456, 4520, 4648, 4684, 4830, 4890, 4930, 4938, 4986, 4998, 5227, 5236, 5258, 5723, K781, 5844, 5971. M ä h r e u. Reichstags - V e r i ch t e. Kremsier, den 2, December. Außerordentliche Sitzung, Anfang 2'/, Uhr. Dlr Präsident eröffnet der Versammlung die Ursache, warum er sie außergewölinlich zusammengerufen ließ; es sey dieß in Folge einer vom Minister-Präsidenten Schwärzend erg aus Olmütz einge. langten telegraphischen Depesche geschehen, welche von einer wichtigen Mittheilung spricht, die das Ministe, rium der Kammer zu machen habe. So wi, sammt, liche Minister auf ihrem Platze waren, betrat Fürst Schwarze nberg die Tribune unter lautloser Etille und erklärte: Es habe heute «in Act Statt gesunden von welthistorischer Bedeutung. (Allgemeine Span. nung.) Sodann verlas der Ministerpräsident nachstehende Urkunden: 1) Die Abdication Ferdinand I. zu Gunsten seines Neffen des Erzherzogs Franz Joseph mit Namhastmachung der Zeugen, welche di,stM feierlichen Act« anwohnten. (Namenlose Ausregung.) 2) Die Großjährigkeitserklärung des legitimen Thronfolgers. 3) Die Verzichtleistungsurkunde dls Erzherzogs FranzCarl zu Gunsten semes erstgcborne» Sohnes. 4) Das eigentliche Document der Abdankung, laut welchem der Neffe Ferdinand deS Gütigen zum Kaiser von Oesterreich proclamirt wirb als Kaiser Franz Joseph I. (Beifallsjubel.) 5) Das Manifest des Kaisers an Seine Völker zum Abschiede gerichtet. (Wehmüthige Stille) 6) Die feierliche Verkündigung der Thronbestei. gung dcs nunmehrigen Kaisers Franz Ioseyh I. laut der pragmatischen Sanction in Folge der Thronentsagung Ferdinands dcs Gütigen und Verzicht» leistung Allerhöchstseines Vaters, dcs Erzherzogs Franz Carl. 7) Die Adresse unsers neuen Kaisers an den con-st'ltuirendcn Reichstag, worin Höchstderselbe Seinen kaiserlichen Gruß entbietet und die Hoffnung aus-spricht auf baldige Vollendung des Versassungswer. les. (Beifallssturm) 8) Das Rescript, durch welches von Sr. Ma. jestä't das Ministerium bestätigt wird. (Beifall.) Endlich die Ernennung deS Baron Kulm er zum Minister ohne Portrfeuille mit Sitz und Stimme im Ministerrathc. (Beifall.) Nach Verlesung dieser Actenstücke brachte der Präsident Smolka dem konstitutionellen Kaiser Franz Joseph!, ein inniges »Lebehoch«, in das die Versammlung enthusiastifcb mit einstimmte. Von den wechselndsten Gemüthsbewegungen waren Aller Herzen durchzittert, Wehmuth und Freude spiegelten sich in Aller Augen — es waren großartige Momente! Nach diesem beantragt? Abgeordneter N cuma n n bieAbsendung einer Deputation aus dem Schooße der Kammer an Se. Majestät, den nunmehrigen Kaiser, um Ihm die Gefühle der tiefsten Verehrung darzU' bringen, zugleich aber auch an Ferdinand, den Gütigen, um Ihm den nie erlöschenden Dank der Vertreter dcs Volks auszusprechen. Beides wird ein hellig genehmigt, und auf Antrag Brauner's diese Deputation aus je 3 Mitgliedern dcr Gouvernements zusammengesetzt. EajetanMayer erweitert dieftn Antrag dahin, daß eine Beglückwünschungsadrcsse an Kaiser Franz I o, seph l. und eine letzte Dankadresse an Ferdinand den Gütigen überreicht werde, an Ferdina nd, dem die Vertreter der österreichischen Völker den Ruf zur Begründung der Völkerfreihcit verdanken Auch dieß wird einhellig genehmigt undHot ta schlagt sogar vor: beide Adressen möge der Reichstag i» col-puis überbringen. Mit der Abfassung der Adressen wurden die Her. ren (5. Mayer, Neumann, Brauner, Schu-selka und Szemialkowski betraut, die Wahl der Mitglieder der Deputation wird um 4 Uhr in den Abtheilungen vorgenommen, die Adressen in der Kammer nicht mehr berathen. Kremsier, 3. December. Vom Bürgermeister der Stadt wird heute früh um neun Uhr die Abdan kung Ferdinand I. und Thronbesteigung dcs Kai. sers Franz Joseph l. an den verschiedenen Plätzen dem Volke proclamirt. National' und Bürgcrgatden bildeten die Ehrenwache, während die Capelle der Garden vor und nach der Verkündigung die Voltshymne spielte unter dem Iubelruf der Menge. Gegen Mittag wurde in der Mauritiuskirche ein feierliches Hochamt abgehalten, welchem über Einla. dung deS Präsidenten Smol ka die größer« Mehr-zahl der Neichstagsabg,ordneten abwohnte. Vom Mi-nisterium waren der Minister d.o Innern und Un-terstaatssccretär Helsert amvtstnd. A» di,s,r Fei«-lichteit nahm auch die Garnison des Städtchens Theil, welche am Ring ausgestellt, bci den vier Evangelien die üblichen Salven gab. Nach beendigtem Gottesdienste schritt der Minister des Innern in Begleitung vieler Abgeordneten an dem Militär vorüber, welches die Fahne senkte. Ueber den Eindruck, welchen die Eröffnungen in der gestrigen Sitzung ausübten, läßt sich mit Ge wißheit angeben, daß er nur ein erfreulicher war, von den, Umstände abgesehen, daß die Abdication Fer. dinands alle Herzen schmerzlich berührte. Die an genehme Hoffnung dagegen, daß der jugendliche Mon. narch Franz Joseph, unterstützt von einem star, ken, staatsklugen Ministerium, das constituliouellr Gebäude, an welchem sein gütiger Oheim zu bauen ansing, baldigst vollenden werde zur festeren Be< gründung dcs Wohlstandes und Glückes aller Staatsbürger, lebt gewiß in Millionen Gemüthern und lehrt sie mit froherem Auge in die Zukunft blicken. Die Deputation aus dem Reichstage mit der Beglückwünschungs- und Dankesadresse ging vor Mittag nach Olmütz ab. Möge der Inhalt dcr erstern so zur Wahrheit werden, wie die Empfindungen, welche die Gemüther bei Abfassung der letzteren durch, glühten, dann hat Ferdinand der Gütige durch den welthistorischen Schritt seiner Abdankung den fe. stesten Grundstein gelegt zum Wohle aller der Sei» nem milden Hcrrschcrstabe anvertraut gewesenen Völker. Siebenbürgen. Das „Abdbl. zur Wiener Ztg." vom 30. Nov. berichtet: Aus Siebenbürgen erhielte» wir nach mehrwöchentlicher Pause wieder einmal Zeitungen. Sie geben ein trauriges Bild der Siebenbürger Zustände. Das üand ist in zwei Lager getheilt. Sachsen und Romanen kämpfen für den Kaiser, die Szellcr sür'5 ungarische Ministerium, Jeden Augenblick werden Städte und Dörfer durch Ueberfalle alarmirt. Der Landsturm ist vrganisirt, bald sollen 245,000 streit» bare Männer aus den Beinen stehen. Der Kamps iß in vollen Flammen, und oft glaubt man, wenn man die Kamps» und Gräuelbmchte liest, sich in die Zeiten des großen wallachischen Bauernaufstandes im vorigtn Jahrhunderte versetzt. Die Magyaren haben durch ihre Grausamtciten herausgefordert, die No-manen, .denen ihre besten Söhne gehenkt wurden,« blieben die Antwort nicht schuldig. Viele Edelleute wurden getödtet, in Zalathna ward das gestimmte Bec.mteupersonal von den Romanen niedergemacht, weil sie sich weigerten, die kaiserl. Fahne auszuziehen; bei Enyed haben die Magyaren 7 romanische Ort« schaften eingeäschert und viele Romanen niedergemacht; in Keresztur wurde der Hofricl'ter krank aus dem Bette gezerrt und geschunden; einem gewissen Joseph Uilaki wurden die Zähne ausgerissen. — Das sind einzelne bezeichnende Züge dieses gräßlichen Nürqcr. kriegS, den Räubereien, Brand und vanoalische Ver. heerungen auf jedem Schritt begleiten. Nur die Sachsen halten sich noch in den Gränzen der Humanität und vergelten den Szeklern die Blutthaten nicht, die diese an ihnen verübt. Der Eommandirende hat, um oiesc Gräuelthaten zu hemmen, bereits mehrere Pro-clamationen erlassen; sie blieben furchtlos, weßhalb er sich zu folgender neuerlichen Proclamation veranlaßt fand: Proclamation. Mit tiefer Betrübniß habe ich Nachrichten ver« nehmen muss»'», daß olingeachtct meiner Proclama. lion vom 9. und l8. October l. I. auch jetzt noch, wie früher, vielseits im Lande Gewalt- und ^s^el, thaten an Wehr- und Schutzlosen, so wi< >uch so-gar an Weibern, Kindern und Greisen verübt, und zu Mord - Scenen auch die Schrecknisse d^l Plünderung und Brandlegung hinzugefügt werden. Wcnil auch jener Feind, welcher bewaffnet siegen unsere cMc-, heilige Sache auftritt, niedergemacht werde» muß, so ist doch Pflicht der Gesittung, Menschlichkeit uno der Religion, Gräuelthaten, die Niemanden nütze», sondern nur wieder Rache und Erbitterung erzeugen, so wie auch zwecklose Verwüstungen zu vermeiden, und wehrlose Mitbürger, schutzlose Greise, Weiber und linder zu verschonen. Da die Hintanli»Utunq solcder strafwürdige» Handlungen bei d,n gegenwärtigen Verhältnissen am meisten unter die ül'ernomüieile Aufgabe des General Eommando gehört: so wird hiermit verordnet, d<,ß in jeder Garnison unter Vorsi» eines Officiers mit Beizielnmg von vier Mitgliedern so viel als möglich der verschiedenen Nationalitäten ül'er alle zur Kenntniß gelangende Fäll, von öffentlicher Gewalt an Unschuldigen und Wehrlos,,,, s^> wie von Raub, Mord und Brandlegung, sowohl in den Or. ten selbst, als auch in der Umgebung schnelle und strenge Erhebungen gepflogen, und die oettcffenoen Verbrecher der weitrrn geschlichen Verhandlung und Bestrafung überliefert werd,». Z« eine», gleiche» Ver. fahren werden unter Einem auch die bei r>m Verschiß denen Landsturmsabtheilungen zur Aufrechlhaltling der Ordnung und Disciplin eingetheilten Officiere angewiesen Ich erwarte daher mit Zuversicht, daß diese meine wohlgemeint,, durch Menschlichkeit und sellist durch das Interesse unserer guten S^che gebotene An-ordnung überall im ganzen Lande unverbrüchlich werde befolgt werdlN.Herm^nnstadt, am 26. October I848. Anton Freiherr v. Puchner, Feldmarschall und commandirender General. Ungarn. Es wird unverzüglich ein kaiserl. Manifest an die Ungarn, worin dcr neue Monarch seine Thronbesteigung verkündet, erscheine». Erst hieraus sollen die Operationen beginnen. — Am 3. d. haben die Magyaren an der Seite von Brück einen Einfall üucr die Gränze gemacht und sind bis Rohrau vorgedrungen. Allein Abends zogen sie sich wieder zurück. In der Gegend von Nikelöthal hat sich seit Vorgestern nichts Neues ereignet. — Aus Siebenbürgen bringen die neuesten Berichte vom 29. v. M. die wich. tige Nachricht, daß sich Klausenburg, di, zweite Hauptstadt des Aroßsürstenthums, an die taiscrl- Armee ergeben. Mit Ausnahme dcr Szekler haben sich nun alle Voltsstämme in Siebenbürgen für die kaiserliche Sache erklärt. Heute: .Mein Mann geht aus,« und Concert des Violinkünstlers Lo»is Eller. Verleger: Ign. Al. Kleiulnayr. — Verantwortlicher Vtedacteur: Leopold Kordesch. vvu, 5. »848. Staat»,z ),, mit Verl. v. I. 1829 , für 25a fi, «a? »j, «vlener «Vladl» Banco «Oblij,. zu 2 i><^'. 5a zu 2 n rr. Etüct ,,06 in C M Ver^eichniß der hier Verstorbenen. Den l. December 1848. Herr Ferdinand Funk, TheaterDir^ctoi', alt Hst Jahre, in der Kavllzmer, Vorstadt Nr. 25, an der Brustmassel'suchr. Den 4. Maiia Vene, Ixstitutsarme, als 79 Jahre, in der Stadt H.'r. 29^,, an der itungenläh-mung. — Fran Maria Cilll. büi^ci-I. Hand,lsnian»s.-und Hausbeilhessll'ltwe, alt 4? Jahre, >n dcr Otadt Nr. 233, an der Llni^ensuchc. — Dem PilmuS '^ur. jak, Inwohner, sem Welb Mal»a, alt Uli Jahre, am Mooi-ftlunde Nr. 6, a„ Altersschwäche. Den 5. i?ucas Johann, Gieii^r, alc 5, Jahre, in der Pol^na, an d«>- Abzeh-rüng — Herr Johann Nckcl, biirgerl. Drexlernl,>ster und Haiiöbesl^r, alt 5s) Jahre, >» dn- ^tadc Nr. 106, an der Bailchwasscrjlichc. , ^ Andreas Teitoik, Aufieger, all 67 Jahre, >n der Kratau-Vorstadt Nr. sl, an 0er ^l Z. 22ge»kra»,pf, Uebelteü, Blähung, Dllichsall, Ve'.stovfllng, Ei^Ucui'g, Mil«.» stechen, H^Nlimorrhoiden, G>chl und Reisten, Hyoo« chondr,e, Epilepsie, Schw>ndsllcht, Blcichslichl, >Hl^. brüstigkell, ?l»sjeh>ung, Vrischleunung, Aolll, Rlihr, Würmer, Wassersucht, Ohninachr, Schwindel, Hain» strenge, Augen - und Gehörkranrhelten, Herzklopfen, Ohrensausen, Heiserkeit, Schlafloslljkelt, Flechten, Krähe, Haul e Aüsschl^e, und elnem Heere ähnllcher llebel. N » bst Hu fel a n b 'ö Haus. noo Re l seap 0 l h et e. einei Abhandlung über die Heil ^Wlituiige» des Wassers, nebst Anweisuüa. zur Bereitung eliieö L^benS - Elirli S, dulch dessen Geb,auch melc Personen über lttO Jahre alt gewo,den. l5i Ngr. Alis demselben ^uche sind auch beioni'ers abgedruckt /^u haben: 5N» beste Hausmittel gegen alle Krankheiten lc. lU 'Itgr. DH^ Kuall-Grbsen, Leuchtkugeln uud Teufelspilleu Oder: Ihr sollt und müßt Euch todt lachen. ^IN Un>l,'elN>m des Witzes Uiid der i/aune Mil schönen Aiiecoote» und l(W Räthseln lc, C'ln angenehmer Geselischatter be, Tafel, auf Reisen u»d »n ll ^s O N Verlag F. ?l. Neichel oder der Nutzen des Schnur- und Backenbartes und die Schädlichkeit des Haarschneidens :c. Nebst Angabe e,nes M>uel5, durch welches ein ü pp i» geg Wachsthum deö Bartes und HaareS selbst 0a, wo >olch.ö gänzlich m^ngell, erzielt wlrb. 4. 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Insbesondere auch für Diejeni, gen, welche ohne Hilfe eines Lehrers ihre Sprach» kenlM'.isse erweitern wollen. 2 Abtheilungen. Wien l8il' Ahn's französischer Grammatik befolgten Grundsähen. Wien I«17, fl. 1. 20 kr. - Dom. Ant, Ausführliche theoretisch-practische italil'msche Sprachlehre für den öffentlichen und Privatunterricht. Dreizehnte, bedeutend vcr« mchrte Original-Auflaqe, mit sachgemäßer Hin-Weisung auf die analytischen Erklärungen der Formenlehre. Bearbeitet von Ioh. PH. Zeh. Nürnberg 1847. fl. 1. 30 kr. Ponisio. Die italienische Sprache, nach einer ganz neuen, lcichtfastliche>i, durch eigene, scchs-zchnjä'hr'ge Erfahrung erprobten Methode. 2le verdcsslrte und vermehrte Austage. Wien 184U. fl. 2. Sckinnagl. Practischc ?lnwendunq der latein!" schen Sprachlehre in einzelnen Sätzcn und zu« sammenhanqcnden Aufgaben. I. Gr^nnnaük. 2tcü Semester. 2te Aufl. Wien l817 48 kr. Detto detto detto. li Grammatik, 1. Semester. 2 Aufl. Wien »818. 48 kr. Detto d/tto detto. ll. Grammatik. ?. Semester. 2 Aufl, Wien 1818. 3« kr. M a chat's kleine französische Sprachlehre für die allerersten Anfänger. Achte, bedeutend geän« derte, vermehrte und nach dem neuen DlCüan-„-.ix' kr. Vogtberq Kurzer, faßlicher Unterricht in der französischen Sprache für die Jugend und die ersten Anfänger. Dritte, vermehrte und verves« serte Auflage, mit einem Anhange von Ueber« sehungs-Uebungen. Wien 184U. 3U kr.