-13. Dienstag vcn 12. Februar 18^- TM i e n. ^Ve. k. k. Majestät haben mittelst der, vbcr nnen Bortrag des geheimen Haus-, Hof- und Staatskanzlers, Fürsten von Metternicd, hcral> gelangten Allerhöchsten Entschließung, dem Oberst« lieutenant des k. k. Infanterie^Regiments Hohenlc« he, Anto nProkescd Ritter von Osten, dlcBewil« ligung zu ertheilen geruht, d^s ihm vonIhrer Majestät der durchlauchtigsten Frau Erzherzoginn, Hcr« zoginn von Parma, verliehene Eommandeurkreuz Höchsiihrcs Eonstantimschen St. Gcorg - Ordens, annehmen und tragen zu dürfen. (W. Z.) VÄpsttiche Staaten. Ancoua, 20. Jänner. Am i5. Jänner gingen von hier dic drei französischen Gab^rrcil unter Segel; sie werden sich zuerst nach Nararin, und von da nach Smyrna begeben. Hier sollen sie zwei andere französische Fahrzeuge antreffen, mit denen sie vereint nach Navarin wieder zurücksegeln wer« den, um daselbst die französischen Truppen an Bord zu nehmen und^nach Toulon zu üdcrschissen. Von Toulon aus werden sieWentur für die hier stehen« de französische Brigade nach Ancona transportiren. Man versichert, der päpstliche Odersie Zam« boni werde mit nächsten den Rang eines Brigade« Generals und Edmmandanten der Truppen in 0en Marken erhalten. (I<^. iii va Mann aus den Hafen von England und Irland nach Oporto abgehen. Ein. Theil davon ist bereits unter Segel. Diese Verstält'ungcn werden die Ausführung der von dem Kaiser und dem General Solignac gefaßten Plane entscheiden. Diese ward bis jetzt nur durch die Nothwendigkeit verzögert, in Oporto cine hinreichende Besamung zurückzulas« sen, um der Bevölkerung zu helfen, jedem Angriffe zu widerstehen, während oie kaiserliche Armee gegen Lissabon vorrücken wird. Man versichert, in dem Budget von »834 sey eine Reduction von z5o,ooo Mann in der Armee enthalten, und diese Nachricht habe am meisten zum Steigen der Rente beigetragen. Andere er» tlärten es durch Nachrichten aus Holland; diese sollen aber im Gegentheil ungünstig lauten. (Temps.) (Ks wird gemeldet, dah man zu Toulon eine nach der Levance bestimmte Gscadre Von L Linienschiffen ausrüste. Admiral Rouffin, der sich nach Konstantinipel eingeschifft hat, soN fie dem Vernehmen nach bcfehl g n, und General Guillemmot wahrend dieser Spedition bei dem Sultan eine ausscrordentliche Mission besorgen. (Mg, Z.) Spanien. Der Morning - Herald enthält nächste» hcndes Schrciben aus Madrid vom 10. Jänner: „Sir Stratford-CaMing, seine Gemahlinn, zwei Sccrctare und eine Dienerschaft von »7 Personen find gestern hier angekommen, und in dem Pallaste tcs Grafen Villa, Hermosa abgestiegen. Der außerordentliche Gesandte wurde noch an demscl-hen Abend Ihren Majestäten vorgestellt, und wir erfahren, daß gleich nach seiner Entfernung der Minister der auswärtigen Angelegenheiten die Ge- sandten Oesterreichs, Rußlands und Preußens und den portugiesischen Geschäftsträger zu sich ein. geladen hat, um ihnen die von Sir Stratford überbrachten Vorschläge mitzutheilen. — Die psr. tugicsischen Angelegenheiten und die Anerkennung ter südamerikanischcn Siaaten sollen die vorzüg. Ilchstcn Gegenstände der Sendung des Sir Strat. ford'Canning seyn, und hoffentlich werden wir in einigen Tagen klarer sehen, wie weit er Hoffnung hat, zu reussiren, und welcher Art eigentlich seine Vorschläge sind. Personen, welche sich den An< schein geben, gut unterrichtet zu seyn, versichern, daß der englische Diplomat die Absicht habe, Don Miguel dahin zu vermögen, daß er den Ansprü« chen auf die Rechte der Donna Maria entsage und Spanien zu veranlassen, einen Waffenstillstand zwischen den beiden Fürsten zu Stande zu bringen, oder sich thatig in ihren Streit einzumischen. Im Falle Spanien sich dessen weigern sollte, würden England und Frankreich eine Armee nach Portu» gal senden. Durch königliche Decrete vom 1. und 3. Jänner werden D. Juan Ncpomuccno Vial zum au» ßerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister am grohbritannischen Hofe; D. Luis Fernandez de (Zordova (gegenwärtig Gesandter am Berliner Hofe) zum außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister deim Konig von Portugal und D. (5amiilo Gutierrez de los Rlo3 zum außerordentlichen Gesandten und bevsllmäch» tigtcn Minister am tonigl. preußischen Hofe er» nannt. (Ocst. B.) Zu Paris hat sich, den dortigen Blättern zu» folge, das Gerücht verbreitet, dah Don Pedro Por» to am 14. Jänner verlassen habe, u:n sich nach London zu begeben. Die constltutienelle Chronik von Porto soll sogar das Decret enthalten, wodurch Don Pedro in seiner Abwesenheit das Com» mando dem General Solignac überträgt. (B. v. T.) Die neuesten Nachrichten aus Lissabonvom 9. Jänner bestätigen die schon erwähnten, aus englischen Zeitungen entnommenen Details von rer Desertion, welche neuerlich sowohl unter Don Pe« droS Landtruppen, als auf den von Sarlorius com» mandirten Kriegsschiffen wahrend des Aufenthaltes der Letzteren in dem Haftn von Vigo Statt ge« funden hat. Die Zahl der Matrosen, welche in Bigo zurückgeblieben sind, hclauft sich auf 2o5, 5i und diese sollten auf Befehl der spanischen Regierung mit oen ersten nach England bestimmten Schissen nach ihrem Vaterlande zurückgeschickt wer« den. In dem nämlichen Sinne verfährt die por» tugiesiscke Regierung hinsichtlich der Engländer, Franzosen und sonstigen Ausländer, welche in Don Pedro's Kriegsdiensten stehend, den Bclagerungs-truppen von Oporto in die Hände fallen. — Die Einwohner von Oporto befanden sich in Folge des fortwährenden Bombardements, das schon viele Häuser zerscort und häufige- Fcuersbrünste verursacht hatte, so wie des Mangels an manchen nothwendigen Lebensbedürfnissen in der peinlichsten Lage. Bei dc^ schon aus diesen Gründen und wegen des gänzlich unterbrochenen Handels nichts we» niger als günstigen Stimmung der Einwohner wür« ' de, wie es in einem Schrclbcn aus Lissabon , vom abgedachten Tage heißt, Don Pedro schon längst genöthigt gewesen seyn , Oporto zu ver» lassen, wenn ihn nicht seine französischen und eng. liscken Truppcn und der ihm vcn Frankreich und Lngland aus in pccuniärer Hinsicht geleistete Vorschub, so wie der Mißbrauch, welcher fortwährend von der englischen Flagge zur Einschwä'rzung von Lebensmitteln gemacht werden ist, bisher in den Stand gesetzt hätten, sich in Oporto zu behaup« ten,, Aller Wahrscheinlichkeit nach würde Don Pedro, da er sich wohl salbst von der entschiedenen > Abneigung der portugiesischen Nation gegen seine Person und seine Constitution überzeugt habcn muß, dem ganzen abenteuerlichen, aber deß al? luchst minder für Portugal verderblichen Unterneh^ men entsagt haben, wenn er nicht hoffte, England und Frankreich würden am Ende doch nock,unter irgend einem Vorwande Portugal garadezu mit Krieg überziehen, um mit offener Gewalt das con» sittutioncll.e System auf die pyrenäische Halbinsel auszudehnen. (Oest. B.) ekroWritannicn. (Courier.) Die holländisch. belgische Frage ist „nmer noch nicht gelöst, und die diplomatische Gcschlcklicbkcu h.t noch rm großes Fcld, diese endlosen Streitigkeiten zu einem friedlichen Schlüsse zu Krmgen. Das belgische Kriegsbudget beträgt 73 Millionen Franken, und es ist ganz unmöglich, daß diese Ausgaben noch viel länger können bestritten werden. Die Nothwendigkeit einer baldigen Bei« legung der Sache auch aus diesem, wie aus an« dern Gründen, wird immcr gebieterischer. Die TimeS hallen es für unzweifelhaft, daß der König das Parlament in eigner Person eröss' ncn wcrdc, obgleich die Toryblätter das Gegentheil versichern. Das Dampfboot Lord of the Isles ist am 24. Jänner mit 20c» Mann, doch ohne'Ossiciere von Auszeichnung, nach Oporto abgegangen. Gegen die Abreise der Generale Elubbs und Saldanha, die sich jetzt in London befinden, haben sich Schwie« ngt'cilen ergeben, und man kann unmöglich saget», wann sich diese werden heben lassen. Das von ei< nlgen Zeitungen verbreitete Gerücht, daß der Marquis v. Palmclla den Dienst des Exkaisers verlassen habe, ist völlig unbegründet. Ein Regiment von 55o Mann wurde unter Leitung Odrist Cotters in Irland ausgchoben, und soll in Transportschif« fen nach Portugal gebracht werden, außer wenn dringende Umstände es nöthig machen sollen, sie auf Dampfschiffen hinzuführen. Viele von dieser Mannschaft sind alte Soldaten, und Obrist Eot« tcrs befindet sich jetzt in London, um die Anord» nungen über ihre Ausrüstung zu Ende zu bringen. (Allg. Z.) Der Guardian vom 25. Jänner berichtet: «Vorgestern verbreitete sich im Wcstcnde der Stadt das Gerücht, daß von Falmouth ein Eour' rier angekommen sei, der die Nachricht übcrbrin« ge, daß am 10. d. M. am südlichen Ufer des Due-ro ein Tressen zwischen den Truppen Dom Pedro's unter General Solignac's (Zcmmalido uno der von Sattta-Martha befehligten Armee Statt gefunden habe. Der Kampf soll sehr blutig gewesen, und die Pednsten, welche die Angreifenden waren, sol« lcn auf allen Seiten zurückgeschlagen worden seyn. W>r geben diese Nachricht, wie sie uns zukam, können uns jedoch für die Authenticität derselben nicht verbürgen." n folgenden Morgen, den 19., um n Uhr begaben sich der Lord'Obcrcommissär, der ccmmandirente General'und der gcsammte Generalstab mit einer Ehrenwache an die Stelle im Hafen, wo Se. Majestät der König mit Feierlichkeit ans Land stiegen und Sich, unter dem Donner der Geschütze dcrim Hafen liegenden Schiffe und der (Citadelle, umringt von einer zahllosen Menschenmenge, die Sc. Ma» jcst"ät mit Iubelgcschrei begrüßte, durch die Reihen der in oen Straßen in Parade aufgestellten Truppen, in die für Höchstdicsclbcn im Regierungspal« laste in Bereitschaft gesetzten Appartements verfüg, ten. Bald,darauf erschienen Se. Majestät zu Pser« de auf der Eöplanade, wo Musterung über die da< selbst versammelten Truppen gehalten wurde; Abends wurde der Lord-Obercommisfär mit sei-ncm Gefolge, Sir A. Woodford, der Präsident tes Senats, der Regent und mehrere andere Re< gierungspersoncn zur Tafel gezagen. — Ein Theil des Eonvoi's, an dessen Bord sich die königlich baierischen Expeditionstruppen bcsinden, war am ,5. Jänner in 6:0rfu angelangt; die übrigen, Schiffe wurden spätestens am 21. erwartet. Nachrichten aus Malta zufolge, war der Viceadmiral Sir Henry Hotham am 12. Jänner an Bord des Linienschiffes Alfred nach Na-poli di Romani abgesegelt, um Se. Majestät den König Otto dascldst zu erwartn. (Oest. B.) Au5 Corfu wird unter dem 26. Jänner ge« schrieben: Bis zum i5. Jänner hatten verschiede-,»e Schisse der k. baicrischen Expedition hier gclan« tet; am 21. d. M. war die ganze Flotte zu ihrer Abfahrt vereinigt, welche auch am 22. erfolgte. An d