«l. 290. Dienstag, 17. December 1889. 108. Jahrgang. Kibacher Zeitung. Vl»»»»l,«t»,»«»»»i»l «ll V»»v«»!«nl»llu«: ,«n,j«h,lz fi, 1», hal»j«h»l, N. ,,«. I« »»»plot,: »«,<«h?i2 «III. bolbläbrlll fl. l.b«. YO» b», Zufilllnn« l«, Hau« ,»n,j«h»l, sl. i. — I»le»t»«»<,,»»,, ft«, llltll« Innate b»« ,u 4 ^tll«n «lr., c>lö»t« v^.^ilr x s» > !»!« n8l«l»pl»tz >. »i, «e»«ctt»« V,h»h»<»»sit X, «p«chftn««n bn Nlbactio, t««lich »o> Amtlicher Hheil, Se. k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 11. December d. I, dem lnit dem Titel und Charakter eine« Hofrathes au«, zeichneten Ober!ande«gerick,tsrathe in Wien Adolf Aianefeld taxfrei den Adelstand allergnädigst zu ^"leihen geruht._________ Ee. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 9 December d. I. dem mit der Inspection der commerciellen Lehranstalten lnit deutscher und italienischer Unterrichtssprache be. bauten Professor an der Wiener Handelsakademie Dr. Üarl Zehden da« Ritterkreuz des Franz-Iosef-Ordens °llergnädigst zu verleihen geruht. Der Ministerpräsident als Leiter de« Ministerium« b" Innern hat die Vauadjuncten Peter Dean ino U"d Franz Grengg zu Ingenieuren für den Staat«, ^«dienst in Steiermark ernannt. . heute wird das XI. Stück des L°ndesssesetzblatteS für das Alzogthum Krain ausgegeben und versendet. Dasselbe ent- ^lt unter-. Nc.22. D°« Gcseh vom 5 December,1^9 ^'^ »°^m m.f Grund deß Gesehes vom 1?. I»ni ^W. N. G. Bl. Nr. 99 Nrstimmungw über die Bergung und Entlohnung des N.ligwnsun!errichte« an den dffcntl'chen Vollsschulen ^.23.^ie^undm°chung der t. l,^esregiernng in Kram vom 24. September l»»9. I-26W sir betrHnd die Einreihung der Gcmeindestrahe vouVeldcs nach Asp m d.e Kategorie der Bezirlsstraßcn. «on der Nebaction beS Landeögesehblattes für Krain. Laibach am 17. December 1889. ____________ ^Nichtamtlicher Weil'. Klaillischer Landtag. Sechzehnte Sitzung am 22. November. (Schluss.) ,.,, Im Sprenqel der Filiale Adelsberq traten h,e ?° da Überschwemmungen ein; der Engerling und l''Wuse haben aber in«besondere die Kartoffeln und l" Getreide fast ganz vernichtet. Mit Rücksicht auf e " großen Schaden muss die heurige Iahresernte als Lichtechte bezeichnet werden, weil außer Heu und etwa« Rüben und Mohren alle« übrige schlecht ge-rathen ist. Besonder« die Kartoffeln, ein Hauplnah« runq«mittel für die hiesige Bevölkerung, find fast ganz verfault. Auch das Obst, an manchen Orten ein wich» liger Factor, ist heuer missrathen. Unter der hiesiqen Bevölkerung wird große Noth herrschen, es wird ihr Nahrung und im Frühjahre der nothwendige Same abgehen. Im Sprengel der Filiale Senosetsch wurde au« der Roggenfechsung kaum der Same gewonnen, die Kartoff'ln hat der Engerling vernichtet, der Heiden wurde vom Reif und von der Boia beschädigt, andere Flüchte ergaben kaum den zweifachen Samen. Der ohnehin schon armen Bevölkerung werden die Nahrungs« mittel und der Same abgehen. Im Sprengel der Filiale in Wippach sind heuer auf deu Feldern und Wiesen keine Schäden vorgekommen, wohl aber sind empfindliche Verluste zu verzeichnen bei den Obst« bäumen, denn außer Zwetschken, Nüssen. Pfirsichen bekam man kein Obst. dann bei den Weinreben in den Weingärten und in den Pflanzungen. In den Pflanzungen «nd tiefer gelegenen Weingärten hat die Peronospora die Fechsung total vernichtet, und zwar für das heurige und thcilweise auch für das künftige Jahr. In den höher gelegenen Weingärten wurde zwar etwat Wein von guter Qualität erfechst, je> doch weniger, als mau gedacht hat. Die Weinfechsung kann nicht einmal auf ein Drittel einer guten Jahre«« ernte veranschlagt werden, und da der Wein den ein» zigen Artikel bildet, welchen der Landmann verlaufen kann, wird voraussichtlich überall eine unbeschreibliche Nothlage herrschen. Im Sprengel der Filiale in Velde« blieben die Felder von Elcmentarschäden zwar ver-schont, wegen der regnerischen Witterung war jedoch die Ernte der Feldfrüchte nur eine mittelgute, so dass im Frühjahre manchem Besitzer der Same zum Anbau abgehen wird. Im Sprengel der Filiale Wocheiner« Feistritz hat der Hagel da« weißkörnige Getreide be. schädigt, der Reif den Heiden total vernichtet. Die Be. völkerung hat deshalb Mar einen großen Verlust er» litten, ist jedoch bei dem Umstände, als die Kuluruz-Iahresernte günstig ausgefallen ist. gegen eine beson-dels große Nothlage geschützt. Die landwirtschaftliche Filiale Assling berichtet: Wegen im Frühjahre lange andauernder Kälte und ver< schiedeuer Elementarunfällc, namentlich wegen fort« währender regnerischer Witterung, war im Sprengel der Filiale da« Ernte.Ergebni« der Feldfrüchte ein sehr schlechte«. Unter allen Getreide.Arten ist der Roggen am schlechtesten gerathen; denn quantitativ lieferte er nicht einmal den Samen, qualitativ war er aber so schlecht, das« er zum Samen gar nicht verwendet wer-den konnte, so dass die Besitzer bemüfsigt waren, denselben für theure« Geld anderweitig anzulaufen. Auch die Kartoffeln wurden in geringer Vtenge ersechst, und noch diese gehen in Fäulnis über; den Heiden hat der Reif total vernichtet, so dass hievon gar nicht« erfechst wurde. Wegen der hohen Laqe unserer Gegend sann die Iahresernte. wenn die Feldfrüchte gut gerathen, ohnehin nur als mittelgut bezeichnet werden, heuer bleibt sie aber hinter dieser um 60 vCt. zurück. Den Aermeren wird es daher an Nahrungsmitteln mangeln; e« wäre zu wünschen, das« für da« künftige Jahr Kartoffel« und Heidensamen, wenn nicht unentgeltlich, so doch um einen niedrigeren Prei« erhältlich wären. Außer dieser drücken noch andere Ealamitäten unsere Gegend, und e« wäre zu wünschen, dass die hohe Regierung die Regulierung der Save ehestens durchführen würde. Im Monate October hat e« ununterbrochen geregnet, die Save ist wieder ungemein stark angeschwollen und hat auf den Feldern und Wiesen viel Schaden angerichtet, viele Grundstücke und Brücken weggeschwemmt. Im vorigen Herbste konnte im Sprengel der Filiale in Radmannsdorf wegen der schlechten Witterung die Wintersaat nicht rechtzeitig angebaut werben, deshalb war sie im kommenden Frühjahre schütter und da» Ergebni« der Ernte auch ein geringe«; die Kartoffeln faulten wegen allzugroßer Nässe, den kaum abgeblühten Heiden hat der Reif versengt und die Fisolen der Engerling beschädigt, desgleichen an einigen Orten auch das Gras; der Hagel hat auch einigen Schaden angerichtet. Die Obsternte lieferte nur wenige Zwetschken und Nepfel, sonst nicht«. Der Schaden beim weißlömi-gen Getreide kann auf ein Dritlheil veranschlagt werden, die Ernte de« Heiden« wird kaum den zehnten Iheil einer guten Iahre«ernte ergeben. Nach einem von der l. k. Landelregierung zur Ein-ficht übermittelten Au«weise über die im Laufe des Jahres 1689 vorgekommenen Schäden erschienen diese auf 1,152.237 fl. geschäht, und zwar beträgt der Scha-den durch Frost 279.282 ft.; Hagel 285.705 fl.; Feuilleton. Das Leben auf dem Mars. Nach R. D. Milne von F. S. I. ltlil^" fast zwei Jahren brachten die Blätter einen lh "lonellen Bericht über eine merkwürdige astrono-t'on Observation in Verbindung mit der Construe-Han,', großen I.i«lc» lelLscope!,, jetzt auf Mount H^ton. damals so.ben vollendet und an Ort und Ht,^ von den Constlucteuren. den Herren Clark m V°'t. Probeweise aufgestellt. Lins, ' ber erwähnten Gelegenheit wurde dle große U»,l'° "."! den Planeten Mars gerichtet, und mit der ll^,/uv"ng eine« besonders wirksamen und ganz Herren ""'ch construierten Mikroskops konnten dle t>e>n _' Welch- die Observation leiteten, die Objecte auf l'chleit ^"^" Planeten mit einer Klarheit nnd Deut. h«r,s,-?M"en und Resultate gewinnen, die alle bi«. ^elm''"" Ergebnisse in der Erforschung von Him-^zeu°?"Ü "«endlich in den Schalten stellten. Der -dir. H. . dieses ausgezeichneten optischen Instruments. !il».sj"Wt. hat sich bei der Herstellung desselben der b<^"mchten Crfiudung zweier deutscher Chemiker Ü""i v3c^"bu"g besteht in einer glasartigen Sub» fttigl^" Mer Gleichförmigkeit. Zartheit und Durch- ^l'Nt w >°'* "is derselben mikroskopische Linsen ver- «e vnn ,," b""len. welche Bruchtheile vou der Mlio.,," ^°ou«„ Zoll klar erforschen. Durch die '^elld,? «"" Vergrößerungsglases von solch über- "" Genauigkeit und Kraft, mit einem Fern. röhr von den riesigen Dimensionen focaler Länge und visualer Genauigkeit desjenigen, welches die Herren Clark für das Lick'Observalorium auf Mount Hamilton construiert hatten, gab es im Weltraum sozusagen keine Tiefen mehr, in dem bei günstigen atmosphärischen Bedinguugrn Objecte unseres Sonnensystems, die Mil. lioneu Meilen von uns entfernt sind. dem beobachten-den Auge so deutlich wahrnehmbar erschienen, als befänden sie sich in der Entfernung von 1 bis 2 Meilen von dem Observationsposten. Bei der erwähnten Gelegenheit war Mars in rapider Annäherung an die Sonne begriffen und also in Erdferne, d. h. an demjenigen Punkt seiner Bahn angelangt, der un« zumeist entrückt ist und eine Beobachtung erschwert. Umso höher also musste das Verdienst der Herren Clark und Wright angeschlagen werden und umso glänzender erwies sich die hohe Vollkommenheit drr von ihnen producierten Lmsen, al« es — trotzdem dass im ganzen nur wenige Minuten der Beobachtung des Mars gewidmet werden konnten, ehe er kurz nach Sonnenuntergang aus dem Gesichtskreise verschwand — dennoch gelang, eine Reihe höchst merk-würdiger und interessanter Erscheinungen wahrzuneh. men. die es vollkommen zweifellos erscheinen lassen nicht nur, dass der Planet Mars von lebenden We,en bevölkert ist. sondern dass diese Bevölkerung von der unsern nur wenig verschieden ist, die Gabe der Rede besitzt, imstande ist. unsere ihr übermittelten Schrift, signale zu verstehen und zu erwidern und fähig und begierig ist. in geistigen Vnlehr mit uns zu treten. Vor allem aber wurde die Erkenntnis gewonnen, dass die Bevölkerung des Mars in der Wissenschaft und der Kunst, die Naturlrä'fte zu beherrschen, un« unendlich überlegen ist. Diese Beobachtung, die im October 1887 gemacht wurde, stellte den mehrerwühnten Kolossal-Teleslop des Herr Clark und dem genial konstruierten Mikroskop des Herrn Wright ein so glänzende« Zeugnis aus, das« von weiteren Probeoersuchen abgesehen wurde. Die opti< schen Wunderwerke wurden verpackt und an ihren Bestimmungsort - Mount Hamilton. Lick» Observatorium, befördert. Seither hatte der Nu«bau de« Donnes und die Aufstellung de« Rieseninstrument« die leitenden Kreise in Anspruch genommen, so das» erst in jüngster Zeit wieder zu einer Wiederholung und Ergänzung der damal« gemachten Entdeckungen geschritten werden konnte. Wenn nun über die Ergebnisse der jüngsten Ob« servation noch nicht« in die Oeffentlichleit gedrungen ist so ist die« keineswegs ein Bewei». dass diese Ergebnisse geringfügige sind. Ganz im Gegentheil sind dieselben so überwältigender Natur, das» nun die Gelehrten, welche die Beobachtung leiteten, sich lange nicht über die Form, in welcher sie die gloriosen Resultate der-selben veröffentlichen sollen, zu einigen vermochten. Endlich wurde beschlossen, mit dieser Mission den Schreiber dieser Zeilen zu betrauen, da ja derselbe durch einen erschöpfenden Bericht über den erwähnten Probeversuch und seine Anwesenheit bei demselben do-cumentiert hatte, das« er die Größe der Aufgabe wür-dige und derselben genügen könne. So also wurde mir abermals die Ehre zutheil, der Einladung der Pro« fessoren Archer und Holden Folge leistend, an einer Observation theilzunehmen, um gleichsam al« Augen» zeuge die Ergebnisse derselben mit größerer Klarheit schildern zu lönnen. E« war am Abend del 8. Nai. Da« Firmament war llar und wollenlo«, die Luft in Anbetracht kr Laibachel Zeitung Nr. 290. 2490 17. December 1889. ^ Ueberschwemmung 320.625 fl.; Erdabrutschung 7420 fi.; Feuer 130.327 fi.; Wurmfraß und Peronospora 129.080 fl. Wenn auch diese Schadensziffern keinen authentischen Wert haben, da dieselben nur auf Grund approximativer Angaben und nicht auf Grund amtlicher Daten zusammengestellt worden sind, so lässt sich doch soviel mit Bestimmtheit aus denselben entnehmen, das« im heurigen Jahre die Bevölkerunq infolge des Zu. sammentreffens verschiedenartiger Calamitäten außer« gewöhnlich empfindliche materielle Einbußen erlitten hat, welche die Besorgnis rechtfertigen, dass bei Eintritt der Winterszeit in einzelnen Gegenden eine förmliche Noth» läge eintreten werde. Der Landesausschuss hält in An> betracht des Angeführten die Bewilligung eines Beitrages aus dem Landesfonde für die nothlcioende Be-völkerung für gerechtfertigt. Von dem zu bewilligenden Beitrage sollte nach Ansicht des Landesausschussts ein Theil zum Ankaufe von Samen verwendet werden. Der Landesausschuss glaubt, dass mit Rücksicht auf die vor« handenen Geldmittel nur ein Betrag von 20.000 fl. bewilligt werden könnte. Da jedoch mit dem unmöglich das Auslangen gefunden wird, wäre auch an die hohe Regierung das Ansuchen wegen Bewilligung einer Unterstützung und eines unverzinslichen Darlehens zu stellen. Auf Grund des vorstehenden Berichtes stellte der Referent Abg. Murnik folgende Anträge: 1.) Dem Landesausschusse wird der Betrag von 20.000 fi. aus dem Landesfonde zur Verfügung gestellt. 2.) Der Landesausschuss wird beauftragt, sich an die hohe Re, gierung mit der Bitte zu wenden, Hochdieselbe wolle zur Bekämpfung des Nothstandes in den durch die heurigen Elementarereignisse heimgesuchten Gegenden des Herzogthums Krain eine nicht zurückzuzahlende Unterstützung und weiters einen Beitrag aus Staats« mitteln bewllligen, welcher zu unverzinslichen Vor« schussen theils an Gemeinden zur Ausführung öffentlicher Arbeiten, insoweit solche von denselben zu dem Zwecke unternommen werden, um der nothleidenden Bevölkerung Verdienst zu verschaffen, theils an Landwirte zu verwenden wäre. — Nachdem noch Abg. Povse den Wunsch ausdrückt, es möge die oberwähnte Bitte der k. k. Regierung so bald als möglich unter« breitet werden, wurden die vom Referenten gestellten Anträge einstimmig und ohne Debatte angenommen. Abg. Aukl je referierte namens des Finanzausschusses über die Petition der Gemeinde St. Barthelmä um Regulierung des Gurkftusses und um Errichtung einer Brücke bei Otok. Ueber Antrag de« Referenten wurden solgende Anträge angenommen: 1.) Der Credit bis zum Höchstbetrage von 1250 fl., welcher in der Sitzung vom 29. September d. I. aus dem Landes« fonde zur Deckung der Erhebungskosten zur Regulierung des unteren Laufe» des Gurkflusses bewilligt wurde, und zwar mit dem Vorbehalte, dass der Staat für die andere Hälfte des Erfordernisses auszukommen habe, wird unter derselben Bedingung für das Jahr 1890 verlängert. 2.) Der Landesausschusi wird beauftragt, a) einen Techniker zur Erhebung zu entsenden, inwie» fern der Abfluss der Gurt durch die Mühlwehre zwischen Landstraß und Brod behindert wird; b) die Frage betreffs Errichtung einer Brücke über den Gurkfluß zwischen Drama und Dobrava in Erwägung zu ziehen und darüber in der nächsten Landtagssession zu berichten. Schließlich berichtete Abg. Baron Schwegel namens des Finanzausschusses über den Antrag des Abgeordneten Hribar, betreffend die Aufschriften im Landesmuscum Rudolfinum. Der Antrag des Abgeordneten Hribar wurde dem Landesausschusse zur entsprechenden Erledigung abgetreten. Hiemit wurde dir Tagesordnung erledigt und sodann vom Landeshauptmann die Sitzung nm '/«4 Uhr nachmittags geschlossen. Politische Ueberstcht. (Die Erklärung des Minister-Präsidenten.) Noch selten hat eine Kundgebung vom Mi« nistertische einen so lebhaften und nachhaltigen Eindnlck hervorgerufen, wie die am vergangenen Freitag im Ab» geordnetenhause abgegebene Erklärung des Herrn Ministerpräsidenten Eiafen Taaffe. Dieselbe enthält zwar noch nicht die Antwort dlr Regierung auf die bekannte Interpellation des Abgeordneten Dr. v. Plener, präcisiert aber trotzdem den Standpunkt des Cabinets den schwe» benden politischen Ta jesfragen a/qenüber in ebenso cnt» schieden« als treffender Weise. Drei leitende Gesichts» punkte charakterisieren die Kundgebung des Cabinets-chefs: der dynastische Gedanke, der österreichische Staats« gedanke und das geltende Verfassungsrecht. Auf diesen drei Grundpfeilern ruht die Politik der gegenwärtigen Regierung, diese verleihen ihr die Festigkeit, mit Mulh und Vertrauen ihres Amtes zu wallen und das Staatsschiff in den sicherm Hafen zu lenken. Der Monarch, das Vaterland und das lebendige Recht, fürwahr, da« find drei Factoren, welche jrder pflichtbewusiten Re« gierung allen Stürmen gegenüber festen Halt bieten und deren steter Beachtung allein j.ne unbestreitbaren Er. folge zu verdanlen sind, welche das Ministerium Taaffe seit seinem nun zehnjährigen Bestände auf so vielen Gebieten des Staatslebens auszuweisen hat. Das Hau» folgte den Erklärungen des Herrn Ministerpräsid nten mit der gespanntesten Aufmerksamkeit, und die Majuri« tät unterbrach dieselben wiederholt durch stürmische Beifallskundgebungen. (Die Arbeiter.kamme.rn.) Der Ausschuss. betreffend die Errichtung von Arbeitertammern, bcschäf« ligte sich Samstag mit einem Antrage des Abg. Per-nerstorfer, wornach das Ergebnis der im Frühjahre stattgehabten Arbeiter-Enquete dem Subcomiti zur wei» teren Behandlung zu überantworten sei. Abg. Iaq»es stellte an den Regierungsoertreter die Anfrage, oo er namens der Regierung in dieser Angelegenheit Auf. schlüsse zu geben in der Lage sei. Mmisterialralh Frei« Herr von Weigelsperg gab hierauf Daten ütxr die Zahl der Krantencassen und ihrer Mitglieder, welche Cass^n die Grundlage für das Wahlrecht in die Arbciterkam. mern bilden sollen. Darnach bestehen gegenwärtig: 549 Bezirkskrankencassen mit 432.718 Milgliedern. 1323 Betriebskrankencassen mit 307.029 Mitgliedern und 599 Genossenschaftlkrankencassen mit 180,670 Mitglie« dern. Die Daten bezüglich der Baukrankencassen, der Bluderladen, der Vereinökrantencassen und der Betriebs« krankcncassen der Eisenbahnen und Privatunternehmun« gen sind noch nicht vollständig erhoben. Es entwickelte sich nun eine längere Debatte darüber, ob auch «tr» Hebungen über die Berufskategorien gepflogen werden sMn. Der Antrag des Abg. Perncrstorfer wurde dann einstimmig angenommen, ferner ein Antrag des Abg. Suklje. betreffend die Beibringung von Daten über die Verufskategoricn seitens der Negierung. (Lieferungen für die Armee.) Die «Bud. Curr.' meldet: Infolge der von Seite t"s Execlltiv.Comitss der in Verband getretenen landwirt« schastlichen Vereine heuer an die Delegation gerictMn Petition, betreffend die unmittelbar durch die Land« wirte zu bewerkstelligende Lieferung der landwirtschast' lichen Bedarfsartikel der Armee, hat der Ackerbau minister eine Enquete einberufen, die ihre Berathungen heute begann und bei der auch das Kriegsministermm sich vertreten ließ. (Parlamentarisches.) Der Vierst. uer-Aus' schuss hat die Regierungsvorlage, betreffend eimge Aenderungen der Vlersteuer-Äeme'ssung. zur Grundlage der Specialdebatte angenommen. Mehrere vom Ad' geordneten Schaup beantragte Aenderungen inbetrest der Messgcfäße werden in der nächsten Sitzung zur Berathung gelangen. — D' nern erklärte gegenüber den Radicalen nnd Äonlan-giften, die Regierung bedürfe der Informationen, »m die feindseligen Versuche zu unterdrücken. .Diese W'^ gaben dienen einzig und allein zur allgemeinen ^^>, heit und seien keineswegs für die Presse bestimmt. ^' Annahme dieser Credite seitens der Kammer werde e Beweis des Vertrauens sein; sollte die Kammer " Credite ablehnen, so werde er das Amt verM ' (Beifall auf der Linken.) Nach einem lebhaften M" Wechsel zwischen den Republikanern und Voula"gw beschloss die Kammer mit 332 gegen 166 Stim^' in die Sprcialdebalte einzugehen, und nahm sodann 290 gsgen 192 Stimmen die geheimen Fonds im" trage von 1,600.000 Francs an. ,,) (Verstaatlichung der Kohlenwert ^ Das Project, die Kohlenbergwerke in Deutschla'w ^ verstaatlichen, ist von conservativer Seite während letzten Streiks mehrfach befürwortet worden. In "» Hamburger Blatte wird diese Verstaatlichungl^t^ Höhe. auf der wir uns befanden, verhältnismäßig ruhig. Etwa um 9 Uhr begaben wir uns in den großen Donn. Wir zählten fünf Personen. Die Herren Professoren Archer und Hammond vom Observationsstabe. Mr. Wilmot, ein Astronom aus den Oststaaten, Mr. Wright, der eigens zu diesem Behufe aus Masfa» chufsets nach Californien gekommen war und eine Anzahl r0n Linsen mitgebracht Hatte, die alle aus der erwähnten i,eu «fundenen Substanz hergestellt waren und von denen einzelne nach Mr. Wrights Versicherung noch wirksamer waren, als die in Cambridgepolt benutzten, und ich. Zu Ehren von Mr. Wright und in Anerkennung der Dienste, die er der Wissenschaft geleistet, wurde der Beschluss gefasst, seinem Wunsche, die begonnene Er« forschung des Mars fortzusehen, in vollem Maße zu entsprechen und die ganze Nacht der Erforschung diess einen Planeten zu widmen. Die Umstände waren dem Vorhaben günstig. Mars, der jetzt kurz nach Sonnen» Untergang ein so strahlendes Object des westlichen Him» mels bildet, hatte gerade den der Erbe zunächst ge> legenen Punkt seiner Bahn erreicht und war in der der Beobachtung zumeist günstigen Position. Seine gcgen wärtige Entfernung betrug wenig mehr als 50 Mill. Meilen, also weniger als ein Drittheil der Entfernung, in der er sich während des Probe«Abends in Cambridge« Port befand. Da wir die ganze Nacht dem Unternehmen wid» men wollten und es noch früh am Abend war. be« gannen wir zuerst die ganze Scheibe des Planeten, ohne Mr. Wrights mikroskopische Linse, bloß mit Be« nützung des großen strahlenbrechenden Teleskops, mit der gewöhnlichen Stärke von etwa 3000 Diameter zu beobachten. Wir wurden hiebei von der Absicht geleitet, auf diese Weise erst eine bestimmte Region oder Stelle zu erwählen, welche der Beobachtung die meisten Er« gebnisse verspricht, Wir konnten so mit Methode vor« gehen und die gemachten Entdeckungen für künftige Forschung nach jeder Richtung hin genau präcisiern. Es ist bekannt, dass es Karten des Planeten Mars gibt, aus welchen die Continente und Seen dieses Gestirns mit derselben Genauigkeit und Bestimmtheit angea/ben sind, wie die sphärischen Umrisse unsereö eigenen Erdballs auf einem Schul'Atlas. Marsbeschrei» bung ist ein vorzugsweise gepflegtes Feld der Astro» nomen von eminenter Begabung, wie Mädler, Green, Knöbel, Schiaparelli und anderer, und ist ihnen so geläufig, wie uns unsere eigene Geographie. Einige Schwierigkeiten ergab die Anordnung des beweglichen Bodens, auf welchem der Sitz des beobachtenden Astronomen angebracht wird. und Mars stand schon ziemlich hoch, als wir endlich beginnen konnten, Zuerst nahm Mr. Archer den Observationsposten ein, dann Mr. Wilmot, ihm folgte Mr. Hammond, nach ihm Mr. Wriqht, dann ich. Der Anblick war ein Herr» licher. Die Scheibe des Planeten umspannte bei der hohen Kraft, die wir benutzten, mehr als 10 Grade angulären Bogens, oder etwa zwanzigmal den Durchmesser des Mondes, wie er mit dem bloßen Auge gesehen erscheint. Indem ich Greens Karle des Mars mit anderen zu diesem Behufe mitgebrachten verglich, konnte ich wahrnehmen, dass die uns zugekehrte Hemisphäre des Planeten Mä'dlers Continent, Knödels See und noch andere Regionen nmsaiste. Die Schneidelinien zwischen Land und Wasser traten so klar hervor, wie die Demarcationslinien auf einem gewöhnlichen Globus auf die Entfernung von einigen Fuß. Die beidmPole strahlten in hellem Weiß. trotzdem die Kreisförmige«'! der ersteren im Vergleich zu letzteren und die leichte Neigung der Achsenlinie zwischen beiden bewiesen, dass der Sommer auf dem Mars sich der nördlichen H ^ sphäre desselben näherte, wobei die Neigung der t»'s Mars zu der Fläche seiner Bahn ganz d^el"« auf unserem eigenen Planeten glich. ^„tfer- Auf der linken Seite der Scheibe, in der <""> nung von '/l» seines sichtbaren Durchmessers, M^ ein helleuchtender Stern, aber mit offenbar "N^^ licher Scheibe. E« war nicht schwierig, in diesem lV einen der beiden Monde des Mars zu """" ^, Diese kleinsten Wanderer des Sphärenlrelft» w"^ erst vor kurzem entdeckt und vollenden bei 50 und o .^ len im Durchmesser ihres Umfanges ihren U"U !ge>» etwa 30 Stunden in der Entfernung von hundert Meilen von der Oberfläche des Mars. h. Ein anderer Umstand auf der gleich em" ^ karte sichtbaren Scheibe, und zwar ein ^' ^ ^" unsere Aufmerksamkeit ganz besonders fesselte, ^,l auffallendes Liniennetz, da« gleich dem G^Mie'lg Spinne von einem gemeinsamen Mittelpunkt <^izt und in rechten Winkeln von anderen Lunei' « ^ wurde. Dieses Netz bedeckte den größten Tyel ^se sichtbaren Festlandes mit seinen Verzwclg"llge^^^^ Linien wurden zuerst von dem italienischen *N ^l)a,il" Schiaparelli entdeckt und dere» thatsächliche» ^ hie-dmsein. das anfangs von anderen Astronom«".''^h.»' selben nicht wahrnehmen konnten, bestrlttel durch spätere genauere Forschung bestätigt. ^tel Dank den besonders günstigen Verhalt '^^ ^je denen wir die Observation vornahmen, ^z M Linien mit überraschender Deutlichkeit he""- .^.„el, außerdem aujfiel. war. dass der röth'lche ^ t>ee der dem bloß«, Auge als e.ne e römisch - katholische Schule in Iänok. für die griechisch - katholische Schule in Bokszeg. für die grie. chisch - katholische Schule in Milova. für die griechischkatholische Schule in Sobfalu, für die griechisch'katho. lische Gemeinde in Toriszta und für die reformierte Schule in Izsa. — (Cardinal Ganglbauerf) Man berichtet uns unterm Vorgestrigen aus Wien: Um zwei Uhr nach» mittag« wurde der Leichnam des Cardinal» nach der Hauslapelle übertragen. Wände und Parletboden der Kapelle sowie die niedere Estrabe mit dem metallenen Sarg sind mit rothem Damast überzogen. Die Leiche trägt das Pontificalgewano. Per Kopf mit dem Barett ist dem Altare zugewendet. Die Hände, über der Brust gefaltet, hält der Todte ein kleines Crucifix au« Ebenholz; ein Vlumenbouquet wurde darunter gelegt. Zur Rechten des Leichnams liegt der Krummstab. Abwechselnd betet eine der beiden Schwestern, welche den Cardinal während der Krankheit pflegten, an seiner Bahre. Die Aufbahrung Sr. Eminenz wird für einzelne Persönlichleiten morgen, für das Publicum Dienstag tagsüber und Mittwoch bis elf Uhr vormittags zugänglich sein. An dem Leichenbegängnisse werben sich, wie man uns wei« ters aus Wien telegraphiert, auch der Kaiser und die Erzherzoge sowie die beiden Häuser des Reichsrathes be» theiligen. — (Eine Weltausstellung in Berlin.) In den letzten Tagen haben zu Berlin Besprechungen zwischen Männern verschiedener Berufslreise wegen des Planes einer Berliner Weltausstellung stattgefunden. Man erwartet aber noch Aufmunterung von maßgebender Seite, ehe ein Comite' gebildet wird. ! — (Mittel gegen die Influenza.) Als eines der besten Mittel gegen die Influenza empfiehlt ein Arzt in der «St. Petersburger Zeitung» den Absud von Salbei, welcher glasweise unter Beimischung einiger Tropfen des stärksten Cognacs getrunken wird. Nach dem Genusse dieses Mittels geräth der Patient in starken Schweiß, worauf er sich besser fühlt und bald gesund wird. In Petersburg wurden übrigens noch folgende Mittel gegen Influenza mit Ersolg angewendet: Kalte Compressen und Purgiermittel bei Beginn der Krankheit. Ferner reibt man täglich zweimal den Körper mit einer Ealbe. welche wie folgt zusammengesetzt ist: I^ouiNeuwra «kponaU 2'/« Unzen, Mixtur oloos. d»!8. 1 Unze, Chloro» form 2 Drachmen, Nitiaoti opii 15 Scrupeln, Lpinti lavonau!. '/, Unze; oder zwei Pulver dreimal am Tage: Ooüoini pur! '/,z Gramm, ^ntip^riui 4 Gramm, I?»tri bicHrbouioi 1'/, Gramm. — (Stanley) wird außer in London, Brüssel und Berlin wahrscheinlich auch in Rom einen Besuch machen, und zwar ausdrücklich, um sich dem Papste vorzustellen. Der Papst ist den Afrika. Angelegenheiten in neuerer Ieit näher getreten, nlcbt nur durch die Herstellung verschiedener apostolischer Vicariate im äquatorialen Ost- und Westafrila. sondern insbesondere durch die Bestrebungen des Cardinal« Lavigerie gegen die Scla« verei. — (Tin Tunnelbau.) Aus Graz wird un« berichtet: In wenigen Tagen erfolgt der Durchschlag de« 1400 Meter langen Platlentunnels der Bahn Eisenerz. Vordernberg. Der Tunnel hat die Länge de« Semmering-Haupttunnels. Diesertage stürzte eine' fast zehn Met« lange, vollständig ausgeweitete und ausgezimmerte Tunnelstrecke ein, wodurch eine Verzögerung im Arbeiten bewirkt wurde. Ein Verlust von Menschenleben ist nicht zu be« klagen. Vi«her sind 4b Procent des gesammten Tunnels ausgemauert. — (Dom Pedro.) Die kaiserliche Familie von Brasilien schickt sich bereit« an, Lissabon zu verlassen, um sich nach Nizza zu begeben. Der Graf und die Gräfin von G u mit ihren Kindern werden die kaiser» lichen Eltern in Pau erwarten, und von bort werden die Kaiserin und die Gräfin von Eu sich nach Lourdes begeben. — (In den Flus« gestürzt.) Vor einigen Tagen fuhr der Geflügelhändler Prichtl mit seiner Gattin von Neutra nach Szered; im Wagen war viel Geflügel untergebracht. Während der Fahrt gelangte der Wagen an den Rand de« steilen Waagufers und stürzte Plötzlich in« Wasser. Prichtl ertrank, die Frau wurde gerettet; Pferd und Wagen giengen ebenfalls zugrunde. — («Wiener Mode» im Auslande.) Unser heimisches Mode»Ioulnal hat soeben einen nruen hübschen Erfolg erzielt. Infolge Uebereinkommens mit einem Warschauer Verleger wird vom 1. Jänner an eine polnische Ausgabe der «Wiener Mode» — die vierte in der Reihe der fremdsprachigen Ausgaben — erschnnen. — (Ve maßregelte Studenten.) Der Mel» dung einzelner Polenblätter zufolge wurden 60 Hörer der Odessaer Universität wegen eine« Studentenrummels ausgeschlossen. Neun polnische Vtudenten wurden unter Gendarmerie.Escorte in andere Gouvernement« ab« geschoben. — (Eine Vchiff» ' Katastrophe.) Der Dampfer «Dyborg» mit vierhundert Passagieren ist im chinesischen Meere infolge eine« Cyklon« untergegangen. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Aus dem Reichsrathe.) Im Abgeordnetenhaus« wurde gestern da« Ableben des Cardinal« Dr. Oanglbauer angezeigt und das Hau« zum Leichenbegängnisse, welches am Mittwoch stattfindet, eingeladen. Nbg. Pscheiden wurde an Stelle de« Abg. Hofrath Lienbacher in brn Vudgetausschuss gewählt, Pas Vudget-Provisorium wurde in dritter Lesung an« genommen. — (Laibacher Gemeinberath.) Der Gemeinberath der Landeshauptstadt Laibach hält heule abend« um 6 Uhr eine öffentliche Sitzung mit nach-stehender Tageiordnung ab: Mittheilungen des Vorsitzenden; Ergünzung«wahl in den Verwaltungsautschuss der städtischen Sparcafse an Stelle des Herrn Ignaz Kotnik; Bericht der Finanzsection über die Rechnungsabschlüsse für das Jahr 1888; Berichte der Vausection: ») über da« Gesuch der philharmonischen Gesellschaft wegen Aenbe« rung der Baulinien auf beiden Seiten der Theaterbranb-stütle, b) über Recurse in Vau-Angelegenheiten; Bericht der W«sserleitung«-Section betreff« elektrischer Beleuchtung der Wafselltitungsanlagen in Klece; selbständiger Antrag de« Gemeinberathe« Prof. T. Zupan betreff« Subvention für den Cyrill» und Method-Verein; Aufnahme von Gemeinde-Angehörigen. — (Eissport.) Nach mehrtägiger Unterbrechung ist gestern da« Eislaufen wieder aufgenommen worden, und fanden sich die Eisläuser durch ein herrliches, spiegelblanke« Eis aus da« angenehmste überrascht. Wir sind zugleich in der Lage zu berichten, das« der Vereinsau«-schuss für ben Monat Jänner die Veranstaltung von zwei Ei«feften beschlossen hat, wovon eine« bei Tag, das zweite abends abgehalten wirb, und ist bereits ein ver« stärkste« Comiti mit ben Vorarbeiten beschäftigt. «achbrucl vll»»tt» „ Verschlungene Iläöen. °n,»n au, dem Englischen von Hermlne Kranlenstein. (96. Fortsetzung.) ,. Der Squire gab die Richtigkeit dieser Bemerkung tz'.""b so warteten sie im nächtlichen Dunkel an der der 5 2 Leichnams, bis die G^richtscommiPon und von V ""trafen. Der letztere, ein noch junger Mann Lti^ Jahren, neigte sich nieder und untersuchte den 'Warn. Ntts.'^ ist todt — der Tod muss augenblicklich ein-Gebi s""' da die Kugel allem Anschein nach ins bell. Ncdrungen ist.» erklärte der Arzt. sich an Isa« sch" "endend, die sich vor ihn hingestellt halte und Äbs^?' "brr gefasst aussah, obgleich sie ihre ganze scheiß ^"lchu"g aufbieten musste, um ruhig zu er- beia^lauben Sie. dass er sich diese Wunde selbst bracht haben könnte?. Wz»! V?2 ^ schwer zu bestimmen; in diesem Falle fi„de, ^ W°fse sich ganz nahe bei dem Leichnam Er^X denn der Dahingeschiedene muss in derselbe ^lturzt l als der Schuss abgefeuert wurde, zu Boden deHtn seiden Gerichtsbeamten suchten eingehend, ent. ^volv "'6M Jetzt händigte Isabella ih'ien deu l"ld ^ /" "nd beschrieb genau und eingehend, wo " W denselben gefnuden hatte. Vliger !w re der beiden Polizisten, ein etwa uierzig-«esich^ -"lann. Namens White mit ungcmein schlauem ^üh.,li^dluck. der sich als Detectiv den Ruf auher- "Her Tüchtigkeit erworben hatte, legte den Re< volver sorgfältig beiseite und nahm hierauf ein Notiz, buch heraus. «Wollen Sie mir gütigst alles sagen, was Ihnen über diesen traurigen Vorfall bekannt ist?» sagte er, sich an Mr. Egertun wendend. Isabella ließ dem Squire leine Ieit. zu cmtwor« ten. sondern sagte hastig: «Ich werde da« weit besser thun können, als Mr. Egerton. wie ich glaube.» Der Detectiv schaute sie durchdringend an. «Sind Sie eine Verwandte des Dahingeschiedenen, Madame?» fragte er. «Ich bin seine einzige lebende Verwandte — seine Schwester!» White verneigte sich vor ihr. offenbar sehr befriedigt davon, das« sie sich bereit erklärte, ihm die ge» wünschte Auskunft zu geben, und nahm einen Bleistift aus seinem Notizbuch. «Wolle» Sie mir alles sagen, was Sie über die Handlungsweise Ihres Bruders an diesem Abend wissen?» «Das will ich. und e« ist vielleicht das Beste, wenn ich damit beginne, Ihnen zu sagen, das« morgen sein Hochzeitstag hätte sein sollen. Heute Abend bei der Tafel schien er in heiterster Stimmung zu sein uud war viel aufgeräumter al« sonst. Nach der Tafel gieng er und Miss Egerton in die Bibliothek, um den Hhecontract zu unterzeichnen, und bei dieser Gelegenheit überreichte mein Bruder seiner Braut eine Schenkungsurkunde, durch welche er auf gewifse Ansprüche, die er auf die Güter von Kings. Dene hatte, vollständig ver-zichlete.» Der Squire znckte ziemlich betroffen zusammen, als sie diese Angaben machte; aber er versuchte es nicht, sie zu unterbrechen. «Diese Urkunde war das Hochzeitsgeschenk meines Bruders an seine Braut, und nachdem die Unterzeichnung gemacht war. gieng er mit ihr ins Freie hinaus. Ich habe ihn bann lebend nicht wiedergesehen.» «Um welche Zeit gieng er ins Freie?» «Es mag etwa um acht Uhr gewesen sein; ich kann es nicht ganz genau angeben, weil ich nicht auf meine Uhr gesehen habe.» «Und Mr. Farquhar kam nicht zurück?» «Nein. Mr. Egerton und ich giengen bann gleich, falls ins Freie, und als es dunkel wurde und die zwei noch immer nicht zurückgekommen waren, giengen wir nach dem Gitterthor, da» in das Gehölz führt, um sie daselbst zu erwarten. Während wir dort stan. den, härten wir plötzlich einen Schuss, und ich la„n die Z?it genau angeben, wann das war, denn die Uhr , im Schlosthofe schlug gleich darauf Neun. Ich sprach den Wunsch aus, nachzusehen, wer den Schuss ab« gefeuert haben konnte, aber Mr. Egerton rieth mir ab und meinte, dass es wahrscheinlich sein Sohn gewesen sei; in weniger als zehn Minuten darauf kam Natalie Egerton aus dem Gehölz auf uns zu« geeilt.» Sie hielt inne, und der Detectiv schaute zu ihr auf. «Hatte sie den Schuss auch gehört?» fragte er. (Fortsetzung solzt.) Latbachn Fettuug sk. 290. 2492 17. December «. — (Gemälde«Au « stellung.) Wie wir bereit« mitgetheilt, ist vorgestern im Saale der hiesigen Ober-Realschule eine Reihe von Gemälden unserer heimatlichen Künstlerin Fräulein I. Kobilca ausgestellt. Das eine dieser, sich auch des vollsten Beifalls der hiesigen Kunst» freunde erfreuenden Vilder finden wir in dem unter dem Protectorate der durchlauchtigsten Frau Erzherzogin Maria Theresia in Wien erschienenen Prachtwerte: «Unsere Kunst in Wort und Bild», nebenbei bemerkt eines der schönsten Weihnachtsgeschenke dieses Jahres auf künstlerischem Gebiete — in gelunger Reproduction wieder» gegeben; es ist dies das unter Nr. 3 der hier ausgestell» ten Serie als «Die alte Kaffeeschwester» benannte löst» liche Genrestück. Da die gegenwärtige Ausstellung dieser Gemälde — auf die wir in einer der nächsten Nummern noch ausführlich zurückkommen — hier überdies zum Vesten der Volks- und Studentenküche stattfindet, so ist es sehr erfreulich zu vernehmen, dass der Besuch schon in den ersten Tagen ein recht zahlreicher gewesen, und es ist daher auch aus diesem Grunde zu wünschen, dass dieses lebhaste Interesse bis zum Schlüsse der Ausstellung (22. d. M.) anhalte und sich noch weiter steigere. — (Da« mündlicheSummarversahren.) Aus Wien berichtet man unterm Vorgestrigen: Der Justiz« ausschuss des Abgeordnetenhauses sehte heute die Be» rathung des Gesetzentwurfes über das mündliche Summar» verfahren fort. In seiner gestrigen Sitzung hat der Iustizausschuss eine wesentliche Abkürzung und Erleichte« rung des Aerfahren« durch Eliminierung jener Nestim« mungen aus dem Gesetze beschlossen, welche sich auf die schriftliche Klagebeantwortung bezogen. Demnach entfällt nach den Beschlüssen des Au«schusse« der § 21 vollständig und erleiden die §§ 29, 46 und 49 eine dementspre« chende Abänderung. Bei § 8 beschloss der Nu«schus« die Restituierung der Regierungsvorlage. Eine weitere Nende-»ung wurde bei § 26 des Ausschussberichte« beschlossen, «»dem das Verbot der Verlautbarung des Inhaltes einer mit Ausschluss der Oeffentlichkeit durchgeführten Ver-Handlung auch auf das Urtheil ausgedehnt wurde. Bei § 37 des Ausschussberichte« wurde die Rcstituierung der Regierungsvorlage mit dem Zusähe beschlossen, das« auch jene Partei als zur Verhandlung nicht erschienen an« zusehen sei, welche zwar bei der Tagsatzung erscheint aber nicht verhandelt. — (Tode»fall.) Der Rechnungsrevident bei der k. k. Finanzdirection für Krain, Herr Alexander Alten« burger, ist in der Irrenanstalt zu Feldhof bei Graz, wohin er vor kurzem abgegeben werden musste, ge» storben. — (Verbotene» CommerS.) Aus Graz wird telegraphisch gemeldet: Die hiesige Polizei'Direction verbot die Veranstaltung eines von slavischen Studenten an der hiesigen Universität geplanten Festcommerses, weil das studentische Commerscomite', worin sämmtliche slavische Nationalitäten vertreten waren, die von der Behörde ge« stellte Bedingung, dass Lommersreden entweder in deut« scher oder slooenischer Sprache gehalten werden, abgelehnt hatte. Die Studenten recurrierten dagegen an die Statt» halterei. — (Nrzneitaxe für das Jahr 18 9 0.) Das Reichsgesehblatt veröffentlicht eine Verordnung des Ministeriums des Innern vom 12. December d. I., b> treffend die am 1. Jänner 1890 in Kraft tretende Arznei» taxe für da« Jahr 1890. — (Deutsche« Theater.) Morgen Mittwoch bekommt auch unser Publicum die «Gigerln von Wien» zu sehen, die «Gigerln», welche in Wien typisch gewor» den sind und deren Verherrlichung durch obgenannte Ge» sangspofse bisher an 295 Abenden stattgefunden. Das Interesse für diese« Zugstück ist auch hier ein so grohes, dass bereits heute alle Sperrsitze für die morgige Vorstellung verkauft sind. Donnerstag ist Spieltag. Freitag bleibt da« Theater wegen Vorbereitung zu dem am Sam«tag beginnenden Gastspiel der l. k. Hofschauspielerin Frau Louisabeth Röckel geschlossen. Die Direction hat das Gastspiel der Frau Röckel erst nach Bewilligung von großen pecuniären Opfern abzuschließen vermocht und er« höht infolge dessen die Preise für diese drei Gastspiel« abende in dem Maße, wie bei dem Gastspiele Bach. — (Der slovenische Schriftsteller« Verein) hält morgen abends im Glassalon der hie« sigen Altalnica den ersten Unterhaltungsabend in dieser Saison ab. Auf dem Programme steht ein interessanter Vortrag deS Herrn Prof. S. Rutar. Beginn um 8 Uhr abends. — (Der Nachlas« des Freiherrn von L ilientha l.) Das Vermögen des jüngst in Graz ver« storben-n Freiherrn von Lilien that belief sich auf nicht ganz drei Millionen Gulden. Ueber diese« Vermögen wurde bekanntlich dem Fürstbischof von Seckau die freie Verfügung eingeräumt; der Fürstbischof übergab vorläufig dem Bürgermeister von Graz eine Summe von 10.000 Gulden zur Vertheilung unter die Armen der Stadt. — ( line Knorr, Gattin eines in Gaudenzdorf wohnhaften Rothgerbergehilfen, fand vorgestern nachts durch Ein« athmung des einer schlecht brennenden Petroleumlampe entströmenden Dunstes ihren Tod. Die Ziehmutter hatte die Lampe, bei welcher ein gebrochener Cilmder ver« wendet wurde, schlecht abgedreht, wodurch die Entwick» lung der schädlichen Gase erfolgte, die den Tod des Kinde« herbeiführten.__________________________ Aunft und Aitevatur. — («Unsere Lieder.» Musikalischer Hausschah. be» arbeitet von Franz Abt, Vinccnz Lachner und Ludwig Liebe. Verlag von Moriz Schauenburg. Frankfurt am Main und 5iahr.) Der Name der Herausgeber dieser auf 24 Lieferungen zum Preife von je 75 Pfennigen festgesetzten Liedersammlung ist wohl die beste Bürgschaft für den Wert diefer Sammlung, in welcher nicht nur die Volkslieder, fondern auch das uercdelte Kunstlird reich vertreten sind, darunter eine große Anzahl bisher un« gedruckter Original'Lieder. Wie aus dem der ersten uns vor° liegenden Lieferung beigegebenen Inhaltsverzeichnis des ganzen Werkes ersichtlich ist, wird dasselbe mchr als 600 Nummern enthalten, dabei etwa 300 Volkslieder. Im Kunstliede sind in erster Linie unsere großen Meister vertreten (Mozart, Beethoven, Schubert, Weber «. «,), zu den Original.Compofitionen habcn wertvolle Beiträge geliefert Franz Abt, V. E. Becker, Is^nmann. Kücken, Lachner :c. «, Die außerordentliche Reichhaltigkeit und vorzügliche Auswahl bieten für alle gesellschaftlichen Verhällnisfe den wünschenswerten fanglichen Stoff, so daf« die Sammlung ein wahres, echtes Familien«Siugbuch genannt werden kann, dessen Anschaffung bestens empfohlen werden kann. — (Neue Zeitschrift.) Vom 1. December an erscheint in Wien unter dem Titel: «Zeitschrift für Staats« und Volkswirtschaft» eine neue Wochenschrift, deren Redaction ein auf volkswirtfchaftlichem Gebiete bekannter Schrift» stcller, Herr Dr. Theodor Herhla. führt. Das Programm der Wochenschrift läfst sich kurz als Anwendung der staats« und volkswirtschaftlichen Theorie auf die actuellen Vorgänge des staats. und wirtschaftlichen Lebens kennzeichnen. Der näheren Ausführung diefes Programmes sind auch die Artikel der ersten Nummer gewidmet. Das Blatt tritt für die Valutaregelung auf Basis der Goldwährung ein, während es in einem weiteren Aufsatze seine Stellung zum Systeme des einheitlichen Personen» Porto präcisiert. Eine Reihe von Notizen, Ausweisen und Buch« besprechungen, alle dem volkswirtschaftlichen Gebiete angehörend, bilden den Schluss des gediegenen. Blattes. — (Fromme's 4 25 ^ "" Speck, frisch. » — 50------- Wein, roth.,100Lit. ^ ^ ^ ^ — geräuchert > — 66------- — weißer. »-------'""" Meteorologische Beobachtungen iu^aibach^. z Zk D ft .,..,. ^,^,. ^ _^s'zl^_____--^---^ ',U Mg. ?45 0 —10 O.'mäßig bewölkt ^ 16.2.N. !?461 00 O. mähig bewölkt "" 9 . Ab.' 746-0 —16 O. mäßig bewölkt Trüber Tag. Das TageSmittel der Temperatur -""' ' uni 05° unter dem Normale. ^___ Verantwortlicher Redacteur: I. Naqlil. ^ ^. Schwarze, weiße und farbige Seiden-' daMaste voN fi. 1-40 bis st.7 75 per Meter (lSOu^ — versendet roben- und stückweise Porto« und z°A" h. Fabrils.Depot tt. Nsnnvdorx (K. u. K. Hoflief.) 6"" Muster umgehend. Vriefe losten 10 lr. Porto. (5831)^^^ M^ D«»ftlb« enlhäll W»H» »^ > Ilufftrdim blhnndtll d!,se» Vocklmch «ul >^ I t-l > 70 Hellen dil VurkemllMe lur Nüllim«"' »^ »«^W und inlIMl «lnti, I»nli«mll Ubrr t>« "^Ar > k5 W > decken und Servieren, fowl« FpelstllN« W > ^ N Mr »lle Monate. > ^ D gilt allgemein al« «^D Laibllcher"Heitun8 Nr. 290. 2493 17. December 1889. Course an der Wiener Börse vom 16. December 1889. «°«dem »Meuen «°ur«bl°tte Veld war, Aaats-Uulehen. 3./« einheitliche Rente in Noten « «6 l>b 3"""/«Etllaislole . «bust. 182-132"' ««On 5°/" . «an« 500 st. l»9«l>!'2»7l' ""« . . ffünftel icm l. 1«b0i44b0 >««4ti Vtaat«lose . . 100 l. 178 - 172 t»>, ' . . . bNfi, 178- 1^8 b" "/„Dom, Pfdbr. 508 - «U »bechbal,,, i«'N fi, CM, . . l»» -- «4" " !" ° «ln,'U»dwei« 20N si. 0. W. ill? - 2l8 - - i' ° Calzb,-Tirol 200 st. i», W. ll"9 - «10- «li!lll>c,l,bahn sllr 2<»n Mar» . 110 5<» H< 2» Al° für ^,«, Marl 4"/,. . . Ii«'bl> 11/ ^ Ll°Nz'I°s,ph'Ual,nltm. 1884 . N» — »»Ob "«»rlberger Nahn Vmiss. I8»4 94— »5'- ?"»- «oldrente 4°/. .... il^-7" 100 »>' ^l« Pllpieri-ente 3°/« . . . »«'1" «»'«" .""» 4 - !°' dt°. rum.il, Stücke . . 95- «»»" « 0s!blll!»-Pri°riiaten . . 99 8« 100 1" «- Lt<,atz,c)t>l,gat, U. I. l«7 Piüm.<«nl. d. Otabtgem. Wien l44 — 144 50 Versenbau-Llnlehen verlo«. b°/, 9« — »7 - Pfandbriefe (für 1UU st.), Vodencr, all«, üst. 4°/» V , , 116 2?, 11?.. dto, » 4>/,°/<>. . . 1(»u»ul0i.. dtu. » 4°/, . . . 98 15 98 b^ blo. PrHm.'Tchulbverschr. »°/, 108 L5 K'8 75 Oest. Hypothelenbanl iuj. ün°/, ion — ini 50 vest.-ung, Uanl veil. 4'/,°/» . 101 50 io» betto » 4°/» . . 9? 80 l«o«,» detto bnjähr. » 4°/, . . 99 80 100 2" Priorttiits-Obliglltiouen (für 100 st.). Ftibinands'Äiorbbahn /,»/» . 98 «l, »9 41 <»elb War, Oesterr, Norbwestbahn . . . tO» 70 10? — Slaatsbahn....... -. - - - Südbahn k 3»/,..... 144 50 14»so » k ü°/...... 1K» — 117 - Ung.iii-Lo!c »0 fl..... 4, ... 4,.. Windijch Grah Lose »0 st, . . b4'— -'--Vew.-Sch. b. 3°/„ Präm..Vchulb< versch d, Bobtncredltanstalt . 17 — i8 — «ant. Actien (per Etücl), Anglo-Oest. Vanl »00 st. «U°/, V. 147 90 148 4!» »antverein, Wiener 100 fi, . . li', 25 117 ?b Ubnrr.-elnst. üst. 200 fi. L. 40°/, «8» - «9» — (lrdt.'llnst. f. Hand. u. «. isust. 81» ?z »17'2z Lrebilbaiil, Nlly. ung, i>00 fi. . »3s — »36 K0 DepoNteubaul, «llg. 200 fi. . » u. «assent,,, Wiener 200 fi. 21» — »Ii — Hypothelenb.,esi.ii0UN. 25°/„«, 7l»— 71 — Länderbanl. «st, »00 st. ». . . »18 7b ,,9- 0eslerr,'unaai. «anl «00 ft. . 9l8 - »,0 - Unionbanl »00 fi...... »41 -bu 2« »l> Verlehrlbanl, «ll«, 140 st, , . 1!»9 «» l»l/ — Netten von Transport» Unternehmungen. (per Ttücl). »lbrecht-Vahn 200 fi. Tllb« . b? - 5«, - «l<0ld'fliuman. «ahn »00 fi. 3, » . Westbahn »0» fi. . . . 3»8 --33!) - Vu!chtichrader Eis. btt« fi. «Vl. 1!X»4 1007 bto. lUt. L^) »00 st. . «8' — 390 - -Donau . Dampfschiffsayrt» Vef., vtsterr, 500 st. «N. , . . »?i - 37? - Drau. ilzerno».»Iassv,» Lisen» bahn.Vesellsch. 200 fi. S, , . »»0 — «30 «> 2lo>,d,eft.»ung..Tritsl500fi.««!l. »9« - ,94 - vefterr. Nordwestb. »00 fi. Vilb. 18« 30 ,»?— dto. (M. U.) 200 fi. N, . »1i bU »1» 75 Prll«°Duler ltistNV. 150 fi. Gilb. «7— «— Rubolph'Äatm »00 fl, Eilftti .------— — 3taat»«i!enl>llhn 200 fi. Gilber 230 »0 «l — Vüdbahn 200 fi. Silber , . , I»b lull«? l»0 Gilb.Üi°ldd.Veib..«.20Ufi.«M, 1»b?b 1«« 2» Ir»m>vav,'«e<.,Wl.,170fi.0.W. »>» >. »23 ^ » neue Nr., Pli»ri»üt». »ctien 100 st...... 98 — »3 by Una .«»llz. »istnb. »00 st. Vllber l»» -. 1»^« «, Un«. «ord«stbahn »00 fi, silber 13» . I»9 — Una.westb.Mallb»«!»«)»»^,«. l9v >- tl»0 »5 Indnstrie.Actien (per Vtüch. V»u,es.. «ll«. Oeft. 100 fi. . « « «', — Vgybier Vlen. unb Vt«hl»Inb. W«en100fl...... 95- 9« — »l» llltsinger Vllluerei 100 fi. . . 97 - »8 — vtontan'Aesell, «sterr. alpine 97 bl. v» — Präger <«sen.Ind,.»es. »00 st. 4l2— «4 - Sal».!r«rj, Vteinlohln, 80 st. 42« — 43V — «Schlöalmühl». P»pierf. »00 fi, bs.« - »>>8 .- «Gtt^»r»ühl»,V»vt»rs.u.»,««. l»7'bl: 13» 3» Irtillll« Kohlen».«»«! 70 fl, . >4» b0 143 — Vassens.'<»,,0tst. ?o « «l, LlMbn,........ «l?40ll?9^ Pari»......... 4«b7, 4«»», Valuten. Ducatei!........ » b« »- ^m H"^ von Ma.mitz im Nach» > M luuc l"s""a>dicte vom 18ten ll Wm n.k 'l-ö' ^^' ^^r« Siherl /'Kn ^'''b fur todt erllävt und al« ^ich^^destag der 2. April 1889 °'b°ch am 16. November 1889. (5259) 3-2 St. 9165. Oklic. C. kr. okrajno sodišèe v Mokro-nogu naznanja, da so vložili sledeèe tožbe: 1.) Anton Dogan iz Vrha de praes. 21. novembra 1889, Slev. 8875, proti BoStjanu Gregorèièu iz Mal. Cirnika; 2.) Marija Ape iz St. Ruperta de praes. 16. novembra 1889, ätev. 8758, proti Markotu Sadarju; 3.) Jožefa Gregorèièa iz Drage de praes. 24. novembra 1889, štev. 8897, proti Matiji Tamšku od tarn; 4.) Anton Strupeh iz Slepšeka St. 5 de praes. 13. novembra 1889, št. 8634, proti Gregoriju Strupehu; 5.) Janez Koèevar iz Savinjeka stov. 4 de praes. 6. novembra 1889, fit. 8474, proti Jarneju Vidicu iz Ger-mulj in Bernardu Kolencu iz Zaloga za priposestovanje zemljišè vložna gtev. 116 katastralne oböine Cirnik, ftlev. 292 in 232 katastralne obèine St. Rupert, St. 148 katalastralne obèine Ostrožnik, St. 366, 359 in 365 katastralne obèine Gorenja Vas, ter so se imenovali toženim: ad 1.) Janez Kovaèiè; ad 2.) Janez Cugelj iz Vrha; ad 'S.) Jože Podlogar iz Drage; ad 4.) in 5.) Jožef Weibl iz Mokro-noga; nadalje 6.) Franc Pleskoviè iz Seginke de praes. 22. novembra 1889, St. 8978, proti Andreju KovSku za izbris 700 goldinarjev.; 7.) Jože Zore iz Cešnjic de praes. 23. novembra 1889, St. 8983, proti Antonu Zelezniku za izbris 16 gold 13 kr.; 8.) Janez Regina iz Podturna de praes. 22. novembra 1889, St. 8982, proti grofu Coroniniju iz Canberga za izbris 38 gold. 55 kr.; 9.) Anton Lindiè iz Gaberjel de praes. 22. novembra 1889, St. 8979 proti Mariji Lindic" iz Sajenice za izbris 110 gold.; 10.) Jera Mevželj iz Velicih Poljan st. 17 de praes. 22. novembra 1889 St. 8984, proti dr. Francetu Zupanèièu iz Rudolfovega za izbris 68 gold. 10 kr.; 11.) Janez Novak iz Poljanc de praes. 22. novembra 1889, št. 8980, proti Janezu Peršelu iz Dolenje Vasi za izbris 148 gold. 10 kr. in proti Andreju Novaku iz Rožnepelja za izbris 130 gold.; 12.) Helena Breznikar iz Vrha de praes. 22. novembra 1889, St. 8987, proti Antonu Breznikarju in proti Mariji Breznikar de praes. 22. novembra 1889, St. 8985, za izbris 303 gold. 40 kr. in proti Ignaciju Breznikarju de praes. 22. novembra 1889, St. 8986, in proti Meti Breznikar de praes. 22. novembra 1889, št. 8988, za izbris 126 gold. 56 kr. ter proti Rupertu Breznikarju de praes. 22. novembra 1889, St. 8977, za izbris 26 gold. 56 kr. Toženirn, odnosno neznanim prav-nim naslednikom, se je irnenoval Jožef Weibl iz Mokronoga skrbnikom na ein in se je odredil glede vseh tožeb dan v postavno razpravo na 24. grudna 1889.1. ob 8. uri dopoludne pred tem sodisèem. 0 tem se obvestijo t.oženi s pri-stavkorn, da si smejo druge skrbnike izvoliti ali pa postavljenim polrebne pripornoèke v obrano dati, èe ne, se bode ž njimi obravnavalo in po po-stavi sodilo. V Mokronogu dn6 28. ligtopada 1889.__________________________ (5239) 3—3 fit. 7093. Izvršilna dražba zeml jišèa. Na prošnjo «Kranjske hranilnice v Ljubljani» dovoljuje se izvršilna dražba Janezu Camerniku iz Zaplane lastnega, podno na 2661 gold, cenjenega zernljišèa vložna štev. 2 katastralne obèine Za-plana, ter se doloèujeta röka na dan 21. decembra 188 9. 1. in na 2 5. januvarja 18 90. 1., vsakikrat ob 11. uri pri tem sodiSci s pristavkom, da se bode to zemljiSÈe pri drugem röku tudi pod vrednostjo oddalo. VarSèine je položiti 10°/o- C. kr. okrajno sodisèe na Vrhniki dne 14. oktobra 1889. (6175) S—2 Št. 7160, 7265, 7268, 7376, 7576. 7377 Oglaa. Nepoznato kje bivajoèim strankam: 1.) Francu, Antonu in Matiji Gor&e iz Dolenje Vasi, Gregoriju Gnidici iz Hrvaèe in Ivanu Trdanu iz Prigorice; 2.) Marjani Kljun, Mariji Kljun rojena Pajniè, Matiji Prazniku iz Dvorske Vasi, Matiji Lovsinu iz Go-rice Vasi, Juriju Erèulju iz Podpeèi, Josipu KoSirju iz Hrvaèe; 3.) Mariji Sporer iz Strug; 4.) Josipu Krzetu iz Gore St. 33, nekje na Hrvaškem; 5.) Antonu Mihelièu, Antonu Te-kavcu iz Dolenje Vasi in Heleni Pri-jatelj iz Ribnice: 6.) Gregoriju Gnidici iz Hrvaöe Martinu Knausu iz Rakitnice in Antonu Adamièu iz Žlebièa postavilo je podpisano sodisèe kuratorjem ad aclum gospoda Josipa Zotterja iz Ribnice ter mu vroèilo gkrbljence zadevajoèe, pod gorejšnjimi številkami iz tekoeega leta todsodno izvirajoèe odloke za one pod red. St. 2. in 3. doloèilo narök za skrajšano razpravo na 8. januvarija 1890. 1. dopoludne ob 9. uri pri tem sodisèi. G. kr. okrajno sodiSèe v Ribnici dne 24. novembra 1889.