24. Donnerstag den 21. März 1833. Mieverlaxve. «"achrichten aus dem Haag vom 2.Märzmcl» den: Se. k. Hoheit der Prinz von Oranien isl ge-siern Abends von hrcr wieder nach dein Hauplquar' ticr abgereist. — N»lser neuer <,Äcs^noie in Lon» don, Hr. Salomon Dedcl, hat die hiesige Residenz bis jetzt noch nicht verlassen. In der Nackt vom 27. Februar zeigten sich wieder einige Belgier bei der Nord > Schleuse von Lills, wurden jedoch bald genöthigt, sick, wieder zurückzuziehen. An der Uferseite der Schclde, zwischen dem Dorfe Doel und Liefkenshoek, sind die Belgier stark beschäftigt, den Schaden, den de.r letzte grcße Orkan angerichtet, wieder auszubessern. (W. 3») V e l g i e n. Brüssel, 6. März. Durch Ordonnanz von gestern wurde der Beschluß vom 22. October iLIi, welcher die Stadt Gent in Belagcruugsstand er« klärt, aufgehoben. — Man versichert. Lord Grey sei fest entschlossen, sich zurückzuziehen, wenn er nicht rasch die holländisch.belgische Frage zum Schluß bringen könne. Soll Belgien zur Unthätigem ver. urtheilt bleiben, ss ist sehr zu wünschen, daß die dridcn Mächte nur zur See energischeZwangömaß. regeln ergreifen; abermaliges Einrücken der fran« .zösischen Armee in Belgien würde uns als eineS der unheilbringendsten Mittel erscheinen. Das Mini. sterium darf unter keiner Bedingung darein willi« gen. Die Stellung der belgischen Sscadre auf der Scheide ist folgende: an der Pipe Tabac » Kano« «ierschaluppe, vor dcm Fort Samte Marie 1 cletta. Die üdligen belgischen Kriegsschiffe, werden, wie man sagt, heun Fort la (Zroix eine Stellung neh- men. Stellung der holländischen Escadre «ufder untern Scheldt: zu Lillo 5 Kanonier-Schaluppen, am Fort Fredcrik 5lieNo, zu Batz die Kslvelte Proserpina von 22 Kanonen, zu Tcrncuze die Fre» satte Eurydice von 4« Kanonen. Zu Ostende liefen während deK FebruarK?5 Scdisse ein. Nach Berichten aus London liegt dort eine Menge nach Belgien bestimmter Waren, die man wegen Man» gels an belgischen Schiffen nicht absenden kann; diese Waren sind von der Art, daß sie unter der Nationalflagge abgesandt und über Ostende cinge« führt werden miisscn. (Allg. Z.) Frankreich. 2lm 3. Mavz sind i5o Mann, die bestimmt sind, den Kern der Expedition nach Oporto zu bil< den, von Paiis nach Boulogne abgezogen; heule am 5. März sollen ihrer wieder i5c» folgen, und so im Ganzen bis auf »200. Spanien. Die Hofzeitung vom 21. Februar enthält den ausführlichen Sludicnplan des tZonservatoriums der Künste. Aus Madrid vom 2,. Februar wird gemel^ det : Sir Stratford'Canning wird in der ersten Hälfte des kommenden Monats die Hauptstadtvcr» lassen und zunächst nach London zurückkehren. Aus Badajoz erfährt man, daß am i8. d. M. fünfzehn Personen aus dem dortigen Gefängniß entwichen und über die portugiesische Gränze geflohen sind. Zwei Compagnien königl. Freiwilliger und ein Detaschcmcnt Liüienlrupfen waren zu ihrer Ver. folgung ausgesandt. (W. Z.) Großbritannien. Den Times zu Folge wäre mit dem letzten Packetbcot von Lissabon die Nachricht eingegangen 95 daß Dan Miguels Regierung alle Forderungen der französischen Regierung, wegen Entschädigung für ^haä Feuern auf französische Schisse von Seiten der Migu/listen zugestanden habe. (W. Z.) Ueber das Steigen beinahe sämmtlicher Fonds, fremder wie einheimischer, enthält der (Zourrier in seiner Eity Intelligence Folgendes: ^Eä scheint unter den wohlunterrichteten Personen in de»r Eity die allgeineinc Meinung zu seyn, daß die holländisch » belgische Frage mit schnellen Schrit« ten ihrem Ende näher rückt, indem die letzten Nachrichten aus Holland anzeigen, daß der König in einer Uebereinkunft mit England und Frankreich einwilligte, die bestmtenen, noch im Besitze der Holländer befindlichen Forts aufzugeben, und dann mit den fünf Machten zum Endabschlusse der an« dern strittigen Puncte in Unterhandlungen einzugehen. Hiese Meinung, verbunden mit der über» wiegenden Majorität, welche sich im Unterhaus« zu Gunsten der Minister aussprach, hat eine be« trächtliche Verbesserung im Geldmärkte hervorge« bracht." Fürst Talleyrand wird seine diplomatischen Ar. beitcn in England bald beendigen.Die enge Freund» schaft zwischen dem Grafen Flahault und Ludwig Philipp, und die wohlbekannten diplomatischen Ta* lente seiner Gemahlinn, der Viscounteß Keith, haben das Gerücht in oen hohen Enkeln veranlaßt, daß er des Fürsten Nachfolger seyn werde. Graf Zlah-ault ward in England erzogen, und die Grä» sinn besitzt große Güter in Schottland. Er war im vergangenen Jahre einige Tage in diesemLande, um, wie man allgemein glaubte, unserm (Zabi-nette die Ansichten Ludwig Philipps über die bel« gischcn Angelegenheiten mitzutheilen. Wir ersah« ren, dah des Fürsten Talleyrand baldige Abbcru« fung in Folge wiederholter dem Könige der Fran> zosen ausgedrückter Bitten Statt findeil soll. (Mg. Z.) R u ß I a n V. Das Journal de St. Petersbourg vom 2. März enthält folgenden Artikel: „Seit dein Abschluß des Tractats von Adrianopcl Und über drei Jahre verflossen, während welcher Rußland in Sicherheit der Vortheile genoß, die ihm dieser ruhmreiche Frieden verschaffte. — Ihren Verspre-chungen getreu, hat die ottomannische Pforte nach und nach die gegen uns eingegangenen Verbindlich« keilen erfüllt. Die Entschädigungen, welche sie unserem Handel schuldig war, wurden zur be« stimmten Zeit geleistet. Die ersten Zahlungen der Kriegscontribution sind berichtigt. Die Unterhand» lungeu, auf welche die Existenz Griechenlands ge« gründet ist, sind in ihrer ganzen Ausdehnung voll» zogen. Die durch den Tractat von Adrianopel der Flagge aller Nationen garantirte freie Schifffahrt ist gewissenhaft rcspectirt worden, so daß der Han< del «uf dein schwarzen Meere das Vertrauen und die Sicherheit gewonnen hat, welche für das Ge-dcihcn der südlichen Provinzen des Reiches so un« crtäßlich sind. Endlich darf es zur Ehre der Pfor« te nicdt unerwähnt bleiben, daß sie während der ern« sten Ereignisse, welche die polnische Insurrection herbeiführte, den Insinuationen der Agenten des Aufstandes unzugänglich blieb z sie zog die Freundschaft unserer Negierung den treulosen Versprechun« gen dieser Männer des Unheils und Aufruhrs vor, die damals ganz offen gegen Rußlands Macht con. spirirten. Solcher Art war das Benehmen, welches die Türkei in Bezug auf uns beobachtete, und das sich auch unter den schwierigsten Verhältnissen nicht verläugnete. In so fern sie diesem Systeme treu, bleibt, erheischt eö zweifelsohne die Loyalität unsc-res Eabinettes, so wie das wohlverstandene Inter« esse des Reiches, freimüthig zur Erhaltung eines Staate» mitzuwirken, der die durch unsere Vcrträ« ge ihm auferlegten Verpflichtungen redlich erfüllt. — Dieser Grundsatz der Gerechtigkeit und der Er« Haltung dicnle den Entschlüßen des Kaisers bciin Ausbruch der ägyptischen Empörung zur Novm. Ssbald dieses Greigniß zur Kenntniß Sr. Majestät gelangte, befahlen Höchstdieselden dem russi» schen Eonsul Zu Alexandricn, Aegypten äugen blick« lich zu verlassen. Dieses freiwillige Zeugniß von , den wohlwollenden Gesinnungen des Kaisers wurde vom Sultan mit lebhafter Erkenntlichkeit aufgenommen und erzeugte in seinem Geist den Gedan, zcn, im Fall der Noch sich an Rußland um Hü^fe zu wenden. Für Se. Majestät reichteies hin, von dieser Stimmung zu hören, um ihr mit Offenheit entgegenzukommen. Höchstdieselben glaubten, daß Sie durcl) einen dem Sultan geleisteten wcsentli« chcn Dienst auf eine noch feierlichere Weise die Ent. rüstung, womit die Empörung Aegyptens Sie erfüllte, und Ihre Besorgnis; für die'Nuhe des Orients an den Tag legen würden. In dieser Al'sicht war der GcneraMeutena.nl Murawieff mit einer besondern Mission nach Konstantinopel und Alexandria beauftragt. — Während dieser General seiner Be« flimmung entgegeneilte, rückte die ägyptische Armee 95 von Erfolg zu Erfolg vor, überschwemmte Klcin-asien und schien Konstantinopel selbst zu bedrohen. Bei einer solchen Lage der Dinge wäre eine freundschaftliche Vermittlung nicht hinreichend gewesen, um die Gefahr zu beschwören. Der Kaiser entschloß sich also, eine Abtheilung der Flotte des schwarzen Meeres für den Fall, daß die Kriegsbegebenheiten die Sicherheit der Hauptstadt des osmannischen Rei-cheS selbst gefährden sollcen, zur Verfügung des Sultans zu stellen. — Dieses Anerbieten, welches im Laufe des Decemdermonats zu Konstantinopel geinacht ward, wurde seinem ganzen Werth nach gewürdigt. Aber die Pforte schmeichelte sich noch, deß die Fricdensworte, welche sie an Mchemed Ali gerichtet hatte, einen Vergleich herbeiführen und den Fortgang der militärischen Operationen suspen« dircn würden. — Wir warteten den Erfolg dieses Verfahrens und den Auögang der Mission des Generals Murawil'ff ab, als ein (Zourricr aus Konstantinopel anlangte und uns die Nachricht über« brachte, daß der Graßherr, von dem rreitcrn Vordringen der ägyptische!» Armee in Kenntniß gesetzt, die gebieterische Nothwendigkeit erkannt habe, zu rcm unmittelbaren Beistande Rußlands seine Zu» stuckt zu nehmen. — Zu diesem Zwecke hat der Reis-Effsndi am 21. Jänner (2. Februar) unse« rem Gesandten eine Note zugestellt, worin er form« lich um die Sendung des Geschwaders mit 4 oder 5ooo Mann Landungstruppen und außerdem um ein Hülfscorps von 25 bis 3o,ooo Mann nachgc« sucht, welches von den Ufern der Donau zur Ver« theiligung der Hauptstadt vorrücken sollte.— Nußlands Ohre forderte es, daß der Sultan sich in sei-nem Vertrauen nichc getäuscht sehe. Diese Ansicht gebot die Antwort, welche das kaiserliche (Zabinett auf das Verlangen der Pforte zu geben hatte. Der Kaiser empfing oas Gesuch am 12. (24.) Februar, und an demselben Tage ward der Befchl .nheilt, die von ccm Sultan in Anspruch genommenen Sicherheitsmaßregeln zu beschleunigen. — Während man noch mit Abfertigung dieser Befehle beschäftigt war, ging die Nachricht ein, daß das von dem Ocntreadmiral Lasareff commanoirte Geschwader auf die erste Anzeige, die es durch unsern Gesandten erhalten hatte, den für alle Fälle ihm ertheil, tcn Instructionen gemäß, am 2. (14.) Februar ;mter Segel gegangen war. — Gern wollen wir Klauben, daß seine Anwesenheit in Verbindung mit den auf den Nunsch der Pforte getroffenen Verfügungen dazu dienen wird, den Fortschritten der ägyptischen Armee Einhalt ;u tbun und solcher» gestalt den Orient vor einer ihm lrohcndcn Katastrophe »u bewahren. Der Kaiser ist siä), bewußt, daß er Alles getban hat, was in seiner Macht stand, um diesem Unglück vorzubeugen. Auch dürfen wir uns schmeicheln, daß unsere Bemühungen und Maßregeln zur Erreichung dieses Zweckes nicht ohne Erfolg bleiben werden. Was uns noch mehr in dicker Hoffnung bestärkt, ist der Gedanke, daß alle Mächte Europa's, von demselben Grundsatz der Erhaltung geleitet, eben so wie wir von dcrNothwen» digkeit überzeugt sind, daß den ehrgcihigen Planen des Vicekönigs von Aegypten ein Ziel gesetzt wer« den muß, um im Orient baldigst Ruhe und Frieden wieder herzustellen. Von diesem Geiste gingen die Schritte aus, welche von allen Seiten zu Ale-xandricn gethan wurden. — Die Eintracht und das gegenseitige Verttaucn, welche in den einmüthig auf ein gleiches Ziel gerichteten Bestrebungen der verschiedenen Eabinette vorwallen »nüssen, werden, wir zweifeln nicht daran, das sichere Unterpfand ihres Erfolges seyn.— Nußland, seiner Seits von der Wichtigkeit der ihm obliegenden Aufgabe durch« drungen, glaubte ohneZügerung von freien Stücken einen Beweis von der Reinheit seiner Absichten ge» ben zu müssen, und macht daher hiermit die Rück« sichten bekannt, welche seine Politik bei gcgenwa'r« tiger Gelegenheit leiten, so wie den Beweggrund zu oen EntsFiüsfcn, die es auf förmliches Ansuchen der ottoma.nnischen Pforte gefaßt hat. — In dem Augenblick, wo vorstehender Artikel VerPresse übergeben werden sollte, übci'b-racdte ein am 26. Iän< ner (7. Februar) von Konstantinopel abgefertigter Eourricr folgende Nachrichten: Der Generallicuie-uant Mürawicff war von Alexandrien angelangt, nachdem er sich seines Auftrags an Mchmcd Ali entledigt hatte. Der Erfolg davon war die augenblickliche und förmliche Zusage des Pascha's von Aegypten, sich dem Sultan zu unterwerfen un5 die Feindseligkeiten einzustellen. Am 4. (,6.) Jan, ncr war der Befehl hierzu in Gegenwart des Ge-nerals Murawiess an Ibrahim Pascha abgefertigt worden. — Wirklich hatte auch beim Abgang un, scrs Ecurriers die Pforte von Seiten Ibrahim Pa. scha's selbst die officielle Anzeige erhallen, daß er in Folgc der ron seinem Vater empfangenen Be» fehle die Bewegungen seiner Armee eingestellt und zu Kutahia Halt gemacht habe. — Nachdem dieses erste und wichtige Resultat erreicht ist, steht zu Hof. sen, daß bald ein schllcßlichcr Vergleich dengln. 9^ ?uhen, welche das osmannische Reich erschüttern, ein Ende machen wird. Wenn diese Hoffnung sich verwirklichte, so wären die Wünsche des Kaisers gekrönt. In diesem Fall und sobald der Sultan erklärt, daß die Ursachen, welche ihn veranlaßten, Rußlands Beistand in Anspruch zn nehmen, nicht mehr vorhanden sind, wird das Geschwader, das sich schon zu K?nsiantinopel befinden muß, den Befehl erhalten, nach Sevastopol zurückzukehren, und wird auch der Marsch der Landtruppen eingestellt werdend (Oest. B.) Gsmamiifches Reich. I assy, i3. Febr. Seit derAnkunftdes Gene-»alsKisseleff, der zeicher »«Bucharest rcsidirte, wird thätig an der politischen Organistrung des Fürsten-«humöMotdau gearbeitet; der gesetzgebende Körper ist bereits gewählt, und man erblickt unter den Mitgliedern manche Männer vo» Fähigkeit und unbescholtenem Rufe. Jedermann wünscht, daß wir bald von dem leidigen Provisorium befreit werden möchten; vermuthlich wäre dieß schon lan' ge erfolgt, und wir hätten eine definitive politische Existenz, wäre die Pforte die an Rußland rückstän-digeKriegscontribution zu zahlen im Stande gewe" fenv Die zwifchendem russischen Hofe und derPfor« te stipulirte Uebereintunft läßt nämlich die Wahl der Hospodare, und die eigne Regie der Fürsten-thümer erst nach der gänzlichen Abtragung der der Pforte auferlegten Kricgsconiributwn zu. Allein eö ist sehr unwahrscheinlich, daß, wenn die Pforte ihre dießfäliigen Verbindlichkeiten bisher zu erfüllen anher Stande war, sie es unter den jetzigen Ver, Hältnissen seyn sollte, wo sie ihre letzten Kräfte ge« gen Ibrahnn Pascha anstrengen muhte. Die vor» läufige Organisation der Fürstenthümer istvon Pe« tcvsdurg nach Konstantinopcl geschickt worden, um dort sauctisnirt zu werden. Ist Letzteres geschehen, und kann nur die erste Ratenzahlung der Kriegs-contribution von der Pforte geleistet werden, so lvird man gleich zurHospodarenwahl schreiten. Dieß wäre für den russischen und österreichischen Handel wichtig; denn erst nach vollendeter Organisation der Fürstenthümer sind nähere Bestimmungen rück-sichtlich des Activ» und Transithandcls zu, erwarten, und tonnen manche jetzt bestehende Beschrän» kungen gehoben werden. Konstan tinopel, 21. Februar. Die russische Flotte, aus neun, und mit den beiden zuvor angekommenen aus eilf Kriegsschiffen bestehend, hat gestern bei Bujukderc im «Zanal von Konstcm» tinopel Anker geworfen. Heute erschien der russische Admiral für seine Person in Konstantinopel. Auch der französische Botschafter, und wie man sagt, der französische Admiral im Archipel, sind mit der Fregatte Galathee und einem andern Kriegsschisse hier angekommen. Auf diese baut man nun noch große Hoffnungen ; ohne Zweifel wird es ih» rem^ mit dem der übrigen Repräsentanten ver« einten, und durch die russische Flotte unterstützten Bemühen gelingen, Ibrahim Pascha von seinem übermüthigen und zwecklosen Vorhaben abzulirin-gen. —Aus Alexcmdrien hört man, daß der Groß» wesir Reschid Mehmed die beste Aufnahme gcfun» den habe; ja man sagt, was doch noch sehr dec Bestätigung bedürfen möchte, es sey ihm von Me» hcmed Ali das Eommando der irregulären und al» banestschen Truppen in Ibrahims Armee angedo« ten, und dieser Antrag von Reschid Pascha an« genommen worden. DaK Gerücht fügt nun hinzu, der Sultan sey auf diese Nachricht entschlaf« sen, sogleich einen Andern zur Würce cine) Groß» rvesilö zu erheben. (ANg. Z.) Brasilien. Nach dem englischen Courrier waren Nachrichten aus Rio-Janeiro bis zum 12. Jänner angelangt. Die Hauptstadt, so wie das ganze Land, genoß einer vollständigen Ruhe. Zu Maranhao war alle Spur von Unordnung verschwunden, und quch (Zeara durch die Niederlage des bekannten Pints Madeira wieder beruhigt. Im Innern von Pe?» nambuco herrschten noch einige Unordnungen« aher die Energie der Regierung, so wie die gute Gesin« nung der Einwohner dieser schönen Provinz, lassen die völlige Wiederherstellung der Ruhe in Kurzem erwarten, besonders da die Rebellen von allen Sei" ten eingeschlossen , und von der Unmöglichkeit, in ihrem unbesonnenen, Unternehmen fortzufahren überzeugt, bereits sich genelgt gezeigt hatten, zu ca-pitutiren. In Bahia hatte die Verausgabung einer großen Menge schlechten Kupsergeldeö Unzufrieden" heit veranlaßt; die Regierung, deßhalb angegan-gen, versprach Abhülfe, und rief zu diesem Ende Lie Kammern außerordentlicher Weise auf den t. März zusammen. Die ordentliche Sess.cn beginnt erst im Mai. (Alig. Z.) Nevacteur: H"r. rav. Ntinrich. Verleger: Mnaj M- Svler v. Rleinmaer.