Nr. 29«, «länum«l«t!on«prel«: Im «omvtoil «an,«. «I, halb«, ft. »^- Ml b«« ^uftlUung ,n« Hau, ba'bj. 50 lr. Mit dci Post »au,j. fl. 15. halb,. 7 l.u Samstag, 37. Dezember. Inl«rt"9 das Gcsejl uuin 20. Dezember 18?!» wessen Einfühlung dcr VcrzehrunssSsleuer von derErzenssunss von Vier, Brant wein nnd Zucker in dem ZollauSschlnssc von Islrien unt in Dalmazien, feiner von der Erzcua,una. von Brantwci, und Zucker in dem Zollausschlusse von Vrody; Nr 140 das Gcsel) vom 20. Dezember 1879. betreffend die gu slimmnng znr Einb.zicl)tt!il, der zu den Ländern der un acnüchcn Krone c,el)ürigen Zollaueschlüsse von Martinschiza. Buccari, Portoru, gengg und Carlopago in da« allgemelne österreichisch-ungarische Zollgebiet. Das I.M. Stück enthalt unter Nr 141 die Erlläruna der österreichisch-ungarischen und der franMschen Regierung vom 20, November 1879 ubcr d,c Ningerung der provisorischen handelsconvent.on vom 20. Jänner 1879; Nr. 142 das Gesetz vom 2'). Dezember 1879. womit die Ne« gierung ermächtigt wird, den Handelsvertrag mil dem deutschen Reiche vom I« Dezember 1676 bis längstens 30. Juni 1880 zu verlängern, eventuell im Verordnung^» wegc die bezüglichen Vcrlehrsvcchällnissc provisorisch zu ordnen; Nr. 14:'. das Gesetz vom !7. Dezember 1879, betreffend die Vcr-längerung der Wiilsamtril dcS Gesetzes vom !i. Mälz 18, Dezember 1879, betreffend dir Fort-crhrlinng der Steuern nnd Abgaben, dann die Bestreitung des Slaatsauswlludrs in der Zeit vom I, Jänner bis Ende März 186»; Nr, 145 das Gesetz vom 20. Dezember 1879. womit die Wirl-samlcit der in den §8 N „nd 1.': des Wchr^esctzcs vom 5, Dezember 16W inbetreff des Kriegsstandes d>s stehen' den Heeres und der Nriegsmarine. dann inbctreff der Relrutcncontlngente für beide Ziaatsgebiete der Monarchie elitl>a!tcncn Bestiiumungen bis zum Schlüsse des Iahrcs 1889 verlängert wild' Nr. 14tt die Verordnung des Ministeriums des Innern vom :l Dezember .679. betreffend Abänderungen der österrei' chischcn Aiznritaxpreisc. (»Wr. Ztg " Nr. 29? vom 23. Dezember 1879.) Erkenntnis. Das l, k. Landek'gcricht in Brunn hat auf Antrag der l. l, Staatsanwaltschaft mit dem Erlcnntüissc vmn l:l. Dezember I8?l), Z. 16641, die Weilerverbrrilunss der Druckschrist ,,X»c> iour, Üii»mlll,Ii>' im>!tti^,ini v «ir!»!illt,o-iiolli: " kuj,»!»! l^olvil! I^(!l,»2ll l«'l V)ll^l, au li „üilib^l-ü, I/b5)!ll,V!l". „X,li0olph M, Ruhrrr in Vrünli 1>j?0 uud j«cr verschiedensten Parteirichtunqen in solch' sympathi« scher Weise begrüßt lourde. E2 geschah auch sicher unter dem Eindrucke der kaiserlichen Worte, dass die ungarische Delegation chre Arbeiten mit einer Vertrau» uskuüdgebuug für den gemeinsamen Minister des Aeuhirn schloss. Das „Fr^ndenblatl" bemerkt hiezu: Graf Albert Appony^, welcher dazu die indirecte Veranlassung gab, hatte allerdings durchau« mcht die Absicht, dlc Delegation zu einem Venrauensauldruck für dle auswärtige Politik der gemeinsamen Regierung zu bestiinmetl; aber gerade der Umstano, dass sich aus seinen borten mit logischer Conscquenz eine Zustimmung zn der Polliil nicht nur des jetzigen, sondern mich des früheren Ministers des Auswärtigen ergeben musste, zeigt einmal wieder, dass sich der Macht der Tl)atiachlN selkst die verbissenste oppositionelle Voreingenommenheit fügen muss. Mit Recht hob denn auch der Delegierte Gabriel Äarosz hervor, dass, weil init dem Wechsel in der Besehung des auswärtigen Amtes lein Wechsel in der auswärtigen Polink stattgefunden habe, Graf Apponyi, wenn er zu der Politik des Aaron Haymcile lein Misstrauen hege, damit entweder emgeslehe, dass er seinen bisherigen, der Andiassl/schen Polilik feindlichen Standpunkt aufgegeben hllbc oder bekenne, dass seine frühere Opposition ans rein peijönllchcn Motiven erflossen sei. Graf Äpvmiyi wollte das freillch nicht gelten lassen; er gestand, dass er sich noch immer nicht völlig klar über die Richtung der Aiidrussy'schen Politik sei, und dass er daiiiln auch über eine Politik, die sich als eine Fortsetzung der A'idiassy'schen anlimde, lein defimtioes Urtheil fällen wolle. Treffend wurde ihm darauf vom Regierungslische durch Seclionschef v. Kallay geantwortet, dass den genilillsamen Minister des Aeuhern das Vcrspiechen, die Opposition werde ihm gegenüber ein objectives Verhalten beobachten, ebenso freue, wie der Ausdruck des Vertrauens, der ihm von mehreren Seiten entgegengebracht wurde, dass er jedoch auf dieses Vellrauen so lange leinen Anspruch erhebe, als cr sich desselben nicht würdig gezeigt habe, das heißt, bis eS ihm nicht gelnngen sei, der Monarchie dauernd jene Machtstellung zu erhalten, die sie der klugen Leitung der auswärtigen Angelegenheiten durch den Grafen Andlassy vcrdlmle. Diese ebenso taktvolle wie selbstbewusste Erklärung bietet uns ein wertvolles Nitterpfand m«hr für eine conscqucnte Fortsetzung dessen, was Graf Anorassy begonnen hat. Unsere auswärtige Polilit befindet sich gegenwärtig weder in einem Uebergangsstadlum, noch hab^n wir es mit einem Intermezzo zu thun. Baron Hiyinerle, der Jahre hindurch ein treuer Mitarbeiter Jeuisseton. Was die Liebe vermag." «"man, frei nach dem Englischen bearbeitet von Ed. Wagner (Verfasser der „Mexa"). (Forts,) 24. Capitel. Besiegt. . Clifford stand auf und verbeugte sich mit wahr-hafter Äewundernnq vor der schönen Frau. Sie er-w'derte seinen Gruß kalt, höflich nnd '"tt fragender Verwunderung über seine Gegenwart auf Schloss No-"wndale. ..Mr. Clifford, wie ich glaube?" fragte ste mit anmuthiger Bewegung ihres Hauptes. „Es ist ein uu° erwartetes Vergnügen -" ^, ^ >. «. , ..Ich wollte Sie schon am Morgen nach der Ge sellschaft bei dem Grasen St. Berry in Ihrem Hause '" der Stadt besuchen." erklärte Clifford offen, al« Ne zögernd innehielt, „und nahm mir die Freiheit, ^'e hier im Schloss Romondale aufzusuchen, um d,e "eulich begonnene Unterredung fortzusetzen." . Ein Schatteil üwflog die Züge der Lady, dann "er saqle sie lalt: ' , ^. < «Ich fürchte, dass ich Sie nicht verstehe, S,r -' ., ..Ich nannte Sie bei einem Namen, den ^>e ab-"hnlen. War nun meine Ansicht bezüglich Ihrer Ver. Angrnheit eine irrige, so bin ich verpflichtet, Mlch bei Znen zu entschuldigen, täuschte ich mich aber mcht. * Vergl. Nr. 294 >. Vl. o ist es mein Wunsch und wohl auch unser beiderseitiger Vortheil, dass wir uns gegenseitig verstehen." „Ich glaube Ihnen bereits gesagt zu' haben, dass mein Mädchenname Miss Fulgor war," versetzte Lady Nomondale noch kälter. ..Ich betrachte die Wieder-linregung dieses Gegenstandes als cinc Anmaßung, Sir. Gestatten Sie mir, diese Unterredung abzubrechen." Sie wandte sich gegen das nächste Zimmer. „Halten Sie ein!" rief Clifford mit zornfun-kelnden Augen. „Wagen Sie nlchl zu viel, Enuny Reynold, jetzige Lady Romondale. Sie könnten mich dazn zwingen, Ihren Gcmahl aufzusuchen und ihm meine Entdeckungen mitzutheilen —" „Entdeckungen?" miede,holte sie mit zitternder Stimme, ihn mit weit gröffneien Augen anblickend. „Ja, Entdeckungen, Mykidy," wiederholte ebenfalls Clifford mit triumphierendem Lächeln. „Ich habe meine Zeit wohl benützt, seitdem ich Sie bei den, Grafen von St. Verry sah. Sie sagten mir, Sie seien eine geborene M,s> Fulgor, doch ich erkannte Sie sogleich wieder. Die ganze vornehme Welt Lon-dons spricht gegenwärtig von Ihnen, Myl.idy. Cs war mir leicht, die frühere Adresse der uerswlbenci, Mrs. Fulgor zn erhallen. Gestern war ich im Dow-nigham, ich durchblätterte die alten Kirchenbücher und fand nur eine Familie dieses Namens, nnd zwar die des Mr. William Fulgur, darin verzeichnet. Die Gemahlin dieses Mr. Fulqor, Alice, siedelle nach dem Tode ihres Gatten nach London über und blieb hier zwei Jahre, -he sie nach Florenz reiste, wo sie, kurz vor ihrer Vermählung mit Lord Roinundale, starb. Sie hatte nur ein Kind — eine Tochter Namens Alice. lie schon in früher Jugend im Mai 1854 starb. Ich habe mir die Daten aus dein Register abgeschrieben und auf dem betreffende!. Grabe die Inschrift gelesen." Die Lady stand b',vrl>ungK' sah die Lady da, als wenn sie die Llist dei Qiml »icht zu ertragen vermöchte. Doch als sie endlich 'h, bleiches Antlitz wieder erhob, sprüh!c starrer Trotz aus ihren Augen, — sie war noch nicht besiegt. «55s l»e« Grafen Andrassy war, ist vom Kaiser an die Spitze der Geschäfte gestellt worden, damit er, ohne nach rechts oder links abzuweichen, consequent in den von semem Vorgänger gezogenen Bahnen wandle. Ein Eckstem der Andrassy'schen Politik aber war das innige Einvernehmen mit Deutschland. Die kaiserliche Rede hat aller Welt bewiesen, welch' hoher Wert an der allerentscheidendsten Stelle gerade auf diesen Punkt gelegt wird. Ohne die fortgesetzte Pflege unserer guten Beziehungen zu Deutschland kann von einer con« sequenteu Weiterentwicklung der Audrassy'schen Politik überhaupt keine Rede sein. Vielfach ist namentlich von Seite deutscher Blätter bei Besprechung der kaiserlichen Rede der Hoffnung Ausdruck gegeben worden, die Freundschaft zwischen unserer Monarchie und Deutschland möchte recht bald durch sine Verständigung auf handelspolitischen» Gebiet ihre Ergänzung finden. Dabei fehlte es auch nicht an Stimmen, welche meinten, dass, so lange dle handelspolitische Einigung nicht vollzogen, die politische Freundschaft mehr oder weniger problema« tisch sei. Wir finden diese Unruhe begreiflich, aber sie scheint uns nicht berechtigt. Wir haben d!e Schwierigkeiten, welche sich der Verwirklichung der während der Anwesenheit des Fürsten Bismarck in Wien in Aussicht genommenen wirtschaftlichen Verständigung entgegenstellen, nie unter« schätzt. Mit Recht hebt die Berliner „Post" in einem augenscheinlich vom deutschen Reichskanzleramt bcein» flussten Artikel hervor, „für eine Annäherung auf handelspolitischem Gebiet reiche der Wille der Regierenden, reiche die Uebereinstimmung in der auswärtigen Politik beiweitem nicht aus. Hier seien sehr mannig, faltige, sehr mächtige und tief gewurzelte und vor allem sehr selbstsüchtige Interessen theils zn überzeugen, theils zu überwinden." Um diesen Interessenkampf aber drehen sich alle internationalen handelspolitischen Verhandlungen. Die glückliche Durchführung derselben ist »m so schwieliger, je entschiedener man die Aequivalente für die gegenseitigen Concessionen einzig auf wirtschaftlichem Gebiete sucht, und das ist bei den gegenwärtigen Verhandlungen mit Deutschland ein für beide Theile anerkannter Grundsatz. Die Zeit ist vorüber, wo man politische Vortheile durch wirtschaftliche Opfer erkaufen zu können glo'ibte. Aber ebensowenig wie Oesterreich Ungarn daran denkt, die Freundschaft Deutschlands durch Opfer auf wirtschaftlichem Gebiete zu bezahlen, ebensowenig können wir Deutschland zu-muthen, dass es. unl die politische Freundschaft mit unserer Monarchie zu befestigen, wirtschaftliche Inter» essen Preisgebe, Eine Allianz, welche die Aufopferung wirtschaftlicher Interessen zur Voraus» setzung hätte, würde übrigens auch schwerlich von langer Dauer sein; die wirtschaftlichen Opfer, weit entfernt, die Entente zu befestigen, würden dieselbe viel eher untergraben. Die politische Freundschaft beider Reiche durch eine den Interessen Deutschlands wie Oesterreich'Ungarns entsprechende Einigung auf wirtschaftlichem Gebiete zu ergänzen, das war es, worüber sich Fid ft Bismarck bei seiner Anwesenheit in Wien mit dem Grafen Andrassy verständigte. Sollte sich im Lause der Verhandlungen herausstellen, dass eine den Interessen beider Reiche entsprechende handelspolitische Verständigung unmöglich, dann würde daraus nicht folgen, da's das eine Reich seine wirtschaftlichen Interessen denen des anderen zu opfern habe, sondern man würde sich voiläufig darauf beschränken müssen, sich gegenseitig auch in wirtschaftlichen Dingen nicht als Feinde zu behandeln. Indessen glauben wir. dass die Verhandlungen trotz der momentanen Schwierigleiten zu einem erfreulicheren Resultate führen werden, als dass sie bloß den Zollkrieg verhindern. Deutschland und Oesterreich'Ungarn haben auf wirtfchaftlichem Gebiete zahlreiche Berührungspunkte, die ihnen eine Ausgleichung ihrer ökonomischen Interessen nicht bloß ermöglichen, sondern auch, von allen politischen Gesichtspunkten abgesehen, rein wirtschaftlich im höchsten Grade wünschenswert erscheinen lassen. Wir halten deshalb nach wie vor an der Hoffnung fest, dafs es mit einigem guten Willen — und daran fehlt es ja weder auf deutscher noch auf unserer Seite — sowie mit etwas Geduld möglich werden wird, das innige politische Einvernehmen, welches uns mit Deutschland verbindet, durch eine möglichst viel umfassende handelspolitische Verständigung zu ergänzen und zu vertiefe!,. Oesterreich und Serbien. Im „Pester Lloyd" begegnen wir einem geharnischten Artikel über und wider Serbien, dem wegen seines Verhaltens gegenüber Oesterreich, wegen seiner frivolen und provocatorischen Ignorierung der Bestimmungen des Berliner Vertrages scharf der Text gelesen wird. Es wird in dieser Polemik geklagt, »dass wir mit Serbien nicht von der Stelle rücken": «Trotz alles Diplomatisierens, Correspondierens und Urgierens befindet sich die Handels- und Eisenbahnfrage heute genau auf demselben Fleck wie unmittelbar nach dem Perfectwerben des Berliner Vertrages, das ist: Oesterreich-Ungarn besitzt die papierene Garantie, welche betreffs der wirtschaftlichen Beziehungen zu Serbien in dem genannten Tractat und in der mit dem Fürsten» thum vereinbarten Convention enthalten ist, kann sich aber bis zur Stunde nicht des allergeringsten prakti. schen Erfolges rühmen. So oft die Sache, namentlich die Eisenbahnfrage, aus dem Stadium diplomatischer Pourparlers auf das Gebiet concreter Feststellungen hinübcrgeleilet werden soll, erhebt Herr Ristit irgend einen forcierte», Eiuwurf; darüber kommt es zu einem neuen Meinungsaustausch zwischen Wien und Belgrad, und der resultatlosen Auseinandersetzungen ist kein Ende. Einmal hatte es im laufenden Jahre den Anschein, als sollte es wirklich zu einem Abschluss der Verhandlungen mit dem Fürstenthume kommen. Es war dies zur Zeit, als General Alimpit, der von der serbischen Regierung bevollmächtigte Unterhändler, genau vereinbarte Vorschläge über die Eisenbahufrage von Wien nach Belgrad mitnahm, um dieselben der Genehmigung des Ministeriums zu unterbreiten." Es wird nun de« Fernern erzählt, dass die Bevollmächtigten des auswärtigen Amtes in Wien glaubten, endlich eine Basis für erfolgreiche Verhandlungen mit Serbien gefunden zu haben. Herr Ristit habe sich aber auch bei diesem Anlasse als das bewährt, was er allezeit gewesen, als höchst unverlähig. Er sei auf den Einfall gerathen, die Wiener Vereinbarungen nur als das „Ergebnis einer zwanglosen Discussion" zu be^ handeln und aus dem Berliner Vertrage die Deduc-tion abzuleiten, dass die Eisenbahn-Angelegenheit zwischen Oesterreich-Ungarn und Serbien nur geregelt werden lönne, wenn dieselbe einer internationalen Commission, bestehend ans Bevollmächtigten Oesterreich'Ungarns, Serbiens, Bulgariens und der Türkei, zur Entschei- „Sie haben recht, Mr. Clifford." sagte sie mit eisiger Kälte, „ich bin nur die adoptierte Tochter von Mr«. Fulgor, — und was weiter?" „Das heißt. Ihr Mädchenname lautet Emmy Reynold!" „Dies ist nicht folgerichtig." „Wenn Sie es leugnen, Mylady, so werde ich dass sie außer Stande ist, sich dort wirksam zu beE j tigen, wo die Macht Oesterreich-Ungarns ihre Kreise zieht. Wir müssen den uns geographisch näher odll ferner gerückten Stämmen des Orients die Erkennt^ aufzwingen, dass Oesterreich-Ungarns Einfluss del entscheidende geworden, und dass gegen den Willed unserer Monarchie keinerlei Veränderung auf dew Balkan vor sich gehen könne..... Und von dieses Motiv völlig abgesehen — sind etwa die concrete»! Interessen, die wir in der Eisenbahn- und Handels frage mit Serbien zu wahren haben, von solch' unte^ geordneter Bedeuwng, dass wir sie noch länger delN Gutdünken des Herrn Ristic anheimgeben dürfen? Es ist ja ganz überflüssig, dass wir anf das GeniiO dieser Bedürfnisse hinweisen.. .. Wir stehen jetzt nilhl irgend einem Problem gegenüber, welches lange reif^ muss und erst in später Zukunft seine Früchte bringell soll; wir haben es mit einem fafsbaren, klar alls^ gesprochenen Zwecke zn thuu, bei dem es sich zeig^ soll, ob Oesterreich-Ungarn in der neuen Ordnung ^ Dinge im Orient etwas gilt oder nicht, und ob ^ Widerstand des Herrn 3iistii hinreicht, unsere g^ Handels- und Eisenbahnpolitik nach dem Orient h^ schon in ihrem ersten Anlauf zum Stehen zu bringe^ .hält man sich in Wien diese Seite der Frage vol Augen, so wird man entscheidenden Ernst machen U^ auf Mittel bedacht sein, die rasch zum Ziele führet Und hat man in Belgrad Siun für die actuellen V^ Hältnisse, so wird man sich hüten, einen Confl^ heraufzubeschwören, dessen Folgen Serbien und S^ bien allein zu tragen hätte. Es ist nicht nach unsec^ Geschmack, mit inhaltslosen Drohungen zu hantiere^ und wir speculieren nicht auf die Furchtsamkeit bel Gegner. Aber diejenigen, die in Serbien einer beft^ neuen Auffassung der Verhältnisse sähig siud, mög^ sich es gesagt sein lassen, dass unsere Monarchie ^ dem gegenwärtigen Falle keine Schlappe erleiden da^ und dass sie daher die Sache unter allen Umstä^, zum Siege führen muss, sollte auch die serbische ^ lichkeit darüber in Trümmer gehen." Die jranzösische Ministcrkrisis. Das nach dem Rücktritte des MarschallpräsidA? Mac Mahon und der Erwählnng Grevys zuM P^ sioenlcn der französischen Republik am 5. Februar d ^-ins Amt getretene Ministerium Waddmgton h"/„1 „ schneller abgebraucht, als erwartet wurde. Am ^ d. M.. unmittelbar nach dem Schlüsse der Ka'""" session, wurde die Demission dieses Cabinets dem Hra sideuten Gievy übergeben, worauf Freycinet, der vie herige Minister der öffentlichen Arbeiten, "lt 0" Aufgabe der Bildung des neuen Cabinets betra'» wurde, welcher jedoch zwei Tage später auf olei Mission verzichtete. Das Ministerium Wadomalo' hat unstreitig während seiner Amtspenode fur o Befestigung des republikanischen Regime l^'hr viel gc thau, dafür aber von seinen Gesinnungsgenossen ey wenig Dank geerntet. Es hatte die couselvatwe >w publik auf fein Banner geschrieben und hoch gehalten' das war die Urfache, warum seine Stellung M'M unhaltbarer sich gestaltete. Wohl erhielt es noch a" 4. d. M. und sogar erst vor zwölf Tagen w'eder e" Vertrauensvotum der Depntiertenkmnmer. aber dM beiden Voten vermochten nicht d.e Situation zu seMl Guusten zu ändern. Das Cab.net Waddmgton "<> den Gambett.steu schon zu lange .m Am e mld^ aewissen Forderungen der elben zu kräftigen W'^ sta"d als ass dieselben seine Erhaltung die A es.gunc, seiner Stellung, sich halten angelegen ft^ as en können. Die beiden erwähnten V"trauensvo " Ätm nur noch eine bettisten wollten das „Verdienst" deS SturzeS ", 3559 Ministeriums nicht den Ultra radicalen zukommen lassen und aqitierteu deshalb dafür, dass dem M.mstermm sowohl in der ..Beamtenreinigungs". as m der Am< nestiefrage ein Vertrauensvolilm ertheilt wurde^. W,e aber letzteres qemeint war. zeigt deutlch dass „Republics srcmcaise" am 5. Dezember erklärte: ..Das Cabinet ist aus der Sitzung vom 4. Dezember nuc mit mehr Verpflichtung" wegkommen aber ohne neue Kräfte und ohne sein parlamcntansches Ansthen vermehrt zu haben." Und vor vierzehn Tagen nchtete dasselbe Vlatt. wdem es alc Nachfolger des ruckgetretenen Iuschmm.sters Leroyer einen .kN.^chlosftnen Mann. der zu handeln weltz." verlangte, an den Pra-sidenten de, Nepubl.k folgende Emiaynnng: Mögen der Vläsion.t und iein Cabinet sich von dem Gedanken durchdrinye' lassen: Die Stunde der Vertagungen und halbeu Maßregeln ist vorüber^ Die Se,ston von 1880 kann nicht ohnc ein Project, betreffend die Iustnreform. eröffnet werden, welches von emer bestimmn u klaren Auffassung hi.'stchtl.ch der e.„er republikanischen Regierung od legenden Psilchten n svirlert ist Jede Zügerung uuer diesen Punkt wmde die ernstesten Verlegenheiten schaffen und schwer auf dem Gewissen derjenigen lasten, welche uns vor Men nickt nl bewahren vermochten." ^ Was nun Gambetta und dessen Anhang unter ctustweform" eigentlich verstehen, ist weniger eine Aenderung n. der Sache, als vielmehr eine arundliche Auf'äumung unter dem Personale und Ersetzung der vom Amte zu Entfernenden durch Nevubli aner vom reinsten Wasser; die praktische Vcfähiguugbfrage komm e!st in weiter Neihe in Betracht D,e em Streb.« stellte sich Waddington energisch m den Weg «karte auch offen, oafs er nie die Hand zu emer Beamtenabschlachtung" bieten werde. Er sagte m dieier Äeziehlllig ncnlich in der Kammer: „Wenn man von uns eine Äcamteuabschlachtung. eine Razzia ver-lanate so würde die Mgienmg cmc wahre Feigheit begche". wenn sie sagen würde dass sie danut em-verstal'den sci. uur um ennge traurige Portefeuilles für sich zu retten. Es handelt sich um leme Beamteu-abschlachlung. es handelt sich darum, mit Klugheit und Bestimmtheit das Wert der Bcamtenrcgcnerierung zu verfolgen." Und indem Waddnigton sich auf solche Weise der Beamtenhctze widersetzte, brachte er selbstverständlich alle diejenigen wider sich auf, welche aus persönlichem Interesse die ..Purification" des Beamten, standet fordern. Es handelt sich eben auch bei der jetzigen Krisis in Paris, die in Wirklichkeit eine parlamentarische Krisis ist, wieder nur, wie schon in zahlreichen früheren Fällen, um persönliche Kabalen und egoistische Specula» tionen von f
e un Heer-banne der Leidenschaft stehen . uud d,e Vefneb^ ihrer Herrschastsgelüste um jeden Pre.s austreben. "lag aus Frankreich werden, was da will._________ Oagesnemgkeiten. - (Universität Ezern owih.) Die Frequenz «n der l. l. Franz.Iosef-Universität in Czernomh ,m', Wintersemester »879/80 ist. der „Czernonnher Zeitung , zufolge, nachstehende: Es sind 188 ordentliche i)i) außer-ordentliche Hörer 9 Pharmaceuten und 4 Hospitanten, Zusammen 260 Hörer inscribiert. Dieselben vertheilen Nch i" folgender Weise: Theologen 44 ordentliche, ^ auh-rordentliche Hörer; Juristen 93 ordentliche. ^ außeroldentlichc Hörer und 13 Frequentautcn der «taatsrechnungslunde; Philosophen 51 ordentliche, 4l außerordentliche Hörer. !> Pharmaceuten und vierl Hospitanten. Neu immatriculiert wurden 10 Theo'! logen, 40 Juristen nnd 14 Philosophen, zusammen! 64 Hörer. ! — (Hinrichtung durchPulver undBlei.) Dienstag mmgens fa„d in Temesvar die Execution eines militälischen Todesurteiles statt. Der Infanterist Georg Tabla dlarol)ei sten des Ruhestandes Herrn Ialob Wolfs von Wolfendcrg in Laibach wnrde ein erlcoigler St'ftnngsplah 111, Klafsc der Elisabeth-TheresieN'MilltärWung verliehen. — (Uebertritt in die Landwehr.) Nachstehende Nescrve-Officiere wurden auf Grund der Bestimmungen des § 39 des Wchigesehes in die nicht active k. k, Landwehr übersetzt: die Oberlieutcnants: Alois Vogl, Anton Svetek. Franz Freiherr Mac Nev»-n O' Kelly und Ludwig Marquis Gozani dc Saint Georges des Infanterieregiments Freiherr v. Kühn Nr. !7, ferner die Liculennnte: Pau! Freiherr u. Gnssich de5 Infanterieregiments Freiherr v. Maroicii Nr. 7, Alois Fob». Franz Slofic, Martin Karlin, Carl Natschitsch und Franz Hubad des Infanterieregiments Freiherr von Kühn Nr. 17 und Armand Fröhlich des 7. Artillerie, regiments. — (Kinderbefcherungen.) Für die im hiesigen Mndchenwaiscnhause auf der Polana unter» gebrachten Kinder wurde am 23. d, M eine Christbaum, fcier veranstaltet, der mbst mehreren anderen Gästen auch der Herr Fürstbischof Dr. Chlysostomus Pogaöar und die Gemahlin des Herrn Landeöpräsidcnteil, Frau v. Kallina. beiwohnten. Am gleichen Tage wurden anch im hiesigen Ursulincntlosler 39 arme Mädchen der äußeren Schule mit Kleidnngsstücken betheilt, die zum qroßen Theile Von den Zöglingen der inneren Schule für ihre ärmeren Collcginncn angefertigt worden waren. ^ Zu beiden Veranstaltungen waren den Schulleitungen! von hiesigen Kinoersrcnnden reichlich Gaben zugekommen. — (Laibachcr Volksküche) Durch die Sven-, den der Frau Anna Edle von Kaliina und des Herrn Heinrich, Slodler in Graz von je 10 st. - zusammen - 20 st, — war es der Laibacher Volksküche ermöglicht, in den beiden Weihnachts-Feiertagen 200 Arme nnt einem vollständigen Mittagessen, bestehend m Suppe, Rindfleisch und Gcmüie, Beaten und Potizen nebst einem Glase Wein, unentgeltlich zu bewirten. — (Brand im Vamberg'schen Glashaus c) Das im Garten des Ncnnderg'schen (ehemals Martinoit'schel.) Hauses auf der Wienerstraße stehende Glashaus, das bei der gegenwärtigen Temperatur un-unterbrochen geheizt werden muss, um die darin verwahrten Blumen vor dem Erfrieren zu schützen, gerieth gestern nachmittags entweder infolge Ueberheizung oder Schadhaftigkeit des Kai.lins in Brand. Das Feuer entstand ober dem Plafond in dem zwischen diesem und der Bedachung befindlichen Raume, dessen Gebälke und den Estrich bedeckende Moos- und Heuschichten zu glimmen anfiengen, ohne jedoch infolge des verhinderten Luftzutrittes in helle Flammen auszubrechen. Der vom Gla5l,ause intensiv aufsteigende Rauch wurde gegen halb 6 Uhr abends von einigen Hausleuten bemerkt, die mit Hilfe mehrerer zufällig hinzugekommener Soldaten von Belgien-Infanterie den Brand mittelst zweier kleiner Hauesprihrn zu ersticken versuchten, was jedoch nicht mehr gelang. Vom Thnrmwächter am Caftell wurde das Feuer nicht signalisiert, da man keine Flamme sah und auch der Rauch in der Dämmerung nicht gut erkennbar war. Die sogleich verständigte freiwillige Feuerwehr, deren Mitglieder sich um diese Ieit eben vollzählig zu der auf ti Uhr abends anberaumten Chriftbaumfeier in der Casinoresta^ration eingrfunden hatten nnd die daher in ihrer gemüthlichen Unterhaltung sehr luul il znopa» gestört wurden, traf bald nach 6 Uhr am Vranoplahe in und griff das Feuer euergisch an, indem das Aezu öthige Wasser mittelst der durch die PeterS- und Bahn» osstraße geleiteten Schläuche bald in genügender Menge erbcigcpumpt wurde. Die Schwierigkeit lag nur darin, ass das Einfrieren des Wassers in den Schläuchen zu efürchtcn stand, daher auch ununterbrochen gepumpt und iberdies stets heißes Wasser in Bereitschaft gehalten lierdcn musste. Auch die aus 4^ Mann bestehende nilitärische Feuerbereitschaft war unter dem Commando ines Osficicrs am Brandplahe erschienen und unter-tütztc die Feuerwehr. Nachdem die oberen Holzwände )!'luntergerissen uno der glimmende Estrich mit Wasser örmlich überschüttet war. gelang es nach mehr als zwei» tündiger Arbeit das Fruer vollends zu unterdrücken und iede weitere Gefahr zu beseitigen, die unter anderen Umständen, namentlich bei etwas Wind, mit Rücksicht auf Die nahestehenden, höchst feuergefährlichen Objecte eine sehr bedeutende gewesen wäre. Gegen halb 9 Uhr lonnte die Feuerwehr wieder einrücken und zu ihrer so ungelegen unterbrochenen Weihnachtsfeier zurücklehren. Der durch den Brand angerichtete Schade ist, abgejehen von den im Glashansc selbst uernrsachien Zerstörungen, auch insuferne lein ganz unbedeutender, als ein großer Theil der Topfpflanzen und Warmgewüchse hicbei empfindlich zu Schaden lam. — (Ein gelungenes Gaunerstück.) Zuber Wirtin im Gasthose ,.znm buienschen Hof" in Laibach kam vor den Feiertagen ein unbekannter Mann, der ihr eine große, angeblich mehrere Liter Vrinowiz enthaltende Flafche zum Kaufe anbot. Als diese den Kauf mit der Motiviernng, dafs sie für ihren Ärinowizbedarf bereits seit Jahren einen ständigen Lieferanten habe, ablehnte, ersuchte sie der Fremde, ihm wenigstens 4 fl. — einen Theil des Wirtes — vorzustrecken und dafür die Brinowizslasche in Pfand zu nehmen. Doch auch bieseb Geschäft wies die Wirtin zurück, und der Mann war schon im Begriffe, mit feiner kostbaren Flajche unver-richtetrr Dinge wieder at'zuziehen, als der Hausknecht des Gasthofes. der oc-r Verhandlung beigewohnt hatte und offenbar der Ansicht war, dass hier ein gutes und vor <.llem ganz sicheres G'schäft zu machen wäre, sich freiwillig erbot, die Arinowizslüsche mit den gewünschten Vier Gulden z» lielchuen, umim»eyr. als derselben m der That ein köstliches und kläftiges Vrinow^roma ent-stiüinle. K^um haite d^r Unbekannte die 4 st, erhalten und die Flasche dcm Han^lncchle übergeben, als er sich eiligst daülend entfernte mit der Versicherung, dass er läuastc'.is morgen wiederkommen und feinen Vrinowiz gegen ein entsprechendes Aufgeld auslösen werde - der HanölileHl mö^e dir Flasche bis dahin nur gut der-lorkt halten, tmmit der Briiwwiz nicht ausrauche. Als jedoch der nächste und auch nuch ein zweiter „Morgen" erschien, ohnr den Uübelminten wiederzubringen, und der Hausluecht sich im Stillen schon mit der Hoffnung trug, dass möglicherweise der ganze Brmowiz um das billige Geld ihm verbleiben werde, »nachte er sich in einer Anwandlung begreiflicher Neugierde daran, das Product, da« ' schon halb und halb sein Eigenthum war, zu verkosten. Er goss sich ein kleines Gläschen voll. es war lrystallhell, also jedenfalls beste Qualität. Da» Gesicht, das der glückliche Faustpfandinh^iber machte, nachdem er das Gläschen rasch hinuntergestürzt hatte, wollen wir indes nicht zu beschreibe» versuchen, es soll nach der Versicherung «nseres Grwa'hrsimmiies, der uns diese Geschichte erzählte, ein ziemlich s»»ele5 geweseu sein. denn was der Hausknecht trxnt, wor r-insles, harmlosestes — Brnnnenwasssr gewesen. Der Stoppel dagegen, der mit nnhlcrcn, reichlich in wirklichen, echten Brinowiz ge» ^ träüllcn Leimvandlapprn umwickelt war, verbreitete un» 25sN geniert noch immer seinen hinterlistigen Vrinowizbuft. — Zu Nutz und Frommen aller übrigen zahlreichen Freunde dieses beliebten heimatlichen Magenwärmers sei diese Geschichte hiemit erzählt, damit dem geriebenen Vanern« fünger. falls es ihn gelüsten sollte, sein Kunststück an anderer Stelle zu wiederholen, der richtige Empfang nicht ausbleibe. — (Erdbeben.) Nie man uns aus Idria schreibt, wurde daselbst am 22. d. M. um 8 Uhr 30 Mi-nuten abends ein Erdbeben wahrgenommen. Dasselbe kündigte sich durch ein dumpfes, donnerartiges, von Nordost kommendes Rollen an, welches etwa zwei Se< cunden währte und welchem sodann eine Erschütterung folgte, bestehend aus einem mit lannonenschuss-ähnlichem Knall verbundenen sehr heftigen Stoß von unten Der Himmel war heiter und sternenhell — die Temperatur der Luft —5 4"R.; der Barometerstand war ein für Idria ziemlich hoher, nämlich 74 125 Centimeter, jedoch noch immer tiefer, als an den beiden vorangegangenen Morgen, zu welcher Zeit er mit 74 95 Centimetern beobachtet wurde. — (Von der Maschine zermalmt.) Einer Mittheilung der „Lgpst." zufolge wurde am 22. d. M. nachmittags auf der Südbahnstrecke zwischen den Stationen Pöltschach und Ponigl ein Mann vom Trieft» Wiener Postzuge überführt und blieb sogleich todt. Nieder em Opfer der unausrottbaren Gewohnheit der bäuerlichen Bevvllerung, auf dem Bahnkörper zu gehen. — (Bitte.) Wir wissen einen verarmten Ge« lverbsmann. von Profession Gürtler, der durch neunmo-natliches schweres Krankenlager infolge eines compli» eierten Beinbruches in eine sehr bedrängte Lage gerathen und nun. wo er halbwegs so weit hergestellt ist, um fein Handwerk wieder ausüben zu können, wegen Mangels an^bem hiezu nöthigen kleinen Betriebsfonde dieS nicht imstande ist. Sollten sich gute Herzen finden, die bereit wären, dem bedauernswerten Manne eine kleine Gabe zukommen zu lassen, oder ihm die Versorgung seines ungefähr 13jährigen Sohnes irgendwie zu erleichtern, so ist unsere Administration (Bahnhofgasse 15) gerne bereit, etwaige Spenden entgegenzunehmen und dem wohlthätigen Zwecke zuzuführen. — (Litcrarisches.) „Lustige Geschichten von P. K. Nosegger" nennt sich ein kleines, kürzlich im Ver» läge von Manz in Wien erschienenes Bündchen, das eine Sammlung humoristischer Schilderungen aus der Feder des so beliebten und gemüthoollen steierischen Er» zählers enthält. Rosegger hat diese zerstreuten Kinder seiner Laune, die im Lanfe der letzten Jahre in diversen Kalendern und Zeitschriften vereinzelt aufgetaucht waren, hier zu einer heiteren Gruppe vereint. Sie bildet keineswegs das Beste, was dieser hochbegabte echte Volks« dichter aus seiner reichen Mappe uns bereits geboten hat, doch finden sich auch hier nebst manchen unbedeutenderen Skizzen einige köstlich gelungene Charakterbilder aus dem von Rosegger so meisterhaft beherrschten ländlichen Genre, die ihren Zweck, eine harmlose heitere Lecture zu verschaffen, wohl erfüllen dürften. Neueste Po«. Prag. 24. Dezember. (Presse.) Den „Narodni Listy" zufolge hat der czechische Reichsrathsclub behufs Ausforschung des Charakters der Regierung und ihrer Absichten und um sie zu drängen, die in der Thronrede enthaltenen Versprechungen zu erfüllen, zwei Sectionen eingerichtet, eine betreffs der bekannten Frage der Gleichberechtigung im Amt und eine zweite betreffs der Schulfragen. Der ersten Sectlvn gehören an: Brauner, Clam-Martmitz Keinrich. Fmiderlik, Grünwald. Lobkowih, Mattusch, Prachenjly, Schrom und Trojan. Die zweite Section bilden Celakowsky Clam-Martimh Richard, IireHU0N-Xoituns Nr. 1 vom 1. Iiiuucr 1830 sind eingetroffen und werden versendet. — Bestellungen auf obige Journale übernimmt und l besorgt pünktlich Jg. v. Kleinmaur k. Fed. Bambergs Laibach Buchhandlung. !DD Für die vielen Vewcise inniger Theilnahme M ^^ während dcr Kransheit ihrer geliebten Schwester, M ^ beziehungsweise Schwägerin, dos Fräuleius M ,M dann für das zahlreiche Geleite beim Vegräbnisse M !^ und die vielen schönen Kränze aus Laibach und M ,« Idlia sprechen ihren herzlichsten Danl aus M W die trauernden Hinterbliebenen. W W Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren M Ml unvergcsslichcn Galten, beziehungsweise Vater, Herrn W > Carl Urlias, > W Haus. und Realitätenbesitzer, D W gestern 12 Uhr nachts nach langem Leiden im Alter > ! >^ von 53 Jahren in ein besseres Jenseits abzuberufen M ^ Das Leichenbegängnis findet morgen Sonntag M W nachmittags halb 4 Uhr vom Trauerhausc Peters- M M straßc Nr. 3!) aus statt. ' M W Laibach, 27. Dezember 1879. W W Die trauernde Familie. > H^ss^ovi^t' UV"N. 23 Dezember, <1 Uhr.) Das Geschäft, anfangs sehr belangreich, fpäter ruhiger, behielt den Charakter großer Fcstigleit. Die Thätigkeit der Speculation dcy nlehen der Etadtgemeinde Wien in V. «...... 10050 101 - «clt «a« Grunde»tl«ftnugs»Vbllll«tl«nen. Vöhmen......... 10275 10375 Niederüsterreich...... 104 ?5 l(»5 25 Gallzien........ 96'^ 96 50 Tiebenbürgen....... 8460 8530 Temtser Vanal...... 87 — 87 50 Ungarn.......... 88-20 88 50 Nctlen van vanle« Geld W»i< «nglo.österr. Banl.....142 75 143— Creditanstalt .......28350 239 75 Depositenbank.......232 232 50 Creoitanslalt. ungnr.....267 - 267-50 Oesterreichlsch» ungarische vanl 83« 840 — Unionbant ........9825 9850 Verlehrsbant.......130 131 - Wiener Vanlverein.....146' 146'25 ßlctien »«» Transport Nnterneh «un«e». »eld Ul«« «llfgld.Vahn .......143— 143 25 Donllu.Dllmpfschiff..«esellschaft 591 593 «lisabeth.Nestbahn.....17775 17825 Ferdinands-Nordbahn. . . 2312-2315 — ssranz.Iosevh'Äahn .... 157 15750 Galizische Carl-Ludwig »Vahn 245 25 245 5«) Kllschau.Ooerberger Vabn . . 114 75 115 25 lkmberg'Czernowiher Bahn . l45 50 l46 — Lloiid. («escllschaft.....635 - 63? - Oesterr. Norbwestbahn .... 144 75 145 25 Rudolfs.Nahn.......14250 143 Ztaatsbatm........27450 275 - Sndbahil.........82 - 8250 Theih-Nahil........213 25 213 50 Ungar..galiz. Verbindungsbahn 115 25 115 75 Ungarische Nordostbahn . . . 133 . 133 50 Wiener Iramwa^.Gescllschast 20? - 207 50 Pfandbriefe. Allg.Sst. Äodcncreditllnst.il.Gd.) l18 - 1185a , ^ . li. Ä-V.) 100 25 100 50 Oesterrcichisch. ungarische Banl 10130 1')2 Uttg. Äl'ocncc,dit In>'t, ('b.-P ) 100 25 100 50 Prlsritiitsü . "' ' _ . Hilbrrattlden . . » » " ,^»^» bib ««chtr««: U» 1 Uhr 15 «muten notieren: Papierrente 68 »5 bi« 6s-. Hilberrente 70 35 bis 70 40. Goldrente 8120 bis 8l »u Credit 289 50 b,s 23s 75 "ng'o »45-2». »vnd«n 11S80 bi» 117—. Napoleon« V2lV« bi« »22. «ilber — - bi« — -.