Mai. Siebenter Jahrgang. Maienfolge 1 >g,g. Folge 77. (Seite 1345 bis 1376.) Blätter für den Abteilungsunterridit. ITlonatschrift zur Förderung des österr. Schulwesens. (Herausgeber: Rud. E. Peerz.) o o o o o o Inhalt: Seite 1. Die Lehrbefähigungsprüfung........................1345 2. Schulhumor.......................... 1346, 1363, 1367 3. Wie kann die Landschule die körperliche Rüstigkeit der ihr anvertrauten Jugend fördern?. . . 1347 4. Aus dem Tagebuche einer Dorfschullehrerin . . 1349 5. Aus dem Tagebuche eines Übungsschullehrers . 1349 6. Stundenbilder...................................1350 7. Mein Glück......................................1351 8. Praktische Rechenaufgaben.......................1351 9. Die erste Einführung in das Kartenverständnis . 1352 10. Eine Anregung .................................................1353 11. Monatsrüstung für den Mai......................1353 12. Ratschläge für die Vorbereitung zur Bürgerschullehrerprüfung ...........................................1354 13. Lose Gedanken..................................1355 14. Lebensbilder...................................1356 15. Volkslied und Lehrer...........................1357 16. Lesefrüchte....................................1358 17. Aus dem Lehreralbum............................1358 18. Das Schülerbuch................................1359 19. Die Bewertung..................................1360 20. Die Wechselrede................................1361 21. Der kranke Lehrer und das kranke Kind . . . 1364 22. Sprachunrichtigkeiten der Schulsprache .... 1365 23. Pädagogische Splitter ........................................1365 24. Randbemerkungen................................1366 25. Briefkasten....................................1368 26. Durch Sachsen und Thüringen v. Schule zu Schule 1370 27. Die landwirtschaftliche Fortbildungsschule in Österreich..........................................1373 Verlag der Blätter für den Abteilungsunterricht in Laibach. — Druck von J. Pavlicek in Gottschee. Jährlicher Bezugspreis 6 K (5 Mk, 7 Frk.). * €r$iwa$$fle ürgel-barmoniums * beider Systeme fabriziert und liefert billigst Audokf AajKr & Go., Königgräh Ar. 89. Vedalliarmoniums beider Syftenze und jeder Größe, mit genauer Orgelmensur für Kirche», Seminare und als Übungsorgeln. Lieferung frachtfrei vis fetzte Matznstation! Der hochw. Geistlichkeit, den Herren Lehrern und Musik- und Gesangvereinen besondere Vorzüge. — Preisliste gratis und franko. I Rcfor 111=Schul kr eitle konkurrenzlos, allseitig anerkannt u. prämiiert, io» Stück y cm lang, 12/12 mm (netto 1 kg) 2 Kronen. Schulleitungen und Ortsschulräte erhalten bei Abnahme von s Kilogramm 10 Prozent Nachlass. wr Uliedervcrkäufer entsprechenden Rabatt, tw Kreidefabrik: * * * Tranz fiosebkara * * « Ulaidhofen an der Vbbs. Geprüft und empfohlen von der Zentralleitung und den Zweigvereinsobmännern in Niederösterreich. Wien, am 20. Februar 1909. Jordan, Präsident. Ich kann nach meinen Erfahrungen sagen, daß diese Kreide das absolut Beste ist, was ich an Tafelkreiden bisher kennen lernte, daß dieselbe geradezu idealen Anforderungen entspricht. Direktion der k. k. Staatsrealschule in Knittelfeld. Für alle, die nationales und soziales Empfinden in sich vereinen, ist zum drittenmal erschienen Prof. Gurgers preisgekrönte Schrift: Sozialpädagogiscbe «fioebziek * der deutsche» Schule. H'reis 1 Krone. -------------------------------- Zu beziehen: Nnrger, Innsbruck, Anichjtraße Nr. 8. Hoher Extra-Vorzugsrabatt für Lehrer! Trautwein, wien,vii. ■ Mariahilferstraße Nr. 58. 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(Verfasser: Eduard Burger; Eigenverlag, Innsbruck, Anichstraße 2; Preis K 1*—.) — Des Verfassers Aufsatz in Folge 74 und 75 hat viel Beifall gefunden und allgemein wurde in der Sache ein Mehr verlangt. Da ist es nun, in ein nettes Büchlein gefaßt, sauber gedruckt, auf 46 Oktavseiten gebracht. Burgers Eigenart: der frische Stil, der durchaus festgehaltene Grundgedanke, die lebhafte Darstellung — tritt in der Schrift kräftig hervor. Die jugendliche Begeisterung, die uns hier ganz besonders anmutet, erklärt sich aus dem Umstande, daß die Ausführungen bereits vor 15 Jahren, also in der Zeit erschienen, da der Verfasser noch in der Sturm- und Drangzeit stand. Kein Wunder, daß trotz der zeitgemäßen Umformung noch ein Stück Jugendmut und Jugendzorn übrigblieb. Er erquickt uns in einer Zeit, da viele Literaten kriechen und schleichen, ganz außerordentlich. — Burgers Schrift „Sozialpädagogische Hochziele" wurde von der Diesterweg-Stiftung preisgekrönt. Kein besseres Forum hätte die Bewertung aussprechen können, denn der Ton Diesterwegs ist es ja, der uns in der Arbeit sosehr gefällt. — 199.) Acrilbüchkein der Keographic. (Verfasser: G. Schreier und A. Nitsch; Verlag Hitschfeld in Sternberg, M.; Preis 40 h.) — Das vorliegende Bändchen der bekannten Handbüchersammlung für die Volks- und Bürgerschule betrifft die Kronländer Krain und das Küstenland. Die 83 Seiten starke Schrift will nicht eine Anleitung, sondern eine Stoffsammlung sein. Als solche ist sie überaus sorgfältig zusammengestellt. Wie bei allen ähnlichen Behelfen ist auch hier eher ein Zuviel als ein Zuwenig festzustellen. Der verständige Lehrer wird das Notwendige auswählen; daher ist das Plus nicht von Schaden. Übrigens schlägt es vielleicht der Schüler dereinst, wenn er der Schule entwachsen ist, zum erworbenen Schatze. 200.) Imliervricse für Anfänger. (Verfasser und Verleger: H. Pechaczck in Euratsfeld, Niedcröstcr-reich; Preis 50 h.) — Herr P. ist den Lesern der „Blätter" bekannt; er schrieb ja im Vorjahre die Monatsratschläge „Der Lehrer als Bienenzüchter". Was dort gesagt wurde, und noch mehr liegt in einem 45 Seiten starken Büchlein vor uns. Die „6." Auflage kennzeichnet den Wert. Es ist wohl nicht nötig, dem Verfasser neuerdings ein Loblied zu singen, da er sich uns als praktischer Imker bereits vorgestellt hat. 201.) frproßttr Lehrgang für das moderne Zeichnen. (Verfasser: Josef Gruber und Otto Stadler; Verlag des Lehrerhausvereines in Linz a. d. D.; Preis 18 K.) — Ein kostspieliges, aber auch ein kostbares Werk! Es leitet unmittelbar zur Praxis über und zwar ohne unnötigen Wortschwall, ohne Umschweife. Der textliche Teil enthält in knapper Fassung das Notwendigste, was ein moderner Zeichner wissen muß. Im Bilderteile spiegelt sich der „erprobte Lehrgang". Ein oberflächliches Durchblättern genügt schon, um den Titel berechtigt zu finden. Man kann sagen: „Der Lehrer braucht nur zu wollen und es geht; es wurde Ein Wunder amerikanischer Industrie ist der neuerfundene imr ADDIERSTIFT („Maxim“) 12—4 mit Schreibvorrichtung für Tinte und Blei. - Dieser äußerst sinnreich konstruierte Apparat dient zum Zwecke des raschen und sicheren Addierens u. bilden die Haupt Vorzüge desselben, b. einfachster 1 landhabung und tadelloser Funktion: Einerseits die große Entlastung des Gehirnes, da selbst nach stundenlangem kontinuierlichen Arbeiten mit Maxim keinerlei, das Gehirn in so vielfach schädigender Weise beobachtete. nervöse Abspannung verspürt wird. Anderseits die Verläßlichkeit und große Zeitersparnis. Preis per Stück nebst leichtfaßlicher genauer Anleitung K 10 60, per Nachnahme, gegen Voreinsendung des Betrages K 10—. Zu beziehen durch den General-Versand EM. ERBER "WIEN, II|8,< Ennsgasse Nr. 21jPU. Der diesmaligen Folge liegt ein Prospekt über „Schlossers Weltgeschichte" der Firma Schallehn u. wollbriick in Wien bei. ihm alles, gar alles in die Hand gegeben." — Ich besorgte anfänglich, daß der hohe Preis der Verbreitung des Werkes hinderlich im Wege stehen werde. Dieses Bedenken ist gefallen, seit ich den reichen Bildcrschmuck sah, der bedeutende Anschaffnngskosten verursachte. Kann nun schon nicht jeder sich die Ausgabe erlauben, so soll doch keine Lehrerbücherei den „Erprobten Lehrgang" vermissen. — 202.) Die Musikinstrumentenfirma H. Trapp in Wildstein (Böhmen) hat uns erst vor kurzem wieder eine Geige geliefert, die wir an einen Leser abgaben. Derselbe äußerte sich in überaus anerkennenswerten Worten bezüglich der Glitte des Instrumentes, so daß wir die Firma bestens empfehlen können. Verw. 203.) Ein neuer Stil. Die strengen Formen des klassischen englischen Sheraton- und Chippendale-Stiles, mit den lieblichen Formen des Alt-Wiener Biedermeier-Stiles kombiniert, ergeben eine neue Stilart, „Englisch Biedermeier“, das Genre, welches die führende Firma auf dem Gebiete der Wohnungseinrichtung und Innendekoration Teppich- und Möbelhaus S. Schein, k. u k. Hof- und Kammerlieferant in Wien I, Bauernmarkt 12, heuer bringt. Das soeben erschienene reich illustrierte Album des Herrn Hof- und Kammerlieferanten S. Schein, welches auf postkartliches Verlangen an unsere Leser vollständig kostenfrei gesandt wird, enthält eine reiche Auswahl von Wohnungseinrichtungen und Innendekorationen in dem neuen Genre. Es ist tatsächlich eine Annehmlichkeil, in aller Ruhe zu Hause an der Hand solch eines übersichtlichen Katalogs sich ein Bild zu entwerfen und seine Wahl zu treffen. Für Brauteinrichtungen empfiehlt sich der Bezug des Albums vor allem, da dem Kapitel Brautausstattung ein besonders ausgiebiger Raum gewidmet wurde. Verw. 204.) Schlossers Weltgeschichte in neuer Auflage. Unter allen deutschen Historikern hat wohl Schlosser die tiefgehendste Wirksamkeit ausgeübt. Vollkommen unabhängig und frei von jedem äußeren Einfluß schrieb er seine Geschichte, die unerreicht durch Frische, Klarheit der Darstellung, ungeschminkte Wahrheit, Reichtum und Vielseitigkeit des Materiales in einer neuen Bearbeitung durch den bekannten Historiker Prof. Oskar Jäger soeben zur Ausgabe gelangte. Die billige Ausgabe umfaßt 20 Bände, die in 10 Leinenbänden mit nahezu 12.000 Textseiten gebunden sind, die große illustrierte und Prachtausgabe umfassen je 20 Bände in Halbfranz mit zirka 12.000 Textseiten, nahezu 700 ganzseitigen Abbildungen in feinstem Doppeltonfarbendruck und zahlreichen Karten; ferner enthält jede Ausgabe, auch die billige, ein ausführliches Namen- und Sachregister. Dasselbe er- Empfiehlt sich von selbst! Eine Probe genügt! Universal Gallus-Tintenpulver. Zur sofortigen Erzeugung einer vorzügl. schimmelfreien, nicht stockenden, tiefschwarzen oder farbigen Schreib- oder Kopier-Tinte. Spezialität: Schul-Tinte. in Dosen per 1 kg 4 K. Preisblatt über sämtliche Präparate zur Herstellung von tiefschwarzer oder färbiger Schreib- oder Kopiertinte sowie Anthrazentinte.Alizarintinte, Karmintinte oder anderfarbiger Tinte, sowie Zeugnisabschriften von P. T. Schulleitungen, Behörden etc. gratis und franko. Köppl’sche Tintenpräparate-Erzeugung W. 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Das Aprilheft der reich illustrierten Jugendzeitung hat zum größten Teil den Charakter eines Osterheftes. Auf dieses Heft beziehen sich die Erzählungen „Ein Osterfest“ von Hans Frauengruber mit einem prächtigen Bilde als Kunstbeilage von William « flitktindigtmgstafel. « 1.) Schnfwandkarten bei Freytag und Berudt, Wien, VIl/i Schottenfeldgasse 62. (Besprechung 11.) — 2.) Zur Vorbereitung auf den Unterricht — die Skizze im uattirgeschichilichen Unterrichte von Burger. — 3.) Radiergummi, Karben bei Günther Wagner in Wien. (Besprechung 19.) — 4.) Hinte von Schuster in Wien, Schüller in Umstellen und Lampet in Böhm.-Leipa. — 5.) Uteisiiste von Hardtmuth in BndweiS. (Besprechung 29.) — 6.) Huschen und Karben von Anreiter in Wien Vl/i. — 7.) Drncksorten bei Pavlicek in Gottschee (Krain). — 8.) Musikinstrumente von Klier in Steingrub, Trapp in Wildstein und Müller in Schönbach. — 9.) Methodische Rüstung mit Mohaupts Schriften. (Vgl. die Ankündigung in den Folgen 48, 49, 50!) — 10.) Karben bei Dr. Schoenfeld in Düsseldorf; Zeichenntensifien bei Schmincke in Düsseldorf. — 11.) Schulbänke bei Dr. G. Fische! Söhne in Wien I. — 12.) Radiergummi bei Simon in Wien.— 13.) Kreide bei Hoschkara in Waidhofen a. d. D. 14 Tage zur Probe sende ich an jeden Herrn Lehrer meine in Künstlerkreisen rühmlichst bekannten Spezialitäten: Streichinstrumente, Zithern, Guitarren, unübertroffen in Qualität und Preiswürdigkeit. Empfehle gute Violinen in Vs, 3A und ‘A Größe zu K5'—, 6—, 8'—, 10—, 12— und höher. Gute empfehlenswerte Schui-Violinen mit starkem Ton, komplett samt gefüttertem Holzetui, Bogen, Reservesaiten, Kolophonium, Stimmpfeife, Dämpfer, auf Wunsch auch mit Schule, K 15 — bis 20 —. Feine Orchester-Violinen samt besserem Zubehör K 25 — bis 30'—. Künstler-Violinen mit starker edler Tonfülle, nach alten Modellen, mit feinem Ledcrtuch-Form-Etui, feinem Bogen, Kinnhalter, gestickter Violinschutz-decke und übrigem feinen Zugehör K 40'— und 50—. 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Enderlein, „Pflanzenlegenden“ von Eva Marie Stosch, „Die goldenen Tränen“ von W^ilibald Böhm und die Gedichte „Wie es kam, daß der Osterhase einmal vier Ohren hatte“ von dem bekannten Künstler F. Flinzer, mit Begleitversen von Bann! Blüthgen, „Der Osterhase“ von Richard Klement und „Legende“ von Liliencron. Das Heft enthält ferner die hübschen Erzählungen „Das Singehäuschen“ von M. von kürzer mit Bildern von K. Rohling und „Betteln oder arbeiten“ von A. B. Arnault. Den Tier- und Pflanzenschutz vertritt der Aufsatz „Schutz unsern lebenden Naturdenkmälern“ von Doktor Knauer und das Gedicht „Der Knabe und die Bienen“ von Hermann Stanger. Bestellungen (4 K 80 h für den Jahrgang) sind zu richten an die Verwaltung von „Österreichs Deutscher Jugend“ in Reichenberg (Böhmen). Probe-Nummern werden auf Wunsch kostenlos zugeschickt. K. u. k. Hof- jjH Kartogr.-Anstalt G. Frey tag & Berndt, Wien, VII/ l Inhaber: G. Freytag. 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(Vgl. Folge 75.) 4.) In Folge 75 der „Blätter" wurde um Mitteilung von Behelfen zur Herstellung von geographischen Reliefs ersucht. Ich empfehle folgende, weil sie mir eben gute Dienste leisteten: a) Reliefkarten, Anleitung zur Herstellung verschiedener Arten von Schulreliefs, von Julius M. Thctter, Fachlehrer in Wien, herausgegeben bei Alfred Holder in Wien, Rotenturmstraße 15. — b) Wert, Notwendigkeit und Herstellung von Reliefkarten für den geographischen Unterricht von Jul. Wiedemann, DZMNlZMWIZWNZZWlSMNZMMZZWW | Wie heißt es in den „Wlattern f. d. Avteikungsnnterricht" (Kotge G2)I l| „Na, gottlob haben nun tüchtige i Praktiker sich des Zeichnens nach ' der Natur bemächtigt. Sterlike und INschel Stimdelckilder für modernes Zeichnen | bieten aus der lverkstatt heraus I prächtige Stücke in prächtiger I Ausführung. Man sicht sie vor sich, j die Meister der method. Kunst, wie I sie schaffen und erproben, damit ja l nichts unfertig in die IDelt reife. Den Kollegen Sterlike it. Pischel gebührt der Dank der Lehrerschaft, daß sie I unerfahrenen Rimmelsstürmern die I Idee aus der Hand genommen und 1 sie auf festen Grund gestellt haben." prof. peerz. Zu beziehen: Fachl. Nud. Sterlike, Schluckenau, Böhmen. I. Teil K 3'30, II. Teil K 61— franko gegen Voreinsendung o. (Portozuschlag) nachmchme. 3m selben Verlage: H'reislaöessl'n für den Kcchen-unterricht vom Zachl. Rud. Sterlike, 3 Tafeln, 50 : 75. Preis: (Voreinsendung) für 3 zusammengehör. Tafeln K ( 50. fBirgfBl5irgfal51fgfBl51[gJnl51!Mäl51fgial51lgISlBlB RcclKtibflcher von Emanuel Jiijgct. Aiir WolKs schulen: Zlür Würgerschulen: Alle 3 Klassen zusammen . 5 K. Von den hervorragendsten Fachmännern würmstens empfohlen! Zu beziehen von: 6-4 3obann ttlladarz in Baden, tilederöstemicb. Die in den Kreisen 6er Sichrer bestbekannte ^inna Uhrmacher und Adolf Jirka Juwelier Gegründet (878. Hrummau a. d. Moldau versendet ohne eine Anzah. lnng gegen zehn Monatsraten nur beste Sorten tilgen, Gold-, Silber- u. optische Waren. 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Um die Nägel spannte ich sodann einen dünnen Mcssingdraht kreuz und quer, so Wo 'gute Musik'' r gepflegt wird,darf eine ^ Haus-Orgel nichlfehlen, HentiehirOrgelton, I prächtige lusslattung, V.lSttan. I MoisEier.hilila NonieFenant. (Gegr. 1846) Hoflieferant. Illustrierte Prospekte auch über den neuen Spielapparat „Harmo-nista", mit dem jedermann ohne Notenkenntnisse sofort vierstimmig spielen kann. Ältestes und feinstes österreichisches Fabrikat Anreiter- Farben Qrösstts Uhren-, Bold* und optische Klaren-Umandhaus Sie Eckstein Wien XV/i Wariastilterstraße 152. Lieferung au alle p. T. Lehrer und Lehrerinnen in bequemen Zellzählungen. verlangen Sie illustrierte Preisliste gratis und franko! Gegründet 1836. Gegründet 1836. I. ARBEITERS SOHN, WIEN VI-1 kais. und königl. 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Es ging wieder einmal ein Klagen und Seufzen, ein Bangen und Zittern durch die Räume der Bildungsanstalten, als ob es die letzte Stunde gälte, Prüfungskandidatinnen waren es, die diesmal in den Gängen harrten und dann scheu vor den grünen Tisch traten. Die einen strebten die ständige Anstellung an, die ändern einen höheren pofteit durch die höhere Prüfung. Im Saale, wo das starke Geschlecht platz genommen hatte, gab es weniger Espenlaub int Wehen der Prüfungsluft, aber immerhin manch angstvolles Antlitz, manch zages Wort. Welch ein Gegensatz zum lachenden Lenz! — Woher kommt die trübselige Stimmung, woraus entspringt das unsichere Gefühl, das jeden beschleicht, da er zur Lehrbcfähigungsprüfung wallt? Aus der Unklarheit bezüglich der Forderungen. Die Borschrift will das praktische Geschick, die Konsultation nach dieser Seite, — die tatsächliche Durchführung nimmt mancherorts einen ganz entgegengesetzten Verlauf. Woran soll sich nun der Kandidat halten? Der eine prüfungskommissär befolgt den Paragraphen, der andere läßt sich gehen, wie es ihm gefällt. Wie soll der prüfling, der nicht Gelegenheit hatte, all die Steckcnpfcrdchcn kennen zu lernen, sich entsprechend vor-bercitcn? Und wenn die Ansichten immer gleich blieben! Während der Bildungszeit hat vielleicht der eine der Herren Professoren einer bestimmten methodischen Richtung angehört, heute segelt er in einem ändern Kurse. Man denke nur an Sie wechselnden und wechsel-vollen Ansichten im Zeichen-, Rechen- und Sprachunterrichte! Geht es dem Armen, der nicht wußte, daß er nach einer bestimmten Seite schwenken müsse, nicht gerade an den Kragen, so ist es doch um die .Auszeichnung', die mancherorts eine große Rolle spielt, geschehen. Und warum? Weil der provisorische Lehrer in seinem Weltwinkel draußen nicht Gelegenheit hatte, die neuesten Schriften kennen zu lernen, weil es ihm, der kaum das Prüfungsgeld aufbringt, unmöglich war, teuere Werke anzukaufcn. — Dieses Schwanken der Uäethodc, das nun fast zu einer Epidemie geworden ist, bringt Unsicherheit in die Reihen derjenigen, die zwar alles daransetzen, Tüchtiges zu leisten, aber beim besten Willen den unklaren Forderungen nicht entsprechen können. So mancher nimmt daher die Sache leicht; er läßt Ulethodik Ucethodik sein und schwätzt nach seiner Art oder läßt sich vom Examinator weiterschieben und gelangt schließlich zuweilen besser an das Ziel als jener, der in den zwei Jahren des provisorischen Wirkens mit ernstlichem Bemühen alles zurate zog, was ihm nützen konnte, was empfohlen wurde. — Gar schlimm ist es mit der Prüfung im praktischen Verfahren bestellt. Der durch das schriftliche und mündliche Examen abgehetzte Kandidat, den obendrein die ungewohnte Lebensweise in dem städtischen Gasthofe physisch noch um einige Grade schwächt, kommt vor eine Klasse, die ihm hinsichtlich der Schülerindividualitäten, der Zucht, des Fortschrittes usw. gänzlich unbekannt ist, und soll nun in der halben Stunde an einem aus dem Unterrichte gerissenen Thema sein Geschick zeigen, tüie kann da seine Ligenart, der (Erfolg, die Erhaltung einer guten Disziplin, die Lehrweise, die richtige Verwertung der Lehrformen, die Umsicht, das Erziehliche zur Geltung kommen, da es gilt, eine Schauvorstellung zu geben, wobei man die Marionetten nicht kennt und über den Geschmack des Publikums im unklaren ist! In mancher Prüfungskommission, die hier Gericht hält, sitzen Herren, die ansonsten jahraus, jahrein ausschließlich Musik, Turnen oder Zeichnen tradieren. Wie sollen sie nun eine nach den modernsten Forderungen aufgebaute Lektion, die etwa den Sprachunterricht oder das Rechnen betrifft, richtig einschätzen? Die Folge der durchaus mangelhaften Einrichtung der Prüfung aus dem praktischen Verfahren ist die, daß Kandidaten, die Glück und Mut haben, mit einem schönen Erfolge heimkommen, während andere, die in den absonderlichen Verhältnissen sich nicht entfalten können, trotz der günstigen Qualifikation des Inspektors zurückgestcllt werden. Es kommt oft zu haarsträubenden Widersprüchen. Auf der einen Seite heißt es: Wer in den zwei Jahren der Tätigkeit als provisorischer Lehrer nicht mit „befriedigend" klassifiziert wurde, kann nicht zur Prüfung zugelassen werden. Nun erscheint aber der Kandidat vor der Kommission; also muß er von dem, der sein Wirken zwei Jahre hindurch aufmerksam verfolgt und gelenkt hat, mit Rücksicht auf die methodische Rüstung als reif erklärt worden sein. Die Kommission hält sich nicht daran; ein paar Fragen vermögen ein zweijähriges lebensvolles Wirken zu überbieten. Die Persönlichkeit, -er Unterrichtscrfolg, das Schaffen im Dienste der Volksbildung: alles muß vor der Theorie zurückstehen und bleibt oft zeitlebens verschlossen, weil die Auszeichnung mühelos errungen und damit eine Stufe erklommen wurde, von der aus man mitleidig auf die Masse herabsieht, die sich rackert, die sich vorbereitet, nachbereitet und gegenseitig belehrt. Das hat der nicht nötig, dem Fortuna in Zeiten des Prüfungsstadiums hold war. Selbst der Inspektor ist in solchen Fällen machtlos. Wieviele Ideale werden solcherart zerstört, wieviel Dünkel wird geboren! — Man wird mir wieder den Vorwurf machen, ich geißle Personen, da ich die Sache beleuchte. Die Examinatoren sind nicht schuld; die veraltete, niemals entsprechend erprobte Einrichtung ist es, die zu den geschilderten Mißverhältnissen führt. Sie muß man fassen und endlich zeitgemäß gestalten. Für die Mittelschule hat man moderne, bis ins einzelnste ausgeführte Prüfungsvorschriften erlassen. Warum kommen sie nicht auch für jene, deren kebensschickfal daran hängt? Der Mittelschulmaturant holt sich Zeugnis über Zeugnis und kann eine Scharte später noch auswetzen; der Volksschullehrer bekommt nach der Lehrbefähigungsprüfung zumeist sein letztes Dokument. Da darf nicht die Willkür, nicht die Laune des Augenblicks walten. Draußen, wo der junge Mann, wo das zarte Fräulein wirkt, wo sich das ganze Wesen im Unterrichte widerspiegelt, dort muß das Urteil gesprochen, dort der Fahrschein für die Reise durch dasBerufs-leben ausgefertigt werden. Ks soff die Kommiffion (drei erfahrene Schulmänner genügen) zum Le fällt der Satz: „Hüte dich vor schlechter Gesellschaft!“ Da hebt ein Dirndl die Hand und sagt: „Mein Vater war gestern schlechte Gesellschaft für mich, er war betrunken.“ — Ob solch’ ein Ausspruch aus unschuldigem Kindermunde nicht erschütternd wirkt? Überhaupt zieht es mir oft und oft durc.i den Sinn, daß es für manche Kinder unendlich schwer sein muß, Vater und Mutter zu ehren. Da sah ich schon wiederholt, wie ein Elternpaar dem Heime zu wankte; hinterher ging eines meiner Mädchen. Brennende Schamröte auf den Wangen, schlich das Kind an meinem Fenster vorüber, zu dem es sonst immer freudig lächelnd emporgrüßte. Was für Gefühle können in dem Herzen des Kindes wohnen, das seine Eltern so entmenscht sieht! Am nächsten Schultage schaute das Kind nur scheu zu mir auf, die Scham brannte noch fort in seiner Seele. Solche Vorfälle häufen sich, die Trunkenheit der Eltern ist dem Kinde nichts Neues mehr; leise, aber unaufhaltsam erstirbt im Herzen des Kindes die Scham und mit ihr die heilige Ehrfurcht vor Vater und Mutter. Und an die Gewohnheit der Eltern gewöhnt sich allmählich auch das Kind. — Aus dem Liigetmche eines Nbungsschuttehrers. 50.) Wirkung, Wirkung! In der fünften Klaffe wurde die Ballade „Der getreue Eckart" behandelt. Da wir Gedichte fchoit oft behandelt hatten, überließ ich dein Kandidaten die Behandlung. Er traf alles, „wie es im Buche steht", aber er traf nicht die Wirkung. Die Einleitung stellte ein Konglomerat von Fragen dar, nichts Ganzes, nichts Vollendetes. Biel besser wäre ein frisches Stimmungsbild gewesen. Das Gedicht wurde nicht oorgelefen, die Schüler lasen es mit viel Beschwer; es brachte eben neue Wörter. Wie anders hätte sich die Wirkung ergeben, wenn der junge Mann nach einer knappen, aber temperamentvollen Einleitung einen mustergültigen Vortrag der Ballade geboten hätte 1 Aber, es gilt immer nur den Pfeil aufs Denken, weniger den aufs Fühlen. — 51.) Wozu haken wir eine Keimat! Der Ausdruck „Getal" war zu erklären. „Was ist ein Getal?" hieß es. „Wie sieht ein Getal ans?" folgte dann, da die Definition nicht kam. Endlich mußte der Kandidat eine Zeichnung bieten. Und draußen vor dem Fenster lag das Getal. Wäre es da nicht besser gewesen zu sagen: „Seht, da drüben ist ein Getal I" 52.) !>05 Cntfmfteufein wurde an der ruf fischen Rechenmaschine entwickelt. Wie soll es da zum richtigen Begriffe führen, da ein Inhalt in keiner Weise hervortritt. Das Wort „Inhalt" setzt ein abgeschlossenes Ganzes, einen hohlen Körper voraus, dein ein bestimmtes Quantum entnommen wird. Das kann bei der Kngeltnaschine doch unmöglich bewerkstelligt werden. Daher ist sie zur Begriffsentwicklnng des Enthaltenseins nicht geeignet. Stundenbilder. 4. Der Anbau des Getreides. Von Ernst Ekler, Lehrer in Bergstadt, Nordmähren. A. Einleitung: „Die Welt wird schöner mit jedem Tag, Man weiß nicht, was noch werden mag, Das Blühen will nicht enden.“ So singt der Dichter. Ja, in der toten Natur des Winters ist es lebendig geworden. Die ganze Natur, die Vöglein im Walde, die Blümlein im Hag, sie alle jauchzen uns zu: „Der Lenz, der Lenz ist da!“ Auch die weiten Felder, die im Winter so einsam und trostlos dalagen, beginnen sich zu beleben. Der Mensch beginnt, wie schon durch Jahrhunderte hindurch, den Boden seinen Zwecken dienstbar zu machen; er fängt an, die Felder zu bebauen. Wie kam aber der Mensch auf den Gedanken, verschiedene Pflanzen, z.B.das Getreide, anzubauen? (Vortreffliche Stimmung u.Zielangabe! P.) B. Durchführung: I. Wie der Getreidebau zur Gesittung (Kultur) führte. 1. Der Mensch, der vor Jahrtausenden unser Vaterland bewohnte, führte ein unstetes Leben; denn a) seine Nahrung bildete das Fleisch erlegter Tiere. Der Reichtum an Jagdtieren in einer bestimmten Gegend nahm ab, der Mensch mußte sich neue Jagdgebiete suchen. — b) Er konnte sich deshalb keine feste Wohnung anlegen. — c) Die damals lebenden Menschen konnten sich auch nicht in größerer Zahl vereinigen, da von dem Erträgnisse der Jagd in einer Gegend nur eine beschränkte Anzahl Menschen leben kann. 2. Der Mensch hat Gelegenheit, Tiere zu beobachten, die sich von Körnern verschiedener Gräser nähren; er versucht in gleicher Weise den Geschmack. — a) Er sammelt Körner zur Zeit der Reife in größerer Menge. (Ernte.) — b) Der Vorrat reicht nicht über die schlechte Jahreszeit. — c) Damit die Ernte größer werde, steckt er einen Teil der Ernte in die Erde. (Saat.) 3. Durch diese Arbeit ist aber der Mensch schon an einen bestimmten Ort gebunden. — a) Er baut seine Wohnung in der Nähe seines Feldes. — b) Er grenzt seine Felder ab. (Besitz.) — c) Es schließen sich mehr Gleichbeschäftigte zur gegenseitigen Hilfe zusammen. (Dörfer.) — d) Bei entstehenden Streitigkeiten entscheidet der Älteste (Richter) des Dorfes. (Uranfänge des Staatenwesens.) Zusammenfassung: Dem schlichten Landmanne verdanken wir die Entwicklung der Kultur. II. Der Getreidebau. 1. Zuerst riß man die Samen ab, erntete also nur; alles andere überließ man dem Walten der Natur. 2. Erst später kam man auf den Gedanken, die Ernte durch die Saat zu vergrößern. 3. Wie stellte man das aber an? — a) Man nahm irgend einen starken Ast und wühlte die Erde auf. (Pflug.) — b) Damit nicht Vögel den Samen fressen können, damit er besser keime, machte man, nachdem man den Samen in die aufgewühlte Furche gestreut hatte, die Furche mit den Fingern wieder zu. (Finger — Urbild der Egge.) 4. Durch seine Erfahrungen beim Anbaue belehrt, verbessert der seßhaft gewordene Mensch fortwährend seine Geräte und die Art des Feldbaues. (Ast zuspitzen, unten breiter machen, Tiere zum Zuge benützen, Holzpflug, Eisenpflug, Dampf pflüg; Düngen; Fruchtwechselwirtschaft.) 5. Wie wird der Getreidebau heutzutage betrieben? (Erfahrungskreis der Kinder!) — a) Im Frühjahre (Herbste) wird das Feld zur Saat bereitet. (Wie geschieht dies?) — b) Der Landmann sät, dann eggt er. (Warum?) Moderne Sämaschinen verbinden beides. Vorteil! — c) In der aufgegangenen Saat wächst viel Unkraut. Jäten. Saatgut sorgfältig reinigen 1 — d) Das reife Getreide wird geerntet. (Nähere Ausführung durch Kinder.) III. Wozu man das Getreide weiter benützt. (Allgemein bekannt. Die Durchführung bietet den Schülern keine Schwierigkeiten.) C. Schluß: Zusammenfassung nach den drei Hauptpunkten der Gliederung: I. Wie der Getreidebau zur Gesittung führte. — II. Wie der Anbau betrieben wird. — III. Wozu man das geerntete Getreide weiter benützt. Weitere Verwertung: (Oberstufe.) 1. Lesen: Der Getreidebau. Lied der Landleute zur Saatzeit. Der Dünger. Die Fruchtwechselwirtschaft etc. 2. Aufsatz: Wie der Getreidebau zur Kultur führte. Aus dem Tagebuche eines Samenkornes. Wie das Brot entsteht. 3. Rechnen: Die Vorteile der Maschinen. Eine Sämaschine kostete 320 K; der Landwirt brauchte bisher 60 hl ä (durchschnittlich) 16 K; nun erspart er jährlich 12% des Saatgutes; Bespannung und Bedienung der Maschine kommt jährlich auf 30 K zu stehen, für Abnützung und Reparaturen werden jährlich 10% des Wertes der Maschine in Abzug gebracht; in welcher Zeit bezahlt sich die Maschine? (ln sechs Jahren.) — Buchführung des Landwirtes. (Wann und wieviel er gesät hat, Ausgaben für Arbeiter; Reparaturen, Anschaffungen, Einnahmen?) 4. Naturlehre: Die Brotbereitung. (Gären.) 5. Erdkunde: Die Verbreitung der Getreidepflanzen. Welche Länder versorgen den Weltmarkt mit Getreide? Welche Staaten müssen Getreide einführen? Schutzzölle! 6. Geschichte: Wie Kaiser Josef II. den Bauernstand ehrte. 7. Schönschreiben: Merksätze eintragen lassen 1 8. Zeichnen: Landwirtschaftliche Geräte. 9. Gesang: Lied der Landleute zur Saatzeit. Nachwort der Schristfeitung; Das vorstehende Stundenbild zeigt uns zweierle: a) Die historische Methode, b) eine vortreffliche Konzentration, die sich besonders im Abteilungsunterricht wertvoll erweist, weil sie allen Gruppen aus einem Korbe Stoff zuwirft. — Die lapidare Durchführung des Stunden-bildes sollte an Übungsschnlen nachgeahmt werden. Mein Glück. Ich zählte der Jahre zehn plus neun, da dacht’ ich mit kindlichem Sinn: „Wie will ich mich sorglos des Lebens freu’n, wenn ich einmal Lehrerin bin.“ Ich zählte der Jahre zwanzig plus drei, ich meinte mit zagendem Sinn: „Lehrerin werden — ist’s Hexerei? Nein! Lehrerin sein, ist Gewinn. Nun zähl’ ich der Jahre dreißig plus eins und denke mit stolzem Sinn: „Von allen Mädchen ist glücklicher keins als ich, die ich Lehrerin bin!“ ____________________________ Hildegard Rieger. Praktische Rechenaufgaben.1 62.) N. telegraphiert seinem Bruder: „Josef Körner, Baden. Komme sofort Vater sehr krank — Anton.“ Wieviel h sind zu bezahlen ?_ 63.) Ein Dienstmädchen bezieht monatlich 20 K Lohn und die Kost. Nach 7 Vs Monaten wird es von ihrem Vater abberufen, da die Mutter erkrankt ist und das Mädchen zur Pflege benötigt wird. Frage: Wieviel Lohn hat es durch diese Zeit erhalten? 64.) Der Beamte N. läßt seine Wäsche waschen und bügeln. (Kragen, Manschetten und Vorhemden sind in der Feinputzerei.) Die Wäscherin legt ihm den Wäschezettel vor; auf dem steht: Bettüberzug (Tuchent) 16 h, 3 Kopfpolster (ä 8 h) 24 h, 1 Leintuch 16 h, 4 Hemden (ä 16 h) 64 h, 5 Taschentücher (ä 4 h) 20 h, 5 Paar Fußsocken (ä 4 h) 20 h, 2 Handtücher (ä 6 h) 12 h. Die Wäscherin bekommt ein FUnfkronenstück; wieviel muß sie herausgeben? 65.) Der Standhofbauer hat einen Betrag von 6400 K in der Raiffeisenkasse. (Erklären!) Dieselbe gibt 4% Zinsen jährlich. Nach 4Vs Jahren nimmt der Bauer sein Geld heraus. Wieviel betragen die Zinsen? Wieviel beträgt das um die Zinsen vermehrte Kapital? Die städtische Sparkasse gibt nur 36% jährlich Zinsen. Um wieviel hätte er hier weniger an Zinsen bekommen? 66.) Gast: „Kellnerin, zahlen 1“ „Bitte sofort!“ Der Gast gibt an: 1 Suppe, 1 Schweinsbraten mit Gemüse, 2 Brote, 1 Viertel Wein. Die Kellnerin schreibt: 20 h, 1 K 60 h, 4 h, 30 h. Wieviel hat der Gast zu bezahlen? Er legt 3 K auf den Tisch. Wieviel muß ihm die Kellnerin herausgeben? ------------- . H. Kurz, Christianberg. 1 Wer Brauchbares auf dem Lager hat, möge es ehestens einliefern. Die 2. Aufl. von „230 praktische Rechenaufgaben“ ist in Sicht. Sie wird die Auslese aus den „Blättern" einbeziehen. D. Sch. Die erste Einführung in das Kartenverständnis — für Daasdorf am Ettersberge. Vom Schulleiter K. Trautermann in Daasdorf bei Weimar. (Fortsetzung.) Wie bekommt man die Schichten? Einer großen Rübe geben wir die Gestalt des Scherbelberges. Wir zerschneiden sie in genau wagrechter Richtung (über einem Brettchen weg) in gleichstarke Schichten. Am steilen Abhang sind die Schichtenränder eng, am sanften weit, nach oben werden sie kleiner. Dasselbe sehen wir, wenn wir die Schichten auf Papier abzeichnen. Wir schneiden nur eine flache, runde und drei tiefe, scharfe Mulden in die wieder zusammengesetzten Schichten, runden die Ränder mehr oder weniger ab und nehmen jene abermals auseinander. Eine Mulde gibt einen Einsprung, eine Bucht, ein Rücken einen Vorsprung, eine flache Mulde eine flache Bucht, eine tiefe eine tiefe, eine scharfe eine scharfgebogene, ein runder Rücken einen runden Vorsprung, ein scharfer einen scharfgebogenen. Umkehrung. Nun sehen wir uns die Pappschichten an.1 Sie sind gleich stark. Eine Schicht soll 25 in stark sein. Die unterste ist viereckig. In der zweiten sehen wir zwei Einschnitte, das Ilmtal; das wird tiefer, je höher wir kommen . . . Diese Schichten bilden Stufen oder Treppen, die der Rübe sind abgeschrägt. Die Treppen müßten wir mit Kitt ausstreichen. Legen wir die Schichten auf ein Blatt und zeichnen sie ab, so bekommen wir diese (Übersichts-) Karte. Was bedeuten diese engen, diese weiten Schichtenlinien ? Ja, wie zählen wir sie denn? Sie hören nicht mit dem Relief auf oder fangen nicht mit ihm an. Unser Bach fließt, fällt mit dem Asbach in die Ilm, in die Saale, in die Elbe und zuletzt ins Meer. Von da an zählt man die Schichten. Gehen wir am Wasser zurück, so müssen wir steigen, bis hierher 175 m, bis hierher, bis Großkromsdorf 200 m. Wir steigen noch dreimal 25 in bis Daasdorf, überschreiten also die 225, 250 und 275 m-Schicht. Dadurch kommen wir bis unter das Dorf. Wir müssen noch weiter steigen und schätzen die Höhe bis zur Schule auf 280 m. Gaberndorf reicht durch zwei Schichten, es wird vom tiefsten bis zum höchsten Punkte 50 in steigen. Bis zum höchsten Punkte des Ettersberges haben wir noch 200 m zu steigen; er ist also 480 m hoch. Die Meckfelder Hochebene steigt Uber 480 m, genau 491, der Kölsch 495 m. Wie liegen gegen Daasdorf: Ottstedt, Weimar, Ulla, Tröbsdorf, Hopfgarten? Sucht alle Orte auf, die gerade auf einer Schichtenlinie liegen! Man muß sehr achtgeben, daß man nicht aus einer Schicht in eine andere kommt; man muß manchmal lange suchen, ehe man die richtige wiederfindet. Wo kann man sich schneller wieder zurecht finden? Auf der, der bunten Schichtenkarte, im Maßstabe 1 : 100.000 vom Lehrer gezeichnet. Die grüne Schicht kann man nicht mit einer anderen verwechseln, überhaupt nicht die einzelnen Schichten, sie heben sich deutlich voneinander ab. Aber es wäre sehr schwer gewesen, für jede 25 m-Schicht eine, der hier gebrauchten Farben ähnliche zu nehmen, rot und blau nimmt man dazu nicht. Deshalb sind sie hier dicker, 50 m dick, genommen. Die unterste ist hellgrün, 1 Um den Schüler in das Wesen der Höhenschichten einzuführen, um ihm Gelegenheit zu geben, das Gebiet seiner Heimat auf eine seinem Können angemessene Weise darzustellen, um ihn mit der Heimat überhaupt vertrauter zu machen, gab ich die „Schichtenkarte für die Hand des Schülers, 1 :100.000, Weimar, L. Thelemann“ heraus. Wenn sie in erster Linie für Weimars Umgegend Bedeutung hat, so sei sie doch auch hier empfohlen. Ihr Preis beträgt 80 Pf. Lenzingers Kurvenrelief, das einem ähnlichen Zwecke dient, kostet 7 50 Mark. die nächste blaß(ocker) gelb, die nächste (ocker) gelb, die nächste hellbraun, die nächsten immer dunkler braun gemalt. Also je höher die Schichten liegen, desto dunkler werden sie. Auf unserem großen Relief bemerken wir nur drei Schichten, eine grüne bis 200 m, eine weiße bis 400 m, eine gelbe über 400 m. Die grüne nennen wir Tieflandschicht, die zweite und dritte zusammen Hügellandschicht, denn der Scherbelberg, der Stiefvater, der Utzberg, der Hexenberg, die ganze Meckfelder Hochebene, der Ettersberg, alles, was wir hier um uns herum Berge nennen, sind nur Hügel. Die Wandkarte von Bamberg stellt vier Schichten dar, zwei Tieflandschichten, eine Hügellandschicht und eine Mittelgebirgsschicht, ebenso die Atlaskarte von Thüringen. (Schluß folgt.) Eine Anregung. Jene jungen Anitsgenossen, die in Klassen mit Abteilungsunterricht arbeiten, werden gefunden haben, daß man sich ab und zu bei Mangel an passendem Übungs- oder sagen wir Arbeitsstoff für die indirekt beschäftigte Abteilung ertappt. Und doch ist die stille Beschäftigung im Abteilungsunterrichte sehr wichtig, hängt ja davon die mehr oder weniger erfolgreiche Tätigkeit der direkt arbeitenden Abteilung ab. Eine gute Disziplin ist die erste Bedingung eines gedeihlichen Unterrichtes. Es wäre daher gewiß wünschenswert, passenden Übungsstoff für die indirekt beschäftigte Abteilung zu sammeln und unseren „Blättern“ zu übergeben, damit sie denselben hinaustragen zum Nutzen der Schule und ihrer „Angehörigen“. Mögen die älteren Herren Amtsgenossen recht fleißig aus ihrem reichen Erfahrungsschätze schöpfen und liesbezügliche Beiträge einschicken I Die jungen Lehrer würden ihnen gewiß Dank wissen. — So könnten beispielsweise folgende Sprachübungen das ganze Jahr hindurch auf der Unterstufe Verwendung finden: Abschreiben von Sprüchen, Sprichwörtern und kurzen Abschnitten von gelesenen Lesestücken; Herausschreiben von Wörtern mit Um-, Zwie- und Doppellauten, mit ie, Dehnungs- und Lautzeichen h, mil s-ss-ß-S-St-Sp-Sch . . ., mit b oder p, d oder t, g oder k, v oder f, j, qu usw. Wörter mit mehrfachen An- und Auslauten, Aufschreiben der Wörter mit aa, ee, oo, Abschreiben der Wörter mit s-Lauten aus Lesestücken in Lateinschrift, Malen des kleinen und großen Abc des Lateindruckes, jeder Schüler malt seinen Namen, Wohnort und dergl. In Klassen mit beiden Geschlechtern: Knaben suchen Wörter mit b, Mädchen mit p aus dem Lesebuche, nächste Stunde umgekehrt. Aufschreiben von Sprüchen aus dem Gedächtnisse. Ein- und mehrsilbige Wörter, Silbentrennung, Ähnlichlautung, Hauptwörter, Ordnen nach dem Geschlechte, Zahl des Hauptwortes, Eigenschaftswortes, Zeitwortes, Veränderung des Personen-, Zahl- und Zeitverhältnisses; Schreibung der Wochentage und Monate, Knaben- und Mädchennamen, Namen der Fluren und Ortschaften in der nächsten Umgebung usw. Monatsrüstung für den Mai. Zusammengestellt von H. Rieger in Trifail-Vode. 1. „Der Unterricht in der Natur als Mittel für grundlegende Anschauung“, wie solchen Folge 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43 der „Blätter“ empfiehlt. — 2. Das 5. und 6. Gebot des Landlehrers (Du sollst die Zeit nicht töten! Du sollst nicht deinen Begierden folgen!) haben in der Frühlingszeit ganz besondere Geltung. (Folge 40.) — 3. Wer in einen neuen Berufsort kommt, lese Folge 40 nach, damit er gelegentlich seiner Besuche keinen Verstoß begehe. — 4. Hinein ins Volk! Folge 51. — 5. Winke für die „Amtsführung“ enthält Folge 51. — 6. Für Elternabende: Erziehungssünden des Hauses. Folge 63 und 64 — 7. Bodenständiger Unterricht: Naturkunde Folge 23, Naturgeschichte Folge 63. — 8. Der Lehrer als Bienenzüchter: Die Schwarmzeit. Folge 53 und 64. — 9. Unser Garten im Mai. Folge 64. — 10. Der kranke Lehrer und das kranke Kind. Folge 63 und 64. — H. Über „Schulgartenarbeiten“ in Folge 41. — 12. Über das „Duzen“ lese man in Folge 41. — 13. Wer im Unterrichte zu rasch schreitet, wird durch den Artikel „Pädagogische Gaukler“ in Folge 52 zurückgehalten. — 14. Über „Disziplin“ berichten Folge 51 und 52. — 15. „Die Mundart bat ihre Berechtigung in der Schule.“ (Folge 52.) Ratschläge für die Vorbereitung jitr Liirgerschullehrerprüfung. 31. Woröcmerkung: Nach einer mehrmonatigen Rast, die notwendig war, um die Nachhut ins Tempo zu bringen und der Wiederholung Zeit zu widmen, nehmen wir das Studium wieder auf. Es soll auf manchen, der sich nicht heranwagte oder sich in die Büsche schlug, ermunternd wirke». Wen» so viele nunmehr durch unsere ..Ratschlage" glücklich ihr Ziel erreichten, warum sollten nicht alle, die nach Höherem streben, die Warte erklimmen, von der aus man ein Heer von Hoffnungen überblickt und souverän den Stoff mustert! — a) H'üdagogiK: Friedrich Fröbel muß in der Zeit, da der Anschaulichkeit wieder großes Augenmerk zugewendet wird, besondere Beachtung finden. Ein Stück weit ist darum irgendein größeres Werk zurate zu ziehen. — Benekes Schule findet bei uns ihren Hauptvertreter in Friedrich Dittes. Seine „Schule der Pädagogik" (K 9 20) liest sich angenehm und ist insbesondere im psychologischen Teile überaus interessant. Die Beispiele sind aus der Schulpraxis gewählt und in den Erörterungen trefflich verwendet. Ich kenne nur ein Werk, das in diesem Zweige die Verbindung zwischen Theorie und Praxis so meisterhaft hcrstelll: Martigs Anschauungspsychvlogic. Da ich das Buch erwähne, empfehle ich es auch gleichzeitig. — 54. Thema: Die psychologische Fundierung des Fröbelschen Kindergartens. 55. Thema: Herbart und Dittes: Was trennt die beiden? 56. Thema: Der Kampf gegen die Herbartsche Schule. — b) Peutsche Sprache: Ein Buch über moderne Stilistik ist insvferne notwendig, als bei der schriftlichen Prüfung hinsichtlich des Aufbaues der Arbeit ein Urteil gefällt wird. Biele Kandidaten verfügen zwar über einen Schatz von Wissen, vermögen ihn jedoch nicht entsprechend zu gliedern. Dadurch ist die Ausführung des Themas in den einzelnen Teilen nicht proportional. Der Hauptgedanke wird von der breiten Einleitung verschlungen. Darum ist cs auch gut, Thcmensammlungen dnrchzngehen, d. H. zunächst einen Titel zn lesen, aus eigenem die Durchführung zu skizzieren und sie sodann mit jener im Buche zn vergleichen. Empfohlen werden folgende Anleitungen: 1. Stilistik und Poetik vvn Zeynek und Meixner? 10. Aufl. Preis K 3 60. 2. Neue Materialien zu deutschen Stilübnngen vvn H. Normann. 1. und 2. Teil. K 8. Ein vorzügliches Werk, das geeignet ist, in manche Kapitel der deutschen Literatur trefflich einzuführen. — c) Geschichte: Ein beliebtes Prüfungskapitel bildet der „Wiener Kongreß", was voraus ging und was ihm folgte. Es wird gut sein, sich eine Kartenskizze anzuferligen, um die Veränderungen entsprechend zu vermerken. — Wir rücken bis zum Jahre 1848 vor u. zw. indem wir den Zeitraum vvn 1815—1848 synchronistisch darstellen, d. H. unter paralleler Führung der Geschichte mit Bezug auf die verschiedenen Staaten. — 48. Thema: Welche Ereignisse und Bestrebungen führten zur französischen Revolution? 49. Thema: Napoleons Staatengründnngen. 50. Thema: Die Wirkungen des Wiener Kongresses. — d) Geographie: Methodische Bücher, die nebenbei den Stoff klären und wiederholen, sind mit Bezug auf Österreich jene von Rusch und die Stoffsammlungen von Doiwa und von Maierl, neu bearbeitet von Hyden (Verlag Enserer in Leoben, Stm.). — 38. Thema: Die Industrie der Alpenländcr. 39. Thema: Naturdenkmäler der Mumuchic. 40. Thema: Alpen und Sudeten — ein Vergleich. 41. Thema: In welchen Zweigen ist Österreich ans dem Weltmärkte hauptsächlich vertreten? 42. Thema: Die Bedeutung der Tauernbahn. 43. Thema: Durch welche Teile der Monarchie flutet der Völkerstrom? Warum? — e) Naturgeschichte: Wieder ist der Lenz erwacht, wieder erwachen auch wir zum Studium der Naturgeschichte im reichsten Kabinett: draußen im Freien. Während es uns anfänglich (Vgl. die Folgen 42 und 431) darum zu tun war, zunächst all die lieben Boten auf der Wiese und in den Zweigen mit dem rechten Namen rufen zu können, und wir ein Jahr später bereits wußten, in ivelche Klasse, in welche Unterordnung sie gehören, wie ihr Dasein verläuft, wie ihr Bau dementsprechend eingerichtet ist, nehmen wir jetzt wieder das Einzelwesen, jedoch als Rekapitulation und in seiner Stellung zu den übrigen Objekten. Also die Junge'sche Methode! Sic führt uns zur Gruppierung des Stoffes. Öhite Lupe gibt es keinen Gang ins Freie, denn allenthalben soll die Anatomie gewichtig in die Wagschale fallen. — In der Maturtehre und Mathematik kann mit Rücksicht aus die empfohlenen Werke eine weitere Anleitung an dieser Stelle unterbleiben. Die einzclnenen Abschnitte in den empfohlenen Büchern müssen gründlich durchgearbeitet, die Aufgaben durchwegs gelöst werden. Es wäre schlimm, wenn mau der Übung vergäße. Sosehr die beiden Gegenstände an das Denken appellieren, so liegt mit Bezug auf die Prüfung doch ein Großteil des Erfolges in der praktischen Betätigung. — 1 Alle angegebenen Bücher können durch die Buchhandlung Kleinmayr und Bamberg in Laibach bezogen werden. Lose Gedanken. 17. Und wieder über das Dividieren durch Dezimalzahlen. So oft diese „Frage“ auch schon erörtert wurde, jedesmal rief sie einen lebhaften Meinungsaustausch hervor. Fast jeder Lehrer, der mit der Sache in die Öffentlichkeit tritt, zeigt einen anderen Weg zu demselben Ziele. Ich glaube nicht irre zu gehen, wenn ich behaupte, daß jeder Lehrer seine Methode für die beste hält. Auch ich habe mir einen Weg ausgeklügelt und schmeichle mir, gegründet auf langjährige Erfahrung, mit dem Gedanken, daß sich darauf ganz gut fahren läßt. Es leitete mich dabei der Grundsatz, die Rechnung muß so durchgeführt werden, wie sie angeschrieben dasteht (also ohne Umformung). Als Leitsätze dienen die folgenden, auf anschauliche Weise von Geld, Maß und Gewicht gewonnenen Regeln: 1. Eine Stelle durch Einer dividiert, gibt dieselbe Stelle. 2. Eine Stelle durch Zehner, Hunderter, Tausender . . . dividiert, gibt den zehnten, hundertsten, tausendsten . . . Teil. 3. Eine Stelle durch Zehntel, Hunderttel, Tausendtel . .. dividiert, gibt das Zehn-, Hundert-, Tausendfache. Diese Sätze sowie jene, wo ich den zehnten, hundertsten, tausendsten . . . Teil, das Zehn-, Hundert-, Tausendfache zu suchen habe (um 1, 2, 3 Stellen rechts, links) müssen sozusagen in Fleisch und Blut übergehen, wobei ich jedoch durchaus nicht auf das Stelleneinmaleins (Festhalten im Gedächtnisse) denke, sondern auf sichere Fundierung durch Verständnis der Sache. Dies vorausgesetzt, gibt auch die „verzwickteste“ Rechnung keine Schwierigkeit. Einige mechanische Kniffe, die sich der Schüler durch Übung zum unverlierbaren Eigentum macht, helfen zur raschen Lösung. Beispiel zur ersten Regel: 130-8 : 6'5 = . . * Zuerst wird bestimmt, welche Ziffern des Divisors und des Dividenden aufeinanderkommen. Im vorliegenden Falle: 6 kommt auf 13. Um den Augen einen festen Halt in der Ziffernreihe zu geben, lasse der Lehrer (wenigstens anfangs) diese Ziffern unterstreichen. Nun folgt die Bestimmung der (höchsten) Stelle des Quotienten und zwar: Zehner durch Einer gibt Zehner. Das Gefundene wird durch Punkte markiert und dann wird ohne Rücksicht auf die Dezimalen dividiert wie durch eine ganze Zahl. Beispiel zur zweiten Regel: 0 48 m3 : 72 2 = 0 00 7 kommt auf 48. Hunderttel durch Zehner gibt Tausendtel. Anfängliche Hilfeleistung dabei: Frage: Was erhält man, wenn man durch Zehner dividiert? Antwort: Wenn man durch Zehner dividiert, erhält man den zehnten Teil. — Was ist der zehnte Teil der Hunderttel? ... Tausendtel (oder: Wo steht der zehnte Teil? ... um eine Stelle rechts). Beispiel zum dritten Satz: 0.604 kg : 0 042 kg — . . ' 4 kommt auf 6. Zehntel durch Hunderttel gibt Zehner. (Hilfeleistung ähnlich wie bei 2.) Zur tüchtigen Übung im Bestimmen der höchsten Stelle des Quotienten lasse man bei einer passenden Rechnung mehrfach bestimmen; z. B.: 1836 728 : 112 3 = . . • 1 kommt auf 1. Tausender durch Hunderter gibt Zehner. 11 „ „ 18. Hunderter „ Zehner „ „ 112 „ „ 183. Zehner „ Einer „ „ 1123 „ „ 1836. Einer „ Zehntel „ „ Durch derartige Übungen kommen die Schüler begreiflicherweise bald auf die List, die Bestimmung bei Divisionen (mit Ganzen immer mit den zusammengefaßten Einern vorzunehmen, weil diese Art der Bestimmung am leichtesten und schnellsten gelingt. (1. Satz.) Ein Fehler wird erfahrungsmäßig bei meiner Methode häufig gemacht, nämlich der, daß der Schüler, versucht durch die Voraussetzung: 1 (Divisor) kommt auf 1 (Dividend) — sieh vorstehende Rechnung! — leicht verleitet wird, die Bestimmung nach derselben Reihenfolge verkehrt vorzunehmen, indem er sagt: Hunderter durch Tausender gibt Zehntel. Dem ist jedoch, insbesondere bei angewandten Aufgaben, durch Vorerwägungen über das annähernde Resultat leicht vorzubeugen. Karl Fuchs, Lehrer in Abstetten. Lebensbilder. 7. Zuerst vom Lernen I In der Anstalt lernte ich nur das, was mir Freude machte, was mir interessant erschien. Ein Gesangsquartett, das mich mit lustigen Kameraden vereinte, nahm meine ganze freie Zeit in Anspruch. Also ein lockerer Vogel, den Kopf mit Übermut, mit lustigem Sing Sang erfüllt. Das Reifezeugnis fiel indes trotzdem gut aus und ich erhielt als erster eine Stelle. Ein schöner Marktflecken mit einer fünfklassigen Schule mitten im Gebirge ward meine neue Heimat. Mit den besten Vorsätzen trat ich vor meine ersten Schüler. Bald mußte ich erkennen, welche Lücken in meinem Wissen klafften. Da fing ich an, ernstlich zu arbeiten. Täglich saß ich bis in die sinkende Nacht bei den Büchern und bereitete mich schriftlich auf den Unterricht vor. Am Wirtshaustische war es mir eben bald unheimlich geworden. Mein einziger Umgang war mein Stubengenosse, ein älterer Kollege, der einst Theologie studierte, und der Kaplan des Ortes, ein liebenswürdiger Priester. Nichts störte unser Einvernehmen. Themen politischen Inhaltes kamen nie zur Sprache. Dazu wäre ich wohl auch noch zu unverständig gewesen. Was kann ein 20jähriger von Politik verstehen! Einige Kollegen schalten mich Streber. Ich ließ sie zetern und arbeitete weiter. Bald fühlte ich mich in der Klasse sicher. Der Lehrbefähigungsprüfung folgte bald die Bürgerschulprüfung; damit begann die Zeit des Höffens. Die Schule und meine Bücher hielten mich gefangen. Ich fertigte fleißig Lehrmittel an, sammelte Geld für ein schönes Skioptikon und veranstaltete mit meinem neuen Oberlehrer Vortragsabende, die viel Geld brachten und so das Schularsenal füllen halfen. Da kam eines Tages der neue Be/irks-schulinspektor. Die Inspektion verlief ausgezeichnet. Noch waren die Hefte vorzulegen. Da entdeckte der Herr Inspektor, daß ich eine Aufgabe, die nach dem Aufgabenkalender am 6. zu geben war, erst am 8. gegeben hatte. Nun gab es Vorwürfe. Mit Tränen in den Augen rannte ich ohne Gruß davon. Bei einer Kollegin erleichterte ich mein Herz.1 Es war das erstemal, daß jemand meine Arbeit getadelt hatte. Der Glaube an das Ideale meines Berufes drohte zusammenzubrechen. Das liebevolle Zureden meines Oberlehrers richtete mich jedoch teilweise wieder auf. Der Vorfall sollte aber für mich noch verhängnisvoll werden. Jedes Gesuch, das ich absandte, trug den Todeskeim in sich; es war von folgender Qualifikation begleitet: Bewerber ist ein berufseifriger Lehrer, erzielt gute Unterrichtserfolge, ist stets auf seine Fortbildung bedacht, weist aber in seinen schriftlichen Arbeiten Nachlässigkeit auf. Das 50. Gesuch, das mit einem abschlägigen Bescheide zurückkam, gab den Anlaß zu einem Jubiläum. Mein Idealismus blieb mir trotz alledem. Im Orte war ein Arbeiter-Bildungsverein ohne jede politische Tendenz. Lauter ältere, ruhige Leute. Zufällig bekam ich die Vereinsbibliothek zu Gesichte. Es fehlte die verständige Hand. Blutige Schundromane, nichtssagende populäre Schriften wurden um teures Geld erworben. Ich richtete die Bibliothek neu ein und stellte ein Verzeichnis zusammen, das auch für gute Neuanschaffungen sorgte. Im Nu war die Intelligenz des ganzen Ortes in dem Vereine, um guten Lesestoff ausborgen zu können. Diese Wirkung hatte niemand erwartet. Aber es begannen die Maulwürfe zu arbeiten. Bald hieß es, daß ich ein erbitterter Sozialdemokrat sei. Wie an einem Chamäleon hatte man an mir den prächtigsten Farbenwechsel konstatieren zu können geglaubt. Da kam meine Versetzung In einem weit entferten Orte wurde ich zum Fachlehrer ernannt. Ich mußte meinen schönen Bergen ade sagen. Für mich war im Lande kein Platz, weil ich zu treu an Idealen gehangen und dabei die kluge Berechnung vergessen hatte. Wachbemcrliung; Kam der Inspektor nicht ein zweites- und ein drittesmal? Fand er da die Hefte nicht besser? Es ist nicht anzunehmen, daß ihn der geringsiigige Mangel bestimmt hätte, Sie so hart zu strafen. Wären Sie doch zu ihm gegangen! Es spielt manchmal soviel ins Amt hinein, daß der mit Akten Umgürtcte nicht immer Zeit findet, bei einem kurzen Besuche die Persönlichkeiten hcrauszuschälen. Wer sich im Recht glaubt, muß das Recht erstreben. D. Sch. 1 — und verlor es. Stimmt das? D. Sch. Volkslied und Lehrer. Von Prof. Eduard Burger in Innsbruck. Das Schönste ward gedichtet Von keines Dichters Mund, Kein Denkmal ist errichtet, Kein Marmor tut cs kund. Es hat sich selbst geboren, Wie eine Blume sprießt, Und wie aus Felsentoren, Ein Brunnquell sich ergießt. Rückert. In weltverlorener Einsamkeit liegt das friedliche Dörflein der Bergbauern. Über ihm dunkeln die Wälder hin zu leuchtenden Firnen, unter ihm gischten die Wässer der schäumenden Ache. Nun versinket die Sonne. Der Scheidenden bieten purpurnen Gruß die schneeigen Häupter. Doch bald kreucht der Abend die östlichen Hänge hinan und in der Tiefe brauen die Nebel. Da schreitet den Dorfweg entlang ein munteres, herziges Ding. Blau ist des Dirndels Auge wie der Enzian im Blond seines Haares und in der Hand trägt es ein farbenprächtiges Sträußchen, gepflückt auf den Matten der Berge. Die es grüßt, die grüßen es wieder und ein jedes im Dorfe kennt das schelmische Mägdlein: es ist das Volkslied des Älplers. Der Älpler, der bodenwurzelnde Sohn der Berge, liebt sein Lied. Doch wie lange noch? Drüben im Wirtshause an der Heeresstraße, da thront schon und macht sich breit die schamlose Buhlerin, die feile Metze aus den Kneipen der Stadt. Verabschiedete Soldaten haben sie mit sich geschleppt, aus der Fremde heimgekehrte Arbeiter sind ihre trunkenen Sklaven. In das widrigsüße: „Küssen ist keine Sünd’“ gröhlt hinein das urblöde Lied mit dem hundertfachen Kehrreim: „Jesas na“, unter das läppische: „Trink’n wir noch ein Tröpferl“ mengt sich brüllend das unsäglich rohe: „Radibua riach zu dein Ban, das is in Weana sein Schan.“ Und es kommen die Bauernburschen und hören und staunen und — lernen. Wer aber dem gemeinen Zotenliede, dem frechen Gassenhauer sich ergibt, der ist dem schlichten Volksgesange verloren für immer. Ohne das Volkslied kein Gemüt. Verdorrt das eine, so stirbt das andere. „Die ganze Stufenleiter der Empfindungen — von dem stillen, feierlichen Ernst, den die Betrachtung der Natur einflößt, von der Wehmut, die, überfließend von Seligkeit, uns in schauerlicher Einsamkeit, am Spiegel der Seen befällt, oder am Abhange grüner Wiesenmatten, von denen der Blick über nachglühende Felsenzipfel schweift, bis zur laut aufjauchzenden Lust und Kraft; von der innigsten Vertrautheit, von Liebessehnsucht bis zum heitersten Getändel, zum kecken Spott und Trotz — findet in höchst bezeichnenden Übergängen den wahrsten Ausdruck in unseren Volksliedern.“1 Das Volkslied, das als treuer Ausdruck des Empfindungslebens uns froh und glücklich gemacht, soll uns bleiben. All die Liedlein und Schnadahüpfeln, die Jodler und Juchezer, die „Tanzei“ und Gassisprüche sind ein Teil unseres Nationalgutes. Wer sie vor dem Vergessen rettet, indem er sie niederschreibt und die Niederschriften der berufenen Sammelstelle2 überweist, wirkt als Erhalter des völkischen Besitzes. Niemand aber ist berufener hiezu als der Lehrer, so er ein Mann des Volkes ist. Ungezwungen und ungesucht3 verkehrt er mit Grasmädchen und Geißbuben, mit Hirten und Sennerinnen, mit Jägern und Förstern, mit Bauern und Kleinbürgern. Ihm wird in feuchtfröhlichem 1 Spann, „Das österreichische Volkslied“. 2. Auflage. Wien 1896, Deutscher Volksgesangverein. Seite 13. 2 Das k. k. Ministerium für Kultus und Unterricht hat unter dem Titel: „Das Volkslied in Österreich“ eine Sammlung der gesamten Volksdichtung und Volksmusik, nach Sprachgebieten gesondert, eingeleitet. Einsendungen sind zu richten an Prof. Dr. Pommer, Wien, XII/1, Schönbrunnerstraße 282 (für Steiermark); Bergrat Kronfuß, Wien, III., Heumarkt I (für Niederösterreich); Uni-versitätsprof. Dr. Much, Wien, XIX., Prälaienkreuzgasse 4 (für Oberösterreich und Salzburg); Uni-versitätsprof. Dr. Wackerneil, Innsbruck, Falkstraße 7 (für Tirol und Vorarlberg); Prof. Dr. Lessiak, Freiburg in der Schweiz (für Kärnten); Prof. Dr. Tschinkel, Prag, III., 600 (für Gottschee); Uni-versitätsprof. Dr. Häuften, Prag-Schmichow 250 (für Böhmen); Musiklehrer Götz, Brünn, k. k. deutsche Lehrerinnen-Bildungsanstalt (für Mähren und Schlesien). Von den Sammelstellen kann auch die Broschüre: „Anleitung zur Sammlung und Aufzeichnung; Fragebogen“ bezogen werden. 3 Pommer, „Über das älplerische Volkslied und wie man es findet“. Wien-Leipzig 1908, Robitschek. Kreise kund, was Wirt und Wirtin, Bergführer und „Kellnerin“ niemals dein neugierigen Ohre des Fremden preisgeben. Und er sollte auch immer ein Könnender sein. Die Lehrerbildungsanstalt, welche ihre Zöglinge nicht anleitet, Mundart und Volksmelodie aufzufassen und in rascher Niederschrift festzuhalten, macht sich eines schweren Versäumnisses schuldig. Allein damit, daß man die lebensfrischen Gesänge des Volkes sammelt und in dickleibigen Bänden aufzeichnet, ist nicht alles, bei weitem nicht alles getan. „Nicht gesungene Volkslieder sind halbe Volkslieder oder gar keine“, sagt Herder. Hegen soll man den Volksgesang, wo er noch lebt, im Kreise und Lebensverhältnisse soll er verpflanzt werden, woselbst man seine bescheidene Schönheit nicht kennt oder verkennt. (Schluß folgt.) Lesefrüchte. Franz Rosen: Erlöse uns von dem AlltagI Jede richtige Mutter muß selbstlos sein. Man kann nicht von zweien dasselbe verlangen, noch zwei mit gleichen Maßen messen. Ein jeder lebt nach eigenen Gesetzen und hat seinen besonderen Gerechtigkeitsspruch. Ob das, was wir erleben, einen wertvollen Inhalt hat oder nicht, das kommt weniger auf das Leben an als auf uns selber. Das Maß des Glückes richtet sich nach dem Maß der Schmerzen bei allen, die beides zu empfinden imstande sind. Manch einer trägt große, tiefe Sehnsucht durch sein ganzes Leben, bis er siech und matt oder groß und stark davon wird. Baronin Heyking: Briefe, die ihn nicht erreichten. Es wäre schon Glück, auch nur mit leiden zu dürfen. — Was soll man glauben? Ach, man glaubt ja bis zuletzt immer, was des Herzens heißester Wunsch ist. Es ist ja immer alles im Leben anders, als man es sich dachte, — nie schöner. Leiden ist das Übel, Tod nur Ende und Erlösung. A. H. von Eckhel: Im Karst. Mit klopfenden Pulsen durchs Leben gehen und niemals, niemals ermatten, und müßtest du auch beiseite stehn, verdrängt und darbend im Schatten; nur wahr’ dir im Geiste die stolze Kraft, die sich am Schönen erhebt, und wahr’ dir im Herzen die Leidenschaft, die ringet, die wirket — die lebt. F. Bodenstedt: Wer über andre Schlechtes hört, soll es nicht weiter noch verkünden; gar leicht wird Menschenglück zerstört, doch schwer ist Menschenglück zu gründen. Der Welt mehr geben, als sie uns gibt, die Welt mehr lieben, als sie uns liebt, nie um den Beifall der Menge werben, macht ruhig leben und selig sterben. Ms dem Eehreralbum. 37. Er ist genial veranlagt, er hat Prüfungen über Prüfungen abgelegt, er führt eine gute Feder, er genießt den Ruf eines tüchtigen Lehrers: er war zu Großem berufen. Nun hat er es erreicht, aber ungestüm schreitend über die Leichen der Kollegen. In jungen Jahren steht er auf der Höh', doch verachtet von den Amtsgenossen, allein, im Schatten einer unschönen Tat. Das Schülerbuch. (Schluß.) Welche Kämpfe hat manches Gcbirgskind mit Schneesturm und Regenschauer zu bestehen, bis es endlich nach ein- oder zweistündigem Marsche, ganz durchnäßt, das schützende Dach des Schul-hauses erreichtI Welchen Opfermut, welche Entsagung, welche Anhänglichkeit an Schule und Lehrer beweist ein solches Kind, wenn es trotz der Unbilden fleißig zur Schule kommt! Solch außergewöhnliche Vorfälle im Kindesleben sollen ihr Denkmal im Schülerbuch finden. Ebenso sollen besondere Fälle von Ehrlichkeit, Sparsamkeit, Eltern- und Geschwisterliebe, von Liebe zur Tierwelt, hervorragender Fleiß oder besondere Befähigung im Schülerbuche verzeichnet werden. Kommt sodann im Laufe der Jahre eine Anfrage über die Charaktereigenschaften eines ehemaligen Schülers, über sein Verhalten in der Schule oder seinen Mitschülern gegenüber, so kann auf Grund der Angaben des Schülerbuches erschöpfende Auskunft gegeben werden, während der Katalog mit seiner „Sittennote“ nur geringen Aufschluß bietet. Gerät ein Schüler, der sich in der Schule in sittlicher Beziehung die volle Zufriedenheit seiner Lehrer erwarb, nach der Entlassung aus der Volksschule durch üble Gesellschaft mit dem Strafgesetze in Konflikt, so können die Angaben des Schülerbuches für ihn von großem Werte sein, denn ein menschenfreundlicher Richter wird ihn auf Grund seines tadellosen Verhaltens in der Schule milder beurteilen, seinen Fehltritt mehr als die Folge des üblen äußeren Einflusses auffassen und vielleicht von einer strengen Bestrafung ganz absehen. Nachfolgend einige Beispiele von den 243 Charakteristiken in unserem Schülerbuche: 6. Name und Alter des Zöglings:........................ 1. Mai 1891, Mitterberg. Physisches: Gut entwickelt. Psycholo- gisches: Intelektuell vorzüglich veranlagt, dabei von mustergültigem Fleiße. Alle Arbeiten werden mit größter Sorgfalt angefertigt und beweisen die Strebsamkeit der Schülerin. Ist auch bei den Gartenarbeiten sehr rührig. Gehorsam und ungemein anhänglich. — Ein Musterschulkind. — Persönliches: Versäumt äußerst selten einen Unterrichtstag. Ist stets nett gekleidet und hält alle Lernmittel sehr rein. Tochter evangelischer Bauersleute, die sich sehr für die Fortschritte ihres Kindes interessieren. 116. Name und Alter des Zöglings: ..........., 6. Juni 1896, Mitterberg. Physisches: Körperlich gut entwickelt; leider betätigt er seine Kraft oft auch in unerwünschter Weise gegenüber seinen Mitschülern. Psychisches: Geistig mittelmäßig veranlagt. Zeichnet sich durch Zügellosigkeit und Ungehorsam, Hang zur Gewissenlosigkeit in Erfüllung seiner Pflichten aus, ist überdies sehr faul, lernt und kann sehr wenig. — Wird durch seine Unruhe äußerst lästig, läßt sich nur schwer und durch viele Ermahnungen und Strafen abhalten, allerlei Vergehen gegen die Schulordnung (Umdrehen, Tändeln, Reden) selbst unter den Augen des Lehrers zu begehen. Hat zu Hause nie folgen gelernt; wenn auch die Eltern behaupten, ihn oft zu strafen, so geben sie doch zu, daß er sich auch zu Hause um die Befehle der Eltern nicht kümmert. Muß unablässig überwacht und angetrieben werden. Schriftliche Arbeiten schmierig und schleuderhaft. Lehrer Preiß 1906. — Stört nur mehr selten. Auch seine Lernerfolge sind bessere; wird er wegen eines Vergehens ausgezankt, so ist er renitent und brutal; droht man ihm mit der Verständigung der Eltern, so lenkt er alsbald ein und wird anständig. Der Hang zur Unreinlichkeit, Nachlässigkeit, Schleuderhaftigkeit steckt noch immer in ihm. Juni 1908. Hat sich nunmehr so gebessert, daß volle Hoffnung vorhanden ist, der Schüler werde ein braver, tüchtiger Mensch werden. Er stört nur mehr selten, schreibt seine Aufgaben rein, lernt gern mit und benimmt sich in und außer der Schule anständig. 29. April 1909. Wamprechtsamer. Persönliches: Ist ein lediges Kind des Wasenmeisters der jedenfalls von Erziehung keine blasse Ahnung hat, denn seine einzigen Erziehungsmittel scheinen der Stock und Ohrfeigen zu sein. Auch wurde der Knabe im Sommer 1907 nächtlich von einem Gendarm mit seiner Schwester ertappt, wie beide Kinder auf dem Felde des Herrn Kartoffeln stahlen, um sie daheim zu braten. 31. Oktober 1907. Wamprechtsamer. 118. Name und Alter des Zöglings:........... 15. April 1897, Wien. Physisches: Normal ent- wickelt. Psychologisches: Gut veranlagt, gehört zu den begabteren Schülern der Klasse. Ist von Haus aus wohl erzogen, artig und gefällig. Zeigt im allgemeinen Lust zum Lernen, macht gute Fortschritte, verrät aber Hang zur Flüchtigkeit und ist nicht ganz verläßlich. Rechtschreiben ist seine schwache Seite; kann unglaublich nachlässig sein, bessert sich in letzter Zeit. Beim Rechnen zeigt er manchmal eine arge Denkfaulheit, obwohl er ganz gut kopfrechnen kann. Preiß 1906. Ein lustiger Bursche, ohne Sorgen; den ganzen Tag voll toller Einfälle, die man ihm meistens verzeihen würde, wenn nicht seine vorlauten Redensarten dabei wären. Eine Karte an die Zieheltern tut indes sofort ihre Wirkung. Die Leistungen sind durcligehends gut, zuin Teile sogar sehr gut, z. B. aus dem Rechtschreiben. Persönliches: Sein schnippisches Benehmen ist tadelnswert; wenn er sich dasselbe nicht abgewöhnt, so wird es ihm in seiner Lehrzeit manchen Verdruß bringen. Muß auch fortwährend beobachtet werden, denn er ist stets zum Lachen und Stören aufgelegt. Juli 1909, Wamprechtsamer. — Hat sich in jeder Hinsicht gebessert; wird ein braver Geschäftsmann werden. Dezember 1909, Wamprechtsamer.“ Weit entfernt davon, zu glauben, daß die Anlage unseres Schülerbuches mustergültig sei, hoffe ich doch, allen Kollegen, die sich für die Sache interessieren, eine be cheidene Anregung gegeben zu haben, wie die von uns gemachten psychologischen Wahrnehmungen in geeigneter Weise für spätere Zeit festgehalten werden können. Wir leben in einer Epoche ungeahnten wirtschaftlichen Aufschwunges und mehr denn je dringt die Erkenntnis das Wertes einer guten Schulbildung in die Massen; und gerade deshalb dürfen wir die moralische Entwicklung unserer Jugend nicht hinter der geistigen Zurückbleiben lassen. Es ist gewiß für jeden Schüler ein schwerer Schaden, wenn er sich in der Volksschule nicht jene Kenntnisse anzueignen imstande war, deren er als Vorbedingung zur Ausübung seines künftigen Berufes bedarf. Noch schwerer aber ist der Schade, wenn der Schüler entlassen werden mußte, ohne jenes moralische Fundament in der Brust zu haben, dessen er im Leben nie und nimmer entbehren kann. Bei den reichen Bildungsmitteln der Gegenwart, die in Stadt und Land zu Gebote stehen, ist es jedem Menschen möglich, Lücken in seinem Wissen auszufüllen; moralische Mängel sind in der Regel aber nicht mehr zu beheben, sie werden oft noch ärger, bis endlich der strafende Arm des Richters „Halt“ gebietet. Die oft zitierten Worte des alten Renan sind eben immer von neuem Werte: „Die Erziehungsfrage ist für die jetzige Gesellschaft eine Frage des Lebens oder des Todes, eine Frage, von welcher die Zukunft abhängt.“ Und was der Psychologe Lindner sagt, wird — bei aller Wertschätzung von Kunst und Wissenschaft — ebenfalls Geltung haben bis an das Ende aller Tage: „Nicht, was der Mensch weiß, sondern, was er will, entscheidet über seinen Wert oder Unwert, seine Macht oder Ohnmacht, seine Seligkeit oder sein Unglück.“ Oberlehrer Fr. 8. Wamprechtsamer in Gröbming, Steiermark. Die Bewertung. „Ihr sollt ja für das ganze Leben Gebildet werden und müßt wissen, Wie Ihr Euch zu benehmen habt, Muß in der Nähe jemand niesen!“ So sagt da Lehra zu dö Kinda Und fangt halt an iatzt zum Erklär’n: „Gibt’s der Zufall, muß wer niesen Und wollt ihr da nicht ausglacht werd’n, So gilt für den gewöhnlichen Menschen, Daß man da sagt schnell: Helf uns Gott. Doch bei feiner’n, höher’n Leuten, Da tun schon andere Regeln not. Hier sagt man: ,Zur Gesundheit' dann. Und soll’s sich gar einmal zutrag’n, Daß ganz wer Hoher niesen muß, So müßt ihr: ,Zur Genesung' sag’nl“ — Ha—tschie! jetzt reißt’s ’n Lehra selba. Ha—tschie! und nu amal, sappralotl Die ganze Klass’ schreit jetzt auf einmal, Wia auf Kommando: „Helf uns Gott.“ Eingesendet von Alexander Scheiblbrandner. Die lüecbselrede. Zur 12. Krage. (Notenstngen in der Landschule oder nicht?) 16. Urteil. Lehrerin F. Moll in Dornbirn, Vorarlberg. Nach meiner Ansicht gibt es für das Notensingen in der Landschule keine Zeit. Man denke sich eine einklassig-gemischte Volksschule, welche bei uns für die dritte Altersstufe mit Allerheiligen beginnt und mit Georgi schließt. In diesen wenigen Wochen muß das Kind mit allen für das Leben notwendigen Kenntnissen ausgerüstet werden. Da heißt es, mit der Zeit sehr haushälterisch umgehen und alles Unnötige ausschalten. Dazu rechne ich auch das Notensingen. Statt der zeitraubenden Notenkeilerei lerne man mit den Kindern doch lieber echte Volkslieder! Ich kenne viele Orte, wo die der Schule entlassenen Kinder nicht ein einziges Lied singen können. Die Hauptschuld trifft wohl das Elternhaus. Früher wurde in den Familien gesungen und die Kinder brachten schon von Haus aus mehr Freude und Lust zum Gesänge in die Schule mit. Auch wurden dadurch die im Kinde schlummernden musikalischen Anlagen im Elternhause geweckt. Fragt man heute die eintretenden Kinder, welche von ihnen daheim schon gesungen haben, so antworten die meisten mit „ich nicht“. Von 40 Schulkindern meiner Klasse konnte ein einziges Mädchen bejahend antworten und, als ich nach dem „Was“ forschte, sagte es ganz naiv: „Diandl, laß die liabn“. Ein anderer Grund, warum bei uns der Gesang in der Schule nicht so gepflegt wurde, wie er es verdiente, mag auch der Mangel an einem passenden Liederbuche gewesen sein. Die verschiedenen Liederqellen enthalten viel zu wenig Volkstümliches. Diese Lücke ist nun für unsere Schule beseitigt, u. zw. durch das vom k. k. Bezirksschulinspektor J. Steger herausgegebene „Tiroler Liederbuch“, das originelle, echte Volkslieder enthält, die von jung und alt gerne gesungen werden. Mit solchen Liedern laßt uns die Kinder ausrüsten, damit das echte deutsche Volkslied wieder Eingang finde in die Familien und ein sangesfrohes Geschlecht heranwachse! Zur 13. Krage. (Soll den Eltern der Zutritt zum Unterrichte zeitweise gestattet werden oder nicht?) 32. Urteil. Schulleiter J. Brandstätter in Rohrendorf, N.-Ö. Nein! Das niederösterreichische Schulaufsichtsgesetz vom Jahre 1904 berechtigt sämtliche Mitglieder des Ortsschulrates, Bezirksschulrates und Landesschulrates zur Inspektion der ihrem Wirkungskreise unterstellten Schulen. Die genannten Behörden, insbesondere der Ortsschulrat, bestehen größtenteils aus „Eltern und Nichtlehrern“ und ist somit einer großen Zahl von Laien die Gelegenheit geboten, die Arbeit des Lehrers genauer kennen zu lernen. Überdies werden durch die nach sechs Jahren wiederkehrenden Neuwahlen immer neue Personen zu diesen Ämtern berufen. Und der Erfolg? Er möge statistisch nachgewiesen werden. Nicht der Schäden wegen, die hieraus erwachsen könnten, sage ich „Nein!“, sondern darum, weil der Lehrer in der Schule nicht zum Schaubudenbesitzer herabsinken darf: „Hereinspaziert, meine Herrschaften!“ und denkende Menschen möglichst wenig Erfolgloses vertreten und unternehmen sollen. Zur 16. Krage. (Schulsparkasscn oder nicht?) 5. Urteil. Lehrer Franz Hollwöger in Grundlsee, Steiermark. Man sollte es nicht für möglich halten, daß diese Frage seit den rund 35 Jahren ihres Auftauchens noch nicht endgültig abgetan ist. Schon im Jahre 1875 hat der Grazer Lehrerverein auf einen wohlbegründeten Vortrag des Amtsbruders Spork hin sich gegen die Einführung von Schulsparkassen entschieden. Desgleichen tat im selben Jahre der weitere Ausschuß des deutsch-böhmischen Landeslehrervereines und die amtliche Lehrerversammlung für den Bezirk Feldkirch in Vorarlberg u. n. a. Es könnte eingewendet werden, seit der Zeit hätten sich die in Betracht kommenden Verhältnisse eben wesentlich geändert. Zugegeben! Doch der wahre Grund zur Wiederaufnahme dieser Frage scheint mir nicht darin zu liegen, sondern vielmehr in der Anregung der neuen Sch. u. U. O , die sich des Schlagwortes „Schulsparkassen“ nebst zahlreichen anderen dazu bedient, um sich ein Mäntelchen umzuhängen. Natürlich gibt es nun Leute, die voll Begeisterung sind und die" Anregung ohneweiters in die Tat umgesetzt wissen wollen. In ihrer Begeisterung sehen sie nur „einige Nachteile“. Ja, nicht nur das! Sie übersehen das Bessere: die Heimsparkassen! „Wo findet sich geschwind eine Sparkasse, die ganz kleine Beträge von wenig Hellern annimmt?“ ruft der Verfasser des 1. Urteiles aus. Antwort: Heute schon in den meisten Orten, weil die Einführung der Heimsparkassen sehr rasch vor sich gegangen ist. Das Wesen dieser Einrichtung kann ich wohl als bekannt voraussetzen. So behaupte ich kühn: Nicht die Schulsparkasse ist die beste Sparkasse für das Kind, sondern die Heimsparkasse. Sie nimmt jeden einzelnen Heller an und von erziehlichen Nachteilen, wie sich solche in schwerster Art bei Einführung der Schulsparkassen einstellen würden, kann hier keine Rede sein. Meine Behauptung von den erziehlichen Nachteilen stütze ich einstweilen auf die Entschließung des oben erwähnten weiteren Ausschusses des deutsch-böhmischen Landeslehrervereines: „Die Einrichtung der Schulsparkassen ist vom erziehlichen Standpunkte aus als verwerflich zu betrachten,“ bin aber jederzeit bereit, diese meine Behauptung in einem zweiten Urteile näher zu begründen. Davon abgesehen, bestehen auch andere schwerwiegende Gründe gegen die „Schulsparkassen“. Der Lehrer, heutzutage „das Mädchen für alles“, müßte die Buchführung übernehmen. Wer Einblick in die Geschäftsführung von Sparkassen hat — und viele Lehrer haben ihn durch Führung der Raiffeisenkassen —, wird zugeben müssen, daß sie nicht gar so einfach ist. Die Schwierigkeiten vermehren sich aber bei hellerweisen Einlagen, Verbuchungen und Verzinsungen jedenfalls ganz bedeutend. Der buch- und kassenführende Lehrer müßte dazu sein Amt noch peinlich genau ausüben, und nicht einmal das würde ihn vor ehrenrührigen Nachreden schützen. Über den Wert des Sparens bei Kindern verliere ich kein Wort. Das wäre überflüssig. Doch man erschwere es den Kindern nicht, wie es z. B. geschieht, wenn gewissenlose Krämer, bei denen die Kinder ihre Schulsachen kaufen, den vordersten Vordergrund ihres Ladens mit süßen Herrlichkeiten anfüllen und so gemeinerweise die Naschsucht der Kinder herausfordern. Solches tun selbst krämerliche Ortsschul-aufseher! Das sei hier gebührendermaßen festgenagelt. Ein Einschreiten der Behörde gibt es da nicht. Das wäre Einschränkung der Gewerbefreiheit! — Nach dieser kleinen Abschweifung zurück zur Sache! Bezüglich der Schulsparkassen scheint man meiner Meinung nach etwas außeracht zu lassen: Jede Sparkasse muß, um die Spareinlagen verzinsen zu können, dieselben nutzbringend verwerten, sie als Darlehen geben u. a. m. Wie denkt man sich eine solche Einlagenverwertung bei Schulsparkassen? Wie soll die zur Verzinsung der Spareinlagen nötige Summe herbeigeschafft werden? Für die Beantwortung dieser Fragen durch die verehrten Leserinnen und Leser wäre ich sehr dankbar. Ich weiß mir da keinen Rat. Soll vielleicht der Herr Buch- und Kassenführer der Schulsparkasse dem Gevatter Schuster oder Schneider daraus ein Darlehen gewähren? Der Lehrer als Geldgeber — die Möglichkeit eröffnet verlockende Aussichten auf Hebung des Standesansehens. Doch Spaß beiseite! Man versuche die Einführung der Heimsparkassen. Ich habe den Versuch bereits gemacht und er ist vollständig gelungen. Als ich meinen Kindern von dieser Einrichtung erzählte und ihnen meine eigene Heimsparbüchse zeigte — ich habe eine solche, aber hinein kommt ewig nichts —, da fand ich freudige Bereitwilligkeit. Ich beauftragte die Kinder, ihre Eltern um Erlaubnis zur Benützung einer solchen Sparkasse zu bitten. Von denen, die es taten, kam nur eines mit der Antwort: „Mei Muatta hot gsogt, das wa a ÜberflußI“ Andere Eltern brachten der Sache die größte Teilnahme entgegen. Ich ging selbst mit den Kindern in die Sparkasse des Marktes Aussee, um Heimsparkassen zu beheben, so oft, bis ihr der Vorrat an solchen ausging. Der Beamte wurde ob des häufigen Vorsprechens völlig ungehalten. Was tat’s? Meine Kinder sparten mit Feuereifer. Eine gelegentliche Nachfrage bei ihnen nach dem Erfolg, der Anzahl der Entleerungen, ein belobendes oder ermunterndes Wort facht den erlahmenden Eifer immer wieder an. Darum lautet mein Uiteil: Heimsparkassen, nicht Schulsparkassen! Zur 17. Krage. (Soll das Ausfällen von Blanketten verschiedenster Art im Unterrichte betrieben werden oder nicht?) 5. Urteil. Lehrer Heinrich Kurz in Christianberg, Böhmen. Wenn man sich vor Augen hält, daß die Volksschule für das Volk da ist, daß sie auch seinen praktischen Bedürfnissen genügen, d. h. daß sie ihm praktisches Wissen und Können vermitteln soll, so wird man das Ausfüllen der wichtigsten Verkehrs- und Geschäftsdrucksorten als etwas recht „Notwendiges“ erkennen müssen. Zu den Drucksorten zähle ich: a) den Brief, das Gesuch, Anweisungen, Sicherungsscheine etc.; b) die Korrespondenzkarte, den Kartenbrief, die Postanweisung, die Postbegleitadresse, den Posterlagschein, den Eisenbahnfrachtbrief; c) Steuereinbekenntnisbogen, Wohnungsliste. — Vor allem ist das Schreiben von Briefen gut zu üben. Zu den eigentlichen Drucksorten kann man den Brief nicht rechnen; da er aber heute zu einem „Lebensbedürfnisse“ der Menschen geworden ist, so muß das Schreiben von Briefen ebenso gepflegt und geübt werden wie das Rechnen oder das Rechtschreiben. Als ich noch die Volksschule, eine Einklassige, besuchte, lernten wir auch Briefe schreiben. Der Inhalt war aber bei den Haaren, oder richtiger, aus dem Lehmann herbeigezogen; z. B.: Bei einem Freunde sahen wir ein schönes Buch liegen und wir ersuchten ihn brieflich, er möge uns das Buch borgen, u. dergl. anderes. Der Inhalt war also nicht wahr und interessierte uns daher blutwenig. — Als ich in Sch. meinen ersten Dienst antrat, wurde mir die oberste (dritte) Klasse zugeteilt. Jetzt sah ich, daß ich die beste Gelegenheit hatte, einen Versuch im Aufsatzunterrichte zu wagen. „Schaden wird er sicherlich nicht!“ dachte ich. — Begonnen wurde mit den brieflichen „Entschuldigungen“, da sie ja die einfachste Form des Briefes sind. An ihnen konnte ich alle Bestandteile eines Briefes, die Anforderungen, die gestellt werden, gut erklären: Papier, Schrift; Anrede, Inhalt, Schluß. Papierfleckerl, Zetterl, Fetzerl wurden nicht geduldet. Dabei verfolgte ich noch einen anderen Zweck: Die Kinder sollten angeregt werden, der Schule und dem Lehrer auch in solch scheinbar kleinlichen Dingen, in Äußerlichkeiten eine gewisse Achtung zu zeigen. Manchem wird dies wohl als eine Pedanterie erscheinen; es ist aber nicht so. Bei keinem Pfarr-, Gemeinde-, Steueramte, bei keiner Behörde würden solche Schleudereien geduldet werden. Und für die Schule soll das gut genug sein, was einen Nebenmenschen, den besten Freund beleidigen würde? — Die Entschuldigungen mußten als Brief schön und nett geschrieben sein, in einem Kuvert mit meiner Anschrift mußten sie gebracht werden. Anfangs murrte man, später ging es leichter. Die ärmeren Kinder bekamen von mir Papier und Kuvert. Manche Kinder brachten die Entschuldigungen mit Bleistift geschrieben. „Darfst du an den Herrn Pfarrer oder an einen anderen Herrn mit Bleistift schreiben?“ — „Nein 1“ — „So darfst du auch nicht an mich mit Bleistift schreibenl“1 — „Bitte, Herr Lehrer, wir haben keine Tinte daheim.“ —„Hier hast du Papier und Briefumschlag; schreibe die Entschuldigung noch einmal! Nimm morgen ein gut verkorktes Fläschchen mit, ich werde dir Tinte geben!“ — Begann das Briefschreiben, so wurde der Brief besprochen, einige Entschuldigungen wurden an die Tafel geschrieben, um eine Mannigfaltigkeit im Ausdrucke zu erzielen, die Kinder schrieben in das Tageheft Entschuldigungen; diese wurden durchgesehen und besprochen. War nun ein Kind abwesend, dann mußte es die Entschuldigung im Tagehefte geschrieben bringen. Ich besserte aus; am ändern Tage brachte es die Entschuldigung in Briefform, vom Vater unterschrieben. Dies dauerte fort bis zum Ende des Schuljahres. Mittlerweile begann ich mit den Privatbriefen. Hier wurden nur solche Themen gewählt, die in den Interessenkreis der Kinder fielen und wahr waren. Ich sah es als ganz selbstverständlich an, wenn ein Knabe seinem Freunde schrieb, daß die „Rotscheck“ krank geworden sei u. dergl. Der Aufsatzunterricht wurde bodenständig. — Nach den Privatbriefen kamen die Gesuche, Anweisungen usw. Da hieß es wieder bodenständig sein. Da sich bei diesen Geschäftsbriefen eine gewisse Form herausbildete, so konnte ich einfacher Vorgehen. — Zu erwähnen hätte ich noch, daß bei den Briefen, bei Gesuchen auf eine einfache Ausdrucksweise streng gesehen werden muß. (Keine geschraubte, übertriebene Redewendung dulden!) — Da ich an der Dorfschule nicht die Mittel hatte, um mir die notwendigsten Drucksorten (von Siegel, Reichenberg) anschaffen zu können, von der Bevölkerung mir aber mit der stereotypen Bemerkung entgegnet wurde, „es ist früher auch nicht gewesen“, so konnte ich nur eine Art „Anschauungsunterricht“ betreiben. Auf Erfolge konnte ich daher nicht rechnen. Hätte man mich im zweiten Jahre die dritte Klasse fortführen lassen, so wäre es mir sicherlich gelungen, die Eltern durch greifbare Erfolge von der Nützlichkeit der Übung im Ausfüllen der Postdrucksorten zu überzeugen, wie es mir bei den Briefen gelang. — Das Ausfüllen der Drucksorten als eine „Tagedieberei“ zu bezeichnen, muß ich ebenso wie Herr Petschauer im zweiten Urteile (Folge 75) als „allzu radikal“ gesprochen bezeichnen. Die Bevölkerung geht von der Anschauung aus, daß sie praktische Nützlichkeiten gepflegt haben will. Und zu denen gehört auch das Ausfüllen der Blankette. Das „Vergessen“ fürchte ich nicht so sehr, wenn ich weiß, daß das „Ausfüllen geübt“ wurde. Warum vergißt man denn das „Einmaleins“ nicht? Es werden wohl die Drucksorten, besonders die postalischen, öfters geändert. „Weshalb dann sich abmühen?“ wird mancher fragen. — „Gemach, lieber Freund! Gerade deshalb!“ muß ich antworten. Es sind wieder neue Postanweisungen in den Verkehr gesetzt worden. Erstaunt betrachten die Eltern die neuen Anweisungen und geben sie dem Karl oder Fritz. Der füllt sie aus, ohne einen Fehler zu machen. Die Übung in der Schule war also nicht nutzlos. Die Schule muß mit der Zeit gehen. Man sieht manche Dinge als nutzlos an, weil sie einem kleinlich erscheinen. Wie ist es z. B. mit dem Zusammenfalten der Briefe? Ob es alle Leute entsprechend — können? — Schulhumor. 49. Unser Volkslied. Der Lehrer erklärt im ersten Schuljahre beim Auftreten der Großbuchstaben: „Alles, was man angreifen kann, schreibt man mit großem Anfangslautl“ Tags darauf konfisziert er einer Fibelbürgerin einen Zettel, auf den dieselbe geschrieben hatte: „A so a Weiberl is a freidl“ ___________ Eingesendet von Josef Glanner. 1 Bravo! D. Sch. ____________ Der kranke Lehrer und das kranke Kind. 17. Die Hygiene des Frühlings. Der erste Gruß des jungen Lenzes findet den modernen Kulturmenschen meistenteils in einer nichts weniger als angenehmen Verfassung. Er ist müde und abgespannt; seelisch leicht erregbar und körperlich womöglich sogar heruntergekommen. Den Gründen für all solche Mißhelligkeiten ist nicht schwer nachzuspüren. Emsiges Aufgehen in den Berufspflichten, die der Kampf ums Dasein heute ja jedem einzelnen aufhalst, Frau Sorge, die vielgestaltige, die unter diesem oder jenem Vorwande bei wohl sämtlichen Staubgeborenen anklopft und Einlaß begehrt — anderseits das rauschende Heer von Vergnügungen jeglicher Art, denen man unter dem Zwange gesellschaftlicher Notwendigkeit während des Winters standhalten mußte: all dies wirkt zusammen, daß wir mürbe und müde an Körper und Geist sind, wenn der Frühling Einkehr hält. Es gilt also, dem letzteren die Spannkraft, dem ersteren die Gesundheit ebenso schnell wie entschieden zurückzugewinnen. Wofern der Gesamtorganismus nun nicht wirklich ernste Störungen erlitt, ist das meistens auch keineswegs schwer. Man muß nur guten Willen zeigen und entschieden zuwerke gehen. Vor allem ist Sorge zu tragen, daß der Körper abgehärtet werde. Vielfach, ohne daß man es wollte und wußte, ist er während des Winters ganz allmählich verweichlicht und verzärtelt worden. Erkältungen oder andere Krankheiten, mit denen man sich herumplagen mußte, hatten ihn über das Maß hinaus empfindlich gemacht. So hüllte man ihn überreichlich in wärmende Kleidungsstücke und hütete sich ängstlich vor jedem Luftzug. Jetzt wäre also der geeignete Zeitpunkt, dem Körper die verloren gegangene Widerstandsfähigkeit zurückzugewinnen. Selbstverständlich muß man dabei mit Bedacht und nach einem bestimmten Systeme zuwerke gehen. Nur bei wirklich gutem Wetter und, solange die Sonne ihre wärmenden Strahlen aus blauendem Himmelsdom sendet, wähle man leichtere Kleidung. Umso sorglicher möge man sich noch immer am Abend vor jeder Erkältung schirmen. Ähnlich verhält man sich gegenüber der Heizungsnotwendigkeit der Wohn- und Schlafräume. Auch in diesen soll die Temperatur ganz allmählich und stets mit Rücksicht auf ihre Lage zur Sonne sowie das jedesmal herrschende Wetter abgetönt werden. Je mehr man lüftet, umso besser. Gleichzeitig ist mit kalten Abreibungen zu beginnen. Vorläufig sind sie noch im geheizten Zimmer vorzunehmen; allein je rüstiger der Frühling vorwärts schreitet, umsomehr darf man auch dem Körper zumuten. Schließlich verlangt dieser selber nach freiem, ungehemmtem Luftzutritt. Er gewinnt die frühere Widerstandsfähigkeit zurück, — er ist gesundet. Mit am übelsten pflegt sich, wenn der gesellschaftliche Winterfeldzug endlich zur Neige geht, beim modernen Kulturmenschen der Magen zu befinden. Kein Wunder, wenn man in Erwägung zieht, was für Vergewaltigungen gerade dieser Teil unseres Körpers über sich ergehen lassen mußte! Die so unregelmäßigen Mahlzeiten oft noch in spätester Nachtzeit, dis Herunterwürgen von Gerichten, die man nicht mag, dann wieder das jähe, hastige Essen, diktiert von förmlichem Heißhunger, weil man gar zu lange warten mußte. M in müßte ja einen Straußenmagen mit sich führen, um diesen Mißhelligkeiten gewachsen zu bleiben! Die notwendige Folge ist, daß, je näher der Frühling kommt, unsere Verdauungsorgane in umso ungünstiger Verfassung sind. Ein ernsteres organisches Leiden braucht durchaus nicht vorzuliegen; sie sind nur verstimmt, ermüdet, gereizt-nervös, wie alles in und an uns, wie unser Gesamtorganismus. Wenn dieses Übel jedoch nicht festen Fuß fassen soll, muß ihm so schnell als möglich gesteuert werden. Und wiederum ist kaum eine andere Jahreszeit so geeignet, den Magen — man verzeihe das Wortspiel — auf die Beine zu bringen, wie gerade der Frühling. Die zarten jungen Gemüse, die er spendet, sind so leicht verdaulich, daß die betreffenden Organe wie spielend mit ihnen fertig werden. Freilich kommen sie der Wirtschaftskasse vorläufig oftmals recht teuer zu stehen. Man fährt dabei aber noch immer weit besser, als wenn man in die Apotheke gehen und Arzneien bezahlen muß. Überdies werden ja sämtliche Gemüse in eben dem Maße, wie der Lenz vorrückt und die Sonne an Kraft gewinnt, wohlfeiler und somit leichter erhältlich. Neben jenen sind als Frühlingskur für unsere angegriffenen Verdauungsorgane zumal Salate sehr zu empfehlen. Daß man das leider im Haushalte noch immer so wenig beherzigt, ist ein Übelstand, der gar nicht entschieden genug gerügt werden kann. Wir alle in der Gesamtheit, Gesunde sowohl wie Kranke, essen viel zu wenig Grünes. Jeder Landwirt weiß, wie bekömmlich Grünfutter seinem Viehbestände ist. Es wird danach glatt und rund; es sieht vortrefflich aus und hält sich bei bester Stimmung. Deshalb sehnt auch der Landmann den Lenz so inständigst herbei; denn eine Hand voll Grünes wiegt oftmals Arzneien auf, die er um teures Geld erstehen muß. Nun, ganz Ähnliches gilt auch vom Menschen. Darum eßt Grünes — Salat, gepflückt aus dem Garten oder auch vom Feldrain! Es ist so bekömmlich für den Gesamtorganismus. Es reinigt das Blut, es befördert die Verdauung. Mit den zarten Blättlein und Rispen bietet der junge Frühling gewissermaßen die eigene Kraft und den eigenen Saft dar. Verschmäht sie nicht, — eßt Grünes! Nichts regt jedoch den Appetit so an, wie fleißiges Spazierengehen. Und auch dafür ist augenblicklich die günstigste Zeit. Der Winter mit seinen Witterungsunbilden deuchte manchem zu kalt, der Sommer mit seiner Gluthitze jagt uns erst recht in die Innenräume der Wohnungen. Umso behaglicher können wir uns jetzt im Frühling draußen ergehen. Die Heilkraft der Sonne ist vielleicht niemals im Kreisläufe des ganzen Jahres so wirksam wie in diesen Tagen des wiedererwachenden Lenzes. Sie sucht sich den Weg durch alle Poren; die Brust hebt sich zu freierem Atemholen; sie strömt bis ins Herz. Dazu der würzige Odem ringsum, sobald uns ein Spaziergang in Wald oder Hain, auf Anger oder Flur geführt hat. Kräftiger Erdgeruch mischt sich mit den lauen Wellen der Frühlingswinde, der Gruß aus Veilchenblüten mit dem Sange, den Rot-und Blaukehlchen so volltönend in die Lüfte schicken. All dieser Eindrücke wird schwerlich verlustig gehen, wer, vom Zauber des Frühlings gelockt, recht fleißig im Freien lustwandelt. In jedem Falle wirken sie niemals so mächtig ein auf die Sinne des Menschen wie gerade jetzt, da wir uns knapp von den mürrischen Launen des Winters frei wissen. Schon die Überzeugung: es ist Frühling, wirklicher, echter Frühling; die milde Jahreszeit muß nun endlich kommen mit vollgoldigem Sonnenschein, mit lachender Blütenpracht und dem bunten Konzert der Vogelstimmen, schon dieses Bewußtsein allein beeinflußt unsere Sinne so stark und in so günstiger Weise, daß es mehr nützt als manche Arznei. Es ist und bleibt vielleicht die beste aller Frühlingskuren ! Ö. V. Spracbunricbtlgkciten der Scbulspracbe. 31. „Schultafel auslöschen!“ Besser wäre: „Schultafel reinigen!“ oder „Reinigt die Tafeln!“ — ,Löschen', bezw. ,auslöschen' ist ja ein bezügliches Zeitwort und trifft stets jene Ergänzung, auf die sich die Tätigkeit eben bezieht. Man löscht also aus: Geschriebenes, Gedrucktes, Gezeichnetes, das Licht, das Feuer u. a. Licht und Feuer verrichten die Tätigkeit übrigens auch ohne Zutun anderer: Das Licht löscht aus, das Feuer löscht aus. Eingesendet, i Pädagogische Splitter. 1.) Viele Ratschläge sind tatsächlich Schläge. 2.) Mancher Schülerkopf gleicht einem Schuljahre mit 365 Ferialtagcn. 3.) Mit dem Neuen in der Methode geht es wie mit den Flugapparaten: Einzelne erringen großartige Erfolge, andere wieder verunglücken mit demselben Apparate. 4.) Der Tand, der unserer Schule noch an hängt, gleicht Sandsäcken, die ausgeworfen werden müssen, soll der Ballon steigen. 5.) Viele Lücken im System könnte man als Lückenlosigkeiten im Aufbau der Stoffe von heute bezeichnen. Theodor Tauber. 1 Der Abschnitt ist für alle Mitarbeiter zugänglich. Wer also irgendeine „Sprachunrichtigkeit der Schnlsprache" erhascht, möge sie mitteilen. D. Sch. Randbemerkungen. a) Zum Artikel: Die kranke Stadtschule (Folge 76, April 1910). Wenn man bei 35jähriger Lehrtätigkeit die letzten 32 Jahre an Volksschulen von der zweiklassigen angefangen bis zur fünfklassigen (mit fünf Parallelen) gewirkt hat, wird man wohl den im oben erwähnten Artikel gebotenen Darlegungen vollinhaltlich beipflichten müssen. Nur eines ist dort nicht hervorgehoben, das nämlich, daß es dermalen dem Lehrer in einer Klasse mit nur einem Schuljahre gesetzlich wohl nicht gestattet ist, nach Bedarf und Gutdünken aus seinen Schülern nach dem System des Abteilungsunterrichtes zu behandelnde Gruppen zu bilden. Aus Furcht, ein Mißfallen der Vorgesetzten (Leiter, Inspektor) für seinen guten Willen einzuheimsen, entschließt sich der Lehrer, es bei dem Gebräuchlichen zu belassen, auch wenn ihm die eigene bessere Überzeugung gebietet, Gruppen zu bilden. — Und umgekehrt: Kein Vorgesetzter hat wohl zurzeit das volle Recht, einen Lehrer, der die Gruppenbildung nicht durchführen will, hiezu zu zwingen. Nicht ohne Absicht bedienen wir uns im Gegensätze zum Herrn Artikelschreiber der ausschließlichen Bezeichnung Gruppen-Bildung. Es geschieht dies aus dem Grunde, um — falls ein solcher Unterricht gesetzlich dekretiert werden würde — gleich anfangs allen Mißverständnissen vorzubeugen, die daraus hervorwachsen könnten, daß man die vom Herrn Artikelschreiber gedachte Schülerzusammenfassung auch als Abteilung bezeich-nete, wie dies jetzt aber nur in Klassen, die mehrere Schuljahre umspannen, geschieht. Die wesentlichen Unterschiede zwischen Abteilung und Gruppe sind etwa die folgenden: Die verschiedenen Abteilungen ein und derselben Klasse, die aber mehr als ein Schuljahr umfassen muß, werden der Regel nach gebildet aus verschiedenaltrigen und verschieden vorgebildeten Schülern und haben verschieden hohe Lehrziele. Bei den zu bildenden Gruppen einer Klasse, die nur ein Schuljahr umspannt, sind alle Schüler gleichaltrig, gleich vorgebildet und haben alle ein und dasselbe Lehrziel zu erreichen. Das gemeinsame Unterrichten aller Abteilungen einer Klasse ist Ausnahme; beim Gruppenunterrichte aber Regel. Die Gruppenbildung kann nach Bedarf während des ganzen Schuljahres eingeführt werden.1 Einen nicht gar glücklichen Griff machte der Herr Autor mit der Betitelung seiner Arbeit. Warum denn gerade die kranke Stadtschule? Als ob nicht auch die Landschulen, wie überhaupt alle Klassen mit bloß einem Schuljahre an dem geschilderten Übel zu leiden hätten! Würde er die Arbeit dementsprechend betitelt haben, so wäre ihr die Spitze benommen gewesen, die sich dermalen naturgemäß bloß gegen die Stadtschule kehrt. Dann hätte der Herr Autor darauf verzichten können, sich zu seinem Schutze hinter einen „hochstehenden Schulmann“ zu verschanzen. Die Lehrerschaft kennt längst die geschilderte Krankheit und ihr Gegenmittel, war aber nicht in der Lage, dieses Gegenmittel (Gruppenbildung) durchgreifend in Anwendung zu bringen, weil die hiezu nötige Voraussetzung (gesetzliche Erlaubnis) fehlte. Darum wünschen wir zum Schlüsse, der „hochstehende Schulmann“ möge seinen ganzen, gewiß nicht geringen Einfluß in der Richtung geltend machen, daß der von der gesamten Lehrerschaft herbeigesehnte, durch den Artikel „Die kranke Stadtschule“ begründete Gruppenunterricht in allen Klassen mit bloß einem Schuljahre so bald als tunlich gesetzlich festgelegt werde. b) Zur Folge 67, 68, 72. (Was und wie soll der Lehrer lesen?) Bücher sind Freunde, ja oft des einsamen Landlehrers einzige Freunde. Wir sollen in der Wahl derselben wohl anspruchsvoll, nicht aber einseitig sein. Es wäre ungerecht, würden wir über Ibsen, Zola, Tolstoi die Vertreter anderer Richtungen absichtlich übersehen. Wahre Freunde sind sie doch alle. Wahr ist, wer physisches und moralisches Elend schildert, in dem der Großteil der Menschheit, hoch und niedrig, bewußt und unbewußt schmachtet; wahr ist, wer die Schönheit der Natur preist; wahr ist aber auch, wer das rastlose Streben der Menschheit nach Vervollkommnung schildert. Soll ich stets nur den wuchtigen Hammerschlägen jener Autoren lauschen, die 1 Der Artikelschreiber ist mit dieser Festlegung der Begriffe vollkommen einverstanden. D. Sch. uns soziales Elend künden (ich erwähne z. B. Hauptmanns „Weber“, Zolas „Nana“), soll ich nicht auch in freier Gottesluft mich des Lichtes freuen? Notwendig ist es ja, daß wir Lehrer physisches und moralisches Elend kennen und verstehen, um unserer Erzieheraufgabe gerecht zu werden; es bietet sich aber unserm sehenden Auge in so vielen Variationen, daß wir es meist nicht mehr erst aus Büchern kennen lernen müssen. Und haben wir uns in solch häßliche traurige Wahrheit vertieft, drängt es uns dann nidht von den düstern Bildern aus den Gossen der Großstadt hinweg und hinauf zur sonnigen Höhe? Da greife ich dann zu Ganghofer, Raabe, Scheffel usw. (Kollegin Rieger hat uns eine geradezu herrliche Auswahl geboten) und ich erquicke mich daran. Ich könnte z. B. Ganghofer nicht zu den Eintagsliteraten gerechnet sehen. Abgesehen davon, daß er in seinen Werken uns lehrt, Auge und Herz der schönen Natur zu erschließen, zeigt er uns auch die Fehler und Vorzüge des Gebirgsvolkes vom finstern Aberglauben bis zum schlicht-erhabenen Edelsinn in packender Naturtreue. Ob auch Jahrhunderte über ein Volk hinwegziehen, sie vermögen wohl Härten und Kanten zu glätten, verwischen jedoch können sie den Volkscharakter nicht; er bleibt und mit ihm sein Zeichner. Den Werdenden sollen und müssen wir zeitreif bilden; darum sollen wir auch Suttner lesen, denn ihre Ideen sind keineswegs Utopien, sondern eben unserer Zeit voraus. Große Gedanken werden und wurden in ihrem Entstehen ja immer belacht. Ward doch z. B. Zeppelin vor nicht allzu langer Zeit sogar von Luftschiffern als ein „Schwärmer, der nicht ernst zu nehmen sei“, bezeichnet. Die Verwirklichung des hehren Friedensgedankens bleibt kommenden Geschlechtern Vorbehalten, die weniger Freude am Säbelgerassel haben werden. Wie einst die Aufhebung der Folter als heller Stern in der Geschichte der Menschenliebe erstrahlte, so wird denn die Aufhebung der Folter der ganzen Menschheit (Krieg, bewaffneter Friede) als aufgehende Sonne für ein schöneres Zeitalter leuchten. Gerade wir Lehrer dürfen diesem edlen Streben nicht tatenlos gegenüberstehen, noch weniger es belächeln. Meine Ansicht inbezug auf das Lesen wäre also: Gesunde Abwechslung in der Lektüre. Es kann unserem Geiste nur wohltun, wenn wir von den Werken der Modernen einen Abstecher zu Ganghofers kernigen Gestalten, zu Raabes kindlich idealem „Hungerpastor“, zu Scheffels „Ekkehard“ usw. machen oder uns an Bartsch’ ganz eigenartig schöner Sprache erfreuen. Der Lehrer soll ja nicht lesen, bloß um Wissen und Fälligkeiten zu erweitern, er braucht auch Bücher, die seinem warmen, idealen Schulmeisterherzen neue Quellen von Idealismus zuführen, damit der Born, aus dem er für seine Kinder schöpft und an welchem die Welt gar grausam zapft, nie versiege. Daß unsere Klassiker bisher leider stiefmütterlich behandelt wurden, mag seinen Grund wohl darin finden, daß bis vor kurzem eine billige Ausgabe nur sehr selten und auch nur auf dem Umwege über Deutschland zu erlangen war. Teure Bücher erlaubt unser Einkommen nicht. Die schöne Literatur leihen wir uns im Notfälle aus, heute und nach einiger Zeit wieder; die Klassiker aber, unsere „Hausbibel“, die wollen wir besitzen, um immer tiefer in ihre Schönheit einzudringen und uns zu sonnen am ewig Schönen, ewig Wahren. Anna Kriianec in Turrach. Schulhumor. 50. In der Aufsatzstunde. Thema: „Was ich gerne werden möchte.“ Ein Schüler wäre gerne Lehrer geworden. Am Schlüsse schrieb er: „Wenn es keine Lehrer gäbe, würden die Leute dumm sein und ich könnte mir dann viel Geld verdienen.“ Eingesendet von Heinrich Kurz. 51. Poesie eines Geißbuben: „Wenns do regnert und schneibt, Wenn der Schullehrer stü(r)b, Wenns Schulhäusl abbrann Und der Goaßteufel verrack!“ .. . Briefkasten. Nach nieten Zuschristen zu schließen, werden unsere „Blätter" in Hauskonferenzen, gelegentlich der Lehrerversammlungen und miet) bei den jährlichen Vezirkslehrerkonferenzen mit Bezug aus einzelne Aufsätze zur Verlesung gebracht. Damit wird für die niedergelegten Ideen eine fruchtbringende Anlage geschaffen. Wir, die Mitarbeiter, eibitten uns dafür nur eines: Tie Zumittlung von Ergebnissen, die eine anfällige Wechselrede ergab. Es soll nicht nur das Pro, sondern nueb das Contra gehört werden. Und gibt es keines, so soll das elftere eine Verstärkung erfahren. Darum keck hinein mit den „Blättern" in die Konferenzen und Versammlungen und rückhaltslos mit dem Urteile zu uns zurück. Die begründete Kritik muß jeder ertragen lönnen! — Ausrage: „Scheint sich nun Herr Kollege H. B. in H. in 9ir. 61 der.Praktischen Rechenaufgaben' nicht zu irren, wenn er meint, daß ihm jemand seinen Fußboden pro m2 um 14 h nnftfeicht? Ich strich mir vor einigen Jahren meinen Fußboden selber an und reichte mit einer Dose Fußbodenlack zu 2 K bei möglichster Sparsamkeit für 8 m2 aus. Der Selbstkostenpreis dieses Anstriches stellte sich daher pro m2 auf 25 h." O. W. in S." — Herr H. B. in H. wird ersucht, zu erwidern. — A. H. in L.: Ihr Urteil über das Lebensbild Nr. 6 ist zutreffend, aber zu drastisch; ich darf den allzurobusten Stil nicht in die „Blätter" kommen lassen. Wir wollen vornehm bleiben in der Gesinnung und im Gehaben. — ilntißfanftetteiifer: Ja, warum zeigten Sie sich nicht, da ich in Ihrer Nähe war? Sollte irgendeine Parteizugehörigkeit es unmöglich gemacht haben? Wie schade, daß die Lehrerschaft selbst in Berufsfragen getrennt marschiert! Bei keinem Stande findet sich auch nnr ein Schein davon. — Übrigens herzlichen Dank für den Drahtgruß! — A. K. in K.: Sie schreiben: „Schon einmal hat der Unterzeichnete an die löbliche Schriftleitung die Bitte gerichtet, es möge in den .Blättern' der Abschnitt .Des Lehrers Takt und Schliff' mehr Platz finden; doch wurde ihm in letzter Zeit immer weniger Raum zuteil. Wohl sind dafür viele andere wertvolle Samen ausgestreut worden; allein es ist dieses Kapitel, besonders für die Jungmannschaft nicht minder wichtig, daß es regelmäßig erscheine. Schätzt man doch den Menschen nach seinem Takt und Schliff. — Ei» soeben selbst miterlebtes Beispiel drängt mich zu diesen Zeilen. An unsere fünfklassige Schule kam eine neue Lehrerin. Sie wirkte hier schon durch zehn Tage, ich kannte sie noch nicht.1 Sie hatte sich niemandem vorgestellt und sich überhaupt nirgends gezeigt. Da rannte sie nun tüchtig an. Sie mußte zum Buchhändler, um verschiedene Lehrmittel (die der Ortsschnlrat für arme Kinder bezahlt) zu kaufen. Und der Kaufmann (er ist Bürgermeister und zugleich Ortsschulratsmitglied): .Tut mir leid, Fräulein, ich kenne Sie nicht und fremden Personen kann ich nichts verabreichen.' Und mit verschämten Wangen sah er die Jungfrau vor sich steh'n. Was der Bürgermeister abends am Stammtische über Lehrerbildung sprach, kann sich jeder Leser selber ausmalen. Ich glaube, dieses Beispiel spricht genügend für die Notwendigkeit des unterbrochenen Kapitels und ich stelle daher die Bitte, diesem Abschnitte wieder möglichst Raum zu gewähren." — Es ist sehr schwer, allen recht zu tun. Manche Leser glauben, das Kapitel fei nicht nötig, man solle den Raum für etwas anderes ausnützen. Wenn jedoch mehrere Ihrer Meinung sind — ich ersuche um die diesbezügliche Mitteilung —, so will ich wieder mit dem „guten Ton" einsetzen. — I'rov. L. A. 'S*. in <$>.: 60% des eingesendeten Humors kann verwendet werden. Ich bitte um weitere Rationen. Dieser Abschnitt kann nie reich genug beschickt werden. — chverfchukrat Jr. £*. in J.: Es dürfte sich bas Zusammen-fein gerade zum zweitenmale jähren, da ich mit meiner Reifeschilderung nach Dresden komme. Also auf ein geistiges Wiederfehen! — W. Sch. Ansp. W. in L.: Männliche Lehrkräfte sind leider nicht mehr in Vormerkung. Sobald sich jemand meldet, setze ich Sie in Kenntnis. — S. Jl. in Z.: In, mein Lieber, das ist zuviel verlangt: Ich soll den einzelnen Referenten das Thema für die Bezirkslehrerkonferenz ausarbeiten! Mein Arbeitstag hat ohnedies 15 Stunden. Übrigens liefern die „Blätter", sofern man alle Jahrgänge in Rücksicht zieht, soviel Stoff, daß jeder Vortragende ausreichend versorgt ist. — Lehrer L. jt. in W. und Genossen : Ich bitte, nicht böse zu sein, daß ich die Rückfahrt anders nahm! Die vielen Geschäfte hatten an den Nerven gerüttelt; zudem mußte ich eilends heim, es gab Amtliches in Fülle n. zw. solches, das nicht Aufschub duldet. Den Besuch werde ich ein andermal zuversichtlich abstatten. — Lehrer A. Lt. in S.: Ihre Mitteilung, daß die „Blätter" auch in Ungarn gerne gelesen werden und demnächst in einer größeren Anzahl festen Boden gewinnen sollen, hat mich sehr gefreut. Die Verussgenieinschaft darf keine Politik und keine Grenzen kennen. — Lehrer A. Sch. in L.: Der mitgeteilte Schlußsatz aus einer ©chütcrarbcit „Mein Wunsch wäre: Weg von dieser Weltl" ist jedenfalls für das Heranwachsende Geschlecht bezeichnend. Wo wäre uns, als wir im Dörfchen draußen uns als die Könige der Welt druckten, solch ein Einfall in den Sinn gekommen! — Hkk. K. A. in A.: Ja, solche Scheelsucht gibt es nirgends mehr. Statt daß sich die Herren freuen sollten, sofern österreichische Schulmänner auch im Auslande gewürdigt werden, sind sie bestrebt, einem alten Manne, der sich den Ruhm auf Jahrhunderte hinaus gesichert hat, Eigennutz und Schwäche vorzuwerfen. Zeichen eines erbärmlichen Niederganges der Berufsgesinnung! — „Hinsalksniäderl": Lassen Sie es nur wiederkommen, aber im schönen Gewände, mit klarer Sprache! — Art. 2h. G. in A.: Briefe, wie der Ihrige, die die Glückseligkeit über die wiedererlangte Gesundheit zum Ausdrucke bringen, sind uns der schönste Lohn für die Arbeit zum Besten des Südheimes. Wenn ans die fahlen Wangen sich der Lenz herniedersenkt und allmählich sein Rot ausgießt, dann fühlen wir es so recht, wie herrlich der Gedanke wirkt, dem wir uns nun seit Jahren weihen. Nur moralische Verkommenheit kann an einem solchen Edelwerke nergeln. — Lehrer K. K. in (£h.: Die Mitteilung, daß in Südheiniangelegenheiten Protektion geübt werde, hat von berufener Stelle eine scharfe Zurückweisung erfahren. Die der „Fr. Schztg" zugesandte Nachricht bericht natürlich auf einer gröblichen Entstellung und wird berichtigt werden. Ich kann nicht begreifen, wie Ihre Herren Kollegen jedwede und auch die plumpste Verdrehung gleich so ohneweiters hinnehmen können. Die Lehrerschaft ist doch frei in ihrem Urteil und geschickt in der Wägnng aller Umstände; sie sollte daher zum mindesten dort den Zweifel walten lassen, wo die Prämissen zur Schlußbildung fehlen. Es muß uns im Laufe der Zeit verdrießen, wenn wir immer wieder einunddasselbe neuerdings beweisen müssen. Da in x Fällen die Unwahrheit aufgedeckt wurde, so sollte doch endlich einmal eine gewisse Stabilität 1 Es wäre Sache des Oberlehrers gewesen, sie mit den Mitgliedern des Lehrkörpers bekannt zu machen. D. Sch. platzgreifen und das schamlose Treiben der Störenfriede mit Verachtung abgeiviesen werden. Oder will inan uns das selbstlose Wirken verekeln, indem man sich dem Pharisäertum blind in die Arme wirft? — Oberlehrer K. Sp. in S.: Ihre Anerkennung wirkt wie der Frühlingssonnenschein. Möge er die Arbeiter erquicken und die Saat reifen lassen! — Ovl. I. St. in St.: Bringen Sie wieder einmal einen Korb voll Schnurren; wir können sie brauchen. — Eine Stelle aus Ihrem gehaltvollen Briefe mutz ich einriicken, auf daß sie die Jungmannschaft rüttle. Es heißt u.a.: „Ein Vierteljahrhundert diene ich schon der Volksbildung und mein Lebensalter hat die für die österreichische Geschichte bedeutungsvolle Zahl 48 bereits überschritten. Einer ausgesprochenen Faulheit kann ich mich gerade nicht zeihen; aber aus Ihren .Blättern' entnehme ich, wieviel nutzbringende Arbeit ich für mein Volk hätte leisten können, wieviel glückliche Augenblicke durch jugendliche Tändelei verflogen sind. Wenn ich in Muße die .Blätter' durchstiege, ergreift mich die Lust, nochmals die Bücher hervorzicholen, nochmals zu lernen, nochmals vor den grünen Tisch zu gehen. Doch da seh' ich auf dem Haupt den Schnee und es ergreift mich ein tiefes Weh': Zu spät, zu spät! — „<£. $V‘: Die Feder träfe schon das rechte Gleise, wenn nicht die Gedanken hin und her sprängen. Arbeiten ©ie mit Ruhe, bauen Sie die Gedanken sorgsam aus und vergessen Sie nicht des Verputzes! Der erste Versuch ist noch nicht brauchbar; hoffentlich wird es der zweite, der dritte, der sechste werden. — Schlkt. W. K. in H.: Nur keine Aufregung, lieber Freund, wir können alles in Ruhe besprechen, selbst die Lehrerinnen-Ehe. — Macht'. Zi. Z. in 2$.: „Die Neunerprobe" wird warten müssen; es liegt zuviel aktueller Stoff da. — Schlkt. S. K. in A.: Mit dem Dividieren müssen wir zueudekommen, sonst geraten wie in die Krämerpädagogik. Also nichts für ungut, wenn der Aufsatz nicht erscheint! — Olik. I. M. iu W.: In den „Ratschlägen für die Vorbereitung zur Bürgerschullehrerprüsung" wurden die geeigneten Werke angegeben. Für Ihren Zweck dürften Rodts Unterrichtsbriefe am besten wirken. — S.A. in Wien: Allzu umfangreiche Arbeiten ermüden; ivir müssen bestrebt sein, in den einzelnen Folgen womöglich abgeschlossene Aussätze zu bringen und dabei doch auch Abwechselung zu bieten. Demnach soll die Joee in der kürzesten Fassung kommen. So will es nun einmal die Zeit. Sie schreitet rasch und reißt die Menschen mit. Die Mußestunden, in denen man sich langatmigen Darstellungen widmen konnte, sind vorüber. —> Schilf. K. W. in ß.: Die Firma kann ich leider nicht empfehlen; die cingezogeuen Erkundigungen lauteten ungünstig. — „Sep W.": Deit mundartlichen Ton treffen Sie sehr gut; sobald er indes vom Hochdeutsch durchsetzt wird, geht die Wirkung verloren. — K. W. in K.; Der „lose Gedanke" in Prosa war trefflich, der Erguß in Poesie wässerig. Bleiben Sie bei ersterein! — Ovk. K. Z. in W.: Für Fluggäste dürste im Lehrerheim zu Lovrana während der Ferienzeit wohl kaum Platz erübrigt werden, da der Zuspruch seitens der Standgäste schon jetzt ganz bedeutend ist Wohl aber verschafft die Verwaltung billige Privatquartiere und bietet die Kost im Henri. Melden Sie sich also rechtzeitig an! Anschrift: Verwaltung des Lehrerheimes in Lovrana. — 5. W. in St. A. a. A.: In Ihnen steckt zweifellos ein tiefes Empfinden, aber es äußert sich noch nicht in der rechten Form. Arbeiten Sie sich einmal durch eine gute Metrik, vermeiden Sie die Anklänge an Bekanntes und trachten Sie, über drei Strophen nicht hinanszukommen! — Was Sie da von der Kluft zwischen dem Professor und dem „Provisorischen" sprechen, ist in den „Blättern" schon längst abgetan worden. Wir sind «Lehrer" und weiter nichts, was Titel und Rang betrifft. — W. W. in W. und ändern: Wenn von den Beiträgen zu dem Kapitel „Schulhumor" wenig oder zuweilen nichts Ausnahme findet, so soll deshalb die weitere Zusendung nicht unterbleiben. Nicht jeder Augenblick schasst allgemein Brauchbares, überall Wirkendes. — OliV. Zi. St. in W. bei A.: Grollen Sie mir nicht, wenn ich Ihr liebes Schreiben solange unbeantwortet ließ! Sie merken ja, nach welcher Seite in den letzten Monaten meine Hauptkrast wirkte. Ich muß bauen, ivie man iveiland in Babylon baute, mit der Kelle in der einen, mit dem Schwert in der ändern Hand. — Lehrer M. A. in A. ob der Sie berichten, daß Sie als Vorbereitung zur Lchr-besähigungsprüsuug die „Blätter" benützt und sich dabei die Auszeichnung geholt haben. Ich gratuliere Ihnen und unseren Mitarbeitern. — Leyramtszögluig I. G.: Das „stud päd." ivill mir nicht gefallen; es bedeutet eine undeutsche Nachäffung. Lassen wir uns nichts schenken! Sowie der „Volksschullehrer" auf diesen Titel stolz sein kann, wenn er ihn vollends verdient, so auch der Lehramtszögling aus den seinigen. Das Studentische steht jenen schlecht an, die zum hehren Berufe eines Volksbilüncrs hinüberwalle». Damit will ich Ihnen jedoch die Lebenslust nicht unterbinden. Auch ich ivar einmal ein lustiger ©tubeute. — Ihr Humor ist noch nicht echt, noch nicht so, daß er auch den Griesgrämigen schütteln würde. — ß. 25. in K r Aufsätze, die ein Stück Stimmung enthalten, sind gewiß sehr willkommen; sie heben uns über das Alltagstreiben. Allem Stimmung allein, das wäre Luxus. Darum kann ich Ihre tiefempfundenen Beitrüge leider nicht verwenden. — 6H. tz. in A.: Blasen Sie noch weitere Splitter herein; sie funkeln gar schön und wirken vortrefflich. — Der Aussatz wirb erscheinen. — H. Ii. in jL: Sie senden mir die nachstehende Briefkastennotiz eines Fachblattes: „An O. i» U. Sie fragen mich nach einem guten Buche über den Unterricht in der ungeteilten Schule. Heute noch gilt, was Kehr darüber urteilte: Sehr bedauerlich ist es, daß über den unterrichtlichen Betrieb der cinklassigen Schule verhältnismäßig so wenig Literatur vorhanden ist. Die Schriften enthalten teils dürre Stoffverzeichniffe, teils allgemeine pädagogische Redereien, andere nur reine Phantasiebilder und verrate» alles andere, nur nicht Sachkenntnis und liebevolle Hingabe an die Arbeit in der einklassigcn Schule. Sie sehen, hier ist noch Freiland, ivo neues geschaffen werben kann. Übrigens verweise ich Sie auf den Artikel in diesem Hefte: Welche Bücher können dem Lehrer der Volksschule wertvolle Dienste leisten? und vertröste Sie aus eine Arbeit über den Betrieb in der cinklassigen Schule ans der Feder eines Praktikers." — Sie meinen, ich sollte auf diesen Vermerk hin für die „Blätter" mehr Reklame machen lassen. Nein! Was gut ist, bricht sich selbst die Bahn; hat es die Kraft nicht in sich, so ist es eben nicht gut und soll untergehen. Übrigens ist kaum anzunehmen, daß der Schriftleiter, der auf Kehr zurückgreist, die neuere Literatur der Einklasstgen nicht kennt; es muß böser Wille mit tut Spiele sein. — Deyrer H. K. in K.: Der Kartenständer ist nicht eingetroffen; ich kann daher kein Urteil abgeben. Was uh nicht sehe und erprobe, kann ich auch nicht empfehlen. — K. K5. in K.: Steigen Sie von Ihren Bergen in das Hügelland hernieder, wo ich mit sechzig Getreuen ein altes Erbe hüte und Bildung verbreite! Sie werden in unseren Reihen viele Idealisten finden, die den Ankömmling bald ins Herz schließen. — Teljrer M. ß. in Kommen Sie nur miedet! Ihr Erstlingsbeilrag hat mir gut gefallen. — Schilt. M. W. tu 31. (Oafizien): Ihr Anliegen ans Anfertigung eines Stundenplanes habe ich an einen Meister der Einklassigen meines Schulaufsichtsgebietes abgegeben. — Lehrer A. D. in A.: Die Ratschläge behufs Anfertigung von Reliefkarten sollen durch die „Blätter" laufen, damit alle Leser Kenntnis erhalten. Ich bitte daher um Übermittlung. — Lehrer A. H. in W. und anderen: Das für die oberösterreichische Landeslehrerkonferenz bestimmte Thema „Inwieweit kann der Volksschulunterricht den Forderungen der Gegenwart angepaßt werden?" wurzelt in den „Blättern". Denken Sie an den Abschnitt „Bodenständiger Unterricht" usw.! — Direktor Sch. in H.: Ja, mein Lieber, ohne Martyrium geht es eben nicht ab, wenn man sich in den Bienst des Gemeinwohles stellt. Daß ich hübsch fein zurückgehalten werde, indes andere glückstrahlend hinaushaspeln, hat nichts zur Sache; ich bin allein, ich kann's ertragen. — Hvk. K. K. in K.: Wie gerne würde ich Ihnen helfen! Allem gegen die feste Norm läßt sich nichts machen. — K. Hk. in G.: Der Südheim-Ausschuß lehnt grundsätzlich jedwedes Anerbieten auf Gewinstanteil ab. — „Heut": Der Bericht der „Freien deutschen Schule", betreffend die Bauvergebung, entspricht den Tatsachen nicht im entferntesten. Warten Sie die Untersuchung des Falles ab und Sie werden ganz sonderbare Dinge erfahren! Was mich und meine Gesinnung betrifft, so mögen Sie das soeben eingelangte Schreiben des Aussig-Karbitzer Lehrervereines zur Kenntnis nehmen. Ich meine, dem Abgeordneten Lipka wird man zutrauen, daß er das Wahre vom Schein zu scheiden weiß. Würde man es nicht versuchen, mich selbst in meinen heiligsten Gefühlen zu verletzen, ich würde die Kundgebung des Aussig-Karbitzer Lehrervereines selbstverständlich für mich behalten. So aber muß ich sie als Waffe offen zeigen. Es ist schlimm, wenn man jemanden zur Unbescheidenheit zwingt. Das Schreiben lautet: „In gerechter Würdigung der hervorragenden Verdienste, welche sich Euer Hochwohlgeboren durch die Verwirklichung der Gründung und des Ausbaues unseres Südheimes erworben haben, fühlt sich die deutsch-österreichische Lehrerschaft insgesamt verpflichtet, Euer Hochwohlgeboren den herzlichsten Dank, die höchste Anerkennung und Wertschätzung auszusprechen. Der Aussig-Karbitzer Lehrerverein hat in seiner Vereinsversammlung vom 9. April l. I. nach einem ausführlichen Berichte seines Obmannes, des Bundesausschußmitgliedes Herrn Abgeordneten Erhard Livka, über den Stand und die Benützung des Südheimes den einstimmigen Beschluß gefaßt, Euer Hochwohlgeboren für die opferfreudige, unermüdliche und erfolgreiche Tätigkeit in Angelegenheit unseres Südheimes den heißesten Dank, die größte Anerkennung und Wertschätzung auszudrücken. Indem wir freundlichst ersuchen, dies zur geneigten Kenntnis nehmen zu wolle», zeichnen wir mit dem Ausdrucke der vorzüglichsten Hochachtung für den Aussig-Karbitzer Lehrerverein Karlmann Pöhnl m. p., Schriftführer; Ad. Philipp m. p., Obmannstellvertreter." — Es ist mir leider durch einen Beschluß unmöglich gemacht, schon jetzt den ganzen Fall und die Motive der Verunglimpfung zu beleuchten; ich muß daher die geehrten Leser auf einen späteren Zeitpunkt vertrösten. Da es nicht allein die Wahrung meiner Ehre gilt, sondern auch die der wackern Mitarbeiter im Ausschüsse, der seine ganze Kraft dem Südheim widmet, so werde ich nach dem Abschlüsse der Verhandlungen Gelegenheit nehmen, das ganze Kesseltreiben aufzudecken. Wenn der Artikelschreiber in der „Fr. deutschen Schule" nur auch einmal den deutschen Mut aufbrächte, sich mit vollem Namen zu unterschreiben! — Hrußiiarten, 52 an der Zahl, können erst in Folge 78 erwidert, bezw. vermerkt werden. — Durch Sachsen und Thüringen von Schule zu Schule. 4. Aei Iran; Mohaupt. Der Hobelspanmeister I Wie ein zweiter Peter Hebel kam er vor Jahren in die Stube des ernstst schaffenden Lehrers. Es war ein eigenartig Büchlein, das der Bote brachte. Allerlei „Hvbelspäne aus meiner Werkstatt". Ein bescheidener Titel ivie jener, den das epochemachende Werk des Thüringers Pvlack trug. Bon den „Brosamen" nährten sich Tausende, mit den „Hobelspänen" brachten Tausende Wärme in ihr Schaffen. Die gesunde Pädagogik, die natürliche Auffassung, der praktische Griff nach allem, die nrfrische Sprache, der knappe, durchsichtige Aufbau: alles war neu, war eigenartig, war packend. Wie mußte der Mann aussehen, der so schrieb, wie gab er sich im Leben, wie in seinem Wirken? Diese Fragen waren der Bvrspann für unser Gefährte. — Als wir in Böhmisch-Leipa anlangten, war Direktor Mohaupt mit einem Häuflein der Seinen (auch Damen hatten uns die Ehre erwiesen) bereits auf dem Bahnsteige. Aus der niedrigen Gruppe ragte eine hohe Gestalt, eine bekannte Gestalt: Direktor Julius Pohl, ein guter Bekannter, eine allgemein geehrte Lehrerpersönlichkeit. Mohaupt war, wie er in mir lebte: der Mann vom echten Schrot und Korn. Weniger schien ich aus den zarten Teil der Gesellschaft gewirkt zu haben; denn als wir im Dunkel die Hauptstraße hineinzvgen, hörte ich ein Fräulein lispeln: „Na, ich Hab' ihn mir ganz anders vorgestellt I" „Mit einem langen Barte, gelt, und groß und kühn und ernsthaft?" warf ich zurück. Helles Lachen. Der rechte Ton war gefunden. Gottlob I Wenn man sich im Kreis von Freunden weiß, will man auch wieder einmal Mensch sein, sich geben, wie der Zufall es gerade PFranz Mohaupt. will. Wer Tag um Tag im Amte sitzt, sich Tag um Tag ernsten Geschäften widmet, legt einmal gerne die Pose ab und huldigt der ungezwungenen Fröhlichkeit. In Leipa schien sie eine dauernde Heimstätte aufgeschlagen zu haben; denn da wir sie geweckt hatten, versiegte sie nicht mehr, sie geleitete mit Erinnerungsbildern bis nach Thüringen hinüber. — In dem Gasthofe, der uns aufnahm, waren mehrere Kollegen versammelt. Freund Mvhaupt und Direktor Pohl waren auch zugegen. Vorerst wurde die Pädagogik des Tages besprochen. Viel Ernsthaftes trat da hervor, aber auch viel Heiteres. Das närrische Spiel der Methoden brachte natürlichen Humor. Er wirkte bis in die Mitternachtstunde hinein. — Früh morgens wurden die prächtigen Anlagen von B.-Leipa besichtigt und hernach fand die angekündigte Leserversammlung statt. Ich sollte über das Haus an der Adria sprechen. Wiewohl ich bei derlei Anlässen weit und breit gefürchtet war, weil nach jeder Südheimrede in der Regel eine Sammlung veranstaltet wurde, so war der große Saal des Gasthofes „Im Himmel" dennoch vollbesetzt; ans allen Orten der Umgebung hatten sich Kollegen und Kolleginnen eingefunden. Die Armen wußten wahrscheinlich noch nicht, welch gefährlicher Gast zu ihnen gekommen war. Später mochten sie ihr Kommen bereut haben. Natürlich trug ich meine Absicht nicht offen zur Schau. Anknüpfend an die glückliche Stimmung, wie sie eben „Im Himmel" nicht anders sein kann, gedachte ich der seelischen Hölle, jener Gefühle, die den beschleichen, der einem Leiden verfallen ist, der kummervoll auf die Seinen blickt, der mit jedem Tage seine Kräfte verfallen sicht, der zwar einen Rettungsort kennt, ihn aber nicht erreichen kann. Wie oft mag es sich seiner Brust entringen: „Ach, könnte ich nur auf einige Wochen ans Meer, an den Strand der Adria; ich würde anfleben, würde gesunden und den Meinen erhalten bleiben!" — Der Sold ist zu gering, die Fremde fremd und die Sehnsucht nach der Heimat bei dem Mangel an Gesellschaft ein arger Feind der Genesung. Dies alles zu bannen, muß die Sorge des Kollegen sein, der in der Vollkraft des Schaffens ist. „Wer den Stand ehrt, muß jeden Vertreter desselben lieben, ob nun die Persönlichkeit es bedingt oder nicht. Bezeigen wir unsere Liebe dadurch, daß wir für die Armen unseres Berufes, denen der Erbfeind naht, ein Heim schaffen, in dem sie uns wiedergegeben werden. Gerade im rauhen Norden hält der Tod reiche Ernte; hier beugt der rauhe Sturm so manches Stämmchen in unserem Forst. Und gerade die, die durch das Geäst mit raschein Wuchs zur Höhe streben, brechen zuerst zusammen. In unserem Stande brauchen wir Talente. Retten wir sie, wir retten damit unser Bestes! Wenn man die bleichen Gestalten, in denen ein heller Geist mit dem Hinwelken des Körpers in die Grube sinkt, betrachtet, so muß, wenn nichts anderes den helfenden Arm hebt, doch wenigstens das Mitleid zu Taten drängen. Ein großes Werk braucht große Mittel; diese aber bringt nur der nie erlahmende Eifer in der Kleinarbeit. Wer versteht diese besser als unsere Amtsschwester? Sie findet das Pförtlein zum Herzen begüterter Menschen, sie wirkt ohne Unterlaß; sie mag darum ihren ganzen Stolz darein setzen, für die hohe Tat gewirkt zu haben. Wenn man von hier aus, wo die Stürme des Nordens ins Land brechen, wo zu beiden Seiten im weiten Bogen ein bedeutender Teil von Lehrerintelligenz ausgebreitet liegt, der Gedanke an das Lehrerheim sich als fester Stamm erhebt und seine Wurzeln nach allen Seiten sendet, so fahre ich mit dem Bewußtsein ins Reich hinaus, nach meiner Rückkehr herrliche Früchte zu ernten." — Direktor Pohl wollte sie gleich vom Baume schütteln, indem er ausführte: „Wir haben nun Wohlfahrtseinrichtnngen für unsere unter dem Unrecht seufzenden Amtsgenvssen geschaffen; wir sind in der Lage, das Recht des Standes und das der Einzelnen zu schützen. Denken wir nun auch ernstlich jener, die vor dem Siechtum zu retten sind! Im Angesichte der zahlreichen Kolleginnen und Kollegen, die dem Winter mit Bangem entgegensehen, gibt es kein Zaudern, kein Verschleppen. Da muß jeder ohne Bedenken sein Möglichstes aufbieten, die Not zu bannen. Würde jedes Mitglied unseres Bundes 5 K spenden, wir könnten in wenig Monaten ein Heim an der Adria besitzen und schon in nächster Zeit Hunderte unserer Amtsgenvssen hinabsenden." — Direktor Mohaupt besorgte die „Zusammenfassung" in überaus trefflicher Weise und ging sodann ohneweiters zur 5. Stufe, zur „Anwendung" und „Einübung" über. Hiebei legte er ein von ihm noch nie so offenkundig gezeigtes Geschick an den Tag, so daß der „Himmel" alsbald von anheimelndem Metallklange widerhallte. Dazwischen drang das Klingen der Pokale, galt es doch, den soeben gehobenen Gedanken auf rasche Verwirklichung der Südheimidee zu feiern. „Von Verein zu Verein, von Ort zu Ort, von Haus zu Haus!" Mit diesem Zurufe wurde die denkwürdige Versammlung in B.-Leipa geschlossen. — Mein Begleiter, Herr Fachlehrer Karl Sekora, der „Im Himmel" ein kräftiges Wort zum innigen Zusammenhalten von Süd und Nord in Fragen des.gemeinsamen Fühlens und Wirkens gesprochen hatte, harrte im Hofe der vom Direktor Mohaupt geleiteten Bürgerschule, um den Rest der Teilnehmer in seine Kamera einzufangen. Viele Amtsgenossen mußten gleich nach der Versammlung wieder in ihr Heim zurückkehren. Nachdem auch die letzten Freunde Abschied genommen hatten, besichtigte ich Mohaupts Werkstatt. — „Wie mag es in derselben ausschen? Ist alles so, wie es der Meister schildert? Zwischen Rat und Ausführung ist oft ein großer Unterschied." Hier trat er nicht zutage. Es war alles so, wie es sich der Leser der „Hobelspäne" im Geiste zusammenstellt. In den Gängen die Merksprüche zum Schutze nützlicher Tiere, die Holzverschalung an den Ecken, damit nicht der immer tiefer werdende Ton der Färbung und abgebröckeltes Mauerwerk auf das Alter der Schule schließen lassen, die Bilder auf Rechen, auf daß man sic leicht wechsele, ohne die Wand zu beschädigen, die Bänke verschiebbar (Fischelbänke) mit eingelassenem Tintenglas, das einen Deckel mit Scharnieren trägt, in den größeren Zimmern alle Behelfe für Skioptikvn-vorstellungen, in einem Kästchen die verschiedenen Gctreidearten in natura gesammelt und zusammengestcllt, die Tafeln sauber gestrichen (der Schul-dieuer besorgt die Arbeit, Mischung: Beinschwarz, Terpentinöl und Schleiflack), unterirdisch die Wärmeanlagen, die durch einen Messer genau reguliert erscheinen, zum zweiten Stockwerke ein Telephon (Lehrmittel im Gebrauch): also alles modern, alles praktisch, alles im Geiste der Zeit. — Auch die Amtsstube zeigte den ganzen Mohaupt, wie er sich dem Leser seiner Werke präsentiert. Das Kraftgenie, dem jede Fessel zuwider ist. Der kleine Geist kann sich dem Kleinen und Kleinlichen mit Eifer zuwenden; das lebhaft wirkende Talent findet jedoch nicht Zeit und Lust, Pedanterie in Äußerlichkeiten zu wahren. Mohaupts Arbeitszimmer stellt auf den ersten Blick ein wirres Durcheinander dar, und doch ist in dieser idealen Unordnung die größte Ordnung. Alles hat seinen Platz im Geiste des Walters, allerdings nicht immer im Fach des Kastens oder in der Lade. Ein Kodex lehnt dort an der Ecke, der andere quetscht sich zwischen Zeit-Sin verst-ysener Mick in Mohaupts Arocitsguve. schriften und lose Blätter, wie er eben zu liegen kam; die Sessel und Tische sind reich beschwert, beim immer wieder entleert die Post ihren vollen Sack in die traute Klause. Wer zu Besuch kommt, muß stehen, denn die Sessel haben in dem Wust von Schriften ihre Funktion verlernt. Ach, bei Mohaupt, könnte man wohl auch nicht sitzen! Da gibt es soviel zu sehen, soviel zu studieren. „Hier sind die methodischen Anleitungen verteilt, die ich meinen Lehrkräften je nach der Klasse zum Beginne des Schuljahres zuteile." — Ein fürsorglicher Hausvater! Auch die Kataloge und Lehrpläne hat er für die einzelnen Mitarbeiter vorbereitet. Jeder Sessel trägt eine Klasse. Drüben auf dem großen Tische sind Bücher und Hefte geschichtet wie geologische Formationen. Mit einem Blick, mit einem Griff hat der Meister das Gewünschte. Ist das nicht der beste Effekt von Ordnung. Es gibt Menschen, die Regelmäßigkeit mit Übersicht verwechseln oder alles regellos Gefügte unschön nennen. Wie häßlich müßte da die Natur sein 1 Nur ein Stündlein blieb noch für B.-Leipa übrig. Wir widmeten es dem „Familienvater" Mohaupt, seinen Angehörigen. Im künstlerisch ausgcstatteten Heim trat uns der Kvm- ponist entgegen. Auch hier äußerte sich seine ausgesprochene Männlichkeit und Originalität. Frau und Fräulein Mohnupt waren die sanften Blüten an dem knorrigen Stamme. Ein trauliches Familienleben I Die Sorge um den „lieben Papa", der sich soviel anstrengt, sprach aus jedem Satze. Unlängst hatte er erst wieder eine Theatervorstellung geleitet. Dreimal mußte sie wiederholt werden. Biel Arbeit lag in ihr, aber auch fiel Gewinn für — Wvhlfahrts-einrichtungen. Daß immer dieselben Faktoren bei allem tätig sein müssen! Auf Mvhaupts Schultern liegt so vieles, daß uns um den Wackern bange wird. Wäre die Lehrerschaft ökonomisch, sie müßte dem Manne, der ihr die köstlichen „Hobelspäne" schenkte, von allem entlasten, was ihn von der Arbeit in seiner Werkstatt abhält. Sv kraftvoll wie Mohnupt hat noch niemand unmittelbar ans den Schnlbetrieb gewirkt. Laßt uns daher den Hvbelspanmcister, den Pädagogen, den Schnlvrganisatvr; wir haben ihrer von dieser Güte wenige im Reich! — Die landwirtschaftliche Fortbildungsschule in Österreich. Dorvcmerlluiig: Schon feit langem ist in den „Blattern" das Bestreben hervorgetreten, nicht nur die Arbeit in de» Schulen mit Abteilungen zu regeln, sondern mich in die Belange des Landmannes einzugreifen, um so die Schule ins Bolk zu rücken. Wie ließen sich denn auch die Interessen beider trennen? Einzelne Leitartikel (Hinein ins Volk! Wirtschaftspädagogik u. a.) sowie wertvolle Beiträge mehrerer Mitarbeiter waren Vorboten zu einer energischen Aktion ta dieser Richtung. Sie zeigt sich nunmehr in einem besonderen Abschnitte, den wir mit dem nachfolgenden Artikel eröffne». Herr Oberlehrer W am p recht sanier, der bekannte Mitverfasser eines landwirtschaftlichen Lesebuches und Herausgeber mehrerer, den Gegenstand betreffender Schriften hat es übernommen, die neue Abteilung zu leiten. Es wird demnach für die Hebung des landwirtschaftlichen Unterrichtes in unserer Zeitschrift, die vornehmlich zur Förderung des Landschulwesens geschaffen wurde, von fctztab ein bestimmter Raum zur Verfügung gestellt werden. Abhandlungen, kleinere Beiträge, Berichte, Notizen »nd Anfrage», die dazu gehörigen Antworten: alles soll Platz finden. So bleibt der Stoff lebendig und mit ihm die gesunde Strömung. — Peerz. 1.) Die Notwendigkeit der Gründung landwirtschaftlicher Fortbildungsschulen. Fortbildung! Dieses Wort klingt wie Donnerschall in unsere neue Zeit herein, und wer mit offenen Augen um sich blickt, wird finden, daß fast alle Stände für die geistige Fortbildung ihres jugendlichen Nachwuchses gesorgt haben und nur wenig Berufe einer geordneten Fortbildung entbehren. So gibt es Fortbildungskurse für Ärzte, Beamte, Lehrer, Meister, Gehilfen, Lehrlinge, Dienstmädchen usw. Die gewerblichen Fortbildungskurse sind in Österreich zu einer großartigen Blüte gelangt und man findet kaum einen größeren Ort, der nicht eine solche Schule besäße. Denken wir noch an die verschiedenen Kurse für die Fortbildung in der Musik, in der Stenographie, im Maschinschreiben, in den Spezialfächern der städtischen Gewerbe (Maler, Anstreicher, Friseure, Uhrmacher, Graveure u. a.), so müssen wir eigentlich staunen, welcher Drang nach Fortbildung in Volke wohnt. Alle diese Einrichtungen verfolgen einen doppelten Zweck, nämlich einerseits Wissen und Können zu vermehren, zu vertiefen, zu erweitern, und anderseits, den Charakter zu bilden, den Willen zu härten, das Gemüt zu veredeln. Denn es ist seit den Tagen Herbarts und Pestalozzis ein feststehender Grundsatz: Ein Unterricht, bei dem das Herz leer ausgeht, der nur das Gehirn mit schwerem Wissensstoffe füllt, ist ein trügerisches Luftgebilde, eine Fata morgana. — Wir sehen also auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens ein Streben nach Vervollkommnung und man sollte eigentlich das Wort „Fortbildung“ über das Eingangstor des 20. Jahrhunderts setzen. Wer heute nicht an der allgemeinen Kulturarbeit mitwirkt, wer den Platz, auf den ihn die Gesellschaft gestellt hat, nicht auszufüllen versteht, der wird einfach beiseite geschoben und durch andere Kräfte ersetzt. Da muß es uns doch wundernehmen, daß ein mächtiger Stand, der die Grundsäule eines jeden gesunden Staatswesens bildet, bis zum heutigen Tage fast ohne jedwede Einrichtung zur Fortbildung geblieben ist, infolgedessen auch in wirtschaftlicher Beziehung ins Hintertreffen gelangte und schwer zu kämpfen hat; ich meine den Stand der Landwirte, den Bauernstand. Gewiß haben beim Niedergange unseres Bauernstandes auch andere Faktoren mitgewirkt, auf die hier nicht näher eingegangen werden kann; aber daß der völlige Mangel an Fortbildung wesentlich dazu beigetragen hat, ist wohl für jedermann außer Frage. Und gerade das Gewerbe des Land- wirtes, das Schollengewerbe ist das schwierigste; es erfordert eine Fülle umfassender Kenntnisse und fortgesetztes Mitschreiten mit den wirtschaftlichen Erscheinungen der Gegenwart. All dies ist aber nur möglich beim regelmäßigen Besuche einer Fortbildungsschule, ln dieser Erkenntnis haben auch seit einigen Jahrzehnten politische und landwirtschaftliche Körperschaften immer wieder auf die Notwendigkeit der Errichtung landwirtschaftlicher Fortbildungsschulen hingewiesen, ja der Landtag des Herzogtums Kärnten hat der Regierung sogar ein Gesetz zur obligatorischen Einführung dieses Unterrichtes vorgelegt und auch die Landtage anderer Kronländer haben sich mit dem Gegenstände wiederholt beschäftigt. In diesem Sinne haben Lehrpersonen, Schriftsteller, bedeutende Agrarier und Politiker nachdrücklich auf die Notwendigkeit der Gründung landwirtschaftlicher Fortbildungsschulen hingewiesen. Aber nicht nur wegen der geistigen Fortbildung unserer bäuerlichen Jugend ist die Schaffung landwirtschaftlicher Fortbildungsschulen dringend erforderlich, es handelt sich bei unserem jungen Bauernvolke auch um die Charakterbildung; denn gerade die Zeit nach der Entlassung aus der Volksschule, die Zeit vom 14. bis zum 18. Lebensjahre ist für die ländliche Jugend eine „Sturm- und Drangperiode, in welcher viele physisch und moralisch zu Schaden kommen.“ Um nun diesen physischen und moralischen Gefahren zu begegnen, sollen wir trachten, das Herz der jungen Lente für die Schönheiten ihres Berufes zu gewinnen. Der junge Baum wird an einen Pfahl gebunden, damit er zur Zeit des Wettersturmes an ihm Halt und Stütze finde. So sollen auch wir der ländlichen Jugend treue Berater, väterliche Führer sein. Nicht nur das sexuelle Moment kommt in diesen Jahren hauptsächlich in Betracht, auch der natürliche Hang zur Ungebundenheit, der Drang nach zügelloser Freiheit, der Alkoholmißbrauch und die böse Gesellschaft mit ihrem üblen Beispiele tun das ihrige! Was treiben unsere Bauernburschen am Sonntag Nachmittag? Durch tolles, wüstes Geschrei auf dem Kirchplatze oder um die Dorflinde, durch Belästigung der Fremden und gebildeten Einheimischen, durch ekle Saufgelage in der dumpfen Dorfschenke suchen sie sich die Zeit zu vertreiben. Raufereien mit schweren Beschädigungen und sogar Totschläge sind nur zu oft die traurigen Folgen. So vergehen die schönsten Jahre. Der Kopf wird immer leerer und wenn auch in der Zeit der Militärdienstpflicht manches nachgeholt wird, so ist doch der Schade selten mehr gutzumachen und der Bauernbursche wird seinem Berufe immer mehr entfremdet, weil es einerseits an der beruflichen Vorbildung, anderseits an der nötigen Herzensbildung mangelt. Schuldirektor Oskar Pacher schreibt in seinem „Handbuch für Fortbildungsschulen“, Band VII: „Daß Geschlechtsleben und Alkohol eine so grauenhafte Verwüstung in unserem Volke anrichten konnten, trotzdem alle Welt die Folgen der Unsitten zu erkennen vermag, dürfte wohl hauptsächlich darauf zurückzuführen sein, daß es in unserem Volke im Durchschnitte an der rechten Kraft des Willens, wohl auch an dem wahren Ernst der Überzeugung fehlt. Darum tragen wir auf sittlichem Gebiete das Gepräge des Greisenhaften an uns, und wenn auch die Jugend sich willenlos ihren Leidenschaften ergibt, um ihre edelsten Kräfte zu vergeuden, dann muß das Volk ein entnervtes Geschlecht werden, dem die Begeisterung für das Große unmöglich ist, das ein willenloses Werkzeug in der Hand rücksichtsloser Leiter wird. Die Schäden der Zeit fordern ein willensstarkes Geschlecht, das großer Überzeugung fähig ist. Darum ist eine starke Erziehung notwendig, eine systematische Herausbildung des Willens erforderlich.“ Diese auf die preußischen Verhältnisse bezüglichen Feststellungen kann man Wort für Wort auch für unsere österreichische Landjugend anwenden; es hat auch unsere Presse bereits wiederholt zum Gegenstände geschrieben. So konstatierten die „Landwirtschaftlichen Mitteilungen“ in Steiermark in Nr. 20 vom Jahre 1903 folgendes: „Wer mit offenen Augen die Verhältnisse bei uns auf dem Lande verfolgt, wird finden, daß — was auch schon unzählige Male gesagt wurde — unsere Jugend nach dem Besuche der Volksschule sehr bald einer Zuchtlosigkeit und Verrohung verfällt, was auf den Mangel an geistiger Nahrung, passender Führung überhaupt, Gleichgültigkeit der Eltern usw. zurückzuführen ist. Tausendmal wichtiger noch als die Heranziehung guter, kräftiger Obstbäume, gesunder, kräftiger, gutgearteter Fohlen ist die Erziehung tüchtiger Menschen, was leider so oft nicht erkannt wird. Kaum ein Grundsatz ist richtiger als der, daß die ersten Eindrücke, welche die Jugend empfängt, entscheidend für das ganze Leben sind. Darum ist es unsere Pflicht, für gute Vorbilder in Schulen, Vereinen und Unterhaltungen zu sorgen. Die Jugend darf auch nach beendeter Volksschule sich nicht selbst überlassen, sondern sie muß unter verständiger, wohlwollender Führung in sittlicher Weise für den Beruf und das Leben herangebildet werden.“ Die Angliederung des landwirtschaftlichen Fortbildungsunterrichtes unmittelbar nach der Entlassung aus der Volksschule ist aber auch wegen der in diesen Jahren zunehmenden geistigen Reife unerläßlich notwendig; denn es ist eine bekannte Tatsache, daß die geistige Spannkraft, die Aufnahmsfähigkeit, die Apperzeption der Vorstellungen mit zunehmendem Alter nachläßt. Gerade in der Zeit vom 14. bis zum 18. Jahre sind die jungen Leute am bildungsfähigsten; da geht „manchem der Knopf auf“, da spürt mancher schon am eigenen Leibe, wie man ringen muß, um aus der lieben Mutter „Erde“ soviel herauszuschlagen, was der Staat, das Land, die Gemeinde, das Gesinde und der Gläubiger verlangen. Wenn die Erfüllung der Militärdienstpflicht in die Nähe rückt, wenn vielleicht schon der Vater oder die Mutter „das Zeitliche gesegnet haben“ und die „Jungen“ bald selbst wirtschaften sollen,1 da erwacht von neuem das Bildungsbedürfnis und die Kursschüler stehen mit forschenden Augen vor der Wandkarte des Donaureiches, interessieren sich für den Kreislauf der Nährstoffe aus dem Erdboden in die Pflanzen und durch den Köiper der Menschen und Tiere zurück in den Ackerboden. Sie lauschen aufmerksam den Worten des Lehrers, wenn er von den künstlichen Düngemitteln, ihrer Entstehung, Beschaffung und Anwendung plaudert, horchen wohl gar erstaunt auf, wenn sie die Kunde vernehmen, daß auch das liebe Stallvieh geradeso wie der Mensch Licht und Luft zu seiner gesunden Ent- wicklung nötig habe. Sie freuen sich, wenn sie die Holzmeßtabellen (Waldtafeln) praktisch anwenden lernen und ihnen im Schulgarten ad oculos die Bekämpfung des Fusikladiums (Schorf) mit Kupferkalklösung vorgeführt wird. Ja, sie freuen sich wirklich über das Erlernte, ich weiß es aus eigener langjähriger Erfahrung im Schuldienste. Die Augen leuchten, und wenn der Kurs zu Ende ist, geht man mit einem dankbaren Händedruck vom Kurslehrer fort, um das Gelernte in der Wirtschaft anzuwenden. Der Anschluß der Fortbildungsschule an die Volksschule ist auch aus anderen Gründen wünschenswert. So manche Erscheinungen in der Haus- und Landwirtschaft können mit den Volksschülern aus Mangel an Zeit, wegen der fehlenden geistigen Reife der Kinder und aus anderen Gründen nicht behandelt werden, z. B. die Zinseszinsrechnung, Amortisation von Passivkapitalien, Holzberechnungen nach Wandtafeln, die Lehre vom Aufbau des Tierkörpers, Pflege des Tierkörpers, Pflege der Haustiere, Inzucht, das Wichtigste über die landschaftlichen und staatlichen Agrargesetze, Abfassung von Testamenten, Schenkungsurkunden usw. Die Errichtung landwirtschaftlicher Fortbildungsschulen ist aber auch nötig, um die tiefgesunkene Schaffenslust, das geringe Selbstvertrauen, die Selbstachtung bei der landwirtschaftlichen Jugend zu heben und zu stärken. Die Achtung vor dem Schollengewerbe ist leider tief, recht tief gesunken und wie in Deutschland, so nimmt auch in Österreich die „Landflucht“ erschreckend zu. In den Alpen und Sudetenländern eilt ein großer Teil der landwirtschaftlichen Jugend entweder unmittelbar nach dem Austritte aus der Volksschule oder nach der Entlassung aus dem Militär zur Industrie, weil diese scheinbar bessere Lebensbedingungen und mehr freie Zeit verheißt. Im Süden verlassen Scharen von Hunderten, ja Tausenden die liebe Heimaterde, um in überseeischen Landen ein neues Glück zu finden. Wie hat es mir in Bremen und Fiume jedesmal das Herz zusammengeschnürt, wenn ich die Brüder meines Vaterlandes auf die großen Auswandererkolosse gehen sah und der gigantische Bau sich mit Schnauben und Stampfen in Bewegung setzte. Unwillkürlich tauchte im Bewußtsein das mahnende Gedicht Freiligraths auf: „Die Auswanderer“. 1 Vergleiche: Wamprechtsamer, Leitfaden zur Gründung und Einrichtung landw. Fortbildungsschulen in den Alpenländern. Wien, 1. Kohlmarkt 20 bei Manz. K 150. mr> Ich kann den Blick nicht von euch wenden, ich muß euch anschaun immerdar, wie reicht ihr mit geschäft’gen Händen Dem Schiffer eure Habe dar. Wie wird das Bild der alten Tage durch eure Träume glänzend weh’n! Gleich einer stillen frommen Sage wird es euch vor der Seele steh’n. Der Bootsmann winkt. — Zieht hin in Frieden! Gott schütz’ euch, Mann und Weib und Greis! Sei Freude eurer Brust beschieden und euren Feldern Reis und Mais! Diese Volkskrankheit, die „Landflucht“ droht ein internationales Übel zu werden, dessen Folgen zu den furchtbarsten sozialen Schäden führen müssen, wenn nicht Mittel zur Abhilfe geschaffen werden. Auch zur Besserung dieser Zustände wird die landwirtschaftliche Fortbildungsschule mächtig beitragen können, wenn sie bestrebt ist, in der Jugend den idealen Sinn für die Herrlichkeiten des Landlebens wachzurufen und zu erhalten, damit das junge Bauernvolk seinen Beruf wieder achten und lieben lerne. — Und noch ein Umstand macht die baldige obligatorische Einrichtung dieser Schulen zur dringenden Notwendigkeit. Nicht jeder Kleingrundbesitzer, Bergkeuschler oder landwirtschaftlicher Taglöhner hat die Mittel, seinen Sohn auf ein oder zwei Semester in die landwirtschaftliche Winterschule oder auf etliche Jahre in die Ackerbauschule zu schicken und doch tut auch dieser minder bemittelten Jugend fachliche Weiterbildung not; — sie hat auch von sozialem Standpunkte aus ein Anrecht darauf. Aber auch mancher besser situierte Landwirt scheut sich, seinen Sohn auf längere Zeit in eine höhere Lehranstalt zu schicken, denn, abgesehen von dem Kost- und Schulgelde, den anzuschaffenden Büchern und übrigen Requisiten verliert der Landwirt eine Arbeitskraft, die ihm meist die treueste Stütze im Hause ist und bei seiner zeitweiligen Abwesenheit den Gang der Wirtschaft überwachen kann. Ein solcher Verlust einer Arbeitskraft auf zwei, drei oder vier Jahre fällt aber bei dem gegenwärtigen permanenten Dienstbotenmangel so schwer ins Gewicht, daß der Besuch der Winter- und Ackerbauschule in vielen Fällen aus diesem Grunde unterbleibt. Diesen im Elternhause unentbehrlichen Jungen und Mädchen eine geistige und sittliche Förderung zukommen zu lassen, soll Aufgabe der landwirtschaftlichen Fortbildungsschulen sein, die, da sie sich an den Besuch der Volksschule angliedern, ohne Kosten und Zeitverlust besucht werden können. Überblicken wir das Gesagte, so schält sich folgender Kern heraus: Landwirtschaftliche Fortbildungsschulen sind notwendig, weil der Bauernstand infolge des Mangels an Weiterbildung im Vergleiche zu anderen produzierenden Ständen in geistiger Beziehung zurückgeblieben ist, weil man die Charakterbildung unserer Bauernjugend in ein planmäßiges Geleise leiten muß, weil die ländliche Jugend gerade in der Zeit vom 14. bis zum 18. Lebensjahre am bildungsfähigsten ist, weil in der Volksschule viele für den Bauersmann hochwichtige Stoffe nicht behandelt werden können, weil die „Landflucht“ in diesem Berufe immer zu- und die Freude zur Bearbeitung der lieben Mutter Erde immer mehr abnimmt, und endlich, weil die bestehenden höheren landwirtschaftlichen Lehranstalten den minder bemittelten Kreisen der Kleinbauern nicht zugänglich sind. Und wenn die landwirtschaftliche Fortbildungsschule einmal im Volke feste Wurzel gefaßt haben wird, dann werden auch die Worte des gewaltigen Preußenkönigs, Friedrichs 11., wieder Geltung haben: „Der Ackerbau ist die erste der Künste und ohne sie gäbe es keine Kaufleute, keine Höflinge, keine Könige, Dichter und Philosophen ; nur das ist wahrer Reichtum, was die Erde hervorbringt.“ Fr. 8. Wamprechtsamer. Herausgeber und ueramwortllcher (6d)dftlcli«: Hubult 0 h, franko gegen Hinsendung von 70 h. Ungefähr 50 Lieder. Bon hervorragenden Schulmännern begutachtet und vom Landesschulrate bestens empfohlen. Taschenformat 8°. Künstlerisches Titelblatt. Merkag von -------------- Johann Kroß S. A. Weiß in Innsvrnck. Großer, bedeutender Kirchenmusikverlag. ----------Kataloge gratis und franko.------------------ genügen, so bin ich gerne bereit, ein Muster mit den nötigen Arbeiten nebst den Anleitungen dazu zu senden. Denn Anschauung erreicht auch hier mehr als Worte. Kranz ZUtzvcrger, Oberlehrer in St. Johann am Wimberg (Oberösterreich). Zur 2. Krage. (Vgl. Folge 75.) 7.) Wer, besonders in niederorganisierten Schulen, eine Leinwandrolltafel benützt hat, wird nach weiterem nicht mehr fragen. Raum zur Genüge ist der eine, Einstellung auf die passende Schreibhöhe auch durch das schwächste Kind der andere Vorteil. Im Verlage des „Lehrervereines des Landes Vorarlberg" hat Herr Kollege Walter eine Werkzeichnung herausgegeben, nach der nebst der Leinwandrolltafel alle ändern Schulmöbel hergestellt werden können. Preis der Zeichnung 6 X. Auf genannter Rolltafel kann zudem mit Lineal gezeichnet werden. Sie ist also auch in den höheren Klassen verwendbar. Preis der Tafel 330 X 155 = 95 K; 500 X 155= 115 K. Man lasse sich durch die Verwaltung des „Jungen Bürgers" in Dornbirn den Walterschen Schulmöbelprospekt kostenlos zuschicken. A»g. Müller in Dornbirn. 8.) Ich besitze seit 1905 eine Schultafel mit zwei Schiebetafeln, welche drehbar sind, so daß beide Seiten jeder Tafel beschrieben werden können, mithin 4 Flächen. Dieselben sind wirklich praktisch und auch von den Kindern leicht zu handhaben. Natürlich muß das Schulzimmer die entsprechende Höhe haben. Angefertigt wurde die Tafel von einem hiesigen Tischlermeister; es kam der Preis mit Eisenbeschlag, Drahtseil (zum Auf- und Abziehen) und Aufstellen auf 100 K. In Anbetracht der ausgezeichneten Konstruktion und des tadellosen Gebrauches sehr billig. Itoman Rechner in St. Jodok, Tirol. 9.) Herr Fachlehrer Hans Höller in Königsberg a. Eger, Böhmen, liefert verdreh- und verschiebbare Doppeltafeln, die wohl unübertrefflich sind und sich in jeder Beziehung bewähren. Kein Werfen und Reißen, der Anstrich tiefschwarz und dauerhaft. Auch die Handhabung ist eine leichte. Schon neunjährige Kinder können die Tafeln wenden, falls es der Lehrer verlangen sollte. Der Anschaffungspreis ist mit Rücksicht auf die vielen Vorteile ein mäßiger. Karl Aohn, Lehrer in Przichowitz, Nordböhmen. Beiträge für das Leljrerheim in Lovrana. 611. Sammelergebnis des Zweiglehrervereines „Paternion" K 15. — 612. Spende des Zweiglehrervereines „St. Veit und Umgebung" K 6-70. — 613. Lehrer Oskar Wagner in Lieboritz, Böhmen, Grdkr. X 1. — 614. Spende des Lehrkörpers der Volks- und Bürgerschule Mährisch-Rolhwasses 12-3 HANS MÜLLER Schönbach, Böhmen feinste « « « * Solo- und Orcbtsterelolinen. Gute Violine samt Holzetui, Bogen, Schule, Stimmpfeife, Reservebezug etc. franko 15, 20 X. Feine Solo-Violine samt feinstem Zubehör 30, 40, 50 X franko. Den Herren Lehrern liefere ohne Nachnahme auch zur Ansicht und Probe, ohne Kaufzwang. Teilzahlungen gestattet. Garantie: ZurücknahmeI Kataloge frei! 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Die von einigen Schulblüttern gegen uns eingeleitete Agitation hat uns eine so große Anzahl neuer Abnehmer gebracht, daß wir nunmehr, ohne die Zeitschrift zu schädigen, die säumigen Zahler ohneweiters aus der Bezugsliste streichen können. Ehe wir dies tun, richten wir noch einmal an alle, die der Rechnungsübersicht noch nicht entsprochen haben, die höfliche Bitte, den Rückstand zu begleichen. Wiederholt ist es uns vorgekommen, daß wir den Bezug einstellten, hierauf den ausständigen Betrag erhielten und nun ein neues Konto eröffnen mußten. Das bringt Störungen und lästige Mehrarbeiten. Einmal muß ja doch gezahlt werden. Warum soll es nicht gleich geschehen? Wir begnügen uns auch mit der Begleichung in Raten. — J. M. in T.: Den Wiederverkauf von Büchern können wir leider nicht fortführen, da wir mit Arbeiten Uberhäuft sind. Wagen Sie ein kleines Inserat! — Die nichtverwendbaren Folgen erbitten wir zurück. — Oberlehrer J. P. in Tw. Post K.: Der Abschnitt ihrer Postanweisung enthält nachstehende Bemerkung: „Ich ersuche im Briefkasten um Mitteilung, ob ich mit der Bezugsgebühr im Rückstände bin. Es wäre mir sehr leid, wenn die „Blätter“ plötzlich ausblieben.“ — Sind Sie unbesorgt, der Bezug ist bis Ende 1910 gedeckt. Wären nur alle Abnehmer so genau, wir könnten uns viel Verdruß und Arbeit ersparen. — L. K. in P.: Wir haben den Versuch gemacht und die Einbanddecken und Sammelmappen einem Teil der Auflage beigeschlossen. Da jedoch viele in beschädigtem Zustande zurückgekommen sind, so müssen wir von der Massenversendung absehen und können uns daher nur auf feste Bestellungen beschränken. Die Zukunft der familie wird für den Fall des frühzeitigen Ablebens des Oberhauptes am wirksamsten sichergestellt durch die Lebensversicherung; diese betreibt der Erste allgem. Beamtenverein der österr.-ung. Monarchie in allen möglichen Kombinationen nach den Grundsätzen der Gegenseitigkeit. 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Szentistvdnpatak (Ungarn), 21, März 1909. 4—4 Achtungsvoll: Z. F., Kommandant der Feuerwehr. v' Tr. Scboenftld h €• Malerfarben- und Maimcbiabrlk in Düsseldorf Feinste Künstler-Gl- und Wasserfarben. Schul-Aquarellfarben itt Tuben, Näpfchen ». Stückchen. Knopf - Aquarellfarben. Reform - Schulfarben. 6ukas- Temparafarben. Tusche. Unsere neue Preisliste für Schul-zweckc u. Havesscn mit Mischungen der feinsten Wasserfarben stehen den Herren Zeichenlehrern kostenlos zur Verfügung. sAZes Sämtliche Rial- und Zeichenutensilien, s^as-a Es ist mir Ehrensache, streng reell und gut zu bedienen! methodische Schriften von Rud. €. Peerz. (Bezug durch die Verwaltung der „Blätter für den Abteilungsunterricht“ in Laibach.) 1. 230 praktische Rechenaufgaben, wie sie das Leben bietet und das Leben braucht. Von Dengg-Peerz. — a) Ausgabe für Lehrer, geb., 1 K 20 h. — b) Ausgabe für Lehrer, geheftet, 1 K. — c) Ausgabe für Schüler (Oberstufe) 20 h. 2. Das Zeichnen nach der Natur in der Landschule. 2. 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Reich illustriert, mit der Ergänzung „Talabwärts von Schule zu Schule“ (Die Wanderung nach 7 Jahren) versehen. — Elegant gebunden 3 K, geheftet 2 K. 9. , Blätter für den Abteilungsunterricht1. (Monatschrift zur Förderung des österreichischen Schulwesens.) — a) 1., 2., 3. Jahrgang (1904, 1905, 1906) als Buch in 3. Auflage erschienen (geheftet) 4 K elegant gebunden 5 „ b) 4. Jahrgang (1907) als Buch in 4. Aufl. erschienen (geheftet) 3 „ elegant gebunden 4 „ c) 5. „ (1908), in Heften zu haben 4 „ d) 6. .. (1909) 6 „