Lmtmcher Heilung. Nr. 18». Prann „lerationsftrcis: (im Eomvtoir qanzj. sl. N. ,>>>,l'j. N. s,.5U. ssür die Zustcllunss >nt» H,n>« IM',. 5.0 li. Mil dci Post ssnnzj. fl. l5>. haldj. ft. ?.5l». Donnerstag, i. September Ins«rm. !» ll. u. s. w. Inserlionilfleinpcl jedesm. UU lr. I87U. Amtlicher Theil. Se. k. und t. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom M. August d. ^. über Au trag des Reichskanzlers, Ministers dcö kaiserlichen Hauses und des Acußeru, dcu Kanzler des k. imd l. Consulates in Scutari Alexander Rchu zum Viccconsul auf dem von ihm bisher bekleideten ,^'anzlerpostc!,, den Kanzler des l. nnd t. (hclicrak'unsulatcs in Odessa Dr. Alexander u. Tpiusio zum Viccconsul bei dem k. uud t. General consulate in Voudou und den Kanzler des k. und t. Eou^ sulatcs in Iassy Isidor u. Zotta zum Viceconsul bei dem t. uud k. Konsulate iu Galatz allcrguädigst zu ernennen geruht. W^lmdmaclnlNst des Finanzministeriums D vom 3?. August « ^T« tn Betreff der Eiulösuug der Müuzschcinc und der Sechs-krcuzcrstückc mit der Jahreszahl 1848 und l849. Mit Bczichuug auf die Kuudmachnug des Finanzministeriums vom 5>. September 18!!'.» (^it. O. Bl. Nr. 14s',) uud vom 2 l. April 1870 (N. G. Bl. Nr. 62) wiro bekauut gegeben, daß die Einlösung der Münzschcinc ^nd der Scchskrcuzcrstückc mit dcu Iahrcszahlcu 1848 ^"d 1849, vo,n 1. September 187(1 au, statt bei der Gtaatsccntralcassc, in der bisherigen Weise bei °er k. k. ^andeshauptcassc iu Wien zu crfol-«cn hat. Holzgethan m. p. Kaiser!. Verordnung vom H«V. Auaust «85«>, wodurch mit Beziehung auf dcu tz 14 de^ (Grundgesetzes über die Ncichsvertretung vmu 21. December 1807 (R. G. Vl. Nr. 141) cm letzter Tcrmiu für die Einlösung der Müuzschcinc uud der Silbcrschcidemüuzc zu 6 Kreuzern EM. festgesetzt wird. 1. Die Münzschcinc zu 10 Kreuzer,, uud die Sil-derscheidcmüuzc zu 6 Lrcuzcru CM. mit der Jahreszahl 1848 und 1849 werden nur mehr bis cinschlicßig dcu 30. September 1870 in ihrem bisherige», Umlaufswcrthc eingelöst. 2. Nach Ablauf dieses Termines entfällt hinsichtlich üer Münzschcinc jcoc weitere EinlösuugsocrbindUchlcit Und sind dieselben vom 1. October 1870 augcfangcu «ngiltig. Bezüglich des uicht zur Eiulösuug gelangten Restes der Müuzschciuc wird uach Artikel 2 des Gesetzes vom 1- Juli 1868 (N. G. Bl. Nr. 84) vorgegangen werden. 3. Vom 1. October 1870 angefangen wird die Silberschcidcmimze zu 0 Kreuzern CM. mit der Iahrcs-M 1848 und 1849 uur mehr gegen die Vergütung "es Matcrialwcrthes in Silber von dem k. k. Haupt-^üuzamte in Wieu und von den Gold und Silbcrein-losungscasscn bei dcu PuuziruugSiimtcru in ^inz, Prag, ^rakau, wnbcrg, Graz, Bregcnz und Trieft zur Ein-^sung übernommen. . Dem k. k. Finanzministerium ist jedoch vorbehalten, "Ut dem k. uugarischcu Fiuauzmiuistcrinm uach Ablauf ^ Einzichungstermiucs der Silbcrscheidcmiu,zc zu 6 Kreuzern CM. einen Einlüsuugöwcrth derselben gegen ^°tcu zu vereinbaren. Dieser Einlösuugswcrth wird öffentlich kundgemacht ^ 4. Mit dem Vollzüge dieser Verordnung ist der nnanzministcr beauftragt. Schönbrmm, am 29. August 1870. /ranz Joseph ni. p. Hoka^^ Taaffc m.p. Tschabuschniga m. p. «" ^»eiyan N. p. Petrin«'» ui. p. Stre,uayr m. i>. u^?.^"""a des Ministers flir Eultus ^no Unterricht vom HO. August R 87«>, "ne Schul- uud Untcrrichtsordnung für die allge< meinen Volköschuleu erlassen wird. X «. (Schluß.) 2^»n deu Lehr uud Vcrumittcln. "nd ^rn ''^^^ ^lh"lc soll uiit dcn erforderlichen Lehr-schaffen ' ""^l" "ollstnndig versehen sciu. Wcgcn Bei dMch da« s?^'" hat sich der Leiter der Schuic an die § 7, ^ berufene Behörde zu wenden, »tens folop^"^ i^c Schule follcu uach Bedarf unnde ucndc Lehrmittel angeschafft werden: > ü. Apparate für dcu ersten Leseunterricht; »). Vcrauschaulichuugsmittcl für dcu ersten Nechenunter- richt; s. Bilder für dcu Auschauuugsuuterricht; . Borlcgcblättcr für dcu Unterricht im Zeichnen; ^. eine klciuc Eammluug von heimischen Naturtörpcru uud einfachen physikalischen Apparaten; I>. eine Schulbibliothcl. tz 72. Die von dcr Bczirkslchrcrconfercuz für jede Classe oder Abthciluug bestimmten Lcrumittcl sollen sich iu dcu Händen aller Schulkinder befinden. Außer del, erforderliche,, Schulbüchern hat jedes Schulkind ciuc Schrcibtafcl und auf den späteren Uutcr-richtöstufcn dic uöthigcu Schreib^ und Zeichenhefte uach Auorduuug des Lehrers zu bcsitzcu. Die Schulbücher und audcrcu Lcrnmittel sind dcu Kiudcru durch dic Eltern oder deren Stellvertreter und im Falle erwiesener Dürftigkeit derselben durch die uach dem Gesetze dazu Verpflichteten bcizuschaffcn. XI. Von den Schulen für weibliche Handarbeiten uud Haushaltungslunde. § 73. Zu dcn nothwendigen Ul'tcrrichtsaeaclistan-den für Mädchcu an dcn allacuiemen Volksschulen gehören auch die weiblichen Handarbeiten uud die Haus-hallungsknnde. Hiefür haben die Bezirksschulbchördcn auf dcn Antrag oder nach Anhörung dcr Ortsschulbchorden eigene Arbeitsschulen entweder in Verbindung mit dcn Volksschule,, oder abgesondert von denselben einzurichten. An selbständigen Mädchenschulen hat die Arbeitsschule allemal eine bcsondcrc Schulabthcilung zu bilden. Der Unterricht umß, ullßcrhalb der für dcn Volts-Ichuluntcrricht im tz 47 fcstgcsctzlcn Unterrichtszeit, mmdcstcnö durch sechs Monate im Schuljahre ertheilt werden. 8 74. Die Zalil dcr wöchentlichen Unterrichtsstunden bestimmt die Bezirksschulbchördc. ^ K ?!). lHj„«. Lchrerin dan nicht mchr als 40 ^chnlennucu gleichzeitig unterrichten. Bei einer größere,, Anzcchl sind Parallclabllicilunacn einzurichten, ^s^ ^V ^^ Bczisksschlilbchordc bestimmt, von welchem IahrcScurse der Voltssctil.lc an, der Unterricht zu beginnen hat. 5^. , ^. ^^' ^ Vcfrciung vom Acsuche dcr Arbeitsschule kann die Ortsschulbchörde auf Verlangen dcr Eltern oder deren Stellvertreter denjenigen Mädchen bewilligen, von denen nach ihren Verhältnissen zu erwarten ist, daß sie den nöthigen Unterricht auf andere Weife erhalten. § 78. Dcr Unterricht in dcn Handarbeiten hat sich zu crstreckcu auf: Stricken und Häkeln in seinen verschiedenen Anwendungen; Nähen, vorzugsweise Wcißnähm; Flicken, sowohl von Strümpfen, als aller Art von Zeugen; Zeichnen der Wäsche; Zuschneide» allcr iu dcr Schule vorkommenden Näharbeiten. DaS für die bürgerliche Hauehaltung Unentbehrliche hat vorzugsweise Berücksichtigung zu finden; Kunst-arbeitcn können nur dann eintreten, wenn sich die Schülerinnen die nöthige Fertigkeit in den gewöhnlichen weiblichen Arbeiten angeeignet haben. Wünsche der Eltern in Betreff der Arbeit dürfen nur infofern berücksichtigt werden als sie nicht gegen Ordnung und Regel dcr Schule streiten. § 79. Der Unterricht iu der HauShaltungslunde hat zu umfasse,,: ll. Belehrungen über die Arbeilssloffe nach ihrem Ursprung, ihrer Beschaffenheit, Bereitung und nach ihrem Preise; d. Belehrungen über die wichtigsten Nahrmigsstoffe, ihrcu Anlauf und il),«» Verwendung; <>. Belehrungen über die Handarbeit nach ihren verschiedenen Arten m,5 ihrer manniafalligcn Verwendung ; «I.dic Bclanntmachuüg mit den Werwuncn und Gerä, -.nan in dcr Haushaltung bedarf; l>. Belehrungen über diü Wohmiüg des Menschen und über Krank, npstcge. Der Lehrstoff der HauShaltunaslunde ist auf die oberen Stufen zu vertheilen. t; 80. Die Schülcrinncu haben die zum Unterricht erforderlichen Werkzeuge und Stoffe mitzubringen. Wird dics unterlllsfen. so sind Eltern oder Stellvertreter durch die Orlsschulbehördc zur Anschaffung des Fehlen« dcn anzuhalten. Leisten Eltern oder deren Stellvertreter der Aufforderung nicht Folge, so hat auf deren Kostcn die Orlsschulbchörde jür die Anschaffung Sorge zu tragen. Für Arme wird das Nothwendige von den durch das Gesetz dazu Verpflichteten beigestellt. §81. Es steht der Ortsschulbehorde frei. die unmittelbare Aufsicht über die weibliche Arbeitsschule einem Frauencomil«'' aus den Angehörigen der Gemeindemilglieder zu übertragen. Dieses hat sodann die Ausgabe, dic Anstalt von Zeit zu Zeit zu besuchen nnd die zur Förderung der Schule dienlichen Anträge an die Ortsschulbehörde zu stellen. 8 82. In Bezug aus den Besuch der Arbeitsschulen, die Entlassung dcr Schülerinnen, die Schulzucht, die Psiichlen der Lehrerinnen, die Prüfungen und Zeugnisse gellen im Allgemeinen die für die Volksschulen vorge. zeichneten Bestimmungen. Wo die Arbeitsschule in Ver-bindung mit dcr Volksschule steht, hat dieselbe an der Schlußprüfuug oder Schulfeierlichtcit sich zu betheiligen und hiebe, auch die Handarbeiten der Schülerinnen zu Jedermanns Einsicht aufzulegen. Ebenso sind die Zeugnisse solcher Arbeitsschulen mit jenen der Volksschule zu verbinden. Schlußbestimmung. § 83. Die Formularien zu den verschiedenen NmtS» schriflen (Schulmalrilcn. Classenbüchcrn, Katalogen. Zeugnissen, Schullmchrichtcn u. s. f.) werben den Schulen durch die Landcsschulbchörde vorgezcichntt, welche auch die dazu nöthigen Instructions zu ertheilen hat. ?lm W. August 1870 wurdc in der l. l. Hof- und StaatS-druclcrri daS XI^IV. Stllck deS ReichSgcsehblatles ausgegeben und ! versendet. Dasselbe enthält unter Nr. I<»7 die itimdinachillig des Filillilzminisleriums vom 87.Niignfi in Betreff der Eiiilüsung dcr Mnnzscheine und der Sechs-ln'ilzersliicle mit der Jahreszahl IU4U und 184V; Nr. 108 die kusrrlichc Vclordnu.ig vom 29. AuaM 1870, wo durch mil Beziehung aus dcn 8 14 des GruüdgcsctzcS llder dic NriäMrrlMimg vom 21. Dccrmbrr I8v7 <3l. G. Vl». Nr, I-ll) cm lchlrr Termin siir dic Einlösung der MlinHW scheine und der Silvcrschridcmiinze zu stchS Kreuzern EM» festgesetzt wird. (Wr. Ztg. Nr. 804 vom 30. August.) Nichtamtlicher Theil. « Laibach, 31. August. I Der Präger Landlag wurde gestern mit folgender kaiserlichen Botschaft eröffnet: „Den folgenschweren Ereignissen gegenüber, deren Schauplatz Europa geworden ist, haben Wir es als Unsere dringende Negerttenpflicht erkannt, für den unoer-züglichen Zusammentritt dcr gesetzlichen Vertreter Unserer Monarchie Sorge zu tragen, und zu diesem Ende haben Wir sämmtl'che Landlaqc einberufen. Mit hoher Vefriediauna erfüllt eS Uns, in einem so ernsten Momente, wo Unsere Monarchie mehr denn jc des einträchtigen ZusannnemvirleuS aller ihrer Völker M bedarf, die Vertreter Unseres geliebten Königreiches H Böhmen versammelt und von jenem hingebungsvollen Patriotismus beseelt zu wissen, den Unser getreues Königreich Böhmen so vielfach bethätigt hat. Die Wünsche, welche ciu großer Theil der Beoöl« lerung Unseres Königreiches Böhmen für eine Revision der Beziehungen desselben zum Ocsammtrcichc begt, sind der Gegenstand sorgfältiger Erwäaung. Die Bcfricoi« gung derselben im Einklänge mit den Bedürfnissen der Monarchie uud auf der Ornndlage des conslilulionellen Gesammtrechtcs und gleicher Billigkeit für alle Theile herbeizuführen, wird die cisrigc Sorge dcr Neginunq sein. Aber in dieser Zeit schwerer Entwicklung ^warten Wir von dem patriotischen Sinne Aller daß der Blick i übcr die inneren Fragen hinweg auf die allgemeinen ^ Ausaaben der Vaterlandsliebe, auf dic höheren ^iele ae ! mcmsamcn Streben« ycrichtcl werde. ! Wir wmdeu Uns daher an dcn Vandtaq Unseres , KoniarelchcS Böhme», indem Wir denselben auffordern, die Wahlen für dcn Reich?iattj oh„c Auffämt, vori«. nehmen, damit Wir die gestrichen Vertreter der Mo"' 1420 archie um Uns versammeln tonnen, deren verfassungsmäßiges Mitwirken dringend geboten erscheint. Nnmit entbieten Wir in Gnaden dem Landlage! Unseren laiserl. und lünigl. Gruß." Die Annäherung derParteien inBöhmen, spiegelt sich bereits in der Sprache der Prager Blätter ab, die nun einen lange von uns vermißten, versöhnlichen Ton anschlagen, von welchem wir mit Befriedigung Act nehmen. Die „Politik" bringt einen „Versöhnung" überschriebenen Artikel an der Spitze ihrer gestrigen Nummer. ..Welch' ehrlicher Mann," ruft sie, „hätte nicht ein Ende der nationalen Befehdung erstrebt, die jedem freiheitlichen und socialen Aufschwung hindernd entgegentrat und das Aufblühen unseres Landes syste^ malisch unmöglich machte?" Das citirte Blatt spricht die Hoffnung aus, daß es seiner Partei gelingen werde, ihre politischen Widersacher im eigenen Lande dahin zu überzeugen, daß sie Friede und Freundschaft mit ihnen haben wolle, soweit es sich irgend mit den heiligen Interessen des von beiden Stämmen gemeinsam bewohnten Landes verträgt. Auch der „Potrol" spricht sich in ähnlichem versöhnlichen Sinne aus und hofft, daß das „weiße Blatt," das den Deutschen nun geboten wird, in einer die Interessen beider Parteien wahrenden Weise beschrieben werden wird. Paris wird seit dem 24. August, wie es heißt, auf Veranlassung des Generals Trochu, von allen „schädlichen Elementen," abgestraften Verbrechern, Vagabunden, Prostituirten, gesäubert. Die Polizei-Organe, „Gaulois" und „Figaro," behaupten, daß man bei die» ser Gelegenheit wieder mehreren preußischen Spionen auf die Spur gekommen sei, darunter einem Individuum aus dem Großherzogthum Posen, bei welchem man 10.500 Francs in englischem und deutschem Golde gefunden hätte. Das ganze Gesindel ist einstweilen in der Conciergerie und den Polizei-Gefängnissen untergebracht, von wo es nach Provinzial-Strafanslalten abgeführt werden foll. Mit diesem polizeilichen Act nicht zu verwechseln ist ein anderer, durch welchen brotlose Ausländer (nicht blos Deutsche, sondern auch Engländer, Italiener u. f. w.), ferner selbst einheimische Bettler und Nathdürftige im Hinblick auf die drohende Belagerung mit Weib und Kind aus Paris fortgefchafft und entweder an die Grenze oder nach den Departements gebracht werden, in welchen letzteren amtliche Vorkehrungen für die Aufnahme und Vertheilung dieser Unglücklichen getroffen wcrden. Die „Patrie" erklärt, daß nunmehr, 26., die Befestigung von Paris vollendet sei. Die Bewaffnung der Forts sei ciue so gewaltige, daß ein Vclagc-rungsheer von der Stadt aus, die eine Feldarmee zu ihrer Unterstützung im Rücken habe, unfehlbar vernichtet werden müsse. Die Preußen, die anfänglich direct auf Paris hätten marschiren wollen, scheinen jetzt mit der Durchführung dieses Planes zu zössern. Nach einer den Pariser Journalen mitgetheilten ofsiciösen Note hätte der König von Preußen selber seinem Sohne abgerathcu, seinen Vormarsch auf Paris fortzusetzen. Der Kaiser Napoleon hat, wie „La Presse" erführt, die Nacht vom 24. zum 25. in Rethel verbracht, wo er mittelst der Ardermen-Bahn angekommen war. Das Gefolge des Kaisers und seines Sohnes bestand aus den Generalen de Beville und Lepie, den Ordonnanzoffizieren Gusmann und Avril, dem Dr. Conneau und den Herren Bachon, Franceschini und Pietri. Der General de Failly, welcher des Oberbefehls über das 5. Corps enthoben worden, tritt wieder in seine Func- tionen als Adjutant des Kaisers. Seitdem dic Verbindungen durch den Feind gestört sind, geht täglich der Dr. Conneau oder ein Oroonnanzofficicr selbst nach Paris, um der Kaiserin Nachrichten uon ihren: Gemal zu überbringen. Nach den neuesten officiellen Nachrichten hat die Armec des Kronprinzen von Sachsen uon Verdun aus eine Schwenkung gegen Norden gemacht und ist nunmehr als rechter Flügel de« deutschen Aufmarsches gegen Paris zu betrachten. Sic wurde augenscheinlich zur Säuberung der Argonnenpässe, respective zur Sicherung der rechten Flanke der auf Paris marschircnden Armeen gegen Nordwcsten dirigirt, um im weiten Bogen gegen RheimS vorzurücken und der Armcc Mac Mahon's jede Verbindung mit Metz abzuschneiden. Ihre Necognosci-rungen werden sich wohl bis an die belgische Grenze ausdehnen. Der Kronprinz ist schon weit im Departement der Ardennen vorgedrungen; seine Reiter stehen bereits in Montois Grand Pr>! und Buzancy, wo ein sächsisches Reiterregiment am 28. gegen ein französisches Chasseur-Regiment ein siegreiches Gefecht bestanden hat. Wenn sich die von der französischen Regierung signa-lisirten „Hindernisse," die dcm Vordringen der deutschen Truppen bereitet werden sollen, auf diese schwache Gegenwehr beschränken, dann wird der Aufenthalt kcin gar langer werden, weil die Deutschen schon heule im Herzen des Departements Ardennes stehen nnd dic Pässe bis zur Hälfte ohne Verlust genommen haben. In Florenz ist eine Note des norddeutschen Bundeskanzlers eingelaufen, welche Protest gegen die Verletzung des Völkerrechts durch das Schießen auf Parlamentäre uon Seite der Franzosen erhebt. Das italienische Panzergeschwader ist am 2<1. August aus dcm Hafen von Spezzia ausgelaufen; der Bestimmungsort ist unbekannt. Es herrscht fieberhafte Thätigkeit in den Werkstätten und auf den Werften. Dem ,.N. Wr. Tgbl." wird aus Rom, 27. August, mitgetheilt: Die Kaiserin Eugenie hat an den Cardinal Bonaparte ein Schreiben gerichtet, worin sie die Situation Frankreichs und mehr noch die der Dynastie in den düstersten Farben schildert und den Cardinal bittet, er möge den heiligen Vater beschwören, daß derselbe öffentliche Gebete für das Wohl Frankreichs, für den Kaiser und den kaiserlichen Prinzen anordne. Der Cardinal theilte diesen Brief dem Papste mit, der aber erwiederte, daß er keine besonderen Gebete für Frankreich veranstalten lassen könne, weil er dann das-selbe auch für Preußen thun müßte. Es sei ihm nichts möglich, als allgemeine Gebete für dic Wiederherstellung des Friedens anzuordnen, ohnc dabei eine der kriegführenden Mächte zu erwähnen und das sei bcrcittt geschehen, Der Cardinal meldete das Scheitern seines Auftrages nach Paris. Auffallend wird bemerkt, daß daS erste Stockwerk im Palastc des Cardinals zum Empsana, von Gästen in Stand gesetzt wird und man will daraus schließen, es werde dic Ankunft mehrerer Mitglieder der Familie Bonaparte erwartet. Ucbcr das Schicksal seines Bruders, des Prinzen Karl Bonaparte, der ein französisches Regiment connnandirt, ist der Cardinal schr besorgt, da eine telegraphische Anfrage, welche er nach Frankreich richtete, unbeantwortet geblieben ist. Aus Nom wird der ,.Tr. Ztg." geschrieben: Das ökumenische Concil hält von Zeit zu Zeit noch G c neral Congregatio-lien. Es kommen 140 Bischöfe zusammen, um in St. Peter fast jedc Woche eine Sitzung zu halten. S>^ dieselben auch sämmtlich inländische Prälaten und lnM ihre, der römischen Curie ausschließend ergebene geru^ Anzahl einen schreienden Contrast mit den wesentlichen Gedingungen eines ökumenischen Conciles, so stört dcn' noch kein innerer Vorwurf diefe ruhige, in ihrer Mldc begrabene Versammlung. Ich kann nicht umhin, emen Artikel des officiellen „Giornale di Noma" im AuSM mitzutheilen, welcher alles, was ich seiner Zeit über den Werth der conciliärcn Opposition mitgetheilt habe. <" das vollste Licht stellt. /In Folge dessen," sagt düS ^ nannte Blatt, „was wir bereits zu wiederholten malen über die Manifestationen derjenigen Bischöfe mitgethew haben, welche bei der 4. öffentlichen Sitzung des vatic«' nischcn ökumenischen Conciles nicht erschienen sind (e handelt sich um die am 18. Juli stattgehabte SitM iu welcher die päpstliche Unfehlbarkeit zum Kirchen stimmung folgender Bischöfe, welche entweder vcrh^ waren, in der obgeuannten Sitzung zu erscheinen, ^ während derselben in ihren Diöccscn zurückgehalten ^ ren, nämlich jene der Crzbischöfe von Air, Sc>^' Algier. Aucira und Cäsarca. sowie jene der Bischof Vndun, Pamicrs, Samt Flenr, VinccnncS, M^ Trapani, CutanMl), Cefalu, Pozzuoli, Cava di S^ Sant Angelo de' Lombardi. Polemonia, Almira ^ Columbia. , Nun kommt noch ein Document, das eine Ant!»' auf die Annullirung dcS Concordats sein soll. > Der Staatssecrctär Antonelli an den Nuntii. Brüssel: ..Es ist zur Kenntniß Sr. Heiligkeit gelH daß einige Gläubige, ja sogar der oder jener l9>A, dafürhalten, daß die Entscheidung dcs vaticanischen ^ j mcnischen Concils vom 18. Juli d. I, ohne eine a«, wellige feierliche Veröffentlichung von Seite Sr. Hl>^ leit nicht giltig wäre. Es wird wohl Niemand g^ ^ der diese Voraussetzung nicht scllsam fände. Die 2' < slitntion, um welche es sich hier handelt, crhicll möglichst feierliche Veröffentlichung an jenem Tage», welchem sie der oberste Priester («ouvor^in I'ontiiu) !A, j lich bestätigt nnd in dcm Beisein uon über >^..>. schüfen in der Basilica des Vaiicans veröffentlicht ^ Außerdem wurde dieselbe an jenen öffentlichen ^^ Rom angeschlagen, an welchen alle ähnlichen K"^ bungen angeheftet werden, obwohl eine derart^ A öffcnllichunn in dem gegenwärtigen Falle durcha^ ^N nöthig gewesen wäre. In Folge dessen und la", ,^ bekannten Normen ist diese Constitution für ^ ^ß sammte katholische Welt verpflichtend geworden, o^.^e es nothwendig wäre, daß sie derselben durch ira/»" ^ fernere Kundgebung vorgeschrieben werde. Ich h'^ für meine Pflicht, Ihnen diese Bemerkungen zu ^ machen, damit sie für alle und von was l^F für einer Seite entstehenden Zweifel zul -^ dicnen können. Rom, 11. August 1870." .seuillelon. Per „Vaulois" in Worth. (Schluß.) Es ist wenig über 10 Uhr, als die Preußen zur erneuten Fusillade gegen Wörth vorgehen. Die Zuaven und Turcos weichen, das Spiel der Mitrailleuse« ist umsonst, die Zündnadel hat ihr Spiel wieder gewonnen. Wieder ergießen sich durch die Sraßen die siegreichen Truppen, sie halten den Markt, sie umzingeln den Thurm, die Insassen desselben sind in ihrer Gefangenschaft. Mit diesem Wechsel eines kurzen Glückes endci, die Aufzeichnungen deS „Gaulois." Und da, edler Gallier, als Deine Feder den Dienst versagte und im sorgenvollen Geist, der seines nächsten Augenblickes nicht mehr sicher war, Deine Gedanken stockten, sind sie da mcht noch einmal an Dir vorübergegangen die Bilder Deiner kurzen Vergangenheit ? Von dem „Gaulois" selber erfahren wir nicht, welche Ahnungen schrecklicher Zukunft ihn übermannten, als er in die Hände des preußischen Rächers verfiel. Der ge-müthvollc deutsche Leser aber wird ein Interesse haben zu vernehmen, wie sein Schicksal sich ferner gestaltete. AlS wir am Abend des tt. August vom Schauplatz des mörderischen Kampfes in das Hauptquartier der 3. Armee. daS noch in Sulz still lag. zurücklehrten, begegnete uns auf der Landstraße ein Trupp uon acht bis zehn Civilisten, der unter Escorte der Kriegspolizei, der furchtbaren „Feldgendarmen/' sich weiter bewegte. Schon aus einiger Entfernung fallen uns zwei Männer auf, die sich mit übermäßig lebhaften Gesticulationen bemühen, ihre militärische Begleitung von einem uns noch unbekannten Gegenstand zu überzeugen. Wir wollen an dem Knäuel von Menschen, der sie umsteht, vorübergehen, sie aber sprechen uns mit französischen Worten an und bitten um unsere Vermittlung. Wir hemmen unsere Schritte und erhalten von dem Feldgendarmen den Bescheid, daß man diese Männer auf einem Thurm in Würth gefangen habe, von dem aus auf unsere Soldaten meuchlings geschossen worden sei, und daß man im Begriff stchc, sie ins Hauptquartier abzuführen. Die beiden Sprecher, in denen unsere Leser längst den „Figaro" und „Gaulois" erkannt haben werden, betheuern mit theatralischem Pathos ihre Unschuld, während die übrigen Mitglieder der gefangenen Cohurte, jeder mit feiner besondern Miene der Verzweiflung, ein Gleiches versichern. „Das ist ganz egal. vorwärts!" donnert die Kriegspolizei mit dem letzten Aufwand ihres kräftigen Brusttons, der vom Staub der Landstraße und einigen flüssigen Ingredienzen rauher Natur bereits start gelitten hat. Der Zug setzt sich wieder in Marsch und so oft er durch erneute Redeversuche der Deliqucntcn gestört wird. helfen einige deutsche Faustschläge der hohen Polizei, ihn wieder in daS übliche Tempo zu dringen. Am nächsten Morgen hat sich durch das ganze Hauptlagcr des Kronprinzen die Kunde von dem tragikomischen Geschick des prcußenfressenden „Gaulois" verbreitet. Dic Untersuchung ist anqcorduet und von einem Ge« ncral-Stabsofficicr geführt worden. Sie hat ergeben, daß bei der Oefangennahmc unserer Journalisten auf dem verhängnißoollen Thurm in WöNH nichts von Waffen sich vorfand, womit jedes directe Zeugniß ihrer ^ gefallen war. al" Die ernste Geschichte eilt zu einer friedlich^ fung. Als der Ausgang der Verhandlungen '"H^ quartier bekannt geworden war. äußerte sich der ^ ^' die Herren, die seit so langer Zeit die preußls» ^ litik in allen möglichen Tonarten angeblafft hat^ /.^ nen zu lernen. Man gab Befehl zu ihrem l3r>w ^l> Nach wenigen Minuten drückten sich „F'N°" ^ „Gaulois" durch die schüchtern halbgeöffnete T"^e^ standen vor dcm Denker unserer Schlachten, ^ ^„ll lieutenant v. Älumenthal, und dem Stabc. ^, '^scti^ unnachahmlichen Grandezza lud sie der H^gh^ ein. an der Tafel Platz zu nehmen und 5"»' ^ zlnt' zuzugreifen. Ein Freudcnstrahl erhellte das schla?' ^a" litz des wohlbeleibten Galliers: er war gere"^ H^ kündigte ihm an, daß er in zwei Tagen in l mat zurückreisen dürfe. * ^ "! ..Ihr von der Prefsc in Paris." so HsHlH ihm, „habt Deutschland, wenigstens das ^ ^ das etwas in der Welt bedeutet, erst im ^"'^i^ entdeckt; kennt Ihr uns jetzt? M, ^""'^,d lv^. Niml, HON« C.OMMlklMl« >'vVN(MMs;Nu!" // Ml6 Ihr nie wieder gegen Preußen schreiben? '^ ^ M-01,8!" Dic Thaten unserer Armec. lM" ^^t i den eS dem Chauvinismus leicht machen, se ^ <" halten. Sollte er sich dennoch vergessen, so '^, d^' vielleicht in Paris Gelegenheit nehmen. "1" ^ hat. erinnern, was er uns in Wörth feierlich 6 Luneville. den .15. August. ^i sc" " Nach dirser ErzNhlimss scheint eS "'ch^.^hM" züsischen Helden mit dcm Kronprinzen gcsprocye» 1421 Krainischcr Landtag. 7. Sitzung. Laibach, 30. August. (Fortsetzung.) Dr. Zarn it: Es ist nothwendig, in der Adresse die Wünsche und Beschwerden des slooenischcn Voltes und die Mittel zu deren Heilung anzugeben. Auch das französische Parlament hat großes Gewicht auf dicAdreß. debatte als sein wichtigstes Recht, gclcgt. Wir wollen heute reden, weil wir Abgeordnete des slovenischcn Volles sind. In allen andern Landtagen, so z. B. in Görz, ist dasselbe majorisirt. Wir wollen zeigen, daß wir Oesterreicher sind, daß wir Oesterreich wollen. Dies geht schon aus der Art hervor, wie wir die Neutralität in dem Kampfe zwischen Preußen und Frankreich auffassen. Unsere Gegner sind für die Neutralität, weil sie wollen, daß dem Franzosen, als dem Feinde dcs Reiches, nicht geholfen werde; unsc rc Auslegung war eine nnderc, wir fürchteten, durch Parteinahme in diesem Kriege, sei es. daß wir uns an Preußen, sei es, daß wir uns an Nlißlund als den Freund Frankreichs anschließen, wieder in die unselige Verbindung mit Deutschland hineingezogen zu wcrdcn. Uebrigcns erneuert abcr die Adresse nur das, was schon das Memorandum der Minorität sagte, sie spricht daher im Sinne der gegenwärtigen Regierung nnd insbesondere dcs Ministerpräsidenten. Die Decembcrvcrfassung ist nichts als ein Resultat der Fcbruarverfassuilg. welche einen Gesummt- und einen Hgeren Neichsrath unterschied; nnr ersterer hatte das Recht, die Verfassung abzuändern. In dieser Beziehung bernfc ich mich aus das Urtheil der ersten Juristen, Arendts, Maasfen. Abcr abgesehen davon hat leine Verfassung Oiltigkeit, wenn sie nicht von den Völkern an« trlannt wird. ConstitntionclleS Leben und Unzufriedenheit der Völker sind nicht vereinbar. Dic Deccmbervcr-sassung fußte auf dcutfchcr und magyarischer Suprc Nlalie. Nach dicfcr Verfassung muffen die Deutschen immer die Majorität behalten. Wenn die slavischen Böller damit nicht einverstanden sind, so ist das nalür-l'ch. Kein Volt wird seinen eigenen Tod unterschreiben, "ins die uns vorgehaltene Inconsequcnz betrifft, fo gin-Len unsere Abgeordneten aus OpportunitätSgründen in den Rnchsrath; die nationale Majorität wählte in den Neichsrath, der Existenz nnd des Vortheiles des Volles wegen, wie z. S. die Däurn. die Polen dem preußischen und norddeutschen Parlannnt acarnübcr. um gegen alle wldcr ihr Volt aefaßtcn Ncschlüssc zu ftrotcstircn. Aehn-Iich handelten ja auch dic Unaarn. Eötvös war mit dcin Ceutralparlamcnt aus Opportumtätsaründcn zufrieden Gegen die Dcccmbcrverfassung als Grundlage der beul' schcn und magyarischen Suprematie muß ' ein Protest eingelegt werden. Nur die Grundlage des Föderalismus Wird Oesterreich kräftigen, weil sic die Völker zufricden-sttllcn wird. Amerika ist auf dieser Grundlage glücklich constl. tuirt und selbst in dem furchtbarsten Bürgerkriege er. halten worden. Die gemeinsamen Interessen der österreichischen Völker sind heute noch dieselben, welche im Octoberdiplom angedeutet siud. Das Fcbrua'patcnt da-yegen hat die Unzufriedenheit der Voller hervorgerufen. Echcn wir auf Deutschland, es ist mächtig, weil es einig, weil cö befriedigt ist. Möchten auch bei uns alle Völker dicfcm Beispiele folgen. Wie Oesterreich nach ^ein Muster der Schweiz föderalistisch orgauisirt werden "nnte, hat Fischhof gezeigt. Nach dem Octobcrdiplomc wird das Gcsctzgcbungsrecht vom RcichSrathc und den Landtagen ausgeübt. Dic Ncgcl ist das OcsetzgcliungS-^cht des Landtages, Ausnahme jenes des Reichsrathes. ^lovenien betreffend, wird die Einwendung des historic scheu Rechts erhoben. Diese Einwendung ist nichtig, ^as historische Recht ist nur dann ciu Recht, wenn es dem Rechte der Nation nicht widerspricht. Was man Uns cutgegcnhält. die Zersplitterung der Slovene« in verschiedene Kronländcr. ist nichts als 1000jährigcs Unrecht. Ein Analogon finden wir in Siebenbürgen, wo NH die cingewanderten Nationen als solche selbständig Mltuirt habcu, nur die Rumänen sind rechtlos, das M doch gewiß nicht historisches Recht. Man würde «ucrdlngs, wenn dic Hcrzcgowiner, wenn die Bulgaren ' U) gegen die Türlcn erheben würden, von einer Ver-den A ^ historischen Rechtes Letzterer spreche«, aber ln ^olksbewußtscin würde cs nicht entsprechen. Die lechcn halicu auch gegen das historische Recht der ,".."' stampft, sie haben abcr nur ihr eigenes Recht «^erobert. Die Theorie des historischen Rechtes ist dasl's^-^^ ^"fällige. In Böhmen allerdings hat Gcf,,^^usche Recht Geltung, abcr nur weil es dem das li's. ^°^" entspricht. Für uns Sloveucn wird «inia, ^^ ^^^ °""" beginnen, wenn unsere Vcr- "Tabllrs^^^^ ausgcsprocheli; wenn die Gegenpartei von ob Ilir ' "^^' ^"^^' antworte ich ihr - Versucht es, venrn l,.^^ ^abor gcgcn die Vereinigung der Slo-^nndesbn ""de bringt! (Lärm ans der Galerie. Der Galcril) /"""" "nterbricht den Redner und fordert die deni Ms,^ ^^ '"^g zu verhalten, widrigcnS er von brauch ,""'^°ldttungs,näß!gcn ^^^^ ^^. cn Händen dcs RcicherathcS angenommen haben, so waren dieselben ein Vortheil dcd Landes. UebrigcnS wird unser Volk nie scinc Ncchlc füi ein solches Linsengericht hingeben. Es ist Pflicht der Rc-g'crung, die Eisenbahnen zu uutcrstützcn und zu diesem Behufe die Steuern nach altöstcrrcichischer Gewohnheit allenfalls auch zu erhöhen. ..Billcrc Ersalirungcu" haben dic slovcuischcn Rcichsralhsabgcordnctcl, allerdings ac-machts sic waren Verdächtigungen i»,d Angriffen der flo-venischen Journalistik ausgesetzt. cS war ein wahrer Kreuzweg für sie (Hcitcrtcit.) Nein Slovene wünscht sicl, dic Reaction zurück, nur gegen die Dcccmbcrvcrfassuüg sind wir. Was das NatiooalitätSpiinciP bclr,fft. so vcr weise ich nur auf Schlcoivig-fwlslciu und das historische Recht der Däncn. Wir fordcru nur, was jedem Voltc Recht isi. Wärcu wir Dculsche, daim allerdings würden wir mit fliegenden Fahnen in den Rcichsralh gehen. Das Natioimlilütopliucip gilt überall nur für die Slovcncn nicht, ' (Schluß folgt.) 6 rrichtil, n n g. In der Nedc des Herrn Land eöprci sidentcu im gestrigen Landtagsberichle ist in der vierten Alinea, Zeile 5 von oben statt „und" zu lcscn: „denn"; ferner in der sechsten Alinea, dntte Zcilc run oben statt „tomme nur zurück" zu lesen: „und komme zinück." MstesueuiAeitcu. — (Person alnachricht.) Der EMäsident der ebcmcuia.cn amcnsanischcn Eild-Couföderation, Jefferson, ist mit dem Dampfer „Russia" iu England eingetrofsen, >nu. wie es heißt, „eine Tour" in Europa zu machen. — (Gehalte der Professoren au Mittelschulen rücksichtlich der Zuerkennung der Quinquennal- und der Localzula ge n.) Nach § 3 des Gesetzes vom 9. April d. I. über die Gehalte der Professoren an Mittelschulen können deren Bezüge bis zum 25. Dienstjahre nach je fünf Jahren zufriedenstellender Dienstleistung um 200 fl. erhöht werden. Bei der Ae-rathung dieseö Gesetzes im Abgeordnetenhause wurde bereits auf die Beibehaltung des in dem betreffenden Entwürfe enthaltenen Ausdruckes „zufriedenstellende Dienstleistung" besonderes Gewicht gelegt, nachdem im Principe du verschiedenen Kategorien unter den einzelnen Anstalten aufgehört haben, der geringe Unterschied bei den Bezügen aber, der gleichwohl noch besteht, durch die verschiedenen Theuerungs-Verhältnisse ausgeglichen wird, somit fast ausschließlich nur mit der Zuertennung der erwähnten Quinquennalzulage seitens der BeHürde eine Anerkennung der Dienstleistung ermöglicht ist. Wenn aber diese Absicht erreicht werden soll, dann darf in den betreffenden Anstellungsdecrelen der Vorrückung in die Quinquennalzulagen nicht, wie dieS rücksichllich der bestandenen Decennalzulagen in vielen Fälleu geschehen ist, als eines Rechtes erwähnt werden. Um nun in dieser Beziehung jeder gegentheiligen Aus-lcgung auszuweichen, hat das Ministerium für Cultus und Unterricht sur zweckmäßig erachtet, daß in den Anstellung«-decrcten lediglich die Gchaltszlffer zum Ausdrucke gelange, welche den Bezügen entspricht, die zur Zeit der Ausstellung der Decrete verliehen werden. Eine weitere Verständigung erschien rücksichllich der im H 1 des Gesetzes normirlen Lvcalzulagen nothwendig. Dieselben sind nur von den Mitgliedern der Lehrlorper der Mittelschulen erster Classe zu beziehen. Ev kann daher keinem Zweifel unterliegen, daß der Genuß dieser Localzulagen an den Ort und nicht an die Person gebunden ist, daß daher Direcloren und Professoren, welche solche Zulagen bereits bezogen haben, sie verlieren, sobald sie au eine Lehranstalt überseht werden, wo diesclben nicht systemisirt sind, und daß von der im Gesetze vorgesehenen Einrechnung in die Pension nur dann die Nede sein kann, wenn die Betreffenden zur Zeit, als sie in den Ruhestand treten, sich im Genusse der Localzulagen befunden haben. — (Das Acker bauministerium) ist durch die im Jahre 1870 erfolgte Erhöhung der dieSfälligen Dota. tionsrubrik auf 10.000 fl. in die Lage gelommen, im heu» rigen Jahre beinahe fämmtliche landwirlhschafllichen Haupt-vereine mit höheren Beträgen zum Anlaufe von landwirlhschafllichen Maschinen unterstützen zu tonnen. Den meisten derselben wurde die von der oberösterreichischen Gesellschaft in Linz mit besonderem Erfolge durchgeführte licilalions-weise Verbreitung von Maschinen anempfohlen, wobei die Staatssubvention eben nur zur Deckung des Deficits be, stimmt ist, welches trotz des billigeren Anschaffungspreises durch dic Frachlspesen und die Festsetzung eines niederen Ausrufsprciscs entsteht. Auf diesem Wege kann auch mit einer geringen Staatssubvention eine große Anzahl von Maschincu im Lande verbreitet werden, welche von den Landwirthen, weil mit ihrem Gelde angeschafft, viel mehr beachtet werden, als wem« sie dieselben geliehen oder geschenkt erhalten. Für Ost- und West-Galizien wurde den betreffenden Gesellschaften zur Bedingung gemacht, daß die lcindwirlhschclflichcn Gcräthe nur an Klcingrundbesihcr vertheilt werden dürfen. Nei den Ausstellungen in Graz und Ezernowitz werden aus der Slaatösubvenlio», welche den betreffenden Vereinen hiczu bewilligt wurde, größere An, taufe von landwirthschafllichen Maschinen stattfinden. Wenn mit dieser fortgesetzten Perlhcilung von passenden Ackerbau-gerälhcn durch die landwirtschaftlichen Vereine gleichzeitig auch die Bildung von Associationen zur Anschaffung von größeren landwirtschaftlichen Maschine» und zum gewerbs' mäßigen Betriebe von Dreschmaschinen und Dampfpflügen Hand in Hand geht, dann dürfte das landwirthschaflliche Maschinenwesen bald auch in Oesterreich die ihm gebührende Berücksichtigung finden. — - (Trübe Aussichten für die Weinlese.) Die anhaltend tlihlc uud regnerische Witterung erweckt allent» halben bei den Wemproducentcn große Besorgnisse, da die Trauben nicht zur vollkommenen Reife kommen können und in Folge der vielen Regengüsse an vielen Orten bereits in Faulniß überzugehen beginnen. — (Eine entmenschte Mutter.) Die «Pecsi L." schreiben: In Mohcics tru^ cin junges Mädchen, nachdem cs cin Kind geboren hatte, dasselbe in die Maisfelder hinaus, stach ihm erst die Augen aus nnd erdrosselte es dann. Die Elende wurde auf frischer That ertappt und dem Gerichte übergeben. — (VouieigencnBruder erfchosfen.) Der Ort Höltau in Siebenbürgen war am 26. d. der Schauplatz ciucS entfctzlichcn Vorfalles. Ein dortiger Insasse, Namens Johann Grohmann. griff seinen Bruder Peter mit einem doppelläufigen 3crzcrol all, feuerte einen Echuß ab und drückte, als dicscr versagte, auch das zweite mal ab. Der zweiie Schuß traf den Bruder lödtlich. Peter Grohmann verschied Tags darauf. Die Ursache dieses bedauerlichen Falles soll ein strittiges Grundstück sein — (Die Schrecken der Wüste in Deutschland.) Einer der in Iugolstadt untergebrachten Turcos wollte sich an emcm Wachtposten vergreifen: der Mann stellte ruhlg sem Gewehr beiseite, packte den Afrikaner und bearwtete chn mit semen Fäusten derart, daß der Kerl win. sclno sich am Boden wälzte. Dann nahm er sein Gewehr wieder aus und sagte: „So nun iö's gut, erschießen s<""' Dich ein Anderer." 1422 — (Unbestellbare Briefe.) In den letzten Tagen haben, wie die Berliner „Post" berichtet, die vom Kriegsschauplatze als unbestellbar zurückgesandten Geldbriefe vielfach den Absendern in Preußen die erste Kenntniß von dem Schicksale ihrer vor dem Feinde befindlichen Angehörigen gegeben. Auf der Rückseite der betreffenden Briefe befand sich nämlich die seitens der Feldpostanstalt verzeichnete Trauerbotschaft: „Adressat in der Schlacht bei — gefallen!" — (Kriegschronik.) Aus den Schilderungen der heimkehrenden Verwundeten geht leider hervor, daß die mannichfachen, dem Feinde nachgesagten Grausamkeiten zum großen Theile auf Wahrheit beruhen. So erzählte ein verwundeter Sachse, er habe einen Schuß in den Leib bekommen und sei eben von zwei Samtäts-Soldaten fortgetragen worden; da habe ein neben ihm liegender verwundeter Franzose sein Chassepot ergriffen und ihm noch eine Kugel ins Bein gejagt. Der Lohn sei der ruchlosen That unmittelbar gefolgt; der eine der Sanitäts-Soldaten habe mit seinem Bajonnete den Mann kalt gemacht. Man glaubt sich in Zustände versetzt, wie sie der Phantasie Kaul« bach's vorschwebten, als er seine Hunnenschlacht ersann. — (Hilfe für die Verwundeten.) Während das Gabenverzeichniß des Londoner deutschen Centralver-eines zur Hilfeleistung für verwundete und erkrankte Krieger ungefähr 30.000 L. (300.000 st.) aufweist, ist die Maschine des englischen Centralvereins mit dem Prinzen von Wales an der Spitze, dessen Thätigkeit Deutschland und Frankreich in gleicher Weise zugutetommen soll, nunmehr in vollem Gange. Fast täglich nimmt die Gabenliste über eine Spalte der „Times" ein und heute sind die Geldbeiträge allein bis auf etwa 26.000 L. gestiegen. Hand in Hand mit diefem Vereine geht das Damencomw' unter dem Vorsitze der Frau Prinzessin Christian von Schleswig-Holstein und auf dem Trafalger Square weht von zwei neben einander liegenden Häusern die weiße Flagge mit dem rothen Kreuz, zum Zeichen, daß sich hier der Centralpunkt für die menschenfreundliche Thätigkeit im ganzen England befindet. Vom Souterrain bis zum Spei' cher gleichen diefe beiden Häuser einem dichtgefüllten Bie< nenstock. — (Die Mitrailleuse« - Kugel), schreibt ein preußisches Vlatt, ist daS unmenschlichste, niederträchtigste Mordinstrument, das man erdenken kann. Die Spitztugel hat einen Kolben, dessen Durchmesser größer ist, als der der Kugel; dieser Kolben hat nach außen Stifte. Die Kugel wirbelt in die Wunde, da sie aus einem spiralgezogenen < Lauf kommt, zerreißt also noch, nachdem sie bereits getroffen, im Innern des Körpers. Die Mitrailleuse» wollen nicht ^ blos kampfunfähig, sondern auch heilungsunfähig machen. Das ist der Fortschritt der bonapartistischcn Civilisation, — (Pferdefleisch vom S chlachtfc l de.) Von Lllttich aus begeben sich viele Fleischhauer, die ausschließlich Pferdefleisch ausschroten, auf die Schlachtfelder, um dort ! die erschossenen Pferde aufzukaufen. Das Fleisch vieler ' jungen, zu ganz anderen Zwecken bestimmt gewesenen ! Pferde findet in solcher Weise seinen Weg in die belgischen Fleischbänke. j — (Falsche Napoleons.) Das Ministerium des l Innern zu Paris hat an das Wiener Ministerium die ! Mittheilung gemacht, daß der aus Wien gebürtige Handlungsreisende Karl Kober im Besitze von 500 Stück fal« ! fchen Napoleons betreten und verhaftet worden sei. Der- « selbe gibt an, diese Münzen in Trieft bei (5himani ge- ! kaust zu haben. Diese Münzen sind aus Nilel geprägt ' und gut vergoldet. j — (M arquis v. Hertford f.) Lord Yarmouth, Marquis v. Hertford, der bekannte excentrische Gentleman, > welcher eine stehende Figur bei den Pariser Kunst-Auctionen / war und sich unter anderen Crösuslaunen einmal in den j Kopf geseht hatte, beinahe alle Eckhäuser des Boulevard des Italiens aufzukaufen, der Besitzer des Lustschlosses Bagatelle ; im Bois de Boulogne, das er angeblich dem kaiserlichen j Prinzen vermacht haben soll, jener Sonderling, der seine < mit Gold aufgewogenen Kunstschätze sorgfältig verpackt in > Dachkammern aufspeicherte, ist vor wenigen Tagen in hohem Alter in Paris gestorben. Er himerläßt einen natürlichen Sohn als Erbcn seines unermeßlichen Vermögens. Locales. — (Die Laibacher freiwillige Feuerwehr) erhielt von der privilegirten innerösterreichifchen wechselseitigen Brandschaden Versicherungsgesellschaft durch deren hiesigen Repräsentanten Herrn Hudabiunigg die namhafte Spende von 100 st. — Am nächsten Samstag findet Abends eine Feuerwehrkneipe statt und am Sonntag Vormittag soll eine große Gesammtübung abgehalten werden. Der Löschtrain wird um 7 Uhr abfahren. — (Fleischtarif pro September.) Das Pfund Rindfleisch bester Qualität von Mastochsen tostet 27 kr,, mittlere Sorte 23 kr., geringste Sorte 19 kr.; von Kühen und Zugochsen tosten die drei Sorten Fleisch 24, 20 und resp. 16 kr. Nenclle Post. sOristinal'Telestramm der „Laibacher Zeitung.") Verlin. (Officiell.) VarenneS, »Osten August. Gestern siegreiches Gefecht der Sachsen und Vaiern. Mac Mtahou geschlagen und von Veaumont bis über die Vtaas bei Mouzon zurückgedrängt. Zwölf Geschütze, einige Tausend Gefangene und sehr viel Material erbeutet. Verlust mäßig. Prag, 30. August. (Laudtags-Eröffuung.) Die! Abgeordneten sind fast vollzählig erschienen. Nach Veri»! ficirung der Wahl wird die kaiserliche Botschaft auf die! Tagesordnung gesetzt. Der Großgrundbesitz gibt eine neuerliche Rcchtsverwahruug bezüglich des (Gelöbnisses ab. Die czechischen Abgeordneten erklären unter Wahrung des Declarationsstandpunktcö, nur erschienen zu sein, um die kaiserliche Botschaft zu vernehmen und die Verständigung zu ermöglichen. Morgen wird Schmeykal Namens der Deutschen eine Erklärung abgeben. Hundert Wahlen wurden verificirt. Memberg, 30. August. (Adreßdcbatte des Landtages.) Graf Vortowsky ist gegen den Adreszcntwurf. Er fordert die unmittelbare Beschickung der Delegation durch den Landtag. Wolanski und Smolka sind für den Entwurf mit Rücksicht anf die europäischen Ereignisse. Großes Interesse erregte die Rede Klaczko's, welcher die Sympathien für Frankreich in: Adreßcntwurf zu schwach betont findet. Berlin, 30. August. (N. Fr. Pr.) Dem Wolff'-schen Bureau wird aus dem Hauptquartier vom 28. d. tclearaphitt, daß alle Nachrichten ülier Äazainc, die in Paris im Umlaufe sind, erdichtet fein müssen, da alle Verbindungen Bazainc's mit Paris abgeschnitten sind. Ueber das Gefecht bei Buzancy wird gemeldet: Das 12. französische Ehasseur-Rcgimcnt wnrdc bei demselben durch dic Sachsen aufgerieben. Dcr Führer dcsscllieu, Oberst« lieutenant Kaporte, wurde verwundet und gefangen. Berlin, 30. August. (N. Fr. Pr.)' Man glaubt hier, Straßburg werde morgen capitulircn, Mctz, aus welchem zweimal mißglückte Ausfälle gemacht wurden, wird heute mit grobem Belagerungsgeschütz beschossen. Mac Mahon soll zwischen Rethel und M^res stehen. Heute sind hier 300 Gefangene angekommen. Verlin, 30. August. (N. Fr. Pr.) Alle Versionen über einen angeblichen Austausch von Erklärungen zwischen Berlin und Wien wegcn dcr Aufstellung einer preußischen Armee bei Glogau sind gäuzlich uubcgründct. Berlin, 30. August. (Tr. Z.) Das Dorf Voncy zwischen Vouzier und Attigny. welches von Turcos besetzt war, wurde gestern von zwei Hußarenschwadronen erstürmt und die Besatzung gefangen. Zwei General« stabsofficiere Mac Mahous sind gefangen. Va renn es. 30. August, Nachmittags. (Tr. Z) Die Avantgarde des zwölften Armeecorps bestand heult Nachmittags cin glückliches Gefecht bei Neonart nm Truppen des fünften französischen Armcecorps. D>e Eisenbahn Thionvillc-Paris ist zwischen Thionville und MttMres an zwei verschiedenen Stellen durch preußiM Detachemenls unterbrochen. Basel. 30. August. (N. Frdbl.) Das Ooni' liardement StraßburgS wurde in dcr Nacht von Sonn' tag auf Montag und vou Montag auf DienStaa. soll' gesetzt; in letzter Nacht wurden aus schwersten Mrse^ vier liis fünf Schuß per Minute abgegeben. Abends gericlh dic Südfeitc Straßbmgs in Braud und wüthete das Element bis nach 12 Uhr; Früh 7 Uhr abermals große FeucrSlirunst. Telegraphischer WcckselconrS vom 3l. August. iipcrc. Vielallianes 55.90, - 5perc, Metallene« mit."«>>-und November-Binsen 5,5.90. — 5,pcrc. NationaKAülehcn 6^' - 1860er Stants-Anlchcn 90.50. — Bauracticu 08« ..... 2«°"' Nctim 250.25. London 125.70. - Silber 124.-. ^ " Mllnz-Ducaten 5.95. Napoleond'ors 10.02. Handel und VolkswirUchastM (5r,nas;isste (^iscnbahntarife. Die Direction b" Staalöech'nvahngesellschasl hat die Wiener Handelskammer "°. deren Einschreiten in Kenntniß gesetzt, daß sie in Folge der '^ anderen Lisenbahndirectionen gepflogenen günstigen Verhaus gen ehesten« in der i!.ige sein werde, für die Sendung dcr >"^, ligstcn Waarenartilel. die uon den nördlich gelegenen l!ä»^ nach Trieft gehen, nm von dort nach England nnd andere» k sen verschifft zn werden, einen ermäßigten Tarif in Wirkst treten zn lassen, l Lail'Nch, 3I.Nngnst, Die Dnrchschnilts-Prcise stellt^ ans den: hcnligrn Martte, wie folqt: ,.^ fi. tt. ss. lr. l f>. ll.^! Weizen vr, Meyen 5 4,»j 6 10 Vntler pr. Pfund 4:°' ^, Korn-Saat „ 5 30 4 10 Eier pr, Stncl — 1Z ' Gerste ., 2 3 94 Hähndel pr. Slllcl — 30^ Erdäpfel ,. j 160!------- Tau'ocu „ 15^ Klüsen „ 4 50,------- Heu Pr, ^eutuel 150 Erbsen ,. ,450- Stroh « I lü^ Fisolen „ ,5—-------- Holz, hart., pr,Kttt, - ^ NindSsckmal, Pf?,, - 52-------- weiches, 22" ____ 5 Schweineschmalz „ — 46 ------- Wrin, rother, pr Speck, frisch, ,. - 35 - .^ Eimer - - s" - qcriinchi'i'l „ —44!------- — wei^r .. -------1^ Allstekomluene Fremde. Äm 29. Anglist. , ^ 2tabt Wie,,. Die Herren: Mcßler, Kansm., uon ^ctt'^s'^ Kanscl, Kausm., von Wien. - Neumann, Großhändler, (3lefant. Die Herren: Moll, Kanfm, uon Hrastnig. -^ A< Agent, von Trieft. — Hohünberger, Notar, uon Udine.'"Al va», Schuldirector, uon Idria. — Ozbolt, «anfm., oA ^, rovo. — Saner, Handelsreisender, uon Wien. — ^.' Handclöm,, von Kropp. — Paleucic, Rittmeister, uon "^ sseistriz. ^ü j .«aiser von Vesterreich. Die Herren: Umel. Ma«r>^ Olic. — Peclo, Jurist, uon Pcttan. - Hnmmcr, uo»"^, Mohren. Die Herren: Weiß. Nanuntcrnchmcr. uon "s' - Krauß, Agent, von Trieft. ^-^ _____.__________^_____^^1 z ff 2,3-3 35 ! - , ^ «U.Ms,.'^7.5>"-l- 9» windstill halbheiter „^ .'N. 2 „ N. 327..? ^-15., O. mäßig halbheiter "^ 10,. Ab. 327.7» !- 8» windstill sternenhell ^. In der Frlih Aufheiterung, untertags wechselnde Bewv" f, Intensives Abeudroth. Das Tagesmitlel der Wärme '^ um 27° unter dem Normale. Verantruarlllchcr Redacteur: Igna, o. K > e i n m ° ^' ^ Vüljenbelickl HUien, 30. August. In Wechselwirkung mit dem von k st. auf 2 fl, gcsunleuen Lcihgcldc gillg der Eurs der Ercditactien uon 25,^ bi« unter 250 zurllck. ^«3.^.,„»!! ' machten bei etwas geminderter Festigkeit relativ unbedeutende Variationen onrch. Andere SpcenlationSpapiere erzielten leinen starten Umsatz. Im Gai^cn war in der ^.,-a»'' der specifischen Spr,ulationl!lre!se eine gewisse Reserve zn ertcnuen. Papiere dageß/n, wclä)e alö Anlagen gelten und ihren Pklchr nicht in den tnrbnlcnlcn Kreisen dcr Coulisse, sondern 'M ^^c^' lengeschäfte der Häuser finden, beiundetcn Festigkeit und erzielten beiläufig die gestrigen, thcilweise sogar etwas höhere Cnrsc. So namcn!lich anch Rente (55.80 Geld) und Silbcircntc '^bis ^"' sen und mit ihnen Complanten gingen, allerdings nicht bedeutend zurilcl. Schlußcurse: ^. Allgemeine 3taat«schuld. Wr 100 si. Geld Wliar^ Einheitliche Staatsschuld zu 5 plit..- in Noten verziusl. Mai-November 56,05 56.20 « „ „ Februai-Angnst 5605 5,6.20 ,. Silber .. Iänner-Iuli , 65,25 65.40 .. „ „ Aplil-Oclüber. 65.40 65.60 Steueranleheu rückzahlbar (i) , —.— ..— i.'°se V,I. 1«39 .... .228.-229.— « « 1854 (4 "/..) z,l 250 >?. 80.50 «1.- « .. 1860 zu 500 fl. . . 90.50 91.— ,. 1860 zu 100 fl. , . 99 — 100. .. „ 1864 zu 100 fi. . , 114,50 115.-Staats,Domänen-Pfanddriesc zu 120 ft. ü,W. in Silber . . 119.50 120.50 ». Gr,lnd,ntlastuna«-Vbliaatiouon. Fiir 100 si. Geld Waare «ühmtu .... zu5pLt -.—____ Galizieu......5 ,. 70.5Y 71/^ Nieder-Oesterreich. . „ 5 „ -.-.._____ Ober-Oesterreich . . „ 5 ,. ^-.— ..'__ Siebenbürgen ... „ 5 ,. 7275 73.50 s!ll>,lcrnlals . . „5 .— —. Ungarn .... „ 5 „ 76.75 77.50 V. Actien von Bankinstituten. l Geld Waare Nuglo-Üsterr. Bant abgest. . . 220 — 220,50 Anglo-ungar. Bank .... 76.— 78.— Vanluercin.......186.— 188.— Bodcn-Ereditanstalt . . . . ------- —-- Kreditanstalt f, Handel u. Gew . 250 50 250.75 Kreditanstalt, allgem. uugar. . 73 50 74 50 Eöcomvte-Gesellschaft, n, «j. . . 832. 836. Franco-österr. Nanl . . , . 92. - 92.50 Generalbant.......7'».— 71 — Nationalbaul......688— 690- Niederländische Bank ....--------^-^ VereinSbanl.......88.— 90.- VerlehrS^anl.......87.— 88 — Wiener Banl......— — — ^ «V. Actien von Trnusportunterneh, »lungen. Geld Waare Alsöld-Fiumaner Bahn . . . 161.50 162.- Böhm. Westbllhn.....236.— 268,-. Carl-Vudwig-Bahn.....238.25 238.75 Douau'Dampfschifif. Gesellsch. . 550,- 552. -, Elifabeth-Westbahn.....210-^1»—! FervwandS-Nordbahu . . .1990-1W5.- FUnslnch^n-Barcser-Bahu . 15?.— 1"9.-^ j ftrlln^nslphs.Vahn ... 180.— «80 H0 I «elk Wlluue, Lembera-Ezern.eIassyer-Vllhn . 192.— 193.- Lloyd. »Nerr........316,— 320,— ! Omnibus........__.___,_. ^ Rudolfs-Bahn......156.50 157.— ' Siebrnbilrger Vahn . , . , 164 — 166.— StaatSbahn.......345.— 34«. - Slldbllhn.......!94.50 195. - z Süd :iordd. Verbind. Bahn , . 163.50 164.50! Theiß'Bahu.......218.— 220.. , Tramway........169,50 170.— ! «. Pfandbriefe (für 100 fl.) > Allg. ijst, «odm-Credit-?»nslall Gelb Waare! nerloöbur ,»,u 5 pCt. in Silber 105. - 105 50 > dlo.in33I.rllckz.zu5p r. VrioritätSoblistationen. ! » 103 fl. ü, W. ! Geld Waare Elis.-Westb. m S. verz. (l. Lmiss.) 91 50 92 5>0 FerdinaudS-Nordb. in Silb. verz. 10ii.25 102,75 Franz-Ios!>pb5-Vllhn .... 92.10 9225 ".cr°rl-i'l,kmV.<.S.»'.«.!, Vm. 9^.50 100 50 Otstnr. No^wcsibahu . . 93, 93 25 Siebenb. Nahu in Silber verz. . 87.^ ^-^ Staatsb. G. 3°/« 5 5.00 Fr. „I. Em. -^ n4^ Sl!db.G.3"/,i.500Fr" „ . . 1l3^ ^ Sl!db.-B°n« 6 «/ (1870 -74) ^>'< « 500 Frc« '". . . / , ^>- g^ Ung. Ostbahu......84.^ «. Privatlose (per Slttck.) ^ Creditaustalt s. Handel u. Gew. ^,"^ ,5'^ zu 100 fl. ü W......l'""" 15.^ Nudolf-Stiflung zu 10 fl. . - ^ O< Wechsel (3Mou.)Oe^i^ Augsburg filr 100 ft, slidd. W. 1 "^ K'^ ^.^ ssraittsnN a.M. >00sl. dello ""'^ 9»^, Hamburg, sür l0» Mar! Vanco >"^, ,^.g i!llndon.'fiir 10 Psnnd Sterling ^"'^ 5"' Pari«. f,lr 100 Fruncö . . - ^' Z ^'ourH der Geldi""" HvF'lrZ Gel" 5si.^ ,« it. Munz-Ducate, . 5 st. "? "' ^ ,. U ,» NapolcouSd'or . . l<> ,< ^. " 1 . ,» Vercinslhaler . ^ .. «^ " <^5 " > Silber , '24^ ^" " '^^., ^« Kraimsche Grundentlastungs - Obl'g°^^^ > uatnotiruug: - ^'°' «