^ 7» Sonntag den 17. Juni 1877. Jahrzang Die Machm««» geiwna« ttsch.!nt jtd«n Sonntage M.twoch mid «ttilag. Preis. - für Marburg: gan,ISH.ig S si^. h.lbjshrig S fl., »ierleljShrig l ?. 50 kl fii, Suktlun-_Ms Hau» monatlich 10 kr. - m»t Postversendttttg: gaujiähritj 3 fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fl. JnsertionSgebühr 8 kr. pr. Zeile. Noch «nlrr dreißig Ptrzcnt?! Marburg, 16. Juni. Uugarn verlangt, daß sein bisheriger Beitrag zu den gemeinsamen Kosten noch unter dreißig Perzent herabgesetzt werde. Und warum nicht? Haben wir Oesterreicher uns nicht vor zehn Jahren in die Zwangslage hineindrängen, uns siebzig Perzent aufbtttden lassen? Haben wir diese zehn Jahre hindurch lucht pünktlich gezahlt? Haben wir nicht mehr gearbeitet und gespart, als die Magyaren? Habet» mir lUcht die steuern lttit aller Strenge eintreibe»» lasien, während die Magyare!» lieber Schulden gemacht? Haben wir also nicht die größere Leistungsfähigkeit iln Zahlelt bewiesen nnd gestattet dies nicht den richtigen Schluß, daß wir auch in den nächsten zehit Iahren diese Fähigkeit bewahren? Haben die berufenen Kreise Oesterreichs il^ährend der jetzigen Äusgleichsverhandlnt^g die Gleichstellung gefordert? Haben sie sich nicht bis zur stunde, da unö das fragliche Begehren Ungarns bekannt geworden, begitügt deil bis« herigeit Zustand der Mehrbelastuiig zu verthei-digen und haben sie dadurch nicht selbst ihre beste Waffe abgestumpst? Ist e« den Magyaren lutter solchen Verhältnissen zu verargen, wenn sie trotz nnseres Sträubenü gegen neue Ucberbindung zu der Vebatiptung sich erkUhl,en: wer mit einer solchen Last auf den Schultern noch nicht zujannnenge» brochöll, vermag auch eine größere zu tragen. Das politisch.lvirll)schastliche Geschick hat uns doch schwer genng getroffen, uin endlich uns hart und heiß zu schlagen. Gesestigt ttnd gefeit wider Hieb nnd Stich der Magyaren ver» werfen »vir auch den Antrag unserer Ausgleichs-deptttation, daß Oesterreich künftig 68.ss Perz., Ungarn 31,5 Perz. zahlen soll. Wollen die Magyaren als selbständiger Staat mit dem selbstäitdigen Oesterreich wieder einen politisch-wirthschaftlichen Verbalid eingehen, so mnß die erste Anerkennung dent Grui'dsatz gelten, daß aus dem gleichen ^Rechte die gleiche Pflicht entspringt ! Nach dtm Vorbitdr Eiiglaads? Von den Vertreter,» des Manchesterthums wird nus England stets als das Ideal eines Freihaildels-Staates gerühlut. Wohlan den,», werfen »vir eilien Blick ans diesen englischen Freihandel — eine,» kitrzen Blick, weil dieser allein vollkomnien znr Anfklär»ll»g genügt. Der^ bekannte Wahlspruch John Bull's: „Die Ausschnßlvaare flir die Ausfuhr!" hat anch Bezug aus die Frethaudelolehre, ivelche von England aus überall hili exportirt wurde »»nd leider auch überall Ei,»gang fand. Während in den engl»schen Kolonien noch heute ein Systein hol)er Schutzzölle besteht, wird tlnü von England uns foltwöbrend das Evan-geliuin des Freihandels gepredigt, und doch sollte Jodn V»»ll erst vor seiner eigenen Thür kehren. We»>n der Freihalidel die Wohlfnhrt »lnd das Glück der Völker zu begründen iin Stande ist »vie von» Manchestirthun» behauptet »vird, »varuiu geht England nicht »n't gutem Beispiele vorai»? Warutu läßt England die hohen Zölle in sel»»en Kolonien noch iininer fortbeitehe,», Zölle, die 17'/^ bis 20 Perzent und noch »nehr votu Werthe betrage!»? England l)at den Freihaildel Nlir in eine»n verhältniß»näßig »vinzigst» Theile seines Gebietes, näntlich in de»n 5700 Geviertmeilei» großen europäische,» Mutterlande (»»üt dreißig Millionen Bewohner»») eingeführt, wo es dtirch die gewaltige Ueber»nacht seiner Industrie vor jeder Konkurrenz sicher ist; in den zahlreichen Kolo-»lien jedoch, welche '270.000 Geviertlneilen groß sind, gege»'. z»veihundert Millionen Einwohner zähle»», bestehen »»och heute so ho^e Zölle, wie sie in »lur we»»igen, selbst den best geschützten Staaten Europas uicht vorko»n»nen. Zur ^jt'schichU' Die Erfolge der Ultraino»»tanen in Frai»k-reich haben die klerikale Parte iauch in Oesterreich zu neuer Thätigkeit gespornt n.nd jir:d es naine>»tllch Erzeugnisse der Presse, dt»rch »velche die Nothweildigkeit eines Systein-wechselö dargelegt »verve»» soll. Stren»ayr ul»d die Seinen »verden »»u»» doch glaube»», daß die ganze Milde ii» Gesejjgebung ui»d Praxis »»icht gei»ügei» kann, diese Gegiler zu besriedige»». Der »nilitärische Ausgleich diesseits n »» d jei» seits der Vo -g e f e >» hat stch nttn derart vollzogen, daß Deutschland auch i»» Elsaß-Lothringei» das Ueber-gewicht der Truppe»»»nasse behauptet. Nun aber »vird Frankreich sei»»e l^^renzbesatzu»»gei» »vieder verstärken, »vas Deutschland zu ,»e»le»n Ausgleiche nöthigt. Dieses gegenseitige Sichüberbietei» ist der Begitin er»lster Zerwülf»»»sse. R u »n ä n »e n suhlt den Druck der russische»» Machthaber auch scho»» in Bezug aus »»»nere Politik. Die Verfassung — e»ne der fre»sin»»igsten, so »veit es konstitutioitelle Monarchien gibt — ist de»n Kaiser Alexa,»der und de»tt Großfürsten Nikolaus, auf welche sich der K e u i l r i» t o n. Kit Stt'ppt im südlichtn Nußlaad. Durch deu Höllenlärin der Hofwächter waren aber mitller»veile anch die übrigt'n Be-»l)ohner des Choulor erwacht; bald brodelte der S.!no»var ull0 nach dein ^r»»hilück begann die B^stchtigu»»g des Gehöftes. Ste war iu »veni-gen Minuten beei»det, den,» zu sehen gt^b es eige»»tlich nichts, als die beide,» stroljgeveckte»» Wohnungen, einen ditto Schasstall und ein rol)es, Verna hläsngtes Gehege, »velches den übrigen Herden nothoürstige»» Schutz gegen die W»l»terstürme ge»vährte — aber ,lur vo»» den Seiten, nicht von obe»», k'eitn es »var n»cht überdacht. Und doch besaß das Gut, in dessen Kern »vir nns befanden, nicht »veitiger al^ Ui,000 Morgen Flächeninhalt und gege»» l0,000 Stück Vlrt), vorzugsweise Schafe. Aber liur 100 Dessalineii ^,400 Morgen) davon »vurei» »nlt Gelretve bestellt, alles Uebrtge fre»e Weide, jungfräuliches La,td. Hier ist »»och Naun» für ko,ntt»e>»de Geschlechter, und Jahrhunderte »vird es dauein, bis stch die Nachbarn «»it den Elln-boge»» stoßen, »»lie so häustg bei u!»s. ! Zwei lebhafte Klepper der klei»»en Steppei»-race, die sich aus den kirgisischen »ll»d don'schen Pferdefchlägen gebildet hat, in Doppelpony-Größe fühlten niiS alsbald in rascher ^pcizier-fahrt dnrch das weitla»ifi^ie Besitzihuin; siebei» Werst l)alte»» »»lir zi» faliren. bis wir die Grenze erreichten, längs deren sich in verl)ällniß,näsug schnlale,» Ltreise,» daS ktlltivirte Land hinzog, »vo der stattliche Ghirka-Weizei» eben in voller Ernte bestiidlich »var. Und hier dt»rfte ich a»lch zu»n ersten Male erstaunen über die w»'.nder-bare Fr»»chtl'arke»t des Steppenbode»>s, den,» iaz ver»nochte den »nitgebrachte,» Maßstab der Kultur der geprieseiisten Länder unziilegen. Das ganze Südrußla»id, vorzugsweise Net»rußla»»d gel,eiseu, iveil es z», den jü,»gsten Eriverbungen des großen Czare»»reiches get)ört, ist i»» der Urzeit unstreitig ein uner»net;l»cher See gewese»», dessen östliche »ind ivestliche Ufer ii» de»n Hindukilsch^ebirge Asiens und in de»» Karpalhe«! Ungali^s emporstiegen. Als die gewaltige Wass^rinasse orrch'nd, ablies, ließ sic auf den Trillionen von Schaltlneren des llnte'griindes enie uiigeheuere ^))kosse von SchlaiNlN zlirnck gebildet ans verivesteii Or. gaiiis»»»e»i ulid fe»n geschläitinitei» Erden ii» iliniger Verinischung; dieser llrschla»nin bildet setzt de»» berühniten Tschernose»«, die vner» schöpfliche schwarze Ackererde des Landes, welche sich in der Mächtigkeit von ivel»igen Zolle»» bis zu 15 Fuß und darüber aus de»n Muschelkalk abgelagert hat. Diesem Boden verdankt es der Landstrich, daß er, fast ohne alle jene küitstliche Hilft, welche bei »»nS die Pflanze»»-produktion erheischt, die noch lange Ze»t ausreichende Quelle der Körnerge»vin»»ttng für eine»» großen Theil der übrigen Welt ist. Freilich gehört noch eii» ivesentliches A^etis zlir völligen Entwickelnng dieser Fruchlbarkcit, näntlich fe-»tügeiide Feuchtigkeit; deiin hier brennt die Lonne niit heißesteni Strahl nnd versengt in kurzer Frist die jnnge gritlie Saat zu bleiche,» verschrulnpftei» Greisenhaliiien, »venn von den Niederschlägen des FrnhjahreS »»»cht ein gei»ü-gettder Ueberrest in» Bode,» geblieben ist. Wenn aber dies der Fall oder der Vorsoininer zeitweilig erfrischende Schauer briligt, dann ent^ »vickelt sich die Vegetation in fast »»nglaublicher Uepplgkeit. Die ganze Steppe überzieht ei,» dichter Teppich hochhaliniger Gräser, deren Aehre»» nnd Rispen sich lnanchi»»al bis zur Mai»iiShöl)e erheben; durchflochten ist er i»» saftigein Getvirr »»»it allerlei Kräiitern, Ranken und Stauden, aus welchen prächtige !:^^ln»nen bald ei»»zeln die Köpfche»» strecken, bald sich zu ganzen buiiten Matten, Steppengärte»», ver-ei»»»gen. 'I^iit Vertvnnderung erblickt der fre»nde Wanderer da und dort Kinder der Flora wild Freiheitshah des Kaisers Nikolaus fortgeerbt, ein Greuel und dringen beide aus die Beseitigung derselben. Da Bismarck und Kaiser Wilhelm auch nicht Versassungöschwärmer sind und ^ dem Petersburger Hose in freundschaftlichsten Beziehungen stehen, .so werden sie dem Hohcn-zoller in Bukarest wohl rathen, sich M fügen oder wenigstens die Verfassung nur als Komödie fortspielen zu lassen. Nachdem es ottomanifchen Tauchern gelungen, die Torpedos der Russen in der Donau durch Abschneiden der Zündleitungen unschädlich zu machen, lieb die Petersburger Regierung Torpedoboote erbauen, um dieselben gegen die TUrken zu verwenden. Der ersie größere Angriff solcher Boote gegen Panzer« schiffe und Kanonenboote — dieser Tage bei Sulina versucht — ist gänzlich mißlungen. Der russische Feldzugs plan in T Ü r t i s ch ' A s i e n ist eine genaue Auslage des Moltke'fchen vom Jahre 1870. Das Soyhanlü'Gebirge soll das Sedan und Erzerum das Metz der Türken werden. Die Verpflegung der ottomanischen Truppen ist sürchterltch, der Gesundheitszustand schlecht. Die Ltraßen wimmeln von Ausreißern. Der Feldzug wird durch die Schuld des unfähigen Ober-Befehlshabers und seiner Generale verloren gehen. verilüschte Zlachrichtc». (Nordamerikanisches Postwefen.) In den Vereinigten Staaten von Nordamerika haben die großen Postanstalten nicht blos einen Brieskasten wie bei uns. sondern auch je nach der Wichtigkeit des Platzes eine gröbere oder geringere Anzahl, nämlich einen Kasten sür die Stadtbriefe, eineil anderen für Briese nach anderen Orten desselben Staates der Union, einen dritten sür die übrigen Staaten der Union, einen vierten für Südamerika, eine Anzahl für die verschieden europäischen Staaten und eine weitere Zahl für alle anderen Länder. Diese Einrichtung erspart der Postverwaltung viel Zeit und Arbeit und nach zuverlässigen Aussagen vollzieht das Publikum diese Ver-theilung der Korrespondenz sehr gut. Eine andere Einrichtung der amerikanischen Posten sind die nummerirten Kasten slir das torre-spondirende Publikum. Jedes Handlungshaus hat aus der Post einen Kasten, worin die für dasselbe angekommenen Briese und Packete gelegt werden. Der Schlüssel dazu befindet sich in seinen Händen, man schickt so ost man will nach der Post, um seinen Kasten zu leeren, und geihlich emporwachsen, die er daheim kümmerlich in Töpfen hegt; mit Entzücken pflückt er im engsten Umkreise einen Strauß, wie ihn zierlicher kein civilisirter Garten zu bieten vermag. Wie man inmitten der Alpengletscher zuweilen einen kahlen Fels mit Dammerde bedeckt und darin die prächtigsten Alpenblumen wuchern sieht — die sogenannten Gletschergärten — so schmücken sich auch in der Steppe vorzugsweise nur einzelne Stellen mit Farben und Düften, ohne daß man wüßte, wie oder warum; vielleicht muß man wieder weit wandern, ehe man ein zweites, ähnliches Plätzchen findet. Neben dem Nützlichen und dem Schönen erhebt sich aber auch das Widerwärtige und Schädliche; das ist der Burian, unter welchem Gesammtnamen man alle unnützen Stauden der Steppen begreift. Merkwürdige, geheim-nibvolle Gewächse sind darunter: Die Steppennadel, deren spitzer, mit Widerhaken gezähnter Samen den Thieren durch Haut und Muskeln dringt in ihr Herz und Eingeweide, so daß sie elendiglich erliegen müssen; das „betrunkene Kraut", dessen Genuß die Pserde toll macht und lähmt, während es den Rindern nicht schadet; die Choleraklette, welche zum ersten Male mit der Seuche erschienen und ein specifisches Heilmittel gegen diese und die Hundswuth sein soll, und der Bote hat nicht am Schalter aus die Vertheilung zu warten. In New-Dork gibt es über 12,000, in Philadelphia 8000 socher Privat-Brieskasten. (lS isenbahn-Betrieb durch den Staat.) In Europa gibt es kaum ein Land, welches nicht augenblicklich uilter einer hestigen Eisenbahnkrise zu leiden hätte. In Italien sind nahezu alle größeren Eisenbahn-Gesellschaf-ten passiv. In Frankreich ist eine Reihe kleinerer Eisenbahnen, welche die Prioritätszinsen nicht ausbringen können, vom Konkurse bedroht. Die Lage vieler Eisenbahnen in Oesterreich ist eine solche, daß sie nicht einmal die Kosten ihres Betriebes zu decken vermögen. In Deutschland sah sich der Staat genölhigt, helfend und unterstützend einzugreisen, ja einzelne Linien selbst zu erwerben, um sie vor dem Untergange zu retten. Nicht nni»der traurig sind die Verhält-niffe der Schweiz, wo überdies da» hohe Anlage-Kapital der Eisenbahnen und der noth-wendig kostspielige Betrieb die Lage erschwert. Gerade diese Umstände walten auch bei uns so häufig vor und lassen daher ein Büchlein von Olivier Zschokke über den Betrieb der schweizerischen Eisenbahnen unter Leitung des Bundes (Zürich), ganz besonders lehrreich erscheinen. Der Verfasser betrachtet nicht so sehr den Besitz, als den Betrieb der Eisenbahnen durch den Staat (Bund) als das Ausschlaggebende und Wichtigste. Durch diese Centralisation werde eine billigere Verwaltnng, eine bessere Ausnützung der Last und des Materiales ermöglicht und lasse sich eine Rente erwerben, welche dem landläufigen Kapitalsgewinn entspricht. (V o IN dalmati nisch - herzeg o-winischen Küftenlande und Bosnien) Heinrich Sterneck entwi^t in seinem Buche: „Geographische Verhältnisse, Kommuni^ kationen und das Reisen in Bosnien, der Herzegowina und Nord-Montenegro" ein düsteres Bild vom dalmatinisch-herzegowinischem Küftenlande; er schreibt: „Das Land geht unaushalt-sam dem Versalle entgegen; es ist keine Aus-sicht vorhanden, daß sich je zusammenhängende Flußläuse bilden, selbst wenn es, was ich bezweifle, gelingen sollte, durch künstliche Bewaldung regelmäbige Niederschläge zu erzielen. In dem Maße, als unterirdisch das Meer, oberirdisch das Niederschlagwasser und die Atmosphäre den Kalk auslösen und zerfressen, versinkt das Land, um vielleicht einmal ganz zu verschwinden. Mit dieser Prognose stimmt auch das Aussehen des Landes selbst überein .... Es zeigen sich dem Reisenden nur verfallende oder verfallene, und der Kurai. Letztere Pflanze, das gemeine Salzkraut, verdient besondere Erwähnung, da sie zu einem sonderbaren Phänomen Anlaß gibt, von dem ich lnehr als einmal Augenzeuge gewesen bin. Wenn im Herbst die Winde schärfer über die Ebene zu pfeifen beginnen, dann sängt aus einmal da und dort die Steppe zu wandern an. In der That erscheint es dem Neuling, als löse sich die Rasendecke des Bodens sreiwillig los, rollte sich zusamme»l und kugele nun in lustigen Sprüngen vor dem Winde her, schneller, als das schnellste Roß zu lausen vermag. Bald schreitet die räthselhaste Bewegung vor in langgestreckten, fast geradlinigen Kämmen, gleichsam in Ordnung gehalten voi; höherem Willen, bald bricht sie diese Linien und wirbelt im tollsten, ungeberdigsten Tanze umher, daß man glauben möchte, neckische Kobolde trieben da ihr Wesen. Manchmal stauen sich die rollenden Massen an irgend einem unsichtbaren Hinderniß, „aus des Vormann» Rumpf steigt der Hintermann," Gewicht hängt sich an Gewicht, Hügel erbauen sich, luftige Säulen und Thürme, wie von Spinnen gewebt, bis endlich das Ganze den Halt oder Schwerpunkt verliert. Überkugelt und nunmehr, vom schadensrohen Wind zer-blasen, mit doppelter Eile wieder vor diesem dahinslieht. Die Russen nennen diese Erscheinung spärlich bewol)nte Städte und Dörfer. Die Photographien von Ljubinje und Trebinje und andere Bilder aus jenen Gegenden machen den Eindruck der todesstarren Augen eines Verschei-dendell; meilenweite Strecken sind ohlie Wasser, beinahe ohne Vegetation und unbewohnt. Die vielen verlassenen Wohnsitze zeigen deutlich, daß die Zahl der Bevölkerung in Akinahme begriffen ist, woran wohl nur zum Theil die politischen Verhältnisse schuld sind, da in dem benachbarten Bosnien unter gleichen politischen Verhältnissen das Gegentheil stattfindet .... Vom national-ökonomischen Standpunkt aus beurtheilt, ist es vergebens, in diesem Gebiete Häfen oder Bah nen zu bauen, die nicht zugleich aus die Verbindung mit Bosnien hinzielen und es ist solchen Vt^otiven gegenüber nicht zu rechtsertigen, wen» in Dalmatien parallel zur Küste Bahnen gebaut werden, von denen nicht einmal in po« litischer oder militärischer Beziehung ein Nutzen erwartet werden dars." Ueber Bosnien dagegen sagt der Verfasser: „Schon jetzt ziemlich gut bebaut, vermöchte dieses Land wohl weit mehr als den eigenei» Bedarf an Getreide zu pro-duziren. Die Viehzucht, welche jetzt einen Huupt-erwerb und Ernährungszweig des Landes bildet, könnte unter den günstigen Bedingungen, welche die Zone de» Mittelgebirges bietet, einen sehr großen Ausschwung nehmen. Unter dem Einflüsse dieser relativ günstigen Bodenverhältnisse hat sich auch in Bosnien eine betriebsamere Bevölkerung herangebildet, und wenn sie jetzt aus einer niedrigen Kulturstuse steht, stellenweise in Stumpssinn verfällt, so sinb hieran andere Momente schuld. — Ursachen, die unter ander»» Verhältnissen bei der Bevölkerung der armen und ressourcenlosen Herzegowina und Montenegros den Geist der Selbständigkeit und der Kampsluft erzeugen, bewirken hier das Gegen-tizeil davon: die Sorge um Besitz und knechtischen Sinn. Die Bevölkerung in Bosnien ist im Ganzen trotz der mitunter ungünstigen Lebens» bedinguugen in Zunahme begriffen, was sich iil der Vergröberung der Städte und in den häufig vorkommenden neu angelegten Nieder-lassnngen dokumentirt. Aus dem Gesagten geht hervor, daß Bosnien, beziehungsweise Serbien, eigentlich das Hinterland für die dalmatinische Küste bildet und hier durch Anbahnung gesunder politischer Verhältnisse und Erbauung von Kommunikationen ein sehr reiches Gebiet erschlossen werden kann. (Petösi in Sibirien.) Die Petöfi-Gesellschaft zu Pest hielt neulich eine Sitzung ab, in welcher Anton Mierniezky, Professor der Perekatipole, d. i. Wandern des Feldes, und sreuen sich ihrer, denn sie bringt ihneil willkommenen Brennstoff. Alle jene kugelnden Gebilde sind nämlich Stauden des Salzkrautes, deren Aeste beim Zusammendörren sich zu einem Ball zusammenwölben, und deren Stengel oberhalb der Wurzel abfault, worauf dann der Wind die merkwürdigen Pflanzenleichen fchaaren-lveise über die Steppe jagt. Ost scheint eine einzige Pflanzenart sich großer Regionen der Steppe vorzugsweise bemächtigt zu haben; so erblickt man häufig, so weit das Auge reicht, völlig ebene dunkelgelbe Flächen, gebildet aus den breiten Dolden einer Gattung Wolfsmilch, welche kein Thier berührt. Än besonders günstigen Stellen erheben sich wahre Gebüsche, Buriandickichte, gebildet von stacheligen Disteln und Kletten, die fast in Baumesstärke und Höhe emporwachsen, und ihre bewehrten Aeste malerisch ausbreiten, gleich riesenhaften Armleuchtern. (Kortsetzung folgt.) französischen Sprache am Piaristen'Gymnasium und gewesener Honved, nachstehende Mittheilungen machte: Auch er sei in Gesangenschast gerathen und nach dem Freiheitskriege mit mehreren Ungarn nach Sibirien geschleppt " worden, wo er bis 1863 bliel); über Petöfi jedoch habe er nichts gehört. Wäre Petöfi in Sibirien gewesen, so hätte man sich davon leicht Kenntnib verschaffen können, denn die Gefangenen durften selbst bis auf Entfernungen von 8—10 Meilen sich besuchen und waren beinahe alle mit einander bekannt, konnten auch Briefe in die Heimat senden, nachdem dieselben von der Polizei gelefen worden. Von jenen Polen, die angeblich Petöfi gekannt haben sollen, hat Mierniczky nichts gehört und er hält es auch nicht für wahrscheinlich, dab dieselben sibirische Gefangene gewesen. So viel sei indessen Thatsache, daß in Sibirien mehrere ungarische Honveds aus den Jahren l 848/49 gefangenen gehalten worden, unter denen er speziell P. Napravsky nannte, der gegenwärtig Ingenieur in Beregszasz ist. Immerhin sei e» möglich, dab trotz der Amnestie von 1863 auch jeht noch Ungarn sich in der sibirischen Verbannung befinden, und wäre daher zu wünschen, daß in dieser Richtung vom Auswärtigen Amte Erkundigungen eingezogen würden. (Vom türki sche n Krieg sschanpla tz. Berichterstatter für Zeitungen.) Wer sich an einem Orte, welchen ottomanische Truppen besetzt, als Berichterstatter sür Zeüungen aufhalten will, ist an strenge Befehle gebunden. Vor Allem wird ihm bedeutet, daß jedes Telegramm vorerst zur Sanktion dem Militär-Gouverneur und in dessen Abwesenheit dem FestungS-Kom-Mandanten in Begleitung einer in türkischer Sprache gefaßten Abfchrift vorzulegen sei. Dann wird man oerpflichtet, nichts der türkischen Armee oder dem Staat Nachtheiliges zu schreiben, sondern im Gegentheil stets ini Interesse der Türkei in seiner Sphäre die Feder zu führen, ^n dieser Hinsicht haben sämmtliche Botschaften, Konsulate ze. den Austrag von der Psorte erhalten, die von den im türkischen Hauptquartier befindlichen Berichterstatter!» herrührenden Ar tikel genau durchzustudieren, und im Falle etwas sür die Türkei Ungünstiges darin sich vorfinden sollte, davon telegrapl)isch den Serdar n» Kenn-tnih zu setzen, damit derselbe die Entfernung des betreffenden Korrespondenten vcranlaffen könne. Schließlich wird untersagt, über Bewegungen und Stärke einzelner Heeresabthei-lungen zu berichten. (Heerwesen. Nemonten preise) Das Kriegsministerium hat für den Fall der Mobilmachung folgende Nemontenpreise festgesetzt. 250 fl. für ein Artillerie- oder Fnhrwefen-Zugpferd, l20 bis 150 fl. für ein Tragpferd, bis 300 st. sür ein Maulthier oder ein Gebirgs-Neitpserd. Da Oesterreich-Ungarn bei Zeiten das Pferde-Aussuhrverdot erlaffen und mit allergrößter Strenge aufrecht erhalten, so kann der Bedarf im Inlande vollkommen und in vorzüglicher Weise gedeckt werde. (Gesundheitspflege. Farbiges Papier als Einhüllungsmittel.) Das Ministerium des Innern hat im Einvernehmen mit dem Handelsmisterium folgende Verordnung erlösten: ^Mit Rücksicht ans den Umstand, daß gegen' wärtig nicht blos grüne, sondern auch anders-färbige Buntpapiere mit gesundheitsschädlichen Farbenmaterialien erzeugt, in den Verkehr ge« bracht uad zur Emballage von Genußärtiteln verwendet werden, findet das Ministerium des Innern im Einvernehmen mit den» Handelsministerium aus Sanitätsrücksichten im Nachhange znr Verordnung de» Staatsminisierinms vom 1. Mai 1866, zu verordnen, daß als Einhüllungsmittel für die verfchiedeuen Confitü-ren, Zuckerbackwerke, Kaffeesnrrogate und an dere derartige Genußarttkel nur gewöhilliches weißes oder nlir im Zeug gesärbtes Papier verwet^det werden darf und daß die Verwendung von fonstigen gefärbten Papieren nur als zweites äußeres Umhüllungsmittel und auch als solches nur bei derartigen Gennßaitikeln zulässig ist, welche bei der Aufbewahrung trocken bleiben, weder erweichen, noch zerfließen und in Folge dessen am Umhüllungsmittel ankleben oder dasselbe durchtränken. Uebertretungen dieser Verordnung, welche nicht unter das all-gemeine Strafgesetz fallen, sind nach der Ministe-rialverordnung vom 30. September k877 zu bestrafen." -lUarburger Berichte. (Von der Weinbau «Ausstellung und vom Wein markte.) Im Jahresbericht des Ackerbau-Ministerium» lesen wir: „Eine bedeutende Anziehungskrast äußerte die zugleich mit dem Kongresse österreichischer Weinbauer und einem Weinmarkte voin 17. bis 24. September 1876 in Marburg stattgehabte Weinbau-Ausstellung, zu deren Verwirklichung das Ackerbauministe» ium einen Beitrag bewilligt hatte. Es hatten sich an den ftns Gruppen derselben: Wein, Weinkultur, Trauben, Maschinen und Lehrmittel, 65 Aussteller be« theiligt, von welchen 20 mit der silbernen Staatspreismedaille ausgezeichnet wurden. Der gleichzeitig in'» Leben gerufene Weinmarkt ergab, vermöge seiner praktischen Organisation, ein sehr günstiges Resultat; aus den meisten weinbautreibenden Ländern des Reiches beschickt, vermittelte er eine größere Anzahl von Abschlüssen. Der Besuch der Weinbau-Ausstellung war ein so guter, daß die seitens des Ackerbau-ministerinms zur theilweisen Deckung eines etwaigen Defizites zugesagte Subvention nicht in Anspruch genommen zu werden brauchte." (Brandlegung.) Der Grundbesitzer Franz Skorber in Mutschen, Gerichtsbezirk Marburg, hat durch den Brand seines Stalles einen Schaden von 1000 fl. erlitten und ist nur bis zur Höhe von 700 fl. versichert. Skorber soll bereits die gerichtliche Anzeige gemacht haben, daß dieses Feuer gelegt worden. (Kinder als B r i n d st ist e r.) Im Wohnhause der Maria Jursitsch zu Nußdorf, Gerichtsbczirk Marburg, entstand am 12.d.M. Nachmittag 3 Uhr Feuer und wurde das ganze Gebäude eingeäschert. Die Eigenthümerin rechnet ihreil Schaden auf 300 fl.; die Versicherung beträft 700 fl. In Nußdorf behauptet man, daß die Kinder der Besitzerin diesen Brand gelegt haben. (Ächadenseuer.) Am 12. Juni gegen Mittaj^ brannte zu Stanosko, GerichtSdezirk Windisch.Feistritz, das Wohnhaus, Tenne und Stall des Grundbesitzers Simon Polanetz theil-weise ab. Das Feuer ergriff auch die Winzerei nnd den Stall des Nachbars Paul Urlep, welche gleichsaUs eingeäschert wurden. Polanetz erleidet einen Schaden von 460 fl., Urlep einen Schaden von 1500 fl. Die Ve''sicherung des ersteren beträgt 300 fl., des letzteren 800 fl. (Zu Todte gesoffen.) FranzNakuscha, Grundbesitzer in Psefferdors, Gerichtsbezirk Ob.-Radkersburg, hatte den ganzen Tag im Wirths-hause zu Nußdors gezecht und begab sich in der anstoßenden Dreschtenne zur wohlverdienten Ruhe; am frühen Morgen wurde er vom Schlage getroffen todt aufgefunden. (Aufgefundener Leichnam.) Zu Pcttau (nahe bei der Schiebstätte) wurde eiu Leichnam weiblichen Geschlechtes ans Ufer geschwemmt und glaubt man, es sei diese Todte Elisabeth Scherzer von Mobwald in Kärnten, welche dort am 7. April in die Drau gesprungen. (Jmpsung.) Heute den 17. Juni Nachmittags 2 Uhr wird im Gebäude der Mädchenschule die Jmpsung durch den Kommunalarzt Herrn Urbaczek fortgesetzt. i^Zu Ehren der Marburger Gäst e.) In Lilli (Bierkeller beim Stadtpark) wird heute Nachmittag „zli Ehren der Marburger Gäste" ein Ganten konzert der Stadt-mnsik-Kapelle gegeben. (Zur Sannregulirung.) Die Bauten zur Sannregulirullg haben jetzt begonnen und werden in folgende Sektionen eingetheilt: Kloster Nazareth-Enge, Heilenstein, Sannbrücke, Kassasebrücke, Kapnzinerbrücke. Die Regnlirung soll binnen zehn Jahren vollendet sein und betragen die Kosten jährlich im Durchschnitt 14,00» fl. Letzte?>ost. Der Gesetzentwurf über die garantirten Eisenbahnen ist vom Abgeordnet,nhaus an-genommrn worden. In militärischen Kreisen Oesterreith» Ungarns glaubt «an, daß die Russen der Benützung^serdische» Gebiete» dedürfen, um iiber die Donau zu i^ommen. Suleiman Pascha hat Bjelina desetzt. Die Gesammtzahl der Ttlrfen, welche gegen Montenegro operiren, soll betragen. Mehrere tausend Aufständisch» nShern sich Travnik. Ismet Pascha rückt von Se-rajevo mit acht Bataillonen in Eilmärschen heran. Die Pforte läßt die Befestiaungen der Bahnlinie Ez^rnavoda - Küstendsch, verstärken» KarS leistet noch Widerstand. Dom Nüchertisch. ,,Unser Vaterland, in Wort und Bild geschildert von einem Verein der bedeutendsten Schriststeller und Künstler Deutschlands und Oesterreichs. Erste Serie: „Die deutschen Alpen.-Wanderungen durch Tirol und Vorarlberg, das baierische Gebirge, Salzkammergut, Steiermark und Kärnten. Unter Mitwirkung von L. v Hörmann, A. v. RauschenselS, P. K. Rosegger, tt. v. Seyffertitz. L. Steub, K. Stieler, I. Kn-gerle. Herausgegeben von Hermann v. Schmid. Jllustrirt von G. Cloß, I. Desregger, W. Diez, A. Gabl, F. v. Pausinger, K. Püttner, Math. Schmidt, Fr. Voltz, I. Watter, I. Wopsner :e. Verlag von Gebrüder Körner in Stuttgart. Preis der Lieferung 75 Pfennige." Dieser lange Titel schon verkündigt und der Inhalt der beiden vorliegenden Hefte bestätigt, so weit bisher möglich, daß hier das Schönste znsammengetragen werden soll, was das Vaterlaild. und zwar zunächst speziell das schöne Oesterreich bietet, das Schönste nicht allein landschaftlich und ethnographisch genommen, sondern auch in künstlerischer Beziehung, dadurch, daß es die anerkannt vorzüglichsten Autoren und Maler sind, welche uns in Wort und Bild hier Land und Leute vor Augen führen. In den beiden ersten Heften fchildert uns Hermann v. Schmid in Poesie und Prosa das Unter-Innthal und seine Bewohner. Zahlreiche LandschastSbilder von Mathias Schmidt, R. Püttner, H. Engl illustriren den Text. Außerdem finden wir in jedem Hefte zwei große und vortreffliche Genrebilder, und zwar zwei von Desregger: „Zttherfpiel in der Alnihntte". und „Die Ringer" und ferner „Karrenzieher in Tirol" von Math. Schinidt und „Rattenberg" von R. Püttner. Di« erste Serie des GesammtwerkeS wird abgeschloffen für sich unter dem Titel „Die deutschen Alpen" erscheinen, und zwar in drei groben Abschnitten, von denen der erste in circa 20 Li'?fernngen Tirol und Vorarlberg umfaßt. Unsere Führer durch Tirol werden die denkbar besten sein, denn Steub, H. v. Schmid. L. v. Hörmann. Zingerle und Seyffertitz werden den Leser auf seinen Wanderungen begleiten. Der Preis des Prachtwerkes nnt noch nichl 50 kr. sür die Lieferung ist ein außerordentlich mäbiger. 1». r. Serres Scharffchiitze« 'Verden höflichst zum Beitrit,' king l^dc» vou der Mardurger Scharfschü^eii-Gcscllschaft. Anmeldungen bti Herrn Jol). Erhart. (702 Course der Wiener Börse. 16. Jltni. Einheitliche Ctaattschiild Trediwktie» . . 141.50 in Noten . 60.70 London . . . in Sil''er . titt.1t) Silber . . . . 111.80 Ooldrente .... 7'^.4V Napoleottd't)r . . 186ver St.-Anl.-Lose 111.75 k. Münz.Duk>ilen 5.97 Bankaktien ^ 100 ReichSniark «5.- Nr. 3370. (617 Kundmachung Vom Ätadtrtühe Marbur^j tviid in Folge hohen k. k. Statthaltcrei-Erlasseii vom 21. April 1877 Z. 6121 erinnerl, daß bei der großen Anzahl von Aichämtern und Faßaichstklien, welche im Lause des vorisjen Jahre in nllen Theileu des Landes aktiv,rt wordm sind, der Mailtiel tNl Grlegeliheit zur F^haichunst nicht vor;^eschüpt werden kann, daß dahtr der Gc» brauch von ungeaichten Fässern im öffentlichen Verkehre bei ^)ltvürtis;ut,i^ der gesetzlichen Ahn« dung zu vermeiden sei. Marburg am 12. Mai 1877. _ Der Bürgermeister: Dr. M. Reiser. Kröffnung der neurestamirten k. k. Miiitiir-Schlvimlnjchille in der Frllliz-Joses-Kaseriic m Marburg. Bormittag: Bon 5—7 Uhr Herrelt, von 7—lO'/^ Uhr Damen, von 10V»-—^2 Uhr Herren. Nachmittag; (706 Von 1—2 Uhr Herren, von 3—5 Uht Herren und Schlvitnmunterricht de^> k. k. Milltms^ von 5—7'/z Uhr Herren. EntrLe: Ohne Wäsche für Damen und Herren 10 kr., nut Wäsche fiir Herren 15 kr. Äbonllement: Ohne Wasche per nat 2 fl.. per Sttist)» 4 fl. Mll Wasche pcr Monat 2 fl. 50 kr., per Saison 5 fl. Sch tviln ilt'Unter richt per 10Leftlolie» 2 fl. ^raut ««d R«nkelr«ben-Ma«zen 100 Stück zu 10 kr., sotvie grvßfrüchtige Erdbeeren (Oröbstli'«g<) das Äilo zu 50 kr., bei auSlvärtigen Versendungen incl. Verpackung zu 60 tr. werdeli ulige« geben in der Landes-Obst- und Weinbanschüle ber Marburg. ^704 Kliritl-Aiiitnichl sowohl fitr Anfänger wie Gcübtere ertheilt außer dem Hause H. Wagener, Pianist aus Nord-Deutschland, Schillerslraße Nr. 19^, parterre lit.ks. __(701 Gtjchilfls-Eröjsnllllg. Beehre mich der ?. "I. D am en tve!t Mar» burgs geziötnend anzuzeigen, d^ ich das vor Jahren von Ftau Rostna Tretha» im eigenen Hause, Schulgasse Nr. 5 neu, geführte nui'Mehr in eigene Ncgre üliernommen habe. Durch lang-jälirll,e in diesem Geschäfte in Graz erwolbene Kenntliisse, prompte und billige Bedlenung hoffe ich mlr Beitrauen, welches meine Vorgängerin besah, neuerlich zu erlverben und lade er, gebenst zu zahireichetn Zuspruch? ein. Äiliia Trethan, Modisli», 703) eigenes HauS Nr. 5 neu, Schulgasse. Eine Gleger-Presse wird zu kaufen gesucht. Anzufragen in der Expedition d. Blattes. (707 Eingesandt Per 187Ser Koschaker - Wein der Frau Duchatsch, welchen Herr Flucher im Weinschanke obere Herrengasse Nr. 88 uni Kreuzer au^schenkeri läßt, verdie,tt tvirklich lillgemein an-empfohlen zu werden.__(708 Mit eiuer Beilage. Kuudniachullg. Am d. M. Vormittags von 9 bis Uhr findet in der Mellingerstraße hier u. zw. in der Ä. W. Gerecke'schen Kaffeesurs rogat-Fabrik die letzte ezekutive Feilbietung von fertigen Surrogaten, vielen Rieß färbigen Papiers, dann sonstiger Fabnkö-, Zimmer« und Kücheneinrichtung zc. zc. statt, wobei diese Gegenstände auch unter dem Tchätzwerthc gegen sogleich l^.'^re Bezahlung verkauft lverden. (697 Brennholz-Verschleiß. Von einem Waldbcfltzer lvird ein kautionsfähiger Verschleißer für Buchen-Bruinholz gesucht. Näheres zu erfahren: Tegetthoffstraße Nr. 33 neu im Gewölbe. (700 Ein Geivölbe mit anschli'ßender Wohnung, letztere bestehend aus einem Wohnzimmer, Kttche. Speise und Holzlege — vom 1. Angust an zu vermiethen: Vurggasse Nr. ^3^___(709 Z>ank und Anempfeykung. Flir das Ntir durch so viele Jahre ge-schenkte Vertrauen dankend, erlalil?e ich niir hiemit bekannt zn geben, daß ich das Dreehslergesehäft in der Pfarrhofgasse Nr. 4 noch immer fort-fi'lhre, und bitte das 1^. '1'. Publiknnt, mich ntit ferneren geiieigtelt ^^luflrägen flir Drechsler-Arbeiten zu beehren. ''^achtungsvoll ^ LlvtLinxor. »»>»!>> 512 ll«iw iod ^rilppvll i» Unrliul'x, 8tieIi Iii linrlensiii»» vmptivlllt Slzinv photliAaphischen Ärlieiti». H K >lläiws8-vi»t«rrivl>t iw Viuul». leli dselu o mielr, siuvli» dollön.^clvl unä ^volutoui ?. '1'. ?udli!culn Iwtlidlst anzzu/.si-ll.'^Zk; ielt gesonnen din, ^^Irrend moillk8 !cul'/vn lüesi^er) ./Vut'entlutites einen lani l-vtifv^vlus mit tien neuesten längen, ilLuunter clis Ks-liedte (juacliille „l^e« laneivr» en eolonne" ete. ete. orüLkneu. lim LÜt-lAe daläigo ^nineläunZen Iiieziu, sci^vie /aklioielien öesuel» Izittet aoIitunZ8Vv11 (689 ^iülvlmiiiv kielll««', älpl. 'I'anslvkrsrill au8 0rn7.. 8proc1i8tunä6: 10—12 liln'Vm- un<1 2—5 11!n' ^aelimitta^s im liitt. V. l^öäiansperg'ZcIwn liause 8, »^elnllerstrakse, 1. Ltoelc i'eekt3. SchWimmschttle ill St. Magdalena. Die Damenstutlde ist von lieutc an bis auf Weiteres täglich auf die Zeit von V«1 Uhr bis 2Ul,r Nachmitt^'g f-stgesetzt. Die Ausnahme fini'et täglich statt und beträgt die Gebuhr (daS Honoiar für den Schwimmmeister inbegriffen) 12 fl. Die Freisprechung erfolgt je nach der Leistung der Schülerin und kann Jede von der Beendigung dieser Lehrzeit an bis zum Schluße der Badefaifon lvährend der Damenstunde un-entgklilich die Schwimmanstalt benühen. — Für Ki'.abeu. welche fchivimmen lernen, ist die Un-ttriichtegsk>ühr ebenfalls auf 12 fl. feftgefeKt und genießen fie nach Beendigung der Lelirzeit dieselbe Frelt)kit der Schwimmschnlebenüßung, wie die Schülerinnen (690 Marburg, 12. Juni 1877. D Die Grhaltunft der Gesundheit berulit zum größten Theile in der Ntiuignng und Reinhaltung der Säfte und des ^ Sltttes und in der Beförderung eitler gnttn Verdauung. Dies zu erreichen ist das beste ^ und wirksamste Mittel: vr. ülosa's Iiobellsdalsam. Dr. Rosa s Lebeiisbalsai» entspricht alle» diesen Fordenmqen auf das Vollständigste: derselbe belebt die gesaininle Tl^ätigkeit der vtriaiiiing, erzengt ein gksnndks nn!» rrints Blut, und dein Körper wird sein^ sriihere Krast und Gesundl>eit wieder gegeben. Derselbe ist für alte Äerdauungsbeschiverden, namentlich ^ppetitlojiqkkit, saure» Äntstoßkn, üläliungkn, Crlirechkn, Magenkrampf, Verschleiinn»g> Hämorh'oiHen, Ueber-ladung des Magens niit Speisen -c. ein sicheres und bemäl)rtes Hausniittel, welches sich in kürzester Zeit wegen seiner ausgezeichneten Wirksamkeit eine allgemeine Verbreitung verschafft hat^ " t Flasche t fl. Halbe Flasche 5v kr. Hunderte von Anerkounungsschreiben liegen zur Ansicht bereit. Derselbe wird ans franliirtc Inschriste» grgen tlachnn>>n>r des Ltlrages nach allen Richtungen verschickt. E«pi^ Kochac-hrt-r Hm! Is'JSnmr IS7S. En« !»u^erc- geU litt ich an Magenschmeijkn »nd AvpetiUoflgk-it. Du wurde ich auf Ihr Med!-kaineiit „Dr. Rosa s Lebenöiialsun»" ailsmerksam gemacht und Hube selben genossen. Nach Verbrauch der ersten Flasche tiemerkte ich schon eine Vessernng und nach fortgesetztem Gebrarich sind liereitS die Mageil-schmerzen s,ällzlich verjchwnnden, der gnte Äppeilt l)at sich »vieder eingefluiden und ich bin wieder ganz l)ergestellt. Indem lch Ihnen hiemit meinen l)erzl>chs,en Dank anSspreche und „Dr. Rosa'S LebenSbatsam" allen Magenleidenden ans» Beste aiiemvfehle zeichne ich hochachtungSlioll F. Staudigl. Zur freundlichen Beachtung! "WU Uln unliebsamen Mißverstündnissen vorzubeugen ersuche die ?. I. Herren Abnehtner überall ansdtücklich: Dr. Uosn's Lebtnsbalsam aus S. Fragurrs Apotheke in Prag, zu verlangen, denn ich habe die Wal)rnehmung gemacht, daß' Abnehmern an manchen Orten, wenn selbe einfach LebeitSbalsam und iticht ausdrücklich Dr. Nosa's S^elirnsbatsam verlangten, eitie beliebige nichts wirkende Böschung verabreicht wurde. Vcbt ist Dr. Rosa's Lebensbalsam zu beziehen nur im Haupt-Depot: Apotheke „zum schwarzen Adler" deS B. Frag n er in Praa. Äleinseite, Ecke der Sponiergnsse Nr. Lvö-Ill. Ala.rd»rx: Wen,kl.«»nig, 'Apotheker, I. D. Bancalari, Apotheker. Graz: I. Purgleitner. '^lpoth., Joh. Eichler. Äpotl)., Wend. v. Truko^t). Apoth., Adolf Jakic, Apotl).. Auton Nedwed, Apolh. z. Mohren, i^illi: Apoth. „Banmbach" und Kr. Ranscher. Leibnih: OttmarRupheim, Apoth. Miirzzn^h lag: I. Danzer, Apoth. Rottenmann: Kr. X. Illing. Apotl). ZjW- SätNllltliche Apotheken iil Böhinen und ganz Oesterreich-Ungarn, sowie die lncisten Material-.handlungen haben De^'ots dieses Lebensbalsams. Daselbst ist UttiverllÜ-ÄllllSlallll' ltchn'^s erproptes Mittel zur Heilung aller auch zn l)aben: E„t^sl„dnngen. Wunden u. Geschwüre ä 25 u. 35 kr. erprobteste durch viele ärztliche Versuche als das verläßlichste Mittel bekannt zur ^ Heilung der Schtverl)ötigkeit n. zur Erlangnug des gänzlich verlorenen Gehöres. I Klsch. 1 fi Vtrantwortlicht Redottlou, Druck uud Verlag von Eduard Ianschlh »«VXardurg^ Beilage zu Nr. 72 der „Mardurt^er (1877). Auszug aus dem Beobachtungsregister der meteorologischen Beobachtungsstation Weinbauschnle Marburg. 1877 Juni 9. 1V. N. 12. 13. 14. 15. Tenlperatur nach Celfiu» 7 Uhr I 2 Uhr 20 3 20 V 21-8 21 6 24-2 18 6 15-0 29-0 24-6 29 7 31 2 27 2 16'8 17-8 9 Uhr Luftdruck in Millimetern TageSmittel 21 2 21-4 20-4 24-4 20 2 15 8 14 8 740 9 40-8 89 0 38 8 33-1 37 8 37 9 ^^euch. tiflkeit in Pro-eentkn Bewölkung Anmerkung 64 03 05 60 63 83 59 heiter l)alb liemölkt heiter halb bewülkt bewiilkt liewölkt Fernes Gewitter 'm W. Gewitter im O. fliegen 0-1""". Gewitter im S. u. NO. Regen 0 1"""^ Am 14. Regen 0'3'u"'. W '«' Versuch, mit dem vollste» Vrrlraucn, dal> N>cmn»d unzufricden sein Lokaic? ^verlassen wird. Hochachtungsvoll (236 A Mö1 I!r2lisr20Z 5o1i2.iiQ in üilai-tlllfg. Ergebenst Gefertittter dankt für dcn bisherigen zcüilreichen Besuch seincS Ge-schästes und empfiehlt sich für die Zukunft mit vektvn I^atui'-Ii'aubvnwLinvn, kossdaekor vom Jahre 1868 . . dcn ,„jt 4s) Klanevl' 1875cr.......„ „ „32 kr. vektsn Lausalor Leküekvr . . „ „ „ 24 kr. brste Trankel mit Krachrrl oder ^ifonS) vvktvs Köti'8ekv8 Mrirendivr, stets frisch vom Zupfen, dm Liter zu 20 kr. sowohl im Geschäftslokale, a!s über die Gufst'. Was nun die Klivko, Reinlichkeit, BiUigknt und prompte Bedienunj, anbkla»gt, cisucht der ergebenst Gefertigte die verehrten ?. I'. Bewohner Mnrbukt^s nnr um ^ U A lUAdolLt»dIlLsow«»t Allswahl großrr Vorrüthc ' VON Mttssiv AvbvKeneili tjol? kür Sagt, unä Laüvliü.usvr-, Lütöls-, >VvdQU0ßxs- uuü 2imwvr-LillrietitullKeu in allön l!^»»llc>usu, öiulaokvr uud tvinstsr Lvrts iv alisu llol^AkttunKsn, politirt und matt. Krtttis. ^321 HLV»ci ^>!v liseklsr- unä lapoiisrei-- Lrivugmssv lie-^tvlluttgeil eikittkt: I. »II 6ie t'sl«rili8-?iieilkrl«xe, Kl n«t!i Ve^ellliulkts««««. hilAvtp-t°^WÄVi^lsZS l)v! U. v. l'rvijell in Aililturj; /u l!ls»liIie von ZVIf^tl. Dr. ^vsvf ^is!. (698 ')in.rstk Ausl.ge 1876. Mk. 4 fl. 2 ö. W. Die Neue Freie Presse vl.>m 21. Mai 1875 sagt dariilier' „Eni Buch fiir Aerzte und voch mel)r fiir Laien. Seine Aufgabe ist die Klärung der Mageufrage, freilich ttlcht vain sozialen, soilderu unr vam ärztlich-diätatischen Standpunkte auS, die ei» alier nach dieser Richtung auf das Befriedigendste gelöst hat. Der Verfasser, Befij^er einer Heilanstalt für Magenkranke in Zürich und Autor deS „Diätetischen Äochbucheö". ist eine kulinarische Autorität, nnd seine den verschiedensten Kranklieiten des MagenS und der Lerdauuiig angepaßten Spelse-Regeln sind ebensa rationell als praktisch. DaS Buch ist populär und frisch geschrieben, behandelt seinen Gegenstand eingel^end und mag darum allen Denen, die eS angel)t, hiemit bestens em-pfot)len sein." Zu beziehen durch alle Buchhandlungen; in Ermangelung geeigneter Verbindung liefert die Verlagsbuchhandlung HallS Mer, Karlsbad in Böhmen._ Eine iln vollen Betriebe stehende ««I vvrQl sanllnt Garten iil Marburg a. d. Drau ist dllrch Dr. Lorder, Advokat daselbst, sogleich zu verkauseu oder zu verpachten. (^635 Ilsaffer geiiei» 8oinmer-jplojftil, l^ibeisti cke», ijlljlchtsrötyl: lc. Dieses Wasser durch zehn Tage ange-lvendet, nerdräiigl spurlos Sommersprossen, Lebcrstecken. GcsiäitSrotlie le. ^470 Cln Original-Hlacon sainmt Aniveisung kostet 80 kr. Nur zu beziehen dnrch die Landschaft-Apotl)ekc in Graz, Sartstraße 4. ___________von Weinstein, Hadern, Mrssing, Kupfer, Zinn, Eisen, Blei, Kalb- und Schaffclit'n, Roß-, Dchfcn-u. 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S s ^ US ^ »» so uz g HE L L ö« « « ^ SS N SS SZ »» « «« 'S__ L S >S-? iS-SiS« Z" L UZ .S ?? a «O r: «»« « L s '» Z .SKZVZ ^ T « ^ c». e: .«..» s -- s « LS ^ L s-s ^ ß . xz c» L ° Z-.Z o s 8 S-^ s s . s -- G <« « c: >a L -- Uli!» N s « Q n r: n »< SS UQ .Q « « NN ^ ^ ^ SS »s o> . ^ «o kk « I« ,xz 'S r- r- x: v o s « ^ « WZZ oo oc> r- ^ -- o> Q ^ X» s ^ ^ r-« N ^ oo o> «» o SÄZ <» . Ai ^ ^ s L « s ^ ^ ^ s s « s ^ . xz jS ^ ök! «S» >2 L. o ^ o> r-M