MWWWW^M Mo. 48. Leopold Cgerische ZMA Dienstag den 16. Iuny, i 3 o ,. ^ Dn bist erhört, beglücktes Reich! Germanien, nun jauchze wieder, Und bring in deine Siegeslieder So Karls, als Franzens Lob zugleich. Der Himmel wacht noch für dein Glücke Und sieht mit hulderfülltem Blicke Die Helden Oestreichs gnädig an. Besorgte Deutsche! seyd zufrieden f Euch ist durch Sie ein Glück beschiedetl, Das ewig euch vergnügen kann. Inländische Begebenheiten. e a i b a ch. -^en '3. d. gieng die erste, und b" 15. die zweite Abtheilung des , vier gelegenen 2ten Garnison Re- simentS nach seine« Vestimmungs- orte ab, welchem beyben den 17. die dritte folgen wird. Auch traff den lz.eine Abtheilung des löbl. Terzy-schen Infanterie Regiments hier ein. Nach öffentlichen Nachrichten vom Mittel-und Niederrhcin scheinen die Franzosen das reckte Rhcinufcr«Üoich nicht gänzlich verlassen zu wollen. Aus Mülhcim wird unterm 17. May geschrieben: In Deuz, Kölln gegenüber, ist neuerdings ein De-taschement des 4. Hussarcn - Ncgi-meFts ^vicdey eingMck(; auch wegen Dassel aW^ die Frankfurter Blatter vom..^c)/Man ähnliche Besorgnisse; sowie dasVrcisgalj»ebenfalls noch die Beschwerlichkeiten ch-rer Anwesenheit fühlt. Wien, den 3. Iun. Den 30. vorigen M. ist der k. f. Feldmarschall-Lieltt. Fürst Karl v. Schwarzenberg wirklich yach Petersburg abgegangen. Er nimmt semen Weg übep^Merlin, von ^vo denselben der daitgekaifesl. GesälchschaM, Sekretair begleiten wiriz. Se. königl. Hoheit, der Erzherzog Großherzog Ferdinand sind mit HöWihro Durchlauchtigsten Gemahlinn und Familie gestern Abends um^9 ls2 Uhr, unter dem Donner l der Kanonen vom hiesigen Schloßberge , hier angekommen, und das für Hochstbieftlben im gräflich Wa-gensbe rgischenHause aufdetn Hanpt-p7aye zubereitete Quartier auf Unbestimmte Zeit bezogen. z Altg radiska, den 29. M- > li?ren, wcnn'.y'?n bchaupten'n'ollie, ^ daß, sich. d''r rächselhaste 'Paßmann ^ (ZoZlll nnn'blüd öffentlich' als einen ^j Anh^g^< dcr >^3a höfischen Rcpn-blick erklären wnd>; sich ein G.r ucht, daß stcl). der Di-van von der I5erbind',',ng mit England trennen, u^d.mit Zrllukrl>ich Fricd>en ^Mathen lvolle. I t al^f tt. Da^ vön den Franzöilschw Txup-pen so oft angegriffene und beschossene Portofcrrajo, isl schon fast unter seimn eignen (Mutte begraben; und. doch wrrdcn dicVclvoh.Nsr im-Mer mythigkr^ indcm^-H? ^iwie sie sagen, lieber alle zu Grunde gehctt, als sich unter die Herrschaft der Franzosen beugen wollen. Livorno den 22. May. - 23oN den weitern von Seite her Franzose:',, actroDcnen 'Maßregeln zur gHuzlichclV Bezwingung von PortoforMo haben jvir kcli,e weitere Nachricht. Indessen sind von ,dieser Ahcde eine Französische Fregatte , und Brigantine mit Mnnd-xorl^ch ^für ^icHttzcnHl^n We-gallgcu. Florenz,, dc^n z<5^ May. ^^cr.MuthM uzzl'WrcHlich,, mit w^Hem^i^^VWoh,n^r won.Horto-^pMo die^^^rM^^dle vom.M^er^ und,vom Lande hcv anfahre EtaN gemacht werden, aushalten. Otets fiicgt ein ganz'r H'agel v^n feurlclen Kugiln, Granaten ?c. auf die Stürmer los.. Man sagt, es befinden sich in dieser Festung 40.0 Eorscn^ in AriMu isä) en Solde, w clchc uM FurN^in die H^nde Her ^ranzv? zu falleNi, und von ihnen fusilirtztl werden, immer neuen Murh einflößt. Uebrig?ns b?sinden sich in selber noch ZQc> Engländer, nnd ei»» Corps Toscamsc'5er Truppen, in ^llen zusammen 1 5vQ Mann. Aüe Ein-wohttßr, und pulest selbst die'Frauenzimmer helfen bey der Vertheidigung mit, - 750 Verwundeittz Mr-d?n schon nur allein nach Livorny und von i)a zum Thejle in o,z? Spj-tgler yach Pisa gebracht/ ungerech-Ntt jcne, welche nach Porto Longo-negesuhrt wurden. . den 29. May. Ungeacktetder größtenSorgsamkeit unserer Polizcy beunruhigen Räuber stäts unsere Gegenden. Ein gewisser Chiringhcllino ist einer ihrcr Anführer; auf seinen Kopf ist eine schöne Summe gesetzt. Die Unruhen indemExprincipa-te von Massa sind nunmehr durch Einziehung und Vestrasuug der Anführer wieder gänzlich gcdämpfct. Dänemark. Der Kronprinz von Dänemark Hat in den Königl. Ställen 8 der schönsten Pferde aussuchen lassen, die er dem ersten Consul Buona-parte zum Geschenke übcrschickcn will. Carlscryu, a den io. May. Durch einen heute hier angelangten Parlamentär ist an den Vicead-miral von Cronstedt, Oberbefehlshaber der hiesigen Flotte, folgender Brief des Admirals Lord Nelson öberbracht worden: St. George, den8. May iHaiOstsee. ! Sir, Da der vorige Oberbefehlshaber Ver Vrittischen Flotte in der Ostsee auf Ansuchen des Kaisers von Rußtand die ungehinderte schwedische Schiffahrt in der Ostsee verstattet hat, so würde es mir unangenehm seyn, wenn irgend was vorfiele, was einen Augenblick die zwieschen Schwede« undGroßbrjttamien zurück- > 1 kchtttlbe Liebe nnd^reunWaststZ-r?ll möchte. Erlauben daHrr Ew, Excellenz, Sie zn benachrichtigen, daß lch nicht angewllftn bin, mich derFeinds5ljgkc:sc>l zu enthalten,wenn ich die Schmedische flotte zur See antreffen sollte. Da es nun in ihrer Macht steht, diesem zuvor zA kommen, so bin jch überzeugt, daß Sie gegenwärtige Eröffnung als den freundschaftlichsten Schritt von meiner Seite aufnehmen und daß Sie selbe Ihrem höchsten Souverän mittheilen werden. Ucbrigcns bitte ich Ew. Excellenz, zu glauben, daß ich mit allen Gesinnungen de.s Respects bin Ihr " gehorsamster Diener, Nelson und Bronte. Hierauf ist nachstehende kurze Antwort dcs Viceadmirals von Cronstedt erfolgt: Herr Admiral, Ich habe die Ehre gehabt, Ven Brief Ew. Exzellenz vom 8. d'.' zu erhalten, und da der König mein Herr, von hicr nach Stockholm abgereiset ist, si sende ich die verlangte Communication an Se. Majestät ab. Wenn eine Antwort daraüfer-folgt, so werde ich sogleich die Ehre haben, sie Ew. Exzellenz zulemmen zu lassen. "' Carlscrona deniy. May lg"« C. O. Cronftedt, Admiral und Oberbefehlshaber der Flytte zu CMscryna. Spanien. Madrid, den 8. May. Alle friedfertige Vorschlage, die von Seiten unsers Hofs und der sranzösis. Republ.k an Portugall gemacht worden, sind frucktlos abgelaufen. Der Hof von Lisabon hat auf Empfang des Ultimativer Al-liirten eine abschlägige Antwort ertheilt , mit dem ausdrücklichen Erklären , daß er auf keinem Falle französisch-spanische Besatzung in den Plätzen und Häfen seines Reiches einlassen werde. Auf dieses hat er alle seine Gränzen mit neuen Truppenkorps verstärken lassen, welche in ihrer ganzen Stärke 5c),OOo Mann betragen sollen; diese stehen nunmehr unter Kommando des. General de Fortes, weil der Graf vonGolz von selbem entlassen worden. Großbritannien. Al dex Schimmer wachte'am '8. May im Unterthause die Mozwn, dem Andenken des in ^ Egypten gebliebenen General R. . Merkrombie den Tnbut der N^o- , naldankbarkeit zu zollen. Diese Mo-zion aieng zwar einmuhttg durch; doch"nMn,i verschiedene ^itgli?der in ihre Bestimmung einige bittere Bemerkungen ein. Er schlug in der Folge eine Danksagung an die Gsnerql^ HutchinsiNj Coote, Ludlow, Moore, an die Brigadiers Siuch und Stewart, an den Oberstlieutenant Paget, und überhaupt an sämmtliche Offiziere der Armee für die bey der Landung in Egypten, im Angesichts eines mächtigen und hinlänglich vorbereiteten Feindes bewiesene Tapferkeit vor; er schlug ferner vor, daß die Kammer die ausgezeichnete Ordnung, Disciplin und Tapferkeit sämmtlicher bey dieser glänzenden und denkwürdigen Qperazion zuerst unter General Aberkrombie, und nun unter Genera! Hutchinson, verwendeten Krieger öffentlich anerkenne» und beloben , und daß ihnen dieser Danksagung durch ihrcOffiziere ausgedrückt werden sollte. .Eine weitere Mozion gieng auf eine Danksagung dcS Hauses an den Admiral Lord Keich, den Koiltre-Admiral Sir Nich, Bi-ckertou und alleOffiziere undSeeleute, die bey der Landung aus den Egyp-tischen Küsten mitgewirkt haben. Alle diese Mazionen wurden ohne Widerspruch angenommen, worauf ' das Haus sich mit den von dem Könige für Portugal! geforderten Sub-sidien beschäftigte. Nordamerikanische Staaten. Man kann sich von der Wichtigkeit und dem Einfluß eines Norva-merikanischen Präsidenten bey Besetzung der Stellen nicht besser als durch die gegenwärtigen Ereignisse überzeugen, da der neu? nunmehr größtentheils die von Hr. Adam be- sitzten Stellen in Hinsicht auf die Anzahl der Subjekte» vermindert, ober schvk m, übrigen die Reckte der Vlk'gerki'assen nlcht zu kränken silchl. " ' Der Amerikanische Minister am l Madrider Hofe, Herr Hmiwbrl>l)Z^ ist deshalben von seinem Gesandt-schaftsposten zuriickbernfen , '»'WnO ^ Hr. Pickney ernannt, weil nack einetz ^Üe^ord?^ tnmg des General WMUn^fölf kein^ lNlswartigsr Gesandter MM - als' 8 Jahre ausserhalb seines Eandes " seyn darf. ^ Von dem Lontmer Hofe hat die» Amerikanische Regierung die vM-gultigsten Versicherungen erhallen,3 daß die- kräftigsten MaßreHeM! gewendet werden sollten, um d^n d.m Amerikanischen Handel so schädlichen Räubereyen der Vrittischen Kaper' ein Ende zu machen; daß sie das> Verfahren ihrer' Westindischen Ad-niiralitätsgerichte mißbillige, und daß in kurzem neue Richter mit vollkomwencr Vollmacht dahin ge^' schickt werden sollte, um den Käpe-reyen Einhalt zu thun. F r a lt k r e i ch. Paris den 23. Mau« ' ^ Karnot durste nächstens wieder Kriegsminister werden. Mißhellig-keite« die zwischey Moreau und dem jetzigen Kriegsminister V rtßicr vorgewaltet habcn, sollen noch nicht beygelegt scyn. ^ , 5'' Bcy der FranzosisHcn Acince fin-^ det, noch,' k^ine, Adda^^g ^E'taat; !,W FN s^s^'MkM- alle M". ^ li? ^ ^ naF,Ha^gcgange.u^ j jM^.^...ivcsdc^ MStrenge^'zu, , isir^nIor^ ^rüder Gegend dieser HauMadt si« eme Ar-m'e von :00,000 Mann, auserlesener Truppen, deren Vcst.m-mung ein Geheimniß lst, zusammenziehen. Rußlanw ' Petersburg, den ,3. May. Durch außerordertliche Gelegenheit Man kann nunmehr die zuverlässige Nachricht ertheilen, daß hier das Embarg» von den Engländi-sche« Schiffe« ist aufgehoben worden. Eu» gleiches ist der Fall in den andern Russischen Häfen. l Ein besonderer Ukas bestätigt die Unverleylichkeit der Reichsleihbank, als die einzige Basis des allgemeinen Zutrauens , so wie dieselbe im Reglement der Vank enthalten und verordnet ist. Dem zufolge soll das demselben zuwider gelegte Sequester auf die Kapitalien der Personen, die solche in die Bank gelegt haben, von welchem Stande, Titel oder Nation sie auch seyn mögen, aufgehoben , und die Verordnung, die diese Kapitalien als ein un-verleyliches Eigenthum vor allen ! Aufforderungen sicherte, heilig, und unversehrt bewahrt werden. (Dieser Ukas scheint sich auf den Beschlag der Engländischen Kapi^ talien «' zu beziehen.) Deutschland. Frey sing den 29. May. Da am Psingstdienstage der jährliche Kreuzgang von Freysing nach Mosburg gehalten wird, giengcn Viele Bürgersleute von hier Morgens zu Wasser mit dem Flosse ab, um dann Abends von Mosburg nach Frcysing zu Fuß zurückzukehren. Dieser Umstand machte, daß dieß-mahl viele Leute anfdcn sämmtlichen hintereinander herfahrenden Flössen der sogenannten Wiener-Ordinäre befindlich waren. Da man die zweyte Brücke von Freysing aus zu passiren hatte, vnd ein Floß bereits durckgefahren war, dachte niemand auf nächstem Floß an eine Gefahr; die Hand-«erkpnrschen sangen, und die Wall-fahrterinnen betheten, als unvermu-thet der Floß an das Joch fließ, vhne in Trümmer zu gehen, sich wendete, und am Joche von einer Seite ausbäumt?, wodurch in eincm Augenblicke ungefähr 40 Personen im Wasser lagen. Da die übrigen Flösse nahe an den verunglückten kamen, und mitten im Strome nicht Halt machen konnten , so mußte sie nun schleunigst den Lauf durch ein anderes Joch gewinnen, um nicht ^ an dem aufliegenden Flosse und der ^ Vrnckc zu scheitern. Die auf dic-scn übrigen Flössen befindlichen Personen retteten untcr der Brücke achtzehn dcm Untersinken bereits nahen Unglücklichen das Leben. Einige retteten sich durch Schwimmen, und einige kletterten von außen an den Iochbaumen an die Vräcke hmans. Zwischen 12 und l 6 Personen (vermißt werden noch mehrere) ertranken, worunter von Frcysing 4 Weibspersonen sind. Am 23. May Morgens 5 Ußr geschah ein ähnliches Unglück auf der Salza bcy Anis, eine Stunde zwischen Salzburg und Hallem. Sieben Wahlfahrter ertranken. Regensburgdeni. Iuny. Die Verwendung der katholisch geistlichen Stände des Reichs bey dem k. k. Herrn Minister GrafCo-benzl in Paris, hatte ein an Sie gerichtetes Antwort-Scl?r.'iben desselben zur Folge, in welchem die Versicherung gegeben wird, daß er alles aufbieten werde, um ihre Rechte und Gerechtigkeiten, so weit es sich thun lasse, zu verwahren. An die (P.TV) Hrn. Abnehmer dieses Zeitungsblattes. Mit sich endenden halben Jahre mache unterzeichneter Verleger in Betref de« weitern Fortsetzung dieses Zeitunqsblattes die gewöhnliche Erinnerung mit der Vitte, ! die fernere hnlbia'hrigc ^inicipHtion, und) zwar auf der Post mit 3 fi. und in Locc» mit 2 st. 15 kr. gefälligst einsend«« zu wol- ! lcn. Für die bisherige gut ge Abnahme stattet derselbe den ?. l. Hrn. Abneh'""« hiemlt öffentlichen Dank ab/ und empstev^ sich der weitern Abnahme. geopold Eger, Verleger.