,M.18.„ 8amstmj mn 23. Iiwller 1864. Dk ^L«ib«chel Zeitung" erscheiut, uilt Ausuahl« der Sonn- nnb Feiertage» tUglich, «lld lostet sammt d«l Veilagen im Tompwir ganzjährig ll fi., halb-jlhrlg l fi. SO kr., mit Hreuzbend im komptotr ganzj. 12 fi., halbj. 6 fl. Filr die ZusteNung in'S Haus ftnd halbj. Ü0 tr. mehr zu entrichten. MU dLl Post portofrei g«Njj., untn Kre»zbaud n«d ge» druck« Adresse lü f!., hlUbj. 7 fi, 50 tr. Insertisnsgtbilhr fitr et„e Gannond - Spaltenzelle oder den Raum derselbe», ist filr imalige Einschaltung S lr., fllr Lmaliqc 8 lr., filr »malige 10 lr. u. s. w. Iu diesen Gebühren ist noch der Insertions - Stempel per 30 tr. filr eine jedesmalige Einschaltung hinzu zu rechnen. Inserate bi« 10 Zeilen losten 1 si. 90 tr. fitr 3 Mal, 1 fi. <0 kr. filr 2 Mnl und 90 fr, f«r l M«l (mit Inbegriff de« Infertisnsstnnptls). ^Kaibacher Zeitung. Nichtamtlicher Theil. Laibach, 22. Jänner. Dem Abgeotdnettndause des Ncichsratbes ii^ cs gelungen, die allgemeine Aufmerksamkeit für cincn Moment von den großen politischen Fragen ab und anf sich zu lenken. (5s hat eine äußerst lebhafte Debatte geführt, nicht über den 10 Millionenkredit. die fteyt noch in Aussicht, sondern über die geheimen Fonds der Regierung. Dabei hat der Staatsmiuistcr v. Schmerling, der zum ersten Male nach seinem „Unwohlsein" wieder in der parlamentarischen Arena erschien, einen vollständige,! Sieg errungen. .Man scheint, wie die «Oest. Ztg." schreibt, auf gewisser Seite eine Schlappe des Staatsministcrs annoncirl zu babeu. eine kleine Niederlage, welche das Per« weilen Schmerlings im Amte in Zweifel gestellt l'ätte i lein MißtranrnSvotlim mit Ecclat. bei Leibe nicht, aber so einen Seilcnhieb glanbte mau bei Be« rathllng drs a.cl'eimen Fondcs der Majolität de^< HansrS anbringen zu sönnen. Der ehemalige Mini' stcr. Herr Graf Anton Szecsen. faud den Moinenl so interessant, vielleicht auch so wichtig, daß er bci dieser Gelegenheit zum ersten Male. unseres Wissens, die l,'ogc mit seinem Besuche beehrte. und magyarische Berichterstatter ließen sich micder im Publikum sehen. Der Ausgang jedoch scheint die Erwartungen so man« cher getäuscht zu haben. Schmerling entschied mit sriner Redegabe und seiner scharfen Argumentation drn Kampf. Seine ß Rede war seit der berühmten Adreßdebattc im Jahre 1861 offenbar die glänzendste. Den gewichtigsten Gegner Herbst widerlegte er Stück für Stück, die audcren rannte er mit einem Stoße nieder. Vcim Schlüsse seiner Rcde brach das Haus in Applaus auS; in allen Abstimmungen blieb er unbedingt Sieger." «Ter Brei wirb nicht so heiß gegessen als er gekocht wird-, dachten wir. alS die Nachrichten von dem Konfiikt im Bundestage wie schlimme Stnrm« vögel eintrafen. Uno das Sprüchwort hat Recht. Die Epannnng zwischen den beiden Großmächten und den Mittclstaaten läßt nach. indem gegenseitig Kon« zesswnen gemacht werden. Dic österrcichisch'preußischc Erklärung: «die beiden Großmächte würden den Kon» scqnenzen der Bündcsbcschlüsse vom 7. December v. I. (Ausführung der Bundes« Exekution in Holstein) nnd vom 14. Jänner d. I. (Ablehnung der Oklupa« tion von Schleswig) nicht entgegentreten und die In» ftruktionen der Bundes «Kommissare nicht altcrircn. sofern der Dnrchmarsch ihrer Truppen dnrch Holstein nicht gehindert würde", soll im Allgemeinen günstig aufgenommen sein. und erwartet man. daß der Aus< schuß auf Grund derselben einen Antrag zur Aus' aleichmlg der Differenz zwischen den Großstaaten und der Majorität der Bundesmitglicder einbringen wndc. Die baierischen Blätter lassen sich aus Frankfurt melden, raß am 18. d.. also am Tage vor Abgabe der österreichisch.preußischen Erklärnug, die vereinigten Ausschüsse eine Sitzung von außerordentlich langer Dauer gehalten baben. und baß ein Kompromiß zwi. scheu Oesterreich.Preuße», ,„,d der Majorität vom 14. b. im Werke s,i. Wir hegeu die berechtigte Hoffnung, vaß er zu Stande kommt; eii, Einlenken ist überall bemerkbar, selbst bei den national.^reinlichen Blättern. Die dritte Gruppe ist denn doch zu schwaä,. glgcu dl, Großmächte allin anftreleu zu können. 72. Sitzn«!! des A^rordnctcnliaule« an, 21. Jänner. Auf der Ministerbank: Mt Enellenzen die Htrren Minister v. Schmerling, v. Lesser, v, Plencr. Vertyeilt wirb der Vericht der Staatsschulden. kontrolskommission Über die Bcsolgüüg des Art >l des Finanzgeseyes für 1863. Die drille Lesung dcö i!l!ll!sstellel-gfseßls wird vorgenommen. Saliori beaiuragt namentliche Abstinlnuing. (Al'gelel'Nt.) Das G''scy wird mil 6? gegr» l>4 Stimmen angenommen. Verichtcrstatter v. Taschcl verliest den Vcricht des ssinanzausschusscs über die Nachtragsfordcrung von 5>2i).(XX) f!.. politische Verwaltung. Gegen den Ausschußanlrag nimmt das Wort Skene. Er erkennt die Nothwendigkeit ge< heimer Fouds an. um auf die öffentliche Meinung zu wirke»; doch können dieselben nur Staatömänilern bewilligt werden, zu denen man Vertrauen hat, Ob« gleich er Hie blst'erige Verwendung der betreffenden Gelder nicht für weise balle, würde er vor 14 Tagen für die Bewilligung gestimmt l'aben. Seildem babe die auswärtige Politik rine Wendung genommen, über welche man jedenfalls Aufklärungen abwarten müsse. Er beantragt die Vertagung der Debatte bis nach der Vcratbung über die Nachtragsforderung von 10 Millionen. (Unlerstüht.) Vcrgcr gcqeu den Verlagmlgöanlrag. Dic Bewilligung der 525>,0(X) ft. zu allgemeinen Staats« zwecken habe mit dem Vertrauen nichts zu thun. Sind sie nothwendig, so müssen sie bewilligt, sind sie uicht nothwendig, so müssen sie verweigert werden. Dic Vertagung wäre eben schon rin Mißtrauensvotum, und das könnr man nichl gcbeu, bevor die Regierung Aufklärungen über ihre mysteriöse Politik ertheil habe. Dsr Vertagungöanlrag wird abgelehnt. Es wird zur Spezialdebatte übergegangen und der Titel des Gesepcs angenommen. Zu Art. l wiederholt Herbst seinrn schon im Finanzausschüsse ge-steMeu Aulrag, nur :j78 500 fi. zu bewilligen, und die Verwahrung, daß in der Bewilligung ein Vcr« traueuö.. in der Verweigerung ciu Mißtrauensvotum liege. Diese Forderung komme znm ersten Mal an das Haus und müsse also um so eingehender geprüft werden. Die Forderung habe außerdem die eiglu-thümlichc Geschichte, daß sie durch den Finanzaus< schuß provocirt werden mußte. Im vorigen Jahre seiln nur !j78,5(X) fi. für dieselben Zwecke vcraus« gabt worden, und daranf gründe sich scin Antrag. Der geforderte Betrag verdopple sich dadurch, daß die großen Privilege» der Slemprlfreiheit, des Monopols der amtlichen Ankündigungen auch „»ir zur Erhaltung einer großen Menge offizieller Zrilungen ausgebeutet wuldcu. In Preußen wurde für den Prcßfonds eine viel geringere Luimuc begehrt und verweigert, aller-dings aus Grünen, welche bei uns nicht zutreffen. Fnr den Zweck. Oesterreich nnd dessen Regie, rung günstige Slmullungen zu erzeugen, jei die be« gebrte Summe viel zu hoch. H^ unterschätze den Einfluß der periodischen Presse nicht, aber allmächtig sei der Einftuß nicht, am wcnigstcu der bezahlte» Slimmen- Ontnüchterung trete um so stärker ein. weun den Worten nichl Thatcu folgen, Dic Ersah« rnng der lcyten I'ihrc zeige auch. daß nicht immcr die richtigen Mittel gewählt werden. Es sei Pflicht der NegierunMresse gewesen, den Rcichsrath bci seiner unglaublich schwierigen Aufgab.' zu untersuch',-,,, statt dessen seien. !» "fl nicht unbedingt Ja gesagt wurde, die Vers.nnnllimg und einzelne Mitglieder der« selben auf die empsindlichltc Misc abgegriffen worden. Weit entfernt für l>les Worl einer Zeitung die Rc> gierung verantwortlich machen zn woUcn. müsse er doch darauf bmwciscn. daß die Becinflußung cincll Wetteifer, der Regierung gefällig zu scin. hervorrufe. Zumal in der ausländischen Presse sei oie Meinung verbreitet worden, raß das h, Haus uon einigen Eh» geizi^o, aUei» geleitet werde, gnr die Erhöhung der SlMlmcu spreche nichts, und der Einfluß der Presse werde offenbar überschatt, wenn man ibr in Zeiten, wie diese, unbedingte Gewall über die öffentliche Mei« nung zutraue. Bei Veginn der Finanzperiode mußte die Nlgie» ruilg glauben, solche Ausgaben gar nichl zu brauchen, sonst würde sie deren Bewilligung verlangt baben. Er bitte die Versammlung, die Frage objektiv und sachgemäß zu prüfen. (Bravo.) (Freiherr v. Mecscry. Freiherr v, Burger und Dr. Hcin kommen.) Der Antrag wird uuterstüht, Stamm spricht als Journalist fnr den Ans« schußantrag. AIs solcher habe er bedauert. daß diese Position nichl schon früher im Budget zur Verhandlung gekommen sci. Die Regierung dürfc sich nicht auf die ausschließlich von Beamten gelesenen amtlichen Zeitungen verlassen, mit der PreNreibeil sei ein Preßfonds unerläßlich verbunden. Regierung und Volk dürfen nicht immer anf den letzten Erfolg der Tl'alen warten. Was mr die parlamentarischen Ver> Handlungen, das spreche für die Diölnssio» in dem größereu Parlamemc der Iourualistik. Wäre die lchte That in der schleswig'schcn Frage vorlier gehörig dis> klltitt worden, würde der Eindruck vielleicht ein anderer gcwcscu scin. Was ocdrutc dem gegenüber eine halbe Million? Iedc Regiernng. jede, PaNci brauche, und habe ihre offiziellen und offiziösen Organe. Er sei für die ganze Summe. Verger. Es handle sich doch immcr um ano« uymc Zwecke, und die erregen stets Bedenken. In einer Zeit. welche die crcbtcn Uebclständc beseitigen soll. möge man nicht dic Zeit, aus welcher diesc stammten, sich zum Muster nehmen. Dcr Vorredner habe cinc zu idyllische Vorstellung. Wenn dic Früchte der jetzigen Politik reifen. wird sich zeigen. ob diese Politik wcrtt» war, Gelo für sic auszugeben. Im Falle einer Minislerlrisis könne cs kommen, daß zwei Minister in ihren Organen mit einander Krieg führen uud doppelte Kosten bezahlt werden müßten. Er beantrage nur AOOOOO fi, zu bewilligen. (Un« terstütU.) Schindle r. Die Frage, ob Vertrauens, oder Mißtrauensvotum, sei weder vom Hause, »och von dcm Finanzausschuß aufgeworfen worden, und er selbst habe nicht die Absicht gcbabt, sie herbeizuführen. Ein Ml« nistcr habe im Finanzausschuß gesagt: Oesterreich im Auslande zu Ehren zu bringen, gebe cs nur das Mille! der Presse. Er glaube, daL cS andere Mittel gebe. Er beklagt sich übcr Angriffe auf das Haus und die Behandlung der Verhandlungen desselben in dcu offiziellen Zeitungen. uamcnllich in der „Wiener Zeitung", welche nur dic Reden dcr Minister voll» ständig gebe. Die angeblichen Aeußerungen dcs Go ncralö Gondrelourt seien unzählige Mal berichtigt worden. dcu Angrifft,, auf das Haus aber werde, durch Iabrc nie entgegengetreten, lind das gestatte cincn Schlnß auf dic Gesinnung dcr Regierung ge-geuübcr dcm Hause. Redner bezeichnet cinc Anzahl verschiedener Parteien im Ministerium, für deren vcr« schicdenc Zwecke dcr Fonds werde bcnüht werden. Er werde für Verwerfung der ganzen Summc stimmen. Graf Kiuöky: (5r wolle die Fragc dcs Preß-fondcs außer Acht lassen, da iu dcr Notc. dcs Etaais Ministeriums, mit welcher dic Forderung gcstM wm'dc, vo» dcmsclbe« gar nicht dic Ncdc sci. (^r slrhc anf !dcm Vcrsassungöstaudpuultc, und da daH Boigchen dcr Regierung ihm iu verschiedenen Punttcn uicht mit dcr Bcrfassnng iu Ciullaug zu stchen scheine, sci er aus Mangel au Vertrauen gcgeu jcdc Bewilligung. Freiherr v. Tinti: ciin Disposilion^sond cnt zichc sich als solcher jcdcr eingehenden ^rilil, uud cö töuuc llur davuu dic Ncdc fein, ob man zur Ncgic-ruug das Vertrauen habc, daß l" dcnsclbcn zum ^öohlc dc^ Slantcs vmucudcu wcldc odcr nicht. Indem cr deu Auöschußantnig bcfürlvortct, iMc. cp dcn forulcllcn Antrag, d.,ß dic Abstilnniung des Art. l 70 ohne Ziffer erfolge, somit zuerst prinzipiell über die Acwillignng abgestimmt werde. Dr. Ärinz: Die Frage der Bewilligung sei iedenfalls eine Vcrtrancnssachc, da cö sich um gc-heiine Fonds handle, und deßhalb habe er für Stene gestimmt. Äcit derselben Offenheit, „lit welcher er bisher den Staatsministel iu alleu Puulleu verlhci-digte, mit derselben inüssc cr beleuuen, daß er das Vertrauen vorläufig fur je»eu Tag aufschieben mnßte, bis irgend cine Aktion die Politik desselben tlar an den Tag bringen würde. Wenn die Bewillignng auch teine Vertrauenssache sei, so limnc die Nichtbewilli-guug geheimer ^ouds doch nicht von Vertrauen Zeugniß geben Aber man dürfe an das Vergangene nicht ver gcsscu, nicht an dic Verdienste, welche der Staats minister sich in der vorigen Session nm dic Vcrfas snug bei Gelegenheit der Andgctbcrathungen erwarb Da man aber über die weitere Poliiit des Staats-ministers sich noch tein klares Bild machen könne, bleibe vorläufig nichts übrig, als den finanziellen Standpunkt des Dr. Herbst anzunehmen, und für diesen werde cr auch sprechen. Dr. Herbst: Man tonne parlamentarische Ucbnngen Englands nicht auf Oesterreich anwenden. Dort machc man die Bewilligung geheimer Fouds zur Vertraucnssache und das habe die Bedeutung einer Kabinctsfragc, welche sie in Oesterreich nicht haben lönue. Redner erklärt sich für den formellen Antrag Tinti. Dr. Schindler erklärt sich ebenfalls für den formellen Antrag Tinti, denn dann tonne cr für das Prinzip der Bewilligung stimmen, und wenn die Ziffer znr Abstimmung tommt, jeden Kreuzer ver-weigcru. Berichterstatter Dr. Taschel befürwortet dcu Ausschußantrag. Staatsininistcr v. S ch mcrling: Der An° trag habe in der Rede des Dr. Herbst dic nmfas« scudste und gründlichste Beleuchtung gefunden nnd dicfer wolle cr sich vorzugsweise zuwcudcu, wobei er aber nicht uutcrlassen werde, anch auf dic anderen gegen dic Rcgicrnng erhobenen Vorwürfe zurückzukommen. Es wnrdc vor Allem das Brfremdeu an den Tag gelegt, daß man übcrhanpt mit dieser Position nicht bei Einbringung des Voranschlages, sondern erst dann vorgegangen sei, nachdem von Scitc des Finanzausschusses verschiedene Fragen dahin gerichtet worden siud. DaS sci mm allerdings wahr, das; erst in dcr gegenwärtigen Session vou Scitc dcr Regierung die Forderung von 5>25>.(X><) fl. abstellt wnrdc. Darüber wolle cr die gcwüuschte Ausluuft gcbcn, dic auch die Vorwürfe dcs Grafen Kinsky, als würden von dcr Regierung nicht votirtc Summen verausgabt, auf das rechte Mas; zurückführen wcrdc. Als cö sich für ihu darum handelte, das Verfassuugs. lcbcn iu Oesterreich in Augriff zn nehmcu, tonutc ihm dic Wichtigtcit uud Bedeutung der Presse iu leiucr Weise entgehen. Es tonnte ihm abcr cbcnso wenig das Bedürfniß entgehen, das; in anderer Rich tnng von Seite der Regierung gcwirtt, daß ihr aber auch dazu gewisfc Gelder zur Verfügung gestellt werden müssen. Es hat sich darum gehandelt, in allen den Richtungen dic gehörigen Erfahrnugeu zu machen, Vcrbiudnngcn anzuluüvfeu und sich llar zu inachcll, mit welchen Mitteln dcr beabsichligle Zweck erreicht werden tonnte. Es war daher in der Vage der Dinge begründet, daß dic Regierung ursprünglich nber die nothwendige Summe nicht tlar war, wcßhalb sic anch nicht bci dcr Vcrhandluug über das Budget I^li.'l mit der Forderung vortrat und zuerst das Ergebniß der Verausgaduugcu im lanfendeu Verwaltnngsjahre abgewartet werden mußte. Dann ist die Regierung pflichlgetren mit der Fordernug vor das Hans hin-getreteu. Dr. Herbst hat uachzuwciseu gesucht, daß die geforderte Summe für Oesterreich cinc viel zu bedeutende ist. Er hat dieser Snmme gegenüber jene Dotation in's Feld^gefühtt, die iu einem benachbarten Staate in Auspruch geuommeu ivurde. Er inüsse bekeuueu, daß, nn'uu diese Ziffer die Wahrheit wäre, was er übrigens fehr zu bezweifeln in dcr ^agc fei, er doch finde, daß die Verhältnisse höchst verschieden siud, indem gauz ni'.dcre seien, als die Preußens. Iu Oesterreich sei dieselbe in vielen Theilen des Reiches noch gar nie znr Geltung gekommen, während sie iu Preußen nur momentan außer Wirksamkeit getreten ist. Ohue die preußische Regierung verdächtigen zu wolleu, halte cr cs für eine Unmöglichkeit, daß jene :i(».(XX>Thaler die einzigen Mittel feien, die dcr preußischen Regierung für diese Zwecke znr Verfügung stehen. Mit diesen Mittclu töune man weder für Zwecke dcr Presse noch der Sicherheitspolizei ein Resultat erreichen, und cr müsse daher annehmen, daß der vrcußi scheu Regieruug noch anderweitige Mittel zur Verfügung stehen, oder wenn dieß nicht dcr Fall ist, auf andere Weife herbeigeschafft werden, nämlich von Parteien, die dort bestehen und zu ihrem Zwecke große Summen aufbringen, die eben anch zu Zwecken der Regierung ihre Verwendung finden, wenn dicfc Partei mit dcr Regieruug geht. Das Beispiel Prcußeus sci cbcu auf Oesterreich nicht anwendbar uud wer Beispiele sucht, sehe auf ciucn südlichen Staat, wo eiuc Summe von !> Millionen Franks für Zwecke der Presse allein bestimmt wird, cr wolle übrigens dcr Politik dicser Regierung damit nicht das Wort reden. Dr. Herbst habe sich über die Zwecke, wclchc mit dieser Forderung verbnnden sind, ausgesprochen. Dein wollc cr cntgegcnhaltcu, daß ja der Zweck ciu nicht bekannter sei, weil cr cbcu nicht für Zwecke dcr Presse, sondern als allgemeiner Dispositioussoud in Auspruch geuommeu wird. Man hat eben unr vcr meint, daß cr für Zwcckc der Presse bestimmt ist, das sei aber, wie cr wicderholt bemerkte, nicht dcr Fall. Wäre es der Fall, hättc sich dic Rcgicruug nicht gescheut, dicscn Titel ganz offen cnlöznsprcchcn. (äö ist cm allHcmcmcr Dlöposltionöfond, dcr nicht für daö Staatsmiuistcrium, soudcrn im Interesse der Regio rung im Allgemeinen vcrwcudct werden soll, wobci abcr dcr Aussprnch, ob cinc Ausgabe auch in ciucm anderen Ressort geschehen soll, rcm vom Ermessen des Slaatsministerö abhängt. Es gehört zu dcu Un-Möglichkeiten zu beurtheilen, ob dic Summc zu groß sei odcr nicht, wcuu übcr die Art der Vcrwcuduug leine Daten vorliegen. Abcr abgesehen davon, tonne er nicht zugcbcu, was Dr. Herbst über die Mchtbedeu^ tmig dcr Einflußnahme seitens dcr Presse angeführt hat. Der Herr Redner bemerkte richtig, daß es Thaten seien, mit welchen die Regierung Erfolge erringe. Er wnrdc sich unbedingt dieser Theorie anschließen nnd sich unbedingt jeden Einflusses auf dic Prcffe begeben, wenn von Seitc dcr anderen Parteien dasselbe geschehe. Wenn dort Passivität eintritt, dann werde vou Seitc der Rcgiernug, das verspreche cr, nicht cin Groscheu auf dic Presse verwendet werde», (Bravo), nber mau ulüsse mit gleichen Waffeu kämpfen, und daß die Presse ciu höchst bedeutendes Mittel iu der ganzen zivilisirtcn Wclt sci, darüber »volle er weiter kein Wort verlieren. Dr. Herbst wies auch darauf hin, daß die Presse uur vorübergehende Erfolge erzielen könne. Das gebe cr zu. Die Weltgeschichte geht am Ende über alle Ereignisse zn Gericht lind cr sei gauz beruhigt dar-übcr, daß das Urtheil, welches vielleicht nachfahren über eiuzeluc Thatsachen gefällt wird, cin ganz anderes ist, als welches sich gegenwärtig hinstellt. Allein die Rcgicruug könne nicht bci ihren Maßnahmen auf deu Erfolg uach bahren rechnen, sie müsse momentan in die Ereignisse eingreifen. So lange der Moment benützt wird, nm gegen die Regierung anfzutrctcn, müsse die Regierung anch dcn Moment bcuichcn, um ihrcu Standpunkt zn kennzeichnen (Bravo,) Dcr grüßte Vorwurf, welcher dcr Regieruug oder den von ihr infpirirlcn Orgauen gemacht wurde, ist, als wäre von Scitc der offiziösen Presse eine systematische Opposition gcgl'ii das Abgcordnctenhans, ein nnan-gemessener nnd unerlaubter Angriff geschehen. Gegen diesen Vorwnrf müsse cr sich fcicrlichst verwahren. Herr Abg. Schindler war gerecht genug zuzugeben, daß dieß am Ende nicht unter Einwirkung der Regierung geschehen sci. Er crtläre auf das Feierlichste, daß cr uichts mchr zurückgewiesen hättc, als wenn dic Aufforderung au ihn herangetreten wäre, direkte Angriffe gegen das Abgeordnetenhaus odcr gegen einzelne Persönlichkeiten durch die offiziöse Presse zu befürworten. Dicsc Erklärung sprcchc er offen uud ehrlich aus, wic cr ill dcr That da nur seinen Empfindungen Worte gebe. (Bravo.) Weun cs trotzdem geschehen ist, so liege dcr Grnnd darin, daß es cbcn unter dic Unmöglichkeiten gehört, daß der Minister von jedem Artikel, dcr allenfalls in cincm ihm befreundeten Blatte erscheint, Einsicht nimmt. Er könne unumwunden behaupten, daß cr oftmals iu Blättern, zn wclchcn cr in Äczichuug fleht, Artikel gelesen habe, die ihm selbst uuaugcuehm waren, und die gewiß nicht erschienen wären, wenn er vou ihrer Richtung bci Zeiten Kenntniß gehabt hättc. Das schwerste abcr, was vorgebracht wurde, seien dic Acmcrluugcn des Grafen Auöty, nnd da fühle cr sich verpflichtet im Namen dcr Regierung cinc nnnmwun-dcnc Erklärung abzugeben. Hcrr Graf ilinök») mag cö mit fcineu Anschauungen übcr dic Polilit der Regierung halten wic cr immer vermeint; das sei cbcu Gegenstand der Mci-nung, die cincn finden dic Politik dcr Rcgicrung' an-gcmcsscn, dic anderen tadclnswcrth. Das sci parlamentarisches Leben, daß die Rcgicruug cnlwcdcr vcr^ lheidigt oder angegriffen wird. Abcr wenn die An-griffc dahin gchcn, die Regierung einer Verfassung«-vcrlctznng zu beschuldigen, dann sei, wie cr glaube dic Rcgicrnug verpflichtet, diesem Angriffe ans das Eutschiedcnstc' entgegen zn treten nnd cr stelle dic Thatsachen, die Graf Kinsky als Vcrfassnngsvcrletznna. erklärte, cutschicdcu in Abrede. Er wollc noch znm Schluß jcncs Moment kurz erörtern, das iu allen Rcdcu seiucn Ausdruck fand, inwiefern nämlich dic-ses hcutc abzugebende Votuni als cin Vertrauens-votnmodcr ein Mißtrauensvotum auznseheu fei. Während dcr ganzen Verhandlung im Auoschuße habe Feuilleton. Laibacher Plaudereien. (Momentaner llmschwnna. in der Tempcratnv — Orsrürc — Eine römische Verwcchölmlg — Ballchronil — Da« Casino — Vom Narrenabend.) Dic Onccksilbcrsäule. welche slit Neuiadr mit seltener Beharrlichkeit 12-18 Grad unter Null sich lu'elt. ist Astern zum ersten Male wieder in jene Ne-qion des Thermometers emporgestiegen, wo sich die Striche für das befinden. waS wir ..Wärme" ncnueu. Man kounts nun dafür baltcu, daß die strengste Po riodc des Winters vorüber sci nnd konnte ferner in der Neigung zum Sciroecc» schon cin liudeS Frühlings» wehrn verspüre» ; allci», se» weit sind wir noch nicht, heu!«' bereits zeigt dcr Thermometer wieder 10 Grad unter Null. Die Kälte bat viele Opfcr an Mcnschen und Thieren gefordert; aus verschiedenen Gegenden kenn» mcn Nachrichten von Erfricruugeu. Im hiesigen ^ioilspitalc hat mau vollauf zu thun gehabt, indem namentlich vlelc Leute vom Landc gebracht wurden, die einzelne Glieder. Nase». Ohren. Hände ?c. c» froren hatten. Die „Gefröre" bilden gegenwärtig eine Hauptrubrik in den klagen uud Leiben dcr McnsclMit, und die Verkäufer von Oebeiinmitteln gegen dieselbe!» machen glänzende Geschäfte. Die Zahl der „vrc'batcn" Mittel gegen Frostbenleu ist so gr?ß, wie "die qegen Zahnschmerz mw NchllövMcit, und m der Wirkung' si»c> sie alle gleich. Ein He,r, wel-chcr schon läugne Zeit liuc vielgepriesene Haarwuchs. bcfördcrnngspomadc gebrailchtc. bekam anch eine Frostbeule an dem F,,^. mW er kanflc sich. nm sie zu vertreiben, eine «Gcfrörsall'c," 6'"^^ Tagcs ver« wechselte cr die Tiegel nnd salbte sich daö Haupt mit Gcsrörsalbc, während er das «Mille! gegen Kahl. köpfigkeit« auf die kranke Zehe strich. Leptcre wnrdc allsobald besser, niw vas'Msfalleu der Haare l)at seitdem bedeutend nachgelassen. Der besagte Herr bcabsichligt nun öffentlich die Haarromadc als pro« bale Ocfrölsalbc und die angcivendctc Gefrörsalbe alv« ^nntrnglichcö Mittel, sich ciu schönes volles Hcu. Nur wäre zn wünschen, daß die Näumc ctwas nicbr durchheizt wnrdc». Dcr crstc Ball im (5asi,w ist glänzend ch cincn Punkt iu Laibach, wo sich reiche, rei-zcndc. geschmackvolle Toiletten in würdiger Umgebung so entfalten. so zeigen lasscn. als im Oasiiwsaalc? Gibt cs noch einen Ort. wo die schöne Wclt eine Masscnwirliing ihrcr zahllosen Nei^c sv in Szene seprn kaun, a!6 im Casiuosaale? Wir erwarten deu Anssprnch dcr Titauia vom lctztcu Val!; sie muß uns beistimmen. Das originellste, nuterhallendste, „fescheste" Fa-schingsvcrgnügcn wird unstreitig dcr bevorstehende 7R er dieser Richtung nie Ausdruck gegeben, er sei uur genöthigt geweseu sich darüber altszusprecheu, nachdem ihm von dein Abg. Schindler allerdings geschäfls-ordnlingsmäßig die Äcmcrlnng gemacht wnrde, es dürfte vielleicht an dciu sein, daß über diesen Gegen stand in Abwesenheit des Äiinistcrs abgestimmt werde, indem, wie der Herr Abgeordnete damals oemerlte, wohl unverkennbar das Votum etwas die Person nud das die Person der Minister begleitende Vertrauen dclrefsc. Diese Aeußerung hade iu zn der Ertlärung veranlaßt, daß er allerdings iu diesem Votum, wie es aussallen würde, ciueu Alt des Vertraueus oder Mißtrauens erblicke. Wenn heute die Acmcrlnng gc^ macht wird, man wolle mit dem Votum weder ein Vertrauens^ noch ein Mißtrauensvotum abgeben, so habe er dagegen die Bemerlnug zn machen, daß er das für ciue Unmöglichlcit halte. Irgend einem Alaune eine bestimmte Summe ohne >to»trole zur Verfügung zu stelleu, heißt: ihm Vcrtraueu scheuten ^Itnfe: Sehr gnt!) und sie ihm nicht zur Verfügung stelleu, heißt: diesem Manne nicht trauen! (Allgemeiner Beifall.) (5s wird znr Abstimmnng geschritten. Dn- formelll Axtrag Ttnii wird angcilomme», AN, l. (ohne Ziffer) ivird init emiuenier ^la>o-rita't allgenommeu. cbcllso die Ziffer von !")25>000 fi. ^nur die Pole» und einige druischc Aulouomistcu da» gegen), Alt. ll. (Vollzng des Gcsehcs) wird ohne De< batle allgcuoiumeu. Das Gesci) wird auch sogleich iu driller ^'csuug zum Beschluß erhoben. Uebcr Autrag des Präsidcutcn wirr» noch zur Bcrathnng über dic Negicruligsvorlagc betreff einige Aendcrungeu dcö Gesetzes über den Nothstaudkredlt in Ungarn gsschrilten. Berichterstatter Dr. Stamm liest den Bericht. Der Ausschuß h0<)000 ft. — 200.(X)0 fi. alls'verzi»sliche Vorschüsse an die in Folge des Mißwachses am schwerste» gelroffencü Ge. inciudcil »uniitlrll'ar l»cl)»fö UiiterN»t)Nlig ihrer hilfs-bedürftigen Angebörigen verwendet werden) Das G^seh ivird auch sogleich iu dritter ^rsung zum Bc° schlnß crboben. Schluß dcr Sihuug 2 Ul,r. Nächste Silumg: Montag (cngcrcr Reichsrath). Ocstcrrcich. 2Vieu, 20. Jänner. Die Krcditfordcrnng der Regiernng ist noch immer Gegenstand ci»gehe»der Berathung in dcr ersten Sektion dcs Finanzansschnssrs, Vci dcr Diskretion, welche die Mitglieder dieser Ab> ll'cilnng sich auferlegt babeu, sind wir auf die Au, führung einzelner Details beschränkt. die lediglich zur Charakteristik der Entwicklung dcr schwebenden Auge-legeubeit dicnen sollen. Aus dem Schooßc der ersten Sektion wird allem Anscheine »ach ei» Autrag auf Ablehuuug der Krcditfordcruug uichl hervorgehen; vicllllebr darf. wen» die Sektion mit Berücksichtigung der Stimmung arbeitet, wie sie sich >u deu lcptcu zwei Tagt», mit, h^Mr entschiedener noch als gestern, in den Kreisen dcr Abgeordneten zeigt, angenommen werden, daß sich dieselbe für die Bewilligung des Kredites entscheiden, daß sie abcr gleichzeitig für diese Narreuabelid werden. Nach Allem, was wir hören, wild er nicht nur besuchlrr werden, als man crwar-lete. sondern es werden anch sehr viele kölnische Grup« peudarstelluugen erfolgen, auf die man um so weui^ lier gerechnet hattc, als sich Anfangs ci»e Vcrlcnuung der eigentlichen Tendenz eiucs solchcu NarrcuabcndS bemerkbar machte. Allein, noch immer zögern Viele, den Entschluß, dabei zn erscheine», zu fasscu; sie möchten gcru den tollen Schnack mitaüsehc», lnöch« ten aber auch kciue besonders anffällisse Maöke an« llgcn. Diesen diene zur Nachricht, daß schon die ein« fache Schellenkappe genügt, um sich als Narr zn bc< kennen,n,id daß f.iischc Nascu. Pcrrüqncn :c.. ucbst irgend ciuer Veränderung im Anzüge, im P>rei» mit der Schellenkappe, alö liinrcichcndes Narrenkostüm betrachtet wcrde». Da vielc Theiluebmer iu zwci, drei mit» vier verschiedenen Masken auftreten werden, so wird die Mannigfaltigkeit der komischen Erscheiuuugcu sehr groß sein, uud man wird kaum Augen genug babcil, nm alle die Wit/c, Salyren, Narrhcile»,' Per» siflagcn ?c. betrachten zn können. Was wir bereits über die Vorkehrnngcn im Stillen erfahren liaben, dürfen wir nicht ausplaudtru, weil cs dem Spaß die Spitze abbräche; aber so viel köuueu wir sagen, daß der erstc Versuch eines solchen Mummenschanzes olme Zwcifel glänzend gelingen wiro. Bclvilliguug eine Form wählen wird, die jeden Gc-danken an eine Uebereinstimmung mit der von der Regierung eingeschlagenen Politik mehr oder weniger entschieden ausschließen wird. Ob »nu die Form eiuer Verwabruug, ciuer Ncsolnlion oder eines Miß' lrv.ueusvotums gewählt werde» wird, darüber feblt jede Audentnng; von allcu drei Forme» aber wird gesprochen uud zwar selbst vou Solchen. die dem politischru Idccugaug.- des Miulsterixms ziemlich nahe stehen. Was die Elkläruugeu der Minister i» der vor-gestiige» Sclliouösihniig l'elrisft. so gipfeln sie iu dcr Unterscheidung zwischrn dcn» londoner Protokoll und den Slipulaiionen vo» l85)l/s>2, Schlesivig betief» send. Graf Rechbcrg. Hcrr v. Schiuerllng liud il>re Freunde in, At'gcordneteuhanse I>gcn anf diese llnler« scheienug viel Gewicht. betone», daß iu dcu Aklionen oer R'egierung »ach keiner Nichlnng hin etwa eine Parlciualime speziell für das londoner Protokoll sich zcige; sie scheinen nberdicß -— mindcsteus soll Ach»-Ilche,? aus den lninistcrielle!: Erklärungen zu culncb-meu gcwcseu srin — z»l erwarte», daß jene U»ter< schciduug in der nächsten Zcit mcbr wcrdc gewürdigt werden, als cs jcßt dcr Fall ist. Von dem weilern Verlanfc der D,ngc scheint die Regierung eiueu Umschlag in der o'ffenllichcn Mei nung zu erwarten; Graf Rechbcrg soll sogar vorge» stcr» dic Hoffnung alif cinrn Nückcrsap der ailftau-fendcn itostcil von Seile dcs Vnndes »nl dein V» merken allsgesprochcn haben, daß Deutschland, wcun Dänemark erst Widcrstaild leistet, sich wieder mit dcn Großmächteil vercinigcii. und die Sachc als Vnndcs» sachc ansehcn nno behandeln werde. (Pr.) Ausland. Berlin, 18. Jänner. Man sieht hcntc schwarz i» nnicren libcralcu kreise». Die I»strnktione» der prcnßischcll Gcsanoicn an den mittet > lind kleinstaat« lichen Höfen lantcn percmptorisch u»d drohend. Dcu weiteren Prolcllcn. versichern die Feudalen, werde Preuße» mit dem Abl,>rnch dcr diplomatischen Vczic« huiigtN aütworlen, nud sollte ei» Appell au das Volk znr Äerns'nug eines Parlaiueuls erfolgen, so wrrde ina» mit allein Nachdrncke gegen die Revolution ein» schreiten. Die Erklarnna.cn dcs französischen Oesaudtcu im auswärtigen Amte über Zweck und Ziel dcr Note dcs Herrn Drouyu dc N)M)s an die Mittel« und Hlein« staalcu haben allem Auschciuc nach Herrn v. Vis» marck befriedigt. Sollteu jedoch gleichlautende Er» llärliugcu auch in Wien abgcgcbcu wordcu fciu, so zwcifelt mau uicht. daß sie dort Vcdcnken hervorrufen niüsseu. Hier sucht und findet mau dic Befriedigung in der Erklärung, daß das Cabinet dcr Tuilcrieu sich jeder dircllcn Einmischnng m l)i<. .^erzogthümcrfragc culhaltcu wcrdc. wcist scine gnle» Dienste durch die Rathschläge uach. welche in Stockholm gegeben uu0 befolgt wurdeu, uud leyut jcde Verautwortlichkeit gc« wl,ser Publikatioucu ab, welch» dic Rbcinfraae in den Bereich dcr itombmalioncn dcr nächsten 'Aktions-Politik dcs Baisers ziebcn. Vcrliu, 1,^ Iäuncr. Dcm Vcricht dcr A»lc,bc-5lommissioll dcs prcußi,chru Abgeordnetenhauses ent. nehmen wir die Erklärung, wclchc der Miuisterpräsi. deut u. Bismarck über die licim Bunde schwebcude schlcswig. holsteinische Erbfolgcfragc abgegeben. Ans die Frage cincs Mitgliedes, wie dic Haltung dcr vrcußischcu Regierung, die bcim Bunde für die E»t-fcruung dcs Erbprinzen vou Augustclwurg ans Hol-stciu gcstimmt. mit der Stclie dcs königlichen Schrei, bcus in Einklang z» bringen scic,,: «Die Sncces. siousfragc wird durch den Bund untcr Meiner Mit» wirluug geprüft werdeu". erwiederte dcr Miuister. präsidcnt: Dort sci cbeu von cinrr Prüfuug, nicht vou eincr Eulschcioung die Rcde. Es liege in dcr Stellung Prenßcnö "lö GroLmacht. jeden Beschluß des Vnndcs selbstständig zu prüfel,. „jcht jeder E"t, sch,!duug dcssclbeu sich i" untcrwcrfeu. eine Ansicht, welche unter auderc» Umständen dic Billigung der mcistcu Anwcseiideu gefunden haben würde. — Auf dcu wcitcrcn Vorball der jenem Passus unmiltclbar folgcnocu königliche» Worte, ^lind dcm Ergebuiß dieser Prüfuug kann ich nicht vorgrcifcn". uud die darau geknüpfte Bcmcrkuug, daß im uorliegcudcu Falle dcr Bund doch "cht cigciitlich auf dcm Bodcu seiner Kompeteuz stche, fahrt der Miuistcrpräsidcnt forl: Die Kompetenz des Buudcs. übcr die Sucecs. siousfragc zu cutschsioen. fcl cinc dnrchauö bcstrittenc. Wenn dcr Buud ein Vertrag souvcräucr Staatcu sci. so bestehe die volle Souucränctät für jeden Staat in allen Dinge» fort, wo die Bnndcsvcrträge ihr nicht ausdrücklich eine Emschrankuug auferlegte». Die Bundcsverlrägc enthielten aber kcinc Bcstimmnug. aus der diese Kompetenz abzuleiten sei. UnzweifeL haft könnte die Buudcsversammlnng l>ri Prüfung dcr Legitimation ciucS Gesandte» darülicr bcstimmeu, ob sie ihu zulassen wolle odcr nicht — uon da bis zur souveränen Entscheidung des Erbfolgerechtes iu einem Vlmdeslmidc aber sei riu weiter Sprung. Mau möge ilim einen Präzcdeuzfal! ucuucu, wo der Buuo über die Ansprüche vo» Plälendcnte» alif cinc Succession entschieden, wo er cs unternommen habe. dcn cinc» ab', dcn andcrn einzusehen. — Niemand werde dem Bunde die Befugniß dcr Prüfung dcs Succcssionö-rcchtcs iu einem streitigen Falle absprechen wollen; er wcrdc aber diese Prüfuug so bedächtig, so langsam vorzunehmen babcu. daß das Resultat derselbeu ei» inehr als akaocmischcs Interesse erlange, daß es vor den, europäische» Forum Stand halte, Wichtig werde der Buudcsbcschluß iu dieser Fragc jedenfalls werden, auch für die freien Entschließungen Prcußcus. Uebri-geus — so schloß der Ministerpräsident seine Erklä» riüigen - wolle cr. wie scho» bei einer früber» Ge» lcgcnl'eit. vcrsichcru. daß das Mißtraneu i» eincr solchen Fragc zwischcu ihm u»d dc,n Hause dcr Abge« oroiieten kciu gegensciliges sei» sollc. Es sei sci» Wllnsch. „»it deu von dem Hause legal bewilligten Millclu i» die Sache einzutreten. Würden dicsc abcr verioeigert, so werde cr sic nchmcn, PrllVlWlll-Uachrichlcll. vaibach, 23. Jänner. Vorgestern begann beim hiesige» Landcsgc« richtc die Schlnßvcrhandlnng in dcm Prozesse gegen den früheren Rcdastcur lind Hcrallsgcbcr dcs „Xül.»,-»'^ Herrn Friedrich Vilhar uud gcgcu dc» Buchdrucker Herru A. K l c i n. Gestern crst wurdc das Urtheil publich't. Der Gerichtshof ging weit unter das von dcr Slaalsauwallschaft beantragte Strafausmaß«^ Jahr Kcrlcr) herunter, ll»d verlirtbeiltc dc» Aligcklagtcu Vilhar zu 6 Wochcu Kcrkcr. verschärft mil eincm Fasttag in jcdcr Wochc, und 300 fi, Kautious'oerlust; dcr Augcklagtc Klein wurdc frcigcsprochcu. — Am 1 Fchrnar findet in dcu ^okalitatcu dcr Schicßstättc ciil Ball zlim Bestcu dcs Armeufoudcs statt. — Das gestern staltgebabtc Concert des Fräu> lcius Hudoveruig soll ziemlich gut besucht gcwc-sen scin, uud dcr Conccrtgcberiil, sowie ocn Mitivir« kcndcn vicl Veifall eingetragen haben. — Dcr crstc Jahresbericht dcr philbarmouischeu Gcscllschaft ist au die Milglicdcr ucrlbcilt morde». Bisher erschien alljährlich uur ein Rechenschaftsbericht uud ein Mitgliedcrverzcichniß. Von hcucr an wird hiugcgc» cinc Art Gescllschaftschrouik bcrausgegebcn ivcrdeu, welche das gauze iunere Leben dcs Vereins umfaßt nud sich au die. dcu Mitglieder» bereits über« gcbeucu Geschichte dcr Gcscllschaft anschließt. Wir cnt« nehmen dcm vorlirgcudcu ersten Berichte, daß die Gcsammtzahl dcr Mitglieder in, verflossenen Jahre 382 betrug, uud zwar <>1 Ehrenmitglieder, 103 mit» wirkende (darunter der Mäuucrchor mit W Mitglie« dcru) lind 2I>^ zahlcudc Mitglieder. Die Einnahme dcr Gesellschaft bezifferte sich mit 19^8 fi. 30 kr., die Ausgabe mit 1W0 fi. 43 kr. — Die ^okomotivcu verkehren nun bereits lebhafter zwischen Klagcnfurt uud Villach. Am verflossenen Dinstag, den 10. Jänner, fand eine Iiispizi« ruugöfahrt auf dieser Strecke statt, welche den Zweck halte, die Möglichkeit zn koustaliren. d,,ß die Fahr» ten zwischcu Klagenflirt und Villach in besonders dringenden Fällen, wie cs z. B. dcr eiues italieni« schen Krieges wäre, fogleich beginnen löuue. Das Rcsliltat dcrselbcn gcht dahiu. daß bei ciulrctcudcn alißcrordenllicheu Evculualitätcu dicsc Slrcckc binnen wcnigcn Tagcn unbeanstandet uud gefahrlos l'cul"ll)t wcrdcu kauu. Die Eröffuuug dirser Bahustrccke für dcu allgcmciueu Verkehr fiudct abcr crst am 1. Mai statt uud wird die Fahrtdaucr vou Klagcufnrt bis Villach mit Einschluß dcs Aufcuthalles auf 1'/. Sluudc festgesetzt. (Schlußun'lMdlllllgrll beim lt. lt. Quldesgerichtl'.) Iu dci uächstcu Woche siudcn bei dem hiesigen k.k. ^au-dcsgerichlc folgende Schlllßoerbaudluugeil Statt: Au« 27. Jänner: Martin Mandel — wegen schwerer körperlicher Beschädigung. Am 28. Jänner: 1. An« toi, Kaliä — wegen Diebstabl; 2. Lorenz Ker^ic — wegen schwerer körperlicher Beschädigung; 3. Josef Tome — wegtu schwerer- körperlicher Beschädigung. Am 2l). Jänner: 1, Franz Borin—- wcgcn schwerer körperlicher Beschäoignng; 2. Jakob Gosti.^a — wcgcu öffentlicher Gewaltthätigkeit; 3. Johann Lustrck — wcgeu Dicbstahl. Wiener Nachrichten. Wien, 21. Jänner. Ihre Maj, die Kaiserin Karoliua A u g l, st " habcu für die Trlippcn dcs uach Deutschland abrücke»« dcn 0, Armeekorps abermals 2000 Paar schafwollene Fnßsocken und 2000 Paar wollene Haudst»l)cl». Ibre k. Hoheiten die durchlauchtigste Frau Erzherzog!» Hildcgardc li»d Höchstdcren Elzberzogi»ne» Töchter: 1000 Paar schafwollenc Fnßsockcn uno 100<) Paar Handstüyclu. allcrguädigst zu spenden geruht. — Dcr ?,andmarschall" Stellvertreter "0" ^"^ men. Dr. Wauka, der seine Stelle niederlegte, ist uou Sr. Maicstät iu den Aoelstaud erhoben worden. An seiner Stelle ist der Bürgermeister vou Prag. ?H Herr VielSki. znm ^andmarschall - Stellvertreter ernannt worden, — Der dnrch seine wissenschaftlichen Werke rnhmlichst dekannte M. Dr. A. Elfinqcr ist vorgc» stern Mittag von oer Staatsdrnclcrei heimkehrend, vom Schlafe getroffen, plöplich gestorben. Dersell'e war 41 Ial'lo all. — Fran Sophie Grasin Condcnhooen, Hofdame Il'rer Majestät der ssaifem, Karolina ?lugnsta. isl vorgestern um 1 Uhr ?^achmittags verschieden. Reneste Nllchnchlcn und Telegramme. Dristinal - Telegramm. ^len, Hit. Jänner. <5rzber;og »fer« dinaud Max soll am 2. Februar nach Vrüfsel abreisen. — Der dnniscne Minister Monrad erklart, die November-Verfassung könne nur im verfassuusssmäftissen Wege aufgehoben, Holstein in konstitutionelle Verbindung auf» genommen werden. — Der Hinan;auösckuft beantragt, den Nachtragskredit von RO Millionen nicht zu bewilligen, dagegen 5 Millionen für die Vundesexekution zu vo- tiren. —----------, ,s,fj,»^s,,>,— München, 21. Jänner, Die beabsichtigte Ver« sammlung Abgeordneter der Mllte!« und Kleinstaaten soll in Nürnderg stattfinden - die ersten Einladungen l'ie;n siiw bereit«? ergangen, Müncken. ^ll, Jänner, Die bculige ^Paierische Ztitnng" meldet in einer Franlfnrler Korresoondeüz: Das Referat oci ^reiherin v. l». Pforten nder die Erbfolge sei noch nicht fertig <>nd werde erst in fnns Tagen vollendet sein. Dieselbe Korrespondenz glanbt, daß ?er Vnnd l'ei festen» ^nsammcnl'allcn der bnn-oe^trcncil Staaten die Krisis glücklich desteben iveide und beide Großmächte sich in llnzer Zeit dnrch dlc Situation gczivnngen seben könnten, sich dein Vnnde wieder Anzuwenden. Frankfurt. 3l. Jänner. Die vereinigten Ans-schlisse des Vnndestagc^ in der schlcSwig'yolstein'schcn Sache huben - wegen Dringlichkeit der Sache —-einstweilen d6 Itzchoe zufolge ist die ^tordsec soweit zugefroren, daß von dcr Insel Nord' strand nach (Ncllworm das Eis passirbar ist. Altona, 21. Jänner. ^Temperatur: l Grad Wärme.) Für Freitag sind sämmtliche Eisenbahn waggons hieher bestellt und wird alle zwei Stnndcn ein Militärzug nordwärlö abgehen. In einer Vcr-ordnnng der Bnnde^toinmissäre an die holsicin'lanen° burg'fcheu Polizeibehörden heistt es u. A.: Die an einzelnen Orten gemachten Bersnchc zur Organisirnng von Wchrvercincn vcranlasfen uns, die Wachsamkeit dcr Behörden auf die Ungesetzlichkeit solchen Bor-Habens hinzulenken, wodurch dem Vande wie den ein zclncn (Gemeinden nothwendig Vcrwktclnngcn crN'achftu. Die Polizeibehörden haben gegen derartige Aeslrcbun gc>, nöthigcnfalls nachdiiiUlichst einznschrclten nnd sofort dic Anzeige zu machen. Altona, 20. Jänner (Abends.) Das »Huf»,, mcr Wochenblatt" meldet: Amtmann Johannscn ist Montags vo» ^openhagei, zurückgekehrt' er bat da« Ministerium fnr Schleswig ausgeschlagen. Vie Hu« sumer Kirchenvorstcbcr baben auf wiederholte Mffor-dcrung den Hllldigungseid verlpeigcrt. Nach dem ^Da»ncoirkc" bat General Meza ge« änßert, daß die Dannrvilkstllwng biö znm Aeußelste» geyallen werden müsse. Kiel, 20. Jännn. Der schlesmig. bolstein'sche Ver.in bc,chll?ß. die LandtSrcgierung zum Erlas eines Ausfuhrverbotes fnr Stroh und Hen nach Schleswig zu veranlassen. Die nach Frankfurt ab, gebenden 140 Landesdeplilirlen Neffen morgen in Hambnrg ein. London, 20. Jänner. Die Vank von England bat den Tic-cont auf achl Pnzent erhöht. London, 21. Jänner. Die heuligc »Times» meldet: Dänemark macht jept. einem Gerüchte zu. folge, ein versöhnllches Anerbieten, indem es sich oorerst natürlich nur formeU. zur Suöpendirnng der Novemberorrfasilllig verpfiichtet, Vondu«. 21. Jänner. In gut unterrichteten Kreisen wird versichert, das dänische Kabinet babe dem yiesigm erklärt, daß cs Earl Vtussells Nath fol« gen und die Nopemberverfassuna. suspendiren wolle, ^dagegen auf SuSpenyirung der Okkupation Schles« wigs rechne, Et. Petersburg. 21. Jänner. (Abends) Die amtlichen Vlätter publizircn einen Ulas bezüglich rincr Provinzial- llnd Klcisverlletnng Nußlands, mit Aus« nal'ine ler westlichen Gouvernements, des baltischen Archangels, ^lstrakans und Vessarabiens. 9tew»Aork. 9. Iclnncr. Dem Senate Ilegt ein Vorschlag ;nr Einberufung einer Million Freiwilliger auf drei Monate, nnler dem iDberbefeblc des Generals Grant, vor. Die Konfö'derirten vertrieben die Uuionistcn aus Vurlinglon nnd verlassen die Nach. bmschaft von Winchester und Petersburg. Johnston formirt eine i'inie ^5» Meileil von Cbaltanooga. Theater. Heule Samstag: Aencsice des Herrn Vöhm: Unsere Lehrbuben. Posse in .') Alten. Morgen Sonn lag: Die Räuber, von Friedrich v. Schiller. Verantwortlicher Rcdattcuv: Hssnaz v. K!lrin,nayr. Drlnt und Bcvlag uon Ignaz V. .^lein,nnyr st Fedor Vamber^ in Laibach. c»,« «' l. ^'^.4 Die Vmft vnl.hl^ in Folge dcr üclusil» Ttlsqlamms iu .,!»lsti^r Stimüiünc,. und waren i,i^'cft'nde,s 18Wn-Lo,c und Kr,dit'?lft!m zu b.sslttii Pniftil l.bhclft >imdbahn'Aflt.!l wurdc» um 7./„ l'l^ 1°/. h^hcr bezahlt, die lllincu Privat!^ l)i,.q,gt,l ?«icl, chk'Mii l'ci ülicrwira.'ü^m 'AuSgll'otc durchschnittlich mat,rl. Wcchft! auf sl.md.' Mhf, tr^h al'.rmali^r D>sll,'ulc.rh^hli!^ in Londm,, aNlicmlin offenrt mid um m,hr ^ii " Vnmer c>l^ V "' l'illiq,r ^i hol'.u. Vo» Vlildsoi't.i, bcsoiidcrs '.'l^^'l.^üd'mö ,.ichlich l'ffl-rilt und faft um !"/„ nick^iugiz,, H.ld sehr liussig uud billig.___________ Veffentlichs Hckulo. ! ^. V,L SllUUcs l>'i>r Nl0 st,) Geld Wa.nr In ,^slnl. ViisnAUss , ^u 5°/„ «7 40 <;?,4.40 94.<;«,! Natil'iuil' Änichni »>it Iä»»cr<;m>pl'!!s . „ 5°/^ «0.10 MÄ) Natioü.il. ?lül>^» mit Äpril-(5m>pl'üö . . „ ii „ 80.15 «0.20 Mt.,lliquls.....,5» „ 72.40 72.00 d.ltu mitMai-C»up. „ 5» ., 72 45« 72.55 d.tk'.......4,l„ !',.'j.5>0 03,75 ,„!t ^srlosuog v. Iahrc 1«,l!» 141.25 111 75 „ 1«54 i<0.— l'0 25 55 '!3- „ zu100fl. i»^W W.40 <>»„io Ncnlcnsch. zn 42 l.. >-,»»«,'. 18. >5, 1^,75 ' 1l d«r ^rslllälldtr (für 10U ft ) Grund, !lllas!u!lgsill'lig,itir!ic!i. Nicdlr'0.'^r!.,'ch . . ' zu 5"/„ 87 50 88.- Ol'.'O.i'i ,i„d s.i!^, ,u 5"/.. 84 25 84,75 """ ^ G.!d '^^ar. Ä^mn„.....5 ., l)l- l'2,- Ztcilrmc„s . . . . 5 „ 87.5.0 88.50 Karut. . Krain ,i, Küst. 5 „ 88— 88 50 M^ylni u Echllsil» . 5 ., 88,50 !>-^... llng nn.....5„ 74.20 74 W ?cm, Ban. Kvo, u, Ela». ^ « ^--^ 72.50 O^izien.....5 ., 72. ^ 7250 Z!lb.'nb » Vulow . 5., ^" 72.50 „ m. d. Vlrl.^l. 1807 .'' „ 70.75 72 75 Vcn.'tia»isch.'6 Vlu'l, 185i) 5 „ i»,^ — .., „ Aktielf (Pr. Slück.) Natioll.Ul'a»l .... - 7?!».— TM..,. !trldlt-'.'l»ft^!t zu 200 st. l,'. W 180.20 IW.lO A. l>. ^scr», -^ls. z, 500 si. o. W. 007.- U08.-^ !t. ,fttd.-0ll'rdb. z KX»0,!.0 - «.ns. El!,.-Vahn j"200st. CM. 130 50 13?.-öüo.'in'rid ^.rl'-B.2(X) „ ,. 120.80 I^»?.-H«d. Staats'. Il'mb -ve». » centr. ital. Eis 200 fl ö W. 500 Fr. mit (5i!!b«'z^l)lu!!>i .... 247 — 248.-- G.>iij K.nl'i'udw -V.ihnz.200fl. ^M........1W50 IW,- O.st.Don,-D>,mv!sch-(hls.--' «: 428.— 42^».-Ocsttrrcich. iüoyd >n Tlicst Z " 220,— 22!».— Wi.ü D^iipsm Ält.-Gcs.'^.^ 440.-45,0.— Pcsnr N.ltciibrmic .... :li»2 — 3i>4 -B^'h,!!, V^stl'ahn z» 200 fl. . 153.50 15,.— 5l)sisil'chn-M"n 200 sl. ^. M. m. 140 ,1. (70"/o) «.jinjahlunc,. 147 —------- «pfaudbrife (im 100 fl) ,'latil,'»al- lOj.ihri^.' v. I. l'.ul.uf 1"" ;» ^ 5°/,102.-102.50 <5 >2'i vcrl^dare 5 „ 8!>,75 !»0 25 )iatioi!^lb '"lf ö Ä«.»,'.rl^b. 5 „ 85,80 85.^»0 Ungarische Äud.n-^r.dil-'.'lnsl^t i»l 5'/, V^t .... 8850 8875 Uose (r'r Stl.cl) rcd -?i»st'Ut fl>r Ha»d»l ». Ocw. l,l'i00 fl, ost W. . . . 13125 13150 o'n. Dampfs-G. zu 100 si.CM. i»0,- <.»1 -^ladkmn, Osr« „ 40, ü,W. 30 50 31.- -"'»' .. 40,. .. 32- 32 50 Geld Wa.Nl Palffy zu40ft, (>>Di. . 33 50 34 — (5laN) „ 40 ., „ . «, ^. o^^) Kr,,l.vich „ 10 ., „ . ^50 ^"._ Wechsel. < o l! .^ t l'. G.ld W>>are Augsburg sür 100 st, sM N. 103 ^5 103.50 Franff»rt a. M. drtto 103 20 103.50 Hmnlurg jür 1<>0 Utarl V.inko 91.50 i>1 70 kond, n i»r 10 Pf. St^rlil^ . 120,75 121.— Paris jnr l0<1 F^nlö . . . 47.75 47.85 (fours der Goldsorteu. 0).ld W.,ar, K.Mün^Dulalln 5 fl. 78 fr. 5 st ?i< >)llr. Krmlni . . . 10 ., 50 „ 1«; 60 „ '.>t.N'"l,?»st.'l'v. . l!>. Ilnveri^l^ . 9 , 90 " 9 " W ^' VttiiüSthal.r . . 1 „ 82^ " 1 '^ 83j „ silbn-Ä^D . 120 „ 7ü ^ 121 ., 25 „ Telcgr l»l)ische Effekten- und Wechsel-Kurse an dcr t. l. öffentlichen Börse iu Wien drii 22. Iäiüicr 1804. 5'^ Mslalllqm<< 72.0» 1800-er Ailltihü 93.40 5',. Nal.-Älll^l,. 80.25 Silbcr . . . 120..-Bcmtalticn . 7«2.— London . . . 120 20 «reditaktiru . 1«2.- K. l Dutateu 5 74 Fremden - Anzeige. Dcil 21. Iäüi!!.'v. Stadt Wie«. Ti, Herr»: Maiitücr, HaufliilUiu. vl'» Ka. »iscl!^. Vc.>l.tf. .»tallfliia«»», vo» i!elnb>'lit^r>!^> sitz/r. s,in.- Gattin ^k'ftf'lr>if..,!.Vl'vst,'rt Nl, 1. ciu dcr rllüg.nl^'mul^ Tm 1^. Mni>, ",.:lsch, ^i!«it»!5,n!,!c. >,li 03 Iahr^. im Zivilspital illr, 1 , an dcr ^lit^ mischliüg d»r S^fte. D«!l 19. '.1n»a Krammcr. Ta.zluhu,rswitw^, ^ilt 02 I.,hr>', iu der 2t. Ptt,'r', im Zivilspital Nr. 1.! an dcr .üi^^hrilüg. — Äarthl'lomäkH P»sll^ ftiiü, Il!slltutrach>'. Dcu 20. '.'lp.lonia Ras^'. SchlleidciSw'Mvc, .ill 09 Iahrc. in dcr Stadl !)ir. 283, cu, d.r (8nilrästun^. - Dcm Il'jefIcunilcr. Klenvich-I^cher. sei»<- Gattin '.Ipolruia. alt 39 Jahr., iu dcr El. Pctcrs.^oriladt '^ir. 128. ü» der G.Il'sucht. Dc» 21. Dein Aulou Kuluigg. Manrcr und Hau^I'ciihll. sm» Kiud ^vscf, alt 4 )a!ns. ,» dcr Stadt Hir, 80, >'» d^r Ochilillähiüuug. Au me rlu»!). .'<>» Iahrc 1803 siud 740 Hclj»!M> c>cltt'lb,n, davü« wa^u 377 mainl-licht und M wiiblichc s!60'-ss...................... Die dritte Abtheilung " Vl'N Sattlers R o^mor amen ist uur noch kurze Zcil zn sehen. C'wtiil: :?0 kr, Allen Jenen, die am 18. JännerR ^.^, meine innigslgel>cbtt lind nnver-> irßliche Ehegattin nnd l«.'.^'. Mnltcr. > ,,^ch St. Christoph zn dcglcilen» o,e Güte datlen. stallen die Gefer.» li^len den in» listen nnd herzlichsten> Dank al'. > i^aibach a>n I!>. Jänner 186-^l. > Anton Ierina, Ehegatte.» -Anton, Lohn. > Maria, » Antouia, I Theresia, 2ö^:cr. ll Franzista. > Anna, (l64)> In der Gradisth,!'Vorstadt, Haus-Nr. 34, >sl el'eneldi,i eint ichö»t Wc»lin!m,i, de« 'IchenD aüs !i Zillinleri: 1 ÄadlNlt, Sp.nhirdlnche. Speiselanüner nnd Holz lege zn Oeorgi zn vermiethen. A»ch sind schöne Magazine sogleich zn vergeben. Das Naycre liei der H^li^eigsntynincrin 5 Lose 1 Kcilog. Hiehung am 9. Februar, Treffer «OOtt Dnkate» ix Gold. 2 ü, HO» Dnkaten. Ä ü «Q» Dukmel,. Silbergcld. Ooldschmucl. lunstool^e Gc. aenslande von PorzeUmi. Vronce:c. Joh. C. Sothcn in Wien. ©erlfi gofe ftut) gu Ijaben Dei aUtn f. f. v2taienimt«rii. "Voftamirrn, finuie bet ten iKfiinutfn VoducifdjlcißctM. 3» I'üib«i4l WoiifcerG bei (142- -2) »/oA. Ev. JVulscher* Hiczu ein halber Bogen AmlS- und Illtclligcnzblatt, dmlll Nr. Z dcr „Blätter aus Kram."