Di« „Marburger Zeitung" erscheint Sountag, Mittwoch und Freitag. — Schluß des Blattes am TienSla;-, und Mittag'?: ^chlus; ft r an diesen lagen bis 5 Uhr Abends. Einschaltungen werden in der Äcrlaasliandlung des Blattes, Postqasse -j, und von allen diesell'cn verinirteludeil (^ieschastv U.u.rut'h.'.rn.,i;en entgegengenommen. Einschaltnnizsgebi'chr 8 fr. fiir die ^^eiie, bei Wiederholung bedeutende Eruiäszigung. iDsfcne Nellaniationen sind vortvfrci. Preis des Blattes: filr Marburg ganzjährig 6 si., halbjähriq fl., vierteljährig 1 fl. !><) fr.; filr .Zustellung ins .vanI nionatlich U) kr. Mit Postverscndung: ganzjährig sl., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fl. Einzelne Blätter .'i kr. Kr. 10. Sonntag den 22. Januar 1888. XXV^I. Zahrgtuu.^. Die ..ltonjeMonelle" Kckulc. Es ist nun als aU'Zgctttachtbcnachtcn, das; die Klerikalen bei der Wicdcrcri.^sfnultg des NcichS-rathcs einen Autrag auf die Einfi'lhrunq der konfessionellen Schule in Oesterreich eindringen werden; dies laßt sich mit Gewißheit aus den Erklärungen schließen, welche der Fürs^t Alois Liechtenstein bei der bereits erwähnten Wahlerversammlilng al)gegel.^en hat. Wir kennen zwar das Knckucksci der Nö>nlinc;c noch nicht; aber daß ein gränlicher, nachtschwarzer Bogel darcius hcrvorkriechen wird, ist zweifellos. Was diese Herren wollen, ist aller Welt bekannt. Nicht Abänderungen des ^^ehrplanes allein und der übrigen Schnlverfassung sind es, wonach ihnen der Ganmen steht; darüber würde sich ja ain Ende reden lassen, denn, da es nichts ^ollkomnienes ans Erden giebt, hat auch die Neuschule in dieser Hinsicht ihre Mängel. Aber mit derlei lückenbüßcrischen Nebensächlichkeiten geben sich diese Herren nicht ab: was sie wollen und anstreben, das ist nichts Geringeres als die Zuweisung der Schulaufsicht an die Kirche, d. h. die gäuzliche Auslieferung der Schule an die Klerikalen. Dagegen aber werden sich gewiß alle nicht-klerikalen Deutschen in Oesterreich ans das aller-cntschicdenste verwahren nnd wehren, gleichviel welcher Partei sie angehi)rcn ; denn die Gefahr, welche mit diesen! Antrage uns drohend vor Angen tritt, ist cine ungeheure, weil sie eine doppelte ist. Handelt cs sich doch dabei nicht allein um den Kampf des deutschen Geistes gegen das Ri^inerthnm, sondern auch unl den anderen gegen das Slaventhnm. Denken wir uns nur in.....einen Pfarrer oder einen anderen Klerikalen als Schulaufseher! Gleichviel, ob er eiu Slave oder vom deutschen Stamme ist, wird er bei der Feindseligkeit gegen den deutsch-nationalen Geist, welcher allen Klerikalen eigen ist, seine Stellung sofort in dem Sinne ausnützen, daß er die Schule nach jener Richtung hin beeinflußt, welche dem ten Rismlingen seit je nnd immer verhaßten dentschnationalen Gedanken abhold ist. Und das kommt der baldigen Eutdeutschung der Schule und einer Zi^rdcrung des SlaventhuiilS lucht allein auf deul Gebiete der Schule, sondern auch anszer-halb dieses Gebietes gleich. Dagegen aber müssen wir Deutsche uns auf das nachdrücklichste wehren, und in der Ablvehr dieses Stnrmes auf unser Volksthnm inüssen wir alle einig sein. Und wir werden eS auch sein, dessen sind wir gewiß. Im Augcn!.'licke der Entscheidung werden uns die Gegner Schnlter alt Schulter inannhaft znm Kampfe geschart finden. Zwcir behauptet die verlogene Wiener Presse und ihre nicht minder verlogenen Nachkläffer in der Provinz, daß bei dieser Gelegenheit die, wie sie sagen, bei der W^ihl in St. Pölten-Tnln getroffenen Abmachnngen des Verbandes der Dentschnationalen mit den Klerikalen sich als vorhanden erweisen werden. Aber das wird gewiß nicht der Aall sein; es werden im Gegentheilc diese Behanptnngen der Preßinenchler als boshcifte Verlenmdnngen sich darstellen. Es läßt sich allerdings nicht leugnen, daß diese Vertreter der aller-schärfften natiolialen Richtung mc^ncherlei Bedenken gegen die bestehende Schulverfassung hegen. Aber dazn werden jene Männer, welche ihren nationalen Standpunkt bei jeder Gelegenheit so entschieden betonen uud vertreten, niemals ihre Hand bieten, daß die Schule, die Pflegestätte einer im nationalen Sinne zu erziehenden Jugend, den verbissenen Feinden nnseres Volksthums ausgeliefert werde. Im Kampfe für das heiligste Gut unseres Volkes werden, wir betonen es nochmals, nnsere Feinde den geschlossenen Heerbann der Deutschen sich gegenüber finden; keiner wird fehlen. Sie sollen nur kommen! Die Wchrkrsß öe» Deutfckkn Aeickes. Der allersicherste Schntz für den Frieden Enropas ist die achtunggebietende Wehrkraft des Dentschen Reiches; es steht außer allem Zweifel, daß von Seiten der beiden feindlichen Nachbarn längst der Friedensbruch herbeigeführt worden wäre, wenn nicht die Stärke des Deutsches Reiches jeden Angriff auf dasselbe als ein tollkilhnes Ullterfangen erscheinen ließe. ^^n der neuesten Ninunler der findet sich nnn aus der Feder des friihcren Majors H. Hinze eine interessante Berechnung der verfügdaren '.Vcann-schaften, die Deutschland uach vollständiger Tnr^b-fi'thrung des neuen Wchrgeselzes .'^ilr Versü.iuu.q stehen werden. Wir clltnehlncn diesem '.'lrnlei die folgenden Allfstellungen: „Die bis auf's Tailscnd abgmlndetell der Hanptkategorien stellen sich wie folgt: Für die kricgsfertig ailsgebil^tten Maunschaftc.i: 7 Ialirgänge, attive Armee . . . l, l, Jahrgänge, —li'^77, ^vandwehr . . . 7 ^>abrgänge, 1887 -18'^ 1, geübte Ersatzrcsere, 1. Klasse '"'».t > nach dein l^esteheilden Wehr-psiichtgesetz .^usaininen . ,^n welchen, beim Anfgebot des Vantstnrnies, n.'ch .^etnl Jahrgänge, 187('—18t>7, niit treteil würden. Es winde aber, nnter der Wirtullg des bestehenden ^^^andstnringesetzcs, nicht richtig seil,, diese 'Zahl als verwendbar für jede kriegerische Th«-tigkeit allznsehen und in AlU'echnnttg zn l.".iugcn; hiefür silld nur verwendbar die oben aufgerechneten 1,75Z.sK)l) Ätann, zll denen erst niner der Wirkung des nellen Gesetzes init gleicher Quatisitation lmlzn-treten 7 Jahrgänge, l87<'»—t87N, Landwehr 2. Anfgebots . Mann Jahrgänge, l8t)7, Landstnrin 2. Anfgcbots . 270.<)0 Jahre Stillestand, W Jahr geht'S Alter an, — sollten Körperfrische nnd Lnst zu Leibesübuugelt den Mann bis zum iZl). Jahre auszeichnen. Betrachten wir nun die Mehrzahl der Mäinler in den dreißiger und vierziger Jahren, so beinerken wir eine geflissentliche Schell vor jedein Sprnnge nnd Laufe, vor jeder Anstrengung der Arme, die über die Berufstl)ätlgkeit hiliausgeht. Viele würdeu es iin BallNl: von allerixind Stalldesvornrtheil geladezn lächerlich sillden, wenn nlan Leistungen dieser Art von ihnen forderte. Dalmer ist es nicht, zn verwundern, daß wir nlls viele Personen, wie Geistliche, Lehrer, bötlere Beamte, werfend, ringend, lanfend, springend, an Bewegnngssvielen theilllebnlend, gar nicht vorzustellen vermögen. Nllr der Geistesarbeit obliegend, drillgen sie ihre Tage sit'^elld, langsam geheild und schlafend dahin. Befinden sie sich wolü ulld glücklich dabei? Nein! Der eine wird durch die das ideale Menschenbild entstelleltde Leibesfülle an jeglicher >!örper-anstrengnng verhindert; der andere wltlldert sich über den Verfall seiner Muskulatur; der dritte ist, wie Goethe sagt, denl Däinon der Hvpochondrie verfallen. Mit Klagen über Schinerzen verschiedener Art, über mangelhafte Verdannng mld nnrnliigen Schlaf behelligen sie il)re Mitnlenschen. Woher rührt diese Verällderung in itueni Befinden? Vielleicht ljast Du einlnal versucht, mit einer verrosteten Klinge zn schneiden, illit einer verrosteten Nadel zn nähen: es ging lncht. So verliert auch ein immer rastender Mensch seine Schneidigkcit, seine 5iraft nnd Frische, seine Lebensfälngkeit, da) bcglnckellde Gefül^l körperlicher Leistnngsfäl^i.'.keit; denn: HlckM MG Wc^rßurger Jeitnng. Nr. li» sliedenc'n Nekrntenlategorien init solgenden -'»^.blen zusammensetzen Firste -. !n.<» „ 7. jüngste ^abrgange, ^^'.»vis Vaildstnrin 1. Auf-gevots .... „ ^al'rg^ng^ Unan'gedildeter Summe Mann zu deinen spater noch drei weitere ^ahrgäng- des VandNnrms Aufgebots Einzutreten würden mit Mann, so das; die Summe aller uuaus-gcvildeten ^ebrfähigen auf Mauu an- genoll'.inen werden kann. I'ie gesannnte Wehrkraft des Deutschen Neiches a:. >!o!nbattallten würde also bei dem ausiersleu Auf-ce'.'ot aller ^.abrgäuge Wehrpflichtiger nicht weniger als rnno Mann, exklusive Offiziere, belragen, das sind bei einer Eimvohuerzahl von rund ^7 Millienen lli 7 Perzent der Bevölkerung. iese ''»abl übertreffen absolnt und relativ diejenigen der französischen uni ein ganz Bedeutendes: -)?ach r-r Berechnung Bartbelcmp'S in „^vunt ergebet» die ?() Iabrgänge des franjö-sis.vcn Heeren'. Manu triegsfertig Atlsgebildeter, „ unansgebildeter Wehrfähiger, zusammen nnd dei der Walil iin Ial)re deni Abgeordneten Dr. Pattai welchen mnl'ite. '.^ien^'er loird dem dentschi?sterreichischcn Klnl) beitreten. B^'ie der steierin. Vandtag, so hat auch der von .^lärnten gegen die slovenischeu C^rundbuchseiutragun-gen Stellung geuominen und folgende Anträge zum Beschlltffe erl)obeu: „1. Die vom Instizministerium getroffene Verfügung, daß Erlediguugen von iÄrund-bnchseingaben, welche in slovenischer Sprache versaßt sin'?, nicht nnr in eben dieser Sprache auszufertigen, sondern auch iil derscll?eu in das Grmtdbnch einzutragen seien, entspricht weder den Bedürsuisseu, noch deu Iuteressen der Bcvi)lternng, ist geeignet, die Rcchtsstcherl?eit zu gefährden, den 2?erth uud Nutzen des öfsentlicheu Bltches zu beeinträchtigen Mtd den Realkredit zu schädigen. Der ^^andtag legt desHalt) gegen die Aufrechthaltllng nnd Durchführung dieser das Wol)l des Landes nachtheilig berührenden Auordnuilgen Verwahrung ein ulld weist den ^x?andes-ansschnß au, diesen Beschluß zur Keuutniß des t^e-santmtnlinisterinnis zn bring 'n und zu begehren, daß die Zurücknahme des erwähnten Instizininisterial-Er-lasses veranlaßt werde." Die Ncgiernngstschechen haben deit Verlnst eiileS neue» Vlaudates ^u beklagen. Der Reichsrathswahl-bezirk Vinttenberg wählte den Jnngtschechen Dr. Herold. Die Präger „Politik" ergeht sich daher in tiestraurigcn Betrachtuugeu. Sie hofft jedoch, daß bei uächstcr Gelef^enheit der erlittene Schade»» wett-geulacht werden wird. Ein schwacher, fadenscheiniger Trost! Der Anhang der Jnngtschechen ist im At-nehmen nnd die Strahlenkrone, welche den» Führer der Alttschechen Dr. Rieger von dessen (^^etrenen auf die Stirue gedrückt wurde, im Erblassen. Ein merkwürdiges Schlaglicht auf die inneren stände Rußlauds wirft ein ijirkular des Ministers des Junern ilber die Studente nunruhen. Es wird darauf hiugewicseu, daß die geselligen Bestrebungen der Studenten oft sehr große Gefahren nach sich zi)gen. Bei den Liebhabertheatern, welche die Studenten unterhielteu, bei den von ihnen veranstalteten niusikalischeu Ausfüljruugeu, würdeu fortwährend Gelder gesaiumelt, die ulan zu verderblichen ^Zwecken verwende. Ä!an kanse dafi'u' staatsfeindliche Schriften, inan unterstütze damit die Agitationen destruktiver Agitatoren, und so werde int ^^ande selber eine Propagande gestärkt und zu w^eitercn Schritten erinuthigt, lvelche daS ganze StaatZweseu bedrohe. Auch die i?ffentlichen Studenten-versammlungen wirkteu schädlich auf den Geist der Jugend, sie erzeugten eine oppositionelle, jeder staatlichen und kirchlicheu Autorität widerstrebeude Gesinnuug. Daher die Strenge gegen die Universitäten und Studenten. — Für so schlimm hat man im Anslande seither die innere Gahrung in Rns^land denn doch noch nicht angesehen. Die ganze intelligente Jugend, die Hosfnnng der Zntuuft, von revolutionären» Geiste erfüllt — da begreift es sich, wenn es den rnsslschen Machthabern hier nnd da vor ihrer Gottähnlichkeit bange wird! tH eiligs p r e ch u u g.) Man berichtet aus Noin vom li"). 0. : „Die heutige Heiligsprechung dauerte an sechs Stunden. Die Kardinäle Mtd Z00Bischi?fe waren aluvesend. Der Schaitplal', der Feier, die Kapelle über dem Atrinm von St. Peter, ivar feen l)aft belenchtet. Der Papst wtirde in der Sala Dncale von den Kardinälen, sowie von den Patriarchen und Bischofen erwartet. In der Sala Regia wartete der ^^aienhoffstaat, von da ging die Prozession init dem Pcipste ans dem Tragsessel ii» die Sixtina. Der Papst ul»d das ga»»ze kirchliche Gefolge l)attcn brennende .Sterzen ii» der Hand. Vor dem Eiitznge in die Kapelle intonirtc der Papst das stell». Die Sänger und das Gefolge stiinmten ein. In der Sixtina war ein Altar inmitten eines ^.^icht-lneeres anfgestellt. Der Papst hielt eine Adoration, worauf der Eii»zug iu die Kauouisatious-Uapelle erfolgte. Der Papst, begrüßt von der Motette „1'u es Petrus", bestieg de»» Thron rechts vom Altäre und vertauschte die Tiara »nit der goldenen Mitra. Der Ritenpräsekt Kardinal Bianchi trat vor den Tlnoii, bat UN» die Heiligsprechnng der schoi» srüber selig gesprochenen sieben Grüilder des Serviteu-Ordeu^' a»ls dein Jahrl)»tudcrt i»i»d der Jesuiten Peter Elavcr, Joha»«» Berchnla»ts tti»d Alphons Rodrig»»ez. (Letzterer ein sel)r bekannter uscetischer Schriftsteller.) Der Papst erwiderte „Oremus". Daranf »v»lrde die Allcrheilige»l-Litanci gebetet und das Veni creatoi-angestiinn»t, da»»n verlas der Papst den Akt der .Heiligsprechung. In diesein Akomentc lä»lteten alle Glocken Rott»s und z»l Ehren der hilninlischen Sieger erti)nten die Troinpeten. Der Papst stinlntte da§ Tedenin an. Hierauf erfolgte die Poutificaliuesse, bei welcher der Papst cll»e Honiilie über die nc»len Heiligen abhielt, ^»wölf Kardi»läle »»»»d Orde»»sgcnossc»l der neuen Heilige»» brachten Opfergaden dar: Arüchtc, Blumen :e. Der Papst entpsing schließlich die Koin-ln»lnlon d»lrch deu fungirende»» Karditial-Diakon." (Begnadigt.) Wie die „Thor»»erPresse" berichtet, »vurde dort vor ^5 Iahreu eiu katholischer Priester Osso»vski wegeu Mordes zuin Tode verlir-theilt, aber zu lebenslänglichein Zuchthaus beguadigt. Kauln in der Strafaustalt angekoiunieu, verschwaud er von dort auf räthselhafte Weise. Als in Folge des polnischen Al»fsta»»des von eine Anzahl Aufständischer auf prenßischeS Gebiet gedrängt »vurde. befand sich unter denselben der entflohene Ossmvsti. Er »vnrde »»un der Strafanstalt in Halle übenviesen, wo er sich jedoch so »nusterhaft a»lfgesührt hatte, daß jetzt sei»le vollstä»ldige Beguadiguug erwirkt werden konnte. (Die Bevölkerung Iernsa leinS) beträgt uugefähr Kopfe, davon u»»gefähr Mo- hamedaner, l Jllden und hizchstens 7W0 Christeti. Iu großer Manuigfaltigkeit sind die christlichen Bekenntnisse vertreten-, das evangelische niit einer deutschen, das reformirte mit einer eirglischei» Kirche; die lateinischen (ri)lnischen) Christe»» n»it einem Patriarchen, vier Kirchen und Klöstern der Franziskaner und Iesniten i»nd einein Gethse»nanc-Garten; die griechisch-katholische Kirche mit einelu Patriarchen ul»d »uehreren Bischöfen in zwei Richtungen, der national-griechischen und der rnssischen, mit drei Kirchen mid einein Garten Gethselnane; die armenischen Ehristen mit zwei Kirchen, einc»n großen Kloster und einein Garten Gethseniane; die koptischen Ehristei» mit einein Patriarchen, der nur in Festzeiten da wohnt, nild eiiiem Bischof, einer Kirche nnd eiiien» Na st' ich, so rost' ich. ^tel'c»»des Wasser stinkt, Gebrauchter Pflug blinkt. Durch deu Mangel an Belvegung wird uäinlich Gel'irn mit zu viel Blut versorgt, ii» den Ge-sainmeln sich verbra»»chte Stoffe. Der Kreislauf des Vlitttes wird in Folge dessen träge, die Ätbmung n»»r oberflächlich, der Appetit gering. Es ist dai'.n der »»»enschliche 'iirganislnrts »nit einein L)fen zu vergleichen, der da raucht oder gar l»icht l.rennt, ivcil er »nit Verbrennungsrückstäiiden überfüllt ist. D.1S Wort der Schrift: „J»n Sch»veiße Deines Äu.',cslchts sollst Dil Dein Brod essen", gilt nicht nur sür die Stälide, die dnrch die Krast ihrer .^'^ande u»ld Beine ihren Lebensunterhalt enverbeu. Wer gesund bleibei» will, »vein sein Brod schuiecket» soll, der inus; seii»en Be»vegungswerkzeuge»l ettvas ^u:nlitl)en; er darf deu wunderl^'aren Mecha»»isn»us seines Vcil'es niä't in Unlhätigkeit lassen. Dcumt nin» der Mensch die Leistungsfähigkeit seines Leibes inöglickst lange belvahre, begabte ilni l''ort lnit ^^erstand. Dieser soll dafür sorgen, daß al^'e leiblichen Organe richtig fnnktioiiiren, daß ein Glied richtig in das ai»dcre eingreife und keines vernachlässigt werde; die Hand, der Fnß ebensolvel»ig als die Lunge, das .Herz, der Magen, die Niuskelu UN? Nerven. Diejeuigen Menschen, deren Berns tüchtige Mitskelbeivegnng erheischt, fühlen sich körperlich viel wohler, als diejenigen, die zu fortivährendeiu Stillsitze»» geuöthigt sii»d, obgleich bei ersterel» Nahrrmg, Wohn»»ng, Kleidung oft recht viel zu »vünschcn übrig lasieu. Nur durch plauiuaßige u»»d regelmäßige Leibesübung kann ina»» sich Frische des Leibes und Geistes bis hinanf ins Alter belvahren. Wein der Beruf völlige Vernachlässiguug der Bc»vcguugswerkzeuge auferlegt, der »uuß sich die zulu körperlichcu Wohl-besiuden »»ueutbehrlicheu Leibesbeivegungen künstlich zn verschaffen suchen. Das Tnrnen bietet hiezu die beste Gelegenheit. Deu alten Griechen war dies klar. Durch tägliche guiunastische Ueb»»ngen be»vahrten sie sich langanhaltende Jugendkraft und Gesundheit. Ihnen galt nur das Leben lebeitswertb, daS verbracht »vurde in der vollen Kraft und Blüthe des »ue»»schlicheu Körpers. Die allgelueiue Wehrpflicht be»vahrt uird steigert deu kriegstüchtigeu ^üugliugen »md Männern die Jngendkrast durch vielseitige Le»besüb»lug. Ist den gesiiliden, »vassensähigen Männern solche llebung schou uoth»vc»»dig, so ist sie sicherlich den schivächeren, krä»»klichett A^äniler»» »»»»d Jünglingen, die i»icht als kriegstüchlig beful»den »vurde«, ganz nne»ltbehrlich; denn der schwächliche Leib geht dei inangeliider Be-»veguug seinein Verfall viel rascher entgegen als der gesniide. Wer daher die zahlreichen Uebel des Bewegungs-inangels nicht ai» sich kennen lernen will, wer seine schwachen Nerven u»»d Mnskeln stärken, seine Ver-danung »»nd Athn»ung kräftigen, das muntere Kreisen des Blutstroines verspüren will, der suche sich auf dein Turnplatze reichliche Be»vegung, aber nicht erst, »venu dieses oder jenes Organ schon seinen Dienst versagt, dann ist es leicht zu spät, sondern noch in ge-stlnden Tagen, denn Turnen erhält tt»»s jung und gesund. Auf den Tnrnstätten findest Du deu Jngend-nnd Gesundbrnlinen, von dem die Sage uus erzählt. Du brauchst uicht »veit dauach zu reise« und kannst ohne uennenstverthe Opfer täglich ans ihm schöpfen. Das Erbleichen des Haares wird freilich durch das Turnen nicht verhindert, aber die Zanber-»virkilng übt es aus, daß es de»» Man»» länger rüstig erhält ui»d deiu Greise ein jugendliches Herz und eiueu srohe»» Sinn beivahrt und dem jähen Verfall der Kräfte vorbeitgt. Lorenz Held. Ausdrückt deMmter ^eitgenosstll übe^ ckie Scilnle. Stehet fest iiu Kainpfe wider die Vorurtheile, »veni» auch erst uusere Nachkolu»ueu die Früchte des Kampfes ernten. — Ernst Esinarch, (Kiel). Die wahre Bildnng besteht »»icht in todtein Wissen und leereii» Gedächtnifikrain, sondern in Mann, da-) sind 10'^ Perzent der Bevölkerung. Aus der sast gleichen Stärke der kriegsfertig Atlsgebildeten beider Heere - - die <»97.lM Mann, welche in Frankreich als für die deuxieme poition an'^el'vl.'en, nur ein Jahr gedient Häven, sind iu diei'e Kategorie gerechnet — crgiebt sich, daß die fran;csische Hecresvenvaltung ihr dem deutschen nach-gevi^der^ WeluWtem viel ausgiebiger ausnützt, als dies beiin deutschen Reichsheer bis jetzt der Fall gewesen ist. :>!l'.s;land audereufalls bleibt iu der AuslllHuug scitlcr Webrlraft um ein Bedeutendes zurück. Selbst nnt Hinzurecbuung aller irregulären Truppen uud der vouen Einstellung der drei Aufgebote derTpol-tsa'enje ^»ieichslvcbr» beträgt, soweit zuverlässige Berechnungen nber russische Heeresverhältnisse überhaupt möglich sind, die Kriegsstärke nur d. i. Petent der enropäischen Bevölkerung des rus-su'^en Neides. ^Jur Gesc^icizte de» Wage». ? er Veiter des Iustizunuisteriums bat eine Verordne g erlassen, wodurch Bestinunungeu getroffen werden über die Berstaudigung der politischen Be-zi.rtsoclörde bei strafgerichtlichen Amtshandluugeu gegen Personen der k. k. Vandwchr. I'ie uiederösterreichische Handelskammer nabm am 1'.'. d. die Wahl für das durch den Rücktritt des Herrn Hilter von ^con erledigte Neichsraths-nnndar vor. (Gewählt wurde der Kammcrrath Nenber, welcher seinerzeit den Bezirk Mariahilf vertreten hatte sscr. ll) Warbuvger Zeitung. Seite Z Kloster; die gricchisch-unirten (Christen mit einem Bischof ttlld cittcm 5Noster; die synscben Christen init einen» Bischof, einer ltirche und einem ^tlostcr. Alle diese .^lirchen, mit Ausnahme der cvcingelischcn, tiadcn (^enltins.ilnen Antt)cit an der.^tirche dcS heiligen Gral'tS. Danedcn es in Jerusalem noch eine i^anze An.'>al)l christlicher Sekten, z. B. der deutsche Tenlptl, die Ämeniten, die Adventisten, sogar die Mormonen halben in letzter ,'^)cit angefangen, in Palastina und Syrien ^^lnhanger ^u werden. (Den Gatten gekanft.) Dan .^tinder von ihren Eltern verkauft iverden, ist in England l)ercit<< etwas Alltägliches; daß Männer ihre !^rauen um i^eld oder ein ÄlaS Bier verschachern, koiumt in den untersten Volksschichten cdenfalls häufig vor. Aus Sheffield wird jedoch ein Borfall gemeldet, der beweist, dafi auch Frauen fich berechtigt halten, ihre Männer verkaufen zn dürfen. Vor einigen Monaten entschloß sich ein Handwerker, der in Sheffield keine Arbeit fand, nach Anstralien auSzuwanderu. Auf dem Schiffe Nlachte er die Bekanntschaft eines jungen Mädchens, das sich sterblich in ihn verliebte. Sie war sehr enttäuscht, als sie hörte, daß der Mann schon verheirathet war, und sagte, sie wolle seiuer Krau den Vorschlag machen, ihren Mann käuflich abzutreten. Der Mann hatte nichts dagegen; sobald sie in AuSstralien angekommen waren, schrieb das Mädchen an die Frau, welche ihren Herzallerliebsten auf ^^strl. (Lt)lX) Mark) schätzte. Diese Suulme wurde zu groß befunden; schliesslich einigte man sich um LO Pfund (L00 Mark), welche in Begleitung eines gesetzlich N ausgefertigten Dokuments nach England abging. Die Frau in Sheffield unterzeichnete es, und die jungen Leute sind kiirzlich in der ^^olonie Mann und Frau geworden. (Ein parlamentarischer Skanda l) droht in Nom. In einer der nächsten Kammcrsitzuugen diirfte vom Gerichte die Auslieferung von Nicciotti Garibaldi verlaugt werden, um gegen ihn »vegen Wechselfälschung (?) vorzugehen. Anch Menotti Garibaldi soll in die Affaire verwickelt sein. (Heiteres.) Zum Febrnar-ZinStag. Bettler: „Gnä' Herr, schenken S' m'r was! I Hab' kan Unterstand!" — Herr: „Was, Sie hab'n ka Wohnung? Sie Gliicklicher, da brauchen S' Ihnen ja net um 'n Feberzins den Kopf zn zermartern!" --Merkwürdige Venvandtschaft. Juuger Mann: „Wer war denn der Herr, mit dem Sie gestern Abends so vertranlich sprachen?" — Modistin: „Mein ,^willingsbruder." — Junger Mann: „Merkwürdig, Sie sehen ihm aber gar nicht ähnlich!" — Modistin (verlegen): „Ja ... wir sind nur . . . Stief-Awillinge! . . ." — Zerstreut. Professor (aus dem Luftballon steigend): „Ich weiß nicht, ich kann ineine Brille gar nicht finden!" — Aeronaut: „Ja, wo mag sie nur sein?" — Professor: „Ich werde sie doch nicht etwa oben vergessen haben!" — Schneiderschulden. „Sie haben erst kürzlich ein hübsches Sümmchen geerbt. Warum bezahlen Sie mich nicht?" „Ich hasse alles Gepränge. Man soll mir nicht nachsagen, daß der Reichthum mich meinen früheren Gewohnheiten entfremdet." lebendiger Entwickelung des Gemüthes uud der Urtheilskraft des Verstandes. — Ernst Haeckel, (JenaX Schlimm haben es die Kinder heute: Treten in's Leben als kluge Leute, Sehen sie dann in der Welt sich um, Werden sie nur zu häufig dumm. — I. Trojan. Ernste Sorge um gute Auferziehung der Kinder gehört zu den Tugenden des dentschen Volkes. Aber die Unklarheit über das Ziel und die rechten Wege ^u demselben ist groß, und auf eine erfolgreiche Verständigung darüber jetzt wenig Aussicht. Zum Wohl des (5ittzelnen wie der Gesammtheit erscheint nichts nothwendiger, so schwer es auch in der modernen Kulturentwickelung und nnter den gegenwärtigen Ansprüchen deS öffentlichen Lebens erreichbar ist, als Rückkehr zu einer gesunden Einfachheit. — L. Wiese sPotSdam.) Wenn nach dem jetzt giltigen Schnl-Lehrplan kleine Mädchen von 8—9 Jahren sich nicht nnr mit den egyptischen Pharaonen, sondern gleichzeitig auch mit der griechischen Mythologie und den verwandtschaftlichen und sonstigen Beziehnngen zwischen Venus und Ainor, Zeus und Leda und anderen olympischen Herrschaften beschäftigen müssen, wie ich mit stauuender Bewunderung erfahren habe, so scheint eiu dedeukliches Kopfschütteln in der That gerechtfertigt und an der Zeit zu seiu! Bei aller .Hochachtung vor dem „Schulmeister", welcher bei und (Untersteier. Ge flügel.zuchtverei n. > Morgen 'Adends, halb lUir, findet iin i^asthanse „zur Trande" (Herrn Oehin, I. Stock) eine Voll-Versamn,lttttt^ deS untersteirischen Geslilgelzuchwer-' eines niit folgender Tagesordnung statt: l. Mittheilungen. L. „Ucber ^ireuzungsversuche", Vortrag des Herrn Avtl)ur ^'^echa. T dätigkeitS-und Rechenschaftsberichte. 4. Nenwahl des Ausschusses. Anträge des Ausschussc'5. <>. Freie Anträge der '.^)lit-glieder. An dieser Versamnilung kennen sich auch Nichtmitglieder betl)eiligen. ((Erledigte ^^^ehrerstellen.) Schul-de.zirke Nottennianu sind nachstehende ^^'ehrerstelleu zu besetzen: ») au der fünfklassigeu, iu der II. GehaltSklasse stehenden Volksschule zu Nottculnanu eiuc Untcrlelirerstelle; d) an der zweiklassigen, in der II. GehaltSklasse stehenden Volksschule zu Selzthal die Unterlehrerstette; e) an der zweiklassigen, in der III. GehaltSklasse stehenden VolkSschnle zu GaiShorn die Unterlehrerstelle. — Im Schulbezirke Mureck ist die ueusystemisirte Lehrerstelle an der dreiklassigen Volksschule in M^tting ausgeschrieben. Weiters sind zu beselzeu: die Unterlehrerstelle au der zweiklassigeu Schule in Neuniartt und eiile Aushilfsstelle an der Volksschule iu Gleichenberg. (Aichmeisterstellc.) Bei deui k. k. Aichamte in Windisch-Graz ist die Stelle eines AichmeisterS mit der JahreSbestallung von fl. zu besetzen. (Eislauf.) Da der Besuch des eislaufeudeu Publikums au Wocheutageu sehr geriug ist, so l>u der Stadtverschöuerungs-Vereiu den Beschluß gefaßt, versuchsweise mit Ausnahme der Souu-uud Feiertage eiueu billigereu Tarif einzuführeu uud zwar für die Person nur 10 kr. einzuheben. Sollte dieser Versuch deu Zweck erreichen, mel)r Leben in den Sport zn bringen und die Einnahmen nicht erheblich zu schädigeu, so wird für die ^Zukunft der niedere Tarif beibehalten. (Schaubühne.) Die k. k. .Hofschauspieleriu Frl. Louise Dumont vom t. k. .Hofbnrgtheater in Wien eröffnet Dienstag den 24. d. M. an der hiesigen Bühne ein drei Abende umfassendes Gastspiel als Katharina in Shakespcare's „Bezähutte Widerspenstige". Der ausgezeichucte Ruf, welcher der Küust-lerin vorausgeht, sowie der Umstand, daß nnsere Theaterleitung in den bisherigen Gästen nur das Beste geboten, sind auch si»r dieses Gastspiel die sichersten Biirgen eines wahrhaft künstlerischen Genusses. (Tanzk ränzch en.) Wie wir bereits meldeten, veranstaltet das Marburger Statious- und Fahr-personal der Südbahn-Gesettschaft am 4 Februar in Thomas Götz' Saallokalitäten eines seiner beliebten und stets gern besuchten Tanzkränzchen, zu welchem die Kapelle des einheimischen Infanterie-Regimentes Baron Beck die Musik besorgt. Das betreffende Komitv ersucht nun jene Herren, welche durch Uebersehen keine Einladnng crt)iclten, solches gütigst bekanntzugeben. (Das Gärber-Kränzchen) findet am 4. Februar in den Saallokalitäten der GambrinnS-halle statt. Die Musik besorgt die vollständige Kapelle des k. k. Infanterie-Regiments Nr. 47. Herrn Leopold Königgrätz gesiegt haben soll, und vollkommeu durchdrungen von der Unschätzbarkeit einer nniversellen Bildung glaube ich dennoch, daß unsere Kmder nicht alle Schulmeister werden können oder sollen, nnd daß eine menschlichere Anschannng über das, was wir von der Jugeud forderil können und was wir ihr schuldig sind, im nationalen Interesse bei uns Platz greifen sollte! — A. v. Werner (Berlin). Ein Uebermaß von Wissenskram Macht sinnesschwach uild willenslahm. Wilhelm Jordan (Frankfurt). Lehrt den Kindern Nächstenliebe, so lehrt ihr sie auch glücklich sein! — Geheimrath v. Nußbaum (München). Nicht GennSregeln, sondern Natnrgesetze! Nicht todte Sprachen, sondern lebende Körper! Nicht Bücherstudium, sondern Beobachtung und Experiment. — W. Preyer (Jena.) Die Licht- und Lufthygieniker der Schule, welche trotz ihrer dankenswerthen Fürsorge stets finden, daß kranke Augen und Lnngen nicht an Zahl abnehmen wollen, übersehen, daß in zahllosen Fällen zu Hause beim Schüler schlechte Luft und naiueutlich schlechtes Licht am Abend Alles verderben, was am Tage in der guten hellen Schule gut geniacht worden ist. Darum vermindere nian die l?äuSlichcn Schularbeiten! Daliegt's! Lehrt iu der Schule, aber gebt die Jugend zu Hause frei! — F. Reuleaux. (Berliu.) Man hat vielleicht zu scl?r vergesse«, daß das Waidacher, welcher mit deu kalligraphischen Ar!?eitcn des Gärber-WappeuS betraut wurde und die Dekoration bereits am l.'>. d. ablieferte, wurde von Atter die größte Belobung für die kimstlerische fübrnug des Wappens zu Theil. (Die Tiroler Säliger - csel l sch af: j?ehlj, welche gestern niit großcin Erfolge iu !^er .^tasinorestauration eine Toirec reranst.iltel l'atte, tonzertirt hente im Hotel „zur Stadt Wien''. lDieustbot en-Uederf ln ß.) .'^n Wien ifi die 'I^/enge der razircnden Dienstboten <0 sehr angewachsen, daß Manregelil iut sind, durch loelche der '^nzng weiterer Dicilstl'oten eingeschränkt werden soll. Bekanntlich wird in Äien die gesetzlich begründete Uebung, dan über 14 Tage dienstlos bleibende Dienstboten abgeschafft nnd in die Heimat gewiesen werden, strengstens gel)andh.ibt. Eine ähnliche Maßregel wiirde, in ^^l'avburg ge-i'lbt, dem übcrhandnelimenden Uebel des .s'erum-streichens Dienstloser, die sich nur zu leicht einem liederlichen Lebenswandel hingeben, steuern. Erst gestern Nachts sollen drei solcher Dienstboten aufgegriffen und nach ärztlicher Untersuchung in ^ie gewisse Abtl)eiluug des Krankenhauses gcdra.<'t worden seiu. („Heil Dir Mitleid, Du Geweihte!"» Auf der Thesen wohnt eine arme alte Wiuzerin. lie-selbe, obzwar selbst mittellos, hat ein Waisentind in Pflege genoutuien, uud ist bemüht, dasselbe zu cincm braveu, rechtschaffeueu '.Dtädcheu zu erzielten. D.i das Kind schulpfli6)tig ist, so wollte eS die Winzerin iu die Klosterschule uach Marbui.^ gebeu. Sie baute uämlich auf die Barmherzigkeit der Schnlschwesterit uud hoffte, ihr Mi'mdel werde daselbst die Mirrago-kost erhalteu. Bekanntlich besteht die Iv/itt^gskoft für arme Kinder im .^iloster aus gekochtein.Kukuruz-brei uud einer kleinen Brodschnitte. Es ist dies zwar nicht viel, aber die armen Veute sind ja zufrieden, weuu iln'e Pflegebefohlenen überl)aupt bekommen. Znr Sache also! Die Winzerin ging ins Kloster zur Eiuschreibuug; dort wurde ibr von einer Schulschwester gesagt, sie müsse ein paar Tage später kommen. Die Winzerin entfernte sich alko und kam iu zwei Tagen nlit dem Kinde wncder, erneuerte ilir Anliegen um Aufnahnte der Waise in die Klosterschule uud Verabreichung der Mittagskost, weit das arme Kind von der Schule bis auf die Theseu während der Mittagszeit iticht bin nnd zurück gehen könne. Der Winzerin wurde jedoch uun auf einmal bedeutet, daß das Kind nicht aufgenommen werden könne, weil die Anstalt schon überfüllt sei. Die Winzerin bemerkte hierauf, es erscheine ihr beinahe nnglanblich, daß schon so viel Kinder eingeschrieben sein sollen, zmnal ja die Einschreibung der Schülerinnen erst begonnen habe. Die Schulschwestern hatten jedoch verschiedene Ausflüchte. Schließsich verlangten sie für dieses Waisenkind ein Kostgcl'.' von 5)0 Kreuzeru. BergebeuS bat die Winzerin mit aufgehobeneu Händen, die frommen Schwestern mögen sich doch des armen Kindes er--barmen. Doch die Schwestern fammt der Oberin blieben bei ibrem Ultimatum und verlangten das bereits erwähnte Kostgeld. Das Kind besncht nun die Schule in St. Magdalena. Die vorstehende Geschichte betrifft zwar nnr eine Kleinigkeit, aber sie Wort Gymnasium eiueu Turplatz bedeutet. — Lothar Bucher. (Berlin.) Unsere Gymnasien sollen, wenn sie'v tonnen, Athleten, nicht al?^ Akrobaten des Geistes erziehen. E. Schumacher. Einer veruünftigen Schulreform steht in Deutschland nichts so sehr im Wege, als die maßlose Ueder-schätzuug des Werthes der Schulkeuutnisse überhaupt. — A. Fick. (Würzbu^) Die Volksschule stll das Kind des Volkes sittlicher, gesuuder und arbeitsfähiger machen, sonst verdient sie nicht das Geld, daS auf sie verwendet wird. Die Mittelschule hat andere Zwecke, darunter die klassische Bilduug, die am rechteu Platz und i-n rechten Maß hi)chst ersprießlich ist, aber au: un-rechten Platz und in übermäßigem Verbäliniß zur Quelle großer sozialer Krankbeiteu wird. Treforl, Ungar. At'inister für Kultus und Unterricht (Pest). Es kommt weit weniger darauf an, wie viel Wissen der Schüler sich aneiguet, als vielmehr darauf, daß er geistig zu arbeite« lerut. — G. Th. Stich-liug, StaatSminister (Weiinar). Unser .Körper und Geist lähmender Gymnasial-Unterricht ist in der Weise umzugestalten, dai^ die Jugeud statt iu die graue Vergangenbeit, endlich einmal in die frische Gegenwart mit ihrer großartigen Kultur gestellt uud vor Allem uusere eigene klassische Literatur zu ihrem wahren Eigenthum geinacht wird. — Prof. I. M. Knaus (Freiburg). E?'?!? 4 Wctrl>urgt.'r Icitung. 5!r. 10 l'l icun^cicinicut für U.- froiiilNc' (^csellsai^ift. der ja rcn .lUm Zeiten llnterstttt;ttN;M Tl?cil werden, !?euett deuts>e ,vr.iuen ein Heiul schenkten nnd die für toitseieli.^»e B.iuten inmier die Mittel zu finden n^isicu. (^cdoten.) 2'^'le n?ir hören, lie.^t im H.^ttse der ^.^ehradildung'Zcinskilt fast eine gan^'^e, nl.l vielen .>lindern .^ese^^nete !>'annlie alt Scharlach erlrantt oarnieder. Daft teö Umstände'S, das; ^i.' 'V';1lin.^e der ^>V'lircrdildutt;V^anslalt und die 5?iudcr d.'r Uel'nng'sschule auf der irantl)eit mitc^etl^eilt hal'en soll. Wir !.'el)alr.'u nn^ ndri<^env vor, auf diese Angelegentjeit ncä' zinuctznlomuten. i-'lNil'nlaute Kontrole.) U>tt die >!vntrole de) ('»'cn'ichtt'-? dei cietauften Waaren, soivie die ;)!ichtisiteit der au Verkanf-^^stellen von Waaren ve-ni'u;tei' '^^'aaqeu zn tontroliren, säbrt seit Diestern eul Sicherlicit<'»vachfi'tlner mit einer Normalwaagc in der Stadt l'eruiu. Die Zwectdienlichkeit einer solchen jtontrolc erprol'te sich sofort. N'ttrdeu d.'reit^) anffallend viel Differenzen zuin Nachtl^eile der .'l^'ufer fichenieslellt. Ueder die lonstatirten Fälle lvird natürlich da^ö Strafverfahren eingeleitet. l')lu<' dein Staube), richtiger aus dem Schnee, l'at sich ein Taglöhuer mit ^rau und.^Lind Zenlachl. Dersell)e wurde nänilich in dem Augenblicke i.etrcten, al'Z er sciucni Arbeit'^qcl?er gewaltsaiu die .'dolzlage öffnete und daralt'5 Brenumateriale fort-sclaffte. Er scheint udrigeu'? dieseö ^'»^eschäft schon längere -'»eit niit Erfolg detriel'eu zu hal)eu. Auch QUL'crc Diel.'ereien fallen ihni zitr Last. Vom Schuld-deu'nßrsein gedrückt, suchte er eiller lästigeil Berant-lvortul'.g, die vielleicht mehr au'<^ Tageslicht fördern toimte, alci e? die Polizei deriualeli weist, dadurch rl.'rzul.'ellgett, da st er, lvie l^ereits erwädnt, die il)ln so liev gewordene Stätte init Kilid mld Üegel etwas plöl;lich verliest. «„'iieichts Heiligeres ist lue Hr.") Gestern Nachmittag niustte eine wegen Tnlntciüjeit schon oftulal'? deailstaudete Person durch eiuell Sichcrl)eits-u'^chmauu aus der Doiutirche geholt werdeu, in welcher sie sich vollgesoffen alu Bodelt wälzte. Er-liüchttrt N'iederl'olte sie das bereits oft gegedeue Bersprecheu, dast sie sich uiluiuer t.'ctnliten werde lllld das; sie wegen dieses ^^asters zuiu le^zteuiuale cirrctirt ivordeu sei. iEs zogen drei Vllrsche wol)l üd er —) die Drau, llänllich drei Väckerlel)rliuge, die ihrem Meister in der Magdalenavorstadt durchbrannten und bivher aul rechteli Drallufer llicht ernirt werden konnten, 'ilb sie bei eilier Frau Wirthin ciillehrtclt, N'iro die polizeiliche Nachforschlllig ergeben. Schi.>ner grüner dürfte vielleicht nach ihrer Nücttel?r ihre Aversseite dort seitl, lvo der Nucken seinen ehrlichen Nanicn verliert. _____ lDefraudativu.) Eine Defrauda-tionsgeschichte, welche die slovenische Presse veraulaßtc Purzelbäume zu schlagen mld il)rer Wonne und ^reilde überschwänglichen Ausdnlck zu geben, fand am 1'.^. d. vor den, hiesigell Erkeuntlüßsenate unter dem Vorsilbe des Vandesgerichtsrathes Dr. Galls ilrcu ^^tbschluj;. Der Bezirksvertretungs-Sekretär r!.n Drachenburg, Karl Suppauz, welcher cutch die S.breibgeschäfte der Vezirksfparkasse besorgte, erleichterte dieselt.'e inl Vaufe der Jahre ulu fl. tr. Eine über Allorduuug der politischen Behi?rdc uuvennuthet vorgenoluniene Stolitrirnng ain 14. Juni v. I. führte zur Eutdeckuug der Abgänge. Sllvpaliz wlirde flüchtig, jedoch schon nach eiuigeu Tageu über Anzeige eines Grnndbesij;ers, von dein er eilt Nasirlnesser entlehnen wollte, verhaftet. Die <^cnvdarmerie fand ibn auf einer Wiese des gedachte» Grlmdl-'esitzers init einer kleinell Wnllde anl Halse liegen. .^!arl Suppanz wurde nllninehr nach zweitägiger Berhandlullg wegelt Verbrechens der Ber-untrellung zu Jahren schlveren Kerkers verbuudeu mit eiuein <^asttage in jedem Monate verurtheilt. Eine l'esondere Z^reude wurde den Sloveuen durch diese Perhaildlltug mich insoferne bereitet, als der Bvrsi^ende Dr. ('»^alle einen groizen Theil der saisirteu Privatkorrespondeliz des Defraudallteu, o!)-^war dieselbe lnit der Veruntrenlnig nicht den leisesten Illsauiinenhang hatte, zur Verlesung ('rächte. Graz. (Nclegi r li ll g.) Unmittelbar vor delu legten Ulliversitäts-Koinmers waren die Kaiserbüsten sus dem Festsaale elltfernt worden. Da nicht erliirt ^Verden kolmte, wer dies veranlaßte, lvnrden unn sechs Mitglieder des Detorations-.'>loiuil'''s volll Senate auf drei Semester relegirt, lveil sie deil Scknldtrageuden nicht ileliueu. Rektor Volzmaun hatte, wie verlautet, die dauertlde Relegation beantragt. Es ist übrigens inl?glich, dast die Nelegirten den schuldtrageuden >loininilitonen selbst nicht kellnen. Ariedau. (Faschings-Nachricht.) Die t)iesige freilvillige Feuerwebr, lvelche sich von ihrein Entstehen an bis jel^t in reger Tliätigkeit gehalten hat, veraustaltet ain d. M. in den (^^astt)aus' ränluell ,^zur Stadt <^.^raz" ein Feuerwehrkrällzchen. Delnselben folgt anl Februar das sich alle Jahre der gleichen Beliebtl?eit erfreuellde Schül^eukrällzchen, zn dein die nnlfafseltdsten Vorkehrungen getroffen werdell. Die Mltsik dazll wird diesinal zur Ab-wechsluug die von ihreil vielen Reisen her bekannte l4löpfige ^jigennerkapelle besorgen. Frieda«. (Nichts ist so fein gespoll-ll en u. s. lv.) Im Jalne l^84 lvurde der Grulid-besi^;cr I. ^>'eben in Sainllschell bei Friedau er-schlageil. Der ^'eichnain wurde auf die Bahllschienen gelegt, um deu Glaitbeli zu erweckell, der l^ellaultte sei von einelu ^^uge überfahrell worden. Trol; der vieleu Nl^d uinsichtigen Nachforschlmgen blieben die Thäter lailge llnentdeckt. Erst beute, also nach vier Jahrell, gelailg es, dieselben ausfindig zu luacheu ulld denl Bezirksgerichte Ariedan eiuzulicfern. Hohenmanthen. (M usikalische uute r-lniltuug.) Alu 1. Februar findet in den l.^asthaus-^.^okalitäten des Herrn Georg Dobnig eine inusikalische Unterhaltnllg mit Spiel Nlld Tallz statt. St. Lorenzen a. d. K. B. (Schul-v er ein.) Mittwoch, den 25>. d. findet in den obereli Gasthausräunten des Herrn F. Nattay eille von der l?iesigeil Ortsgruppe verc.ustaltete Abeudlinterhaltung zu Gunsten des Deutschen Schlllvereines statt. Das ProgralNlll besteht aus Gesaug und Musikvorträgell, denen sich ein Tauzkränzchen anschließt. Pettan. (T nrnverein.) Der hiesige deutsche Turnvereill hat in seiner Vollversammlung nach-stehellde Herren in den Turnrath gewählt: Dr. Halls Michelitsch als Sprechwart, Frallz Aiekinger als Turllwart, Otto ^tnalls als Säckelwart, Frilz Wesiag als Zellgwart lind Edltard >ira!nbergcr als Schriftwart. ^Zuln .^iueiplvart wlirde Herr E. Seelvalin gewählt. Pettan. (Theater.) Sonntag, den 22. d. sindet in ttnsereln Theater die leiste Vorstellung der gegelllvärtigen Saison statt, welche leider gar zu stark luit der Ultgunst der Verhältnisse ju kälupfell liatte. Die letzten Tage hatten Ulis noch ein Gastspiel des Herrn Verla ails (^^raz gebracht. Derselbe lvar zweilllal aufgetreten und zwar in der Malposse „Die Halnmerschlniedin allS Steiennart", welche sich Herr Vignori zu seinein Benesice gewählt l)atte und in deul unverwüstlichen ..Vuiupaci VagabNlldus" von !il!estroy. Jin ersteren Stücke spielte er de:; Maxerl, ilu lel'>tercn deu ikllieriin lnit grol^eln Erfolge. Aazzerbrutttt. (Erstickt.) Die beim Väcker Herrn Verner in Sauerbrunu bedieustete Magd M. 'Rechner lvlirde in ihrer Schafkainlner durch ^iohlelidunst erstickt aufgefulldell. Dieselbe hatte den in ihretn 'jillllner befindliche,! Sparherd mit Holzkohlen geheizt, aber fiir die nöthige Ventilation nicht vorgesorgt, oblvohl ihre Dienstgeberin sie vor deln Schlafengehen besoilders darauf aufmerksaln gemacht hatte. Deuts^ler Selnllverein. In der aln 17. Jänner abgehaltenen Ausschust-sitzung wnrde .den beiden Ortsgruppen in ^'andskron nlld Bi)h!nisch-Leipa, den Ortsgruppen in Grnlich, Ellgelsberg, Innsbruck ulld Eiseuerz filr erfolgreiche Veranstaltlmgen, solvie der Ortsgruppe des allgemeinen Deutschen Schnlvereines in Reichenbach a. d. Eule ulid dein Skatvereine in Ferlach filr zu-gewelldete Speildcn der Dank aU'Zgesprochen. Eine Schulaugelegellheit i>n lvestlichen Böhlnen, sowie die ErrichtlUlg eines Kindergartens in deinselben Gebiete werdell eingeheild berathen, fiir Ullterstiitzung armer Killder ill Altbach-Döberney, Nelnaus und Nieder-Emalts lvurdeu angelnesseue Beträge bestilnint Mld für Eilli und Uingebnng eine Anzahl von Unter-stützllngen für verschiedene Schnlzwecke bewilligt. Ferner wird der Volksbibliothek in Holleschowitz eine Anzahl Bücher zugewelldet, die Regelung der Snb-vcntiollsveMltnisft des Vereines der Schlllfrellnde ill Arkow ^orgelionllnen Mld der Schule in Alt-bacher die jluschaffuug von Lehnuitteln ermöglicht. Schließlich werden für verschiedene Schnllluter-stützuugell iu Gottschee ulld zur Unterstützung der Nothschulell in Altbacher, Reichenau, Küchlern und Obergras die notl)wclldigen Beträge bewilligt ulld verschiedelte Angelegeilheiten der VereillSanftalten in Senfteilberg, Sehlidorf, Podhart, Eisenbrod mld Neumarktl der Erledigllug ilnterzogen. Aus dem Herichtssaate Ehrcnbeleic' i u ll g. Am W. d. lvareu bei dein Bezirksgerichte Marburg liukes D. U. die Verhalldluugeil über die Ehreubeleidigungsklage des.HerallSgebcrS der „Mar-burger ^ieitung" Herrn ^.^eopold ztralik gegen Herrll Dr. Adolf Harpf, solvie über die Ehrenbeleidignugs-klage, lvelche ^!e^;tcrcr gegell den Herallsgeber der ..Marburger ^'»eitung" eingebracht hatte, anberattlnt. Der Herr Vczirksrichter Dr. Einiilger, lvelcher die Verhalldlung leitete, ttal)!N zlierst die >Nage des Herrn Dr. Harpf vor. Die l'eiden Parteien lvareu lnit ihren Vertretern Dr. Glantschlligg aus Eilli lllld Dr. R. v. ArtellS alis Gra'> persölllich erschienen. Dr. R. v. ArtenS als Vertreter des Prioatklägers Herrn Dr. Harpf, erhob gegen Herrn L. Kralit die Anklage lvegen Uebertretullg gegen die Sicherheit der Ehre, begallgen nach -tiU und 4!'<> St. (^. Dr. R. v. ArtellS filhrte aus, dast zlvischell dein Eigenthümer der „Marb. ^')tg." und dein Schriftleiter Dr. Harpf bei seiner Entlassung aus dieser Stellultg ^Zlvistig-keiten cutstallden. Herr Dr. Harpf habe damals beabsichtigt, einen „Abschied an die ^^eser" an der Spitze der „Marb. j^tg." znin Abdruck zu bringen, lvas aber Herr Kralik llicht zuliest. Infolge dessen sei es zlvischeu beiden Parteien zu scharfen Anseinalldersetzun-gen gekolnmen, bei denen es an wörtlichen Beleidigungen nicht fel)lte. Die dabei gebrauchten Aeußerllngell Ulld Andentnllgen des Herrll Kralik sollen den That-bestalld der Ebrenbeleidigllllg ilu Sinne der bezogenen 8^ des St. G. begrülidell. Der Allklage stellte Herr jtralit seine Allssagtll gegenliber. Er l)ätte das ge-uauute Mannskript Herrn Dr. Harpfs unter keiner Bedingnng abdruckell lassen köllnen, lveil es daS Blatt geschädigt hätte Nlld überhanpt gehässig gehalten ge-lvesen lväre. Was die von ihni gemachten Aenßenlngen betreffe, so seien sie unrichtig wiedergegeben, obwohl er gestehe, durch das herausfordernde Benehlilell Hrn. Dr. Harpfs zn einein entschiedellen Auftreten gegen diesen gezlvnngen lvorden zu sein. — Es lverden nlln verschiedelle Zengen vorgeführt, deren Allssagen sich dellen Herrn Kraliks nähern. Herr Kralit belnerkte, es sei allffatlelld nnd bezeichnend si'lr Hrll. Dr. Harpf, dast er aus keiner seiller Stellnllgeli anstalldslvS geschieden sei. Nun gelangte folgende Eillgabe Dr. Glantsch-nigg's an das Bezirksgericht zur Verlesung: ..III der gegen lnich seitelis des Herrn Dr. Harpf in Graz angestrengten EhrenbeleidigtUtgssache, lvelche alll 20. d. znr Verhandlung kaul, lvill ich den Belveis der Wahrheit darüber anbieten, daß Herr Dr. Harpf eine Neigung zur Spiollage ulld Denuntiation hat, und ich will aus diesen seinen nlir bekannten Eigenschaften allch den Schluß ziehen, daß ich einem so gefährlichen Menschen gegenüber lnit Fng nnd Recht vorging, wenn ich ihin die Thüre lvieS. Ich bitte nun die Herren Karl von GalvalowSki, Alnallllensis der LaildeSbibliothek Ulld Dr. HanS Aviedieneck Edler v.Südenhorft, ans^erordentlicher k. k. UluversitätSprofessor mld Laltdesbibliothekar in Gra^ als Zeugen über deu Umstalld eillznverllehlllen, dast H. Dr. .Harpf in seiner Eigenschaft als Volontär in der Alldesbibliochek bis März 1885? fullgirte, daß er dalln die Redaktion der „Delltschen Wacht" in Eilli übernahnl. dast er sich seitens der genannten Herren ^^engen eines frenlldschastlichell Wohlwollens erfreute, daß H. Dr. Harpf wiederholt über Antrag des Herrn Dr. HanS v. Zwiedeneck nicht ullbedeutende Relnllnerationen erhielt. Weiters über den Unlstand, dast Herr Dr. Harpf freiwillig aus seiner Stellung in der Landesbibliothet schied, uin die Redaktion der „Dentschen Wacht" in Eilli zu itbcrllehlnet!; daß Herr Dr. Harpf, nachdeln er die Stelle in Eilli verloren hatte, lvieder in die ^>!andesbibliothek eintreten wollte, daß aber sein Platz inittlerweile dnrch Herrn Dr. Ertl besetzt lvar. Bei seineln rachsüchtigen Charakter, welchkll ich ebenfalls nachweisen lverde, hat nun Herr Dr. Harpf eitlen Artikel in der ..Marb. Ztg." gegell Herrn Dr. Halls Zwiedieneck veröffentlicht, welcher voll Liigel» lmd Verdrehungen wiilllllelte. Das Ä!atcriale hiezu konnte sich H.Dr. Harpf nur! lvährend seiner Stellung in der ^^andesbibliothek gesanunelt haben. Er hatte es also zn eilier Zeit ausspiollirt, als er uoch Herrn Dr. Zwiedenect untergeordnet war. Dieser besitzt offenbar die betreffende Nummer der „Marburger Zeitung", oder erinnert sich noch des Inhaltes. Weiters bealltrage ich hinsichtlich seines rachsnch-tigcll Charakters die Einverltehlnuug des .Herrn Julilts Rakusch in Eilli, lvelcheln es bekannt ist, dast er in der „Ä!arb. Ztg." drohte, die Namen der Korrespondenten der „Dentschen Wacht" zu ver^-öffentlichen, deren ?!atncll er also offenbar aliS-spionirte. Warvurger Zeitung. Seite 5 Ich ditte also die '>eugen Hervu >!all v. wale^vsty llnd Herrn Dr. Hans ^^wiedinek ^'yra.z );ur Verb.ittdlulu^ aill d. vvrznladen." (.^^egeu die in dieser gebrauchten Bc- .znchnnngen dinsichtlick der Person Dr. Harpfs er-ded dessen !^>crtretkr sofort die EhrendeleidigungSklage. Herr Dr. (.^Unntschnigg beantragte im Interesse scineö zitientcu die Vertagung der Perhandlung dehnss Eiilvernchmnng der genannten Herren als neuer engen gegen Dr. Harpf. Der Vertreter des ^^^etzteren ersuchte den Vorsitzenden, die Verhandlung aus kurze Zeit ?^u unterbrechen, znin Zwecke einer kurzen B.-rathuug nnt Herrn Dr. Glantschnigg in der Stiche seines .Äienten. Nach Wiederaufnahme der Verhandlung erklärte Dr. N. v. Artens, die beiden Parteien seien von ihren gegenseitigen 5!lc,gen zuriickgetreten, woraufhin Herr Dr. Eluinger eiu sreisprecheildes Urtlml siir Herrn Kralik fällte. Ans diesem (^^runde entfiel auch die (5hreudeleidigungStlagc deS Herrn Kralik gegen Herrn Dr. Harpf. Klttd lObstbauverein -- Obstbörse?) Zum zweiten Male wurde in Ihrem geschälten Blatte der Bedeutung Erwähnung getl)an, welche die Begründung einer Obstbi^rse in Marburg für unsere obft-dautreidcnde Bevi)lkerung hätte und ist es nur recht zu bedauern, das; der Verfasser dieser gewiß li)blichen Änschanungen gar nicht sagt, wie er sich so eine Obst-dörse eigentlich denkt? Es wäre lebhaft ju wünschen, das; diese gewis; gnten Ideen einmal »öffentlich besprochen würden -, wenn dann die Ansichten gesilnd sind, wird es an eirienl großen Anhange nicht fehlen. Was nun den Vortrag anbelangt, den Herr Dr. Cljristof Jlseinann in dieser Angelegenheit in Wien gehalten hat, so war es ganz gewiß recht schi)n, ^ aber die großen ObstoerkehrSverljältuisse gerade im Jahre 1888 keunt dieser Herr nicht, denn sonst würde er wissen, daß ulan in Oesterreich noch gar nie aus so eutferutm Gegenden und iu so großen Massen Obst ausgeführt hat und daß, was die Preise azlbelangt, man recht zufrieden sein konnte. Jenell aber, die ibr Obst, selbst in den schlechtesten Jahren, in delien es keine Ausfuhr giebt, nicht besser zu verlverthen verstehen, als zur Verfütteruug ihrer Hausthiere, ist recht sckwer zu helfen. Mögen diese Zeilen auch dazu beitragen, in dieser Richtung fördernd zu wirken. Ein Obstzucht er. („Der Kaffee wird wieder billig!") Das ist eine Botschaft, die die Herzen der Familienmütter, der alten Jnngfraueil und aller übrigen Kaffeettebhaber — und wer wäre nicht ein !^^iebhaber des braunen Trankes der ^^evante? — mit Freude erfüllen wird. Wir erinnern an die Zeit zu Anfang des vorigen Jahres, wo „der Trank, der gebrannte, der zanberisch genannte", schon so billig geworden war, das; auch die Unbemittelteren in den besten Sortell schwelgen konnten, und dann an die im Hochsommer eingetretene Hausse, die den „Bliemchen-Kaffee" wieder in seine alten Rechte einsetzte, nnd es erfüllt uns mit Behagen, heute konstatieren zu können, daß den Kaffeetrinkern das Jahr 1888 ein gesegnetes sein wird. Die Kaffee-Ernte in Brasilien verspricht eine außerordentlich ertragreiche zu werden; in eingeweihteu Kreisen wird die Santos-Ernte auf Millionen, die von Rio sogar auf 5) Millionen Sack geschätzt. Schon jetzt hat auf diese Meldung hin an der Hatnburger Börse ein panikartiger Rilck-gang der Preise Platz gegriffen. (Der Kohlentarif der Ferdinands« Nord bahn.) Der Handelsminister hat, wie die ,.Prefse" meldet, das Ansuche« der Ferdinands-Nordbahn, im Sinne deS K 7 des mit der Staatsverwaltung abgeschlossenen Uebereinkoinmens von der Publikation deS der Südbaljn für Ostrauer Kohle zugestandenen Tarifs euthoben zn werden, abweislich beschieden. Eingesendet. Dank deul energischen Streben unseres hochverdienten Herrn BürgenneisterS verschönert sich unser freundliches Städtchen in jeder Beziehung. Wir haben Trottoirs, utn die uns Großstädte be-neiden dürfen. Doch was nützen uns diese schönen Trottoirs, wenn sie durch nächtliche Gasthausgäste in einer Weise verunreinigt werden, daß man sie an manchell Stellen nur mit Ekel und jetzt im Winter anch nnt der Besorgniß, auszugleiteu und sich zu beschädigen, betreten kann. Es besteht wohl das Verbot bezüglich derlei Vernnreinigungen, allein dasselbe wird nnt zu viel Nachsicht und Milde gehandhabt. Um solches wirksamer jn machen, ist es nvthwendig, daß, wie in anderen Städten, jeder Fall der Verunreinigung der Gassen und Straßen in strengster Weise mlnachsichtlich geahndet werde, im ersten Falle mit L fl., bei Wiederholung mit fl. Strafe. Mehrere reinlichkeitliebende Bewohner von Marburg. Wom Külkerttsiv. ! Heinrich Afchokke's hntnoriftische Novellen. Es ist immerhin ein greßcr Vorzug unserer einheimischen ^v'iteratur, wenn sie nicht blos ans das Herz veredelnd zu wirken berufen erscheint, sondern anch, nnl recht i,n Volke verstanden zu werden, dem ^>.'eser die Möglichkeit bietet, auch mit denl Ange sich in die Gefüt)lswelt des Dichters, des Antors, zu versenken. Diesem Umstände hat die Verlagshandlnng Frauz Bondy in Wien—^"eipzig dadnrch in gelungciler Weise Rechnung getragen, daß sie Heinrich Zscholke''? hninoristische Novellen illustritt erscheinen läßt. Der erste Band dieser illnstrirten Novelleil l)at soeben die Presse verlassen nnd präsentirt sich als eiu in jeder Beziehung nett nnd geschmackvoll ausgest.ittetes belletristisches Unter-nehlnen. Alfons Petschnig's frisch und ansdrncksvoll entworfene JllustrVen?e! ö n i js, (ZkbrivI Lcksll, — Ijruvlc l^gnAer, ^potk. — iIIi : .lniek Xupfer«i<:I^luie6, ^polk.; >tlc)Is — j). lZvinl'. ^üllvi', ^ j, r « t e n k« I cl: X. Kokrö- olcoukux. Xpotk. — I ä » o li: Xönix, Xpotd. lvkil Xpotb. — Xpotk.; der^ixa ünillsn, Xpolk.; /^nton ^skiv, Xpotk.; I^urKleitusr, llavsliclc, ^potk.; k^lvksinsun, Xpotk.; t^rtl Li-opSUt-k, Drox. —X o i tt v I t o I (!: Xpott». ; 8ovl»vo. — Otto kiilisksim, >potb. -- l^eo iivn: I'tvrseltx, Xpotl».; K. I'ilivalr, Xpotk. — l^iesea: (Zustkv (»rüzii,v»n?, Xpotli. — (1»5! Osstsißssn, Xpotk. — ^lürLsuvekI»»: .l. Xpotb. — t'Ottku: .1. IjaklbsIIc, Xpotk. ; V. ^olitor, Xzwtk. — R.»<1lcvl'sl>ur'x: Lsskr Xnärio», Xpotk. — kvttvnm a o n: I''. —Vvk'ctvradvi'x: k'rsnz! l'seis silier 7Z ki'. Versauät von 2 8od»o!»tv1a »vkMkrti xvxsa?o»t-vsodvadma. NA36 Marburger Wochenmarkts Preise. Am 21. Jänner 1338. Maß». Preis, ^ Maßu.Prei»! Gattung «Deicht st. tr.I Gattung Gewicht fl. kr. Weizen ^ Hettol. ^ 6 - Speck, geräuchert Kilogr. — 65^ Korn „ 4 70 Schmeer „ —4« Gerste „ ^ 4 50 Salz „ — 12^ Hafer . „ 3 20 Butter, frikch „ l— 80. Kuturu^ „ 4 30 Käse, steier. „ — 10^ ^irse „ 4 8» Eier I Stück — 4' Haiden „ 4 20 Rindfleisch Kilogr.— 54 Erdäpfel „ 190 «albfleisch ^ —53 Kisolen Kilogr. —12 Schmeinfleisch „ — 52 Linsen „ — 24 Baumöl „ —by Erbsen „ — 20 Rüböl „ — 40! Hirsebrei Llter — S GlaSterzeu „ — 50 Weizengrieß l Kilogr. — 18 Seife, ord. „ — Z2 Reiß „ — 28 Branniweiu Liter —40 Sucker „ — 40 Weinessig „ ^20 gwetschken „ — 20 Milch, frische „ — 10 gwiebel „ — 10 „ abgerahmt „ — 8 Kümmel „ - 60 Holz.hartgeschw. K.Met. 3 — Wachholderbeer „ —16 nngeschw. „ 3 40 Kren „ — 24 Holz^veich geschw „ 2 80 Snppengrüue« „ —18 „ nngeschw. „ 3 10 Mundmehl „ — 17 Holzkohle», hart Hektol. — 60 Semmelmehl „ — 14 „ weich „ —80 Polcntamehl „ — 10 Steinkohlen l00Kg.--^ Ruldschmalz ! „ 1 — Heu „ 2 60j Schw?in>chmalz „ — 04 Stroh. Lax>er- „ 2 20 Speck, frisch ^ „ — 50 Stroh, Streu- „ 1>75 Auskünfte über Inserate nach Auswärts können nnr gegen Einsendung einer losen S tr. Postmarte ertheilt werden. Korrespondenzkarten werden nicht berückfichtiget. Zu haben beim Erzeuger, landschaftlicher Apotheker in Btookeran und iti allen renommirten Apotheken der Österr.-ungRr. Monarchie. Depots in Steiermark. Marburg: Joeef B a n c a 1 a r i, Apotheker ; Wenzel I£ ö n i g, Apotheker. A d m 0 d t: Gabriel Scherl, Apoth. — Bruck s/M.: Albert Langer, Apoth. — C i 11 i : Joief Kupferschmied, Apoth.; Adolf Mareck, Apoth. — 1). • L a n d i b e r g: Heirir. Möller, Apoth. — Ffiratenfeld: A. Schrö-ckenfux. Apoth, — F e 1 d h a c b: Joief König, Apotb. — Juaenburg: Karl Unger, Apotb. — Gras: Johann Eichler, Apoth.; Raimund Poitl, Apoth.; Barmherzige lirüder, Apoth.; Anton N^dwed, Apoth.; Adolf Jakic, Apoth.; Johann Purgleitner, Apoth.; Richard Hanzlick, Apoth.; M. Hoffmann, Apoth.; Ertl Jk Krepaaeh, Drog. — Knittelfeld: Zavereky, Apoth.; Frana Soviano. — Leihnitz: Otto Russheim, Apoth. — Leo heu: Joh. Plerschy, Apotli.; K. Filipek, Apotb.— Liez en : Gustav GrÖsswang, Apoth. — Maria: Carl Gasteiger, Apoth. — Mürz Zuschlag: J. Dinaar, Apoth. — Pettau: J. liehibalk, Apoth.; V. Molitor, Apoth. — Radker sl>u rg: Cäsar Andrieu, Apoth. — Rottenm a n u: F. Moro, Apoth. —Vordernberg: Franz Eder, Apoth. Preis filier Schachtel 75 kr. Versandt von 2 Schachteln aufwärt» gegen Pott-nachnahme. (1330 e«it« e Warburger Iteitung. Nr. 10 Erklärung. In Nr. dcr ..Marburger Zeitung" vom 14. Jänner lW7 habe ich gleichzeitig mit der Ankündigung meiner Lederconservirungsmitkel eine Mittheilung eröffnet, welche gegen Herrn I. Thoman in Pettau gerichtet und geeignet ist, demselben in seiner kaufmännischen Vertrauc^lSwürdigkeit zu schaden. Ich erkläre hiermit, daß ich eine solche Wirkung nicht beabsichtiget habe. Ich hatte Hrn. I. Thoman nur einige Kisten mit meinen Fabrikaten zum Versaufe anvertraut und ist das bezügliche Geschäft noch nicht erlediget. Ich habe keinen Grund zu zweifeln, daß diese Angelegenheit vollkommen geschäftsmäßig geordnet, und mein Guthaben sofort in Güte beglichen wird. (89 St. Valentin am 10. Jänner 1888. Fabriks- und Voteutinhader für Lederconservirui,g888 gefaßten B»f«blüffe zur Keuutniß, daß DarleheuSgesuthe» welche mit floveuifchen oder gemifchtfprachigeu Urkuudeu belegt fkud, nicht tu Beliaudlang geuommeu werdeu und ein bereits bewilligte» Darlehen nnr dann zagezShlt wird» wenn alle geforderte« RechtSurkuudeu und Sicher heitSouSweise, iusbefoudere die gerichtlicheu Sriedigunge« und die Grundbnch und Landtafet Anszüge, in dentfeder Sprache au<^ gefertigt sind. .Fra«) Atampft m. ?, Obmmm-Stillvertrtttr. (12^ Heut- Sonntag de« SS. Jänner . An Wochenlagen für Erwachsene nur w kr. Lausgebühr. Mar tager Männergesang-Verein. Der Männergesang-Verein beehrt sich, seine P. T. unterstützenden Mitglieder zu dem am 28. Jänner in den Saalrftumlichkeiten des Herrn Th. Götz stattfindenden (Ooatüaa- und Maakea.%EZ?ä3&zob,e:&) hiemit höflichst einzuladen. O2*» Eintritt gegen Vorweisung der Mltfllederkart« 60 kr. per Person. Anfang 8 Uhr. Sastno Marburg. Lmiag, iltn 27. Zäiuur 18!i8 ü'ouru^v von Richard Waper-Cancerle». Programm. I. Th eil. 1. a) Recitativ und Ilomance an den Abend- stern aus „Tannhäuser". b) Tanz der Lehrbuben aus: „Die Meistersinger von Nürnberg14. (Claviersoli — Ottilie Nagel.) 2. I. Gesang Wolframs aus: „Tannhäusei". (Baritonsolo — Ferd. Krause.) 3. Elsa's Traum aus: „Lohengrin". (Sopran- Solo — Math. Haaser.) II. Theil. Au« der Walküre. Besetzung: Sigmund, Tenor: Emil Tiferro (Heldentenor vom Holtheater in Petersburg). Sieglinde, Sopran: Frl. Mathilde Haaser (Primadonna von Stuttgart). Huding, Bass: Ferd Krause (Opernsänger von Cassel). Clavierparthie: Frl. Ottilie Nagel (aus Prag). Anfang 8 Uhr Abends. Preise der Plätze: Sitzplatz 1 fl. — Eintritt 60 kr. Warfen- TUorperhaiif hei Herrn (233) Tb. Igaltea.brusmdr, Bucb-, Kunst- and Musikalienhandlung. 8 o nntofl btn 22. &äitttcr U ßnbet im destfiiauid© „zum Dreusteg" (ftätntnnllnftt 69) (in niMtin Anfang 7.4 Ulir. Entree frei. 3u ja^lreicfcem öefurfce tabft er^ebenft 126) Therese JnrK. I. 127) eii?t«eii7os sskievmv». Danksagung. Die ergebenst gefertigte Bereinsleitung beehrt sich den verehrten P. T. Gönnern und Freunderz des Vereines für die hochherzigen Spenden und den zahlreichen Besuch des Kränzchens, sowie auch den k. k. Tabak-Trafikanten, welche den Kartenverkauf freundlichst übernonlmen hatten, überhaupt Allen, die zur Erzielung eines so namhaften Reinetträgnisies beitrugen, inl Namen des Bereines den wärmsten. Dank hiemit auszusprechen. Mt Nntiolrit«!. Münchner AugustinerbrS«! Aalich hnite Soinwg »« S llhr /riitz d«i NalHar. Zlkocher. ZNagdatenaoorfladt. SaöEkVerbtvtrtias-Krilmcht« Mittwsch, I. Uevrnar O88S Sltal-LoctlMm der GStzHe« Kittilillle statt. Alle p. 1'. Freunde des GewerbestandeS, welche an demselben theilnehmen wollen, und noch keine Einladung erhalten haben, werden höflichst ersucht, sich diesbezüglich an den Obmann des Gewerbevereines, Herrn Josef Martini, Viktringhofgasse, zu wenden, wo auch Eintrittskarten a 50 kr. gegen Vonveisung der Einladung zu haben sind. 127) Das Zu kaufen gesucht: ein« überfahre«« Kalesche, eiuspSnuig^ leicht, mit Dach, gut erhalten, «eneiate «ntrSge mit Preisangabe bis 25. d.«. an die «utSverwaltnng Ober-Pettau, Paft Pettan. <114 GcMk Kllidemachrri» empfiehlt sich in'S HauS und auch für auswärt»: Klirntnerstraße 54 bei Frau Kaschel. (112 Einladung zu der Mittwoch den 25. Jänner 1888 Abends 8 Uhr im kleinen Saale des hiesigen Casino stattfindenden «rdentlicben Local- und Consorlial-Versanimlüng des Spar- und Vorsdmss-ConsortiumB des I. allg. Beamten-Vereines der öst.-ung. Monarchie in Kirburg (registrirte Genossenschaft init beschränkter Haftung). Für das Consortium: J. Jonasch, 113) Obmann. Rr. l0 Wc»rburgsr Zeitung. Stite 7 —«2«—^2»—»ü »—*2»— »X«>-»>..^--'»X»-'->^->—-^o —»Q»^Q»—»Q-—»2»—°Q«^"»2°-^5z<> a^»-« V V o^"<» ^ v—« ^»--o V ^ o..^<> Ys-^S—>"'^-----<»^0---»»^ ^ 9»--«y»—-« y»—o y s^-0 V^ »----« ^o—o l^ü! T^/s» Of» Sst/ttvAs/ — Assr/,«s»^ Apvttck. , ?sr1s!i üss llumorL cl«r^ Ae^/se^s», a/AA^ii^'se^e,5 e^^» <1ev ^ aic» LOO »to. ^»vei.- Ärei» 5 ^ 4 ^«/^IA-Ä^SA^S^S: Äc^«^ >l«ö»vtion unö köministration: ^ien» Vi«eIs»tr»»H« 4. ^ Ss»tv1I»»ngvn Äurol» all« ^o»tiilntvi'. kl» «ter N«»« L.L"^D' ^ Wahrheit dieser Worte lernt man besonders in Krankheit s-fällen kennen und darum erhielt Nichters Verlags-Anstalt die herzlich st en Dankschreiben für Zusendung des kleinen illustrierten Büches „Der Kranken-freund". In demselben wird eine Anzahl der btsttn und bewährteste« Hausmittel ausführlich beschrieben und gleichzeitig durch beigedruckte Berichte glücklich Geheilter bewiese«, daß sehr oft einfache Hausmittel geniige«, um selbst eine scheinbar unheilbare Krankheit in kurzer Zeit geheilt zu schen. Wenn dem Kranken nur das richtige Mittel zu Gebote steht, dann ist sogar bei schwerem Leiden noch Heilung zu erwarten, weshalb kein Kranker ver-minuen sollte, mit Correspondenzkarte von Richters Berlat^S-Anftalt in Leipzig einen „Krankeuftennd" zu verlangen. An.Hand dixjz'S lxsenAlverten Buches wird er leichter eine richtige Wahl treffen köuutn. Durch die Zusendung erwachsen dem Ve steller keinerlei Kosten. Eine solide alleivstthelldt Dame l!d. Mulm wird als Zimmer-Nachbarin gesucht : Kaiserstraße Nr. 15. Daselbst ist auch eine hilbscht Garnitur sammt Sllloutisch zu verkaufen. 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Im Bureau stand der Schreiber noch vor seiucm Pulte, es schien ihm plötzlich eingefallen zu sein, daß er heute Abend noch eine Arbeit zu erledigen habe; emsig in einem Aktenstück studierend, blickte er kaum auf, als die Beiden an ihm vorbeischritten. Der Advokat kehrte bald darauf zurück. „WaS thun Sie denn noch hier?" fragte er erstaunt. „Ich hatte vergessen, daß der Fall Reuber contra Müller morgen vorkommt, Herr Doktor", erwiderte der Schreiber ruhig, „hier sind die Akten." „Reuber contra Müller? Morgen über acht^ Tage, Sie haben sich im Datum geirrt." „Dann hätte ich mir die Arbeit ersparen können." „Sollte sie nicht nur ein Vorwand gewesen sein ? ^ie haben, als Sie den Fremden in mein Kabinet brachten, die Thüre offen gelassen, ich bemerke das leider erst jetzt." „Ich glaube oft bewiesen zu haben, daß ich schweigen kann", sagte der Schreiber, die grauen Augen mit vorwurfsvollem Blick auf ihn heftend. „Und ich habe Ihnen ebenso oft und wohl noch öfter sogar gesagt, daß ich jedes tauschen und Spionieren mir ernstlich verbitte", euvidcrte der Advokat mit scharfer Betonung. „Sie sind ein alter Mann, Lange, Sie sollten Alles vermeiden, waS mich möglicherweise nöthigen könnte, Ihren Posten einem Ändern zu übertragen." „Ich that's nicht absichtlich", sagte der Schreiber, mit einem geringschätzenden Achselzucken über die Drohung hinweggehend, ..überdies war mir >as, was der Herr Ihnen mittheiltc, nichts ncuce. Ich habe die Geschichte damals miterlebt und ich könnte Ihnen noch manches sagen, wovon ! cr keine Ahnung zu haben scheint." ! „Was Ware das?" fragte der Dottor, ihn ' rwartungSvoll anbliclcnd. ,,^ch werde es ihn, selbst sagen, c» muß ö ihm ja erwünscht sein, über jene Ereignisse mit r einem Manne sprechen zu können, der sie ganz l ausführlich kennt." r „Und wenn es ihm nicht erwünscht wäre?" - sagte der Advokat aufwallend. „Bedenken Sie ) wohl, was Sie thun. Lange, der Herr hat mir t sein Vertrauen geschenkt, und meine Pflicht gebietet - mir Verschwiegenheit." » (Fortsetzung folgt.) > l ' Heiteres. iE ine Klausel.) Mutter: Lieschen, hat sich dir der Doktor heute uicht bestimmt erktärl? Lieschen: Nein, Mama, cr fragte mich nur, ob du bei uns wohnen wolltest, wenn cr mich nimmt. (Ein Güterzug.) Eine Engländerin in reiferem Lebensalter trat jüngst, wie erzählt wird, an den Billetsckalter -ineS deutschen Bahnhofs und fordert ein Billet zu dem bereitstehenden Güterzug. Der Beamte erfüllt nach vielem Parlamentiren kopfschüttelnd den Wunsch der Dame. Diese fährt einige Stationen mit, dann ruft sie bei einer Haltstelle den Kondukteur herbei und sagt ärgerlich: „Das uennen Sie Güterzug? I eull tkis Iiurndux! Dieser Zug sein nix güter, als die andern." (Ein kluger Mann.) ..Mein lieber Herr RöSner, wie können Sie Ihr HanS nnd Mo biliar bei der ^'-Gesellschaft versichern? Diese Gesellschaft zahlt nie ohne Prozeß und Sie sind den größten Unannehmlichkeiten ausgesetzt." — „Aber, Herr Nachbar, wenn ich meine Prämie pünktlich zahle nnd jeden Brandschaden vermeide, was kann mir die Gesellschaft dann eigentlich anhaben?" (Höchster Grad der Zerstreutheit.) Der ist nicht der zerstrenteste Mann von der Welt, der nmherrannte uud seine Pfeife suchte, während cr sie im Munde hat, auch der nicht, der seinen Hut aus dem Fenster wirft und seine Zigarre an einen Nagel aufhängen will : sondern der allein, der seinen Regenschirm WS Bktt legt uud dann hingeht, sich selber hinter die Thür zu stellen. (M ißverständni s. > Dame « zum Stuben Mädchen) : „Was war denn das gestern Abend sür cin fürchterliches Gekratze in der Küche? Wollte vielleicht der Hund noch ;ur Thür hin-aus?" — Stubenmädchen: „Nein. Madame, die Köchin hat einen Brief an ihren Schatz gc-schrieben." WerzäHrt. Roman von Ewald August König. (Nachdruck verboten.) Erstes Kapitel. Umringt von seinen Untergebenen, die mit der weißen Serviette unter dem Arm einen Halbkreis bildend, hinter ihm standen, empfing" der Oberkellner des „Englischen HofeS" die Gäste, die der Hotel-Omnibus eben vom Bahnhof mitgebracht hatte. Der Schnellzug, der mit direktem Anschluß von Paris und London und Belgien kam, war kurz vorher eingetroffen, und die Fremden, die mit diesem Zuge kamen, waren in der Regel sehr anspruchsvolle Leute, die mit dem Gelde nicht geizten. „Ich wünsche ein Zimmer an der Straßenseite, wenn eS möglich ist, in der ersten Etage." Der Oberkellner warf einen raschen, prüfenden Blick auf das gebräunte, von tiefen Für chen durchzogene Antlitz des hageren Herrn, der vor ihm stand. Der Ba^t, der von einer Schläfe zur andern unter dem Kinn sich Herzog, war bereits ergraut, das Auge aber noch klar und lebhaft blitzend und der Anzug einfach aber solide. ..Amerikaner!" dachte der Oberkellner, dann winkte er einem seiner Untergebenen, der dienstbeflissen dem Fremden Schirm und Reisedecke abnahm. „Nummer fünfzehn.'" befahl er, und der hagere Herr folgte dem Kellner die breite, mit kostbaren Teppichen belegte Treppe hinauf. Der Kellner öffnete die Thüre des ihm bezeichneten Limmers und zündete die Kerzen an, die auf dem Tische standen, denn der Abend war bereits angebrochen und es war ein sehr unfreundlicher lag, peitschte doch draußen der Novembersturm schwere Regengüsse gegen die Fensterscheiben. Der Fremde sah sich flüchtig in dem elegant eingerichteten Zimmer um, dann tlat cr ans Fenster, um einen Blick in die Dunkelheit hinauszuwerfen. „Ein Wetter, daß man keinen Hund vor die Thür jagen sollte", bemerkte der Kellner. Darf ich fragen, ob Sic Gepäck haben?" „Nur einen kleinen Koffer", bemerkte der Fremde; lassen Sie ihn durch den Hausknecht herausbringen." „Sehr wohl- befehlen Sic sonst noch Etwas?" ^ „Ein Glas Bordeaux und das Adreßbuch." ..Die Fremdenliste?" „Nicht doch, das Adreßbuch von dieser Stadt." ^ Der Kellner zog sich mit einer Verbeugung zurück, der Fremde tegte die Hände auf den ! Rücken und wanderte, in Sinnen versunken, -langsam auf und nieder. So traf ihn der Kellner, j als cr das Verlangte brachte; mit dem Adreß Beilage 5er „Marburg?» Zk,l,i«g" Nr. I«» buch zugleich legte er auch die Fremdenlifte de» Hotels auf den Tisch. „Wenn ich bitten dürste, Ihren werthen Namen einzuschreiben", sagte er. „Das hat Zeit bis später", erwiderte der hagere Herr rasch, während er in dem Adreßbuch blätterte. Können Sie mir einen Advokaten ' nennen, welcher hier in der Nähe wohnt?" .Gewiß — Doktor Weise!" »Ein tüchtiger Jurist?" „Ein sehr tüchtiger Advokat", nickte der Kellner, und ein leises Mißtrauen spiegelte sich in dem Blick, mit dem er den Fremden beobachtete. Der hagere Herr zog eine schwere, goldene Uhr aus der Tasche und wars eiueu Blick auf das Zifferblatt. „Sieben Uhr", sagte er. „glauben Sie, daß ich ihn noch zu Hause treffen werte?" „Sehr wahrscheinlich, denn erstens hat der Herr Doktor viel zu thuu, und zweitens kann man nicht behaupten, daß das Wetter —" „Bitte, beschreiben Sie mir seine Wohnuug." „Der Portier kann Sie hinführen; eZ ist nicht weit, wenn Sie aus dem Hotel kommen, daS erste Eckhaus rechts." Der hagere Herr hatte das GlaS hastig ausgetrunken, er nahm Hut und Schirm und warf einen prüfenden Blick in den Spiegel. „Ich danke Ihnen", sagte cr, „die Beschreibung genügt, ich werde das HauS schon finden. Lassen Sie hier einheizen, nach meiner Rückkunft werde ich in meinem Zimmer zu Nacht speisen." Damit ging er hinaus; gegen Sturm und Regen ankämpfend fand cr bald das HauS, in dem der Doktor Weise wohnte. Ein kleiner, schmächtiger, schon ziemlich bejahrter Manu empfing ihn mit dem Hut in der Hand; eS war ein unangenehmes, eckiges Gesicht, bartlos und mit spitzer Nase und stahlgrauen, lauernden Augen, daS glatt anliegende, hellblonde Haar umrahmte nur spärlich die hohe gefurchte Stirne, und der schäbige, stark abgetragene Anzug verlieh der äußeren Erscheinung auch nichts Vertrauenerweckendes. „Ich wünsche iu einer dringenden Angelegenheit mit Herrn Dottor Weise zu reden", sagte der Fremde. ...Heute noch?" fragte der andere. „Er ist augenblicklich beschäftigt; wenn Sie vielleicht nur die Angelegenheit näher bezeichnen wollen, ich bin sein erster Sekretär." „Sie können mir nicht Helsen", uuterbrach der Fremde ihn, „bitte, melden Sie mich an. die Angelegenheit muß heute noch erledigt werden." Sie standen im Burcauzimmcr, der Sekretär hatte seinen Hut auf daö Schrcibpult gelegt, gc-dankenooll dlickte cr den Fremden an. ..ES ist schon spät", sagte er, „ich stand im Begriff, da5 Bnrean zu vcrlasseu, indessen, ich will vrrsuchcn, 2 Ihren Wunsch zu erfüllen. W.n habe ich die Ehre anzumelden?" „Sagen Sic nur, ein Auswärtiger, der soeben mit dem Schnellzuge angekommen sei, lasse um eine Konsultation bitten." Der Schreiber wiegte das Haupt, als ob er andeuten wolle, diese Geheimthuerei gefalle ihm nicht, aber er ging doch in das Kabinet seines Herrn, das neben dem Bureau lag und durch eine Thür mit diesem verbunden war. Gleich darauf stand der Fremde dem Advokaten gegenüber, der ihn durch einen Wink einlud, Platz zu nehmen. „Mein Schreiber sagte mir, es sei eine dringende Angelegenheit", nahm der Doktor daS Wort, während er die goldene Brille dichter vor die Augen rückte, ..ich stehe zu Ihren Diensten, nur möchte ich Sie bitten, sich so kurz wie möglich zu fassen." „Gestatten Sie mir zuvor, daß ich mich Ihnen vorstelle", erwiderte der hagere Herr, . Herbert Faber, vielleicht erinnern Sie sich dieses Namens." „Faber? Hm, ja wohl, Sie sind wohl ein Verwandter der jungen Dame, die meinen Kindern Musikunterricht gibt?" „Ein herber, schmerzlicher Zug umzuckte die kippen FaberS. „Nicht, daß ich wüßte", sagte er, „ich stehe allein in der Welt, Familie habe ich nicht. Denken Sic einmal nach, Herr Doktor, vielleicht erinnern Sie sich einer dunklen Geschichte, die mit meinem Namen eng verbunden ist." Der Advokat blickte ihn sinnend an und schüttelte das Haupt. „Eine dunkle Geschichte?" fragte cr. „Wann hat sie sich ereignet?" „So haben Sie meinen Namen gehört?" „Das will ich nicht behaupten", erwiderte der Doktor, während er die Akten auf seinem Schreibtisch bei Seite legte, „ich mag ihn derzeit gehört haben, aber ich erinnere mich dessen nicht mehr. Wollen wir nun zu der betreffenden Angelegenheit übergehen?" „Ist cin Mord, der vor 24 Jahren verübt wurde, heute vor dem Gesetz verjährt?" „Ein Mord?" fragte der Advokat bestürzt. ^Vielleicht würden Sie, wenn Sie mich vor dem Gericht ;u vertheidigen hätten, eS anders nennen —" „Sie selbst haben diesen Mord begangen?" „Jawohl, vielleicht erinnern Sic sich jetzt imer Gesch chte. Es war kein gemeines, ent-rhrcndes Verbrechen, ich würde es unter denselben Verhältnissen heute wohl noch einmal begehen." Mit ernster Ruhe, ohne Leidenschaft hatte ,>aber diese Erklärung gegeben, und die Falten auf feiner Stirne, wie die tiefe Furche zwischen seinen buschigen Augenbrauen ließen erkennen, daß cr keine Rene über jene Thal empfand. „Ehe ich Ihre Frage beantworte, muß ich Tie nm nähere Mittheilung über jenes Verbrechen bitten", sagte der Doktor nach einer kurzen Pause. „Sie sollen alles erfahren, von Ihrer Antwort hängt eS ab, ob ich hier bleiben darf, oder ob ich genöthigt bin, mit dem nächsten Zngc wieder abzureisen. Wäre ich mir bewußt, daß ich cine Schuld zu sühnen habe, so würde ich freiwillig mich dem Gericht überliefert haben, aber mein Gewissen macht mir keine Vorwürfe, und ich liebe die Freiheit zu sehr, als daß ich mich mit d.'m Gedanken, mein Leben in einem Gc-fängniß beschließen zu sollen, befreunden könnte. So hören Sie denn, ich vertraue darauf, daß Sie mich ungehindert ziehen lassen werden, wenn Sie mich von Schuld und Sühne nicht freisprechen können. Ich bin der Sohn eines Beamten, ich wurde streng erzogen, mein braver, rechtschaffener Vater zeichnete mir mit scharfen Strichen den Weg vor, auf dem ich durch das Leben wandern sollte. Wie er auf seiner eigenen Ehre keinen Makel duldete, so sollte auch ich meine Ehre rein halten und lieber mein Leben für sie hingeben, als sie in den Staub treten zu lassen. Ich hatte mich dem HondelSstande gewidmet; wahrend meiner Lehrzeit stellte ich meine Prinzipale so sehr zufrieden, daß sie mich baten, in ihrem Hanse zu bleiben. Auf meinen Reisen, die ich für dieses HauS machen mußte, lernte ich eine junge Dame kennen, an die bald glühende Liebe mich fesselte. Sie war jung, schön und liebenswürdig, sie erwiderte meine Liebe, wenigstens glaubte ich es, ich empfing das Jawort und die Zustimmung ihrer Eltern, und als nach einem Jahre mein Vater starb und mir ein kleines Vermögen hinterließ, beschloß ich, den eigenen Herd zu gründen. Die Zeiten waren diesem Vorhaben nicht günstig, in Paris war die Revolution ausgebrochen, in allen Staaten gährte cs, aber ich dachte: dem Mutigen hilft Gott, und ich führte meinen Vorsatz aus. Wir waren glücklich, trotz der Ungunst der Zeitverhältnisse warf mein Geschäft so vicl ab, daß wir sorgenfrei leben konnten, und meine Leonore war eine sorgsame Hausfrau und eine liebevolle Gattin." Er brach ab und strich mit der Hand langsam über die Stirn und Augrn, als ob er die Erinnerung an jene so glückliche Zeit noch einmal ganz und voll zurückrufen wollte. „Und dennoch war ich getäuscht und be-trogen", fnhr er nach einer Weile roit. ..Anfangs achtete ich nicht sonderlich auf die Veränderung, die sich so plötzlich in dem Wesen meiner Frau bemerkbar machte, bald mußte mir ihre Unruhe, ihre Zerstreutheit, ihre Einsilbigkeit, ihre von Thränen geröllieten Augen und ihr häufige» er schreckendes Zusammenfahren auffallen. Meinen teilnehmenden Fragen wich Leonore aus, ich erkannte, daß sie Geheimnisse vor mir hatte, die mir nicht enthüllt werden sollten. Das verdroß mich und eS war wohl natürlich, daß ich mich bestrebte, diese Geheimnisse zu erforschen. Eine boshafte Aeußerung unseres Dienstmädchens brachte mich aus die erste Fährte; ich entnahm aus ihr, daß meine Frau während meiner Abwesenheit die Besuche eines jungen Herrn empfing Ich wollte daS nicht glauben, aber schon am Abend desselben Tages erhielt ich die volle Gewißheit. Ich sah den Herrn in mein Haus hineingehen, ich sah seinen Schatten am Fenster unseres Wohnzimmers — die letzten Zweifel waren beseitigt. Unter den Qualen der in mir lodernden Eifersucht dachte ich an meinen Vater und an seine strengen Grundsätze, mein eigenes Weib hatte meine Ehre in den Staub getreten, mir meine theuersten Güter geraubt. Jctzt wußte ich, warum sie mich gebeten hatte, abends in Gesellschaft zu gehen und mich zu zerstreuen; nicht Fürsorge für mich, sondern der Vorsatz, mich zu betrügen, war Veranlassung zu dieser Bitte gewesen. Sinnlos vor Wuth eilte ich in einen Wassenlade», ich kaufte cin Paar Doppelpistolen und lud sie in Gegenwart des Verkäufers; hätte er mich daran hindern wollen, so würde ich ihn niedergeschlagen haben. Mit den Waffen in der Hand trat ich in unsere Wohnung, ich hörte den Angstrnf meines ertappten schuldbeladenen Weibes, ich sah in ihr bleiches verzerrtes Antlitz, sah. wie der Arm eines fremden Mannes sie umschlungen hielt, und ohne Zaudern feuerte ich meine Schüsse auf die Beiden ab. Wieder hörte ich einen Schrei, meine Magd stürzte in das Zimmer, sie schrie: Mord! Ich stieß sie zur vn8t an, er 8siv »Q 6er l'vAettkoLkstrasss »ufz^vlasgen dst uv6 LUV im eigenen liausv, lkr.4I uoä Ur.IK, diktier alle einscdläsizv» ^rdeiton billiz unä Kestvv8 »us5üdrt. 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Jänner in „Be»ühmte Widerspenstige", Mittwoch den 25. in „Waise auS Lowood", Donnerstag den L0. in „Der Hüttenbesttzer". Vormerkungen ans Sitze werden in der Theaterkanzlei (RathhauSplatz 7> entgegengenommen. (12S Zwei LchrWgcil, beider Landessprachen kundig, finden in einer Ge-mischtwaaren'Handlung Ausnahm«». Wo? sagt die Verwaltung des Blattes. (1l6 Nerantwortlilher Schriftleiter: Mnx Vesozzi. — Herausfln^e, Dlnrk und Nerlaq von Cd. Nf^r. i?. .Vrnkisi in Martiürg. Das heutige Blatt besteht anS lv Seiten, der Sonntags- und einer E^tra-Beitage.