Nr. 13. Plänumelatton»p«el«: Im Lomptoil ganzj. st. 11, halbj. fi. 5 50. YUr dir Znfttllunz in» Hon, hlllbj. 50 ll. Mit der P»ft ganzj, fl, ib. halb,, fl, ? 50, Mittwoch, 16. Jänner. Ins«»»lon««ebü«: Y2r llelnt Ins«al« bl» zn < Z«ilen «» tr,. giößtre per Zlll« e lr., b,i «!ft,«n wi«bcrholung«n p,l Ztil« 8 lr. 1884. Amtlicher Theil. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben am 8. Jänner d. I. den neuernannten kön. serbischen außer« ordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister Miljutin Garaschanin in Audienz zu empfangen und dessen Beglaubigunsschreiben entgegenzunehmen geruht. Der Minister des kais. Hauses und des Aeußern hat den bisherigen Kanzleisecretär bei der l. und k. Botschaft in Paris Alexander Freiherrn v. Vesque-Pilttlinaen und den Hof-und Ministerial»Official «ster Classe im Ministerium des Aeußern Joseph Fleckhammer v. Aystetten zu Hilfsämterdirec-Uons-Adjuncten ernannt. Nichtamtlicher Theil. Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Tntschließung vom 27. Dezember v. I. dem vom Landtage des Herzogthums Kärnten beschlossenen Gesetzentwurfe, womit einige Bestimmungen des Gesetzes vom 2. März 1862. L. G. Bl. Nr. 17. betreffend einige Maßregeln zur Hebung der Fischerei m den Binnengewässern, abgeändert werden, die Allerhöchste Sanction allergnädigst zu ertheilen geruht. Laibach, 15. Jänner. Unser „Slovenski Narod" ärgert sich über uns, dass wir. von ihm herausgefordert, unsere Verhältnisses w,e sie eben sind, die aber die gegenwärtige Regierung nicht verschuldet hat. constatiert, dass wir nämlich 0le Hmdern.sse angedeutet Haben, denen nicht selten l« den verschiedenen Aemtern die Erledigung floveni. scher Eingaben in slovenischer Sprache begegnet. Nach Thunlichkeit werden ja ohnehin solche Eingaben, wie auch dem „Narod" bekannt ist, sowohl von der Landesregierung als von den anderen Behörden des Landes slovenisch erledigt. Von uns ersucht, in dieser Angelegenheit etwas Geduld zu haben, bis unsere iehige Schuljugend, welche nun in den „versloveni-sierten" Schulen fleißig die slovenische Sprache lernt, ausstudiert haben wird. erklärt der „Narod", es sei Hm die Geduld schon ausgegangen, er könne, wie er wiederholt betont, nicht noch 40 bis 50 Jahre, bis die Jugend ihre Studien absolviert haben wird, warten. Nun, wir können nicht umhin, dem „Narod" zu bemerken, dass unsere jetzige Jugend, zumal jene, die sich schon im Gymnasium befindet, nicht noch 50 Jahre brauchen wird, um auszustudieren; es gibt ja zum Glück nur wenige so bedauernswerte Studenten, die freilich auch in 50 Jahren noch nicht so gescheidt geworden sind, um ihre Prüfungen ablegen zu können und sich für den Staatsdienst zu qualificieren, die aber dabei doch die Rolle gewiegter Staatsmänner spielen wollen. Die angedeuteten Hindernisse werden — der „Narod" möge sich nur beruhigen — auch ohne seinen Appell an unsere Abgeordneten wohl etwas früher als in 40 — 50 Jahren schwinden. Es gehört übrigens der Muth unseres «Slovenski Narod" dazu, um sich noch vertrauensvoll an eben jene Abgeordneten um Abhilfe zu wenden, die von ihm schon oft genug in der undelicatesten Weise behandelt worden sind. Armer „Narod"! Wir bedauern ihn. er hat eigene Schmerzen. Er hat eben nicht mehr jene ihm unangenehmen Persönlichkeiten vor sich, an denen er jahrelang alle Tage sein Müthchen zu kühlen gewohnt war; er muss einen Ersatz dafür haben und pflegt daher, nimmer müde, immer gleich um das Wohl des flovenischen Volkes besorgt, im edlen Wett-eifer mit unserem „Laibacher Wochenblatt" nun zur Abwechslung seine beliebten Ausfalle auf die Regierung zu machen. Und so sehen wir denn den „Narod" rechts und das „Wochenblatt" links muthig operieren; diesen beiden reicht als Dritter im Bunde der Adoptiv-sohn des ersteren, der „Atrat" (dessen deutschen Namen wir nicht nennen wollen), die Hand. In der That ein schöner Bund, an welchem die slovenische wie die deutsche Bevölkerung ihre Freude haben kann! Zur Lage. In den Wiener Blättern wie in Provinzjournalen dauert die Discussion über die neuernannten Herren« Hausmitglieder fort. Die Montags-Revue will gefunden haben, dass von den zehn Ernannten vier der conservativen Fraction, vier der Mittelpartei, zwei der Verfassungspartei angehören, und bemerkt: „Die Linke des Abgeordnetenhauses hat den Grafen Taaffe darüber belehrt, dass er nicht gut thue, freiwillig die Zahl seiner parlamentarischen Gegner erheblich zu vermehren." Ueber den gleichfalls in das Herrenhaus berufenen Generaldirector der Südbahn Herrn Schüler äußert sich das genannte Blatt folgendermaßen: „Herr Schüler ist ein Eisenbahnmann ersten Ranges, sein Wissen beherrscht in gleicher Weise das technische wie das ökonomische Gebiet, seine Energie hält gleichen Schritt mit diesem Wissen, und die Klar« heit seioer Ideen und die Strenge seiner Grundsätze ergänzen diese Talente auf die Höhe eines ganzen Mannes und Charakters." — DieGemeindeZeitung schreibt: „Die neuen Pairs sind Persönlichkeiten, welche die Huld und das Vertrauen deS Kaisers in das Ober» haus berief. Davon sind die einen Trager großer, an die Vergangenheit wie an die Geschichte Oesterreichs anknüpfender Namen — die anderen der Welt bekannt durch hervorragende Begabung, durch schaffende Thätigkeit auf geistigen und wirtschaftlichen Gebieten. An den unseligen und fruchtlosen politischen oder nationalen Kämpfen der letzten Jahre hatte keiner von ihnen Antheil. . . . Jedenfalls haben wir «Oesterreicher" vor uns, mag sich als Paus deren Parteistellung wie immer vollziehen." — Der Sonn- und Feier. tags-Courier sagt: „Wohl noch selten hat eine Ernennung so allgemeine Befriedigung hervorgerufen, wie die Berufung des Veneraldirectors der Südbahn Herrn Friedrich Schüler in die Pairslammer des Reiches. Die Verdienste, welche sich Herr Schüler um das von ihm geleitete große Eisenbahn-Unternehmen erworben hat, werden nicht nur in Fachkreisen gewürdigt, sie sind auch dem großen Publicum bekannt." Das PragerAbenoblatt schreibt: „Die Ernennung der neuen Herrenhausmitglieder hat einen recht guten Eindruck gemacht. Selbst die oppositionellen Blätter können nicht umhin, die hervorragende Ca-pacität einiger der neuernannten Pairs nach Gebür anzuerkennen und gleichzeitig zu betonen, dass die Mehrzahl der neuen Herrenhausmitglieder politisch bisher nicht hervorgetreten ist; deren Ernennung kann daher sicher nicht auf einseitige Parteirücksichten zurückgeführt werden. In der That repräsentieren die neuen Pairs in ihrer großen Mehrheit politisch das sogenannte vermittelnde Element; social erscheinen der große Lalifundienbesitz, die hohe Geistlichkeit, die Be- Jemlleton. Das Tanzen. Von T>r. Maximilian Hirschfelb. III. Rücksichtlich des Urhebers des Tanzes weichen die «nslchten der Geschichtsforscher ebenso von einander ab, wie über die Erklärung dessen, was eigentlich der -tanz sei. Wir finden die verworrensten und die ent-gegengesetztesten Ansichten hierüber, und während Plato oen 6anz seinem ersten Ursprünge nach als eine Folge oer natürllchen Neigung, welche alle Thiere zum Sprunge besitzen und die sich auch beim Menschen Mit dem Unterschiede des Gefühles für Takt vorfindet, betrachtet, will Aristoteles den Tanz bloß uls eine Nachahmung gelten lassen. Der Tanz, sagt er. bediene Nch ln semer Nachahmung des Taktes, ohne dass der-lelbe tine Unterstützung der Harmonie bedürfe. Tan-«rnde geben durch gewisse abgemessene und taktmäßige «ewegung die Sitten, Leidenschaften und Handlungen «er Menschen wieder. Plutarch behauptet, der Tanz ^» eme zusammenhängende Verwicklung von verschie« oenen Bewegungen mit Pausen, sowie die Harmonie uus verschiedenen Tönen in ihren verschiedenen Ab< standen besteht. Sebastian Brant (1494) meint: „Das best am Danken ist das man Nit ycdcrdar dut fur sich gan." f. In seinem Buche: ..Das Narrenschiff" (1498). jmoen wir seinen satyrischen Ausspruch über das sliw.l seinerzeit. u. zw. sagt er mit Rücksicht der Te..l ?"cht und der leichtfertigen Tanzweise: Der "u>el je; her Erfinder des Tanzes. Kaisersberg sagt: „Wer an den Tanz geht, stellt sich unter einen Haufen Schwerter." Damit meint er die Frauenzimmer. Spangen berg (1547) fagt: „Ich bin zwar nicht willens, das Tanzen der jetzigen Welt zu vertheidigen, immerhin aber kann ich mich den Ansichten und der Beschreibung des Tanzes von Agrippa und vielen anderen nicht anschließen, die da sagen, Tanzen sei nichts anderes, als eine Bewegung, ein Spiel, das allen Frommen übel ansteht, vom leidigen Teufel Gott zur Schmach erfunden." Im allgemeinen kann man dieses nicht von allen Tänzen sagen. „Tanzen — meint Spangenberg — ist eine Freude und Kurzweil eines ordentlichen ReYens, von Gott seinem Volke erlaubt und vergönnt zu seiner Zeit." Darum kann man nicht sagen, dass alle Tänze vom Teufel herkommen. Sie haben zu Canna getanzt. Am bach. I. L. Hartmann und noch viele andere gleichgesinnt«: Schriftsteller eifern furchtbar gegen das Tanzen. Das Tanzen der ersten Christen war gewiss nur ein Vor« und Rückwärtsschreiten oder ein Wandeln im Kreise herum mit den zum gesungenen Liede bedingten Armbewegungen; es war natürlich, ein« fach und religiös. Außerhalb der Kirche jedoch hatte der Tanz bald eine ganz andere Natur. Daher der Beschluss der Synode von Orleans aus dem Jahre 533: „Dass keiner seine Gelübde mit Singen, Trinken, Tanzen und anderen ausgelassenen Auftritten in der Kirche erfüllen dürfe." Vierzig Jahre später verordnet die Synode zu Auxerre. dass es nicht erlaubt sei, in den Kirchen weltliche Tänze auszuführen, und der heil. Bonifacius dehnte diefe Verordnung auch auf Deutschland aus (743). Der Tanz. der anfänglich nichts als ein sinnreicher Ausdruck der Freude war, artete in freiere Bilder aus, und da einmal der Anfang des Verderbens gemacht war. so giengen die Tänze mit schnellen Schritten zur zügellosesten Frechheit über. Franke (1697) eiferte daher furchtbar gegen das damalige Tanzen, denn es ist derb und roh beim Tanzen hergegangen. Sulz er (1787) sagt: Fröhlichkeit bringt immer das Tanzen hervor. Es gibt daher kein Volk auf dem Erdboden, welches nicht seine Tänze der Fröhlichkeit hätte. Mit Beginn des 19. Jahrhunderts nahm der Tanz einen mehr sittlichen Anstrich an, daher Mädl (1801) den Tanz schon von einem idealen Standpunkte auf-fasste und erklärte. Helmke (1829) meint, der Tanz sei weiter nichts, als ein durch künstliche Fußsetzung und graziöse Haltung des Körpers veredelter hiipfender Gang. Ueber die Entstehung des Tanzes gibt auch er sich einer idealen Ausfassung hin, ebenso sprechen sich Förster und Roller (1843) über das Tanzen aus. Klemm (1855) sagt: Die aus dem psychischen Streben, einem Gefühl, vornehmlich einem freudigen, einen allgemeinen Ausdruck zu geben, erweckte rhyth. mische fortschreitende Bewegung des menschlichen Körpers. Wir glauben das Tanzen am besten zu definieren, wenn wir sagen: Das Tanzen sei ein Vergnügen, welches wir durch angemessene Bewegungen des Körpers an den Tag z« legen bemüht sind. Laibacher Zeitung Nr. 13 100 16. Jänner 1884. amtenwelt, die Wissenschaft und Kunst, dann das Verkehrswesen durch dieselben gleichmäßig vertreten. Die glückliche Hand dek Grafen Taaffe hat sich somit auch in diesem Falle vollständig bewährt." Die Neue Zeit sagt: „Die Zahl der neuernannten Pairs entspricht genau der Zahl jener Lücken, welche in letzter Zeit der Tod in die Reihen der Mitglieder unseres Oberhauses gerissen. Und was die politische Richtung der Neuernannlrn betrifft, so zeigt sich auch diesmal wieder wie bei früheren, seit dem Amtsantritte des Cabinets Taaffe erfolgten Pairsschübcn der ausgleichende conciliante Charakter des Ministeriums." Auch die auswärtige Presse beschäftigt sich mit den neuernannten Mitgliedern des österreichischen Herrenhauses. Die Münchner Allgemeine Zeitung betont, dass der Pairsschub wenig Anlajs zu po< litischen Betrachtungen gibt, da sich an den Namen keines der Neuernannten solche knüpfen lussen. Auch sei derselbe bloß bestimmt, die durch die Todesfälle in den Reihen des Herrenhauses entstandenen Lücken auszufüllen. — Nehnlich äußert sich die Neue preußische Zeitung. Der Tagesbote aus Mähren kommt in einem «Die staatliche Existenz" betitelten Artikel auch auf die Schul gefetznovelle zu sprechen, bezüglich deren er hervorhebt, es sei durchaus nicht nothwendig, dieselbe rückgängig zu machen, denn die Gemeinden, welche Schulbesuchs-Erleichterungen wünschen, mögen immerhin um dieselben ansuchen; wo sie nicht gewünscht werden, da werde man eben darauf verzichten. Dazu bemerkt nun treffend die Presse: „Wer diese Erklärung eines deutsch-liberalen Blattes liest und sich an die heftigen Kämpfe erinnert, welche gegen diese, wie wir nun hören, ganz ungefährliche Schulgesetz. novelle geführt wurden, kann lehrreiche Beirachtun» gen über die sachliche Berechtigung jener Redeschlach« ten anstellen, welche gegen das genannte Gesetz geliefert wurden. .. ." Das Journal des Di bats beschäftigt sich in einem Wiener Briefe mit dem Wurmbrano'schen Antrage, betreffend die deutsche Staatssprache, welcher bekanntlich auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung des Abgeordnetenhaufes steht, und sagt unter andern: „Es scheint, dass die Linke Über ihr Vorgehen selbst noch nicht schlüssig geworden ist. Die vorgeschrittenste Fraction scheint gewillt, Galizien und Dalmatien außer, ordentliche Vortheile anzubieten, um Böhmen, welches ihr offenbar mehr am Herzen liegt, besser beherrschen zu können. Sie würde den genannten beiden Ländern eine ähnliche Stellung anbieten, wie sie Kroatien Un> gärn gegenüber besitzt, ohne sich viel darum zu lümmern, ob die Verfassung dem nicht direct entgegenstehe. Nichts wäre ihr zu theuer, um den Deutschliberalen die Verlorne Stimmenmehrheit im Reichsralhe wieder zu verschaffen. Alle ihre Bemühungen werden jedoch vergeblich fein; die Polen und Dalmatiner werden sich nicht dazu hergeben, das Spiel der Deutschliberalen zu spielen." __________ Dem ungarischen Abgeordneten hause wurde am 14. d. M. das Nuntium des Oberhauses, betreffend die neuerliche Ablehnung der Vorlage über die Mischehen zwischen Christen und Israeliten, un- terbreitet. Dasselbe wird nach erfolgter Drucklegung zur Verhandlung gelangen. Das Haus trat hierauf in die Debatte über das Budget für das Jahr 1884 ein. Imkroatischen Landtage kam es am 13. d. wieder zu sehr stürmischen Scenen. Man verhandelte über den Gesetzentwurf, welcher die Verforgung ausgedienter Gendarmen betrifft. Sectionsrath Hervoii erläuterte sachgemäß die Principien, auf welchen der Gefrtzentwurf beruht, und bewies die Nichtigkeit der von der Opposition vorgebrachten Argumente. Referent Gjurgjevic' motivierte hierauf die vom Comite neuerdings geänderte Verlage. Sodann folgte die namentliche Abstimmung über den Antrag Markoviö, welcher die Ablehnung der gesammten Vorlage bezweckte. Wäh' rend und namentlich gegen den Schluss der Abstim« mung erhob sich im Hause ein unbeschreiblicher Lärm, der von der Staröeviö» Partei ausgieng und die Abstimmung zu keinem Ende gelangen ließ. Die Sitzung wurde infolge deffen aufgehoben. Das Toben dauerte nahezu eine Viertelstunde. Nachdem die Sitzung ge< schlössen war, applaudierten die Studenten und Damen auf der Gallerie den Staröevitianern, die ihrerseits mit Hoch'Rufen auf die Damen und Händeklatschen dankten. In den Kreisen der Majorität herrscht über dieses unqualificierbare Vorgehen der Radicalen die größte Indignation. Aus Budapest wird unterm 14. Jänner gemeldet: Im Abgeordnet enh au se überreichte Minister Baron Orczy einen Gesetzentwurf inbetreff der Erhöhung des für den Bau einer Officiers- und einer Mannfchaftskaserne in Szegedin bewilligten Betrages auf 564000 fl. Der Gesetzentwurf wird dem Finanzausschusse über-wiesen. Es folgte hierauf die Generaldebatte über das Budget pro 1884. — Der eben eintretende Ministerpräsident von Tisza wird mit demonstrativen Eljen« Rufen begrüßt. — Referent Alexander Hegedüs betont, dass zur Beurtheilung der Höhe und Bedeutung des Deficites auch die allgemeinen culturellen. volkswirtschaftlichen und finanziellen Momente in Betracht gezogen werden müssen, welche in den Lasten im Budget ihren Ausdruck finden, und dass der Fort' schritt in der Ordnung der Finanzen auch nur durch den Vergleich mit früheren Jahren zu constatieren sei. Das Budget vom Jahre 1875 weise bei einem Auf-wände von 238^ Millionen ein Deficit von 40 Mil« lionen bei einer Investition von 7 Millionen u»d einer Schuldentilgung von 6 740000 fl. auf, während das Budget pro 1884 bei einem Aufwande von 329 Mil-lionen zwar auch noch ein Deficit von 30 Millionen, außerdem aber an Investitionen 24 Millionen und an Schuldentilgung 11 Millionen ausweist. Dies sei jeden» falls eine erfreuliche Thatsache, und müsse auf dieser Basis bis zur gänzlichen Herstellung des Gleichgewichtes im Staatshaushalte fortgeschritten Werden. (Beifall.) Der Schriftführer des Oberhauses überreicht das auf das Ehegesetz bezügliche ablehnende Nuntium, welches auf der Linken und äußersten Linken mit langanhal> tenden stürmischen Beifallsäußerungen aufgenommen wurde. — Das Haus ordnet die Drucklegung und Vertheilung des Nuntiums an, und wird dasselbe seine:- ^ zeit auf die Tagesordnung gestellt werden. — Pt^ csäry bekämpft die Politik der Regierung und über< reicht einen das Budget ablehnenden Beschlussantrag. — Nach einer weiteren kurzen Debatte wird das Budget für das Jahr 1884 mit großer Majorität zur Basis der Specialdebatte angenommen. Morgen beginnt die Specialdebatte. Vom Ausland. DieBerliner „Post" schreibt: ..Die Versetzung des Grafen Herbert Bismarck nach St. Petersburg werde übereinstimmend und aus sehr guten Münden als Ausdruck der guten zwischen Deutsch' land und Russland bestehenden Beziehungen auf-gefasst; man erblickt in diesem Schritte, wie seinerzeit auch in dem Besuche des Ministers von Giers in Friedrichsruhe, ein erfreuliches Anzeichen dafür, dass diese freunoschafilichen Beziehungen beider Länder auch in Zukunft sich ungetrübt erhalten werden." In Bulgarien ist eine theilweise Minister-krisis eingetreten. Der Iustizminister Stojlow ui'd der Finanzminister Natschewitjch gaben ihre Demission. Man glaubt, Dr. Pomrnow werde das Justiz-Portefeuille und Sarafow das Finanzporteseuille übernehmen. Aus Kairo wird unterm 13. Jänner gemeldet: Wie verlautet, wurde der Unter - Staatssecretär für öffentliche Arbeiten. Rousseau Bey, in den Ruhestand versetzt und Oberst Moncriew zum ersten und der Franzose Barrois zum zweiten Unter»Staatssecrelär für öffentliche Arbeiten ernannt. Für den neuen Postcn im Finanzministerium sei ebenfalls ein Franzose designiert. — Nach Meldungen aus Suakim wurde mit den Häuptlingen mehrerer feindlicher Stämme auf der Route Sualim-Berber ein freundschaftliches Verhältnis hergestellt. Man hofft dadurch die Route nach Berber für den Verkehr freizumachen und damit die Räumung zu erleichtern. Die Regierung beschloss, dass der Kriegsminister sich auf dem Wege über Korosko nach Chartum begebe, um die Räumung zu überwachen. Ein Telegramm des „Reuter'schen Bureau" aus Canton vom 13. d. M. meldet, dass die Behörden der Provinz Kwanglung ernstliche Kriegsvorbereitungen träfen. Zwischen Canton und Grenze Tonkins werde eine telegraphische Verbindung hergestellt. Nach Hainan sollen beträchtliche Truppenverstärkungen geschickt werden. Eine Proclamation des Vicekönigs fordere die Bevölkerung auf. sich auf den Krieg vorzubereiten und einen Angriff der Franzosen zurückzuweisen. In der Proclamation wird zum Schlüsse des freundschaftlichen Verhältnisses zu anderen Nationen gedacht. Tagesneuigkeiten. Eine Schreckensthat in Mariahilf. Wien, 12. Jänner. Wie bereits gemeldet, lenkt sich der Verdacht der Mitthäterschaft an dem Verbrechen in erster Linie gegen einen gewissen Josef Pongratz, zu Güns in Ungarn gebürtig, von Profession Gärntner. Bisher ist es nicht gelungen, Pongratz auszuforschen. Derselbe ist mehrfach Der Kleinhansler. Vrzählung aus dem obderenxsischen Vollsleb«« von «, o „Von meinem Taglohn kann ich allerdings nichts zurücklegen" gab ihr der Vater, düster blickend, zur Antwort. „Aber sei unbesorgt, ich werde nicht stehlen." Er hatte guten Grund, die ängstlichen Gedanken Vronl s abzuleiten und sie diesfalls zu beruhigen. Mit jenem leichten Tone, worin ein älterer Menschenkenner vielleicht eine Nothlüge erkannt hätte, sagte er jetzt: Nach emiger Zeit gehe ich zn deiner Muhme in Engelhar szell. die dir za sehr zugethan ist. Die Leute smd wohlhabend und kinderlos. Ich werde ihr alles erzählen und ihr Herz erschüttern. Auf diese Art hoffe .ch, dn eme Erbschaft zuwege zu bringen, auf w lche du emst ohnehin Anspruch hast!" ° ' ' ^ Voll innerer Unruhe versetzte Vroni: „Ach Gott! Wenn auch die Muhme mir etwas GuteS thun wollte, so w,rd doch ,hr geiziger Mann, der Vetter, nichts davon wissen wollen." ^ „Lass nur mich sorgen!« erwiderte Dominik, und es schien, als ware ihm eine weitere Erörterung "'ht angenehm. ^ brach das Gespräch ab. zog seine Zwllchiacke an, nahm den Hut und beurlaubte sich «^ .^^."^^ ^ w°tt! Ich muss in die ^b" '« 2^ emem gewohnten Kopfnicken grüßte er sem stilles Weib und gieng. (Fortsetzung folgt.) Lalbacher Zeitung Nr. 13 101 16. Jänner 1884. abgestraft und aus den österreichischen Ländern aus-»wiesen; er wurde am 5. Jänner d. I. vom Wiener ^andesgerichte, dem er im Vormonate wegen dringen« den Verdachtes des Verbrechens der öffentlichen Gewaltthätigkeit und der schweren körperlichen Beschädigung eingeliefert worden war, auS Mangel an Beweisen entlassen und nach Ungarn abgeschoben. Pongratz kehrte jedoch sofort wieder nach Wien zurück und ogierte sich in der Magdalenenstraße Nr. 32 unter dem falschen Namen Emil Trotz ein. Dorthin transportierte er auch seine wenigen Effecten, die er in einem Koffer verwahn hatte. Mittwoch und Donnerstag erschien Troih nicht in seiner Wohnung, und er ließ sich auch seither nicht wieder blicken. Die mü den Erhebungen betrauten Polizei-Organe brachten in Erfahrung, dass Pongratz vor einigen Tagen einen Kameraden zur Ausführung eines größeren Verbrechens werben wollte; dieser jedoch ließ sich dazu nicht herbei. Es ist erwiesen, dass Pongratz gestern abends kurz nach Veriibung der Mordthat, eiligen Schrittes gehend, in der Mariahilferstraße gesehen wurde, und zwar in der Richtung gegen die Maria« Hilfer-Linie. Ein gravierendes Moment ist ferner, dass die Beschreibung, welche Eifert von dem „breitschul« trigen Manne" gab, dessen in der polizeilichen Kund' machung Erwähnung geschieht, vollkommen auf Pongratz passt. Unmittelbar nach Entdeckung der That, respective Nach Auffindung des schwerverwundeten Herrn Eifert im Flur des Hauses, wurde dieser in seine Wohnung übertragen, wo ihm die erste ärztliche Hilfe zutheil ward. Da sich aber bei dem Charakter der schweren Verwundungen die Unmöglichkeit herausstellte, Herrn Eifert in häuslicher Pflege die nöthige Hilfe zu leisten, so wurde er in das allgemeine Krankenhaus auf die Klinik des Professors Dittel gebracht; ebenso das verwundete Kind und die Lehrerin Frau Bayer. Als die gerichtliche Commission sich im Hause einfand, um den Thatbestand auszunehmen, war Herr Eifert schon im allgemeinen Krankenhause. Da es aber filr die Unter-suchung von großer Wichtigkeit ist, aus dem Munde des Herrn Eifert eine Darstellung des Falles zu haben, so begab sich die gerichtliche Commission noch in später Nachtstunde in das Krankenhaus, um Herrn Eifert zu vernehmen, was auch geschah. Gegenwärtig ist in dem Befinden des schwerverwundeten Mannes und seines Kindes eine leichte Besserung eingetreten. Geraubt wurden 10 Stück Noten zu 10 N ^ S/Ück zu 50 fl., 16 Stück zu 100 fl. und wahr-^'N'^M SM zu i fl. Ferner fehlen diver e Silber- und Kupfermünzen fotme eine Anzahl Ducaten. dle Herr Elsert am felben Tage erhalten hatte. An dem Portefeuille, da« im Geschäftslocale zurück» blleb, waren Blutspuren wahrnehmbar; es dürften auch die geraubten Noten Abdrücke blutiger Finger auf-zeigen. Wie bereits gemeldet, befinden sich Herr Eifert, sein Sohn und die Lehrerin Caroline Bayer im all» gemeinen Krankenhaufe. Eifert steht im Alter von 53 Jahren. Er hat im ganzen sieben Verletzungen durch die Hiebe der Mordgesellen erlitten. (Herrn Eifert wurde noch gestern abends das Auge, das gänzlich herausgeschlagen war, herausgenommen.) Die ge-sährlichste Verletzung ist eine Wunde, die oberhalb der rechten Augenhöhle sich bis zum Nasenbeine hinzieht, «urch diese Verletzung erscheint das Leben Eifert's gefährdet. Außerdem erlitt der unglückliche Mann eine Zertrümmerung des rechten Oberkiefer« und einen Stich w das linke Schulterblatt. Sein Befinden ist gegenwärtig ein verhältnismäßig gutes. Der Sohn Eiserl's, Heinrich, ist 10 Jahre alt; «r hat am linken Hinterhaupte einen alle Weichtheile durchdringenden Splitterbruch, so dass die Gehirnsubstanz heraustritt, weiters eine die Schädeldecke durch« dringende klaffende Wunde. Beide Verletzungen sind lebensgefährlich. Auch die Lehrerin hat eine vom unken Stirnhöcker aus nach auf- und rückwärts sich ziehende Wunde. 5 5 » Um 11'/, Uhr nachts kommt der «Wr. A." fol. »ende Meldung zu: Der seit gestern abends von Vetectives verfolgte Josef Pongratz wurde heute abends w der Wohnung feiner Schwester, Mariahilferstraße »lir. 8, die er kurz zuvor betreten hatte, verhaftet und «uf das Polizeicommissariat Mariahilf escortiert. Dort wurde er sofort einem eingehenden Verhöre unterzogen, bessen Resultat zur Stunde nicht bekannt ist. Um 1^ Uhr nachts sind folgende Details ge-Meldet worden: Pongratz wird als ein äußerst gewaltthätiger Mensch geschildert, dem eine so entsetzliche „knrzcr Pau'c mahnte mein sich wieder bemerkbar machendes „Leiden zur erneuerten Anwendung; jetzt, wo ich solche regcl' „mäßig in geringen Portionen nehme, bin ich Gott sei Danl „so wohl und rüstig, dass ich beinahe wieder mich so wohl „fühle, wie in meinen ehedem besten und gesundesten Jahren, „selbst schwere körperliche Arbeit vermag ich ohne Athiunügs-„beschwcrnis stundenlang auszuführen, — Ich fühle mich ver^ „m,las«t. dies hiermit dein Herrn Rich. Brandt mitzutheilen, „liemcrle dabei, dafs derselbe in leincr Weise inich direct udcr „indirect ersucht hat, ein Zeugnis über seine Pillen aufist esse«, „sondern dass ich es einfach als eine Menschenpslicht, halte, „allen meinen Leidensgcnosscn dies ausgezeichnete Hilfsmittel „dringend zu empfehlen, und können Sie hiervon geeigneten „Gebrauch machen. Achtungsvoll Ihr dankbarer I... H... „Bildhauer." An Herrn Apotheker Richard Brandt in Zürich, „Schweiz. Die Schweizer-Pillen kosten 70 Kreuzer in der Apotheke des Herrn W. Mayr in Laibach. Man achte beim Ankauf genan darauf, dass jede Schachtel als Etikette ein weißes Kreuz im rothen Felde und den ^ia-mcnszug Rich. Brandt trägt. (14) » Danksagung. > M Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme M M und für die reichen und prachtvollen Blumenspcndcn. W M die uns von nah nnd fern aus Anlass des Ablebens W M unserer innigstgcliebtcn Dahingeschiedenen zugckom- W W men sind, sowie für die zahlreiche Vethcilignng an W M dem Leichenbegängnisse sprechen wir allen Ver- W »> wandten. Freunden und Bekannten unseren tief W »> empfundenen Danl aus. ^ W Familie KaumM'bm-TerMz. M W Laibach am 15. Jänner 1884. W > Danksagung. > W Für die vielen herzlichen Beweise aufrichtiger W ^ Theilnahme während der langen, schweren Krank- ^W ^ hrit sowie für die zahlreiche Betheiligung bei dem W M Leichenbegängnisse meines theuern, vielgeliebten W M Vaters, des Herrn M W sagt den innigsten, tiefgefühltesten Dank W W die trauernde Tochter. W W Laibach am 15. Jänner 1884. W MV^ Beilage. "WU Der heutigen ..Laibacher Zeitung" liegt eine Pränumera-twns.Emladung mit Probe'Illustrationen nuf Schöre r's JannNenMatt bei. — Auf dieses Journal übernimmt Pränumcrationen und besorgt dic Zustellung pünktlich sowie auch Probehefte zur ge' neigten Ansicht versendet Jg. v. Kleinmahr gß.,y ^"»"««..Obligationen Mr ioo st.«..M.). l°/°b«hmilche..... '„..5. . »/. fted«nb»r«lsch,.....„.40 ^.^j «eld Wa«e 5°/, TeMt«u«,Vanatn , . . 100 — 101 — 5°/^ung»rischt......100—!iooeo «udere Hffentl. llnlehen. Donau.«eg.«L°le 5°/» 100 N. . liL — 1« 50 bto. «lnleihc iü?8. steuerfrei . 10t —------- Nnlcb'l, b, Vtadtgemcinde Wien 10» 75 103'« Nnleyen d. Etabtgemeinbe Wien (Silber oder Volb) ....-------— — PrämlenoNnl.b.Etadtaem.Wiln 1«00 124 3v Pfandbriefe /,'/<, »ü<5 9ü9b ^°'«.n^ ^ « "/» > !»»'" 9l uu dto. Piämien-Schuldverschr.3«/, 9? bc> 88 — Ocfi, Hypctkelenbaiil loj. 5'/,°/° I0l< — ic.0 ^5 «-»eft'Mig. Baul veil. «°/, . . ,ui ?c, 101 so bto. , <'/,'/,,. . l»9<« i»»«e dt«. , «°/, . . 93 l5 9355 Nn«. allg.V«bencredit-«ctinlgls. lu Pest in 34I. verl. 5>/,'/» . 101- 10» 60 Prioritäts. Obligationen (für 100 st.). «lisabeth'Weftbahn I. «mission 104 ?b 105' -sterbinandc«^Nordbahn in Silb. I0i?b 10b 15 ßran'-Iosef-Bahn.....103 20 108 L0 ^a>,,ische Karl»Ludwig»Vahn lüm. i«f>! 3uo ff. E. 4V,«/n - . 90'— Sb'00 Oeflerr. Nordweftbahn.... 1«,» ?« «3 — Siebtubülger.....i »i 70 9l»' ««l>' Ware Vtaatsbahn I. Vmissin?, . . . ivz e» — — Vlibbahn 5 8»/o......i»9 75 1t«, LIi , 5 5°/,..... l«icoil2 — Nn«.'«allz. »ayn . . . . n-10 ,550 Diverse Lose (per Stil«). «lreditlose 100 N...... 170 zz 17a 75 «larv«L°se «l fl....... »8 25 . - . 4°/p Doriau«Da«Pfsch. 1 ff. , 1,H._ 1,0 s^ Lmbacher Prämien.UnlehtN »0 ft. 8«— «t — Ofener i^ofc «1st...... g« 50 ^, 50 Palssy^°ft. «es. ». 10 fi. 11 70 11 80 Nudolf.«ofei0fi...... z».. ,,.__ Salm.Lose 40 fl...... »_.__ . -^ St,.Genoi«»vose ia fi..... ^y.^ ^ ^,50 Waldstein ^'os<: 20 ss..... 2? 7b^ «X'2^ llllmdilchglähoLose !i0 fi. . . , ,7... ,7-5« Vanl - Nctien (per Vtüil). «lnglo-Oefttrr. Vanl «oo st. . . 11^5» 115 — «»nl.VeseUschaft, Wiener «a fl. — _. - -Banlvernn, wiencr, ,ao ss. . . ,07.35 ,07-5.0 «bncr..«nft.,Oeft.2uofl. G.40°/, z,7-50 »W — Libt,'«e Nctien von Transport» Unternehmungen (per «tü«l), »lbrecht«Vahn »«» fl. Vllber , — — — — «l<5ll,.F!U!N.>».V<,bnzaast.«!lb. I«i)'75 1?<^ - «nMg.'Tepl, «iiscnb, »oo fl, «Vl,-------—'— Nöym. »tordbahn 120 N. , . - 194 50 195 25 , Wefibahn «00 si. . . .-------— — »niihtiehlab« >Kb..Z.)zaofl.S lel, '/5 170 — Dul-Vobenb<,chcr«,.V.«N0N.G.----------------- EI!savetb.«2hn 200 st. EM. . . 2x7-75 2«8'«5 » LiilZ'Bilbweii! «00 st. ... zai— zci 50 _Slzb..Tirl)l.IIl.».187«i!a»fi.S, 19175 192'— sserbinanbS.Nordb. 1000 fl. «M. 25»'/ «543 ssraü,»Iosef'V.— ß23 -vefteir. Norb»estb. 200 ft. Si!b. i8z-«5 187 — oto. (Ut. N) 200 fi. Sllb« . zni i5 zoi 75 «rag'Dui« Hisenb. 150N.Silb. 5150 k« — «udulf< «ahn »00 st. Vilber , 175 — 1?5 z5 SiebenbÜrg« li» ss, 3. «I. . 3,9-50 «13 »0 »«ld ,U«,»e Glibbahn «00 st. Vll^« , 144 — it4 »5 «üb'slorbd. Blrh.<«. «afi.TVl, 148-/5 1492» Theiz.Vahn l«n N. ö- W. . . 248 00 »4» — Ir»mwatz<«ef.,Wr. 170st, S.W. 2,1 «3 «2150 , wt.. NNl« 100 fl. . .85 75 84 — Iran»p°»l«Gcsellschaft ION N. , — — —- — Tulnan'ssralup «05 st. ü. W- - ^'-^ —'^> Nng.'ssaliz. «tisenb. «nst. Vilbll 182-75 163,ü Unss. «orbostbahn 200 fl. Gilb« 152 50 153 — Nnq.weftd.(Naab.«»ra,)«aast.S. 1«8 — 18S 50 Indnftrie.»ctlen (per Vtü4 7!-. «b »ü Vtontan-Gesells. Sfterr.>alpiue . »7 40 S7-k0 Prag« «isen»Inb.°Ges. »00 fl. 192 l>0 1»»---Salgo.Tar!. «kisenrass. 100 fi. . 11, — 1I»50 Wassens.'G,, Oeft. in W. 1 st, 14? 14«- -3rifa U"«'U« l.»u in Wien. > Nl,,i-v?inla,»Ntt6»iisl»»n vormal« Uniuersal.Pillen genannt, verdienen letzteren Namen mit > <)ulirell!lgungsz1iurn, vollstem Mechle, d.1 c« i» der That beinahe leine Kranlhelt mbt. in » wclchcr diese Pillen nicht schon tausendf«ch iy« wnüderthätige Wirkung bewiesen hätten. In ben W hallnäclisssteu Fälle», wo viele andere Mcbicamcntc vcracl'cnö angewendet wurden, ist durch diese Pillen M unzähliaemalc und noch lnrzcr Zeit volle Genesung crso^t, 1 Echachtel mit 15 Pillen U< lr., eine Mulle » mit « Schachteln l fl. 5 lr., bei unfiantierter Nachuahmesendun« 1 fl. 1U lr. Euer Wohlgeboren! Se,t dem Jahre 18«2 habe unregelmäßiger Mcnslniation. Harnzwang. Wiir- > ich an Hämorrhoidcn und Harnzwang gelttten! ,ch ,„crn, Magcnschwächc „nd Magenlramps, Schwindel > ließ mich auch ärztlich behandeln, jedoch ohne Erfolg. ^5 vielen andern Uebeln haben sie arilndlich ge< W die Krankheit wurde immer schlimmer, so das« ,ch yolscn. Mit vollem Vertrauen ersuche lch nun, mir > nach einiger Zeit heftige Bauchschmerzen (insolge ^t>er l2 Mollen zu senden. Hochachtend W Zusammenschnüren« der Ei»geweide) empfand, c« Karl Kauder. W stellte sich gäü»l!che Appetitlosigkeit «in. und sobald __________ W ich nur etwa« Speise odcr »ur einen Trunk Wasser «z,,« WMgeboren! In b« Voraussekung, > ,u mir nahm. konnte lch mich vor Blähungen, das« alle Ihre Arzneien von „leichcr Glitc sein > schwerem Keuchen und Mhmungsbeschwerden lanm durften, wie Ihr berühmter ssrostbalsam. d« in W aufrecht erhalten, b,« «ch endl.ch von Ihren fast meiner Familie mehreren veralteten Frostbeulen,in W wunberwlrlenben Vlutreimgungsvillcn Gebrauch rasche« «nbe bereitete, h«de ich mich trotz meine« W machte, welche ihre Wirkung nicht verfehlten und MisStraucnS gegen sogenannte Universalmittel ent- > mich v°n memcm fast unhellbaren ilelben gänzlich schlössen, ,u Ihren Vlutreinigung« Pillen zu greisen > befreiten, ^, ^, < .,. ^ «„ . und mit Hilfe dieser kleinen Kugeln mein laug. > Daher ich Euer Wohlgeborcn für Ihre Vlut. jährige«, Hämorrhoidal.Leiden zu bombardieren. Ich > » rcm'gungsplllcn und »ibrigen fiarlende» Arzneien ,^h,„e nun durchau« leinen Anstand. Ihnen zu > » nicht oft geinig mclncn Van! und Anerkennung au«, gestehen, das« mein alte« Leiden nach vierwöchent« > » prechen kann, lichem Gebrauche gauz und gar behoben ist und ich W > Mlt verillglicher Hochachtung zeichnet iui Kreise meiner Bekannten diese Pillen anfß eifrigste W » Ioliann Oelliuner anempfehle, Ich habe auch nichts dagegen einzu M > ------------^»i"'", ^ru.nncr. ^enbe». wenn S!e von diesen Heile» öffentlich - W > Euer Wohlgeboren! Ich war so glücklich, lufällia ieboch ohne 3la«ien«fert!gung - Gebrauch machen W > zu Ihren BlutreinigungS-Pillen,u gelangen, welche """A, W b« mir Wunder gewirkt haben. Ich hatte jahrelang ^' ^« ' "Februar I88I. an Kopfschmerz und Schwindel gelitten, eine Freundin Hochachtungsvoll «. v. 3. hat mir 1U Stils Ihrer ausgezeichneten Pillen über. ^ 7^7.« ,, »« . U',nen"^ed^^r3H^"da^3e«7HH ««« Wohlgeb°ren°>"Ube?Ifre^^u^ni. Mt Dan?bi te mir wie er ein" N>n>g«'Pillen^meine Gattin, die durch langjährige« Villka ben 18 Mär, 1«», chrom che« Magcnwoen und Gl>eb«-Rhcumati«mu« ^. 1,1«, °e„ °. ^»rz "" - ^plagt war, nicht nur dem Leben wiedergegeben, __________«noreas varr. f^„^^ z^ ^ar neue jugendliche Kraft verliehen Vielil, den 2 Juni 1874 haben, so kann ich den Bitten anderer, an ähnlichen Hechgechrtcr Herr Pserhof«! Schriftlich muss ich Krankheiten leibenden nicht widerstehen und ersuche und so viele andere, denen Ihre „Vlu««inigu»g«. «m abermal.ge Zusendung von 2 Rollen d.eser Pillen" wieder zur Gesundheit verbolfcn haben, den wunberwnlenben Plllen gegen Nachnahme, größten und wärmsten Nank aussprechen. In sehr Hochachtungsvoll Vlastus TPlßtel. Amerikamsche Gichtsa^V^ ^ lenbcS, unstreitig bestes Mittel bei allen gichtischen vorzüglichste Qualität, l Flasche 1 fi.___________ und rheumatischen Uebeln, al«: Mückenmarlsle,den, c»^s^^^^'III^c>I7^e^^,«il; Diese« W Gliederreißen, Iechia«, Migräne, nervösem Zahnweh, U§UlVtr sstgLN ^fUfZ^lyWblfi. Pulver W Kopfweh, Ohrenreißen ,c. ,c. l fi. 2N lr. beseitigt den Fußschweiß nnd den dadurch crzeligten W ^T ^l ^ ^^, 7^ II 7', ^-^^ unangenehme» Geruch, conserviett die Veschuhunq M Anathenn-Mundwasser, ^ V°N I und lst^rprobt unschädlich. Pr^e i Schachte^öo kr. ?°n»nH- be'a'mt al« da^^ Hahn.' ^6 P^tM^S ^le? I^a!? — ,^ -------"--------------!^------------!-------------------- «ine« der vorzügllchsten und angenehmsten H>lf«> Auaen-l^ssent ^ Dr. «omtrShausen, zur Kittel gegen Verschleimung, huste«. Heiserkeit. Ka° ^UgrN'^3^ruz Stärkung und «ilhaltung der tarrhe, Brust- und rungenleiden. Kthllopfbeschwel. Sehkraft. In Original.Flacons <^ fi, !i'50 u. fl. 1 50. ^^ allgemem anerkannt. 1 Schachtel 50 kr. ^ WMchVMletteseife7,;m^ Tannochinin-Pomade "ss^PVe,V wa>? in Tcisen neboten werden lann, nach deren einer langen Ulcihe von Jahren al» ba« beste unter Rebranch dir Haut sich wie feiner Bammt an» allen Haarwuchsmittel» von Aerzten anerlannt, fü!,lt und einen selir angt»tl>mrn Oernch behält. 1 elegant anügestattetc große Dose^ii fi._____^ Tie ist sehr ausniebig und vertrocknet nicht, i^'^^s^ M»^tt«« vonProflSteub «l, 1 Tlück 7U lr.___________________ UMVerial-PslMer hci Hieb. und Stich. FWK.V»l»er,2«^^ ^.DN'NnI«"« l!» Katarrh. He.serle.t, Krampfhust.n ,c. 1 Schachtel UU"'h^en Furunleln. beim Fingerwurm, wun^ 3^5-_________________________________ den und entzündeten Brüsten, erfrorenen Gliedern, <^««ez«.^lli»«« von ^!. Pserhofer, seit vielen Gichtflüssen und ähnlichen Leiden vielfach bewahrt. HroMaliaM ^hren anerlannt al« da» si< 1 Tieget 50 lr._______________^^._______ ^,chr"°ve^ Üniversal-Reinignngssalz^rüich^' Verdauung. Unterleiböbeschwerden aller Art ein vor. genlrampf, Sodbrennen. Hamorrho.dalle.den, V»- » zügliches Hausmittel. 1 Flacon «u lr. ftopfung «. 1 Palet 1st. « »^»A. Me französischen Specialitäten werden entweder «uf L««er ««halten «der aus Verlangen » »^ prompt und billigst besorgt. «^") ^^ » ^> Versendunl, per P°ft bei Ä«trä»en unter 5 fl. «" M«. "rl.crHe Elnlcndun« d«ö » 1 Vttrageö d?llch Postanwrisunn.ibei'nrUftcrrn Vetranen nuch mit Nachnahme. -W« » (156—3) Nl. 1352. Bekanntmachung. Der unbekannt wo befindlichen Frau Antonia Mayer geb. Hlcmsek von Rudolfswert, beziehungsweise deren Rechtsnachfolgern, wurde in Angelegenheit der Eigen thumseinverleibung für Anna Schmalz von Ziegelhütten auf der Realität Einlage Nr. 428 Steuergemeinde Rudolfswert unter gleichzeitiger Zustellung des Tabular-bescheides Dr. Johann Skedl, Advo-cat in Rudolfswert, zum Curator aä aotuiü ernannt. K. k. Kreisgericht Rudolfswert, am 19. Dezember 1883.