Bwsiäfafeiiit wöchentlich sechsmal («nit Ausnahme der Feiertage). 1 Schriftleitung, Verwaltung und * Buchdruckerei TeL 25-67, 25-68, 25.60, Maribor. Kopališka ul. 6. Inseraten- und Abonnements^Atmiahme in der Verwaltung. Bezugspreis; Abholen oder durch die Post monatlich 23 Din, bei Zustellung 24 Din, für das Ausland monatlich 35 Din. Einzelnummer Din 1'50 und 2'—. Manuskripte werden nicht retourniert Bei Anfragen Rückporto beilegen. Poštnina plačana v gotovini. föfSÜS O5fl 1*50 Mlmbllm äeituna Roosevelts Kongreßboifchaft Der Präsident der Vereinigten Staaten unterstreicht neuerdings den Friedens- und Neutra-titätöwillen Amerikas / Für baldigen Frieöensfchiuß und gegen die weitere Ehaotisierung der Welt / Amerika will am Aufbau des Friedens Mitarbeiten Washington, 4. Jänner. (Avala.) Havas berichtet: Präsident Roosevelt hielt gestern vor dem Kongreß eine große außenpolitische Rede, in der er sich auch mit der Außenpolitik der Vereinigten Staaten befaßte und hiebei die bekannten Gedankengänge und Theorien über die Neutralität der USA zum Ausdruck brachte. Die Rede, die der Präsident vor dem Kongreß hielt, wird in diplomatischen Kreisen als Bestätigung der moralischen Solidarität ausgelegt, die den Grundsätzen gegenübersteht, derentwillen die Alliierten in den Krieg gezogen sind und deren Sieg die amerikanische öffentliche Meinung am Tage des Friedensschlusses hepjeiwünscht. Ohne irgendeine Nation zu nennen, erklärte Roosevelt, daß sich die Vereinigten Staaten bedroht fühlen Würden für den Fall, daß künftige Generationen vor die Tatsache gestellt würden, daß einzig und allein die Gewalt entscheide. Roosevelt erklärte ferner, die Vereinigten Staaten seien entschlossene Anhänger des Friedens, doch erklärte er gleichzeitig, daß der Friede nur dann berücksichtigt werden könne, wenn alle Nationen gewisse Fundamentalprinzipien Anerkennen. Dem Präsidenten wurde bei der Beendigung der großen Rede allgemeiner Beifall zuteil. Das Händeklatschen dauerte auch noch immer an, als der Präsident den Saal bereits verlassen hatte. Während der Rede wurden insbesondere diejenigen Stellen begrüßt, in denen der Präsident erklärte, daß die Regierung der USA den Frieden iedenfalls aufrecht zu erhalten beabsichtige. Demokraten und Republikaner klatschen Beifall, als der Präsident erklärte, die Regierung werde alles daran setzen, um den Fehlbetrag des Bundesvoranschla ges zu verringern. Als Roosevelt erklärte, daß im Budget pro 1941 bedeutsame Abänderungen zwecks Herabsetzung der Ausgaben durchgeführt würden, wurden ihm von den Republikanern lange anhaltende Ovationen dargebracht. Die Präsidentenrede fand jm allgemeinen eine gute Aufnahme im Kongreß. Der Appell zur nationalen Einheit in Fragen der inneren Politik hinterließ jedoch keinen großen Eindruck. Wohl aber wurde die in der Rede zum Ausdruck gebrachte Verteidigung der Handelspolitik Cordei Hulls beifälligst aufgenommen, wobei dem Staatssekretär des Aeußern Ovationen dargebracht wurden. Newyork, 4. jänner. (Avala.) Havas berichtet: Die politischen Korrespon deuten der großen Washingtoner Zeitungen betonen, daß Roosevelt in seiner Kon greßbotschaft den Willen der Vereinigten Staaten manifestiert habe, sich militärisch in den Krieg nicht einzumischen. Die Blätter bemerken hiezu, daß Roosevelt damit völlig klar seine Sympathien für die Alliierten zum Ausdruck gebracht und den Willen Amerikas unterstrichen habe, am Ausbau eines Friedens mitzuarbeiten, wie er den Vorstellungen der Alliierten entspricht. »New York Sun« schreibt u. a.: »Ohne Rußland zu nennen, hat der Präsident der USA sein Anathema gegen die Sowjetunion geschleudert. Der Präsident hat ferner die Bemühungen ermutigt. die den Friedensschluß zum Ziele haben und die die Chaotisierung der Welt beendigen sollen.« Die »Newyork Post« unterstreicht ebenso jenen Passus der Präsidentenbotschaft, der den Willen der Vereinigten Staaten zum Ausdruck bringt, an der Wiederherstellung des Friedens mitzuarbeiten. Washington, 4. Jänner. (Avala.) Havas meldet: Die Botschaft Roosevelts an den Kongreß fand die Zustimmung gewisser republikanischer Kreise, ausgenommen gewisse Stellen, in denen der Präsident die Verlängerung einer Reihe von Handelsabkommen befürwortete. Diese Vorschläge Roosevelts werden auch von einem gewissen Teil der demokratischen Kreise kritisiert. Washington, 4. Jänner, (Avala.) DNB berichtet: Marineminister Edison unterbreitete dem Kongreß einen Gesetzentwurf, der den Präsidenten der USA fallweise ermächtigt, Schiffe, Fabriken und Privatunternehmungen, die für die Landesverteidigung von Wert sind, unter die unmittelbare Kontrolle der Regierung zu stellen. Edison fordert vom Kongreß die Annahme dieses Gesetzentwurfes, des sen Anwendung als Vorsichtsmaßnahme bezeichnet wird. Edison erinnerte daran, daß der Kongreß am 4. März 1917 dem damaligen Präsidenten Wihon ähnliche Vollmachten erteilt habe. Ein Vertreter des Marineministeriums erklärte, der von Edison eingÄrachte Gesetzentwurf dürfe nicht so ausgelegt werden, als ob das Marineministerium den Eintritt der USA in den Krieg erwarte, sondern das Gesetz sollte vor allem der Festigung der Landesverteidigung dienen. Neues Erdbeben in Anatolien ZEHN DÖRFER ZERSTÖRT. — RIESIGE HOCHWASSERSCHÄDEN. Istanbul, 4. Jänner. (Avala). DNB neidet: Nach hier eingelangten Meldungen ereignete sich gestern südlich von -rzingjan ein neues Erdbeben von unge. 'eurer Heftigkeit. Durch dieses Beben in hiatolien wurden weitere zehn Dörfer erstört. Ankara, 4. Jänner. (Avala). Havas berichtet: Infolge der Überschwemmung in der Umgebung von Brussa und Ada. pazar wurden 336 Häuser zerstört und 622 Häuser unter Wasser gesetzt. Sechs Brücken wurden durch das Hochwasscr zum Einsturz gebracht. Grenzabkommen im Fernen Osten Moskau, 4. Jänner. DNB meldet: Zwi m Norden Europas dienen werde. Wahrscheinlich wird diese Aktion unter dem Vorwand erfolgen, daß die Belieferung Finnlands durch die westlichen Demokratien über den den Getreide- und Erzreichtum sowie die Industrien am Dnjepr erhalten. Auf diese Weise würde Deutschland sich wirtschaftlich selbständig machen, da deutsche Wirtschaftsfachleute die gesamte Or ganisation übernehmen würden. Deutschland ist für die Durchführung dieses Pla- skandinavischen Norden mit der Neutralität der nord sehen Staaten unvereinbar sei, ungeachtetet dessen, ob unter dem ge lieferten Material auch Waffen seien oder nicht. In deutschen politischen Kreisen wird die Belieferung Finnlands mit modernen Waffen durch die beiden westlichen Mächte so ausgelegt, daß sich die beiden Westmäch e entschlossen haben, die Fort bildung eines Kriegsschauplatzes >m Norden zu unterstützen. In Kreisen der ausländischen Beobachter fürchtet man deshalb, daß Deutschland an der norwegischen und schwedischen Küste mehrere Flotten- und Luftstützpunkte als Gegengewicht gegen die Hilfe für Finnland verlangen werde. nes schon bereit und rechnet habei mit den russischen Emigranten, die zunächst militärisch formiert werden sollten, worauf ihnen die politische Verwaltung de. Sowjetukraine unter deutscher Aufsich überantwortet werden würde. Die russischen Generale • Skoropadski und Popov — schließt die »Stampa« — befinden sich in Deutsch-Galizien. Washington, 3. Jänner. (Avala.) Havas berichtet: Im Juni wird der neue amerikanische Kreuzer »North Carolina« von Stapel gelassen werden. Wie das Marineministerium erklärt, sind sechs weitere solche Kreuzer mit einer Gesamttonnage von 35.000 auf Kiel gelegt worden. einer solchen Weise zusammen, daß eine derartige Divergenz im politischen Denken und Handeln ausgeschlossen sei, — Kaiser und König Viktor Emanuel habe bei diesem Besuch nicht allein die M tglie der des königlichen Hauses und die Würdenträger des Hofes hinter sich gehabt, sondern ganz Italien, Volk und Regime, ebenso wie Papst Pius XII. nicht ledigl ch die vatikanische Politik, sondern die 400 Millionen Katholiken der Welt vertrete. Dies stemple die Begegnung zu einem Ereignis von internationaler Tragweite. Sie sei die erste Erfüllung der Lateranverträge und auch der Beginn einer auf »Frie den in Gerechtigkeit« hinzielenden Politik in Europa«. Nov-Mmna der 'v-a’i*rn-entichuldun sverordnun^? Beograd, 4. Jänner. Das po’itische Leben der Landeshauptstadr steht nach den We hnachtsfeiertagen und dem Jahreswechsel noch immer im Zeichen der Feiertagsstille und ruht vollkommen, umsomehr als viele Min'ster, namentlich die katholischen Glaubensbekenn nisses, von ihrem Weihnachtsurlaub noch nicht zurückgekehrt s nd. Wie verlautet, wird an zuständigen Regierungsstellen die Novellierung der Bauernentschuldungsverordnung vorberei te\ Es soll der Plan bestehen, d:e Zahlung der Bauernschuldenannuitäten bei der Privilegierten Agrarbank vorübergehend einzustellen, und in der Zwischenzeit die Neordnung der Bauernschuldentilgung durchzuführen. Amerikanisch-r Mo est in London Gegen die Beschlagnahme von amerikanischen Postsendung für Deutschland. Washington, 4. Jänner. Die amerikanische Regierung hat bei der englischen Regierung einen Protest gegen die Postsackbeschlagnahme durch englische Prisenkommandos eingereicht. Die Vereinigten Staaten — so heißt es in der Note, die in London überreicht wurde — können England nicht das Recht zuerkennen, an Bord amerikanischer oder neutraler Schiffe m den amerikanischen Hoheitsgewässern die Durchsuchung der Postsen düngen vorzunehmen. Bis jetzt sind 1250 Postsäcke beschlagnahmt worden. Die britische Regierung ließ den amerikanischen Botschafter wissen, daß sie eine Ueberprüfung dieser Angelegenheit vornehmen werde. Eine Weltausstellung heiliger Kunst im Jahre 1942 im Vatikan Rom, Jänner. (Agit.) Die Weitaussei lung heiliger Kunst, d e gleichzeitig mit der großen Wel.ausstellung in Rom 1942 veranstaltet wird, wird eine einz g dastehende Kunst-Uebers chtsschau bilden. »Die Abteilungen werden, wie die »Agit« schreibt, in der Vatikanstadt untergebracht, in dem historischen Pigna-Hof, und werden in zwei verschiedene Sektionen eingeteil:. Die eine ist dazu bestimmt, eine vollständige Uebersicht der heiligen Kunst in den orientalischen Kirchen zu enthalten, während die andere einen so weit als möglich vollständ.gen Ueber-blick über die heilige Kunst der Eingeborenen in den Miss onsländern geben wird. Die Sektion der Kunst der orientalischen Kirchen wird alte und ant ke, moderne und zeitgenössische Werke und Meister, werke vereinen, die in verschiedenen Abteilungen, jeweils eine für jeden Ritus, un ergebracht werden. Das Eintreffen der für die Ausstellung bestimmten Werke aus allen Ländern der Welt hat bereits begonnen, eine Ausstellung, der schon im voraus in Anbetracht der humanen und religiösen Bedeu ung, der s:e geweiht ist, ein unvergleichlicher Besucherstrom garantiert ist. Mit 100 Stundenkilometern unter der Stadt Rom, Jänner. (Agit.) In zwei Jahren, für die große Weltausstellung 1942, wird Rom seine Stadt- und U-Bahn in einer Länge von ca. 13 Kilometern haben, die in wen gen Minuten den Ausstellungsbezirk mit den S adtvierteln des Zentrums verbinden wird. Wenn Rom im Vergleich zu den anderen Hauptstädten d eses Verkehrsmittel mit e:ner gewissen Verspätung realisiert, muß man sich hierzu, wie die »Agit* Der „TempS" über die Reorganisation Guropas DAS FRANZÖSISCHE BLATT FÜR DIE NIEDERREISSUNG DER EUROPÄISCHEN ZOLLMAUERN ALS EINER VORAUSSETZUNG DES FRIEDENS. der gegenseitigen Abhängigkeit.« Das Blat: kritls ert sodann den Zustand nach der Beendigung des Weltkrieges und gelangt zu folgenden Erkenntnissen: »Um den unausbleiblichen Folgen der dirigierten und sozialisierten Wirtschaft zu entgehen, gibt es keine andere Art u. Weise der Lösung des europäischen Problems wie die der Bildung einer Konföderation, die einem der Bundesstaaten unterworfen wäre. Es erhebt sich jedoch die Frage, ob die Völker ihre Souveränität aufgeben würden. Die politische und die wirtschaftliche Isolierung sind eine der Hauptursachen der Konflikte. Wir befinden uns im Kriege und müssen bis zu einem gewissen Masse unsere individuellen Freiheiten opfern. Wenn wir jedoch wollen, daß der Friede von Dauer sei, müssen wir zu den Methoden der Freiheit zurückgreifen, vor allem aber zu der natürlichen Entwicklung zurückkommen, aus der sich die Völker zu ihrem Unglück ausgeschlossen haben«. sonen in ein und demselben Orte Zwangs aufenthalt zugewiesen wird, kann zwecke besserer Durchführung der Aufsicht d eseti Personen das gemeinsame Wohner. mit einer besonderen Hausordnung vorge schrieben werden, die von der Banatsbe-liörde genehmigt werden muß. In dieser Hausordnung wird die Art und Weise de: Entgegennahme von Pos'paketsendungen und der Br efpost, ferner der gegenseitige Verkehr und alles übrige, was erforderlich ist, bestimmt werden. Vor dem Bestich Mussolinis im Vatikan Rom, 4. Jänner. Der ursprünglich für heute gedachte Besuch Mussolinis beim Papst dürfte sich um einige Tage verzögern. Amtlich wurde das Datum des 4. Jänner niemals bestätigt, aber auch nicht bestritten. Tatsache ist, daß bisher der Zeitpunkt weder vom Vatikan noch vom Palazzo Chigi genannt wird. Das Ereignis des päpstlichen Besuches beim König ist noch immer Gegenstand von Erörterungen in den Kreisen der Diplomaten und in Regierungskreisen. Auch dem letzten Bericht der »Relaziooi Inter-nazionali« wird große Bedeutung beigemessen und angesichts der ganzen augenblicklichen politischen Lage die Bindung Berlin—Moskau der Achse Rom—Berlin gegenübergestellt. Rom — so wird hier betont, — ist dem katholischen Geiste treu geblieben. »Der Papstbesuch darf als ein Anzeichen der kommenden Ordnung in Europa betrachtet werden. Es wird allseits der hochpolitische Charakter des päpstlichen Besuches beim König hervorgehoben, da der Papst und der König in allen Grundsätzen einig gewesen seien. Sonst wäre die Begegnung zweifellos nicht zustandegekommen. Man würde jedoch fehl gehen, wenn man aus dem gegenseitigen Besuch den Schluß zöge, daß es sich lediglich um eine engere Verständigung der Monarchie und oer Kirche unter Ausschluß des Fasch:smuis handle. Das Reg’me hänge — so wird erklärt — mit der Monarchie in Vor einer Skandinavien-Aktion Deutschlands und Rußlands? MOLOTOW KOMMT NACH BERLIN. — DEUTSCHLAND WIRD ANGEBLICH MILITÄRISCHE STÜTZPUNKTE IN NORWEGEN UND SCHWEDEN VERLANGEN. — EINE AUSLASSUNG DER AGENCE HAVAS. P a r i s, 4. Jänner. Der »Temp s« veröffentlicht einen Aufsa z, in dem es u. a. heißt: »Wir kämpfen, um den Frieden auf solide und dauernde Grundlagen zu bringen. Wir wünschen nicht e nen Plan des morgigen Europa aufzunötigen, doch ist es keineswegs verboten, überflüssig oder verboten, über d"e Bedingungen der Existenz eines solchen Europa nachzudenken. Von den Ideen, die wir uns darüber bilden, kann in gewissem Maße unsere morgige Politik abhängen, die auf den Krieg ausgerich et, jedoch von Erwägungen über den Frieden geleitet ist. Ein befriede es oder zumindest ruhiges Europa ist nur in der wirtschaftlichen Freiheit denkbar. Es ist klar, daß der Zollpro ek-tionismus die Völker nicht annähert, sondern im Gegenteil: er ist d:e Quelle von Konflikten. Der Güteraustausch bringt den Völkern Tausende und Aber ausende von materiellen und geistigen Bindungen. Er ermöglicht d:e Arbeitsteilung und bringt die verschiedenen Völker in den Zustand Das Statut über die Internierungen in Kroatien Zagreb, 4. Jänner. Amtlich wird aus dem Kabinett des Banus von Kroatien mitgeteilt: Banus Dr. š u b a š i č Unterzeichnete das nachstehende Statut im Zusammenhänge mit dem Zwangsaufenthalt von Per sonen auf Grund des Staatsschutzgesetzes: Art. 1. Personen, die auf Grund des Art. 12 des Gesetzes zum Schutze der öffentl chen Sicherheit zwecks Zwangsau' enfhaltes in einen bestimmten Ort verschickt werden, stehen unter der Aufsicht der zuständigen allgemeinen Verwaltung:; behörden I. Instanz bezw. der Polizeibehörden, die ihnen d e Wohnungen anwe! sen und die die Aufsicht entweder selbst oder durch besonders ermächtigte Organe durchführen. Art. 2. Für den Fall, daß mehreren Per Botschafter verlassen Moskau STILLER ABBRUCH DER BEZIEHUNGEN ZWISCHEN DEN WESTMÄCHTEN PLUS ITALIEN UND DER SOWJETUNION. schreibt, vergegenwärtigen, daß die sich aus der besonderen Beschaffenheit des römischen Bodens ergebenden Schwierig keiten — wo überall ein Ineinander uralter Höhlungen, unterirdischer Wasserläufe, Reste von Wohnstätten und Gebäuden einer dreitausendjährigen Stadt besteht — so groß waren, wie es bei keiner anderen Stadt der Fall ist. Es genügt, zu erwägen, daß, wenn die notwendigen Arbeiten beendet sind, 1.100.000 Kubikmeter Erde aufgegraben sein werden. Es werden 6,920.000 kg Eisen, 86.000 kg Kupfer und Aluminium und 4000 Kubikmeter Holz verwendet werden. Es werden 255.000 Kubikmeter Maurerarbeiten und 115.000 Kubikmeter Schamotte-Verkleidungen und Stützen, mit der Verwendung von 2'A Millionen Arbeitstagen, gebaut werden. Mit diesen Ausschachtungsarbeiten sind in verschiedenen Schichten, Tag u. Nacht arbeitend, 3500 Arbeiter, zum großen Teil Spezialisten, und ein ganzes Heer von Technikern der Mittelländischen Straßenbaugesellschaft beschäftigt, die das gigantische Werk entworfen har und ausführen wird. Nach beendetem Bau werden durch den fantastischen Tunnel alle zwei Minulim elektrische Züge mit einer Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern fah-,reo, die bei der Hin- und Rückfahrt stünd lieh 32,000 Fahrgäste bequem transponieren. können. Der Schutzkeller war schon da! In Dordrecht, Holland, waren einige Ar beiter damit beauftragt worden, im Hofraum eines ehemaligen Hospitals einen bombensicheren Luftschutzkeller anzulegen. Bei den Erdarbeiten stieß man auf ein Gewölbe, von dem man bish. nichts ge wüßt hätte. Der unterirdische Raum war bis oben mit Wasser gefüllt.. Man pumpte ihn aus und stellte fest, daß nur noch einige bauliche Verbesserungen nötig wa ren, um einen vorbildlichen Schutzkeller zu besitzen. Das unterirdische Gewölbe ist vermutlich schon Ober 600 Jahre alt. Im Jahre 1303 befand sich an dieser Stel le- das sogenannte »Heilige Geist- und f'esthaus«, in, dem die Pestkranken verpflegt wurden. Eine Pflanze, die von nichts lebt. Auf den Lavafeldern des Fujiyama "rächst eine Pflanze, die- noch immer ein biologisches Rätsel geblieben ist, weil ">3n nicht weiß, wovon sie sich eigentlich ernährt. Es handelt sich um eine Abart des sogannten Knöterich, die ziem bčh üppig auf dem Lavaboden wuchert l|nd zahlreiche kleine Blüten trägt. Auf ylie andere Pflanzenarten scheint die l-ava am Fujiyama giftig und zerstörend z-U wirken. Die Verwandte des Knöterich gede ht aber auf diesem Boden vortrefflich. Man weiß nur nicht, welche Nährstoffe sie mit ihren Wurzeln aufnimmt. Auch die Frage- der Wasserversorgung st ungeklärt. Im Frühjahr 1939 fing man in Wald-s‘ee, Württemberg, einen jungen Fuchs L‘in, der verkauft wurde. Wie groß war (las; Erstaunen des ersten Besitzers, als s‘Ch das anhängliche Tief, das seinem ersten Besitzer ausgerissen war, eines lages wieder bei ihm einfand! Moskau, 4. Jänner. Exchange Telegraph berichtet: Wie man erfährt, hat sich der französische Botschafter N a g. giar entschlossen, Moskau auf unbestimmte Zeit zu verlassen. Da der englische Botschafter Sir William S e e d s und der italienische Botschafter Rosso eben falls aus Moskau abgereist sind, wird diese Tatsache als ein stiller Abbruch der Beziehungen sowohl der Westmächte als auch Italiens zu Sowjetrußland ausge- London, 4. Jänner. Der Amsterdamer Berichterstatter des »News-Chronic->le« berichtet, daß eine deutsche Militärmission nach Leningrad abgereist sei, um die russische Militärleitung in der Kriegführung gegen Finnland zu beraten. Diese Mission setzte sich, wie das Blatt ausdrücklich betont, aus Offizieren zusammen, die an der Seite des Marschalls Man nerheim in den finnischen Freiheitskämpfen des Jahres 1918 gegen Sowjetrußland teilgenommen hätten. Helsinki, 4. Jänner. (Exchange Telegraph). In einflußreichen finnischen deutet. Der tiefere Grund ist der finnisch-russische Krieg, bezw. die Tatsache, daß sich England und Frankreich entschlossen haben, Finnland volle Unterstützung zu gewähren. Der Schritt des italienischen Botschafters Rosso ist zwar getrennt erfolgt, er zeigt jedoch, daß die italienische Regierung ähnlich wie auf dem Balkan auch im Norden keine Ausbreitung Sowjet rußlands und damit des Kommunismus wünscht. Kreisen wird erklärt, daß man den Lobgesängen der internationalen Presse auf den finnischen Heroismus mit gemischten Gefühlen gegenüberstehe. Finnland brauche keine Bewunderer, sondern praktische Hilfe. Nichts wäre nach Ansicht der finnischen Kreise gefährlicher als die Ueber-zeugung der Weltöffentlichkeit, daß Finnland seine Verteidigung schon selbst besorgen werde. Finnland brauche rasche Hilfe, besonders aber Kriegsmaterialsendungen, denn nur auf diese Weise könne eine Katastrophe vermieden werden. Deutsche Lustoffensive gegen England im Frühjahr DIE OFFENSIVE WIRD ANGEBLICH AUCH ZU LANDE IM WESTEN EINSETZEN. — DEUTSCHLAND STELLT IM FRÜHJAHR NACH HOLLÄNDISCHEN ERMITTLUNGEN 5 MILLIONEN MANN. N e w y o r k, 4. Jänner. Die Berliner Berichterstatter der beiden" amerikanischen Tageszeitungen »N e w y o r k H e-rald Tribune« und »Newyork H e r a I d Times« melden ihren Blättern, daß Deutschland im März energisch in den Krieg eingreifen werde, da die dies bezüglichen Vorbereitungen schon jetzt getroffen würden. Die deutsche Offensive werde sich jedoch in der Hauptsache auf Fliegerangriffe gegen England beschränken. Bei diesen bevorstehenden Angriffen werden sich die deutschen Luftstreitkräfte nach Angaben der beiden Korrespondenten im Hinblick auf den schwierigen Transport, schwerer. Bomben vor allem der »Eierbrandbomben« bedienen, von de , nen jedes Flugzeug eine große Anzahl in ! Höhen bis zu 10.000 Meter mitführen kön ne. Diese Brandbomben würden die Hauptwaffe im Kampfe gegen England sein. Berlin, 4. Jänner. H a v a S berichtet: Neutrale Beobachter in . Berlin sincl überzeugt, daß Deutschland für das Frühjahr | fhtsete HtutyestUitlUe Georgias Verlobung Von Frank F. Braun London meldet: Deutsche Offiziersmrssion für Rußland EINE ANGEBLICHE AKTION ZUR RETTUNG DES PRESTIGES DER SOWJETARMEE. — ENTTÄUSCHTES FINNLAND. Wir pflegten uns jedes Jahr zwischen Weihnachten und Neujahr in dem Win-hrsporthotel zu treffen. Diesmal hatte Georgia ihren Vater mitgebrachte Konsul Land war ein netter alter Herr. Er gefiel m>r. Gänzlich mißfiel mir Georgias neuerer Verehrer, ein gewisser Pieter Brocker Aber sie schien ihn zu lieben. Man hatte Eindruck, sie bemühe sich geradezu 1,111 ihn.. Pieter Brocker" aber mußte das Gemüt eines Schellfisches haben; er merk tc nichts davon. Am Silvestermorgen kam Georgia zu "‘‘r. Wir machten einen ' Spaziergang jlurch den verschneiten Wald. Sie schien bedrückt. »Du bist seit Jahren mein Freund, Fred«, sagte sie. »Du mußt mir helfen. Ich will heute abend meine Ver- lobung feiern.« »Mit wem?« fragte ich. -Es fuhr mir so heraus. Ich wußte die Antwort im voraus. »Das fragst du, Fred?« Ich nickte. »Wie kann ich dir nützen? »Ich danke dir, daß du mich einweihst.« »Spiele eine Komödie mit mir. Mache ihn eifersüchtig. Wir müssen den ganzen Abend miteinander tanzen. Ich gestatte dir, daß du — mich küßt.« Sie sah zu Boden. »ja«, sagte ich und war heiser.. Am Abend war Reunion im großen Saal. Der Konsul lud Peter und mich an seinen Tisch. Aber ,Georgia schien verwandelt. Sic ubersah-Pieter. Nur noch für mich schien sie da zu sein. Wir tanzten, Pieter sah uns mit einem sonderbaren Ge eine große Offensive an der Westfront .vorbereite. : " s - Amsterdam, 4. Jänner. In Holland werden Berechnungen in dem Sinne auf-gestellt, daß Deutschland im Frühjahr 5 Millionen Mann unter den Waffen haben werde, d. i. 240 Divisionen, darüber hinaus aber noch eine Reserve von 2 bis 3 Millionen Mann. Zirka 50 Divisionen — davon 40 in Polen — würden in den okkupierten Gebieten sowie als Schutz an den Grenzen verbleiben. Der Kriegsstand Deutschlands am 1. September 1939 betrug nach holländischen Ermittlungen 2,900.000 ausgebildete Truppen. Diese Zahl würde sich demnach im Frühjahr auf 5,000.000 erhöhen. Neue Errungenschaften italienischer Erfinder Rom, Jänner. (Agit.) Der Duce hat persönlich 200 italienische Erfinder prämiiert, die an einer besonderen, in Mailand veranstalteten Schau teilgenommen hatten. Hierzu wird, wie die »Agit« be- sieht nach. Viele Tänze tanzten wir. Noch nie hatte ich Georgia so gern gehabt wie an diesem Abend. Es ist wohl wirklich so, erst wenn wir spüren, daß uns etwas verlorengeht, merken wir seinen Wert. Aber für solche Erkenntnisse war es zu spät, Ais auf den Bergen draußen die Böllerschüsse krachten und ich Georgia mit dem zwölLen Glockenschlag küßte, war es ein bittersüßer, erster und zugleich letzter Kuß. Leider sah uns dabei der Konsul. Er verstand die Szene falsch, kam lärmend und erfreut auf uns zu und — wir konnten gerade noch dem Glückwunsch entwischen. Der Palmensaal lag verlassen. Durch die Scheiben schien der Mond; es brannte kein Licht. Ich schwieg. Gorgia atmete hastig. »Bist du böse?« fragte sie. »Nein, traurig.« »Warum?« »Weil dies ein Spiel war und alles vor bei ist, wenn das Jahr morgen richtig begonnen hat.« richtet, hervorgehoben, daß der größte Teil der Hauptprämien für Erfindungen auf radiotechnischem Gbiet bestimmt wur de, auf dem die italienische Genialität, in dem sie die von Guglielmo Marconi gewiesenen Wege fortsetzt und die italienische Industrie selbst ein sehr hohes Niveau erreicht haben. Es wurde ein Erfinder für sein »automatisches Radiotelefon« prämiiert, das die Vorteile des Radios mit denen des Telefons vereint. Mit diesem System ist es jedem Teilnehmer des Stadt telefonnetzes möglich, sich per Radio : irgendeinem ahderen Teilnehmer nicht nur in derselben Stadt, sondern auch in einem anderen Land, ja geradezu in einem anderen Kontinent in Verbindung zu setzen. Die Empfangs- und Uebertra-gungsstationen dieses neuen Systems brauchen nicht feststehend zu sein, die Verbindungen können regulär vom Auto, vom Schiff oder einem Flugzeug am einsamsten und entferntesten Punkt der Welt aus geschehen. Man kann wohl sagen, daß die Radiotelefonie mit dieser Er findung, die bereits zur praktischen Anwendung kam, einen gigantischen Fortschritt gemacht hat. Gummibaum-Pfanzung in Belgisch-Kongo ln Belgisch-Kongo wird in den nächsten Monaten auf Beschluß des Kolonialrates ein Gebiet von 20.000 Hektar mit Gummibäumen bepflanzt werden. Bisher konnte Belgien aus dem Kongo jährlich nur 1100 Tonnen Kautschuk beziehen, der jährliche Verbrauch beträgt aber rund 16 Tausend Tonnen. Durch die Anpflanzung hofft man, sich von der Kautschuk-Einfuhr weitgehend unabhängig machen zu können. »Die größte Küche der Welt.« Ein amerikanischer Restaurantbesitzer rühmt sich, die größte Küche der Welt zu besitzen. Zum Beweis führt er folgende Zahlen an. In seiner Küche arbeiten nicht weniger als 14 Saucen-Spezialisten, 88 Suppenfachkenner und 20 Bratenkünst ler. Das sind aber erst die »Direktoren«, die ein Heer von Köchen befehligten, das nur zu gehorchen hat, was ihm befohlen wird. Kurzum der Newyorker Restaurantbesitzer versichert stolz, daß eine Schar von 3700 Gästen, die plötzlich in seine Räume hereingeschneit ; käme, ihn nicht bange machen könnte. — Denn für soviel Gäste bieten seine Räume genügend Platz und soviel Mittagessen kann er angeblich mit seinen Spezialisten und Dienerköchen im Nu zu bereiten. Gift — den Schlangen abgekitzelt. Neuerdings ist man in verschiedenen Zoologischen Gärten zu einem besonderen Verfahren Ubergegangen, um den Giftschlangen ihr Gift, das für Heilmittel Verwendung findet, abzunehmen. Man kitzelt es den Schlangen gewissermassen ab. — Das heißt: inan berührt ihre Giftdrüsen mit einem elektrisch geladenen Draht. — I Der Schlag zwingt sie, das Gift reflexartig auszuspritzen. In einem Gefäß wird die Flüssigkeit aufgefangen. Früher soll folgendes Verfahren angewandt worden sein. Man hielt den Schlau genkopf über den Rand eines Gefässes und ließ das Tier sich an der Innenwand ausgeifern. Aber das neue Verfahren ist Gorgia war mir nahe. Ich fühlte ihren Atem auf meinem Gesicht. »War es schön?« »Sehr . schön, Georgia. Du mußt nämlich wissen . . .« »Was muß ich wissen?« »Daß ich dich liebe!« Weiter kam ich nicht. Mein Mund wurde von ihren Lippen verschlossen. »Warum sagst du das erst jetzt?« »Ich hätte es besser überhaupt nicht sagen sollen. Dü liebst ja Pieter.« • »Keine Spur. Pieter sollte dich eifersüch tig machen. Ich wollte endlich wissen, ob du mich so liebtest, wie ich dich liebe. Du schwiegst. Er sollte dich zum Reden bringen. Das mißlang. Da kehrte ich die Sache um, Vielleicht wurdest du warm, wenn du Pieter eifersüchtig machen solltest.« Sie lächelte; es war ein Lächeln, das mehr in den Augen als um den Mund lag. »Ich wollte so gern heute noch meine Verlobung -feiern . . .« Es sage keiner,..er habe geheiratet. Wir werden geheiratet. Zu unserem Glück ist das so.« Maribor, Donnerstag, Sen 4. Jannrr Einschränkung des Kleinpake!-verfandes nach dem Auslande AUSFUHRBEWILLIGUNG UND VALUTENSICHERSTELLUNG BEI PAKETEN VON MEHR ALS 50 DINAR WERT ODER 1 KILO GEWICHT. — DURCH DIE NEUE BESTIMMUNG IN ERSTER LINIE DER NAHRUNGSMITTELVERSAND MIT POSTPAKETEN NACH DEUTSCHLAND BETROFFEN. praktischer und ergiebiger. Das Gift, das elektrisch gewonnen wird, ist reiner. Gewisse große Schlangen aus den Tropen sollen bei einer einzigen elektrischen Behandlung nicht weniger als einen bis zwei Kubikzentimeter Giftflüssigkeit von sich geben. Nach einer solchen Kur haben sie dann etwa zwei Wochen Ruhe, worauf man ihnen das inzwischen angesammelte Gift aufs neue abkitzelt. Sterilisierung in Japan. Aus Tokio wird berichtet: Wie hier ver lautet, soll in der nächsten Parlamentsperiode eine Gesetzvorlage eingebracht wer den, die die zwangsweise Sterilisierung aller an ernstlichen, vererbbaren Krank, heiten leidenden japanischen Staatsangehörigen vorsieht. Die Vorlage, deren Urheberschaft auf das Wohilfahrtsministe-rium zurückgeht, würde Operationen nur in extremen Fällen erforderlich machen, andererseits aber den mit weniger schweren Leiden behafteten Personen ermöglichen, sich freiwillig zur Sterilisierung zu melden. Unmenschl'cher Vater, Der - verwitwete Schuhmacher Stamm:r Kostic in Gornji Milanovac, cm schwerer Alkoholiker, empfand seine dr i Kinder als Last und behandelte sic in der unmenschlichsten Weise. Am Abend des Ncujahrstags kam er schwer betrunken nach Hause. Er hatte in einem Gasthaus Karten gespielt und sein letztes Geld ver leren. Die Wut über sein Mißgeschick ließ er an den unschuldigen K.ndern aus. Das jüngste, ein sechsjähriger Junge, flüchtete vor dem Rasenden aus dem Hause. Da es bitter kalt war in dieser Nacht wurde minus 20 Grad Celsius verze'chnet — suchte er den Schweinestall des Nachbars auf und legte sich zwischen die Schweine, um sich zu wärmen. Am nächsten Morgen wurde er vom Nach bar vor Kälte erstarrt in einem Winkel des Stalles aufgefunden. Dem rasch her-be'geholten Bezirksarzt gelang es nur mit Mühe, das arme Ki.ii ins Bewußtsein zvrückzuführen. Der Kleine schilderte das Martyrium das er und seine älteren Geschwister im Haus des unmenschlichen Vaters auszustehen hatten. U. a. erzählte er, daß der Vater im Vorjahr zwei Dek-ken, drei Paar Opanken und andere Dinge, welche die Gemeinde den Kindern zu Weihnachten geschenkt hatte, verkauft und das Geld vertrunken habe. Die armen Kinder werden dem Schuster abgenommen und in einem Kinderheim untergebracht. Preisausschreiben um ein Elefantenbaby. Kürzlich wurde im Amsterdamer Zoo ein kleines Elefantenbaby geboren. Es war der erste Elefant, der in Holland das Licht der Welt erblickte. Dieses Ereignis kickte natürlich zahlreiche Besucher in den Tiergarten. In kurzer Zeit war der kleine Dickhäuter zum Liebling der Amsterdamer Tierfreunde geworden. Nur über eine Frage bestand keine Einigkeit. Wie sollte man das Elefantenbaby nennen? Jeder nannte es so, wie es ihn am besten dünkte. So hatte das Baby innerhalb kurzer Zeit tast hundert Namen. Um dieser »Sprachverwirrung« ein Ende zu bereiten, hat die Zooverwaltung jetzt ein Preisausschreiben veranstaltet. Jeder Zoobesucher kann einen Namensvorschlag im Büro schriftlich niederlegen. Eine Preisrichterkommission soh dar über entscheiden, welcher Vorschlag der schönste ist. Mitte Januar wird der endgültige Name des Elefantenbabys und zugleich der Name des Namengebers öffentlich bekannt gegeben. Bei der Abendveranstaltungen der New yorker »Season« in diesem Winter sah man zum ersten Male leuchtende Frisuren. Ein Alter von 105 Jahren erreichte eine Frau in den Apuanischen Alpen Italiens. Es handelt sich um eine Bäuerin, die nie krank war und bei voller Klarheit des Geistes verschied. Jeden Tag erlebt unser Planet durchschnittlich zwei Erdbeben. Ern merkwürdiger Diebstahl ereignete sich kürzlich im Gemeindebezirk von Udi ne, wie aus Rom gemeldet wird. In e ner Nacht wurden in einer Ortschaf, die Glok •ken von sieben Kirchen gestohlen! Gegen den Postpaketversand von Nahrungsmitteln im Gewichte bis zu 5 Kilogramm aus Jugoslawien sind in den letzten Wochen verschiedentlich Stimmen erhoben worden. In erster Linie wurden sol che Pakete aus Maribor und Umgebung, aber auch aus anderen Teilen Sloweniens und des übrigen Staates nach Deutschland versandt. Es handelt sich hier weniger Um gewerbs- bzw. handelsmäßige Ausfuhr von Lebensmitteln, als vielmehr um Aufmerksamkeiten Privater, die ihren Ver- AK AD EM SKI PIES wandten, Bekannten usw. jenseits der Grenzlinie Butter, Geflügel, Fleischwaren, Eier usw., die in. Deutschland nur auf Lebensmittelkarten bezogen werden können, zukommen lassen und ihnen dadurch einen Zuschuß zu den behördlich bewilligten Rationen ermöglichen. Es wird ins Treffen geführt, daß dieser Lebensmittelversand bereits zu einer Knappheit gewisser Artikel in unseren Gegenden geführt hat, was ein weiteres Steigen der Preise für diese Nahrungsmittel mit sich bringt. Vor Weihnachten nahm der Paketversand derart an Umfang an, daß über Maribor Jahre vollauf zu tun gehabt. 3267 Personen wurden wegen Polizeivergehen abgestraft. Die Zahl der Verhaftungen belief sich auf 605. Erledigt wurden ferner 9125 Straffälle, unter denen sich allein 726 Fahrraddiebstähle befanden. Aus Maribor wurden 2176 Personen abgeschoben. Die Zahl der polizeilichen Anmeldungen betrug im Vorjahre 35.145, die der Ab me! 5 cm vereisten Schnees. Senjorjev dom: —6 Grad, bewölkt, windstill, 25 cm festen Schnees. Sv. Lovrenc a. B.: —12 Grad, heiter, windstill, 8 cm Pulverschnee auf 9 cm Unterlage. Ribnica a. B.: —8 Grad, stark bewölkt windstill, 12 cm Pulverschnee auf 8 cm Unterlage. Sprungschanze benützbar. Kotlje - Rimski vrelec: — 12 Grad, heiter, windstill, 8 cm Pulverschnee auf 12 cm Unterlage, Straßenverhältnisse sehr gut. Pelzen: —9Grad, heiter, windstill, 10 cm Pulverschnee auf 40 cm Unterlage. Celjska koča: 10 Grad, heiter, windstill, 5 cm Pulverschnee auf 20 cm Unterlage. Mozirska koča: — 12 Grad, heiter, windstill, 10 cm Pulverschnee auf 50 cm Unterlage. Logartal: —23Grad, heiter, windstill, 13 cm Pulverschnee auf 25 cm Unterlage, Straßenverhältnisse günstig. Das Wetter Wettervorhersage für Freitag: Vorwiegend bewölkt und beständig. m. Notar Dr. Razboršek gestorben. In Slovenjgradec ist nach kurzem schweren Leiden der Notariatssubstitut Dr. Ivan Razboršek, ein Bruder des Faktors der »Mariborska tiskarna« Alois Razboršek, im schönsten Mannesalter von 39 täglich mehr als tausend Sendungen nach Norden abgefertigt wurden. Verschiedenen Vorstellungen Rechnung tragend, hat nun das Finanzministerium eine Verfügung erlassen, die den Paketver satid nach dem Auslande stark einschränkt. Es handelt sich, wie schon in der gestrigen Nummer kurz erwähnt, um eine Aenderung der geltenden Devisenvor Schriften. Fortan ist bei Paketen schon im Werte von mehr als 50 Dinar (bisher 250 Dinar) oder im Gewicht von mehr als einem Kilogramm bei einem bevollmächtigten Geldinstitut die Valutensicherstellung vorzunehmen, d. h. der Sender 5. I. 1940 hat die Verpflichtung zu übernehmen, daß er in der festgesetzten Frist von 90 Tagen oder drei Monaten den Erhalt des Gegenwertes für die ausgeführte Ware auswel- 1 sen (rechtfertigen) wird, widrigenfalls er, die vorgesehenen Strafsanktionen zu ge-; wärtigen hat. Außerdem hat er um die I entsprechende Ausfuhrbewilligung einzukommen, falls es sich um der Ex'oortkon- j trolle unterliegende Waren handelt, was die meisten Nahrungsmittel sind. düngen 34.980. Im Jahre 1939 wurden -679 neue Reisepässe ausgegeben, 1151 alte Pässe verlängert und 384 Pässe vidiert. Die Zahl der vidierten ausländischen Pässe betrug 335. Im Vorjahre wurden ferner 1745 Arbeits- und Aufenthaltsbewilligungen für Ausländer erteilt. In 25 Fällen wurde die Bewilligung zum Studium im Ausland erteilt. m. Vielversprechender Auftakt zur Konzertsaison. Wie bereits berichtet, bringt unsere rührige Glasbena Matica am 17. d. Friedrich Smetanas Monumentalwerk »Ma via st« (Mein Vaterland) unter der I Stabführung des Militärkapellmeisters I Hauptmann J i r a n e k zur Aufführung. Das Orchester der Matica wird durch Mi-! litär- und Privatmusiker verstärkt werden, j Die Proben des Orchesters sind bereits I seit einigen Monaten in vollem Gange u. man kann daher mit einem auserlesenen Kunstgenuß rechnen. m. Sk fahrerautobus nach Ribnica. Morgen, Freitag, um 15 Uhr wird ab Ma ribor (Grajski trg) wieder ein Sonderautobus für Skifahrer nach Ribnica abgefertigt, der Sonntag abends zurückkehrt. Fahrpreis für die Hin- und Rückfahrt 40 Dinar. Anmeldungen in den Sportgeschäf ten Divjak (Tel. 27.12) und čop. m. Aus dem Englischen Klm. In der heurigen Saison hat das englische Sprach Studium in unserer Stadt mit der Ankunft des englischen Lehrers Mr. B o u g h y neuen Auftrieb erhalten. Wie wir nun erfahren, wird demnächst ein neuer Kurs für A n f ä n g e r eröffnet werden, der jeden Montag von 21 bis 22 und jeden Mittwoch von 20 bis 21 Uhr stattfinden wird. Die Monatsgebühr beträgt pro Person 50 Dinar. Ferner wird ein Spezialkurs für K e 1 1 n e r jeden Freitag von 115 bis 16 Uhr abgehalten werden. Der Kursbeitrag beträgt 20 Dinar pro Person und Monat. Anmeldungen für beide Kurse werden in den Räumen des Englischen Klubs (Krekova ul. 14, Parterre) entgegengenommen. m. Achtung! In wenigen Tagen findet wieder e ne Ziehung der S aatsklassen-lotterie statt, und zwar bereits die 4. Klasse der laufenden Spielrunde. Im nächsten Monat beginnt also bereits die Hauptziehung. Es ist daher am Platze, recht-zeit’g dafür Sorge zu tragen, daß man sich das Spielrecht bezw. das Recht an einem eventuellen Treffer sichert, indem man sich ein Klassenlos beschafft bezw. das schon angeschaff e oder zugeschickte Los rechtzeitig bezahlt. Wer also n'cht zu Spät kommen will, wende sich so rasch als möglich an unsere Glücksstelle und Hauptkollektur Bankgeschäft Bezjak, Gosposka ul. 25, wo neue Klassenlose noch aufliegen. Das Glück ruft, en .schließt Euch rasch! m. Den ärztl chen Inspektionsdienst versieht für Mitglieder des Kreisamtes für Arbeiterversicherung am Samstag, den 6. d. Dr. Zirngast am Kralja Petra SOKOLSKI DOM (Union) I trg 3, während am Sonntag, den 7. d. Dr. Pogrujc, Tyrševa ul. 14, den Inspektionsdienst übernimmt. m. Auszeichnung. Der Obmann der Feuerwehr in Gornja Hajdina Ludwig Musek wurde mit dem St. Savaörden 4. Klasse ausgezeichnet. m. Das Stahlwerk Graf Thurn In Gu-štanj-Ravne hat im Sinne eines vor einem halben Jahr gefaßten Bschlusses sei- ; nen Sitz nach Beograd verlegt, wo es jetzt be m dortigen Kreisgericht protokol- , liert wurde. Das Aktienkapital beträgt 12 Millionen Dinar. Die Gesellschaft besitzt das Stahlwerk in Guštanj, das Schmiedewerk in Mežica und das Kohlenbergwerk in Holmec. Im neuen Verwaltungsrat sitzen u. a. der gewesene Kreistagspräsident Dr. Leskovar aus Maribor und Graf Al. Thurn-Valsassina. m. Seltenes F ImereignIs In Maribor. Wie wir erfahren, wird in der Zeit vom 6. bis 11. d. M. im hiesigen Burgtonkino das epochale F.hnwerk der UFA »D o k-tor Robert Koch«, unter dem Ehren schütze der Mariborer Antituberkulosenliga zur Aufführung gebracht werden. Der Film »Dr. Robert Koch« wurde bekanntlich auf der Internationalen Filmausstellung (Biennale) in Venedig mit dem I. Preis ausgezeichnet. Die Hauptrolle spielt der berühmte Darsteller tiefgründiger menschlicher Charaktere Emil Jannings. Es ist begreiflich, daß ln der hies'gen Oeffentlichkeit für dieses seltene Filmereignis bereits das lebhafteste Interesse herrscht.Dr. Robert Koch ist, wie bekannt der geniale Forscher und Entdek ker des Tuberkel-Bazillus. m. Das Bergfest des Slowenischen Alpenvereines, das alljährliche gesellige Stelldichein unserer Bergfreunde und Bewunderer unserer schönen Natur, wird auch in diesem Jahr am 1. Feber im großen Sokolsaal (Union) stattfinden. m. In Slovenska Bistnca gernngt Sonntag, den 7. d. um halb 16 Uhr im dortigen Slomšek-Heim das Volksstück »Rokovnjači« zur Aufführung. Kartenvorverkauf in der Trafik Pibrovec. m. Der Fremdenverkehr Im Dezember. Im vergangenen Monat Dezember wurden in Maribor 1219 Fremde angemeldet, davon 991 Jugoslawen, 196 Deutsche und 16 Tschechen. Nächtigungen waren 2691 zu verzeichnen. m An der Schwelle des neuen Jahres spricht die Anliluberkuloseniiga in Maribor, oeren Asylbaui'ond bereits auf mehr als eine halbe Million Dinar angewachsen ist. jedermann für die Mitwirkung an der Sammelaktion ihren Jahresbilanz der Gtadtpolizei / - . -Die Stadtpolizei hat im vergangenen Gchneeberichte des »Putnik« vom 4. Jänner. Mariborska koča Pohorski dom: Temperatur —10 Grad, heiter, windstill, Jahren unerwartet gestorben. Der Verbli chene, der sich ob seines gewinnenden und konzilianten Wesens allseitiger Wert Schätzung erfreute, war gerade dieser Ta 'ge zum Notar in Metlika ernannt worden. Friede seiner Asche! Der schwergetroffenen Familie unser innigstes Beileid! herzlichsten Dank aus. Die Liga Wünscht ahen edlen Menschenfreunden ein fröhliches und insbesondere an Gesundheit re.c..cs Neujahr mit der Versicherung, dass die Besprechungen zwecks Ankaufes eines Objektes für ein Asyl für Tuberkulosekranke vor dem Abschlüsse stehen Die Liga ersucht die Öffentlichkeit, auch im neuen Jahr 1910 der menschenfreundlichen Aktion wie bisher gewogen zu sein. m. Ein sehr wichtiges Datum, für jedermann ist Samstag, den 13. Jänner 1940. Ziehung der vierten Klasse der Staatlichen Klassenlotterie! Beschafft die Lose unverzüglich beim »Putnik«, Maribor, Trg svobode - Burg! Versuchet Euer Glück! m. Das städtische Konskript'onsamt bleibt vom 15. d. bis 5. Februar wegen Richtigstellung der Wählerverzeichnisse für den Parteienverkehr täglich nur von 9 bis 12 Uhr vormittags zugänglich. * Beiträge für den Akademikerbau mö gen am 5. Jänner ab 13 Uhr im Sokol-heim (Union) abgegeben werden. rn. Wetterbericht vom 4. d., 9 Uhr: Temperatur —8.8 Grad, Luftfeuchtigkeit 90o/o, Barometerstand 737 Millimeter. Windstill. Gestern Temperaturmaximum --3.3, heute Temperaturm.nimum —14.5 Grad. 4us Ceifc * c. Ausblick und Rückblick. Der sogenannte Jahresregent von 1940 ist die Sonne, ein Umstand, der lach dem hundertjährigen Bauernkalender ein warmes, trok kenes, fruchtbares Jahr bedeuten soll. Die in einem »Sonnenjahr« geborenen Menschen sollen nach der alten Kalenderregel schön, stark, fromm, mächtig und geehrt sein. Also?! Möge dies ein Ansporn sein jenen, die in diesen Tagen heiraten wollen und jenen, die schon verheiratet sind! —- Nun wollen wir aber einen Rückblick tun auf die Lebensbewegung des Jahres 1939 in Celje. Im Sprengel der Stadtpfarre St. Daniel wurden im Vorjahre 387 Kin der geboren, 193 Knaben' und 194 Mädchen. 485 Kinder (249 Knaben und 236 Mädchen) kamen zwar in Celje zur Welt, gehören aber nicht der hiesigen Pfarre an. Insgesamt haben also im Vorjahre in Celje 872 Kinder (442 Knaben und 430 Mädchen) das Licht der Welt erblickt, um 66 mehr als im Jahre 1938. Gestorben sind hier im Vorjahre 486 Menschen, 256 männ liehen und 230 weiblichen Geschlechtes. Davon gehörten 271 Personen (141 Männer und 130 Frauen) der hiesigen Stadtpfarre an. die übrigen 215 gehörten zu anderen Pfarren und haben im hiesigen Krankenhause ihre Augen geschlossen. — Getraut wurden 202 Paare. c. Kino Union. Bis einschließlich Samstag (Dreikönigstag) läuft der deutsche Lustsoielschla^er »Hurra! Ich bin Papa!« mit Heinz Rühmann, Albert Florath und Walter Schüler. Der große Künstler Heinz Rühmann in der Rolle des Vaters, der mit semem Söhnchen eine Reihe tragikomischer Erlebnisse hat. Die einzig da«teh»n-de Komik Rühmanns, sein natfHicher Humor, gipfeln in diesem Stück. Eine Menge schöner Frauen, darunter Carola Höhn, ergänzen diese lustige Komödie der Saison. Gchachkiub „Vidmar" in Maribor MARIBORS SCHACHFREUNDE EHR EN UNSEREN GROSSMEISTER. — Aus ?4ui p. Ueberfäl'e. In Erjavci bei Sv. Tomaž kam es zwischen den Brüdern Alois und Josef Dermin zu einer tätlichen Abrechnung, bei der letzterer den älteren Alois mit einem Revolver zu Boden schlug und hiebei am Kopfe schwer verletzte. Der Bursche wurde ins Krankenhaus überführt. p. Auf dem Hemwege erfroren. Unweit von Majšperk wurde der 57jährige Hilfsarbeiter Stefan Svager aus Mostečno auf der Straße tot aufgefunden. Svager, der sich ziemlich angeheitert auf den Heimweg begeben hatte, war unterwegs zusammen gebrochen und erfroren. p. Unfälle. Der 29jährige Hilfsarbeiter Ludwig Lampert glitt beim Verschieben derart unglücklich aus, daß er sich beide Die in der Schachsektion des Nationalen Eisenbahnerverbandes vereinigten Schachfreunde hielten Dienstag abends eine Vollversammlung ab, in der der bedeutsame Beschluß gefaßt wurde, die Sektion in einen Klub umzuwandeln, der mit begeisterter Zustimmung aller Anwesenden auf den Namen des berühmtesten jugoslawischen Schachmeisters Großmeister Universitätsprofessor Dr. Milan Vidmar getauft wurde. Dr. Vidmar, der hievon sofort in Kenntnis gesetzt wur de, richtete ein Schreiben an den neuen Klub, in dem er nicht nur die Benennung des Klubs gutheißt, sondern in aufmunternden Worten dem Klub auch eine ge-deiliche Zukunft wünscht. Dr. Vidmar schreibt u. a.: »Durch mein ganzes Leben fühlte ich mich als Arbeiter. Deshab bin ich stolz darauf, daß Euer Klub mein Klub wurde. Gerne gebe ich die gewünschte Er laubnis und übersende die herzlichsten Schachgrüße mit den besten Wünschen fürs neue Jahr.« Bekanntlich ist Universitätsprofessor Dr. Vidmar einer jener Amateure des Weltschachs, der den Ruf des slowenischen und damit des jugoslawischen Schachs in alle Länder trug und sich auch für die Verbreitung des Schachs daheim die größten Verdienste erworben hat. Gestern abends setzte der Schachklub »Vidmar« sein Weihnachtsturnier fort. Glatte Siege errangen Mišura gegen Guj-znik, Avdič gegen Bakarič, Lukeš gegen Ketiš, Kukovec gegen Rupar, Gerželj gegen Foray und Marotti gegen Küster, wäh rend die Partie Nosan : Marvin unentschieden blieb. Babič war spielfrei. * Der Stand nach der 12. Runde lautet: | Marotti 9, Gerželj, Kukovec und Mišu-! ra 8)4, Küster 7, Babič und Foray 614, jLukeš B. 6, Rupar und Marvin 514, Audio 5, Ketiš 3, Nosan 2)4, Gujznik 2 und Bakarič 0 Punkte. Vollkommener Tagesempfang der europäischen und überseeischen Stationen mit dem Luxus-Super ■nsDBOeoBaiiDBniEaEnenaciBDsnH a a Arme schwer beschädigte und auch innere Verletzungen erlitt. _ Die Ruhc-ständlersgattin Marie Pleteršek fiel über mehrere Stufen und brach sich hiebei den linken Un'erschenkel. — Der 21 jährig« Knecht Alo's Polak nächtigte in einem ungeheizten Raum und erlitt bedenkliche Erfrierungen an beiden Händen. — Alle wurden ins hiesige Krankenhaus über führt. Witz und Humor »Stimmt es wirklich, Herr Kallenbach, daß Ihr Kassierer mit Ihrer Tochter und einer großen Summe Geldes durchgebrannt ist?« »Ja, leider, aber es scheint doch ein ehrlicher Kerl zu sein, von de.m ich alles wiederbekomme — meine Tochter hat er schon zurückgeschickt!« * »Die meisten Unglücksfälle im Hause passieren in der Küche!« sagte der Statistiker. »Ja«, bestätigte sein Freund, »und das Schlimmste dabei ist, daß der Herr des Hauses sie aufessen und sogar noch loben muß!« .* Die Dame besichtigte den Botanischen Garten. »Das ist eine fleischfressende Pflanze«, sagte der Gärtner. »Interessant«, staunte die Dame, »und wann ist Fütterung?« * Sie: »0 to, wie gefällt dir mein neuer Hu ?« Er: »Hm! Um die Wahrheit zu sagen..« Sie: »Hör auf! Wenn du gleich so niederträchtig anfängst, will ich gar nichts weiter hören!« Ausblick ins neue Jahr. Folgt Vorschriften Vater: »Peter, was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen!« Peter: »Großartig! Dann will ich mal schnell die ganze Schokolade aufessen, die ich zu Weihnachten bekommen habe!« 3??otieleiinacbtb:enTf Bis zum 5. Jänner versehen die S v. Areh-Apotheke (Mag. pharm. Vidmar) am Hauptplatz 20, Tel. 20-05, und die S t. M a g d a 1 e n e n - A p o-t h e k e (Mag. pharm. Savost) am Kralja Petra trg 3, Tel. 22-70, den Nachtdienst. Wer kann gut beobachten? Verkauf auch auf RAT El Wir hr.mren außerdem unseren volkstüml eien 5-Röhren Orion Super auf Monatsraten von D.rH t€0*— Alleinverkauf Ina EaO S I C W MARIBOR - Koroška cesta 11 RsstZseöö Zke&lei REPERTOIRE. Donnersteg. 4. Jänner um 20 Uhr: „Verlobung an der Adria“. Ab. B. Freitag, 5. Jänner um 20 Uhr: „Alles zum Seherz“. Ermässigte Preise. Samstag, 6. Jänner um 15 Uhr: »Konto X«. Um 20 Uhr: »Verlobung an der Adria«. Sonntag, 7. Jänner um 15 Uhr: »Alles zum Scherz«. Ermäßigte Preise, — Um 20 Uhr: »Via Mala«. Ermäßigte Preise. Beim ersten Blick Schemen die sechs Bilder vollkommen gleich zu sein, aber bei näherer Betrach ung zeigt s;ch, daß sie in Einzelheiten von einander abwei- chen: Von Bild zu B'ld haben zwei Veränderungen stattgefunden. — Worin bestehen diese? Esplanade-Tonkino. Ab heute die größte Ueberraschung der letzten 10 Jahre: »Die Heimatlosen« mit Tracy Spencer u. Mickey Roonay. Ein Film für Menschen edlen Herzens und für Jugendfreunde. — Ein Film der großen realistischen Kunst, das aktuellste Filmwerk der gesamten Filmindustrie. Ein Film voll gesunden Humors und ungezwungener Fröhlichkeit. — Ein Film, den niemand versäumen soll und der jedermann unvergeßlich bleibt. Es folgt: Die neueste Willy Forst- Schöpfung »Bel Ami«. Burg-Tonkino. Ab heute der große Lustspielschlager »Die Frühlingsparade« (Marika) mit Franziska Gaal, Wolf Al-bach-Retty, Paul Hörbiger, Theo Lingen und wieder mit Hans Moser in den Haupt rollen. Eine neue Lachbombe, die jung und alt in ihren Bann zwingt. Es folgt der beste Emil Janings-Film »Dr. Robert Koch, der Bekämpfer des Todes«. Unlon-Tonkino. B:s einschließlich Donnerstag der beste Film des berühmten Wallace Berry »Der Tiger von Arizona«, ein klassisches Werk der Gesellschaft Metro-Goldwyn-Mayer. Das Drama eines Mannes, der seine Lebensart seinem Sohne zuliebe ändert. Ein Film von Menschen mit stählernem Charakter. In Vorbereitung »Das L’ed der Fre'he’t« mit dem beliebten Darsteller Eddy Nelson. Gedeme der Antituberkuloien-Llga! ihtkd&tfttiu mmmmmmmtmamamtsamM Südosteuropas Weinerzeugung und Weinausfuhr UNGARN, JUGOSLAWIEN, RUMÄNIEN, BULGARIEN, GRIECHENLAND Im Rahmen der Wirtschaitsabmachuii-Ken, die von den Staaten Südosteuropas geschlossen werden, pflegt auch der Wein eine nicht unwichtige Rolle zu spielen. Der Weinbau Ungarns besitzt heute eine Ertragfläche von 220.000 Hektar, auf der im Durchschnitt 4 bis 5 Mill. hl Wein erzeugt werden. Die bekanntesten Weinbaugebiete sind das Tokajer-Gebiet, die Gegend um Eriau, Villany und Szek-sard. Besonders Tokaj bringt Weine hervor, die zu den Spitzenweinen der Welt zählen. Die Ausfuhr ungarischer Weine betrug im Jahre 1937 rund 350.000 hl. Als Hauptabnehmer traten Deutschland mit nahezu 50% und die Schweiz mit mehr als 35% der ausgeführten Mengen auf. Fast die gleiche Fläche wie in Ungarn ist auch in Jugoslawien mit Wein bebaut. Hier sind rund 210.000 Hektar mit Reben bepflanzt, die durchschnittlich im Jahr 4 bis 4.5 Mill. hi Wein hervorbringen. Der Weinbau ist in fast allen Gebieten des Landes heimisch. Die besten Weine bringt Slowenien hervor, das sich mit den besten Sorten der bekanntesten Wemländer vergleichen kann. Die Weinverwertung macht in Jugoslawien noch einige Schwierigkeiten. Für den Eigenverbrauch werden jährlich etwa 1.5 bis 2 Mill. hl benötigt. Um die Absatzschwierigkeiten zu belieben, still die Erzeugung eingeschränkt und der Hybridenanbau verboten werden. Rumäniens Weinerzeugung beläuit sich durchschnittlich auf 8 bis 10 Mill. Hektoliter im Jahr. Diese Weinmenge wird auf Grund einer R'ebfläclie von 330.000 ha, die sich auf etwa 700.000 Betriebe verteilt, gewonnen. Die wichtigsten Weinbaugebiete befinden sich in Bcssarabien sowie im Moldaugebiet, wo in der Gegend von Cotnary die berühmtesten Weine Rumäniens gedeihen. Aber auch in Siebenbürgen, das Weine von guter Qualität bervorbrmgf, spielt der Weinbau eine wichtige Rolle. Nach einer Periode des Niederganges befindet sich der rumänische Weinbau nunmehr seit einigen Jahren wieder in dem Zustand einer ziemlich raschen Aufwärtsentwicklung. Die Ausfuhr war bis vor kurzem unbedeutend; es wurden nur an die 1500 bis 2000 hl nach Deutschland ausgeführt. Im Rahmen des deutsch-rumänischen Wirtschaftsabkommens ist jedoch für die nächste Zeit mit einer raschen Zunahme des Weinexportes zu rechnen. Bulgarien ist infolge seines günstigen Klimas ein uraltes Weinbauland, das heute eine Rebfläche von etwa 110.000 ha besitzt. Der Jahresertrag beläuft sich auf zirka 1.5 Mill. hl. Hauptsächlich wird der Weinbau in den südlichen Teilen des Landes betrieben. Der bulgarische Weinbau ist noch sehr verbesserungsbedürftig. Die Verwertung der Weinernten machte bisher keine größeren Schwierigkeiten, da sie fast restlos für den Eigenverbrauch Verwendung finden konnten. Neuerdings ist man durch die Gründung von Winzergenossenschaften bestrebt, auf eine Qualitätssteigerung hinzuwirken, um eine Steigerung der Ausfuhr herbeiführen zu können. Der Weinbau Griechenlands, das mit zu den ältesten Weinbauländern der Welt zählt, umfaßt heute eine Fläche von rund 150.000 ha. Die Erzeugung schwankt zwischen 1.75 und 5.2 Mill. hl; sie liegt im Mittel bei etwa 3.5 Mill. hl. Die hauptsächlichsten Weinbaugebiete Griechenlands sind Attika, Acheia, Messenien, Canea und Candia. Patras, Sams und Kephaknria bringen in der Hauptsache Süßwein hervor. Für die Ausfuhr kommen lediglich .Süßweine und rote Verschnittweine in Betracht. Etwa 400 Tausend hl wurden in den letzten. Jahren durchschnittlich ausgeführt, die Zu mehr als 60% nach Deutschland und Frankreich gingen. BorfttMenchle Ljubljana, 3. Dez. — Devisen: London 174.70—177.90 (im freien Verkehr 215.83—219.031), Paris 98.75—101.05 (122.06—124.36), Newyork 4424.37— 4484.37 (5480—5520), Zürich 995—1005 (1228.35—1238.35), Amsterdam 2353.50— 2391.50 (2907.12—2945.12), Brüssel 744— 756 (919.01—931.01); deutsche Clearings checks 14.70—14.90. Zagreb, 3. Jänner. Staats werte: 3>j% Kriegsschaden 423—427, 4% Nordagrar 51—52, 6% Begluk 0—76, 6% dalmat. Agrar 0—71, 6% Forstobligationen 0—70.50, 7% Bläir 0—87.50, 8% Blair 0—97.50; Nationalbank 7700—0; Priv. Agrarbank 0—195. Amstettung der deutschen Textilwirtschaft in Kriegszellen Von unserem Dr. Fa.-Mitarbetter Berlin, Dez. Die deutsche Textiiindu Serie ist jetzt unter allen Industriezweigen am stärksten von der kriegswirtschaftlichen Umstellung betroffen. Sie dient, wie die Nahrungs- und Genußmittelindustrie, der Deckung eines allgemeinen unmittelbaren Leber, sbedarfes des Volkes. Die ge sämte Texti1- und Bekleidnugswirtschaft unterscheidet sich aber von der Eroäh-rungswirtschn.it grundsätzlich dadurch, daß sie einen Bedarf befriedigt, dessen gewaltiger Umfang durch den sehr hohen deutschen Lebensstandard und zum Teil durch ausgesprochenen Luxus bedingt ist. Da weiterhin d'C Teitiiindustrie ihre Rohstoffe zu einem großen Teil aus dem Ausland beziehen muß, liegt es nahe, sie während der Kriegszeit so weit einzu-schränken, daß sie nur für den unumgänglichen Lebenshecari arbeitet. Betriebe, die ausgesprochene Luxttsgegenstän- dv, wie Möbel- und DfcTcorattbnsstoffc, |Spitzen, Teppiche usw., Herstellen, wer-! den nach und nach jetzt ganz oder teil-! weise eingestellt werden. | Der in Aussicht stehende Bedarf des Volkes ist durch die Einführung der Kleiderkarten festgelegt. Von zuständiger Stelle ist nunmehr ein. genaues Produktionsprogramm für die Textilindustrie auf gestellt worden, das den Heeresbedarf, den technischen Bedarf, den Export und grundsätzlich an letzter Stelle den Zivilbedarf umfaßt. Dieses Kriegswirtschafts-Produktionsprogramm entspricht der deut sehen Rohstofflage. Deutschlands Zell. woll- und Kunstseidenindustrie, die durch den Vierjahresplan in den letzten vier Jah ren eine gewaltige Erweiterung erfahren hat, deckt heute bereits ungefähr ein Drit fei des Gesamtspinnstoffbedarfes. Auch der Flachs- und Hanfanbau ist in den letz ien Jahren stark erweitert worden. Dazu steht jetzt die geeignete Anbaufläche der polnischen Gebiete zur Verfügung. Auch die Schafzucht wurde in den letzten Jahren stark vermehrt. Im Gegensatz zur La ge im Weltkrieg steht Deutschland heute schließlich auch nach wie vor die Einfuhr von Spinnstoffen aller Art aus wichtigen Produktionsländern, zu denen auch Rußland gehört, zur Verfügung. Die Umstellung der Textilindustrie auf die Kriegswirtschaft bringt natürlich die Notwendigkeit mit sich, für einen großen Teil der bisher in diesem Erwerbszweig Beschäftigten andere Arbeit zu finden. Es handelt sich hier um einen sehr beträchtlichen Personenkreis, denn insgesamt wer den etwa ein Drittel der bisherigen Arbeitskräfte anderweitig' untergebracht werden müssen. Das mag auf den ersten Blick sehr schwierig erscheinen, dennoch vollzieht sieh diese Aufgabe reibungslos. Von je- her hat die Textilindustrie einen besonders elastischen- Arbeitseinsatz gehabt, was zum Teil darauf zurückzuführen ist, daß sie neben der Bekleidungsindustrie die einzige Industriegruppe ist, in der mehr Frauen -als Männer beschäfigt werden. Gemessen an - der Arbeitsgefolgschaft beträgt der . Frauenanteil in der Textilindustrie 55.6 v. H. (1936) — (in der Bekleidungsindustrie 78.6 v. H.), Erleichtert wird der Arbeitsplatzwechsel durch den Umstand, daß die Textilindustrie sehr oft ihre Standorte in solchen Gegenden des Reiches hat. wo die Landwirtschaft vorherrscht. Wenn zum Beispiel Textilarbeiter und Textilarbeiterinnen aus der Landwirtschaft stammen, was sehr oft der Fall ist, kann eine Rück gliederung in diesem Berufszweige nicht nur ohne weiteres erfolgen, ist sie auch durchaus erwünscht. Die Umstellung der Textilindustrie gehört zu den wichtigsten arbeitspoütischen Vorhaben der deutschen Kriegswirtschaft Daß die Maßnahmen so glatt" durchgeführt werden, ist nicht zuletzt der Organisation und der Vorsorge der DAF. zu verdanken, die- durch ihre berufserzieherischen Maßnahmen dafür sorgt, daß frei werdende Arbeitskräfte schnell in anderen Erwerbszweigen eine produktive Tätigkeit finden. 'X Durch die Erhöhung der Umsatz- u. der Luxussteuer, die; im Rahmen der teilweise n Steuer- und Taxreform vorgenom men worden ist, erhofft das Finanzministerium, einen Mehrertrag von etwa einer Viertelmfiliarde Dinar zu erzielen. :X Der Clearingstand zu Jahreswende stellte sich für Jugoslawien folgendermas-sen dar: Im. Verkehr mit Deuts, c h -'lan d würden die jugoslawischen Forderungen in der letzten Dezemberwoche von 8.44 auf 7.66 Millionen Mark oder um rund 113 Millionen Dinar ermäßigt; der Clearingsaldö ist demnach gegenüber Ende November um 5.2 Millionen Mark höher. Im Verkehr mit Böhmen-Mähren beträgt der Clearingsaldo 48.2 Millionen Kronen," im Verkehr mit B u 1-g a r i e n dagegen 290.000 Dinar. Im Verkehr, mit Tt a >1 i/e n verminderte sich der P a s sivstan d Jugoslawiens um 10.5 auf 68.1 Millionen Dinar, im Verkehr mit Ungarn erhöhte er sich dagegen um 2.8 auf 34.2 Millionen Dinar. Im Verkehr mit Rumänien senkte sich der Clearingstand von 32,4 auf 25 Millionen Dinar, während sich der Passfvsaldo im Verkehr mit der Türkei um 0.1 auf 4.8 Millionen Dinar erhöhte. Schließlich vermehrte sich der Stand gegenüber d'er S l.o w a k e i um rund 90.000 auf 820.000 slowakische Kronen. X Vor einer Revision der Kartellpreise. Der Revisionsausschuß für Kartellpreise hielt Mittwoch eine Sitzung ab, in der er u. a. den Beschluß faßte, dem Handels Ministerium vorzuschlagen, gegen die Kar teile eine Untersuchung- wegen Preisen höhungen einzuleiten und eine Preissenkung zu erwirken. X Benzin aus Italien. Im Sinne einer Abmachung wird uns Italien Naphthaprodukte im Umfange der Ausfuhr des Jahres 1938-1939 zukommen lassen. Es handelt sich um rund 2400 Tonnen Rohnaphtha, 300 Tonnen Benzin und 1220 Tonnen Petroleum, die im Clearing bezahlt werden. Italien wird uns noch darüber hin-ausreichende Kontingente bewilligen, die jedoch in Devisen beglichen werden müssen. Schreibmaschinen lernen Fachaasdrücke Die Welt horchte auf, als vor einigen Jahren auf einer Leipziger Frühjahrsmesse die erste Notenschreibmaschine vorgeführt wurde. Sie war das Erzeugnis einer bekannten deutschen Büromaschinenfabrik. Inzwischen ist diese hochentwickelte Spezialindustrie nicht stehen geblieben. Jetzt geht man, wie man aus Berliner Fachkreisen berichtet, in Deutschland dar an, auch Schreibmaschinen mit Spezial-Fach-Tastatur für einzelne Branchen und Berufe herzustellen. Als erstes Erzeugnis dieser Art wird man auf der kommenden Leipziger Frühjahrsmesse 1940 eine Schreibmaschine für den Eisenhändler ausgestellt finden. Diese Neuheit hat abweichend von der Normaltastatur Tasten mit besonderen Zeichen und Abkürzungen, die in der Fachsprache häufig verwendet werden. Da taucht zunächst ein Zeichen auf, das wie ein T in einer Antiquaschrift aussieht, die Bezeichnung für den Begriff T-Eisen. Weitere Typen sind für U-, L- und Doppel-T-Eisen vorhanden. Da im Eisenhandel heute noch vielfach nach Zoll.gerechnet wird, fehlt auch dafür ein Zeichen nicht. Weiter sind Typen für die zahlreichen Bruchzahlen vorhanden, ohne die der Eisenhandel bekanntlich nicht auskommt. Dann gibt es das Winkelzeichen, das offene Dreieck mit einem Zirkelrand, das gerade im Eisenhandel von größter Bedeutung ist: Quadrat und Kreis mit schrägem Strich, die Zeichen für Querschnittmaße. Alles in allem dürfte. sich diese Neuheit der Leipziger Frühjahrsmesse 1940 (3.—8. März) für die internationale Büromaschinenbran che als ein recht guter Verkaufsartikel m den einschlägigen Kreisen erweisen. Aus aitet Itl Die Erde ist bucklig. Die Erdoberfläche ist reicher an Gebirgen und hügeligem Gelände als man gemeinhin annimmt." So beträgt das flache Land auf der ganzen Erde nur 34 v. H. Im wüstenreichen Afrika gibt es sogar nur 15 v. H. Ebene, während Europa genau so viel hügeliges und gemrgiges wie ebenes Land hat. 94 Millionen Mal Anna. Statistik-Amateure haben einen neuen Beweis für ihre unermüdliche Tätigkeit geliefert und gleichzeitig einen Hinweis dafür gegeben, was man alles statistisch erfassen kann. Nach einer Berechn^, gibt es in den romanischen und slawischen Ländern insgesamt 94 Millionen Frauen, die auf den Vornamen Anna getauft worden sind. Anna ist führend. Kein Frauenname erfreut sich gegenwärtig einer solchen Verbreitung. Erst an zweiter Stelle rangiert der Name Maria u. seine Abwandlungen: Marie und Mariette. Insgesamt soll es nach den statistischen Erhebungen dieser Zahlen-Akrobaten 91 Millionen Frauen geben, die auf diesen Na men hören. Hund meldet sich als Patient. *n Spezia, Italien, spricht man gegenwärtig über einen klugen Jagdhund, der nach einem kleinen Straßenunfall selbstständig eine Station für »Erste Hilfe« aufsuchte und sich dort gewissermassen ats Patient meldete. Der Hund hatte sich bei dem Unfall ein. Bein gebrochen. Er humpelte auf die Erste-Hilfe-Station zu und heulte dem Pförtner so jammervoll an, daß dieser einen Arzt herbeirief. — Der Arzt legte das gebrochene Glied in einen Gipsverband und wies dem Tier ein besonderes »Krankenzimmer« für die Zeit seiner Genesung zu. Inzwischen hat Sich auch der Besitzer des Hundes gemeldet, der seinen treuen Gefährten nach der Heilung wieder in Empfang nehmen wird. In Kairo wurde eine »Mumien fabrik« ausgehoben. Aus dieser Fälscherwerkstatt sind innerhalb dreier Jahre .60 bis 70 künstliche Mumien hervorgegangen. Wie aus Landsberg a. d. Warthe gemeldet wird, ist dort in der Landwirtschaftlichen Versuchsanstalt »die erste deutsche Freiland-Baumwolle« geerntet worden. Die Fruchtkapseln, aus denen die Watte hervorquoll, hatten Walnußgroße. Ein chinesischer Gelehrter vollendete das erste chinesische Wörterbuch, enthal tend 4,5 Millionen Wörter auf 85.000 Buchseiten! Drei Jahrzehnte hatte er daran gearbeitet! Der Erfinder des deutschen Films, Max Skladanowsky, ist am 2. Dezember 1939 im Alter von 76 Jahren in Berlin gestorben, In Blankenstein (Kleve) wurde einem Milchhändier auf der Straße ein Fünfzigmarkschein durch den Wind entführt. —■ Tagsdärauf fand ihn eini Kaufmann ganz zerknittert in — seinem Taubenschlag, Da die Nummer noch lesbar war, wurde dem Verlierer der Wertbetrag erstattet. * KuKurfilmtrupp im (Uildtcvicr 'KanmchenNa^e" vor der Kamera / Der überllfteie Hirlch / Warum Ift Oer Auerhahn imw? Seit etwa einem Jahr unternimmt ein Kulturfiimtrupp unter Leitung von Doktor Ulrich K. T. Schulz Streifzüge durch deut sche Wildreviere. Im Frühjahr durchzogen die F.Immänner mit Kamera und Ton1 Apparatur die ßergwälder Bayerns, im 1 zeitigen Sommer lagen sie in Mecklenburg hinter Heustadln und an Feldrainen aut der Lauer, in sonnigen Herbsttagen Pirschten sie durch die Schorfheide und über den Darss und im grimmigen Winter folgten sie im Schwarzwald den Spürer. des Fuchses im Schnee. Es kam ihnen dabei aber nicht r.ur darauf an, lediglich schöne Tierbilder zu filmen. Ueberall, wo beben ist, ist auch Kampf und Not, Giück Und Leid. Und das wollten die Kulturfilm-Männer auf den F.Imstreifen bannen. Dazwischen stellten sie den Heger und Pfle 8er des Wildbestandes, den Jäger. Und '•'om Jäger wieder ließen sie sich allerband Kunstkniffe des Waidmannes verdaten. Wie zum Beisp el bekommt der Jäger das Raubwild vor die Flinte? Füch se sind schlau. Aber der Jäger kennt die Schliche, wie man auch Füchse überlisten bann. Er läßt die »Hasenklage« ertönen, oder er »mäuselt«. Unter der »Hasenkla-§e« versteht man die klagenden Töne, die ein sterbender Hase von sich gibt. Das »Mäuseln« ist die Nachahmung des Piep-sens der Mäuse. In beiden Fällen ist es dir den hungrigen Fuchs Signal und Weg 'veiser zu einem vollkommenen »Happen«. Da aber diese Töne künstlich von einem Jäger mit Hilfe eines besonderen Instrumentes oder besser noch mit dem Munde nachgeahmt werden, rennt der Euchs, wenn auch sehr vorsichtig und miß tau sch, in sein Verderben. Eine andere Art der Ueberlistung des Fuchses ist die Schleppjagd, wobei der Fuchs mit Hilfe eines Hasen- oder Ziegenlämmerbaiges iuf eine bestimmte Duftspur gelockt w.rd. Diese Aufnahmen wurden von dem Ka neramann Walter Suchner in dem be-iihmten Fuchsrevier des Fürsten zu Für-denberg bei Donaueschingen gemacht. Sei 18 Grad Kälte. Zehn Tage mußten er >nd sein Helfer, Tag für Tag, neun Stun ‘len lang, ohne dabei s’ch rühren oder sprechen zu dürfen, ausharren, um den schlauen Fuchs überlisten zu können. Senn die geringste Veränderung der Umwelt erregte seinen Verdacht. Es war licht möglich, einfach irgendwo einen Sch rmstand aufzubauen und sich dahm-er mit der Kamera auf die Lauer zu lesen. Es war vielmehr notwendig, sorgsam ein Klafter Holz, das der Fuchs schon ‘ immer kannte, um 50 Meter weiter nach vorne oder seitwärts zu verlegen und hin ier diesem nattirl'chen Schutz gegen Sicht | auf »Meister Reineke« zu warten. Dabei wurden in der Kälte öft das Oel des Kamera-Motors dickflüSs'g u. zäh. Die Normalapparatur, die 24 Bldchen in der Se- ’ künde belichtet, »schlich« nur mehr mit ?cht Bhdchen am ObjektivschVtz vorbei. Es muß'e eine Ze'tluoen-Apparatur mit mehrfach verstärkter Energiequelle verwandt werden, um bei der herrschenden Kälte das Filmband mit der normalen Ge 'chwindigkeit durch die Kamera jagen zu können. Aber nicht nur das niedere Raubwild, mich das Großwild läßt sich von gesclrck Een Jägern überlisten. Viele von ihnen s>nd wahre Künstler in der Nachahmung v°n Tierstmmen. Aber es gehört oft eine jahrelange Uebung dazu, um beispielsweise den Sehnsuchtsruf einer Ricke, das »Fiepen« nachzuahmen. Er macht das ent Weder mit dem Mund auf einem Grashalm oder mit einem besonders angefer-t:gten Instrument, das der Jäger die »Re! Platte« nennnt. Sobald er «Fesen Ruf ir der Zeit, wo die Rehe Hochzeit feiern, er *önen läßt, folgt der Bock wie am Fader gezogen dem lockenden »Sirenenruf«, bi-' er — dicht vor dem Jäger steht. Nun dar man aber nicht annehmen, daß der Jäge 'mtner zu solchen H'lfsnrtteln greift, um das Wild vor den Gewehrlauf zu bekom men. der Jäger muß in erster Linie Hege des Wildes sein und auf diese listige We se kann er den Tierbes'and stets nenau estens überprüfen. Im übr gen fällt eir 6ock nur in der Brunftzeit auf den Betrug herein. Natürlich, denn da hat er nur die »Weiber« im Kopf! Eine weitere List des Jägers beim Rot wild ist das Nachahmen d. Kampfschreies eines vermeintlichen Nebenbuhlers. Das versetzt den Platzhirsch in Wut, und er kennt nur noch eins: Ran an den Frechling, der sich seinem Rudel zu nähern erkühnt! Statt dessen gerät er vor den Jäger. Noch viele solcher Ueberlistungs-kn'iffe kennt und schätzt der Jäger als die hohe Kunst des Waidmannes. So heißt auch der Film, der diese Geheimnisse »entlarvt«. Die Kulturfilmmänner aber mußten das Maß von List und Umsicht vervielfachen, um d e Aufnahmen auf den Celluloidstreifen zu bekommen, ohne Mogeln und Trick. Sie hatten daher rechts und links von einem Brunftplatz in aller Heimlichkeit ihre Stände errichtet, um jeweils, entsprechend der Windrichtung, wit*erungsfrei im Anstand liegen und war ten, warten und noch einmal warten zu können. Erst nach dre'wöchiger ständiger Beobachtung ist es gelungen, jene Schwenkaufnahme zu machen, die den Jä ger gleichzeitig mit dem auf semen Lockruf reagierenden Tier auf einem B.lde zeigt. !e geschickter d5e Jäger als Tierstim-men-Imitatoren sind, umso erfolgre'cher sind ihre Pirschgänge im Wald. Mit der »Kaninchenklage« zum Beispiel läßt sich lebst der Hab'cht täuschen. Den Auerhahn wieder lockt er durch den »Hennen-ruf«. Und wenn er sich ihm nähern will. muß er genau auf die Balzstrophen achten. An einer ganz bestimmten Stelle dieses Liebesliedes ist der Auerhahn taub. Es ist eine Art Extase, in der er sich befindet. Und diesen Augenblick muß der Jäger nutzen, um blitzschnell drei Schritte näher an den balzenden Vogel heranzu kommen. Dann muß er wieder wie erstarrt und versteinert stehen, bis d e gle: che Stelle im Liebeslied erneut ertönt und der Auerhahn für den Bruchteil von Sekunden die Witterung für eine ihm drohende Gefahr verloren hat. Wieder pirscht sich der Jäger drei Schritte näher. Das läßt sich alles leicht erzählen — aber filme es einer! Die Kulturflmmänner können »Tragödien« davon erzählen — wenn zum Beispiel der Eichelhäher ihr Herankommen bemerkte und dann mit seinem Gekreisch den ganzen Wald alar nrerte. Nicht umsonst werden sie die »Verräter« genannt. Am leichtesten noch war der Birkhahn zu übertölpeln, diewei' er ein sehr rauflustiger Geselle ist. Sobald die Filmmänner den Ruf eines männ liehen Nebenbuhlers ertönen ließen, fanden sich nach wenigen Augenblicken meh rere Birkhähne zu einer regelrechten Rau ferei vor der versteckt angelegten Schirmwand der Kamera ein. Mit allen diesen Aufnahmen, d;e die hohe Kunst des Waidmanns zeigen, haben die Kulturfilmmänner für die K'no-leinwand Dinge eingefangen, d’e für den Nachtjäger ein ewiges Geheimnis s:nd. Heinrich Miltner. Sport Zn Ribnica wirb gesprungen... Die neue Sprungschanze in Ribnica, deren Bau vom Mariborer Wintersport-Unterverband in knappen drei Wochen bc werksteli'gt wurde, erlebte, dieser Tage ihre Feuertaufe. Jugoslawiens aussichtsreichster Springer Franz P r i b o š e k aus Ljubljana, der zurzeit in Ribnica einen Tra'ningskurs für Wettbewerber der klassischen Kombination leitet, absolviert alltäglich ein Sprungtraining mit seinen Schützl'ngen, die sich auf der neuen Schanze überraschend schnell zurechtgefunden haben. Pribošek selbst bezeichnet die neue Sprunganlage als eine der besten im Staate, die insbesondere eine Standsicherheit in gröS4em Ausmaße vc" bürgt. 95 Prozent aller bisherigen Sprün ge wurden sturzfrei absolviert und d:cs sogar von den meisten Neulingen. Die Bestmarke legte Pribošek mit 24 Meter vor, doch kamen Fanedl, Legvart, Welle, Sodec und Simčič knapp an ihn heran. Alle standen in sicherer Ma nier und guter Haltung wiederholt Sprün ge von 23, 22 und 21 Meter und gewinnen Tag für Tag an Sicherheit und Vertrautheit mit der Schanze. Samstag wird ein Propaganda-Train'ngsspringen absol viert, worauf am 14. Jänner die Schanzeneröffnung erfolgen wird, ein Ereignis, daß sich für die weitere Aff rmierung unseres Wintersports alsbald bahnbrechend auswirken wird. : SK. Rap’d. Info'ge ungünstiger Schnee Verhältnisse muß das für den 6. d. M. anberaumte Klubrennen sowie der tagsdar. auf angese zte Egon Lettner-Gedächtnislauf auf einen späteren Zeitpunkt verlegt werden. : Die Tischtennismeisterschaft von Celje wird am 6. und 7. Jänner vom SK. Celje zur Entscheidung gebracht. Ti elverteid'-ger ist Furlan. Ausgeschrieben sind zwei Pokale für Einzelspieler und Mannschaften. : Schaulaufen slowenischer Eiskunstläufer in Zagreb. Am kommenden Samstag absolviert dir best? jugoslawische E:skunst1äuferin, Silva Palme gemeinsam mit den Eislaufmeistern l>. Schwab, Bieber und Thuma in Zagreb e;n Schaulauten. Als Hauntatt-akt or wird Silva Pamirs National anz aus Gotovac’ Oper »Eros aus der Unt'rwelt« e-u artet, mit dem sie in Wien einen vielumjubclnden Sondererfolg errang. : Der Ljubljanaer Schwimm-Unterver-bano hält heute, Donnerstag in Ljubljana eine außerordentliche Voilversamm-ung ab, in der die Richtlinien für die am 14. d stattfindende Viraaudstagung fest gelegt werd°n sollen. : Der jugoslawische Mannschaftsmei. ster im Tischtennis, der TTC. Subotica wurde von der Auswahl des Zagreber HAŠK mit 5:3 geschlagen. Harangoso Weltmeisterschaft im Jahre 1942 Deutschland und Südamerika auf. Deutschland dürfte die größeren Aussichten für die Durchführung der Spiele haben, doch wirej die endgültige Entscheidung hierüber erst im Herbst fallen. : Wichtige Fußbaükonferenz in Budapest. Am 13. und 14. Jänner t nJe- in Budapest eine internationale Fußballkonferenz statt, in der über die Organ:sa<:on nterna ionaler Wettspiele, insbesondere um den Mitropa- und tim den Europa-Cup beraten werden soll. Unter den eingeladenen Verbänden befindet sich auch Jugoslawiens Oberster Fußballveroand. : Von 94 Klubs auf 123 =t'rg im ’etzten Jahr die Zahl der Mi glieder des Zagreber Fußball-Unterverbandes a i. : Die Eishockeymannschaft des LTC Prag gastierte zu Silvester und Neujahr in Klagenfurt und schlug den Klagenfurter AC. be de Male mit 8:4 und 4:1. : Der beste finnische Marathonläufer, Erkki Tamilla, der auch den Weltrekord über 25.000 Kilometer mit 1:21.27 hielt und einer der erfolgreichsten finnischen Ski’äufer war, ist bei den Kämpfen in Finnland gefallen. wurde von Hexner mit 19:21 21:18, 21:18 n’edergerungen, dagegen unterlag ihm Staatsmeister žarko Dolinar mit 21:18, 18:21, 21:19. : Olympiasieger begeht Selbstmord. In Budapest hat der ungarische Boxer Istvan Enekes wegen eines unheilbaren Leidens Selbstmord begangen. Enekes ha te 1932 in Los Ange’es die olympische Goldmedaille im Federgewicht gewonnen. : In Wien siegte der Wiener Sportklub übei den ungarischen Fußballmeister Kis pest mit 3:1. : Der nächste Kongreß der FIFA wird nicht im März in Luxemburg abgehalten werden, wie ursprünglich festgesetzt worden war, sondern erst im Herbst nach Spanien einberufen werden. : Mitič dennoch abgereist. Dragotin Mitič wurde am 25. Dezember in Athen von e nem holländischen Flugzeug aufgenommen, daß ihn noch rech zeitig nach Kalkutta brachte, wo er mit Punčec Zusammenkommen sollte. Weitere Berichte fehlen noch. : Die Fußball-Weltmeirtcrscha't 1942 — nach Deutschland? In der Konferenz der FIFA in Genua, an der sich neben den deutschen und französischen Delegierten u. a. auch der Vorsitzende des Obersten Fußballverbandes Dr. Andre jevič beteiligte, stellten ihre Kandidatur für die Durchführung der nächsten Fußball- Razam u >t> Rahat Ein Märchen für Große Es waren einmal zwei Brüder, die lebten in Indien, dem Lande der Wunder u. Geheimnisse. Razam, der Aeitere, war sanften Gemütes, immer heiter und hilfsbereit, und bestell e seine Aecker mit Fle ß und Liebe, während sein Bruder das Gegenteil war. Eines Tages, als Razam eben vom Pflü gen heimging, fand er in e’ner Furche ein seltsames Wesen, halb Blume, halb Vogel, wunderbar anzusehen, mit Augen wie e’n Mensch, und zart und flaumig anzufühlen. Er nahm es sorgsam in d e hoh le Hand und trug es nach Hause. Hier sang es den ganzen Tag, schöner als die Nachtigall, und so heiter, daß allen, die es hörten, das Herz aufging. Razam hätte gerne gewußt, was es mit d'esem seltsamen Wesen für eine Bewandtnis habe, und er trug cs deshalb zum weisen Mann des Dorfes, der die Sprache der Vögel und Blumen verstand. Der sah es lange an, hob dann seine Augen zum Himmel und sprach: »Dies ist dir zu e gen, Razam, — es ist ein Stück von dir. Und da es schön und wohlgebildet is-, kannst du stolz und glücklich sein. Ich grüße dich!« Als Rahat, der jüngere Bruder, davon vernahm, verzehrte er sich vor Ne'd, denn auch er hätte für sein Leben gern so ein Wesen besessen. Er schritt suchend die Furchen seiner Felder entlang, um die er sich sonst wenig kümmerte; sie waren mit Unkraut und Steinen bedeckt. Und er fluchte, weil er nichts fand, und machte seinen Bruder im Kreise seiner Zechkumpanen schlecht, indem er es ein Teufelswerk nannte, was in diesem Hause sang und jubelierte. Bis er e'nes Tages auf einem seiner Aecker ebenfalls etwas antraf, das freilich mit dem Fund des Bruders nur wenig Aehnlichkeit aufwies. Es war gelb u. geschwollen, wie eine g füge Kröte, hatte grüne, schielende Augen und fühlte sich rauh und stachelig an. Raha: wollte es gar nicht nach Hause nehmen, aber es folgte ihm und schlüpfte in die Stube, be vor er die Tür schließen konnte. Nun saß es da und knarrte den ganzen Tag wie ein sch’echtgeöPes Wagenrad, so daß Rahat ängs lieh Türen und Fenster schloß und sich iTcht mehr unter Menschen getraute. Aber auch er selbst vermochte nicht ’ange das Gep!ärre anzuhören und ging auf die Felder hinaus, wo er siph fleiß:g zu schaffen machte, um nicht so bald heimkehren zu müssen. Auch schmäh e er seinen Bruder n'cht mehr, da er die Zechkumpane mied und so Zeit fand, in sich zu gehen und über manches nachzudenken, das ihn früher kaum berührt hatte. Ob wohl dieser Unhold in me nem Hau se auch ein Teil von mir ist? grübelte er und besah sich voll Scham das sonderbare Wesen das ihm jedoch lange ircht mehr so häßlich dünkte, wie am ersten Tage. Auch ha te es das Geknarre eingestellt, so daß Rahat wieder die Fenster Hallo! Hallo! Kaufet solange noch die grosse Auswahl von Stoffen für Herren- und Damenkleider, Mäntel, Kostüme, Hubertusmäntel, Offiziers-, Eisenbahner- und Finanzuniformen zu den bekannt niedrigen und alten Preisen lagernd ist! öffnen konnte, um die Hebe Sonne einzulassen. Sein Gemüt wurde allmählich hei terer, und wenn ihn sein Bruder ansprach wich er nicht mehr zornig aus, sondern redete gerne mit ihm und lud ihn sogar eines Tages in sein Haus, um ihm seinen Fund zu zeigen und sich mit Razam zu beraten. Aber sehe, als Razam die Schwelle seines jüngeren Bruders überschritt, tönte ihm lieblicher Gesang entgegen, und er und Rahat am Tische sitzend, der schön gedeckt war, mit weißen Linnen und besetzt mit edlen Früchten des Feldes. Und Rahat lachte über das ganze Gesicht, als er den Bruder als willkommenen Gast be grüßte und ihm sein Hausgeistchen wies. Es war so lieblich anzusehen, wie Razam seines: zart wie eine wunderbare Blu me, mit Augen wie ein Mensch und einer lieh beim Gebet der Fußboden einbrach und fast alle Anwesenden in die Tiefe stürzten. (Der Kranke starb; 15 Personen wurden verletzt.) Heitere Ecke Erst war deine Schwester mit einem Bankbeamten, dann mit einem Prokuristen und jetzt ist sie sogar mit einem reichen Bankier verlobt.« »Ja, die hat Glück, die ringt sich langsam, aber sicher empor.« Emil war Statistiker. Er war immer im Beruf. So sprach er zu seiner jungen Frau: »Um genug Wolle für die Bekleidung der Bestes Lied. Da umarmten sich die Brüder glückselig und küßten einander. Und nun denkt, wenn wir eines Tages so unser »Ich« sehen könnten, wie das wohl aussehen würde? Und ob wir uns auch darüber freuen könnten — oder ob wir uns dessen gar schämen müßten? Hum Maekeidde* Menschheit zu beschaffen, sind 800 Mil-Stimme, schöner denn der Nachtigall sü- > Honen Schafe notwendig. Na, Schatz!, wieviel kommen da wohl auf dein Konto?« — Sie sah ihn lächelnd an und sagte langsam: »Eins, mein Schäfchen!« Otto geht ins Reisebüro: »Der beste Weg nach Rom?« »Ueber Zagreb. Sie bekommen dort am leichtesten Anschluß.« Otto stöhnt: »Das nütz mir ja nichts! Meine Frau fährt mit.« * Knubc war sehr spät und übervoll nach Hause gekommen. Seine Frau überhäufte ihn mit Vorwürfen, die kein Ende nehmen wollten. Schließlich meinte sie gereizt: »Ach, bei dir hat das Reden ja gar keinen Zweck!« Knubc meint: »Hast recht, Amalie, strafe mich lieber mit schweigender Verachtung.« ; * »Wie benimmt sich deine Frau denn, wenn du zu spät nach Hause kommst?« fragt Fröhlich den Freund. »Oh, sie wird historisch«, lächelte der. »Histerisch, meinst du wohl?« »Nein, historisch — sie wühlt in der Vergangenheit!« In Chicago wurden bei einer Schönheitskonkurrenz »die schönsten Frauenaugen« prämiiert. Das Gesicht um die Augen mußte verdeckt bleiben. Wer erhielt den ersten Preis? Eine 45 Jahre alte Frau, Mutter von acht Kindern! Bei einem zehnjährigen Jungen im Krei se Wesermarsch wurde festgestellt, daß das sonst normale Kind das Herz auf der rechten Seite hat. (Wenn es sonst nur das Herz auf dem rechten Fleck hat!) In einem Ort bei Mailand hatten sich bei einem Sterbenden der Priester und 20 andere Besucher eingefunden, als plötz- Hlmet Ammei Češki magazin, Maribor nächst der Stadtpolizei Grösser Restenverkauf! Scheiderzugehör , Schönes Zimmer am Stadtpark, mit oder ohne Verpflegung, sofort zu vermieten -auch für Kanzleizwecke geeignet. Adr. Verw. 54 Sendung von chlffr. Briefen Ist eine OebGhr von 1Diner,:u Anfragen 1=1 eine GebQhr von 3 Dinar In Poatmarkan beituachllesaer Am billigsten verschickt 5-Kiio-Pakete. Selchwaren, Käse, Würste etc. ins Ausland Kavalir, Gosposka ul. 28, Maribor. 33 Hüte werden gefärbt, gereinigt und fassoniert nach neuster Mode. Babošek, Hutmacher. 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Hast du dich verzankt mit der deinigen?« »Das obendrein noch. Aber da war doch — ich meine, als ich zu der meini-gen gehen wollte am gestrigen Spätnachmittag, da hat die Anka Detloff um Hilfe gerufen. Hin bin ich, trotzdem ich Eile hatte, weil doch die Therese keinen Spaß versteht, wenn sie mal ein Weilchen auf mich warten muß. Ja, also der Johann Kizeck ist dort gewesen bei der Anka. Eingedrungen! Ich habe ihm einen Schwin ger hingehängt, und er hat mir einen Kinnhaken so genau verpaßt, daß ich vor die Anka lang hingeschlagen bin. Er hat sich dann aus dem Staube gemacht.« »Der Anka ihre Liebeshändel kümmern mich nicht!« Der Bauer geht schon drüben die Trep pe hinunter, die Tür hat er weit offen gelassen. Der Großknecht kratzt sich hinter dem Ohr. Teufel, Teufel, was bedeutete das? Offengestanden, hatte er ein kleines Lob erwartet; immerhin war er der Anka beigesprungen, sie selbst hatte es ihm ja auch gedankt. Warum ließ der Bauer ihn nun einfach stehen wie einen Napfkuchen? Da stimmte etwas nicht. Und hat ihm die Therese nicht auch schon gesagt, das Kind der Anka gliche auffällig dem jungen Bauer vom Brandtnerhofe? Wei-bergeklatsch, bisher hat er nicht viel dar auf gegeben, aber nun will ihm die Sache doch verdächtig verkommen. Der Großknecht vom Brandtnerhof macht sich so seine Gedanken, als er das Blech unter den einen Ziegel schiebt. Er nimmt siejb vor, gegen jedermann — auch Therese! — seinen Argwohn zu verschweigen. Der Bauer hat es nicht verdient, etwa von seinen eigenen Leuten durch die Klatschmäuler gezogen zu werden. Michael Brandtner aber geht drunten über den Hof. Er bemerkt gar nicht, daß er den freigeschaufelten Weg verlassen hat und mitten durch den Schnee watet. Immerzu ist bei ihr was los mit verdäch tigen Gestalten und üblen Subjekten! wütet er innerlich. Und ich Tor habe mal ge dacht, sie könnte meine Frau werden, wenn der Vater nicht mehr wäre. Nun ist es gut so, daß mich seine Krankheit zur Zurückhaltung zwang, Anka wäre ja eine gegen Vaters Willen durchgesetzte Hei-,rat überhaupt nicht w-ert gewesen! — * * * Die verängstigte Anka verschließt nun auch tagsüber sorgsam ihre Tür. Und wenn sie schon im Bett liegt, steht sie zuweilen noch einmal auf, um sich davon zu überzeugen, daß der Doppelriegel auch ganz gewiß die Tür sichert. So furchtsam ist sie geworden. Sie weiß es nicht, daß sie trotz aller Bemühungen, sich aus jeder Verdächtigung herauszuhalten, immer tiefer in der Achtung Michaels sinkt. Und Anka geht zum Krauer und bittet ihn, ihr einen von seinen Hunden zu über lassen. Er habe doch drei. Der Bauer ist gleich bereit und meint: »Den gelben gebe ich dir. Oder noch besser, den schwarzen! Der ist scharf, der hört das Gras wachsen. Bei Tage an die Kette, daß er dir nichts anrichtet, aber nachts, da kannst du dich dann auf ihn verlassen. Die Mari? bringt ihn dir nachher hinüber.« Er ist klug, der Krauer. Nun das Schick sal einmal seinen letzten Lebensweg entschieden hat, will er bei der Marie nicht in ein schiefes Licht geraten und schickt sie zur Anka. Doch die Marie ist nicht im mindesten eifersüchtig auf das braunhaa. rigQ Mädel. Sie hat der längst in die Augen gesehen und weiß mit Fraueninstinkt: Anka ist anständig. Das Kind scheidet dabei ganz aus. Grundanständig ist das bedauernswert junge Weib. Und sie geht und bringt ihr den Hund. Trinkt eine Tasse Kaffee mit und lädt die Anka zu sich ein. Ohne viel Umstände u. Getue stellt sie einfach die Verbindung her und ist entschlossen, der Anka zu hei fen, wo immer sie kann. — * * * Die »Unke« schleicht von Haus zu Haus und hält ihren Winterschmaus. Keiner wagt, sich von der Bewirtung auszuschließen, weil man nicht von ihr schlecht gemacht werden will. Und was sie so nebenbei noch mitbekommt, das ist auch nicht zu verachten. Auf dem Brandtnerhof sitzt sie an einem Vormittag, als der Bauer schon frühzeitig zu einem der Nach bardörfer hinüber ist, wo eine große Holz auktion abgehalten wird. Sie sitzt bei der alten Bäuerin und erzählt ihr dies und das. Und dabei kaut und schmatzt sie von dem guten Weihnachtsgebäck, das vom Fest her noch übrig geblieben ist. Ihre listigen Aeuglein blinken zur Bäuerin hin: »Seht euch doch mal den Buben der Anka an!« »Ist es ein hübsches Kind?« »Schaut aus wie der Michael, als er klein war.« Die »Unke« langt gleichmütig nach dem sechsten Stück Gebäck. Die Bäuerin verwundert sich immer von neuem, welch urgesunden Appetit dieses alte Weib zu entwickeln vermag. Sie gibt es ihr gern, auf dem Brandtnerhof hat sich bisher noch jeder Gast sattgegessen. Der anzüglich geäußert? Satz der Mutter Klaasen tut seine Wirkung: jäh wird die Brandtnerin aus ihrem Gefühl leise r Belustigung gerissen. »Was sagt ihr da?« fährt sie auf. »Ich mein nur’ so.« »Ihr habt was behaupten wollen?« »Nun, daß der Bub dem Michael ähnlich sieht, nichts weiter, Bäuerin. Und d sieht jeder, der Augen im Kopfe hat.« »Es gibt manchmal Ähnlichkeiten, rein zum Verwundern ist’s«, sagt Michaels Mutter, aber sie fühlt, wie ihr die Tränen aufsteigen. Ihre harte Hand wischt über die Augen, noch ehe die Tränen da sind. »Wenn ihr nicht immer Klatsch weitertragen könnt, ist’s euch nicht wohl«, sagt sie und geht aus der Stube. Die »Unke« ißt seelenruhig weiter. Si • schenkt sich noch einmal ein und trinkt. Dann verläßt sie gleichfalls den Raum, Draußen stete die Jungmagd und weist auf einen Korb: »Da hat die Bäuerin euch was zurechtgemacht!« »Ich danke ihr aucte.« Gewissensbisse fühlt die »Unke« keine. Sie hat es gut gemeint. Die Bäuerin kann sich doch den Jungen der Anka mal an-sehen. Sie als Mutter wird dann am besten wissen, ob es nur bloßes Gerede sein kann unter den Leuten oder ob doch etwas Wahres dran ist. Und vergnügt humpelt Mutter Klaasen mit ihrem Korb und ihrem Stock davon. Michaels Mutter sitzt Indes in ihrer Kammer und grübelt den Worten der »Unke« nach. Aber der Michael hatte ihr doch damals fest versichert, daß er nicht zur Anka ginge. Also hat sie ihm zu glauben. Und es wäre auch zu schrecklich, sollte etwas Wahres an dem Gerede sein. Chefredakteur und für die Redaktion ve rantwortlich: UDO KASPER. — Druck der »Mariborska tiskarna« in Maribor. antwortlieh Direktor STANKO DETELA. — Beide wohnhaft in Maribor. Für den Herausgeber und den Druck ver-