^r. 240. Mittwoch, 20. ONober 1909. 128. Jahrgang. Mlmcher Zeitung '»« wlki^ Postvrrssüd»»«: gan.uäwn !ln li. dnlbjiilirin 15 K, Im i,m„m^ nn»^nl,nn > "°,anl!N n «, ssilr dir Zustellim« in« Hau« qnnzjäliliq !l k, . Insrrtlonilgrbilhr: ssül llriiis Iüsrla's ^>? ^» < .^,'!lf» 5>u l,, qvesirr!» Per ^silf i«!il bs, «ftslr» Wiebsrhoüiüsis» pcr Zeilr 8»,. Dis >Lnibacl,rl ttsüunn» rr!chsi!N lisslich, nu! AütnaliM!- d<>, 8U, Lplechftuüd,'!, brr !>!ldlll!io„ vl», x l>« 1« Uhl vorniittan?. Uüllllillifrli- Brirls wrrbsn nicht angenommen, Vlan>,!lrive „Äloniagsrevne" filldet in Erörterung der Umstehenden steife dos Kaisers von ))inßland'llach >um!cn einen Refler lleuerer politischer Begebel, '>,wcn lialiptsächlich darin, daß Kaiser Nikolaus ^l'N'n Uuuveg inacht, jo das; man vermuien muß. ^u!', die am vnssi schell Hofe bestehende ungerecht-N'Nigie Verstiminnilg gegenÖsterreich-Ungar,l neuer ^!'^ ')Uu> Ausdrucke gebracht loird. Dies darf uns '>^eriiich, i^ ^^,^. unbefangenen Auffassllng der Epi-Mc voil Racconigi beirren. Man Hal in Wien oft lUmn, das', der Dreibund fiir seine Teililehmc'r nocl) s' v ",^'l'l ^elvanil, loeil er ihnen Spielraum >l ">e Pflege ihrer Beziehllllgen zu anderen Mächen ließ. Tiefe Bewegnngsfreiheit lourde auch von I'^'rer Diplomatie anSgenützt. Eist lvährend des Standes des Dreibundes ist Italien in den un-'^ll'üenen Besitz einer loirlfchaftlichen und knl-urellen Einflußsphäre auf dein Balkan gelangt. ^>"^ Verbündeteil konnten dort unabhäilgig von 'un'n Tchwanlninien der ii,ternationa!en Politik be-"n>tli(i>c Erfolge erriiuien und sie vermögen diese ^l^' „och zn ergänzen, lvenn sie nicht vor Risiko >»o ^ps^„ M'iickschenen. Eine ^egen Österreich-^ >!M'n gerichtete Vallanentenie ini't Rusfland würde fallen von der Linie der friedlichen Erpansion ab-^Ul^n „,,j) ^, ^^^,^i^i^l,l^ des schon gewönne-"l -^erraiils z>vinqen. :'ln Stelle des natürlichen ^'Iliünüeinvirkens init der Macht, auf deren Unter-! >öunq das Königreich schon durch seine geogra-!n> ^!, ^^^ angelviesen ist, träte die gegen diese ^M'yt gesehn Cooperation mil einein Tlaale, der "Ebenso uinniüelbare Unierslül.UlNg nieinals ge-^^^nlann. Die ^nsainnienlnnfl von ^aceonigi >vird leinen Wandel in der Politik dewirlen, ivelcher das heutige Italien seinen ^!nfschwnng verdankt. Ter Besuch des ^aren kennzeichnet die ehrenvolle Stellung Italiens im kreise der Mächte, können die Italieuer jetzt aus der ^lnnähernng an Nup,lnnd irgendlvelche Vorteile ernten. Ivird man in Nien n»ie in Berlin jeden ihrer Erfolge mit (Genugtuung begriis'.en. Euqlischc Maiinc. Im nächsten Monat wird, wie man ans ^on-don sclireilu, in Devonporl der Van eines neuen NiesenlreuzerS begonnen lverden. Seine beinerkens werteste Eigenschaft wird die enorme Maschinen-kraft sein, da nicht weniger als 70.000 Pferdelräfle in Aussicht genommen sind. Die „Tt. Vincent"' blasse hat 25».000, die „Invincible"-blasse 47.000 und damit schon eine (^esch>oindigkeil von 27 >tnolen erreicht. Die „Manretania" hat mit l!l!.0s)O indizierten Pferdelrästcn eine ttesciilvindigleit von 25, Dwten überstiegen. Vian greift lvohl nicht fehl, wenn man bei der beispiellofen Eulwickluug von 7l>.0l»0 indizierten Pferdekräften eine Geschlvittdig-keil von etwa .'i0 knoten erwartet. Die Turbinen-inaschinen follen von Vickers und '.Ularim geliefert »verden. Die vier Er.tra-„DrcaonoughtS" sollen bereits im Jänner, anstatt am 1. ^lpril N!10 begonnen lverden. Schwere .Konventionalstrafen sind zu zah-len, lvenn die Schiffe nicht bis zum :'»!. Äcärz N)12 abgeliefert werden. Es soll sich auch um eine wenigstens teilweise ^lrmiernng mit dem nenen I'l,n-^ollgeschüy lvegen d.essen grösterer Dlnchschlagstrast liai^oeln. Das Geschoß des neuen Geschützes soll etwa s'00 Xtilogramm lviegen. Die ''ldmiraliläl hat einen wichtigen Schritt in der Organisation dnrch die Errichlung eines Marine-Mobilisiernngsoepar- leinenls gemacht. Dieses soll einem Admiral unterstehen niid die Aufgaben übernehmen, lvelche bisher leils den> Inlelligenzdepartemenl, teils dem Marine->lriegstolleg bezüglich der Ausarbeilnug der Mobilmachung und allgemeinen Kriegspläne zugefallen waren. Bisher wurden diese Ausgaben nnter der Aussicht des ersten Teelords, der für die >lriegs-bereilschast der flotte verantwortlich ist, gelöst. Die Direktoren des Intelligenzdepartements nnd die des nenen Departements sowie der Assistentsekretär der Admiralität werden nnter dem Vorsitz des ersten 3eelords einen nenen Marinelriegsrat bilden. Der erste Direktor des neuen Departements wird >lomer-admiral >iing Hall, der sich dnrch seine organisatorische Tätigkeit als Direktor des Transportdepar tements in Kapstadt während des südafrikanischen Krieges nnd später als zweiter Direktor des Intelli-genzdeparlemeiüS gros;c Verdienste erworben Hai. Türkische Anleihe. Ans >tonstantinopel wird geschrieben: Die Anleihe von 7 Millionen Psunden 'Ilominal zu ^.,,5) neilo l.^li brutto), ivelche mit der Oltomanbank abgeschlossen wurde, liefert ein Erträgnis von ,'!.i-^.',.000 Pfunden. Von diesem Betrage wird eine Summe volt ungefähr 2,5> Millionen Pfunden sofort zur Anszahlnng gelangen. Davon werden 10 Millionen franken zur Befriedigung der Forderungen der Orientbahngesellschaft verwende«, eine Million Pfunde wird für die lausende Rechnung mit der Oltomanbank placiert werden und eine halbe Million Pfunde bleibt zur Verfügung des ^inanz-ministers. Der )1test der Anleihe wird nach nnd nach vom N. ^'ovember ab ausbezahlt werden nnd dazu dienen, die Bedürfnisse des Bndgets lind die Tchnlden des abgesetzten 3nllans zn decken. Die Feuilleton. le Amerikanerin auf der Jagd nach dem Dollar. dem ^ ""leste Phase in der rnhelosen Jagd nach >s, ^"llar,.die das ^eben in Amerika beherrscht. !,!lü,!^'- ^^' ""^ ^'^' amerikanischen grauen in ^er? ^^^ndem Maße voii dein verzehrenden »an^',1 ergriffeil loerden, .'lieichtüiner zn erluer-^.' ""glichst iiil Hailduliidrehen Millionärinnen ^u.^oen. Die Kontors der Makler nnd Spelnlan-,^, ' l!nnz gleich, ob sie sich eines gnlen Nufes er->nm' ' - "' "^^' werdeu ständig voil Granen be-^ >s' ^'^ ^'^' ^ ^''^ anderes Intereffe gibt, als ach" ' ^ Baisse von solcheil Papierell zu beob^ x^aln großen SchN'antililgeil unterworfen sind. !)ttl v'-' ^"^'' Monat um Monat loächst die ^reil,' ^ grauen, die in das nervenerrcgende ^eln ^^ ^innnzlvelt hineingezogen werden. Oft '»'MW v "" 'blecht, sie tänlpfen gegen eine Über-,,,,!' l"c gegen sie ist, nnd ihr Geld schwindet noch ,5s "'er. «Is wenn sie die Sensationen des Spiel-'""f Mncht hätten. !oln.>c /"'^' ^'"'UU' aber irägl die Welle des Er-^,/"7' »och s,„^^. ^^^ ^^ Weibliche verleugnet 'lnm " .'^' ""^' ^'" ilichl. Hat eine ^rau in da^'.s! " Unlernehinnilgen Erfolg gehabt, so ist 3o n' < ^"'' ^' ^ll. das^ sie sich Diamanten kanft. >>>ett v ^'^ ^'"^ Amerikanerin sehr hübsch be-der ')< -^ '^' Sch,vestern genall beobachtet hat, '»end. 'w """ "^''"Mtzsmu" durch die zuneh-^ciclm,t -"'-^' '^'"' ^l'llaillen genall gelenil-3ch. ,: ' '",llcht darin in nichts den beliebtesten ^ u P elerinnen nach. Sie kleidet sich elegant, ihre 3cln. 's '^^"" '"'< ä" 'l)ren> Spiel. Der elegante 'Ml ihrer Kleider, die Pracht ihrer Inwelen, ^ lnl ihr ^lln Erfolg. ^''ebi.'. ^'/'"'.^" Granen, die sich dieses neue "Wen haben, begannen - so schreib! das „Berliner Tagblatt" — ihre Laufbahn als Maschinenschreiberinnen oder Privatsekretärinnen. In dieser Tlellung geivailnen sie Einblick in die 'Art, wie grosse Geschäfte nnd Eoups gemacht werden. Warum soll ich das nicht auch können? dachten sich dann die geweckten Mädchen, denen es an der nötigeil UtUernehmnngSlust durchaus nicht fehlte. Sie sanften mit ihren geringen Ersparnissen auf eigene ^ausl Spelulatiouspapiere: hatten sie Glück, so versnchlen sie es zum zweiten Male, nnd balo mußte sich dann ihr Ehef nach einer neuen Maschinen schreiberill oder Sekretärin umsehen. unaufhörlich wachsen die Neihen dieser unab bäiigig gewordenen ^raueit. sie spekulieren. Die Sncht der grauen, am Börsentreiben leil^ zunehmen, übt bereits eine merkliche Wirlnng nns oen Eharakter der amerikanischen tvranenwelt nnd überhaupt des Geschäftslebens ans. Erst kürzlich traten aus der groben Schar zwei Granen heraus, die dnrch ihre ^'inanzoperalionen oie ^lnsmerksam-teil von ganz Amerika ans sich lenkten. Die eine, eine noch junge ^-rau, halte bei ihren Finanzgeschäften sogar aus das Gebiet der Hoheit Politik überzugreifen gewagt. Sie fchlos; mit der Legierung von San Domingo einen Vertrag, desfen Ansführung ihr eineil Gewinn von mehreren Millionen Dollars gebracht hätte. Die Vereinigteil Staaten sollten Sa-mana Bay als Kohlenstation nnd ivlottenbasis kaufen nnd die Summe, die dafür bezahlt wurde, sollte zur Begleichung der Nationalschuld verwandt werden. Dafür, oaft sie eineil solcheil «anf vermil lelie. forderte sie wertvolle Eisenbahntonzesfionen und Überweisung, von i/ändereien sür Einwanderer. Der Plan, der bis in alle Einzelheiten ausgearbeitet war, kam jedoch, ehe die ^rau ihn in ihrer Weise in die Wege leiten konnte, zur Kenntnis der )1,'e-giernng der Vereinigten Staateil, worauf in San Domingo sofort von dieser eine Depesche eintraf, daf; alle Verhandlungen abgebrochen werden sollien. Die ivran halte aber schon früher gezeigt, das', sie zu ^inanzgeschäflen grölten Stils durchaus befähigt war. Sie war vor nicht nllzulanger ^eit aus einer kleinen Landstadt im Süden der Vereinigten 3laaten nach 5>e uu lernehmende ^rau doch ein so großes Interej,e. da,-, viele den Gefängniswärter bestürmten. M' ,eden zu dürfen. , ,. . , Die Ainerikaner beli.U00 Pfunde der Zchente des Vilajets Adana, 2700 tiirkische Pfunde von den Zehentcn des Distrikts Kaledschik im Vilajet An-gora, ^2.000 türkische Pfunde aus der Kammel-steuer im Vilajet Aleppo, zusainmen 350.000 türkische Pfunde. Alle türkischen Journale widmen dem Finanzministcr Dschavid Pascha das höchste Lob. In finanziellen kreisen hält man dafür, daß im nächsten Jahre eine weit beträchtlichere Anleihe notwendig werden dürfte. Die Präfettur hat überdies mir der türkischen Nationalbank, einem englischen Institute, ein Anlehen von einer Million türkischen Pfunden abgeschlossen, welches zur Verschönerung der Stadt bestimmt ist. Diese Anleihe soll in fünfzig Jahren amorrisierbar sein. Politische Uebersicht. Laib ach. 19. Oktober. Die „Wiener Allgemeine Zeitung" meldet: In mehreren auswärtigen Blättern ist die Nachricht verbreitet, das; Zar Nikolaus auf seiner Rundreise von Italien sich nach Mürzsteg begeben und dortselbst mit unserem Kaiser zusammentreffen werde. An hiesiger unterrichteter Stelle liegt bisher keinerlei Bestätigung dieser Meldungen vor. Das Herrenhaus zählt gegenwärtig 242 Mitglieder. 113 Mitglieder gehören der Rechten, 50 der Verfassungspartei und 52 der Mittclpartei an; 1l^ stehen außerhalb der drei großen Gruppen. Vier Pairs haben Abgeordnetcnmandate, so daß gegenwärtig 20 Sitze zu besetzen sind. Es soll, sobald sich das Abgeordnetenhaus als arbeitsfähig erweist, ein Pairsschub stattfinden. Herrenhausmitglied Graf Franz Walterskirchen behauptet im „Vaterland", daß die Kriegsverwal-tung durch die militärischen Konzessionen, die sie den Ungarn zu gewähren bereit sei, selbst die rechtliche Grundlage des ihr anvertrauten Heeres untergrabe. Es sei die heiligste patriotische Pflicht der diesseitigen Regierung, ein wachsames Auge zu haben, daß nichts weiter geschehe, um die Grundlagen der Gemeinsamkeit zu gefährden oder zu untergraben. Tie könne versichert sein, daß beide Häuser des Reichsrats in dieser Frage hinter ihr stehen. Das „Fremdenblatt" würdigt den hochherzigen Entschluß des Bönigs Georg von Griechenland, seilte Söhne, um einen Konflikt zwischen der Kammer-mehrheit und der Militärpartei zu vermeiden, aus der Armee scheiden zu lassen. Die Offizicrspartei werde nun zu erwägen haben, wie schwer das Opfer ist, das der König jetzt gebracht hat. Die militärischen Junggriechen wollen dem hellenischen Königreich eine starke moderne Wehrmacht schaffen. Aber einerseits ist die Wehrkraft des Staates von seiner finanziellen Kraft nicht loszulösen, und anderseits ist die Stärke eines Staates nach außen sowohl moralisch als militärisch. Keinesfalls darf Griechenland bei diesen Bestrebungen an der moralischen Stärke nach nußen einbüßen, die es bereits besitzt: die ihm König Georg in scchsundvicrzig erfolgreichen Regierungsjahren geschaffen hat. Die griechische Kammer nahm die Gesetzentwürfe, betreffend die Aufhebung des Armee-Oberkommandos und die Abschaffung der Privilegien der Prinzen in der Armee sowie die neue Geschäftsordnung der Kammer, durch welche die Obstruktion verhindert wird, endgültig ohne Debatte an. Die Kammer scheint, nach einer Meldung des Telegraphen-Korrespondenzbureaus, entschlossen zu seilt, die Gesetzentwürfe, welche die Regierung einbringen wird, ohne Debatte anzunehmen. Ilt Konstantinopcl verlautet, daß die Entsendung einer außerordentlichen türkischen Mission nach Livadia zur Begrüßung des Baisers Nikolaus von Rußland in nicht ferner Zeit durch die Entsendung einer außerordentlichen russischen Mission nach Konstantinopel zur Begrüßung des Sultans erwidert werden wird. Der frühere serbische Kriegsminister, General ^ivtovl«-, der infolge eines am 7. d. M. erlinenen Tchlaganfalles von seinem Posten zurücktreten mußte und zur Disposition der Krone gestellt wurde, wird, wie man aus Belgrad meldet, einen mchr-monatlichen Erholungsurlaub antreten, welchen er ilt Süditalien verbringen wird. Nach ärztlicheil» Ausspruche besteht die Hoffnung, daß die leichte Lähmung des linken Arms und des linken Fußes, mit welcher der General seit dem Schlaganfalle behaftet ist, bei längerer Ruhe wieder schwinden wird. Nach den Dispositionen der Regierung wird erst dann an eilte definitive Besetzung des Kriegsportc-feuilles geschritten werden, bis es sich zeigt, welche Wendung die Krankheit des Generals 5ivkovi<5 nehmen wird; im Falle seiner vollen Genesung erscheint seine Wiederernennung zum Kriegsminister gesichert. Tagesneuigteiten. — lDas schöne Mädchen von sluzio.j Der italic» nischc Unterrichtsminister Ncwa, der Generaldirektor der italienischen Altertümer Eorrado Nicei, der Direl» tor dcs Nalionalmuseums der Thkrmen, ein königlicher Notar, der Fürst Ehigi, zwei Journalisten und zwei Photographen haben sich am 9. d. im großen Saale der Villa Aldobra»di»i zu Auzio zusammengefunden, um nach jahrelangem Streit den endgültigen llbergang des schönen Mädchens von Anzio an den Staat zu voll. ziehen. Der Streit um diese Stalne, eine der löst' lichslen aller Zeiten, hat seil der Zeil ihrer Aufsmdu»^, seil 1878, gedauerl nnd das unschäl'.bare Kunstwerk der Offenllichleit vorenthalten. Die beschichte dieser Statue ist schicksalsreiche!' als die des Laokoon oder der Venuo von Milo. Im Dezember 1878 suchte ein furchtbarer Sturm die Ruinen am Vorgebirge Anzio heil»' viele, die lange Jahrhunderte hindurch bisher standgehalten, stürzten zusammen. Durch einen solche» Einsturz wurde eine Nische bloßgelegt; darin stand, weiftlenchlend, m>' berührt und bespül! von den Wellen des Meeres das Marmovbild der i» ei» Himatiun gehüllten ^ungfl'M>' Tie Statue wurde, da sie ans dem (Gebiet der Familn' Mencaeei gesuudeu war, i» deren Villa gelrageu l>»d von den Besitzer» eifersüchtig bewacht. Vier Jahre ncmi' hei gerieten die Mencaeei in finanzielle Schwierigll'iU'N und verkauften die Villa mitsamt der Slalue de» Ald>'» bvandini. Diesen, deren derzeitiger Vertreter der sje» nannte Fürst Chigi ist, wurden vom Staate sogleich 45<>.<»<><» Lire für das Kunstwerk geboten, aoei erfolg los, denn andere Angebole winkten. Das glänzendste' mach!e ein Ameri lauer, der eine Million bezahle» wollle. Allein das ilalienische besetz, dcis die Ausfuhr bedeutender 5tunstwerke vevbielel, ließ den 5>taus »i^ zustande lommeni als davon verlautete, hallen sahn'' lang ,',wei Earabinievi nichls anderes ,',u tnn, als da5 schöne Mädchen von Anzio zu bewache». Dieser Zustcm5 war aus die Dauev unhaltbar, nud eildlich e»lschlos; s>cl> die Familie Aldobrandiui, das Angebot des Staaleo anznnehmeu. So wird denn jetzt die herrliche Slal»c nach langer Verborgenheit unlev starker Bedeckung »a«> Nom heimgesühvl werden und dort im Therme»»»»^»"' einen der schönsten Säle für sich erhallen. — lMontgolfiers Hemd.j' In eine», Arlilel deo Nizzaer „Eclaireur" über die ^ustschiffahN bringt der Versasser interessante, durch Familienüberliesevung ^'' haltene, weileren Kreisen wohl »nbelannle Mitleil»M'" über Josef Mo»tgulsier, de» Erfinder des ^ustballo»?. Eine davon verdient es ganz besonders, festgehalten .i" werden, als ein nenev Beweis, wie oft die nichtigste Umstände Anlaß zu wellbewegende» Ersindimge» wcl« den könne». Monlgolfier war im November 1782 aus einer Geschäftsreise in Avignon, wo er unter den dm'' ligen bedenlenden Buchdruckern Abnehmer der Erneust' nisse seiner Papierfabrik hatte. Er wohnte im HaB' Nr. l8 der Nue Sainl-Elienne, das heule »och >",', Vollsmnnd die Bezeichnung „Maison aur. ballon^ trägt. Eiues Morgeus beim Aufstehen wollte er sc>" Hemd anwärmen nnd hielt es zu diesem Zweck vor dein Kamin über eine Papierflamme, indem er es mit del einen Hand oben zusammen, uud mit der andere» die Leinwand unten auseinanderhielt. Die in dem der> arlig glockenförmig geschlossenen Hemde sich rasch l'l'' wärmende ^ufl wiMe »lit starke», Austrieb »ach obl'N-Diese Erscheinung verseile Montgolsiev in großes > damals gerade zu studieren began», uud erst nach u>u nach erkannte man de» wahren Zusammenhang- ,^ Neben den Teekessel des Erfinders der Dampsmasch'^ lntt also jetzt als würdiges Gegenstück Montgolsn'^ Hemd. . - lDie Tanl'lilindr im Luftballon.» Aus New^n »uird berichtet! Ein interessantes Erperiiueut wird M der Lnftschiffer Eharles ^. Glidden unternehmeu: ^ wird mit Helen Keller zusammen im Ballon anfsteisi^' um ,',n beobachten, ob Blinde oder Taubstumme aus d>^ Zirkusleute. Roman von Karl Muusmann. Einzige autorisierte Übersetzung. (29 Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) „Tausend Dank, tausend Dank, Frau Fürstin," jammerte die „Krähe" mit kläglicher Stimme, während sie sich vergebens bemühte, sich aus der eisernen Umklammerung dcs „Murmeltiers" frei zu machen. „Haben Sie Dank, daß Sie einen armen Krüppel nicht ins Unglück bringen. Ich bin scholl von Geburt an von unserem Herrgott hart genug gestraft." „Unsinn," rief das „Murmeltier", während er die Krähe schüttelte. „Lassen Sie uns nur nicht sentimental sein, Frau Fürstin. Die Humanität ist eine gute Sache, den Kerl gebe ich aber nicht frei. Er soll und muß seine wohlverdiente Strafe haben." „Weshalb sind Sie nur so hart, Herr Leutnant?" fragte die Fürstin. „Der Mann hat ja keinen Schaden getan. Das einzige, was mich interessiert, ist zu wissen, wie er in meine Garderobe gekommen ist." „Das ist eben die Sache. Wenn er weiter nichts getan hätte, als daß er das Geld stehlen wollte, so wäre es so schlimm nicht. Aber um es in seinen Besitz zu bringen, hat der Schurke die ganze Feuer-komödic in Szene geseht. Das ist etwas, was man ihm nie und nimmer verzeihen kann. Denn auf ein Haar wäre ein unberechenbares Unglück geschehen." „Aber wolier Nüssen Sie nur das, Herr Leutnant?" fragte die Fürstin. "T>as darf ich augenblicklich noch nicht sagen. ^>enn er es nicht eingcstchen will, so wird sein «vrcund der Ringkämpfer schon mit der Sprache herausrucken. „Wenn der Ringkämpfer etwas getan oder ge- rufen hat, so geschah es ohne , mein Wissen und Willen. Das muß er sich selbst ausgedacht haben." „Jawohl, natürlich willst du wieder die Schuld auf audere schieben," sagte der Leutnant, „aber diesmal wird dir alles nichts nützen. Das weitere wird sich später vor Gericht aufklären." „Hat er das Publikum wirklich der (Gefahr ausgesetzt," anlwortetc die Fürstin, „so muß er bestraft werden und das nachdrücklich. In dieser Beziehung dulde ich in meinem Zirkus keinen Scherz. Wollen Sie auf meine Verantwortung hin den Mann verhaften." Der Munizipalgaroist packte die „.^rähe", die jetzt vor Wut schäumte, riß, stieß und fluchte und sich wie ein Wahnfinniger gebärdetc, während der Neitgang sich mit Artisten und Neugierigen füllte. Als der Munizipalgardist mit der „Krähe" den Zirkns verlassen hatte und rings umher auf dem ^attelplak alles wieder still war, sagte die Fürstin Ratefski: „Ich danke Ihnen noch einmal, Herr Leutnant, für Ihr schneidiges Vorgehen. Es handelt sich ja hier nicht nur um das (Held sondern auch darum, daß ein Unschuldiger Gefahr lief, ilt Verdacht zu geraten. Darf ich Ihnen nicht irgend eine Belohnung anbieten?" Leutnant Miklosich schien einen Zoll zu wachsen. Seine kleine Gestalt hob sich, während er sagte: „Selbst wenn die ,Krähc' eine noch so bösartige Kreatur ist, so ist sie immer ein Mensch, den ich ins Unglück gebracht habe. Deshalb kann und darf ich trotz meiner gegenwärtigen Geldverlegenheit für meinen Eingriff in diese Sache keine Anerkennung in klingender Münze annehmen. Wollen Frau Fürstin aber die Gnade haben, mir als Erinnerung an den heutigen Tag die Rose zu schenken, die Sie an Ihrer Brust tragen, so würden Sie mich zu dem Glücklichsten aller Menschen machen." Die Fürstin lächelte, löste die Rose und ülu'l-reichte sie ihm. Das „Murmeltier" nahm sie mit einer liest'» Verbeugung entgegen und verabschiedete sich cigcu^ artig bewegt. Die Fürstin blieb noch einen Ma,5^ blick stehen und blickte ihm erstaunt nach. 1 1. Kapitel. Die Familie Stagcmann war bei der Pn^- Am Vormittag wurde der Sternentcppich untn der Decke zur Seite gezogen und das Tageslin)' siel kalt und grell durch die Scheiben der Glc>«" tuppel in die Manege. Der alte Stagemann, der sich in der kün>t' lichen Abendbeleuchtung herauszuputzen verstand und in den ein gewisses Leben kam, sobald er aM dem Pferde faß, glich am Tage einem mit .'olU^ überzogenen Gerippe. Seine Gesichtsfarbe war gc>^ lich, seine Augen scharf und sein Mund verdril'!;>>"' und hart. , Er probte immer in Hemdsärmeln und siN", samtenen Beinkleidern, die mit einem Leibriemen an seinem mageren Körper festgehalten wurden- ^ Die Lehrlinge trugen farbige Wollkleider »in grobe leinene Beinkleider mit Turnschuhen. < Die Tochter Adele ging in einer blan- um wcißgestreiften Schirtingbluse und Beinkleidern von demselben Stoff mit blauen Strümpfen un? Ballettschulen. Herr Stagemann Probte immer mit ^ro!^' Ernst und machte, wenn er erst begonnen hatte, leu Pause. In erster Linie ging es über ihn selbst ye^/ denn er nahn» nie seine Schüler zusammen "^ sondern arbeitete einzeln mit ihnen. Dock) "uN'V sie den Zirkus erst verlassen, wenn sie alle fe" > waren. sFmtsetznng folgt.) Laibacher Zeituna Nr. 240 2155 20. Oktober 1909. aunosphärischen Einwirkungen besser reagieren, als ge-Uwhnlichl' Menschen. Helen Keller Hal dinch ihre Enl-Wicklung davoil Zelignis abgelegl, daft die Verlülnme. rnng einzelner Sinne eine ans Wnnderbarc grenzende "erseinernng und Vervolllonimnnng der anderen Sinne >>"t sich bringt. Nun wird sie im'Ballon Gelegenheil ycibe», ^,ic Sensalionen des Fluges zu empsi,iden. Helen ?i"er Hal in ihrem stillen Heim'in Wrentham alle Furt. Mille ans den Gebiete des Fluges mit lebhaftem Inter-M versteigt. Man kennt sie als eine außerordentlich !"Mle Selbsibeobachterin, deren Wahrnehninngeii wäh-lend einer Ballonfahrt der psychologischen Wissenschaft u>c!le,cht manche iilteressanlen Ausschlüsse vermitteln tonnen. >, ^ >> ^- iHundc als Postbeamte.» Tie Nachrichten über i.e -'lvrdpole^peditionen von Eook nnd Peary geigen, w'c ünmei inan anch über die lieiden Amerikaner den-scn »lag, »velche unschätzbaren Dienste der Polarhnnd '»den arktische» webenden dem Älenschen leistet. Schon U"r einilM Jahren lies; die lanadische Regierung eine !NM Zahl Eslimohuilde in Labrador nnd (Grönland "Umisen, in» sie in dem unwirtlichen Gelände der ^mdregion Klondike, »vo die Entwicklung des Post- nnd ^'icnbahinoesens hinter der starlen Einwanderung »veit ^"''Mblieben ist, zu zehn Stück nnd mehr vor die zur ^wjlde.wrdernnq dienenden Schlitten zu spannen. Nach-^m ,,ch der Versuch gut bewährt hat, gehl man in ''Umland daran, die H»»de in anderer Weise als Post-«lassner zu verwenden. Zwischen den winzigen Ort» Mstei, in Nord- nnd Ostsibirien, die im Winter wegen " dedenlenden Enifernnngen die Poslverbindnng oft wwienwnq entbehren müssen, soll die Hnndepost in der ^"!e organisiert werden, das; ein mit zwölf oder "M)n Hnnden bespannter Schlitten von einer Sta-W !,nlh 5^, nächstgelegeiien fährt, die an den ersten ^ri ge»r>oh»ten Hnnde dort znrückläftt nild andere von un zur Riickkehr mitilimml. Die sonst reichlich ernähr->, vor ihrer Nenüluing aber nur mäftig gefütterten ..ninde, denen ein kleines Patel mit Nachrichten nnter ./""'. N^'sestilinnq mitgegeben »uird, »verden in Frei-s!'/ !^!5lU »nd sollen den Rückweg nach der Heimat-^'"'' U' "stannlich knrzer Frist znriicklegen. Es heiftt, 'W ^orversnche über !2<» bis 1^» Werst sehr ante wr!?'"^' gezeitigt haben »falls die Hnnde nicht nnler-lmv "" lV'fallenes Slück Wild fanden nnd ihren ailge-'l'att?' Wolfsgelüsten in ausgiebiger Weise frönlenj. nissü? '^' ^"^ ^" Polarhuud, anch wenn er tagelang dann ^ ^'^" "b"l<, doch noch leistungsfähig bleibt, de, "f" ""^ "'^' '^'radezu maßlose Gesräftigkeil an be mi 7^^ ^'^' Darüber, »vie sich die vierfüßigen Post-Mi ^ '"" ^ulfl'» »>'d anderen großen Ranblieren I'Nden sullen, schweigt die rnssische Nachrichtenquelle, brin^ lWnncn die fische hören?) Unter diesem Titel S Au ^' "Naturwissenschaftliche Ruudfchau" 1909, be'i? ""^' überraschende Milteilnng. Alle Verfuche, Sss.^"- ?"schiedensten Fischarlen eine Neatlion ans Äini ^^^'^'llen, sind bisher gescheitert. Änq. H. N. ^Nln l ," "^ Versuchstiere Dorsch, Herinq, Spierlinq, ^l„,> >)"' Seeslorpion, Steinbntt, Seezlinqe, Scholle, fisc,. !u ^l'esche. ^iochen, Karpfen, verschiedene Weift-fich.' s ^'^ Vitterliilq, Aal nnd ansländische ^ier-Aeaf» ""^^'' ^""'tl' bei denselben leine derartiqe ^ ,l«"" ^'"hrnehmen. ^n seinem Erstanneil qelanq l^miu ^^^^ ^' ^'"' mnerilanischen ^lvermvels „^sl, ^"^'^l)ul««u«j cin ausgesprochenes.s>örvermögen ^v ? ^'^"' D" ?sijch reagierte aus alle Töne jeglicher de» ., ""l dem Munde'durch Pfeifen erzengt wnr-Lln^l ^' lanl geilug waren, dagegen nicht auf ""he,, oder lauten' Zuruf. ' ' Die A< ^" Pariser Nattcn.j Aus Paris schreibt man: ln Qs!"""""lhnchk'n einer fiirchterlichen Rattenplage Sch"'"Unnsreich haben die Pariser Stadtväter so ,n Nc'qritt/" ^"»'^U, das; sie anch ihrerseits zu Maftregeln ^'^" Quarzen sleinen Ungehener über die hat d ^^aßl'u jagen sah. Der Pariser Natteufnuger ""' 0 s^!^^"' ^"'s"' '""U<'" ans zwanzig Millio-l'cli ,)s? ^' ^'^ weil diese Schähung zutrifft, ist natür-M ll ? ' ll'^l'stellen. Gewift aber ist, das; tatsächlich Nnd^?'^"" Ratten Paris bevölkern, die sich wäh. den M ^ l »»id in den Straften nach Abfällen dds N, .'"^"'' ^ l)at sich erwiesen, das; die Ratten blNill.,, '^ ^^"' vergiften nnd vielfach Typhus-»'ien i., ""'"reiten. Die häufigen lokalen Typhusepide. ^rlir.^! ^"^ l'nd zu,n groften Teile durch die Ratten 5"K di>N '"?^en. lHs ist dt,h^, ,^.f,ich an der Zeit, dies.> N> ''"' Stadtverwaltung endlich energisch gegen ''l'ri.i^"?^' ^"^'^' Der Pariser Rattenfänger hat ^»'cisl,' ^'' '"""' "s^'" Streifzügen die Entdectnng "'^'nib' ^ ^'^' '^"^s'l ",»ch f"l)'g s'"d, Diebereien ^'al!.. ,,<'/ "- '" "- in einem grvften unterirdischen Unter ! ^" ^"'^'-' Wäschelager entdeckte: Hemden, 5il's/'"l"', Elrnmpse, die alle halb zerfressen waren. 'l"^ed^, di> ^"'^ ^ssonllich "'chi Dieben zu neuen "nd am.!?t" Musterchcman,, von Ontaiio.l Englische ^'Na o '"7''^' ^'Uer berichten: In Hamilton in ">an„ d..^ s / -'" ^">''ch"' "amens Artnr Ziiumer- ' '^ I", ,ur einen deutschen Naron ansgab, in den, Augenblicke verhastet, alo er mil seiner achten ^rau getraut werden sollte. Zwei Granen, die er vor ver-hältnismäftig lnrzer Zeit in Brooklyn geheiratet halle, lieften ihn sestiiehmeu. Die beiden grauen aus Nrooklvii kamen vor einigen Tagen zufällig iu eiuer (Gesellschaft znsamnien und spracheii von ihren Männern, die sie als Mnsler von Ehemännern beschrieben, wenigstens solange sie zn Hanse seien- aber der ganze fehler sei nur, das; sie so viel reisleu. Im Lause der Unterhaltung entdeckten lie, das; sie beide denselben Mann haben muftlen, nnd weitere Nachforschungen ergaben bald die Richtigseil die-ses Verdachtes. Das Ende war, das; die Sache der Po-lizei übergeben wurde, die die Verhaftung des Muster, ehemannes von den kanadischen Vehurden erbat. Im ganzeil sind bisher, von der „Nraut" abgesehen, sieben grauen Zimmermanns festgestellt worden, nnd alle sind des ^obes über ihn voll. Ganz besonders erklären sie, das; er ihnen niemals irgendwelches Geld abgenommen habe, im Gegenteil, er gab ihnen ausgezeichnete Rat-schlage, »vie sie ihr Vermögen sicher anlegen sollten. Wenn der gnte Rat befolgt wnrde, war nachher anch uiemals Urfache zur Reue vorhanden. — Kickers.j In Amerika nennt man die i^eute, welche stets alles bemäkeln, „Kickers". Besonders die Behörden amerikanischer Städte können von den „Kickers" eill !^ied singen. Der Bürgermeister von Eineinnati hat nun einen wöchentliche» „Kicker"-Tag eingeführt, an welchem die dorligen Lokalpatriolen, welche an der Verwallnng ihrer Stadt etwas anszn. selben haben, im Rathanse vom Bürgermeister empsan-gn werden, lim ihnen Gelegenheit zn geben, ihre Ideen nnd Vorschläge ,',»r Abstellung der vuu ihnen gerügten llbelstände im städtischen Verwaltnngsapparat vor. zubringen. — jEinc Division Kröpse.j Ans der schweizerischen Slatistilerversammlnng fiihrle ein Redner aus, der Kröpf fei ili der Schweiz derart verbreitet, daft ohne dieses Übel das ^and eine ganze Division Soldaten mehr ins ^eld stellen tonnte. LolaI- und Provinzial-Nachrichten. — sKonfcrcnz für ^nndcestatistil.j Vorgestern und gestern sand im Beratnngssaale des lrainifchen ^and-lages die II, Konferenz der l. k. Zenlrallommission für ^andesslatistik statt. Den Vorsitz führte der Prä-sidenl der genannten Zentrallommiffion, Herr Seltions» chef Dr. Ritter von In rasches, das ^inanzmini» sterinm war dnrch Herrn Vizeselrelär Dr. G r ü n -»v a I d vertreten, das Ministerium des Innern hatte Herrn ^andesregierungsral Kremen5el zu seiueiu Vertreter nominiert. Die Konferenz wurde durch Herrn Landespräsidenlen ^reiherrn von Schwarz begrüßt; an den Neratnngen nahmen Delegierte von dreizehn Kronländern teil. Das Land Krain halle hiezu Herrn Landeshauptmann v. >> nklje sowie die Herren Landes-ausschuftbeisitzer Gras N a r b o und Professor I arc nebst einigen Landesbeamten entsendet. Den Gegenstand der Verhandlungen bildeten statistische Daten über die Verwallnng der einzelnen Königreiche nnd Länder. Die Sitzung danerle am ersten Tage bis in die vorgerückten Abendstunden; die gestrige wurde um I Uhr nachmil. tags geschlossen, »voraus die Teilnehmer über^Initialive des Landesausschnsses einen Ausslug nach ^berlaibach behufs Besichtigung der dortigen Hanshallungsschule und der Molkerei unternahmen. — edor Namber'g des IR 84 auf sein Ansuchen lUrlaubsort Laibach), der Mililärrechnnngsalzessist Pantalija Pe-le^ oer Intendanz der 26. Insanterietrnppendivision laus eiu Jahr, Urlanbsort Wien) und der Oberleulnani Richard Larisch, überkompletl im T^KR 7, eingeteilt bei der Land»vehr.^cldhanbitzdivision Nr. 22 laus ein Jahr; Urlaubsorl Münchenj. — In die Reserve wird übersetzt der mit Wartegebühr beurlaubte Leutnant Niuno Leschte des ^eldjägerbalaillous Nr. 7 -. l^sterrcichischcr ^lottcnvercin.j Am 19. 0. M. sand in Wien eine vom österreichischen ^lottenvereine veranstaltete Versammlung zugunsten der Unsgeswltung der österreichisch-ungarischen Kriegsflotte stall. Vor» standsmitglied Regierungorat Prof. Dr. G r u u z e l fiihrle in längerer Rede die Notwendigkeit einer starlen Seemacht für die österreichisch.ungarlsche Monarchie aus lind betonte die Unerläftlichkeil einer lebhaften Agi-lalion. Die Ausgaben würden sich ans mehrere Jahre verteilen nnd im wesentlichen der heimlichen Industrie zngnle tonimen, da die Beschafsnng des ^lotlenmaterials ausschließlich im Inlande ersolgl. Die Kriegsuiarine habe aber eine wichlige Mission nichl bloß im Kriege, sondern anch im frieden, sie solle nichl nur den öfter» reichisch.ungarische» Hcmdel fchützen, sondern auch die Beziehungen zn den im Auslande lebenden Österreichern aufrechterhalten, nnd darnm bedürfe sie nener guter Schisse. Regierungsrat Dr. Grnnzel beantragte schlieft, lich die Annahme einer seinen Ausführungen entspre» chenden Resolution. Konteradmiral d. R. Ehinri einpsahl vuin Standpunkte der Marine eine Vermeh. rnng der Seestreitlräsle, bez»v. eine Be»villignng der hiefür geforderten Mittel. Andernfalls ergäbe sich die Notwendigkeit, die bedeutenderen Hasen der Monarchie zn befestigen nnd dnrch Minensperren zn sichern, was ebenfalls große Kosten verursachen würde. Herr Artur Kuffler begrüßte die Versammlung namens des Zentralverbnndes der Industriellen ^slerreichs. So sehr die Indnstrie, sagle er, nnch einen dauernden frieden wünsche nnd brauche, könne sie nicht verkennen, daß die Vernachlässigung oer Rüstnng nicht dnrchanS das geeignete Mittel' zur Erhaltung des Friedens sei. Die Industrie müsse auch den Wunsch anssprechcn, daft die Ausgestaltung der Wehrkraft fich immer mehr nach jener Richtung bewege, in der wir unsere wirtschaftliche Zu-kniift snchen. Hunderte von Millionen seien in letzter Zeit für den Triester Hafen nnd die Bahnverbindung »nil Trieft ausgegeben worden, und es sei selbstver» ständlich, daft für einen entsprechende» Schutz dieses nationalen Besitzes gesorgt »verden müsse. Auch die Aus. breitung nnserer direkten überseeischen Handelsinter, essen verlange eine entsprechende Verlretuug uuserer Machtstellung im Auslaude. Sellionsrat Dr. K a r -minsli drückte namens des niederösterreichischen Gelverbevereines seine synipathische Zustimmung zu der beantragte» Resolution aus. Korvettenkapitän des Rnheslandes Arlnr Legnick sührle aus, unsere Küste sei nichl leicht zu verteidigen, »ueber zn Land noch zur See. Insbesondere zu Wasser gestalten die an einzelnen Punkten vorgelagerten Inseln dem Gegner )ede An-Näherung nnd Festsetzung der Ausgangspunkte für einen stistemaiifchen Angriff, dem man wieder nur mit Tchif-fen begegnen könne. Eine schwache Flotte mühte in Konfliftsfällen geradezu unseren Gegner zu Feindselig-feilen verleiten; es sei daher klar, daß wir rechtzeitig ohne Rücksicht aus die .Höhe der ohnehin aus eine Reihe von Jahren zu verteilenden Lasten nur den Weg des zielbewnftlen Fortschrittes einschlagen dürfen. Marine-ichriftsteller Max Schloß forderte die Versammlunq ans, einstimmig für die Resolution einzutreten und da-durch zu zeigeu, daß sie gewillt sei, ein starkes ,ee-mächtiges Osterreich-Ungar» zn besitzen, daß sie gewillt sei, ihrem Valerlande jene Stellung in der Welt .',u geben, auf die es Anspruch habe kraft »emer geoara-phischen Lage, seiner Geschichte nnd se.ner Eutwicklung. Konteradmiral Lell - Ada m i führte aus, der Bau der Dreadnoughts bedeute keinen Verlust am National, vermögen, denn das Geld bleibe ^a im Lande, das wir als Versicherungsprämie für unser kostbarstes Gut. für die Erhaltung des Friedens anfwenden müssen. Unter brausendem Inbel der Anwesenden wurde sodann der Resolution die Zustimmung erteilt, »vorauf der Präsi-dent Gras T h n n . H o h c n st e i n mit einem beaei-sterten dreimaligen Hoch aus Seine Majestät den Ka, -s e r die Versammlung schloft. Üaibacher Zeitung Nr. 240. 2156 20. Oktober 1909, — lTodesfall.j An, 18. d. M. ist in Tschermoschnitz der 75 Jahre alte Gastwirt und Nealitätenbesitzer Jo» hann P e nea, vulgo 2au, plötzlich gestorbe». Der nu» Verblichene hatte durch viele Jahre als Vorsteher der Großgemeinde 3t. Michael-Slopi^e und als Vor» fiyender des Ortsfchnlrates fundiert und bis zu seinem Ableben der Gemeindevertretung als Gemeinderal an« gehört. Er war wegen seines biederen und heileren Charakters, dann wegen seiner Gastfrenndlichkeil in allen Gesellschaftskreisen beliebt. Sein von der Stadt Rudolfswcrt etwa drei Viertelstunden gelegenes Gast» haus erfreute fich im Sommer stets eines regen Ve> suches. Insbesondere an Sunn» uild Feiertagen bildete es für die Nudolfswerter einen beliebten Ausflugsort. N. — (Tclbstmord.j Der Gasthalispächter Johann Kovac» in ^'rnu3 Ortsfremde), in-folge Unfalles !, an sonstigen Krankheiten 13 Personen. Unter den Verstorbenen befanden sich 12 Ortsfremde l.63,iN)'uud 13 Personen aus Anstalten «68,4 dient. ko- . — '. — lVinbruchsdiebstllhl.) In der Nacht auf den 19. d. M. wurde in die in Unter.z^ka stehende Varacke des Fleischhauers Cirman aus St. Veit, die die Obst-Händlerin Maria Marjcti5 aus Laibach in Pacht hat, eingebrochen, wobei die Täter Obst uud Zucker^aren im Werte von etwa 60 l< entwendeten. Die Diebe sind vorläufig unbekannt, indes scheint ihnen die Polizei auf der Spur zn sein. —<,— — «Miiclkchr amerikanischer Schriftsteller aus Öfter. reich.j Man schreibt uns aus Trieft! Mit dein am 16. d. M. von Trieft abgefahrenen Dampfer „Marlha Washington" der Anstro-Ämerieana haben unter ande» rcn auch die beiden amerikanifchen Neiseschriftsteller, d,e Herren Brüder Iddings, Mitglieder der geographi» chcn G^nschaftcn in London, Washington und New» yort ^lerrcich uerwssrn, nm die Heimreise nach Dayton, ^s^" ?>'' ^ T" Herren ^dd.ngs, deren Besnch n Östenelch durch d.e über Initiative der Austro-Amerieana uillernommenen Lichtbildertournee des Herrn Lelbmger in Amerika veranlaßt worden war, haben mit Unterstützung des Eisenbahnininisteriums in den letzten zwei Monaten ganz Österreich bereist und sich von den Schönheiten unseres Vaterlandes, welches drüben leider noch so wenig bekannt ist, persönlich über. zengt. Die beiden Neiseschriftslellcr, welche die besten Eindrücke von hier mitgenommen haben und sich ins» besondere »nil dankerfüllten Worten über die ihnen von feiten der interessierten Körperschaften in den von ihnen bereisten Kronländcru der Monarchie erwiesene Enl» gegenkommen uild die gewährte Gastfrenndlichkeil äußer» ten, gedenken nun in einer Serie von Artikeln die land» schaftlichen Schönheiten Österreichs dem amerikanischen Publikum iu ausführlicher Weife zu schildern »nd so die Reiselust zn heben. — Mn großes Seebad in Trieft.! Durch oie Er-ösfnung der Tauerubah» ifl Trieft in gewisfer Hinsicht förmlich überrumpelt worden. Für die Vermehrung des Frachtenverkehres durch die Transalpina ha« man dnrch die neuen Hafenbaulrn bei Sl. Andrea vor» g( sorgt, aber auf die Völkerwanderung ans München und dem ganzen Westen Denlschlands, die sofort nach Eröffnung des Gafteiner Tunnels in Trieft einbrach, war man nicht gefaßt. Der Verband znr Förderung des Fiemdenverkehres in Trieft und Istrien wird in erster Linie für die neuen Gäste im nächsten Sommer aus-reichende Unterkünfte zu beschaffen haben. Sein Pro» gramm enthält aber noch weilergehende Ambitionen. Man will in Triesl den Ankömmlingen ein Seebad bieten, wie sie es geräumiger, eleganter und bequemer von 3»»l> Metern ist dafür in Anssichl genommen nnd i» Strand ail der Straße nach Miramar in einer Länge oil 3<»<> Metern ist dafür in Ausficht genommen und in der Mille soll die lange riiic!^il" gegeben werden. Am Sonntag gelangen zwei Dramen als Novitäten zur Aufführung, und zwar abends Gavaulls und Charvays Lustspiel „l^o^plxli^illl .In^tt^ — nil>.jn il'Nil", nachmittags lim halb 3 Uhr zum erstenmale das Originaldrama „l>ll-ui>" >>l vier Aufzügen von Ivan Novak. — lTao Konzert Grünseldj wird nichl, »vie gestern gemeldet, nm !>., sondern am 6. November stattfinden. — iPictro Mascagnij wurde, wie der „Mefsaggero" meldet, vom König Viktor Emanuel eingeladen, wäh-rlnd der Anwesenheit des ^jaren ill Raccuuigi Konzerte lind eine ^pernaufsührung zu dirigieren. — lProfcssor Ccjare Lombroso -f.> 2>n Telegramm aus Turin meldet, daß gestern früh Professur Dr. Ce-fare Lombroso, der bekannte Kriminal»Psychologe, in, 74. Lebensjahre dort gestorben ist. Lombrosu ist der eigentliche Begründer der Kriminal-Anthropologie^mw seine Studien über den Kretinismus werden von Fach' leuten als aufschlußreich bezeichnet. Großes Aufsehe» erregten seine Schriften, worin er die Ursache» der Ver> brechen in der körperlichen Beschaffenheit der Verbrecher nachzuweisen versuchte- und eben diese körperliche Be» schaffenheit war für ihn durch Vererbung und Alcwi5> mns wesentlich bestimmt. lDie erste Weltgeschichte,! die die Stelling ^ st e rrcichs in den verschiedenen Epochen klar z»>» Ausdruck bringt und besonders für den österreichisch^'' Leser bestimmt ist, beginnt soeben zn erscheinen. E>» österreichischer Geschichtsforscher, Prof. Mar S t r a > g a n z, ein Schüler von Hufrat Pastor, hat im Veren» mit den bekannten Historikern Direktor Dr. P. F.',' scher und Prof. Dr. W. Fellen oas besonders frr Österreich hochbedeutsame Werk begonnen. Die VM' liegende erste Lieferung ferungen 5, 1 l< 20 l> iüi Verlag der Leo-Gesellschasl '" Wien erscheinen) behandelt die Geschichte der neue«» ^eil nnd beginin daher »iil den« Zeitalter der große» Erfindnngen und Entdeckungen. Sie überrasch! durch eine Fülle vorzüglicher authentischer Illustrationen, d>c den gründlichen, aber doch volkstümlichen Texl >iich> nnr als historische Dokumente begleiten, sonder» auch an sich Kuustwert habeil. An Onantitäl und Q>m!>"' werden die zahlreiche» farbigen Tafelbilder n»d schwm'' zen Tertillnstrationen von keinem anderen Wert er» reicht- dasselbe gilt für den gründlichen, aber allgemein verständlichen Text. — Ausführliche reich,llnstrn'l'U' Prospelle über das Werk sind in jeder besseren Äi>a> Handlung, wo anch die erste Lieferung znr Ansicht aus» liegt, kostenlos zu haben. lErstes Tannhäuser-Heft der „Musit für Alle ! Nach den Lohengrin» und Meistersinger-Hefle» w>^ das Tannhänser.Heft besonders freudig begrüßt wel< do». Die „Mufil für Alle" hat sich zur Aufgabe cp »lacht, alle dir schönste» Melodien dieser Meist er» Opc'' in ungemein leicht spielbarer Weise wiederzugeben. W" sinde» iu dem ersten Heft zu Beginn die Szene zwiscW Venus und Tannhäuscr und das Vennslied „Stets !>"> nur dir mein Lied ertönen". Der zweite Abschnitt bril^l Tannhäusers Wiederlehr. A» das reizende Lied des H"' tenlnaben schließt sich ein Teil des Pilgergesanges »>'" die Begrüßung Wolframs an, mit dem das erste Fixa" schließt. Wir kommen in die Sän^rrhalle der Warlbursi und höre» die wunderbare Einleitnng zu dem zwei"'» Alt, sowie zur großen Arie der Elisabeth, der da^ Duett zwischen Tannhäuser uud Elisabeth folgt. DN' erste Tanuhäuser.Heft der „Musik für Alle" wird m>> dem wohl bedeutendste» Marsch aller Opern-Musl^'»' dem Taunhäuser'Marsch beschlossen. Die nächste Nw"' mer der „Musik für Alle" bringt den Schluß des zwei"» Alles sowie den dritten in semen schöusleu Teile». ^' Das Heft ist zum Preise von 6<» l, in allen Buch» uN" Musikalienhandlungen sowie direkt vom Verlage ll»-stein >' allen Blättern von Turin bis Palermo, von Vencdlsi bis Florenz verlündigen lassen, daß er soeben die ^ehle Hand an eine neue Oper legt. Diese soll de» ^'^ führeil „La Fanciulla del Weft" (Die Tochter dc5 Wefteus) nnd iin wilden Westen Amerikas spielen. S^ sehr die Italiener sich über die angekündigte ^'"' schöpfnng des Meisters der „Nohöme", „Tosea" ullo „Madame Butterfly" freuen, sind sie doch ärgerl'M darüber, daß sie die Ehre der Premiere nicht im l'iss^ »cn Lande haben werdeil. „La Fancililla del West" w'" »cimlich in der tommellden Stagione im Metropolit^" Opera House zu Newyurk zu», erstenlnal ausgeführt M'l' de», uud zlvar unter Mitwirkung von Caruso u»? Seolli nnd »liter Puecinis eigeiier Leitling. Anßel dn'' sei das italienische Nationalgefühl kränkenden Talsaa/ wird noch eine andere bedauert. „Warum", so fragl c>> neapolitanisches Blatt, „sucht der Maestro seine SWI,' nicht im eigene» Lande? Madame Butterfly spic>< '' Japan, die Fanciulla del West in Amerika- es gib!.,"" genug italienische Motive, deren er sich nichl zu scl)ä»u'< brauchte!" . ,.. — l„K ! s> v <> » « !< j 'l',- ^ o vl, K > V" ,> » t'! l«. ^, Inhalt der li». Nummer: 1.) Nudolf .^cga: Aus dc,' Naukpraxis. 2.) Dr. Karl H i „ t c r l ech n e r: P"'' tische Geologie. 3.) Die öffentliche Haudelsgesellsch^l-4.) Der Verein der slovcnischen Handelsreisende». ^' Verschiedene Mitteilungen. 6.) VereinsmilteilungsN. '^ Der Handcls'Kranten. und Uiiierstützungsverei» Laibach. 8.) Inserate. Geschiiftszcitung. Lieferung des Bedarfes an Rindfleisch für d't t. und k. Truppen der Garnison Laibachj siir die ^ vom 1. Jänner bis 31. Dezember 1910. Die bezügl'G' schriftlichen Offerte sind versiegelt bis 21. Nlweii'l" l. I. 8 Uhr früh an die Garlliso!lsmenagever!l.'alU»'> sNeue Infanterielaserne, Objekt ll, Tür tt) eiilzure'"),^ mid haben zu enlhallen, um welche» Preis »»d bei w>l' viel Prozent Skonto das Fleisch geliefert wird. ,^!) zn liefernde Fleisch beträgt per Unlerab!eil»»g „l^V,/ 13 bis" 25 Kilogramm- zu liefer» ist dasselbe f>n' " , läufig 26 Unterabteilungen. Im nachstehendeii >^,^ die Bedingungen verlautbarl: Der Verkäufer verpf>u>> sich, de» Truppen das Fleisch wie folg! z» l',^.!?,>^ !>) zivei Drittel der ziveile» Klasse der Fleisch"»"''" das ist! Schnlterschwanzel, Tchnlterscherzel, Sp'b^'^ . gen: ->> dicker, I,) Krnspel», <>) ^»oerchipitz, "'>'^i„ dickes Krrnfleisch, dicker Ochsenschlepp, ^'"'df''!"' ,-,. Drittel der dritten Klasse der Fleischqnaliläle»- ^''^ Laibacher Zeitung Nr. 240. 2157 20. Oktober 1909. '^"l^"' NücMsk'isch, dicles, miniere »ud düu-nes Mauselflcisch, Zlucrchrird und Schlc-miuricd. ,^l>r "l>scr,mss wird nur Ochscuslcisch ^uqrlafscu. Dic Äl). gadc ausschließlich ..omdcrcu" Fleisches ist nicht qc» Mltt, wudrru cö inns; sich uulcr d^u Gcsamtquaulum ves sm- d,c Truppen libqeqrbcncn ^lrischos 20 ^, „hin-ten's' befinden. Als ^uwac^' zu dcn oor.^nannien ^^len dnrfon nnr fleischig .^tupf. und Gußstücke, 5?>er,;, ^drr nnd Mil^. »„d zwar im Mar.imnm N» Deka. ^amm prv „Kiloqramm" bciftc'sscben wcrdrn; ferner "Nsoi per „Kiloqrlnnln" nicht mehr als höchstens zehn "lagramm Knochen enthalten sein. ^n den Winter-Monaten ist an jedem Mmitaq ttunqe und Sainstaq ^ultelslcck ,n entsprechend nutwend^e'r Mcn^e sür dir ^achlmahlbereitunq ^'rrälil^ zu halten und zu lieferu, Ne^'n oorheriqe 48slündige Nestellunq. I)) Den oerheira-N'len Personen des Mannschaflsstnndes der zweiten und ontten blasse. Die Nelanntqabe, wessen Offert an-U'wmmen wird, wird am 2«. ^wember I. I. mittelst ^M!!!issu'nol.'eschlusses schriftlich erfolqen. Die hieoon nl'-' a»qenon,me» Verständigten haben sich am 30. N». A'mber I. I. »,„ I<> Nhr vormittags iu der Oarnisuns-'N'naqeuerwallumi behufs weiterer nnindlicher Verein» ^'nnmg einzusingen, ^ür die ^inhallung der ^ieferungs-''l'd'ngnttgen erlegt der mit der Lieferung Aetraute für ^ ^iUerabteilung einen Sicherstellungsbetrac) von Ä " ,Tieser Sicherstellungsbetrag lann bei lonslanler ^milclnliallung der bedungenen 'Qualitäten von der "">' ledsin Truppenlörper hlezu bestinunlen Commission zur -Neschafsiing von qualitätsmäßigem fleisch bei irgeud ^ner anderen Quelle verwendet werden, wenn der ^'lerant hei begründeter Neanständigung den Um->nu,ch des Neanstandigten nicht sofort veranlaßt. Gegen U' Benrleilnng seitens der Kommission unter Heran-M)l,ng ^,^ Militärarztes und Verwendung des er° wähnten Sicherslellungsbetrages i,n angedeuteten Sinne n"1l dem Lieferanteii lein Negres; zü. Die Verein-'"""lg ist vom I. Jänner bis 31. Dezember l9<>9 Endend uich tann vor dieser ^eit eine Ans;erlrasl° ^'UiNH von seilen des Lieferanten nnr mit Verlust des ^cherstellungsbelrages erfolgen, wogegen von seilen der ^Uippen der weitere Einkauf innerhalb 24 Stunden ^ngeslelll werden lann. Im ^alle einer Mobilisierung ^"pflichtet sich der ^ieserant, bis zum Abmärsche der puppen ^l>s der Garnison Laibach nach oen voran-W'hrlen Preisen das Rindfleisch zu liesern. Mit dem "vlnarschla^ erlöscheil die Vereiuliarungen. Das ^"Iitärärar übernimmt für die Verbindlichkeit der "Uppen leine wie immer geartete .Haftpflicht. Der er-^te Sicherstellungsbelrag ist ohne weiteren Rechtsstreit zugunsten der Tr'uppeu 'als verfalle» zu betrachten, ^/," ^^^' Verkäufer aus »vas immer für einem Grunde .5^N't, die eingegangeneil Verbindlichfeilen nicht er« lUUen zu können. Während der Abwesenheit der Trup-p^u außerhalb Laibachs sowie infolge Verlafsens der "arülwn l^Dislokationswechselj erlöschen die mündlichen ^^'einbarungen, bezw. sind dieselben nicht maßgebend' ayegen können dic Truppen bei vorübergehender Dis-° aUon außerhalb Laibachs lz. Ä. Manöver, Assistenzen 'w.) die ^leifchlieferung unter den obgenannlen Preis-">w Lieferungsbedinguilgen verlangen und sind Lieseran-kn?. ^"pll'chtet, das fleisch auf den Aahuhof Laibach fi,?^ zi> liefern. Der (irfteher der Lieferung leistet !"l dl^e Einhallnng dieser Vereinbarung der i>tolnmiffwn ^' Gruppen de,s Haildschlag. Telegramme ^2 t. l. Telegraptzen-ztorreipondenz-Bureaus. Eiu neuer Flügeladjutant des Kaisers. ba, >^"' ^' ^llober. Seine Majestät der Kaiser A ^"„ ^ajur v. Spanl) il voil seiner Tieilslleistuilg ^-' e5lügeladjulnnt deö Monarchen eillhoben, ihn zum uerstleutnant ernannt und ihm den Orden der lHl>er-, " Nroiie dritter Klasse verliehen. An seine Stelle 3i ^"°^ ^ "' t. Korvettenkapitän H o r t h y von "LY> Banna 'm» ^Inaeladjnlanlen des Kaisers ^MMl. Eiuc neue Hauaric dcö Ncnnerliallous. ^ Wien, ll). Otlober. Zu dein heutigen Aufstiege des ^nncrvallonö halle sich abermals eine große Menschen-'^ttge eingesunde». Der Ballon wurde gegen halb 1 "lN aus dem Hangar gebrach! und flieg bald bei be-i!> ^ Himmel, aber windstillem Welter auf. Als er ^b"H"he des Hangars war, bog er nach links gegen s, . Hlreltion5gebäude des Trabrenuvereines ab. Dort letz der Ballon an einen Baum an und ein Ast drang ^ mc yulle des Ballons, der dadurch eiuen Niß bekam. ^" Luftschiff überflog die Barriere des Trabrenn-^Ms und da es sich durch den Gasverlnst senkte, drohte lt/> "Ut dem vorderen Teil ans oie längs der Barriere >!"l)ondc Zuschauermenge niederznfahren, die ansein- loer^ud. I,l diejem Angenblute waren auch schon ^u dmen der Luslschlsserabteiluug zur Slelle, die den in !"" "" ^'"' herabgelajsenen Seile erfaßlen uild ihn Ä' f " >Mlenra!!m deH Trabrennplal^'.es zogen. Der a/i? ^ ^" "bgestelll »uorden >oar, halle inzwischen ans. W?" >pl «rbeiten. Das Publiknm, das nicht wußte, ls vorgefallen war, »ourde von der notwendig gewor-. 'U'n Reparatur iu Kenntnis gesetzt init deul Bei- W'n. daß in 20 Minnten ein neuer Aufstieg nnter- "mmcn loerden wird. Der Ballon, der infolge des Gas- . nu,teQ sem straffes Aussehen verloren halle, wurde °cn Yangar zurückgebrachl liud die »ölige Ausbesse. rung gleich begonnen. Nach U» Minuten wurde jedoch belannlgegeben, daß henle ein neuer Aufstieg unter» bleibt, aber die gelösten Karten für den morgigen Auf-stieg Gültigkeit haben. Wien, !9. Ollober. Der heutige Unfall des Renner, ballons hat sich nach der Angabe der Brüder Renner dadurch ereiguel, daß durch ein nicht vollständig uer» schlossenes Ventil ein kleiner Gasverlust eingetreten war. Infolgedessen sowie infolge der dnrch die lalle Witterung verursachten Zusammenziehnng hat der Nallon an Tragsähigleil verloren, so daß er sich nicht rasch in die Höhe heben konnte. Da die Lenker zudem versäumten, rechtzeitig zum Motor zu gelangen, wurde de; Ballou abgetrieben und stieß an eine Baumgruppe, wobei die Hülle Schadeu erlitt. In die Ballonhalle zurückgebracht, war das Luftschiff iu einer halben Stunde wieder gefüllt und zur ^ahrt bereit. Doch gestaltete die Polizei für deute den Aufstieg uicht mehr. Mit einem Acroplan um den Eiffelturm. Paris, I«. Oktober. Der Luflschisser Gras Lam-bert fuhr cmf einem Wright-Apparale nachmittags »ach Iuvisti ab, erschien über Paris, machte zweimal die Rnnde um den Eiffelturm und fuhr dann wieder in der Richtung nach Iuvisl) zurück. Port Aviation, l8. Ollober. Gras Lambert wurde bei seiner Rückkehr so begeistert empfangen, daß er von Tinppen umstellt werden mußte, um ihn den Ovationen zu entzieheu. (ir war blaß und erklärte aus Befrage», er glaube, etwa eine Stunde iu den Lüften gelrxilt zu habeu. (ir sei bei der Rückkehr um den Eiffelturm geflogen und immer höher gestiegen. Die Rückkehr nach Port Aviation war dnrch die hereinbrechende Nacht erschwert. Graf Lambert erklärt, das unangenehme Getöse des Motors habe ihn fast betäubt. Per Krieg in Marokko. Melitta, 19. Oktober. Der Kreuzer „Carlos V." und der Torpedobootzerstörer „Osado" haben die Ort-schasten zwischen (5ap Negri und dem Cap Abdana bombardiert. Aus feiten der Spanier wurdeu 19, aus feiten der Mauren mehr als 3<»<» Maun außer Kampf gesetzt. Die Harka der Beni Vonisrur nmsaßt M.Ni»<> Kabylen alls dem Innern des Landes. Mclilla, !9. Oktober. Die aus «Hingeborenenlreisen stammende Nachricht, die Risleule hätte» am 17. d. Melilla aiigegriffe» uud dabei in Selucm erbeutete ^eld-geschütze benicht, wird in formeller Weife demeutierl. Am l7. d. hat weder ein Angriff stattgefunden, noch haben die Rifleute eine Kanone erbeutet. Wirbclsturm. ttaltutta, 18. Oktober. Die Stadt Goalanda nnd andere Ortschaften Ostbengaliens sind von einem Wirbel-stürm heimgesucht worden. Eine große Anzahl T^luß-dnmpser und ^ahr^euge Eingeborener sind gesunken. Man befürchtet, dass auch Europäer »ms Leben gelom» men seien, doch ist es unmöglich, Einzelheilen zu rr-fahren, da alle Telegraphenverbinduugen gestört find. Bei Kalkutta sind infolge des Sturmes zwei Güter-züge entgleist, wobei ein englischer Zugssührer getötet wurdr. ____ Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Mit Scotts Emulsion erzielt man unter allen Umständen bessere Erfolge als mit gewöhnlichem Lebertran. Sie ist wesentlich leichter verdaulich und wirkt deshalb schneller und zuverlässiger. Sie bringt ferner bessere Erfolge, weil sie von allen gern genommen wird, die den gewöhnlichen Lebertran seines widerlichen Geschmacks wegen zurückweisen. (^218) *—1 f Ausschließlich der allerfeinste, erstklassige Lofoten - (Norweger) Lebertran, welcher die größte Nährkraft enthält, kommt bei der Herstellung von SCOTTS EMULSION zur Verwendung und dies sind die Gründe, warum Scotts Emulsion allgemein als unübertreffliche Kcht nur mit die«er MU8teremulsion anerkannt wird. Marke — dem Fischer 7«h?(otSÜv«. P™5 dBP Orlginalflasche 2 H 50 h. '. , „_„. In allen Apotheken käuflich. ^teuigkcltcn vom Vüchcrmarrte. Hoppenstebt H, Die Schlacht der Zulunft, k 4'80. — bopvenstcdt I.. Smb wir kriesssfertig? li 480. — Wie land er O., Seele und Wahrhctt. X 2'4l». — Heinrich Abeten. Ein Wichtes Lebe,, iu bewegter ^eit, K 7 20. — G ru l ew M. Das Ningen Nußlands mid Englands in Mittel' Asien K7 20, -Beu ele A., Siegfried und die Varusschlacht im Arnsbcraer Walde, l< 3»iU. Nowal Frz., Die Kämpfe der Tiroler sür Vaterland m.d Dynastie, lv 1 20. — Dunant ^ b Eine Erinnerung an Solferino. Iv 2 40. — Kuolc Dr ssriedr Armin der Befreier Deutschlands, ll 1'44. — tt übt reib er A,. Gcographifche Skizzen, 3. der Südwesten der österreichisch ungarischen Monarchie, ferner Nord. und Mittel» italirn.k 3—. — Richter Rud., Heeresverwaltung. 2.: Frank» reich. K3'-. — Sulger.Gebing E.. Gerhard Hanptmann, geb.. k 1 50. — Natur und Erziehung. Monatsschrift zur Ver< brcitung und Pflege der Nawrwifsenschaften in Schule und Haus 1909/10. Heft 1. pro Semester li 4 80. - Vab I. und Handl W.. Deutsche Schauspieler'. X 360. — Kulturge. schichtliche Monographien: die Jagd, II 480. — Ebhardf Frz.. Der gute Tou. elegant geb.. 15 9 60. - Schott unh Abbe, die Glasindustrie in Jena. X 720, - Offeimann Nlfr. Freiherr v.. «icut e»cl»v« v»wte! k 3—. — Lang. Hans P., Politisch.militäiische »arte oon MaroNo, li 1 20. _ Luebbc.Narnewih L,, So ihr an mich glaubet, li 480. — Wiesner I.. Deutsche Litnaturlunde für österreichische Mittelschulen. X 3 20. — Laue »stein R., Die Mechanik, X ü'28. — Tischendorf I., Die außereuropäischen Erdteile, X 3 36. — Gorli Maxim, Sommer lin russischer Sprache), X 3 60 — ttutschbach A,. Die türkische Revolution im Juli 190« und im April 1909, X 3 60. — 5t ersten lt,. Vrücken in Eisrnbctonbau, II. Vogeubrückcn, X 6 24. — Meyer Dr. A., Die Luftschiffahrt in lrirgsrechtlicher Beleuchtung. X l 80. — Meyer Dr. A., Die Erschließung be« Luftraumes in ihren rechtlichen Folgen. X 1 80. — Schlotfelb 3,. Taschenbuch sür Jäger und solche, die es werben wollen, X 360, — Pflüg er P.. Die Entstehung des Christentums. X —'48. — Vothmer H., Das deutsche Dorf, Lieber zum Preise von Dorf und Flur. X 3 30. — Krause O., Das hohe Lied des Weibes, X 2 40. - Gemmert I. ss,. Kinematograph, X l-2l). — Honold E,, Telegraphic ohne Draht, X 240, — Vlayser O.. Kriegsschiff. X 144. — Grub er A.. Zinl.jtlischees. X 144. - Czepa A., Trsla.Licht. X —-84. - Honolb E., Induttionsapparate, X 2 16. — Schmidt H,. Die photo» graphische Praxis. X 3 60. - Win bisch Dr. H,, Der mrssianische »rieg und das Urchristentum, X 2 40. — Kohl» rausch R.. Deutsche Dentstätten in Italien, X 7 20, — Thoma H. und Peltzcr A,, Albrecht Dürers Unterweisung der Messung, X 7 20. — Jahrbuch sür den Zeichen» und Kunst, unterricht, IV. Jahrgang, geb., X 13'20. — Schauspieler Anekdoten. X 3—, Vorrätig in der Vuch». Kunst» und Musikalienhandlung Jg. v. illeinmayr 6 Fed. Vamberg in Laibach, ttongreßplah 2. Angekommene Fremde. Grand H,tel Union. Am 1 8. Oltobcr. Dr. H/z^cli, Advolat, Galizien. — R, v. Taschel. Matschih. Ierse, Poftbeamtin, «elbes. -Huso, Kurat. Pobgrad. Zbasnit, Pfarrer. Ehyuc. — Gni> dovec, Koopcrator, Seisenberg. Weber. Kfm., Agram. -Weiß. Rsd., Proßnitz. — Pollack. Sohr. Rsd.. Graz, — Pfeifer. Rsd,, ^Ilürnberg. — ttozclel, Rsd., Brunn, — Nenedel. Priv,: Abram, Mfm., Trieft. — Nurtscher. Rsb., Feldkirchen, - Web«. Rsd., Monfalcone, — Lipschih, Rsb,, Fiume. - Nufbaum, Emanuel. Ksite,; Ungar. Seeger, Golbschmib, Massing, Sich^ rovsly. Eschelbücl, Putzler, Dichl, Zimer. Teply, Kohl, Sprin» cedes, Franle, Faninger, Vol, Butschovitz, Walter, Goldberger. Rsb., Wien, Verstorbene. Am 18. Oltober. Vladimir Ljubii, Schneiberssohn. 2'/, Mon., Zalotargasse 12. Am 19. Oltober. Johann Pirc. Inwohner. 72 I,. Radehlustraße 11. — Max Lenariic, Schlosserssohn. 1'/, Mon.. Rosengasse 8. Im Zivilspitalei Am 17. Oltober. Maria Nalovec, Arbeitersaatti». 28 I.______________________________ Landestheater in Laibach. 9. Vorstellung. Ungerader Tag. Heute Mittwoch den 2V. Vltober Zum viertenmale: Hie geschiedene ifrau. Operette in drei Alten von Vlltor Leon. — Musil von Leo Fall. Anfang halb 8 Uhr. Ende nach 10 Uhr. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehvhe 306 2 m. Mitll. Luftdruck 736 0 mm, ff ?-5' Z ! ! ,c. 2Ü. N. 737 3^7^2^30^^^ heiter^' " ^ ^ 9U. Ab. 738 7 10 6 V. schwach . 2O.> 7 U. F. ! 740 lI 10 0i windstill Nebel ^ 0 - 0 Da« Tagesmittel der gestrigen Temperatur beträgt 12 0' Normale 9 9°. Wettervoraussage für den 20. Oktober für Tteier. marl, ttälnten und Krain: Meist heiler, stellenweise Voben» nebel, schwache Winde, tühl, unbestimmt, herrschender Witte-rungscharattcr anhaltend; für das Küstenland: Schönes Wetter, mäßige Winde, mäßig warm. unbestimmt, herrschender Witte« rungscharaltcr anhaltend. (57«) 42—26 tcressiert, der versäume nicht, das interessante Vnch über «Ge» sundhcit und Desinfektion» zu verlangen und durchzuixen Jede Drogerie nnb Apotheke gibt das Buch gratis. Wo cven^ tuell nicht uorrätlg. dort wende mau sich direkt an den Che ü"!"«"!^-H?""V"5"' ^" XX, Petraschgafse 4. welcher das Buch gratis und sranlo sendet. (:.6ii!») L-l Lmbacher Zeitung Nr. 240. ____________________________2158__________________________________________20, Ottober 1909. ^ Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblattej vom 19. Oktober lW9. Die notierten Kurie verstehen sich in Kroncnwährung, Dir «otier.mg sämtlicher «ltien und der ,.Diversen l!°!e" verslebl sich per Stuc. __^ «eld Ware Allgemeine Staatsschuld. Einheitliche «ente: i°, lonver. steuerfrei, Kronen (Mai Nov.) per K°,^ll, Investition« Rente, stfr., Nr. per Kasse . . ,'/,°/, 84 b» 84 70 G< stnbal>n.3i»»t»lchnld> ntlschnibnnz»». tlisabcth-«ahn i, G,, steuerfr., zu 10.000 fi.....4°/« — - —-- ^fianz IoVahn in Silber (biv. St.) . . . . 5>/.»/„ 118 50 l iÄ'b« »aliz. Karl Ludwig-Uahn (d,v, ü-tücle) Kronen . . . 4°/« 94 so »d «0 Xudolf-Vahn in Kronenwähr. steuerfr. (div. Et.) . . 4°/« 94 60 9b 60 «orarlberger «ahn. stfr,. 400 und 2000 Kronen . . 4°/<> »4 9b 9b «b z« zta»l»schnlzntllchll!b»ng»n »bg»fte«PtItt Glseni»hn.z>ktlen tlisabeth-V. 20« fl. KM, 5V.°/„ von 40« Kr.....452b«>4b4- detto vinz Vudwei« 200 fl. ö. W. s. 5'///n .... 426'- 42«--detto SalMrg-Tirol 200 fl, ö. W. E. 5°/» . . . .420—422.-premstal-Vahn 200 u. 2000 Kr. 4 7b11s, 75 Ferdinand«-Norbbahn Em. 1886 97- 98- betto Em. 1904 9b'9b 9« 9b Franz Ioseph-Bahn Em 1884 (div. St.) Silb. 4"/„ . . . 95 «5 96 8b Galizische Karl Ludwig . Vahn (div. Tt.) Lilb. 4"/,, . . . 94 LO 9560 Ung.-galiz. Nahn 200 sl. E. b°/„ 10^ 4« <03 4« dfttll 400 U. 5000 «I, 3'/,°/n «6tN «? 10 Vorarlberger Äahn Em. I884 (div. Vt.) Oilb. 4"/„ . . 95üb 96 2b Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4»/„ UN«, Vlllbrentc per Kasse . 1IÜ-- »1»'20 4"/„ betto per Ultimo 113- 1,3 20 4°/, ungar. Rente in Kronen- währ. stfr. per Kasse . . 9! 85 92-Ob 4»/„ detto per Ultimo 9185» 92-05 5V,"/n betto per Kasse 82'— 82-20 Ungar, Vrämien.Nnl. k 100 fl. 2N 2l,i!ik-2b detto ^ 50 fl 2l i 2f,2>k ^b Theiß-Neg.-Lo!e 4"/„ .... 14b 4l» ib 4"/„ ungar. Grundentl.-Oblig. 921« 96'10 4"/nlroat. u. !>av. Vrdentl.-Obl, 94— 9b- Andere öffentliche «nlehen. Gosn. Landee-Nnl. (div.) 4»/, 91-ue 9« 90 Vo«n. herce« Hisenb. -Landes- Nnlehen ,d'v.^ 4>/,»/„ . . «9 50 ioo-3ü 5" „ Donau Reg.-Anleihe 1878 10«-- - — Wirncr Verlchr«-Änl. . , 4"/„ 94K5 9b6b detto 190» 4"/« 94-SL «be« Anlchen der Stadt Wien , .101-40 102 40 dctto (S. oder G.) 1874 120'- 121 — dctto (1894).....93-«0 94«2 detto (Gas) u. I. i«8« . !)b-Ub 96 Ob detto (Elcltr.) v, I. 1800 95 bb 96 bu betto (Inv.-N.) v.J.1902 9e lb 97 1b Vörfebau-Nnlehtn verlos». 4°/„ 9« ?b 97 7» Russische Etaatsanl. v. I. 190« s. 100 Kr. p. K, . . b»/a 1«O?c>10« 15 detto per Ultimo . , 5'/« 10O'7^lO 1892......e°/n 1232b 123 k>« Ve!b war? Vulg. Staat« - Voldanleihe ,907 f, 100 Kr. . . 4",«/» 93-15 94 1b Pfandbriefe usw. Bodenlr.,allg.öst.l. 50I.vl,4°/„ 94"?b 95-75 Böhm. Hypolhclenb, verl. 4°/« ,?io »?-20 Zentral-Vod.-Kreb-Vl.. österr.. »5I. verl.....4>/,"/« loibn 102b<» detto «5 I. verl. . . . 4°/« 967b 97-7b Kred.Inst., üfterr.. f,Vcrl.-Unt. u. »ffentl. Nrb. Kat. ^. 4°/« 93 ül» 94 50 Landreb, b. Kön. Valizien und lludom. 57'/, I. ruclz. 4«/« 94-4N 95-40 Mähr. Hypothelenb. Verl. 4"/„ 9S-45 9?4d 3l..österr, Lllnbes-byp.-Anst^"/, 96-l>0 97-b0 detio inll. !i"/n Pr, verl. 3'/,"/° 8?bO »8 bo dettn K,-Ech»ld>ch. verl, »>/,"/« 87b0 »«-50 detto verl......4°/° 9«-2b »7-Ü5 Osterr.-ungar. Van! 5" Jahre verl. 4°/l> ö. W..... 9«-<>5 9»0s> detto 4"/„ Kr...... 982b 9!» 25 Spar!., Erste »st., KOI. verl. 4",, «,8-4b i»o ^b Eifenbahn-Prioritäts-Obligationen. Österr. Nordwestb. 200 fl. N. . 102-90 iO8'9O Ltaatsbah» K00 Fr..... 38b ^ 889-- Sübbahn ll 3"/„ Jänner Juli 50« ssr. (per St.) . . . 274-10 27<> 4« Lüdbahn il 5"/„ »00 fl, L, o. <« ii9-.»b 120-05 Diverse Lose. ßerzlnilicht lose. »°/o Büdelilredil-Lose Vm, l««0 2«!! ^s> '.'»!! 25 dello Em, 188» 26!!'- 275- 5/s, 94 7b 100 75 P«>ttiln,liche z,s». Vubap.-Vasilila (Tombau) ^ fl. 32 65 24-65 Kreditlose l00 fl...... 512'- 522-- Elary-Lose 4«, fl, KM, . . . 171-— ,81'- Ofener Lose 4» sl...... —>— --— PalfsyLok 40sl. NM. . . . 220-" »30" Noten Kreuz, üst. Ecs. v. IN fl. b« 6« 6060 Roten K^euz, ung. Ges. v. 5 fl, 34-bli 38-bv Rudols-Lvsc lO sl...... «7-50 ?3'bO TalmLose 40 fl. KM . , , 2?b'- 2l<^--Türl. ö'Ä0 detto per Medio . , . 204-b0 20b b» Gelb lltjarc Wiener Nomm. Lose v. I, 1874 b40-- bbo — Vew.Sch. d. 2«/o Präm.»Schuld b. «°denlr.»lnft. Vm. 1«89 87— 91- Aktien. Vlan,P«r<»Wnltn>tt!«nngtu. NuM lepllyer Eilcnb. 500 fl. «I«- 22L0 - Mhmiscke Nordbah» 150 fl. , --- -— Vuschtiehrader (tisb, 500 fl, KM 2N!»« - ü?06>— detto Nit. U) 200 fl. per UK, 9»0 ^ 983'— Donau - Tampüchiffahrts - Vc!,, «,. l. l, priv., 500 fl, KM, 1N47-- 5,6 -. Dul-Vodcnbacher E.-B. 4v0Nr. 588'— 5»4-- sserdinanb«-Äordb. 1000 sl, KM. b330'- böb5 -Naschau - Oderberger Eisenbahn 200 !l. 3....... 362 — 3S4-' llemb.. Ezcr»,- Iassh-Eijenbahn Gesellschaft, 200 sl. L. , . bb9 50 b«0- loud, üst., Trieft, 5C0 sl.. NM. b37- - b41- Osicrr, Norbwestbahn 200 sl. S, — - —-- detto lli», U) 200 s>, S.p. Ult. —-— — - 'Lraa-Duxcrctisenb, KMsl.abas,, 221-- 222b0 Ltaalerisciib, 200 sl. L, per Ult. 747 6', ?48-95 2iidbal,n 200 fl. Silber prr Ult, ,23- 124-Südnorddculsche Verbinduugsb. 200fl,KM...... - — —-. !ransport-Oe<,, intern., N.-V. 200 Kr........ 9b — 11b — Ungar. Westbatm iRaab-Vraz) 200 sl. L....... 404'- 408-" Wr. Lolalb.-AlticnVe!. 200 ll, 225- 2»5' Vanlen. Anglo-Oslerr. «anl, «20 !l. . 307 7b 308 7b Ällnlven'iü, Wiener per Kasse -- —'- deüo per Ullimo 5«9' 540- Vodenlr.-Anst. osl., 300 Kr. . Ni»!>-- i>67- Zentr. Aub.-Kredbl. öst., 200fl. b?4'- b??'-,ttredita»stal! !ür Handel und Gewerbe, 320 Kr., per Kasse —— — - detto per Ultimo Sßin«) »6'»'<;,> «reditbanl. ung. allg., 200 sl. 772— 773 - Deposttenbanl, llllg., 20«fl, 4«3. , 46t- Eolomptc - Gesellschaft, nieder- üstcrr., 40«Kr..... »29— «32- «iro- u. »assenverein, Wiener, 200 fl........ 4S4-. - 4«?'— Htipotheleubanl. öst. 200Kr. 5"/„ 305.'- 3,!8 — Länderbanl, üfterr,. 200 sl,, per Kassr....... --— —- dctto per Ultimo 491b« 4l>250 „Merlxr", Wechselstub.-Nttien- Vejcllschast, 2>»U fl. . . , e»belgb,-VcI.i00f!. 752-- ?.i»— lisenbahiwcrlchrl!-«»stall, «st., 100 fl........ 44»— ^»6- Ikilenbahnw.-Lcihg..erft«, loafl. 209- «!0«<> ,.Elbem!!hl". Papicrf. u. V.-G. 100 fl........ 190-50 ;^^ Itleltr.-Ges, allg, oslerr., liNv sl. 3i»o-— z»4"- Itleltr.-Gelellsch., inlern. 200 sl. —- - - " Ueltr.GcseNsch,, Wr, in Liq», 2^0 - "4?" Hirtenberger Patr,-, Ziindh. ». Met..ssabril 400 Kr. , . N20- l« 4" l/issingrr Brauerei 100 sl. , . 2!V- «14— Montan-lyes., Vst, alpine ioo fl, ?3l'2b ?Ü!!2l ,,Poldi-H>ittc", Tiegelguhstahl- ss.-A, (i^. 200fl..... 497- l>«3 ^ PragerEisen-Induftrie-Gesellsch. 200 sl........ 2845 - liiibi"- iliima- Muranl, - Nalgo-larjaner Eiscnw. io«sl..... 6!»li - <,!!>" Lalgo-Tarj. Steinluhlen i00 fl. «20- 62.^ b0 „Schlöglmühl". Papiers.,200fl. 3<"» - 3^2^ „Schodnica". «,-G, f. Petrol.- Industrie, 500 Kr. . . . 547- b»«" ,,Ktt't,rl'rinül,I".Pap!els.u.V.<». 4b0 ^ ^"" Irisailer Kohlenw-Ä, 70 sl. , 303 - Ä07 ^ Türl. Tabatregic-Wcj. 20» ssr. per Kasse..... — - ^ detto per Uüimo . . . z«o - ^> ^i Wafsenf.-Ges,. österr. 100 sl, , 696- 69» b» Wr. BaugescNIchast, 100 sl. . . ,74 50 «'/<''" Wirnerberge Ziegels.-«lt.. «es. ?!«)-. ?«>"- Devisen. Kurze zlchlln und Hch»ck». «mfterdam....... 198-22''»»^' Dlutschc Vaxlplähe , . . . ii?-5b N^'7^ Italienische Banlplayc . . , 94'8?' »?>''» London........ 240 10 2-tU'bb Pari«......... ,b-4l» ^'«^ St. Peieriburn...... 255 - 2^'^, Zürich üud «a!cl..... 9b!<7 »<>'" i Valuten. Lulate»........ ,1-37 <<"<' ^0-ssranlcn Ntücle..... 19 '2 '»1» 20-Marl-Stücle...... 23-H2 «^°z, Deutsche Neichsbanlnoten , . n? b?'" 1<7'?>' Italienische «aulnute» . . . 9b - sb« Rubel-Notcn....... ,-b5> «^>° Lvon Renten?nptandClbr,:IreSrfpr«oritftten. O J. C JVIiVVOr- n Privat-DepotS (Safe-DepOSlts) Aktien, Loien etc., Devisen und Valuten. *^P- Etank- und WechsltTtfischäft A un*er «««enern VtrichluB der Partii> _________l-os-Veralcherung. Laibach, Stritnr