^?« 99 »843. , ».»^__________^_ i 7 Taibacher Ieitung. Hamstag ven ^O December. Zw das wohlthätige Publikum der ProvwM-Hauptstadt Laibach. !3ie hier in Laibach zur frommen Sitte gewordene Enthebung von den sonst üblichen Gratulationen durch Verabreichung einer kleinen Gabe, die man der leidenden Menschheit spendet, veranlasst die A'rmeninstituts-Commission, die verehrten Stadtinsaffen auf den herannahenden Jahreswechsel mit dem Bemerken aufmerksam zu machen, daß von heute angefangen die Erlaßkarten für die Enthebung von den Glückwünsch en zum neuen Jahre 18^3, und wieder besondere Erlaßkarten für die Enthebung von den Glückwünschen zu Geburts- und Na-mensfestcn, in der Schnittwarenhandlung des Herrn Joseph Aichholzer, Haus-Nr. 237, gegen den bisher üblichen Erlag von zwanzig Kreuzern für die Person, von denjenigen erhoben werden können, die sich durch den Erlag dieser, oder auch einer hö'hern Summe, zum Besten de5 Armcmnstituts von den obgcdachtcn Gratulationen lossagen wollen. Die Namen aller Abnehmer dieser Erlasikarten werden durch die Laibacher Zeitung zur öffentlichen Kenntniß dankbarst gebracht werden. Won der Armcmnstituts-Commission Laibach den 10. December 1842. VN i e n. 35ci der am Isten d. M. in Folge dcS Allerhöchsten Patentes vom 21. März 1818 vorgenommenen 153stm (28stcn Ergänzung«.) Verlosung der älteren Staatsschuld ist die Serie Nr. 133 gezogen worden. Diese Serie enthält Hofkammer - Obligationen zu 4 pCt., und zwar: Nr. 31,284 mit 2 Zwanzigstels „. 32,059 mit cinem Achtel ^der CapitalSsumme, „ 34,124 mit der Hälfte ^ dann die Nummern 33,991 bis einschlicßig 34,655 mit ihren ganzen Capitalssummen, im gcsammtcn CapttalSbctrage von 1,227,837 si. tL kr. und im Zinsenbetrage nach dem herabgesetzten Fuße von 24,556 fl. 44»/z kr. Die in dieser Serie enthaltenen einzelnen Obligations - Nummern werden in cmcm eigenen Vcr> zcichniss^ nachträglich bekannt gemacht werden. Ferner sind bei dcr an demselben Tage vor sich gegangenen sechsten Verlosung desAnlchcns vom Jahre 1839 von 20,000,000 si. die hier unten bezeichneten 35 Serien, welchen auch die Nummern dcr in d,n-selben enthaltenen Schuldverschreibungen beigesetzt sind, gezogen worden. Rum- Nummern der Num- Nummern dcr Mcrn hierin enthalte- mcrn hierin enthalte» der vcr- ncn Schuldver- der ver- ncn Echuldvcr- losti'n schrcibllligen losten schrcibungcn Serien. l , i^"' Serien. "-----------! T',^^ von ! bls von ! bls 32 621 610^ 2809 56161 56180 450 8981 9000 3353 67041 Os069 617 12321 12340 3385 67681 67700 643 12841 12860 3410 68181 68200 687 13721 13740 3642 72821 72840 789 15761 15780 3663 73241 73260 798 45941 15960 3779 75561 75580 977 19521 19540 3925 78481 78500 1289 25761 25780 4121 82401 28420 1342 26821 26840 4347 86921 86940 1652 33021 33040 4574 91461 91480 1690 33781 33800 5078 I0I54I 101560 2282 45621 45640 5094 101861 101880 2417 48321 48340 5695 113881 113900 2524 50461 50480 5766 115301 115320 2602 52021 52040 5803 116041 II6060 2681 53601 53620 5956 N9101 119120 2796 55901 55920 664 - Die Verlosung der in diN gszogölien Terien ent» haltenen Schuldverschreibungen wlrd am 1. März Iß« Statt haben. (W. Z.) Frankreich. Paris, 27. Nov. Aus VrleanS wird cine Mordgeschlchte gemeldet, welche merklvurdige U>n» stände barbieret. Montelp, Assecuranzagenr l» St. Germain, und Boisselier, Bankdlener in Orleans, hatten in einem Regiment lN Astlka gedient. Eines MorgenS (am 2l.) b.'gvüßto jener semen alcen Ca. meraden und lud ihn zu>n Früh^ück ein. D«r kam und N2hm zugleich siin Porlefeulllt Mit, da er 8000 Fr. cinzucassiren hatle. Zuerst, zwischen 9 und hall) 10 Uhr, besuchten sie mit einander mehrere Kneipen, später das Hotel de l'Hurope, wo Mon« cely abgestiegen war. Montel!) nahm ihn auf sein Zimmer. Iitt hinaufgehen hatte cr eme Supp< be-stellr. Da die Dienstmagd sah, daß er nicht herab» tam, um sie zu cssen, wollte sie ,hm dieselbe brm. gen. Wie er jedoch ihre Tritte auf d,r Treppe hör» te, trar er ihr entgegen und hieß sic die Suppe wieder hinabtragen, indem er unten speisen wolle. Bald kam cr nach, bcn Schlüssel hatt« er abgezo» gen und zu sich gesteckc. Unten verzchttc er nun scin Essen in aller Behaglichkeit. Er hatte cme Schräm« me im Gesicht und eme Verletzung an dcr Hand, doch das siel damals 'lncht auf. Wirklich hatte cr vor kaum einem Augenblick seinen Cam^'aocn um« gebracht. Es war 10 Uhr alS er ausging, er machce bei verschiedenen Ncgocianten die Runde und so cas» sli'te er von den seinem Schlachcopfer geraubten Effecten gegen öl)00 Fr. ein. Gegen 1 Uhr kehrte er zurück, spnstc ruhig zu Mittag und nach Tisch be. gab cr sich wieder auf scin Zimmer. Jetzt handelte es sich da»'um, den Leichnam unmtdcckr fortzuschaffen. Zu diesem Behufe kaufte er ein Felleisen und Packiuch. Um den Körper hinein zu bringen, »mißti cr ihn zerschneiden, mit dem Tuch suchte cr die l^lutspuren wegzuwischen, endlich war cr fertig. Um die Aufmerksamkeit dcr Nachbarn abzulenken, hatte cr während dieser Vorbereitungen lustige Lieder gesun» gen. Nun lud cr die gräßliche Last auf die Schul» ter und stieg die Treppe hinab, dann nahm cr ei' neu Träger nach dcr Messagciie Lassitte, dort ließ cr daS Felleisen unter der Adresse Morel nach Tou» louse einschreiben, miethete um 10 Fr. ein Cabrio» let und fuhr Paris zu. In einem Wirthshaus zu ArtenaiS speiste er zu Nacht. So weit konnte seine Spur verfolgt werden, auf die man durch Boisse, liers Velschwinoen geführt wurde. Dic Verhaftung t?eü ThäterS erfolgte jedoch erst nach einigen Tagen. Zwar fand dcr Wirth die Blutflecken auf dem Vo. den, unter dem Vett eine Mühe, ein Halstuch und Linnen, alles blutig. Daß das der Ort deS Ve»« brech.'ns war, schien 'außer Zweifel. Wo aber de» Leichnam? Auf die Anzeige deS Wirths hatte di« Polizei sich weiter auf Kundschaft gelegt und 3a wurt>e herausgebracht, daß ein Unbekannter mit einer verwundeten Hand bei verschiedenen Kaufleuten Geld erhoben hatte, zuletzt ging man auf die Post und ließ den Koffer offnen. Da lag denn die gräßlich verstümmelte Leiche. Einige glauben, Montely hab« sein Opfec mit einem HalsbM'chschnitt, ohne daß er nur noch einen Schre» hervorbringen konnte, g«« tödtet, andere vermuthen mit Blausäure. Dos gs» stohlene Geld fand sich noch meist bei ihm vor. (Allg. Z.> S p » n i e n. Barcelona, 25- Nov. Barcelona wird fort» während ,mc V.'schießlmg bedroht. D>e Nationalmi. l,z willigt ein, daß die gefangenen Truppen wide, zu Van Haleu stoßen, ohne Waffen, gemäst der Ca< Pitulation. Paris, 27. Nov. Nach Berichten aus ^Ba,. celona" vom 22. d. M. war die Lage dcr Sradt do Mals höchst kritisch, die Parteien fingen an sich zu ,-cgcn, Zwietracht und Furcht herrschten UNter den Einwohnern, dle Geschäste waren null, die Mehr« zahl der Läden geschlossen, die Lcbenömlitel wm'dcn täglich seltener, da die Zufuhren von aus"!, mai». gelccn, und um emcr Theurung vorzubeugen war d,„ Junta zu dem ccht revolutionären Mitte! der Fest. s.tzung eines MaximumS der Preise geschritten, tie nicht höher sepn dürfen als sie am 15. waren. Die 25 Mitglieder dcr consultatwen Junta zählen aller, dings hervorragende Männer in >hrer Mitte, dar. unter 2 ehemalige Alcalocn und 8 anerkannte Cn< swwck; aber die große Mehrzahl hat die Wahl nu» angenommen, we,l sie dieselbe nicht aufzuschlagen wagten. Vicle der angesehensten Einwohner suchten in dcr Voraussicht einer nahen Katastrophe zu cin« kommen, aber die bewaffneten Haufen bewachen die Thore. Die Junta selbst war über das Ausbleiben deö LoSbrechenS dcr andern Städte in Unruhe. Am 13. hatten Vich, Sabadell und Mataro sich crklärr, von Gcrona wußte man so wenig ctwas, als von Taragona; dagegen wußte man, daß cine Arc Neh von D'Uppen um dle Stadt sich bildete. Von dcr Secscite her b.w^cht sie dic im Hafen liegende Kriegö-briM H>'ron, auf dem Monjuich führt Zurbano das Commando. Die in Sans stehenden Vorposten dee Milizen hatten vergeblich versucht, cinen für Mo»' cc5 juich bestimmten bedeutenden Convoi nut Ltbcnsmit« teln wegzunehmen. Auch von dcr Sccseite her »vird sie wohl bald eng blot.rt scyn^.da der englische Gc» sandte der Regierung zu Madrid unaufgefordert die kräftigste Unterstützung oer brittischen Seemacht an^ geboten und entsprechende Weisungen nach Glbral» tar geschickt hatte. DaS französische Dampfschiff Na» mierlstvon Toulon nachBarcclona abgegangen, Kriegsschiffe sollen dem Vernehmen nach folgen, um nöthi» genfalls den dortigen Franzosen Schutz zu gewäh» ren. Unter den Gebliebenen befindet sich ciner der tüchtigsten Offltiere der Armee, der Oberst Villalon» ga vom Regiment Sabopa. Eine Proclamation ist am 21. erschienen. PariS, 28. Nov. Am 21. Nachmittags trat dcr Negcnr seinen Zug nach Barcelona an. Die sämmtlichen Bataillone dcr NationalMillj der Haupt« stadl hatten sich zu beiden Selten dcS Fahrwegs auf« gestellt um Spalter zu bilden. Eine unabsehbare Volkömassc drängte sich/ UM dcn Regenten abreisen zu sehen. Die Mil«z erschien in der größten Vollzähligkeit. Gegen halb 3 Uhr tam dcr Re. gcnl zu Pferd, von seinem Generalstab gefolgt, Mit freundlichen Winken die bewaffneten Bürger grüßend. Der franzosische Monitcur bringt folgende Be. richte und telegraphische Depeschen. 1. Bayonne, 25. Nov. Der Regent ist a« 21. in Begleitung des Kriegsministers nach Barcelona abgegangen; er wird dcn Wcg über Saragossa nehmen. Er führt zwei Regimenter zu Fuß nut sich, cm Regiment Reiterei, emc Batterie und vier Sappeur»Compag» Nien, die mehrere Regimenter aub andern Provin« zen in Madrid ersetzen werden. Die Nationalmiliz bildet gegenwärtig allein die Gainison dcr Haupt» stadt.—2. Madrid, 22. Nov. DaS Gerücht läuft, die Garnison von Valencia, sich selbst überlassen durch dic Abreise des Generals Chacon nach dem Vtaestrazgo, sey vom Volke entwaffnet worden mic dem Rufe: eS lebe der Infant Dcn Francisco! — Die CortcS sind diesen Morgen durch Decret deS Regenten prorogirt worden. —3. Madrid, 24. Nov. Dl« am 20. in Valencia ausgebrochene Bewegung war Tags darauf beschwichtigt. Dcr Regent nurd heute slst zu Saragossa ankommen; mchtS NeueS . aus bcn Provinzen; Madrid ist ruhig. — 4. Man schreibt auö Perpignan vom 25. Nov. Die In, surrection des LaMpurdan hat begonnen; die Bauern "heben sich auf den Ruf von TeiradaS. Dieser Hut tle Diligence zwischen IanPliera und Figucras aufgehalten und Briefe und Zeitungen weggenommen. Auch hat er einen Aufruf an dieCatalonlcl' erlassen' Barcelona befand sich fortwährend in derselben Lage. — 5. AuS Palma wird unterm 21. Nov. geschrieben: »Dic Nachricht von dem Ausstände m Barcelona, hier am 1^,. angekommen, hat große Aufre. gung verursacht. In Maueranschlägen an dcn Straßenecken werden die Palmesaner aufgefordert, mit den Barceloncscn gemeine Sache zu machen. In» dessen haben dcr Regierungschef und der General« capitän alle Vorkehrungen getroffen zur Aufrechthal» tung dcr Ruhc, die bis jetzt Nlcht gestört woiden ist.« (Mg. Z.) Qroybritauliicn. London, 25. Nov. Die »Londoner Gazette vom 24. Nov. Abends enthalt dle umfassenden amt-lichen Berichte von den treffenden Behörden in China, Indien und Afghanistan. Die auö China fügen; dcn schon bekannten Thatsachen nichtS neueS bei, be, stätigtn dieselben ab«r vollkommen. Interessant sind ei» Nlge Beilagen ron Correspondenzen der chinesischen Friedensunterhändler. Die Mandarinen waren sehr kleinlaut geworden, und die Noth, die sonst häufig zum Lügen zwingt, veranlaßte sie die Wahrheit zu sa-' gen, so zwar, daß der Befehlshaber dcr Garnison von I.'antlng in emer Depesche an seinen Kaij>' schrieb: i»D>e Provinzialhauptstabt ist in dringe,^ stcr Gefahr, unb dic Streitkräftt', die der schrck» kenverbl'citende General derselben zugesandt hat, sind meist nur die Uebcrblcibsel von solchen Schaa» reu, die bereits geschlagen und zersprengt worden, während alle die besten und frischesten Truppen zu Tsangtscheu stehen, welchcS mindestens 500 Li von Nankmg entfernt ist." 500 Ll sind ungefähr ^i 190 engl. Meilen, und die erwähnte Position zu Tsang» tscheu am grosien C^ual h.ure den Zweek das Vor» schreiten d«r Engländer auf Peking zu verhindern. __ Der Sun bemerkt: „Gewisse Journale möch« ten alles Verdienst dieses edliu Siegs in China für die jetzige Toryi-egierung in Anspruch nehmen, während sic den WhigS nichcS olö Tadel zumessen. Dieß, um das glimpsiichste zu sagen, ist unbillig und un» cdelmüchig. Alle Officiere, welche dic Expedition be-fthligtl», wurden noch ron der vorigen Regierung ernannt, und wiewohl die Bewegung dcn Va"g' lse.kiang hinauf, wc!ch« den Krieg zu einem schnellen Schlüsse brachte, von ihren Nachfolgern, den j.'tzigen Ministern, angcrathen worden, so wurde die» str Zug von Sir William Parker und Sir Hugh Gough doch unternommen, bevor noch die bezüglichen Instructionell angelangt. So stchr cS mit der Redlichkeit und Danibarkeit der Partei, die jetzt cca tie Flüchte eines Siegs erntet, ber von den Agen^ ten der von ihr geschmähten und verleumdeten Staats» Männer gewonnen worden ist. Hätte man den Nath gewisser TorieS, noch dazu leidender Mitglieder in beiden Parlamentshäusern, befolgt, so hätten der tapfere Sale und seine braven Gefährten, anstatt die brittischi Fahne glorreich auf dem Balahissar aufzupflanzen, mittlerweile nach Indien flüchten »Nüssen, und brittische Kaufleute in China winden ungestraft beraubt worden seyn, EnglanoS Name aber wäre geschändet und verachtet durch das ganze Asien." (Allg. Z) China. Beschluß des in unserm letzten Dinstagsblatte abgebrochene» Correspondcnzberichtcs der Bombay» Monthly. TimeS vom 15. Oct. „Von den Dewegun-gen und Thaten der andern Brigaden will ich, da ich Nicht Zeug« davon war, nichts sagen. ES »st genug, zu wissen, daß ihre Anstrengungen nnt dem glän' zendsten Erfolge gekrönt worden sind, obgleich sie ein sehr heißes Werk zu verrichten hatten, und wie auS den amtlichen Listen der Todten und Verwundeten hervorgeht, viel gelitten haben. Der General erzählte Nur, daß die Centrumsbrigade 150 Mann an Tod' ten und Verwundeten verloren habe; über den Ver^ lust der andere Brigaden habe ich nicht!.' vernommen." „Sehr viele Fälle von Sonnenstichen haben sich ine Laufe deS TageS ereignet. Die Hitze war groß, N>„.N auch nicht so arg, wie in manchen Theilen von Indien. Oberst Driver vom 6. Regiment indi» scher Infanterie, «nd Major Uniacke von dcn tönigl. Marinesoldaten, sind am Sonnenstich« gestorben; am Meisten l Seeofficiere, welche Theil-Nehmer oder Zeugen der Affaire waren. ,st, daß bei aller Tapferkeit unserer Truppen die Sache bes» ser hätte geführt werden können^ wir sind abermals in den heutzutage nur allzu gewöhnlichen Fehler verfallen, unsern Femd zu gering zu schätzen, und die Folge war, unnöthige Aufopferung von Menschenleben. — Man hielt den Beistand der Schiffe, lnit der alleinigen bereits erwähnten Ausnahme, für unnöthig, obgleich sie bei der vorteilhaften Stel-lung, d,c sie nehmen konnten, im Stande gewesen wären, die Stadt mit Leichtigkeit zu beschießen, wodurch d»e Eroberung derselben durch unsere Truppen gewiß weniger Blut gekostet haben winde. Am Tage vor den« Angriff glaubte man, dasi mcht über 1000 oder 1500 tatarische Soldaten sich ln der Stadt befänden, und cs hat sich nun gezeigt, daß über 5000 Mann darin lagen; glücklicher Weise war un-sero Streitmacht ihnen überlegen, sonst hätte die Sache einen schlimmen Ausganq nehmen können." „Den Feinden fehlt eb nicht an Muth, sondern uur an Disciplin; man hat viele Beispiese der ver« zw.cifeltsten Gegenwehr im Laufe des Tages gesehen UNd mehrere ihrer Anführer besonders, als sie sahen, daß das Spiel für sie verlöre» war, spornten ihre Pferde gegen unsere Bayonnete, und stürzten sich solchergestalt in dcn g«w>ssen Tob." »Ich g'Ng am folgenden Tage mit einer Es«-corte duich einen Theil der Stadt. Ich fand fast alle Häuser verlassen, wenigstens wuroe von ihren von Schreck ergriffenen Bewohnern kein Wiocrstand mehr geleistet. Der eckelhaftcstc Anblick bot sich bei je em Schritte meinem Auge dar. Die feindlichen Todten und Verwundeten (obschon sehr viele da« von weggeschafft worden waren) lagen in «llen Straßen und für letztere wurde nicht im Mindesten gesorgt. Häuser und BouUken waren erbrochen und die werthoollstcn Gegenstände (als Thee, Ballen von Seide, Pelzwcrk )c.) gleich Kehricht umher ge» streut. Wie ,n andern chinesischen Städten, die wir etoberten, haken auch hier häufige Selbstmorde Statt gefunden. — Männer, Frauen, Kmdcr wurden zu Dutzenden aufgehenkr gcfunden, oder aus den Brunnen gezogen. Aber warum bei so emporenden sce-nen verweilen! — Scenen, über welche die Mensch» heit errölhen sollte, die aber nur allzu häusig die unvermeidlichen Begleiter dcS Kriegs sind!« „E,n Mandarin und sehr viele andere Personen von niedrigerem Rang befinden sich am Bord des Flaggsch'Ns." »Die Eingebornen sind sehr freundlich mit uns; sie bringen uns gelegentlich Geschenke von Vegeta-bllien der feinsten Art. S»e haben vortreffliche Brin-schals, französische Bohnen, Seller,, Gurken ,c.; sie wollen dafür keme andere Zahlung annehmen, als ein Stückchen Papier mit den Worten: „Britti, scher Schuh," auf dessen Besitz sie einen hohen Werth legen." »Der Aang-tse «kiang jst ^n herrlicher Strom : anfangs ist er wegen Sandbänken sehr schwer zu be-fahren; wenigstens fanden wir es so, da wir keine frühere Kenntniß von seinem Fahl Wasser hatten; «her dann wird «r sehr tief und hier auf bcr Hohe von Tschm.Kiang, wo er gegen anderthalb Mc»len breit und sehr reißend ist, gibt cS nur gewisse Stellen, wo Ankerplätze für die Schiffe zu sinden sind." »Das Wetter ist nun sehr hciß; der Therme Meter ze.gt un Schatten zwischen 84 und 90 Grad Fahrenheit; ,ch habe ihn sogar einmal über 90 gesehen. Wir werden bis zu Anfang Octobers he.ß behalten, UnS dann aber ,n unsere Pelze werfen, da in der Winterszeit häusig eine Kälte von 16 Gra. den unter Null eintreten soll. Die Land. und See-truppen sind im Allgemeinen gesund. Einige Cholerafälle sind vorgekommen. Wir stehen eben im Be» griff, gegen Nankin vorzugehen, wo, wie ich höre, de,S Kaisers Oheim unser wartet, um mit uns zu unterhandeln. Eine Br,c,ade unter General Echoed, de bleibt hier in Besatzung." «Das Land am westlichen Ufer des Stromes ist theilweise pittoresk und schön, daS am östlichen Ufer aber flach und ode, und da es auch sumpfig ist, so fürchte ich, daß wir von Fiebern zu leiden haben werden. Sollten wir, wie man glaubt, m Nankin überwintern, so hoffen wir im Stande zu seyn, dort einen Vazar zu errichten und reichlich Mir frischen Victualien versehen zu werden; sie ha« ben hier sehr schönes Gesiügcl." (Oest. B.) Verleger: Ignaz Alois Gdlcr v. Kleiumayr. «raurs vom 8. December 1842. y,aat«fchuldverschre<üt (in CM) »0991,6 ditto detto detto ,4 , jinCM.) »ao ?j3 ditto detlo detto ,2 , Obligation. d.Zwang»»«iu5 „> ^ — arlberg uud Salzburg f > D«rl. mit Verlos v. I »83g für ,5a fi. (in CM.) 268 »jll ditto i>etto lNZy ,. 5o . ^inCM.) 55 5)8 Wie». Stadt. 'üancv'Qbl. jn , sC«.'. (in CM.) 54 7i»6 Obligat, der clllgem. und Ungar. / zu3 v. H. ^>—> Hofkamnxr, der ältern Lom« K zu» »l»v. H. / 64 H4 bardischen Schulden, der in < zu»zjä v. H. )> — Florenz uud Genua aufg<» / j" > v. H. ^ — nommenen Axlchen s zu «2^v. H. ) — ObKgalion«« o«l Tlände^ (C. Mj(C.M.) V. l>sl«r»««ch unt,r unt>^ zu2 l'^^ ^ — — ob dtl ltnn«, von Nöh'^zu»,j» », F — — mll,. Mähren, Tchle». zu »>^4 »» v ^ -— iien.Gttyelmals.jlärn. i zu« ,. / 52,^ — ,«». 5tr«in, Gor^ und/zii»2^4 »» » — —' d««W.Odtlk. Amtes l. ^ ^fremven»Anzeige «» hler Angekommenen und Abgereisten. Vom 2. bis 9. December 18^2. Hr Paul Szabü, Handeismann, von Trl«st nach Wien, —Frau v.Wagner, Gubernialrathögattinn, sammt Familie, nach Grätz. — Hr. Peter Sagnier, Handelsmann, von Trieft nach Agram. — Hr. Ku« kuljcvicb cie 8.>cä, von Triest nach Agr^m. — Hr. Freiherr v Piret, k. k. Feldmarschall Lieutenant, von Wien n.,ch Tl iest. ^ Hr. Baron v. Mack. k. k- Major, von Klagenflirt nach Klagcnfurt. — Hr. Emanuel Graf v. Lichtender«. k. k. Cameralrath, nach Triest. — Hr. Paul Kiß u, Ncmeskar, k. k, wirkl. Kämmerer, Hof. rath und Landes-Gouverneur, von Fiume nach Wien. — Hr, Nepomuk Prielmayer, Kaufmann, von Wien nach Klagenfurt. — Hr. Anton Sußich, k. k. Lieutenant, von Wilncr-Neustadt nach Mantua. __ Frau Caroline Edle v. Thienfeld. Prä'sl)tNtenswi'twe, von GrHtz nach Triest. — Hr. Vloselsky Prinz v. Velo. zeiskp, k. russ Oberst, von Triest nach Wien. — Hr. Leopold Caremba Edler v. Cic>ecki, G/lmdh,rr, sammt Familie, von Triest nach Wien — Hr. Franz Gödl, Kreisrechnungsführer, von Wien nach Triest. ^erjeichlufi Vcr hier VerKorbcnrn. Den 2. December 1L'<2. Alexius Ieritsch, Lohnklltl'cher und Hausbesitzer, alt 5l Jahre, in der St. Pelersvorstadt Nr. 8^, an der Luligcnsucht. Den 5. Catharina Präger, Waise, alt 6 Jahre, in der Stadt Nr. ^9, an scrophlllö'str Darrsucht. — Barlholomä Vlasitsch. Taglöhncr, alt 63 Jahre, in der St. Petersvcrstadt Nr 9^. an der l,'unge„iä'hmung. Dcn 6. Dem Hrn. Bernhard P.ierue!, Privat« Beamten, sein» Tochter Maria, alt 6 Ialne, in de» Stadt Nr 58, an Fraisen. — Theresia Makouz, In» (Zur Laid. Zeitung v. 49. Dccembc, l3/i2.) siilutsarme, alt 73 Jahre, im Vetsorgungshaus, Nr. l,, an d,r Wassersucht. — Dem Herrn Anton Plüsch?, k. k. pensionirlen Wasserbaubeamlen, seine Gattinn Maria, alt «o Iabr«, in d.r Stadt Nr. 25», an, Blutschlag, und wurde gerichtlich beschaut. — Ma. ria Kauka, Kanzleidl,nels«Witwe, alt 80 Jahre, in der St. PeterSvoistadt Nr. 8l, an Altersschwäche. Den 7. Dem Hrn. Jacob Hafner, blirgerl. Seilerm'isler und Hausbesitzer, sein Kind Carl. alt 7 Stunden, m der Stadt Nr. 2l, an Schwäche, in Folge der Frühgeburt. Den 8. Dem Matthäus Iercb, Tischlergesellell, sein Kind Maria, alt 2 Jahre, >„ der Tirnauvvt« stadl Nr. 6, an Uebersehung des KrankheisstoffeS auf das Gehirn. Im f. k. Militär - Spital. Den 29 November «852. Martin Kosak, Gemeiner vom illyr.-innerosterr. FuhrweseN'Colps, alt^l Jahre, an der Wassersucht. Den 20. Georg Saiz, Gemeiner des k. k. Prinz HohtnloheLangenburg Infantelic-Negiments Nr. l?, alt 2g Jahr«, an der Lungenlahmung. D«n 8. December. Rochus Tabernig, Gemtlner beö t. k. Prinz HchenloheLangenburg Inf-Reg. Nr. l?, alt 2l Jahre, an der Darmsckwindsuchl. Z. 1967. —-«^- Pfandamtliche Licitation. Donnerstag den iZ. d. M. werden zu den gewöhnlichen Amtsstunden in dem hierortigen Pfandamte die im Monate October i8äi versetzten, und seither weder ausgelösten noch umgeschriebenen Pfander, so wie die Tags vorher zur Versteigerung überbrachten Effecten fremder Parteien, an den Meistbietenden verkauft. Laibach am ic>. December 1642. Z7?9767"(lV ———— Literarische Anzeigen. BeiIgn. Odl. v. UleimnnUr, «Keorg Nercher und N. Uaternolll, Buchhändler in Laidach, ist neu angekommen und zu haben: Fest - Marsch mit Krieger-Chor, für daö Pianoforte und Singstimmen. Von Carl Burger. 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Austria oder österreichischer Universal-Kalender fur i9/»3. 1 fi. 12 kr. Privat-, Geschäfts - und Auskunfts-Kalendcr für i3ä). 2/» kr. Großer stcycrmarkischer National-Kalender. i«/.3. 1 fl. Kalendarisches Tagebuch zur Vormerkung aller gerichtlichen Gegenstande. ^643. /,3 kr. Neuester Hans- und Anecdotenka-lender für 18/^3« z^ kr. Llttrow, Kalender für alle Stände für iö/»3. br. 32 kr. steif, geb. 42 kr. Iris, Taschenbuch für das Jahr 1843. Herausgegeben von I. G. Maiktth. Mlt 6 Stahlstichen 5 ss. Gedenke me in, Taschenbuch für i8/l3. 2 fi. 12 kr. Cyanen, 1343. 2fl. 12 kr. Aurora, f. 1343. von Seidl,3fl. Oesterreich. Novellen - Almanach. Von Andr. Schumacher, f. it^z. 2 fi.' uranla, Taschenbuch für das Jahr ig^Z. 2 fi. 2c) kr. Das Veilchen. 1343. 1 fl. 36kr. Der Freund. 1843. 1 ss. A) kr. Idu na. 1843.1 si> 38 kr. Außer diesen sind noch alle übrigen Taschenbücher für das Jahr 164.3 in allen Ausgaben vorräthig. Ebenso einige vom Jahre l3/z», welche zu Hera kg eschen Preisen, von , fi. — 1 fi. 20 kr. verkauft werden. Z. 1975^ B ü ch e r zu sehr herabgesetzten Preisen sind bei N> Vaternslli zu haben; wöchentlich wird davon em ncucr Catalog unentgeltlich cm Vüchcrsrcunde daselbst verabfolgt. Nr. 27 wurde der ganzen Auflage dcr heutigen Zeitung beigelegt. 927 Viubernial- Verlautbarungen. Z. 1954. Nr. 28082. Verlautbar un g über ausschließende Privilegien. — Die k. k. allgemeine Hofkammer hat am 6. und 13. October l. I., Z. 396', 1 und 41163, nach den Bestimmungen des allerhöchsten Patentes vom 31. März 1832 folgende Privilegien zu verleihen befunden: 1. Dem Joseph Maria Dunant, Parfumcur, wohnhaft in Mailand, Oaiioriil clc (>i5l,0fl'l-i5, für die Dauer von vier Jahren, auf die Erfindung einer neuen Gattung vorzüglicher raffinirter Seife, welche außerdem, daß sie zu allen jenen Zwecken, wle die gewöhnliche Seife dicne, vorzüglich zum Neinigcn der Seide u. s. w. verwendet »uecdeu könne. — 2. Dem Ernst Pfiieger, Bürger und Mechaniker, wohnhaft in Bielitz in k. k. Schlesien, für die Dauer von einem Jahre, auf die Erfindung ein,r Tuchscherer-Maschine ClundcuiiL 66,^il6), welche 1) dtn Effect der I^evis- und ^riln^vLr53l-Cylinder die Dauer von zwei Jahren, auf dic Erfindung einer neuen Spindel von Seiden-Filatorien, welche bei ihrer leichten Notirung in einer Operation alle drei Operationen verbinde^ welche bei Erzeugung derOrganzin-Seide vopkommen, — 7. Dem Sebastian Poidcbart, Mechaniker, wohnhaft in Lyon, derzeit in Bergomo, Nr. 1120, für die Dauer von fünf Jahren, .auf die Entdeckung und Erfindung: dcr Seide während der Operation des Filirenä die Drehung zu geben und sie zu gleicher Zeit zu trocknen, und zwar mittelst cincs Mechanismus, benannt: j^o ^l'uiöcnr 52Q5 inuri^o » lli^uillc:» iincz 8. Dem Ioftph Palkh, bürgerlichem Handelsmann, wohnhaft in Wien, Stadt, Nr. 255, für die Dauer von einem I^hre, auf die Erfindung und Verbesserung in der Verfertigung von 5>par-und .Tischleuchtern, selche a,u,ä, jedem beliebigen Metalle, aus Holz, Horn u.s.,w., mit einer eigenen Fedcivonichtun^ in der Art verfertiget werden, das; di>' Kerze bei dcm'Ein-stecken in den Züchter fest halte, das Umwickeln derselben mit Papier bcseitlgct, und'durch die Anbringung der Mcch'aulk ei.iicS Lichtsparers beim Niederbrennen in die Höhf gescho^c,n/..haher bjs zur Neige verbrennt werden könne.'—^9. Dem Carl Stadler,, Hausbesitzer, wodichaff.M Gun-^ tramsdorf, V^U. W. ,W. in Niedtr-H^ss Z 1 Anton Novak Großgaberje 6 1822 2 Georg Anschur Vollaule 23 ,, I Franz Gazhnik Trebelleu 2 „ 4 Georg Schumpcrger Kreßnitzbcrg 4 „ 5 Anton Kncß Kleinaltendorf 14 », 6 Mathias Bratun Großgaberje 15 „ 7 Joseph Vratlln Großaltendorf 17 1821 aufgefordert, sich binnen vier Monaten so gewiß Hieramts zu melden, und ihre illegale Abwesenheit zu rechtfertigen, als sie sonst den Gesetzen gemäß als Rekrutirungsflü'chtlinge behandelt werden würden. Bezirksobrigkeit Weixclberg am 28. November 1842.