Will (PoitDioa placana t gotovini.) Erscheint »Schentltch zweimal! Donnerstag »nd U«»»t«g friitz. Gchrtstlewmg und Verwaltung: Pre^crnova ulica Nr S. Telephon 21. — Sntü ndignnyen werde« tn der «cnoaltung gegea Berechnung billigster lSebShren entgegengenommen Biz»q«vr»if«: YOr da» Jtrl«« vierteljährig Dtn 2V—, halbMrig Din bv—. ganz'ährtg Din I00-—. Atlr da« Ausland enliprechende Erhöwmq. — Einzelne Nummern Dia l — Nummer 95 || Donnerstag, den 27. November 1924_II 49. Jahrgang Die Entschließung der Kauptteitung der Deutschen Partei zu den Wahlen. Die Hanpileitung bcr Partei der Deutschen deS Königreiche« der Serben, Kroaten und Slowenen trat am 20. d. M. unter dem Borsitze deS Lande«-»bmanncS Dr. Ludwig Kremling in Zmun zu einer Sitzung zusammen und erbrachte nach eingehender Beratung der politisch«« Lage im Hinblick aus die bevorstehenden Wahlen folgende Entschließung: „Die Hauptleitung der Partei der Deutschen bedauert etz, daß durch die Auslösung der National-Versammlung die Erbringung einer Reihe dringlichster Gesetze, die für wette Schichten der Staat! bevölkerung eine Lebensfrage bilden, einen neuerlichen Aufschub erlitten hat. So namentlich die Erbringung deS JnvalidengesetzeS, de« Gesetze« über die Hilfeleistung an die durch die großen Ueberschwemmungen Heimge« Zuchten, de« Besetze« über den land, wirtschaftlichen Kredit, de« Gesetze« zur Regelung der Pensionistenfrage und des StaatSbürgerschaftSgesetzeS. Die Parteileitung beschließt, daß sich die Partei der Deutschen an den Neuwahlen in allen von Deutschen bewohnten Gebieten gründ, sätzlich selbständig aus Grund de« von deu drei« teste« Schichten der deutschen StaatSbevölkerung bei der Gründung der Partei aufgestellten und gutge» heißen«, VolkSprogrammc« beteiligen wird. Zur Festsetzung der Kandidaturen auf Grund der Vor-schlüge der Gauverbände und de« Politisch.wirtschast« lichen BereiniS der Deutschen i« Slowenien wird Der letzte Hang. Bon Tr. Wradntfch, Sevnica. l. Von den Türmen der altehrwürdigen Btnedikt'ner. stift»abtet klinge» die Glocken einladend zum Nach» nnltagSsegen, der an jedem Sonn- und Feiertage abge-halten wird — und heute ist St. Peter und Pauls« Festtag. Eiligen Schrittet kam den EtistShügel herab Pater Remigiu«, der der Einladung der Glocken kein Gehör gab und seinen gewohnten Weg in da« benachbarte Dörfchen einschlug; die jedem Kapitular« zuge» teilte mittäglich« Weinpoilion hatte ihn unbefriedigt ge-lassen, und an einem so hohen Feiertag konnte man stch schon etwa« übrige» leisten; diese« um so «ehr, al« der Stifttwetn im einzigen Wtrt«hi»se de« Dörfchen« ««schenkt winde. Die Frau Wiriin »gath« war ehemal« Köchin im Stift« gewesen; auC treuer Anhänglichkeit und tn Erinnerung der tr. glichen Mahlzeiten, die st« mit vielem Geschick zu beretten verstand, wir fie weit und breit die einzige Kunde, der diese Golte«gabe verkauft werden dürfte. Pater Remigiu« war daselbst ein sehr gerne ge< sehen« und ficherlich der beste Stammgast — erstere« in de« Worte« eigentlichster Bedentnng. Schlank und hochgewachsen war er, die schwarzen, gewellten Haare bedeckten völlig die Tonsur und feine großen braunen die Lande« Bertrauen«mänverv«rsammlung sür Sonn-lag, den 7. Dezember, mit noch zu verlautbarender Tagesordnung einberufen werden. Die Parteileitung der Partei der Deutschen steht dem AuSgange der bevorstehenden Wahlen mit guter Zuversicht entgegen und vertraut darauf, daß die deutsch« Wählerschaft ihrer eigenen nationalen Partei in diese» für die künftige Entwicklung so bedeutung«-vollen Wahlkampf« unverbrüchlich die Treue hallen wird." O * O Mit der obigen Entschließung ist die Deulsche Partei o!fiziell in den nun schon heftig tobenden Wahlkawps eingetreten. Sie sticht durch ihre vor« nehme Sachlichkeit wohltuend ab von den Ent< schließungen, mit denen andere Parteien den Kamps ausgenommen haben. Wie bei der Wahl de« Jahre« 1923, die zum erstenmal deutsche Volksvertreter hervorbrachte, und wie während der ganzen Dauer der pai lamentarischen Tätigkeit verzichtet die Deutsche Partei auch diesmal aus demagogische Echlagworte. Ihre große Avziehungtkrast beruht nach wie vor auf der Redlichkeit und Ehrlichkeit ihrer politischen Bestrebungen, die lediglich der Beschützung und Ver« teidigung unserer sür den Staat wertvollen deutschen StaatSbevölkerung gewidmet sind. Da» ist ihre Pa-role. Eine Parole, die in unsere Wühler nicht hinein, getragen zu wuden braucht, weil ihre natürliche Selbstverständlichkeit ja im Sinne jedeS einzelnen lebt. Daß jede« Jnwirksamkeittreten einer nationalen Minderheit in einem srenndlosen Meere von An. seiudungen schwer ist, haben wir nachgerade gelernt. Daß e« bei diesen Wahlen schwer sein wird, daS sagt unS die kühle Ueberlegung der Umstände. Aber diese Ueberlegung kann nicht entmutigen, fie erfrischt und muntert zum Zusammennehmen aller Kräfte auf. Die Kämpfe nationaler Minderheiten waren immer schwer und langwierig. Wir Deutsche, denen »ugen blickten stet« träumerisch und wie wellverloren in die Welt; nur wenn der Wirtin blondlockige« Töchterchen, da« Lie«chen, den Wein kredenzt«, funkelten ihr feine Augen entgegen. Bei den Burschen d«S Orte« war Lieschen nicht belieb», denn fett den drei Jahren, al« sie einem ledigen Kinde da« Leb«n geschenkt hatt«, halte sie sür die früheren Reckrrrien und etwa» zudringlichen Lieben«-Würdigkeiten kein Verständnis mehr. Man munkelte, daß Pater Remigiu« der außer« etliche Vater der kleinen Annerl sei, aber trotz hoch-nolpeinltchen Befragen« beim Bezirksgerichte und feiten« de« Vormunde« ««igerte sich Lieschen standhaft, den Erzeuger zu nennen; «nnerl war die ganz« Mutter und daher gab e« auch kein Bergleichen mit den BaterS-zügen. Pater Remigiu« nahm seinen altgewohnten Platz in der Laub« ein, legt«, »i« immer, «in seinen Studien dienende« griechische« Buch und da« Heft zum Erzer« Pieren vor stch hin, L!e«chen brachte aber ohn« »uffoiderung den gewohnten Halbliter Stift«wetn; st« fetzt« stch dann dicht an feine Seite, d«nn sie durft« stch manch?« erlauben und tat e« ohne Scheu vor dem ehrwürdigen Kleide de« Piiester«. Als Remigiu« im Buch« zu studieren und dann zu schreiben begann und kein Wort sprach, kam M Lieschen ein lang verhaltener Groll zum Ausdrucke: „3'tzl hören S' amal auf mit dem faden Geschreibsel und mtt dem alten Schmück» ; zwa Jahr lasen S' schon man unter anderen gute« Eigenschaften vor allem Zähigkeit und Tapferkeit im Kampf zuerkennen muß, werden ihn nicht schlechter bestehen als ihn nationale Minderhiiten der Vergangenheiten bestanden haben oder nationale Minderheiten anderer Staaten gegen-wärtig bestehen. Al« Vertreter der Deutschen in Slowenien nahm da« Mitglied de« Deutschen AbgeordnetenklubS Franz Schauer an den Veratungen der Hauptleitung«-fitzung teil. Unsere Kntschließung zu den Mrlamentswahten. Am Sonntag, den 23. November, fand in Maribor die Vtrtrauensmünne, Versammlung deS Pclit sch'wirtschaftlichen Vereine« der Deutichen in Slo-wenien statt, die au« allen vo» Deutschen bewohnten Orten der Südsteiermark zahlreich beschickt wurde. Nach den Begrüßungsworten de« Herrn ObmanneS ergriff der bisherige MaudatSträger Franz Schauer da« Wort und schilderte kmz und sachlich die po-litische Lag« in ihren Beziehungen zu dem unver-rückbaren Standpunkt der deutschen Minderheit in Jugoslawien. Die in der daransfolgenden Debatte der OrtSoertreter abgegebenen Meinungsäußerungen, ferner die auf der Versammlung zur Verlesung ge, brachten Zuschriften bewegten sich alle in einer Linie. Sie wurden am Schlüsse der VertrauenSmännerver« fammlung i« die nachfolgende Entschließung zu« fammengefaßt, die in glänzender Einmütigkeit und begeistert beschlossen wurde: Die am 23. November 1924 tn Maribor versammelten Vertrauend, mäuuer der Deutschen in Slowenien schließen sich der am L0. l. M. in Zemun gefaßten Entschließung der h«r, studieren S' alleweil und fein doch noch zu kaner Piüfung kumen. Schämen S' denn Ihnen nit vor Ihren Kollegen, wo doch die Gstud Irrten schon all« Professor« sein ?" Ja, «r schäm e stch; war er doch d«r Geächtete, der AuSgefioßen« au« dem Kreise feiner Milbrüder, dem mau au« dem Wege ging al« einem Sonderlinge, der z« keinem Zutrauen hatte — dieser ewige Siudeni! Wiewohl er mehrmal» darum bittlich wurde, zur Supplentnr am SttstSgymnafium zugelassen zu wrrden, schenkt« man seinen Bttten kein Gehör; der Direktor mochte ihn nicht leiden. D«r Abt wollte kein Macht» wort sprechen, um e« stch mit dem Direktor nicht zu verderben, denn zu dieser Stelle hätt« er keinen taug« lichen Nachfolger finden können. Die Zurechtweisung de« WirtSlöchterleia« ging Pater Remigiu« näher at« der Spott seiner geistlichen Mitbrüder und die Drohung de« Abte», ihn auf eine «infame Pfarrei al« HilfSpriester zu verlegen. Al« immer mehr Leute au« dem Markt« kamen, «eil die berechnende Frau Wirtin schon tag» vorher gebacken« Hühner und einen Jndianrrschmau« hatt« ansagen lassen, wurde der Pater verdrießlich, trank feinen Wein an«, zahlte und fagte im Fortgehen zu Lieschen: „Du hast recht; e» muß ander» werden Z Morgen auf Wieder» sehen!" Um dem Trubel vor der Gastwirtschaft au»zu> weiche», ging er auf einem Umweg nachhans« tn seine einsame Zelle. (Schloß folgt.) •ett« 2 Hauptleitung der Partei bet Deutschen in Königreiche der Serben, Kroaten und Slowenen vollinhaltlich au. Die Bertraueu«männer der Deutschen in Slowenien erachten e« alS selbstver st Südliche Notwendigkeit, baß für das Gebiet der ehemaligen Südsteiermark wieder mit eigenen Kandidaten in die Parlaments-wählen eingetreten werde. Allen Anfeindungen zum Trotz nur ihr gute« gesetzliches Recht verfolgend, sind sie sich bewußt, baß sie damit der gebieterischen Pflicht gegenüber ihrer hierlindischen MinderheitSna» tion gehorchen, dem deutschen Namen zur Ehre und aus sorgsamer Wacht im Kampf um deren staatsbürgerliche und menschliche Rechte. Sie wissen sich mit jedem Landsmann eins in der Ueberzeugung, daß der begonnen, Kampf um die Rechte unserer Minder, heit fortgesetzt werden muß aller Un> gleichheit der Kräfte zum Trotz. Erst der ist verloren, der sich selbst auf« gibt und sich seige selbst verliert! Die Vertrauensmännerversammlung der Deutschen tu Sloweuieu ersucht ihren bisherigen Vertreter im Parla . meute, Herrn Franz Schauer, wilder an bie Spitz« der deutschen Kandidaten im Wahlkreise Celje-Maribor zu treten in einem Kampfe, an befsen er» solgreichem Ausgange fie nicht zweifeln. Wir begrüßen die Entschließung uuserer deut-sch:n Vertrauensmänner mit Freude, auch wenn st« nicht andnS zu erwarten war. Sie ist geborru nus dem machtvollen Lebenswillen unserer deutschen Bevölkerung, der sich nicht beugen läßt. UnS handelt t* sich nicht um parteiische Machtziele. Für vnS kommt die Fcage um das Bessere oder Schlechter« an dieser ot«r jener Partei oder an der eigenen Partei nicht in Betracht. Wir Deutsche brauch:« auch nicht über die Kampsparolen der großen und kleinen slawischen Parteien nachzusinnen. Wir sind nicht vom G.ög«nwahn besangen, der unS glauben ließe, daß unsere zersplitterten Stimmen irgendwo die eine oder ander« Entscheidung in dem großen Kampf der slawischen Partei«« und Programme bkeinflussen könnten. Für uns hat sich nichts geändert. Wir kämpfen deu alteu Kampf: um uusn« Existenz, u« unser nationale« Leben. Da« ist unser« Kraft. Unser beste« «gitationSmittel liegt al» Selbstverständlichkeit in den Seelen unserer Stimmen. Wir sind da, wir wolev auch in Zukunft sichtbar ba sein auf unser«« Heirnatibode«! Kette« Mantasten in ernster politischer Zeit. Zum Glück gibt es — besonder« in Slowenien — doch noch Blätter, die da« Gras wachsen hören und durch bie todernste Mitteilung d«» Gehörten die Betroffenen in einer so ernsten Zeit amüsieren. Be-sonders gute Grashorcher find die Nova Doba in Celje uub der SlovenSki Narod iu Ljubljana. Hören wir, was der letztere über die Absichten und bie Hal. tuug unserer Deutschen Partei zu erzählen weiß. In der Folge vsm 22. l. M. lesen wir zu unserer Verwunderung: Der HauptauSschuß der Deutschen Partei hielt gestern ein« Sitzung in Zemun ab, Dr. Kraft be-richtete über bie politische Lage und über daS Ber> hältniS der Deutschen Partei zu der Opposition bezw. zum Nationalen Block. Er betoute, daß die bisherigen Oppositionsparteien den Deutschen geneigt waren und die politischen, kulturellen und wirtschaft» Ci11 itf fltimag lichtn Wünsche bet deutschen Minderheit i« Betracht zogen. Deshalb empfahl Dr. Kraft für die Wahlen eine vorsichtige Taktik und riet den Deutschen, überall die ihnen freundlich gesinnten Parteien zu unter-stützen. Nich der Sitzung wurde ein Kommunique herausgegeben, daß kurz besagt, daß die deutsch« Partei in allen jenen Orten grundsätzlich selbstänbige Kandidaten aufstellen werde, wo deutsch« Wähler kompakt leben. Die deutsche Partei ist von ihre« Ecsolge bei den Wahlen überzeugt. Der HauptauS-schuß empfiehlt den Wählern, überall dort, wo e« lokale veihältnifse erfordern, mit den Parteien de« oppositionellen Blocks in ein U-bertin kommen zu treten. Wie einige Beograder Kreise be« Häupten, versucht Dr. KoroSec. inSteier» «art die Unterstützung der deutschen Wähler zu erreichen. Deshalb hat er auch alt U iteruchlSminister ouS rein taktischen Partei« gründen die Deutschen auf dem Gebiete der Schule unterstützt^. So der Slov:nSki Naco». Wir wollen den Phantastereien über die angeblichen Eckiäcungen de« Abg. Dr. Kraft nicht nähertreten. Jnfoferue hat da« Ljubljanaer Blatt ja recht und dies« Entdeckung war bestimm« keine Kunst: Die Deutschen werden dort, wo es bie lokalen Verhältnisse gestalten d. h. wo sie nicht selbständig auftreten, bestimmt nicht jene Parteien unterstütz?», die sich in ihrem Deuischenhafse nicht genug tun können und bewofsaele Störungen von Liedertafeln alS national« Heldentaten v:rherr« l.chen. DaS ist klar. Was aber den Versuch deS Dr. Koroi.c and«, langt, di« deutschen Wähler der Südsteiermark für sich zu gewinnen, davon ist unS nicht« bekannt. Sollte «r ihn machen, so — dessen kann der Slo> venSki Narod getröstet sein — dürfte er sich ganz bestimmt auf fein« Unterstützung unserer Deutsche» auf de» Gebiet« der Schule nicht berufen. Wir müßten rein eine Rundfrag« an unser« Deutschen ergihen lassen, um zu erfahren, worin das E,tt> gegtnkornmtn auf dem Gebiete der Schule eigrntlich bestanden hat? Sind für die deutschen Kinder neue Schulen eröffnet worden? Ist die bekannte ve-stimmungSverorduuug der Rationalität bet Kinder sür Slowenien aufgehoben worden? Wit fragen und strengen unS vergeblich an, aus bic Spur einer Unterstützung aus dem Gebiete der Schule zu kommen. Am besten ist es, wenn uv« der SlovenSki Narod ia seiner Weisheit selbst er. zählt, wo «ine solche Spur zu finden ist. Wir wissen nur, daß unter dem Unterrichtsminister Dr. Koro» c bie 1. Klaff« ber Marburger Mäschenbürgerschule abgebaut wurde. Wir wissen, baß für uns Deutsche in Slowenien — und nur für unS — die Verordnung über di« Nationalität d«r Kinder weit«! in Kraft geblieben ist, wir wisse», daß Dr. Soroi c bei der Zumutung, daß die Mädcheobürgerfchvlklasse tu Maribor eröffnet werde» möge, ausrief: »Ihr ver« langt ja »einen Kopf!- Diese« Kops hat er uns natürlich nicht gegeben, bethalb können wir d«r Behauptung de« SlovenSki Narod keine» Glaube» schenke», baß er nuu uns«r« steirischen Stimme» verlaugt. _ Politische Rundschau, Inland. Ziruch zwischen den Radikalen und den Z?riSiüev!6anern. Der Zagreber „Morgen" berichtet, daß die Selbständigen Demokraten in der Woiwodina be. schlössen halten, ihre« Wählern im So»borer Wahl-kreis vorzuschlagen, sür die Lifte der Radikalen zu stimmen, da die Partei keine Liste aufzustellen be« abfichtigt. Hingegen wollten die Selbständigen De-mokiaten im Novisader KrelS mit den Radikale« gemeinsam auftreten, um sich so für die i» Som> borer firei« verlorenen Stimmen schadlos zu halten. Die Radikalen haben diesen Vorschlag zurückgewiesen, was zum Bruch zwischen beiden Parteien führt«. ftancr 95 Meinl-Kaffee Die unabhängigen Madikaten bereite» stch zur Wahl vor. Der weiter« Ausschuß der unabhängigen Radi» kalen hat eine S'tzang abgehalten. Der Konferenz wohnte auch RistaS Petrov!< be>. E« wurde b«. schlöffe«, ein'ii Aufruf an« Volk htrauSzuzrben. Eintritt der Kroatischen Jereinizung in die Aadiöpartei. Die HrvatSka Zajednica hat SamStaz abend« eine Konferenz unb am Sonnlag vormittag« n»e Plenarsitzung abgehalten. Es würbe über das vor kürzet Zeit den Mitgliedern vorgelegte Problem ver» handelt, ob e« nicht an d«r Z >t wäre, da« Pro-gram« der Partei dahin zu revidieren, daß sich die Vereinigung republikanisch erkläre. E« spräche» Dr. KoSutit, D". Trumbiö, Dr. Brk ö, Dr. Barg« und Dr. Jvo Kovac.v^, bie sich für d«n Republt-kaniSmu« erklärten. Nach der Debatte wurde eine Resolution angenommen, womit die Kroatische ver-«inigung al« republikanische Partei erklärt und die Form der Republik sür unseren Siaat fordert. Ueber diesen Besch!uß wird eine Deklaration heran«, gegeben. Di« Bereinigung wird aus den W-hle« keine «igeuen Listen ausstellen, sondern überall die HRSL unterstützen. Ei wurde auch über die Ka«» didatur des Dr. Trumbiö und Dr. Lorkov't auf der List« der HRLL verhandelt. Ans Staitt und Land. Aufruf an all« Staatenlose. Die teil« verfehlten, teil« unvollständigen B-ftimrnungen der Friedensverträge haben in Mitteleuropa abgesehn» von anderem Unheil, daS sie angerichtet, die Zahl der Staatenlosen in« Ungemefsene vermehrt. Die« gilt ganz besonders sür da« Gebiet be« ehemalige« Oesterreich.Ungarn, wo die FeiedeuSschlüff« vo» St. Gm»ai« und Tcianon statt de« klaren Prinzipe« de« Wohnsitze« da« unsichere Prinzip de« Heimat«» rechte« zum entscheidenden Kriterium für den Staat«. angehörigkeitSwechfel erhoben haben. Em« Unzahl von H-irnatSstreiten waren die Folge davon und die Zahl der Staatenlosen in der alten Donaumonarchie würd« dadurch fat« Maßlose vermehrt. Die zahllose» darüber «ivg«laufeuen Klage« habe« be« Vorsitzende» der Deutsch«« völkerbundliga iu Prag, Abgeordnet«» Dr. Wilhel« Medioger. b«wog««. aus de» Kongreß« der Interparlamentarischen Ualo« z« Ber« t» A«ß»ft de« heurigen Jahre« die Aufmerksamkeit dieser iater« nationale« Versammlung auf di« schrrieude« Miß« stände bet Staatenlosigkejt in Mitteleuropa zu lenke«. Der rückhaltlose Beifall, den seiue Ausführung«» fanden, tnSbesonder« bei de« Vertreter« Westeuropa«, ermutigte ihn, auch auf der RatSverfammluug der Union ber Völkerdundligeu zu London i« Oktober dieses The»a zu erdrter«. Di« Londoner RatSver» sammlung hat nun die Prager Deutsche BSlkerb«»^ liga da»it betrau», alle« Material über Staate«, lofigkeit i« Mitteleuropa zu sa««elu und in ei«er Denkschrift zu bearbeiten. Diese Denkschrift soll i» nächsten Jahre dem Völkerbünde in Genf vorgelegt werden mit der Bitte, die beteiligten Staaten z« veranlassen, die erwähnte Frage im Wege iuter» nationaler SchiedSsprechung einer einigermaßen be» friedigende«Regelung zuzuführen. Unser« Schrifileitung ftuamgl 95 __Cltltcr Zecta-g •ritt 8 WWMM ist gerne bereit, hiebei mitzuhelfen und wir richten daher an alle Betroffenen da» dringend« Ersuchen uns alle Fälle von Staatenlosigkeit, sei t9, daß fie eingetreten sind, sei e«, daß sie allenfalls eintreten könnten, bekannt zu geben. Die» würde am besten derart ge« schehen, daß uu» ehemözltchst die in Frage kommenden Peisonen ohne Unterschied, wo sie geboren sind, die Geschichte ihre» Kampfe» um di« StaatSzugehörigkeit schrifilich in möglichst kurzer Darstellung einsenden. DaS so gesammelte Material muß bis Weihnachten 192t der Bölkerbundliga in Prag zur Verfügung gestellt werden. Josef König f. »m 25. d. M. verschied hier nach längerer Krankheit der gewesene Grog« kaus»aun Herr Josef König im 67. Lebensjahre. Der Verstorbene kam im Zahre 1884 aus seiner Baterstadt Klageufurt iu unttre Siadt, wo er ein kleine« G.Uanteriewarengeschäsl übernahm. Seiner unermüdlichen Talkcast gelang eS jedoch tn verhält« nismäßig kurzer Z-it sein schiist zu einem führenden Unternehmen seiner Branche uuSzug«stalten. Der Grundzug seines Wesen» w^x ein« unbedingte Recht« lchkeit und Rechlfchass-nheit, von der er sich aus« schließlich bei alle», was er unternahm, leiten ließ. Josef KSsig war auch im öffentlichen Leben e folg, reich tätig, je i» HandelSgremwm, dessen Obmann-stelle er durch eine Reihe von J'hcen bekleidete, im Gemeivderate und tn zahlreichen B-ireinen. Ende 1S18 übergab er seine Fir»a seine« N«ffe-i, Hnrn Franz Sön'g, um sich selbst in« Privaileben zurückzuziehen. Sein allzufrüh« Heimgang läßt tm gesellschaftlichen Leben unserer Stadt eine empsiatzliche Lücke zurück doch wird ihm bei allen, die Gelegenheit hallen, ihn kennen zu lernen, sein Andenken al» da» eine» vorbildlichen Kaufmannes von altem Schrot und teo.-n gewahrt bleiben. Kranzablösungen. An Stelle eine« Kranze« sür tfe Bahre de« verstorbenen Herrn Josef König svei-deten die Familien Jellenz und U ch ver hiesigen Freiwilligen Feuerwehr je 100 Dinar. Eisenbahnunglück d,S Scbn-lljugeS Beograd Ljubljana in Slawonien. Der Schnellzug Beograd-Ljubljana traf am 21. Nav-mber wil fünf Siunden Verspätung iie'Ljabljaua ein. Die Ursache war ein E >«nbahnunglück zwischen den Siatlonen Martinci und Erdenk in Slowonten, da» sich leicht zu einer Katastrophe hätte auSwachse« könn««, von einem Frachtenzug, der vor dem Schnell-,ug in die Station Erdevlk eingefahren war, hatten sich auf offener Strecke acht Waggon losgerissen und wären ein paar Kilometer vor der Station stehen-geblieben, ohne daß die» der Stat on»bea»t« be-m rkt hätte, der daher da» S'gnal „Freie Streck-" gab, so daß der Schnellzug mit ungehinderter Kraft daherbrauste. Ungefähr 50 Meter vor dem Orte, wo die Waggon» standen, bemerk,« si« der Lokomotive führer deS Schnellzuge» an einem roten Licht, da« an dem hintersten Waggon befestigt, durch die Dunkelheit leuchtete. Der geistesgegenwärtige Mann, dem viele Reisende zweifellos ihr Leben verdanken, zog die Bumse und gab blitzschnell Gegendampf. Der S-oß würde gemildert, obwohl er freilich nicht vnhindert werden konnte. Der Schaden ist beträcht, lich. Der Cchlaf- und der Speisewagen de» Schnell-zuges mußten wegen ihrer Beschädigungen auS^ rangiert werten. Z«ei Soldaten, die in den Frachten-Waggons schliefen und mehrere Reisend« werden verwund.-t. Der Mateliilschaden ist ziemlich groß. Der brave Mann, desseu Geistesgegenwart viele L^ben rettete, heißt Jovan Mark c. Zum Zeichen der Dankbarkeit sammelten die Rufenden 2000 Dinar und 50 Franken. BesonterS iutereflant für unS ist, daß in einem Abteil diese» Zage» der Abgeord' net« Schauer und ihm gegenüber der frühere Ministerpräsident Davidovtt saßen. Wie un» ilbg. Schauer erzählt, war er nach langer freund-licher Uiterhaltung mit Herrn Davidov'c und einem ihn auf die Reise in die Crua gora begleitenden Abgeordneten seiner Partei eingeschlafen war, al» ihn ein fürchterlicher Stoß aufweckte. E st als die Bergung», arbeiten fünf S.'unden dauerten und er statt um halb 11 Uhr vormillagS um 9 Uhr abends in Celje einlangte, ging ihm d«r Ernst der TodeSg-fahr auf, iu der sich er und sein« Reisegenossen befunden hatten. DaS Stadtkino wurde vor einig-n Tagen vom Pächter der Konzess oi, H.'rrn Ferdo C plak, in Gartensaale des Hotel» Skoderue eröffnet. Die E.Öffnung dieses K nobelriebeü ist von der Oeffeut« l'chkeit zu begrüßen, da sich in unserer Siadt bisher ein Kinounternehmen nicht befand und das K >:o in Gaberje imwerhm etwas enilegen ist. Die Darbietungen deS neuen K-ncS sind sowohl hinsichtlich der P o-prarnae als auch der Güte der Vorführungen erstklassig zu nennen. Werkstatt und Büro ' '• können, nichigui genug beleuchtet sein. Blendungsfreies Liclni erhöht die Arbeitsleistung. Aachrichten aus Koöevje. »»Der neue Gemeindeausschuh und das städtische EleKtrtzltStswerK". Mit Be. rufung aus den § 19 d,S Prefs-gefetzes ersucht uns der Prokurist der Merkantilbank in «ccevje, Herr Jos. J!c, um Aufnahme folgender Berichtigung: ES ist nicht wahr, daß «in B-amter der hiesig«, Merkantilbank, der zugleich Mitglied des G meinde« ouSkchufseS ist, dem 45 Jahre alten Orozen auf Kosten der Gsttfcheer «inen schönen Dienst verschossen wollte, sondern eS ist wahr, daß ich deu 45 Jahre dien Ocoj'u keinen schönen Dienst auf Kosten der Gottscheer verschaffen wollte. E» ist nicht wahr, daß der O.oZ-n 45 Jahre alt ist, sondern e» ist viel« mehr wahr, daß er 36 Jahre alt i». Es ist nicht wahr, daß Or^j n mein Schwager und Günstling sei, e» ist vielmehr wahr, bjfj er weder mein Zch-va 'er noch mein Günstling, sondern ein eleklro-technischer Fachmann ist. Jos. Jlc, Prokurist der Merkautilbank und Mitglied de» S.'meiad«au»lchusse» in Koöevje. ITUt Cfaram>-&itnf9en, Zu> Jfctte+vn* Familie Franz Köm^ gibt im eigenen und im Namen aller lieben Verwandten allen Freunden und Bekannten tief erschüttert Nachricht, daß ihr unvergeßlicher Bruder, beziehungsweise Onkel und Oroßonkel heute vormittags um >/,l l Uhr. versehen mit den heiligen Sterbesakramenten im 67. Lebensjahre ruhig und gottergeben verschieden ist. Das Leichenbegängnis des teuren Verblichenen findet Donnerstag den 27. November um 2 Uhr nachmittags vom Sterbehause (Krekov trg Nr. 4) aus nach dem Bahnhofe zwecks Ueberführung nach Klagenfurt statt. Die heilige Seelenmesse wird am Freitag den 28. d. M. um 7 Uhr früh in der Marienkirche gelesen werden. Celje, am'25. November 1924. ft.4lr 4 filUc* ItBB 9 «n»»er 95 Kaffeehauskassierin und Köchin per sofort gesucht. Offerte an Yelika Kavarna, Maribor. Perfekte Köchin unbedingt der deutschen Sprache mächtig, zu 2 Personen für sofort Sesucht. Angenehme Stellung, gute iebandlung. 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November 1924. «hgtnlimer ant i>cun*tr*. fe*a.et - JBttar.Boorbi«et 6;ritt'«ttrr: fcnfcrt Äautnia. - an# Snfer: ,