W. 188. Montag, 18. Anzzust 1890. 109. Jahrgang. Aibacher Zeitung. "nziühri., n ,, ^'«: ^it Postver!endun«: «anzMr!« fl. l», halblühr!a fi. ?'5N. Im Lomptoir: Neine H "' n?lb,ühri8 f>, b'ül». Für die «ustcNun« <»« Hau« „lmziHhli«, fi. < - Inlertloneytbüi: Für -^ "»,^»rc h,z ,„ 4 ^^,s„ ^^ ^ gl0s,rl!- p<>r ^cllr N lr. i br! öslsrs!, AUrderlioUingru per Mle » lr. D!e «liaibachcr Ze!l»ng» erschein« täglich n,!t Nulnahme der Könn- und Feiertage. Die «bmlnlftratl»« befindet sich Eo»«rc!«vlah «, die «cdacilo» BxlilcholgaNe »4. Sprechstunden der !«eb»clion täglich vo» «<» b!« l« Ubr uormittaff« — Unsranlirrle Uriess werdc» n!ch! axgenommsn und Manxic-rivts nicht zurückgestellt Amtlicher Hheil. Alley's/ ""b l. Apostolische Majestät haben mit Rittm? ""«rze,chnetem Diplome dem Garden und Gus<^ m "^" blasse der ersten Arcieren - Leibgarde 'Sckr^""! den Adelstand mit dem Prädicate "^reclenegg. allergnädigst zu verleihen geruht. Mt^'.lÄ ^' Apostolische Majestät haben mit Aller, »neis er f.'Zlehung vom 7. August d. 3- dem Bürger-Pir/v - «?"' kaiserlichen Rathe Med. Dr. Josef nükill?n m,'"! Anerkennung seines vieljähriqen aemein °Ile an^' ^"^ beu Adelstand mit Nachsicht der Taxe "gnädigst zu verleihen geruht. Nller^s!' ""^ k. Apostolische Majestät haben mit Pros2' Entschließung vom 7. Auqust d. I. dem Gemeint" ^" Staats-Realschule im siebenten Wiener ihin °,f.°7^e Franz Zveiina anlässlich der von das Rin ,^ Ersetzung in den bleibenden Ruhestand zu verleihe ^^ Franz-Josef-Ordens allergnädigst Nichtamtlicher Mil. ^le des deutschen Kaisers nach Rnssland. Kiel au'z ?^""»enen Freitag trat Kaiser Wilhelm von schlank '"^ ^°" bängst angekündigte Reise nach ^n Via>i«> "" ""^ Einladung des Zaren Alexander i'nd mit ^ ?" ^^ russischen Gardecorps beizuwohnen, ^sichtli^-'"^!"^ am Zarenhofe schließen vor-Zutschen iw diesjährigen großen Auslandsreisen des 'UN Monarchen ab. ^lsktrei!7n,v?."^ der äußerliche Anlas« zu dieser Nicht, da« ?'"^nscher Natur ist. so hindert dies doch !"gtund „ f °"^ ""^" bedeutsamen politischen Hin« Umstand bi ^'c^' ""b h'krauf deutet genugsam der "" vottr^ ^ '^ der Reichskanzler von Caprivi und Kaiser,,^"der Rath des auswärtigen Amtes den ^lfchlt ^ ""'sland begleiten. Aber es wäre gewiss bei her l, ? °"s wichtige politische Abmachungen Autscks^. 'senden Zusammenkunft der Herrscher ?"st2 ""^ NusLlauds. auf eine beabsichtigte "lMlll^?" zwischen ihren Reichen über die im Vor« zu schliß b".europäischen Politik befindlichen Fragen ^^ «en. denn die internationale Lage steht einer derartigen Auffassung entschieden entgegen. Dem deut» scheu Reiche sind die Grundlinien für seine auswärtige Politik schon längst durch das Bündnis mit Oesterreich» Ungarn und Italien vorgezeichn?t, und es würde von denselben abweichen, wollte es sich mit Russland über irgendwelche einschneidende Fragei der europäischen Tagespolitik besonders verständigen. Eine derartige Schwenkung der deutschen auswärtigen Politik erscheint aber durchaus ausgeschlossen, Wilhelm II. hat seit seiner Thronbesteigung schon wiederholt in klarster Weise bekundet, dass auch uuter seinem Regime Deutschland treulich an den Verpflichtungen gegenüber den befreundeten und verbündeten Mächten festhalten wird. und es steht darum nicht im eutferntesten zu befürchten. Deutschland könne sich in einseitiger Weise mit dem Zarenreiche über die zur Zeit schwebenden politischen Probleme verständigen. Aber offenbar wird es dennoch zu bedeutsamen Aussprachen zwischen dem Zaren und dem deutschen Kaiser kommen, die ihre Ergäuzmiq in den Besprechun. gen zwischen ihren obersten Berathern, den Herren von Giers und Caprivi, finden werden und vermuthlich dürfte es sich hiebei in der Hauptsache um die weitere Gestaltung des deutsch.russischen Verhältnisses handeln. Da das gute gegenseitige Einvernehmen Deutschlands und Rußlands seit dem Gegenbesuche Alexanders III. am Hofe Wilhelms II. äußerlich wenigste,,« keine Trübung oder Störung mehr erlitten hat. so steht umso eher von dem persönlichen Gedankenaustausche beider Herrscher eine weitere Klärung und Festigung der deutsch.rus' fischen Beziehungen zu erwarten, .>'.!« ja im Vrunde genommen die LebeuLiuterrss,nl Deutschlands und Russ» lauds nirgends miteinander collidielen. eine Thatsache, die sich durch alle Verdrehungen und Hetzereien nicht hmwegdisputiereu lässt. D.uischerseits wünscht man aufrichtig die Weiter-pflege guter Beziehungen zu Russland, und auch in den leitenden Petersburger Kreisen hegt man unzweifelhaft den Wunsch, sich mit dem deutschen Nachbar mög« tickst gut z>l stellen, mögen die Kriegsfanatiker im Lande auch noch so sehr mit Frankreich kokettieren und gegen Deiltschland hchen. Kaiser Alexander und seine obersten Räthe wissen sehr wohl, dass auch die Politik Wilhelms ll. gleich derjenigen seiner beiden Vorgänger nur der Erhaltung des Friedens gewidmet ist, und wenn russische Blätter den Versuch gemacht haben, den lürzlichen Gesuch Kaiser Wilhelms in England als eine Art Demonstration gegen Russland hinzustellen, so beweist die unmittelbare Folge des Besuches des deutschen Monarchen in Russland auf seine engliche Reise, wie haltlos eine derartige Auffassung ist. Kann man nun mit Zuversicht von der bevor« stehenden Kaiserzusammenkunft eine Kräftigung des freundschaftlich, u deutsch.russischen Verhältnisses erwarten, so bedeutet das Ereignis anderseits auch eine neue Friedensbürgschaft, denn von der Art der Beziehungen zwifchen Deutschland und Russland hängt doch wesent-l "k geschossene Schnepfe um ihr zer« örtlich .„."". «"gelegt habe. und zwar sagte er 2Mß7r U ^U'chgerecht. wie es geschickter und sach- . Ach! ' elts. so sicher und anderseits ungemeiu ^Äerisch^,^ in diesem Falle, auftritt. Der Jäger sx^lurldlge h°"e einen Vorgang, welchen ^'^chtlicks.. .». """en und den wir auch iu uutur. Z°"z Neu?s n..l c '" beschriebe» findeu, als etwas ?H sämmtt.Ä?^?t und geschildert. Da dieser Bericht ! sich wol, A K>'tu"M gegangen ist, so verlohnt 'lch nähere ,i« ^u^' «ber den Natuworgang an ^lch einen N"c "s ^"s Vogels, sogar eine solche heisch g^.n?.?" °' bei welche? durch die in das "?"ch N^ Schrotte die schlimmsten aller. ,^^«tigst7r Kl' ""?°uden sind, schließt sich m k^e de 5.^^ .""d heilt verhältuismäßig bald ^"e legen sMt der Natur selbst. An die blutige ^"chen. darüs.-?^"!'' auch wohl Fasern, trockene °aruber haften durch die KlebriMt des durchsickernden Blutes weiche Blätter, Rindenstückchen und dann schließlich darauf Staub oder Erde, und dies alles zusammen bildet uaturgemäß einen blutstillenden Verband, wie er besser gar nicht sein kann, so dass man ihn auf den ersten Blick allerdings als einen kunstvoll -angelegten erachten könnte. Auf die derartige Selbstheilung beim Vogel, welche so groß ist. dass es sogar bei einem Beinbruch lediglich der Ruhe und des Schuhes vor rohem Auf« stören bedarf, um den zerbrochenen Fuß ganz von selbst, ohne Anlage eines Verbandes oder gar von Schienen, bestens einheilen zu sehen, hat in der Oeffent-lichkeit weiterer Kreise zu allererst einmal seltsamer« weise nicht ein Naturwissenschaftler, sondern ein Dichter. August Silberstein in Wien, hingewiesen; er hat bereits vor länger als einem Vierteljahrhundert den Genfer Gelehrten im vorhinein aci uk«ur6lnn geführt, indem er erzählte, wie kranke Vögel sich selbst zu helfen vrr. mögen. Ein verständnisvoller Blick zeigt uns nun aber ringsumher in der Natur vielfach auf Schritt und Tritt derartige geradezu bewundernswerte Vorkommnisse, und cs dünkt uns dann wohl erklärlich, dass das menschliche Wissen nach Ausllärung derselben strebt, das« aber namentlich unsere Phantasie sich ihrer mit außerordentlichem Eifer bemächtigt. Von jener schönen Auekoote. die wir heutzutage wohl in allen Schullrsebüchern finden, nach welcher ein Pudel, dessen kranken Fuß ein Arzt geheilt hatte, diesem Wohlthäter seinen Genossen, einen andern Hund mit gebrochenem Bein zuführte, damit er auch ihm helfe, bis zum Löwen des Androtlus, der seinem Wohl- thäter, welcher ihm den scharfen Dorn au« dem Fuß gezogen hatte, fortan wie ein sanfte« Hündchen überall hin folgte, haben wir eine unübersehbare Mannig« faltigkeit derartiger Thiera/schichtchen vor uns. Es ist eiue verwunderliche, indessen doch immerhin eine That« sache, welche uns entgegentritt, dass viele, selbst an sich sehr tüchtige Menschen doch ihrer Sinne unglaublich wenig mächtig sind. Sehen, d. h. richtig sehen, ist ent« schieden keine leichte Kanst. und am schwierigsten zeigt sich diese offenbar, wenn es sich darum handelt, ein« fache Lebenswahrheit richlig zu fchauen. Während es uns natürlich nicht einfallen kann, irgend jemandem Vorwürfe zu machen oder ihn des Mangels an Wahrhaftigkeit zu zeihen, er möge erzählen, was er wolle — so müssen wir doch selbstverständlich über wahr oder unwahr Gesehenes uns stets ein stichhaltiges Urtheil z>l bilden suche». Und sieh da, wir brauchen gar keine Uebertreibungen und Phantasiebilder, wir haben m der einfachen Wirklichkeit, iu der lebenswahren Natur un> endlich viel Schönes, Trautes und selbst ans Wunder-bare Grenzendes vor uns. Blicken wir nur aufmerksam hinein ins volle, warme, reiche Leben. Vom Vogelzüchter in der Kanarienhecke macht eine Brut von soeben flügge gewordenen Jungen schwere Sorge. Das Weibchen von dem Paare ist entweder noch zu unbeständig oder es ist zu nisteifrig, kurz und gut, es kümmert sich um die Jungen nicht mehr, son« dern baut bereits sein Nest zur zweiten hecke; aber jene ärmsten sind ja noch nicht völlig flügge, d. h sie können noch nicht selber fressen und sich feibsiändm ernähren. Sie schreien jämmerlich nach Nahrung und das Männchen hat sich von vornherein nicht viel um paibllch« Zeitung Nr. 188. 1552 18. August 1890. stehenden und wegen der Unvollständigkeit mehrerer von den eingelaufenen Gutachten wird der Landes-ausschuss in der bevorstehenden Landtagssession nur einen Bericht über den bisherigen Verlauf der An« gelegenheit erstalten und erst in der nächsten Sssion einige Abänderungsanträge zu dem Strahengesetze vor» legen. Dieselben werden namentlich auf eine Erleichterung der Leistungen für die ärmeren Classen abzielm. Die Unzufriedenheit mit dem Gesetze kam zumeist von Seite der letzteren zum Ausdrucke, und es wird gehofft, dass durch die beabsichtigten Erleichterungen der Agitation gegen das bestehende Strahengesetz wird die Spitze abgebrochen werden. (Oesterreich und Russland.) Wie das «Fremdenblatt» aus competenter Quelle vernimmt, ist an den Obersten des den Namen dcs Kaisers von Russland führenden k. und k. Infanterie-Regiments Nr. 61 August Hossmann v. Donnesberg über be< sonderen Befehl Kaisers Alexander III. eine specielle Einladung zur Theilnahme an den nächst Krasnoje» Selo stattfindenden Manövern ergangen, und hat der genannte Oberst, dieser Einladung folgend, bereits vor» gestern die Reise nach Russland angetreten. (Kaiserlicher Gnadenact.) Se. Majestät der Kaiser hat 98 Sträflingen der k. k. Strafanstalten den Rest der Kerkerstrafe nachgesehen. Hievon entfallen auf die Männer. Strafanstalt Stein 11. Garsten 5. Suben 4, Oraz 5, Marburg 1, Laibach 2, Lemberg 6, Stanislau 4, Prag 6, Karthaus 8, Pilsen 5, Cavo-distria 7, Gradisca 1, Wisnicz 4 und Mürau 1; auf die Weiber« Strafanstalt Neudorf 5, Vigaun 3, Lemberg 8, Rzepy 9. Walachisch - Meseritsch 2 und Schwaz 1. (Der Ausgleich in Böhmen.) In den czechischen Blättern wird die Discussion über den Ausgleich mit ungeschwächtem Eifer fortgesetzt, ohne dass jedoch, mit ganz vereinzelten Ausnahmen, hiebei die so nothwendige Objectivität im entferntesten zutage treten würde. Neben den «Närodni Listy» treibt es am buntesten die «PMil», welche bemerkt: «So viel steht fest, dass der Ausgleich in seiner heutigen Gestalt und Phase ohne Garantien für die Sicherheit der nationalen Rechte unseres Volkes unannehmbar ist für jeden Böhmen, gleichviel ob er Alt« oder Iungczeche ist.» Bei dem allem nennt sich aber die «Politik» noch immer ein Organ der altczechischen Partei, deren Führer und Abgeordnete bekanntlich dem Ausgleiche zugestimmt haben. (Admiral Sterneck) sowie die österreichischen und deutschen Marine»Officiere mit 300 Matrosen be» gaben sich Samstag von Cuxhaven aus nach dem Ritzebüttler Kirchhof, wo eine erhebende Gedächtnisfeier stattfand. Ein österreichischer Officier befestigte eine Trauerflagge. (NeuesParlamentsgebäude in Budapest.) Der Bau des Parlamentsgebäudes in Budapest hat während der Sommermonate erhebliche Fortschritte gemacht. Die Maurer« und Steinmetzarbeiten sind bis zur Mezzaninhöhe fertig geworden, und der Bau dcs Stockwertes wird noch in diesem Jahre in Angriff genommen. Heuer wurden insgesammt 9 Millionen Stück Ziegel verbaut, der Grsammtbedarf beträgt 42 Millionen Ziegel. Die Sleinarbeiten allein kamen in diesem Jahre auf 400.000 fl. zu stehen. In diesem Jahre wurde auch die Aufstellung det definitiven Gerüste vorqenom» men; zu denselben wurden 250 riesige Mastbäume, deren Höhe jderjenigen eines vierstöckigen Hauses entspricht, verwendet. Die diesjährigen Eisenarbeiten kamen alls circa 90.000 fl. zu stehen. Die an der Donau« front befindlichen großen Arcadeu würden fertigqestellt. In der Baukanzlei beschäftigt mau sich gegenwärtig hauptsächlich mit den Detailzeichnungen der Steinmetz-arbeiten. (Abg. Lienbacher.) Der durch das Aaflreten des Hofrathes Lienbacher bei den Landtagswa'^n in Salzburg ausgebrochene Conflict innerhalb d r cleri-calen Partei dauert an. Das «Grazer Voltsblatt» constatiert das Vorhandensein eines klaffenden Gegen» satzes zwischen den Anhängern Lienbachers, die. wie es meint, eine neue demokratische Richtung einschlagen, und jenen der altclericalen Partei. (Kroatien.) Der Obergespan des Syrmier Comitats hat den Bürgermeister von Karlowih seines Postens enthoben, den Gemeinderath aufgelöst und einen Regierungs'Eommissär eingesetzt. (Russland und Frankreich.) Pariser Blätter lassen sich aus Petersburg telegraphisch mittheilen, Kaiser Alexander habe eine besondere Einladung an die französische Regierung gerichtet, dieselbe möge Vertreter zu den diesjährigen russischen Manövern senden. Aus dieser übrigens noch keineswegs beglaubigten Nachricht wird gefolgert, der Czar habe mit dieser Einladung den Franzosen kundthun wollen, dass der Besuch des deutschen Kaisers in Russland und dessen Anwesenheit bei den Manövern keine politische Bedeutung und jedenfalls keine wider Frankreich gerichtete Spitze habe. (Helgoland.) Nach der «Kölnischen Zeitung» ist die Einverleibung Helgolands in den preußischen Staat und in die Provinz Schleswig-Holstein geplant. Im Herbst soll dem Reichstage eine hierauf bezügliche Vorlage, welche selbstverständlich mich die Aufnahme Helgolands in den Reichsverband enthält, unterbreitet werden. Bis zur endgiltigen Austragung dieser An« gelegenheit wird Helgoland als kaiserliches Land vom Reichsamte des Innern verwaltet. (Fürst Ferdinand von Bulgarien.) Fürst Ferdinand traf vorgestern Nachmittag in Sofia ein und wurde von der Bevölkerung warm begrüßt. Bei der Feier der Thronbesteigung in Widdin hielt Fürst Ferdinand eine Rede, worin er sagte, er habe auf der letzten Reise erkannt, dass sich das Vertrauen in die politische Reife des bulgarischen Volkes überall befestige und aus der bisherigen Politik der Bulgaren nur Gutes erwachsen könne. (Frankreich in Afrika.) Gelegentlich mu's Interviews erklärte Mr. Stanley, dass das französisch-englische Abkommen für Frankreich sehr vortheilhast sei. Fast gegen nichts habe Frankreich eine Interessensphäre eingetauscht, deren Besitz politisch und commer-ciell einen Erfolg ersten Ranges bedeute; doch müsse Frankreich die Verwirklichung des Projectes der TransSahara « Bahn beschleunigen, um seinen Erfolg nach beiden Richtungen ausnützen zu können. (Aus London) wird gemeldet: Der russische Botschafter Baron Staal erklärte Salisbury, die Laqe in Armenien werde jede Woche schlimmer. Rustzland könne nicht ohne tiefe Bewegung ruhiger Zuschauer dabei bleiben. Er warne Salysburi vor den möglichen ernsten Folgen. Salysburi empfieng gleich darauf den türkischen Botschafter, welchem er Staal's Bemerkungen mittheilte. _____ (Fürst Nikola von Montenegro) h die beabsichtigte Reise nach Budapest und Äaden °e> Wien. wo er eine Cur gebrauchen sollte, auf^lM Prinz Peter Karadjordjevic bereitet seine UebersiedM aus Montenegro vor. Wie es heißt, beabsichtigt er, M bleibend in Russland niederzulassen. ., . (Russland.) Zum Empfange des »" Wilhelm in Reval ist ein russisches UebunMM' der dortselbst eingetroffen, welchem sich in den mW" Tagen sechs weitere Kriegsschiffe anschließen werden. (Der Präsident von Guatemala)^ neral Barillas ist nach einem Newyorker Telegraf abgesetzt und entflohen. In ganz Guatemala he"!^ Anarchie. Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie d«l «Prager Abendblatt, meldet, der Gemeinde UsäM ff Anlegung eines Turnplatzes und Schulgarten« ft'" zur Anschaffung einer neuen Schuleinrichtung 5l) > zu spenden geruht. , Se. Majestät der Kaiser haben, wie d,e «^ burger Zeitung» meldet, der Gemeinde Ndnet fill dortigen Abbrändler 1000 ft. zu spenden geruht' — (Herr Erzherzog Wilhelm) lst^ 12. d. M. in Vanjaluka eingetroffen. Se. l. und k. v^. wurde von der Bevölkerung auf das sYmpathiM" g grüßt und insbesondere auf der Fahrt in das ^'^ sowie auf der Rückfahrt aus demselben von der >" Carsija zusammengeströmten dichtgedrängten Menschen""«", unter welcher sich die Ungehörigen der angesehenste"^ milien aller Confessionen befanden, auf das leW mit Zivio-Rufen acclamiert. ^, — (Sängerfest in Wien,) Man "eld" aus Wien unterm Vorgestrigen: Bei der heutige" «^ Hauptaufführung des Sängerfestes hielt Vilrgerme'sl" ^ Prix unter dem größten Veifalle eine Nebe, ^M, mit einem Hoch auf den deutschen Sängerbund'^, nachdem er hervorgehoben hatte, dass, gleichwie dle^j scher beider Länder verbündet seien zur Erhalt«"^, segenbringenden Friedens, so auch die Völker vel° ^, seien zur Vollbringung der Friedenswerle. Die Ver> .^, lung sang das «Heil Dir im Siegeslranz», sodann t»e ^ reichische Vollshymne. Unter begeisterter Acclamations beim Vommers der Sänger beschlossen, folgendes "^ lautende Telegramm an die Kaiser von Oesterre'^ft Peulschland zu senden: «Die versammelte Sä"^ ^z erlaubt sich, Eurer Majestät die unterthänigste H""" darzubringen.» heü> — (Ein 13jähriger Mörder.) ^ «F Agramer Gerichtshofe fand Donnerstag eine '^ "^ Verhandlung statt, welche mit einem Todesurtheile ^ Josef Markulin, ein 13jähriger Äursche, erschl"^ Zureden seiner Mutter, seines Oheims und se'"^, ^c-seine Großmutter Vara Markulin. Das G^ g. Schreiben entnehme», befand sich Tmin, se^^^ sie gekümmert; die beiden Alten würden sie also jetzt zweifellos verhungern lassen. Doch nun geschieht fast ein Wunder; ein junger Vogel aus einem anderen Neste, welcher selber erst vor kurzem ausgeflogen und noch kaum vollständig flügge geworden ist. er nimmt sich in wahrhast rührender Weise der Verwaisten an und füttert, beschützt und geleitet sie, bis sie auch ihrerseits für sich sorgen können. Das ist ein Vorgang, den wir häufig in den Kanaricn-hecten und auch in anderen Vogelstuben vor uns sehen können. So rührend und für ein sinniges Gemüth herzerhebend schön die Pflege der armen Vogelwaisen durch ihren nur wenig älteren Genossen uns aber auch erscheint — sie zeigt uns doch nur einen einfach lebenswahren Vorgang. Im übrigen können wir ein ähnliches oder vielmehr fast völlig übereinstimmendes Vorkommnis in jedem Frühjahre draußen im Freien in geeigneter Oert« lichkeit beobachten. Da fitzt im Gebüsch der junge Kuckuck, ein nahezu taubengroßer Vogel, und während er kläglich zirpend bettelt, kommen kleine Rothlehlchen, Grasmücken oder Bachstelzen, selbst die winzigen Zaunkönige oder Goldhähnchen in größter Eilfertigkeit herbei und bringen Futter, um ihn zu ernähren. Für den Unkundigen sieht es förmlich gefährlich aus, wenn er den Schnabel mit dem gewaltigen Rachen aufsperrt, und die lleinen Köpfe der Pflegeeltern verschwinden fast darin. Solche Fälle mildherziger Pflege bei den Thielen, zumal ve, den Vögeln, kommen übrigens nicht so aar l»°nn ^?!* """ ."""N"«t Herr F. Schillings in Vonn erzählte von einer Singdrossel, welche in jeden Frühlinge alle zu ihr in den Käfig gebrachten terb-thierfressenden jungen Vögel: Drosseln ihrer eigenen und anderer Arten, Erdsänger und Grasmücken, auch wohl gar Zaunkönige, dann aber selbst solche junge Körnerfresser, die anfangs mit Kerbthierlaroen und Gewürm ernährt werden, wie Edelfinken, auch Ammern u. a. ernährte und auffütterte. Im seltsamen und für den warmherzigen Thier« freund recht betrübenden Gegensatz zu dieser letzteren, den Vogelcharakter gleichsam veredelnden Erscheinung steht die Verfolgung uuo Töotung eines jeden kranken und leidenden Genossen, welche bei nur zu zahlreichen Thieren geradezu als Regel vorkommt. Während die letztere düstere Seite im Thiercharakter sich bis jetzt aber einer wissenschaftlichen Erklärung noch keineswegs zugänglich gezeigt hat. während wir immer noch nicht wissen, ist es Missglinst und Nahrungsneid oder welch sonst uu« schöner, nach menschlichen Begriffen unlauterer Zug, der uns hier entgegentritt — so können wir für die vorhin erwähnten edleren und milderen Züge doch wohl eine Erklärung finden, auch wenn wir Nlcht der Phan» tasie vollen freien Lauf lassen oder erst alles Mögliche erklügeln wollen. Als das Interessanteste derselben erscheint die Mittheilung des Lord Buxton. Er hatte auf einer großen Besitzung in England, in der Grafschaft K''nt. eine Anzahl der verschiedensten Papaqeien ins Freie aus-gchtzt, und fast alle diese Vögel hatten sich in dem dortigen milden Klima vortrefflich erhalten. Gerade aber dem nordamerikanischen Carolinasittich waren beide Beine erfroren, und als er dadurch zum Krüppel geworden, so dass er nur mühsam auf dem Boden sich bewegen und Nahrung aufnehmeil konnte, da ^ d>l sich seiner ein Rosacacadu, beschützte ihn H / anderen Papageien, fütterte ihn aus dem ^ ^ verpflegte ihn, als sei er sein Junges. .^el Im schönen Gegensah dazu steht das ^ell eines Löwen im zoologischen Garten. Z" ^H,'^' König der Wüste, der sich durch Wildheit a"»^ ^i>" wurde einst als Futterthier ein kleiner H^^l geworfen — und als das bedauernswerte. s^M Geschöpf sich vor Todesangst in eine ^^r ^ wurde es nicht bloß nicht gefressen, sondern '^F Zärtlichkeit vom Löwen überhäuft. Lange Ia"^ di!" man das Hündchen vergnügt und munter "r gewaltigen Genossen sehen. .^ftl Herade in der durch ihre furchtbare ^ ^F bekannten und berüchtigten Familie der Kap H^ wir übrigens vielfach derartige Beispiele v" ^ ° Als gar keine große Seltenheit mehr dim" ^M' ansehen, wenn die Hauskatze, welcher man t" ^„'!', ll raudt hat und selbst, falls dies nicht stc'y z ^ sich eines jungen Hasen. Kaninchens. Eichlal^,,, >>'' anderen Thieres, welches sie sonst sofort " ^ ^ ! fiesen würde, aufs liebevollste annimmt >" ^ sorgt wie ihre eigenen Jungen. ^,! Eifrige Erklärer, kaltherzige Aeurthc'ler M . uns dahin belehren wollen, dass ein '""»nd ü^ l^umnis einfach widernatürlich sei und a"''" has^ ^ nicht) zu bedeuten habe. Ich meine indessen ^ ^ doch gerade hier möglich sei, gleichsam '' ^ l^' gungen der Thierseele zu lesen und dann wahre Erklärung zu finden. ^aibacher Zeitung Nr. 188. 1553 13. August 1890. filling gemäß, auf dem Wege nach dem Seengebiet, "no zwar unter vieler Arbeit und Sorge für die seiner "lmng anvertraute Expedition. Als sein Ziel bezeichnete lll« n ^ Vicloria-Nyanza-Sees, an denen er ,2" Hit werde verweilen müssen. Das ganze südliche, l°nn '3° ""^ südwestliche Ufer dieses Sees fällt be-k...»!l ^°ch b" deutsch-englischen Abmachung in das "«"He Interessengebiet. Ff, T' (Vorsichtsmaßregeln gegen die N^^°') ^" Handelsminister hat die sicbentägige ""oacytung der aus allen spanischen Mittelmeer-Häfen .'.. "us de?l spanischen westlich Gibraltar bis znr ^Machen Grenze gelegenen Häfen kommenden Schisse deutlck7^?" Iuschneidesystem.) Die süd-ti°? ^elleldungsakademie zu Stuttgart — Interna-.^"" "erein zur technischen Hebung des Schneider, ab kl V ^" ^^zlich einen Congress in Stuttgart Heils n.,3?."! ."" ^"i ^ueS, gesetzlich geschütztes «Ein« dölli° .? ^"" vorgeführt wurde, da« sich auf Tbei?«? """"tischer Grundlage gründete und von allen schn?'".?" b" Congresses als die vollkommenste Zu. ^'noemethode der Gegenwart bezeichnet werden musste. len »ml^«""^"° Grausamkeit.) Die Rebel-Viarntt . " ^'^" T°gM gegen den Sultan von Act un l.^^"' ^"ben bei dieser Gelegenheit einen dttne»/« Grausamkeit verübt. Der Sohn des Gou- bänden ^°<" Vem'öemour ^,^ ^ Gefangener in ihre Nucke <3c ^" Gebellen schnitten nun dem Unglücklichen Nuaen ^!'^ ^ ^eibe, lochten dieselben vor seinen einene« c>, .^"°"»en ihn unter wilden Hohenrufen sein den Kl>lif ^ ä" essen. Hierauf schlugen sie ihrem Opfer Triun»! ? ""^ tl"a.en denselben auf einer Stange im "MM durch die Straßen. hercea^v ^^ ^ " snier in Wien.) Die zwei bosnisch. °M°m ^" Bataillone sind vorgestern mittags in Wien Neisterun ""^ "°" ^" Bevölkerung geradezu mit Ve-lchen n? °"pfangen worden. Viele Tausende von Men-die Na,.'? "" ^^ Südbahngebäude versammelt, welche °"klnim ^'" Einmarsch in die Stadt stürmisch ^richtel w-^ " ^ Kohlen werk.) Wie aus Karwin chischem ^'^' '^ i" der Nähr, und zwar auf österrei» ^« roord? ü( "" mächtige« Steinkohlenlager aufgefun-Gesellsch?' ^"selbe «st Eigenthum einer ausländifchen ^ontant^ . ^^ "" ben neuesten Fortschritten der W und ,.7"'l entsprechendes Bergwerk anzulegen gewillt genieure eü!s ^"^ ^" Vorarbeiten dazu bereits In> ^stet^^!" Gewittersturm) mit Hagel ver-^°. ebenl ^' ^"^" "^ten Umkreis der Stadt Pa-'lt ein b^^"" D"e der Provinz Mantua. Ueberall Eturz en ^. , ^" ^°^n zu verzeichnen. Durch den ^"rsachl ö"l" Bäume wurden mehrere Verwundungen l!"z ^iad^s.s^I'!^°> 'lt in der spanischen Pro-blNzen Ali. . ' erloschen, dauert jedoch in den Pro« ?°" Bal «7l ""b Valencia noch fort. Im Gefängnisse Men k«^ ' '" welchem sich 1500 Verurtheilte beglich v^,"c ^"° zwei Cholerafälle. von welchen einer ^ "^'»e», vor. l>s ol^^giftung durch Coca, n.) Im Atelier ^bchen ," zu Lille erlag am 11. d. M. ein junges ^"ss V/ Vergiftung durch Cocain, Welches ihm d«,z o^ung von Gefühllosigkeit bei einer Operation ^"zu«e!?n ^ eingespritzt worden war. Drei sofort 5^» »ene Aerzte konnten nur den Tob feststellen. ^r k>!nn^"d der Papagei sorgsam ernährt und in ." Küfi^ bestmöglich gepflegt, aber er sitzt einsam ?.Uentlich ^ s l°?^ was ihn in der freien Natur doch U" en3rb'? i', ^'^ ^'^e eines Gatten, muss er Megerin n? '„.^ "^ "enn es ihn nun drängt, der l verstM « '^ltsbeweise in einer Weise zn geben, 'liebevoll l,^" "^' ""d wenn sie ihn auch noch Lehmen,,^""belt. sle vermag dieselben weder an« .. Eo sV öu erwidern. ^bedllr.i?» "°ls° anderweit Befriedigung seines >n er Mn Herzens; er füttert seinen Nachbar. Silber M^?^^3.l°nn, aus dem Kröpf und ist s^ligt er sV'^ N" etwas größerer Freiheit be. scheren ,!n? '^!"lich mit Leidenschaft eines jeden 3^ezu ein M^/ ?edürftigen G"wss'''. ""d es ist ,^gel sein' ' ^")lthat W ihn. wenn er kränkliche a? bliebe erw ^c "^stverwandter Arten finden und ^ offenbar ^'.'" ^anu. Ein ähnlicher Z.lg ist es A" beweat' d«« ' "nsam im Käftq hausenden Lüweu ^tfene GesH^f"""'c ^'«ache. ihm zum Futter vor-^ ^i der Ä ^" schonen, d^'ch leil er 3"?""" °ber bedürfen wir doch b? 3alle. "H"''^"n Erklärung, denn selbst in U' 'lt «s WM >^ lie die eigenen Iuuqen behalten k^iessühlend .^<"' dass ihr Mutterherz - nnd V' auch "b u^d rührend liebreich zeigt' sich. ein lvH llemdm ^.! Thlerwelt! - sie dazu drängt. '" zu lasse« senden kleinen ihre Liebe zutheil Dr. Karl Ruß. — (Die Hitze in Slavonien. )Nm ersten Manövertage, zwischen Cssek und Kostla, blieben infolge Hitzschlage« zwei Mann todt und acht Mann erkrankten schwer. Dieselben wurden nach Essek transportiert. Die letzten Tage herrschte bort große Hitze, bis zu 30 Grad. — (Entdeckung einer Petroleumquelle.) Im Orte Mehadia wurde aus dem Gehöfte des dortigen Insassen Iuon Ienesan während eines Brunnenbaues eine überaus reichhaltige Petroleumquelle entdeckt, deren Ausbeutung ein Wiener Consortium zu übernehmen gedenkt. — (Ueberschwemmung in Indien.) In Indien ist der Ganges ausgetreten und hat das Land weithin überschwemmt. Viele Menschen sind ertrunken. Der Schaben ist ein bedeutender. Die Bewohner der umliegenden Dorsschaften, die sich auf Bäume geflüchtet hatten, blieben fünf Tage ohne Verbindung und ohne Nahrung. — (Den Oberst erschossen) hat bei den Manövern in Clermond'Ferrand ein Soldat des 92sten LinieN'InfanterieregimentS. Der Thäter konnte nicht entdeckt werden. — (Eine besondere Kunst.) Vater der Braut: «Sie wollen Künstler sein; können Sie denn mit Ihrer Kunst eine Frau ernähren?» — Bewerber: «Hm, das ist wieder eine Kunst für sich!» Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Das Geburtsfest Sr. Majestät des Kaisers) ist der Anlass zu warmempfundenen patrio« tischen Kundgebungen, welche heute in allen Theilen des Landes wie in der gesummten Monarchie stattfinden. Der Name Sr. Majestät des Kaisers, dessen ganze Regierung mit der regsten Sorge für das Wohl aller seiner Völker eng verknüpft ist. bildet das Palladium, um welches sich alle Stämme und Nationen des Reiches in gleicher Treue scharen. In dieser unerschütterlichen Hingebung für den Herrscher liegt auch das einigende Band, welches sämmtliche Volksstämme, Parteien und Confessionen der Monarchie zusammensasst und dieselben jederzeit bereit findet, freudig für das Reich einzustehen. So gelangen am Geburtstage des Kaiser« die Liebe und Verehrung der Völker für die glorreiche Dynastie, wie nicht minder das Machtbewusstsein der Monarchie zu gleich erhebendem Ausdrucke. — Aus Anlass des Allerhöchsten Geburts-feste« Sr. Majestät des Kaifers fand gestern abends ein großer militärischer Zapfenstreich mit Umzug durch die Gassen und Straßen der Stadt sowie heute morgens eine Tagreveille statt. Um 8 Uhr wurde im Rondeau der Lal> termannsallee eine Feldmesse abgehallen, welcher die ge« sammte hiesige Garnison anwohnte. — Pas krainische Mi-litär-Veteranencorps begieng gestern das Allerhöchste Ge-burtssest durch einen feierlichen Gottesdienst in der Sanct Iakobslircht', welchem das Corps in eoi-poro anwohnte. Nach dem Gottesdienste begaben sich die Veteranen in den Auer'schen Restaurationsgarten, wo die Corpslapelle concerlierte. Nachmittags versammelten sich die Veteranen auf der neuen Schirfzstätte, wo gleichfalls die Corpskapelle die Musik besorgle, Abends wurde rin bengalisches Feuer« werk abgebrannt, womit das schöne patriotische Fest seinen Abschluss fand. — (Nichtertheilung der Allerhöchsten Sanction.) Der in der verflossenen Lanbtagssession beschlossene Entwurf eines Gesetzes, betreffend eine neue Regelung der Bezüge der Volksschullehrer in Krain, hat die Allerhöchste Sanction nicht erlangt. Wie man uns mittheilt, waren nachstehende Erwägungen für die Ab-lehnung der Allerhöchsten Sanction entscheidend: E« enthält nämlich der tz 6 des Gesetzentwurfes eine Bestimmung, gegen welche sich Principielle Bedenken erheben. Es ist dies die Bestimmung, wornach die Zuerkennung der in dem citierten Paragraphe normierten Personal-zulage vom Landesschulrathe «im Einvernehmen mit dem Landesausschusse» ausgesprochen werden, sonach der Landesschulrath bei der gedachten Amtshandlung an die Zustimmung des Landesausschusses gebunden sein soll, was unzulässig erscheint. Die Personalzulage soll den Lehrern gebüren, wenn sie zehn Jahre lang an einer und derselben einclassigen Volksschule mit dem Iahresgehalte der vierten Classe zufriedenstellend gewirkt haben, es muss sonach bei der guerkennung der Zulage constatiert werden, ob die gedachte Dienstleistung zehn Jahre gedauert hat und weiters ausgesprochen werden, ob die Dienstleistung des Lehrers eine zufriedenstellende war. In beiden Richtungen können die Amtshandlungen nur in die Competenz der Schulbehörde fallen. Der Lanbesausschuss kommt zufolge seiner Competenz nicht in die Lage zu beurtheilen, ob diese Dienstleistung eines Vollsschul » Lehrers eine zufriedenstellende is», oder zu constalieren, wie lange ein Lehrer an einrr Schule fungiert; es kann deshalb bei der Zuerlennulig der fraglichen Personalzulage dem Landesausschusse ein mitentscheidender Einfluss nicht eingeräumt werden. Ferner ist auf die Bestimmung des 8 3 des Gesetzentwurfes, wonach die Landesschulbehörde die Systemi-sierung der Lehrstellen sowie die Classification, d. i. die Bestimmung der Gehaltsclassen derselben, gleichsalls «im Einvernehmen mit dem Landesausschusse» vorzunehmen hat, nicht ganz klar und bedarf einer präciferen Fassung, indem es zweifelhaft ist, was unter dem Ausdrucke «die Systemisierung der Lehrstellen» hier zu verstehen ist. Wenn sich die Systemisierung nur auf die Bestimmung der Gehaltsclassen erstrecken würbe, woraus der ganze Inhalt des § 3 hindeutet, so wäre dagegen, dass dieselbe vom Landesschulrathe im Einvernehmen mit dem Landesausschusie vorgenommen werbe, ein principielles Bedenken nicht vorhanden, da hiebei die Rücksicht auf die Veitragspsticht des Landes zu dem Schul-aufwande in den Vordergrund tritt und ein Iubicieren auf Grund positiver gesetzlicher Normen nicht plahgreift. Sollte dagegen unter dem Ausdrucke «Systemisierung der Lehrstellen» die Errichtung der Lehrstellen verstanden werden wollen, so müsste die Abhängigkeit des Landes-schulrathes bei den bezüglichen Amtshandlungen von der Zustimmung des Landesausschusses als unzulässig erklärt werden, denn wo und wann eine Lehrstelle an einer öffentlichen Volksschule zu errichten ist, wird durch die bestehenden Schulgesetze in positiver Weise geregelt, wornach die definitive Entscheidung nur den Schulbehörben zukommen kann. Bei der Wichtigkeit der angestrebten Gehaltsregulierung, welche die Besserung der materiellen Lage der Lehrerschaft bezweckt, ist wohl anzunehmen, dass die der Allerhöchsten Sanction entgegengestandenen Bedenken durch eine entsprechende Modification des Gesetz» entwurfes in der nächsten Landtagsfession behoben werben. — (Spende.) Der Herr Landespräsident Freiherr von Winller hat anlässlich des Allerhöchsten Geburtsfestes Sr. Majestät des Kaisers 100 fl. für die Armen in Laibach und je 25 fl. für das hiesige Elisabeth'Kindersvital, für das Knaben.Waisenhaus und für das unter der Leitung der Frau Gräfin Sofie Auersperg stehende Mädchen-Asyl gespendet. — (Aus der Laibacher Diöcese.) Die Pfarre Vresnitz wurde dem bisherigen Pfarrer zu Sanct Iobst bei Villichgraz, Herrn Anton Hocevar, verliehen. Uebersetzt wurden folgende Herren Kapläne, und zwar: Johann Nemanjiö von Fara bei Kostet nach St, Georgen unter dem Kumberg, Anton Bojanec von St. Georgen unter dem Kumberg nach St. Johann, Johann Nolta von St. Johann nach Ledine als Pfarradministrawr, Johann Lavrencic von Zirklach nach Krainburg, Valentin Bernik von Moräulsch nach Oberfeld als Lichtenberg'scher Beneficial, Johann Ambroz von Heil.-Kreuz bei Lanbstrah nach Moräutsch, Expositus Valentin Lavtar von Dorn bei Slavina nach Kropp, Matthäus Pinlar von St. Ru» precht nach Dorn als Expositus, Franz Kosir von Sanct Peter bei Rudolsswert nach St. Canlian bei Dobrava, Johann Hromec von Franzdorf nach Unterlog als Pfarradministrator, Anton Tramti von Dobropolje nach Sanct Peter bei Slavina als Expositu«, Johann Strnao von Koschana nach Vabenfeld als Pfarradministrator, Ludwig Ienlo von Dorneg bei Illyrisch.Feistritz nach Koschana, Franz Krel von Zirlnih nach Zirllach, Johann Hlabnil von Billichgraz nach Iirknih, Vincenz Vibergar von Unteridria nach Billichgraz, Jakob Lebar von Weißen-stein nach Unteridria, Johann Pavlic von Mottling nach Weißenstein, Johann Hudovernil von Preher nach Watsch als Ißenhaus'scher Beneficial, Valentin Erzen von Rad-mannsborf nach St. Peter in Laibach und Rochus Mer» cun von Neumarltl nach St. Jakob in Laibach. Neu angestellt wurden die Herren: Anton HinkaM in Fara bei Kostel. Franz Birel in Gottschee, Wenzel Vondräiel in Heil-Kreuz bei Landstrah, Johann Oisla in St. Ruprecht. Ludwig Schiffrer in Franzdorf, Johann Zalrajiel in Mottling, Franz Ferjancic in Dorneg bei Illyrisch-Feistritz, Johann Vartelme in Preßer, Josef Wrus in Neumarktl und Franz Rajcevic in Bresoweh. Herr Andreas Plrcnik, bisher Kaplan in Gottschee, ist in die Gesellschaft Jesu eingetreten. — (Aus Gottschee) schreibt man uns: Seine Excellenz der Herr Fürstbischof Dr. I. Missia beehrte am 9. August auch Goltschee durch einige Stunden mit seiner Anwesenheit. In allen Gottscheer Ortschaften war der Empfang ein festlicher; selbst die kleinsten Dörfer, durch die der Kirchenfürst fuhr. hatten die Häuser an der Straße mit Fahnen und üaubgewinden behängt und Ehrenpforten errichtet. An der Grenze der Stabtgemeinde, bei Grasenfeld, empfieng vor einem reich geschmückten Triumphbogen den Herrn Fürstbischof die gesammte Ge-meindeverlretung der Stadt Gottschee. Herr Bürgermeister Loy hielt eine Ansprache, die Ss. Excellenz mit herz. lichen Worten erwiderte. Nach einem beim Herrn Bezirls-hauptmann Dr. von Thomann eingenommenen Mahle reiste der Herr Fürstbischof gegen 9 Uhr abends zunächst nach Mitterdorf, wo er ebenfalls bei einer Ehrenpforte erwartet wurde, die — mit Lampions beleuchtet — be, Nacht einen prächtigen Anblick bot. Nach kurzem Auf-enthalte wurde hierauf die Reife nach Niederdorf fortgesetzt. — Am 14. August sand im hiesigen Kindergarten die jährliche Schlussfeier statt. Die Kleinen machten ihre Sachen überraschend gut; es war eine Freude, ihre Spiele, Vorträge, die unbefangenen frischen Antworten zu verfolgen. Die Kindergärtnerin Fräulein Louise Hohn zeigte sich ihrer schwierigen Ausgabe vollkommen gewachsen, ihre Leistungen verdienen uneingeschränktes Lob und volle Anerkennung. Zum Schluss hielt der Schöpser und un-ermüdliche Förderer des Kindergartens Herr Dr. H, Lin- Laibacher Zeitung Nr. 188. 3154 18. August 1890. hart eine Ansprache worin er unter Hinweis auf die erfreulichen Erfolge, Wesen und Ziele des Kindergartens erklärte und die Hoffnung aussprach, derselbe werde stets mehr und mehr die gebiirende Würdigung finden. Der Kindergarten hat sich in der lurzen Zeit seines Bestandes als wirtliche Nothwendigkeit erwiesen, und es wäre tief zn beklagen, wenn er aus Mangel an Theilnahme aufgelassen werden müsste. — (Militärisches.) Aus Anlas« des Aller« höchsten Geburtsfestes Sr. Majestät des Kaisers wurden in den heimischen Truppenlörpern zu Lieutenants (mit dem Range vom 1. September 1890) ernannt, und zwar aus der Militär»Akademie in Wiener-Neustadt: Emil Watt eck Edler von Hermannshort beim Feld-jiiger.Vataillon Nr. 26, Karl Vienert beim Infan« lerie Regimente Nr. 97 und Ottolar Keil beim Feldjäger« Bataillone Nr. 20; aus der technischen Militär-Akademie in Wien: Josef Pfeifer beim Festungsartillerie' Vataillone Nr. 11 in Pola, Alfred Filz Edler von Reiterdanl, Moriz Ritter von Vruckn er und Johann Graf von Nlome, sämmtlich beim Eorpsartillerie« Regimente Erzherzog Wilhelm Nr. 3. — (Für die Laibacher Armen.) Der Privatier Herr Ignaz Traun aus Laibach hat aus Anlass der Feier des Allerhöchsten GeburtSfestes dem Stadt, magistrate den Betrag von 10 st. zur Vertheilung unter die ärmsten Stadtbewohner übergeben. Diese hochherzige Spende wurde heute seiner Widmung zugeführt. — (Gauturnfest in Klagenfurt.) Man berichtet uns: Das fünfte Gauturnfest des südösterreichi-schen Turngaues findet in den Tagen des 7. und 8. Sep» tember in Klagenfurt statt, und wird sowohl von der Stadtvertretung als auch vom dortigen Turnvereine alles aufgeboten, um den Turnern diese Festtage recht angenehm zu gestalten. Nach der Festordnung findet am 6. Zep< tember ein Vegrühungsabend im Gartensaale «Sand» Wirt», am 7. früh 8 Uhr das Wetturnen auf dem Fest-plahe (städtische Schießhalle), dann um 2 Uhr nachmit. tags der Festzug statt, welchem um 3 Uhr das Gemein-und Musterriegen'Turnen folgen wird. Den ersten Festtag wird der Festabend im Gartensaale «Sandwirt» be» schließen. Der zweite Tag soll vormittags eine gesellige Zusammenkunft im Schweizerhause auf dem Kreuzberg und nachmittags einen Ausflug nach Loretto am Würther» See bieten. Nach den bisher bekannten Anmeldungen wird die Betheiligung eine sehr starke werden und unter anderen auch der Laibacher deutsche Turnverein mit einer Musterriege und mehreren Wetturnern durch eine Fahnenabordnung von mehr als 20 Mann vertreten sein. Nähere Auskünfte bezüglich des Festes ertheilt der Spar-caffebeamte Herr Alois Dzimsli, welcher noch in den nächsten Tagen Anmeldungen von Theilnehmern entgegen» nimmt. — (Bürgerschule in Gurlfeld.) Wie wir dem neunten Jahresberichte der Knaben«Vürgerschule mit landwirtschaftlicher Richtung in Gurkfeld entnehmen, wurde diese Lehranstalt im abgelaufenen Schuljahre von 71 Schülern besucht, und zwar zählte die erste Classe 33, die zweite 27 und dle dritte Classe 11 Schüler. Ein Zeugnis der ersten Fortgangsclasse mit Vorzug erhielten fünf Schüler. Der Lehrkörper zählte vier Mitglieder, und zwar die Herren: Johann Lap a jne (Director), IosefVezlaj und Dr. Thomas Romih; als Religionslehrer fungierte Herr Johann Knaus. Das Schuljahr wurde am 31sten August mit einer feierlichen Schulmesse geschlossen. Zwölf Schüler der Anstalt waren im Genusse der Martin Hotschevar'schen Stiftendien im Betrage von je 91 Gulden. Der Jahresbericht ist durch einen instructive« Aufsah des Herrn Dr. Romih über das Wechselwesen eingeleitet. Das nächste Schuljahr beginnt am 1. October. — (Die Sterblichkeit in Oesterreich.) Die Nevölkerungsverhältnisse waren in Oesterreich im ver« gangenen Jahre, wie den Gerichten der statistischen Cen« tralcommission zu entnehmen ist, günstige. Insbesondere War die Sterblichkeit eine so geringe, wie fie seit zehn Jahren nicht gewesen ist. Die Zahl der Sterbefälle be« trug nämlich 646.787, das ist um 39.786 oder 5 79 Procent weniger als im Vorjahre. Eine so geringe Sterblichkeit haben nur wenige Staaten von Europa aufzuwei» sen. Anderseits hat die Zahl der Geburten zugenommen. — (Aus Görz) wird unterm Vorgestrigen be« richtet: Graf Alfred Eoronini wurde Donnerstag auf freien Fuß gest hl. — (ToddurchUmstürzeneinesWagens.) Nm 12. August um 7 Uhr abends fuhr der 60jährige Orundbesiher Anton Iurcza von Vukovje, Bezirk Adelsberg, mit einem mit zwei Ochfen befpannten und mit Getreide beladenen Wagen von seinem Acker nach Hause. Während der Fahrt stürzte der Wagen um und fiel derart unglücklich auf den neben demfelben gehenden Anton Iurcza, dass dieser sofort todt liegen blieb. — (Blitzschlag.) Donnerstag nachts schlug drr Vlitz m die zum Pfarrhofe in Flödnig gehörige Preschtenne ein und zündete. Das Feuer griff rasch um sich und äscherte die Dreschtenne sowie ein anstoßendes Wirt-^chastsgebüude mitsammt den Getreide- und Heuvorräthen, ^l.""»^"?" ""d Wirtschastsgeräthen ein. Der Schade ch bedeutend Die abgebrannten Objecte waren verychett. — (Aus Krapina-Töplitz) schreibt man, dass der Kriegsminister FZM. Baron Bauer nach erfolgreich vollendeter Badecur mit seiner Gemahlin von dort nach Wien abgereist ist. — (Auffindung eines Le ichn a ms.)Nächst Gurkfeld wurde am vergangenen Mittwoch auf der in der Save angebrachten Scarpe der Leichnam des am 7.d.M. beim Baden ertrunkenen 9jährigen Besitzerssohnes Josef Sim on isek von Haselbach aufgefunden und auf dem dortigen Friedhofe beerdigt. — (Der Fürst von Monaco) ist zu längerem Aufenthalte in Gmünd in Kärnten angekommen, um als Gast des Grafen Lodron die Gemsjagden im Gößgraben mitzumachen. — (AuflösungeinesVereinesinTriest.) Die Generalversammlung der «8aein. p. Aunst und Aiteratur. — (Haus Habsburg. Loth ringen. Verlag von Gavro Grünhut in Wien.) Unter diefem Titel ist im Selbst. Verlage des Verfassers ein Prachtwerl erschienen, welches sammt' liche Mitglieder des kaiserlichen Hauses im Bilde und mit den genauen biographische» Daten enthält. Was den lünstlerischc» Wert des Bandes betrifft, so lässt sich über denselben nur das beste sagen. Die Illustrationen sind wahrhaft prachtvoll und so naturgetreu, wie wir solche noch selten gesehen haben. Dass das Buch einem dringenden Bedürfnisse abhilft, ist bekannt, denn es existiert bis heute noch lein Werk, daS die Bildnisse und Biographien sämmtlicher Mitglieder deS österreichischen Kaiserhauses in einem einheitlichen Bande in sich begriffen hätte. Wir sind der festen Ueberzeugung, dass Grünhuts Werk in allen Kreisen die lebhafteste Anerkennung, den größten Beifall ftnd" wird. Dcr Band wird jeder Bibliothek, aber auch jedem Vucy" schrank der kleineren Familie zur Ziede gereichen. <,, — («Unsere Lieder..) Musikalischer Hausschatz. " arbeitet von Franz Abt. Vincenz Lachner und Ludwiss "^ Vollständig in 24 Lieferungen zu 75 Pf. Lahr. Moriz Scha«« bürg. Siebente Lieferung. Das Werk ist jetzt bis zur sicbenm Lieferung und damit zum Anfange des zweiten Bandes vo geschritten. Alle Vorzüge, die wir der reichhaltigsten und vo^ kommensten aller derartigen Liedcrsammlungen wiederholt na^ gerühmt haben: sorgsame Auswahl der einzelnen Stuo, correcte und fehlerfreie Wiedergabe der Compositionen und ° Textes, die dazu gesetzte leichte Clavierbegleitung «. ?c.< «n^ sich auch in dem neueste» Hefte bemerkbar; unsere bel'ebM^ classischen Componisten: Weber. Beethoven, Kreuher, Mi«"" Mendelssohn, wechseln mit nicht minder beliebten models wie: Braun, Vincenz Lachner. Silcher ?c,, in schöner l^^ge °' und ebenso ist das Volkslied wieder mit einigen seiner duM Blüten vertreten. Die Lieder sind. wie wir noch h"v^"^ für eine mittlere Singstimme geseht und mit leichter C'?"' begleitung versehen, welche auch von weniger geübten ^t' wiedergegeben werden kann. Möchten sich alle Vereine "N? " milien, in denen gesungen und musiciert wird, «Unsere "t" angelegentlich empfohlen sein lassen.___________ Angekommene Fremde. Am 14. August. , „nb Hotel Stadt Wien. Hand, Goldschmidt. Mendel. OplaM " Deutsch, Wien. — Hussein, Veg Ccric und Zain Hat>1> " neric, Novi. — Stabler, Lehrer, München. — Varon ^" ^ rini und Graf Montecucculi, Graz. — Vamolo, ""'^ Frauheim. — Ploj sammt Familie, Scisenberg. — ls" «n„, Krainburg. — Kohn, Kausm., Linz. — Perne. R!ch<". A, zega. — Baron Sommaruga Görz. — Klein sammt st°" Abbazia. — Mikolasch, Getreidehändler. Sissel. -- "°" Oberpostsecretär, Kannstadt. g^i,. Hotel Elefant. Grader. Kaufmann, und Prcyer. Reisender," ^ — Vioante sammt Frau, Machling und Paolina, ^"/!, ^O^ Weizen pr. Heltolit. ß!18 li>69!Butter pr. Kilo. « "z ^ Korn » 4 22 4,29 Eier pr. Stück . . " a^^ Gerste . .^74 :;M Milch pr. Liter. - ^ .q ^< hcser . 2 92 2,83 Rindfleisch pr. Kilo ^ A ^ Halbfruch» » -------« — Kalbfleisch ' „g^ Heiden » 4 8? 5 Kl Schweinefleisch » ^a^ Hirse ' 4 71 4 41 Schöpsenfleisch » ^A^ Kukuruz » 5 4 5 4 Hähndel pr. Stück ^ 71 ^ Erdäpfel 100 Kilo 197-------Tauben » ^5^ Linsen pr. Heltolit 10-----------Heu pr. M.-Ctr. . sU^ Erbsen » 9-----------Stroh » . - ^ Fisolen », 9-----------Holz, hartes, pr. .>g^ RindSschmalz Kilo _ 90------- Klafter ^A^ Schweineschmalz» —70-------—weiches, » ^.2^ Tpeck, frisch, » - 66-------Wein,roth.,100l!it. ^ ^. Z^ — geräuchert « — ?0-------— weiher, » Metcorologische Beobachtunaen in^aib^ 3 !Z^ ZZ U A --A Is3 3G null««., bßß ^ 6Z Z^____^^^< " 7 u Mg7 740 Z "18 0' W. schwäH" ' bewöM 0.5» 16.2. N. 738-3 25 4 windstill schwach v" ^ 9 . Nb. 738 2 20 0 NO. sch'vach____,^5^^^, 7U.Mg. 739 0, 16-4 windstill Neb^l y 0" 17 2 . N. 737 5 28 8 O. mäßig h^t" 9.A. 736-8 202 W. schwach >te. « Am 16. August vormittags wechselnde Bew^-^ 1^ mittags nach 2 Uhr ganz heiter. Sternenhelle Nacht- ^^c ^ August Morgennebel nach «Uhr verschwindend. ^"^ Dasselbe ist aus U""^ in Pulverform erzeugt, erfordert nur reines "!"".ll ely"^ nmliges Aufkochen, um stets eine gleiche Nah"»«» ". dü« die Kinder nehmen es gerne und gedeihen dabe> ^ Broschüre auf Verlangen gratis und frl""A<,dt, ^M'' Central.Depot: F. Berlyak. Wien, f/lMa"Z gasse 1. - Depots in allen Apotheken der östercelly'^^ Monarchie. ^ ^llibachcr Zeitung Str. 188. 1555 18. August 1890. Course an der Wiener Börse vom 16. Angnst 1890. «°« ^ °m^en «°ur«bl°«e Ecld War, Etllllts-Vnlehen. 'H^«'^ Rente w Noten 88 30 p«-z0 ^enerr.nolenrmt«, steucrsre« , ,01 20 ,0, 4l> ^"°»tie»le «istnbllhn. y/ ">°P°Pisr«ntV5<'/' ' ' ' ",eb«>l85 Geld Ware Grundentl.-Obliylltwntn (für ,00 fi, «M.), 5"/n gallzische...... ,l>4 — l<>4 50 ö°/^ mährische...... 1l»9'k<> —'— b"/, Klllln und Küstenland , , ^. _ — — V/^ nildelüslerreichische . . . b"/» Nebenbüraüche .... ^.1. —--> ^°/„ Tcmeser «ana» , . . . ^,., ^..^. b"/„ uiigalisllis...... gß zy 89 <«! Andere öffentl. Anlehen. Tl>na»-Neg,'l!ose b"/^ zoo fi. . ,22 — 12» «0 dlo, «nleihe ,«78 . . ,05 5<, ,c»«Lf> «nlehcn bei Gtadt Gör, . . ,,, . _.._ Anleh»! d. Stadlaemeindt Wien ,95,-5,, »on s,<> Prüm.'Nnl. d. Ltabtgem, Men ,^ ,^ ,..,, ^ lUöiselwan-NnIehen verl»». K°/„ «,z, ^ l00 — «lllndliriele (für l<»' fl.), Vodtnrr. all«, «ft. 4«/„«, , . ,,4.. „5 „ bt°' ' ^'°'°' ' ' '<"'-'""> bt°.'Piüm.'^chuldv«s«r.'»°^ ^'^ ^'.^ cest, Hhpothelenbanl lttj. 5l»°/, ,0,9h __._, Oesl.-una. «anl Verl. 4'/,°/» . ,<„ «o «», X" ^!l" ^ ' ^° - - loo zcnn s,^ de f,<» Priorltäts-Obligationen (für 1«« si,), flerdlnanbo tliordbah» «» ss. l3. 4'/."/« . »9 50 98 8<1 »rld Warr Oesterr, ^.'ordwestdahn , , . ,s»? 2« ,o? 8" 3»aat?l>ahn......«Nl — »8> 75, Tübbab,! t^ »",„ , , , , ,49>— 15c, 7i> » ' ., ^"" ,l8 - fl. - <2ü 5!» — — Laachrr Prüm,-«nleh, »U ft. 8l »0 2» 4« Olcurr Lose 4« st..... 57 ,z z»,.. ^olA «°le 4<1 fi...... 57,5,. 5«,^ Rothen Kreuz. «st. «,,, v. l« » ,9'7li 20 - NubulphLose l0 st..... z,,.^ 2, ^ Naw-Lose 40 fi...... gN5„ ß, iis, Lt.'Venoil'llole 4« ,'. , , , gz _ «z^,, Wuldstsiü'üole 20 st. , , ,850 89 50 WlndNch'GrätzLose z»> st . , "... A" «ew,'Nch, d,»"/»Plüm,.Vchulb. versch d. «°bencreb«tanN»lt , «7 — »9 — «an!. Altien (per Vtüll», Änglo'Ocjt, Ällül WU ft, «>»"/„ lt, ,«2 50 ,«» — Ud,.cl,'«»st, «st. W<, fl. E. 40°/, »4!^ ._ °4? I. «"^^"^ '^"'^ "^ "'""" "''- "" "' st, 5,W st. ^._ 595 ^.. Hire- !,,, . . »32 — 232 3N Olslerr.llngar, Nanl 600 st. , S80- - 982' Unimibnn! 200 fl......»41'75 24«L5 Verlehribanl, «llg. »40 fi, , , «6l — ,«2 - Nctien von Transport» Unternehmungen. lper Vtüll), «lllirecht'Valin »>«» fi. Tilber . 79 _ «„ ^ Mlvldssiuman, Vahn2»Ust. O. 202 — Ä!»»L!> Äbhm. Norbbah» l5l) st.. . , ^,7 7z „8 «ü . «iestbllhn 200 fl,. , z«<. —,»7- Vuschttehrader !t «es.. Oesterr. 500 fl. «Vl. . . . ,70 ,. ,7,.^ Draü'lil. M.'Db. Z,) 200 fl, 3, ._____. _ Dul'Vobenb, . lOOO ft.TVl ,77., ,7^0 »al.Tail-iiudw.-«. 200 fl. «M «oo^n «<»< -Lcmb. ° lzeino».. Jas,,. «lsen. " " bahn.Vesellsch. 200 fi. E. . 2^,9 zy „,^.hy Llo>,b,«ft..lM«.,Xritftü00st. 75 Lüb ^l>rdt>.«elb,-«.2<>0ft,!l^l, ,7».75 ,74 7» Illlmway «rI.,Wr.,l7Ufl.ü. W «,, ^ ,°, _ . «eue Wr,, Priorität«- , «ctien l00 st......97 ^ UN — Unz.'gali^. E!l>Il,3 ,«« .>.,» lflg — InduNrieActien sver Ztllll). ^Nauliel., All». Orst. fl. . »«-— ,tz__ «aybier «tilen» unb Btahl'Ind. in Wien ,0!» N...... 8V - 84 — Vilenbahnw Ueihg, erste, W> ll. »»< 50 9«.. '«lbemilbl». Hjapicrf. u. «. H. ^4- 5 z ._ ^iestnger Vrauerei U><> N. . . 9^ 75 9g,z Montan°Ge!ell., öfterr,-alpine 99 ^ 99 >»», Praaer ltilen Inb.Ves. 200 fl. 4l»!b'»l?'b0 Valao-Iarj, Gteintohlen »0 fi. 45,,. ^ 44^ -_ «BchlbzlmM», Hjaoierf. «<>u >l. «93 — l »5 — <<3tel,rermal,l»,Paoierf,>l.«'b ,295s» l3 Iriiailer »°HIenw,.»es. ?l» fl. . ,4« — ,«> — N»Nenf..«.,0t!l.><» »«fi......... 8« - l,». Vr. Vaugesellschllft l»o fl. . ?«- ^ 77. . i»len»ll»«»«Zienel»>llct!tn «es. ,»i 75 ,«« - Devtsen. Deutsche vlüve . z« ^ zg,h Uondon........ «l4 » lli — Äaluten. Ducaten........ z-4S »48 20«Frll!lc«-Ktü«lc..... 9 0«, Sll» Deutsche Ueich»banlnnt,,l «l >'?» 58 »«, 4j»p!tl-,'«>lbel...... !,?„, ,-Z»,, ,1ll»l i!,> 4^-85^ 45«, Circus Hubert Cooke. Heute Montag den 18. August grosse Fest-Vorstellung anlässlich des Geburtsfestes Sr. k. u. k. Apostol. Majestät Kaiser Franz Josef I. zu«^dlG8er.V,?r"tellunK wer«*en In einem eigen» ?Kn5iV\?UtÄ auaserat reichhaltigen Programme «ammtliohe Künstler-Speoialitäten auftreten. TfTO »ie Preise der Platz« werden «nnätwigt: ___*N **¦ H- Plat« 5O kr., Uallcrie 25 kr. Qesucht wird eine |p Mparanii terrichS ^ehJhetählgungs^eugnisse zum Un-Zllr IV w Knaben am Lande für die I. bis ^istrnt;0^. se- Näheres in der Ad-__^ation dieser Zeitung. (3477) 4-1 u Kostknaben Aftfraffl Cm iJause werden aufgenommen. P°ste rPl.?ier Ghiffre P.Q. 0Ö9, Domžale ~-~__^^^ (3478) 3-1 Bin Clavier (Streiclxer) i«t um 180 fl. (3476) 3—1 Auef.!? v«*kanseii -O8r5ergplatz Nr. 4, III. Stook. Hmortisations-Edict. ^'bach'wi^ s^dt.-beleg. Bezirksgerichte rem <^» bekannt gemacht, dass Lo-"simm?°" °"s Iavor um die Amor-l°teu G...Vtehender, an seinen Reali-17? ^""dduchs^Einlage Nrn. 17« und haftenden c>^""st"lgemeinde Dobrunje ^ d r^"""als.-«u« drm l55 " ^"gorc geb. Gerjol 1829 ve,- isV.^^ "°m 21. Jänner . d)^z^si EM.s.A.nnd b" Mar . ^?> ^ ""d Matthäus sowie aorc m « ' .banana und Elisabeth Gre-^- Ott«der /u.o "^lsabhandlung ^m 52'/ t, " ^'^9, Z. 5464. ü per 72 ft. alle d . °' ^sncht hat. Demnach werden ?'N'Nq N?'.^"che auf obige For-diese bis ^' erheben, aufgefordert. N!? °"sun.rlden. ^"b°ch am 28. Mai 1890 (3344) 3—2 Nr. 5908. Amortisierung. Vom k. k. Landesgerichte in Laibach ist Über Ansuchen der krainischen Spar. casse in Laibach, vereint mit Maria Kapouc von Visoko Nr. 20 im Bezirke Krainbnrg hinsichtlich des angeblich dieser gestohlenen Sparcasse.Einlage.Blichels Nr.' 169 443 per 300 ft. in die Ausfertigung eines Amortisations - Cdictes gewilligt worden. Es wird daher allen jenen, denen daran gelegen sein mag, erinnert, dass das vorgedachte Einlage.Viichel nach Verlauf von sechs Monaten, wenn indessen niemand hierauf hierorts einen Anspruch gestellt, noch es bei der Sparcafse eingebracht und dasselbe realisiert hätte, für amortisiert erklärt wer. den würde. Laibach am 2. August 1890. (2871) 3^2 Št. 3968~ Oklic. Vsled prošnje Štefana Olonièarja dovoljuje se od podpisanega sodisèa izvršilna prodaja sodno na 1229 gold, cenjenega nepremakljivcga pose.st.va Damijana Ocepka iz Cttrknice vložna Stev. 279 zemljiske knjigo kala.slralne obèine Cerknica po predloženih po-gojih, ter se zanjo odredila dva röku, in sieer prvi na dan 4. s e p i e in b r a in drugi na dan 4. oktobra 1890. 1., vsakikrat. ob 11. uri dopoludne pri lein Hodiäöi h pristavkom, da se bode to posestvo pri prvem röku saino za ali nad cenjeno vrednostjo, pri drugem pa tudi pod njo oddalo. Pogoji in izpisek iz zemljiftke knjige ostanejo pri sodiSèi na upogled. C. kr. okrajno sodišèe v Logalci dne 11. junija 1890. ll23 V0s2üglicli8to gegen alle ln5ecton wirll mit geradezu frappierender kiaft und rotiel daS vorhandene Ungeziefer schnell unb sicher derart aus, dass gar leine Spur mehr davon übrig bleibt. ES vernichtet total die Wanzen und Flöhe. Gh reinigt die ttkchen gründlich von der Vchwabenbrnt. Vs beseitigt sofort jeden Mottenfraß. Vs befreit anfs schnellste von den Fliegen. Gs schützt nnsere 2»n»tk1sr« und Pflanzen vor allem Ungeziefer und den daraus folgenden Vrlranlungen. Vs bewirkt die vollkommene Säuberung von Kopfläusen :c. DM- Man achte genau: Was in losem Papier ausgewogen wird, ist niemals eine Zacherl^Specialität. -WH Nur in Originalflafchen echt unb billig zu beziehen vom Haupi'Depüt ^. 2ttolier1, Wien, I., OoldschmiedMe 2. Knibnch: Vlbtlsbcra: Wschussack: sslanzdliis: l«o«schrc: («ruftlaschju: Gurtfeld: «id. Mahr. I. Pcldan. Mich. ssaftncr. Ioh. z>uckN!llNN, Vlctoi Cchissc». Pct« l'asmil, H, V. Wcnrcl. Schxhniy