V», ^Vtarburg-r Seituna" erscheint jeden Sonntag. Mittwoch und Freitag. Preise - fttr M»rb«rg: aannSbria S « balbiäbria S « 7 «l sa kr-....... 'N. öa... monatlich 10 kr. - mi. Poftvers-ndun'i.. ßm.,jährig'8 fl.. HÄbjäheig 4 Nttramontan-partamentarifch! Marburg, l4. Februar. Die neue Rrgierung bezkichtiet sich als eine vtrsafsungstrcue — daS Hecht: sie steht auf dem Boden der Gersaffung und mU oie Aenderungen dtlskidtn, die ihr nölhig scheinen, nur aus dem von der Verfassung brstlmmtrn Wege durchschien. Die neue Regierung ist also konstitutionell! Ultramontan und konstitutionell! — daS haben die Berfafsunjissreunde wohl nie geahnt -- jene Treutv, deien Liebe nur in Worten, nicht aber in Thaten sich geoffenbart! Ultramontan'tonslitutioktlü daSijt viel, aber noch lange nicht Alles — ist uoH immer nicht, was uns berechtigt zu 0em Ause: es glbl doch n^ch etivaS Neues unter der österreichischen Sonne. Und diescs Neue wird nicht mehr und nicht w»n^er sein, als eine ultramontan-parlamentarische Nehrung, ein Ministerium dieser Partei auS der Mkhrliett des Abgeordnetenhauses zwar nicht des jetzigen, aber doch eines Abtjeordnete.ihauses. welches ouk Trund der qoch geltenden Ord< uung getvahlt wordtn. U« Zl). Kebruar versammelt vrr Ueichsealh sich Wied,?. Di,s Herrenhaus wird der Kegie« r«»g keinen Widerstand leisten, es wird nlcht kwmal den Versuch wagen. Aber stlbft im Hause der AbgeordutttN wird eS zum Eturmr nicht k«A«e«: die Mltglitd r haben bis aus seltene Ausnahmen gar nicht die Kraft, zu stür« Gtn — sonst hätten sie dieselbe zu Gunsten der Fttcheit verwerthet. 3m Hause der Abgeordne-ttn'wird es nichts geben, als einigcn Lärm ---gfsghe jo viel, als zu dem Entschlüsse genügt, sich die UnbrqU'M'N vom Halse zn schaffen. Dieses Larms überdrüßig. wird die tieue Regierung ein Mitt,l benutzen. wUches ihre j-tzigen Oegmr.als sie noch im Besitze der Macht waren und das Recht machten, aus der Berfassulig nicht zesirichen — die Rtgieruttg wird das Abtjeordnetenhaus auflösrn und Neuwahlen ausschreiben. Bersassung und Gesetz sichern dcr jedesmaligen Afgieruna Oestentln,? Wqklen ein i<» fruchtbares gelb der Sinstu»naitMe.doß ei..e hath,yeg MiigeH.ttd nicht vergebens nacb der Siegespalme greift. Eeben ivlr gänzlich ab bo^t l>erfl P rh^llten der Tschechen, so zeigt schon zin Bl.cs aus die übrigen Lander, ivclche Hoffnung die Uitramontqqeq dürfen. Diese Partei hat bei den lej^ten W.lhlen ihre Stürfe kennen geleritt: die Zahl ihrer Anhänger ist seitdem un!)erechrttbar grstiegen — »vie Pilze schießen die katholisch-konservaiiven Berclne aus der Masse hervor — die sireiige Parteizucht, die RücksichtSlosigkelk, die raftloje Ätiieit. dre reichlichen Mittel... zn welchemlKrsolge bercchiitjt dirs AUcs.wenn die Regierung ritie solche Partu nicht riwa blos slei gcwähr.n liißt — «ein! — für sie kämpft mit jeder Waffe, die Berfassung. Gc setze und Zieroronungen thr iiieten. Ultiamvit-tan'parlameninrtsch! Auch diestr LeidellStrlch soll uns gereicht werden — »)olt und iiiiter! Reichsralh und Regietung ultramontan! und die Oesterreichs u'trden Gott. d. i. die Aserheit erktnnen. Im Geschichte »es Hage». Ungarn ist nun gbichsallS mit einigen neuen Ministern beglückt wdrden und verdient unsere Aufmerksamkeit vor Allem der Minister für Kultus und öffentlichen Unterricht: Prof. Pauler, auch in Graz wohlbekannt >nd eine Hauptstütze der klerikalen Partei, wird jetzt für Ungarns kirch. lich-r,liglöse Entivicklung und wissenschaftliche Bil» dtlng sorgen. Der Ministerpräsident hat durch s'ine Gegenzeichnung die Verantwortung für diese Regierungshandlung übernommen. Der felne und freisinnige Graf Julius Andraffy! Glaubt er viel-leitt. dadurch seine erschütterte Stellung zu be. festil^cn? Eitler Wahnl 3n den heiligen Hallen dkl ultramontanen Partei kennt man die Schiväche nicht. Jiretschek hüben nnd Pauler drüben —-das ist die Gleichberechtigung Oesterreichs und Ungarns. Die Wableu in grün kr eich beweisen, daß zivei große P^irteien einander schroff gegenüberstehen — die konservativ-monarchische und die R-publikaner. Favre und Gambetta sind ge. ivählt; die Friedens» und die Kriegspartet werden somit auch in der Nationalversammlung ihrer tüchtigsten Führer nicht entbehren und dürften der Enychetdnng heiße parlamentarische Kämpfe vorauSg' hen. — Die Elsäßer haben bekanntlich in republikanischem Siune getvält. Nach einer Sr-klärung der amtlichen „Straßburger Zeitung" bleibt die Wiedervereinigung von Elsaß Lothringen mit Deutschland ganz unabhängig vom Ausgapg der Wahlen. Dieses Blatt warnt vor „Illusionen" und schließt; „Die Nichtannahme der deutsche» Ariedensbedingungen seitens der französischen Na-tioit^Uversammlung ist gleichbedeutend mit der gortsktzung deS KrietieS. Deutschland hat die Äk-rusun^ dieser Versammlung nicht deßhiib ermöglicht, um mit sich feilschen zu lassen, sondern um von einer regelmäßigen Vertretung de» bk-siegten Landes das definitiv.' Zugeständniß der Forderungen zu erhalten, die es zn sein r Sicherung gegen küllstitle französlsche Altgrtfje schon vor Monaten »tfgestellt hat. Deutschland wüiischt den griedti», qhss et wird den Krieg „bis zur Sr-schöpfung^' Frantr«ichS fortführen, wenn die Ver« sammlung von VordeauL der unverbesserlichen Perblendt^itg der Kriegspartei verfallen sollie. die thr Vaterland schon jetzt an den Rand des Ruins gebracht hat." Vermischte Nachrichten. (S ch u i iv e s e n.) Die Gemeinde Wieit bi^ingl in der neuestcn Aeit für dt»S Schulwesen Opfer, ivie sich ivuiige GMünden der Welt iN gleicher Weise rühmen könneti. So betragen für d.'S Jaljr 1871 dir Kosten für die.Mittelschulen 212.980 fl.. für die Bolt-jchulen 783.970 fl, sür die Tnrnschuleti 27.000 fl., sür die Lehrer« b'ldungSanstnllcn und für gewtri)llche Fortbildungsschulen 19.860 fl.. daher zusammen 1,043.810 Vitl^'^en. Hiezu kommen noch die Auslagen: sür den S^au einer Schttle vor der Fivoritenlinie mil 37.000 fl. unter den Welh.^nrbern mit 80.000 Guldcn, im 9. Bezirk mit 9000 ft. und für einen Zubau zur Wiedener Oberrealschule tnit 88.000 Gulden. Es belauft sich daher di, Geiammtsumme auf 1.277.610 fl. l (A l l g e m e in e We lir pfl i ch t in Ruß- land) Die Einführnna der allgemeine» Mchr» pfftcht wird nach de« „Golos" 5.4SS.100 Mi-litärfreie der Vehrpflicht untemnfe«. (Repnblikanisches Ventsch.) «e Schweizer werden von süddeutschen Blütte?» VÄ?» höhnt, weil ihnen aus der Ausübung ihrer ßku-tralitäts- und Menschenpflicht jetzt eine so Last erwachsen. Die Gt Galler Aeitnng echtilt diesen Spöttern, welche die dentsche Spt^e z«r Verherrlichung des neuen Kaisers byzanriasich lßer-renken und zur Ehre der neuen Krone täglich st» Dutzend Republikaner bildlich abschlachten, eine beschämende Antwort. Auf die Frage nämlich, woher die Schweizer nur alle Eßlöffel nLhUe». die Franzosen zu speisen, entgegnet sie ^rz nnd bündig: „Es sind dieselben Äffel, aus welchem im Beginne dieses Krieges viele tausend ans P«is ausgewiesene Süddeutsche und im Zahre 18^ die 11,000 Mann des Generals Siegel gesßsift wurden l" Marburger Berichte (Sitzung des Gemeindeansschns-se s. Schluß.) Die erledigte Pfründe im ?ir-^rfj^tal wird dew vildhame ^» Naz Dens verliehen; außer ihm hatten Ach Usch zwei Ve-tverber gemeldet. Bon sechs Gesuchen, betreffend Unterstützung, wurde nur eims abgewiesen. Die Pfründner des Vürgerspiktals, welche bis jetzt einen lagesbeitrag von elf Krtnzern er^elten. bitten um die Erhöhung desselben; die ^rtre-tung beschließt, es sollen ihnen künftig je fünfzehn Kreuzer täglich verabreicht werden. ^ Der praktische Arzt. Herr Semlitsch, welche« die Fleischbeschau provisorisch übertragen ist, wünscht endglltig bestellt zu werden; der neue Thierarzt des Bezirkes. Herr Platzer. bewirbt sich gleichfalls um die Verleihung; es wird aber keine« ent« sprachen, sondern der Antrag zum Beschtut erhoben: Herr Semlitsch möge die gleischbescha« provisorisch sortbesorgen bis zur Ordnung »es Sanitätswesens, die bereits im Zuge ist. -- Die Gemeinde Kartschoivin ersucht um die Herstellung der s. g. Pulverthurm-Straße, weil diitse meist »ur von Weingartenbefitzern der Stadt benützt werde; die Versammlung erklärt, der lßemeinde zn die-sem Zwecke den Schotter beim neuen Schnßhanse unentgeltlich überlassen zu wolle«, ohne jedoch eine Verpflichtung fi»r spätere Fälle anzuerk«nen. — Eduard Senft. aus dem Naffanischen, will hier eine Sssigsiederei errichten; die von der Statthal-terei verlangte Aeußerung wird in zustimmende« Sinne abgegeben. — In Betreff der Aiehmärkte wird beschlossen, an jedem erstem Montage des Monat», den August ausgenommen, hier einen Viehmarkt abhalten zu laffen. — Kranichsfeld ersucht, ihr jährlich zwei Viehmärkte (3. März und 12. Mai) zu bewilligen; die Vertretung der Gemeinde Marburzz. von der BezirkShauptmanu-schait znr Aeußerung aufgefordert, hat keine Ein-ivendung zu machen. — Herr Arandftktter nnd Genoffen, die Herren: Stander, Demnttl. Macher. Peternell. Badl, Reuter. Rodling nÄd Anton Hohl stellten folgenden Dringlichkeitsantrag: „Die Gemeindevertretung ivoile beschließen: das Vorgehen der Bertretun.i der Landeshauptstadt Graz in Angelegenheit der Ausweisung deS Redakteurs Herrn L. R. Zimmermann entspricht der Würde einer unabhängigen Körperschaft, welche die Begriffe der unabhängigen Geschwornengerichte «her ftaatsgcfährli che Handlungen höher stellt, als dli jeweilige, seht wandelbare Anschauung der Regierungsorgane. und schließt sich der Ve-meindeauSschuh von Marburg den zur Erlangung eines verfassungsmäßigen gremdengeseßeS bereits eingeleiteten Schritten an." Es wird beschlossen, eine Petition an das Abgeordnetenhaus zu ver-saffen und Herrn Rechbauer um die Uebereichung derselben zu ersuchen. Herr Brandstetter wird mit der Ausarbeitung der Schriftstücke betraut. — Herr Brandstetter und die oben genannten Mitglieder stellen einen zweiten Dringlichkeits-antrag, welcher also lautet: „Daszur Borarbei-tung des Gemeindestatutes gewühlte Komite hat die Frage zu erwägen, ob sich die mit großen finanziellen Opfern verbundene selbständige Stel-lung der Vemeinde in Angelegenheiten des über« trogeneu Wirkungskreises mit der wahren Auto-nomie vereinbaren lasse, und ob die Ablehnung der im Wirkungskreise der Bezirkshauptmannschnst gelegenen Geschäfte der Würde der freien Gemeinde nicht mehr entspricht, als die gegenwärtige Gefahr, den Bürgermeister zum Werkzeuge der Regierung bei Durchführung gehässiger Polizei-maßregeln durch die Bestimmungen des Statuts zu macheu." Diesem Antrage wird entsprochen. — Herr glucher wünscht, die Vertretung möge den Tchweinemarkt vom Hose des Rathhauses in die Vrazervorftadt und zwar in jene Gasse verlegen, welche von der Kirche südwärts führt; die Abtheilung dagegen will den Kasernplatz für diesen bestimmen, was beschlossen wird mit dem lwn Herrn M. Löschuigg beantragten Zu« daß auch der Geschirrmarkt dorthin verlegt werden soll. (Verein „Fortschritt.) Der polilisch-volkswirthschaftliche verein beschloß in der letzten Sitzung, an Herrn Barthol. R. von Carneri nach» stehende Adresse zu richten; „Euer Hochwohlgeboren l Seit in Oesterreich ein parlamentarisches Leben exiftirt und Vertreter des Volkes gemeinsam mit der Regierung das Wohl des Staates beralhen. war es stets unser Streben, wahren Volksvertretern unsere Ach tung osfen zu bekennen und ihnen dadurch, daß sie wlssen, Gesinnungsgenossen stehen fest und treu hinter ihnen, ihre schwere Bürde leichter zu mache». Euer Hochwohlgeboren haben in der heurigen Delegation dadurch, daß sie geae» den von jedem Biederfinuigen verabscheuten Dispositionsfond offen «»d ehrlich sprachen, bewiesen, daß Sie, wtnn auch von einer tiither stehenden Klasse der Bevölkerung als Abgeordneter entsandt, doch ein wahrer Volksvertreter seien, dem es nicht gle'chgiltig ist. wozu der blutig erworbene Eteuergulden des Bürgers verwendet werde. Mit inniger greude lasen wir Ihre mannhaften Worte, mit tiefem Bedauern aber nahmen wir wahr, daß nicht die Mehrbkit mit Ihnen war. Mögen dicse wenigen aufrichtigen Worte der Ausdruck eines in d,r Vcreinsver' sammlung einstimmig gefaßten Beschlusses Ihnen ein Beweis sein, daß in unserem Vereine eine Schaar von Männern lebt, welche stets mit Hoch-achtung Ährrs Verdievftlichen Wirkens sich erinnern werden." . Herr glncher berichtete über den Bau des Schulhauses und wurde es freundlich aufgenommen, daß alle Handwerksarbeiten im Konturrenzwege und zwar wo möglich von Einheimischen beschafft werden sollen, uud daß einem so tüchti-tigen Baumeister, wie Herrn Bücher die Au»-führung der Pläne und die Oberleitung des Baues übertragen wurde. — Herr Psriemer stellte den Antrag, die Vereinsleitung möge nächstens darii-ber Bericht erstatten, was in der durch das neue Ministerium geschaffenen politischen Lage zu thun sei; er meinte, nur die Eintracht oller Deutschen könne helfen; es möge dal)er eine Annäherung» an den deutsch-nationalen Verein veisucht werden. Nach längerer und lebhafter Berathung wurde beschlossen, die Mitglieder des Vereines „Fortschritt" sollen als Privatpersonen od»? in öffentlicher Vtrsammlung mit den Mitgliedern des deutsch-nationalen Vereines sich über die Sachlage de-sprechen und dadurch ein ilbereinstimmeudes Vorgehen ermöglichen. — Herr Reitter beklagte, daß bei der Wahl des Mitgliedes zum Kirchentonkur-renzautschusse der Grazervorstadt u. s. w. der national-klerikale Kandidat Herr Dr. Radey ge- Mhlt werden konnte, da doch 11 Gemeindeaus' schüsse 7 Wählern vom Lande gegenüber standen. Da wegen der geheime» Abstimmung die betreffenden Gtmeindeausschüsse unbekannt bleiben, so wurde für die nächsten Wahlen große Borficht anempfohlen und sprach der Berein sein Bedauern aus über das Wahlergebniß. — Räch dem An-trage deS Herrn Kolsriva erklärte der Ver,ia, es sei befremdlich, daß ausgetretene Gemeindeaus-schüsse dennoch in der Leitung der Spatkasse und im Stadtschulrathe bleiben, während es ihre Ehrenpflicht wäre, auch da zurückzutreten. (L e h r e r v e r e i n.) Der hiesige Lehrer-Verein hielt am 9 Februar seine zweite Versammlung im laufenden Vereinsjahre ab. Herr Prof. Dominkusch eröffnete als neu gelvühlterVorstand dieselbe mit einer s,hr gediegenen Ansprache, in welcher er die Wichtigkeit und die Bedeutung der Lehrervereine den Zuhörern ans Herz legte. Im weiteren Verlaufe seiner Rede schilderte er mit beißender Satyre die Anstände der Volksschule in jener guten alten Zeit, wo sie noch unter kleri-kalem und bureaukratischem Druck senszte. Er machte einen sehr trrffendei, Vergleich zwischen Einst und Jetzt und kam zu dem Schlüsse, daß gegenwärtig ein frisches, geistiges Leben in den Volksschulen pulsire und liaß man allgemein mit dem alten Schlendrian d,s Abrichtens gebrochen. Herr Professor Dominkusch bewährte sich auch diesmat wieder als eid Pädagoge, welcher mit den besten Grundsätzen des Unterrichtes und der Erziehung vertraut ist und müssen mir dem Lehr«?« verein Glück wünschen, daß eine so tüchtige Kraft an die Spitze desielben gestellt worden. — Nach der Einreihung der Mitglieder in zwei Abthei lungen wurden die Obmänner gewählt, Herr Direktor Habianitsch für die erste. Herr Professor Müllner für die zweite. — Der Vehrerverein in Graz hatte eine Petition an den Landrsschulrath, betreffend die Alterszulagen der Volksschullehrer übersandt; die Versammlung beschloß, eine gleichlautende Petition an diese Stelle zu richten und wurden mit der Verfassung des Entwurfes die Herren Dominkusch, MüUner und Krainz betraut. (LetzteEhre.) Montag Rachmittag 4 Uhr wurde der frühere Bürgermeister Herr Joseph Bantalari zur Erde bestattet. Seit Marburg dem Amtsvorgänger dcs Verblichenen. Hkrrn Andreas Tappelner die letzte Ehre erwiesen, h 't es hier keine« Leichenzug von solcher Theilnahme gegeben, Bürger in großer Zahl, der Gemeindeausschuß. Vertreter der Htaatsbehörd n. des Offizierkorps, dts Domkapitels, des Krankenvereines. Gymnasium, Ober Realschul^. die Schulen der Knaben und Mädchen . . . bildeten eine so lange Reihe, daß Paare noch auf dem Hauptplatze standen, al« der Sarg bereits im Friedhof angekommen. Dcr vierspännige Leichenwagen wurde rechts und links von fackeltragenden Bürgern begleitet. De» Männergesangverein stimmte am Grabe den „Trau erchoi"von Glaser an („Schlafe ruhig"). Alb letzte Spende loard eia grüner Kranz, welchen zwei Madchen getragen, in das lArab gctegr. Vom Rathhaus »veyte noch tief in d r Nacht eine riesige Fahne von schwarzer Farbe — zum Zeichen, daß die Gemeinde in Trauer sei um den Geschiedene«. Letzt, Das preußische Abgeordnetenhaus hat ei»-stimmig 5t) Mill Thaler znr Krt»gsfahr««g hewiiligt. Die Nationalversammlung in Bordeanx ist konftitnirt Gt«gesa«dt. D!k Faschingsliedertafel des Männergesangvereines. Zum tviederholten Male trat an unsere Sänger die Aufgabe heran, gegen mißgünstige Verhältnisse ankämpfen zu müssen; sie thaten aber redlich ihre Pflicht, was stlbst Feinde dieser wacke» rcn Schaar nicht laugnen könnten. Was nun die ungünstigen Verhältnisse anbeltMgt, so müssen «vir vor Allem konstatiren. daß der Mangil zweier, sehr »vichtiger Vorbedingungen menschlichen Wohl, befindens. der Mangel an Licht und Wärme, die im Salon versammelte, äußerst zahlreiche Gesell-schaft von Vorneherein in «ine dem ungetheilten Vergnügen weniger günstige Stimmung versetzt hatte. — Wir hörten hierüber von mehreren Sei-ten einen Tadet gegen die Vereinsleitung aus-sprechen, können jedoch bestimmt versichern, daß die betreffenden Arrangeure deS Vereines keine Schuld trifft, da selbe den Herrn Birth wieder-holt ersucht hatten, für Licht und Wärme beson-ders besorgt zu sein. — Unbegreiflicher Weise, und wahrscheinlich durch Nachlässigkeit des Dienst, personales wurde indeß dkm Vereine sowie dem oersammelten Publikum die gerügte, unangenehme Uebetraschung bereitet. Eine weitere Schwierigkeit für den Verein bot die plötzliche Eikrankung einer unver-hästuißmäßig großen Anzahl von Sängern, ja wir bemerkten mit bedauerndem und anerkennendem Erstannen. daß Herr Großbauer trotz seiner hoch geschwollenen Wange sich der ihm gestellten Aufgabe auf das Opferwilligste unterzog. — Bon den ezekutirten Chören und Liedern gefielen besonders Kückens „junge Musikanten," Kochs „Iu-denthum in der Musik" und fand anch dte „Froschkantate" von H-nnig verdienten Beisall. Das von den Herren Großbauer, Dr. Stepischnegg. Kokoschinegg und Kronig vorgetragene Soloquar-tett wurde stürmisch zur Wiederholung verlangt und verdiente diesen Beifall vollkommen. Der von Herrn Professor Rieck gehaltene Vortrag tvar so launiger und treffender Natur, daß er die Lach-Muskeln der Zuhörer in gewaltige Aufregung versetzte. Sowohl die Wahl des Sujets als auch die Art der Ausführung bewiesen die Meisterschaft des Sprechers, der natürlich durch reichen Beifall belohnt wurde. Die Koiportirung deS launig geschriebenen Theaterzettels dnrch einen „blauen" Mohren w»r ein glücklicher Gedanke und diente ats Brücke, um jene Zeit, welche das Kostümiren der in der Operette beschäftigten Sänger in Anspruch nahm, in fröhlicher Stimmung zu vertreiben. Die Operette selbst befriedigte Aug und Ohr vollständig. Nicht nur daß der gesangliche Theil derselben recht gut vorgetrageu wurde, wobei wir insbesonders des Herrn Ruhri (Ordenhuber). dessen Komik tvie stttS, so auch dießmal von Packeader Wirkung gewesen, des Hr. Großbauer (Winkelmaß), dessen Bortrag besonders bei der Arie der dritten Szene reiben Beisall ärntete. des Hr. Kokoschinegg tgürst)und des Hr. Di'. Stepischnegg (Schwalben-schlvei» lobend envähnen müssen, es war anch die Ausstattung glänzender, als bei Gelegenheit der ersten Aufführung. Herr Professor Rieck, welcher wieder Theaterzettkl sagte, aus Gesälligkeit sür den Benefizianten die Rolle deS Bücklinger übernommen hatte, wie auch Herr Postiisch, der den sürstltchen Reitknkchi gab. waren ebenso trefflich masklrt. als sie ihre Rollen launig durchsührteu. Dte Präzision deS EinfallenS des Chores bewies jnr Genüge den Fleiß, welchen die Sänger de« Stndium gewidmet hotten. — Ganz vortrefflich war auch die vom Chormeister Herrn Ncckheim ausgeführte Klavierbegleitung. Vollständig drfn?-digt und in viel besserer Laune als zu Anfang verließ das Publikum den Saal, nachdem es NN' gefähr um zehn Uhr gelungen w.,r. die Gasflam-men dienstbar zu machen, »vodurch natürlich auch die Temperatur und mit dieser Stimmung der Zul)örerschasl gehoben wurve. So sehr wir ub,r auch besrildigt waren von den Leistungen des Bereines, so sehr möchten «vir demselben empsehle«, seine Progktnnme in Zukunft weniger umfangreich zu verfassen, da selbst dus Beste, im Uebermaß genossen, den Werth verliert. L. Eingesandt. k. Die Bezirksvertrctung in Marburg hat am 28. Dezember 1870 beschlossen, daß i»om 1. Jänner 1871 an die Dotationen sür sämmtliche Volksschullehrer des Bezirkes aus die BezirtSkasse übernommen »Verden, daß an sümmtlichen Volksschulen das Schulgeld aufgehoben und den Schulgemeinden doS ))ttcht benommen irrrde. ihie Lehrer zu ernennen. Zur Durchführung dkssen haben die Schulgemelttden 17V« p^l. Gemeindeumlagen an die Bezirkvkasse zu entrichten. Diese Btschlüffe der Bezirksvertretuug nehmen de» Gemeinden alle Rechte. w,lche ihnen in Bezug auf ihre Ortsschulen gesetzlich einfleräumt sind, belasten die Gemeinden ganz unnöthig mit übertriebenen Umlagen und verstoßen gegen die ttoren Bestimmungen der neuen SchulgeseK?. Nach dem Schulgesetze vom 4. Februar 1870 ist die Errichtung und Erhallung d?r Volksschule eine Angelegenheit der Gemeinde und nicht deS Bezirkes. Die Bezüge der Lehrer können auS dem Bc-zirtsschulsonde bestritten werden, its steht jedo^ dem OrtSschulrathe zu. mit Rilcksicht auf die Zuflüsse des OrtSschulfondeS und die Steuersähigteit der Gemeinden sammtliche Lehrerdolationen auf den OrtSschulfond zu übernehme«. Es hat daher der OrtSschulrath und nicht die Bezirtsverlretung in erster Linie zu entscheiden, ob die Bezüge d r OrtSschullehrer auS dem Ortt-schulfonde bezahlt oder a»f die Bezirttkaffe übernommen werden. Bekommt der Lehrer seinen Gehalt aus der BezirkSkaffe. so ernennt denselben der GezirkSschulrath und stellt an der Orts schule jenen Lehrer an. der ihm beliebt, gleichviel, ob er der Schulgemeinde recht ist, oder nicht. Ein solcher Leh?er kann die Schulgemeinde sekiren, sich grobe Verletzungen zu Schulden kommen lassen, und die Schulgemeinde muh ihn dulden. Der Bezirksschulrath hat si»r die Vedürfnifse der einzelnen Schnlgemeinden offenbar nicht daS Ber-stSndniß. wie der OrtSschulrath und wird daher in der Regel eine schlechtere Wahl treffen, als der OrtSschulrath. D:e 17'/, pCt. Umlage, welche die Schulgemeinden nach dem Beschlüsse der BezirkSver-tretung sür Schulzwecke an die Bezirkskasse zu zahlen hätten, wäre eine höchst ungerechte Belastung der Gemeinden, was auS nachstehendem Beispiele tlar wird. Die Schulgemeinde W zahlt an di-rekter Besteuerung 3325 fl. und müßte sür ihren Lehrer die 17'/, pCt. Umlage hievon mit 1010 Gulden 87V« kr. an die Bezirkskasse absühren. Nun bezieht aber ihr Lehrer nur 460 st. GeHall aus der BezirtSkassa, sle würde daher 256 fl. 87'/g kr. ohne Grund zahlen. Bei manchen OrtSschulen genießt der Lehrer auch Realitäten oder Stiftunj^en, deren Ertragniffe ihm nach dem Schulgesetze in seinen Gehalt ein-zurschnen kommen, wobei die Schulgemeinde in Barcm weniger alS 460 fl. zu zahlen htit. Die Frage, wer den Gchullehrer zahlt, muv zuerst die Schulgemeinde durch ihren sreigewähl ten OrtSschulrath entscheiden, und da wird jede Schulgemeinde leicht finden, daß sie ihren Schul lehrer viel billiger, als mit 17'/, pEt. Gemeinde Umlagen bezahlen kann und dann bleibt ihr noch das Recht, ihren Lehrer selbst zu bestellen, und braucht nicht von der Bezirksvertretung abzu-hängen. Das Schulgesetz vom 4. Kebruar 1S70 bestimmt serner, daß die theilweise oder gänzliche Befreiung von der Schulgeldentrichtung für einzelne Kinder dem Ortsschulrathe. die Einhebung, dann die theilweise oder gänzliche Aufhebung deS Schulgeldes den OrtSgemeindeu überlaffen ist. Der BezirkSvertretung steht kein Recht zu, über die Befreiung oder Aufhebung deS Schulgeldes an den Volksschulen irgend etwas zu beschließen. Die BezirkSvertretung von Marburg hat durch ihren Beschluß vom 28. Dezember die Schulsrage ganz ungesetzlich und zum großen Rachtheile der Gemeinden entschieden und kann diesen Beschluß nie durchführen. WaS nützen aber Beschlüsse, welche ungesetzlich und undurch-führbar find? Hoffen wir, daß die BezirkSverireter den Antrag der 36 pEt. Bezirksumlage nicht auneh-men, sonst müßte z. B. eine Gemeinde mit 40 pSt. Gemeindeumlagen sür Schulzwecke 17'/^ pEt., Bezirksumlagen 36 pCt.. Landesumlagen Sb pCt.. zusammen 128'/, pLt. von ihren direkten Stcu-ern zahlen, was Niemand mehr erschwingen kann. — KW Maskenball. von Z. Temme. Fortsetzung.) „Nun, NU», Du bist wirtlich so schön", sagte er demüthiger. .kann ich dafür, daß ich eS finde?" „VaS kann eine Natur wie Du schön Die Dame sagte eS noch mit gor« «nd Verachtung. Aber fie brach ab, und dann sprach fie ruhig weiter ^Doch kommen wir wieder aus den Herrn Sillen zurück, „Za. rGvvaon» uo» moutoo»! Wir wollen ihn ja scheeren." „Wenn er nur zu halten ist. Kennst Du die Familie Rosenstein?" „Ich kenne alle reichen Leute und hasse sie." „3n dem Hause ist eine Gouvernante —" „Eine graulige alte Jüdin." „Eine bildschöne junge Christin!- „So kann fie erst seit acht Tagen da sein." „So mag e» sein." „Nun?" „Der Herr Sillen kennt sie." „Der Engländer?" „Uud fie kennt ihn. Sie fiel heute in Ohnmacht, als sie ihn an meiner Seite wielm sah." „Teufel, die ist sentimental!" „Und er wurde blaß und zitterte an meinem Arm und seufzte und spr.ich kein Wort mehr." „Potz Wetter. Stoff zu einer interessanten Novelle, die man herunterreißen könnte." „Borläufig muß ich Auskunft über sie haben, wer sie ist. woher sie kommt, woher er sie kennt." .Hat er Dir nichts darüber gesagt?" „Du hörst, er sprach kein Wort weiter. Er lvollte nicht weiter sprechen." „BiS wann mußt Du Nachricht haben?" „Sobald als nur möglich." „Du sollst sie haben. — Kannst Du mir nicht etwas Geld geben. Anna^" „Zch habe selbst nicht« mel)r." „Nur ein paar ihaler." „Ich kann nichts entbehren." „Nur Einen denn!" Sie zog ihre Börse und reichte ihm einen Thaler. ..Hier." Der niedrige Mensch ging. Sie sah ihm mit Abscheu nach. Als er sort war, schüttelte sie sich, wie wenn sie etwaS recht Unangenehmes von sich abschüttelte. „Pfut!" sagte sie. „Mußte auch gerade dieser Mensch mich hier wieder treffen und wieder er« kennen? Aber — er il't zu gebrauchen!" Sie wurde in ihrem kurzen Selbstgespräche durch daS Rollen eimS Wagens unteibrochen, der draußen unter ihrem Fenster hi«lt. „Wenn er eS wäre! Trotz der sentimentalen Gouvernante — Er ist esl Was wird er bringt»? Als sich aleich daraui auf der Treppe ei» Schritt hören ließ, warf sie fich wieder in ihre nachläffige Lage auf der Eauseuse, von der fie fich im Elser deS Gesprächs mit dem Rezensenten er« hoben hatte. Sie lag in der reizendsten Stellung, in der eine schöne grau träumen kann. Durch eine Nebenthür trat leise ihre Kammer-jungfer in das Zimmer. ^Der Engländer!" flüsterle die Aofe. „Soll er vorher ang?Mldet werden?" „Nein" Die Kammerjungfer verschwand leise, wie sie gekommen tvar. D«e Dame zog eS vor. über-rascht zu werden. An die Thür deS ZimmerS wurde geklopft. Die schöne polnische Gräfin rührte sich nicht. Kein Herein kam über ihre Lippen. Es bedurste dessen auch nicht und sj^ wußte eS. Die Thür wurde rasch, ungeduldig geöffnet und der Herr Leo Tillen überraschte die reizendste Krau in der reizendsten Lage. „Mein Gottl" suhr sie auS ihrem tiefsten Träumen empor. „Sie. Herr Sillen?" „Äch Gräfin!" rief der junge Minn. „Nein, nicht Gräfin! Anastasia! Schönstes Wetb der Erde, die ich liebe, die ich anbete —' Seine Augen glühten, alS wollten sie das schöne Weib verschlingen. Er stürzte vor ihi nieder, ergriff ihre Hände, preßte seine Lippen darauf, preßte sie dann aus die ihrigen. Sie wollte ihn von fich abwehren^ aber sie konnte eS nur sanft, — sie konnte es gar nicht. .Unartiger!" lvollte sie sagen. Seine Lippen unterdrückten das Wort. „Ungestümtt!" koiinte sie sagcn. Aber er küßte eS ihr von den Lippe«, um es noch mehr wahr zu machen. Er wollte sttnen Arm um ihre Tatlte legen. Da öffnete sich die Nebenthür wieder — nicht schnell und unhölbar, wie vorhin, aber recht mit Geräusch und recht langsam, daß der ungestüme junge Mann Zeit behielt, aufzustehen und ein vernünftiger, ruhiger Menfch zu werden. Er sprang wirklich auf und stand ruhig, ehrerbietig vor der schönen Krau. Die Kammerjungfer der Gräfin trat wieder in das Zimmer. Herrin und Dienerin schienen zu eiuauder zu pas,en und einander zu verstehen. „Hatten die gnädige Frau mich gerufen?" „Nein." Die Dienerin trat durch die Thür zurück. Die schöne Dame hatte Zeit gewounen, als stolze, stre«ge Gräfin vor dem jungen Manne daßichehe»- „Kömien Sie mir verzeihen?" bat der Herr Sillen. „Nie wieder so EtwaS!" sagte fie. „Nie wieder!" versprach er. Ät gab ihm zur Be rsöhuung ihre Hand und er küßte fie ehrerbietig. „Aber Eins" bat er dann noch. „Und?" „Darf ich Sie Anastasia nennen?" „Wenn wir allein find." „Dank, Dank! Und dann noch EinS! Darf mein Bedienter etwaS an Therese abgeben?" Sie sah ihn fragend an. aber in diesem Blicke lag eine bejahende Autwort. „Therese", rief er ditrch die Thür deS Neben-zimmerS. „nehmen Sie meinem Diener draußen die Sachen ab nnd tragen Sie fie herein." „Und waS ist eS?" fragte die Dame jetzt. „Eine Kleinigkeit, die Ihrer nicht würdig ist, derenwegen ich Sie um Verzeihung bitte —" Die Zofe trat mit zwei großen CartonS herein. Sie stellte sie auf den Tisch und ent-fernte sich wieder. Die Dame öffnete die EartonS und fand die schwersten, kostbarsten Seidenstoffe in dem einen, die feinsten Eashemir-Shawls in dem anderen. „Her Sillen!' sagte die Dame fast gerührt. Sie hatte die Gräfin vergesien oder wollte sie vergeffen. „Wird auch dieS dazu paffen?" fragte der Herr Sillen, fast schüchtern. „Vergaß auch er den Bonvivant. den leicht-seriigen Burschen, den Mädchen und Arauenjäger? Oder wollte er ebensallS ihn vergessen? In solchen Situationen spielen gern beide Theile Komödie. Er hatte zwei EtuiS t>on braunem Maro-qu'n hervorgezogen und öffnele sie. Aus himmelblauen Seidengrunde lag in dem einen daS kostbarste Ohrgehänge, in dem andern daS tlieueiste Armband. Dee Glanz der edlen Steine an jedem Verdunkelte den Glanz deS Goldes. gortsetzung folgt. Eingesandt. Das geehrte ?. '1'. t.ulzlustij^e Publikuin wird freundlichst auf die l?cutige Annoiicc deö Marbukt^fr Maniielges^ius^v rcines ^uismcrfsam gemacht. AUHstre Muilde dtS wackcrtu Vereiurs. l)anl(8agung. D'üt' ülc' allgemeine naiime ^ältrentl siei ulls! I>ei !(iem I^eieltenke^ilnAnisso lZes Ill'tfn losef o. vanoalapi Z. 97. Kundmachiing^ (M, Die heute wegen Porj^crücktrr Tl^sicSstuiide unterbrochene B.zirrsvclt'elttNg^sl^UlNil lvird mu Donntrttag t.n l. M Nounitltisiö 9 Uhr fortgestj^t. DieTtigtS0ldnunt^ ist !ilerämt!ichkU Kundmachung vom 5. l. Z. 84 Bezirksan^schuß MarltU'g am 11. F^^rUtU' 1871. Der Konrild ^cidl. 75) Sli. VkrtiM'jahr. Eintracht, ^renndschast, ^'rijhlichkeit. Münner-Hesangverein Warvurg. LÄkA«TrMAektzN Im 8»lon Söi! »m >k. fsdi-mr IL7I. ^nlttNß A ' Dtls ^ekerti^t^ t^oinit^ er!iUl!»t 8ic1t Itie?.u ilik» ßce^irten ?. '1'. nnter^tiit/enlten clei' cte^ Veremek; uüt Üemeilien laäen. ttuell k'l'eunl?^ nnci Neliannts eintiili-len /u vollen. .spne ?.'s. treunlle «le^ i^esellij^eu V< r-Auüßens, >^elelw niollt in veillev, ^volli'n ilue '1lleiln«lnne »n (lem untren ^e^eielink'ten ds'l' s!illets'nnn8z;k^l»e AÜti^st Anmeiclen. tur uutei'^tüt/ontle uncl uu5iit)ientlo XlitZIieäer 5l) Ii!'., üii' >^iel^tinit^lies1e>' l ti. s>l'. l^eiWN. Dis t'. 1'. nnwik^Uit/.entlen ^litxlieäer ^eräen t^-rsnellt, l>0i licliolmn^ lier I^.intritts'-l>illöt8 iln'k» .lAltt-e^IiNiton vcn^nveisen. Die ant'xnntf'n lnntt'nei Ilei'in 8s!liei!vl iin kA)'er'k;e?^en Ilku?;«, Iteneiix^n^>:e, l>elit)lien veitjen, tla in^ 'snnxiulv.'^lo Icc^ine lvi^liennn«-.sal)e 5^tlttttinihe von Maii'ur.i unk' .^äintnfrbolii'lof? ti.iNfl diist z»m ^^^ft-iel^k' dkK niid VackesrisiNver- i).K. — Auf il'lti'ui tmäi nnk^cic (5>lundstücsl', insl^ksoiidrr«' Ärckri. Wiesen oder Wal!' mit!)rrf(iuss. Auekni'st hldiibcr lUl>'i!i D>. I o li«. n n o h ni tt t ti, Advoüu !n ^Vi'nl'nii). Zwei Diurnistcn, drren eiuev de,- jlovcnisäiett Ln'iile futtdi.; s.ln muß, fik-ds-l b.j mir Anliialnn''. Bc« wflbir lo^ll.n niir line AlUrm^r schriftlich zu-konlmrn lciffcn. Dr. Dtttliatfch, L^8 ^^^illggassk Nr. 11 l. (^lit Köder Ic. lc. Ltattdaltsroi-ösvillißung.) Wto-Vogtwp«- llllS I>«ut«l»>»II. <„)? K8. VSkrnttH' R87K liR VKt»' G»!«!» emen - UNpajla drö Hmu Ziihn-aniks Dr. B. G. Popp m Wik«. D.ese beulhmte /^»nUirrln -ZKu>»npu»«t« deSHerrn Zahnarztes Dr. I. <Ä. Popp in Wien, Stadt Äognergasse Nr. 2, habe ich einer ^ründichen Prüfung litttettvorfen' denn daö allgemeine wissenschaftliche Älimesse, lvelcheö sich an diese» so außerordentlich verbrei-tttc Zal)nmittel lnüpst, tinngt cs schon mit sich, die naNie-hlstorlschen luid pl)armatodynamlschen Eigenschaften de»-seil'eii kennen zn lernen. Dieser Prüfung zufolge stellt sich ttnn lieraus, dap ln der Ti)a» die Anatherin-Zahu-pasta des Herrn Dr. I.G.Po pp in Wien e»n in ilirer Äri ganz einziges Mittel ist' denn sie enthaU futtisch luir die auserlesensten ^egetatiilischen und mincrallschen «tosfe, welche s»ch dei Mund- und Zal)i, le Iben aller Art stets von der größten Wlrks.inikcit und Hetltrast gezeigt l)aden, so dap dieses „Zni)tt-Pr«tparat" unstreitig ein Mund und Za l)tt Mit tel" von den allervo rtefflich sleii Ligenschaften »st. Znsbesondere ober ist diese Z>U)iipasta zufolge ilirer uuSgejeichnelen Bestanotheile das li llcrvorztiglichste Ä>i > ttel g egen d ie verschie I^t?nen Arten von Zal)n- und Mundfaule, in loelcher Veziehung es von keinem andern derarti gen Mittel über troffen wird; und die>es hat auch einen sehr natürlichen Grund; denn die Dr. Popp'sche Zahnpasta e»tl)alt außer ihteu heilsamen Bestaudthetlen „iiiu ,i0t^ die allerzweckentsprecheiidstenStoffe j i> k v oll koNiuieiieIi vieinigung der Z aline, wo -o Ii rch eben jede Art von Mund- und Zahnfäul« niß verhütet »vird. Somit ist die AnatherlN» Zaljnpafta des Herrn prakt. Zahnarztes Dr. (Ä. Popp IN Wien, nach allen ihren Eigenschaften auch zugleich daS beste ni. d kräftigste Praservativ-Vtittel tZkgen alle Mund- und Zahnkrankhei-ten, iias ich „nparttiisch und der Wahrheit gemäß hier-init tiusspreche und dnich meines Naineus UNterschkist und Siegel bekenne und bescheinige. Peiliu, den Änni 1vi)9. köttigl. p kusi. approbirter Apotlieker uiid Chcniitir 1. blasse', irussenschaftlicher Unter-snchec uild Sachverstiindiger slir medizinische, pliariuaeeutische, chemische und lSesuiidheits-5 Artikel, ÜlU'rilate n>i0 Droguen alter Art. Zii l,at,en in: Marbiirg bei Herrn Bancalai^l, Apollirfer. be« Herrn A. W. König, Apotlieke zn Maria-liilf. du Herrn F. Äo!l einig und iu TauchinannS Ännstl^andlnngi Cilli bei Crisper und in Baninbachs Apotheke; Deutsch-Landsberg A. L. MiUler, Apoth. Gleichenberg: K. v. Keldbach. Apotheker: Gonobid: C. ftleischer, Apolh.; Leib uitz: t^retzig'S Witlpe, Apoth.; ^.'uttenberg: Z^r. Pessiak, Apoth. Mureck: L. v. Stem-berg, Apoth.; Pettau L. Reithainmer, Apotl)eter Rad-keri'bnrg: K.Schulz Apotl». und I. Weipinger; Rann: Ä. Schniderschitsch; Rohitsch: ÄrinperS Apotl).; Sauer-brnnn: in der Apolh.; Stainz: Timonschrk, Apoth. Wind. Keistrih: I. Diene», Apotti; Wind. Graz! I. Änlig.iritsch; Wind. Landsberg: Vaßulichs Apoth.; WaraSdin: A. Haler, Apolh. I.. !j. UMallUvtiuoteor. ll. Nr. I'Zt. Weicht Vt'r«^nl'issllsijs nl'll>e''^ nicht lN i^i'lpf'^ng genommen? I.V0. Zu vcrkattfctt: Ä 0^ewvjt?c»PttdcIn s^itu»'.! Stella.'/, I'illiti, !^e,;^t!hlissstiafie ?kr. .14. 6 .^Unster schone Vausteine. ^.^0 Atthie«'. Gvafig. (^ine Zct)las^bank, ein Gewö>b, j Zim- uit.'. i'iii Vanplah und ein Acker zu lic'ltnisen ok^rr zn verp^'chten. I^e^l'jnns^e >l'!r(> in ,'l!nr Sfit'enfarli''st ons.^enlMiMi'ti. Ailökilufte hicrtilte?' it»t>dn> im Cvulpioii.dii'ili^ erthrilt. Lck^Arzö voll kl. IL Aufwärts l» i,oi Kvlteikl, snAasse, 5^a^s»''«o^6« Nslioxtralet (S4 den dtftkn lind titglich frisch, oh«t alle Beimischuug, pr. Flasche 00 kr. Im »r»ul»»u»v VSt». Für Eiahl^imischt lUld /remde <1iv un6 llörrsiiklviäor- von (4S ällois Kis6or in Mttß kur«, Ecke der Herren- und Posiliaffe M. US. Winter-Paletot von . fl. lS bis fi. 50 „ Hosen von Schtvar^t Hosen von Gilet von . . . Zllgd-Xöcke von . Haveloks von . . Loden-Guba von . 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