^ ^e. 2SS XlontOg clsn 2ö. OktodEr 1^29 » >B»G« WSMW«M «IttzWtMl »«wßM» » KbSWWWKis Anmiw«« k» »)mßI6»v» «k. < ^iWßwIV«^ >«t>ilfU«td»»A, V««V»»IA«9 ««6 va«t»6f«o>l«fWl! ö^»sid«r, »kvölöU?» nile» <» MD H W k«rug»pf«!. 7«l«pk«« l>w«h«> ?ik. X» VMIM» AM IM I»t >wt» Mokpvtw dGwit«9«» >3 oia. iük ä« vdss!g« mon-U. « 01a. Lntoinumin», H Us S 0t» Mrillim Milng MontagsAusgabe Woldemaras unter Vollzelaufflcht Wie lange ist es Her, daß Woldemaras noch der allmächtig-ste Mann in seinem Lande war? KwtM mehr als vor einem Monat wurde er gestürzt, er, der Veittahe drei Acchre lang sein Land erzittern lietz. In einer dunk« l«n Dezembernacht 19S6 hat WoldemaraS die rechtmäßige Regierung Lttaluins.verhaftet und nahm, zusammen mit seinem Parteifreund Smetona, das Schicksal Litauens in die Hand. Es ist schwer festzustellen, wen der kleine Diktator sich als Vorbild genommen hat. War es Napoleon? War es Mussolini? Er hat keine Eraberungszttge wie Napoleon gemacht, nud er hat keine tiefgreifenden Reformen wie Mussoilini eingeleitet. Er war ein Diktator von einer IttÜrksichtÄosiqkl'it und Grairsamkeit, die vermuten ließ, daß er jnicht im Westen, sondern im Osten „die Kunst des Regieren" gelernt hat. Die Zahl b«r Hinrichtungen und Jahreszahl der Zucht hausstrafen, M WoldemaraS über seine poU-tichen Gessner verhing> ist unermeßlich grotz. Auf die enigen Stunden, nach einer kurzeu KaVinettSsitzung ^i dem Staatspräsidenten Smetona, war die Diktatur WoldemaraS' erledigt. Die neue Regierung wurde ausgerufen, der ehemalige Diktator sollte den Posten !^S Außenministers, den er in seiner Diktaturzeit ausübte, erhalten. Er hat sich aber geweigert. Oder wurde ihm dieses ?ln-gebot garnicht ernst gemacht? Wtllg ill w WWmkn Dle ersten Meldungen aber das Wadlergebnl« — Die Aararler nach wie vor die stürlste, die Rattonalfozialtfien dle zweitstarkße Vartel des Landes — Sroße Verluste der Kommunisten LM. P r a g. 27. Oktober. Die heutigen Parlaments- und Senatswahlen find «ach Vis zur Stunde eingelaufenen Nachrichten in größter Ruhe und Ordnung verlausen. Augenblicklich find eini» ße zusaMmenhSngende Berichte aus Böhmen und Mähren eingelangt. Die Situation stellt fich wie folgt dar: Die größten Wahl» Verluste haben die Kommunisten zu verzeichnen, die 70 Prozent ihrer Wähler an die Nationalsozialisten lBene^» Partei) verloren, während 30 Prozent ihrer Gesamtverluste auf die Gozialiften entfallen. Die kommunistischen Verluste werde» in den Ländern, mit Ausnahme von Pra«^ aus SV Prozent beziffert. Die Pofitionen ^r Kam-munisten in Prag erscheinen nicht tangiert. Den größten Zun^s verzeichnen die N a» t i o n al s o z i a l i ft e n, und man rech' net bereu», daß fie im neuen Parlament die zmeitstärkste Partei abgeben werden. Die Agrarier (Kvehla-Udrtal-Paxtei) haben alle ihre bisherigen Pofitionen beibehalt«?n, Sie verloren nirgends, verzeichnen i» Böhmen sogar Vewinne. ^ Mähren habe« die Agrarier Wahlgewinne auf Konto der Klerikalen herausgeschlagen. Die N a t i o > «aldemokraten haben in Böhmen ihre Positionen im großen und ganzen erhalte«. MeVewerbepartei hat sich aus dem flachen Landtz bedeutende Verluste gehalt. Di« t« d« Slow«l«ei stegretch TU. P r a g, 27. Olwber. Anläßlich der heutigen Parlamentswahlen »ar sowohl in Prag als auch in der Pro-vinz von einer Gtraßenagitation wenig zu bemerken. Was die Ergebnisse in den sudeten deutschen Provinzen betrifft, dürsten die Kommunisten sehr viel auf das Konto der Sozialdemokraten verloren haben. Die Sozialdemokraten sind dort aus der ganze» Linie ziemlich im Vordertrefsen. Besonders groß ist das Abschwenken der btirgerlichm Wähler zu den Deutschnationalen und deut schen Nationalsozialiften. Ihre Erfolge sind bedeutend. Auch die Wahlgemeinschaft der christlichsozialen Partei und der i^werve« ;«rtei !^t Erfolge zu verzeichnen. Der Links druck in den deutsi!^n Provinzen ist ganz offensichtlich. M. P r e ß b u r g, 27. Oktober. Da das Innenministerium in Prag die vorzeitige Beröffentlitl^ng der Wahlresnl- tat, bedingungslos verboten hat, ist man auf Privatmeldungen angewiesen. In der Slowakei stehen die tschechischen Sozialdemokra. ten gegentiber den Srgebnifien der letzten Wahle« sehr im Fortschritt. Äe Slowakische Volkspartei dlirfte alle ihre* Pofitionen behauptet haben, effektiv ak^r et?zielte fie in Preßburg und lkaschau Fortschritte. Da auch die ungarischen Christlichsozialen ihre Positionen behauptet ha^n, werden die auto. nomistischen ^rteien in der Slowakei iibe» die Mehrheit versligen. Die Kommunist«^ haben in der Slowakei fast gar keine Stimmen eingeblißt. Das Ankskarttll perfeN! Die ««llchetdende Abstimmung i» ö«r l»zialiINsche« Kammer« gr«ppe ^ Briand bereit, da» A«ke«pvrles«tlle z« iibsrnehme« TU. ParIS, SV. Olwber. In der heutigen Sitzung des Vorstandes der sozialistischen Kammergruppe wurde die Frage einer ^teiligung der Sozialisten an einem radikal-sozialistischen Kabinett mit 36 gegen IL Stimmen positiv beantwortet. Daladier erklärte in einer Sitzung der Radikalsozialisten, daß B r i a n d fich aus seine Frage hin bereit erNärt habe, im neuen Kabinett das Außenportefeuille z» tibernehmen. Dr. VavtNö in Mm verbaftet Der .»iilftige A«sla«i»er" — Bevorstehe«»« Ausweisung ««» ofterreich Die heutige „P r a v d a" berichtet aus Wien: In hiefigen Iournalistenkreisen zirkulierte gestern abends das Gerlicht, dle Wiener Bundespolizei hätte den kroatischen Emigranten Dr. Ante P a v e l i 6 in Haft genommen. Die Nal^icht ist heute sriih auch tatsächlich amtliS) bestätigt worden. Dr. Pa-veliä soll fich in letzter ^it zu wiederholten Malm in Italien ausgehalten haben, wo er Instruktionen für feine staatSwidrige Tätigkeit eingeholt haben soll, slir eine Aktion, die er von Wien aus leiten wollte. Die österreichischen Behörden wollen, wie verlautet, Dr. Paoeliä als lästigen Ausländer aus dem LM. G e o g rad, 27. Oktober« Lande verweisen. Die Auslieferung an d^ jugoslawischen Behörden diirste im Sinns der in Oesterreich geübten Praxis nicht i« Frage kommen, da Dr. PaveliL wie Me an» deren Emigranten den sogenannten Emigran tenschutz genießt, doch würde zweisellos di« Verweisung in ein anderes Nachbarland er« folgen. Dr. Paveliö wurde bekanntlich vo« Beograder Staatsgerichtshof wegen des ver-brei^ns des Hochverrates zum Tode ver» urteilt. Später wurde auch die gesetzliche Konfiskation seines Vermögens in Kroatien angeordnet. Stau zum Traualtar ^ zum Begräbnis... Furchtbarer Raubmord in Skoplje. — Von den Tätern des bestialischen Verbrechens sehlt jede Spur. LM. Skoplje, 27. Oktober. Als der hiesige Postbeamte Trpko P a v-lov iü nach dem Heimgange von seinem Dienst im Begriffe stand, die elterliche Wohnung zu betreten, stieß er im Dunk^'ln im Schlafzimmer seines Vaters auf ein Hinder nis. Pavlovi6 zündete ein Streichholz an und fand zu seinem Entsetzen seinen eigenen Bater von unzähligen Messerstichen durchlöchert entseelt in einer großen Blutlache vor. Die von der rasch herbeigerufeuenen Gendat merie eiirgeleiteten Ermittlungen ergaben, daß der alte Pavloviö vollkommen ausge« rallbt worden war. Die Täter hatten sämtliche Schlosser auf den Tiiren zertrümmert und säintliches Bargeld, das sich iqn Hause vorfand, geraubt. Von den Tätern fehlt jede Spur. Der hat weit und breit umso nn^hr Teilnahnie ausgelöst, als Trpko Patt-loviü heute ;um Traualtar hätte schreten sollen, so aber wird er sich am Begräbnis lseines verstorbenen Vaters zu beteiligen haben. Es hieß, der LturS der neuen Regierung würde der alte bleiben. Aber schon in den ersten Tagen wurden die Anhänger WoldemaraS' unter Verfolgung gesetzt. Viele wurden verhaftet, viele ander? ausgewiesen, mehrere unter Polizeiaufsicht gestellt. Die Propagandaschriften der „Woldemarlsten" wurden beschlagnahmt, die Handlungsfreiheit des „eisernen Wolfs* äußerst beschränkt. Und nun erfolgt jetzt der letzte —. oder vorletzte? — große Schlag. Die litauische Regierung kam auf die Spur eines, gegen sie geplanten Putsche?. Diese Spur führte zu WoldemaraS.' Allem Anschein plante der ehemalige Diktator, mit Hilfe des »eisernen W-olfeK^^ zur Macht zurückzukheren, ehe es zu spät war. Es sollte ein Terror-Regime eingeführt iver den, das die Schrecken der ersten Diktatur in den Schatten gestellt hätte. Die Regierung kam mit Hilse der Polizei diesen Plänen zuvor. Der „eiserne Wolf" ist aufgellest worden, die Mtgliedr in Konzentrationslagern untergebracht, WoldemaraS selbst unter Polizeiaufsicht gestellt. Was in den ersten Tagen nach dem Sturze WoldemaraS' noch nicht klar war, steht nunmehr endgültig fest. WoldemaraS hat als Staatsmann in Litauen für absek>bare Zeit ausgespielt. Der einzige Weg zu einer poli« tischt Betätigung, die ihm jetzt vielleicht noch offen bleibt, ist der Weg deS Abenteu« ers. Zunächst muß jedoch der ehemalige Mk-tator darauf bedacht sein, sein Leben zu retten. Die Zahl der Rachsüchtigen ist groß, sie steht in einem imposanten Verhältnis zu der Zahl der Blutapfer der Diktatur. Die Wohnung WoldemaraS' war bis zuletzt von i,en Mitgliedern deS „eisernen Wolfs" bewacht. Jetzt hat die Polizei diese Funktion über-nommen. Vielleicht wird sie e? für angemessen halten, WoldemaraS in Schutzhaft zu nehmen. Diese Schutzhaft kann sich dann sehr leicht als ein ganz gewöhnliche? Inhaftieren entpuppen; denn daß WoldemaraS an dem Komplott gegen dle jetzige litaui>sche Regier rung perlönlich nicht unbeteiliflt ist, kann kaum «mgezwelfelt werden. Werden seine Anhänger vor daZ Gericht zitiert, so iväre es lischst ungerecht, und vom ftaatSpolitischen StandiMnkt aus gvs^rlich. wenn Woldema-rciS davor bewahrt bleiben würde . . . So nimmt die end^ltige Liquidierung der ?lera Woldemaras in Litauen ihren Fon-l^g. Der kleine litauische Professor mit bösen Augen und widerspenstigen häßlichen Borstenhaaren, der solange im Zentrum all« gemeiner Aufmerffamkeit gestanden hat, ist von der politischen Arena nun endgültig verschwunden. Nur eine waghalsige Kata-strophen/politk kann ihn noch in die Höhe bringen. Bei einem normalen Verlauf der Dinge ist mit ihm auf absehbare Zeit nicht mehr KU rechnen. Wer seine frühere Macht also nur eine Scheinmacht? Das ist eben daS Merkwürdigste an der Sache, daß Woldema-ras wirklich mächtig war, und daß keine Kräfte lm Lande vorhanden zu sein schienen, die ihm entgegengesetzt werden könnten. Es gibt politilsä^ Vorgänge, die keiner näheren Vernunftserklärung zugänglich sind. Das Schicksal des litauischen Diktator? Woldema-«s liefert ein überzeugendes Beispiel dafür. Sürst BMow im Sterben TU. Ro m, 27. Oktober. Das Befinden des Wrsten B ü l o w ist !nach wie vor unverändert. Die Aerzte gaben sich alle eriienkliche Mühe, dem e'lnstlgen VleichskanKler daS Leben zu verlängern, doch dürfte er trotz aller Anstrengungen die när^tpn 24 «Stunden nicht mehr überdauern. Lokales M a r i b o r, 2c,. Oktober. Das Flugmeeting abgesagt! Wegen i)e3 äußerst ungünstigen Wetters ^mutzte das für Sonntag nachniittags anberaumte und allseits mit Spannung erwartete ^ugmeetinig abgesaigt werden. Es findet am Mchsten Somrtay statt. Guberordentttche Generalversammlimg des Handelsgremiums. fWt SamStag abends war im „Narodni -d'om" eine außerordentliche Generalversamm t.lung des Maviborer HanöelSgremiums ein-'berufen worden. Die ziemlich gut besuchte Versammlung zog unter Vorsitz des ObmaN' Ales Herrn Wetzl eine ganz- Reihe von ^i^ndelSfvagen «in Erörterung und faßte ent« Is^prechende Beschlüsie. Näheres über den Ver lauf der Versammlm^ bringen wir noch. Wieder Schnee am Vacheri»! ..sKaihdem sich daS Bacherngebirge bereits iSM Lli^Stage (19. Oktober) !m weißen Z^lei« de gezeigt ^te, ist in Äer Nacht auf letzten ^Sonntag am Bachern neuerdings Schneefall ii^lHgetreten. Die Temperatur ist bedeutend ge ,^ken. " Berta VukSek schwerkrank. .Die bekannte hiesige Schauspielerin Frau Werta Buk 8 ek liegt schon längere Zeit iyl Allgemeinen Krankenhause (Abteilung interne j^nfheiten) schwerkrank dar« nieder. Vine moderne BeodachtungSftation für Gel« steSkranke wird' am hiesigen Allgemeinen !^rankcnhc:'.isc erbaut werden, Noch nlM zwei Iaftre alt und — vubertstsrelf! Sl« medtglnisch«, Heute wurde das i8monatige Töchterchen Leposava eines Landwirtes aus dem Di^e Majdan in Serbien auf die hiesige Univerfi. tatsMnik gebracht. Da» Kind Ist von den erstaunten Aerzten positiv als pubertütsreis TU. Beograd, 27. Oktober. begutachtet »orde«, da es mit 18 Monaten die Menstruation mitmachte. Dem Mnd wird auf operative« Wege der Sierstock entfernt werden, da es sonst in die Gesahr käme, mit 1V bis 12 Jahren wirklich zu altern. Tragisches Ende eines Nabobs D«r Pekr»le«mkS»Ig »ylskl k ,r»k»er malerteller Nvk Sel§fi«»rd beg«»>»« TU. Warschau, 27. Oktober. te er mit Frau und Kindern nach Polen flüchtm, wo er sich vergeblich bemühte, sine neue Existenz auszubauen. Da alle seine Bc:-strebungen, die materielle Lage seiner Familie zu verbessern, scheiterten, naihm er sich in Verzweiflung das Leben. Der ehemalige Großindustrielle Rylski hat sich heute durch einen Revolverschuß entleibt. Rylski war seinerzeit einer der größten Jndustriemagnaten des zaristischen Rußland und besaß bei Baku Petroleumfelder im Werte von 200 Millionen Mark. 1920 muß- Krllllstiilz Die „«ogna» Hermine", die unM«iche MStreffe des Kronprinzen Studvif (Schluß). MMMIIWI!I!lll!kI>M RUZ clen eln»cdl.1xlx«n vebleten» vle lnternstloosle Politik, Poll» tilr aez Deutscden l?elcde5, ve>en. 8orl»l-polltilc» Verslctierunzsve8en unä »o velter erteilt c!»5 AM Inlil» liir rMllii.i!iliiAiliii /^ünci^en, 17a l'elepkon Unsere Hermine hatte das Leben nun voll erfaßt. Von Liebe allein konnte sie nicht zehren, un>d was sie dem Ersten, ber sie ge-kMnt hatte, aus wirklicher Leidenschaft getan, da wurde ihr in Hinkunft ein Geschäft, der Erwerb. Ein reicher Fürst. Remrstallbesitzer, war der Nächste, dann kam ein Graf daran, der Attachee eimr fremdländischen Totschast. und so wmer fort. In dem lustigen Krei-sen, die nur Vergnügen kannten, erzählte man sich Geschichten von der blonden Ungarin, Separee^ffüren vom Sa,^r und vom Ronacher, tolle Gelage, die bis in den nächsten Vormittag hinein währten, bei denen Armand Dechey, damals der in Aristokratenkreisen beliebteste Pianist, oder irgend eine Zigeunerkapelle aufgespielt hatten, bei welchen Veratrstaltungen Unsummen ausgegeben wurden und deren MitteVpnnk! immer die blonde Ungarin war. Sie hatte zu trinken begonnen. Die einen sagten, daß sie noch immer in Leidenschaft zu dem Kronprinzen entbrannt säufen wolle. Diö anderen wieder erklärten, daß sie nur so ausgelassen und lustig tue, «innerlich aber Ekel vo? diesem uLeben empfin'de und diesen Widerwillen durch Champagner und Kognak betäuben wolle. Äe hatte sich an Massenkonlsu'n ge* wKhnt und man erzählte, daß sie besonders Kognak in solchen Mengen vertrage, daß nicht bald ein Mann mit ihr um die Wette trinken könne. Sie trank !^n Kognak auS Stutzengläsern flaischenweise und diese Lei-ldenschaft hat ihr den Spitznamen „Kognak - H e r m i n e" gebracht, unter welchem Spitznamen sie in Wien eine bekannte Figur der Lebelvelt gewesen ist. Die Jahre vergingen, die Zeit der ersten Jugendblüte war sck)l>n lange vorbei. Von den damaligen Mitgliedern des JockeyklubS ging die Kognak-Hermine in andere, in bürgerliche Hände über. Sie isank im Preise immer tiefer, bis sie eines Tages, nachdem sie schon ihr letztes Schmuckstück verkauft hatte, bei der Polizei erschien . und ihre Stellung unter Kontrolle anmeldete. So hätte sie sich das Ende der herrlichen Schilderung Wiener Leben, die vor Jahren der Kronprinz dem kleinen Gödöllöer Mädchen gemacht hatte, wohl nicht gedacht. Zuerst l'lieb sie noch in ihrer eigenen Wohnung, dann aber hatte sie auch diese aufgeben müssen und »var zu einer NnterstandSgeberin in die .Habsburgergasse gebogen. Der Graben und die Kärtnerstraße waren ihre Reviere geworden, in denen sie auf M^nnerjagd ausging, vom Einbruch der Dunkelheit bis in die lpeu-tenden LoStreffer gemacht hatte, um als Privater leben zu können. Er heiratete Her, Mine und da reifte in ihr der Etschluß, nun nicht mehr die Msgebeutete zu sein, sondern selbst Ausbeuterin der anderen zu lverden, denen sie Unterstand für ihren LiebeZeriverb gab. Sie veranlaßte den früheren Kammerdiener, das vier Stock hohe Haus in der Kurrentgasse zu erlverben, und sie erhielt von der Behörde die Genehmigung, hier Mädchen zu beherbergen. Zwei Jahrs florierte hier schon Frau Warren Ge^verbe und die Kognak-Hernrine glaubte nun nicht mehr für ihr Alter sorgen zu müssen. Bis eines Tages das polizeÜiche Verbot kam, daS eingangs erwähnt wurde. Jahrzehnte hindurch hatte nieu and Anstößiges daran gefunden, daß in der Kurrent gasse leichtfertige Mädchen wohnten, bis einmal ein höherer Bea^nter des Ministeriums des Innern, dessen Ruckfront auf den Jilden platz geht, in den.wieder die Kurrentgasse einmündet, einen geharnischten Protest gegen diesen „Skandal" an die Poli.^i richtete, in welchem er darüber Beschwerde führte, daß seine Frau und seine Töchter, die ihn vom Amte abgeholt hatten, sehen niu'^ien, wie diese Gefallenen von t!en Fenstern auS Re-suche anlockten, aus der Straße Männer ansprachen. Da das.Ministerium deZ Innern die vorgesetzte Behörde der Polizei n>ar, sah man den „Skandal" auch dort plötzlich ein und'so kam es zu dem Verli<^t, zu der Dell'-gierung der „HÜbschlerinnen" aus der Kurrentgasse. zu dew Leerwerden der Wohnun« gen, zu dem mit Zetteln volvständtg übe klebten Hause: „Sofort billig z« vermieten.* Aber eS fand sich kein Mieter, kein Käufer. Di: Bunter Abend. — 22.50: Militärko-nzert. 24: Tanzmusik. — Stuttgart, 19.30: Mon« tagSkonzert. — 21.30: Frarckfurter Ue5e^ tragung. — 23.45: Tanzmusik. — Frank» fmt, 18.50: lxnglisch. ^ 19.30: MontazS-konzert. — 22.30: HanS Reimann-Stunde. Verlin, 18: Unterhaltungsmusik. 20.30: Musik aus den Alpen. — 23.30: Tanzmusik. — Langenberg, 19.15: Spanische Unterhakt tung. — 20: Abendmusik. — 21: Der jung« Haine. Anschließend Tanzmusik. — Prag, 16.05: Deutsche Sendung. — 20: Abendkonzert. 22.15: Militärkonzert. — Mai. land, 21.15: Konzert. — München, 1tt.30? UnterhaltungSmltsik. ^ 17.30: BrvhmS« Duette. ^ 19.30: Unterhaltungsmusik. 21.15: Kammermusik. — Budapest, 17.45: Ungarische Volkslieder. — 22.10: ^zz. —» Warschau, 20.30: Internationales Konzert. — 23: Tanzmusik. Weibliche VoNzel ln Slam Die Frauenpolizei, die seit anderthalb Jaihrze^en in England eingeführt ist und von dort aus ihre Ausbreitung auch auf zahl reiche andere Länder fand, hat schon seit vielen Jahrzehnten ^n Siam eine Vorgängerin gehabt. Die Angehörigen dieser Truppe sind allerdings durchwegs alt und vielfach sehr häßlich. Sie tragen Uniform, sind aber nicht bewaffnet. Ihr Dienst bestcht in der Hauptsache darin, als Torhüter des Frauenpalastes der Königlichen Residenz zu Bangkok ihres Amtes zu walten. Sie folgen jedem Frem den. der den Palast betritt und bleiben ihm zur Seite, bis er die Residctlz verläßt. Sie haben darauf zu achten, daß sich niemand einfallen läßt, mit den königlichen Frauen und Konkubinen deS Harems in Verbindung zu treten. Männer, die ihren Beruf in den Palast führen, wie Aerzte, Architekten, Hand werker, können sich frei bewegen, während alle anderen sich die Begleitung einiger Polizeiamazonen gefallen lasien müssen. Bei der Rekrutierung diesen Korps, begegnet übrigens die Schloßverwaltung nicht gerin-gm Schwierigkeiten, denn der Dienst ist schwer und die Bezahlung macier. den ZA. vftober 192K. ^ZXaliborec Zeitulig^ viummer MV.» 5ooi1 vom 5onntsg Erfolgreiches Sastsplel des Srazer SporMubs Die vilfte erledigen die »»Sisexbehner- iiberlege« «il >:l (8:0) M a r i b c> r, 37. Oktober. Bon den zahlreichen, für heute angeksin-. Das Spiel begann recht flott, doch machte digten sportlichen Veranstaltungen kam we- sich die Ueberlegenheit der Gäste allzubald U5 : 0) schlteklich ab. Das Treffen hatte in Herren unterzubringen vermochten. Dorner (3), Stanek, Buchta und Goisnig waren die Schützen. Mit Beginn der zweiten Halbzeit änderte sih daS Blld wesentlich. Die heimi« schen Stürmer fanden sich doch etwas zu« recht und konnten sogar des öfteren gefährlich werden. In diesem Zeitabschnitt schoß auch K 0 n r a d '^s Ehrentor. Die Grazer befriedigten sich sichtlich mit den sechs Treffern und schlössen auch das Spiel mit K : 1 gen des andauernden Regenwetters lediglich das Gastspiel der führenden Grazer Fusz-ballmannschaft des dortigen „Sportklubs" zur Erledi^gung, tvelcheS nicht nur einen harten Kampf, sondern zeitlveise au') hochstehendes Spiel brachte. „Sportklub": Brünner, Ltanek !, Allmerl, Krahnig, Kastrun, Kahr, GoiSiug, Dorner, Buchte, Matajka. Ttanek 3. „2 e l e z n i L a r" : Heller, Konrad, Bauer, Nonjak, FrangeS, Vogrinec, Ma-hajnc, Baen.it, öamernik, Konrad, MarLin-ko. Gleich zu Beginn des Treffens machte sich die technische und taktische Ueberlegenheit der G r a z e r bemerkbar, welche auch in den sechs er.',ielten.Treffern klar zum Aus« druck kam. Me Gäste führten in allen Belangen ein lpi^ächtiges Spiel vor und zeigten sich ihren Gegnern, insbesondere im Zu(am-inens^el sowie durch ihr geschicktes P^'a^ie-rungsvermi^gen und vor allem durch ihre überragende Sturmführung glatt überlegen. Das Team lvfriedigte in rillen Formationen und erbrachte den vollen Beweis seiner süh-renden Stellung in der h.:imischen Meisterschaft. Ihren besten Mann hatten die syin-pathijfchen G^'ste zioei^elloS im Mittelläufer ^ a st r u n, ivellber -sowo^^s offensiv als auch defensiv eine erstklassige Leistung vollbrachte. Aufsehen erregte auch der famose AngriflS-fühver Buchta sowie die beiden Schüben D 0 rner itnd S t a n e k. Ueberrage-ld negierte lsktlie^lich -"'i-s' dv? ^>'ii^??spiel^ Das Spiel der „E i s e n Ü a h e r" litt insbesondero wegen der mißlich zusammengeworfenen Angriffsreihe, auf welchen Um bemerkbar, die bis zur 45. Minute nicht we- > Schiedsrichter Bizjak einen umsichtigen Niger als sechs Treffer im Netz der Haus. ^.Spielleiter. Doppelfiart.Marlbors' lnLjubljana „Maribor" schliiql „Slovan" mil zt 2 <2 t l)» «nlerließl jedoch tm Finale gegen „Jlirija" mil 0:l (0:0> L j u b l j a n a, 27. Oktober. An den diesjährigen Wettkampfen um den „Gospcsvetski Pokal", die Heuer bereits zum vierten Mal vom Sportklub „Jlirija'^ zur Durchführung gebracht wurden, beteiligte sich auch Heuer die Fußballmannschaft des SSK. Maribor. Die Spiele wurden zwar nur über eine Zeitstrecke von 40 Minuten ausgetragen, verliefen aber tpotzd-^m höchst interessant. „M a r i b o r" stieß in der Vor runde an „S l o v a n", dessen Mannschaft wider Enrxlrten den härtesten Widerstand leistete. Nach einem überaus spannenden Kanrpf blieb „Maribor" schließlich doch mit 3:3 (3:1) verdienter Sieger. Das letzte Gi-'al resultierte aus einem Elfmeterstok. Schiedsrichter Betetto entsprach. Im Tndspiel traf nun „Maribor", wie allgemein l.rwar-tet, an „I l i r i j a der zuvor „Jadran" mit 4:0 (1:0) ausschattete.^^r Kampf wurde recht hart geführt und sahiin Angriff BaLnik war wieder viel langsam und K 0 nrad konnte allein nichts ausrichten, (tine gute Wirkung erzielte ^a-gezeu Camernik, der neueste Spielerwerb der „Eisenbahner". <^amcrnik, welcher zuvor in der Mannschaft des Altmeisters „Pri?morje" tätig war, zeigte viel Sinn sür ein flottes Kombinationsspiel und erwieS sich auch als flnter Schüsse. Die Deckung hatte in F r a n g e und.R 0 njak zwei aufopferungsvolle Spieler, doch genügte dieS diesmal nicht, den veliementen Angriffen der ausgezeichneten Gäste standzuhalten. V 0-grinec leistete sich i^ur Abwechsluna nne-^r einmal — einen Versager. Das Hinterspiel mitHeller iin Tor rackerte sich zwar ehrlich ab, doch waren die Leistnnae.n insbesondere in der ersten Spielhälste allzu schwach. Di< der trs^a^nl«. Marlbor, Juralti^??n Zanuniung von indischen Erzählungen und Sagen, die zu den heiligen Bückiern de5 Vnddhislnus zählt und von den buddhistischen Mönchen in das Chinesische Übersetzt wurde, findet sich folgende indische Sage: Der Monarch eine? inächtigen Landes h^itle viele Vasallen, von denen einer besonder? mächtig, aber auch eigenwillig war. Dieser sandte eines Tages an den Kaiser ein.'n Gesandten, der dem Herrscher einen pittchtl.ien Elefantcil isberbrachte, der a!s l^^eschenk für den jsaiser bestimmt war. Der l^^esandte richtete aber auch eine weniger an qenehme Botschaft aus, denu der Vasallen-sürst lies; seinem Lehensherrn folgendes sa« l^en: „Ich sende Dir diesm Elefanten als Geschenk. Ich bitte Dich aber, mich daS genaue Gewicht dieses Tieres wissen zu l'affen. Zolltest Du dazu nicht in der Lage sein, so sage ich inich von Dir los, uird das Schwert !nag zwischen uns entscheiden. Kannst Tu lUlr jedoch dl>Z genaue Gewicht dieses Elefanten angeben, so werde ich Dir auch in Zukunft Untertan sein." Da geriet der Kaiser in großen Zorn und befahl in seiner ersten Wut. man solle dem unversclMmten G>esandten den Kopf abschlagen. Aber seine Minister rieten ab. Durch e'.ue derartige Tat ivürde nicht nur der Krieg unabivendbar, sondern auch die anderen Vasallenfürsten würden angesichts des Frevels eines Gesandtenuiordes sich unzweifelhaft gegen den Kaiser erheben. Das sah der Herrscher denn auch ein, er berief einen Kronrat und forderte Vorschläge, wie man das Gewicht dieses Riesenti^res bestimmen kSnilte. Aber die Minister blieben stumm. Da befahl der Kaiser ihnen, am nächsten Tage wiederzukommen und ihln Vorschläge Ku unterbreiten. Als der eine Minister mißgestimmt nach Hause kam, fragte ihn sein Sohn, ein aufgeweckter Knabe, was den Vater bedrücke. Als er aber den Grund erfahren hatte, lachte er und sagte: „Aber daseist doch ganz leicht, laß mich nur machen. Pater." ?lm anderen Morgeil führte der Minister leinen Sohn dem Kaiser zu. und als dieser den Plan des Knaben vernommen hatte, befahl er, ihm in allem zu gehorchen. Der Sohn deZ Ministers aber ließ eine große Barke herbeischaffen und ordnete an, man solle den Nefanten auf dieses Fahrzeug führen, waZ unter erhebl-ichen Schwierigkeiten geschah. Der Knabe ließ dann den Elefanten wieder an Land füHren, nachdem er die Linie, bis zu der das Gewicht des Elefanten daS Boot hatte einsinken lassen, durch einen Strich bezeichnet hatte. Dann ließ er das Boot mit Steinen füllen, bis es zu dem angegebenen Strich einsank. Die Steine wurden genau gewogen und ergaben das Gewicht deS Elefanten, das dann der Gesandte jenes Vasallenfürsten seinem Herrn mitteilte. Der Kai-ser aber belohnte den klugen Knedingungen im Vermehr mit England auf raffinierte Weise umgangen werden. Der Paßzwang dient in England ausschließlich, um die internationale Verbrecherwelt zu kontrollieren. .Hochstapler und Verbrecher haben sich aber eine Einrichtung des sogenannten Weekend-Verkehrs zunutze gemacht, die sie von jedem Paßzlvang befreit. In jedem Londoner Reisebüro werden Weekend-Karten nach Frankreich u. Belgien verkaust. Der Besi^r eines Weekendbildes ist von jeder Paßforinalität befreit. Wie Scottland-Yard behauptet, sind die Wochenendkarten in der letzten Zeit zu wahren Verbrecherpässe,l geworden, die, mit diesen Karten ausgerüstet, ungehindert von und nach England reisen. nur mit I^ederlexun^. l)as öeste iztbeksnntlicii stets öillij^zte lllllllZiIliit« türNerdtt u. Wlnte' Die vicksencle Veidieitunx cler leielt okne viel V/orte den Level» Lin Veiiucd un6Sie »!ncl «tRncli» xer /^dnebmer » Ds8 8piel 6vr ?nllie8siii Vsrei»8lli Noman von Terald Ev»berla«d. 41 (Nachdruck verböte«.) Mit eimm donwaren Blick sah sie ii)n an. Als er jetzt geendet hatte, schüttelte sie cnt« ''lilossen den Kopf, wührend ein schmerzliche i!äch?ln um ihren Mund zuckte. „Nein, Herr Michelle, eS bst unm^lich. ^ch bin einfach nicht Stande, eine solche p^erichtsver)an^lung von vielen Tagen durch jttmachen und Menschen ins Zucht^us zu bringen, miigen sie mir auch noch soviel angetan l>aben. Mein Hcist, meine Verachtung wi'irde sich gegen mich selbst richten. Zwischen »ueiner Vergangenheit und meinem neuen Leben soll ein breiter, weiter Abstand sein. ?oll ein großes Vergessen liegen. Gelingt es mir nicht, der Polizei wie der Organisation von Markham Gros zu entfliehn — dann sterbe ich leicht. Ich habe lange genug in der Nähe des Tod^ gelebt, als das; der Gedanke an ihn für mich einen Schrecken bedeutete." „So bitte icfi Sie — um meinetwillen!" bat Frank. „Sie sind ein Mensch mit einer guten, grllndguten Seele, Herr Michelle. Aber Sie wissen genau so gut wie ich, daß ich nicht leben kann und dcirf — um Ihretwillen! Ich danke Gott von Herzen, das^ er mich Ihren Lebensweg bat kreuzen lassen. Nun machen Sie mir es nicht noch schlvercr, 0l>n Ihnen zu gehen." Sie löste eine Hand vom Steuer und legte sie einen Augenblick auf die seine. Bon einem jähen, zärtlich«» Gefühl iiberwältigt, beugte er sich nieder und küßte diese schlanke, ki'lhle Hand. (5ine Minute später hielten sie oor '!>em Postgebäude. Nur wenige Menschen belebten bereits die Straßen. Frank sprang mls dem Wagen, zog den Hut und ng^'n <^ang einer Mai'chine. Von den siebzehn Beamten, die für die Unternehmung zur Befreiung Irenes und zur Festnahme ihrer EntWrer stimmt n>arett, trugen nur vier Uniformen. Alle standen im großen Hofe von Scotland Pard in einer Linie und wurden von einem Oberkomnrisiär t^ber ihre Aufgabe kurz instruiert. Die Wachtmeister und der .Kommissär waren mit Revolvern bewaffnet. Sämtliche Beamten kannten bereits einen großen Teil des KriminalfaNes aus den ,^eitungen, die seit dem Verschwinden Irene Stansmores ständig Berichte über den Stand der Nachforschungen gebracht und Mutn?aßungen aller Art angestellt hatten. Der Fall war die kriminelle <Än!/ation der Woche gewesen. Sämtlich? Teilnehmer der Unternehmung hatten jahrelange Erfahrungen ihres Berufes 'hinter sich und waren erprobt. In drei verschiedenen Abteilungen verließen sie Scotland Pard, jeder Truvp mit besonderen Instruktionen verseben. Als sie in Autos Whiteck^avel erreicht hatten, blieb eine Abteilung zurück, um beide AnSgänge der Rottom Street ahl^usperren. Die zweite Abteilung hatte zu einem genau vorher bestimmten ?eitvimkt die Mauer erstiegen, auf deren Nuck^eife das Haus Nr. 847 lag, so-daß eine Flucht der Verbrecher durch die Hintertiir und die nach hinten gelegenen Fenfter verbindert wurde, l^nau zu gleicher ,^eit lhatte sich die dritte Abtetlnng in daS H.'ius durch die Bordertür zu verschaffen. Man wußte wohl in S?otland ?)ard. daß man es mit einer der gefährlichsten Organi- sationen zu tun hatte. Gie hatte fahrelang er« folgreich in den meisten Hauptstädten Mitteleuropas gearbeitet. Man wüßte, daß die Gesellschaft über bedeutende Mittel verfügte. Auch hatte man Grund zur Annahme, daß ihre Führer Eingang in die gute Gesellschaft gefunden hatten, wie denn auch Markham Gros und seine beiden Assistenten, Jli>an Benedick und IameS Smith, in vornehmen Londoner Klubs und bekannten Pariser Salons verkehrten. Schon oft war die Kriminalpolizei den drei Gentlemanverbrechsrn dicht auf den Fersön gen)e^en, aber stets »var e? ihnen gelungen, sich im letzten Augenblick der Festnahme zu entziehen. Jetzt gewann eS den Anschein, als ob )ve-nigstens eine Zivcigorganisation der Bande unschädlich gemacht werden konnte. K'^in Augenblick n>ar zu verlieren. Indessen n>urde Irene unter strengster Bewachung gehalten. An dem Morgen, als Franks laucles Telegramm in Scotland Yard eintraf, ivar sie früh erwacht. Sie hatte die Nacht lvenig geschlafen und unter schive-ren Träumen gelitten, aus denen sie geäui-stigt aus'geschreckt war. Kaum lvar es Morgen geworden, als sie sich erhob und sich Tee bereitete, ^re' Be-drücktl^eit wich nicht. Der Eindruck ihrer trostl'o'sen Lage übenvältigte sie. Sie lvar zu lebensunerfahren, um sich denken zu könnzn, iveshalb man sie gefangen hielt. Den Gedanken, daß man sie entführt hatte, um Geld für ihre Freilasiung zu erpressen, verwarf sie als zu unwa>hrsl!^mlich. Sie entsann sich eines Romans, den sie als Schulkind gelesen hatte und der von Räubern handelte, die in den italienischen Bergen Frauen überfielen und gefangen hielten, bis ihre Angehörigen sie loskauften. Aber das war eben ein Äo-man — in einer modernen Großstadt war so etwas undenkbar.^ Sie wollte ihren Mut nicht verlieren und' den Kopf oben behalten. Aber sie fühlte sich immer elender durch den Mangel an Schlaf, Bewegung und frischer Luft, durch die angstvolle Ungewißheit, in der sie lebte. Sie fühl« te, daß ihre Nerven zu versagen drohten. Kleiner /^nieiyer Klaviere! N»?ue, sehr gute Klaviere von Ili.M, PianinoS v. I l.ttW Din. aufm. Kleine Teilzahlungen. Th. Näuerle, Gosvo-ska ul. 5>v, Maribor. 14405 Photographleren ist zeitlos — es ist an keine Saison aebun-den. Gerade im Herbst Nnden Sie die schönsten Motive. Alles, was zum photographieren gehört. in bester Qualität und billigsten Preisen liefert ?s o to-metter, GospoSla ZV. 10540 e» Icau/ei» sesiieAZ fipKiemllliiiiei Einsätze, Matratzen, Ottomane, Diwane, Talon- und .Klubgar-nituren, NoUiaar, Afrik. Ueber-nahme aller Tapeziererarbelten Ul billigen Preisen bei Karol Preis, Maribor, GospoSka ul. Sf>. Preislisten gratis. 145sin 2v^ike Kronenbon« kauft PuL-ka ktedioua i zaloZni zavod d. d.. Ofisek, D^ati5ina ulica 27 130S4 Zwei Studentinnen der höheren Jahrgänge suchen Instruktionen. Anträge erbeten unter „(^cwissenhk»ft" an die Verwalt. 1459« V V W W V W V v' Heizbare Badewanne und erstkl. Gitarre zu verkaufen. Anzufragen Cankarjeva ul. 1, Hofge-öäude, Kanzlei. 14599 Ick I. Wl! en-gros und en-detail, kaufen Sie am besten und billigsten in der Holz, und Kohlenhandlung GregvrLiLeoa uliea 9 — Sloven sta ul. 8, durch den Hos. t45<^2 vrsssrtILsva ul. S 8!ov«a>Ila ul. 8. äuicti clen ttot. Tadellose Herrenkleider, mittl. Gröne. zu verkaufen. Sodna ul. 14/2. Tür 7. Anfr. Sonntag zwischen W und 12 Nhr. 14S9k Eigenen, prima Maschanzker« Obstmost in jeder Menge verkaust je nach Kaufmeiige Litei 2.50—3 Dinar Marin. Maribor. VojaSniSka 5. 146?8 Schtvarzes Abendkleid preiswert zu verkaufen. Adr. Verw. 14632 Neue Schlaf- und Speisezimmermöbel, modernste Muster. Tischlerei Kompara, Aleksandrova cesta 48. 14007 Gestrickte Kleider tn allen nio-derneu Farben in größter Auswahl kaufen Sie am billigsten in der Strickeret M. Vezsak, Maribor, VetrinsSka 17. 124^3 Tin Paar Lastpferde j^u verlaufen. Zu besichtigen früh oder mittags Meljska 29. 14505 Wir photographieren alle»! Porträt', Paß-, Industr^-. Eport-, Schnellbilder. Legitima tion. Photomeyer, Aofposka Z9. 125VS Eine Stellage mit GlaSschuber un-d Laden, sehr gut erhalt'.'n, btlliast alizuaeben. Gospokta Klektromotore „Kkoda" für Gewerbe und Landwirtschaft ständig auf Lager bei Ili^ S; Ti-chy. Maribor. Clovenfka ui. !6. Durchflihrung von Montagen i. Villen, Wohnungen u. s^abrikS-gebäuden. Grohe Auswahl in Leuchtkörpern, elektrotechnischen Artikeln zu Konkurrenzpreisen. 104»« vvvvvvvvvvvvvvvvvvv Kleinere Wohnung an ruhige, kinderlose Partei zu vermi<^»:n. ZinS ftir 3 Monate voraus. Adr. Berw. 14507 Möbl. Zimmer, Bahnhofnähe, zu vermieten. Aleksandrova cesta .57/1, Surkie. U6V2 Großes Zimmer, möbliert sdcr leer, auch als Kanzlei verwendbar, mit sep. Einstang. sehr rein, vis-a-vis Bahnhof, nb^ui-asben mit I. November. Adr. Veriv. Möbl. Zimmer, Parkaussicht, an soliden Herrn oder Fräulein zu vermieten. Adr. Verw. 14595 Wohnung, 2 Zimmer u. Küche, samt Zug^hör, zu vermieten. Obmesna ulica 12, beim ,.Na« Vid"-Sportplatz. 14597 2 leere Zimmer für Kanzlei oder Gewerbe zu vergeben. ?Ilck sandrova 48. 14NY6 Student oder Zimmerherr wird aufgenomnren. Adr. Verw. 14014 Solider, ruhiger Bursche wird auf Kost und Bett genommen. Anzufragen GospoSka ul. 23. HauSmeist. 14W8 Schön mi>bl. Zimmer, gassen-seitig. elektr. Licht, event. Kost, mit 1. November zu vermieten. KoroSLeva 7, I. St.. Tür 0. 143st0 Iwel reine Betten, mit oder ohne Kost, bis 1. Novemb!.'r zu vermieten. Adr. Verw. Gut gehendes Gasthaus samt Fleischhauerei zu verpachte«, wenn günstig, auch verkäuflich. Adr. Verw. 14631 Drei schöne Kanzleiräume in der Stadtmitte sofort zu vermieten. An^'.ufrageil Slovei'tk, 8. l'e! der HluSmeiste?!u. cd.'r in der Kohlenhandlung Tinnausr, ebendort. 14541^ Mitbl. Zimmer» ruhig, staubfr^'i, sonnig, sep. Eingang, mit Ra« d?^immerbenüt)ung, an einen besseren Herrn zu vermieten. Anzufragen bei Fr. Temen», im G?scb5ft Maad'^lenZfa ulica l'.'l. Großes Zimmer, möbliert sdcr leer, auch als Kanzlei verwendbar, mit sep. Einstang. sehr rein, vis-a-vis Bahnhof, nb^ui-asben mit I. November. Adr. Veriv. 8mken klorstrumpke aller ^rten un6 billiß^zt im oxttt-Vsiar, Vetrlnlslls t 8. Bäckerei zu vergeben. Adr. Verwaltung. 14k?3bl. Zimmer, gassen-seitig. elektr. Licht, event. Kost, mit 1. November zu vermieten. KoroSLeva 7, I. St.. Tür 0. 143st0 Iwel reine Betten, mit oder ohne Kost, bis 1. Novemb!.'r zu vermieten. Adr. Verw. Gut gehendes Gasthaus samt Fleischhauerei zu verpachte«, wenn günstig, auch verkäuflich. Adr. Verw. 14631 Drei schöne Kanzleiräume in der Stadtmitte sofort zu vermieten. An^'.ufrageil Slovei'tk, 8. l'e! der HluSmeiste?!u. cd.'r in der Kohlenhandlung Tinnausr, ebendort. 14541^ Schönes, möbl. Zimmer mit Zentralheizung nur cin besszren Herrn sofort zu vermisten. Anzufragen K?qula, Tom^iöev dre vored 231, von 1K—19 >1hr. 14.M Ruhiger Privatbeamter sucht einfache Wohnung mit Verpflegung. Zuschriften unter „Fami. lienanschluß" an die Verw. 14633 Kost« und Ouartierplat! gesucht für ein 17jährige. solides Mädchen. Anfr. bei Fr. Ziessa, Sle-venska 26. Part, links. 14919 2—Zzimmerige Wohnung in Maribor von besserem Ehepaar für sofort oder später gesucht. Antrage unter „Mit viel Sonne M" an die Berw. N244 2—gzimmerige Wohnung» Par tett. im Zentrum der Etc>dt. per sofort. Anträge unter „2 bis 3" an die Berw. 13QiZ8 Abgeschlossene Zweizimmerwohnung von besserem, reinem und kinderlosem Tliepaar gesucht. --Anträge unter «Zwei Personen" an die Berw. 14485 Iullge Witwe, kausmänii?lsch gebildet. perfekt slowenisch und deutsch in Wort und Schrift, sucht Stelle als Bürokraft, !tas-sieriu event. Bertäuferin. Eintritt sofort. Zuschriften erbeten unter „Intelligent und gewissen Haft" Ml die Berw. 14li'.Zl) Nette ältere Frau sucht Stelle bei einfacher, kleiner Familie als Köchin, scheut keine Hausarbeit. Adr. Maria Kosi, T^or-niSka cesta 4/2. Tür 7. l-tt-t? O/ZeZis S/eFFen Gesund« Lehrmädchen für Damenschneiderei werden aufgenommen. ^ ?lovenska ulica 12. Hof 1. Lehrmädchen für Damenschnei-derei wird aufgenommen. Bilms AmbroÜiL, GrajSka ul. 2. 14623 Lehrjunge, der Talent zum Zeichnen hat, wird für Schriftenmalerei aufgenommen. Am^ broZiiö Franz. GrajSka ul. 2. 14634 IlilNiNsslWMMMlM aus Kunstblumen. Mranzfchlei-fen, Uebertane bei 143?14 c. vvvcffei^vi Martbor, Vosposta ul. o»«eder onä «I«o vruek vvr»ot. AvrUledz vlrektor Lt»nko ^ VelilO Modlld»lt w A^»rldor.