Nr. 5). Donnerstag, 8, Jänner 1903. 122. Jahrgang. Mbacher Zeitung. M? « 5> « ?.''^'^ ^'' Posters« »bung: MizMlia I>a Ii, hnlMirin 15 «. Im Kontor: „«!,,;-" " !^, haidinhriii i, X. Fiii dic Z,istl'IIm>ss ins Haus nmlMhnl, ^ i<, - I»sertiu»sgcbül)r: ssür l!ri>u> re vlil^iaie !)!« zu 4 Zeile» 5U li, grolicre per Icile 12 I, i l!ü! üflorn: Wiedcrliulttügcn pol Zcilc u ll. Nic »Laibachcv Zrit»,!^' rischcinl läglich, »üt Aiisiinhmc der Sonn- unb Fcirrtau»', Dir Administraliun befindet sich itongrl'ßpla!) Nr, 2, die Nednltion Dnlnmüngassc Nr, 6. Sprechstunde» der Ncdaltio» vo» 8 liiö 10 Uhr voriniüaus. Unfranlicrlc Aricfe werden nicht n,,s>enu»nnen, Älannjlriftle nicht zurückgestellt. ! Amtlicher Teil. Seine k. und k. Apostolische Majestät geruhten "llergnädigst zu verleihen: die Würde eines Geheimen Rates mit Nachsicht der Taxe: dein Ieldzengmeister Otto Beck Edlen von N orde n^a u, General°Genie°Inspektor, und dem Feldmarfchall-Leulnant.^larl Freiherrn voll Ucerteils, Commandanten des l>. Korps nnd kommandierenden General in Kassa (Kaschau) ; 2U ernennen: zu Oberst-Inhabern: des Infanterieregiments Nr. W: den Feldmarschall-Leutnant Karl Horsetzty . Edlen von Hornthal, Militärkommandanten in ' Zara, und ^ des Infanterieregiments Nr. 74: den Feldmarschall°Leutnant Franz Schönaich, «onnnandanten des l). Korps und konllnandierendeii General in Iosefstadt. ! . Der Äiinisterpräsident als Leiter des Justiz. ! Mtmsterinms hat ernannt zu Vezirksrichtern die Ge-nchtsadjuntten Franz P eterli n in Krainblirg für ironau Dr. Anton Herzog in Stainz für Äirk-^a und ^ranz S o ,n ni er eg g er in Villach für ^nedberg; weiter versetzt oie Gcrichtsadjnntten Dr. Karl ''i rdn^^'".^'.^"bard in Steiermark nach > ch P tt.k^'^^ fflepUchnegg in Frieoau tturisä^ /' ^^'"'" "^'in in Kronali lwch s ^ H'' ",^ und Jakob Äntloga in Nassen' N'd nach ^rambnrg; (^..>/^^' ^"iehen den Gerichtsadjunkten für den . ^? '"berlandesgei'ichts-SpreliaetGeorg Kozina "no ^aientm Levi (>ni k je eine Gerichtsadjuntten--telle, nnd zwar ersterem in Nassenfuß und letzterem u? ^tronaili endlich crnannt zu Gerichtsadjnnktcn die Ans-lMtanten Roman Terstenjak und Lndwig ^^rscha für den Grazer Oberlandesgerichw- Mahrenberg. Nen /. Manner 1^^ wurde in der l. l. Hof- und Staats-dilickeiei das I^XVII., 01, und LXI. Stück der ruthenischen, das c?XVl. Stiicl der polnischen und das OXVII, Stück der' kroatischen, rnthenischen und slouenischen Ausgabe des Reichs^ gesetzblaltes vom Jahre 1W2 ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Ieituug» Uon, 6, Iäuuer 1WA (')ir. 4) wurde die Weiterverbreitn»«, folgender Preß-erzeugnisse verboten: Nr. 1 ^1l7) «Der Scherer». Nr. bii «Voltszeituug» vom 25. Dezember 1902. Nr. 88u«Ul» vom 27. Dezember !W2. Nr. 52 (714) «1^» i)un»6« »l fretär der russischen Votschaft in Konstantinopel, Herr Oerbackij, „als einer der besten Kenner Mazedoniens" vom Grafen Lambsdorff nach Wien berufen worden sei. Herr l'erbackij ist kein Kenner Mazedoniens und er ist auch nicht nach Wien bernfen worden. Er hatte einfach als Sekretär der russischen Votschaft in Kon» stantinopel Depeschen derselben nach Wien zu bringen und ist wieder auf seinen Posten zurückgekehrt. Herr ('erbackij hat an den Wiener Besprechungen nicht nur keinen Anteil genommen, sondern war bei denselben gar nicht anwesend. Vr hatte auch nicht die Aufgabe, dem Sekretär des Grafen Lambsdorff, Herr Savin-skij, bei dessen Arbeiten irgeendwie behilflich zu sein. Der rnssische Minister des Aenßern hat Herrn i^er° barkij nur gelegentlich des ihm zu Ehren auf der rusfifchen Votfchaft gegebenen Diners, wie andere Gäste, flüchtig gesehen. Die Vehanptnng, daß Herr l'erbackij an Stelle des nach München versetzten Herrn Stolipin zum Sekretär bei der Votschaft in Wien er» nannt wurde, ist unrichtig; er verbleibt vielmehr in ! der Stcllnng eines zweiten Sekretärs der Botschaft in ! Konstantinopel, die er erst in jüngster Zeit erhalten hat. Der durch i>en Abgang des Herrn Stolipin er» erledigte Sekretärsposten in Wien wird seit drei Mo» naten dnrch Herrn ßerebcov bekleidet. — Ans Konstantinopel wird ein Bericht des ,,Ik» dam" mitgeteilt, wonach der serbische Generalkonsul in Uesküb dem Gencralinspektor Hussein Hilmi Pascha einen Besuch abgestattet und ihn zu seinen Erfolgen boi der begonnenen Ausführung der angeordneten Maßregeln beglückwünscht hat. Feuilleton. In höchst mißlicher Lage. Kulturstizze aus dem Leben einer riimischen Provinzstadt. Mitgeteilt von Fb. H>. (Fortsetzung.) em.'.^n^k" Worten wandten sich die Blicke aller ' <'" ^lmue äu, der am andern Ende der Tafel saß drusi"" ^" ^"^'" ^ höchsten Aergers und Ner-ilm 55 ^" öm'am war, den Saal zn verlassen, als suckw m?"" '"'l folgenden Worten zurückzuhalten und ..',. ",, ^ "och mie Weile, lieber Thelyphron, Gescki.^ ^ "'^ v^lmehr den ganzen Hergang der Anmn? > "^ "uch '""" freund Lucius sich an der "nnut deiner Rede erfreue." nicht w?^ ^"lforderung der Dame tonnte der Mann bekannt ^'^"' "^ '"dem er als Einleitung die jud^ ""6 Virgils Aeneide Inluutwm iniki o Köniail^m ^".^"' m (du zwingst mich, mit w '-l ' ^"^alichen Schmerz zn ernenern) efä M " ^^Ullne zitierte, gab er seine Leidens-?ia.nm ^'"> ^lten. Es würde mich zn sehr von dem , nniüien Zwecke meiner Geschichte abziehen, wollte ly,^^"'äm Hergang der ziemlich langen Rede wl d^len' Der ^inn derselben war der, daß er um.^ .'? ^"'"^' '''l) 'unnal herbeigelassen hatte, eim'n > ^'^'"^'u^'" Geldgeschenk die Leichenwache bei S6 /!"""' Toten zu halten, dabei jedoch, von: ^ "^ "^'wältigt, bei seineni Erwachen mit Ent-o7s s. sf"'?^ ^"^ die L,ich, zwar unverletzt dalag, und ^, "^ von den schlimmen Hexen seiner Nase krn.'^ -" ^"'""^ ^urde, statt deren sie ihm wach. cn>. Präparate ins Gesicht gepickt hatten. Als er seine Eezählung beendet hatte, widerhallte der Saal von dem stürmischen Gelächter aller An»! luesenden; denn wer den Schaden hat, darf für den Spott nicht sorgen, galt damals so gut wie heutigen Tages. Unter solchen und ähnlichen Gesprächen war es schon ziemlich spät geworden, und der Diener, den Lucius mitgenommen hatte, trat in den Saal nnd mahnte seinen Herrn zum Aufbruche. Bevor sich jedoch dieser von der Gefellschaft verabschiedete, richtete Vyrrhäna noch folgende Worte an ihn: „Morgen, lieber Lucius, feiern wir in unferer Stadt ein großes und seltenes Fest, das wohl nirgends sonst in ganz Griechenland begangen wird. Es ist das Fest des Gottes Nisus (der Gott der Fröhlichkeit und des Lachens), den wir alljährlich an diesem Tage dnrch befondere Fröhlichkeit verehren. Hoffentlich wirst anch du einiges dazu beitragen, diefes Fest zu einein beson» ders genußreichen zu gestalten, nnd uns abends wieder mit deiner Gegenwart erfreuen, damit wir gemeinschaftlich eine kleine Nachfeier begehen und fo den Tag in einer deo Gottes würdigen Weise be» schließen." Er versprach beides, hatte aber wohl keine Ahnung, daß gerade er es sei, der von dein Schicksale dazu bestimmt war, dem Gotte Nisus das ausgiebigste Opfer zu bringen. Als er dnrch das Atrium schritt, zündete er seine Lampe an und verließ mit etwas schwankenden Schritten, eitle Folge des reichlich genossenen Weines, das gastliche Haus. Schon war er eine Weile, gefolgt von feinem Diener, gegangen, als bei der Biegnng in eine Gasse ein Plötzlicher Windstoß das Licht seiner Laterne auslöschte; so stand er nun in fast vollständiger Finster» mo da. Was nun tun? Das Einfachste wäre frmkch gewesen, das Licht wieder anzuzünden, aber womit? Zündhölzchen gab es damals noch keine, in ein Haus einzutreten nnd nm ein Feuer zu ersucheu, war auch nicht möglich, da dieselben bereits alle geschlossen waren; so tappte er denn mit vorgehaltenen Händen, häufig mit den Füßen an den Steinen anstoßend, weiter und gelangte mit Müh' nnd Not endlich vor seiner Herberge an. Da erblickte er etwas, das ihm sehr bedenklich erschien. Vor dem Hause standen drei mächtige Gestalten, die gegen das Tor drückten, als ob sie dasselbe einrcnnen wollten, bei welcher Beschäf» tignng sie sich durch das Herannahen nnseres Helden nicht im geringsteil stören ließeil. Obwohl er bei der dichtenFinsternis nichts Genaues unterscheiden konnte, so mußte er doch diese drei Gestalten mit Necht für höchst gefährliche und verwegene, Nänber halten, welche offenbar die Absicht hatten, seinen Gastwirt Milo auszuranben und zu töteu. Nasch entschlossen zog er sein Schwert, griff mutig an und stach so lange wütend in die unheimlichen Gestalten ein, bis sie samt« lich in ihrem Blnte dalagen ... Ueber den weiteren Hergang mag unser Held, dein wir hier da5 Wort überlassen, selbst berichten. Er hat denfelbon in seinem Werke „MeiamorM'on , bekannter noch unter dem Namen „Der goldene Esel . in sehr anschaulicher Weise dargestellt. „Nachdem ich so den Eingang freigemacht hatte erzählte er, „stürzte ich ins Hans beg.b m,ch auf meine Kammer, warf mich aufs Bett und schlief, ohne mich weiter um das eben Vollbrachte zu kümmern, fest oin. Kmim war der Tag angebrochen, erwachte ich und in mir zugleich das Bewußtsein der gestern nachts uer» übten Tat, und je mehr ich darüber nachdachte, desto schwüler wurde es mir zunmte. So saß ich auf meimm Bette mit ineinander verschlungenen Fingern dic Laibacher Zeiwng Nr. 5. ^^^ ^ 8. Jänner 1903. Politische Uebersicht. Laibach, 7. Jänner. Am 5. d. 21t. vormittags trat«: im Mnisterprä« sidium die Konferenzteilnehmer aus Mähren, am selben Tage nachmittags jene aus Böhmen zur Fortsetzung der Beratungen znsam-men. Hiebei machte der Ministerpräsident die Dele-gierten mit den Grundzügen des neuen Negierungs« elaborates bekannt. In einer am (>. d. M. in Prag abgehaltenen All» deutschen Vertrauens mann ör 'Versammlung referierte Abg. Tsch an über die programmatischen Grundsätze der neuen Alldeutschen Pcn-tei und legte den Entwurf für die Parteiorganisation vor. In demselben wird an dein Grundsätze fest» gehalten, das; die oberste Instanz sowohl für die Ab» geordneten als auch für alle Parteiangelegenheiten die Vertrauensmännerversammlung bildet. Die Grundsätze wurden gutgeheißen und die daran ge knüpfte Konsequenz, daß lediglich die Vertrauens' manner zu bestimmen haben, ob ein Abgeordneter sein Mandat beizubehalten oder niederzulegen habe, ge» nehmigt. Die Programmatischen Bestimmungen decken sich ungefähr mit dem Linzer Programm. Es wird insbesondere betont, daß die Partei eine Arbeitspartei sein müsse, welche jede Demonstrations» und Schlagwort-Politik von sich fernzuhalten habe und den Wirt» schaftlichen und sozialen Fragen shr besonderes Augenmerk zuwenden müsse. Ohne den völkischen Wert der „Los von Nom">Vewegung zu verkennen, könne die Partei doch diese Bewegung nicht als verpflichtenden Programmpunkt akzeptieren. — Diese programmati» schen Bestimmungen wurden ebenfalls einhellig nn> genommen. Die Berliner „Post" schreibt: Die Meldung, daß es gelungen sei, noch in zwölfter Stnnde den Wirt» fchaftlich ' Politischen Ausgleich zwischen O ester rei ch un d U n g arn zu stände zu bringen, hat überall in Europa, wo man sich des Wertes und der Bedeutung der Habsburgischen Monarchie bewußt ist, Befriedigung erregt, gewiß aber nirgends mehr als im Deutschen Reiche, wo gesunder Egoismus und aufrichtige Sympathie vereint uns dahin bringen müfsen, alles, was das Nachbarreich kräftigt und was zu feinem Heile ausschlagen mag, mit Befriedigung zu begrüßen. Daß dies erreicht wurde, erscheint uns wertvoll: daß es gerade jetzt erreicht werden konnte, doppelt wertvoll. Ein starkes Oesterreich - Ungarn, neuerlich konsolidiert und sich selbst wiedergegeben, ist für alle Freunde des europäischen Friedens unschätz« bar. Der leitende Minister des der Habsburgischen Monarchie freundschaftlich nahegetretenen russischen Reiches, der gerade in Wien weilte, als die dortige Krise ihren Höhepunkt erreichte, wird seinem Monarchen mit aufrichtiger Genugtuung haben melden können, daß er, um uns den Gedanlengang des Herrn v. Szsll anzueignen, wohl einen hartnäckigen Kampf, aber auch ein ehrenvolles Ende desselben gesehen hat. Nach einer weiteren Ausführung schließt das Blatt mit den Worten: „Die erneuerte Konsolidierung Oesterreich-Ungarns ist eine wertvolle Neujahrsgabe fur alle, me die ossemliche Ordnung und den bestehen» > den Nechtszustano des Weitteiles erhalten zu sehen wünschen." Wie man aus Nom berichtet, war der Empfang des Verfassers des Werkes „Der Katholizismus und das zwanzigste Jahrhundert", Professor Dr. Ehr-» hard, seitens des Papstes Leo X111. ein ungemein wohlwollender, ja herzlicher. Auch von den Kardinälen und anderen hohen Würdenträgern der Kirche, denen Professor Ehrhard Besuche abstattete, wurde er mit großer Freundlichkeit aufgenommen. Die ihm er« wiesene Aufmerksamkeit verdiene umsomehr beachtet zu werden, als sein Wert bekanntlich in manchen tirch' lichen Kreisen heftigen Aligriffen ausgefetzt war und seine Gegner verlangten, daß es auf den Index gesetzt werde. Allein die Wirkung dieser Angriffe ist aus-» geblieben, und Dr. Ehrhard erhielt im Verlaufe der Audienz beim Papste sowie im Verkehre mit den Kirchenfürften Gelegenheit, sich gegenüber dein ihm von seinen Gegnern gemachten Vorwurfe, er sei vom rechten Glauben abgewichen, zu rechtfertigen. In Frankreich haben jüngst die Wähle n in den Senat stattgefunden, der verfassungsmäßig alle drei Jahre zu einem Drittel erneuert werden muß. Es fielen von den zur Besetzung gelangten !)0 Man-daten ? den Konservativen, 25 den Progressisten, 1U den Ministeriellen, W den radikalen Republikanern und 10 den Sozialisten zu. Die Ministeriellen gewannen 11 Sitze, gehen l'üso als Sieger aus dem Wahllampfe hervor. Ministerpräsident Eombes wurde nicht bloß in seinem bisherigen Wahlbezirke im De» Partement Eharente Inf^rieure, sondern auch auf der Insel Korsika gewählt, wo seine Kandidatur erst Tags zuvor aufgestellt worden war. Finanzminister Rou-vier drang im Departement Alpes Maritimes durch, der frühere Parifer Polizeipräsident Andrieux wurde ebenfalls gewählt, dagegen unterlagen die ehemaligen Minister Hanotaux und Nambauo. Tagesucuigteiten. — (Verwundungen durch Haifische) kommen selten zur Beobachtung des Arztes, weil diese Meeresräubcr ihre Arbeit gewöhnlich so gründlich tun, daß von der einmal gefaßten Beute nichts übrig bleibt. Das erklärt sich schon durch die Form der Haifischzähne, die ausgezeichnet zum Festhalten eines gepackten Gegenstandes geeignet ist. Ein amerikanischer Militärarzt hat jedoch in den Philippinen drei Fälle von Haifischbiffen unter die Hände betommen. Der eine davon liefert ein eindrücllichcs Beispiel für die Tatsache, daß ein Mensch eine furchtbare Verletzung ertragen kann ohne viel Schmerz zu empfinden und ohne Verlust der Fähigkeit zu kräftigem Widerstände. Ein Schiffsjunge fühlte sich beim Baden plötzlich heftig von unten her gepackt; ohne einen Begriff von seiner Lage zu haben, war sein erstes Streben, Widerstand zu leisten und an die Wasseroberfläche zu gelangen. Er fühlte dann ein entsetzliches Knacken in seinem linken Knie, aber er dachte, zweifellos infolge der Erregung, gar nicht an einen Schmerz oder überhaupt an eine Verletzung. Nach diesem Augenblicke fühlte er sich unerwartet erleichtert und schwamm mit aller ihm übergebliebenen Kraft zu dem etwa zehn Meter entfernten Boot. Hier erst bemerkte er, daß sein linkes Bein fort war, dennoch hielt ^ er sich unerschrocken an dem Rande des Bootes fest, bis er hineingezogen war. Seine Kameraden bemühten sich nun. durch Zusammenpressen der großen Schlagader das Blut zu stillen. Es wurde ein roher Verband gemacht, und nach', hältnismäßig kurzer Zeit konnte auf dem zwei Seenk entfernten Schiffe die Amputation vorgenommen w^ die zur Wiederherstellung des Patienten führte. — E" anderenManne wurde während der Untersuchung eines Z? netzes ein Stück vom Fuß durch einen Haifisch abgel^ Im dritten Falle erhielt jemand während des Schwim! sogar einen Biß ins Gesicht, so daß die Nase nur no5> einem kleinen Hautstück hing nnd Abdrücke der Haifisch/' auf der ganzen rechten Wange erkennbar waren. Trotz ^ Verletzungen konnten die Betroffenen sicher von Glück s^ — (Unheilvoller Reichtum.) Ein ge^ Naffaellc Varonti in Buenos Aires, der das große Loi, spanischen Weihnachtslotterie im Betrage von fünf Mill^ Pesetas gewonnen hatte, betrat kürzlich die St, I«e Kirche während des Gottesdienstes und erging sich in l^ Schmähungen und Drohrufen gegen die andächtige V» Schließlich zog er einen Revolver aus der Tasche und fh wiederholt gegen den messelesenden Priester. In der Hh entstand eine wilde Panit. Erst den herbeigerufenen Ac sten gelang es, den Rasenden zu entwaffnen und ihn ^, fest zu machen, der, wie sich herausstellte, über seinen!.d lichen Reichtum wahnsinnig geworden war. z — (Wieein GelehrterdieweiblicheO mode umbilden wollte), erzählte Professor n thelot in der letzten Sitzung der französischen Akademie Wissenschaften, in welcher er einen Vortrag über de>^ rühmten Chemiker Chevreul hielt, der im letzten Iahl,se des vorigen Jahrhunderts im Alter von 103Iahren aM! ist. Es ist eine allgemein bekannte Tatsache, daß die ^ einanoerstellung zweier Farben auf einer Flacky Stoffs Bild, auf den Sinneseindruck, den sie hervorrufen, ^ wesentlichen Einfluß hat. Jede Farbe beeinflußt die A ihr liegende Farbe, und zwar in doppelter Beziehung^ sichtlich der Intensität und hinsichtlich der Nuance. W°5 nächst die Intensität betrifft, so erscheint die hellere B bci der Zcsammenstellung noch heller als sonst, die du^ noch dunkler: das ist eine Kontrastwirkung. Noch auff^ der offenbart sich der Farbenübergang; so erscheint ein" Kreis auf weißem Grunde an seinen Rändern grün, wck ein weißer Kreis auf grünem Grunde rot erscheint. !5 diesen Grundregeln ausgehend, wollte sich der alte Che^' zum Beherrscher der Damenmode machen. Ganz Franl» vor allem aber der weibliche Teil der Bevölkerung, fuhA Schreck zusammen, als der Herr eines Tages folgende O?' über Damcnhüte erließ: „Für die Blonden paßt ein schw^ Hut mit weißen, rosenfarbenen oder roten Blumen Federn; dunkelfarbigen Mädchen steht er ja auch nichl an, aber ohne von so guter Wirkung zu sein. Die Vrii>! können orangenfarbene, gelbe u. s. w. Federn oder Ä^ hinzufügen. Der mattweiße Hut paßt nur für weißes rosiges Fleisch; eine Dunkelhaarige, die einen blauen aufsehen will, kann orangenfarbenen oder gelben Besatz, vermeiden. Der grüne Hut bringt weißes ober zart l? Fleisch zur vollen Geltung. Der rosenfarbene Hut darf der Haut nicht in Berührung lommen; er muß von ihl ^ die Haare, oder durch eine weiße, oder noch besser arüne' nitur getrennt sein. Ein veilchenblauer Hut ist für blö Frauen nicht geeignet, es sei denn, baß er von der Halite nur durch die Haare, sondern auch durch gelben Vesa! trennt ist." Eine vornehme Dame, der Chevreul seine? über Damenhüte vortrug, sagte mit einem Anflug von!^ hafter Ironie: „Oh, Herr Chevreul. wie dankbar wa^ Ihnen für Ihre Belehrungen, wenn ich jünger wäre!" ^ , reul suchte seine Hutmodc wenigstens im eigenen Hause ^, zusetzen, und seine Gattin erklärte einmal scherzend, d«^ nur noch graue Toiletten zu tragen wage. weil ihr Mai^ alle anderen Farben durch seine chemischen Formeln vtll habe. Knie umfassend, und seufzte und weinte bitterlich. Denn schon schwebte vor meinem Geiste das Forum, das Gericht, das Urteil, ja der Henker selbst. Oder wird sich wohl ein Nichter finden, der mich, den von dein Vlnte dreier Vürger befleckten Mörder, freispre. chen wird? Das also ist das Glück und der Nuhm, den mir vor der Abreise der Kaldäer Diophanes prophe» zeit hat! Unter solchen quälenden Gedanken vemahm ich ein Geräusch vor der Türe, die Plötzlich mit Gewalt aufgerissen wurde. Sofort füllte sich das Gemach mit Magistratspersonen, Gerichtsdienern und andern Leuten, die, von der Neugierdc getrieben, mit einge« drungen waren. Auf Vefehl del,- Magistratspersoncn packten mich die Liktoren und schleppte»: mich, der wohl an keinen Widerstand dachte, zur Türe und auf die Gasse heraus. Anfangs ging ich gefenkten Hauptes daher, doch allmählich bewog mich die Neugierde, den Vlick etwas zu heben. Da bemerkte ich zu meinem höchsten Erstaunen in den Gesichtern der zahlreich versammelten Menge nichts, was auf Feindseligkeit und Haß hätte schließen lassen, vielmehr die größte Heiterkeit. So wurde ich nach Art jener Opfertiere, die bei besondern Gelegenheiten als Sühnopfer geschlachtet werden, dnrch eine Menge von Gassen und Gäßchen bis auf das Forum geführt. Hier faßen bereits auf einer erhöhten Tribüne die Magistratspersonen mit dm Nichtern, die über den Fall entscheiden sollten. Schon gebot ein Herold mit lauter Stimme Still» schweigen, als sich Plötzlich der allgemeine Nuf aus dem Volke erhob: „Nach dem Theater!" Ohne Verzug wurde dem Folge geleistet. (Fortsetzung folgt.) Die rote socke. Kiiminalroman von Ernst von Waldow. (Fortsetzung.) Isabella von Friedheim hatte sich weniger Mühe gegeben, ihre Abneigung gegen den Stiefsohn zu verleugnen, und sie hatte mehr als einmal gemeinsamen Freunden gegenüber erklärt, daß sie ein Testament zu Gunsten ihres Neffen Noderich gemacht und der Vörsenspekulant Lucian, dessen Lebenswandel aller-dings kein eben makelloser war, auch nicht einen Heller von ihrem Vermögen erben solle, über welches der nachsichtige Gatte ihr freies Verfügungsrecht gelassen habe. Als Noderich das hohe graue Gebäude erblickte, dessen im Erdgeschosse gelegene Fenster vergittert waren, beschlich ihn wieder ein so peinliches Vor-gefühl, daß er am liebsten den schon erhobenen Fuß zurückgezogen und die Schwelle nicht überschritten hätte. Nichtsdestoweniger betrat er das düstere Vorder» haus, in dem jene feuchte Kühle herrschte, wie sie Ge-bäude auszuströmen pflegen, die längere Zeit unbe» wohnt waren, und -folgte hastig dem Diener eine schmale Treppe hinauf. In dem Korridor, den fie jetzt betraten, herrschte noch die Unordnung, welche man bei eben von der Neise Hei in gekehrten bemerken kann. Koffer, Hutschachteln standen hier und da; Mäntel nnd Schals lagen auf den Stühlen und Tischen, von denen nur flüchtig der ärgste Staub entfernt worden War. Der alte Ambrosius öffnete die Flügeltüren eines hohen, gewölbten Gemachs, das nur durch zwei auf dem Kamm brennende Wachsterzen iparlich erleu war. Zwei Frauen befanden sich m dein Zimmec> Baronin Friedheim und deren alte Dienerin W>' mine. Letztere verließ auf einen Wink der Herrin Gemach, ihr folgte Amdrosins. Beide begaben sich über, um das Schlafzimmer der Herrin instar, setzen, denn die Neise war so überstürzt geschehen/ keinerlei Vorbereitungen hatten getroffen l^ können: die ungelüfteten Gemächer waren feucht, kalt, und bei dem rauhen Herbstabende tat Ä^ not, zumal für eine Kranke. Tante und Neffe standen einander gegenüb' „Ich habe gestern deinen Brief erhalten, ^ rich", begann Isabella sogleich das Gespräch, naH sie dem Neffen ihre schmale, etwas abgemagerte 6 entgegengestreckt hatte, „und entschloß mich, oil Antwort darauf selbst zu bringen." , „Das war in der jetzigen Jahreszeit und deinem leidenden Gesundheitsznstande ziemlich, vorsichtig gehandelt, liebe Tante", unterbrach No5 sie kühl. j „Wäre es nicht unumgänglich notwendig gotv, würde ich mir die Anstrengung dieser Neise auch !' lich erspart haben, doch es galt Dingen, welche« stets höher gestanden haben, als mein eigenes ^ befinden; deshalb mußte es sein." Noderichs Stirn verdüsterte sich und er entg^ kurz: ^« ..Solltest du geglaubt haben, Tante Is^ daß deine Abmahnungeil mich bestimmen könnte!''! der Verbindung mit Angelika im letzten Aug^ zurückzutreten, so hast du dich schwer getäuscht. ^ Macht der Welt wird mich anderen Sinnes m"" Laibacher Zeitung Nr. 5. 39 8. Jänner 1903. ach "" (Der M e i st e r s ch ii l e r.) Ein Leierkastenmann eciM eines Morgens unter Mascagnis Fenster das unver-nxtdliche „Intermezzo" in so schnellem Tempo, daß der E'nponist es nicht länger ruhig anhören konnte, auf die s Z?aße stürzte, richtiges Tempo zu drehen begann und dem saunten Leiertastcnmann erklärte, er sei der Komponist '^s Stückes und wolle ihm zeigen, wie es gespielt werden ,,oM. Als der Mann. der zuerst ärgerlich war. begriff, sch/che Ehre Mascagni ihm antat, kam ihm plötzlich ein Ge-h>ate und ein breites Lachen überzog sein Gesicht. Am näch-z s5 Morgen erschien er wieder vor dem Hause des Kompo- ten mit einem großen Plakat an seiner Drehorgel, darauf "I'd zu lesen: ..Schüler des berühmten Mascagni". ilK ^ (^ leltrische Tötung eines Elcfante „.) ls London. 6. Jänner, wird gemeldet: Der Newyorler , l"3" " ^^^ "" Prachtexemplar von einem Elefanten. t denn auch der Stolz des Tiergartens war: er wog vier ginnen! Aber zum Unterschiede von anderen Tiergarten- , esanten. die gutmütig und friedfertig sind und oft wie yine Haustiere mitten im Publikum sich bewegen und mit «V!?"'<- und ähnlichen Leckerbissen bewirtet weiden. N ^opsy - dies der Name des Ricscnelefantcn — reizbar D mordlustig. In den letzten Jahren hat er nicht weniger i drei Wärter zertreten. Man durste die Anzahl der Opfer ! sst großer werden lassen und beschloß, Topsy zu töten, r n ganz sicher zu gehen, wurden drei Tötungsmittel auf milmal i„ Anwendung gebracht: Gift, Strangulierung und ocMrizUat. Elektroden der Dynamomaschinen einer nahe-hl.lcgenen Veleuchtungsstation wurden an Topsys Beinen ^gemacht, um den Hals wurde ihm die Schlinge eines dicken Mlacs gelegt und deren freies Ende um eine Lokomotive .ffwlmde». und schließlich gab man Topsy eine kräftige Por-, M Kupferzyanid ein. Die Eventualmittel Schlinge und ! >N auch dann gehölst Du mich. rl Melina: ^ Nedaure sehr. kann Sie nicht dienen ,! fur Ihnen fühl' ich Liede nie; ei lch sage Sie: Ich tenne Ihnen lii und mag nichts hören mehr von Sie! ,l^________________ ^ Lolal- uud Provillzial-Nachrichteu. iii . ~' (Personalnachri ch t.) An Stelle des bis-^'gen Dolmetsches für die kroatische Sprache beim hiesigen V,. ' ^anbcsgerichtc. .Herrn Prof. S. Rutar. der krankes, ^ ^'" ^^ niedergelgt hatte, wurde Herr Prof. "Ädi"'t ° H " "ls Dolmetsch für die kroatische Sprache d m/^-^ ^' ^' Gendarmerie.) Nach der vom ^ ^- gültigen Dislolations-Tabelle ist der Stand der N,n Isabellas Lippen spielte ein spöttisches Lä-^"n, )c>, nian hätte es fast grausam nennen können, 5'i f< '^^ ^^ lich fester in ihren Schlafrock von „"'Mein Sammet hüllend: l'.i s^> ^ ?^''" ""d nur schwer, ich fühle mich <-. >n . . ^^" ^'^ "ns also, denn was ich dir zu i. mn^ade, ist nicht in zwei Worten abgemacht!" ^i„ "^""' liebe Tante, erbitte ich diese Mitteilung ^ört ^ ^'"^ ^"' ""i Vorabende der Hochzeit ge» ^^ ^, ^""tlgaul seiner Vrcmt und deren Ange> "ntlnil^"" ^" ^'^^ baben wirst, was ich dir zu '^he n^/'^?"^ d,.iue Hartnäckigkeit gezwungen Z'n wtte n"ch l^n^biudung mit - j^e,n Mäd- il "I^. !"^de ich nicht, ich schwöre es -" ,""lappt und ^^!""'^ """"' ^"' uu Mustern her-"lm- sehen mdÄ ^.^ "" "' lwl't- Aald sollst du hl" bi7'u?d°/n ^?.' '^^"''chs N""ae" und stieg ?end ^in er^n N^'"' ^ Adern derselben schwel-sb ^" ' " ^^^'s "ltgegnete er: ''^'UliM?.n^u^^^"nte Isabella, jmen Engel an ^i'de m e (^"^'" ^mallen! Angelika ist eine ""e echte Landskron!" ^t'r .urii.^, , ^'?'' "'"cho sich hüstelnd in die Pol-hatte, schnellte jäh empor und ein rief sie: '?^To6^/^^ ^"'dskron - jawohl! Angelika ist ^ahlw ^"^.''!"""b'am Schurkon und - einer st> "^n Hlenerin!" )< (Fortsetzung folgt.) ,t. t, Gendarmerie in Kram folgender: n) beim Stäbe: ^ein Oberstleutnant, Landesgendarmerie - Kommandant, ein Oberstleutnant, Adjutant, ein Hauptmann - Nechnungs-führer erster Klasse, zwei Wachtmeister als Nech-nungs- und Adjutantur - Hilfsarbeiter, ein Kanzlei-dicner I. Klasse; bei der Grgänzungsabteilung: zwei Wachtmeister, li) Vei den Dienstabteilungen: ein Rittmeister I. Klasse, ein Oberleutnant, ein Leutnant, 11 Wachtmeister als Vezirksgenbarmerie - Kommandanten, 93 Postenführer, 255 Gendarmen. Führerspoften gibt es 91, zwei Mann starke Posten 2, Einzelposten lein. Vei einer Bevölkerung von 508.150 Einwohnern beläuft sich der Ucberwachungs-Nayon auf 100'326 Quadrat-Myriametcr, wonach auf einen Mann durchschnittlich 0 303 Quadrat-Myriameter und 139L Einwohner entfallen. —o. — (Vor dem t. t. Verwaltungsgerichtshofe) gelangte gestern eine Beschwerde von 45 deutsch-radikalen Wählern gegen die Ende April 1901 in Laibach vorgenommenen Gemeindewahlen aus dem zweiten und dritten Wahllörper zur Verhandlung. Die Entscheidung wird am 18. Februar publiziert werden. — (Der Krainische L e hrc r v c r e i n) hielt am 4. d. M. in einem Lchrzimmer der Volksschule des Deutschen Schulvcreincs seine diesjährige Hauptversammlung ab. Der Obmann des Vereines, Herr Professor Dr. Josef Nejedli, eröffnete mit einer herzlichen Begrüßung der Anwesenden die Versammlung. Dann gedachte er in dankbaren Worten des verstorbenen Sparlassadirettors, Herr Dr. I. Suppan. Dessen kräftiges Einsetzen für die Sache des Vereines sichert ihm ein dauerndes und ehrendes Andenken der Lehrerschaft. Dein Berichte des Obmannes entnehmen wir, daß dem Vereine im verflossenen Jahre namhafte Spenden zugelom^ men sind, und zwar von der Krainischcn Sparlassa und dem Vereine „Südmarl", wofür der Obmann bei dieser Gelegenheit nochmals den wärmsten Danl aussprach. Was die Tätig-teit des Ausschusses betrifft, sei noch hervorgehoben, daß derselbe, vereint mit dem Ausschusse des Gottscheer Lehrerver-cines, eine Petition an den Landtag bezüglich der Gehalterhöhung der Lehrer verfaßt hat. Eine Erledigung des Ansuchens tonnte wegen der frühzeitigen Unterbrechung der Tagung nicht erfolgen. -^ Aus dem Berichte des Zahlmeisters, Herrn Oberlehrers Adolf Weinlich, geht hervor, daß sich die Schulden des Vereines, danl der kräftigen Unterstützung der beiden bereits angeführten Vereine, bedeutend vermindert haben. Auch ist zu erhoffen, falls die großmütigen Spender nicht ausbleiben, daß der Verein nach Abschluß des laufenden Jahres voMommen schuldenfrei dastehen wird. Für die Mühewaltung und aufopfernde Tätigkeit wurde sodann dem Zahlmeister der Dant der Versammlung ausgesprochen. Weiters wurde beschlossen, die Mitgliederbeiträge vom 1 Jänner ab mittelst Posterlagscheine einzuheben, da gerade dadurch die Einsendung für auswärtige Mitglieder bedeutend vereinsacht wird. Bevor zur Neuwahl des Ausschusses geschritten wurde, erbat sich Herr Professor Dr. Josef Julius Binder das Wort, um dem greisen Obmannc für dessen Mühe in warmen Worten zu danten und ihn weiters zu ersuchen, auch im laufenden Jahre die Leitung übernehmen zu wollen. — Bei der darauf vorgenommenen Wahl wurden iii den Ausschuß gewählt: Obmann: Dr. Josef Nejedli, t. l. Gymnasialprofessor i. R., Obmann-Stellvertreter: Karl Schrautzer. t. t. Nealschullehrer, Schriftführerin: Frl. Friederile Konschegg, Vollsschullehrerin. Zahlmeister: Adolf Weinlich, Oberlehrer, Beisitzer: Frl. Marianne Fröhlich, l. k. Uebungsschullehrerin, Johann Eppich, l. l. Ucbungsschullchrer i. 3t,, Dr. Matthäus Klimesch. l. t. Gymnasialprofessor. Matthias Petsche, l. t. Fachschullehrer in Gottschee, und Josef W i n d i s ch. Oberlehrer in Lienfeld bei Gottschee. — Ueber Anregung der Vertreter des Gottscheer Lehrervereines sollen die Vorträge, die im Vereine gehalten werden, in der „Laibacher Schulzcitung" zum Abdrucke gelangen, damit auch die auswärtigen Mitglieder über den Inhalt der Vorträge unterrichtet werben. 5)iach einem Dante an die erschienenen Vertreter der Gottscheel Lehrerschaft wurde die Versammlung geschlossen. — Da nun die Zeit sehr weit vorgeschritten war, mußte leider der von Herrn Professor und Nezirlsschulinspeltor Albin Velar angekündigte Vortrag: „Ueber moderne Erdbeben-forschnug" entfallen. Derselbe findet Sonntag, den 11. d., um ^11 Uhr im Chcmiesaale der Staatsoberrcalschule statt. — (S ch u l l i n be r fc st.) Aus Littai wird uns geschrieben: Der verflossene Sonntag bildete in unserem Orte ein Fest für groß und klein. Bereits wochenlang wurden von den Kleinen ganz im stillen Vorbereitungen dazu getroffen, denn es galt eine Ucberraschung für die Großen, welche erst lurz vor dem Feste erfuhren, was die Kleinen gelernt hatten und was sie bieten werden. Aber auch die Großen blieben nicht müßig! Als sie den edlen Zweck der Veranstaltung durch Umfragen erfuhren, gingen auch sie tapfer ans Werk, und alle Gesellschaftsklassen unseres Marlt-o,tcs vereinigten sich. um dem Feste jenen Nachdruck zu verleihen, welcher in den Intentionen der Kleinen lag. Bereits geraume Zeit vor dem Beginne des Festes war der Saal des Gasthauses Oblat, in welchem dasselbe stattfand, dicht besetzt, die später Angelommeneii mußten mit den Nebenlolalitätcn vorlieb nehmen. — Die Kleinen leisteten in ihren Darbietungen in der Tat Vorzügliches. Sowohl das improvisierte Theaterstück als auch die Deklamationen, die Solovorträge u. s. w. wurden aufs beste absolviert. Einen wahren Sturm von Beifall entfesselte insbesondere die letzte Programm-nummcr Nlacki vu^liki, in welcher die Schar der kleinen Darsteller, etwa 40 an der Zahl, in lindlich-primitiver militärischer Adjustierung auf der Bühne erschien und unter Klavierbegleitung das melodiöse Marschlicd anstimmte. Ueber allgemeines Verlangen mußte die Szene wiederholt werden. Nun folgte die Bescherung der Kleinen. Ein Riesen-christbaum erstrahlte in schönstem Lichtcrglanze, und unter demselben lag eine Unzahl von Gaben (Spenden der hiesigen Einwohnerschaft) deren Verteilung durch unsere Dcnmn vorgenommen wurde. - Hicdurch fand das schöne Fest seinen würdigen Avjchluß. Das namhafte Neinerträgnis desselben soU bctaiintlich den Fond für die Beköstigung jener Schüler der ärmeren Voltsllasse bilden, welche wegen ihres entfernten Domizils bemüssigt sind, üver Mittag in Littai zu verweilen. —ilc. — (il ö n n e n Inserate berichtigt werde n'i) Das Strafvezirtsgericht Iosefstadt hatte sich diesertage zum erstenmale mit der prinzipiellen Frage zu veschäftigen, ob ZcitungLinserate, gleichwie andere Artitel berichtigt werden tonnen, und entschied, daß vei Geschästsinseralen ein Be-richtigungHzwang nach dcm Preßgesetze nicht gegeben sei. „Die In>erate", ertlärle der Richter, „sind nicht als Mitteilungen von Tatsachen, sondern nur als Ankündigungen und Anpreisungen anzusehen, unterliegen daher nicht wie andere Artitcl dem Berichtigungszwange". Der Klageanwalt meldete gegen das Urteil die Berufung an. — (Im Panorama International) sind in der laufenden Woche Ansichten der Städte Salzburg und Bcrchtesgaocn, des Königssees und des Watzmann ausgestellt, welche sich seitens der zahlreichen Besucher ungeteilten Beifalles erfreuen. Fesselt einerseits das malerisch gelegene Salzburg unser Interesse, so geschieht dies nicht minder durch die übrigen Photogramme, unter denen wir besonders die prachtvollen HUammbildcr von Ambach und Wimbach, der Schlösser Wimbachschloß und Hochlalter, des Gollinger Wasserfalleb, des Königssec», der Kcsselsallschlucht beim Königüsee, nebst den namentlich für Touristen hochinteressanten Bildern des Steinernen Meeres und des Watzmann hervorheben wollen. Die Serie bietet, kurz gesagt, so viele landschaftliche Schönheiten, daß sie niemand unbefriedigt verlassen dürfte. — Iil der lommenden Woche werden Kassel, W i!h c l m s t a l, W i l h e l ni s h ö he lc. vorgeführt werden. — (G c m e i n d e v o r st a n d s w a h l c n.) Bei der am 16. November v. I. vorgenommenen Neuwahl des Ge-mciiidevorstanoes der Ortsgcmeinde Trebelno wurden Franz ^agar in Trcbclno zum Gemeindevorsteher, Franz Tomiö in Trevelnv, Franz Staviö in Ormuäta Va» und Ciril Etari^ in Moline zu Gemeinderäten gewählt. — Bei der am 12. Dezember v. I. vorgenomnicilcn Ergänzungswahl des Gemeindevorstandes der Ortsgcmcinbe St. Ruprecht wurde Franz Hofer aus Ravnit zum Gemeindevorsteher gewählt. — Bei der am 2. Dezember v. I. vorgenommenen Neuwahl des Gemeindevorstandes der Orlsgcmeinde Famle wurden Ialob Bi^al in Famlc zum Gemeindevorsteher, Josef Gasper6w in Famle und Anton MatMiö in Goriöe zu Gcmeinderäten gewählt. — Bei der am 3. Dezember v. I. vorgenommenen Neuwahl des Gemcindevorstandes der Qrts-gemeinde Brezovica wurden Johann Kuhar in Innergorih zum Gemeinbeuorstchcr, Peter Oralen in Innergoritz, Franz Novat in Pleöivica, Johann Zdeüar in Innergoritz, Johann Artaö in Innergoritz, Anton Mravlja in Arczovica und Andreas Rus in Plc^ivica zu Gemeinderäten gewählt. — Bei der am 11. Dezember v. I. vorgenommenen Neuwahl des Gcmcindevoistandes der Ortsgemeinde Großlupp wurden Franz Ko^al in Seitendorf zum Gemeindevorsteher, Josef Olorn in Grohlupv, Alois Koprivc in Großlupp, Franz Kadunc in Selo, Jakob Strubelj in Großlupp und Matthäus Zupani-i^ in Groß-Altcndorf zu Gcmeinderäten gewählt. — Bei der am 11. Dezember v. I. vorgenommenen Ergänzung2wahl des Gemcindeuorstanbes der Ortsgemeinde Grafenbrunn wurden Alois Urbanöiö in Va6 zum Ge» meindevorsteher, Josef Ou^el aus Grafenbrunn zum Ge-meindcrate gewählt. * (Ve rc insbi ldu ng,) In Preddvor (Vornschloß) wurde, wie man uns aus Tschernembl mitteilt, der Verein Xlltoli^lvc» >lluvttil«lio ixobluiuvliluo di'u^vo mit dem Sitze in Vornschloh gebildet. Die Vereinsstatuten wurden behufs Genehmigung der t. l. Landesstelle vorgelegt. —r. — (Tödlicher Sturz,) Der Forstarbeiter Ialob Tratnit im Bezirke Idria kam am 28. v. M. in trunkenem Zustande nach Hause. Hicbei stolperte er über die Stiege und fiel über einige Stufen mit dem Haupte so heftig auf den gefrorenen Boden, daß er die Besinnung verlor und nach zwei Tagen an Gehirnerschütterung starb. —1. — (Vergiftet?) Der 64 Jahre alte, ledige Auszügler Martin Arhar aus Ober-Senica, Umgebung Laibach, ging am 6. d. M. vormittags zur Messe in die Pfarr-tirche Zaier. Ungefähr 1^ Kilometer von Ober-Scnica entfernt, wurde er von Unwohlfein befallen, setzte sich nieder und starb nach einer Viertelstunde. Früher hatte er zu einem zufällig hinzugelommenen Besitzer sowie zwei Mädchen über innere Schmerzen in der Bauchgcgend gellagt und die Befürchtung ausgesprochen, seine Pfleger Johann und Johanna Ov5al hätten den Kaffee, den er vor seinem Abgänge getrunken, vergiftet. Die gerichtliche Obduktion wird Licht i» diesen Fall bringeil. —l. * (Zu sa m m c nge st ü rz t.) Der Bäckergehilfe Franz Kocmur, wohnhaft Römerstraße Nr. 16. stürzte vorgestern auf der Franzislanerbrücke vor Schwäche zusammen und zog sich hiebei am Fuße und am Kopfe Verletzungen zu. Man brachte ihn mittelst eines Fiatcrwagens in seine Wohnung. * (Aus dem Krankenhause entflohen.) Der 50 Jahre alte Schleifer Stephan Mabotto aus Qber-loitsch wurde auf der chirurgischen Abteilung P otzl'ch gnstes-l,ant und entfloh aus dein Krankenhause D.e Warter setzten ihm nach und nahmen ihn in der Vohorwaasse fest. Der Kranle wurde in das Krankenhaus zurückgebracht. " iDeserteur.) Am 5. d. M. nachts desertierte aus dem Gestüte in Sclo der Gestütssoldat Anton Nympfen aus Waltenborf bei Graz. Man befürchtet, daß er sich ein Leid angetan habe. * (Nach Ameril a.) Gestern nachts sind vom Südbahnhose aus 47 Personen, zumeist Kroaten, nach Amenta abgereist. Laibacher Zeitung Nr. 5. 40 8. Jänner 190c — (Hoher Besuch.) Seine Hoheit der Herzog von Mecklenburg ist mit Suite zu längerem Aufenthalte auf Schloß Wagensberg bei Littai eingetroffen. —ik. — (Eröffnung des umgelegten Teiles der Karlstädter R e i ch s st r a h e in der Strecke Rudolfswert-Gotendorf.) Mit Veginn dieses! Jahres wurde die neu umgelegte Teilstrecke der Karlstädter Reichsstraße in der Linie Rudolfswert-Gotendorf dem allgemeinen Verkehre übergeben. —o— — (Vortragsabend.) Der slovenische Alpenverein veranstaltet Samstag, den 10. d. M., im „Narodni Dom" (ebenerdig rechts) einen Vortragsabend. Auf dem Programme steht das Thema „Ueber Gletscher" (Vortragender Herr Prof. I. Macher). Gäste willkommen. — (Orkan in G o t t s ch e e.) Man schreibt uns aus Gottschee: In der Nacht vom 30. auf den 31. Dezember erhob sich hier ein Südwestorlan, wie er von solcher Heftigkeit um diese Jahreszeit noch nicht beobachtet wurde. Er dauerte bis gegen Morgen und richtete bedeutenden Schaden an, indem er Schornsteine abtrug, ganze Schindeldächer wegfegte, Vaumwipfel brach und starke Umzäunungen niederwarf. Auch das aus starkem Glas hergestellte, elektrisch beleuchtete Zifferblatt der neuen Turmuhr fiel ihm zum Opfer; es wurde herausgerissen und zu Boden geschleudert, wo man es tagsdarauf in Scherben fand. Heute (am 7. Jänner) stürmt abermals der Scirocco bei heiterem, warmem Früh-lingswetter. — (Bären im Gottschcer Bezirke.) Aus Gottschee wird uns gemeldet: Die in verschiedene Blätter übergegangene Nachricht von Bären, die Kühe zerrissen, in die Gehöfte eindrangen, anderen Unfug anrichteten, und besonders die Gegenden von „Altlacl, Klebcrsdorf und So-lenau" heimsuchten, entbehrt jeder Begründung. Es wurden wohl im Herbste Bären gesehen und von unseren Jägern, die stch dieses Wild zum besonderen Lieblinge erkoren, verfolgt, doch blieb die Mühe meist vergeblich. Im ganzen vorigen Jahre wurde ein einziger Bär erlegt unter Umständen, welche dem Iagdpächter wenig Vergnügen bereiteten. Es ist eine dunkle Gcscyichte, von der man lein Aufheben machte und die niemand mehr in Erinnerung käme ohne die oben gedachte Notiz. Die Bären haben sich nach dem ersten Schneefalle in ihre Höhlen begeben, wo sie vermutlich noch der Ruhe Pflegen, ohne daran zu denken, geographische Entdeckungsreisen nach Orten wie „Klcbersdorf und Solenau" zu unternehmen, die man auf der Karte von Kram vergeblich suchen wird. — (Einen Wolf erlegt.) Der Iagdhüter Daniel Ga5parovi5 der Herrschaft Gorianz befand stch am 1. d. M. in Ausübung des Dienstes im Gorianzgebirgc. Gegen 3 Uhr nachmittags bemerkte er, daß sein Hund von einem Wolfe verfolgt werde, und es gelang Ga^parovw, den Wolf, ein erst ein Jahr altes Männchen, zu erlegen. —u— * (Oeffentliche Gewalttätigkeit.) Der Sicherheitswachmann Josef Ovfec arretierte gestern abends auf der Untertrainerstraße den Vaganten und Polizciauf-sichtling Anton Gradi^ar. weil er in Gesellschaft von drei anderen Burschen den Knecht Johann Qrehar auf offener Straße überfallen und zu Boden geworfen hatte. Gradi^ar widersetzte sich der Verhaftung und schlug den Sicherheitswachmann ins Gesicht. Die Arretierung konnte erst vorgenommen werden, als noch zwei Sicherheitswachleute dem Ovsec zu Hilfe kamen. Auch jetzt widersetzte stch Gradi3ar der Eslortierung und mußte mit dem Schubwagen in den Arrest gebracht werden. Theater, Kunst und Literatur. " (Deu tsche Bühn e.) Wie in seinen Stücken „Jugend von heute" und „Flachsmann als Erzieher" beginnt Otto Ernst in der neuesten Komödie „Die Gerechtigkeit" mit einem kräftigen Ansätze zur Satire, begnügt sich aber schließlich mit einem kleinen Sprunge. In „Jugend von heute" nimmt er den mit allen Zeichen der Narrheit herumlaufenden Ueberpoeten aufs Korn, in der „Gerchtigteit" richtet er eine ganze Kanonenbatterie gegen die Revolverpresse, um endlich den Nachweis zu erbringen, daß er auf Spatzen geschossen hat. Die Komödie läßt sich in der Exposition recht gut an; der Dichter zeigt seinen glücklichen Vlicl für das Bühnen^ mähige und führt dem Publikum eine Reihe verlotterter Preßbestien in Szenen vor, die von Karikatureffeltcn strotzen, ^ aber kräftige Wirkung ausüben. Freilich fehlt in der Provinz das eigentliche Verständnis für diese Auswüchse der groß- ^ städtischen Presse, denn die Originale der Zerrbilder sind dem ' Publikum fremd, und manch saftiger Geißelhieb, wie bei-spiclsweise auf den blutigen Kritiker, dessen schlechte Schwante der Thcaterdireltor aufführen muß, hat in Deutschland gewiß kräftig eingeschlagen, während er anders- ^ wo unbemerkt blieb. Den Höhepunkt und damit das Ende der > dramatischen Steigerung erreicht das Stück in der Szene, ^ da der Komponist durch die ebenso boshafte wie brutale ' Kritik über seine Symphonie in Gegenwart seiner Mutter ^ und des „edlen" Journalisten, seines Freundes, nicderge- ' schmettert wird; von da an geht es rasch bergab; die Safire , ist erschöpft. Kein vernünftiger Mensch wird annehmen lön- ! nen, daß die alberne Kritik eines Nevolverjournals, deren > Ursprung alle Welt kennt, mehr als verachtender Geringschätzung begegnen und von der anständigen Presse in ihrer Mehrzahl gebührend zurückgewiesen werden wird. Das > schwächliche Auftreten des gekränkten Künstlers und der ihm > wohlwollende» Presse gegen giftige, charaktermordende Ver- ! leumdungen und Intriguen, iäßt auch das Interesse an dem > Helden erschlaffen. Wie groß steht „Der Volksfeind" von , Ibsen im Vergleiche zur Dichtung Otto Ernsts da, der uns ' beweist, daß die brutale Mehrheit wohl die Macht, »immer ' aber Recht haben kann; die einzige Aehnlichleit zwischen dem ! „Volksfeind" und „Der Gerechiigleit" ist vielleicht in der ! Figur des Alloholisten zu suchen, der der einzige anständige ' Mensch in der korrupten Preßgcsellschaft ist. Das Auflöfen < in allgemeines Wohlgefallen mit dem Eintreten des rettenden > Engels in Gestalt eines für den Komponisten erglühte» Backfisches, hat „Die Gerechtigkeit" mit der „Jugend von heute" gemein, nur ist diese Auslösung nicht wie dort glücklicherweise allzulang geraten, — Das Publikum freute sich herzlich über die moralischen Ohrfeigen, die den Preßbestien in ! den ersten zwei Alten in so reicher Fülle versetzt werden, bereitete auch den wirtsam aufgebauten drei Akten einen freundlichen Erfolg; das Interesse erlahmte zwar in der zweiten Hälfte, trotzdem erhielt sich die gute Stimmung, dank der trefflichen Darstellung, bis zum Schlüsse. Die zündenden Szenen in der Redaltion wurden von den Beteiligten ohne übermäßige Uebertreibung, in Maske und Spiel mit eindringlicher Komik gegeben. Die Herren Tragau, Reiß-ner und Lang schufen in dieser Hinsicht charakteristische Figuren, die das Publikum i» die heiterste Laune versetzten. De» edlen Künstler spielte Herr Olmar einfach, in natür-lich-fchlichtem Tone durchaus sympathisch; Herr Rosen gab den ehrenfesten Journalisten lebensvoll mit warmer Empfindung; Fräulein PolanY traf zwar den reichen Gemütston in der Mutterrollc, nur wird ihre gedämpfte Sprache oft unverständlich. Recht gewinnend und herzlich gab Fräulein von Effner den fußen Backfisch; die komische Episodenfigur eines dichtenden Theaterdieners brachte Herr Herlinger gelungen zur Geltung. — Das Theater war nicht besonders gut besucht. »I " (Deutsche Bühne.) Infolge plötzlicher Erkrankung des Opercttentenors Herrn Hugo Rochcll wurde gestern anstelle der geplanten Oper „Hoffmanns Erzählungen" der Schwant „Sein Doppelgänger" cingeschoben. Die flotte, humorvolle Darstellung, insbesondere dk übermütige Laune der Herreu Lang und R ei ßner sowie das gewinnende Spiel der Damen Paulmann, Müller und v, Effner verschaffte den in geringer Zahl erschienenen Ve-suchern einen sehr vergnügten Abend. — Samstag findet das Benefiz des Regisseurs und Charaltertomikers Herrn Othmar Lang statt. Die Verdienste dieses trefflichen Mitgliedes werden voraussichtlich die gebührende Würdigung finden. «1. — (Willy Vurmester), der am 13. d. M. hier auftritt, gab vor kurzem ein Konzert in Kopenhagen, worüber der dortige „Politiken" folgendes berichtete: „Er spielte Mendelssohns' Violinkonzert. Wieniawslys Faust-Fantasie, außerdem 11 andere Kompositionen und daneben noch ebenso viele stungsfähigleit unserer Tiere, sondern auch in der Erzil jenes Zuchtwertcs gelegen sein, den wir bei anderen ^ schlagen, die durch zielbewußte Zucht entstandeil sind, treffen und dem wir zunächst die guten Preise zuschH müssen, welche das Vieh in solchen Gebieten besitzt. V, Ziele müssen wir überall zustreben und wir weiden dah nur dann erreichen können, wenn wir in den einzelnen Ih gebieten — die noch geschaffen weiden müssen — einhl-und planmäßig an der Veredlung des heimischen SO arbeiten werden. !> Telegramme des k. k. Eeleglaphen-ßonesponden^-Zmelll Der Hofball. Wien, 7. Jänner. In den prachtvoll geschmücktes doutensälen in der Hofburg fand heute mit dem iib> Gepränge der Hofball in Anwesenheit Seiner Majesty Kaisers, der Mitglieder der kaiserlichen Familie,, Hof- und Staatswürdenträger, darunter des Grafen ^ chowsli, Ritter v. Pitreich, Dr. v. Koerber. v. Sz6ll. < rerer österreichischer Minister, des Ministers n lawrc! ^ chenyi, des diplomatischen Korps, des Hochadels, Mitg>! beider Häuser des Neichsrates, der Generalität, des ^ zicrstorps statt, Seine Majestät der K aiscr zog die; sten Mitglieder des diplomatischen Korps ins Gespräche dem diplomatischen Korps nahm Seine Majestät der i?c dicVorstellung derGemahlinnen der deutsche», spanisches amerikanischen Botschafter entgegen. Neiin Cercle i.n llll Rcdoutensaale wurden dem Kaiser die bisher persönlich, bekannten Mitglieder des diplomatischen Korps sowie ^ Damen vorgestellt, darunter vom chinesischen Gesa" sämtliche neue Mitglieder der Gesaudtschast. Erzhelj. Maria Iosefa nahm die Vorstellung der Damen und O des diplomatischen Korps entgegen. Seine Majesty Kaiser sprach mehrere Damen und Herren an. Er lol sierte längere Zeit mit den Ministerpräsidenten v. ^ und Dr. v, Koerber sowie mit Szechenyi. Nach 10 tth' stch Seine Majestät der Kaiser zurück. > --------------— , Die Vorgänge iu Venezuela. > Caracas, 6. Jänner. Infolge des Sieges del' gierungstruppen bei Guatire hat sich General Ferna', ein Anhänger Mothos'. erboten, mit Castro in Unters lungcn einzutreten, 'Washington. 7. Jänner, Die Antwort De«' lands an den Präsidenten Castro ist hier eingetroffen' Castro übermittelt worden. Sie ähnelt in vielen Bezi^, gen der Antwort Englands und enthält dieselben Bediih gen, über welche eine Verständigung zuwege gebracht w^ müsse, ehe der Fall einem Schiedsgerichte unterbreitet l den wird. ^ Paris, 7. Jänner. Einer Meldung des „Matin", Caracas zufolge hat die Niederlage der Revolutionäre»' Vuatire die Macht Castros von neuem befestigt. Man gl' nicht, daß General Fernandez wirklich die Absicht habe.l mit seinen Truppen zu untenverfen. Caracas, 6. Jänner. Die Blockade von Col^! nunmehr verfügt worden und wird vom 7. d. an von ^ italienischen Schiffe im Auftrage der Vlockadeflotte d»> geführt werden. ^ ----------------- , Sassasta -'s. ! M a d r i d, 7. Jänner. Das Leichenbegängnis Sag«! fand heute unter großer Teilnahme der Bevölkerung ^! Sämtliche Minister folgten dem Sarge. Auf dem Weg^ dcten Truppen Spalier, Die Ei»segnu»g nahm der ^ bischof von Toledo vor. Der Sarg wurde provisorisch >>' Gruft der Kirche von Atocha beigesetzt. Wie», 7. Jänner. Das Ackerbauministerium bcs^ tigt sich seit längerer Zeit mit weitausgreifcnden Vorarb< für eine agrarpolitiscye Aktion, welche die allmähliche ^ schuldung des Grundbesitzes in einer den besonderen Vc^ aissen der Grundbesitzer entsprechenden Weise im Auge Den Kern der Reform wirb die Beseitigung der lündb^ iiapitalshypothelen bilden. Anderseits soll auch die z^ mäßige Einrichtung des persönlichen Kredites als Er>^ rung des Grundlredites i» Betracht gezogen werden, Merbauministerium erfreut sich der wohltätigen H''s ftützung des Landwirtschaftsrates, der sich in mehreren ', Zungen mit diesen Fragen befaßt hat. Der vom Land^ schaftsrate bestellte Referent dürfte in zwei bis drei ^. llatcn seine Arbeit beendet haben, worauf zur Erörtc^ ind gutachtlichen Verwertung derselben eine besondere ^ ^ung des Landwirtschaftsrates einberufen werden ^, ocssen Beschlüsse dem Ackerbauministerium die Gnu'b' für das weitere Vorgehen liefern sollen. , Saibocsier Aeituna 9£r. 5. 41 8. Sännet 1903. "' Uemgkeiten vom Büchermärkte. ; ich Vusemann.L,, Bilder aus dem Pflanzenleben in gemein» Ländlicher DarstMung. Heft 1/2, ^ K —-80. — Hendel, s^edrich. Revision der Paläarttischen SciomWden, X 8. — ^ >^ Wohlfahttseinrichtuncien der Arbeitgeber zu Ouusten ihrer umbestellten und Arbeiter in Oesterreich, I. Privat-Eisenbahnen. leiür. — Weihrich, Dr.. Fr., N«5 I.u8Ü»!^o. «^ —-5U. — !u,wer. Otto. Schluß Tirol. X 1. — Hoffmann, Dr. M Psychologisches Lesebuch, li 1. — Büchler, Prof. Dr. ^,i,olf, Das Synedrion in Jerusalem nnd das große Veth.Dm u!,c'" Quadcrfammcr des Ierl-falemischen Tempels. K b-80. — slmV, b' Dr. N.. Aegyptologische Untersuchungen, X 6 — ^lebrand. K., Zeiten. Voller nnd Menschen. 5. Bd.: Aus °". Jahrhundert der Revolution, « 4 80, — Schule der UWuazie. 2. Vd,: Chemischer Teil. bmrbeitet von Dr. H, Womas. «8 40. — Bürger Otto, Beiträge zur Kenntnis lz>, Thcuerdllnl. X b 40. - Schmid Dr. Fr., Die >chul. n huschen Vorschriften in der Cchioeiz. li 8 40. - Subba, !„d,'°: ^/ Die Philosophie der Bhagavad Gita. X 3 60. -schl^ «n ^'.. ^ergmannssprllche in den Sarepla des '^7"^"h^ l(»'60,-Profop. Gothenlrieg, i(4'8ll. >ii:^ '5'^ ' M" Leitfaden zur Konstniktio-i von Dynamo ?,ü"^ 6. — Oppel, Prof. Dr. A. Die Baumwolle , H Milchte. Anbau. Verarbeitung und Handel, sowie nach nhür Ättllung im Volksleben und in der Staatswirtschaft, X 24. ^ !», Arrätig '» der Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr «° ^l>. Bamderg in Laibach. Kongrcßplatz 2. Augclomnlcne Fremde. Hotcl Vcfant. Vom 4. bis 6. Jänner, dc Cosnlich, Privat, f. Frau, ^V m' ^ Ianlovsly. Oberingeiueur; Orüuhnt, Müller, üb! «'«^'!^', "ohn, klavierfabiitant. s. Frau; Baron Buschmann, s^s ^"l'ustrrialrat: Samuely. Peer, Haa«-. Reisende. Wien. — ltMrr. Industriell.r: Waizeu, üksm.; Porlih, Kompach, l'c.vllllere. Füim?. — Stock, Crsarr, Babarovich. Hammer,, K'ftte., i ^eft. — Gomsa. ^fn,.. M^y, Ingcuienr, s. Familie; Pfister, >l, w'ter, Agram. — Blazig, l. t. Hauptmann. Giein. — Grn> >, chrr, Proscsfor. Wln. — Gregorin, Private, Vlcenza (Italien), turtle, Priuat. Oberlaibich. — Mocnil. Privat. Stein. — 5 ^^."'H' <^l>6. ^jur,, Hcidcnschast. - Tamburliui. Kfm,, Mchee, — Iugg, Cafetier, Laurana. — Eisler. Privatier. wiener, Proßmh. — Titicl, Dirrltor, s. Familie, Iosefstha'. zynisch. Erzieherin, Hamburg. — Mares, Reisender; Perontw, ^amter. Prag. — Becker. NergvelWalter, Naibl. - Fichtinger. '"'"'' Aunchcn. - Pintar, Pfarrer. St. Gotthard. - Sauer, W.. Gr-Kanizsa. ch ________________ el ------------------------------ sa^ es----------------------------^__________________________________ Verstorbene. Am 6. Jänner. Margaret« Bluter, Pfründnerin, 7? I-, Iapcljgasfe 2, ^lHrll8mu8 ^euili». Volkswirtschaftliches. Laib ach, 7. Jänner, Die Durchschnittspreise auf dem heutigen Markte stellten fich wie folgt: Marll'IMM.' Martt'Mgzs.-Preiö Preis Weizen pr. li . . —— 1? 7U Butter pr. kss. . . 2!20—^ — Korn » . .-------14 70 Eier pr. Stück . . — >0 — — G^ste ' . .-------14 ^0 Milch pr. Ltter . . — 18 — — Hafer » . .-------14 50 Rindfleisch I» pr.I^ 124--Halbfrucht ...-----------!— Kalbfleisch » 130------- Heiden » . .-------18 «0 Schweinefleisch » 1 40------- Hilfe, weiß » . .------->8!- Schöpsenfleisch » —85------- Kukuruz, alt ...-------1450 Hähndl pr. Stück 120------- Erdapfel » . .-------5 — Tauben , » — 45------- Linsen pr. Liter . — 25-------Heu pr. 70------- Nteteorologiiche Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 inn>. Z zl DZ st »,,d ^'^,. W 7 2Ü.N. 736-3 8 0SN.znll.stark! beiMkt ^) » Ab. 737-4 80 NW. mäßig teilw. heiter 8.1 7 U. F. 7269 73^ W. mähig ! bewöllt ! 0 0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 7 5°, Normale: -2 7°. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtek. Landestheater in Laibach. 57. Vorstellung. Ungerader Tag. Deute Donnerstag, den 8. Jänner Doktor Klaus. Lustspiel in fünf Alten von Adolf L' Nrronge. Anfang halb 8 Uhr. Ende 10 Uhr. 58. Vorstellung. Gerader Tag. samstag, den 10. Jänner 9enefiz des Spielleiters und Charalterkomilers Othmar Lang. Zum erstenmale: Er und seiue Schwester ßosse mit Gesang in vier Bildern vo„ Bernhard Buchbinder. Musik von Rudolf Raimann. W Vom tiefsten Schmerze durchdrungen, gebe ich W W die traurige Nachricht, daß es dem Allmächtigen W W gefallen hat, meine innigstgeliebte Frau ^ > Laimi Flucher > >> uach langem schmerzvollen Leiden, Versehen mit drn » W heiligen Sterbesakramenten, am 7. Jänner l. I. ^ W um 1l'/« Uhr nachts in ein besseres Jenseits ab° M W zuber>ifeu. ^» W Das Leichenbegängnis findet am 9. Jänner l. I , M W unl 3'/2 Uhr nachmittags, vom Trauerhause, Riimer- ^ >> straße Nr. 10, aus statt. M >D Die heiligen Seelenmessen für die teure Ver» W blicheue werden an» 10. Jänner 1903, um 8 Uhr W vormitlags. in der Peterstirche gelesen. ^> W Laibach am 8. Jänner 1903. M W Franz Flucher, W W f. l. Gendarmerichauptmann'Nechnungöführer. ^ M (Vesonderc Parte werden in lolu nicht ansgcgebeu.) W Kurse an der Wiener Börse vom 7. Jänner 1903. »»«»em »Mew«»««««« Die >w Nolisr»»!, s.iinüicher Altic» und der «DlUrrsm Lusr» vrrstcht sich M Ltilck. cheitl, Rente ln ?loten Vla<- "er Staat«lo!e 250 ll. 8 L°/„ 185 - i»u.-l^l ,. ^U0 st. 40/., lb4 50 lbb 50 M" " l«n l, 4°/. l««-!i»8 «« ^"" „ 100 N°ndbl tl 120 fl 5"/° 30»'- »04 - l,'lll«schuld w im Kelch»' »""rllelemn Königreich» c! und Landn. "A"»^""^ "fr-. 100 fl„ ^,'er ^ <- ^^'"nwühr,, stfr.. ,^'scnbahn. VtaaiSschuU» , vcrschfeibnnnen. '"''""'' '«« Kronen . 4>',« 99 «o i^'/O > FtuatSschuldverlchreibun. !3V''^'fl,CM,5'/.°/. ^^b,Tlr.2«0,l'.e,'W^/"b°4.>8 50 !.''------- ' ' ' ' '"''^ Geld Ware «om Gtaatt zur Zahlung üb«rno««ent Elscnb..Priur. Oblillatlone». Elilabcthliahn SOU u. 8000 M. 4°/„ »v io°/o...... 11U — ilß än «KWbcthlillh!,, 4 „, 2000 W. ^ ^"> -........ 119 60 120-25 ssrauz Iolef°Ä., !tm. ,884 (div. Nt.)TNb,, 4"/u..... 3« 80 100 8U Galosche Karl Ludwig °Vahn (dtv. Et.) Eilb, 4°/° . . . W»u ioo8u Vorailberger Vllhn. Gm. l»«4 fbw. Et.) Nilb, 4",>, , , , SS8U1W8U ßl»atsschull> d»r Land»! d»r ungarisch»« Hrune. 4"/„ ung. Goldreute per Kasse . lLN'bO liio ?n blo, dto, per Ultimo .... !i80'5») 1^0 ?o 4°/^ dto. Rents iu ftroncnwähr,, steuerfrei, per Kasse . . . 98'65 »ft »5 4"/y dto. dto. dto. per Ultimo . »3 5U 88 ?<> Ung. !2l.>6_. blo. Stüats-Obli«. (Ung. Ostb.) v. ss. 1N7«....... -.-_. --_ dto. Vchüülregal,-Ablös-Oulln. —-— —-- bto, Präm.M, ö, 100 sl. — 2U0 li, 202 — 204'- bto. dto, il 5Usl. — lU0ll 2NU'—»O4-- Thelß-Men.'Lose 4°/« .... ikl,'- i»',i b<> 4°/i> unnar. Gruiideutl.-Odlig. 88 45 99 42 4"/n llout, und slnüan, detto Y8 ü» 9!>'5l1 ^nd»r« 5ss»ntl. AnIetM. f,"/°Do»!>u.Reli,-Anleihe 187« , io«'7b — ^ '!li»el>en der ^tadi Gor) , , »»>— l0l>- - "liüehcn drr Ztlldt Wien , , . 10N- 10? - dlu. bto. 2!»'7< dtu, dto, (1894) , . , , »7 40 98 4l dto. dto. 51898). . , , 99 S5 - - BörsedauAnIelieü, t>i::Il)öb. 5"/„ 98 70 99 ?c 4°/^ ^c>ii!>>r iia?,!)^.w!l?s»i>' , «?'— f»7'«l u'^ld , Ware Pfandbrief» »U. Bodlr. aN8.üst,in b0I.vell.4°/« »»^0, gg 50 N.üsterr, Landcs-Hup, «nst, 4"/o 9l»'8« iou-«0 Ocst.-una., Vanl 4N'/ij«hl. verl- 40/, ... iW'äl) 101 50 dto, dto. äOMr, ucrl, 4"/° 100 5U 101 50 Sparlasse, 1,öst.,^I,,ueil,4<>/(, '««4», 10140 Eisenbahn'Vlialitäl«'' Pbligationen. Ferdliiaude-Nordbahi, <öm. l88« li»l 10,i02'io Oeslerr. Nordwesibahl, . , - 109—!I10- EtaatLbalm....... <39—^42^ Elidbahn tt 8«/«verz.Iänn,Iull »94 70^96-70 dlo, !^5"/„ , . .-- 12i'-;,lju__ Ung.-ualiz, Vahn..... lu« 50 iW 50 4"/„ Unterlralnel Ual,»^ , - »» b» 100 - Nivtls« Kos» (P«I Ttüll). ««rziuSlichc Loft. »°/, «obliilredit'üose «m. 1»»» ««? — 271 - »°/° ., „ Em, l«»9 »66 bt, Lü8 ä« 4°/, Donau-Vampfsch. <0U fl, . ^'— ------ l>"/° Houau-Negul.-Lole , . , 286 - 2S0 _ Unverzinsliche Lose. Bubap.-Äasilica (Dombau) ü fl, 1»'7b 19-75 li-rebitlose 100 fl......"U - 4lz?._ Clar^Lulc 40 sl. CM, . - . 1»?'—i»»-— vfener Lust 40 fl.....180 - i>>w ^ PllM'Luse 40 fl, VVl. . . .'?«'-182-.. üioteuttreuz. Oest. Ges..v. 10il. 55- 5«'- , ,. ung. .. ,, btl. 27-50 «8-4" !>'u'dolf^'o!e ,<> fl......?»— ??- - ? elm.Loje 40 sl......!»40 — 24« — z,t,-Geuol«Huse 40 sl, , . , !25«--!2u5-Wiener Comm.^Lose b, ,>, 1874 '»l»? — 441-Vewinstsch. d. »"/„Pi.'Schulbv. ! d. Vudentrcdttai'.si,. E»>.!88ft 68— 72'-Lal!?acher z'.os!> 7ö> > 77- Weid Ware Ultien. Transport« Unternehmungen. A»M-Tepl. Visenb, 500 sl, . . 254»- »55« «au- u, Äelriebs.Vcs, für städt. Nlrllßcul,, in Wien lit. ä, . 43— 45- dlo. dto. dto. lit. N . 43— 45 — Uähm, Norbbahn 150 fl. . . 394— 898 — Äuschtiehrader Eis. 500 fl, KM. 2480- 2500 btll. dto, llit. «) 2N0 fl. 995—1000-Donau Dampsschllfahits-Gesell. vesterr,. 500 sl, NM, , . . 9N0 — 902 - Vl^Vobenuacher E, l-- «l,d - Oesterr. No' ''wesllialin 200 sl. s. 445 — 446 — bto. dto. (lit, 1y200fl,S. 450 — 45100 Pra« ^)urer E^enb. 10ü 69» 75 önbbahu 200 il, E..... 60 5" 6150 Kndnu'kd, Uerb.^B 200 sl CM. 408'5N 408 ^ Tramway Ges.. NeueWr,,Prlu- litütll^llien i«0 sl. , . . ,47- 15»-- Ulia.gaIiz,Eise!,b, 200 sl. Hilber 435 — 4ü8-- Una,Westb.(Naab Graz)200fI.S. 435 — 43?-- Mener Lükalbllhl«:» - Ult.Ves. . —-— —-.. Zanke«. ÄnaloOest. «Mil 120 sl, , , 2'/I>— 374 — Ällnluorcin, Wiener, 200 jl. . 457-50 458 50 «udll,-«lns>,, vest.. «00 sl.3. . 9»4-- ><38 — Nrbt.Anstf Hand. u.0.1^0 fl. - - - —-- dto, dto, per Ultimo . . 690-50 «i»!-50 Kreditbanl. «ll«. ung.. 2(>o fl. . 732- 734 - Dcposi'enbll»!, Alla., 200 fl, . 42»-— 422- Oslompte Gel-, Ndrüst.. 400 fl. 5,0 — 514 - Niru'U,tlassenu.. Wiener 2»)0sl. 438- ,4<»>' H^:l,!>?l!.,O»,'sl. 3O0fl,zo',^,3, 1»4'—196'— Oeld Ware Lanberbanl, Oest,, 200 fl. . . 897 — 3U8 — Ocsterr.°,,ngar, Äanl, «00 fl, . 1540' 154» Unionbanl 200 fl..... 545 — 546 — «erlehrsbanl. «ll„,, 14« fl, . 35» —36« — Induftril'Vnlel» nehmungen. Vauges., Nllg. ost., 100 fl. . . 184 50 lg? -Egydier Vijen» und Stahl-Inb. in Wie» 100 fl..... 195— 197' — Glsenbal>uw,-Leihss.,Erste, lO«fl. 2N1-— 235'— „Elbemühl". Papiers, ». V°«. 100 — 1«5— Lieslüner Brauerei 100 fl. . . »20— 822 — Mul'.lan.Oesellsch., Oest.-alpine »85 50 38« 50 Prag« EljeuInd-Ges, U00 fl. 1524- >540- Nalao-Tarj. Steinloljleil 10« fl. 529— 58ü — ' ..SchlöglmOhl", Papicrf, 20«! fl. 1N8 —201'— ' ,,Ste!>rerm.". Papiers, u.Ä-G. 846 — »48 — ' Trlsailer Kohlenw.-Gesell, 70 fl. »80-— 385 50 ' Waffe!>f.'l».,Oest.inWle!!,l0Ofl. 30? —309 — , WaaZo»'ÜtilM>st.,«lla,., in Pest. ' 400 II........ 6M — 68ä - ' Wiener Vaugesellschaft 10» fl. . 154- li,?-— Wienerbergergie^el^ltiei^Ges. 6i»ä — 699 — Devisen. Mirze Sichten. Amsterdam....... IN? 55 19? 75 Deutsche Plätze...... 117 05 11725 «unbuu........ »39-40 283 6» Paris.........9522 95'»5 - Vt, Petersburg......—'— -'— ) Dalult«. Dulaten........1134 11-3» 20^ia!lc«Vt!lcIe.....19 "5 1N0? ^ Deutsche Reichöbaulnoten . . '17^7 11?'25 Italienische Ällnluoteu . . . l»ö?b 05 5» . Ruliel >>tl,t?n......«52., li-l>3z<> ^.ehrjDnge I findet sofort Aufnahme. ,i nmeldungen im Dienstbureau Th. No |Otlly' Wienerstrafle Nr. 11. (95) 2-1 Geld-Darlehen reell, rasch und sicher besorgt Kapital Kreditbureau S« Rllas*9 Prag 696 — 1. (86j 3—1 In einem elegant ausgestatteten Hau*e auf frequenter Straße ist eine sonnseitig gelegene (4503) 1 $ Wohnung i bestehend aus drei Zimmern, Vorzimmer, Küche, Putzgaig, Dienstbot'nkammer und Zugehör, au eine ruhige kleinere Parlei sofort, eventuell zum Februartermlu zu vermieten. ,. Näheres in der Administration dieser Zeitung. ______^_^___^^^__, Ziehung 14. Jänner! Wlr verlaufe«: 1 Italien. Kreuz.Los. Oewinst-Schmi, 1 Dombau l«asillca.>iios. ^^^^ 1 Serbisch. Slaato.i" F.ance.«os, I 5<»ilv. . Iähllich li Ziehungen, haupitrrsser ^ 3U 00«, » 2U OW, Frcs. 100.UU0 ?c :c. Soforiisseo alleiniges Lpielrecht. Erste Rate mit Postanweisung. Ziehungslisten a/atis. Wechselstnbe Kriedläuder H Spitzer Wleu, I., Schoitnuing 1.