Nr. 30. Dienstag, 7. Fcblmr 1893. 1 l 2. InhlsillNss. Mbacher Zeitung. Nl««u»eratlonßv««s : Mit Postver send» „«: «anzjähri« fi, Ik. halbjübl!« fi. 7 50, Im «lowvloir: ««nziählia ft, 1,, hlllbjähria fl, Ü!>0. ssNr bir Zuslcllui'l, in» Haus aanziähr,!, fl. l, - Inslrtioniissfbilr: ssill Nellie Inserate bi« z>i 4 «eilen 2k> lr., grökere per Zeile « lr,: lici öfteren Wirberliolminc» vrr Zr,lc « lr. i, .5»»il«llt,sr aeillmll» erscheint tllalilb. ml» «u»nal>me der Sonn- unb sseieN«,,,, Dle «dm Louarrlilplah Nr,«, die Mrdnrtilin Bal!"l,°fn<>sit Nr, 15, Lprschstinwl-i, bev Nsdacüo» «ünüct, von » bl« 11 Uhr vornnUags. — Uüfranlierle Vrirse werde» nicht angenommen und Vtanussripte nichl zurüllsssstellt. Amtlicher Hheil. Se. k. und t. Apostolische Majestät haben mit Mertiöchster Entschließung vom 30. Jänner d. I. den, Ministe ial athe im Handelsministerium Dr. Georg Ritter von Thaa das Ritterkreuz de^ Leopold-Ordens taxfrei allergnädigst zu verleihen geruht. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 26 Jänner d. I. wm Bürgermeister der S'adt Tricnt Paul Oß' Mazzu« rana den Orden der eisernen Krone dritter C'asse mit Nachsicht der Taxe allergnädigst zu verleihen geruht. _________' Die k. k. Finanzdirectiou für Kram hat den Steueramtscontrolor Johann Kneß zum Steuer-einnehmer in der IX. die Stcueraunsadjuncten Ado f 3tuda und Johann Fink zu Steucram'scoutroloren in der X. uud die Steuerauttsprak'itauteu Heinrich Vrilli und Kunrad Rosmann zu Steueramts» adjuncten in der Xl. N'ugsclasse ernannt. nichtamtlicher Eheil. Das Rcssierunsssftrogramm, welches Samstag den drei großen gemäßigten Partei u des Abgeordnetenhauses unterbreitet und damit zur öffentliche» Discussion gestellt worden ist. hat von vorn herein und gern auf ciuen Erfolg verzicht t: auf deu Erfolg sensationeller Ueberraschung. Wer die Erngnisse in Oesterreich während der letzten zwei Jahre aufmerksam verfolgt hat, wer sich des berühmten Commcutars erinnert, womit die Anflösnng des Abgl'ordnetenhanses im Iänw r 1891 begleitet w'nrde, und w r der Thronrede vom April 1891 gedenkt, wird in jeder Zeile des nun vorliegenden Programms die strenge Continnität der Entwicklung nnd in dem Programm im wesentlichen die detaillierte' Ansgestaltnng der leitenden Gedanken der Thronrede erkennen. Friede und Arbeit — mit diesen zwei Losungsworten konnte seinerzeit der Inhalt der Thronrede bezeichnet werden; innerer Friede als Voraussetznng gedeihlicher Wohlfahrtsarbeit — das ist der rothe Faden, der auch die lapidareu Erklärungen des Programms durchzieht. Aber die Ideen dieser Staatsschrift' reichen weit zurück vor den letzten politischen Umschwnng in Oesterreich. Sie dienten der Gestion des Cabinets Taaffe seit seinem Bestände zur Nichischnur. und wenn sie inmitten der verwirrenden K.nupfe des Tages den Parteien nicht immer mit hinlänglicher Deutlichkeit zum Bewusstsein kamen, so mag die Schuld weniger an diesen Ideen als an den Parteien und deren Kämpfen liegen. Aber so wie die geistigen Wurzeln des Programms sich bis in die erste Zeit des Cabinets Taaffe zurückverfo geu lassen, so wird man anderseits finden, dass ans verschiedeneu Stelleu dieser Kuudgebung ein Gedankcugang hervorleuchtet, deu Graf Taaffe auch in der letzten Zeit wiederholt vor dem Parlamente entwickelt hat. Wenn das Programm uutcr audcrm die Ersprießlichkeit einer geietzl chcn Regelum; der Sprachen-frage betont, aber gleichseitig auf die Nothwendigkeit eiues vurgingigen Einvernehmens zwischen den be-theiligtcn Parteien hinweist und das Bestreben des Cabin ts, ein solches Einvernehmen herbeizuführen, kundgibt — so wird man darin unschwer eine Idee wiederfinden, der Gr if Taasse wiederholt Ausdruck lieh, d.ss nämlich die Lösuug der Sprachenfrage sich nicht imperativ vou der Neuerung dictieren lässt, sondern nur nach vorgängiger Verständigung dcr Par'eicn und unter Mi wirknng der Regierung erzielt werden kaun. Wenn sich nun die Regierung entschlossen hat. diese bekannten Grun^züge ihrer Politik trotzdem in einem besonderen solennen Acte uud iu programmatischer Form niederzulegen, so ist dies geschehen, um einem ^uusche Nechnuug zu tragen, der speciell von Seite der Vereinigten deut chen Liukcu aus berufenem Munde in ziemlich lebhafter Mi> ooraebracht worden ist. Das Programm darf der freudigen Aufnahme seitens aller staatstreuen und gemäßigten Elemente sicher sein. Sein Inhalt ist ein solcher, dass alle wirklichen Staats» varteicn sich auf seinen Boden stellen können, denn es hat keine andere Absicht als die. den inneren Frieden zn wahren und die rnhigc Arbeit zn fordern. Die ausdrückliche Betonung des Festhaltens an der äußeren Politik und an den Grundlagen der Verfassung, insbesondere au dem Dualismus, wird als selbstverständlich bei eiuer Regieruug betrachtet werdeu, die in Wort und That ununterbrochen sich mit diesen Fundamenten unseres slaatlicheu Lebens identificiert hat. Anderseits war die Wahrung der gesetzlich gewährleisteten Auto nomie d.r Königreiche uud Länder stets ein Grundsatz, au dem das Cabinet Taaffe seit seinem Bestände fest gehalten hat. __________________________ Organisch schließt sich an diesen Gedanken der Autonomie als sein nothwendiges Correlat das Princip der Wahrung des nationalen Besitzstandes an, und es ist darum natürlich, dass die Regierung bis zum Zu-standekmnmen eiues Eprachenaesehes und im Hinbl'ck auf dasselbe entschlossen ist, innerhalb i^res admini-st ativen Wirkungskreises, selbstverständlich unter Auf« rcchthaltuug der bestehenden Normen, Veränderungen des nationalen BesitMndes hintanzuha'tcn. Durch diesen Grundsatz werden hoffentlich die nationalen Aspirationen, wie sie in den gemischtsprachigen Ländern nur zu oft auftauchen, ihre entsprechende wcchlthitige Begrenzung finden. Im Geiste eines solchen Pro gramms liegt es auch, dass die Nothwendigkeit eines friedlichen Vcrhältnisfes der einzelnen Confessioneu, Ge sellschaftsclasscn und Staatsbürger untereinander hervorgehoben uud die Aufgabe der Regierung betont wird. Verhetzungen jeder Art mit Entschiedenheit entgegenzutreten, wie dies ja auch bisher die Aufgabe der Re« gieruug gebildet hat. Demselben Gedmtengange end ich entspricht auch die Hochhaltung des kircheupolitischen nnd Schulfriedens, während es anderseits selbst in den fortgeschrittensten Veoölkeruugskreisen mit Befriedigung begrüßt werden wird, dass den relinösen Gefüh'en der Bevölkerung innerhalb der bestehenden Gesetze Rechnung getragen werden soll. An zwei Stellen betont das Schriftstück die Noth. weudigkeit der Herstellung einer festen Coalition der gemäßigten Parteien auf Grundlage des Programms, nm einen gede'hlickcn Fortgang der parlamentarischen Thätigkeit zu sichern —ein r Patteien Coalition, welche auch in ihren äußerlichen Attributen und in ihrer Organisation den Charakter einer geschlossenen parla« men'arischen Majornät an sich tragen soll. Auch das wird kaum überraschen, denn Graf Taaffe hat bereits in der solennen Erklärung des Gesammtministerinms vom 2. December die Hcrstelluna einer fetten Majorität als erwünscht und nothwendig anerkannt. Kein patriotischer und besonnener Politiker dürfte in diesem Betrachte eine abweichende Ansicht heg n, und darum ist die Hoffnung gestattet, dass dieser Appell an die gemäßigten Parleien. an ihre Vaterlandsliebe und ihre Sorge iür ein gedeihliches Wirken der Gesetzgebung, nicht erfolglos bleiben und. wenn auch nicht sofort, so doch in einem späteren Zeitpunkte zu dem ersehnten Ziele führen werde. Die erheblich-n Schwierigkeiten, welche da zn überwinden sind, können freilich nicht übersahen werden, Feuilleton. Sie H^lenprinzesfin. Roman von E. Matthias. s21. Fortsetzung.) Natuscha wandte sich ihrem Vorhaben zu, die ^atte b«sser einzufügen. Aber von di^r Seite aus dot sich b>i ibrer winzigen Figor gar kein Hilfsmittel und ste beschloss endlich, unvcrrichteter Sache in deu Garten zurückzukehren, wo rs schattig und kühl war. Aber ein unüberwindliches Hindernis MtV> sich °er kleinen Dame in den Weg. Die Planke hatte sich vel dem Hin- und Herbewcgen fest eingeklemmt, uud uverdils saß dicht davor eine hässliche Kröte uud 3 otzte die Erschrockene mit grünlich schimmernden "Ugen an. . «O mein Gott,» rief Natufcha entsetzt, «welch "NMck nnd welch ein g, ässliches Tliier! Was soll >ch "Un thnn? Nun kann ich nicht mehr in deu Garten Muck. Arme Melame!» . In ihrer Trübsal fiel ihr zuerst die Fnuudiu s'"' welche sie durch ihrm uuüberlegtcn Stieich iu ein? ^"le Lage versetzt hatte. Ihr eigenes Unglück kam bn ^r Kleinen e>st in zweiter Reihe. Händeringend stand , "?r d.m verschlossen n Rückwege. Die dass iche Kröte "/yte es ihr unmöglich, der h.imtücklsch.u Planke '"M'rzulommen. mpsi». '^ ^"^ ^'" Weq zur P nsion nuu und nimmer-H' klagte sie. «Ist denn niemand da, der mir Hilfe Im selben Moment.» horchte sie auf. Den Wallweg herauf kam ein auffallend großer Mann. Ehrbar schritt er näher, weder zu lanasam noch zu schuell, obgleich s/ine übermäßig langen Beine zu lchterm wohl vc> führen konnten. Er trug die Nase hoch in der Luft, so hoch, dass die Kleiue des Mannes Stirn kum sehen koun'c, l'b''nsow.'l, g. wie seine A"gcn. welcbe an den Wolken zu häugen sch eukn. Der Hinter-kopf trug einen hohen, etwas stid»nfch,ini.,cn Cy indcr hnt, der unablässig iu den Nacken zu fallen d'ohte. Seine lange Gestalt war mit einem dunklen, fist zu geknöpftt-n Gehrock bekleidet; unterhalb desselben schlotterten ein paar blaue, verschossene Hosen. D e Hände allein bchaupteieu den Schein äußerer El>'gauz, den sie staken in buttergelnen Glacehandschuhen, die freilich durch Alter und Gebrauch stark gelitten halten. «Es ist jedenfalls ein Mensch, zn dem ich Ver-traul'n haben kann.» dach eNttuscha, als sie den Daher-wmdelnden erblickte. «Ich will ihn anspiectM und er wird mir helfen.» Der L^nge kam näher. Noch immer bemerkte er das Mädchen zu seinen Füßen nicht, das freilich im Verhältnis zu diesem Riesen winzig genannt werden musste. Wie zu einem Thurm schante die Zw.-rgin zu ,hm empor. Als er dicht vor ihr ste"' liches Verhältnis der einzelnen Confessionen, Gesellschaft classen und Staatsbürger untereinander. Die Regierung w>rd daher religiöse Ueberzeugungen stets achten U^ schützen und Verhetzungen jeder Art mit Entschiedenhe« enta/a/nzutreten wissen. Die Regierung hält die Zulü^ stellung tirchen - politischer Fragen und der legislativt« Behandlung von grundsätzlichen Aenderungen des Reichs Voltsschulgesctzes im Interesse des ruhigen Zusammenwirkens der betheiligten Parteien für erforderlich. "7 Regierung wird jedoch bei der Anwendung des Nei^ Voltsschulgesetzes den religiösen Gefühlen der BcoüllelBs innerhalb der bestehenden Gesetze Rechnung tragen, 3 Fragen der religiösen Gefühle anerkennt die Regieruns lldiglich das Gutachten der betreffenden kirchlichen Vehöld" als maßgebend und wird deren Wünschen in dieser H^' ficht innerhalb der bestehenden Gesetze nach Thunlich"" entgegenkommen. Die Allerhöchste Thronrede hat bereits darauf h^ gewiesen, dass die Ausgaben des wirtschaftlichen Abe^' welche nicht das Interesse einzelner Parteien, sondern ^ Lorge sür die Gesammtheit u,ls auferlegt, durch die ra^ Entwicklung in der Gegenwart besonders zahlreich "^ dringend geworden sind, und hat eine Reihe von <3^ ständen ausgezählt, welche diesem Gebiete angehören. 6^A der betreffenden Gesehesvorlagen haben in dem abgela»^" Zsssionsabschnitte bereits ihre Erledigung gefunden, ^. stehen in parlamentarischer Behandlung oder sind noH Ausarbeitung begriffen. .^ Mit diesen Gegenständen ist aber die nothw«^ Thätigkeit auf wirtschaftlichem Gebiete in leiner M^ abgeschlossen. E« gesellt sich hiezu nicht bloß die slets ^ neute und bei den immerfort wachsenden Anforderung auf allen G.bieten des staatlichen Lebens stet« schwier'^ und verantwortungsvoller sich stestaltende Sorge für °! Erhaltung und Festigung des Gleichgewichtes im Stas^ haushalte sowie für die erfolgreiche Durchführung " Regelung unseres Geldwesens mit der gerechten «^ «Heilung der Steuerlast; auch sonst lassen die gebot"" der naturgemäßen Entwicklung angepajste Förderung Production und des Verkehrs, die Nothwendigkeit Erhaltung und des Schuhes der Mittelstände auf ""., wirlschasllichen G bieten sowie der Förderung des^ gleiche socialer Gegensähe und der Hebung der sa)w^e Gesrllschaftsclassen, endlich die Nothwendigkeit, i"^ Ausschreitungen des Eigennutzes, welche einem gesun «Nein. nein,» rief die Kleine furchtsam, ihre Hände erhebend, «ich muss zu Frau Norden zurück, Herr Arthur will es und, unter uns gesprochen, ich glaube, ich werde verfolgt!» «Verfolgt? O. du armes Haferl! Verfolgt trotz deiner Kleinh.it?» fistelte der Lange. «Vielleicht gar wegen derselben, die allerdings eine seltene Gabe der Natur ist? Wie heißt denn der Bube, der dir nachsehen w.ll?» «Werden Sie mich auch nicht verrathen?» «Ich? Wohin denkst du?» versetzte der Lange im Bi dermannston. «Ich heiße nicht umjonst der schweigsame Hibe^t vom Liudenqiab.» «^ie kenlun den Mann wohl doch nicht,» ant' wortete Natujcha überzeugt. «Van Epeulen nannte sich der Bosewicht. der mich jahrelang eingesperrt b>lt.» «Ah, du bist — »acrs mon 6u Visu — das ist eine Neuigkeit!» rief der Riese, und wieder kamen die Worte in dem eigenthümlich zischenden Ton über seine Lippen. «O, ich kenne Mynheer van Speulen sehr gui. Er ist ja eimr meiner gefährlichsten Concur-ienten. ein SHwmdler, ein Scharlatan. Da ist es ein wawtz Glück. da,s ich dich, mein Goldfischchen, ge-funden have!» «Hat van Epculcn etwa meine Spur ausgespürt?» fragte die Kleine ängstlich. »Na, ob., entg.guete der Riese kopfnickend. «Er ist vielleicht jetzt schon m d^r Pension, um dort Nach-foischuugen anzustellen, und findet er dich, dann aeht es dir schlecht, mein Selchen. Tanke Gott, dass ich deinen Weg kreuzte. Dus hätte eine schone Geschichte gegeben.» «Ach, Sie machen mir große Angst!» wehklagte Natuscha. «Erbaimen sie sich meiner!» «Keine Banqe. noch bin ich da, der Hubert vom Lindengrab!» tröstete der Riese sie. die Zwergin auf s.inen Arm nehmend. «Ich bringe dich in Sicherheit, das versteht sich. Bei mir hast du nichts zu befürchten; wir drehen allen Verfolgern eine Nase!» Während der Lange so sprach, huschte ein Strahl von boshafter Selbstzufriedenheit über sein baltloses, gebräuntes Gesicht. Vorsichtig schaute er sich nach allen Seiten um und setzte dann seine langen Beine in ha-stige Bewegung. «Bringen sie mich in die Pension zurück?« fragte Natuscha, sich an ihn anklammernd. «Später!» beruhigte er sie. «Halt' dich jetzt nur fest, du armes Haserl, und sei mäuschenstill. Wirst mit dem Hubert schon zufii.den sein. Zuerst verberge ich dich vor dem niederträchtigen Speulen. der dich in der Pension nur finden würde. Du fürchtest dich doch nicht etwa?» «Ich glaube, ja,» entgegnete die Kleine zitternd. «Die Menschen sind schlecht und außer Herrn Arthur meint es mit mir niemand gut.» «Du hast den braven Hubert vom Lindengrab vergessen,» sprach der Lange. «Mir kannst du vertrauen, so gut wie deinem lieben Arthur, den ich nicht kenne, weil er mir bieher nicht vorgestellt worden lst.» «O, Arthur ist em Cavalier! Ich l>be ihn sehr lieb, weil wir glauben, dass wir uns schon in einem andern Leben getroffen haben.» «In einem andern Leben?» rief Hubert prustend. «Das 'st nlir zu hoch, obgleich ich ein Niese bin und meine sieden Schuh messe. In einem andein Leben? Hm! In welchem Na^ renhause wo,nt denn dein H^rr Arthur?» «Herr Hubert, das verbiete ich mir!» rief Na tuscha, fast weinend und ihre Angst vergessend. «Herr Arthur ist ein sehr gescheiter Mann. Wenn Sie v^ ihm so reden wollen, setzen Sie mich nur auf .^ Boden nieder; ich werde meinen W.'g schon "U finden» . ^ «Nun, sei nur ruhig,» meinte der Riese beaMg ' ohne einen Augenblick seinen Lauf zu unterbreA «Ich sage keine Silbe mehr über den jungen V^.ij Er scheint dir wert zu sein und ich will dich " z kränken. Er ist wohl dein Schatz, auch so ein K>u? wie du?» ,ss «O, nein! Arthur ist ein junger Edelmann, ^ großer, wohlgebauter Herr und mein Retter. Weh"^ der mir etwas Uedles thut. Er würde es schl^ .^ rächen.» sprach Natuscha feierlich. «Aber wer g"<^ mir ist, den wird er auch belohnen; er hat es I gesagt.» . ^. .Nun, so will ich mir diesen Lohn verd'eN^ sprach Hibert in gutgespielter Rührseligst. '.^ Cavalier wird mir Dank wissen, dass ich sein ll ,^ Bräutchen so klug aus der drohenden Gefahr 9 ^ hibe. Aber nun halte dich still, Kleine. Wir low" unter Menschen und niemand darf ahnen, wen l") trage.. ^ (5r brcite'e vorsichtig sein großes, seidene» ^st tltch über die Zwergin auf seinem Arm und I vom W>ll hinab in die belebte Stadt. „ , ge- Naius^a h t^e Vertrauen zu ihrem ^^^ch' Wonnen. Sie fürchtete nicht ohne Grund die ^ ^ nellungen des abscheulichen Spculen und .slh'"^ ^M^ schweigend an den großen Mann, der die >^? ^resianische Akademie für das Schuljahr 1693/94 einzureichen sind, so glauben wir auf die solgendeil Modalitäten aufmerksam machen sollen: Die Ausnahmsgcsuche lönnen schon vom Veginne des zweiten Semesters (15. Februar) an bei der Akademie» Direction, von welcher auch das ausführliche Programm der Anstalt im Postwege erhältlich ist, eingereicht werden. Da. wie bekannt, die Anstalt vermöge ihrer Organisation in der Lage ist, nicht bloß Zöglinge aus Oesterreich-Ungarn, sondern auch aus dem Auslande aufzunehmen, so erscheint es im Interesse der betheiligten Kreise gelegen, die betreffenden Gesuche nicht allzu spät einzureichen. — (Winter in Russland.) Die strenge Kälte hat in Russland viele Opfer gefordert; noch immer kommen schlimme Meldungen aus den einzelnen Theilen des Reiches. Das Dorf Päljepy im Gouvernement Orel war acht Tage lang verschneit. Unter ungeheuren Anstrengungen bahnten sich die Leute durch die Dächer und die darüber lagernden Schneemassen Wege, um Heiz. material zu beschaffen. Da das Dorf abseits der Straße liegt, war Menschen und Thieren der Hungertod gewiss. Zufällig kam ein Landpolizist in amtlichen Angelegenheiten nach dem Dorfe. Er fand nur Schneeberge, aus denen das Gebrüll der hungernden Thiere drang. Nach zwei« lägiger Arbeit gelang es den herbeigeeilten Bauern der Nachbardörfer, die Leute zu befreien. — (Ein Nihilist.) Aus Petersburg wird gemeldet : Der bekannte Clown Analole Durov wurde in Wirballen verhaftet und nach der Peter - Pauls - Festung transportiert. Bei der Revision des Bepacke« fanden sich ganze Pakete in Paris gedruckter nihilistischer Flugblätter in französischer und russischer Sprache vor. Durov soll in eine weitverzweigte nihilistische Verschwörung verwickelt sein, deren Leiter in Paris und Petersburg leben. Vor einiger Zeit wurde Durov von den deutschen Behörden in Eydtkuhnen wegen Majestätsbeleidigung verhaftet, ist dort jedoch auf Intervention der hiesigen russischen Botschaft freigelassen worden. — (Das trockene Venedig.) Nach einer Meldung aus Venedig wurde die Laguncnstadt Samstag abends von einer Ebbe heimgesucht, wie sie zu den äußersten Seltenheiten zählt. Die User des Lanal Grande waren an vielen Punkten vom Wasser ganz entblößt, so dass zahlreiche Gondeln auf dem Trockenen lagen. Bei zwanzig größere Canäle und zahllose kleinere waren total Nocken. Der Gondeloerkehr stockte an vielen Stellen. Im Canale San Giobbe fuhr ein Canaldampfer infolge des niedrigen Wafferstandes auf. — (Eine Diebsbande in Monte Carlo) Die Panser Halbweltdame Laflorency wurde an einem der letzten Tage im Spielsaale von Monte Carlo dabei ertappt, als sie ein fünfzig Tausenb-Francs-Scheine enthaltendes Päckchen aus der Tasse des Croupiers stehlen wollte. Die Bankoerwaltung glaubt, dass sich seit einiger Zeit in Monte Carlo eine wohlgegliederte Bande von Spitzbuben aushalte, da in den letzten Monaten häufig größere Piebstähle vorkamen. — (Erdbeben auf den jonischen Inseln.) Nach Meldungen aus Athen herrscht auf der Insel Iante eine furchtbare Panik. Die Ortschaften find vollkommen leer. bei dreißigtausend Menschen campieren im Freien und es herrscht großer Mang-l an Lebensmitteln. Gegen achthundert Häuser sind eingestürzt und viele Menschen sind umgekommen. — (Kleinodien.Diebstahl.) Man meldet aus Brüssel: Während gestern abends der Graf und die Gräfin vonFlandern auf dem Hofballe waren, wurde in ihrem Palaste eine große Anzahl der kostbarsten Kleinodien im Werte von 500.000 Francs gestohlen. — (Unterseeisches Kabel.) Die Legung des Marinelabels Marseille - Viserta - Tunis ist durch den Dampfer «Calabria» begonnen worden. Das neue Telegraphenfeil lostet bei einer Länge von 1158 Kilometer 2,600.000 Francs. — (Bruchrechnung.) «Du musstest warten, o Liebchen mein?» fragte Eduard zärtlich beim Stelldichein. — «Ja», sprach das Liebchen mit zuckendem Mund — «Eine ganze halbe Viertelstunde!» Local- und Provinzial-Nachnchten. — (Das Regierungsprogramm.) welches den Clubs der drei großen Parteien vorgelegt wurde, bildet naturgemäß in den Blättern aller Schattierungen den Gegenstand eingehender Erörterung. Die Organe der Vereinigten deutschen Linken stimmen demselben im ganzen zu und betonen, dass die deutsch «.liberale Partei die Regierung, welche in dem Programme eine Reihe so wertvoller Erklärungen abgegeben habe, auf jenem umfassenden Arbeitsgebiete, das in der Thronrede vorge-zeichnet ist, unterstützen werde. — (Pensionsinstitut für die Privat» beamten.) Die Privatbeamten - Localgruppe des ersten allgemeinen Beamten-Vereines der österreichisch-ungarischen Monarchie in Wien theilt uns mit, dass — Dank der ihr durch die Presse aller Parteien gewordenen Unterstützung — der Gedanke, im Wege der Gesetzgebung eine allgemeine, obligatorische Pensionsanstalt für Privatbeamte aller Kategorien zu schaffen, immer Z weitere Kreise durchdringt. Nicht nur zahlreiche Zuschriften Z einzelner Privatbeamten, sondern auch Zuschriften bedeu- > tender Korporationen, wie des Verbandes des mährisch« > schlesischen Forstvereines, des Landesverbandes der Privat« > beamten des Königreiches Böhmen, endlich Zuschritten großer Firmen, welche aus eigenem Dränge bereit sind, da mitzuwirken, wo es sich darum handelt, die Zukunft ihrer Mitarbeiter zu sichern, begrüßen in warmen Worten die von dem genannten Vereine in dieser allseitig als äußerst nothwendig und dringend bezeichneten Angelegenheit bisher gethanen Schritte und bereite erzielten Erfolge. Jüngst hat die Handels- und Gewerbelammer in Troppau die Gruppe mit einer Zuschrift beehrt, ihre Zustimmung zu der Action ausgesprochen und erklärt, ihren Abgeordneten. Herrn Dr. Max Menger, zu ersuchen, im Reichsrathe mit aller Kraft für die angestrebte Institution ein-zutreten. Es ist da in verhältnismäßig kurzer Zeit in der That viel erreicht worden; umso eher aber wirb die Privatbeamtenschaft ihre berechtigten Wünsche ersüllt sehen, je rascher und je fester sie sich aneinander schließt. DaS Cadre dazu ist in der Privatbeamten-Localgruvpe vor« Handen. Dass sich ihr die Privatbeamten vertrauensvoll anschließen dürfen, beweist sie durch die von ihr propagierten Ideen und durch den ernsten Eifer, mit dem sie dieselben zum Besten des ganzen Standes zu verwirklichen bestrebt ist. — (Die neuen Münzen) Das Hauptmünz-amt ist, trotzdem die Herstellungen zum Vehuse der Ermöglichung der Präge-Arbeiten im groß'N Umfange noch nicht vollendet sind, mit der Ausprägung der neuen Silber-, Nickel» und Vronzemünzen eifrig beschäftigt, und es sind von allen Münzlategorien bereits namhafte Bestände fertiggestellt. Dieselben wurden theils an die Staats-Eentralcasse abgeführt, theils verbleiben dieselben im Münzamte, an beiden Stellen aber bis zu dem Zeitpunkte in vorläufiger Verwahrung, wo dieselben in den Verkehr gesetzt werden sollen. Dieser Moment wird gekommen sein, wenn die Einziehung der Viertelgulden-Stucke inbetreff deren dem Parlamente ein Gesetz vorliegt, beziehungsweise die im administrativen Wege zu verfügende und zwischen beiden Finanzministerien noch zu vereinbarende Einziehung der Zwanzig« und Zrhnlreuzer-Stücke, sowie der Kupfermünzen zur Durchführung gelangen wird. Was speciell das Gesetz über die Einziehung der Viertelgulden-Stücke anbelangt, so dürfte dasselbe demnächst im Budgetausschusse des Abgeordnetenhauses zur Verhandlung gelangen und wohl im Laufe des Februar der legislativen Erledigung zugeführt werden. An Stell- dieser Silbermünzen sollen bekanntlich die neuen EinlroneN'Stücke in Verlehr gesetzt werden. ^ Laibacher Zeitung Nr. 30. 254 7. Flbrnar 1893. — (Aus dem Club der Conservative n.) Vorgestern wurden auch der Hohenwart-Club und der Polen Club über das Regierungsprogramm schlüssig. Der Club der Conservativen berieth unter dem Vorsitze des Obmannes Grasen Hohenwart das neue Regierungs» Programm. Die Debatte war eine sehr lebhafte. Obmann Graf Hohenwart »heilte auch mit, dass die von ihm in der Conferenz mit der Regierung zum Programm-Entwürfe beantragten Amendements keine Berücksichtigung gesunden haben. Die Vertreter der einzelnen Fracnonen des Clubs ergriffen wiederholt das Wort und kritisierten in eingehender Weise das Programm. Es sprachen die Abgeordneten Prinz Schwarzenbcrg, Graf Palffy. Freiherr u. Leonhardi, Oullje, Varon Dipauli und Karlrm. Seitens der Slooenen wurde, wie das «Fiemdenblatt» berichtet, die Unzufriedenheit mit den Stellen über die Aufrechte, Haltung des nationalen Besitzstandes und über die Schaffung des Sprachengesehes entschiedener Ausdruck gegeben. Ackerbauminister Graf Falkenhayn griff einigemal erläuternd in die Debatte ein. Schließlich wurde ein Antrag des Grafen Hohenwart folgende Resolution einstimmig beschlossen: »Der Club der Conservativen nimmt die ihm von der hohen Regierung mitgetheilten Grundsätze ihrer künftigen Thätigkeit zur Kenntnis, bedauert jedoch, die ernstesten Bedenken gegen verschiedene Punkte dieses Programms aussprechen zu müssen. Indem sich der Club dic volle Freiheit in der sachlichen Prüfung der Regierungsvorlagen vorbehält, findet er dermalen keinen Nnlass, seine bisherige Stellung der hohen Regierung gegenüber zu ändern.» '(Deutsches Theater.) Die Operette «Per Viceadmiral» von Millöcker hat in Laibach merkwürdiger« weise keinen besonderen Anklang gefunden und weder im Interimstheater noch auf der neuen Bühne besondere An« zichungskrast ausgeübt, trotzdem sie zu den besten Werken des fruchtbaren Componisten gehört, diele musikalische Schönheiten, besonders Lieder voll Anmuth und Tem« perament enthält, einm feinen orchestralen Satz aufweist und endlich das Libretto nicht zu dem gewöhnlichen Operet» tenblödsinne gehört. Die Inscenierung war sorgsam vor< bereitet, sehr hübsch und geschmackvoll der decorative Theil und die Vorstellung gleich den Erstaufführungen befriedigend. Herr Fabbiani sang, gut disponiert, den Vice-Admiral sehr witlsam und erntete hauptsächlich in den Duetten mit Fräulein Kollin vielen Beifall. Lebhaft, mit gesundem Humor sang. spielte und tanzte Herr Straher den Puntc», fand an Fräulein Galster eine gute Part- Pi/b//ci/ms Vie Hbllge/, M//w/s/>niv/l b^m^H/e/, /ich. /Hl he.M ^ bvekn-, Cbor urck QrcheHn lMen. stch bro.v.< Das Haus war mähig besucht. Heute gelangt das lange nicht gesehene Schauspiel «Die Karlsschüler» von Laube, eines seiner besten Werke, zur Aufführung. ^. ' (Aanzirknzchen der NeHvmenlHmv^N.^ Die wackeren Musi/er der Kapelle des ^ 7. Infanterie-Regiments veranstalteten gestern in der Hafner'schen «Bicrhalle» ein Tanzlränzchen, das, sehr hübsch arrangiert, in bester Weise verlief. Der Tanzsaal war geschmackvoll und sinnreich mit allerhand Gruppen verschiedenartiger Blasmstrumente, den Emblemen der Wir^amleit der Vall« geber, geschmückt und bot ein Bild des frohesten und ge« mülhlichsten Lebens; man sah da eine Fülle hübscher Mädchen und Frauen m eleganten Toiletten, die den Nachweis lieferten, dass Schönheit nicht allein unter den oberen Zehntausend zu suchen ist. Die unermüdlichen Militärmusiker, sonst bei den Tanzunternehmungen der leidende Theil, zeigten, dass sie nicht nur ausgezeichnet im Tact spielen, sondern auch tanzen können, denn getanzt wurde mit einer Leidenschaft, deren nur gesunde und lebensfrohe Jugend sähig ist. Das Angenehme wurde übrigens mit dem Nützlichen verbunden, da sich die Unter» nedmer ihre Musik durch kameradschaftliche gegenseitige Ablösung selbst besorgten, eine sehr praktische und nach« cchmenswerte Einführung. Das Fest beehrten Herr Oberst R'ttcr von Oariboldi so^ie zahlreiche Officiere mit ihrer Gegenwart, und es nahmen an demselben viele Gäste aus dem Civilstande theil. ^ — (Laibacher deutscher Turnverein.)' Angeregt durch den schönen Erfolg, Welchen da» im vorigen Jahre stattgefundene Trachten-Kränzchen auf« zuweisen hatte, veranstaltet der Laibacher deutsche Turn« verein auch heuer am 14. d. M. (FaschingZdienstag) in den Sälen der alten Schlehstätte einen Familienabend mit Tanztränzchen, zu welchem das Erscheinen in Trachten aller Art gestattet und erwünscht ist. Wie man un« mittheilt, ist die Anregung auf fruchtbaren Boden gefallen,! denn es werden von zahlreichen Damen und Herren, einzeln und in Gruppen, umfassende Vorbereitungen getroffen, sich gegensettig durch Schaffung von prächtigen, VUdern zu überbieten, so dass mit Sicherheit angenommen! werden darf. dass da« geplante Trachten«Kränzchen dem! Vn'MvaM w^ wüMg zur Be,!e gestellt werden können. — sScharlachs »us Llltai liegt uns eine M,t-i meinden Sagor, A'^se und Koiredez- seit mehr denn eincm halben Jahre eine bösartige Scharlachtrantheit' epidemisch geherrscht hat, an welcher wählend der ganzen ' T«mn ^ Kvndn ttk«M, von WMden ü2 yene^n und 25 gestorben find. Die langwierige Ep.demie, we/che oer< hältnismähig viele Opfer gefordert hat, wurde nunmehr als erloschen erklärt. — (Inspicierung.) Der L'iter der t. k. Landesregierung, Herr Hofrath Freiherr von He in, inspicierte gestern vormittags, in Begleitung des Herrn Landes-schulinspectors I. «Zum an die erste städtische Knaben-vollsschule in der Feldgasse. Der Herr Landeschef war in einzelnen Classen beim Unterrichte anwesend, besichtigte die Schülerbibliothet, die reiche Lehrmittelsammlung und das Gebäude in allen seinen Theilen. Auch besuchte er die zwei zeitweise im Gebäude untergebrachten Classen der städtischen deutschen Knabenvollsschule. — (Cdelweißexport nach Deutschland.) Kärntens Edelweihzucht ist bekanntlich in stetigem Fort« schreiten begriffen. Im letzten Sommer konnten schon mehr als 300.000 in Blüte stehende Edelweißtopspflanzen zum Versandt gelangen und an 25 Millionen Stück getrockneter und geprrsster Blüten versendet werden. Ein Theil derselben im Werte von 5000 st. wurde nach Deutschland exportiert. — (Prähistorische Funde) In der Central-! commission für Kunst- und historische Denkmale berichtete! Herr Barthelmä Peönil aus Gurkield über prä» historische Funde bei Ausgrabungen im Walde am Sanct Magdalenenberge bei St. Marein in Kram, serner über die bei Weihtirchen aufgedeckten La Ttzne-G:äbt»r. i — (Semesterschluss.) Die hiesigen städtischen Schulen schließen das erste Semester conform den Mittel-' schulen Samstag den 11. Februar und beginnen das zweite Semester Donnerstag den 16. Februar, statt dessen der Aschermittwoch freigegeben wurde. — (Humen.) In der St. Peterslirche in Laibach! fand gestern die Trauung des Herrn Johann Ha gar,! k. und t. Hauptmannes im 17. Infanterie-Regimente, mit! Fräulein Clara Pessiack statt. — (Ein deutsches Vereinshaus in Ci lli.) In Cilli soll auf dem Grunde, wo heute der Gasthof i «Ium Löwen» steht, ein deutsches Vereinshaus gebaut! werden.__________ __________ Neueste Post^ Original-Telegramme drr Laivacher Zeitung. Olmiitz, 6. Februar. Unter feierlichen: Gepränge ^ fand gestern die Consecration des neuen Fürsterzb'schofK ^ Dr. Kohn statt. Als Eonsecrator fungierte der Fürst», erzbischof von Prag. Cardinal Echönl'orn. als Assistenten Erzbischof Dr. Angerer und Blschof Dr. Bauer aus 1 Brunn. Nachmittags um 1 Uhr war F ftdmer in der 'isst/löenz. Den erste/l Toost brachte FürslelMschos Dr. ^ Aohn. zv, 'dchw Tevwv w^n gie^ tzvnn ^Q^M, avH wn Papst //nd öen Ka/sel aus, den zwe/ie/l Carölttai Schönborn anf Fürsterzbischof Dr. Kohn, den dritten Erzbischof Dr. Angerer ebenfalls auf diesen. Dem Fest- j diner wohnten die Spitzen der Behörden bei. Trieft, 6. ^bl^ar. Auf Fan/e broHt nach Oei lch/en. o.uH Athen eine hunoMnoch. E2 werden täglich Lebens mittet nach Zante gesendet, doch ist die Hilfsact'.on trotz der Opferwilligleit aller Stände unzureichend. Der König wird Dienstag in Zante erwartet. Heute kommt daselbst das ilaiienMe KncaHchiff ^SttomboU> mit 2ebenK« mitteln und Felten an. Rom, 6. Februar. Michael Lazzaroni. ein Neffe des bereits verhafteten Cassiers der «Banca Romana», Cesar Lazzaroni, wurde gestern abends wegen Mitschuld an den dem letzteren in der Angelegenheit der .Banca Romana. zur Last gelegten Verbrechen gleich' falls verhaftet. Paris, 6. Februar. Das Journal «Justice». wel< ches von Nochefort beschuldigt wurde. 3'/, Millionen Francs von Cornelius Hertz empfangen zu haben, macht sich erbötig, seine Bücher der Enquete-Commission zur Verfügung zu stellen. Athen, 6. Februar. Der König wird aus seiner Reise nach Zante von der Königin, dem Kronprinzen nnd dem Prinzen Nikolaus begleitet. Die Erdstöße anf der Insel Zante sind scliener geworden. Washington, 6. Februar. Der Staatssecretär des Auswärtigen erhielt ein Telegramm ans Hawaii, dem-, zufolge sämmtliche diplomatischen Vertreter der aus-, wärtigen Mächte die neue Regierung in Hawaii an' erkannten. Aunst und Literatur. — (Collection Hartleben. Vicrzehntägig wird ein Vand ausgegeben. Preis des Blindes, elegant gebunden. 40 tr. A. Hartlebens Verlag, Wien.) (ks liegen uns in den Bänden 14 bis 17 der «Collection Hartleben, vier neue Romane vor. Der unvergleichliche Thackeray, der ewig junge Dumas (Sohn), Maquet nnd Turgenjev sind Autoreu, deren Namen wühl für die Gediegen« heit des Inhalts bürgen. Von dem letzteren Dichter bringt d,r ihm gewidmete Band den Roman .Frühlill,?sftutell». Alle in di^cr Nudn! besprochenen Bücher und gci^chnsten >ldnnen durch d've hichge Buchhandlung Iz. v. ttlevn- Am 5. Februar. Hllttl Stadt Wien. Löw. Herzog. Westen, Kflt.; Baumgarten. Rolh, Schmidt, Reif,, Wien, — Di^, .Neis., Prag. — Do/e?,c, Nch^Mve^eiva^ v.N., M^ach, — von S, l Karlstcidterstrake 7. Altersschwäche. — Maria Iallen, Sch""" ' derZ-OaNin. 2« I,. P„lanastraße 27. Tuberculose. — Ann° Obst. Postconducteurs-Witwe. 70 I. Floriansgasse 5, Alters' schwäche. Den S.Februar. Wilhelmine Lülsdorf, ClavierlehrerM, 55 I.. Hcrrengasse i). Brustfellentzündung. — Apollouia Ierin°. Vesiherin, 77 I., Froschglisse 1!6. Altersschwäche. — Hele>" Telavc. ArbeiterS-Gattin, 5!^ I.. Froschgasse 12, Lungenentzu"' ! dung. — Maria Peternel, Arbeiters-Gattin, 64 I., Fcldgasse U, , Tuberculose. Im Spital«: Den L. Februar. Maria Terbovc, Inwohnerin. 93 3>, Auszehrung. Den A. Februar. Anton Mal, Taglöhner. 1s 3" > Auszehrung. — Lorenz Lilje. Inwohner. 74 I., AltersschwM' ! — Ursula Dolenec, Inwohnerin. 7U I., Herzfehler ! Den 5. Februar. Oregor Candida. Inwohner. ?b 3>< Lungenentzündung. ^. ^ietearolossische Veobachtnngen in Laiback^___ > u. Mg. 747 6 ^M"2 , WO. schwach N bei "^1 !6, 2.N. ?4i!0 -100 NW. schwach! h^ter 0'" ! 9 . Ab. 745 2 —14 0 windstill , heiter ! Morgens neblig, tagsüber und abends heiter; Kälte i^ nehmend. — Das Tagesmiltel der Temperatur —14-?', um "'^ unter dem Normale. ______ ^^^^ Verantwortlicher Redacteur -, I Naglii. (Die neue bulgarische «nleihe.j In den Kreise? A , anlag'suchenden Capitales gibt sich das regste Interesse sul ^ neue 6procentige bulgarische Goldanleihc lunt». deren Titres «^ ^Course von U2'/< Gold. d. i. mit einer Rentabilität von " ^ Procent, am l). b. M. zur Subscription gelangen. Man hat ^ rniMch dem HMred«ndcvv BMan^a^e vü^cre A^mtckanur ' zugewendet und man findet, dafs die Aorurchei/e, die man li^ / öessse/ben Hessie. unbsi ^uffch^"/^ "A jbie Esgebnisje des Handels, lurz über die aanze wirtschai'U^ f Lage des Landes, welche über Veranlassung der vulgarly , Regierung zur Publication gelangen, gestatten einen vollkommen , Einblick in die Verhältnisse und ermöglichen i/dem llapicall^ ! e'vn Vl.rchev^ üde^c dnv w^ren WcN der d^gar^chm S^a^p^« f /In/o/ge der /mlende,, Tende/^ t»es F/ns/uKes gewäHre» un!^ fix verzinslichen Werte nur mehr eine Rentabilität von 4 ^ ' 4.^/, Plvcervi, und e3 dvtier sich daher w der Erwerw^z ^ neuen 6procentigen bulgarischen Anleihe zu einem 7'/. P^, unter Pari notierenden Course eine günstige Chance. Mr """ eieren daher der Subscription einen großen Erfolg. l^> >} p y Znr Auggabe 1st gelangt: (J y Band I, II, III und IV von < >J Levstikovi zbrani spisi. | j Uredil / J Franöliek Leveo. / / Levstiks gesammelte Schriften werden fünf / \ Bände umfassen. \ )1 Subscriptionspreis für alle 5 Bände broschiert ^ j ö. W. fl. 10 50, in Leinen gebunden fl. 13"60, ^ \ in Halbfranz fl. 14 50, in Kalbleder, Liebhaber- K ^' einband, fl. 15-50. y A Subscriptionen nimmt entgegen die Verlags- Q fj Handlung i ^ lg. v. Zleinmayr&PeiBamberg j ^ In XjalToacto.. 1o!oToToToToToTTovoToToToTo:^S Danksagung. > Für die vielen Beweise herzlicher Theilnah'"^ > anlässlich der Kranlheit und des Ablebens unser" > innigstßcliebten Mutter, resp. Schwieger- und Oroß' > »lutter, der Frau > Ursula Erbe^nill gel,.Marcnlll> > sowie fur die schönen Kranzspenden und die ^ V l /lefgeft^testen Dan/ I die trauernde Familie- > Laibacher Zeitung" Nr. 80. 255 7. Februar 1893. Course an der Wiener Börse vom 6. Februar 1893. «ach dem officiellnl Toursblatte. «e!» «liar, Staat».Anlehen. ^."elnlititllche Rente tn Noten 98 70 S8 »<' «'lberrentt.......8»»!. 8l,t. ^ ^. «.'. fünftel 10« l. ,63 7i 184 7ü l»«4er VtaaUlllse , . 100 l. 19.. ^z. '/°N°m.°Pfdbl. k'iw ft. . ! 1L5?b 'bS^ ^/° Oeft. Goldrent«, fteuerfrel 11/,0 11? 3 «Meir. iNotenreute, » . i»t «o inz . ««rantlerte Eisenbahn, ««»ldnerschreibnngn». ltllwbethbllhn in V, fteuerficl. 117-50 iig ^, sss»nz°Io- "«»- «°lbrente 4°/. . . . . 114 ^ „4 8" «°. Papierente l°/.. . . . 101 v<> ,„2 in «0. ««enb.Mnl.ionfi.g.W.S. i»»'/(. ,«3?s< betto cumul, Etücle i«3 ^0 !l>3 «' "0. 0Nbllhn.Pri°r.l, lot, «> s, «. ^>"° ü 50 st. «. W 14, zs, 1>><> <»., »eld >w»l, Gn»nl!«ntl.»Pbligllllon»n (für 100 fi. »M.). 5°/n galizischt...... 10Ü l>0 lo« ü ü"/« mährische......—'— --- b°/n Krain und Küstenlllnt . . — — — — z°/„ niebrr»Neireich«che . . . 109 7Ü — — >V/„ ste 98'- h°/„ stedenbüraische ....--------— — K«/« Temekr «anat .... —'— —-. l>°/^ ungaiische......8« >0 »? «" And«« üsstntl. Anlthen Dllllal!.Rtg.°llllst b°/o 100 fi. . 18" b« 131 b" Kto. Anleihe 18?» . . 1«»? ?h 108 ?> Nnlehe» b« Stabt Vörz . . iiu - —- anlehen b, Etadtnemelnb, Wien >z>>l>o «»«- Präm,'?lnl. d. B^dtgem, liLien IS» KN i?«,'5u Äörsflibau-«nl«h< vello«. b"/„ ll,',-»» lui Psandblitf« (für 1W st.). Gobencr. allg. öft. 4°/, G. . 11« »« ng » bto, btn, 4'/,°/o. . to» «» . ,. dt«. bt«. 4°/„ . . . 8V?li 8»bu dto. Pläm.'Vchulbberschi. 8°/« »«/— —-. Ue». Hypotbetenbanl 10j. bO°/„ «^ ». ,,<, li<' Oesl.-ung. Ännl vnl. 4»/,°/» . iu«i — l^x» »c detto » 4»/, . . »l>o>— luy 5« bettn «>Mr. » 4«/„ . . loci- llw tin Pliorität««Vbliglltion»n (für 1 fs). Ferl>inc>nd»-3iordbahn Eul. 188« 1<1< l»(' ,<)i — «allzische l^arl ° Lubwig. »ahn «m. I«ß1 800 fi, L. 4l/,°/n , —— —'— Oetterr, Norbtoeftbayn . . .lio»zil»»!> 3taat«bahn ...... ,,« _ ,zy Vüdbahn », 8«/,..... Il.3^'^4 9« » il b°/,..... «4 I^ l»> ,5 Ung,^,»s >. Nahn..... l<« - 107 — Di«»fs, zoft (per Ltück). <' Uaibacher Pram.'Nnleh. »0 fi. »3- «- Olener Lose 40 fl. . . . S» » »»^ ,e 4« fi...... U. . b, ^ 3t..«eno<» Lose 4<) fi. . . — . — WaldNein.«!>ss 80 fl, . . «4 . <» wlndisch-«räh-L°!e »0 fl. . . 7« - - . -»ew.-tzch. b. 8«/„ Präm.-Vchulb. verschr. der»obenneditanftalt «' - «- (per Stüll). "°"l"«<", Wiener. 1«» ff. .,,.,, ,,«,4<, ^ '««3 ."^' """ "- ^ «7« «' ^« '" ' ' «redilbanl, «ll«. un«., «»0 fi. . ,7? . «7/ »„ Dtpofilenbanl. «ll«" »«) fi. . 3," _ 3,^. - «,c°mp.e.«e,.. «br«st., 0 0efterr,»unz, Vanl 600 ^. . . l< <»o i< l>e v liimbanl WO fi...... »4» »5 »43 ?ü V«l«hr»b»nl, »llz., 140 . . «?i— 1?» - ßltl« »«« ZrenVport» Dnt»r«h»>»znl (per Vtü V«hm.N«rbbllhn 1«> fi. . . 1»« ?t 1», 7» » »efibahn W0 fl. . . »»l b3 — vuschtiehrab« »is. «« fl. «M. ,,,, ,1 <'. dt», „c>z »al, «krl.Lub». V. »00 fi. «N. »0 — «1 — »hn-GNeM^. »00 fl. «. . .?««-. ,59 — /ydM.«»n,..Iriestö00fl.««l. 4in — «'4 — l>fi«l. N»rb»e«». »uofl. S«l». »l^— <>« bU. (M. «,1 «NO fi. «. . . »,1 5U »3^ - Pl»s»Duler »isenb l»0 fl. Vtlb. ,3 kb V9 ib Vtaatseisenbahn »00 fl. VU»« »p« ?5 »«9 »'< Vübbahn »00 fi Lllber . . «3 » tu l«l»»»y^e1.,Wr.,l?0fl «. «. »43»« X44 »« » n«ue Vr., VrtorltH». »crien 1«, fl...... 93 — 94 ?z Un,»9»li,.»is»nb. 900 fl. Silber «> 3 »>< »« »0 »el»> «»« Un«. ««rboftbahn ««'fl, Silber -— — — UngMeftb.lUaab^raziXiofl.S »"3 36 ««. ?b zndustri«-ßcNnl (per Ktüch. «auyei.. «lll«, 0eN„ ,no ff '»4«> ,,> ,b t«ud' unb Vtuhl'Hnb w «in, lnofi...... "60 »«.. V^enbahnw'lzeil», erfte. »"fl »^ »> >? ^ «Elbnnühl. V»visr<, u. b.^», b< - 63 — liieknaer Vrauerei 100 fl , . » <»«. Vr»,er «,n»^nd ,«e<, »00 fi "? - «'' - ?»l«» .I«1 Steint»««' «> fi «"' - «^ — »GH^elmM». V«»ies1 »dOfi "">" ^" ' .««n»«r»«hl..Vavie< ,H.^ '" " '" fr«»«,, »»dlen, .»^ ?!' <». '" ^ '" >" ««fteni.« ,0t« in«in,IN0fi >« ^ »« " «b»«lm.«eih«nfl.. «ll«, w VeV...... »0 fi........ 'll' - ll« — «r, V»u«eseMchaft «VN fl. . . " ' " ' - «Menerberger Zie9«l-««tien^«1. «? «» «3 70 Dn»ts«. 22'""...... ,?.7z.?3 Du»tn>....... bS» L/0 9»^r«ne»«bru«!t..... 9«/. 9«» Deurlch« «eich«b«nknot«l . . 59»»,! 59 foovann) fi'izzato > , l»«Ab«.alh »«n«»lisiiika ° 2) SaS^jiSnfssrin 6 "arae8inikov v 3.) Volitev 5 namestnikov ravnateljstva. 4.) Sklepanje o poslovniku. 6.) Sluèajnosti. Opazka: Vsled § 18. je ohfini zbor sklepèen, ako je zastopan deseti del vseh Clanov. Po § 19., al. 2 Steje vsak delež jeden glas; vem?ar ne sine niti Clan, niti po-oblaSftenec od(\aü veft nego 10 6\asov. Vohtev r&vr,ate)jstv& in o&dzorov&hegit sv^ta vrfii 8e po Usttih. ( V Ljubljani dne 6. sveèana 1893. ' ^579) R&vn&teljstvo. Einladung zur ersten Generalversammlung des „fecklsßifa IsiteRtitniii- Vereines in Laitatk, registrierteo ßenosseDsciast rit beseträntter Hajlig" 4 („Vzajemno podporno druitvo v LJnblJ&nl, reg^strov&na zadruga s omejenim Jam«tvomu), welche ^ am 21. Februar 1893 % um 7 Uhr abend« Im Saale des ,Zathclischen Gesellen-Vereines in Laibach", Feldgasse Nr. 11, stattfindet. Tagesordnung: 1 ) Wahl zweier Verificaloren für das Protokoll über die Generalversammlung. 2.) Wahl vun 10 Mitgliedern und 5 Stellvertretern in den Aufsichtsrath. 3.) Wahl von 5 Stellvertretern für die Direction. 4.) BeschlusnfasBung über die Geschäftsordnung. 6.) Eventuelle Anträge der Mitglieder. Anmerkung: Zur Beschlussfassung in der Generalversammlung ist nach § 18 der Statuten die Anwesenheit des zehnten Theiles .sämmtlicher MifgJieder nöthig. Nach § 19. al. 8, ist jeder Antheil stimm-berechüv^1, doc\\ k.anit em Milled oder 1 dessen Bevo))mäc}jügter höchstens 10 Stimmen abgeben. Die Wahl der Di- ' rallies geschieht mittelst Stimmzettel. Laibach am fl. Februar 1893. Die Direction.