Nr. 236. -—-^^ Dienstag, 14. October 1890. 109. Jahrgang. Ailmcher ' Zeitung. —-—_______________ "M^n^"'"!'"!«: Mit P ostve rIe „ b » i, g : gaxzjttlirin ss, l». halbjährig st, 7 5<>. Im ,. ^. ^' halbjährig ft. 5'«»- ^lir die Zustellung !n« Hau« ganzjährig fl, l. - Insertlonsnebür: 3>!r ^ " lt Uhr vormittag« — Unfrankierte Uriefe werben nicht angenommen und Vlanuscrlpte nicht zurückgestellt' Amtlicher Mil, «s. A^ k. und l. Apostolische Majestät haben mit Lan? ^" Entschließung vom 10. October d. I. den ^«^'Abgeordneten Christiau Grafen Kinsky der ^- "bmarschall im Erzherzogthume Oesterreich unter ^ ^liiis u„h ^„ Landtags-Abgeordneten Bürgermeister ^ltlln !"" ^v' ^ ^' l s" dessen Stellvertreter in der 8 dei Landtages allergnädigst zu ernennen geruht. Taaffe m. s). t>kz 3^ Ministerpräsident als Leiter des Ministeriums w l?" ^ ben Ingenieur Wilhelm Kr a up a kiiHs""'genieur und den Vau-Adjunclen Moriz dle»ls'^lager zum Ingenieur für den Staatsbau-^"Krain ernannt. Nichtamtlicher Mil. Zur Lalldtagsscssion. ^ Wien, 12. October. !°Wlsi "^ ^°^ "^" ^en Ereignissen einer Landless N) s^'^ solcher Spannung entgegengesehen, wie ^>he v n ^^ kommenden Dienstag beginnt. Eine ^lNlner? ^"ndesvertretnngen hat sich im Laufe des ^thllnd, ""^ Herbstes neu constituiert, während die ^enstänü"^" der anderen, vermöge ihrer Verathungs-^llen Es - ""b der zll erwartenden politisch bedeutung«. "derar. ?'^' ^°^ Aufmerksamkeit beanspruchen. Im "'Zechst '. ^« Interesses werden die Ereignisse im ^ N; fischen und im böhmischen Landlage stehen, biilte du'?" Landtage ist dies etwas Neues. Ihm ge> ^lchez 1^ ""^ lange Reihe von Jahren jenes Lob. ^ >hm V^" U"lk" Frauen zollt: man sprach wenig üezeich ' ""d das war das beste Zeichen seiner aus- In 3 Mchterfilllung. ^en ^:I" alten Ständehause in der Herrengasse ^ licht s! hochpolitische Debatten geführt, hier gab ^ensj«b "öende Redeturniere und persönliche Zu. "bigen 5n "''^ ^ '" ben ätzten Jahren zum noth. i^tben f> .^l's't interessanter Parlaments. Debatten 'Zeil ^ '^- Das Rathen uud Thaten in der zier« "t!"r glick be mil ihrer intim anheimelnden Archi. l^alnenwV^ einer collegialen Besprechung, als einer ^e« ^''^"Verhandlung, und über dem Ganzen ^^^euiHauch freundschaftlicher Eollegialität, welche selbst den hie und da vorfallenden Plänkeleien zwischen Liberalen und Clericalen mehr den Charakter einer fein geführten Controverse als eines parlamen« tarischen Gefechtes verlieh. Das Land aber ist dabei wahrlich nicht schlecht gefahren. Seine Finanzen sind ausgezeichnet cousolidiert, seine reichen Mittel wurden in rationeller Weise zu einer Reihe wohlthätiger, zweck« entsprechender Investitionen verwendet, für die cultu-rellen Bedürfnisse der Beuölkerung wurde musterhaft gesorgt. Das wird nun anders werden. Die letzten Wahlen haben Elemente in den Landtag gebracht, durch welche eine hochgradige Animiertheit in die Verhandlungen gebracht werden wird. Die Majorität des Landtages wird es hoffentlich zuwege bringen, die Machinationen wider Groß-Wien zu durchkreuze« und damit eine That zu vollenden, die ihre segensreichen Folgen noch in jenen fernen Jahrzehnten zu äußern berufen ist, wo man die seltsame Bewegung diesertage nur mehr als historisches Curiosum betrachten und ver« stehen wird. Mit weit ernsteren Befürchtungen blickt man den Ereignissen im böhmischen Landtage entgegen. Von den Vorlagen, deren Complex den Ausgleich bildet, ist bis zur Stunde nur eine einzige erledigt worden, der größte und wichtigste Theil des Werkes harrt noch der Vollendung. Das Bild der Situation im Landtag ist mit der Frühjahrs-Scssion noch trüber geworden. Jene Hinneigung zum blinden, rücksichtslosen Radicalismus. die man auch anderwärts beobachtet, hat im czechischen Volke weiter überHand genommen, und eine Reihe von Wahlen aus den letzte» Monaten hat gezeigt, dass die Iungczechcn immer mehr an Boden gewinnen — eine Partei, welche trotz aller Vcrclausulierungen nicht bloß diesem, sondern jedem Ausgleiche mit den Deutschen in absoluter Verneinung gegenübersteht und deren uationales Programm nicht die Gleichberechtigung, son» dern die Unterdrückung ihrer deutschen Landesgenossen ist. Dazu kommt, dass die moralische Zersetzung in der allczechischen Partei den Sommer über weitere Fortschritte gemacht hat. Während noch in der letzten Session das Gros der Partei an dem Ausgleiche, für den sie sich mit ihrem Worte eingesetzt hat, fest-hirll, scheint nach allem, was in der letzten Zeit aus dem altczechischeu Lager verlautet hat, die Stärke dieser Fraction neuerlich Einbuße erlitten zu haben. Nach Mittheilungen, die heute vorliegen, soll eine Anzahl von altczechlschen Abgeordneten sich direct zur Opposition gegen den Ausgleich entschlossen haben, während eine andere Gruppe durch Mandatsniederlegung dem Conflicte zwischen besserer Einsicht und Mannestreue einerseits und der schwächlichen Furcht vor einer popu. lären Verirrung anderseits zu entgehen suchen^soll. «Es ist schwer, sagt die «Presse», ohne Bitterkeit über eine Angelegenheit zu sprechen, in welcher weniger politische als die rein moralischen Gesichtspunkte der Selbst» achtung, der Mannesehre und des Festhalten« am gegebenen Worte maßgebend sind. und wir drängen heute diese bitteren Worte zurück, da wir noch immer nicht glau-ben können, dass die altczechische Partei Entschliehun-gen fassen wird, die nicht bloß einen Verrath an ihren feierlich eingegangenen Verpflichtungen und eine Ver« sündigung an dem Staate, an dem'Lande und an ihrer Nation, sondern auch einen politischen Selbstmord bedeuten würden.» In der That werden die Altczechen sehr gut daran thun. dieses Moment der Sachlage, welches sie selbst betrifft, genau zu erwägen. Eine achtbare und loyale Partei kann an Einfluss und Mandatsbesitz verlieren, aber selbst wenn sie decimiert wird, kann ihre Existenz niemals so gänzlich untergraben werden, dass sie nicht in Zeiten ruhiger und besserer Einsicht die Gunst des Volkes wieder gewänne. Eine Partei jedoch, welche bei dem ersten Ansturm auf ihre Positionen die Flinte ins Korn wirft und sich zusammt ihren Traditionen, ihren Ueberzeugungen und ihrem Worte verleugnet, eine solche Partei vollzieht an sich ein radicates Harakiri, denn nur wer sich selbst aufgibt, der ist total und gründlich verlassen. Die allernächsten Tage werden zeigen, ob die Altczrchen wirklich solche selbstmörderische Entschließungen fassen. Trotz allem, waS vorgefallen ist, können wir dies so wenig glauben, dass wir heute mit dem Urtheil, welches der wirkliche Eintritt dieser Eventualität pro» vocieren würde, zurückhalten. Wir können die Hoffnung nicht aufgeben, dass die Altczechen dem Andrängen jener Presse, welche sich noch immer als ihre Parteipresse ausgibt, Widerstand leisten werden. Zu dieser Hoffnung berechtigt uns die ehren» volle Vergangenheit der Partei und die Anzahl achten«, werter und patriotischer Männer, welche sie in ihrer Mitte hat. Sollte es aber dennoch anders kommen, so irrt gleichwohl jene Presse, die schon heute triumphierend den Ausgleich zu den Todten wirft. Der Ausgleich muss und wird zustande kommen und, wenn nöthig, trotz aller Hindernisse, welche Böswilligkeit und Schwäche ihm in den Weg legen. Iieuilteton, . Eel^ ^ ' "" eine bekannte große Unbekannte. gnädige Frau! Wie könnte man ^ ""er Li,' ^ber «das Lügen, besser einleiten, als 2 deshalb diese Zeilen an ? ? Eolle7p.,^^"lichleit und suche, gleich vielen tz. Ihnen a., ' ""er dieser Adresse meme Weisheit eil, Ü ^ im .'^ b'e «gnädige Frau» zu bringen. ^ '" ^2^" ."besorgt! Es fällt mir nicht !«"' mich *? "sophen spielen zu wolle«, es liegt d?k". we?^ ,!" onderbareu Schwärmern auzu. ^ ' welche dle «Wahrheit um jeden Preis. s2bellst!!^^bl. dass die Lüge ein nolhwcn-kn killen i« ° bass es oft um Fritde und Freundem " der Si,/"°''chmal von den höchst.» Gesichts. <^ inn la« 5 "^ Sittlichkeit aus erlaubt, sogar Wn ö" den en^ ^" l"ge". Auch gehöre ich leine«. M>. ""s Galan. '""' lamwor«« lomporiu aeli — ^t3?^stc,lten s.?^' benn eine Zeit. welche so reizende lichs selbst Erbringt, wie Sie, meine Gnädigste, V! "Ochsten U "brige darf ich Ihnen wohl bei um, --'rn Begegnung in der Gesellschaft vor. öe», ^d ts«<, "l^^r ^ alleden, will ich über das Lügen schrei. ?°l«. benen,' ^i? °-"l Thatsachen aufmerksam zu "bV !""d- ^, "" scheint, zu wenig Beachtung ^e 2 'H ge'trns ^?°"seq>lenzen daraus zu ziehen, ^PhV^rem^ Was sind '"v°" «guten Tag. und «guten Weg.. bei denen man sich nichts denkt, und dieses «Wie be-finden Sie sich?», auf das man nicht einmal eine Antwort erwartet, dieses «Hochverehrter Herr!» und «Ergebenster Diener», kurz. dieses ganze Arsenal von Gemeinplätzen beim Eutrieren und Abbrechen eines Gesprächs, diese Versicherungen «vollkommenster Hochachtung» und «beglückt — geehrt — erfreut oder interessiert» sein. endlich dieses «Ach. was Sie sagen!» und «Nicht möglich!» und wie alle diese Interjeclionen heißen, die den Sprecher zum Weiterlügen ermuntern sollen — was sind sie anders, als die Scheidemünzen einer verlogenen Höflichkeit, die im Massenverbrauch des täglichen Verkehres so abgegriffen worden, dass sie jedes Gepräge und jeden Wert verloren haben, dass man schließlich nicht mehr unterscheiden kann. ob einem eine goldene Doppclkrone oder eine wertlose Spielmarke in die Hand gedrückt wird. Die Lüge hat sich überall eingenistet, im Haus und auf der Straße, im Theater und im Atelier, im Dämmerlicht der Kirchen und im Schatten des Gift. baumes, aber am frechsten und widerwärtigsten geberdet sie sich in unseren Salons, denn dort entwickelt sie ihre häfsllchste Eigenschaft: die Langweile! Und damit wäre ich bei der Urjache angelangt, welche mich veranlasst hat, dieses Thema überhaupt zu berühren. Sie, meine Gnädige, haben sich neulich ernstlich darüber beklagt, dass die Langweile in unseren Salons so entsetzlich überhandnehme, und mich nach den eigentlichen Gründen dieser nicht wegzuleugnenden Erscheinung gefragt. Hier meine Antwort: In unferen Salons wird gewöhnlich und in der liebenswürdigsten Absicht so viel gelogen, dass zu einer Unterhaltung im besseren Sinne kaum Zeit bleibt. Es wird so gewohnheitsmäßig gelogen, dass jedes Interesse an der Lüge selbst ver. schwindet. Es wird so eifrig und consequent mit Wort und Geberde, mit Lachen und Seufzen, mit Aug und Ohr und in neuester Zeit selbst mit der Nase gelogen, dass man, nervös gemacht und abgespannt, alle Elasti. cität verliert. Wenn Ihnen, verehrte und geistreiche Lügnerin diesc Schilderung übertrieben erscheinen sollte, so rathe ich Ihnen zu folgender Probe: Prüfen Sie in der nächsten Gesellschaft, die Sie durch Ihre Gegenwart entzücken, alles, was gesprochen nnd gesungen, geflüstert und gekichert wird, aufs gewissenhafteste, und betrachten Sie, was Ihnen nach Abzug aller offenbaren Lügen, die Sie gehört und gesehen haben, noch übrig bleibt. Bei einer ähnlichen Probe, die ich neulich vornahm, halte ich als schätzbares Resultat folgende Aufrichtig, leiten zu verzeichnen: Eine Aeußerung im Flüstertone: «Du denkst wieder einmal an gar nichts!» von der Hausfrau an den Hausherrn gerichtet. Ferner beim Tanzen: Einen Tritt aufs Hühnerauge, einem Kritiker von einem bekannten Bühnenautor gewidmet; endlich uud schließlich die zwei Worte: «Mit Vergnügen!» gelispelt von einem allerliebsten Backfisch, der, soeben in der Welt eingeführt, zum ersten Walzer aufgefordert wurde. Sie werden mir zugeben, dass es eben nicht viel ist, und doch bezweifle ich. ob Sie mehr nach Hause bringen werden, wenn sie es selbst versuchen wollten, diese Probe anzustellen. Aber vielleicht erreichen Sie ein anderes Resultat! Vielleicht, meine cMdW Nn» bekannte, lernen Sie durch so jchaises Beobachten anderer auch ein wenig aus ihre eigene liebenswürdig« Laibüchei Zeitung Nr. 236. 1960 14. October liM. Ter neue nordamerikanische Zolltarif. Mit der möglichsten Raschheit wurden die von Mac' Kinley im Repräsentantenhause der nordamerikanischen Union vorgeschlagenen ungeheueren Erhöhungen fast sämmtlicher Zölle auf Einfuhrartikel von den gefehgebenden Factoren angenommen, und seit dem 4. October steht die Union in einem Verhältnisse zu der Einfuhr des Aus« landes, das lebhaft an die napoleonische Continental« sperre gegen England erinnert. Fast alle Länder Europa's sind hart getroffen, Oesterreich in seiner Einfuhr von Zucker, Wein, Vier, Lederartikeln, Galanteriewaren (die Wiener Perlmutterindustrie hat fast den Todesstoß erlitten), Handschuhen; Deutschland, Italien, England, Belgien, die Niederlande, die Schweiz, Schweden, Spanien und Portugal, am meisten jedoch Frankreich, dem eine jährliche Ausfuhr von 250 Millionen FrancS so gut wie abgeschnitten ist. Die Schwierigkeiten, welche der Einfuhr im Tarif entgegengestellt werden, sind noch verschärft durch die verwickelten Manipulationen und die Chicanen, welche den Importeuren in den Weg gelegt werden durch Maß« «gelungen, die in der Zollverwaltungsbill normiert und zusammengefasst sind, und durch diejenigen Bestimmungen der Tarifbill, welche dem Präsidenten eine volle discre» tionäre Gewalt gegenüber dem Auslande geben. Er hat das Recht. die Einfuhr von Waren eines fremden Staates in die Union vollständig zu untersagen, wenn er bemerkt, dass der fremde Staat der Einfuhr von Er» zeugnissen der Union Hindernisse in den Weg legt, oder wenn er Grund zur Annahme zu haben glaubt, dass die aus fremden Ländern eingeführten Genussmittel der Ge» sundheit der Bevölkerung der Union zu schaden vermögen. Der Präsident der Vereinigten Staaten hat das Recht, wie der Zar von Russland, in jedem Augenblick einen Ulas zu erlassen, der so plötzlich die Wege des auswär« tigen Handels durchkreuzt. Es herrscht jetzt in Nordamerika in den Inter» efsentenkreisen großer Jubel, in den hauptsächlich betroffenen Ländern dagegen großer Missmuth. Dennoch wird es wohl in den letzteren zu leiner gemeinsamen Action gegen die Union kommen. Und deshalb rufen auch die Journale dem Ausfuhrhandel zu, sich andere Absatzgebiete zu suchen. Die «Presse» verweist auf den Orient und mahnt die österreichischen Ausfuhrhandler, diesen Weg möglichst rasch zu betreten, da es nicht bloß gelte, einen verlorenen Markt durch andere Absatzgebiete zu ersetzen, sondern da es sich auch darum handle, der ausländischen Eoncurrenz den Rang abzulaufen. In England, wo sich gegen die Union eine besonders starke Entrüstung Lust machte, beginnt man übrigens nun der Sache sogar eine gute Seite abzugewinnen. Man zieht in Betracht, dass die große Preissteigerung, die durch den Tarif im ganzen Gebiete der Union in allen Industrie»Artikeln hervorgerufen wurde, eine Mifsstimmung der amerikanischen Consumenten hervorgerufen werde, so dass der neue Zolltarif nicht allzulange andauern dürfte. Die Zollaufschläge werden mit Gewissheit eine Ver» theuerung des Lebensunterhaltes nach sich ziehen; die Arbeiter werden höhere Lohnsätze verlangen, und der amerikanische Fabrikant, welcher mit einem 40procentigen Zollaufschlage nicht gegen den englischen Import auf« kommen konnte, wird bei 50 Procent seines Sieges auch noch nicht gewiss sein. Canada, so glaubt man, auf das der ganze Tarif gemünzt war, um dasselbe zum An» schluss an die Vereinigten Staaten zu zwingen, dürfte unter dem neuen Regime weit eher gewinnen als verlieren. Zwar wird es durch den IL'/^procentigen Aufschlag auf die Einfuhr der Nodenproducte recht empfind» lich geschädigt, anderseits aber dürfte es in der Ausfuhr von Büchsenfleisch und sonstigen Conserve« viel concur» renzfähiger werden, da der amerikanische Einfuhrzoll von 75 Procent auf Bleche naturgemäß d^n Preis des amerikanischen Büchsenfleisches nicht unwesentlich erhöhen muss. Ja, auf Grund dieser Berechnungen geht man in einzelnen kaufmännischen Kreisen sogar so weit, dass man die Vereinigten Staaten am liebsten auf der einmal be« tretenen schiefen Ebene des Schutzzolles weiter fortrollen sähe, weil sie sich auf diese Weise von jedem Wettbewerbe aus den übrigen Weltmärkten von selbst ausschließen, während von einem freihändlerischen Amerika mit billigem Lebensunterhalte und billigen Productionskosten eine nicht zu unterschätzende Concurrcnz zu gewärtigen wäre. Politische Ueberftcht. (Der böhmische Landesausschuss) hat beschlossen, dem Landtage den Antrag zu unterbreiten, dass der für die Ueberschwemmteu gewidmete Betrag von 100.000 st. aus den Ueberschiissen des Grund-entlastungsfonds, welche beiläufig 350,000 ft. betragen, gedeckt, ferner, dass aus diesen Ueberschüssen ein wei-terer Betrag von 100.000 si. für die Ueberschwemmten bewilligt und dass 50.000 fl. zur Wiederherstellung der Karlc-brücke der Gemeinde Prag votiert werden mögen. (Staatseisenbahnrath.) Der H^udels» minister hat den Staatseise„bahnralh zur diesjährigen Herbstsession für den 25. October einberufen. Auf der Tagesordnung stehen u. a. folgende Gegenstände: Vor-laqe der Grundzüge für die Sommer-Fahrordminq 1891; Autrag des Mitgliedes Josef Edlen von Vurg-staller wegen Einführung des Personenverkehres auf der Peagestrecke Laibach-Divaca; Antrag des Mitgliedes Karl Steiner, betreffend die Revision der Waren-Clas« sification der l. l. Staatsbahnen; Antrag des Mitgliedes Karl Steiner und des gewesenen Mitgliedes Franz Schweiübach, betreffend die baldige Herstellung drr TauerN'Bahn, (Landmarschall Fürst Sanguszko.) Die ruth nischen Landtagsabgeordneten Dr. Sawczak und Romanczuk begrüßten vorgestern den neuen gallischen Landmarschall Fürsten Sanguszko in ihrer Muttersprache und baten denselben um größere Berücksichtigung der rutheuischen Interessen. Fürst Sanguszko erwiderte in polnischer Sprache, indem er sich entschuldigte, dass er der ruthenischen Sprache nicht ganz mächtig sei. Er versicherte die Deputation seiner Sympathien für die Ruthenen und deren Sprache und er« klärte, dass er sowohl im Landtage als auch im Landes-auischusse unparteiisch vorgehen werde. Die Erfüllung der ruthenischen Wünsche und Forderungen hänge jedoch, so schloss er. vom Landtage ab. (Ein interessanter Process.) Das Wiener Landesgericht hat nach vierjährigem Processe über die Klage der Steyrermühl-Gesellschaft dem Szeps'schen «Wiener Tagblatt» den ferneren Gebrauch dieses Titels untersagt und den Herausgeber desselben zum Erscitze des durch den Gebrauch des Titels verursachte» Schadens und Gewinnentganges verurtheilt. Der Process geht an das Obergericht. (Handel mit Serbien.) Die Conferenzen zwischen den Delegierten des ungarischen Ackerbau- und Handelsministeriums und der serbischen Regierung führten bekanntlich zu einem gedeihlichen Resultate w Angelegenheit der Vorstenviehemfuhr aus Serbien. D>e serbischen Delegierten haben die Erklärung abgegebn», dass sie die Propositionen der ungarischen Regierung vollständig acceptieren, und wurde demnach der 3tatu5 l^uo ante hergestellt. (Von der Landwehr.) Nach einer MeldM der «Armee» und Marine-Zeitung» wäre eine Vermehrung der k. u. t. Landwehr „m 14 Bataillone bevorstehend, so das« sich die Zahl der'^ Landwehr' Bataillone der diesseitigen Reichshälfte von 92 am 106 (einschließlich der Tiroler LandesfchützeN'Bataillone) erhöhen würde. (Ungarn.) Wie gemeldet wird. hat d" ung»' rische Iustizminister den Auftrag ertheilt, im Nahm«" di's neu zn schaffenden Familienrechts ° Oesetzel'tMlllse" die Eheverhällnisse ausschließlich auf Grund P"v^ rechtlicher Beziehungen zu regeln und familienreW« Streitfragen mit Ausschluss conf.ssioneller Gerichte aus< schließlich durch die Civilgerichte zu erledigen. "«^ dieses Gesetz würde den kirchlichen Consistorien l>"» Entscheidungsrecht in solchen Fragen so ziemlich nommen werden. . (Kroatischer Landtag.) Das AgraM" Amtsblatt meldet, dass der kroatische Landtag für v" 25. October, 11 Uhr vormittags, einberufen wird. (Oesterreich-Ungarn und Deutschla«^ Ein Artikel des «Fremdenblatt, verweist auf die Oesterreich-Ungarn und Deutschland sich stets mehre»'^ Stimmen, welche für line Besserung der handelspolUN Beziehungen eintreten. Dadurch würde es den 3ttg nmgen möglich, ernstlichere Anregungen zu geben, solche Anregungen erfolgten thatsächlich, wie ">" ^ vorliegenden Nachrichten zil ersehen ist. Man wu sich jedoch Enttäuschungen aussehen, wenn '"^^ gesichts dieser freundlicheren Dispositionen überschw«« iiche Hoffnungen fassen wollte. Sowohl Oest""'" Ungarn als Deutschland wird in dem Wunsche. ", Nachbar entgegenzukommen, durch die thatsächl«^ ^ stehenden Verhältnisse wesentlich gehemmt !""' '?ul destoweniger wird man. um zu einem guten En gelangen, 'minder wichtige Zollpositionen den nnaM ^ opfern und Zugeständnisse machen müssen, ^"^B. wirtschaftlichen Friedensschluss, wenn er zustande n> ^.^ wird die große Mehrzahl profitieren. Es wiro ^ mühevolle Arbeit sein. zu einem EmvcrständlM! ^ gelangen, und wenn es erzielt ist, werden "^.Dl befriedigt sein können. Wohl aber ist auf beiden ^ die Empfindung allgemein, dass zwischen ^en ^ politisch und wirtschaftlich die meisten Berührung»!'^, habenden Staaten ein friedlicheres, gesicherteres ^ tehrsverhältnis eintreten müsse. Die Regierungen wobei ein Misslingen keineswegs ausgeschlossen .^,l,) (Der russischeThron'folger aufUt e ,< Das Itinerar für die große Reise des russisch" ^lbe folgers ist dahin abgeändert worden, dass stH ^ sich entweder in Triest oder in Brindisi einsch'fl"' M^" in Gemeinschaft mit seinem Bruder, dem G"^ xB Georg, mit dem er an einem der letztgenannt ^z zusammentrifft, zunächst nach Athen zum A " ^ königlichen Hofes begeben wird. Der EntMl,'^ Besuch Constantiuop'els fallen zu lassen, istn^^ nichtswürdige Verlogenheit achten — vielleicht fällt Ihnen, indem Sie die Gesellschaft kritisieren, dieser und jener kleine Makel — ein ganz kleines Mäkelchen auf, das Ihrem reizenden Selbst anhaftet — vielleicht bemerken Sie, dass Sie bis jetzt erschrecklich viel Enthusiasmus, Nächstenliebe, Kunstverständnis und andere schöne Sachen gelogen haben, weil es Ihnen bequemer war, eine nichtssagende Lüge hinzuwerfen. als eine ehrliche Frage zu thun oder eine charakterfeste Wahrheit interessant zu discutieren . . . Vielleicht, meine angebetete Sünderin, bemerken Sie dann, wie Ihre eifrigen Bemühungen an sich selbst Ihre Umgebung anregen und aufrütteln, wie plötzlich ein wärmerer, frischerer Ton der Wahrheit in das fade, verlogene Phrasengetlingel übertönt, wie ein herzliches Lachen oder ein ehrlicher Zorn in das Wortgefecht fährt, und vielleicht — amüsieren Sie sich noch ganz gut in einer so langweiligen Gesellschaft. Und wenn Sie dann. in die Ätlaskissen ihres Coupe's gedrückt, nach Hause fahren, dann halten Sie vielleicht fo'genden kleinen Monolog: «Sieh da, dieser Feuille« touist scheint mir ein Schalk zu sein. Vielleicht hat er dir die ganze Kapuzinade über die Gesellschaft nur darum gehalten, um dir selber ins Gewissen zu redcn.» Wenn Sie, meine Gnädigste, aber so monologisieren sollten, dann seien Sie versichert, dass ich aufs lebhafteste protestieren würde, da ich es niemals gewagt hätte, emer so formvollendeten Weltdame eine Vor. lH'ng zu halten, und dass ich in aufrichtiger Bewunderung ^re« Gechez und Ihrer entzückenden kleinen Hand — Nachdruck uerbols» Derstoßen nnö verlassen. Roman von Emile «ichebourg. (121. Fortsehnn«.) «Mein liebes Kind.» sprach die Marquise, «die Frau Oberin lässt mich hoffen, tnss sie in drei oder vier Tagen eine Ihnen passende Stelle für Sie ge. funden haben dürfte. Bis dies geschehen sein wird, biete ich Ihnen in meinem Hause ein Obdach an!» «O Frau Marquise.» rief Geneviöoe. welche nur schwer die Freude zu verbergen imstande war, welche sie empfand, «wie überaus gütig Sie sind und wie ist meine Seele erfüllt uou Danlbaikeit für Ihre unendlichen Wohlthaten!» «Abgemacht also. mein Kind, ich nehme Sie mit mir und hoffe, dass ich alte Frau Ihnen nicht zu viel Anlass zur Klage geben werde.» «O Fra» Marquise, wenn Sie müssten, wie innig ich Sie liebe!» Die Marquise von Saulieu wandte sich ab, um ihre Thränen nicht sehen zu lassen, die ihr in die Augen schössen. Schnell war Genevicve bereit, ihrer gütigen Wohl« thäterin zu folgen, zu folgen mit einem vor Dankbarkeit überquellenden Herzen. Dann. nachdem sie noch dm Nonnen für deren gütige Aufnahme mit warmen Worten gedankt hatte, schritt sie — war das denn alles Traum oder Wirklichkeit? — neben der Marquise ^ hinaus aus dem Gabrielen>Asyl und an den Wagen, der vor demselben hielt und der sie nach dem fürstlich stolzen Hause zu bringen bestimmt war, das ihr einzig rechtmäßiges Heim war und das sie nun — bittere _____ ____________________—^VTÄe ""' Laune des Schicksals! — betreten sollte als Gnaden Aufgenommene! IV. cleg""!! Nach einer kurzen Fahrt erreichte °er ^ Aroogham der Marquise das Palais SaM" > h ^scha, eine gewisse Zärtlichkeit, über welche stcy zu geben sie sich unfähig fühlte? ^pf..'' Einen Augenblick hatte Oenemöoe v " ,^ ^M Wagenfenster hmausgeswckt, ihn aber M ^.^ ° erschrocken zurückgezogen, denn sie gwiM ^ M kannte Gesichter zu sehen, und Merte b" iM« Gedanken, dass man in ihrer Gegmwa" ^ es a Liounet würde autzsftrechen köunen. V>e e ^^ ^"^ eine namenlose Erleichterung, als .da« " "^ ^r in den Hof des Palais Saulieu emfuyr prächtigen Marmortreppe anhielt^ hie " ? Die Ruhe und dle Stllle. """^te l" " aristokratischen Behausungen umgeben, ' ^zn. trefflich mit km Zustande ihrer Seele u ^aidachcr Zeitung Nr. 236. 1961 14. October 1890. plunge,,, die der «Pol. Corr.» aus gut unterrichteten «MM zugehen, in der That in erster Reihe nicht auf ">e Pawarchatssrage. sondern auf den Umstand zurück-">uhren. dass anlässlich der Anwesenheit der Größten in der türkischen Hauptstadt seitens der dortigen "lü'emschen Kreise Demonstrationen geplant waren, de« l englische Cabinet) hat sich infolge dnn ^"^endm Ueberhandnehmrns des Schmuggele "n Waffen. Munition und Lebensmitteln nach dem apw Ü °" ^'^ italienische Regierung mit dem Ersuchen k.?I"det. sie hei der Unterdrückung dieses Unwesens. ^ welches die Kräfte der Derwische nur gestärkt "W und die Pacificierung des Sudan hinaus« Moben wird. zu unterstützen. ^. Italien.) Die «Times» bemerken zur Rebe M's. die Tripelallianz sichere Italiens Unab-"'g'gleit. Die Franzosen hätten es Italien niemals H "' ^°ls es Frankreichs Ohnmacht 1870 benützt Trm s UM ^"^ zu besetzen; würde Italien von der lick ? "^ zurücktreten, so würde es wahrschein« "1 einfach in die Abhängigkeit Frankreichs gerathen. dill, >s7 " s Pari s.) Im Pariser Arrondissement Belle« die «?^ '"^e von Iossrins Tod eine Nachwahl für «ammer nothwendig geworden; die Voulangisten llujflell """ ^' derselben Rochefort als Candidaten ^/^ussische Gewehre fürSerbien.) Vor. dllnn^'^ abermals eine größere Partie russischer Aer-tzHewchre in Belgrad angekommen. Bereits 15.000 vlnno. 'v^^ Gewehre sind an die Miliztruppen im " n dez Landes vertheilt. ^ ?v .^ Lissabon) wird gemeldet, dass auch >,^""!swns'General Chrysostomo de Abreu e Souza ßcnz ^'!5"de sei. ein Cabinet zu bilden, oder wenig' ^^loßen Schwierigkeiten begegne. Tagesneuigleiten. siii ^Majestät der Kaiser haben, wieder «Bote Vtatla» ""^ Vorarlberg, meldet, dem Curaten von z,l stz'l°"e zur Restaurierung der Curatielirche 100 fl. '^"kn glicht. ^bendbl's""lestät ber Kaiser haben, wie das «Prager Nabh i^3' meldet, zur Restaurierung der Kirche in "" ft. zu spenden geruht. Hie^Aesuchbeim Fü rst b i schof Dr. Zwerger.) "zbisck t '^razer Volksblatt» mittheilt, weilen der Fürst, ^ibll^" Salzburg nebst den Fürstbischöfen von c>l!f zg, ^' Klagensurt und Marburg seit dem 6. d. M. ^siben?^ ^'" Fürstbischöfe Dr. gwerger in dessen lich sM ^°sse Seckau ob Leibnitz. Dank der außerordent-l«tze U,'7" Herbstwitterung wurde den hohen Gästen der ^"nlen ^°" °b"e Zweifel sehr angenehm; denn sie bie hey.,^^ "ur lion dem reizend gelegenen Schlosse aus ^"se u? Aussicht genießen, sondern auch Spazier« hohen A^ Ausfahrten unternehmen; so besuchten die ^lche "> ^^sürsten die nahe gelegene schöne Wallfahrts-berg u^^"?' bestiegen den Kreuztogel und Kittende Ct,.«i> ' ^'9ten die berühmten Steinbrüche in dem ^unde entfernten ^orfe Aflenz. ^ber sla^^ ^^e des Dichters.) Als Anzen. ^^' "b. wd man in seinem Nachlasse bloß 400 st. ^ der w ^"evlöoe's verfinsterte sich 'hr Antlitz, ^ jlinae m,?'^ "^cht entgieng. Sie beeilte sich, ihr ^"'gen N . chk" vorzustellen, und erklärte chr in ^"" befM s> '"^halb sie dasselbe mitgebracht habe; ^! Fremd/n ' ^""thee. die junge Dame nach einem °>s ez j^uzlmmer zu führen und Sorge zu tragen. . Dorotli "Hz fehle. pen die i^ "ar stets geneigt. Protest zu erheben gehorch, ^"aßlge Wohlthätigkeit ihrer Gebieterin; i^ Gen7t,!.'. °"b" auch jetzt nicht befonders gutwillig, ^ 3üeien« ^""a es bald, durch die Sanftmuth Lehmen. °"^ bie alte Kammerfrau für sich ein« l'^lich h'^ verliebst!, gestand diese der Marquise. 2" nicht «"""" ""ine gnädige Herrin ihre Wohl« k Me nur ^ <-5"" Undankbare verschwendet. Ich hHlin der 3? ^"""kl die Gnade erflehen, dass die ^>tt. t"°" Marquise, welche unter Fremden. "cÜ" Gene>!i^ "°lein fristet, so sein möge wie d DieM ^'' °""^ beschN^c^'^e ichwermülhig. Würde es ihr tva. ^"s di lw se,n. diese Enkelin aufzufinden? ^ "'Hl nur l/^^'l' lllr Geneuieve empfand, das 5 !^> ^MichS'W Sympathie, sondern auch eine ihr.^dig^'V"' und. sie wuuderte sich über die lichf ?6i rief. ^w".dungen. welche diese Fremde in s'ch ""d Liebp ^'^ lagte sie sich. es sei die Zart-'> re«Pn ^ Mutter und Großmutter, welche a^'heil der"^, l.^te ich nicht einer Fremden einen Mlorene^Ä""6 schenken, welche ich für meme "' hege?. f°^ter. für die Enkelin, welche lch nie ^°9te sie sich. (Fortsetzung folgt.) bares Geld, und vielfach wurde die Befürchtung ausgesprochen, dass die Hinterbliebenen des großen österreichischen Dichters Noth leiden würden. Aber hat auch Unzengruber leine materiellen Güter hinterlassen, so verblieb seinen Kindern ein geistiges Erbe, das erfreu» licherweise ganz stattliche Zinsen trägt. Die Ausgabe von Anzengrubers Schriften, die Tantiemen seiner dramatischen Werke haben das Curatorium in die Möglichkeit versetzt, vor kurzem nahezu 20.000 fl. für die Kinder deS Dich' ters in das Depositenamt zu hinterlegen. — (Kleider-Abonnement.) Eine Wiener Firma hat einen neuen Modus der Kleiderbeschaffung, das Kleider»Abonnement, in ihrem Etablissement eingefühlt. In der Detail-Abtheilung der Firma ist es jedermann ermöglicht, gegen eine bestimmte Summe ein Kleider-Abonnement einzugehen, das ihn in reichster unk elegantester Weise ausstaltet. Es muss besonders hervorgehoben werden, dass die Kleider auf Abonnement im Besitze des Abonnenten bleiben und nicht, wie anderwärts, wieder abgeliefert werden müssen. — (Ein rutschender Berg.) Im hinleren Gebiete des Maltathales ist eine bedeutende Bergpartie in Rutschung gerathen, und sind bereits mehrere Joch gut bestockten Waldes gänzlich abgesessen. Der Zustand des Rutschterrains, welches aus reinem, auf Felsboden aufsitzendem Glacialschutt besteht, ist ein sehr besorgniserregender, da bei einem Vorwärtsschreiten leicht eine Verllausung des Maltaflusses eintreten und hiedurch unberechenbare Schäden an den Culturgeländen des äußeren Maltathales entstehen könnten. — (Selbstmord.) Wie unS aus Tüffer geschrieben wird. wurde am 4. b. M. früh der Wirtschasts-führer der Frau Aloisia Reiter, Besitzerin des Eurortes Römerbad, Namens Stefan Senica, in feinem Schlafzimmer todt aufgefunden. Der herbeigeholte Arzt, Doctor Eduard Schwab, constatierte einen Selbstmord durch Vergiftung mit Arsenik, von dem noch ein kleines Quantum in einem Trinkglafe am Nachtkasten vorgefunden wurde. Die Ursache des Selbstmordes dürfte in der Entlassung aus dem Dienste und in bedrängten finanziellen Verhältnissen zu suchen sein. — (Eine neue merkwürdige Blume,) welche drei Farben hat, wurde soeben auf der Landenge von Tehuantepec entdeckt. Ihre Eigenthümlichkeit besteht darin, dass sie deutlich im Laufe des Tages ihre Farbe ändert. Des Morgens ist sie weiß, wenn die Sonne im Zenith steht ist sie roth, und abends blau. Diese weih-roth'blauen Blumen wachsen auf einem Baume und duften nur des Mittags, wenn sie roth sind. Man lönnte sie mit einer schönen Frau vergleichen — welche eben» falls breimal des Tages die Toilette wechselt. — (Spende.) Das Banlhans S. M. v. R o th. schilb in Wien hat dem Minister.Präsidenten für die beschäftigungslosen Perlmutterdrechsler'Nrbeiler den Betrag von 10.000 st. übergeben, welche Spende sofort ihrer Bestimmung zugeführt wurde. — (Künstliche Seide.) Der Chemiker Fr^my hat eine künstliche Seide erfunden, die im Gegensahe zu den Erzeugnissen von Vhardonnet und du Vivier durchaus denitriert, also unexplodierbar sein soll. Die Seide soll fest und glänzend sein und sehr wohlfeil zu stehen kommen. — (Rothschild in Wörishofen.) Wie wir einem Berichte aus Wörishosen entnehmen, unterzieht sich Baron Nathaniel Rothschild dort einer Kneipp-Cur. Der Baron wohnt in Türkheim, aber nicht im Gasthofe, sondern in seinem eigenen Eisenbahn-Salonwagen, mit dem er dorthin gefahren ist. Er hat seine Bedienung und seine Küche in dem Salon, zahlt täglich eine Mark Lagergeld für seinen Wageu und fährt täglich Hieher: er läfst sich vom Pfarrer Kneipp felbst die Güsse appli-eieren. — (Liebfrauenmilch.) Die weithin berühmte «Liebfrauenmilch», dieser edle Wein, welcher in einem beschränkten Gartengelände an der Liebfrauenkirche in Worms gezogen wird, wird für die Folge noch seltener werden wie bisher. Der größte Theil dieser trefflichen Weingärten wird nämlich zu den neuen Hafenanlagen in Worm« gebraucht, und deren Reben müssen schon das kommende Jahr den fortschreitenden Verkehrsbedürfnissen zum Opfer fallen. — (Auf Helgoland) wurde in der bekannten Weise zum erstenmale unter deutschem Regiment die Trauung eines ausländischen Paares vollzogen. Der Bräutigam war der kaiserlich chinesische Marinr-Officier Plambeck, ein geborener Holsteiner, der sich mit einer Kieler Dame verbinden ließ. — (Ein österreichischer Feldkaplan in einem Negerkriege.) Wie tmn «Vurggräsler. berichtet wird, ist der aus Salzburg gebürtige Jesuiten. Pater Andreas Hart mann als Feldlaplan der latho-tischen Soldaten in den Krieg gegen den wilden Ma» tabelen-Stamm mitgezogen. Pater Hartmann befindet sich chon 3'/« Jahre als Missionär in Mittel.Afrila. — (Cholera.) Londoner Blätter melden aus Odessa, der zum Studium der Cholera nach Persien entsendete russische Arzt Dr. Elisejev berichte, der Laus der Epidemie habe sich verändert und bewege sich jetzt mehr in der Richtung nach der türkischen Grenze. — (Stanley) Herr und Frau Stanley haben sich von Ostende nach London begeben und werden sich am 29. d. M. an Bord der «Teutonic», begleitet von Mrs. Tennant und Mr. Hamilton Aide, nach Amerika einschiffen. — (Luftschiffe aus Aluminium.) In Chicago hat sich eine Actiengesellschaft mit einem Capitale von zwanzig Millionen Dollars gebildet, um Luftfchiffe aus Aluminium zu bauen. — (Trost.) « .... Nein, Papa, ich heirate diesen Mann nicht — seine Haare sind abscheulich!» — «Na ja, Kind, seine Haare sind ein bisschen lebhaft blond, aber, siehst du denn nicht, er verliert sie ja schon!» Local- und Plouinzial-Nachrichten. — (Personalnachrichten.) Wie man un» aus Wien telegraphiert, wurde Feldmarschall'Lieutenant Emil David Edler v. Rhonfelb. betraut mit der Stellvertretung deS commandierenden Generals in Sara« jevo, zum Statthalter in Dalmatien ernannt. Infolge seiner vieljährigen Wirksamkeit im OccupationSgebiete ist Feldmarschall.Lieulenant v. David auch ein tüchtiger Kenner der dalmatinischen Verhältnisse. David, geboren zu Prag am 1. Juli 1637. machte im Jahre 1878 die Occupation Bosniens und der Hercegovina mit und wurde in Anerkennung seiner hervorragend tapferen Leistungen am 3. December desselben Jahres mit dem Ritterkreuze des Leopold-OrdenS ausgezeichnet. Am 2. April 1880 zum Commandanten der 17.Infanterie.Vrigade und am 1. November desselben Jahres zum Generalmajor ernannt, wurde David am 15. Februar 1882 zum General-commando in Sarajevo transferiert, übernahm am Iten October desselben Jahres wieder das Commando seiner Brigade, erhielt am 1. April 1884 die gutheilung zum vierzehnten Corpscommando, wurde in dieser Dienstes» Verwendung am 1. Mai 1886 zum Felbmarschall'Lieute« nant besördert und am 11. April 188? zum fünfzehnten Corpscommando übersetzt. — Se. Majestät der Kaiser hat gestaltet, das« der k. und l. Honorar-Legationssecretär Nikolaus Ritter v. GutmanSthal-Venvenuti den kaiserlich russischen St. Annen - Orden dritter Classe und den kaiserlich ottomanischen Mebschidje-Orden dritter Classe annehmen und tragen dürfe. — (Verband der slovenischen Vor-schusScassen.) Am 8. d. M. wurde im Cillier Citalnica.Saale die diesjährige ordentliche General-Versammlung dieses Vereines unter dem Vorsitze des Präsidenten Michael Voönjal abgehalten. Au« Krain waren bei der Versammlung die Vorschusscassen von Gurkseld und Loitsch vertreten. Zur Tagesordnung be-richtete der VereinSpräsibent über die Thätigkeit deS Vereines im vergangenen Geschäftsjahre und gedachte mit Dank der schriftstellerischen Thätigkeit des Herrn Directors Ivan Lapajne auf dem Felde des Genossenschaft«« und Creditwesens. Bezüglich beS Vereinsorganes wurde allseitig der Wunsch nach dem regelmäßigen Erscheinen eineS solchen ausgesprochen, und wird sich an dessen Redigierung künftighin Herr Director Lapajne betheiligen. Eine interessante Debatte rief die auf der Tagesordnung stehende Abänderung der Vereinsstatuten hervor und dies vorzüglich der Antrag beS Vereinspräsidenten wegen der obligatorischen, von der VerbandSvorstehung auszuführenden periodischen Revision der dem Verbände ungehörigen Vorschusscassen. Die Debatte wies die Wichtigkeit und zugleich Nothwendigkeit dieser Einführung nach, und wurde demnach tz i der Statuten in diesem Sinne vervollständig». Die betreffenden Reviforen wirb die Ver-bandsvorftehung zu ernennen und denselben den Wirkung«, kreis vorzuschreiben haben. — (Walbbrand bei Gottschee.) Am lOten b. M. nachmittag« gegen 3 Uhr brach im städtischen Walde bei Gotlschee ein Feuer au«, baS glücklicherweise vom Feldhüter Josef Tren rechtzeitig gemeldet wurde, ehe es an Ausbreitung gewann. Dessenungeachtet erstreckte sich der Brand auf eine Fläche von etwa 300 Quadrat-llafter und richtete besonder« in den Antheilen des Herrn Alois Schleimer, des Herrn Joses Loser und der Frau Adelheid Verderber beträchtlichen Schaben an. Dank den umsichtig geleiteten Löscharbeiten griff da« verheerende Element nicht weiter um sich. — (Schuleröffnung in Dobovec) Am 30. September fand in Dobovec bei Hrastnig die feier-liche Eröffnung der neu errichteten einclassigen Volksschule statt. Außer der gesammten Schuljugend mit ihrem Lehrer und einer sehr zahlreichen Volksmenge nahmen an der-selben auch der Herr l. k. VezirkShauptmann Friedrich Weiglein, der Herr k. l. Vezirls-Schulinspector Franz Gabrsek, der Herr k. k. Ingenieur Roman Waschiza, ferner der Ortsschulrath mit dem Vorsitzenden Herrn Pfarrer Alois Ierse, die Gemeindevertretung mit dem Bürgermeister Medueb u. a. theil. Das Schulhaus und die nächste Umgebung desselben wurden aus diesem Anlasse reich decoriert, und fortwährende Pöllerschüsse trugen zur Hebung der Feier wesentlich bei. Nach dem Fest-GotteSdienste begaben sich die Theilnehmer in das Schul' zimmer, wo der Herr l. l. Bezirlshcmptmann an die Eltern und Kinder eine warme Ansprache HM und au^ die großen und vielen Wohlthaten hinwies, welche ihnen Lailmcher Zeitung Nr. 236. 1962 14. October 1890. durch die Schule zutheil werden. Es war nämlich diese Pfarre bisher ohne Schule und die Kinder tonnten außer dem Religionsunterrichte leinen Unterricht genießen. Wohl ist die Schule vorläufig nur in einem adaptierten Hause untergebracht, doch wird es hoffentlich in Kürze gelingen, auch in dieser Gebirgsgegend ein ansehnliches Schulhaus zu errichten. Mit einem dreimaligen Aoio-Rufe auf Se. Majestät den Kaifer erklärte der Herr Vezirtshaupt' mann die Schule für eröffnet und übergab das Schulhaus dem Ortsschulrathe, die Versammelten aber stimmten be« geistert die Vollshymne an. Außer anderen Ansprachen betonte namentlich der Herr Pfarrer den großen Segen einer richtig geleiteten Schule für die Kinder und für die ganze Gemeinde und spornte die Eltern an, ihre Kinder fleißig die Schule besuchen zu lassen. — (Heimische Kunst.) Der Fürsorge des Herrn Pfarrers von St. Peter, Martin Malensek, und der aufopferungsfreudigen Mitwirkung der Gemeinden Stefansdorf und Hrusica ist es zu danken, dass die bei den Bewohnern der Landeshauptstadt in der Fastenzeit so gern besuchte Wallfahrtskirche zum heiligen Grabe in Stefansdorf durch einen neuen Hauptaltar einen fchönen Schmuck erhalten hat. Der Altar, im Renaissancestil vom hiesigen Steinmehmeister Felix Toni an erbaut (welcher bekanntlich auch den Altar in der Rosenbacher Kirche geschaffen), hat eine Höhe von 7 m und eine Breite von 3 m. Die Mensa ist aus schwarzem und Kraslhaler Marmor aufgebaut, unter derselben der Heiland, im Grabe ruhend, aus weißem Marmor. Das Tabernakel ist aus Carrara-Marmor mit reicher Verzierung und Vergoldung in den Ornamenten hergestellt. Der Altar, in Istrianer Stein ausgeführt, präsentiert sich mit den verschiedenartigen eingelegten Füllungen und Pilastern sehr schön, nicht minder die zu beiden Seiten stehenden Apostel Johannes und Jakob aus weißem Stein, wie auch sämmtliche ftguralen Theile des Hochaltars. Den Innenraum schmückt eine aus weißem Stein ebenfalls im Atelier Felix Toman gearbeitete Statue des heil. Stefan des Märtyrers in der Glorie. Als Abschlussbild vor dem Hochaltar ist Georg <2ubic' meisterhaftes Ge» mälde «die Steinigung des heil. Stefan» angebracht. Am letzten Sonntag fand die feierliche Einweihung des Altars durch den Herrn Domdechant Canonicus Flis statt, welcher auch die Festpredigt hielt. Der Feier wohnten Bezirkshauptmann Mahkot, Bürgermeister Korbar, die Kirchrnprübste sowie zahlreiche Gläubige bei. Die Kosten für die Erbauung des Altars sammt dem Gemälde belaufen sich auf 5000 st. und wurden durch freiwillige Sammlungen aufgebracht. — (Brand an der Ma ri a «Ther es ie n» straß e.) In der dem Finanzprocuraturs-Adjuncten Herrn Dr. Starö gehörigen Wagenremise an der Maria« Theresienstraße, in welcher sich die Werkstätte des Sattler« meisters Van befand, brach gestern abends um 10 Uhr auf bisher nicht aufgeklärte Weise ein Brand aus, welcher bei dem Umstände, als auf dem Dachboden ein großes Quantum von Stroh und Heu verwahrt war, rasch um sich griff, so dass in kurzer Zeit das ganze Gebäude und die daran stoßende Stallung, welche an den Fiaker Cern Bmrbrituug des reichen Stoffes gibt wohl der Name des AM" . dessen zahlreiche Reiscbücher der Gebirgslander sich ?"'"^ Anerkennung und Beliebtheit erfreuen, genügende Gewähr, vornehme Ausstattung drö Reisebuches, die sehr gclunacncn z°/ reichen Illustrationen, die nach den allerneuesten l^Mn» bearbeitete Karle der Dolomiten und die kleinen Detmllari« machen das Buch zu einem allen Anforderungen entsplcaicn Begleiter in dem heute so außerordentlich beliebten und beW Zaubcrlande der Dolomiten. A. Hartlebens Verlag '» ^',, Alle in dieser Rubrik besprochenen Vücher und ö"^ schiisten können durch die hiesige Buchhandlung Is ^ Kleinmayr 6 Fed. Bamberg bezogen werden. ^^. Aiisselommcue Fremde. Am N.October. ,., Hotel Stadt Wien. Graf Chorinsky. t. l. OberlandesaeM Präsident, sammt Gemahlin; Eral. Steiner und Elsncr, i<" > leute; Fery, PriborSly, Polacht, Lolb, Schcinig und ^°" von Steiner, Wien. — Prinzessin Schönburg »nd ^ ^ Lichtenberg, Schneeberg, — Graf Montccuculli, G^.'A< Oppenheim. Kanfm,. Olmütz. — Ritter von Schwarz. ^ ' ^,, zirtshauptmann. Rudolfswert. — Generalmjor Packer, "«, ^ — Herzmann. Finanzralhs-Witwe. Graz. — Marx. ^u Oberstlieutenant, Klagensurt. — Pavlouich. Professor, »"u — Plantan. Notais'Gattin, Radmannsdorf. — Heiler, " Director. Troppau. — Srebre, Rann. — Springer, b^Hi6, — Gütermann und Kau. Nürnberg. — Hermann uno «? Reisende; Schuldes, Nrünn. . . ^- Hotel Mefant. Martin, Oberingcnieurs.Gattin, Klagen!^- .. Wirlner. Major. Erlau. - Schulz. 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Baron Lazarini und Dr. Mohr. l. i- ^gl, gerichtsarzt. Graz. — Rrisinger, Reis.; Herzog, Prag" "H^g Kaufleute, Wien. — Kosinsly, l. l. Gerichtsbeamter, ^sin, — Vloch, Kaufm.. Prag. — Pece, Altenmarlt. ^ «M, k. und k. Lieutenant, und Wesseli. Director. Görz. ""^Ml. Gottschce. - ssleih s, Tochter. Hcrmagor. - """HeN.^ Linienschiffs-Fähnrich. Pola. — Eßinger, Kaufm., MU«" Uhlman. Kaufn,.. Mainz. — Ziffer, Kaufm.. Brunn- Hotel Vaicrischer Hof. Hamel, Buchhalter, Wicn^ ^.^-" Verstorbene. ^I, Den 10. Octol> er. Johann Ilersic, Hausbesih"' Auerspcrg.Plah 4, Marasmus. ,. ^.OlB"' Den 11. October. Maria Garbeis. Satt!"" 6» I., Wienerstraße 23. Marasmus. »«wohn^ Den 1 2. October. Gertraud Presetnil, >5>" 80 I, Domplah 15, Hpoplexill cerotii-i. „rö'O'^ Den 13. October. Marjana Siwj, Conductcu 50 I., Wiencrstrahe 35. Earcinom. Wolkswirtschastliches ^ ^ Laibach, 11,October. Aus dem heutigen Marktes" ^z, nen: li Wagen mit Getreide, 7 Wagen mit Heu 21 Wagen und 3 Schiffe mit Holz, Durchschnitts.Preise.______.—^ «ill, 0ii,,. fi !^c !!^ N. , l, ss,,lr, 21782 ^ ^ Weizen pr. heltolit 6!50 l»!li9 Vutter pr. Kilo . - ^ ^^^ Korn » 4 87 4 «2 Eier pr. Stück -- g^^ Gerste . 4 22 4 16^ Milch pr. L'ter . . ^, ga ^ Hafer . 2 7« 2 73, Ninbsleisch pr. l"l° ^^^ holbfnlcht . -------5.20 Kalbfleisch ' ^, ß2 ^ Heiden » 4 8? 4 95 Schweinefleisch ' ^96^^, Hirse . 4 38— —Schöpsenfleisch ,' ^.59^ Kukuruz » 5 4 — — Hähndel pr. Sma ^ ;? ^ Erdäpfel 100 Km' 2 32-------Tauben ' ; 34 ^ ^ Linsen pr. Hektolü 10-----------Heu pr. M.^". - ^g ^. Erbsen . 10-----------Stroh ' '' Fisolen . 8-----------Holz. h"les' s^ ß 60 ^ Rindsschmalz Kilo - 90------- .^ ""'. 4 40 ^ Schweineschmalz. -«8-------", '""A ,'s)Mt. ^ A - Speck, frisch, . -«2-------Wein,roth,,1<""l. ^^go — geräuchert « — 68-------— tmmer. '_____-^^ Mcteoroloqisch^ H R? «'«^ ^" """- deivl"'"" ßZS " ' " ZH.^ ßk ^----^ 7ll.Mg. 74? 3 4^ wInMll " " 13 :> . N. 745 4 17 8 NW. schwach ^r ^-F- ft . A. 745 3 9 8 wiudstill "" ^^ ^ ! Morgennebcl, dann heiter; Hdhendunst. ^^ale.^.., l Verantwortlicher Redacteur: I. 3iaS^c. 1963 Course an der Wiener Dorse vom 13. October 1890. «°«dem oM«««, lour«^«. Held Wars Ctaats-Nnlehen. ^j.""l>titl!chf Mente in Noten 58 3'> ^« K<> N"°"e....... «N4N «8«" »°n. ^" ' ?5"" bW fi. in« - i«8 50 .^" ' ' ssnnfte, ,00 fi, 14« 50 147 5!, "»"I Etullt«l°,s . . ,00 si. 179.50 ,«!.-5!> i°/ ,,.« «.'.^ - ' 5" "- ,?z» 5!' ,8ft 5.H ,>»°m,.P,dbr, IliWfi , , ,48?5 144 7ft (,H^.°lt>len»t, steuerfrei . ,<»? ?o ,<»? 90 °^ "'"enilntr. steuerfrei , „>i »s> ,<„ 5b ^""«"tltt »i,tnb»hn' ^M°^ '" «steuerfrei . ,,«,«<> ,^8s' " ° ^ H ^'"" Marl . ,i0'-„1- zianH,,"" Marlon, . - „4 »0 „5- ">»«t°,^ U,,,,, ^,^ ,NN4 ^. ^ ^^,^s, I!n«,V««Nt' z°/ , , , »8l>5 89 25 "» /,"b,'«nl.,W^.«.W,G. ,,8-NN l,4'4<> "°- 0l!da^ ^>"Ul, Etüll, , , U?-2l. U7'»N «°, ^!''"'!''ntMl..0b,,0<)ss. ->. -,.- "° d?«""" ^ "N ft.«,. W. ,87 ,b ,8V ?s. ^'«U.^,. .^ 60fi.», W ,37 2^,87?X Vcld Ware Glundtntl.-Oblialltioneu (für , fi. «M.). 5°/„ «altzlscht...... ,N8 50 l«4 50 5°/n mühr«sch<>...... ,U9 zn —'— 5"/n Nrain unk Kilsienland . . _.^ —'_. 5"/» nlcderösterreicbischr . . . ,lo — —' — 5"/„ ste_ k"/„ troatlsche und slavonUche , ,«4 «z INK K0 .^/„ stebe»bürai!che .... _.^ ^->. 5"/^ Temeftr Vana» . , . _,... ^._. b'V„ u»«»ri!el,t......8? — 88's,0 Nndcre össentl. Anlehen. Donau.Neg.°L°Ie b°/„ ,00 fi. . zz,-^. ,«i>?5 dtl>, «nlelhe <«7« . - ,c,z 75 in«.^ «nlehen der Vlabt VÜ« . .,,,„. . >_ llnleyln d, Stabtnemrlnbl Wlen 1^4.c^ INK 50 Prüm.»«nl. b. Etllbtgem. Wlen ,4',,^ ,4f, .. V0rjenl>au ttnleben verlo», -^ 99,^. ,oy.„ Psandlirielc (jiir ,<»« fl,), «nbemr, all«, «N,4°/„« l,4- ,,4 5l> bt°, . 4'/.",«. . . ,W—,ong<, dt2. » 4°,„ . . . 87 50 9f,_ »!«. Pr«m,.«n fi,), ftrrd!nlll>b» »iorbbah» Ei», lU«l 9» 4« loo ll> »aliz^cke »nrl'ljudwig^Ällhn Om, <«^> »0» N, L, 4',,° „ , 99>_ 99 50 Veld Ware Oesierr. Nordwestbahn . , . ,n^ ._ ,«<; ^ I""""''-......,88^,88 50 Una'-«»»,. Vaön , , N'l U',^, Dtversr Lose lre°«»l°,t loo fi...... ,8« kn ,«4 l.o fl°rt,-L°,e 40 ft......^5 5., 5« 5" 4°/p Donau.Dampfsch. ,on fl, . !»«-._ l»«'- Llllbacher Präm.'«nlrh »N fl, zz — z» - Osener Lose 40 fi.....57 z<, z«., «othen Kreuz, «st.,«,,».. ,ufi, ,g «o ,9»" «ubolph'Lost ln ft , ^ss._ z, ^. I°lr.°l!°fe 40 fi...... y, ^ 52'- Lt..Veno!«-llose 40 fl. , «., . «8 — «albstrin.Lole 20 fl. . , ,7.^ ,«.^ N-«ew.-Gch. d,»"/„ Prüm.Schuld. v«'>!.—»,4-- »eld Ware huv°tl,eltnb.,e/„ . Wtftbahn »00 ft.. . »,!, ^n «a — Vufchttehrader «is. ion ft. «Vl °'1^ ,,7,. '"dt° M.«)l!0N ft. , 4a"I.l88_ Donnu - Dllmvfschifffllbri'««,.,' oefterr. 50« Ä- «Vi. . . . ,z, . „^, Drau.««. s«.H.°«.) »00 fi. T. '^.^ '^._ Dui'Vobenb. Eil-'V. »«»!» fi. S, ^.^ ^.„ Ferblnanb« «°rdb. 1000 fl. IM, „». ,-«. b»hn.««l«ll; 949.75 »übbahn »00 fi. Eilber , . ^,,.75 ,^,2^ Büd.Nordb.»8erb,.Ä.»U0st.llM, ,75 1l,^." tr»mway'«es„Wi.,«7Ufl.». W, zzg 7z „9 7» . neue Or., Vrioritüt,- »ctien ,00 fi......g«5y 97__ Un<,..<,ali,. »«lenb. »mi N ?ilbf- ,^,z «z ,9ß.__ «,ld V>are Ung, «nrboNbabn »00 ss, Tilber ,95-75 1?« -Un,.WeNb,l«a»b.»raz)»00fl.V ,95 ,z l95bl> Indnftrle.Actlen (per Btüis). Vauaef,, «lllg. 0est. ,00 fl. »,._ «_ Eahdier _ «affenf,»« .OtstinwlenlWfl. 4?8 — <84 — Waggon Ueihanst., «Ill« in Pest »l» N.........»,-— «8 s.0 Wr. Vauaeielllchaft ,00 fl. . 74 z„ ?z z„ Wienerbtlger 8le«el'»ct8!) — lS» — Devil». Deutsche Vlltz,......5« «, „3?. London........» r Ein- und Verkauf aller im Coursblatte notierten ß*cten und Valuten empfiehlt sich bestens die (3761) 300-33 Wecbselstnbe t Bankliauses Sctielliaiiimer & Scbattera WIEST, I., Kärntuerstraswe SO.