Zeitung. 3lr. M. n. !l. hlllbj. n. 5.K0. stur bll <. 5« ll, Mi! ^» i'"1 «««„. N. lt». h»lbj.si. 7.b. AlljNlst ^72. Amtllcher Tbeil. Je. l. und l. Apostolische Majestät habe,, mit Aller' höchster EnllHließung vom 30. Juli d. I. dem Haupt« münzamls'Vicsi-ireclor und ersten Wardein llarl Kor« per v. Marien werth aus Anlaß der angesuchlen Versetzung in den bleibellden Ruhestand in Anerkennung seiner nahezu fünfzigjährigen ausgezeichneten Dienstleistung das Ritterkreuz dcs Frauz'Iostph'Orf'ens allergnädigst zn verleihen geruht. Der Finanzminlster hat die lei dcm Hauptmünz» amle erledigte Vicedireclors-, zugleich erste Wardein«» Stelle dem hauptmünzamllicheu Kassier, taiferl. Rathe Alois CzaslauSly verliehen. Der Minister für Cultus und Unterricht hat den Supplenlen am Gymnasium in Cilli K«rl Glaser zum wirtlichen Lehrer ai» Staat«.Real« und Obergym» nastum in Rudolfsnicrlh ernannt. Nichtamtlicher Theil. Das hohe l. t. Ministerium für Cultus und Unterricht hat bestimmt, daß hiütünflia in dcm an Zöglinge von Lehrerbildungsanstalten auszustellcliden Iahreszeug» nissc das bisher übliche Prädicat „Herr" weagelassen werbe. Dagegen bleibt dasselbe für die Reifezeugnisse der männlichen, dann das Prädlcal „Fräulein" sowohl für die Reiso als anch für die Iahreszeugnisse der wein. lichen Zöglinge der Lehrerbildungsanstalten aufrecht er« halten. JournMimmln über die Ztsuitln-Einwan» derung in Vrstlrreich-Nngaru. Die öffentlichen Stimmen lassen sich seit einige» Tagen üdcr die Einwanderung der ans Nachbarstaaten ausgewiesenen Jesuiten in Oesterreich.Ungarn vernehmen. Ein großer Theil der Journale will von Instruktionen Kenntnis hlllicn, die der Cultusminiiler Dr. v. Slre-mayr am l i. v. M. den Vänderchefs ertheilt hat. In dem fragüchcn Erllisfe soll es lauten: „I„ ,FälIen, wo d,e einwandernden Jesuiten neue Ansiedelungen errichten wolltet,, wird „ach den Vorschriften der Ministerial»Verordn,Ms, vom 13. Imii 1858. R. O. B. Nr. 95), und nach dem C'rcular.Erlasse dcs Stlllllsministclluns vom 28. November 1866. Z. 68 Präs., vorzugehen, bezichungswuse die staatliche Genehmigung von der hierorts zu prüfenden Unbetont» lichleit der neuen Ansiedelung abhüngia zu machen sei,,. Dies gilt aber nicht blos von den Fällen, wo die Je» suite» sich selbst um die staatliche Zxlassung bewerben oder überhaupt als Eonvenl oder Corporation auftreten wollten, sondern von jedem irgendwie organ,sirten Zu» sammenlebcn von Mitgliedes,, d?S Ordens. Denn die nach der Mlnisteilal'Verordnung vom 13. Juni 185i8 erforderliche staatliche Genehmigung religiöser Orden und Corporation?» hat nicht die Gediutuna der Ertheilung der juristischen Persönlichkeit, sondern in erster ^inic die der staatspolizeilichen Zulassung irgend einer religiösen Gemeinschaft; sie darf soimt auch dort nicht Übergängen werden, wo eine solche Gemeinschaft Corporalion^rcchte oder überhaupt juristische Selbsländigkeit nicht bean» sprucht. Insoweit es sich um die Ansiedelung einzelner ausländischer Mitglieder dcs Oldens oder nm den Gin» tritt derselben in schon bestehende Convenle handelt, werden Eure .... nach der besonderen ^agc der cinzel' nen Fälle vorzugehen und da. wo es die Umstände er° fordern, von der gesetzlich zulässigen Abschaffung Gebrauch zu machen haben." Am SHlussc soll der Erlaß die Landes.Chefs auf. fordern, über die sich ergebenden auf den Genenstand dieses Erlasses vezughabendcn Vorkommnisse „von Fall zu Fall" Gericht zu erstatten. Der ..Pester Vloyd" bemerlt zu diesen Erlasse sol« gendls: ,Wie wir aus den wiener Blättern ersehen, ist die Analyse, welche ein Vlatt ron dem Erlasse in der Je. suilenfrage braute, durchaus nicht richtig und lautete der Erlaß selbst in jedem Punkte viel präciser und schärfer. Die daran« von einem Organe abgeleitete Vermuthung, daß diesfolls zwei Erlässe ergangen sind. wird un« jedoch als entschieden unrichtig bezeichnet.! So spärlich übrigens au 5 hie Andeutungen über den E,laß sind, so genUgen sic doch. um erkennen zu lassen, dab die Regierung vorläi fiq aenügend starke Waffen in der Hand hat, um der ev'ntuellen Uebelfluthung Oesterreich durch die Ichlilen «mcn Damm zu sdeu-tung des Erlasses, nach welcher die Regierung leine Conocntsblldung gestatten werde, fast eine wi,lsaml,e Abwehr, als die Drohnng mit dem Fremdengcsetzc. nel-chcS inöglichcrweise wirkungslos bleiben kann, we«l sich ihm daS Object entzieht. Oder glaubt man, t»uß nach Ausführung der Ausweisungsordre in leulschland k?!lie — Jesuiten mehr bleiben werden?" Der „N. sllg. Ztg." kommt aus Pest eine Aeußnung Deal's über die Jesuilenfrage zu, wclche über die Oe> Handlung, die diese Angelegenheit in Ungarn erfahren dürfte, beachlenswerthe Anhallspunltc bietet. Deal soll! sich dahin ailSgesvrochen haben: i „Man dürfe von einem Minister de« Aeußern nichl verlangen, daß er in solii'.n Fragen, d»e so lief in alle schichten der Gesellschaft eingreifen, den Vorkämpfer abgebt; in einem const,tutionellen Staate muß in ahn-lichen ställcn erst die Volksvertretung gesprochen hao:n. Niemand 'st berechtigt, vnm Grafen Anvrassy voraus» znsshtn, daß er sich dm Pflichten, die idm nus der AuS< sührnnq der ^eschlnssc der rci^ltscitiqln Volksvlutrclungn! zufallen diNflen, entziehen werde. Es unterliegt keinem Zwcifcl, da^ jener Ttzeil der Majorität, der in den schwersten Zenen dec Bedrückung gegen die Ucd^gliffe Roms mit Aufopferung angekämpft datlc. auch am nächsten Reichstage die ungarische Reaicrung ;u e^er» gischcn Mahrccicln drängen werde. Das ungarische Mi» nMcrium wird dicsrm Drängen, dem sich auch die Linke anschließen dürfte, Folge leisten müssen, wrnn es auch feiner die Majorität im uogarischen Reichstage behaupten will." Der wicner Coilcspondcnl der „?I. A, Ztg." schrobt! darübcr nachstehendes.- In der Icjuitcnflllgc iü soeben! von Eeitc des oslcirtichischcn Ministeriums ein Schritt! geschehen, der wohl manchen an tie Aktion des Cavincts Aucrsperg.Ungcr in dieser Richtung sich anhcflcndrn Zweifel zu bannen gccigncl sein wild. Man hatt? die Ncqicrllüg falsch bcnrtliellt, als man hinln' der sch:>n» baren Unlliäligkcil derselben in der vtesuitenfs^c dic Absicht einer vollen, freiwilligen oder unfreiwilligen Passivität erblicken wollte. Ein vom II. Juli dalirter Erlaß, der an die pandeschcfs erging, spricht dicsfall^ eine Sprache, die an Deutlichkeit und Energie, dcm Issuiliemus vorläufig an der Ha5d dcl dlslehrndcn Gesetze einen genü^r,!^ starken Damm zn setzen, kaum etwas zu wünschen übrig läßt. Der Erlaß saßt zwei Eventualitäten, unter denen der aus Deutschland aus« gewiesene Jesuitenorden in Oesterreich sesttn Fuß fass/n wolUc, ins Auge: die corporals Ansicdlung und die Elnzeleinwanderung. Gegenüber der ersteren wcrdm dir Statthalter daran erinnert, daß nach den bestehenden Verordnungen die Gildung von Conoenten und dcraleictien fallwnsc von der Genchmng des Cullusminineiiums abbängig sei, Der Erlaß dehnt diese Beiordnung im Geiste derselben auch auf jedes ivgendwie onianisirl, Züsainm'N'eben aus und yibl schon dadurch wie dnict! dcn Hinweis uuf diese der Regnrung i','stcbcl»de Achilla,' qewalt zu verstehen, daß von ihr in keinem dem I suiter,, orden günstigen Sinne lH,brauch gemacht werden wird. Noch präanantcr tritt dics aus der in dcm Erlaß enl« haltenen Ausfllhrunq liervür, nach welker die erforder» ! licht staatliche Genehmigung religiöser Orden und 2or» poralionen nicht die Vedeulung der Ertheilung der ju rlsii^chen Peijonlichkelten b'sitzt. sondern ,n elfter Vml« die slalllspolizeilichc Zulassung irgend einer religiöscn Oesclljchaft zu bedeuten hat. HU!rbing5 konnte dtl Nc->!>e!ui'g nicht enl chin, doß drr Jesuitenorden die cor« pornllve )i,cde>Iafsung laum vllsuchen werde, und daß man vielmehr auf die E'ln.elansicdluna gefaßt sein müsse. In diesem Punkte spricht der Erlaß ganz kurz und bimdia,. i: dem er dn Aufsicht stellt, dürfte diese laum besonder« animiren, ihre Stritte nach Österreich zu lenken; sie nxlden hier leinen Fuß fasfen lönne,-, denn der ganze Inhalt dcs Erlusscs sprich: t,afür. dc<ß m^n die n? ihm augrdeutctcn grfchlichm Gcstimmun^en mil voller Schülfe zur Anwendung zu bringen berell ist. Was dem Erlasse noch einen blsondcrs höhln Werth verleiht, das ist b.r Umstand, daß dsrsclb^, wie ich bestimmt zu wissen glaube, im volkn Einvernehmen mit dcm Grasen Usidiassy er-' floß. )iach diesem Vorgthcn des österreichlsclieu Ministeriums und des ausliartigen Amtes wiid wohl auch d>e ungarische Regierung mit ihren Maßnahmen nicht zurückbleibt'! können, und man darf auf die Action von dieser Seile immerhin ucspalüit sein, du die ungarische R'gierung in sollt! n Fiagcn not Vorliebe die aoilijchen Gefthe anzulufln pfieqt." Aus dem cMjchln sllglr. Die Klagen über Zurücksetzung der böhmischen Sprache in den Spulen VöhmenS fordern das „Präger Abendblatt" auf, dirse unds,echligtcn Geschwerden lurz zurückzuwcisen. In dieser Abfertigung he,hl es: „Was für die Durchführung dcr nationalen Oklchberelttigung ohne die einstlste Schädigung der Slaalsinlertssen ge« schehs» lonnte, ist zum «rößlen Theile bereits geschehen. Sowohl blinl Amte als vor Gericht wird ,n den ein-z,lnln ^illidern jede Pli,l,i in ,'hscr Mullerspruche gt« ljürl, die amtlichen Gescheide werben in jener Sprache ausgcflNigt, in welcher der bets,ssende ,^l,ll anhängig gemacht wurde. u»d sowohl be, den odeiften Bandes, al« bei dcn Unlerbehöiden in den slüvljch^n und gemischten Äczilten ist jür die rnlsvrechel'de Zeh! von ^eumts»', welche b.ider ^andeeipruchcn voUlommm macht g sind, reichlich gcjorgt. Die Rcicdsgcjehe werden in jan mt-lichen ^andlsipllichcn lulid^emacht, der Tclea'llpt» übernimmt und bcjöldc»! leptschen in jedlr ^? ndtsspiache, die ^oslunstallcn dlsitzln sänimlliche Druck>o?len nl>e Abgeordllllc als seine Muttersprache betrachtet. Daß dort auch in der Debatte einzelne Abgeordnete sich einer anderen als der deutschen Vcihandlnugpipillchr ;u be-dictitn pfl^gsn. ist bllünnl. Auf dem Mbille bes Sibul-wlscrls gssH'icht allcs, um dcn billigen AnspiütdlN der eln^rlncn Nalionalttätcn in Vezug auf die Berücksichtigung itncr Sprache gerecht zu werdrn, und jeder derselben die Möglichl il zu bielci', sich in ihrer eigenen Sprache zu vervollkommnen. An der Universität wird schon seit längerer Zeit dem Besürflüssc nalt, Estheilung des Ui'tcrrichtes auch in der zweiten ^«lndeespruche nach Maßgabe dcü< sich gellen!» machenden w'rküchen Vsdarses und mit Riicksi^t auf die vorhandenen M'ttel vollkommen Rechnung ltragen. Das ulles folllk mchl« heißen? Man halte nur einmal Umfrage im i^nde und man wird erfahren, ob nicht weil ehth vol' ewer iortschitllen« dcn Czechisirung der öevölkclui'n. als von einer wermanif iruna derfeltun di» Rede sein kann. — Noch weiter zu gehen in dieser Richtung, fo>nte nur ;um Nachtheil der Sache selber gestehen, denn schon j'tzt ,ci« In der Handwerler-beseda lamei' vor kurzem die bestehenden unerquicklichen «rbeitervertMmsse zur Sprache und ein Redner bean, traute, sich an den Magistrat um Adhilfc zu wenden. Die Veriammlung beschloß jedoch, sich dieselhalb nicht an den Magistral, sondern an ocn Slallhaller zu wenden. ..da cs bcsscr sel. sofort zum Schmicd als zum Schrmedel zu gehcn." DaS alles sind Symptome, welche von starten Rlss:l! innerhalb der czecdische,, Disciplin zeigen. Erwagt man nun noch, daß die Zahl der Dankadressen an den stallhalter aus den czechischen UcbeischwcmmungSbczill.!! iniincr größer wild. ja daß czechischc Gemeinden dem Baron Koller da« Ehrcnbür-gerrecht zu verleihen beschlossen haben, dann wird man zugestehen müssen, daß dcr gefürchtet- nationale Pranger schon viel von seinen Schrecken verloren hat. Das ruhige, aber ses,e und zielbewußte Vergehen, der Regierung beginnt eb»,n bereits seme Früchte zu tragen. Der Agitation für die Eirichlung einer eigenen rzechischcn Universität l^ben sick dish r blos die Städte Iungbunzlau und Kullcnvetg angeschlossen. Die er warteten u»d auch dire.l angcrcglcu üiiassenkundgebungcn oom Lardc in dicser A> gele^.^chcil scheinen überhaupt ausbleiben zu wollen. Das wär« wahrlich ein llüg' licheS Fiasco. Potttische Ueberjlckt7 Laibach, 8. August. Wie „M. Allam" elfähtt, wurden die Ei:,bcru-sungsschrcibcn zu dem ungarischen Reich stag bc> reits an die Oberhausnntgluder und an die Comitate und Städte versendet. Nach dcnsllden wird Se. Majestät den Reichstag am 1. September eröffnen. — In Bezug auf die Thätigkeit der C o d ifica t i o n S c o m'-mission kann „Pesli Naplo' mit aller Bestimmtheit behaupten, daß b>e Commission weder mit der Uma»-» beitung der Geschäftsordnung dcs Reichstags, noch mil dem Sammeln von Material zu diesem Z'^cke beauf» trugt wurde und sich überhaupt mit emem derartigen Gegenstände in keiner Hinsicht beschäftigt Hal. Die be treffende Mittheilung dcr „Reform" entbehrt oöllig jede, Grundlage. — Dem „Peüi Naplo" zufolge sind im ungarischen Handelsministerium ausgearbeitet: das Beiggcsetz und das Gesctz über Acticn.Gescllschaften; ferner sind Studien über die staatliche Feuer - Versicherung vollendet. Der EodificalionS - Ecnnunssicm wulden zugewiesen: das Katastcrgtseh. das Colonislen gesctz. das hauptstädtische Muriicipal^esetz, das Gesetz über das Luduviccum und ullc Elfenbahngesetze, welche von der letzten Scjsion zurückgeblieben sind. Das "pariser ..Journal dcs Debats" bespricht dn bevorstehende D re i «K a is er-Z usam me nlun f l in P-rlm und saar, d-r ^nss'lck? ssa'ser habe versprochen, die wiener Weitausst'.^.i^ l873 zu besuchen; die Kai-s r Zi'sammcntllNs! w'ls>c zu keinerlei Vertrage Anlaß gebcn und bezwecke nur die Uufrechlhaltung des 8tg,tu8 quo m der Türkei; das praktische Resultat 5er Zusammen, lunft wclde dle Vertagung der Orientfrage auf unbestimmte Zeit sein. Ein maßgebendes berliner Vlalt knüpft an den Gericht über das Zustandttommen der französischen üt? leihe nachstehende Äcmerkunq: „Der Zweck der französischen Nnlelhc, wclchr augenblcklich alk Welt ln Bewegung setzt, ist betannlllch die Beschleunistung der Räumung der occupirten D^parttmenls. Daß die Fran» ;oscn diesen Zweck nicht aus dcm Auge derberen, ist ein Beweis, daß sie sich auf dem Wegs der Ernüchterung b'findm. Wenn sie indessen meinen, daß mit dcr succ^ssi» oen Räumung der Departements auch eine entsprechende Reduction des Occupat'onSb/eres verbunden scin müsse, so muß man hier einfach auf die Bestimmungen des Vcr.raqcs vom 29. Juni l. I. hinweisen, in wclchem v°n einer solchen Reduction dcs Occupat,onsheeres die Rede ist. Die Reichsregierung wird sich nur dann dazu ent« schließen, der Räumung weiterer Departements eine Re' duclion dcS OccupatlonShlercS folgen zu lassen, wenn sie sich überzeugt hat, daß dies ohne SHadeu für die Interessen Deutschlands ^schehen könne. Sie wird sich dabei nne bisher von dem Bestreben leiten lassen, die Herstellungen der regelmäßigen Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich zu beschleunigen, selbstver« stündlich aber auch Bürgschaften fordern, daß aus einem freiwilligen Zugeständnis für Deutschland leme Nach' theile erwachsen." Die schweizerische Armee besteht au« dem Bundcsauözug, der Gundcercserve und der Landwehr. Letzlere umfaßt nominell die Mannschaft vom 40. bis 44 Jahre. Die Dienstzeit der Landwehr ist factisch nach den verschiedenen Cantonen eine sehr wechselnde, die Leistungsfähigkeit derfelben daher nicht durchwegs gleich. Nachdcm die Bundesversammlung uiilcrm 20. Juli den Blmdesiatt, aujgelov^rt hat. darüb-r 00 Insur-cie.iten gefallm sind, ci„e große Anzahl derselben gefangen wurde und 69 640 Insurgenten sich unterworfen naben. Die Truppen erbeuteten 48!9 Feuerwaffen, 3249 blinke Waffen und 992 l Pfndc. Ein Telegramm ans C o n st a n l i n op e l mcldcl inichsteheude P e », s o >> a l u e r ä n d e r u n g c n in Rc« qierun^streiseu: Sasvet Pascha in der am 6. d. stattqefundenen Sitzung dcs cliglischen UnterhnuscS ein Expose iiber die Finanzlage in Indien, welche leb,»- günstig ist. In dtn Jahren 1870. 1871 und 1872 slelUen sich Uebcrschüssc heraus. Das Voll in Indlen ist zufrieden und nimmt an Wohlstand zu. Es ist lein Grund zu Besorgnissen vorhinden. Schließlich vertheidigt Grant« Duff die Einkommensteuer. Wiener Weltausstellung 1873. Auf dcm Weltausstcllungoplatze wurde schon mit Beginn dirses Jahres ein besonderer Sanitätsdienst or-ffanisirt. Den Berichten dieses Sainlälsbureciu cntneh« men wir folgende Daten: „Bei eincm s'rblitcist^ndf, der seit Beginn dcS Baues in rasch aufsttigcnder Pro-qressillu sich auf mchr als 5000 steige.lc. kamen im Zeiträume von sechs Monaten unt^r C>v>l nüd Militär «^Genietruppen) nur 34 schwere Verlltzuna/n und nicht ein einziger Todesfall vor. Die sonst vorgekommenen Erkrankungen dezogrn sich fast ausfchlicßeod aus Binde« baut- und LuiiginerlrantutMn, Blatten laincx sinmal, Typhus zweimal, Dalmtlaulheiten gar nicht vor. Diese lurzen Bemcllungen dürfen wohl als B wcis für die ausgezeichneten SanitätSverhältnissc bei dcu: ^aue der Weltausstellung gelten," — Als ein Z ichcn des mach« senden Inlcnsscs, wclcheS die Presse iiber^ll der Well« ausslellung widincl, verdient e>wähnt zu werden, daß in Wien in d.,! lstzten Tagen übei orcißig französische und «-nglische Ionrollle eingelangt sind, die Bcrlchle ü'er die Vorbereitungen für die Ausstellung eiUhallen, Der „Nlewe Rotterbam'sche Conrant" blachtc dieser Tage einen läns,clen Ailil.l über tic Bclh'.ilifiung Hollands, dem wir solgl„des wörtlich e!ll!!>^!!!:n: „Wem die Wohlfahrt d(s ni,.dc,!ändlschen Volkes zu Herzcn gtht und wer sich für den Forlschr.tl t.cr Geweibe und dcs HandclS inttslssitt, muß anfrichlig nninschen. taß die Niederlande auf der wicoer Wellauüsttllung in wüidigcr Weise rePräsent!,t s,^. Auf diistr Weltaussllllnnc, lönnen wir nnS giößc't» Ruhin N'd inl)!- Eh'-s c,we'-bcn als auf der pariser Ausstellung nom Iob/c l867; wir müssen uns ^soi'dei? danon an dttsellicn b:ths,!i» gen, damit man miö i,icht mit ciüi^cm R.chlc beschuldige, daß wir U! scle Syii'path'c >'ül Ocslelnich liur in der Theilnahme an nenen Ai'lihcn Ul,d im Handel mit Itaalepapieien l'^l,lnden. Die wienci.' WcllauSslrllung wird eine der bedeutendsten wliden, welche sril I85)l stattgefunden haben. 5icS «eht dcnllich auS dem weitreichenden Plane der Auestellung selbst und dcr Einrich-tunn der dazu bestimmlrn Ocbäudc h^vür. Viau findlt t,,efür auch den tlassttn Bcwci^ in dcn bcdentenden Ocldmillelli, welche dic österlich schc Ncgicrnng gewährt l^t, und in dem alla/mcincn Bcifall, mit welchem dieses Unlernehmen in ßanz Emopa bclüüßl worden ist. Die miener Ausstellung blcttl uüscren ^^wclben ncuc Wege, liüscrcm Handel ncnc Bczielnngtn ni.l Ländern, welche l'is jetzt ihre ssiäfle i» diesem chrlniiaslen, unblutigen ötrcitc noch nicht oder in ssclinglin ^I^aße erprobt baden. Oit g>og,llph!schc La^e de, Haup'Ml deS österltichischcn ssaijclstaatcs wiid dazu beilragen. zalll^se Besucher nach Wicn zu siihlen. Wollen auch nir ,n diesem ldlcn streite zcigcn, daß unsere Eüergic nicht clschlaffl ist durch die Reichthümer, welche unscre Vo:fahlen mit >l),em Fleiß erworben haben, u. zw. zu einer Zcit, wo .sellilsl'lliil. Jur Aelirerfortbildung in Arain. Leopold v. Gariboldi, Professor an dcr k. l. Lehrerbildul'gSastült in Laivach, hat in dem Jahresberichte der genannten Anstalt pro 1872 einen Aussatz dcr Oeffentl'chl^it übergeben, aus welchem wir die »c° deutcndsten Sttllcn ausheben und hicr rcproduciren wollen. Professor v. Oarlboldi schreibt: Bel dcm allgemeinen Aufschwünge, den acgenwärtiq das öslcrreichl'che Voltsschulwesen in Auoführurg der neucn Schlllgesctze nehmen soll. tritt an unsere Lehrer-schaft die Forderung, mit allem Eifer an ihrcr Fort» bildung zu arbellen, um so sMelcrischcr heran, als ja Kram in Äczug auf Volksbildung in dcr Reihe der österreichischen Länder bisher cn,e der letzten Stellen eingenommen hat. Verbesserung der Schule ist bedingt durch die Hebung dcr Lehrerbildung; diese aber wird nicht durch d,e Lchrerblldungsanstaltcn erreicht, sondern durch unablässige Lclostbildung auch jener Lehrer, die bereits in Berufsthätigkeit sind. Gegenwärtig schreitet alles mit rasender Geschwin^leit vor; nicht nur wer stllle steht, hat verloren. — scho" derjenige, der mit dieser allgemeinen Fortbewegung auf gelstigcm Gebiete nicht gehölig schrm hall. Bal) wlro er voi< strebsameren jüngeren Gerufsgenossen. die se,t der Verbesserung der Lehrerbildungsanstalten ohnehin vox Anfang her einen großen Vorsprung aewannen haben, überholt, verliert in dieser Eltmutn,« die Lust und Freude zu seinem Berufe, zuletzt auch vollmde den Muth und die Thatkraft. So scheu sich ältere Lehrer der Geringschätzung von Anfängern preisgegeben, denen sie vermöge ihrer Ersah- inng Rathgeber sein sollten, und nehmen sich unter ihren Berufsgenossm aus wie lebende Monumente einer längst vergessenen Zeit. Solche Lehrer si.id cin Nachtheil für das allgemeine Interesse, ein Hemmschuh fur den Gcsammlforlschrilt im Schulwesen emcs Laudcs. dcr den Fortschiilt der Bildung de>' Lehrin5ioiouen zur Grund» liedin^ung Hal. Den Lehiern in Krain ist es um so nothwendiger, sich ihre Fortbildung angelegen sein zu lasscn, weil sie bezüglich der Mittel zu d^sclbeu weit mMmstiger gestellt silid. als die Lehrer aller übrigen Länder. Der Unterricht findet bei uuS in ein r Sprache statt, die sich noch auf Leu crstcn Stufen der Entwicklung befindet, daher vorläufig kaum eiwähnenswerlhe Millcl zur Fortbildung bicttt Mun gestehe sich dicses nur offtn; denn auch die Nation la-m nur gedeihlich an ihrer Fortbilinnig aibeilcn, wenn sie dcn Z,island ihrer Schwäche ohiic ck'Uckhalt uncitsunt und sich die Lücken-haflicileit und Äian^clhafl gleit deS eigenen Wesens «lets vor Augen halt. Nichts schadet in dirscr Hinsicht mehr als Aelbstübcrschützul'g. Wäh cr.d die deutsche Lehrer in ihrer Literatur der Foilbiloungsinillel in Hüll: >,"d Fülle bc< sitzen, müssen die sloo-üischen erst an der Schaffung derselben aroeiten u"d sich da<« Nä!li>gt unterdessen auS eincr fremden, ihnen w^ing bctainilen Lilcralur zusammensuchen. Geradc deswegen aber ist cs dem Lehrer in Kiain noch immer so nothwendig, sich dcm Studium dcr deutschen Sprache mit Eifcr hinzugeben. Man braucht dcsweqen noch durchaus kein Deutschlliümle, zu scin, und die Psl?g-einer fremden Sprache hat noch nicht die Aernachläjsi. gung der Muliersprache zur Folge. Man denke nur daran, daß die gcsammle slooenische wissenschaftliche Li< teratur entweder aus unmittelbarer Uebcrsetzung, oder aus der Bearbeitung, o>>r doch Benutzung deutscher Mrle hervorgegangen ist. Die slooenischc Schullileratur, wie sie jetzt dasteht, reicht noch bei weitem nicht aus,' um allen Bedürfnissen eines Vollsschulkhrcrs abzuhelfen, uüd es müßte n»r blinder Fanatismus gebannt werden, »nullte mau lieber in dcr Bildung zurückoleibcn, als ocullche Werke lcsen. Oie Furlblldung hat in zwei Richtungen vor sich zu c,ehen: in Bezug auf die Schule und in Vczug auf die soc,ale Slcll.mq des Lehrers. Die letztere Aufgc.be »It lemc leichte. Untcr dem Namen VollsfchuUchrer ist n'cht nur dcr Schullehrer im eigentlichen Sinne des Wortes, sondern auch or Vollslrhvcr zu verstehen. Er soll nicht nur die Jugend schulmaßig unterrichten, er hat auch auf die Heranzichuac, dc« ganzen Volles zur nützlichen Staats, und W.llbürgerschasl wohlthat,aeu Ein» ftuß zu nehmen. Freilich gehöil. will er dieser Aufgabe gerecht wcrden, eine ganz andere Ausrüstung mit Keiüil-lusseu, eine bessere Vor, vi.l Selbstforibildung und nlchr Ansehen bei dem Volke dazu. als sie eben unscr heutiger Vollsschnllehrer besitzt. Dazu verdiente er ober auch eine bcsscre materielle Stellung. Er mühte, selbst-verständlich auf einer bereits gewonnenen Grundlage, dem Nlndluin dcs Volles und der socialen Tagesfragen mit unermudllchem Euer obliegen; dann könnte er durck -lwbreilung stcmeitmütziger Kenntnisse zur Beförderung dcs Woh,sUndeS. durch Belämpf,lli^ dcr Unwissei'hei', Dummheit und dcS Aberglaubens,' durm Verbleit!!"., der Humanität sich große Verdienste um das Voll «r-werben und ein wahrer Wohlthäter der Menschheit wer-'>en. Weite,S hätte, allerdings nur der wol»ln>,telrichlete Lehrcr auch politische Ausklärung unter dem Vollc an« 5'lstrcben und eingedenk dcr Aufgabe dcr Schule, daß sie Nationen und Confcssionen zu versölmen habe. pol»' tische Agitationen zu bclämpfen. Wie sehr Anflläiuna in polllischer Hinsicht unserem Volke nolhthut, das wc'ß wohl jedermann. Dadurch daß mau dem gcmciinn Manne politische« Bewußtsein verschaffte, würde man 29' die Niederlande durch ihren Gewerbrfteiß ben erstcn Platz in (5uropa einnahinen." Dasselbe Interesse legen auch die überseeischen O'gane an scn T»^. it)e>spicIS» lveist sei erwähnt, taß dcr eben (i'nclaühl., in Kll'g«'-town eischeinende „Colonial ölanl^rü and Jamaica Despatch" dei Nüin Ceylon crschtinendc „Gouvernc^ Mlnt Gazelle" laxere Nrtitel und Milthulungen über die Anest^llung enthalten. Wie aus London g.sch.ieben wird. lt^n die Künstler Englands umfassende Voinereitun^n für die Ocih^ili« gung an der Wellausstcllun, und werden hierin von hervorragendm Knnstfieu! den in w!,?samner TU'isc nnter» stützt. So hat Siii!h>gc Anciliielcn ^s« s>t, sämmtliche Kosteu. wclchc die «fte, sch,cknng der w>c-,,.r Ausstellung vol' 3 ilc dcr Künstler Englands verursachcn wild, aus seinen '^liv'^lmilllln bcsttcittn zu wollen. — Aus den zM'eiche,', sich mil der Auestellüi'.z beschäfligend'en frunzosischc» Provinz' blällcrn gehl hc«uor, daß in aUcn größnen ^ndustricorlcn und Handcll?plätzcn der vclschlcd'nrn Dcparlemcnls Frankreich«! besondere Specialcommissionen zusammen» getreten sind, welche die Porbereilungen für die Bclhei. ligung Frankreichs an der Ausstellung leiten und die Interessen der Aussteller lici der pariser Ccntralcommis» sion vertreten. — In ähnlicher Weise sthen der Central» cummission der schweizerischen löidgem'sscnschaft Special-commissionen in den einzelnen Canlone.» zur Seite. Diese Commissionen sind aus den hervorragendsten Fach» Männern zusammengesetzt. - Die Ncpublit Venezuela hat ihren Consul in Wien Hcrrn Leopold H,,hn zu ihrem Commissär für die Weltausstellung ernannt. Fiir die Versorgung dcs gcsammlcn AllsstcllungS. Platzes und der slnsstcllungsgcbäude mit >cm erforderlichen Trink- und Nlltz'vasser so wie sin iasche Helbeischaffung des nölhigcn Wasslrquantum« bei Fe'icr.^g's^hr sind von Stile dec Gcnnaldilcclion die Ull.^ssci.dslen Vorlch» rung.n getroffen worden. Für dcn Wlisjclbedarf während der Ausstcllnngszeit ist jedoch der Bau einer eigenen, aus drci großen Anlagen bestehend n Wasserleitung in slngriff genommen. Die Llistungsfuhiglcit sämmtlicher für dcn Dienst dei Wclslcllung eriichlclen Wasser« weile wird circa 40,000 Kubilfuß pcr Stunde, also mehr denn vier Mal sli viel al« die Leistungsfähigkeit der btstthcndcn, einen großen Thcil der Stadt Wien mit Wasser versorgenden Ka'scr»Ferdina»dS'Wasscrlci-lung betraun. Fiir dcn Abzug des Wassers und der Jauche aus dcn vcrsäü'cdcnen NasscrclosetS soll durch eine vollständige Dlainiinn., des ÄueslellungeplatzcS ge» sorgt werden, deren Herstellung socb:n in Angriff gc-nomm«, wird. Dlnch die vorsl'hcnd geschilderten Anlagc» und Vollchrunssen ist die SiHclslcllnng dcS lür die Bedürsnissc während drr ÄuSsttllungl'ztil eiforderlichen Wasscrquantums gewährleistet. (W. A. C ) Hassesnmisskeilen. Der Kaiser in Qlmütz. Se l. und l. Äposl. Majchäl sind au, 4, d. M. um 10 Uhr 35 Mmulen abends im Nordbahnhose zu Olmütz eingetroffen, wurden uon Sr. (tic. dem t l. Slallhaller Freih. v. Weder, dem commandirenden Generale nnb dem Festungscommandanten ehrfurchtsvollst begrUßl und i„ d,e zuw Hbstcigequarlier bestimmte sursterzbifchöfliche Residenz geleitet. Vor derselben hatte sich die B^o'lscrung der Stadt und Umgebung sehr zahlicich veis.immell und beglüßtc Se. Majestät mit brgeislertel, Hochrufen. Am Eingänge der Residenz wurden Se. Majestät von dem Fllrsterzluschose. dem Bürgermeister, Bicebllrgermnst« nn dem (5r:?mandantc!i de« Schars'chUtzcU' und Bilrger» corp>? chrcibieligft empfanden und gcst^itelen dem Blirsier corpZ o.^ Beziehen der Wackc <ür die gmize Dauer der! Allei höchsten ^lnwefcnhcit. Am 5. d. M. uwrgen? 8 Uhr ruckte die ^sammle Garnison auf den <5felc«>,platz, wo vv? Sr. Maj?slät Neoue und Defilirung staüs.!»den und hiei-auf von einzelnen lruppcnlheilkn verjchudcne Bewegungen ausgeführt! wurden, ! Um 10 Uhr geruhlen Se. Majestät die Vorstellung! des EizbischofS mit dem Curalllcrus, dcs Sladlvelord» nelencollegiuml, des l. l. piiv. Echalfjchuhen- und Äürier» corp?, der Spitzen der B.hölden, der Handels» und Ge» wcrbcl^mmer, einer Depulalion des slauifchen i'ehrerve>ei' nes so wie der Vorstände dcr drutschen und böhulischcn Gemeinden des olmiiher Bezirkes allergnädigst cnlgegenzu' nehmen und in der wohlwollendsten Welse Nachfragen lib r die Zustände und Vedursinss» derselben anzustellen. Den Dant der Lehrer fur die verbesserte Stellung des Lehrcrstandes erwiderten Se. Majestät mit der Ol« warlung, daß die hehrer l'emuhl sein werden, fnr die Hebung der Vo!l?bildung eifrigst zu wirlen und die ihnen anvenrciule Schuljugend zu palrwlischen, gut österreichisch gesinnltio:,s' »arise fUr die Grundstcuerregulirung und billlglen die Ver. sicheinng des l. l. Beziilhauplmanns als Volsil^enden der Bezirls Schätzungscommission, daß die Reclam^lionen der gewissenhaftesten und eindringlichsten Prlisung unterzogen und allen billigen Anforderungen der Slcutlttäger vereil-willigst werde Rechnung ge'.ragen weiden. Hierauf begaben sich Se, Majestät in Vegleitung des Statthalters in das allgememe Kranlenhaus, die Klein-linderbewahranstalt, das Gi-fingcnhaus, dann in das sla»! vische Obergymnasium und in die deutsche Lehrerbildung«- ^ anstatt. In den beiden letz! n Anstallen sindcn foeben unter Lcltung der betreffenden i'andtsinfpecioren die Mcumnäls' prUfungen statt, welchen Se. Majestät einige Heil beizuwohnen geruhten. Um die Mittagszeit besichtigten Se. Majestät bie sorli« sicatorischcn Arbeiten am heiligen Berge und das Mllilär» spilal in Kloster Hradisch. Um 5 Uhr sand die Hoslasel, stall, zu welcher der Statthalter, der Erzbischof, die Ae- ^ neralität und die Übrigen Civil« und Milttärauloriläten' beigezogen wurden. ! Am 6. d. vorm. wohnlen Se. Majestät der Kaiser dcn großen militärischen Urbungen dcr gesammten l^rni« soniüvuppen bei und schür» „ach 12 Uhr in die N'sidcnz zurück, wo um 3 Uhr Hostasel war. Um 5, Uhr flinbe,,, auf dem Fort Tafelberg Uebungen des Gcnic-Rcgimenls statt. Um 9 Uhr abends fuhren Se, Majestät der Kaiser, > vom Blirgermrister geleitet, durch die glänzend erleuchteien Haupistraßcn. Dec Velcranenucrein und die Feueiwcbi^ bildeten Lpalier und beleuchteten mit ^echfackeln den Weg; Musillapellen spillien; endlofü Hoch wurden gebracht. Am K. d. abends war die Lladl Olmutz abermals beleuchtet. Se. Majestät der Kaifcr du,ch>uhr im offenen Wagen die glänzend erltuchlelen. von ciner großen Men. schcnmcnge ersUllien Sllaßcn, iibe,all von enihusiastlschc« j Zurufen auf ba« herzlichste begrüß. Nm 7. b. 8 Uhr ^lrUh ist Se. Maj-stäl der Kaiser u!sr Blldtf, wo der !Hofzug behuf« «lierhcjchst'r Infpi-'rlü'j »e« u, der Nähe iftalionirten 12, Dr.lgoneliegllneul« anhielt, »ach Wle» ab> , gereisl. ! — Se leiisil. Hl,^.t der dutd^. Herr Llzh?izog ! Wilhelm Hal au» 6. d. über die in ^emberq sl^twlNlle Nriill.'nc R^vue qehulleu und begab sich dinn llich Kinlau. — (Pc rsoua lnach richten.) Se. lifc. der Herr Reichslliegsministcr FM^'. Frcih?r o. Kühn Hal einen mcnvöchclülichen U'Iaub ongcticttn, d^i e> aus scinem ,^'andsltze in Puliless^olf zu «erbnngen gede,,f». - Te, ! Err. der Hc:r Mlnisler Dr. U « g e i begib: sich Mille ! di<-fe« Mona!? noch Ostende. — Der Herr Statthalter yon Niederösteireich Irc't). Conrad v. EybeSfeld ist am 6. d, in Wien angclommen. — Vicc-Abmiral Freiherr r>en N lille r s l or f f wird wegen eincS hc>r!näcki^n Kehllopileiseus auf, Anrachen feines klrzle« den Winter in Palermo zubringen und daher den Herienhaus» T ltzuligeu ferne bleiben. Dieser Umstand soll ihn veranlassen, über einige der wichligsten in der nächsten Eeision zur Ber« Handlung lommrndcn vollewiilhschaflllchen Fragen e»n ?lle» moirc zu verrffenillchen, welches er, wie die Blätter belichten, nn die bellen Häuj?r des Ncichsrathes zu oerfen» den beabsichtigt. — Se. Erc. der Herr FMi'. Gras Huyn. Va^dck-Couimandirendcr von Ungarn, ist um 6. d. von Ofen nach Böhmen abgereist. -- lPrallischeUebungen derEisenbahn. corps in der österreichischen Nrmee) Da« l, l. RcichSlllegsmiiNsteiium Hal flinf Eisenbahn Fl-ldabzhrilungen zur plobeweifen Dienstleistung vom 1. Ollober 1872 bis 1. November 1873 errichtet u»d dieselben ten Bahnver» waltungcn gcgen eine VerglNung ang?bo!en. Die Truppe darf jedoch nur zum 5'egen des Oberbaues, zur Bahnhois» einrichlung, zum Bau vun Provlsorien, zur TunnilSlein» sprengung, zu Instlindhallungsarbeiten verwendet werben. Die Vahnvcrwallungen haben bis 15. August sich zu er» llären, ob und auf wie viele Dclachemenl« sie reflection, und behäll sich das s. l. Reichelriegsmiinft^ium die Vnt-scheidung Ubcr diese Offerte vor. — (Erplosion eineS Syphons^) Die Kas« sierin in der Nestauriilion des Südbahnhofes in Wien, Bertha Mallusch, hanlicrle vorgestern mit mehreren Ey> phons, als plötzlich eines derselben explodilte. Olassplitltl welche in das rechte Äu,^e dc« Mädchens drangen, lassen den Verlust der Sehkraft desselbrn besorgen. — (An der Masernepidemie) liegen in Karlstadt 100 Keanse. In pipovcal, agramer Eomilat, ist die Cholera auSgedrochen. — ('üon der Nudolfsb ahn. ) Mit der 3 Gemälden, nebst einer großen Anzahl von Kupferstichen. Tie enthält unler andeien eine seltene Menge ^ von Ncmbrandi's, worunter den ersten Emwurs der „Nacht» ^ ronde" und der ^Crweclung des Lazarus." Für letziere« ^ Bild bot der Kalser von ittutzland vor einigen Jahren 700.000 Franc«. — (Vergnügungsreise um die Welt.) Die Union» und Ccnlral-Pacifit ^ocomonv'ltlsenl'ahn gibt durch dem Fanatismus entgegenarbeiten nnd vcrhütcn, daß die Masse zu poltlischen Partcilwcclen misdrauchl und zu ihrem Nachtheile ausgebeutet werde. Unsere gegenwärtigen i^chrer auf dem Vande ucbürfcn in dieser Hinsicht selbst noch sehr vieler nnd gründlicher snsllärunu; durch ihre politische Halbbildung ucrnis^chcn sie o,l mehr Nachlhcil als Nntzen. indem sie tue Köpfe verwirren und mit falschen Anschauungen erfüllen. Die zweile Richiung der Forlbildung ist die in Bezug auf das Schulwesen, die unser eigentliches Thema bildel. Dieselbe ist auf zweifachem Wcge zu betreiben: als Selbstforlbildung und auf dem Wege der Association. Keiner schließt den andern aus. Wendln wir uns znr Sclbstforlbildnng. Der Abiturient der Lehrerbildungsanstalt ist trotz der bereits milgcmachten plastischen Uebungen noch fein Lehrer. Deswegen lann er eine ^chrerstcllc nur provisorisch ver> sehen unll erst nach einer mindestens zweijährigen Vcr» Wendung int prailischcn Schuldienst sich zu ^chrprüfung lmldcn. Damit will aber nicht gcsagl sein. daß dann der Lehrer seine pralllsche Vildung abgeschlossen habe nnd sich als vollendeten Mister anschcn tonne; — es ist damit nnr die Prüfung seiner Ocsähigung durch «andere abgeschlossen wordcn. Dagegen bleiol dieselbe von da an ihm selbst überlassen. So bilden sein eigeneS Ich und seine Zöglinge die Objecte eines Studiums, zu dem er nur eigene sorg. fällige Veobachlung braucht und bei dem er jcdcs Ouches entralhen lann. AnderS ist es bezüglich der Forlvildung in den Unterrichtsgegenständcn; hier ist tr an die lecture gewiesen. Die erste und nothwendigste pectlire des VehrerS ist das Schulgesetz. — Durch das neue Vollsschulgesth sind die gcsammten Schulvcrhällnisse gründlich geändert worden. Cs ist also llnnmMglict, nolhrendlg, diesen neuen Grund, auf dcm wn unser Ocsammiwiiftit einrichten sollen, in allen scincn Theilln lenücl» zu lernen mid unS mit dclilsllbrn voUlomunn ocrllaul zu machen Dcr Lehrer soll im Geiste deS Schulgcsstzrs sein «int üden; dits tann er doch nur bann, wem, er nicht nnr in den Geist dcs Gesetzes eingedrungen tsl. sondcrli sich auch von demselben hat ^nlchdrmgcn lassen. Sehr an» gczcigt wärcn nach ocm Borgangc in andcien Mündern auch lici uns Borlcsungcn iw:r Schulgesctzi.indc, wäyi-rü» t>cs Schuljahres für die Stadllchrcr und im Foitbil« dungSlUtse für die Vandlehrer. Wie uüumgciliglict) no'h» wendig, insbesondere für den letzteren, dic genaue sscniilnis dcr Vollsschuigesehc sei, geht schon daraus hervor, daß er ost der einzige in der qanzcn Schulgcmeinoc ist, dcr die in den Orlsschulralh ßtwählten Brrlrcler ülier das neue Pollsschulwcscn, insbesondere die Schulaufsicht nnd die M'chlcn des Ollsschnlrathcs aufznllärcn hat. Es ist leider Thatsache, daß in manchen Olimiiidcn bei uns sogar der Obmann sammt dcm Ortisüh,ung auch sichcr an der der Opposition gegcn dieselbe schf'lern, ' wenigstens bezüglich u.'jeles Landes. Sie gabln sich dieser /lnsichl um so lieber hin, da daS neue Schulgesetz d«: Pfiichlcn der Lchrer ocimehrt, tagegen aber hier in Krain bie «uosicht auf die an die Bcrmchsung der Pflichten a.el'!üp,le Berl«ssrlnng der Lage der Lehrer immcr mchr schwingt, wüh>c»b sie in andelen Ländern schon la.".uc durchgcjührl i,t. (öS thäte nun hier Ve-lchrung sehr noih. Im Wege der Gczilleschulrüth« wuidc zwar jedem Lehirl je ein Exemplar der S«bul-gesche und der übligeli Beiordnungen mit slooeniscliem Tcrie zu^emiltell. Allein li>e!c. viellcichl auch die mei-slcn Leh'cr legten diese Geschlfemplalt unallsftl' oder doch unverstanden u<1 »cw und lümmcrlcn sich weiter nichl durum. Der Unterricht ging unacslörl in der bi^. herigcn Wcise foN. — DaS B.1>ulblall Krains glaubt sich durch das Abdrucken dcs Gcs he« seüxr Pfl^l voll-lommi-n enllcdigl zn huben. Z" cmcr cin^ehciite.i Be-hanblmig ,md ^tllülung dce>sclbcn hat weder die Re> dact'on Ze,t, noch daS Älalt Raum gcnug. - Man übcilüht t,icr in Krain allcs zu v>tl tem Amte; zu privater Thätigkeit und Opsclw,ll>gle',t m B^ug cllif ^Schule hat man sich '»och nicht oc,»liegen. Uno wenn lsich auch jemand fände, dcr in diesrr Hlüsicbt rlwaS thun wollte, fo dünlc er es gar nicht, wol dicjeniqen. die nichlS thun wollen, jmcS Recht prüoclupilt haben. (Fortsstzung jol^l.^ 1292 ihre Agenten H. Tatar und Cornp. in London Villets erster Klasse sür eine in 90 Tagen zurückzulegende Reis- um die I Grde zu Dampfer und Eisenbahn, iiber Nordamerika. Japan, » China, Neuseeland, Australien, Ceylon, Indien, Cgypten l und dem Conlinent von Europa uder umgelehcl aus. Ueber l China lostet die Reise 221 Pfund Sterling, über Neusee. 5 land 197 Pfund Sterling. < Locales. ^ — (Ernennung) Das l. t, Oberlandesgericht , in Graz hat Herrn Johann Kuralt zum adjutirten Aus« cultamen für das Herzogtum Krain ernannt. , __ (Aus dem Verein «leben.) Wir haben < gestern die wohlthätige Wnlsamrcit des hiesigen Arbeiter» ! Kranleu« und Invaliden-UnlerstlitzungS-Vereinö in allge- l meinen Umrissen gezeichnet; heule theilen wir mit. welche < Personen und mit welchen Beträgen selbe im abgelau» , fenen Semester unterstützt wurden, u. z. : Schott Ialob, , Echullehrer. sür 21 Wochen mit 102 fl.; Perdan Josef, < MUller, für 8 W. mit 40 fl. ; Zergol Emma. Schneider» ! meistersgattin, f«r 7 N. mit 35 ft.; Veliö I^lob. Tischler, , sür 10 W. mit 50 fl. ; Mislc Josef, Dienstmann. für , 14 W. und 6 Tage mit 78 fl, 50 lr. ; Breslvar Maria, Tabattrasilantin, für 6 W. mit 30 fl.; Raunicher Josef, , Schuhmacher, flir 2 W. und 4 Tage mit 12 fl. 80 tr.; , Majersll Maria, Echuhmachersgatlin. für 3 W. mit 15 fl.; > <^eh Thomas, Tischler, für 1 W. mit 5 fl.; Sterbic Franzisla, Arbeiterin, flir 3 W. mit 15 fl.; Bartoliu Leopold, Arbeiter, für 5 W. mit 25 fl.; Hmic Matthäus, Schuhmacher, für 2 W. mit 10 fl.. 48 lr. ; Kalian Kasper, Schneider, fllr Mcdicamente mit 1 fl. 42 lr ; MagoUö Iel,^. Schneider, füv 2 W. mit 10 fl. ; Bonöar Maria, Ardetterin, für 2 W. mit 9 fl. '20 lr. ; Ceö Maria, Ärd-nerin, für 1 W. mit 5 st, ; Ahaölö Karl, Zlmmermaler, für 2^/, W. mit 12 st.; Sternisa Josef, «lbeiter. für 1 W. mit 5 fl.; Meroar Franz, Hausmeister, für 1 W. mit 5 fl.; Rebesnil CäcMa für 4 Tage mit 3 st. 50 lr; Pogatcj Mari«, Embindunasdeilrag mit 6 fi.; Troutel Maria für 1 W. mit 5 ft. ; Potolar Pcul, Dlenstmann, sür 6 Tüge mit 4 st. 20 lr.; «Aivloviz Karl, Dienstmann, für 1 W.' mit 5 fl.; Budnar Valentin, Dienstmann, für 5 Tage mit 3 fl. 50 lr.; Zadmt Josef. Dienstmann, für 6 Tage mit 4 fl. 20 lr.; Knizel Josef, Dienstmann, für 3 W. mit 15 fl.; Hrcn I?s:f. Conduc-teur, für 1 W. mit 5 st. ; Ruling Karl, für 3 W. mit 15 ft. ; Moönit Franz, Dienstmanu, für 4 Tage mit 2 st. 80 lr.; Kon eu Hälfte des August große Belustigungen in Ez^ne gehen '' »erden. — (Schadenfeuer.) Am 2. d. M. um 2 Uhr i vormittags schlug der BUh in die Keusche des Simon d Uerhoonll in Stovnitz Hs.' Nr. 6, Gemeinde Streine, r Vezirl Stein, und zündete da« mit Stroh gedeckte Ge» ^ ?äude, das sammt Mobilare ein Raub der Flammen wurde. „ Der nicht assecurirte Schade beträgt 300 fl. — Am 1. d. im 11 Uhr nachts ist im Stalle des dem Anton Godec e in Gmajna nächst Obergurk, Vezirl Liltai, eigenthümlich l ingehörigen Hauses Nr. 14 Feuer ausgebrochen. Wohn» und Wirtschaftsgebäude, die Harfe sammt ganzer Fechsung Tamilen ab. Der Schade beträgt 2500 ft., wovon 1700 ft. nersichert waren. , — (Politisch'Oetonomische«.) Im Verlage von Otto Meißner in Hamburg ist erschienen: „Das t Kapital", eine Kritik der polnischen Oelonomie von Karl t Marx/ Ler Versasser behandelt in diesem Werte die po« t litische Oelonomie von einem ganz neuen Gesichtspunkte l aus. Die Oelonomen einerseits haben bisher die Gesetze I dcr kapitalischen Production als ewige, allgemeine Naturgesetze dargestellt, die die Gesellschaft zu allen Zeiten mit ^ unerNttlicher Nothwendigkeit beherrscht haben. Die bishe» ; rigen Socialisten andrerseits wiesen hin auf das durch diesl! Gcsctze noihweno»g erzeugte l^lend der Massen, und ^ appellirten von dicscn Gesetzen an die sittliche Entrüstung , fühlender Herzen. Marx. im Gegensatz gegen beide, ^ weist nach, daß die Gefetze der kapitalistischen Production ^ mit allen ihren Consequenzen, ganz wie die Gesetze der an. tilen und der feudalen Produclionsweise, die adäquate Form einer bestimmten geschichtlichen Entwicklungsphase sind; er erklärt sie daher eiuelseils nach ihrem historischen Ursprung >md deutet anderseits hin auf die ökonomische Umwälzung, die die frei entfaltete tapitalische Production mit Nothwen« ^ digleit aus sich selbst erzeugt. Wie bahnbrechend das < Marr'sche Weil in dieser Rlchlung gewirlt hat, geht wohl am besten darauS hervor, daß nicht nur die starle erste deutsche Auflage bereit« vergriffen, sondern cw^ 'i^- russi. sche Uebersehung in St. Petersburg bereits erschienen und eine französische unter der Presse ist. Die gegenwärtige zweite deulsche Auflage ist vom Verfasser durchgehend revi-dirt in wesentlichen Punlten verbessert und mit vielen neuen Zusätzen versehen wolden. Der Klage wegen Un> Übtlsichlllchleit der langen Kapitel ist durch Eintbeilung in turze Unterabschnitte und Zugabe emes delaillirten Inhalts» Verzeichnisses abgeholfen worden. Abgesehen von seinem theoretischen Inhalt, ist das vorliegende Wert vu,i hoher Wichtigkeit, schon deswegen, weil e« das einzige ist, in dem die Entwickelungsgeschichte der modernen Industrie und der modernen Grundbesitzvelhälmisse seit Anfang des sechszehn, lcn Jahrhunderts in ihren Grundzügen nach den Quellen niedergelegt ist. Die Ausgabe erfolgt in 9 Litserungen ii 10 Silbergroschen und in Zwischenräumen von 2- 3 Wochen. Bestellungen besorgt die Buchhandlung I. von Kleinmayr k F. Bambcrg. (5insttsc,,y!>t. Im „Laibacher Tagblatt" Nr. 172 u°m 30 Juli 1872 hat ein Tnurist eine offene Frage an das radmcnmsdorfei Strähn,-Eoiinl« ^erichtrt: „wie es lam, daß dsisseldc dir iin hcin'ln/n Frühjahlt mit voller Thätigtcit beci«nnc»t Vcrschüucrung der straf;? a»> S«, namcilllich durch Adtraguxss dcr Keusche au der Ztraße nach Scrbach, welche zum „Pctran" fuhrt, uunm.hr fallen aelassen habe", und demerit weiter«, „dasz »u ciucr Zsiipcriodr oou fiinf Monaten leicht Berc,?. geschweige tine armselige tlcine Kruschr abgl'lragen mnrdcu wären." Das Ztraßsn-Ll,mil sieht sich infolge dessen veranlaßt fol« gsnde Rechtfertigung zu geben:____________^^^.___________ Nachdem da? Elraßen-Comiti! auf Ornud mehrmaliger lclitiuueil vom i.'aüb.^an'ichllsse behufs Abtragung der fraglichen 'snsche aus dm» Üandesfonde ciue Subvention vou ^l>s> fl erhal-'u. wurde allsogleich rnit dem Äesitzer der Keusche im gillüchcn Lege die Verhandlung behufs Verlaufes resp. Kaufe« der Keusche »geltltcl. da ull» abir diese glillichcn Verhandlungen zu lcinem tesultate führten und der Besitzer der Keusche zu lcmem Verlause >l bewege» war, so hat da« Slrahen-Eomoö mit Einlage vorn . Februar 187^, Z. 18, bci der l. l. Nezirlshanplmaunschaft R°d-lanusdorf um Einleitung der Erpropriationsverhaudlung äuge? „cht, worüber von Seite der l. l. Bezirlshlluptlnmmschast mit Er-!d,gung vom 25. ss,'!,ruar Ifj72, Z 929. behufs Erhebung und lanst.Uiriliig oc? Tachverhalte« uuo der Nothwcndigllit der Ei-rovriatiun die cominiislunelle Verhandlung auf den 22 Mai ^72 loott Seebach angeordnet wnrde; daß aber bieher in leser Aügelegeühcil »licht« weiter veranlaß« wurde, dafUr lann rdoch der Strasjen-Comil^ leine Verantwortnug treffen, da be« auntcrmafjcn Verhandlungen wegen Efproprialionen in den Wir-ung^lrei« der p^l,tischen Behörden, somit drr l. l. Bezirlshaupt-nanuschaften gehören. Will sonach der Herr Einsender i„ dieser Angelegsnheit twas Näheres elfahren, sc> wolle sich derselbe andernorts an< ragen. Ner Obmann des Straßen Comitö. Neuclle VB Gast ein, 7. August. Zu dem a,tslria.en Diner >at Kaiser Wilhelm außer den Generalen Molllc. M^n« euffel und Schw?initz auch den österreichische M'llistti' iräsidenlen Fürsten Adolph Auelspera. gcladeli. Der Baiser elschicn nach dcm Diner auf dem Aakon, sich ebhaft m>t dem ssürsten AuerSperss unlerlzaltend. O e r l l l, , ?. Allssust. ^änq« der d utschcn Or, nze jtgen Nußland wurde dle Einfuhr und Durchfuhr von ljich aller Raßcn, sowie thierischer Pradutte o^rbolcn. London, 7. Auaust. Ei«, Tclcgramm der ^Time«" meldet, twß il> S. Sebastiano die Vnhaslutia, mchrrrtr lierdächtigcr Personen vorgenommei, worden ist. Der ssünig erschici, voll Zuoelsicht auf der Straße und wurde luf ehrerbietige Weise begrüßt. Telegraphischer Wechseleurs ol^üi 8. August. Papier-Rente «6.15. Silber-Rente 72. !,^ü»sr 5k.iüt5-Aulehel, 103.25. - «ank-Act,,» »5,9, Lr.oil «c en A37.50. - i'ondon IIt>,<:0. — s'.i!»',, 1,)8«5. - « l Viiuz Tunten 5.32'/, — 9inpl,le."l s' or «.85 Anstckommene fremde. Nm 7. August. fll^s»«t. Varon Schweiger, Brünil. keuiier, kack, ^ Ritter v. Nliusonda, Wenio Hauptmann, Penza mit Frau. Do» lenz, Privat, Bernard!, (5anonicus, uUl» Vlillelli, Prirat, Trieft. ^ Äbeles, Handklsni., Her,;l, ^'öwl), Kanflt, »,,d ssrau Köhler. Kaufmanns - Gattin , Wen. Äfrii init Frau, Zara. ^ Dr. Petrovic, Kroatien. - Kri^aj, Dechant, Stein. «e«««, N «^«. Pierfrldrr, Krritscbinq und Mayer, Kaufleute, Wien. — M, Kfm.. Nlirnbrrc,. - Kober. Fabrilant. Wien. — Dr. Porente. Tricst. — Reinliard. Wien. - Pavesch, l!andes-Lultur.Inspeclor, Zara. - Iallit, Kfui., Pilsen. — Vonetti, Privat, Fiume. »«»«»> W',,^«»,»«. Dr. Celeslin, Rußland. «l»l»»l««'«,«^ >«ns. Baqurtta, Frankreich 'Mslslity.slimschp ^l'ttlilissl'll^lil'l» in Laillach. «il Mg 72s>7« -<-1«,a SW. mUßig f. gan, bew. ..^ «. -> , um 3' unter dem Normale. «'ra!,t:,wr»lick,r Nedasteur: Inn°» v. K l e, u m ° n r. 5' 'rllM ^sllNt Wie... 7. Auqust. Es fchltc auch h'Ute uicht °n Effecten welche 'bre Eurse erhöhten und zwar gehörten dieselben sehr verschiedenen Kategorie» an. wie die« z V a»S ^..llNll rUlyI. d,, Nclieuemanderslellung von Mällerbanl, Äaulueren, und lst. Doch lauu mau mcht sagen, daf, der Tag der Hausftpartei geHärte, deuu es w°r " d<.'2(Utcude Rcül.sirungen zu vollziehen und nur unter ziemlich start u Schwantuugen erhielten sich o,e «tursc ,m groben Durchschnitt aus gestriger Höhe. "^ ' A. N»sae»n«tn« Gtaa< cklild Mr IW si. «inheitlisl!!- Staatsschuld zu 5 p«t.-in Noten r?rnn«' Mai-Naoembir 6'i20 66 30 _ ^ ^ sseornur-Au«usi ««.20 56 w» . Gilber ^ Iiinner-Iuli 7215 72,25 " ^ „ Apr,!-Oct^ss 72-.>5 72.75 L«', » <» I^i> ... ^42.50 84^ 50 ' " 185^ <4'/«) >" 2'.0 st. 94.. 94 50 " I860 N> 500 st- - - 103 70 103 90 " ' I860 zu N>0 si. . . 126 - 127.-I !. ,864 zu 10U fi. - 145 25 145.50 «"t«at«'-D°mäueu-Ps°n°z,riest j" 120 fl ö W. i'-l Silber . . »17. - 117.50 «- ^r:.ntfntlastunas Vbliga^onrn, stiir 100 s!. »'l" ^«ar. «Uhmln ;::5si^t 96 75 97.25 . !>5— ?b.5^> ^n-0«ft»«,ch . , „ 5 „ 9350 94 -Siebendür«^ . ^ 0 ., 8<> 50 «1 — «^tc'.cr^^ . Zi 91 5<1 92 50 llngaru .... " 5 ^ hi i!0 82.- ^'. Ande» e öffentliche Anlehen Tonllurcgulnungelolc z» 5 pi) yr. «lü< 10h.- 108 25 W«Ver «ommun°!°"lthtu. rück' <»elb ^n»« > zahlbar b p?, 'Hsti»«! Vvn ^ranspvrtn,,ter»««y. .nnngen Gell, Waare Alfllld-Fiumaner Bahu , . '.80 50 181.— Vöhm, Wcjlbahn.....253.-255- «larl-Ludwiy-Vahn.....245— 24550 Donau-Dampfschiffs. OeseÜsch. . 620.- 622— Elisabüch-Nestbahn. ... 252— 25250 Elisabrth-Westbahn (Lmz-Vul>, weiser Strecke).....220.— —.— sserdlnaudstNardbahn . . . 2090—2095 — Anfln.chn-Varfser-H^l' 184— 185 — ssril.-.-ssosrvllS'Vatm . 219— 21950 z.'emb:'.l,-«,„,..,Icffyf?,V»br! , IK5— 1«5 50 iflcdd. öfterr....... 500.— 502 - Oesterr. Nordwtflbahn . . . 219 75 22. ^f^lldbriese (filr U)0 fi.) ! ^llg. öft «ol>.n-i »erz. 102 75 103 25 .iran'/Hcstyhs.'V'chli .... 101 25 101 50 ".4liri<».'ndtr V>,. ^.«'r>,.!.«N, 104,— 104.50 Otftl7?> K,f-bu>i?i'<,^ . 100.50 100.70 ! . . ^ sel^ Vaa,e siebend. Val,n »n Bild« 0«,. . 9,75 922b St»a,eb.<».3'/. ,5.00Fr.«I,Vm, 129- ,30 -Vlldb.O. 3".. i 500 ssrc. pr. StU«, , ,4 - 1,45(1 z^b-G.i.200fl.,5'',s..r100fl. 95 75 96.-sädb.-Von« 6", (1870 -7ä) i> 500 FrcS pr. «tilck . 220 - 221 -Ung. Ostbohn stir 100 fl, . ^2.20 tt2 3C ». Privallose M, l(X' sl. detto 93 10 !'3 20 Hamburg, für ><>> Mar? Vanco 81 30 «l 30 London, für 10 Pfund Stirling 110.50 110 60 Pari«, sür IN Frans«, . . . 42 90 43- ». VtUnz-Ducat«. . 5 fi. 31 ^. 5 N. »2 lr. Napoltonsd'or . . 8 .. 84 » 8 „ 84j ^ Preutz. «lassenschtine 1 .. 64j .. 1 « 65 «, sill-li . 10» ^ 60 . 108 ^ 75 - Krainischl Äcundentlaßung« «Obli«,°tionen, Pri« ,e,.,'.?kr5„2: »b.7b «R? ^ »6 ««-re.