dNZCLPBEIS: wochentagt 10 Rpl _ Samstag-SoDDtag 15 Rpl snutburgtt Leitung A in 111 c h e t Organ de Steirischen Heimatbundes Verlag ind Schriftlcitung: Marbnrg tui, Drtii, Badfttst Nr, Fernnif; 25-67, Erscheint werktäglich als Morgenzeitung. Bezugspreis (im voraus zahlbar) mo-35-60. Ab 18J0 Ukr l*t dif Sckriftieltuni onr ««f Perainf Nr. 28-67 oatlich RM 2.10 einschl. 19,8 Rpf. Postzeitungsgebühr; bei Lieferung itn Streiferreichbar. — UHvtrlaBffte ZotchriftMi werden nicht rOckgesendt — Bei band zuzügl. Porto; bei Abholen in der Qeschältsstelle RM 2—. Aitreich durch AnfrafMD Ist dae Rfldcf»orto beltitlaCM* —' Pottscb^konto Wiei Nr. 54.608 Post monati. RM 2,10 einschl. 19.8 Rpf. Postzeitungsgebühr u. 36 Rpf. Zustellgebühr 3*r,i5 !niar6ur8>S>rau, Sreitag, 15.3anuar 1943 83.3a]5raang 4^ M m ^ ••ff ^ M .«e _ _ ä - -« - ed - Stark« telndlicha Infaitlaria* und PanxarkrVfte In heldenhaften schweren Kämpfen Im Raum von Stalingrad abgewehrt Die grosse Lehre von Lippe Von Ouuldltcr Dr. Alfred Meyer, Münster Westl. FlUiMrhMiptau4Mrtier, Januar Dm Obericommaiulo Iens, Mlhal Antonescu, König Boris von Bulgarien, der bulgarische Ministerpräsident und Außenminister Flloff, der slowakische Staatspräsident Tiao, der slowakische Ministerpräsident und Außenminister Tuka sowie die in Berlin akkreditierten diplomatischen Vertreter von Bulgarien, Slowakei, Rumänien, Dänemark und Thalland. Ferner überbrachte der in Berlin der Schwedlachen Gesandtschaft zugeteilte MlH-tMrattachee Oberst Juhlln-Dannfeldt die Wünsche sämtlicher ausländischer Militärat-tpchees. dae BtedtgeUet und die Warften von Bunderland an. Auegedehnte Brände wurden beobachtet fMliU lalthlmpte nOrdlldi des linim-Sees IM. Luftsiag HaupUeann Philipps Berlin, 14. Januar In den heutigen Vormittagsstunden kam es aördlicb des Iimaa-Sees «u heftigen Luft-kämpfen deutscher Jagdstaffeln mit zahlen-tnäfllg etafken sowjetlichen Luftstreitkräften. D^ei erzielte Hauptmann Philipp, Träger des Eichenlaubes mit Schwertern, innerhalb kürzester Zelt einen zweifachen Abschuß und erreichte damit, nachdem er bekanntlich vorgestern sieben und gestern rwel Abschüsse errang, die stolze Zahl von 150 Luftsiegen. Die Angriffsabsichten der sowjetischen Tifif-fliegerverb&nde vmrden auch diesmal durch die schlagartige Abwehr zum Scheitern gebracht. DqcIh und Hafen von Sunderland bombardiert Der bereits gemeldete Angriff schwerer deutscher Kampfflugzeuge gegen die Docks und Hafenanlagen von Sunderland an der britischen Ostküste dauerte etwa eine halbe Stunde. Ungeachtet der zahlreichen Ballonsperren und dee starken Abwehrfeuers' der britischen Flakartillerie drangen unsere Flieger bis über das Stadtgebiet von Sunderland vor und warfen bei guter Erdsicht ihre Bombenlasten in die ausgedehnten Anlagen dieses wichtigen britischen Schiffbauzentrums. Dia Hafenainrichtungen wurden schwer ge- Der Wahlsieg der NSDA!^ am 15. Januar |1933. dessen zeliiijälirigen Jahrcblag w r l'.eute l^cgehen, ist als ein Meilenstein aiii |dcni Wege des Kampfes um die Macht in troffen. Sämtliche an dleEem Angriff betei- (iescliichte eiiigegadgen. Der für Jie ligten deutschen Flugzeuge kehrten zurück. |bJltwickiuiiy: im Rcicli /uiiäclist un-„ , X . Ibedeutend erbcheinende Walil.sicu vom 1jii|.i' Volltreffer in ein Munitionslager in Tunesien ist desliali) zu einem Siegesfanai fiir dio Bei An^jriHen deutscher Tiefflieger gegp" iNSHAF'. gew(jicici. weil ilmi vicrzelm T .c den feindlichen Kolonnenverkehr an der tu- später die Miiciilithcrnaiimc ini U'cicli i(' 'Tt nesischen Front am 13. Jaiiuar wurden 18 j Wie war das iiiöglicli. und wc lialh nicKto mit Kriegsmaterial beladane Krällfahrzeuge der \\ aliikanipf um l.iiipe iti das K'anui i des Feindes vernichtet. Eine beträchtliche der Wcliöffcniliclilvcit? nies«? I'ra'.ie iie.iiii Anzahl weiterer Lastwagen blieb infoige er- vvorten, iicilU /.n's'lfioli l'aralielen / slion /ti littenei Beschädigungen «n den StraßenrÜn-^,i.-r liputiivg,, damals wii- dem liegen. BombenvolitreffGr vernichteten ^ jig Kaiitpfiiontcn und die (jc'.;Mcr d e ein feindliches Munitionslager, das unter hei- gjeiclien. (iegiMi uns. v'cgen da^ dent die \V:'k stand damals und stellt lieiitc da>< inlf n tionale Judentum, vereint mit P'Ut(iipisclicii Wa'ii-kampf als Schwäche aus. Sie erreichten da« Gegenteil von dem, was sie beabsichtigten; Wie ein elektrischer l'unke zündete die Ankündigung der Versai^nndungslawine in dc'i llerzen aller Parteigenossen. Lin unliänd üt'> Vertrauen, ein fanatischer Wille heseeite alle. Hie Milden wurden wach und die Lauen aufgerüttelt. Da gab es kein Wenn und Abei inelir, da gab es nur noch ein gläubi?es Vertrauen in die Kraft der Idee, h'iin allgemeiner, von gläubiger Zuversiclit getragener Wettelfer setzte ein. von dem alle, oh .Mann oder h'rau, Junge oder Mädel, eriaüt und mitgerissen wurden. Jeder wnilte, jetzt gelil es ums Ganze. Der eisenliarte Wille zum S'ce war sn stark, daß man mit ilim Berge versetzen konnte Und das war entscheidend Ii: diesen Tagen wuchs die Bewsiiing über sich selbst liinijus. Was in dieser Zeit von den Parteigenossen. SA.- und Manern und dw'r Hitlerjugend Kelei>let wurde. daS war stärkster kämpferischer Linsatz. ausge-'öst durch gläubigen Fanatismus und den unbeirrbaren Willen zum Sieg! Hurcli diesen siegent .chlo^i;-'^ neu. kr.iitvol- Nummer 45 »MarburRcr Zeltung« 15. Januar 1943 Lfljrrn der Qcffner Tatsachen gegentihcfBe-stellt. die be^'icüen, daß die Bc>x'egung noch nie so stark und schlagkräftig ßcwescn war wie im Wahlkampf am Die Kraft der Idee entfaltete sich mit ihrer sanzen Dynamik. Aus ihr wuchs am 15. Januar 1933 der Sieg von Lippe, dem nach vierzehn Tagen die Machtübernahme im Reiche folgte. Ps hatte sich gelohnt, daß der Kampf im fanatischen Olauben an den Sieg und rnil aller Entschlossenheit durchgeführt wurde f>er Führer hatte rccht behalten, als tr erklärte: Und wenn die Oegner sagen, die Bewegung gehe zurück, dann sage ich: Die Welle kommt wieder! — Zehn Jahre sind seit jenem denkwürdigen Wahlsieg vergangen — Jahre des stolzesten Aufbaues, Jahre, in denen Geschichte geschrieben wurde. Unsere Oegner aber haben nicht geruht Der deutsche Sozialismus war ihnen ein Dorn im Auge, und die Aufwärts-entwcklung unter der Führung Adolfs Hitler^ die als einmalige geschichtliche Leistungen für immer mit dem Namen des Führers verbunden bleiben, ließ unsere Feinde vor Neid erWassen. Das Judentum suchte den Krieg, um Deutschland wieder auf die Knie zu zuinjen. Fs fand willige Helfer in Churchill, Roosevelt, Stalin und den anderen Kriegs-i.etzern. Sie brachen aus nichtigsten Gründen diesen Krieg weltweiten Ausmaßes gegen das deutsche Volk vom Zaun. Ihre Hoffnung aber, den Krieg durch die Blockadc oder durch den inneren Zerfall im deutschen VoJ^e gewinnen zu können, haben sie begraben müssen, genau wie es unsere imierp^itischen Gegner vor »ehn Jahren mußten. In einzigartigen Siegen gab ihnen die nationalsozialistische Wehrmacht unter der genialen Führung Adolf Hitlers die Antwort. Heute klammern sich rnisere Feind« v.teder an Lügen und Verleumdungen, .sie CS damals vor zehn Jahren im hincrB «f-tan haben. Aber heute wie damals täuschen .sie sich, indem sie die Kraft Deutschlands und seiner Verbündeten unterschätzte« So lehrt uns der Wahlsieg von Lippe, daß nir alles erreichen können, wenn vir E'äu-big und vertrauensvoll dem Führer folgen, icbrt uns, daß wir den Sieg erringen, A-enn v.ir die volle Kraft, den äußersten Willen zum Finsatz und zum Opfer entfalten. Qenao wSe damals die Bewegung, die durch ilire irüheren Wahlsiege bereits die Varausset-yungen für die Erringung des Endsieges geschaffen hatte, dieses Ziel erreichen mußte imd erreicht hat. genau so hat nrtsere Wehr-niacht durch ihre cmmaMgefi geschichtlichen ^jege schon heute die Voraussetzungen iür den Endsieg geschaffen. Der Geist, der vor zehn Jahren eine ver-hältni:#näßig kleine Zahl aktiver Nationalsozialisten zur höchsten Kraftanstrenguug hefäbigte, ist heute der Geist des ganzen deutschen Volkes. Damals wie heute ist uns der Führer Garant des Sieges. Unsere Kampfparole von damals wie lieute heißt; Alles für Deutschland, alles für den Führer! Anlbaa einer starken Redifspllefle Berlin, 14. Januar Im RaJimen der kriegs- und wehrwirt' achafUiclien Vorü-agareüie der Verwaltunga-akademie hielt Staatseekretär Dr. Rothenberger am 12. Januar einen Vortrag über clen /Aufbau einer atarken Rechtspflege«. Er führte dabei u. a. aua: Die Gründe für die überwundene: Justizkrisö sind im wesentlichen in dem im deutschen Volk besonder« stark außgepräfften Recbtagefühl zu «uchcn. Unser Volk erträgt die größten Entbehrungen, wenn eina gewährleistet iat: gleiche Behandlung aller. Nur ein Staat, der sich auf die äußere Macht stützt, fürchtet einen starken Richter. Das Strafrecht dient heute der Featigung der Heimatfront durch eine .ili dieaero Monat«. Di60e aiifftratiache Kritik aoU ana<^iinend asum Auadruck bringen, datt das aii^ebliche »Aufhalten« der Japaner nach auatralischer Ansieht nur eine Sache d®r Zeit «ei, und es besser wäre, schert, und nicht erst später, zum Gegenstoß auszuholen. Die australische Unsicherheit, die in dieser Pressestimme «Ich ausdrückt, wird gerade jetzt noch augenst^etnlicher durch die Japanische Kräfteanhftufung um Neu-Guinea, die nach englischen Meldungen aus Australien dort große Nervosität hervorgerufen hat, vor allem, weil nnan anscheinend bezweifelt, daß die Amerikaner In der Lagre «hid, neue Seestreitkräfte in den Kampf au werfen. Die USA-Flotte befinde 'sich, wie weiter berichtet wird, bei den Salomonen und vom Schauplatz der jetzigen Elreigniase wett entfernt. In London erwartet man dagegen zuvct-Bichtlich einen Eitisatz von USA-Seestreitkräften und infolgedessen größere Flottenkämpfe. Die Meinungen über die Absichten der Japaner sind geteilt Man hält es für m{%lich, daß die Anaamnüung japanischer Bchiffseinheiten sowohl gegen die Salomonen als au(^ g^en Neu-Guinea gerichtet sei. Siiimde Erfolge der lammer In mneldiina Tokio, 14. Januar Aus dem japanischen Hauptquartier wird bekannt gegebiMi, daß die japanische Armee In Mittelchlna bis Ende Dezember chinesische Streitkräfte in Stärke von 15 000 Mann, die unter General Ling Sin Yen, dem Oberbefehlshaber des eütstigen Kampfabschnittes stehen, in den nördlichen Teilen der mittelchinesischen Provinz imizingelt und dabei folgende glänzende Resultate erzielt hat: Die Japaner haben auf den Schlachtfcldcm 6500 Chinessn von den Japanern gef«nfeai;tsnn men wurden, Bs Mrurde®! anBordem neun Geschütze, 45 MaschinenjfSfWdire, 2400 Gewehre erbeutet. Di« VsrStiaia der Jspaner belaufen sicli auf 90 Miaim. Im Jahre 1M2 ersteltsii Japanisdi« Yrvp-penteile in den SiubernngsalrtioiMsi in den nördlichen Teilen «ler beiden mttteldiiiMal-sehen Provüwm Baagsi waA M- gqode ErDoilge: Ib. 84» Gefedrten g9gm «inen etsira WO 000 KEsan starken Feind wurden 7992 GfeÄIlene fealir^«Qt, 963 Geiuigens gnma^. OOM Gewehre, 30 MaiwAinsi^eiPehrs, drei MSnen-weriPer und anderes Krief«in«terial iwifde erbeutet Japan vertMet den Ninw-floof Durch Verfüfifung der Behörden wird ab sofort jede Musik nordamerikanischier und englischer Herkunft aus dem Japanischen Musikleben verschwinden. Daa Hanptgewicht wird dabei anf Beseitigtingr der Nfgger-Maslk gelegt. Dai Informationabliro. der R^gt^rung veröffenUichte glelchaeitig eine Ldste derjenigen nordamerikanischen tmd englischen Schallplatten, die künftig vert»ten sind. Sie umfaßt etwa 1000 verscbiedeoe Platten. Die Polizeibehörden Im ganzen I^ande erhielten entii^rechende Anweisungen. Diese Platten müssen auch aus dem Privatbesitz abfifelie-fert werden. An ausländiachen Platten sind künftighin nur noch deutsche und italienische verfügbar. 50000 Man Tsdmflkioi-TnpieR anlprielien Tokio, 14. Jamiar Das kaiserliche Hauptquartier gibt bekannt, daß japanische Truppen in Mittelchina seit Ende Dezember im Gebiet von Tapieh ungefähr 50 ODO Mann der Tschungking-Armee unter dem Kommando des Generals Litsungjen eingeschlossen und größtenteils aufgerieben hätten. De Gailles uid Girauds Weg in die Wiste Die Verrälergenertle werden überflüsfig - Verwaltung der französischen Besitzungen durch London und Washington propagiert Genf, 14. Januar Um mit dem Hm und Her der verschiedenen Verraterclitpicn in Nordafrika, das zu den bekannten Mißhelligkeiten und Vorwürfen /wischen Engländern und Yankees geführt hat, zti einem Ende zu kommen, mdcht Vernon Bartiett in der „News Chronicle" einen für die britische Denkart sehr bezeichnenden Vorschlag. Er rät, London und Washington sollten die französischen Besitzungen in eigene Verwaltung nehmen, da sich die verschiedenen französischen Gruppen nicht einigen könnten. Man will also das Mäntelchen fallen lassen, mit dem die imperialistischen Absichten der plutokratischen Räuber bisher verborgen werden sollten. Ob Vernon Burtlett glaubt, dadurch einen größeren Anteil an dem französischen Besitz für England reiten KU können? Denn selbstverständlich steckt hinter seinem Vorschlag nur die Angst, die USA könnten sich einen allzu großen Gewinn einverleiben. Im einzelnen führt Bartiett aus: Solang® der Eindruck vorherrsche, Giraud sei der amerikanische uind de Gaulle der britische Mann, sei keine Lösung des Problems in Nordafrika möglich. In diesem Zusammenhang müsse betont werden, daß Whotehall den vichyfeindlichen Franzosen keine Ambitionen auf politischem Gebiet gestattet habe. Niemals sei es die Absicht Großbritanniens gewesen, eine französische Regierung unter de Gaulle zu schaffen. De Gaulle stehe in England in hohem Ansehen, versichert Bartiett, weil er sich dem Empire angeschlossen habe, als dieses nocii allein im Kampf stand. Man sei auch der großen Risiken eingedenk, die Genßral Giraud auf sich nahm. Die vichyfeindlichen Franzowcn seien verstimmt gewesen, daß ihnen britischerseits kein politischer Einfluß zugebilligt ward«. Nach Vernon Bartiett könnten nur drei fiaoxosen dia Puhrong beansprucbAii« näm- lich Leörun als letzter Präsident der Republik, Jeannene als Präsident des Senats oder Herriol als Präsident der Deputiertenkammer, doch sei keiner dieser drei augeniblicklich verfügbar. Man muß abwarten, ob maßgebende Londoner Kreise hinter dem Vorschlag in der „News Chronicle" stehen. Jedenfalls erfüllt sich auch hier wieder einmal das Verräterschicksal. Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen... Marokkanische Bevölksning vor dem USA-Kriegswagen Der Versuch der Nordamerikaner, io Fran-zösisch-Marokko eine marokkanische Armee zu bilden, stößt nicht mir au# den Widerstand der Bevölkerung des Landes, sondern auch der Sultan von Marokko und der Pascha von Marakesch, El GVaoui, sind entschlossen, keinen Blutstropfen ihres Landes für die englisch-amerikan^hKAen Kriegsziele zu geben, umsomehr, da diese Ziele sich mit den Zielen der Juden so eng decken. Die wenigen hundert Fröiwilligen, die si^ zu dem sogenannten „afrikanischen Freikorps" gemeldet haben, bestehen fast ausschließlidh aus dem Abschaum von Menschenmaterial, das sich aus der ganzen Welt in Marokko angesammelt hat „Verlahrene Lage" in Nordafrika In einem Leitartikel der „Nerw York Herald Tribüne" heißt es: Die 2^it ist geikommwi, wo unbedingt ein frischer Wind in die verfahrene Lage in Nordaixika wehen muß. Geheimnisvoller Argwohn und Verwirrung machen die Lage der Dinge noch zwiespalti^r. Seit der Lamkmg im November hat e« keine wirklich offene und verständliche MeWong aus Nordafrika gegeben. Es bleibt die rm-vermeidliche Schlußfolgemnig, daß alle Ereignisse aus hauptsächlich polititcben Gründen kontrolliert und geschickt vertuscht werden." liehen chinesischen Eigentümer statt. Von den 140 seit Ausbruch dea chinesischen Zwischenfalls im Nanking-Schanghaier ücbict 1937 bcschlaßnahmten größeren Fabriken wufdcn damit bisher insgesamt 104 zurück* gegeben. Mit der Rückgabe der übrigen 36 wird, wie Domei weiter berichtet, in Kürze begonnen. * ' . >Mit dem Kriegseintritt der chinesischen Nationalregierung werden zweifellos die Aufgaben Nordchinas wichtiger denn je«, schreibt »Osaka Asahi Schimbun« in einem Leitarh-kel. Chinas Wirtschaftskraft werde in' dem gegenwärtigen Kampf an Wichtigkeit zunehmen und die Nationalregierung werde sicherlich ihre Anstrengungen zur Vcrstärküng der Wirtschaft noch verdoppeln. Folgende Maßnahmen würden u. a. zu erwarten sein: Neuordnung und durchgreifendere Kontrolle verschiedener staatlicher Unternehmungen, Zusammenschluß von Konzernen Stärkung der Finanzkraft durch erhöhte Proiluktion und Vcrbrauchsleitun^, genauere Steuerkontrolle, Regelung des Geldumlaufs und Trennung der zentralen und Örtlichen Finanzen. Femer werde die Nanking-Regienmg gleichzeitig unzweifelhaft Projekte wie die Rückkäufe vom Militär geleiteter Fabriken sowie Verschmelzungen chinesisch-japani-scher Untemehmungeii beschleunigen. iMlintaclffr vmiclt Iii lüB Raamiioin ia Clin Rom, 14. Janüai Amtlich wird mitgeteHt: Die italienische Regierung hat am 11. Januar der nattonalchi-nesischen Regierung die Mitteilung ztikom-men lassen, daß sie «treu der Politik der Freundschaft vttd der Verständigung die bereits ihren Ausdritck im Artikel 2 des prlH-nrinaren Fremidschafts- und Handelsvertrages vom 27. November 1928 fand, tttf alle Konzessionen and exterritorialen Rechte der ita- • lienischen Staatsangehörigen iii China zu vet^icfaten. Die italienische Regierung ist überzeugt, daß dieser Entschluß die Bande der Zusammenarljeit, die bereits die beiden Länder einigen «iid die Bezieluingen twi-schen Italien nnd National-China zum gegen-seifigen Vorteil im Geiste der freundschaftlichen Solidarität weiter stärken wird. Die italienische Regierung begrüßt es besonders, daß diese ihre freundschaftliche Initiative mit dem Tag zusammenfäHt, an dem das nationale Cmna unter Führung des Präsidenten Wangtschifigwei sich an die Seite des Japanischen Reiches wid der AchsenmUchte in den Kampf gegen den gfcmeinsamen Feind stellt. üdMiMr Slaiiavi ia TMito Toldo, M, Januar . Der geheime Staatsrat trat Afittwoch vormittag im kaiserlichen PaHwt zusammen, um, wie es in der offiziellen Verlaubarung heißt, über »dringende Maßnahmenc zu beraten, die ihm von Seiten des Kabinett» unterbreitet worden waren. Ministerpräsident Tojo Mb zu dieser Regierungsvorlage eingehende Erklärungen ab. Später erschien auch der Tenno, in dessen Gegenwart alsdann die Vorlage gebilligt wurde. Tojo selbst hatte in seiner Amtswohnung zahlreiche Besprechungen unter anderen mit dem Aiinister für Großostasien Aoki, Innenminister Yuzawa, Kulturminister Hashida, dem Präsidenten der Bank vonja-pa» Yuki und dem früheren Landwirt.scliafts-minister und jetzigen Präsidenten des japani-sd^ Landwirtschaftsverbandes Graf Ishi-guro. Per invallsdR PiaaRiailnisler ] iaHiirllB Berlin, 14, Januar Einer Cinladunc des Reichsministers der Finanzen Grafen Schwerin von Krosigk folgend, traf am Donnerstarvor mittag der kroatische Finanzminister Dr. Vladimir Ko-scliak zu einem mehrtägigen Besuch in der Reichshauptstadt ein. Zu seinem Empfang hatten sich auf dem mit den kroatischen und deutschen Fahnen festlich areschiiiückten Bahnhof Friedrlchstraße Reich-sministcr Graf Schwerin von Krosigk und Staatssekretär Reinhardt eingefunden. Aus Anlaß des Besuches des kroatischen Finanzministers in der Keichshauptstadt fand am Donnerstagabend im Hotel »Kaiscr-hof« ein Empfang statt, auf dem nach einer Ansprache des Reichsfinanzministers. Graf Schwerin von Krosigk der kroatische Finanz-minister Dr. Kosak seiner stolzen Freude darüber Ausdruck gab, daß Kroatien seine historische Mission in der Verteidigung der europäischen Ethik als Mitglied der neuen europäischen Gemeinsdiaft erfüllen kann. Reichstagssltzung In Tolflo am 31. Januar. Am 21. Januar wird der japanisclie Reichstag zu einer Sitzung zur Besprechung zusammentreten. Die Malaria wütet 1o Indien. Aus Indien wird bekannt, daß über eine Million Inder an der Malaria gestorben sind. Die Engländer hat>en allen Chininvorräte Indiens konfisziert, worüber die indische Bevölkerung mit Recht empört sei. nrnck Md Verlit: Marburter Verlass- und Druckerei« Oes. m. b. H. — VerlaKsleltuns; Eson Baumzartner: Haoi>(£chriftMter: Anton Qerschack. alle Io Marburr _». d. Dran. Badgasse 6_ Znr Zell fdr Anzeleea die Preisliste Nr, 2 vom 1. JutI 1943 Cfiltiz. Ausfall der Lleferuni; des Blattei bei hOherer Qevait oder Betrlebsstöruns ribt keinen Ansorucb ad Sfldcaahliiaf dt Baustitldai i>lttmner V5 »Marbürger Zeitung« 15. Januar 1943 Seffe 3 Mu Stheetkeit jtes WiiUeu Eigmart dm$ WlntarkrtogM — Das daiitseha Oithaar kannt dia Anfordetungan und ■adingungan — Was dIa Erfahrung lahrta — Kampf in Eis und Schnae Von Major L O. von Wldekind, Oberkommando des Heeres Der Soldat muß die tausend kleinen Kniffe kennen, um Kälte, Schnee und Wind m^t einfachen Mitteln zu überwinden. Die Erscheinungen des Winters, wie wir *1« In Deutschland kennen, nämlich Kälte und Schnee, sind im Osten teilweise ins Unermeßliche gestei^rerti Schon im Oktober kann eine unerbittliche Kälte eintreten, die weit das bei uns gewohnte Maß Ubersteigt und im Laufe des Winter« 40 bis 50 Grad Kälte erreicht. Diese Kälte ist bei geeigneter A-usrilstung noch zu ertragen; unangenehm wird sie erst, wenn scharfer Wind hinzukommt, der durch alle WärmehlUlen hindurchgeht. Anderthalb Mel«r Scdinee Die Höhe der Schneedecke nimmt von Süden nach Norden zu. Während sie beispielsweise in der Ukraine nicht einmal einen halben Meter beträgt, sind in Nordrußland ein bis eineinhalb Meter Schneehöhe die Regel. Al>er auch hier kann der Wind äußerst unliebsame Überraschungen bringen und den Schnee zu zwei bis drei Meter hoh^n Wällen auftürmen. Dann stockt jeder Verkehr, Stra-.ßen und Wege müssen geräumt werden, und mir Schi, Schneereifen und ganz leichte Schlitten gestatten eine Bewegung im "Gelände. Auch die Tage werden im Laufe des Winters erheblich kürzer. Früh wird es dunkel und spät geht die Sonne auf. So entstehen günstige Gelegenheiten .für den Gegner, unbemerkt durch unsere Linie zu sickern und .plötzlich weit in unserem Rücken aufzutauchen. MaBnaluiMii geiTAn Erfrierungen Eine alte Soldatenweisheit, die schon ihre Richtigkeit hat, sagt: »Beim Kommiß klappt nur, was vorher geübt ist«. Der Soldat muß für den Winterkrieg üben. Als erstes muß er sich gegen dfce Kälte schützen können. Jeder Mensch weiß, daß man besonders bei nassem, kaltem Schnee an den Füßen zuerst friert. Deshalb ist sachgemäßes Anpassen und Behandeln der Stiefel, gute Fußpflege sowie Kenntnis aller Hilfsmittel zum Kälteschutz der Füße, wie Fußlappen, Verwendung von Zeitungspapier, "Überschuhen, Strohschuhen usw., eine der ersten Maßnahmen im Kampf gegen die Kälte. Desgleichen muß der Soldat wissen, wie er das Gesicht, besonders Nase, Ohren, Wangen, wie er die Hände und besonders empfindliche Körperteile, wie Nieren und Magengegend, gegen die Kälte zu schützen hat. Außer diesen vorbeugenden Maßnahmen gegen Kälteschäden Ist aber von Wichtigkeit zu wissen, wie man Erfrierungen bei sich oder bei seinen Kameraden rasch behandelt. Die Ernährung«- und Unterkunftsfrage Bei den großen Anstrengungen im Winter ist eine kräftige, zweckmäßige Ernährung erforderlich. Oft kann aber die Feldküche nicht mitgenommen werden, und der Soldat muß, auf sich allein gestellt, seine Verpflegung selbst zubereiten. Da gilt es Erfahrungen und bewährte Kochrezepte. Stehen keine Spirituskocher oder ähnliches zur Verfügung, so muß ein Holzfeuer entfacht werden. Dies soll zwar möglichst, viel Wärme geben, aber sich dem Feind nicht durch Rauch oder Feuerschein verraten. Wie schafft sich der Soldat nun nach langem Marsch oder Kampf ein Nachtquartier, wenn keine Siedlung in der Nähe ist oder die Lage zum Nächtigen auf dem Gefechtsfeld zwingt? Hier gilt es zu lernen, sich In den Schnee einzuwühlen, der viel besseren Wind-und Wärmeachutz gibt, als der Laie glaubt. Der Soldat muß verstehen sich aus Schnee-ailegeln, Ästen, Reisig, Schi und Zeltbahnen ein einfaches Biwack selber zu bauen, das er mit Holzfeuer, Spirituskochern und ähnlichem' erwärmt. Weiter rückwärts können richtige Bauten aufgeführt werden. ' Kamerad Sehl Das Gehen im hohen Schnee ist äußerst mühsam, oft stellt es nur ein Vorwärtswühlen dar. Wie leicht gleiten dagegen die Schier über den Schnee. Aber auch das Schilaufen will gelernt sein. Man darf sich keiner Täuschung hingeben, daß auch zum Laufen im Flachland viel Übung und vor allen Dingen viel Ausdauer gehört. Den Schilauf erlernen kann jeder schnell, aber auf weiten, oft endlosen Flächen und bei hohem Pulverschnee große Strecken schnell überwinden können, wie es ein Spähtruppunternehmen verlangt, dazu gehört eisernes Training. Jeder Spähtruppmann und jeder Melder und erst recht jeder Führer muß aber auch das Zurechtfinden im Schneegelände beherrschen. Immftr schußbereit Gekämpft wird im Winter genau so wie im Sommer, aber alles ist schwieriger, langwieriger und mühsamer. Angriffssprünge sind im tiefen Schnee oft genau so unmöglich wie der Nahkampt Mann gegen Mann. Die Feuerwaffe gewinnt vermehrt an Bedeutung. Aber dazu müssen die Waffen auch bei jeder Kälte schußbereit sein. Leichte Waffen in Stellung zu bringen, erfordert viel Geschick. Die Hauptsorge ist, daß sie beim Schießen nicht im Schnee versinken. Aber schwere Waffsn heranzubringen, kostet erst recht viel Schweiß und Arbeit. Stellungsbau und Tarnung Beim Bau von Stellungen ist es meist nicht möglich, ohne besondere Hilfsmittel, wie Sprengmaterial, in den tief gefrorenen Boden hineinzukommen. Oft werden daher die Stel- lungen nur auf oder im Schnee angelegt, schützen doch bekanntlich etwa 3 Meter Schnee bereits gegen Infanteriegeschosse und leichte Splitter. Sei es in der Stellung, sei es auf dem Marsch oder im Kampf, nie darf Tarnung vergessen werden. Dunkle Uniformen und Waffen verraten sich auch auf größere Entfernungen auf der" hellen Schnoe-fläche, neue Stellungen werden an schmutzigem Schnee oder ausgeworfener Erde erkannt. Pferde und Fahrzeuge Die gleiche Fürsorge, die aber Jeder Soldat sich selbst, seiner Bekleidung und seiner Waffe angodeihen läßt, muß er auch gegenüber den ihm anvertrauten Pferd, Kraftfahrzeug und allem anderen Gerät üben. Sie sind ihm unentbehrliche Helfer im Kampf, und ihr Auslall oder ihr Versagen können über das Leben vieler Kameraden, können über Sieg oder' Niederlage entscheiden. So kann das Reißen einer schlechtgepflegten Schibinduna Windschutz gelangt, und damit unnötige Erkältungen vermieden werden und die Truppe bald Ruhe bekommt. Ein kleines Kommando voraus wird oft die Rastplätze aussuchen, Wärmefeuer und heiße Getränke bereiten können. Sollten Marschausfälle oder Verwundungen beim Gefecht eintreten, so gilt die Sorge jedes Führers vornehmlich dem Soldaten, der ärztlicher Hilfe bedarf, denn er ist besonders empfindlich gegen Erfrierungen. Auf Hand- oder Pferdeschlitten muß er möglichst schnell und gegen Kälteschäden geschützt in die nächste Sanilätseinrichtung gebracht werden. Sicherung gegen den Feind Wie für die Unterkunft seiner Männer, so muß der Truppenführer auch für die Unterbringung der Pferde und Krdflfahrzeuge sorgen. Es ist erstaunlich, mit welch einfachen Mitteln sich ein Wärmeschuppen für Kraftfahrzeuge bauen läßt, der ihre Betriebsbereitschaft jederzeit gewährleistet. Uber 3 Ein ElRschlieflungsring wird durchbrochen Schcrl-Bildcrdicnst-M, Der Stützpunkt war vom Feind eingeschlossen worden. Schijäger, Sturmartillerie und Panzer gehen zum Angriff vor und durchbrechen den feindlichen Ring im entscheidenden Augenblick oder der Ausfall eines Motors infolge unsachgemäßer Wartung das Leben lM>8ten. Woran die Ftthrer denken müssen Der soldatische Führer soll vorausdenken. Jeder Marsch, jedes Spähtruppunternehmen, jeder Kampf, aber auch die Anlage einei Stellung oder der Bau eines Blockhauses erfordern vielfältige vorausschauende Maßnahmen. Wenn am nächsten Tage ein Marsch zu erwai^ten ist, so genügt es nicht nur, daß der Führer der Einheit alle Vorbereitungen für Mensch, Tier und Kraftfahrzeug befiehlt, sondern er muß sie auch prüfen und überwachen. Ein Spähtruppführer wird sogar seine Leute regelrecht anziehen, damit ja keine Bekleidungs- oder Ausrüstungsstücke schadhaft sind, falsch angelegt oder vergessen werden. Auch an die Verpflegung muß gedacht werden. Jeder Mann muß seine Marschportion fertiggemacht bei sich tragen, denn Brot schneiden oder Wurst schmieren bei 40 Grad Kälte ist unmöglich. Der Marschweg muß genau erkundet werden, damit die Truppe flüssig marschieren kann und nicht in Wind und Kälte vor irgendwelchen Hindernissen herumsteht oder unnötige Umwege machen muß. Gerade das Bahnen von Winterwegen für fchiitten und Kraftfahrzeuge quer durch das Gelände ist besonders von unseren finnischen Verbündeten zu einer großen Kunst entwickelt worden, die auch der deutsche Soldat beherrschen muß. Bei Verwundungen Auch für Rast und Unterkunft muß vorausschauend gesorgt werden, damit die auf dem Marsch erhitzte Truppe rasch In Kälte- und allen diesen Sorgen für das Wohl und Wehe seiner Männer darf aber der Führer nie die nötige Sicherung gegen den Gegner, sei es auf der Erde oder aus der Luft, a^ißer acht lassen. Leichtsinn bei der Sicherung der Stellung oder ihrer Unterkunft — in der Annahme, der Feind käme nicht hei Nacht oder im Schneesturm — muß die Truppe bitter büßen. Am besten gegen Überraschungen schützt sich, wer den Gegner ständig durch Spähtrupps oder Vorstöße in Atem hält. Auch diesem Gegner überlegen Die Kejintnis dieses Gegners und seiner Kampfweise ist für jeden Soldaten im Winterkrieg unendlich wichtig. Dieser Gegner ist im vergangenen Winter unter einer für uns unfaßbaren Nichtachtung von Menschenleben gegen unsere Stellungen angerannt, bei schönem Wetter, bei Nacht, bei Schneesturm, und Ott in einem Gelände, das für vollkommen ungangbar gehalten wurde. Der Feind ist unwahrscheinlich hart im Ertragen von Witterungsunbilden und Entbehrungen aller Art. Er ist ein geschickter und verschlagener Kämpfer, der sich aller erdenklicher Listen bedient. Aber der deutsche Soldat hat bereits im Winterkrieg 1941/42 bewiesen, daß er selbst unter den allerhärtesten und ungewohnten Bedingungen auch diesem Gegner überlegen ist, denn alle Offensiven der Sowjets lirnchen vor den deutschen Stellungen zusammen. Doch zu dieser Überlegenheit ist unerbittliche Entschlossenheit, Härte gegen sich selbst, Gewöhnung an Kalte, Schnee und Wind und viel Erfahrung im Winterkrieg notwendig. Dies erlebt jeder Soldat, und dies soll die Heimat wissen, um die Größe der Leistung ihrer Soldaten verstehen zu können. PK-Krieesherichter btlincrr (Seh) Bei jedem Welter unterwegs zur Front Schneestürme und eisige Kälte stellen an die Männer der Transportformationen gewaltige Anforderungen, Bei jedem Wetter müssen Munition und Verpflegung zur kämpffinden Truppe gebracht werden. Wenn die Kraftwagen in S(hnepwchen stecken bleiben, sind Pferd und Schlitten stets verläßliche Helfer sie durchhalten können. In unserer Rnden-waniie wuchten wfr schnell noch den Dcckel zur Einsticfihtcke auf, Wind pfeift ins Fiufj-zcug herein, Sop tritt auf; zu zwei Mann rtcI-fen wir einen großen Sack, pressen ihn durch die öffnunfT, 'halten uns fest, damit wir nicht mit hinaiisfjcrissen werden. In der sackleinencn Hülle fallen nun Liehcsgaben auf den deutschen Stützpunkt, kleine (Jeschenke der Luft-walfe für die Männer, die treu ausharren iind den Sowjets, si-it Tajj;en die Stirn bieten, üleich steinernen f-eldrainen ziehen sich d'e Reihen der Toten vor den eipenen Linien über den Schnee. Er ist von Puverscliwaden Ejrau Reworden, als wäre das blendende Weiß zu hell für einen .solclien Anblick. An Bord wird wenip; gesprochen; auf dem Hinweg genau so wie jetzt, da wir — ununterbrochen auf am Wege liegende Ziele feuernd — Kurs Westen eingeschlagen haben. Aber es ist uns beschwingter ums Herz: Wir haben, über wucherndes Brachland jagend, eine Aufgabe erfüllt: Unsere Besatzung hat mit dafür gesorgt, daß füf einen erneuten Ansturm bolschewistischer Massen hinreichend Munition zur Verfügung steht, Kriegsberichter Peter Bohlscheid, PK Versorgangsbomlieii schweben zur Erde Wir fliegen Stützpunkt-Versorgung am Don — Trotz schlechtester Wetterlage im Tiefstflug nach Osten auf. »Schießen!« brüllt der Kommandeur, Und wie wir schießen! Die Patrouille stu^.t. legt zum Salvenfeuer an, verkriecht sich aber schnellstens in Deckung, als der Schnee um sie herum unter unseren Maschinengewehr-einschlagen aufspritzt. Die nächsten Ciarben von Beobachter, Finiker und dem Bordschützen mähen über ein vom Feind belegtes Dort und darin aufgestellte Lastkraftwagen. »In drei Minuten sind wir am Ziel!« jeder ist hellwach; denn unsere He III und d:e anderen. die folgen, werden sehnlichst erwartet: Wir bringen Munition und Lebensmittel für den vorgeschobenen Stützpunkt L . . .; diesen deutschen Igel hält eine tapfere Kampfgruppe gegen überlegene feindliche Kräfte. Oberfeldwebel II. kurvt auf Höhe, »Da, schauen Sie hin: die vereinbarten Krken nungszeichen werden sichtbar!« Landser winken zu uns herauf. Panjeschlitten halten an. Wir kommen , »Achtung, ich werfe! ^ Am l-allschirm torkeln unsere Versf>rgungsbonihen nach unten. Munition für die Pak, für die Panzer, für alle Waffen, Verpflegung für die Männer, damit Im Osten, im Januar »Frontüberflug«, gibt unser Kommandeur als Befehl an seine Besatzung durch; das Wart dringt, verzerrt von atmosphärischen Störungen, krächzend in meine Ohren, Kurz darauf heben sich unsere Maschinen vom Boden, An eitler der zahlreichen Eisenhahnstrecken mit lebhaftem Nachschubverkehr, die wir auf eigenem Gebiet in der Weite der Don-Land-schaft zunächst als Orientierungspunkt anfliegen, recken schneeschaufelnde Männer de Organisation Todt ihre weißgeränderten Spaten empor. Eine spontane Kundgebung in Eis und Schnee für die im Tiefstflug Kurs Osten rasende Heinkel III ... Strähnige windzerzauste Bäume im üe-lande, zugefrorene Bäche und Rinnsale, Tele-phonstangen mit zerrissenen Leitungen, Bombenkrater, Bauernhütten, aus densn Infanterie-feuer nach oben blitzt, aus Dunst und tiefhängenden Wolken — wir fliegen einen ausgesprochenen Schlechtwetterflug mit Vereisungsgefahr und geringer Sicht — taucht vor uns eine sowjetische Straßenpatrouille Kosten der brltisdien Bombenangrtife Die Rechtlung einer Londoner Zeitung Cnpps hat dieser Tage das Selteinverden der Boiiihardierung deutscher Städte mit kliinutisclicn .ScIiwierijfkQiten zu begründen versucht, pjue Darstellung des »Obscrver« wirft jedoch ein ganz aiiJores Licht auf di« etiglischcn Motive, Der. Luftvvatfenrnitarbei-ter des Londoner Blattes verficht die Ansicht, weniger das Wetter oder der Ikdarf anderer h'ronten als vielmehr die Kosten und Verluste solcher Aktionen wären ent-vScIieiilcnd. Kr stellt folijcudc Ret!uiui]ß auf: Jede Tausend-jBunibcr-Unternehinung müsse itn Durchschnitt tuit .SO Botnbern an direkten und indirekten \erlusten bezahlt werden. Der F^reis für jeden Boniber betrage ungefähr Pfund- (400 (XIO RM); üe- samteinbuBe also bei 50 Bomberverlusten zu-saninicn zwei-Millionen Pfund (JO .Millionen RM). Da jeder Bomber im Durchschnitt sieben Mann Besatzung habe, sei mit dem Verlust von 3.50 Mann je An.c:riff zu rechnen. Ausbilduugsko^ten je Mann 51)00 Pfund, also nochmals ein Verlust von I % Millionen Pfund allein an Ausbildun^rsksoten. Hinzu kämen noch die* Kosten für Boml>en und für rund 3500 Tonnen Benzin. Der »Observer* kommt zu folgendem Ergebnis: Wenn also England 90 solcher Tau-send-Bomher-Aktionen durchführen wollte, soweit das Wetter diese nur irgendwie zulasse. so kosteten sie 450 Millionen Pfund (4J2 Milliarden Reichsmark), welche Summe sich nach dem britischen Blatt aus 4.5ÜO verlorenen h'lusrzeugen, den Ausbildungskosten von Tund 3()()f>n Matin des fliegenden Personals und den Kosten des Benzins zusanunen setzt. Die materiellen Kosten, so meint de' »Obscrver« könnten natürlich getragen werden aber fraglich Sei. ob Englands Reserven solche Verluste an Elugzeugen und Fliegern zulieHen. Das Ergebnis eines Luftangrifft solcher Art sei viel zu unsicher und Jfn hohen Preis nicht wert. »Wenn wir sichcr wären, daß der Krieg auf diese .Art zu ei nem Ende gebracht werden könrtte. würuP ein kühner Maiin das Risiko eingehen -aber auf der anderen Seite kann England dadurch womüglicli sehie eigene Luftvt-rU" digung einbüßen.« »Obscrver« weist scliüeü-lich darauf hin. die deutsche Luftwaffe übe demgegenüber ihre Tätigkeit hauptsächlich im Zusammenwirken mit anderen Waffengattungen bei Land- und Seeoperationon aus. Dies sei der richtige Weg. Die Rechnung des »Obscrver« — ganz gleich, ob in den Eitizelhciten richtig o/cf nicht — ist nicht unintcres'^ant. Vor a"em aber wäre aufsclilufiieich. was Cnpps. C!uir> Chili, der britische I.uftmarsclial' Portji! und der Luftfahrtminister Sinclair da/n sjgeii mögen, die mit allnächtlichen Tausend-Büin-ber-.Aktioiicn jpFaliltea. Mli 4 ^Wirtwrgtr Zeflmie« TS. Jwmm TMS fftnniim 15 Volk und JCaitut + Rudolf Huch Restorben. !b Bad Himburg, wo- er als Rechtsanwalt und Notar wirkte, ist der Dichter Rudolf Huch, Ehren-senator der Preußischen Akademie der Künste, kurz vor seinem 81. Qeburtstajt eestor-ben. Großes Aufsehen erregte seinerieit (1899) sein Buch »Mehr Goethe«. + Urauffübrunx eines Schausplelt Ton Stljn Strcuvcis. Diese Uraufführung stellte die 75. des Bremer Schauspielhauses seit der Machtergreifung dar, und sie bildet damit ein Jubiläum, das die Bühne mit Stolz erfüllte. Alan setzte sich wiederum für einen »neuen« Dramatiker ein, der seine dichterische Berufung auf anderem Gebiete längst bewiesen hatte. In Anwesenheit von Vertretern von Staat, Partei und Wehrmacht, sowie von (lasten aus dem Reiche wurde »Der riachs-Acker« von Stijn Streuvels in der deutschen Bearbeitung von Nora Reinhard dargeboten. + Kroatische Foto-Schaii In Bochum. Im Rahmen des deutsch-kroatischen Kulturaustausches veranstaltete der ReichsbuTid Deutscher Arnaleur-l'otOKrafen in Verbindung mit dem Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda und der Oesandtschaft des Unabhängigen Staates Kroatien in der Städtischen (jemäldegalerie zu Bochum eine Ausstellung »Kroatische Toto-Kunst«. Bei der Fröffnutig sprach der kroatische Konsul Dr. Cicak über die geschichtlichen und kulturellen Beziehungen Kroatiens zu Deutschland und die Bemüliungen dieses jüngsten Staates, sich neutschland auch kulturell vorzustellen. Die Ausstellung zeigt 200 Bilder von 42 Fotografen; Aufnahmen von der Adria, ihren Häfen, kroatischen Seen, Wasserfällen, den engen Straßen dalmatinischer Städte, ihren Häusern mit den schweren, fest zusammen-zcnicritierten Dachziegeln und Aufnahmen aus Wald und f'eld zu jeder Jahreszeit, Aufnahmen der kroatischen Menschen und ihrer malerischen Trachteu und Aufnahmen kroatischen Volksgutes. Der Bildersaal in der Cillier Graftti Das groß« Deckengemälde alt eiazigsrtigea Kun»tw«rk tn der Unterstelermark Die „Grafel" in Cilll mit ihren ichöneo Bogengängen an der Stadtseite, ihrer wuchtigen Fassade In wohlabgewogenen Verhältnissen gegen den Fluß und die Berge und dem geschlossenen, selten schönen Dach ist zweifellos das eindrucksvollste Baudenkmal der Sannstadt. Die Grafei war nicht das Stadtschloß der Cillier Grafen, sondern hier hatten sie Ihre Stallungen und Wirtschaftsgebäude, die aber bald ausgebaut wurden. Um 1580 errichteten die Grafen Thurn-Val-sassina die Grafei in ihrer heutigen Gestalt. Dieses Schloß birgt einen besonderen, der Öffentlichkeit wohl meist unbekannten Schatz in sich; den Bildersaal mit seinen großen Deckengemälden, Meisterwerken eines unbekannten Malert, die bald nach 1600 entstanden sind. Es handelt sich nicht um Wandmalerei im al' Freskostil, sondern um riesige Gemälde, die mit Tempera auf Leinwand gemalt und auf der Decke aufgespannt sind. Das 51 Quadratmeter große Mittelbild ist eine interessante perspektivische Illuslons-maierei. Wenn der Beschauer darunter tritt, gewinnt er den Eindruck, als höbe sich die Decke, und er schaut aus der Mitte eines Palasthofes ringsum an zweistöckigen Balustraden und Balkonen hinauf in den freien Himmel, während Gnippen in Renaissancetracht von den Stockwerken herabgrüßsn. An den Schmalseiten sieht man zwei riesige Schlachtenbilder aus der römischen und griechischen Sage, den Tod des Kamillus und die Schlacht der Trojaner. Die Längsseiten werj^en von vier Jahreszeitenbildern eingenommen; Jagd und ländliche Arbeit im Frühling, sommerliche Schafschur, ein« frohe herbstliche Weinlese und ein verheißungsvolles winterliches Schlachtefest. In die Ecken aber sind vier Gigantengestalten in kühnen Verkürzungen hineinkomponiert. Diese Bilder stehen nach Entstehungszeit und künstlerischer Bedeutung in der Untersteiermark einzig da. Sie geben dem sonst schlichten, aus der Renaissancezeit stammenden Saal ein festliches Gepräge. Dieser Saal, der heute zum Amtsgericht gehört, darum nicht allgemein zugänglich und vielen Cilli-ern gänzlich unbekannt ist, soll in einer späteren Zukunft als Festraum für besondere repräsentative Zwecke der Stadt adaptiert werden. Es sei aber darauf hingewiesen, daß die Dichterlesung Margarete Weinhandl am 19. Januar in diesen ältesten Cillier Saal verlegt wurde und somit der Saal an diesem Abende ausnahmsweise der Öffentlichkeit zugänglich Ist Dr. May Paol-Brnst-Aliend In Graz Im Saal der Kammeradschaft steirischer Künstler und Kunstfreunde veranstaltete dl» Paul-Ernst-Oesellschaft einen Abend für dl» freunde des Dichtcrs und der Oesellschaft, deren Sitz mit Zustimmung der Witwe Paul Hrnst und des Reichsstatthalters und Gauleiters von Berlin nach Graz verlegt wurde Der Vorsitzende, Prof. Dr. Karl Pohlhelm. Rektor der Orazer Universität, gab einei» feinsinnig wertenden Überblick über das Gesamtwerk des Dichters, der in der Steier mark eine zweite Heimat gefunden hatt». Ib Schloß St Georgen an der Stiefing bei Ferdinand WaldmUller Da« Anekdotledi«, da« uns vielleicht zunächst am unmitlelharslen in der Malerei des Biedermeier anspricht, es zeigt nur die eine Seite. V^ir haben das bei Spitzweg, bei Porträts von Friedrich Waßmann und Friedrich Gröger, es ist bei Waldraüller, der vom 15. Januar 1793 bis 28. August 1865 in Wien lebte, gleichfalls mit in den Genre- und Por-trätgcmälden vor allem der dreißiger Jahre. Ist die Frische und Heiterkeit, die musikalisch in Lanners oder Strauß' Walzern erklingt, auch hier in der Wiener Genremalerei der dreißiger und vierziger Jahre das mitwirkende Element (sehr anders als in der herberen gleichzeitigen von Berlin und Hamburg), so trifft erst die andere Seite, die sich in der Landschaftsmalerei ausspricht, den vollen harmonischen Zusammenklang des da-maiiqcn Lebensgefühls. Waldmüllers Landschaften gingen eigentlich erst ihrer Bedeutung nach einer späteren Zeit auf, der zweiten Hälfte und dem Ausgang des 19. Jahrhunderts als man überhaupt winder ein Verhältnis zur Landschaft gewann. Und nun zeigte sich, worin eigentlich diese Landschaftsmalerei der Wiener Biedermeierkünstler wie Waldmüller, Gauermann, Petlenkofen ihre Besonderheit hat. Eben im Kontrast zur Roraantikl Wenn man die stärksten Talente beider Epochen gegeneinander vergleichen will, also Waldmüller neben Caspar David Friedrich stellt, so wird einem das \mmittelbar bewußt und herrlich offenbar. — Bei Friedrich ist der Mensch in der Landschaft eine Art zweiter Betrachter dieser Landschaft neben dem Zw 150. Wiederkehr »eine« Geburtstag» eigentlichen Betrachtar &m GodAMm. Bei Waldmüller ist die Landschaft die Heimat des Menschen. Und zumal in seinen späteren Bildern der vierziger Jahre, diesen meisterlichen Verkündigungen des Sonnenlichts, der beglückenden Wärme seiner Sommerwelt, atmet der Mensch zwischen Waldesluft und Wiesenblumen die frohe Schönheit der Muttererde. — Aber auch ohne diese Figurinen der Naturwanderer und beglückten Menschenkinder, die ihr Wiener Gemüt nun auch draußen zwischen Bergen und Triften im Sonnenlichte baden — auch die Erscheinungen der Natur selbst, wie ganz anders -~ wie entgegengesetzt zur Zeit der Romantik erscheinen sie. Und wenn man mm Ton der Landschaft her, wieder zu Waldmüllers Genremalerei kommt, wenn man Landschaft und Genre nacherlebt, dann wachsen einem aus dem, was mit dem Begriff „Biedermeier" uns zunächst an Kleinstadtanekdote und allzu unbeschwerte Behaglichkeit erinnert, nun auch die Tiefen seiner Porträtbildnlsse zu, des „Jünglings mit der Laterne" oder jenes Meisterwerkes der „Tante des Künstlers". In diesem alten Frauengesicht ist der ganze Herbst eines vollen mit dem Herzen gelebten Menschenlebens. Und wer den Blick über das Gegenständliche hinaus hat, begreift die Wesensverwandtschaft zwischen dem Frauengesicht und dem alten Baum im Wiener Prater. Begreift das die ganze Natur mit gleicher Liebe umfassende, weitgeöffnete Gemüt dieses Wiener Meisters des 19. Jahrhun^derts. Rudolf Adrian Dietrich Roman von P. A. EUGEN OEISLER die TleM (aüm Urheber-Recbttcbatz; Drei Quellen-Verlas, Könkc»brOck (17. Fortsetzung) Nach geheimnisvollen Verhandlungen und vielen hin- und herflatternden Briefen, teils amtlichen, teils privaten Aussehens, tritt in das bisher so stille Leben der beiden Mol-lenlhals ein belebendes Element, ein Kind, ein fremdes, hilfloses Wesen, das die mütterlichen Instinkte Anna Mollenthals sofort mit heftiger, beglückter Zärtlichkeit umgibt. Mit diesem fremden Kind, dessen Erziehung den Mollenthals anvertraut ist, kommt seit langen Jahren ein wärmerer Hauch in die frostiggewordene Atmosphäre der Mol-lenthalscben Ehe. Denn es kann nicht verschwiegen werden, Gustav Mollenthal hat bei aller Tüchtigkeit Im neuen Beruf und bei allem Fleiß Zeiten, in denen er trinkt, mehr trinkt, als gut für ihn und seine Ehe ist. Allen guten Vorsätzen zum Trotz kommt er davon nicht los. Wenn ihn die Erinnerung an seine große Zeit, an seine Reisen befällt, wenn er in stillen Stunden wieder einmal die vernarbten Wundmale seiner Hände betrachtet, dann überkommt es ihn, er gerät ins Grübeln um Unabänderliches, und versucht, die bohrenden Gedanken mit Alkohol zu betäuben. Es sind wieder Kumpane um Ihn, die seine Gutmütigkeit ausnützen, er vergißt die versorgte Miene seiner Frau, vergißt »eine Geschähe — alles — nllns vergißt Gustav Mollenthal, wenn er wieder einmal „seinen Tag" hat. Sie sind darüber alt geworden, die boidon Mollenthals, über Hoffnungen und Enttäu- schungen, Freud' und Leid. Ihr Pflegesohn, an dem sie beide hängen, ist herangewachsen, ein neues Schicksal hat sich in ihrem Lebenskreis vollzogen, ein Schicksal, an dem sie beide mitgewirkt haben, Gustav und Anna Mollenthal, jeder auf seine Welse. Anna Mollenthal Ist eine alte, müde Frau geworden, ihre Tage verblättern still und einförmig, trotzdem ihr Junge nach kurzer Ehe die Heimat verlassen hat, scheint noch einmal ihr Leben einen Sinn zu bekonmen — sie hat Joachim Droste ins Leben geführt. Nun, vor Torschluß ihres mühseligen Lebens, erweist sie seinem Kind mütterliche Pflege, ersetzt ihm die Mutter, der dieses Kind das Leben gekostet hat. Diese schlichte Frau aus dem Volk erfüllt in stiller, unendlich sorglicher Art Pflichten, die sie freiwillig auf sich nahm, und findet dabei den Sinn ihws Daseins, das sonst leer und freudlos geblieben wBre. Joachim Drostes Heimkehr nach jahrelanger Abwesenh'^it erfüllt sie mit einer Beglückung, als sei ein verlorener Sohn zu ihr zurückgekommen. Sie liebt ihn wie ihr eigenes Kind und fühlt doch, daß zu diesem ernsten, verschlossenen Mensrhen in den letzten Dingen keine Brücke führt. Wenn ihre Opfer, ihre Liebe, ihre Hingabe an dieses fremde Kind auch nicht ohne Widerhall blieben, wenn es, zum Mann gereift, in ihr auch die Mutter sieht — die gewaltige, nicht zu übertönende Sprache des Blutes ist nicht zwischen ihnen. Anna Mollenthal kann all' das nicht klar ausdrücken, aber sie fühlt es mit dem feinen Empfinden der leidenden, mütterlichen Frau. Sie steht an diesem frühen Vormittaq mit gefalteten Händen vor ihrem in der Sofa-erke srhhimmernden Pfle ßen landwirtschaftlichen Aufbauplanes de^ Pettauer Kreises als notwendige Voraussei EUng für die bereits in Angriff genommene systematische Hebung der Viehwirtschaft überhaupt und im Zusammenhang damit st<^ henden BodeAverbesserungen. Entsumpfungs arbeiten und Stallneubauten auf. Dem neuge» wählten Ausschuß, mit Bürgermeister und Ortsgnippenführer von Golldorf, Kamerad Museg, als Obmann, forderte er auf, mit aller Tatkrah ans Werk zu gehen, um aus der Neugründung einen Musterbetrieb zu machen, für den alle Voraussetzungen geschaffen wurden. K.. .x Das varen ste^n Imm Untontelrlsclie LanddlenstliugM aal UrlMb lo der Helnat Zwei Wochen sind es nun tchoo iHeder her, daß die 200 Landdienstlungen aus der Untersteiermark, die in den Gebieten Franken, Mainfranken, Niederdonau und Bayreuth eincesetzt sind, die Heimat die sie in der Weihnachtszeit wiedersahen, verlassen haben, um an ihre Einsatzorte zurückzukehren. Oft konnte man die Landdienstjungen stolz in Ihrer schmucken Uniform anter ihren hiesigen Kameraden sehen. Bei einem Appell in Ctlü trafen alle tn-sammcn und man konnte feststellen, daß alle, besonders hinsichtlich der Sprachkenntnisse, große Fortschritte gemacht haben und daD sie auch in Haltung und Art fester geworden sind. Alle sind sich ihrer Pflicht, die sie zum Wohle des deutschen Bauerntums und auch für sich zu erfüllen haben, bewußt Italiealsih llr AnUioer floate erster Kurstbend des StelrlfcbMi Helmatbundos in Marbun Der Steirische Heimatbund führt im Rahmen seiner Volksbildungsstätt« nun auch ita-henische Sprachkurse durch, die von Frau Dr. Edith Qerdes geleitet werden. Der erste Kursabend für Anfänger findet heute, Freitag, den 15. Januar, in der Oberschule für Jungen. Taurlskerstraße 9. statt, wo die Kurse jeden Freitag abgehalten werden. Jede Kurseinheit umfaßt 10 Doppelstunden, worauf die Teilnehmerkarte zu erneuern ist Die Teilnahme an diesen Abendkursen ist nur mit Hörerkarte möglich. Weitere Anmeldungen für den Sprachkurs »Italienisch f#r AnfBngerc kOnnen tn de» Kartenverkaufsstelle des Amtes Volkblldun? und heute beim ersten Kursabend vorgenommen werden. m. TheatemafTfihrunfj^ in Packenstefai. Die Spielgemeinschaft aus Cilll veranstaltete am Sonntagnachmittag Im Heimatbundsaal in Packenstein eine Vorstellung des volkstümlichen Stückes >Blasius sucht seinen Vaterc. Der geräumige Saal war voll besetzt. Die Darbietungen der Spieler wurden mit großem Beifall belohnt Namentlich der »Vaterc und sein «Blasius« in originellen Rollen waren der Brennpunkt der Vorstellung. Mit ihrem derben und frischen Bauernhumor gewannen sie Im Nu alt und jung und lösten Lachsalve auf Lachsalve aun. Freiwitlige Ittr die Watfen-SS Der Führer hat durch die Verleihung dar ehrenvollen Bezeichnung „ff-Panzer-Grena-dler-Division" verschiedenen Divisionen der Waffen-ff. darunter auch der Leibstandarte-ff „Adolf Hitler" seine Aneikennung ausgesprochen. Im Rahmen des weiteren Ausbaues der gesamten ist erneut Freiwilligen die Möglichkeit gegeben, in der Waffen-ff ihre Wehrpflicht zu erfüllen. Die vollmotorisierten Divisionen der Waffpn-ff umfassen folgend® Truppengattungen: Infanterie, Kavallerie, Ar tillerie, Panzer, Panzerjäger, Pioniere, Krad schützen, Flak, Gebirgs-Nachrichten- und Sa-nitätstruppen. Bei Eignung, Leistung und Bewährung als Soldat und Nationalsozialist steht jedem Freiwllligpn ohne Rücksicht auf Herkunft und Schulbildung die aktive ff-Führerlaufbahn bzw. die ff-Führerlaufbahn des Beurlaubtenstandes offen. Die Meldung als Führerbewerber Ist nicht an einen bestimmten Termin gebundenj säe kann sofort erfolgen. Bewerber mit beruflicher Vorbildung oder einer besonderen Berufsneigung können auch verschiedene Sonderlaufbahnen einschlagen. Die Einstellungsbedingungen sind aus einem ausführlichen Merkblatt zu ersehen, das anuzfordern ist bei allen Dienststellen der allgemeinen ff, der Polizei, der Gendarmerie und insbesondere bei den ErgSnzungs-stellen der Waffen-ff. Die Termine der nächsten Annahme-Untersuchungen werden in Kürze durch die Presse bekanntgegeben. Trioer des Go!di!nen Ehrenzeichens ges'orbsn Am 6. Dezember starb an den Folgen eines Unfalles in einem Reservelazarett in Brest-Litowsk Major Friedrich von Vorbeck im Alter von 58 Jahren. Major von Vorbeck war Träger des Goldenen Ehrenzeichens der NSDAP, Inhaber vieler Kriegsauszeichnungen und ein stets einsatzbereiter Kämpfer für die Bewegung. Er trat dieser schon 1923 bei und war längere Zeit in der SA aktiv und führend tätig imd auch Ortsgmppenleiter von Leibnitz Vorbildlicher Kameradschaftsgeist zeichnete die Persönlichkeit dieses Mannes aus, der nun sein Leben im Osteinsatz für seinen geliebten Führer hingab. In der Sy-sterazeit hafte Major von Vorbeck schwer unter den damaligen Drangsalierungen zu leiden. m. Bwiter Abend hi Hohemnntifheti ziigun-sten des Winterhilfswerkes. Die Ortsgruppe Hohenniauthcn veranstaltet am 24. Januar zu-ljunsten des Winterhilfswerkes einen bunten Abend, an dem die Deutsche Jugend, die Wehrmannschaft, das Amt Frauen und -ein Quartett mitwirken. Desgleichen ist auch die Aufführung eines Einakters vorgesehen. Landwirttchaflllche Berufsschulen Im Unterland Jungen und Mädel werden tüchtige Bautfrn und Bäuerinnen Heute, tin 15. Januar, werden In der Untersteiermark die schon angekündigten landwirtschaftlichen Berufsschulen für Jungen und Mädel eröffnet Die Schulen für Mädü befinden sich In Burgstall, Kreis Pettau, auf dem Out Studenitz bei Pöltschach, Kreis Marburg-Land, auf Schlol Qutenegg bei Neuhaus, Kreis Cilli, und auf Out Weixelstein bei Ratschach, Kreis Trifail. Für Jungen wurden in Radkersburg, Kreis Luttenberg, auf Schk)ß Tum am Hardt Kreis Rann, auf dem Out Jahringshof, Kreis Marburg-Land, und auf dem Out Luisenhof, Kreis Cilli, landwirtschaftliche Berufsschulen errichtet Diese Schulen, die Jungen und Mädel aus der ganzen Untersteiermark besuchen können. stellen fif^ die fachliche und politische Ausbildung der Landjugend eine ungeheure und nicht abschätzbare Bedeutung dar. Sie werden von je einem Scliulleiter oder Schulleiterin und Heimleiter oder Heimleiterin sowie mehreren Fachkräften geführt Praktischer und theoretischer Unterricht wie auch die Erziehung durch die Heimleiter und Heimleiterinnen, die glelchzeitg Führer und Führerinnen der Deutschen Jugend sind, werden beitragen, die Heranbildung einer gesunden und frohen Landjugend für das Bauerntum der Untersteiermark voranzutreiben. Das Unterland wird hiermit jenen Grundstock von tüchtigen Bauern und Bäuerinnen erhalten. damit es jeder Anforderung der Zukunft gewachsen sein wird. mm Geheimnla der flimmernden und tönenden Leinwand, die man nicht zu Unrecht »das dritte Theater« genannt hat. EJa gibt Menschen, denen daa Theater wenig bedeutet, und es gibt Menschen, die ohne das Theater nicht leben können und ohne die das Theator nicht leben kann. Es sind seine treuen Freunde, die sich Innerlich mit Ihm verbunden fühlen und seine Sache zu der Ihrigen machen. Die willig dem stets «ich Erneuernden ergeben sind, d'e sieh Immer wieder überraschen lassen, wo es für den Femstehenden gar keine Überraschungen gibt. Wer von uns aber geht nicht ins Kino? Es sind nur wenige. Ina Kino, wo wir kritikloser sind als im Theater, wo uns der Film mit seiner Panoramatechnik gefangen nimmt. Der Film, bei dem alles beweglich ist und Im Fluß; der über unbegreUÄte Möglichkelten verfügt, dessen rascher Szenenwechsel durch keine Tücken des Objektes gestört wird und der keine tote Stelle aufkommen läßt BUd reiht sich an BUd, pausenlos, ohne Unterbrechujig. Zusammengedrängt erscheint aJles. Oft gehen diese Bilder wie von ungefähr Ineinander über, überschneiden sich. Die Szenen lösen einander ab wie die Bilder einer Illustrierten Zeltschrift, um sich, organisch wachsend, zu einer Inneren Harmonie zu rereinen. Auto, Flugzeug und Elsenbahn, regangepoltachte Landstraße, duftende Wiesen imd leuchtende Gletscher, der Schmollwinkel In imserem behaglich durchwärmten Helm oder das Forum Roms, das Nordkap und die soimendurchglühte Wüste. Ein Querschnitt also, der wiedergegeben wird im Tempo und Im Rhythmus der Gegenwart. Ein C^ierflchnltt, ier die Welt zum Erklingen bringt, weil er Ihre Musik einfängt. So wird die Kamera zum Dichter. Einzelhelten werden bis In die letzten Nuancen wirklichkeitsnahe xmd sind doch stili- siertes Leben. Die intime Wirkung der Großaufnahme wieder wechselt mit der grenzenlosen Weite. Der laufende Streifen zeigt dem Menschen von heute seine Welt, wenn diese auch bald mehr, bald weniger auf Illusion eingestellt wird. Da werden Schicksale enthüllt, die unsere leidenschaftliche Anteilnahme erwecken. Wir sehen Im echten MUleu, In echter Atmosphäre die Meiiflchen sozusagen von innen. In diesen zwei Stunden tritt unser eigenes Schicksal zurück. Diese Menschen können unser Weinen oder Lachen erregen; sie können uns faszinieren, uns Bewunderung abringen und In uns.den Wimsch hervorrufen, es ihnen gleichzutun. Wir sehen Heldentaten und Schurkereien, freuen uns über den Sieg des Guten und der Gerechtigkeit, fühlen Befriedigung über verdiente Niederlagen des Schlechten. Das Kind in uns wird wach; willig lassen wir uns entführen, willig geben wir uns dem Zauber dieses Magiers hin. Derm der kurbelt den Motor unseres Gedankenfluges an, bringt uns Spannung und Entspannung, Aufrichtung, Erholung und Unterhaltung, läßt uni Leidenschaften Im guten und im schlechten Sinne erleben- Dabei Ist jede Vorstellung sozusagen eine Premiere. Die Schauspieler spielen Immer gleich gut, Immer gleich anschaulich; daa hohe C des Tenors strahlt stets rein und ungetrübt Es sind Menschen von Fleisch tmd Blut. Wir können, In Nahaufnahme, Ihre feinsten Gemütsregungen beobachten, sehen sie, losgelöst von allem, was »Theater« heißt. In der ganzen Magie ihrer Persönlichkeit. Denn was sie bieten, Ist keine Scheinkunst, ist kein Vortäuschen. Sie spielen sich selbst. Alles Ist dem Leben abgelauscht. Nie merken wir, wie es »gemacht« wird. Diese Schauspieler fühlen sich als Diener am Werk ganz ein, spüren dem Typus nach und geben ihm eine persönliche Note. Wir aber sitzen bequem im verdunkelten Raum, können uns, well zur Sammlung gezwungen, wirklich konzentrieren. Und weil das Ablaufen des Filmes durch keinen Applaus und durch keine Pause unterbrochen wird, bleibt die Loslösung von der Außenwelt dauernd. Wir hören auf, Einzelmenschen zu sein, wir verschmelzen zum Begriff Publikum. Wir werden von dem gemeinsamen Erlebnis gepackt, ergriffen, aufgewühlt. Es ist eine Freude, ein Schmerz, es Ist eüi Herzschlag, So läßt der Film, der uns Vergangenheit und Gegenwart vor Augen zaubert und sich auch unterfängt, den über die Zukunft gebreiteten Schleier zu lüften, den Raum zur Zielt werden. Uer Dichter und sein Stfick Bei der Uraufführung eines Stückes erhielt dieses starken Beifall. Nur zwei Besucher in der letzten Parkettreihe begannen nach Kräften auf Schlüsseln zu pfeifen. Schließlich erschien der Dkhter des Stük-kes vor dem Vorhang und sprach, zu den beiden Störenfrieden gewandt: »Sie haben vollkommen recht, meine Herren! Auch ich bin der Meinung, daß dieses Stück ganz miserabel ist! Aber sagen Sie selbst; Was wollen wir drei gegen diese Menge hier ausrichten?« Der Beifall schwoll daraufhin zum Orkan an. Auch Witwe Bülte gibt ^ euch Kunde, ' L Vergeöl nicht die Verdunklungsstunde. S&Vcrdunkle von 18—6 Uhr Seite 6 »Marburger Zeitungc 15. Januar 1943 Nummer 15 Cillier Musikpllege Der Bürgermeister der Stadt Cilli hat dem Leiter der Kreismusikschule für Jugend und Volk. Pe. Gustav Müller als Musikbeauftrag-tem der Stadt Cilli und Leiter des Städtischen Symphonieorchesters den Titel »Städtischer Musikdirektorc verliehen und damit die Verdienste Direktor Müllers um den Aufbau der deutschen Musikpflcpe seit der Befreiung. besonders um den Aufhau des Städtischen Synipfionieorchesters. um die Pfieffe symphonischer Musik und Kammermusik und die Veranstaltunc künstlerisch hochstehender Kotizerte gewürdigt. (jlciclizeitiR hat der Biir>jeriiie'ster dem Stadtbaumeister Alois KaliscliniR, dem jahrzehntelangen Lei ter des Cillier Hausorcliesters, den Titel »Städtischer Kapellmeister« verliehen und in der VerlcilMinssurkunde den Dank der wieder deutsch Kcwordcnen Stadt Cilli für da« selbst!o'>e und stets einsatzbereite Wirken Kalischnigs um die Pflege und Erhaltung des deutschen Musiklebens und seine gemein schaftbildende Kraft in den Jahrzehnten der Fremdherrschaft zum Ausdruck gebracht. m. Mit 21 Jahren Hciratbcrlaubnis. Die Hei-ratsordnung für die Wehrmacht ist dahin Reändert worden, daß WehrmachtsanKchiirigen schon nach Vollendung des 21. Lebensjahres tmttr den sonstigen VoraussetziinRen die llei-ratSRenchmißung erteilt werden kann. m, Sonaerlehrjjang für Kriegsversehrte. Milte Februar wird in Wien ein sechsmonatiger Santmcllehrganp beginnen, der Kriegsversehrte auf die Reifeprüfung vorbereiten soll. Meidmigen zu diesem Lehrgang müssen bis Anfang h'ebruar an den Reichsstattiialter in Wien gerichtet werden. Voraussetzung für die Teilnahme ist der Fk^sitz des Versetzimgs-zeugiiisses nacli Klasse 7 einer Höheren Lehranstalt oder des Abgangszeugnisses der Mit-telsfhulen mit zwei Fremdsprachen. Kriegsversehrte, die nfich nicht aus dem Wehrdienst entlassen sind, können nur dann an dem Lehrgang teilnehmen, wenn ihnen von ihrer mili-tari.sclR'n Dienststelle ein Urlaub von seelis Moralen erteilt wird. Das Möehstalter beträgt für alle Teilnehmer 27 Jahre. m. Schöner Gefolgschaftsabend in Rohitscti* Sauerbrunn. Alle Arbeitskameraden der Kuranstalt m Rohitsch-Sauerbrunn nahmen vor kurzem an einem Gefolgsehaftsabend teil. Eingang.s begrüßte der fietriebsführer den Ortsgruppenführer und Bürgermeister und kfinnte insbesondere die anerkennenswerte Arbeitsleistung seiner Kameraden aufzeigen und ihnen für den Einsatz danken. Den Abend versch»uierte das Quintett Hafner durch Musikvorträge. m Vom fahrenden Zug gestürzt. Der 47- jährige Hubert Belli aus Belgrad stürzte aus Mit diesem Stück werden wir in die Zeiten dea seligen Neßtroy versetzt, der sein Publikum mit humorvollen Volkskomödlon und Posacnsplelen erfreute. Daß auch wir etwaa von solch harmloser Heiterkeit abbekommen, die, in ernster, schwerer Zelt genossen, als belebende Aranei wirkt, dafür sorgte das Marburger Stadttheater, in dem CS die lustige Faschingskomödie auf den Spielplan brachte. Ludwig Bender, als Autor genannt, setzte jciiiiijm.* liui'vn oua das Stück auch in Miisik, aus dem Garten dem Waggon eines fahrenden Zuges und zog heiterer Melodien die beliebtesten Blüten sich dabei so schwere Kopf- und andere Ver- pflückend. Der Aufgabe musikalischer Lei- letzungen zu. daß er bewußtlos liegen blieb Die Ortsgruppe Oberbiirg baut auf Ueutsche Menschen formten das Gesicht der Stadt - Besuch des Krelslührerg Am Nordhang der waldreichen und düste-len Menina liegt die uralte Stadt Oberburg. Auch ihr stattete kürzlich im Zuge seiner Ortsgruppenreisen Kreisführer Dorfmeister einen Besuch ab um die Mitarbeiter dieser Qrenzortsgruppe für ihre weitere politische .Arbeit auszurichten. Die Oherburger sind stolz auf die reiche Vergangenheit ihres Ortes, der durch sie in der untersteirischen Geschichte berühmt geworden ist. Früh schon waren deutsche Ritter in Oberburg auf dem noch heute nach ihr benannten ^Burgstall« auf den »,Mönchsbergen«. während die »Untere-Burg« im Tale stand. Sie wird schon 1174 urkundlich ge-riamit und mit ihr die Edlen von Chageri. I^ie Burg verfiel aber rasch Schon im Jahre 1456 war sie nur mehr eine Ruine. Heute findet tnan kaum noch einen Stein. Die Rdlen von Cliageri riefen ini Jahre 1140 den Hene-diktinernrden nach Oberburg, der sich, reich beschenkt, am schönsten Platz des Ortes ein prunkvolles Kloster erbaute. Seine fJesitzun-gen dehnten sich bis an die Sawc und den Sattelbacli aus. Kaiser Friedrich III. aber hob 1461 das Kloster auf. Wegen seiner weltabgeschiedenen Lage hatte Oberburg wenig unter Kriegswirren zu leiden. Im Jahre 1471 kamen die Türken auf ihrem Zuge in die Steiermark auch nach Oberburg und zerstörten den Markt, Wohl aber flackerten in Oberburg immer wieder Banernunruhen auf. die 1635 soweit führten, dali die Herrschaften Oberburg. Weidenried (Werbowetz) und Rudenek geplündert und ausgeraubt wurden. Krcisfiihrer Dorfmeister besichtigte anläßlich''seines Aufenthaltes in Oberburg eingehend die Diensträuine des Steirisclien Heimatbundes und die Schule, wobei die bisher geleistete Arbelt überprüft wurde. Anschließend wurde auch der Volksbücherei und dem Lesezimmer ein Besuch abgestattet und der Dorfanger besichtigt, auf dem die Ortsjugend Sport betreibt. Nach dem Scheiden des bisherigen Ortsgruppenführers Alfred Lösel wurde Pg. Franz Rudolfer zu seinem Nachfolger berufen. Als alter Nationalsozialist. Spanieii-känipfer und Teilnehmer an den siegreichen Feldzügen in Polen. Norwegen und Frankreich und Träger mehrerer Tapferkeitsauszeichnungen, hat Pg. Rudolfer die nötige Erfahrung, um die politische Arbeit auch in Oberburg im Sinne des Führerbefehls durchzuführen. Am Nachmittag des Besuchtages waren die Deutsche Jugend, Wehrmannschaft und die Landwacht angetreten. Der Kreisführer sprach vom Kampf, Arbeit und Siegen der Untersteirer durch die Jahrhunderte, vom deutschen f^lut der Untersteirer und ihrer Zugehörigkeit zum deutschen Lebens- und Kulturkreis. Namen wie Krebs, Scliechel, Rupp, Scharb usw. zeigen, daß auch in Oberburg deutsche Menschen das Gesicht der Stadt und der Landschaft seit jeher formten. Mit einem Appell wurde der Besuch des Kreisführers beschlossen. Es war dabei eine Freude zu sehen, wie die Amtsträger des Steirischen Heimatbundas den Ausführungen lies Kreisführers folgen konnten. Welche Wandlung in eineinhalb Jahren! Fast alles war beim Abschiedsabend für den scheidenden Ortsgruppenführer anwesend, der durch frohen Liederklang und flotte Welsen der Oberburger Schranmieln verschönert wurde. Beim Abschied des Kreisführers war auf allen Gesichtern zu lesen, daß dieser Tag allen Kameraden in Oberburg neuen Auftrieb für die wohl schwere, aber erfolgversprechende Aufbauarbeit gegeben hat. E. P. Die lustigen Vagabunden oder Robert und Bertram Zur Erstaufführung im Marburger Stadttheater iti/-.iniKwii /.u, uciu ti i7tv>ulJiiwo .M.i-... tung und Neueinrichtung widmete sich, vom — Der in Blindenbach, Gemeinde Kiinigund, bewährten Orchester bestens unterstützt, wohnhafte 7.'^jährige Grundbesitzer Johann "—t----u -----j- v,«.,. vkvMijiiitiiit vjiKapellmeister Leopold Mattausehek in hin~ A^alschek wurde auf dem Heimwege von ei- gebender Weise Einschmeichelnd klangen nem von rückwärts kommenden Kraftwagen vor allem das Wiener Lieder-Potpurrt, ein umgevdoßen, wobei er eine schwere Verlet- —'----------,.n.-) zung am rechten Fuß erlitt, — Den rechten Arm brach sich der Itijährige Hilfsarbeiter Martin Konetz aus Dobrolendorf bei Preichau beim Ausgleiten auf der vereisten Straße, — In Politschberg stürzte der 26jährige Landwirtschaftsgehilfe Franz Deutschmann vom Wagen und zog sich hierbei einen Bruch des rechten Armes zu. Sämtliche Verletzten wurden ins Marburger Krankenhaus eingeliefert. wiegender Waljser >Schn3uchtsträume« und das graziöse »Neapolitanische Ständchen« ins Ohr. Als Inszcnator dea Scherzes nahm Richard Nagy sich »die Freiheit, da und dort einige Worte hinzuzufügen und einige Szenen neu einzulegen«. Nun — um die Redowendungen des Programmes beizubehalten — »das ver-ehrungswürdige Publikum, dem das Urteü submissest und untertänig überlassen wurde« Rückfälle in Keratitis dißciformia erlitten und dadurch stets von neueiji an das Krankenhaus gefesselt wurden. Seit der Transplantation jedoch fühlen sieh die Patienten völlig beschwerdefrei: sie erlitten keine weiteren Rückfälle, und das Transplantat bleibt fast ausnahmslos klar. Prof. Wegner hat unter 20 von ihm ausgeführten Hornhautüberpflanzungen nur drei ergebnislose Fälle zu verzeichnen, die schwerste Kalkverätzungen betrafen und die nach heutigen Erfahrungen überhaupt nicht mehr in Betracht einer Hellung gezogen worden wären. Im ganzen beweisen die Ergebnisse, daß bei kritischer Auswahl der Patienten in Zukunft erheblich bessere Ergebnisse erwartet werden k{innen als bisher. Sehend durch Hornhaut Verstorbener Erstaunlieh hohe Kunst der überpflanzungsleehnik — Je älter der Spender Ist, umso größer der Erfolg Zu den Neuerscheinungen auf dem Gebiet der Übertragung menschlichen Körpergewe-bes auf verletzte Stellen gehört die Hornhauttransplantation. Wie Prof. W. Wegner in einem Aufsatz hervorhebt, sind vor allem zwei Voraussetzungen wichtig, um hierbei zu besseren Gesamtergebnissen zu kommen. Dies ist einmal eine genau umrissene Indikationsstellung, und zum andern die Art des Überpflanzungsmaterials, Da eine wesentliche Aussicht auf dauerndes Klarbleiben des Überpflanzungsmaterials nur dann besteht, wenn genügend gesundes Hornhautgewebe in der Nachbarschaft des Transplantates erhalten bleibt, so werden nach den Erfahrungen Prof, Wegners künftig Überpflanzungen weniger bei Verätzungen, totalen Leukomen (nach Homhautge-flchwür ztjrückblelbender weißer Narbenfleck auf dem Augapfel), vollständigen Homhaut-dystrophien (Ernährungsstörungen) , usw. ausgeführt werder\ sondern mehr bei umschriebenen zentralen Vemarbungen nach Geschwüren usw In solchen Fällen aber darf man einen dauernden Erfolg schon heute mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erwarten. Es überrascht sicherlich fiir manchen, daß hierbei als Überpflanzungsmaterial vorwiegend di^ Hornhaut möglichst alter Verstorbener verwendet wird. Die besten Ergebnisse wurden erzielt mit Hornhäuten, bei denen der Spender über 80 Jahre alt geworden war, obwohl bei der reduzierten Leben.ifähig-kelt'des alten Gewebes die Umwandlung des Transplantates durch den Wirt nur lang.sam. Indessen aber reaktionslos zu erfolgen scheint. Eine Üb^rpflanzimg ist ferner auch ange-wlgt bei chronischen Hornbautfisteln und nH»senden Homha itgeschwüren. Das hierbei sich zunächst trübrnde Transplantat bietet dann gute Voransset7Aingen für eine zweite. nunmehr aus optischen Gründen vorzunehmend«» sogenannte Keratoplastik. Die er-freulichFter Ergebnisse wurden bei mehreren Patienten erzielt, die immer wieder schwer« nahm die Zusätze mit Wohlgefallen entgegen, inabesondere die Marburger und alle, die es werden wollen, fühlten sich durch so viel Lokalkomik angenehm berührt. Wenn Gott-lieb Ussar, als Bühnenbildner, »sich schmeichelt, mit möglichstem Fleiß gearbeitet zu haben«, so darf ihm ein verdientes Lob nicht vorenthalten werden; das Dorf Wirtshaus mit allem Drum und Dran bot ein nettes Bild und auch die Frage des Gefängnisses zu ebener Erde und im ersten Stock scheint glücklich gelöst. Daß auch em Vagabund sympathisch sein kann, bewies Lois Groß, der im zerrissensten Aufzug seiner Wirkung auf das Publikum gewiß sein konnte, als »Graf Roberto« Jedoch »ganz groß« wurde. Nicht minder flott und frech präsentierte sich der zweite Spitzbube Richard Nagy als Bertram, dessen munteres Couplet »Warum« ebenso viel Lachen auslöste wie das lustige Duett »Das sind halt so Rachen, das ist die Natur«. Von besonderer Ergötzlichkeit war die Szene zwischen den Vagabunden und den beiden Gendarmen Greif und Grimm, welche letzteren von Ewald Steeg und Heinrich Leskoschek wak-ker gestaltet wurden. Als Gefängniswärter Strambach zeigte Elch Brich Mathias nicht nur stramm, sondern auch gutmütig-bärbeißig. Seinem Neffen stattete Otto Blickenberg mit allen Mitteln bühnenwirksamer Komik a'is, sich von der lächerlichen Tollpatschigkeit des harmlosen Michel unter der Einwirkung militärischer Erziehung plötzlich zum schneidigen, siegessicheren Hus>jren wandeln. Einen stürmischen Sondererfolg errang das Paar Maria Luka-Otto Blickenberg mit Lied und Tanz, bei dem übrigens auch die Jüngsten des Balletts brav mitwirkten. Maria Luka war eine reizende Rosel, frisch und fröhlich, in ihrem Couplet schnippisch und keck, wie es sich für ein echtes Schankmädel gehört. Wie aus dem anBpruchlosen Weinreisenden Bdelmarm sich im Wege über das Dämonische ein Hochstappier und Dieb entpuppt, zeigte Karl Schellenberg. Den lustig-derben Wirt gab Ludwig Mönch, den armen Stotterer und reichen Komhändler Mehlmeier widmete Joa«f Hellmer sich und als ulkiger Knecht Rupprecht, der jedoch nichts mit dem ehrwürdigen Greis gleichen Namens gemein ifnr% Seltenes Tieridyll Weltbild Bio eiiOtsreicher aeukcher Kolonialpioniei Vor fünf Jmhren fUrb Hanl von Ramsay Einer unserer größten Afnkdnei wdr der Oberstleutnant a. D. Hans von Ramsay, der vor fünf Jahren am 14. Januar 1938 in Tanga im früheren Deutsch-Ostafrika im Alter von 76 Jahren starb. Was er sich stets gewünscht halte, in afrikanischer Erde begraben zu werden, wai ihm vergönnt worden. Die deutsche Kolonialbewegung aber hatte di >hm einen ihrer besten Führer verloren, denn die Persönlichkeit und das Leben Hans von Ram-says verkörperten geradezu die deutsche Ko-lonidlgeschichte. Am 1 Januar 1891 ging die Wißmann-Truppe m der Deutschen Schutztruppe für Ostafrika aut, und Hans von Ramsay wurde einer der ersten deutschen Schutz-truppenoffiziero. Im Dezember 1891 wurde er mit der Führung der ersten deutschen Tschadsee-Expedition betraut, und im Jahre 1900 wurde Hans von Ramsay, der in Westafrika das gleiche leistete wie In Deutsch-Ost, Generalbevollmächtigter der deutschen Gesellschaft „Nordwestkamerun". Von 1903 bis 1908 war er wieder In Ostafrika, wo er dann auch die Stationen Ulanga und Udjidji begründete. In den Jahren 1912 bis 1914 leitete er die Vermessung der neuen Kamerun-Grenze Im Sommer 1914 weilte er in Deutschland, wo er als Artilleriekommandeur die ersten schweren Kämpfe in Ostpreußen mitmachte. Nach dem Weltkrieg arbeitete Hans von Ramsay, uncrschüttert in seinem Glauben an Deutschlands koloniale Sendung in den deutschen kolonialen Verbänden. Die Berliner Gesellschaft für Erdkunde verlieh ihm ihre Nachtigal-Medaille, und die Preußische Akademie der Wissenschaften überreichte ihm ihre Leibnizmedaille. Noch einmal wollte er aber Ostafrika wiedersehen. Im Sommer 1937 fuhr er hinaus. In Tanga sollte er nach wenigen Monaten schon sein Grab finden. In der deutschen KolÄilalgeschichte lebt aber der Neme Hans von Ramsay für alle Zelten fort. hatte, fügte Rolf Banden sich in die Handlung ein. Den emporgekommenen Fabrikanten Knie-hüpfer, dessen schönste Stunden das ungezwungene Beisammensein mit dem von Paul Hagen-Stillcr mit allen Finessen drolliger Komik ausgestatteten einstigen besten Freund und derzeitigen Diener Josef bildet, verkörperte Otto Welte: im Faschingsfest ein phantastischer Türke, mit seinem Lied >Wir san schlau und wir san brennt, kruzi-türkenelement« die Zuhörer, mit seiner Fahrt auf dem Kinderdreirad die Zuschauer belustigend. Die »feine Familie« wurde durch d+e Gattin Helena der Mila Besken in einer Abwandlung von draller, affektiert-exaltierte Xanthippe und der als Scheherezade ganz entzückend aussehenden Irmgard Grulke bereichert. Frledl Weiß wirkte als resche Witwe Doleschal mit Adele Sandrock'schen Tönen seligen Angedenkens. Herbert Richter bewährte sich als Schildwache, mit der angenehmen Aufgabe mit hübschen Fräuleins Kosestündchen In seinem Wächterhaus abzuhalten. Ein solche« verliebtes Fräulein war zum Beispiel Vera Saretz, ein nettes Bauernmädchen Toni Ne-rath. In weiteren kleinen Rollen spielten Alfred Ratey, Heinrich Leskoschek und Karl Ledinek, die letzteren in Doppelrollen. Vor dem Dorf Wirtshaus, beim Faschlngafest und am Herbstfest gab es bunte Bühnenbilder, die durch von der Ballettmeisterin Susanne Ufert arrangierte Tänze angenehm belebt wurden. Der von Robert und Bertram auf der Bühne verurpachte tolle Wirbel ließ auch auf das Publikum Wellen der Heiterkeit überspringen, die sich stellenweise zu haushohen Wogen steigerten und nach den Aktschlüssen mit anhaltendem Beifall, Blump* und anderen sinnigen Spenden auf die BtU zurückschlugen. Und so werden wohl i lustigen Vagabunden die Bühne des Star, theaters noch zu wiederholten Malen unsl« eher machen. Marianne von Vesteneck m. Todesfälle. In der Berggasse 7 in Marburg vcrschied im Alter von 78 .fahren die Tischlcrnieistcrsgattin Julie Purgay ?eb Hoclileitncr. — Im hohen Alter von 7Ä Jahren ist in der MeHIngerstraüe 57 in Marburg die Private Katharina Pototschnig gestorheii — In der Josefstrafle 7 in Marbure starb der Eisenbahner i. R. Franz Supantschitsch 75jähriK. — In Windischjrraz vcrschied dip Advokateuswitwe Adele Pirnat geb. Schaffer im 78. Lebensjahre. m. Zum Ableben eines verdienten FraD lauers. Am 9. Januar verstarb im Alter von 69 Jahren der Landwirt Anton Plaskan. Dei Verstorbene war ein biederer und rechtschaffener Mann, der sich mit dem drücken den serbischen System nie befreunde»! konnte. Die zahlreiche Beteiligung am Be-cräbnis bewies, welcher allgemeiner Achtung er sich erfreuen durfte. Sßclis ^ahre ZDCh'hans fBr GRwaltlAler und Brandle'cr Der 40jähri},'c Franz Botnien aus Rodinsberg, (iemeinde Lichtcnegg, Kreis Pettau, bedrohte im September vergangenen Jahres seine Frau nnt einer Hacke und steckte sein Anwesen in Brand. Botolen. der als gewalttätiger Mcr.sch bekannt ist. wurde dn^ch die Strafabteilung beim Kommandeur der Sichc-lieitspolizei und de^ SD in der Unterste'crnjark wegen Verbrechens der Brniui'egune und der «efährlichen Drohunfj mit einf^r Freilieits-ent/irhuns von sec'^i .l"'"-rn bestraft, die als Zuchthausstrafe zu volUtrccken ist. .^Tummer TS >Marburgef Zeltungc 15, Januar 1Ö43 5e«e 7 Tolschlao iKin Uaisscliaieii in Pirschenberg, Kreis Rann, waren inj Oktober vergangenen Jahres mehrere Personen mit MaisschSJen beschäftigt. Nach Arbeit und nach dem Genuß von Wein kam es zwischen dem 21jährigen Josef Strpunzl und dem Franz Supantschitsch. beide aus Dittmansberg, zu einem Streit, der späte* vor dem Hause fortnesetzt wurde und in eine Schlägerci ausartete. Strpunzl verletzte mit einem Messer den Supantschitsch töd lieh, .so daß dieser nach wenigen Minuten verstarb. Wegen Vcrbrechcns der Kürperverletzun« mit tödlichem Ausgang wurde'Strpunzl nurmehr durch die Strafabteilung beim Kommandeur der Sicherheitspolizei und de^s Sr» in der Untersteiermark mit einer Kreihcit"!-entziehung von fünf Jahren belegt, die als Zuchthausstrafe zu vollstrecken ist. Pakelmarder zum Tode verurleilt Der 47 Jahre alte Anton Kameriiik aus» Bnjck an der Mur, der als Rangieraufselief am Bahnhof Biuck an der Alur bedienstet war, hat gelegentlich seines Dienstes von Januar bis Oktober 1942 unter Ausniitzuns der Verdunkelung mindestens 300 Postpa kete. die zur Verladung bereitstanden, ent wendet, den Inhalt mit nach Hause genom inen und teilweise verwendet oder dort auf-gcstappcit. Bei seiner Verhaftung ist in se; iicr Wohnung ein ganzes Warenlager an Lebensmitteln, Schuhen, Kleidungs- und \Vä schestücken sowie Rauchwaren und viele» (Jebrauchsgegcnstäiiden gefunden worden Unter den entwendeten Paketen befanden sich auch Feldpostsendungen. Anton Kamernik wurde vom Sundergcriclil Leoben wegen Verbrechens des Diehstahb unter Ausnützüng der Verdunkelung und dei durch den Krieg bedingten außergewöhnlichen Verhältnisse als Volksscliädling zum Todü verurteilt. Spott und 3jumm Europas beste Berulsboxer Die APPE, Verband der europäischen Pp-lufsboxer, veiöffentiicht jetzt eine Rangliste aller Gewichtskldssen, in der Deutschland durch zehn Boxer vertreten ist. Es sind dies: Im Schwergewichli Wdlter Neusel dn erster Stelle, Heinz Seidler (.3.), Adolf Heuser (8.), Arno Kölblin (9.) und Heinz Sendel (10.); im Halbschwergewicht: Heinz Seidler (2.), Richard Vogt (3.)j im Mittelgewicht: Josef Bes-bolmann {l,)j im Wcltergewichl: Gustav Eder (6.)} im Fliegengewicht: Schiffers (4.); Offer-manns (5.). : Camera will nach Deutschland. Her einstige Weltmeister itn Scliwcrgewichtshoxcn Primo Camera ist bekanntlich vor längerer Zeit unter die Berufsringer gegangen und hat als solcher in seiner Heimat große Fr-folge erzielt. Jetzt will der Italiener auch in Deutschland ringen und hat von seinem Verband eine diesbezügliche Lizenz bereits erhalten. : Das zweite Eishockey-Länderspiel gegen die Slowakei wird am 20. Februar im Berli-' ner Sportpalast vor sich gehen. ; Das Eishockey-Endspiel um die Deutsche Meisterschaft wurde um zwei Wochen verschoben und kommt nunmehr am 14. Februar im Berliner Sportpalast zur Entscheidung. : Einen Winter-Dreikampf hat man iti der Schweiz ßejjründct. Er enthält eine Abfahrts-, eine Hindernisstrecke und eine Schießübung. Wiriscpap LeberMll gesteigerte Produklioa erktrebt Tabakpläne 1945 Alle Südostländer beabsichtigen eine weitere Steigerung ihrer Tabakerzeußung im neuen Anbaujalir. Dazu gibt vor allem die starke Nachfrage nach l'abak Anlaß, der ln'ulc überall in Kuropa einen inifnahnie-fähi^en Markt findet. In einigen Staaten man aus Tabaksanien auch das Öl, das als ein willkommenes Xeltenpro-dukL der Tabakpflanze geschätzt wird. Ks ist daher kein Wunder, daß die Süd-oslländer Ihre Tabakerzeugung nicht nur Hualilativ weiter verbessern, sondern wo €s möglich isl, aucli nodi llächenmäßig wrgrößern wollen. Die (inalilalive Verbt's. wrung goscliielü vielfach in denbelrag auf als 1041. Diese Mehrkosten sind nicht nur erhöhte BelriebsausgalK'ii und Mehraufwendungen für den teurer gewordenen Tabak, sondi'rn auch eine Folge (ier vorgesehenen Anbauansweilnng. Die l'h'zengung von Virginiaiabakm, die in den Iclzteji Jahren planmiißig gefördert wurde, wird auch in diesem Jalu* erhöht, und zwar will man aucli Kleinbauern für den Vii'giniaiabakanbau gewinnen. Die künsl-liehe Trocknung der filätter ist vollauf gehingen. Weik're Troeknungsscbui)pen werden im neuen Jaln* erriebtel. fni vergangenen Jahr beli'ng die Virginialabak-fläelie bt-reils genen U((> ha. Zur Fördern ng des Tabakbaues werden beträehl-liclu' Vorschüsse, gewährt und aueh sonst ei'fahrcn die .^nbauer \oii Tabak verschir-tlen«' fSrj^ünsligungi'n nn»l Ivrleiehlerun^en. 13 u I g a r i e n ist beute der gröllle Pa-baker/.(Mi(i('r in Sndoslrnropa. Hund Landbcwobiicr Iw-sehäfligni sieb mit dem Tabakhau. der schon seil vielen Jahren «las Itückyral der bulgariseheii Landwirtschaft ist. Dil' Taliakfläelie läßt jieh aaeh den jelzigi'n Schätzungen auf etwa KKKKK) ha erhöhen, die Tahakproduktion ließe sich auf 80 Millionen kg steigernt Im vergangenen Jahr eryuJ) die Tabak-ernte rund 02 Millionen kg Tabak, wovon etwa zwei Drittel ausgeführt werden können. Auch lUil|iari<'n h'gl beim Wi'ileren Atisbau seiner rahakwirlschaft besotideres (lewielil auf dk' Förderimg des Virginia-tahakanl>aues und hat hier schon sehr schöne Erfolge erzielt. Die Virginiaflächc ist von fünf ha im Jahre 1937 auf 1200 ha im Jahre 1941 jwstiegen; in der Sleichen Zeit stieg die virginiatabakiiro-uktion von (>000 Kg auf eine Million kg. Der Tal)akanbaui)lHn Serbiens für IDI.'i sieht die Anpflanzung \ oii 50(» Millionen Tahakslanden vor, wjvon oö Millionen auf das Haiiat entfallen. Kroatien, das im vergangeiu^n Jahr i'ine sehr gute Tabakernte hatte, isl gleichfalls dabei, im Hahmen eine.s Fünfjahrplanes seine Tabakerzeugimg rasch zu sleigern. Von llll'J bis 1910 soll die Zahl der angepflanzten Taliakslaiiden von UM auf 520 .Nfillionen Stück, dip Tabakanbaufläche \on 7850 auf l.'iOOO lia und die Tabakernte von 9,5 auf 15,7 Millionen kg erhöht werden. Die vorjährige Tabakernte \on 9,5 Millionen kg isl um 50 v. ff. größer als 1911. Die Anbaufläche 1912 ist mit 8722 ha sui>ar wesenllieh größer, als auf (Vund des l'^ünfjahrplanes vorgesehen war. Die Tabakgebiete in Dalmatien. I'os-nien und Herzegowina werilen Ix'sunders gefördert. Angeblieh will man sebon im nächsten Jahr in diesen ("Fcbielen di^e Zahl der rabak|)t'lanzen auf 500 ^f^Ilion^•n Stück erhöhen. 1911 wurden bereit .lOOOOO kg Tabaksainen zu Öl verarbeilel. wobei I500(K) Kilogramm Ol gewonnen ^^urden. Auch H u m ä n i e n isl bi-slrebt, srine Taliakerzeiigung zu erhöhen und hat die Anbaufläche füi- 1912 auf .'l5tX)01ia erweitert, Die hördernny des Tabakiuiliaues erfolgt in maneliprlci (ieslalt, in Frnlevor, \orsi*hüssen, Ai'beilsiirlaiiben für Tabakanbauer und aueh in den erleicliLerlen r5esehaffiingsmöglichki'il<'n für .Nfasehinen und (leräte. Die Preise wurden im Interesse' einer Erzengungssleigerung erliöhl. H. Cr. IL Die sdiweizerisdie Kohienpfoduiilion 15 bis 20 v. H. dea »Kricg.sbedarfes« gedeckt Die bei Kriegsbeginn in der Schweiz begonnene Ausbeutung der eigenen kleinen Kohlenvorkommen konnte im Laufe des Jahres 1842 wesentlich gesteigert werden. Die letzte veröffentlichte Produktionsziffer stammt aus dem Monit Juli und wies 19 85o Tonnen auf. Insgesamt wird die Förderung des Jahres 1942 auf 200 000 bis 220 000 Tonnen geschätzt. Davon dürften auf Schieferkohle 60 000 bis 70 000 Tonnen und auf Braunkohle 25 000 Tonnen fallen. Der Hauptanteil entfällt auf Anthrazit, der vor allem im Bergkanton Wallis vorhanden ist, wo er augenblicklieh In 14 verschiedenen Gruben gewonnen wird, von denen das Bergwerk von Chandolln bei Sitten daa größte ist. Durch rationellere Abbauniethoden und die zusätzliche Eröffnung neuer Bergwerke hofft man In der Schweiz, Im kommenden Jahre genau 300 000 Tonnen Kohle gewinnen zu können. Eine Steigerung darüber hinaus wird nicht als möglich angesehen. Mit dieser an und für sich sehr raachen Entwicklung der Förderung der eigenen Kohle i.Ht die Schweiz jedoch nur in der Lage, etwa 15 bis 20 v. H. des äußerst eingeschränkten >Kriegsverbrauches« zu dek-ken. Dadurch, daß zahlreiche Kohlenvorkommen, vor allem im Kanton Walli.'?, an hochgelegenen Gebirgsstellen liegen, sind die Förderpreise sehr hoch. Der Heizwert der Walliser Anthrazitkohle liegt zwischen 4000 bis 6000 Kalorien, doch ist der Aschengehalt mit 20 bis 35 v. H. außerordentlich hoch. Da diese Kohle zu allem schwer entzündbar ist und nur sehr langsam brennt, kommt sie praktisch nur für industrielle Verwendung in Frage. ! Die Anthrazitvorkommen in Walli.s wcnien in der Schweiz als bedeutend geschätzt. Der Geologe Prof, Wehrli errechnete die Ge-aamtbestände auf 30 Millionen Tonnen. Qualitativ am besten ist die schweizerische Braunkohle mit einem Heizwert von 4000 bis 7000 Kalorien, jedoch sind die Bestände der kleinen Braunkohlenlager eng begrenzt. Bannschiwetlkämpfe des Bannes Marburg-Stadt Nach anstrengendem Training treten am kommenden Samstag und Sonntag die Schi-* "ufer des Bannes Marburg-Stadt zu einem ^hiwettkampf an. Der A\iftakt zu den Wett-.ämplen ist am Samstag in Rotwein. Hier findet utu 7 Uhr 30 die Vereidigung der Läufer und die Eröffnung statt. Dann erfolgt der Aufstieg auf den Rarhern. Gegen 12 Uhr erfolgt dfr Start zum Abfahitslauf. In fnllrn Schwüngen wird es den Schiweg vom Ba-chernheim hinuutergejien. Noch härtere Kampfe sind für den Sonntag vorgesehen. Schon um 8 Uhr treffen sich die Wettkämpfer am Sophienplatz. Nach einem kurzen Anmarsch erfolgt um 9 Uhr der Start Eum Sprung- und Torlauf. Nachmittags wird noch ein Mannschaftsrennen ausgetragen. Die Mannschaiten bestehen bei diesem Lauf aus fünf Mann und einem Führer. Gleichzeitig wird der Schieftwetlkampf zur Durchführung gelangen. Am Abend findet die Siegerverkündigung statt. —»ii ii iliiaiiti ifir 111I>' Sclicri-Bildcrdicnst-Schlriicr-M Zu den Eis-KunsUauf-Meisterscbaften der Frauen in Hamburg 16 der besten Kunstläuferiimen bewarben sich am Wochenende in Hamburg .beim Jubiläumsturjiler des Altonaer Schlittschuhläufervereins von 1893 um den Titel der Deutschen Meisterin. -7- Unsere Bilder zeigen die zwei besten Läuferinnen. Links die erfolgreiche Titelvertcidigerin Martha Musilek-Wien und rechts die Münchnerin Inge Jell, die den zweiten Platz belegte X l'©slpak<'tdlr'i<'l d"'r veiMäslerlen Kuropiier naehzualimen und Ifnl/solilrn für die riesnhlmig /u »'nipii'hhMi. Aller-dings legt man Werl darauf, Ksehenliolz hierfür zu verwenden, wi-il .solche Sohlen angeblich nicht knarri'U, und weil man den „ai'inen Fluropäern' doch wenigstens etwas voraus haben möi'lite. X Die Verstärkung der spanischen Handelsflotte. Das neue Jahr hat in Spanien mit einer bedeutenden Vergrößerung seiner Handelsflotte begonnen. Auf Grund der Initiative der Regierung hat das nationale Institut für Industrie ein staatliches Srhiffsbau-unternehmen unter dem Namen Elcano gegründet, das bereits große Auftrage vergeben hat. Gegenwärtig befinden sich in Spanien Handelsschiffe mit einer Gesamttonnage von 300 000 brt im Bau. X Weitere Ausdehnung des rumänischen Reisanbaues, Die guten l^rfahrungen mit dem rumänischen Reisanbau haben eine weitere Frliöhuiig der Anbaufläche angezeigt erscliei-ncn lassen. Geplant ist die Ausweitung der Rciskulturen von ungefähr 1500 lia auf rund 4000 ha im konuncnden Jahre. Legt man einen Durchschnittsertrag von 2:5 bis 30 Doppelzentner je Hektar zugrunde und schätzt den wirkliclien Inlandsverbraucli in den normalen Jahren 1936/3Q mit rund S.SOOO Tonnen im Jaliresdiirchschnitt. so würde eine weitere Frhüliuiig der Anbaufläche ' auf SIHHi" bis lOtXM) lia nötig sein, um den iiesanitcn Inlandsbedarf in ausreichender Weise zu dek-ken. Die auf dieses Ziel hin.strcbcnde F:nt-wickluiiK der letzten .lalire erfährt durch den Umstand eine rörderung. daß K^mninien luiiinielir 40 bis 50(MIO ha Hoden besitzt, der sich in jeder Beziehung zur Errichtung von Keisplantagcn besonders eigne Wir hör#n im Rundfunk FretuB, 15. Jaauar ReichhproBrainni: 15..K)—lü: bolistcninu>.hr Charakterstücke. SportnaJirichtcn. PcuischlindBunder: 17.15_IH Vranj' livi-Kon-. l ü-citunE: Qilhert firavina) mit Waller Riimiiicl. Ji'.l.i bis .,1; Werke von Iltico lltrrniann, I ciiiiiiK: llrrhrri Allicrt. lohannes Rietz. 21 JJ: Nni/riilK(ic O. . ,n-qucr^cliniltc (»Moranii , Iifm liian tji- Mnn.ira ihr »olitt. Jäcdie. !hau Got aefröhslücht - gul gelaunt! l>as Frühstück ist i\\s lä;'!iehe I ssrns-j;nmdlai,'e für das Wobltn'finden liul^iTsl wichtig. Wer ohne Irüli.stück ans rU-ni Mause geht oder in llnsl sciiu'u Kaffee trinkt, st'hadcl seiner (jesumllieil nu-hr als er vielleicht annimmt. Wenn k<'ini' nnmiu lelbari'n (Tesundheitssehäih-ii die 1'oI;^ü sind, dann treten aber bcsUminl spiilrr Magen Störungen aller Art auf. Hin Vn-gnii-gcn ist CS olmehin niehl, jeden .Morg.'ii in gleicher Hast ein Urolclien iKTuiiler-zuschlingpn, um dann li'icht nervös an ilif A^rheit zu _ gehen. Slall eines gchalllosLii Kaffees mil Hrötcheu sollle man wenigstens einigt^ Male in der Woche cim'! Suppe oder einen ii;ilii'iiartrii Urci essen. Wer rrnhmor'ieiis keine Minnle sru nes koslbaren Schllifes 0[ifei'n tnuelile, kann sich diese ("iericlile bereils am .Mn-nd vorher herrichten und brauelit sie dann üur anfzuwarmen. Iiier einige Deispicir je naeh Crcschmac.'k zn wühlen: Bullcrmilelisiippp für «-Ine Person .'»H;; N'oUkornbrol, '/\^ I WassiT. '1 linlirniüleli, etwas Zilronenseliah', Zucker. /nlicrcilMii.n Das r>rol wiril abeutls in XN'assi'r rin;:;!-wciclil lind am .Nforgen in etwa .Nlinnii'ii verkoclil und ilnreh rin .Si<^b grslrirhrn. .Man brinj»! die r)rolsu|)|u' mil diT riiilli.'r-milch nnc? Zilronenschali' bis /um Kdelini iiiul schmecKl ab Sehr gut sehnieckl aiieli Slri('/('lstip|ir 100 g geriiibcne rohe Kai l ilteln, el\\;is Mehl, 1 Wiisscj", (lemiisel)i'ulie o(L'r .Milch, Salz, evenil _ g^'huckh' Pt-li-rsilie./.n-bereiliMig; Die KaiMoffcIn w<'i(lt'ii ;iin Abend vorher geriebeti und mit .Myhl lu-slrent ( Rpf Anzeigen AtinahmestiiluB' Am Tase wor Prscheinep um ifi Uhr Klein« An^ielRen werden nur regen Voreinkendiin« dei Betraget faucli Rltliiee IMefniarken) aufgenommen. Minde^tRebllhr iUr «Int Kleine Anzeige I RM Amtliche Bekanntmachungen Der Landrat des Kreises COU. — Verkehrsreferat. Aufhabung der Straßensperre in der Gemeinde Leutsch. Die für den 11. 1. 1943 bis 15. 1. 1943 angeordnete Straßensperre im Zuge der Landstraße 11/200 in der Gemeinde Leutsch, wird mit sotortiger Wirkung aufgehoben. 134-k Im Auftrag: gez. Jamnig. »etküufek Vorsandkisten atiK Pappe tnit HoUleisten 2—3 p. 8tiick verkauft liliinienliaiis Weiler, A\ari)iirK Merrengasst 2(i. 243-3 iulwt^gisiuki I'anzerschränke aller Art wer-litiji zu kaufen gusucht. Zu-scliriftcn sind zu richten an: f'oölamt Pettau, Postfach 37. 129-k.4 Gebrauchte Blumentöpfe kauft in allen üröl^en Blu-nienliaus Weiler in Marburg, llcrrengasse 26. 246-4 Of$eM Stellen Vor EinatflioDg tos Arbeiu* kriftco nutt die Zuitimmunii de* cattüodifea \rbeiuanitr» eiofcboll werden. Nettes Mädchen zur Hilfe der Hausfrau gesucht. Gastwirtschaft »Käriitnerhof«, Plautz, Marburg-Drau. 275-6 U'eibliche Schreibkraft für Fakturicrung dringenclst zum sofortigen Kintritt gesucht. Adresse in der Verw. 13ö-k-6 Männliche Hilfskraft als Stütze des Wirtschaftsleiters zur fachgemäßen Einlagerung der Lebensmittel und Wartung derselben gesucht. In Betracht kommen nur gesunde, kräftige Personen. Persönliche Vorstellung erwünscht in der Lehrerbildungsanstalt in Marburg-Drau, Landwehrka-serne, Eingang Landwehr-straRe, Heimgebäude, Verwaltung. 19-6 Wirtschafterin als Stütze der Hausfrau dringend gesucht. Zuschriften erbeten unter vRuhiger Haushalt« an die Verwaltung. 280-ü Braves Mädchen für Boten-gönfje und KanzleihilfStirbei-ten im größerem Betrieb zum sofortigen Eintritt gesucht. Adresse in der Verw. 140-k-H Brave Köchin für alle Hausarbeiten in Villenhaushalt gesucht. Marburg, Blücherstraße 23. 195-6 Küchenmädchen werden so> fort aufgenommen. Dauerstellung, Lohn nach Heimtarif. Verpflegung und Unterkunft frei. Persönliche Vorstellung erwünscht in der Lehrerbildungsanstalt Graz In Marburg-Drau, Landwehrka-serne, Eingang Landwehr-straße, Heimgebäude, Verwaltung. 18-6 fmtU a Veetuili Junger Wolfshund, hellbraun, hört auf den Namen »Rolfi«, verlaufen. Abzugeben Seifenfabrik »Zlatorogc, 291-13 yusthiiäeHis Dringend! Tausche neues Herrenfahrrad geg. gut erhal-ne Nähmaschine. Auch Aufzahlung. Milli Schmigotz in Burgstall i. d. Büh. 212-14 Ahnenpaß - Ausfertigungen Pamilienforschungs • mstitut, Graz, Grieskai 60, Ruf 6795. 12838-14 Der Chel der Zlvilverwaltung in der Uoterstelermark Der Beauftragte fQr die Zlvtlrecliltpilcgc - Dienstsiella Marburg/Dnu 0 Gen I 44 EintraftunK einer Genossenschaft Eingetragen wurde in das Genossenschaflsregister am 12. 1. 1943: Sit/ der CenoBsenschaft: Prauheim, Wortlaut der Firma. Raiffeiseokasse Frauheim, eingetragene Genossen* Schaft mit unbeschränkter Haftung. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb einer Spar- und Darlehenskasse: l. zur Pflege des Geld- und Kreditverkehrs und zur Förderung des Sparsinnsj 2. zur Pflege des Warenverkehrs (Bezug landwirtschaftlicher Bedarfsartikel und Absatz landwirtschaftlicher Erzeugnisseif 3. zur Förderung der Maschinenbenutzung, Genossenschaftsvertrag (Statut) vom 31. September 1941. Die Haftung ist eine unbeschränkte. Die von der Genossenschaft ausgehenden öffentlichen Bekanntmachungen erfolgen im Wochenblatt der Landesbauernschaft Steiermark. Der Vorstand besteht aus dem Obmann, seinem Stellvertreter und weiteren 1 Mitglied. Vorstandsmitglieder sind: Thomas Krainz jun., Realitäten- und Ölmühlenbesitzer, Frauheim, Obmann, Adolf Wogrinetz, Kaufmann und Besitzer, Frauheim, Obmaimstellvertreter, Josef Zöhrer, Besitzer, Frauheim, Vorstandsmitfjlied. Vertretungsbefugnis und Firmazeichnung: Zwei Vorstandsmitglieder, darunter der Obmann oder sein Stellvertreter, können rechtsverbindlich iür die Genossenschaft zeichnen und Erklärungen abgeben. Die Zeichnunq geschieht in der Weise, daß die Zeichnenden zu der Firma der Genossenschaft ihre Naraensunterschrift beifügen. 121-K Der Chef dor Zivilverwaltung in der Unterstelermark Der Beauftragte iür die ZlviIrech'.s»iflüKe — Dienitatelle Marbiirc/Drau 9 Gen I 45 Eititragiini; einer Genossenschaft Eingetragen wurde in das Genossenschaftsregister am 12. 1. i943: Sitz der Genossenschaft: Kaag bei Friedau, Wortlaut der Firma: Raiffeisenkasse am Kaag, registrierte Genossenschaft mit unbeschränkter Haftung. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb einer Spar- und Darlehenskasse: 1. zur Pflege des Geld- und Kreditverkehrs und zur Förderung des Sparsinns» 2. zur Pflege des Warenverkehrs (Bezug landwirtschaftlicher Bedarfsartikel und Absatz landwirtschaftlicher Erzeugnisse)} 3. zur Förderung der Maschinenbenutzung. Genossenschaftsvertrag (Statut) vom 31. Juli 1942, Die Haftung ist eine unbeschränkte. Die von der Genossenschaft ausgehenden öffentlichen Bekanntmachungen erfolgen im Wochenblatt der Landesbauernschaft Steiermark, Der Vorstand besteht aus dem Obmannn, seinem Stellvertreter und weiteren 1—4 Mitgliedern. Vorstandsmitgllecw sind; Josef Tomaschitz, Landwirt in Wittan, Obmann, Stanislaus Tschurin, Besitzer, Adrianzen, Obmannstellvertre-ter, Vinzenz Luckmann, Besitzer, Latschendorf, Vorstandsmitglied, Franz Borko, Besitzer, Gomila, Vorstandsmitglied, Johann Rubin, Besitzer, Kaag, Vorstandsmitglied. Vertretungsbefugnis und Firmazeichnung: Zwei Vorstandsmitglieder, darunter der Obmann oder sein Stellvertreter, können rechtsverbindlich für die Genossenschaft zeichnen und Erklärungen abgeben. Die Zeichnung geschieht in der Weise, daß die Zeichnenden zu der Firma der Genossenschaft ihre Namensunterschrift beifügen. 124-K Jeder Unterstelrer liest die „Marburger Zeitung"! BURG-LICHTSPIELfe Heute 16, 18 30, 21 Uhr Fernruf 2219 FftONTTHtaTBR ein Arthur-Maria-Rabenalt-Film der Terra mit Meli Finkenzeller Rene Deltgen, WilJjelm Strienz, Geschwister Höpfner. Ein Film aus dem Erlebnis unserer Zeit. Ptir Jugendliche zugelassen. Kulturfilm-Sondervorstellungen I Sonntag vormittags um IG Uhr, Montag, Dienstag und Mittwoch um 13.45 Uhr. l36-k REINEiJE FUCHS ein Märchenfilm der Ufa. Für Jugendliche zugelassen. ESPLANAOB Heute 16.18.30, 21 Uh f-ernrut i5-29 Police Inspektor Varsas In der Hauptrolle: GluHo Donadlo. Ein Film voller Spannung und Tempo! Inspektor ^ Vargas — ein Sherlock Holmes unserer Zeit, wird — vor die Entscheidung Liebe oder Pflicht gestellt. 2 Für jugendliche nicht zugelassen. 242 iclilsnlele Brunndorf Brüderlein fein Für Jugendliche unter 14 Jahren nicht zugelassen. Wochenscbau I Kultiirf Uni! Vorstellungen: Freitag um 20 Uhr, Samstag: 18. 20.30 Uhr, Sonntag: 15, 18 und 20.30 Uhr. 94 Metropol-Lichtspiele CUM Vom 15. bis 21. Januar Hochzeit auf 59renhof Heinrich George, Ilse Werner, Paul Wegener, Ernst v. Klippstein Für Jugendliche nicht zugelassen! 1 ll3-k ON-LICHTSPIELE PETTAU Von Freitag bis einschließlich Montag Die heimliche Qrüfln Für Jusendiiche unter 14 Jahren nicht zugelassenl Vorstellungen am Sonntag um J^16, V2l9 und 21 Uhr, an Wochentagen zu normalen Zeiten. SIBIRISCHER HEIMATBUND Volksbildungsstätte Marburg Heute erster Kursabend Frau Dr. Edith G e r d e s: Ii9llmnis€h Wr Anfänger An Jedem Freitag von 20 bis 21.30 Uhr In der Oberschule für Jungen, TauriskerstraBe Nr. 9. Jede Kurseinheit umfaBt 10 Doppelstunden, dann ist die Teilnehmerkarte zu erneuern. — Anmeldung in der Kartenverkaufsstelle des Amtes Volkoildung, Tegetthoffstraße 10 a, und helni ersten Kursabend. Nur mit Hörerkartei 10 Doppelstunden ^ 8.50, Tausche fast neuen, modernen Kindersportwagen gegen Super - Rundfunkempfänger. Adresse in der Verw. 282-14 11 Wolinorl* und Anschriltandenmii ^ ^ II müssen unsere Hcstbezieher sofort dem zuständi- Iininfln finden durch die »Marburger Zeltung« ibllll!!! weiteste Verbreitung! Danksagung Für die liebevolle Anteilnahme, die uns während der schweren Krankheit und zum Ableben unseres lieben Vaters, des Herrn Hans I.ukas, entgegengebracht wurde, sagen wir auf diesem Wege herzlichen Ddnk. Besonders danken wir Herrn Bürgermeister Siegbftrt Wrentschur für die ehrenden Worte, welche er dem Heimgegangenen für sein Wirken in der Gemeinde und in den völkischen Vereinen widmete, ebenso der Mahrenberger Sängerschar für das Abschiedslied. nO-K In tiefer Trauer: Familie Langer. nitissen unsere Hcstbezieher sofort dem zuständigen Postami (nicnl dtm Verlag) melden. »Marburger Zeitung«. Vertriebsabteilung 7^ /OR ERKALTUNGEN UND ANSTECKUNGEN! Die Beerdigung des verstorbenen Herrn VEIT WERTATSCHNIK findet Freitag, den ^ 15. Januar 1943, um 16 Uhr, von der Aufbah-rungshalle des Städt, Friedhofes in Cilll aus statL ' 138-k Unsere liebe, herzensgute Gattin, Mutter, Schwiegermutter und Großmutter, Frau' lulie Purgay geb. Hochleitn^r Tischlermeistersgattin ist Mittwoch, den 13. Januar 1943, nach kurzem, schwerem Leiden, im 78. Lebensjahre ruhig entschla fen. Das Begräbnis findet Freitag, den 15. Januar 1943. um 15.30 Uhr, von der Aufbahrungshalle am Friedhof in Drauweiler aus statt. Die Seelenmesse wird Samstag, den 16, Januar 1043, um 6.:i0 Uhr, in der Magdalenen-Pfarrkirche gelesen. 289 Marburg, Agram, Daruwar, Gleichenberg. Die trauernden Hinterbliebenen. Wir geben die traurige Nachricht, daß Frau Adele Plrnat geb. Scliaf er Advokatenswitwe heute, Donnerstag, den 14. Januar 1943, um 4 Uhr, im 78. Lebensjahre verschieden ist Die Beerdigung findet Samstag, den 16. Januar 1943, um 15 Uhr, von der Aufbahrungshalle des Krankenhauses in Windischgraz aus statt. 135-k Windischgraz, Innsbruck, Teschen, den 14. Januar 1943, Die trauernden Hinterbliebenen. In treuer Pflichterfüllung für Führer, Volk und Heimat opferte am 8. 1. 1943 im Alter von 34 Jahren sein Laben mein herzensguter Gatte und Vater Johann Wodeb Gendarm Die Beerdigung fand am 11. 1. 1943 am städtischen Friedhofe in Cilli statt. Der Trauergottesdienst wird am Samstag, den 16, 1, 1943, um 7.30 Uhr, in der Pfarrkirche gelesen. Cilli, am 12, 1, 1943, 131-K In stolzer Trauer: Johanna Wodeb, Gattin, mit Töchtorchen Fini