.U 273. Dinstag am 29. Rouemller 1864. Die „?aibachn Zeitung" erscheint, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, täglich, und lostet sammt den Beilagen im Comptoir ganzjährig 11 fl., halb-lshrtg 5 si. 50 lr., mit Kreuzband im Comptoir ganzj. 12 fi., halbj. 6 fl. Für die Zustellung in's Hans sind halbj. 50 kr. mehr zu entrichten. Mit der Post portofrei ganzj., unter Kreuzband und gce dwctter Adresse 15 fi., halbj. ? si. 50 lr. Änscrtionsgebilhr ftlr eine Garnwub - Spnltenzeilt ober den Naum derselben, ist ftlr lmalige Einschal« wng S lr., fiir 2malige8lr., für 3malige ly lr. n. s. w. Zu diesen Gebühren ist noch der Insertions - Stempel per 30 tr. für eine jedesmalige Einschaltung hinzu zu rechnen. Inserate bi« 10 Zeilen losten 1 ft. 90 lr. ltlr 3 Mal, 1 fi. 40 tr. für 2 Mal und 90 tr. für 1 Mal tmit Inbegriff des Insertion«ftempele). Amtlicher Theil. <^as Staatsministerium hat im Einvernehmen mit den anderen bclhciligtcn Vtinistcricn dem Wirthschastö-lathc A. E K o m c r s in Vcrbindnng mit D. Trag y, Advokat in Prag, Moriz Zdctaucr in Prag, Golt-l'cb Haasc Söhne in Prag, Joseph Müller ,n Echönlindc, (5. Pomftc, Obcrforstmcistcr ,n Boh-lttisch-Kanmii), Joseph Ignaz Rochlitz in Aöl)Ml,ch-Kamnitz, Bineenz Ignaz Zahn, Fabrikant m Stem-schönan die Gründung cincr Attlcngcscllschaft zur Errichtung einer Flachsspinnerei in Tctschcn nnd von FlachiM0.000 st. wird in folgender Wc^e vorgenom-inen werden: 1. (5mzcichnnna.cn uou und unter 10.000 fl. werden nicht rcdxzirt; 2. Einzcichnnngcn über 10.000 fl. bis cm. schlickig 23.000 fl. wcrdcn anf 10.000 fl. reduzirt; 3. alle höheren Eiuzcichnungcn wcrdcn auf vicruudvicrzig Pcrzcut dcö fnbftribirtcn Betrages rc- ^zirt, wolici dic sich crssebcndcu Beträge von und "^^«r 5>0 fl. unberücksichtigt bleibe», Bctläae übcr '^ ft. hingegen mit 100 fl. angerechnet werden. Wicn, dcn 20. November 1804. Vom t. k. Finanzministerium. Am 27. November 1804 wurde in dcr k. k. Hof« und Staatsdru'äcrci in Wien das XXXVU1. Stück des Ncichsgcsctzblattcö angegeben uud versendet. Dasselbe enthält unter Nr. 80 den Erlaß des Finanzministeriums vom 19. Oktober 1804, über die Ermächtignng des Nc- bcnzollamtcö Pcrlcgada zur zollbcgünsligtcu Ae> Handlung dcö auS Istricn, dcn quarncrischcn In- scln oder aus Dalmaticn in das allgemcinc Zoll- gebiet eingeführten Oclcö und WciucS; giltig für daö allgcmcinc Zollgebiet; ^. 87 dcn Fricdcnötrattat zwischen Oesterreich, Prcu- heu und Dänemark vom Z0. Oktober 1804. (Ab- geschlossen zu Wicn am W. Oktober 1804. Dlc Natifizivungöurtundcu, ddo. Wien 14 Novem- bcr Berlin 14 November, und Kopenhagen 12. November 1804, wurden am 10. November 1804 .., in Wicn ausgewechselt); ., . , ^ "'- 88 den Erlaß des Finanzminlstcrlumö vom 7. November 1804, womit die Errichlnna. einer General.Direktion für das unbewegliche Staats- ^gcnlhnm lnudgcmacht wird. ^°'U k. t. Rcdaktiouö-Vurcau dcö Ncichsgcsetzdlaltcö. Nichtamtlicher Theil. Laibach, 28. November. Wir bringen unten dcn Adreßcntwnrf dcö Abgc< "ldnetenhauseS nnd stellen hier dic verschiedenen Ur« lhcilc dcr Wicncr Blätter über das Schriftstück zu-'"Nlncn. Dieselben lauten vorwiegend günstig. Ernst und würdig im Tone, ohne dic Ehrsnrcht °" l^cnd cincr Stcllc außer Acht zu lasscn, i,t sie 3°^ männlich, offen und wahr, urtheilt die „O.>D. ,l"" über die sldrcssc. Dcr richtige Aufdruck dcr Si-.!'lltio,l ist ihr wiedergegeben, sie verheimlicht nichlö, ^ bcschü„i^ nichts uud sucht durch tcinc Wendungen ,"' Aufgabe sich zu entziehen, welche die Bollövcrtrc. !""5 hat: übcr die wichtigsten leidenden Iutcrcssen ^ Reiches sich auözusprcchcn. Es ist uicht nur kein Punlt in derselben vergessen, soudcru es sind sogar einige wesentliche Momente cinbczogcu, von dcnen dic Thronrede leine Erwähnung machte. Ucbcrall stcht die Durchsühruug dcö koustilutioncllcu Gedankens im Vordcrgruudc. Dcr Adrcßcntwurf dcö Abgeordnetenhauses unterscheidet sich höchst uorlhcilhaft von dcr Adresse des Herrcnhanscö, sagt die „Pr." Weit entfernt, eine Paraphrase dcr Thronrede und dcr Ausspruch ciucö nnbcschräuttcu Vcrtraucuöuotnins zu sein, bildet dicscö Schriftstück den trcucu Ausdruck redlicher Ueberzeu» gungcn, in cbcn so ehrfurchtsvoller als gemäßigter Form, aber doch mit jcncm Frcimuthc vorgetragen, dcr wahrcu Voltsvertrelcril zicmt. Dic Adresse hat ciucu programmartigcu, dic gc-sammtc iuucrc uud äußere Politil umfasscudcn Eha-raltcr crhaltcu, sagt dcr „Äotsch." Sie ist ein cmi> ncnt politisches Aktenstück, wclchcS dcr Stellung uud Äcdcutuug dcr Rcichövcrtrctung im SlaatSlcbcn wohl entspricht. Die Adresse ist ein Wert echten FrcimuthcS uud wahrer Aufrichtigkeit, schreibt die „V. Z." Sic be« kcuut sich zu dcn Grundsätzen dcö echten Konslitutio-ualiSmuö, sie theilt die Meinungen dcr unabhängigen Presse uud gibt jcncu Empfiuduugcn Ausdruck, wclche dic Ärust dcr ganzcu Bevölkerung erfüllen. Sagcu wir es in ciucm Worte: dcv Adrcßcutwurf cuthält daö Glaubcuöbckcnnlniß des koustitulionellcu Oesterr^cks. Dcr Ädicßcutwurf zcigl nach Ansicht dcS „FM", wie die Thronrede il'sofer» einen Fonschrill in unsc« rcm konstitutionellen Vcbcn, daß er frei von übcr< fchwäuglichcu Phrasen, durchwegs gcschäftsmännisch gehalten ist. An dic Stcllc dcr Jugendlichkeit uud ihrer Schwärmereien tritt die Ncifc und dcr Erusl dcö Manucs, welcher genau erwägt, was er zu erreichen verpflichtet ist, uud was cr erreichen taun. Welchen Parlcistandpnukt mau nuch bei Bcur. thciluug dicscö Entwurfes cinuchmcn möge, bcmcrll die „!kcrf.", mau wird uicht umhin können, in dem-selben daö Ncsnltat wahrhaft patriotischer Hingebung uud loyalcu Frciiuuthcö zu crbliäcu. Eö ist ciu maßvolles Schriflstück, daö seine eigenthümliche Färbung wohl dcu Kompromissen zn vcr-oanlen hat, ans denen cS hervorgegangen, uud welche aliciu dic Mischung von edlem Frcimulh in dcn einen uud fast ängstlicher Zurückhaltung in anderen Äczic-hungcn erklärlich machen, urtheilt das ncuc magyarische Blatt „Die Debatte." Nur die „Ocst. Ztg." findet kciucu rechten Gc> schmuck darau. Sie sagt: Um wahrhaft zu sein, muß man gestehen, daß diese vierte Adresse dcö Unterhau« scö sich durch Glauz der Rede u„d durch Eleganz dcö Slylcö nicht anözcichnct. Das Dotnmcnt trägt viel' fache Spuren dcr geschäftsmäßigen Kurialsprachc und mahnt mehr oder weniger an Satzschriften. Dic Thron, rcdc war cinc geschäftömäßige, dcr Adrcßcntwurf ist cin trockcncö Aktenstück. Er leidet au Weitschweifigkeit, au Rcpctitioncn desselben Gedankens, statt sich präziser Ausdrücke uud llarcr Fassuug zn befleißen; Geschmeidigkeit, Glätte, Feinheit wird vermißt, dagegen wird man nur zu oft an^.Wcisungcn" und „Erlässe" erinnert. Dicö übcr die Form. Dem Inhalte nach schließt sich der Adrcßcnt-wnrf Schritt für Schritt dcr Thronrede an. Vielleicht wärc cinc frcicre Auffassung vom eigenen Standpunkte des DcputirtcnhanscS angemessener, da bci uuscrcm jungen Vcrfassunssslcbcu cinc Anlehnung an die Thronrede uicht historisch gcgcbcn ist; hicrauö würde cm Blick auf dic Einzclnwmcntc geworfen, und das Schriflstück gcwäuuc Lcbcu uud Frifchc. Das Paral« lclgchcn neben dcr Thronrede ist kein Gewinn, wcdcr für dic Qualität dcS Aktenstückes noch für dcu hcr-vorzudringenden Eindruck. ES würde cinc sehr ausgedehnte Kritik gebcn, wenn mau dcn Emzclnhcitcn des Adreßeutwurfes kri< tisch folgen wollte; im Gauzcn stndcn wir darin Nichts, was nicht anch Anschauung der Regierung wärc, und sehen darin wieder dcn Beweis, daß Abgeordnetenhaus und Ministerium auf demselben Boden stehen. Adreßentwurf des Abgeordneten-Hauses. Eu. k. l. Apostolische Majestät! Die erhabene Ansprache, welche Eu. Majestät au die wicdcrbcrufcue NeichSucrtrctuug allcrgnädigst zu richtcu gcruhtcu, Hal die wichtigsten Interessen dcö Reiches berührt. Die hohe Bedeutung der vom Throne gesproche« neu Worte legt dem Abgeordnctcnhaufe die Pflicht anf, mit ehrfurchtsvollem Freimuthc auch seine Auffassung dcr a,roßcu Fragen, welche das Reich bewegen, Eu. Majestät iu treuer Ergebenheit zu untcr-brcitcu. Die gemciusamcn Angelegenheiten der Königreiche uud Läudcr des Kaiscrstaatcs, zu denen verfassungsmäßiger Bchaudluug die Ncichsvcrtrctung zunächst als Gesammtreichöralh cinberufeu wurde, wcrdeu im Abgcorductcuhausc die ihrer hohen Nichtigkeit cutsprc-chcudc Sorgfalt und hingebende Thätigkeit finden. Gleicher Eifcr uud gleiche Pflichttreue wcrdcn den Augclcgcnhcitcn dcs cngcrcu Ncichsrathes zugcwcudet wcrdcn, dessen unmittelbar folgende Wirksamkeit Eu. Majestät in Aussicht geuommen. DaS Haus fühlt sich jedoch verpflichtet, ausziisprcchcn, daß die regelmäßige, jährlich wiederkehrende Wirksamkeit des en« gcrcn Rcichsrathes cin in dcr Verfassuug begründetes Recht dcr in ihm vertrcteucn Königreiche und Bänder ist, daß in dieser regelmäßigen Wiederkehr eine Bürg» schast für versassuugSmähigc Zuslaudc in denselben licgt uud daß sie für die Erfüllung so vieler, wichtiger uud dringender Aufgaben ihrer gemeinsamen Gesetzgebung uicht entbehrt wcrdcn kann. DaS Abgeordnetenhaus muß cS tief beklagen, daß in einem großen Theile des Reiches dic verfas» snngSmäßigc Thätigkeit noch gar nicht brgonncn hat oder völlig unterbrochen ist. Entschiedenes Vorschrci« ten dcr Regierung zur Beseitigung dieser dcn Inler-csscn dcS Reiches und seiner Bcwohncr so sehr ab-träglichcn Zustände würde daS Vertrauen wicdcr beleben und vom Abgcordnctcnhause mit lebhafter Freude begrüßt wcrdcu. Wir gebe» uns dcr Hoffnung hin, daß iu nicht fcrncr Zukunft im lomb »vcuct. Königreiche cinc auS Wahlen hcrvorgcgllngruc^lludcsvcrttctung tagcu werbe, und betrachten es als Gegenstand ernster Sorge für Eu. Majestät Rcgicruua., daß dcr Landtag Galizicus ehestens sciuc für dicscS Königreich ilberaus uothwen« digc Wirksamkeit wicdcr aufnehmen könnr. Von hoher Wichtigkeit für das ganze Reich ist inobcfoildcrc auch die Herstellung verfassnngsmäßiner Zustünde in dcn beiden Königreichen Ungarn und Kroatien. Denn nur hierin sieht das Abgeordnetenhaus dcn Weg, die Einsicht in die wirklichen Bedürfnisse dcS Reiches und aller seiner Völker baldigst zn vermitteln uud die Schwierigkeiten zu bchcbcn, wclche cincm gedeihlichen Zusammenwirken aller Kruste, für die Interesse» dcS Reiches und seiner Theile noch entgegenstehen. Wir halten darum dic ungesäumte Einberufung dcr Landtage dieser Köuigrciche nach Abschluß dcr ge-gcnwärligcn Thätigkeit in Angelegenheiten dcs ge-summten Ncichsrathcs für unerläßlich. Es wird damit cincm wohlbcgründcten und gerechten Verlangen in jenen Ländern begegnet und auch das aufrichtige Stre-bcn von Eu. Majestät Ncgicrung bethätigt werden, die Früchte konstitutionellen Staatslcbens in Oester« reich allseitig zur baldigen Reise zu bringen. Wir hegen do.S Vertrauen, die gesetzliche Ver-lrelung icncr Königreiche werde sich der Ueberzeugung mcht verschließen, daß die gemeinschaftliche Behand« RV9O lung dcr gemeinsamen Angelegenheiten des Reiches im Interesse Aller liege und dnrch dieses unabweislich geboten sei. Das Abgeordnetenhaus wird seinerseits nicht anstehen, was an ihm ist, beizutragen, daß bei unvcrrücltcr Wahrung dieses in der Rcichsverfassung ausgesprochenen Grundsatzes jenen Landern im vcr» fassungSmäßigcn Wege dic nöthigen Garantien für ihre Autonomie in allen Angelegenheiten werden, welche ihren Landtagen vorbehalten sind. Und wenn Vaterlandsliebe und llares Erkennen der Interessen des Staates nnd seiner Bewohner beiderseits zusammenwirken , dann wird auch das Wert gelingen, zu dem nach Kräften beizutragen wir für eine heilige Pflicht eines jeden halten. Mit inniger Theilnahme verfolgten Oesterreichs Völker, wic alle Ereignisse, welche Eu. Majestät er« habcues und trcugclicbtcs Haus betreffen, die Vor» gange, wodurch ein erlauchter kaiserlicher Prinz berufen wurde, in fernen Weltthcilen einen neuen Thron zu gründen; möge Gottes Beistand sein edles Wol< len nnd opferreiches Mühen zum Gelingen führen! Eu. Majestät haben vom Throne herab den hohen Werth des allgemeinen Friedens für Oesterreich verkündet; auch das Abgeordnetenhaus hält einen ge< sicherten nnd die Vürgfchaft der Dauer in sich tra^ gendcn Frieden für eine unentbehrliche Bedingung zur Wohlfahrt des Reiches. Solchen Friedeu für Oesterreich herzustellen und zu befestigen erkennt daö Haus als ein unverrückbares Ziel für Eu. Majestät Re» gicrung. Der Friede mit Dänemark hat einer langjährigen Vergewaltigung dcr Elbchcrzogthümcr ein Ende gemacht, welcher sich entringen zu hclfcu ihnen versagt blieb. Dcr vorausgegangene Kampf hat — Dank dcr Tapferkeit dcr kaiserliche» Truppen und Kriegsmarine — dcu österreichischen Waffen ucuc Lobccrcn gebracht. Aber noch ist das Wert nicht vollendet, welches Eu. Majestät als Gegenstand der innersten Bewegung des gesummten Deutschlands anerkannt und wofür Oesterreichs tapfere Söhnc geblutet haben; noch harren die Hcrzogthümcr dcr cudgiltigcn Regelung ihrer Verhältnisse, und daö Abgeordnelenhaus glaubt mit Zuversicht, daß die kaiserliche Re>< gierung kräftigst bestrebt sein werde, das begonnene Wcrk zn krönen uud im Zusammenwirken mit dem deutschen Bunde den Hcrzogthümern zu ihrem vollen Rechte in der Erbfolge und in dcr sclbstständigcn Ordnung ihrer Angelegenheiten zu verhelfen. Den hohcn Werth dcr Buudcsgeuosscnschaft mit Preußen für die Erfolge in dem nunmehr zum Abschlüsse gebrachten Kriege anerkennt das Abgcorductcu-haus im vollsten Maße; eS kann abcr nicht unterlassen , auch dic innerste Ueberzeugung von dem gleich hohen Wcrlhc auszusprcchcu, dcr in dcr aufrichtigen Pflege dcr bundcsrechtlichen Bczichungcu zu dcn an« dercn Staaten des deutschen Bundes für Oesterreich gelegen ist. Es wird darum alle Bemühungen von Eu. Majestät Regierung freudig begrüßen, welche dahin gchcu, bundeswidrigeu Soudcrbcstrcbuugcn cut« gcgcuzutrclcu und durch Reformen dcr Bundesverfassung dic Bandc noch cugcr zu tuüpfcn, welche allc Ländcr Deutschlands zu Einem großen uud mächtigen Ganzcu vcrciucn. Die unheilvollen Ereignisse im Königreiche Polen, welche in ciucm Lande des Reiches die Vcrhängung von Ausnahmsmaßrcgcln herbeigeführt, erfüllen anch uns mit tiefer Betrübniß. DaS HauS gcwärtigt vou Eu. Majestät Regierung die ihr nach dcr Verfassung obliegende Darlegung der Gründe, welche dic Vcr-hänguug und thcilwcisc Fortdauer jencr AusuahmS-maßrcgclu nothwcudig gemacht, dann dcr Erfolge, welche dadurch crziclt wurden, kann jcdoch dcn lebhaftesten Wuusch nicht unterdrücken, daß, wcun ctwa bisher dercu Nothwendigkeit vorhanden war, diese doch in kürzester Zeit entfallen möge. Eure Majestät haben die besondere Aufmerksam» keit dcS Rcichsrathcs für dic NeichSfinanzcn in Au« spruch zu nehmen geruht. Und in dcr That ist die Finanzlage des Reiches cinc sehr ernste. Die Ausgaben überragen fortwährend dic Eiu< nahmen, die hochgespannte Steuerlast dcr Staatsbürger erträgt kaum mehr einc Erhöhung, das StaatS-vermögen ist namhaft verringert, die stete Benützung deS öffcutlichcu Kredites, auch iu Iahrcn des Friedens, mnß zu schweren Bedrängnissen uud kann endlich zu unheilvollen Krisen führen. DaS Abgeordnetenhaus vermag iu dem bloßcu Streben nach Ersparuugeu zur Anbahnuug des Gleich« gewichtcs im Staatshaushalte für ciuc fcruc liegcudc Zeit cine gcuugcndc Gewähr für cinc dauerhafte Ordnung des Staatshaushaltes nicht zu crkcuucu, cs hätt vulmchr die völlige Umkehr zur strengen Regelung dcr Staatsauögabcn uach dem Maßc dcr ordentlichen Eilmahmen — aub'eiordclttllchc gMc^ ausgenommen — ^nr drn unvcrwM uiWgeu und^ allein erfolgreichen Schritt, um jcncS Gleichgewicht Wieder herzustellen uud die finanziellen Kräfte des Staates der Niedererstarlung zuzuführen, dercn das Reich bedarf, um seine Machtstellung zu behaupten und seine innere Wohlfahrt zu sichern. Namentlich erscheint cs unerläßlich, nach dcu schou iu früherer Zeit vou Eurer Majestät ausgesprochenen Intentionen, die Ausgaben für Hccr uud Flotte herabzusetzen, uud es kann dies bei ciucr erfolgreichen, nur durch die Iutcrcssen dcr österreichischen Völtcr bestimmten Lcituug der auswärtigen Augelc-geuhcitcn ohne Gcfahr für das Rcich gcfchchcu. Ebenso gestatten die geänderten Eiurichtuugeu im öffentlichen Leben der Gemeinden uud Läudcr bereits im ausgiebigsten Maßc dic Vereinfachung dcr staatlichen Verwaltung. Wic das Abgcorduclcuhaus diese Gesichtspunkte bei dcr Feststellung der Ausgaben für maßgebend cr» achtet, wird es auch die Gcsctzcutwürfc zur Rcgcluug dcr direkten Besteuerung im Iutcrcssc ciucr gcrcchtcu und gleichmäßigen Vcrlhciluug dcr Steuerlast sorg» faltiger Würdigung unterziehen. Die Schlußfassuug über die Zulässigkcit uud Angcmcsscnhcit cincr Fcst< stcllung des Staatsvorauschlagcs für das Jahr 186^> in unmittelbarer Folge auf jcnc für das Jahr 1865 glaubt das Haus dem Zeitpuuttc dcr wirklichen Vorlage jenes Voranschlages vorbehalten zu müssen. Die Staatsrechnuug für 1862 wird dcr verfassungsmäßigen Prüfung vom Hause uulcrzogcn wer« dcn; allein solche Prüfung kann nur durch das im Auftrage Eurer Majestät schon längst in Anssicht gestellte Gesetz über die Mimstcrvcrantwortlichkcit ihre wahre Bedeutung erlangen und das Abgeordnetenhaus hält cs für seine Pflicht, klar und bestimmt auSzu-sprechen, daß dicscs Gesetz cinc dcr driugcndstcn Ergänzungen dcr konstitutionellen Staatscinrichtuugeu für Oesterreich bilde. Dic schweren Bedrängnisse, nulcr welchen die Industrie im Kaiscrstaatc leidet, sind zum großc» Theile die Folgc uuablveuobarcr Ereignisse; uicht wenig aber tragcu hiczu das Schwanken dcr Valuta, die durch dcn Bcdarf des öffcutlichcu Kredites erzeugte Vcrthcucruüg des Kapitales für allc Zweige dcr Voltswirthschaft, dauu dic Unsicherheit bei, in welcher sich die Frage dcr handelspolitischen Stcl-luug Oesterreichs zu dcu audcrcu Staaten Deutschlands seit läugercr Zeit uud uamcutlich mit Hinblick auf das nahe Ende des Vertrags vom Jahre 185^ befindet. Das AbgcorducteuhauS muß es dahcr auch bedauern, daß die Regierung Eurcr Majestät noch immer uicht in dcr Lagc ist, dic Resultate der Verhandlungen über dicsc Frage vorzulcgcu. Wir gcbcu uns jcdoch der Erwartung hin. daß die großcu Nachtheile, welche durch dic Erjolglosigtcit dcr, bisherigen Vcr-Handlungen auf handelspolitischem Geliictc dcn öslcr« rciämchcu Iutcrcsscu erwachsen siud und fernerhin drWli, mittelst dcr iu Aussicht gcstclltcu Vcräudc» ruugcn dcr Zollgesetzgebung sich werdcu vcniugcrn lassen. Eiuc kräftigere Wahrung uud Förderung wird abcr den vollöwirlhschaftlichcu Intcrcsscn nur durch dcrcn im SlaatSorgamsuulS bisher mangelnde einheitliche Leituug zu Theil wcrdcu. Dic Wichtigkeit dcr Eisenbahnen als VcrtehrS-miltcl hat das Abgeorductenhaus schon iu dcr letzten Session bestimmt, die Nothwendigkeit ciucs ucucu EiscubahnkonzcssiouSgcsetzcs auszusprcchcu, wodurch uicht nur dcr Unternehmungsgeist crmuutert, sondern auch dcr Reichsverlrctuug dcr ihr gcbührcnde Eiufluß bei Errichtung ucucr Liuicu gesichert wird. Wir tönncu dahcr mir wiederholt ehrfurchtsvoll bitten, daß Eure Majcslät gcruhcu mögc, die Regierung mit dcr Cililiriliglmg cincr solchen Vorlage vor dcn versammelten Rcichsrath zu bcauftragcu. Die Gcsctzcutwürfc zur Ausdehnung des Eisen-bahnuctzcs, dauu zur Förderung dcr uoltswirthschaft« lichcn Intcrcsfcu überhaupt, so wie dic audcrcn zur Kompelcuz dcS gcsammtcu RcichSrathcö gchörigcu Vorlage» wird das Abgeordnetenhaus dcr sorgfältig-steu Berathung uutcrzichcu. Auch gebcn wir uus mit Hinblick auf die vou Eurer Majestät bcrcitS iu Ausficht gestellten Vorlagen für den cngcrcu Reichsrath schou jetzt dcr Hoffnung hin, daß die mit dcm heiligen Stuhle ciu-gclcitctcu Uutcrhaudluugcu auch dic gesetzmäßige Re> gelung jcncr iu das Gcbict der StaalSgcsctzgcbung fallenden Verhältnisse ermöglichen wcrdcu, welche durch dic von Eurer Majestät mit Sr. Heiligkeit vereinbarte Akte vom 18. August 185>5 berührt siud. Eure Majcslät! Dic kaiserliche Huld uud Guadc, dcrcn Eurc Majestät dic Mitglieder dcr Reichsucrtrctung zu versichern geruhten, erhöht iu uns Allcn das Gcfühl dcr Trcuc für unscrcn gc^ liebten Herrscher; uud wic wir in Liebe zum Gc-sammtuatcrlaudc chrfurchtövoll und offen dic An-fchauuugcu, dic uns leiten, ausgcfprochcu, so wcrdcu wir uns unermüdlich uud gcwisscuhaft dcm Wcrte widmen, für wclchcs Eurc Majestät dcu Rath uud Beistand dcr Rcichsvcrtrclung verlangt haben. Mögc OottcS /l'gitt'^t'c Hinli) n/lf dcllifcllicn niheil, daß cö gedeihe zur E'c>« und Glößc dcS Rcichcs, zum Ruhmc scincs Kaisers, ;mu heile scincr Bewohner'. Gott erhalte, Gott schütze, Gott scgnc Eurc Majestät. Pratobcvera, Obmann. Dr. Gistra, Berichterstatter. Ausland. Turin, 23. November, Kaum waren vorgo stcru dic wichtigen und größtcnthcils ungerechten, mit großem Mißbehagen aufgenommenen Fiuanzuorschläge des Äiiuislcrs Sclla angenommen wordcu, so hatten l-45 Abgeordnete nichts Eiligeres zu thun, als sofort Turin zu verlassen; uutcr ihucn Pcruzzi, Ricasoli, ein großer Thcil dcr Siziliancr und Neapolitaner, uud viele Lombarden. Ich glaube, daß in nächster Woche schon die stammer nicht mchr stimmfähig sein wird und entweder cine Prorogation oder gänzliche Auflösung dcrsclbeu erfolgen muß, wclch' lctztcrc Eventualität augcublicklich dcn Gegenstand miuistcricllcr Berathungen bildet. Dic Abgeordneten fühln, in Turin leinen Vodcn mchr; dic Majorität ist zcrsctzt, uud wäre nicht die äußerste Noth vorhanden gewesen, so wären die Vorschläge dcs Finauzministers fast sämmtlich verworfen oder miudcstcnS wesentlich modi-fizirt worden. Der Instizministcr Vacca hat sich dcS» halb auch beeilt, dcu GesetzeSvorschlag bezüglich der Auflösung der Klöster und religiösen Genossenschaften und Eiuverlcibuug der Kirchengütcr und Präbcndc» in dcu Staatsbesitz dcr Kammer vorzulegen uud dürfte derselbe uoch vor der bevorstehenden Kammcrauflösung distutirt wcrdcu, da er dcm Klerus höchst beträchtliche Vortheile bictct, wcnu cr auch durch sciucn äußerst radikalen Eharaktcr die lebhaftesten Reklamationen dcr Geistlichkeit hervorrufen wird. Was dic namentlich bei dcm Umstände dcr Verlegung dcr Hauptstadt nach Toscaua unumgänglich nothwendige Unifizirung der Gesetzbücher betrifft, so ist dies cine Arbeit die vorbereitet m,d dcm Parlamente erst in Florenz zur Sliutlioiiirulig vorgelegt werden wird. Dic Haupt« licstimmiiügcn dcr mittlerweile ausgearbeitet werdenden Gesetze werden durch ciu ciufaches t. Dctrct voll« zogen wcrdcu. Im Lager dcr vcuctiauischcu Flüchtlinge tobt dcr Zwiespalt. Auf die Erklärung dcr Mgcorductcu Ea» oalctlo, Ginsliniaui und Audcrcr, wclchc dic Iusur-rcktion sn0) iu Friaul für Blödsiuu erklären, Habcn heute 25>() vcneticmischc Jünglinge cincu Sturmprotcst loSgclasscu, dic dicsc Erhcbuug, dcr bald Garibaldi sich anschließen würde, als ciuc nationale Sache er-klären. Daß Garibaldi sich nach dem Vcucti'auische" bcgcbcn wird, stößt hicr übrigens auf uicle Zwc'/^' da ihm das Terrain doch clwas zu gefährlich ^u dürfte uud außcrdcul fciu ilthcumalisiuus uud dlt ^iachwchcn seiner Wliudc wieder mit großer Heftig' keit aufgetreten siud. Mau sprach auch acstcn, dcwo», daß dcr General Bixio den regulären Dienst verlassen uud sich wieder Garibaldi zur Vclfngung stellen wollc, mit dcm cr einc Zeit laug cutzw'cit war. Auch Türr ist auf Kaprera wieder zu Gnade» gekommen. — Dic Diskussion über dic Gchaltstcucr dcr Beamten macht bei Letzteren böses Blut. Iu lciucm Lande siud dic Bcamlcu so schlecht bczahlt als in Italic, uud uuu will mau ihucu noch ciuc Äiittclstcucr vott circa 7 Perzcut auferlegen. Es ist wahr, daß cs auch vielleicht in ganz Europa lcinc schlechteren uud un> fähigcrcu Beamten gibt als hicr zu Laudc. Lokal- un> VrovWal-Nachlichtcu. » Laibach, 2!». November. Douucrstag am 1. Dezember, um ^> Uhr Abendi«, fiudct die Aionatsucrsaiuinluug dcö Stenographen^ Vereines Statt. — Heute Abend kommt im hicsigcu Theater e!» GclcgcnhcilSstück „Dic Mcicilaucr iu Laibach" zl"' Aliffilhruug. Wic wir hörcu, ist dasselbe in cine»'/ dcm lucxilauischcn Kaiserreiche uud dcm Freiwillige»' Korps cutschicdcu freundlichen Siuuc verfaßt, n"" wird, wcnn freundlich aufgcnolnmcu, gcwiß cin's Wiedcrholuugcu erleben! „ — Vorgcsteru Früh, schreibt dic „Tricstcr Ztg> ^ traf der englische, von dcr Eompaguic transatlantic zum Trausport merilanischcr Freiwilliger geuliell)^ Dampfer „Peruvian" hicr ciu. Dcr Dampfcr ha am 23, Früh halb l> Uhr dcn clslcn am N'> ^ 2 Uhr Nachmittags abgegangenen Trauoporlda'"^ „Bolivia»" zwischcu Palermo uud Ustica gcspl^i '^ Dcr „Bolivia»" war also durch dic Straße v Mcssiua gcgaugcu uud hatte Malla uicht ^l") ^ Dic Gerüchte vou dcr Ausschiffung ciucö Thc'ls ' Freiwillige» in Malla zerfallcu damit vou s^st- ) .^," einem Telegramm aus Gibraltar ist dcr .'^^" .-.ch bcrcitö dort ciugctroffcu. Die Manuschaft bcsa"° ' « im bcstcn Wohlsein. Ein Mann war "'" ^cc cincS natürlichen TodcS gcstorbcn. D. R.) ^^ zweite Dampfcr „Brasilia,," gcht "bcrmolgcl ,^ Es sind für mchr als drei VmlhcNc dcr '^"'^ z^ct. im Galizcn für 800 Mann, Häuacmallcu ycru ^ — Gestern noch lonutc cö ^c^'"'^ ^,„g Hcrr Mathicu dc la Drome nut sc^uev p ^ ^.^.^ uicht ganz Uurccht haben würdc, ^"^ ^ " ^^lich Zeituug" vom 28. d da der gauz T 9 ^^ ^ stürmisch uud rcgncri ch verlief, pemc ' '' ^c<, sich, bci dcm herrschenden schönen Wetter, das o BO9R des berühmten Wetterpropheten, wenigstens für unsere Gegend, nicht mehr bezweifeln, und der heitere Himmel in der Richtung von Venedig berechtigt zu der Vermuthung, daß auch dic Dogcnstadt dcm angedrohten Ortauc glücklich entgangen ist. Wir tö'uucn nunmehr dcm 2. Dczcmbcr ebenfalls mit größerer Beruhigung cntgcgeuschcu— waö abcr HcrruMathicu betrifft, so darf, wer den Schaden hat, für den Spott nicht sorgen. — Iu der Nacht zum Samstag wurde iu Kla« gcnfurt ein kcckcr Dicbstahl verübt. Das gut versperrte Gewölbe dcS Uhrmachers Anton Puck, in der Burggassc, wurde von Dieben geöffnet und daraus bei 200 verschiedene, mitunter schr wcrthvollc Taschenuhren u»d bei 275i fl. Geld gestohlen. Der Schade wird auf über 5000 fl. angeschlagen. Wiener Nachrichten. Wien, 28. November. FM^. Gab lenz ist znm Kommandanten des 5. Armeekorps an die Stelle dcS FM^. v. Hcnig. stein ernannt, welch' Letzterer mit der Leitung dcS GcncralstabcS betraut wird. FML. Nagy wird zum Kommandanten von Thcrcsicnstadt ernannt, und dcm Generalmajor Philippouich daS Ritterkreuz des Stc-PhausordcuS verliehen. — Gestern (Sonntag) sind die Regimenter Hol-stein und Eoronini in Floridödorf eingetroffen nnd enthusiastisch empfangen worden. Ganz Floridsdorf feiert Festtage. Der Bahnhof ist festlich geschmückt nnd überall herrscht das regste Leben, die Straßen, Kaffee» und Wirthshäuser wiederhatten von Klängcn der Musik und von den fröhliche,, Liedern der vcr-schicdeuslcu Nationen. Laugc hatte Floridsdorf und Nmacbuna keine solchen heiteren uud alnucchsluugs. voll'ru Tagc. Ans Wicn treffen fortwährend „Extra, züac" von Equipagen und Slclllvagcn cm, welche nicht bloh Ncngicrigc, sondern auch viele Vcrwaudtc uud Angehörige dcr arfcicrtsn Truppen bringen. __'Dic 'obcrstc Sanitälövcrwaltnng dcr mexita- mschcn Armee hat sich hierher gewendet, damit einige tüchtiqc Tyicrärztc in mexikanische Dienste treten. (5s dürften sich anch mehrere znr Rcyc uach Mexiko entschließen.________________________ General Versammlung der LaudwirtlMafts-Gcslllschaft für ürain. In dcr am 23. d. M. stattgehabten General-Versammlung dcr Landwirlhschafls-Gcscllschaft gelang« ^n folgende Gegenstände znr Verhaudlung: Nach der Eröffnungsrede dcS Präsidenten erstat-tcte Herr F. Gruß Bericht über die Thätigkeit des Zentrales während des letzten Jahres, nud theilt zunächst mit, in welcher Weise die Beschlüsse dcr vorjährigen Gcncral'Bcrsammlnug durchgeführt wurdcu. Diesem Geschäftsberichte entnehmen wir im Nach» stehenden nnr das Wichtigere. Ein vom h. Handclö« Ministerium verlangtes Gutachten über die mit dcm deutschen Zollvereine zu vereinbarenden Tarife wurde im schntzzollucrischcu Sinne abgegeben. — In ciucm anderen Gutachtcu über Pfcrdczucht-Prämicu uud Reun» prcifc hat sich das Zentrale für die Beibehaltung und Vermehrung dcr crstcrcu auögcsprochcu, bezüglich dcr lctztcrcn abcr hat cö sich dahin geäußert, dicsclbc, wie in Deutschland nnd England, dcr Liebhaberei zu übcr-lassen. — Der Aufforderung dcö h. H^ndelöuiinistc-riums, die Lieferung vou 102 Loth ^cidcuraupcu-^amcn für Südlirol zu übcruchmcu, hat daö Zentrale entsprochen, indem Herr Graf Aarbo iu Unter-lrain so gefällig war, das besagte Quantum Grains einzusenden, worauf 154 Loth an die Prätnr zu Ro< vercdo 3 Loth an die Handelskammer von Iunsbrnck Und 5 Loth au jene von Bozcn per Post grscndct wurden. Eine weitere Bestellung von «183 Loth Gniins konnte wcgcu dcr mittlerweile hicrlands ein-Nctrctcncn Ranpculrauthcit nicht cffcttnirt wcrdcu. — Dcr Al!ffc>ldcruug dcr h. Laudcsrcgicrung, das Pro-jckt dcr „Ersten allgcmciucu wechselseitigen Assekuranz-llcscllschaft für Scucheuschädcu bei Nutzthicrcn" iu Wicn, (wclchc sich mittlerweile unter dcm Namcu „Taurus" definitiv lonstiluirt hat), dcn Laudwirlhcn bekannt zu gcbcu, Wurde cutsprochcu. —Die Prüfuug dcrZögliugcdcrHuf« bcschlag-Lebraustalt uud dcr Ackcrbauschulc hat am 10., 12. und 13. Oktober d. I. stattgefunden und ein befriedigendes Resultat crgcbcu. Da dcr Laudtag für die Ackcrbanschülcr kcinc Stipendien bewilligt hat, so Mußte die Schule wcgcn Mangel au Schülern ans-gelassen werden. DaS Zentrale hofft, daß dcr Land' tag rccht bald eine große Ackcrdauschule iu's Lcbcn Nlfcn werde, und dalilt den Männern, welche an dcr bisher bestandenen Schule dcn Unterricht unentgeltlich Mhcittcn. Hierauf folgt li»c Mitthciwllg ,'ibcl das Vraudunglück in dcr Husbeschlaa/Lchranstalt uud übcr vie Wicdrrhcrslcllung dcr Gebäude, wclchc mit ciucm Kostcn-Mchraufwandc vou 1^09 fl. bcwcrkstclllgt wurde. — Bezüglich dcr im Lande ausgcbrochcncn Rinder-, Schaf- und Zicgenpcst spricht das Zentrale dcr h. Landesregierung die unumwundene Anerkennung über dic Energie aus, mit welcher sie ihre Anordnungen traf, mit denen cs stets gelang, die Seuche auf ihren Ent-stchuugsort zu beschranken. — Das Zentrale hat dcm Missionär, hochw. Herrn Pirc, welcher nach ^jähriger Abwesenheit sciu Vaterland h:ncr wieder besuchte, für seine früheren Verdienste um die Obstbaumzucht im Lande eine Dantadrcssc übermittelt, die derselbe mit Rührung entgegennahm. — Die von dcn Filialen eingegangenen Berichte habcu dargcthau, daß die heurige Ernte in Ober- nnd Untcrkrain eine weniger als mittelmäßige, in Inucrtraiu aber eine schlcchlc war. Nachdem dcr Vortrag des Geschäftsberichtes bc» endet war, trug der GcscllschaftS-Sctrctar Hcrr Dr. Bleiwciß die vou dcn Filialen eingesendeten Berichte und Anträge vor. Dic Filiale LaaS berichtet, was sie gethan habe, um die Jugend in dcr Obstbaumzucht praktisch und theoretisch zu unterrichten; ferner übcr die Versuche des Herrn Hojter in dcr Seiden« und Maulbccr» baumzucht. Dcr Antrag, dcr Filiale die Anerkennung der Versammlung auszudrücken und dic Hälfte dcr Jahresbeiträge zu erlassen, wird angenommen. Die Filiale Ncustadtl fragt an, welche Acker-baumaschincn die bewährtesten find. DaS Zcntrule wird dieselben bezeichnen. Die Filiale Adelsberg beantragt, um die Dcvastirung dcr Gemcindcwalduna.cn zu verhüten, dieselben unter öffentliche Anfsicht zu stellen. Die Versammlung beschließt, dcr Filiale zu antworten, die Landwirthschafts'Gcscllschaft könne in dicfcr Beziehung nichts thun, die Gemeinde sei autonom. Die Filiale Wipp ach beantragt eine Acndc-ruug dcr jetzigen aus dcm Jahre 1800 stammenden uud für die Wippacher Verhältnisse uicht geeigneten Wcingart'Ordnung. Die Versammlung beschließt in Betracht, daß nach 55. 2 dcr Weinlesc-Orduung cs dcu Gemeinden überlassen bleibt, sich iu Bezug auf eine Aenderung dcr vorgefchricbcucn Bestimmungen zu einigen, daß daö Zentrale die Filiale in diesem Sinne verständige. Die Filiale Radmannsdorf stellt Anträge, wclchc außer dcm Bereiche dcr Landwirthschafts-Gc-scllschaft liegende Gegenstände betreffen, weßhalb auf Autrag des Herrn Professor Kouschcgg beschlossen wird, die Filiale dahin zu verständigen, daß sie nicht mehr solche Anträge einbringe. Dic Filiale Mottling beantragt, dcm Herrn I. Plciwciß den Dank für dic Anregung einer Eisenbahnlinie durch Untcrlrain auszudrücken ulld daß Plvjclt bei dcr h. Landesregicrillig zu lmtcl'stühcn. Dic Versammlung beschließt, daß cS geschehe, uud zwar letzteres durch eine Einlage au daS h. Handels-Ministerium. — Ferner beantragt sie dic strenge Durch, führnng dcr Dicnstbotcnordnnng, was mit dcm Zu-satzc dcs Hcrrn P. Lnßuil, daß daS bezügliche Gesetz dcn Dicustbotcubüchcru iu beiden LaudcSfpra-chcu vorgcdruckt werde, angenommen wird. — Den ferneren Antrag dcr Filiale wcgcn Beschotterung dcr Straßcu und nochmaligem Erlassen dcr Hälfte dcr Jahresbeiträge wird beigestimmt. Hcrr Präsident Tcrviuz stellt dcu Antrag auf Vcfürwortuug ciucs EisenbahuprojctlcS von Laibach nach Villach. Wird augcuommcn. Hcrr Dr. E 0 sta inlcrpcllirt das Zentrale, waS in Bezug auf dic beschlossene Gründung eiucr zwangs-wciscu ^audcSvich'Asscluranz gcschchcu sei. Wird dahin beantwortet, daß ciuc zwangsweise Assekuranz sowohl vou dcm Ministerium, als auch vom Landtage abgelehnt worden sci, daß daö Projekt überhaupt durch die Gründung dcS „Taurus" i>, Wicn als bcscitigt erscheine. Herr Magistratsrath Gnltmann stellt nnd motivirt folgenden Aulrag: „Der löbliche LandcsauS« schnß wcrdc gebeten, den von Herrn Dr. Bleiwcis in dcr 17. Landtagssitzung d. I. begründeten Antrag auf Errichtung cincr, aus Laudcsmillcln zu erhalten-dcu sogenannten niederen Ackcrbauschule zu dcm scinigen zu machcu und auf dessen chethuulichstc Ausführung im nächsten Landtage wärmstcns und kräftigst einzuwirken." Dr. Orel stellt das Amcudcmcnt, daß die Schüler dcr Ackcrbauschulc, wclchc VorzugSllasscn erhalten, auch dcr nämlichen Wohlthat theilhaftig wer» dcn, wclchc im Gesetze übcr Militärbcfrciung andcre eminente Schüler genießen. Antrag und Amcndcment werden nach kurzer Debatte angenommen. Dr. Orel berichtet über die Thätigkeit deS Eomiti's zur Errichtung cincS Seideubauvcrcins in Kram. Das Eomitö erachtet dcn Zeitpunkt noch nicht für geeignet uud befürwortet dic Gründung einer Fila„t,a z»m Vchu/e dcö V^lanfS dcr Produkte der Scidcnzucht. — Wird zur Wisseuschaft genommen. Hcrr Magistralsrath Gutman stellt dcn Nn-trag, daß das auf Grund dcS vorjährigen Beschlusses der Generalversammlung entworfene, gedruckt vorliegende Statut übcr die Errichtung von Krcditvercincn für dcn kleinen Grundbesitz anzunehmen, dcn Filialen zur Begutachtung einzusenden und dcr h. Regierung zur Genehmigung vorzulegen. Bürgermeister Dr. Eosta beleuchtet die Mängel des Statuts, von welchem einzelne Punkte, wie z. B. dcr wcgcn Ausgabe von Wechseln, nicht durch» führbar seien und beantragt, daS Ecntralc solle das Statut umändern, den Filialen dann zusenden und dcu Krcditvcrciuen überlassen, sich auf Grund desselben zu loustituircn. Dieser Antrag wird angenommen. Dcr 6. Gegenstand dcr Tagesordnung: Vortrag über dcn landwirthschaftlichcn Fortschritt mit Bczug auf Kram, fällt weg, weil dcr Verfasser desselben abwesend ist; derselbe soll in dcm nächsten Jahres« bericht zum Abdruck kommen. Hierauf tragt dcr Gcscllschaftskassier den Bericht übcr die Iahrcsrechnung vor. Die Einnahmen be» trugen 9280 fl. 98 kr., die Ausgaben 8305 fl. 25'/2 kr. nnd verblieb somit ein Kassarcst von 92! fl. 72', lr. In daS Eentrale wurden gewählt die Herren Malitsch, F. Schmidt und Dr. E. H. Costa. Neueste Nachrichten nnd Telegramme. Berlin, 20. November, Abends. Dic „Kreuz« zcitung" schreibt: Die preußische Regierung soll die Absicht haben, als Vertreter dcr Hcrzogthümcr von Sachsen und Hannover die Erstattung dcr Kosten zu verlangen, wclchc die Verlängerung dcr Exekution?» rcgicrung verursacht. Verlin, 27. November. Die „Spcner'schc Ztg." vom Sonntag sagt: In Folge einer Kabinetsordre werden, außerdem, daß die in dcn Herzogthümern stehenden preußischen Truppen vorläufig nicht zurückkehren, sondern dort verbleiben, die nach deu Herzog-thümeru zum Ersah bestimmten Truppenthcilc dahin abgchcn. Altona, 27. Nov. Die „Schleswig-Holstein'-sche Zcitung" berichtet: Dic Sistirung der Rück-Märsche dcr preußischen Truppen ist dcr hiesigen Behörde offiziell angezeigt, so wie daß sechs Infanterie' Bataillone, ein Husaren-Regiment und dcr Brigadc-stab bis auf Weiteres hier verbleiben. Es heißt, Prinz Friedrich Karl mit dem Stabc wcrdc heule eintreffen. Die preußische Mannschaft, wclchc gestern nach Hamburg marfchirte, ist wieder hierher zurückgchrt. Turin, 20. November (Pr.) Der Prinz von Eariauali wird auch in Zukunft hier residiren. Die Ministerien dcS Innern und Acußcrn werden Anfangs, die übrigen Mitte Jänner nach Florenz übersiedeln. Das Ministerium wird sofort die Ermächtigung dcr Kammern znr Erhebung der Steuern bis zur nächsten Scsfion beantragen. Buoncampagni's Bericht über die Turincr Revolte liegt dem Parlamente bcrcilS vor. Moskau, 20. November. Die „Moskauer Zeitung" schrcibl: Die Interessen Rußlands fordern eine Unterstützung Oesterreichs iu der v cncti a n isch cn Frage. Man müsse versuchen, dic Aktion dcr September-Konvention auf Rom zu lenken. Rußland müsse Oesterreich übcr seine Gesinnung nicht in Zweifel lassen, und werde so zur Erhaltung dcS Friedens beitragen. Markt- und Geschäftsbericht. Krainburg, 28. November. Auf dcm heutigen Markte sind erschienen: 50 Wagen mit Getreide. 21 Nagen mit Speck zu 20 fl. dcr Zentner. (W 0 chcnmartt - Prcisc.) Weizen pr. Mctzen fl. 3.90; Korn fl. 2.90; Gerste fl. —.—; Hafer fl. 1.70; Halbfrucht fl. —.—; Heiden fl. 2.50; Hirse fl. 3.40; Äuturutz ft. 3.20; Erdäpfel si. 1.50; Linsen fl. 3.20; Erbsen fl.—.— ; Fisolen fl. 3.20; Rinds-schmalz pr. Pfund lr. 50; Schwciucschmalz kr. 44; Speck, frisch lr. 30, dctto geräuchert lr. 40; Butter kr. 38; Eier pr. Stück kr. 2^; Milch pr. Maß kr. 10; Rindfleisch pr. Pfund kr. 17; Kalbfleisch kr. 24; Schweinefleisch lr. 20; Schöpsenfleisch kr. 14; Häh«-del pr. Stück kr. 25; Tauben lr. 10; Heu pr. Ztr fl. 1.30, Stroh kr. 90; Holz hartes, pr. Klafter fl. 5.10, detto weiches, fl. 3.50; Wein, weißer, pr Eimer fl. 7. Theater. Heule Dinstag: Zum ersten Male: Die Mexikaner in Laibach, Gclcgenhettsstüs M Gesang in 1 Auszug. Diesem geht vor.-Das Tagebuch, Lustspiel in 2 Auszügen, von Ed. Vaumifeld. Verantwortlicher Redakteur: Ignaz v. Kleinmayr. Druck und Verlag von Ignaz v. Kletnmayr st Fedor Vamberg in Laibach. R093 Telegraphische Effekten- und Wechsel-Kurse an der k. k. öffentlichen Börse in Wien Dcn 28. November, 5'/. M.talliques 71.10 1860-«r Anl.ih. 03 50 5°/. Nat.-Anleh. 79 00 Silber . . . 116.25) Vanlaltitil . 78'. - London . . 11U.5" Krt>itaktien . 177.- «. k. Duloten 5 5t» Ircmden-An.!eige. Vom 26. und 27. November. Stadt Wien. Tie Herren: Vurghait, Kaufmann, von Wien. — Dr. Delia-Bona. l t. Notar, von Gijsz — v. Habermann, f. f. Ol'erNlieutenant, von Trorpau — Maycr. — Habcr. HandllS' mann, von Gcttschce. — Flcrianzhizh und Macher von Planina. Elephant. Die Herren: Comozi. P'iuat, und Trcit. Kaufmann, von Triest. — v. Radics. R.dattcur, von Agram. — Graf Wodrizly. f. mcrifanischer Offizier, von .ssrakau. — Fotmacher, Handelsmann, von W,-Feiüriß — Dettmar. Hand-lunMeisender; Hccht, Agcnt; MacicjowSli. Ci-vil-Ingeninlr: .Nalincr, Guphrat und Ristit'. Kaufleute, von Wien. - Schega. l. f. AezirlS-Vorfteher. von Littai, — Dcrmoll).,. Fabrif.mt, von Stcinbüchel, — Pogazhcr, Hclzhändler, von Eisnern. Wilder Mann. Herr v. Kobajto. Gutsbesitzer, aus Polcn. Baierischer Hof. Herr Schwarzenbcrg, Kaufmann, v. Vrcod. Mohren. Die Herrn,: Masch, Compt^irist. v. Wic». — Pajl, Schlosscrmcistcr, von (5illi. (2258-1) Nr. 4453. Erekutivc Feilbictung. Von dcm k. k. Vezirksamte Pl.nnna. als Gericht, wird liicmit bckannt gemacht: Es sei über das Ansuchen dcs Herrn Josef Vtliß von Unterloizh ge» aeu Andreas Gostlscha von Oberdorf Nr. 86 wegen. ans dem Urtheile ddo. 28. Jänner 1858. Z. 450. schnlriger 138 fi. 38 kl. öst. W. <5. 5. (.-.. in die tkekutilie öffentliche Vcrsteigrrun^ der. dem Lehtern gehörigen. im Grundbuche Loitsch ^ul» Nklf.-Nr. 18 und 220. unv Url'.'Nr. 6 und 73 vorkommenden Nea-litüt im gerichtlich erhobenen Sch^z» zungswerlhe von 4200 fi. öst. W ge-williget, und zlir Vornahme derselben die ereüntiven Feilbictllngs - Tagsaßungen auf den 20. Dezember 1864. 20. Jänner und 21. Februar 1865. jedesmal Vormittags um 10 Uhr. tie listen zwei Tagsahlllia.,» ill der Gelichti' kanzlei in Obecrorf, mit dem Anhange be« Nimmt »vordtn. daß die feilzubietend, Nca> lilät l'ei der lcy'.cn Feilbiclnng auch unter dcm SchatMigSwertvc an dcn Meistbic» teiideu bintangegcbcn wcrdc. Das Schäßungs^rotoloU. d,r Grunr. buchörfttalt nno I»ie i/izitatlonsbcdin.inlffc können bei riesem Gerichte in c>en gewöhl^ lichen NmtSstllNden eingeseben iverdcn. K. k. V,;irksaml Planin.i. c,! lii'g G. Nr. 15 im geri. z 1865. jedesmal Vormittags um 10 Uhr. iu t»er Gltichlölanzlei mit dem Aubange i'eNimmt morde», daß die ftil^ubieleuoc Realität nur bci der lchltu Ftilbilllmg auch unter dem Ochäyungswerlbe an dcn Meistbietenden hintaugegebcn wcrre. Das Schählli'gsprotokoll, der Grund» buchserlrakt und die LizitalionSbedinglnsse lönnln bei diesem Gerichte in den gewöhn» lichen Anitsstunden lingesehen werde. K. k. Vezirkö.imt Kronau. al>3 Ge^ richt, am 14. Oktober 1864. (2302-1) ' .Nr. 1458 Dritte erekutiveFeilbietung. Von dcm k. k. Bezirlöamie Treffen als Gericht, wird hiemit bekannt gemacht' Es sei über Ansuchen beö Frcniz Nouak von Zerouz, Vezirk Ncusladil, ^egcn Mathias Krall uon Stcinbcrq lvcgen, aus dcm Vergleiche urm 15. Oktober 1862, Z. 1li50. schuldiger 60 fi. öst. N. c. l>. e. in die ekekluiu» öffeulliche Versteigerung der, dcm ll'tzter» gehörigen, im Grundbuche deö Gmeö Weiiibüchel suli Urb.-Nr. l16 und 3!)',2 oorkommeudcn behausten Ncalilätln i» Steinberg im gerichtlich erhobenen Schäz zungswerthe von 1454 st. öst. W. ge> williget, und zur Vornahme derselben die tklkutivcll Feilliiclungs-Tagsahlii'gfi, auf den 12. Oktober. 12. November und 12. Dezember d. I,. jedesmal Vormittags um 10 Uhr. i» dieser Amtskanzlci mit dcm Anh^t,ge bestimmt worden, daß Lie feilzubietenden Rcali» läien nur blioerlehlen FeilbielUügauchllN' ter dem Echäyuugswertlie an dci. Mcisl-bietenden hinzugegeben werden. Tas Lchciyungcprotokoll. der Grimd-blich^ellrakt uno die ^,'lz talioi'gbediügüiff'-köüilln bei diesem Gciichle in dlii gc wohnlichen Amlöstuuden eingcscht'ii werden. ss. k. Vezilksamt Treffen, als G>richt, am 21. Auglist 1864. Anmerkung. Ä»ch bci der zweiten Ieilliicluug lal sich kein zlaufinst'gcr gemeldet, dal'er am 12. Dcz^n, ber d. I. iur dritten Fr,ll,iclulig geschritten wird. ss. k. Vezirköaml Trlfftn. als Gc-richt, am 13. November 1864. (2303-1) Nr. 617^. Dritte crekutive Fcilbietllln;. Vou dem k. k. Vez'rkäl'mte ^.iaS. als Gericht, wird bicmit bek.ninl gemacht: Es sei über Ansuchen dcs Fxniz Schuicclschilsch vou Allcnmarkt. Maän Haber deS Matthäus Schuiderschilsch, gegcn Iobann Lech von Groboblak die auf den 23. November unl» 23. Dezem« bcr 1864 smgeoronelen ersten Realseil« biclnngslcrminc als abgehalte» angesehen, wogegen es bei der auf den 25. Jänner 1865. a"g,-oidnclcn drill.-» Tt'g!an»»g lii'uel» ändert sein Verbleiben haben soll. K. t. t^rlöamt ilaai<, .:l) Glicht. >'M 18. 'November 1864. (2261—3) " ' "Nr" 3269.' Erekutive Feilbietmig. Von i'em k. f. Pizüks.nute Scnoicisch. als Gericht, wird hiemil bekannt gemacht: Es sei über das Aüsuclieu des Hcriu Johann Dekleva von Vrilof. als Vor» Mllnd der Andreas Zlkucnil'schen Pnp,I' >en von Uulcr'Urelu. gl'gcn Jakob Pru»l uo» Unlcl'^rem wcgen, aus dcm gellchl> lichen Vergleiche vom 30. Mai 1863. Z l528. und 30. Oktober 1863. Z. 3160, schuldiger 46 fi. ill kr. öst. W. <:. .x. c., l» die ercklltiue öffentliche Vcr» stcigerung der. dem ^eptcren gehörigen, im Gruurbucheder StaatSherlschafi Adelö. I'crg ^ul) Urb. - Nr. A45 vorlommenveu Itcaliläten im gerichtlich crbobencn Schäz» zungswerlhe von i)40 fi. ö W. gewilli-gct. und znr Vornabme derselben die exc> kuliuen sscilbictungstagsayui'gen auf dcn 6. Dezember 1864. l0. Jänucr u»d 10. Februar 1865 i/dcsmal Vc>lmilts um l> Uhr, l>icr-.ülitö mit dem A'^ange biüimmt w0l-rcii. daß die feilzubillcildeu Ncaliiatsn uur l'ci der kMen ^clll'iclung auch unter oem Sch^l)!'.l,gswcrlhe an d»,i Meistbi.' tendeu hmlangegcl'en iverdlN, Das Schäl)nng^^rolololl, der Güiud« l'nchöerirakt und die ^'izitalionöbsdingüissc köxuen bci dicscm Gcrlchte in dcn gswohn« lichcn Amtöstundcii lingeschen wcrcen. ^l. k. Bezirksamt Scnoftlsch. als Ge« üchl. am 27. September 1864. ^280-2) Nr. 6865. Kuratorsbcstcllllltq. Vom k. k. 'liezirkciamlc Gollschee, als G,riebt, wirb dicinit bcsann: gemacht: Es babe übcr Ll,sllchsl! 5^6 Klägers M,itl)ias Sä'.'qer von Pl'^ciic für den Glklagicn Malbiaa Icnko von Hornberg lvgsn dessc,' Abwlscül'cil eilicu Kuralor l» rcr Person ees Mall'iaS Wolf vo» ^'ienfcld bcstcllt. und dcmsclben den Z"b> >!N'^alislrag vom 13, Ssplcmber 1864. Z 5720. u'illsllllt. !i'ovoii M.itlxaö Icüko zur W'lbnlüg seincr Ncchle vsl> stäi'diget wild. K. k. V^'rks.nut Gollschlf, als Gericht, am 25, Okioder 1864. (2220-3) Nr. 16633. Kuratorsbcstellung. Vo» dcm k. k. slaot. drleg. Pc^ zitksgslichlc in ^aibach wiro biemit be« kannt gcm>iä>t. d.!Ü dcm »»bekanut wo befilidllchcn Jobann Deluaiü, Hr. Dr. Nudolpl) als l^i!!«lol- «<,lii!l, l'lstcltt, Ulld daß demselben uulcr Einem daS wiocr den Glnaimlen ln der Rechtssache widcr Marü» PlN'schc von ^albach pcill,. !)5 fi. qcschöl'fte Urideil ddo 11. Oktober 1864. Z. 11743. zugestelt wurde. K. k. stä'dt. delcg. V^iik^gericht Lai» bach am !). November 1864. (677—22) Orientalisches VnlhallrulWNlitlcl !< Flacon fi. 2.1 N, entfernt ohne jedeiiSchmer; oder Nachtheil selbst von den zartestci! Haittstcllen < Haare, die man z>, llesei« tigen wünscht. Die bei dcm schönen Geschlecht bisweilen vorkommenden Vartspn, rc», zilsamincligewachseneil Auqenbranen, tiefes Scheitelhaar werden dadurch binnen lk Minuten beseitiget. Lilionese ist von dcm köllissl. preüsi. Ministen»»! flir Mcdi^'»,U''Ai,^clrgei,l,ci!e!i gepriisl und besitzt die (iigenschast, der Haut ihre jugendliche Frische iricdcr^ugcbc-n „„d alle Halit'Unrcinigkeiten, alö: Soinme, sprossen , Leberflecke, zuriickgebliebeue Pocken« sicckc, Fiüiic», trockene und feuchte Flechten, so N'ie l)tölhe auf der Nase l>clche ent-'vcder Frost odcr Schärfe gebildet hat, und gelbe Haut z» entfernen. (55 wird fur die Wirkung, welche binnen 14 Tagen crfolgt, a/nantut und zahle» wir bei Nicht-erfolg den Aetrag lllour. PrciH i»lu ganze Flasche fi. 2.60. Fabrik vo» Nöthe A Loiiiv., Kom-lnandautcnstrasse III. Die 9,'irdcllage fiii- L a i b., ch befindet stch bei Hrn. Albert Trinker, Haupt-platz Nr. 239. ^ Illilu /^ll»l»r/t l'<»l»l». '!' »> Ich hal'c 7»hr ,', ^Anlllhmn-Mndwaffer^ V geprüft und cmvfchlciiwlith l'csüüdcn. '»' .^ Win. dci, 22. Iämur I«i!.'j. -> ^ Prl,^ oiijillhl'l-. h: »>PN's. bcr f. s. .ssüüil zu Wien. k, ,'ächs. <' «^ Hl'siath ,c. (1!)'i—II) 't> MOLL'S Central-Vcrfcnbui\Qo-Pc\wt: <2tyotljckc „jum £'hudj" in spirit. #ur SScadituttfl. „jc&e Zd\ad)td tcv vph mir eqeiißteti SetMife^uItfcr ift $aim llittrtsdmZ» «on nbtt» Iid)cit ($r{C)i Unrcrfcfovift versehen into nuf je&c.it, Me citi^clite ^ulverfcouvS HiiifdilicficitDcit u>cif;ru tyapicr önä irctnncid)cii „sDi i»IP$ 3ci&(ti5=>l>ul»«:r" i» it^slsfov&ruct1 crfid)tltd) flcmadjt'' ^vri« cinci ucrstcfjcftfit Oriqinnffdtactjtos 1 f(. t~\ fr. oft. iB. — fSfbr^iicfj^-V/iimcifiiiui in osioit <2tn-arf)cn. Xicsc ^itstjpv bcijait^teii fcurd) i()rc nmlcrovbentlirijc, in ben maitniflfndinften fallen rvprobtc ilMvffamffit imtcv fnmmtlirfjrn h\t\)irsc Xair'rnöc nn« nllon Xfjcilcii bca c\vofia\ .Untfcrvciri)c8 mid uot^ sifgenbe T-antfaflmigofdjicibcn bic bctaillirlcit yiarfjtui'ifiiiiflcii bnrbirtcit. bnfi bii'fdbcii bci Ijabititc(lev Ü5cvftop fuit(j, Uiiin-r; i ba'ulidjfcit itnb ^obbvcuiicn, fcrucv bet .Uvitmpffii, 5iievnifranH)citen, yjriüciücibnt, #cqtlopscu, ucrubfc« Äovffd)tncr*,cn, Sölutcontjcstioitfit, c\id) tnrtißcit WIicbcr = V(f fecti oitcit, cnbftdj bet 9(nfac|f ;,nr .^i)f»evir, -C> t) p o rfj on- I brie, anbaucrubem SBrcdjrcij n. f. »n. mit bem besten CSrfolg ntißeiuenbrt werben nub bic nad'tjottigftrn .^cilrcfultotc ticfcrtcit- 9^tCbCr(st(JC in finibslrf) toi öorrn WHIielon Iflaycr, 2IpotIicfer „jutii golbcncn .§irf^cn." ©urj: Fonzari. (Surf fc(b: Fried, lisnnchex. (%ott\d)cc: Jo«. Krtm. &ratiif>uruvcl) obic]c ^irna ift r;ui1> -,u br^iifjen bat @cf)tc &otfdt'ilcbctiktan*&cl. Xic reinste nub luirffamftc ©orte iDicbkuiattfjvein ond Skrflctt in Wonueflcn. Oebe JPontcilsi- ift ;unt llnlerjdjirb oon onbent i'ebevtljronfortcn mit meiner SdjittMiiarfe ücvfcficit. ^irt? einer rton^en ^oiüeitle nebst Oebianrfioainuetinnri 1 ff. ,SO tr., rinrr tjolben 1 \i. bft. ütf. 2)a* rdjtc 2>orfd>: l'cbcrfhron (-Cd wirb mit beut besten (Sifolfl nnnnticnbet bei SBrnft- nitb Vnitflrnfranfl;«1»^"' •' ©evo^cht uiib >Xors)itic. Cic< [)ä\t Mf uevastetften C*iie djronifrfie ^antanöfd)!«^ S'iffc reinste nnb lutvlfamftc olltr Vebcrtfiran^oihn ivirb bind) bie fornfältirjfte ^iufauintlnitg nnb Vü^fdjeibuiifl wo" .°^' {' fifrfjen flcttjonucu, jcbod) bmdjniut triner djemijdjcu ÜJeljanbluiifi untcr^o(\cnr inbem bic in ben Ori fli»stlf las d).ctt tn»\tt tene ftUiffigfcit fid) <\a\n in bcmfclbcu «nslrfdjmstdjteit primitiuen 3uftanbc befinbet, tute ftc ««» .^anb ber 9iatnr intmirtclbnr f;rvuorgi«n¦ A. JWLOIjI^ , ..,lf ;.. jBieti. (67-4?) apotfjefer "»b d)emifd;cr yrobncttu;gflP«ta'" Hiezu ein Bogen Anlts- nnd Intellissenzblatt.