Nr^83^ Samstag, 13. August l8«7. W6. Jahrgang. Mibacher Zeitma. ll-b.°«. ssür die Zustellung in« Hau« ganMrigI, l, - Inscrt«°nS,,eb»lz Für ^ "'^ >iNi«Ht^ bi« ,« < feilen 2«, tr,, «roher«: per ZeUc »!lr.; bei öfteren Wieberholungen pr, .^eile 8 lr, Die ,,i'aibacher Zeitimt," «schewt täglich mil «lu«nnhmt der Vonn unb Feititage Die «>«»»iftsailo» befindet fich «ahnh^sgasse ,5, die «ebactlo» wienel-straße lb, — Nnfranlierte Vries« werden nicht angciionimcn und Vianusciiple nicht ,»iU6gest«llt, ^^m^ks h. Feiertages wegen erscheint die niichstc ^^Nummcr am Dienstag den 1«. August. AN ^^ ^' ""^ k. Apostolische Majestät haben mit «"nyiM unterzeichnetem Diplome dem Obersw, des "uyestandcs Heinrich Kirsch den Adelstand mit dem ^M'iiworte «Edler, nnd dem Prädicate «Krön fest. """gnädigst zu verleihen geruht. AN S^' k. und f. Apostolische Majestät haben mit N 5?.UM nnterzeichnetem Diploine dem Obersten des '""Wanoes Joseph Wenz den Adelstand allergnädiqst ^' verleihen geruhl. ^ All A k' und k. Apostolische Majestät haben mit " erycjchster Entschließung vom 4. August d. I. dem " "Merialrathe im Ministerinn, des Innern Johann m l m""" 55' bl das Ritterkreuz des Leopold-Ordens czMlk? ^ ^ ^°ken allergnädigst zu verleihen Heru>ckti^"!u ^i'"""^""^""lch zn Pflegen über die Ers!->s Grundsätze, welche wissenschaftliche Forschung. Pra ll?"6 ""d Beobachtnng sie gelehrt, anderseits "We Vlilsclilän.» zu erstatten, welche von den Staats' und Städteverwaltllngen, ja von jedem ein ' zelnen Mitglicde des Staalstörpers ausgeführt werden sollen, damit das ideale Ziel erreicht werde: Leben und ^ Gesundheit, so weit Mcnjchenwissen reicht, vor drohen- > den Gefahren zn schützen. Unser Leben wird nicht bloß bedroht durch die Krankheitskeime und die Krankheitserreger, welche die Natur hervorbringt, sondern auch durch die menschliche Arbeit. Nach beiden Richtungen hin müssen die Hygie-niter und Dcmographen thätig sein. Sie müssen die Ursachen der Krankheiten zn erforschen suchen nnd die Mittel angeben, ihnen vorznbenqen, so weit es sich um jene Stoffe handelt, die in der Erde, in der Luft und im Wasser verbreitet sind und als Feinde der Gesund- > heit wirken; sie müsseu aber a,lch erkennen, welche»! Einflnss Lebensweise. Arbeit, äußere Verhältnisse a»f die menschliche Gesnndhcit ansüben, lind di> Normen feststellen, durch deren Beobachtung man die schädlichen Einwirkungen zn beseitigen vermöchte. Es greift daher Hygiene und Demographic in alle Phasen der Lebens-thätigkeit ein; sie sollten vermöge ihrer Aufgabe eigentlich das beherrschende Element sein, ihre Lehren sollten die Richtschnur angeben, nach der Staatengebilde, Städteverwaltungen, Familien nnd jeder einzelne Mensch alle ihre Functionen zu erfüllen hätten. Die Hygiene ist aber nicht etwa eine neue Wissen« schaft, in den ältesten Gesehbüchern sind schon ihre Grundregeln enthalten. Aber die Fortschritte auf dem j Gebiete der Chemie nnd Physiologie, Mikroskopie und Biologie habeu so bedeutende und maßgebende ncne! Lehrsätze hinzugefügt, dass jetzt das Studium der Hy-! giene, das früher nur als Nebenbeschäftigung betrieben wurde, zu einem Hanptfach fich entwickelt hat. Wenn es auch noch immer nicht als solches anerkannt ist und betrieben wird, so bricht sich doch immer mehr und mehr die Erkenntnis Bahn oon der Nothwendigkeit, der Hygiene im Staatsleben die größte Aufmerksamkeit zu-znwenden und staatliche Vorschriften und städtische Einrichtungen den Grundsätzen dieser Wissenschaft anzupassen. Dass die Ueberzeugung uon der Wichtigkeit der Anwendung hygienischer Grundsätze im öffentlichen und privaten Leben noch nicht alle Kreise durchdringt, dass Einzelne und Corporationen noch vielfach gegen die hygienischen Voifchriften verstoßen und nicht geneigt si»d, sie überall uud allezeit zu befolgen, hat in gar mancherlei Ursachen seinen Grund. So lange wir uns törperlich»r Gesundheit erfreuen, über unsere volle vhy fische und geistige Kraft disponieren, übersehen wir gar leicht die Gefahren, die in unendlich kleinen, aber des' halb nicht minder schädlichen Gestalten uns umgeben. Erst wenn die Krankheit schon ausgebrochen ist, rufen wir nach Hilfe. Der Sah: «Vorsehen heißt verwalten», findet aber nirgends so richtige Anwendung, wie auf dem Gebiete der Gesundheitspflege. Zu der eigenen persönlichen Abgeneigtheit, sich im gesunden Zustande mit möglichen künftigen Krankheiten zu beschäftigen, tritt noch der wesentliche Umstand, dass der Wert der Hygiene auch deshalb nicht allgemein anerkannt lmrd, weil es an specieller Vorbildung fehlt. Man. hat so lange geglaubt, dass nur der Arzt sich mit den Fragen der Gesundheitspflege zu befassen habe, dass man es schon als einen Eingriff betrachten wollte, als der Ingenieur sich seinen gebürenden Antheil nahm; jetzt aber genügen auch diese beiden nicht mehr. Der Chemiker nnd der Physiker haben ein maßgebendes Wort dreinznsprechcn, und der Verwaltungsbeamte muss von deu Lehren der Hygiene so erfüllt sein, dass er die Praxis der Theorie anzupassen vollständig befähigt sein muss. Und selbst das genügt nicht mehr. Die richtige Hygiene muss im Haus und in der Familie geübt werden. Alle Maßregeln der Aerzte und der Verwal-,tnng blieben erfolglos, wenn sie nicht verständnisvoll von der gesammten Bevölkerung aufgenommen und befolgt würden. Dazu gehört aber, dass die Gesundheitspflege ebenso obligater Lehrgegenstand werde, wie es jeder andere Lehrstoss ist, dessen Aneignung als eine Bedingung für die Existenz anerkannt wird. Die jetzige Generation hat diesen Unterricht nicht genossen, unb die 'vielen Unterlassungen, die wir uns in gyhienischer Beziehung zuschulden kommen lassen, haben großen-theils auch darin ihren Grund, dass in Schule und Haus die Hygiene noch kein Unterrichtsgegenstand war. Die künftige Generation aber. drr diefer Lehrstoff geboten sein wird. wird es gewiss nicht verabsäumen, sich die Erfahrungen zunutze zu machen, die wir mit Leben und Gesundheit bezahlt haben. Im innigen Zusammenhange mit der Hygiene steht die Demographie. Sie ist es, die in Ziffern ausdrückt uud unwiderlcglich nachweist, welche Folgen die Beob- JeMeton. Die letzte Rose. Hit ^ ^ "" schwüler, wolkenloser Iulitag. Von Tafeln" c ^"' die Platanenblätter wie' goldene dunkel ""s'..b""" sinken sie wieder in ein weiches Hell-Vlasjl, ^""6' das den Dingen jene eigenthümliche Ei '"Knecht, welche der Hochsommerlnft eigen ist. dcr 5 ' »^'^ streicht durch die Linden, welche auf aeel.5?"^ vor dem Landhanse stehen. Ueber die ab-Aal I ^lwr flattert die Wachtel oder kreist der zu ni ^"" """ der jungen Brnt der Feldhühner Beute schmp. .'!'. ^" be» Zweige» des Garteudickichts herrscht ^mil 3Ze R.'he. Die Zeit des Vogelsanges, der vor«? ^M" '" den tranlichen Nestern ist nun ein ^ «.. 6 ruht: es ist Stimmung allerorten — ^nnh,ld der sommerlichen Lebenshöhe. Graz sieigen in den Garten hinab, wo das trockene Run ^^t und einzelne Lichterstrahlen die welkenden bliilil 'k ""klären. In einem Gehege halb ver-bein^ Rosensträucher steht sie, die Herrin dirses blal?.' ""b lässt den umflorten Blick anf den ver-drr ^" ^"tifolien haften. Sie sind die letzten, die diirr/?-'" '^ gelassen. In den Gemächern hängen l"a„H "^' an den Kanten der Voudoirschrä'uke steht Fad?? ^burrtcs Vlüteurcis in vertrackten japanischen ^mill ^"' ^" seltsamer Duft, wie von trockenen in lsj.s"' "Mt d»e Räume, in denen sie ihre Tage sie ^ l'l "erbringt. . . Einen Augenblick noch steht bleiche lz?s'I^ fischen den raschelnden Staudeu. das bar ws^" . ^"' Anhauche des Sonnenlichtes wunder. h'Nter l, . «ä !"!"' schlag", die Aeste des Birkenhaines i "er Gestalt zusammen. > Es ist eine eigenthümliche Situation. Fast gespenstisch muthen die Laute an, welche zeitweilig die Stille in der Umgebung des Herrensitzes uuterbrechen... Doch lvir begreifen alles. Stunden vergehen, und sie alle sind erfüllt von Zaubern, welche längst verschwuu-den sind. An jenrn Raseusitzru dort hat mau ihr gehuldigt und die Königin der Anmuth mit Rosen geschmückt ; auf diesem Wiesenteppiche drückte ihr zarter Fuß den Ballen im Cricichpikle; der Teich drüben gab ihr ein glückstrahlendes Lächeln zurück, und sie warf zum Danke Knsshäudchcn in die regungslose Wasserticfe. Trat sie in den Geflügelhuf, so folgte ihr eiu Schwärm von Anbetern, die gerne die Rollen der zuslatternden Tauben übernommen hätten, um die Biseuitstückchcn von den lirschrolhen Lippen «Lili's. wegzupicken. Und jetzt? Die Stunden verrinnen gleichmäßig wie der Sand im Glase. Die Luft ist heiß, die Sonne schwimmt iu eiuem unerträglichen Feuerurbel. Alle Ncize des Frühlings uud Frühsommers sind dahin. Selbst im Garten-Kiosk brütet eine Glut zum Ver« schmachtku. . . Au diesen Kiosk knüpft sich nebenbtt eine beklemmende Scene, die sich an einem lebensvollen Iuuitagc zugetragen. Es gab kleiue Gesellschaft, die sich am reichgedlcktcn Gouiertische gütlich that. Der Friede, der die Natur beherrschte, schien auch die Leidenschaften der kleinen Menschenkinder besänftigt zu haben, beichte, duftige Sommcrwöltchcn zerflossen wie milchiger Schämn in der Tiefe des Firmaments, das sternenbesäet auf die Erde herabgläuzte. Die Mond» sichel hieng an schwarzen Fichtcnwipfeln nnd warf ein silbernes Iietz anf die Grasmattc. welche den Hain umsäumte. Kein Lüftchen rührte sich, nur der Hauch, der dem wärmestrahlruden Boden entstieg, bewegte leise die hohen Gräser. Im Kiosk umkreisten kleine Falter die Lampe und fielen versengt in die Flamme... Es gab jemanden, der sie nm diesen läuteruden Flammentod beneiden mochte, und das war — sie. Vom fernen Vergabhange stieg eine silberne Rauchsäule zum Himmel — lein Opferhauch, sondern der Rauch von Feldfeuern. Von Zeit zu Zeit blitzte eine h>>lle, freundliche Flamme durch die Weiden, die im Thale nnten wie dunkle Kugeln standen. Es war die Idylle selbst, welche ihre Weihe erhielt, als die wehmüthigen Töne eines Volksliedes auf weichen Wellen herüberschwammen. Da schwieg die Gesellschaft und trat ins Freie. Nur sie blirb zurück und — ein Mann. den sie gleiche falls fortgewünscht haben mochte. Noch einige Töne des Liedes und das Knirschen des Sandes — dann ward es stille. Lautlos saßen die beiden in dem dichtumspon» nenen Blättergefängnisse. In ihren feuchten Augen schwamm eine Bitternis, die man diesem Götterbilde nimmer zugemuthet haben würde. War doch ihr Gegenüber der Mann, der einst die Stirne hatte zu sagen, das Weib kenne die wahre Liebe nicht. Der Frauen» Verächter hatte sich unter den Schutz seines Propheten — des Frankfurter Pcssimistcu - geflüchtet und von dem nachthciligen Einflnss gefabelt, den die Liebe eines Weibes anf die wichtigsten Angelegenheiten ausübe. Der Fraueuverächter war auch sonst eiu erfahrener, ua-meutlich aber belesener Mann. der alle auf das Weib bezüglichen Blasphemien auswendig kannte und m,t deren öffentlichen Erläuterungen keineswegs sparsam umgieng. ^ ^ ,« - ^ Dieser Manu war es, der damals — m der warmru Iuninacht. im Begriffe stand, den wahren Zug seines Herzens zn verrathen. Lange Minuten vergehen, dann bricht sie das Schweigen. dürfmssen des Staats und Städtelebens entspringen» den Wahrnehmungen iu den Kreis ihrer Erörterung ziehen und Vorschläge erstatten werden, deren Aus« führung innerhalb der Grenzen des Erreichbaren liegt. Sie werden auch durch die Ausstellung, die sie veranstalten, die Fortschritte anschaulich machen, die er« zielt worden sind, und es au Aufmunterung zu rastlosem Verfolgen der Aufgabe nicht fehlen lassen. Vom Congress der Hygieniler und Demographen, der eine so große Zahl von fachmännischen Autoritäten vereinigen wird, können wir mit Recht erwarten, dass er nicht nur unsere Verwaltungsorgane, die ihm mit anerkennenswertem Eifer entgegengekommen sind, in ihleil gnten Vorsähen bestärkn, «hnen neue Nnregun-gen geben, Vorurtheile beseitigen, irrige Anschauungen bekämpfen, sondern auch wesentlich dazu beitragen wird, popularisierend zu wirken und anzustreben, dass die Grundsähe der Hygiene ein Gemeingut aller werden, damit aus der Erkenntnis der Wahrheit auch die richtige Anwendung derselben hervorgehe und wir uns dem idealen Ziele, das die Wissenschaft angibt, immer mehr nähern. Pas Eine aber müssen sich insbesondere die Stadtverwaltungen vor Augen halten, dass es nichts Edleres, nichts Vortheilhafteres in ihrem Wirkungskreise gibt, als die Gesundheitspflege, und dass ebenso der Nutzen ein unberechenbar hoher ist, der durch die Verbesserung der Gesundheitspflege in einer Stadt erzielt wird, wie der Nachtheil ein enormer, den die Vernach« lüssigung verschuldet. Politische Uederllcht. (Zur achten Jahreswende.) Gestern jährte es sich zum achtenmale, dass Graf Taaffe durch kaiserliches Handschreiben zur Leitung des Gesammt-ministeriuius berufen wurde. Das neue Cabinet hat seinerzeit gemischte Aufnahme gefunden. Die vom Grafen Taaffe ausgegebene Parole der Versöhnung aller Völker Oesterreichs musste sich erst bewähren. Vor allem mussten die abseits des parlamentarischen Lebens stehen» den Czechen in den Reichsrath und zur Theilnahme an der gesammtstaatlichen Arbeit gebracht werden. Wie weit aber auch das Entgegenkommen gegenüber den Nationalitäten gehen mochte, so gibt es doch einen Preis, der dafür niemals bezahlt werden darf: die Einheit des österreichischen Staates. In den Wandlungen, welche das Cabinet Taaffe in den acht Jahren seines Bestan« des durchgemacht hat, kann man sowohl die Umrisse der Concessionen erblicken, welche ein Ministerium Seiner Majestät des Kaisers Franz Josef I. von Oesterreich dem autonomen und nationalen Gedanken zuzugestehen vermag, als die Aasis, auf welcher das einheitliche Reichsgebäude unverrückbar bestehen zu bleiben hat. Das Ministerium hat im Verlaufe der Zeit, ungeachtet mancher Personenwechsel, in seiner Gesammt-Zusammensetzuug keine principielle Aenderung erfahren. Das politische Programm ist dasselbe geblieben lind heißt nach wie vor: unentwegt auf eine Verständigung und Versöhnung der Nationalitäten, auf ein Zusammenfassen aller nationalen Kräfte Oesterreichs zu gemeinsamer staatseinheitlicher Arbeit hinarbeiten. Dass dieses Ziel erreichbar ist, hieße überhaupt an Oesterreich zweifeln; sicher ist jedenfalls, dass in dem vielsprachigen Reiche keine andere constitutionell zulässige und mit dem modernen Freiheitsgedanlen vereinbare Politik möglich ist als jene, deren Programm in dem Cabinet Taaffe sich verkörpert repräsentiert. (Graf Kälnoky) begab sich gestern an das Hoflager in Ischl und verbleibt mehrere Tage dort. (Aus dem Reichsgesetzblatt'e.) Das Neichzgesetzblatt veröffentlicht vier Verordnungen, und zwar je eine des Gesammtministeriums und der bosnischen Landesregierung, betreffend die Beglaubigung vou Urkunden, von welchen wechselweise in Bosnien und der Herccgovina und in den im Reichsrathe vertretenen Königreichen und Ländern Gebrauch gemacht werden will; ferner eine Verordnung der Ministerien des Inner» und der Justiz, wirksam für Galizien und die Bukowina, betreffend die Vormerkprototolle über verkäufliche Apotheker-Gewerbe, sowie eiue Verordnung des Handelsministeriums im Einvernehmen mit dem Ministerium des Innern, betreffend die Verpflichtung zur Anbringung des Aichstriches und der Bezeichnung des Fassungsraumes auf Flaschen und Schanikrügcn, welche in öffentlichen Schanklocalitäten zum Ausschanke von gebrannten geistigen Getränken verwendet werden. (Schulärzte.) Die in Ungarn eben ins Leben gerufene Institution der Schulärzte bildet auch eine Forderung, welche die Referenten des Wiener medicine scheu Doctoren-Collegimns in der Ueberl'ürdungsfMe aufstellte»: diese Aerzte hätten die Schüler iu system tisch r Weise zu überwachen. Writers soll in alle« Lehverbildungs'Anstalten die öffentliche Gesundheitspflege als Unterrichtsgegenstand eingeführt und in den Schien in populärer Weise vorgetragen werden, weil nur dadurch eine Garautic für die richtige Erziehung del späteren Generation geboten w^roe. Aus demselben Grunde sei auch au den Universitäten auf die (W' nafial-pädago.iische Ausbildung und auf die damit vtt' buudeueu hygienischen Lehren Rücksicht zu nehmen. (Bulgarien.) Prinz Ferdinand von Coliulg ist vorgestern um s> Uhr von Orsova abgercivl, >»^ die Wellen der Donau tragen ihn seiner BestimmM entgegen. Schuu morgen soll das Sobranje iu Tiriwva zusammeulreteu, um die Eidesleistung des neuen FlliM entgegenzunehmen. Dort wie in Sofia und anderen Städten wt-rden großartige Vorbereitungen zu festliches Empfange getroffen. — In russischen Journalen hcrrW die Ansicht' vor. dass Russland trotz der Abreise de< Priuzeu von Coburg seiue Abstmenzvolitik beibehalte wird. Zur Beseitigung des Prinzen von Cobnrg s>e>Me Russlands ausdruckoolles Schweigeu. Wahrscheinlich würden die Westmächte dem Beispiele Russlauds und del Türkei folgen nnd die Anerkennung versagen. Nur die «Petersburger Zeitung» nnd die «Nouosti» erwarten eine active Politik, die den «Ncwostl» zufolge in einel franco-russischen Allianz zum Ausdrucke käme. (Rnssland.) Wie aus Petersburg gemeldet wird, verlegte das Kaiserpaar vorgestern für die Dcniel von acht Tagen seine Residenz von Peterhof nach den« Lager von Krasnoje Selo, um den dort abzuhaltenden großen Schießübungen beizuwohnen. Unmittelbar dara»! tritt die kaiserliche Familie ihre Reise nach Kopenhagen an, woselbst ein Aufenthalt von ungefähr einem Monat< in Aussicht genommen ist. (Aus Belgrad) wird der 'Pul. Corr.» a/' meldet: Anlässlich der Übergriffe, die seitens cinigel untergeordneter Regierungsbeamteu bei den letzten Oe< meinoewahlen verübt wurden, hat der Minister des Innern, Herr Radivoj Milojkovie. an alle Kreisvo» steher ein Circular gerichtet, in welchem er dieselben verpflichtet, sich jeder unberechtigten Einmischung be> den bevorstehenden Wahlen für die Skupschtina zu e»t> halten. (Zur Lage auf Kreta) Nach Meldunge" aus Canea ist die Session der kretensischcn National' Versammlung uach einer ruhigen und sachlichen Erört^ rung der ihr zur Berathung vorgelegenen Gesetzentwürfe geschlossen worden. Unter diesen befand sich ein Gesetz' entwurf inbetreff des Wahlrechtes und der Wahlord' nuug. Darin wird das allgemeiue Stimmrecht stip^ liert und bestimmt, dass die Abgabe der StimineN durch Kugeln stattzufinden habe, wie dies in Grieche"' land geschieht. Die Dauer der Legislaturperiode nM auf drei Jahre festgesetzt. Keiu Deputierter kann, selbst wenn er sein Mandat zurücklegt, während der Dall^ der Legislaturperiode und vor dem Ablaufe eines Jahres nach derselben zu irgend einer Staatsanst^ lung berufen werden. Man glaubt, dass dieses O^ ohneweiters die Sanction des Sultans erhalten wild' nicht.» — «Nun, nach Ihre: Wortkargheit zu schließen. . .» — «Ich trage viel im Herzen, wenig auf den Lippen.» Sie macht ganz kleine Augen und antwortet sodann nahezu zischelnd: «Das Viele ist hier das Schlechte, denn sie tragen den Schatz des Lästerers in der Vruft.» — «Wozu diese Empfindlichkeit?» bemerkte er. «Ich ehre mein Herz, es enthält mein Himmel« reich. Verächter meines Geschlechtes finden nimmer Einlass.» Er erbleicht und bemüht sich, flüchtig zu lächeln; dann wendet er trocken ein: «Es gibt Erinnerungen, die das Leben verbittern. Solche Erinnerungen zu verwischen, ist Sache liebeerfüllter Frauenherzen. Wer ein solches findet, möge gelassen die Schätze beider Indien opfern.» Sie machte eine rasche Bewegung. «Aber ich weiß, was es ist: Sie verachten,» wendete er ein. «Sollte ich vielleicht Grund hiezu haben?» — «Gewiss nicht . . . denn Sie — sind mir nicht gleichgiltig...» Sie erschrickt, und ihre Wangen überzieht ein leises Roth. «Sie mögen hartherzig sein. lieblos sind Sie nicht.» bemerkte er nach einer kurzen Pause. «Wie kommen Sie dazu, mir solches zu sagen? — «Weil Sie vielleicht nicht wissen, was es heißt, lieben und verschmäht zu werden. Man kann alle Dinge der Welt besitzen und wieder verlieren, ohne dass dies mehr als eine Wunde eintrüge. Zurückgewiesene Liebe aber heißt die Wahr. heit zur Lüge stempeln.» — «Das haben Sie sicher irgendwo — gelesen.» Er athmet schwer auf... Scho< nunaslo« sitzt sie vor ihm nnd heftet ihre glanzlosen, kalten Augen auf den Sprachlosen. Einige Secunden lang hängt er wie flehend an ihren Augen und möchte sie mit seinem Basiliskenblick vnnnen. . . Und dieser Blick thut Wnnder. Sie wendet sich ah, ihr ganzer Körper zittert. . . Er wird kühner, sie aber erhebt sich rasch. Da vertritt er ihr den Weg, neigt sich fiebernd zu ihr herab und flüstert: r steht vor ihr. Seine Augen glühen unheimlich. Sie erschrickt und will den kleinen Salon verlassen, da wirft er sich ihr in den Weg und fleht um ein hulduolles Wort, um einen aufmunternden Blick, um die Berührung der marmorblassen Hand. Nur eiu Hauch aus dem Munde der Göttlichen solle ihn beleben.. . Sie aber sieht kalt a»l ihl, herab. . . «Ach, waö Sie langweilig sind; steh^ Sie doch auf — bedenken Sie. wenn man uns ilbe^ rascht. . Er springt auf und scheint die Aesinnuug zu v" lieren. Schmerzgepresst ruft er ihren Namen. Sie tM nicht und tritt in den Gartensalon. . . Dort h"^ jemand die Scene belauscht, dem eine schwere Last v^ Nnsen zn fallen schien.. . «Sie hat die Probe besta»' den!» flüsterte er vor sich hin. . . Das war ein ju"l^ Fnund, der «Liebling des Hauses». Dann hüllten Schatten diesen bewegten Abend e'"' Es kam der neue Tag. nnd in seinem Gefolge la'w andere Tage voll Sommerlust und heiterer Lebensf>e"^' In der kleinen Gesellschaft fehlte nnr einer, und d" wnrde hier übel mitgespiel. Nach und uach v^lni^ sich auch die übtigen Gäste. Auf der Crickelbahu s^' das Gras in die Halme, die Nasenbälile übernmcl)" Unkraut, Nur der Kiosk beherbergte noch von Zeit 5 Zeit die beiden Gatten und deu jungen Oastfre"""' deu «Liebling des Hauses». .,« Au eiuem duftigen Morgen, der vom HauA Jasmin erfüllt war, sah sie im lauschigen ^at^l dickicht und ihr Freund an ihrer Seite. Eiu ^A, Sonnenstrahlen stahl sich zwischen den Naukeu ^ durch und übergoss mit dem reinsten, duftigsten G^ die Gestalt der schönen Frau. Der Jüngling lcN seinen Kopf an ihre Schulter und flüsterte: <^,.. sagung — Ergebung — Duldung!» — Sie s^"^.,, und drückte seine zitternde Hand. Hierauf sch'",'^-sie sich inniger aneinander und blieben lautlos l" ^ seligender Vereinigung. Nur ihre Herzen pochten > ^ ihre Gedanken schweiften in die Ferne, durch l""' genossene, bewegte Stunden. ^fsl Nach langer Pause stammelte er: «Ist das ^ ^lllllacherZeitung i!tr. 183. 151^ ____________ !5 August l^?. s, /^urklsch..' Staatsfiuanzen.) Einer Con« »mopler Meldung zufolge soll die Commission. l<; , A l""^t zur Herstellung der Ordnung in den d""V? S'aatsfinauzen eingesetzt wurde, von, Snltan ^l ?"'' "falten haben, zu diesem Behufe auch Ml deformen in der Heeresverwaltung vor- TlilMleuigteiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die ,„ azer Morgeupust. meldet, der Gemeinde Kappet zum «vchnlerweiterungsbaue 300 si. zu spendcu geruht. ^ lDie slavische Liturgie und Montenegro.) Der vom Papste kürzlich gestattete Gebrauch " "lten slavischen Liturgie in Montenegro ist, wie die 'Germania, kürzlich darlegte, nur die Erneuerung einer oeretts nn vorigen Jahrhunderte vom Papste Benedict XIV. »wahrten Erlaubnis, die sich auf ganz «Myrten, er-'Uellte. Von dieser Erlaubnis wurde bisher fast gar kein ^brauch gemacht. Die Frage, welchen geographischen Be-änff Papst Benedict mit der Bezeichnung «Illyrien» uer-vunden, bildete in Nom den Gegenstand eingehender Er. °rterungM. man kam zu dem Schlüsse, dass jedenfalls erblen und Montenegro unter derselben verstanden wor- seien, so dass auch für das erstgenannte Königreich >ene Erlaubnis Beuedict XIV. Geltung hat. ^ (Männliches und weibliches Gell chsvermögen) Ein Kennzeichen der höheren Cnltnr ' . ^ gesteigerte Verschiedenheit des männlichen und ^buchen Geschlechtes. Die alleroberflächlichste Vetrach-t>em^ ^"^' "'" einige angenscheinlichc Unterschiede zu "nerlen, Der Gesichtssinn ist zweifellos seiner bei den ?^ "Mnisiert. Ueber die Wcrlzenge des Hörens und aes,? ^ "°^ keine vergleichenden iintersnchungen an^ ^lellt worden^ dagegen ist die Frage in Vezng aus den Hlnackssinn längst zuguusten der Männer entschieden. w,t die culiuarische Kunst, obwohl die ssranen in ihr hgFsweise ihre Lebensanfgabe suchen, ist in ihrer ^.'""Entwicklung das uubestreitbare Monopol des llen? ^Wechts. Die Köchin grassiert in den Niederun-Wi ., Gebietes; auf den erhabenen Höhen der Koch-die'' - "l allein der Koch. Wie viel Frauen gibt es, lieb >""^ ""^lichen «Weiuverstandes» rühme» könnten? Unters ^" Geruchssinn endlich sind vor kurzem eingehende rNlchuligen in Amerika von den Professoren Nichols derunV^ angestellt und der «Gesellschaft zur Aeför genant ^"^"^'" lN'lactheilt worden. Die beiden Nuzadl ^^^logen uiählten zu ihren Versuchen eine ess««, ^°n stark riechenden Substanzen, wie Nelken-^,/' .^'wblcillch-Er.tract, Blausäure, Eyaukalinm u. s. W. stimm/ n ^'^^^ Verbindungen nahmen sie eine bestöpselt "2e, lösten sie in Wasser auf und ver-Dann ^ ^ '" ""k" sorgfältig präparierten Flacon, gen ' ^ '"'l denselben Substanzen Lösn«' he^. °'' ^alb so starker Concentration wie die ersten Flachs 3^" dieselben in ganz gleich aussehende Hälft? s, "^auf wurden die Lösungen wieder um die cons v '^^'" 3"nacht und eine dritte Reihe von Fla-schlvi»^ ^^' "'^ ^ '""^r, bis jeder Geruch zu ver- Nächs ' '^"' Diese sehr einfache Methode ergab zu-^ganziuunderbare Unterschiede des Geruchsvcrmögens für die einzelnen Perfonen. So fanden die beiden Exftc-rimentatorcn beifpielsweife drei Männer, welche die Blausäure in einer Wasserlösuug vou dem zwei Millionen-fachen ihres Gewichtes riechen konnten, eine so verschwindend geringe Menge also, dass die schärfste chemische Analyse sie nicht mehr nachzuweisen vermag. Andere dagegen rochen die Blausäure in der dritten oder vierten Lösung uicht mehr. Das merkwürdigste Resultat jedoch, das diese Versuche ergaben, war der große Unterschied, der sich in der Feinheit der Geruchsempfindung zwischen den männlichen und weiblichen Versuchspersonen ergab. Es waren vierundvierzig Männer und achtunddreißig Franen zu den Experimenten benutzt worden, alle gesnnd, jung und kräftig und den verschiedensten Lebenslagen angehörig, nur solchen nicht, in denen ein bestimmter, vorherrschender Geruch die Empftndungsfähigteit für andere Gerüche abstumpft oder modificiert. Und da ergab sich das überraschende Resultat, dass die Männer im Durchschnitt einen ziemlich genau doppelt so feinen Geruch hatten wie die Frauen. Es ist dies ein <»,vi8 aux cwm«8», mit ihren Parfums etwas sparsamer umzugehen. Sie ahnen gar uicht den unglückseligen Effect, den sie mit dem Missbrauch der zarteu Blumendüfte auf ihre Verehrer ausübcu. Im allgemeinen können Sie sich Folgendes zur Richtschnur dienen lassen: Die Frau ist immer doppell so stark für die Nafe der Männer, als für ihre eigene parfümiert. Und fomit ist die Kunst des Parfumicrens für die Frau auf eine einfache Division durch zwei zurückgeführt. — (Der Heizer-Streik in Trieft.) Die Hoffnung auf eine baldige Beilegung des Heizer-Streiks in Trieft ist gefchwuuden. Eine Deputation der Heizer gab vorgestern die Ertläruug vor dem Verwaltungsrathc ab, die Arbeit würde nur nach vollkommener Erfüllung der Forderungen aufgenommen werden. Man behauptet, die Arbeiter können mehrere Monate von der Gcnossen-schaftscasse unterhalten werden. Der Lloyd macht alle Anstrengungen, den regelmäßigen Betrieb aufrechtzuerhalten. Man hofft die Intervention des Bürgermeisters. — (Eiu Kind das andere erstickt.) Die mit den 6 Wochen alten Zwillingen Anton und Antonia gesegnete Walcherbänerin Agnes Kristan am Stiftberg in Kärnten nahm in ciuer Nacht Ende Juli die sonst in der Wiege schlafenden Kinder, weil dieselben unruhig waren, zu sich in das Bett, um dieselben leichter zu beruhigen. Hiebei übermannte sie der Schlaf, und als die Bäueriu morgens wieder erwachte, fand sie den Knaben ans dem Mädchen liegen, welches letztere bereits todt war. Der früher an der linken Körpcrseite der Mutter gelegene Knabe musste, während letztere schlief, wahrscheinlich durch eine Bewegung, auf die andere Seite gekommen sein, wo das Mädchen lag, welches hiedurch den Erstickungstod fand. — (Großer Brand in Mistel) Telegraphischen Meldungen aus Brunn zufolge ist vorgestern in der ersten Nachmiltagsstunde in Mistel ein großer Brand ausgebrochcn. Ueber 100 Häuser nebst der Kirche, ferner die Elzer'sche Fabrik und das Hotel Hrachowetz sind abgebrannt. — (Die heilige Maria Stuart.) Der Papst wird Maria Stuart heilig sprechen. Schon Papst Benedict XIV. bezeugte, dass Maria Stuart alle Eigenschaften besitze, die für eiuc Märtyrerin erforderlich sind. dor ^" ?"b für jenes übervolle Herz? Ich schrecke deinen «n ""ken zuriick — es war zu schön! Liebe NlacbV "" ^""' Geliebte, er wird dich glücklich über p'' '^ ^ seufzte schwer. Er aber beugte sich i,„ A'"e Etaqere. auf welcher prächtige Monatrosen s">'ft '^" Mühten, uud brach die schönste, um sie zn orii^ knisternde, üppige Haar der schönen Frau "»o Ns"!?' ' ' ' ^""" '""l alles vorbei. Lebensstmme welck^ Ü",^"a.en drüber, wie die wandernden Noll. n. hicilo.. s rrgenschwer über dem einsamen Landsitze u»d Nl' "^ schneeiger Schaum über Baumgipfcl Blumenbeete hinwegflatterten. den ?!^ b" Erzählung dieses Intermezzos haben wir ^Uor? m>""^" anfänglichen Schilderung längst ^l "' Wir lehren also auf die Terrafse zurück und hin" lM'wartigen uns deu Augeublick, wo die Herrin sich Birkenhaine verschwunden ist. . . . Stuudcu die m"l°"nen. Die Dunkelheit begiuut hereinzubrechen. !>r„ ^""l wiegt sich in Schlummer, die Krähen auf lorrt> m^" ^ächzen schlaftrunken. In den halb vcr. z«tn ^ Gattern knistert es wie von ersterbenden Senf« blch '3 °"s der Ferne rauscht einförmig eiu Mühlen-W'Ni'l ^'" H"^ des Hauses kuurrt der Kettenhund, tM«/'" verspäteter Wanderer vorüberlommt. Dann schlier ^ kälter uicht mehr, der Hnnd stöhnt in du« ss^ /Daumen, uud im Virlendickicht meldet sich ""Utzchen. Hr°u^°^ "^l" jetzt die Zweige, und die blasse '^enf U !""o" in der Lichtung.'wo die Halbwelten ^ikj^" - "" Abendwmde nickend Sie biegt in den ^aUensal. ^"'l" über die Freitreppe in den HM ,.,".'' '6m großer Spiegel wirft ihr bleiches Nilnnt A - Dl Gatte begrüßt sie freundlich und 'yr eine schneeweiße Rose aus der Äusenfalte. Sie aber sinkt in eiueu Fauteuil und stützt ihr schweres Haupt auf die marmorblasse Hand. Befremdet tritt er hinzu, uud wie er sie. mit der Älume zwifchen den Fingern, am Kinn fasst, um ihreu Kopf sanft empor, zuhebeu. fallcu die Thränenfterlcn als köstlicher Thau auf die Blume. «Was bekümmert dich? Hast du nicht die Blüte mit deinen Zähren verschönt?, — 'Ich habe sie am Nandc des Sumpfes gepflückt.. — «Uud was hätte dies zu sagen?» — «Sieh nur genauer zu — es sind Schmutzflecke daran.» — «Ich sehe sie nicht.» — «Doch.» — «Sie mögen dort gewesen sein — deine Thränen haben sie abgcwaschen.» Da erhebt sie den Kopf. ihre Augeu leuchten wie vor kindlicher F:cudc. Lächelnd öffnet sie ocu Muüd. als wollte sie leise aufjauchzen; das Pochen ihns Herzens verschlägt ihr den Athem. . . - E"- l^ser Auf schrei — dann hängt sie am Halse ihres Gatten, dem die Zähren über die harten Wangen rinnen. «Wie du mich glücklich machst, braver Mann.» schluchzt sie. an seine Schulter gelehnt. ... Er aber drückt sie sauft au seine Brust, hebt ihreu Kopf empor uud trinkt ihr den Freudenthau von deu uassen Wimpern weg. «Dieser köstliche Nektar möge dich läutern, wie er meinen Glauben von dem Werte des Wcibcs von neuem stärkt. Pflücke niemals die Blumen der Freude am Rande des Sumpfes, damit du nicht nöthig hast, sie mit deinen Thränen rein zu waschen.» . . . Sie schaut wie ein Kind zu ihm auf und fühlt den Hauch seines Glückes, das sie mehr als einmal launisch zerknitterte. . . . Icdcs Vergeben des Mannes ist — eine Läuterung dcs Weibes. . . - Möchte das Lebeu doch frei sein von solchen Wechselwirkungen!. . . Schweiger»Lerchenfeld. — (Die Rücktransport ierun g Za-lewsli's) Wie wir erfahren, haben die zur Empfang» nähme des Postdefraudanten Philemon Zalewsti nach Bremen abgereisten Wiener Detectives Schmiher und Daxperger in Berlin ihre Reise unterbrochen, um dort durch Vermittlung der österreichischen Botschaft die bereits früher erwirkte Durchzugsbewilligung für die Escortierung Zalewski's durch Deutschland in Empfang zu nehmen. Die «Elbe», welche Zalewski an Bord führt, dürfte heute in Bremen, beziehungsweife in Geestemünds, landen. — (Othello auf dem Sterbebette.) Im Dorfe Norzifow in Mahren hatte sich vor vier Jahren der damals 54jährige Häusler Johann Bohumil in zweiter Ehe mit einem 22jährigen Mädchen verheiratet. Vohumil quälte seine junge Frau entsetzlich mit grundloser Eifersucht, ja er misshandelte sie sogar häufig in rohester Weise. Vor kurzem erkrankte er heftig, und nachdem man ihm diesertage die Sterbesacramente gereicht hatte, wünschte er von seiner Frau Abschied zu nehmen. Als diese sich über ihn beugte, um ihn zu küssen, biss er sich so fest in ihre Unterlippe ein, dass man seine krampfhaft zusammengeprcssten Zähne nur mit schwerer Mühe öffuen konnte. Wie der Sterbende dann mit letzter Kraft erklärte, hatte er die Absicht, seiner Frau die Unterlippe abzubeißen und sie dadurch zu verunstalten, damit sie nach seinem Tode lein anderer mehr heirate. — (Hadschi Loia todt.) Wie aus Constan-tiuoftel berichtet wird, ist nach einer aus Dscheddah eingelangten Meldung der bekannte einstige bosnische Insurgentenführer Hadfchi Loja, auf einer Reise nach Mekka begriffen, daselbst Ende Juni am Fieber erkrankt und dem Uebel auch erlegen. Er hinterlässt Weib und drei Kinder in ziemlichem Elend und soll sich in letzterer Zeit mit dem Gedanken getragen haben, in Constan-tinoftel für fich und seine Familie eine materielle Unterstützung zu erlangen. — (Eine amerikanische Ente.) Aus Amerika flattert eine neue Ente aus die europäischen Redactionstische. Ein Herr I. H. Pierce hat eine Erfindung gemacht, um Passagiere mittels pneumatischer Röhren zwischen der neuen uud der alten Welt zu transportieren. Die Röhren sollen wie die submarinen Kabel im Ocean versenkt werden. Der Erfinder gedenkt als Triebkraft die ungeheure Kraft der Niagara-Fälle zu benutzen und glaubt eine Schnelligkeit bei der Passagierbeförderuug von 100 Meileu per Stunde erzielen zu können. Leider sehlt noch eines bei der Erfindung, nämlich die Wahrscheinlichteil, dass die Passagiere auch lebendig drüben ankommen. — (Großer Wald brand.) Der Brand des Hertogenwaldes nimmt unglaubliche Dimensionen an. Nachdem das Feuer über die preußische Grenze hinübergegriffen, gleicht die ganze Gegend zwischen Dolhain und Spaa einem Flammenmeere, Man fürchtet für den bel« gischcn Badeort Spaa, wo gegenwärtig zehntausend Badegäste weilen. Die Einwohner von Sollwasser bei Spaa graben Tag und Nacht tiefe Gräben, um das Ueber-greifcn des Feuers zu verhindern. Die Lage ist eine verzweifelte. — (li holer a in Chili.) Der officiellen Statistik zufolge starben im ersten Halbjahre 1887 in der Republik Chili allein 10 200 Personen an der Cholera. — (Regimentsbefehl.) «Wenn der Herr General das Regiment besichtigt, so liebt er es, ab und zu einen kleinen Scherz zu machen, jedoch nimmt er es übel, wenn darüber im Chorus gelacht wird. Es darf uur ein Mann im Regiment lachen. Den Lacher stellt die fechste Compagnie.» Local- und Provinzial-Nachrichten. __ (Z„r Feier des Allerhöchsten Geburtsfestes) findet am 14. und 15. August auf dem l. l. priv. Landes-Hauptschicßstande in Laibach ein Fest-Schießen statt. Das Schießen beginnt morgen um 8 Uhr früh uud wird mit der Unterbrechung von 12 bis 3 Uhr nachmittags bis 7 Uhr abends fortgefeht. Montag beginnt das Schießen um 2 Uhr nachmittags uud wird um 7 Uhr abends geschlossen. — Morgen nachmittags wird von 4 Uhr au die Musikkapelle des 17. Infanterieregiments auf der Schießstätte concertieren. — (Diöcefanchronik,! Die Pfarre Mariafeld wurde dem Pfarrer in Ratschach, Herrn Andreas Pavlic, die Pfarre St. Gotthard Herrn Johann Verhovnik, bisnun Cooperator in Aich, verliehen; Herr Jakob Susnik wurde zum Pfarradministrator zu Gora bei Idria ernannt. Uebersetzt wurden die Herren: Franz Gornik von St. Ruprecht nach Commenda; Sebastian Elbert von Vischoslat nach Woditz; Valentin Orehek von Cemsenit nach St. Georgen unter dem Kumberge; Johann Lavrencic von Adelsberg nach Zirklach; Johann Golob von Tscheruembl nach St. Cant,an; Jakob Po koren von Tschatesch n-.ch Tschernembl; Mathias Piutar von Ratschach bei Steinbrück nach St. Ruprecht. Neu angestellt wurden folgende Herren: Johann Oblak (Seminarftriester) m Bischoflack, Johann Vollin Comsenit, Franz Zalrajset (Senünarpriester) in Adelsberg, Ignaz Zupanec in Grad. Herr Johann Anbllcher Zeitung Nl. 183. _____________ 1514 13. August Itttt?. Nemanic wurde zeitweilig in Ruhestand verseht; Herr August Sifrer kommt nach Presser und Herr Andreas Cesenj nach Ratschach. — (Aus Pola) berichtet man uns: Anlässlich des Abmarsches des Regiments König Milan von Serbien fand im Marine-Casino ein schönes Gartenfest statt, dem sämmtliche Ofsiciere sowie die Honoratioren mit ihren Familien beiwohnten. Der Garten war prächtig beleuchtet und decoriert. Contre-Admiral Baron Manfroni sprach herzliche Worte des Abschiedes und schloss mit einem Toast, dem endlose Hurrahs folgten. Am 10. d. M. erfolgte die Abreise in zwei Staffeln mittels Staatsbahn nach Divaca. Vei der Abfahrt des Regimentsstabes erschien im Bahnhofe Contre-Admiral Manfroni mit sämmtlichen Marine^Officieren, der Bürgermeister und eine ungeheure Menschenmenge. Der Bürgermeister verabschiedete sich im Namen der Stadt und drückte dem Regiments-Commandanten das Bedauern aus, dass das Regiment, welches überall eine angenehme Erinnerung zurücklasse, die Stadt verlasse. — (Heimatliche Kunst.) Die Kärntner Slo-venen werden dem verdienten Patrioten Herrn Professor Andreas Ein spiel er zu seinem am 21. August stattfindenden Priesterjubiläum einen Ehrenlelch spenden. Mit der Ausführung wurde der hiesige bestrenommierte Gürtler Herr Tratnik betraut. Wir hatten Gelegenheit, den Kelch zu sehen, und müssen dieser Arbeit volles Lob zollen. Per Kelch, im reinsten byzantinischen Stile gehalten, ist reich ciseliert; der Fuß trägt drei prächtige Emailbilder und das Widmungsblatt. Für Kunstliebhaber ist dieses Product heimatlicher Kunst durch einige Tage im Schaufenster der katholischen Buchhandlung ausgestellt. — (ZurAffaireCernlovic-Folnegovic.) Ueber die neueste Wendung in dieser Angelegenheit, die augenblicklich das große Tagesereignis in Kroatien bildet, berichtet man: Folnegovic richtet in der «Hrvatska» an seine Freunde die Bitte, sich mit ihrem Urtheile über die Angelegenheit der 30 Mandate etliche Tage zu gedulden. Folnegovic ist abgereist, unbekannt wohin. Sein Secun-dant Dr. Frank erbat für ihn einen Aufschub von 48 Stunden. Ein zweiter Secundant, den Folnegovic vorschlug, wurde, weil unter der Anklage des Meineides stehend, refusiert. — (Personalnachrichten.) Der Oberforstrath und Leiter des forstlichen Versuchswesens Herr Ludwig Pimih, ein Bruder des verstorbenen trainischen Historio-graphen und Finanzdirectors August Dimih, ist von Sr. Majestät durch Verleihung des Ordens der eisernen Krone dritter Classe ausgezeichnet worden. — Der Regie-rungsconcipist Herr Victor Parma, der einige Monate der Nezirkshauptmannschaft Gurlfeld zur Dienstleistung zugewiesen war, ist nach Krainburg rückversetzt worden. — (Böhmische Gäste in Krain.) Wie in der Landeshauptstadt, wurden die böhmischen Gäste auch in Adelsberg festlich empfangen. Nahezu sämmtliche Vereine Innertrains sowie eine nach Tausenden zählende Volksmenge waren zur Begrüßung der Gäste auf dem Nahn« Hofe erfchienen, wo Bürgermeister Vicic und Landtagsabgeordneter Kavcic begeisterte Ansprachen hielten. Die Grotte, welche aus Anlass der Ankunft der böhmischen Gäste festlich beleuchtet war, machte auf die Besucher einen mächtigen Eindruck. Nach Besichtigung der Grotte wurde in den feenhaften Räumen ein Kränzchen improvisiert; an hundert Paare bewegten sich da in lustigem Reigen. Einen ausführlichen Bericht müssen wir Raummangels wegen für die nächste Nummer zurücklegen. — (Der Laibacher «Sokol») hat für den 14. und 15. d. M. sämmtliche slovenische Sokolvereine zu einem Congress eingeladen, welcher inGur? feld abgehalten werden soll und an welchem auch kroatische So-kolisten theilnehmen werden. — (Ein erschütternder Unglücks fall.) Der Handelsschüler Josef Mandl, Stieffohn des hiesigen SüdbahN'Restaurateurs, Herrn Rudolf König, hat vorgestern in der Frain bei Mürzstcg auf tragische Weise den Tod gefunden. Mandl, ein steißiger Schüler der Mahr'schen Privat - Handelsschule. der bei Verwandten seine Ferien zubrachte, gieng in der Frain botanisieren, wobei er von einem hohen Felsen abstürzte und sofort todt liegen blieb. Die unglücklichen Eltern, die mit zärtlicher Liebe an dem steißigen und intelligenten jungen Manne hiengcn, verlieren in dem Verunglückten ihr einziges Kind. — (Zur Secundizseier des Papstes.) Wir erhalten folgende Zuschrift: Dem Diöcesan - Comite für die Vorbereitung der Secundizfeier Seiner Heiligkeit des Papstes Leo XIII. sind bisher seitens der Katholiken Krains folgende Spenden überreicht worden: Praelat Dr. A Cebasek 5 st.; Propst Dr. N. Iarc 5 st.; Mon-signore L. Ieran 5 fl.; Karl Polat 5 fl.; Alfred Ledenig 5 fl.; Franz Povse 5 fl.; Med. Dr. Martin Dolnicar 10 fl.; Prof. Ios. Märn 3 fl.; Frau Anna Hofbauer 2 fl.; Sammlung der «Zgodnja Danica» 15 fl. und 4 Thaler — zufammen 60 fl und 4 Thaler. — (Un geprüfte Lehrer.) Um die Zahl der ungeprüften Aushilfslehrer an den Volksschulen allmählich zu vermindern, wurden die Vezirksschulräthe durch einen Erlas« des Unterrichtsministeriums beauftragt, von Zeit zu Zeit die betreffenden Lehrpersonen aufzufordern, dass sie sich auf Grund des Artikels 7 der Prüfungsvorschrift vom 31. Juli 1886 um die Zulassung zur Lehrbefähigungs-Prüfung für allgemeine Voltsschulen bewerben. — (Großer Brand.) Das Dorf Großpece, Pfarre St. Veit bei Sittich, ist Mittwoch nachmittags von einem verheerenden Brande heimgesucht worden; 13 Wohnhäuser und 34 Wirtschaftsgebäude sind dem entfessellten Elemente zum Opfer gefallen. Auch ein Kind hat in den Flammen den Tod gefunden. Einen ausführlicheren Bericht bringen wir in der nächsten Nummer. — (Process W al dhäusel.) Aus Graz wird uns berichtet: Der Angeklagte Dr. Waldhäusel erklärte sich für nichtschuldig, opponierte heftig gegen die angeblich unbegründete Anklage, die Aerzte seien seine persönlichen Gegner und die Zeugen größtentheils beein' stufst. Gegen die Vernehmung jener Personen, die zur Illustration seiner Praxis und femes Charakters vorgeladen wurden, protestierte er, jedoch vergebens. Sodann begann die Vernehmung mehrerer Damen, deren Angaben wiederholt auf der Geschwornenbant Bewegung hervorriefen. — (Nationale Geldinstitute in Istrien.) Der Reichsraths-Abgeordnete Michael Vosnjal hat kürzlich Istrien zu dem Zwecke bereist, um die Cre-ierung von nationalen Geldinstituten (I,'08oii1n>l)<)) zu fördern. AunN und Aitercrtur. — (Stella Hohenfels.) Die Generalintendanz der Wiener Hoftheater hat vor einigen Tagen einen zwischen der Direction des Hofburgtheaters und Fräulein Hohenfels abgeschlossenen neuen Engagementsvertrag genehmigt. Die genannte Künstlerin wurde auf Lebensdauer für das Hofburgtheater en^ gagiert. Die Gage beträgt jährlich 14000 st. Neueste Post. Original-Telegramme der .Laibach er Ztg.» Agram, 12. August. Das Amtsblatt veröffentlicht die Einberufung des kroatischen Landtages auf den 1. September. Widdin, 12. August. Bei dem um ti Uhr abends erfolgten Eintreffen des Prinzen von Coburg bewill-lommte Stambulou den Prinzen im Namen der Re» gierung und drückte die Gefühle der tiefen Ergebenheit und der grenzenlosen Liebe des bulgarischen Volkes sowie der Armee aus, welche niemals vergessen werden, dass der Prinz in einem so schwierigen Momente die Fahne der bulgarischen Ehre und Unabhängigkeit ergriff. Der Prinz wurde enthusiastisch empfangen. Eine ungeheuere Menschenmenge, die Garnison in Parade war am Quai versammelt. Der Prinz, welcher die Uniform trug, lieh das Bataillon defilieren, empfieng sodann auf der Mairie die Deputationen und kehrte hierauf auf den Dampfer zurück. Sistov, 12. August. Der Prinz von Coburg pas sierte um 3 Uhr nachmittags auf der Fahrt nach Rust-schuk an Bord des Dampfers «Orient» Sistov ohne Aufenthalt. Alle Höhen und der Quai waren von Menfchen beseht. Das ausgerückte Pleuna-Regiment präsentierte das Gewehr. Die Jacht «Alexandra», welche dem Dampfer folgte, fchiffte den zur Eidesleistung des Pnnzen nach Tirnova gehenden Metropoliten Anthim aus. Sofia, 12. August. 101 Kanonenschüsse signalisierten die Ankunft des Prinzen von Coburg in Widdin. Die Bevölkerung drängt sich freudig bewegt in den Straßen; für heute abends ist eine großartige Illumination projectiert. Der Fürst begab sich von Widdin nach Lom-Palanka. Sofia, 12. August. Der Fürst erließ bei seinem Eintreffen in Widdin folgendes Manifest: «Von den Vertretern der bulgarischen Nation einstimmig zum Souverän gewählt, erachte ich es als meine heilige Pflicht, das Gebiet meines neuen Vaterlandes zu be« treten und mein Leben dem Mücke, der Grüße und dem Fortschritte meines theuren Volkes zu weihen. In dem ich der wackeren bulgarischen Nation für das Ver« trauen, das sie mir bekundet, sowie für die Gefühle der Treue und Ergebenheit, ron den>.n sie a/geu mich beseelt ist, aus dem Grunde meines Herzens danke, bin ich überzeugt, dass sie mich in meinen Bemühungen unterstützen wird, um unser Land groß und blühend zu machen und Ehre und Ruhm vollständig zu erreichen. Der Allmächtige schütze Bulgarien und helfe uns in allen unseren Thaten. Ferdinand.. - Morgen findet iu der Kathedrale ein Tedcnm stall, welchem alle Staatskörper beiwohnen werden. Paris, 12. August. Im hiesigen Ministerium des Auswärtigen sind heute nachts eine bedeutende Geldsumme uud wichtige Papiere gestohlen worden. Stockholm, 12. August. Auf der Festung Bax-Holm wurden gestern nachmittags durch eiur explodierende Granate neunzehn Soldaten getödt^t und viele andere verwundet, unter letzteren drei Offiei,re. Constantinopcl, 12. August. Die Pforte miss-billigt das Verhalten der Regenten von Bulgarien n> der Acliou des Prinzen von Coburg, berief Riza N't) ab und ernannte den Unterstaatsserretär des Aeußeren Amtes, Artiu Efendi Dadian. zum Obercommissär >" Bulgarien in zeitweiliger Specialmission, welcher w> geeigneten Zeitpunkte dahin abgehen wird. Ncwyorl, 12. August. Durch einen Unfall, wetä," eiuem Eiscnbcchnzuge zustieß, als er über den Niagara fuhr, fieug die Brücke Feuer; eiu nachfolgender Z»!i stürzte iu dru Strom. Bisher wurdeu siebzig Liche" aufgefunden; die Zahl der Todten »ud Verwundeten soll eine sehr erhebliche sein. Allgetllmmelie Fremde. Am I I. August. Hotel Stadt Wie». Guttmaun, Weisender, Wie». — .U'oledat», Werlführer; Kodermcch. Private; Dr. Ielusig. Aduocat, Trieft. — Pozder, Hilfsämter - Director, ssiume. - Ialovi, Obe»" lieutenant, Görz. Hotel Elefant. Mittler, Reis., Wien. — Kasil, Fabrikant, Prag-Steruagl, Kfm., Nozen. — Zih, Militär - Pfarrer, und von Lindenhcim, Privatier, s. ssamilie, Oraz. — Gabler, Oberst' lieutenant, und Freiherr von K'nopp, Oberlieuteuant, Straß- — Walmann, Privatier, Trieft. - Pislatczel, Oberstlieutnant, Görz. Dr. Svcrlich, Privatier, Pola, - Spada, AesHel, Zara. — Bercic, Supuk und koslau, Vesiher, Dalmatien. Hotel Bairischer Hof. Dr. Hirn, Olierlieuteuaut, Merau. -" Vinaher, Lieutenant, Trient. — Steinbach, Kaufmann, Trieft- — Hell, Hauutmaun, Pola. Gasthof Kaiser von Oesterreich. Spurin,, Beamter, Mähren. -Basouovic und Venlovac, Äesiher, Dalmatien. - MM' Kaufmann, Agram. — Grcgorcic, Kaufmann, Nlradiska. ^ Doktoric, Gastwirt, Woch.'sseistritz. Meteorologische Beobachtungen in ^aibach. s "'s VN« Z« de, Himmel« ZLZ ^ M.M^ 733,8ss"^M"SÜ.^ dem Normale, Verantwortlicher Redacteur: I. Nasslic. Maggi's Bouillon-ETtracte enthalten weder Leim noch Fett; sie bleiben deshalb auch be> heißester Witterung stets frisch, wo nndere dieser Extraelc gerne Schaden nehinem und frisches sslcisch sich lauit' von einem T"st auf den audern l,ält. Ohne jede andere Zugabe, nur durch ein^ tleincu ZusG zu heiszem Wasser, macht man damit momentan ei"« ausnahmsweise lräftige und erfrischende Fleischbrühe von »>" kräftigcrem Geschmacle, als mit jedem audcru ssleischrxtract^ doch mache jeder selbst den Vergleich. Eiu einziger Versuch sprm' überzeugender zugunsten uou Mnggi's Nouillon.Ertraeteu, <^ jede Anureisung, ' (A4A7) W ssür die herzliche Theilnahme während der W'lNlk- W W heit und nach dem Ableben unsercr lieben Mitta, W W sowie für die viele» und schönen Kranzspenden unsere» W W tiefgefühltesten Daul. D W Familie Kappus. W ! Die Gefertigteu gebeu, vom tiefeu Schmerze gebeugt, die Tralicrluude vou dem Hm- ! l scheiden ihres heißgeliebten und eiuzigen Sohues ^ Josef MandL > Haudlungsschülcr I l welcher Donnerstag, den 11. August, in der Fraiu bei Mürzsteg plötzlich verschieden ist. Die ! > entseelte Hülle unseres vielgeliebten Kindes wird heute nachmittags 4 Uhr iu der Pfarrkirche > > zu Frain feierlichst eingesegnet lind auf dem dortigeu Friedhufe zilr Rlche bestattet. > ^ Die heiligen Seelenmessen werden am Smmtag früh in der Pfarrkirche zu Fraiu uud > > in der hiesigen Pfarrkirche zu St. Peter gelefen werdend > ! Laibach am 13. August 18N7. ! ^ Die trauernden Eltern ! ! Nudolf Bönig Pauline König. > jacher Zeitung Nr. 183 1515 13. August 1887. Course an der Wiener Börse vom 12. August 1887. «°«dem °Weuen «o««^««. ^, «eld «Unle Stants.Unlchen. ein7ne^....... " " «'-" oc'fte?^»»^"'""?. stcu»sl^i . Il2hbil8l0 ""l ""'"'rente, «eutlsrri , 9« .'l) °<:.7N >'"«, Volbrenle n) -,------------ " w.x", /' "<"" ^-^7» - 115 —115'4l, " ° ^^i'Vose 4°/, ,00 il, . . ,24,s.,»4l« ^ "«wl.l.-Obllaatlouen (!'!> ><)U ft !H, 7,. , "^°lr^.'^/ -.'.','. ,05^,0««« l>" Neb"' ^ ^." <>««""!s«° - ,04 75. IU0 l»5 i!s> b»o. in 5« „ „ »7L0 tmlül!.Echl!ldverschr.»°/n 102^0 iu2?s> Qef!. Hypotbllcnbanl ioj. 5'/,"/» !i«' ^ '«2 — OtU'imss, »'t>nl veil, 5"/„ . , !>08 ?< N»4 10 b!o. „ <>/,«/<, . ll» 70 ><»(» — l'lc. „ 4"/„ . . 99'/l»IU(,- '' in I, lx!« vcil, 5',,°/» —'— — — Plivliiältt'^bliMiVuen »lijabrlh Wefidlll,!, 1 «mission — — — — helb»»c>^di!-!>ioldbn^,! i« Silber 100 >5 1<)I — ,>rc>>,zl>.....»--— __-— 2m. l»<81 »50 Oeftelr. i^ortweslb.^n . , lv6»0107 — Vtaat»l>ahn 1, Emlsftcn . . — — zoh s,l» Sildbahn «^ »°/».....l« !<, ,41-50 « ' .. ^«57°.....1,2 701,3-- Nnst.'stali,. »ahn.....99 7l/100»U Diverse Uofr (per Stü«l), Lrebillost ,«0 sl......,k°lu^0 Osen^r t'°ie 4« si.....z«,,^ <<,-^ Palflyi'ose 40 fi......,<, si. ^,^ ,«,75 Salm.i!°,e 4N ll...... ^,^ „,,_, St,.Ven°,«.i!olc 40 sl. . . 5«»^ 5870 Walbftein.^°!e it» sl, . . gg.h« «z-- «dindlschgrah ^'osc „u . «n«l«»0efterr. Nanl lloo sl. . ,07 «ft'08 -Vonlvtl^n. Wiün«, loll sl. . 9« on »Z -«dncr '«nft.,Ocft,w0fI.V.«>°/« ^'»z. 75 2»«^s ^di,,Anst.s.Hanb.u.«.!s>usl,z.«, 5,0^1 »c, Lcfostteubonl. «Us, 2nu sl .,7? - '7° . ^u,vle.Oe,.^l^crrft,5>«l»N. ft»«'-5?^ -Hypo, ^lcnb., oft. ^0!!sl,^5."/nE. —-— —'— ranbcib., oft. ^ousl. G.zu«/» ««21-221 5u Ocs!c,r..U!>n. Van! . . ° «°« ^ ««^ Un,ondanl «<»»» jl. , . ^0»'—2u»'2l> 3!ctl?n von Tillnsport' ttntsruehwnngen. ! sp« «til«). Nldrcchl^Vahn lütt sl. Gilb« . — — — — ?ll« sl. . , —'- — — Vestbahn i^oo sl. . . , !l»o !><> »81 bu Vuschtirbrabel Lisb. 5 fl. «Vl.7»l» — 800 — „ ftlt, N) zoo sl. «0».— ^10 - Donau , Dampfschiffahrt» . «es, Oeflcll. 500 ft. LVt. . . .3»,^—»»? — Drail'ltis. (Aat..Db..ij.M0tt.« —,----------- Dux «obcnl'achel?3^00fl.S, — — —-— ssc,d»l»nb««Nordt>. looo sl, sclel«ilt>.200sl.V, —.----------- Kali,.«arl.^l!dwlg.«.«00sl. lu is,9 7i>,l-.o^<> dto, (lit.U! lim» j:. Sild« . in«-—ie«'bl» Prag-Dü^l ül!l,üb, ll><< sl. Sill». ,1 5^ ,,.— Nubols«, ,chn «no sl. Silber !»?-— i«7 5U Siedc:!t>u>«>,l »tiscnb. >!00 s!. — — — — Glaol«'!! ^"!«>K«!» !l ö. W, .,««75»«?'— Silbbahn »00 fl. Vilbrr . . . », 2<» «' 7b Güd.Norbb..!8rlb,.«.,oafl.«lM.!ibc k0 I»7 -Tlllmwah.Ves., lvr. 170fl. 0. Ul, 2,« :.o 227 — , Nr.. neu 100 fl. »?-— 4?!»^ Tran«P°rt«<»tsellschaft 100 sl. , — — — -tln°..Hal<». <«fenb. ,00 N, «ilber ,l!»b0i«9 b<> Ung. Norboftbahn «OU fl. Silber ,«i?l 1««»'. UN« WeNb.(«aab.VrH,>«00sI.S. .Ss< 75 I«>» »^ InbnftrieUctien (pel Etlis). LllHbl unb sindbtig, ««sen» unb Stahl.Ind. in Wien ,00 fl. .------— — U.»H, »»»»z S» 7b Montan.Ocselllch., öftell.alpine l> — »l ^l. Präger l>«-^ Salgv'Tarj. «ijeniafi. iou sl . l« — -^'»-Iriwiler «ohlen».»«?!, 70 sl. . — — --Wu^lns..«.. 0cft, lull!, lUOsl.------------.— Pevije» Deutsche Plätze......«!«,?> 6I'»<> London.........1»« — >>e »0 P«i» .........4»,77^ 4»,e> Valnte«. T>ucalen........ h,, z 0, »0,Franc«.Stklle..... »,«. ^,9. Silber......... __ ^ __ _' DeuOlb!" Meilböbanlnoll!' Sl 67 «l 7Ü Ätalienische Vanlnoten (100 kilt) 4» 45 4l» b5 PapierNubel per Stlls . . . I