f MARBURGERZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES STEIRISCHEN HEIMATBUNDES ■rtcht rflckgMondt. Bai UmtUchm Anfragen M das Mckporlo MialMaa PoaUchackkonto Wlan Nr MSOa Ul ^ Abholaa la dar Gaick>ltiit«lla gaachlfftaHa, aiU. Marktpl.., N. U P^nru, N. l^-d f X 't T|r Nr. 80 -— a4. Jahrgang _Marborg-Dran, Montag, 20, Mgrg 1944 Einzelpreis 10 Rpf Der Führer zur finnischen Frage Nur eigene Kraft besteht Der Kreml will die Ausrottung^ der nicht russisch-bolschewistischen Völker — Das Hirngespinst der »Garantie* dnb StocUioliii, 19. MAri Auf Onind «inig^r kn Au«lind T*rbr*l-tvter Meldimgen Qb«r «inan angeblichan Schritt des Führers beim ichwedischen Köni<| Im Zuaammenhang mit der finnischen Frage bat der Berliner Korreepoo-dent von »Stockholmt Tldninqen« um eine direkte Stellungnahme des Führen zu diesen Veröffentlichunflen, Der Führer •teilte dem sohwedischen Korreiponden-tan auf seine Fraqen folgende Antworten zur Verfügung. P r a g e I »In aiMlIndiedian Preeeem^l-dungen wurde behauptet, der Führer he* be bei König Gustav Ton Schweden nen AnnäherungsschrlU wegen der Ver* mittlungen dee schwedierhen KOnige bd Finnland unternomnMn, Entsprechen diele Meldungen deo Tatsachen?« Antwort: »Die Meldungen dnd falsch! Ich wüßte auch nicht, weehalb ich einen solchen Schritt getan haben •ollte. Es Ist mir nldht bekannt, ob überhaupt König Gustav von Schweden In diesem Sinne auf Finnland eingewirkt hat, vor allem auch nicht, wann dieeer Schritt geschehen sein soll. Wenn die« aber zutreffen eollte, handelt es sich hier •elbstverstlndllch um eine rein schwedische Angelegenheit,« Frage: »Darf ich in dieaem Zueam-menhflng (ragen, wie Sie überhaupt die Lage auf Grund der Waffenstillstandsbe-dingunqen beurteilen?« Antwort; »Ich beurteile die von den Sowjets bekanntgegebenen Waffen-itillfltandebedlncrungen genau so, wie sie gemeint sind. Ihr Ziel ist selbetveretlnd-Uch, Finnland in eine Situation zu bringen. In der ein weiterer Widerstand un-mAglidi ist, um dann da« am finnischen Volk TO Tollziehen, was Molotow schon seinerzeit In Berlin gefordert hat Mit welchen Phrasen und unter welchen Vor-wärvden diese sowjetischen Bedingungen euch immer bekanntgegeben werden, ist praktisch vAIIlg gleichgültig. Es handelt Bich hier nur darum, dem Opfer eine Schlinge um den Half zu legen, um sie dann zu gegebener Zelt zuziehen zu können. DriB Sowjetrußland sich zu diesem Schritt gezwungen sieht, ist nur ein Beweis dafür, wie ekeptiach es seine militärischen Möglichkeiten selbst beurteilt. An dar wahren Absicht des Bolschewismus kann niemand zweifeint die Ausrottung von nicht russisch-bolschewistischen Völkern In Europa, und in diesem Fall vor allem Ausrottung der Finnen. Um dloaes Ziel zu erreichen, hat man, wie unsere Gegner offen' zugeben, den Nervenkrieg gegen Finnland entfesselt.« Frage: »B« ist dea öfteren die Frage •Iner Garantie für Finnland von selten Englands und der USA aufgeworfen worden. Was halten Sie von derartigfn Garantien für Finnland?« dnb Führerhauptquartier, 19. MAis Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Am unteren ukrainischen Bug führten die Sowjets zahlreiche vergtibllche Angriffe gegen unsere Brückenköpfe. Feindliche Ubersetxversuche wurden zerschlagen. Zwiechen mittlerem ukrainiechen Biiq und Dnjestr dauern die Kämpfe mit weiter vordringenden feindlichen Kräften an. Am oberen ukrainischen Bug sowie zwischen Proskarow und Tflrnopol scheiterten wiederholte Angriffe der Bol-schewisten. Unsere Truppen warfen die Sowjets an mehreren Stellen in entschlossenen Gegenangriffen zurück und fügten ihnen hohe Mensrhen- und Mate-rifilverluste zu. Dabei wurden allein In einem Korpsnbschnltt 44 Panzer und zwrtif Sturmgeschütz» sowie zahlreiche andere Waffen und Fahrzeuge vernichtet oder erbeutet. Im Raum Krzemlenlez— Kowel wurden starke feindliche Angriffe abgewiesen oder aufgefangen. Die schweren Kämpfe dauern an. Im mittleren Frontabschnitt lebte die Gefechtstätigkeit wieder auf. örtliche Vorstöße des Feinde« am Südufer des Pripjet, südlich der Beresina, an der Smo-lensker Autobahn und südöstlich Wl-telwk scheiterten. Im Norden der Ostfront ließ die Wucht der feindlichen Angriffe infolge der am Vortage erlittenen hohen Verluste nach. Die Sowjets führten an den bisherigen Brennpunkten nur örtliche, von Panzern unterstützte Angriffe, die in unserem Abwehrfeuer zusammenbrachen. Einige Einbruchfistellen aus den Vorlagen wurden im Gegenstoß bereinigt. A B t w 0 r 11 »Die Praga von Oaria-tlsn für Phuilazid von seitsn Englanda und dar USA kennt» nur den Zweck vsr-folgan, den Finnen die Unterwerfung schmackhafter zu machen. In der Praxis Ist ]ed0 Garantla der Engländer oder dar Amerikaner aina Utopie. Wadar England noch die USA würden In der Lage »ein, einem siegreichen Sowjetrußland auch nur die geringsten Vorschriften über die endgültige Zielsetzung zu machen, aaibst wenn sia die« wollten. In Wirklichkeit aber haben aowohl England wia Amerika nicht den geringsten ahrUchen Willan, einen aolchen Binflufi auszuüben. In beiden LAndem regieren die gleichen Kräfte, wenn auch unter bürgerlicher Maske getarnt, die in Sowjetrußland völlig offen die Gewalt ausüben. Was amerikanische Garantien betrifft, eo hat Deutichland schon nach Beendigung des Weltkrieges tc Bern, 19 Män Amtli<4i wird von der Schweiz mitgeteilt: Im Laufe des Sajnstag nachmitta/g haben nordamerikanische viermotorige Bombenflugzeuge den schweizerischen Luftraum verletzt, indem sie die Kantone St. Gallen, Thurgau, Schaffhausen und Zürich überflogen. Einzelne flogen auf dar Linie Pruntrut—Luzern bis in die Gagend dea Bodenaess Unsera Abwehr-Staffeln sowie unsere Flakabwehr traten In Aktion. Sowohl bei FehraJtdorf dnb Bern, 19. Märs Bs mehren «ich in der Schweiz die Stimmen, die dl« sowjetische Gefahr für Europa mit aller Deutlichelt aufzeichnen. So «chreibt der Hauptschrlftleiter dar »Basler Nachrichten«, Oari im vergangenem Jahr habe sich immer deutlicher das Bestreben der Sowjetim>ion abgezeichnet, sich mit einem Glacis voa halb oder ganz unterworfenen Ländern ru umgeben. Diese Tendenz habe man allenfalls noch als »kleine Politik« bezeichnen können. Im Jahre 1944 aber trete nun ganz unverkennbar die große Politik zutage. Sl« imiiasse ganz Europa. Die sowjetische PoUtik erweise sich hierbei trotz der Konferenzen von Moskau und Teheran all durchaus seilbständig. Viel aufschlußreicher als alle Worte cei die durch den Austausch diplomatischer Eigene Stofitniipps vernichteten im Landekopf von Nettuno zahlreiche feindliche Widerstandsnester. Der Feind erlitt schwere blutige Verluste. Gefangene wurden eingebracht. Gegen Casslno setzte der Feind seine von Panzern unterstützten starken Angriffe fort. Sie wurden mit wirksamer Unterstützung durch Schlachtflieger in harten Kämpfen abgeschlagen. In schneidigem Gegenangriff wurde die im Nordwesten des Orte® liegende Burgruine turückerobert. An der übrigen Front verlief der Tag ohne besondere Ereignisse, Nordamerikanische Bomberverbände führten erneut einen Terrorangriff gegen die Stadt Rom. Im Stadtzentrum and dnb Führerhauptguartier, 18. März Das Oberkommando der Wehrmacht gab am Samstag bekannt; Bei Kertsch blieben feindliche Angriffe auch gestern erfolglos. Am unteren ukrainischen Bug scheiterten erneute Versuche der Sowjets, mit starken Kräften unsere Brückenköpfe einzudrücken. Die im Verlauf der Absetzbewegungen vorüber^ gehend von ihren Verbindungen abgeschnittene württombergisch-badische 335. Infanteriedivißion unter Führung des Generalmajors Rast hat sich unter Abwehr laufender feindlicher Angriffe und Mitnahme aller Verwundeten und zahlreicher Gefangenen bu unseren Hauptkräften zurückgekämpft. Westlich des mittleren Bug konnten stäikore bolschewistische Kräfte weiter Mine Brfahnmgan damit flenachL Die felarlich lugaalcbarten 14 Punkte WU- eona waren, aacAidon Deutschland die Waffen niedergelegt hatte, vergessen. — Dia praktische Wirklichkeit führte in Jedem einzelnen Fall zum Gegenteil dw-sen, was man damale dem deutschen Volke feierllchtt zugesichert hatte. Wae britische Garantien für einen Wert besitzen, Ist durch den Fall Polen In eklatanter Welse erwiesen. Im fibrigcn stehen Bng-tand und Amerika eelbst vor echweren Inneren Krleen, nnd die Präge let nicht, ob tle in der Lage elnd, den Boleche-wlsmus Vorsdhrlften lu machen, sondern, wi« lange ee Ihnen gelingen wird, die bolschewistische Revolution In Ihren eigenen Ländern zu rerhindem. Wie bie-h«r noch immer hn Völkerleben Ist der einzige Garant für den Bestand einer Nation die eigene Kraft.« wie bei Klrechberg end bei DtoeeKMifeB stürzte Je ein viermotoriger Bomber brennend ab. Die Besatz ungeoi sind größtenteils mit Fallschirm abgesprungen. In Altenrhein wurden ein nordamerikanischer Bomber und bei Dübendorf deren zwölf zur Notlandimg gezwungen. Dde Beeatzungen der notgelandeten wie auch der abgestürzten Flugzeuge wurden intemierL Fliegeralarm wurde In der nördlichen Hälfte der Schweiz ausgelAM. . Missionen bekundete Anerkennung der Badog Uo-Reg ierung. Zum gleichen Thema stellt der »Bund« lest, daß die Sowjetrepublik beute Eztratouren Uebe. Der PaU Italien sed nur das vorläufig letzte Glied in einer Kette, die im vergangenen Frühling mit der geräuschvollen »Einstellung« der Beziehungen zur polnischen Exilregieruag in London begann. Auch die Einsetzung Titos als »jugoslawisch« Gegenregie-rung« gehöre hierher. In beiden Fällen eelen l/>ndon und Washington seither bemüht, sich auf den Moskauer Kurs einzuspielen. Ein weiteres Beispiel sei 'der sowjetisch-tschechische Pakt, der als GnindsteJn für einen osteuropäisohen Staatenblock aufgezogen wurde, obgleicSi Moskau sonst gegen Jede Blockbildung unter staatlicher Flagge, besonders etwa Im Norden, stürmisch polemisiert habe. an Boden gewiimen. Zwischen Proskurow und Tamopol wurden in harten Angriffs-und Abwehrkämpfen 20 felndllcJie Panzer vernichtet Dabed schlössen Panzerkräfte des Heeres im Zusammenwirken mit Verbänden der Waffen-#^^ In schwungvollem Vorstoß eine Frontlücke. Im Raum Krzemienlec—Kowel sind erbitterte Kämpfe im Gange. Im Nordabschnitt der Ostfront lebte die Kampftätigkeit wieder auf. Nordwestlich Newel, südöstlich Ostrow, nördlich Pleskau sowie an der Narwafront wurden starke, von zahlreichen Panzern unterstützte Angriffe der Sowjets unter Abriegelung einiger Einbrüche abgewiesen und 82 feindliche Panzer vernichtet. In diesen Kämpfen zeichnete «ich die sechste Kompanie des ostpreußischou Orenadlerregiment« 3 unter Püihrung des Oberfeldwebels Kutechkau durch besondere Tapferkeit aus. Im Seegebiet von Vsrdö griff ein Ver' band aowjetiecher Bomben- und Torpedoflugzeuge dreimal erfolglos ein deutsches Gelelt an. Von etwa 80 anfliegenden feindlichen Flugzeugen wurden 37 Im Luftkampf, sieben weiter« du;(;h Bordflak abgaschoesen. Das Gelalt aatzte ohne Schäden seinen Marsch fort. Aus dem Landekopf Nettuno wird nur örtliche Kampftätigkeit gemeldet. An der Sfldfront dauert das schwcre Ringen Im Stodtkem von Casslno mit unverminderter Heftigkeit an. Der Bahnhof Casslno ging nach hartem Kampf verloren. In den Trümmern des Ortes wird weiter erbittert gekämpft. Bin feindlicher Bomberverband flog bei unsichtigem Wetter am Mittag des 17. März in den Donauraum ein und warf ohne Brdsicht weit verstreut Bomben im Raum von Wien. Die Schäden imd Verluste sind gering. Über der Oatmark und dem Italienischen Raum wurden bei schwierigen Abwehibedingungen neun feindliche Flugzeuge abgeschossen. Bini-g« britische Störflygzeuge warfen in der letzten Nacht Bomben im rheinisch-west-fällschen Gebiet. Deuteche Flugzeuge griffen In den Abendstunden des 17. März Einzelziele In London an. Päpstliche Autos beschossen drb Rom, 19. März Ein Lastauto der \'dtikaiiitadt wurde am Freitag von einem anglo-amerikanl-schen Flugzeug angegriffen und ins Tiefflug mit Maschinengewehrfeuer belegt. Der Chauffeur des vatikanischen Autos wurde, wie der Nachrichtendienst Rom meldet, getötet, der Beiiahrer schwer verletzt. Auch Sonnabend früh wurde ein in der Umgebung von Rom fahrender vatikanischer Kraftwagen angegriffen, wobei die Insassen Verwundungen davontrugen. In beiden Fällen waren die Fahrzeuge In vorgeschriebener Weise mit deutlich erkennbaren vatikanischen Kennzeichen und Anstrichen in den päpstlichen Farben versehen. Brandbomben auf Kliniken dnb Rom, Ift. März Am Samstag wurde, wie im Wehr-machtbericht gemeldet, Rom wieder das Opfer eines schweren anglo-amerikanl-srhen Terrorangriffs. Die feindlichen Flieger wählten diesmal vor allem das dicht bevölkerte Wohnviertel OuarMere Itaila, ?iim Ziel. Die in dieseo. Stadtviertel iioqendeu ausgedehnten Univer-sitÄts-Polik'iniken wurden mit Brandbomben belegt. Zahlreiche Gebäude sind eingestürzt. Die Zahl der Opfer sowie der angerichtete Schaden Ist beträchtlich. nn von Leen der Bolschewismus national werden sollte. Beides liegt ihnen weltenfern. Wohl aber scheint sich herausgestellt zu haben, daB der Appell an den „proletarischen Gedanken", an die Weltrevolution und an den Kommunismus heute keinen Hund vorm Ofen weglockt. So appelliert man an den altrussischen Landespatriotismus, mit dem man einst die Polen des falschen Demetrius, die Schweden Karls XII. und die Franzosen Napoleons bekämpft hat. So rührend gastfreundlich das einfache Volk in Kußland einst war, ehe dei Bolschewismm ihm die Seele brach, so tief fremdenfemdiich ist das russische Volk als Nation Der Fremde, der in das ..heilige Raßland" einrückt und vielleicht gar dort sich zum Herren machen will, «tößt auf einen furchtbaren Haß. Das war immei so. Das hat nicht Herr Stalin erfunden, et hat nur diesen Haß zum Fanatismus geschürt. An diesen ganz primitiv nationalen Gedanken hat Stalin appelliert. Er wird daran so lange appellieren können, bis die russischen Volksmassen selber schließlich erkennen, daß der Bolschewismus im Grunde nichts Russisches, sondern etwas Jüdisches ist und sirh ihr nationales Selbstgefühl gegen den Bolschewismus wendet Die Bolschewlsten, d. h die führend« Schicht, zusammengefaßt in der kommunistischen Partei und an Ihrer Spitze Stalin selbst, haben mit dem russischen Volk als Volk, als geschichtliche Einheit und polltische TradUtori im Grunde nichts zu tun Sie haben ja auch nicht umsonst diese Dinge alle viele Jahre lang haßerfüllt bekämpft Erst recht haben sie gar nichts zu tun mit Wesen und Art der Törkvölker, die In der Sowjetunion wie im Gefängnis stecken and den anderen In dHsem Terror-Staatswe-Ben eingeschlossenen Völkern Taktische Mittel Sie benutzen diese Dinge nur als taktische Mittel Sie haben das auch stets selber zugegeben Stalin selber erklärt« 1938: ,JDie leninistisch« Theorie von der Diktatur des Proletariats ist nicht eine „lediglich russische", sondern eine für alle Länder verbindliche Theorie Der Bolschewismus ist keine nur russische Erscheinung. Der Bolschewismus, sagt Lenin, ist ein taktisches Vorbild für alle." Gerade Stalin sagte: „Die bolschewistische Oktoberrevolution ist nicht bloß eine Revolution im Rahmen einer Nation, sie ist vor allem eine internationale, eine Weltrevolution Im Dienste des Bolschewismus Die In einem Land« siegreiche bolschewistische Revolution darf sich nicht als selbstgenügsame Größe betrachten." Er ist Internationalist von reinstem Wasser Entsprechend der Auffassung von Karl Marx daß Moral und Unmoral für den „Klassenkampf" gar keine Rolle spielen, war auch Stalin stets bereit, Umwege zu gehen und äußerlich unverbindliche Zugeständnisse zu machen. Er sagt; ,,In gewissen Ländern und unter gewissen Umständen kann die proletarische Macht sich gezwungen sehen, relt-welllg den Weg des revolutlouäien l'm-schmelzens der bestehenden Ordriung tu verlassen und den Weg stiifenweisir Umwandlung . . . einzuschlagen, a1«!o einen gewundenen Weg einen Wen der Reformen und Zugeständnisse an die nicht proletarischen Klassen, um diese Klassen aufzulösen, ihnen Zeit mm Anschluß an die Revolution zu gehen, Kräfte zu sammeln und die Votnnsset-zongan für ein«n neuen Angriff zu ,,Auf Moskau eingespielt" Schweizerische Presseetimmen rur Sowjetpolitik Der deutsche Wehrmachiberichi Schneidiger Gegenangriff in Cassino Hohe sowjetische Verluste am ukrainischen Bug — 98 Terrorflugzeuge vernichtet In Wohnvierteln entstonden grofie SchA-den und Personenverluste Die brltlsch-nordomerikaniecheB Bon^ ber erlitten In den letzten 24 Stunden bei Angriffen gegen das Reichegeblet und gegen deuteche Stützpunkte In Ober-Italien schwere Verluste. 98 feindliche Flugzeuge, darunter 83 viermotorige Bomber, wurden vernichtet. Bei Tage wurden in den Wohnvierteln der Städte München und Friedrichshafen, in der vergangenen Nacht In Frankfurt am Main durch die feindlichen Terrorbom-ber Schäden und Verluste unter der Bevölkerung verursacht. Stömngrlffe elnl-der britischer Plugzeuge richteten sich gegen Mittel- und Westdeutschland. 60 Angreifer und 44 Abschüsse Deutsches Geleit im Norden blieb unbeschädigt Von Dr. Joha »Je mehr es wechselt, umso mehr bleibt es die gleiche Sache«, sagte e'ne französische Redensart. Wenn irgend etwas sich In den letzten Jahren geändert hat, jedenfalls dem äulikren Anblick nach, so ist es der Bolschewismus. Seine Offiziere haben Achselstücke bekommen. Orden mit den Namen der Marschälle Kutusow und Suworow, die einst den Ruhm des Zarenreiches darstellten werden verliehen, die bolschewistische Armee schwört wieder kniend auf die Fahnen wie einst die Krieger des Zaren. Auch eine Kirche ist wieder eingerichtet mJt Metropoliten und Bischöfen, eine Naionalhymne steht sogar auf dem Papier, der Krieg wird als »vaterländischer Krieg« aufgezäumt und damit der Welt ru verstehen gegeben, daß die Sowjetunion wieder Rußland sein wolle... Ja. sie will sogar etwas Besseres sein als das alte Rußland, gegen das die Unterdrückung und Rusalfizle rung der nicht russischen Völker stets eingewandt wurde — die jüngste Ver-fassungänderung Stalins sprich! von eigenen Rechten dar Sowjetrepubliken auf dem Gebiet der Außenpolitik und des Militärs, die Ihnen bis dahin nicht zustanden, so daß für englische Augen so etwas wie «in Bund der Völker der Sowjetunion herauskommen könnte. Die Gründe Was sind die Gründe dafür? Zur glen-chen Zelt, da Stalin In Nordafrika mit Hilfe der Juden und des verkommensten Gesdndels der Hafenstädte gegen die arabische und islamische Bevölkerung von Marokko, Algler und Tunis eine bolschewistische Republik aufrichtet, da er die Kinder Süditaliens sich von seinen englischen und nordamerl-kanlsrhen Bundesgenossen ausliefern läßt. Ober bescheidene englische Wünsche achtungslos hinwegneht und es stets abgelehnt hat, sich hlnsfchtllch Buropas Irgendwie an die amerikanischen Wünsche zu binden, wird der Gedanke, den Engländern und Nordamerl-kanem mit diesen inneren Verwandlungen des Sowjetstaates einen Gefallen zu tun oder sie von der Harmlosigkeit zu überzeugen, die der Bolschewismus angenommen habe, nicht die erwte Rolle spielen. Die Regierungen werden Ja doch wohl nicht derart beschränkt sein, daß sie sich davon täuschen lassen, auch wenn sie es äußerlich so erscheinen lassen. Wohl aber auf die urteilslose Masse der Halbgebildeten, großer Teile des englischen und nordamerikanischen Bürgertum« sind diese Tricks, Tarnungen und Verwandlungen berechtigt Sie sollen wie Rotkäppchen denken, was doft Im Bett läge, sei eine gutmütige Großmutter — wenn dann der bolschpwistl-sche Wolf die Schlafmütze abnimmt und die blanken Zähne zeigt, wird es zu spät sein. Da der Kommunismus als Wirt-schaftslehre, diese organisierte Stehlerei des ehrlich erworbenen Vermögens und Besitzes anderer Menschen, für dielenigen, die nicht Ihrer Natur nach bereits Verbrecher, Diebe und Unehrlldie sind, keine Anzlehunnskraft haben kann, *o wird er den kindlich urtellslosen anglo-amprikanlschen Massen und g«w1«s«n nicht urteilsfähigeren Neutralen mit Ra-Inlnlka-Musik und russischem Mystizismus nahegebracht Fromm und natlona'7 Man sollte darüber auch nicht übersehen, daß diose Veränderungen auch innere Gründe Im Sowjetstaat haben müssen. Niehl, daß Herr Stalin fromm «der Sialins „gevundener Weg" Die Wandlungen des unwandelbaren Bolschewismus Wieder über der Schweiz Drei USA-Bonaber abg .stürzt, 13 notgalandtt 6t.il«; 2 0 Nr. 80 ♦ Montag, 2u. März 1944 MARBURGER ZEITUNO ■chaffen Auf diese Wels« rerwandelt sirh (Ue Reform In Ihr Gegenteil." Aut dem Papier D.imit es nicht erscheint, als handele es sicli hier um eine deutsche Auffassung, fuhren wir an, was die englische Zeitung „I'aily Telcqrdph" am 27 November 19;16 angesichts der damali mit viel Aijitation in die Welt gesetzten ,,Demokratisierung" der Sowjetverfai-Biing schrieb; „Auf dem Papier zwar iit eine neue Urkunde der Freiheit tu b«-wundfrn, aber die Freiheit der Meinung ist nur mit der Beschränkung zugestanden, daß diese Meinung rot zu ■•In hat." So Isf es auch mit der Selbstverwaltung und Selbstbestimmung der Sowjetrepubliken sie hÄngpn im Grunde wie Ma-rioapfti^n an der bolschewistischen Partei, doron eiapntlicbe Hymne auch wel-tt'r die Itilcrnrttionale bleibt und die trot7 allrr Veriassnnn^HndTiirifTen bleibt, was sio war; ein Instrument des Judentums. Auch die Kirche, die Herr Stalin sich zu SL-inom Vergnügen hält, vermag an dem Bilde nichts zu ändern) eine Kiich ■, f'io die srhamiose Enteigniing, dt?n Mdrrj imd Diebstahl des Eigentums von Millinnnn Menschen segnet und anerkennt, die fliis fluchwürdige Unrecht, dul dt ni der ganze bolschewistische Staat atifnt'baut ist, seine GPU-Gefäng-tiif.sc und seine Massenerfichleßungen «icf/n« t, ist überhaupt keine Kirche Gottes, sondern ein Possentheater des Teufels Erkentiungsrnale Gt'QiL'nuber all diesem Fiitterkram tur 1 .lu.-.rh UKj (lor eigenen Untertanen und der Weit sowie der vielen Ahnungslo-6en in Europa rauD man die Grundlag« heraus&tolluu, und zwar gegenül>tr den Materialisten «in« materlalistltcb« Fraget Beabsichtigt Stalin den Klauenkampf tind dt« planmäßige Vernichtung tller Menichen, dl« «a durch Flelfi und Ar-b«lt zu Eigentum gebracht haben, einzustellen? Er beabsichtigt es nicht, und in Norddfrika hat die Verfolgung de« so-fionannten ,,Klassenfeindes", d.h. aller MiMi-i li'jn, die den Neid des boischewi-S'isc) on Gesindels auf sich gezogen haben, auch sofort wieder begonnen. Beabsichtigt Stalin, den Bauern in der Sowjetunion das ihnen gestohlene Land wiederzugeben? Ja oder nein? Er beabsichtigt ei nicht, sondern das Land bleibt In den Kolchosen, und dia recht-mfiOigtm Eigentümer, soweit sie nicht erschossen sind, müssen auf den Kolchosen weiter für die Juden fronen. PedbsicbMqt Stalin, Freiheit der wlrt-S'liflfMirhen Initiative und der Arbeit für Frau und Kind zu geben? Ja oder i. in/ Er beabsichtigt es nicht, sondern li.ierüll dort, wo der Bolschewismus si'-h festsetzt, will er alle Produktionsmittel. Wohnungen und Hausrat wegnehmen und die Menschen lu Staata-ski'^ven machen. Hat er sich also geflndert? Er hat sich nicht gerindert und er kann sich nie &n-d. m, er is' genau die gleiche Verskla-vviiHjF'trqanisation der Juden und Ihres n .d"!r'n hrliriien Menschen in der Welt i Ii i ( ii.e S'-Mulie der Menschheit, I Die Kämpfe im Süden der Ostfront Ge|{eiiangriff am oberen Bug — Gesteigerte Kampftätigkeit im mittleren Frontabschnitt an Ihrem närdQlchen Plüg«!. Di« an ver-•rhi^deoen Stellen geftüirten Anigriffe, di« unter Abschufi zahlreicher Panzer «otweder obgMchlageo oder an 9p«n^ stelliingen aulgefaagan wurden, waren )«docb meist firtlich b^grenat und hatten in erster Linie die Aufgab«, Au»-gangsetellungen für Waltere Durchbrucha-vermche zu schaffen. Kampf- un<] SchIaciitfU«g«r untAratfit»-tfln alle dies« Abwdix- und Angrllf*-k&mpfe nrischen d«r Bugmündung und Kowel. Wiederholt wurden faditdliche StoAkieiile durch ^rksame Luftangriff« aufgehalten, anrückende Reserven zersprengt und faindllche FcuersteJlxuigen und Stützpunkte durch Bomben i«r-srhlagen. Volltreffer vernichteten 18 Pak- und Salvengeschütze sowie über hundert Fahrzeuge aller Art. Jäger sicherten die angreifenden Verbinde und zwangen anfliegende feindliche Staffel unter Abschuß von elf Flugzeugen zum Abdrehem odei zu planlosem • Notwurf der Bomben dnb Berlin, 19. MAn Im Süden der Ostfront führten die Bolschewisten gegen unsere Brückenköpfe am unteren ukrainischen Bug statt der bisherigen geschlossenen Maas«a-angriffe am 18, MSrz nur EinzelyorttAß« mit KrSften bis zu Reglmentaatärke, die sämtlich abgewiesen wurden. An einer Stelle gelang es einem sowjetischen Bataillon In den frühen Morgenstunden, den FluB mit Schlauchbooten zu überqueren und sich in einigen HAusem am Westufer festzusetzen. Der am Nachmittag anlaufende, durch Luftwaffenverbände unterstützte Gegenstoß verndch-tele die Masse der übergesetzten Sowjets und trieb die Reste In das Schilfgelände am Bug zurück, wo die vollständige Säuberung noch im Gange Ist Auch westlich des mittleren Bug, wo vorgeprellte feindliche Kräfte den Dnje-ster erreichten, dauern die Kämpfe noch an. Weiter nördlich gingen unsere Panzer Jedoch zwischen Winnlza und Proskurow nach Abwehr feindlicher Vorstöße zum Gegenangriff über. Sie faßten In einem Waldgelände Teile von diel sowjetischen Schützendivisionen, warfen sie n^ch Norden zurück und kämpften dadurch eine wichtige Ver-blndimgsstraße frei. Die Bolschewisten versuchten, das verlorene Gelände zurückzugewinnen, doch blieben die Gegenstöße vergeblich. Weitere eigene Panzerkräfte griffen westlich Prosku-row an. Sie drangen nach Nordosten vor und nahmen nach hartem Kampf gegen feindliche Panser und atiark«, durch lahlrelch« Pakg«schfltza varatlrkt« Sperrl«g«| eta« grOßere Ortochaft. Im Verlauf dlea«r «rfolgrelchan Angriff« zur Frontverlegung verlor d«T Feind Im Abschnitt eines einzigen deutschen Korps allein am Samstag außer mehreren hundert Gefangenen 44 Panzer, 12 Stnrmgeschütze sowie zahlieiche sonstige Waffen tind Fahrzeuge. Auch dia blutigen Verlust« waren erheblich. Im Raum zwlechen den Krenienz-Ber-gan und Kowel achoben dl« B<\|«ch«w1-aten neu« Kräfte In Ihre voröerttan LI-&laa ein und v«rstArkt«n alch b«eond«rf Am Südrand der Prlpjetsümpfe nahm die bolschewistische Angriffstätigkeit, vor allem zwischen den Flüssen Styr und Coryn, weiter zu. Trotz Behinderung dar Abwehr durch da« votu Hochwasser teilweise überflutete Siunpfqel&nde wiesen unsere Grenadiere und Kavallerleelnhal-fen die feindlichem Vorstdße blutig ab. Dabei verlor der Feind im Kampf um «i-nlqe von Münchener Grenadieren gehaltene Stützpunkte fünf Geschütz« v«r-schiedener Kaliber, 18 Maachln«ngew«h-r« und 300 Mann an Toten und G«fang«-&«n. Wl«deitK>lt glng«n asaer« Tmpp«a lu an«rgi«ch«B a«gaiMtAO«a ab«r, In d«-r«n Varlauf braadänhurgltch« flranaitW r« alna In dl« Sun)pfwlld«r ainiif«alck«r-t« feindliche Kampfgrupp« aina^)osa«n und vernichteten. Auch Im mittleren Frontabschnitt lebte die Kanipftatigkeit stärker auf, wenn es zunächst auch bei Aufklärungsvorstößen blieb. Die südlich der B«r«sina, an d«r Autobahn westlich Smolensk und stldflst-lieh Witebsk mit Kräften bl« lur Batail-lonsstArke geführten Angriff« <|«r 8owJ«U s(ii«ltert«D ladoch trotz starker Uater-etOtzung durch achwar« Waffan. Die Verteidiger von Cassino Eichenlaubträger Generalmajor Emst-Günther Baade Von Kriegsberichtsr Walter Em PK An der Südfront, im März Unteroffiziere, die befördert werden aollen, befii^lt der GeneroJ auf seinen Gefecshtsstand, prüft sie auf Herz und Nl«ran und läßt si«, selbst passionierter ftetolenadiütz« und in der Erkenntnie, daß Jeder Schütz« genau wissen müisse, wieviel Gegner er mit 50 Schuft Munition außer Gefecht setzen kann, vor seinen Augen auf leere Konseivenbürh-s«! schießen. Als Ihn einmal ein Gefreiter, dem er unterwegs begegnete, Namen und Einheit meldete, erwiderte der General: »5, Kompanie? Ach, in Ihrer Kompanie ist doch der kleino schwarze Unteroffizier M.! Griißen Sie ihn von mir!« Es wird auch behauptet, der General kenne eigentlich die Stellung einer jeden Kompanie aus eigene^r Arischa«-üng. Man weiß, daß der General, der vom Osten her das Panzer-Vernichtungs-abzeichen auf dem Ärmel seiner Tarnjacke und von Afrika her das Verwundetenabzeichen trägt, mit seinem Zelt oder in einer Erdhöhle immer der Hauptkampflinie noch näher ist als seinem Arbeitsstab, und wer zu ihm will, muß Feuerüberfälle feindlicher Artillerie und sonstig« Unbequemlichkeiten In Kauf nehmen. Führungskunst Der General kennt die Truppe und ihre Leistungen aus eigenem Augenschein. Rechnet man s«ne genaue Kenntnis auch des Gegners und seiner Kampfesweise hinzu, so hat man in diesen Gegebenheiten den Ursprung zu seinem feinen — wie er es «elber nennt, künstlerischen Empfinden für Ebbe und Plut der Schlacht, das er In Min taktisch«« Denken und Handeln ednb«ileht. In all diesen Momenten ist das ganse Geheimnis seiner Pührungskunst l>«grün-det, die Ihre beste Erfüllung In den Abwehrerfolgen seiner tur Kampfgruppe gewordenen Division Im Raum Cassino fand. Engstes Zusammenwirken zwischen Infanterie, Sturmgeschützenv W^erlern und nochmals der Infantenie, die, vom General unmittelbar und straff geführt, immer füreinander einspringen gewährleistete das Halten der C assin oliaie. Wenn freilich hinterher von oHtiUc, die 2^1techrift »Der Krieg und (M« Arbelt«rklats««, die Prag« »Wann endUchft wieder aufgenommen. Die Zeitschrift erklirt, daß die gante Welt auf dl« vl«Ib«i|>rochen« «nd nocli Öfter T«r«prochien« rvraite Prent wart«, •und rwar aof 0|>«ratlon«n von beetlma»> terem Charakter, nicht etwa In Italienischem Maßstab, sondern auf breiter Front«, wie die Zeitschrift «pitz hinzufügt. Der \''«>rfaeser, der sowletlsche General Galaktlnoiw, wendet «Ich dann den gerade In den letzten Wochen Immer wieder In England von militärischer und politischer amtlicher Seite laut geworde- aett Beliaa|)t«ngen ra, daB die TerroroN ienilT« d«r Ltrftwaff« d«r W«ttmtcht« nicht blofi «in entacb«ld«nd«s Voraplel dl«Mr InraaloB «ei, s«nd«m ale Uir direkter B«qlBn bewertet werden könnte-Galaktlnow erklirt, daß er die Wirkung dieser Luftoffenaive nicht unterschätzen wolle. Die Erfahrungen hätten aber erwiesen, daß die Langstreckenbombardie-rung ohne gleichzeitige Erdoiperationen nur eine Verschleppung des Krieges bedeute. Galaktlnow luBert offene Zweifel an den Behauptungen der amtlichen enq-Hschen und amerikanischen Stellen über dl« «ffektlTe Schadenewlrkunq dieser TwroToffeodTe. Ir vertritt die Ansicht, »daB die Bonl>ariltening«n der letzten Monat« kedM »«nnenewerte Verringerung der deutschen Rüstungeproduktion mit eich gebracht haben.« Darauf allein aber komme es an. Dae einzige, was eine mllitäilsche Entscheidung gegen Deutschland bringen könne, sei, so erklärte Galaktlnow, »die glelchrelMgen Angriffs-ooeratlonen zu verwirklichen, über die man in Teheran Qbereingekommen sei«. „Betrüger verdienen den Tod" Die Nanking-Regierung entläßt ihren Em&hnmgsminister dnb Nanking, 19. März Wie die Nationalregierung bekanntgibt, wurden der Direktor des Emäh-mngsamtes der Provinzreglening von Kiangsu und der Direktor de« Amtes zur wirtschaftlichen Aiisnutzunq aller Landgewässer im Ernähr\inqsministerium wegen groben und leichtfert'qen .Amtsvergehens in der N-^hrungsmittjelversor-gung lü'' der Ernährungsmlnl-Bter und der Vizeernährungsminister wurden ebenfalls entlassen, weil sie Im Verdacht der Mittäterschaft stehen. Der Sondergerlohtshof wurde mit einer strengen Untersuchung und für die beiden erstgenannten mit einer strengen Bestrafung beauftragt. Der Minister für Industrie übernimmt bis auf weiteres H.is Emährungsministerlum. »Das ganze chinesische Volk fordert da« Todosurteil,» schreibt die Zeitung »Mlnkuo|ih Pao* zur Amtsentlassunq der vi«»r hohen Beamten der Natlonal-reglenmg. Korrupte, habgierige Beamte und betrügerische Kaufleute und Spekulanten verdienten den Tod. Es müsse ein Exempel statuiert werden. Algier-Sendling in Moskau ' tr Lissabon, 19. März Pierre Cot, der frühere französische Luftfahrtminister, ist Sonntaq morgen auf dem Luftwer Liindschaft, über die eine Hiifilii'Hclirribimq anzufertigen war Er n/.h-i ;i' 11 brcMtnn. scbwarzgepflügten ' T, der si'h s^nft dem unwelton l;n Aiifien, sich darin zurecht-t It n /ii -^rn(Mi. !)-im tr ilonkt mit fTnhebaqen an die v/fiin er an derselbori Stelle als Votfr- ton 711 würben hat und es so finster i;l, f'iirt nr keine Hand vor den Anqi'n -rbi'n kann. Aus r!rm Bunker hinter der Br ;;tun'} ist ein Kamerad qekom-rwr-n. ibn eb/.iilösen. Bunker und kurzer R iidqrobi'n sind ein MG-Stützpunkt, v'i it vor rl'-br" Neuigkeit" und ist selbst ni-!it d-v-in überzeugt, daß in seinem p . tr-nlierfifb auch wirklich nichts F^Mn'llirh.r im Anschleichen begriffen ist; c'f>r Alto traut seinen Augen mehr nl> fl n Wnrtnn des Kameraden und bli-V' arnv'^bnisfh und mit geübtem Blick in die Runde. Darui stapft der Ab- ter Theo VN'ondratsch gelöste durch den Rundgang und steigt in den Bunker. Nach der Meldung bei seinem Gruppenführer setzt er sich auf eine der von der Besatzung selbstgezimmerten Pritschen und starrt vor sich hin. Geräusche Vier Leuchtpatronen in der Tasche, steigt Fleps, wie er sich nennt, mit seinen achtzehn, kaum der Schulbank entwachsenen .Jahren, zu mitternächtlicher Stunde die Bunkertreppe hinauf um seinen Posten wieder zu übernehmen. Der alte Hutier, der sein Vater sein könn'e und einen Sohn hat so groß wie er, übergibt ihn mit den Worten: ,,'s nix los, heute. Drüben im Nachbarabschnitt kracht's schon in einem fort, da wer-den's bei uns wenig tuan." Damit geht er. Fleps hört noch die Bunkertreppe poltern, denn sie besteht aus losen Kistendeckeln, dann ist alles rtihig. Das heißt, ruhig nur in bezug auf die ihm vertrauten Geräusche, denn an anderen fremdartigen, mannigfaltigen und schreik-haften Geräuschen aus Sumpf und Brache und Bachgrund fehlt es kelnesweos. Er schrickt zusammen vor dem lautlosen Flüqelschlaq eines schwarzen Nachtvogels, hört ein sonderbares Murren und weiß nicht, daß es von den vielen Fröschen herüberkommt, die drübfindet, weitere zwei Wochen und allnShIich Swinnt er sich an die vielen Na-htcreriuschn zu gewöhnen. Zwar steht er weltor mit off«*-nem Mund und Auqe auf seinem nächtlichen Posten und der^Vt daran, wie leicht es möglich wäre, daß, wie in den vergangenen Tagen geschehen hei anderen Kameraden, sich auch hei seiner Wache Feinde nähern könnten, um zu erkunden ' oder vielleicht den Stützpunkt auszuheben. Wieder hat er sich mit vier Leuchtpatronen bewaffnet und stellt sich um Mitternacht auf seinen gewohnten Platz Das Gewehr liegt entsichert neben dem Maschinengewehr. Die Augen sind scharf in die Nacht gerichtet. Alles an ihm lauscht, — Muskel, Nerv, Faser. Von Eulenschrei und Unkenruf läßt er sich nicht m^^hr Irre machen. Er nimmt sein Herz fest in die Hand. .\ber seine Phantasie malt Ihm noch immer zahlreiche lauernde Gefahren in die Dunkelheit, denen er nicht zu begegnen weiß) denn seine Phantasie ist lebhafter, begabter als die seiner Kameraden. welch« alle weniger Anqst zu überwindeji haben als er, aber auch veniger denken als er. Leuchtkugeln PtötzUch wird sein Herz starri er reißt die Pistole hoch und fhgt eine Leuchtkugel hinaus. Dann legt er das Gewehr an die Backe und schießt alle zehn Schul aus der automatischen Waffe. Darm packt er Handgranaten und wirft sie, ein Stück nach der anderen, über die Brüstung unter einige schwarze Gestalten, die sich bis zur Befestigunqsanlaqe herangearbeitet haben, Tnewischen sind die Kameraden aus dem Bunker herausge-fitürzt. — Wieder steigen Leuchtkugeln hoch, schon Ist der alte Huber am Maschinengewehr, und beruhigend rattern einige lange Feuerstöße aus seinem blanken Lauf unter einen Haufen rennender Sowjets, die den rettenden Bachqnind zu erreichen suchen. Einmal, zweimal qlbt es dort eine gewaltige Detonation, das sind Minen, auf die die Feinde gestlegen sind. Dann ist wieder Ruhe und D\m-icelheit um sie, nur das langgezogene Heulen zweier menschlicher Stimmen tönt noch eine Zeitlang durch die N^cht. Fleps aber geht mit erhobenem Haupt nachher, als die Kameraden verschwun-4»a tiiiil« den Rundgang auf und ab. - Eire bleibt fest ic Lissabon, 19. Mar? 1 'i<;- Gesandter in dpn Vereinigten i ii Robert Brennan, erklärt« am !n- .iq ,Tur Haltung der Regierung de 1p fühle sirh keineswegs ver-■' den Krieg auf Seiten der Alli* i 1»' r mitzumachen. Das irische Volk !. nir.i nur über die Grenze nach Nord-" n vu kcinipfen vorgeben. Neue Ritterkreuzträger dnb Berlin, 19. März Der uhi' r verlieh das Ritterkreuz des i K: >u/es an Oberleutnant Fisth-1 Ikapitcin in einem Kampfge-■ ii t h-boren 1920 in Ulm als Sohn c /oll5 ommissars) und Oberfeldwe-I I lukob lenslor, Flugzeugführer in i7kampfg(;ichwader (geboren ■ s als Sohn eines Eisen- bnhnbfmnitt'n); MARBURGER ZEITUNO dtf/(fcc f^UfidstfiQU »Erstsiegen^dannreisen!« ,^rat tlegea, dann reisenl" So deht groS und deutlich auf unseren unterslei-rUcbw Bahnhöfen xu lesen. Was tun •bar Tiala Menschan7 Sia kümmern sich ®n dlases Wort nicht. Die Folgen erlebt man. wann man das Unglück hat selbst alnmal aus beruflichen oder dienstlichen Gründen aine Relsa machen zu müssen. Et klingt vielleicht ein wenig hart: «Wenn man das Unglück hat", aber ein Vergnügen ist ai wirklich nicht. Ea gibt a&mllch hauta kaum noch ainao Zug, dar auch nur ann&hemd Platz für alla dia Menschen bietet, die mit ihm tehrrn wollen. An Sitzplätze wagt man kaum tu denkan, «In guter Stehplatz ist heute achon das hAchste dar GafQhla Woran Hegt das nun? Einmal natürlich daran, daß die Reichsbahn aus Kriegsgründen den Personenzugverkehr einschränken mußte. Doch das allein ist es nicht. Vielmehr ist es die Unvernunft der Manschen, die es nicht begreifen, dafi aa nicht geht, daß alle in die Wel{ fahren, wie ea ihnen gefAllt. Wohin fahren die meisten? Da sollte man einmal Tlelleicht am Samstagabend In einem Abteil nachfragen, und man würde erstaunt »ein, wie wenig Verständnis manche Menschen doch für die Notwendigkeiten der Zeit haben. Die einen erwidern den Besuch der Tante, die vergangenen Sonntag zu Gast war, die anderen gondeln gar in die Stadt, well es dort einen neuen Film gibt Das erlebt man Immer wieder, Ja, man hört •s sogar aus ganz ungenierten Gespr8-ch«n und wundert sich nur. Besonders •chllmm ist ea am Sonntag, denn viele sehen gar nicht ein, warum gerade sie auf Ihr« Woch«nendrelie n Kunstschützen, die Konferenz In Teheran und den E'nzuq der USA-Soldaten in Rom. Das HflndharmonlVfisnü war eine willkommene musikalische Gabe, die Sappl-Gruppe mit ihrem Schuhplattler und ihrem Watichentanz qab der volketömUchen Note einen heiteren An-«chiaq. Verqeseen eei nicht der Vor-traqskünstier, der nicht nur die Brücke von Programmpunkt zu Proqrammpunkt wirkungsvoll zu schlagen verstand, sondern auch mit seinem Spiel von der Zipfelmütze die Lacker auf seiner Sertt hatte. Alles in allem ein reclit unterhJ»!-tender Abend, der den Besuchern einiqe Stunden des Frohsinn« bereitete. Der Sonotaq brachte dann das qrofVe Wecken, ausgeführt von einem Musikzuq der Wehrmannschaft Ihm schloß sich auf dem Reichsbahnersportplatz ein FuOhallwett-•piel einer Auswahlmannschaft der Wehrmacht qeqen eine Auswahlelf aus Marburg-Stadt an. D'e Pause war ausgefüllt von einer heiteren Soldatenstaf-fette. Um Ii 10 Uhr begann der Marsch der Marburqer in die Kasernen 7um Ein-to^fessen. Wieder zeigte sich hier die enqe Verbundenheit ywlschen W"h''-macht u"d E'nwohner«rh''ft Gern mhm man die Gelegenheit w")Hr, «o einen rechten SrhUq aus der F»lflirfirhe ru nro-bleren. Daß es an der Anerkennung für die auftoereiehnete ^^nldntf nkfirhe nicht fehlte, ist sp|bn w'de'ste-hen. die 'n den verlockendsten Redewen- dungen den Inhalt ihwir Buden anpriesen. Und immerhin ejne »Virginia im Bad« und »die schönsten Marburgerin-oen« dürften schon einen starken Anreiz besonders auf das männliche Ge-sfhiecht gebildet haben Allerdings war das, was wirklich zu sehen war, iür mflu-chen eine heilsame LeJire, nicht so neugierig zu sein. Natürlich waj auch der Clown vertreten der innerhalb von vier Wän«Jen seine Späsee tritb. Hann gob es norh das Zelt, da« alle Menschen anzog: Die Versteigerung und Verlosung der verlockendsten Sachen in die man fast hineinbelßen konnte. Würste, Kuchen und die mannigfachsten eningen zuzusehen, wie ein Sfiirk nnch dem andHren bei dorn oder jenem KaufluBtiqen in der Tnsche versrhwanH oder «ich Enttäuschung Äuf den Zügen doseen malte, der nichts kommen hatte Auch ein Glückshaien Wdr aufgebaut, wer ein Sonnifinfik-.nti war, konnte das eine orler andere schöne Stück hernuaziohpn 'Jnsere Jugend, für die Soldaten wie iniTTier F«iifir und Flamme, tat sich an dem Mafichmenqe-wehr nicht genug, ein if/ler, seihst (Me Erwachsenen, wollten wenVjRtens einmal so ein Ding loedrtrken Gule Srhiit/en zeioten ikrp Kuiist im K!einknlibr>r- und PistoVn>?'-hi^ßeni na'ü'-lifh O'ib es aiirh eine Re.ih ' und \Vr;et'nfahien .Alles, w.ie die Mensc hen sonst nur aus dei Per-ne kennen «t nri heute fir ied'^n offen Auch ein Wein.schank mit Bar war aufgebaut, die besonderen Zuspruch fanden i gan7 abge^<^hen von vielen anderen Biif'er^ und Belustinunnen, w:e den Liebesbriefsteller, Geschicklichkeitsiibun-qen und anderes mehr. Mit reichen Spenden dankte die Revöl-kerung ihren Soldaten für die Müben djpse« großen Tanes Ein geme'nfiamefi Ahendelntopfessen vereinte noch ^-inmril Be*'ölkeninn und Wehrmacht und Heß *o recht die Verbundenheit Twisch^n hpid->n autklinfjen. Reiche Arbebedingte Ntii wendigkeit der restlosei Ausnützung des gesamten Grund und Bodens zur Sicherung der Ernährung himgewiesrn. Füt die selbstlose Mitarbeit der Lehrerschaft inne:h;?lb der Luftschutz-fchuhingcii im Kreise hatte der Kreis-beduftragte für Luflschul''f''agen Pg Duller anerkennende Worte Ein Bild über die Jugendarbeit und die Gedankenfüh-rung bei der Verabschiedung der Zehn- und Vierzehnjährigen gati in herzlichen Worten die Banntn^idelf'ührerin Lotte Kickmeier, Zusammenfassend hespra^h der Kreisfiihre'- mit den Ortsg'^nppen-fi^h'ern die aktuellen Fragen au« den verschiedenen e mit Schwertern erhielt d^r fu freite Stefan RoRmfjnn. I.d/arctt-Belreuunq der Frauen v«n Ro-hitscii-Saucrbrunn. Eine der schönst n Aufgaben der FrauenschaH ist die Betreuung der verwundeten Soldaten m den Ldzarelten, Wieder beqaben sich cim in, Marz einige F-^auen der Ortsgruppe Rohitsrh Sauerbrunn nach Ci'!\ diesmal in das G^ukriinkehhaus, zum Be<;urh von im Banrlitcnkamnt verwundeten Kameraden der EiusalTkrafte au« der Unter-stt'iernuirk. Opterfreudige Herzen und fleiliige Marifle fimogl'chleu duch diesmal wied( T Ireiul'q b.-ri ürjlr Gaben für eine große Anzahl vf-ru'unrleter Männer Buntbemalte Säckchen, die die Jung'-n dos KLV-Lagers anferliqten, bargen die Siißinkeiten Der Dank der Soldaten und ihre o'fensichMiche Freude waren der beglückende Lohn, den die Frauen mitnehmen durften 80. Geburtstag. Am 9. März htxr'nq Josefine DTof'"nik den 80. Geburtstag In Rohitsch Sauerbrunn geboren führte sie ein arbeitsTiches Leben. Sie weiß mit erstaunlicher rjeistiqer frische viel Interessante«? aus alter Zeit zu erzählen und fitetit mit oesundem Sinn auch in der heutigen Zeit. Einsam verh'-inqt sie ihre alten Tarte winder in der He'rriat \n h-rem Pesttaq w<;r "i'e ab^r nicht verlassen Die Ort<;r)"unne des S'pinschen matbundes ehite die liibilarin >'nn d^r prauenschTtt und von il'en R-'kannton wui^de sie re ch beFchenkt Die Sinrf-sf'har der Jugend erfreute «;ie mit ihren l.iedern VorblldIirh»"r rin''atz. Der srhon tJ^iah-rln'» Jnqs-bedingter Schwierigkeiten sind die Fortschritte beachtlich und lassen die#:e alle deutfi^e Hausarbeit in verstärktem Maße aufleben. Die Ortsbäuerinnen, die d e Webstxibe hesichtiqen konntt-n waren für ihre Einrichtung restlos eingenommen, da sie im Kriege neben dem kulturellen auch einen bedeutenden praktischen Zweck besitzt. Ein fröhliche« Mitteqefisen vereinte anschließend die Frauen in dem Gasthaus Flucher. Zugleich hatten die Frauen Gelegenheit fiir iiiren Haushalt wichtiqe Gartonqcräle, Pendelh.'iken Rechen und auch Samen für dei Gemüsebiiu zu kaufen. Zwei Filme die antichliePend qe/eiqt wurden, veranschau'iehten die Wichtiq-keit un«! die richtige Aussaat, Ernte und Verarbeitung des Flachsts, Der zweite Bildstreifen gab einen Einblick in die steirische Webschule Rründl bei Graz, die erst kürzlich mit einer reichhaltigen Ausstellung dulwarte» konnte ' VVut-echdftsberater Pq. Hamann und Wrt-srhafteberdterin Fräul(>in Kranun wiesen auf die Wichtigkeit rlie<.er Leh'tilnie h.n und g.ibt'ii die notwendigen ErKiiiteruri-Eine wohist hmeckende .l ur.e Ijildetc den MitiibiuM fies Taqes n u h dei s.ih Fräulein Kiamrn füi die Miili? und .Aibeiten di r Gattqeber liei/luh bedankte und dah Zusj'nmenqehö''uiV(^.tft-getühi des qan/en Krpifcos Maiburg-Stadt und -Land zum Aiisdiuck brachte. Ortpgrttiii»enführer Lukcis als Spr-^rher d^s än\\ < senden Ortsdroie{ kes (d s Or's-grupoenfuhrer, Purqe'^meister und O-ts-haue*nfnhrerl eiw derte die mitre^Rnjid^'n W'irte lind m'{ der Fuhrerehrunq d e ah\v.'"chsplunqsreiche Taqunq So w-ciren die ein-'-elnen OrtshaMenn-non aus ihrem Alltaqs'el)en irgendwo auf ihrem Gut herau«qerissen worden und ki^nnten in Stunden liöhlirhen BMUr-m-mt nseins Kraft und ,\nlei1uno füi kommende schwere .\rbeit schöpfen. ■tsch Elternabend in Eichtal-West. Die Deutsche Jiigenri vor F,ichtal-VVest, Kreis Trifail, lud die Eltern zu einem Abend ein Mtidels und Jungen wetteiferten, um den zahlreich erschienenen Eltern und Kindern eine frohe S'unde zn bereiten Besonderen Heifall fand d<.» Märchenspiel vom ktuqen Schneidet und das Kasp^rlspiel Der wohigelun nene Fiternahend wurde mit reichem Beifall belohnt Rund lim Römerbad, Kürzlich fand ein Kochkurs, der von Frau "rodner qeleitet wurde, seinen .Abschluß Der Kurs hat bei den Mädchen qroRe< Interesse her-vorqerufen. Beim •Xbsc hiedsoc^m zu dem die Mitqlieder des Ortsqrupn'n^ta-be« einqeladen wurden wurde fTfZP'gt, wip qeschmnckvoll auch eintach«ite Sr)»»l sen heraestcllt wenden können — \n läßlich de« lOjähriqen Bestehpn« des HiUswckr* »Mutter und Kind tar-^ »»in froher Nj^rhrnitt^n «f.-iM Dif> Kiemen aus Horn Kinderq^rton \'is- schnittr« hies Könnens Zum ^chluR erhielten Mütter und K'ndet eine .lau^e K n'=|' p'Ttn fdPI lia '■> _ Tm Kample neqen feine Banditen 1? Mar? .loh inn ^eme -tu? W^V^nndorf se'n l.eb'^n für Führer und Volk, Die ni'ttensprltzunqen 'm Ohsihau In de' <>c>np1an-Au«jq 1V '■^rr M-trhn'qof fiinq vom 18 VI tr? "luR o« richtiq t1P'f\f^n r» f i r s i r h e inx'ht K'i'srhr>nl pnri»-'f rn^n opoen d e K'^usfl. krfirikheit kurz vor dem Aufbruch f'^r Knospi^n Anfanq VlJir^ mit o'ner '^"•'inen Kunkelka'khrühe Nl^n ver'>»'*n> def ».p'bsf hergestellte Kup'e''tf =*'V'ir''ihp In hfiaiibten Zustand darf rlot pfirs^rh- bäum auf keinen Fall mit Kunferk'dk rje. spritzt werden. EnIgeltUchf Mittellungen: Ärztlicher Sonntagsdienst Marburg Diensthabende Apotheke: »Zur Maria-hilf« Mag. Max König, Marburg'Drau, Tsflettholiatiofis 1. # Aulnnhiuc. Lfthrtch Am Spinnrad SJf- 4 * Nr 30 * Montaä 20 MSrz 1014 idllen<^n eine oindrucksvolle militdriHche Feier siat' F.in Llireiizug der \Aeliinidnn-sclidft mit Musik ndlimen am lleldin-haiii Autstellung. Faniaren des Juuy-vo'ks leileteu die Feier ein. In einer Ansprache wurde der gefallenen Helden gedeicht und ernialint ihre Opfer nicht zu vergessen und ihnen zeitlebens verpflichtet zu bleiben — Während das Lied „Ich hat einen Karneraden durch den Musikzug der Wehrmannsclidft-iälaiidtirte cjnspielt wurde, erfolgte die Kranzniederlegung am Hcldenhain. Ein Vorbeimarsch beschloli die schlichte mi-lit(irist.iie Feier T UND TURMEM Naniensqebiinq. Am lt. MSrz fand Im •^tiinciesi'int in Cilli die Namensgebung der iOrhlPT des jungen Ehepaares Ro-iiert und Ilelma Rzimek statt. Einleitend brachte duis Ciilier Bannorchester, unter der Leitung de« Musikdirektors Pg. Müller ein Menuett von Mozart. Die Mädelsingschar der Deutachcn Jugend unter der Leituna de« Prl. Steffi Hofbauer brachte zwei ChAr« uiietz, das sogenannte Bcrnouillische Co.se'z von der Umwandlung der Energie der Bewegung in Energie der Lage und umgekehrt. In den FlugphliJkali-»chen Versuchsaiiitalten, wie tie ia jp . • ^ - p erwflrmte Luft ge- Deutschland vmd Amerika beetehen, werden in riesigen Windkanftlen mit möglichst naturgetreuen Modellen Hunderte von Profilen durchprobiert, his man zu dem für die verschiedenen Zwecke giinsUgslen Ergebnis gelangt. Mit Aufmerkflnmkeit folgten die Teilnehmer an der Arbeitsgemeinichaft den durch Versuclie illustrierten Ausführungen des Voi tragenden imd sehen den weitoren Vorträgen mal Interesse ent-gegen. fvlarianix von Vesteneck Zwoi Pflichtspiele im Unterland 8;4-Sieq dei BSG Wehlen in Triiaii — SG Liihtül q> gen Rapid-Mrh er-I stärkte auch (He Rapid-Elf, die dann vor Der Bruder des Pariser Massenmörders im Verhör In der Moidsache Dr. Petlot erstattete der medtlinische Gerichtssachverständige Dr. Paul Bericht über den Stand der Untersuchungen, die er mit drei weiteren Sachverständigen anstellte. Danach konnten, wie aus Paris berichtet wird, in der Kalkgrube des Mordhause« Rue Lesueur die KnoctienfPÜe von neun Personen aufqofundi n worden. Im Verhör vor dem Untersuchungsrichter Berry gab der verhaftete Binder Dr. Petlots zu, daß er sich viermal im Hause Lesueur aufhielt. Es sei ihm dabei nichts Ungewöhnliches aufgefallen. Er wisse nichts von der Kalkgrube. Als er jedoch das neben der Todeskammer befindliche Emlancfszimmer tapezierte, habe er die falsche Tür entdeckt. Der Br\idpr Maurice Petlot weiß sicherlich mehr als er aussagt. Wie der Mörder hat auch Maurice Petiot, der Besitzer eines kleinen RundhinkgeschÄftes In einer fianrösl-schen Provinzstadt, Im letzten Jahr ein« ungewöhnlich« Kauflust an d^n Tag gelegt. Er w'PiT bei allen Verstcigcrunnen im Hotel Drout zugegen und kaufte Kunstgegenstärule, von 'denen er wenig verstand, zu hohen Preisen Aus seiner Aussage geht hrrvor, daß der Mörder, Dr. petlot. Insgesamt 20 Wohnh^liiser besaß Dr Petiot hatte u a die gesamte Riblinthek des vor einigen Jahren verstorbenen MllltSrschriftstellers Henri Bldoux erworben. allem gegen Schluß de« 'weclMlvollMi Kampfes zu energischen G«gener die Latte hlrtwegbroust«. Linter Leitung des Leibnitzer Schiedsrichters Dr. Lohberger lieferten »ich beide Mannschaften ©inen flott geführten Kampf. Für die Gäste waren Sterner (4), Metz (4), Maak (2) und Schrltt-wieser eitolgreich, während die Treffer für Rnpid-Marburg Hammer (5), Klein-wachter und Sturm (je 2) und Köhler erzielten, Fußball für das WHW Im Marburger Ridchsbahnttadloii tot-instolteten die Marburger Wehrmacht^ angehörigen «In Werbeapiel xu<|unst«i de» Krleffs-WHW. AJs Gegner ttelltea sich ihnen die Marburger Reichsbahner mit einer komblniertan BU. Nach beiderseits mit viel Eifer geführtem Kampf blieben die Reichebahner mit 5:3 (2:1) erfolgreich. Deutsche Springergarde am Start Beste deutschq Klasse war am Sonntag beim Schisprnnglauf auf der Vogtlandschanze in Aschberg-Mühlleiten am Ablauf. Der früher« Weltmeistar Sepp Bradl (M(lhlbach) hatte «Inen hartnackigen Kampf mit dem deutschen Altmeister Paul Schneidenbach (Aschberg) zu bestehen, der im ersten Durchgang .53 m vorlegte und Brad! um drei Meter übertraf. Bradl «prang im zweitpn Durchgang .'i'l, aber Schneidenbach war mit 53 m nicht vif! schlechter. Die unnachahmliche Haltung Bradls hr.ichte ihm aber wieder den Sieg mit Note 222 vor Schnei-denbach mit Note 217..') ein. Den dritten Platz teilten sich Gregor HÖH (.50 + 51) und Rudi Köhler (.50+50), beide mit Note 204, Ganz hervorragend schlug aich die Jugend. In der Klasse A drehte der Asch-beiger Glaß aus seiner Heirratschanze das Ergebnifi der Jugepdmeieterschaft In Garmisch um, er besiegte mit 51 und 52 m und Note 204 den deutschen Jugendmeister Loos (Bärringen), der für 51 und .50 m Note 201 erhielt. In der Klaas« B wurden von Hochmeth (Aschberg) 49 und 50 m gestanden. ★ In der Oherklasse des Donna- nnd Al- penlandes spielten am Sonntag Rap'id gegen WAC 4:2 und FC Wien gegen Amateure Steyr 3:0. Der fünfzigjahrlqo FK Vlenna Wien leitete »eine Jubllfiumsveranstaltunqea mit einem Waldlauf In Slsverlnq ein. In I der Hauptklame siegt* der Nümberger Heruth In 6;04,9. Der Deutsch« Wa»»erbellm«lster EWASC Wien hatte am Soimtaq die Waseerbnll-Sieben der •lowakl«ch«n Armee zu Gast. Obwohl nicht In stÄrk«ter Beset'/iunq, siegten di« Wiener 4:3 (1:2). Fußballmeister des Sportbt^relches Berlin—Maik Brandenburg wurde zum fünfzehnten Male Hertha BSC. Dabei wurde Hertha/B,SC der Schlußerfolg gegen Tae-mania n.icht leicht gemacht. Tasmanla führte noch lange nach der Pause, erst ein Strafstoß brachte den Einstand und ein zweiter Treffer Ton Hildebrandt einen knappen 2:1-Sieq. Blau-Weiß schluq den LSV Berlin 1:0. Wacker 04 brachte mit 3:1 beide Punkte gegen den Berliner SV 92 he'm. Ferner spielten Tenni« Borussia gegen Lufthansa 1:0 und Potsdam 03 ge<]en Minerva 93 5:0. Aach PC NUmberg am Ziel. Praktisch 'Wurde der 1.FC Nürnberg schon ru dem Krele cl«r neuea Gaumeister gerechnet. Nun hat der »Club« In Nord-bayeni diesen Erfolg durch einen 4:0-Sleq über die RSG Weiden auch »amtUcht bestätigt. Niederlage des Dreedner SC. Seine rweite Niederlage In der Sachsen-Meisterschaft erlitt der Deutsche Meister, Dresdner SC, a'm Sonntag durch TURA-Lciipzig mit 2:4. Dar DSC war allerding« nur mit drei Spielern ran der Stammelf In I.elpilg erschienen. 18 Fußballmeister stehen fejt Der Kreis der neuen Fußball Gann. ü-«ter wurde am Sonntag «rwartungsqeui.iü eng«r geschlossen. Zu den beieits feststehenden elf Mannschaften sind nj>. h acht weitere hinzugekommen, 6u «i it. nun 18 Anwärter auf die Deutsche M i-sterschaft feststehen. Es sind dies im Einzelnen VF Königsberg (Oitpreulien), LSV Daniig (Danzig-WestpreuRen), SDW Poeen (Wartheland), ST(? Hire- libi .q (Niederschlesien), Herthi/ßSC (Berjn-Mork Brandenburg), Holstein K.el (Schleswig-Holstein), LSV Hamburg (Hamburg), SC Celle (Osthfinnovei), 1-C Schalke 04 (Westfalen), KSG Duisburg (Niedorrheln), SV Desdau 05 (Milte), Dresdner SC (Sachieo), NSTG Brüi (Sudetenland), MSV Brünn (Böhmen Mähren), KSG Saarbrücken (Weetmark), FC 93 Mülhausen (Hlsafl), Bayern München (Sfldbay«rn), 1, PC Nflrnbarg (Nordba-y«m) und SV Rerik (Mecklenburg). Klar in Führung liegt In WlIrh denk* drtn>, Lltlitf-licdar and StrenKd«ii «tlrr M»U(cr 21 22: Kun-i»rt daf Barllnar Phllharmonikar mit Wcrltao TOS Hladal, Baathovaa nnd Thaudiit' Bariiatr, I.«l-Hin| Ham Knappartabntoh. Wir verdimlnnen ist«, sagte er »Ich habe ihn liuih /.UT Verehrung mitgebrocht, weil Ihr uns doch den Gang angegeben habt D. s h ibe ich in meinen Verrechnungen, .Ia , erwiderte er, »Das ist das Glück, diis fjeht nun leicht, und der Wind füllt das Segel und hilft seinem Gang.« ■ I'h danke Euch-», sagte sie und r<'iclite ihm mit r*flenem Blick dris ll.indrhi'n «Ihr habt mir eine groüo I reiidc gemacht. Das Stück will Ich aul-hf'beii und will mich immer an ihm fieiien und wenn ich einmal alt bin unrl den i.fisei anaehn, dann denke ich an d e Tilge in Lciiitenthal und an den gu-l''M .ilfeii Vtinn hier nnd nn Euch." »Liii sokhes Stück niuU uiaa veier- benr, sagte Kurt. »Auf dem ruht ein Segen. Der bringt Glilck ins Haus, noch für Kind und Kindeskind.« »Es heißt ja nun, dafl der Herr G«-hcimrat kommen will und will sich dos Bergwerk ansehen«, sagte Marl« »chilch-tern. »Dem Herrn Geheimrat verdankt difs Land viel. Deshalb wollen »la Ihm eine Ehrenpforte bauen aus Tannenhocke Ich habe soviel 7u tun. Nun Ist doch erst die Beerdigung. Da kanien^ ihr wieder die Tränen, und Sic legle den K'.tpl an die Sih'.ilter ilii(S N'aniies und dei zog sie ■/.artlif h an sich, lir sagte: »Ja den Herrn Geheimrai nuibsen wir eh^en. Der weifl, dali der Harz die Perle .nn brannschweigischen 11(>r/.ügsiiul ist An! drm Hegt alles Wenn fler nicht wäie. d.inn wärp es schlimm Ich bin gan', ruhig für meine Ziikiinit Was der Herr Geheinirat tut, d.is ist richtig.« Die Kölschen trat in das Zimmer S1e trocknete sich die Heinde an der Schürze nnd sagte: »Zwei junge Burschen wol len sich als wilde Männer verkleiden, wenn der Herr Geheimrat kommt. Die stehen 'echts nnd links von der Phr^'n-pforte IJnfl obetj von der Pforte herunter hflngf ein Kranz mit einer Inschrift; ,Willkommen der Herr Geheimrat.'« Sie fuhr fort und wischte sich die Tränen Tn't der Schürre ab «Das sagen alle das ist ein Jammer, dall der Geschworene das nicht mehr erlebt, flenn ihm verdankt dr>ch Lautenthnt das alles, denn et hat dorh ausgrhfllten und df^r Herr Geheiniiat weif! das atuh, daß der Geschworene aiisgrhcil'en hat. der wel(1 alles Da h-'ittp rlr>r Geschworene gewiß auch eine Verthiung bekommen,« »Das iit doch »chön, wenn Im Volk «In »olch'n Glauben an einen Mann Ist«, dacht» das PrÄulein. »Das habe Ich nicht gev.nißt, was das ist Es war doch gut, daß Ich einmal aus der Luft des Hofes kam Das Ist allei hier ganx ander», al» ich dacht«. Ach, wAr« Ich «In «infache« Mädchen wie die«« Marl«, dann f&nd« Ich einen Mann, der fflr mich paßt, auf den Ich mich verlassen kann.« Ihr kamen die Tränen hoch. »Wie verlassen bin ich«, dachte sie. »Ich habe Vater verloren und Muller verloren Nun hin i( h am Hof erzogen unter fremden Menschen. Ich weiß nicht, wo mein Heim ist. Wärt? ich die Tochter dieses toten Mannes da, dann hätto ich dieses Häuschen und das Gärtchen, und das wäre mein Eigentum. Was ist denn mein Eigentum?« Sie verabschiedete sich und ging zum Pfarrhaus zurück. Nun war es schon dunkel geworden, sie kam gerade rechtzeitig zum Abendbrot. Da saß sie denn mit den Pfarrersleuten In der gewohnten Stube an dem Tisch mit der Schie-lei plattet diie Narzissen, die sie am ersten Tag gepflückt und In einen Krug mit Wüsser gestellt hatte, standen noch frisch in der Mitte des Tisches. Der Pfarrer erzählte aus früheren Zeiten, er erziihlte von dem Geschworenem das Fräulein hörte schweigend zu. Als das Abendessen beendet war. da vnrabschledoto sie sich Sie sagte, dalj sie Koplsfhmer/en habe und g'eich gehen wolle. Sie ging die Treppen hoch und trat in die Slube; ria lag der Mondschein auf der Dn-'e Sie s(hloH die l.iirie auf, in welcher die Keife mlf der Schaurn'lnze lag, und hiinglc sii It diu iv< Ue um den ilalsi ddiiu betrachtet« sie »Ich In dem kleinen Spie gel, der zwischen den Fe.nstern hing Ste konnte nicht viel erkfuneni sie lächelt«, nahm die Kette ab und achloO ■ie »eufzend wiadei fort) ile sagte leit« SU »jcht »We« denkt er »leb dennf« Nim rarglng dl« Nacht, und «m nJIch-■ten morgen verließ sio ihr Lager, kleidet« »Ich an und itieg die Treppen hinunter. Da war alles, wla es sonst vnr, und es wurde gesprochen, was sonst gesprochen wurde. Sie ging in den Garten und trat aus doi hinteren Giirieii-tür ins Freie und stiec) tlie StralV- h-ifh, die hoher führte, und dann knm si(! lUif einen Wiesenpfad, der 7.nin W.tld leitete. In dem Wald ging sk '/VverV "i im 1 ziellos, indem sie allerhinfl bo'lichtei da war ein kleiner Wasserlinie, f!(Mi überguerte sic; durch eine Schn'istj konnte sie hinunterblicken in ilas "^nl, in welchem Lautenihal sich lagerte und dem Berg anschmiegte Und auch der ühi ign Teil des Tng> s verging in allerhand unbedeutenden He-sc häftigungen. Im Traiiorhaus war inzwischen rff>' Sarg bestellti den brachten der TlscM^r und sein Geselle am Tage rlei Beeid^-gung. Sie stellten ihn auf der D;o1ü auf zwei Stühlen auf; die Hausnloi ke wr>r festgebunden, damit sie den Toti n nicht in seinen: ^chhinmie' s'')rtc "^Iim t u gon die den Toten in den S.i ■.][ diT Meister trug am K(i|)frnd^ und 'c = le-selle am Fußende) sie legten ihn fttltig auf die Hobelspäne, den !• "nf ri d'is hobelspangcsfoplte K-snen. Km t t"id Marie ginnen zu be den Scils-i, n 'd b.-l-fen mli kleinen Lelstuiuien, ''le niir ihren Willen bekunden soHten. I * ii. .. . nea im Ki eis Cili An 12 Maiz *land vor den« Helden« denisia! in i' >eh n-r;y eine wtird.ge I1 l.i uj'-denk r sfatt, an der die ße-Vi ikf, in i fV>r Zahl teilnahm. — In \ icr wi im.« wurde der Heldenge.I . i in i a Tsberg beganqen. Die eindi hI ivnllp A Gestaltung des Saales üb:1 ih i die N 'ad dgruppenführerin mit i . v n In. Mittelpunkt stand die Km.' Ii >r rrnp-»nführeis, Linder und ■! ' I Sinyschar gaben der < >» d i ur ■ i ;< 'i feierlichen Rahmen. N i ( iederleguna zu Ehren und m i ri dor Gefa'lenen der ( i k ■ cj das 1 !cd vorn guten K i' iaf n Mit cl n Hymnen wurde die Ii 1 ' • i Der I loidengedenk-I rj mi f ' 1 wui !o im Sonntag, rii i 12. v' ir im Hddenluiin in würdevoll r W >ise gel litri Nach der Kranz« ni. rle< in'} um Toten, hrung der Gefall" ien des Weltkrieges und des jetzigen Kr:< ;■'» fand die eindrucksvolle Feier r K'h Vinuung des Liedes vom gutin Kanici1 "n und der Lieder der Nation ihren Ab: chluß — Im Heldenhain in R ri!' ! fard am Sonntag die HeMenehnr g smtt, bei der auch alle Verwand. teo dll Kurlazarettes Römer-bad ' Ir \t -.mi v 1 st- lien bereits sechs Totenb '?ttrr u Heldenhain, der eine ' «ehr sch' ne Lage hat. Trjfall ehrt dio Gefallenen i An Heldenhain in Trif.iil II ■ fand am ; Son !e , 12 M tv nach einer Kranz-ti1" 1 ig ' r nie im Weltkrieg Ge- 1 [ r tl m 11 < 1 begann im Physik-s ' Arbeitsyemein- st , dii von l iolessor Dr, Gollmann 1 worden. lnsen Versuchen mit >!. =e n, waren es erst L' rüder Montgolfler, mit Gondel und nbzu-> t aiwiestatteten Ballon, ' Up erwdrmte Luft ge-|. • 1 vom Erdboden prhoLjn. So- i sich a;s Pallonfilllunn i Ii Q erstmalig Tiere j ' r' ' ilen Rückkehr erst, j 11 hen von 1000 his j ? ' en. 100 Jahre spä- französischer Physiker I r Di se Eroberung der I V i wissenschaftlichen Zwecke nn fedoch bald Bedeu- :i ?iir Beobachtung 1", Krl qe So kennten z.B. In der * \ 1 r* J TT Pi/ L,., ... VON NTHAL 41 -"v'mN 1\UL LKNSi" Sie , 1 H der alle Geschworene p ;i v- ih i.ift ■ u' e r M'inn qewesen sei, u K! ^ vulit ■ n eijiKjt' Biumen brin-i ' . ■ !■ i ihr • Verehrung, i' d • I i um rin, ob sie sich I ein fj.■ N'o; ssen .ins dem Garten ab-p'tir Ken d i <■ ü«is erlaubte die ihr So v<" ljsf hiedf ie sich denn das Präu-I. n von ■ Plarrtjrin und tjiny in das I .'iqo ■ I" t v i uni d;e qrojje veiälei ! in'i)" - h* i Ke herum die Narzissen , bhihlra !- pl einen Strauß, ord ' tu1 • iii i i i umwand ihn mit einem I f d n df'n mil^pbracht, und dann n nn ,Au dimh r|io Stille Strafle zu dem Hause dt»b Geschworenen. ' v iii d ■ i 'i ripqen Abend rie-w- di"], und tl■ • • St nne stand schon tief. A'^ -iit? di n Ham Huri da sali sie die I ' h"n in >!-■ Küf'hr wirtsf'hrt'teiij die ihr u djß in die St übt* cjeh'M) • e klop'fr' in, und auf den Ruf trat i1 " ii Di laq diT Totp in weitem !■ nd slili und |r endlich auf seinem I >>oer und uif Slühlrn vor Ihm saß das junrfr Paar und h.ifte Hand in Hand ge* leyt. I MARBURGER ZETTUNO ^ontaj, 20. Mira 1944 * Nr. 8|0 « Seile 5 STADTTHEATER MARBURG-Drau Montag, 20. M&n; Geschlo«iene Voretelt., Ring I. Amt Volkbilduna. ENOCH AS-DEN. Op«r. B«glnn; 19.30 Uhr. Dlaiistag, 21, Mär«: G««chlc»Mn« Vorttell. fflr dio Webrmacbt. CUVIA. Op«r«tt«. B«Qian: 19.30 Uhr. KwtCBvorYWk««! tiglloh auAer Montag tod 9 bit 13 und ron 15 big 17 30 Uhr an der Tbaat«rkaftM, Domplatz 17. UNTERSTEIRISCHE LICHTSPIELTHEATER MAK8UHÜ-DRAU | BURG-LICHTSPIELE HtoU 15 IT M, 19 45 Uhf Fernruf W19 ESPLANADE fo IS, IT.», I* 45 Uhr Wo IS, I7.M, 1U.45 Ubi Bnr(|-Lichttpl«lc Cil« S3r"^ W» I» ■■ HM _U UM. tf ■. »■« im Ma iteachlMIIHl 19. Min Liebespremiere mtt Kir«l«B Heibarf und Haiti SAIinkar. PUi JatMtfllefe« ■Ichl iag«laiMBr> Ton-Llchtspiele Stadttheater ÜMtaf, ». Hin i« niB! Zirkol Rms tm allMi ürif VoratJloi— ■■I« 14 J«kr«i «cfM natmaaf«! warilml Lichtspieltheater Trifail_ Mostaf, M. Min Zigeunerbaron mit AdoU Wohlbrflck, Hapil Knotack, Frlh Kaapatt, Glaa Palkaabarg, liioll Plalla n. a. — Spiellaitungi Kail Harti. — Mualki Johann Straatt. PIt Jnt«a411cba i«saUta«Bt Montag, 20. Min Wandarvon« Mlrchanwelt lies DeiM Zeltiiig tagllcli! Wir geben dta traurig« Nachricht, daB unMf Il«b«r Mann, Vater, Bruder imd Onkel, Herr Josef Sdolschek Reichsbahnangestellter am Samstag, den 16. Mftrz 1944, im 52 Lebensjahre unerwartet von uns geechie-den i*t. Da« BegrAbnii« findet Montag, den 20 Mir« 1944, um 16 Uhr, In Kötsch, Mar-burg-Drau, statt Marburg-Drau, den 19. MSri 1944. Tn tiefftr Trauer' Bosa, Gattini Joseline und Erna, Töchter> Anton, Bruder, und alle übrigen Verwandten. Ga«ll Hnber, SIeglilea Brauer, Ewald Biliei, Eagaa KlAplar, Annl Rotar und Pritr Kamper« in Gabriele Dambrone Mitten Ina Leban hinein hlbrt dieser Film, dar lu er«cbOtt«rn und aurb zu bcglOrken veriteht. POr Jugendliriia alcm ingalatavat SONDBB VBBANSTALTtINGBNt Montag, Dianstag und Mittwoch um 13.45 Uhr Camilla Horn und Viktor da Kowa 1b Wenn ich König wäre Bin antxackcndai mutlkkllachaa Luatipial. Plt JBgaBtflldw tagaUaacal Ein Mann für meine Frau Magda Sciualdar. JokaBBaa BlanaoB ClamcBtlna Bglaa, Kall Walh, Hadwlg ilalbtiM und WUl Doh«. KluglMtt 4« Prauas -• «ta BhiBiBBB kaaa ala nur ahaaB, kaaat äa n Worta, «kaaai ar alek klflgar daiia Ib . . ~ Pir AiBBMIlcfca wldW MetroDol-Lichtspiele CilU «platoiMi W IT.» » Uto, j », IT,H ü Oto Bto atoadiUaSUcb ttaBBaratag. lt. Mir« Liebe, Lddenechafi vnd Leid Ita BilBrilakaaia», tm mcMvBlUr Maatk baaM-iBlai, *MBaMB*ar Nif aM Bata laMH, mto iMHk. MWBM tllM, liilfBfflte BBBfW, ■«l«M ■«m Wiliaaw Ultffaft wm4 Mckari HBvMaa. - fplalMtwifi I. A. Holoiaaa. Ptr JBfMiillckB Birkt (BtBlaaBBal Palla« II, U.g, m». 1. 17, f.46 Uki ■■ %AM Cki. Jvfaitfllcka ragalBBaaa Amtliche ® Bekanntmachungen Der Che! der Zlvl*verwaltung In der Unterttelermark Der Beauftragte ftlr Arbeltstragen Belcanntmachang Lohnertparalsfiberweitnngen itaUenlichar ArlMitar. • Auf Grund der zwlaatieo der deutedMn und diar HaUeoi« sehen Regieranrg getroffenen Vereinbarungen gilt für die LohnerBpaimd8ü.berweiAtin()«D der Aitteiter atu Itnlien mit »»• fertiger Wirkung folgende«: 1. Ait>eiter, Art)eiterliinao und Ang*ai»llt« aua ItaiteB (im folgenden kurz »Arbeiter« genannt), können ah 1. MAn 1M4 ihre eagenen Lohnerspa ml Me nur noch 'überweisen leaeegi, wenn lie Im Benitze ^ties gültigen Bankaueweites eioT .Arbeiter nach Lage der Diaige aus dem seit der letzten Einiahlung oder fhei neii eingestellten Arbeifernf seilt der Einstellung auagezahlten LO'hnbetrag erspart haben kann. Die Einsatzbetriebe sind verpflichtet, die von das Arbeitern im Rakmen der oWgen Bestimmungen abgegebenen Lohnerspamisse Jeweils sofort auf das hei der Deutschen Bank, Berlin W 8, Abtedlxmg Ausland 2, geführte »Samnielkont« Arbeiter au« ItaHeamlflse nunmehr unvertO^H^ Torgenommen w*rd Bei der Auezahlung dieser Lohnerepar-nlese werden die Betrftge In Abzug gebracht, welche in den Monaten Oktober 194.1 bis Januar 1944 in Ilalit'n als Vor-schüs«» an die FamlHon der Arb»»i»pr ausgerahlt wurden. 4. Lohnfirspamisrückstände aus der Zeit nach dem 1. Juli 1943 können die Arbeiter über ihre Einflatzbetriehe in der gleichen Weise wie blshei unter Ein eichung ein^s ordnungsmSBig ausgefüllten überwelsungsvordruckes »K. auf ds« vorerwlhnt®, bei der Deutschen Bank geführte Sammel-kooto Oberwelsen lassen. Die Einzahlung dieser Beträge hat hia zum 29. Februar 1944 (Datum de« Blngange der ^trSge h«d der Deutsch«n Bank, BerHn W 8} zu erfolgen. Ber?Ügllrh nttherwelsungen ausländischer Arbeiter, Sämtliche Vordruckf» und Vlerkblätter welrhc 7ur Dtuch-f.ühiung ven Lohnersparnisüberweisungon auslandischer Ce-folgschaitsmitgli^der aus den Lcindern Belgien, Bulgarien, DÄnem^rk, Franl.reich und Italien von Einsatzbetrleben mit dem Sitz im Amtsbereich der Arbeitsämter in de; Untersteier-mark benötigt werden sind mit sofortiger Wirkung nur noch b«i d«r Cradltanstalt-Bankvi-reln, Filiale Graz In Graz. Herrengasse, anzufordern. Die Vordrucke für die LohnerspamdsüberrvreiBUDgan der Arbettav aus Pinnland, Norwegern, Serbien und Ungarn sind d<}<7egan n^ch wie vor bei de Deutschen Bank, Berlin W 8, Abteilung Auslind 2, rinzufordern. 785 Aufgebot von Wertpapieren T 12/44-^ Auf Antrag des Willibald Denda, Amlsleiters der Stadt-gemeinde Marburg Drau als Vormundes de« mj Erben Eduard Kollm^nn wird das angeblich in Verlust geratene ßlnlaqe-buch (^es Spar- und Vorschußvereines in Marburg Drau Nr 1522, lautend auf den Namen Franz Kollmann mit einem Saldo von RM 5634— aufgeboten Der Inhaber wird aufgefordert. d&sSolid 224?f "ar d!e ^M. Z... 22P-Ö riiTno'ctr'»icrf» H olfshoml braun-schwarz, Sonntag nach.mitMg« antlayfen. Hört auf den Namen «^Zi-f|0«. Gegen Belohnunn abzugeben bei Salzner. Marburg-Drau. Biücherstrrifle Nr 39 * Unermeßlich hart traf uns die Nachricht, daß unser geliebter, einziger Sohn und Bruder Stanislaus Belschak Grenadier am 26. Februar 1944 im Alter von 19 Jahren, an der Oetfront gefallen ist. Fremde Erde umschließt das Kostbarste, was wir besaßen. Jörgendorf bed Pettau, den 18. März 1944. In tiefer Trauer: Franz und Maria Belschak, Eltern 1 Paula und Maria. Schweste-n, sowie alle übrigen Verwandten. 859 Kleiner Z« verkavien _ ! ZimnuM 11 kaufen ! 'enantoil Büio-Srhreib'lsche zu gesucht Anträge an die >Alfir |'" tausi ben burner Zeitung«, Vertrieb 4 Nendorf Danksagung Herzlichst danken wir allen Freunden und Bekannten, die den letzten Weg mit unserer innigstgellebten Mutter, Frau MARIE MORITSCH, gingen und für dJe schönen Kranz- und Blumenspende«. 2250 FamllIeD Morttsch, Ebner, Mdlly. Anstatt eine« glücklichen Wiedersehon* erhielten war die traurige Nachricht, daß unser Sohn und Bruder Johann Tomlnschek Grenadier nie mehr zu uns zurückkehren wird, Er fiel im blühenden Alter von 24 Jahren im Kampfe für Großdeutschland an der Südfront. Dobiatin, den 15. März 1944 In tiefer Trauet denken »n Dein fernes Grab; Johann und Anna Tomlnschek, Elterni Stanislaus. Bruder 860 Leert' Kisten kauft Fi'^m'i Kar-beut?;. Telefon 2618 Marburg-Drau 2144-4 €rammophon mit Pldtten zu kaufen gesucht Emilie Mohor-ko, bei K lufm. Oqrisek Kö-nig«b-unn, Post UnierpUitK ^is_C:lli^__ NHh^ii^schlne, alt, reparatur- ' Vnihpleftp Schlaf- und Küchen-bedürfüfl, um 70 RM zu ver- einrlchtungen auch einzelne kaufen. 2u besichtigen: Nion-: Stücke, sowie reparaturhedürf-tag von 15—17 Uhr A. Tscbe- tigp, j PMt^chkn. Trio- rin, Marburg-Dr., Kärnlnerstr. I sterfitraßc 57 Marburg-Drau 224:^-,1 224ß-4 Zu kaufen ^i^eiicbt p,ringend wa kavfea gesacht; R,egl5tri«rkasse, Neicpmgswaa-ge, BilaV7;Wci,age neeimalwoa- Stelicngesiiche Oewee<>ner Kaufmann, mittl Jahre wünticht sich zu ändern, ge, alekti^scher Kühlschrtink. ■ als Geschäftsführer, K'orrespon-Spelsezimmer oder Wohnzim- 11"*^ Bilanzbuchhdlter — mar. Teppich, 3x4 *1 oder grö- Zuschr. an die >A1 Z.«. unter 8er. Bettvorleger, Sportkinder- "Kautmann 2173".____ wagen, Fotoapparat, Petroleum- Buchhalterin sucht entsprech. Ständer Anträge erbeten unter Beschäftigunq. Angebote an die „Gemlschtwawenhandlung 20fl4" mM. Z.t, unter »Halbtägig", an die M. Z. ' 20B4-4 ' 22«0-5 KSljf - C- ;- qlPT t;f;n qrF.;i( hr !■;: vve!/. 1. - Denken Sic daran — KLEINE ANZEIGEN haben in der MARBimOER ZEITUNG QROSSEIV ERFOLGi Danksagung Für die aufrichtige Anteilnahme und die vielen Kranzspenden anläßlich de« Heimqanqes unserer lieben Mutter, Frau JOHANNA REBEU-SCHEGG, sagen wir allen unseren horzllchfiten Dank. 821 CilU, am 15. Mare 1944. Die tieftrauernden HlnterbllebeDen. Meiae Hebe gute Schwester und Tante Josefa Krisper Gastwirtin und Besitzerin hat ihr sorgsames Leben nach kurzer, schwerer Krankheit Im 68. Lebensjahre beendet. DJe Becrd4gung findet am Ortsfriedhofe am Montag, den 20. März 1944, um 10 Uhr, statt. Maria-Schnee, den 19. März 1944. In tiefster Trauer: Pranziska tInger, Schweeton Erker Radi, Wohlge-muth, Perke u. Krlsper, Nichten u Neffen. 2255 50 Reichsmai k loh nun.) ■ 1 jcnigcn, d. r mir r; > k i-. -.' rote Kcistcti II ll ili 4 : R i-Sierapprtl .ito 1 ;i w i-derbeschaflt. Grabeng.ispio 2, Hl St 7 in 9__1 ^ Fuchsl)oii v.'n tiei :r strfiße b;s Hr, i\'nf| \ < ren. Ao/miobf-n qr-q. 1 ' -1 nunq im 'skis.: '.V.:i dbriauer-^l'-ipt' Handla«^tln> jus S«. hl.-'n der, liliiu. rm' 1 lo,m i'h.in 'n-gitimcitinii np.d T imk. b-. 1, ^ ; tend aul Nf.clv'di; liiii 'H ' Kas.siertasche aufi Lc'.iiM mki 40 RVI P.iTfTP'd \'n ^ ■ biirq'St:aH" b^'. Kar:i''vi -i- 1-vnrloren Der ßotirvi F 1 1 lohn. Ahzuiirl'. in slft . b. Torwai t 2"' ~ Vf*rsr'' Pf' '^cs Reparatur • Slricka.-hcili'n i'»" nimmt M ..s'N-hnr-u-.l , 1-Hartnidnn, ^l(^llM^ln-D:rtLl, 11.m denburgstrafle \ P'M-l Konzertiikkordeon ' i"Oi. ti Ii ner, 120bvi>siq, (ito b.n ■> F.\ portmodell ri-: h.ikk •, o.i gelütterte MiÜliUiark:? m Kin gcnpelz, ov Ait/uu ru:' i:"! Uburgang'^^'n.in*^! i cUN'i'. hr 12X35/l1 i''.v Schibergschidip, 40, go(:cti I iM Stecher !8X. — Zu^>hr un'i. ! »Busch-Optik" im d.o . N) / . ' ________jrni-N DekGr(itioiisdiA\ an, st )ii gut v hulten, und tiuloili sf ii nm ii j Si»mischlt'dcM-Sp.>iinon«^i. iuiiic-Nr. 37, weidf'n iiii Hc: 1 cn.'.n zug inittli^iei CjioIh' o,ior yu»! ren^chubp, GiöRt> IJ hi Voizuspr et iieri von 1.1 Ins Uhr. Kokol, Ncicjyslidlir 18 ________ ' Tausche sliuker Hcrenuitir ail gegen c^int brau(hi)rVi».-tV'j ii.'fl vor allem eine gesell-»chattliche Angelegenheit Das Programm allerdings versprach, wenigstens ''■*^''1 Woge mit, auch uns ergriff, wenig in Musiki i's hjilte beinahe uas» Progrdmm eines i.)lülien Musikanten sein könir-n. Schöne Sachori standen daraul. die Kreutzersonate mit dem Triller Gegen Schluß hin aber klang es anders liier standen Musikstürke nngeküniligt, deren bloße Titeln uns schon sagten, daß st« nicht den Anspruch erhöben, Musik zu •ein, sond'^rn nur einem großen Virtuo-•en Gelegenheit zu sportlichen Leistungen geben wollten; Mondscheinphantasien und vene/ianisthe Ständchen, von unbekannten Veifassern, südamerikanische Tangos und andere Scherte. Und , , . den Schluß bildeten einige Stücke, die j zu zeigen, noch der groß« Vir' iose selbst komponiert zweite, dritte, vierte Zugabe ru spielen. Er tat es elegant, machte seine In meiner Jugend hatte ich Sarasate ! V<*r''cugungen, gab seine Zugaben; ste-und andere berühmte Meister die Geige | hörte die Menge zu, nic^mlos, ganz spielen hören und war, trotz einiger I bezaubert. Die Tausenrte glaubten Jetzt vermute ich, die er vorher mit dem Klavierspieler vereinbart halte und als er diesen letzten, nicht auf das Programm gedruckten Toll seines Konzertes abgespielt hatte, verschwand er und kam nicht wieder. Während dieses ganzen Abends waren zwei Personen in mir, zwei Zunörer, zwei Mitspieler. Der eine war ein alter Musikliebhaber mit unbestechlichem Ge-stens für Augenblicke, der siiße lau- 1 schmack ein Puritaner der guten Mu- Der große Zauber war erreicht. Denn auch wir Mißvergnügten schwammen, wenigstens für Augenblicke, auf der mel. Wieder waien wir Knabun und kamen aus der ersten Violinstunde, wieder träumten wir uns selig über den Berg der Schwierigkeiten hinweg, jeder von uns war für kurze Zauber-Augen-blicke er, der Meister, der Zauberer, zog mit mühelosem Bogenstrich die Herzen hinter sich her. Die Tausende waren entflammt. Sie duldeten nicht, daß dieses Kon?ert ein Ende nehme Sie klatschten, schrien, trampelten. Sie rwangen den Künstler, Einwände von ihrem Spiel entzückt gewesen. Cowiß — Musik war ja eigentlich etwas andere», etvds, das mit Vir-tuosenlum nichts zu tun hatte. Musik bedurfte eigentlich der AnonymitSt, der Frömmigkeit, um zum Blühen zu kommen. Aber dafür hatten auch die Virtuosen, von Pagfininis Zeiten her, jenen beinahe dämonischen Zauber des Gauklers und Könners, Jene Magie des Arti-stentvims und Zigeuncrtums Glockenzeichen gellten, m$ wurde ■tili. Und plötzlich erschien raichen Schrittes der gro'le Gelger, hinter ihm hosrheiden sein junger Klavierspieler. Wir waren alle sofort von dem Virtuosen entzückt. Das war weder ein zi-geiinerlsclior Schmarhtlappen noch ein brutaler Geldverdiener, es war ein seriöser, sv'mpalliischer, gi-schineidirer und doch würdiger Herr von schöner Erscheinung und gewählten Forf^.ien. Weder warf er Kußhände, noch spielte er den wel'veraclitpndpn Profe'^sor, Sieger tu sein, sie glaubten, den Mann be7wung''n zu haben, sie glaubten, ihn immer und immer wieder zum Hervorkommen und Weiterspielen zwingen zu können. Er aber gab genau die Zugaben, sik, der schüttelte häutig den ernsten Kopf und kam im letzten Drittel des Abends aus dem Schütteln gar nicht mehr heraus. Der andete aber war ein Knabe, der folgte dem sieghaften Geigenhelden, wurde eins mit ihm. Diese beiden hatten Im Laufe des AbcMids viele Unterredungen viel Streit, miieinander. Es kam vor, daß der gewiegte Musikliebhaber In mir gegen die gespielten Schundstücke protestierte, imd daß der Knabe in mir daran erinnern muflto, daß ich selber einst ein Buch geschrieben habe, in dem ein SaxophonblSser einem vergrflmten Musikkritiker über dieses Thema lesenswerte Auskünfte gibt Ach, und wieviel mußte ich übar diesen Künstler nachdenken. Ober diesen Virtuosen, diesen korrekten und weltmännischen Zauberer! War er in seinem Heizen ein echter Musiker, der am liebsten nur Bach und Mozart gespielt hatte Mnd der nur widerstrebend sich darein gefunden hatte, den Menschen das Schönste imd Heiligste nicht aufzudrängen, sondern ihnen das zu geben, was sie selber verlangen? Oder war er schon von Haus aus ein dummer, seelenloser Maschinist, ein ahnungsloser, blinder T^^chniker, und sah es in ihm ebenso dumm, ebenso halb und halb, ebenso roh und süßlich aus wie in seinem Konzertprogramm? War er ein am Erfolg erstickter Weltmensch? War et ein kalter Rechner, der es verstand, die Menschen genau an jener empfindlichen, heiklen Stelle zwischen Tränendrüse und Geldbeutel 7u kitzeln, wo es Tränen und Taler regnete, wenn man d'^n Zauber verstand? Oder war er ein Demütiger, ja heinahe ein heiliger Diener der Kunst, viel zu ehrfürchtig und bescheiden, als daß er sich ein Urteil angemaßt hätte, sei es über die Musik, sei es über Geschmack und Publikum — willig und dienend In seine Rolle arge-h('n, dem Schicksal nicht widerstrebend? War er vielleicht aus sehr liefen Gründen und Erfahrungen dahin gekommen, am Wert und am Verstandenwerdenkön-nen der echten Musik im hentigfn Leben 7,u verzweifeln, wai es sein Bestreben, Jenseits aller Musik die Menschen erst einmal wieder an die Anfinge der Kunst zurückzuführen, rur prlmUiven, sinnMchcn Schönheit der Töne, der ganz uisprflngllchen Gefühle? Es war nicht zu enträtseln. Noch Immer denke Ich darüber nach und werde daran g'^Ohrln, wenn der Virtuose ISngst in Hamburg oder Oslo oder Budapest spielen wird. Räumen Sie auf, MarieI Eine Uraufführung im Grazer Schauspielhaus Weim sich der Vorhanfl in diessr »volkstümlichen Posße mit Gesang« des Grazer Spielleiters und Schauspie lere Hduä ''örg Adolti zuiu letztenmal ge-senJct hat, dann weiß man, daß die zwei-undvlerzlgjährige Inhaberin einer Frcm-denpcfisiou, Lmma Weudlinger, mit einem um zwölf Jahre jüngeren Journalisten und dilletieienden Dramatiker ver-heiiatet ist und daß tiie ein« voreheliche Tochter von zwanzig Jahren besitzt, die Enuaa endlich rMlgnl«refMl dem honetten Töchterlein nicht nur d*n Mann, Bondern auch die Premdenpensicm überläßt, mit der Aussicht, ihren eigenen Schw'egeiviiter — oder auch, was er ja denn wird, den ihrer Tochter — zu heiraten oder seine Köchin zu werden — über «olche Sr.hluü-überlegungen über läül der Autor uns. Wir wagen nach dem freiietiechen Schlußbo-ifall, den da« possenhafte Stück w.^ch blickte er Ins Publikum und wuSte i f'® Cesangssoubrette in der Großetadt vornehmlich bei der anw«endan Jugend »ehr genau, um was es steh hier handle. nämlich um einen Kampf .wischen ihm ! [Inger soeben em Kind zur Welt gebracht und d'esPm Rissen mit tausend Köpfen i lebt und von dem dre,ifligjährigen Wend- | gefunden hat, nicht, in Zweifel zu lie- nnnm Krimpt, in dem er 711 sj«>gpn entschlossen war und schon halb gpsiegt hafte. Als er 7U spielen anfing, reigte sich sofort, dril^ sein Weltruhrn nicht unver-di.'nt war. Dieser Mann verstand, mit seiner Gelqe umzugehen, er hatte eine Gt'schmeidigkelt d^s Strichs, eine Sauberkeit de# Griffs, eine Stärke und Ela-stizitÄt des Tons, der man sich willig und bewundernd überließ. Mit der Kreutzer-Sonnte war da« erste Drittel des gedruckten Programms erledigt. Aber erst in der fnrtini-Sonate kam der Glanz des Geiger« voll zur Bi'ite DIps Stück, von Ihm gespielt, Wdi wirklich ein Wunderwerk, erstaunlich schwierig und erstaunlich bew'il-tiqt, und dazu noch eine sehr anständige, solide N^usik, War die große Menge hei Ft'ethoven und Bach mf?hr nur aus Achtung gefolgt, hier begann sie warm zu werden. Der Beifall dröhnte. Im dritten Teil des Konzerts nun ka- I Akt als Stubenmädchen aufgenommene M.irie Gruher niemand anderer ist, als eben die in einen Bauernliarapel verklei- hen, daß e« auch komisch gewirkt haben muß. Un$ hat es, trotz de« wirkunigsvol- len pointenreichen Dialoges, ein wenig fallen, de<«*en Aufgabe — Ift, mit dem Notizbuch in der Hand die Redewendungen der Partner zu notieren, um sie in seinem Stück, frei nach dem Leben, als Dialoge an7ubrlngftn — eine passive Gestalt, die dieser Darsteller dennoch mit humorigem Anstand spielte. Die entsagende alternde Frau Emma Wend-llngor, konnte auch «ine der besten Stützen unseres Schauspiels, Frau Ru-movi, nicht aus der peinlichen Lage befreien, d;ie schuldlos Betrogene zu sein. Eine Type, vollsaftig und mit allen Un-wSgbarkelten einer verdichteten schau-splelerischon Leistung ausgestattet, stellte uns Marie Schürmann als Frau traurig gestimmt. Denn hier werden Tratscheiberger vor Augen. Drei Pen-nurrhschnittbmenschen, die eigentlich sionsgäste, ein Rechtsanwalt, ein Chor- dete Gesangssoubretle und Tochter, die koine finffallonclen Fehler oder gar La- i länger und ein Ballettänzer, die sich um es unternimmt, in der Fremdenpension ihrer eigenen Mutter unerkdimt »nach dem Rechten zu sehen« und dabei aufzuräumen. . Wahr und wirklich, «o geschieht es auf der Bühne, und Frau Wendlinger, die volkstüml che Pos^e mit einem unvor- eben einen striudberg'schen Dialog m't hergosehenen Aiisgang auf die Beine zu ihrem jungen Gatten abgelührl hat, er- | bringen. Denn Marie Grubere Incoqnito kennt sie nJcJit, und dieser junge Gatte wird bis zur letzten Szene des Stückee der noch ein Kind mit der Soubrette hat, : gewahrt, hib zum Augenblick, da sie die erkennt sie nicht, und dann ist noch der j Polizei ins Haus ruft, um das Geschäft Vater des jungen Wendlingcr da, der von nichlzahlenden Gästen aaf nachalte Herr Wendlinger, ein guter Sech- | drückllchste Weise zu befreien. xiger, der in der Großstadt eine Damen- 1 Anni Maier hatte die Aufgabe, ctlese beP-snntschaft gemarht hat, und ent- ! Marie GrubT als schauspielerndes Stu-«chlos-sen ist, dit?«e »Braut* heimzufüh- ' henmädchen darzustellen — eine wahre ren, und auch er erkennt sie nicht: dann, damit die Sachs kurzweiliger wird, ist auch die »Flamme« von Wendlinger Senior, keine andere als die gleiche ver-men wir eigentlichen Musikfreunde, wir ! teufelte Marie Gruber. —■ Kurc und gut Puritaner der guten Musik, in Fedräng- ' In dieser volkstümlichen Posse besteht ' dem auch aus dem Schwiegervater in nis; denn nun ging >duich den Kakau« gezogen. Ja, es wird ! und auch dazu dienen, dem alten Wendein strindherg'sches Thema, das für ein ] linger die vermeintlichen FrelersfOB« ausgewachsenes Problemstflck trächtig 1 zu verjüngen, wurden von Hermann genug gewesen wäre, bemüht, um eine 1 Frieß, Heinrich Trlmbiir und Otto Langer mit allen Schikanen Überlieferter Schwankgestalten gemimt. Der Posee het Frltt Vogler eine Mf zwei Klavieren exekutierte, resche und feschf einfallsreiche Musik lur Seite gegeben, deren Terrette, Duette und Soloschlager man gerne und mit Vergnügen als blumige Ranke en den Wänden dieser Pension Wendlinger hinauf-sprief^en sah. Paul Mehnorts Bühnenbilder vermittelten die RAume eine« Htagenhotels mit kenntnisreicher Geqen-»tfindlichkeJt. Kurt HlUebfimd Matzair dea ex machina der Szene, die es fettig bringt, sich aus der Einfalt vom Lande zui Spürnase der Polizei zu entwickeln) die es unternimmt, nicht nur aus flera Vater ihres Küides einen Dichter, son- Der Herausgeber det »Kürschner« (gestorben In Berlin starb im Alter von 68 Jcih-ren Dr. phil. Gerhardt Lüdtke, Verlagsdirektor im Verlag Walter De Gruyier u. Co. Dr. Liultke war Herausgeber von Kürschners deutschem Literaturkalender. Ausstellung »Schleswi^-Holsteini-sche Künstler« in Flersbufj^ Von den fünf im Rahmen der diesjährigen Flensburger Kulturtage erüfineton Ausstellungen steht die Schau „SchU^s-wig-Holsteinische Künstler" im Vordergrund. Die in drei Ausstellungsräumen des Nfuseums grsrhmackvoll angeorone-te-n Werke vermitteln einen weitgehenden Eindruck von dem Wirken der heimischen Künstler, Der Kreis der Maler ist diesmal erweitert durch Lübecker Namen, doch erhebt die Schau keinon Anspruch auf Vollstlndigkelt. Nuht alle Schleswig-Holstelnlschen Künstlet stellen aus, aber reichhaltig sind die Eindrücke, die Ölbilder, Aquarelle und Graphik vermitteln Eine Oper von Eduard Kfinnecke Der bekannte Operettenkomponist Eduard Kuenjieke, der Slc4i gegenwärtig zu Schallplattenaufnahmen in Hilversum aufhält, teilte einem niederländischen Pressevertretar mit, daß er eine Oper vollendet habe, die demnAchst in WOrz-burg uraufgeführt werden eoll. Der Titel de« neuen Werkes, dem ein Libretto von Ursel Renata Hlrth zugrunde Hegt, lautet »Walter von der Vogelweide«, Briefwechsel rwlschen BfSmson und Grie|{ Voller Anteilnahme nimmt das norwe-{|lsrhe Kulturleben die Veröffentlichung ^ncs bisher unbekannten Briefwechsels zwischen Bjömstjeme Björnson und Fd-verd Grieq auf. Es handelt eich um über 00 Briefe, die In der Zelt von 1870 i>U 1904 geschrieben wurden. Die Presee bezeichnet den Briefwechsel als einen wertvollen Beitrag tur kulturellen Entwicklung des damaligen Norwegen und verfiffentllcht Auszüge aue den Briefen. Slowakische Staatspreise Itir Kultur Der Minieter für Schulwesen Josef SV-vak, erteilte anläßlich des fünften Jaii-restagee der slowakischen Selbständigkeit folgende Stetttprdse: UnlvereitAt»-Professor Dr. Jan Sanielev fflr seine Arbeit auf dem Gebiete der Erforschung der alt-slowakischen Sprache und Kultur, Valentin Beniak für seine Verdienste auf dem Gebiete der slowakischen Dichtkunst. Femer erhielten der akademische Maler Janko Alexy, der Direktor des staatlichen Konservatoriums Frlco Kafenda und das Mitglied des slo-wakdschen Naüonaltheatere Josef Kel-lo Staatsprefee. Herbert Seinecker, 4er durch leta viel gespleltee Schaxwplel «Das Dorf bei Odessa« l^kaniit geworden Iii, hat eis neues Drama »Leuchtfeuer« geschrieben. Der Leadachtttsmaler Hermean Ben-■eliter iat dieser Tage Im 77. Lebene-jahre In Karlsruhe verstorben. Der SchwanweldimileT Jekob Kaltmaler In Freudenstadt benlnq In voller Schaffenskraft seinen 80. Geburtstag. Ein polnisches Tlieater in Krakau zend: die Tausende entbrannten, sie schmolzen hin und qnben den Kampf auf, sie Inrholten verklärt und weinten TrSiien, sie stöhnten ent7Ürict und brachen nach jedpm diaser kurzen Unter-hht er auf dem Bahnhnfsplatz Srhnp will e»- sich wenden, will die w;>n'n"n Stunden, die er hie-- Aufen'halt hat, irgeudvo in einem (iaststuhenv/iTi|.p| voidamnetn. Da fangen se'ne Füße 7\\ gehen an schreiten über d'>n Pl;itz, «treb«»!! auf die Stadt zu. Etwa?: hat ihn angertihrt. soltstira wie ein« Vision df>r Vergangenheit, wie ein Traumbild fus seiner Jugend. Einen Turm sieht er vor sich Rund und behaglich lehnt er S'ch nn ein Stück nltersgr-iuor Miiiier. Unter dem spitzen hihl/iegelgedockten Tirmhrlm hervor blinzeln gutrnülln 7wei schmale Fenster-chcn zu ihm heniber Aber das Schönste sind wohl die beiden Scha'-warhMürm-chen. Gleich unter df^m Dach wachsen sie hervor: Türmcheii wie der große Turm, den feinen sp'tzen Ziegelh^^lm wie eine Miitze ins Gesicht gc7ogen, kleine lustige KoboUIe hoch über dem Getiiebo der Mr nschen Stadt. Er lülit die Ringstraße mit ihrem geschäftigen Leben hinter sicK. Ein Gewimmel von Gassen tut sich vor ihm auf, winkelig, klein und verträumt. Er l^ßt sich treiben von Laune und Zuf