Schristlrituag: RathauSgaffe Nr 5 Zel-Vhes Kr. »l, 'rümitkatt. % ittchflml«: iJjlia <»>> lulnatnc t«r «orai-» ifcier-109c »», 11—13 nm vor«. <>»»d!chin^.i> rontni nicht jurudqrflrbfn. iwntitlof« (Sin* '«sbutUsTi »ich« bmirfslctitijt. X*(UnliigttBjeii «»»» ti« 8fn#»(tu«j nctra IPtrwSireita »fr billigst ftß-td)r3t<« WrbuiifB ttttorg«*. - iftfi JL>l{S;rllo!i:it ,111 frtll-«»chiaj. £«« .Drxlich« B«;t" rTfdVsirtt (eben Wirt ^ odi art e»>n»!ag ateat«. VrfUtatbfl« -a.iiu »0.690. Verwaltung: RathauSqassr Nr. 5 Tkle»ia» Nr. »I. Iilkrurda». vtjuiisbedinqunnk» Zurät Mr P»ft trimm : tSicrtrljaljrij . . . K IM »»Njilhriz . ... K « io . ... K 1SSO jUr «Still mit 3»««0iraj ,»» Ha»« ! Mo»atlich , . . . K t'l4 SicrUliüitia . . . K t — H-I!.«ichr», . . . K ««»« nt ii »<.».>S«diii>r«». tfS»8«tril iveseu, dieser parlamentarischen Ausgabe zu ent< sprechen. Die Obstruktion hat gar nichts anderes ge-tan, als den überflüssigen Nachweis geliefert, daß lebe Partei imstande ist, das Parlament lahm zu legen. Das wußte jeder auch vorher. Wenn man ans dem „E> folge" der Obstruktion, das Parlament arbeitsunfähig gemacht zu haben, nun auch den Schluß ziehe» will, daß in Hinkunft eine Aenderung des Systems platzgreisen müsse, so liegt auch für diese Schlußfolgerung kein plausibler Grund vor. Regierung und Parlament müsse» zusammen-arbeiten, sich gegenseitig in der Weise ergänze», daß .gewissermaßen die RchpmUlg der führende Teil ist, der Borschläge erstattet, welche das Parlament einer Prüfung und Korrektur unterzieht, entsprechend den Meinungen, die sich aus den verschiedenen politischen und Interessengruppen de» Bolkshanses ergeben. Je inniger der Kontakt zwischen Parlament und Regie- Der verforene Hulden Eine Geschichte von HauS Sachs. Meister Christoph Kuchler saß in seiner düsteren Schusterwerkstatt und hämmerte seinen Zorn in die harten Schuhsohlen. Er war unter seinen Bekannten nicht besonders gerne gesehen, denn er wußte immer alles besser und mischte sich mit seinen unverlangten Ratschlägen stets in andere Angelegen-heilen. Niemand konnte ihm etwas recht machen und überall wußte er etwas auszusetzen. Er hieß daher anch in der ganzen Wienerstadt nur der „AllerweltStadler". .Heute aber war er besonders übelgelaunt. Und noch dazu ärgerte es ihn am meisten, daß er für den Grund seines Zornes niemand verant-wortlich machen konnte. Er hatte nämlich gestern Sonntag auf dem Kahlenberg ein sorgsam gehütetes Erbstück seines BaterS, einen Silbergulden, verloren den er immer, wenn er sein FeiertagSwams trug, an einer Silberkette um den Hals gelegt hatte. Wahrscheinlich hatte sich das Ringelein, an dem die Münze mit der Kette verbunden war, losgelöst und war geränschloS in das weiche Gra» gefallen. Kurz und gut: als er abend ein wenig schwankend heim-gekommen war, bemerkte er den Abgang seines Schmuckes. Und nun mußte das Sohlenleder des Meisters Zorn verspüren. Ihm gegenüber an der niedrigen Arbeitsbank saß aus seinem Dreibeine der Geselle Gottfried. Hie und da hob er den Blick von seiner Arbeit und ruug .ist, mit umso größerem Nutzen werden beide Teile mit einander arbeiten können. Daher wird ja immer jeuer Zustand als erstrebenswert zu bezeichnen sein, wo die Regierung sich aus eine große Mehrheit des Parlaments stützen kann. Dieses Prin-zip wurde von der Regierung des Baron Beck ver-sucht, welcher hoffte, daß er durch die Teilnahme der BertrauenSmänner der großen Parteien an der Regierung eine parlamentarische Majorität siir seine Aktionen gewinnen würde. Der Versuch des Baron Beck ist iusoweit gelungen, als die großen programmatischen Ausgaben, die ihm gestellt waren, erledigt werden konnten; als dann aber von einzelnen Mit-gliedern der Regierung mit Außerachtlassung des Gemeinsame» nationale Sonderinteressen verfolgt und in die Verwaltung getragen wurden, mußte die Koalatiousregierung zusammenbreche», denn sie war ausgebaut auf einer Koalition der Personen, die sachlichen Grundlage» zur gemeinsamen Arbeit waren nicht völlig klar gestellt und in dem Angeublicke, wo die Mitglieder der Regierung die mittlere Linie verließen, war der Koalationsgedanke durch deren Schuld zerstört. Das Prinzip der Regierung des Freiherr» von B i e ii e 11H, die StaatSanlorität zu wahren, die Verwaltung vor Disziplinlosigkeit zu schützen, große Fragen ohne Berücksichtigung von Sonderinteressen der Erledigung durch das Parlament zuzuführen, erscheint als Reaktion gegen die während der vor-hergegangenen Koalition z» Tage getretenen Uebel« stände. ES wird sich ja nie vermeiden lassen, daß in einem Parlament, wie es das österreichische ist, in welchem neben andere» Gegensätzen die nationale Frage eine so große Bedeutung hat, separatistische Bestrebungen der einen oder anderen nationalen Gruppe in den verschiedenen Angelegenheiten her-vortreten, aber es wäre gerade vom Bolkshause des allgemeinen Wahlrechtes zn erwarten, daß alle Par-teien zur Einsicht käme», daß große Fragen nur nach großen Gesichtspunkten beraten und erledigt werden können. Die letzten parlamentarischen Wirren sind aber gar nicht aus nationalen oder anderen sah forschend und zögend zu dem hämmernden Meister hinüber. Mehrmals schon wollte er den Mund öffnen, doch jedesmal verschlug eS ihm die Rede, wenn des Meisters Hammer besonders wnch-tig auf den Leisten niedcrsanste. Der Meister dünkte ihm heute »och bi^er als fönst nnd so fand er nicht den Mut, ihm sein Anliegen vorzutragen. Und doch mußte eS heute sei», denn er hatte es der Marie und der Meisterin versprochen. Die Meisterin duldete die geheime Liebschaft nicht länger. Friedel hatte sich ein paar schöne Gulden erspart, die Marie bekam auch eine kleine Mitgist, er solle also sein Meisterstück machen und bei dem Bater um des Mädchens Hand anhalten. Denn wenn der inne würde, daß die Mutter die beiden verstohlen begünstigte, gäbe es ein holloseS Donner- und Hagelwetter. Das hatte Fran Marianne dem Friede! gestern, als der Bater nicht daheim war. vorgehalten und er hatte versprochen, die Sache heute ins Reine zu bringen. Also mußte es jetzt sein! Friede! faßte sich ein Herz und sagte nach einem tiefen Seufzer: „Wenn der Herr Meister geneigt wäre, möchte ich ihm ein Anliegen vor-bringen." Der brummte etwas Unverständliches vor sich hin und da er dem Burschen nicht „das Mund-halten" besah!, hielt eS dieser für ein gutes Zeichen und setzte ein wenig zuversichtlicher fort: „Ich bin nun schon über zehn Jahre, zuerst als Lehrbub und dann als Geselle in des Meisters Dienst nnd wenn pvlitschen Gegensätzen entstanden, es waren nnr ein« zelne Parteien und einzelne Personen, welche aus egoistische» Motive» die Situation zerschlagen haben. Damit ist doch gewiß nicht bewiesen, daß mit dem gegenwärtigen System in Oesterreich nicht regiert werden könne, daß man zu einem anderen System übergehen und neuerlich zur Koalition zurückkehren müsse. Wer die Verhältnisse ruhig überblickt, wird zu dem Urteil kommen müssen, daß die Schließung deS Parlaments und die Ursachen, welche sie veranlaßt haben, keinen Grund abgeben können zu einem nennt unvermittelten Koalitionsexperiment. Eine neneUoa-litionsregierung würde anch jetzt nur auf einer Koalition der Personen beruhen können und diese böte keine Gewähr, daß dann eine stetige Entwick-lung platzgreisen würde. Ick) glaube vielmehr, daß das gegenwärtige Regiernugssystem so lange sortzu-bestehen hat. bi« in den wichtigen Streitsrage», na-mentlich in der Sprachensrage. die sachlichen Voraussetzungen eines Znsammengehens der Parteien gegeben sein werden. Dann erst wird es möglich sein, daß die Vertrauensmänner der Parteien ge-meinsam in einem Kabinett mit Erfolg arbeiten können. Mir scheint also die Meinung, daß im Herbste die Situation völlig geändert sein müsse, nicht gerechtfertigt, ich glaube im Gegenteil, daß ein Systemwechsel deswegen, iveil die Obstruktion das Parlament auf einige Zeit lahm gelegt, nicht not-wendig ist. Aber Regierung und Parteien werden die Zeit benützen müssen, um die nötigen s a ch -licheu Voraussetzungen sür ein Znsammenwirken aller ArbeitSparteien und sür eine daraus zn bil-dende parlamentarische Regiernng zu schassen. Diese Regierung wird das Programm der von ihr zu lösenden Ausgaben sestznstelleu nnd hiesür eine par-lamentarische Mehrheit zu bilden haben. Die deut-scheu Parteien werden sicherlich alles tun, um die notwendigen VoranSsetznngen für die Ordnung im Staatsleben, insbesondere auch für die Regelung der nationalen Verhältnisse und damit die seste Grund« läge zustande bringen, ans der sich eine stetige, ge- der Herr Meister mit mir zufrieden wäre, möchte ich bitten, mein Meisterstück machen zu dürfen." Ohne aufzuschauen sprach Kuchler: „Meister-stück machen? So ein Unsinn! Geht eS dir bei mir nicht gut? Möchtest Hunger leide», wenn du keine Sunden bekommst!" „Ich meine" wagte der Fried! bescheiden zu« zückzugeben, „ich könnte mein Brot schon verdienen und ein Weib erhalten \" „So, ans Heiraten denkst?!" höhnte jener, „daß ich nicht lache! Möchte wissen, wer dich wollte!" Friede! seufzte wieder und sagte leise: „Wenn der Herr Meister nichts dagegen hätte — die Marie ivär' mir gut!" Kaum war dies Wort seiner Zunge entschlüpf, so sprang Knchler wütend auf und schrie: ,,Wa» unterstehst Du Dich? In meinem Hause eine Lieb-schast anzubandeln!? Und die Dtarie, dieses ehrvergessene Ding schämt sich nicht, hinter meinem Rücken mit dir zu scharwenzeln? ZumKnckuck, das ist mir zuviel!" Friedel war erschrocken vom Sessel ausgefahren, als sich des Meisters Zorn zu entladen begann. „Die Geschichte wird gleich aus sein. — setzte Knchler mit dröhnender Stimme fort, öffnete die Ladentür. packte Herrn Fried! am Arm und warf ihn mit kräftigem Ruck hinan«. Dann schlug er die Tür zn und polterte drinnen weiter. Gottlob, jetzt hatte er etwas, an dem er seinen Zorn aus-lassen konnte. Settc - Deutsche Wacht RuikMÄ 57 fund« Entwicklung des politischen Lebens, der Forl> schritt unserer Kultur und Volkswirtschaft ausbauen kann. Mr den RoseMrfonds. Die Anregung Roseggers findet nun auch in den Gemeindevertretungen deutscher Städte erwünschten Nachhall. In beschleunigterem Tempo geht es jetzt mit Zeichnungen von „Bausteine sür FestungSbautcn an der Sprachgrenze/' die Stadtgemeinden besteuern, vorwärts. Unter den 17 bisher bekanntgewordenen derartigen Zeichnungen ist insbesondere jene der oberösterreichischen Landeshauptstadt bemerkenswert. Sn der Sitzung des Linzer GemeindcrateS am 7.d. antragte Gemeinderat Dr. Jäger, daß auch die Stadt Linz einen Baustein der Roseggcr-Sammlung zusichern solle. Nachdem noch der sozialdemokratische Gemeinderat Dametz sür den Antrag eingetreten war und vom Referenten ein weiterer Baustein in A»S-ficht gestellt wurde, gelangte der Antrag zur ein« stimmigen Annahme. Dies ist umso ersreulicher, als Linz zehn sozialdemokratische Gemeinderäte zählt. Bemerkenswert war die Begründung des Ge-meinderates Dr. Mader im Gemeinderate Innsbruck, der auf die große Nationalspende des deutschen Vol-keS für Zeppelin hinwies, „die die Engländer mehr erboste, als das Luftschiff selbst". Lesen wir nicht bereits von der gleichen Wut der Tschechen und Slovenen, die sich in hämischen, bissigen ZeitungS-notizen ausläßt? Die Stadtgemeinden von Mähr.« Ostrau und St. Polten zeichneten einstimmig je einen Baustein von 2000 K. und der Bürgermeister von St. Polten wurde außerdem ermächtigt, durch eine Sammlung in der deutschen Bewohnerschaft der Stadt einen weiteren Betrag von 2000 ft aufzu-bringen. Außer den genannten vier Städten zeich-neten je 2000 ft die Städte Olmütz, Klageufurt, Troppau, Salzburg, Graz, Jglau, Pettau, Brunn, Znaim, Teplitz, Brüx. Wr.-Nenstadt und Wels. Bekanntlich ging von der Gemeinde Perchtold-dorj die Anregung ans, daß alle deutschen Gemein-den bezirksweise durch fünf Jahre für je tausend Ein-wohner 10 K spenden sollten. Das gäbe für einen Bezirk in Niederösterreich nach füns Jahren etwa 4000 «, für das Land nngefähr 200.000 £, für ganz Oesterreich überhaupt mehr als eine Million. Dieser Anregnng sind schon etliche deutsche Gemein-den, die 2000 K nicht leisten können, gefolgt. Man darf wohl annehmen, daß diese Beispiele wackerer deutscher (Gemeinden Nachahmung finden werden und daß anch Wien nicht zurückbleibt. Ihrem Bei« spiele würden rasch andere Städte und auch die großen reichen Körperschaften und Anstalten folgen. Dann wird der Neid gerechtfertigt sein, mit dem die Tschechen und Slovenen auf die Zeichnungen sür den Deutschen Schulverein blicken. Fürst Fürstenberg hat mit der Zeichnung von 12.000 Kronen dem deutschen Adel ein gutes Bei-spiel gegeben. Die Beamte» eines StaatSames in Wien zeigten mit der Zeichnung von »>000 Kronen, was große Fachorganisationen zu leisten vermögen. Fabrikant Dittrich mit 10.000 Kronen und Julius Meiul mit 4000 Kronen sind unseren mit Glücks-gütern gesegneten Judnstriellen und Großhändlern mit schönem Beispiel vorangegangen. Nun hat aber-mals ein bekannter Industrieller, Paul Ritter von Schöller, Präsident der Wiener Handelskammer, 4000 Kronen für die Rofeggersammluug gezeichnet. Diesen schlössen sich seit 8. ds. mit je 2000 Kronen an: die Industriellen Alfred und Wenzel Ritschel in Dobcrn bei Benseu zusammen ein Baustein, Ernst Regenhart, Kommerzialrat in Wien, Adols OuidonnS, Hohenelbe, Moritz Faber in Wien und Heinrich Stolle in Wien. Weiter die Herren Franz Freiherr Mayr von Melnhof in Levben, Dr. Philipp Watzenauer in Leitmeritz, die Frauen Dr. MartenS in Potsdam und Senator Kallmorgen in Altona, Ferner zeichneten je einen Baustein: Deutschösterreichische Turnerschast in Wien, Deutscher Spar-und Borschnßverein in Hohenstadt, Berein deutscher Aerzte in Wien. ReichSbnnd der deutschöstereichischen Postbeamte» iu Wien. 100 Beamte der Sttdbahn-baudirektion in Wien, Schulvereins-Frauenortsgriippe Hohenelbe, Landesorganisation Schlesien des Ver-bandes zur Förderung deutscher Schutzvereine in Friedeck, Lehrkörper der höheren Staats- und Pri-vatanstalten in Bielitz. Profesiorenkollegium der philo-sophischeu Fakultät in Wien, die Stadtgemeinden Brüx. Wels, Wiener-Neustadt. Mährisch-Ostrau. St. Pölten und die Sparkasse Oberhollabrunn. Schließlich wurden Bausteine gezeichnet unter „Eine Ungenannte" nnd „L. W". beide aus Wien. Politische Rundschau. Heuchlerische Entschuldigungen. Die Sloveuische Bolkspartei, unter welcher Firma die Krainer Klerikalen und ihre Helsershelfer in Kirnten und Steiermark Volksbetrug undBolkS-ausbeutung treiben, beruft für kommenden Sonntag, deu 18. Juli, eine Protestoersammluug nach L a i-bach ein, in der Schusterschitz-Schlindra. Beukovic. Grasenauer, Korofchee und Krek sprechen werden. Diese slowenische Bolkspartei veröffentlicht gleichzeitig einen Ausruf an ihre Wählerschaft, indem sie ihr Vorgehe» am Schlüsse der Reichratssessiou zu rechtfertigten sucht und noch einmal die Angelegen-heit der Bosnischen Agrarbank in den Vordergrund schiebt. DaS Schicksal der Kmeten liege der Partei besonders am Herzen und habe nicht zugeben können, daß diese der bosnischen Wncherbank ausgeliefert werden. (O, diese Heuchler! In Wahrheit hat der Schusterschitz - Schliudra seine beschmutzten Hände nach ei«em Ministerposteu ausgestreckt und dann aus Unmut über die verfehlte Spekulation mit seinen tschechischen HelfeShelfern die Parlamentär-beit lahmgelegt.) Bezüglich der italienischen Rechts-fakultät erklärt die Partei, daß sie darau unschuldig sei, daß der Bestand der italienischen Fakultät in Innsbruck aufgehört hat; sie habe zu vernünftigen Verhandlungen mit der Regierung und den Italienern die Hand bieten wollen, jedoch nicht zugeben können, daß über die Interessen der eigenen „Nation" zur Tagesordnung übergegangen werde. Der langatmige Aufruf schließt mit der Ankündignng der Fort-jetzung deS Kampfes im Herbste. Eine slovenische Gewerbeschule für Laibach. Wie die „Grazer Tagespost" berichtet, hat die Regierung den Slovenen, welche die Errichtung einer slovenischen Gewerbeschule in Laibach anstreben, einen so hohen Zuschuß zu den Errichtungskosten bewilligt, daß die Errichtung dieser Anstalt gesichert ist. Wie man sieht, iverden die Nichtdeutschen trov ihrer Obstruktion von der Regierung tveiter ver hätschelt. Die „Tätigkeit" des Abgeordnetenhauses in der verflossenen Tagung. vie verflossene Tagung umfaßte genau vier Monate mit 45 Plenarsitzungen. Die Regierung harte .'8 Gesetzentwürfe eingebracht, 7 politische, 6 finanzielle und 15 wirtschaftliche. Erledigt wurden hievon im Ganzen nur 7, nämlich die Vorlagen betnffend die Regelung der Handelsbeziehungen mit dem Auslande aus Grund der Meistbegünstigung bis Ende Mir; 1909, Regelung der Handelsbeziehungen mit Bulgarien und Mexiko, das PhoSphorverbot. das Tierseuchengesetz. da« Rekrutenkontingent, die Eisenbabnverstaatlichung und der Staatsvoranschlag für 1909. Dagegen wurden 110 Dringlichkeit», anträge eingebracht und davon 23 erledigt. Mr diese „Arbeit" bezog daS Haus an Diäten 1.279.680 Kronen und an Reisekosten 160.000 Kronen, während aus die Drucklegung ver meist unnützen Redereien und Anträge (das Protokoll umfaßt 8862 Druck-seilen ii rund 100.000 Krone» aufgewendet wurden. Deutsche Bolksgellossen! fördert daS Deutsche Haus durch Spenden, Mitgliedschaft und regen Besuch. Der Geselle wußte nicht, wie ihm geschah, er flog hinaus in das enze winkelige Gäßchen und fiel einem eben daherkommenden Burschen gerade in die Arme. „Halloh, was ist'S" rief dieser, „nicht gar so eilig I" , Friedel kam noch immer nicht zu sich und ienn sprach weiter: „Wenn mich nicht alles täuscht, kommt Ihr nicht sreiwillig aus der Schusterwerkstatt. Hat Euch Euer Meister an die frische Lust gesetzt ?" Friedel berichtete nun in kurzen Worten, was vorgefallen. „Tröstet Euchsprach der Fremde darauf, „ich will versuche», Euren Meister umzustimmen. Wartet dort an der Eck? aus mich!" „Tut eS nicht!" entgegnete jener mit einer ängstlichen Miene, „er hat heute wieder seinen wütenden Tag, er feuert Euch auch heraus!" „Ich will es doch versuchen!" gab ihm der Fremde zur Autwort, „denn in der Not sollen sich Kameraden unterstützen; ich bin auch ein Schuster» geselle. Komme von weit her und suche hier in Wien Arbeit. Wenn eS mir gelingt. Eurem Meist« zu besänftigen, müßt Ihr mir versprechen, mich ,n Euer« Werkstatt auszunehmen. Seid Ihr damit einverstanden, so probiere ich es, ich sürchte anch den Teufel und seinen Rachen nicht!" „Mir wäre es schon recht!" erwiederte der Friedel, „aber ich möchte Euch den gutcn Rat geben, Euch lieber aus eine andere Art ein Unterkommen hier in Wien zu suchen!" „Ach, mir macht es gerade Spaß," warf der Fremde ein, „und gelingt es mir. so soll es eine gute Vorbedeutung sür meine Zukunft in der Stadt Damit ging er kurz entschlossn in den Laden, während Friedl trachtete, zur Ecke zu gelangen. Aus dem an die Werkstatt anschließenden Zimmer hörte der Eintretende des Meister» Geschimpfe und em Greischen ans einer weiblichen Kehle. Dazu ein jämmerliches Schluchzen einer dritten Person, jeden salls der Marie. Er machte sich durch ein Räu speni bemerkbar, woraus der Meister aus dem Zimmer kam. ^ ..Was ist Euer Begehr?" ftagte der Meister Knchler ziemlich uuwirsch. Hans, der Handwerksbursche, antwortete: „Ihr habt soeben Euren Gesellen ein wenig unsanft ins Freie geschickt." „WaS kümmert Euch das?" unterbrach ihn der Meister, während ihm auf der Stirne die Zorn ad« schwoll. „Möchtet Ihr Ihm vielleicht nach folgen?" „Dazu hat es später Zeit. Meister!" — sagte Haus, vorerst bedenkt, daß es sich um das Glück EnreS Kindes handelt!" — Kuchler war fast sprachlos so eine Keckheit war ihm noch nicht vorgekommen. Dann lachte er aus und rief: „Wer ist denn der junge Herr eigentlich, daß er sich anmaßt, mir Ratschläge geben zu können?" „Ich bin ein wandernd« Schustergeselle und suche iu Wien Arbeit." entgegnete der junge Hans. ..Ein SchustergeseUe! Da hört sich doch alle« an!" schrie Knchl«. „Hinaus mit Dir. ftech« Grünschnabel, sonst mache ich dir Beine!" Er öffnete mit einer nicht mißjuvnstehenven Handbewegung die Ladentüre. Hans zog sich mehr in den Hintergrund zuruck und sagte: „Nicht so eilig, Meist«! Ich geh«, wen» Ihr einen vernünftigen und m,r einleuchten-den Grund angebt, warum Ihr den beiden jungen Leuten bei ihrem Glücke im Wege steht." Doch der Meist« schien nicht zu hören und fragte nur: „Na. wird eS jetzt od« nichttl* Aber Hans sprach furchtlos weit«: »Seid doch gescheit, ich bin weit gereist, über die Berge, bis in das welsche Land, aber ein solcher Starrsinn ist mir noch nicht vorgekommen." . Christoph stürzte nun aus HanS IoS, doch die,« wich behende aus und der Meister wäre beinahe zu Fall gekommen. . In diesem Augenblicke trat Frau Marianne, des Meist«s Eheweib, aus dem Nebengemach her-ans. Sie hatte von innen das Gespräch angehört uud «achtele deu Zeitpunkt für geeignet, dem Jünglinge helfend beizubringen. . ^ ^ Als der Meister ihrer ansichtig wurde, schrie er: „Was willst deun Du da? Hast wieder gehorcht? Oder habt Ihr Euch das kecke Maul da als Für-sprechet anfgeiwmmen?" . Er blies einige Male den Atem kräftig aus der Lunge und setzte dann fort : «Wenn « gar so gescheit ist, der weitgereiste Plapp«held. so soll « den Auftrag, den ich ihm jetzt stelle, zu mein« Zu- MM. Blätter zur Unterhaltung und Belebung für Haus und Familie. H-v-tagsbeitage ön „Peatfätn Wacht" in Eilt. Vr, 29 .Die ©flbmart" edcbcint jeden Sonnlaq aU unenmeltliche Beilage fslr die Leser der .Deutschen Wacht". — Einzeln ist .Die Süd mark" nichl käuflich 1909 (18. Forlsetzung.) Die Menge draußen zerstreute sich schnell, als das Urteil gesprochen worden war. Die Frauen gingen in ihre Häuser, die Männer ins Caf6, und wenn wirklich eine ungewohnte Ruhelosigkeit die Stadt bewegte, so war doch nur wenig davon in den Straßen zu be merken. Um nenn Uhr hatte der Platz vor dem Rat-hause sein normales Aussehen wieder angenommen, mit Ausnahme der Patrouillen, die die Garde nnd die Polizei stellten. Die Nacht kam herauf, ein leichter Wind trug die Musik der Glocken herüber, und in dem Mondlich warsen die Häuser schärft Schatte» auf die Straßen, während die offenen Plätze grell erlenchtet erschienen. Innerhalb des Gefängnisses war kein Laut zu höre», außer den Äapellenglocken und dem Schritte der Schildwachen. Als die Nacht allmählich heraufkam uud niemand sie besuchte, da übertraf EsthcrS Angst alle Beschreibung. Würde man ihr nichts mitteilen — würde niemand Mitleid mit ihrem ««endlichen Kummer haben? Diese quälenden Fragen wnrden ganz unerwartet durch niemand anders als durch Francisco lavier selbst beantwortet, der um zehn Uhr unangemeldet, eine La-terne in der Hand, in den Palast kam. Er betrat, wie Esther später erzählte, ihre Zelle wie eine Gestalt aus irgend einen Tranm. Aber sie schrak «ich: vor ihm zurück, sie war ganz Herrin über sich selbst und blieb sich ihrer Würde bewußt. „Madame," begann er, „ich bedanre sehr, Sie an dieser Stelle zu finden." Sie beugte gespannt anjhorchcnd den Kopf. „DaS Ministerium will es so haben,* snhr er fort, die Hände hinter feinem Rücken faxend nnd wie in tiefen Gedanken hin- und hergehend, „ich habe da-gegen protestiert, aber sie wollten nicht auf mich hören. Böse Zungen sind am Werk, Madame — sie spenden Ihnen das Kompliment, Sie eine Spionin zu nennen." Sie lachte leicht auf. Jiplomulenränke. Roman von Max P e m b e r t o n. ffMMrut ««tarn. „Ich fühle mich sehr geschmeichelt. Ich wußte nicht, daß ich den Verstand dazu besäße. „Dann sind Sie ganz außerordentlich bescheiden, Madame! Ich meine, Sie haben viel zu viel Ver-stand, um zu solchen Diensten sich herzugeben. Und ich habe ein Recht, darüber zu urteile«," fuhr er, vor ihr stehenbleibend. selbstgefällig fort, „denn ich habe genng Gelegenheit gehabt, mit weisen Männern »nd weisen Fraueu in Verkehr zu treten. Und die Klug-heit ist'S, die mich heute abend hierher führt — als reinen Geschäftsmann, der einen geschäftlichen Handel zustande bringen will." Er begann wieder hin nnd her zu gehe», und dabei mit halbgeschlossenen Angeii Esther betrachtend, entdeckte er. wie sehr sie litt. Sie würde Jahre ihres Lebens hingegeben haben, nm eine Antwort ans ihre Frage zu erhalten, aber von ihm konnte sie eine solche nie fordern. Als er vor ihr zum zweiten'Male stehen blieb, wurde fein Auftreten ungewöhnlich frech. „Sie sind geschickt uud schön genug zu allem, hochverehrte Lady a«S England! Und meine Diagnose, die ich aufstellte, als ich Sie zum ersten Male vor siebe» Monaten sah, daß Sie ein hübsches Weib wären, das zur vollendeten Schönheit entwickelt werden könnte und das jeden Mann fesseln, regieren »nd leiten würde, der nicht den festen Willen Hütte, ihr zu widerstehn — diese Diagnose war richtig, Madame! Ich hätte in ganz Europa kein besseres Werkzeug finden können!" lavier lachte leise ans, und das Licht hochhaltend, wollte er in Esthers Gesicht sehen, aber mit zorniger Bewegung wandte sie sich ab. „Ich wollte, ich wäre ein Mann!" rief sie bitter. „Es ist so gefahrlos, eine Frau zu beleidigen, die keine Frennde hat! Wenn mein Ofotte frei wäre---" „Wissen Sie denn, ob er nicht frei ist?" Einen Augenblick lang leuchtete ein Heller Strahl der Hoffnung in ihren Augen auf. War er gekommen. 2 ihr daS zu sagen? War bit Roheit nur ein Schleier? „Ich weiß nichts!" entgegnete sie. „Wie sollte ich? Wer kümmert sich denn darum, daß ich etwa« erfahre?" „Ich. Madame, und daS brachte mich heute Abend in dieses Zimmer." Sie wandte sich »m und blickte ihn an. Er hatte das Licht ans den Tisch gestellt und putzte deu Docht mit den Fingern: seine Ausgabe erwies sich als schwie-riger, als er gedacht hatte. „Ich komme," sagte er endlich, „nicht als der Träger der schlechten Nachrichten —" „So, es sind also schlechte Nachrichten vorhanden. Ich verstehe! Sie würden ja nicht hier sein, wenn daS nicht der Fall wäre. Man hat meinen Gatten verurteilt, und Sie sind der Erste, der mir das sagen will. Ich danke Ihnen, sür diese Mitteilung! Ihre Stimme war-etwas hysterich geworden, und der Kummer schien sie ihrer Ruhe und damit ihres größten Vorteils zu beraube«, lavier begrüßte diese Gelegenheit — er glaubte, er könne daraus Nutzen ziehen. „Es macht Ihnen Spaß, meine Motive mißzu-verstehen," sagte er, wie wenn ihm großes Unrecht ge-schehen wäre. „Sicherlich würde ich nicht hier sein, wenn mein Fürst freigesprochen wäre — warum auch? Die Klugheit, Madame, würde mich auf den Flügeln des Windes nach London getragen haben. Ich bin kein Märtyrer in dem Kampfe der Völker — davon bin ich weit entfernt. Meine persönliche Sicherheit ist mir teuer. Nein, nach einer Freisprechung würden Sie mich ganz gewiß nicht als Ihren Wohltäter heute Abend hier sehen!" „Wohltäter? Sind wir denn Kinder, daß Sie dieses Wort gebrauchen dürfen?" „Wir sind immer Kinder. Madame — wenigstens diejenigen, die im Leben es zu etwas bringen! Die Welt ist sehr dumm, das glauben Sie mir, und die größten Männer sind diejenigen, die die Dummheit der Mehrheit ihrer Mitmenschen richtig verstehen. In England nennt man das gesunden Menschenverstand, iu Spanien bemühen wir den Teusel —" Sie «nterbrach ihn mit eine», leisen Schrei, wel-cher die nngehenre Ungeduld in ihr verriet. Ihre Stimme klang gebrochen und unnatürlich, nnd hätte sie nicht einen eisernen Willen besessen, sie wäre in Tränen ausgelöst ihm zu Füßen gefallen. „Doktor lavier," rief sie, „wenn Sie mein Wohltäter sind, sagen Sie mir etwas über meinen Mann!" Er knöpste seinen Mantel aus und ließ ihn von der Schulter fallen. Ein Aufflackern des Feuers im Kamin warf eine rote Flamme auf ihn und umrahmte sein Antlitz mit braungoldenem Licht. Die ganze Ge-talt erschien düster, aber sie machte doch Eindruck. „Ihr Gatte, Madame," sagte er in einem so eisen Ton, daß sie ihn kaum verstehen konnte, „Ihr Satte ist von seinen Richtern schuldig befunden worden und wird in der Morgenfrühe erschossen werden." Sie versuchte zu sprechen, aber die Stimme ver-lagte ihr, und obwohl ihr Gesicht ihm abgewandt war, 'o konnte er doch in der tiesen Stille der Nacht hören, )aß sie wie ein Kind weinte. Aber ihr Kummer brachte ihn nicht ans der Fassung. Er wartete, bevor er fort« fuhr, geduldig, neben ihr am Tisch stehend, bis sie sich etwas beruhigt hatte. Seine Redeweise war verändert, als er von neuem zu sprechen begann, und in seinen Worten lag jener Ton von Zärtlichkeit, den er so meisterlich zu gebrauchen verstand. „Es ist der Urteilsspruch deS RateS," wiederholte er langsam, „aber er braucht ja nicht entscheidend zu sein, Madame." „Ich verstehe Sie — möge Gott nns beistehen!* Es mißfiel ihm nicht, daß sie ihm offen gegen-übertrat. Als geschickter Kausmann wußte er, daß dies die Stunde vorsichtigen Handelns fein müßte. Er hatte viel zu bieten, sie hatte aber Gewichtiges zu geben. „Bitte, setzen Sie sich," rief er au« mit einer Betonung, die Gehorsam forderte. „Ich habe viel zu sagen und Sie sind ermüdet. Wir wollen es uns da-her beide so beqnem wie möglich machen. Wenn ich vorziehe zu stehen, so ist dies meine Gewohnheit — für Sie aber ist die Ruhe besser." Aus sein Geheiß zog sie den Stuhl an den Kamin und setzte sich hin, das Kinn aus die Arme nnd die Arme aus die Kniee gestützt. DaS Hin- und Herflackern des Feuers beleuchtete ihr bleiches Gesich! mit grellen Farben. Die Augen waren tränenloS, die Nerven aufs höchste gespannt. Er verstand sehr wohl, was das Schweigen ihr kostete. „Ich will Sie nicht mit Einzelheiten belästigen," begann er, wieder den einförmigen Marsch aufnehmend, „der Gerichtshof hat die Zeugen gehört und unsere« Freund für schuldig befunden. Jetzt beginnt unsere Ausgabe. Ich sagte Ihnen schon he»te morgen, als ich Sie zur Zitadella sandte, daß Sie den Fürsten retten könnten. Sie wollen aber meine Warnung nicht ver-stehen. DaS war salsch von Ihnen gehandelt, indeß, ich will diesen Fehler vergessen. Atadame — ich bin zufrieden, wenn wir von neuem jetzt nnsere Ausgabe beginnen!• Er hielt inne in dem Glaube», daß ihre Neu-gierde sie zu Fragen anstacheln würde, aber sie hatte nichts zu sagen, und so begann er wieder: 3 „Es ist ihre Ausgabe, welche noch in dieser Nacht beendigt sein mnß, wenn sie nicht für immer unerledigt bleiben soll." Sie zitterte über die Drohung, aber sie erhob nicht die Augen und versuchte auch nicht, Dr. lavier zu widersprechen. Ihr Zögern befriedigte ihn, und in einem noch entschiedeneren Tone suhr er fort: „Als ich Sie heute morgen zur Zitadelle sandte, sah ich voraus, daß Sie sich durch die Ereignisse leiten lassen würden. DaS Urteil konnte zu Ihren Gunsten aussallcn, ebensogut hätte daS Volk auch unschlüssig sein können, außerdem war ja auch noch Hoffnung auf einen französischen Eingriff vorhanden. Wir stehen jetzt indessen ganz neuen Tatsachen gegenüber uud müssen sie iu Berechnung ziehen. Hoffentlich geben Sie dies wenigstens zu!" „Ich gebe nichts zu," sagte sie, „mein Mann hat Ihnen ein« für allemal geantwortct." „Dann ist Ihr Mann ein starrköpfiger Narr, Madame! Will er den» sein Leben für einen Thron aufopfern, den er nicht den Wunsch hat, wirkliche an-zunehmen? Ich glaube es nicht! Er hat zn viel Ver-stand dazu. Er weiß, daß wir klug genug sind, groß-mütig zu sein. Ich selbst will vor Europa seine Ehre retten. Was will er also mehr? Ich erkläre Ihnen nochmals: er ist toll, wenn er alles zurückweist!" „Er sordert unr Gerechtigkeit," war ihre ruhige Antwort. „Was haben Sie sür ein Recht, über ihn Gericht zn sitzen? Keines — durchaus keines!" Er kam zn ihr hin nnd legte ein Dokument ans den Tisch vor sie hin. „DaS ist meine Vollmacht, Madame!" rief er, den theatralischen Ton des Schauspielers nachahmend. „Bitte, erkennen Sie sie an!" Esther hob das Papier mit nervösen Fingern hoch und las es. Die Beleuchtung war trübe, er hielt indes das Licht empor, so daß sie sehen konnte, und während sie eS durchflog, bemerkte er die Erregung, die sie er-saßt hatte. „Das ist kein Englisch," rief sie auS, „und spanisch verstehe ich nicht, Herr Doktor!" Er lachte über seinen Irrtum und nahm ein an« dereS Papier aus der Tasche seines RockeS. „Ich hatte mich vergriffen," sagte er, „das hier ist daS Dokument. Sehen Sie eS sorgsältig durch und bemerken Sie wohl daß eine Zeile freigelassen ist! Dort mnß noch eine Unterschrift sein! Ah, Sie können daS Schriftstück nicht verstehen? Darf ich eS Ihnen vielleicht vorlesen?" Esther stieß das Dokument von sich, denn sie wußte, daß, wenn es unterzeichnet war, Artur nicht eine Stunde länger zu leben hätte. Diese Heraus-forderuug aber schlug vollkommen fehl, wenn man da- mit beabsichtigt hatte, ihren Entschluß zu erschüttern. Sie ließ das Papier auf dem Tische liegen und nahm ihre alte Haltung an. „Warum zeigen Sie mir das ?" fragte sie befremdet, „was hat das mit mir zu tun?" „Sehr viel! Denn anf ein Wort von Ihnen will ich e« dort im Kamin verbrennen." / Sie blickte ihn unbeweglich an. „So, und welches wäre dieses? - Ah ! Jetzt dämmert es mir ! Sie ver-langen Bezahlung? Was bieten Sie mir denn dasttr?" .Ihres Gatten Leben — Ihre eigene Freiheit — eine ehrenvolle Stellung in England — eine große JahreSrente seitens meiner Regierung.- „Sie haben dieses Angebot schon einmal gemacht.* „Allerdings, aber nur unter anderen Umständen. Ueberlegen Sie wohl: Ihr Gatte gehorcht einer när-rischen Täuschung. Er will auf das Schaffst steigen wegen einer Ueberlieferung, die vor fünfhundert Jahren vielleicht Wert hatte. Nur eine Person kann ihn davor retten. Die Stadt nennt Sie daS treibende Moment seines Falles. Man weigcrt sich, Sie als sein Weib anzuerkennen. Wenn Sie dabei beharren, muß das Recht seinen Lauf nehmen, und der Mann, der Ihr Freund gewesen ist, wird sein Leben vor Sonnenauf-gang verlieren. Sie werden ohne einen Pfennig über die Grenze gebracht und als Abenteuerin gebrandmarkt werden; lind ein anderer Präsident wird an die Spitze des Staates treten. Wir brauchen nicht von ihm zu reden, aber er wird großmütig zu Ihnen sein. Ver-zichten Sie auf Ihren Titel, um dieses ManneS Schntz zu erhalten." „Um seinen Schutz zu erhalten? Wie dürfen Sie es wagen, mir das anzubieten?" „In der Geschichte jedes Hofes gibt eS eine solche wie die Ihrige: die Frau, welche von der Regierung nicht anerkannt wird und welche der Landesherr dann vergeffen muß. Ich bin gezwungen, offen zu reden. Sie können meinen Fürsten vor dem Schaffst retten. Warum darf ich Ihnen also das nicht anbieten? Ber-zichten Sie auf Ihre Ansprüche auf ihn und erklären Sie ihn für frei. Behalten Sie Ihr Geheimnis für sich, kehren Sie in Ihr Vaterland zurück, nnd ich ver. bürge mich dann dafür, daß Ihrem Gatten Berechtig-keit wiederfahren soll. Lasten Sir nnS also diesen heiligen Bund schließen! — O, Törin Sie! Sie fordern sein Leben! Sie senden ihn zum offenen Grabe!" (Fortsetzung folgt.) 4 Melehrendes, praktisches, Keiteres etc. Die Lotosblume. Die Lotosblume ängstigt Sich vor der Sonne Pracht, Und mit gesenktem Haupte Erwartet sie träumend die Nacht. Der Mond, der ist ihr Buhle, Er weckt sie mit seinem Licht, Uud ihm entschleiert sie sreundlich Ihr freundliches Blumeugesichl. Sie blüht und glüht und leuchtet, Hub starret stumm in die Höh'; Sie duftet und weinet und zittert Bor Liebe und Liebesweh. Heinrich Heine. «»ldkdriier. An deutscher Sehnsucht einst littet Ihr Mangel. Nuu zappelt Ihr und zerreißt nicht die Angel Im Laichgewässer, das wohlig Ihr fandet, Worin Euer Wolle» versumpft ist, gestrandet. — O wie fern deS Deutschtums Weltmeer brandet! Karl Pröll. Wessen Untergang ist schon be-schlössen. Schlau im Kleinen wird, und seige im Großen. Karl Pröll. * Nie tadelte ich, daß der Deutsche will Im Geiste die ganze Welt umfasse«. Doch sich zu verträumen selig-still Ist Zeit erst, wenn die Feinde ihn lasse» Genießen dft Büter Erbe im Frieden, Nur wachsamen Böllern warb Frei-heit beschieben. Karl Pröll. Z» welcher Tageszeit be-gießt man bas Gemüse? Die sür bas Beziehen zu wählende Tageszeit ist nicht gleichgültig. Am besten eignet sich bie Morgenfrühe tmb die Zeit nach Sonnenuntergang. Unter-bleiben mnß es aber dcS Abends, wenn Anzeichen eines zn befürchten-ben Nachtfrostes sich bemerkbar machen; ebenso unter Tag, wenn eS heiß ge« worben, ba bie Sonnenstrahlen in ben an ben Pflänzchen hängen blei-benben Wassertropfen wie in einem konvexen Glase sich breche» »nb die Blättchen verbrennen. Spargel mit Karotten oder Mohrrüben sür vier Personen hinreichend.^ Kilo Spargel, 12 Bündchen — 48 Stück kleine junge Karotten, 65 Gramm Bntter, 30 Gramm Mehl, '/» Liter Spargelwafser. Es wirb eine weiße Mehlschwitze gemacht unb mit ben Karotten uub Spargeln gemischt. DaS Gemüse kau» auch mit einem Eßlöffel gewiegter Petersilie abge-schmeckt werben. Die jnngen Karotten bünstet man mit einem Stückchen Butter unb etwas Brühe oder Spar-gelwasier weich. Gegen heftiges Nasenbluten hilft bie Anwenbnng von Zitronensaft in folgenber Weife: Nach-bei» daS Nasenloch mittels einer Glasspritze mit kaltem Wasser ge-reinigt ist, wird sofort frisch anSge-preßter Zitronensaft eingespritzt. Eine einmalige Einspritzung soll in den meisten Fällen genügen. I Notwehr. Sommerfrischle r: „Gestern saßen doch so viele Malerin-uen in Ihrer Wiese — und heute nicht eine; wie kommt das?" — Bauer: „I hab, um dem Uebel abz'helseu, heut Nacht bie Wies' srisch düngt!" Kompliment. Herr: „Gnä-bigste werben von Tag zu Tag jünger; sollte mich nicht wuuberu Ihren Namen nächstens unter Ge« bnrtsanzeigen zu finden!" U r s a ch e und Wirkung. „Weshalb hat Leutnant Schlaniper de» Dienst quittieren müssen?" — „Wegen der vielen nnquittierten Rechnungen." Bor Gericht. Richter, zum Angeklagten : „Nun scheuen Sie die Arbeit also schon so, daß Sie Kassen erbrechen!? — Angeklagter: „Na, glanben Sie den», daS ist keine Arbeit?!" Benutzte Galgenfrist. Schutz-mann, einen Spitzbuben nach der Wache transportierend, der Nachts in eine Konditorei eingebrochen: „Was sehlt Ihnen?" — Spitzbube (stöh-ueud): «Ach, mir ist steinübel! . .. Als ich Sie kommen hörte und es kein Entrinnen mehr gab, hab' ich rasch noch vierzehn Apfeltörtchen gegessen!" Recht nett. Gast (zum Wirt in der Sommerfrische): „Was, Ser-vietten gibt e» bei euch auch schon?" — Wirt: „In . . . was will man denn aus de« alten zerrissenen Bett« laken anderes machen?" Die Feuerwehr. „Das muß ein großer Brand gewesen sein beim Maierbauern!" „Ja, drei Hektoliter Bier hab'u wir 'braucht!" SQnwmfT 57 Aus Stadt und Land, CiMer Gemeinderat. Tilli, am 16. Juli 1909. In dir («ute stattgefundenen GemeindeauSschuß fttzung fciU der Vorsitzende, Bürgermeister Dr. Heinrich Joborneg» Edler von Altenfel» sollende Einliufe mit: Ein Dankschreiben de« deutschen Schulvereine« sür die für H09 gewidmete Spende von 10') Ii. (Wird zur Kenntnis genommen). Einen Erlaß der k. k. steiermäikrschen Statt halterei laut welchem im Hinblicke aus da» Ergebnis der am 10., II. und 12. Februar d. I. durchgeführten wasseriechilichen Lokaleehebung und Verhandlung dein s»eiermü,kisch>9 vor-geschriebenen Wasserbezugspauschales von 108 K auf 100 K. Diese« Ansuchen wird sogleich in Verhandlung gezogen und einstimmig als unbegründet abgewiesen WeiterS liegt e ne Zuschrift de» Robert Z'irgger vor. in w.lcher derselbe die für den Pachtvertrag hin-sichtlich der Fischerei vvraeschriebcnen Bedingungen bestätigt, jedoch um Genehmigung folgender Abän-derungen ersucht: Der Fang mit Stellnetzen kann nicht wie e» in dein Pachtverträge bestimmt ist, alte drei Jahre, sondern alijährlich vorgenommen werden, jedoch nur zum Zwecke der Säuberung dcr Gewässer von Weißfischen nnd von Edelfischen in den gesetzlichen Ausmaßen und ist die Stadtgemeinde berechtigt, hiezu ein VerirauenSorgan zur Ueberwachung deS Fange» zu entsenden. Die Pachtung der Lava soll nicht den allgemeinen P-rchtbedingungen unterliegen. sonder» fünf Jahre sriedenheit ausführen und ich schwöre, daß dcr Friedel die Marie zum Weibe haben soll. — Kann er es aber nicht, so saust ihm dieser Riemen über Kops und Buckel!" „Es gilt?" rief Hans unerschrocken, „nur loS mit Enrem Auftrage!" Neber des Meisters Antlitz glitt ein hämisches Lächeln und er sprach: „Gestern habe ich auf dem Wahlen berge einen Silbergulden von meiner Kette verloren. Aus demselben ist mein Name eingekratzt und darüber ist eine Oehr. Wenn Ihr mir diesen Gulden jetzt in diesem Augenblicke auf den Tisch legen könnt, dann soll Hochzeit sein." Marianne erbleichte bei diesen Worten, denn das Unmögliche dieser Forderung war ihr klar. Knchler blickte triumphierend auf sie und den Jüngling, dann drehte er sich um, den Riemen von der Wand nehmend. Doch betroffen hielt er inue, denn Hans rief: „Wenn Ihr sonst nichts wollt, so ist der Auf-trag leicht ausgeführt — da habt Ihr den Gulden!" Klirrend sprang die Münze auf den Tisch. .Seid Ihr ein Hexenmeister, Geselle?" — sprach jtuchler, indem er das Geldstück in die Hand nahm und als echt erkannte. Lächelnd erzählte Hatt«: „Gestern wanderte ich über den Kahlenberg der Stadt zu. Gedankenvoll schriit ich ans und hatte den Blick zu Boden gesenkt. Da blitzte mir das Ding plötzlich vom Grase entgegen: Ich bückte mich und hob es ans. Daß eS eine solche Be Äcutschc Wacht unkündbar und nach dieser Zeit an eure halbjährige Kündigungsfrist gebunden sein, da der Pächter in diesem Bache die Forelle fischgerecht züchten will. Nach einer längeren Wechselrede, an der die G >A, Josef Bobitut und Karl Mörtl teilnehmen, wird über Antrag de» letztgenannten Herrn beschlossen, die in Borschlag gebrachten Aenderungen der Pachtbedingungen zu bewilligen. Zur Tagesordnung übergehend, berichtet für den RechtSauSschuß dessen Obmannstellvertreter Dr. J»ses Sovatschitsch über einen AmtSvoltrag dahingehend, daß sich die Ausnahme einer Strasbestimmung in die Betriebsordnung de« Schlacht-Hause« au« dem Grunde als geboten erweise, als seitens der Fleilchergehilfen nicht nur im Schlachthanse sondern auch in den Kühlzelle» allerlei Unfug getrieben werde, welcher nur durch nachdrückliche Strafen gesteuert werden könne. Der Rechtsau»schuß stellt im Sinne de» die«-bezüglichen Amtsvorschlage» den Antrag, den Bestim-mungen der Betriebsordnung sür da« Schlachthaus, sowie hinsichtlich der Kühlzellen den Satz hinzuzufügen: Uebcrtretungen dieser Bestimmung«-» werden in Ätinäßheit des § 26 de» Gemeindestatutes für die Stadt Ellri mit Geldstrafe» bis zu 100 K oder für den Fall der Uneinbringlichkeit mit Arrest bi» zu zehn Tagen bistraft. Dieser Antrag w-rd einstimmig angenommen. Berichte de» Bauausschusses, Berichterstatter dessen Obmann Dr. Josef Kovatschitich Der Rekurs d«» Dr. Josef Sernec in einer Bau-angelegenhe t wird von der Tagesordnung abgesetzt, weil derselbe zum Teile in die Äompetenz de» LanceSau» schufse» fällt und demnach vorher dabin zu richten ist. Das k. k. Landwehrba aillonSkommando i» CiUi ersucht um die Erhöhung des für die von der Stadt? gemeinde zu besorgenden Erhaltungsarbeiten an der Landweh! kajerne, die von dem Baitailoue durchge-führt werden, bestimmte Jahrespauschale von 60) K auf 1000 jt. Der Beuchtei stalter e> örlert, daß seinerzeit daä Pauschale mit dem Betrage von 600 Kronen darum festgesetzt wurde, weil sich dieser Be-trag als Durchschnitt der von der Gemeinde alljährlich sür diese Arbeiten gehabten Auslagen ergeben hat. Der Bauausschuß stellt den Antrag: Es sei dem k. k, Landwehrbataillonskominando bekannt zu geben, daß die Sladtgemeinde nicht iu der Lage sei, in eine Erhöhung des Pauschales ein-zugehen; sollte die Durchführung der Arbeiten um den Pauschalbetrag von jährlich 600 Ii abgelehnt werden, so seien die Arbeiten wieder durch die Gemeinde selbst zu besorgen, wobei ausgesprochen wird, daß es vorteilhafter wäre, wenn die Arbeiten durch Gewerbetreibende besorgt würden. Dieser Antrag wird einstimmig angenommen. Als rringlich wird auf die Tagesordnung gestellt die Angelegenheit betreffend die Durchführung der im Studentcnheimgebäude notwendig gewordenen Her-stellungen. dentnng erhalten sollte, dachte ich mir dabei freilich nicht!" Mit diesen Worten eilte er zur Türe und winkte den an der Ecke harrenden Friedel herbei. Dann holte er Marie aus dem Zimmer. Während beide von der entgegengesetzten Seite eintraten, sagte er zum Bater: „Meister, denkt an Euren Schwur!" Dieser kratzte sich hinter den Ohren »nd sagte: „Wa« ich einmal gesagt habe, habe ich gesagt. Da kann ich nicht» mehr zurücknehmen!" Dann nahm er seine Münze und trug sie in das Zimmer, wo er sie in der Kommode wieder sorgsältig anfbewahrte. Nach kurzer Zeit waren die beiden Liebenden ein glückliches Paar und in des junger» Meisters Werkstatt arbeitete fröhlich dcr Geselle Hans. Aus seinem Munde erfuhr bald die ganze Stadt Wien die Geschichte, wie durch den gefundenen Gulden der „Allerweltstadler" zu Nachdenken gebracht wor-den war. Nach einer Sage soll dcr hilfsbereite Wander-bnrsch niemand anderer als der Meistersänger Hans Sachs gewesen sein, dcr ans seinen Fahrten als junger Gesell sich in Wien ausgehalten haben soll. Tatsächlich hat HanS Sachs die Geschichte von dem verlorenen und redenden Gulden in einem seiner reizenden Schwänke poetisch verarbeitet, und da er sie nur in Wien gehört haben konnte, ist es immerhin möglich, daß er in seiner Jugendzeit vorüber-gehend in Wien geweilt hat. (A. Weiß,) Seite 3 Der Berichterstatter erörtert, daß mehrere An-streicher«, Maler und Maurerarbeiten durchzuführen seien, allein diese» sei nicht Gegenstand der heutigen Beratung, sondern es handle sich darum, daß die Zentralheizanlage desekt geworden sei. Diese Anlage, die schon ursprünglich schlecht hergestellt wurde, ließe sich nach dem Gutachten deS befragten Ingenieurs der Firma Brückner in Graz mit eiuem Kosten* aufwande vo» beiläufig 2500 K in einem Zustande herstellen, daß dieselbe voraussichtlich auf Jahre hinaus wieder gut funktionieren würde. ES sei nun auch in Erwägung gezogen worden die Aufstellung von Dauerbrandöfen; allein gegen die Einführung von Oefen ergeben sich mancherlei Bedenken. Der Bauauschuß stellt den Antrag.- Es sei die jetzige Heizanlage im Deutschen Studentenheime unter der Voraussetzung wieder her-zustellen, daß die Reparaturkosten den Betrag von 2500 K nicht übn steigen. Dieser Antrag wird nach einer eingehenden Wechselnde, an der die G.-A, Joses Bodisut, Karl Teppei, der Bürgermeisterstellvertreter Dr. Gregor Jesenko uud der Berichterstatter teilnahmen, ein-stimmig angenommen. Für den Finanzausschuß berichtet dessen Obmann Max Rauscher über solgende Gegenstände: Die Leitung der deutschen Schule in Hochenegg ersucht um die Widmung eineS Beitrages zu den Kosten für die Anschaffung von Turngeräten. Der Finanzausschuß stellt den Antrag: ES sei der ansuchenden Schulleitung zu bedeuten, daß dem An-suchen keine Folge gegeben werden könne, weil in dem Voranschläge der Stadtgemeinde sür 19u9 für eine solche Auslage keine Borsorge getroffen worden ist. Wird angenommen. Dem Ansuchen des Ausschusses für die Lehrlings-arbeiten-Ausstellung im Jahre 1909 in Cilli wird über Antrag des Finanzausschusses ein Beitrag von 100 S bewilligt. Als dringend auf die Tagesordnung gestellt wird ein Bericht betreffend die Vermietung der Stauungen im städtische» Gute Unterlahnhof für die Pferde der Offiziere des k u. k. 87. Jnsanlerie-Regimentes. Der Herr Berichterstatter erörtert die Sachlage und stellt schließlich für den Finanzausschuß den Antrag: Es seien die Siallungen zweckentsprechend zu adaptiere» und den Offizieren des in Cilli statio-nierenden Bataillons deS k. u. k. 87. Infanterieregiments für 9 Pferde um den monatlichen Miet-zins von 45 K gegen eine halbjährige Sündigung zu vermieten; auf eine Pachtdauer auf mehrere Jahre könne nicht eingegangen werden, weil eS nicht aus« geschlossen sei, daß daS Gut im Laufe der Jahre allensallS verkaust werden könnte. Der Antrag wird einstimmig angenommen. Für den ftriedhossauSschuß berichtet dessen Ob-mann Joses Bobiiut über eine Eingabe der Fran FranziSka Schöniger »m RückÜbernahme einer Grabstelle oder Besorgung des Berkauses derselben, welches Ansuchen abgelehnt wird. Frau Josefine Stesanitsch übergibt der Stadt-gemeinde einen Betrag vo» 60t) K mit der Be-Iiimmung. daß diese die Erhaltung des Grabes dei Grafen Karl Stubik aus die Friedhossdauer über-nehme. Diesem Ansuchen wird über Antrag deS FriedhofauSschuffes stattgegeben und sohin die öffent-liche Sitzung geschloffen, welcher eine vertrauliche solgt. Cillier Männergesangverein. Am Mittwoch hieli der Festausschuß des BereiueS, wel-cher sich anläßlich der 60jihrigen Bestandesseier gegründet hatte, im Waldhause seine Schlußsitzung ab. Da sich hierzu außer den Mitgliedern de« Fest-ausichusses auch die Frauen uud Mädchen, die so wacker mitgewirkt haben, die übrigen Sänger, die beitragenden Mitglieder, liebe Gäste und das Haus-orchester eingesunden hatten, gestaltete sich diese Schluß-sitzung zu einem recht gelungenen Familienabendc, Der Borstand deS MännergesangvereineS Herr Karl Teppej begrüßte zunächst die anwesenden Frauen und Mädchen, die erschienenen Gäste, die Herrn Hoirat Eckel Direktor ScheleSniker, Amtsvorständ Dr. Am-broschitz, Stadtökonom Dtrganz den alten SangeS» bruder Anton Laßnig, den Vertreter der Presse Dr. Balogh, die Mitglieder des Festausschusses und die übrigen SangeSbrüder und erstattete sadann einen kurzen Rückblick über die stattgesundenen Festlich« keilen. Dieselben hätten nach jeder Richtung hin einen glänzenden Verlauf genommen. Herr Teppejs stellt mit Befriedigung fest, daß daS Fest trotz der enormen Auslagen noch einen kleinen Ueberschuß ad- Seite 1 geworfen habe. Dieser schöne Ausfall de« Festes nnd dcr materielle Erfolg seien aber wohl vor allem der unermüdlichen und opferwilligen Tätigkeit der deutsche» Frauen nnd Mädchen zu danken, die keine Arbeit und keine Mühe scheuten nud alles aufboten, um das Fest ,u einem glänzende» zu gestalten. Be-fonderS hob er die Verdienste der Krau Charwat hervor und drückte allen Flauen und Mädchen den herzinnigsten Dank des Vereines aus. Herr Teppej drückte weiters seine» Dank aus dem Bürgermeister Herrn Dr von Jaborncgg, dcr Stadtgcmeinde. der städtische» Sparkasse, den Obmännern der Unter» auSschüssc. dem BereinSarchwar Herrn Charwat dem Turnvereine, der freiwilligen Feuerwehr, k>en unter-stützenden Mitgliedern und allen Gönnern und Freunden des Vereines. Besondere Worte des Da >kes richtete der Vorstand an den Stadtökonomen Herrn Peter Derganz sür seine bereitwillige, unermüdliche und selbstlose Mitwirkung nnd überreichte ihn, ein kostbares Ehrengeschenk unter dem lebhaften Bei-falle der Anwesenden, schließlich gedachte der Vor-stand »och de« braven, langjährigen Vereinsdieners und überreichte ihm ein Geldgeschenk. Nach einigen Vortrügen des Hausorchestcrs ergriff Herr In-genieur Weingerl des Wort. Herr Wcingerl drückte zunächst im Namen deS Vereines dem langjährigen und verdienstvollen Vorstände Herrn Karl Teppej für feine unermüdliche Tätigkeit den herzlichsten Dank aus und gab dem Wunsche Ausdruck, daß Herr Teppej seine wertvolle und unentbehrliche Kraft auch weiterhin so lange eS ihm möglich sei, dem Vereine widmen möge. Ebenso dankte er den Töch-tern des Vorstandes Frau Gallent-Teppcj und Fräulein Tini Teppej, die ihre künstlerische Fähigkeit in bereitwilligster Weise in den Dienst des Vereines gestellt hatten und deren Mitwirken vor allem da« schöne Gelingen des Festkonzertes zu danken sei Zum Schluße widmete auch er im Namen der Sän-ger de» Frauen und Mädchen ehrende DankeSworle; sie seien das anregende Element gewesen und ihnen sei daS schöne Gelingen deS Festes vor allem zu danken Ueber Aufforderung des Redners erhoben sich die Sänger von den Sitzen und fangen den Vereins rahljpruch. Es wechselten dann Gesangs vorträge mit den wirklich gediegenen Vorträgen des HauSorchesterS ab. In vorgerückter Stunde trat der Tanz in seine Rechte, der biS zu den srühen Morgenstunden währte. So wurde die 60 jährige BestandeSfeier deS Vereine? in würdiger Weise ge-schloffen und wir wünschen dem wackeren Vereine nur, daß er auf der eingeschlagenen ehrenvolle» Lauf-bahn noch viele Jahre fortschreiten möge, bis zur 100 Jahrstier. Evangelische Gemeinde. Morgen, Sonn-tag, findet, tut« üblich um 10 Uhr vormittags in der ChristuSkirche ein öffentlicher Gottesdienst statt. Montag Abend versammeln sich Glaubensgenossen im Sonderzimmer deS Hotels Erzherzog Johann. Silberhochzeit. Am 15. d. feierte Herr Karl M ö i t l, Kammerrat. Gemeinderat und Obmann deS deutschen GewerbebundeS mit seiner Gattin Frau Anna Mörtl im engsten Familienkreise das Fest der silbernen Hochzeit. Sängerfahrt des Cillier Männer-gesangvereines. Sonntag fährt der Cillier Männergefangverei» vollzählig mit der Fahne zum BezirkSturnfeste nach Rann. Die Herren Sänger werden ersucht, sich bis längstens 121/, Uhr mittags am Bahnhöfe einzufindeu. Sänger, welche abkomme» könne», fahren mit der VereinSfahne fchon nm 7l/4 früh ab. Auf nach Rann! Morgen findet bekanntlich i» Rann daS Vezirkslurnfest deS 8. Bezirkes statt. Bei den Festlichkeiten wird auch der vollzählige Cillier Münnergesangverein und die Marburg« Süd-bahnwerkstältenkapell« mitwirken. Die Stadt Rann hat wie immer alleS ausgebote», den fremden Gästen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen, sie rechnet aber auch auf zahlreichen Besuch von aus-wäris. Es ergeht daher an alle deutschen Volksgc« nassen daS Ersuchen, sich recht zahlreich den Turnern und Sänger» anzuschließen Die ZugSverbindungen sind sehr günstig. Ein zweiköpfiges Mädchen, das mit beiden köpfen zugleich sp'icht und singt ist in einer Schaubude in Gaberje ausgestellt. von der Festwiese. Von heute an gibt in einem großen Zelte der Kinematograph Seitz Vorstellungen. Dieser Kinematograph leistet hervor-ragende». Von den reichhaltigen Bildern sei dcr Kaiser HuldigungSsestzug in Wien hervorgehoben, der die Gruvpe der Steirer im Festzuge vor Augen führt. Alles nähere ist auS den Anschlagzetteln zu er-sehen. — Auf der Festwiese gibt auch der Zirkus Fumagalli Vorstellungen. Fumagalli gibt sich alle Deiche Wacht Mühe dem Publikum immer neues vo>zuführen und trotzdem sind die Borstellungen nur schwach besucht. Zum Unglücke ist derselbe schwer erkrankt und mußte sich einer Operation unterziehen. Schon auS diesem Grunde empfehlen wir, ihn zu unterstützen Slowenischer Advokatursbeamten-ausstand. Der angedrohte Ausstand der slowenischen AdvckaturS- und I.otarialSbeamIen in Cilli ist dazurch abgew«nd!t, daß sich die Kanzleiinhabcr zu einer vier-wöchigen Frist zur Regelung der Sonntagsruhe ver standen haben. Konkurs. Da» «re'Szericht in Sillt hat die Eröffnung dt» äenkurfe» über da» Vermögen de» nichiprolokollitrten Kaufmannes Maithäu» Zeleznik in Markt Tüffer bewilligt. Der BezirkSgerichtSvorstehcr in Tüffer wurde zum KonkurStommissär, Dr. Josef Kolsek, Rechtsanwalt in Tüffer, zum einstweiligen Mafftverwalttr bestellt. Bon der Südmarkhauptleitung. Nach dcr Hauptversammlung der Südmark wurden fol-gende Leitungsmitglieder gewählt: in Graz: Doktor Viktor Baldauf. Rechtsanwald, Friedrich Cltß, Werks-direkter Josef Wolfgang Dobernig, ReichSratSabge-ordneter, Karl Fraiß Gutsbesitzer, Doktor Paul Hofmann v. Welle»Hof, Professor, ReichSralS- und LandtagSabgcordneter, Dr. Fritz Jäger, k. k. Kon zipist, Dr. Anton kapper, kaiierl. Rat und Adjunkt im Landesarchiv. Thcodor kerschner, stud. phil., Dr. Paul Strohschneider, Arzt, Dr. Gottlieb Tunner, Peter Url, Schneidermeister und Handelskammer-rat. Anton Wanner, Magazinsverwalter, Richard Winter, Sekretär der Aktitngesellschaft „Sopran"; außer Graz: in Cilli Dr. Oito A m b r o s ch i t s ch, StadtamtSvorstand, Egon Berger, Beamter der n.-i. Handelskammer, Otmar Blamer, k. k. Staatsbahn-revident, Max Ritter v. Burgcr, Fabriksbesitzer, Josef Cerny, »ausmann, Dr. Moriz Fischereder, Arzt, Rudolf Heine Oderingenieur, Josef Äollmayer, Sparkaffebuchhalter, Doktor Hermann Niederwieser, MagistratSrat. Dr. August Edler v.Plachki, Rechts-anmalt in Pettau, Ferdinand Prigl, Amtsleiler der Sparkasse, Edmund Schmid, Direktor dcr landwitt-schaftlichen VcrsuchSanstalt. Dr. Joh. Franz Wcsely. Rechtsanwalt, Dr. Arlur v. Wurzbach, AdvokalurS-kandidat, Dr. Anton Zumtobel, Advokaturskonzipienl. Vom winschen Trutzgymnafium. Der Besuch dcr dcutsch-slovenischcn Paralcllklasse», der?» erzwungene Errichtung soviel Staub aufgewirbelt hat, läßt von Jahr zu Jahr »ach. Im Vorjahre war das Untergymnasium von 164 Schülern, Heuer von 136 Schülern besucht, also um 32 Schüler weniger. Der .Rarodni dnevnik* bemerkt hiezu, „daß es sehr merkwürdig ist, daß diese Angelegenheit nicht vorwärts gehen will". Dieser Rückgang erscheint um so auf-fälliger, wenn man erwägt, mit welchen Mitteln für den Besuch der Trutzanstalt gekämpst wird. Gleich nach Schulschluß und bis zu Beginn des neuen Schuljahres füllen die windischen Zeitungen ganze Spalte» auS, in denen zum Besuche des windischen Unterghmnastums ausgesordert wird. In den Ge-meindckanzleien, in den Advokaturvkaiizleie» und namentlich von der Kanzel herunter wird für diese Anstalt Stimmung gemacht. Die windische Geist-lichteil liefert überhaupt das Hauptkontingent dcr Schüler und beim Schulbeginn sieht man die feiste» windi'chen Pfäfflein ihre Sprößlinge fürsorglich an der Hand sührend zu dieser Hochburg windischer Kultur schreiten. Und trotzdem geht es bergab damit. Es wird wohl niemand mehr daran zweifeln, daß mit dieser Anstalt keinem Kulturbedürfnisfe der Slaven entsprochen wurde, sondern daß ma» mit dieser ,nit Mühe aufrecht erhaltenen Trutzschöpfung nur dem deutschen Charakter der Stadt Cilli einen Faustschlag versetzen wollte. Für den Noseggersonds. Die deutschen Professoren der Philosophischen Fakuliät in Sraz haben zur Rosiger ^ SchulvereinS - Baustcinsammlung einen Baustein mit 2UUU K gestiftet. Wach- und Schliehanstalt. Wochenbericht: Im Lauft dieser Woche wurden von deu Wächtern offen gefunden uud gesperrt oder ihre Sperrung ver anlaßt: 24 HauStore, 13 Einfahilslore, 4 Garten-türe», '2 Geschäftstore, 3 Magazinne, 3 Hühner« staUunge», 2 Holzlagen. 1 Rollbalken, 1 Waschküche. Das schlechte Wetter. Ans allen Welt-teile» werden Witlerungsumschläge gemeldet. In Oberstcicrmaik sank die Temperatur stellenweise auf 4 Grad Rcaumur, Auch bei u»S war das Wetter seit Wochen ein echtes Apulwettcr. Medardus (8. Juni) hielt sein Wort. Seit Anfang Juni reg-nete es fast jede» Tag. Die Nächte waren kalt und schon iu den Abendstunden verleidete die naßkalte Lust d«n Aufenthalt im Freit». Daß den Sannbüder» heuer wenig zugesprochen wurde ist daher ganz er-klärlich. Schneesall im Hochgebirge trat sowohl bei N'immer 57 uns wie auch in Tirol und in der Schweiz ein. In Obersteier liegt aber der Schnee durchaus nicht nur auf den höheren Gipfeln und Spitzen; auf schatten-seitig gelegene» Almen liegt er schon in einer Höhe von 1500—1600 m. Außerdem ist in vielen Gtgenden Hochwasfcr eingetreten, das Wege und Brücken zer-störtc. Der Rhein ist längst dcr östtrreichisch-schwei-zerischen Grenze über die Ufer getreten und hat große Gebiete unter Waffcr gcsctzt. In den schwtize-rischen Voralpen schneit eS unaufhörlich bis I4»M) Meter herab. Auf tcm SänliS liegt d« Schnee zwei Meter hoch. Stil Menschcugedcnken sind um diese Zeit nie solche Schneemasfe» gelegen. Davos, Ander^ matt und andere bekannte Winterkurorte melde» Schneesportwctter im Hochsommer. Dcr Bodcusee ist nm .56 Zentimeter gestiegen. Auf der Bodciiscegürtet bahn stürzte bei Wasserburgbühl kurz nach dem Passieren eines GütlerzugeS der Bahndamm auf hundert Meter Länge ein, so daß der Verkehr auf weiteres unterbrochen ist Durch dcn unaushörlichen Regen lvurdc derartiges Hochwasfcr hervorgerufen, daß die am Alpbach bei Brixlegg in Nordtirol neu hergestellten Schutzbauten zum großen Teile weg-gerissen wurde». Von vielen Alpen mußte wegen dcr .^chneesälle daS Vieh abgetrieben werden. I» Ober-Österreich wurde wegen Hochwasser der Gesamlverkehr aus der Strecke Sattledt—Unier rohr. Sattledt— Grünau, Friedburg—Lengau—Schneegattern eingestellt. Die Moldau ist um 2-3 Meter über das Normale gestiegen und an vielen Orten ausgetreten. Weite Strecken sind überschwemmt. Die Gemeinden Grisignana, Castagna und Piemonte in Istnen wurden von einem entsetzlichen Hagelschlage heimgesucht. ES wur?t am Feld alles buchstäblich vernichtet. Auch daS Laub der Bäume ist verschwunden. Furcht bare Unwetter sind auch über den ganzen Apennin niedergegangen. In Ligurie» hat eö stundenlang ge' hagelt; die Saaten sind zum Teil zerstört. Aus dem Plateau von Millesino sank die Temperatur aus 10 Grad unter Null. In Rom rtgnele eS fortwährtnd. Ein verheerender Wolkenbruch ist in Orizada (Mexiko! niedergegangen, wobei über hundert Mensch«» um» Ltbtn gekommen sind. Der Direktor des Pariser mtttorologische» Observatoriums erklärt, daß seit einem Jahrhutidert es nicht zu verzeichnen war. daß um diese Jahreszeit so viel Regenmengen fielen u»d die Ttmperatur sich anhaltend so lief unter dem Mittel hielt. Im Monate Juni wurden 1l> Regentage mil einer Gesamtniederschlagsmengt von 106 Millimetern verzeichnet. Gestern »al,m der Himmel allmählich wieder ein freundlicheres Antlitz an. Dit Ttmperatur ist auch witder bedeutend gestiegen und der gestrige erste wirkliche Sommer tag läßt uns hoffen, daß nun mehr der Hochsommer einmal doch ernstlich beginnen wird. Brände. Am SamStag brannte das Haus und da« WirtfchaftSgcbällde des Grundbesitzer« RaU bei St. Barbara nieder. Das Feuer brach um 3 Uhr morgens ans. Die Familie de« RaSl, welche in tiefem Schlafe lag, und dcn Brand erst spät bc> merkte, konnte sich nur mit vieler Mühe retten. — Am 9. Juli schlug der Blitz in daS Haus des Be sitzer« Kronvopel in Wischberg. Es brannte mir das Dach ab. — Vor einigen Tagen geriet das Wohngebäude K« Besitzers Josef Kovacie in Ober-schuschitz bei Wifell aus bisher unaufgeklärter Ur-fache in Brand. Das Feuer brach um 12 Uhr nachts aus uud wurde von der Tochter de« BcsitzcrS erst bemerkt, als der Dachstuhl bereits in helle» Flammen stand. Sie weckte ihre Angehörigen, welche sich mit knapper 'Rot retten konnten. Das Gebäude brannte bis auf da« Mauerwerk vollkomme« aus. Alle Futtcrvorräte, Einrichtungsstücke und Lebensmittel wurde» ein Raub dcr Flammen. Nur zwei Schweine konnten gerettet werden. Eine Kuh befreite sich selbst an« dem brenncuden Stalle, erlitt aber solche Ver letzungen, daß sie bald daraus verendete. Der Be sitzer erleidet einen bedeutendeu Schaden, da er nur teiliveise versichert war. Am Rettungswerk beteiligte sich die Fenerwehr von Wifell und die Ortsbewohner — In Sabofzen, nngefähr eine Stunde von Pettau entfernt, brannte» am 14. d. M. sechs Bauern Häuser samt Wirtschaftsgebäude» nieder. Auch die schon teilweise eingebrachteHeuernte wurde ein Raub der Flammen. Der Schaden ist ein bedeutender. DaS Feuer soll durch eine schlechte Rauchleitung bei einem Futterkesselofen entstanden seiu. Wanderungen in CMis Umgebung. Der Chumberg. (67Ö Meter.) Wir gehcn übcr den Sannsteg. durchqueren dcn Stadtpark, bctrachit» den Springbrunnen und steigen dcn Steirerkogcl hinan, um auf den Weg mit blau-gelber Markierung zu gelangen. Recht wäre es, wenn die baufällige Hütte aus dem Steirtrkogtl abgetragen und durch ein schmuckes kleines WinzerhäuSchcn ersetzt würde. Nummer 57 Keuische Serie 5 Auch würde vielleicht mancher Morgenspaziergärrger gern hinauswandern, wenn er oben bei einem sauberen Mrlchmariandl ein kleincS Frühstück, bestehend in guter Kuh- oder gesunder Ziegenmilch erhalten könnte. Wir gelangen, den Weg auf den Anneusitz versalzend, auf die Einsattelung zur Wcgtcilung Eine an einem Baume angebrachte Tafel macht unS aufmerksam, daß wir den links führenden Weg mit der roten Markierung benützen müssen. Ei» abgeschlagener Waldbestand gewährt uns einen freien Ausblick aus das Sanntal bei Ptetroviisch und Sachsenfeld. Nicht lange dauert es, haben wir den Cillier Chumberg vor unS. An dcr steilen, sonnigen Ostseite fällt uns ein Bauernhäuschen auf, deren Bewohner wegen dcr Ruhe und d,s WaldsriedenS. der hier oben herrscht, vom »«Visen Städter wenigstens über die Sommer» monate sehr zu beneiden sind Eine Besteigung des bewaldeten Chumberggipsels ist nicht sehr lohnend' höchsten« im Frühjahre und Herbste zu cmpfchlen, wenn die eutlaubten Bäume eine Durchsicht gestalten. Ueber deu Gipse! sührt ei» Jägersteig. Die rote Markierung lenkt uns aus die Südseite des Chum-bergeS durch Wald, über Wiese» und Felder nach Liboje. Zu dem Ausfluge Cilli-Laisberg-Chumberg-Libojc braucht mau zwei biä drei Stunden. Bon Liboje auS kann man auf der Fahrstraße nach Ple-trovilsch zur Eisenbahnstation kommen. Wer das lästige Gehen aus einer staubigen Fahrstraße nicht liebt, der steigt beim Wirtshaus« deS Herrn Skoberne in Liboje de« Berg vor sich hinauf und gelangt auf einem, an schöne» AuSsichtspnnktcn reichen, rot markierten Wege durch Wald, Obst, und Weingärten in einer Stunde zur Lehndorser Brücke. Wir wählen aber den Waldweg rechts, welcher mit grüner Farbe bezeichnet wurde und auf die Nordseite des Chum-berges sührt. Wer Einsamkeit liebt und die Naiur in Htuhe aus sich einwiike« lassen will, der suche diesen Weg aus, der leider noch fast ganz unbekannt ist. Aus einer Anhöhe rechts am Wege steht eine dem Herrn Stiger gehörige Jagdhütte. Herumliegend« Staniolkapseln von Rhein« Weinflaschen können den durstigen Vorübergehenden den Mund wässernd machen. Der Platz ist sehr günstig gewählt, die Aussicht nach Osten srci. Zu Füßen breitet sich eine kleine Weingarten-Hügel-landschaft aus; gegenüber liegt der Anuensitz, der Laisberger Aussichtsturm oder die Rakusch-Warte und die Draschhöhe. Soll der Weg nicht verfehlt werde», so muß wohl die Markierung genan be-achtet werde», denn an manchen Stellen kommen Wege kreuz nnd qner zusammen. Weitergehend ge-lange» wir an einer großen Harpse vorüber auf eine Anhöhe zu einer Häusergruppe. Bor uns liegt die lehndorser Brücke, zu der wir aus gut gebahnten Wegen abwärts schreiten. Nun können wir dcn Weg wählen. Entweder gehen wir über die Brücke, zahlen im Gasthause des BrückenwirtcS den Brückenzoll und folgen den rot markierten Wiesenweg am linken Sannuser aus die Reichsstraße nach der Stadt, oder wir bleibe» am rechten Ufer der San» und wandern «inen schmale» Userpsad der Sann entlang. In ei-nigen Min»:cn zicht sich der Weg im Bogen in den Wald, da die steile» Sannufer keinen Raum sür einen Weg übriglasse». Der Weg ist mit hellroter Farbe deutlich gekenntzeichnet, so daß sich jeder Fremde allein zurechtfinden kann. Bald sind wir wieder an der Sann und aus breitem Fahrwege kommen wir zu einer vor kurzer Zeit angelegten Häufergruppc mit dem Ortsnamen Laisbcrg. Eine schmucke Kapelle ziert den Ort. Die friedliche und staubfreie Lage de» Häuser, in unmittelbarer Nähe der Sann, wäre so recht zum ungestörten A»se»t-halt« sür Sommerfrischler geeignet. In einigen Mi-nuten erreicht man die durch ihr gutes Trinkwajfer bekannte Seidlquelle, das Waldhaus und den Stadt-paik als unseren Ausgangspunkt. P. Südmarklotterie. Der »«ilrieb d«r Lose der »weilen ,Südmark">Lolt«ri« gtht dank der opfer-willigen Mitarbeit der Ort»grupp«n Snolg verheißend vor wärt». Di« Teilnahme am Vereine zeigt fich auch in lchöuer Weise durch Zuwendung von T«fferg.ge»> stauten. Oh»« besondere ErsuchSichreiben wie im Vor« jähre ausgeschickt zu haben, stnd der Lvltericteilung bereit« mehrere schöne und wertvolle Treffer zugegangen. Eo hal Professor Ed. ar Meyer ein prächtige» grobe» Ölgemälde in Soldrahmen (92XI-4), ein« Parli« Tolomitl» darstellend, der Lotterie al» Treffer zur Beifügung gestellt. Andere Trefftrgegcnstände sind deieiiS in Aussicht und weiden zur »»eitern Ausgestaltung des TrefferplrneS verwendet, so daß sich eine Erhöhung M Gesamtw rte» aller Esfektentresser über 100 000 I( hin,»» ergeben wird. Die „Südmark"-Lotterie kann von sich behaupte», daß sie an Treffern die bestau» gestaltete ist »nd weitaus die größte G«winnst möglich keit bietet. Sie überragt, wa« sowohl die Zahl der Treffer anbelangt, al« a»ch im Werte der Treffer andere Unternehmungen gleicher Art um da» drei- und bi» vierfache. Auch dar!» sollte sür die .Südmark"-Mitglieder ein Ansporn liegen, sich um den Absatz der Lose zu bemühen. Einige bisher leider noch säumige Ortsgruppen wurden neuerdings gebeten, sich beim LoSvertri«be zu b«t«iligen und e» ist nunmehr wohl zu erwarlrn. daß alle Ortsgruppen de» Vereine» ihre Tätigkeit im Dienste dcr .TüdmarT Lotterie entfalten Werder?. In Cilli war im Vorjahre der Voertrieb «in außerordentlich guter. Sr soll aber heuer noch besser werd«». Darum, Deutsche Volksgenossen, kauft Süd marklofe! Aus dem Wnterlande. Römerbad. (K u r l i st e.) Die letzte Kur-liste weist auf 192 Parteien mit 312 Personen. Bad Neuhaus. (K » r l i st e) Die letzte Kurliste weift auf 252 Parteien mit 385 Personen Schönstein. (Liebhaberthta t er) Sonn tag dcr l l.d. brachte uns neuerdings liebe Gäste aus dem benachbarten Windisch-Graz. Ueber Einladuug des Schönsteiner Männergesangvereines kam die Windstch-Grazer Liebhaber theatergescllschaft hieher, um ihre Theatertalente zu entsaltc». Sie führte uns nämlich das Schiller'jche „Lied von der Glocke" in lebenden Bilder» vor. Um k Uhr abends ver-sammelte sich ein zahlreiches Publikum aus Schön-stein, Wöllan, dem nahen Bade Topolfchitz u a. im geräumige» Saale des Deutsche» Hauses, der samt de» Nebenräumen bis auss letzte Plätzchen besetz! war. Die Darbietungen der Liebhabergesellichaft unter der vorzüglichen Leitung des Fräuleins Techl und des Herrn Rebul übertrafen alle Erwariung und es mutete «inen wirklich an, als be'ände man sich in einem besseren großstädtifchen Theater vor BcrusSkünstlern. Damen wie Herren bekundeten eine musterhaste Schulung. Erhöht wurde aber die Darstellung »och durch die glänzend ausgesallene künstliche Beleuchtung jedes einzelnen Gruppenbildes. Nach Schluß erhob sich ein nicht enden wollender Beisall, und der Obmann des Schönsteiner Männer-gesangvereines trat aus die Wchnc uud hielt — unter Überreichung von duftige» Blumensträußen a» die darstellenden Damen — eine warmempsundene Dankes-rede Der Rest des AbenbS wurde sodann durch Licdcroorträge des Schönsteiner Mäniiergesangver-eines ausgefüllt. Der erzielte Reinertrag wurde je zur Hälfte der Südmark und dem Deutschen Schul vereine zugewiesen. Pragerhos. (Südmark) Am 10. d. M. fand in Trösters Bahnhosgastwirtschaft die Haupt-Versammlung der ,Südmark"'OrtSgruppe Pragerhos und Umgebung statt. Die Berichte der Acmtcrführer wurdcn genehmigt und durch Zuruf folgende Herren in den Vorstand berufen: Hugo Willmann, Obmann; Anton Lerch, Obmannstellvertretcr; Franz Tröster, Zahlmeister und Franz Schwab, Schriftsührer. Mit Bedauern sah die Ortsgruppe Heuer eine» ihrer Besten scheiden. Der frühere Obmann Herr Süd bahnadjunlt Georg Gratt wurde im April 1909 als Stationsvorstand nach Niederdors in Tirol versetzt. Rohitfch-Sauerdrunn. (Kurliste.) Die letzte Kurliste we st auf 1420 Parteien mit 2065 Personen. Vermischtes. (Ein Meerungehener.) Bor einigen Monaten berichteten italienische Zeitungen, daß Fischer in de« sizilische« Gewässern zwischen Messina «nd Catania einen Meerengel (EngelShai) gefangen und in feinem Bauche die Reste dreier Menschen gesunden hätten. Damals hielt man diese Nachricht sür erfunden, jetzt aber haben zwei Professoren dcr Universität Catania einen Bericht über den Fall ausgearbeitet uud ihn der italienischen zoologischen Gesellschaft eingereicht. Die Einzelheiten des Falles sind so interessant, daß sie weit über den engen wissenschastlichen Kreis hinaus Beachtung finden werden. Wenige Wochen, nachdem die Meerenge von Messina der Schauplatz des großen Erdbebens ge-weseu war, fingen am 26. Jänner sieben Fischer aus Catania beii» Kap Santa Croce einen großen Delphin von etwa einem Zentner Gewicht. Wäh-rend sie ihn noch im Wasser hielten, erhoben sich plötzlich aus der Flut hohe Wassersäulen, und es erschien ein großes Ungeheuer, das dem armen Delphin zuerst den Schwanz abriß und ihn dann ganz verspeiste. Als di« Fischer sich von ihrem ersten Schreck erholt hatten, verfolgten sie kühn das Ungeheuer, töteten es mit einer Harpune uud schlepp-ten eS «ach Catania in den Hasen. Leider öffneten sie selbst seinen Leib, ohne das Erscheine« eines Präparators abzuwarten, uud entdeckten voll Ent-setzen im Innern menschliche Gliedmaßen neben den Reste« eines Rinde« nnd denen eines Hnndes. Als die Messineser Flüchtlinge in Catania von dem gräßlichen Funde hörten, begaben sie sich >veinend an den Strand, um möglicherweise herauszufinden, wem die traurigen Reste gehörte». Aber sie konnten nichts seststelleu. Dann machte sich der Direkwr des Instituts sür gerichtliche Medizin in Catania, Prosessor G. Perrando, an die Arbeit. Er sand, daß die Reste drei verschiedenen Personen angehörten, einem Manne, einer Frau »»d einem Kinde. Dcr Manu mußte etwa 50 Jahre alt gewesen sein und nach seinen groben benagelten Stieseln nnd seinen gewAhnlichen bauniwolleueu Strümpse« dem Bolle angehört haben. Ein Stück des Kleides, das die Frau getragen hatte, ließ daraus schließen, daß auch sie aus der breiten Masse des Volkes stammte, das Kind mußte nach seinem Skelett süns bis sechs Jahre alt gewesen sei». Niemals wird man erfahren, ob die drei Opfer einer Familie angehört haben. Wie wurden die drei Unglücklichen verschlungen? Pro-sessor Perrando schließt auS dem Besnnd der Ein-gcweide, daß die armen Opser am Morgen des Erdbebens vom 28. Dezember ihr Ende fanden und wahrscheinlich lebend verspeißt wurden. Ihre Ein-geweide waren nämlich noch nicht in Verwesung übergegangen, Leber und Milz waren unversehrt erhalten; allem Anscheine nach hat eine Welle sie iuS Meer gerissen nnd das Ungeheuer sie sogleich ergriffen. Prvsessor Condorclli hat festgestellt, daß das Ungeheuer einer großen Haisischart angehört, die sich im sizilischen Meere ziemlich selten findet, aber gelegentlich in der Straße von Messina ein Fischer-boot angreist. In den Mnsmi finde» sich wenige Eremplare dieses Fisches. Er ist sehr kräftig und kühn, kämpft stets mit dem Hunger und weist darum keinerlei Speise zurück. In seinem riesigen Magen finden sich die verschiedensten Körper und Gegen-stände: »atzen. Hnnde, Lumpen, Holzstücke. Kaffee-mühleu, Pfannen und leider auch menschliche Glie-der. Die Seeleute und Reisenden, die im Mittel» meer über Bord fallen, werden meistens seine Opser. Prosessor Condorelli erinnert daran, daß Scharen von Haifischen die in der Schlacht bei Abukir kämp-senden Flotten umschwärmten und auf ihr« Beute lauerten. Die Franzosen brauchen auch ihre Sträs« linge aus de» Gesundheitsinseln nicht überwachen zu lassen, da sie die Opser der Haifische würden, sobald sie es unternehmen, den schmalen Meeresari« zum Festland hinüber zu durchschwimmen. Es ist bemerkenswert, wie langsam der Magen eines solche» Uttgeheuers verdaut: einen Monat nach der Aufnahme widerstanden die menschlichen Glieder noch der Auflösung durch die Magensäfte. Direkt auffallend ist es. wie vollkommen sich die Eingeweide der Opser erhalten haben, während sie sonst un-mittelbar nach dem Tode in Verwesnny übergehen. Es scheint übrigens, daß die Haie nicht so sehr aus dem Gefühl des Hunges heraus alles ver-schlingen, als vielmehr ans Gesräßigkeit und der Lust, ihren Leib voll zu haben. Ihr Magen ist eine Vorratskammer, und sie entfernen aus ihr das Ueberflüssige, sobald sie übervoll ist. Aus aller Wett. (DaS Lied vom braven Mann.) Die große Überschwemmung, die die Fluten des Grand River im Staate Missouri anrichteten, hat auch ihre Helden gehabt. Ein unbekannter Mann rettete da» ^ebcu von 1200 Menschen von Pattonsburg. Die Stadt liegt am Big River. der zwei Meile« weiter nordwestlich in den Grand River fließt. Der Strom war rapid im Steigen und der Grand River zer-brach seine Deiche. Das Waffer brach ein und stürzte aus Pattonsburg zu. Ein unbekannter Reiter, der die Userwege abpatrvuillierte, sah die Fluten kommen nnd setzte in vollem Galopp querfeldein nach Pattonsburg. wo er durch die Straße» jagte und rief: „Der Damm ist gebrochen, rettet euch von der Straße!" Dann wendete er sich »ach dem Big-River-Deich und warnte die mit der Ausbesserung beschäftigten Arbeiter. Fünf Minuten später schoffen die Fluten durch die Straßen von Pattonsburg und innerhalb einer Biertelstunde stand das Waffer be- Seilt K Deutsche Macht Nummer 57 reite sechs bt« sieben Meter tis ,n den Straßen des Städtchens, doch tonnten dank der Warnung alle Einwohner mit Ausnahme einer alten Frau gerettet werden. (Gräßlicher Perbrennun g«tod.) Man meldet uns au« Serajewo: In einem moslimitischen Dorfe bei Rudo brach vor einigen Tagen »acht« in einem Hanse Feuer au«. Der Besitzer des HanscS, Mutapeic, war gerade vom Haus« abwesend. Die Frau nnd die fünf Kinder nahmen offenbar den Brand erst wahr, als keine Rettung mehr möglich war, so daß sie alle in den Flammen eine« gräß« lichen Todes starben, Mc Rettnngsarbeiten waren vergebens, und als der verzweifelte Mann heimkehrte, fand er die niedergebrannten Trümmer nnd dir verkohlten Reste seiner Angehörigen. Eingesendet. Das teure Rindfleisch, das man bisher zur Rindsuppe auskochte, verwende man lieber zum Braten und als Saucenfleisch, denn gute Rindsuppe kann man heute ohne Fleisch — bequemer und dilliger — auS Maggi« Rindsuppe-Würfeln a 6 Heller bereiten. Sie sind mit bestem Fleischextrakt hergestellt, enthalten auch bereits die nötigen Gemüseaus,i!g«. Kochsalz und Gewürz, und geben — nur duich Ueber» gießen mit kochendem Wasser — augenblicklich delikate, gebrauchsfertig« Rindsuppe Ein versuch fühlt zu Dauernder Verwendung. Man achte aber beim Ein« kauf stets aus den Namen Maggi und die Schutz-marke „Kreuzstern". Platten für Grammophon billiger! Herrlich Aunl-Hme! (Brüstt «uttoatl 20.090 Plxitin (agnttk. 18 ra Lp»»», do»ptl»rltK (1 etadt ans «tust Platt- K 8*—. Apparate, »»«»richt, Uu: »n» tritt Idi-Itn». tu K 7 40. 84, M, »0 M« K 800, «neb mit Elnwn>f für UMthianer uod v»kt»I Z»,t»>tt aik Ätc«t«niitn in 3«ktH»ptii(t ti. Bei ou| ti«'« Clatl Dttufenrant« a»k PlatttnIiOt» gT«r. ®tt. ! 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Durch rechtzeitigen Gebrauch bei Kräuter-Weins werden Magenübel meist schon im Keime erstickt. Man sollte also nicht säumen, seine An. wendung anderen schaden, äsenden. Gesundheit zerstörenden Mitteln oorzu. .jehen. Snmvioine, wie: «»pssHinrrzru, «nsstoseii, Eodbreaaeo. vlähuugeo, llektNeit mit Erbreche». die bei chroiischen iveralteten) Mazcillei»» um so heftiger auftreten, werden ost nach einigen Mal Trinken beseitigt. und deren unangenehme Folgen, wie «eNemmnug. Sluylverjlopsung Rolilsihntrjtii, f>trzllinistn, Schlaflsstzleii. sowie Blutanstauunqen in Leber, Mil, und PjoriadersyNem werden durch Kräuter-Wein oft rasch beseitigt. — «räuler.Wem behebt UilBerdanUchtrit. verleiht dem BerdauunaSsvstem einen Ausschwung und entjernt durch einen leichten Stuhl untaugliche Stoffe au- dem Magen und Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, EnlKrästmig sind meist die Folge schlechter Verdauung, mangelhafter Blutbildung UNS eines trankhaften Zustandes der Leber, «ei «p,ettUMIeil. unier aerios» Abspannung und EemütSoerstimmuag. sowie häufigen SopsschmerzeR. siM« lasen Rächte». siechcn ost solche Personen langsam dahin. DM" Kräuter-Wein gibt der geschwächten Lebenskraft einen frischen Zmpul«. M0" Kräuter .Wem steigert den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, regt den Stoss. Wechsel an. beschleunigt die Mutbildung, beruhigt die erreaten Nerven und schafft neue Lebenslust. — Zahlreiche Anerkennungen und Dankschreiben beweisen dies- JftäsitfBtts ift in Smtenduog eine» Kataloge« „Mein« Rxistcci verdanke ich Ihnen " lg. M. i. A. ..Bedanre, Ihre werte Adrette nicht schon früher erfahren iu haben." F. L. i. W. 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Juli 1910 giltigen Hundemarke und einer Quittung zu entrichten ist. Vom 16. August 1. J. an wird jeder ohne Marke herumgehende Hund vom Wasenmeister eingefangen und nach Umständen sogleich vertilgt werden. Jene Handebesitzer, welche nicht in Cilli wohnen, oder nur Durchreisende, können Fremdenmarken gegen Erlag der Auflagegebühr von 4 K ebenfalls im Stadtamte beheben. Die Umgehung der Auflage-Entrichtung durch Verheimlichung des Hundebesitzes oder Benützung einer ungiltigen Marke wird ausser der Jahresrente mit dem doppelten Erlüge derselben als Strafe geahndet. Stadtamt Cilli, am 17. Juli 1909. Iö.'jST Der Bürgermeister: Dr. v Jabornegg* <-T'< Gothaer Lebensversicherungsbank nuf* Bestand an eigentlichen Lebensversicherungen über 1185 Mill. Kronen Bankvermögen..............408 „ „ Bisher ausgezahlte Y«richerungs»ummen . . . 681 „ „ „ gewährte Dividenden......„ 302 „ AU« l'eberscbttase kommen den Versicherungsnehmern angnte. 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