Nr. 125. Timstag, 4. Juni 1907. 126. Jahrgang Mbacher Zeitmll Pränumeiationöpreis: Mtt P ostvl'ri r >, du » g: ««».uädrin üo K, lialbjälisiss <5 X, Im ilontor: gaüzjälirin ilii ll, halbiäbria ll ll. ssiir dir Zllstrllunss i»b Hans ssan^jähriq 2 K, - Insertionssstbühr: ssür llriür Iüiriatt' vitz zu 4 ^eilcu 5« k, niüizer^ vcr Zrilr i!i K^ lu'i iüleieu Wicd>'rln'>u!,nr>! per Zrilr x d. Dir »Laibacher Zcitu««» eilchliut liisslich, un< Ausnahme der Soim- uud sssurtnas. Lie Administration w'Nnd sict! !xu!!ffll's',plll^ ^lir, 2, dir Ncdatlion Talmatinnasie 'li/r, in, Lvrecksluilbrn der Redalüun von « bis I» Ubr vo !!!!tlac;c. Unsrauli^rle Ä^rir!^ wsldon nicht aüssrinmiün», Manuskripte nichi zurückgestellt. Amtlicher Heil. Seine t'. nitd l. Apostolische' Majestät haben Nlit Allerhöchster Ellischließling vom 2l. Mai d. I. dem Gutsbesitzer mW Abgeordileten dos kraini schon Landtag's Wilhelin P seif e r in Gnrkfeld den Orden der Eiferneil Krolle dritter.Masse mit Nachsicht der Tare allergnädigst zn verleihen ge^ ruht. Den 1. Juni IM? wurde in der l. t, Hof- und Staats» bruckerei das I.VIII. und LIX. Stück des Reichsgesctzblattes in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Den I.Iuni 1907 wurde in der l. k. Hof» und Staats» druckerei das XV. Stück der kroatischen, das XXIII. und XXIV. Stück der nithenischen und das XXXV. Stück der italienischen Ausgabe des Reichsgesetzblattes vom Jahre 1907 ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatt? zur «Wiener Zeitung» vom 1. und 2. Iuui 190? (Nr. 124 und 125) wurde die Weiteroerbreituug folgender Preßerzeuguisse verboten: Nr. 4882 «Neues Wiener Journal» vom 27, Mai 1907. Nr. 113 «Vö!inell6 Lint?» vom 25. Mai 1907. Nr. 5 «üermiua,!» vom 24. Mai 1907. Nr. 2509 «II «Äiolnalotto äi kola» vom 24. Mai 1907. Nr. 25 «1.2. 'I'ori-Ä, ä' Istri»,, ^«11 krolotHrw») vom 25. Mai 1907. Nr. 1 <ü1iöoni>. s?töni pro 8 I.nw. vom 27. Mai 1907. Das am 28. Mai 1907 in kroatischer Sprache aus der Druckerei «8pliti;Ii», Druötvvn», 'l'igkkru,» erschienene Flugblatt «kjesin», « ixdorimll, u ßr»,äu f>p^etu». Nichtamtlicher Geil. Gin neuer Musikpalast in Budapest. Man schreibt aus Budapest: Sehr oft wird gegen Ungarn die Auklage erhoben, das; seine Klil^ turbestrebuugeu sich innerhalb dei- engen (Grenzen des Ehauvinislnus bewegen und das; es sich vor den internationalen geistigen nnd künstlerischen Strömnngen abschließt. Seine Proteste gegen diese Anklage verhallen infolge politischer Intrigen zlimeist ungehört. N'ur hie nnd da, wenn Ungarn mit einer größeren kulturellen 3chöpfuiig hervortritt, gelingt es, den künstlich gesponnenen Nebel zu beseitigen. To war dies letzthin mit dein im Interesse der Hebung des Volksnnterrichtes ge schafsenen (besehe, welches von einzelnen nationalistischen Agilatoreu als ein Beweis chauviuisti' scher Gewalttätigkeit gekenn.zeichuet Ivnrde, bis es gelang, die anslgndische Presse davon zu über zeugen, daß es sich hier nm die epochale Reform' aktion einer nach europäischer Cultur strebendeu N'atioil handelt, lvelche nebst der Wahrling der nationalen Richtnng im sonstigen ans der Basis der unbedingten sprachlichen lind geistigen Freiheit steht. Eiiie neliere Schöpfung dieser Art, welche gleichfalls mit dem Namen eines illustren Mitgliedes des Kabinetts Wekerle, mit demjenigen des trafen Albert Apponyi, im Zllsammeilhange steht, ist der Palast der Bndapester '.Nüisit'Akademie, welcher dieseriage im lahmen gesellschaftlicher nnd künstlerischer Festlichkeiten eingelveiht lvurde. Es ist dies eine Institution, die seit ihrer Gründung mit ihrem ganzen Vnlwicklnngsganqe ein beredtes Zeugnis der ungarischen >tulturambition ist nnd im seichen der Pflege der internationalen Musik ihre heutige Vedeutnng erreicht hat. Diese ')iichtling nnd die Traditionen ihrer Wirksamkeit wurden übrigens durch die Gri'mder der Vlida-pester Musikakademie: den Musikheros ^ranz ^iszi, sowie durch Nobert Volkmauu nnd s^ranz Erkel vorgezeichnet, ^cach dein Tode ^iiszts über nahm Edmnnd Mihnlovich, ein genialer Schüler Wagners nnd selbst als Tondichter nnd Künstler weithin berühmt, die Leitnng des Instttnts, der dieses anf ein in allen musikalischen Kreisen des Auslaiides anerkanntes hohes Niveau emporhob. Tank der mit dem modernen fortschritte vereiw ten Pflege, der Traditionen Liszts nnd der Grün-der^rias überhaupt, vermag Mihalovich anf die große Reihe der aus der Akademie hervorgegangn uen Virtuosen mit Genugtuung hinzuweisen, die den Ruhm der Vudapester umsikalischen Alma Mater in allen Weltgegenden verkünden, wie znm Beispiel, nm nnr einige von den jüngeren zu ueuuen: Dohnüin)i. Stefi l^eyer, svranz von Ve eseli .'e. Mihalovich war gleichfalls immer bestrebt, im Professorenkörper Künstler von europäischem Rnfe um sich zu vcrsanilneln, wie David Popper, Johann Koeßler, R'oman Moßhammer. Adele Passn, l^oriiet, Stefan Thomün, Koruel Abrünyi, Heinrich Gobbi, >tarl Huber, Viktor Herzfeld, Engen Hubay, Frau Maleezki, SicglnundSzautiler und andere, die das Beste ihres künstlerischen Könnens aufwendeten, nm die Erfolge der Anstalt zu mehren. Der Platz, aus dem das iu'ue Palais dcr Musik Akademie sich erhebt, erhielt aus diesem Anlasse den Namen „Franz Liszt-Platz". Die Pläne sind Von den Architekten Florian >torb und Kolo-man Giergl entworfen. Die Hauptfassade ist mit der Bronzestatue ^iszts geschmückt. Der prachtvolle Konzerisaal verinag liM) Zuhörer und 250 Mt-wirkende zu fassen. In Verbindung mit der In-auguraiiou habeii fünf großangelegte >lonzertc stattgefimden, zu denen zahlreiche Mnsikzelebrnä-teii des Auslandes nach Budapest gekommen waren, nnd in deren Programm sich die Geschichte der Entwicklnng der Anstalt widerspiegelte. Eine interessante Fugling ist es, daß gerade Gras Albert Apponyi es gewesen ist, der vor drei Jahrzehnten als nengewählter ReiVhstagsabgeordneter, in seiner ersten Parlamentsrede die Schaffung einer Musil^ akademie gefordert hat, daß also der erste Impnls zn dieser Schöpfung das Verdienst desselben Staatsinannes ist, der infolge der Wendung der Ereignisse nnnmeln' in die Lage kam, das monn? Feuilleton. Das Opfer. Novellette von Äteinyold Ortrnann. (Schluß.) Nliii wußte der Lehrer, wer die Kererbänerin war. Nnd er nahm sich kaum ^eit, seinen Hut zu holen, als er zum Wagen hinlmterstürzte. „Fahren Sie — fahren Sie nm Gotteswillen schnell," stieß er hervor. „Ich zahle Ihnen, was Sie verlangen, wenn wir in zwei stunden in Schlehau sind." Der Bursche lachte auf. „Da derften's mi leicht an Tausender ver-sprech'n." gab er zurück, während er sich anf den Vock schwang. „Wann i mei Pferd z' Tod hetz, nacha brauchat 'n ma no drei Stund." „Ich gebe Ihnen zwanzig Mark, wenn wir üi drei Stunden da sind." „Ko uel sau, Herr! — Vier Stnno' müss'n Ma rechnen." „In vier Stnnden also! — Aber fahren Sie 3U — ich bitte Sie!" Der jllnge Mensch trieb denn anch wirklich die Pferde erbarmnngslos an. Aber dem Manit im ^acl>'n schien es doch. als kämen sie nicht von der stelle. Der Gedanke, daß die, die ihn da nach ^'"sn'g Jahren hatte rufen lassen, nicht mehr unter ben Lebenden weilen könnte, wenn er hinkam, Wachte ihn halb wahnsinnig. Er konnte keinen klaren Gedanken »lehr fassen' er dachte nnr wuncr an das Eine, daß er sie wiedersehen sollte sic! Uin derentwillen er sein Leben lana, einsam sseblieben war, der er das höchste Opfer gebracht hatte, das er zn bringen gehabt hatte. Und sie lag im Sterben - jetzt schon — da sie kauin fünf zig Jahre alt sein konnte. Was mochte das Leben aus ihr gemacht haben? Wenn sie mir glücklich geworden war— nnr glücklich! Häliser nnd Dörfer flogen an ihnen vorüber, aber er achtete es nicht. Er trieb nnr immer den Burschen an, der, seine Pfeife ranchend, vor chim saß, nnd dessen Gleichgültigkeit ihn mit einem linsinnigen Jörn erfüllte. Endlich — endlich aber näherten fie fich ihrem ^iel, nnd nach vollen vier Suiuoen, als die beiden Pferde dem Zusammen-brechen nahe waren nnd als die Dämmerung schon ihre Schatten über das Land breitete, hielten sie vor den» Hofe des Kererbanern. Ein >tnecht kam ihnen entgegen, lind noch ehe der Lehrer eine Frage hatte sbellen können, sagte er: „Geng'n S' nna nei, Herr — i woaß scho. wer, Sie san. Vuil Zeit hab'n S' niimner." Mit pochendem Herzen betrat der Lehrer das stattliche Wohnhans, lind er brauchte nicht lange zn fragen, wohin er sich zu Wendell hatte. Ans einer Stnbe. deren Tür ans den geräumigen, Flur mündete, tönten in gleichförmiger Weise (Redete, und dorthin, wandte er sich ohne weiteres. Aber als er dann die Tür geöffnet hatte,, flimmerte es ihm vor den Nngen, und er mnßte sich gegen den Pfosten lehnen, um, nicht um,',u^ sinke-i. In cmem Bett mit bnntgeioürfelten Kissen lag die, die ihn hatte rnfen lassen — ein hageres Weib mit knochigen, verhärteten Gesichtszügen nnd unstet flackernden Angen, deren Blick starr auf den Eintretenden gerichtet war. Neben dem Lager hockte eine Fran, die den Rosenkranz unablässig dnrch die Finger gleiten liej;. und abfeits stand mit mürrischem, nichts als Verdrossenheit zeigen^ den Gesicht ein alter Bauer. ,,^ie haben mich rnfen lasfen — nnd ich bin gekommen. Ich — ich —" Er konnte nicht weiter. Die Sterbende aber richtete sich mit furchtbarer Anftrengnng ba-lb eiw por nnd sagte mit harter Stimme: „So — bist kemma. Na is gnat, .^erer — Dn derfst scho nausgenga. Kost aa drauß warten, bis daß i tot bin." Mit einem durch die Zähne gestoßenen Wor^ ging der Vaner zur Tür, im Vorübergeben dein Lebrer einen giftigen Blick znsendend. Auch die betende Alte sandte die Sterbende hinaus, uud dann winkte sie deu Lehrer dicht an ihr Lager. „I hab di rnf'n lass'n," kenchte sie, „nx'il i dir liab sag'n müss'n, wia i di haß. Ja, iatzt !>aß i di — haß i di! Tit hast mir mei Leb'n verdorb'n. Dazumal — vor drciß'g Iahru — hab i aaf di g'wartet — daß d' kemma sollst nnd mi nehnm. Aber d' bist net kemma. llnd da - vor Trutz — und <)orn -^ hab i - den ,M'rner g'mmnna. Schön tan hat 'r vor d'r Hochzeit — und nacha hat 'r — mi behandelt — wie an Huud. Wie an Hundl Schasf'n hab i müass'n, nir als fchaff'n, und nacha hat 'r mir d' Schuld geb'u, daß ina koa ,^nder uet triagt halii, und bat koa Ruah net geb'n mit Schimpf'n und Streit'n. Schalls mi an, was i g'lvordeil bin! Und i bill eh no net alt. Dös is dci Schuld — dei Schnld ganz alloanig. Oh, weim i do —" Eiii Hnstenailfall erstickte ihre Stinnne und verhiliderte sie am Weitersprechen. Der Lehrer, deni vor Granen die Zähne anfeinander schlnaen, brachte kein Wort hervor. Bis sich das Weib Plötz lich einporrichtete und in haßeT-füllteni Trinmpb Iiervl'rsties;: .deiner der Vier sprach im ersten Angenblilf ein Wol't. Dann brachte der Lehrer mit Anstren gnng hervor: Laibacher Zeituna Nr. 125. 1162 4. Juni 1907. mentale definitive ,v>eim der ^llisikakadeiiüe als be rufeuer Leiter der uatioiialen Cultur Ungarns seiner Bestimmung zuführen zu können. Politische Uebersicht. Laibach, 3. Juni. Aus Wien, 1. Juni, wird gemeldet: Über die heutige Sitzung des Ieutrumklubs wurde folgeudes >lommunia,uee veröffentlicht: Die auf (^ruitd des katholisch konservativen Programms gelvählien ))teichsrat,sabgeordneten aus Oberöster-reich, Tteierinark und Salzburg haben, uach eingehender Beratung den Beschlnß gefaßt, der ch r i st l i ch - sozial e n Partei beizntreten,, unter Wahrung der bestehenden Parteiorganisation und der Freiheit der Abstimmung in Wirt schaftlichen Fragen. In einer Betrachtung über den Streit um die Verfassungsbürgschafteu, der gegenwärtig 1l n gärn belvegt, führt die „Neue Freie Presse" aus/ Ungarn, fordere, daß die >trone, bevor, sie weiß, wie der noch immer schwebende militärische Konflikt gelöst werden wird, schon jetzt auf die Mittel verzichte, sich gegen, die Sicherheit der Mou-archie bedrohende Zustände zu schlitzen. Ta5 ganze Verhältnis der ^trone zur Koalition sei krank nnd war anch nicht gesund, als die Krise durch einen Vertrag abgeschlossen wurde, der uichts anderes war al5 eine Vertagung nnd als ein Schleier, ge webt aus Zweideutigkeiten, der über die (^egeu sähe ausgebreitet wurde. Z^och besteht in Ungarn keine Krise, aber gekriselt hat es schon lange. Nil' gärn muß zur Klarheit darüber kommen, ob das Unabhän,gigkeit5programm ohne die heftigstell Znsammenstöße und Erschütterungen überhaupt durchführbar sei. Über den Empfang der Abgeordneten der T u m a in Zarskoje Selo erhielt die „St. Peters bnrger Pol. Korr." unter dein 2!>. v. M. von eiileni Mitgliede der Deputation, die dem Zaren ihre Hnldignng überbrachten, die nachstehende Schilde rnng: Die außerordentlich leutselige, freundliche Art de<' Verkehre seitens des Monarchen machte auf die Erschienenen einen wahrhaft bestechenden Eindrnck. Der Kaiser, der sich mit den Vorgängen in der Reichsduma sehr vertraut zeigte, vermied jedes Eingehen ans Einzelfragen der Politik, erkundigte sich indessen eingehend über die Verhält nisse in den Heimatsgouveruements jedes ein-zelnen Abgeordneten. Bei der Verabschiedung reichte der Kaiser jedem Mitgliede der Deputation die Hand mit den Worten: „Ich danke Ibnen. meine .Herren, daß Sie zu mir gekommen sind. Wäre die Neichsduma aus lauter Personen Ihrer Gesinnung znsammengesetzt, so würde ich zufrieden, Nnßland aber beruhigt sein können!" -Durch die Ablehnung der Resolution, betreffend die Verurteilung der (^ewalttaten, hat, wie die selbe Korrespondenz bemerkt, die Dmuamehrheit den Weiterbestand der Duma endgültig unmöglich gemacht. Denn mit diesen: Beschlusse habe die Reichodnma zngleich zn erkennen gegeben, daß sie nicht gewillt, sei, Mitglieder zur strafrechtlichen Verfolgung auszuliefern, die terroristischer Ver brechen angeklagt sind. Bekanntlich seien mehrere revolutionäre Abgeordnete bei dem, lehtentdeckten Komplott gegen das Leben des Zaren und der Zarenfamiiie schwer kompromittiert. — Das „III. Wiener Ertrablatt" kann die ertremen Parteien der Duma nicht von allcr Schuld daran freisprechen, daß nunmehr auch die Auflösung der zweiten Dnma als kaum abwendbar erscheint. Aber es wird wohl noch viel Zeit vergehen, bio die Negierung der zweiten Duma eine dritte folgen lasfen wird. Die Verhältnisse verlangen gebieterisch uach eiuem konstitutionellen Regime. Es may sein, das; man eine Panse eintreten lassen werde, man wird anch vielleicht das Wahlrecht abändern. Aber lim die Notwendigkeit, wieder eine Duma zu berufen, wird man nie mehr hernmkommen. — Die „Arbeiterzeitung" hält die Ankündigungen der Auflösung nur für ein Manöver, dnrch welches ein Druck auf die Duma geübt werden, soll. Die Abgeordneten sollen nicht aufatmen. Stolypin selbst spielt vor dem .ssanse durchaus uicht den rohen Polterer. Er schlägt energische, oft drohende Töne an, aber ebenso oft zeigt er sich entgegenkommend, voll sachlichen Eifers, mW wahrt stets al5 gewandter Redner die parlamentarische Form. Die gegenwärtige Finanzlage der Pforte ist sehr uugünslig. Anleiheverhandlnn-gen zur Aufbringung dec» nötigen ^>elde5 bilden eine Tageofrage, wobei sich verschiedene Konkur-renzunterströmnngen geltend machen. Der Bedarf der Pforte für Mazedonien. >trnpp, Rückstände für ein Monatsgehalt nnd die bevorstehende Ver heiratnng von Prinzessinnen, belauft sich auf l,l<»l).l)<>() Pfnnd. (Gegenwärtig wird wegen einer Anleihe von zwei Millionen Pfund verhandelt. Eine größere Anleihe zur Sanierung der Finanzlage wird projektiert. Tagesneuigleiten. - (Blinde Te l e p h o » i st i n n en.) Die Zeitschrift für Schwachstromtechnik berichtet: Ein !U'uei Erwerbsznieia, für blinde Mädchen hat sich in nicht unbedeutendem Umfange in New Mrk mit der Ausbildung und Perwendung der Unglücklichen im Telephon dien st eröffuet. Tao kam so: Ein Fräulein Isaats in New ?)ork hatte sich einer Augen-operation zn unterziehen, in deren Folge sie völlig erblindete. Ohne Freunde nnd Verwandte war sie in der Klinik aller Liebling geworden. In dein Spital, dessen Leiter dem jnnaen Mädchen gern fortgeholfen I,ätte, wnrde ,znr Zeit ein Telephminmschalter ein-gerichtct. Ta schlug einer der Är;te vor. de/m Frän lein Isaatc- di " (Eine hübsche kleine Satire) alls gewiM inodcrne Zustände aibt Peter Nosegger in seineui nenesten Taaebnch des Heinlgärtner^. Der Dichter erzählt: „Heilte sah ich dnrch ein Kaffeehanv-fenster, wie drinnen am Marnwrtischchen eiu zartem >inäolem saß. dao ins blaue H<.ft seiiie Schulaufgabe schrieb. .Schau da her!' sagte ich frohaelauut zn i.?eiuen' Begleiter. ,Schau dir einmal diese gute Eilt-'.,'icklung an. jelzt iliachen die Iungeii im Kaffeehaus ihre Schulaufgaben!' — ,So', antwortet mein Begleiter. ,dn glaubst also, der da drin sei ein Schul-tnabe«! Frennd', dn hast dich grob geirrt. gi, 'r net ^ d'r Linnp da dranß! All's hab i deni Pfarrer geb'n — all's — für Mesf'n — daß i weng'stens mei Seligkeit kriag da heroben. Nnd i5 net weni g'lven. Er soll —" Wieder unterbrach sie ein erstickender >>uslen. Der Lehrer wollte schon nach den anderen rnfen' aber noch einmal raffte sie sich auf: „I woaß uet, obst a anderne g'nnnnita hast — mW obst — glückli g'word'il — bist. Aber i — gönn dir's net - dei (^lück — i gönn dir's nct. I l)ab di liab g'habt nnd dn hast ini net niög'n — dös verzeih i dir - nilnmer. Glückli wäi i g'worden — glückli — und so hab i a Leb'n g'haot — wia a Hund--------" Der Bauer, der wohl fürchten mochte, daß die Sterbende dem Besucher heimlich etwas zustecken lönntc, kam wieder herein — und von diesein Allgenblick an sprach das Weib kein Wort mehr. Der Lehrer versuchte, ihr etwas zu sageu, obwohl ihm die Kehle wie zugeschnürt war. Aber unter dem Blick, mit dein sie ihn ansah, verstummte er. Nnd dann hockte die alte Frau wieder neben dem Lager nieder, nm mit singender Stimme dieTterbe ciebete zu sprecheu. Eine Stuude darnach hatte die >tererbäurin ausgelebt — iu den Armen des (Geistlichen, der sich im letzten Augeublicke cingefunden hatte uud der die Lider über deu erloschenen Augen schloß. Der Lehrer aber trat seinen Heimweg an, gebro-chen und vernichtet, mit dem Bewußtsein, daß er das G I ü ck seines Lebens fruchtlos geopfert hatte, wie seines Lebens A r beit eine fruchtlose gewesen war. Kinder der Finsternis. Roman von Anton von Perfall. (79. Fortsetzung.) (Nachdruck °?sb°,en ) Gerade dagegen war ja auzukämpfeu, hatte Cassan selbst angekämpft. Das Verbrechen war keine Welt für sich, sondern die ganze Welt war von ihm durchsetzt,, wie ein tranker Körper von ciuem kranken Stoff, der einmal da, einmal dort sich einen Ausweg verschafft. Tiefe Lokalisieruug im kleinen fälschte den Begriff lllid bot noch die Gefahr wirtlicher Ansteckung, die durch Mischuug mit audereu Elementen wenig stens ssemindert wnrde. So war für eine Aufuahiue in der Kolonie Gnndlach das Verbrechertum nicht inchr die notwendige Vedinanug. ebensowenig a<5 es ein Hindernis war. Ter Fluch der ständigen Geheimni5tnerei mit Namen nnd ^weck hörte damit anf. Gnndlach sollte leine Ma5ke mehr branchen und wirklich sein. wao e5 war, eine Erziehunaoanstalt für verlassene linder — für Kinder der Menschheit, pflegte er selbst zu sageu, so weuig war ihm am Namen gelegen. Dem Gedanken nach sollte anch der Begriff der Wohltat möglichst ausgeschaltet uud der der gegenseitigen Leistuuf! gc^ stärkt werden. Zu diesem Behufe mnßlen anch die Verpflichtungen der Insassen wachseil. Gundlach sollte sich möglichst alls eigener Arbeit ernähren. Tie Lohnfrage wnrde den in irgend einem Vetriehe arbeitenden bindern aegeuüber streug geregelt. (5iue gewisse Snmme für die Kosten der Ver-pfleguug i» Ab',ug gebracht, der kleine Nest, als Eigentum des Betreffenden aufbewahrt, während die für einen geistigen Nernf Bestimmte», ohue äugen-blickliche Verdieusttraft. die Verpflichtung überuehmeu mußten, später gewisse, wenn auch unbedeutende Nachzahlnngen zn leisten. E5 war das keine Beschränkung der edlen Absicht deo Gründers, sonbern nur cinc Vertiefung, abgesehen von der größeren Ausdehnung, die dein Ganzen infolge Vermindernng der Kosten gegeben werden konnte. Ter Plan war so exakt entworfen, alles griff so trefflich ein, daß die Organisation iiu ersten Jahre völlig beendigt war. Jetzt war Kläixhens Zeit gekomnren. Das Letzte, Veste konnte nnr ein Franenhcrz vollbringen, Unö welches grölM-e nud edlen' hatte je geschlagen als das Märchens Das hatte er ja an sich selbst ei'' fahren. Nnd Märchen übertraf seine kühnsten Erwar-tnngen. Cassans Geist lebt? in ihr nnd nahm Besitz von Gundlach. Alles was Fran Marianne fehlte zn dem großen Amte, die große Liebe, der wahrhaft freie Geist, da5 eigene Glückbennlntsein, - das besas; sie in vollem Maße. Ihr war Gnndlach keine Last, keine Arbeit, sondern eii, Leben. Johannes fühlte sich überflüssig. Er harre sich als Tozeut an der Universität niedergelassen, aN' dere große Anfaaben winkten. Nnfgaben. die ihn weit über Gundlach hinansführten. Der Kampf mit der Finsternis, der nur mit den Waffen de5 Wissen? und Forschens geführt werden kann. Der Wissenschaft von Menschn folgte die Wissenschaft von der Gesellschaft. Ein unermeßliches Feld lag vor ihm, fruchtbares Ackerland, mitten darin Wüsteneien und Urwälder nnd Sümpfe. Höhen, auf denen die Luft zn dünn war zum atmen Tiefen, iu denen dei' aiftiae Vrodenl den Atem erstickte. — — Laibacher Zeitung Nr. 125. 1163 4. Juni 1907. nel,»!!'n wir über dieses Naturwunder folgendes I Eo Handel sich uiu die Leiche einer Frau, die lvährent einer Choleraepidemie ini Jahre 1M2 dahiugerafft und ,ilit vielen anderen Leichen in einem Masfen ^rabe bestattet wurde. Als man sie vor kurzen bei Ausschachtungen fand, waren du meisten Leichen vor West, einige aber durch die fogenauute „Fettwachs-l'ildu.ig", öie ad und zu bei Leichen vorkommt, iu richtige Seift, mit der uian sich waschen tonnte, umgewandelt. Ter Körper der Fran lvar am besten er halten uud am vollkommensten in Seife übergegan-gcn. Als mau ihu freilegte, strömte or einen erdigen und ammoniakalischen Geruch aus: ersterer hat sick verloren, der letzt^lx! ist geblieben. Die Leiche hat ganz das Aussehen ciuer für das Panoptiknm ge-fertigten Figur. Es ist kein Grund vorhanden, daß sich die, ScifoU'Venus nicht Jahrhunderte unverän dert erhält. ^ (Der moderne D a m e n l) a n d s ch n h.) Man schreibt der „Franks. Ztg": Sollte man es für moglicy halten? Eine Mode aus Sparfaniteitsrück-sichten! Freilich, in den letzten Iahreu lvar das Toi-lcttebuoget stets stark belastet: Die kostspieligen Pelze,, die feine» Spitzen, die Niesenscdern und die langen^ Handschuhe, besonders di Handschuhe, die waren nicht eine einmalige.souberu eine ständig sich wiederholende Ausgabe. Früher galt es als unfein, gereinigte Hand-schuhe zu tragen, seitdem jedoch da5 Beuzinparfiim allgemein starte Verbreitung fand, konnte man es! ruhig wagen, in gereinigten Handschuheu auszu gehen. Dennoch bedeutete das immerwährende Tragen laugn-, weißer Handschuhe, sei es im Theater, Salon oder auf der Strafte, eine erhebliche Ausgabe, besonder seitdem Handschuhe im Preise nicht unlx' deutend erhöht wurden. Ein Ausweg mußte gefuuden werden. Noch haben die langen Ärmel aus Gaze oder Spiye. die mit dcr neuesten Mode kommen sollen, sich nicht recht eingeführt. Man könnte zu leicht in den Verdacht kommen, einen Gnmd zur Verhüllung seiner Arme zu habeu. So wird denn auf andere Wcisl^ Abhilfe geschaffen. Dunkel, in aschgrau, taupe oder marrou betleidet die Modedame von nun ab Hand ur.d Arm. Auch eine beliebige andere Farbe rann geduldet werden, doch !n keiuem Falle weiß, das bisher a.IZ einzig galant galt; auch nicht creme odm' pcrlgrau. Die Mode will feine sanften Übergänge, fie tritt kühn vom Hellen in das Tuuke,l. — (E i u c fchwierige Aufgabe.) Die ä'chierm eines Kindergartens stellt den Kleinen die Aufgabe, Zeichnungen zu inachen, in denen fie ihren künfcigcu Beruf symbolisieren Alle linder zeichnen ^fria- nur ein kleines Mädchen sitzt ratlos, den Vlei stift am Mund, uud N>eiß nicht, ivas beginnen. Die Lehrerin fragt: „Ja, willft du denn ga>r nichts wer den?" — „Ja", meint die Kleine, „heiraten will ich. Uud wie soll ich das dcuu malen?" Die Fülle des bereits überlieferten Stoffe-?,, dessen Bewältigung zum eigenen Schaffen uuerläß-lich war, hielt ihn bis jetzt vom praktischeu Leben ferne, das ibn nnr in .^lärchen nnd seinem Lieben glück beriihrte. Diese eigenartige Vereinigung weltentrückten Forschens iu dem Hinterhause, der Mandelgasse mit junger, schwäiiuenscher Liebe machte ihn zu dem, was er nie gewesen, Znm wunschloseu Kiude, dem alle granen Schleier des Lebens sich rosig färben. Johannes lächelte immer mehr über seine früheren Ängste und Besorgnisse, über sein Ahnen und Wissen von gewissen Dingen. EZ lag weit hinter ilnn, und wenn es einmal wieder näher schien, wieder Form anzunehmen drohte, dann griff er selbst kühn danach nnd schleppte es vor Klärchen - und dann schrumpfte es wieder zusannueu in seiner Hand, zu eineni lächerlichen Plxintoni, das ein Hauch aus ihi-^ui Munde in alle Lüfte blies. - - Er war geliebt von scinein Klarchen er war Johannes Ohnesorg, nnd wenn er anch das Messen an seine Seele sehte — er hatte es schon redlich getan — es kam nichts so arg Schlimmes herans, trotz des "umgeprägten Cerebellums, an das Cassan so fest glal/bte. Jetzt hatte er den Zenith seines Glückes erreicht. Klärchen bat ilnn einen Prachtbuben geschenkt. Als er zuin erstenmale in seinen Armen lag^ da lainon ihm wohl wieder schwere Gedanken nnd er sah tief in die dunklen Augen des Kindes. Er konnte barin aber nichts erblicken, als das Abbild Märchens, öw sich über den Kleinen gebeugt, nnd wo dieses wohnte, da war keine Gefahr. Der Kleine wurde nach Freund Soran, auf den Namen „Franz" getauft. lForts?hung folgt,) Lolal- und Provinzial-Nachrichten. Die Karstreise dcr forstwirtschaftlichen Sektion des VIII. internationalen landwirtschaftlichen Kongresses iu Wien. Über den Besuch Laibachs seitens der Mitglieder oes Kongresses haben wir schon vor einigen Tagen berichtet und es erübrigt uns nur noch nachzutragen, das; die am 2K. Mai unter der Fichrung des Ministerial rateo Goll aus Wien hier eingetroffeneu Kou° gressisten im Hotel ..Union" untergebracht waren, sich dort außerordentlich wol,I befanden und wiederholt ihre Befriedigung darüber znm Ausdrucke brachten. Nach der Aut'uuft vereinigten sich die Kongressisteu im Nestauraut des genannten Hotels zu einem ge meinsamen Abendmahle, während weläMi die vor-züglich geschultv Laibacher Vereiuskapelle ein internationales Programm zur Aufführung brachte uuö allgemeinen Beifall fand. Die Begrüßung der internationalen Gäste er-folgte durch Herrn Laudesforstinspelwr Nnbbia in französischer, deutscher und italienischer Sprache uud endete, mit dein Wunsche, sie mögen sich im schönen Lande Kraiu wohl befinden, den Zweck ihrer Studieureise, erreichen uud die gesammelten Erfahrungen in ihren weiten Heimaten zu de'reu Wohle verwerten. Auf tiefe Begrüßung folgte eine lange Neihe von Trinksprüchen in den verschiedensten Sprachen: französisch, russisch, spanisch, deutsch u. italienisch und es herrschte bis in später Stunde eiue überaus gemütliche und freundschaftliche Stimmung. Über den Aufenthalt in Adclsberg am 29. Mai und über den Besuch der dortigen Grotte und der gelungenen Aufforstungen ober derselben haben wir ebenfalls ichon berichtet. Wir wollen nun, daran an-knüpfend, über den iveiteren Verlauf der Ka^treise Näheres bringeil. Als die Kongressisteu am efriedigten Gästen die Eisenbahnstation St. Peter wieder erreicht, wo Zu deren Ehren von d<"r kraini-scheu Aufforstungstommission ein Diner gegelx'n wnrde. Hier vereinigte die große Neisegesellschaft sich in der fröhlichsten Stimmung und das köstliclie, vom Südbahnrestaurateur .«öerrn Josef Andr6 in be° kannt vorzüglicher Weise servierte Essen, gewürgt mit ausgezeichneten Krainer Weinen aus dem L a n deskeller — die nicht genug gepriesen werden konnten! — ließ die zur Verfügung gestandene Zeit allzurasch verstreichen. Die lange Neihe von Trinksprüchen ewffnete Herr Landesforstinspektor Nnbbia in Vertretung des kra!ifheitshall.>er am Erscheinen verhinderten Präsidenten der >iarstanfforstungskonnnission, Herr., Landeshauptmannes Otto Edlen von Dctcla, in-dem er dessen Grüße überbrachte, oie Kougressisten im Tätigkeitsgebiete der Kommission willkommen hieß lind nnf dereu Wohl das Glas erhob. Professor Hikel aus Griguon (Frankreich) brachte in französischer SprackK' den Dank der Gäste zum Ausdrucke, erklärte die Frage ter Karstanfforstung in Krnin für glücklich und auch mustergültig für andere Staaten gelöst und trank ans das WM des Gründers nnd bisherigen technischen Leiters der Karstaufforstung in Krain, Ministerialrates Goll. Der Vertreter Ruß« lands, Staatsrat Erzellenz von Kern, sprack iu russifcher Sprache auf die Aufforstungskommisfion, die den Grundstein zur Lösung der Ödlandauffl?r< stung auch für audere Länder gelegt. Senator Ma>r» quis des Camps hob in spanischer Sprache die Verdienste des Präsidenten der Komiuissiou hervor und leerte sein Glas auf denselben mit dem Wunsä>e baldiger Genesung. Der Vertreter Italiens Commen-datore E n e a Cavalieri erklärt in zündender italienischer Nede, daß die Reife eine ununterbrochene Belehrung war, daß er erstauut sei, iu Österreich eine so große Neihe vou Männern zu finden, die il>r ganzes Leben dem öffentlichen Wohle und der Zivilisation widmen, und brachte ein Hoch aus auf Österreich, auf sein Wohlergehen nnd auf die Verbrüderung mit Italien. Der begeistert aufgeiiomiiiene Trmkspruch fand bei allen Gästen laugauhaltenden Widerhall. Nun folgte noch eiue lange Neihe von Toasten, und zlvar vom LandesrUllturreferenten H u b e r (Serajevo) auf den Laudesforstinspektor Rubbia, vom Ministerialrate Goll mit einem kräf« tigen „Forstmannsheil" ans die anwesenden Forstmänner uud von Prof. Scholz vou Aschers» lebeu in russischer Sprache anf die anwesenden Professoren der Forsüvissenschaften. Hierauf folgteu, da die Abfahrtszeit noch nicht herangerückt war, noch einige fachliche Besprechungen, die vom Negierungsrate Bubcrl (Serajevo) ein« geleitet wurdeu. Dieser brachte feiue volle ZustiiU" mung über das in Krain bei der Durchfübrung del: Karstaufsorstung eingehaltene System znm Aufdrucke und verwies auf die NotNx'udigkeit der Aufstellung eines Wirtschaftsplanes für die uunmchlr fchon 25,lX) Hektar betragenden ,Erainer Aufforstungen, zumal die Periode der Neftaudesbegründuirg fchon vorüber und jene der Erziehung und Pflege des zukünftigen Wirtschoftswaldos schon eingetreten sei, welche die Vorschreibnng von Betriebsmaßnahmen dringend verlange. Daran anschließend drückte Laudesforstinspektor Nubbia den Wunsch aus, e5 wolle ehestens znr Bestellung eines Wirtschaftsführers für die Karstknlturen geschritten werden, wekhem die Aufstellung des Wirtschafts. Planes nnd die Durchführuug der Betriebsvorschriften obliegen sollte, nachdem das derzeit zur Ver« fügung swhende technische Personale hiezu nicht mehr ausreicht. Er bat deu anwesenden Ministerialvertre» ter, einen eventncllen diesbezüglichen Beschluß der Auffoi-stungskommission maßgebenden Ortes unter« stützeu Zu wollen. Hierauf hielt Agrarmspeftor Pntick einen formvollendeten Vortrag über dic unterirdische Karst-wslt^ der rauschenden Beifall fand. Nun nahte die ^eit der Abreise, und die ganze Neisvgesellschaft, hochl>efriedigt übl'r das Gesehene und unter Ausdrücken des Dankes für das gast-freundliche und schöne Land Krain, sehte ihre Fahrt mit dem Nachmittl^lszuge nach Triest fort. nm als Gast d<>r Triester AllfforftlMgskomnnssioil die Besich. ligungeu fortzusetzm. 1l. Die Weinbauverhältnisfe in den verseuchten Gebieten Krams. Im folgenden reproducieren nnr einen Bericht des Herrn k. k. Weinbaniuspektors Nohuslav Ska-licky in NudolfsNx?rt. welcher Bericht für unsere Weinbauer iu mehrfacher Beziehung von Interesse sein dürfte. Zur Zeit der Grnudsteuerregnliernng, das ist vor zirka !!0 Jahren, zählte Krain 'ii.lNI Hektar Weingärten, die sich auf sechs politische Bezirke des Landes vll'bcilteu. Als später die Reblaus nnd bald darauf div Perouospora ins Land kamen, welche Krankheiten, durch öftere Elenientarschäden, namentlich durch Hagel und Winterfrost unterstützt, in den Weingärten arg hausten, ist die Nebkultur in vielen Gemeinden des Landes, nnd zlvar besonders dort, wo Klima, Lage und Bodenverhältnisse der Neb? wenig zuträglich waren, ganz eingegangen. Soviel der Verichtet-statter cms Grund von eigens an alle Gemeindeämter liinausgegelx'ne Fragebogen feststellen konnte, wurde der Weinbau gänzlich ans gelassen: Laibacher Zeitung Nr. 125. 1164 4. Juni 1907. »,) in allen Gemeinden des politischen Bezirkes Gotisch«,' mit einer seinerzeitigen Weinbaufläche von W Hektar 34 Ar; d) in drei Gemeinden des politischen Bezirken Adelsberg (nn sogenannten Vremertale, Gerui)ts^ bezirk Illyrifch-Feistritz) mit 16 Hektar 22 Ar; c) in 16 Gcmeindei: des politischen Bezirkes Littai mit 98 Hektar 63 Ar nnd 6) in, einer Gemeinde des politischen Bezirkes Tschernembl mit 3 Hektar 26 Ar, sonach zusammen in 30 Gemeinden mit 149 Hektar 45 Ar Weingärten. Es wird also dermalen der Weinban in Krain noch in 103 Ortsgemeinden betrieben, loelche seinerzeit eine Weinbanfläche von 11.482 Hektar umfaßten. Bis Ende 1903 wurde das Vorhandensein der Neblaus in 82 Ortsgeineinden. in den Berichtsjahre» (1l)01 >906) in sechs iveiteren Gemeinden mit einer Weinbanfläche von 617 Hektar 71, Ar konstatiert, nnd zwar zum erstenmal anch im politischen Bezirke Littai nnd im Vrcmertale (politisclier Bezirk Adelsberg), welche beide (HM^te bisher als seuchenfrci galten. Sonach wurde bis Ende l906 die Reblaus iu 88 Ortsgen i ein den .strains vorgefunden, welche in fünf politischen Bezirken liegen und seinerzeit eine Weinbaufläche von 11.271 Hektar ausgewiesen haben, so daß von der ehemaligen Gesamtweinbanfläche des Landes nahezn 97 ^ verseucht sind. Die alte, das heißt die unveredelte Rebe, oder die Nebe mit eigenem Fuße, wird in den verseuchten nnd in bisher noch als unverseucht geltenden Gemeinden nur uoch auf einer fläche vou zirka 2!00 Hektar kultiviert: die übrigen alten Bestände wurden durch die Neblaus, respektive durch Peronospora, Hagel und Winterfrost, gänzlich zugrunde gerichtet. Wenn in Betracht gezogen wird, daß die balb-wegs noch nennenÄverten alten Weingärten die nörd-lickKen Ausläufer unseres Weinbaues bilden, so läßt sich sagen, daß die alte Nebe in Krain nahezu bedeutungslos geworden ist und in wenigen Jahren ans den hiesigen Weingärten verschwinden wird. Die Neuaulagen, mit Zuhilfenahme von amen-kanischen Unterlageil, nehmen an Umfang erfren lich zu. Ist der Winter günstig, so rigolt unser Wein-bcmer^ der zumeist auf seine eigene Hand angewiesen ist. fleißig fort. Speziell in den letzten zu>ei Jahren sind auf 5iese Wnsc View Neuanlagen entstanden, so daß das Flä-chcnausmaß aller seit der Einführung der Reblaus bekämpfnngsaktion errichteten Neuanlagen auf 1000 bis 4200 .Hektar geschätzt werden tann. Leider wird die Nenbepflanznng der Weingärten durch nngün-stige Witterungsverhältnisse, arges Auftreten der Neoßrankheiten. besonders der Peronospora. sonne dlirch Arbeitermangel gehemmt. Die Wittentiigsverhältnisse waren in den letzten drei Jahren der Rebkultur nicht günstig. In, Jahre 1904 richteten in vielvn Gebieten starker Hagel und die darauffolgende Trockenheit arge Schäden an. Im Jahre 1U05i hatten viele Geeminden dnrch dw Peronospora sehr stark zn leiden, doch war im großen und ganzen dieses Jahr sowohl qualitativ a.ls auch quantitativ das giilistigste unter den Berichtsjahren. Im Jahre 1906 verursachteil Regengüsse während der Blütezeit, Hagel nnd Peronospora einen bedeuten den Ausfall an der Quantität: iu Unterkrain drückte ein Ende September eingetretener Frühfrost die Qnalität des Weines bedeutend herab. GlücklicheNveise gelließen die Unterkrainer Weine ihres leichten, säuerlichen Charakters wegen sowohl ini Lande selbst als anch in den Nachbarländern einen guten Nnf und UM'den gut bezahlt. Die Preise für junge Weine bewegen fich zwischen 34 und 56 Heller pro Liter. (Fortsetzung folgt.) Die Veilagc der heutigen «Laibacher Zeitung» ist den englischen Ionrnalisten gewidmet nnd enthält eineil Aufsatz vou uuserem Lokalchronisten P. v, R a -dics über die „Wissenschaftliche Erschließung Krailis durch die Engländer", ferner mit Bildern reich ausgestattete landschaftliche Schildernngen über die Wo>-chein, Veldes. RotN'einklamni nnd über den Triglav. Die erste Blattseite schmückt eine Bildergrnppe, eilt-haltend ein Bildnis von Humphry Davy sowie Ansichten Obertrainer Naturschönheiten. welcl>e Meister Davy so lieb gewonneil und seinerzeit in seinen Schriften verherrlicht hat. Der Verleger stellt sich mit einem kurzen, aber lernigen Gruß an die englischen Kollegen in englischer Sprache ein. Der englische Tert hat in deutscher Sprache folgenden Wortlant: Ein herzliches Willkommeil den englischen Herren Kollegen im Krainorland! Heute halxm die Herreil Journalisten aus dein britischen Reiche anf ihrer Reise dnrch Osterreich un- W-en h^niunliclx'n Boden betreten. Wir begrüßen unsvre englischeil Gäste auf das herzlichste uud heißen sie willkommen im schönen Krainerland. Wir haben allen Grund, uns ihres freundlicheil, Besuches zn freueu, denn die Engländer waren die ersten Pfadfinder nnd man kann sagen, die Pioniere des Fremdenverkehres iil nnserenl Lande, ihnen, hat Knnin den ersteil Fremdenznflnß eines auserlesenen englischen Neisepubliknms zn verdanken. Einer der bedeutendsten englischen Natirrforscher, Sir Humphry Davy, hat unser Land der Welt erschlossen, wie I. Gilbert, welcher zn, Anfang der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts den Spuren des berühmten Briten gefolgt ist, kennzeichnend in seiner anmntigcn Reiseschilderung hervorhebt: „(5r (Humphry Davy), die auserwählte Zierde der feinsten Londoner Gesellschaft, der Träger europäischer Berühmtheit, mnß ill das entfernte Land Krain kommen, bevor er einen Ort finden, kann, w o der Mensch sich des Le > bens frenen kann." In seinen Denkwürdig leiten. Tagebüchern nnd Briefen hat HnmMy Davy so viel Schönes über unser Lano zn berichteu gewnßt, wie es kein anderer weder vor noch nach ihm zn schildern veiitanden hat. Wir tragen einen kleinen Teil unserer Dankesschuld an den großen Meister ab, wenn wir seine Landsleute heute mit findigem und dankbarem Herzen empfangen und nnser Erinne rnngsblatt. Notches wir den englischen Journalisten widmen, mit dein Namen des Sir Hnmphrn Davy schmücken. Ihnen aber, hochverehrte Kollegen, wünscheil wir, daß Sie, eingedenk der Worte Davys, alle Naturschönheiten, welche unser herrliches Alpen-gebiet Ihnen bieten wird, freundlich m fich aufnehmen, möge sich Ihnen auch die Gelegenheit bieten, den biederen Sinn nnseres Alpenbewolmers kennen nnd schätzen zn lernen, dann sind wir sicher, daß viele Ihrer lieben Lalldslente in Hinknnst gerne ihre Schritte nach dem eigenartigen an Natnrdcntmälern aller Art reichen Krainerlande lenken werdeil. Glück auf! nnd viel Sonnenscheiu auf den Pfaden im Bannkreise Zlatorogs wünscht Ihnen der Herausgeber," Die Beilage Nmrde für die englischen Gäste schon gestern nach Görz gesandt, wo sie ilmen bei ihrer An-l'nnst hellte überreicht wird. C?l m t s r e i s e d e s H e r r n Landes-präsid e n t e n.) Der .Herr Landespräsident Theodor Schwarz ist gestern früh mit dem Präsidial Vorstande Herrn Landesregierungsrate Haas ill Stein eingetrossen. Am Bahnhofe vom Leiter der Bezirkshauptmannschaft, Herrn Landesl-egicrungs-sekretär Johann Kresse, ehrerbietigst begrüßt, fubr der Herr Laudeschef dlirch die reich beslaggte Stadt zum Amtsgebäude der Bezirkshanvtmannschaft. wo er zuilächst die Vorstellung sämtlicherBeamten des fto-litischeil und des Finanzdienstes eiltgegennahnl. Weiters waren erschienen: der Direktor der Pulverfabrik Herr k. n. k. Oberst Dolleczek mit den Beamten des genannten Etablissements, der hochw. Herr Dechant Johann Lavrcnöiö von Stein mit den Herren Pfarrern von Homec. Nenl, Münkendorf. Teinitz, Goldenfeld lliid Pnlovi<> sowie dem Guardian der I'I' Franziskaner, der Herr Bezirksgerichtsvor-steher Landesgerichtsrat Dr. Kladva, der Heltz-Bürgernleister Dr. Kr ant mit mehreren Gemeinde-raten, .Perr Oberpostmeister Mackiil Novak, ^err Hanptsteli,ereinel>mer i. P. Potokar als Vertreter der Steiner Bürgerkorporatio». die Hei°rell Oberlehrer Tramte imd ('c n ö i i-, Herr Dr. Rudolf Macken reiter als Vertreter der Knranstalt Steiil, die Harren Gemeindevorsteher von Dom/.ale. Dragomelj. Goldenfeld. Hru^evka. Jauchen.. Krtina, Krarell. Lack, Laake. Nenl. Obei-tuchmn, Palovi5', Podgier, Podhrllßka, Podre5je, Ran, Terfaill, Tci-nitz. Wisterschitz. Woditz, Wolfsblicl), Znlog liiid ^npanie njiix'. eine Abordnu.lg des ..Slovensko planinst'o drn^tvo", d«' Bezirks Gendaiiileriekonl mandant usw. Nach dieseu niehrstündigen Empfängen, welche dem Herrn Landespräsidenten Gelegenheit boteil, sich über zahlreiche den Bezirk betreffende Angelegenheiten zu informieren, stattete der Herr Landeschef dem .Herrn Obersten Tolleczek. dem Herrn Landesgerichtsrate Dr. K ladv a, dem hochw, Herrn Dechanten Lavren5 ! 5 und dein ,Perrn Bürgermeister Dr. K rant Gegeilvisiten ab, woranf eiil Vesnch in der Familie des Herrn Umtsleiters Lmldesregierungsfekretnrs K rcssc folgte. bei welchem der Herr Präsident das Diner nahm, dem auch die Herren Oberbezirksarzt Dr. Ninter und Bezirkskommissär Baron Läzarini zngezogen waren. Von den allerbesten Eindrücken erfüllt, zu deueu namentlich das vertrauensvolle Entgegenkommen der Bevölkerung und ihrer berufeneu Vertreter ivesentlich beitrug, verließ d<«r Herr Landes-Präsident nachmittag die dnrch ihre Nettigkeit und ihre grandiose Umgebung stets ihren besonderen Reiz ausübende Stadt, nm sich zum Besuche der frciherr-lich Apfaltrern schen Familie nach Schloß Krenz zu begeben, voll wo ans die Rückreise nach Steil: gegen Abend mittelst Wagen erfolgte. — (Vom Finanzdi e n st e.) Das Präsidium der t. k. Finanzdirektion für Krain hat den Kassier Herrn Rndolf Vesel zum Kontrollor iil der 1.^. Rangt'lasse bei dein k. k. Landeszahlamte in Laibach crllaililt. "^^ Verände r n n g e n i nl F i n a n z lv a ch ' dienste.) Finanzwachkoniinissär 2. Klasse Alois Arm'elini wilrde von Laibach liach Gottschee versetzt. Feriler witrden versetzt: Titulnri-espizient Ailton Mu«katelc voll Gottschee nach Laibach: die Ober-ailfseher Al. ^ribar voll Oberlaibach nach Loitsch. Albill Potokar von Loitsch liach Oberlaibach. Vin» zenz Per par von Seisenbcrg nach Krainburg, Franz ßaler voll Krainburg uach Seisenberg, Josef Erjavec vou Nadiliannsdorf nach Laibach nnd Puter Ter/aj von Mainburg ilach Nndolsslvert: die Aufseher Lukas Kullstelj von Nadmantisdol-f nach Gnrkfeld nnd Ignaz Hodnik von Rudolfs-lvert nach Krainburg. Des Dienstes wnrdeu enthoben: Oberanfseher Bartholomäus Kladnik niid Aufscher Georg Skacedonik. - (S chlr> u rger ich ts ver h a ll d l n,l g e n.) Gestern fanden unter dem Vorsitze des Herrn Lan-desgvrichtsvräsl'denten Albert Levicnif zwei Ver» haildlungen statt, bei denen Herr Staatsamualt Franz Trenz als Ankläger fungierte. Die ecste, gel)einl, dln-chgcführte Verhandlung betraf den ^ Jahre alteil Valentin Furlan, Sagergehilfeil iil Franzdorf wegen Verbreckiens eiiles Sittlichkeits-deliktes. Die Verteidignilg des Allgeklagten fiihrte .Hei-r Landesgerichtsrat i. R. Eduard Den. Furlan wurde zu eineili Jahre Kerker verurteilt. - Die ziveite Verhandlung wurde gegen den 21 Jahre alten Arbeiter Anton Ttanger ails Gobjek, Bezirksgericht Littai. wegen Verbrechens der Brandlegung durchgeführt. Am 15. Jänner l. I. hatte sich Stanger, der beim Landesgerichte Laibach wegen Dieb' stahles eine 7monatliche Kerlerstrafe in Einzelhaft antrat, felbst angeklagt, mich einem Zerwürfnis mit seitler Mntter deren Keusche in Brand gesteckt zu haben. Als Motiv der Selbstanklage g>ab er Go Wissensbisse an. Die Verhandlung wurde behufs Er» Hebung des Geisteszustandes des Beschuldigten vertagt. —1. — (V orträ g e i n d e r Do m k i r ch e.) Mittwoch, 5. Juni: 10 Uhr vormittags: Die innere Organisation des kirchlichen Beichtinstitutes. '/.5 Uhr nachmittags: Nenes Leben. M Uhr abends: Die größte Gefahr. — (Priesterweihe.) Folgende Studierenden der fb. theologifchen Lehranstalt zu Laibach worden zu Priestern gelr>ei'ht werden, und zwar: am 15. Illli alls dem IV. Jahrgange dre Herren Josef V a iil b i <- aus Guteufeld, Josef B iz j ak aus Bres-nitz, Alois Brecljnik aus St. Veit ob Laibach, Matthäus Dagarin ans Vischoflack, Franz Ko-gej aus Vresowitz, Josef Ko/elj aus Stein. Franz Kulovec aus Töplitz, Johann Mrak cms Lengenfeld, Fr. Novak aus Tobrova, Albert PraV st aus Noumarktl. Friedrich Rodiö aus St. Ge« orgcn unter dem Kumberge, Karl SuPin ans Lai< bach, Eduard t^ imuic aus Krainburg, Karl Kkulj alls Gutenfeld. Leopold Tur5i5 aus Qaas: aus dem III. Jahrgange die Herren: Jakob Fatu«r aus Zagorje in Innerkrain, Thomas 5klinar ans Aß-ling. Andreas Krauland aus Ebental. Franz Pei-aric- aus Mottling. Johann Sa ms a aus Gora bei Sodraxiea, Valentin Znpanöiö aus Moste bei Laibach: am 5. September (weil sie bisher das kanonische Alter nicht erreicht haben) die Herren: Johann Kova? aus Adelsberg nnd Johann P r i m a r ans Marinfeld. <;. (Platzn, n fik.) Programm für heute: l.) Fnöik: Triglav-Marsch. 2.) Eduard Herzog von Württemberg: n) Menuett ans dor I. Sinfonie, d) Radetzky Lied. :^.) Vizet: L'Arlcsienne II. Suite. 4.) Grieg: ll. Satz ans der Musik zu „Sigurd Jorsalfar". 5,) Kicnzl: Phantasie ans der Oper „Der Evaugeli-mann". 6.) Ehristoph: Huldignngsniarsch. " (Jus a „l in eilstoß mit der Elektrischen.) AIs gestern um >^10 Uhr abeuds der Omnibus des Hotels Elefant ülx'r die Wienerstraße su'br und dem nachfahrenden elektrischen Straßenbahnwagen nicht rechtzeitig answich, stich diese,- in den rückwärtigen Teil des Omnibnsses und zertrümmerte die Türscheibe sowie die Tür und ein Rad. Der Straßenbahnwagen kam mit einer geringen Beschä-diguug davon. ^( „Merikancr".) Am 14. d. M. worden !0 Jahre verflossen sein. seit die mexikanischen Ne-bellen den unglücklichen Kaiser Maximilian ge> fangen genommen nnd zum Tode verurteilt haben. Laibacker Heituna Nr. 125. 1165 4. Juni 1907. In Wien I,at sich an^ diesen, Anlasse ein Konnte gebildet, bestehend an^ Teilnchniorn an dei' nierit^ni-schen Erpedition, Welches don Beschluß gefaßt hat, den traurigen Erinnerungstag in luüroiger Weise zu begehen. Von den 7lM) Teilnehlnern an dc>r Expedition sind nnr wenige nocli mn Leben, So viel nn5 bekannt, leben in Laibach noch drei „Mexikaner", die Herren. Alois Ben da, Manipulant beim hiesigen Stadt^ bauamte; AuMt Po körn, k. k. Landwchrofsizial i. N., nnd Naimnnd Sainsa, pensioniert«- Land-tafeldirettor. Gibt eo in Kram vielleicht noch andere „Mexikaner"? — (Vereinöwesen.) Das k. k. Landesprä-sidimn für Krain hat die Bildung des Vereines ,.I>i-u5tvtt «wv<'n«kill lv^t^it'tov" mit, dein Sitze in Laibach nach Inhalt der vorgelegten Statnten nn Sinne des VereinZgesches Zur iwnntnis genommen. —e. — (Lnstige Namenzusa ni nie nstcl-lung der neuen Abgeordneten.) Der „Kons. Korr." entnehmen wir folgende spaßige Zn-sammcnstcllnng der Mitglieder des neuen Parlo> ments: Das edle Weidlvert wird ini nenen Hanse nicht zu kurz kommen. Es wird daselbst einen dent schen, sogar alldeutschen Jäger, zwei böhmische (Myslivec) nnd einen Förster (Fort) geben. An „Wild" wird dagegen die Auswahl nicht sonderlich sein, aber dafür gibt es respektable Eremplare, als da sind: ein Löw. ein Wolf, zwei Füchse ^ nnd von Vögeln ein A d l e r, ein Gänserich (H onse r) nnd ein Fink. An M u s ik wird es auch nicht fehlen: sie wird von zwei Fiedler besorgt werden, von einem Spielmann schlechtweg nnd einem Schramme I. Das neue Haus wird anch eine Hütte umfangen (Chaloupka), in der es eine Remise lM a ° stalka) nnd eine kleine Knche (Kuchynt'a) geben wird. Was in dieser hergerichtet w."> den soll, ist schwer zn sagen, da von Nahrungsmitteln nnr ein mährisches Qum'ge! (T v a r u 5 e k) mit einer kleinen Semmel (2e m li 5 k a) verfügbar sind. Da wird ein geschickter Beck mit dem Proviant nachhelfen müssen. Als Getränk kann man Perwein verordnen oder Wasser ans dem Vächle, über das die christlichsoziale Partei verfügt, die zngleich anch den Schöpfer beistellt. Einer etwaigen Überflutung werde,, die dentschen Agrarier ihren Damm entgegensehen. An Eßbehelfen sind bloh eine gali-zische Gabel und ein deutscher Spies; vorhanden. Nominell stellt sich anch das Verhältnis der Nationa litäten ziemlich einfach: es wird einen Deutschen (Nemec), einen Böhmen (i^ech), einen Serben (Srb) und einen Montenegriner (vernäh or-s t y) geben. Da sollte dock) eine Verständignng nicht schtvcr sein, als ja im künftigen Abgeordnetenhanse das Fricdenssymbol, eine Palme, vorhanden sein wird. Trotzdem kann man es bezweifeln, daß der Streit nnd Hader an das Nagele gehängt werden wird. Daß es an Nednern nicht fehlen wird, ist sicher, zum Glück wird es aber wenigstens einen Schwei ° ,grr geben. Sollte es im neuen Hause gar zn finster wcrdcn, so wird ein Licht für die Anfhellnng sorgen. Über die Tempcraturverhältnisse lästt sich nicht viel sagen: es wird bloß einen Som m e r . dagegen zroei Winter geben. Die Neichtümer bringt diesmal Ga lizien: von dort kommt Gold nnd sogar ein Dia want, während Böhmen bloß Stahl beiznstellen vermag. — (N e b ve redl n n g skn rse.) Der k. l. Wein-bauinspettor Herr B. Skalicky und Weinbau-crssistent Herr Viktcn- Sknbec lvcroen im Lanfe des Monates Juni in mehreren Gemeinden Unterkrains PraktiM Demonstrationen im Grünveredeln sowie in der Sommerbehandlnng der Neben sAusbrechen, Spritzen, Schwefeln usw.) abhalten. Ort nnd Zeit dieser Veranstaltung werden den Weinbanorn den>erter Edelsorten den Weinbauern zn dem Zwecke nnentgeltlich abgegeben werden, nm diese loo Nlöglichst zu verbreiten. Bittsteller u,in Grünere!reiser mögen sich schriftlich oder mündlich beim k. k. Wein-baninspektorate in Nndolfswert oder bei den Arbeitsleitern der staatliche» Nebanlagen bis spätestens W. d. M. melden. Die Abgabe findet statt: 1.) an üer staatlichen Nebanlage in Slav am 7. d. M. nm ^ Uhr früh: 2.) an der staatlichen Rebanlage in Landstras; mn >^. d. M. mn 8 Uhr früh: .'..) an der staatlichen Rebanlage in Tschernemb! am 13. d. M. Uln 8 Uhr früh: 4.) an der staatlichen Nebanlage in Nndolfswert an, 14. d. M. um 7 Uhr früh. Gleich Zeitig findet in Rudolfswert ein Grünveredlnngskurs statt, wobei der Weinbaninfpektor Hen- B. Ska- licly anch eine praktische Demonstranon iilber das richtige Bespritzen und Schwefeln mit den neuesten Apparaten demonstrieren wird. In den anderen Neb° anlagen werden, ähnliche Knrse abgehalten werden. — (Branntwein diAbstahl.) In der Nacht auf den 2. d. M. wnrden ans dem doppeltvsr-sperrten Hause und Zimmer des Josef Tribn^ in Gleinitz ans einem Blechbehälter 50 Liter Brannte wein (Brinovec) entwendet, wodurch Tribut einen Schaden von mindestens 1osef Osredkar verhaftet nnad dem Landesgerichte eingeliefert. 1. ^- (Journalistisches.) Kürzlich wnrde die erste Nnmmer des nengegriindeten Antialkohol-organes „>en Gnrnisonswechsels, den alphabetisch geordneten grösseren Garnisonsoi-ten aber die Knsklassen beigefiigt sind. — (K. k. Po st sparkassc.) Im Monate Mai betrugen in Krain die Einlagen im Sparverkehr? 102.7^8 X 14 d, im Scheckverkehre 6,857.1 «8 X M l>. die Nückzahlnngen im Sparvei'kehre 73.5-43 X 59 k, ini Scheckverkehre 3,307.097 lv 66 li. (Der erste Laib acher Beamten-Wirtschaftsv erci n) hält heute abends um 8 Uhr in den Vereinslokalitäten (Kongreßplatz 12) seine 19. ordentliche Genoralversammlnng ab. — (Kurliste.) In Krapina Töplitz sind in der Zeit vom 23. bis 28. Mai 309 Personen znm Kurgebrauche eingetroffen. Theater, Kunst und Literatur. (Öa s.) Inhalt des 6. Heftes: 1.) Fr. Terjeglav: Giome Carducci. 2.) Dr. Fr. Gri-Terseglav: Giosue Carducci. 2.) Dr. Fr. Gri. nik: Der katholiM Modernismns. 4.) Josef Dostal: Die Basilika in Aqnilcja. 5.) Nene Bücher. 6.) Feuilleton. Geschäftszeitung. -- (Liefe ru n g s a n Zschreibu n g.) Das k. k. Handelsminisrerinni, teilt der Hanidols- und Geiverl>et'an,mer in Laibach mit, daß die Direktion der königlich serbischen Staatsbahnen in Belgrad für das Jahr l9tt7 verschiedenes Werkzeug und Bedarfsartikel für die Anlage und Instandhaltnng des schmalspurigen Schienenstranges benötigt. Das Verzeichnis dieser M'darfsa,rtikel nnd des Werkzeuge^ liegt beim Ökonomate der Direktion znr Einsicht auf. Die schriftlichen Offerten sind längstens bis zmn 8. Juni l. I. einzureichen. ^ Eine Abschrift der Liefernngsknndmachnng kann im Bnrean der Handels- nnd Gewerbekammer in Laibach eingesel>en iverden. Telegramme its l. l. !eleMen.3mesMdtnzei rnthenische Sozialdenlokraten, l nnabhängiger So-zialist, 3 Zionisten, 1 uuabhängiger Israelit. Hieinit sind die Wahlen in sämtlichen Kronländern vollzogen. Wien, 4. Inni. Die dentsche Fortschrittspartei, die dentsche Volkspartei nnd die dentsche Agrarpartei hielten gestern abends Beratungen ab, worin sie zu der Frage der Bildnng eines einheitlichen deutschfreiheitlichen Verbandes Stellung nalnnen. Die ge- nannten Parteien sprachen ych grnndiaklich fur die Bildnng des Verbandes ans. Die endgültigen Beschlüsse blieben der hentigen gemeinsamen Konferenz der deutfchen Abgeordneten vorbehalten. London, 3. Juni. „Daily Mail" melden aus Simla: In Coconada (Provinz Madras) ist es unmittelbar nach dem Nefnche eines bekannten Agitators zn Ruhestörungen gekommen, die fich gegen die dortigen Enropäer richteten. Die Veranlassung hiezu bot die Züchtigung eines eingebornen Studenten dnrch einen Arzt. den der Student ans der Straße belästigt hatte. Ein Volkshanfc zoa, hierauf vor den europäischen Klnb nnd ließ seine Zerstörnngswnt an dem Klubhanse aus. Ein Beamter, der den im Klnb Anwesenden mit einigen eingebornen Polizisten zu Hilfe kam, wurde ebenfo wie der Arzt, von der Menge heftig angegriffen nnd verwundet, London, 3. Inni. Die „Morningpost" meldet ans Shanghai: Die Anfrührer in der Umgebung von Swatow töten die Beamten, brennen die Amts-gebände nieder nnd haben sich der Städte nnd Ortschaften bemächtigt. DerTaotai von Swatow berichtet nur von den Verlusten der Aufrührer aus Furcht, daß durch die von diesen angerichteten Verwüstungen eine Einmischung des Auslandes herbeigeführt werden könnte. „Daily Chronicle" berichten ans Hong-long, daß das englische Geschwader von Japan nach Hongkong znrückbernfen nnd ein japanisches Geschwader nach Swatow entsendet worden sei. Verstorbene. Am 2. Juni. Franzisla Vertainik. Wirtschafterin, 41 I., Kastellgasse 15, Lungentuberkulose. Maria Gaser, Inwoh. nenn, 89 I., Radetzlystraße 11, N«,r»8inu8 Lsnili». Am 8. Juni. Branko Silosek, Iollamtsoffizialssohn, 2 Mon., Petersdamm 49, OktHrrlmg iut,«»tink1i8. — Gertrud gagar, Arbeiterin, 66 I., Petersstraße 12, Lungentuberkulose. Im Iivilspitale: Am 31. Mai. Maria Mihelcik, Inwohnerin, 70 I., Epilepsie. Am 1. Juni. Franz Vavtar, zwecht, 29 I., Nspdrit^ etll-on. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. i N ft Ikß « 2 U. N. j 730-6 18 9 S. schwach bewüllt " 9 U. Ab., 730-9 1b-0 NO. schwach halb bewölkt 4 > 7 U. F. , <32-1 ! 13-7, ONO. mäßig i bewülN ! 09 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 16 0°, Nor« male 16-3°. sehr warm und hinlänglich naß. — Die Beobachtungen am Thermometer liefern durchschnittlich in Celsiusgradeu: Nm 7 Uhr früh 11-3". mn 2 Uhr nachmittags 20 8°, um 9 Uhr abends 14-8°, so daß die mittlere Lufttemperatur des Monates 15 6" beträgt, um 1-7" über dem Normale; Maximum 29-6" am 27,, Minimum 2'4° am 2. — Die Beobachtungen am Baro» meter geben 73b 2 mm als mittleren Luftdruck des Monates, um 0 8 mm unter dem Normale; Maximum 740 3 am 8. früh, Minimum 725 1 am 20. früh. Nasse Tage gab es 11, und es fielen 120-6 mm Regen; davon kommen auf den 18, allein 4b 3 mm. Gewitter hatten wir an zwei Tagen, Nebel einmal in der Früh. Unter den Winden war der SW. bei weitem vorherrschend und trat an mehreren Tagen mit bedeutender Stärke auf. Die abnorm hohe Temperatur, die sich gleich in der ersten Woche einstellte, brachte die Vegetation schnell vor» marts und das im vorangehenden Monate Versäumte wurde bald nachgeholt. - Im laufenden Monate Juni kommt der Mond am 25. nachmittags in Erdnähe; weil um 10 Uhr abends darauf zugleich Vollmond ist, so kann der Tag als ziemlich kritisch gelten. Wien, 3. Juni. Wettervoraussage für den 4. Juni: Für Steiermarl und Käruten: Trübe bei mäßigen Winden, mäßig warm, gleichmäßig anhaltend; für Krain und Küstenland: Vorwiegend trübe, schwache Winde, mäßig warm, allmählich besser. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. > DaillsWMg. > Dic vielen Beweise wohltuender und herzlicher Teilnahme während der Krankheit und bei dem Hin» scheiden unserer innigstgeliebten, herzensguten Gattin, beziehungsweise Mutter, Schwester und Schwägerin, lW der Frau > Attlm 5llMl ,ci, Mts« > l. k. Lnlldesgerichtsratsgattm die vielen prächtigen Kranzspenden, sowie die be» sonders zahlreiche, ehrende Begleitung der mwer» W geßlichen Verblichenen znr letzten Ruhestätte uer- ^ pflichten uns zum aufrichtigste», besten Danke, welchen wir hiemit zum Ausdrucke bringen. W Sisla bei Laibach, am 3. Juni 1907. M W Die tieftranernden Hinterbliebenen. W Laibacker Neituna Nr. 125. " 11^6 4. Juni 1907. Filiale der K. K. priv. Oesterreichischen Credit- ¦jgßg- Anstalt für Handel und Gewerbe in Laibach. Aktienkapital K i:£O,OOO.OOO— ^^JfSH^Ir^**' Keservefond K 63,000.000— (1713) Kontokorrente. Kauf u. Verkauf von Effekten, Devisen u. Va- Vi3|Sv^ luten. Safe - Deposits. Verwaltung von Depots. Weohselatube. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kurslüatte) vom 3. Juni 19l)7. lie notierten Kurse verstehen sich in Nrunenwährung. Die Notierung sämtlicher Mtien und der „Diversen Lose" versteht stch per Ktück. 4 20!»-LN2lI-!U 1»U4rr ,, 100 fl, . . 252- 2bk- 18«4ei ,, 50 fl. , . l-52'- ',« «< n?--«bsterr. Rente in Kronenw. stsr., K . per Kasse. . , 4"/„ H8 c>5 «82z betlo per Ultimo . . 4« 98-2> «dft. Investitions.-Nente, stfr.. kr. per Kasse . »'/2°/° ««2« 88 4« GilenbStnat»sckull>. utlschltiiungtn. Eli sabelhuahn in G„ steuerftei, zu 10.0U0 sl. . . . 4"/„ --- —-Franz Iosef-Vahn in Silber (div. Lt.) . . , 5V<,"/c,>23— l24 -Val. Karl Ludwig-Vahn (d,v, Vrücle) Kronen . . 4«/, «?'»5 8««!' Rubolfbahn in «rvnenwahruun. steuerfr. (div, St.) . 4«/„ 9?-5!> S8'»i> Vorarlberger Bahn, steuerfrei, 400 Kronen . . . 4"/n «« 80 «9 90 Iu ztllat»sch»ldo«lschtr«b»n»»n llbgtftlwptlt» lisenblllin.AKNln Elisabrth-V, 200 fl. KM. 5' ,"/„ von 400 Krone» . . . . 46»-?c> 4?<>-?5 detlo Linz-Vubweis 200 fl. ö, W. S, üV<«/n .... »35'75 «7 7l. betto Salzburg Tirol 200 . 0. «8, S. b»/„ . . , .42»-—ilo«? ? Veld Ware Dom Staate zui Z»!>Iung iil>«> nlimmlN» DlslnbahN'Vrlolltät»' ßbligaiionlu. Bbhm. Wcstblllm, l^m. l8«5, 4W Kronen 4",„ . , . t« 4t> V9'4> 0 EXIabellibahl, üoo und »000 M, 1 4 ah w"<,..... Il4i>!' lib N! Vlisllbelbbalin 4oc und LUNll M, 0 4'Vl.........115 4!, l»k-i!> ssrai^ Joses-Bahn Ew. 1884 t (dw. St.) Silv, . El.) Ellb. 4°/„ - 9??0 98 ?< - Ung.-anliz, Nahn 200 sl, S. i°V l<»9 zlf, 110-25 - Vorarlbcrgcr^ Val>n Em. 1884 !- ldi». Sü, Lilb, 4". , W- i<» Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. <"/l, Mlg. Goldrcnte per ttas^e . lil 4ü l'1 «.' 4°^ deNv P?I U!NN!U 11t 4s, >>1 '»> »ahr. lNrei per »a^e . . »5<;5 «3 <>l> ^ 4°,„ d,'tto pcl NItinw l,I 65 l,3Xü ° 3'/,//,) detto per Kassr . t<2 !^« 82 b(, ' Unß. Prämien Anl. n lun !l. , l«3 - 19» ^ , dl'tto ü 5>U f>, . 3 k0 945s i"ü lroal. u, slllv, Gründen!!. l7b!ia. , . »»!'— — - Nnderc Ässentliche Nnlehen. Boon. Landee.Anl, (div.) 4< „ «2-40 9» 40 ^ Oo«».^herceg. Visenb,-Lande«» Nnlehei, (div,) 4>/,°/„ , 99'1< lOo 10 ° 5"/, Louau-Ncg,-Anleihe 187« i»,s ü< ll»4 b, Wiener Uerlehrs-Anleihe 4",>< «7 7^ ><8 ?.i >' betto I9«U 4°,^ 98-4, ««4<> Nnlehcn der Sladl Wien . . inu 7«, l»>1'7> dclio (S. ob. V.) , , .12t—lz^i-dclto (1894) , . . 96-»,k, 9? kt, detto (189«) , , , . V7'«l, !!«^5 dctto (1MX>) , , . . 98'lk, 98t.^ detio Inv.-«I.) 1902 . 98 2C uu 2, ft »UtzrlebmiMuleben verlosb. ö "/„ 9?»-- 99- Nula. Ttaatseisenb.°Hyp.««nl. l, 1««9 Vuld . . . . «°/° 1I8-K tso-i« Buln. Staat?'Hypottietar ?lnl. l> 1892.....l!°/u 119^5 lüU'25 Geld Ware Pfandbriefe «. Bobenir.,llllg.ost.lub0I.vl.4''^ 97'5« 98- Whm, Hupolhelenbllul verl. 4°/c 98^0 99-8i Zcntral-Vod.-Kred.-Vl., «sterr., 45 I. verl. 4>/^/u . . , 1«1'5(> 108 k, Zentral Goo,.kled.-Nl.. ötterr,, 9«-0s, Mähr, Hypothelcnb. verl. 4",, u? ?<^ ft8 ?>' ^..österr.^andez.Hvp.'Ansl 4"/>, 9«6N 99»!0 drttu inll. 2"/^Pr. uerl.3'/,"/c, 91?.°> 92'7l> dctto «..Echuldsch. veil. 3'/,°/^ 91'5> 92'50 dettu veil, 4°/„ 98'5>> «9 ^s Oslerr..i!!,gar. ^anl 5(» iähr. vrrl, 4°/o «. W..... 9« 9l 99 9> detlo 4"l, ttr..... »9 ?5 1 ?^> Epart. 1. ist., ß<> I. verl. 4"/« ino-io 101 ,n Eisenlmhn-PrioritätS-Obligationen. sserdiuand«.'^ordbahn Em. 188«------— - drtto Em, 1904 — - - — Osterr. Nordwcsib, >!N<> si. T, 10:!«! I04 8< Tiaattbahn 5«o Fr..... 4l>."i>! -'- Endblllm i» 3"/» Jänner. Juli 5«, ssr. !ver St.) , . . 296'Ub 29» 2ü Sudbabn n 5>">,..... 12» 50 1«^ 5^ Diverse llssr 'der ENick), PlliN89 2?0— 28(/ - 5"/o Tonau > NeßulierungL - Lose 1»0 fl. ö. W..... 249'— 259- Serb. ^räm..«nl. v.iU0Fr.2°/„ 95- ,nö - z>uutlzln»llcht z«>e. Vudap.Vasilila (Tombau) 5 sl. 2l^< Lt »l> 25 Rudolf'iiose 10 sl...... «!!'- 72-- Salm.l^ose 40 . Vode»lr,.«!!sl. Gm. 1889 73 - 82'- Ukti«m. Ht»n«poll.Antlrnlh»nngen. Aussig.Tepl. Eileub. 50« fl. . '.'4<>> - ^4Ä, - Äölim. «ordbahn 150 sl, . , 328- 8ü9- Äuschtlehrader Eisb. 5«> fl. KM. c900 — 29ü<» — detto (Ut. «/! 2ua fl, ,er Ult. tu»5-— los? . Donau ' Tampffchifsahrts. Ges., 1., l, l. priv,, 500 fl, KM, KN9 50 1022 b^ Diix.Vobenbacher Eisb, 4N0 «L, 5«5 — b?7- ^erdinand3'Norbb.10<»ofl.KM. 5550-— Kü6U-Lemb.'Czcrn.'Iasst! »Eisenbahn» Gescllschllst, 300 fl. S . 5ß5 - .'Sö'50 Moyd.osterr,. Trieft..50Nsl.NM, 4«8 - 47.^^ Öslerr. Norvweslbabn üNN fl. S. 4«- 43l 5« delto(lit, tj,)200fl.V.P.Ult, 425- 4«1Keisb. 200 !l,S. per Ultimo 875 59 k?«5s Zudb. 200 fl, Silber per Uüimu 125 — ll!«-Tüduorddeutschr ^erbindunnsb, 2i»U fl. KM..... 299— 40l- Iraiuniay.Ges., »cne Wiener, Prioritöts»Ultien 100 sl. . — — — -Ungar. Westbabn (Naab'Vraz) 200 fl. IZ....... 403 — 404-75 wr. Lotalb..»Nien.Vef, »00 N. 2Ü0 - ------ Vllnlen. «üglo.Österr. Banl. 120 sl. . «04- 305 «antverein, Wiener, per Kasse - —------- detto per Ultimo . , . 540 25 541 25 Vodenlr.'Nnst. österr,. 200fl.S, 10»»-— «40- ßcntr..«od..Kredb. «st., 200 sl. 554— 55ö -»reditanftalt für Handel und Gewerbe, 160 sl., per Kasse —- —-- detto per Ultimo «59 50 slk,'5c tlreditbanl allg. ung., 200 sl, . 759 - 7«') - Depositenbank, alla., 200 fl. . 460'— 432 -Gelumpte. Oesellschafl, nieder« sfterr., 400 Kronen . . . ü«8 - z?0 5« Klro» und jlasscnverew. Wiener. 2u<> fl........ 460'— 4«b-— Hypotheleubanl, österreichische, 200 fl, 30",u E..... «90-— L92-- Ländcrbanl, öllerr,, 20a fl. per Kasse , , , . - -— - - detto per Ultimo . . , . 444 - 44b -..Merlur", Wechselst.» «Nie». <»csell!ckast, 200 fl, , . . ßi0-— 615 — Österr.'ung. Aanl 14UU Kronen 1769— 17^9 " Unionbank 20U fl...... 58U-— 5«1 ^ Verfehisbanl. allg,, 140 fl. , 3»ü 5o »3» '" Indnltrie'DnltlNthnlNNgen. Äauges., alla. österr., 100 fl. . >2l — 1«4 —^ BruxerKohlenbergb.'Gel. 100 ll. 720'- 73«^ 3isciibahnw,»Lrihll,, erste, i«o sl. lN2 - 205-^ ,,ltlbemül,l", Papierf. u. V,»G. 1«5 - 19? ^ Elels., allg. «sterr,, 2Y0 fl, 44050 44> b0 detlo inlerna»..20Ufl. 627— «2»' — Hirtenbrrgcr Patr.«, Zündh. u. Mrt.»Fllbril 400 Kr. , . H17 — Hi« ^ Liesinsser Ärnuere! tun sl, . . 28« — 2«0 »»- Mo»!ai!.Ge!ellsch,,üsteri,»alpine 590— 591^-,,Voldi»Hntte", Tiegelgußstahl» ss.»A.»G. 200 sl. ... 475- 481 — Vrager Eisen»Ind.»»es, Em. 1905, 200 sl...... 2577 — 258l ^ Nima.Mtliany »Salgll'Tllrjaner Eisenw. in« sl..... 543-— 544 — Elllgu.Tarj, Eteinluhlen 10a fl. 56» — b?3 ^ .,Tchlöglmilhl",Pap — ,,Sch°dnica", A..«. >. Pelro!.. Ind., 500 »r..... z05-— 514"" ,,Stenrermüh>". Papierfabrit und «,»G...... 455- 4>j» — Trifailer «°HIenw.»V, 70 fl. . 269- «?0 — Türl. Tabairegie»«es. «NO Fr. per Kasie . — — deti« per Ultimo 413— 4^6" Waffens.'Ges., üsterr., in Wien. 100 f!........ »4»-— b»3 - Wllgaon»LtiI>llnft»lt, allgem., in Pest. 400 Kr..... —— - -^ Wr. Ballgesellschaft 100 sl. . . 15«50 «lt,.Ves. 724— 734 - Devisen. Anrz» zichtt» nnd Scheck». Amsterdam....... 199 45 1997«» Deutsche P'äye...... 11? 6!» ll?'!'?0 Paris......... Sn 75 9l>«7' Zürich und Ba!e!..... 95 d0 S5'»0 Valuten. Tutaten ....... li 35 ii 40 2u-Fraulen°2li!cle..... i»-i4 19 l^ -.lo.Marl Stücle...... 33 48 2»ö4 Demsche Neichsbanrnoten . . i,?-«5 li? 8i> italienische Vantnoteü . . . 35-50 9t>'7« Nubel-Noten , . 3-52" «53 I^^'.^^f- **'-23lsm7£. *.*. mMm Cv. HHa^et" i Privat-DopotH (Safe-Deposits) von Reuten, Pli»mlbrlel*n, Prioritäten, Aktien, i «L^ • ^u-'» x^.^^^^^ ^_^_«. i i \ i- f Loten etc., DevlNen und Vnlaten. II B»33l3c- -U-XLCi "Weclisleigescliaft 1 TTnt«r elgenam V»t«cji1m»s d«i Putti (4) Los-Versicherung- ijnibweh, Ntrite. 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