^^"1.________ _________Samstag, 3. Mai 1890. 109. Jahrgang. Aibacher Zeitung. «°nM^n a"<'Nb!'"'s. ^^ P <> stv, r! endung : <,a,lzj«hr!g si. lb, halbjährw fi, 7 üu. Im ' "lUbjahrig sl, üün. ^l!r die Zusttlluna <»« Hnu« güüzjiihr!«, fl, «, - InsrrllonegrbUr: ssOr Die 'Laibachll Zrltung» »rlchf!»! !H«l!ch mi! «uiuahme der sonn« und Feirrtage, Dil «dmln«ftr»»!o» bsf!»dsi sich ilssrf!«plllh », d!r Med»c«!on Uahnholliasle 24, SpiechsNmben der «edartlo,! tünKch vo» «0 l>>« l» Uhr vormitwg«, — N,i!i>i»lis!!>'bliese wcrds» »icht nügfiwmms» u»d Manulcripls »ich! zurusgsftell!. Umtlicher Hheil. M.^ k. und f. Apostolische Majestät haben mit ^s.^W unterzeichnetem Diplome dem Major des Mteneregiments Erzherzog Karl Nr. 3 Rudolf tV den Adelstand mit dem Prädicate «Erlen- l» allergnädigst zu verleihen geruht. D,^ k. und k. Apostolische Majestät haben mit höchster Entschließung vom 26. April d. I. dem »«r ^"° ^"ichtsadoocaten in Wien Dr. Josef Stö-frei nn ^"' ^" eisernen Krone dritter Classe tax« "ungnädigst zu verleihen geruht. Ael^c/' ""b k. Apostolische Majestät haben mit hMa? - Erschließung vom 30. April d. I. dem Nch K s ""b Negisseur am Hofbucgtheater Fricd-c>llerm,^".'^l das Ritterkreuz des Franzk: Weil wir es gelernt haben.) Den Frieden wird der Abgeordnete v. Plener mit dieser Methode nicht erzielen, er wird jene nationalen Conflicte, die er mit so viel Recht beklagt, nur stabilisieren und den Hass zwischen den österreichischen Völkern zu einem dauernden Uebel machen. Hiermit wäre ich am Schlüsse meiner Ausführungen. Ich weiß nicht, wie hoch ich in der Taxierung, in der Bewertung bei dem Herrn Abgeordneten Doctor Feuilleton. IH Briefe. ^°llf s.^"e mich. Da die Leser so dringend Jeheinn?»-!"'' be« Grund zu erfahren, will ich keine ?ergers „tt merei ^"beu und die Urfache meines >°eben ein « "' letzterer stammt daher, dafs ich wir zu "/" Kartenbrief erhalten habe. Sie werden '"e so i.. ?."' Elfindungen der Neuzeit hasse ich ^"s U» <"'"' "ie den Kattenbrief. Es liegt in ihm " umaM 3"6' "was Verlogenes, rtwas Verschämtes; Startes- ^"""t und will doch keine offene s-^r. nicl^-A l°'"mt rr in stiner Zniittergestalt H day? >?''ch ""!> "'Hl Fleisch, und man muss >'Men N' ^"' die zusammengeklebten drei per->n Nisz - " abzureißen, wobei man in der Regel OberesV?be" Text macht und — falls man M. oh" "'luck hat — das wichtigste Wort beschä- bl'ch bleib ^ ^"^ ^'^ '"" ^^ ""' l^^ln! oa?a""b l° träge oder fo pressiert oder so nrc^ Brief " 1^ lch"'l' ""l einen wohlausgewach« w?"e Ka/l wonien, so halte er sich lieber an die ^.dchen m>.:-^ der Postbote und mein Stuben-7/lNe kH""chl,ch lesen können, bevor dieselbe in U wär« ^/"mmt. Wozu die Verstellung, zu thun. K»ke. die Nl Kartenbrief ein Brief? Wozu diese d> h": ^^'"ldonymität? Dass ich es Ihnen nnr n, W>. Di, M!""^ für mein Leben gerne Postsen-t>i '3en t«^'^l"ger liebe ich herzlich; ihrem mehr-'3er Selchen Erscheinen sche ich mit ungedul-"""ng entgegen, sie bedeuten mir Neugierde. Erwartung, Hoffnung, Spannung. Wenn lch morgens erwache, frage ich mich: «Was für Briefe wirst du heute wohl erhalten?» Und so oft es an meiner Wohnungsthüre läutet, klopft mein Herz etwas höher als sonst, eine mnere Stimme flüstert mir zu, jetzt müsse das Merkwürdige, das Nochnichtdageweseue, das Wunderbare endlich eintreffen. Wenn nicht heute, vielleicht morgen. Was über das Alltägliche hinausgeht, das kann einen nur per Post erreichen. Für mein bescheiden Theil wenigstes hege ich diese Ueberzeugung, und falls ich es erlebe, wird mir eines Tages der langerfehnte Brief zugestellt werden — seinem Inhalte nach geradezu überwältigend, vielleicht gar ein paar Zeilen, in welchen eine schöne Leserin mir mittheilt: «Sehr gechrter Herr! Ich liebe dich.» Meine Freude au der Post geht so we,t, dass ich auf Reisen, in fremden Städten, wohin niemand sich an mich wenden kaun, jeden Briefträger, dem ich begegne, mit der Frage aufhalten möchte: «Habe« Sie nichts für mich?» Gerade wegen dieser meiner Leidenschaft ist mir der Kartenbrief so in der Seele unausstehlich. Ein Karlenbrief bringt höchstens eine geschäftliche MlttlM-lung — kann man sich vorstellen, dass Romeo sich eines derartigen Verständigungsmittels im Verkehr m,t seiner Julia bedient hätte? Freilich sind mr mit diesem Correspondenz. Instrument noch lange nicht beim letzten Worte praktischen Wesens angelangt. Schließlich wird die Depesche allüberall so bllllg werden und so usurpatorisch und monopolistisch die Gesellschaft beherrschen, dass vielleicht schon in zehn Jahren ein glühender Anbeter seinem theuren Mädchen telegraphieren wird: «Ich kann ohne dich nicht leben. Für den Fall von Gegenlieb.: Drahtantwort bezahlt.» (Natürlich nur zehn Worte, denn die echte Neigung weih sich bündig zu fassen) .. . Vorderhand genügt der Kartenbrief, um meine Wuth in hinreichendem Maße zu erregen, denn er ist ein Wahrzeichen davon, wie im Briefwechsel die Poesie nach und nach aus dcr Welt verschwindet. Er bedeutet für das Korrespondieren, was der Blitzzug für das Reisen: Zeitersparnis, rasche Erledigung, lein unnützes Vertrödeln der flüchtigen Minute. Um wieviel schöner wars noch. als Voethe per Kutsche von Weimar nach Italien fuhr. langsam und mühselig, aber ein freier Wanderer, ohne streng vorgeschriebene Haltestellen, unabhängig vom amtlichen Zwange einer nicht zu erschütternden Fahrorommg l Und schöner war es gewiss auch. als man den Em« pfang jedes Briefes bar bezahlen mustte und Nbsen-dung und Empfang eine etwas verwickelte Action ausmachten ! National-ökonomisch mag die damalige Ginrichtung viele Nachtheile mit sich gebracht haben, aber wir Träumer und Phantasten uud Fabillisteu nehmen einen ganz persönlichen Standpunkt rin — na. und ich muss sagen, ich sehe bei mir keine wirtschaftliche Besserung, denn unmöglich hätte ich vor zweihundert Jahren weniger Geld haben können, als ich derzeit habe. Ergo: Thut es mir um die Epoche vor der Eisenbahn und vor der Briefmarke herzlich leid, und nun gar Auswüchse wie der Kartenbrief — es ist besser, man spricht nicht davon, um der Vefahr eines Gallenfiebers auszuweichen! Urbrigens mag es ungerecht sein, den Kartenbrief als vereinzelte Erscheinung herauszureißen aus einer ganzen Reihe, ein Glied aus einer Kette. Wer Lust und Bedürfnis hat, in Wuth zu gerathen, der findet aus vostaMckem Gebiete An!a!s aenua. Um 5!aiww Zeitung Nr. 101. 820 3. Mai 1890^ Stemmender stehe, ob er den Maßstab auch für mich bereit hat, den er gestern an den Herrn Abgeordneten T)r. Gregorec gelegt hat, oder ob er mich jenen «ern-steren slovenischcn Politikern» beizählen möchte, welche ihm anscheinend doch einiges Kopfzerbrechen verursachen. Sri dem aber wie ihm wolle, so will ich nur das be« merken, dass ich mich schließlich doch solange schon in der Politit umsehe und mit ihr beschäftige, um die Wahrheit eines Satzes zu begreifen, den gestern Seine Excellenz d^r Herr Finanzminister ausgesprochen hat; den Sah nämlich, dass in der Politik nicht die for« male Logik entscheidet. Ganz recht, politische Probleme lassen sich nicht so einfach lösen wie logische Schluss» figuren. In dieser Erwägung erkläre ich, ich gebe zu, logisch dürfen wir für uns jedes Recht in Anspruch nehmen, welches der nationalen Minderheit in Böhmen, nämlich der deutschen Minderheit, concediert worden ist. (Sehr richtig! rechts.) Aber, meine Herren, wir machen ihnen ja nicht dieses billige Vergnügen, wir gehen nicht soweit, wir verlangen keine Exemplification. Ich weiß, dass man in der Politik nicht nach der Schablone vorgehen kann. Ich anerkenne die Verschiedenartigkeit der Verhältnisse, uud es gelüstet mich nicht im mindesten, Forderungen aufzustellen, die ich zwar als an und für sich logisch, als gerecht bezeichnen muss, zu deren Durch« führuug uns aber gegenwärtig die thatsächliche Kraft, die thatsächliche Potenz fehlt. Aber ich sage das eine: Nicht copieren soll die Regierung dle Vorgänge in Böhmen, sondern handeln im Geiste derselben. (Bravo? Bravo! rechts.) Die Forderungen, die wir an die Regierung in den vorigen Jahren gestellt haben, sind derselben Regierung genau bekannt; sie sind auch nicht unbekannt in diesem hohen Hause. Ich habe auch keine Veranlassung, in die Hausse mit unseren Forderungen zu gehen, weil den Deutschen in Böhmen mehr concediert wurde. Ich bleibe bei unseren Forderungen. Aber ich erwarte von der Regierung, welch«: wir bis jetzt treu uud hingebend unterstützt haben, dass sie diese Forderungen auch thatsächlich verwirkliche (Bravo! rechts), und ich erwarte dasselbe auch von den gemäßigten Elementen des deutschen Voltsstammes, dass sie schließlich denn doch zu der Einsicht gelangen, dass wir nur Gerechtes verlangen. Wir kränken kein fremdes Recht, wir stellen keine An» forderungen auf, welche mit den Interessen dieses Stammes nicht verträglich wären. Meine Herren! Wir leben in einer eigenthüm» lichen Zeit. Es liegt im Zuge derselben, dass sie den Begriff des Standes mit neuem Inhalt ausgefüllt uud die staatliche Eompetenz, ich möchte sagen, in unabsehbare Weite ausgedehnt hat. Unausgesetzt wachsen die Anforderungen, welche der Staat sowohl an die In» dividuen, als an die Völker stellt, aus denen er sich aufbaut. Diesen Postulaten wird aber nur dann freiwillig und freudig entsprochen werden, wenn der Begriff der staatlichen Macht getragen und durchtränkt ist von der Idee der staatlichen Gerechtigkeit. Wird die hohe Regierung diesen Standpunkt acceptieren, wird sie auch uach diesen Gruudsähen vorgehen? Trotz der trüben Erfahrungen, welche wir gemacht haben in den letzten Deceunien, glaube ich diese Frage nicht unbedingt verneinen zu sollen. Des« halb werde ich für das Eingehen in die Special- debatte stimmen und empfehle dem hohe» Hause, das gleiche zu thun. (Lebhafter Beifall rechts. Redner wird beglückwünscht.) Verhandlungen des Neichsrathes. - Wien. 1. Mai. Das Abgeordnetenhaus setzte heute vor schwach be-setzten Bänken, da viele Abgeordnete, besonders die Industriellen, in ihre Heimat abgereist sind, die Budget» debatte beim Titel «Centralleitung des Finanzministeriums > fort. Abg. Neuwirth sagle, die Finanzpolitik der Regierung sei durchzogen von Quietismus. Auf productive Auslagen kommen jährlich nur 20 Millionen durchschnitt« lich. Der diesjährige Ueberschuss sei nur durch die Versilberung der Siegl'schen Maschinenfabriksactien möglich. Redner trat für eine Steuerreform im Vereine mit social-resormalorischen Gesetzen ein, wodurch allein weitgehende Erleichterungen möglich sein werden. Beim Titel «Finanzlandesdirectionen» hob Abgeordneter Dr. Roser hervor, dass Oesterreich das höchst besteuerte Land Europa's sei. Die schwere Last der Besteuerung treffe am meisten die breiten Schichten der Be» völlerung. Der Redner verwies auf die Nothlage des Bauernstandes und verlangte eine Steuerreform. Abgeordneter Turk besprach die Dienstverhältnisse der Finanzbeamten. Da er seine Rede ablas, wurde er vom Vor» sitzenden Chlumecly unterbrochen. Turk erwiderte, cr verzichte auf das Wort mit dem Wunsche nach einer baldigen Genesung des Präsideuten, damit wieder Redesrei» heit herrsche. Beim Titel «Steueradministrationen» klagte der Abg. Richter iiber die schlechte Besoldung der Rechnungsbeamten und beantragte eine Resolution wegen Regelung der Vor« rüclungsverhältnisse derselben. Abg. Kreuzig tadelte die Art der Steuervorschreibung, welche die Gemerbetreiben» den zwinge, falsche Angaben zu machen. Es sollte wie in Deutschland jeder ohne Gehilfen arbeitende Gewerbsmann steuerfrei sein. Abg. Kaiser trat für eine Entschädigung der Gemeinden bei der Steuereinhebung ein. Beim Titel «Finanzwache» sprach wieder Kaiser und erklärte sich insbesondere gegen die Ergreiferantheile der Finanzwache. Beim Titel «Sleuerämter» besprach Dr. von Der-schatta die missliche Lage der Steueramtspraltilanten, welche infolge des Gesetzes über die Verleihung von Anstellungen an ausgediente Unterofficiere nicht avancieren können. Dieses Gesetz sollte seinem Geiste nach interpretiert werden. Beim Titel «Finanzprocuraturen» llagte Abg. Eichhorn über die zunehmende «Verjuoung» bei diesen Aemtern. Beim Titel «Zollverwaltung» verlangte Abg. Pleva eine Abänderung der Zoll- und Monopol» orbnung. Nach einer kurzen Debatte über die Evidenzhaltung des Grundsteuercatasters wurde die Verhandlung abgebro» chen. Abg. Vasaty interpellierte über die Verletzung der sprachlichen Gleichberechtigung bei den Justizbehörden Böhmens. Nächste Sitzung morgen. Politische Ueberficht. (Parlamentarisches.) Da die Budget-Debatte in den letzten Taaen sich rasch abgewickelt hat, glaubt man nun doch bis Mitte Mai den Staatsvoranschlag fertigstellen zu können und die Vor- lagen, welche in die Debatte eingeschoben werden soll"'' in derselben Zeit zu erledigen. Die wichtigste u»ttr dtn emzuschiebenden Vorlagen betrifft deu Kreuzer-Zone^ tarif für Pcrsonentransporte, der jedenfalls in, lMc der Discussion über deu Etat des Handelsministenmn« zur Berathung gelangen wird. , (Waffenübungen der Lehrer.) M" ve< richtet uns aus Wien: Inbelreff der Einberufung oer Lehrer- und Unterlehrer au allgemeinen Volls» »l» Bürgerschulen zu Laudwehr-Waffeuüoungen ist s"^ der Militärbehörde im Einuernchmeu mit der poliM^ Laudesstelle verfügt worden, dass, so oft deren gei'v' liche Einberufung zu einer militärischen DienstlelMs im Frieden zu erfolgen hat, dies vier Wochen vor Den Eiiiberuflmgstage geschehen soll. Die Einberlljung«' tarteu sollen ihnen im Wege der Bezirks-Tch"!"'^ zugestellt werden. Die Bezirks-Schulrä'the werden O'^ jeVts den Landwehr Euidenthaltungcn die Zeit, in lM' cher die Einberufung der Lehrer und Unterlihrec or Unterricht au den betreffenden Schulen am lvelWw beeinträchtigt, beziehungiweise die Schulferien und den Dauer bekanntgeben. Die Einberufung der Lehrer »l. der Zöglinge der Lehrer.Äiloungsaustalten, !""" ^, Lehrer an öffentlichen Taubstummen- und ^ ^ „^ Instituten, insofern diese eine gesetzliche Einber","^ trifft, erfolgt in gleicher Weise wie bei den.^M und Äürger-Schullehrern, und zwar werden dle ^ berufungtztarten im Wege der betreffenden DirectX zugemittelt. . ^. (Aus Böhmen.) Von zweiundneunzlg ^ Männern des Landtcigs-Wahlbezlrkes Semil-E'l"'^ verössentlichen in deu «Nürodni Listy» sechsnndluniN derselbe» e«n Missttauensvotum an die Adresse Herrn Dr. Rieger mit der Ausforderung, er «MI Landtagsmandat noch vor der nächsten LandtagM!' zurücklegen. Freilich übersehen die Regisseure 0"! Agitation den kleinen Umstand, dass das Mandat " Herren, welche Herrn Dr. Rieger zur Mandatsme" legung auffordern, mit dem 3. Juli des vorigen ^M erloschen ist, und dass sie daher ohne jede gej^ ^ Legitimation sind. Das ist die formale Selte « Frage. Die Verantwortung für das Meritum 'V Votums fällt allerdings nicht auf ihre Schultern, ' dern auf die ihrer Inspiratoren. ., hes (In Karlowitz) ist vorgestern die WaYl ^ Patriarchen vollzogen worden. Bljchof Äranlovlc e^ 41, Bischof Zivkovit 11 Stimmen; 18 Congress"^ der enthielten sich der Abstimmuug. Die Majorität ^ die Verkündigung des Wahlresullates mit enty"!^ schen Zivio » Rufen auf. Georg Aranlovic, der ^, gewählte Patriarch, ist am 25. März 1630 i" "H in der Vacka geboren, und zwar als Sohn des ^ ^e Timotheus Branlovic. Die Gymnasialstudien aM ^ er in Vrvas, Aaja und Nagn. Körös und w"^ ^ 19 Jahren (1849) zum Vicenotär beim MaMr« ^ Zenta gewählt. Im Jahre 1852 widmete er PV geistlichen Stande. . . Sie (Militärisches aus Russland.) ^ der «Pol. Corr.» aus Petersburg berichtet wl", ^, dort iu jüngster Zeit über Veranlassuug des "^,e>l Ministeriums umfassende Versuche mit veriH .^,l Arten rauchlosen Pulvers aus belgischen, eng .A„ und schwedischen Fabriken stattgefunden. ^^^ill>' wurdcu Versuche mit einem Gewehr von ,, — nur ein Beispiel zu nehmen: man hört gänzlich auf, einander zum Jahreswechsel zu gratulieren. Der kalte, trockene Vernunftmenfch sagt: «Wozu auch! Dass meine aufrichtigen Freuude mir alles Gute wünschen, weiß ich ohnehin, sie brauchen es mir nicht schwarz auf Weiß zu versichern. Die anderen erfüllen mit ihren Gratulationen eine bloße Form, und diese hat keinen Wert.» Solche Argumentation ist unstreitig richtig, aber wohin führt sie in ihrer thalsächlichen'Anwendung? Dazu, dass die Menschen gegen einander immer gleich-giltiger werden und schließlich auf das Niveau der gegenseitigen complete« «Wurstigkeit» gerathen. Man erspart zur Jahreswende ein paar Gulden für Couverts, Briefmarken und Visitkarieu, aber man verliert den letzten Rest an gesellschaftlicher Urbanität und freut sich, «dass wir es so herrlich weit ge« bracht». Natürlich will ich nicht leugnen, dass auch noch heute Briefe geschrieben werden, nur schreibt man sie kürzer, spärlicher, zurückhaltender als ehedem. Nebenbei bemerkt, gibt es in unserer Epoche Menschen, die überhaupt keinen Brief bcantwotten. Wer von ihnen je eine Antwort erhält, kann von Glück sagen . . . Legt jemand tiefen Mrt darauf, in seinen Briefen seine Gedanken und Gefühle recht anschaulich auszudrücken, so hat er — man sollte es meinen — mehr Mühe, sich kurz als lang zu fassen, denn der präcise, knappe Aui druck findet sich schwerer, stellt sich langsamer ein. als der weitläufige, der den Inhalt nicht knapp umschließt, wie ein euglisches Reitlleid die Taille einer wohlgebauten Amazone, sondern wie ein Schlafrock um den Körper einer für Bequemlichkeit fchwärmeuden haukmuUer schlenkert. In diesem Sinne äußerte Pli« nius das Richtige mit seiner epistolarischen Wendung: «Ich hatte nicht Zeit, kürzer zu sein.» Wir Modernen können leicht kurz sein, weil wir in einem Brief nichts hineinlegen wollen, wir müssen uns anstrengen, um länger zu sein. Unsere Elterväter steigerten den Brief so hoch als möglich, und wurde das Streben nach verfeinertster Qualität nicht gehindert, auch mit Rücksicht auf das Quantum Erstauliches zu leisten. Gottsched, der be» rühmte Feind des deutschen Hanswurst, uud seine Frau wechselten von 1722 bis 1756 mit halb Europa 4700 Briefe, und damals war lakonische Kürze keineswegs im Schwang; Will man einen Begriff haben, welchen Wert mau früher auf die geistige Toilette eines Briefes legte, so rufe man sich ins Gedächtnis, welche Worte Frau von Necker — ein weißer Rab?, weil sie die Einfachleit höher stellte als die Geziertheit — im Mai 1779 an ihre vierzehnjährige Tochter, die spätere Frau v. Staiil, richtete: «Dein Aries ist der eines guten Kindes; ich sehe. dass du mit dir selbst zufrieden bist. und will zwischen dir und mir nur dein Herz zum Nichter. Dein Stil aber ist etwas zu überschwängllch. Gehe nicht so aus dir selbst heraus, um mich zu loben oder mir etwas Zärtliches zu sagen; das ist ein Fehler des Geschmackes, der häufig in deinem Alter sich findet. Wenn man länger o/lebt hat, so erkennt man, dass die lieste Art zu gefallen, darin besteht, seinen Gedanken einfach und ohne Uebertreibung auszusprechen; daun hat er stets etwas Originelles und das Gepräge der Wahr-heit. das sich durch weit ausgeholte Vergleiche verliert. Der Brief an deinen Vater war einfach und gut...» Die merkwürdigste, mit ihren ersten Lebensjahren noch im siebzehnten Säculmn wurzelnde Vertreterin des Briefstils in neuerer Zeit war Frau v" ^ v-gne', die an ihre Tochter, verheiratete wra, ^ Grignan in der Provence, eine ganze ",^ /^ lli't schrieben hat. Es gab damals leine Z^"''^^ e<< FeuilletonRubriken; was heute wir Feullleton'^ ^ profLsso veröffeutlicheu, wurde in den Tagen ^ ^e von Sövignö in Briefen verstreut, aber in jo^ ^,d zum Fenster hinaus gerichtet und für ott ^ ^ie-Nachwelt bestimmt waren. Man posierte m fcn, man hütete sich, natürlich zu sein. Av>^' .Ich wage es nicht.» ließ sich F"" "0>, .It)" einmal zur Gräfin von Orignan vernehmu. zll Briefe zu lesen, aus Furcht, sie dann eb" 9 M< haben.» Die Adressaten waren nur w«'"" zli wäude. um seine gelstreiche Wendungen an^ Oe-bringen. Frau von Se'vigue' schrieb an ton," ^. schlechter unter der Adresse der Tochter ^"" ,Fl clo Ualiamy !a com^L cle (irignan. ^' ^ es ihrer Mutter an Schreibseligleit llle^") ,dc'! von Se'oigue' aber erklärte: die allzurege <^" '^ , müsse die Gräfin von Grignan so sehr "»"""' sich j" (die Mutter) sie «auf den Knien» besch"" . ^ müßigen ... .. n der 3^ Jahrzehnte später war der Schabn ^^fn^ von Seoigne' noch nicht verhuscht — ein ""> le"M< Würdenträger wie der 1814 auf dem - ^ g^ nächst Wien verstorbene Feldmarscha" l5> ^i,. ^. fühlte sich versucht, in ihre F"bst°p ".^ wa""H pesche, Postkarte. Kartenbrief und Telepyon ^ nicht erfunden. Es war eine Zeit. " ° ,„„ H« Zeit halte als jetzt. Unsere Stunde H ^ V< Minuten. Die Tinte besaß e.ncn ^ye Hst welche jetzt der Druckerschwärze 5".^ ' ^e i" schriftliche Ergüsse circuli?rten welch'« ^aibachll Zeitung Nr. 101. 821 3. Mai l9»0. meter Caliber angestellt, welche erstaunlich günstige 5''"Uate ergebet» haben. Nichtsdestoweniger s^ll sich ^ Kriegsministerium für das Caliber von 7 5 Milli-v/I" °^' be« in der russischen Armee neu einzufüh ""dm Gewehren entschieden haben. .,,. ^Das italienische Budget.) Wie man un« "'» Nom meldet, beziffern sich die E. sparungen, welche ^ "a'enijche Regierung im Budget pro 1890/91 "uryzuführcn beabsichtigt, auf 17 5Millionen. Diese "eouctloum sind derart vertheilt, dass 10 Millionen ^. Heeresbudget. 5 Million?« beim Budget der "arme und 2 5 Millionen beim Budget der öffent. ^e» Nlbeiten gestrichen werden sollen. Das Deficit "urde auf diese Mise auf 15 Millionen herabgesetzt "^"''sür deren Bedeckung vor der Auflösung der lMnwältigen Kammer vorgesorgt werden soll. s^ Frankreich.) Der BudgelauWiss der ^"M!chetl Abgeordueten-Kammer hat vorgestern seine von Ü begonnen. Der Präsident zeigte an. dass er n^?^. Ministerpräsidenten Hrrn Frcycinet die Be« ^'Zt,gung erhalten hab>. das« der Ministerrath slinini "^b""6 ^ Vudgels um 25 Millionen zu« Iud^,"'"/!!'lche Befestigung«.Vorlage.) ^' oer rumänischen Kammer legte der Berichterstatter c.^,,^ Berathung der Befestigung« ° Vorlage ein-T) sl l? Emission den diesbezügli'cheu Vrricht vor. ,,,,d'^ laicht sich günstig für den Credit aus daz ° ?l ^^ Kriegsminister die Ermächtigung, "sprechende Materiale im vorhinein zu bestellen, t,^ process Panic a.) Der Mil'tär.Procurator schloss ""^rsuchung im Processe Panica bereits abge. lllra n ' " process beginnt nächste Woche. Der Prober ^ ^°"gt die Todesstrafe für Panica als Urhe-^^Verlchwölung. Tagesneulgleiten. verm^'^lchät der Kaiser a/ruhten. dem Aiyl« Ihre k...^.^'^" Hochsch'llen 1lX) fl. zu spmden. 3zzi^'""°k. Hoheit die durchlauchtigste Kronprinzessiu-tzereine Y^"^in Stefanie spendete demselben , ^ berichte stellcu den ruhigen Verlauf des gestri» Uchen »"^ .^l, und zwar ohne Zwischenfall, in sämml« ^ldctf/^ä^""' I„ Mähren fanden außer den ge« lische z, ^"^" ^" Proßnitz und Lundenburg antifemi« Kelche "M"ilungen in Littau und Wischcnau statt, ^"dttn ^ 2 vereitelt wurden. In einzelnen Kroi,-^"dustri? - "°^iu normal gearbeitet. Im Olmilher Arbeit^ ^nlr lehlten in 139 Fabriken von 30,818 2. P^ 3^ brei ohne Entschuldigung. — Paris, ^nom,, ^°"^" wurden über 500 Verhaftungen ö^lche« V ' ^"" Zusammenstoße in der Rue Cirque P?lsone lwallerie ""^ Manifestanten wurden an dreißig serci stc,.. Mundet. In Troyes fand abends eine Nau-^'^ Tru!/^^ "" Polizeicommissär misshandelt wulde. >vllrden vi, gebrauchten mehreremale die Waffen. Es ^lfllbril . ^"Haftungen vorgenommen. Die Marseiller wundert ^ ^°" """ ^""^' meistens Ausländer, ^^^ "^ Italiener wurden vrrhaflel. Die Gl sammt« zahl der Verhaftelen beträgt etwa hundert. — New-Vorl, 2. M° richly Hatte er sich mit jemandem ausg'plaud.rt, 'Eip ^ "" ech ein Schreiben an ihn. "wnl.. c„ ^llen gestern recht, mein theurer Vara.e« "Nr. das. I?t eins seiner Billette an. «und es scheint ?'">"on >, / b"^" gewöhnt sind. Ich wollte Ihnen '^chez ' ^er ein Schwätzer bemächtigte sich des Ge< M ^ pU"d in solchen Fälleu pflege ich. um mir H il, ^'M anzustvengen, am nächsten Tage schrift» Mi.us../. ""- Wir sprachen von meiueu im Druck "sl «lie ^ - ^"- Ich für meiuen Theil vernichte ^ sich ,'.!^ 'H bekomme; sind sie dumm. so verlohnt ^ A.ls^'' 'le ""fzubewahren; stud sie pikant, so ist >jlmalb">' gefährlich; si»det man zufällig Vriefe »?"'lt!er :«? c U^ Berühmten, worin niemand com-^k l„,t> ' '" ""li das immerhin feinem Andenken ^"'gen „,/'"" Vetannteu Vergnügen macheu. Die >de>, ."'«er Briefe, w lche man veröffentlicht hat. p'ttl. ,"" elnlgen mir wohlwollenden Personen co«, ^slveist" ^""'Wgreiches literarischcs Gepäck der Fiirst ,. ^l>6y pT' ^4 Bände: «IManges inilitail-ou, lit.-Ms lü, n ?> Cui.li, ""nomnunen Krimreise an die Marqmse 3'^!er ^'Aete. z^rmag man sich heutzutage, im 2"le„. d/r ^""enbiieses, einen Schriftsteller aus« c. 9lbt? ,i 'lH lu einer Prniatcorrespoudmz so voll "ten sAs'"" Epoche wird es an wichligcu Do> '^"». welche dem Geschich,schniber einmal dienen könnten; sie wird kein Deulmal yinleria^en von der Art des Briefwechsels zwischen Goeihe und Schiller. . . . ^ . , Wie die Literatur in allen Dingen der Sv'egel des Lebens ist — bald ein schmeichelnder, bald em verzerrender — so zeigte sich die gewaltige Bedeutung des Briefes für das 18. Jahrhundert barm, dass seinerzeit Dichtungen ersten Ranges, unter chnen .Werther« Leidcn». in der Vrieftechnik gehalten waren und damit ci>,er allgemeinen Neigimg entsprachen. Die ganze W.lt war eine einzige große Postanstalt, durch welche der schwelbepackte «Schwager» dahinfnhr, m« dessen er sich und den anderen ein fröhlich oder ein rührend Stücklein auf dem Hörne blies. Merkwürdigerweise war das Aeuhere der Bnefe. als sie eine so große Rolle spielt n. ein viel imfchem» bareres als jetzt. Kaiser und Könige bmihten em Pa-pur, das heute dem Geringsten unt.r uns zu schlecht wäre. Man hatte die Couverts noch nicht erfunden, der Briefbogen war Körper und hülle zugleich; ver> schlössen wurde er mittels Siegellackes, darein eiu Petschaft zwei Buchstaben oder ein Wappen oder einen Wahlspr.lch a/drilckt hatte, so lange j'nes warm und weich war. In dem Maß., als der Brief — femer Vedeu. tung nach — herunterkam, schwang sm, Gewand stch z>l 'einst ungeahnter Schönheit auf. Wir lächeln llb^r die vermeintliche Eleganz, die noch vor 20 Jahren stch a/nug zu thun glaubte, wenn sie ein Papier benutzte, das lints oben in der Ecke die Marke «Bath. trug. Ehedem war der Brief ein Kunstwerk, jetzt ist das Vnef« papier eines geworden — und dir wechselnde Mode schr-ibt eleganten Lcllten in dem zu gebrauchenden Pa. pier,' die rasch einander folgenden Neuheiten mit der« selben gebieterischen Strenge vor wie Kleider oder Hüte. Was das herrliche Papier enthält, das bleibt so ziemlich glrichgiltlg. Wir sind unsägl'ch schreibfaul gc» worden, insoferne es sich nicht um Manuscript für die Dnlcklegung handelt — wobei tröstlich bemerkt wer» den mag, dass die meisten Leute etwas drucken lassen wollen. Was vor kurzem als Scherz auftauchte, erscheint mir als ernste« Wahrzeichen der herrschenden Richtung: die Korrespondenzkarten zur Neuühung für Reis.nde. enthaltend Formulare, die nur ausgefüllt zu werden brauchen: Rubriken für die Z^it der Ankunft, für den Verlauf der Reise und für die uuoermeidlichen innigen Grüße an die Lieben in der Heimat. Aber damit ist noch lange nicht all« Mögliche geleistet. So lange e« nicht auch Formulare für Liebeserklärungen mit vor« gedruckier Aildrohung eines Selbstmordes für den Fall der Z iriickweisung gibt, hat uns/re Clltur ihre Aufgabe nur halb gelöst. Freilich geschieht täglich ein „euer Schritt zu Gunsten dieser Lösung. Nicht zu vergrsl/n der «y,>6-writer, die Schreibmaschine! Mit ihrer Anwendung hören die Menschen auf, eine Schrift zu habe» — der typ6-w!'il6l- egalisiert und uniformiert uns alle — einer schreibt dann wie der andere — die Mischiue besorgt, was Frau von Sioigne' mit ihren zart,n Häuden ans' führen musste — den Nutographensammlern und Gra phologen wird vernünftigerweise nichts anderes übrig bleiben, als sich zu erhängen . . Ich brauche aber leine ZutunftKbilder, um mich zu ärgern; mir genügt hie^u. wie gesagt, der Kartenbrief. O dieser leidige, unausstehliche Karlenbrief!! F, Vroh. Laibacher Zeitung Nr. 10t. 822 3. Mai 1890. der Detailberichte der Bezirksbehörden. Sämmtliche An» träge wurden einhellig angenommen. Sanitätsrath Re< gierungsrath Professor Dr. Valenta empfahl sodann folgende Anträge der Würdigung von Seite der hohen Regierung: Einführung des Impfzwanges und kx ossO'Ueberwachung der Impfungen durch die landesfürst' lichen Gezirksärzte; energische Unterdrückung der Cur< Pfuscherei; Errichtung von Vezirlsspitälern; Verpflichtung einer Spitalpraxis für Aerzte vor Zulassung derselben zur Ausübung der Privatpraxis; Vermehrung der slove« nischen Hebammencurse; Erlafsung eines Gesetzes gegen den Missbrauch des Brantweines, wie dasselbe in Galizien bereits eingeführt ist. Nach eingehender Debatte wurden mit Rückficht darauf, dass einzelne der letztgenannten Anträge bereits von Seite der Regierung dem hohen Ministerium empfohlen wurden oder sich schon in Verhandlung im hohen Reichsrathe befinden, mit Zustimmung des Antragstellers der erste, dritte, fünfte und sechste Antrag eliminiert, hingegen der zweite und vierte einstimmig angenommen. Schließlich kamen noch zur Debatte und An» nähme der Antrag des Sanitätsratheö Professor Doctor Valenta über die Schädlichkeit einiger Schulzimmer im hiesigen k. k. Gymnasium in Abficht auf die Sehorgane der Schüler und der Antrag des Sanitätsrathes Doctor Voinjal, betreffend die Zweckmäßigkeit angesichts des herrschenden Aerztemangels auf dem Lande, dass das medicinische Studium unter Eliminierung des theoreti' schen Studiums von fünf auf vier Jahre herabgesetzt werbe. — (Ium ersten Mai.) Sämmtliche Blätter zollen die größte Anerkennung der wahrhaft musterhaften Haltung der Arbeiter in Wien und ganz Oester-reich'Ungarn am vorgestrigen Tage und heben hervor, dass die Arbeiter ihrer Sache den grüßten Dienst geleistet haben. Der durch die vor einiger Zeit vorgekommenen Excesse etwas erschütterte Ruf Wiens und Oesterreich-Ungarns wurde durch die Haltung der Arbeiter sicherlich gebessert; diese Haltung eröffne gute Aussichten für die Zukunft. — (Eine unachtsameMutter.)Am Morgen des 3. November v. I. verließ die 28 Jahre alte Bäuerin Maria Klun ihre Wohnung in Sessana und ließ ihr drei Jahre altes Sühnchen sowie ihr kaum zwei Jahre altes Töchterchen allein auf dem Herde zurück. Da geschah es, dass das kleine Mädchen einen mit Heiher Suppe gefüllten Topf umwarf und sich der Inhalt über das linke Bein des Kindes ergoss; die Kleine trug dadurch eine schwere Verletzung davon, an deren Folgen sie zwöls Tage darnach starb. Die unachtsame Mutter hatte sich vorgestern vor dem Landesgerichte in Trieft wegen Vergehen« gegen die Sicherheit des Lebens zu verantworten; der Gerichtshof vertagte jedoch behufs Einholung eines Eachoerständigen.Befundes die Verhandlung, da die An» geklagte behauptet, dass der Tod nicht infolge diefer Verletzung eingetreten sei. — (Ernennung.) Der Legstatts«Official in Ibria Herr Matthäus Üeh wurde zum k. k. Forst- und Domänen'Verwalter in der neunten Rangsclasse ernannt. — (Ein vergifteter Steinadler.) Im September v. I. hatten sich, wie dem «Wochenblatt» au« Stein geschrieben wird, mehrere Schafe auf der Alpe Planjaoa in der Steiner Feistrih verlaufen. Im Jänner d. I. fanden die von der Vürgercorporation in Stein angestellten Jäger zwei todte Schafe und präparierten sie mit Strychnin, weil man in der Nähe Füchse und Marder bemerkt hatte. Diese erwischte man jedoch nicht, dagegen fand man Ende Februar kaum zehn Schritte von dem vergifteten Schafcadaver einen verendeten Steinadler (H.quii2 luiva). Herr Oberförster Rudolf Fasan in Stein hat dieses Exemplar, ein dunlelgefürbtes Weibchen, welches in der Flügelweite 222 Centimeter und in der Länge 99 Centimeter mifst, durch den Präparator Schulz ausstopfen lassen. — (Aus Sagor) berichtet man uns unterm Vorgestrigen: Der heutige Tag ist hier vollkommen ruhig verlaufen. Die Bergknappen und auch sämmtliche Arbeiter der andern industriellen Etablissements besuchten mit Einwilligung der Direction mit Musikbegleitung die obligate Frühmesse zur Mai.Andacht. nach welcher sie sich in alle Windrichtungen zerstreuten, um im Kreise ihrer Familien den Tag zu verleben. Der ruhige Verlauf des heutigen Tages wird ebenso den geordneten Verhältnissen in Bezug der Arbeitslöhne, wie auch dem überaus maß« vollen und unparteiischen Vorgehen des Herrn Bezirks» hauptmannes aus Anlass des vorjährigen Streiks zu-geschrieben. — (Peron ospora-Spritze.) Die l. k. Land« Wirtschaftsgesellschaft für Krain erhielt bei der Ausstel-lung in Krems für ihre Vereins-Peronospora-Spritze, System und Patent Samassa, den ersten Preis. In der Exposition waren dreißig Aussteller mit 36 Systemen von derartigen Spritzen vertreten. Laut Beschluss des Ventralausschussrs wird die Landwirtschastsgesellschaft eine Anzahl von Spritzen gratis an die Filialen vertheilen, damit ärmere Weingartenbesiher selbe leihweise erhalten lvnnen. — (Aus St. Veit ob Laibach) wird uns in Vervollständigung des gestrigen Berichtes noch mit-Vch«M. da^s d« hochwürdigsten Herren Fürstbischöfe von Graz und Marburg in Gesellschaft Sr. Excellenz des Herrn Fürstbischofs Dr. Mifsia das Vereinshaus des dortigen katholischen Gesellenoereines besichtigt haben. — (Militärflüchtlinge.) Vor dem Erkennt-nisgerichte des Wiener Landesgerichtes hatten sich vorgestern wieder sechs lrainische Landwirtschaftsarbeiter im Alter zwischen 19 und 25 Jahren wegen Vergehens gegen das neue Wehrgesetz zu verantworten, weil sie unbefugt nach Amerika auswandern wollten. Sie wurden gemäß der vom Staatsanwalte vertretenen Anklage, und zwar Jakob Gazvoda zu einem Monate, Mathias Gorse und Johann Kmuz zu je einer Woche, Georg Güschl, Mate Kobe und Thomas Dolenec zu je fünf Tagen strengen Arrestes und überdies der Erstgenannte zu zehn Gulden, die übrigen zu je fünf Gulden Geldstrafe verurtheilt. — (Der österreichische Aerztevereins' tag) wird im September in Tropftau abgehalten werben. Der Verein der Aerzte in Krain wählte zu Delegierten die Herren Doctoren Dornig, Prossinagg und Valenta. — (Aus dem Saaten st ands-Berichte.) Die Wintersaaten haben mit wenigen Ausnahmen den Winter gut überstanden, Auswinterungen kamen wenige vor; infolge eingetretener Niederschläge und Wärme entwickeln sich Winter- und Sommersaaten sehr kräftig, lassen eine gute Ernte hoffen; auch die Wiesen erfreuen sich eines üppigen Wachsthums; der Weinstock treibt bereits lräs-tig an, die Mehrzahl der Obstbäume steht in reichlicher Blüte. — (In Krainburg) findet am 24. d. M. im Hofe des Gasthauses des Herrn Peter Majer seitens der k. k. Landwirtschaft« - Gesellschaft die Versteigerung von Zuchtstieren Möllthaler Rasse statt. Beginn um 10 Uhr vormittags. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 2. Mai. Der Zustand des Präsidenten Smolla hat sich gebessert. Im Abgeordnetenhallse inter» pellierten Dr. Menger und Genossen wegen Erleichterungen in der Anschaffung von Motoren und Werk« zeugmaschinen für Vereingewerbetreibenoe. Abgeordneter VaZaty und Genossen interpellierten, ob der Justiz-minister geneigt sei. dahin zu wirken, dass der Oberste Gerichtshof in jener Sprache verhandle und Urtheil fälle, in welcher die Sache in erster Instanz anhängig war. Abg. Havik und Genossen interpellierten wegen der Tarife und Refactien für Getreide und Mehle auf den ungarischen Bahnen. Abg. Vasaty klagte, das Präsidium beabsichtige seine eingebrachte Interpellation nur auszugsweise verlesen zil lassen; dies geschehe wegen Beschleunigung der Sitzungen und des böhmischen Ausgleiches. Der Vorsitzende entzog VaZaty das Wort. Graf Lazansly erhielt wegen mehrerer Zwischenrufe zweimal den Ordnungsruf. Graz, 2. Mai. Da auch im untersteierischen Kohlenrevier die Nacht und der heutige Vormittag ruhig verliefen, wurde das Militär, ausgenommen die inTri« fail, Hrastmgg und Oistro stationierten Truppen, wieder nach Eilli zurückberufen. In den genannten Kohlenorten fuhren die Arbeiter heute vollzählig an. Berlin, 2. Mai. Das amtliche «Colonialblatt» veröffentlicht die kaiserliche Genehmigung zur Allsprä, gung von Silbermilnzen mit dem Bildnisse des Kaisers und Kupfermünzen mit dem Reichsadler für Rechnung der Deutsch.ostafrikanischen Gesellschaft. Paris, 2. Mai. Die Academie Fran^aise nahm heute die Wahl des Nachfolgers Emile Augiers vor. Sieben Wahlgänge verliefen resultatlos. Es waren eilf Kandidaten vorgeschlagen, unter denen Lavisse, Manuel und Thureail Dangin die meisten Stimmen erhielten. Die Wahl wurde auf sechs Monate verschoben. Paris, 2. Mai. Cmzelne Journale melden, die Rückkehr Boulangers sei im Principe beschlossen und nur mchr ein Frage der Zeit. London, 2, Mai. Das Unterhalls nahm nach fünftägiger Debatte die irische Bodenankallftbill mit 348 gegen 268 Stimmen in zweiter Lchmg an. Chicago. 2. Mai. 35.000 Arbeiter demonstrierten zn Gunsten des achtstündigen Arbeitstages. Angekommene Fremde. Am 20. April. Hotel Stadt Wien. Steiner, Pernold, Horowitz, Freibergcn, Wien. — Mayer, Graz, — Theiner, München. — Zeldncr, Steinfeld. — v. Dulony, Berlin. — Dr. Muley, Graz. Hotel Elefant. Mayer, Hahn, Hirschler. Wien. — Muley, Klassenfurt. — Wagner. Pola. — Iurlotic, Mischitz. — Millautz, Pola. — Philipp, Neubüchl. — Kozuh, Dechant, Altl«cl. — Premrov, St. Veit. — Luterschcl. Agram. — Klein, Oberstein. — Hufnagel, v. Ambiosch, Gräfin Egger, Graz. — Rollo. Görz, Gasthof Sternwarte. Noval und Fojtel. Gradac. — Pols, Sei« senberg. — Zagar, Trebelno. — Paulin, Villach. Am 1. Mai. Hoiti Stadt Wien. Vachrach, Eßinger, Rubin und Hirsch, Kaufleute. Wien. — Rohde, Privatier, Verlin. — Ozbolt, Kausm., Tostje. — Stancl, Ingenieur, Pola. — Ronzoni, Kausm,, Trieft. — Hoffmann, Bahnbeainter, Kadbach. — Urbanöiö, Privatier, Oberlrain. Hotel Elefant. Pollal, Suhancl und Neitmayer, Wien, - Aro^. Oberlieutenant, Innsbruck. — Dr. Veter, Hamburg. — A"°, Prag. — Supel, und Harwey, Astrachan. — Hmelal, AM,' Görz. - Gfcll, Kfm,, Trieft. - - Goldstein, Kanifcha. - Mdl, Gottschec. Hotel Süolxchnhof. Iudanist, Kaufmann, Villach. - Heimann und Vrougier, Graz. — Goljevsel, Holzhändler; Schne'0« l. und l. Hauptmann, Görz. — Tomc, Neudorf. ^. Verstorbene. Den 1. Mai. Friederile Pessiacl, Private, 69 I., Nessel' siraße 11, Lungenödem. .. Den 2. Mai. Antonia Gostincar, Arbeiters - TosM, 16 Mon., Kuhthal 11, I'ukereuloki» pulmonum. Im SPitale: Den 3 0, April. Thomas Smole, Arbeiter, bb I>, ^paplexil», eereliri. ^ ^ » Den 1. Mai. Maria Hrovat, Arbeiterin, 37 I, ?°"" puerperalig. ^, Lottozichungen vom 30. April. Brunn: 63 7 4 82 9. Meteorologische Beobachtungen in Laibach^ " 7A7Mg7 733 3^"8 8"windstill bewölkt^ 0'90 2. 2 » N. 733 4 13 6 SSW. schw. bewüllt fetzen 9 » Ab. 733 6 10-0 SW.schwach! fast heiter ! . Tagsüber dunlle Wolkenzüge; nachmittags SonnenscheH geringer Regen. Abends Aufheiterung, mondhelle Nacht-^v" Tagesmittel der Wärme 10 8°, um 06 unter dem NorM«'^ Verantwortlicher Redacteur: I. Naglii. Man erkundige sich. U/Ä»«" Gegen einen starten Magenkatarrh, von dem ich geplagt '" ^ wandte ich alle Hilfe an, doch die verordneten Medicow brachten keine Erleichterung. Ich erfuhr durch die Z""^ch von den Apotheler Richard Brandts Schweizerpillcn, "" aM einem fortgesetzten Gebrauch derselben stellte fich die cry ^ Genesung ein. — Ebenfalls wurde auch meine Frau von "i Kopfweh geheilt. Ich habe Ihr Präparat auch anderen ^ «u^ leidenden empfohlen, welche mir ebenfalls über die V"'",^,,) leit der Schweizerpillen (5 Schachtel 70 lr, in den W"»' ;ft berichteten. Johann Gottlieb Waldner. Schulleiter. (UntM^,, beglaubigt.) — Man sei stets vorsichtig, auch die eck»^" hel« theler Nichard Vrandts Schweizerpillen mit dein »v^°il. Kreuz in rothem Felde und leine Nachahmung zu cn'pM) rlMIWßlwnr. ^ Die ersten k'rlinliußzvvocnen ninä ^owü^nlicd 2eit, in welcher nllcn einem lüorreetiv lur äie ^"^ clie I^ekeng^eise im Winter näuliss tiorvorßerulon 8ttirunßen in clen llörperliclisn l'unetinuen ßesuc ivirä. ?ür (lie»en 2wec!t i»t »ovolii 2ur »einülHnäißen Ilku^cur ä!» Uklnen Vorour Mr äi« L!iü«r: X»r!»',»<1. ^<""N»^ I'i'tlnxon«!»»«! unci anäere Ornrle von "^ ^ 3eit,e t)L»on6er» emplanlen. (14«^__^. _______________________________.— —^-- Maßstab 1:75 000. Preis per Nlatt 50 lr., in Tasch" auf Leinwand gespannt 80 lr. ,, ^ Jg. ». klnnmanr K Fell. Kambergs «uM""" i« Hctibach. W Vpiridion Peisiack gibt in snncn. so""^,,„ > W Namen seiner Schwester Clara NachrM ^ ^h, « M sie höchst betrübenden Hinscheiden ihrer mm«, u ^ ten Schwester W D Lriederike Pessiack > W Hausbesitzerin > W welche hellte Abend um 10 Uhr ""^ l^al!'"^ W M ren Leiden, versehen mit dc>n heil. Slclve,<" « M selig im Herrn entschlafen ist, ^„,"aa, de" » W Das Leichenbegängnis smdct ^>a> - ^^,u»'l' » W 3. d. M., um halb 5, Uhr nachmittags v",. « W hause Resselstraßc Nr. li aus statt. ^nde"l" » »Die Verblichene wird b.m fr"""" » W empfohlen. W W Laibach am 1. Mai 189U. > M «etrdinunglanftalt be, ^ibachcr Fcltung 3tt. 101. 823 3. Vtai 1890. Course an der Wiener Börse vom 2. Mai 1899. N°« dm ossicellm «0^^. Geld Ware Ctllntö-Anlehcn. i^''^U»chs Neu,e in Note,, > >^"^°N,°llMi,,s . 25» fl. ,31^132 5.0 >«««« " ' ?a,"ze bON fl, ,8^?,',13». , l «t°a»«l°!e , , IN« fl, IV« l'N l?9'!,<> 0sf!.,^,,^°>dli>ii!c, sleuersiei , l«9 75 l<>» Nl> ^''N''? 1" .^ """"re! , ,,? 80 ,,« 30 l>'!«b n,^7 ""l"' '" Silber w4 - ,«>> - >«>°L n^!"^'"' "^ «M, . , ^— L4N - )"N,-'>^ ' ^"" 4"/,. . . >,?«!. I,«85 «°l«'ll,,'^ "'°l»N Em. ,884 . »U»0 «7 9,' cl>« Vlih» lt,»!ss. l«»4 ub k" »6 20 ">°^."""^» - , . . „8- !.'»«(, ^,«V^'N' 5»/, , . . !<«!.<, „9 7, «», Vei«./. ''0 N« - >!°' dw " ^'"" f> V «»> '»«'"'«»««<> ^^< "!' 4' , l,« fi. ,„« z.-,! ,^ 7^. Grid Wars Vrundcntl.-Odllnationen (für ,00 fl, CM.), 5"/« aalszislbe...... lO5, .. — — 5°/„ mährische....... lOU 50 — - 5,°/» Klllin u»d Küstenland . . — — — — ,V/„ niederüfterreichlschc . . . 108 — —-— 5"/« strirische...... —'— — — 5"/, lroatil^e und s!nuo,>,«>,r,l^c...... »«8» 89'40 Andere öfsrntl. Anlchcu. Donau-Neg.liuse 5°/„ ,00 ft. . ,Ll — lL! 5» dto, «lüleihe l«7« , . l!»6 — 107 — «nlehen der Glad! Gürz . . ,10 — - — «lnlehen d, ^labigemelnbe Wlen ,<>5 2 > >0«-2!, Prtim.Nnl. d, sl.idlacm. W!cn l4!i <(» 145'?" Wi'l!,',, »mi«»!,'!,!'!! vrrlo«, s>"/„ i»8 5N 9» — Pfandbriefe (llll l»u st.), »ft»de»cr, °U«, »si, 4°/n «, . . ll? — l!8-- dl«, . 4>/,'V» , . . !Nl — - — c>iu. » 4°/„ , , . »«25 98'75> dto, PiÜui, Hchnlbdrischr. »"/„ !N« 2!> 1<>« 7^ ».el'. ^l,po ,»,i'l!5> t.fN'üüg. ^aill veil, 4',,"/<, , ,s»i — „1 2. dtllo , 4'V» , . WO'«« >UU'?ll dl'llo bOjähr. » 4"/, , . I<»II 1<»! ft,), ^trdwcmd« ^iorbbahii <>'4!! ,,>i 80 li>nl!züche K»rl»Ludwig^»Ullhl! st. K. 4'/.°/, . l0U - !!»<> Ü» Geld Ware ^rslsrr, vlorbwestdlll,n . , , l!>7 5« l<>« 30 LilloMillbl!...... 191 !>n Siikbahi! k 3"/o.....l4S 5!» l ^>0 5,!> » il 5",. >»<»'— III — Un„,.«lllli,, «al,» l<»1 6U K'» 4» Diverse Lofc «red!tlo—j zu- 4"„ Donau Dampfsch, !««» fl, , l8l>5<>><23 — Lllwacher Präm.°« >l, z^ 75 2L L5 Osrnrr Lose 40 ft..... ^4 50 «5 s.y ^lllsfli Ll'!!' 40 fi...... 57.59 57.<», »«oihsn^reuz. »ft. Ves, v,. !«st, __ _.. Rudolph Lost ll> ss..... ^5« z, .. Salm-Lo!r 4<» ft...... 52—62 75 Sl.'Venoi« liose 40 ft. , , , «,-75 «z «5 Walbslliu-Lose 20 fi..... 4^25 4, 2> Wi»d,sch Hrütz-Luse 20 ft. . . zz.z,, l>» !.n nlo.Or!l. Bant 200 ft, «>»"^ > Uanlverein, Wiener 100 ft,. . 11? «5 x? 7b B0!icr,>Ä!!ft. üst. 20U st. <3. 40»/, »1? 2i <>s 2i> llrbt.'«nsi, s.Hand. u. O. l»l>>ft.28« ?>' i!>9 ^ «ilcbltbanl, Aug. uiig. ^i!»>, ft. . ,izu 50 »4» b» Leposilcnbcml, Nllg. >l, »V7-- l9U — »t^umplc Ges.,^l>lu!I. ,>«,» ft, 575»— -,8» — Giro- u. lassen«., Witlnr 8'— 2ll!" Veld Ware Huvotlisle'io.. »N. » ss. «. . . 280'—LüN 5« Oefterr »lnaar. «aiil »00 ss. . 943 — „4«' - Uxlonbanl 200 ss...... 23» L». 239 7^ Verlehrlbanl, «lla. »4« ft. . , »Sl'Vü l«« 25 Acticn vou Irnnsport» Untcruchmungell. >ck), «lbrecht.-Vobn 200 ft. Gllber . ei'5l) ez — «IBlb ^iumau. Bahn 20<>ss, Z. ^U3— >!<>3 5." Mhm. Norbbahn 150 ss. . . , »l>9 zo'2,0 ->0 » Westbahn 200 st. . , . 3^0 — 8ii — Nulchtiehraker Eis. 50»fl. l«, »08» l<,»8 bll>. iltt, U) 201» ft. , 4«^ - - <22 — Don»,,. Dampfschl!1sahrt > 6r!., Oellerr, 500 ft, EM, , . . 84« 344 Drauitis. lB. Db.^Z.) li,x» fl, O. l9» l." 2 >«'50 D»i «udonb. H«..«. ^»»ss. 3. — —> —- l>i>rd!m>i!d« ^urbb. loo« fl, ft,HW. 3L» lz«!» - Oefts«. stordwestb. 20« st, Hilb. 2(»4 75 ^,,5 2^, blo. «5>>2!» — HragDüttl «tisenb. >!»0 fl. Vllb. 6" — u« 75 ^tlillleeilsnbahn 200 ft, Kilber 21? ^5 5,7 75, Hüdb«!,» 20!» ss, Oilhsl , , , l»!'2,lLl7s> 2üt> NorddVerb, B.20UN, ,7l 2. i,lll,u!!»ll>i Hl!,.Wr,,l?«N,o. W, 21» 75. 2l4 ?!. . neue <»r., Prioi'ltä!» «ctien l(w ft...... u» ^0 Zu ^ lln«.'«ali/». «isenb. »uu fi. silver 19« -j li»6 50 V,ld Ware Una Norboslbahn 200 fi. Vilb« «gl, — 19? — UnaWeftb s>«aabü>r»,>2,«»fl.s. i«8'?5 »uz 75 Hlldilstrie-Actlen (per Ztück». , «auiel,. «lla, Oeft. loo ft. . «5 >. »7 — «„yble,- nd. in Wien ,00 Ü...... 88— 90 — «kisen^ahüiv Ueihg, erNe, ^eul!,hl., Papiers, u. H..H. 49 — 4» br -Uraiierei »00 ft. . . »3— 94.- 1»i°n!a,!° Gesell., sste^r,-alpine 9/4» »791 Urazer lkile» Ii!b,-«es. 20l) ss, l«« »»8' — 5lllll0'tarj, Lleiosotllei, «» ft, 44« - 4»,',-._ «-chlüulmübl», Papiers, >«>»'» il, l98 — lluc» -. «Stt!ictrmllh!».L2i'!ers,>l,H,-G. l»», z,^ !2»'25 lrlsailei «ohlenw -Ve,. 7« st. . ,», — ,.,4 ^ !va>feiis.-G,,Oest.!N Hien «<»»st. ^^9^ 43,--. idaanun llelhailsl. «2g. in Pes« »"ft......... 8l 5^ »« — wr. Oaugsselllchaft lNO ft, . . 77 _ 79.. «ienrrberaer Ziegel Actlen »es, l?7- - 17» — Dcviscn. Dciltlche tjlii^ 5« 05 58,5 -undun , «l8li !l85» liar!«......... 47 U5 47'l« Ällluteu. bucaten...... ^'>9 z g^ iO.zraoc« Vlülte , , , »40, »4< ^eiltsch? ,»ifich«bH!ll!i»!en , ?»»-,», <>8 >2^ ljilp!er'»»bf!...... l2.>7> > „ .^alienilche <8Hi,l:>i>t?n sloo ü ) 4« 4> ^ »5 Beachtenswerte» ^ebeiiciiikoiiiineii ^auer k•- SteiK<'rii»K >'"(1 vieljähriger llohe y,(J""e" gewandte und verläss- ^'Vor7.u ,.ersoilf'M (ausgediente Gendarmen ''"'''iciiM ¦* (-'"'ailKn", welche in it dein ^"fiai.p" v*e* ln Berührung kommen. betört"tei *G- s-1890> «*•««•«« PO»t---_. ' (H522) 2&--B Zahnarzt %5t Schweiger N vOl <,T1ldl von 9 bis 12 Uhr vor-**6tei ol h's f) IJI'"- iiadunitiags. Wohnt: S .„?Madt wien, II. St. Nr. 23. -pUto>-i(;itö hvnil<"he Pariser I'lombe, von ,'lrbeerikanisrhpi» Methotle ver- <0|Hfi f( n!'e Entfernung der Wurzeln. — -\.^jedes Stück Garantie. 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Michl'ldorf, Oberöste,reich. I!». März 1««7. Leopold Ninuerberger, Holzhäudlri und !»iea<>>älenb sil.,rr. Dass vorstehende Zeilen aus Wahrheit b?' rnhen, bestätigt: Ioh. Weyrmayr. Vür^rmrister. Vci läuger wiihrendl» VeidaüüngsslöiüNii!» verlange man dir Schrijt »Magr„ Di'.rmlalarih. gratis von I. I. F. Popp in Heide (Holstein!. (42l1I^ 42 wraz: Apolhcle des Wendelin v. Trntöczy, ^nbsch»f!e Ilnübertllfflilll für Ill'lme Apclhclc. ö>,cls!,„s!c: " , s > s » Wien: Apolhclc dcö Victor v. Trnloczy „uun heil. ßran- m cii'ci«'" «zugleich lhcmilchc sadr,l). V.. Hunt«llhurmclslroßc Nr.,I«: « i> ^ ,, __ ,,„ 1.83!ii:sI'Mi!vz8^l j / aromatische«, wirl! erfrischend, veil» Zahne und bcsei. ,".', ^^M^«! ^«^^« lig< den üblen Geruch au« dem Münde ^,si,,^ __________.^^^^I_^^^W^^M! 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(18:52/ Nachmittags um 3 Uhr im Schweizerhaus, abends um 8 Uhr im Casino-Restaurant. p^** Der Kapelle wurde die hohe Auszeichnung zulheil, vor folgenden gekrönten Häuptern sieh prnducieren /u dürfen: Kaiser Franz Josef J., Kaiser Wilhelm I., Königin von England, König von Neapel, Grossherzog von Baden, Prinz von Wales etc -^pl Entree nachmittags 15 kr. Entree abends 30 kr. ¦¦¦¦¦^ ~T^_~ _^^^__ _ .^^^^ _ _ _^ai^^k_- ..^^^„i m^^tfi^^^^ &^^^^^^hi