^116. Dinstag am 24, Mai I864. Die „laibllche, Zeitung" erscheint, mit Ausnahme l>« Sonn- und Feiertage, tllglich, und lostet sammt l»m Veilagen im Comptoir ganzjährig 11 si., HM. jilhrtg b fi. b0 tr., ulit Kreuzband im Comptoir ganzj. 12 st., halbj. 6 fl. Fllr die Zustellung in's Haus sind halbj. 50 lr. mehr zu entrichten. Mit der Post portofrei ganzj., untn Kreuzband und gedruckter Adresse 15 si., halbj. 7 fi. b0 kr. Insertionsgeliüyr für cuie Vannmid-Spaltenzelle oder den Naum derselben, ist filr Imalissc Eiuschal-rung S kr., fllr 2malige8tr., fllr 3maligc 10lr. u.s. w. Zu diesen Gebühren ist noch der Insertions - Stcmfttl per 30 lr. für eine jedesmalige Einschaltung hinzu zu rechnen. Inserate bis 10 Zeilen losten 1 fl. 90 lr. für « Mal, 1 fi. 40 lr. fllr 2 Mal und 90 kr. ftlr t Mal (mit Inbegriff des InsertionsstempelS). AMchtt Theil, eVe. l. k. Apostolische Majestät haben mit Aller» höchster Entschließung vom 26. März d. I. den Fi« nanzratl' im Gremium der Finanz.Landesdirektion in Innöbrnck. Karl v. Tarn<>czy. zum Vorsteher dcr neuerrichtcten Finanzchiffsahrtögcscllschaft des österreichischen Lloyd. Johann AtanaslouicS Nittcr von Mi» looor nno dem Julius Abramovic 6 von Adel» bürg verliehen. Das Ministerium für Handel und Volkswirthschaft hat die Wiederwahlen dcö Moises Vita Iacnr ^uin Präsidenten, lind des Vinccnz Zalta znm Vizepräsidenten der Handels» und Gcwerbekammer in Vadua bestätigt. Heute wird in deutschem und zugleich slowenischem ^kxte ausgegeben nnd versendet: Gesetz» und Vcrordnuugs-Blatt für das Herzog» ^hmn Krain. X«. Stück. Jahrgang »8K4. Inhalts-Ucbcrsicht: 11. üulidmachung der k. k. Landcsbchörde für Krain vom 10. Mai 1864. Nr. 4951. betreffend die Militärcntlassung gegen Taxcrlag für l°lle Soldaten, welche bis zum Schlüsse dcr Haupt. stcllung im Jahre 1863 asscnlirt wnrdcn. ^om r. f. Redaktions > Bureau des Gcsrtz- und Vcrordnnngs. Blattes für Krain. "albach, am 24. Mai 1864. Nichtamtlicher Theil. Laibach, 23. Mai. Gs liegen heute keinerlei politische Nachrichten von Bedeutung vor; die Situation ist in nichts ucr» ändert. Die Frage, was mit Schleswig.Holstein gc» schehcn soll. beschäftigt die Blätter vorzugsweise und nährt die Konjektur. Auf die Nachricht, daß die däni» schen Bevollmächtigten die Vorschläge, welche die Vertreter der deutschen Großmächte in der Konferenz» Sitzung vom 17. einbrachten, für nicht annehmbar erklärten, baslren die preußischen Blätter die Uebe» zeugung. daß eine Rückkehr zum Standpunkt der Personalunion nun nicht mehr möglich scl. Man könne jetzt nur noch Kombinationen erörtern, welche die Hcrzogthümcr vollständig von Dänemark scheiden. Und die eigentliche Stütze für neue Kombinationen könne mau nun bloß noch finden in der Befragung der Herzogthümcr. In dieser Anschauung vereinigen sich die «Noroo. Allg. Zlg." uud die «Nat..Ztg.", die «Spenersche und die Köln. Ztg." Nur in dcr «Kreuz, zcitung" entfaltet Herr Wagner, der Führer dcr prcu» ßischen Feudalpartci. das Banner des «allen dänischen Staates" den «revolutionären" deutschen Herzog, lhümern gegenüber. Herr Wagner erklärt sich auf das Entschiedenste sowohl gegen die Almckirung dcr Hcrzogtl'limer an Prcußcn, wie gegen oen Herzog uon Augustcublirg, da ,mch Anerkennung des Staats' grundgesehes von 1848 ein AugustenburgischeS Schlcs' wig.Holstcin nichts als «ein Stützpunkt für die enw. päische Ncvolutionspartei" sein würde. Die Mittel zur Erhaltung der Integrität Dänemarks scheinen ihm noch nicht erschöpft; diese »Möglichkeit" müsse durch« aus offen gehalten werden. Der baldige Ablauf dcr vlcrwöchenllichen Frist, welche der Waffenruhe eingeräumt worden, regt die Frage an, waö dann geschehen wird? Nach dcr «In« dep." sollen die nentralen Mächte übereingekommen sein. die Wiederaufnahme der Fcindseligrcitcu in keinem Falle zu dulden, worunter wohl zu verstehen ist, daß die Fortführung dcr Unterhandlungen dcn deutschen Mächten durch eine Kricgsandrohung cmfgcnöthigt winde. So schreibt man dcr «Indep.« aus Paris. Andererseits meldet die «France", sie glanbe zu wis. sen. daß die österreichische Regierung bemüht ist. daö Berliner Kabinct friedlicheren Gesinnungen zuzuführen als diejenigen waren, welche es in dcr letzten Kon» ferenzslynng kundgegeben l'abeu soll. Auch Rußlaud habe sich in energischer Weise für die Aufrechlhal» tung dcr Integrität der dänischen Monarchie ausgc» sprochcn. Trotz aller schönsärbcrischcn Berichte ist der „Mo< nltenr" nnn gezwungen (vergl. Telegr) cinzngcsttheu. daL dcr Aufstand in Algerien eine sehr ernste Vedeu» tnng hat, und mit dm Ereignissen in Tunis im ge» nauestcn Zusammenhange steht, was man bis jetzt emschicdcn gcläugnet halte. Aus Allem geht hervor, daß die Insurrektion in Algerien sich ausdehnt, und auch die Provinz Oran ergriffen hat. und im Rücken dcr von dcn Franzosen gegen Süden vorgeschobenen Kolonnen losbricht. Eine Verlegenheit für die Fran» zoscn in Algier ist die tödtlichc Krankheit, welche dcn Marschall Pclissicr, dcn Gouverneur dcr Kolonie, in diesem kritischen Augenblicke niedergeworfen hat. Pc» lisslcr wird schwer zu ersetzen sein. denn dcr 70jäh< rige Marschdll war der Träger des ganzen Systems, mittelst welches die Franzoscn sich bis jetzt in Alge» ricn allein zu behaupten vermochtet!. Ium Staatsstreich in Nmnänieu. Bekanntlich hat Fürst Alexander Johann l. von Rumänien ulin« Cusa mit Hilfe seines Ministers Cogolmtschano den Sitzungssaal des gesetzgebenden Körpers durch Waffengewalt räumen lassen. In der Vcrurlheilung dieses Gewaltaktes ist ein großer Theil dcr Presse einig; eben so einstimmig wird die wüste äußere Politik verdammt, welche Cusa seit der Vcr« cinignng dcr Fürstentbümcr getrieben. Scchsthald Iadrc stel't Alexander Johann I. an dcr Spitze eines stürstcnthumS. das an Einwohnerzahl dem Königreiche Belgien gleichkommt, an Größe es um mel'r als das Vierfache übertrifft, den fruchtbarsten Boden von Europa. die Donaumündungcn mit Seehäfen wie Galatz und Braila besitzt. Was aber haben diese vier Millionen Rumänen, denen der Pariser Friede durch die Vergrößerung der Moldau und durch Locke« ruug dcr türkischen Obcrberrlichkeit. die Pariser Konvention von 1858 durch Verleihung ciucr von Europa garanlirten Verfassung und durch Anbahnung der Union eine so herrliche Chance eröffnet, in dcr Zeit geleit stet? Sie haben ihr schönes Land znm Herde einer nicmalS ruhenden Nationalilätcnpropagauda gemacht, die Nächstliegenden Ziele über dem Streben nach einer glänzenden Rolle in dcr lumte puliüczuu vernachlässigt, die Finanzen durch militärische Schaustellungen ruinirt und jeden materiellen Fortschritt im Innern zurück» gehalten, weil in der Moldowallachci ganz wie in Griechenland die Gewalthaber ihr Auge lediglich auf eine fortwährend tnrbnlcnte Wirthschaft gerichtet hielten. um dabei theils selber im Trüben zu fischen, tlicils die Massen vom Nachdenken über ihre eigene Gedrücktheit und die Privilegien dcr bevorzugten Nlassln abzuhalten. So ward heute mit Klapka und Garibaldi gegen Oesterreich. morgen mit Serbien und Rußland gegen die Pforte. übermorgen mit den pol» nischen Insurgenten gegen den Czaren lomplotirt: kurz. Rumänien war auf dem besten Wege. Europa die Emanzipirnng der Fürstcnlhümer in demselben Maße zn verleiden, wie es an seinen hellenischen Schützlingen wenig Freude erlebt. Bei der Masse deS Volkrs fand Cusa Beifall, nicht aber bei dcr meist aus Vojaren beNeuenden Kammer. Diese sind dem Fürsten neidisch. feindselig gesinnt, weil sie in ihm nnr cincn ihres Gleichen er» blicken. Seinerseits sucht Cusa. um seine fürstliche Autorität zn befestigen, sich gegen i,in rohes, egoistisches nnd korrumpirtes Bojarenthum auf die Masse des Volkes zu stützen und zu diesem Vehufe die letz« tcre den Banden feudaler Abhängigkeit zu entreißen. Dieß suchte er vor Allem durch die Oktroyirnng eines liberalen Wahlgesetzes zu erreichen. Nach dem bisherigen Wahlgesetze bestand die Kammer fast nur aus reichen oder doch selir wohlha» brndcu Grundbesitzern; denn die Wähler mußten anf dem Lande ein Einkommen von Tausend Dukaten aus Grund nnd Boden ziehen, in den Städten Sechs-tmisend Dukaten in einer industriellen Anlage placirt haben — nur ein Drittel der ländlichen Deputirtc» ward von Wählern mit huudcrt Dnkatcn jährlichen Nsiucinkommcnö aus Grund und Boden ernannt. Ueber-dieß mußte dcr Deputate selber ein Jahreseinkommen von 400 Dukaten besitzen. Ein furchtbarer Census in einem Lande, wo es im politischen Sinne des Wortes einen Mittelstand gar nicht gibt, weil daö ganze gebildete Vürgcrthmn aus Fremden besteht, die nicht nalnralisirt. ja einer ausläudischcn Gerichtsbarkeit unte.rgcorduct sind. bci den Wahlen also nicht in Betracht kommen. Dagegen will ras ncn oktroyirte Wahlgesetz die indirekte Wahl. nämlich Urwähler und wirkliche Wähler, Jeder soll Urwählcr sein, der anf dem Landc ctwa scchS. in dcr Stadt zwölf Gulden an direkten Staatöstcucrn entrichtet, und zum Wahlmann Jeder eruanut werden können, der vier Dukaten Abgaben zal'lt; dcr Census der Dcpntirtcn ist nur so hoch wie jener dcr Urwählcr. Die Mitglieder dcr liberalen Professionen, so wie die pcnsionirtcn höheren Zivilbeamten und Offiziere sollen Wahlmän« ner sein, alle aktiven Offiziere und höheren Beamten 4VS sind aber nicht in die Kammer wählbar; Mitglieder der Magistralur wenigstens nicht in ihren GerichlS« sprengeln. Gegen den Liberalismus dieses Wahlgesetzes ist nichts einzuwenden; aber dic Art und Welle der Inszenesetzung, die gewaltsame Nmwandlnng der von den europäischen Mächten festgestellten Verfassung, die Gulbeißung des Staatsstreichs durch ein voto uui-V6IA0I — das ist es, was die Mächte veranlassen wirr», sich in die Angelegenheiten der Donaufürsten-thümer auf> Neue einznmischeil. Laß hierbei die um den Einfluß ringenden Mächte sich leicht in die Haare gerathen können — darin beruht die Bedeutung des Cusa'scheu Staatsstreiches. Ueber die letzten Vorgänge in der mold0'walla> chischen Kammer schreibt mal« der »Pr." aus Bukarest: Wenige Tage vor dem Wiedcrznsammenttitte der be» kannllich Ende April vertagten Kammer hielten hun» dertundacht Mitglieder derselben eine Privaluersamm« Inng; der gewesene Instizminister, Abgeordneter Äo» jercsco, legte den Entwurf einer Resolution vor, in welcher die obwaltenden Konflikte zwischen der Kammer und dem Regenten Punkt für Punkt dargelegt uud an deren Schlüsse zwei scheinbar ganz harmlose Beschlüsse angefügt waren. Die Versammlung hatte die Annahme »es Entwurfes, wie er proponirt war, beschlossen, und so vorbereitet hielt die Kammer Sitzung. Als über den vorgelesenen Resolutions« Entwurf abgestimmt werden sollte, verlangte der Minister-Präsident Cogolnitschano das Wort, wahr» scheinlich behufs sofortiger Vcrlesuug des Auflösungs« Dekretes. Der Präsident der Kammer. Katargiu. verweigerte ihm dasselbe jedoch auf Grund der Gc« schäftsordnung. Daraufhin verließ Herr Cogolnitschano den Saal. um das draußen bereits aufgestellte Mi» litär zu holen. Diese kurze Abwesenheit des Minister« Präsidenten genügte der Kammer zur regelrechten Abstimmung, und als Herr Eogolnilschano mit seinen Gendarmen uud Dorobanzen in den Saal einrückte, war die Versammlung durch ihren Präsidenten von der verfügten Auflösung beieils in Kenntniß gesetzt, uud die einzelnen Mitglieder verließen in Ruhe den Saal. Nur der Präsident Katargiu ließ sich durch den Waffenlärm nicht beirren und blieb auf seinem Platze, bis er die letzten Anordnungen getroffen uud das Sitzungsprotokoll unterzeichnet halle, trotzdem der diensthabende Kommandant ihm die Drohung, er werde ihn mit Gewalt fortschaffen, in's Gesicht gc. schleudert hatte. Um 4 Uhr Nachmittags verließ auch er, der Letzte, den Saal, die gesetzgebende Kammer war gesprengt. Die leßlcn Beschlüsse der gesetzgebenden Kammer Rumäniens lauten nach Aufzählung der verschiedenen Gründe und Erwägungen: „Artikel I. Die gesetzgebende Kammer Ru« mänirns wird bis zum Zeltpunkte, da der durch das Mißtrauensvotum. welches dem Ministerium Eogol« nitschano ertheilt wurde, geschaffene Konflikt in kon« stitmioneller Weise beigelegt sein wird, bloß in Sek« tionen arbeiten. Artikel N. Sie wird eine Kommission von vo» fünf Mitgliedern niedersetzen, welche eine Ant« wort auf die fürstliche Votschaft vom 15, (27,) April ausarbeiten soll " Oesterreich. Wien. Die «Tr. Ztg." brachte iu einer ihrer letzten Nummern ein Schreiben vom Bord der Fre« gälte »Elisabeth". Flaggenschiff des KontrcadmiralS Baron u. Wüllerstorff. welches gewissermaßen den RcichSralh verantwortlich macht für die Langsamkeit, mit welcher die Fahrt der betreffenden Ilottenabthei-lung vor sich ging. Von kompetenter Seile wird uns versichert, daß der gerechten Sparsamkeit des Reichsralhcö durchaus teiue Schuld belzumessen sei; der Grund der Verzögerung sei in dem nicht ganz entsprechenden Bau der Schisse und in dem Umstand zu suchen, daß man eigentlich mehr Schlffe, als Matrosen halte. Prag, 2l. Mai. In der heutigen ÜandtagS-sitzuug wurde die Berathung des Straßenkoukurlenz« gesetzeS beendet, und das Gesetz über die Durchfüh« rung der Landessprachen in den Schulen in Ver« handlnng genommen, und nach längerer, meist objek-liver Debatte, im Grundsätze angenommen: Beide Landessprachen sind in den Schuleu gleichberechtigt. Die Unterrichtssprache in den öffentlichen Schulen Böhmens soll nur eine der beiden Landessprachen sein, Die Mittheilung über die Bestätigung der Bauordnung wurde mit lebhaftem Belfalle entgegengenommen. Ausland. Berlin. Die Gerüchte über Preußens Annekti« rungsgclüslc erhallen das erste Dementi auS preußi« scher Quelle. Nach einer offiziösen preußischen Mittheilung hätte der König, auf Veranlassung dcs Grafeu v. b. Goltz bewogen, in Paris die bestimmte Erklä« rung abgeben lassen, daß der preußischen Regierung derartige Absichten fremd seien, uuo daß sie die iu Umlauf gesetzten Gerüchte von elucr beabsichtigten Annektirni'g der Herzogthümer höchlichst mißbillige. Auch soll Herr u. Bismarck dell Vertretern der deut« schen und auswärtigen Mächte alle derartige» Ab« sichten Preußeus iu Bezug auf oie Herzogthümcr entschiede» demeulirt haben. Kolding, 15). Mai. Der »Fl. Nd. Ztg." wird von hier gemeldet: Nachträglich möchte ich noch eine Mittheilung bringen, die mir Frioericianer Bürger machten und oie auf die Räumung der Festung cin ganz besonderes Licht wirft. Als die ersten Schiffe im Hafen anlangten, um die Wegschaffung des Ma« terialö zu beginnen, bemächtigten sich die Soldaten derselben und zwangen die b'lreffcndcu Kapiläne, sie vor allen Dingen nach Fühnen überzusetzen: ein Alt der Gewalt, den man einfach Meuterei ucnut. und welcher eine Armee nothwendig zu Auflösung führt. Tdaten die Truppenoffiziere nur einigermaßen ihre Pflicht, so mußten sie mit oen Waffen in der Hand die Meuterei uuterdrücken. Die Truppenoffiziere baden die Meuterei nicht unterdrückt und die SchiffSkom-manbcnre haben ihr dienstbar sein müssen. Der Befehl war jedenfalls, daß man zuerst das Material und dann die Trnppen wcgführeu sollte. Dagegen geschah daS Gegentheil, oder vielmehr viel Schlimmeres, la daS Schlimmste, was überhaupt geschehen konnte: die Truppen fiohcu, uud das iu einer so ganz unnöthig hastigen Art. daß sie all' das kostbare, Millionen wrnhe Maierial dem Feinde unbeschädigt überlieferten. DaS einzige, was man an dem Material gethan, war das Vernageln der meisten Kanonen, daS aber macht dieselben nur auf wcuigc Stunden unbranchbar; die Nägel waren ganz rasch wieder ausgebohrt und so das Geschütz vollständig brauchbar; ferner schlug man einige Pulverfässer auS und zerstreute den Inhalt !m Magazin, so daß ihn die Ocsterreicher nur wieder cinznschaufelu hatten. Wie leicht konnle man wenigstens die Zitadelle mit den riesigeil Munitionsmasscn sprengen, oder diese durch das Wasser unbranchbar machen, falls man sagen wollte: «wir mochten der Stadt nicht dnrch die Explosion schaden." Die ersten einrückenden Oestcrrei-cher, eine Abtheilung vom Regiment Holstein, erwar« letcu jcdeu Augenblick eine Sprengung, und blieben daher öfters halten — sie waren ganz erstaunt, daß nichts der Art geschah, und als sie sogar die Magazine gefüllt fanden, wußten die Offiziere nicht, was sie sagen sollten — man wollte kaum den Augen trauen. Die rapide Räumung erregte um so mehr Staunen, als die Ceruirten noch nicht im Geringsten bedrängt wurden. Aus Nom schreibt mau der «G.»C," vom 15. d„ daß dort mehrere von der russische» Negierung ver« folgte polnische Geistliche angekommen, welche dem heiligen Vater einen umständlicheu. auf Dokumente gestützten Bericht über die Verfolgungen vorlegen wollen, welchen die katholische Kirche in Polen, Lithauen, Podolicn und Volhunien von Seiten der russischen Regierung ausgesetzt. Der Papst hat Befehl gegeben, die fiüchligcn polnischen Geistlichen in dem Pilger» Hospital aufzunehmen uud sie dort mit allen nöthigen geistlichen und leiblichen Bedürfnissen zu versehen. Turin, 14. Mai. Die venetianischen, polnischen und ungarischen Flüchtlinge, welche sich hier aufhal-tcu. haben im Laufe der letzten Tage in einer „Generalversammlung" beschlossen, aus ihrer Mitte cinen Zeutralansschnß zu wäl'len, welcher direkt mit Gan« lialdi verkehren soll. Jener AnSschuß wild überdies in drei Abtheilungen — für innere Angelegenheiten, äußere Propaganda und militärische Vorl'crelnmgeu — zerfallen. Wie ferner berichtet wird, ist der bei der jüngsten Waffcnscndung nach Brescia kompromii» tirtc ma^inistischc Agent Barbaglia in Freiheit gesetzt und der ganze Prozeß gegen die Betheiligttu von der Regierung niedergeschlagen worden. Auö Zürich, 17. Mai, wird der «O.«D. P." geschrieben: Die Schweizer Unternehmungslust dürfte durch die Folgen des dänischen Krieges uud die wach, senden Gefahren einer orientalischen Verwicklung auf Feuilleton. Gin Muster Erziehungsinstitut. Ein solchcS ist ohnstreitig die Anstalt des Schul-rathes Dr. Volkmar Stov in Jena. Sie ist so vortrefflich, daß ihr saklisch aus allen Weltgegenden Zöglinge zuströmen; neben vielen Engländern finden wir Deutsche aus allen Ländern, namentlich Oester» reicher, ferner Russen und Griechen. Selbst Nord» und Südamerika folgen dem Beispiele des praktischen Alt Englands, und senden ihre Söhne zn Slou nach Jena. Der Zweck dieser Erziehungs.'Anstalt ist: Knaben gebildeter Familien vom achten Lebensjahre an. so sehr an Körper und Geist auszubilden und zu kräf« ligen. daß sie ihren Angehörigen als tüchtige, gesunde und charaktervolle Jünglinge zurückgegeben werden, denen man mit fester Zuversicht ihre eigene Furtbil« dung überlassen kann; was immer für Studien sie dann weiter zu treiben anch beabsichtigen mögen. Auf welche Weise dieser Zweck augestrcbl wird. soll durch folgende Darstellung *) deS LebenS und Treibens in Stoy's Institut des Genaueren dargctban werden. Vor Allem wird Sorge getragen für die körperliche Entwicklung, ausgehend von dem pädagogisch festgestellten Satze, daß der tüchtigste Geist nur in einem gesunden Körper zn seiner vollkommenen und durch nichts beirrten Machtcntfaltuug gelangen könne. Eine lichte, luftige Wohnuug. einfache, gesunde Nahrung, zwsckmäßigc Klcldnng und richtige Ver-^ «Heilung von Arbeit und Erholung thun daS Ihrige hierzu. Stoy's Institut erfreut sich der günstigtten Lage an der Südseite der Stadt Ieua, unweit der Saale, in der unmittelbaren Nahe des sogenannten »Para» *) Von I. v. M., einer Dame in Graz. dieseS-. einem reizenden Gemische von natürlichen Aueu und Wiesen uud angepflanzten Alleen und Gebü> scheu. Das Hauptgebäude, wo, neben der Direktors« Familie, sämmtliche Zöglinge untergebracht sind. ist speziell für die Anstalt gebaut worden, und dürfte wohl daS zweckmäßigste Gebäude seiner Art in ganz Deutschland sein. Im Erdgeschosse befindet sich ein boher. heller und geränmiger Speisesaal. wo über 80 Zöglinge an zehn Spcisetischen nebst ihren präsi« oirenden Hauölchrcru Play finden. Ein eben so gro-ßer Lehrsaal nimmt den ganzen Seitenflügel im sel« ben Geschoß ein, daneben befindet sich ein großer Vorsaal. der bei schlechtem Welter als Spielhallc dient. Die übrigen Räume sind a!S Küchenlokalitä« ten verwendet, und sehr zweckmäßig uud reinlich ein, gerichtet. In, ersten Stockwerk befindet sich die Wohnung der DircklorSiFamilic. Empfangsaal, Kanzlei, Kon« fereuzsaal, Kinder« uud Krankenstuben. Der gesamnne Personalstand des Instituts steht unter der pcrsonll« lchen Obhut deS angesehensten ArztcS der Stadt. Im zweiten Stockwerk befindet sich die Hauölirche und in Mitte zweier Schlafsäle der Waschsaal, Licht. Luft und Naum sind im vollsten Maße vorbanden, die mit reinen, weißen Linnen überzogenen Betten stehen weit ab von der Wand und von einander. Am Wandpfeiler hinter jedem Bette befindet sich die Klei« derstelle des betreffenden Zöglings, oberhalb derscl« ben hängen in Goldrahmen schöne Bilder, die auf die Geschichte. Literatur. Märchen und Legenden Deutschlands Bezug haben, so, daß der erste Blick des Erwachenden schon einen erhebenden und bedeu. tungsvollcn Eindruck erhält. A» der Kost der Zog« linge nimmt die DireltionSfamilil Theil, der sich sämmtliche Hauslehrer anschließen, die alle in bcu Nebengebäuden des Instituts untergebracht sind und ihr ganzes Wirken demselben ausschließlich widmen. Dort befinden sich auch die Hörsäle. Gefrühstückt wird um halb 7 Uhr; die Kleineren erhallen Milch mit Wcißbrod, dir Größeren Kaffee. AIS zweiteS frühstück theilt die Hausmutter Bulterbrode auS. Zur Miltagslost erhalten die Zöglinge Suppe, Fleisch mit Gemüse und Brod, von Allem reichlich. Sonntags gibt es Braten. Zum VcSperbrod erhalten die Eß-lnstigen Brod mit Obst und zum Nachtmahle wieder Suppe uu? Butterbrot), im Sommer wird erstere anch öfters durch saure Milch ersetzt, Die Zöglinge selbst sind mit dieser Einfachheit des Essens nicht immer ganz einverstanden, sie sehen aber alle so wohl und blühend dabei auS. daß solche Kost ihneu gewiß zuträglicher ist. als die feiueu Kuchen, saftigen Ära« ten und süßen CompotS aus der elterliche» Küche. Genügsamkeit will eben auch gelernt nnd geübt sein. und Stoy's Institut ist der richtige Ott, um die Gelüste genäschiger Kinder auf eiu auständigcö Maß zurückzuführen, und wer sich redlich bescheiden lernte, dem schmlckl der Gcburtstagskucheu (den die freundliche Hausmutter alljährlich jedem Zöglinge unwiderruflich bescheert an dem großen Tage, wo er daS Licht der Welt erblickte) dann um so besser. Um endlich auf die Kleidung der Zögling? zu kommen, die gewiß als Hauplfaltor iu der Gesund« hcilöpftegc zu betrachteu, so haben wir nichts zu bemerken, als, daß selbe jederzeit zweckmäßig, reinlich und >er Jahreszeit entsprechend, mehr auf der kü> leren Seite gehalten wird. Im Sommer besteht sie auS hellfarbigen Turuanzügen. mit der den Turucrn erb« und eigenthümlichen Verachtung alleS defs"'. was verweichlichte sterbliche ^nierziehhose" ^ „Leibe!" nennen. Im Winter kommen beide cben verpönte Kleidungsstücke in Anwendung und werden Tuchkleider darüber getragen, wo jedoch die Vlome beibehalte» bleibt bis ln'S 16. Lebensjahr. Die KoM bcdectung besteht auS Tuchmützen uud Filzhüten, o» Turngarten uub im erwähnten «Paradiese", va eigentlich alS dessen Fortsetzung zu betrachten ist, ° «ummelt man sich auch wohl ohne alle Kopfbedellu^ herum. (Schluß folgt.) 463 neue Bahnen getrieben werden, welche für die deutsche Schissfabrt im Allgemeinen und für die maritimen Interessen Oesterreichs insbesondere von bedeutender Wichtigkeit sein könnten. Sie werden bereits wissen, daß Bremen vor einiger Zeit sich an die Schweiz gewandt hatte, um deren neutrale Flagge für die Hansa-Schiffe zu erlangen. Die Schweiz weigerte sich damals, diesem Ansinnen zu willfahren. Doch hat diese Idee in Bern Stoff zum Nachdenken ge» geben, und man hat sich au die Schweizer Konsuln in London, Marseille und Trieft gewendet, um das Gut» achten der dort ansaßlgcn helvetischen Handelsleute über diesen Gegenstand einzuholen. Es ist nicht zu läugnen, daß eine so neutrale Flagge, wie die der Schweiz, in Kriegsfällen viel besser daran wäre. als d'c hanseatische und andere. Zu berücksichtigen ist ferner, daß Schweizer bereits bedeutende Kapitalien in Schiffen besitzen, wenn auch nicht direkt unter idrem Namen. An Kapitalien und Unternehmungslust fehlt es hier nicht; die Schweiz selbst konsumirt viele über» seeische Produkte, und es wird bereits erwogen, daß eS für das Land von großem Vortheile sein könnte, eine eigene kleine Handelsflotte auf dem Meere zu haben und mit eigenen Dampfern Verbindungslinien Am achten und neunten kam cö zu Scharmützeln, am zehittcu zu ciner dritten Schlacht bei Spotsyluana (in Virgiüicn). Tcr Verlust dcr Umouisten au Tod« ten nno Verwundeten ist 40,000 Mann. Longstreet ist schwer verwundet. Markt- un> Geschäftsbericht. Krainbnrg, 23. Mai. Auf dem beutigcn Markte sind erschienen: 50 Wagen mit Getreide. (Wochenmarkt - Prcisc,) Weizen pr. Mctzcn st. 5.90; Korn ft. 3.40; Gerste ft. —.— ; Hafer ft. 2.60; Halbfrncht ft. —.—; Heiden ft. 2.80; Hirse ft. 3.40; Kukurutz ft. 3.80; Erdäpfel fl. —.—; Linsen ft __.__; Erbsen fl. —.—; Fisolen fl. 4.30; Ninds. schmalz vr. Pfund kr. 47, Schweineschmalz kr. 44; Speck, frisch kr. 29. detto geräuchert kr. 40; Butter kr. 38; Eier pr. Stück kr. 1; Milch pr. Maß kr. 10; Rindfleisch pr. Pfund kr. 18, Kalbfleisch kr. 17, Schweinefleisch kr. 20, Schöpsenfleisch kr. —; Hähn> del pr. Stück kr. 30, Tauben kr. 15; Heu pr. Ztr. fl. 180, Stroh kr. !>0; Holz hartes, pr. Klaster ft. 5.10. delto weiches, si. 3.50; Wein, weißer, pr. Eimer ft. 7. ____________________ Verantwortlicher R^ von Ignaz v. Kleinmayr st Fedor Bamberg in Laibach. 464 Telegraphische Effekten- und Wechsel-Kurse an der k. k. öffentlichen Äörsc in Wien den 23. Mai 1864. 5'/. MltalliqucS 72.5)0 1860-tr Anl.ihe 95.80 b°/« Nat.-?lnlch. 80,— Silber . . . U4. -Vanlaltien . 784. London . . 114 40 Krcditaltien . 192.60 K. l. Dulato, 5.4? Fremden-An;cige Den 22. Mai. Ttadt Wien. Die Herren: Koller, l. l. Hauvtmam,, von ßissi. __ Schuscher, Kansinan», vl'N Innsbruck, — slchalschitsch, Vnvger. von '^eumarlll. Elephant. Die Her«,,: Klli», Gioßh.indler, von PlN. — Sartori u n Steindruck — Pnnschcvt, Gut«?-besiher. v?n MM>,furt. — Schcidlcr. Privat, und Gnlnscld, Kauimann, von Wie». — Faidiga. Nglnt, von Trust, -- v, Eisenstein, l. k. Hauvtman» , vo» Padua. — Wcndl, Handels-,nann, von R^sli'tl'U'g. Vaievischer Hof. Herr Milans Gnlsl'esihcl, von Planiua. (961^2) Nr. 204«? 3. crekutivc Feilbictung. Im Nachbai'ge zum diebgerichlliche» Erikle vom 23. Jänner I. I., Z. 354. wild hicmil bekannt gegeben, daß am 3. Juni I. I.. früh 10 Uhr. zur drillen und letzten Fei!« Iiietling der dem Maldias Mill.int) von Kaltenfeld gel'örigcn Ncalilät Nklf.'Nr. 41 l>lticher Karslen-gilDe ln der Erekulionsführnng des Tdo» mas sszenlnr von Planina gsjchritttn wird. K. l. Vezirköamt Planina, als Gelicht, den «. Mai 1864. (962^-2) Nr. 2047. 3. erekutive Feilbietuug. Im Nciä»l.'a»^e zum rießgerichllichen Edlkic vom 30. Jänner l. I.. Z. 517. wird yiemit lilk^nnl gegeben, daß am 4. Juni l. I., früh 10 Nkr. zur drittln unv lehtcn Feil. liitln"^ dcr dem Gregor Srimschek uo» Zl,l»!y ael'öriaei' Ne.ilüälen.Nkif.'Nr. 1(> Urb.'Nr. 16 »cl Grundbuch Pfarrgilre Z>rk> nih, dmm öuli Rktf.'Nr. 390jl, 410z1 :mo 507<6 »cl Grunobuch Huasberg in der Erelutioussache des Johann Ulle von Ooii^nce vorgenommen wird. K. l. Vezilksamt Planina. als Gc> lickt. een tt. Mai 1804. (1012-2) Nr. 1206. Fcilbictungs - Sistinmg. Die mit Edikt vom 2. Novemlin 1863. Z. 2385. anf d,n 19. M a i 1864 ang,0ldnete exeluiive drille FlilHielmigs-Tagsahling dcr Änlon Tralll>it"schet! Nralilät lvird ül>cr Ansuchen deS Ekc-lut>onssühiers bis auf weiteres Anlana/n eingestellt. K- k. Aeziiksamt Idria, als Gericht, am 16. Mai 1864. Danksagung. Den Hcricn Stabs- und Odcroffizicrcn, fowic den vielen anderen Frcnndcn und Vckmmtcn, wclchc mcincm Sohne Albert mit so großer Auszcichnnng nnd Theilnahme die letzten Ehren erwiesen, sage ich ans vollem Mnttcrhcrzcn meinen Dank. Echrottriithuru am 20. Mai 1864. (1027) Fi'lNlzislu! v. Vest. Verkaufs-Qffert eincr Herrschaft mit 9606 Joch nnd mit einer Mnhlc im Ertrage von 105310 ft. um nur 470000 fl.; cincr zweiten mit 3200 Joch im Ertrage von 11204 fl. um 150000 fl.; einer dritten mit 1169 Joch im Ertrage von 8194 fl. um 50000 fl.; eines Hauses in Laibach mit Garten im Ertrage von 525 fl. um 5250 fl.' ciucö Landautes mit circll 100 Joch im Ertrage von 1500 fl. nm 15000 fl'. - eines zweiten mit 116 Joch nnd mit cincr Mnhlc im Ertrage vou 1800 fl nm 17000 fl. und ciucs dritten bei Laibach im Ertrage von 700 fl. nm 12000 fl.; dann wird ein Haus mit Grnndstnckcn nahe an ciucr Pfarrkirche, nud eine kleine Mühle zu kaufen gcsncht durch I. A. Tchuller's Bureau in Laibach. (1001-3) Die neueste Pariser Stereoskopen - Ausstellung des 3.Dimischou5ki) äug AlMM >st täglich in der großen Schaubude am (kongreßplatz uon 9 Nyr Inch bis 10 Uyr Adcndö zu sel)e». 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Das Vctriebs-Neglcmcnt fiir die Slldbahn ist auch für diese Strecke giltig nnd finden fur dieselbe nebst den fllr alle Liuirn bestehenden Tarifen auch jene Spccialtarifc Anwendunq, welche filr die Kärntner Linie Giltisslcit haben. Dic ergänzten GelnihrruberechnuttgS-Tabellen zn den Specialtarifcn können bei den Personcn-Cassen bezogen werdcn. Wien den 14. Mai 1864. Die Vetriebs-Direction. (1017—1) bei llßatn»' m Untev-^»lk<)l»>o«, 6 Stunden vou Agram entfernt, bewährt sich besonders heilsam bci Nervenleiden, Hysterie, Hypochondrie, allge< meiner Nervenschwäche, sowie bei Krankheiten des weiblicken Ge» schlechtes überhaupt. In ciuem rcizendeu Gebirgspässe mit mildem Klima ge< lcgcn, gewährt daS gauz rcstaurirtc und ucu vollcudctc Vadchauö mit 40 Wohnzimmern hmrcichcndc Uutcrkuuft. Für prompte Bedienung bürgt dcr Gefertigte. Die Zufubr pr. 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