Samstag den 3. März 1832. Chronograph auf den vierzigste" Jahrestag des Regierungs-Antrittts Sr. Majestät ves Raisers. U I 5. I 1^ 1^ ^ r I g. r 1 2. l o V e t. V o t «. »/oann. <3ab/'< »5el^i^ V V g m a l l o n. D >' wärest leblos, schönes Meisterstück! Wie? Blüht ein Lächeln nicht auf Stirn' und Wange? ^ nicht gefühlvoll dieser süße Blick? Erschließe sich nicht der Mund wie zum Gesänge? ^- eilt diesen Busen nicht geheimes Leben? "" nicht der Fuß im Tanz dahin zu schweben? """'ger! Ei>, ewiges Erblassen ^kr Schönheit, nicht ihr Leben fiepst du hier; Den Stein erwärmt kein glühendes Umfassen, Kein Thränenstrom erweicht den Marmor dir; H An diesen Lippen haugt dein Mund vergebens — Nie saugen sie in sich den Hauch des Lebens. Nein» lüge Seele nicht, du schöne Leiche! Für solchen Reiz ist noch kein Athem da. Weh' mir! daß ich dich schuf/ daß ich in's bleiche, Geliebte Antlitz unaufhörlich sah. — Für mich ist nun die Erde abgestorben, Und ach! mit dir — was hab' ich mir erworben? Zum starrem Marmor muß ich selber werden; Denn wer dich sah, beherrscht nicht mehr den Vlick; Von aUcm, was entzückend ist auf Erden, Kehrt unbefriedigt er zu dir zurück; Und du — Es sey! Die Qual soll ewig währen: Du bist zu schön! — Ich kann dich nicht zerstören. II. ' Beneidet nicht den Mann, beklaget ihn. Den in der Wiege schon geweiht die Muftn, Dem in der Brust die Himmelsflammen glühn. Er muß, ei» armer Fremdling hier, am Busen Den Nimmersatten Geier, Sehnsucht, nähren. Und wie ein Fluch, muß Segen an ihm zehren- Der helle Traum, der ihm allein beschieden, Verdrängt die warme, lebende Gestalt- Er findet nie, was ihm genügt, hienieden, Und was cr schasst, bleibt ewig todt und kalt; Doch heftiger als Andere begehren, Verlangt er, was kein Glück ihm kann gewähre». 59 Wa3 soll der Kranz, den ihm auf's Haupt die kalte, Die lastendschwere Hand des NuhmeZ drückt? Z'.'agt nicht! So will's der finst're Vranch, der alte, Daß man mit heit'rem Laub die Opfer schmückt, Die mldeweint vor dem Altare fallen, ^ Wenn Preis- und Iubelhymnen rings erschallen. !lnv muß es seyn; bin ich dazu erkoren, Und bln zum Tod des Lebens ich geweiht, Unü ist auch alles, alles mir verloren, Was eine Vrust, aus Staub gebaut, erfreut: — Ich sah das Höchste — wollte es erfassen — UnD seinen Schatten e,mn ich nun nicht lassen- Joseph Emmanuel Hilscher, Wopuläre Nesefrüchte aus des D>. Marcus Herbes ärztlichen Schriften. (Beschluss.) Ueber die Trinkwäffer Laibachs lesen wir Folgendes: »Die Wässer, welche in lauter Fluß- oder anderen klaren, Wohlgeschmäcken, im Winter warmlech-ten (i), im Sommer kalten, ganz gesunden Cister-uen, oder quellenden Brunnen bestehen,- derentwegen weder zu Kröpffm noch zu andern Villen Länderen allgemeinen Zustand Ursach gebend. Absonderlich verdienen nber solchen Ruhm der außer deß teutschen Thors hinler dem Thurn quellende Brunnen. Item die daselbstige Garten - Cisttrnen, als Aeder oer an-noch übrigen uralten Wassergänge, der Lapbachfluß selbst G und der Brunn am Schloßderg unweit St. Floriani - Kirchen. Die zwei Stadtbrünn am Platz und am alten Markt wären zwar auch gut, seynd aber wegen der Lauigkeit ungeschmack zu trinken. Die Schluetten - Brunn aber, welche aus) dem Fuß des Schloßbergs entspringen, seyn'o nicht allerdings gesund Zu trinken."*) Als Merkmale einer gesunden Luft führt G. noch an das hohe Alter der Stadt, ihre Zunahme an Gebäuden , die vielen Vornehmen von Adel, darunter vier Fürsten. »Auß welcher Ursach man denn auch sihet die Einwohner dieser Stadt nicht, als in mani-chen anderen ungesunden Orthen, satthälstg, kröpfficht, bleich, und angeblasen: sondern dünnhälsig, hurtig, frisch, wohlgefärbt, leibig, munter und gantz gesund daher gehen, aufgeraumbt von Gemüth, und spitzsin- ', Vergl. Nr. 2^ .mid 21 des Illynschc,, Vl.ittcö vom Iahrc i3ii. ^ ' . dig von Verstand zu trutz anderen, für so gesund, als sie immer gehalten werden, Orten und Ländern. Lauth jenes Spruchs: (^cll'Qiol!^ ingünio polllllit.« Hierzu rechnet G. auch das Alter, welches bei manchen Einwohnern sich auf?u, 8U, auch 100 Jahre erstreckt; dann die «durch eyssrigen Beystand! der Hrn. Weclicui-uin oder Leibärtzten« leicht heilbare Beschaffenheit der Krankheiten. So starben im Jahre 1L99 von ungefähr 500 mit Petechien (?) behafteten Kranken kaum 20 — 40. Bei einer im Jahre i6?9zu Wien, und 16L0 in Steiermark, Kä'rnten, Görz und Croa-tien herrschenden pestartigen Seuche blieb Laibach verschont. Daß Fremde in Laibach nicht selten erkranken, leitet G. von der »Ungewohnhe^t der Lust« und von der Unmäßigkeit im Genuße ungewohnter Speisen (Austern, Calamari, Würste) und Weine (Proseker, Muscateller, Vni ^i !<<>, Malvasier) her, »wie solches absonderlich denen ausländischen Teutschen gemein ist.« Die süßen Weine erklärte G. für besonders schädlich. Das Bier zu Laibach fand er zum Sauerwerden sehr geneigt. Der Sy lv i us'schen Theorie zu Liebe war er von diesem Getränke und vo,n Obste kein Freund. Das beliebte Fleisch von Hammeln, vorzüglich solchen, die feuchte Weide haben, hielt er für ungesund. Besser sey oas von Oderkrain, noch mehr aber das vom Karst. Bei der Gelegenheit, daß ein Bäcker, der an Flechten litt, und ein anderer, dcr mk einer noch unreineren Krankheit behaftet war, seine Geschäfte un. gehindert verrichtete, äußerte er: »^5t 2ic lil, uki Uun llxi^uH, uc i^iucl noü, liizlilltur Koni ^ublici Uebrigens bestanden die von G. in Laibach durch mehrere Jahre beobachteten Volkskrankheiten, zufolge seiner (ütirunuIoZia incdicu-pt-acUlliÄ und mehrerer Aufsätze in den ^^llemc:i'iclll)i,l8 UaluruL <^u-l-io5U!'Uln, größtentheils in gallichten, katarrhalischen, rheumatischen Leiden, in Ischiadik, Zahn-, Ohren- ^ und Halsweh, in Seitenstechen, Lungensuchten, Wassersüchten und allerhand Uitterleibsgeschwülsten, dann' in Nuhren, Diarrhöe, Cholera (von der er eine gallichte und eine wässerige Form unterschied), in Wechselflebern, Koliken, Eftilepsieen und Skrofeln. Harnsteine schienen öfter, Bandwürmer ebenso selten als jetzt vorzukommen. Da zu Laibach im Sommer oft eine plötzliche Kühle eintritt, so gab G. den Rath, daß man sich dann nicht schämen solle, die Winterkleider anzuziehen. In Betreff der Wohnungen riech er, daß may^ ' 35 nicht an der Seite des Schloßberges, sondern gegen-ftits am Wasser, oder weiter hinauf gegen Westen oder Norden, sich einquartieren möchte. Am Schloß: berge seyen besonders die hintern Zimmer feucht. Gegen das Begraben in den Kirchen eiferte G. sehr, und rieth davon ab. Vei einer tzonnenfmstcrniß im I. 1699 verkrochen sich Viele in die Betten und verbargen auf ahn-lichc Weise auch ihre Nahrungsmittel, worüber mit G. die Gescheidtcren lachten. Mehr als die in jenem Jahre häufigen Sonnen- und Mondessinsiernisse schien ilim das im Februar desselben Jahres vorgekommene Erdbeben auf die hierauf entstandene Fleckfieber - Epidemie Einfluß gehabt zu haden. Doch sey besonders die feuchte Witterung hieran Schuld gewesen. Ueber den eigentlichen practischen Werth seiner Erfahrungen w!rd die richtende Zeit wenig zu erinnern finden, was sich nicht mit der schlichten, wahren Na-U ^) 5„. ren Geschenke dem Museo gewidmet ^ 272.) Herr Iosek, Vezirkscommissar in Wipbach, einen am Nanos geschossenen Steinadler. ^ 37^.) Ebendieser, eine Kupfermünze des römischen K. Hadrianus. 375.) Ebendieser, eine Silbermünze.-^mon III "i- log. II. ^ Z'6.) Ebendieser, eine Venetianer Giustina in Sil. 377.) Ebendieser eine Silbermünze deslvenelia-Nischen Doge ancui5 8ai'vaillai.'. 2 I^ion 167a. 586.) Ebendiese, ein Filigran-Spinnradchen von Elfenbein, ron vorzüglicher netter Arbeit. 38 7.) Herr kaiserl. Rath, Johann Hradeczki, einen türkischen Ferman. 588.) Herr Michael Kuk, eine kleine Silbermünze: M. i... ^ia. p,inc. In)^). clu^e55a . .^,u5t. vux. Vu,'^. Ma,-cli. Mnr. 1624. 393.) Herr Carl Veckmann, in Silber: ein Zchn-Kopek-Stück Katharina II. 1772, einen Groschen des Großherzogthums Würzburg 1808; einen Sechser D. ß. darolus e^is. OIc>n^,lcell5!3, Dux I^ut^ar. et Viii-. 8. N. I. ?. 1^. C. L. <ü<>. >70Ü; einen Sechser Max Joseph König von Vaicrn 1825; einen baier'-schen Groschen 1825 ; uud einen baier'schen Silber-Kreuzrr, 1825. 294.) Herr Otto Graf Barbo von Wachsenstein, ^.in Silber: einen Thaler I^uclnvicus 3. >. i. ?lli>c. slü L2Ul,^2N-3llill,tM2ii perpetuuz ii, ^emet-l^!j-var 8. c. r. 3. HI. act. l^uin. <2l:5l.; ^la5. ,'l)x ' l>m. et l^eo^olci. ^. ^. a6vel!tli5 r<^ «t ai cli. in l^oclin. Unng. ,764 !>I. Zi5 et conlüääuiiä ßlol'ioäi, s^iulu ;»!) l,nnu HIX(^. 26 HlQXXVI. in Illii^. üün 7^23^52« ulti-H II. 3t?c. cullarn ^c,5. II. «t ^I^r. ^ln^icziaL Hugg. HI1)(X^XXI< XXIX Maji !-«cu^er3l-uns, «t post IX. c^ics cl^volianein llun^. nl ^i-u^anun^lim. 396.) Ebendicser, einen Thaler , 2 5^> Loth schwer, (^2,-nlu5 et ^liica i^l. incü. rcgni Ilaure? Muc^Qxxx. 397.) Ebendieser, cinen Thaler, 2 1^2 Loth schwer, I'uicl. Ii.am. i5ue. Hung. rex et, (Üarol. V. Ilnp. <^3ptiviw8 ^loailniz 1'','>clII)(X.^XIX. 399.) Herr Anton Rudesch, Inhaber der Herr, schaft Reifnitz, einen Thaler, 6 Loth schwer, Mick^l clll I^uUoi l)!uvinc-,lI!'uln conlned«r2s. DllIl;i3L^.rcli. 1^2lg58!28 I)ux et 0(zuc.'5 pugngncla. ^00.) Herr Ignaz Bernbacher,' einen Vanco-Zettel pr. ein Gulden; einen c!